jchrtttkeitusg: 9fr. ■ utQnBlc Ha Hl» (Bril k »er <«»»- ». i> streich Mi 11—lt eorau M4HU(B MtM wch, ÜHitt'tz. uauaiilc ti>-lata -t»i btttttfMttgt. M Ml BRtMltan« ftjn ju hl MBialt felt- WWOatoliinitB $t«t> .»ntl* tBi#t" stfAfIBt (•latag Bub BMMHtaf ■mtral. Mvca1cB*4oii:f W.SttJ. KerwaNung. VkathhauSgasse Skr. 5 sHumm«r'lck<ß vt,llsii>dtdiiigun!icii: D»rch di« *»S bringn: BlctlcIWria ... 11. I «0 H°Id!i>drt, . . . I J-sO «aaMäljttj . . . ft. « 4» BUt llitll «tt ZBftcllin« WMlJlIil» . ... R. —M ... R. I SO H»l»j5hr>-> ...... , — «»»«tiidisj ! . . si. Aii»'« «»«>>«» «I» bi, vq»a«S«d>ihr-n um t« tkcKnbu iilit c n. Si»g«leilcte Sbonncmtm» selten bl« |Bt «b bestell» »z. Nr. 00. HiM, Donnerstag, 9. Hlovemöer 1899. 24. Jahrgang. it Gillier BezirKsvertretungswaht. Ein großer slovenifcher Sieg! Die windifchen «er jubeln, denn Sernec und Delschko haben i .erobert", was ihnen schon Belcredi geschenkt Ist ti nicht verdächtig, dass die Leute über — „Selbstverständlichkeit' gar so jubeln? Die Entscheidung, welche bei der deuischseind-> und unrichtigen Auslegung der gesetzlichen »mungen nur zu Ungunsten der Deutschen sollen konnte, lag bekanntlich in der Gruppe de» hm Grundbesitzes. Wenn nun auch aller Zweifel Ißischlossen war. das» nach der fälschlichen Aus« g der Wahlrechl»bestimmung, wie sie nur in Mermark, nicht aber auch in den anderen lilen des Landes »üblich" geworden ist, die iwim in der Gruppe des großen Grundbesitzes eine Mehrheit von ungefähr 20 Stimmen ver-», so hat die deutsche Partei diesmal doch den ■pf aufgenommen. DieS geschah in der Absicht, Stimmenverhältnis festzustellen und weil wir liche dem Kampke mit unseren Gegnern in keinem auszuweichen gesonnen sind und eS unter keinen inben angeht, den Gegnern kampslos Positionen iberlaffen, wenn auch unsere Niederlage unauf« ist — und dieS umfomehr bei Positionen, Eroberung durch die Slovenen von deutscher nur unter entschiedenster Rechtsverwahrung \ werden kann. Trotzdem so eine Niederlage der Slovenen lwtg ausgeschlossen war. hat der Cillier »priest,r" Abt Ogradi auch diesmal die Mheil sich nicht entgehen lassen, in einem Wen Kampkacte seinen Hass gegen die :n Pfarrkinder zu bethätigen. Abt Ogradi lle wissen, dass seine Betheiligung an dieser welche seit fast zwei Jahrzehnten den Gegen- Hsni. Von Mir»! Hainzl. it ist sonderbar, dass mir jeder, der den .Toni" trug, verhängnisvoll wurde, und ! lieble ich gerade diesen Namen von Jugend IpM besonders! Schon meiner ersten Puppe, |l«t ich noch als Backfisch in geheimer, rührender : httng, gab ich diesen Namen, meine beiden l» Jugendgenosfen hießen so. und später wurde -in „Toni" der Inbegriff allen Glücke»! }ai Schuljahre verbrachte ich in einem Kloster, I da >ch sehr beweglich und lebhaften Geistes »ogen die guten Schulfchwestern ihr hellcS nil mir gehabt haben. Es vergieng ja kein > an dem ich nicht einen übermüthigen Streich zchlkl hätte, und weder der Frau Oberin spitze »och des Herrn SchulinspeciorS goldene konnten mich einschüchtern. 3n Anbetracht meiner Unerfchrockenheit und iviil ich mich einer sehr kräftigen Stimme u, fungierl« ich bei jeder Festlichkeit als Red« .vorauf ich mir nicht wenig einbildete. [3 leichter, da» Bund schmäler, die TaschtNtücher kleiner sein, da» thut rein nicht» zur Sach«. E» arbeit« viele Fabrik«» ausschließlich für Ramsch- und Schleud«rbaza:e. So wuchert am Baume der solid« Arbeit die Schmarotzerpflanze de» Schwindel« uich zeitigt manchen bösen Auswuchs. Dabei wird nicht nur der redlich« Geschäftsmann allein, sondern bal ganze Volk geschädigt. politische Kundschau. I Ammer lustig! Im Wien» Rathhause ist et am letzten Mittwoch hoch hergegangen. Die Eröm nung der neuen städtisch?» Gaswerke ist bei eine» fürstlichen Bankette, für daS die Stadtoertreiunz 10.000 fl. auSgtworfen hatte, gefeiert wortei, Toaste wurden in großer Zahl gehalten und germeister Lutger und sein« christlich-socialen „Bar« riöre-Stöcke" ließen e» an recht au»giebig«n geg» fettigen Anräucherungen nicht fehlen. Man freu» sich riesig über da» neue städtische Licht und b« tonte immer wieder, das» nun Wien selbst sei»^ Beleuchtung besorge und die „Engländer', d. h. die englische Gasgesellschast, die bisher daS Mono» pol für die Gasbeleuchtung in Wien befaß, „draußen feien. In Wahrheit besitzt Wien, d. h. die Co« mune Wien, nur die Beleuchtung in elf Bezirkes die Engländer sind gar nicht draußen au» Wie», sondern haben noch imm.r da» Recht, bi« 19lfi die Beleuchtung in den Bezirken XII bi« XIX » besorgen, und wirklichen Grund zur Freude ha« auch nur die angeblich vor di« communale Thu» gksetzten Engländer. Denn, wer nicht gerade ei> Musterexemplar eine»Lueger',chen „Barriere-Stock« ist. wird nicht im geringsten bestreiien können, last durch den Bau der neuen Gaswerke und den tr« dkM noch nothwendig gebliebenen Vertrag mit S« Engländtrn die Siavt Wien um geradezu urz« heure Summen geschädigt worden ist. Dara» » nur der Größenwahn und Eigensinn Lueger» »« die vollendete Unfähigkeit feiner Partei Schuld. A würde zu weit führen, wenn die ganze Ent»m lungSgeschichte dieser GaS-Tragödie hier entwickelt würde, und e» sollen nur in Kürze die Resultat dieser Art von Lueger'scher Wirtschaft zufamwe^ gefasst werden. Der Termin des Ablaufe» für da Vertrag, den seinerzeit di« «nglische GaSgefellschH mit der Gemeind« Wien geschloffen hatte, war fl* kommen. Die Engländer hatten thatsächlich ua« heuere Summen bei der Beleuchtung Wien» vw Ein Verwandter von mir, ein hochausg» schoffener Octavaner, dessen Knochen nur so kla?> perten. wenn er daher kam. verehrte meine F^«W bin. ein stille» blonde» Kind, die mit fchwär«erischa Liebt an dem langen „Toni" hieng. In einem Medaillon am Busen trug sie ^ ein „Schnurrbarthaar" von ihm, da» er ihr, « ein Zeichen heißer Liebe geschenkt. Da« GeschO war um so höher zu würdigen, al» er bamo8 kaum 5 Stück besaß! Al» die Ferien kamen, sollte auch ich na^ Hause. Nach einem sehr bewegtnt Abschied schw« ich meiner Freundin feierlich, unermüdlich zu wach«, über der etwa» anzuzweifelnd«» Tr«ue ihre» To« Ich that di«» so gewissenhaft, das» sich d« schreckliche Mtnfch in mich Verliebt«! Au» mtiner Frtundin wurde, wa» ihr ja il Anbetracht der Umstände gewis» nicht zu verübelt war, meine bitterste Feindin und den Toni brach« ich ein halbe« Jahr nicht lo«! Zum Glück tauchte dann eine neue Base « und er wurde auch mir untreu l Und der „vierte Toni"? Meine lieben Leserinnen, — der hat mir bei größten Streich gefpielt! Er lachte mich mit feinen wunderbaren bla»<> Augen an — und — eh' ich mich'» versah — hall er mir '« Herz gestohlen! Und al« ich ihn dann unter Lachen und Weil! bat, e» mir wieder zu geben, da zog er mich I feine Brust und flüsterte mir schelmisch in'« Oh> „Tfchapi, süße«, Du würdest e« mir doch selli wieder bringen!" „Tiroler Tagbl." 1899 bient. Noch im Jahre 1897 hall« der Reinertrag 3.360.000 fl. betragen. Die Lueger-Partei haue den Kampf gegen die Engländer mit Recht schon ils Oppositionspartei geführt und al» kräftigste» LgitationSmiitel benützt. AIS sie zur Herrschaft kam. sollte und konnte sie Wandel schaffen. Nach Verschiedenen Verhandlungen bot schließlich die eng» lischt Gesellschaft dem Dr. Lueger und der Stadt Kien dm Ankauf sämmtlich« GaSwtrke Wiens sammt Rohrnetz jc. für 1C.5 Millionen Gulden an. ?er Antrag war von eminentem Vortheile für 'Kien. Aber Lueger und seine Leute, die sich in den Plan der Erbauung eigener städtischer Gaswerke verrannt hatten, lehnten «b und nahmen in Berlin eine groß« Anleihe von 30 Millionen für die An-läge dieser Werk« aus. Man gieng an den Bau der Werke, und eS stellt« sich heraus, das» ditfe simml dtr Ltgung de» neuen Rohrnetze» ic. süc «lf Bezirke nicht weniger al« fast 36 Millionen Sulden verschlingen muffen; und sie haben sie verschlungen. Man hatt« also zwanzig Millionen «ehr ausgegeben, al« die Einlösung der englischen ; CBrrfe durch die Stadt Wien gekostet hätte. Ader glicht genug daran! Nach langen Proceffen stillte «»sich herau«. das« dir England«? bis 1911 da« Aecht haben, für jene Bezirke, die bei der Schaffung von Groß-Wien an die alten Bezirke angegliedert wrdtn, da« Gj« zu liefern. Dann «rst, im Jahre 1911, wird die Commune Wien entwtder neue Erweiterungen ihrer GaSwtrke vornehmt« oder da« Kohrnetz x. der Engländer um etwa 6 bi« 7 Mil» lionen ablösen muffen. Die Nachtheile, welche die Kommune erlitten hat, werden aber dadurch noch i«*» Maßlose gesteigert, das« bei dem ewigen Auf» nißen der Straßen wegen der neuen Rohrlegung und der bevorstehenden Aushebung der alten Rohre der Engländer «i»« N.upflasterung Wien« nöthig geworben ist. für welche man ein neue« Anlehen ron 25 Millionen ausnehmen mul«. Der Gesammt» schaden, der durch dies« unglaublichen Schilbbür-zereien der Stadt Wien erwächst, belauft sich also Mva aus 45 Millionen Gulden. Di« Ueberzeugung ki» dem Wahnwitz, der da getrieben wurde, däm-«eri allmählig bei allen Einsichtigen aus. Im Rath» Kufe aber bankettirt man mit unglaublicher Fri« mlität und besingt sich gegenseitig. Immer lustig 1 Z>ieZdeund ,,^e!ell"-S?age zieht immer «itere Kreise und bei dem „nationalen" Eigensinn der kleineren Völkerschaften der Habsburgischen Monarchie ist aug«nblicklich noch gar nicht abzu-sehen, wo sie endigen wird. Au« der Anschauung, dass der Gebrauch der deutschen Sprache für einen Ztichldeutfchen eine nationale Schande sei, haben fkh theilweise so schwere Conflicte entwickelt, das» heule in Oesterreich »Ungarn die Controlverfamm» wgen durch bewaffnet« Manschast«n überwacht »erden muffen. Die Frage, die, au» dem tschechischen Größenwahn geboren, nunmehr bereit» «ich »ine ungarische geworden ist, wurde u. a. bei dem letzten Hofdiner in Budapest erörtert. Dort kmerkte der Kaiser, daß durch die Agitation that-sachlich die Einheit der österreichisch-ungarischen Ar» «ee gefährdet werde, und der ungarische Abgeord-«ie Gajari musste zugeben, das» dann die Auf-nchlhaltung der d«utsch«n Armeesprache dir«ct «in« «gansch« Angelegenheil werde. Di« Bemerkung k# ftbg. Gajari ist ein erfreuliches Zeichen da» für, daß wenigstens in ben reiferen politischen >Kpfen die Einsicht dämmert, das« mit solch' kin-bischen und absolut unsinnigen Demonstrationen >«der der Monarchie noch dem Staate gedient wird. l,e einheitliche Armeesprache ist. wie die straff« >r«eedi«ciplin, schlechthin «ine Nothwendigkeit, ohne die Oesterreich-Ungarn einfach nicht bestehen kann. Kau sollte glauben, daß e« den einzelnen Natio» lalitäten nicht schwer fallen sollte, dies« klare Lage pi erkennen. Die Arme«sprache angreifen, hkißt nicht lur Oesterreich innen schwächen, sondern auch seine Echlagferligkeit und Bedürfni«sähigkeit, und damit ta Bestand de« ganzen Staattwefen« gefährden! An die deutsche Künstterschaft. Der völkische Schutzverein Südmark in Graz, dn sich vor allem die wirtschaftliche Unterstützung Mi» Förderung de« b«droht«n Deutschthum« an der südlichen Sprachgrenze in den gemischtsprachigen Gegenden Steiermark«, Kärnten«, Krain« und Ti» r»l» zur Ausgabe macht, will zur Kräftigung seiner Niilel und zur Verbreitung de« in ihm verkörper» im Sedanken« fünf Postkarten mit künstlerischem Schmucke deutschvölkifchen Gepräge« herausgeben «5 erläsSt hiemit behuf« Erzielung wertvoller Entwürfe ein Preisau«schreiben. Zum Bewerbt sind alle Künstler deutschrr Abstammung (im strtngsttn k,»nt dt» Worte») herzlich eingeladen. Die Ent» »D-.tl-che Macht' würfe können in jtder beliebigen technischen Ausführung gehalten fein, muffen aber auch genügen-den Raum für die schriftliche Mittheilung freilassen. Die Ausführung der Entwürfe, die entweder in mehreren Farben ober in Schwarz und Weiß ge-halten sein kann, mus» derart sein, das» die Ver-vielfältigung sofort bewerkstelligt werden kann. Di« Eins«ndung«n sind di» zum 1. Jänn«r 1900 an di« Geschäftsstelle de« Vereine« Südmark (Graz. Frauengaffe 4) zu richten; dort werden auch, wenn es nöthig sein sollte. Aufklärungen ertheilt. Jeder Entwuif ist mil einem Kennworte zu versehen; der Name de« Künstler« ist in einem verschlossenen Briesumschage, der dasselbe Kennwort tragen mus», anzugeben. Die fünf besten Enlwürfe werden von der Hauptleitung de« Vereines je mit einem Ehren-Preise von 50 Kronen österr. Währ. au»gtz«ichnet. Dit preisgekrönten Entwürfe sind Eigenlhum deS Vereines Südmark, der sich verpflichtet, für die würdige Vervielfältigung zu sorgen. Möge eS un« im Hinblicke aus die schöne und schwere Aufgabe, bie un« zuiheil wird, gelingen, recht viele Künstler zur Bethätigung ihrer alldeutschen Gesinnung zu bewegen. Graz, im Nebelmonbe 1899. Die Hanptlriwng des Vereines Südmark in Gra?. Hellucherg-Seide «0» 45 kr./i» i> 14 TOtkt Jeur echl, Malt Mrcft «» ndara ffadr>WMc»>e>i — tvnum faitia. — in den m»»m>1il» i»tro#n. uj|rl frlvnl« *>orto- a»t> stein- IteUFil fotufttjf umgehend. MSO-tt G. Hcmicbttg's ScidcM«»rikcn Zürich. Aus Stadt und Land. Zur Aezirksvertretungswahk. Aus der Gruppe der Höchstbesteuerien wurden in die Cillier Bezirksverlreiung gewählt die Herren: Karl Traun, Alois Walland, Karl Jellek, Johann Jeschouuig, Fritz Rasch, Dr. Joses Kovaifchitsch. Franz Pollet, Franz Zottl, Marku« Trainik und Juliu« Rakusch. Die Stadtgemeinve Cilli wählte die Herren: Dr. v. Jabornegg, Dr. Jesenko. Patt??, Dr. Schurbi, Georg Skoberne und Dr. Stepischnegg. Seiten» der Marktgemeinde Hochenegg wurde Herr Moriz Stall-ner gewählt. Wersammkung der Kaudeksaugestelkten. Mon-tag abend» fand unter dem Vorsitze de» Herrn Eggerstorfer eine Generalversammlung der Mit-arbeiter de» Handel»gremium» Cilli im Saale de» „Hotel Terfchek" statt. Hieb« wurden die von der Statthalterei rückgestellten Statuten in geänderter Form einstimmig angenommen und die bereit» früher gefaxten Beschlüsse betreffend bie Altersversorgung und Pensionierung genehmigt. Weiler« wurde be-schlöffe», an Herrn Abgeordneten Dr. Pommer nachstehende Dankadresse abgehen zu lassen: „Die Mitarbeiteroersammlung de« Handel«gremium» in Cilli beschließt in ihrer heutigen Vollversammlung mit Stimmencinhelligkeit, dem ReichSrathSabgeord» neien Herrn Dr. Joses Pommer für feine er» fprießliche Thätigkeit und unermüdliche Verwendung in Angelegenheit der Altersversorgung der Privat-beamten im Abgeordnetenhaufe die vollste Aner» kennung und den wärmsten Dank zu sagen. Die Versammlung erwartet mit Zuversicht, das« die au«-gezeichneten Bemühungen de» verehrten Abgeord» neten der Stadt Cilli im Reichsrathe von Erfolg gekrönt fein werden und wird e» stet« mit Dankbarkeit anerkennen, das« die zu erhoffende Schaffung eine» Gesetze« betreffend der Altersversorgung der Privatbeamten — daS die größte Wohlthat für dieselben bedeutet — in erster Reihe da» Verdienst de« Herrn Abg. Pommer ist.* In dtr Verfamm-lung, welcher auch Delegierte au« Marbura und Laibach beiwohnten, wurde auf da« gute Einver» nehmen de« in Cilli zwischen Chef» und den Han-delSangestellten hingewiesen. Mit Bedauern wurde nur bemerkt, das» einzelne Geschäftsleute die ge-troffenen Abmachungen bezüglich der Sonntagsruhe nicht genau einhalten. E» wurde die Hoffnung ausgesprochen, dass auch dieser Uedelstand abgestellt werbe, bamit nicht zu Mitteln gegriffen werden müsste, welche da« gute Einvernehme» stören könnten. Liedertafel des Männer - Hesangverewe». Jedermann musste wohl beim Anblick der stattlichen Sängerschar, die Sonnabend den 4. d. M. im großen Casinofaale vorzügliche Leistungen bot, den Eindruck gewinnen, dass der Mätntergesangverein di« schwtre Krise, die der Vtrlust feiner sangeSlüchtigsten Mit» glitder verursachen musste, glücklich überstanden und allen Grund habe, guten Muthe» in sein 50. Veretnöjahr einzutreten. Zu unserer besondtr«n Freude hat der wackere Verein unter Leitung feine» 3 vtrditnstvolltn Sangwartt«, Dr. Johann S tepif ch-negg, auch diesmal gezeigt, dass er die Sendung eines Gesangvereine« in so hart bedrohter Grenz» mark richtig erfasst: nicht nur künstlerisch geschult, fondern auch national-bewusSt ber Pflege deS hehren deutschen LiedeS sich hinzugeben. Und so hörten wir gleich zum Eingang den kraftvollen Bollgtsang „Deutscht Losung" von H. Treidler. DaS darauf folgende „Felsenkreuz" vom alten, und doch ewig jungen Conradin Kreutzer, ließ uns, ergreifend gesungen. wieder deutlich erkennen, dass Männergefang die größte Wirkung durch Einfachheit erzielt. Kaiser Wilhelm hat den Nagel aus den Kopf getroffen, al« er den Sängerkrieg in Caffel mit der eindriug-lichen Mahnung beschloss, die deutschen Sänger mögen Tondichter beiseite laffen, die im Männerchor ein Orchester vor sich zu haben wähnen, dem man alle möglichen Kunststücke ausgeben dürfe. Der Natur de« Männergesanges fei nur das Einfache gemäß. Da» humorvolle „Volkslied au» Oberösterreich" von Ed. Kremser wurde recht frisch gebracht. Zwischen diesem Chor und Schubert« unsterblichem .Am Meere" — beffen Vortrag wir etwa» mehr Zart-heit durch genaue Beobachtung ber p»Zeichen ge» wünscht hätten — warb eine Phantasie au» der Oper „Die Stumme von Porlici", sür Violinsolo mit Clavierbegleituna eingelegt. Unser neuer Violin» meist« an der Musikschule, Herr Gröger, hatte hiebet Gelegenheit, ein wahrhaft virtuose» Können an den Tag zu legen. Wir beglückwünschen den Musikverein ausrichtig zur Erwerbung dieser au»-gezeichneten Kraft. Der Künstler wurde von Herrn C^p-llmeister Dies»l vortrefflich begleitet. Da« stürmisch bewegte Schifferlied von Eckerl bot einen recht wirkungsvollen Gegensatz zur heiligen Ruhe de» Schubertliebe«. In der Darbietung de« ge-waltigen Vollgefange« „Im Dunkeln" von Engels» berg, zeigte ber Verein jern Können und den Geist, der ihn beseelt, in schönster Beleuchtung. Unsere» Erinnern» wurde derselbe Chor im Vorjahre gebracht. Damal» kam er aber lange nicht so prächtig zur Geltung wie Sonnabend, wa« wohl dem seitherigen erfreulichen Erstarken de« Vereine» zuzuschreiben sein dürfte. Die nächste Nummer, Legende vom König GambrinuS, Weinzierl, brachte un« ein von Herrn Prof. Freib erg er sehr hübsch gesungenes Baritonfolo. Wir zweifeln nicht daran, das» der treffliche Solist dem Vereine noch manchen wert» vollen Dienst leisten wird. Den Schluss der Vor» tragSordnung bildete ber mächtige Gesang, unter dessen begeisternden Klängen unsere Burenbrüder in Kampf und Tod ziehen. Der stürmische Beifall, der dem kraftvoll gebrachten FreiheitSlied der Buren folgte, wollt« nicht früher ruhen, bi» ber ganze Chor wiederholt wurde. Die Flügelbegleitung lag auch diesmal in den bewährten Händen de» Herrn csr.S. iur. Fritz Zangger, bem Herr Leo Jellek hilfreich zur Seite stand. Unsere Musikkapelle füllte bie Zwischenpausen mit vorzüglichen Darbietungen au». Sehr nett war ber am Sonnabenb zum ersten Male aufgeführte „HochzeilStraum einer Verlobten". Der Besuch ließ zu wünschen übrig. Daran ist wohl der bedauerliche Umstand schuld, dass eS nächsten Tag wieder eine Liedertafel gab. E» könnte doch durch rechtzeitige Fühlungnahme zwischen den beiden hiesigen Männergesangoereinen derartigen Collisionen vorgebeugt werden. „Liederkrauz/ Die am Sanntag den 5. No» vember d. I. im „Hotel Terschek" abgehaltene Herbst» liedertasel de» hiesigen Männergefangvereine» „Lieder» kränz' mus» al» eine gelungene bezeichnet werden. Ein zahlreiche». beifall»frohes Pubicum lauschte aus» merksam den gut gebrachten Vorträgen der stattlichen Sängerschar unter Leitung de» Chormeister» Herrn Franz Waldhan». Allseits wurde die Anerkennung über die treffliche Auffassung und Wanderung beim Vortrage ausgesprochen. Dass aber auch die AuS» wähl der Chöre im Publicum angesprochen hatte, bewies der lebhaste Beifall, der fast jeder Nummer folgte und die Sänger zur Wiederholung veranlasste. So musste wiederholt werden Großbauers „Auf, deutsche Sänger!" „DaS Kirchlein" von Becker. «oschat'S „Herzlad". EngelSberg „So weit« und „Fräulein Jda' von Wagner. Die Pflege deS Soloquartett« geht wohl über die vorhandenen Kräfte de« sonst so leistungsfähigen Vereine«. Im Einzelnen müssen wir aber bei, Basssolisten Herrn Ranzinger mit besonderer Anerkennung Erwäh-nung thun. Herr Ranzinger, entschieden die beste Kraft beS Vereine«, erzielte im Ba «solo von Baum-bach» „Wein her!" eine prächtige Wirkung. Von den wundernetten Mufiknummern haben wir im Einzelnen da» Posaunensolo de« Herrn B a r t f ch und da« Trompeiensolo de« Herrn S t ö ck l hervor. Dass die Klavierbegleitung Herrn Dies S l's meister-haft ist, bedarf keines neuerlichtn Hinweise«. 4 gillier Kadfahrer-Nerein Die Clubabende dieses Vereines, welch« bekanntlich jeden Freitag im Clubzimmer de« Hotel Elefant stattfinden. erfreuen sich wachsender Beliebtheit unter den BereinSmit-gliedern, welche sich fröhlich behus« Ablagerung de« berühmten Radfahrerhumor» vereinigen. Wir wir dören. ist insbesondere der nächste Freitag in dieser Richtung ein kritischer Tag erster Ordnung, worauf die frohen SportSgenoffen hiemit aufmerksam ge« macht seien. Spielplan der Schaubühne. Donnerstag den 9. November, Gedenkfeier für Johann Strauß: .Die Fledermaus", Operette in 8 Acten von Joh. Strauß. SamStag den 11. November: „Al« ich wiederkam' (Fortsetzung von: „Im weißen RöfSl"), Schwank in 8 Acten von OSkar Blumenthal und Gustav Kadelburg. — Wir entnehmen der „Ost-deutschen Rundschau" hierüber Folgendes: „Die Fort» fetzung deS „Weißen RösSl'S" — betitelt „Al« ich wiederkam" — hat gestern im Deutschen Volk«theater sehr gefallen und den Autoren lebhafte Hervorrufe eingetragen. Die Herren haben ein ganz einfache« Recept gebraucht: Sie nahmen die besten Figuren au« dem allen Stücke und gaben zwei neue dazu, legten allen möglichst viel« gute und vor allem au« der Scene springende Wiyworte in den Mund, und die Sache war leicht gemacht. Ja der Fort-setzung de« .Röfsl' sind Dr. Fiedler und die kleine Giefecke bereits verheiratet und besitzen in Herrn Giefecke eine männliche Schwiegermutter unausstehlichster Art. DaS junge Ehepaar will die erste Vergnügungsreise nach der Hochzeit nach den« Nord-kap unternehmen, nur um den Allen loszuwerden. Als dieser aber wider Erwarten mitfahren will, geht e« insgeheim wieder nach Jfchl. Dasselbe thut aber der alte Giesecke auch, und zwar eden-fall« insgeheim, weil er eingesehen hatte, das« man junae Eheleute doch auch ein bischen allein lassen müsse. — DaS Publicum freute sich riesig, als eS die bekannten Figuren wiedersah. Blumenthal und Kadelburg wurden nach jedem Actschlusse vor die Rampe gelacht'. Sonntag den 12. November halb 4 Uhr nachmittag bei ermäßigten Preisen erste Kindervorstellung: „Goldhärchen". Zaubermärchen mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von Robert Hartwig. Saubere SchnljultSnde in guchern. Man schreibt unS: Es ist nicht wahr, dafS ich Schul-linder während de« Unterrichte« zur Verrichtung von allerlei Privaiarbeiten öfter verwende; wahr ist dagegen, das« ich mir zur Verrichtung meiner Privatarbeiten fiel« eine Dienstperson halte. E« ist nicht wahr, dass mussten einige Schulkinder in meinem Garten meiner Magd Kartoffel fetzen helfen; wahr ist e«, das« nur ein Knabe an einem schul-freien Donnerstag einen halben Tag dazu verwendet wurde. E» ist nicht wahr, dass im Sommer wurden einige Knaben zur Räumung der Cloake beim Schul-obmanne Schusteritfch durch ein paar Tage ver-wendet und dass sie hatten die Jauche in den Garten de« Oberlehrer« zu tragen; wahr ist e«, das« ich keinen Garten besitze, wohl aber einen Schulgarten zu bearbeiten habe. E« ist nicht wahr, das« ich auch während der Schulzeit meine Schulkinder im Schulgarten zu landwirtfchafllichen Arbeiten ver-hallen habe, es wurden auch Obstdäumchen mit Jaucht begossen, Gemüke aber im Sommer mit Jauche zu begießen wäre nicht appetitbringend und schädlich. Mit Achtung Lorenz Zach, Schulleiter und Oberlehrer. Tüchern, am 31. October 1899. Fichtenwald, am 7. November. (Eine Nicht-Bestätigung) Der Kaiser ha« di« Wahl des hiesigen rühmlichst bekannten t. k. Notars Franz Versec zum Obmann -Stelloerter der Be-zirkSoertrctung Lichtenwald — nicht bestätigt. Diese Nachricht erregt um so mehr Befriedigung, ul« vtrfchiedtnt Vorkommnisse der letzteren Zeit, fo der Fall de« Kaufmannes Ludwig Smole und die noch immer nicht erfolgte Verfolgung eine» gewissen Lencek, da» RechtSbewufStfein der hiesigen Be-völkerung tief erschüttert haben. Die Verleihung von öffentlichen Vertrauens- und Ehrenstellen ge-bürt nur Personen von tadellosem Vorleben, nicht aber Leuten, die wegen verschiedener Lelicte wieder-holt abgestraft wurden. Diese Nichtbestätigung wird auch gewisse Leute, welche von Ehrbegriffen keinen blauen Dunst zu haben scheinen, jedenfalls — erziehlich wirken. ^5er;tbrungslleuerverpachtung. Am 20. No-vember l. I. findet bei der k. k. Finanz-Bezirks-Direction in Marburg die Pachtversteigerung rück-sichtlich deS Bezuges der Verzehrungssteuer von Wein-Weinmost und Obstmost, sowie vom Fleisch-verbrauche für da» Jahr 1990 unbedingt pro 1991 und 1992 in fols,enden Seciionen statt: Zellnitz a. Dr., Kölsch, Wind.-Feistritz, Pulsgau, N9«ttts*« W«cht" Cilli, Sachsenfeld, Hohenegg, St. Paul bei Prag-wald, PrafSberg Leulfch, Wöllan, St. Veit, Gono-bitz, Oplolmtz, Mureck. Ptttau, Wurmberg, Ntu-kirchen und St. Lorenzen in W.-Büchel. Die näheren Bedingniffe können bei der k. k. Finanz-BezirkS-Direction, sowie bei den Finanzwach-Con-trol - Bezirks - Leitungen in Marburg. Cilli, St. Martin, Pettau und RadkerSburg eingesehen werden. In der Nr. 35 der „Deutschen Wacht" vom 22. Oktober 1899 wird in dem mit „Wie daS flovenische Volk seine Verbrecher ehrt' überschrie-denen Artikel bezugnehmend aus die seinerzeit geschickte Berichtigung de« Gemeindeamie« Sachsen-feld behaupte», eS ist eine ganz eitle Ausrede, das« die Sachsenfelder Gemeindevertretung beim Empfange Gostinc'ar'S nicht an der Spitze (ua eolii) gestanden ist, und das« auf diese AuSrede die Leser der „Deutsche« Wacht" schon h«ut« ganz besonder« ausmerkfam gemacht werden, weil in der nächsten Nummer eine amtliche Berichtigung de« Sachsen-felder Gemeindeamtes ohne Bemerkungen abgedruckt werden muj». ES ist nun nicht wahr, dass die Angaben der gemeindeämtlichen Berichtigung ein« ganz eitle AuSrede oder überhaupt eine AuSrede war, denn die Gemeindevertretung ist thatsächlich beim Empfange Gostincar'S weder an der Spitze (ua üelu) gestanden, noch hat sich dieselbe an dem Empfange de« Herrn Gostinüar überhaupt bethei-(ißt. Marktgemeindeamt Sachsenfeld an 31. Oc-tober 1899. Siegel, Unterschrift. Bezugnehmend aus § 19 de« PrtsSgtsetzt« ersuche ich, den in Nr. 85 vom 22. October 1899 der „Deutschen Wacht" im Berichte: „Die Hetze gegen die Deutschen in Storv enthaltenen Satz: „hat er ja doch in den heurigen Ferien bei den bischöfliche» Lthrerexercitien zu Laibach eine Arl höherer Weihe erworben" sohin richtig;»-stellen, das« ich weder Heuer zu Laibach, noch sonst wann und wo bei den Lehrerexercitien anwesend war. Mit Achtung Lorenz Lach, Oberlehrer. Tüchern, am 23. October 1899. Deutscher Schutverein. In der Sitzung des engeren Ausschusses vom 31. October wurde der Ortsgruppe Eberndorf (Känueu) für den Ertrag eine» KegelscheibenS und dem bayrischen Landesverband« deS allgemeinen deutschen SchulvereineS für eine Spende für Blifowa der geziemende Dank ausgesprochen und di« Dank-sagung deS GhmnasialunterstützungSoereine» in Prachalitz für die gewährte Subvention zur Kennt-ni» genommen. Für die Schulen in Albuch-Döhernei, Nieoer-EmauS und Ober-Dubenelz. sowie für den Kindergarten in Jofefstadl wurden kleinere Unterstützungen bewilligt und die Verleihung von Slistplätzen an der k. k. Fachschule für Holzbear-beitung in Gottschee vorgenommen. Schließlich wurden Angelegenheiten der VereutSanstalten in Böhm.-Trübau. Eisenberg und Pilsen berathen und der Erledigung zugesührt. An Spenden sind dem Vereine zu«ekommen: Ortsgruppe Schönbüchel, B. fl. 6.29, Ortsgruppe Freistadt, Schlesien fl. 26.79, Ortsgruppe Kommern fl. 6.65, Ortsgruppe Grünwaldt fl. 22.39. OrtS-gruppe Staab fl. 6.—, Ortsgruppe Dürnholz fl. 1.69, Ortsgruppe Trebuitz fl. 12.65, Dr. Kuhla in Micheldors, Obst fl 6.—, Ortsgruppe Lobositz fl. 25.—, Spende eines Curgastes in Lusstnpiccolo fl. I.—, Ortsgruppe Paulowitz fl. 33.23, OrtS-gruppe Chotiescha» fl. 5.55, Ortsgruppe Hohenstadt fl. 23.35, Ortsgruppe Weihwasser, B. fl. 13.55, Ortsgruppe Nixoorf fl. 1.93. Hingesendet. (K e i l'S F u D eniack) ist der vorzüglichste Anstrich für welche AuMven. Der Anstrich ist außerordetitl^^auer^fnüotrocknet sofort. Keil'S Fußbodenlach^l bjfitaun m Stiger und bei Vic-tor Wogg "in Cillt 3699 Orazer Hagölatt. Organ der Deutschen Volkspartet für die Alpenländer. BezugSanmeldungen in der Tabaktrafik der Aanny Klasner, Cilli. BMHofgasse. Ilnentgeltliche Stellenvermittlung und Ker> berge erhalten brave deutsche Dienstmädchen in Marburg, Bürgerstraße 44, II.— Nähere Auskünfte werden in der Herdttge ertheilt. Allen brieflichen Anfragen ist em^Tiarke für die Rück-antwort beizulegen. Dmtstmädchen, welche von auSwärtS kommen, haoen sich vorher schriftlich in der Herberge anzumelden. Südmark-Frauen« und Mädchen-OrtSgruppe Marburg. __ 1899 Wie lange muss man schlafen? Die Erfahrung hat diese für unsere ganze Lebensführung so wichtige Frage dahin beantwortet, das« ein Kind von 2 Jahren 18 Stunde» Schlaf braucht, ein solche« von 3 bi« 6 Jahren nur »och 14 Stunden, von 6 di« 8 Jahren genügen 12, vom 8. Jahre an bi« zum Zeitpunkte de« Er-wachsenseiu« 19 Stunden. Der erwachsene Mensch kommt im Allgemeinen mit 7 Stunden Schlaf auS. Je mehr die Gehirnthätigkeit entwickelt ist. desto weniger Schlaf hat man nöthig. v»«wiss« wilde Völker, wie die Papua« oder Buschmänner, schlafe«, sobald sie sich unbefchäftigl sehen, und dabei ist e« ihnen gleichzittig, in welcher Körperstellung sie sich befinden, ob sie liegen oder an einem Baum ge» lehnt stehen, sie schlafen; 12 dt« 15 Stunden von von den täglichen 24 ver>chlafen sie. So viel schlafen sonst nur Idioten und Kretin«. Der geistig wenig reg« Bauer hat ein erheblich größeres Schlafb» dürsniS als der lebhafte Stadtbewohner. Männer wie Napoleon und Kam schliefen uur 4 bis 5 Stunden täglich, und Goethe. Schiller. Humboldt, Friedrich der Große und Miradeau hatten, wenig-stenS im späteren Lebensalter, sogar an 2 bi» 3 Stunden genug. Freilich gibt« auch hierin Au«-nahmen; der französische Mathematiker Moivre schlief im Alter von 80 Jahren 29 Stunden täglich, — Zwei amerikanische Aerzte. Patrü und Gibert, haben festzustellen versucht, wie lang« ein gesunder, erwachsener Mensch ohne Schlaf sein kann, indem sie selbst sich den Schlaf entzogen. Sie hielten da« 4 Tage und drei Nachte au», mussten dann aber den Versuch abbrechen, weil sie so schwach wurde«, das» sie für ihr Leben fürchten mussten. Beide» war die dritte Nacht die schlimmste, ver Pul» gieng schwach, die Körpertemperatur war aus ein Mini« mum gesunken. Ader eine gut schlafend zugebrachte Nacht stellte mit einem Schlage ihre gesunkene« Lebenskräfte wieder her. Der Schlaf vor Mitternacht ist ersahruug«-gemäß der gesündeste und stärkendst». Der erwachsene Mensch sollte um 19 Uhr zu Beit geben, aber auch nicht vor Tagesanbruch aufstehen. Er würde also im Winter mehr schlafen als im Sommer. Kind« gehen, je nach dem Alter, um 8 oser 9 Uhr zil Bett. Schlafen soll «an stet« mit geschlossene» Munde und durch die Nase athmen. DaS Äett soll vom Fenster möglichst entfernt stehen in eine» möglichst großen Raum, dann kann da« Fenster auch offen sein. Die gesündeste Temperatur ist 12 bis 15 Grad. Am besten schläft man, wenn ma» auf der rechten Seite liegt. Auf dem Nucken liegend, beengt man die UnterleidSorgane, auf der linken Seite liegend, Herz und Lunze. Für voll-blutige Personen empfiehlt sich'«, das« der Kops hoch liegt, blutarme schlafen besser mit niedrige« Kopfkissen. Draperien sind im Schlafzimmer thun» I lichst zu vermeiden, weil sie nur Staudfänger sind und die Lufterneuerung außerdem verhindern. U» Kinder zum Schlafen zu dringen, soll man ni« zm« Wiegen die Zuflucht nehmen, auch nicht einmal m den Armen der Amme soll da« Kind zum Zwecke der Einjchläferung schaukelnd auf- und abgetrage» werden; überhaupt ist jede künstliche Einschläfecung zu vermeide», denn die rhytmische« Bewegung»« des Wiegens und Schaukeln« haben die schädlich« sten Folgen sür da« Nervensystem unserer Kleine», abgesehen davon, das« sie die Körper-Wärme wefent« lich herabsetzen. In Russland sagt mau von eine« Idioten: .Er ist zu viel gewtegt worden." vermischtes. Kaiserin ßharlotte von Mexiko. Ueber daS Befinden der unglücklichen Gemahlin de Kaisers Maximilian von Mexiko, die feit de« Brande de« Schlosse« Teroueren nunmehr etw zehn Jahre in dem kleinen Schlosse Boucho zwischen Brüssel und Loewen lebt, liegen jttzt i» ausländischen Blättern verschiedene Mittheilunge» au» jüngster Zeit. vor. Während daS Schloss Teroueren mitten in der herrlichen Waldgegend situiert ist. welche di« belgische Hauptstadt von de« MaaSgebiete trennt, ist die Gegend um Schloss Bouchout eine flache Ebene, i« welcher der Schloss» park — eher ein großer Garten, als ein Park z» nennen — eine Oase bildet. Nur wenigen ist et vergönnt, in di« Nähe der Unglücklichen zu gelange«, weil sie äußerst menschenscheu ist und beim Anblicke neuer Gesichter große Angst an den Tag legt. Außer den Bedienten, deren Zahl sehr besinnst ist, kommt nur der Irrenarzt in daS einfa«« Schloss, um die Kranke von Zeit zu Zeit zu unter-suchen. So viel man hört, läsSt das physische Befinden der belgischen Königstochter nichts z« 1899 tätigen übrig. Die jetzt 59jährige Kaiserin ist nt stark beleibte Dame geworden, die nur sehr «femt an die schöne, jugendlich schlanke Prinzessin rtnnerl, welche der Erzherzog Maximilian von Österreich im Jahre 1857 alS Gemahlin heim-führte. Dagegen verschlimmert sich ihr geistiger jjnftand zwar langsam, ober unablässig. Die Um-«chtung macht weitere Fortschritte, so das« die tanke häusig ihre nächste Umgebung nicht mehr «kennt. Bon Zeit zu Zeit treten aber auch wieder lichte Augenblicke ein, in denen die unglückliche irstin mit Vorliebe der Musik obliegt. In früheren ihren pflegte sie mit der Königin Marie Henuette, tot zweimal wöchentlich aus Besuch nach Schloss kitchout kam. vierhändige Stücke aus dem Clavier > spielen, seitdem die Königin aber an chronischer wachiti« leidet, sind ihre Besuche auf Schloss loudjoui seltener geworden, und pamit wuchs auch !e Einsamkeit der Kaiserin Charlotte. König »polv II. und sein Bruder, Graf Philipp von pmidern, sind nur seltene Gäste aus Schloss kuchout, weil zu häufige Besuche von männltchen Personen nach ärztlicher Aussage der Kranke» schaden. ßine Pegicrung, die Kostgeld unterschlägt. Ltsterreich Ungarn Hai vor kurzem den Postan« lmsungSverkkhr mit Montenegro eingestellt. Die fkrreichische Postverwaltung hat seit einer Reihe msi Jahren die au« Montenegro kommenden Post« ««eisungen anstandslos ausbezahlt, ohne dass die Zuckungen der angewiesenen Beträge eingelaufen oärcn. Aus wiederholte Ermahnungen, endlich «mal abzurechnen, kamen ausweichende Antworten, «ter kein Geld. So gieng eS Jahr« hindurch, bis Ut Forderungen de» österreichischen Postärars eine Höhe erreichten, die ein längeres Zuwarten nicht Rstattete; sie betrugen über eine halbe Million iilden. AI« energischere» Drängen mit dem Hin-«eise aus die total leeren Cassen des Staate» be-avwortet wurde, brach man endlich in Wien den kostspieligen Verkehr ab, um sich vor größerem Hihaden zu bewahren. Nun bleibt die Frage offen, »i» mit den für Rechnung deS österreichischen Post« kttS bei den montenegrinischen Postämtern eingeölten Beträgen — und dieselben wurden that-ichlich von den Leuten in Montenegro voll einge-thlt — geschah. Nun. sie wurden zu allerlei »deren Dingen verwendet — kurz gesagt, sie mcden im Regierungsaufträge unterschlagen. Die HvstaniveisungSbeträge sind nach europäischen Be« Hvntn ein anvertrauteS Gut, daS nicht angetastet »erden darf, ohne das« man sich eine« Verbrechen« föiißin macht. Dieses Verbrechen degieng unge« scheut Montenegro, da» «stolze Montenegro, dessen «hwttiche Ueberlieferungen da» gesammte Slaven-Mm al« einen gemeinsamen Slatz zu hegen und zu pflegen gewohnt ist.' — Man sieht, das« man Nontenegro nicht gar so viel Unrecht thut, wenn «aii e» noch immer den Staat der Hammeldiebe Int. Die Ansprüche und Bedeutung sudafri-timilchcr Hrtsnamen. Der durch f.tite südafri-lamsHm Aroeiten bekannte Kartograph Langhan» Kleine Zusammenstellung niederdeu>sch-asrikanischer Hmnv:oörter, die in de» Ortsnamen des Lande» d-utfiz wiederkehren. Die wichtigsten führen wir ,zch!tehend auf; unsere Leser können sich etwaige Unrichtigkeiten in den Ortsnamen der einlansenden jtnegSberichte danach selbst verbessern. Aar bedeutet einen unterirdischen Wasserlaus (hochdeutsch: Ader; fcnach heißt die militärisch wichiige Eisenbahn« klmzstation im nördlichen Kapland De Aar); am bezeichnet außer dem Erdwall zum Auffangen tef Wasser» auch die gestaute Waffermenge selbst; 4iortn Dornakazienbestand in Flußbetten; drift: fsAsSfurth, UeberfahrtSftelle; soutein: Wasser loch. CutUe; gravwater: Wasserloch int FlusSbett; klip: €(tin, Klippe, Felsen; kwof: Schlucht, Kluft; loik: Wasserloch; kop, kopje: Bergkuppe. Hügel; iuxtv: Niederung, weile« FlusSthal; woäder: Mrast; oog: Auge, Wassertümpel; doo^t«: Hoch« «dme, Bodenschwelle; pan: Salzpfanne, Reste fixerer Brackwasserseen; poo-t: P'orte, Engpas«; jiiit, pfits: gegrabener Brunnen, Wasserloch; riet: Schilfrohr; rivier (nicht revier): ZlusS; spruit: tPidj, kleiner Flus»; struat: vegetationslose, geröll« tedeckte Ebene; vclJ : Weide« und Jagdseld, Ebene; vlikte: Fläche, plateauartige Wasserscheide zwischen juei FlusSsyslemen; vlei: zur Regenzeit Wasser Wende kleine Senkungen mit thonigen» Boden; ntsrbank: Wasser haltende, wannenartige Ver-tiejwißen im Felsboden; worft: Wohnplatz. An-fidclung; zand: Sandfläche. Zur richtigen Au«-spräche ter holländisch.» Namen sei endlich noch a»Mhrt, das« »e wie a lautet; etu wie e ■nbw = teo, Löwe); ie, ieu wie i; ij wie ei; <>e wie u (also Bloetnfontein = Blumfonlein); ..Deutsche Wacht- oo = o ; ou = au; ach = s—ch : u = Q; ui = en; v — f; z = j (zum Beispiel Zandspruit = Sand» spreu'). Pas Martyrium einer Krau. Die Berliner Blätter besprechen eingehend den Selbstmord der bekannten, hochbegabten Schriftstellerin Kapff-Effen-tber. Nach hinterlassenen Schriftstücken hat sie den Tod infolge unglücklicher Familienverhältnisse ge« sucht. Sie war feit etwa zehn Jahren mit dem ehemaligen Schauspieler, späteren Schriftsteller und Berliner Theaterdirector Paul Blumenreich verheiratet. Die erste Frau Blumenreich's starb nach mehrjähriger Ehe; die zweite Gattin verließ bereit» nach wenigen Wochen sein Hau« und wurde auf ihren Antrag geschieden. Der Ehe mit der jetzt Verstorbenen entstammen zwei Kinder, ein Knabe und ein Mädchen. Der ehemalige Director de« Theater« de« Westen» und de» Theater» Alt-Berlin war bekanntlich nach Amerika entflohen und hatte di« Gattin und die Kinder zurückgelassen. Anfang» hat ihm da» Glück gelächelt; er wurde Secretär an einem deutschen Theater in New-Aork und konnte Frau und Kinder unterstützen. Anfang« diese« Jahre« schick!« Blumenreich eine größere Summe, damit die Familie die Ueberfahrt nach Amerika an-treten konnte. Seine Gattin entschlos« sich, vorläufig die beiden Kinder zu senden, die auch im Juli d. I. in New-Iork landeten. Dann aber verlor Blumenreich seine Stellung, und e« liefen jammer-volle Briefe bei seiner Frau ein. Ec schrieb, das« er und die Seinigen am Hungerluche nagen und das« er nicht wisse, wie er da« tägliche Brot beschaffen solle. Nun war die Reihe zu helfen, an der Frau und sie hat redlich gethan. Die im höchsten Grade Herzleidende arbeitete rastlos. Sie lebte in Pension bei einer Familie in Friedenau in der Ringstraße. Da traf zuletzt ein Brief ihres Manne« ein, in welchem er mittheilte, das» sich bei thm Anzeichen der Rückenmarkschwindsucht eingestellt hätten. Da-raus hat die unglückliche Frau anscheinend den letzten LebenSmuth verloren. Hine neue stunde von Andrer! Eine neue Version über d-t« Schicksal Andree'« ist jetzt in England im Umlauk. Con'readmiral Champion hat einen Brief von seinem Niffen Mr. Alston er« halten, der in Fort Churchill, dem nördlichsten Handelsplatz der Hudfons-Bay Companh, feit fünf Jahren in Stellung ist und die Sprache der Es« kimoS versteht. I» diesem Briefe heißt eS: „Du wirst überrascht sein, von mir etwaS über daS Schicksal der Ballonexpedition im Norden zu hören. Am Ansang de» Frühling« kam ein Eskimo, „de« allen Donald'S Sohn", mit einigen anderen Es« kimo« in'S Geschäft. Nachdem die Eskimo« ihre Einkäufe besorgten, giengen sie fort, nur Donald'S Sohn blieb zurück und erzählte mir, dass im letzten Sommer im Norden zwei Weiß« getödtet wurden, und dass er vermuthe, sie hätten zu den Leuten im Ballon gehört. Ich schenkte dieser Erzählung nicht viel Aufmerksamkeit, hielt es aber für meine Pflicht, Dr. Milne davon zu benachrichtigen. Später kamen zwei andere Eskimos, SlocklyS und fein Bruder, zu mir und brachten mir eine Nachricht, nach der eS fast zweifellos erscheint, dass die Andree-Ex-pedilion im Norden verunglückt ist. SlocklyS' Bruder war im letzten Sommer bei einer Jagd aus Bisamochsen mit vier Weißen zusammengestoßen, die ebenfalls Moschusthiere schössen. Ein Hause E«-kimo«, der um die Zeit in die Nähe der Weißen kam. sah die Thiere nicht, und da die Eskimo« infolgedessen dachten, dass aus sie geschossen würde, so zogen sie Pfeil und Bogen hervor und zielten aus die Weißen. Zwei Weiße wurden auf der Stelle getödtet. Die anderen zwei ergriffen die Flucht und wurden von den Eskimos ve'folgt. Ihr Schicksal ist nicht bekannt. SlockyS' Bruder sah die beiden Weißen, die vom Pfeil durchbohrt waren, auf dem Boden liegen. Der eine war ein Mann in mittlerem Alter, klein, untersetzt, der andere ein noch junger Mann. Der ältere trug einen Schafwollanzug, der jüngere einen Tuchanzug. Die Eskimos forderten SlockyS' Bruder auf, mit ihnen zurückzugehen, da sie weiter nordwärts ein große«, runde« Ding, da« mit Tabak, Kleidern und Munition gefüllt war, entdeckt hätten. Er wollte aber nicht. Er brachte «in Stück von d«m Fell, da« di« Eskimo« im fernen Norden tragen, ntit sich, um zu beweisen, das» er so weit war, wie er sagte." Ein verhängnisvoller Auls. Unlängst kam in einer Gesellschaft in Rom da» Gespräch aus die Folgen, welche da» Küffett aus da» Obr Haben könnte. Auf dem Nachhausewege von dieser' Ge-sellschast fragte der junge Baron Riccordi, der Neffe be» bekannten Cavalleriegeneral«. feine Braut scherzhaft, ob sie sich wohl von ihm einen solchen S Kui» gefallen lassen und vor den Folgen nicht zu» rückfchrecken würde. DaS Mädchen antwortete lachend: .Versuch eS." Kaum war da« Wort ausgesprochen, al« Riccordi den Kopf seine? Braut auf die Seite bog und ihr einen schallenden Kuf« aus da» rechte Ohr drückte. In demselben Augen-blick fühlte da» junge Mädchen einen stechenden Schmerz im inneren Ohr, und noch in derselben Nacht musste ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, da die Schmerzen schnell zunahmen.- Der Zustand verschlimmerte sich von S'unde zu Stunde, ein oparativer Eingriff wurde nöthig; er wurde jedoch zu spät vorgenommen, die Dame hatte be» reit« auf dem Ohr da» Gehör verloren. Waschtrog als Modequelle. Lady Broom erzählt in ihren in „Cornhill Magazin' erscheinenden „Colonial-Memoiren" interessante Erlebnisse au» Trinidad. Besonder» über die Putzsucht der Neger und Negerinnen weiß sie manche» zu berichten. Wäre nicht ihre grenzenlose Eitelkeit, so würden die Einwohner von Trinidad gewiss nie arbeiten. Nahrung und Wohnung wächst ihnen sozusagen am Wege und durch da« Klima wird jede LeibeSarbeit zur Qual. Warum also sollten Neger und Nege« rinnen spinnen und weben, wen» es nicht wäre, um sich Kleider zu schaffen, die mit Salomo und seiner Pracht wetteifern könnten? In der Kirche am Sonntag tragen die Negerinnen zum Beispiel die fulminantesten Hüte. Lady Broom fragte einst eine Freundin, woher diese Damen denn ihre Modelle hätten, denn ihre Röcke und Aermek waren von correcteslem, modernstem Schnitt. „Die Schöpferinnen der Mode hier sind die Wäscherinnen', lautete die Antwort. «Da» ist sehr leicht zu be-gründen; wenn die Europäerinnen eine Blouse oder ein Mouffeline- oder Eretonnekleid in die Wäsche schicken, so rusl die Wäscherin ihre Freundinnen und Nachbarinnen herbei und diese studieren und copieren da» Kleidungsstück genau, bevor e» wieder in die Hände der Eigenthümerin gelangt; und ebenso geht es den Tennis- und anderen Anzügen der Herren". Dem Vernehmen nach wird die Firma Georg Schicht in Auffig im nächsten Frühjahre eine be-deutende Erweiterung ihrer Seisenfabrk vornehmen und neben ihrer bereit« bestehenden Fabrik für Er-zeugung von Seifenölen noch eine neue errichten. Da« Unternehmen, welche« derzeit schon in seiner Art da« größte auf dem europäischen Festlande ist, wird sich nach Fertigstellung der neuen An-lagen neben den größten Unternehmungen dieser Art in England sehen lassen können. Die neue» Fabriken werden die neuesten Fortschritte anfweisen, die in der letzten Zeit gemacht worden sind, und welche die Seifenfabrikation erst zur eigentlichen Großindustrie ausgestalten. Z)ie schwarze Berte. Von Hugo Klein. „. . . Die Heldin meiner Geschichte", sagte der Juwclenhändler, indem er sich eine Cigarette anzündete, „ist eine Perle, und zwar eine tiefschwarze Perl« von überraschender Größe und seltenem Glänze. Ihre Kostbarkeit lässt sich schwer in Ziffern ausdrücken. Es sind nun gerade zwanzig Jahre her, da trat eine« Morgen« ein junges Mädchen in einen großen Juwelenladen in der Hartengasse zu Buda-pest. Ihre Kleider waren seltsam angefertigt; auf dem Kopfe trug sie einen Hut von fchreienden Farben, in der Han) einen großgeblümten Sonnen-schirm auS alter, vergilbter Seide. Man merkte dem Mädchen auf zehn Schritte die „Landpome-ranze" an. Mochte wohl irgend ein kleines Silber-Armband mit dem emaillirten Worte „Souvenir" als Andenken an die Reife nach der Hauptstadt kaufen wollen oder dergleichen. Sie sah so simpel auS trotz ihrer hübschen Augen und der Grübchen in dem rothbackigen Gesichte, dass sich weder der Ches noch sein Commi« veranlasst fühlten, ihr auch nur einen Sitz anzubieten. Da« junge Mädchen schien aber diese Miss-achtung gar nicht zu bemerken, ließ sich ruhig in dem kleinen rolhsammtenen Fauteuil nieder, welcher für die noblen Kunden de« Lande« in Bereitschaft stand, kramte dann in ihrem Gretchentäschchen herum und.zog schließlich einen sorgsam in Seiden-papier gehüllten Gegenstand von dort hervor. Langsam schälte sie diesen Gegenstand herau«, winkte dann den Chef der Firma näher und hielt ihm zwischen Daumen und Zeigefinger ein große» etwa« entgegen. „Wa« ist das wert?" fragte sie mit jugend« lich melodischer Stimme. 6 Der Juwelier »ahm den Gegenstand, sichtlich gespannt, auS der Hand der Fremden. ES war die erwähnte Perle, von einer Schön-heit und Pracht, das« der Mann seinen Augen kaum traute. An einem Punkte hatte sie einen kaum merklichen Desect. Der mochte wohl von einer Spange oder Schlinge herrühren, aus welcher die Perle genommen war. „Die Perle hat einen Fehler", sagte der Ju« welier. „Totsagte die Fremde gedehnt, indem sie sich vorbeugte, um die kleine Verletzung deS Kleinodes zu betrachten. Der Juwelier fasste das Mädchen genau in'S Auge. Ihr Erstaunen war ganz aufrichtig, nicht die geringste Heuchelei lag darin. Sie war keine ttennerin. „Woher haben Sie die Perle?" fragte nun der Mann. „Da« ist wohl gleichgiltig", erwiderte da» junge Mädchen lächelnd. „UebrigenS ... ich bin Besitzerin eine» kleinen Pfandleihgeschäfte» in ber Provinz, da« ich von meinem Vater geerbt habe. Eine hohe Herrschaft will den Schmuck bei nur versetzen. Sie verlangt viel dafür. Sagen Sie mir, wa« die Perle wert ist, und ich will Sie für Ihre Mühe bezahlen". „Ich kann die Perle nicht schätzen', sagte der Juwelier, inbem er sie bewundernd betrachtete. .Warum nicht? Warum können Sie die Perle nicht schätzen?' fragte da« Mädchen ein wenig ärgerlich. „Ich will Sie ja für Ihre Mühe be» zahlen". „Gut, gut," beeilte sich der Mann begütigend zu sagen. .Ich wollte damit nur andeuten, da>« die Perle unschätzbar, weil sehr selten ist". Da« junge Mädchen überlegte einen Augen-blick, indem sie den Mann prüfend betrachtete. Dann fragte sie: ^Kann ich daraus zweitausend Gulden leihen?" „Unbedingt". „Und fünftausend?" .Auch". .Und zehntausend?" Der Juwelier nickte lächelnd mit dem Kopfe. Der Provinzschönen war ganz heiß geworden, und sie fuhr sich mit ihrem Tüchelchen über da« Gesicht. Ihre Augen funkelten nun, wie sie schöner leuchteien. Sie bat um ein GlaS Wasser. Der vorhin erwähnte respectlose CommiS stürzte eilfertig und gefällig mit einem Glase fort. „Und zahlen Sie mir für die Perle die zehn« tausend Gulden, wenn ich sie verkaufen möchte — denn ich habe auch dazu die Ermächtigung', fragte da« junge Mädchen, noch immer ein wenig mis»« trauifch. ob der Mann keinen Scherz mit ihr treibe. „Nein —" Sie lachte herzlich. „Ahal Da sehen Sie!" rief sie. „E» giebt nur eine Firma in Oesterreich, welche sür diese Perle Verwendung hat und sie kaufen dürfte. E» ist die eine» Hosjuwelier« in Wien". „Können Sie mir die Adresse angeben?" .Gern". Der Verkäufer schrieb die Adresse auf ein Blatt Papier. Die Fremde dankte freundlich, indem sie e« entgegennahm und mit ihrem Kleinod wieder in der Gretchentafche verbarg. Tann trank sie da« GlaS Wasser, welche« ihr der Eommi« unter Bücklingen darreichte, erhob sich, legte trotz aller Ablehnung einen Gulden al« .bescheidene Schätzung«-gebühr" auf den Tifch und entfernte sich. Vierundzwanzig Stunden später trat dasselbe junge Mädchen in der nämlichen, in Wün noch befremdlicher erscheinenden Toilette in den Laden de» Hofjuwelier« aus dem Graben, der ihr bezeichnet worden war. Dort empfing ich die Besucherin — ich war damal« als Stellvertreter deS Ches« und al« Geschäft«leiter bei der alten Firma angestellt. Ich sah die Perle — die Verkäuferin stand in gar keinem Verhältnisse zu ihrem Besitze. „Vor allem, mein Fräulein", sagte ich, „wer-den Sie so gütig sein, mir zur Polizeidirection zu folgen, um sich dort auszuweisen, wie Sie in den Besitz diese» Schmuck,S gelangt sind". Sie richtete einen zornsprühenden Blick aus mich. „Und wenn ich da« nicht thue?" ries sie heftig. „Dann müsste ich bedauern, einen Wachmann holen zu müssen, der sie dahin geleitet". .Gut', sagte das Mädchen, .ich folge Ihnen, wenn vaS so Sitte ist in Wien, mit Kunden um-zugehen . . . Lassen Sie freundlichst einen Wagen holen'. „Sie müssen entschuldigen", sagte ich, „aber der Fall — ein Kleinod von diese« Wert —" „ES ist schon gut', sagte sie kurz. .Wa» Sie thun, thun Sie ja auf Ihre Verantwortung'. Da» Mädchen erschien mir nun durchaus rechtschaffen und ganz geicheidt. Ich verstehe mich auf das Benehmen von Schwindlern. Ich täuschte mich auch nicht. Im Polizeiamte wurde die jun^e Fremde aufgefordert, sich auszuweisen, wer sie fei und woher sie die Perle habe. Sie gab an, sie heiße Cäcilie Roth und fei nach Großwardein zu-ständig. Sie besitze von ihrem Vater ein kleines Pfandleihgefchäft, in welches häufig ein junger Bauersmann gekommen wäre. AkoS Kelemm mit Namen, der verschiedene Habseligkeilen versetzt habe. Er sei sehr arm. Eine« Tage« kam sie an dem Häu«chen Kelemen» zufällig vorbei und hörte lauten Lärm im Hofe. Da ihr der Mann bekannt war, trat sie ein und hörte, das« man ihn wegen einer Schuld von achtzehn Gulden pfänden wollte. Kele-men rief sie zur Seite, zeigte ihr verstohlen di« Perle und erbat sich zwanzig Gulden dasür, um seine Schuld bezahlen zu können. Er sagte, die Perle sei ein alte» Andenken, von dem «r sich ungern trenne. Mehr au» Mitleid mit dem armen Teufel, al» überzeugt von dem Wert der Perle, gab sie ihm die verlangte Summe. Sie wusste wohl, so viel verstand sie von der Sache, dass die Perle einen hohen Wert besitzen müsse, wenn sie echt war. Si« hitlt sie jedoch nicht für echt. Da« weitere ist au» mriner Erzählung bekannt. Sie fügte nock> hinzu, das» sie, in Pest über den Wert de» Kleinode» aufgeklärt, die Reise nach Wien gemacht habe, um «» zu veräußern, in der Absicht, den Erlö» mit dem armen Kelemen ehrlich zu theilen. Fräulein Cäcilie Roth blieb in ihrem Hotel unter Polizeiaufsicht, bi» man in Großwardein die nothwendige» Erhebungen gemacht. Ausführliche Depeschen giengen nach der ungarischen Provinz-stadt. Die Aussagen de» jungen Mädchen» wurden in allen Punkten für richtig befunden. E« stellte sich ferner heraus, das« der Vater deS.Ako« Kelemen ehedem Kammerdiener de« Grafen Ludwig Batthyänyi. de« Ministerpräsidenten der ungarischen Regierung vom Jahre 1848, gewesen sei.MBatthyänyi trug die Perle al» Busennadel und schenkte sie wenige Stunden vor seinem Tode — er wurde bekanntlich erschossen — seinem treuen Diener al« Andenken. Nie wollte sich dieser davon trennen. Doch er starb, und sein Sohn lö«te schon früher die goldene Nadel und die Fassung ab, um sie. von Noth getrieben, zu veräußern. Da« geschah schließlich auch mit der Perle, von deren Wert er keine Ahnung hatte. Wie die Perle in den Besitz de« Grasen Bat-thänyi gelangte, ist nicht bekannt. Vermuthlich hatte er sie von irgend einem Curiositätenhändler gekauft und theuer, wenn auch nicht dem vollen Werte nach, bezahlt. Diesen Wert kannte er selber nicht, al« er dem treuen Diener vor dem Tode ein kostbare« Andenken, da» einzige, da» er noch besaß, zurücklassen wollte. Der englische Kronschatz kauft« die Perle um 2500 Pfund Sterling (25 000 Gulden) an. — Ein nett«» Sümmchen! Fräulein Cäcilie Roth theilte da» Geld durchaus loyal mit dem armen Ako« Kelemen. E« blieb aber doch beisammen, denn die Beiden sahen sich schon lange gern, und da« unverhoffte Glück machte sie zu einem Ehepaar. Der Diamantenhändler schlos« sein« Erzählung. „So romantische Geschichten könnt«» viele Perlen und Diamanten erzählen", sagte «r. „Gar merk-würdige Schicksale sind oft mit ihnen verknüpft. Glück und Thränen . . ." 2£ rftfiliMlhft des „Teutschen Schul. ■JI vJl Ul Illtl I Vereines" und unseres Zchuyvereiues „Südmark" bei Spieleu und Wetteu, bei Festlichleiten n. Testamenten, sowie bei unverhofften Gewinnst?»! Schriftthum. „Wi«n«r illustriert» Frauen.Zeitung", Familien, und Mob«. Journal. Berlag M. Breitenftem. Wien IX.. Währingerstratze ». Pitis vierteljährlich »0 kr. Einzelne hefte 15 kr. — ProbeMim-twi gratis; vorräthig in allen Buchhandlungen. M-'sem reichen Jnhalle de» 8. Heftes, III. Jahrgang, bufrrpprrW-m ^saefiatteten und illustrierten Zeilfchrue>v««n wir hervor: 'Mfce den Tag. — In- und »uia^uipra. Bon Clar^Reichner. — Räth, fei. Bon Paula &tajff — Toast irt Pathin beim Taus-«sle. Von Hcnriettr Weiland^-» Der Wert der echten Perle. Von I. GnikschuS. -»-Mumenpslege. — Abschieds-fegen. Bon Anna Behmjch. — Eines Lebens Sühne. ?to» velle von L. v. »iwrtifs (Fortsetzung). — Allerlei Kochvor. schriften — Kaffee. — Wie man Teppiche wäscht. Bon A. 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Jbw Fackel" >rrfcheint dreimal! im Monai, tnr Umfange »on^tö bis 32 Seitau Oclaoforpat.y^- Pr»t« der yrtfehifn Nummer 10 kr. — Hbottyriunt ...ffprO^irrt December fl. 2.25. — (Für Doflfchtend Waik 4.50, für di« Länder de» Wellvoftvtreines Mark 5.25). — Man abonniert bei, der Sefchästsstelle der .Fackel": BerlagSbuchdruckerei Moritz Frisch. Wien. l>, Bauernmarkt 3. DaS in München erscheinende, auf radical naiie-nalem Boden stehend« Kampiblalt „Hdm" Dringt i» feiner 29. Nummer folgenden Jnha^^ Deutsch«, helft d«n Buren! — Deutschvölkisch^Alele. — Ulrich Hutten-Bund. — OesterreichischD-'^vefchlagnabmullgen. i — Aul dem Kampfe. - Z^oS von Rom-Bewegung. — Allerlei. — EchrisUßckm. — AuS dem deutsch-völkischen Vereine — Briefkasten. — Probe»! Nummern sind jederzeit durch dic Geschäftsstelle, ÜJiiin»! chen 19, Romanstraße 9, »u beziehen. Der Jahres«! bezugSpreiS beträgt fl. 2 5V bei freier Zusendung. . Aus dem Verlage R. v. 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Di« gcbundcW^alan-Ausaab« > grüner oder rot» Eirrbandj dieses SigMoei wird melrach «> Weihnachte» iitfj kleines. pratNlckie^Medenae'cdcnk verabreicht und kann, sei«« eleganten AuMUttung halber, «in würdiges Plätzchen jeder BibUo«: einnehmen. iDiese Ausgabe lostet 7ö tr.« Ein schöneM^ttelbild: „DaS Erzherzog Albrecht ^enkmal^ur W>en", ii^vem ..Wiener Boten" bergtgebn,. Der „I a hrez. b o t «"/ebensaUS illustriert, ist für mrnder beimttelte ivammm berechnet. (Preis 20 kr.) Der Bund Deutscher Bodenreformer, welcher fl&I bekanntlich auS Mitglieder aller politischen und reif« glöfen Richtungen zufammtngeittzt. hat vor kurzem fetnej 10. Jahresversammlung abgehalten. Sein Q»ga«, btel „Deutsche MosKsSi»««" bringt einen,«sniieliend«^ Bericht darüber, der zeigt, welche grß«kn Fortschrillt, die Bewegung in der letzten Zeit^ßr Deutschland «e» macht hat. — AuS dem sonstig^^ahalt des 2. Ct»l toberhefteS fei hervorgehoben -jß" Damaschke, Die Tigo von GSt ingen und die Bo^reform. - Dr. Zsenberz^ Sin Beispiel. Pros. ?N^ln di« deutschen Arbeiter, -j Poultneh Bigelow, l^mer« Regierung und die Zuwachs rente. —■ Zur «D^«aif«rfchnitt an der Austria nnd andere höchst Vtlck.ude politische Bilder» da« Lied vom Hirn, «inM«vcnkdlatt an den Jahrlag, das« »uther seine 95 ZfKkn anschlug, daS Schützt," lieb de« katholischen «kndsturme« beim letzten Trefi-a im Zillerthal. eudl^y eine groß« Anzahl von Gedichten. Sprüchen, GrabfFriflcn und Marteln an die Lebendig-Tedlen gerichtet/ Und trotz alledem wurde zum ersten-mal feit dew< Bannstrahl, diese Nummer nicht m-br beschlagn-bun. Ja, sollte denn auch schon die Kirch« eingeschwebt haben? (Anmerkung de» Seher lehrlins»: Fehlgeschossen l Ta ist er schon mit dem Beschlagnahii-.e-Auftrag l) Auszeichnung. Bon der internationalen Jur>z der Ausstellung vom „blauen Jtxtpgi0 für bürgerlich« Kochkunst in Wien, wurde d^n A. Edlinger» Vev lag in Innsbruck erfchiincD>^Kochbuch .Die österreichi-sche Küche" der Frau »tkronin Marie von Rokitantk; mit der großen MsMlle mit der Goldpalme au^z«-zeichnet. ► 1899 .K-»tsche Wacht' „Neueste Erfindungen und Ersahrun-aui den Gebieten der praktischen Technik, der Elek-lrotechnik, der Gewerbe. Industrie, Chemie, der Land- und Hau-?wirlhschaft :c. XXVI. Jahrgang iA. Hartleben's Perlag in Wien) Pränumeralionsprei» ganzjährig für is Heste franco 4 fl. 50 kr. Einzelne Hefte 36 kr. in iöricfritartcn. — Hieie Keilschrift dient ausschließlich nur dKr>^Praxis. Ihre Mittheilungen, die sich über alle Benpsarten verbreiten, beslehtn in practischen, zuverläjsl^ell^und leicht ausführ-baren Anweisung«, Arbeit»v.'rbejjskungm und Neuerungen «uj technischem und industriellsM Gebiete. Besonders wert-roll sind die zahlreichen Am^nunaen zu neuen, lohnenden Elwerb4arien. Die „NenMn Erfindungen und Ersahrun-«m", im XXVI. Jahra 1fl am 15. Oktober er» schienen. Beide Ausgaben entf Jttn zahlreiche, prächtige sUustraticnen von Künstlern/ersten Ranze», sowie Acmane und Novellen m^ter besten Schriftsteller, Hevulär-wifsenschaftliche Schilderungen i» Wort und Bild, Theater- »>d Kunstberichte, Schachaufgaben, PreiSrätksel und dne „Jllusttrierte Zvgend-Zeitung"» Die den Heften daliegenden farbigen Kunstblätter beweisen, das» dieW{t«irtien Einreibung, die in allen Avo-tbc?en?vorrätii^H, seh« man stet» nach der Marke: Telegraphischer Schiffsbcricht der „Aed Star- n 1. November wohlbehalten in New-Aork angekommen. J\cu ! 4 Ans der Wiener Kochknnst- Au»8t«iiQN£ / Prämiirt prtmiirt S mjt der 1890 X > Goldenen ttftdaille. ISeu! Mit vielen Hin-. strationen n. / \ farbigen Tafeln. Mein uei * rm ochbuch * Yoplotti Richter, Wien. Jeder Hausfrau und K^bin bestens cm- | pfelilenswert. Reichhalt ig, zuverlässig, sparsam Reich illustrtrt z" Preis fl. L 40 in «n« geb. fl 3*— inUu4. laufen. Verlas von: Dir. Moser's Buchh. In 6ru. 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Fstr die herzliche Theilnahme während der Krankheit und aulBsslich des Ablebens, sowie för die zahlreichen "Kranzspenden und die ehrende Hetheiligung an dem Leichenbegängnisse meines un vergesst ichen guten Gatten, d£p H errn Jacob Lauritsch spreche ich in meinem, sowie im Namen der gesammien Verwandtschaft auf diesen, Wege meinen besten, herzlichsten Dank aus. Insbesonders fühle ich mich zu Dank verpflichtet der Genossenschaft in Cilli, sowie den vielen Bekannten und Geschäftsfreunden, welche gekommen waren, um dem so früh Dahingeschiedenen das letzte Geleite zu geben. Die tieftrauernde Witwe. Schöne gute da« ScEafls mit 65 kr. franco int Hans gestellt, liefert Friedrich Jakowitaob, Cilli Rathhansgasae '21. Sicheren Erfolg bringen bie allge«ekn beiväj Kali Mermünz-jiaraifielleii gegen iMbü&ftloftflFrit, Magenwev Uttö schlechtem, verdorbenen Magen^cht in Patern ii 20 bei B.nimba Erben.<«achsolg. M l Rausche»» ^ASler.ÄpotHefe' in> Cilli, Sck,n»arjl &. 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