Ml« ßl<« , »WW VW 1'^ 7g WßtzrIONV tr»eNvttN «,don«n«ttv5 i««»»»m« s«tv«w»ttu»v ll«»»tv^ nl««u,o««» »^r. ZG7V» VchrH^sXung u. Vuvkllfuek«»«t (7«t. mt«rurt». HI». 2024» k^«sstdvr, ^ueÄö«v» »I. 4 I»/I«nu»k»1p»» «»nl«p "«et» «^«tventOri. — ckniiMy«« k^üokpoilo d«IlOv»n »Ir. 179 «l«n s. AuyuÄ 1SSS >i»«s»t«a »t. >, .VI>kid0s Ut « ^v«s«faltui,g> ö««iA»pr»t««: ^U»kot«n, N 0tn, «t»t«!l«n 24 vin. tlurok ?a»t ?Z Vin. kü» V Landwirtes jiesprc»-a^.'u. Die Ursachen seiner mißliche!^ Lage sind hililäul^lich bekannt und es soll auch nicht in ?lbred<' Mellt werden, dah die N<'!iiernngen und Bollsvertretunffen si6) reichlich Mi'ihe gegeben haben, dieser Kala« nlltät beiznlonimen. Lei^r sind die materiellen Mitt<'l einerseits beschränkt und an-dl.'rs<'its fehlt ven Regierungen die Kraft )ie Ursachen dcr Weltwirtschaftskrise durc^« Äaf'.nahilfen lokalen 'Charakters zu paralysieren. soll aber auch betont werden, daß verschiedene Aktionen der ehemalig<^n R^-l^ierunqen unzweckmäßig bczw. sogar schädi-jiend gewesen sind. ^ch denke l^icbei zunächst an die Ent-ichuldung der Landwirte, eine 'lltion mit nnzweiselhaft sozialem Charak-i^'r, die aber als politische Frage behandelt wnrdc. Wir erhielten gleich zwei Gesetze und ^l.'k l^^sel.^esverordnttngen über die Entschuldung. In der Hauptsache handelte eS sich hiebe! nm P<'stintmungen iiber daS Mo-lat^.N'um der ^ablMiien. die H?rabsehung des ^insfns^eS und allmähliche Tilgnng d!lluen1 Aber weder die Gesetze, noch die Z^erl'rdnnltgen zeigen die Richtung der Lösung an. wo die Kreditinittel gefunden werden ki^nnten. die dem Landwirt in seiner schweren Bedrängnis Zinsen- und Kapitals lilgnng ermöglichen würden. Was die Zahlungen betrifft, so muß der Staat als Ganze? anch ^pfer anf sich nehmen und wenig« sjens N'',l'"ei>e Kredite beistehen be^w die (^'>arantie übernehmen. Der seelisch und materiell gesnnde Landwirt, der in unseren, ^n k^N Pro^^ent Agrarwirtschaft treibenden« Lande ein so entscheidender Faktor unseres öffentlichen Knltnr- und Wirtschäftsieben ist, ist eine Vorbedingung, daher ist jedes sparen in dieser Richtung mit staatlichen Mitteln geradezu schädlich. And<'r-seits iväre es in Cinklang zu bringen mit den richtig erfas;ten Interessen der Gesamt-Wirtschaft, daß sich die Cntfchuldnngsaktion nur anf den noch nicht überschuldeten Land Wirt erstreckt und auf denjenigen, der schuld los in die (^Gefahrenzone des wirtschaftlichen '^iliins gekommen ist. Der Staat hat das grös^te Interesse. ^Pfer nur bei jenen Landwirten zn machen, de^^en wirtschaftliche Tätigkeit die begründete 'ooffnung zuläßt, daß er n'ieder ein gesundes Element der nationalen Wirtschaft werden wird. Es ist deshalb nicht die allgemeine, sondern die in-dividnelle Entschuldnngsaktion durch-znfi'ihren Der Landwirt beni^tigt dringendst die ?chut,Politik, sie darf aber einerseits nicht kii<' Kreditkraft des Landwirtes vernichten und anderseits den Glänbiger bedrohen. Eine devartigk Politik wäre wirtschaftS-schädigend> denn eine gesunde, solide Wirtschaftspolitik basiert anf dem gerechten und richtigen Ausgleich der widerstreitenden Interessen. Ich betra^lile es als meine Pflicht, die Rog^run^ auf die Tatsache aufmevkjam zu Die llni^uhkn in Brest noch nicht beendigt Bor Kompllkanonen in Cherbourg? Paris, 8. August. Die Stras;cukämpse und Unruh n in Brest dauerten, in einigermaßen abgeschwächter Fornl, die halbe Nacht bis Mitternacht an. Die Demonstranten, deren Tausende an der ^ahl. begaben sich nach dem Place de la Liberte, wo jedoch die Zugänge von Gendarmerie abgeriegelt wa ren. Der Zusammenstoß war aber unvermeidlich und es entwickelte sich eine zweistündige Schlächterei und Schicßerei, in deren Verlaufe viele Verletzte von» Kampfplatz getragen wurden. Die Demonstranten zogen sodann zuin Bahnhofe und schlugeii unterivegs alle erreichbaren Fetrstcrschei-ben auf Geschäften und Privatwohnungen ein. Vor dein Bahnhof erwartete die De-inonstranten eine Abteiluirg des 137. Infanterieregiments, die energisch zugriff und die von koinmunistischen .^^tzeru geführten Demonstranten zerstreute. Trotzdem gelang «!s den Demonstranten, während des Geplänkels ein .Haus a,Mzi'luden. welches auch abbrannte. Der Präfekt hat alle öffentlichen Versammlungen verboten, die Sperrstunde wurde mit 3? llhr angesetzt, außerdein wur den Ähnellgerichte eingeführt, die die Verhafteten gleich an Ort und Stelle abur-!eilen. Etwas besser liegen die Dinge in Le .v^av-re, ivo es in deii Verhandlungeil zivischen den streikenden Matrosen und der Lcitniig gelanq, eine Einigung insoiveit zu erzielen, als sich ein Teil der Matrosen brreit erklärte. die Arbeit zu übernehmen. Zwei nach Amerika bestimmte Dampfer konnten dalier heute schon in See stecheii. Allerdings konnte die Einigung nur so herbeigeführt iverden, daß Ministerpräsideiit Laval telophoiiijch die Zusiclicrung gab, daß er die Löhne der Tee-transportarbeiter uiii drei Prozeut i'enkeil lassen werde. Während in Tonlon augenblicklich Nuhe herrscht, erivartet inan für morgen in Cherbourg, wo die .^Hafenarbeiter für nior-gen einx große Demonstration gegen Lavals Spardekrete vorbereiten, den Ausbruch neuer Unruhen. Ein Teil der Pariser Kinooperateure, denen die Gehälter iin Sinne der Spar-dekret«' herabeset^t ivnrden. weigerte sich zu arbeiten, so daß gestern in Paris viele Kinovorstellungen unterbleiben mußten. Danztg-voinischer KonW Wachsende Spannung als Ursache gegenseitiger zollpoiiiischer Maßnaiimen - Unbegründete Befürchtungen bezüglich eines Pnisches ^ Danzig, 7. August. Ziviscl>cii der freien «tadt Daiizig und Polen schivebt augenblicklich ein Streitfall» der die bisherigen normalen und sogar freuirdschastlickieii Beziehungen zwischen deii genannten Staaten stitrt. Die polnische Re-gierniig hat zunächst, uin einen Präzedenzfall zu schaffen, den Daiiziger Zollorganen die Komp<'tenz der Verzollniig für polnische Einfuhrartikel in Danzig abgesprochen. Senatspräsideiit Greiser hat fflcich voii vorn herein erklärt, daß sich die Stadt Danzig in ihrer zoklpolitischen Sonverenität nicht schilinlern lasse und inaii daher abzuwarten habe, ob es sich um eii^e vorübergehende oder definitive Maßnahme Polens handle. inachen, das; die Verschärfuiig der Krise, offen gesprochen, in der Lairdbevölkerung eine gefährliche Psiichose walten läßt. DaS stan-dige Leben in leeren >^'>offnungen Uiid Ent-täufchungeii hat die Apatlsie ziir Folge, es bringt unseren Landwirt sogar in jene seelische Stiininung, die diirch deii Oppositions geist gekennzeichnet ist. der sich in allen lmii-erllchen Kreise,« iininer inehr und mehr ausbreitet. Wie bereits erwähnt, sind gewisse Verordiiniigen zum Schutze des Land^ wirtos geradezu schädlich. Eiilerseits ivurdc der Landivirt uin seine K'reditfähigkeit gebracht, anderseits wurden viele Geldinstitute als wichtige Faktoren der Kreditorgani-sation in gefährlichste Situatioilen gedrängt. Die Verordnungen über den Schutz der Geldinstitute sind zu spät gekoinmen. nian hat nicht Mit der schiveren INiguiditot derselben gerechnet, ohne Möglichkeit der Kre-ditaewähnln^ und Funktionierung der ive-sentlichen Aufgaben dieser Institute. Ich will iricht die Untätigkeit oder Tätigkeit der fri^heren Negieruligen auf diesem Gebiete kritisieren. Die seßiqe Negiening ist nicht schuldiMsprechen für die Unterlassiiiigen und Siinden der früheren Regieruiigcn. Sie sorgt dafür, daß durch verschiedene Erleichterungen die früheren Fehler repariert iverden. Ich nieiß eS auch, daß die Negierung mit vieler Arbeit politischer und adinini-stratiizer Natur ilberhänst ist. Man mSge mir verzeihen, daß ich i,och ewe Frage hel?vl>rhebe, deren Lösung mir dri,iglich und ivichtig erscheint: die Anfsicht der Tätigkeit der Privatbanken. Die Volkswirtschaft ist aii die normale Funktion der Banken engstens gebuuden. Der unbeschränkte Einfluß der Banken, die die Finanzplähe bes)errschen, inachte sie zu den mächtigsten Faktoreil der Gegenioart. Die Nachkriegstätigkeit der Banken kanii jedoch schwer init den Gruiidsätzen der .^Handelsgesetze und init deu ^'griffen „aufrichtig uud ehrlich" in Einklang gebracht iverdeii. Die Nninieruug der Kredit- uiid Geldivirt-sck)aft, hervorgerufen durch Krieg und Inflation. hat schlechte Folgen gezeitigt, an denen ivir noch heute kränkeln. Diese Tatsachen haben zahlreiche Parlaineiite dazii bewogeii. scharfe Kontrollbeftirninungen in bezug auf die Tätigkeit, Jnnenorganisation der Baiiken. ihrer eigenen Mittel niid der Verpflichtungen Dritten und vor aNein den Einlegern gegenüber, zu erlassen. Der Wirt schaft inüssen die erforderlichen Kredite gesichert »Verden, iind zwar unter liorinalen Bediiignngeil. dainit die Bankenpolitik den Bedürfnissen des .Handels, Gewerbes und der Landivirtschaft angepaßt ivird. Unserem Staate fehlen wirksame Dispositionen in der eben angeführten Richtung. Man dürfte daher nicht noch länger die siisteniatische gesetzliche Regelung der so wichtigen Fragen organisatorischen ' und banktechnische«, Eha-rakters hintanhalten, vor allen, aber die Frage der Bankei»?la.gen und der Vcrant-ivortung der BiMorgane. Als Antwort darauf hat nun die Danziger Negierung die Grenze Teutschland gei^en-über soznjagen geöffnet, so daß deutsch.' Wa ren, die bisher verzollt werdl.'n inußten. zoll frei ,lnch Danzig eingeführt werden. Der polnische Minister Papee bezeickinet diese Maßnahme als BerletMng des Verjaisler Vertrages und der bisherigen dan^ig-po'lni-schen Abmachungen. Daß die Tpannnng aber kaiim so groß ist. >vie sie durch eiiir geivisse Presse liingestesst wird, bm^eist eine kürzlich erfolgte nnd bindend^.' Erklärnna der polnischen Negier»,ig. in der der deut' sche ethnische Charakter der Ctadt Daiizin als ,lnb^str'tten erklärt wivd. a'l'wiisc Presse schreibt auch im Znsaininenhniiae mit dein bevorstehenden Besuche des "Hess Lul^'e ain d. M. von einen, angeb-s'chen Vntssl, in, ?!nne de>' An'chliisüs Daiizigs aii Deutschland. Diese Geriichte ent behren jeglicher l^rnndiain'. da di.' vi'iln' se Regiernna von solche,, etivaigen Planen sich.rlkch in Berlii' Kenntnis erhaltei, iiiiiß' te. Ein solcher Geivaltakt wäre anch ei,l<' Verleknna des dentsch-polnisch^'n Al'soin lneils. nielch^'s noch iininer in ist und von beiden Regierungen als,oertvolles ^'^n-strnment ihi'er Atlßenpolitik bezeichnet ,vird. Jugoslawiens neuer Gesandter in Paris Paris, 7. Angnit. Der neue jiigoslawische l^^sandte Dr. Bo->'!dar Puril"^ ist heiite in Paris e>nqet,os-fen nnd ivurde ain Bahnhof vom Personal der Legation sowie einein v^ertreter des tluai d' Orsau begrüßt. Am Freitag oder Sainstag ivir'd Dr. Pnri," i,l feierlicher Audienz dem Präsidenten der Nevublik sein Beglanbignngsschreiben liderreicheii. Der Gouverneur d. Nationalbank in Zaflreb Zagreb. 7. Angnst. Der neue Gouverneur der Nationalbank, Radosavlsevik'', ist ans Beograd hier eingetroffen und besuchte die hiesige Filiale de? Nationalbank. inDraus er a,ntlich anch die Erste Kroatische Sparkasse, die ?tädl!sche Sparkasse, die Serbische, die jugoslawische und die Union-Bank b^'suchte. Tausend Kisten Filme explodiert. Florenz, i». August. Iiu Filnidepot der Fir,ua Pittaluga brach gestern vormittags ein Nieseufener ans. dlirch im'lches das anschließende Kino voll-itändig niederbraiinte. Ueber tansend steii Filme sind erplodiert uud in Fla,,,inen aiifgegangei,. Das Ki,io ist bnchstäblich eingestürzt. Der angerichtete Sachschaden beziffert sich auf ülier eiue Million Lire. Primo Carnera „hat sein Volt entehrt" Der italienische Borer Priino Earnera hat sich den hi^^,sten UiM>illcn des Staates, „isbesondere der Faschistischen Partei, zn» gezogen, weil er zn einem Match gegen einen schimrzen Borer antrat Man l>at ihm daraushiu sogar seinen Paß entzogen, um ihm die Möglichkeit zu nehmen, zn irgendwelchen Kämpfen ins Anstand zu reisen. Der Sekretär der Faschistischen ^^artei Starace hat öffentlich erklärt. ..Earnera habe sein Vaterland entehrt, indem er sicki auf einOn Kampf gegen eiiren Borer der fchivarzen Raffe einließ" Earnera. der die Abficht hatte, nach Amsterdam zi, fabren, tlm hier mit dem dentschen Schwergeivicht-ler Walter Neuscl ein Match zu verabreden, wird bis aiif weiteres keilre Möglichkeit haben, Italien zn verlassen. „Mariborer 1?S. Heldentod lm Dienste der Gl»>»te wm-chw »us-w^ D-r «»«»- WlNenwaft Ein seltenes Beispiel heldenhafter Selbst beherrfchung un-d (^rgie im Dienste der Äisjenschast gab der amerikanische Arzt Dr. NttsuZ Ch^iate, der dieser Tage W-^ährig IN '.!^>.i!l)i!lgton starb. Dr. Choate litt an cincr sc, gut wie uichckannten Hantkrau?-dcit. die er selbst für absolut unhellbar und tiielt. Uin der ärztlichm Wissenschaft c^n^iue^ Material zum Studium der Krank lx'it an die Haird zu geben, hat der alte. Mei^iziner bis in seine letzten Lebcnsstunden hinl!in ausführliche Beobachtungen an sich Uber den 'Merlaus der Krankheit vorgent->m-' iiicn lind diese in genauen Aufzeichnungen ni^'^ergelegt. Me Qualen seiner letzten Lebenslage hielten ihn nW davon ab, den ^^ranktjeitsverlaus bis in alle Einzelheiten festzuhalten. Der Arzt beobachtete im MsangsstMum der !,»rankheit, wie sich seine 5/)aut aVmäh-licti pergamenten zu färben begann und schlies;lich braun wurde. „Mein .Körper ift? e,n Lchlachtfelt» feindlicher Kiäfte," schrieb er noch drei Stunden vor seinem Tode, „ab gesehen von meiner tödlichen H'aüttran?--heit jedoch befindet sich mein Körper in ausgezeichneter Verfassung. Meine Kräfte si^nd noch frisch und unverbraucht und mein >^erz schlägt in ruhigem Gleichmaß." Erst alöi der Perlauf der Krankheit soweit vorgeschritten war, daß die Hautatmung fast gän,;lich aufhörte, war dlun sterbenden die Mogl.ich?eit genommen, noch weiter feine Beobachwngen aufzuzeichnen. Dr. Nranko — Intendant des Zo-greber Ratiimaltheottrs. Veograd, 7. Au-guft. Zum Intendanten des Zagreber?!atianal tlieater5 ist der bekannte Maler und Graphiker Tr. Franko ^enoa, ein Sohn des be^ i.ühmten kroatisckien Romanschriftstellers A. Zenk'a, ernannt worden. Der neue Intendant mar in den Iahren 1NU bis .^zenograph de> Zagreber Nationaltheater'?. Das Rauchen unt«r lii ^ren im Reich verboten. Rerlin, 7. ^cach einer Weisung deb Berliner Polizei praskoiums ist ^^ünglingen bis zun« zurückgelegten lti. Lebensjahre das i^fsentliche 'tauchen untersagt. Ebenso darf an solche Personen lein Tabak verabfolgt werden. Zuwiderhandelnde, deren Eltern oder Ta-bakoerscbleißer werden mit Geldstrafen bis zu l.'is» Mar? bestraft. Ein l^kel des Sultans erschies,« sich. Dieser Tage erschos? sich in einem New-tiorkftr ^^ote! Prinz ?lbdul .'l^erim Efsendi, der !.'1iöhrige (w?e! des früheren Lultans der D'irkei Abdul .^^amid. ?^an fand den lungen Prinzen in seinem Zimmer tot auf. Auf dem Ti'ch lag ein Abschiedsbrief in tür kisl^l'r ^pra6>e, worin der Prinz vls l^rund für seinen Selbstmord nnglücklichc Liebe angab. Er liebte eine 7^'rau, die leider schon verheiratet war und.gar keine Lust zeigtk', sich ihm zu Liebe scheiden zu lassen. 5en Leb«Ajch-re» von einem ganzen Stab von Pfl^» schwestern und Aerzten umg^u fem, zu denen später dann noch die Prlvallchrer hinzukommen.' Wie Verl^iutet kommen naB tiirlich auch die zwölf Detsktlve mit ihrm Wölf Mäschinengtlwehren, die Z^iHwache des jüngsten Astor,' zyit an Bord'. Im Grunde schrak es erstaunlich, daß Astor der Dritte sein^ Kind gerade dem ge-sahrvollcn Leben auf einem Schisse anvertrauen will. Bekanntlich hat sein eigener Bater seinerzeit bei.'dem Untergang der „Titanic" den Tod in den Wellen gefun» den. Doch cS ist leider paradox, aber wahr, das Kind ist heute aus allen Weltmeeren treibend si,^rer als in. seinem Baterhause in Newyork. t2 Maschinengewebre schlitzen den jüngsten Aftorspwß Da die .'»>indesentfühpmlgen in Anierika noch immer an der Tagesordnung sind, kann es kaum Wunder nehmen, da^ John Jacob Astor unlängst bei der Nachri6)t, daß khm ein Sohn geboren sei, llur den einen Gedanken hatte, sein .Ämd vor den „kid-navpers" zu schützen. Der besorgte Aater >nandtc sich sofort an die grlMe Dctektivor-ganisation in Ncwyork, unld schor^ wenige Minuten später rückte ein Trupp von zwölf ehrwürdig s6?waiz gekleideten.<^rrm an — säiiltli<5) Beamte des Detektivinstituts, die alle Ausgange des Astorpalastes besetzten. Erst nachträglick) ist bekannt geworden, daß diese zwols Detektive jeder ein winziges Maschinengewehr » Wunderwerke der modernen.T^ik — böi M iNWN. W»»' Reue Sucht nach dm Krüger MiMonm Das Gold der Transval-Republik iil-Holland versteckt Aufsehen erregender Z^cht eines Zeugen Der nach Beendigung des Buren- wesen, der ihm vertraulich mitgeteilt habe, daß der Inhalt'aus Pretoria stammenden Arsten aus reinem Gold destanden habe. Was nun aus dem Gold geworden ist, weiß tzenz nicht anzugelSen. Er nimmt aber an, daß der deutsche Dampfer seine kostbare Frachtladung in Holland abgeliefert habe. Hcnz weist auch noch darauf hin, daß „Ohm Paul" seine letzten Lebensjlchre in lltrecht. in den Niederlanden verbracht habe. Gerade dieser Hinweis macht aber die ganze Er " '«mg etwas uuglaubwürdig. Es ist zwar daß „Ohm Paul" nach sei- ner Europ.it^'ise in Holland einige Zeit lang verblieben ist. Persönlich erntete pr überall uncndli6>e Triumphe, sachlich erlebte er aber einen Mißerfolg nach dem anderen. 5 eine letzten !^'i .^Visteiitransport vorhanden sein, 'vorläufig wenigstens ist die ganze Ange» legenheit nach wie vor reichlich dunkel. krieges verschmunidene Staatsschatz der TransvalrcpMik soll sich in den Gewölben einer holländischen Bank befinden. Der letzte Präsident der Transvalrepu-blik Paul ^'rüger, der als „Ohm Paul" um die Iahrhundertlvcnde einen weltberühmten Namen besaß, ist zwar seit mehr als Z<> Jahren tot. Aber die Logende ist noch nicht verblaßt, weniger um seine Persönlichkeit, als vielmehr um die Millionen des Ttaatssckiatzes, die nach Beendiguug des Krieges spurlos verschwunden waren. Wie iiumer nach Miegozeiten, taucht sehr bald die Meinung auf, daß sich derartige Millionen irgendwo unter der Erde befinden. Wie stark sich solche "Ansichten im Volke erhalten, zeigt die Tatsache, daß gerade in diesem Jahr sich eine Expedition ausge' tnacht hat, um den sagenhaften Kriegsschatz Napoleons zu finden, der irgendwo in der Nähe der Beresina vergraben sein Lro«« Uu»»». R«HM» 6«» ksi»!»«,«» XUM«»«!»« Vro» »« 0«M«rd«», V«I»-, »»». ^ II» . . ^ . Sedvl«»- u,Z »ut N»»ik«r»i l»„t» — » »»»I,u» «>«» »«!,««« «»» l. dl» l5. l»»». 7?»Z soll. Das ist nun schon über fünf Bierteljahrhunderte her und dach spukt der .Kriegs schätz noch immer in den Kopsen gewisser Leute. Da braucht man sich wirtlich nicht zu wundern, daß seit dem Jahre, in dem die bciiden Burenrepubliken ihre velbstän^ digleit verloren, nach den nerschwundenen Millionen des größeren der beiden Staaten ununterbrochen gesucht wird, 'selbst die süldasrikanische Regierung hat sich an disjen ^>^uchexpcditioncn beteiligt; da sie als Vertreterin des Nachfolgestaates einen staatS^ reisher allerdings nichts. Eine Erklärung dafür würde, wenn sie richtig ist, ein<^ Mitteilung des Amste:-^ damcr „Telegraas" bringen, wonach sick) die PrügerMillionen in den Tresors einer ljolländischen Bant befinden sollen. Wie sind .sie eigentlick) dahin gekommen? An sich lwgt der Gedanke natürlich nahe, daß sich „Ohm Paul" an das sprach- und stammverwandte Holland gewandt hat. Aber offiziell ist das nicht geschehen. Nach den Mitteilungen des Amsterdalner Blattes hat ein ehemaliger, deulischcr Kolonist Karl .Henz dabei seine Hand im iZpiel gehabt. Henz lebte von l8Ai bis l904 in Loreuzo Marques. Mitten wäh rend des Krieges, aber schon zu einer Zeit, als sich Nack) anfänglichen Siegen der Buren die Schicksalswage zu ihren Uugunsteu senkte, soll er nun ini Auftrag von „Ohm Paul" dabei geholfen haben, etiva 1lX> .bristen, von denen jede 150 Kilogranint schwer gewesen sei, an Bord deS dcutsck>eu Dam-4)scrS „Wnig" gebracht ,'>u haben. Der Uebermittler sei der Direktor der nieder- Bank in Lorenzo Margues ge- Seländefohk« dey MotoNub» .i>eute, Donnerstag, alisnds um halt» 18 llhr erfolgt an der Ecke Vrazova-Miloki l^bilittva usica der Start zur ersten Geländefahrt de<' Motoklubs Maribor, wo-ieltist si'^pavec (.^albschwergewichtl, Polak iLeicht-gewicht). Zadravee (Wegengewicht) unk Vranarinkio sSchwergewicht). : Bei den deutschen ^Tennismeisterschasten wurden nun auch die Doppelspiele weiter-j/führt. Pallada Punk'ec sowie KukuljeviL, der mit dem Deutschen Dr. Büß spielt, stehen bereits unter den letzten acht Paaren. .^lukuljevie-Dr. Büß schlugen u. a. das englische Doppel Willde-Freshanater 7:5, ti:N, ^nälirend PallÄda-Pun5cc die kanadische .Kombination Murrati-Watt mit l,:l, 8:ii, 8:10, tj:J und zuvor die Deutschen Pietzner-.Hehdenreich 8:(i, 0:4, niederrangen. : Sin Futzbalkamps Prag-MoSkau is« sür den konlmenden Sonntag in MoÄkmi geplant. : Einen neuen Weltrekmd stellte der Japaner Nagami im ^Freistilschllvimmen über lM Meter mit der Zeit von auf. : Als neuer sranzi^scher Temnsftar ent^ xu^t ßch der junge der hej Turnier in Le Torquet der 5WH« »ach Ven»td, Merlin und im Fisale L«m-ßvt mit 6:8, 7S, 3:6, ss:3, 6:2 bHegte. : 42 KllO«eter i» «W« Der Iapanier .Aisonoki durHlief die D^raths»-stttcke in der neuen "Niktrekordzeit von SSS.K1. Hollywood wird gemeldet: Der Chemiker Willard erweckte einen Affen, der vier Tage in einem EiSschranI bis zur völligen To^Sstarre niedrigen Temperaturen. auSge setzt war, durch eine Einspritzung von Adre nalin-Ghlorid zum. Leben. Tier' das, als man es auS dem Eisschrank nahm, steinhart war, öfsnete'zum allgemeinen Erstaunen nach der ersten Einspritzung die Li-der und begann auch die andern' lZ^lieder langsam zu bewegen. Einige weitere, l^njek-tionen verschiedener Mittel, darunter auch von Hormonpräparaten vervollständigten die Wi«iderbelebung. Schließlich sing der Affe an, wie vor seinem viertägigen ^ode5 schlaf im Küflg herumzuspringen und zu wrnen. Willard hatte zu seinem Experiment tinen tuberkulösen Affen benützt und will nun un^rsuchen, ob im KranHeitSzustant eine Besserung zu verzeichnen ist. Gesandter DitSie bei MysiOlini. Rom, 7. August.. Mussolini empftng den sugajlawisä^n Ge «sandten Jovan ^ÄL vnd führte mit ihm eine längere UnterrÄung. , Tragödie ei»er MM«. Die Bäuerin S. K. in Gyöngyfalu in Ilngarn hat ihren Mann, während er schlief, mit einer Axt tödlich verletzt, weil er sie trotz ihrer Sehnsucht nach einem Kind schon zehnmal zu verbotenen Eingriffen gezwungen hatte. Bor kurzem brachte sie doch ein Kind zur Welt und bemerkte in der Nacht nach der Geburt, daß sich ihr Man!l mit dem Kinld besaßt, wie er sagte, um es.einzuschläfern, doch fand sie es am Morgen tot. Ueberzeugt, daß ihr Mann das Neugeborene getötet habe, hatte sie zur Art gegriffen und sich dann selbst gestellt. ?tuch die Hebamme wurde verhaftet. Sntd«ck«i>s de« bWtantinischen Kaiser. Mlaftes.. Istanbul, 7. AuM. Der befannte Archäologe Professor Barter hat nach langdauerndm AuSgrabungs arbeiten die Stelle des seit langem gesuchten kaiserlichen Palastes von Tyzanz fch^ gesteM. In der nächsten Umgebung des Platzes ^tan Al>mcd. sand er in einer Tiefe von fast zweieinhalb Metern eine Marmorplat te und verschiedene Gruirdsteine, die als türkisches Baumaterial äuS dem 16,.'Iahr-hunldert festgestellt wurden. Bei weiteriin Grabungen deckte man Mosaiken auf, die teilweise geometrische Muster zeigen, teilweise Porträts darstellt. Diese Mosaiken stammen zweifellos vom kaiserlich byzan^i nischen Palast. Im weiteren wuÄe .ein <5au lengang aufgedeckt, der wahrscheinlich züin Hyppodrom fthrte nnd zum geheiligten In^ nenbezirk des. >^lastes, i^r dem .^iser persönlich vorbchalten war, gehörte. Die Mosaiken gchören mi>glicherVeise zur Kirche Ta Nea.oder zur Sommerresi-denz des «Kaisers TheopHiloS. Die bi^eri-gen Ausgrabungen sind von besonderer' Be-S^eutung sür die endgültige Ermittlung der Lage des kaiserlichen Palastes, wodurch di-' weiteren Msgrabungen, die im breiteren und intensiveren Nahmen fortgesetzt wer-i^(»n sollen, wesentlich erleichtert werden. Selchvord um ewsi» »anarieavaael? Eine seltsame TraglL»ie ereignete sich dieser Tage in Wien. Hier hatte sich die 47 Jahre alte, völlig alleinstehende Witwe Em-ma Alkrecht mit Lysol vergiftet und alS man den Gründen, für diesen Selbsbmoiü» nacj>ging, ergab sich ein außerordentlich nlerkwürdiger Anlaß. Der Frau war avi Tage vorher ihr Kaimrienvogel entflogen. Sic lnng alt dem kleinen Tier mit großer Liebe unv hatte alle Hebel in Bewegung gesetzt, um es wiederKubekommetl. Ms alle Besuche vergeblich waren, der Bogel nicht zurückkehrte und auch' nirgends gefunden wurde, verÄbte die Unglückliche in eineni Anfall von BerMeiflut^ Selbstmord, in-Hm ße LWl tNNt. - Doimerstoa dm s. Auauft tszs Llm M Haar dem Tobe Taxi durchbricht eine Bahnschranke knapp vor dem Heran brausen de» «EchnÄhuges — Sechs Jnsaffen kamen mit dem Schrecken davon Gestern um Uhr fi^r 6er Chausseur Stumpf mit d«m WaßM j«r^itzevin Ur^ sula aus Maribsr mit sechs Insassen in RichtunH vön Tspan-l^ nach Maribor. In Lu^ka vaS bei PoljLaU« war die Bahn^ Übersetzung t»urch «in vo.rg^gett«s Mais-felt> nicht stei,au M üb^rbli^sn und der Ehausft'ur fvht mit volleild Fahrtempo in die erste Vich'nfthranke, K glatt durchbrach und sich plöklich am l!jÄeise sah. Der Weichenwärter schri«^ wie. von Sinnen kmd machtl? den Chauffeur äiif. das Heromkom-men i>eei Schnellzuges aufmerksäm. Stumpf gab geistesgegenwärtig BMgys und brach nun noch dil? zweite NahiistzpMke durch, 'M den Wagen u«d. di«» I^nsc^sen zu retten. In^ tig nur noch 9 t. Die .Kohlenförderung ist von 18M auf 5i.') Waggons monatlich zurückge^ gangen, in erster Linie daidurch, daß die Bahn immer geringer« Kohlenmengen ^on Kovevje bezieht. Die Gemeinde lann den neuen Arbeitslosen keine Unterstützungen gewähren, da ihre Mittel erschöpft sind, besonders da vor einigen Monaten eine T^xtilfabrik, die M) Arbeiter beschäftigt hatte, niedergebrannt ist und den Betrieb einstellen mußte. Die Lei, zwischen bemerkte auch der Lokumotlosüh-^^^llfabrik, bei ix'r seinerzeit f»5i) Arbeiter au rer die verzweifelten Haltsignal- des Wei-.gestellt mai-en, entläßt immer neue Arbeits. chenwächterS und auch er bremste den. Zug ab. Die Distanz war jedoch M furz und so brauste der Zug am Wagen ^rirbei. Die Distanz zwischen Zug und dem oaneben stehendem Wagen war nur 20 Zentimeter. Die Bilanz des Zwischenfalles war: sechs vor Schrecken fast gelähmte Manschen, eine zer^ schlagen'e Scheinwerferanlage und zwei geborstene Bahnschranken. Auch dieser Vorfall soll allen Wagenlenkern als Memento iiie-nen, daß Bahnübersetzungen, beson^i'.rs wenn sie nicht übersichtlich genug sind, mit größter Vorsicht passiert werden müssen. kräste, da Ii«, den Betrieb einschränken muß. Während der Sitzung des Gemeinderateö standen mehrere hundert Personen vor dem Gemeindehause und warteten auf den Ausgang der Sitzung. m Der letztt lmst GtSfejs'^rs Goaje. Dienstag nachmittags wurde de,' in Are-K,ce plötzlich verstorbene ?^stor der Mari-borer bil.denden Wnst>!ker, .^err Professor Anwn l^vasf,' unter zahlreicher Teilnahme seiner Freilnde- Bekannten und Verehrer in PobreZtse zur letzten RM beigesetzt. Am öffesteii Grabe spra^n der Direktor der Lehrerbildungsanstalt, an der der Verblichene' gewirkt.hatte, .^rr Professor .Äadunec, sowie der- Präses des .Mnstler-klubs „Prazda"., der- HauptschviftleUer 5?err Rehar, ergreisende Worte dSs Abschieds. m AbMed va« eiye« »«bildlichen Offizier und OPoetsMvn«. Dem dieser Taze aus Maribor scheidenldcn Gendarmel.ie--sstmmandanten .^errn Oberstleutnant Gve-tozar Gerovae zü Ehren veranstaltete gestern der SM' Karibor einen.intimen Abschiedsabend, der im ZsichSn aufrichtiger sportlicher.Kameradschaft verlief. Herzliche ?j bjchiedsworte sprach" der Alubpbmann H. Dr. stamol, der Oberstleutnant Gerovac als wahren ui^d vielerprybten »Zportsmann vri^S. Diö ?)iariborer Spsrtgemeindü bedauert ganz ' besonders den Abgang d'0s?s vorbildlichen Offiziers und Sportmannes, in dem sie nicht. nur «inep idealen Förderer, sorldern' fluch einen ausgezeichneten aktiven Wettkämpfer, hatte. m Die Grotzgk««n^ PtUf dürste schon demnächst Wirklichkeit.wer>den. 'j^ie Banats Verwaltung gensMigtc ?»en seinerzeitigen Beschluß des Stadtrates, wonach die ?!ach bargem^nÄe Breg bis. zum Brunnwasser inrimärarztes .Herrn Dr. Oerniö mit einem woblgelungenen Mattschuß einen guten Nock. Sie ist^!>ie «rste?^rau, die in diesem ^keyier WeidmannSglück gehabt hat. Vor Iati.ren hatte Frau öernik dassel.bc Gliick im Revier des Grafen Attems in Sv. Mar^ tin obeichalb Slovenska Bistrica, wo es ihr gelungen war, einen Auerhahn bei de? Kodenbalz abzusckiießen. Nun ist sie Primavia m zwei Revieren.' m «Nhadenfeuiee bei Ptuj. In Stva^--gojnci brach infolge eines schadhaften Ka-nnns in? Wohnhomse des Besitzers Franz Skribe ein Schadenfeuer aus, welches das stanze Gebäude vernichtete. In den Flain-Men ging auch das Inventar einer Ge--mischtwarei^haMung mit de^n Warenlager auf. Der Händler erlitt dadurch einen Schaden von ?iy.0w Dinar. n' UitfUe.^Der FaLriksarbelte? Josef ölat kam mit der linken Hand in eine Ma-sch'iK-. mobc' er schwere QuetsMiunt^en er-titt. In der Nadvanjska cesw stürzte der l Chauffeur Außust Dizjak vom Fahrrad und zog sich schwere Verletzungen am ^opfe zu. Beide wurden ins RrÄnkenliaus uberfiihrt. m Die Kunst der richtige», Kombination ist das Um und Auf eines i'nrkun'.po^llen Aeußeren des Damenkleides. Gerade in dieser .Einsicht zeiqt uns die M'idcnl^jähri.ie Ve-sitzerstochter Erna .^aas erlitt eine Wurstvergiftung und mus;le ins ^-^rfinscnhn'l? in Ptuj eingeliefert werden. ^ Heute Don»etstag in der Velika kavar» na Modell'Vorfiihrung der ?sirma „Petit Pari«". Drvhmve Katastrophe fllr «oeevse Koeevje, 7. August. Die Kohlenbergbaugesellschafi Trbovlje faßte den Beschluß, ihre Gruben in Kocevje zu schließen. Die Arbeiter und Beamten erhielten !^reits die Kündigung. Sollte es iin letzten Augenblick nicht möglich sein, di«? Unternehmung zu einer Aenderung ihres Be schlusses zu bewegen, d^oht der Stadt eine große wirtschaftliche Kato^tropde. Der Ge-meinderat hielt Dienstag eine Sitzung ab, in welct,er «»r sich eingehend mit der Lage befaßte. Nach ausführlicher Aussprache wur-lde eine Entschließung angenommen, die den maßgebenden (stellen unterbreitet werden wird. ^ In der ^esolut^on wird «larauf verwiesen, daß die Betriebseinstestung im Kohlenwerk weittragende Folgen nach sich ziehen müßte, sowohl für die direkt Betroffenen, als auch für die Gemeinde ^oiievie si'lbst. Denn ein SechstÄ der Gemeindeeinnahmen machen >d^e varschiedenen Abgaben der Uirterneh-Mllng aus. Da jedoch gleichzeitig die Unterstützungen der Arbeitslosen erhöht werden müßten, würde sich im ^^auShaltplan der Gemeinde ein Abgi^ng von niindestens einem Drittel ergeben, das ini Wege der Steu ererhöhungen nicht eingebrachte werdeil kann In normten Zeiten waren in den Gruben gegen 5l)l) Arbeiter beschäftigt, gegenwär- c Evangelischer GotteK)»»enft. Sonntag, den l1. August, muß der Gottesdienst in Celje entfallen^ da.tzerr Pscirrer Mati vertretungsweise in Ljub5jan-a amtiert. Nach, ster Gotte^-l)i>'njt ani 19. Äugujt. ' c Trauung. In der hiesigen Stadtpfarrkirche wurde dieser ''.5'xige der Häuser- und Realitätenvcrmittser in Celse Herr Franz Jager mit Frl. Gita Grobel in Celse ge^ traut. Die Vraut hat dieser Tage das Kaffee-Restaurant „Na-Na'' in der Kralja Petra cesw, das lange Zeit gesperrt nmr, iibernonnnen und eröffnet. c Personalnachrichten. Dr. Paul Pehani, erster Assistent dc'5 ^^-rauenkrankhauses in Ljubljana, wurde zuni Chef der ghnäkolo-gischeii und Gcburtenabteilung des Kranken Hauses in Celje ernannt. — Der Bürgermeister der (jjemeindc Vojnit-Umgebung, Jr. Goripan aus Bisnsa vas, hat die Stelle im Bezirksstraßen-Ausschuß zurückgelegt. An seine Stelle trat .i^err Leopold .'^lanenik, Indust-riesscr und Vürgermeilter von Voj' nik. e Bekommt Celje ein Schwimmbad? Die vereinigten Ausschüsse des Stadtrate.? von Celje haben dem Stadtrat einen Antrag über den Bau eines modernen Bades an Iier Sann gestellt. Vorgesehen ist ein Bassin in der Länge von lOl? und in der Breite von Meter. Die .'i^osten würben etwa I Mittion Dinar betragen. r Die ArbeitslShne im Bereich der hiesigen Arbeitsbörse sind in den Monaten März bis Juli gestiegen. Im Stadtgebiet Celje durchschnittlich um lt.ol Dinar, in der Nmgebungsgemeinde bli^ß um O.W Dinar täglich. Daraus ergibt sich, daß die Saison ^ arbeit in der Stadt besser gedeiht als auf dem - Lande. Blutiger Kampf bei einer GchiwheitSkon» turrenz. Bei der Wahl der Schönheitskönigin fiir Aegypten, der „Miß Aegypten", ist es in ^airo zu widerwärtigen Szenen gekommen. Um die Siegespalme kämpften zwei junge Aegypterinnen, die zugleich Schwägerinnen waren. Beide waren bildschone Mädchen. Aus anfänglichen kleineren Neckereien und Hänseleien entbrannte zwischen den beiden Rivalinnen schließlich ein wütender Streit, t'ei dem beide mit echt sMändischem Temperament auseinander losstürzten. Die Zuschauer, die anfangs mit Belustigung dem ^Handgemenge zusahen, bemerkten plötzlich mit Entsetzen, daß der .'ifampf der beiden Mädchen äußerst bedrohlich wurde. Die eine von ihnen stürzte plötzlich blutüberströmt zusammen und aucli die andere hatte fl!lW«W!lll«.Ä»IlU 2um ?re!8e von vin 650'— per m2 auk lanxiristixs l?»ten2sklun^en. Konkurren?-los in c!er ^uslit^t sovls im preise! öenüt^et die (Zelexenkeit! ZOO/ Il/Imidoksr V^oekvk Fretta?, 8en 9. August lNÜ. Nur tis Freitag 18 Uhr werden -große-unS» Ileine Anzeige^ für die SonntagÄrummer der „Mmnborer Zeitung" in der Verwaltung des Blattes entgegengenommen. Die geschätzten Inserenten wer->den höflichst gebeten, dies wegen der nnch immer andauernden Schwierigkeiten in den Druckereien berücksichtigen zu wollen. Die Verwaltung. grauenhaste Verletzungen ini Gesicht davongetragen. Der tierische Kampf war mit den Zähnen und den Fingernägeln au'^gefochten morden. Beid,? Mädchen siird auf Lebcn'^-zeit verunstaltet. Wann wird die Sinnlosigkeiten solcher i^onlurrenzen ihr (<:nde hci--ben? Burg'Tonkino. Dl^nnerstal^ .ium letzten Mal „Rosen aus dem Süden''. ^ 7yreitag Premiere des grossen Schlagers „Dos Erbe von Pretoria'' mit (5harlot!e Sii.-za u. Paul ^emp. Union Toniino. Heute „Mein Herz rust nach Dlr'^ mit dem beriihmten '^^"^nnr Jan Nepura und Martha Eggerth in den Haupt rollen. »"Freitag, S. August. Ljubljano, 18 .^andharmonlkafonzert, ??atsol:ater Vortrag. Kon,^ert aus Zagreb. — Wien, l5.?s) Frauenstunde. .^^eiteres. Was sucht der Leser in der Zeitung? Wunderwerke der Technik. Beromükfter, ?iilavierkonzert. — Breslau. 21 Bunte Vollsmustk. Droit-wich, Musikalische Plauderei. — Leipzig, Sinsonielonzert. Mailand, Lustspiel. München, ^on zert. — Prag, Militärtonzert. Opernübertragung. — Rom, ifton'^ert. — Stuttgart, Heitere Aveiwmusik. — Toulouse, Aus Madame Buttcrfly. — Warschau, ?t Sinfonickonzert. Salon musif. /IlUlL iWi!? .'»ieuchhusten oder Krampshusten tritt Haupt sächlich bei Kindern auf, kann aber auch Er-Wachsens befallen. Die .Krankheit wird durch An^steii von Mensch auf Mensch üb.'rtra gen. Der Erreger des KeuchhustonZ ist bis jetzt nicht bekannt. Die Krankheit beginnt wie ein gewöhnlicher Bronchialkatarrh mit Husten und Schnupfen, leichter Entzündung? der Augen, meist niedrigem ,>le5er. lZ-'n't nach einiger Zeit folgt der eigmtümliche Krampfhusten, »-'r beginnt mit einem tiefen, Pfeifenden Atemzug, der ununterl^iv^ich^n kurze, bellende Hustenstöße felgm, um wie-der mit dem pfeifenden Atem abzuwechseln. Das kann sich einige Malz hintereinander wiederholen. Bei sehr starken: Hustenreiz kommt es zum Erbrechen. Beim Husten wird nur eine spärliche Menge herausbeförder?. Während des Hustenanfalle) werden di-' Kinder blau, ringl'.n nach Atem, sie glauben zu ersticken, und in ihrörn Angstgesühl buchen sie nach einem Halt, an den si? sich klammern können. Die Anfälle treten hauptsächlich abends und in der ?'^t auf, in dc.- Zwi' schenzeit fühlen sich die Kinder mohl. Mit der Zeit hören die Anfälle auf. dcx Husten wird seltener und leichter. Der 'iteuchhusten dauert gewöhnlich fechs Wochen, oft aber auch ?)^nate und gcht meist gut aus: manch, mal entsteht aber eine Lungenent^iindu:^. Ab und zu kommt e^ inr Anschlus; an Keuchhusten zu einen: Lungenspitzenkatarrh, an-^re .Kinder werden wieder 'skrofulös. Da die Gefahr der Ansteckung sehr groß ist, sollen Kinder, die an KeuMim'tcn leiden, mit anderen Kindern nicht in Beriihrung loni-mm. Das wickitigste bei der Bchandlun,^ des At.'uchhu.stens ist gute Luft. Kinder nut Äralnpfhusten sollen möglichst viel in srischcr, freier Lust seilt. Vor Wind sind die.Kiiidn-zu schützen. Das Schlafzimmer nius; gut ge-liiftet werden, für reichliche Ernährung ist zu sorgen. Die Kind>:r sollen lir d<'r Zeit, da ^ie Anfälle ansfetzeir, viel essen, damit sie nicht durch Erbrechen herunterkonnnen. Medikamente ^viÄken nicht bei allen Kindsrn. „Mariborer ^iwng", Nummrr I7S. Freitag, den k>. NuAusk WK. " . ^ -lly, auf dem Mistcr .Hai-Nburton, der moderne Hannibal, seinen Ritt iU>er die Alpl?n unternahm, der dem un-alücklichen, t^equälten Tier um ein Haar das Leben gekostet hätte, ist in sein Heim im Pariser Zoolvjilscheu klarten zuri'ickge-kehrt. Die Heinikehc des vierbeinigen Hochtouristen wurde von den Parisern mit Be--^eist<'runfl begrübt, im Grunde war wohl jeder froh, das; der kostbare Dickhäuter gesund wieder in seine Behausung zurückkehren kc'nnte. Friedlich trottete Dolly vom Bahnhof durch die Straßen von Paris Nack) dem Zoologischen Garten, nicht ohne unteiweft'? ans einem Brunnen einen Will-konnnenstrunk zu tun. Das Abenteuer des nlodernen Hciniiibal diirste — und nicht nur von Dolly allein — bald genug vergessen sein! Englische Fraumrechtlerwneu geg«« H. «. S-Is. H. Wells, der bekannte englische Ro-lnauschriftsteller, hat sich den glühenden Zorn der englischen Frauenrechtlerinnen zugezogen. Wells hatte in einer englischen Zeitung einen Beitrag erscheinen lassen, in dem er unter anderem be^uptete, die Frau en seien fauler als die Männer. Wie Wells zu dieser gewiß rocht anfechtbaren Behauptung gekommen ist — ob er mit seiner eigenen Frau oder in seinem Bekanntenkreise irgendwelche betrüblichen Erfahrungen gemacht hat, die ihn zu dieser Uoberzeugung brachten — die Vercrllgemeinerung wurde ihm jedenfalls gewaltig übel u. viel ernster genommer, als sie si^rlich ernst gemewt war. Am heftigsten empörte sich Frau Sylvia Pankhurst, die Seniorin der englischen Suffragetten, die auch heute noch eine äußerst streitbare Dame ist, obwohl es dixh kaum noch irgendwelche „Rechte" für die uloderne Frau zu erkämpfen gibt. Frau Pankhurst also griff den Fehdehandschuh aus und schrieb eine Erwiderung, die geradezu messers«!^rf war. Der unglück-liche H. G. WellS mußte sich die schlimmsten Ausdrücke darin gefatlen lassen. Daß er ein Taugenichts und völlig talentlos sei, waren noch milde Ausdrücke, die die englische Frauenrechtlerin gegen den ungalanten Wells richtete. Und schließlich hat er, unter der Wucht der ihm entgegengeschleuderten Borwürfe, klein beigegeben und in einem Schreiben an die Redation feierlich alle seine Behauptungen hinsichtlich der Faulheit der Frauen zurückgenommen. Die englische Leserfchaft hat mit besonderer Heiterkeit den Konflikt verfolgt. Der Kampf um den Fez. Bekanntlich ist vor einiger Zeit in der Türkei der Fez als traditionelle Kopfbedeckung abgeschafs^ worden. Laut einer Regierungsverordnung soll der ouropäisl^ Hut den orientalischen Fez ablösen. MeckiHgD hat die türkische Bevölkerung diese BestHM» mung nicht widerspruchslos hingenommen« So ist es erst dieser Tage aus diesem Anlaß in Istanbul zu blutigen Streitigkeiten ge^ kommen. Vor der Hauptmoschee kam eS zu schweren Zusammenstößen der Polizei mit der fanatischen Monge, die hier um ihr« althergebrachten Sitten kciinpft. Bei den Kämpfen sollen wie berichtet wird, 30 Polizisten und viele Rädelsführer der fanatischen Masse ums Leben gekommen sein. Im Laufe der letzten Tage hat die Polizei lM» Personen wegen Unruhestiftung verhaftet. (liitel'5tütiet c!ie flriÄi^be^ulozesiligZ üu verltsille« ^leLanter Kutscdlsrvaxen ^vii-^ verkauft, besiLliti- »iLN !n (jer Ue^vefdeÄusstel-luiiL, II. St. VVex^cn l^cdcisiecllniiL 8e!ir ll'.ln). (^itterl)ett mit ^insat^ Ottciinlnie. vv. Vor^im- alles — l^Znels l'vye I^ambäl,, Hin vvirc! am 19. >^uku5t l'i I^iif xuin k'l'eiL ver5te>t:ert. desiciitixen SLituller. — vavLna Nsirl^va i^Iovenixiraclee 80^2 tiut erliultener l'lsetispsrtiel'ä billig' AU verkaufen. >^n2ukra lreii V»j.i8ni5klZ nl. 3. var. l^iirtorre links. 8045 2tt0 Klstvn «edrauclit kast neu. vericautt aucd einzeln »Merkur«, Aileljska eesw 12 8050 Verkaute xuten VVoia aucd -»ortiert. jVlikI ff.. 8v. ^ar^'sta pri iVlvSksnjciti. 8005 ^ntorsulm l'/«p8. in selir xutem ^ustancZe. j8t sekr billig 2U verkauken. öesicktix. I?ei ffoto Ovlenc. ^^lekssnäro VQ 35 . 8039 l llMeii ««urlil ^in>a«ebijckei' äer l^judljan-ska kreältn» banka xexen 80-fortixe l?Äruu8^aIiiune ?u kaufen eesucltt. ^nträxe an die Verv. unter »Kompensation« 7964 Lickiiörnotion ?u«olauken. I?c) dsus. XoroZka 24. 8036 vermjete« (iutxeliende öÄvIlvrvI ver pacliten. I^meedunx A/laribvr Verv. 8024 Möblierte« I(»b»iiott. vin 200 Vra2ova 3, parterre, reciit» Parkviertel 8025 Möbliert. 8ckl»klmmor anseli! 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Ich habe sehr beträchliche Anßenstärtde in di^en Liwdern und ihr Vorgehen gegen uns enthebt mich keinesniegs meinen inländischen Verpflichtun gen. Ich mus^ meine Lieferungsaustrnqe erfüllen, wenigstens zum größten TeU. Es ist noch gar nicht ^n i'lbersehen, wie man sich durch diese neu« Kataftroiphe hindnrchwin-den soll." Stimme und ?lussehen sind sehr sorgenvoll. „Also vor allem fehlt dir das k>arc' l^eld?" — „Ja, das ist im Augenblick das Wichtigste. Die Sorgen für den weiteren Absat; treten sogar vor diesen größten zurück." — "Und für mich hast du damals das .Kapital hergaben, Alfred. Für unser f^ans! Das ^st setzt ^n furchtbar belasten^r l^^danke für ntich." — „Es war doch kein Geld, Kindelchen. Aktien, die mir im Augenblick nicht helfen könnten", sagte Alfred zu W!<^bke. „Die du natsirkich für deine Zwek ke seht beleihen lassen könntest, Alfred." — „N^n, >^^ind, so einfach ist d^s lMte nicht mehr. Nach diesem schweren Winter, bei der jeh!i!gen Bargeldnot wü?de kew Mensch mehr meine Aktien beleihen. Wir haben im .^)erbst noch gerade den letzten glücklichen Augenblick erwischt. Abgesehen davon natürlich, daß Direktor Richter uns wohl auch aus menschlichem Interesse, aus persönlicher Anständigkeit geholfen hat. Ueber diese Aktien mach' dir nur keine Sorgen, uiein Mädel-chen. Irgendtvie werden wir auch auS dieser Krise herauskommen. Ich will mich jetzt mal an der Börse sehen lassen. Wir sprechen uns heute abend wohl noch? Ich rufe dich an.— Leb' wohl inzwischen, mein Liebes." „Ebbinghaus küßt Wiebkes Stirn. „Ach, Wiebke, wenn ich dich nicht hätte, möchte ich zuweilen nicht mehr leben. So ab<'r ist alles leichter. Wenn ich dich nur sehe, erscl^int utir nichts mehr unmöglich und undllrchführ bar. Deine Nähe ist Balsam für mich." Sie antwortet nicht. Nickt ihm ullr zu — ?lls er das Zimmer verlassen hat, springt sie auf und geht hastig ans Fenster. Ja, Alfted ist mit dem Mayen gekontmen. Er steht vor dem .Haus. Sein Waliffeur sieht in diesem Au>genblick hinauf. .Hat er sie erblickt. Ein Heller Schein geht über das iunge, ernste Mannergesicht. Sie tritt schnell zurück. Er soll sie hier nicht sehen. Aber es ist dazu wohl schon zu spät. Alfred Ebbinghaus bewegt sich zwischen bekaintten und befreundeten Herren in dem großen .Haus mn Adolfs-Platz. Ueberall versorgte, resignierte oder erregte Menen. Die letzten politischen Ereignisse und die Zahlungseinstellungen in Südamerika, dtie vor allem .Hamburg äußerst stark l^treffen, werden lebhaft diskutiert. Die Zeiten werden immer schwerer, die schäftslage immer unhaltbarer. Und es ist natürlich anch nicht so, wie Alfred es Wiebke geschildert Hot, mn sie zu beruhigen. Sie soll neben ihren eigenen Sorgen sich nicht noch um sein Geschäft ängstigen und sich belastet fiihlen. Aber es wäre doch eine andere Situation für Ebbinghaus, wenn er die vielen Aktien damcrls nicht hergegeben hätte, wenn er jetzt irgendwie nrit ihnen operieren könn- te. Wiebke sitzt indessen müßig vor ihrer Arbeit. „Ich werde faul." denkt sie unmutig.— „Unerhört, empörend faul." Aber es uutzt ilichts, sich selbst zu beschimpfen. Sie kann sich jetzt einfach nicht mit trockenen Zal)len beschäftigen. Sie müßte traurig nnd sorgenvoll sein. Die Nachrichten, d«ie Alfred Ebbwg hauS ihr brachte, sind niederschmetternd. — Viellelcht erfaßt Wiebke sie nicht in ihrer ganzen Tragweite. Bielleicht will sie sich nur heute nicht mit Grübeleien beschäftigen. Sie schiebt alle Kümmernisse beiseite. Will nichts Trübes denke». Draußen blaut der Himmel. Lacht die Sonne. Weht Frühlingsluft. Ist ihr daruni so le'icht und festlich zu Sinn? Sie weiß nicht, tvarum sie sich so wohl, so beschwingt fühlt. Sie versteht sich und ihr Enlpfludeu nicht mehr. Aber sie ist iutierlich froh. Ja, so unbegreiflich es ist, ihr .Herz ist ftoh. 1 ich es nicht schon im Geschäft habe, ist la in .Hypotheken angelegt. Die scheinen inir jetzt noch das beste, abgesehen davon, daß ich das meiste gar nicht so schnell flüssig niachen köunte. Uni! zu einer Beleihung dieser .HiN'o-theken wie Onkel Alswd sie niir vorschlug, kann ich mich erst recht nicht entschließen. Ich nehme an, daß er sich an euch gewandt hat und daß ihr diese Sache mit mir besvrecl,en wollt." — „So ist eS Tante Fränze. Wir haben nicht zugesagt,aber auch uoch nicht abgelehnt. Wir wollten uns mit dir berat^'n." —„Kannst du denn Gelder vergeben Erich?" —„Ich verfüge derzeit über ctivas .Capital. .Könnte ault) sonst noch allerlei ohne großc! Schwierigkeiten beschaffen. Die Frcigl' ist nur, ob es klug ist, es zll tun?" — „Du fürchtest, das l^escki«äft ist nicht niebr sicher? Das wäre entsetzlich!" — „Sich<'r ist hontzn-tage kaum noch etwaS, Tante Fränze. Und unser« Firma ist übel daran. Ich habe 'nir dir Büc^r aitgesehen. Wenn Onk«'I ?llfred kein Kapital bekomnit, kann er die Li ser--ungsaufträge nicht erfüllen und ninh s.ine Zahlmigen einstellen." — „Aber das ist ia unausdenkbar! Dann muß ihn, doch geholfen werden! In eurem und nleiiienl Interesse ebensosehr wie in deu, seinen, Kindcr. Daß es so schlimm ist, Hab' ich gar nicht geahnt." — „Onkel wollte dich U'ohl nicht ersch'i'cken, darum hat er dir die Din<^e schonend lu'isie-bracht. Natiirlich steht unser aller Interesse auf dem Spiel. Aber bei der Wirtschaftslage und den Zahlnugseinstellungen in Ei'da.n''-rika ist es eben ftaglich, ob man noch l^!?ld in ein Untewehmen stecken soll, das ohnehin keinen oder wenig (^elvinit in absehbarer Zeit abtverfen wird, und von dem man heute nicht einmal ^rviß. ob es sich halten kann. An sich ist die Fabrik natürlich gestind. .«^^at außer den laufenden Lieferul'gsansirägen auch keine nennenswerten Schnldei'. Man müs^te sie verkleinerit, oder noch besser, niit einem größerep und kapitalkräftigerem Unternehmen fusionleren." »a6 tit? 6io Ko6»lct»<>v V6o — Vruvlr cke? rikorslr» »iilrsro»« io U»rU»«». — k'ii» 6« kI««,>Goder Vruvl« v«?raotvortU<:I»> — Le»