^Hl- Donnerstag, 11. August 1898. Jahrgang 117. kaibllcher Mmg. '^^'. Wbjöh?« ..^''^lenbung: ganzMia sl. 15, halbjährig ,l. 7 5«. Im LomUto.r: ^^°>"°te bl« .^'» N. 5>5o. yi!r die Zustelln»« ins H°u« nanzjtihrig fl. i. - Insertlon^ebllr: Flir ^^^^^^" «eiien 25 li., gröhrre per Zelle li, h "'l Commandanten des k. u. Szege- «lMl A^^istnctes, nach dem Ergebnisse . in den V^? "folgten Superarbitrierung als l,M Gen^s ^^"'b anzuordnen; und 5 "'""l? Wilhelm Pacorv. Karsten -»V^vehr^yalla, Commandanten der k. u. »/ "- E!pÄ"""^Vliaade, zum Commandanten ^- ^egediner II. Landwehr-Districtes zu er- 2 ' bV^)^^" Hofstaate weiland Seiner 3 ^e".^Herrn Erzherzogs Leopold zu-?^n d e'?/" Feldmarschall - Lieutenants Karl tti^Uebern^"l " ^cn Ruhestand anzuordnen; !' > v n'^' des Oberstlieutenants Hellmuth ^"N '' !?chrina, des Uhlanen-Ncgiments ^ der K''"' ^n Russland Nr. II, nach dem ^ cnu„?""^^'""ng als invalid in den '" Ob3.."s" ""d deinselben bei diesenl An- ,^r Tm?^^'5l)arakter uä Ixmai-e., mit Nach- M. " und das Militär-Verdienstkreuz zu Ii ^ne » ^ '--------- ^ltcr En!^/.^^^lische Majestät haben mit vom 5. August d. I. dem '> b'ch ^ " Statthalterei inZara Natalis ^st zu H ^e Verdienstkreuz mit der Krone ü« verleihen geruht. > ^ei^ « -------_____ ' ^'2^'^lische Majestät haben mit ^^'^"N"? ^ "'Juli d. I. dem '^'"Nienbp? ?" 3'rma Franz Wilhelm ^' >l in A' ?st"en Binder und Packer Josef "g^ klnen, ««f, ?"""3 einer mehr als fünfzig- 6 V'^ treu? unss?r'« Fabrik-Unternehmen '^^^enstkV" " d ^lobten Berilfsthätigkeit das ^^.^^a^gllädigst zu verleihen geruht. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 30. Juli d. I. dem bei der Firma D. Leopold Levit . »nd 7. August 1878. y. ^ur H. I. ^ll ^'ug»ft "'l8?m ?°° .Gefecht bei Im« 3' 1? ! > Mil,» ,! ) d°s ,, u, l, Infanterie-^°lb'°? w U ,, b°N'°>s Freiherr «on Kuh.» ^ H ^ Uhr "Murt S»m«t»g, den 6, d, M„ ^dnV"°lMit!„„» ,°« em Zapsenstinch und am ^H b°"i«'n A,«« « Uhr eine Feldmesse im l^ßt K^n. nun v K'l^ Infanterieregiments ö des ^l des Rp^'^ Nr. 17, bei welchem ^iihp «uherst ,Hlmcntes in Action kam, in->, <*> anstr??n Terrains und dichten ?' d s'V ab Iend gewesen. '>. flechte ^h'evm. und von der langen d k<^ der Widerstand des M>.^ I,?"3 kriifti. ^°nn stark gewesen, über b ^ Das Gefecht wurde °^d. dessen t^llch m offensiver Absicht ge-b«" ^ Hart " °"^ ^ ^"Be nicht un- die Gegenwart ^"' dle Anwendung von Ge- schützen, ließ deutlich erkennen, dass die 7. Division uuter dem Commando Seiner königlichen Hoheit des FML. Herzog Wilhelm von Württemberg im Kampfe bei Iaice die Hauptkraft der auf ihrer Vorrückungs-linie sich entgegenstellenden Insurrection bezwungen habe. Der spätere Verlauf der Ereignisse zeigte ferner, dass dieses Gefecht im Zusammenhange mit jenem der Hauptcolonne am selben Tage bei Hepce stand. Die an beiden Orten errungenen Erfolge waren daher entscheidend für die erste Periode der Occupation überhaupt, und wir können es mit berechtigtem Stolze und Genugthuung sagen, dass zu dieseu Erfolgen die Tapferkeit und die zähe, uuerschütterliche Ausdauer des Regiments wefentlich beitrug. Fast in allen kriegerischen Begebenheiten, in welchen während der letztverflossenen zwei Jahrhunderte Oesterreichs Doppelaar entfaltet wurde, hat das Infanterieregiment Nr. 17 gekämpft; es hat, fast immer siegreich, die Waffenehre makellos bewahrt. Das Regiment konnte auch nach Iaice mit großer Befriedigung auf zwei neue, glückliche Gefechte, aber auch auf eine Reihe höchst anstrengender Marschleistungen zurückblicken, es hat hiebci die unerhörtesten Mühsale und Entbehrungen standhaft ertragen, viele haben ihr Herzblut freudig vergossen; an die glorreiche Regimentsfahne hat es neue Lorbeeren gewunden. Auf den vom FML. Herzog von Württemberg qemeldeten Siegesbericht von Iaice traf folgendes Telegramm Sr. Majestät des Kaisers, unseres obersten Kriegsherrn, als Antwort ein: «Ich danke Ihnen für die ausgezeichnete Führung der Truppen in dem siegreichen Gefechte bei Iaice nnd beauftrage Sie, allen dabei betheiligten Abtheilungen Meine vollste Anerkennung für ihre Ausdauer und Tapferkeit auszufprechen. Im Gefechte bei Iaice hatte sich Oberst Prieger durch thatkräftiges Wirken und vorzügliches Disponieren hervorgethan und zum Erfolge des Tages wefentlich beigetragen. Dem in der Schwarmlinie befindlichen Lieutenant Iofef Cerne hatte Bataillons-Adjutant Lieutenant Matthäus Prasnikar während eines heftigen Gewehr- und Geschiitzfeuers von Seite des Feindes den Befehl zum weiteren Vorrücken übcr-bracht. Lieutenant Lerne, der sich zur sofortigen Durchführung des Befehles in Bewegung fetzte, wurde in dem Augenblicke, als er einen Abhang zu über-chreiten im Begriffe war, tödlich in den Unterleib verwundet. Lieutenant Prasnikar war es, der dann dem auf der gänzlich offtncn, dem Massenfeuer des Gegners ausgesetzten Fläche Daliegenden den letzten Kameradschaftsdienst erwies, ihm, der eigenen Gefahr nicht achtend, die Wunde mit der Feldbinde verband, und ihn fodann in feinen Armen soweit zurücktrug, bis er ihn einer herbeigecilten Sanitätspatrouille übergeben konnte. Hauptmaun Heinrich Kopriva, Commandant der 6. Compagnie, that sich durch sein persönlich tapferes, actives Benehmen ganz besonders hervor. Obwohl im Unterschenkel schwer verwundet, ließ er sich dennoch nicht zurücktragen, sondern commandierte Laibacher Zeitung Nr. 181. 1498 11. AugustA ziehung die Sonderrechte des Großfürstenthumes allmählich zu beseitigen. Ein Symptom dieser Tendenzen war schon eine vor zwei Jahren einmal erlassene Verfügung, welcher zufolge ein Theil der finnländischen Truppen zu den russischen Lagerübungen bei Krasnoje Selo herangezogen wurde, ein Vorgang, der mit den sinnländischcn Privilegien in offenem Widersprüche stand. Nunmehr soll aber in aller Form an eine Militärreorganisation in der erwähnten Richtung geschritten werden. Durch kaiserliche Ordre ist nämlich verfügt worden, dass die sinnländischen Stände (der Landtag) am 19. Jänner nächsten Jahres zu einer außerordentlichen Sefsion zusammentreten, um das im Groß-fürstenthume geltende Gesetz bezüglich des Militärdienstes mit den in dieser Hinsicht im Kaiserreiche geltenden Principien in Einklang zu bringen. Diese Verfügung hat nun eine interessante, für das Verhältnis zwischen Finnland und dem Kaiserreiche bezeichnende Vorgeschichte. Ursprünglich war nämlich ein Befehl erlassen worden, durch den die sofortige Einberufung des sinnländischen Landtages zu einer ordentlichen Session erfolgte und der überdies vom Kriegsminister contrasigniert war. Als nun dieses Schriftstück dem interimistischen Minister - Staatssecretär für Finnland, Procope", vorgelegt wurde, erklärte er diesen Erlass sofort als gesetzwidrig, einmal weil der Landtag zu einer ordentlichen Session erst nach Verlauf von anderthalb Jahren zusammentreten kann, zweitens weil kein russischer Minister berechtigt sei, einen kaiserlichen Befehl bezüglich der Berufung des sinnländischen Landtages zu contrasignieren. Es könne, wie Herr Procop5 betonte, nur ein außerordentlicher Landtag einberufen werden, und der diesbezügliche Befehl des Kaiser-Großfürsten dürfe von keinem anderen als dem Minister - Staatssecretär für Finnland contrasigniert werden. Diefe freimüthige Erklärung des Minister-Staats-secretärs soll zu scharfen Auseinandersetzungen zwischen ihm und mehreren russischen Ministern geführt haben. Der Staatssecretär hat sich hierauf direct an den Kaifer gewendet, der, fobald er den wahren Sachverhalt erfuhr, sein früheres Rescript annullierte und ein neues erließ, welches vom Staatssecretär für Finnland contrasigniert wurde. Die außerordentliche Session des Landtages, welche stch mit der Reorganisation des finnländischen Wehrgesetzes beschäftigen soll, wird im Jänner 1899 stattfinden. Im nächsten Monate wird ein russisch-finnländisches Militärcomite' zusammentreten, um über einen russischen Vorschlag zu berathen, demzufolge sinnländische Wehrpflichtige, welche in dic besonderen sinnländischen Truppenabtheilungen keine Aufnahme finden können und der Referve zugetheilt werden sollten, künftighin den russischen Regimentern, welche im Großfürstenthum Finnland garnisonieren, und den Regimentern des Petersburger Militärbezirkes zugetheilt werden sollen. Es wird betont, dass der Kaiser diese Aenderung so rasch wie möglich durchgeführt zu seheil wünscht.___________________________________________ Politische Uebersicht. Laibach. 10. August. Aus Wien wird dem «Linzer Volksblatt» telegraphiert, von hervorragender Seite werde versichert, dass demnächst der Reichsrath einberufen werden soll. __________ Aus Budapest wird berichtet, dass man Anstalten treffe, ein ungarisches Eisenbahn-Ministerium zu errichten. Es sollen in dieser Beziehung auf Grund eines von dem kürzlich in den Ruhestand getretenen Staatssecretär v. Vörüs ausgearbeiteten Entwurfes Berathungen gepflogen werden. Alle Verkehrs-Angelegenheiten follen aus dem Handelsministerium ausgeschieden und dem neu zu errichtenden Eisenbahn-Ministerium zugewiesen werden. Für die Leitung des geplanten Ministeriums soll das Mitglied des Mag« natenhauses und FML. a. D. Ernst v. Hollan in Aus-sicht genommen sein. Einer aus Rom zugehenden Meldung zufolge ist das Gerücht, dass die Regierung die Aufnahme einer Anleihe von 300 Millionen Francs zum Zwecke der Vermehrung der Seemacht beabsichtige, vollkommen unbegründet. Das gegenwärtige Ministerium halte an dem Grundsatze, keine neue Creditoperation, unter welcher Form immer abzuschließen, der von allen politischen Parteien anerkannt worden und der förmlich ein nationales Programm bilde, fest und denke nicht daran, fei es zu welchen Zwecken immer, die finanzielle Sammlung Italiens und die Kräftigung seines öffentlichen Credites durch eine solche Operation zu stören. Die Negierung beschäftige sich allerdings eifrig mit der für Italien eine Lebensfrage bildenden Verstärkung der Marine. Das Studium dieses Projectes vom technischen und finanziellen Standpunkte werde erst im October beendet sein. So viel aber sei gewiss, dass die Verstärkung der Flotte keine bedenkliche Belastung des Staatshaushaltes mit sich bringen wird. — Nach einer aus Rom zugehenden Meldung bietet die italienische Regierung alle Bemühungen auf, um die für den Fall eines Krieges zwischen Argentinien und Chile von den italienischen Colonien in der erstgenannten Republik geplante Bildung eines Freicorps von 40.000 Mann zu verhindern. Sie hat durch eine an die italienische Gesandtschaft in Buenos-Ayres gerichtete Note die italienischen Staatsangehörigen an die Pflichten der Neutralität in nachdrücklicher Weise erinnern und sie auf die Gefahren aufmerksam machen lassen, denen sie sich widrigenfalls aussetzen. Entsprechende Mittheilungen hat das römische Cabinet der argentinischen Regierung zugehen lassen. Wenn sich die Meldung des Madrider «Im-parcial» bestätigt, dass die spanische Negierung die von den Vereinigten Staaten von Amerika gestellten Friedensbedingungen zunächst nur aä rolsronäum genommen habe, weil sie sich ohne Zustimmung der Cortes zu einer Gebietsabtretung nicht ermächtigt glaube, so dürfte dies eine Verzögerung des Abschlusses der Feindseligleiten im Gefolge haben. Ueber das bei Manilla stattgehabte Gefecht zwischen spanischen und amerikanischenTruppen meldet ein Telegramm aus Hongkong folgende Einzelnheiten: Das Gefecht entspann sich in der Vorstadt Malate während der Nacht und dauerte drei Stunden. Die Spanier liefen mehreremale in der Absicht an, den rechten Flügel der Amerikaner zu umgehen. Eine Ab-theilung der Spanier hatte in einem dichten Gestrüpp längs der Chaussee Aufstellung genommen, von wo aus sie das Feuer unterhielt. Um diese Abtheilung aus ihrer Stellung zu vertreiben, wurde Sturm befohlen. Eine amerikanische Abtheilung wurde überrumpelt und gänzlich aufgerieben. Die «Times» bespricht den englisch-^ Wettbewerb und bemerkt hiebei, wen"'". Vereinbarungen herbeiführen ließen, wiir^ England mit Genugthuung begrüßt werden; °,.-, dies bei dem Abkommen mit Russland ilber°^ Grenze der Fall gewesen sei. Wenn aber ^ imstande oder nicht gewillt sei, den ^'1 Tientsin einzuhalten, dann würde England ^ Interessen durch eigenes Vorgehen sichern. .< . Aus Cet in je wird vom 9. d, ^ Bei dem gestrigen Galadiner zu Ehren °"> von Bulgarien bewillkommte Fürst stilo"" >, Gast herzlich als Bruder und Vertreter "> ^ gemeinsame Interessen verbundenen Volkes. > von Bulgarien antwortete, nur innige l) ., könnte nützlich Wirten zum gemeinsamen >" ^ Völker, welche durch historische Reminiscenzen Bande und den gleichen Glauben verbüß Heute wohnte der Fürst von Bulgarien eM^ ^ revue bei, worauf ein Officiersdiner stalls"..'? Fürst Nikolaus zunächst auf den Zaren ^ der Cetinjer Kaserne, den Förderer Bulga ^ Montenegros, sodann auf das Wohl "^ Ferdinand, die bulgarische Armee, schließ"^ Brüderlichkeit beider Armeen trank. ^M Bulgarien toastierte auf den Fürsten N" ss auf den Ruhm der stets siegreichen mottled Truppen. Tagesneuigleiten. . — (Das Skalitzer Attentat.) ,. den Blättermeldungen gibt die «Wiener Äbe^ Darstellung des Attentates auf den SkaM -! rath Pietsch, aus der hervorgeht, dass der «^ des übelbeleumundeten Simon Löffler, dessen i p sowie drei Taglöhnem aus Skalitz erfolg^ der als Förster gedient hatte, war den« <"s 5? berüchtigten Löffler seit langem verhasst, ^H/ der Umstand, dass wenige Tage vor dein "^ frei herumlaufende Hund Üöfflers nach ^" ^ Vorschriften getödtet wurde und der OeineN> ^ Vertreter des Gemeindevorstehers die Tödtu"s ^ veranlasste. Die Thäter gelten als gänzlich ^ verkommene Menschen, welche dem politisch^ ^ Getriebe vollkommen ferne stehen. Die ^^ sonach ausschließlich auf ein persönliches Rach^ Attentäters zurückzuführen. ..ß> — (Zu den Excessen in GalU' f Individuen, welche anlässlich der antisemit'^' stürungen nach § 85 Strafgesetz angeklagt '" F den bei der am 8. d. M. gegen sie °" "> Schlussverhandlung in Neusandec von dm ^ freigesprochen; dagegen wurden sie wege" .^ gegen § 431 zu dreiwöchentlichem, bezw^ Arrest verurtheilt. .^ — (Feuers brunst.) Eine Feuers z^, einen großen Theil der Ortschaft NagY-V" '^ Comitat Neutra zerstört. Wie berichtet w^ F, großer Theil der Ortseinwohner znr Zeit .^' anf den Feldern beschäftigt, so dass dic Üös^ ^ verspätet in Angriff genommen werden kon'l ^ Kinder, denen nicht rechtzeitig Hilfe gebracht l^ ^ find verbrannt. «ais^l — (Requiem für den Fürsten»^ Wie man aus Petersburg schreibt, hat in°^< seine Compagnie in liegender Stellung so lange, bis ihm infolge des großen Blutverlustes die Sinne fchwanden. Bataillons-Adjutant Lieutenant Leopold Am-brozic, an der Hand und im Oberschenkel verwundet, begegnete auf dem Wege zum HilfsPlatze mehrere versprengte Soldaten ohne Führer, die er, seinen körperlichen Schmerzen vergessend, sofort sammelte und sie, zurückkehrend, in die Schwarmlinie führte. Lieutenant i. d. R., Mac Nevin O'Kelly, ein durch persönliche Tapferkeit und Umsicht gleich ausgezeichneter Officier, wurde vom Divisional mit einem wichtigen Befehl auf den linken Flügel der Division entsendet. Des heftigen Gewehr- und Gefchütz. feuers nicht achtend, vollführte er feinen Auftrag in ganz besonders rascher und geschickter Weise. Große Activität hatte Hauvtmann Jakob Kauiic, Commandant der 9. Compagnie, entwickelt und es ermöglicht, die wiederholten Vorstöße der ihm gegenüber befindlichen, weit stärkeren Gegner mit Entschiedenheit zurückzuweisen. Als umsichtige und persönlich hervorragend tapfere Zugscommandanten zeigten sich Oberlieutenant Michael Lukanc, Oberlieutenant Jakob Modrian, Lieutenant Vartholomäus Andrejlaund Lieutenant i. d. R. Johann Rosetti de Seander. Unermüdlich in ihrem aufopferungsvollen Dienste waren Rcgimentsarzt Dr. Josef Bahner, Doctor Simon Mandic und Oberarzt i. d. R. Dr. Rudolf K l e m ensiewic z. Zer Graitnr vorn Oolöe. Roman von vrmanos Gandor. (78. Fortsetzung.) «Ich bin gekommen, um Ihnen Lebewohl zu sagen, Thora», fagte Rajah Purah endlich. «Ich wurde gezwungen, meinem feindlichen Nachbarfürsten den Krieg zu erklären. Morgen ziehen wir aus zum ent< scheidenden Streite — zu einem Kampfe auf Leben und Tod. Wie freudig würde ich gehen, dürfte ich die Gewissheit, Sie nach meiner Rückkehr die Meine nennen zu dürfen, mit mir nehmen!» Sie waren stehen geblieben — an einer Hecke duftender Rofen- und Mimosensträucher. «Rajah Purah», erwiderte Thora klar und ruhig, «Sie wissen, dass ich nie freiwillig Ihre Gemahlin geworden, wenn ich nicht mit Trug und List in Ihre Gewalt gelockt wäre! Da Sie mir aber meine Freiheit nicht wieder fchenkcn wollen, fo will ich Ihre Werbung annehmen. Ziehen Sie in den Kampf, und — Gott schütze Sie! Kehren Sie heim, so — werde ich Ihre Gattin!» «Ich danke Ihnen, Thora! Ich danke Ihnen! Sie sollen es nie bereuen!» flüsterte der Fürst iu überströmender Glückseligkeit. «Nun weiß ich sicher, dass ich heimkehre! Gott segne Sie! Auf Wiedersehen! Auf ein glückliches Wiedersehen — mein Stern, mein Glück, meine Sonne!» Mit bitterem Lächeln sah Thora dem Rajah nach, als er sich von ihr wandte. Aber trotz chres Kummers war eine tiefe Ruhe in ihr eingezogen. Die Würfel waren gefallen, die Entscheidung endlich da. Ruhig und tA ^ seit langer Zeit nicht mehr, schlief sie in 0" Nacht. Gojy, des Fürsten Amme, war tei^ ^,^ Frau. Sie entstammte einer hohen "^ ^ sonnte lesen und hatte viel gelesen. Das ^ des Herrschers besaß sie in unumschräMnl F Thora war die Alte in ihrer s"' ^ angenehme Gesellschafterin gewesen. Seitde" ^, in den Krieg gezogen, war die Greisin al" ^ schweigsam und niedergeschlagen geworden- .^ ein ,Gesicht< gehabt, behauptete sie; sie hab^t«' todt, blutend aus vielen Wunden gesehen- " nichts Gutes. > Eine Reihe von Tagen vergieng. ., /^ Da stürzte Gojy eines Morgens "'" z ^ Haar und gerungenen Händel« in Th"l , gemach. st!, > «Gott stehe uns bei! Wir sind vcr^ l^ sie. «Der Feind marschiert auf die Reside^lH sind von unseren eigenen Leuten verrathe"'^> ist todt! Noch weiß ich es nicht, aber ich s"^ < wird nun aus uns werden?» , ^, >)i Wie eine Wahnsinnige stürzte sie '^^ wiederzukehren. Wie Thora später erfuhr, ^ < sie die Bestätigung ihrer traurigen All"""" „, — cm Herzschlag die treue Alte betroffen. M Auch Thora fühlte sich, als sie die ^/ Siege des Feindes hörte, von einem ^F/ Entsetzen gepackt. Hastig warf sie ihre ^,/ l und begab sich in ihre Wohngemächer. Dtt " t ^^cher Zeitung Nr. 181. 1469 11. August 1698. ^ZMar?? ^"^ "nc Trauerfeier für den Fürsten Graf Ml ^ ^!^^"^n, welcher der Minister des Aeußern, dies^ «>/,^^^'>u, nnt mehreren anderen Functionären Italic.. !'^^"U"s. ^ Botschafter Oesterreich-Ungarns, und 5,^ ^ ^l.'sandten Spaniens, der Vereinigten Staaten Cor." °"^ sowie andere Mitglieder des diplomatischen nchinsw. ?,^^ frcnlde Militär-Attachös und die vorhaben, "Kleber der dentschen Colvllie beigewohnt Cuh^ (^ie Verluste Spaniens auf die kriea/ ^stafeta» veröffentlicht einen Artikel über lmnpf^?"^aben Spaniens und die Kosten der Be- ^lii 4 m, ^ "lbmnfchen Aufstandes. Darnach wurden H,c aus?^ ^^^ bis 80. Juni 1898 ausgegeben: don I8ijf» ?^^auf von 322.944 dillotog äo Ond^ Ns ^" 'I ergebenden 124,211.274 Pesetas, gleich- 28,924 .., "Uetrag "°" «0.000 Noten von 188« der ^ ^' Anleihe von 400 Millionen unter Garantie ^nanzae^"??^" 372,000.000, Gewinn aus den flehen d" ^" ^"s, Silberankäufe ?c. 4,331.691, cublii,isch " ^""^ ^vn Spanien unter Gewähr von Zahmen y.?^"" 292,000.000, gleichfalls auf Zoll- ^^00 0n "cht die bedeutenden Posten für Trans- ^^ehalt^ ^"^ "ngeschlosfen, ebensowenig die Kosten 'lch ^H ^ebensmittel und des Materials für Cuba. Erstere li°nen N>?7 """'^' letztere belaufen sich auf 320 Mil- klagenV «/ ^""tt sie also bis jetzt bekannt find, "^ socillv ^ "^"^" ^^^ Millionen. Wir wissen, dass l" AngM ^ Ergebnis der Nationalsammlnng bereits ^ ^illim, ^"°"lNl"l hat, und zwar im Betrage von ?"d es », .^' ^'"^ ^'^e Ausgaben schou betrilbend, so ii, eiil",, "'^^' "^ ^^ Verluste an Menschenleben. ^ldr„ ^' äwl-'cklosen und unnöthigcn Kampfe geopfert ^"ber A',' ^ ä 1695 bis März 1897 fandte man "bes "^^1 Soldaten, 6222 Officiere, «15 höheren ^0 m/ 1" Generale. Da auf Cuba bereits ^ ^""" standen, machte die Gesammtzahl des ' G «^ . ^ann aus. Die eigentlichen Kriegs- ^'l Co^^ '^' 2"'i"g: 1 General, 60 Officicre und ^wer, ^m auf dem Schlachtfelde; 1 General, ''i Offia,.."' ^"^ Soldaten starben an ihren Wunden; '^" aeb/'l!"^ ^^'^ Soldaten, die verwundet waren, ^ Fieber . ^gegen haben das Sumpffteber, das ^^nmc, ""btn seuchenartige Krankheiten wahre "iciere uui?"??^' Am gelben Fieber starben: 313 '°»n ^.^. ^ ^" Mann; 127 Officiere und 40.000 "lust,>, N"l anderen Krankheiten. Auf 1000 Mann " Gefa^"' ^^ "^ b"" Schlachtfeldc Verwundete /Tod^f..'^ °der nachher den Wunden Erlcgcne, ^">khei^ ,, ^lrch gelbes Fieber, 201 durch andere ^ der N. ^^ ins Vaterland Zurückgesandte. Die !^l word.^"? ""^ ""b Kranken, die nicht heim- ? "lso, das"' ^"^ft sich auf etwa 20.000. Es ergibt '^ ' '"ehr „^? '^'^ "ach Cuba verschickten Mann „> T)en„.^.H^lte, am I.März 1897 verloren q>l<^ die Verluste auf Cuba min- ?^Wia " ^ann betragen. Amtlich schätzt man das >' d^"' ^"ba befindliche Heer auf 180.000 -> °b a ',^ Freiwillige Das beweist das ^latt h!?„, ?^"' Ein ähnliches Unglüä, so fügt ^^>>^äu. hat noch kein Volk erfahren. "^ ^sth^^ühstück br^chtenVsahen ebciifalls bleich ^b ^Ach ^rfloss., H?^Q< /""a. ein sonderbares Geräusch an M'"' zahllm'.. '^ ,^^ Summen und Sausen und ^,u/5Mn M, Gunmen, wic die Brandung eines >e ein «v. "utete il, breiten Wogen uni das l>chen. Narmorbild auf dem Diwan rnhende ^i!« k''"Ail!e"^ lie gelähmt. Sie dachte nichts kW' d^'chge M ": d"ss alle Schrecknisse, die sie d°tl ^^. was ?'r ^"hr,cheinlich Kinderspiele seien ^lch ^ M bevorstand, wenn sie in die Hände >kK iv^ "^ Feinden siel. ^'N ^der. ^,.^?^'^ aufgerissen. Eine Anzahl '°k 0l ^l-a al/,, 7lUich gekleideter Männer stürzte i. 'i»s?^cht b,l,'^ und horte nichts mehr. Eine > K da ^ "ire Sinne umfangen. .wir sie ja endlich gefunden - ?>'tt V der Ä',? ^s ^iajah Pumh Frauen-!'^r ^ian" ^ fuhrer der Truppe, ein schlanker, '""I s^nzug ."" ^rnchmom Aussehen, dessen >tt, ^lte" "" Diamanten und farbigen Edel- ^ch,^3 blieb " ""cm Ausruf rückhaltloser Be-stehe,,. " "or dein schönen, bewusstlosen lAortzehung folgt.) — (Eine neue Getreidekrankheit.) In der letzten Sitzung der «Acadimie des Sciences» zu Paris hielt Professor Guignard einen Vortrag über die von L. Mangin entdeckte und «i-'ist^in» benannte Ge-, treidckrankheit. Die Erkrankung der Cerealicn tritt nach diesen Ausführungen in feuchten Jahren sporadisch anf und richtete besonders in den letzten Jahren großen Schaden an. Die äußeren diagnostischen Merkmale sind zahlreich; das Aussehen der erkrankten Getreidefelder kommt den von Weidethiercn zerstampften und zertrctcuen Feldern gleich; die nach allen Seiten geneigten Halme liegen förmlich wagrecht übereinander und vervollständigen das Krankheitsbild. Man vermuthete lauge Zeit eine Krankheit tryptogamischer Natur und überzeugte sich später von der Nichtigkeit dieser Voraussetzung. In sorgfältigen von Herrn Ü. Mangin vorgenommenen Versuchen gelang es, auf eine Gattung parasitischer Pilzarten zu stoßen, die im Herbste anf den erkrankten Strohhalmen vegetiert, und er erkannte später, dass diese mit noch einer anderen Art die Erreger der Krankheit seien. Es handelt sich um die hauptsächlich am unteren Halmende fortkommenden Leptofpheria- und Ophiabolus-Arten. Von diesen ist die erstere der Krankheitserreger p:u- oxcoilmlc«^ während die zweite Gattung bei der Inficierung des Getreides bloß eine untcrgeorduete Rolle spielt. Es ist ferner erwiesen worden, dass die Abnahme der Ernte in feuchten Jahren äußerst selten dem Wasserüberfluss, sondern vielmehr dem Pilze zuzuschreiben ist. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Lieita tions-Ausschrei bung.) Das l. t. Handelsministerium theilt der hiesigen Handels- und Gewerbckammer mit, dass am 3. September 1898 um 4 Uhr nachmittags zum Zwecke der Liefernng von 34.000 Meter Zeltleinwand sowie von 61.000 Meter Leinwand für Leintücher und 16.000 Meter Leinwand für Polsterüberzüge, ferner am 14. September 1898 um 4 Uhr uachmittags zum Zwecke der Lieferung voll 10.000 completen Arotsäcken im Gebäude des königlich rumänischen Kriegsministeriums (Intendanz-Abtheilung) unter den bekannten Bedingungen öffentliche Lültationen stattfinden werden. Daselbst können auch jeden Dienstag und Freitag zwischen 9 und 12 Uhr vormittags die Bedingungen eingesehen werden. — (Fahrpreis-Begünstigungen.) Um auch den Bewohnern entfernt gelegener Kronländer die Möglichkeit zn bieten, die Wiener Iubiläums-Ausstellung zu besuchen und den daselbst anlässlich der Gebnrtsfeier Sr. Majestät des Kaisers stattfindenden Festlichkeiten anzuwohneil, erfahren die Fahrpreise der für die Linien der k. k. österreichischen Staatsbahnen alls Entfernungen über 300 Kilometer bestehenden Ausstcllungs-Nückfahr-tarten für die zweite und dritte Clafse der Persoucnzüge und die zweite Classe der Schnellzüge mit Giltigteit vom 15. August bis 9. October 1898 eine weitere Ermäßigung. Diese Fahrpreis-Begünstigung beträgt 25 bis 30 pCt, der normalen Fahrpreise. Diese Rückfahrkarten haben eine 14tägigc Giltigteitsoaucr und berechtigen sowoyl auf der Hinreise als auch auf der Rückreise zu einer einmaligen Fahrtunterbrechung. — (Mittheilung von Geldstrafen-Einzahlungen.) Laut einer an alle Gerichte und Staatsanwaltschaften ergaugcnen Verordnung Seiner Excellenz des Herrn Iustizmiuisters Dr. Eoleu v. Ruber hat die im 8 50 der Vollzugsvorfchrift zur Straf-procefsordnuug vorgeschriebene Mittheilung der Geldstrafen-Einzahlung bei Bezirksgerichten an den staatsanwaltschaftlichen Functional,- zu geschehe», da dieser nach 8 87 der V. V. «die Verrichtungen der Staatsanwaltschaft bei den Bezirksgerichten» ausübt. Es bleibt den Staatsanwaltschaften unbenommeu, sich auf Gruud von Wahrnehmungen aus den Monatsausweisen der Functionäre in einzelnen Fällen durch Acteneinsicht die Möglichkeit eines unmittelbaren Eingreifens zu verschaffen. — (Landwirtschaftliches.) Einer uns zugehenden Mittheilung zufolge hat der Adjunct der land-wirtschaftlichen Schule in Stauden bei Rndolfswert Herr Wilh. Nohrma n n mit der Subvention des k. t. Ackerbau-Ministeriums im Verlaufe der letzteren Zeit in Seifenberg, Mottling, Treffen, Hönigstein, Wcißtirchen, Stopitfch, Podgrad und Töftlitz Wandervorträge abgehalten und hiebei hauptsächlich den Futterbau und die Schweinezucht behandelt. Derselbe machte zunächst die anwesenden Zuhörer, welche sich überall schr zahlreich einfandcn, auf die unzureichende Fütterung des Rindes und auf die Folgen derselben aufmerksam, sodann wies er anf die Nothwendigkeit einer besseren und vermehrten Futterproonction hin und besprach die Mittel zur Hebung des Futterbaues und der Wiesencultur. Ueb^rachend zum Fcldfuttcrlian erörterte er die Mängel in der Anlage der Kleefelder, namentlich der Luzcrncr Schläge sowie das Bedürft,is einer intensiveren Pflege und Düngung derselben; er warnte cmch vor Ankauf verfälschter, mit Kleefelde verunreinigter Kleesämcreien und demonstrierte die Unterscheidungsmerkmale beim Samen der einzelnen Klecsorten, ferner besprach der Vortragende die Wichtigkeit der Cultur von mehrjährigen Kleegrasmischungen und die Anlage von Wechselwiesen, welche sich besonders dort empfehlen, wo sich der Boden wegen seiner Seichtgründigkeit für den Luzerner Vau nicht gut eignet und wo es an Naturwiesen mangelt; auch erläuterte er die Ursachen der geringen Erträge der Wiesen sowie die Vortheile der Düngung derselben, endlich den Wert und die Anwendung der einzelnen Wiesendünger. Sehr eingehend wurde die Schweinezucht besprochen, und zwar zunächst die Bedeutung nnd Rentabilität dieses Wirtschaftszweiges für Untcrkrain hervorgehoben, sodann aber die Mittel zur Hebung desselben erörtert. Der Vortragende empfahl die Einführung der heimischen Zucht, statt der jetzt übliche» vorübergehenden Schweinehaltung und die Veredelung des heimischen Schlages mit englischen Zuchtebern der mittleren und großen weißen Rasse, er besprach weitcrs die Ausführung der Zucht, die Auswahl der Zuchtthiere, Pflege, Bchauoluug derfelben u. s. w. Ueberall wurde auch auf die bisherigen Fehler nnd Mängel in der Züchtung sowie auf die Nachtheile der schlecht eingerichteten Stallungen aufmerksam gemacht. Die Zuhörer legten überall ein großes Interesse an den Tag, was sie auch damit bekundeten, dass sie zum Schlüsse verschiedene Anfragen bezüglich der Gewinnnng von guten Klee- und Grasfamcn, Kunstdünger, Zuchtebern lc. stellten uild den Wunsch nach Wiederholnng des Unterrichtes äußerten. —o. — (Districts ärztlicher Dienst.) Wie uns mitgetheilt wird, wurde infolge Ablebens des Districtsarztes in Großlaschitz der Districtsarzt m Reisnitz, Herr Dr. Anton Schiffrer, mit der einstweiligen Versehung des oistrictsärztlichen Dienstes im Sanitäts-districte in Großlaschitz betraut. —o. * (Das Auf spritz eu der Straßen.) Das Aufspritzen der Straßen wird zum erstenmale um halb 7 Uhr morgens besorgt. Das ist nun mit Rücksicht auf den Gemüfe- und Obstmartt eine äußerst ungünstige Zeit, denn die Händlerinneil habeil bereits ihre Waren zum Verkaufe alisgebreitet nnd der ganze Straßenstaub wird über sie hinweggefegt, was weder ails sanitären Gründen zulässig, noch besonders einladend erscheint. Es würde sich daher empfehlen, mit dem Aufspritzeil zu einer früheren Stunde, etwa zwischen 5 und halb 6 Uhr morgens, zu beginnen. Schwierigkeiten kann das kaum inachen, höchstens Bttmemlichkeitsrücksichten sprechen dagegen und die können llnmöglich maßgebend sein, wo es sich um das Interesse der Bewohnerschaft handelt. — (Deutscherund österreichischer Alpen-verein.) DerFestausschnss für die 25. Generalversamm' lung des deutschen und österreichischen Alpenvereines hat anf die Herstellung der Festgabe, welche den Theilneh-lnern an der Generalversammlung als Andenken an Nürnberg überreicht wird, alle Sorgfalt verwendet. Das Geschenk ist ein Album und enthält in Lichtdruck künstlerisch ausgeführte Ansichten ails Nürnberg sowie aus der nächsten Umgebung und aus dem alpiuen Arbeitsgebiete der Alpenvereins-Scction Nürnberg. Jedes Bild wird begleitet von einem gleichfalls kunstvoll ausgestatteten Textblatt. — (Sanitäts - Wochenbericht.) In der Zeit vom 31. Juli bis 6. August kamen in Laibach 29 Kinder zur Welt, dagegcu starben 19 Personen, nnd zwar all Difththeritis 1, Tuberculose 8, infolge Schlagstusses 2 und an sonstigen Krankheiteil 8 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 5 Ortsfremde und 6 Personen ans Anstalten. Infectionskrankheiten wurden gemeldet: Scharlach 1 und Diphtheritis 3 Fälle. * (Vom Theater.) Die Einführnng der elektrischen Beleuchtung im Landcstheater wird bis längstens Mitte September vollendet sein. Die Herstellung eines Mittclganges tonnte dermalen noch nicht durchgeführt werden, wurde jedoch in Aussicht genommen. Der oramatifche Verein gedenkt mit den slovenischen Vorstellungen bereits am 20. September zu beginnen, während die deutscheil Vorstellungen mit 1. October ihren Anfang nehmen. Wie verlantct, ist es der Direction Schlesinger gelungen, ein vorzügliches Ensemble zu gewinuen und es hat dieselbe auch bereits eine Anzahl von hervorragenden Neuheiten, darnntcr mehrere Ausstattungs-Operetten: «Geisha», «Opcrnball-, «Der schöne Nigo«, die Oper «Boheme» von Puccini u. a. m. erworben. Wir sehen daher einer voraussichtlich sehr abwechslungsreichen und anregenden Spielzeit entgegen. — (Die Perseide n.) Wie alljährlich, so passiert unsere Erde anch heuer in der Zeit vom 10. bis 14. d, M. einen gewaltige» Metcorenstrom, dessen Ausgangspunkt im Sternbiloc des «Perseus' liegt (wovon auch die Bezeichnung PerseWen herrührt). Dieser Strom, der die Solluc ill der Form einer großen Ellipse umstießt, bewegt sich retrograd, das heißt in einer der Erdbewegung ent-acgcitgcschten Richtung u»d braucht zn einem einmali.qcn Umschwünge 121V2 Jahre. Der Strom schneidet die Erdbahn von oben nach unten an einer Stelle, wo die Erde uom 10. bis 14. d. M. sich befindet, und daher kommt es, dass sie bei jedesmaliger Rückkehr zu dieser Stelle die Breite des Stromes durchqueren muss. Das Zu« sammentressen der Erde mit den Persciden (auch Thränen des heil. Laurcntius genannt) geschieht in Form einer Begegnung; man kann daher diese Meteore am besten vor Morgenanvruch beobachten, denn die Morgenseite der Erdoberfläche ist immer diejenige, mit der sie im Weltenraume vordringt. Die Geschwindigkeit, mit welcher die Perseiden Laibacher Zeitung Nr. 181. 1470 11. August 189^. sich bewegen, ist im Mittel größer, als die Geschwindig-keit, mit der die Erde sich bewegt. Die Dauer der Sicht' barteit einer Sternschnuppe beträgt 0 45 Zeitsecunden; ihre Entfernung von 140 bis 232 Kilometer. Der Reich< thum an Meteoren ist fast in jedem Jahre der gleiche und darin unterscheiden sich die Perseiden von allen anderen großen Meteorströmen, die manchmal an Meteoren sehr arm sind. Die diesjährigen Sichtbarteitsverhältnisse der Perseiden sind überhaupt sehr günstig, da die Nächte vom 10. bis 14. d. M. mondlos sind. — (Stiftungen des Rothen Kreuzes.) Aus Anlass des fünfzigjährigen Regierungs-Iubiläums Sr. Majestät des Kaisers hat die österreichische Ge-sellschaft vom Rothen Kreuze mit Beschluss der außerordentlichen Bundesversammlung vom 18. September 189? zur Unterstützung von Militär- und Gendarmerie-Invaliden der im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder 300.000 fl. gewidmet. Diese Widmung bleibt unter dem Namen «Kaiser Franz Josef Iu-bilä ums-Fonds des Rothen Kreuzes» in der Verwaltung der Gesellschaft, kann sich durch Legate, Gescheute und durch die eigenen, nicht aufgebrauchten Iu-teressen vergrößert: und ist dazu bestimmt, vorzugsweise die Unterstützung solcher hilfsbedürftiger Militär-Invaliden zu ermöglichen, welche von den HilfsVereinen vom Rothen Kreuze nicht unterstützt werden können. Die Unterstützungen erfolgen entweder dauernd mit 150 ft. jahrlich oder fallweife mit 50 fl. im Monat October jeden Jahres. Um eine jährlich wiederkehrende Unterstützung können sich solche ganz oder theilweise erwerbsunfähige und hilfsbedürftige Officiere von der neunten Rangsclassc abwärts und Mannschaften der bewaffneten Macht, einschließlich der Gendarmerie, bewerben, welche vor dem Feinde schwer verwuudet und durch die Verwundung invalid geworden sind oder deren Invalidität erwiesenermaßen als unmittelbare Folge von Feldzugs-strasiazen eingetreten ist. In Ermangelung geeigneter Bewerber diefer Kategorie können auch Officiere von der neunten Rangsclafse abwärts und Mannschaften des Heeres, der Kriegsmarine, der Landwehr nnd Gendarmerie, welche im Frieden in Ausübung ihres Dienstes invalid geworden und durch Kraukheit, durch Unglücksfälle oder sonstige ganz besonders ungünstige, nicht selbstverschuldete Umstände in augenblickliche Bedrängnis gerathen sind, mit zeitlichen Unterstützungen bedacht werden. Mit der Entscheidung über die eingelaufenen Gesuche und mit der Vertheiluug der Unterstützungen wurde, insolange die Bundcsverfammlung keine andere Bestimmung trifft, der österreichische patriotische Hilfsverein, zugleich Landes- und Frauen-Hilfsverein vom Rothen Kreuze für Niederöstcrreich, gegen jährliche Berichterstattung an die Aundesleitung, betraut. Derselbe hat zu diesem Zwecke ein eigenes Comite zu bilden, welches alls mindestens 5 Mitgliedern zu bestehen hat. Um das Andenken an den erlauchteu ersteu Protector-Stellvertreter der österreichischen Gesellschaft vom Rothen Kreuze weiland Se. t. u. l. Hoheit den durchlauchtigsten Erzherzog Karl Ludwig dem Rothen Kreuze unvergänglich zn erhalten uud höchstdcssen Namen zu ehren, hat die österreichische Gesellschaft vom Rothen Kreuze ferner in der Bundesversammlung vom 30. Mai 1897 den Beschluss gefasst, 70.000 fl. behufs Unterstützung vou in der östcrr. Reichshälfte heimatsbercchtigten Witwen uud Waisen nach Officiercn und Mannschaften der bewaffneten Macht und Gendarmerie zu widmcu. Die Unterstützung«: sind im Monat October jeden Jahres entweder dauernd oder fallweife zu verleihen. Die dauernden Unterstützungen find höchstens mit jährlich 100 fl., die zeitlichen mit höchstens 50 fl. zn bemessen. Die übrigen Bestimmungen der Widmung sind analog der vorhergehenden Stiftuug abgefasst. Das l. t. LandcsvertheidigungsMinistcrium bringt die geuehmigtcn Statuten beider Widmungen mit dem Bemerken zur Kenutuis, dass die bisherigen Instructioncn für die Unterstützung von Militär-Angehörigen dnrch das Rothe Kreuz außerkraft treten und künftig für die Beurtheilung der Hilfsbedürftigkeit die neuen Statuten Geltung haben. * (Brandfchaden.) Am 4. d. M. um 3 Uhr nachmittags ist die zweifenstrige Harfe der Kaifchlerin Margarethe Abe in Tcrfain, politischer Bezirk Stein, sammt dem darin befindlichen Weizen und Klee abgebrannt, wodurch dieselbe einen Schaden von 40 fl. erlitt. Das Äraudobject war nicht versichert. Das Feuer wurde von der sieben Jahre alten Theresia Kosak und dem vierjährigen Michael Goropecnik, welche von ihren Eltern ohne Aussicht gelassen wurden uud mit Zündhölzchen spielten, gelegt. Die gerichtliche Anzeige wurde erstattet. —r. "° (Brandlegung durch ein Kind.) Am 2. d. M. mittags brach in der Dreschtenne der Besitzerin Maria Derencin in Illyrisch-Feistritz Nr. 24 Feuer aus und äscherte in kurzer Zeit die Dachstühle der erwähnten Dreschtenne sowie des Wohnhauses der Deren'in ein. Der rasch am Brandplatze erschienenen freiw. Feuerwehr von Dornegg'Feistritz sowie den Ortsinsassen gelang es, den Brand auf die erwähntet« Objecte zu bcfchränkcn, fo da^s nur Maria Derentin einen Schaden von circa 1500 st. erleidet, welchem eine Gesammtversicherungs-Wmmc von 70() st. gegenübersteht. Das Feuer wnrde dmch den vieremhalbjährigei, Knadrn Franz Gerzma aus Illyrifch-Feistritz gelegt, der zu Haufe unbemerkt einige Päckchen gewöhnlicher Schwcfelhülzchen sich angeeignet hatte und die That bereits eingestand. — r. — (Haifisch imFiumanerHafe n.) Samstag abends wurde in Fiume eine Dampfbartaffe der dortigen Torpedofabrik durch eiue gute halbe Stunde von einem riesigen Haifische gefolgt, der nach Aussage des Ofsiciers und der Mannschaft des Bootes nicht weniger als 6^2 Meter maß. Das Unthier verließ das Boot nicht eher, als bis diefes in die Rhede der Fabrik eingefahren war; als man sich gleich daraus von der Fabrik aus mit den erforderlichen Waffen ausgerüstet zur Jagd auf den Hai anfchickte, war er verschwunden; die Hafcu-behörde wurde von dem Voifalle verständigt. Vorgestern abends wurde im Hafenbafsin von Fiume ein mehr als 2 Meter langer Haisifch gefehcn, der am Rücken durch einen Harpunenstich verwundet war. Das badende Publi-cum wurde vor den uugcbetenen Gästen gewarnt. — (Weltausstellung 19 00 in Paris.) Das Elektricitäts-Comite' der Pariser Weltausstellung 1900 hielt vor kurzem eine Sitzung ab, in welcher es über die Entschädigungen beschloss, die den Ausstellern vou Motoren zugebilligt werden sollen. Bekanntlich liesern die Aussteller selbst das elektrische Licht und die elektrische Kraft. Bis jetzt sind hicfür 205 Tage, nämlich vom 15. April bis 5. November 1900, vorgefehen. Doch behält sich die Verwaltung uoch eine Verlängerung von 30 Tagen vor. Die Vertheilung der elektrischen Arbeit soll so vorgenommen werden, dass diese sieben Stunden täglich für den Aussteller nicht überschreitet. Am 15tcn October 1899 wird mit der Anfstellung der elektrifchcn Maschiueu begonnen. Am 15. März 1900 müssen sie zum Betriebe bereit seiu. * (Aus dem Polizeirapporte.) Vom 8. auf den 9. d. M. wurden fünf Verhaftungen vorgenommen, und zwar vier wegen Vacierens und eine wegen Trunkenheit. — Vom 9. auf deu 10. d. M. wurden fechs Verhaftungen vorgenommeil, und zwar drei wegen Trunkenheit und Excesses und drei wegen Vacierens. r. * (Selbstmord.) Der zugereiste Arbeiter Josef Billet hat sich gestern im Tivoliwald mittelst ciues Revolverschusscs entleibt. Im Besitze des Selbstmörders fand sich eine Aarschaft voll zwei Kreuzern und ein Vrief vor, in dem er bittet, feiner Gattin den Revolver zusenden zu wollen. — (Ueberfall.) Am 31. v. M. zwischen 10 und 11 Uhr nachts, als die Papierfabriksarbeiter Johann Bcdiua und Anton Rant aus Slap von Neumarktl nach Hause giengen, wurden sie von mehrereil Burfchen in Neumarktl überfallen, die dem Bedina am Hintcrhaupte eine tiefe, an beiden Schulterblättern und am Rücken sieben kleine Messcrstichwunden beibrachten; außerdem wurde er über das Nasenbein uud am Kopfe mit eiuem Steill oder Knüttel gefchlagen und verletzt und sind die Verletzungeu als schwere zu bezeichnen. Sein Genosse Johann Rant konnte sich flüchten, wurde zwar von den Burschen verfolgt und mit Steinen beworfen, kam aber ohne Vcrletznng davon. Als diefer That verdächtig wurden die Burschen Christian Iagodic, Ferdinand Globocuik, Josef Dobre. Johann Peharc und Jakob Dobrin, sämmtliche Schuster, verhaftet. —1. — (Prügelei mit traurigem Ausgange.) Am 29. v. M. gegen 10 Uhr nachts gieng der Besitzerssohn Johann Carman, vulgo Streklov, mit deu In-wohncrösöhncn Valentin und Johann Tomc, alle aus Zlebe, durch die Ortschaft Preska nach Hause. Beim Hause der Greislerin Marie Bergant, vulgo Tißlerca, kam der Kaischlcrssohn Alois Trampus aus Golobrdo uach und schrie den Carman an. Es entstand bald eine Prügelei, in die sich auch der Bruder des TrampuZ einmischte ulld die damit endete, dass Tarinan lind Johann Trampus durch Messerstiche schwer verletzt wurden. Die Anzeige hierüber wurde dem Gerichte erstattet. —1. — (Curl ist en.) In Abbazia find in der Zeit vom 29. Juli bis 7. August 396 Curgäste angekommen. — In Krapina-Tüplitz sind bis 4. d. M. 1064 Parteien mit 1642 Personen angekommen^_______________________________________ Neueste Nachrichten. Process Zola. (vr!glnal°Ttleglamme.) Paris, 10. August. Der Appellgerichtshof berieth heute über den von Zola erhobenen Einspruch gegen das am 9. Juli d. I. gefällte Urtheil wegeu der Verleumdung der drei Experte« im Schreibfachc. Zola war nicht erschienen. Das Urtheil des Appellgerichtshofes erhöht die Gefängnisstrafe auf einen Monat und lautet auf 2000 Francs Geldstrafe und Zahlung von 10.000 Francs als Schadenersatz an jeden Sachverständigen. Das Urtheil enthält uichts vou der An-weudung des Strafaufschubgesetzes. Der spanisch-amerikanische Krieg. (0rig!nal»leltgramme.> Washington, 10. August. General Wilsou nahm gcsteru früh Coamo auf Portorico. Die Verluste der Amerikaner betrüge»! 7 Verwundete. Die Spanier hatten einen Verlust vou 12 Todten. Londou, 10. August.' Wie aus Coanl" "^ 9. d. M. gemeldet wird, haben die Amerikaner^ der Einnahme dieses Ortes 180 Spanier zu ^ fangeneu gemacht. Das 16. amerikanische ^^,l (Pennsylvanien) machte eine Umgehungsbewegung ^ ! schnitt der spanischen Infanterie den Rückzug ab. . Artilleriefeucr, das um 7 Uhr früh begann . drei Viertelstunden dauerte, zerstörte das V^y ^ Einer Abtheilung von 50 Mann Cavallerie aM zu entkommen. , ^ Washington, 10. August. Nach ^ ^i depefchcn bestätigt es sich, dass die Span'" ^ Manilla einen allgemeinen Ausfall unternahm^' ^ das Lager Deweys in Malata anzugreifen, bev verstärkt werden konnte. ^i Hongkong, 10. August. Nach Briefe" ^ Ccwite halteu die Spanier Manilla noch inum ihrem Besitze. ^ Washington, 10. August. (Meldung^. Reuter'schen Bureaus.) Staatssecretär Day ver°M licht folgende Note: «Wir sind über ein Pl" ^ welches die Friedeusbediugungen enthält, darunk ^, Räumung Cubas und Purtoricos durch Spann'"' ^ eingekommen. Wir glauben, dass dieses Protokoll ^ geführt wird». Wie versichert wird, seien die l ^ Protokoll enthaltenen Bedingungen diejenigen, ^ Präsident Mac Kiuley in seiner Note forderte- .^ glaubt, dafs vor der Unterzeichnung des Pl" nur noch einige Formalitäten zu erledigen se^' ^ Wafhiugtou, 10. August. (MeltM ^ Reuter'jchen Bureaus.) Wie verlautet, bestehe o^ nischc Antwort aus etwa 1200, iu fünf ^ß eingetheilten Worten, nämlich Cuba, Portos' ^. Ladrouen, die Besetzung Manillas und ^^ Wartung eiues Vergleiches in der cubanische»/^ ^ Die Antwort stimmt im Principe zu, .v,'l^ spanische Souveränetä't auf Cuba aufhöre, w^l' ^ die Frage der zukünftigen Verwaltung der 3"',^ und erklärt in bestimmter Weise, die ^"^ Staaten sollten die Insel uach Berücksichtig"""^ Umstandes der spanischen Interessen verwalte'!- ^ Zeitpunkt der Räumung sei als Detailpnntt "" ^ welcher der Commissiuu zu überlassen sel) ^ werde aus etwa fünf Mitgliedern bestehen unv scheinlich iu Paris tagen. ^ Washington, 10. August. Eine ,^, Depesche des Generals Merritt aus Cavite beM,^> unter deu amerikanischen Truppen keine ^ herrsche. ,/ Madrid. 10. August. Wie der «3^ ^ meldet, hat die Mehrheit der Persöulichtc'^. welchen Sagasta sich berieth, die Ansicht ""«iM„, ^ dass es eiues ueueu Cabiuets bedürfe, ^1 Friedeusverhandluugeu zu führen. Das ^ ^ «Liberal» verlangt die Einberufung der Eo^ ^ die Aufhebung des Belagerungszustandes. ^ ^ sterielles Blatt hält es für nothwendig, d" ^,/ einzuberufen, damit diese die Friedeusverha' genehmigen. , / London, 10. August. Reuters M"^ s>" aus Washington, 1 Uhr mittags: Zwischen ° ,/ einigteu Staatcu uud Spanien ist eins ^ erzielt wordeu. Das Protokoll, welches die t) bedingungeu enthält, wurde heute abgefasst. Telegramme. l Zara, 10. August. (Orig.-Tel.) Vorge!" 5 gestern wurdeu mehrere Erdstöße im Gebiete beobachtet. „,.-, .< Cattaro, 10. August. (Orig.-Tel.) 3"^, diuaud vou Bulgarien traf um 6 Uhr f"^ ,„il ^ ! Der Fürst wurde auf österreichischem Vodcn l tärischen Ehren empfaugen. ^ ^iD , Cetinje, 10. August. (Orig.-Tel.) Fü^H^'' verließ um 2 Uhr nachts Cetiuje uach herz"" abschieduug von der fürstlichen Familie. _^^ Cetiuje. 10. August. (Orig.-Tel.) FillsHl',' von Bulgarien verlieh dem Erbprinzen "^ll>< Großcordon des Alexander-Ordens in ,,,,d', ferner dem Minister des Aeußeru, Vutovic, F' türkischen Gesandten in Montenegro, F""l0, den Grohcordon des bulgarischen Civilverdle">, ,?> (dem ersteren in Brillanten), sowie zahl"" Auszcichnuugen. . <^> Rom, 10. August. (Orig..Tel.) Dle ^ Stefaui. meldet: Infolge der Hitze der )^ ,,,. verschob der heilige Vater, welcher an e''^F.. Verdauungsstörung leidet, für eiuige Tage " ^ Audienzen auf Anratheu des Dr. Lapponi, '" t>K Ruhe empfahl. Der «Osservatore RoM^/,, diese Nachricht und fügt hiuzu, dafs absolut ^ zu Besorgnissen vorhanden sei, was a»l") / einem Berichterstatter interviewte Dr. ^ .' sicherte. iF^ Paris. 10. August. (Orig.-Tel.) M ^' richter Fabre confrontierte heute Picqualt ^, Gouse. ,h" ^ London, 10. August. (Orig.-Tel.) ^ l bury ist nach Contrezeville abgereist. k ^^m«ng Nr, 181,_____________________________ 1471 II, ««aus. 1898, Augekommene Fremde. y Hotel Elefant. ^ber? ^ ^"«ust. Ritter v. Ellison, l. u. l. Oberlieuteuant, 5 Ab- Clllon, w^°^^' ittlidolfswert. - Dr. Rnbat, Advocat; N?°b°rneaa , ^.' ^"est. - Nowal. Procurist, Eisueru. -Mdini ??' l.u. t Oherlimtenant, s. Gemahlin, Agram. — «o-'^ustad " ""; ^°^°^ ^ Schmied, t, u, r. Oberlieutenant, ^and. T).,,, s ^eyrich, Schuldirector; Rosenberg, Ww, Beer, ^^'^l. Kfn «^"l KM., Wien. - Rappe, Kfm,, Berlin. ? 'U"s. Mm ,u^"b°ch. - Pinlar. Besitzer. Uuterzarz. -Ni^'^fm Lin. ^"^^ ^l)"' Kfm., Groß-Kanizsa. - '"' KW w'K -^ Schreiber, Besitzerin, s. Sohn, Idria. — tz,. Am 8 loisbach, -- Vock, Privat, Angliton Mollen. 3."' ^ GemM^"A ^M" Orsich. Kroatien, - v, Hubicli, M. Lehrer ^n'. ^"^r, Rosati, s. Gemahlin, Daniel. Kslte.; M, Äplltm'm ^'' l> u. l. Lieutenant, Wien. -- Weigang, ZZ s!°cl, An. N"^' ^ Weigang. Prof,, Ovar (Ungarn). -k!?—U^""°lli. - Merli Weiner, Dejal, Kflte,, ?'^i?ch>' Privat; ArsenscheÄ, Kfm., Graz.-Arvey 2'Budapest «TV^Wl' Ksm.. Ried. - Felde. Eisler. ?F> 3iume .T'ft °bl. Postmeister, Oberlimbach. - Corossacz, ^'tter, Ks,^ ^°iuh, Prof.. Capodistria. - Rudolf, Trnovo. z ?lm9A H°tel Stadt Wien. 3"' l Diene,"^? .^c- Varon Warnberg, Deutscher Ordens-^ ^ Cchwan?'^."' wringer, Weiß, Golbstanb, Kflte., 9 O. schwach theilw. bew. ____ 11^?U.Mg. I 739 5j12-2j windstill j delvilllt j 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 16 0», um 33° unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly slitter von Wtfsehrad. Schmelzers Töplitzer Altkorn. Die altrenoinmierte Firma Julius Schmelzers in Töplitz bringt nunmehr ihren anerkannt vorzüglichen «Altlorn» in hübsch ausgestatteten Flaschen in den Handel. — Dieser «Altkorn» bietet einen vollkommenen Ersatz für französischen Cognac bester Märte und es ist eine erfreuliche Thalsache, dass eine inländische Firma die Concurrenz mit dem Auslande erfolgreich aufgenommen hat. Selten unterliegt ein Genussartilel solchen Fälschungen, wie. gerade Cognac. Der »Töplitzer Altkorn» dagegen bildet ein reines, absolut fuselfreies Korndestillat, welches auf den großen Colonnenapparaten dieser Firma einer gründlichen und gewissen' haften Rectification unterzogen wird und vollkommen frei von allen schädlichen Bestandtheilen ist. Wohl werden unter dem Namen «Korn» fast ausschließlich Fabrikate auf den Markt gebracht, die aus gewöhnlichem Kortossel» oder Melassrnspiritus hergestellt sind, der von der oben genannten Firma erzeugte «Altkorn» ist jedoch thatsächlich nichts anderes, als ein voll-kommen reines Korndestillat ohne jeden fremden Zusatz. Schmelzers Töplitzer Altkorn ist in alle» besseren Colonial» und Delikatessengeschäften erhältlich. (3041a) Course an der Wiener Börse vom 1l). August 1898. n°ch dem oMen«, CourMatte A« "»«lost 25o» <ö4'ü« ll.5-,,0 'L° '.'.Fs,?.f.".^ft- ""«5 14^5 . '. "°«t«lö """''" lOU st. 1b» ?5ll>w'75 " "UM. 't,^ ' - »2 30 82 Ü0 ^ ' ' ' N850 lUU 5>? vom Gtaale znr ^aylung ^blsnommtne »isenv.'Prlor.» Olillssationtn. lllllll'!>!l!di,I,!l eoo u, 3000 Vl. 4»/„ lll, 10«/« «, Ot, . , . llö'- 11?'-Elisal'ethl!llhn, -loo u. »A» M. «00 M 4"/„.....120-25 121-25 Fra„z Iusrf V,, Em, 1»»4, 4'/, »9 « 1U0 ^ Galizijchr ükarl > Lodwiss Bahn, biuerle SlNcle 4'/s, ... «"'2b ly« 25 Vurarlurrger Äoh», Em, lt<«4, 4"/.. (biu, St.) 2,, f. IUO l>. st. ^s-50 Iixi'üo Niig, Gu!d«!ite 4"/, per «aff« 12>»-?ö ,z,o 95 bto. dtu. pci UlÜUW , . . . l20'?ti 120'Vü! bto, Ncntr in Nroi,unwahr,, 4"/«, stcurrfrei jül!i0uKlu>u'»Num. 98-«o 8s ö« 4°/„ dto, bto. per Uüimu , . SU'SN 88'80 btoSt^Äl.GolblWf!,^'/,"/. 12«- I2l)'8" dtv. dto, Silber KW fl,, 4'///, 10» - iou»o dto, Vtaals vbl<«. (U»g, Ostb.) v. I. 1«7L, ü«/«..... 12i>'20 ,«l — dto.4'/i"/<,Scha!!lieglll-«bl,.Ob>. 10a 4« ini'40 bto. Vrü:>l,.Anl, k 100 fl, 0, W. 158 l»N ,59-20 dto, dto, k bo fl. K, U. iKU —158-— «Heiß Äea,.2ole «"/. 1«0 «l. . 128 ?!, 140 ?» VlundenU.' Vbligatione« Mr 1«, sl. «W) «^ ungarische (l00 fl, », w.) . ft« N5 9? «L <«^ koatlscht und llavoiiische . »7^5 »«'— A»d»»siez.'Uol< »>/„..., 1^9 — 130 — bt,. .«nlelhe 18?» . . ,09 no !iu l>> N»ltbtn d«r Slab! Oö« . . l12'— — — Anlebtn b, LtadlgtMt'iiwe Wlcn ,(,5.40 io<; 4c Unit«« b. Otllblgrmeiiit»! Wien (Silber obrr Gold) ... N,-üsterr,Laiibl's Hyp, A»ft,4»/, W80 l00«(> Oest,°ll»g, Bau! uerl. 4°/« . . iuu'2n ,0120 dtu. dlu, üojähr, „ 4°/» . . lou 20 lOI'W Vparcasse.l.öst., »0I,b'/,°/,vl. l05»o —-. Priaritäts-Gbligationtn (siir 100 fl.). Feibluands-Nordbahli Vm. t8«s 100-20 I01-2U Oesterr. Norbwestbahu . . . 110-751'.l-?h LtalltohahllAN/nkFrc^IlOUP.Tt. Ü2ü — 225-60 ßNbbahn 3°/° ll Frc«, 50U p, O». lui-— i«i-«« bto, 5«/.»,W0fl. p. iOOfl. 12?-—1L7S0 Ung-llllliz, Vlll,n..... lO«-50 i«8-b 89'5N 100 — Hank-Actien (per Stück). Vnglo-Otst, BllnI ll00fl.«0°/,«. 57 50 57 7b Vanlverein, Wien«. 100 ft. . «S8 50 269 — Vodcr,.«nst.,Oest..20Nsl.S.4«°/, 44?-- 449-- Crdt-Nnst, f, Hand, >i, «. 160 fl7-------—>_ dto. dto, prr Ultimo Leptbic. 382-25 862 75 '^ 7>»z.^ Giro^il,l!as!e,!U,,W00sl,^M. 3400' »420-Üemb.-Lzerilllw, Iassy > liisl'üb,« Gesellschaft 2<»<» fl. ^. , . uy^'— 284 — Lloyb, Oest,. Triest, 5>!>0 sl, CM. 445'— 448 — vesterr, Norbweslli, 200 fl, K. 248-50 24950 dto. dto, >-bU Prag'Duxer Eiseiib. l50 fl, O.. »z»— 8«--Ltaatseiseichnh» 20» sl. S. . 261-50 3«»-— Lüobllh,! 200 fl. S.....77>25 ?? 75 Lüdnordd. Verb.-«, 200 fl.VVl. 20?.- W8 — Iiam»illy'Gel,.Wr.,170fl.ü.W. —>— —-. bto, E»l, 1887. 200 fl. . 5i6-b(, 5I9-— Iramway O^s., MueWr., Pr!». rltüt« «ttic» 100 fl. , . . ,,»-—. ti4 — U,lg.°ssaliz, Visenb^aofl, Küber 2i3'5» 2I4-— Un«Mtstb.(Naab Graz)200fl.V. 210-72 2N'?z Wiener Uacaloat),»!»- «ct.^Ges. -..— —>». Industrie'Allltn (per Stück). Nauges., »llg. lift.. 100 fl, . . uz... ,14-««ybier Eisen« und Stahl'Ind. ln Wien 100 fl..... 82'— 8t - Vfenbahnw. Leilin,, Erste, 80 fl. 139.4« i4«-b<, „«lbemühl". Papierf. ». V,V 92 — 8«-- Ülefinger Braue«! «00 sl. . . ,55.^. iz^__ Viontan^Geselllch,. Oest, alpiüe ,«5 20 I65'70 Prager Elle» Ind, Gcs. 20» sl. 732-—734-— Salgo-Tarj, Stsiiifoli!«'» 6» fl, 860-—632-— „Schlöglmühl". Papiers, 200 fl. z^.^ z,^,^ „bteyrer»,". Panier!, u, «,.«. 179.^. 17g hy Veld Wo« Irisaller Nuhl.'„w !«,-!, 70 fl. '"'" "»'- Wllggoil-Leihanft , !?!ilq , i„Vest. «0 sl......... 6»?-— 55U-— Nr, UaiiaeseUui,.!!! !«><> fl, , . to? 75 »08'üa Menerbergl-i Zi^n'.'Il-üe,! V^. »28-»zu--- Divtlst Luse (per Hlliis). 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