Rr. 3V. ft. l,, »«lbj. >. 5 «». F«r die Hchellnng «« Hau» Donnerstag, 25. Jänner. Iul«,»«,,««tb»Ibl: Für lleine I»s«««t» «« ^, 4 Zllleu >5 tl,, grihtlt pr. Ze!l« « kl.l b»i Ssltr» Wiederholung« pi. Hull » ll. 1877. Amtlicher Mil. 3 All^s/' ""b t. Apostolische Majestät haben mit üfsp.ll?' ""terzeichuelcm Diplome dem ordentlichen lM tl,ch^ Universitätsprofessor zu Innsbruck Dr. Anton drit^"»'. «^ ^^" blS Ordens der eisernen Krone Rit.^ ^''°' '" Gemäßheit der Ordnlsstalutcn den »nä^ft, "'<^ln Prädikate .Marilaun" aller. Snadlgst zu verleihen zeruht, M-r^/^/ Apostolische MajeM habe« mit UVl" ^'tschlichung vom 18. Jänner d. I. dem M i^ " ^ausa Paul Ritter v. Rescetar, an< «öl^ der von ihm aus Gesundheitsrücksichten erbetenen lein . ^<"! .^" bleibenden Ruhestand, in Ancriennung eis,... x^^"' ^"uen und ausgeznchnelen Dienst-aller«.^'s? Komthurtreuz des Franz Joseph.Ordens «uergnädlgst z„ ^leihen geruht. Alltr^s/' !!^"^ ' Apostolische Majestät haben mit Ob"Ä? Entschließung vom 20. Jänner d. I. die ^«n D'^7^"'"!" Dr. Franz Petrust« in Prag. X r° ^ c°?3. ^ ^"est, Leon Isseczeslul in ««^Ph Telschinger in Ora, und Johann rickMos/«, «, "berg zu Hofrülhen dc« oberstm G«. ^ "°'^ auergnadiast zu ernennen geruht. ________Glaser w. p. «llr,M'st'' ^'^ l Apostolische Majestät haben mit """ ^-Jänner d. I. dem Hamara i^. !l I ^" Seebeh0rd« in Trieft Alois leistuiig den 2-:?'/"""nuna seiner vorzüglichen Dienst, ü'sp^ktors dips a»"'^ ^aratler eines nautischen Ober- '"". zu »lH^WH^,^' WMT5MU ^ac,?^; I"stizminister hat dem Bezirksrichter Johann «ach'Lack bewillig?"« ^sthun'g >°n N« in N^m^"^'")'^^" ^" ben Bezirlsgerichtsadjunkten adiu^, ^.^leph Martinal und den Gerlchts-u!i«, bel den» Landesgerlchte in Laibach Lorcnz den l-!^" V/zirlsrichtern, den ersteren für Oroßlaschiz, " letzteren für Nassenfuß ernannt. ^ Nichtailltlicher Ml. Wien, 22. Jänner. Answet» über den Stand l>« Rlnl> erpest in den im «eich«. l^athe vertretenen Bändern in der Zeit vom 15. bis 22 Jänner 1877. In der Zeit vom 15. l>i« 22. Jänner o I. ist in keinem Orte der i« Ulich«ra'he vertretenen Länder die Rinderpest auSgedrochen. «m 3«. Jänner b. I. ist somlt in den «ebachlen M,t»eln kein anderer Ort al« die Hornvieh Eonlumuz< anstaU Podwolcczysla in Galizien rinderpeftoer. feucht. Das Scheitein der «onserenz. Das Scheitern der Konferenz. Verhandlungen ist von der öffentlichen Meinung Europa's seit so geraumer Zeit als ein fast unvermeidliches Ereignis betrachtet worden, daß der wirtliche Emtritt diejer Tyatsache kaum irgendwo lebhafteren Eindruck hervorrufen konnte. Seil der Große Rath, welchen der Sultan einberufen, sich etn-müth g gegen die Annahme der Konscrenzooischlüge aus gesprochen hatte, war eine Zwangslage geschaffen, der stch weder d«r Sultan noch irgend eine von ihm ein gesetzte Regurung zu entziehen vermochte. Gerade im Augenblicke der Sonslitutionalisierung des ReicheS ließ sich schwerlich annehmen, daß die Pforte durch Nach. giebigleit und Gefügigkeit in die Vahnen einer Politik elttlenlen würde, wclchc mit der öffentlichen Meinung in so offenlundlgem W,derspruche slal,d. Möglicherweise halte sie dlc Wahl zwischen den Konsequenzen der Verwerfung der Kollferenzbefchlüsfc und der Revolution im Innern. 3,e halle in dem Kriege mit Serbien und Montenegro zu kräftig auf den Volkögeist einKewirll. zu lebhast an seinen Patriotismus, seine Opferwllligleit, an die trie, gerischen Eigenschaften dcr Natiou appelliert, als daß sie nicht mit einer Vew«gul,g hätte rechnen müssen, welcke sie zwar zu entfesseln, aber niemals vollständig zu beherrschen wußte. Nichlsdeslowclligrc wären vielleicht die Entschlie» ßungen der Pforte d Raschheit belrieben Hütte. Und jedenfalls würde es den Klieg, wenn l< sich j ht schon zu demselben el'tschlosse, nur «m eigenen Howen, „icht im Namen Europa'S zu führen haben. Die Otfahr lines europüilchen Eo„fticte«, oillleicht sogar die Oefahr eineS unmittelbaren Kriegsauebruches schien der Pforle wahrscheinlich ausaeichlofsen zu scln, und daS ellläll zur Geüü^e, warum sie die anscheinend enlfern»eren Räch. lheile der Avlthnul,g den unmiiletbareren und näher lie» aenden «i»er n^chj tzlttnöglichen >fvol»Ui»lchrln Vlwegunz . h« verloren, schon in der P^« ^ ^!". ^^ für . Z'n Jahre 1884 bekam er die vel,..«« >. yre gewaltige Ausdehnung, und der eine oyn ihnen außer» den, durch Relief« welche der tzommooore mil dcm Stolze eines Emporkömmling« z^r Verherrlichl,»« seiner Verdltnsle um die amtlilanische Elsen.Inoustile unier dem Vlebel h«l anbringn lassen. Eorneliu« Vanderbllt »ar lein populärer Mann in der gewöhnlichen Vedeutung de« Worte«, aber auf Manhattan Island so bekannt, wie seinerzeit Horace Greeley, oder wie jetzt noch Peter Eooper, der generöse Philanthrop, oder Tyurlow Weed, der Nestor unter den Journalisten und Slualemännern. Ein halbe« Seculu« b wegte er sich in der Oeffentllchleil: angeftaunt, gefürchtet, gehaßi, angebettelt, ermüdet, verläumoet, stets von sich reden machend. Vi« zum Veninne seiner To-deskranlileit sah man den Alten häufig in der Wall Slrett. An Sicherheit des Vlicke«, Raschhelt de» snl-schlusse«, an Thatkraft und Willensstärke, an Eowvlna-lionolnstlnlt und Administra ionSlalent kam ihm keiner gleich. Nur einmal im Leben stand er einem Manne gegenüber, den er al« ebenbürtigen Freund hätte achten müssen, wenn derselbe mit seinen exormen gelstigen Fähigkeiten auch jene solide Orun laze de« KharallerS oerbun, den Hütte, die den Abkömmling der alten Knickerbockers vor dem V^nleesohne auezeichnele, welche gewisse,maßen die U »tel icheidunqsltnle b'ldel zwischen Cornelius Van. de'hill und — James Fist. Der Lebcnelauf der beiden Männer bietet msnchen Verllleickun^SpUütl dar und hält« nicht die Kugel eines Meuchelmörder« Iame« Fi«l in den ersten Stadien seiner ^lreber.Elllrire «odl zu Voden gestreckt, wer weiß, in welchem K^mpf er sich noch hät'e messen müssen mit dem al en Eommooore? Daß der ,.E'senbahnl0"iu" Ursache ha te, vor dlm „Prinzen van E'lt" auf der Hui zu sein, hat er yor Oerlchl wie im Prioaoeltehr mehr «>« einmal mll einem Kern« fluch ä'girl ch tlnlüumen müssen Der W,a zum Her,e.. V^'d^bilt« gina durch den S'°ll, und di. we..<«e. M,m«-". die sio >ei..e« volley Vertrauen« rühmen lon..le.,, st d »nf bie,t« U«»ege 152 den Konferenzen Antheil genommm haben, sehen sich wenigsten« b«s zu einem gewissen Grade für dle Vor« schlüge der letzteren engagiert und leiner der übrigen Regierungen kann mit Fug so viel Interesse an der Frage ui,d so viel äußere Autorität zuerkannt werder, daß angenommen werden lönme, sie weide sich leicht zur Uebernahme einer so schwierigen Aufgabe entschließen. So ist die Situation in der That nach allen Richtungen hin unklar und schwer beurtheilbar geworden und schon dadurch sind die Möglichkeiten einer weiteren Verwicklung unleugbar näher gerückt. Allein das eine wenigstens darf zu ihren Gunsten geltend gemacht werden, daß ihre Simptome für den allgemeinen Frieden nicht bedrohlicher geworden find, und daß die Hoffnungen auf eine künf. tige Lokalisierung des Kriege«, fall« er wirtlich unver» meidlich geworden sein sollte, weder eine direkte noch eine indirekte Einbuße erlitten haben. In der Verallgemein«« rung der schwebenden Fragen de« Orientes in ihrer Ausdehnung auf europäische Interessen und Verhältnisse lag die positive Gefahr ihrer europäischen Behandlung und diese Gefahr ist heule trotz des erfolglosen Aus« elnanoergehens der Konferenz mehr ausgeschlossen als je zuvor. Denn wären die Keime dieses allgemeinen Zer« Würfnisses vorhanden gewesen, nirgends hätle sie leichter und üppiger in den Halm zu schießen vermocht, als bei einer Berathung, welche die vorhandenen Gegnerschaften zwischen den europäischen Mächten so nnmwelbar in den Vordergrund stellte und in so naturgemäßer Weise zu provocieren schien." Österreichischer Neichsrath. 32ft. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 22. Jänner. Nach Eröffnung der Sitzung gelangt ein Schreiben des Abg. v. Schönerer zur Verlesung, in welchem derselbe dem Präsidium mittheilt, daß er sein Mandal niedergelegt habe. Es gelangen sodann die dem Vudgetausschusse zu» gewiesenen Resolutionen zur Verhandlung. Die vom Abg. Freiherrn ». Pirquet beantragt? Resolution betreffs Einberufung einer Enquele-Kom» mission zur Untersuchung der Mängel in der Straßen» pflege wird ohne Debatte angenommen, ebenso die von Rttler o. Eresseri beantragte Resolution betreffs der Elschregulierung und die Resolution des Dr. Krona » wetter bezüglich der Rechtsverhältnisse der t. l. Versatzämter in Wien und Prag. E'ne weitere von Dr. Kronawetter beantragte Resolution behufs Aufhebung des Zahlenlotto« wird in der Fassung angenommen, daß die kaiserliche Regierung aufgefordert wird, dafür zu sorgen, daß bei dem Ins« lebentreten der Steuerreform das kleine Lotto aufgehoben werde. Die von Dr. Ruß beantragte Resolution, nach welcher die Regierung die Gesetzentwürfe über die Regelung des Patronate« und Verwaltung des Kirchen» Vermögens noch in dieser Session einzubringen habe, wird den Anträgen des Ausschüsse« gemäß in der Fassung angenommen, daß die Regierung diese Gesetzentwürfe ehelhul'lichst einzubringen habe. Dasselbe Amendement erfuhr auch der Antrag des Dr. Kronamelter bezüglich Einbringung der Gesetz« entwürfe über die Veilragsleistung des Religionsfonde« zur Bestteilung der Kosten deS katholischen Religions« unterrichte« an Volks- und Mittelschulen. dahin gelangt. Es ist auch begreiflich, daß der Mann, dessen ganzes Leben „per Dampf" ging, besondere« Ge» fallen fand an schnellfüßigen Rossen und dem aufregenden Sport der Rennbahn. Er liebte die Freuden der Tafel, war aber zu klug, vorsichtig und berechnend, als daß er sich Ausschweifungen hätte hingeben können. Er hatte starte, ausdrucksvolle Züge und seine ge« sunde Farbe, seine Adlernase und hohe Gestalt gaben ihm Anspruch auf den Namen eineS schönen alten Man« nes. Die junge zweite Gattin, die er erst vor sieben Jahren heimgeführl, brauchle des Spottes wahrlich nicht zu achten, mit welchem man damals zur Zeit der Hoch» zeit, über die Spalhervstncigung des Fünfundsiebzigcr« zu sprechen gewohnt war, denn ihr Gemal erschien neben den me'strn Herren einer jüngeren schwächlicheren Ge» neration wie ein wolconscrvierler Fünfziger. Und bis an den Tag, wo die Todeslranlheit ihn auf ein lange« Schmtrzenslager warf. freute er sich seines Daseins mit dem Behagen eines Llbemannes. Er hinterläßt zwei Söhne und mehrere verheiratete Töch er, deren Gatten dem a!.len Herrn manchen Ver» druh bereitet haben sollen. Seine Angelegenheiten befin, den sich in einer so musterhaften Ordnung, daß sein Tod finanzielle Schwankungen an der Vörfe nicht zur Folae haben kann. Das Geschüft, welche« sein Gcist aufgebaut, welches seine Energie erhalten, geht ruhig seinen ordnungsmäßigen Gang weller. So war es, als Astor au» dem Leben schied, so lautete die Parole, als der Christen folgenden Antrag: „DaS Herrenhaus wolle dem von dem Abgeordnelenhause angenommelien, von der Majorität der confessioxellen Kommission jedoch fallen gelassenen Artikel 2 des vorliegenden Gesetzentwurfes, welcher lautet: „Der § 64 des allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches wird aufgehoben," seinerseits beistimmen und den Gesehentwurf an di: konfessionelle Kommission mit dem Auf-trage zurückleiten, ihn mit dm in den ferneren Para. grafen nothwendig werdenden Abänderungen neuerdings vorzulegen. Die Borgänge in Konstantinopel. Nach der letzten Konferenzsitz < mg halten die europäischen Bevollmächtigten, wie man der „Pol. Korr." von dort schreibt, beschlossen, einen Co llecti vschritt bei der Pforte zu machen, um sie zu einer kategorischen Erklärung zu veranlassen, ob sie eine Discussion über die Vorschläge der Mächte annchme oder nicht. Dieser Schritt hat jedoch nicht stattgefunden. Nach mehrfachen Besprechungen gelang es den Bevollmächtigten nicht, über die letzte Formel des der Pforte vorzulegenden Aktenstückes eine Uebereinstimmung zu erzielen. In der Zwischenzeit hatten fast alle Delegierten Besprechungen mit dem Großvezier und dem Minister des Aeußern und wurde Marquis of Salisbury über ftin Verlangen vom Sultan in Privataudienz empfangen. Diese Audienz war zuerst für Samstag den 13ten d. M. festgesetzt, wurde sodann jedoch auf den nächsten Tag verschoben. Lord Salisbury war nur vom General Kemball begleitet. Die Audienz währte über dreiviertel Stunden. DaS Resultat derselben war lein befriedigendes. Lord Salisbury legte dem Großherrn das nicht weiter zu reducierende Minimum der Beschlüsse der Mächte dar. Man versichert, der Sultan habe in seiner Erwiderung sich strenge auf dem Verfassungsboden ge> halten und dem englischen Delegierten zu verstehen gege-ben. er könne keinerlei Entscheidung in einer Angelegen» heit fällen, welche über die Grenzen seiner Kompetenz hinausgehe. Eo hatte diese Audienz Salisbury's ader» mals ein negative« Resultat und in der am Tage da» rauf stattgehabten achten Plenarsitzung der Konferenz legten die europäischen Delegierten ihren türkischen Kolle« gen das sogenannte unreducierbare Minimum v"' Hienach erschienen von den acht bisher von der Pfor^ abgelehnten Punkten sechs Bedingungen stillschweigen» zurückgezogen und die noch verbliebenen zwei Punkte ^ heblich gemildert. Anstalt d»ß, wie ursprünglich begeh", die General'Oouoerncure der slavischen Provinzen v"N den Mächten bezeichnet und der Pforte bestätiat werden sollten, wurde nunmehr das Verlangen gestellt, daß die' selben direkt von der türkischen Regierung mit einfach^ ..Billigung" der Garanliemächte auf 5 Jahre zu ernennen seien. Desgleichen machten die europäischen De« legierten das Zugeständnis, daß die internationale KoiN' Mission eine aus Europäern und Türken zusamme^ gesetzte gemischte Kommission sein sollte. (Das Sch«^ dieses ..letzten Versuches" ist bekannt. D. Red.) Eln oielglossiertes Tagesereignis bildet der VeM des Großvrzicrs Mithab Pascha beim ökumenischen Patriarchen. Seit der Eroberung Konstantinopel« ^t noch lein Großvezier einen griechischen Patriarchen b<< sucht. Die vorgeschriebene Etiquette bildete in dieser W' ziehung ein Hindernis. Mithad Pascha hat zuerst lN>' der Vergangenheit gebrochen und er hat wol daran g<' than; denn durch diesen Schritt wird er noch populärer und macht er sich zugleich die griechische Nation geneigl, welche, in Verzweiflung über ihre Nichtbeachtung seltt^ Europa, ihr Heil nur mehr in intimen und aufrichtig Beziehungen zu den Türken erblickt. Mithad Pascha h" dies begriffen und sich die Gelegenheit nicki entschlüpfe lassen, Kapital daraus zu schlagen. Er wurde im A^ triarchate wahrhaft glänzend empfangen. Mehr als 1^ Personen, worunter die Mitglieder der hohen griechl" schen Geistlichkeit und die Notablen dieser Nation, n>»' ren beim Empfange im Patriarchate anwefend. Es lvu^ den mehrere Reden gehalten, worauf Mithad Pasch", unter lebhaften Ovationen aller Anwesenden den W' nar verließ. Inbetrrff der in Konstantinopel weilenden ung«' rischen Studenten-Deputation wird dcr „P^' Korr." von dort gemeldet: „ES ist sehr leicht begreiflich, daß die Türkei vie Anwesenheit der ungarischen StudeN' ten-Leputalion gerade in» gegenwärtigen Momente ^ möglichster Weise dazu auszunützen bemüht war, um da? aus für sich politisches Kapital zu schlagen. Dies erklärt zur Genüge den solennen Empfang, welcher h^ den in dieser Richtung willkommenen Gästen aus UN' gärn bereitet wurde, und zugleich die Mühe, welche vo"' feiten des türkischen PreßbureauS sichtlich darauf vel' wendet wurde, um die veranstalteten Festlichkeiten, bt' sondcrs in der österreichisch'ungarischen Tagespresse, l" das gewünschte Licht zu setzen. Dem gegenüber dürfte e« jedoch nlcht uberfiiO erscheinen, zur Klarstellung der Sachlage einige diest Meldungen auf das lhatiächlich richtige Maß zurückzu' führen und zunächst zu konstatieren, daß dir Meldung als habe der l. und l. Botschafter Graf Zlchy "" dcm der Deputation zu Ehren veranstalteten Flsldloel persönlich thcilgenommen, vollkommen unbegründet i!> — daß den türkischen Staatsmännern noch vor A"' lunft der fraglichen Deputation absolut lein ZwW darüber gelassen wurde, daß die zu erwartenden Ü"" aarischen Gäste von niemanden, nicht von der Unioel' sitäl, noch weniger aber vom Lande irgend ein Mand^ erlangt, und mllhin niemanden als ihre eigenen Plloal' Personen zu repräsentieren haben. Dieser Standp"^ wurde auch vonseite der l. l. Botschaft in ihrem «"> das Unvermeidliche beschränkten Verkehre mit den 3^' gliedern dcr Deputation strenge innegehalten und w^ auch gegenüber den unverkennbaren türkischen VemülB'' gen, der Anwesenheit der ungarischen Gäste ein wt!"^ politisches Relief zu geben, jtdnzeit im Äuge zu beyal' len sein. Die Deputation verläßt übrigens nüchstm Dle^' tag, also am selben Tage, an welchem höchst wuhrschel"' lich auch die Vertreter der drei Nordmächle vereint sso"" stantlnopel verlassen, den Schauplatz der ihr zu Me" veranstalteten Festlichkeilen." Egyptische Finanzzustiillde. Von der egyptischen Finanzmisöre gibt folge"^ Mittheilung eines Alexandriner Korrespondenten b" .Mg, Ztg." beredtes Zeugnis. Derselbe schreibt: ,,^! vielen lausend Beamten, groß und klein, die für d<" große VairaM'Fest (da« mit unseren Weihnachten '"' iammengefallen war) eine Abschlagszahlung auf ^ halb- und dreivlerteljährlichen Gehall«rückstände erwarlt^ und saon seit Monaten geradezu nicht mehr wisse","' sie ihre Existenz weiter fristen sollen, sind wiedec « ihren Erwartungen getäuscht (wie vor drei Mon"^ beim kleinen Vairam). und sie werden jetzt nicht einlN" mehr, wie früher, auf „dukra" (morgcn) vertröst"' sondern man antwortet denen, die sich wirklich "och/" Mühe geben, an den Kassen nachzufragen, kurz und °"' dig. e« sei lein Geld da, und sie könnten nur "i^ gehen. Viele Inländer, dle allzu dringend reclaM««" j sind einfach ihrer Stellen entsetzt worden; manchen ^ päern steht ähnliche« bevor, und nur die lonlraw Angestellten sind etwas besser daran, weil sie doch l""'^ sten« durch ihren Kcnirall ror der sofortigen Onllasl"^ geschützt find. Nach einer obei flächlichen und st^, nicht zu hoch gegriffenen Berechnung bclaufen sich sü^ licht Gehaltorückslände auf die enorme Summe von"» 153 tü ljchn!,7 I« ^'7" "d. St.. welche Summe na-um,« „ich als Posten in der Staatsschuld fungiert, sondern Ut F»^" °ls eine kleine Extraschuld nebenher-e kommen tonnen. Auch diese Na ck»'^""' '". "° K"e»°'ie der eb:n erwähnten sie w r,l^7' ""^'^ die neue Finanzconoemion. wenn s°lll72 , ^""^" in« Pratc.sche «eben treten °mmtdeft.t^ ^"°''" ""' °ber dae ungeheure Ge. W^3;ran^ V "'"" "" """ ^""' bekannte ^ü,,^«f"anten gehört in erster Reihe der de all i.. ? ??"lche Gewehr . Fabrikant Remington. v"le .»u ..^^?'^ ^lo. St. zu forder., hat für halben ^b. ? ^"° bewehre, und der schon s^it einem um s^lcii ..""-"' ^"^lih in Kairo genommen hat. Mi «e^ .H""b zu sein. wenn eS wirtlich einmal ' d m ^°H"'lchtn g^zug verloren gegangen «t>ge.«,mm^ ^Wl'Iche., Soldaten von den Abesslniern K^i 7^ ' ^^. ,Kürz^ich erschien cin Abgesandter de« wegen ^„, Linien inKairo, ummit demKhedive Abessi^er ^ l"'^'"' ^""w zu unterhandeln, weil die "it ihcm a ten^r. 3""«"^'''"'' "'nzugehen wissen als polS und ausr°ngi«r.cn Clzasfe» bringe S,m5/^ eine verhältnismäßig nur «« vnr Ib 7^^' ?'t Kriegsbeute, aber der Khedive zog behandlll7Es? ^zuhalten und als Gefangenen z« G'l«ndter un°^ ^'" """" ^"'"' der doch als »"'»en. den ?m^^ "'"' ""«uthlich sehr schlecht er-Wnheittn d" N.7^ ""^ '««" bei solchen Ge. denselben nicht ael^^ ^ ^ '"""' ^'°^b. wenn es k°nsul davon „^"^" """' den engl.schcn General. Schntz u',d N. .> ?""^ 5" letze" und ihn um seinen U"d in ennaischer W^ """'' "^ ^scr auch sofort wirkte. DerVa,.>. ^ ^at und seine Freilassung be. wie man saate s^ . ^" ^ darauf schleunigst und, "^ Suez' "no l?« '" Begleitung einiger Engländer ttsche» Dampfs ?m>^ "°" ^a auf einem eng« V wieder in sei - c-."^'"" "n. von wo er hoffcnt» 5^li« Johannes >. ""'"" Klangt sein wird, um dem ?U"8 zu melden k> "genthümlichen Erfolg femer Sen. l""e Soldaten'..? ?" ^°^ "^ gezwungen fein wird, efercierm. 5err w ^ ^ ^beuteten Remingtons einzu' wie vor auf N«a^?^"."°"" "bcr seinerseits nach !^mge wanin^"H„""' "'" '""^sichtlich noch Mgesneuigkeiten. Wie'u^n^"'.''^^^uch und SelbNmord ... Bc bNm .. . ^ "'"" """'«Urdigen Raubm°rdversuch un S^ 72' '« '"" ^^°«'pt°ir der Firma .. Wiener. "e^ll e sich m/"'^^ """ "°n 2« bl« 20)ahrcn und Mocacn« ' ^° "" w"d°ll' und Salzdurger i!u«. Heule °b°rmM 7"'?' ^'""" "°^ ^ U^' tum d«ise.be junge Mann S°U.u«, N "" ^"b?r de« adwcsrndcn <3esch'.'I!.,» ^, de. Umftm. »/' "1 °°'' '°'«l° ''"^ «'u.^., n.^„...„ ^^«„„. ^^«>°« .»..l. °», ».< »>°'^««!.'^7^ ^,',.^,:,::7,'»«^ h°. .i.....! — ^Da» Vermllgen der herz« glichen Familie Gallier».) Man schreibt der „N. fr. Pr." au« Oenua: In italienischen Kreisen rust ein Vertrag große Vefriedigung hcrvor, welcher diesertage zwischen der Witwe des Herzog» von Galliern und dessen in Pari« bomizilierenden Sohne abgeschlossen worden sein soll. Die Befriedigung erliilrt sich zur Vcnllgr darau«, daß lrafl dieses Vertrage« da« hiulcrlafsenc ^eimügen de« Herzog« bis auf einen Vruchlheil, der nicht schwer in« Gewicht Ml, inner» halb der italienischen Grenzen bleibt. Der Sohn hat nämlich m! diesem Vertrage alle Trbschafls« und Nachfolgercchte an seine Mutter abgetreten und sich dasllr nur ausbedungen: eine itapi» tals-Absertigung von 8 Millionen; zweiten« eine lebenslängliche Rente von 300,000 Francs jährlich; dritten« Kunsigegenstände au« dem väterlichen Nachlasse nach seiner Wahl, deren Oesamml« werth jedoch eiur halbe Million nicht Übersteigen darf, und end» lich oicrten« emc nochmalige Kapilal«:Nbfertignng von 4 M>ll?o: uen fllr den Fall, als der Bohn emmal l!uft belommeu sollte, zu helraten. Da« nennt man bei dem Nachlasse eine« Herzog« von Gallitlll einen „nicht schwer m« Vewlcht fallenden Biuchlheil!" (Trompeters chlsl Nr. 11.) Vi«wellcn grenzt die Kunst der Postbeamten in der Entzifferung oon Adlessen au« Wunderbare. So wurle dieserlage in Verlin ein Blies zur Post gegeben, dessen Kusjchllfl folgenlermaßeu lautete: „Nn den Llcu» lenaut zur Sec N. N. aus dem Trompelelschiffe 3ir. 11." Wa« thun? dachte der Postbeamte. Daß unie- dem iachselhaften„Ttompe' terichiffe" ein «Torpedoschch" zu verstehen sci, war ihm bald llar, aber waS sollte „Nr. 11" bcveulen. da diese Schisse einer ähnlichen Oczeichnung vollständig entbehre»? Mil in dcr That erstaunlicher 2oml»iuatlon«gabe strich er moesscn nach lurzem Vesinnen du» «Nr. 11" weg, machte da« Wort „Elbe" darau« und ließ den Vrief nunmehr abgeben. Daß derselbe — die Nufschrist laullle jetzt: «Nn den ^,'leulenont zur See N. N. aus dem Torpeooschlfj «<3lbe" — an die richtige Bestimmung gelaugte, ist jehl soft-gestellt: der Empjanger hul die verbesserte Adresse al« auelllnuen«» nicrlht« Luriosuw diejerlage an den Ob«postt>irelt»l Stephan zu' gtsch'llt. — (Eine Assenlierungsizene iuslußlanb.) Die ^Russ. Well" lhcill au« dcm Ouuoerne^irnl Hlodue liniu srlljamen ilioriull m Welegeuheil der jUligsteu hr gehörig angab. Digegen «tllillle die Iuocnschall dee Flecken« Bozel, daß oi'ser Jüngling zu >hr gchilrc. Die »ngestll ten Nachforschungen ergaben, daß 80 Zeugen «ine Hrau au« İ-,el pr^slntllitcn, welche die Mutler de« Relruleu sein soüle. »vährend 100 Zcugeu e»,t Frau au» Schtlscheff al« die Mulle, desselben elllarlen. Vclde Fcauc» cllanulcn ben Rclrulen ale ihlrn Sohn uu. Deiselbe wulde schließlich demjenigtl, Flecken zu» geheilt, der durch d,e Mehl^ahl 0er g^ug « erhittlele, dah seine Mutter zu ihm gehöre. fokales. Ueber die «inführnng fremdländischer Kartofteln in Ural». In eben der Zeit, als oas Güllich'sche Karioffel» Anbausistcm in Deulschland mehr und mehr um sich griff, machle auch dic Elnsuhr aiüerllanischer Kartoffel-»orten mehr und mehr F^rlschrille, jo zwar, daß schließ' lich heutzutage die Verschiedenheit der Kartoffeln nach Farbe und Form eine Mooesache geworden ist. So wie elnsl dic Tulpcnzucht einzelne Tulpen» c^cmplare auf enorme Summcn brachte, ebenso ist es heute oerhällnisluiißig nlic mallcher Karloffclsortc der Fall. Wle dir Pilze nach einem warmcn Hcrb>lrcgrn m einem jungen Fichten» oder Tannenwald übrr Nacht zum Burschein lommcn, ebenso lonlmen jedrn Hei ost aus Deutschlands Äärlnerrien u,ld Htartoffelzüchleleien eine Unzahl neuer Kartoffelsorlcn mit den wunderbarsten ^nprcijungen uild Ancmpfrl)lung«zeugnisfcn in ganz Europa durch lausende uno lausendc oon Katalogen an das Tageslicht. Die Nomenclalur dlkser Unzahl neuer KartossNn gehört allen Wellsprachen an, und wenn man auf dcn Grund sieht, so bcmerlt man in den meisten Fallen, day der hohe Änlaufsprels nur für den Namen gezahlt wurde. Jede landwirlhschaflliche Anstalt muß dem Vor« wänsichreitcn und den vielfachen Neucrungen am land-wirthschaftlichen Felde Vicchnung tragen und wenigstens, msoweil mitgehen, als es eben der Zweck und die Mittel erlauben. Auf dem Versuchsgarten der l. l. krainischen Landwirthschaftsgesellschaft in ^iaibach sind daher auch schon vielfache Ber>uchc uno Probcn m,t so mancher Kar» loffelsorte, wie dle Jahresberichte dartyun, vorgenommen worden, und es sah sich die üdministrallou außer durch die allgemeine Strömung besonders dadurch dazu vcr» psiichtct, da elneSlyeils d,e Kartoffeln in Krain einen der wenigen lHfporlartitcln bilden, andererseits aber bis zum Jahre 1«70 bedeutend der Kartoffel-lranlheit ultterlagcn und hlcdurch dem kandmanne lühr-licy ein erheblicher Schade verursacht wurde. Sett oem Jahre 1tt?0 bls heuer find laut de» Jahresberichten an sunsz»g lremblündischc Kartoffelsorlcn versucht und die Hrme jener wenigen, als gut erprobten Sorten im !l!andr vertheilt worden. — IH will nicht behaupten, daß ausschließlich durch die Hinfuhr der fremden Kartoffeln de« Bcljuchsgarlene der Kaltossel-llnnly:it in Kram wesentlich gesteuert wurde, aber das ist gewiß, daß von hier aus fUr den unbedingt noth« wendigen Kartoffel. Gamenwechstl der gr0ßle Impul» L«seben worden lft. Seit zwei bl« drei Jahren befafsm sich auch mehrere Firmen in Laibach mit de« Verlauj oon reproducierten fremdländischen Kartoffelsorlen, »elche großtentheile au» dem BeisuchKgarlen abstammen, und e« lft dermalen für unsere «anowkche leicht, sich mit solchen Kartoffelsorlen zur Ansaat zu versehen, »elche diejenigen Eigenschaften haben, die man eben wunjchl. Doch ist man durch solche mehrjahrtge Bl< suche hierorts zu der Ueberzeugung gelangt, daß viele dieser Sorten eben das nicht leisten, »a« man von chaen wünscht, nümllch Kartoffeln zu liefern, welche der Kranlheu Widerstand leisten, welche die größtmöglichste Ernte liefern, a» meisten Slärle und Trockensubstanz und zugleich eine gefällige Form besitzen, und jchlilhlich durch diese Eigen-zchaften auch einen großen Nbfatz sinden. Die Kartoffel soll eine mittlere Größe, eine lüng. liche etwa« plattgedrückte Form haben (recht handlich zum schalen), feinschalig (bet oolllommener Reife), wol-schmeckend, oon fchüner gelber Farbe und vielem Stürle« gehalte fein. Diese Eigenschaften, wenn sie auch gegebenen Falle« in den erhaltenen Skmentarlvfflln oorftnbig sind, erlelben sehr oft schon nach de» ersten Anbau in ein« andern Provinz wesentliche Veränderungen, welche durch die Vooen- und klimatischen Veihaltmfse. jowie auch durch die Arl und Weife des Karloffelbaue« selbst oer-uriacht werden. Nach technologischen Untersuchungen zeigt sich der Stärkegehalt und dle Trocken».ubstanz bei nachstehenden Sorten, wie folgt: Vehall an: Störte lrocklnsubstanz 1. Amerikaner, späte . . . . !3'45°/<, 2l'12°/<> 2. Sächsische Zwiebellartosfel . 17 05 °/^ 24 70 «/<> 3. Patersons Bicloria . . . 15'08 °/^ 22 6tt"/« 4. Rojcnlartoffeln, frühe . . . 10 65 "/<, 18 10 «/, 5. Etnheimifchc von Lack . . 13-4l °/^ 22 20"/, 6. Einheimische oon Reifn iz . 14 20 "/« 22 b0"/<, Die höchste Ziffer an Stärkegehalt erreichte sonnt die sächsische Zwiedcllarloffel; dieselbe hat auch ein sch0-ncS gelbe« Fleisch, doch tiefliegende Augen in den meist großcn länglichen Knollen, und fand bei uns nicht jenen Anklang wie die Ro>enlartoffel, welche den geringsten Stärke» und Trockcn»Substanzgchter «n Vroßlaschiz uud der Verichtsadjuiltt bcim hiesigen L»nde«< Lelichle (jugrllzeill d»m ftäbt.. del»«. Vtjl^t«gerichlt in Laibachj, Herr i!oi<>nz Uliar, zum «sjillerichter in Nafsensuß ernannt. — Der «ljszirlerlchlti van Nafscnsuh, Herr Johann Jag «die, wurde «n gleicher Stellung n»ch Lall ubcisehl. (« « nlhel lung. j Del Mililätl^plan zweiter Klaffe in der R'slroe, Herr Franz P«, ll » l, wurde in den alii«» Sland der Mllllilcgeisllichtn mit der Vcllimmung zum Vlilitilr-Seelsorylbezirl von Ngram eingetheilt. — lGammlung«er8tbni») Nn Vam»elbeträ>en sllr die Nbgtbillllnlen in Hevice, Vrod und Oberlo > lsch sind »tilir« bei der l. l. Landesregierung in Laibach eingelausen: Von der l, l. Vczill«hauplm»nl!schasl Orvbmlng 67 fi. 84 lr<, oon der l. t. «'ziil«hlluplm«m>schllst Wel» »lll Nachtrag 8 st. 76 lr., in Summe: 7V ft. «0 lr. — (Kaslnoball.) Durch b»n gestrigen ersten Kasinoball wurde die «eihe dec diesjährige», F°lch'N8»nn:er' halluligen der Laibacher Oesellsch,ft ,» sehr beflieOigende, Weise elizffntl. Der «all war ve,h«ltn!«mllß!« recht aul besuche, 84 Paare laujllN den geschmackvoll arrangierlen Lolillon; e» reprll-scntiell bieö,m Vruude eme ,war s«hr lleiue, doch gegenüber den dulch die «lrsahru>,i,fn der letzten Jahre ohnehin schon auf da« bescheidenste Mm.mum reducierten Erwarlungen immerhm n,«, ganz respectable »n.ohl. Daß die s.stognomle de,V»lle. ei« i» 134 jeder Hinficht sehr elegante und durch eine Reih« reizender Damen» «scheinungen und hüchft geschmackvoller Toiletten wesentlich ge» hobene war, haben wir wol nur jenen gegenüber ausdrücklich zu betonen nvthig. die die bekannte Eleganz und den Kon ton unse< «r Laibacher Kasinobälle nicht schon au« eigener langjähriger Erfahrung zur Genüge lennen. Die Gesellschaft bewegte fich in ani» miertefter Stimmung und »achte von dem nach langer Pause wieder zu Ehren gekommenen Tanzvergnügen bi» in die vierte Morgenstunde Gebrauch. Nach dem gestrigen Abende zu schließm, dürfte fich auch der nächstfolgende zweite, zugleich letzte llastno» ball eine« recht zahlreichen Ncsuches ersreuen. tZurFafching«chronil.) Die freiwillige Feuerwehr in Laibach veranstaltet Sonntag dm Iltln Februar in den Lalalilälen der Hasino» Restauration zugunsten ihre« Kranlenfanoe« ein Tanzkriinzcheu. In« 2omu6 wurden die Herren: Doberlet, Schantel, Drelfe und Nrlo gewählt. In Anbetracht de« humanen Zweckes ist eine zahlreiche Theil» nähme feiten« de« Publikum« zu erwarten. — (ltonzert.) Da« zu Veginn der heurigen Konzert« Saison in Laibach aufgetretene illlnftlerinnen»Trio der Damen: Frl. Orgeui, Frl. Timanoss und Frl. Haft macht a/gen, wältig leine llunftreis« in Ungarn. Am 19. d. M. lonzerlierten die drei Damen im Franz Iosephs-Theater in Teme « var vor sehr gut besuchtem Hause. D«e dortige llritil spricht fich über ihre Leistungen sehr günstig au«. >- ( Leylam , I osef«thal.) Am 22. b. M. fand in Graz in Anwesenheit eine« l. k. Regierungslommifsärs und eine« l. l. Notars die statutenmäßige zweite Ziehung der Priori« tät«» Obligationen der Leylam-Iosefsthaler Actien-Gesell» schaft fur Papier» und Druckiubuftrie statt. Vti derselben wurden 15 Obligat»««?» verlost; die Nllckzahlung der letzteren erfolgt vom 1. Juli d. I. an zum vollen Nennwerthe von 200 fl. per Stück an der Gesellschafls.Hauptlassl in Graz. — (Erinnerung.) Anläßlich des am 1. d. M. begonnenen Veischleiß« neuer Stempclmarten werden die frühe» reu Glempelmailen mit letztem Jänner l. I. gänzlich außer Ge» brauch g'ssyl und dürfen daher nach diesem Tage nicht mehr v?» wendet werden. Diese außer Gebrauch gesetzten Stempelmarl:n lüunen nur bi« zum 30. April l. I. bei den Stempelmagazins» Aemtern gegen neue Stempelmarlen nnenlgeltlich umgewechselt »erden. — (Einführung der Postanweisungen zwischen Oesterreich und Italien.) Ein vom Publikum und insde« sonder« seitens der Geschäftswelt der südüsterreichischen Provinzen, die nut Italien bekanntlich in regem Gcschllft«v«lehre steht, viel-sei/s gehegter Wunsch sieht demnächst seiner Realisiliung entgegen. Vom 1, Februar » I. an ttimen nämlich zwischen allen l. l. und l. Postämtern einer» und den l. italienischen Postämtern »n> delseit« (einschließlich jener in Tunis uub San Marino) Zuhlun» gen durch Postanweisungen vermittelt werben. Der Vetrag jeder einzelnen Anweisung darf nach Italien 80 ft. o. W., au« Italien 200 Franc« nicht üdttfteigen. Die <3in< und Auszahlung d»r Poft»nwtisung«.V,tt2ge «folgt in Oesterreich in üfterreichi-schlm Papiergelde, in Italien m italienischem Vargelde (Franken, Goldwl>hrung). Die Gebühr beträgt bi« zum Velrage von 40 fl. 20 kr. und für Beträge von mehr als 40 si. bis 80 si. 40lr. und ist vom Absender im voihinein zu entrichten. Der den Post» anwtisnngs.Vlllnlttten angefügte Kupon darf zu schriftlichen Vimhcllungen nicht benutzt werden, Postanweisungen auf telegra-fischem Wege oder mit dem Verlangen der Erpreßbestellung sind nlchl zulässig, wol aber mit dem Vormerke »pu»»« re«l,nle." Der An»eisuug«»V«trag muß längstens in 14 Tagen und — weun fo»te rest«»!« — spätesten« in :l Monaten erhoben werden, an« derenfaU« wirb die Rückerstattung de« Villages un den Aufgeber eingeleitet. — (Zum Felssturz in Steinbrück.) Mit über« laschender Gchnelllgleit gelang e«. die durch tzen Felssturz ge« störte Eiseilbaljnnerbinduug zwischen Wien-Trieft derart wieder« herzustellen, daß mit 24. d. M. die Geleisenerbindung über die unterbrochene VahnfteÜe zwischen Romerdad und Steindruck in Neullyuna. genommen und damit der regelmäßige Personen» und Laftenzugverlehr wieder vollständig auigcnommen wurde. Das Rulschterrain auf der Verglehne blieb biOhcr un> bewegt, doch bestätigte e«ne vorgenommene Vegehung des Ge» birgsstockc«, an welchem da» Rulschteliain liegt, die Annahme eine« weiteren Absturzes, dessen Emlr,lt allerdings jetzt noch mcht bestimmd« »st. — (Verunglückte V erg arl> e i ter.) Am 19. d.M. »urde der Verglnappe Georg Vadiö iu Tritail im Hopfen-ftollen durch ein ^byeli^te« lko^enstilck am Fuße schwer verletzt. — «m 9. d. M, gegen 4 Uhr früh fiel der ,n dem Maschinen, schachte zu Hra ftnigg mi« Fizrdeill d^r Kohlenhunde beschäf» tigt gewesene Grubeuarbeiter Johann H i l> e j au» eigener Un> Vorsichtigkeit in den 35 Meter tiefen Schacht und blieb so» gltich toot. - („ Heima t.") Die soeben erschienene Nummer 17 des illu-ftrierten Familienblattes „Die H ei m a t" enthält: Die nur ein-mal lieben Roman von Moriz I6lai. Nuloilsierte Nebertragung au« dem Ungarische» von A. D. (Fortsetzung) — Voltstypen aus Oesterieicl,«Ungllln: „Der Iuh^«z." (Ungarischer Schafhirt.) Oliginalzeichnung von Piof. Franz Zverina. (Illustration.) — Der Freund. Gedicht von S. Heller. — Unter den Tannen. Novelle von F. von Stengel. (Fortsetzung.) — Ueber Kurzsichtigkeit. Von Prof. Cduard von Jäger. — In der grauen Halde-schänle. Von Hugo Klein. — «lastelnuodo. (In Dalmatien.) Von Theodor Sch'ff. (Mit Illustration.) — Au« dem Tagebuche elneS Künstlers, lime Larnevalssllzze. Pou Vernarb Wall. — Theater (Shakespeare's »Sturm" im Vurythcaler.) V°n Pistolelti. — Au« aller Well. - Vom Vuchern^rlte. — Vriestaftcn. Eingesendet. Clwa« Neue« uud Interessuntes vermag immer die Aus« merlsamleit de« Publilum« zu fesseln und findet zu jeder Zeit seiue Liebhaber und Abnehmer. Mau kann namentlich den Kindern lein reizbarere« Geschenl machen, woran sie mehr Freude haben, als irgcnd mit einem ordentlichen, essettuollen Zuuberapparal, solcher weckt und befördert die GeifteseiNwilllung und Intelligenz ungemein, uno zwar ganz von seltft, weil die Kinder mtt einer ganz u:,bezwingl,chen Leidenschaft sich den llberraschendften Spielen hingeben. Wir wollen daher unser geehrtes Publilum und namentlich Gesellschaften auf die von Hlrrn Key sei au« Dresden, welcher in einigen Tagen hier sein Lager, destehenb m magisch-chemischen und fifischen Zauberapparaten oon 15 Kreuzer bis 50 Gulden im Laden. Marienplatz Nr. 2, zum Verlauf aufstellen wird. auf» merlsum mach'n; nach Anlauf eine« js auf weiteres sistierl. Es herrscht darüber freudige Stim mung im Fürstenthum. London, 23. Jänner. .Reuters Office" meldet aus Konstanlillvpel: De solfchafler. und Konferenz' bevollmächtig en haben ihre Abreise wegen ungünstiger Nlt> terung velschoben, Marquis of Salisbury ist bereit« ein. gejchiff ; doch liegt das Sch'ff desselben noch auf der Rheoe, wo es bis zum Elnlrilie günstigerer Witterung bleibt. Iassy. 23. Jänner. (N fr. Pr.) In Klschcneff würbe ein Kriegsralh abgehallen, um zu beschließen, ob die Güoarmee durch ein fünfte« Korps verstärkt »erdtN soll, oder ob es genügen würde, den Stand d«r jetzig" vier Korps zu vermehren. Das Hauptquartier wilnschl. daß die Kavallerie um einige Regimenter verstärkt welde-Im Dnjester nimmt die Reiterei Schwimmübungen vor Ein Tagesbefehl des Oberkommandos verordnet fort»" täglich: Manöver der Infanterie und Kavallerie. Letzte« sollen unter Leitung de« General« Fomin erfolgen. <-" herrscht kalte Witterung und fällt Schnee. Telegrafischer Wechselkurs vom 24. Jänner Papier-Neute 6125. - Silber - Rente 67 50, - C«."' Rente 74 50 — 1860er Gtaats-Nnlehen I I3 25. — Vant-Act!" 880-. Kredit-Actien 142 40. — London l24 8(). - Gilb« »16 90. - K. t. Mlln,-Dulatm 593. Napoleousd'or »^ — 1l>» «eichsmarl 6130. Wien. 24, Itlnner. 2 Uqr nachmittag«. (Schluhlu^) Kreditactien 142 80, 1860er Lose 113 25. 1864er L°» 134^' öfterreichische «enle »n Papier 61 25. Klaalsbahn 237 50. M'' bahu 18150. 20.Franle»ftü«le 9 94'/,, uugarilche «cebitacl»« 112 75, «Mirieichlsche ^lancubanl — —. üNerreichische Anglobow 77 50, Lombarden 74 25. Uninndanl 53 50. «uslro-orien<«W Bank - —, Lloydacne,, 332 - -, aufiro-oltomamlch' Bank '^' liirfische Lole 17 80 K>>.nmunlll, Änlehen 94 25, VgypM' 105—. Goldrente 74 50. Kandel und Jolkswiltljschastlichcb Getreide. Der „Wr. Geschäftsbericht" schreibt: Die S«'«' nation, welche gegen Ende des vorigen Monat« im Vettti^ oFchilftr eingetreten ist. beherrscht auch heute noch alle europ^ schen MÄllte, ohne daß jedoch dadurch in t>tn Preisn, nenne»'' weiche Veränderungen eiugrlrelen wären. Was das inlands Geschäft betrifft, so hat 5asfelue nichl nur durch eine äußerst "' hedlichc R'duclion de« Eiportoerleh's gelitten, sondern auch t>M eine verminderte Nachftage für den «onsum eine sehr wcsenl»«' Abnahme erfahren. Üatbach. 24. Jänner, «uf dem h'utiql>n Marlie s'.ld ''^ ' schienen: 3 Wagen mil Getreide, 9 Wagen mit Heu und sll»»> 24 Wagen und 2 Schiffe Mit Hol, (18 Kuvllmeter). j H u r ch s ch u, l t « - P r t i!«. »ill.. M,».. iiitt^ls''' ss. l«. n.j lr. ll-^tl. L^ Weizen pr. H^ltolit. 9!75 l0 95 «ullir pr. «ilogr, —>80 ^!^ Korn ,. 6 70 6 90 Vier pr. Otua 2!^ Gerste ,. 4 90 5 70 Milch pi. i!iter 7^ Hafer ,. 4 — 4 37 Rindfleisch pr.Klgr. - 48 -^ ' Halbfrucht „ -------7 45 Kalbstcifch ^ - !50-^ beiden ,. 5 85 6 7<^ Schweinefleisch „ 48^ ' Hirse „ 5 20 b 60 Kchüpsei,fl:isch „ 30 ^ ' Kllluruy ^ 6—680 Hilhudel pr. Ktücl . 70 '^ Eldäpfel100Kilogr. 4 l0 — Tauben „ 16"' Linsm Hettoliter 13---------- H'»(neu)l00«ilog, 3b- Erbsen .. 12----------- Klroh ., 295-^ F'solen „ 8 —------- Holz, hurt., pr. vi« ^, Nilidsjchmalz Algr. - 92 Q.-Meter S^ Schweineschmalz „ - 82------- - - weichr«, .. ^ > Gpecl, frisch .. .. 66------- Wein,roth..KX,!.'it. - -2^ > «räuchert ^ — 7h . _^ —weißer. « . - «0,' i Anstekommene Fremde «lm 24. IUuncr. ,, Hotel 2tadt Wien. Zebal. Privatier, Lack. Kempner. 3te ,' GoldfHneider und Bardach, W,en, — Puhr llaroline, Sp'^ bstel Glcfant. samide. «ltlack. Nardini. OrundbeD'' und »t. o. Finetti. Postbeamter. Vörz, - Kohu. W,eN> ^, Stefling. Luttenberg. Gruden. Ziume. Maudelc,"" Dimnil, Unterlrain, Trümer, Maria, Trieft, PlW Innerlrain. -- tlk'ar, Oberlrain Mshre». Vivo, Velde«____________ ^, Theater. Heute: Die «nti - l a n t, p p e, oder: Krieg den Fra"^ Orig.Nlll.üuftfpiel in 5 Nltei, von Rudolf »neise'. ^ Meteorologische Beobachtungen in Lälba3> ff nh S 2 ^ A! ?U.Mg. 743.0» —3.. NO. Ichwllch heiter l , 24. 2 . sl. 741,»« 4. 1.. EO. schwach heiter ^ 9 „ »„. 741.»,. ^ — 1.0 O. schwach leicht bew. .^ Angfliehmer, sonniger Tag; «lpengiuben. Da« läge«"" der T.mperalur — 1 0°, um 0 9" Über dem Normale. ., ^ Verantwortlicher Redacteur: Olt 0 ma r V » mbels> »Nl^^s^n liO^i^t >k»le». 28. Jänner. (I Uhe.) Die «ilrfe verhielt sich sehr ftill. Nirgend« trat tin NuSgtbot auf und die Gold.Ugiotage schlänlle fich ein; andererzeil« war »b" "" «^^l l^llll/V^i^l.. «„« «uimo aerina und blieb der Verletlr aui die «edaifeliluse bel^räntt G»N» w«« Papitlrente....... V13U «>4 V,ld 73 5 Kclbit'L..........IS» ?b 1 1'4 20 TonitlliM^lmd^lieft .... 143— ^42b0 Ocfteireichische Tchahschtiut . . 98 50 »,8 75 Ulig ^>, l^wnlA^l. ... 98b(» 99 — Ui'g. Echahbon« vom I. 1874 9? 8b 9? 7b «nlehen d. Stadtgemlinde Wien m B. V.........9425 9475 «r«n0enllsft«n«e-vblie«ttOnen. Vohmnl..........10050 101-50 Kilbtrofieireich.......1lX)?5 101 25 Eal,z,ln..........8ll- b27b Silbenbürgen.......7185 7^ — lew'ser Vanat.......71 h 72 — Ungarn..........7340 74 Nttie» vsn V«ute». s«Id N«« «ngloiöfierr. Vant . . . . ?8 ?825 K>'e,,(,l,n!,li........ 14?K0 142 70 Teposiltnvlml....... 159 — >U0 ztltoilmlNll'l. nngar..... !>2?t> N3 — «'7 — 0eft.rr. Vautgesellsch«ft . . . 1»»i'50 !5U - lwionbanl .......^ 58s,0 H4 — Ntllehrsbanl ....... 79 ^_ ß,^, Wieull Vantvere« ..... 58 - 59 — Netten v«n Trausport-Unterneh-«»ngen. «IM«»»hn........35 50 96 - »onau.Dampschifi., O.stNlchaft 340— 342- «liiaoeih.WrstdLyu , . . . 138 50 139— 8erdinaud««3lordb»hn . . . 1820—^25-- l Gell, wa« > Fran, <-Ioftph - «ahn .... 1^4 75 125— > Oal,zlsche ««l, ruowi«.«^,! . 20/- ^07 85 itoschau-Oderberger Vohn . . 56-— 8? — ^llbesl, s — Lloyd.Olslllsch. . . 832 . 3.'<4- Öl«.!«. Xort»«eftbahn ... 11?— 11i — Rudolss-lbehn . . . . l'2bO I"2 — ^laulSiillyl.........839 l«' !^4 .'0 sudbahn.........7475 7490 ttzeth-Valm....... . .. - —__ Uligar.-galiz. Verbindungsbahn — — '— ^u«u5„chc litoroosioayu ... v^btt 91 — Wiener Tramway. ^ö0 3t°t,l.n»lbanl......969) 9?- Ung. «obelilredil-Instilut(V.lV.) 86— 86 25 Priorllöts-ebllgattsnen. «al. K»rl.l.»ndmtg-««.. l. «m. l"« ^5 l ^ O'strl «ß " Napoleonsd'or . 9»94 ^ s ^ Deutsche «eich«» yg < danluoten . . . 6l „25 ^ ^ " gil ^ Silberguldm. . 1l6^7<) ^116« Kralnische OrundentlaftnngsllDbli«^" ^. ?l^inll»nnli»s>,n« » liu..__ Mart ^ slachtrag: Um 1 Uhr 30 Mmutm roneren: Papierrelite 6135 bl« 6150. Silberrenle 6? ^0 vis 68- . Goldrente 74 75 bi« 74 9l'. Kredit 142 70 bi« 142 80 »nalo ^ 78 8b. i««nd°n «4