Laibacher Nr. 107. Pr«numllation«Plt««: Im «omptoir «nzj. fi.N, halbj, fi. l5,a. ffiir bit Zustellung in« Hau, halbj. «, ll, Mil ber Post g«n,j, fi. ,5, haldj. 7 0N, Samstag, IN. Mai. Ins«rtion»glbül: Für Neiue Inserat« bi» ,u < Zcilcn «5 tr., größere pn .^eO« S tr,; bn Vft««n Wiederholungen pei Zeile ü li. 1879. Aintlicher Theil. Ma ^' ^ uud k. Apostolische Majestät haben mit Nächster Entschließnng vom 5. Mm d. I. dem "undarztc Anton Kohl'surst in Graz in Anerlen. "'9 semes vieljährigen bemfstreuen Wirkens das ""l°e,!e ^erdienstkrenz allergiiädigst zu verleihen geruht. 9l1chlamtlicher Theil. ^er Ausgleich mit den Czechen. die tt^ ^"ll<' der Beschickung des Reichsrathes durch ^ .^z^chcn wild sowul auf deutscher als auch auf MMr Seite in wohlwollender Weise nicht nur ' s°"b"'" auch thaisächlich gefördert; es lie- llea » '^ greifbare Beweise von gegcliseitigem Ent- "Mll)!!iil,t!il ^,l)i. Den ncucsteu Nachrichten zufolge ««g der Vorschlag, durch fünfgliedrigc Deputationen leM^^"" Verhandlungen zu führen, von Dr. Herbst ^ ans, und Dr. Ricger, welcher von den beiden ^llalcil Fractioncn zu Transaetionen bevollmächtigt ^' lwhni denselben an. Es dürfte jedoch verfrüht sein. heü? ^"^ bereits Namen derjenigen genannt werden, ^u)e als Mitglieder der deutscheu Deputation fun- A"' sollen. -- Von den Wiener Blättern wird die W^"1'c über den Eintritt der czechischen Ab- z^eten Böhmens in den Reichsrath eifrig fort- H' Die „Presse" verwahrt sich diesbezüglich mit /H^ Entschiedenheit dagegen, als ob es cine „Äe- W?"^" ^'s czcchischcll Volkes wäre, wie einzelne M ^ Journale es nennen, wenn man von dcm- ^ "l voraussetzt, es werde bei den nächsten Wahlen s^ll Willen selbständig kundgeben und selbst über sj. ,^"schick cntschnuen. Zum Beweise dessen citiert " einige Summen der aus dem Lande erscheinenden, .,°» Prag unbceinsllißtcn czechischen Blätter, welche l'") alk dagegen aussprcchen, daß dem Volke, durch ^ Parteimäuiler vorgegriffen werde. r Das „Frcmdenblatt" registriert die verschieden» Klingen Meldungen czechischer Blätter über geplante ^ iu Ausführung begriffene Annäherungsversuche ^" deduciert aus denselben, daß die Czechcn trotz l/ Momentanen Verstimlnung nach wie vor ent- ^ussrn sind, mit der Passivitütspolitil ein Ende zu ^ Die „Morgenpust" veröffentlicht eine Zuschrift fas? ^ hervorragendsten Abgeordneten der Ver-^""gsplntei, in der es heißt: „Die erste Vor-t^"gung des Friedens ist, daß Böhmen die Eonsti-daz '!'^ Niches anerkennt uud seiue Vertreter iu ^ 'Parlament entselldet. Wenn diese Aedingnng er- süllt^ist, dann wollen wir den Ezechen jenes „weiße Blatt" gewähren, welches Deak den Kroaten zusagte, dann wollen wir beweisen, daß der innere Friede Oesterreichs nicht durch unsere Schuld so lange gestört blieb." Die „Vorstadt-Zeitung" sieht die Beschickung des nächsten Reichsrathes dnrch die Ezechen für unzweifelhaft an. Unter der Vorausschumi. daß den Rechten und der Entscheidung der velsassllngsmä'ßigcn Factoren unter keiner Bedingung vorgegriffen würde, vermag sie der Nachricht, daß von deutscher wie von czechischer Seite je füuf Vertraueusmä'nner zm Anbahnung einer Verständignng zusammentreten, nnr mit voller Sympathie entgegenzukommen nnd diesen Versuch mit ihren besten Wünschen zu begleiten. Der „Grazer Zeitung" wird zum gleichen Gegenstände ans Wien, 0. d. M., folgendes geschrieben: „Es hat allen Anschein, daß das'ttaiserf'est des vorigen Monates anch für die innere Politik Oesterreichs von markanter Bedeutung geworden »st, indem man mchl mit Unrecht von diesen Tagen an die ncne „Aera der Versöhnung und Eintracht datieren wird. Es ist heute bereits als ziemlich gewiß zu betrachten, daß der viel' berufene „Ausgleich" mit den Ezechen sich anstandzlus vollziehen wird; allerdings ,st dieser „Ausgleich" nicht iu dem hergebrachten Sinne zn nehmen, sondern da-rnntcr nichts anderes zu verstehen, als daß der Streit ein Ende haben soll und die Ezcchen von den verfassungsmäßigen Rechten Gebrauch machen werden. Die czcchische Bevölkerung ist eines Kampfes müde, welcher entschieden aussichtslos war, und die Deutschen wünschen lebhaft, daß endlich die Nothwendigkeit aufhöre, die besten politischen Kräfte im staatsrechtlichen Hader zu vergeuden. Noch lebhafter mußte natürlich die Regiernng es wünschen, daß der unerquickliche Zustand ünfliöre. W.e allgemein die versöhnliche Stnulnung wm und ist, geyt unzweideutig auch aus der Sprache der Wiener Journale hervor, welche den Ezechcn bereitwilliges Entgegenkommen zeigen. Vonse.te des Ministe. 5 Gmsen Taafse wurde diese versöhnliche Stimmung möglichst gefördert, es unterblleb nichts, was eine Verständigung herbei-5"l"!?". ??"U"" ""l. Daß cine solche nicht äuf Kosten der Verfassung uud außerhalb des Reichsralhes civ folgen könne, das wußte jedermann. Den czechischcn Parteiführern wurde daher auch uunmwunden crtlml, daß d,c Rcgleruug, so lange die Ezechen nicht im Reichsrathe erschienen, deren Wünsche und Forderun. gen nicht diskutieren könne; dagegen wurde ihnen nahe. gelegt, daß in dem Rcichsrathe sie das größtmöglichste Entgegenkommen nicht nur seitens der Regierung, sondern auch seitens der Verfassnngsparlei finden würden. Ueber Iutervention des Munsters des Innern fanden denn auch Kuuferenzen zwischen den Parteiführern statt. Der Ideenaustausch, welcher in Wien begonnen hatte, vurde in Prag fortgesetzt, und die Unterhandlungen sind so weit gediehen, daß demnächst von beiden Par-leicn Vertrauensmänner delegiert werden, welche die Arundlagen der Verständigung zwischen beiden Na-lioncn feststellen sollen. Man darf sich der begründeten Hoffnung hingeben, daß die angebahnte Versöhnung durch keinen Zwischcnfall gestört werden wird; denn alle maßgebenden Kreise sind eifrigst bemüht, das gedeihliche Werk zu stände zu bringen. Die ^Begründung der Eintracht bedeutet nicht nur die cudgiltige Sicherung der constitutionellcn Einrichtungen Oesterreichs, sondern bedeutet auch den Beginn einer neuen Aera des wirthschaftlichen Fortschrittes und der politischen Erstartung." Oesterreichischer Reichörath. 45^. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 8. Mai. Wolfrnm erstattet namens des BudgetauSschusses den Bericht über den von der t. l. Regierung vorgelegten Erntral Rechnungsabschluß für 1877, uud beantragt, denselben zur Kenntnis zu nehmen nnd eine Reihe von Resolutionen über die künftige Behandlung der Rechnnngsabschlüssc anzunehmen. Weiß v. St arte nfcls bcmäna/lt die ungcuügcnoen Erklärungen der Regierung znn, Rechnnngsabfchluß und erwartet eine Abhilfe m Zukunft nur von einer Reform de« obersten Rechnungshofes. R. v. Sch önerer beantragt, das Haus wolle über einen Erlaß dc2 Ackerbau-Ministeriums vom I I. Mai 1877, der unrichtige Daten enthalten habe, seine Mißbilligung aussprechen. Nach dem Schlußwort des Refereuten Wolsrum werden die Anträge des Budgctausschusses angenommen, der Antrag des R. v. Schönerer aber abgelehnt. Dr. Sturm berichtet über die Regieruugsvorlage, betreffend die Bewilligung eines fixen Staatsbeitrages von l>0.000 sl. zur Erhaltung der vom Lande Nleoer-österreich übernommenen ärarischen Straßen. Eienliala erklärt sich dagegen, da es sich uur nm eine Landes», nicht um eine Rcichssache handelt. Das Geseh wird aber, nachdem es von Dr. Schür er nnd Dr. Sturm warm vertheidigt wurde, in zweiter und dritter Lesung beschlossen. Dr. Heilsberg referiert über die Regierungsvorlage, betreffend die Begünstigungen für die Unternehmung der Bewässerung des Gebietes von Monfal-eone sowie über ein Gesetz, betreffend die Veräußerung von unbeweglichem Staalseigrnthum in Trieft. Beide Gesetze werden ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung beschlossen. Steffens berichtet über die Regierungsvorlage, betreffend den Ausbau der Donau-Uferbahn, und beantragt den vom EisenbahnaliKjchuß amenoierten we- Jenilleton. ^lcra oder auf dunklen Wegen. ittumin' von Ed. Wagner. H (Forlsehuna.) liz^/'^eml ich mich nur meiner Mutter anvertrauen ^cht« b"chr sie. „Vielleicht würde sie den Rath ^yMchNer einholen nnd mir behilflich sein in du!,"leoechcrstcllung unserer Ehre. Doch nein, sie ist ^"uem Vater geschieden und mit dem Manne H ^! der an meines Vaters Stelle Marquis ist. >i!!^l"'te, ihr nichts sagen, selbst wenn ich das ^i» j. "nter a^rliene Versprechen brechen dürfte. Si.? ""lß allem handrln." > ^ '"^^ '" 'hrer Hilflosigkeit. ^ d,^ ?« ^'"ard blickte erschreckt anf. So schwach ?' es I,,. Wünsch des tiefen Aufathmens war, hatte >'en ^' herrschenden Stille doch deutlich ver->»""" ^.)?" d'chm Augeublick flog eine Dohle aus >rsH Ner, iu dem Ephcu ein starkes Rascheln er,H ""b Pierre Renard setzte sich erleichtert H^en^t verstrich tüdtlich langsam. Die Minuteu 1^' und 7" stunden zu sein. Das Geräusch der r» !^"de ii v"M"dell Dohlen war die einzige er^ ^r )' als m'^^'chul'g der peinlichen Stille. Doch ^ ""b st« ^u ihi^ ^,gt unerträglich geworden ^>nH.l'^ daß sie sich werde "e nnd d, ^ ^"'^ Pierre auf, ging durch die "^Hwand in den äußeren Ruinen. Alexa wartete, bis sie sicher war, daß er nicht zurückkehrte; dann kroch sie auS ihrem Versteck hervor, schüttelte den Staub von ihren Kleidern nnd machte sich ebenfalls auf den Weg ans den Ruinen, sich vor. sichtig nach Pierre Reuard umfehend. Als sie ihn nicht bemerkte, ging sie ins Schloß und eilte auf ihr Zimmer. „Das Licht wird heller," mnrmelte sie. „Allmählich treten die Dinge schärfer hervor. Aber wie kann ich meinen Verdacht begründen ^ Und wie kann ich meinen Vater vor diesem gesährlichcu Feinde schützeu? Sollte dennoch das Böse siegen uud mein Vater und ich znsammeu untergehen? Dieser Diener hat meine Identität ausspioniert. Er ist mein Feind sowol wie der meines Vaters, und rücksichtslos lind schlau und droht nns zn vernichten. Mein Vater mnß England verlassen nnd sich einen neuen Zufluchtsort suchen. Ich sehe, daß Pierre Renard mehr aus seinem Gc-wissen hat, als er seinem Binder offenbaren konnte. Wird es mir möglich sein, mich gegen ihn zu schützen, mich — und meinen Vater?" A0. Kapitel. Ein vereitelter Schurkenstreich. Lady Wolga Elyffe war durch die scheinbare Unanfrichtigteil und durch die Verschlossenheit Alcxa's tiefer verwundet, als das Mädchen es denken tonnte. Stolz wie sie war, eisig kalt nnd abstoßend wie sie schien, hatte ein instinltartiges Gesühl, chr selbst uucr. klärlich, ihr Herz für Alcxa erwärmt, und sie hatte sie im Laufe der wenigen Wochen lieb gewonnen mit einer leidenschaftlichen Zärtlichkeit, deren nur edle Naturen fähig siud. Des Mädchens scheinbare Undank-barteit nnd Unwürdigkeit versetzten ihrem Herzen einen harten Schlag. Sie hatte die Nacht vor Alexa's Abreise nach Mont Heron nur wenig geschlafen, und erst nachdem diese fortgefahren, verfiel sie in einen kurzen Schlaf infolge gänzlicher Erschöpfung. Sie erwachte mit einem bitleren Gefühl des Verlafsenscins. Es war ihr so weh, so trauriq ums Herz, als habe sie ihr Liebstes ins Grab aeleat Die Gesellschaft ihrer Gäste war ihr zuwider sie blieb stundenlang m ihrem Zimmer, still und trau-ng. Ihr Vertrauen zu Aleza hatte einen harten Stoß erlitten; und doch. dachte sie an die klaren blancn Augen an die Reinheit und Unschnld und kindliche Lieblichte.t ihres Gesichts, d^nn zweifelte sie an ihrem eigenen Urtheil und wollte dem Schein nicht glanben, der chr ein falscher schim. Sie sugte sich, daß sie noch iu lhrc junge Gesell chasterin Glnuben und Vertrauen setzen wolle, daß der Mann mit dem diese des Abends im Garten gewesen war doch Lvrd Kings« court gewesen sein möchte, odwol Lady Ma'lham entschieden das Gegentheil behauptete m'd dieses von Alcxa zngestnudeu wordeu war. Vielleicht war sie zu stolz gewesen und hatte sich zu tief verletzt gefühlt, um die Wahrheit zu saaen- Deu ganzen Tag, die ganze Nacht und den andern Morgen kämpfte sie mit ihren Zweifeln. «Wenn es der Graf war, der chr diesen heimlichen Bcsnch abstattete." sprach sic am zweiten Tage der Abwesenheit Alexa's zu sich stldst, „was immer- 9W setzeulwurf anzunehnieu. Au spitz findet die Donau-Uferbahn überhaupt nicht nothwendig, und wird des« halb gegen dieselbe stimmen, während Dr. Sch a up sie vertheidigt. Per Handelsminister Ritter v. Chlumecty befürwortet auf das wärmste den Ausbau der Bahn, da dieselbe den allgemeinen Staatsinteresseil durch die Förderung des Oetreidehcmdels entspricht und sich so gnt verzinsen wird, wie keine andere Bahn. (Beifall,) Mauthu er tritt gleichfalls für den Gesetzentwurf ein, worauf derselbe nahezu einstimmig in zwei« ter uud dritter Lesuug beschlossen wird. Posch uuo Genossen interpellieren die Regierung wegen vorgekommenen Unregelmäßigkeiten bei der Pferde-consci iption in Brück an der Mur. - Nächste Sitzung morgen. ' Zur Orientfrage. Wie ans Konstantinoftel gemeldet wird, hat die Räumung von Ostrumelieu bereits begonnen, und haben die Russen auch schon alle Vorbereitungen zur Räumung Bulgariens getroffen. Die znr Äb-richtung der bulgarischen Miliz bestimmten russischen Instructionsbataillone sind aufgelöst worden, und viele rufsische Offiziere haben die Erlaubnis erhalten, noch vor Abmarsch ihrer betreffenden Truppenkörper mit Urlaub nach Rußland zurückzukehren. Demnächst wird die gesammte bulgarische Miliz zu Lagerübuugen zusammengezogen. Infolge neuerlicher Excesse seitens bewaffneter bulgarischer Banden gegen türkische Ortschaften im Distrikte von Tirnuvo sind türkische Agenten dort eingetroffen, um die Auswanderung der türkischen Be-völkeruug nach Kleinasien zu veranlassen. Mit dem Eintritte der günstigeren Jahreszeit werden die Grenzregulierungs-Kommissionen für Montenegro, Serbien uud Ostrumelien ihre Thätigkeit wieder aufuehmen. Ander südlichen Grenze Montenegro's nördlich von Stutari dürfte es zu vielleicht unaus-gleichbaren Differenzen ill Bezug auf Gorica, Topal, die Grenzlinie von Plavnica durch die Ebene nach dem Semftnsse, und schließlich wegen Trjepäi und Kucka« Krajua tommeu. Von türkischer Seite strebt man, nach einem Berichte der „Pol. Korr.", eine Einigung der Kommission über diese Punkte, namentlich über Gorica, Topal, zu verhindern. Die Türkeu wollen, daß die Strettpuulte lut r^rtmäum genommen und der Äul-schaftertonfereuz vorgelegt werden, von welcher sie wah> -schemllch eine der Türkei günstige Entscheidung erwarten. In Nisch wird die Grenzregulierungs-Kommission am 1(1. d. M. zusammentreten. Die serbische Neuerung wird der Kommission zwei Bataillone Infmüene und eine Gebirgsbatterie als Escorte und Bedeckung gegen die Arnauten zur Verfügung stellen. Der serbische Kriegsminister Oberstlieutenant Mirkovik hat mit einem englischen Consortium einen Vertrag wegen Lieferung von 100.000 Martini-Gewehren abgeschlossen. Die Lieferung soll in einem Jahre effecunert sein, wofür Serbien durch zwölf Jahre 30,000 Dukaten jährlich aus dem Sleueifoude für die Beschaffung von Kriegsmaterial dem Euu» sortium zahlen wird. Für den Staatsdienst mill Serbien zwei nenc Dampfschiffe ankaufen. Am 5. d. M. hat anläßlich des Namensfestes des Königs von Griechenland eine Demonstration der griechischen Bevölkerung vor dem französischen Bot-fchaftshotel in Konstantinopel stattgefunden. Wie aus Belgrad gemeldet wird, hat die serbische Regierung angefragt, ob das Wiener Kabinet etwas gegen die Ernennung des serbischen Gesandten in KoustVintinopel, Senators und Ex-ministers Philipp Hristic, für den erledigten Wiene, Gesandtschaftsposten einzuwenden hätte. Sollte dies nicht der Fall sein, dann würde Hristic von Konstantinopel demnächst abberufen weiden und anf seinen nenen Posten abgehen. Obwol cm Schwager des jetzigen serbischen Ministerpräsidenten Ristit, gehört Hristic nach seinen politischen Anschauungen nicht zur sogenannten national-liberalen, sondern zur altcouservativen Partei in Serbien, wie überhaupt der größere uud bessere Theil der serbische» Diplomaten seither dieser Partei entstammte. Philipp Hristic war, wie sein Bruder Nikolaus, mehrere male Minister in Serbien und in den letzten Jahren diplomatischer Agent und außerordentlicher Gesandter in Konstantinopel, auf welchem Posten er, nach den Traditionen feiner Partei, in loyaler und gewissenhafter Weife den diplomatifchen Geschäften oblag. Philipp Hristic ist ein hoher Fünfziger und eine gemessene, liebenswürdige Persönlichkeit. Er studierte vor vierzig Jahren in Wien und ist neben der französischen auch der deutschen Sprache vollkommen mächtig. Seine vor kurzer Zeit verstorbene Gemahlin war eine Tochter des Belgrader Kaufmannes Hadschi Toma; sein Sohn Milan fungierte als Sekretär bei der Gesandtschaft in Konstantinopel. Für die Stelle Hristic' bei der Pforte soll der Ex-Kriegsminister General Johann Beli« markovii die meisten Chancen haben. Die auf solche Art vorgenommene Veränderung in der diplomatischen Vertretung Serbiens sprichl dafür, daß Serbien dem Posten in Konstantinopel nicht mehr die Aedenlung von früher beilegt. Das ostrumelische Compromiß. Das ostrumelische Compromiß, das an die Stelle der gemischten Occupation tielen sollte, scheint noch keineswegs perfect zu sein. Dasselbe betraf nach den englischen Vorschlägen bekanntlich u.er Punkte, nämlich: 1.) die Verlängerung der Vollmachten der europäischen Kommission um ein Jahr; 2.) die Ernennung Aleto Paschas zum Generalgouverneur für fünf Jahre; 3.) die Verleihung des Rechtes an die erwähnte Kommission, durch Mehrheitsbeschluß den Geueialgouverueur zur Aernfnng der bewaffneten «.»omanischen Macht zu autorisieren; 4.) die provisorische Äesetznng der Pässe von Ichtiman nnd der Stadt nnd des Hafens von Burgas. Die beiden ersten Pnnkte sind, wie man wclß, erledigt; bezüglich des dritten hat Rußland nach einem Londoner Briefe der „Naliolwl-Zcitung" nunmehr ebenfalls der englischen Anschauung zugestimmt; der vierte ist uoch oder vielmehr wieder in der Schwebe. Die Pforte hat seinerzeit, so wurde wenigsteus übereinstimmend von mehreren Seiten gemeldet, auf das Ae-satzungsrecht iu Burgas und Ichiiman verzichtet, etwas voreilig, wie es scheint, und sehr im Widersprüche mit den englischen Intentionen. Aus Konstantinopel wird nun gemeldet, die Pforte habe an die Mächte ein Eircularschreibeu gerichtet, iu welchem sie gegell die Oppositiou Rußlauds gegeu die Besetzung der erwähnten Lokalitäten durch türkische Truppen protestiere. Der „Nord" findet diese Meldung uach dcu früheren Erklärungen der Pforte unverständlich, wenn nicht eine Schwenkuug in Konstantinoftel eingetreten sei. Diese scheint nun allerdings stattgefunden zu haben, sicher auf euglische Vurstel- hin möglich ist, obwol ich es kaum glaube, — war es nicht absolut Unrecht; es war nur sehr unvorsichtig. Ich muh die Wahrheit von ihm hören. Es soll ihm freistehen, sie zu besuchen, so oft und wann er will, wenn sie wieder zu mir kommt. Ich will sogleich nach ihm senden." Sie schrieb den Brief an den Grafen, von dein wir bereits Kenntnis haben und in welchem sie Lord Kingscourt zu sich bat. Ein paar Stunden später kam dieser in Clysse^ bourue an und wurde in das Balkonzimmer der Lady Wolga geführt. Er bemerkte die Blässe ihres Gesichtes und den Kummer in ihreu Zügen, als sie ihm entgegenkam, um ihn zu begrüßen. „Sind Sie krank, Lady Wolga?" fragte er rasch Ulld theilnehmend. „Beinahe, muß ich gestehen," antwortete sie mit schwachem Lächeln. „Ich habe Sie zu mir gebeten. Lord Kmgscourt. um mit Ihuen im Vertrauen über eine Sache zu sprecheu, welche für uns beide von größtem Interesse ist. Es betrifft Miß Strange." Sie fetzte sich und lud den jungen Grafen ein, ihr gegenüber Platz zu nehmen. „Sie werden entschuldigen, wenn ich ohne Umstände auf die Sache eingehe." sagte sie. „Das juuge Müdcheu hat meine Liebe gewonnen in einem ganz ungewöhnlichen Grade. Sie hat mir von ihrer Be-kanntschaft mit Ihnen in Griechenland erzählt, sie sagte mir, daß es in ihres Vaters Hause war. m welchem Sie sich während Ihrer Krankheit aufhielten, und sie sagte mir auch, daß eine innige treue Liede Sie mit ihr verbindet." Der Graf verneigte sich zustimmend. „Sie hat mir jedoch nicht gesagt, weshalb sie Sie nicht heiratet," fuhr Lady Wolga fort, „und ich mochte sie nicht zu emem Geständnis dräugen. Ich dachte mir, daß der Heirat irgend ein Hindernis im Wege stände." „Ihr Vater verweigerte seine Einwilligung, und ohne diese wollte sie mich nicht heirate.«." „Das war edel und recht. Ich ließ Sie zu mir bitten, mein lieber Graf. um Ihnen zu fagen, daß, wenn Alexa zu mir zurückkehrt. Sie freie Hand haben müssen, m,ch zu besuchen, ganz als ob sie meine Schwester uud Sie ihr bevorzugter Bewerber wären." Der Graf sprach seinen Dank aus. „Sie sagten : wenn sie zurücklehrt," fügte er hinzu. „Unterliegt ihre Rückkehr einem Zweifel? Beabsichtigt sie bei Mrs. Ingestre zu bleiben?" „MißStrange ging. während ich verdrießlich war, fort," erwiderte Lady Wolga etwas verlegen. „Ihr Besuch bei ihr vorgestern abends im Garten wurde von Lady Martham bemerkt uud übel gedeutet. Miß Strange war zu stolz, mir den Namen des Mannes, der sie ausgesucht, zu nennen, aber ich muthmaße, daß Sie es waren." „Das muß ein sonderbares Mißverständnis sein," entgcgnete der Graf. „Ich war an diesem Abend nicht in Elyffebonrne; ich bin niemals hier gewefen, um Miß Strange allein zu sehen. Ich habe sie nie gesehen oder gesprochen, ausgenommen wenn Sie von meinen Besuchen wußten." (Fortsetzung svlgt) lunqen hin, welche der Pforte die Wichtig!"! c >> Defeusivstellung an den Thoren von Ichtiman nay legten, nachdem schon einmal Sofia an Vnlganen " getreten werden mußte. Der Korrespondent der „^ -Ztg." deutet darauf hin, daß England unter cn Umständen au dieser Forderuug festhalten wnde; W Zweifel bildet diefelbe, nachdem Schnwaloff ""0" London eingetroffen ist, eben jetzt den Gegenstano Unterhandlungen. Schließlich haben auch die Ru'nelu' noch einen Begehr: sie fordern nach einem Telegr der „Nordd. Mg. Ztg." aus Tirnovo, daß Aleko« diesen Namen und den Paschatitel ablege uno >^ dafür Fürst Vogorides uenne, auch, daß er 'N,,,^ , Mitte nicht mit dem Fez, sondern mit curopa^, Kopfbedeckung erscheine. An diesen Bagatellen " das Compromiß uicht scheitern. Die Frage ist av", sich die anderen Schwierigkeiten überwinden lajjel^ Zur bulgarischen Fürftcnwahl. Ueber besonderen Wuusch des Kaisers von M land hat sich der neu gewählte Fürst von Vmg">^ Prinz Battenberg, vorgestern von Darmstadt das kaiserliche Hoflager nach Livadia begeben- /^ seiner Begleitung befindet sich der Lieutenant FrM v. Riedese'l. Gleichzeitig hat Prinz Battenbttg ^ bulgarische Deputation angewieseu, die Abm>e Tirnovo vorläufig zu verschieben, uud wird dl^e ^, vor der Rückkehr aus Livadia cmpfaugcn. <">° Empfang stattfinden wird, wird der Deputation 1" zeit mitgetheilt werden. M, Die Adresse der Bulgaren an den P"^" .'H Äattenberg lautet: Die Vertreter des bulgau"/ Volkes haben — in Würdiguug Ihrer edlen ^ schasteu und durchdrungen von der festen l ^ zcngung, daß Sie die Interessen Bulgariens "w^^ü beherzige,», sondern auch mit allen Kräften vertycl » werden, wie Sie dies schon im BesreinngölM ^ than — Ihrer Weisheit und Ihren erhaben^ ^ fühlen die künftigen Geschicke ihres Vaterlandes vertraut uud Sie aus freien Stücken einstimmig ^ Fürsten von Bulgarien gewählt. Die DePnl«M' ^. glbl sich mit dein Wahlacle zu Ihnen, nach"'" ^, dermalige Regierung des Landes mittheilte, ^«M uns mit der Zusicherui'.g der Aunahme der ^H^, tion beehrten. Wir bringen Ihnen unsen ^ wünsche und die Versicherungen tiefster E"^" ^ dar nnd bitten Gott, er möge uns bald die l.v ^ fchcukeu, Sie in einem Lande zu sehen, das ^Ml", von ihm getroffene Wahl hochbeglückt ^-.,..„ld> zeichnet: Anthimos, Bischof von Widdin, P"!>M^ Nationalversammlung; Gregor. Bischof von!"" > ^> Karainleff, Vizepräsident. Der Finst beanNuon" ^,, Depesche mit dem Ausdrucke der Dankbarkeit v ^ ausgesprochenen Gefühle und für seine Ml)'» .' mit'dem Ausdrucke der Sympathie für ÄnlaM^> Mgesnemgkeilen. „ — (Centralisierung der patr'^'!^^ Hilfs- und Frauenvereinc.) Am <> nnd ^ dc> tagte in Wien in mehrstündigen Sitzungen b'^ h Fest" Negierung einberufene Enquete znr Berathung > ,«^s stellung der Grundsätze für die einheitliche ^^"' '.. i>" des „freiwilligen patriotischen Hilfsliercins>ve>e ^s. Frieden und im Kriege. Minister v. Stremayr " u ^ als Vorsitzender der Ministerkunferenz, die ^^O'l Namen der Regierung und dankte in lier!)i> ^» Weise für daö bereitwillige Erscheinen der Da'' ^ Herren aus allen Königreichen und Ländern ^„il^ seitigen iiieichtzhälfte zur Förderung des g"ße" ,, ssi-tären Zweckes. (Kr a in war hicbei durch V" ^ chard Mayer vertreten.) Den Vorsitz ' „gs-licher Beziehung führte der Landesuertl)^ ^ minister Generalmajor Baron Horst. Gcaenn ^ Verhandlung war ein von der Ncg'""'^^,li!ß Mgter Entwurf des Statuts für tue ^ ^e'" sämmtlicher patriotischen Fraucn-HilfSvcrcinc s „F-Centralvcrein. Zu den einzelnen Paragraph ^sc". den AmendementZ eingebracht, die abcr dav ^ ^ die Centralisierung nicht berührten, "'^'"khr '^gjcN^ noch weitergehende Einigung, als die ucm dc ^^ vorgeschlagene, accepticit. indem die Sund"" ^ ^iB den ans Männern gebildeten patriotische» >v ^ ^M und den aus Frauen bestehenden Landest" ^tio^, huben und nur in der Ccntralleituna 5»^^ ^rt" , sür Herren- und Franenuercine anftechtny ^ß Ein von Baron Tinti gestelltes Anerl>'M'^^,M Wiener patriotische Hilssverein sein g"'" ^ z"' Ol" und scine Organisation dein ncncn I"er<> m "^'" '" ^"-'sonderen Gräbern; 27/',tt1 Mann, "' -»tatimialität nicht mit Sicherheit festgestellt wer-Die?"^', su'b unter gemeinschaftlichen Hügeln bestattet. den <^^'^' '"^^l' ^'^ ^^"^ s'" ^'^"' ^^^ ""^ ^ f '"""defriedhöfen, sei es unentgeltlich oder durch ^ /' "workcn hat. erstreckeil sich im ganzen auf 13.142 ilild!'<,.'?^" ^" ""^ irallziisische. ^28') auf deutsche ll>»s ^' Meter anf gemischte Gräber entfallen. Die Ü? " ."iigrii belaufen sich auf 12.050 Meter, nämlich ^' ^ Wr französische, 5373 für deutsche uud 936 Meter lM ^"nschle O^^^. ^ ^^,^ A<)5,498 Francs gc-hos/ Grabstätten, welche dcr Staat auf den Fried-"," "waru. kosteten 704.225 Francs; außerdem hat ^lur die Anlcgnng besonderer Soldatcnfricdhöse 20.985 ^stn»^' "'^ ^' die Ausgrabung, respective Wicder-d>e?"U 332.172, endlich noch an Entschädignngeu für ^./."»»dbesitzer, die anf eine folchc nicht verzichteten, loniV- ^^"^cs ausgegeben. Die Gemeinden nnd Privat-^litsi ^'" '" Frankreich 349. die Familien 88. die Ms, ^^icrnüg 09 Denkmäler errichtet. Die fran-»lm ^^sslernng hat ferner 25 große Äeinhäuser mit ^'Dentalem Schlnnck und mit einer Ausgabe von h>»c ^ Francs aufgeführt. Die Gcsammtausgabe für ^'sn'mmcn Zweck beläusl sich auf 2.287.890 Francs. ^ ^ltschlrind wurden Grabmäler für in der Ge-^fchasl gestorbene Franzosen in 48 Städten errichtet. fokales. ^luK dem l. l. «andcSschulrathe fiir »raiu. h^ug aus de,n Prolotollc über die ordentliche Sitzuua L°s 't ^ ^ande^schulrathes für Kraiu in «'bach voitt 1. Mai d. I., uutcr dem Vorsitze ks ycrrn k. t. Landcspräsidcntcn Franz Kallina ^ltter von Urbanow, in Anwesenheit von sechs Mitgliedern. i. Nach Eröffnung dcr Sitzung durch den Herrn Vor-Mnd^, ^.^t dcr Schriftführer dic scit der letzten , 'MNg erledigten Gcschäftsstückc vor, deren Erledigung !r! ^""ltnis gcnommcn wird. Hierauf wird zur Tages- "Ming übergegangen. l'ct,' f^^"^lich oer von einem Ortsschulrathe und der sj^M'udcn Orlsgcinrindcvertretung beschlossenen Rnck-Eck"!? ^^ ^»tznngen von Grundstücken, welche tinem betraf ^" '^' thc'illocisen Dotation dienten, au die Hm» „ ^ Ortschaft wurde auf Grund der über die jei^"MM2- und sonstigen Rechtsverhältnisse bezüglich z^ls.^lmostücle gcpflogeuen Erhebungen von der sj^'MlNlg eines Anspruches auf die erwähnten Nutzun-i,i ^! ^ ^'u betreffenden Lehrer abgesehen, uud wurden 3esekp?"^"l dcr Bcstimmnng des t^ 42 des Landes-""d^ ^?'" ^''- Apnl l873, Nr. 22, der entsprechend ."' -Üestilmllnng zugewiesen. ^"sch i ^' ^'^' Beschwerde, betreffend die Wahl zweier die^.^nthZnlitglicdcr, wird nach dein Ergebnisse der ^'stiii ^" ^lhcbnng diese Wahl als den gesetzlichen "»ttlu ""g"l "'tsplechend befunden und als giltig ^!t V ^'"^ Miltelschuldircction in Vorlage gc« kl <5 . "^>tragsgesnchc uui Schnlgeldbcfrciung werden ^Uedignng zugeführt. dlh^""e,r üiehrerc Rccurse wider Straferkcul,tnisse in ^' niliu f! ^ umgebenden Gegend entwässert wcr-^dln?,„'^^ndes Beispiel aus der nordainerikanischcu . ^^^gcschichtc zeiqrn: s "'chrn! ^?"" Jahrzehnten siedelten sich englische !'?? "u. «s /" Nähe dcr nordamerikau ischen Salz- ^ "»dcn si, "7 "I uniniltelbarcr Nähe ih rer Kolome ^ '^iiüli 3s'"^te. l'^ähllliche Wasseransammlungen. singen nun an. das ihnen '""Ner , , ^ ^' kultivieren. Feue, n nd M lich- '»ehr die Uingebnng, nnd sir genossen in > Kürze reichlichen Lohn für ihre Mühen. Da zeiglr es sich, daß einige umliegende Seen an Wassermenge ge« ringer wnrdcn, dcr Spiegel drrsclben wnidc immer kleiner, bis zuletzt einige ganz verschwanden. Den Kolonisten war dadurch einc auKa.ezrichnete Boden» fläche für ocn Anbau zugefallen. Als ubt'r in den Zeiten der Indianerkämpfc dieses Gebiet zu sehr den Angriffen der Rolhhäute ausgesetzt war und ihren Nebcrrumplungen viele der englischen Ansiedler znm Opfer fielen, räumten diese das Feld, verließen Farm, Acker, Wiese und Weide „no begabln sich nnter den Schutz bevölkerter Distrikte. Die so verlässt uc Gegend verwilderte. Wälder wuchsen wieder emuor, und nach eiuigen Jahren kamen in den niedrigst gelegenen Hlä» chen neuerdings Wassertümpel zum Vorschein; diese entwickelten sich später mit dem fortschreitenden Ueber-wuchern der Gegend mit Wäldern und Gesträuch abermals zu förmlichen Seen. Bri der Entwässerung nnd thcilweiscn Entsum-pfung der vier Qnaoratmeilen großen Ebene, die fich im Südwesten von Laibach ausbreitet, hat also bis jetzt eingewirkt: die fortschreitende Bodenkultur, die sich hier in der Vertilgung von Wäldern änßertr. ferner ist dem Abflusse des überschüssigen Wassers durch Anlegung des Gru ber'schen Kanals virlrs zuzuschreiben. Nenrer Zeit mm will man mit vermehrter Anstrengung dahin arbeiten, daß die latent liegenden Natnrträfle auf dein Laibachcr Moraste ihrer Bestimmuug, der Production von Lebens« mitteln, zugeführt werden. Um ein Uebel auszurotten, ist es nothwendig, die Ursache desselben zu ergründe,, und es sich angelegen sein zu lassen, seine jetzige Natur und Beschaffenheit zu studieren. Daß dic Torfschichte de» einstigen auf der Morastfläche gewachsenen Pflanzen, respective deren Wurzeln und auch obcrirdischeu Bestandtheilen ihr Entstehen zu verdanken hat, ist angenommene Thatsache. Als Beweis dafür spricht, daß mau im stände ist. künstlichen Torf zu erzeugen, was auch iu einigen (5^. genoen Norddrntschlands wegen Holzmangcls faclisch gefchicht. Man ahmt hierin die Natnr nach, indem man tief gelegenes Terrain mit Wasser, aber nur so hoch, wie es die Vegetation schnellwachsender Wasserpflanzen erfordert, füllt. Weun sich nun, was schon nn Laufe von einigen Jahren gcfchieht, im erweichten und verschlammten Boden der innndierten Fläche ein genugsam dichtes Wnrzrlgeflecht entwickelt hat, so wird das Wasser successive abgelassen nnd so die Verwel» lllng und Austrocknung desselben bewirkt. Die Bildung des Torfes anf dem Laibacher Moraste ging gauz analog vor sich, nur daß hier die Natur die Torfcrzeugimg selbst bewerkstelligte. Man ersteht aus dem wie der Torf entsteht, mm muß man aber auch seme Eigenschaften, hauptsächlich sein Vrr^ halleu zum Wasser, ins Auge fasseu. T)7r Tors hat dle 6lgenschnft das Wasser in großer Menge auf. zusangen und dasselbe nur sehr langsam abzulassen. Dle Torfschlchte llcgl anf dem kulturfähigen Buden Me em naffer Schwamm. Diese Decke des ver-sumpften Bodens ist unproduktiv. Sie muß in-folge dessen weggeschafft werden. Es ist dies die Haupt-bedingnng, um dahin zu tommeu. daß sich der Lai-bachrr Morast iu ein blühendes und fruchtbares Feld verwandelt. Wenn man den Lanf dcr Ereignisse, dic sich auf die Trockenlegung oder Urbarmachung eines Snmpfcs beziehen, verfolgt, so sieht man, daß zwischen jener Periode, in welcher der Snmpf noch unter Wassri stand, nnd dem Zeitpunkte, wo er der Menschheil schon Nutzen trägt, ein Zwischcnraum ist. Darnach ei geben sich folgerichtig auch die Arten der Entsumpfungs-arbeiten. In der ersten Periode der Entsumpfungsarbeiten ist daher hanptsächlich anf eine gehörige, gnt angelegte Ableituug des überschüssigen oder stehenden Wassers zu sehen', was am besten dnrch gut angelegte Kanäle erreicht wird. Durch Höhenmessungen der Morastfläche müssen die tiefsten Lagen eruiert werden, darans er-gebcn sich anch dic Richtungen der Entwässerungs-graben. Diese Abzugsgräben habcu den Zweck, das überschüssige oder gar lagernde Wasser zu entfernen, nnd das wird auch geschehen, wenn die Kanäle richtig der Terrainlage angepaßt sind. Wenn Bäche oder Flüsse die zn entwässernden Sümpfe in ungerader Richtung dmchziehen, alfo Krümmungen bilden^ su ist dnrch Dnrchstiche ein möglichst gerader Lanf der-fclbcn hcrznstellcn. Dadnrch wird dcr schncllerc Aolanf des Wassers sehr bedeutend befördert. Nun wird eine gute Kaualisieruug wol das überschüssige Wasser entfernen, aber die Torfschichte vom Wasser befreien wird sic nicht. Ebenso wird ein Eutwässrruugsgrabcn zur Vcrtrockuung dcr seiue Ufer umsäumenden Torffchichte gar nichts oder nur auf schr unbedcuteude Distauzcn beitragen. Das vcrwuncnc Wu'zclgcflecht ist zu dicht nnd das von demselben ans« gefaugtc Wasser zu fein und dünnröhrig vertheilt, als daß es so ohue audere Mittel aus demselben sich cut. fernen würde. Die Torsschichte muß ganz entfernt werden, und das geschieht entweder dnrch das A r e n ° ncn oder Schneiden dcrselben. Zugleich ist aus die Erhaltung nnd eventuell neue Anlage von KaMen zu schauen; auch muß. um die Morastflächc dcr Endbestull-luung, d. i. dem Aubaue zuzuführen, der Torf sobald als möglich entfernt werden. (Schluß solgi.) — (Priesterweihe.) Von den 9 Hörern des dritten Jahrganges der hiesigen thfowgische» Lehranstalt wurden kürzlich vier zu Presbytern geweiht; es sind dies die Herrex: Valentin Erzen ans Seize, Johann Iaiiczic aus St. Veit bei Sittich, Fr. Perpar aus 3>ö-beriiit und Johann Smrelar auS St. Helena — (Zum Mord in der Lattermanns-allee.) Der Schnhmacher Alois Holzmcmn aus Schischla, dessen Auffindnng in der Lattermannsallee im schwerverletzten Zustande wir bereits gestern gemeldet haben, ist noch im Laufe des gestrigen Vormittags verschieden, ohne zum Bewußtsein gelangt zu sein. Die Umstände, n»!er denen der Unglückliche seinen Tod fand, sind somit znr Stunde noch nicht authentisch festgestellt, wenngleich verschiedene circnlierelidr Gerüchte, die mibrgla»,-bigt wiederzugeben wir jedoch Anstand nehmen müssen, den Hergang des traurigen Vorfalles in mehr oder minder plausibler Weise zu erkläre» versuchen. Die Verwunduugen Holzman„s bestehen in mehreren schweren Kopf- und Halshiebcn, deren äußerer Charakter anf die Anwendung eines wuchtigen Metallinstrumentes — Faschinenmrssers, einer scharfen Haue u, dgl. — schließen lassen. Auffallend ist dcr Umstand, daß in größerer Entfernnng vom Schwerverletzten ein leeres Portemo»-naie gefunden wurde, auch die Sackuhr wirb angeblich vermißt, doch ist noch nicht constatiert. ob die Beraubung des Gctödteten vom eigentlichen Attentäter oder einer dritten, fpäter dazngekommencn Person, die die günstige Gelegenheit dazn benutzen wollte, durchgeführt wurde. Zwei Männer in der Lattermcmnsallec sollen den Schwerverletzten bald nach Mitternacht aus größerer Entfernung wiederholt stöhnen gehört haben, hielten ihn jedoch für einen Bctlunkencn uud lümmelten sich nicht weiter nm ihn, Die gerichtliche Untersuchung wird de» , Sachverhalt hoffentlich bald klarstellen. — (Konzert Gerbic - Karinger) Eine angenehme Unterbrechung der heuer bei dem gänzlichen Abgänge eines größeren Orchesters besonders langweiligen ^iiinm morlc brachte das vorgestrige Konzert im landschaftlichen Rcdoutenfaale, Das Programm be schränkte sich zwar nur auf Klavier- und Gefcmgspiecen, bot jedoch immerhin des Interessanten genug und befriedigte das ziemlich zahlreich erschienene Pnblikum, welches, in der Mehrzahl dem jüngeren nnd jüngsten Theile deS schönen Geschlechtes angehörig, alle Nummern mit großem Beifallc aufnahm. Die quantitativ bedeutendste Leistung war jene des Frl. Valentine Ka ring er. einer angehenden Klavierkünstlcrin, deren fchvncs Talent schon einmal an dieser Stelle anläßlich ihrer Vor ungefähr zwei Monaten im hirsigen Theater stattlgrfundencn erfolgreichen Production lobend hervorgehoben wurde. Ob-wol diesmal geradezu überbürdet, bewältigte sie ihre Aufgabe doch recht glücklich und trug fünf selbständige ttlavierstücke. darunter namentlich Mendelssohns „ltn piicciu brillant" und dir „Tamchmlscr-"Phantasie von iiiaff mit großrr Fertigkeit uud gutem Ausdrucke vor; die Hcllrr'schen Tonskizzen „Im Walde ,,nd „Die Jagd", dann Chopins „Prelude" gnben ihr Gelegenheit, ihre bedeutende Fingergsläufigleit glänzen zu lassen. Außerdem besorgte sie mit einer erstaunliche» Ausdnurr zu den von Herrn Gerbic vorgetragenen Gesangsnummern die Pianofortebegleitung. und hätten wir diese bei den zarte» Stellen der Schubcrt'schen Lieder nur etwas diskreter grwünscht. Herr Gcrbic saug die große Tenorarie aus „I^jmjü. (U (/k:l,ll>0uni'x" von Donizetti, dann die Lieder: „Xkm?" und ,M>l-imr" von Ienlo. und erzielte mit seiner, durch ein sympathisches Organ gehobenen schönen nnd gcfühlsvollen Nuan iernng nach jeder Piece unermüdlichen Beifall uud wiederholte Hervorrufe. Eine der fpanncndsten und wirkungsreichsteu Nnmmrrn war der Chor aus Bazins czcchischer Oper „kl'i/u,l'j nu moi'u" welcher bereits bei der Serenade am 23. v. M. sehr gefallen hatte und auch vorgestern vom Männerchore dcr Citalnica mit ancrlennungswürdiger Bravour vorgetragen wurde. — (Ein Taugenichts.) Der aus Naklas im Gerichtsbezirle Krainl'urg gebürtige 21jährige Johann Windischer, seines Zeichens Schneidergrselle. i» freien Stunden jedoch anch Kellner nnd Taschendieb und als letzterer bereits wiederholt abgestraft, hatte sich nach seiner im Jahre 1878 erfolgten Entlassung aus der Strafanstalt im Laibachrr Inquisitiontzhause für einige Monate nach Trieft begeben, woselbst er sein zweites Handwerk, die Kcllnrrei. betrieb. Da dasselbe für ihn jedoch nicht jenen goldenen Boden besuß. den cr bei seinen vielseitigen Talenten vom Schicksale beansl'"««"' i« können glaubte, ging er. rasch e>,tschll>ss<'". ,mch Orciz. in der sichern Erloartuna daselbst cm ^'ancles Terra,» zur Ausübung seines >hm offri.bar am me,ste» zusagenden dritten Gewerbes bestehend im T<,sche"z'ch",. Uhren-«bzwicken u. dgl., zu finden, b"" h"tte er noch um sich wenigstens ein Zcug"'- l"'"« Wohlverhaltcns zu ""schaffen, das zualcich t>" Behörde gegenüber seinen r'n/ntliche» Äeruf mnst'"e" sollte, sein Wandrrbuch gefälscht, indem er a»s demselben mit Zlch,ljenahmr von Chlorkalk den „Sch'le'dergehilsen" verschwinden lieh und ftin sich ein, angeblich vom Triester Magistrate am löten Jänner 1879 vidimicrtcs Zeugnis hineinschrieb, das jedermann kund und zu wissen that, „daß I. Windischer deim Gastwirth Friedlich Reiner in Trieft in der Zeit vmn l5. September 1K78 bis 15. Juli 1879 treu und redlich" die Dienste eines Ganymeds verrichtet habe. Das Geschäft des Uhrenzwickens und Ausräumens von Damcnpalewtssäcken scheint unserm Helden sehr flutt vonstatten gegangen zn sein, da er sich sogar veranlaßt fühlte, einen Freund in der Heimat brieflich ganz ungeniert aufzufordern, zu gleichem Zwecke nach Graz zu kommen und sich daselbst mit ihm behufs Geschäfts-ansdehnung zu associieren. Dieser Brief sollte jedoch für unsern Helden zum Unheile werden. Der mit einer so schmeichelhaften Einladuug beehrte „gute Freund" hatte nämlich nichts Besseres zu thun, als dieselbe der Justiz vorzulegen, infolge desfen I. Windischer von der Grazer Polizei eruiert und dem dortigen Landesgerichte übergeben wurde, das sich mit ihm in einer am 7. d. M. ihm zu Ehren ausgeschriebenen Schlußverhandlung sehr eingehend beschäftigte. Der Gerichtshof war engherzig genug, die im Besitze des I. Windischer vorgefundenen zahlreichen Dietriche u. f. w. als compromittierende col'pm'H äelicti anzusehen und desgleichen auch der Mi'olo «l'lwmwm' - Versicherung des Angeklagten, daß er sich im Jahre 1Ü77 in Bombay in Ostindien befunden habe, mit Rücksicht auf den, den Acten beigelegenen Mcldzettel über die gleichzeitige längere Anwesenheit des Angeklagten in dem seiner Billigkeit wegen sehr renommierten „Hotel Habjek" in Laibach ein hartnäckiges Mißtranen entgegenzusetzen und ihn schließlich wegen des Verbrechens des Betruges, der Uebertretung des Diebstahls und der Landstreicherei zu neunmonatlicher Kerkcrstrafc zn verurtheilen, nach dereu Persolvierung ihm unter einem ein weiterer längerer Freiplatz in der Zwangsarbeitsanstalt oecretaliter zugesichert wurde. — (Herabsetzung des Bank-Zinsfußes.) Der Generalrath der österreichisch-ungarischen Bank hat in der Sitznng vom 8. d. M. beschlossen, vom 9. d. M. an den Bankzinsfuß um ein halbes Perzent herab» zusetzen, daher derselbe nunmehr für den Wechselcscumpte vier Perzent, sür Darlehen fünfeinhalb Perzent beträgt. — (Reclams Universal - Biblioth ek.) Die von der Verlagshandlung Philipp Rcclam in Leipzig vor mehr als einem Decennium ins Leben gerufene allbekannte „Universal-Bibliothek" hat sich im litcratnr-freundlichen deutschen Publikum eine so vielseitige Anteilnahme errungen, wie sie in gleichem Maße bisher wol noch keinem ähnlichen buchhändlcrischen Unternehmen zuthcil geworden ist. Am besten spricht hicfür der Umstand, daß die Reclam'sche Bibliothek mit April d. I. bereits ihr 11»iO. Bündchen erreicht hat und sicherlich noch einer weit größeren Ausdehnung entgegen« geht. Findet sich auch unter den vielen Bändchen, wie dies nicht anders zu erwarten ist, so manches unbedeutende oder antiquierte Produtt, namentlich aus dem Gebiete der dramatischen Literatur, obwol andererseits auch diese Lieferungen in Bühnen- und Dilcttanten-kreisen zahlreiche Abnehmer finden, so ist doch nicht zu leugnen, daß die Zusammenstellung der Bibliothek im große» und ganzen mit literarischem Geschmacke durchgeführt ist und das Versprechen der Vcrlagshandlnng: die hervorragendsten Schöpfungen der deutschen und fremdländischen Literaturen dem Publikum zn einem bisher gar nicht für möglich erachteten billigen Preise zugänglich zu machen, uollgiltig einlöst. Bei dem großen Umfange, zu dem die Reclam'sche Bibliothek bereits angewachsen ist, würde es unseren Raum selbstverständlich > weit übersteigen, wollten wir die hervorragendsten Theile derselben auch nur Nominativ anführen, wir verweisen daher auf das der heutigen Nummer der „Laib. Ztg." beiliegende vollständige Verzeichnis, das sämmtliche bisher erschienenen l 1^0 Bände aufzählt. Ein Blick auf dasselbe wird sicher jeden Bücherfreund überzeugen, daß seiner Bibliothek noch so manche literarische Perle mangelt, zu deren Anschaffung die genannte Bibliothek, von der bekanntlich jede einzelne Nummer zum Preise von 20 Pf. käuflich ist, die beste Gelegenheit bietet. HM- Der hentigcn „Laibacher Zeitung" liegt dns vollständige Verzeichnis der Reclam'schen Universal "Mbliotkek bei. — Completes Lager dieser billigen Bibliothek, auch im eleganten Original-Einbande, hält Jg. v. Kleinmayr k Fed. Nambergs Buchhandlung in Laibach. — Bei Nestellungen gc-nügt die Angabe der Nummer. Neueste Post. Original-Tele gramme der „Laib. Zeitung." Wien, 9. Mai. Dem „Fremdenblatt" zufolge ver-lautet in Abgeordnetenkreisen auf das bestimmteste, die Session des Reichsrathes werde am 17. Mai durch den Kaiser mit einer Thronrede feierlich geschlossen werden. Eine Konstantinopler Meldung der „Politischen Korrespondenz" warnt, den russisch-türkischen Allianz-gerüchten allzu große Bedeutung beizumessm. Die Versammlung der N2 nahm einstimmig das bekannte Programm an. Prag, Ü. Mai. Der staatsrechtliche Gesammtklub beschloß, daß in den Wahlcurien der Städte und Landgemeinden hinfort lein Mitglied des Adels kandidiere. Berlin, 9. Mai. Der Reichstag beschloß, einen Theil der Zolltarifvorlage an eine Ächlundzwauziger-Kommission zu verweisen, einen Theil aber im Plenum zu berathen. Madrid, 8. Mai. Kronprinz Nnwlf kehrte mittags von dcr Jagd zurück, empfing das diplomatische Corps und begibt sich morgen ins Escmial und Montag nach Sevilla. London, 9. Mai. Im Unterhause erklärte die Regierung, England willigte in die Vermittlung in der griechischen Frage durch die Botschafter iu Konstantinipel. Frankreich uud England kamen betreffs sechsmonatlicher Verlängerung des Handelsvertrages überein. London, 9. Mai. Dm „Daily News" zufolge ve. absichtigt die Regierung, l>00() Mann Verstärkungen nach Natal zu senden. Die „Times" melden, daß Drununoud Wolfs nach rrfolgter Installierung Aleko Paschas nach Euglaud zurückkehren wird. Berlin. 8. Mai. (N. fr. Pr.) Die heutige Fort« srtzuug dcr Zolldebalte bot minder hervorragende Momente als die früheren Sitzungen. Wichtig erscheinen Laskers entschiedene Erklä'nmgen gegen Bemligseu, seine scharfen Kritiken Aismarck'scher Dewilangaben und des Vuefes an Thüngeu. Durch Bismarcks heftige Autworteu gegen Laster, durch seine Beschwerde über die Zulassung Lasker'scher Aeußerungen über unzuverlässige Augabeu des Reichskanzlers, und durch seine gegeu den Präsidenten selbst geübte Kritik, welche dieser würdig zurückwies, bekam die Verhandlung ein sehr lebhaftes Colorit. Vismarck war erst auf die Nachricht von Laskers Rcdc herbeigeeilt. Wiudthorsts Rede bedeutet auch betreffs der Finauzzölle eiue fast vollständige Annahme des Programms des Reichskanzlers. Madrid, 7. Mai. Se. Majestät der Köuig und Se. k. und k. Hoheit Kronprinz Erzherzog Rudolf besuchten heute das Museum uud werden sich am Freitag in Begleitung Sr. tönigl. Hoheit des Prinzen Leopold von Baiern nach dein Escurial verfügen. Der Kroupriuz gedenkt bis Ende Mai in Spanien zu verweilen uud wird sich mit seinem Schwager und dem Könige nach La Grauia begeben. London, 8. Mai. Nach einer Meldung der „Times" aus Gundamuk vom 8. Mai ist Iakub Khan mit mehreren Würdenträgern nud Familiengliedern heute im englischen Lager eingetroffen. Petersburg. 8. Mai. Der Gouvml"' Astrachan telegrafiert am 7. Mai, dab in MaW« Fälle von Erkrankungen am Ausschlagtyphu» t"' gekommen seien, wogegen entsprechende Maßrege»'! troffen wnrden. Der allgemeine Gesundhe'tMw" ist übrigens gut, bei 2l Wärmegraden. - Belgrad, 8. Mai. Hrut'e wurde der V''"' sorische Handelsvertrag mit Italien auf GW'""« der Meistbegünstigung und der Bestimmungen oe5 England abgeschlossene Vertrages unterzeichnet. Konstantinopel, 8. Mai. (Pol. Kon.) Gew" , Obrutschess, begleitet von Oberst Schepeloff. '>l Philippopel eingetroffen, und die im Name» ^ Kaifers von Rußland au die Bevölkerung iMU . liens erlassene Proclamation ist bereit« zur VW lung gelangt. Wicwol der Eindruck dcr ProclaM ", auf die bulgarische Bevölkerung sichtlich "N oc^ mierender ist, ist doch Allssicht vorhanden, datz " sich den Mahnworten des Kaisers und den »c, ' mungen des Berliner Congresses fügen und vol Ruhe und Ordnung halten werde. Telegrafischer Wechselkurs vom 9. Mai, Mid< Papier. N»'nle 66 75. — Silber - Rente «7',!0, ^^, Rente 79-10, l«Mcr Staats 54, — 20«Franken' ^ 938'/,. - 100 Reichsmark 57 80,____ > Wien. ii, Mai. 2'/, Uhr nachmittags (THliM^ Kreditactien 26!» 60. l«,j0er Lose 125' . IX^er ^'t ^.„., österreichische Nenle in Papier 66 75. Staatsdal,» " ^ Nordbahn 222 50. 20.ssranlenslil.fe 9 33. ungar. K"0>« , 241'--. österreichische Frmill'bank -. iislerrrich'schc W'A" 114-50. Lombarde» ?<> 75, Uuionb.mt 76 l>o, Ll>'ydc,ct>e» " türlische Lose 20 -. Commimal-Äulehei, N4 60. EM""' Goldreute 7!) 10. nnanrische <«l'ldn'„!c 92'75». Fest.^^^^^ Am!). Mai, . ^M. Hotel Stadt Wien. Maximovil. Nsm,, Agram, Stem, 6' ^, Frisch. Entremont, 6vii nnd Bluth. Kaufleute, Wien, ^^ Hoflieferant, Grnz. — Chon, Falirilant. Wiirlitz. - "'AsB' wil, t. l. Lieut, Pcggrr. Linz. — UruantschM. ^.«cs! — Den. l. t. B.'zirksrichter, Tschcrnembl. — Vcrzar. »"" ^. Hotel Elefant, Sapla. Kfm.. Stnria. - Ulmar ^"^^,,,, schäftsreis,, Mähren, - Garzarulli, Senosetsch. - «l»"'' Wien. — Kastreuz, l, t. Lieutenant, Nndolsswelth. Kaiser von Oesterreich. Iscr, Haudelsm, Ncichdmi^^^^ Verstorbene. ,^5 Den 8. Mai. Agnes Jen lo, Inwohuerstoch!"'. Zivilspital, Ochirnhautculziiuouug. ^5> D c n l>. M a i. Maria Dolierlct, Hausbesil)e!l», .^tt, Tirnauerssassc Äir. i:l. ^iolhl.nis, — Andreas Äal>nil. ^,gpp>, «^ I,, Zivilsftital. Entlrästnna. - Hermioe Edle v, v" ^r Stationschcss.Gattin, 2 3 " 3 LZ? ^ ^ ^ « « ,'^ 3 ^ 2 LZ,^i 2 «. ^ « s ,^ 7U.Mtt, 7^0-17'>'i0is O. schlvach bewöM 1^ 9. 2 „ N. 72?s>2 ^.1?» SO, mäftig bewij!lt M' V „ Ub> 725 <)l -z-112 SO. schwach NeaM Vlie Vormittags ana,enchm, warm; nachmiltacis "<>1^,,,<»ie Tagesimttel^der Wärme -<- ^ 1', «m 0 1" über bew^^" Verantwortlicher Redacteur: Ott,m«r Ä^»"^--^ «iuacsendet. ^,» Olli'' Ein tausendfach bewährtes Hausmittel ist Oastl° z„ lc> reiniaungs-Thee, Selber soll nnmentlich am i!a»^.^ nem Hause fehlen, damit mau jederzeit ein Mittel a» ^ „iiv hat, das ofl moiilciltan auftretende Unwohlsein bei ^ h^nge», Erwachsenen zu bannen, bevor eine oft den Tod W Krankheit darans entsteht. Wegen seines billigen P^" s«« Packet il0 oder 5,0 lr.) ist wol jeder Mensch im '"^lte'l dieses erprobte Mittel anzuschaffen un>> vorräthiss 5" ^ ^chc Echt zu beziehen durch die Apotheke des P- ^',/czyi" (hanptdepot) in Klageufurt;- m Laibach: v. Tr"l" ^.^ Adelsberg: A. Leban; Krainburg: C. Scha"'^«»'' Krapiua: F. Meniga; — Loitsch: A. Scalla! ^ S. Mittelbach .^^--^ ^^H'wn ltzöi'i^i- Wien, 8. Mai. (1 Uhr.) Die Vörsc ucrlchrte bis gegen Schluß in thcilweiso stürmischer Hausse. Flaue Berliner Kurse und von Berlin importierte Gerüchte Ovl.s^ll^cl.lU/l. später die Bewegung ein. ^_^—-^3^< zahlbar.....- - -. - 10050 101 - Oestcrr Schatzscheine 1882 ruck« zahlbar........1W25 100 75 Ungarische Goldrente .... 93 20 33 «9 Ungarische Eisenbahn-Anleihe . 108- 10850 Ungarische Eisenbahn-Anleihe, Humulativstücke......^"°— 1U8-50 Ungarische Schaßanw. vom I. ^74..........118 75 li»^ü ?liüehcn dcr Gtadtgemeinde ') Uo.. i,i ^ N .... 99 25 9s 75 Velb Ware I Grundentlaftuu^s Vbligatlonen Vöhmen......... l02— 103 - Niederösterreich...... 104 75 — Galizien......... 8950 8!> 75 Siebenbürgen....... 82— 82'50 Temeser Vauat...... 8175 82 25 Ungarn.......... 8S - 8675 Uctlen von V«nleu Velb lvare Anglo-österr. Baul..... 115 75 IIS - Kreditanstalt ....... 262 50 262 75 Depositenbank....... I«4 - 165 Kreditanstalt, ungar..... 241-75 242 Oesterreichisch - ungarische Aanl 820 - »22 Unionbant........7725 77 50 Verlehrsbanl....... 112— 112 50 Wiener Bankverein..... 12025 120'b0 klctie» von Transport Unterneh» ulungen. «clb Ware Alsüld-Bahn .......12375 130 25 Donau.Dllmpfschiff.. Ludwig. Äahn 236 236 50 Kaschau.Odcrberger Nabn . . 109' 103 25 Lcmbcrg-Czernowi^r Vnh» . 133 - 133 25 Lloyd - Gefellfchaft..... 649—S50 — Ocsterr, Norbwestbahn . . . 12650 127 - Nudolfs'Nahn....... 13150 13250 Staatsbahn........ 26625, 26675 Siidbahn......... 77 50 76 Thciß.Nahn........ 196- . 196 50 Ungar.-galiz. Verbindungsbahn 98 50 9!» Ungarische Äiordostbahn . . 124 75 125 25 Wiener Tramwau.Gesellschaft l87 50 l88 - Pfandbriefe. Allg.öst. Bodcnlreditanst,(i.Gd.) 114 75 115- „ „ « i.B.-V.) 99 25, 99 5.0 Oesterreichisch ° ungarische Baut 100 30 100 40 Ung. Äodenlreoit'Inst, (A.-«.) 98 25 98 75 Prisritäts vbllaatlsne». Elisabeth.N. 1. Em.....95' 95 25 Ferd.'Nordb. in Silber . . . 10350 104 -Franz-Joseph. Nahn . , . . 92 50 92 75 Gal. Karl-Ludwig.V,. 1. Em. 10^ " 94^ Oesterr. Nordwest-Vahn - - "'«, ,. ?2'Z Siebenbürger Vahu - ,/.5^. « Staatsbahn 1. Em, . - ,9.75 li^g Tüdbahn » 3°/......- U.30 l0ll^ „ 5'/«..... Devisen. <,5