Nr. 57. DonuerstllgM. März 1886. 105' Jahrgang. Mbacher- Zeitung. ^ni?«« "»"°"p"^: M!t Postvcrsenbung: zanzjähri« fl, l5, balbiähli« fi. 7.50. Im «omptoir: ,,M"S ,f>- ll. halbjährig 5,50, YUr dl« ZustcNun,, in« H«»« nanzjährin sl. >, — InscrtionSyebür: FUr ^ "" Aufträte bi« zu 4 Zeilen 20 lr„ größere pr. .^eile U lr.! bei öfteren Wieberbol»»„cl! pr. Ze.le » tr. Die „?nib»cher Zeitung" erscheint täglich m!t Ausnahme der Sonn' und Feiertage. Die «bluinlftlntlon bcfinbcl sich Bcchiihosftraße ,5>. die Mtbaction Wicncrstrahe >5>. — Unftanlierte Vliese werben nicht aiissenrmmen und Mnnuscriptc nicht zurückgestellt. Amtlicher ßheil. M° 3^ k' und f. Apostolische Majestät haben mit AHMtcr Entschließung vom 1. März d. I. dem ^"^ltereirathc und Referenten filr die administra-9 ! ?'^ ökonomischen Schulangelegenheiten bei den "'wesschulbclMen filr Trieft. Görz-Gradiska nnd v°n '? ^'""ö Nitter von Schwarz anlässlich der stand ' "bck"m Versetzung in den bleibenden Ruhe-^ ln neuerlicher Anerkennung seiucr vieljährigen u«l s.,""d ausgezeichneten Dienstleistung den Titel «in" ^"akter eines Hofrathes mit Nachsicht der Taxe «""gnädigst zu verleihen geruht. Gautsch m. l>. dez c3" ^""sterpräsidcnt als Leiter des Ministeriums swim,, c? ^^ den Ministcrial-Viccsccretä'r in, Mini-^»"rs ^"^'^ ""d Unterricht Leopold Grafen M^ pkr g und den Ministerial - Viccsecrctär im Nich/,?'" für Landesvertheidigung Raphael Grafen zisf»/»,. "/g zu Bezirkshaufttmäuncru und den Be-tz^'""Mr Karl Freiherr» von Thysebacrt zum ^""terel-Secrctär '" Niederösterreich ernannt. Vichtamtlicher Hheil. Grün Eliu. ^.Ukber Gladstone's irischem Actionsplan schwebt wichen?V"" geheimnisvolles Dunkel, trotz der zahl« Noch. ; "lhülluugcn, denen man während der letzten ^r /" den englischen Blättern begegnet ist. Diese ^vl)!',,.' ^"^äufigen, aber durchweg unsicher ver. Uniriss' "^ Mittheilungen lassen nur iu unklaren ^eniirr^"^ Ncforni erkennen, mittelst welcher der und ^ ^" Jahrhunderte alten Hader zwischen Irland suchen tuM ^'^"l Schwesterrcichc zu bannen ver-daz 3Li, ^^ ^^"' ""H alle jene Details, welche heißt es !!""^ andeuten würden. Gladstone will, so !'l!cnes '« ^ Homernle zugestehen; die Irrn sollen ein b'e enaer '""^ Parlament erhalten, welches ilber ."esein ys. ?. ,^""desangclegenheiten entscheidet. Mit ?Mchl^i lusse ist, sobald man den eigentlichen s ""s M." " ""^ ^em Wüste der Enthülluugeu ^ndias^ '7?'^ der positive Inhalt derselben voll-l"ebri '^."'U'öPft. Der Cardinalpunkt, worauf es '^«>,,,, ' ^^ eigentliche esseutielle Frage, was Gladstouc unter Homcrnle verstanden wissen möchte, haben bisher weder die partei-ufficiösen Anzeigen der ministeriellen Blätter noch die leitenden Organe der irischen Nationalpartei in einer nur halbwegs erschöpfenden Weise zu sagen beliebt. Man weiß ja kaum, was die Iren selbst unter Homerulc verstanden wissen wollen. Der Erzbischof von Dubliu, der clericale Führer der nationalen Mo-derados, versteht hierunter etwas anderes als Mr. Par-ncll, uud dieser wieder etwas anderes als der radi-calcrc Sexton, und dieser etwas ganz anderes als die fcnischcn Wortführer. Homernle bedeutet, so sagen freilich alle, ein eigenes irländisches Parlament in Dublin und eine eigene Verwaltung der Landcsangclegenhcitcn uutcr Coutrolc dieses Parlaments. Weiter als bis zu diesem allgemeinen Satze ließe sich aber unter den Führern der verschiedenen politischen Richtungen auf der Grüuen Insel eine Uebereinstimmung bezüglich der Erkläruug des Vcgriffcs Homerulc nicht crziclcu. Nach der einen Auffassung wäre das irische Natiuualparla-meut nur mit der Landcsvcrwaltung im eugstcu Sinne des Wortcö zu betrauen, und würde die Homcrule in der praktischen Durchführnug beiläufig aus eiu ähnliches Verhältnis zwischen der Grünen Insel und Großbritannien hiuauslaufeu, wie jenes zwischen Kroatien nnd Ungarn ist. Andere stellen als Muster das Verhältnis von Canada zum britischen Mnttcrlande auf, verlangeil also eiuc Loslösung Irlands bis zu einer lockeren Personal-Union. Zwischen diesen beiden Dcu-tuugcu liegen selbstverständlich zahlreiche Mittelstufen einer größeren oder geringeren Scluständiglcit. So lange man nicht weih, für welches dieser Mittelglieder sich Gladstone bei dem Entwürfe seines Neformplanes entschieden hat, entzieht sich derselbe strenge genommen jeder eingehenderen Kritik. Die Freunde des irischen Ausgleiches, welche sich für Gladstone's Reform- und Actionsplan erwärmen, wissen nicht, ob derselbe sie befriedigen wird, die Gegner wissen nicht, ob sie mit ihrer heftigen Polemik nicht gegen ein eingebildetes Uebel ankämpfen. Schon der erste Einwand, der wider die Homcrulc-Politik des Cabinets erhoben wird, dieselbe zerstöre den einheitlichen Rcichsverband nnd treibe Großbritannien in eine fördcralistische Aera, lässt sich so lange nicht vollkräftig Ixgründen, so lange man nicht weiß, ob nnd in welcher Art Irland auch fernerhin unter der Controle des Ccntralparlamcnts stehen wird, und welche Zweige der Verwaltung im allerweitesten Sinne dieses Wortes auch fortan gemeinsam bleiben sollen. Die gemäßigten Liberalen in England, welche unter dem Marquis Hartiugwu gcgcu die Homernle - Projecte Gladstone's Stellung nehmen, appellieren in ihren Agitationsredcn wider die Ausglcichspolitik des Premiers an die industriellen Kreise, die Fabrikanten wie die Arbeiter, nnd suchen dieselben wider die irische Reform durch dcu Hinweis auf jene Zollschranken zu gewinnen, welche Irland gegen die englischen Manu-facte errichten werde. Visher ist aber noch mit keiner Silbe angedeutet worden, dass die Zoll- und Handels-gcsrtzgcbuug Sache des neuen irischen Parlaments sein soll. Den Rcuteubcsitzern wird gesagt, Irland werde alsbald, nachdem es eine Quote der englischen Staatsschuld übernommen, Bankerott machen, bisher vermag aber darüber noch niemand Auskunft zu geben, ob Gladstone überhaupt die staatsfinanzielle Scheidewand so hoch aufgeführt wifsen will, wie jene Befürchtung vorausfetzt. Aehnlich verhält es sich mit nahezu allen Zweigen der Verwaltung, welche die Gegner des Cabinets und des irischen Ausgleichs als Unterlage benutzen, nm ihre Gespenster darauf zu malen. So weit die Einwendungen gegen Gladstone's Plan concreter Natur sind, zielen sie ins Unbestimmte, weil man eben Gladstone's irische Reform-Idee nnr in den allgemein-sten Unirissen, nicht aber in den eigentlich maßgebenden Details kennt. Dass ein Theil der Befürchtungen, welche die Gegner jeder Abschwä'chung der parlamentarischen Centralisation in den drei Königreichen hegen, sich an dem Tage als begründet zeigen werde, an welchem der Premier mit seinem Projccte vor das Parlament tritt, steht allerdings unbestritten fest. Als untrüglicher Beweis hiefür erscheint schon die Befriedigung, welche die Paruelliten, die ja um das Geheimnis wifsen müssen, an den Tag legen, nnd die Zuversicht, welche sie in-betreff der Erreichung weitgehender Forderungen zur Schau trageu. Dies genügt anch für die altliberalen Whigs, welche sich von Gladstone getrennt haben, und für jene centralistisch-radicale Schnle, die sich unter Chamberlains Führnng loslösen will, nm ihrerseits einen Gegcnfcldzng im großen Stile vorzubereiten und ein Bündnis mit den Tories einzugehen. Aus dieser Verbindung soll eine neue große Partei, die «Unionspartei», hervorgehen. Es vollzieht sich damit im englischen Parteileben ein ganz merkwürdiger Umgestal- Jeuilleton. ^. A°Nl Himmel geregnete Kinder. ^r^)ntt/Vcrf^!" "greifenden Roman, wie ihn der ^'" ersiml^l !5 ""'" 'Glück des Lärmlagers, nicht ^-^.ns^ "unte. berichtet uns ein Landsmann in Iow^ "" "ord>?"' dcs letzten furchtbaren Wirbel-si'lkvi sicher N?^llM noroamerikanijchen Staate 5 "lenscheu meilenweit durch die Luft l3,^3'^3?ein"c? James Keegan stand, während Tuvl Icllstrr s,. ^"dgut hiuwegbrauste, am süd-bV? «'it zie 3, W"linst,lbr und beobachtete deu schlich M 3?Iassnng. Allesauf seiuer F.r.n lunch's und di fasten st.nmsicheren Z.lstande, und des 3 ^ren ei ° ^"e ^'s Wiuters zu trotzen. 5'"" »rrad"von , "" Wccklichsten tobte uud der Ti'ni'? '""ähm b"n Fenster zurücktrat, kam es ihm l"H"' ^ tra w I. d'" Schrei einer menschlichen T°Nl '"t groner m^ "" das Fenster znrück und 'N ^ H"'len des ^n^""ler kam i, ^ '" demselben Angcnblicke vH e Entdeckn "' 5?"' " die angeblich von ihm Herr Kecgan zog den Vorhang herunter, machte Licht, nahm eine Zeitnng zur Haud, setzte sich uiedcr uud las zehn bis fünfzehn Minuten. Als der Sturm sich gelegt hatte, zog er den Vorhang wieder in die Höhe und schaute unverwandt zum Fenster Humus. Plötzlich drehte er sich um und fragte: «Hast du das gehört?» Seine Frau erschrak uud schaute »hu au, allciu sie antwortete nichts. Das Toben des Sturmes hatte nachgelassen uud durch das Geplätschcr des Regens vernahm man deutlich verzweifelte menschliche Hilferufe. Der Farmer zog seinen Regenrock und seine großen Stiefel an. Dann zündete er eine Laterne an uud gieug hinans. Kaum hatte fich aber die Thüre hinter ihm geschlossen, da erschien er schon wieder mit einem weißen Gegenstand im Arme und legte ihn in die Hände seiner Frau. Es war der todte Körper eines Kindes von zwei bis drei Inhrcn. Die ärmlichen Kleider nud die langen blonden Haare des Kleinen waren ganz durchuässt, aber uirgends fand sich die Spur eines Schnittes oder einer Quetschung, die als Ursache seiues Todes hätte betrachtet werden können. Frau Keegan wandte alle ihr zu Gebote stehenden Mittel an. um das Kind wieder zum Leben zu bringen. Allein ihre Versuche waren fruchtlos. Es war uud blieb todt. Während Herr uud Frau Kcegan sich über die kleine Gestalt beugteu, hörten sie nochmals einen Schrei, wie er sie vor einer kleinen Weile so erschreckt halte. Und nochmals bcgab sich der Farmer hinaus in den strömenden Regen. Er war nuu cine halbe Stunde forl, uud sein Weib hatte sich schon mehreremale mit einer Laterne auf den Balkon hinaus begeben, um zu sehen, wo er so lange bleibe. Als Kcegan das Haus verließ, lief er nach der Wiese hin, denn von da schicncn die Hilferufe zu kommen. Allein als er dort anlaugte, hörte und sah er nichts. Nachdem er die ganze Wiese von einem Ende zum andern durchsucht und nichts gefunden hatte, hörte er denselben Hilferuf wieder. Diesmal schien er aus der Gegend des Hauses zu kommen. Das Rascheln der Pappeln und das Flattern eines aufgescheuchten Vogels erschreckten ihn mchrcremalc so sehr, dass ihm die Zähne aucinandcrschlugen. Uebcrdics regnete es so start, dass er die Augen kaum offeu halten konnte. Trotz alledcm schritt der wackere Farmer nach der Seite seines Hauses hin, von der er den letzten Hilferuf vernommen hatte. An der Thüre des Gartens angelangt, blieb er stehen nnd lauschte. Und wieder vernahm er den Ruf. Diesmal aber war keine Täuschung möglich. Er betrat nochmals die Wi?se und fand in der Mitte derselben zwei Kinder, einen Knaben und ein Mädchen, beide beinahe nackt. Der Knabe mochte ungefähr sechs Jahre zählen. Das andere Kind. ein llemes Mädchen, lag mit dem Kopfe in einer Pfütze und Men bereits todt zu sciu. Aber der Knabe schrie la"t lmo kräftig. Kcegan nahm die beiden Kinder m !".n""'^ und gieng auf das Haus zu, wo seine Frau lym m« der Lateruc in der Hand entgegenkam. „ In einer Stunde waren die b"d" Ku^der voll kommen wieder hergestellt uud ^" "' s« /s warmm Fellers, welches Frau Kcegan bisses den sie fiirsie zubereitet hatte. Als der Farmer sa da s ., .e»" Schützlinge ohne Verletzungen Lnibllcher Zeitung Nr. 57 466 1l. März 1886. tungsprocess, der um gewisser Analogie« willen gerade bei uns in Oesterreich besondere Beachtung finden dürfte. In Großbritannien kannte man seit einigen Men< schenaitern nur den Gegensatz zwischen liberal und con-servativ, während jetzt diese principielle Gegenstellnng in den Hintergrund tritt und staatsrechtliche Grundsätze entscheidend werden für die Parteigrupftierung. Sie werden es auch voraussichtlich so lange bleiben, bis nicht die irische Frage vollständig von der Tagesordnung geschwunden ist, und dies wird nicht so bald der Fall sein, auch wenn der Ausgleich verbrieft und besiegelt ist. Es wird sich dann erst darum handeln, dass die Iren selbst sich in ihre neuen Verhältnisse hineinfinden und sich vollständig klar werden über die Gren« zen, bis zu denen sie ihre Unabhängigkeitsgelüste, un« beschadet einer ernstlichen Gefährdung ihrer eigenen Interessen, ausdehnen können, und wo sie denselben um der Selbsterhaltiing willen Schranken zu ziehen haben. Wie lange ein solcher Gährungs- und Abklärungs-process dauert, wissen gerade wir in unserer Monarchie am allerbesten. Politische Ueberftujt. Inland. (Die Ausgleichsverhandlungen.) Die Nachricht, dass die zwischen den beiderseitigen Regierungen schwebenden Ausgleichsverhandlungen abgebrochen worden und vorläufig als gescheitert auzusehen seien, wird von mehreren ungarischen Blättern als den Thatsachen nicht entsprechend bezeichnet. Bezüglich des Petroleumzolles sei allerdings keine Einigung erzielt worden, alle übrigen Fragen wurden aber erledigt. Die Verhandlungen hätten nur eine momentane Unterbrechung erfahren. (Vom serbischen Kirchencongress.) Die Permanenz-Commission des serbischen Kirchencongresses hielt vor kurzem unter dem Vorsitze ihres Vicepräsi-denten Vucetic eine außerordentliche Sitzung, welche beschloss, den ungarischen Ministerpräsidenten zu ersuchen, dass alle jene Beschlüsse des 1879er Congresses, welche bisher der Erledigung der Regierung harren, mit thunlichster Beschleunigung erledigt und die Bemerkungen der Regierung an die ständige Commission geleitet werden, damit dieselben rechtzeitig zur Vorlage an den nächsten Congress vorbereitet werden können. Ausland. (England und Irland.) Dem «Daily Telegraph» zufolge soll dem in Aussicht genommenen irischen Parlamente voller Spielraum zur Erledigung der rein localen Angelegenheiten gewährt lind vielleicht auch die Machtbefugnis zur Erhebung der Zölle und Accise verliehen werden. Die gegenwärtige Polizei in Irland soll Reichspolizei bleiben, während die neu zu errichtende Localpolizei den irischen Behörden unterstellt würde. Irland soll Vertreter in das englische Unterhaus entsenden, welche an den Berathungen über die das ganze Reich angehenden Fragen theilnehmen. (Die Ministerkrisis in Serbien.) Ueber die Demission des Ministeriums Garasanin, die nach der Annahme des Friedens gegeben worden ist, wurde die Entscheidung bis nach der Ratification des Friedensvertrages und der Rückkehr Mijatovic' vertagt, der wahr- scheinlich mit der Bildung des neuen Cabinets betraut werden wird. (Bulgarien.) Die «Pol. Corr., erfährt, dass Fürst Alexander nach erfolgter Billigung des türkisch« bulgarischeu Ucbereinkommeus durch einen Ukaz die Nationalversammlung einzuberufen beabsichtige, die in Sofia oder iu Philippopel zusammentreten wird. Später wird der Fürst wieder nach Ost-Rumelien kommen und eine Rundreise unternehmen, um die Vedürfuifse der Bevölkerung aus eigener Anschauung kennen zu leruen. (Strike in Nordamerika.) Gegen 4000 Tischler und Zimmerleute in Newyurk stellten die Ar« beit ein. Einzelne Arbeitgeber bewilligten alsbald die Forderungen der Arbeiter. Auch aus Moreland nnd anderen Gegenden werden Strikebewegungen gemeldet. Tagcsncuiglcitcn. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Bote für Tirol und Vorarlberg» meldet, dem Vereine zur Unterstützung der Kleinkinder-Bewahranstalt in Vruueck als Veitrag zu den Kosten für den Neubau des Anstaltsgebäudes 200 fl. zu spenden geruht. — (Der Gesundheitszustand I. K, Kra-s z e w s k i' s) ist ein derartig schlechter, dass derselbe unter keiner Bedingung seine weitere Gefängnisstrafe antreten will und, ohne auf den Verlust der von ihm erlegten Caution zu achten, nach Abbazia zu übersiedeln beabsichtigt. — (Um eines Tanzes willen.) In Paris fand vor einigen Tagen ein Kränzchen statt, dem auch Fräulein Marie Vartet, Tochter eines Beamten, beiwohnte. Als der Cotillon herankam und die Paare Aufstellung nahmen, sah das Fräulein mit Schrecken, dass sie nicht engagiert werde; sämmtliche Herren bis auf einen jungen Mann, Mr. Dumont, der an einem Thürpfosten lehnte, nahmen an dem Tanze theil. Sie bemerkte noch, wie ein Comite - Mitglied auf Mr. Dumont zuschritt und ihm etwas zuflüsterte. Der Mann blickte auf das Mädchen, schüttelte dann kaum merklich den Kopf und verblieb auf seinem Platze. Als Mr. Du« mont am nächsten Tage sein Bureau verließ, harrte eine verschleierte Dame seiner, die eine Caraffe voll Vitriol nach seinem Kopfe schleuderte. Mr. Dumont ward nur leicht verletzt; in der Attentäterin agnoscierte man Fräulein Vartet, die sich ruhig zur Polizei führen ließ und dort sagte: «Er hat mir gestern vor zweihundert Personen eine tödtliche Insulte zugefügt, wäre ich ein Mann, hätte ich ihn zum Duell gefordert, so musste ich auf andere Weise meine Nevanche haben.» — (Eine gesegnete Familie.) Die Eheleute Carmouche in Enghien im belgischen Hennegau haben diesertage ihre goldene Hochzeit gefeiert; derselben wohnte die Mutter der Jubelbraut bei, die jetzt ihre vollen 98 Jahre zählt und bei guter Gesundheit ist. Dieselbe sah bei dieser Gelegenheit fünf Generationen um sich mit zusammen 62 Kindern, Enkeln und Urenkeln. — (Schachturnier.) Aus New-Orleans, 6. März, wird gemeldet: Iu der gestern hier gespielten dreizehnten Partie des Schachturniers gab Mr. Steinitz beim 8«. Zuge das Spiel als verloren auf. Tie Partie dauerte 8 Stunden und 5 Minuten, wovon Dr. Zuckertort 190 Minuten und Mr. Steimtz 295 Minute» iu Anspruch nahm. Am 11. ds. soll der Wettkampf fortgesetzt werden. — (Civili sierte Kühe.) Hausfrau. «Naui, red doch einmal mit der Milchfrau wegen ihrem Gepantsch!» — Köchin: «Das hilft gar nichts, ^e wälzl die Schuld auf den Bauern, uud der Bauer Mdls den Kühen in die Schuhe!» Local- und Prouinzial-Nachrichten. Arainischer ^Landtag. (Sitzung vom 21. Jänner.) (Fortschunss.) Abg. Murnik erklärt, er sei Berichterstatter ilber das neue Stadtstatut im Landesausschusse gewesen. Mm Redner war es keineswegs unangenehm, ja sosar )^, erwünscht, dass sich der hochverehrte Herr Landespras'de" an den Berathungen in dieser Richtung betheiligen NM ' allein sofort in der Sitzung des Landesausschusses h" er betont, man werde diese Mitwirkung iu der Art u Weise fructificiereu, dass man behaupte» werde, die 5W ,. _ ausschüsse seie» uicht fähig, das Statut mlszuarbett. Was er prognosticiert, sei auch wirklich dcr Fall. ^ «Laibacher Wochenblatt», das Organ der Minorität /e Landtages, brachte bald darauf einen Artikel, in welche behauptet wird, die k. k. Landesregierung, rücksichtlich Herr Landcspräsident, habe besondere Functionen im 2an ausschüsse. Diese Behauptung aber sei vollkommen u"6 rechtfertigt. Der Landcsausschuss hatte genügend ^ ., ^ Berathung des städtischen Statuts. Die Angelegeuhe" ' sowohl ini Landtage als im LandcZausschusse wiedery berathen worden, und seien nur gcriuge AbänderlW nothwendig gewesen. Im allgemeinen sei die AnM . herrschend gewesen, dass dcr Landtag das Gesetz üb" ^ städtische Statut nicht anders beschließen kaun, als der Gemeiuderath beschlossen hatte, und in dieser ^, ^ gesetzlichen Bestimmungen entsprechend, wurde das S dem Landtage vorgelegt. Die Behauptung, der v^ Landesfträsioent hätte insbesondere die BeschlussfassuNS züglich des Census für die Wahlkörpereintheilung « ^, besonders beeinflusst, sei ganz unrichtig. Der Herr "^ ^ Präsident habe sich weder für beu einen noch den an Census ausgesprochen. . ,« Abg. Luckmaun sagt, er habe nur Wewge^ bemerken, so insbesondere betreffend den Vergleich, .^ chen der Herr Bürgermeister Grasselli bezüglich des <5 ^ für die drei städtischen Wahlkörpcr und dem des ^ grundbesitzes bezüglich desseu Wahlberechtigung '.^ ^ krainischen Landtag gemacht hat. Der Vergleich M» ^ Großgrundbesitze sei nicht am Platze, denn in erst" habe das Wahlrecht desselben eine historische ^"" il>e und iu zweiter Linie bezahle der GrohgrundbeW ,^ sehr hohe Steuer, daher dessen jetzige Vertretung ^ Landtage vollkommen berechtigt sei. Redner übergey ^ auf das Lotterie-Anlehen der Stadt Laibach, welches ^ äußerst günstigen Bedingungen abgeschlossen, A^de" für die Finanzen der Landeshauptstadt Laibach ^ könne, wenn es entsprechend verwertet wird, im en 6 ^ gesetzte» Falle aber ebe»su zum Fluche für b'^ gstl? gemeinde werden müsse, Uud treten finanzielle ^ hie pheu ein, die sehr zu befürchte« sind, wer wu ^ größte Last an den Verluste» zu trage» haben, a^ ^ die bedeutendsten Steuerträger. Nun entscheiden a ^ Laibachcr Ocineinderathe eben diejenigen, welche >,.^d riugste Steuer bezahlen; wie gefährlich und ^"^:^ig^ sei dies für die höheren Steuerträger. Selbst davongekommen waren, löschte er das Licht in der La« terne aus und schloss die Thüre des Hauses, obwohl er sagte, dass er sich geneigt fühle, die ganze Umgegend zu durchsuchen, um zu fehen, ob nicht noch mehr Kinder vom Himmel heruntergeregnet wären. Nachdem der Knabe gegessen hatte, fragte man ihn. ob das Mädchen seine Schwester sei, welche Frage er verneinte. Dann zeigte man ihnen den Leichnam des zuerst aufgefundeneu Kindes und fragte sie, ob sie dasselbe jemals vorher gesehen hätten. Auch diese Frage wurde von beiden verneint. Dann gab der Knabe seinen Namen »nd Wohnort nebst einigen anderen Einzelnheiten an. Allein, wie er auf die Wiese gekommen war, davon wusste er nichts. Er erinnerte sich nur, dass ein furchtbarer Sturm getobt uud er sich plötzlich im kalten nassen Grase befunden habe. Am andern Morgen nahm Keegan den Knaben und das Mädchen und wanderte mit ihnen südwestlicher Richtung. Bald fand er die Farm, welche der Knabe ihm als die seiner Eltern bezeichnet hatte. Seine Eltern befanden sich in nicht geringer Angst um sein Verschwinden, waren aber durch Verletzungen, welche der Tornado ihnen selbst zugefügt hatte, abgehalten worden, ihn zu suchen. Ihre Farm war volle drei Meilen von der Keegans entfernt, uud es kounte keiu Zweifel herrschen, dass der Kuabe die gauze Strecke in einem Augenblick von dem Sturmwind getragen worden war Die Eltern des Knaben kannten das Mädchen und das todte Kind nicht, und trotz aller Bemühungen fand Keegan ihre Heimat nicht auf. Als am Ende des dritten Tages die Verwandten der beiden Kinder noch nicht gefunden waren, wurde das «Baby» begraben. Da die Begebenheit mittler-weile in der ganzen Umgegend bekannt geworden war, folgten viele dem kleinen Heimat- und namenlosen Kinde zum Grabe. Als man von dem Vegräbnisplatze zurückkehrte, erzählte Farmer Keegan, das kleine heimatlose Mädchen auf dem Arme, dem Geistlichen folgende Ge-schichte: «Vor sechsundzwanzig Jahren, als dieser Bezirk noch eine Wildnis war, wohnte ein Mann Namens Johann Keegan auf der Farm, die ich jetzt bewohne. Während eines Sturmes, der dem jüugst hier erlebten an Heftigkeit nicht nachstand, eilte der genannte Farmer von seinem Stalle über den Hof 'in das Haus. Als er sich mitten im Hofe befand, hörte er lautes Schreien. Er begab sich dahin, von wo er das Ge-schrei gehört hatte, und fand einen kleinen dreijährigen Knaben, der bis auf die Haut durchnässt war. Er hob ihn auf, trug ihn ins Haus uud pflegte ihn. Als der Knabe sich wieder erholt hatte, nahm 'ihn der Far. mer mit sich, um seine Familie anfzusuchen, allein er fand keine Spur davon. Das Merkwürdigste an der Sache war, dass der Knabe, wenn er Kecgan ans seinen Ausgängen begleitete, ein gewisses Haus als seine ursprüngliche Heimat bezeichnete. Dieses Haus war ungefähr zwei Meilen von Keegans Farm entfernt, aber seine Bewohner behaupteten, den Knaben niemals gesehen zu haben, und ihn gar uicht zu kennen. Ich weiß nicht, wie das kam. Der Knabe mag im Irr. thum gewefen sein, allein es schien mir immer, dass er doch wissen sollte, wo er herkam. Der kleine Kerl war zuerst schweigsam und traurig, aber Keegan war ein gutmüthiger alter Mann, und da er ke>u^,^ ^ie hatte, behielt er den Knaben und behandelte'^ ^ seinen Sohn. Der Findling gewann die ^ « jh«> alten Mannes in einem so'hohen Grade, ?^ vc? derselbe nach seinem Tode sein ganzes Sermon ^, machte. Und dieser Findling ist der ^ hie der jetzt mit Ihnen spricht. 3^ ?.« fc"^ Wiese, auf welcher mich der gute alte 2"a" ^ immer in Ehren gehalten und konnte es »n^ -H e« Herz bringen, sie umzupflügen. Und jetzt "^sF""!! erst recht'nicht thuu. Es wäre wirklich ä"^ ^ wenn diese Keegan'sche Farm nach nur 'w^li^e Eigenthum eines «darauf acreqneten» Kiude» <, Glaube uud Herz im Kampse- ^,. tkine Erzählung aus dnn Lcben. Von Harriet «r (Fortsetzung.) Alilh Mehr als zwei Stunden warm verstO"^ jhH hatte längst den Laden geschlossen «nd !'^ ^ nach der Rückseite des Hauses g^'gene ^ " , "2-gezogen. Da saß sie mit glühenden Wan.^ ihren, Tisch, ein kleines Kästchen ", d/H^s^. tend; was sie demselben entnahm, warslum gM «Für mein EMchen!» murmelten d". ""' H^" So war urplötzlich Glück und Freude m " ^ guttu alten Frau eingezogen. Post,.^st>' «Gleich morgen muss das Geldzur ^ ^^e" al!en den Segen der Mutter und Großmut fuhr sie iu ihrem Selbstgespräche fort. Laibllchcr Zeitung Nr. 57 467 N. März 188«. Mitglieder dcr nationalen Partei, welche zu den höher besteuerten in der Landeshauptstadt gehören, sich jedoch aus Vernunftgrüudcu mehr der couservativen Partei an^ Meßeu, haben den Ocmcindcrath durch Nicderleguug ")l'er Mandate verlassen, weil sie einsahen, dort nicht «emmmützia. wirken zu tonnen. Der Abg. Luckmaun vemM, seine Partei sei keine exclnsiv dcntsche Partei, 'U' le, zu den größtnlöglichsten Concessionen in nationaler ^Wlma. bereit. Es liege ihr ferne, zu gcrmauisiercn, sie '"olle nur Bildung verbreiten durch die möglichste Erlernung der deutschen Sprache im Interesse' Oesterreichs, ^mc Partei sei ans dem Gemeinderathe ausgetreten, wnl sie eingesehen habe, dass die nationale Idee lein wU'Mn habe für die wirtschaftlichen Interessen, da der Mtwnale Zwang alles beherrscht. Dcr Herr Landes-prastdent könnte noch hundert Jahre leben, da^ Ende des nationalen Zwistes werde er nicht erleben. Eine solche Mnung sei eine arge Täuschung. Schließlich empfiehlt neoner d,e Anträge des Abgeordneten Dcschmann. (Fortsetzung folgt.) Aus dem Schwurgcrichtssaale. (ssortschuna.) ^ Auf Zureden seiner Frau begab fich der Augcklagte "tali auf dcu Thatort des Verbrechens. Er uahin einen urzen Rock i,lld einen Hnt mit engem Rand, oblvohl ihn: klll?^ - " ^^ "' möge den Winterrock nehmen, da es " !"' ^'" Thatorte angekommen, hat Kral, das Antlitz »o dann die Kleider dcr Ermordeten angesehen; an den lctz-. , ^ill er die Ermordete erst als seine Stieftochter erweist "' ^ lMk sich sofort auch nach dem Bürger, am ^c,^"digt, ob er schon dort gewesen, und sei dann der ^"°"e geblieben. Dem Gendarmeric-Postenführer, vorlas <>^^l!t, wie lange er mit seiner Stieftochter an, dass " 3"^ zusammen gewesen sei, hat er geantwortet, Auf z?f ^ll)e von 9 Uhr vormittags nicht qcsehcu habe. erwi^ ^ ^ Präsidenten, warnnl er gelogen habe, derd?l' " Angeklagte, er wollte nicht, dass'man ihn s'dent ' ^" Angeklagte gesteht ans Befragen des Prä seinö^''' ^^ deiche bezüglich dcr Zeit des Zusammen-uencn "!!! ^'"" Stieftochter anch dcr an, Thatorte crschic ^dm ^tscommission und dem Vilrgcrmeister von biichti i ^^" Slapnicar, gesagt zu haben, um nicht ver-i,° ,"/" werden, worauf letzterer erwiderte: <7^^ «»w rnde^ i!^ '^ ^ic Eiuvernehmuust des Angeklagten be-richtscn"' ^ '"^ das Angcnfchcins-Prototoll der Gc-sofort ?"? ^'"' "°rgelesen. Die Oerichtseo.ümission erhob abends "'^ d^' ermordete!, Mädchen am 14. Jänner rocke ap^"' ^ ^^ ^'" Maun in einem langen Winter-allein?"/^" 5" ""d ^"^r '" kauul einer Viertelstunde des A,,.?^ sei- Auf dem Thatortc habe die Fran ich dai???^" Kralj gefagt: «Nicht wahr, mm bekomme D ^ ^ Mädchens?. Ntartitt^ ^"'ch^cummiffion begab fich sodann nach St. erhöh ft^s. ^r Save in die Wohnung des Kralj nnb ^Mmeil ^ ^" "^ ^" ^ ^)r nachts nach Hause gc, lange Rns, ? ^^"' Zimmer nächst dem Ofen hicng dcr Taigen "höre "b" dic Wanqen der Witwe: «O, Ie-X^"s sew " )"ll^ Gebet, laß mein Flehen nicht bandeln. ' ^ svU den Fluch der anderen in Segen ,. Es war "' ^ " pltel. ^ ^s L^ um das Jahr 1871. Ein strenger Winter N"ben unter ^ l '"""' "^ kalten Nanden. Vüllig r^ ^ i" De.?H"' Schueemasscn lag die kleineAcrg< ss?"" Wolke ,«''^ U"d iwch iuuncr schilttetcn die un^'""' als w n ^' "'sl«' Schneeflocken zur Erde. ""er der wei?^"1 ""'e Jahr allcs ath.nende Leben as.- «^ber a.^' ^cke sauft entschlummern lassen, k^l'chcs ?, ad der Winter ist die Zeit, wo ein Vü!'' '"" d ^"'brn sich au, innigsten gcswltcn K'"'n m,f iickn"'!!- "."d Mutter tachnd hänsliche "" ?' Frend H.,^ 'ls Herz nnd ihre Seele zn.n l>ä„. ^"w der K^^ ^^ bie Angehörigen windet, ei 'f?.' bewa^em ^^^/inou. ^'cht n,it Tannen-^e '!""' uttbH^l stand ei..e Villa. Es war Gwi b ".it seine, ?^^H"u^ das der Mnsiklehrcr 3d 9"wss! "d'^!!"^' b"""h"te. Er nnd scine frnnd??li"er von A ^'"""5 ^"" "'d Verehrung "b 'eben. "" denen ihre Fanulicnverhältnisft Werte wahre Trinmphe in der Mnsil, nnd seine Clinipositioncn wanderten weit in die Welt hinans. Was er schrieb nnd dichtete, das reifte alles unter dem Sonnenstrahl des Glückes. Seine und Annie's Licbe hatte sich im Laufe dcr Jahre womöglich noch inniger gestaltet. Drei reizende Kinder waren dcr Stolz und die Freude der Eltern. Sarahs Herzenswunsch, dcm Knaben die Hände segnend auf das Haupt zn legen, wurde erfüllt; ja sie drückte noch einen Mi-ten Enkel an das Herz, und ein holdes, zartes Mädchen erblickte nntcr ihren Angen das Licht der Welt. Erst da, als die kleine Melitta ein volles Jahr zählte, schloss die gute alte Fran, deren ganzes Dasein mir Mühe nnd Sorge, aufopfernde Mntlcrlicbc war, die Augen. Die Todesnachricht brachte vicl Schmer.; nud Trauer in dcn kleinen Familienkreis. Sarah wollte nicht ganz zu ihren, Sohne ziehen; sie besuchte nnr einmal im Jahre ihre Lieben und blieb da einige Wochcn bei Annie und Daniel Auf ihrer letzten Heimreise ,')0g sie sich cine Erkältung zn. wclchc die allzeit thätige Fran nicht beachtete uud die einc Lungcncnt-ziindung im Gcfolgc hatte, der Sarah Ostcrlitz schon nach wcnigcn Tagcn erlag. Mit ihrcm Hinscheiden verloren Daniel und Annie das beste, trcncste Herz, welches sie im Leben besaßen. Es war cin harter Schicksalsschlag, der lxide tief niederbeugte nnd auch jetzt, wo cin volles Jahr seit der Todesstunde^ vcr-slosscn war, noch immer als trnbcr Schatten anf jeglicher Frcndc Haftcto. Durch dic Eckfenster der Villa schimmerte bereits helles Licht. Dcr scharfe Wind, dcr sich mit dcm hrr-einbrcchcndcn Abcnd crhob, trng eigenthümliche Klänge ,nit sich in dic wirlielndcn Schneeflocken hinans. Es war wie Geistermnsik, was da in die zunehmende Dämmerung hincinllang und leise schwirrte. Abergläubische Leutc hätten die wunderlichen Töne fill Gc-spensterspnk gehalten, der zn dem neuen Jahre in engster Verbindung stand, weil da die Seelen der Vcr-storbcncn, in dcm alten Jahre Heimgegangenen noch einmal nacl) ihrcn Lieben schauen, und wo sie sich ver« gcssen sehen — leise klagen. Indcsscn hattc dic Gcistermnsit eine ganz natürliche Ursache. Daniel Osterlitz spiclte auf dem Flügel scine nenrstc Composition, welche allerdings den Titel «Gcistcrllänge» führte nnd die er in Schmerz und Trauer um scine todte Mutter componicrt hatte. Hinter seinem Stuhlc stand Annir. dic mit leuchtenden Angcn nnd ticf innigem Verständnisse dcm Spiclc ihres Gatten folgte. Scine Mnse war cin ganzes Jahr stumm geblieben. Dcr schwere Vcrlnst hatte den sonst rastlosen Drang, lcichtbcfchwiugte Melodien zn schaffe», gänzlich ertü'dtct. Das war eine große Sorge, ein schwrresLcid für das liebende Wcib. Hcute endlich brachte er ihr das köstliche Ncn-jahrsgcschcnk, welches sic längst für ihu mlchtr. '" Stillen so heiß erwartete nnd erbat: «Mit dcn.Oc 't^ klängen, sprang wohl die Fessel von ^em ^ verdüsterten Gcinüthr. strömte cin neucr MlooienMj8,10 — 3,6 O. mähig ^lt" ^ ^ .„„ Heiter, windig. Das Tagesmittel der Wärme ^" ' ü,9« unter dem Normale. — Verantwortlicher Redacteur: I. Nagliö-^^ ________ ^ ^7 ,^ldlll Wenige Mineralwässer sind so weit verbreitet u« ^ „,t. mit so viel Erfolg angewendet, wie die vor ^',^ M^iülf' deckte Franz.Ioses.Nitterquelle. Alls "">n "" '^ ^'^ mit dem höchsten Preise für Mineralwässer, mN. ^„M! und Verdienstmedaillen prämiiert, erfreut NH. "^Mlt W^' belannte Äitterqurlle der Ounst der medicimM' " OirlU"". ihrer unvergleichlich wohlthätigen, sicheren «nd »>' " , ^ M Der außerordentliche Erfolg ermöglicht cs, dass mau^ g^i, dieses beliebteste natürliche Abführnngsmittel UM" ^,^ "' Kranz » Iojes. VitterqueNe m jedem w",» lausen kann. Laibacher Zeitung Nr. 57 469 N. März 1886. Course an der Wiener Oörse vom 10. März 1886. ^« dem of^en Course Gelb Narr Etollts.Anlehen. tz^X.......«"''" «« " >«an ^.^ SlaaMose 250 fl. 12»------------- >»««» '^/° l./",?^ bN0 „ 14«5< 14I--'«"'r 5 a«.«."l""l^' wo « 14U-50 I4l - »Mer "lose . . 100 „ 17« 50 171- somo-m^..li. - ' b0 „ 169 75 »70 25 '"-«ttnteuschcint . . per Sl. 02-____— 0«ft«/^,^°lbrente, steuerfrei . 1I4H0II5-"'^oteincnle. st«»crsre! . iui8bi0ll'- "?3°'"«"«/°/° - - - . «"«5I04»« . N. m^^^° , . - . »b«u <»5?5 tz.« .^^"oiilälen . . 101 4« —- Hß" st 1U4 7510550 5"/„ lemcser Vanat . . . . l04?5ic»5 5n 5<", ungarische......10475105 50 Andere öffentl. Nnlchen. Donau.Mca..^'ose 5"/« loo fl. . 1,7-25117?» dlo. Äulcihe ,«?», sscucrsrei . l05---------— Nnlcbcn b. Sladlgemeindc Wien 104 75105 2b Äiilchcn b, Stabtgenicindc llllien (Silber und Gold) .... — — —'— Prämien-Änl. b. Etadtgcin. Wien 125 5« i2b — Pfandbliefe (slir IU0 f>.) Nodencr. allg. österr. <>/,"/« Gold. l««'?512? »5> blo. in 50 ,, „ <>/, °/n 101 — IUI'25 dlo. ,!! l'U „ „ 4"/i> . »ü 40 »7 — dto. ^rämicn-Schuldverschr.3°/n W50 10N--lDcst. Hypothclcnbanl lUj. 5'/,"/« ic>« »l» KN - O«ft,.»Ng, il'llNl VNl. 5"/n . . 1N1-U0I02'LN d«V. „ 4'/,°/« - 10245 IU!i 75 d<0, „ 4"/,, . . »8-SN 99 3U Una. all». Pobencrebit'Vlcticnges. >n Pcsl in 3.1«»!» veil,5'/,°/<, I<>l-40I0I30 Prioritäts'Obligationen (filr 1UU fi.) Elisabeth. weslbahn 1. Emission ,,»--------— ft«ldinn»dll«No»dl'ahn in Silber 108 70103 — ftfan^Nojci'it'ah!!.....8«— U65U Galizijche Kall»Ludw,g» Bahn ». 18«, »0U st, S. 4V,«/, . loi/,N1U2 — Ocfterr. Norbweftbahn . . .105 75108 — Eicbcnbilrger.......ioi-40101 uv Veld Ware Slaalsbahn 1. Emission . . loi—zoi75 Silbbahn i^ »"/o.....158 7b i5!»2ü „ i^ 5"/n.....130 50 ,«1 50 llng.-galiz. »ahn.....Iv2l5l«2 75 Diverse Lose (per Gtilck), llrcbitlose 100 st...... l7»7bl«0-25 Llalv'^ose o»au«Dnmpssch. i()0 st. . li«»5H!»- Vaibnchcr PrämicN'Änleh.20 st, 22— »» 2<> Oscncr i,'ose 40 fl.....47.--------— Pnlsfh Lose 4« fi..... 41 75 4»L5> Ml'lhcn it,cuz, öft. Ges.v. l»!1. 14 2c» 14 50 Mubolf-Vose K» fi..... L« «5 2« ?l> Ealnxkosc 4u sl...... 5«— 5« 5» Sl,-Ocnoie»l!osc 40 fl. . . . LZ 25 54 ^ Waldsttin-l'osc 20 sl. . . . zz 50 33 5 Wiubischgliitz'Vosc «0 fl. . . 4« 25 45 ?5 Vaul.Actien (per Sliicl). ?li>glo»Ocficir, Panl 800 sl, , 117-4(1 N? na Vanl^erci,!, Wiener, 100 fl. , i,l-l.un>'75 Vdncr,°A»sl„Ocst,i!00fl.S,4!>'Vo «, 5Nli42 — ,5l)Ufl. !5«»—5?»— HypollMul'., öst, -^o« <><» fl..... 73 20 78 L0 ««lehlsbanl, Alig. 140 sl. . 155 7515N 25 V«lb Na« Actien von Transport. Unternehmungen. (per Stücl). Nlbrichl.Vahn «on fl. Silb« . — — — — Ättöld ssiüM'Nohn L0<» fl. Sild. 19^75,93 — «u!sig'T<-Pl, Eisenb, L0U fl,!lVt.-----------— Vöhm, Nordbah« ,50 fl, . , I»!'—iuz — . Wcstbahn 200 fl, . . ,»el»—»70-— Vuschtiehradei «tifb. 500 fl, LVi. ?«5—»0« — (ilt.u, xoo fl. . i» Dux «odenbacher «L..U. woflS. —'-------— «ilifabcth-Vohn Luo fl. l>u s!,S, lu?-50^u«'— ffcrdinands'Nvlbb. 1000 fl. —j2!« s>« stilnslirchco.^alclei liisb.^usl.S, ^03 50 204-s.o Oa<<, »oufl, ö,W, it»0 — 2»«-s'» Hahlcnbtia.ltlscnbah!! iuu fl, . »8 75 !!9 «5 Kafchau Odc,I'.—zgzz — Ocsterr.Norbwestb, 200 fl. Silb. !i78do!i?4-— dlo, (!«»,!!) 2l»o jl. Oilber . Iß?-75108 -Piag'Duser Viscnb, lüb sl. Vilb. ^ 25 50 2« 5,0 Mubolf-, ahn 2<»u sl. Silber . 131 50 i!'l — Eiebcnbüia« Eijcnb. xl»ll »bz?b!«b« — Geld Ware Vildbahn »00 fl. Silber . , 1?«l5i«e50 Güd'Noidb,.Verb.»^.2<>« fl, EM, I«4 —1«4 25 Theiß-Oahn üno sl, ö. w. . »52—«58 — Tramway-Ves., wr, 170 fl. ö, W.207 5o zo8 — „ wr,, neu 100 fl. III lvm 75 Traneport-^esclllchaft 100 fl. . —— 55 — Ung,-galiz, liisenb. «« fl, Silb« i»Ä—1»3 !enbahnw,'Leihg, I. »0 fl, 40"/,^ !»—100 — „(tlbemuhl". Papicrf, u. V.»V. «»»d S« !»0 Ä»ionN »«- — Wafsenf..»., Ölst, in W. 100 fl. 154 — 1« — Trisailer Kohlenw»Ves. 70 fl. , — — — — Devisen Deutsche Plätze......«I-y» 61-85 London.........125-95 I2N 10 Pari« .........50 0», 50 07, Petersburg .......—— — — Valuten. Ducalen........5»» 5 »4 «0-Ylancs.Stüse.....l»»« 10 — Silber.........— —! — — Deutsche Neichebanlnoten . .«1«z^61«7» Wichtig für Brust- und Lungenleidende! •"«1 K*!.«i V Vers('hl<>«niung, Katarrh WoJcho , ¦ U8ten L«Wendc, für solcho, balto,. i, !ü roino '»'(1 lauto Stimmo or-Rhachit „ r1 wolle"i f'»r Scroplnilöso, Ü8o und i5°vSchwächlicho, Bloichsüch-UJ«tarmo ist dor (243) U _ krainische JAlpenkräutersaft^s saurem Kalk und Eisen.-pi Jl«oa«« Erzeugnis Prow 5« kr. £n habon in dor ».Ätlleke Trnköczy I «em JtiithhuuNe in Lalbuch. H . Nr. 714. De.n . ""tmackunq. ^ida^."'bekannt wo bcfil.dlichc,» Jakob Ael zilp.nc> ^"^^ wurde Hcrr Mi-^r ,7cm uc von Hn'uowiz zum l5ura- ^alf lbi^ und ihm der K. k Ä^sbeschcid Z. 315 zugestellt. ^u^K'"^ Senosetsch ' am (892^3-j---------'----------------------- a> /^ Nr. 1890. Bekanntmachung. ^'^ibach w^^c-"^- Vozirksgerichte ^brn der ,3^ ^" ^ic nubckmlnten n "hias P,İ?cnen Tabulargläubiqer '"d dc.ns"^^?^' ^l ".'"". bestellt ^handi^. " ble bezüglichen Bescheide I^Z^m^ewar 188«. 5N.« Nr. 2114. , »?/anntmachlmq. 3« K!ch!..p?"^^«ich! Laibach hat °W ?^"« h"°«> ^<», I»,,,,« 188«, « „ ? «»'bach w "'"'"'N, k!, Postcontto. -^ZH^saerich. ««. ^k.^. ^ Nr. 1821. >> M^"ch d" ^«°n u°>, M