^^17. _______Mittwoch, 22. Jänner 189«. 1tt9. Jahrgang. MbacherW Zeitung. 1 Dic .L°ul: Für V bsfi„bct sich . die Mrdartion V°h>,!wsn°s,f 2i, Lplrchst.mde,, drr Nedaclio» ,än>ich uon »l'M.aie vls z„ 4 ^rilc» ^5 lr,, grösiere pri jjnle 6 lr.; bc> öftrrcn Wx-dcrholmigc!, per Zeile » lr. Y IU <,j« zz. Uhr vormittag«, - Unfranlierte Ärirlc wrrben nicht angenommen und Manulcriplc nicht zurüclgrstell«. Uichtamtlichei Hheil. Zur Situation. Wien, 19. Jänner Das heilsame Schweigen, welches die Mitglieder der Ausgleichsconferenz über die Vorgänge bei diesen für die weitere Entwicklung unserer politischen Verhältnisse so bedeutungsvollen Berathungen beobachtet haben, ist nunmehr durch eine Andeutung durchbrochen Worden, die in der gesammteu öffentlichen Meinung freudigen Wiederhall gefunden hat. Die Couferenzen haben, daran ist heute nicht mehr zu zweifeln, eine grundsätzliche Verständigung der Vertreter beider Volksstämme in Böhmen über die nationalen Streitpunkte zutage gefördert; die Grundlage ist geschaffen, auf welcher das von jedem österreichischen Patrioten heiß ersehnte Ziel der Herstellung des nationalen Friedens in Böhmen erreicht werden kann. Was das bedeutet, brauchen wir nicht erst aus» einanderzusetzen. Jedermann hat die traurigen Folgen des nationalen Kampfes in Böhmen beobachtet und jedermann vermag zu ermessen, welch reicher Segeu für das Land Böhmen und für Oesterreich daraus erblühen wird. w im diese alte Wunde am Körper des Staates sich schließt. In der That zeig.« deun auch das lebendige Interesse und die überaus sympathische Aufnahme, welche die Freudenkunde trotz der politischen Blasiertheit unserer Zeit allenthalben gefuuden yat. dass die öffentliche Meinung die Bedeutung des wreiaMses vollauf würdigt. In welcher Art die Ver. standlgung über Fragen erzielt wurde, die den Gegenstand eines dreißigjährigen erbitterten nationalen Kam» pfes gebildet haben; wieso es gelungen ist, die tiefe Kluft, welche so lange Deutsche und Czechen getrennt hat. zu überbrücken; welch hohen sittlichen Ernstes und welchen hingebenden Patriotismus der Conferenztheil-nehmer es bedurft hat. um die tausend Schwierigkeiten zu überwinden, die in jahrhundertelangen Traditionen und in der berechtigten nationalen Selbstliebe ge> gründet sind — all dies wird sich erst dann richtig beurtheilen lassen, wann beglaubigte authentische Mittheilungen über den Verlauf der Berathungen vor-liegen. Wir für unseren Theil haben es nicht für nöthig gehalten und verschmähen es auch weiterhin, unsere ^eser mit vagen Gerüchten über einzelne Details zu legaleren, und erachten es für unsere patriotische Wicht, die Discretion, welche hier in hervorragendem Maße eine Bürgschaft des Erfolges gebildet hat. so lange zu wahren, bis die berufenen Factoren selbst Feuilleton. Haus Ungltad als Soldat. Nach der großen Niederlage, die der königliche Rath und Landeshauptmann von Krain, Hans Kahianer Freiherr zu Katzenstein und Fladenel, als Oberbefehlshaber des Heereszuges ins Windischland gegen die Türken 1537 bei Esseg erlitt, war man über diese Niederlage nicht nur in Oesterreich, sondern in ganz Deutschland erzürnt, ja man sang sogar Spottlieder auf Katzianer und gesellte ihm Ungnad als Genossen der Schmach zu. Bekanntlich hat Ungnads materieller und mora» lischer Unterstützung die heutige neuslovenische Literatur ihr Entstehen zu verdanken, denn er war es, der die slavische Druckerei in Urach und Tübingen gründete und die Herausgabe der Euangelien. Katechismen lc. (durch Trubar) in slovenischer Sprache, theils durch eigene Geldmittel, theils durch protestantische Fürsten und Städte, an die er sich mit Erfolg wendete, förderte. Hans Ungnad, der jahrelang Proben des Wohlverhaltens abgelegt, tonnte die oben erwähnte Schmach und den ungerechten Spott nicht vertragen und wendete sich an die Herren, den Adel und die Landleute der windischen Mark, um sie zu einer Ehrenerklärung seines Verhaltens bei Esseg zu bestimmen. Die Auf. geforderten zögerten nicht zu willfahren, und Ungnad den Zeitpunkt als gekommen erachten, wo die genaue Kenntnis von dem Verlaufe und den Ergebnissen der Berathungen Gemeingut der Oeffentlichkeit' werden foll. Das Eine aber darf wohl schon heute gesagt werden, dass den Männern, welche an den Conferenzen mitgewirkt haben, hohe Anerkennung gebiirt. Sie gekürt den Mitgliedern des Cabinet«, unter dessen Auspicien die Berathungen veranstaltet wurden, und welches durch Unparteilichkeit und Wohlwollen nach beiden Seiten hin den günstigen Erfolg gefördert hat; sie gebürt auch den Vertretern der beiden nationalen Par« teien. die mit nnermüdlicher Ausdauer, mit tiefer Sach-tV'imtnis und n^ben alledem mit vcrsöholichen Inten« tionen ihre besten Kraft.! daran gesetzt haben, das Werk des Friedens zu ermöglichen. Indem die Aus-gleichsconferenM diese Verständigung über die natio-nalcn Streitfragen zustande gebracht haben, ist ein groß Stück Arbeit, aber noch nicht die ganze Arbeit geleistet. Was im Palais des Ministcrrathspräsidiums in der Hl'rrengasse zwischen den Confeienz-Delegierten vereinbart worden ist, das muss jetzt von den Parteien genehmigt werden. Hier erst wird vielleicht der Kampf der guten Sache mit ihren mannigfaltigen Feinden entbrennen. Der nationale Friede, sin Segen für das Reich, ein Lebensbedürfnis der Völker und der sehnliche Wunsch aller Palrioten. hat naturgemäß seine erbitter-ten Gegner. Jede der beiden Partelen hat ihre Franc«. Tireurs, die nur im Kriege Beute machen können und denen deshalb der Krieg' so nothwendig ist. wie die Luft. in der fie alhmen. Die nationalen Lanzknechte, deren ganze Weisheit der Schlachtruf des Völker- und ^assenhasses ,st. was sollen sie fütder thun. wenn die ^Mler ,m Frieden nebeneinander leben? Die Wühler und Schürer, welche an dem lodernden Brande des nationalen Kampfes ihr mageres Süpplein gekocht haben, womit sollen sie leben, wenn das Feuer gelöscht ist? Die Marodeure und Separatisten, welche m,r in Zeiten politischer Verwirrung ihr kleines Ich empor, bringen können, welche Rolle sollen sie spielen, wenn Einheit und Ordnung herrscht? Ihnen allen geht es an den Hals, wenn der Friede zustande kommt, und darum werden sie ja alle alles aufbieten, um das Ge-fürchtete zu verhindern. Es ist übrigens nicht unmöglich, dass der gesunde Menschenverstand das wohlerwogene Interesse beider Nationen in Böhmen und die Erkenntnis von dem un» ermesslichen Segen des nationalen Friedens auch die kampflustigsten Elemente hüben wie drüben zum Guten bekehren oder dass dieselben wenigsten« durch die ein» müthige Entschlossenheit der großen Majorität der Ve- übergab die lateinisch ausgestellte Urkunde seinem Freunde, dem Bischof von Seckau, Georg von Thessin-gen, mit der Bitte, sie in deutscher Sprache überseht den Ständen Steiermarks vorzulegen. Die wichtigste Stelle dieser «klarlichen und gründlichen Entschuldigung» glaube ich hier mittheilen zu sollen: «Nun haben wir vernommen, dass von seinen Missgönnern an vielen Orten ein solches Geschrei ausgebreitet und in die Gemeinden gekommen ist. als wäre er, Hans Ungnad, dieser erbärmlichen Schlacht und Abzugs ein Ver-ursacher gewesen. Damit aber aus diesen unbilligen Beschuldigungen und Nachreden kein falsches Geschrei von diesem ritterlichen und trefflichen Kriegsmamie weiter erwachse, haben wir von dieses Menschen ta. pferer Beständigkeit und Kriegsthaten, als weil und wissend ist, mit diesem unseren Brief Zeugnis geben wollen, derohalben sollen Euer Herrschaft gewiss glau. ben und wahrhaftig dafür halten, dass der Ungnad sich nicht allein im Abzug, sondern auch alsolaug der Krieg gewähret und in dem ganzen Z»lg dermaßen ge« halten, auch sein untergebenes Kriegsuolk also regieret und gesühret hat, dass nichts von ihm unterlassen wurde, was eiuem guten Hauptmaun wohl ansteht und zugehörig und ihm der königlichen Majestät Pflicht nach gebüre, auch der ganzen Christenheit Verwendtniß nach gekonnt hat. Welches alles nicht allein wir. sondern auch eine jede Nation, so in di'sem Zuge ge. wesen, es wäre dann Sache, dass sich Einer nicht schämen sollte, die Wahrheit zu verschweigen, wahrhaf- völlerungen zu ohnmächtigem Schweigen verhalten werden. Wie immer aber e« auch kommen möge. darf man erwarten und auch hoffen, dass die Delegierten beider Parteien die in Wien erzielten Friedens Piälimi-narien bei den Ihrigen durchzusehn imstande sein werden. Die Liste der Conferen^-Theilnehmer zeigt uns durchwegs Männer, welche b i ihren Parteien d«e höchste Autorität genießen, und welche in lhrer Gesammtheit alle politisch irgendwie belücksichtia/nsweiten, das heißt, alle politisch zurechnungsfähigen Elemente der beiden Volksstämme in Vöhmen repräsentieren. Darum darf man mit gutem Rechte hoffen, dass, was in dieser erlesenen Versammlung erzielt worden ist. bald und ohne erhebliche Schwierigkeiten von den Parteien zu ihrem Beschlusse erhoben werden wird. Wir sind nicht gewohnt, bn unseren politischen Betrachtungen dem Öpnmitmus allzuviel Raum zu geben; die Reife politischer Erfahrung bringt natur« gemäß ein gewisses ruhigeres Maß des Hoffeiis wie des Fürchtens mit sich. Allein selbst bei der kritischesten Erwägung alles dessen, was noch gethan werden muss, um von den Friedenspräliminarien zu dem Friedens» abschlusse zu gelangen, itt doch die frohe Erwartlmg gerechtfertigt, dass der Hoffnungsstrahl, der uns heute geleuchtet hat. der Vorbote der aufziehenden Sonne des Völlerfriedens in Böhmen ist. l^. Unsere Staatssinanzen. Die «Presse» schreibt: Eine Unzahl von oppositio» nellen Journalen, insbesondere von Provinzbliiltern, beschäftigt sich seit einiger Zeit mit dem Staatsvoranschlage für das Jahr 1890 und dem gleichfalls dem Parlament überreichten Staatscentral-Rechnungsabschluss für das Jahr 1888. In ben betreffenden Erörterungen wird dem StaalSvoranschlage zum Vorwurfe gemacht, dass einzelne Einnahmen zu hoch, verschiedene Ausgaben zu niedrig eingestellt seien. Die Begründung dieser Vemängelungen sucht man allerdings vergeblich, wenn nicht der Hinweis auf den Rechnungsabschluss des Jahres 1888 und die Behauptung, dass dieser Rechnungsabschluss gegenüber dem Finanzgesehe für dieses Jahr ein um 7'4Millionen Gulden ungünstigeres Resultat ergeben habe, eine solche darstellen soll. Was nun ben Staatsvoranschlag für das Jahr 1890 anbelangt, so wäre es wohl müßig, sich mit ben gestrengen Kritikern desselben hierüber auseinanderzusetzen. In Bälde wird ja der Reichsrath sich wieber versam« meln, und der Vudgetausschuss des Abgeordnetenhauses, sowie dieses selbst, werden, das kann man mit Ve-ruhigung erwarten, wie bisher, in gründlicher und streng tig also sagen mögen. Darum ermahnm wir vom Herzen, Eure Herrschaften wollen diefem fälschlichen Geschrei gar keinen Glauben geben oder zuhören, sondern dieseben, wie denn auch wohl geziemt, zurücktrei-ben. Gott wolle Euer Herrschaften glücklich behüten und thun uns denselben empfehlen. Datum in unserer gemeinen Versammlung zu Gräh, den 6. Jänner 1538.» Den besten Beweis von Ungnads Schuldlosigkeit an dem Esseger Ereignisse liefert uns jedoch die un« unterbrochene Gnade feines königlichen Herrn, denn während Kahianer in Haft geseht ward — Niklas Zriny, der Held von Szigeth, erstach ihn später bei einem Gastmahle auf seinem Schlosse Kostajnica im Jahre 1539 — wurde Ungnad mittels ka,serlichen Patentes in Ansehung seiner Geschicklichkeit, auch «ehrlichen, redlichen, aufrichtigen und getreuen Dienste» zum Oberst > Feldhauptmaun der fünf nieder- und inner-österreichischen Länder, wie der windisch'troatischen Lande ernannt. Noch zweimal erschien Ungnad ,m Felde, und zwar in den Jahren 1542 und 1543. Im ersteren befand er sich bei der einheimischen uud Reichsarmee, welche der Churfürst von Brandenburg befehligte. Un» gnad führte diesem 10.000 Mann steirische und trainische Reiter z». Die Stände der innerösterreichischen Provinzen fertigten jedoch sein Bestellungsdecret erst aus. als der Feldzug schon zu Ende war. Im nächsten Jahre war es Ungnad. der dcm ins südliche Ungarn Laibacher Zeitung Nr. 17. 134 22. Jänner 1890. sachlicher Weise den Voranschlag prüfen und sich darüber aussprechen, ob die Ansähe des Finanzministers oder die Bemängelungen, die von Seite der erwähnten Journale an denselben geübt werden, den thatsächlichen Verhältnissen entsprechen. Schon jetzt möchten wir aber darauf hinweisen, dass die Rechnungsabschlüsse der Jahre 1880 bis 1888, also jener Jahre, in denen Dr. Dunajewsli an der Spitze der Finanzverwaltung steht, die beste Auskunft darüber geben, ob die Budgets des Finanzministers vorsichtig und streng reell oder etwa sanguinisch prä liminiert worden sind. Und gerade der jüngst dem Abgeordnetenhause überreichte Staatsrechnungsabschluss sür das Jahr 1888, welcher von der erwähnten Oppositions» presse als Zeuge für ihre Behauptungen angerufen wird, spricht in unwiderleglichster Weise für den Finanzminister. Dr. Dunajewski hat bereits in seinem Finanzexpose' die Resultate des Jahres 1888 beleuchtet, und wir hätten es gewünscht, dass die Kritiker seines Voranschlages sich die bezüglichen ziffermäßig klaren Darlegungen des Finanzministers in Erinnerung gerufen hätten, bevor sie daran giengen, diesen Rechnungsabschluss in einer Weise zu erörtern, welche, wenn auch vielleicht nicht bewusst und mit Absicht, so doch in ihrem Effecte als eine Irre» führung bezeichnet werden muss. Rechnungsmäßig ergibt allerdings der Abschluss des Jahres 1888 in den Ausgaben ein Plus von 3-7, in den Einnahmen ein Minus von 36 Millionen Gulden, somit zusammen einen um 7'4 Millionen Gulden höhern Abgang. Allein hiebei darf nicht übersehen werden, dass mit dem 1. August 1888 das neue Zuckersteuergesetz in Kraft getreten ist und sich mit diesem Termine der Uebergang von der frühern Zuckererzeugungssteuer zur Verbrauchssteuer vollzogen hat. Welches war nun der bud-getäre Effect dieser Aenderung des Zuckersteuersystems? Nach dem früheren Besteuerungssystem wurde die Zucker-erzeugungssteuer bei den monatlichen Betriebsanmeldungen im vorhinein entrichtet. Diese Einhebungsart ist mit dem 1. August 1888 entfallen und an deren Stelle die Ent« richtung der Verbrauchsabgabe nur für den factisch in den Lonsum gelangten Zucker getreten, welche sich somit auf alle zwölf Monate des Jahres gleichmäßig vertheilt. Während demnach unter der Herrschaft des Systems der Zuckererzeugungesteuer nahezu die ganze Steuer in den vier letzten Monaten des Kalenderjahres einfloss, für welches sie präliminiert war, ist seit 1. August 1888 infolge des durch das neue Gefeh bedingten Ueberganges eine Verschiebung in der oberwähnten Richtung eingetreten, und zwar eine umso größere, als insbesondere mit Rücksicht auf die vor der Einführung einer erhöhten Steuer begreiflicherweise seitens der Zucker«Industriellen erzeugten sehr namhaften Vorräthe in den letzten fünf Monaten des Jahres 1888 nur ein geringer Steuerbetrag eingegangen ist. Da nun aber im Finanzgesehe für das Jahr 1888, also noch unter der Wirksamkeit des früheren Zuckersteuer« Gesetzes, der volle Iahresertrag der Zuckererzeugungs« steuer präliminiert worden war, so erklärt sich hieraus der rechnungsmäßige Ausfall van über 22 Millionen Gulden. Abgesehen hievon, ergaben die übrigen Staats« einnahmen gegenüber dem Voranschlage in den rechnungsmäßigen Mindereinnahmen von 36 Millionen Gulden einen Mehrertrag von über 19 Millionen Gulden, ein Resultat, welches der Reellität der Staatsvoranschläge des Finanzministers gewiss das glänzendste Zeugnis ausstellt. Was aber die Ausgaben des Jahres 1868 anbelangt, welche gegenüber dem Finanzgesetze um 3 - 7 Millionen Gulden höher erscheinen, so ist hievon ein Netrag von rund 900.000 fl. auf die anlässlich des neuen Zuckersteuer'Gesehes erforderlich gewesenen Eontroleinrich» eingefallenen Suleiman kräftigen Widerstand nach der Eroberung von Valpo entgegensehte. Franz Batthyany ertheilt ihm aus Uivär 14. Juli das Zeugnis, dass er «steißigste uud eifrigste Sorge aus allen Kräften anwende, nickt Mühe noch Arbeit sparend, in allen Geschäften des Königs, so dass es nicht mehr sein könnte, aber wenig sei, was er vermöge gegen die Macht des Kaisers der Türken.» In eben diesem Jahre erlaubte Kaiser Ferdinand Ungnad, und zwar um seine «'anggethanen und noch täglich getreuen und aufrichtigen Dienste» zu belohnen, dass er Schloss. Stadt und Herrschaft Rann, die Aemter CM und Kavpel nach Inhalt ihrer Pfandbriefe ablösen könne. Schon 1537 waren ihm «seiner unverdrossenen Dienste wegen» die Schlösser und Herrschaften Friedrichstein, Stadt und Land Goltschee auf ewigen Wiederverkauf und da« früher gegebene Dorf Rohrbach u. a. m. zum ewigen freien Eigenthum überlassen worden. Ungnad war ein hoher, imposanter, aber äußerst freundlicher Mann; Ernsius sagt von ihm, seine zweite Fiau liebte niemanden als ihren alten, gelinden und angenehmen Herrn. Ungnad starb im Schlosse Winternitz zu Böhmen an« 27. December 1564. Aus der ersten Ehe besaß er zwanzig Söhne und vier Töchter, aus der zweiten GH? zwei Söhne. F» idolin Kaucik. tungen, ein Betrag von 2'6 Millionen Gulden aber auf die gesetzlich begründeten Mehrerfordermsse aus dem Titel der Beitragsleistulig sür die gemeinsamen Auslagen zurück' zuführen. Wenn also die Herren Skeptiker für ihre Zweifel an der Neellität des StaatSvoranschlages pro 1690 leinen anderen Rückhalt besitzen, als den Rechmmgoabschluss für das Jahr 1888, dann werden sie wohl zu der ihnen gewiss nur höchst erfreulichen Ueberzeugung gelangen müssen, dass sie sich mit ihren bangen Sorgen unnöthig gequält haben. Politische Uebersicht. (Der czechisch-deutsche Ausgleich.) In allen politischen Lagern herrscht große Befriedigung über den Erfolg der deutsch.böhmischen Ausgleichs-Con-ferenzen. Es ist ein bemerkenswertes Charawristikon der beschlossenen Vereinbarungen, dass beide Parteien mit denselben zufrieden sind, und dieser Umstand ge> währt auch die besten Nspecten für den Bestand des Werkes. Der Ausgleich ist jetzt schon als perfect zu betrachten und von keinerlei Parteibeschlüssen mehr ah. hängig. So wie die Regierung sich verpflichtet hat. die betreffenden Vereinbarungen im Gesetzgebung«- oder Verordnungswege durchzuführen, so haben die beiderseitigen Parteiführer sich verpflichtet, für die Vereinbarungen unter allen Umständen einzustehen. (Militärisches.) Wie man der «Reichswehr» mittheilt, werden im Laufe dieses Monates die bereits im Budget des Jahres 1889 bewilligten Baracken für das Corps-Artillerieregiment Nr. 1 in Przemysl fertig» gestellt, worauf die Translocierung des genannten Truppenkörpers nach dem 10. Corpsbereiche erfolgen wird. Dermalen übersiedelt bereits das Augmentationsmagazin. Die «Reichswehr» vernimmt gleichzeitig, dass auch das bisher iu Olmüh dislocierte Corvs-Artillerie-Regiment Nr. 10 im Laufe des Frühjahrs an Stelle des abgehenden Corps-Nrtillerieregiments Nr. 1 nach Krakau verlegt wird und dass benannte Truppenkörper wechselseitig die Regimentsnummer wechseln. (Der böhmische Landtag) ist auf den 23. Jänner zu seiner Nachsession einberufen worden. Dieselbe soll nur drei Tage dauern, und soll sich der Landtag darauf beschränken, den Credit für die Landes-Ausstellung zu bewilligen sowie einige nichtpolitische Angelegenheiten zu erledigen. Sonntag den 26. Jänner versammeln sich hierauf die deutschen und czechischen Landtags-Abgeordneten, um die in der Ausgleichs-Con-ferenz getroffenen Vereinbarungen entgegenzunehmen. (Abgelehnte Nothstands-Subven. tionen.) Die Vertheilung der vom Reichsrathe und Landtage bewilligten Beträge an die vom Nothstande vetrof. fenen Bezirke in Galizien dauert fort. Sonderbarerweise wei< gett sich mancher Bauer, welcher eine Unterstützung oder ein Darlehen dringend nöthig hätte, etwas anzunehmen. Es wuide nämlich ausgesprengt, dass die Betheiligten als Gegenleistung für die Subvention wieder die Ro< botpflicht auf sich nehmen müssten. (Wahl des Patriarchen.) Wie «Nasa Doba» meldet, soll der serbische Kirchencongress zur Wahl des Patriarchen für Ende April nach Kar« lowih einberufen werden. Als königlicher Commissar soll entweder Ministerialrath Gömöry oder Obergespan Hertelendy fungieren. (Die Arbeiterfrage iu Westphalen) Die «Rheinisch, westphälische Zeitung» bestätigt, dass der Vorstand des Verbandes der bergmännischen In« teressen in Rheinland und Westphalen au den Verein Nachdruck vevboten. Verschlungene Iläöen. Roman aus dem Englischen von Hermine Krankenstein. (116, Fortsetzung.) Auf der Slraße angelangt, zog Mr. Healp eine Fahrordnung zurathe; dieselbe besagte ihm, dass zufälligerweise bereits in einer Viertelstunde der Zug gehen würde, den er benutzen konnte. So befahl er dem Kutscher, ihn in größter Eile nach dem Bahnhof zu fahreu, wo er sich ein Billet nach Laxford löste. Die Fahrt dahin dauerte etwa zwei Stünden, und da er nur mit noch einer Frau in vorgerückten Jahren im Coupö saß. sieng er mit derselben zu plaudern a>,. Durch geschickte Fraa/n hatte er bald erfahren, dass sie gleichfalls nach Laxford reise, woselbst sie schon seit zehn Jahren ein Puhgeschäft betrieb. «Dann kennen Sie wahrscheinlich auch eine Fa> milie Namens Weston, die dort lebt?» fragte er. «Weston? Es gibt mehrere Familien dieses Na« mens in unserm Ort. Welche meinen Sie?» «Der Taufname des jungen Frauenzimmers, von dem ich spreche, ist Joyce.» «Aha, Joyce! Die Aermste!» versohle die Frau in bedauerndem Tone. «Nissen Sie vielleicht, was aus ihr geworden ist?» «Ja. sie ist irgendwo auf dem Lande als Kammerfrau bei einer vornehmen Dame.» für bergbauliche Interessen unter dem 13. d. M. D! Forderungen gestellt habe. welche bis 1. Februar an' genommen sein müssen, nämlich: eine LohnerhöhM von 50 pCt., die Vereinbarung der Schichtdaner M acht Stunden, einschließlich der Ein- und Ausfahrt, den Wegfall jeder Auffmderung zu Ueberschichtet,, den Wegfall sämmtlicher Kohlenabzüge und zweimalige Lohnbezahllmg in jedem Monate. Die Antwort w^ bis zum 25. d. M. erwartet. (Italien.) In der italienischen Kammer uiü im Senate widmeten die Präsidenten und der Siegelbewahrer namens der Regiening dem Herzog von Aosla warme Nachrufe. Der Senat beschloss, einen Monat lang den Platz des Präsidiums schwarz verhängen ^ lass»«, dem Könige eine Aeileidsadresse zu überreiche» und die Sitzungen für eine Woche zu suspendieret Die Kammer beschloss, den Platz des Präsidiu^ 45 Tage lang schwarz zu verhängen und dem KöG d?r Prinzessin-Witwe uud dem ältestet, Sohne dcl Herzogs von Aosta Veileidsadresstn zn überreiche sowie die Sitzungen für vierzehn Tage zu unte? brechen. Die Sitzungen wurden hierauf geschlossen. 3^ Auftrage des diplomatischen Corps begeben sich d>l Militärattache's nach Turin, um der Leichenfeier be>< znwohneii. (In Belgien) hat dl-r Lohnkampf der VeU works' uud Hüttenarbeiter wieder eine bedrohlich^ Gestalt angenommen. Vorgestern vormittags cjieng ei^ weitere Escadron reitender Jäger von Touruai naH Charleroi ab. wo bereits tagsvorher Truppen zur A^ rechthaltung der Ordnung eingetroffen waren. M Ministerrath beschloss, in verschiedenen Garnisonen d>e Infanterie zu consiqnieren. (Der deutsche Reichstag) soll spätestes am 25. d. M. vielleicht aber schon am 23. d. M. ^ schlössen werden. Angesichts der Wahlagitation ist kaB mehr zu erwarten, dass überhaupt noch eine znM Lesung des Socialistengesetzes im Plenum stattfinde» werde. (Die spanische Ministertrisi s) nil"^ einen schleppenden Verlauf. Alonso Martinez roal außerstande, das von ihm geplante Versöhmmgsmil>>' stermm zu bilden, weil die liberalen Dissidenten M nicht mit den Anhängern Sagasta's verständige» konnten, und legte seine Mission in die Hände ^ Königin.Regentin zurück. Diese beauftragte abernM Sagasta mit der Neubildung des Cabinets. (Attentat in Belgrad.) Vorgestern nacht' wurden die Fenster des österreichisch-nngarischen 2^ sulates in Belgrad mit einem Eisklumpen eingeschlo^' Die polizeiliche Untersuchung wurde eingeleitet. ! (Der Sultan von Zanzi'var) hat ^ ^ Regierung des Congo - Staates die Anwerbung ^ 1200 zauMaritischcn Arbeitern gestattet. — Da« M" zwischen Mombassa und Zanzibar ist fertiggestellt; ^ directe telegraphische Verbindung mit Europa wll^ vorgestern eröffnet. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie d>e «Klaqenfurte, Zeitnug. meldet, der Gemeinde Kit'"' Kirchheim zum Schmbau 150 fl. zu spenden gerB -^ (Der Todestag des Kronprinz«' Rudolf.) Donnerstag, den 30. Jänner l. I. werden l" weiland den Kronprinzen Rudolf in der Hofburgpsa^ kirche und in der Kirche bei den Kapuzinern in M" von 8 Uhr früh biä 12 Uhr miltags heilige SeH «Das freut mich.» sagte die Frau. die eine g"!' müthiqe Person zu sein Mn. «Vielleicht bleibt !'^ jetzt brav. trotz allem, was vorhergegangen ist.» Wieder stellte Healp seine Fragen ' so geschickl "" die Frau. dass sie es gar nicht merkte, wie er sie o^ hörte, uud bald war er von Joyce's Vorleben anf^' genaueste unterrichtet: — wie sie mit einem rei^, Herrn »ach London gegangen sei. wo dieser sie "^ einiger Zeit v rlasseu hatte, wie sie zuruckgrloM^ um einem Kiude das L^ben zu geben, uud wie >« mehrere Wocheu darauf wieder foitgeqange«, war. ^, Vtind unter der Obhut ihrer Schwester Lucy zlN^ lassend. « «Lucy ist das beste, gutherzigste Mädchen. ^ je gelebt hat,» fügte die Frau ihren ErllänltF So viel wissend, wurde es healp bei se'^ Autunft in Lcixford uicht schwer, die Wohnung" Westons anfzufinoeil. Als er daselbst eintrat, traf , Lucy mit ihrer Näharbeit in der Vorderstilbe, wäh^' neben ihr die Wiege stand, in welcher das schlafe" Kiud lag. . Sie schaute überrascht auf, als sie des F""^ ansichtig ward und bot ihm einen Sitz an, welche" dai.kcud aunahm. ^ Sowohl das Zimmer, in welchem sie sich ^ fand. als auch Lucy selbst, machten den Eindruck " z, gewöhnlicher Nettigkeit; sie aber sah bekümmert "^ ängstlich aus, und ganz zufällig entdeckten M ^ Laibacher Zeitunn Nr. 17. 135 22. Jänner 1890. m3r >?n ^ "'"?' ^"' ^e geheimen Räthe, Käm« «7h me Nat^^'"> ^" ^" ^ Hofburgpfarrkirche das ^?m w 7. ^ "^ ^°^ Kämmerer-Oratorium reserviert, wäbr^ ^7'"/«^ ^""" in die Hosburgpfarrlirche wahrend d.eser Messen gestattet. Auf kaiserliche Anordnung werden m d.esem Jahre die beiden Hoftheater am 30sten vrin^w.?^ dem Jahrestage des Ablebens des Krön-prmzen Rudolf, geschlossen bleiben. Ksf,.,'^ l^r Passagier in der Kiste.) Der Sch'"der. der den nicht alltäglichen Namen Hermann ^ «lung sührt und, wie wir berichteten, die Reise von ^ ^?.^' °ls Eilgut in einer Kiste verpackt, f^ ^'.-'" letzt, seinem Name., entsprechend, ein Veld der do.tlgen Zeitungen geworden und hat es durch Wen Emfall in Paris zu einer Nolorietät gebrach? l"e. falls seine Erfindung, um derentwillen er die aben-leuerliche Fahrt gemacht hat, wirklich etwas tauat als me unschätzbare Reclame zu betrachten ist. Wie es Mmt, hat der unternehmende Schneider daselbst bereits ^eute gefunden, die sich seiner annehmen: so hat die b^!'°^5 ^? 3°"l"°l' ^ ihn die 50 Francs d^zahlt, welche d,e französische Ostbahn für die Beförde< rung des Collo von ihm forderte, demzufolge er bereits °us semer Haft entlassen wurde. Das kleine Schneider. ,?>""!^ sich »n Wien leine Seele kümmerte, bildet Vt ,n Par^s den Gegenstand der allgemeinen Neugierde, 3,ll,tt ^c?" c"'^^ ""möglich, dass der seltsame Kauz sM « l /'.folge selnes allerdings ziemlich gewagten Ein-laue« sem Gluck machen wird. i.« «7". ^'"besmord.) Diesertage wurden bei Sela un Vez.r e Comen die Ueberreste eines neugeborenen «'"des gesunden, und man sah deutlich, dass der Körper o°n w.lden Thieren verzehrt worden war. Der Verdacht, as Kmd auf der Straße weggelegt zu haben, fiel auf ^?>'^^°""^ Ferfoglia; die Gendarmerie lel ete Nachforschungen ein und nahm schließlich die Ver-^7.° .". 3°^ vor. Die F.rfogli., gestand ein, m. lebendes Kmd geboren und dasselbe aus Scham und w As ne ^7 ältern durch Ersticken ge.ödtet zu habe.,. V l, . ' «.^ ^ "°^> lhrer Behauptung — in der Nahe des Wohnhauses einscharrte " ^ " °" ührt D 3!^"' ,^?° Chaster wird sie davon be-"b'gens u3.?^. '" ^"'°""" Einwirkung wechselt Stufe er^ Ih« höchste Psta'ne mW.. ^ Uhr nachnuttag«. während die b^n..«s'^ Mitternacht ganz unempfindlich ist. Vei licü N^m"^?. wächst die Empfindlichkeit beträch. lch. Venn Regen scheint die Pflanze zu welken und neiat 'hr Haupt; sie bleibt kraftlos selbst we j m « -^ (Eine verhängnisvolle Verwecks. ^«, ^.Karlstädter Lo^^ lesen wir "en^Ve. a tra^n^/ V"^5 ^'^""' das sich im Orte G. N ^at. T.ne dort lebende Familie lieh zu den V 3^'^'^ Tierchen, das in Agram die N.I Mädchenschule besuchte, nach Hause kommen. Das zum A".«^"° l'ch lmwohl, und dessen Mutter sandle Et^ ?^7r l^ ^^ '" W-shire.. sagte Heasp ernst, «und sehr bekümmert über den Tod von Mr Gilbert Far. wWn felchn?^ "°" ^'"" ^'"'""""^ '" ^" ^ ^ «unl/A'.^"'' sa^te Lucy mit einem tiefen Seufzer, da« .^ """^ "'^ d>s Gedankens nicht erwehren. Ich l^o" ^"^^ ^rafe für seme Schlechtigkeit sei. der V^s. ^?^ '"'"'" ^l"«t. dass d,e Stunde werde.^'^ ^"' ^"' F°rquhar nicht ausbleiben wisi.,?w^'"^^ """"h dem Detectiv alles, was er fraa w..'' ^'"^ " "e jedoch nicht so off.n zu dass ^°^^^ "" ihm laugst unumstößlich klar. '« v^oyc.' W.sto.l u.!d Natalic Egcrtons Kammer- Löffel Oel ein; doch, wer beschreibt ihr Entsetzen, als das Kind plötzlich einen markerschütternden Schrei aus« stieß und sich, fortwährend rufend: «Mutter, du hast mich vergiftet!» zu winden und am Boden zu wälzen begann. Vier Stunden später war das Kind eine Leiche. Der Lehrer hatte unglücklicherweise die Flaschen verwechselt und anstatt Ricinusöl — concentrierte Carbolsäure gesandt. — (F. Glinskif) Der bekannte Wiener Journalist und Romanschriftsteller F. Glinski ist vorgestern im Alter von 49 Jahren an den Folgen einer Darm« verschlingung gestorben. Nach dcm polnischen Ausstände im Jahre 1863 kam Glinski nach Wien, widmete sich der Publicist«! und war im Verlause der Zeit in verschiedenen Ieitungs-Redaclionen thätig, zuletzt wirkte er auch als Correspondent der «Vossischen Zeitung». — (Verhaftung eines Va n kn o t en säl-schers,) Das in Görz erscheinende «Eco del Litorale» meldet: Die k. k. Gendarmerie verhaftete den bekannten Rojc, welcher im Vereine mit seinem Complicen Ma« ganja aus Circhina Fünsgulden-Noten auf photogra» phischem Wege herstellte. Wie festgestellt wurde, ist eine Anzahl falscher Noten bei der Landbevölkerung angebracht worden. Maganja ist verschwunden. — (Parnells Mutter.) Für die Mutter Par. nells sind in Amerika 5000 Dollars gesammelt wor> den, so dass die alte Dame jetzt der Sorge entrückt ist. Außerdem bemüht sich der Gouverneur des Staates New» Jersey, den Congress zu veranlassen, die dem Vater der Frau Parnell, dem verstorbenen Commodore Stewart, von den Vereinigten Staaten schuldig gebliebenen Prisengelber endlich auszuzahlen. — (Fürst Sullowsli) reichte beim Gerichte in Von,, den Antrag ein, seine im Jahre 1881 in Zürich mit der damaligen Sängerm Ida Jäger ge» schlosscne Ehe ungiltig zu erklären, da er zur Zeit der Eheschließung wuhnsinnig gewesen sei. — (Münzfund.) In der Nähe von Mainz wurde jüngst ein bedeutender Münzenfnnd zutage gefördert, der seit Veginn des 30jährigen Krieges in der Erde geruht halte. Derselbe umfasst eine größere Anzahl Gold- und Silberstücke au« der Zeit von 1350 bis 1020, darunter viele Sellenheiten; von Frankfurter Münzen u. a. einen Goldgulden aus dem Jahre 1522, der bisher nur in einem einzigen Exemplar, das sich in Privatblsitz befindet, bekannt ist. — (Die Tochter Edi sons,) die von Wien nach Berlin fuhr, erkrankte unterwegs an den Pocken. Die Erkrankte wurde in ein Dresdener Krankenhaus gebracht. — (Sicheres Zeichen.) Thierarzt: «Siewaren gestern auf der Jagd. Herr Rath!» — Rath: «Allerdings; aber woher wissen Sie das?» —Thierarzt: «Ach, ich hab' eben heut' zwei angeschossene Kühe in die Cur bekommen!» Phonographische Uhr. Die phonographische Uhr ist Thomas Edi sons neueste Erfindung, eine Uhr, welche, statt durch Glockenschlag jede abgelaufene Stunde zu verkünden, dieselbe sogar viertelstündlich mit lauter, klarer Stimme ausruft. Im Innern der Uhr befindet sich ein mit dem Uhrwerk in Verbindung stehender Phonograph, der mit irgend welchen Sprechplatten für alle möglichen Zwecke versehen werden kann. Edison hat eine unerschöpfliche Reihe von Variationen für die Thätigkeit dieser Uhr vorbereitet, um Personen oder ganze Zuhörerschaften laut vernehmlich anzurufen, zu mahnen, zu belehren. ____ frau eine und dieselbe Person seien, und dass sie von Farquhar hintergangen worden war. Der Schluss, den er aus diesen Thatsachen zog, ergab sich aus sich selbst. «Ihre Schwester wurde sehr schlecht behandelt,» bemerkte er, und Lucy entgegmte in warmem Tone: «Ja. Herr! Und wenn Sie sie hätten sehen können, ehe sie mit Mr. Farquhar heimlich fortgieng. hätten Sie gesagt, dass sie ein ungewöhnlich hübsches und liebenswürdiges Mädchen war. Und wie verwandelt sie zurückkehrte!» «Sie hat diesen Mr. Farquhar dann wohl sehr gehasst, nicht war?» «Ja, das war das Seltsamste an der Sache — sie hasste und liebte ihn gleichzeitig, und ich bm mir nie klar darüber geworden, welches Gefühl das stärkere bei ihr war. Als sie nach Hause kam. war sie von der furchtbarsten Bitterkeit grgm ihn erfüllt, und als ihr Kind geboren war. ucrlangte sie nur nach dem Er« bärmlichcn, der sie betrogen hatte; all ihre Liebe für ihn schien zurückgekehrt zu sein» Der Detectiv glaubte die Wandlungen, welche ihre Gefühle durchgemacht halten, wohl vcrfolgm zu können. Sie war in der Absicht, Farquhar zu sehcn. nach London gegangen; dort hatte sie wahrscheinlich von der Verlobung des Banquiers gehört und. von nfersüchtignu Hasö erfüllt, auf Natalie Egertons Inserat a/antwortet, worauf sie in drl Absicht nach Kings« Deue g» gangen war, dem Mann. den sie liebte und hasste zugleich, irgend cin Unheil zuzufüge-i. Durch die Als Weckeruhr rust sie den Schlafenden mit lauter Stimme beim Namen und gebietet ihm wiederholt, nun« mehr aufzustehen, bis er der Mahnung Folge leistet. Als Küchenuhr theilt sie der Köchin die Befehle der Hausfrau für Bereitung des Mittagessens mit und erinnert an jede einzelne Arbeit zu der und der Stunde, damit das Mahl zu rechter Zeit fertiggestellt und aufgetragen werden könne. Bei öffentlichen Versammlungen verkündet die Uhr die Programm-Nummern in Aufeinanderfolge und mahnt die an die Zeit gebundenen politischen Redner etwa wie folgt: «Dieser Redner hat jetzt eine halbe Stunde gesprochen und macht dem nächstkommenden Platz.» Der unbequeme abendliche Besucher, der sich selbst um die Mitternachtsstunde nicht vom befreundeten Familienkreis losreißen kann, hört um 11 Uhr 55 Minuten plötzlich den Ruf der Nachtuhr: «In fünf Minuten bricht der morgende Tag an» u. s. w. Wie bei allen seinen Erfindungen, will Edison natürlich auch diese geschäftlich ausbeuten, und die beredte Uhr soll binnen kurzem in den Markt gestellt werben. Uebri-gens ist Herrn Edison inzwischen in Gianni Vettini, Lieutenant a. D. der italienischen Armee, der jetzt in Newyorl lebt, ein Milbewerber erstanden. Derselbe hat einen neuen Phonographen erfunden und patentiert, den er für eine bedeutende Verbesserung des Edison'jchen wie des Grafthophons erklärt. Und thatsächlich gibt die Bettini-sche Schreibmaschine die menschliche Stimme mit überraschender Deutlichkeit und vollkommener Lautbildung und mit solcher Klangstärle wieder, dass sie in einem gewöhnlichen Zimmer von allen Anwesenden ohne Schall-trompete deutlich vernommen werden kann. Gleich dem Cdison'schen Phonographen und dem Graphophon werden die Stimmschwingungen vom Schallblech mittels Nadelspitze aus eine Cylinder-platte eingezeichnet, nur mit dem Unterschieb — und darin soll hauptsächlich die Verbesserung bestehen — dass eine Anzahl strahlenförmig gestellter Nadelspitzen von verschiedenen Theilen des Schallblechs die Schwingungen in einem gemeinsamen Mittelpunkte sammeln und dem Cylinder die Summe derselben somit concentriert zuführen. Dadurch wird eine Klangfülle, Deutlichkeit und Genauigkeit erzielt, die weder Telephon noch Phono» graph bisher in diesem Grade erreicht haben. Vettini behauptet, dass 60 Procent der der Maschine mitgetheilten Klangmasse auf diese Weise wiedergegeben werden können, und er gedenkt den Apparat noch leistungsfähiger zu machen und instand zu sehen, die empfangenen Klang« oder Stimm «Mittheilungen ganz genau in gleicher Stärke, Tonsarbe und Deutlichkeit dem Original nachzubilden. Die Maschine kann auf eine Entfernung von 100 Fuß klar und deutlich gehört werben. Vettini hat auch an Stelle des Wachscylinders eine Composition erfun» den, die weil empfindlicher für alle Schalleinorücke sein soll. Bettini soll ebenfalls ein gebornes Erfindergenie fein. Unter anderm hat er einen Notenhalter für das Clavier hergestellt, mittels dessen der Spielende die Vlälter des Mufilheftes zu wenden vermag, ohne die Hände von den Tasten zu nehmen. I). IV Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Zusammentritt des Reichsrathes.) Wie die «Presse» meldet, tritt der Reichsrath am 31sten Jänner wieder zusammen. Der ursprüngliche Termin war bekanntlich der 21. Jänner. Die Verschiebung dieses Termines ist durch die Ausgleichsconferenzen veranlasst worden. Augengläfer und eine veränderte Nrt sich zu kleiden, enlzog sie sich der Gefahr, von ihm erkannt zu werden, und so geschützt, überwachte sie alle Schritte Far» quhars. Healp zweifelte nun auch keinen Augenblick mehr daran, dass sie es ebenfalls war, die damals auf so geheimnisvolle Art in der Nacht in Natalie's Zimmer eingedrungen war, um ihre Nebenbuhlerin zu todten; dass sie aber, als dieser Vrrsnch misslungen war, einen tödlicheren Stoß gegen die Schuldlose zu führm beschlossen hatte, indem sie die Waffe qegen den treu-losen Verräther selbst erhob, doch so, dass der Verdacht auf die gehasste Rivalin fallen musste; sie hatte es ausgeführt, mit verhängnisvollem Erfolg, und noch galt es. sie zu überführen, gegen die bis jeht mchts sprach als. wenn auch der bestimmteste, so doch eben nur — der Verdacht. 4 2. Capitel. Für Sir Ralph Lynwood war der Umstand, dass dcr Familienschmuck aus d,m Zimmer seiner Frau vl>r-schwunden war. der sicherste Beweis dafür, dass ihre Flucht vorher bedacht und mil Lionel Egerton vereinbart gewlscn war. In dem Schmerz nnd der Demüthigung, welche diese Entdcckung für ihn mit sich brachte, war alles übrige vergessen, und rr sagte nichts von der Veranlassung, warum er und der Doctor so lange war-tcnd anfgevlicben waren. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 17. 136 22. Jänner 1890. — (Die Gruhreform.) Aus Graz wird telegraphiert: Das Comits, welches gewählt wurde, um an Stelle des gesundheitsschädlichen Hutabnehmens den mill» tärischen Gruß einzuführen, begab sich gestern zum Statthalter Freiherrn von Küb eck, zum Landeshauptmann Grafen Wurmbrand, zum Oberlandesgerichts-Präsidenten Wafer und zum Bürgermeister Pr. Por» tugall, um anzufragen, ob dieselben mit der Grußreform einverstanden sind. Sämmtliche Herren erklärten ihre volle Zustimmung und betonten, dass es ihnen sehr erwünscht wäre, wenn diese Gruhreform durchdränge. Der Statthalter von Kübeck bemerkte, dass ja die Regie» rung dem militärischen Gruß gewifs nicht abhold sei, indem sie den Staatsbeamten die Uniform gegeben habe. In Graz ist die Grußreform schon sehr verbreitet, auch an verschiedene andere Körperschaften wird das Anfuchen, der Reform beizustimmen, gerichtet werden. — (Ernennung.) Per Ministe, Präsident al« Leiter de« Ministeriums des Innern hat den Privat» decenten der slavischen Philologie an der Wiener Uni« versität Herrn Dr. Karl Strelelj zum Redacteur für die slovenische Ausgabe des Reichsgefehblattes ernannt. — (Ein Virtuose auf der Maultrom« m e l.) Man schreibt uns aus Cilli: Wir haben einen Mann zu Grabe getragen, der seinerzeit einen geradezu weltberühmten Namen sich erworben durch sein Spiel auf der — Maultrommel. Sein Name lautet Karl Eulen stein, der gegenwärtigen Generation natürlich unbekannt. Eulenstein erreichte das achtundachtzigste Lebensjahr. Er hatte sich in Eilli als vermöglicher Rentier niedergelassen, nachdem er feiner Kunst Valet gefagt. Eulenstein war in einer kleinen Stadt Deutschlands ge« boren und entlief als Knabe seinen Eltern mit nichts anderem in der Tasche als mit seiner Maultrommel. Sein abenteuerlicher Weg führte ihn nach Paris, wo er Unterstützung fand und selbst vor Napoleon dem Großen concertierte. Seine Concertreisen führten ihn auch nach England, wo er sich vor dem Hofe producierte und das größte Auffehen erregte. Er fpielte selbstverständlich nicht auf einer Maultrommel, fondern auf einer Anzahl solcher Instrumente, die er vor sich liegen hatte und so rasch zu handhaben wusste, dass in der schnellsten Tonfolge leine Unterbrechung eintrat. Ein Kunststückchen von ihm war, in vollständig dunklem Saale zu spielen und errathen zu lassen, was das für ein Instrument sei, das er spielte. Es war nie jemand imstande, das Räthsel zu lösen. In Deutschland machte er so großes Aufsehen, dass Iustinus Kerner, mit dem er innig befreundet war, ein Gedicht auf ihn schrieb, welches sich in den gesammelten Dichtungen Iustinus Kerner« vorfindet. — (Der Club slovenischer Vicy llisten) versendet soeben die Einladungskarten zu dem am 25sten d. M. im Aitalnicll'Saale stattzufindenden Eliteball. Jene Damen oder Herren, welche am Balle theilzunehmen wünschen, eine Einladung jedoch nicht erhalten habsn, wollen sich an das Comitsmitglied Herrn Emil Leustel wenden. Da das Reinerträgnis, wie bereits gemeldet, der Studenten« und Volksküche gewidmet ist, werden Ueberzahlungen mit Dank entgegengenommen. — (Militärisches.) Das Reichs . Kriegsmini fterium hat, wie die «Reichswehr» erfährt, die Comman-den der Truppen und Anstalten angewiesen, mit allem Nachdruck dahin zu wirken, dass die anspruchsberechtigten Unterofficiere von dem gesetzlich gewährleisteten Rechte der vielseitigen Bewerbung den umfassendsten Gebrauch machen und dass die an Lebensjahren vorgeschrittenen Unter« osficiere ihr Augenmerk auch auf Dienstposten richten, von welchen sie nicht nur in besser dotierte Posten glei« cher Kategorie, sondern auch in Beamtenstellen vorrücken können. Der Wahrung der Interessen der gesummten Unterofficiere ist eine stete Aufmerksamkeit zuzuwenden, und sind nicht motivierte ablehnende Bescheide unberücksichtigt gebliebener Gesuche unbedingt dem Reichs Kriegsministerium vorzulegen. — (Deutsches Theater.) Das wohlbekannte Dumab'sche Schauspiel «Die Fremde» wurde gestern vor einem nickt sehr zahlreichen Publicum flott abgespielt. Das Interesse des Abends concentrierte sich vornehmlich auf den Gast, Fräulein Lola Albrecht vom deutschen Voltstheater in Wien. Fräulein Albrecht bot in der Rolle der Herzogin eine tadellos?, in jeder Richtung vollkommene Leistung, und sehen wir daher ihrem heutigen zweiten Auftreten mit Interesse entgegen. Direttor Freand war als Herzog in Erscheinung und Sprache fehr charcikteristisch; das abgespannte Gesicht, auf die Geschichte einee physischen Ausschweifungen reichen Lebens zu lefenstand, das vornehm gemessene, weltmännische Spiel, die fein abgetönte Sprache, das alles vereinigte sich, um den Herzog möglichst charakteristisch zur Darstellung zu bringen. Auch Frau Thomas-Söld, dann die Herren Soudel m,d Neher entledigten sich ihrer Aufgaben in anerkennenswerter Weise. Hoffentlich spielen sich heute die «Goldfische» vor einem besser besuchten Hause ab. — (Localbahn Lilli»Wöllan.) Die Local« bahn Cilli-Wöllan wird am nördlichen Ende der Süd-bahnstation Eilli beginnen. Sie wendet sich nach Um« sahrung der Stadt Cilli gegen Westen und gelangt, im Sannthale fortziehend, über Sachfenfeld und Heilenstein nach Rihdorf, hierauf tritt die Bahn in das Thal des Packbaches ein und führt nunmehr, in vorwiegend nördlicher Richtung weiterziehend, über Schönstein nach Wöllan, wo die gleichnamige Endstation angelegt wird. Von der vorgeschriebenen Localbahn an geeigneter Stelle abzweigend, ist ferner noch ein circa 1'9 Kilometer langes Schleppgeleise zu den Kohlengruben von Skalis auszuführen. Die Bahn ist mit einer Spurweite von 1'435 Metern als Localbahn mit Tag- und Nachtverlehc für eine Maximalgeschwindigkeit von 25 Kilometern in der Stunde anzulegen und einzurichten. — (Schuhmachermeister-Genossenschaft.) Am kommenden Sonntag vormittags halb 10 Uhr findet im magistratlichen Rathssaale eine Versammlung der hiesigen Schuhmachermeister-Genossenschaft mit nachstehen^ der Tagesordnung statt: Ansprache des Vorstehers; Jahresbericht; Vorlage der Iahresrechnung; Ersatzwahlen; Ve« rathung und Beschlussfassung inbetrrff des Sitzwesens; allfällige Anträge. — (Hundertjähriges Bier.) Der Chemiker der alten Brauereifirma Worthington u. Comp. in London bewirtete am 17. d. M. die Mitglieder des Laboratorium-Clubs mit Vier, welches 100 Jahre alt war. Es war wahrscheinlich anlässlich der Geburt eines Kindes des damaligen Besitzers der Brauerei in den Kellern niedergelegt und kürzlich aufgefunden worden. Der Stoff war ausgezeichnet und mundete fast wie Sherry. — (Todesfall.) In Rudolfsweit ist am vergangenen Sonntag der dortige Handelsmann und Großgrundbesitzer Herr Anton K a l c i c im Alter von 61 Jahren gestorben. — (Postalisches) Wie man uns mittheilt, ist zu Fiumicello im Küstenlande gestern eine postcombinierte Telegraphenstation mit beschränktem Tagdienste eröffnet worden. Aunst und Aiteratur. — («Oesterreichisch it?n, Gvillon Colonien, Ruiz Capdepon Inneres, Equillion Finanzen. Wie verlautet, lehnte Goillon das angebotene Poitefeuille ab. Die neuen Minister leisten heute den Eid. Zanzibar, 21. Jänner. In Bagamoyo kommen täglich viele Häuptlinge von Stämmen an, um sich W»ßmann z» unterwerfen. Ansselommeue Fremde. Am 20. Jänner. Ho tel Stndt Wien. Krap, Kolcnz, Gold, Kaufleute, und V«^ flatter, Ingenieur. Wien. — Forest), Fabrikant, Prag. ^ C,jak. Kaufmann, Trieft. — Schink, GutsbesHer, Sagor, - Kalisml. Neumarktl. — Fettingcr. Marine Com..Mj»nct.Pol»' ^Mahühof. Philomena Kxcchtl. Graz, — Marout Postmeister Ällirischcr Hof. Josef Cop. Weinhändler, Iaska. Verstürben?. Den 19. Jänner. Lucia Gorjanc, ConducteurZ.Oatti«' 64 I,, Petersstrasze 28, Lungenentzündung. — Josrfa Podei^ Köchin, 81 I, Kaiser.Iosefs'Plah 1. Apoplexia Den 20, Jänner. Karl Kahne. Arbeiter, 25 I" Castellga,se 12, Lungenlähmung. Den 2l. Jänner. Mathias Ieric, Conducteur. ?55, Kuhthal 1. Marasmus. — Gertraud Drol, Hausbesil)er5.Oatti!', 76 I,. Capitelgasse 13, Marasmus. — Maria Standing", Private, 63 I., Rathhauöplaj) 6, Tuberculose. Im Spitale: Den 19. Iänner. Franz Cerin, Wirths.Sohn. 2 T^ ^tresia am. Den 20. Jänner. Johann Brejc, Inwohner, 67 Iah" Lungenemphysem. — Anna Smole, Inwohnerin, 87 I., Wch? sncht. — Johann Culelj, Arbeiter, 55 I., lll-aemia. Meteorologische Veobachtull.qcn in Laibach. Z ZZ 3«v ßZ m,... "„ficht Z'Z " VÄ7W7"729 3 I^ ^wiiibM-------MbÄ^f"^ ^3 'mi, ?A? ^ 2W. schwach bewölkt 0'^ 9 . Ab. 7.62-1 08 NW. schwach! heiter Morgennebel, wechselnde Bewölkung, schönes Abends Alpen klar, sternenhelle Nacht. Das Tagesmittel der Tempels 6 0", um 50° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglii > Maria Dtls Freiherr Avfalirer von > Nvfaltrern, l. u. k. Kämmerer. Mitglied des h, > Herrenhauses des Neichsrathes und des lrainische» > Landtages :c. ?c.. gibt im eigenen, im Namen seiner > Kinder Maria Hivpolhta Freifrau von Liech» > tenbera.ssancschiisch, neb. Freiin «vfaltrer > von UPfaltreru, M. Dtto Freiherr» APfal« > irer von ?lvsaltrern, l. n. t Kämmerer. M. > Nudolf Freiherr« Upfalirer von «pfaltrern, » l. u. s. Kämmerer, seines Schwiegersohn!s Leopold > Freihern von Liechtcnbera Ia«,schilsch, > Landtags-Abgeordneten im Herzonchume Kiain, seiner > Schwiegermutter Marie Freifran Avfalirer ! von Avfaltrern geb. Geringer, seiner Enkel R und aller ülnigcn Verwandten, vom tiefsten Schmerze I gebeugt, die Trauernachricht von dem Ableben seiner > inuigstgelieblen Gattin, beziehungsweise Mutter, > Schwiegen und Großmutter, der hochwohlgebornett > Frau > geborenen Edlen von Gianella, > welche, versehen mit den Tröstungen der heil. Nc< » ligion. am 2l. Jänner 1890 um !'/< Uhr nachmit- > tags schmerzlos uud ruhig verschieden ist. > Die entseelte Hillle der theuren Vere>rigten wird > Donnerstag, den 2-j. d M.. um halb 3 Uhr nach- > mittags im eigenen Hause Vrandhofgasse Nr. li > feierlich eingesegnet werden. > Die feierliche Beisetzung in der Familiengruft > erfolgt am 24. Jänner um 2 Uhr nachmittags nach > nochmaliger Einsegnung in der Pfarrkirche der Com-W mende St. Peter bei Stein in Krain auf dem dor- > tigen Friedhofe. > Die heil. Seelenmessen werden dortselbst anl > 25. d. M »m !' Uhr vormittags und gleichzeitig in I der S l,losscap,lle zu Kreuz bei Stein in Krain so^ > wie nm l0 Uhr vormittags in der Leechlirche z» > Graz gelesen werden. > Graz den 21. Jänner 1890. D Erste stcicrnl. i'elche>l'A»fbahr,!ng«< unk Vclibiaunaö.Anstall > in G>az, > Vom tiefsten Schinerze erschüttert, gebe» die Gc< > > fertigten die betrübende Nachricht, dass ihre iuninst- U D geliebte Tante, Fräulein W > Marie Staudinger ! > heute Nachmittag um 1 Uhr nach längerem Leiden, > versehen mit den Tröstungen der heil, Religion. iM > 63. Lebensjahre selig i,n Herrn entschlafen ist, » Die irdische Hillle der theuren iUrrblichens" » wirb Donnerstag, den 23. d, M., nachinittags 4 Uhr > im Traueihause Rathhau««plal) Nr. 6 feierlichst e>>>' > gesegnet und sodann auf den, Fricdhofe zu St. Chr>" > stoph im eigenen Grabe bestattet werden. > Die heil. Seelenmessen werden in mehreren K>l' > chen gelesen weiden. D Laibach. 2l. Jänner 1890. > Peter 2imo»etti, Isidor Simoneiii, F^rd > «imonetti, Dr. Iul. Kotzmulh, l l Nzirl'""»' » Neffen. — «aroline Kotzmnih geb. «imone«'- > Nichte. ftiltto ftii«, K,. 17. 187 22. M« 1890. Course an der Wiener Börse vom 21. Jänner l890. i^ „m °,i!^°« «»»r«»»... Geld Warr Staats-Alllchttt. H^n^itlick!' Rente in Note» «»i« 88 3« !«^^°^"^' ^"N^ ,«3-^134 2" l»«4er S.oa.slole , . ion fl. ,75lN^L5><> z°/1Dom.-Psdbr. ä 120 st. ^! ^ A^ '1«^. ^f^est. Goldrent.', steuerln-i . »<,«) 8-^ 11„ „ü "euerr No,c»»ntt', stouerwi , KN'7Nl<<9<' Garnnti.ir»,' ssisenbnhn. «amlducrschlribunllcn. ^illllü-tiilia,'!, <„ G, stüurrlre! , lLN —1^>«,' 'Nanz Il's>pl,Bahn in COber . ,15 — 115 5^ "orallhsrnor Bahn in Bilder ,03'25 ,04-'«'. kl'!abr!l,dnh„ 2»0 fl, ssM. . . ^I'-I. __.^ ^ett° Linz Bndwcis M0 sl, ü, W. 8,7-50 —-.. A^beti,b„l,, si,r 2<>0 Marl . f . »n , '< , drtto fur Aw Marl 4 l"'° P°pierre»,e 5«/« . , , ««20 9^4«' M'N ^nl>. «nl.,^fl.ü.W.S. ^5,0 ,,«- d °^ l^°i ^'"""l- ^^"e - - »l> 2« »5 no ° S»«n!« Ol»is,at, «. I, l»78 113 - li» 75 ^>>K ».». L°?e 4"» »,»» ss. zzz.g,, izg.g,, Oeld Ware Grnndcntl.-Oblinlltionsn (für 10« fl, TM.), 5"/n „aliz'schr...... l!>4 ?>! l<>5 70 5"/„ mährische...... 10» 5" 1'<>-. 5°/« Nrain »nd Küstenland , , —- ^ - 5"/^ n!eder«sterre Andere öffrntl. Anlcben. Donaii-Ne«, Lose 5"/« «00 st. . 122 50 123 5" dlo. «l>:!eil,e l»7« , . 105 5» K<'..'0 Nnlebs» der Vtadt Gbrz , , 110 - —-- «nlehsn b, Vtadtnemrinde Men wk'^n 10« 3«> Pram Anl, d. Otadtge», Wien 14« 75, 14» 25» Vollcnbax^lnlcticn verln«, I,''/» 9? 50 —' ^ Pfandliricsc (ftir 10« fl,), «odeiur. aN„. üst, 4°/„ V, , , <1ü'?5 l17 25. bto, » 4>/,"/n, . . 101 25, la«'75 blu, . 4"/„ , . . 8»'e5 ?8'75 dto. Präm, 3chulbverschl, »°/« ln» 25 108 ??> Ocst. » 25 delto . 4"/„ . . ft? 80 WN'L» beito 50j«hr, . 4"/„ . . »8 8« !»<> 2N Prioritats-ObligatlVnen (!iir i»w fl,), sserdinand« Nmdbahn (tin, l8»6 «00 — 100 80 Galizüchc Knrl°L»dwig«>Ullhn ? 40 5taa<«l>nhn....... l9j-7!^ —' Südlial», !l 3" „..... >47'«5 !4» 2'> t^ .V,...... l!7 - 'l>> - Una, «ali,,, Bahn..... l»2'l!5 — - Diverse Lose (per E«,!cl>, Irebitlole l<)0 fl...... 18l 75 182 i?> lllaru Lo!e 4« fl...... z«.5<> 5,92^ 4"/p Dunn» Dampssch, N»<> ll. , izz, .. Ill» ?>0 l.'aibachsf Präm, Änlet», »l'__24 5" Oseior Luse 4» fl..... g, .. gz',. Palfit, «i>!e 40 fl...... 57.5c, .^._ i«°t!,en Nleuz, öst. «,s. 0.. l<»fl. ,y zz 19?« NudKlph Lose l« fl..... lg s.o zf)s,s, Vlllmlinss 4<) st...... UN »5 «l 2', Ot. Genol? Lose 40 fl. . . . ßg,^,! «4,^^ Wllldslriii Lose 2N fl........ ,?, /< »^ Windüch Ornh Lose »0 fl. . . << ^ s,5 ^N «ew.'Sch,b,»«/<,PrHm,'Vchulb' ' ' ' »ersch d. Vobe»crebita»stalt , ,7_ ^^. »llnl.ActllN (per Otüll), «nglo.Qlst, Unnl «00 st, «»«/,. — INI "/„ »17— «17 75 ürbt,'«»st, f. Hand, u. G. inofl. 5^2!»« 883 — «lredltbanl, All«, ung. li00 st. . 345-25 !»«! — DcplisltlMbanl, Vlllg, Ü00 ft, , znz-.. L<>4 — o fi. «i8 — «19 — Hypothtlenb., öst, liu0tt. 25»/,«. 7, 50 — — Geld Ware Uanberbanl, »ft, «00 fl. «. . . »83 50 234 10 Oesti rr, ungar, Uanl «00 ss. , S33 — S3'' - Unionbanl 200 fl...... 2b«'»u 2<.«l»n Vrrlehrsbanl, All«, 1<0 fl, , , IßN' <«1 -. Actien von Lransyort-Unternehmungen. (per 3tu Alsü!d°?f fl, 3. »03— 208 !>0 Böhm, Norbbahn 150 ss, , . , 2l? — i!19 — » WeNbahn 200 ss.. . . --— —-— Vuschtiehrader oyd.0st.'Ung,,Irieft5<»nfi,. ,98 85 dto, (lit. U.) 200 fl. O. . „,,!5<, LLl — PragDurrr Visenb. 150 st. Eilb. 68— «3— Rudolph Buhn 20« fl. Oilber . — —____ Vtaalitilenbahn Loo st. Ellber zzo — L»'»-50 Elibbal»» 200 fl. Silber , , . ,88!t!> 13» 75. Süd Nurbd.Verb.,V.200fl.«Vl. i«9>..- ,?l» .- llllinway VeI.,Wi.,,70fi. 0. 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Programm drr im Jahrgang 1890 ei scheinenden Erzählungen und Nomane: Mmmenzeichrn. Von E.Werner. — Ein Mann! Von Hermann Heibcrg. — Guitt. Von Theodor Fontane. — Baronin Müller. Von Karl o. Heissel. — Sprnng im Glase. Von A. v. Perfal!. — Eine nnliedeutendc Frau. Von W. Heimburg n. s. u,. n. s. w. Velrhrende und unterhaltende Beiträge erster Schriftsteller. (309) Prachtvolle Illustrationen bedeutender Künstler. AbonnelNtNts-Preis der Gartenlaube. Ausgabe für O.sterreich Ungarn, in jährlichen 14 Heften k 30 kr. oder 28 Halbhesten k 15 lr. Ilohe Provision verbunden mit einer Prämie, gewährt ein grosses Bankinstitut (Actien-Gesell-schast) anständigen Leuten jedes Standes, welche sich mit dem Verkaufe von Losen gegen Ratenzahlung auf Grund gesetzlich ausgestellter Ratenbriefe besassen wollen. Anträge an Redaction Budapest, Elisabelhplatz 18. (237) 3—3 Gegen die Zehrkrank- llftlf An Lim£('iiscli\vin scheide vom 9. October 1889. Z. 4971. in der Execittionösacke des And. Fri.ee von Vudanie glgin St'fan Kraöna mm dort ix:lo. 280 ss. s. A. auf den 19. D.e. 1889 angeordnete Realfeilbietung »uild auf den 7. Februar 1890 mit Beibihalt des Ortes und der Stunde und mit dem frnhern Anhange übertragen. K. k. Bezirlsgeticht W'ppach. am 19. D>cembrr 1889. j^B^^BjwtoAusxftidinungen ;m fersten Wf.ltaussiHlmigeo seil IMi^^^^^^J ¦ Man verlange »tets ausdrücklich: 'J^ESX^M ^^H ^-~^/~~-------^ŠSsJ r\ ^s^ST Herstellung einer voitreff- ^^H HH ^^C^ /f^yW/-^/m---^^ *% li«'henKraft«up])e, Bowicznr ^Jä 71 v ^^m/^\ WmML^M /W /^4kf*\ Verbesserung u.Würze aller ~ - JUÜä/^Ä/ m\ l) WXEmH^/SZ^lfQlt ' SuppeD, Saucen, Gemüse u. ? £'i \t_ HIIT-r richtig angewandt, neben y* SiWfcXf/^^S ^^hTA'^J^l iuiHH«'rord«'iinirli< «eqiit'inlK'liUeil ;s H Ä<^VleP^* b55S£E if sl ^' Xr s^ I Iv*^ knngsmittel für Schwache p* a g ^^-— «^J ^r and Kranke. &• ^ Bl-~_ ~m.—.%m>± wpnn die Etiquette eines jeden /7 ^V .#£,* 25 f^ IVUiff^ QQflfi Topfes nebenstehenden Nanienszog VV^*2^*-^^^^/ *| •j* ja BBBllBBllBl»Bia»BBBll»Bllll»l '" l>ltf|)6t der CompuR-nle Llebip für Oesterreich-UnjfBrn: ¦¦¦ I ^H CARL BERCK, k. k. öst. Hoflieferanten, WIEN, I., Wollzeile $-^M ^H Za haben id allen grösseren Specereiwaaren-, Drlieatessen- and Drepo^n-HandlongeB, sowie Apotheken. ^H ^^^^JJ^JTnirTiTrrrÄiis/\.p<>lliolfi<*li. rpc J) Bestellungen von auswärts werden mit umgehender Post ver- Q^ £ s&ndt. — Billigster Bezug in 4 Kilo-Paketen. x§ £ Anerkennung. $8 S Herrn Ubald v. Trnköczy, Apotheker in Laibach. Sßs 5 Ihr Hopfen-Malz-Kaffee hat sich bei den Reconvalescenten sehr gut ^5 4) bewährt, bitte daher, noch 5 Pakete einsenden zu wollen. (Jx S Bad Veldes (Krain) am 2. Jänner 1888. Achtungsvoll ®s g (246) 1 Dr. Perd. Zeissler, Badearzt. 3o