^„77. Mittwoch am 6. April 1864. Die »Laibacher Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- mlb Feiertage, täglich, unb lostet sammt dm Veilllgen im Comptoir ganzjähllg 11 fl., halb-jtiihrlg 5 fl. 50 lr., mit Greuzband im Comptoir ganzj. 12 si., haibj. 6 fl. Filr die Zustellung in'» Haus sind halbj. 50 lr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., untn Kreuzband und ge« dructter Adresse '5 fl., hllloj. ? ft. L0 lr. Juserlwnsgebüy r filr elne Garmond - Spaltenzelll oder den Ramn derselben, ist silr Imalige Einschale Wng6lr., fllr 2malige8tr., für 3malige 10 lr. u. f. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertion« - Stempel per 30 tr. fllr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bi« 10 Zeilen losten 1st. 90 tr. für 3 Mal, 1 fl. 40 tr. für » Mal und 90 tr. für l Mal (mit Inbegriff de« Insertionsstempels). ^llubacher Mtung. Amtlicher Theil. ^Vuf Allerhöchste Anordnung wird für weiland Ihre kaiserliche Hoheit die durchlauchtig Erzherzogin Hildegard, grborne köuigüchc Prinzessin von Baicrn, die Hoftrauer heutc. den 5, April, angezogen u»d dlirch vier Wochen mit einer Abwechslung, nämlich durch die ersten zwei Wochen, d. i. vom 5). bis einschließig 18. April, die liefe, dann durch die letzten zwei Wochen, d. i. vom 19. April bis einschlicßig 2. Mai. die mindere Trauer getragen werden. Dic k. k. steierm,«il!yr, »knstenl. Finanz. Landes-Dircklion hat den Kasse »Offizialen bei der Landes» Hanptkassc in Graz. Eduard Da im er. znm Kassier bei der LandeS - Hauptkassc in Klagenfurt ernannt. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 5. April. Es schwirrt wieder einmal bunt durcheinander in dcn telegraphischen Nachrichten; bald soll Däne« Mark auf der Basis uo» 1852 verharre», bald die Konftic»; oli»c Vasis niigenommen habe»; ja es tauchen soglir Gerücht? auf, ddß cS joht. wo Frank« reich das ^ulfi-!,^«' miivo-,^! lisfürworle» will, aiiS dcr ganzen Konferenz nichts werden soll. Der Leser wild gut thun, alle diese widersprechenden Nachrichten mit Nescrve aufzunehmen; in einigen Tagen spricht wahrscheinlich dcr Telegraph wieder ganz anders. Ueber die Zirkulardepeschen. durch welche die beiden deutschen Großmächic ihre Bnndcsgriwsscn ein» laden, deren respektive Gesandten am Bundestage dahin zu instrniren, daß sie für die Abordnung eines llrmeinsamcn Bevollmächtigte» zn dcr Konferenz wir» kcn möchten; — über diese Depesche» bort die „Nordd. ^^ Zlg,", daß dicsclbcn nicht identisch, sondern von i^cm Kabinctc selbstständig erlassen sind. obgleich der Inhalt im Wcscnillchcn übcreinst>»lmt. Es wird darin "»f dic Wichtigkeit hingewiesen, dic es für den Vuud haben müsse: sich bei einer so bedeutenden Gelcgcn-^it selbstständig vertreten zu lassen, zumal weil da« burch durchaus nichts präjndizirt wird, da eben weder blc Konferenz anf eine bestimmte Vasis hin zusan^ ^'entrilt, »och weniger aber bisher die Rede davon ücwescn ist, daß die Thcilnchmcr sich dcn Beschlüssen ber Majorität irgendwie zn unterwerfe» hätten. Was min Nußland und Schweden betrifft, so '^ld von anderer Seile mitgetheilt, daß sie die Kon. ^nz nur unter Reserven angenommen hätten, deren "^tter ^^ noch nicht bekannt ist, Nußlaud dürfte ^l)lschm,iich wie Dänemark nur die Verträge von ^ als Vasis annehmen, da man in Petersburg von drr Verlobung des Großfürsten.Thro»folgers mit ^ Prin^ssin Dagniar von Dänemark spricht, was ^laiiösch^ läßt. das die Familicnbaudc auch die po< lllischen Interessen berühren werden. Vom Kriegsschauplatze. Der blutige Erfolg des Gefechts vom 28. v. M. hat die Fortsetzung dcr Bclagcrungsarbeite» nicht auf. Ehalten. In der Nacht vom 29, auf dcn 30. wlirdc dic elste Parallele gcgc» die Düppclcr Schanze» anf 1K)O Schritt Enlfcrn»»g eröffnet. Die Arbeit N>l'g, völlig unbemerkt von Seiten deS Feindes, vor nch. Erst als es Tag wurde, schicueu die Däuen dle nächtliche Arbeit zu bemerken, und ob ihrer Un. achtsamlcit zu staunen. Kaum graule der Tag. so Nllltcn sich dic Schanze» mit Soldaten, dic neugierig auf das in der Nacht entstandene Werk herabsahen ^lllzelnc Schüsse wurdeu aus dcn Schanze» gegen vle parallele abgefeuert, aber erfolglos. Die Paral. lele reicht in ibrer ganzen Ausdebnung von dcr Son-dcrburgcr Chaussee bis nnch dem Wenuingbund bin. unter; Arbeitszeit von 10 Uhr Abends bis 3 Uhr Morgens. Der Ueberfall, dcn die Dänen nächst Veile auS« geführt baben. wird in einem aus dieser Stadt da. tirten Schreiben vom 29. folgendermaßen geschildert: «In dcr vcrgaugcnc» Nacht wurden die Ein« wohner unseres Städtchens plötzlich durch daö Gc< knatter von Kleingewehrfcucr aus ihrer Nuhe empor« geschreckt. Man mußte vermuthen, daß in der Nähe der Stadt ein hitziges Gefecht staltfinde; dieß be< stätiglc sich denn anch am Morgen. Nach authrnli« scheu Nachrichten waren die Dragoner, welche bei Vrcdal auf Vorposten standen, durch preußische Hu< saren abgelöst worden, und hatten sich. durch eiueu anstrengenden Marsch ermüdet, der Nuhe überlassen. Dällische Infanterie und Kavallerie näherten sich unler dcm Schutze nächtlicher Finsterniß dem Dorfe und überfiel die im arglosen Schlummer liegenden Truppeu. Es gelang ihnen, die Husaren aus dcm Dorfe zu verdrängen, welche sich, 30 Gefangene in den Händen der Dänen lasscud, auf Veilc zurück» zogen. Heute sind dic erforderlichen Maßregeln ge> troffcu wordcu, um ein weiteres Vordriugcu der Dänen zu verhindern, und so eben sehen wir das oriltc Gardegrenadicr'Negiment anS Veile nach Nor» dcn zur Verstärkung vorrücken." Flensliurg, 30. März. Eine sonderbare Geschichte, wclchc ei» rbe» angekommener preußischer Postkoudnkleur als etwas Gewiss erzählt, beschäftigt die Gemüther. Er machlc gestern die Tour von Veile nach Flensburg und bringt dic (wie er sagt notorische) Nachricht mit. daß in ciucm Meierhofe, zwei Stunden nordwestlich von Veile. 21 preußische Husareu millen in dcr Nacht uo» dänischen Soldaten gleichsam von ihrem Nachtlager ausgehoben worden seien. Hierbei stellt er die Vermuthung auf. daß dcr Ucbcrfall uou oer Ostküstc zwischen Vcilc und Hor. sens durch nächtlich» Landuug bewerkstelligt worden wäre. Wenn an dieser Sache etwas Wahres ist, so tragen die Preußen selbst die Schuld, weil sie dic vom österreichischen General Dormus anbefohlene Ein-richtung nicht befolgt haben, nach welcher in jedem Quartier allnächtlich nur die Hälfte der einquartierten Mannschaft sich niederlegen darf, während die andere Hälfte in ucrhältnißinäßigcc Ausdehnung vor dem Hause auf Wache steht. Ein Mann. der sich auf deu obersten Heuboden ftüchtctc. ist dcm Schicksale seiuer Kameraden entgangen, indesien soll der Besitzer deS Meierhofcs, als Vcrrälbcr stark verdächtig, eingezogen worden sein. Gestern sind 40 gefangene Däueu durch die Stadt geführt worden, die aber eher den Eskimo's als einem andern Menschenschläge ähnlich sahcn. Die Farbe dcr Montnr war kaum zu crkcuueu, dic Käppis hatte» die Form eines Polygramms und an den Füßen erdröhnte der^ bekannte Hufschlag der Holzpantine» mit Stroh gefüllt. Die armen Teufel sollen volle vier Woche» in den Schanzen gelegen und gearbeitet habe». Die näheren Details vom 28. fehlen uoch uud steht bei dc» gemaßrcgelten Zuständen, untcr welchen dic armen Korrespondenten schmachten müssen, zu er-warte», daß daö gute deutsche Publikum so lauge l» Geduld warte» muß. bis Herr Gösche (dcr offizielle Korrcspolldcnt der .Krcuzzcilung") cs für gut befin« del. vom Thurme zu blase». Hamburg. 2. April Nachts. Die «Berling'sche Ztg.« uom 1. April meldet aus Kopenhagen: Das Kriegsministcrium uciöffcntlicht folgende» Bericht: Am 30. März AbcndS erfolgte cin Zusammenstoß ci»cr Abtheikmg dänischer Dragoner mit einer Abtheilung vom 8. prcuß. Hlisarcnreglment hei Kollemorteu, 4 Meilen westlich vou Horsens, wobei 1 Sergeant, 1 Unteroffizier und 8 Gemeine, wovon 1 schwer u»d 1 leicht verwundet, nebst 10 Pferden gefange«: wurden. Aus dem Landtage. Uaibach, 5. April. Dic heutige Sitzung war wieder reich an uuer-quicklichcu Momeutcn. Dic Ackerbauschulc gab, ähnlich wie im vorigen Jahre, wieder Alllaß zu einer leb« haftcu Debatte, au der sich besonders die Abgeordneten BlciwciS, Dcschmcmu und Tomau licthciligtcn, Dcschmanu sprach dcr Ackcrbauschulc jcde ftractische Bedeutung ab, sic liietc dcn Schülern uicht, was uou ciucr gutcu Nustalt gefordert wcrdcu könuc und werde uur dcr Stipendien halber besucht. Abg. Vlei-wcis trat energisch für dic Hnfbeschlaglchraustalt auf, dic Dcschmcmu eigentlich wcnigcr angegriffen hatte; bezüglich dcr Ackcrbauschulc gcstaud er dagcgeu, daß Deschmauu Recht habe. Vcwcgtc sich die Polemik zwischcu dcu beidcu Abgeordneten noch in den Schranken dcr Mäßigkeit und des parlamentarischen Ansian-des, so war das hingegen mit dcr nun folgenden Rede Toman's nicht der Fall. Seine Erregtheit, seine Leidenschaftlichkeit riß ihn zu pcrsöulichcu Vc> mcrtuugcu hin, die einen Sturm ocö Mißfallcuö im Hanse hervorriefen, wie wir ihn dort noch nicht gehört haben. Die Augriffc auf Dcschmanu als Custoö dcö Museums machtcu iu diesem Momcutc dcn Eindruck ' ciucr ciufachcu Ncftrcssalic uud waren durchaus nicht am Platze. Unbegreiflich ist uns, daß von Seite dcS Präsidenten uichtö geschah, um dcr unliebsamen, dcr Versammlung uuwiirdigcn Sccue cin Ende zu machen. Einen ganz anderen Eindruck machte dcr Be> richt des Landcö-Auöschusscö übcr dic Rcchtöbezichnn--gcu dcr Stndicuaustaltcn im Lyccalgcbäude zum ständi«-schcn Fond. Abg. v. Apfaltrcrn bchanptctc mit vollem Recht, dcr Landcs-Ansschnß habe gezeigt, daß er den Beschluß des Landtags in dcr letzten Sitznng begriffen habc. Wir bcdancru ebenfalls, daß der ^andtags-Llus-schuß iu seinem Rechenschaftsberichte nicht statt dcr nichts sagenden Phrasen diese gcnanc Darlegnng dcS Sachvcrhaltcs gegeben hat; cs wäre manche unerquickliche Debatte cutfallcu uud mauchcs schiefe Urtheil übcr sciuc Thätigkeit nicht ausgesprochen woroeu, 13. S'ihung des krainischen Landtages am 5. April. Die Sitzung beginnt um 10^ Uhr. Vorsitzender: Herr Landeshauptmann Baron Codelli. Negie« rungsucrtreter: Se. Erzclleuz der Herr Statthalter Freiherr v. Schloißniag. Nach Verlesuug uud Berichtigung des Protokolls ladet dcr Herr Vorsitzende im Namen der Casino« gcsellschaft den Landtag zu dem Morgen stattfindenden Balle ein. nnd macht dem Hause die erfreuliche Mitlbciluug. daß eiuc Note dcr h, Negieruug ciuge« laufeu sci. iu welcher die Befreiung dcr Weingart-Häuser vou der Hausstcuer ausgesprochen, uud eröffnet wird. daß dic Eiuleituug bezüglich der Zurückerstat-tuug der schon eiugezahlteu Steuer getroffen sei. Das Haus nimmt die Mittheilung mit Bravorufen auf. Auf dcr Tagesordnung stehen: 1. Bericht deS LandcsauSschusscs über dic Prüfuug dcr Ackerbauschule und Hufbcschlag'Anstalt; 2. Bericht dcs Landcsaus-schusscs über die Ncchtsbczichungeu der im Lyceal-gebäudc untergebrachten Sludicnanstallen zum ständi« scheu Fond; 3. Voranschlag des ständischen Fcmves. Abg. v. Strahl, als Berichterstatter über dcn ersten Gegenstand, liest dc» Bericht dcs LandeöauS-schnsscs vor. aus welchem hervorgeht, daß l""t ^e-schluß des LaudtagcS vo.n vorige» Jahre zur 4?ru< fuug übcr die Zweckmäßigkeit der Ackerbauschule uud ."er Hufbeschlaganstalt, ei» Mitglied des Landesaus« 306 schllsscs abgeordnet wurde, welcher den Prüfungen in der Hufbrschlagleyranstalt auch beiwohnte, dem aber jede andrre (Erhebung, als nicht in daS Bereich des Landtages gehörig, von» Präsidenten der Land» wirtlischaftSgestlischaft verweigert wurde. Der Landesausschuß bat darum den Prüfungsbericht dem Fi< nanzausschusse überwiesen um ihn bei Aufstellung des Präliniin«rs für dcu ständischen Fond in Betracht zu ziehen, und stellt den Anirag, der h. Landtag wollt dieß nur zur Keuntmß nehmen. Mg. Deschmauu bemerkt, das entspreche nicht dem vorjährigen Beschlnssr. Die Uebcrwcisung an den Finanzausschuß werde diesen nur in Verlegenheit seyen, da eingehende Erhcbungeu zu machen refüsirt words!» sci. Der Finanzausschuß könne dal'er auch keiue bestimmten Antrage stellen. Zu erkennen, daß die hiesige Ackerbauschule den Agrikultn^Bedürfnissen des Bandes nicht entspreche, sei auch ohne besondere Prüfung möglich gewescu. Abg. BIciweiß sagt. die heulige Nede Desch> mann's konlrastirc scbr n>it dessen vorjähriger. Daß durch Ablebi'.ung der Prüfung der Präsident der Land« wiridschastögesellschaft statlilenglniäß gehandelt habe. werde er beweise», und zwar durch niehrere Gründe: Die Hufbeschlaglelirailstalt ii't als offcutliche Lehranstalt erklärt, sowie deren Lehrplau von der Regierung ge» uebniigt; die Lehrer lehren unentgeltlich und sind zum Theil auch an anderen k. k. Schuleu angcstelU, die Prüfungen gcschcdeu öffentlich in Gegenwart einfs Rsgifrungekommissärs, die ausgeslcllieu Zeugnisse sind sehr rühmlich, wir in dieser Beiilbnüg auch der Bericht des Landesansschußmilgliedes Dr. Suppai, sebr rül'mlich ist. Bis jrßt siud 210 Schüler aus der Hufbcschlaglebranstalt hervorgegangen. Redner schildert die ferneren Leistungen der Al'stalt nnd sagt, auch cinc Autorität, wie Dr, Rchl aus Wien. habe sich scbr gültig darüber ausgcsprochcu, dlßbalb lain, man sich über eine übelwollende Kritik hinwegsehen. Die sie sein soll. daran sei die Laudwivlhschaflggestllschcm nichl Schulo, Wir haben schon mcbrerc derlei Schlllcn gehabt, dtc als ungenügcud wieder aufgclassc» wllroen. Abg. Deschmanu glaubt, dic Entgegnung des Abg. Bl-iweiß liabc gezeigt, daß dic Benlänglun« gen nicht unbegründet waren; er gestehe sell'st, dab die jeyigc Schule nicht entspreche. Auf Anstalten aber, welche vom Lande subvcutiouirt sind, muß der Laud, tag auch Ingcreuz nebmeu können. Nachdem Redner sich gegen die vom Abg. Vleiweiß angeführten stall« stischrn Daten ausgesprochen, hebt er bervor, daß die wol'lhabcndc Landbevölkerung kein Vcrtranen in die Anstalt habe und die ärmeren Schüler nur der Sti> pcndicn halber die Schule besuchten. Or fragt, wärmn diese Slipendicn nicht lieber benüpt würdcn, um Schülcru dcu Besuch anderer, renommirtcr Ackerbau» schuleu zu besuchen; das würdc mehr nül)cn. Seine lientige Rede kontrastire durchaus nicht mit seiner uor> jährigen, was er damals bestrilten habc. bcstrcile er auch beule. Abg. Blei weiß bemerkt, die Ackerbauschule sei nicht subveniionirt. Die bis jeht bewilligten 800 Onlden bilden nnr Stipendien. Viel mel'r Schade sci es um die Summe von 200 ft,, welche die Negicruug für den laudwirlhschaftlichcn Unterricht am Gymnasium ausgebe, deuu der nühe gar uichts, man wisse nicht einmal, wer ihn besuche, Abg. To man findet die Verhandlung peinlich, wic im vorigen Iabre. Die scharfen Angriffe lassen ihn velmulhen. daß hinter der Liebe zur Sache etwas Anderes stcctV. Abg. Deschmann habe dem Landtag im vorigen Jahre keinen Dienst erwiesen, als er ihm zu einem Beschluß Veranlassung gab, der nicht rcalisirbar ist. wic sich daS heule zeige. Der Landtag bat kein Ingerenzrecht, und der Präsident Terpinz hatte Recht, die Einmischung zurückzuweisen. Die Untersuchung ist nicht eingeleitet worden, um allenfalls die Anstalt zu snbuelitioniren. Warum werden immer Angriffe auf jene Anstalten gemacht, an denen gewisse Manner tbätig sind? Er könne auch sagen, daß früher eiu besserer Geist im Museum geherrscht l'abe, als jcht. Redner ergeht sich in persönlichen Bemerkungen gegen den Musealcustos. (Zeichen des Unwillens im ganzen Hause. Präsideut läu'tet) Er spreche nicht aus Parteilichkeit; aber hier würden immer Angriffe auf dic blsagic Lehranstalt gemacht, um die Mänuer zu beschießen, die auf den Wällen stehen. Er negire. daß der Landtag berechtigt sei. Ingerenz zu nehmen. Abg. Dcschmaun entgegnet. rö sci ihm lieb, wenn das LaudcSmuscum einer Prüfung unterzogen würde, er werde gerne alle Mängel aufdecke», und wenn er in Etwas gefehlt kade, sich zu bessern sucheu. (Bravo.) Es freue ihn, daß die Landtagsmitglieder Interesse für daS Museum gezeigt hatten, indem sie dasselbe . April 1861. und zwar auf de» 22. Mai I I. nach Wicil einberufen wordcu ist, an wclchcm Tage die-sclbc durch einen fcinlichcn Gotlcsdicnst eröff»ct wer-dcn wird. Die entsprechenden EinberufungSichrcibeu lucrdcn bei dcm k. k, evangel. Oberkiichcnralhe soeben voibereitet uud sollen dieselben säininllichen Gemeinden bekannt gegcbcn werden. Trieft, 3. April. Die Frcgattc „Nouara" h.'t von Wica alls so cbcu Ordre erhalten, sich bereit zu halten, in einigen Tagen uach Vcra»Cruz abzugehen. Aus Venedig, 30. März, schreibt man dcr «Presse": In scmcr lehtcn Proklamation an dic Vcnetiauer kündigt das Eomilato wieder die yuartH n8W^u als bald bevorstehend au. und meldet. Gari« balbi habc. nachdem ciu volles Eiuvcrständuiß mit dcn ungarischen und polnisä'eu Insurreliiono'Comilc's hergestellt worden, die Leitung des ganzen Unter» nchmcns ill die Hand genommen, und werde der Augriff auf Oesterreich demnächst erfolgen. Die Rcisc Garibaldi's nach London habc znm Zwecke, daS für ihn daselbst bereit liegende Matcrialc in Empfang zu mhmen und sofort dcn Angriff cinznlcittu. Geld, Schiffe. Kriegsmaterial. Leute, alles sci bereit lind mau erwarte bloß das Signal, um von allen Seiten anf Oesterreich loszuschlagen. Das Comitato u»d Garibaldi selbst haben übrigens bereits so oft iu die Kliegstrompcle gestoßen, daß man auch jci)t, selbst in cnremen Kreisen, nichts auf ihrcn Kricgsruf gibt und die verheißende,, Vcrsicherungeu lcS Comitato sehr skeptisch entgegennimmt. Auslaut». Frankfurt, 31. März, In dcr heutigen Bun-destagsihlmg kam ein Bericht des Generals Hake z»r Vorlage, iu wclchcm derselbe dic Anzeige machte, daß die Okkupationö.Truppcn sich jcht ganz anö Holstci" zurückgezogen batten, mit Ausnahme kleiner Abtheilungen in Kiel uud dcr iu Reudsbnrg uud deu in dcü l'^ streitigen Grcnzdörfern zurückgelassenen Besahuugcl', lind daß er Hciligcnhafcn (dcr Insel Flhmarn gege"' über) n,it Et'elutioi,s!ruppeu beseht habc. die er »« Falle möglicher Konflikte mit dcu Däncu scineu In" strllktioueu gemäß vcrwcudeu wird. Nachrichten aus Nom zufolge hat das Bcfi"" deu Sr. Heiligkeit des Papstes eine Weuduug gt' uommen. die das Aeukcrste bcfürchtcu laßt. Paris. Dcr ..Monitcur" vcröffcutlicht NaH^ richten auö Mcriko, dcreu wir entnehmen, daö ?el ehemalige Präsident der Republik Mexiko. General Santa Anna mit seinem Bruder am 27. Februar am 305 Void des englischen Dampfer« „Conwau" in Vera-Cruz angekommen ist. und drin dortigen Kommandanten nachfolgenden Zustimmnngsakt überreicht hat: «Ich Endeöunttrzcichmler erkläre anf Ehre, dcr französischen Intervention meine Zustimmuug zu gc> den und als einzig rechtmäßige Regierung die von der Notabelouersammlung uuter dem Titel mexilaui-sches Kaiserreich ausgerufene Monarchie mit dem Prinzen Marimilian von Oesterreich als Kaiser von Mexiko anzuerkennen. — Ich vcrpfiichle mich gleich» falls, mich jeder politischen Demonstration zu ent» halten und nieder schriftlich, uoch mündlich etwas zu thun. was voraussetzen ließe, daß ich anders, denn als einfacher Aürger in mcln Land zurückkehren wolle. Am Vord des englischen Paglietbootes „Conway" den 27. Februar 1864- St. L. dc Sania Anna. Ich verpflichte mich. wie nicin Bruder, zur Ei»hal> tung oben stehender Bedingungen. A»l Vord des .Comvay" den 27. Fcbrnar 1864. Angel L. de Santa Anna." — 30. März. Ein Adjutant deö Erzher« zogs Manmilian hat ein cigcnhänoigeS schreiben deSsrlben an Napoleon lll. hierher gebracht, in wcl» chem die bündigsten Aufklärungen über die Natur der Fragen, welche sich über das eventulle Erbfolgcrecht im kaiserlichen Familienrathe erhoben haben, enthal' ten sein sollen. Die Geldfrage und die Befriedigung der Ansprüche Frankreichs, wie man hier anfänglich verbreitete, sollen mit den Verzögerungen in Mira» marc durchaus nichts zu schaffen haben. — Am letzten Freitag hat sich der Kaiser vom Minister Voudet ein Memoire vorlegen lassen, in welchem genaue Mitlhei-luugen über den Eindruck niedergelegt waren, welchen die letzten Pariser Wahlen in den verschiedenen Dc-partemcnls hervorgebracht. — Zwischen Jules Favre unt' Emil Ollioicr soll ein bedeutender Zwiespalt ans» gebrochen sein. der zmn ernsten Bruche zwischen Bei< den gefübtt. und in Folge dessen Jules Favrc sich entschlossen hätte, eine äußerste Linke zn bilden. — Es soll im Plane sein. die Panzerfiotte lim 5 der. artige Schiffe nach Art und Größe des „Solferino" und der „Gloirc" zu vermehren, so daß die Eskadre dann auf die Zabl 25 stiege. — Gestern Abend war großer Ball bei Lord Eowlcy. dem englischen Bot. schaftcr. Derselbe weihte seinen neuen Äallsaal ein. der wohl jetzt einer der schönsten in Paris ist. Ueber 200 Personen, darunter fast das ganze diplomatische Aurps. dic Minister ?c.. wohnten demselben an. Allgemein ficl cö auf. daß weder Fürst Mcttcrnich »och Graf v. d. Golß anwesend waren. Die beiden dclüschcn Votschnficr haben, man weiß nicht, ob aus Versehen oder absichtlich, inil Einladungen zum zwei. ten Valle. der «m (i April auf der englische» Bot. schaft staüfindel, erhalten, während fast alle übri^cu Mitglieder des diplomatischen Korpö, die Minister ,l. f. w. zu den beiden Festen geladen worden sind. Aufsehen erregte es auch, daß Lord (iowley seinen Gästen ein Souper, und zwar ein glänzendes, gab. was, seit Cowlcy englischer Botschafter in Paris ist. sich noch nicht ereignet halle. Freilich hat derselbe in der letzten Zeit eine große, ihm ganz unerwartete Erbschaft gemacht. — Die „France" meldet, daß die bestandenen Differenzen mit Bezug auf die mexikanische Angele-Allheit dahin geregelt wurden, daß Se. lais. Hoheit bkr Erzherzog Ferdinand Max für seiuc Person auf alle agnatischcn Ncchte Verzicht geleistet habe. welche Neminciauon jedoch auf dessen Erben keine Ausdch« "ling findet. — 31. März, Der Prozeß Grecco hat ernstere politische Folgen. Mazzini wnrdc zum zweite», Male von französischen Tribumilcu zu lebenslänglicher Deportation vcrurlheilt. Das ist ganz glcichglltig, Aber Lord Ktansfield. das Mitglied des englischen ^lN'iüttes, lind seine Frau Karoline, sind in diese Vcr, """dlnng und in die ganze Reihe von Verbrechen, '^>n, nicht als Theilnehmcr. so doch als Mitwisser ^"c>»gczogcn. Selbst als bloße Protektoren erschein! '^ Kameradschaft nicht in günstigem Lichte. Hier faltet mau. daß Lord Palmerston die Demission ^^»sfieles annimmt oder veranlaßt--------oder Lord palmerston selbst verläßt seinen Platz. Wir wieder-^le», l„au erwartet hier so Etwas. — Der „Constitutionncll" brachte in seiner Nnm» lnrr vom 1. d. M. einen telegraphisch signalisirlcn "rtikcl über die Art, wic sich die französische Regie» Nlng die einzig mögliche Lösung der schleswig. hol» Nein'schen Angelegenheit vorstelle. „Man möge die Vevölkcruug der Herzoglbümcr fragen. welche Regie» Nlng und welchen Sonverain sie haben wallen", eine ueue Insccnirung des napolconischcn Hausmillcls. Solllc nian noch Zweifel begen. daß der ..Consti. tulionnell" autorisirt war. diese Erklärung abzugeben, so müßte eine Nolc der „France" alle Zweifel ver< scheuchen. Sie bringt nämlich folgende bemerke ns< werthe Mitlbcilung. die der Telcgrapl) unbegreiflicher, weise keiner Berücksichüguug werth hielt: «Man meldet unö. Mr. Drouyu dc Lhuys hat eine Depesche an den Fürsten Latour d'Auvergnc, frauzösischcn Gesandten in London gerichtet, worin der englischen Regierung angezeigt wird, Frankreich werde bei dcn bevorstehenden Konferenzen zur Ncgeluug der dänischen Frage verlangen, daß die Stimme der Bevölkerung selbst zu Rathe gezogen werde, (cjuo l>ü vc Aeschlußfassuna/n der Mächte zu dicucn. Man versichert, daß ciu Cirkulare in diesem Sinne demnächst an die diplomatischen Vertreter Frank» reichs im Auslande gerichtet werden soll." Durch diese neueste Konsicllallon der Konferenz« frage erhält dieselbe eNic Bedeutung, anf die wir nicht erst aufmettsam zu machen brauchen. Warschau, 31. März. Die Polizei hat >m Quartier von drei Fräulein Gousowöki mehrere Koffer, einhaltend die Archive oer Natioualregierung und lhre Gcldvorrathe entdeckt. Sehr wichtige Papiere wurdcu in dcn Kleidern drr Damen eingenäht gefunden. Bukarest, 31. März. Fürst Couza ließ der Kammer einen Gesetzentwurf vorlegen, den Lanolcu» ten das Recht des Eigenbcsitzes ihrer Grundstücke zu« zuerkennen. Die Kammer hat mit starker Majorität ein Mißtrauensvotum gegen das Ministerium al>. gelehnt. Madrid, 31. März. Die Regierung fordert von dcn Eorles einen Kredit zur Anschaffung von 100.000 Gewehren und sonstiges nothwendiges Kriegs-material. Lokal- und VroviPial-Uachrichtcn. Laibach, (i. April. Morgen Donnerstag Abends 5^ Uhr findet die siebeute MonatSucrsammluug deö Stenographen» vcrclns im Vercinslokale statt. — Der dritte Bano oer bei (5. Gcrold Sohn erscheinenden, trefflich redigirlcn «Oesterreichischen Revue" bringt die erste Abtheilung einer Arbeit von unserm krainischcn Historiograpdcn Herrn P. v. Radics: «Die altdeutsche Eolonic Golschcc in Kram." Die zweite Abtheilung folgt im vierten Vande. Wiener Nachrichten. N3ien, 4. April. Dic aus Börsenkreisen gemeldeten Nachrich» ten über cine Modifikation des Finanzministeriums so wic der Hoflanzleicu beruhen auf Konjekturen, die jedes Grundes entbehren. — Bezüglich der Marineleitung ist noch nicht entschieden, ob an die Siclle des Erzh. Ferdinand Max ein anderer Manuckommanoant ernannt wer» ben soll. Es sei im Plane, die Handels- und die Kriegsmarine zu sondern, uud Letztere entweder einem clgencn Ministerium, oder dem Kriegsmimstcrinm, zu unterstellen. Die Handelsmarine wäre dann dem Handelsministerium unterstellt; man sprach auch da-von. daß Baron Burger danu zum Handclsmimstcr ernannt werden soll. — Das Pariser Journal ..Le Si^cle« läßt sich aus Kopenhagen melden, aus den vor Fridcricia lic< gcndcn ungarischen Regimentern hätten Desertionen zum Feinde stattfinden sollen, und seien in Folge dessen 300 Mann kliegsrcchtlich erschossen worden. Darauf antwortet die „G. E,": «Dieser unwüldi» gen Verleumdung braver kaiserlicher Truppen haben wir lediglich dic verbürgte Thatsache entgegenzustellen, daß nicht Ein Mann, viel weniger also eine größere Zahl von unserer in Jutland stehenden Armee dcscr-lirt, daß durchaus leine kriegsrcchtlichcn Veibaudluu. gen über solche etwa beabsichtigte Fahncuflüchtigkcil vorzunehmen, umsowcnigcr alio^Exckniionen zu voll» ziehen waren. Die ganze Erzählung des «Siücle" ist nichts als eine uerachtuligswerthe Lüge." Telegraphische "andtagsberichte vom 2. April. Prag. In der heutigen Lanbtagssitzung wurde die Gcmeindeordnung, die Wahlordnung und beider Einfül'rnngsgesetz iu zweiter nnd dritter Lesung mich der Regierungsvorlage angenommen. Eine Debatte fauo nur über § 56 der Gemc'n-dssrdnung, betreffend das Sistirnngörcchl der Regle« rung dc» Beschlüssen der Gcmcindcausschüssc gegenüber, statt, Slallbaltercilciter Graf Bclcrcdi. Referent Taschek, Herbst. Brinz befürworteten die Ncgicrungs' vorläge. Der Antrag Trojans, bei der vorjährigen Fassung des § 56 zu beharren, wnrdc mit 113 ge< gen 70 Stimmen (bei namentlicher Abstimmung) ab< gelehnt und der Paragraph der Regierungsvorlage mu 107 gegen 77 Slimmen (bei namentlicher Ab. stimmnng) angenommen. — Nächste Sitzung am 5. April. Auf der Tagesordnung steht das'Gesetz über die Bezirksverlretung",. Ezernowitz Das Präliminare pro 1864 wurde genehmigt und ein Zuschlag von zehn Kreuzern zu dcn direkten Steuern umgelegt. Für dcn ausgeschiedenen Abgeordneten des Großgrundbesitzes, Baron Mnssatza. wnrde Baron Alexander Wasilko gewählt. Baron Nikolaus Pctrino hat das Mandat nieder« gelegt. Neueste Nachrichten und Telegramme. Original - Telegramm. V3 ien, tt. April. Die „Wiener Abend« post" und die „Norddeutsche Zeitung" de« «»entire« die Analyse der Presse, betreffend eine identische Note bezüglich der Herzog« tlnimer. Die Abendpost stellt letzteren poli« tische und administrative Unabhängigkeit in Aussicht. Landtag und Gemeinderath beschlossen, Sr. k. Hoheit dem Orzherzog Albrecht Vei« leidsdeputationen zu senden. Gravenstei», 3. April. Gestern um 2 Uhr hat die Beschießung begonnen und bis 7 Uhr gewährt. Während der Nacht wurde dieselbe in Pansen fortgesetzt. Auf feindlicher Seite wnrdc eine Feuers« brnnst wahrgenommen. Wahrscheinlich gericthen die Baraken iu Brand. Der Verlust ist unbedeutend. Frankfurt, 4. April. Die Mclirbeit der Slim, men am Bunde für Annahme und Beschickung der. Londoner Konferenz über die schleswig - holsteinische Angelegenheit ist nach allen Angaben gesichert. (O.Z.) Koburg, 4. April. Drouyn dc Lhnyö' Depesche, befürwortend die Anwendung des >nl!'i'!><5<> imivixi in den Erblicrzogthümcrn, wurde bereits deu meisten deutschen Regierungen überreicht. Dresden, 4. April. Das hcntigc «Dresdener Journal" veröffentlicht ein Telegramm aus Lonron des InhaltS: Auch Dänemark bat jetzt offiziell die Annahme der Konferenz ohne Waffenstillstand nnd ohne Basis angezeigt. Hamburg, 4. April, Den „Flyveposten" zu. folge wird Dänemark auf der Konferenz dnrch Mi« nistcr Quaadc und Etatsrath Krieger uerlrctcn sein. Kiel, 3. April, Der Herzog Friedrich von Ai'.gnstciwnrg ist von seinem Besuche in Prretz zurückgekehrt. Nächsten Mittwoch wird in Ncumünster eine Versammlung der holsteinischen Geistlichkeit abgcbal-ten werden, um gegenüber der bevorstehenden Konfc« renz ihre Uebereinstimmung mit der Ständeversamm' lung bezüglich der Landesrechte auöznsprcchen. Anch die Lchrcr werden zusammentreten, um ihre Zustim« mung zu dcn Beschlüssen der Stände zu erklären. Nom, 4. April. Der Papst wohnte dem Got« tesdienstc iu oer Minervakirche bei. Seine Gesuud« hcit ist vortrefflich. Kopenhagen. 3. April, Offiziell wird gen,c.'< det: U>is»rc Werke beschossen gestern morgen die fcind< lichcn Arbeiten in der Fronte, Von 3 bis 4 Fcldbat« tericn in der Höhe des Dorfes Düppcl aufgestellt, er« öffnete der Feind Nachmittags ein heftiges Feuer gegen unsere Fronte, später anch gegen Sondrrburg. Das Bombardement wurde bis 8 Uhr fortgesetzt. Wir halten einige Todte und Verwundete. Ein weiterer Bericht von Mittag melde!: In der Nacht und heule Morgen wurde das Bombardement fortgesetzt. Sonderburg brennt an meln'ercn Stcl« lcn. Die gestrigen feindlichen Batterien beschossen wie« der die Werke und wiederholte Angriffe von Patrouil-lcu beiii'rul'igtcn die letzte Nacht unseren rechten Truppcnftügcl. Paris. 3. April. Das Memorial diplomatique versichert, daß die Nachricht der Independancc. Frankreich habe in einer Depesche an das englische Kabi-nct die Answcisung Maz;in>'s vcilangt, der Begründung entbehrt. Auch die Reise Garibaldi's sei dem Tiiilericn'Kabinetc vollkommen glcichgiltig. (Pr.) London, 3, April. Der heutige „Observer" schreibt: Die Tories wollen angeblich sofort dcr Rc« gicrung wegen Mr. Stansfield ihr Mißtrauen votiren. Ein Tory - Kabinct wird wahrscheinlich dcn Kongreß ' beschicken. mit Frankreich eine Offensiv« und Defensiv« Allianz schließen, eventuell mit Frankreich Deutschland bekriegen. London, 4. April. Im Untcvhansc erwiederte Palmcrston anf eine Interpellation Oöbornc's: Sämmt^ lichc Unterzeichner des Londoner Tractate fagtcn dic Äcschicknng dcr Confcrcnz zn. Dic Antwort des Bundestags fchlt. (öinc l5onfcrcuzbasis wnrdc nicht festgestellt. Stansficld rcsignirtc, um dcr Regierung Angriffe zu ersparen; die Resignation wurde angenommen. London, 4. April. Dcr Herzog von Newcastle hat aus Gesundheitsrücksichten resignirt. Lord Card-well wird Kolonialmiuister und Earl of Clarendon wird Kanzler von Lancaster. Gari^lpl lmf gestern Abends in Soulhampton ein und wurde cntl)ii,la!li,cy empfangen. ,..,.___^«_^».. Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. 3O8 Telegraphische Effekten- und Wechsel-Kurse an dcr k. l. öffentlichen Börse in Wien dm 5. April 1864. 5'/, M.talliautS 73.40 I800-cr Anleihe 95.10 57, Nat.-Anl.h. «l.25 Silber . . . N5 25 Vanlastie» , 772.— London . . N5.75 Kreditatti,n . 186.20 K. s^ Düfate,, 5.5.j Fahrordnung dcr Il'ige ^ cr k. k. Sndbn l) u - Gesc ll schnft vom 1. Mai 1862 bis auf Weitere«, n) Züge zwischen Laib ach nnd W i rn. Hn der Uichlilüss »ach N>il». N. M. U, M. kaibnch Abfahrt Nachm. 1. ««.Nachts 12.51 Steml'rilcl „ 3.27,, » :l.N Eilli „ 4.16 „ Fvlth 4.— Praqcrhof Abends 5.55 „ „ 5.39 Marburg „ 6.31 „ „ 6.15 Gra; „ 8.54,, „ «.34 Brück a. M. „ 10.41 „ Vorm. 10.23 Neustadt Nachts 3.34 „ Nachui. 335 Wien Auluuft Frilh 5.17 „ Abends 5.25 In dcr Nichtung von Wien. U. M. U. M. Wien Ab fahr: Vorm. 9,30 u. Abeudö 9.30 Neustadt „ 11.2? „ Nachtö 11.28 Vrurl a. M. Nachm. 4.3? „ Frilh 4.25 Gra; Abends 6.32 „ „ 6.18 Marburg ,. 8 46,. „ 8.32 PrcMrhuf „ 9.25 „ Borm. 9.11 Cilli Nachts II.I „ „ 10.46 Striubrilck ,. 12.53 „ „ 11.38 Üaibach Anlünst „ 2.6 „ Nchm. l.5l l>) Zi'igc zwischen i.',aibach, Tricst nnd Venedig. U, M. U. M, Üaibach Abfahrt Früh 2.16 u. Nachm. 2.11 Adelöberg „ „ 4.43 „ „ 4.38 Nabresiua „ „ 7.37 „ Abends 7.32 Trieft Auluuft „ 8.20 „ „ 8.15 Nabr^siiia Abf. Früh 8.8 ., „ 9.50 «medic, Aul. Nachm. 3.6 „ Frllh 6.- In dcr Nichtlmg von Venedig, Trieft nnd Laib ach. u. M. u. M. Venedig Abf. Abeudö 10.26 u. Vorm. 11.-Nnbresiua Anluuft Frlih 6.5 „ Abds. 6.56 Trieft Abfahrt „ 6.45 „ „ 6.45 Nabrefiua „ ., 7.9 „ „ 7.4ber>i „ Vorm. „ 10.26 „ „ 10 8 ^aibach Aül. Mittags 12.49 „ NachtS 12,47 Der Eilj,«a Nr. 2. von Trieft uach Nieu jrdeu Mout. n. Douuerstag. von Wicu uach Trieft jeden Mittwoch u. Samslug. Wien erfolgt ssrüh 6.50 Trieft Abf. Früh 6.3" Ora,z Mittag 12.31 ^.'aibach „ Vm. 10.4!» Cilli Nachm. 3.39 Cilli „ Nchm. 1.'» Laibnch Abends 5.45 Graz „ .. 4.14 Trieft Aul. „ 9.59 Wieu Ant. Abs. 9.36 Zu den Eilzligcn werden wie bisher mir Fahrt'arten l. Klasse ausgegeben. Die Anschlüsse in Nabresina an die italienischen Ziigc bleiben diefelbeu wie bisher. <^) In dcr Richtung von Stcinbrü ck - Sissck. Abfahrt von i!aibach1 Uhr 6 Min. Nachr mittags, Autnnft in Striubrilcl Nachmittag 3 Uhr 1!» Min. Abfahrt von Steindruck Nachm, 4 U. 25 M , Antnnft in A gra m um <; Uhr 59 Min. Abfahrt uou A g'r a m um 7 Uhr 14 M., An- lunft in Si 'sfel um 8 Uhr 45 M. Abends. In der Richtung von Sissck- Steindruck. Abfahrt von Sisfcl Früh 6 Uhr 30 Mm., Auluiift in A gram um 8 Uhr 1 Min. Abfahrt vou Agram um 8 Uhr 16 Min., Au- limft in Htcinb r ü ck um 10 Uhr 50 Min. Abfahrt von Steindruck 11 Uhr 38 Mm., Ankunft in Laibach 1 Uhr 51 Min. Naclnn. Frcnlden-Älyeige. Den 4. April. Ttadt Wien. Die Herren: Syr«-,', l. f. Hofjuvelier, von Wien. — Zwenlel, Handtlsmann, von Lichten-Wald. Elephant. DieHernn: Gostischa. Assent; Furian nub Dcpretto, Handelsleute, von Triest, — Friedl. Kaufmann, r>ou Wien. — Webrna, Direktor, vonDiakowar — Ullepitlch, Veamte, von Klagen< surl. -^ Gaber, Privat, von Warburg. — Globolschnig, Gcwerlsbesiher. von Visneru. — Dornig, Gntsbesißcr, von Gnrlfeld. — Frau Varonin Gri,ßbc>ch , HcrrschaftSbesihtr!!!, von Wirn. All Itlagenkrampf mill Werdaiiiiuiigs- soliw&clie etc. Leidende erfahren Na'hercS über dir «>«». Doeeks'schc Curincthode durch eine su eben erschienene Vrochilrc, welche «^»tl» ausgegeben wird in der Erpe^ dition dieses Älattcö. (647) Eingesendet. Ich habe einen anonymen Brief zugesendet erhalten, welchen ich hicmit wörtlich bekannt gebe: Die „Xovioo" vom 30. März bespricht die ncnc Erfindung, welche dcr Orgelbauer Herr F. Malahovöti gemacht haben soll? Ich brdanre die „Xovice", daß sic so leichtgläubig eine solche Prahlerei fnr eine ncnc Erfindung annehmen kann und den Herrn Fabian alö den kunstverständigen Richter anzufnhrcn vermag, wo er an diesem A r u ch stuck, der Orgelbankunst, weder den Ton noch die Konstruktion bcurthei« lcn, nud als eiuc nenc Erfin-dnng bestätigen tann; sondern Herr Fabian nur beweist, wenige Konstruktionen des älteren und ncnercn Orgel-banes gesehen zu haben. Ich meinerseits kann beweisen, daß diese Zusammenstellung von Wiudladcn, schon längst gc> kannt war, nnd von praktischen Orgelbauern beseitiget, ja sogar von dein Orgelbauer in Stein Herrn F. Numpel verworfen. — Nebst dcr ncncn Erfindung zcigtdcr Herr Malahovski nullngcrwcise auch das Buch, worin sich die Zeichnung zu dieser n cnen Erfind n n g befindet. —--------Wozu also nenc Erfindnngcn, indem die Orgcl-baukunst seit lauge vollendet dasteht. „Das Werk soll den Meister loben"; wcuu man die Orgelwerke von Herrn Malahovöki in Lailiach bei St. Peter, St. Jakob :c. znhört, so kann man diesen Sprnch nicht anwenden — sondern seine eigcueu Worte auführcu, die er zu jemand gesagt: Das sind nur mittelmäßige Werke von mir — nnd wahrlich sic stehen crft einige Jahre, nnd branchcn einc totale Reparatur, woran man die Hälfte des Materials wird lassiren müssen. <^>oll Herr Malahovski wirklich eine Verbesserung am Orgelbaue ausklügeln, su soll er das ganze Wcrk fertig, den Fachmännern znr Vcnrthcilnnn aufstellen, denn Bruchstücke taun man m»r den Laien, als eiuc ucnc Erfindung, anreihen. Die hier angeführte angebliche Er-fiuduug ist schon laugst bekannt nnd kommt in Töpfers Werte: „Lchrbnch dcr Orgel-bautuust, Fig. 9>>8 — 1025, Weimar 185i5), vor, hat sich jedoch praktisch nic bewährt nnd wurdc deshalb allseits uor-worfen. Dieser Mann führt nns Slaven schon zwanzig Jahre bei der Nase, mit lantcr solchen Erfindungen, die schon ein jeder Orgelbauer vergessen hat. Er kann anch nicht beweisen, daß er was gelernt hat, uud auch alle sciue Prah lereicn können ihn« bewiesen werden. Das Ucbrige kommt in dcr „Mvioe" vor. (624-3) /cuelllischemm l',strr Qualität von Elsenbllch. lackirt, siüd in der Eissüban^lunss 8z>. ck H^. I'O^z»^. Tbcaltrgasse Nr. 42 zu ^Kdach u » ft »tt kr. zu habe»,. ^)ür die liebeuollsle Theilnahme während der Krankheit der iunigslgtliebten W» Tochter. rc5p. Eukeliu und Schwester Johanna, so wie für das ehrende > > zahlreichste Geleite zur Ruhestätte, spricht den tiefgefühlten Dank auS > Laibach den 4. April 1864. > die /auulie Valle. > (629) An die «?. V. Mitglieder des Vereines der österreichischen Industriellen. Die allgemeine Jahresversammlung des Vereines findet am 4. Mai d. I. um 5 Uhr Nachmittags zu Wien im Lokale der ,,Tl«Ri««", Stadt, Frciung Nr. 1, Statt. 1. Jahresbericht des Zentral-Ausschusses über die bisherige .Thätig, keit des Vereines. 2. Vorlage der Iahrcsrechnung. 3. Wahl liiu's Revisions-Allöschusscs zur Prüfung der Rechnungen. 4. Nornahme dcr Ergänzungswahlcn fnr die freiwillig zulücktrctcndcn Mllgllcdcr des Zentral-AuSschusses. 5. Berathung über die Anträge dc5 Herrn F. N.Haardt, betreffend die Abänderung dcr §H. U und Itl dcr Vcrcins«Statuten. ll. Berathung übcr den Antrag dcs Herrn Fcrd, Vuchaczck, betreffend eine Auflösung deS Vcrcines Z Die vorstehenden Anträge liegen im Bureau des Vereines, " Stadt, Schulerstraffe Nr. 18, zur gefälligen Einsicht bereit. Wien, am 3l. März »864. V Der Vcrcinsvorstünd. ^ ^ ^ 88 ^ mit Tanz und Spiel, ^ ^Mittwoch am R3. April »8«4,D , Z wozu die »». v. Vereinsmitglicder mit dem Bemerkens ^I^ höflichst eingeladen werden, daß dieselben Bekannte nnd^ ^D Freunde gegen Gntrvv von R fl. einführen können. ^I Ansang um § Uhr. Das Comite. (6^8) « Rath und Hilfe fnr Diejenigen, welche an Gestchtsschwächc' leiden nnd namentlich dnrch angestrengtes ^tudiren nnd angreifende Arbeit den Augen geschadet haben. ^ Snt mrin.n Ioqcndj.hr.» Halts auch ick, die I.idi^c Ocwohlch'il. die Stillc dcr Nacht wisscnsch^ftlichm Arbcilcn .;u widm.',, S.w.'hl hic-r' « durch, als durch viclr an^cisr.id.' ^tische u„d f.i„t ma'h.mat,schc Alls,,!l)ruu^>> war mmic Schfraft ,u schr „.schwächt, dast ich um so „nhr dcu völliq.» '^.rlüst d.r,.lbc!l l'.iurcht.u »nißtc, daß ttch 'i'lc fortwahiciid.' c!!t<»!,?lichc ^,^^.,'jttlon eingestellt hatlc. welch- mchijährigci! Ver^rdliu»' gcn drr c^schicktsst.» '.'lcrzte nicht w.'ich.u wallte. Uutcr dies.'» betrübend.» Umstaüdcil gelain, es nur, ein Mittel zu siudcn. wclch.6 ich mm sch"» ftit 40Iahrcn»nt dc»i au^^.z.ichuctN.» (irft'l.^ g.braücht. tt'6 hat >»cht all.lll i.nc forldaucnide (sittzimduilg vollstäudiq l'.s.iti>,t. ft'üdcr» a»") »»'im!! Allgen die vi,'lle Schärfe und Kraft wleder'lbst «"'t dcn schärfstlU Brillen bewaffnet, ihre» ttleschäf'e» launi »uch vor^ustchsu vcrnn'chtc''-Sie hablii l'.i beharrlichem Gebrauche di.ses Mltlclö die Älille hinwcqgcworfeu und die frühere natürliche Echä fe ihrc«; Gesichtes wieder erlang'-Dieses ^V»»e«»«»ltt«l ist eine wohlriechende (i'sscnz. deren Äestcllldthcilc die Fenchslpflauz.' ist. Dieselbe enthält weder Iii^ü.'l, „och ^»n-ol^ noch Metallische oder sonstige schädliche Aessandtheile. Die Äereitiüiq der Gsseü^ erfordert indessen eine verwickelte chemische Behandlung, uud >cV. bemerte dalur, dasj ich dieselbe seit längerer Zeit m vor;üg>!cher G»te von dem hiesigen 0'hcmifer. Herr» Apotheker Geiß, beziehe; derseirc lief.rt die Flasche für einen Thlr. Pr. (5t. oder zwei fl. ö. W. Pal',, und ist gern'crbötig. dieielbc nebst Gebrauchsanweisung auch cmöwärts zl versenden. Ich rathe daher den Leidenden, die (fssen, v"N hierzu beziehen, indem eine solche Flasche auslange Zeit zum Gerrauchc ,z>nclcht. V" , nur etwas Weniges niit Flnßwasser gemischt, eine inilchartige sslüssigfeit bildet, womil Magens und Abends, wie auch x.'.ch angreifende» Arbett.'' » die U ingcbung des ?l n g e >? b cfeuchtet wird. Die Wirkuug ist höchst wohlthätig und erquickend. «nd erhält und befördert znglcllv die Frische dcr Hautfarbe. «n l l, ü ol't Es wi'd mich srencn. wenn vorzügl ch deiilN dadurch geholfen wird, welche bei dem rasllosc,, streben »ach dem Llchle der Wahryll» _ das eigene Licht ihrer Auge» gefährden und cinbüß.u müssen, vielleicht lann auch durch den Gebrauch dies.s Mittels das leider '" ^.l l'l'g » Welt so sehr z,l Mode gelommene cnlss.llcnde B'.illentragcn vermindert werden, da dieses in den meiste» Fällc» die Augen mclir verdirbt "^ ^ « besscrt, Brille» lonncn nur eincr sehlerlVnlcu Oraauisatiou d.s Auqcs ;u Hilfe sommen, aber nie gesunde oder gc.chwächtc Auge» starlcn und verd.,i .<^i<>l« oi» 9^!«1<>» l)lm^: 1«»5» ^ln^l'slilK'Nliilatt.