Nr. 219. Montag am 25. September 1865. Die „Laibllcher Zeitung" erscheint, mit Aueuahmr der Sonn- und Feiertage, täglich, und fosict sammt dcn Beilagen im Comptoir gnnzlichrig N si., hnib-jilyrlg 5 fi. by kr., mit Kreuzband im Comptoir ymizj. 12 st., halbj. 6 si. Für die Zustellung iu'S Hans sind halbj. 50 kr. mehr zu entrichten. Mit der Post Portos«! ganzj., unter Kreuzband nnb L^ drncltcr Adresse 15 si., halbj. 7 fl. 50 kr. Vnsertwnsgeblllir fllr eine Garmond - Spaltenzeik ober den Naum derselben, ist für Imalige Einschaltung 6 lr., fllr 2malige 8 lr., fllr 3malige 10 lr. u. f. »» Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions - Stempel per 30 lr. filr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 si. 90 kr. für 3 Mal, I si. 40 lr. ftlr « Mal und 90 kr. für l Mal lmit Inbegriff des Insertionsfinnpels). Ämtlicher Theil. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. September d. I. die auf dcn 9. Oktober anberaumte Eröffnung des kroatisch» slavonischen Landtages auf dcn 12. November d. I. allcrguädigst zu vertagen geruht. Se. f. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 15. September d. I. aller« gnädigst anzuordnen geruht, daß der Gcncralkricgs» kommissär und Vorstand der 1.". Abtheiln»« des Kricgs-ministcrinmS Johann Edler v. Ecker-Krauß auf scinc Bitte und unter Bekanntgabe der Allerhöchsten Zufriedenheit mit seiner langen, eifrigen und Pflicht» getreuen Dienstleistung in dcn wohlverdienten Ruhestand übernommen werde. Se. l. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. September d. I. die bei dem lombardisch-vcnetianischcn Oberlandesgerichlc erledigte Nathsstelle dcm LandcSgerichtt>rathc in Viccnza Dr. Kajetan Facci»Negrato allcrgnädigst zu vcr-leihtn geruht. Der Staatsministcr hat dcn Lehrer an der k. k. Oberrealschule iu Spalato Dr. Friedrich Bücke is cn zum wirtlichen Lehrer an der k. k. Obcrrcalschulc in Brunn ernannt. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 24. September. Die Wiener Blätter stimmen in ihren mm voll-standig vorliegenden Aeußerungen übcr das a. H. Ma-nifest fast alle darin übcrein, daß sie nicht allein der lmtrdittlichcn Logik der Thatsachen, sondern auch der Wahrheit, dic das Manifest bcscclt, dcr Klarheit, die es zu schaffen flicht, ihren Tribut in mchr oder weniger unmittelbarer Wcisc willig darbringen. Nnr zwei Organe weichen davon ab. Die „Ost'Dcutschc Post" kann sich von den Rechtöfiktioncn des gestürzten Systems nicht los machen, sie stellt die nach ihrer Meinnng verfängliche Frage: Warum wurde nicht auch das Grundgcsch vom Oktober sistirl? Die „Debatte" erwidert treffend hierauf: Die Regierung' beabsichtigte eben keineswegs, dic Verfassung zu suspen« dircn, sie wollte nur eine Thatsache konstaliicu, die sie nicht zn ändern vermag, und sie erklärte jenen Theil dcr Verfassung außer Wirksamkeit, der faktisch nicht zu fungircu vermag. Dic „Ocstcrr. Ztg." iu ihrem heutigen Leader zcigt sich von einem nicht gerechtfertigten Gefühle dcr Empfiudlichkcit gcgcnübcr den Proviuzcn beherrscht, welche die Publikation des a. h. Manifestes mit Demonstrations bcglcilcn. Es zählt unsere Stadt unter dcnjcniqcn auf, welche sich 3.!7'^ "7^"' - D"" l^enübcr müsscu wir denn doch auf die cul,chicdcu günstige Aufnahme Inn-we, en, welche das cmch von uns gewürd g c M ,fch m dem sloveni chcu Blatte „Novice" und den scheu Orgaue der kraiuischeu Autonouiistcu dem T < glav" gefunden hat. Uebcrhaupt habcu die Slaven Oesterreichs - und sie bilden die Mehrzahl dcr „ich ungarischen Bevölkerung - das Maui cst mit Vertrauen und gerechter Hoffnung aufgcuommcu. daß sic bei entsprechender Ausführung dcssclbcu die ilmcn ac< biihrcndc Stelle nutcr dcu glcichbcrcchtiglcu Nationen Oesterreichs ciimchmen werden. Die Slaven Oesterreichs find strts den: kaiserlichen Worte, auch in Zcitcn, wo dcr Bestand dcr Monarchie durch cinc kleine abcr unermüdlich mini-rcnde Partei in seinen Grundfesten bedroht schien, mit Vertrauci, gefolgt und haben ihre Treue mit hrcm Blute besiegelt. Ihre Stimme mag denn wohl auch in einem Augenblicke vou Gewicht sein, wo ihre Trcuc dcn wohlucrdicntcu Lohn empfangen soll! Daß abcr auch dic deutsche Bevölkerung nicht von engherzigen Anschauungen bcscclt, sondern in ihren hervor-ragendstcn Vertretern geneigt ist, auch dcm slavischen Bruder sein Nccht widerfahren zu lassen, zcigt daö Auftreten zweier touanacvcudcu Grazer Journale: Dic „Tagespost" sagt, man miissc uubcfaugcn die Thatsache ins Auge fassen, daß dic Majorität dcr Völker, welche dcr Fcbruarvcrfassnng abhold geblieben, bei ihrer Suspension in Jubel ausbricht. Daö sci ein Faktum, mit wclchcm gerechnet werden müsse. Der „Telegraf," daö mit 1. Oktober sich zu einem großen Blatte erweiternde Organ dcr steierischen Autouomistcu, gcht auf daö im Juni 1601 entworfene Programm seiner Partei zurück und zeigt, daß cö im Wcfcntlichcn mit dcm allcrh. Manifeste übercinstimmc. Er spM^ zwar aus, daß sich dcr steierische Landtag nie zu ciucm, scinc Kompetenz überschreitenden Beschlusse übcr die staatsrechtliche Frage hcrbcilasscu wcrdc. Allein die Besorgnis;, daß die Landtage die staatsrechtliche Frage zu löscn haben werden, ist bereits dnrch offiziöse Ertläruugcu beseitigt, wornach das Ergebniß der Berathungen der Landtage vou Ungarn und Kroatien cincm:i/I iwo zu berufenden Rcichörathc vorgelegt werden wird nnd für dcn Fall, daß dic Verhandlungen mit Ungarn nnd Kroatien scheitern, dc» allcu Provinzen ihre erworbenen VcrfassnngSrcch'.c '.mgcschmälclt bleiben. In dieser Versicherung scheint nnö dcr Kern dcr Franc zu liegen, dcun wärmn soll cme Verständigung, die doch vou allen Theilen gewünscht wird, „icht versucht werden, wenn dicö ohnc alle Gefahr für dcu Rechts-bestand dcr nicht ungarischen Länder geschehen kann? Dic Schöpfung der höheren Gemeinden. '^ Wien, 20. September. Mit dem willkürlich crsonucuen Gaugrafcnprojckte, dcm als reiner tendenziösen Erfindung und Irreleitung der öffentlichen Meinung bereits entgegengetreten wor-dcn, ist in dcr Tagcsprcsse die Schöpfung dcr höheren Gemeinden, dcr Bezirke und Kreisvertretnugeu berührt, daS Streben und die Absichtcu dcr Rcgicruug in das Bcrcich dcr Diskussion gezogen und die Frage aufgeworfen worden, wcr statt dcr ersonnenen „Gau« grasen" die Spitze dieser höhcrcn Gemeinden bilden soll und ob das System dcr gegenwärtigen politisch-administrativen Organisation geändert, odcr ob nur die höhere Bezirks- und Klcisgcmciudc dazwischen ciugc-schoben werden soll? I" Bcantwoitnug dicscr Fragen tonnen wir mittheilen, daß cs sich dcr Regierung um nichts Anderes handelt, als die in dcr autouomcn Gcmcindc bcicitö gcgcbeuc Orgauisatiou auch in dcn höheren Glicdcruugcn dcs Vrziilcs uud KrciscS durch' zusühlcu. Bckanutlich ist daö diesbezügliche Rcichs-gcsctz dnrch die Ncichövcrtrctuug geschaffen uud dcu Randlagen vorgelegt worden, von dcncn cö thcilö an-gcnommcn, thcilö vertagt odcr abgclrhnl worden. Nachdem dicscö Gcsctz in Böhmen mit Befriedigung des Landes in dcr Durchsühruug begriffen ist, geht die Absicht uud daS Slrcl'cn dcr Regierung, so fest auch bci ihr dcr Entschluß, dcu Grundsatz dcr Autonomie zur Buchführung zu briugcu, stchcu mag, dahin, dcn in dcm bezüglichen Ncichsgcsctzc festgestellten Grund' satz dcr BczirlögclMindc, dicscs höheren Ausdruckes dcr frcicu aulonomm Gemeinde, uutcr Fcsthaltuug dcr Beslimmnna.cn dicscS Rcichögcsctzcö iu allcu jcncn Län-dcrn, wo dic Verhältnisse sclbst dafür fprcchcn, mit Zustimmung dcr Landtage auszuführen , zu wclchcm Zwecke dcn nnu wicdcr cinbcrufcncn Laudtcigcu ciuc diesfälligc Vorlage gemacht, respektive die frühere Vor-lagc wirdcrhult werden wird. Im Punkte dcsscu, wcr dic Spitze dcr höheren Gemeinden bilden soll odcr bilden wird, glaubt die Regierung diese Frage, welche Intelligenzen hiczu berufen werden, als eine innere deS Kreises odcr Bezirkes und als eine Vertrauens« sache dcr Wählrr anerkennen zu müsscu. Was di« Frage betrifft, ob mit der Schöpfung dcr höheren Gemeinden Aenderungen im Systeme der politisch« admiuistrativcn Organisation beabsichtigt werden, diirste wohl Jedermann einleuchten, daß vorerst höhere autonome Organe thatsächlich geschaffen, in ihrem Wirken füglich auch erstarken müssen, bevor daran auf verfassungsmäßigem Wege weiter gedacht werden kann, ihren dnrch das Rcichögcsctz normirtcn Wirkungskreis im gesetzlichen Wege zu erweitern nud hiedurch die Kompetenz dcr landcsfürstlichcn Behörden, welche man jedoch für die administrative», daS StaatSiutcrcsfc unmittelbar berührenden Angelegenheiten wohl nie gau; wird cutbehreu können, zu beschränken. Dieses ernste Streben dcr Regierung nach Herstellung und Einrich-»ichtuug autonomer Organe muß aber allgemein gewürdigt werden, insbesondere aber von Denen, die das Losungswort der Regiening „administrative De-zcnttalisatiou," „Selbstverwaltung," „Veschränlung dcs überwuchernden BureaulratiSmus" zu dem ihrigen gemacht habcn. Iu diesem jedoch dualistische oder wicdcr föderalistische Bestrebungen zu suchen, hiezu bieten sich uns, uoch jedem Andcru, leine Stutz« m'd Anhaltepunkte, uud daß die Regicruug die gesammten Bestandtheile dcr Monarchie auf gleichen Unterlagen der Freiheit uud dcr Autonomie in dcr Verwaltung und Gesetzgebung gestützt haben will, ist wiederholt erörtert worden. ? Wien, 22. September. Die ernste väterliche Absicht Sr. Majestät, allen cincu Völkern jene wahrhaft verfassungsmäßigen Rechte zu Theil werden zu lassen, welche die „Einheit des Nclchcs iu dcr Beachtuug der Manliigflligleit wncr Bestandtheile und ihrer geschichtlichen Rcchts-cntwicklung" sichcru, hat s-iucn erhabenen und fcicr-licheu Ausdruck iu dcm Allerhöchsten Manifeste vom 20. September gcfundcu. Die öffentliche Memuna wird die kaiserlichen Worte gewiß mit großer Freude uud Zuversicht aufnehmen, denn sie sind die volla.il-tigste Gewährleistung, daß den Wünschen uud Interessen der vielen und vcrschicdcuen Nationen des großen Kaiserstaatcs gewissenhafte Rechnung getragen werden wird. Iu klaren uud festen Linien wird im Mani-feste dcm ungarischen Landtage wie dem zur gleichen Aufgabe später cinzuberufcudcn engeren Reichsrathe ihr hohes und schönes Ziel vorgcstclt: Verstäudi-guug mit Wahruug dcS legitimen Rechtes und der gemeinsamen Angelegenheiten. Daß der cngcre Reichs-rath erst „ach Beendigung der Debatten zur Lösung des Verfasillngskouflitlcs im Pester Landtage einbe-llifcu werdcu wild uud kann, erscheint uns gerade im Interesse Oesterreichs und seiner Verfassung als geboten. Die Lösung der ungarischen Frage ist eine Lebens-bcdingung für die konstitutionelle Fortentwicklung in Oesterreich geworden. Die Gnade Sr. Majestät gönnt dcn Ungarn ein großes und entscheidendes Wort in dcr hohcu und wichtigen Frage. Hoffen wir, daß die Ungarn durch loyale Entschlüsse und brüderliches Entgegenkommen das ihnen zu Theil gewordene Vertrauen Tr, Majestät uud die gerechten Erwartungen Oesterreichs, ja dcr ganzen zivilisirlen Welt rechtfertigen wcrdcn. Diese Gnade des Kaisers, die verfassungsmäßigen Rechte dcr Ungarn wieder in Kraft treten zu lassen, dabci abcr die Rcichscinhcit zu wahren, kaun unS ein fester Bürge sein, daß Sc. Majestät auch iu dcr audcrcn Hälfte deS Reiches die Pcrfas-sung aufrecht crhalleu wissen will. DaS kaiserliche Wort bclchit unS, daß mit der Einberufung dcs unga-rischelMaudlagcS nichts verbunden ist, was mit den Rcchtin, wclchc die Völker durch' daS Dltobcrdiplom 856 und das Fcbruarpatcnt erhalten haben, im Wider« sprnch steht. Das Wesen bleibt, nur die Form soll nach Bedürfniß und dcu Interessen der cis- und tranölcilhanischen Voller abgeändert werden. Dic Präzisirung der Behandlung der gemeinsamen Angelegenheiten wird dic Hauptaufgabe und der entschiedenste Schritt zum Ausgleiche sein. Der Monarch erwartet einen opferfähigcn, versöhnlichen Sinn vox seinen Böllern — es kommt von selbst, wenn wir uns aneignen, was unS noch fehlt: Selbstvertrauen. Das neue Anlchen. 6. 0. Wir haben bisher den Konjekturen der Tagesprcsse nnd der Finanzwelt über die von der Finauzuerwültung beabsichtigten Kredilopcrationcn freies Feld gelassen, weil wir dem Laufe der Verhandlungen, welche über den Abschluß eines AnlehenS gepflogen werden, nicht vorgreifen wollten. Nnninehr glauben wir uns jedoch zn der Hoffnung berechtigt, das; es in nicht ferner Zukunft gelingen werde, da« wichtige Geschäft zu einem allseitig befriedigenden Abschlüsse zn bringen. Wir glauben eS aber nicht bloS, weil wir cS wünschen, sondern unsere Erwartungen, die wir von dem günstigen Erfolge der eingeleiteten Anlehens-Verhandlungcn hegen, ruhen auf festcrem, thatsächlichem Grunde. Vor Allem müssen wir auf den Unterschied zwi-schen dem Anlchen, das Oesterreich in diesem Augen« blicke zu emiltircn im Begriffe steht, und dessen früheren Nnlchcn aufmerksam machen. In dem Zwecke, in der nächsten Bestimmung cincr Krcditopcralion, in der Verwendung, welcher dieselbe zngesührt werden soll, ist das wesentlichste Kriterium für ihrcn innern Werth und auch für die Aufnahme, die derselben beuorsteht, gegeben. Kassen, welche sich den Schnldvcrschreibuugcn, die zunächst uud zumeist zur Bedeckung eines klaffen« den, sich stets ernencrndcn Defizits ausgestellt werden, nur uugern und zögernd öffnen, welche sich Anlehcn, denen das Gepräge kriegerischer Cvcntnalitätcn aufgedrückt ist, vollends verschließen, zeigen sich viel williger gegen Anlchen von zunächst produktiver Natur. DaS Anlehcn, wclchcS Oesterreich anSzugcbcn im Begriffe steht, wird im Frieden für den Frieden lou« trahitt nnd ist nur in seinem geringsten Theile für die Begleichung cineS Defizits, hauptsächlich aber und in erster Linie zur Lösung schwer wiegender nnd folgenreicher Verpflichtnngcn, zur Tilgung der durch die Gankaltc fest normirtcn Staatsschuld an die Bank, zur Rückzahlung der von dem früheren Finanzmiuistcr im Auslande aufgenommenen Borschüsse, zur Einlö-s„ng der die Maximalsummc von 80 Millionen Gulden überschreitenden Hypothclaranweisnngcn (Salinen» Scheine) bestimmt und cS stellt sich daher den Geldmärkten nicht als eine neue Schuld, sondern als eine Umwandlung der schwebenden in eine kousolidirte Schuld dar. Durch diese Umwandlnng wird endlich das Institut der Nationalbanl mittelst Wicdcrherslcl-lung der Valuta einer seit 17 Jahren vielfach ge-hemmten, die volkswirthschaftlichc Entwicklung der Monarchie mächtig fördernden Thäliglcit wieder zurück« gegeben und nicht nnr daS feitlierige demüthigende > und dem StaatSlredite so nachtheilige System der Bewcrbnng um vereinzelte, mühsam aufgefammelte Vorschüsse, sondern auch voraussichtlich die lange Reihenfolge der an dem Marke Oesterreichs zehrenden Krcditoperationen zum Abschluß gebracht. Der Zins-fuß des Landes wird nicht längcr durch die Konkurrenz deS Staates unerschwinglich verlhencrt, das verfügbare Kapital nicht weiter dcn dringendsten volkS« winhschafllichcn Bedürfnissen entzogen, die Steuer« kraft dcS Landes nicht weiter bis zur Erschöpfung angespannt werden. Zu dem Ende gingen dem Anlchen bereits be« trächtlichc Ersparnisse im Staatshaushalte voran, wci» terc Verminderungen der Ausgaben werden sich, auch abgesehen von dcn darauf unmittelbar abzielend?« Maßnahmen, noch in Folge der fortschreitenden Bcf-sernng und demnächsligen Wiederherstellung der Valuta fernerhin znverlässig ergeben. Diesen wichtigen Burgschaften für daS neue Anlchcn reiht sich aber noch ein bedeutungsvolles Moment in dcn persönlichen Beziehungen an, welche zwischen dcm jctzigcn Lenker der finanziellen Geschicke Oesterreichs uud dcn Chefs dcö mächtigsten Bankhauses der Nclt sowohl, als auch deu hervorragendsten Vertretern des großen englischen Geldmarktes bestehen und die uns gauz besonders zn der Erwartung berechtigten, daß da« neue Aulehen unter diesen günstigen Auspizien zu einem baldigen, allseitig befriedigenden Abschlüsse gelangen werde. Oesterreich. Wien. 19. September. ES wurde seinerzeit berichtet, dah lurz nach dcm Amtsantritte dcS gegenwärtigen Fmauzmluisters, Grafen Larisch, die^hcfs der verschiedenen Fmanzlandesdirektioncu nacr^Wien berufen Mrden, um an den Berathungen über die in Aussicht genommenen Reformen bei dcn Finanzbehör-den Theil zu nehmen. Nicht minder ist bekannt, daß seitdem mancherlei Verändernugcu in dem Organis« mus dcr Finanz-Departements theils thatsächlich ein-getreten, theils noch im Zuge sind. Wie der „Pcslcr Lloyd" jctzl erfährt, handelte <ö sich bei dcn Eingangs erwähnten Berathungen unter Anderem auch um die Auflassung dcr jetzt bestehenden FiuanzlandcSdireltio-neu, und es wird hervorgehoben, daß bci dcn dicS-bczüglichcn Berathungen selbst einige Chefs dieser Zentralstellen ans mannigfachen Gründen, vor Allem aber aus Ersparuugörücksichtcn, für die beantragte Auflassung dcrsllbm plaidittcu. WaS speziell Ungarn betrcffc, meint das erwähnte Blatt, daß dic Wirksamkeit der dort noch bestehenden Finanzlandesdirck-tioucn mit Ende dieses Jahres aufhört. Die jetzigen Finanzbczirlsdircilioncn sollen dagegen einen crwcitcr» ten Wirkungskreis und den Namen „Inspcttoratc" erhalten. Ziehe man nunmehr in Betracht, daß die Organe dcr Finanzbehörden auch in Ungarn durch eine clst kürzlich crflosscuc und bekannt gewordene Weisung in gewissen dienstlichen Beziehungen an dcn politischen Landeschef gewiesen seien, so erkläre sich die weitere Mittheilung, wclche dahin laute, daß die Finanzinspeltorate in Ungarn, wiewohl sie dcm Finanzministerium unterstehen, dennoch eine einheitliche Leitung, wenn auch vorlänfig nur in provisorischer Weise, etwa durch eine Sektion des Stalthalterci-ratheS in Ofcn, erhallen werden. — Die amtliche „Agramcr Zeitung" läßt sich ^von hier berichten, daß scit einigen Tagen heruorra» gende Mitglieder dcr dalmatinischen UuionSpartci in der Residenz weilen, um dcm Slaatsministcr Aufklä« rungcu über die stürmischen Wahluorgängc zn gebcn uud über die politische Lage ihres Heimatlandes Be« richt zu erstatten. Hieran soll anch ferner dic AuS-cinandclsctznng geknüpft werden, wie es bci der nun veränderten Situation keinerlei Schwierigkeiten unter« liegen werdc, ans dem bevorstehenden dalmatinischen Landtage eine Vereinigung Dalmalicns mit Kroatien zn erzielen, vorausgesetzt, daß man dcr nationalen Partei anch die volle Frcihcit der Altion bci Gelc-genhcit der Landtagswahlcn lasse. Dic Unionistcn hoffen — nach Angabe des Agramcr Blattes — ihres ErfolgcS nm fo sicherer zn werden, als ihncn nach ihrer Versicherung von Seite dcr Antonomislen tcr.'.m Schwierigkeiten in den Weg gelegten werden, obwohl sich die Letzteren einstweilen zwar für die Union, nicht nber auch für die Auncxion, d. h. uubedingtc Verei-nignng mit Kroatien erklärt haben. Unter solchen Umstanden schmeicheln sich die Nationalen anch, die Znstimmnng dcr kaiserlichen Negierung zn erlangen, daß bci den gegenwärtigen LanbtagSwahlcn die möglichst größte Freiheit der Bewegung gestattet und dies dcn Behörden zu ihrer Richtschnur auch bekannt gegeben werde. — 21. September. (Gen. - Eorr.) Wir haben hente ans einem Organe des Auslandes einen Artikel zu verzeichnen, welcher nnS die größte Anfmcrtsamlcit zu verdienen scheint. Die in Florenz erscheinende „Opinionc" dringt nämlich uuter dcr Aufschrift: „Die östcrrcichischcn Zcnlralistcn" einen längeren Leitartikel, welcher eine ziemlich klare Auffassung der gegcnwär-tigcn politischen Lage der österreichischen Monarchie uud ciu ausgesprochenes Verständniß sür dic Absich. ten dcS neuen Ministeriums und für die von dem« selben inaugnrirte politische Acra dotnmcntirt. Dcr Artikel erörtert in seinem Hauptthcile folgenden Ideen-gang: „Die ultra-zentralistischen Orgaue, besonders in Wien, haben ganz Unrecht, bezüglich der Eiuberu. fung deS ficbcndürgifcheu Landtages iwcr „Verrath," „VerfassungSbruch," ..Ruin dcr Monarchie," ^im» ^u«tri2«" u. f. w. zu schreien. Nachdem dcr ReichS-rath die Anfgabc des FcbruarpatculeS bezüglich Uu« garns nicht löscn konnte odcr wallte, ist es natürlich, daß dcr Kaiser nicht ewig jene absurde Äcschaffcuhcit cincr Rcichsuertrctuug fortbestehen lassen konulc, bci welcher übcr die Halftc dcs Rcichcö fclbst gar uicht in Wahrheit vertreten war, nnd dafür in Pcst und Klanscnburg jcue driugcudc Lösung suchte, die in Wien selbst zn erzielen als unmöglich erschien; Graf Bcl« crcdi werdc daher dcn Landlagcn in Pcst, Klausen« bürg und Ngram wahrscheinlich vor Allem die Frage wegen eventueller Wicdcrucrcinignng Sicbcnbürgcuö nnd KroaticnS mit Ungarn, sodann aber daS Oktober-Diplom uud das Ftbrucnpatcnt zur Präzisirung jcncr Modifikationen derselben vorlcgcn, welche vom Reichs« rathe selbst im Allgemeinen nnd theoretisch als drin-gcnd nothwendig erkannt ndcr in konkreter Weise niemals angebahnt worden warcn, welche Modifikationen dann wicdcr dcm vcrvollständigtcn RcichSlathc zur definitiven Debatte uud Schlußfassnng darüber vorgelegt wcrdcn dnrftcn. Von cinem angestrebten „Dna-liSmnS" bezüglich Ungarns zn sprechen, sei ein bloS tendcntiös.rcthorischcs Kunststück; wcdcr würde Graf Vclcrcdi oder irgend ein anderer Minister die Einführung eines solchen in Oesterreich ernstlich vorschla. gc», noch dcr Kaiser jc auf Achulichcs cingehcu; die ganz logische Folge dcr Dinge sei einfach die: Graf Bclcrcdi, welcher den cinen Theil zur sicheren Errei- chung eines bestimmten, endlichen Zieles in dcr österreichischen Lebensfrage impotent fand, wendete sich nun einfach an dcn anderen Theil, um dann dafür von demselben jene Konzessionen zn Gunsten deS Gesammt-staalcS zu erlangen, welche Minister Schmerling dnrch leine Mittel zu erlangen im Stande war. Prass, 22. September. Die föderalistischen Blätter geben ihre Befriedigung über die neuesten Verfügungen dcr Rcgicruug auf das nachdrücklichste kund; dcr Stadtralh hat beschlossen, die vor vier Jahren sistirte Feier des Ottobcrdiplomcrlasses mit Illumination wieder zn begehen. Dic Feier dcr Grundsteinlegung soll ebenfalls bis dahin verschoben wcrdcn. Pest, 22. September. Die neuen Funktionäre dcr Stadtgcmcinde wcrdcn nächsten Dienstag durch deu königlichen Kommissär Bartal eingesetzt: Ober-Bürgcrnnister wird Roltcnbillcr, Obcr-Stadthanv/" mann Thaiß und Stadlrichler Thanhoffcr. Agram, 22. September. Die Aufnahme dcs kaiserlichen Manifestes ans national-liberaler Seite ist entschieden günstig, dic Stimmung vertrauensvoll. Die Organe dcr früheren Schmerling'schen Regierung sind lonstcrnirt. Uusland. Berlin, 22. Septcmbcr. Wie die „Norrd. Ztg." hört, bezweckte dic Rcise des Kriegsministers Roon nach Kiel, die Reihenfolge dcr Marinebanten zn bestimmen nnd deren Beschlennignng herbeizuführen. Dcr König versprach dcn Laucubnrgcr Dcputir-ten einen kurzen Äesnch in Lancnburg. Die Reise dahin ist für Moutag in Aueficht genommen. BiS-marck wird den König begleiten. Die Erbhuldigung findet erst spater statt. — Dcr verhaftete Redakteur May war der erste, welcher die nach dcr Gasteiner Konvention festgesetzte Etappcnstraßc zur Fahrt nach Pcrlebcrg benutzte. Einer Mittheilung dcr „Volks-Zeitung" zufolge hat das Perlebcrger Kreis gerichl die Verhaftung May's uicht für zulässig erachtet; der StaalS-auwalt hat iudcß rekurrirt und anf Grnnd eines Befehls dcö Berliner KammergerichtcS ist null die Untersuchung eingeleitet worden. Mersebura., 22. September. Der König cm-pfing gestern in Gegenwart des Grafen Bismarck ^ lanenburgischen Depntirten, Graf Bcrnstorff-W^"' uud Laudmarschall Aülow - Gadow. Mailand, 17. September. In aanz ^M^ Italic« uud uamelillich in der ^oinvardei herrscht dcr-malen eine schr kriegerische Stimmung. Ein baldiger Kricg ist das Ziel dcr Wunsche geworden. Auch den übrigen Provinzen hat sich diese Stimmung mitgetheilt, uud man hat wicdcr aller Orten das vor einigen Iahreu beliebte, dann aber ans dcr Mode gekommene „Krieg im Frühjahr" auf der Znnge. Die Proklamation deS vcnetianischcn Zcntral-KomitecS zengt ebenfalls von dieser Strömung, und während Männer, wie die Depnlirten Menighinl, Tecchio, Caualctto nnd Ginstiniani, nämlich Venclia-ucr, wclche das Komitee früher inspirirlen, fortwährend die Politik deS ZnwaitcnS empfehlen, geben auch diese jetzt zu cincr herausfordernden Sprache ihre Zustimmung. Paris, 19. September. Herr Dronyn de l'Hnys ist heute zum ersten Male wicdcr anf seinem Posten erschienen, dcr Anfcnthalt im Rhcinbade hat der Gesundheit dcS Ministers vortrefflich angeschlagen. Einer seiner ersten Akte, versichert man. wäre heute gewesen, die streng offiziösen Blätter, also drn „Con-sliluliouncl" und das „Pays" anzuweisen, baß sie dic Broschüre übcr die Konvention von Gastcin gänzlich mit Stillschweigen übergehen, dagegen in ihren nächsten Nnmmern Zeitungsstimmen aus dcm miltelstaatlichcn Lager, wclche für dic Sclbstständigkcit dcr Hcrzog-thümer plaidirtcn, sammcln sollten; der „Constitn-tionncl" wird dicscr Ncisnng schon morgen entsprechen. — Die Gerüchte von bevorstehenden wichtigen Altcn der inneren Politik haben hcnte wicdcr eine andere Form angenommen. Es wird verbreitet, die Kammern würden im Herbst cinbcrnfcn und, nachdem ihncn tiefgreifende Veränderungen an dcr Konstitnlion von 1^52 mitgetheilt wordcn, sogleich wieder anfgc-löst wcrdcn, damit daS Land in dcn allgemeine» Wahlen dcr Regierung sein Urlheil übcr die ncucn Reformen zu crlenncn habe. Dicse Gerüchte treten mit einiger Stärke auf. Weiter erzählt man in De-ftutirtcnkrciscn, Hcrr Emile Ollivicr wcrde sich nach' stcns mit Fränlcin Vonvct, dcr Vorleserin der Kaiserin , verloben. Hcrr Ollivicr ist bekanntlich Witwer von cincr Tochter LißtS uud der Gräfin d'Agoult; Fräulein Bouvct, welche, wie man weiß, in Neuf-chatcl krank darniedcrlicgt, zählt etwa 28 Jahre und erfreut sich dcr besonderen Gunst dcr Kaiserin, btl welcher anch Herr Olliuier vicl Beifall gefunden haben soll. Die Kombination ist — wie man sieht — nicht ohne politischen Hintergrund. — In Toulon wüthet die Cholera mit verheerender Kraft, an einem Tag« zählte man in dieser Stadt 84 Todte und der kleine Hafen La Seync in dcr Nähe ist durch die Seuche 877 fast gänzlich entvölkert. — Herr Louis Vcuillot, welche» die italienischen Blätter in Nom die Vorkehrungen zu einem in Belgien zu gründenden katholischen Journale treffen lassen, befindet sich ruhig in Paris und denkt nicht an das Projekt, welches seine Gegner, die lügnerische „Italie" obenan, ihm an-dichten. — 22. September. Der heutige „Moniteur" schreibt: „Die Journale vermessen sich, einen Wechsel in den Persönlichkeiten und Angelegenheiten der Negierung vorhcrzusaa.cn und gehen so weit, den 14. Oktober als den Zeitpunkt zu bezeichnen, an welchem dieses Crcigniß statthaben soll. Nir sind ermächtigt zu erklären, daß dicsc Gerüchte keinerlei Art von Be-gründung hcibcn und aus Ucbelwollen erfunden sind." — Der Kaiser hat der Konigin Isabella vcr-sprochen, vor Allcm und gegen Alle die zeitliche Ge-Walt dcö PaftstcS zu vertheidigen. lQvautepost) mit Nachrichten auS Konstantinopcl bis zum 15. d. Das ungeheuere Feuer in Konstan» tinoptl, dessen schon bei der letzten Post ausführliche Erwähnung geschehen, steht, wie man erst jetzt ermessen kann, seit 100 Jahren ohne Beispiel da. Auf eine Länge von 1'/« engl. Meilen und '/, Meilen Breite ist Alles zerstört, und man schätzt de« Schaden auf 40 Millionen Gulden. Für die Nothlcidenden sind Sammlungen eröffnet worden und der Sultan selbst hat an der Spitze der Subskribenten 250.000 Piaster gezeichnet, die Großwürdenträger haben 612.000 Piaster hergegeben, die Angestellten verschiedener Aemter haben auf einen einmonatlichen Gehalt zu Gunsten der Abbrändler verzichtet, die englische Kolonie mit Einschluß von Sir H. L. Bulwcr haben nicht unbeträchtliche Summen angewiesen nnd Alleö trägt nach Kräften bei, nm daS Geschick der zu Schaden Gc< kommenen zu erleichtern. Die Cholera hat alle charakteristischen Merkmale einer Epidemie verloren und es wird jetzt lein tägliches Anlletin von der Sanitülslommission mehr publizirt. Savfclti Pascha, Präsident des Kriegsraths, wird als Nachfolger Osmau Pascha'S, der mit den Angelegenheiten dcS Suczlanals betraut ist, gcnaunt. ssonstanlinopcl wird innerhalb dreier Monate eine Stadtpost mit Brief« kästen in den Straßen u. f. w. ganz nach europäischem Musler haben. Ein Grieche, Herr Sianos, der mehrere Jahre in Wien gewohnt, hat die Konzession, eine solche Post zu crrichtcu, vom Sultan erhalten. Das Porto für Briefe im Innern der Stadt wild 20 Para sein und für einen Brief nach dem Boö» porus und andern entfernten Lokalitäten hat man 1 Piaster zu zahlen. Für rekommanditte Briefe ist das Doppelte zu zahlen. DnS Reglement wird nächstens von Kadri Vel), dem Postdircktor, veröffentlicht werden. In dcr Nähe von Saloinchi haben sich, wie am ü. d. gemeldet wird, einige vereinzelte Cholera» fällt gezeigt. Aus Port Said in Egyplen schreibt mau, daß der Verlust dc« OestcrreicherS Teja, Kapt. Mariani, aufs Neue den Beweis liefere, wie nothwendig die Errichtung eincS LcuchtthurmS in jenen gefährlichen Gewässern fei. Aus Odessa meldet der „Levant Herald" vom 4. d., daß die russische Rcgicrnng 50 Mill. Nubcl bestimmt habc, um cincn dem Handel völlig einsprechenden Hafen in Odessa zu bauen' Zum Beweise, welche Ausgaben Rußland für Arbeite» mache, die es einmal als zweckmäßig erkannt, führt daS Blatt noch an, daß auf die Bcfc. stigmig der Straße von Icuikale 15 Mill. Rubel verwendet seien, dafür sei dieselbe aber auch mit 400 gezogenen Kanonen deS größten Kalibers montirt Lokal- und MoviVial-Nachrichlen. Laibach, 25. September. Kommenden Samstag hält der ärztliche Verein für Krain seine Monatsvcrsammllmg ab, in welchcr wissenschaftliche Vortrage gehalten werden. — Gestern 6 Uhr früh soll in Geweihten Brunn OßgMN swäone) bei St. Marcin in einem Hause Feucr ausgebrochcn sein, während die Hausbewohner in dcr Kirche sich befanden und nur einen 13jährigen! Knaben zurückgelassen halten. Dieser soll das Frühstück gekocht und dadurch dcr Auöbrüch dcS Feuers veranlaßt habcu, welchem er selbst zum Opfer fiel. Dcr Brand wurde übrigens ohuc soust viel Schadcu gemacht zu haben, gelöscht. Wieder ein Beweis wie sorglos oft die Eltern mit ihren Kindern umgehen und welche traurige Folgen dicsc Sorglosigkeit oft hat — Dcr „Marburger Korrespondent" schreibt unterm 24. September: Dcr Laibachcr slauische Turn. verein ,,.Iu/m 80K0I" ist heute früh, unter Anfüh-rung seines Vizcvorstandcs Herrn Dr. Suvpanz, mit der Eisenbahn zu der am Abend stattfindenden Bcscda der Marburgcr „0>tavuica" Hier angekommen und von dcn Repräsentanten derselben umcr der Musik dcr Stadtkapclle uach dcr Stadt begleitet worden. — Herr Dr. Moriz v. Kaiserfeld hat den Gesetzentwurf für Vezirksoertrctungen vollends ausge. arbeitet und wird der steierische LandeSausschuß diesen Entwurf als eine der ersten Vorlagen m der kom-menden Session dem steicrmärlischen Landtage unterbreiten. Die Negierung ist somit der Mühe enthoben, bei dem steicrmärlischcn Landtage eine Gcsetzesvorlage über BczirkSucrtrctung einzubringen. — Bekanntlich war vom Abgeordnetcnhausc der Beschluß gefaßt worden, daß in Trieft dlc^anSzmö. stcucr unter Aufhebung des bisher fur priest gel-tcndcn Avcrfual-Systems wie in dcn übrigen Pro-vmzen eingeführt werden solle. Gegenüber den hieraus entsprungenen Besorgnissen vernimmt nuu ocr „Diavolctto," daß es jetzt nicht in der Absicht der Finanzvcrwllltuna liegt, bezüglich dcr Haus;,n5,icucr in dcr StM Trieft und deren Gebiet, s° w'c bczug. lich ihrer Einhcbung cinc Aenderung eintreten zu ^"- „Narod" bringt folgende Nachricht: In Hbirow weilt gegenwärtig cinc Kommission, bestehend ,aus dem Bankier Korsten auS Holstein, Profe,i,or , Roch aus Tharand, Professor Schindler auS Mana-brnnn, welche dic Zbirower Forste und Felder be-> sichtigen. Es hat sich nämlich ein Konsortium deutscher Kapitalisten gebildet, unter denen sich auch Gras Morsti aus Galizicn befinden soll, welches alle m dcn deutsch-slavischen Ländern befindlichen Staats-domänen um dcn Preis von 150 Millionen zu übernehmen sich verpflichtet, welche Summe dem Finanz« minister bereits erlegt wurde (??). Von Zbirow begab sich die Kommission nach IoachimSlhal und von dort wird sie dic Bergwerke von Idria be-sichtigen. (Dem Vernehmen nach wäre dic Kommission bereits hier eingetroffen. D. Ncd^)___________ Wiener Nachrichten. Wien, 24. September. Sc. Majestät haben an dic hilfsbedürftigsten Bewohner dcr durch ftagclschlag heuer wiederholt heim. gcsuchtcu Gemeinde Platt im Bezirke Netz dcn Betrag von 800 fl. allergnädiast vertheilen zu lassen geruht. — Das „Frdblt." ist in der Lage, dcn Inhalt eines bisher noch nicht publizirtcn Erlasses deö Justiz, ministers mitzutheilen. Er ist von dcr Tendenz ge-tragen, auch im Budget dcr Justiz Ersparuna.cn zu erzielen. Bei Erledigung von Dienstvostcn ist vor Allem in Erwägung zu ziehen, ob die Wiedcrbcsctzung derselben durch das Interesse der Rechtspflege unbedingt geboten sci und daß über die in dem Wirkungskreise der Untcrbchördcn gclcgclicn Ernennungen von Konzepts-, Kanzlei- und Dicucipostcn vor dcrcn AuS-fcrligiiug dcm Justizministerium Bericht zu crstattcu sei. Die durch Erledigung von Kanzlcidicnstftlätzcu culstmidcncn dicken sullen znnächst dnrch Bcrthcilung dcr Albeit an andere Vccnnlc, Durch Supplirimgen mit Bcrwcndlülg der in geringercu Dicnsttatcnoricn Stehend c», und wenn durchaus mit dcm vorhandenen Kauzleipersouale daS Auslangen nicht sollte gefunden werden können, durch Aufnahme geeigneter Diurnisten ausgefüllt werden. Die Präsidien dcr Oberlandes-gcrichlc sollen übrigens außergewöhnliche Anstrengungen einzelner Beamten, dnrch welche Besetzungen systcmisirtcr Kanzlcidicnstpostcn cnlbchrlich gemacht wcr-ocu, mit Remunerationen entsprechend entlohnen. Man will es dabci erzielen, daß eine jede größere Arbeitsleistung auch ciuc vcrhältiiißmäßig Höhcrc Entlohnung finde. — In dcm Erlaß spricht sich cin eben so humaner als praktischer Sinn aus. — Der Ullivcrfitätöprofessor in Innsbruck, Dr. Karl Iibor Kopctztl), hat daS Ritterkreuz des ^ kaiserlich mchlanischm Guadeloupe. Ordens erhallen. vom 23. September. Nach Vorlesung des Protokolls der letzten Sitzung, welches genehmiget wird, bcanlwottct dcr Hcrr Vürgcr-mcisler eine vom Hcrrn GR. Dcschiuann in dcr frühcru Sitzung eingebrachte Interpellation dahin, daß die Bauscttion die Rcnovirung dcs schlechten Pflasters in den Seitengassen dcr St. PetcrSvorstadt bcicilS be» schlössen habe nnd daß hiernach das Weitere veranlaßt wcrdcn wird. Fcrucr bringt derselbe cinc Dank« adrcsse des Kiudcrspital-Komitee's für dic vom Gc-mcindcrathe bewilligte Subvention jährlicher 300 fl. zur Kenntniß dcr Versammlung lmd eröffnet writers, daß daS ucue Projekt für dic Schustcrbrückc, wclchcS in dcr fürstlich Aucrspcrg,chcn Eiscnfabrit in Hof entworfen wird, im Monate Ollobcr hiciorlS ciu-tlcffcn wird. Herr GR. Dr. Schdppl im Iiamcn dcr Finanz« scklion rcfclirt über dcn Antrag dcö Magistrates wegen Einführung cincö Aufschlages auf das Bier mit 40 kr. per Eimer und cmcr städtischen Umlage nach dcm Micchzinöguldcn. Dic Fmanzscktion erkennt die Noth. wcndigkcit dcr Eröffnung neuer Einnahmequellen für dic Sladtgcmcindc mit Rücksicht auf die bevorstehenden ^ unvcrschicblichcn Neubauten an und weist iusbcson. dcrc darauf hin, daß, nachdem zur Herstellung aller nothwcndigen Bauten ohne Zweifel cm^Aulchcn lon- trahirt werden muß, jedenfalls die Verzinsung und RückzahlungSratcn durch neue Zuflüsse gedeckt werden müssen. Dieselbe beantragt demnach zur Herstellung dcs Gleichgewichtes in dcm städtischen Haushalte l. dic Einführung einer Umlage nach dem Micthzius-guldcn in dcr Art, daß Miclhzinse uuler 50 fl. von l jcder Umlage frei zu lassen sind, daß dagegen bei Micthzinscn von 50 fl. aufwärts bis ausschließlich 100 fl. die Umlage mit 1 kr. per Gulden und bei Mielhzinscn von 100 fl. cuifwärts die Umlage mit 2 kr. per Gulden abgenommen werde; dann 2. die Einfuhr rung eines neuen Aufschlages auf daS Bier mit 40 lr. per Eimer. Diese Anträge werden bei Anwesenheit von 21 Gcmcindcräthen mit cincr Majorität von 19 bezie< hungswcisc 18 Stimmen gegen 2 respektive 3 Stemmen auch angenommen, nachdem vorläufig nur Herr GR. Paul Au er gegen dcn Äieranffchlag seine Slimme erhob und Herr GR. Dr. Suppan in Betreff dcr Umlage nach dem Zinsgulben, die er im Prinzipe billigt, nur nähere VluSführungsbestimmun-gen festgestellt wissen wollte und in dieser Beziehung dcn Antrag stellte, daß dcr Gegenstand an die Fi-nanzsektion zur Ausarbeitung einer dctaillirlcn GesetzcS-vorlage zurückzillciten sei, welcher Antrag iubesscn mit großer Majorität abgelehnt wird. AuS dem Vortrage dcr Finanzseltion ergibt sich, daß der Stadtlasse durch diese neuen Zuflüsse, deren Einführung jedoch nur durch ein LandeSgesetz geschehen kann, cin Gesammt-betrag von !5—16.000 Gnldeu zugehen wird. Ueber Antrag dcr Finanzseklion durch Herrn GN. Dr. Schöppl wird weiter einem städtischen Diener eiuc Aushilfe pr. 30 fi. bewilligt. (Tchluß folgt.) Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Pest, 23. September. „Pcsti Naplo" bringt heute einen zweiten Artikel über daS kaiserliche Manifest, mit dcm AuSspruche, dasselbe bedrohe keineswegs den konstitutionellen Gedanken, sondern fördere denselben und deshalb können auch wir ohne Besorgniß in dic Berathung dcr gemeinsamen Angelegenheiten eintreten. Die Stadt Neutra war nach Bekanntwerden der Einberufung des Landtages festlich belenchtet; die Volksmenge durchzog die Gassen uuter dem Rufe: „Es lebe dcr König und daS Vaterland!" Brüssel, 22. September. Longuet, Ehcfredal« tcur dcs Journals „I^u. rivo ^uuoi^," wurde heule durch Befehl dcS Königs angewiesen, daS Königreich binnen 24 Stnndcn zu verlasseu. Hamburg, 23 September. Einem Telegramme der „Hamb. Nachrichten" aus SchlcSlvig zufolge ist Graf Eulcnburg gestern Abends dort eingetroffen und von Herr», u. Zcdlitz empfangen worden. Er verbleibt liis morgen nnd ncht dnim noch nach dem Norde,,. Ältvna, 23. September. Die „SchlcSwig-hol. stemlschc Zeltlina" meldet: Die österreichische Brigade wlrd zufolge telegraphischen Befehls um 000 Mann sofort dauernd vermindert. Am 3. Oktober gehen abermals 6W Beurlaubte nach Oesterreich ab, wer« den aber durch hier eintreffende Rekruten erseht. Turin, 22. September. Heute hat eine Trauer-stier zur Eriuncruug an die Septcmbertage unter Be« thciligung dcr Arbeitervereine stattgefunden. Die vcr-schlcdencn Komitees und eine ungeheuere Volksmenge folgten den schwarz verhüllten Fahnen auf den Fried-Hof, um Kränze dorthin zu tragen. Die Ordnung blieb vollkommen ungestört. Paris, 23. September. Ein Rundschreiben deS Ministers des Innern, welches der heutige „Moni-tcur" veröffentlicht, wciSt die Prüfclten nn, den Dc« partcmcntü.Journalen mit Aufmerksamkeit zu folgen und, wenn dieselben einen schweren Irrthum enthal-ten würden, die Wahrheit der Thatsachen durch Kom« muniquös wieder hcrzustcllcu. Es foll dicsc Intervention abcr lvcdcr in cinc mißbräuchliche Veröffentlichung, noch in einc gereizte Polemik ausarten. Markt- und Geschäftsbericht Vaiback, ^. September. Auf dcm hcuügrn Martte sind erschient» : 6 Wagen nut Hm inid Slroh (Heu 65» ^tr 33 Pfd., Stroh U1 Zir. 20 Pfd.. «0 Wagen und 7 Schiffe'(31 Klafter) mit Holz. DurchschnittS-Preise. f'- ll- fl. lr. fl. lr. fl. kr. Wcizcll pr. Mrtzcn-------3 88 Butter pr. Pfund - 40 ->— Korü „ -------2 «0 Eier pr, Stück -11-5— Onste „-------2 25 Milch p,.. ^aß - W -'- Hafcr „ -------1 80 Rindfleisch Pr. Pfd. -',? — Halbfrucht,, ----- ii «5 Kalbfleisch „ -.H"------- Heide» „ ____'j — Schweinefleisch,, -22------- Hirsc „ >. — 280 Echöpssiiftrisch „ — V------- Kulurul) „____2 «4 Hähndcl pr. Stllck — 20------- Erdäpfel „ 1 ^» -— Taube» „ —10 — — ^iüscn ,. 4 — —,— He« Pr. Zentner I 60 - >-> ! (5rbscn „ 3 70— - Slroh „ 13b - — Fisolen „ 3 75-- Holz,hart..pr,Klft.—'— ß.»» Äludt,schmal; Pfd. - s_ ^- ^räuchcrl „ — -lt -!--------weißer ., — __iä!^ B°r»n,w°r.lich« R°d»k.eur: I«..«, v. «.cmmayr. Druck u°. P«r!»g «°n I^z ». «.^««.a,. « 3e»°r »°«b..« i^MchT" 878 fremden »Anzeige vom 22, Septbr. Ttadt Wien. Die Hcrrcn: Zelelwr, l. l, CustoOadiimlt, von Wicu. — Zehciigruber, Zcloll, Handcls-Mümi, Heber, Kaufmaunssohü, von Gra; -Schmied, Bcrgvcnvalter, von Hrastliiqg. Frau Grcaorio, Grundbcsitzcrin, vo.: vicli-stadtl. Elephant. Dic Herreu: Kliglcv, Kalifmann, Weilmcmn, Güschäft^vciscnder, von Wim. — Äohuölaw, Priuat, vün Venedig. — lirm^cora, Handels-nianii, von Ndine. — Grioni, Prodnltcnhänd> lcr, von Trieft. — Drolz, Prodnklcnhändler. von Tuffcr, — Elsbacher, Prodnltenliändler, vvn üilli. — Ramor, Slublin, von (Äottschce. Wilder Mann. Dic Herren: Ferdinand Graf Aichelbnrg nnd Kml Hraf Aichelburg, von Schiltern. -Tr. Erla, t, t. Oberarzt, von Wien. Mohren. Herr Sorlo, !. t. Gerichtsadjnnlt, von Marburg. (l!)tj3—,) ^ 3ir?5W3. Dritte Feilbietung. Nachdem die in dcr Exekutions-sachc des Josef Pousche wider Helena Savaschmg, geb. G> egoranz, s»ln. 5, den sind, so wird an, 2 0. November »865 mit dem Anhange des EdiktcS vom 2U. August d. I. , Z. 45»7 . die dritte Feilbietungä Tagsahung in der Amtskanzlei des k. k. Landesgerich-tes abgehalten werden. K. k. öandesgericht Laibach, am 23. September !tt«5. (1925—3) Nr. 4135. Greklltive Feilbietnng. Von dem k. k. Bezirksamt- Reisliiy. als Gericht, wiro hiemil bekalint gemacht.-Es sei über das Ansuchen des Herrn Alttoll Moäel uon Planina gegen M.U-tdäüö Vartol von Hriel, we^-n aus rem Urtheile vom 31. Mai 1847 schuldiger 200 fl. öst N. o. 3. e. in die «ekutiue öffentliche VtrNei^ruug der ten, Letzteren achimqen. imOrlindlniche der Herrschaft Neifluy 8u1) Urd.'Nr. l286 v0tlommen> den Realität, im «tlichtlich erhobenc» Schäytti'gölvcllhe ucu 1240 fi ö. W.. aewilliget und zur Vornahme derselben die l^efntlveuIcildietuu^stagsahungeuaufdcu 2 7. September, 2 7. Oltolitr und 2 7. November 18tt5, jedesmal Vormittags lim 10 Ubr. u. z. die erste und zweite im Gerichts- imd die dritte in lnca der Realität mit dem Anbauge bestimmt worden, daß die feil. zubietende Realität nur »ei der letzten Flülmtung auch untel dem Schätzung«, wcrlhe an d.'n Meistbietenden hinlange» geben wcrdc. Das Schätznngsprotololl. der Grund» buchöertralt und die Lizitatiousliedingnissc könncn bci diescm Gcrichle in den aewöhn-lichen Amtsstunden cinssesehen werden, K. k. Vczirksaml Nlifmt). als Ge< richt, am 9. September 1865. werden dringend aufgefordert und grbctm, einen Brief unter der Ihncn bclauntcn Chiffre auf dcr Post abholen zu lassen. (1907-5) ________ ^,. Anzeige. H" Htimann'schcn Hause, II. Stock, nm Piahc nächst der Schusterlirücke si"d Einrichwnqöuüctc au« freier Hand billig zu verlaufen. (1947—2) (1928—2) Nr. 3270. Zweite erekutive Feilbietimg. Im Nachhange zum dicsamtlicven Edikte vom 2. Juli d. I.. Nr. 2340, wird bek»i»!!l gsgcl'0!!, daß. inichrcm ;l>r ersten F,'M'ietmi^ der dem Johann Kr^nur« schitsch^ehb'ligl'ii. im Grundblicke der ^apla. nligilt Nasscnfuß ."ul» Urb,»Nl. 16 vor. kommenden Haiiörcalität zu ?l^sse>,fl>ß kein Kaufwstigcr e:schienen ist, ain 13. Okto ber d. I,, Vormittag mn 9 Uhr. bitramis zur zwei' >cn Feilbielung geschritic» wird. K. k. Vezitt^amt N.'sftitt'nL. "IS Ge> richt, am 14, September 18<;5. Verlliltne Hündin. Dieselbe ist roch. glallbaariq llnd ron echter istiianer Race, hat weißes Vlaßl und weibcn ssrai,z um den Halö. Der redliche Zustandcdringer wird ttsucht, solche liegen eine augcnufsene Velolmung in dcr St. Peters.Polstadt Nr. 12 abzugeben. (1929—2) Nummern zuni gewinnbnngcnden Loltospielc weist meine gchcimc, cigenthilmliche Me^ thode an. Auf fraukirle Anfragen theile ich attcö Nähere, wie Bedingungen :c. mit. Meine Adresse „für Vricfc" ist: Ingenieur ^Ujr. Ni>l. Zu geneiglein Zuspruch rmpsiehlt sich dem l'. I. Publikum bestens (1949—2) der Gigenthnmer. (1197—6) l^ !^ Enthaarungsmittel l MW^^^ entfernt ohne jedcnSchmerz ^W»!ÜIn^. oder Nachtheil selbst von den zartesten Hantstcllen ßs^zzMWHtzWUHaare, die man zn besci» liqen wünscht. Die bei dem schönen Geschlecht bisweilen vorkommenden Äartspn» ren, zusmumengewachsenen Anqenbrauen, tiefes Scheitelhaar werden dadurch binnen l.'i Minuten beseitiget. LMonese ist von dem künigl. prensi. Ministerin»! fnr Äiedizinal'Ansselcgenhciten geprüft nnd besitzt die Eigenschaft, dcr Hant ihre jn-gendliche Fnsche wiederzugeben und alle Haut-Nnreinigkcitcn, als: Sommersprossen, Lebersiccre, zurückgebliebene Pockcn-flecke, Finnen, irockene nnd feuchte Flechten, so wie Rothe auf dcr Nase (welche entweder Frost oder Scharfe gebildet hat, und gelbe Haut zu entfernen. Es wild für die Wirkung, welche binnen 14 Tage,, erfolgt, garantirc und zahlen wir bei Nicht» erfolg den Vctrag retour. PrciZ nru ganze Flasche fl. 2.60. Fabrik von Nöthe 6c Comp., Kom-Mandantenstrasse 31. Die Niederlage für Laibach befindet sich bei Hrn. Albert Trinker, Hauptplatz Nr. 239. (1055—1) Nr. 2055. Erekntm Malm. Vom k. k. Vezirksamte als Gericht zu Lichtenwald wird bekannt gemacht: Es sei wegen schuldiger 1875!) fl. ö. W. sammt Anhang die exekutive Fcilbietung des dem Hcrrn Dbcrlichtemvalder Gutsbesitzer Albrecht Gehrenbek gehörigen, mit gerichtlichem Pfandrechte belegten und auf 4892 fl. 1 kr. 'ö. W. dewerthettn Mobiliarö, b^ stehend in Schloßeinrichtung jeder Art, 3 Pferden, Weinen, Fast scrn, Wägen u. d. gl., bewilliget und seien hierzu zwei Feilbietungs-tagsatzungen auf den lj. und 31. Oktober I8l!5 und nach Erforderniß auch auf die diesen beiden nachfolgenden Tage, jedesmal Vormittags von tt bis 12 Uhr und Nachmittagb von 2 bis 5 Uhr, im Schlosse Dberlichtenwald und dessen Um' gebung mit dem Beisätze angeordnet worden, daß jene Pfandstü'cke, welche bei der ersten Feilbietuug nicht wenigstens um den Schaz« zungswerth angebracht werden, bei der zweiten Versteigerung auch unter demselben gegen sogleiche Varbezahlung hintangegeben werden. Lichtenwald, am 12. September I8ll5. ""'"' Kundmachung. "' Die Stadt Stein in Krain bringt im heurigen und kommenden Jahre 4—5«>«)tt bis 30 Zoll im Durchmesser haltende schöne Sagriegel aus ihrer Waldung als Merkantilholz in Verkauf. Die Stadtvorstehung ersucht um frankirte diesbezügliche Kauf' anböte bis 15. Oktober 1«<;5 mit dem Bemerken, daß über frankirte Anfragen auch schriftlich schleunige nähere Auskunft ertheilt wird Stadtvorstehung Stein, am 19. September 18N5. Gine Landrealität im Werthe von 12—200l)<) st. wird.zu kaufen gesucht. Einsprechende Anträge übernimmt die Kauzlci des Advokaten Dr. Anton Pfeffercr in Luibach. (19A0—2) GimMcr Ausverkauf! Um mit dcr Auflassung meines Schnittwaaren-Geschäftes schneller zu Staude zil kommen, wcrdc ich, für den Fall dic in Unterhandlung stehende Uebernahme nicht erfolgen sollte, dic Schnittwaarcn nntcr dcu Fadriföprciscn vollständig anövcrlanfcu und damit am 28. dicscS Monates beginnen, wozu ich um zahlreichen Zuspruch bitte. NähereAuslnuft ertheilt aus Gefälligkeit Hr. I. Tyßcn so wie dcr Gefertigte. (1841—4) J°k Hrascliowitz. ""'^ Zeugniß. Durch dcu eigcueu Gebrauch des Auatherin > Mundwassers *) voM pralt. Zahnärzte Hcrru I. O. Popp, Stadt, Vogucrgassc Nr. 2, habe ich mich uou dcr oortrcfflichcu Wirkung anf daS Zahnfleisch nnd dic Zähnc überzeugt, dahcr ich mich veranlaßt flihlc, um dcr lcidcndcu Menschheit zu dienen, dicscö Mundwasser Icdcrlnann dcftcns ai^zucmpfchlcn. Wien. Landstvaf zu Furstenberg ?n /> < I. l. Gcncral drr Kauallcriü ic. :c. 5u hal',n: I„ «c,il>ach bci Ant. K,- i sp er — I ° h. Kra sch ou i h — K a r l Grill „,!lm lzhincsen" P e t r! ö i.': ä Pirler nnd K r.1 s ch 0 wi h'ö Witwc; in Krainburg bci L. ssriSper; in Vleil'urg bei Hevbst, Aputhescr; in Wavcisdin bci Halter, Apotheker; in Ncust.idtl l'ei D. Nizzoli ?lpl'thtfsr; in Gurffcld l>ci Fried, Vomches, Nftothefer; in Ttlin l'c! Iahn. Apothsscr; in T>icst Hanptdspot bci S c r 1 a v a I l 0 , dann bei N 0 c c a, Zanctti, Xikuuich und N 0 „ d 0 l i n <, i)lvl'thcscr, I. W c i ß e ,l f e l b , Luissi Lord-schneidcr ; in Aisch.'flack, Obrvslain, bei Karl Fabiani, Apothcfcr ; in Gürz bei Franz Lazzar und P 0 ütoni, Äputhcscr. Zahnarzt Englilndcr ans Vra; beehrt sich hiermit ergebenst anzuzeigen, dast er hier in Laibach eingetroffen ist nnd mehrere Tai send der schönsten kiinstlichen Mineral-Zahne mitgebracht hat, auch die so sehr beliebten IllCOIftliaMeS, künstliche Zähne und Gebisse ohne <>>akeu, ohne Klammern, auch ohne Spiralfedern machen, so wie dauernde PlombirnN' gen hohler Zähne und alle sonstigen Zahnoperatiouen vor» nehmen wird. I». '5. Zahnpatienten um ihr Vertrauen bittend, verspricht er, sich zu bemühen daS Beste zu leisten und das ihm geschenkte Vertrauen zu verdienen. AH" Wohnt im .,«»«^<»I «l<'l«nt." Zimmer Nr.HO—«< Sprechstunden von tt Uhr Früh biS 5 Nhr Abends. (I893—4) Hiezu ein halber Bogen Amts- nnd Intelligenzblatt.