’iStnina olatana v noMi Preis Din 1*50 71. Jahrgang greehelnt wesentlich siebenmal. Schrlftlaltuag (Tel. Interurb. Nr. 2670) sowie Verwaltung u. Buchdruckerei (Tel. Interurb. Nr. 2024): Marlbor, Jurciceva ul.4, Brief! Anfragen Rückporto beilegen. Manuskripte werden nicht returotoit Nr. 141 Freitag, den 29. Mai 193f Inseraten- u. Abonnements-Annahme In Maribor: Jurciceva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, monatl. 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monatl. 23 Din, für das übrige Ausland monatl. 35 Din. Einzelnummer 1 bis 2 Din. Woche Oer Entscheidungen Deutschlands innenpolitische Schwierigkeiten. — Außenpolitische Kämpfe. Berlin, Ende Mai. Am 5. Juni findet der Besuch des ReichZ-kanzlers Dr. B r ü n i n g und Reichsanßen Ministers Dr. C u r t i u s bei M a c d o-nald inChequers statt. Eine Woche trennt uns nur noch von dieser außenpolitisch überaus wichtigen Zusammenkunft, eine Woche, in der die wichtigsten innenpolitischen Entscheidungen getroffen werden müssen. Es ist Dr. Brüning gelungen, seine Absicht, den Haushaltsplan 1931 vom Parlament bewilligt zu erholten, durchzuführen. Aber schon jetzt steht fest, daß der erhebliche Rückgang der Reichseinnahmen für 1931 ein neues Defizit bringt. Seit Wochen bemüht sich die Regierung, Mittel und Wege zu finden, um die gewaltigen Löcher, die in den Etat gerissen worden sind, zuzustopfen. Tie These des Finanzministers Dr. Dietrich, keine neuen Steuern mehr zu erheben, ist längst ins Schwanken geraten. Man hört nur noch von Steuererhöhungen, Einschränkungen, Zsllerhöhungen und Herabsetzung von Gehältern. _ 'Aus dem Wirrwarr der Gerüchte hat sich inzwischen soviel herauskristallisiert, daß mit einer Verminderung der Sozialleistungen eine Erhöhung der Arbeitslosenbeiträge, wahrscheinlich auch mit einer Gehaltsherabsetzung für Beamte und mit neuen energischen Abstrichen am Etat zu rechnen Ist. Seit ihrem Bestehen hat die Regierung Brüning Noch niemals eine so schwere Belastungsprobe zu bestehen gehabt. Denn sowohl bei den Parteien, die ihr angehören, wie bei der Sozialdemokratie machen sich schärfste Widerstände gegen die geplanten Maßnahmen geltend. Es erscheint im Augenblick fraglich, ob es dem Verhandlungsgeschick des Reichskanzlers gelingen wird, die einander widerstrebenden Interessen der einzelnen Parteigruppen zu vereinen. Dies wäre bei der Lage der Dinge nur dann möglich, wenn ^rüning in der Lage wäre, ein Aequivalent mr die neuen Einschränkungen zu bieten. Dieses Aequivalent kann nur in einer Auf-Rollung der Revision des Doungplanes liegen. Tatsächlich ist die Welt schon seit langem darauf vorbereitet. Es ist bekannt, daß Jta-"en und England gegenüber den Revisions-Wünschen Deutschlands eine freundliche Stel lUt|g einnehmen. Vor kurzem hat Mussolini Erklärt, daß Italien einer Revisionsverhand--ang nicht abgeneigt wäre, daß aber selbst-dorständlich nur insofern eine Vertragsän-,?rung in Frage käme, wie dadurch die ita-lenischeu Schulden an Amerika nicht berührt urden. Also immer das alte Lied. Amerika 1? gegenüber Europa einen Schuldennach-Q| bewilligen. Amerika, das selbst die größte Wirtschaftskrise zu überwinden hat, sich bisher allen mehr oder minder beut» chen Anspielungen gegenüber schroff ableh-nd verhalten. Andererseits fragt es sich, n ^tcht alle Gläubiger-Länder unter dem n ,ön9 der Ereignisse eine andere Stellung Sen o einnedmett werden, um einen völli-y.^.dulammenbruch des Poungplanes zu Pr ümdern. So wird jetzt sehr eingehend ein diskutiert, Deutschland eine große An-wan spricht von zwei Milliarden Zin--r ö" geben, die nur einen niedrigen Wid? '"J ^ben soll. An Ihr sollen sich Frank (tkch ^"gland und Italien beteiligen. Aber os ist vorläufig nur ein vager Plan. Bruch mit dem Vatikan Blutige Zusammenstöße zwischen Faschisten und Anhängern der Katholischen Aktion — Niesendemonflrationen gegen den Papst in ganz Italien — (Segne rische Häuser in Flammen Rom, 28. Mai. Tie zwischen dem Vatikan und dem offiziellen Italien schon lange bestehende Spannung führte nun zu einem vollen Bruch. Die Gegnerschaft zwischen den Fa schiften und den Anhängern der Katholischen Union artet in blutige Zusammen» ltöße aus, die von Rom ausgehen und sich aus ganz Italien ansbreiten. Große Angriffslust macht sich auf beiden Seiten bemerkbar. Die Bestimmungen des Waffenstillstandes zwischen Vatikan und Qni-rinal werden auf keiner Seite eingehakten so daß der Vertrag mit dem Lateran hinfällig geworden ist. Trotz der umfassenden Sicherheitsvor-kehrungen griffen gestern große Mengen von Faschisten den Sitz der Zentralleitung der Katholischen Aktion an. Das Gebäude wurde gänzlich demoliert. Im Parterre sowie im ersten und zweiten Stockwerk wurden alle Fensterscheiben eingeworfen. Die Demonstranten schleppten die Möbel auf die Straße und verbrannten dieselben. Mehrere hundert Karabinieri trieben schließlich mit Hilfe des Militärs spätabends die Demonstranten auseinander. Aus der Piazza San Siloestre verbrannten die Faschisten das Bild mit dem Papst Und die päpstliche Fahne. Mehrere Häuser, in denen prominente Anhänger fc-t Katholischen Aktion wohnen wurden in Brand gesteckt. Die ganze Nacht dauerten die Demonstrationen gegen den Papst n. die Vatikanpolitik an. Da die Presse über die Begebenheiten nicht schreiben darf, sind überall die alar-mantesten Nachrichten verbreitet. Es wird hartnäckig behauptet, daß der Direktor des Organes des Vatikans „Osservatore Romano, Graf Del« T o r r e, als er sich aus dem Vatikan auf italienischen Boden begab, vor der Polizei wegen antifaschistischer Wühlereien verhaftet wurde. Große Schlägereien entstanden zwischen Hochschülern beider Richtungen. Katholische Studenten, die mit Abzeichen zu den Vorlesungen in der Universität gekommen waren, wurden von ihren faschistischen Kol legen angegriffen und blutig mißhandelt. Schließlich wurden sie aus der Aula hinausgeworfen. Die Faschisten beschlossen, keinem Anhänger der Katholischen Aktion das Betreten der Universität zu gestatten, widrigenfalls er das Schlimmste gewärtigen müßte. Noch viel schlimmer ist die Lage in der Provinz, wo in den letzten Tagen riesige antikatholische Demonstrationen veranstal tet sowie päpstliche Bilder und Fahnen öffentlich verbrannt werden. In Figlink rückte gestern eine Abteilung katholischer Radfahrer mit Hemden in päpstlichen Farben und mit Abzeichen aus. Sie wurden von Faschisten angegriffen und blutig geschlagen. Mebrere der Angegriffenen muß ten ins Krankenhaus gebracht werden. All gemein ist die Ansicht verbreitet, daß sich Italien am Vorabend großer Ereignisie Das Kernproblem der Reparationen wird weder davon berührt, noch gebessert, es wird sich nur um die zeitliche tzerausschiebung einer unvermeidlichen Neulösung des gesamten Fragenkomplexes handeln. In den ersten beiden Juniwochen werden die wichtigsten Entscheidungen über das künftige Schicksal Deutschlands fallen. Die allgemeine Nervosität ist stark gestiegen. Man fühlt, daß große Ereignis in der Luft ließen. befindet, die sehr leicht zum Bürgerkrieg führen können. * * * Rom, 28. Mai. Gegenüber den Unruhen erweist sich die Polizei als zu schwach, so daß sie die Hilfe des Militärs in Anspruch nehmen muß. Ein Mitglied der königlichen Familie intervenierte persönlich bei der Regierung und empfahl ihr die sofortige Einleitung von diplomatischen Verhand- lungen mit dem Vatikan, um den Was» fenstillstand herzustellen und die gegenseitigen Beziehungen erträglich zu gestalten, da es sich gezeigt habe, daß die Bestimmungen des Lateranvertrages von beiden Seiten verletzt werden. Wenn es nicht gelingen sollte, die peinliche Spannung zwischen Italien und dem Vatikan zu beseitigen, müßte der Bruch mit dem Vati, kan auch offiziell zugestanden werden, was unübersehbare Folgen für die ruhige Ent wicklung Italiens nach sich ziehen müßte. Viccard verunglückt? Suche nach dem von der Stratosphäre zurückgekehrten Luftballon — Angeblich in Oberitalien zerschellt (Siehe zunächst Seite 3.) I n n s b r u ck, 28. Mai. und auf der Erde zerschellen wird. Dä Piccard nur für 15 Stunden Luft in der Gondel führt und der in den zwei Resers veflaschen mitgesührte Sauerstoff nur für zwei bis drei Stunden ausreicht, glaubt; man, daß die beiden mutigen Luftsahrers bereits tot sind, da seit dem Aufstieg schon! mehr als 32 Stunden verstrichen sind/ Schweizerische, deutsche und österreichisches Flugzeuge haben von der italienischen 5Re.' gierung die Erlaubnis erhalten, in Italien nach Piccard zu suchen. Auch italienisch^ Apparate werden sich an der Suche beteiligen. Im Laufe des Vormittags liefen von ver. fchiedenen Seiten Meldungen ein, wonach Piccards Ballon zwischen Bozen und S?e» rona bei der Landung z e r s ch e l l t ist.'' Eine Bestätigung dieser Nachricht liegt bisher noch nicht vor, doch zweifelt man nicht, daß sie auf Wahrheit beruhen könnte. Das bayrische Flugzeug, das gestern nachmittags zur Beobachtung des Freiballons des belgischen Professors P i c c a r d, der Mittwoch beim Morgengrauen mit seinem Begleiter Ing. K i p s e r in Augsburg ausgestiegen war, startete und die höheren Luft regionen nach dem Aeronauten absuchte, nahm heute früh seine Beobachtungen wieder auf, um die Spur des verschollenen Ballons zu finden. Das Flugzeug hat den Ballon nach 3 Uhr früh über dem Jnntal tatsächlich gesichtet. Der Pilot hatte den Eindruck, daß der Ballon durch menschliche Hand und Willen gelenkt wird. Es besteht große Besorgnis, wie Piccard landen wird. Der Professor hatte nach Ansicht der Sachverständigen entschieden zu wenig Ballast mitgenommen, weshalb große Gefahr besteht, daß er in den niedrigeren Luftschichten bei der Oesfnung der Gasklappe einem starken Luftdruck ausgesetzt sein Silfe für Oesterreich Beachtenswerte französische Stimme. — Umschlagshafen für französische Waren. P a r i s, 28. Mai. Unter dem Titel „Oesterreich muß geholfen werden" besaßt sich der ehemalige Ministerpräsident H e r r i o t in der „Ere Nouvelle" mit der österreichischen Frage. Herrtot erklärt, daß falls Oesterreich nicht geholfen würde, der ganze Erfolg Briands in Genf diskreditiert wäre. Man müßte vor allem an die Nachbarn Oesterreichs appellieren, damit sie diesem Staate helfen. In Frankreich werde auch die Frage erwogen, aus Oesterreich einen Hafen für französische Waren in Mitteleuropa zu machen, falls die Meistbegünstigungsklausel beseitigt werden sollte. Was den Handel mit Oesterreich betrifft, meint .Herrtot, so kommt vor allem ein Abkommen über die zollfreie Einfuhr von Waren in Betracht, die aus französischen Rohstoffen hergestellt werben. Wenn man sich jetzt nicht ans Werk macht, so wird es nach Ansicht Herriots vielleicht in kurzer Zeit schon zu spät sein. Der französische Außenminister habe seine Pflicht getan, jetzt sei es an den Technikern, zu handeln. $e»eee»c»®e9e@®0eeeeeeee®ee*e bei Kranzablösen. Verglei/ chen und ähnlichen Anlässen der Antituberkulosenliga In Marlbor! Niesenverbinblichkeilen der Kreditanstalt W i e n, 28. Mai. Der gesamte 'Komplex der politischen Schwierigkeiten in Oesterreich, der im Zusammenhang mit verschiedenen Steuer- und Ersparungsmaßnahmen in eine Krise auszu arten droht, ist jetzt durch die immer größer! werbenden Schwierigkeiten der Kreditanstalt vollständig in den Hintergrund gedrängt worden. Es heißt, daß die Regierung die Ermächtigung erhalten soll, für Kredite in unbeschränkter Höhe für die Kreditanstalt zu haften. Man spricht bereits von 1200 Millionen Schilling. So viel sollen nämlich die Verbindlichkeiten der Großbank ausmachen. Angesichts dieser Sachlage ist die Kabinettskrise gänzlich in den Hintergrund getreten. Man glaubt, daß in der heute nachmittags stattfindenden Sitzung des Parlaments für die Regierung keinerlei Anlaß vorliegen wird.. aus der augenblicklichen politischen Situation die Folgen zu ziehen. Z ü r i ch, 28. Mai. Devisen: Beograd 9.1275, Paris 20.245, London 25.155, Neiv-york 517.20, Mailand 27.07, Prag 15.33, Wien 72.90, Budapest 90.235, Berlin 122.80 L j u b lj a n a, 28. Mai. Devisen: Berlin 13.475, Budapest 990.14, Zürich 1096.50, Wien 797.76, London 275.91, New York 516.62, Paris 222.05. Prag 168.10/ Triest 296.85. Neue Kontinentalkonferenz? Bor durchgreifender Revision des Voung-Abkommens? - Die Richtlinien der projektierten Konferenz P a r i s, 28. Mai. Wie das „Journal" aus besten deutschen und englischen Quellen erfährt, soll dem deutschen Ministerbesuch in Chequers und London eine Kontinentalkonferenz folgen, an welcher die Ministerpräsidenten Frankreichs, Englands, Deutschlands und Belgiens, einschließlich eines italienischen Beobachters teilnehmen werden. Aus dieser Konferenz soll die Revision des Ioung-Abkommens in Vorschlag gebracht werden. Hiezu schreibt das Blatt, daß die deutsche Regierung, die die Annahme eines Zweimilliarden-Kredits in Abrede stellte, Ruch langen Kämpfen im Pilsudski-Block entschloß sich Ministerpräsident Oberst 3 I a-»et, dem Präsidenten der Republik sein Demissionsgesuch zu unterbreiten. Seiner persönlichen Demission schlossen sich auch die übrigen Mitglieder des Kabinetts an Als Nachfolger Slaweks wird der Handdsmini-ster P r yst o r genannt, der zu den engsten Mitarbeitern Pilsudskis gezählt wird, ©tarnet übernimmt nun angeblich die Führung der Pilsudski-Fraktion im Sejm. Wie verlautet, ist ©lawek an der furchtbaren Wirtschaftskrise gescheitert, der er nicht Herr werden konnte. Man sucht jetzt einen Mann, der durch energische Maßnahmen die Wirtschaftsanarchie einigermaßen der Wirtschaftskrise in den letzten Jahren überall zugenommen. Tie, die einmal gestrauchelt sind, finden nur selten ven Weg zurück. Sie werden, nachdem ste vorbestraft sind, immer wieder straffällig und leben in ständigem Konflikt mit den Gesetzen. Freilich gibt es auch Ausnahmen, Ausnahmen, die besonders hervorgehoben zu werden ver dienen. Denn mancher hat in der Stille der Kerkerhaft mit seiner Vergangenheit abgerechnet und damit Ernst gemacht, ein neues Leben zu beginnen. Einer der berüchtigtsten Geldschrankknacker Berlins, der mehr als zwölf Jahre im Zuchthaus zugebracht hat, heiratete nach seiner Entlassung eine brave Gastwirtskoch-ter, die ihn zu einem brauchbaren Menschen erzog. Ihre Mitgift, die sie in die Ehe mitgebtocht hatte, gab ihm eine Existenz- Italienischer Rennfahrer tödlich verunglückt Der bekannte italienische Autorennfahrer Luigi A r c a n g e l i ist während seines Trainings zum Großen Preis von Italien auf der Rennbahn von Monza tödlich verunglückt. ein Moratorium für die Aoung-Zahlungen gar nicht zu erklären wünsche. Vielmehr bewegen sich die deutschen Wünsche in den nachstehenden Grenzen: 1. Einstellung des Transfers für mobile Zahlungen, die in Deutschland zum Nutzen der Wirtschaft zu investieren wären. 2. In den Uoung-Plan wäre eine Zusatzklausrl ein zufügen, wonach der erhöhte Goldwert gegenüber der Rohstoffeschasfung in Rechnung zu stellen sei; diese Erhöhung wird mit etwa 20% bemeßen und würde die deutschen Zah luttgen um 400 Millionen Mark jährlich herabsetzen. 3. Jene Klausel der Doung-Ali-kommens die die Verpflichtung der Gläubi- Warschau, 28. Mai. eindämmen soll. Wie schwer die Budgetkrise ist, zeigt sogar der Umstand, baß Pitsudski nicht mehr an seinem ursprünglichen Protest gegen die Herabsetzung der Offiziersgagen festhält. Die Offiziersgehälter werden nur um 5%, ine der Zivilbeamten jedoch um 15% reduziert. Der Marschall will auf diesem Wege, der ihm für sein Regime gefährlich dünkt, nicht weitergehen. Eine ganze Reihe von Gesetzentwürfen, die die Regierung dem Sejm unterbreiten wollte, mußte jetzt wegen der Inangriffnahme der Rettungsaktion auf finanzpolitischem Gebiet zurückgestellt werden. Im übrigen erscheint die Fortsetzung des Pilsud-ski-Kurses sehr glaubhaft. grundlage. Er betrieb einen schwunghaften Vieh- und Pferdehandel und brachte es int Verlauf von wenigen Jahren zu einem ansehnlichen Vermögen. Heute besitzt er einen wundervollen Cadillac, ein eigenes Haus u. macht sich dem Staat als guter und prompter Steuerzahler nützlich. Ein anderer, nicht minder interessanter Fall ist der des bekannten Hochstaplers Hein rich B. Bald nach Kriegsende tauchte in den verschiedenen Hauptstädten Europas ein sehr eleganter Herr auf, der nur in den teu ersten Hotels abstieg, einen Diener und einen Privatsekretär mitführte und sich als Beauftragter Henry Fords, Chryslers und Rockefellers ausgab, um in deren Auftrag größere Grundstücksankä -fe zu tätigen. Die Angebote blieben nicht aus, die Zahl der Verkaufslustigen wuchs von Tag zu Tag u. jeder einzelne beeilte sich, in diskreter und vertrauensvoller Weise dem angeblichen Bevollmächtigten Riesenprovisionen vorzustreiken. Wenige Tage jedoch ivar der geschäftstüchtige „Spreeathener" mit seinem Gefolge über alle Berge. Länger als ein Jahr brauchten die Polizeibehörden, um seiner habhaft zu werden. In Paris ereilte ihn schließlich das Schicksal, er wurde zu einem Jahr Gefängnis ver urteilt und dann an die Staaten, die er durch seine Schwindeleien unsicher gemacht hatte, ausgeliefert. Nach Ojähriger Kerkerhaft wurde er endlich in seine Heimatstadt entlassen. Eine reiche Dame der Berliner Gesellschaft, die mit viel Interesse den Prozeß verfolgt hatte, nahm ihn nach seiner Strafverbüßung auf, adoptierte ihn und überließ ihm einen Großteil ihres Vermögens, mit dem er ein bekanntes Hotel in der Friedrichstraße ankaufte. Freilich zeichnet als Inhaberin des Hotels seine Gönnerin, aber in eingemachten Kreisen ist der Name des eigentlichen Unternehmers kein Geheimnis. Heute gilt der ehemalige Hochstapler als einflußreicher und vermögender Hotelier. Pierre G., der verwegene Pariser Straßenräuber, der zu Anfang des Jahrhunderts jeden Stadtteil unsicher machte und gerstaaten enthält, die Schuldnerstaaten praktisch finanziell zu stützen, sei zu realisieren. 4. Gewährung langfristiger Anleihen. 5. Ein dreijähriges Moratorium f. Deutschland; die fehlenden Annuitäten wären gegen Ende des Doung-Dienstes zu erlegen. 6. Der Verwaltungsrat der Reparationsbank möge zu einer außerordentlichen Sitzung einberusen werden, die sich mit weiteren Erleichterungen zu beschäftigen hätte. Diese deutschen Vorschläge sollten von einer Sachverständigenkonferenz geprüft wer den, die entweder von den beteiligten Regierungen oder von seiten der Reparationsbank organisiert werden sollte. rücksichtslos die Taschen seiner Opfer bis auf den letzten Centime ausplünderte, mußte erst zehn Jahre nach Cayenne, bis er sotveit gebessert war, daß er nach tollkühner Flucht in Südamerika ein neues Leben aufbaute und zu einem der größten Plantagenbesitzer Brasiliens emporstieg. Als er vor zwei Jahren starb, hinterließ er seiner Familie die runde Summe von mehr als 50 Millionen Dinar und mehr als 2000 Hektar Kaffeefelder. Nicht viel geringer war die Hinterlassenschaft des Bankräubers Eh., der am hellichten Tag eine Filiale der Zentralbank im nördlichen Manhattan von Newport aus-plünderte und wegen dieses Verbrechens fünfzehn Jahre in Sing-Sing büßen mußte. Nach seiner Entlassung wanderte er nach Mexiko aus, heiratete die Tochter eines.Far mers und gründete nach dem Tode seines Schwiegervaters eine Eisenbahngesellschaft, deren Erträgnisse es ihm gestatteten, seiner Frau und seinen Kindern bei seinem Ableben ein Vermögen von vielen Millionen Dollar zu hinterlassen. Der gefürchtete Londoner Hoteldieb Ph., nachmals Likörfabrikant in Birmingham, vermachte seiner Vaterstadt 50.000 Pfund mit der Bestimmung, einen Verein für entlassene Sträflinge zu gründen und die Ent gleisten in ihrem Fortkommen zu fördern. Der italienische Richter R. schrieb in der Kerkerzelle, wohin er wegen Diebstahls eingeliefert worden war, ein erfolgreiche- Büh nenwerk. womit er viele taufende Lire verdiente und das Fundament zu einem neuen Leben legte. Auch von dem schwedischen Dichter B. weiß man, daß er erst ins Gefängnis kommen mußte, um in der Zelle die Muße zum Dichten zu finden. Als er nach einem Jahr die Freiheit wiedererlangte, hatte er nicht weniger als vier Romane und zwei Theater stücke vollendet, die ihm Ruhm und Reichtum einbrachten. Zum Schluß sei noch eines Falles Erwäh nung getan, der sich vor vielen Jahren in Bern abspielte. Der Oberbuchhalter einer großen Uhrenfabrik verschwand eines Tages mit einer halben Million Franken, die er im Auftrag seiner Firma einer Züricher Goldeinkaufsstelle übermitteln sollte. Vergeblich fahndete die Polizei nach dem Defraudanten, auch die ausländischen Behörden waren eifrig bemüht, seiner habhaft zu werden. Aber er war und blieb unauffindbar. Erst vier Jahre später erhielt die geschädigte Firma aus Amerika von ihm Nachricht. Auf ihrem Bankkonto bei der Schweizer Depositenkasse war van einer Newyorker Großbank der Betrag von 640.000 Franken gutgeschrieben worden. Fast zu gleicher Zeit traf ein Brief aus Philadelphia ein, worin der ehemalige Oberbuchhalter mitteilte, daß er sich drüben eine auskömmliche Existenz geschaffen habe. Man möge ihm seine damalige Verfehlung verzeihen, die unterschlagene Summe samt Zinsen und Buße sei durch ein Newyorker Bankhaus bereits nach Bern überwiesen worden. Der Hteraturfreun&Iic&e Massenmörder Die amerikanischen Zeitungen, die sich anläßlich des Falles Kürten eingehend mit dem Problem der Todesstrafe beschäftigen, erinnern bei dieser Gelegenheit an die eigenartigen Umstände bei der Hinrichtung des Massenmörders Hermann Louis. Louis ermordete nicht weniger als elf Menschen. Er hatte die Gewohnheit, nach jedem Morde heimzugehen und ein gutes Buch zu lesen. Diese seine Gewohnheit »dl te er bis zu fernem Tode beibehalten. Er bat daher den Zuchthausdirektor um Bücher und wünschte in der Nacht vor der Hinrichtung Strindbergs „Insel der Glücklichen" zu lesen. Der letzte Abend kam. Hermann Louis erhielt das gewünschte Buch. Er vertiefte sich sofort in die Lektüre, las es einmal und dann noch einmal. Es wurde früh morgens. Louis wurde geholt und auf den elektrischen Stuhl geschnallt. Das Buch hielt er noch immer in seiner Hand und bat flehentlich: „Laßt mich noch einige Minuten lesen. Ich bin gleich zu Ende". Man gewährte ihm seine Bitte und er sprach: „Ich danke Euch. Es ist ein glückseliges Gefühl, im letzten Augenblick vor dem Tode unter glücklichen Menschen zu weilen." / Gros Wbkrt Qlpjwgi der langjährige ungarische Staatsmann und Senior der europäischen Diplomaten, der am 29. d. in voller körperlicher und geistiger Frische sein 85. Lebensjahr vollendet. Fährbootkatastrophe auf der Weichsel Elf Personen ertrunken. W a r s ch a u. 27. Mai.. Auf der Weichsel ereignete sich in der, Gemeinde O st r o w e k eine schwere Katastrophe. Ein Transportboot, auf den: sich 32 Arbeiter und Bauern befanden, ist gesunken. 21 Personen konnten sich durch Schwimmen retten, die übrigen 11, fast durchwegs Frauen und Mädchen, sind ertrunken. Der Eigentümer des Fährbootes wurde in Haft genommen. Einstein — Ehrendoktor von Oxford Zu den zahlreicken Auszeichnungen des Ost1* und Auslandes, die der berühmte deutsch« Physiker Professor Einstein schon besitzt, wurde ihm auch die Ehrendoktorwürde der altberühmten englischen Universität Oxford verliehen. 5000 gefälschte Stahlhelm-Stichen Der Stahlhelmtag in Breslau. — Es i»*f' den Zusammenstöße befürchtet. B e r I i n, 27. Mut-Am kommenden Sonntag findet in Bres" lau ein großer Stahlhelmaufmarsch f*0*' zu dem etwa 160 000 Teilnehmer aus ^ ganzen Reich erwartet werden. Wie verlaw tet, sind kommunistischerseits Störungsv^ suche geplant. Die Berliner KrtintnalboUf hat eine Massenfälschung von Festabzeiche für den Aufmarsch aufgedeckt. Eine Breslauer Firma hatte auf Bett ner Auftrag 5000 Stahlhelmabzeichen iP Krisenerscheinungen in Volen Slawek geht in den Sejm — Wirtschaftschaos und Rekon- strukti 'n der Regierung Ein neues Leven Berüchtigte Verbrecher, die in die menschliche Gesellschaft zurückfanden Die Kriminalität hat unter dem Einfluß Freltag. den 29. Mai tilM .„Marlborer Zeitung" NiMinner 140 20 Kilometer über dem Erdboden « piccards Gtrato-phärenflug gelungen — Än bisher nie erreichter Höhe — BaNon in höchster Not über dem oberen 3nntal A u g S b u r g, 28. Mai. Nach dem vorjährigen Mißerfolg hat der belgische Aeronaut Professor Pitcard gestern seinen Ausstieg in den Weltraum wiederholt. Der Mißerfolg des Vorjahres brachte ihn dazu, seinen riesigen Freiballon zu vervollkommnen und ihn für den Ausstieg in die bisher noch nie von einem Lebewesen erreichten Lustregionen zu befähigen. Die Gondel ist aus Aluminium u. wird hermetisch gesperrt, um der Außenlust den Zutritt zum Jnnenraum zu verwehren. In der Gondel verstaute Pitcard Nahrung für etwa 15 Stunden, genügende Mengen komprimierter Luft und Reserve-slaschen mit Sauerstoff. Zweck des Aufstieges in die Stratosphäre ist nur wissenschaftlicher Natur und gilt vor allem der Untersuchung der kosmischen Strählen, hauptsächlich der Homogenität der Gämma-Strahlen. Der Flug in die hohen Flugregionen stellt einen Erfolg des menschlichen Geistes u. der Unternehmungs lnft dar und kommt dem Flug über dem Ozeonflug mindestens gleich. Um 3 Uhr 30 Min. schlüpfte Professor P i r t a r d mit Ing. K i p f e r in die Gondel, die alsbald hermetisch geschlossen wurde. Um 3 Uhr 55 Minuten erfolgten kurze Kommandoworte und unmittelbar darauf erhob sich der Ballon unerwartet schnell vor den Augen der ziemlich überraschten Zuschauer in die Lüfte. Erst als er über dem Fabriksgelände schwebte, erfolgte lautes Händeklatschen. Der Ballon schlug zunächst nordwestliche Richtung ein, drehte dann aber kn einer Höhe von etwa 1000 Meter nach Südosten und glänzte wie eine weiße Kugel in der Morgensonne. Der Ballon fliegt unter Schweizer Flagge. Bis 7 Uhr, also $y2 Stunden nach dem Ausstieg, war Piccards Ballon dem unbewaffneten Auge am leicht beweglichen Horizont noch sichtbar. Dann entschwand er den Blicken. Der Ballon hat seine Richtung von Südosten nach Süden geändert. Nach Schätzung von ballottsachverstöttdi-gcr Seite bat Professor Piccard Ballon, soweit man seinen sichtbaren Flug verfolgen konnte, die Grenze der Cirruswolken be- reits überschritten und damit eine Höhe v. 10.000 bis 12.000 Meter erreicht. Piccards Ballon wurde aus seinem Stro-tosphärenflug im Lause des Vormittags in verschiedenen Orten in beträchtlicher Höhe als kleine silberne Kugel gesichtet. Gegen 14 Uhr war der Ballon nach Schätzungen der Sachverständigen 19.000 bis 20.000 Meter hoch und wurde von der Luftströmung gegen die Berner Alpen getrieben. Später entschwand er gänzlich aus dem Gesichtskreis der Beobachter. Die schweizerischen und die deutschen Behörden stellten alle Hilfe zur Verfügung, um den: Gelehrten das Gelingen seiner waghalsigen Unternehmungen zu ermöglichen. Da der Ballon in der Luft verschwunden ist, stiegen mehrere Flugzeuge nach der Suche auf. Gegen Abend sichtete ein Flugzeug den Ballon Über dem Jnntal in einer Höhe von etwa 16.000 Meter. Daraus muß man schließen, daß er sich wieder abwärts bewegt. Nach 19 Uhr wurde Piccards Freiballon oberhalb Seeseld in Tirol in einer Höhe von nur noch 6000 Meter gesichtet. Weitere Beobachtungen machte die rintretende Dun kelheit unmöglich. Um 20.15 Uhr abends meldete die Gendarmeriestation Imst, daß sich der Ballon nur noch 4000 Meter über der Erde befände und Notsignale gebe. Offenbar muß sich am Ballon etwas erreig-net haben. Da Piccard und Kipser keine geschulten Luftschiff« sind, besteht große Gefahr für ihr Leben. Von allen Seiten eilten Patrouillen herbei, um den verwegenen Luftfahrern Hilfe zu bringen. fert und erst nach der Lieferung hat sich herausgestellt, daß die Auftraggeber nicht legitimiert waren und unter den politischen Gegnern des Stahlhelms zu suchen sind. Auch Eintrittskarten sind gefälscht derden. Man rechnet damit, daß es bei der Bres- lauer Tagung zu schweren politischen Zusammenstößen kommen wird. Naubmorö eines „Roman-fchreibers" Kürzlich wurde an der Magdeburger Ver wuferin Gertrud Fischer ein Raubmord verübt. Unter dem Verdacht der Täterschaft wurde der Untermieter, ein Schlosser namens Roeper, verhaftet, der setzt ein Geständnis abgelegt hat. Roeper, der erst LS Jahre zählt und. früher der Schuhpvli-»ei angehörte, war feit zwei Jahren arbeits los. Er ist auf den Gedanken verfallen, durch — Nomanschreiben Geld zu verdienen. Den Roman hatte er bereits fertig Und einer Mafchinschreibstube zur Abschrift überreicht. Am Freitag vor Pfingsten bekam er die Aachricht, daß er die, Abschrift gegen Bezahlung von 50 Mark nMüllen könne. Roeper aber kein Geld und konnte daher seinen Roman nicht auslösen. Aus Verzweiflung darüber gelangte er zu dem Entschluß, «us Geld seiner Wirtin zu stehlen. Während % Diebstahls überraschte ihn aber die Frau. Nach der Aussage Roepers hat er "ch auf sie gestürzt und sie gewürgt. Als sie % Boden lach habe er ein Beil ergriffen jOtd Mehrmals auf die am Boden Liegende ZSgeschlagen. Zum Schlüsse steckte er der auch noch einen Knebel in den Mund, ynit> flüchtete nach der Tat zu seinen Eltern, *>° er schließlich verhaftet wurde. FäWerfabrik im Koffer Ein raffinierter Falschmünzer — Nach fünfjähriger Fahndung verhaftet Das „russische Paris". ^ Aus dem dieser Tage erschienenem Rus-mchen Almanach geht hervor, daß das '-russische Paris" eine große russische Stadt .Erstellt, die in der französischen Hauptstadt i-?? eigenes kulturelles, wirtschaftliche? und ffentliches Leben führt. In Paris bestehen r. russische Kirchen. 7 russische Kinderschu-bnr'u^6er ^00 verschiedene öffentliche und i Organisationen und ß russische 3ö n**6 3n Paris erscheinen ferner über ^.-russische periodische Blätter, weiters 6e= oeh or'n89efamt 24 russische Buchhandlun-vufftrA ^er^em 6^l es in Paris zahlreiche Nerws*6 Druckereien, Filmunternehmungen, sonin ^eien- sanken, Büchereien sowie SBqn'h! russische Geschäfte, Restaurants, IvorM'J - Schönheitsinstitute und ge* "büche Unternehmungen aller Art. Nach jahrelangen Bemühungen ist es der Berliner Zentralstelle zur Bekämpfung von Geldfälschungen gelungen, den 35jährigen Ingenieur Walter Kühne, der in Berlin-Steglitz wohnt, als den Hersteller und Selbst vertreibet von falschen 20-Mark-Scheinen zu verhaften. Die Ermittlungen gestalteten sich deshalb so überaus schwierig, weil Kühne leine Helfer hatte und sowohl die Herstellung des Falschgeldes allein betrieb wie auch die Unterbringung. Im Jahre 1926 hat Walter Kühne damit begonnen, falsches Geld herzustelle». Nach Absolvierung der Technischen Hochschule in Charlottenburg gelang es ihm, trotz ausgezeichneter Kenntnisse und sehr guter Zeugnisse nicht, eine Stellung zu bekommen. So wußte er keinen anderen Ausweg aus der Not, als den Versuch zu machen, falsches Geld Herzustellen. Dazu war er auf Grund seiner Vorkenntnisse in der Lage. Er baute sich im Verlaufe von einigen Monaten, ohne daß seine Familienmitglieder etwas davon ahnten, die Maschinen, die zur Herstellung des falschen Geldes nötig waren. Um sich nicht zu verraten, stellte er die Apparate so klein her, daß sie alle in einem Handkoffer Platz hatten. Obwohl die Fälschungen überaus primitiv ausgeführt waren, sind doch viele Geschäftsleute dem Betrüger zum Opfer gefallen. Vor allem deshalb, weil sie die Geldscheine des sehr sicher auftretenden Kühne in Zahlung nahmen, ohne sie zu prüfen. Im Laufe der fünf Jahre vermochte Kühne in ganz Deutschland etwa 5000 falsche 20-Mark scheine unterzubringen. Er begann damit, daß er sich in Berlin einen kleinen Vorrat falscher 20-Markscheine herstellte, mit dem er auf Reisen ging. Unterwegs suchte er Geschäfte auf, die Artikel führen, Jvelche von Reisenden gebraucht werden. So kaufte er namentlich Rauchwaren, Photomaterial und Schreibmaterial. Zur Bezahlung übergab er stets die falschen 20-Markscheine. Nachdem seit dem Jahre 1926 überall in Deutschland immer wieder die gleichen gefälschten 20-Markscheine auftauchten, wurde von der deutschen Zentralstelle zur Bekämpfung von Geldfälschungen eine systematische Fahndung nach dem Täter durchgeführt. Nach den Aussagen von Tausenden von Zen gen bekam man schließlich eine genaue Schil derung der Person des mutmaßlichen Her- stellers und Vertreibers des Falschgeldes. Aber das Mittel der rechtzeitigen Benachrichtigung der Geschäftsleute in den Städten, die auf der mutmaßlichen Reiseroute des Fälschers lagen, versagte. Meistens waren die falschen Banknoten bereits schon durch mehrere Hände gegangen, sodaß es längere Zeit dauerte, bis man feststellen konnte, wann der Täter wieder an der Arbeit war. Wie man jetzt ermittelt hat, ist Ingenieur Kühne etwa drei Wochen unterwegs gewesen und dann eine Woche lang in Berlin, wo er seinen Wohnsitz.hatte, geblieben. Bor drei Jahren heiratete Kühne. Jedoch seine junge Frau hatte keine Ahnung von der wahren Tätigkeit ihres Gatten. Er hatte ihr wie ihrer Familie stets angegeben, daß er als Ingenieur für eine süddeutsche Firma tätig sei und daß ex für sie viele Reisen ausführen müsse. Die Einnahmen aus seinem Falscher» Handwerk genügten, sich eine hübsche Drei-Zimmer-Wohnung einzurichten. Allerdings dürfte Kühne kaum große Reichtümer gesammelt^ haben; denn infolge der ausgeddhn ten Reisen hatte er erhebliche Spesen, die einen großen Teil seiner Einnahmen wieder verschlangen. Auffällig ist, daß Kühne selbst nur ein einziges Mal in den fünf Jahren mit der Polizei direkt in Konflikt geriet. Wenn einer der Geschäftsleute bemerkte, daß ihm der Käufer einen falschen Geldschein gegeben hatte, so wußte er sich stets mit großem Geschick herauszureden. Nur einmal wurde er in Dresden von der Polizei sistiert. Aber es gelang ihm auf dem Weg zur Wache, aus dem Kursbuch, das er bei sich trug, mehrere falsche Geldscheine, die dort verborgen waren, wegzuwerfen. So vermochte er später sich auch auf der Polizei damit herauszureden, daß er selbst ein Opfer der Fälschungen geworden sei. Kühne pflegte niemals eine größere Menge falscher 20-Marsscheine herzustellen, sondern stets nur soviel, wie er ungefähr auf seinen Reisen auf Grund seiner jahrelangen Erfahrungen unterzubringen imstande war. Kam es doch einmal vor, daß ihm die bereits in Berlin hergestellten falschen 20-Marknoten ausgingen, so mietete er sich in einem Hotel ein Zimmer und druckte in aller Heimlichkeit mit seinem im Handkoffer verborgenen Apparat neues Geld. Damit bei einer etwaigen Verhaftung seine Apparate ihm nicht zum Verräter würden, gab ex sie stets in verschiedenen Städten bei den Gepäckaufbewahrungsstellen auf. Die Verhaftung des 35jährigen Ingenieurs Kühne ist ein großer Erfolg der Polizei. Lag doch die besondere Schwierigkeit der Feststellung der Person des Täters in der Tatsache, daß Kühne ein typischer Alleingänger war. Kühne ist nach seiner Verhaftung völlig zusammengebrochen. Der aufregende Kampf bei der Unterbringung des Geldes, die ständige Gefahr verhaftet zu werden, haben den jetzt erst 35-Jährigen völlig zermürbt. Kühne wird sich bald vor dem Strafrichter zu verantworten haben. Man will vor allem feststellen, ob es auf Wahrheit beruht, daß keines seiner Familienmitglieder von seinem Verbreche« etwas gewußt hat. Kommunistischer Aufstand in Mitteleuropa? B u k a r e st, 27. Mai. Nach einer Meldung des „Currentul" wurden in Rumänien zahlreiche Kommunistenverhaftungen vorgenommen. An der Spitze der Organisation steht ein gewisser L a z a r. Die Verhafteten geben an, sie hätten von einer Kommunistenzentrale, die sich augenblicklich in Wien befindet, den Befehl erhalten, eine Reihe von Kirchen in Rumänien in den Brand zu stecken. Nach den Angaben der Verhafteten, hätten auch die Kommunistenorganisationen in Jugoslawien, Bulgarien, Griechenland, Polen und der Tschechoslowakei einen ähnlichen Befehl erhalten. Die Aktion sollte am 1. Juni beginnen. Russische Flugzeuge über Finnland. Helsingfors, 27. Mai. Die schon mehrere Wochen herrschende Spannung zwischen Finnland und Rußland hat sich in den letzten Tagen noch dadurch verschärft, daß Sowjetflugzeuge in größerer Zahl über finnischem Gebiet erschienen. Einige Apparate kamen sogar bis Helsingfors. wo sie photographische Aufnahmen aus der Luft machten. Gleichzeitig manövriert eine russische Flotte, bestehend aus sieben Schiffen, im Finnischen Meerbusen. Das Außenministerium kündigt entschiedene Schritte in Moskau an. Untergang eines U-Bootes. Moskau, 27. Mai. Während den Flottenübungen im Finnischen Meerbusen ist ein Unterseeboot mit 60 Mann Besatzung untergegangen. Das Schiff tauchte im Wasser unter und kam nicht mehr an die Oberfläche. Spater bemerkte man an derselben Stelle große Oelflecke. woraus geschlossen werden kann, daß dem U-Boot ein Unglück zugestoßen ist und nicht mehr auf-steigen kann. Da das Meer an der betreffen den Stelle mehr als hundert Meter tief ist, kann nur schwer Hilft gebracht werden. Man glaubt kaum, daß die verunglückte Besatzung, falls es gelingen sollte, bis zum Schiff vorzudringen, noch am Leben angetroffen wird. Der (Sentlemann-Ginbrecher Der berüchtigte französische Gentleman« Einbrecher Francis Roche macht wiederum von sich reden. Vor kurzem konnte er von der Pariser Polizei festgenommen wer den, und zwar unter Begleitumständen, die für diesen Mann charakteristisch sind. Vor ein paar Wochen brach Roche in eine vornehme Villa in der Gegend des Boulogner Waldes ein und entkam mit einer großen Beute, die ans kostbaren Juwelen und einer bedeutenden Geldsumme' entstand. Abgesehen davon, fiel eine Schatulle in seine Hände, in der die Kammerjungfer der Villenbesitzerin ihre ganzen Ersparnisse aufbewahrt hatte. Am Tage darauf las Francis Roche in den Pariser Zeitungen von der verzweifelten Lage, in die das Zimmermädchen infolge seiner Tat geraten war. Ihrer ganzen Ersparnisse verlustig, mußte das Mädchen auf die bevorstehende Heirat verzichten. Der Gentleman-Dieb war gerührt und entschloß sich, das gestohlene Geld der Kam-merjungfer zurückzuerstatten. Durch einen Boten schickte er die Geldsumme zur Post. Diese „edle" Tat des Einbrechers wurde ihm zum Verhängnis. Die Kriminalpolizei kam auf die Spur und verhaftete den Boten, der das Geld zur Post gebracht hatte. Bald danach wurde auch Francis Roche oer haftet. Das Verhör des Gentleman-Einbrechers gestaltete sich für die Kriminalbeamten der Pariser Polizei im höchsten Masse unterhal tend. Roche beantwortete nämlich alle Fra- gen, die ihn gerichtet wurden, in Versen, und zeigte dabei eine Schlagfertigkeit und einen Sinn für Humor, die den besten Kon-ferencier einer Kabarettbühne zu Ehre gemacht hätten. Francis Roche ist nicht nur Einbrecher, sondern in seinen Mußestunden Verfasser und Dichter. Seine gesammelten Gedichte veröffentlichte er in Form eines kleinen Buches, das nicht nur bei der Verbrecherwelt, sondern auch in den literarischen Kreisen von Paris gewisses Aufsehen erregte. Es ist bezeichnend, daß Roche für ferne Einbrüche stets solche Villen wählte, die von allein stehenden älteren Damen bewohnt waren. Bei der Ausübung seines Berufes trat er gewöhnlich mit einer außerordentlichen Artigkeit auf. Wenn er sich gezwungen sah, in das Schlafzimmer der Villenbesitzerin einzudringen, und die Dame aus dem Schlaf zu wecken, so pflegte er sich mit zahllosen Höflichkeitsformelen zu entschuldigen. Um die überraschten und erschrockenen Opfer seiner Einbrechertaten zu beruhigen, pflegte er nervenberuhigende Pastillen mit sich zu führen, die er auch mit galanter Verbeugung anbot. Während seiner ersten Gefängnishaft ging Francis Roche eine Ehe ein Die Trau ungszcremonie fand im Gefängnis statt. Der Bräutigam erschien in Handschellen. Francis Roche stammt von angesehenen Eltern und hatte eine gute Kmderstube genossen Von seinem Vater wurde er für den ärztlichen Beruf prädestinisiert. Nach zwei Monaten medizinischer Studien zog er aber die Verbrecherlaufbahn vor. •>»<—------------- Theater und Kunst Nationaltheater in OTtaribor Repertoire Donnerstag, 28. Mai, 15 Uhr: „Der verzauberte Frosch". Kindermärchenvorstellung für die Umgebungsschulen. — 20 Uhr: »Ein Ereignis in der Stadt Goga". Ab. B. Kupone. Letzaufführung. Freitag, 29, Mai: Geschlossen. Samstag, 30. Mai, 20 Uhr: „Labyrinth". Uraufführung. Abonn. A. + Ein Denkmal für Marie Ebner-Eschenbach soll auf Anregung des „Vereins der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen" in Wien errichtet werden. + Autor wider Willen. Vor kurzem erschien auf dem amerikanischen Büchermarkt ein Buch von Professor Bailey Willis über eine Forschungsreise durch Afrika. Wie der Gelehrte jetzt in einer Fachzeitschrift für Geologie erzählt, ist er ohne sein Wissen zum Autor geworden. Bei seiner Heimkehr habe ihn seine Frau des öfteren gefragt, ob er seine Forschungsergebnisse nicht in einem Buche niederlegen wolle. Aber stets habe er das Ansinnen mit dem Hinweis auf seinen nüchternen Gelehrtenstil und sei ne publizistische Unerfahrenheit abgelehnt. Eines Tages sei ihm plötzlich das Buch öaralfl Bemkovms blondes Modell Roman von Gert Rothberg. Copyright by Martin Fenchtwanger, Halle a. d. Saale. 37. Fortsetzung. »Leider nicht! Ich danke trotzdem viele Male für die freundliche Einladung. Ick muß leider —" "Aber entschuldigen Sie sich doch nicht, Theo! Sie sind willkommen — heute even-sognt wie ein anderes Mal Auf Wiedersehen!" Mit einer knappen Verbeugung, noch immer das verbindliche Lächeln im Gesicht, ging Bernkoven. Theo blickte eine Weile vor sich nieder; dann stieß er hervor: „Du, ich habe — mich — vor deinem Manne geschämt!" Helge lachte mißtönend. Dann sagte sie: „Am Ende wirst du dich noch um seine Freundschaft bemühen?" „Vielleicht, Helge! Diese Freundschaft wäre immerhin ein Glück für mich. Allerdings tut es mir leid, daß ich dir augenscheinlich eine Suppe eingebrockt habe mit der albernen Bemerkung vorhin in bezug auf deinen. Selbstmordversuch. Augen machte dein Mann — hu! Zum Fürchten ein- Wie sie spielten Die Gesamtergebnisse der Tennismeisterschaften des Traubanats. Nachfolgend veröffentlichen wir die Liste sämtlicher Wettkämpfe des großen Pfingst-turniers. Wenn vielleicht auch dieser oder jener Erfolg ausgeblieben zu sein schien, so kann man doch mit den Gesamtleistungen recht zufrieden sein. Herreneinzel: Brigie — Vigele 6:0,6:4; Hoffen _ Zajc 4:6, 5:2, 7:5; Mustek — Banko 6:4, 6:4; Freudenreich — Ko-zelj 6:1, 6:1; Bergant — Nerat 6:0, 6:0; öivic — Holzinger 6:3, 4:6, 6:4; Ing. No-Vak — v. Pongratz 3:6, 6:0, 6:4; Hageuauer — Graf Bombelles 6:1, 7:5; Boglar — Zkapin 6:1, 6:1; Kmet — Los 6:4, 6:2; Bri-gic — Hoffer 6:2, 6:3; Hitzel — Podließnig 6:3,6:3; Freudenreich Mastel 6:1, 7:5; Kukuljeviä — Bergant 6:2, 6:4; Ing Nova! — Zivic 6:2, 5:7, 6:4; Lehrer — Hage-nauer 6:0, 6:4; Kmet — Doglar 2:6, 7:5, 6:0; Antolkoviö — Brigie 6:1, 4:6, 6:2; Hitzel — Freudenreich 6:0, 6:1; Kukuljeviä — Ing. Novak 6:1, 6:2; Lehrer — Kmet 6:0,6:0; Hitzel — Antolkovie 8:6, 4:6, 6:2; KukuljeviL — Lehrer 6:4, 3:6, 6:3; Hitzel — Kukuljeviä 4:6, 6:4, 7:5, 6:3. Dameneinzel: Holzinger — Klo-buoar 6:3, 6:4; Schweickhardt I. — Scherbaum 6:1, 6:2; Lirzer — v. Pongratz 8:6, 6:3; Dacar — Zorko 6:1, 6:0; Hribar — Schweickhardt W. 6:1, 5:7, 6:3; Schweickhardt I. — Holzinger 6:2, 6:1; Lirzer — Dacar 6:4, 4:6, 6:2 ; Ravnik — Valentin-cig 6:2, 6:3; Hribar — Babiö 1:6, 7:5, 11:9; Schweickhardt Lirzer 3:6, 6:2, 6:0; Ravnik — Hribar 6:1, 6:1; Schweickhardt — Ravnik 7:5, 6:2. Gemischtes Doppel: Hagenauer • Lirzer gegen Kmet - Dacar 6:2, 11:9; Freundenreich - Zorko gegen Podließnig -Valentincig 6:2, 6:1; Brigie - Schweickhardt W. gegen Voglar - Hribar 6:3, 6:0; Graf Bombelles - v. Pongratz gegen Hoffer -Scherbaum 7:5, 9:7; Hitzel - Schweickhardt gegen Hagenauer - Lirzer 6:1, 6:4; Brigie -Schweickhardt W. gegen Freudenreich - Zorko 6:1, 8:6; Antolkovie - Babie gegen Holzinger - Holzinger 6:2, 6:2; Bergant - Ravnik gegen Graf Bombelles - v. Pongratz 6:8, 6:0, 6:4; Hißel - Schweickhardt gegen Bri-giö - Schweickhardt W. 6:1, ro. 0.; Antolkovie - Babie gegen Bergant - Ravnik 6:0, 6:2; Hißel - Schweickhardt gegen Antolkovie — Babie 6:3, 6:1. „Das Leben Afrikas" zugesandt worden, das seinen Namen trug. Was war geschehen? Seine unternehmungslustige Gattin hatte nach ihren mehrfachen erfolglosen Versuchen, ihn zu einem Buche anzuregcn, eine Briefe aus Afrika unter Fortlassung aller privaten Mitteilungen einem Verlage angeboten und dabei wirklich Erfolg gehabt. kach! Na, ich gehe jetzt! Sieh du zu, wie du dich aus der Affäre windest!" Sie lächelte bitter. „Es gibt nichts mehr herauszuwinden — Harald lebt wie ein Fremder neben mir dahin. Wenn das Kind nicht wäre, dann —" Helge ballte die Hände. „Was wäre dann, Helge?" „Dann hätte er mich längst davongejagt!" „Um Gottes willen, Schwester, so sieht deine Ehe aus?" fragte Theo entsetzt. „So sieht meine Ehe aus", bestätigte Helge und starrte an ihm vorüber. „Und wer trägt die Schuld an diesem Verhältnis, Helge?" „Ich!" „So ehrlich bist du doch noch, Helge?" „Fa, aber ich hasse ihn — hasse ihn, wie ich noch nie in meinem Leben jemanden gehaßt habe! Und sollte mir heute oder morgen ein anderer Mann begegnen, der mir mehr Verständnis entgegenbringt, dann gehe ich mit ihm davon, damit du es immer weißt!" „Denkst du denn gar nicht an dein Kind?" fuhr Theo plötzlich auf. Helge zuckte mit den Schultern; dann sagte sie: „Es liebt mich nicht!" „Das ist sehr traurig. Und noch trauriger ist es, daß du, die Mutter, auch daran die Schuld trägst. Du hast dich viel zu wenig um den armen kleinen Kerl gekümmert!" Herrendoppel: Hitzel - Holzinger gegen Vigele - Nerat 6:0, 6:1; Banko - Zivic gegen Voglar - Mästet 6:4, 5:7, 6:0; Gras Bombelles - v. Pongratz gegen KoLels -Zajc 6:3, 4:6, 6:1; Kukuljeviä - Hagenauer gegen Loos - Babie 6:1, 6:3; Hitzel - Holzinger gegen Banko - Zivic 6:3, 6:4; Brigie • Freudenreich gegen Graf Bombelles - v. Pongratz 6:4, 13:11; Antolkovie - Bergant gegen Ing. Novak - Kmet 6:0, 6:3; Kukulje-tiic - Hagenauer gegen Podließnig - Wesiak 6:0,6:0; Hitzel - Holzinger gegen BrigiL -Freudenreich 6:3, 6:4; KukuljeviL - Hagenauer gegen Bergant - Antolkovie 6:2, 6:1; Kukuljevie - Hagenauer gegen Hitzel - Holzinger 6:0, 6:4, 2:0, w. 0. Junioren: Zivic — Badl W. 6:0, 6:2; Zivic — Zkapin 6:1, 6:1; Pusenjak — Sevnik 6:2, 6:2; Zivic — kluger 6:1, 6:3; Banko — Pusenjak 6:2, 6:1; Zivic — Banko 6:2, 6:0. Slsiauftritt unferer Schwimmer Mit einem großen Propagandameeting eröffneten vergangenen Sonntag auch die Schwimmer die Saison. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete ein Wasserballsoiel zwischen einer Mannschaft des SSK. Maribor und einem Studententeam der hiesigen Reserveoffiziersschule. Dem Spiel, dem zwei fell'os eine besondere Bedeutung in der Ent Wicklung des Wassersports in der Draustadt zukommt, wurde ein ganz überraschend gro ßes Interesse entgegengebracht, so daß man mit großen Hoffnungen dem Entwicklungsgang des „Waterpolo" entgegensehen kann. Aber auch die einzelnen Schwimmkonkurrenzen zeigten einen schönen Fortschritt un serer Schwimmer und Schwimmerinnen, die trotz der unzulänglichen Trainingsmöglichkeiten mit ganz beachtenswerten Leistungen aufwarteken, die durch den Start mehrerer Zöglinge der hiesigen Reserveoffiziersschule einen umso interessanteren Anstrich erhielten. Von den heimischen Schwimmern dominierten wieder B e r t 0 n c e I j, Jandl. Ko z uh und S t 0 P a r sowie die Damen Irma Pacher, Vera G a-6er c und Louise V a d n 0 u. Mit ganz überraschenden Leistungen warteten N a p 0 l i 6 von der hiesigen Turnschule des Sokol sowie die Zöglinge der Reserveeffiziersschule K n 0 I und K a t u n 0 r i 6 auf. Beim darauffolgenden Springen behielten B e r-toncelj, Gala und P a h 0 r die Oberhand. Wie schon erwähnt, begegnete das Wasser ballspiel dem regsten Interesse, zumal sich beide Seiten bald energisch an den Leib rück ten. Nach flottem, zeitweise äußerst anregendem Kampf blieben die Zöglinge mit 3:1 (1:0) siegreich. Der propagandistische Zweck der Veranstaltung war damit mehr als erreicht. „Zur Kindermuhme erniedrige ich mich nicht — dazu sind Dienstboten da" ^„Auch eine Auffassung!" sagte er lakonisch. „Jedenfalls komme ich mir neben deinem Manne plötzlich vor wie ein wertloser, kümmerlicher Gegenstand, den man am besten wegwirft. Moralisch hat's dein Mann ja auch getan. Ich könnte mich ohrfeigen, so leichtsinnig gewesen zu sein. — Leb wohl, Schwester!" „Was willst du tun?" In der Frage lag jetzt doch einige Besorg ms um den Bruder. Er lachte. „Sorge dich nicht, Helge. Es ist wirklich nett von dir, daß du doch noch ein wenig Interesse für mein Dasein aufbringst. Ich werde vorläufig bleiben, wo ich bin. Dann kann man später ja weiter sehen." Ja!,, Und ich werde es auch so halten, Theo!" „Versuche lieber, dir die Liebe deines Mannes zurückzugewinnen, Helge. Denn er hat dich geliebt!" „Ich habe dir gesagt, daß -ich ihn haste." „Darauf gebe ich nicht viel Es wird eine deiner gewohnten Launen fein. Wie kann ein Weib, noch dazu sein eigenes, die Mutter seines Kindes, diesen Mann hassen?" Helge horchte in sich hinein. Ein übel beleumundetes Modell war zu ihm gekommen. Viele, viele Wochen lang. Und Bernkoven hatte den Frauenkörper ge- Kino Burg-Tonkino: Der schönste und größte Tonfilm der Saison „Marokko" mit Marlen Dietrich. Ein iOO%tger Prachttonfilm in englischer, . französischer und deutscher Sprache. Das größte Werk der neuzeitlichen Filmindustrie. Union-Tonkino: Der erstklassige deutsche 100 prozentige Sprech- und Tongroßfilm „Der Weg zum Glück" mit Jenny Jugo Fritz Schulz, Szöke Szakal und Albert Paulig. Naölo Freitag, den 29. Mai. Ljubljana, 12.15 und 13: Reproduzierte Musik. — 18: Konzert. — 20.30: Ue-bertragung aus Beograd. — Beograd, 20.30: Abendkonzert. — 21.30: Vokalkon-zert. — Wien, 22.20: Jazz. — Mähr.» D st t a u, 22.20: Leichte Musik. — Mühlacker, 20.15: Violinkonzert. — 32: Tanz musik. — B u k a r e st, 21: Gesangsvor-trag. — 21.30: Volkslieder. — R 0 m, 20.40: Populäres Konzert. — Prag, Mozarts Vorgänger. — Mailand, 19.10: Klassische Musik. — 22: Operettenschlager. — Budapest, 20.40: Orchesterkonzert. — Danach klassische Musik. — Warschau, 20.15: Symphoniekonzert. — D a v e n-t r y, 21.35: Orchesterkonzert. — 22.35: .Tanzmusik. Witz und Humor Achtung auf den Hund! Richard Rübezahl wollte Ramonas besuchen. Ramonas bewohnten ein kleines Gartenhaus in der Richard Wagner-Gasse. Bor dem Garten hing ein Schild: „Achtung aus den Hund!" Rübezahl blieb stehen. Traute sich nicht hineinzugehen. Klingelt. Wartet. Klingelt nochmals. Nichts rührt sich. Auch der Hund bellt nicht. „Sicher hockt das Biest heimtückisch hinter einer Plantane," öffnet Rübezahl ängstlich die Gartentür. Tritt schnell in den Vorgarten. Und läuft schnell bis zur Haustür. Dort hängt wieder ein Schild, größer als das erste: „Achtung aus den Hund!" Die Haustür ist angelehnt. Rübezahl steckt den Kopf durch. Guckt und guckt, Pocht auf die Klinke. Scharrt mit dem Fuß. Aber kein Hund bellt. Da steigt Richard Rübezahl mutig bis zum ersten Stock. Vor dem Wohnungseingang hängt abermals das Schild, wiederum größer: „Achtung auf den Hund!" Rübezahl klingelt. Ramona öffnet. „Seien Sie uns willkommen!" „Einen Augenblick," bleibt Rübezahl vorsichtig stehen, „wo ist der Hund?" „Warum?" „Wegen der Schilder. Er ist wohl sehr bissig?" „Im Gegenteil," lacht da laut Ramona, „wir haben einen ganz winzigen Zwergrattler und haben die Schilder deswegen anbringen lassen, damit niemand aus Versehen das Tier tottritt". malt, Hatte jede Linie -des rassigen Körpers studiert — und war den leckenden Auge» gegenüber kalt geblieben. Es bereitete ihm grausame Freude, zu sehen, wie sie ihm um-schwärmten. Alle! Es war durchaus längst kein Geheimnis mehr in der Gesellschaft, daß die Berrrkovensche Ehe tief unglücklich war. Und die Menschen nutzten das aus. Die Herren umschwärmten Helge toller als früher, und sie freute sich darüber, blieb aber dennoch auf der Hut, weil sie ganz genau wußte, daß ein einziger Fehltritt ihr Schicksal besiegeln würde. Ein Schicksal in Armut und Vergessenheit, denn so viel Lebenserfahrung besaß die schöne Helge nun fch0ff längst, daß sie wußte, daß unter all ihren Verehrern keiner sei, der sie geheiratet hätte, wenn sie arm war. Deshalb mußte sie im warmen Nest bleiben. Und das Kind, nM das sie sich nie kümmerte, würde immer die Brücke schlagen zwischen Harald und ihr. Helge meinte, ihren Mann zu hassen-Dennoch kam zeitweilig die alte Liebe um” Leidenschaft über sie. Wo sie auch immer zusammen weilten, er ragte über alles hinaus durch seine Persönlichkeit und sein neu. Tranken sie dann noch nach einer 3^' lichkeit eine Taffe Tee in Helges kleines eleganten Salon, dann wartete die }uN5e Frau wohl voll geheimem Fieber auf Irgendein wärmeres Wort. Doch immer wartete sie vergebens- Lokale Chronik Donnerstag den 28. Mat Die Kaufleute tagen Abschluß der zweimal unterbrochenen Jahreshauptversammlung des Handelsgremiums Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Kaufmännischen Gremiums, die heuex gleich drei Abende in Anspruch nahm, wurde gestern abends in schönster Harmonie zu Ende geführt. Den Vorsitz führte wieder Vizeobmann Herr -B e r d a j s, der nach einigen einleitenden Worten die Anwesenden begrüßte, um dann gleich zur Tagesordnung überzugehen. Nach den stürmischen Debatten in den beiden vorhergegangenen Versammlungen ist nun wieder Frieden und Einmütigkeit in die Reihen unserer Kaufmannschaft eingezogen. Der noch restliche Teil der Tagesordnung beschäftigte sich mit einer ganzen Reihe von Anträgen, die auch zum Großteil angenommen wurden. Betreffs der Geschäftssperre wurde beschlossen, daß sich das Gremium an die anerkannten Feiertage hal ten, bezüglich der übrigen Feiertage jedoch die Mitglieder besonders verständigen wird. Auch wurde beschlossen, daß die Kaufmannschaft von den bisherigen Reklamekalendern wegen der allzu hohen Auslagen Abstand nehmen wird. Eine längere Debatte entspann sich bezüglich der ständigen Sammelaktionen in den einzelnen Geschäften. Gegen diese Gewohnheit wurde dahin Stellung genommen, daß nur jene humanitäre Korporationen das Recht haben, Spenden zu sammeln, die eine besondere Be stätigung von Seiten der Stadtgemeinde besitzen. Energisch wurde gegen die jüngste -Anleihe der Stadtgemeinde für den Bau von Notwohnungen Einspruch erhoben. Kleinbauten können von -privater Seite hergestellt werden, dagegen sei es gerade Pflicht der Gemeinde, für große Wohnungsbauten Sorge zu tragen. Schließlich ist die Dauerhaftigkeit von kleineren Nothäusern allzu kurz, sodaß das Anlegen des Geldes damit durchaus nicht in Einklang zu bringen ist. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde beschlossen, die Buchführung, wie überhaupt die innere Verwaltung der Gromial-kanzlei vollkommen zu reorganisieren, sodaß sie allen modernen Anforderungen gerecht werden wird. Für die Hausverwaltung wurde dieselbe Zulage beibehalten. Ferner wurde dem Präsidium eine -Reprösentations-zulage in der Höhe von 4000 Dinar jährlich zuerkannt. Damit war die Tagesordnung erschöpft, worauf der Vorsitzende die Versammlung, der u. a. auch der Gewerbereferent der Stadtgemeinde Herr R o d o s e k und der Gewerbeinspektor Herr Z al oLni k beiwohnten, schloß. m. Vermählung. Der Arzt Herr Dr. Franz R e p i S wurde dieser Tage in Pod sreda mit der Tochter des dortigen Kaufmannes und Besitzers Herrn Kos, Frl. Marica Kos getraut. — In Maribor vermählte sich der Hochschüler Herr Bogomir Bre 8 ko mit der Hörerin der philosophischen Fakultät in Ljubljana Frl. Milka Kronvogel, einer Tochter des hier im Ruhestande lebenden Oberlandesgc-richtsrates Herrn Dr. Kronvogel. Den Neu vermählten unsere herzlichsten Glückwünsche! m. Trauungen. In den letzten Tagen wurden in Maribor getraut: Franz Lampe mit Frl. Rosa Mandl; Milan Kovaö mit Frl. Marie Primic; Josef MatavL mit Frl. Marie Gosak; Franz Jureöko mit Frl. Martha Dovar; Johann Jezernik mit Frl Josefine Belsak; Franz Pijavec mit Frl. Antonie Weninger; Ludwig Mulec mit Frl Marie Richmann; Josef Arko mit Frl. Stefanie Stefan8i8, Josef Obrecht mit Frl. Ju lianne Supanc, Stefan Pieterset mit Frl. Elisabeth Majcen; Julius GjureZLek mit Frl. Anna Lamut und Anton 0of mit Frl. Emilie 8tampar. m. Maribor bei der Städteausstellung. ^Bekanntlich wird für die Herbstausstellung M Ljubljana eine Ausstellung der slowenischen Städte vorbereitet Auch unsere Stadt toutde hiezu herangezogen, sodaß nun unseren wirtschaftlichen und kulturellen Jn-stvlionen die Möglichkeit geboten wird, ihre Errungenschaften der breiten Maße vor Augen zu führen. Zu diesen: Zweck wurde ^in besonderer Ausschuß mit Bürgermeister Dr. I u v a n an der Spitze eingesetzt, ver alle Vorbereitungen treffen wird, da-wit auch die Draustadt würdig vertreten Witt wird. m. Besteuerung der Kraftwagenpneumatik W'e schon mitgeteilt, ist es dem Autoklub gelungen, eine Pauschalierung der neuen ^krzehrungssteu-er für Gummibereifung der Kraftfahrzeuge zu erzielen. Dieselbe wurde wun für Personenwagen auf 500, für Last-Quto§ und für Autobusse auf 2000, für zwei radtige Anhängewagen auf 1000 und für Motorräder auf 100 Dinar festgesetzt. Krait-gen Besitzer, die sich dieser Begünstigung dienen wollen, müssen bis spätestens 31. • M. die diesbezügliche Anmeldung bei der -oanalverwaltung. Abt. 7, Vorbringen. Der pauschalierte Betrag ist bis zum 30. Juni su erlegen. . w. Achtung vor Giftschlangen! heißt es e* wieder. Am häufigsten trifft man sie _ ' innigen Halden und an Waldrändern, v. sie an Steinen, Baumstämmen, unter -et eibeer- oder Heidegestrüpp, im Grase, ande oder in Erdlöchern liegen. Auch auf teien 'i^ üe anzulreffen. Abends gehen sie auf Raub aus. Keine unserer Giftschlangen wird jedoch zum Angreifer des Menschen; sie ist sogar sehr scheu und beißt nur, wenn sie getreten wird. Einen festen Männerstiefel kann sie nicht durchbeißen. Die Kreuzotter wird oft mit der gänzlich ungefährlichen, stattlichen Ringelnatter verwechselt. Man lehre die Kinder, möglichst auf dem Wege zu bleiben, vor allem, mit bloßen Füßen nicht ins Gestrüpp zu gehen und den Weg nicht außer Acht zu lassen. m. Der Englische Zirkel unternimmt kommenden Sonntag einen Ausflug auf d m hohen Boö. Die Teilnehmer versammeln sich um 9 Uhr vormittags am Hauptbahnhofe. m. Renovierung der Reichsbrücke. Zn den nächsten Tagen wird die Reichsbrückc einer gründlichen Ausbesserung unterzog,-,, werden. Nach Auswechslung einiger defekter Eisenteile wird die Brücke einen neuen Anstrich erhalten. m. Hüttenerössnung auf der Petzen. Die idyllische Alpenvereinshütte auf der Petzen, die „Uletova ko8a", wird am Feiertag, den 4. Juni wieder eröffnet, sodaß sich nun der Turistenverkehr ungestört abwickeln kann. m. Karambol zweier Radfahrer. Am Grafst! trg rannten gestern zwei .üngere Radfahrer aneinander, wobei dem Mechanikerlehrling Franz H o r v a t das Vorderrad zertrümmert wurde. m. Nächtlicher Einbruch. Noch unbekannte Täter hoben heute nachts bei der Fleischbank der Frau Rosa D e t i 8 e k in der Frankopanova ulica 35 das Fenstergitter aus. sc daß sie ungestört in den Jnnenraum des Hauses gelangen konnten. Nach längerem Suchen eigneten sich die nächtlichen Gesellen eine Schachtel mit Bardarzigaretten sowie eine Summe von :a. 400 Dinar Hart geld an. Die Polizei hat bereits ihre Erhe-ungen eingeleitet. m. Einbruch om hellichten Tage. In die Wohnung der Frau Therese G r a d i s-n i k in der Vrbanova ul. 87 schlich sich gestern nachmittags ein Individuum ein. das verschiedene Kleidungsstücke im Gesamtwert von 3280 Dinar mit sich gehen ließ. Vom frechen Einbrecher, der die Tür gewaltsam geöffnet hatte, fehlt einstweilen jede Spur. m. Vorsicht beim Baden! Mit dem Monat Juni beginnt die eigentliche Badezeit. Bedauerlicherweise kommen aber in jedem Jahre mehrere Taufend Menschen durch Ertrinken ums Leben. Zumeist sind dies Kinder oder Jugendliche, die sich zu viel zumuten oder durch Braoourstückchea glänzen wollen. Selbst geübte Schwimmer kommen auf diese Weise in jedem Sommer ums Leben! Wer an Krämpfen, Atemnot, Blutarmut, Herzzuständen usw. leidet, sollte über haucht nicht im Freien baden. Besonders gefährlich können den Badenden Löcher im Bett 'der Flüsse werden, die Strudel hervor rufen. Auch Schlingpflanzen, durch die der Badende oder Schwimmende mit den Füßen festgehalten wird, können zumErtrinken führen. Nicht erhitzt ins Wasser! In sehr kaltem Wasser nicht verweilen; in kühlem Wasser nicht länger bleiben als fünf Minuten und dann viel bewegen! m. Endlich erwischt! Schon vor mehr als einem Jahr erschien bei einer Eisenbahnersgattin ein gewisser Josef D., der sich als Chauffeur einer hiesigen Großfirma ausgab und versicherte, er könne dem Sohn einen guten Posten verschaffen. Als de n Bursche als Anzahlung eine silberne Uhr hiefür eingehändigt wurde, kam er nicht mehr zum Vorschein. Gestern nun konnte die Frau den jungen Betrüger auf der Stra ße wiedererkennen. Der sofort herbeigerufene Wachmann nahm den Burschen, der bald darauf ein Geständnis ablegte, fest. m.Schwerer Unfall bei der Arbeit. Ter 27jährige, in PobreLje wohnhafte und in einer hiesigen Textilfabrik beschäftigte Arbeiter Johann 8 n u d e r l wurde gestern nachmittags während der Arbeit von einem Transmissionsriemen erfaßt, der ihn mit großer Wucht mitriß. Znuderl erlitt hierbei schwere Verletzungen an beiden Armen und am Kopfe. Die Rettungsabteilung überführte ihn ins Krankenhaus, wo er sofort einer Operation unterzogen wurde. Der linke Arm mußte ihm hierbei bis zum Ellbogen amputiert werden. m. Beim Holzausladen verunglückt. Der 16jährige Besitzerssohn Ernst F e r l i 8 kam gestern beim Holzaufladen in Spod. Polskava so unglücklich unter das Rad des beladenen Wagens, daß ihm hiebei der rech te Fuß schwer beschädigt wurde. Im hiesigen Krankenhaus wurde ihm die erste Hilfe geleistet. m. Kranzablöse. An Stelle eines Kranzes für den verstorbenen Obersanitätsrat Herrn Dr. P o d l e s n i k spendete Großkaufmann Herr Franz K o r m a n n der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr und deren Rettungsabteilung den Betrag von 200 Dinar. Herzlichsten Dank! — Das K o m-m a n d o. m. Wetterbericht vom 28. Mai, 8 Uhr: Luftdruck 736, Feuchtigkeitsmesser —10, Ba rometerstand 742, Temperatur +27.5, Windrichtung NW, Bewölkung teilweise, Windrichtung 0, Umgebung Nebel. ' Der aufmerksame Ehemann speist am Sonntag grundsätzlich nicht zu Hause. Wenigstens einmal in der Woche will r.ian seine Frau im Haushalt entlasten Ißt man in der öffentlichen Mensa am SlonEov trg 6 (Krankenkassa) doch so gut und billiger als zu Hause. 1557 Aus Lelje c. Aus dem Staatsdienste. Der Sekretär des Verwaltungsgerichtshofes in Celje Herr Dr. Ivan L i n i n g e r wurde --um Ver» waltungsgerichtshof nach Zagreb versetzt. c. Klavierabend. Die Schüler der höheren Stufe der „Glasbena Matica" veranstalten Freitag, den 29. d. um 20 Uhr im Stadttheater einen Klavierabend. Auf der Vortragsordnung sind Beethoven, Chopin, Liszt Reinhold, Smetana, Prokofjev, Weber-Taus sig, Wladigerow. Eintritt frei gegen Vorweisung des Programms, das an der Theaterkasse erhältlich ist. Die Schüler der höheren Stufe gehen aus der Schule der Frau B o 2 i - Novak und der Frau Mirza S a n c i n hervor. Der Abend verspricht ein musikalischer Genuß zu werden. c. Uebersiedlung zweier Ämter. Die Vcr stehung der städtischen Polizei und die Ka-tasterverwaltung. die beide bisher im Gebäude der Bezirksvorstehung untergebracht waren, übersiedeln mit 1. Juni in ihre neuen Amtsräume, und zwar kommt die Ka tasterverwaltung in den zweiten Stock, die Polizei aber in das Maaistratsgebäude. c. Verkauf von Holz aus dem Stadtwald. Die Stadtgemeinde verkauft eine größere Menge aus dem Stadtwalde gewonnenen Buchenholzes aus freier Hand in Mengen von einem bis zu fünf Bund an einzelne Reflektanten und wird das verkaufte Holz in das Haus des Käufers um den Preis von 355 Dinar für den Bund zustellen. Anmeldungen nimmt das städtische Forstamt im Hoftrakt des Magistrates, zweiter Stock, Tür 19, jeden Mittwoch und Samstag von 10 bis 12 entgegen. Das Holz wird nach der Reihenfolge der Anmeldungen zugestellt werden. ' c. Die Chaufseurprüfungcn für den Bezirk Celje finden nicht Freitag, den 29. d., sondern Dienstag, den 2. Juni um 7.80 Uhr früh vor dem Gebäude der Bezirksoor stehung statt. Noch nicht kontrollierte Motorfahrzeuge können an diesem Tage der Kommission vorgeführt werden. r. Amtstag der Handelskammer. Dienstag, den 2. Juni wird der Referent der Handels-, Gewerbe- und Jndustriekammer in Ljubljana im Büro des Handelsgremiums in der Razlagova ulica 8 von 8 bis 12 Uhr amtieren. Parteien, die eine Auskunft in Angelegenheiten, die die Kammer vertritt, wünschen, können während dieser Zeit vorsprechen. c. Stratzentaseln für Gaberje und ZavoK» na. Das Umgebungsgemeindeamt verlautbart, daß nun auch die Straßentafeln für Gaberje und Zavodna eingetroffen sind und ehestens von den Hausbesitzern in der Gemeindekanzlei abgeholt werden mögen. c. Eröffnung der städtischen Bäder. Montag, den 1. Juni werden die städtischen Bäder und zwar das Damenbad und das Herrenbad im Stadtparke und das Dianabad am Breg eröffnet werden. c. Schadenfeuer. Sonntag mittag entstand in dem Wirtschaftsgebäude des Besitzers I e z e r n i k in Prekorje ein Brand, der bald das ganze Gebäude einäscherte. Di« Feuerwehren aus der Stadt und aus Gaberje wurden alarmiert, konnten aber wegen des unzugänglichen Terrains nur schwer in Aktion treten. Der Schaden ist sehr groß. Wie das Feuer entstand, kennte nicht fest-gestellt werden. c. Den Verletzungen erlegen. Vergangene Woche berichteten wir über den Unfall des Knechtes Jager, auf den in Dresinja vas ein Heuwagen stürzte und chm das Rückgrat brach. Jager ist am Sonntag im Allgemein nen Krankenhause seiner Verletzung 'erlegen. * Bei Verdauungsstörungen, Magenweh. Sodbrennen, Uebelkeiten, Kopfschmerzen, Nervenreizungen bewirkt das natürliche „Franz-Joses"» Bitterwasser offenen Leib und erleichtert den Blutkreislauf. Versuche in den Universitätskliniken ergaben, daß Alkoholiker, die an Magenkatarrh leiden, durch das altbewährte Franz« Joses-Wasser ihre Eßlust in kurzer Zeit wieder-fanden. Der Schwan. „Willst du mit in den Lohengrin?" fragt Mücke. „Nein", sagt Jedermann, „Hohengrin habe ich schon zweimal gehört." „Gerade deshalb!" redet Mücke zu. „Es ist diesmal eine ganz neue Inszenierung. Ohne Schwan. Die solltest du dir unbedingt ansehen." „Also gut", sagt Jedermann. Aber als sie abends in der Oper sind, ist der Lohengrin-Darsteller krank, und man spielt den Freischütz. „Na ja", nickt Jedermann, „aber den Schwan hätten sie lieber doch nicht weglas-sen sollen". bet Maribonka tiskama, Maribor, Juräiäeva ulica 4 empfiehlt sich zur Herstellung von Geschäftsbüchern: Salda-KontiS, Journalen, Strazzas, in sol der uub Bill igster Ausführung Ausführung sämtlicher Buchbinderarbeiten „Markborer Zeitung" Kummer T'-tö bSäfiflÄNESSSBHBasfl#* 51'eitag. den 29. Mai 15dl »i i.m ■M»ceiaw!iM^r»«PSwr?STO^<~^ag^?«g3S» rauenwelt Die Mitschuldige Gedanken über Frauenmacht und Frauenverantwortung „Was bringt die Zeitung für Neuigkeiten?" Das ist eine Frage, die tagtäglich die Familienmitglieder beschäftigt, wenn das Leib- und Magenblatt in Sicht ist. Wie eifrig greift dann jeder nach der Zeitung, und wenn die Nachrichten aus aller Welt ge lesen werden, dann heißt es wohl: „Nein, was auch alles passiert heutzutage! So etwas hat man früher doch nicht gekannt!" Leider gilt dies nicht nur für die Fortschritte technischer, wissenschaftlicher, künstlerischer Art, die wir fast täglich in der Zeitung verzeichnet finden — nein, der Ausruf: „So etwas hat man früher doch nicht gekannt!" bezieht sich oft, sehr oft auch auf unerquickliche Angelegenheiten, auf Berichte von grausigen Mordtaten, Verbrechen aller Art, Schilderungen von Lug und Trug, von Eigennutz und Verderbtheit auch da, wo man dergleichen früher, in glücklicheren Zeiten nicht anzutreffen und zu erwarten gewöhnt war. Gewiß sind _ um nur einiges herauszugreifen — entsetzliche Bluttaten, wie die des Kürten oder Mohorko, auch früher schon begangen worden, und bestimmt sind Betrugs- und Unterschlagungsafsären, wie man sie heute fast alle Tage in den Zeitungen liest,auch früher schon vorgekommen. Aber das alles sind doch Ausnahmen gewesen, während sie heute nahezu die Regel bilden. Und ganz bestimmt sind heutzutage Kreise und Menschen in diesen Strudel von Schuld, Untreue und Verbrechen hineingerissen worden, in und bei denen man früher dergleichen berechtigterweise für vollkommen ausgeschlossen hielt. Für den aufmerksamen und nachdenklichen Beobachter sind in den meisten Fällen die berichteten Geschehnisse selber — mögen sie auch noch so sensationell sein — weniger bedeutsam, als ihre Hintergründe, Ursachen und Zusammenhänge. Und insbesondere für uns Frauen ist eins auffällig und geeignet, uns zu ernstem Nachdenken zu veranlassen: Das ist die Tatsache, daß bei fast allen diesen mannigfachen Verstrickungen Schuld und Sühne Frauen — unsere Geschlechtsgenossinnen — irgendwie beteiligt sind. Wir wollen hier einmal die Tatsache außer Acht lassen, daß nach statistischen Erhebungen die Kriminalität der Frauen im allgemeinen im letzten Jahrzehnt ganz erheblich gestiegen ist. Nicht das Thema: „Die Frau als Verbrecherin" interessiert heute, sondern das von der „Frau an der Seite des Verbrechers", von der Ehefrau, Verlobten, Mutter, Geliebten, Schwester oder was immer sie sei, die tätig oder Passiv, bewußt oder unbewußt — die Mitschuldige ist. „Unbewußt?" sagen Sie jetzt vielleicht, „wie kann ich unbewußt eines mir nahestehenden Mannes Mitschuldige sein? Entweder sind mir seine Pläne und Taten bekannt, und wenn ich dann nichts dazu tue, um sie zu durchkreuzen bzw. zu verhindern, dann bin ich eben seine Mitschuldige... Oder aber ich weiß wirklich nichts davon, dann kann mir auch niemand einen Vorwurf machen!" O doch! Es gibt noch ein Drittes: Es gibt die Augen-Verschließen gegen das vorbereitende Unheil und Unrecht, weil das bequemer ist, und leider, leider sind es oft gerade Mütter, die diese Taktik befolgen, vielleicht, weil sie sich sagen: „Der Junge hört ja doch nicht auf mich", oder „Ach, mein Junge wird schon nichts Unrechtes tun!" oder „Was ich nicht weiß, das macht mich nicht heiß!" Und es gibt ein den Mann auf die schiefe Ebene-Treiben aus Gedankenlosigkeit und Eigensucht, und hier liegt in sehr vielen Fällen die Mitschuld der Braut oder Ehefrau. Beides kommt viel häufiger vor als tatsächliches Mithandeln oder Mitwissen, aber in seinen Endwirkungen kann beides ebenso verhängnisvoll sein, auch wenn es sich nicht immer gleich um Kapitalverbrechen handelt. Wir haben es unzählige Male erfahren: 6er Mann ist doch das, was seine Frau mit ihm macht, oder was die Frauen seiner Umgebung aus ihm machen! Zehnmal leichter wird ein Mann von einer Frau beettt-flußt, zu bestimmten Handlungen veranlaßt ober davon abgehalten, als umgekehrt. Ins besondere in der Ehe kommt fast alles aus die Frau an: Sie kann des Mannes Gefähr tin und Helferin zum Aufstieg sein, oder sie kann ihn hoffnungslos herabzieyen, wirtschaftlich, gesellschaftlich, moralisch . . . Machen wir Frauen uns die ungeheure Macht klar, die wir über den Mann haben? Uno wenn wir sie uns klar machen, — wenden wir sie dann zum Guten oder zum Bösen an? Das ist die Frage, über die wir unabwendbar eines Tages Rechenschaft ablegen müssen, sei es vor dem Manne, sei es vor der Welt, oder sei es — vor unserem eigenen Gewissen. So oft ich eine jener Notizen in der Zeitung lese, wie sie uns jetzt so häufig begegnen: „Ungetreuer Beamter!", „Große Unterschlagungen", „Mißbrauch eines Vertrauenspostens" usw. muß ich denken: „Welche Rolle spielt die Frau hierbei? Erschrek-kend häufig nämlich sind die Fälle, bei denen sich herausstellt, daß die Lebenshaltung des schuldig gewordenen Mannes in keinem Verhältnis zu seinem Einkommen stand, u. daß er seine Schuld beging, um dieses Mißverhältnis zu überbrücken. Aber selten sind die Fälle, in denen der Mann diesen Aufwand allein trieb, fast immer steht eine Frau an seiner Seite, die an seinem leichtsinnigen oder verschwenderischen Leben beteiligt, wenn nicht die Triebfeder dazu war. Und auch das „die Dinge aus Schwäche oder Gleichgültigkeit Gehenlafsen" der Mutter ist dabei zu beobachten: Sie hat genau gewußt, was sich vorbereitete und hat nichts getan, um es zu verhindern . . . Wessen Schuld ist größer? Schwer, schwer zu entscheiden! Noch eins ist gerade bei den meisten Verbrechen und Straftaten unserer Zeit deutlich zu beobachten: Wenn Man den eigent-chen, den geistigen Ursachen nach geht, sind alle diese Fälle von Schuldigwerden aus dec Ueberschätzung, ja Vergötterung des Materiellen geboren, und aus der gleichen Ursache entsteht fast immer die Mitschuld der Frau. Sie will, oder muß dies oder jenes haben, sie kann dies und jenes nicht lassen und missen, sie muß es unbedingt der reicheren oder vornehmeren Geschlechtsgenossin nachtun, sie stellt Ansprüche, sie will genießen . . . Und sie sieht bei alle dem das als wichtig und wirklich an, was doch in Wahrheit nebensächlich und relativ ist . . . Aus dieser falschen Einstellung, diesem verkehrten Denken muß notwendigerweise die Schuld des Mannes wie ihre Mitschuld entstehen. Wenn wir Frauen uns darüber klar sind, oder werden, daß die wahren, die wirklich unentbehrlichen und erstrebenswerten Güter, Freuden und Genüsse einzig und allein auf geistigem- Gebiete liegen, nicht -auf materiellem, das alles wirkliche Leben und Sein geistig ist, dann werden wir nie Me Mitschuldige des uns nahestehenden Mannes sein, der uns vielleicht eines Tages das furchtbare Wort entgegenschleudert: „Was hast du aus mir gemacht?" Wenn wir ans unserer Macht und Verantwortung bewußt sind, diese einmal erkannte Wahrheit hochzuhalten und in unserem ganzen Leben zum Ausdruck zu bringen, dann werden wir der gute Engel des — vielleicht — strauchelnden Mannes an unserer Seite sein, der es uns früher oder später einmal zugibt und eingesteht: „Was wäre aus mir geworden ohne dich!" Frauen! Laßt uns alle danach streben, des Mannes guter. Geist zu sein, nicht seine Mitschuldige! K. B. S. schung oder Abreibung. Für den Anfang kann das Wasser lauwarm, dann stubenwarm sein, bis man allmählich zum Leitungswasser übergeht. Wenn diese Waschungen regelmäßig gemacht, im Herbst oder .Winter fortgesetzt, werden, so ist dies..eine schöne Abhärtung, an die der- jugendliche Körper nicht früh genug gewöhnt werden kann. Leicht wie die Kleidung sei natürlich auch das Bettzeug. Steppdecken, leichte Wolldecken, bei größter Hitze Bettlaken schützen den Körper vor zu großer Wärmeabgabe und genügen vollkommen, während dicke. Federbetten als Last empfunden werden. Wie einfach können Sie sich doch das Studium des Fortschrittes in Wissenschaft u. Technik (Erfindungen, Entdeckungen, Forschungen usw.) machen, wenn Sie wollen! Unzulängliche Mittel zur Unterrichtung über diese wissenswerten Vorgänge sind kostspielig und sollten Sie ausschalten. Greifen Sie lieber gleich zum Rechten: der vortrefflichen, einzigen Wochenschrift ihrer Art »Die Umschau« (reich illustriert). Mitarbeiter sind die besten Köpfe unter den Gelehrten, Forschern und Fachleuten. Sie bleiben also bei ständigem Lesen in direkter Verbindung mit ihnen. — Prüfen . Insekten und Pilzkrank' lnnth' w Q^Iuk* und Krebshei ievach^th. Maribor. ©tritar 0878 Dame mit iunger dia rck, duofch und liebenswür- 9t5Reten?ew^' "Ee sich an Ren mR*. ^ 0=^tet'er beteili-Dinar Zn» Müßte ca. 50-000 febo* „Wen. welcher Betrag de. Rleich benötigt wür yu6-'unbnmrt !ft.uermö-©efr qllf ««et lebe Garantie. die Verw Unter -F°to" °n 4837 .AAAAAAAAAAAaaaaaaaa :Uealitäten '▼wmffmfmm? Kleiner Besitz mit Obstgarten, Wald und etwas Weingarten, nett. Herrenhaus, Nähe Maribors gegen Barzahlung zu kaufen gesucht. Schrift!. Äntr. unt. „Klein-Besitz" an die Verw. 6655 Schöner Besitz in Radvanje zu verkaufen oder zu verpachten. Adr. Verw. 6671 Neugebautes Haus zu verkaufen Gozdna 11, PobreLje. 6608 Verkaufe einstöckige Villa, schöne Lage, zu günstigem Preis. 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Pcyer, Direktor. iniiiminiiiiiiiiiiinimiiimiHi Lese! und verbreite! die .liiiiln!« Zeitni' luiniiiiiiiiiiiiiiuiiiiuümiiiii in Mann kann J Minuten Dank der Kippvorrichtung kann der Führer in i y2 Minutemal&in abladen. In. kaum 2 ;% Stunden wurden in 5 Führten 10 Tonnen Material geladen, transportiert iund abgeladen. « JDte bequeme Anordnung des Wagenkastens erlaubt die Ladezeit auf ein Minimum herabzusetzen. Der Chevrolet spart Zeit, . Gel^ Arbeit und. steigert*:die Tagesleistung. riR-bescMosseniauf'Grund1 mehrerer praktischen Beobachtungen zu erfahren, welche Dienste ein Chevrolöt-hastwagen einem «Bauunternehmer tatsächlich leisten kann. Wir führtemunsere Beobachtungen an Ort und Stelle aus : Wir studierten den Transport von Backsteinen, Sand, Mörtel, Wellblech. Die Fahrten wurden bei schlechtester Witterung auf steinigen, unebenen Strassen ausgeführt. Unsere Bilder beziehen sich deshalb im allgemeinen auf alle Bauunternehmer:, in denen, der Chevtolet- Oarnion«akkder'BrhAttmg°derO«wrnne seinesBesitzers-mitwirfctiln sämtlichen beobachteten Fällen konnten wir feststellen,| dass unter gleichem Böaa-zinverbrauch-und'kleinerer Abnützung der 6-ZyIindet-Motor mehr leistet als der 4-Zylinder. Die tiefe Lagerung des Wagens erlaubt bequemes und rasches Auf- und Abladen. Die gl3n-zendeAnpassungstahigkeät anschlechte Strassen und die Wen-diglceit im Stadtverkehr, gestattet ein hohes Durchschnittstempo der Transport» fahrten zu erreichen. Chevrolet-Lastwagen GENERAL MOTORS CONTINENTAL A Auch an Ihre Tür klopft einmal das Glück.Lassen Sie es nicht vorbei gehen, sondern kaufen Sie ein Klassenlos in der Mlu posMia VW« Bezjai Maribor, Gosposka ulica 25 Erste Ziehung am 20. Juni 1931. ^ Din. 25.—, M Din. 50.—. V» Din. 100.—, Doppellos Din 200.—. Postsparkassenkonto 14.683. Telephon 20-97. Geöffnet an Wochentagen von 8 bis 18 Uhr. L3?*...4; *{-». 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Herrn Sagaj und allen geistlichen Herren für das letzte Geleite. Wir danken ferner den Sängern des G. V. »Maribor« und dessen Chormeister hochw. Herrn Gasparic für die ergreifenden Grabeslieder. Allen, die an unserem Schmerz irgendwie Anteil nahmen, besonders den zahlreichen Kranzspendern, unser innigster Dank. 6654 Schloß Betnava, 27. Mai. Die trauernd Hinterbliebenen. 14'50 Besiien Sie ans in Graz! Wir bieten Ihnen erstklassige Ware bei größter Auswahl in Herren-, Damen- und Kinderschuhen von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung. — Sie finden bei uns zeitgemäße Schuhe, wie Opanken in allen Farben. Weekend-Schuhe in leichter Ausführung, Leinen-Schuhe für die heiße Zeit bei äußerst billigen Preisen. SCHUHHAUS TEMMEL GRAZ. 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