WM Ä»chAr»e?i»re!, Mari;»or, ^ÄurMeva uucs 4. Tele;)hoa L4 »,zL^'preise: Abl^o??n wonattuh . . D. lO'^ ^ustellea II.— 1ö-^ 1-— ukch » » » » » W Z?urch Pojtv.erIelf.. » . . A'lZlalid: mvna'.Uch . , . Sin^elnummcr . . . , , ConnlogS'Numir.er ... Ss>»>!"un, dkl ^citting ,>t der nementto^^raq t^c tilewentt'.l wr mmde-Uen? >:tneaVZonat,a!»r!er.,alb tur unudefle:.» 1/t Iah« tiN'.u enden, jiu beant>co?tcn:e vrieie l>h.»eMnrre n:erdell mc^tber» aitchUg» tnsef.^tenannah?n« u» /Atanwr bei U!)M .tUri t: 'i oet >t»e uad in ijayrck let tvlo^lts.: lln!» Mo>ie, »l S'raz o:: ttiennlt.), ,.Äettkrvg", itt 02^ a!lsii Äinci» g?I7 2NN?'lM» Rf.St Samötag, Ven S. AprN tS22 62. Äahrg. Nochmals Rapallo. Der Vertrag von Rapallo, der in sehr breiten Schichten des jugoslawischen Volkes ein so böses Andenken hinterließ, ist vom Völkerbund noch nicht ratifiziert, infolgedessen ist er im internationalen Sinne nock) nicht rechtskräftig. Zeitungsberichten zufolge soll der BertragZakt von unserer Regierung zurückgehalten und deul Vl)lkerbundc noch nicht vorgelegt worden sein. Die Maßnahm? ist auffallend und hat ihre Vor-, aber auch Nach-''eile. Mit dem Momente, als sich die großen Verbündeten entschlossen, die Lösung der Adriafrago — und diese besteht in der Festlegung der Rechtsverhältnisse zwischen Italien und Jugoslawien diesen beiden Mäch-tejl selbst zu überlassen, war Jugoslawien als ^Wesentlich schwächerer Partner in die Hinterhand gedrückt und bis zu einenl gewissen ZGrade den: Wohlwollen Italiens ausgeliefert. Daß dieses Wohlwollen viel zu wünsckien übrig ließ, das beweist Napallo, und daß dieses Wohlwollen auch mit der Zeit nicht zunahm, das beweisen die letzten Ereignisse in Rijeka, die italienischen Kriegsschiffe in unseren Gewässern, die Bcsohungen in der drit-^ten Zone und schließlich die Lösung der albanischen Grenzfragen, in der die italienischen Interessen gewiß mehr beachtet wurden als hie jugoslawischen. Das heißt soviel als Jta-Ilien kann warten^ Jugoslawien hat daS größere Interesse an der Festlegung eines allge-piein anerkannten Nechtszustandes. Diesen sehr bedeutenden Nachteilen kann ^ur ein Vorteil gegenübergestellt werden, und. das ist dqZ bei uns so beliebte Mittel — die ^eit —, die mit ihren Aenderungen vielleicht ^och Verhältnisse schaffen kann, die Italien ^enn auch Vicht zu einem größeren Wohlwollen, so doch zu einer gewissen Nachgiebigkeit urld sogar zu einer Revision des unglücklichen Vertrages veranlassen kann. . Dieser günstigere Zeltpunkt scheint nach Auslassung unserer maßgebenden Kreise eben eingetreten zu sein, denn unsere Regierung soll eine Revision des Vertrages angeregt ^nd auch das gewünschte Entgegenloiunien bei Jwlien gefunden haben. Vor dem Zusammentritt unserer Delegaten in Genua soll xbcn wieder in Rapallo an die Lösung der Zj^wischen den zwei Staaten schwebenden Streitfragen.herangetreten werden. Es ist kein Zweifel, daß Italien auf den serbisch-koatischen Zwist hinauf am meisten sündigte und dabei Vorteile sür sich herauszuschlagen suchte. Dieser Zwist besteht wohl ^wch immer, aber es gibt doch Synlptome, die K>afür sprechen, daß er in miliare Bahnen tinzulenken beginnt. Solche Anzeichen sind die im Memorandum des kroatischen Blockes besonders hervorgehobene Tendenz nach außen hin, die Solidarität der Kroaten und Serben manifestieren zu wollen und am Ende die beruhigende Erklärung des kroatischen /Blockes, daß er die geplante Genueser Extra tour nicht unternehmen und auch keine speziell kroatischen Vertreter zur Konferenz schicken wird. Diese Zurückhaltung fällt umso Mohr auf, als das an den Ministerpräsidenten vbgesandte Memorandum ossiziell gar keine Berücksichtigung fand. Das sind Vorgänge, die dei^ SÄuß erlauben, daß es den Kroa ten am Ende doch lernst ist mit der Solidari jtätsmanifestation nach außen. Ein zweites Moment, das gegenwärtig zu ^nfereir Gunsten spricht, besteht in dem wei ^eren Ausbau des Vulldnisscs der Kleinen Entente, das schon sehr ansehnliche Proben seiner Festiateit abgegeben hat und das; bc züglich der Adria solidarische Interessen zwischen der Tschechoslowakei und Jugoslawien besteheir, kann kaum bestritten werden. Es ist nun die Frage, was kann be? der bevorstehenden Revision sür unseren Staat herauswachsen? Bei ruhiger Uebeulegung muß man sich eingestehen, daß die jetzige Lösung der Rijeka-frage nur eine halbe Losung ist. Rijeka ist verloren, dafür der Baro-jhcsen gewonnen. Dieser Gewinn h?it nur einen moralischen Wert, in der Praxis reicht er nicht auS, um zu b-'friebig^n. Die Folgerung, die sich aits dieser Erkenntnis ergibt, liegt auf der .Hand. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Baroshafen ein Kompensationsobjekt für ein anderes strittiges Objekt werden wird. Solcher Objekte gibt es an unserer Küste.genlch. Das hervorstechendste wäre wohl Zadar und in Koni-Pensation könnten auch Vorteile kommen, die unserem Staate in Skadar gewährt werden könnten. Rijeka ganz zu llerlieren, ist schmerzhast. Rijeka war aber de facto ein ungarischer Hafen, uud wer die Ungarn kennt, der wird wohl zugeben, daß die Ungarn das nie vergessen werden. Jll diesem Sinne wäre Rijeka als selbständiger Staat unter der Patro« nanz Italiens eine Art Präservativ gegen Kriegsgefahr, in welche unser Staat leicht geraten könnte, wenn der Hafen in seinen! Besitze sti'lnde. Der Verlust des Baro'dhafeus wiirde Mar del^ krotttischen Stamnlesehrgeiz sehr empfindlich treffen, aber auch für diese Wunde kann es ein Pflaster geben, zumal Nijela voul natioi5alen Standpunkte uicht verloren zu sein braucht, wenn die Kroe'ten zur Erfüllung dieser Aufgabe die Stärke gewinnen. des Hauswesens ist, während' das Mädchen über das Einschlägige unterrichtet wird. Es ist also selbstverständlich, da^ die Frau und nicht der Mann Haushaltungsvorstand zu sein hat. Wenn dies anders eingerichtet ist, so kann es sich um keinerlei Zweckmäßigkeitssystem handeln, sondern einfach darum, des Mannes halt verkürzen konnte. T'.'nn wenige ^srare? anerkennen in ihrer .^'»andluna^ineise dicöl^eziigliche Gesetz, ?.u dessen Befolgung siti jedoch der Gatte anhalten und die Verlvei-gerung im Scheidungsprozesse geltend chen kann, was ihn ins stecht stellt. Doch anch für gli'ckliche Frauen ist ihrk ossizielse Stellung nicht nebensächlich, han- Willkürherrschaft zu gestatten uu: jeden ^clt es sich doch nm die Ehre dcs Begriffes Preis; also um Versklavung der Frau in der durch solcherlei Versklavung hera'o- Ehe, denn Sklaventum und Willkürherrschast gezogen wird. Ebenso, wie es den einzeln^i^ sind identisch. Die Intention dieser Einrich- Mitgliedern eines Staaten nicht tung laßt der Paragraph 175 nv'h meht er- ^^^re, wenn Tauscude vi>n Staatsbürgern i:.l raten, in welchem es heißt: „Die sich verehe- 'Stuslazlde öffentlich gedemiltigt und gesmä' lichende minderjährige Tochter kommt in würden, da sich dies auf die ganze Na> Rücksicht auf ihre Person unter die Gewalt des Mannes nach Paragraph 91 uud 92, welche Paragraphen aber im Ä)egeset^e als für alle Gattinnen gültig dastehen." Muß es das unbefangene Urteil nicht be-frenlden, das; man in einen: zivilisierten Staate der Frau so entgegenkommt? Wieviel haben wir vor Asien voraus? Es sei nochmals betont, daß es ein Irrtum ist, wenn vielfach angenommen lvird, der Lur Fraumsrage. Die Frau als Haushaltungsvorstand. tion als Schimpf legen würde, ebensowenig soll es nnr einer einzigen Frau qleichgültig sein, was mall Millionen ihres t'^-eschlechte'' seitens des andern zu sühleil gibt. Der gerechte Maini aber soll für die unterdrückten Francn ebenso eintreten, wie er sich iin gewöhnlichen Leben aus Ritterlichkeit, verpflichtet fühlt, Bedrängten beizustehen. Nicht aber bloß darum handelt es sich fi'i? ihn, sondern nm die vor aller Welt festgelegte Wortlaut des Gesetzes sei gleichgültig. In Achtung vor dem Begriffe Weib iin allgemei-gliicklichen Ehen bezüglich einer Hinsicht ^ nen, welche unbedingt ll!?twcndig ist, wollen wohl, in Streitfällen jedoch wird Recht Nlrd. wir einem gesunden, ans normaler Eii-.-Unrecht nach ihm gerichtet. Es gibt zahlreiche ^ schätzungsweisen ausgebauten Weltslsitem ent-Frauen, denen man auf Grund solcher Pa-^ gegenschreiten. Sasarit'. ragraphell Kinder entziehen und den Unter-, ---- Äie Erhöhung der ÄiviMfie N? Heu König angenommen. Aeograd, 6. April. Die heutige Sitzung der ^ ra (Slowenische Volksparlei) protestierte, d'a»^ ?!atlonalversamml!:>lg eröffnete Vorsitzender ^ die Regierung binnen Stunden die Aö-Dr. Ribar um halb 11 Uhr. Aach Erledigung t siimlnuilg über ein so ivichtiges Gesetz er- Mit dein Hausfraueuberuf des Weibes verhält es sich ebenso wie ulit seiner Bestimmung'als Mutter. Hier wie dort besitzt es keine Rechte, lvohl aber Pflichten. Obgleich ihm allein die Sorgen inld Mühen des.Haushaltes obliegen, was die Tatsache, das; der Mann den Unterhalt verdient, gewiß auf wiegt, setzen die Gesetze den Mann zuni alleinigen .Haushaltzingsvorstand ein. Die Paragraphen 91 und 92 des eheniali-gen österreichischen und bis auf weiteres hierzulande gültigen Gesetzbuches bezeichnen den Mann als das Haupt der FamiÜe. „In dieser Eigenschaft", so lautet der Text, „steht ihm vorzüglich das Recht zu, den Hausstand zu leiten." Ferner: „Die Fran ist verpflichtet, die von ihm getroffenen Maßregeln, soweit sie die häusliche Ordnnuug betreffen, sowohl selbst zu befolgen als befolgen zu um-chell," _______ Die häusliche Ordnung anbetreffen natürlicherweise sämtliche Vorgänge iin Hause. die Wirtschaft und Küche, Arbeitseinteilung in jeder Beziehung, Begutachtung und Anweisung der Dienstboten.usw. In hauptsächlich diesen Dingen also steht es nach dem Gesetz dem Manne zu, als Vorstand aufzutreten und einschlägige Maßregeln zu treffen. Jnl altgemeinen wird stets der Grundsatz gehandh^bt, daß der eingesetzte Vorstand mit der zu ' sehligenden Sache vertraut sein nluß, d- et vollkomunener KenntniSlosigkeit der Ll'. '^loß seiner Willkür Ranm gegeben wird, was lein Ding zum gedeihlichen Ende führen kaun. Es wird jedoch niemand' bestreiten, daß der .Manü eill vollkoulmen uneingeweihter Leiter der Formalitäten debattierte man über das Arbeiterschutzgesetz, das, wie Ministerpräsi-t»eut Pasl<^ am Vortage betont hatte, die Regierung nicht annehmen löllne. Nach einer ziemlich erregtell Debatte wurde deln Abg. Filipovi6 das Wort erteilt, daniit er das Gesetz über die Erhöhung der königlichen Zivilliste auf 24 Millionen Dinar vorlese, von lvelcher Summe höchstens ein Viertel in der Valuta jenes Styates ausbezahlt werden lann, in dein verschiedene Anschasfi:ngen erfolgen. Tier Abg. LaSie (Landarbeiterpartei) erklärte, d^ß sein Klub in Politischer Richtung zwar nwnarchistisch orientiert sei, trotz-deu! aber nicht den Gesetzentwurf giltheif^en könne, wie ihn die Regierung betresfeud die Zivilliste des Ktönigs der Nationalversammlung vorgelegt habe. Die Regierung wolle lnit der Opposition überhaupt nicht verhandeln, so, als ob sie die alleinige.Hüterin der Krone wäre. Er erklärte, es lväre besser, wc:in ntan die königliche Zivilliste ulit 2 Millionen Golddinaren festsetzen würde. Abg. Dr. Siul- zwingen wolle, uud betonte, dast, es notlnen^ dig gewesen wäre, zuerst unter den Part.'ieu ein Einvernehmen herzustelleu. Abg. Mom-Lilo JvanlL rügte ebenfalls das Vorgehen dei? Regierung, die mit der Opposition keine Fiih^ lllngnahnle Versu6)e, obwohl anch in ihren Reihen sich Parteien besünden, die das (^e^ setz für notwendig erachten. Er werde gegen den Gesetzeiltwurf stimmen, weil er nicht inl Einvcrstäuditts uüt allen Parteien abgefaßl: sei. Hierauf sprachen noch die Abg. Gjonovie, Golouh und DerU^, worauf der Berichterstat^ ter Filipovil- den Negieruugsentwurf veitei-digte ulid Ministerpräsideut Pas?^ betonte, daß es dein König luöglich gemacht werden miisse, als .Herrscher würdig unser Volk ^u vertreteil. Bei der lunl folgenden Abstinl-ulung wnrden zuerst 17Z ^tiinmen abgegeben, wovon 1?Z auf vro und 41 auf kontra tallteten. Bei der Schlußabstiiunning lauteten bei 17^ Stim'.uen ll!-! Pro und 41 kontra. Hierauf wurde die Nationalversamnllnng ge-« fchlosseu. Bor ß>mr neuen Habsburger-restauration ln Ungarn? Beograd', k. April. Verschiedene Blatter melden aus Budapest, daß der ungarische Ministerpräsident dieser Tage neuerlich ulit dem Grafen Andrassy konferierte, obwohl er wiffe, daß die Kleine Entente niei^ials die Rückkehr der Habsburger auf deil uugarifcheu Thron gestatten würde, Graf Bethlen habe Mstättdia lt'ille politische Front abändert j gefaßt wurde^ demzufolge in näcksrer Zlüuust und unterstütze die Altiou, die den Zweet hat, Erzherzog Otto die Stefanskrone zu übertei-chen. Zita würde biS zu dessen Äündigleit die Provisorische 5^ieg<'ntschaft sühreu. Die Eutente wolle bisher von dieser Konibillation nichts wissrn. Deshalb rücke Gras Bethlev mit der Farbe noch nicht heraus, sondern arbeite nn.r versteht si',r die Realisieruug seines Planes. Es sei aber imbestreitbar, das bei den ofsizielsen Besprel-'^U'.lg..'n zwischen der Regierung und den Legitimisten der Beschluf' velt«» ß!k. öl ^ em neuer RestaurationZversuch der Habsburger durchgeführt werden solle. Die Verhandlungen zwische» Legitimisten und Regierungspartei fLscheitert. Budapest, 6. April. (Tel.-l»^mp.) Zu den Verhandlungen zwischen Legitimisten und Regierungspartei werden von gutuntcrrichte-ter Seite folgende Cinelheiten mitgeteilt: Der Vertrauensmann der Legitimisten, Graf Johann Mikes, stellte folgende Verhandlungsbasis fest: Ausscheidung jeglicher Propaganda in der Königssrage und stillschweigende Anerkennung König Ottos. Zum Regenten soll Graf Albert Slppiwyi, allenfalls im Verein mit dem gegenwärtigen Reichsverweser Hortky bestellt werl^en. Dieser Antrag wurde nicht angenommen, so daß die Verhandlungen als gescheitert zu betrachten sind. Tie Negierung wie vor auf dem Standpunkte, t ? Enttkironungsgesetz unter allen Umsi . .11 wirksam bleiben müsse. Mit Rnclsicht auf diese HaNung der Regierungspartei kündigen die Legitimisten einen rnctsichtslosen Wahlkampf an; sie haben bereits einen, ansehnlichen Wcchlfonds gesammelt. Prinz Windischgrätz und Markgraf Pal-laniccini haben zu diesem Zweck je eines ihrer Gitter verkauft. Der Lebensunterhalt der Exkaiserin. W5lN. Paris, 5. April. (Havas.) Nach d'em ^/?ew Vork Herald" sei in der gestrigen Cit-Aung der Botschafterkonferenz die Anregung, gema6)t worden, die GiUer der Familie Habcburg, die in den aus der früheren Donaumonarchie hervorgegangenen Staaten liegen, zu dem Zweck zu konfiszieren, um fiir den Lebensunterhalt der Exkaiserin Zita Vorsorgen AU können. Sachverftanblgen?onferenz slir Genua. WKV. Bern, 6. April. Die Sachverständigen der NLuttalen Staaten begannen heute nachmittags rnit den Besprechungen über die .Fragen, die die Konferenz von Genua beschäftigen werden. Die Beratungen werden morgen fortgesetzt. Meldung Wer ein llede^ein-kommen zwkfchen Amerika unv Gnswnb. Bezüglich des Wiederaufbaues Europas. Ä'üB. Paris, 0. April. „New York Herald" erfährt, das; infolge von Verhandlungen Mschen Lo:idon und Washington ein mündliches Nebcinkommen zwischen dcn Vereinigten Staaten und England auf wirtschaftlicher Grundlage zur Wiederaufricht:lng der Welt abgeschlossen worden sei. Es handle sich u.n c?n iuteruationales Ereignis von weitestgehender Bedculung, das auf die Konferenz don Genua großen Einflus; haben wird. Das Uebereinkommen sei nach der Konferen.z von l^enua zustandegekommcn und sei der Aus-drilck des gemeinsamen Interesses der beiden .Staaten. In der Verminderung der Niistun-flen, in der Ausgleichung der Budgets und in der Wiederherstellung normaler Verhältnisse in der Frage der Wechselkurse, der Steuern und' der Löhne und tc». . .. 'Groß- britannien wird also auch im Namen der Vereinigten Staaten sprechen, wenn es seine Ansicht über jede einzelne dieser Fragen auseinandersetzen wird. Schwelzer Bundesrat. Motta über den Völkerbund. WKB. Bern, 6. April. (Schweiz. Dep.-Ag.) Der Ministerialrat genehmigte einstimmig den Bericht des Bundesrates über die zweite Völkerbundversammlung. Dabei stellte Bundesrat Motta fest, dasi der Völkerbund seine Lebensfähigkeit bewiesen habe und drückte die Hoffnung aus, daß der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund noch in diesem Jahre erfolgen werde. Weiterhin genehmigte der Ständerat einstimmig Zusatzanträge zum Völkerbundpakt, betreffend die Wahl nicht ständiger Mitglieder des V?^lkerbundrates, die Kostenverteilung, wirtschaftliche Sanktionen und Vorschriften über die Revision des Paktes. Der Hanvettvertrag mit Deutschland anaenommen. WKB. Berlin. 7. April. (Wolff.) Der Reichstag hat endgültig den Gesetzentwurf über einen vorläufigen Handelsvertrag zwischen dem Deutschen Reiche Utid dem Könige reiche der Serben, Kroateit und' Slowenen angeuoulnieu. Rtncic nach Napallo abgereiste ZM. Beograd, 7. April. Von kompetenter Seite erfährt man, daß Dr. NiniZi^ nach Ra-pallo abgereist ist, um n?it der italienischen Delegation in alten schwebenden Streitfragen eine Verständigung finden. Vom ErgeÜnis dieser Verhandlungen wird die Reise deS Ministerpräsidenten Pasi6 nach Genua abhängig gemacht. Das Leichenbegängnis des Exkaisers Karl. WKB. Funchal, <>. April. (HaSas.) Dcis Lcichenliegängnis des Exkaisers Karl hat unter starler Beteiligung der Bewohner aus der Stadt uud der Umgebung stattgefunden. In der Pfarrkirche war ein Provisorisches Mauselum errichtet worden. Ter Bischof von Funchal nalim die Einsegnung vor, der fast sämtliche Mitglieder der Familie des Verblichenen und das Gefolge beiwohnten. Unter den Blumenspenden befand sich auch ein voul König von Spanien gewidmeter Kranz. Näuberifcher Ueberfall auf einen Grvkeßzug. Diplcmatische Akten, darunter daS für Genua bestimmte Archiv des englischen AußenamtcS geraubt. WKV. Berlin, 7. April. (Wolff.) Wie die Blätter melden, ist gestern früh in: E?^preßzng Paris—Marseille ein Eisenbahnraub verübt worden, bei dem den Räubern wichtige diplomatische Aktenstücke, darunter das ganze Archiv des englischen AußenamteS fiir die Konferenz von Genua in die Hände gefallen sein soll. Llnßimmigkeiten zwischen Beograd und Bukarest. ZM. Beograd, 7. April. In Regierungsfreisen erfährt man, daß zwischen unserer und der rumänischen Regierung wegen der Genueser Konferenz einige Unstimmigkeiten eingetreten sind. Kurze Nachrichten. ZM. Beograd, 7. April. Finanzmittister Dr. Kumanudi erwiderte auf eine Anfrage, daß unsere Banken die Weisung erhalten haben, alle auf fremde Valuten ausgestellten Schecks in unserer Valuta zu honorieren. Dasselbe gilt auch für Akkreditivbriefe. Mit dem auf diese Weise ausgezahlten Gelde haben ^ die Geldinstitute auf gleiche Weise vorzugehen, wie beim Devisenhandel. ZM. Beograd, 7. April. Gestern sind nachfolgende Experten unserer Genueser Delegation nach Genua abgereist: Dr. Milan Ra-dosavljevi««, Dr. Markoviö, Dr. Strahomir Mileti«^, Dr. Eugen Derocco, Dragutin Ili,^, Dr. Milorad StraZ-nicki, M. VrtaniL und Dr. Ivan .Krstelj. Die übrigen Mitglieder der Delegation werden heute und^ morgen abreisen. Marburger und Tagesnachrlchten. Ein .HochzeitSgescher.k der Stadt Ptuj dem König. Aus Ptuj wird gemeldet, daß der Faßbinder Steudte 4 bis ö große Fässer anfertigen wird, die mit den besten Weinen der Kol»? und der Windischen Biiheln gefüllt, denl König als Hochzeitsgeschonk überreicht werden. Todesfall. Ain 0. d'. M. starb in der (^iril-Metodova ulica 24 Postkassenkontrollor i. R. Herr Jakob Splichal im 72. Lebensjahre. Das Leichenbegängnis findet Samstag um Uhr nachmittags am PobreZjer Friedhofe ! statt. ^ Spenden für die Rettungsabteilung. An «Stelle eines KranzeS für die verstorbene Frau jAloisia Kirbis spendete die Fleischer- und l Selchergenossenschaft IlXI I^. — Anläßlich - einer Bralidschadenschätzung bei der Firma Franz Stekar in drng, Meljska cesta 75), spendete Herr Schlachtitz als Facherperte seine Gebühr im Betrage von 3W der Freiw. Feuerwehr. — An Stelle einc^ Kranzes für die verstorbene Frau Kirbis spendet Herr Jos. Nosenberg der Rettungsabteilung 4lX) I?. Anto-Turbinenspritze. Für die Auto-Tur-i binenspritse siyd noch weitere Zeichnungen ^eingegangen: Herr Josip Rosenberg j Herrn Anton Badls Nachfolger ZO.WO, Herr ! K. Iezek 400, Firma Matheis, Suppanz und ' Co. 16.000, Firnm JugoslovanSki L!oy Ma-!ribor ? 0.000, Firnta Volta, Ges. m. b. H., i Maribor 1000 X. Evangelisches. Palmsonntag den 9. April vorniittags 10 Uhr Gottesdienst in der evangelischen Ehristuskirche. — 11 Uhr Kinder-gottesdienst. Bereinigung der lkriegsinoaliden, Witwe« und Waiden. Der Landesausschuß in Mariboi veröffentlicht nachstehenden vierteljährlichen Bericht: Am 18. Dezember 1()21 übernahm das gegenwärtige Komitee 5^4 männliche und weibliche Mitglieder. Mit unermüdlicher Agi^ tation erwarb er sich noch 148 neue Mitglied der. Mit gleichem Tage befanden sich in der Kasse 240.85 Durch die Tätigkeit des ge« geuwärtigen Ausschusses erhielt die Vereinie gung freiwillige Beiträge im Betrage vcn .^042.55 II, an Mitglieds- und Eintrit!?ge-bühren 5485.80 ZI, zufanunen also W0.20 I< An Unterstüjsungen wurden anIgegebcn 760 II, an Darlehen .^010 Auslagen sür Reisen der Delegierten nach Ljubljana, für die Veranstaltung von einberufenen Invalid denversammlungen usw. 402!>.80 X. ?ln Gesamtausgaben somit 7029.80 Das gegenwärtige Vermögen beträgt 1429.40 X.' Sänit-lichen Mitgliedern wird bekannt gegeben, daß der gegenwärtige Sekretär die ihm alkvertraute Funktion zurückgelegt hat. Der „JugoslovanSki Lloyd", der auch in Maribor im Kreuzhofe eine Textilfabri? be-, sitzt, beabsichtigt, wie gemeldet wird, in Beo^ grad eine Maschinenfabrik und Eisengießerei zu errichten. Hotel Halbwidl. Sonntag Frühschoppen-« und Abenkonzert. ^ Geburtenüberfchub in Beograd. Laut einer Statistik wurden im Monate Feber d. I. in Beograd 218 Kinder geboren, denen 133 To^ deSsälle gegenüberstehen. Zugsentgleisnngen und Znfammenstijße. Vorige Woche fanden in der Station Osijek drei Zugsentgleisungen und Zusammer.stöße statt, die wohl einen großen Materialschaden anrichteten, zum Glück aber kein Menj^)en-^ leben forderten. Tie Ursa6)e der ganzen Unfälle soll der viel zu kleine Rangierbahuhof in Osijek sein, da wegen der vielen ein- und. mlssahrenden Züge kein Platz zum Nangie« ren übrigbleibt. Der Obstgarten im April. Nicht nur im Kalender, sondern auch in der Natur hat dep Frühliug jetzt seinen Einzug gehalten. Tie Winterdecle ist zersprengt und allenthalben beginnt es zu keimen und AU sprießen. Da be-> ginnt auch für den Obstbauer erneute Tätigi keit. Die im Monate März empfohlenen Ar^ beiten werden fortgesetzt. Die Neupfsanzuu>i MUß uiöglichst bald beendet werden. Mit dent Beschneiden der jungen Bäume warte man, sofern die Bodenverhältnisse Heuer nicht besonders günstig sind, lieber bis zunl näch-< sten Jahre. Baumscheibe und Baumstreifen sind zu graben, alle Wege in Ordnung zu bringen. Dem Spalierobst ist besondere Sorgfalt zu widmen. Um frühzeitige Sorten am zu frühen Aufspringen zu hindern, beschatte man sie vorläufig noch bei Hellem Sonnen-? schein, anch gegen Nachtfröste find Schutzvor-? kehrungen zu treffen. Mit dem Neuerwachen der Natur beginnen auch die Schädlinge man-l nigfacher Art ihr Zerstörungswerk aufs neue< Von Anfang an muß man sich deren Bekamps pfung angelegen sein lassen, will nian nicht unterliegen. Den Blutlöufcn geht man init Aetzkalk und starker Seifenlauge zu Leibe; den Apfelblütenstocher schüttelt man früh-, Zm St«rme i»tr 8tii»tNsßllsi. Roman von Otto Elfter. 1913 bf Kreinor ^ Lomp.» ksrlln^V. 5. Nachdruck u. Uebersetzungsrecht in fremde Sprachen Y7 verboten. Er reichte Erich die Hand, die dieser rasch ergriff. „Ich danke, Herr Konsul. Ich freue mich, Sie wieder wohl zu'sehen . . „Na, es geht so an. — Ich sehe, Sie sind iin Reisekostüm?" „Ja, ich wollte eine Wanderung durch die Znsel unternehinen, u,n dann nach Berlin zurückzukehren." „Ihre Geschäfte warten wohl?" „Das gerade nicht. Wir haben noch Ge-elchtsferien. Aber Sie verstehen, Herr Konsul, daß der Aufenthull hier —" „Ja, ja, das verstehe ich. Wir wollen auch übreisen. Nach .Kopenhagen und dann nach dem Norden. Wir wollen die Mitternachtssonne sehen und das Nordlicht bewundern." „Ich hoffe, Sie werden neugestärkt zurückkehren, Herr Kousul." „Das hosfe ich auch. — Uebrigens, wann tvollen Sie Ihre Reise antreten?" „Sobald als möglich . . „Haben Sie noch ein Stündchen für mich äbrig? Ich möchte gern niit Ihnen noch eine. Angl^egenheit besprechen ' .! ,Jch stehe gerne zu Diensten von dem Zaum in der Hand des Reiters zu«!worden, fein Haar ergrauter, feiue Haltuncj „Auf Wiedersehen denn--^ jSchaitmköpse der Wellen auf, um rasch wie-! Am Kai und auf Deck herrschte das ge^ Er reichte ihm nochmals die Hand'. Dann «der zu verschwinden, wie neckische Nixen, die I wohnliche lebhafte Treiben bei der Abfahrt wandte er sich an feine Tochtet: ^ iui Spiel der Wellen sich jagen und zu haschen j eines Dampfers. Ellen stand etwas abseits „Kouun, Ellen, wir wollen jetzt frühstücken. ^ suchen. Silbern schilnmernde Möwen schössen - an der Reeling des Pronienadendecks und be-Und den Arm Ellens nehmend, führte er sie hin und wieder, und hoch am blauen Him- obachtete das Hin und Her der Passagiere, in den Speisesaal zurück, während Bernuth! mel segelte eiu Schwanenpaar mit weit vor- der Gepäckträger und der Zuschauer. Sie in freudigem Erstaunen über die Liebens- gestrecktem Halse — ein Bild der Sehnsucht dachte daran, wie schön es sein würde, wenn Würdigkeit des alten Herrn auf der Terrasse! — dem hohen Norden zu. ^ ! Bernuth noch einmal kommen würde, uul zurückblieb. EZ war ein herrlicher Sommertag' anfat-! Abschied zu nehmen. Seit heute Morgen hatte Was wollte er wohl von ihm? Eine ge-j mend betrat Ellen am Arm ihres Vaters das i sie ihn nicht wieder gesehen, was ihr Vater fchäftNche Angelegenheit? Oder wollte er mit - Deck der „Herta". Die schreckliche Zeit der! mit ihm verhandelt hatte, wußte sie nicht, ihm nochmals über die letzten traurigen Er-! letzten Tage versank hinter ihr, sie war ihrem' vielleicht hatte er seine Wanderung durch eiguisse sprechen? Doch wie dem auch sein j Vater vom Herzen dankbar, daß er sie dieser! Rügen bereits angetreten — Plötzlich fchrak uiochte, Bernuth fah dieser Unterredung mit i Umgebung entführte, die, so schön sie war, s'e leicht zusammen! Da kam er ja den Kai neuerwachter Hoffnung entgegen. Sie konnte' doch allen Reiz für sie verloren hatte. Mit, hinunter, zusammen mit dem Justizrat Wah-zu neuer Annäherung führen, die die letzten ^ geheimem Schaudern nur vermochte sie die! rendorf — und beide lachten und plauderten Ereignisse so jäh und auf so schreckliche Weise, weißen Felsen zu sehen, die sich so rein in-froh miteinander, und jetzt schweykte Ber- unterbrochen hatten. Der schmucke Dampfer „Hertha", welcher der blauen Meeresflut fpiegelten und doch! nuth den Hut gegen sie und der Justizrat das Blut der unglücklichen Edith getrunken grüßte lachend zurück. Dann schüttelten sie sich die Hände, wie zwei, die Abschied von einander nahnlen, und Erich Bernuth eilte über den Steg an hatten. Jetzt freute sie sich des Spiels der den Verkehr mit der dänischen Hauptstadt! Wellen! Jetzt atmete sie mit Entzücken die vermittelte, lag am Kai des Hafens zur Ab- ^ reine, falzige Luft des Meeres! Jetzt begrüßte fahrt bereit. Am Heck flatterte der Danebrog, sie frohen Herzens die wärmenden Strahlen! Bord des Dampfers. das dänische weiße Kreuz im roten Felde; der Sonne, die frische Brise, die in dem Ta- Ellen klopfte das Herz lebhaft vor Freude, leise stampfte die Maschine, daß ein leichtes kelwerk des Schiffes heimliche Märchen zu - Also war er doch gekommen, um Abschied zu Zittern durch den schlanken Bau des hübschen' raunen schien. . ! nehmen, um ihr einen letzten Gruß der Liebe Schiffes lief, gleichwie der edle Renner im i Der Konsul hatte sich mehr und mehr er- ^ mit ans die Reise zu geben, trug er dych ei» Fifer, dahin^u^tüMen^ Mert. w'enn er noch. holt. Freilich Dien er uln Juhre ält.er ge- ^ nige schöne, langstielige Rojen jn der Hand 8! ^ v. kkpr» . Morgens, wo dl?r Käfer von der Nachtkükzle^ floch erstarrt ist, auf unterlegte Tücher und vernichtet ihn dann; die kleinen hellgrünen k^rostspannerraupen sind so weit wie mi^glich aufzusuchen und zu töten, die eigentliche Bekämpfung des Schädlings geschieht zu einer anderen Zeit. Bald nach der Blattentwicklung der Pfirsiche fangen nicht selten einzelne Blätter an, sich zu kräuseln, erbleichen, werden .zuerst gelblich, dann weis;. Beachtet man diese „Kräuselkrankheit" nicht, kann der gan-s^e Baum gefährdet werden. Man schneide darum von vornherein jedes sich zu kräuseln beginnende Blatt ab und verbrenne eS, so kann die Krankheit nicht überhand nehmen. Henpreise in Mnribor. Das Angebot am lehten Markte war sekir gering, weshalb auch die Preise wieder stiegen. Mau zahlte für I0l) tiilogramui Heu 187.5,0 bis 200 Dinar, ?^rummet 200 und Haferstroh 125» Dinar. Tie Zuckerprcise werden wieder erhüht. Wie M!s Zagreb geuieldet wird, haben die Zuckerfabriken den Preis deS Zuckers wieder um 2per .^tilogramm erhöht. Da der Preis des ZlickerS erst vor kurzeui erhöht wurde, ist diese neuerliche Erhöhung durch gar nichts begrüudet. Friseurpretse in Graz. Bei der am 4. d. M. in Graz abgehalteittu auszerordeutlichen Boll-versannuluug der dortigen s^risenre wurden folgende Preise beschlossen: Rasieren 140 X, Rasieren und Frisieren 200, Frisieren 60, Haarschneiden 4^,0, am Samstagen, Feiertagen und deren Vortagen^ 000, Kopfwäschen 20f) bis .W0, .Haarbrennen 400, Volli)art-stlltzen 300, Hand und Nagelpflege 500 — Für Damenarbeiten: Frisieren mit Ondulieren 400 X, Kopfwäschen uiit ondulierter Frisur 900, KostttNifrisur 700, historische Frisur i>00. Frisieren ausser Haus 800 bis 1000, Brautfrisur aus',er .'^^aus n:it Schleie»stecken 15)00 bis 7^0, Haarsärben unt flüssiger Farbe 5000 bis 10.000, Haarfarben mit ,>Heuna" ö000 bis 12.000, Haare kreppen 150, Hand-uud Nagelpflege 500 K. Landesreszierun;; und Versl5)erunt^en. Mit Rücksicht auf d!^ oftumls auftre!enden vcr-sieereuden Brände, die nicht uur ungeheuerliche Vermögen vernichten, foudegru auch viel soziales Elend stiften, daS nicht in absehbarer Zeit gutznumchen ist, wendet sich die LandeSverwaltnng an die Bevi?lkernng uiit der Aufforderung, fich vor den Folgen der Elemenwt'i'reignisse, insbesondere der Feuers-5rüuste, durch VersicheruugSverträge nach Möglichkeit zu schützen. Ol^gleich der Wert jeglichen Besitzes nm das Fünfzigfache und noch mehr gestiegen ist, ist die Zahl derer, die In diesem VerhäÜnisse auch die Versicherungs-suulme erböht baben, äusserst gering. Diese Nachlässigkeit des Einzelnen kann zur Folge haben, das? durch unvorhergesehene Naturereignisse begüterte, in Wohlstand' lebende Leute plötzlich auf den Vettelftali gebracht werden, in gros^^e Schwierigkeiten geraten vder gar genötigt sind, zur Wiederaufrich-tung ihrer Ei'istenz sei eS an die Regierung oder an die Oefsentlichkeit zu appellieren. Die Laudesverwaltung findet es als angezeigt. darauf hinzuweisen, das; infolge der allseitig vorgenommenen budgetäreu Einschränkungen auch die für Aushilfen bestimmten Suutmen auf das äußerste herabgefetU worden sind ulid deuinach staatliche Zuwendungen bei derartigen ?tnlässen uur selten i'nd in geringen: Ausumf;o wenden erfolgen können. Das beste nnd ergiebigste Mittel zur Erhaltung seines durch Mühe und Arbeit Uud sei'.t taul er auf sie zu. Auch seiue Au-yeu leuchteten so srob, so glücklich. „Esseu, meine ieure Elleu", sprach er uud freudige Nöte ergübie in seinen Wangen. „Siebst dn, das; wir doch uvch glücklich werden sollten?" „Ja, ich danke Ihnen, Erich, das; Sie noch ^ einmal gekommen sind — ich danke Ihnen fi'lr die schönen Rosen aber'da läutet es zum dritteu Male — Sie müssen eilen, wieder au Laud zu komuien." , , Er ^lachte fröhlich auf. " " „Nein, Ellen, ich bleibe hier! Ich.fahre mit dir der Mitternachtssonne, der Sonne unseres Glücks entgegen'." „Wie? Sie fahren Ulit? — Und mein Vater?" „Ah, der Herr Konsul hat nichts dagegen, ^ sieh, da kounut dein Vater . . ." Er eilte dem alten Herrn entgegen nnd' beide fchüttelten sich die .Hände. Dann legte der (ionfnl den Arm um Beruuths Schulter. „Ja, Ellen", sprach er und seine Stimme hatte einen weichen Klang, „ich habe Erich eingeladen, uns auf unserer Reise zu bealei--ten. Ich hoffe^ eS ist di^^ Karvurgv erworbenen Wohlstände? und' zur Verhütung uicht wieder gutzumachenden Uvgli^cks ist Selbsthilfe. Diese besteht aber darin, daß sich jedermann durch seinem Verwiegen entsprechende Versicherungsverträge gegen Schaden schützt. Nur dadurch wird sich so manches unnötige Elend, daS über Nacht hereinbrechen kann, verhüten lassen. Selbstmord eines Profeffors. Vor einigen Tagen erschoß sich in Sombor der pensionierte Professor Gjokovi«^. Da er schon durch mehrere Monate keine Pension erhielt uud keine Privatmittel besaß, griff er znul Revolver und machte so seiner Not ein Ende.. Ein enttäuschter Dieb, ^n der Nacht des 28. März wurde in die Gemeindekanzlei in So. JauZ anl Draufelde eingebrochen. Der Eiubrecher öffuete mit nachgemachten Schlüsseln die Türe und wollte mit einer Hacke die Kasse sprengen. Diese Mühe konnte er sich aber ersparen, da die Kasie okfen stand und gar kein l^eld enthielt. Sodann untersuchte er alle Tischladeu, doch ohne Erfolg. Da er sonst uichts saud, uahui er sich ein kleines sUstchen uüt den Schlüsseln der Wahlurnen mit. Weil 'er aber auch da drinnen nicht das erhoffte Geld fand, brachte er es am nächften Tag zurück uud legte es vor die Kirchentür. Mau faud bei der Uutersuchuug in der Kanzlei ein Stückchen Papier mit dem Nameu ci-ues Burscheu aus Zaholii^, der von der Gendarmerie als der mutmaßliche Täter verhaftet wurde. Verlorene nnd gefundene Gegenstände. Vom 10. bis März 1022 wurden beim Polizei-konimissariate iic Maribor folgende Gegenstände als- gefunden abgegeben und können von deu Verlustträgern daselbst behoben lverden: Eine schwarze lederne Brieftasche inlt 78 Dinar, ein graues Kaninchen, 42 X in bareiu, 20 in barem, 1l.728 österreichische Kronen, ein brauner übertragener 1'eberzieher, eil^e braune lederne Brieftasche unt 20.'-,^ Dinar, eine Spange, bestehend auS dreißig Zehuhetlerstückeu, ein lederner Handkoffer uüt verschiedenen Gegenständen, ein dunkelgrüner Herrenhut, 4 Blatt Noten, eine Geldbörse mit 10 X, ein Schlüsiel, eine Sokol-legitiumtion, lautend auf den Namen Rojko Franc. — Verlorene Gegenstände: Eine goldene Halskette, kettenförmig unt Anhängsel, I80 ein brauner lederner .Handschuh, ein goldener Ring mit Diamauten, eine seidene Tasche fPomPadour) mit Hakldschuhen und Taschenbuch, eine lederne (Geldbörse mit 5>0 Dinar und Dokumenten, ein Büchlein mit 5M Dinar. Die Finder werden gebeten, die Gegenstände beint Polizeikommissariatc. abzit-geben.'^ Kino. Mchtti Ziiw. „Perle deS Orients", ein Hervorrageuder Filu! in sechs Alten, der den märchenhaften Zauber des Orients mit all seilrer Pracht, die an iudischen Fürstenhöfen berrscht, beinhaltet. In der Hauptrolle Viggo Larseu. Lärseu. Der Filu: wird Freitag. Sauistag, SolnUag und Moutag vorgeführt werden. in Marilior. Sountag den s>. April fpielt der Meister von Slowenien, Ilirija, ans Ljnbljaua gegen die hiesige SP..V. Rapid. Das Spiel dürste wie imuter äußerst in-teressaut werden, uniso uiehr, als Rapid uach ihreul schönen Anfangserfolg sicher alles da-^ ransetzen wird, eine empfindliche Niederlage l Jetzt wußte Elten, was ihr Vater nm Morgen mit Erich verbandest hatte! lieber und über erglühte sie, aber in ihrem Herzen guott ein jauchzendes Glück empor. 1Inbekümuu?rt uul die Uuistehenden warf sie sich in die Ar-ule des Vaters. „Mein lieber, guter Vater . . flüsterte sie unter Lachen uud Weiueu. Er küßte sie zärtlich auf die Stirn. „.Habe ich dir uicht versprochen", sagte er, „daß dein Glück forwu uieiue einzige Sorge seiu soll? Nun, uud ich hoffe, du wirst luit Erich glücklich . . . da, mein Kind, begrüße deinen Verlobten Und er legte die Hände der Glücklichen ineinander, uud ihre Augen grüßten sich in zärtlicher Liebe, da es ihre Lippen hier unter den vielen neugierigen Menschen noch nicht wagten. Aber als der Abend' niedersank, der Dampfer das einsame Meer durchfurchte, und die Gefellschaft sich in die Kajüte zurückgezogen hatte, da wandelten die Glücklichen noch lange auf deul Deck hin und her, Arm in Arm, uud da fanden sich ihre Liptzen in zärtlichem Gruß und Kuß der Liebe. ' '' ' »ßt U U abzuwehren. Jlirija soll Heuer in prächtiger Form sein. Schlug sie doch^ die nach Spanien reisende Zagreber Gradjanski 2 : 0 und' den S. K. Eelje 11 : 0. Das gerne Tor betrachtende Sportspublikuul dürfte auch hier auf seine Rechuuug komnien. Das Wettspiel findet bei jeder Witteruug auf dem Rapidsvort-plat) um halb 16 Uhr statte Aus aller Welt. Die Bärin und ihr Junges. Aus Ko^evje meldet die „Novi <)as": Dieser Tage zogeu fünf Burschen aus Kompole in das Gebirge, das das Tal von Dobropolje vou? Ribuicer Tale treuut. Auf der Höhe machten sich je zwei Burschen an das Absägen zw!)ier vor-bezeichueter Fichten, während der letzte, der Besitzer»,'sohn Mustar, den Berg uoch höher euiporllounu, um zu scheu, welckier der beiden zu fällenden Bäume die Marke trug, die ihu für die Versägliug kennzeichnete. Der Bursche war rasch eu^porgekommen, als aus deur Fichteugeäst eine Bärill auf ihu losstürzte und ihn iul nächsten Augenblicke nnt den Borderprauken ulnslng. Der jinige Mustar wehrte sich heftig gegeu die Uuiklammerung und dabei kameir Bärin uud' Bursche zu Fall? sie kollerteu den Hang hinab, wobei der junge Mann seine Kameradeil laut uul Hilse alcrief. Die Baumsäller spraugeu so rasch als möglich herbei uud fanden Mustar bewußtlos am Boden liegeu. Als sie deu Ohnu>üchtig?n zu sich gebracht hatten, erzählte er von seiner Begegnung, worüber nun die änderet: Burschen sehr erstaunt, ja recht ungläubig wa^-eu, weil sie uichts von eineul Bären wahrgenoin-nlcn hatten. Dennoch machten sie sich anf die Suche und kauii'n bald zu jetier Stelle, an der Mustar übermlleu unirdeu war. Unlveit d-,'»-von sauden sie ein Bäreulager und darin ein Bärenjuuges, das kaum einige Wochen alt war. Bon der Bärin fand ulan keine Sl'inr. Den juugeu Bären bracl)ten sie heim ilach Kou'pole, wo er unt deui Milchfläschchen aufgewogen Uii'.d. Ä'ustar hat eitre leichte Riß-wuude aul Arnke uud einige Qnetjchungen erlitten; sie sind nicht allzu gefährlich. Am^rtlanischer Humor. Zwei ^^ei-sende, ein Engländer und ein Amerikaner, unterhielten sich wälirend der Lisenbahnfal^rt über das Ivstter in ihren tänÄern. „Das unangenehmste den >.?od>.'n^ (i:r wurde von Gfs^lzicren, dis dem Ballon gefolgt waren, aufgenon^msn. Der '^Nann Kin.z länger als sechs Siunden am Ssil. Das Requiem skr den Ekkaifsr in der Gtephanökirche. Demonstrationszug der Monarchisten. Wien, 7. April. In der Stephanskirche fand gestern das feierliche Neguiem für weiland Exkaiser Karl statt, das voni Kardinal Fürsterzbischof Dr. Piffl zelebriert wurde. In der Stephauskirche hatten sich neben eignem vieltausendköpfigem Publikunl der besten 'llschait. von den Mitgliedern der Buudcs- regierung Buudeskanzlcr Schober, die Mit«', ster Dr. BreiSky, Dr. Gürtler, Dr. Nodlcc uud Waechter, sowie die Ehrisrlichsoziale Vereinigung des Nationalrates und die in Wien weilenden Bundesräte cingefundeu. Uutee den Erschienen bemerkte tnan viele Mitglieder des hohen Adels, zahlreiche Lsliziere i?i Uniforui, die inkorporierte katholische Studentenschaft uud viele Mitglieder der Freut-kämpser uud der Ofsiziersvereilliaungen. Nach den? Negnienl sorinierte sich ein großer Teil der Teilnehu?er zu einem Deuwn-siratiouszug, der durch die innere Stadt uu-ter Absiuguug der Volk^'hvnme marschierte Lebhast akklauiiert voul Pnbiikuus, zogen sie unter .'>>omrufe!l auf die Erkaiscrin Zita '.:n!l auf Otto und das .'i^'^aus .'^>absburg znui Parlamente. Die Delnonstranten besetzten die Parlamentorau^pe und demonstrierten hieö durch Nnfe: Nieder uiit der Nepublik! Sie verlangten, dast die Fahnen von den Parla-uieutsmasten heruntergeholt und durch schivarze Fahueil ersetzt werden, währeud wieder audere riefeu, lnan uii?ge die Fahucir auf Halbmast hisien. Eine Abordnnng unter Fiihruug des Ober^ leutnants Hoynigg begab sich in das Parla-, uientsgebäude und ersuchte den Präsideuteir Dr. Weiskirchuer, die Parlanientsfahueu aus Halbmast zu hissen uud eine Trauertund-gebuug iul Hause zu veranstalten. Präsident: Dr. Weistirchner verwies daran?, dc^s; di^^ christlichjoziale Partei ohnehin dal,ingehen.<^ Absichten geäussert habe, das; jedoch infolgc? des Widerstandes der anderen Parteien dic Trauerknndgebung verhindert worden wäre. Uul halb 1^ Uhr uiittaas schritt Poti.^ei eiir uud drängte die Demonstranten von de' Ringstras^e in die Seitengassen. Funchal, 7. April. Wie der „New Herald" uütteilt, soll die L?eiche des E^'taisevs Kart mittelst Schiff uach Oesterreich über^ führt werden, . > Börsenbericht. ,^af,reb. Devisen: Berlin 10'» bi'^ 11»!', Mailand IVO") bis 172ö, ^'endon 1 bis l-IN», New ?1ork 310 bis Paris W2') bis 2915), Prag bis Schweiz «ZM'l lu'5 Wien 4.i?0 bis Budapest bis W. — Valuten: Dollar .'iU-, bis lilsterreichische Krone 4 bis tschechisckib Krone tilO, -0 X in (^)old Napoleondec 1000,-Mark 1l?, Lire 1000 bis 1700, ungarische Krone ^ Wien. Devisen: Zagreb 2.'').07 bis 20. Berlin 2^.9.^ bis 25).05, Budapest ^"^.72 bis 9.78, London W.7'. Paris 007.50 bis 003..-'>0, Prag 1-1!.15» bi^! 11i..'j5>, Sofia 5)1.70 bis .'i1.80, Warschan 1.00?-^ bis 2.00/i, Zi'rich 1^!8t^.25 viZ 1188.7'). — Valnteu: D'illar 70.10 70..'^ 1, Lev !''i0.0!') bis deutsche Mart 2').2.') bis 25.^5), Psund bis sran> Franken tiö.'i.s»0 vis 00 !..',0, Lire ")'.)7.70 bis M8.!^0, Dinar 02.2!", bis 02.!')2, Polnisch«? Mark 1.0-1.'.' bis 1.08^.', Lei bis 5)1.5.0. Schweizer Franren 1-178.75» bis 1181.25,, lschechiscbe Kron2 1 !> bis 1-11.20, ungarisch«» Krone 8.70^^. bis 8.85i'.'. Zürich. Berlin 1.05), New ?^ork 5.15, Len< don 22.5)8, Paris -10.05^, Ncailand 2f>.05), Prag 0.02, Budapest s>.5)8, Zagreb 1.5>5», War! schau 0.1.'?, Wien 0.000, österreichische g(:< stempelte Krone 0.07. Frühlingskuren. Im Frühling uiust der alle Adaui, abge« glissen nnd durch harten ^^^'intersrost ni^!> scvarfen Stubenraucl) zerutürbt, znuächst er-^ dienert werden. Wer in früheren ^'^mhrhnnder^ ten, noc!) in der Zeit biederuieieriicher V!ärz^ winde, ahnungslos einen Blict ins srühling^-« mäs'.ige Stübchen tat, der ko:nlte glauben, eine allgeuieine Epideniie haj?e die Beuiohne-^ ergrissen. Da eilten die Aerzte umher, zu Fns» nnt ihre:l nachdenklichen Stöcken, in slinken Wagen, die Bader und Barbiere sprangen treppans, treppab, die Apotheker und Drogisten bekanken den Laden uicht mehr leer/ heil- uud weisbeitsluudige Frauen predigten der' eifrig lailschenden Znl^örerinnenschar. Und schon trat der sichtbare Effekt dieser eis' rigen Bewegnng ein: da unirden Tränkchen genommen, wnrde Purgiert nnd zur Ader gelassen, geschröpst und geschwitzt, das, der bösc Feind, wenn er noch in den Köipern gewesen wäre, anf jeden Fall so rasch als uü^glich Neikau^^ «enomn'.cu Der andere folgte ^em Rat, ben man ihm gegeben, bestieg den holpcrigtn Posttvagen md fuhr nach dem berühmten Badeort. Dort trank er Walser, als sei er ausgedürtt, nakm väder und fügte sich in das scharf von tte-jundheitswächtern kontrollierte Leben de) tturorts. Ein noch Schlauerer riet sich selbst vm unfehlbarsten, unterzog sich in ländlicher Umgebung einer Milch- oder Ml)lkcnkur; tlieun ihm aber die Tilbcrstücke schwächer im Neutel klangen, trank er Buttermilch, der ein heilsames Purgiersalz zugesetzt war. Eo wurden die winterlichen Eafte „vcr-li'lkt". der s^örper gelinde „gereinigt". Auch T^nt anderen, weuiser frommen (betränken hat nmn ^ri'lhlingvkuren aeniacht. Nicht immer ist freilich der Arzt Pate bei diesem Me-diziniereu gestanden. Die Ctarkbiere, wie sie nach alter Eitte in, Frühjahr hergestellt wurden, hatten eine auögesvrochen purgiereude '^i'irknng. Dieser ^rühlingstrank uiuntc das Blut „lüften" und die in: Winter angesam« Mellen „bösen Laste" auftreiben. Eonst sind die Frnhlingokureu znin Teil abgekommen, nämlich in deut engen Einn, daß eine Mode ''lie Leute, gesunde lvie kranke, dazu brachte, sim einer richtigen slrankeukur zu unterziehen. (^)eblieben ist dagegen vielfach der Krauch, dllst eilt chronisch Leidender, oder wer sich sonst nicht wohl fühlt, im »Frühjahr eine Trink- oder Vadekur mitmacht. Diese Bedeutung werden die Frühlingskuren immer beibehalten, sei es am Ursprungczrt der beilkräftigen Quellen selbst oder im eigenen .Heinl, wo gewisse Msscr in kurmäfziger Aei-se getrunken werden. Die Vorteile einer solchen Frühlingökur in einem Äurort für einen chronisch Leidenden sind in der Tat hoch einzuschätzen. Dem langandauernden Modebrauch liegt Richtiges zugrunde. Tie gänzliche Veränderung der Lebensweise bringt — wie andere Badekuren auch — das Aufgeben mancher schlechten, der (-Gesundheit abträglichen (Gewohnheit mit sich. Die Einhaltung bestiniuiter, vorgeschriebener Kost läs'.t Crnährungsiorheilen des Winters in ihrer Wirkung entschwinden. Die Durchspülung des ganzen .stizrper? r.iit Wässern, dl.: bestinnnte, sonst nicht in diesem Äka-s;e enthalten? ^alzc entHallen, ilbt ein.' vorzügliche, je nach der Art des Leidens spezifisch beeinflus'.ende .Heilwirkung aus. Das; es gerade der Frühling ist, der zu der Kur gs-wälilt wird, hängt mit dem allgemeinen (^-e-sühl nach (!!rneuernng zusammen, ulit dem Wärmerwerden der WÜterung und der Freude, den ins Zinlmer bannenden Winter überstanden zu haben. Mäßigkeit, !»iörperbcwe- gung, bei manchen Trinkkuren sogar sehr energisäie^' Achten auf gesundheitliche Notwendigkeiten treten an die «telle der unhri- ^ gienischen, unbedachten Lebenösübrung, wie sie das gesellschaftliche Leben des Winters^ mit sich gebracht hatte. Natürljch würde die> Wirkuut^ ^leicl) bedeutend geringer sein, wenil! der Lturbeflissene auch in dem Aade, das er^ ausgesucht hat, den ganzen Tag mit ^Larten-spieleu am Spieltisch zubrächte. Auch heimische Trinkkuren können ausgezeichnete Dienste tun, vor alleul weil ebeil auch bei ihnen ein deutliches Achten auf gesultdheitlichen Lebenswandel wichtigste Begleiterscheinung bildet. Wer nicht wirklich krank ist oder sich kränklich suhlt, sür den ist eine Frühlingskur im engeren Sinne des Wortes unnötig. Auch für ihn ergibt sich ulit dem Anbruch des Frühlings die fchlznste und gesündeste Zitur «ja von selbst. Korperlich winkt auch denen, die von Wintersport nichts wissen wollten oder konnten, die Befreiung aus den geheizten Stuben, Wandern und andere Aufrüttelung der langsam gewordenen Sehnen Mld ^ielenke. Da kreist das Blut schneller durch die elastisch federnden Adern, die Ltmgen saugeu begehrlich die langvermistte reine Luft ein, die Haut verkündet in froher Bräunung den Einfluß von Sonne und Wind. MliSkeln spannen uns freier, frischer denkt das Gehirn. Mit der Natur entrostet auch der alte Adam. Die a^jährs liche Frühlingskur des Erwachens der Natur wild zum Splingborn der Jugend für jeden Menschen — schenkt auch dem an Jahren Fortgeschrittenen die Seelenjugend wieder, ohne die Leben und Lebensfreude nicht denkbar sind. Dr. W. S. Abonnemevt» Erhöhung. Tis Bermaltung d«r „Marburger Zeitung" jjt, wie die Verwaltung dee übrigen Zeitungen, gezwungen, wfolge der außerordentlich crhiZlften Preise stlr Papier, Druckereibehels« und Arbeitslithne die Abonn-mentsgebühr mit Postzustellung und Abonne- mentskarten auf 10 Tit^ mit Zustellung durch Austrügerinnen auf^ das Abonnemeut fürs Ausland auf 18 ^ zu erhöhen. N!chtSdeftoWeniger bleibt d!e „Marburgs» Zeitung" das billigste Tagülatt SlonzenienS. Die Preije für Einzelnummern bleiben miß bisher. Kleiner Anzeiger. Verschied««» Karleh«» bis 4000 Li. mik l2 bis !5perzent. Verzinsung u. grundblicherlicher Sicherjlelluna. I. Satz (dreifacher Geaenverl) wird von einem Eeschästsmanne und Kausbesiker per sofort gesucht. Bermtttter erhalten 2 Per« zent Provision. AnIrSge unter »Eichersie Kapitalsanlage" an d. Nerv. §287 '.S.vov Aro«e« demjentaen, der mir einen > Insolventen-Ausgleich ofort durchführt. Anträge unter .Drinzend- an d!e Verw. 2588 AealULlen und D«rkav? von Besitzungen. 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