Amtlicher Theil. °,_ Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit mltrhöchster Gntschließuna vom 23. November d. I. °"" bei der k. und k. Mission in Celinje in Verwen^ «.""8 stehenden Titular-Statlhalterei.Secretär Johann ^arabai«! das Ritterkreuz des Franz.Ioseph Orden« ""^ dem Umtsdiener im Ministerium des kais. Hauses '"b des Aeußern Anton Pavan in Anerkennung .k'"er mehr als vierzigjährigen Dienstleistung das »ldelne Verdienstlreuz allerqnädigft zu verleihen geruht. Q. Am Z Dezember 1885 wurde in der f, l. Hof" und N^ruckcrci ,n Nieu das XI.VII, Stück des Neichsgcsch- ""es in der italienischen UuSgabe ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Die Situation auf der Balkan-Halbinsel. . Et war vorauszusehen, dass die zwischen Vul-^lle„ und Serbien eingetretene Waffenruhe nicht so» ^ alle durch den mit großer Erbitterung geführten -"'kg wachgerufenen Leidenschaften zum Schweigen, ^t den nationalen Hass sofort in eine versöhnliche Kimmung umgestalten wild. Die Flammen des na« .'"Nuten Kampfes loderten zu hoch auf, um sofort Mllos zu verschwinden. In Serbien konnte namentlich ^" Nachhall jener Stimmung nicht ausbleiben, von ^lcher das Land jeit dem Ausbruche de« Krieges, oder vielmehr scii dem Handstreich von Philippopel. erfüllt "lr. Auch ist es begreiflich, wenn der Friedensgedanke ^"1 größere Schwierigkeiten in einem Lande stöht. Elches nur von einer Fortsetzung des Kampfes eine Lederherstellung der Waffmehre erwarten konnte. 'k vielen enttäuschten Hoffnungen, der jähe Sturz ?"l der allgemeinen Siegeszuversicht bleiben selbst in " Gemilcht« eines an politischen Elfahrungen ^'chen Volkes nicht ohne langen Nachklang, wie über-^"ftl die Sprache der Nothwendigkeit und der politischcn ^'^n sich nur allmählich Eingang in die Massen zu fassen mag. k Neine andere als diese Deutung vermögen wir ^ au« Belgrad kommenden Depeschen ilber die Forts'^" der nationalen Kriegsbeaeifterung beizulegen. Sie ''"b der Nachhall der Ereignisse, welche das Volk mit U""zer Uacht erfasst haben. Sie werden in dem Maße schwinden, als den erregten Geistern Zeit zu einer ruhigen Erwägung der Lage gegeben wird. Das Aufhören des blutigen Ringens, dem jeder politische Zweck abhanden gekommen war, war der Nubfluss einer Nothwendigkeit, vor welcher die Erreqtheit allmählich zurückzuweichen bemüssigt sein wird. Für uns kann es, nach dem, was geschehen ist, nicht mehr in Frage stehen, dass die Waffenruhe in einen regelrechten Waffenstillstand übergehen wird, welcher die Unter. Handlungen hinsichtlich eines definitiven Friedens er-möglichen wird. Die Geschicke der Länder werden nicht nach Gefühlen, nach Eingebungen des Augenblickes, sondern nach den Erfordernissen der Verhältnisse geleitet, und die serbischen Staatsmänner sind sich dlssen nicht minder bewusst. wie die aller anderen Lander. Die erste nnd sicherlich überaus traurige Consea/nz der Ereignisse in Ph'lippopel. der serbrisch.bulgarische Krieg, kann als abgeschlossen betrachtet werden. Der opfer« reiche Waffenqang wird nicht erneuert werben. Das Bewusstsein Emvpas braucht keine peinliche Beklcm» mung vor einem gänzlich zwecklosen Blutvergießen zu fürchten, und wenn Vlllgarien und Serbien den Kampf noch fortsetzen, so kann solches nur noch mit den in diesem Falle allein wirksamen Waffen, denen der po-Mischen Erörterung vor dem Tribunal der Mächte geschehen, welche zur Entscheidung des serbisch-bulganschen Conflictes jdenfalls weit berechtigter erscheinen, als die Geschütze und die Laune de» Krieges. Aber auch auf einem anderen Punkte beginnt das Werk der Sanierung. Die Pforte hat sich endlich entfchlofsen. von den ihr durch den Berliner Vertrag über Ostrumelien eingeräumten Rechten Gebrauch zu machen. Wohl wäre es der Sachlage gemäßer ge« Wesen, wenn die Restituierüng der gestörten Rechtsverhältnisse damit, was jetzt von Seite der Pforte geschieht, angefangen hätte. Vielleicht wären dann der Balkan-Halbinsel heftige Erschütterungen, vielleicht auch der Krieg erspart geblieben, unter welchen zwei Völker schwer zu leiden hatten. Aber die Pforte hat stets auf ein einmüthigcs Votum der Mächte gewartet, und zwar so lange, bis die Weigerung Englands, den Beschlüssen der anderen Staaten beizu-treten, eclatant geworden ist. Wenn jedoch die Pforte zur Wiederherstellung des 8tatu3 quo ando auch nicht den einhelligen Beschluss aller Signalarmächte errun-gen, so kann ste dennoch mit großer Genug'huung auf die Zustimmung der drei Kaiser-Mächte verweisen, welche durch den offenen Anschluss Italiens in dieser Frage an Autorität nicht unwesentlich gewonnen hat. Aber auch Frankreich ist in keinen Gegensatz zu diesen vier Mächten getreten. So hat denn die Pforle für ihre Wirksamkeit jedenfalls die Zustimmung der weitaus größten Zahl der Mächte und handelt in deren Geiste, indem sie an die Aufgabe herantritt, den Berliner Vertrag ln seine Rechte einzusetzen. Bereits wird g.meldet, dass ein wichtiger Schritt auf dieser Bahn geschehen ist. Die beiden Adjuncten des für Ostrumelien delegierten Gouverneurs, Lebib und Gadban, haben die Grenzen dieser Provinz überschritten und befinden sich demnach auf dem Boden, von dem die Organe des Sultans gewaltsam vertrieben worden sind. Die Pforte gibt sich der Erwartung hin, dass sie, Dank der großen moralischen Macht, welche in der Zustimmung der Mächte liegt, ihr Ziel: die Wiederherstellung des Berliner Vertrages, auf friedliche Weise erreichen wird. Es wird aber vorsichtsweise angekündigt, dass sie alle Eventualitäten in Betracht gezogen und über eine Truppenmacht verfügt, welche zur Wahrung der Autorität der Türkei vollkommen ausreicht. Von großem, vielleicht von entscheidendem Einfluss wird auf den ruhigen Verlauf der jetzt beginnenden Action die Haltung deS Fürsten Alexander von Bulgarien sein. Es konnte für ihn nicht zweifelhaft fein, dass der Endspruch über jene Wirren, von denen die Balkan-Halbinsel erfüllt ist, nur von Europa gefällt werden kann, und dieses einen solchen nicht anders fällen kann, als nach Sanierung des Rechtsbruches und der Einsetzung des europäischen Rechtes an die Stelle, wo die Willkür geherrscht hat. Der Fürst von Bulgarien hat nunmehr die Probe zu bestehen, ob die Gabe militärischer Tapferkeit und des strategischen Blickes auch mit staatsmännischer Klugheit gepaart erscheint, und fast treten an ihn in diesem Augenblicke weit schwierigere Anforderungen heran, als zur Zeit, da er an der Spitze seiner Truppen den Angriff eines Feindes von seinem Lande abzuwenden hatte. Aber die Aufgabe, welche er jetzt zu erfüllen hat: die Unterordnung aller Aspirationen unter den Willen der Mächte und die Anerkennung des Berliner Vertrages, wird ihm nunmehr ohne Zweifel leichter fallen, als das vorher möglich gewesen wäre. Die Siege über die Serben, der Ruhm, den er den bulgarischen Waffen erstritten, die Hebung des Ansehens seines Volkes haben seine Stellung in seinem Lande mächtig ge« kräftigt. Dieses erblickt in dem Fürsten den Ausdruck Feuilleton. Thiere und Menschen. I . Vieiu Freund, er heiht ..Lovely." hat sich Ver« em»« Ich finde leine Worte, um zu sagen, wie ^ Endlich dieser Zwischenfall mich in meiner ge> sH"tlN Lebensweise stört, wie sehr das Thier mir ^ ' ^^ einigen Jahren pflegte er, wenn ich bei der >^'t war. ^ einem Stuhle nächst meinem Schreib« .^' zu sitze» und mir ruh'g zuzusehen. Dabei neigte li„ °"s rehbraune Köpschen einmul nach der linken. 5,?"l "ach der rechten Seile, ganz wie ein Vögel-""' das im Bauer einen Sang anhebt. «Lovely" ist I,!,""gewöhnlicher Hund; er hat weder die Anhang. i^"'t noch die Dankbarkeit, welche seiner Gattung ^"wohnen Pflegt; er schmeichelt nie. und ich glaube, , wurde auch dann nicht mit tnm Schweife wedeln, W«, dieser ihm nicht wäre abgeschnitten worden. Ich ^ nämlich so frei. ihm bald nach seiner Geburt Hn und Schweif stuh-n zu lassen; und d^mit er yin!^" «»oh und start werde, habe lch ihm m semer I^'it Vrantwein zu trinken gegeben; kurzum alle ^m. wichen Schandthaten habe ich an ihm ve.ilbt. kj, 't er nach Möglichkeit den Forderungen entspreche, s!^" "l ein den Menschen wohlgefälliges Hündchen ""kann. ^llv tt rnal« regte sich in mir einen Augenblick das '»en,! . ' lch fragte mich, was ich davon denken würde, zu ." lemand es gewagt hätte, mir die Ohren stutzen "t, Ä?; ich fragte nnch, woher ich das Recht nähme. ^77'chöpf un irgend einem Theile seines Körper« >„ ^>, zu lassen und es künstlich zu hindern, stch dj, ^ Vo>, uä„a.e und Breite zu entwickeln. Aber ""pel hielten nicht an, sie wichen vor der Macht der Tradition, und diese räumt nun einmal Hunden mit kurzen Ohren und kurzen Schweifen den Vorrang ein vor Hunden mit langen Ohren und langen Schwei. sen. namentlich wenn die p. t. Thiere, wie »Lovely", entweder Möpse sind oder doch irgend eine Familien-ähnlichkeit mit Möpsen aufweisen — nun, es muss in der Welt eben Standesunterschiede geben. „Lovely" konnte sich gegen die Zwangsmaßregeln, die sein Aeußeres betrafen, nicht wehren. Dagegen bewahrte er sich in seinem Innern eine in unseren Tagen wahrhaft seltene Unabhängigkeit. Kunststücke zu erlernen, wie andere Hunde, hielt er immer unter seiner Würde. Anfänglich machte er Miene, sich die Fertigkeit des „Schön biltens" anzueignen, und mehr» mals nahm er Anläufe, sich auf die Hinterbeine zu setzen und die Position eines Petenten anzunehmen. Aber bald überlegte er sich die Sache und gewöhnte sich. seine Anliegen durch Knurren. Bellen, Brummen, ja. sogar — was sonst nur bei Hühner» vorzukommen pflegt — durch ein leises Krähen auszudrücken. Er scheint mich für so intelligent zu halten, dass ich ihn verstehe, und in der That hat er mich so weit dressiert, dass ich seine Töne und Bewegungen zu deuten weiß und nicht mehr in Zweifel darüber bin, wann er Wasser, wann er Zucker verlangt, wann er Lust empfindet sich im Freien zu ergehen. „Apportel"-Suchen. die Frage beantworten: „Wie spricht der Hund?" und ähnliche Dutzend-Fertigkeiten liegen außerhalb des Bereiches seiner Neigungen. Er gestattet mir, ihn zu füttern, zu beherbergen und zu streicheln; auf mehr lässt er sich nicht ein. Des Morgens kommt er Punkt sechs Uhr an mein Bett und holt sich zwei Stückchen Zucker; sobald er das zweite bekommen hat. entfernt er sich und legt sich noch ein wenig fchlasen. In der Zeitbestimmung irrt er sich nicht; als er einmal um dreißig Minuten zu früh erfchien, nahm ich an, dass er vorgehe, aber in Wirklichkeit war er leidend, man musste den Arzt holen, und sobald „Lovely" curiert war, erwies er sich wieder als die verkörperte Pünktlichkeit. Für den Zucker staltet er keine Art von Dank ab; er nimmt ihn hin wie ein gute« Recht. . . . Nach dem Frühstück macht er einen Spaziergang. Er unternimmt täglich drei bis vier Promenaden, aber am liebsten allein. Gesellschaft stört ihn, und zwar vor allem deshalb, weil er es nicht verträgt, sich eine Route vorschreiben zu lassen. Er will gehen, wohin es ihm, nicht aber, wohin es einem anderen beliebt. Manchmal begleitet er mich ein Stück, kehrt aber dann um und schlägt entweder eine andere Richtung ein ober begibt sich nach Hause, wo er mit dem Schädel so lange an die Wohnungsthüre klopft, bi« man ihm di^se öffnet. Das Unklugste ist, ihn zu rufen, zu locken; dann, sei es auf der Straße, sei es im Zimmer, kommt er einem gewiss nicht in die Nähe. Jede Ve< vormundung prallt an seiner Festigkeit ab. Er thut absolut nur. was er will, und es fällt ihm nicht ein, auch nur den Schatten von Gehorsam zu heucheln. Ob er aus Neigung bisher so gern meiner Schreib-lhätigkeit assistiert hat. das konnte ich nicht ergründen. Aber klug. so klug pflegt er mich dabei anzusehen, dass ich auf die Idee gekommen bin. er sei em Na-turforscher und stelle Beobachtungen über Menschen an.. . Warum ich ihn lieb habe? Ja, wenn ich das Am meisten an ihm gefällt mir, dass er ein ausgesprochener Charakter ist, dass er leine Conces. sionen macht. Sein Selbstbewusstsein steht auf der Höhe seiner Lalenllosigkeit. Er ist durch äußere Einflüsse zu nichts zu bestimmen, weder durch Bitten noch durch Drohungen. Prügel verfangen bei ihm nicht; er lässt sich eher todtschlagen, als dass er nachgibt. Lllibacher Zeitung Nr. 279 2282 5. Dezember 1885. des nationalen Willens. Nach den Proben heroischer Hingebung für seine Nation wird sein Rath, wird seine Stimme von einer entscheidenden Wirkung werden. Wenn die Nation seinem Nufc, ins Feld zu eilen, gefolgt ist, so wird sie anch seiner Aufforderung, den Frieden mit der Pforte, den Frieden mit den Mächten zu besiegeln, nachkommen. Durch das Heraustreten der Pforte aus ihrer bis« herigen Passivität, durch die Revindication der ihr zustehenden Rechte ist die Vallanfrage in eine neue, in eine entscheidende Phase getreten, welche, unter der Leitung einer bestimmten Initiative stehend, auch sofort in die einzig entsprechende, in die legale Bahn geleitet wurde. Endlich befindet sich die Fraqe auf jenem Boden, den sie wohl nie hätte verlassen sollen, auf dem des Rechte«. Damit allein dilnlt uns bereits ein Fortschritt zurückgelegt, denn damit sind auch die Wirren auf jene Basis gestellt worden, auf der ollein ihre Lösung gesucht werden kann und ohne welche die Gefahr, auf Abwege zu gerathen, eine permanente gewesen ist. Die Diplomatie hat endlich Land unter den Füßen. Sie ist nicht im Fahrwasser ungewisser Fluo tuationen, unklarer, dunkler Strömungen, und das ist jedenfalls ein Resultat, welches von denjenigen, welche eine endliche Beilegung der auf der Balkan gestellt, und es schemt teinrswegö. dass auf dieser Basis eine Eiüi gung zu erzielen sein wird. Bulgarien bestcht auf der Räumung des von den Serlnn occupiertrn bulgarischen Oebietts, ohne seine, srits ebniso ohne weiteres das serbische Gebiet verlassen zu wollen. Auch tuharrt ma» im bulgarischen Haup'cMrtier trotz der motivierten Enischuldigung Serbiens auf den Anklagen gegen den Commandanten des vor Widdin stehenden serbisch?» Timok'Cmps, nnd in der ostrumelischeu Frage dürfte die Pforte, deren provisorischer Generalgouvei-neur sich zum Abgang nach Philippopel rüstet, ernste Schnur rigkeiten zu überwinden haben, um eine dauernde R» gelunu. der Ordnung herbeizuführen. Es ist allerdings zu hoffen, dafs Fürst Al xnider von Bulgarien genug staaMnäunische Einsicht bekunden werde, um den Ernst der Situation zu erfassen und durch weise Mäßigung eine friedliche Löjung der schwebenden Fragen zu ermöglichen. (Ruf öl and.) Die russische Regierung beabsichtigt, in der OstZee außerhalb des Finnischen Meerbusens einen neuen Kriegshafen anzulegen, aus Be> fürchlm'g, dass im Falle eines Krieges mit einer über« legenen maritimen Macht die russische Flotte in Kronstadt oder Reval durch ein feindliches Geschwader oder durch im Eingänge des Finnischen Meerbusens gelegte Minen eingeschlossen werden könnte. Ob dies der wirk« liche und alleinige Grund ist, muss dahingestellt blei-ben; jedenfalls ist dieser Schritt für die Herrschaft Rllsslands in der Ostsee von Bedeutung; es verlegt die Operationsbasis wenigstens eines Theiles seiner Flotte mehr nach Westen, dicht an die deutsche Grenze heran, schafft sich ein freieres Operationsfeld in der Ostsee nnd zwingt gleichzeitig im Kriegsfalle die an-greifende Flotte zu einer Zersplitterung ihier Streit-kräfte. In Aussicht genommen für den neuen Hifen sind Windau oder Libau. (In der en glisch rn Wahlcampagne) hat sich das Blatt plötzlich zu Gunsten der Liberalen ge- wendet. Infolge der unerwarteten E'folge in tmi ^ lichen und westlichen englischen Grafschaften haben dl/ Liberalen eine Majorität von 38 Stimmen über d>e Cons,»valiven erlangt. Wenn die Liberalen weiter vo" dem Glücke fo begünstig! werdn,, dürfte sich das M' ergebnis der Wahlen folgendermaßen stellen: "^ Liberale, 270 Conservative und 80 Parrullilen. (In der rumänischen Kammer) meldte Ionescu eine Interpellation an über die Politik dn Regierung gegenüber den bulgarischen Ereignissen. ^ Begründung findet wahrscheinlich heute statt. (Deutschland) hat über die MarschaU-Imel" sein Protectorat e»klärt, auf allen wichtigen PW! der Inselgruppe die deutsche Flagge gehisst und «'" allen bedeutenderen Häuptlingen Verträge abgeschlosl^. Tagesneuigkeiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie ^ «Grazer Morgenpuft" mittheilt, der Pfarrgeme"^ St. Vartolomä zur Kirchenrestaurienmg eine linl^ stütznng von 200 st. und der Feuerwehr in L'g'st >" Anschaffung von Feuerlöschgeräthen eine Unterstützt von 80 fl. allergnädigst zu spenden geruht. — (Sternschnuppen fall auf hoherSet Der große Sternschnuppenfall am 27. Novels wurde auch auf hoher S?e beobachtet; wir erhalten d>^' bezüglich aus Trieft folgende Mittheilung: Wir l>e<^ den uns auf dem Lloyddampfer „Polluce" auf der M' vom PiräuS „ach Trieft in der Nähe der südlich ^ Curzola befindlichen Insel Lagosta Es war gegen 6 U? abends, die See ruhig und spiegelglatt, die Atmosph^ vollkommen windstill, die Temperatur in Anbetracht d< vorgerückten Jahreszeit von seltsamer Lauheit; am H""' mel funkelten zahlreiche Sterne. Da fielen zunächst "' äußersten Horizonte einzelne Sternschnuppen, bald h>^ bald dort folgten andere nach, bis nach einer Aieu^ stunde von allen Seiten ein förmlicher Ieuerregen 1^, Der Anblick diefer Naturerscheinung war ein großartig und unheimlicher zugleich. Die fallenden Sterne lM noch durch einige Zeit feurige Striche und Streif hinter sich zurück, die noch fortleuchteten. während " anderen Stellen des Horizonts neue Sternfchnup^ niederfielen; auch über unseren Häuptern schienen >' die Sterne zu bewegen und auf uns niederzufa"^ Gegen 7 Uhr nahm die Menge der fallenden Stel"' schnuppen ab. , — (Professor Jäger in Wien.) Der Sta" Halter von Niedervsterreich ertheilte dem Professur ^ l Gustav Jäger die Bewilligung. Proben mit den Ha^ « duftpillen im geschlossenen Kreise von Fachmännern volj^ l nehmen. — (Vom Vesuv.) Seit einiger Zeit ist "" Vesuv Wieder sehr unruhig. Seit 17. November Herr" nach der Westseite beS Hauplkraters zu eine zie""" heftige Lava.Eruption, Ueber dem Kegel erhebt sich ^ ! Zeit zu Zeit eine prächtige, weithin leuchtende O" « «°rbe. . — (Auch ein Sport.) In den letzten Mon"^ wurden in Wien zahlreiche Fensterscheiben von oW lichen Gebäuden der inneren Stadt, besonders des ^t tial.Taxamtes, eingeschlagen. Die Polizei ermittelte a Attentäter Schulknaben im Alter von 11 bis 15 Iah"" __________________________________________--< Plötzlich jedoch überkommt ihn der Raptus, und er zeigt sich freiwillig so liebenswürdig, dass man dem kleinen Kerl mit seinen dunklen, klugen, traurigen Augen nicht gram sein kann. Und nun ist er entlaufen. Warum? Wohin? Er kann keine angenehmere Stellung finden, als bei mir: gar leine Arbeit, volle Freiheit der Bewegung und gute Kost. Und es gibt Hunde, die einen Wagen ziehen müssen und sich kaum satt essen! «Lovely" weiß daS nicht zu würdigen; die sociale Frage der Huudewelt ist nicht bis an ihn herangrdrungen. Er konnte es deshalb auch nicht würdigen, wie günstig das Schicksal ihn gestellt hatte. . . Ich war so gütig gegen ihn, ein milder, nachsichtiger Gebieter. Gütig, milde, nachsichtig? Oho, mein Freund, mach' dich Nicht besser, als du bist. Du hast „Lovely" verhätschelt, weil du dich an ihn als ein Spielzeug gewöhnt hast. weil es dir Spuh machte, den originellen, putzigen Kerl um dich zu huben, der dich immerfort amüswle. ohne an dich irgendwelche Gegenforderungen zu stellen, und den du aus dem Zimmer jagtest, sobald seine Gegenwart dir lästig wurde. Wo er nur sein mag? Die Frage aM nur zu denken, und ich werde recht traurig, wenn ich mir vergegenwärtige, wie er in der strengen Kälte ohne Obdach und ohne Nahrung umherirren mag, er der so verwöhnt war. dass ich ihm jüngst einen Hans« wurst aus Kautschuk gekaust hatte. Aber meine Güte, meine Liebe für ihn sind problematisch, w,e die Liebe und Güte der Menfchen zu den Thieren überhaupt. In der östlichen Welt gehört die Thierschonung zu den religiösen Ueberliefelnngrn. Die religiösen Gesetz' neber, hochdenlende Menschen. möi,en die Thiere des« halb unter den Schutz des Glaubens gestellt haben, weil es seinerzeit kaum ein anderes Mittel gab, die Menschen von Thierquälerei abzuhalten. Heute ist in dieser Hinsicht an die Stelle der Religion das Gefühls, leben des Cullurträgers getreten. Damit ist das innige Verhältnis des Menschen zu seinen Hauslhieren noch keineswegs erklärt. Man kann ein anderes Wesen mit aller Rücksicht behandeln, braucht mit ihm aber in kein näheres Verhältnis zu treten. Nun, ich möchte es Wagen, zum Entsetzen einer Menge sehr gefühlvoller Leute unserer Thierliebe die Larve abzunehmen: Es ist nichts falscher, als dass ein Mensch, der Thiere liebt, dadurch ein besonders gutes Herz oder eine be« sonders weiche Empfindung verrathe. Misanthropen schließen sich an Thiere am innigsten an; wer in Gesellschaft kaum den Mund öffnet, ist imstande, mit einem Hunde zu reden, wie mit seinesgleichen; wer die Menschen meidet, stilltet sich nicht selten zu den Thieren. Der Hund — er mag als Typus gelten — hört uns gerne zu, er kann nie widersprechen, er hat t'iue andere Meinung als wir; und wenn wir in der Welt so klein sind, dass gar nicmand sich vor uns bückt — der Hund ist unserer Lanne preisgegeben, ihm können wir einen Fußtritt versetzen, und thu» wir das nicht, so erscheinen wir uns selber schr großmüthig, und wir möchten uns gern auf die Achsel klopfen und uns zurufen: «Brav, lirber Freund, brav; du hättest den ,Phylax' schlafen können nnd hast es nicht gethan. Du bis, eine edle Seele." Wer Thire liebt, ist dlshalb ebensowenig gut, yerna.. w>,> es «o ipZo die Ki>,delfreu.,de sind. Mit Thieren u»d mit K.nbern ist gleich leicht umzugehen. S,e w.ssc.. noch mchtL wn Präte..swne„; mit einer Wlltst. respective nnt euum Bonbon oder einer Docke entzückt man sie für den Auaeul.lick. und hat nwn genug an ihnen, W lässt man sie stchen und lehrt zu ihnen zurück, sobald man wied.r Lnsl dazu v^r. spürt. An den Thie-en gefällt uns. was sie mit den Menschen — an den Kindern, was sie mit den Er. wachsenen gemein haben. Dass „Lovely" aelernt h^' die Bedeutung der Worte «Zucker". „Theebäckett und „Kaffee" zu erfassen, belustigt mich. Wen"" Kind gravitätisch, wie ein Alter, seinen Namen Y c sagt, amüsieren wir uns. Aber wir brauchen uns " solche Regungen nichts einzubilder», gar nichts. ^« sich mit seinen Nebenmenschen, die ihm nicht blindl»U beipflichten, aus Rechthaberei nicht vertragen 'a^ beschränkt sich auf Thiere und Kinder. Betreiben "V diefe Beschränkung längere Zeit, so kommen wir hin. endlich jeden Widerspruch als persönliche V."" ^ gu»ig aufzufassen. Es geht uns da ähnlich w>e z Gelehrten, die imn^r über ihren Büchern hocken-Buch ist trotz all der Veredtsamkeit, welche ihm '"^,, wohnen kann, stumm; es k,nn nicht opponisreN. ^ Bücherwurm erstaunt »n umrfrmlicher Weise. """, . einmal seine Schmöker verlässt und in der lebcnow,, Well die überraschende Entdeckung macht, dass ^ Menschen nicht so stumm sind wie die Vllchel ^ dass sie sich erlauben, manchmal „Nein" zu ^"^s wo der Gel.hlte ..Ja" gesagt hat. Thiere und tt' . sind kaum eine stärkere Opposition als Bücher, wenn „Phylax" ärgerlich bellt und der llcine "^ dinand boshaft weint, so gibt es einfache M'ttt',^ zu b'ruhigen und ;u erheitern. Nur, wie ^M'' 5! nirmand sich auf Thierfreundschaft etwas MU"^< ..^ Wenn ich mich für edel h'eltt», weil ich ,"v^. den Entlaufenen, schmerzlich vllM'sse, das wäre « ^ so. als ob jemand von sich sagen wüide, er w' ^ mit unentwickelten Lebewesen, und obwohl der ^Laibacher Zeitung Nr. 279 2283 5. Dezember 1885. selche eine Art «Fenster-Z-rtrummerungtzclub" gebildet ",'w bereits über tausend Scheiben mittelst Schleuder ""geschlagen haben. ,. ^ (Die Mörderin ihres Gatten) In ^arlottenburz bei Verlin wurde vorgestern eine Frau ^ ihren drei Sühnen und der Braut des ältesten Lohnes verhaftet, weil sie vor dreizehn Monaten den "gene« Mann verschwinden lieh. dessen Leiche man jetzt ^graben neben ihrer Schlaslammer in einem Sacke vorfand. y - (Ein Haken.) Lehrer Taster: „Mein College «lachiMy nimmt siir die Elavierstunden 10 si; ich "«mm „ur 1 st Allerdings habe ich auch Stunden zu '"fl.. aber es nimmt sie leiner!" Local- und Provinzial-Nachrichten. Das LandeslMlsoum Nudolfinum. H Unsere Landeshauptstadt ist wieder um einen ^lachlbau reicher geworden. Die Umfriedungsvlanle» ^!" das Landesmuseum Nndo!fi„um sind in den letzten "gen vollständig entfernt worden, da alle Bauarbeiten !"'det sind. Der Platz vor dem Nudolfinum wird vla. ^tl. und steht das schöne Gebäude, das Landesmuseum l>ldolfi„um. welches man mit voller Berechtigung als "' erst.« und schönsten Monumentalbau Krains be. ^chxen kann, nun frei da. zur Freude u>,d zum Stolze ?^ gesummten Bevölkerung der Landeshauptstadt Lai< 3"ch. des ganzen Landes Krain Nachdem das Rlldol. ll"Um nun baulich vollendet dasteht, glauben wir ""leren Lesern, insbesondere denen vom Lande, welche "°ch nicht Gelegenheit hatten, das schöne Gebäude selbst !", sehen, zu entiprechen. wenn wir ein« gedrängte. Wesfalls auf fachmännische» Ultheil Anspruch ma< ^,"de Beschreibung des Landesmuseums Rudolfinnm ^Ngeil und durch dieselbe auch die Laien im Bausache "Ueichl auf manche Schönheiten des Prachtbaues auf« '"e'lsan, machen. . t>ie Gründung des Landcsmuseums Rudolfin um ist plannt. Sie entsprang der hochherzigen Initiative des 'lai„ischen Sparcasse.Vereins und des lrainischen Land» °aes. welche vorläufig den Betrag von je 100000 si ^r Erbauung des Landesmuseums widmeten zur blei« ^nden Erinnerung der 600jährigen Vereinigung des ^ndes Krain mit b,m erlauchten Hause Habsburg 'lachdem die Muscalfonds-Angelegenheiten geordnet und °>e Uebernahme des landschaftlichen Lycealgebäudes. wo °°s Lllndtsmuseum bißnun in gänzlich unzulänglichen ^umlichleiten untergebracht war. mit dem k. k. Aerai lalisiert und dasselbe von der Unterrichtsverwaltung '"t das k. l Obergymnasium übernommln worden, beauf« ^8tf der kcainische Landesausschuss uxs'ren heimischen ^lilnstler Herrn Wilhelm Treo, auf Grundlage des ^"l Landesausschuss.Beisitzer Herrn Musealcustos Karl "'ichmann und des BaucomitiS verfassten Pro< ^alNlnrs einige Entwlnfrslihle gemessen, circa 20 Meter. D,r Hoflaum des Gebäudes ist 31 Meter lang und 15.75 Meter breit. Das Gebäude des Ru dolfinums besteht ans drei Geschossen, dem Souterrain, dem Hochparterre und dem ersten Stocke. Das Sou» terraingrschoss ist dazu bestimmt, um die vielen Prä« historischen Funde, welche in den oberen Ausstellung^ sälen nicht placiert werden können, unterzubringen. Das Souterrain enthält auch ei» geräumiges Laboratorium, Lmale für Albeitszwecke des Präparators. Holz« und Kellerrräume für die Hausbewohner sowie auch jene für Brennstoffdtpgts für die Mufeumslocalitäten. Ein breiter, lichter Corridor, der alle Hofftonten begrenzt, vermittelt die Communication zu sämmtlichen Baulich, leiten und steht sowohl mit dem Hauptportal als auch mit den nächst der Einfahrt gelegenen Nebentreppen in Verbindung, um von da in die Obergefchosse zu gelangen. Ueber die außen an der Hauptfront gelegene, mit den von der Wiener Bildhauer-Genossenschaft in Sand' stein ausgeführten vier Statuen, darstellend die Arbeit, das Kunstgewerbe. die Geschichte und Naturgeschichte, geschmückte Freitreppe gelangt man in das geräumige und geschmackvoll ausgestattete Vestibül, das den Besucher fofort erkennen lässt, bafs es dem Projeclverfasser Herrn Baumeister Wilhelm Treo darum zu thun War. eine gute Beleuchtung mit dem Ausblicke auf das prachtvolle Stiegenhaus zu erzielen. An, Plafond des Vestl-buls ist das Wandgemälde in Oel von Professor Io« hann Subic in Kaiserslautern, einem Bruder des Malers Georg Aubic. darstellend die Carniolia. welche die Künste und Wissenschaften unter ihren Schutz nimmt.* Um dieses Gemälde sind die Porträts der um Wissen» schast ul,b Geschichtsforschung verdienstvollsten ttrainer gruppiert, so vi3-^-vi« dem Hauptthore der berühmte trainische Historiograph Valvasor. links der erste slovenische Dichter Valentin Vodnik, rechts der be-rühmte lrainische Naturforscher Baron Sigmund Zoi« und rückwärts ober dem Hauptportal Sigmund Her« berste in. Sämmtliche Gemälde sind in Medaillenform porträtähnlich meisterhaft in Oel gemalt von unserem heimischen Künstler Georg 'gleit gleicht der Bauer fast den Bücher», aber nur. U .1 er einen anderen Interlssentrri« hat als wir. .""° e« ist ein so wohlige« Bewusstsein, sich heiab-3?^". namentlich wenn man sonst im Leben wenig '^llenheit dazu hat... ^ Vielleicht klingt es manchem Ohre barbarisch, dass ,^ Thiere und Kinder zusammenstelle, aber man beob-l?^ nur, wie rasch diese beiden sich miteinander be-^ndkn. und wie die glößlen. stärksten Hunde sich l.3 We've« zerren, schlagen, kneipen, stoßen, treten ?° logar als Reitpferde gebrauchen lasstn. und man li!° die Zusammengehörigkeit nicht länger leugnen. Eigens betonen wir letztere, indem wir mtt Kindern ? Thieren ganz eigenartig conversieren. Jenen gegen-v," gehen wir auf ihre Sprache ein. damit ste uns Mehen. Wir sagen ..Tata" statt ..Vater", we,l fte Ul" nicht auesprechen lönnen. Zu «Lovely" spreche i? "'t von der „Frau", sondern vom «Frauerl". und 5>Berlin würde ich vom „Frauchen« sprechen Da ch^ely« weder «Frau", noch..Frauerl". noch ..Frau-U' lagen kann. ist es unnütz, von W correctcn 3"ache abzugehen. Aber der Gebrauch entscheidet da. Ä..fNanz W.en geht kein Hund ..spazieren", sondern MMn«. Er kann weder „äußerln" sagen noch «spa-5^. aber wir habm un« eben gewöhnt Kmdern ^Thieren in gewissen Dingen eine ahnllche Be-lung angedeihen zu lassen. «.»««. «t. Das« wir un« an ein Hausthier über alles Maß <5'"en können, hat seinen Grund auch m der Ge-lfn . Mit der wir uns dem Thiere gegenüber begabt >H'' Wie ohnmächtig wir auch sonst seien, w.e um ^ auch kahenbllckell,. kriechen und schmeicheln müssen " ist jemand in unsere Hände gegeben, hllflos. zwar nicht von Natur aus wehrlos, aber durch Zäh- munss, durch Vererbung der Eigenschaften, die feinen Vorfahren anerzogen wurde», davon abgekommen, sich seiner Wehr und Waffen zu bedienen. Im Pöbel (auch im vornehmen) spielen diejenigen Männer, die in ihrem Berufe fortwährend stillschweigend die meisten Demüchigungen ertragen müssen, daheim, am haus» lichen Herde, mit glößtem Nachdrucke die Tyrannen. Weih und Kinder zittern vor ihm. und das muss jene entschädigen für alle Unbill, die ihnen draußen wider« fährt.... Mr lein Weib hat, um es zu knechten, der kann sich noch immer einen Hund halten, und der Huüd zittert vor ihm. Merkwürdiger Weise sind die Tyrannen gegen Hunde in der Negkl gutmüthiger, als gegen Weib und Kind — vielleicht weil erstere nicht sprechen, den Zorn des Gebieter« nicht reizen können. Die Eitelkeit der Menschen spielt bei ihrem Ver< Hältnisse zu den Thieren ebenfalls eine Rolle. Jeder bildet sich ein. das klügste Thier zu besitzen; hoffent-lich sagt die Welt: „Wie der Herr. so der Hund." Fast von jedem der Hundebesiher hört man die Versicherung, a/rade diesem Thiere fehle nichts als die Sprache, und es wäre so gescheidt wie ein Mensch (was allerdings in manchen Fällen nicht viel sagen w'U), und dann folgen die „Züge von Intelligenz" — rührende Züge. wie z. V. derjenige, dass ein Pudel sich zum Geburtstage seines H'irn ohne dessen Wissen photographieren lässt, um ihn zu überraschen. Könnte man solchen Mittheilungen Glaubcn schenken, sa gäbe es in der Welt eine Unzahl von Wunderlhieren. Leute, die im übrigen nicht den Ehrgeiz habe», als Menageriebesiher zu gelten, gefallen sich darin, ihr Talent als Dresseure bewundern zu lassen. Das Höchste nach dieser Richtung leistete wohl der fra». zösische Schriftsteller Varbey d'slurevilly. der jähre, lang auf den Pariser Boulevards ein Schwein an der Leine spazieren führte, dal ihm wie ein Hund auf den Ruf folgte und eine Kunstfertigkeit bekundete, welche weit über das Talent — zum Schinken hinau«-gieng.... Ich thue unrecht, über die eitlen Thierbesitzer zu spotten, denn ost ertappe ich mich selbst dabei, wie ich in «Lovely" die merkwürdigsten Eigenschaften des Geistes und des Herzens entdeck-'. Nur die Sprache wünsche ich ihm mcht, den» könnten die Thiere spreche», so wären sie bald sammt und sonder« nicht minder unangenehm, al« die unangenehmsten Menschen. Und doch, manchmal schon hat es mir leid gethan, wenn „Lovely" mir ganz offenbar etwas erzählte und ich ihn nicht verstand. Für den Fall er nun wiederkommt, möchte ich ihn wenigstens für eine Viertelstunde mit der Gabe de? Sprechens beschenkt sehen. Ec müsste mir berichten, wie es ihm ergangen, ob er gehungert, ob er Kälte gelitten, ob ihn jemand geschlagen, ob er des Morgens zwei Stückchen Zucker bekommen. . . Ez scheint, das« ich ihn nicht wieder-sehen soll. Nun glaube ich in der That. das« auch bloße Nigung Thiere und Menschen miteinander ver-binden kann, selbst wenn diese den ersteren leinen Dank schulden, wie etwa der Blinde ihn seinem vier-sühigen Führer schuldet... Ob das Thier, abgesehen von seinem befriedigten Egoismus, selbstlos an einem Menschen hängt? Ob wiillich je ein Thier aus G^am über den Tod seines Herrn gestorben ist? Da« gehört auf ein anderes Blatt. Der Menfch allerdings liebt manchmal ein Thier ohne greifbaren Grund. Wie könnte ich fönst unau«. gescht daran deolen, dass «Lovely" nicht mehr neben meinem Schreibtische sitzt, nicht mehr aus meine Feder schaut, die über da» Papier dahingleitet? Ich gäbe vi.l darum, wenn ich wusste, wo er sich jetzt aufhält u»d was er thut. Am Ende ist er des Nachts gar erfroren... F. Groß. Laibacher Zeitung Nr. 279 2284 5. Dezember 1885. »Nß6iiou8 von Friedrich Koenen, Graduale von G. Prey er und Offerwrim« von Rob. Burgarel l gesungen werden. — (Ein interessanter Vortrag,) Am nächsten Dienstag, den 8. Dezember, wird das Mitglied des KarsicomiteS, der rühmlichst bekannte Groltenforscher Herr Kraus aus Wien, um N Uhr vormittagL im Landtagssaale des Redoutengebäudes einen Vortrag mit Demonstrationen über die Beseitigung der Uederschwcm-mungen in den lkessclthälern Innclkraiuö durch Er leichterung des Abfluss?s der Gewässer in den mit jenen Thälern zusammenhängend,'!! Grottentäumen nnd über die biesfalls vom österreichischen Touiistenclub im hlu rigeu Sommer in der Pivka Iama ansgesilhrten Arbeiten halten. An diesem zunächst sür die Hcrren Land^ lagsabgeordneten bestimmten Vortrage können anch sonst Freunde der Vaterlandtzkunde unentgeltlich in dem Zu hvrerraume drö Nedoutrnsaales theilnehmen, und gelte» diesfalls die sür den Einlass des Publimms zu den Landtagsverhandlungen besiehenden Vorschriften. — (Person alnachricht.) Wie uu8 mitgetheilt Wird, hat die Gemeindevertretung von Bnumdors bei Laibach in ihrer Sitzung vom 8. November l. I. ein« stimmig den hochwliroigen Herrn Jakob Dolenc, Pfarrer von Ig zu Brunndorf, in Rücksicht auf seine vielen Verdienste um die Pfarre Ig und deren Pfarr« insassen, sowohl in seelenhirtlicher als auch in bürgerlicher Beziehung, zum Ehrenmitgliede der Gemeinde Brunndorf ernannt, und hat zu diesem Behufe ein prachtvolles Diplom am 28. November ausgefertigt und Sonntag den 89. v M., in feierlicher Weise überreicht. — (Eine Ortschaft zerstört) Die schreckliche Erdrutschunz von Grahovo bei Fiume, über welche wir bereits gestern kurz berichtet haben, begann Mittwoch abends, indem das Muvions'Terrain um 8 Uhr abzu« gelten anfieng und Wege und Häuser Nisse bekamen Die Einwohner verliehen erschreckt ihre Häuser und trugen mit sich fort, was sie eben tragen konnten und retten wollten Um Mitternacht trat ernste Gefahr ein Ein unheimliches Dröhnen der Erde, dazwischen das Getöse der einstürzenden Häuser, während langsam der Erdboden sich nach abwärts schob. Selbstverständlich hatten alle Bewohner ihre Wohnungen verlass«», uud ist darum kein Menschenleben zn beklage». Die Kata strophe gieng langsam vor sich, uud Donnerstag morgens war Weder die Erdbewegung noch der Einsturz der Häuser zu Ende. Die zuHilfe herbeigeeilteu Pionniers, Infanteristen und Pompiers konnten nicht vlel helfe», weil eben alles noch in Nutschung begriffen war und von elnem Aufhalten derselben lrine Nede sein tonnte. Die dumpfen Detonationen der Erdbewegung, das Weinen und Jammern der betroffenen Familien, das Krachen der einstürzenden Häuser, die Trümmer der« selben, die Sprünge und Risse des Bodens, die zertrümmert umherliegenden Möbel und HauSgeräthe machten einen herzzerreißenden Eindruck auf den Be< fucher der Unglücksstätte. Von 2l Häufern des Ortes Orahovo waren Donnerstag mittags nnr zwei unversehrt. Die Behörden waren rasch zur Hand und thaten alles mögliche zur Beschwichtigung und Einquartierung der Betroffenen und zur Abhilfe, foweit eben solche augenblicklich beschafft werden konnte. — Wie n'ch« träglich gemeldet wird, hört man in Graholio noch immer Detonationen, das Einstürzen der Mauern und das beständige Springen des Bodens, der sich langfam gegen den Fluss verschiebt. Die Techniker halten Grahovo für unabweislich verloren und fürchte«, dass. wenn Regen eintritt, die Erdbewegung sich be< schleunigen würde und durch gänzliche Verschüttung des Nettes der Neöina eine Ueberschwemmung veranlasst Werde. Die Erdrutschung beschränkt sich jedoch nicht auf den Thalgrund, fondern umfasst auch die Abhänge; auch die Ortschaft Valiöi auf lroatlschem Gebiete ist in Gefahr. Für Fiume. das jetzt die Verunglückten zu beherbergen hat. ist die Verlegenheit umso größer, als daselbst ohnedies schon seit längerer Zeit WohnungS. mangel herrscht. — (Schulnachricht.) Das k, k. Ministerium für Cultus und Unterricht hat die Statuten der gewerblichen Fortbildungsschule in Stein principiell genehmigt und derselben bereits einige Lehrmittel überlassen. Vom Jahre 1886 an erhält die genannte Schule eine Sub vention. — (Walddiebe) In der Waldung dcs Herr schaftsbesitzelS Herrn Iosrf Tomel am Golovcberge wurden vorgestern der beschästigungLwse Anstreicher Johann Kor bar und der Vagant Johann Zitnil in dem Augenblicke vom Forstwächter betreten, als sie eine 18 Schuh hohe Kiefer gefällt hatten und mit der. felbeu auS dem Walde sich entfernen wollten. Die Strafanzeige wurde von der städtischen Polizei au das städtisch delegierte Bezirksgericht erstattet. — (Krai nischer Gewerbeverei n.) Die für morgen projectierte Versammlung des genannten Ver-rlnes wurde im Sinne des § 6 des Gesetzes vom lbten November 1867 untersagt — (Diebstahl.) Dem Grundbesitzer Franz Novak in Vnajne Goriee bei Laibach wurden Dienötag «nchts eine große Menge von Kleidungsstücku im Werte von 30 st von unbekannten Thätern gestohlen Annss und Aitercrtur. — (Das Personen-Porto.) Ein Vorschlag zur Durchführung eines billigen Einheitstarifes im Pcrsoncnvcrlehr der Eisenbahnen und die Discussion darüber im Club öster» reichischer Eiscnbahnbcamten, von Dr, Th Hertzka, Heraus» geber der „Wiener Allgemeinen Zeitnug", Verlag von Spiel» Hagen nnd Schurich in Wien. — Vor zwanzig Jahren trat in England Raphael Brandon mit der Idee hervor, auf allen «iisenbahnen Großbiitanmeus ein einheitliches Perfouen'Porto einzuführen, derart, dass die Reisenden ohne Unterschied der Reisestrecke in der dritten Wa^enclassc für eine !l Pcncc»Marle (12'/, lr. Gold), in der zweiten Waaenclasse für 6 Pence (25 lr) uud in der elften Classe sür cine Schillings-Mcnle (50 lr.) zu besolden! wären. Obwohl mm dieser und anch ein ähnlicher vom dcnlschen Genclalposlmeistrl Dr, Stephan entworfener Plan scheitelte, u»d zwar an dem Widerstände der EifenbahN'Gescll' schuften, befinwortct doch der Verfasser des vorliegenden Äuches mit nrösNer Wärme die Durchführung einer solchen radicalen Reform des TranöpUltwesens der Eisenbahnen in Oesterreich Er behauptet, dass es nicht blos; möglich, sondern im Interesse der Valmrn gelegen wäre, die Pcrfuncu»Vcfördcrung für den ganzen Umfang der Monarchie zum Einheitssätze tion 1(1 lr. im ^ocalvcrlehrc uud von 25 lr. im Fernverlehre durchzuführen, ' wobei er noch weiter acht als Brandon, indem er auch siir! bic Aushebung der Elassenunlerschicdc bei den Personenwagen und Einführung einer einzigen Fahrclasse eintritt Er meint nämlich, dafs dem Püblicnm tro^dein Äequemlichleiten unterschiedlicher Art gegen Extrabezahluug zur Verfügung gestellt werden tonnten. Dr, Hcryka bemüht sich bereits seit mehr als zwei Jahren, seiner allerdings tiihncn Idee Eingang in der, Fachwelt und im Publicum Oesterreichs zu verschaffen, und auch > das kürzlich unter dein obeu angeführten Titel von ihm ve» öffeullichlc Auch hat den gleichen Zweck. Wer sich sür dieses Project intl-rcffiert, findet in diesem Bnche reiches Material,.' mitgetheilt, womit der Versasser seine-i aroßangelcgten Plan mit aller Entschiedeichrit uud mit der Hoffnung auf endlichen , durchgreifenden Erfolg veltheidigt. ' > Ntnefte Post. Orissinal-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 4. Dezember. Die „Wiener Zeitung" meldet: S?. Majestät der Kaiser verlieh dem Sections» chef in, Unterrichtsministerium Fidler, anlässlich der von demselben ei beteneu Versetzung in den bleibende», Ruhestand, in Anerkennung seiner vieljährigen ausgezeichneten Dienstleistung das Commandeurlreuz des Leopold-Ordens und el nannte den Hofrath bei der Grazer Statthalter«!, Grafen Enzeuberg, zum Scctionschrf im Unterrichtsministerium. Graz, 4. Dezember. In der heutigen Landtags-sihung brachten Baron Washington. Ritter v. Vesteneck und Genossen den Antrag ein, der LandesauAschuss möge betreffs der Kainach-Regulierung Erhebungen anstellen und in der nächsten Session diesfällige An« träge einbringen. Rait meldete eine Intelpellalion be» treffs der Lehrer-Bildungsanstalt in Marburg an. Agram, 4. Dezember. Anlässlich der Debatte über den Antrag Tuskans, den Banus und den Seclions-chlf Stullkovi^ in Anklagestand zu versetzen, wirft Popoviö der Opposition vor, dieselbe wolle systematisch jede fruchtbringende Arbeit verhindern. Nulavina pro« vociert durch Beleidigung des Präsidenten und der Majorität Slandalfcenen und erhält eine Rüge. Der Präsident beantragt deffen Ausschließung auf sechzig Sitzungen. Rutavina wiede>holt schreiend die beleidigenden Ausdrücke und verlässt unter „Hinaus".Rufen der Majorität den Saal. Belgrad, 4. Dezember. Die Fortsetzung des Krie-ges gilt hier sür unvermeidlich, da nur wenige, aber dafür maßgebende Stimmen, in erster Linie König Milan, für den Frieden unter Erreichung diS Zweckes, den status guo llut.6 wiederherzustcllen, geneigt sind. Das Ministerium ist zurückgekehrt. Sofia, 4. Dezember. Die ojficielle serbische Mel< dung von einem Alia/iff der Bulgaren bei Vlasina ist falfch. Dagegen meldet der bulgarische Truftpöncom-mandant in Izvor, dass die Serben die bulgarischen Schildwachen beschossen. Das Ministeriumzverwei.lt noch in Pirot. Madrid, 4. Dezember. Gestern wurde der erste Ministerrath unter Vorsitz der Könlgin-Regentin abgehalten. Sagasta legte die Nothwendigkeit einer all« gemeinen Amnestie dar. Die Regentin genehmigte die vorgelegten Projecte. London, 4. Dezember. Der „Standard" meldet aus Mandalay vom 30. November: Birmanische Brisanten, sogenannle Daccils, griffen die englischen Truppen an und plünderten die Stadt. Viele Soldaten wurden gelobtet und vetwundet. London, 4. Dezember. Bis jcht sind 263 Liberale, 213 Conservative und 54 Parnelltten gewählt. Algier, 4. Dezember. In Mascara. Blindah. Me-deah und Msila entstanden heftige Erdbeben; viele Wohnhäuser find eingestürzt, bisher 32 Todte und 12 Verwundete. Mehrere Europäer wurden verschüttet. Landschaftliches Theater. heute (ncrader Tag): Das Spi Deutlich der K ö -»lssln, Operette in i! Acten von Aohr.nnnn - Riegen und ______^'"'"^^"5'- ^ Musit von Iohnun Strcmsl'. , Am 3, Drzciül'cr, Hotel Stadt Wie». Vlau, k'aufmam,. Wir», — Nusiuaer ! Knufmcm». Tries«. — Dauid. l, l, Lieutmnut, Pu,a. Hotel Elefant. Taucher. Schcser. Äach lind Bails. Kausleutr Wien — Pl'lk'er, Reisender, Graz, Iutlovitö. Nciss»der. Trieft. — Mcchy, Reisender. Mailand. — Chicheno. K«"!' mcum, Vellmzonll. — Videmsel, Pfarrer, Osilnic. Sternwarte. Studie, Privat, Lanise. — Singer, Kaufma"'" Idria. ___^ Verstorbene. Dcn 4, Dezember. Anton Meial. Taglöhner. 53 3> Castellgasse Nr. 12, herzschlag. Correspondenz der Redaction. Clise K. hier. Ein cunlischcr Arzt hat allerdings ^ hauptet, dns loeiblichc Herz werde vom 80, Jahre ab eitt wc>>« leichter. Profrssor Venectc hat anderseits uachsscioiesen, dass o Wachsthuin des Herzens liis zum 50. Jahre dauere und "' nähernd ein Culiilccntimcter betrage. Vielleicht lommt ^ daher, dass allzu leichtherzige Frauen den Männern da« V" oft so schwer machen, ____^. Lottozichnng vom 2. Dezember: Brilun: 29 24 20 22 68. Meteorologische Beobachtungen in Laibar^. - 1 N Zl ° ^! B 7l!.Mg, 743M —4.0 windstill Nebel „.„ 4 U ^ N, 740.24 1.8 W schloach heiter l),"" 9 . «b. 739.02 2.0 W. schwach heiter ^ Morgens Nebel, dann wollenloser Himmel; slerne»^ Nacht. DaS Tagesmittel der Wärme — 0.1°. um 1.0' """ dem Normale.____________________________^^ Verantwortlicher Redacteur: I. Na «lli. Nein seidene Stoffe 75 kr. per Meter sowie k fl, 1.05 und st. 1,30 bis 5.90 (farbig, gestreifte >^ carrierte Dessins) versendet in einzelnen Noben und N"A, Stücke» zollfrei ins Haus das SeidcN'Fabrit-Depot von ^»7^ neberg (lönigl. Hoflieferant) in Iürich. Muster mnatP' Briefe nach der Schweiz losten 10 lr. (l56) 9^, Herr» Gabriel Piceoli, Apotheter i>, Uaibaä! Ueber Ersucheu bestätige ich. dass ich Ihre MagH Essenz, deren Vestandtheile mir bctaunt sind. in "!,M Fällen von Mage»' nnd Hämorrhoibal'Lciben als heilll"! erprobt habe. Dr. Emil Nilter v. Ilöckl. l. l. Regierlmasrath nub Landes Sanitätsreserent in üaibach Die vorzügliche Wirkung der Picc oll's Magt'^ Essenz bestätigen auch die berühmten Trieslcr Aerzte. Herre» : Dr. P'Ngostini, Dr. C«mb«n, Dr. «itter v. G'! cucchi und Dr. Parbo. (4275) 16-^. Für Schwerkranke ist die Nnwendung des echten Bittners Con!feren In baldiger Erwartung zeichnet hochachtuugsvou Josef Mayerm ^ Zu haben beim Erzeuaer. landschaftl. Apotheler in Sto^l"' und in allen Apotheken Ocsterreich-Ungarns. Preis einer Schachtel 75 Kreuzer. «, Versandt von mindestens zwei Schachteln gegen A Nachnahlne. (^"^ Vo» vertrauenswerten Abnehmer» und Consumentell ^^ mir die Nachricht zu. dass ab uud zu von Concurrente»''^ leine Idee von der Zusammenstellung beS Magensalzes V" ^,, Präparate ohne irgend welchen Heilwert iu Schachteln, d>e .^ von mir verwendeten ähnlich sind, verlauft werden, ^, ci>' ich bitte, genau darauf zu achten, dass auf den Schachteln Namenszua sich befinde. ^ ,, Julius Schaum««^ Men! Strauß Ich., Schah-Walzer , aus der Operette: „Der g i g eun er»Na r 0 n ". s"s ^ zweihändig, zum Preise von 1 fl. — vorräthig "> Ig. v. Kleiumayr ck Fed. Vambcrg Buchhandlung. Danksagung. > Für die vielen Vcwcise inlliger Antheilnahme » anlässlich des Ablebens des Herr» W Gregor Rsuschegg > l. l, Postmeisters und Nealitä'tenbcsilMs > siir die schöne» Kranzspenden uud für die zabl"'^ > Betheiligung am Lcicheubeaängnisse von na!) « scrnc sagen den wärmsten Daul W die trauernden Hinterbliebene«. » Tr 0 jann, 1. Dezember 1885. ^D ggftadjet Bettung Wr. 279 2285 5. Dezember 1885. Course an der Wiener sörse vom 4. December 1885. N°« dem 0^«°«« Course Gel» War, Stnntö.Anlehc«. ^°tt!,«,Ull.......8230 8«'<5 .^"''Nlcnte.......82-80 83 — "do ,, >«»-«! ,e» 8N H " ^ . . 50 ,, 1«7 50 I«8 bU «°m°.«entenscheine . per St. «- —'- !>/° l^cst. Goldreute. si, leilrci , W6-8N 10«'— "«»err. i0 ""Ü-Golbreutc <«/„ .... »7-9« 98U5 " ^apierreni^ 5»/„ . . . , 89»« 90 üb " 2isenb,Änl,lü0fl,ö,W.S, I4"-4N ibu— " 0ftl'ahn'P>inritäten . , 97-2(1 »??o " ^taat^Qbl. (Uliss. Ostb.) 124'- —-— " ,, vom n. 1«?> , Prämieü.Aül. i^ iWft. ö.W. 11»— 17» «0 ^«"s!-Mcss,.vosc 4"/, wo fi. . , 122- 122-50, W'Uüdslltl.- Obliantioncn «l!r luu st, li.'M,), ?°^° böhmisch«...... 107-50 — - l/°Nal'z>>^...... „»— l«4^ ° /«'«ähnlche...... 10l,'2k> -'— ^/« niederösterrcichilche , . , iu?-5l> lüLll» "/» l'I,cf!'. ",^<> Ncirilchc....... 104— —-— ^/° lvoalijche und slaucnischc . i(,2 — 104 — °/, slebenbürgische ... . 10»— 104 — 5«/„ Tenieser Vanat .... 108— 108-75 5°/» unaarisch.'......l«»6l> 104 — Andere össcutl. Anlehcn. Do,»N!-M>.-n.«V^e 5"/„ 10U st, - ^6 5Ü 11«-— bto, ?l»l>,h>,' 1878, steuerfrei , IU4-2K 105-25 Anlr^-n d, 'I^Nl^nüeiiide Wieü 102 25 10»-— Anlchü» b, <^ «adlgcmeinbe Wien (Silber und Gold) .... —'— — — Pramien-Anl.dEtaktgem.Wien 124 2k 124 b0 Pfandbriefe (sür 10« fi,> Äol encr. aN>,.öslerr,<'^"/«Gold, 125 2» >2K,8» dlü, in 50 „ „4 V, "/° lU« - los 40 No, >!, 50 „ „ 4>v„ , U5-75 90-25 dto. Prämien.Schuldvcrsch,»°/<, »8 50 99 — Ocf!,Hvpvtl,clenba!il I0j.5>/, "/0 l««-— iul — O^:.»ur.g. Äanl ucrl. 5°/u . — — —-— bt°. „ 4'/,°/° , — "^" bto. ,, < °/n . ,-------—'-^ N»a, all«. Vobencredit-Äctienges, lü Pesl in I, 183!) Verl. 5 '/,"/,, l«2-75 108 ?b Prinritäts - Oliligatiunen (für lau !>.) Elis»betl''-A)c>U'lihn l. Emission 115 50 Il5'7s> Feidinai>di<,3t°rdl,al)» in Slll>. 10» b0 ic,8'f,n sslan,»Ioses-Nahü.....V2—! 02 c>u Vaüzüchc Karl ^ i,'l!dwlg-Vah!! löl». IKUI 300 ft. S.4 >/»°/<> , 100-— 100 K0 Vesterr. Norweftbahn .... 108-70 I04-2n Viebenbürger..... . »«-— 98-20 Gelb war« Slaatsbahn 1. Emission . . . 1»«-— —- Südbayn k »°/o......1K4-75 155 25 ,, 5 5°/° -.,... 128 7b !2»'L« Ung.-aaliz. Vahn.....»»-70 10010 Diverse Uose (per StU«) Eredülosc 100 s!...... l?l»-50 180 — Vlary— »»L0 Nolhcn itleuz, o'st. Ges. u. il» ft, 14-60 1420 Niidols'Vose IN ft..... 1825 1»'?" Salm-Lol^ 40 ft..... s.k 50 <>« l>0 St,-G^iwi«°z,'ose 41! ft. . . . 52-50 K8-- Waldstein-Vose 20 f!..... 2'-50 NO'— Wind!schgrse ü„ fl. , . , ,8-«''— «anl-Nctlru Ni,ssl°<0cstesr. Vanl 200 ft, , . 9»-2b 9» 75 Unnlvcrcin, Wiener, ion ft. . . 10»- - 108-50 Gd!>c>. A,!st,, O^st.^00st.S. ^N°/o 220.— liiil — Crdt,'Anst, f. Hnnb, u, G, isuft. 285-80 «««— ^^ditbanl. Ma. Un^. 20U ft. . 2UU-50 2»»0 — Dcpositc.ib. Allss. »00 st. ... i»l — i»l 50 Escomple-^l., Nicderöft. 500 ft, ««5 — 572 — Hypl)lhöl»!U!',, öst. i!U<1 fi, «5°/« E. b»-— b»> — ^ändcrbanl, iift,, liUii fi. G,50«/i,V. 102 ü0 10«-— Oest«,.UNss. 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W. . . «5075 251 2» Ira»!wa!)°Ges., wr.i?o fi. ö, W. 1»0-- - 100 s>a „ Nr.. neu I0U fi, 103 ?b 104 — Transport'Geselljchaft I!« ft. . 55-— «0 — Una.'galiz. «lisenb, »aa fl. Oilder »71-50 1?» — Un>i- Norboftbahn La» ss. Eilbcr 171 50 »7« — Un„.Weftb.(MaaI,'Oraz)2aoft.S. I«4 70 165 — InduftrieActle» (per Llilck) Eaydl und Hindbcr», Eisen« und Stahl.'3nb, in Men 100 fi, . «, ... ^.^ Eisci!bahnw.. iztz 50 l40'b« Salgo.Iari. «isenraff. 10U ,l. . __ _.__ Wassenf..«., Oeft. in W. 100 fi. ,5« __ __.__ !l,!:«-Siü niir nn^t^ricjeii, bcifa irf) lu-ftäitbig ! pi "i ilaibori) treibe. (4733) 6 k Hehürdlich concessionierte j^ GommerciBllB Fachschule I AVicn, 1., Flmschmarkt 1 <>. |H Director Karl Porges. ffl XXI. Jahrgang. [J Brieflicher Untßrricht in Buchführung, H Correspondenz, Rechnen etc S9 ___ Probebrief gratis.________ ^B Kisbor wurden 10 500 Schüler üer H ''•"«is /.umführt. 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