Mbacher Nr. 273. f. „. h«l»j. st. » »0. »«' >>!» Znßlllnn« in» H»,« tz«!»j. »a l». «!l b«, V°st ««N«. fi. ,b. tzalbj. st. »50. Donneistag, 3l) November. I»l»ll«z,»,,»»»». U«, Net», 3»l«»t» »«» », 187«. Amtlicher Theil. 3e. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 25. November d. I. den ^berlandesgerichlörath Erwin Plitzner in Prag zum vläsidentc» deS Kreisgerichtcs in Pilsen allcrg.niidla.st zu ernennen geruht. ^^^ Glaser m. p. Ge. k. und f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 16. November d. I. die Pfarrer von Borgo Grande und Vorgo ttuca; zu Spa. "to. Don Anton Vuscovlch und Joseph Zuliani, >u Ehrendomherren des Kathcdralcapitels von Gpalato ullergnädigst zu ernennen geruht. Nichtanttlicher Theil. Kundmachung. Die l. k. Landesregierung hat dem Ola6 Mus. i °us Terzina anläßlich der von demselben am l.Iuli ^ I. mit eigener Lebensgefahr bewirkten Rötung des "alentin Meriun aus Nadgoriz vom Tode des Lr. Sinkens in der Save die gesetzliche Lebensretlnngstaglia iuerlannt. «nswei« Über deil Stand der Rinderpest in den im Reichs« ^ht vertretenen Bändern in der Zeit vom 20. bis 27. November 1876. H. Erloschen ist die Rinderpest in der obigen Zeit in ^loslorla des tarnopolcr Bezirkes in Galizien. Au «geb rochen ist die Rinderpest in dieser Zeit '" VrclerSdorf im Vczirlc Podhajce in Galizien. Am 27. November d. I erscheinen somit in den Fuchtel, ändern nachgenannte Orte als rinderpest» °tr feucht: in Galizie,,: die Vieh.Eontumazanstalt Husta-In im liusiatyner Vrzille und die Orte Nowosielitza, vtaremjasto und Geckersomf im podhaicer,Monastrrzysla, 'wlwarli, Huta stara, Wy<,od ad Varycz und Varycz im °«czaczer Vczirlc. ^ie Versammlung der verfassungstreuen Clubs betreffs der Vanlfragc. Am 27. d. fand in Wien die vielbesprochene und ,'l berechtigter Spannung erwartete Konferenz sammt-'^tr verfassungstreuen Clubs des Abge-^dnelenhause« über die österreichisch-ungarische 3^»leichs. und insbesondere über die Vanlfragc statt. ^Ministerium war hiczu vollzählig in der Mitte derselben erschienen, um auf die ihm vorgelegten Fragen zu antworten. Die Versammlung wurde um 12 Uhr mittags durch den Freiherr« v. Elchhoff eröffnet. Derselbe theilte vor Ankunft der Minister zunächst jene Fragen mit, welche von del» Obmännern der verfas« sungstreucn Fractionen behufs Stellung an die Regie« rung vereinbart worden find; dieselben lauten: „1. Sind die Bestimmungen des durch die Zei» tungen veröffentlichten Entwurfes eines zwischen der österreichischen und ungarischen Regierung vereinbarten Vanlstatuls authentisch? Im bejahenden Falle: 2. Hat sich die österreichische Regierung verpflichtet, diese« Statut, falls es von der Vanl angenommen wird, im Parlamente zu vertreten?" 3. Wird beabsichtigt, im Falle der »blehimng des «wühnlel, Statute« durch die österreichische Nationalvank mit derselben in weitere Verhandlungen wegen Durch, fützrung eine« auf den Grundprinzipien jene« Vtatute« beruhenden Bankinstitutes zu treten, eventuell ein solches Institut auch ohne österreichische Nalionalbal.l in« «eben treten zu machcn? 4. Betrachtet die kaiserliche Regierung die von ihr mit der lün. ungarischen Regicrun, bezüglich des so-genannten Ausgleiches getroffenen Vereinbarungen und rüclsichllich die auf Grund derselben einzubringenden Vorlagen ale direct mil einander im Zufimmenhange stehend, so daß mit Ablehnung einer oder mehrerer aus ihnen und eventuell welcher von ihrem Standpunkte au« die Gesammtheit al« gefallen anzusehen wäre?" Nachdem inzwischen die Minister in der Ver. sammlun^ erschienen waren, gab Se Excellenz der Fi» nanzminister. Freiherr v. Prcti», die nachfolgende Er» llürung ab: .Der left des Lnlwurfes eine« Vanlstatute« ist. wie er durch die Zeitungen veröffentlicht wurde, authentisch. Die diesem Entwürfe zugrunde liegenden Abmachungen der kön. ungarischen und der l. k. Negierung unterscheiden sich wesentlich von den sonstigen für die Ausgleichs» erneuerung nothwendigen Vereinbarungen. Während „cm» lich bezüglich der letzteren der volle Inhalt der Vorlagen an die legislativen in einer beide Regierungen definitiv bindenden Weise festgestllll ist, war man darüber eini^, daß der definitiven Feststellung de« Vanlstatule« Ver. Handlungen mit der Natlonalbail vorauszugehen haben; die Mltlheilul'g de» Giatulencnlwurfe« an die National» dank erfolgte also in der unsererseits competenlenorl« jederzeit loyal ausgesprochenen Vorau«sicht, dah derselbe im ^aufe der weiteren Verhandlungen erhebliche Mo» dificalionen erfahren werde. Der wciler« einzuschlagende Weg lag llar vor un«. 2« war uno ist in unserer Absichl, sobald der im Ver« eine mit der Direction hiezu berufene «u«schuß der Nationalbanl sein Votum abgegeben haben »«d bl«s«< der Regierung mitgetheilt sein wird, über o»»s«lbe «lt der lön. ungarischen Regierung neneroing« in V»lch»ch« lung zu treten, um zu einem alle berechtigten Interesien befriedigenden Abkommen mit der Natlonalbanl zu go» langen. Ueber den Verlauf, welchen diese Verhandlungen nehmen »erden, find wir selbstoerslimolich nicht i« der ^ane, gegenwärtig nn« auszusprechen. Die Haltung der Regierung in den bisherigen Verhandlungen entzicht ftch einer detaillierte» Erörterung in einem so weilen Kreise; wir find jedoch bereit, einigen Ihrer Vertrauen«männer einen nähern Einblick zu eröffnen. Jedenfalls werben wir sämmtliche die Erneuerung de« Ausgleiche« betreffenden Gesetzentwürfe, welche »ir Ihnen seinerzeit al« das definitive Resultat der Verhandlungen vorlegen werden, mit allen Konsequenzen z» vertreten bereit sein." — Die..Reichsralh«.Korrespondenz" berichtet über den wettern Verlauf diejer Versammlung ln nachstehenoer Welse: ..Zunächst ergriff Abg. Dr. Ritler o. Demel da« Wort. Derselbe sieht sich genöthigt, zunächst den Eindruck auszujprechen, den die Antwort der Regierung auf ihn gemacht habe. Er habe zuerst schon, als die W-ficht au«gefprochen wurde, die vier Fr»gepu»lte unter einem zu beantworten, die Voraussehung gehegt, daß damit nicht eine vollständig erschöpfende und llare Darlegung der Sache erzielt werden l0nne, und müsse aus» sprecheii, duß seine Voraussetzung »ol auch richtig eingetroffen ist, denn er vermisse besonder« bezüglich der letzten Punkte eine vollstandlge Klarstellung de« Gach-verhalle«. Nur die erst: Frage, welche die Ruthen-ticilät des Entwurfes betrifft und welche ohnehin fchon durch die Ereignisse erledigt ist, fei unbedingt beantwortet; e« fei ihm aber des weiteren aus der Antwort nicht deutlich, ob für die Regierung wirklich eine Solidarität besiehe zwischen drm Oanlentwurse und den übrigen An«-gleichsoorlagen, und ferners, ob die Negierung geneigt oder nicht geneigt sei, wenn die Verhandlungen mit der Gant nicht zum Ziele führen, eventuell auch mit einem anderen Institute in Verhandlung zu treten. Finanzminifter Freiherr v. Preti« verliest hierauf neuerlich die abgegebene Erklärung mit besonderer Ve« tonung einzelner Stellen. Abg. Dr. o. Demel nimmt da« Wort und sagt, e« sei allerdings wahr, der Ton mache die Musik, und wenn er die jetzige Vetonung in Veiracht ziehe, fo sei Einige« de« Angeregten doch beantwortet. Er müsse »ur noch auesprechen, daß e« ihm unter allen Umständen «l>t-sprechend erschienen wäre, nicht, wie in Nusficht gestellt >st, einzelnen Vertrauensmännern, sondern der Vefammt» Feuilleton. eilerarische srufe. ui. Die«mal sei e« mir erlaubt, auf zwei Unterneh Zungen hinzuweisen und sie des nähern zu betrachten, ° t in der That die Anerkennung der gesummten gebil. ^len Wtlt zu beanspruchen da« Recht haben und auch in Anspruch nehmen. V. Da« erste dieser Unternehmen ist die Re c lam'schc ^lversalbibllothel. Diese hat es sich bei ihrer Mündung im Jahre 1868 zur Aufgabe gestellt, in ^Mmählgtr Folge sämmtliche klassische Werke unserer «ratur. die ein allgemeine« Interesse in Anspruch nel,-h> ' und deren Umfang e« gestaltet, erscheine!» zu lassen U""ch sow.,, <,ber lelnesweg« Wcrle, denen da« Prä-den "Cassisch" nicht zukommt, die aber nichlsbesto-K?« ^"" allgemeinen Velieblhelt sich erfreuen, au«-Hlosstn werden. Manches fast vergessene gute Vuch ^ , dleder an das Tageslicht geigen werden — andere «tit.n '°^"' in die Unlversalbibliolhel eingereiht, zum ftevld "^ "" b" Publikum treten. Die besten Werke ^un ""b todter lilleraluren sollten ln guten Ueber. "A in derselben ihren Platz finden. Klr u >e« war der Plan de« Unternehmens, wozu noch ft»H Island kommt, daß die Vänoe einzeln käuflich tit,«' tzU"5 jedermann in den Gtano gesetzt wird. sich llls^vliothel nach eigenem Geschmack und Vedürfnis """zustellen, ohne genöthigt zu stin, neben btn ge. wünschten auch ihm vollkommen gleichgiltige Werte mit in den Kauf nehmen zu müssen. Dieser Plan wurde von der rührigen und überhaupt auf dem Gebiete der Volksbildung besonders her» vorragenden und lhätiuen VerlaMandlun^ auch voll. kommen, ja, wird noch fonwayrend ausgeführt. Heule, acht Jahre nach ihrer Oegiü"du„g, zählt die Unlver. falbibllothel bereis mehr als achthundert Vünde, deren meiste bere>:« mehrfach — ein Vewei» der grohen Vel'cbtheit — aus^ele^l wurden. Die Auswahl ist eine vortreffliche und man steh« deutlich, daß sie von verstände" Händen glleüel w»rd. Wir finden darin aus d-r oeulsHeii Vilcialur seit Op'tz s«N jede« nur eimgermuß n be tulenbc Werk, wir fi». den die Vorläufer der Klass l» ,owie die Kluss.ler jelbn, meist oollslündig, eine leiHe Auswahl au« der nachlas, fischen Epoche ln« auf unsere T^i, jo weit oas Vnla^« reHt sich nicht eben in en.zclnen prioil Heine, Deibel u. a. gilt. Wir finden darin au« der muri und »euefttn ^ilcratur die besten Werke von «ngely, ^olischall, Hermannslha!. ^aube, ^orm, Mels, Myliu«. WaldmuUer. Wich-rl u. n. Daneben finden »ir ader mich o,e herciich,» Epen des Deutschen: Das NlbclunjMied, Gudrun ,n den besten neuhlichdeulschen Uebersetzun^en. Nur eine Frage möchte,' wir uns erlauben, weshalb be» Oölhe „Dichtung und Wahrheit", und weshalb bei Schiller die im Slyle doch so ausgezeichnete ..Gc,ch'chtt des oreihiujuhligtri Kriege«" fehlt? Gollte da« Verlagsrecht dieser veiden Werke ein Monopol bilden? Kaum «laublich, da ju doch alle übri-gen Schriften Oöthe'« und Schiller« freigegeben find. Trotz dieser großen Auswahl an deutscher Vilera« lur, sind doch auch die übrigen Literaturen, — seien es todle, seien e« lebendige— gebührend berücksichtigt, ob»ol naiürlich von einer solchen Ausführlichkeit, wie wir sie vei der deutschen Literatur finden, leinesweg« die siebe feil? kann, da ja diese Sammlung haipisächlich für Deutsche geschaffen ist und daher auch nur oorzunFweise diese ^lleratur zu berücksichtigen hat Doch finden »i? au« der griechischen viteralur Homer, GophoNe«, Nt,chh!o?, Anulreon (wo bleibt Euripide«?), an« der römischen Horaz, Oolb, Vllgil; an« der franzü-fische» Corneille, Racine. Molare, Voltaire, sowie der »euercn ^lieraturen Duma«, Sarouu, ßtUlllet, nebft vielen «„deren; au« der enyliia,tn vor allen Ossian, S'vifi, Shateipeare. i!on^flllow. Vurn« (,m »eninsien veachltl erscheint bis jetz, Scott, oer nur m,l einem Werke: „Der Herr der Inseln", oertrelen ift.) Au« deu noldijchen ^i eraluren ftnden wir Tegner, ou» oer ' la vlschen Turgtnjtss. °u« der ungarischen I6lul u. s. w. Vei diesem Kapitel der fremden «iteraturen mssse« wir anerltnncnd htivorheben. bah die Werke nur inben beslcl, Übersetzungen ^coolen find Das andere gemeinnützige literarifche Unternehmen find..Webers illustrierte Katechismen." D»i.e Katechismen bictrn seit einer Reih, von Jahren in einer Anzayl von llar gefaßten, aller Oberflächlichkeit fernen Büchern gleichsam das Extract «us allsn Geb.elrn der W,sse»schast; sie bieten uns einm abersichtlich geordne-ten, streng wissenschaftlich und dabei doch le.chl verstand, lich behandelten 5«.ff. der durch c " »rohe Nnzah! fem ausgeführ,' ' it.e fM« wesentlich klarer gemacht wild Wir »nächst nur eme Zahl solcher Kalt' chismen angeben, um unsere l'eser von der Reichhaltig, keil oer gebotenen Vtoffe zu überzeugen, auf einzelne 2210 Partei Aufklärungen Über den Gang der Nusglelchs-oerh«ndlungen zu geben. Abg. Dr. o. Plener: Es sei eine Pflicht der Loyalität seilen« der Verfassungspartei, schon jetzt zu er» llilren, daß sie mit dem Prinzipe einer dualistischen Bank nicht einverstanden fei. Die Regierung möge die Vedeu-tung der heutigen Versammlung nicht unterschützen; so weit lenne die Verfassungspartei das Statut, um schon heute die bestimmte Erklärung abgeben zu können, daß sie ein solche« grundsätzlich nicht acceptieren könne; das sei übrigen« nicht blos die Ansicht der Verfassungspartei, sondern auch die der ganzen auf unserer Seile stehenden Vevöllerung. Die Negierung lönne sich über die Gtlm-mung in der Verfassungspartei leiner Täuschung hingeben, wenn selbst der Regierung nahestehende Abgeoro» vete, welche vielleicht einer Erneuerung de« Zoll« und Handeltbedürfnisse« nicht widerstreben und auch, unter gewissen Eventualitäten, einer kleinen Mehrbelastung nicht abgeneigt wären, dennoch die neue Vanl, wie uns ihre Organisation bekannt wurde, für absolut unan-nehmbar hielten. Auch wenn die Auflösung des Reichsrathe« erfolgen würde, könnte dies der Regierung keine günstigere Situation schassen; denn die Vevöllerung ist mit uns der An« ficht, daß eine Bank, wie man sie intendiert, mit den Lebensbedingungen unseres Geldwesens in unvereinbarem Widersprüche steht. Daher ist es loyal von uns, sogleich der Sache Klarheit zu geben und zu erklären, daß die Regierung durchaus keine Unterstützung der d»allftischen Vanl, wie sie geplant wird, vonseite der Verfassung«-p«rtei zu erwarten habe. Die heutige Versammlung möge daher, ich betone es wiederholt, in ihrer Bedeutung nicht unterschützt werden, damit die Regierung beizeiten wisse, was sie bei den fortgesetzten Verhandlungen mit den weiteren Factoren zu erwarten habe. Se. Durchlaucht Ministerpräsident Fürst »dolf Nuersperg: Nach den soeben in der Redt des Ubg. Plener gefallenen Aeußerungen muß ich zur Ent-gegnung auf alle ausgestreuten Gerüchte mit Vestimmt-heit erklären, daß die Regierung an eine Auflösung des Reichsrathes nicht im entferntesten denkt und daß sie in der gegenwärtigen ernsten Lage sich nicht entschließen könnte, eine solche Maßregel der Krone zu empfehlen. Abg. Dr. Ruß: Die Regierung wird es begreiflich finden, daß man ihr den Gedanken einer Auflösung auch unterstellen konnte, wenn man sich die Veantwortung der letzten Frage vergegenwärtigt, in welcher von einer Vertretung aller Eousequenzen gesprochen wird, worunter auch die parlamentarisch cor-recte Möglichkeit einer Auflösung mitoerstanden sein kann. In eine meritale Verhandlung über die Antwort der Regierung lönne man sich wol heute nicht einlassen. Die Fragen 2 und 3 haben leine Veantwortung gefuxden. Die vierte Irage wurde nur mit Hinweis auf alle möglichen Eonfequenzen beantwortet und diese Frage sei eben auch dahin gerichtet, ob die ungarische Gesetzgebung das Recht habe, alle Vorlagen abzulehnen, wenn auch nur das Vanlstatut hierseits abgelehnt würde. Se. Exe. Minister des Innern, Oaron Lasser: Die Regierung hat in ihrer Antwort jede« Wort ab-gewogen und wenn man die letztere einer genauen Ueberprüfung unterzieht, wird man vielleicht ein mildere« Urlheil abgeben. Wenn man eben genau lesen wlll, dann laxn man eine Antwort auf alle gestellten Fragen finden. Es ist unsere Verpflichtung, uns auf diese Antwort zu beschränken, und wir haben diese Pflicht als Räthe der Krone und als Patrioten. Discretion vom österreichi« aber dann unten und später gelegentlich nochmals näher zurückkommen. So efistieren Katechismen der Votanil, Ehemie, Geographie, Geologie, Vaulunst, Heraldik, all« gemeinen Literatur, deutschen Literatur, Mythologie, Physik u. s. w., durchaus von bewährten Autoritäten. Veoauert haben wir es, bis jetzt noch leinen Katechismus der Sculptur und Malerei gefunden zu haben. Der Katechismus der »Allgemeinen Literatur" von Prof. Stern führt uns die Literatur aller Völker nach chronologischen Gesichtspunkten geordnet vor, und zeichnet sich bei wirklich objectivem Urtheil dadurch aus, daß er uns ein völlig umfassendes Vild der Vüller-Literatur gibt, ohne jedoch Unwesentliches zu bringen. Gleiches Lob können wir dem Werke über „Deutsche Literatur" von Möbius zutheil werden lassen. Recht erquickliche Bücher sind die Katechismen der Baukunst und Heraldik von Freiherrn v. Sacken. In dem ersteren wird uns das Wesen, der Geist der Vaustylc aller Völker und Zeiten klar gemacht und wer-den unS zugleich m mehr als hundert meisterhaften Illustrationen dle bemerkenswertesten Vauwerte vorgeführt, Der Katechismus der Heraldik zeigt uns die Entstehung, Verbreitung, überhaupt alles Wissenswcrthe dieser Kunst, und bietet uns wieder eine reiche Anzahl von Wappenabbildungen. Wie die wiener Kritiker am Schlüsse ihrer Theater-lritilen gern auf die Garderobe, so wollen auch wir zum Schlüsse noch einen Vllck auf das Neuhere der Vücher werfen. Sie sind mit eleganter Einfachheit °u«. gestattet, in gelbem, bedrucktem Umschlage und zeichnen sich namentlich durch ein äußerst feineS, weißes und glat-te« Papier und klaren, beutlichen Druck aus. ü. chen Standpunkte, da es sich um eine Ausgleichsfrage handelt, ist nothwendig. Wir haben Verhandlungen mit der ungarischen Regierung und mit der Nationalbant in Aussicht zu nehmen. Wir können uns selbst im eis-leithamschen Interesse der Nationalbant durch vorzeitig angegebene bindende Erllärungen nicht preisgeben. Wir müssen die Sache anders behandeln als eine fertig gemachte Vorlage an den Reichsrath, da wir es eben noch mit anderen Factoren zu thun haben. Die gegebene Antwort möge derzeit genügen, das Detail ent-zieht sich dermal der Veantwortung in einer so großen Versammlung. Wir lönnen einfach nicht mehr sagen, als geantwortet wurde, ohne unsere Pflichten als Räthe der Krone und als Patrioten zu gefährden. Abg. Dr. Herbst: Auch die Verfassungspartei er-füllt eine Pflicht gegen sich selbst und gegen ihre Wähler, wenn sie von der Regierung Auskünfte begehrt. Wenn man sieht, wie die ungarische Regierung mit ihren Anhängern Fühlung nimmt und diesseits bei Abmachungen, welche doch unser Interesse so nahe berühren, leine solche Informierung stattfindet, so müssen wir uns wol gekränkt fühlen. Auch wir erfüllen nur eine Pflicht, wenn wir schon heute sagen, daß die dualistische Bank hier keine Aussicht auf Annahme hat. Minister des Innern, Freiherr von Lasser: Wir erfüllen, wie gesagt, nur eine Pflicht, wenn wir heute über die von uns gegebene Antwort nicht hinausgehen. Wir sind dankbar für jede Meinungsäußerung, glauben aber schon jetzt zu wissen, was durchführbar ist und was nicht. Abg. Teuschl erklärt, daß er die Reserve be-greife, welche sich die Regierung auferlegt, da es sick um eine Ausgleichsfrage handelt. Er beantragt, heute nicht weiter zu debattieren, sondern die Versammlung zu schließen. Abg. Ed. Sueß: Ich halte es ebenfalls nicht für passend, daß wir heute weitere Fragen und Zweifel erheben. Ich will nur reassumieren, welchen Eindruck die Antwort der Regierung auf mich machte. Aus dieser Antwort geht für mich hervor, daß die Regierung bezüglich der anderen Ausgleichsvorlagen sich sowol in den Prinzipien als im Detail bereits gebunden erachtet, bezüglich der Vanl jedoch nur im Detail, noch nicht bezüglich der Prinzipien dieser Vant schon gebunden sei. Wenn nun Minister Lasser sagte, es sei ihm schon aus den bisherigen Verhandlungen klar geworden, was durchführbar wäre, so möge er sich vollkommen darüber klar sein, daß bei der Vanl nicht blos in den Details, sondern auch bezüglich des Prinzipes eine Durchführung nicht zu er-warten sei. Abg. Dr. v. Pcrger theilt mit, daß der Vanl-ausschuß eben über das Vanlstatut verhandelt und einhellig beschlossen habe, dasselbe abzulehnen. Abg. Dr. Ritter v. Demel sagt, daß die Regie-rung auf dem Standpunkte der dualistischen Vant steht, ergebe sich schon aus der identischen Note der beiden Regierungen an die Nationalbanl, wo davon die Rede ist, daß sie sich beide über die Grundsätze der zu errich-tenden Vanl geeinigt haben. Diese Grundsätze sind aber nicht durchführbar und daher sollte die Regierung je eher bestrebt sein, eine solche Vorlage rückgängig zu machen. Eine Auflösung des Reichsrathes — man müsse dies der Regierung mit allem Nachdrucke versichern — würde für das Vanlstatut leine günstige Position schaffen; denn das neue Parlament wäre so wie das gegenwärtige in der absoluten Negation der dualistischen Bank einig. Das wäre das ganze Resultat jenes Probeganges der Auflösung. Nach einer Erklärung deS Abg. ». Earneri, daß er sich sein freies Votum vorbehalte und hoffe, die Negierung werde alles aufbieten, um nach den in der heutigen Verhandlung gewonnenen Informationen die Sache in die rechte Vahn zu lenken, bemerkt noch Finanzminister Freiherr v. Pretis: Ich will nicht wiederholen, was mein College, der Minister des Innern, erklärte: ich möchte dem nur beifügen, daß die heutigen Erllärungen für unS nicht überraschend waren. Ich möchte aber nochmals auf das hinweisen, was ich neulich im Nbgeordnetenhause zu erklären die Ehre hatte, daß nemlich den Verhandlungen mit Ungarn inbetresf der Vanl das Prinzip der Einheit der Note unverrückbar zugrunde liege, und wer dieses Prinzip technisch, wissenschaftlich und praktisch durchführen will, muß die aus demselben folgenden nothwendigen Konsequenzen ziehen. Nachdem noch schließlich der Obmann Varon von Eichhoff den Ministern für ihr Erscheinen in der Versammlung den Dank ausgesprochen, wird die Sitzung geschlossen.________________________________________________ Oefterreichischer Äeichsrath. 209. Gitzung de» Abgeordnetenhanse«. Wien, 28. November. Gelegentlich des Verichtes des Vudgetau«schusses über die Vilanz der Geldglbarung de« wiener Welt. ausftellungs-Unlernehmen« stellt Abgeordneter Hux (Mühren) den Antrag, die Regierung sei aufzufordern, dem Hause über den Inhalt de« mit den Zeichnern d«« Garantlefondes für die Weltausstellung abgeschlossenen Vertrage« zu berichten, klarzulegen, au« welchen Gründen die Zeichner nicht verhalten wurden, angesichts de« bestehenden Deficits den garantierten sei trag auch wirklich zu bezahlen und diesen Antrag dem Vudaetausschusse zur Veralhung zuzuweisen. Bei der Abstimmung wurden sowol der Antrag Fuf als die beiden folgenden Axlrage des Vudgctaus-schusses angenommen: 1. Die mittelst Zuschrift deS Herrn Handelsmini' ster« ddo. 15. Februar 1876, Z. 268 (5069 ^. U.). gelieferte Nachweisung über die Einnahmen im Betrag per 4.256,349 fi. und die Ausgaben per 19.123,270 Gulden und die mit Ende Dezember 1875 abgeschlossene Bilanz der Geldgebarung des wiener Weltausstellung-Unternehmens des Jahres 1673, sowie über die auf dil Abwicklung demselben bisher aetroff'nen Verfügungen der Regierung werde zur genehmigenden Kenmnis aenom» men und dabei das Bedauern ausgesprochen, daß eine so außerordentliche Ucberschreilung der von der Reichs Vertretung bewilligten Summen eingetreten ist, obwol dieselbe zum Theile vermieden werden konnte. 2. Die Regierung werde aufgefordert, die ferneren Gebarungoresul'ale des gedachten Unternehmens in den jährlichen Rechnungsabschlüssen detailliert nachzuweisen und der verfassungsmüßigen Genehmigung zuzuführen. Da« Gesetz, womit dle Bestimmungen über die Schnee-Abrüumung auf Reich«strahen erlassen wer« den, wird nach den Au«schuhanlrügen in zweiter Lesung angenommen. Ebenso wird das Gesetz, betreffend die Aushebung des Relruten-Eontingentes für das Jahr 187?, nach dem Nusschuhantrage in zweiter und dritter Lesung angenommen. Nach den Vestimmungen dieses Gesetze« wird die Aushebung für das stehende Heer (Krieg«' marine) mit 54,541 Mann und für die Ersahreserot mit 5454 Mann festgesetzt. Die nächste Sitzung findet Freitag den 1. Dezember statt. Die Conferenz und die Pforte. Seit 18. November ist die Annahme der EoN' ferenz selten« der Pforte eine vollendete Thatsache Der hierauf bezügliche Veschluß wurde in einem l»' genannten außerordentlichen Rathe gefaßl, an welches außer den Ministern alle höheren SlaatSwürdentrilgel und die Ulema« von höherem Range lheilgenomMl«' haben. Von ihrem Verlangen, das EonferenzproaraniNl vor ihrer Zustimmung zur Eonferenz kennen zu müsse"' ist die Pforte nur durch die eindringlichen Rathschlag England« und Oesterreich« abgebracht worden. Unlec welchen »uspiclcn jedoch die Pforte an der Confers theilnehmen will, darüber gibt das mit dem Regierun/ gedanlen am meisten vertraute Organ, der „Vakil," M schluß. Das Vlatt erklärt, daß alle Mitglieder be« groft« Rathes, welcher die Zustimmung zur Eonferenz geaebt"' darin einig find, daß die Hauplsorge der Pforte fi/'? ^ den Dardanellen begeben, um dort das 6'"^«' von Geschützen schwersten Kalibers zu leiten. Me ^ gen der europäischen und asiatischen Türkei haven "^ erhalten, sich reichlich und für lange Zeit hmaus «" ^ proviantieren. Es geschieht, mit einem Worte, auco, im entscheidenden Augenblicke sich Rußland gewachsen / zeigen. Die Ueberzeugung, daß die Türkei in e ne"^ gegen Rußland auf könne, ist zur Zeit noch eme allgemeine, wttwol m timeren Pfortenkrelsen die daß diese mehr den speciellen englischen I"«re,ieil . der Integritüt des türkischen Reiches zugute kommen o^> 231l ^3 ^ W die llfficlöse tlirtlsch! Presse die Wrisunq X^ "^" Mißtrauen gcne» E.,gla„d ja nicht mehr ourchbl^ Umgebung von lkonflanti. ^M fort. Außer dem Admiral eu edol der englischen «chta-Vlli.Flotte. Sir John Drummond. weilt auch «d> mtral Sir John Hay mit mehreren Offizieren hier und hat verschiedene Kasernen, namentlich die in Slu. l«l gelegene und Zelimis genannte, eindringlich unter« Wcht. Die Regierung ihrerseits läßt diese Kasernen von °tn türkischen Truppen räumen und Ausbesserungen vor-nehmen. Au« allen diesen Symptomen schließt man, daß " "it einer englischen Vesehung Konstantinopels that. »achlich Ernst werden dürfte. Politische Uebersicht. valbach, 29. November. Tonntag vormittags findet in Wien über Beschluß «r Elub.Obmänner abermals eine Gesammtconferrnz ber verfassungstreuen Abgeordneten statt. Die türkischen Dampfer „Taif Medschidie" und ..Eheref Bcsze" haben von dcr österreichischen Re« Mrung die Erlaubnis erhalten, in die Hafen von Kleck Und Nagusa einzulaufen. Zur liontrole der festgestellten Bedingungen wurden von militärischer Seite Eommissüre "nannt. Die Entsendung des Varon Ealice als zweiten «evollmächtiglen Oesterreich - Ungarn« bei der lonstanlinopeler Conferenz wird nunmehr als Thatsache Lemeldet, und wird versichert, daß derselbe schon im "erlaufe des heutigen Tages Wien verlassen soll, um stch über Bularest.Pllrna an den Ort seiner neuen Bestimmung zu begeben. — Bei der Wahl der genannten Persönlichkeit — bemerkt hiezu dcr „Pester Vloyd" — bürste nicht allein die gerade in seiner letzten Dienst. Leistung als öslerreichisch.ungarischer Ocncralconsul in ^utarest unter oft schwierigen Verhältnissen erprobte Mouline und Energie in Behandlung der ihm anvertrauten senden, als besonders auch der Umstand maßgebend ll^esen sein, daß Baron Calice während seines zwei« Ihtigen Aufenthaltes in Bukarest nicht blos die Oe» Unheil fand, sondern dieselbe auch ausnützte, um sich >nit dcn thatsächlichen Verhältnissen de« Orients in ihren Details vertraut zu machen. Der deutsche Reichstag nah« in zweiter Lesung das ltmsührunaegesetz zur üioil.Prozeßordnung nach den Unlrügen der Lommlsfton an; ferner genehmigte derselbe in zweiler Lesung die allgemeinen Bestimmungen und die ersten 17 Paragraphe der Slraf.Prozcßordnung in der von der Commission beantragten Fassung. In der französischen Deputiertenlammer erlitt Dufaure am 27. November abermals ein: Niederlage, ^lgtnüber seinem Antrage, den Kredit für die Gehalte "l Pfarroerweser um 0(X).0^ Francs zu erhöhen, be. Mgte dic Äudgetcommisswn nur 200.000 Francs, ^cr Antrag Victor Lefrancs (gemäßigter Nepublltancr), W.(XX) Franc« zu bewilligen, wurde mit 263 gegen «alj Stimmen verworfen. Die italienischen Kammern waren in ihren Merigen Vihungen fast ausschließlich mit Bureau» und "ueschuhwahlen beschäftigt. Der Budgelau«schuß lst ge. "'Ühll. aber, wie die „Opinione" sagt, ist eS unwahr-peinlich, daß er auch nur zur Berathung, geschweige btnn zur Vorlage seines Vudgelberichles gelangt, betör .b" neue Finanzjahr beginnt. Die „Opinione" macht baher den Vorschlag, den Beginn des Finanzjahres vom ^ Jänner auf dm I. April zu verlegen, damit der Staatsvoranschlag zum voraus durchberalhen und be» !"llligt werden könne und die Nothwendigkeit provisori-'llllr Vudgetbewilligungen endlich entfalle. — Seil vor. Nestern befindet sich ^ord Galisbury in Rom, um über ^ Llellung des italienischen Kabinetts klar zu werden. In der spanischen Abgeordnetenkammer wurde "n 24. d. M. der Minister des »eußern über einen Artikel des madrider Blattes „Ol Parlamenlo", welcher ^taillierte Angaben über einen gewissen deulsch.spclnlschen Ertrag enthielt, interpelliert. Der Minister erklärte, daß ltne Angaben ganz und gar unbegründet seil!», und fügte "' Gpllnien habe lein unmittelbares Interesse an den "'"tauschen Angelegenheiten; jeine Beziehungen zu den "deren Mächten seien sehr freundschaftlicher Natur und ?' würde im Falle eines Krieges die strengste Neutralität "obachttn. Nachdem am 27. d. die ordentliche Session der ^"Manischen Kammer begonnen, wurden die Bureaux ^" aewählt. Die Kammer wählte wieder Roselti und h/ Tenat den Metropoliten zum Präsidenten. Zu Vice« «.Menlen im Senate wurden Logolniceanu und Joan ^« newählt. ^ . Die Rüstungen Rußlands nehmen ihren ununter-l^nen Forlgang. Die sechs mobilen russischen Arm«. l»r»! federn sich in die Operations, und die Küsten« (da^. ^^ cch" befehligt Großfürst Nikola Nikolajevil' dill ^"artier ^'lcheneft) und unter ihm commandieren Gg, ^lps dl> Generale Radctzli, Baron Krüdener, Fürst ^"«yolvslt undWannowski.Lommandierender der Küsten. arm« mit dem Hauptquartiere Odessa ist General Gemeka. Unter ihm befehligen das 7. und 10. Corps Fürst Barclay dc Tolly-Wcimarn und Fürst Noronzow. Die vier Corps der Operationsarmee zählen 144,000 Mann, 32,800 Pferde, 432 Geschütze; die zwei Corps der Küstenarmee 72,000 Mann. 10,400 Pferde, 2 Ni Geschütze. Wie «us Belgrad von verläßlicher Seite mitgetheilt wird, treffen seit einigen Tagen fortwährend Zuzüge russischer Soldaten und Offiziere, welche sämmtlich der regulären Armee angehören, über Kladova in Serbien ein. Die Truppen erscheinen jetzt in russischen Uniformen, während die früheren «Freiwilligen" in Civillleidern an» kamen und erst. in Serbien mit serbischen Uniformen versehen wurden. Aus den Städten Iagodina, Paraitn uno ^uprija wird die Bevölkerung zurückgezogen, um den russischen Gästen bequeme Winterquartiere zu ver« schaffen. In den V erein l gten Staaten nimmt d«e Situation einen höchst bedenklichen Charakter an Der Präsident befahl am 27. November dem Kriegsminister, dln Gouverneur von Südcarolina mil Vundestruppen gegen Ruhestörungen zu unterstützen, und der Kriegs» minister ertheilte die nöthigen Weisungen. Oagesueuigkeiten. .-(Statistik btr To de«urt h ei le in Oefter. reich.) Nllhrenb der Herrschaft de» Strafgesetze» vom Jahre 18»3. d. i. vom I. Jänner 1804 bi» Ende 1852, sonnt in einem Zeilraume von 49 Jahren, wurden in den gegenwärtig im Reich«, rathe vertretenen Ländern im o:ben»!ichen Verjähren im ganzen 1462 Tobe»urthcile gefällt und 457 vollzogen, während in 1005 Füllen Vegnabigung eintrat. Hieoon enlfi.len 119 Tobe«urtheile auf Hochverralh, von denen jedoch nur zwei vollzogen rouiden; 1!>l'< aus Lltdilpapieroerflllschung, von welchen 3, 1035 auf Mord, von welchen 430, 14 auf rlluberifchen Todlfchlag, von welchen 4, endlich 96 auf Vrandlegung, von welchen 18 vollzogen wurden. Dies, Ziffern zeigen, daß bei Hochverralh und kreditpapieroerflllschung der Vollzug der Tod?«straf.' in den aller» fellenften Fälle» eintrat, wobei noch zu bemerken ist, daß die zwei Fälle wege» Hochverrath« in Valizien während de» stürmisch bewegten Jahre« 1846 und die drei Fälle wegen Lreditpapier» verllllfchung in den Jahren 1806, 1807 und 1808 stattfanden. Auch bei den Verbrechen de« räuberischen Todlfchlage« und der OsanbllZUNg war die Zahl der Vegnabigungen Überwiegend. Vei dem Morde war die letztere zwar auch noch größer, ul« jene der vollstreckten Urlheile (605 : 4)0), aber doch be> weilem nicht mehr in jenem Verhältnisse, w«e bei den anderen verbreche,!, wa« seine nalürliche Erllülung in den b»«al« nlchl nur in Oesterreich, sondern fnft Überall noch vorherrschenden Ansichten Über die Noth. wendigleil der Ndfchreckung von Verbrechen, und namentlich vo« llogliffeu auf da» Gebell, durch häufigen vollzuß ber Iode«ftl«fe fiüdll. Seil dem Veftehen b,< Slr«la.»s,tze« vom I«h« ISÜli wurden, u»d zwar vom l. Jänner 1853 bi« Vnde b,« Jahre« 1873, in d,n obrngtdachlsn Mündern im Wege de« ordentliche»! tztlufoerluhre»« im galizen W1 T°de»»ltheile gefällt, von welchen I<»5 z»lm Vollznge gelonglsn. L« stellt sich somit slll diefe 21 Jahre du» Verhältnis der ergangenen Tude»urtheile zu den vollslrecklen >wle Wl: l')5, m,» eulsälll som'l eine Vollstrelluug auf je V"/,,, Urlhcüe. In den Iahrei, 186b, I860 uud 1«67, in denen sich«. l,ch eine gtüße>e blienge wallile, eiilfi l eine Hmrichlung »uf je 4'/,, Urtheile. In den folgenden Iuhre« 1868 l»« l «ur mehr 7 vollstreckt (1 : 37'/,j. In den Jahre., 1870, »871 uub !873 ,°nd nur je ein u»d >n den Jahren 1869 und I8?8 be, 47, dez,tyllng«wt,se 4l gefällten Todesullhellen gar lein Vollzug d.r Tabe« irafe statt. Von der Gefammtzahl der obigen Tadelullhell, ^90') eulfisien 8^0 auf du« Verdrechtl, de« Morde«, 4 auf Hochverrat!». 1^ auf räuoerischen Todtfchlag UN» 5 auf Vrandlegun^. Vou den 105 voll»ogenen Tobelurlheilen entfielen 10 i auf du» Verbrechen de« Morde«, d.e Übrigen 3 auf räuberifch'u Todl!ch«>>?/ Schußwellt vorgekommen, D,e Z'chcheibe war e,u Dol, °uf dem gegenllbtlliegenden Ufer de« Irrawaddy. Ganz Mandalay war aus den Veinen, um da« Rejultüt ,u beobacklen. Nach ein'gen unwirtjamen Schüssen wurde man gewahr, daß da« Dots in Flammen stehe. Die ltmwohner, sagt ein Verich«, «lan«ten wie toll umher.« und zwar ,n so lo> Mischer Weife, daß der Krmg wiederum hcrzlich lach!,. Dann lam Se. Majestät auf die loftbare Idee, den Zuschauern aus der sladiftile der Vucht e«ne Dosi« von Kartätschen zu geben. Die Menge stob °»lgenvl»lll,ch au«"N°nder, aber zwanzig Männer, Frauen und Kmder bl,el»en todt oder fchwer verwundet auf dem Platze. Ve. Majestät war hochvergnllgt. Die Kanone entfprichl vollständig feinen Erwartungen. Der nllchstl Verbrecher soll von ihrer Mündung weggeblafel, werben. Er hat gehört, daß die Eng. lander diese fummarischf dlnu^lunglmelhode adoptiert haben. Lr will diefc Methode so bald °l« möglich felber prüfen. Nach. bem sich V°n,ben, Oranalen und «arlälschen »l« ziemlich erfolg, reich erwiesen, fühl« ftch Se. M°j?ftlll den Trlorbernlsicn eine« europäischen Kriege» gänzlich gewachsen." —^ kieulenan» V<»ter.) UlXlher v«r einn» W««<»e. Seine Nunbe ist wol geheilt, doch ist er infolge der ühe,ft»»b«««» l'ungen» nnd Rippenfellentzündung sehr gefchwächt und erheisch» sein Zustand noch llingere geil Schonung, Pflege und «nhe. Do« Projectil ist zwar i» Klrper stecken geblieben, dürfte »b», d« fich ein, «inlapselung bildet, dem jungen Offizier leine »eiteren Ve» schwerden verursachen. — (Taubstumme U e d n e r) tlne ganz eigentbü«liche politische Versammlung fand jüngst im unteren «taun« der Gt. »nna »Kirche in Newvorl statt. Zwei taubstumme «edner, wen» es erlaubt ift, diesen »nsdruck zu gebrauchen, Thoma« Vobfrey und William A; Vonb, zlvei hochgebildete Iaubstum«e, hielten vor einer fuft ausschließlich aus Taubstummen bestehenden Zu» Hörerschaft eine politische Disputation libei die beiderseitigen Prö> sidentschafts-llanbidaten. Vodfrey erbfinete die Debatte und man lonnte auS seinem wechselnden Vesichtsausdruck und der lebhaften Gesticulation seiner Hände, die ein Wort der Zeichensprache n»ch dem andern gaben, wie die Zeitungen berichten, sehen, tmß er wichtige und schlagende Gründe ins Treffen führte. Vond suchte diefelben auf ähnliche Weife zu widerlegen, worauf Voofrel, aber« mals enlgegnete. Schließlich nah» man eine Abstimmung vor. — (Zur or« enlalifcht n Frage.) Zwischen eine« Nüssen nnd Türlen spielte diesertage in Monaco eine lomisch« Scene: Der Türle saß eben am FrulMckstifche eine« Hotel«, «ll« der Russe eintrat, nnd ries beim Anblicke de«selben dem Kellner zu: „Varcon, eine Platte russischen taviae!" Ltährend er ihn verschlang, murmelte er, feinem Gegner verstündlich genng, in den Varl: ,Vo machen wir den Kosalen ein Lnde." Darauf der Russe: ..Kellner, eine Portion türlifchen Pila» !" Und »»h-rend er sich über denselben hermachte: »So wird e« bei nn« Russen den Vafchi.Vozut« ergehen," G« war man beiderstil« bald im besten Zuge. llber der Türle that sich mit dem E«t»«r leichter al« fein Gegner mit dem Pilaw. Zwei volle Stunden dauerte der originelle Zweilampf, während dessen beide Theile untelfchiedlich< Flaschen Champagner leerten Der stimmte sie weich und immer weicher und bei Vegixn der nächsten Stunde lagen sie sich »n den Armen uud — unter dem Tische. — (ljin schrecklicher Vund), wenigsten» in den Nugen des schünen Geschlechtes, hat sich in der vornehmen Welt von Pari« gebildet; nemlich ein Bund von Junggesellen, dessen Mit» glieder sich materiell verpflichtet haben, bei Strafe von 50,000 Frcs. niemals zu heiraten. Am vergangenen Montag »urde der verruchte Plan nach einem lustigen souper aulgeheckt, und zwei Tage darauf zählte die schändliche Gesellschaft bereits N M,l. glieder. Unter den pariser Damen soll infolge dessen grohe ve» ftürzung herrschen, ^ 0 ka 1 e 5 - (Kaiserliche Spende.) Se. Vtajefiä! ber Kaijer haben zum Vaue des Pfarrhaufe« in Volo e»uen Veitrag vo» vierhundert Gulden au« der allerhöchsten Pr,,»«l«fie alleignädigst zu fvenben geruht ^ (Ernennung.) Das Oberlanbelgericht fnr Sleier» mall, Kärnten und Krain hat beu Kanzlisten de« laibachei Vande«gtt!chte« Herrn Mai Mayer zum Grnndvuch«führer des Vez!ll»ger>chlt« in 5' a ck ernannt. — (Militärvtlilndernngen.) Uebersetzl »nr» den: der Lieulenanl Otto schm,b de« Plounier-Regiments zum Infanler«e«3ieglmenle Freihe«r v. Kühn Nr. l? ; der Obei» lienleoanl Ollolar Dolmal» von Hldeghel de« ß^ld» llllillerie »Regiment« Nr. 7 zum Festung« »t l. Dezember d. I : der H2Uplmann erster Klasse Iofef ilinl«vin« von Vidovgrad de« Infanterie - Reg»menls Eizherzog Leopold Nr 53. — In den D i e n st st a n o wurde eingebracht: der ilieutenanl i'eopol» Turic de» Infanlerle«Rtglments lllzherzog Leopold Nr. b3 — ( G eme in dew « hl.) vei der am 14. November b. I statlzefu»ben,u Neuwahl de» Vemeilibevorftaude« der Orl«gemeinbe «mbru«, im politifchen lvez'lle Rubolf«wrr«h, wurden Ünlon Godec von Ambru« zum G,me!nb,vorftlher, Johann Holevnr von Kleinlor'n, Josef Hoievar von Nmbru» un» Franz Pruß von Kal zn Gemeinberäthen. und bei d,r »» gleiche» Tage ftatlgthubten Neuwahl de« Gemelndeborftande» der Ort», gememb, Zagrac. im gl,ich,u politischen ve,,rle, Fr«, Hr ° w »lh von Zagrac zum Gemeindevorsteher. Johann Fer! in von Gabrovla und Iofef Papes von Toliane zu Gcmemd,-rtllhen gewählt — (Offizier«. Abend) Gestern abend« fand im «asino. Glassalon d,e erste der von nun an r 4 e ) Um d,e m t'aibach s,it Iahlen geübte fchdne S,tl,: »r», Kmder a» «Ue'hnacht». abende mit warmen Kwdern und Schuh»» »» bifchrren, auch heuer mit Erfolg durchführen zu lonnen, »e»«K«'lf< ein «,»i,4 h'ssiger Damen S°«»lag den «.Dezember in den Gast. h°u„l,ll,liläten be« «H ° t«l »ul'p«" eiu« llboh'ihiil.glell^ Sollte, bei welcher die ,-m H"rn «s»imenl«comm°ndanteu Oberstlieutenant v. Hranilod't in «ubelrach« de, wohlthat,,«« Zweck« in zuvollommenster V"s« «"entgeltl.ch znr verfn,«, gestellt. Kapelle de« 5H In»anterie.«eg,me°l, de» ««M«l^«H«, The.I der Unterhalf-n« beforg,« w>rd »uch »», Ge1«N,««M««U ^« inlr» cht" h«l s»we ««'»'rtnng b« d,ch« «Htz^h, srennd. 2212 lichst zugesagt, dessen Zugtraft überdies auch nach e>n zu arran-gierender „Vlll ck«h »sen" zu erhiihen bestimmt ist, der — gleich seinen Vorgängern zugunsten der lloitscher und Morast-bewohner — hoffentlich auch an diesem Abende seine wohlthätige Wirkung nicht verjagen wird, wa« wir mit Rücksicht auf da» allseitige Unterstützung verdienende Unternehmen nur besten« wlin« scheu können. — (Quartett.) Sonntag den 3. l. M. wird sich das renom-tnierte Helmsberger'sche Quartett aus Wien in Graz pro. ducieren, und werden bei demselben auch zwei grazer Künstler, die Herren Korel und Trnla, mitwirken. Aus dem in Aussicht stehenden Programm hebt die «Er. Tgpst." al« interessante No, vittit ein Klavierquartett von dem in jüngster Zeit viel genannten Vomponiften Saintduction im Theater.) Demnächst gelangt an unserer Vilhne eine „Wunderfontaine", glnannt „Halospintochromolrene," zur Schaustellung, und wiit» dieserlage bereit« mit der Aufstellung der hiezu erforderlichen Npparate und der Legung de, Röhren begonnen. Da seit der letzten Production einer Kalospinlochromolrene in Laibach bereit« mehrere Jahre verflossen find und dieselbe allen, insbesonoer« aber unserer lernbegierigen Jugend ein in der Thal ganz an-mnlhige« optische« Experiment vorführt, so dürfte sie wol an Mehreren Abenden eine erwünschte Schlußpiece zu unseren Theater« Vorstellungen bieten. — (Neue Tlltgraphtnftation.) Die l. t. Tele, graphendirection in Trieft «sucht un« mitzutheilen, daß in Fa. fana bei Po la mit vorgestrig:m Tage eine mit dem See» sanitllt», und Leuchtfeuerdienfte combinierle l. l. Telegraphen» Nebenstation für Staat«, und Privatcorrespondenzen eröffnet wurde. — (Wie gekommen — so zerr a nnen l) Wie wir mit Vergnügen conftalieren können, erfreute sich die Cri, Tri« Tpidemie ohrenzerreißenden Augedenlen« nur einer ganz kurzen Tfiftenz in Laibach. Cbenso uiplühlich al« sie herein« gebrochen, war sie auch wieder verschwunden, und heutzutage zählen selbst unsere Schuljungen und Vamin« — unberufen — ihre bach so w«e so keine große Sympathie eulgegelibringt, sondern auch Aufführungen von viel genannten Novitäten, wie die m Rede stehende, auf die Menge gar leinen anlockenden Reiz aus» üben. Daß dessenungeachtet auch in Laidach ein sehr entwickelter Kunstsinn herrscht und wirklich gediegene dramatische L:iftu>igen bei un« immer aus thätige Änntcmiu»g rechnen dürfen, dajür liegen Beweise au« allen vorangegangenen saisan«, «««besondere aus dem lehlen Gastspielcyklus der nan Hell'schen Truppe vor. Wenn man sich aber an compelenter Stelle den consequent ab> fälligen Vemerlungen von unserer und «onseite de« ganzen ye« bildeten Publikum« verschließen zu tonnen glaubt, auf Grund einer einseitlgeil uub in ihrem wahren Werthe vielleicht Ul'ei« schätzten gilnftiqen Usgutichtung unserer an erster Slelle fi^nrierm' dm Schauspiellräfte. so wird man e« sich nur selbst zuzuschreiben hade», wenn das Theater an den wöchcnllich wenigflsi,« dreimal dem Schau« oder Lustspiel reservierte« Abenden nicht nur leer bleiben, sondern in der Folge noch immer leerer sein wird. Wir sprechen jedoch an dieser Stelle die Hoffnung »u«, daß die jüngst aufgetauchte Thratersubuention««Frige un« eine Wendung der Dinge nicht nur im Iutcresse de« Publikums, sondern vor allem der Unternehmung bringen wild. Wir haben diese Netiachtung unserem Berichte über die Aufführung von „Arria und Me'ssalina" deshalb an die Spitze gestellt, weil gerade der vorgestrige Abend uns wieder einmal Ne» legenheit geboten hat, unser altes Lied über ssrl. Pischel und Herrn Nieger zu wiederholen. Es wird uns jedoch mit der Zeit widerwärtig, unö über diese beiden Kräfte stets in den alten Reflexionen über das ganz Ungenügende ibrer Leistungen ausz»« lassen; denn den eigentlichen Standpunkt der Recension: das belehrende u«d verbessernde Prinzip, gegenüber Frl, Pischel und Herrn Rieger festzuhalten, muß man selbst bei den sympathischesten und wohlwollendsten Absichten als eine Sisyphusarbeit bezeichnen, der wir uns in richtiger Erkenntnis der sichern Erfolglosigkeit nur mit Reserve, in letzter Zeit gar nicht unterzogen haben. Von den llbrlgen in „Arria und Messaliua" beschäftigten Darstellern gefielen insbesondere und mit Recht Frau Schubert» Varbieri als „Arria" und Herr Leuthold a!s „Eäcina Piltus." Im allgemeinen war die Aufführn!'g in scenischer Ve» ziehung, so weil es die vorhandenen Decoration«mittel eben zulassen, historisch richtig und auch in den Eostilms wenigsten« nicht störend unrichtig. Frl. Pischel aber glänzte auch hier durch moderne Frisur und höchst «»römische Toiletten. — Linen recht vergnügten und auch in künstlerischer Hinsicht fast durchweg« gelungenen Abend erlebten wir dagegen gestern mit Offenbach« „Schöne Helena". Dieselbe wurde un« seilen« aller Bethe,llgteu mit frischem Humor und gesanglich correct vorgeführt, so daß wir d,e gestrige Vorstellung nnt Recht als eine sehr gnte bezeichnen können, was auch seilen« de« gut be» suchten Hause« durch wiederholten Vcisall anerkannt wurde. Neueste Post. (Original-Telegramm der „Laib. Zeitung.") Petersburg, 29. November. Salisbury wird in Berlin und Wien die Gewißheit erlangt haben, daß in den intimen Beziehungen der drei Kaiserhöfe leine Aenderung eintritt und daß Rußland nur aus Rücksicht für die anderen Kaiserhöfe mit den letzten Schritten bisher zurückhielt. Rußland hat auf der Conferenz bestimmt zu erklären, daß die türkische Verfassung undiscutierbar ist, daß die Autonomien sicherzustellen sind, wozu eine Occu« pation erforderlich ist. Es steht den anderen Mächten frei, sich an der Occupation zu betheiligen, wenn sie das jedoch nicht wollen, so muß Rußland erecutioisch vorgehen. Wenn die Türkei jeden Vorschlag bezüglich der Sonderstellung der insurgiertm Provinzen zurückweist und dagegen protestiert, so nahm Rußland solchen Protesten gegenüber «Stellung. Kralau, 28. November. (Presse.) Der „CzaS" läßt sich aus Warschau berichten, man behaupte dort allgemein, preußische Truppen würden das linke Weichsel» user occupieren, eine polnische Verschwörung vorschützend, welche russische Agenten hervorzurufen suchen. — Un dem heutigen solennen Begräbnisse des protestantischen Professors Slcbel betheiligte sich eine große Menschenmenge. Berlin, 28. November. (N. Wr. TM.) Gcrücht. weise verlautet von einer neuen Mission Manteuffels nach Petersburg. <ös soll sich darum handeln, handelspolitische Concessionen als Ausgleichung für die diploma« tische Unterstützung in der Oricnt-Hrage abzumachen. Sicher ist, daß Andeutungen bezüglich der Erleichterung der Grenzsperre und deS Prohibilw. Systems bereits ge» fallen sind. Berlin, 28. November. (N. Wr. Tgbl.) Die Pforte wies ihre Botschafter an, den Mächten zu erllä. ren, daß sie niemals einwilligen werde, die islamilischc Bevölkerung der Ballanprovinzen zu entwaffnen und die eingcwanderlen Tscherlessen nach Asien zurückzuschaffen, was Rußland« eilf Punkte fordern. Belgrad, 28. November. (N. Wr. TM.) Ueber die Ministerlrise herrscht vollkommene Unklarheit, ^den» falls führt das gegenwärtige Minist-rium die Geschäfte so lange fort, bis durch die Rücklehr Marinovtt' von Petersburg Klarheit in die Situatiuu gebracht «st. Belgrad, 28. November. (N. Wr. Lgbl.) Dlt Waffenfabrilsarbtikr in Kragujeoac stellten vor einigen Tagen zum zweilenmale die Arbeit ein, weil es mit der Auszahlung Schwierigkeiten hatte. Die Differenzen wurden fchließlich durch Befriedigung der Arbeiter beigelegt. — Gestern trafen abermals mehrere hundert russische Freiwillige ein. Die Koper'sche Cavallerielegion wurde nach Obrenovac beordert. K 0 nstanlin 0 pel, 28. November. (Presse.) Wie in diplomatischen Kreisen verlautet, soll, da die Pforte nun auch zwei Vertreter zu der Conferenz delegiert hat, bei der Constiluierung des Präsidiums der Gastfreundschaft der Türlei Rechnung getragen und einer der beiden türkischen Bevollmächtigten eingeladen werden, an dem Vorsitze theilzunehmen. Telegraphischer Wechselcours vnln 29. Nouember Papier - Rente 60 95. — silver - Rente 66 60. — 1860er S13 —. - K. l. Mü„,-Du' laten 6 03 - Nap°leon«d'or 10-12. — UXi Reichsmark 62 30. W,rn, 29, November, ii Uhr nachmittag«. (Schlußcourse.) Hret,il»cll»n 139 40, I860« l'ol- 108—, 1864er Vole 134 7b, csitlrilichisch, Rente ,n Papier 60 90. Staatsbah» 260 50, ?lorl», bahn 176-—, 20.Fra!!le»N!',lfe 1012»/,, unssarilche «ireditacien 104—, ofterreichische Francodalil—'—. ütterreichische N«a,loba«l 7120, Lombarden 78 75, llmolibcmt 46 50, sc 12—. Hommuna'- Nulehen 93—, Eanptischt 10750. Ruhig. Handel und Wolkswirth schastliches. Lalbach, 29. November. Aus dem hruiigm Markte find erschienen : 4 Wagen mit Getreide, 2 Wagen mit Heu und Stroh, 15 Waqen und 2 Schiffe mit Hol, (12 Kubikmeter), T» u r ch s ch n i t t « - P r e l s e. n. ll. st.!»!. fl.'tl. ü.ikl. Weizen pr.Hellolit. 9 70 l0>56 Vutter pr. Kilogr. —>80------- Korn „ 6 50 6 60 Eier pr. Stllcl - 8 - -^ Gerste „ 5 5 5 27 Milch pr. Vitcr 7------- Hafer „ 3 57 4 20 Rindfleisch pr.Klgr. - 4«------- Halbfrucht „ -------7^5 Kalbfleisch „ - 58 —-^ Heiden „ 6 20 693 Schweinefleisch „ 52------- H'^se ,, 5 60 5 40 schUpsenfteisch „ 27------- «uluruli « 6 70 6 74 Hähndel pr, Stilck —35------- l3rdäpsc,I00Kilogr. 3 80 Tauben „ -.,7____ linsen Hektoliter 12---------- Heu(ncu)100Kilog. 3 5------- Erbsen „ 11----------- Ttroh „ 3 5------- Flsolt« „ 10----------- Holz, hart., pr. vier Niuosschmalz Klgr. -94 Q.-Meter — - 9 — Schweineschmalz „ - 82------- — weiche«. „ ------- 6 — Speck, frisch „ - 66------- W«in,r°th..100Lit.-------24 — - gsräuchert « — 75------ — weißer. „ ~ 20 — Angekommene Fremde. Am 29. November. Hotel Ttadt Wie«. Kauschec,«, Steuer.Oberinspector, Stein, Nvcll. Schlesien. — ^rllllhut, Agent, Nqram. - Vardacl», und Wcssel, vlelseuder, Wien, Holcl Gleiant. Vraune, Vieisender; Horak, Nau.Injpectcir, »ml Sc,«lchri, sfabrllant, W,en. ^ Gerbeh, lUesiher, Kr>nn. ^ ^»ideiöic Nima, Idria. — Nnzzier, Kfm., Tuest, voieriicher Hof, ssranceschi. «auunternehmers.Oattin, Divazza, Sternwarte. Kerzalj, Treffen. — hribar, Poogoio. Theater. Hrnle: Madame Heri,°n, "der: Die ^rrschwörung ,n M oute fiasco,ie. Komische Op?r in 3 Aclen vc», «lbel'l Millaud, deulsch von Iuliu« Hopp. Mufil von I^ue« Offenbach. Meteorologische Beobachtungen in ^aibach. ^ 7U.M»! 7327. > 4« Wlschiväch—^ltbel 77^ 29. !i , N. 73l .» ^. 6« NW. schwach R,a/n « ',« ! 9,. «.., 731.« > 5. W schwach U<" «e«" Anhaltend trllbs, regnerisch. Da« Iaa.e«m,l,el der WilrMt -<- 55", nm 3 7' Über dem Normale. U?ralllmnril,ch,? Nsl><,!,!!r i Oltomc», s'omlilrg. 9^^rson^rii4lt Wien, 38. November. (I Uhr.» Ein Gelllcht, betreffend die Honoriern,!«; de« nächNicilllge» Actiencollpon« der unzarisch-galljischen Verbindnng«bllhn «bte Druck auf l <^V»>srl^(zl^l. Course. Al« diesem Verllchte Widerspruch begegnete, besserte sich die Stimmung, doch vlieb der Verkehr ohne Velcbtheit. Mal. ) ^..... 5140 ^1 5s) Februar.) «'«« (..... ßi 40 ß» 5^ gilnner-) 5..^ ( . . . ^6^0 kß 9" «pril. ) «ilbmnt, ^ ^ ^^ ll°le. IK? '--..... 252- 2b»-. » ^«o4........202 75 20I f^) » ,^« :»'...... 1(8 ?b l«9 - - 1860 Eunftel) .... ii5-^ 1,57s. - Iw>4........ 185^h ,gh7b Un,. Prümleu.Unl...... <;ij ^. ßh.z-, lredit-L.......... ik>9bo 1kl» — Nudolfs-L. ' ' V.« ^'^ ^?ü Vrümienanlehen ber«t°otW,en hg ^ hzjbo D>,nau-Meßulitrunge'Vost . . INb— K,b2b Domllnen-Pfanodriefe ... - - 1^5" l40 -oesterre.chische Schatzscheme. . 97 «, ^70 «nlehen d. Stadlgemeinde W<« in V. ».........98«) »» — «rnndn»ll«ftunsS-Vbligationen. «llhmen..........100-5" --- ««dnöfierreich.......10>'?b 101 20 ««lizien. . .......84 b0 85 b0 Geld War« Siebenbürgen.......73— 74 — Temeser »anal.......7! 50 72.^0 Ungarn..........74 7450 Aetie» »»» V«»ke». O«U> V««e «ngln-öfierr. «fi — 3i«tion°lb»nk.......H24 - 826 — Oestln. Vanlgtsellschllft . . . — — — > Umonbanl ........46— 46b0 "erkebr^anl .......77- 7tt — Niencr Vanlvereln . .55— 56 «etinl »«« Tr«nKtz<,rt-U»t«r»etz- «»»>e». Vl°s°w?H?'?'"''"l^ 225- W6-5erdm»ud«.«»rH.hu . ' ' 17«^ ,7«^.^ tzranz. 3'seph. «ah» . ' ' .^.H's^ Gallische » 10»- Gi°°lS!:°l>»........ 261 50 «62 b<1 Slldbahn.....*. . . . 79 7925 Tdeitz-Vabn........ ,tzb^s) 16«^ Ungar.-galiz. Verbindungsbahn «<» — ttl — Ungarische ^oreofüiahu . . . 86 5' 87 — Unyarifair Oftbahn..... 27 50 2? 75 Wiener trLMway-Vlselllch. . 88— 88 — P»«nd»riefe. Nllg. üft. Vodencredilanft. (i.Vold) U)«- 106 50 ,. » „ (i.N..«.) 89-75 90- - zttaticnalbanl .......969(» 97 — Ung.Vodencrebil'InfiilullV.lV.) 85 50 85 75 Vrt«rit«teN. Elisabelh-V. I. Em.....91 2k, fti 50 Ferd.-Nordb, in Silber ... 10« — 10650 Franz-Ioseph-Vahn .... ?1 7t» 9» - l Val. Korl.knd»,,-«.. 1. «m. 99 9s" . OeNerr ?lnrdm,ss Vahn 8«'0 «"^° ! Siebenbiliger lftohn. . 5« 9" ^^, Slaatsbahn 1. Vm. . 'b" '^^, «,,»i,5«„. k >l',..... ,1^,25 >'^ 5',....... l,s50 »3^ GUdbahn, .6 - bd "" Devisen. «uf deulsche Plätze.....61 60 6l'7c London, kurz. Sicht....."6»5 '^ ^ndon. lang« Sicht - ...'^^^ Ge,»s«rte». Dula.en .... «si ' " «/ ,i . Napoleonsd'or . . 10 „ 1«',. . 10 ^ 1» - Deutsche «eich«- «2 5b - b««n,n°