Nr. 239. Donnerstag, 18. Oktober 1906. 125. Jahrgang. Mibackm Zeitma Vrü»n««ratto«SpreiS: Mit Po st Versendung: ganzjährig 80 li, halbjilhrig l5 X. Im Kontor: ganzjährig I « «, halbjährig 1l X. Für die Zustellung ink Haus ganzjährig 2 X. — Inserttonsgebühr: Für kleine Inserate ? bis zu 4 geilen 58 d, gröherc per Zeile 12 k; bei österen Wiederholungen per Zeile 8 d. V ^ Die »Laibacher Zeitung» erscheint tägllch, mit Uusnahme der Sonn- und Feiertage, Die Nbminiftratlo» besiudci sich Kongrchplaß Nr, 2, die MebaMon Dalmatingasse Nr, l»), Sprechstunden drr Nedaltion von 8 bis 1U Uhr vor» ' mtttags. Unsranlierte Briefe werden nicht angenominen, Manuslriptc nicht zurückgestellt, Amtlicher Teil. Den 16. Oktober 1906 wurde in der t. l. Hof» und Staats« druckerei das I.VIII. StUs der polnischen und das I.XXXIII. Stück der ruthenischen Ausgabe des Reichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Nach dem Nmtsblatte zur 6 Teemeilen, davon entfallen auf den Dienst im Mittelmeere 936.874Seemeilen. Im überseeischen Dienste betragen die künftigen Leistungen des Lloyd im ganzen 562.992 Seemeilen. Es betragen hiemit die Mehrleistnngen des Lloyd im Mittelmeerdienste 145.308 Seemeilen, im Übersee ischen Dienste 178.254 Seemeilen. — Artikel 11 setzt die Vergütung fest, welche der Lloyd für die vertragsmäßige Ausführung der angeführten Fahrten erhält. Nach dem Vertragsentwurfe wird der Gesamtbetrag des Meilengeldes mit 7,234.412 Kronen jährlich fixiert. Diese erhebliche Erhöhnng der Subvention ist jedoch nicht auf eine Erhöhnng der einzelnen Sätze in den Meilengeldern zurückzuführen, sondern lediglich aus der Vermehrung der vertragsmäßigen Fahrten nnd der jährlich zurückzulegenden Seemeilen, bei Anwendung der bisher für die betreffende Fahrtenkategorie in An-rechuung gebrachten Meilengeldcr, begründet. Finanzielle Kriegswirkungen in Japan. Aus London wird geschrieben: Die Gesamt-slimme der außerordentlichen, mit dem letzten Feld-znge Japans in der Mandschnrei in Verbindung zu bringenden Ausgaben betrug nach dein vom Finanzdepartement in Tokio veröffentlichten Be-ruhte bis zum 81. März d. I. 203,094.262 Pfuud sterling. Die Mittel, aus denen diefe enorme ^umme bestritten wurde, setzen sich zusammen wie folgt: Öffentliche Anleihen, Schatzbons, temporäre Anleihen 159,412.!)«)!) Pfnnd; Überschüsse der allgemeinen Iahreskontos, Verkauf überflüssig gewordener Artikel im Heer und in der Flotte, Post- und Telegrapheneiimahmeii in der Mandschurei und in Korea 14,800.404 Pfund; erHöhle Ve-stenernng 21,810.451 Pfund- Ubcrtragnngen von Spezialkontos 6,864.754 Pfund; freiwillige Beiträge zum K^iegsfond 153.688 Pfund; Verfchie-denes 51.229 Pfund. Man wirtschaftete auf das sorgfältigste, um nnr ja das für den Hauptzweck Erforderliche znr Verfügung zu erhalten. Die lokalen Steuern wnrdcn auf das möglichste eingeschränkt, damit die Bevölkerung die erhöhten Kriegssteuern ertragen könne. Die Spezialreserven wurdeu durch Aufmunterung zn Depot? in Gold und Silber geschützt, öffentliche Anleihen anf fremden Märkten abgeschlossen und der finanzielle Kredit der Nation möglichst hoch gehalten. Durch Aufgeben, Verschieben oder dnrch Einschränknng projektierter Unternehmungen wnrden im ersten Kriegsjahre über 5, im zweiten über 7.-5 Millionen Pfnnd erfpart. Da naturgemäß der Hang zum Luxus uud zu außerordentlichen Ausgaben bei der Bevölkerung während des Krieges sehr abnahm, entwickelte sich eine starke Tendenz znr Sparsamkeit^ infolgederen die Depots in den Sparbanten sehr beträchtlich stiegen. Dazu trat die erhöhte Aktivität der ökonomischen kreise nach den Siegen und das Steigen des auswärtigen Handelsverkehres während des Krieges. Gegenwärtig belaufen sich die Tter-lings-Anleihen auf 82 Millionen Pfnnd nnd die Tchatzbons auf 49,180.327 Pfund. Die Einlösungs-termine liegen zwischen 1908 nnd 1925. Die Sterlings Anleihen schließen ein.- 10 Millionen Pfunt, zn 6 Prozent vom Mm 1904, 12 Millionen Pfmrd zn 6 Prozent vom November 1904, 30 Millionen Pfund zn 4-5 Prozent vom März 1905, 30 Millionen Pfund zn 4-5 Prozent vom Juli 1905. Die ersten beiden Anleihen sind durch die Zölle, die letzten beiden dnrch die Tabaksteuer garantiert; für beide Einnahinequellen ist die Schätznng der Ne-gieruug durch die tatsächlichen Einnahmen übertroffen worden. Was die Militärausgabe-Anleihe betrifft, ist sie bekanntlich drei- bis fünfmal überzeichnet worden, unter starker Vewcrbnng auswärtigen Kapitals, ^ehr bald entwickelte sich die Tendenz der Konvertierung der hochverzinslichen Anleihen. Im letzten Jahre erschien demgemäß eine kaiserliche LeuMewn. Die Schlacht von Jena und Anerstädt. (14. Oktober 1806.) (Fortsetzung.) Die Tauentziensche Stellung wurde, wie scholl augcführt, vou 6 Uhr früh an angegriffen, uud zwar von den zwei Divisionen Lannes nnd den Tötetrnpven Neys in der Front; rechts, durchs Rautal von Soult; links (gegen 8 Uhr früh) durch den Isselstedtcr Forst von Augereau. Bei dem anfangs herrschenden Nebel ent> wickelte fich zunächst ein stehendes Feuergefecht, doch konuteu die schwachen preußischen Truppen nicht lange dein überlegenen Andringen der Franzosen Widerstand leisten und mnßten, weder vom Gros (Hohenlohe), noch vom Detachement Holtzendorff unterstützt, gegen 9 Uhr vormittags bis über Vierzehnheiligen zurückweichen, welcher Ort von Lannes befetzt wurde. Hohenlohe, bis dahin an kein größeres Gefocht glaubend, entschließt sich endlich mit dein Gros gegen Vierzehnheiligen vorzugehen. Die Division Grawert wird angewiesen, gegen KI. Nomstedt (nordwestlich Vierzehnheiligen) vorzurücken, indessen die sächsische Division, die schon seit Tages-anbrnch bei der „Schnecke", einem bergigen Waldkomplex südlich des Isserstedter Forstes steht, ohne Befehl gelassen, dort untätig verbleibt. Die Offensive der Division Grawert, der sich Fürst Hohenlohe selbst mit emem Teile seiner Reiterei anschloß, fiel zeitlich mit dem Airgriffe des Generals von Holtzendorff zusammen. Energisch durchgeführt, hätte diefe Beweguug, wenn anch nicht die Niederlage Tanentziens verhüten, so doch wenigstens das Gefecht wenden können. Doch die Verzagtheit und Unentschlossenheit der obersten Führung, weitcrs die Erwartung eines baldigen Eingreifens der um Hilfe angerufenen Rüchelschen Divisionen, läßt diesen Angriff im Sand verlaufen. Dem ersten Anprall war bald vor Vierzehnhciligen ein stagnierendes, verlustreiches Feuerdnell gefolgt, das bis 12. mittags danern sollte. So ward es dem, Kaiser möglich, auch den isoliert vorgehenden Holtzendorsf abzutun, welcher, dnrch das frontale und flan? kierende Eingreifen der Division St. Hilaire bezwungen, bald den Rückzug nach Apolda, also von der eigenen Armee weg, antritt. Zn Mittag hatten die stetig vordringenden sieggewohnten Trnppen des genialen französischen Feldherrn den moralischen und physischen Gehalt des Gegners bereits derart erschüttert, daß Teile desselben, ohne Befehl, zurückgingen. Um nngcfähr diese Zeit erhält Napoleon auch die ersehnte Nachricht von dem Einlangen der noch ansständigen Divisionen Sonlts nnd Neys, worauf er sofort mit dem Einsetzen aller noch verfügbaren Referven neuerdings die Offensive ergreift. Diesem Impnls vermögen die Preußen nicht mehr zu widersteheu. Vergebens sind alle vereinzelten Anstrengungen, nm das Gefecht hcrznstetten. Alles umsonst! Hohenlohes Armee wird znm Rückzug auf Eapellendorf gezwnngen, welcher anfangs noch in leidlicher Ordnung vor sich geht.-------- Da — es ist 1 Uhr nachmittags — erscheint General von Rüchel anf dein Schlachtfelde. Doch auch er ist zn spät an diesem unglücksreichcn Tage. Er sieht vor sich eine geschlagene, zurückweichende Armee. In verblendeter Vermessenheit wagt er ein letztes. Sein über, den Werlitzgraben erfolgender „methodischer Angriff" zerschellt an den nnanfhalt-sam vordringenden gegnerischen Kolonnen. Geworfen, reißen seine fluchtartig zurückgehenden Truppen auch die schon demoralisierte Armee Hohenlohcs mit sich. Alles geht unordentlich gegen Weimar znrück. Von der sächsischen Division, welche nicht rechtzeitig zurückgegangen, werden hiebei fast drei Viertel des Standes gefangen, die anderen zersprengt. Ein nochmaliger Halt am Webicht östlich Weimar bildet den letzten Akt in dieser Tragödie. Mit seltenem Unverstand werden hier die eben erst gesammelten Trümmer der Armee mit dem Rücken gegen die Ilm lind der einzigen Abflußmöglichkeit nach der Seite dem Anprall eines übermächtigen, siegreichen Gegners ausgesetzt. Dieses „va d^n^uo"-Spiel endet natürlich mit einem Debacle.------------ Ahnlich wie die Vorgänge bei Jena, vollzog sich der Kampf bei Auerstädt. Hier wie dort konfuse, unentschlossene Führung verzetteltes partielles Einsetzen der verfügbaren Kräfte, Mangel an jedem einheitlichen Handeln. Laibacher Zeitung Nr. 239._________________________________ 2232____________ 18. Oktober 1906. Ordonnanz, welche die Ausgabe einer Konvertierungsanleihe von 50 Millionen Pfund genehmigte, um 2'2 Millionen Pfund sechsprozentiger Anleihen, sowie die vierte und fünfte Ausgabe der Staatsscheine einzulösen. Im November 1905 wurden zu diesem Behufe 25 Millionen Pfnnd emittiert, die ihrem Zwecke zugeführt werden. Jetzt soll Herr Takahashi die restierendeu 25 Millionen Pfund zur Einlösung der sechsprozentigen Anleihen placieren. Was die in ^orea und der Mandschurei ausgegebenen „Kriegsnoten" betrifft, sind sie in Korea bereits durch von der ersten Nationalbank von Japan ausgegebene Banknoten eingelöst', in der Mandschnrei zirkulieren sie noch neben dein Silber-Aen. Sie drücken die Bevölkerung in keiner Weise, da Postämter, Banken, Nlilitärverwaltungskassen usw. sie annehmen und japanische Händler gleichfalls verpflichtet sind, sie als Bezahlung für Wcn-en zu akzeptieren. In Japan selbst ist zwar ihre Zirkulation natürlich verboten, doch können sie an bezeichneten Einlösestellen eingewechselt werden. Politische Uebersicht. Laib ach, 17. Oktober. Der ungarische Ministerpräsident Dr. We-kerle gewährte den Vertretern einiger Wiener, Journale eine Unterredung. Vr erklärte: „Es scheint, man will um jeden Preis eine Golu-chowski - K r i s e haben. Davon ist jetzt gar keine Nede. Jeden, Tag hört man, über die Sache etwas auderes, aber ich versichere Sie, es ist müßiges Gerede. Ich bin nicht wegen des Grafen Golu-chowski gekommen. Der beste Beweis dafür ist, daß ich den Minister des Äußern diesmal gar nicht aufgesucht, daß ich ihn gar nicht gesehen habe. Meine Audienz bei Sr. Majestät hat der Nakoczy-Angelegenheit und anderen Dingen gegolten, aber ganz bestimmt nicht der GoluchowskiMfäre." Die „Zeit" lveist in einer Besprechung der W a h l r efo r ma rb ei t darauf hin, daß dein Hanse nur mehr eine sehr kurze Frist gegeben fei, die allen Eventualitäten gegenüber Einigkeit und Entschlossenheit der Wahlreformfreunde verlange. Es müsse eine Majorität :ni not, für die Wahlreform organisiert werden und es werde vor allem Sache der Negierung sein, hier führend einzugreifen. Das Kabinett Vcck muß das fertige Kompromiß unter seine eigene Obhut nehmen, und seine ganze Lebenskraft an seine erste ^ebensanfgabe setzen: die Wahlreform. — Das „Wiener Deutsche Tagblatt" fordert die bürgerlichen deutschen Parteien auf, sich angesichts der kommenden Wahlen zusammenzuschließen. Allerdings dürfe der Zusammenschluß nicht zn einer Mandatsversicheruug für im Volte nicht mehr wnrzelnde Parteien mißbrancht, werden. Aber der Wille der Wählerschaft muß sich auf die uationale Einigkeit richten, dann wird's den Parteien klar werden, daß es weit besser ist, ein Mandat weniger zum engeren Besitzstand zu zählen, als den guten Willen zu gemeinsamer Arbeit in einem Meere von Gehässigkeit zu ersäufen. — Die „Arbeiterzeitung" beklagt die Zeitvertrö-delung, die sich der Wahlreformausschuß habe zuschulden kommen lassen. Er möge seinen VerHand-lnngen den Schlußpunkt setzen, damit endlich da5 Ziel sichtbar werde und das Wert geborgen wird. Die „Österreichische Volkszeitung" bezeichnet die Veröffentlichung der D enkwü rd i gte iten des Fürsten Hohenlohe als eine schwere Versündigung. Sie treibe Wasser auf die Mühlen aller Dentschenfeinde von Petersburg bis Paris und London. Der Sohn des Fürsten Hohentohe habe sich schwer an Deutschland vergangen, als er die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Denkwürdigkeiten gab. Von diesem Vorwurf könne ihn anch das mildeste Urteil nicht freisprechen. Die „Pol. Korr." schreibt: Unser römischer Berichterstatter für vatikanische Angelegenheiten erklärt sich in der ^iage, die von einigen Journalen verbreitete Meldung, daß die Veröffentlichung eines nenen Päpstlichen Aktenstückes über die auf der Tagesordnnng stehenden Differenzen mit Frankreich unmittelbar oder wenigstens nahe bevorstehe, kategorisch zu dementieren. Ebenso un richtig ist, daß der Vatikan bereits seine Weisungen an die französischen Bischöfe erlassen habe; sehr wahrscheinlich werde der Heilige Stuhl die Weisungen an den Episkopat nicht vor dem 11. Dezember absenden, das heißt, bis sich gezeigt haben wird, wie die französische Negierung das Trennungsgesetz zur Atisführung bringt. Die Instruktionen des Papstes hängen, eben sehr stark mit der Art zusammen, wie das Gesetz zur Anwendung gelangt. Die ^age ist demnach, was den, Heiligen Stnhl betrifft, absolut stationär geblieben, und ganz die nämliche, wie am Tage nach der Veröffentlichung der Enzyklika. Man schreibt ans Kopenhagen: Bisher war es in unserem parlamentarischen Ueben Brauch, daß die Negierung und die Mitglieder der zweiten Kammer sich über die politischen Fragen während der ersten Lesung der Fi n anz -Vorlage anssprachen; heuer wurde eine neue Praxis eingeführt, indem die Kammern, wie in anderen Parlamenten, während der Verhandlungen über die Antwort auf die königliche Thronrede die allgemeine politifchc i^age besprachen. Während die Adreßdebatte der ersten Kammer, ebenso kurz und bündig war, wie die Antwort selbst, welche einstimmig angenommen wnrde, gestalteten sich die Verhandinngen der zweiten Kammer zn einem recht scharfen Wortkampfe, in welchen: die Negierung wegen ihrer „unklaren und unaufrichtigen" Politik starke Anfechtnngen erfnhr. Die von der Negiern ngspartei vorgeschlagene Adresse wurde zwar schließlich angenommen, es ist indessen zu bemerken, daß nur 03 von den 11-1 Mitgliedern der zweiten Kammer, für dieselbe stimmten, unter diesen sechs Minister, während die übrigen Mitglieder sich der Abstimmung enthielten. Die Negiet^ng, welche ausdrücklich betont hatte, daß sie die Annahme oder Ablehnung der von ihr gutgeheißeneu Adresse als Vertrauens-, bezw. Mißtrauensvotum betrachte, hätte nicht einmal diese bescheidene Mehrzahl erreicht, wenn nicht die neun Abgeordnete umfassende Gruppe der Moderaten, welche den Stnrz des Ministeriunis nicht in diesen: Augenblicke wünschen, nnt Vorbehalt ihre Stimmen für die Adresse abgegeben hätte. Die Stellung des Ministeriums muß also als eine äußerst prekäre gelteu, da es in keiner der beiden Kammern über eine Mehrheit, verfügt. Tagesneuigleiten. — (Angestellte Raucher.) Man schreibt den „M'mch. Neuest. Nachr." aus London: In England lieben e5 viele Leute, bereits angerauchte Meerschau mpf ei fon zu kaufen, um sich so die Mühe zu er« sparen, das selbst tnn zn müssen; außerdem ist das bekanntlich nicht so leicht, und jedenfalls werden die Köpfe besser, wenn nmn sich diese von Sachvel-stän» diaen anrauchen läßt. Hier ist daher vor einigen Jahren ein Geschäft eingerichtet worden, in welchem Meerschamnköpfe angeraucht werden. E5 arbeitet sowohl für Geschäfte, dic fertig angerauchte Köpfe verkaufen, als auch für Privatpersonen, di,c sich gekaufte Spitzen anrauchen lassen wollen. In diesem Geschäfte sind eine Vteuge junger Leute angestellt, deren ein» zige Aufaade cs ist, den ganzen Tag Zu rauchen. Die Leute werden außerordentlich gut bezahlt, da sie natürlich ihre Gesundheit auf das Spiel setzeil, denn das fortgesetzte Rauchen ist selbstverständlich sehr ungesund. Die betreffende Firma hat eine ganz besondere Mischung von Tabak fiir diesen besonderen Zweck aufprobiert, und mit demselben müssen die Pfeifen» köpfe vollständig gleichmäßig angeraucht werden. — (Liebe s Pulver.) Veinnhe 200 Zeugen aus 37 Staaten wareu kürzlich in Baltimore iu dein Prozesse gegen einen „Dr." Theodore White aufgerufen, der die Post zu betrügerischen Zwecken mißbraucht haben sollte. 17 Schreibmaschinen standen auf dem Gerichtötische, die der Angeklagte benutzt hatte, mn sein großartiges Geschäft mit Liebes,-Pulver». Anfertigung magischei- Brustplatten uud Verteilung von Doktoröiplomen zu betreiben. Wie großartig sich der Betrieb gestaltete, erkennt man öar-aus, daß Nichter Soper feststellte, die monatlichen Portozalhlnngen an die, Post durch Dr. White hätten durchschnittlich 5000 Iv betragen und er sei genötigt gewesen, Wagen und Pferd anzuschaffen, um feine Brieftaschen zur Post zu befördern. „Wie gewaltig das Geschäft, war," sagte Richter Soper, „werden Sie erkennen, wenn ich Ihnen mitteile, daß iu euiem einzigen Monate 2400 Personen von Maine bis Ka» liforuieu eine jede einen Dollar (5 X) nebst einer Haarprobe sandte, um ihr Lebensorakel zu erhalten. Und jedes Orakel war ganz gleich dem anderen, so daß eiu Manu uud dessen Frau, die, beide sich an White gewandt hatten, einander beim Empfange ver» Ihrer Charakteristik nach, unterscheiden sich jedoch die Kämpfe dahin, daß während Jena das Beispiel eines Angriffes über ein tiefeingeschnittenes Tal ans einen Gegner in Stellung gibt, die Schlacht von Auerstädt den Typus einer Ncnkontreschlacht darstellt.-------- Der Verlauf der Ereignisse ist hier, wie folgt: Die preußische Hauptarmee stößt auf ihrem Marsch nach Freibnrg bei Hassenhansen auf das ebenfalls in einer Kolonne gegen Apolda vorrückende Korps Davonsts. Die beidenTötedivisionen (französische Division Gndin, preußische Schinettau) entwickeln sich bald; die Division Gndin rechts vorwärts, Schmettau ü coeval der- Chaussee. Erst anderthalb Stunden später trifft die zweite französische Division (Friant) ein, die später aufgebrochen war und mehrere Verzögerungen erlitten hatte. Auch diese Truppen werdeu von, Davoust auf seinen rechten Flügel in Verwendung gebracht, da er infolge mehrerer Nciterangriffe, und der Anwesenheit einer zahlreichen Kavallerie bei Spielberg (nördlich Hasscnhanscn) für seilte rechte Flanke fürchtet. Der Herzog von Braunschweig hatte inzwischen beim Anblick der Höhen südlich von Hassenhansen den Entschluß gefaßt, diese in Besitz zu nehmen. Dementsprechend werden die nachfolgenden Divisionen altgewiesen, rechts von der Chaussee abzubiegen und gegen diese Höhen vorzugchen. Der dem Herzog „unbequeme" Generalquartiermeister, Oberst Scharnhorst, wurde zu der Gcfechtsgruppe nördlich der Straße mit einem längerdauernden Auftrag entsendet, also gewissermaßen als Organ ausgeschaltet, was sich später rächen sollte. (Schluß folgt.) Dienst zweier Herren. Roman von U. L. Lindner. (38. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Die Nacht war klar und kalt, die Sterne flimmerten. Dort war auch der große Vär. In Zernikow hatte es Ilse immer geschienen, als ob er gerade über ihl-em Hause stünde; er gehörte fast mit zu dein Bilde, das sie in ihrer Erinnerung von dem alten Heini bewahrte. Er hatte sie gegrüßt an dein Abend, alZ sie als junge Frau ihren Einzug gehalten. Zeruikow! In sehnsüchtigem Verlangen nach seiner friedlichen Stille seufzte sie unwillkürlich aus. Dem Direktor schien dieser Seufzer wio eine, Ergänzung dessen, was ihm eben in bezug aus sie durch den Sinn gegangen war. „Ich hatte es eigentlich nicht vor," sagte er, „aber ich kann doch nicht umhin, Ihnen ein paar Worte über Ihren Gesang zu sagen. Zunächst natür-lich meinen Dank, Sie sind eine Sängerin von Gottes Gnaom. Ihre Stimme ist tadellos und Ihr Vortrag ist beseelt, es ist das Feuer darin, das die wahre Kunst au sin acht." Er sah sie am, aber zu seiner Verivunderung erhielt er keine Antwort. Er war für gewöhnlich sparsam mit seiner Anerkennung, daß jemand seine beinahe enthusiastifchen Woi-teso scheinbar kühl aufnahm, war ihm noch nie vorgekommen. „Wieviele Nnirden nicht überglücklich sein, wenn ihnen dieser Schatz zuteil geworden wäre." Da sie noch immer schwieg, setzte er scherzend hinzu: „Wissen Sie überhaupt, welch Gut Sie besitzen? Mir scheint das gar nicht so." Sie sah starr geradeaus, ihre Lippen bebten. „Ich glaube, ich weiß es doch," sagte sie tonlos. „Nun, dann gestatten Sie mir, Ihnen eins zu sagen. Sie haben sich, obgleich Sie unter Ihren Kol» leginnen eine hervorragende Stellung einnehmen, und Unzählige entzücken könnten, aus der öffentlich, leit zurückgezogen. Dafür werden Si,e Ihre Grunde haben und es geht mich nichts an. Aber wmu jemand so ganz besonders begnadet ist, hat er auch besondere. Verantwortnug. Sie dürfen Ihr schönes Matenal nicht verkommen lassen." „Verkommen?" sagte sie erschrocken. „Ja, allerdings. Vei aller Bewunderung für Ihre Stimme mnß ich sagen, ich hörte, daß Sie Ihre Studien germmie Zeit vernachlässigt haben. ,Nast' ich, so rost ich,' das ist eine alte Geschichte. Ich nehme indessen cm, daß die Nast unfreiwillia war. Natürlich war Kranklieit im Spiel, was?" „O nein- nicht doch." „Nicht? Nun dann — Pardon — verstehe ich Sie ganz und gar nicht. Das ist ja beinahe sträflich. Wollen Sie sich denn Ihren Schah entschlüpfen lassen? Ver« nachlässigen ist leicht genug, aber mit dem Wieder« gutmachen ist öas eme andere Sache, Wem, Sie noch ein oder zwei Jahre fortmachen, würde Ihnen dis Kritik nicht mchr so wohlwollend gegenüberstcheil." Er sprach etwas umständlich und lehrhaft, wie jemand, der an ausmerksmne Znhörer gewöhnt ist. „Ich habe ja mit der Kritik nichts mehr zu schaffen." „Das sagen Sie jetzt, aber zuweilen ändern sich doch die Verhältnisse. Sie dürfen die Hände nicht so in den Schoß legen. Wieviel singen Sie denn über. hcmpt noch? Gestatten Sie mir die Frage." „Nnn, gelegentlich ein Lied oder eine Arie, wenn mich die Laune so anwandelt", sagte sie und wunderte sich selbst über die Geduld, mit der sie ihm Rede stand. Laibacher Zeitung str. 239. 2233 18. Oktober 1906. wundert ansahen und merttein, daß sie betrogen waren." Außerdem versendete White gegen hohe Zah. lung „spiritistische Anweisungen". Der „Adam- unt Eva^Zauber" dient dazu, Liebe zu erzeugen. Ti< beiden Urmenschen wurden durch zwei Wurzeln dar? gestellt, denen der Liebebedürftige seinen oder ihren Namen und den do5 Ersehnten beilegte. Tic werden in Wasser getan und dazu wird gesprochen: „Wen Gott vereinigt hat, soll der Mensch nicht trennen." Schwammen die Wurzeln dann zusammen, so war dei Liebeszauber fertig. Die „altägyptische Vrnstplatte" war mit Liebespulvcr und „magischen! Sonnen-flnidum" gefüllt. Man sieht, der Aderglaube sloriert üppiig in Amerika. — (Der Brand dcsTampfers „H a n ° tow".) Über dc>5 schreckliche Unglück uuf den, Dalnpfcr „Hankow", der im Kai von Hongkong in Brand geriet, wobei Hunderte von Fahrgäften — meist Chinesen — ums Leben kamen, wird auo London, 15. d., berichtet: Der Dampfer „Hankow", der gestern früh um 2 Uhr 80 Minuten in Hongkong aus Kanton ainkam, hatte tausend Fahrgäste an Bord, darunter sieben Europäer. Der „Daily Mail" zufolge, brach zwanzig Minuten nach der Ankunft, a,ls oer Dampfer an der Werft lag, Feuer auo. Alles lief zur Landnng5brücke, die bald blockiert war. Viele fielen, uom Ranch erstickt: viele wurden totgetreten oder verbrannten lebend. Hunderte sprangen ills Wasser. Dem Kapitän und den, Offizieren gelang es. alle curopäisäien Fahrgäste zu retten. Große Vlenschenmassen sammelten sich am Lande und hörten das Geschrei der Opfer. Die Feuerwehr konnte nichts tun, da die schwimmende Feuerspritze beim letzten Taifun zerstört worden war. Der Gouverneur Sir M. Nathan, dor die meiste Zeit anwesend war, leitete die Wegschaffung 77 verkohlter Leichen. Der Dampfer, der nach vier Stunden ausgebrannt war, hatte eine Ladung von Matten und Seide. Das elektrische Licht war zweimal wahrend der Fahrt ausgegangen. — (Bei m Z a h n a r z t.) „Hier werden Zähne ohne Schmerz ausgezogen." Ehe noch das Chloroform erfunden wurde, um die armen Zahnleidenden in sanftem Schlummer zu wiegen, las man in großen Buchstaben diese Aufschrift ans der Tür eines Newyorter Zahnarztes. Ein Patient tritt ein. — „Bitte, Platz nehmen." — Der Zahnlünftler nimmt gravitätisch seine Zange zur Hand und setzt an. — Ruck! nnd auf fährt der arme Patient und fchreit wie besessen. — „Seien Sie ruhig, seien Sie ruhig, ich machte Ihnen absichtlich diesen kleinen Schmerz, um Ihnen Millers Methode zu zeigen. Nicht wahr, die gefällt Ihnen nicht? Sehen Sie sich!" — Und wieder setzt der Quacksalber die Zange an. — „Gott nnd alle Heiligen!" schreit das unglückliche Opfer. — „Sehen Sie, das ist meines Nachbars Methode, Zähne auszuziehen. Ist das nicht eine schändliche Methode?" Und wieder setzt er das Instrument an. „Au weh, au weh!" schreit der Gemarterte, — „Sehen Sie, das ist Seemanns Methode, die schlechteste, die „Und technische Übungen gar nicht? Dacht ich's mir doch. Das ist gerade, als wenn Sie einen Tausend-mnrtschein zum Fenster hinauswehen ließen, nur weil Sie gerade jetzt keine Verwendung für ihn haben." Sie stand still, denn das Hans war jetzt erreicht. Der Direktor sah sich wohl oder übel genötigt, abzubrechen, und zog dm Hut. „Ich empfehle mich, gnädige Frau. Und sollt' ich ein bißchen zu weit gegangen sein mit meinen Ratschlägen, so halten Sie's, bitte, einem alten Fach-mann zngnte. Einem geht im Laufe der Jahre so viel Minderwertiges durch die Hände, daß man sich förmlich darüber erregt, wenn etwas Hervorragendes verschleudert werden soll." Ilse wehrte freundlich ab. „Aber ich bitte Sie, ich bin Ihnen dankbar für Ihr Interesse und habe es durchaus richtig auf-gefaßt." „Das freut mich. Und Sie werden sich meine Worte ein bißchen zu Herzen nehmen?" „Ich fürchte, da5 wird nicht von mir allein abhängen. Gute Nacht." Mechanisch stieg sie die Treppen zu ihrer Woh-nnng hinauf. Da5 Mädchen, das wach geblieben war, nm ihr zu öffnen, berichtete, Herr Vrekenfeld sei mit einem anderen Herrn, der ihn abgeholt habe, in einen Verein gegangen und werde wohl e,-st spät heimkehren. Er lasse bitten, nicht ans ihn zn warten. Ilse war das gerade recht. Es wäre ihr kaum möglich gewesen. Roland in ihrer gewöhnlichen Weise zu begegnen, oder zn sprechen, alo sei nichts geschehen und am allerwenigsten hätte sie sich zur Nuhe legen mögen. (Fortsetzung folgt.) ich kenne." (Nun hängt der Zahn nur noch an einem Faden.) „Nun beobachten Sie meine Methode — hier ist der Zahn. Nun werden Sie doch von der Vor-trefflichkeit meiner Methode überzeugt sein. Bitte, mich zu rekommandieren." LolaI- und Provinzial-Nachrichten. — (Amtsübergabe.) Gestern vormittag, verabschiedete sich dcrChef der k. k. Bezirkshauptmannschaft Stein, Herr Ernst Freiherr von Schönberge r, der als k. t. Vezirtshanptmann nach Gottschee ernannt wurde, in seinem Bureau von den Beamten und dem Kanzleipersonale der k. k. Vezirkshanpt-mannschast, dev Steuentferntes und des Hanptsteucr-amte5 Stein. Herr Aezirkskommissär Baron Laza » rini hielt an den scheidenden Chef eine warm empfundene Ansprache, auf die Herr Bezirtshaupt-inann Baron Schönberg er, sichtlich ergriffen, dankend erwiderte. Hierauf fand die Vorstellung der Beamten, des Kanzleipersonales und des Lehrkörpers der Knaben- und Mädchenschule in Stein bei dem neuernannten Amtöleiter Herrn Lande^regierungZ-sekretär Johann Kresse statt, der die Leitung der Amtsgeschäfte bereits übernommen hat. —d. — (Der Krainischen Kunst webe-anstalt in Laib ach) hat das Direktorium der Kunstgewcrbcmlsstellung in Dresden schriftlich die Anerkennung für die vorzügliche Herstellung des Wandteppichs in der König^berger Diele ausgesprochen und dabei das Bedauern ausgedrückt, daß ihr als eiuer ausländischen Anstalt keine Anszeichnung zuteil werden konnte. Der Gobelin wurde entworfen von dem Dreodencr Maler Ewel und stellt die Auffindung des Moseo dar. An dem Teppich ist mit Er° folg versucht, über die primitive Darstellung5weise der sonstigen Vildteppiche unserer Zeit hinwcgzukom? men und der vollkommeneren Technik der französischen Gobelins Herr zu werden. Tno Eigenartige der Gobelins ist bekanntlich, daß sie, in ihrem Farbenreichtum und in der äußeren Wirkung Gemälden möglichst nahezukommen frühen. Die Kette dient nur zur Befestigung des farbigen Einschlages und kommt nicht znm Vorschein. Tor farbige Einschlag besteht aus Seide oder Wolle nnd wird nach dem Eintragen mit einer französischen Spcisegabel so dicht geschlagen, daß die Kette vollkommen gedeckt wird. Die Weberin muß die Kettfäden mit der einen Hand vorziehen und mit der anderen Hand den Einschlag durchführen. Natürlich tonnen die Finger immer nur Uienige Kettfäden auf einmal heben, infolgedessen t'ann immer nur ein schmales Stück des Bildes gewebt werden. Man sieht daraus, wie mühsam und zeitraubend diese Technik ist. Außer in der Gobelinmanufaktur zu Paris, die nur im Staatsauftrag arbeitet, wird fie nur „och iu England geübt. Dort erkannten die Präraffaeliwn ihren hohen dekorativen Wert und er> weckten sie zu neuem Leben. Der Versuch, den die Krainische Kunstweberei auf Veranlassung der Stadt Königsberg und ihres rührigen Führern in Kunstdingen Ludwig Tettmann angestellt hat, ist darum warm zu begrüßen. Die Anstalt ist bekanntlich eine Schöpfung der Krainischen Sparkasse, die sie mit hoher Opferfrendigkeit in5 Leben gerufen hat. — (Vom I. Hau sb esi,tze r vere ine in Laib ach) erhalten wir folgende Mitteilung: Die Überzeugung, daß die Hauszinssteuer durch ihre un>-verhältnismäßige Höhe nicht nur den Hnnsbesitz bedrückt, sondern dnrch Verteuerung der Wohnnngs mieten auch die vitalsten Interessen der ganzen Bevölkerung tangiert, ist auch bei uns schon in n>cite Kreise gedrungen, nieshalb in allen Kreisen der Hans° befitzer die Forderung uach einer Reform nnserer Hanszin5stcuer '», Sinne einer ausgiebigen Ermäßigung der gegenNxirtigen Steuersätze geltend gemacht wird. Um diesbezügliche Erfolge zu erzielen, ist die Vereinigung alle- HansbesitM- Krams erforderlich, nm unsere Interessen gemeinsam zn vertreten. Es mögen daher alle Hanobesitzer als die höchstbesteuerten zur Erkenntnis kommen, daß ihre Wünsche nnr im Wege der Vereinigung verwirklicht werden können. Den Anfang von Gründungen von Hausbesitzer vereinen hat die Stadt Wien gemacht, die infolge ihrer musterhafte,, Organisation in Sachen deo Real-besitzes die Zentrale für alle Hau^besitzervereine Österreichs geworden ist. Seither sind 180 solck>e Vereinigungen entstanden, um in Steuer- und Gemeinde-angelegenheiten ihre Wünsä>e im Wege der Zentrale an den maßgebendsten Stellen zu unterbreiten. Anch in Laibach wurde ein solcher Verein gegründet, der bisher nur auf die Stadt Laibach beschränkt war. Nnn beabsichtigt der Vorstand dos „I, Hansbesitzervereines in Laibach" die Mitgliederschaft anf ganz Krain ans-zndehnen, um mit vereinten Kräften die angestrebte Reform der den Nealbesitz betreffenden Steuer, die ganze oder teilweise Abschreibnng der Erdbeben- Staiawdarlehen usw. auch a!uf die Mitglieder an, Lande zu erstrecken. Der Verein will ferner eine öffentliche Verkehrskanzlei zur Vermittlung von Nea-litäten- und Geschäftskänfen, von Hypothekar-Dar lehcn und überhaupt aller in den gesetzlich glätteten Wirkungskreis einer solchen Kanzlei gehörigen Geschäfte eröffnen. Er will Preisermäßigungen für die Vereinsmitglieder bei Afsekurnnzen, insbesondere bei Haftpflicht- und Unfallversicherungen einfuhren. Zum Zwecke der Durchführung dieses auf breite Basis gestellten Programmes will der Verein einflußreiche Persönlichkeiten in jeden, größeren Orte in Krain gewinnen, die den Hauo- und Realitätenbesitzern die nötigen Aufklärungen über das Wesen und den Zweck deZ Vereines und dessen Bestrebungen geben. Eine weitere Aufgabe der in Nede stehenden Vertranens' manner wird e5 sein, die Namen der beitretende'n Mitglieder und die Mitglieoogebühren einzusammeln und sie der Zentrale in Laibach zn übermitteln. Je größer die Mitgliederzahl unseres Vereines sein wird, desto größer ist dann unser Einfluß nach außen, desto sicherer der Schutz des Nealbesitzes. Der Mitgliederbeitrag beträgt '1 X pro Jahr, die eiumalige Schreib-ge'bühr 2 K. Es ergeht darum a,n alle Hausbesitzer in Krain die Bitte, sich unserer Vereinigung anznschlie' ßen, weil es nnr anf diese Art möglich ist, eine den Ver» Hältnissen entsprechende Besteuerung der Hausbesitzer zu erreiche,,. Die Hanszinsftcuersätzc übertreffen alle übrige»,, Ertragssteuern bei weitem, darum ist es nötig, da5 Übel an der Wurzel zu fasseu, um eine ausgiebige Ermäßigung der HauszinGeuer für die gesainte Bevölkerung dnrchzusetzen. Wir ersuchen dringend alle Beteiligten, uns durch Nat und Tat zu unterstützen, damit wir endlich unsere berechtigten Wünsche veiivirklicht sehen! - (Ein Vortrag über tommnnale Sozialpolitik.) Herr Dr. E. Lampe hielt vorgestern im christlich-sozialen Verbände einen Vortrag über kommunale Sozialpolitik, in dem er zunächst die Gemeinde als Arbeitgcberin besprach (Lohnpolitik, Arbeitsordnungen, Kranken-, Invaliden-, Hinterbliebenen-Fürsorge). Anf die tommnnale Fürsorge für Arbeiter und Angestellte übergehend, besprach Redner die Arbeitslosenfiirsorge, Spartassenpolitik, öffentliche Volksbnreaur nnd Nechtsanoknnftsstellen. Für das Handwerk sei die Gemeinde verpflichtet, dnrch Meister-kurse. Musterwertstätteu, Aufstellungen von Maschinen und Motoren, giinstine Preise de-r Betriebs, kraft zu Motorzwccken, Vertanfsh allen zu sorgen. Das gewerbliche sei kom- munal zn fördern (Aufträge, Kreditgewährung). Besonders habe die Gemeinde bei der Wohnungsreform aktiv miteinzugreifen. Dabei kämen in Betracht: Bebauungsplan und Bauordnung: beson« ders empfehle sich die Werkznwachssteuer. Bei der Grunde nnd Gebäudebesteuerung dnrch Erwerbung in Betracht kommender Baugründe habe die Gemeinde der Bodenspekulation entgegenzuarbeiten. Eine Wohnungskommission habe die Aufsicht über die Wolmnng>overhältnisse zn führen, eine Wohnuugs-statistik anznlegen, einen WohnnngÄnachweis einzu. führen. Der Kleinwohnnngsbau sei durch angemessene Bauvorschriften, Erleichterungen und Kostenerfpar' nisse energisch zn unterstützen. Die kommunale Gesundheitspflege erheische Schulhygiene, öffentliche Bäder. Volksparks: besonders müsse für Krankenpflege auf dein flachen Lande gesorgt werden. Die tommnnale Bildnngsfürslirae verlange hauZwirtschaftliche Unterweisung, wobei in den Städten namentlich auf die weibliche Jugend Bedacht zn nehme.,, fei; für das Land empfehlen sich Wanderhaushaltungsturse. öffentliche VolkMblio-theken mW Lesehallen seien mit Populären Vortrags-knrsen zn verbinden. Schließlich besprach Redner die Einse'l.ulng von sozialen Ausschüssen nnd eine moderne Reform der Gemeindewahlordnnngen. — An, nächsten Dienstag wird Herr Kanonikus Snünik über Lnftschiffahrtoversuche spreche,,. — (Ans der Diözese.) Versetzt wurde» die Herren: Alois I eric-, Pfarradministrator in Ossil» nitz, nl5 Kaplan nach Natschach bei Steinbrück, Jakob Najec, Erpositns in Orehek, als Pfarraoministrator ,ach Ossilnitz, Kaplan Anton Ieriö aus Hl. Geist al5 Knrat nach Ustje, Kaplan Franz Orani? aus Dornegg nach Pol je, Kaplan Johann Hrovat aus Altenmarkt bei Pöllaiw nach Dornegg, Kaplan Anton Z o r e als Pfarradüiinistrawr nach Obergurk. — (Vortrage.) T<>r l. k. Oberbezirksiierargt Herr Otinar Skale wird Wandervorträge über ra° tionelle Viehzucht, Viehkrankheiten, Viehhandel ,mt> Einschlägiges wie folgt abhalten: Tonntag den 21. d. nach dem ersten Gottesdienste in Hönigstein, am selben Tage nach den, nachmittägigen Gottesdienste in Dö> bernik; am 28. o. M. nach dein Frülmotteodienste in Waltendorf nnd nachmittags i,n Hinnach. — Samstag den W. d. M. hält anch der Adjunkt der land. Laibacher Zeitung Nr. 239. _____________________________2234______________________________________^ 18. Oktober 1906. wirtschaftlichen Ackerbauschule in Staudon, Herr Wil-. helln N oh r in a n n , einen Portrag über Hebimg der Milchwirtschaft in der Nudolfswerter Umgebung ab. Die Versammlung findet um 8 Uhr abends im großen Saale öer Gastwirtschaft des Herrn Josef Windischer i!n Knndia statt. — (Schul e l n ui eihu n g.) In, der freundlich gelegenen Ortschaft Hruöevje an der Neichsstraße zwischen Adelsberg und Präwalü erfolgte am 14. d. M. die feierliche Einweihung der neuerrichteten einklas-sigen Volksschule, in deren Sprengel die Ortschaften Hrukevje, Slavin je, Velika Vrda und Tajoviöe eingeschult wurden. Die Feier fand in Gegenlvart des Herrn Bezirkshauptmannes Stephan Lapajuc, des Herrn Bezirksschulinspektors I. T h u m a , des Herrn Bezirksingenieurs Hans Iakschc, des Herrn Gemeindevorstehers I. Debevec von Hrenowitz. des Ortsschulrates, violer Lehrpersonen, der Schild jugend von dort lind anderer statt. Die Schuljugend und die Bevölkerung des neuen Schulsprengels versammelten sich um !l Uhr uachmittags in der Filial-tirche in Hru«evjc; von da begab man sich paarweise zum festlich geschmückten Schulgebäude, wo Herr Pfarrer I. Zu pan aus Hrenovitz die Einweihung de5 Schulgebäudes vornahm. Hierauf begaben sich die, Schulkinder und deren Eltern samt den Ehrengästen in das Lehrzimmer, wo Herr Pfarrer Zu pan und Herr Bezirksschnlinspektor T h u m a Festreden hielten. Zum Schlüsse übergab der Obmann des Ortsschulrates der neueruannten Schnlleiterin, Fräulein Marie Iurca, die Schlüssel, die von der Lehrerin mit lerner Dankesrede entgegengenommen wurden. — Um die rasche Erbauung der Schule haben sich besonders Herr Bezirkshauptmann Lapajne und Herr Bezirksschulinspektor T h um a verdient gemacht. Volle Anerkenuung gebührt aber auch dem Herrn Bezirksingenieur Iaksche für die musterhaften Pläne, denen zufolge sich das Schulhaus in Hru^evje nicht nnr als das schönste nnter allen einklassigen Volksschulen des Bezirkes, sondern auch als das praktischeste darstellt. —a — (V o n d e r V e r z e h r ungs st eue r.) Bei der ani 16. d. M. in Rudolfswcrt erfolgten Abfindungsverhandlung zur Sicherstellung der Verzehrn ngssteuer von Wein, Weinniost, Obstmost und Fleisch für das Jahr 1907, eventuell auch für die Jahre 1908 und 19(19, hat sich eine überwiegende Mehrzahl der Gewerbe-ilnternehiner des EinhebnngSbezirtes Nnoolfswert bereit erklärt, das jährliche Abfindllngspauschale in der Höhe von 53.000 I< anfznbringen. Znm Repräsentanten dieseo Koilsortilnns lvurde i>c>' ile^ki-llmtioilcm Herr Gastwirt Josef Zurc, zu dessen Stellvertreter Herr Karl Roz m a n, ebenfalls Gastwirt, erwählt. — (Wein markt iu R u d o lfs wert.) Donnerstag den 8. November findet in dein geräumigen Gasthnnögarten der Frau Tuöek in Nudolfswert ein Weinmarkt im größeren Stile statt, worauf sowohl die Interessenten, Weingärtenbesitzer und Wein-Händler als auch die Gastwirte und sonstige Käufer aufmerksam geinacht werden. — (Tod eiu es Alkoholikers.) Am 15. d. früh wurde im Straßengraben nächst der Reichsstraße in Unterlote, Genieinde Kraren, Gerichtsbezirk Egg, eine männliche Leiche aufgefunden, die als jene des 69 Jahre alten Auszüglers Thmnas Rogliö aus Airovße aglwsziert wllrde. Nogli6, der aw Vorabende in stark angeheitertem Zustande von Kraxen nach Hause gegangen war, dül'fte in seiner Trunkenheit in den mit etwas Wasser angefüllten Straßengraben gefallen sein, woselbst er ertrank. —d. — (Erhöhung der Toiletteseifen-preise.) Die in der Fachgruppe des Bundes österreichischer Industrieller und im Verbände ungarischer Seisensabrikanten vereinigten Toilettescifenfabritan-ten der Monarchie haben in einer gestern abgehaltenen gemeinsamen Sitzung, die Preise sämtlicher Toilctteseifensorteu neuerlich um zirka zehn Prozent erhöht. Begründet wird diese weitere Steigernng mit der Hausse auf den lokalen und internationalen Fett-Warenmärkten, dnrch welche die Preise der Rohstoffe eine noch nie dagewesene Höhe erreicht haben. — (Die Laibacher Ve r ei n s k apel le) veranstaltet heute abend um M Uhr im Hotel „Lloyd" ein Mitgliederkonzert. Eintritt für Mit-glieder frei, für Nichtmitglieder 40 i>. * (Entwichen.) Heute früh ist der 29jährige Zwängling Franz Lampret mls Finkenstein bei Villach von der beim Vane an der Wiener Straße be--schäftigten Zwänglingsabteilung entwichen. Er ablaugte aber nur bis zur Südbahnhofstraße, wo er von einem Sicherheitswachmanne verhaftet wurde. * (E i u g e b r a ch t.) Der aus der Polizeiaufsicht im Monate Juli entwichene Vagant Andreas Erzen wnrüe in Idria angehalten nnd verhaftet. " (Arbeiter transports) Gestern find vom hiesigen Südbahuhofc 170 Kramer und lOOKroa--ten nach Amerika, 30 Mazedonier und W Kroaten nach Tirol und 40 Mazedonier nach Villach abgefahren. " (Acht Lehrlinge verhaftet.) Tie Polizei verhaftete gestern acht Lehrlinge wegen an-stößigen Benehmens auf der Straße. Theater, Kunst und Meratur. "" (T e n t s ch e B ü h u e.) In einem kurzen Zeitraum ward uns Gelegenheit geboten, die künstlerischen Eigenschaften dreier Tenure zu beurteilen. Könnte man ihre Vorzüge vereinigen, und zwar vom ersten das gewinnende Äußere, vom zlveiten die bestechende Höhe und vom dritteu die musikalische Intelligenz, verbunden mit künstlerischem Geschmack, so gäbe es wohl einen ideale», Tanger, um den uns jede Hofbülme beneiden könnte. Da solche Ideale jedoch bescheideneu Provinzbühnen, die sich mit reich subventionierten Hoftheatern nicht messen können, versagt sind, wird man sich mit einein Sänger begnügen müssen, der wenigstens einen Teil jener künstlerischen Eigenschaften in sich vereinigt. Das ist bei Herrn Ililino Malten der Fall, der gestern al5 Faust de bütierte. Er besitzt einen ausgesprochenen lyrischen Tenor von sympathischer Färbung, der zwar von geringem Volumeu ist, aber mit musikalischer In° telligenz geschmackvoll verwertet wird. Der Tenor des Herrn Malten wird zwar nicht dnrch Tonhöhenparaden glänzen, aber sein empfindsamer Vortragt, dem die Reize des dc! . Oktober 1890 in Wien) mit folgender Vortragsordnnng stattfinden: Tranermusit auf den Tod Anton Vruckners von Otto Kitzler, Mnsikdirektor in Brunn. (Erste Aufführuug in Lailnch.) Zweite Sinfonie. C-moII. von Anton Bruckner. «Erste Aufführung in Laibach.) Beginn deo Konzertes um 5 Uhr nachmittags; Ende um ^7 Uhr abeirds. " („P o p o t u i k.") Inhalt der 10. Nnminer: 1.) A. Poxegar: Lüge uud Wahrheit. 2.) Trag. Pribil: Familienabende. 3.) Drag. P.: Die Hygiene der Aufmerkfamkeit. 4.) Dr. I. Vezjak: Über das ästbetische Deklamieren in der Volksschule. 5,) Fr. K ocbe k und M. I. Nernt: Vom I. internationalen Kongresse für Schulhygiene in Nürnberg im Jahre, 1904. 6.) Iv. ^ ega: Pädagogische Streif» lichter. 7.) Literaturbericht. 8.) Umschan (Feuilleton, Pädagogische Nachlese, Chronik). Telegramme ies l. l. teleMhell'VttlesPnzlellz'Vlllealls. Ein verschwundenes Unterseeboot. Vizerta, 16. Oktober. Das französische Unterseeboot „Lutin", das hente vormittag bei unruhiger See zum Zwecke der Vornahme von Tauchübungen in Tee gegangen ist, wird vermißt. Das Boot, das von einem Schiffsleutnant befehligt wurde, hatte vierzehn Mann Vcfatzung. Zwei Torpedoboote und drei Remorkörc sind gegen 10 Ubr vormittags ans die Zuche nach dem vernnhten Boote auogesendet worden; die stürmische Tee machte jedoch die Vormüime von Nettlmgsarbeiten beinahe uumöglich. Mittels einer Vaggermaschine ließ sich durch deu iu der Tiefe geleisteten Widerstand der Ort feststellen, wo das Unterseeboot nntergetancht ist. Infolge der herein' brechenden Dunkelheit wurden die Rettungsarbeiten nnterbrocheu, sie werden jedoch bei Tagesanbruch wieder aufgenommen werden. Bizerta . 17. Oktober. Das dänifche Rettungsboot „Berga Wilhelm", das gegenwärtig mit der Freimachung eines in der Nähe von Port de Varitw gescheiterten Segelschiffes beschäftigt ist. hat sich erboten, an den Versuchen zur Hebung de? „Lutin" in Bizerta teilzunehmen. Bizerta, 17. Oktober. Admiral Bellue hat sich heute vormittag an Bord eines Schiffes auf den Weg gemacht, um genau deu Ort festzustellen, wo man das Unterseeboot „Lntin" gesunken glaubt. Tic betreffende Stelle ist drei Meilen von der Küste entfernt und genau abgesteckt. Das Unterseeboot soll in einer Tiefe von 35 Meter auf einer Sandbank festgerannt fein. Außer dem Leutnant Fevour und der Mannschaft befand sich an Bord deo Unterseebootes anch der Fähnrich Millot, der Sohn des Generalo Millot. Bizerta, 17. Oktober. (12 Uhr 50 Minuten nachmittags.) Man hat keine Hoffnung mehr, die Besatzung des Unterseebooten „Lutin" zu retten, bestenfalls wird es gelingen, das Unterseeboot zn heben. Rußland. Petersburg, 17. Oktober. Bezüglich des in der Zeitung „Gil Blas" am 12. d. veröffentlichten Interviews welches der Ministerpräsident Ttolypin einem französischen Korrespondenten gewährte, ist die „Petersburger Telegraphen-Agentur" ermächtigt zu erklären, daß der Bericht des betreffenden Korrespondenten da5 Interview entstellt wiedergegeben habe. Ten Worten des Ministerpräsidenten sei eine ganz andere Bedentung gegeben worden. Schließlich seien anch viele dem Ministerpräsidenten in den Mnnd ge° legte Worte reine Erfindungen. Petersburg. 17. Oktober. Heilte wurden, 200 politisch Verdächtige nach Sibirien transportiert. Bei dem Transport befand sich auch der Schriftsteller Beiland. Kurz vor Abgang des Transports tötete er fich durch Gift. Budapest, 17. Oktober. Über den Aufenthalt des Grafeu Eugen Zichy im Viedcrmannschen Sa? natorium erfährt „Magyar Hirlap" aus zuverlässiger Quelle, daß die Ärzte seinerzeit die Notwendigkeit der Überführung des Grafen in ein Sanatorium ausgesprochen hatten. Graf Eugen Zichy habe selbst seine Znstimmnng dazn erteilt, sich einer Kur im Sann? wrinm zu unterziehen. Hierauf habe die Familie ücs Grafeil dessen Neffen, den Minister ^ 1:lwr<> Grafen Aladar Zichy, ersucht, seinen Onkel in das Sanatorium zu begleiten. Nachdem sich Graf Aladar Iichy überzengt hatte, daß Graf Eugen Zichy felbst ein-gewilligt habe, sich der stur zu unterziehen, sei eo ihm nnniöglich gewesen, dem Wnnsche der Familie nicht nachzulomineu, und er habe die Begleitung des Grafen Eugeu Zichy iu das Sanatorium übernommen. V erlin , 1 7 U. F. 740'6, 10 0,S2O. schwach bewölkt 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 11 8°, Nor» male 10 2". Verantwortlicher Redalteur: Anton Funtel. Ein billiges Hausmittel. Zur Regelung nnd Aufrecht« Haltung eiuer guten Verdauung empfiehlt sich der Gebrauch der seit vielen Iahrzehntcu bestbeka'nnten rchtcn «Molls Seidlih' Pulver», die bei gcriiMN Kosten die nachhaltigste Wirkung bei Veroauungsbeschwerdeu äußern. Original-Schachtel K 2'—. Täglicher ' Versand gegen Post. Nachnahme durch Apotheker A.Moll, l.u, k. Hoflieferant. Wien!.. Tuchlauwl 9. In den Apotheken der Provinz verlange man ausdrücklich Molls Präparat mit dessen Schutzmarke und Unterschrift. (2453) 6—2 Warum wird Scotts Emulsion dem gewöhnlichen Lebertran vorgezogen? Weil gewöhnlicher stets Verdauungsbeschwerden verursacht und der Organismus nur einen kleinen Teil des Lebertrans in sich aufzunehmen vermag, während in Scotts Emulsion der Lebertran in die feinsten Tröpfchen zerteilt ist, so daß selbst der geschwächteste Magen ihn in dieser Form leicht verdauen kann. Infolgedessen kommt die so hohe Nähr- und Heilkraft des Lebertrans dem System voll zugute. Und neue Kraft bedeutet neues Leben. (4197)4 — 1 fDer Fischer mit dem großen Dorsch ist das Garantiezeichen für das echte Scottsche Verfahren. Bei Bezugnahme auf diese Zeitung und gegon Einsendung von 75 Hellern In Briefmarken werden ProbeilasclicH franko versandt von Franz Steinschneider, Apotheker, Wien, IV., Maigarethonstraße 31/94. Preis der Original-Flasche 2 K 50 h. In allen Apotheken käuflioh. ^aibacher Gislaufverein. Die ?. IV Mitglieder werden zu der Freitag den 26. Oktober 1906 m der Kasino-Gast- Wirtschaft stattfindende,: Hauptversammlung eingeladen. ^.) Vericht über den Rechnungsabschluß. 2.) Anträge des Vorsitzenden betreffend den Lislaufplatz für die kommende öaison. 3.) Allfälliges. (4519) taiba ch a>n ^6. Oktober ^906. Der Verwaltungsansschusz. Wir alle brauohen zu Zeiten ein Kräftigungsmittel — denn Arbeiten ist aufreibend. Ein ausgezeichnetes •Stärkungsmittel ist SoottS Emulsion, das hauptsächlich aus Lebertran besteht, der jedoch durchaus schmackhaft und selbst für den schwächlichsten Magen leicht verdaulich gemacht ist. Scotts Emulsion ist in allen Apotheken erhältlich. (4209) 2-1 [Kauft keine Seide ohne vorher die Muster unserer garantiert soliden, wunderhübschen Neuheiten in schwarz, weiß und farbig verlangt zu haben. — Spezialität: Seidenstoffe für Braut-, Ball-, Gesellschaft»- und Strassen-Toiletten u. für Blusen, Futter etc. von K 1 lf> bis its— pur Motor. Wir verkaufen direkt an Private und senden die aus-gowählten Seidenstoffe porto- u. zollfrei in die Wohnung. I Schweizer & Co., Luzern O 18 I (Schweiz,) (*«)8 I Seidenstoff-Export — Königl. Hoflles. Bürgerliches Hotel Lloyd. Heute Donnerstag, den 18. Oktober 1906 Konzert der Laibacher Vereinskapelle. Eintritt für Mitglieder frei, für Nichtmitglieder 40 Heller. Anfang um halb 8 Uhr abends. Zii zahlreichem Besuche ladet höflichst ein (4521) hochachtungsvoll Karl Tauses, Restaurateur. > Adalberte Tratnit als Mutter gibt im ! > eigenen und im Namen der Kinder Marie und > I Josef Neneö allen Verwandten, Freunden und ! I Bekannten die tiefbetrübende Nachricht von dem ! > Hinscheiden ihrer iunigstgeliebten Tochter, bezw. > > Mutter, der Frau > ! Gmilie Benes „el. llrlms ! Apothelerswitwe > ^ welche nach kurzem, sehr schwerem Leiden, versehen > I mit deu heil. Sterbesakramenten, heute den 17. Ok« ! I tober um 5 Uhr früh im 44. Lebensjahre selig im ! > Herrn entschlafen ist. ! > Das Leichenbegängnis findet Freitag, den ! I 19. Oktober um 2 Uhr nachmittags vom Landes- > I spitale aus auf den Friedhuf zum Heil. Kreuz statt. ! ! Die heil. Seelenmessen werden in der Franzis« ! > lllllerlirche gelesen werden. ! > Laibach, den 17. Oktober 190st. ^ Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kurslüattej vom N. Oktober 1906. Die notierten Kurse verstehen sich in klonciiwährung, Die ">o",<"-lüm lämllicher Nltir» und der „Diversen Lose" versteht sich ver l^tucl. Geld Ware Allgemeine Staats« schuld. Einheitliche Rente: lvnv. steuerfrei, Kronen (Vial-Nod.) per Kasse . . 98 ?ü «8 95' detto (Iün,.Iuli) per Kasse 9»üb 98 8b 4-L »/„ 0. W. gtoten (Febr.'Aug.) per Nasse......99 8ä M» 05 4-2°/„». W. Silber («pril-Ott.) per Kasse......9U85 10U','5 18S«er Staatslose 5«0 sl, 4 °/„ 15422 lös ^t> 1««lei „ 10») sl, 4 "/„ üu»'— ' Ofterr. Rente in Krouenw. stfr., Kr, per Kasse , . , 4"/„ 59 — 9!<'2N ^ detto per Ultimo . . 4"/„ 99— 99'li> Öst. Inoestitions,-Rente, stfr,. Kr. per Kasse . 3»/,°/» 8865 88 Uk> G!stnl,ll!,n.Z,Id> v«rschlelbung«,l, EIisabethbllli» in G,, skuerfrei, zu lo.UW fl. . , . 4"/„ 11«'^« 117-uo Franz Josef-Bahn in Silber (div, St.) , . , b'/<"/« 123-7« 124-?<> Val. Karl Ludwig-Aahn (did. Llüclr) Kronen . . 4"/„ 9»-?« 89 ?<> Muboljdahn in Krouenwahrnng, steuersr. (dw. St,) . 4"/„ W-«« !>'.!«> Vorarlbersser Aahn, steuersrei, 40» Kronen . . . 4"/« 99 ^ib 10U :-s> In Slaaleschuldonschrlibnngen «bgtftemptlte ElsenbnhN'Aktien. »lisabethB. Ä'Ufl, KM, 5'/<°/n von 4UU Kronen ... 438 - 4«ll'Iü bettu Linz.Vudwcis 20U fl. 0. W. S. 5'/<"/» .... «6-— 440'-detto Salzburn'Tirol 200 l. ü, W T. 5"/„ . , . , ^26— «!!'- Geld Ware fo« Zlaall zur Zahlung llb«. lommenl ßistnbahn.VlloriM«' Gbligaliontn. Uühm. Wcstbahn, un und 30NN M. 4 ab 10-/N......116 i0 li?^< Zllsabethbahn 400 und 2noo M. 4"/„........,17-^ ll8- ^frllnz Josef-Nahn <5m. 1884 (div. St.) Lilb. 4°/u . . 99 85 1NN 35 Oalizischc Karl Ludwig-Bahn ldiv. St,) Sllb. 4°/„ . . 99 - 9« 80 Una.-naliz. Vahn 2no fl. S. 5"/<, m-?5 1,2 ?!> Vorarlberger Bahn Em. 1884 (div. Et.) Silb. 4«/, . . 99 40 100-40 Staatsschuld der Länder der ungarischen itrsne. 4"/„ ung. Goldreute per Kasse . 112-20 11250 4°/u betto per Ultimo 112 8« 112-ol 4"/u ung. Rente in Klonen »ähr. Nfrel per Na!)r . . 94-55 94"?l 4«/„ detto per Ultimo «4 so L4-8U l, >/,«/„ detto per Kasse . «4 - 84 Ll> Un«. Prämien.Nnl. k ion sl. . 2»4t,0 20« 5, detlo il 50 sl. . 204— 20« - Theih Reg,-Lose 4«/« . . , , ib<>— 15170 < "/u nnnar, l«rundenerceg. Eisenb. -Landes. Anlehrn ldlv.) 4 >/,"/„ - , i«9 in» 6H 5"/« Touau Reg,'?lnleihe 187« lob?.') I!»«-?.^ Wiener VerlchrsMnIeihc 4"/u u» ^n >i9 9l> drttu 19U0 4"/u >»8 Y0 9« 90 jlnleheu der Stadt Wien . . 101"?» 102 7' detto (L. od. G.) . . . 121-40 ,22 4< detto (1894) .... 8Ü-45 974! betto (1898) .... Ntt-75 N97!> detto (1900) .... 98 7.' «9 7.i bctto InV.A,) 1902 , 9«-^N !!«»,' örscbau'Nnlehei! verlosb. 5",^ 9950 100 5» Bnlg. Ttaatsciscnb. Hhp.'Anl, 1889 Gold .... 6"/« 118'60 119 6< Bulg. Staat«. Hl)p°thelar Anl. 1892....../,"/„. . . 102'-. —--Zentral Uod.-Kieb.M,. österr.. «5I, Verl. 4"/u ... 99-U0 100-L0 Nred,-Inst.,östeii..f.Verl..Unt. u.bfsentl.Arb.Kat,^vl,4"/u 9855 99-55 Lanbesb. d. Kün. Galizirn und Lodom, 57'/2 I. ruilz. 4"/„ 9? 3» 98H< Mähr, Huputhelenb. vcrl. 4"/., 985^ 99 55 ^t^üsterr^llndes.Hyp.'Änst^"/» 9»-50 1005« °ettoinl>.2"/„Pi. verl. 3>/,"/„ 92- U2^<, dctto K..SchuIdsch,uerl. 3V,"/<, 91-50 92 5» dctto verl, 4"/« 9940 100-4, Lsterr,.uiMr. Baul 50 Mr. «crl, 4°/u ö, W.....86 95 «>, ,,z deüu 4"/n Kr.....89 50 100-5, Sparl. 1. »st., «0I. verl, 4°/« 100 15 101 15 Eifenbahn-Prioritäts-Obligationen. ^erdinaudö.Äiordbahn Em. I»»« W 70 K,0',< drl,u Em. 19(»4 10» — 1»«8< Österr. Nordweslb, aa!sbal,n 50« Fr..... 413- 41«-- ^üdbahl! il 2"/<> Jänner »Juli 5uu ssr. (per St.) . . - 31''-^ 31?- Züdbahn il 5°/u..... 125— 125 u< Diverse Lose lper Ltücl). z>»lz!n»llche k»se. »"/« Vobeuiredlt.Los? Em. 1««» 280 - 28? - detto (tm, 1««9 283- 290 5' .'»"/„ Donau. Restulleruug« > Lose 10« sl, ü. W..... 258 ÜU 2N?'. Serb.Präm..Anl. v.10»Fr,2°/« 97— 105- ßnoerzinollcht Jose. Vudap .Pasilila (Dombau) 5 sl. 2140 2» 40 nredilluse l0» fl...... ^5l- 4üi-- CInru.Lusc 40 fl. K. M. , - "0 - 14«- c)sei,er Lose 40 fl..... '«^^ l?„- Palfsy-Lusr 4« sl. K. M. . . »<»!'" '»«5'' ^oten «reuz, «st. Ges. v., 10 N- 4« 25 4« 2l, üoten kreuz, ung. Oes, v., 5 U- 28- 29-5<> !>uboIf'Lo!e iu sl......'^ ^ U"' ^alm.Lose 4« sl, K. M. . "»<;.- 2,>2- Geld War? Inrl. E..B..Aul. Pi2m..Obllg. 4«0 Fr. per Kasse . . . 1N2 75 1N3 75 de«u per W, . . , 1U825 1U425 Wiener Komm,.Lose v, I. 1874 5»3-50 513 5!,' Gew,.Ech,d. 3"/« Präm,.Schuldn. d.Vodenlr,.«lnst, 50 sl, . , 374 — 3?? - Äuschtiehrader Eisb,5»<> fl. KM, 2985 — 2995- detto (lit, I!,) 20« fl, per Ult, li»6 — 1141--Donau » Tampsschisfahrts > Ges., 1.. l, l. priv.. 5„« f>, NM, 1048 — 1051-Dux.Vudenbacher Eisb. 4U« Kr. 558- 5«2-ssrrdinandö'Nordl'. 1N0<>sl.KM. 5U75 — 5«>95-Lemb,>Ezern,>Inss»! > Eisenbahn-Gesellschaft, U»0 sl, S , 580'- 58l--L>ol,d,üs!err,,Trieft.,5NNsl.KM, 785— 791-Östcrr. Nordwrstt'a!,» 200 s>. S. 454- 45b detto(Iit, l!,)20»fl,S. P.Ult, 454- 45550 Prna.DuxrrEiseü b.iOl'sl.llbnst, 2«2 2i> 2ü» 5> Ltnalseilb. 200 ,l,T, per Ultimo 684-50 685 5 T»dl>, 200 sl, Silber per UUimo 182 25 183 2.', Sudnorddeutsche Verbiiidnngöb, 2<»U sl, KM...... 408- 4N9'!>0 Tramwali'Ges., neue Wiener, Priori!ä!<<.?Il0 Bcmlvereui, Wiener, per Kasse —— ' detto per Ullimo . . . 558- 559 . BudrnllVAüsl, öfter»., 200sl.S, 10«» — 1«>,l3- Zrnlr.Vub.Krebb, üst.. 200 fl. 554— bö8-Krebilanslalt für Handel uud Gewerbe, 173 - 674-- Kredilbaul aNg. ung., 2»» sl, . 811— 8I2- Dcpositenbaul, aNg., 20« sl, . 458— 455- Eölompie. OeseNschaft, nieder» östeii., 400 Kronen . . , 585- 5875l> Giro. nnd Kasseuverein, Wiener, 2<«, sl........ 4»4-— 4i>8 — Hhpothclcubanl, österreichische, 20U fl. 3N"/„ E..... 29« — L98- Länderbanl, österr., 20« fl. per Kasse....... --- —- detto per Ultimo .... 444 25 445 ,,Merkur". Wechselst. .Ulllen. Gesellschaft, xm> sl. . . . «»l- ung. Vanl 1400 Kronen 1756— i?ü? — Uniuubaul 200 fl...... 56775 5ß8 2b «erlelirsbanl. allg-, 140 fl. . 83725 3382!» Induftrie.Antewlhmnugen. Vauges,, all«, österr.. 10« sl. . 140'— 144 — VnlzerKohieuberab.-Ges.ioafl. 708— ?>1bO lttsenbahnw.Leüil,,, erste, iou fl. 21»'— 214-— ,,(ilbemüh!", Papierf, u.V,.G. 177-— 173 — Eleltr,.Ges., allg. österr,, 2on fl, 45«-— 452 — detto iulernnt,, 2ou fl. 594-7Ü 59« 75 Hirtenderger Pair.., Zünbh. u. Met..Fabrik 4a« Kr. . . 1185- . 1145- - Liesiuger Vrauerci 100 sl. , , 295'- 3,»U — Muittan.OeseNsch,, österr.»alpine 601-- No^-—. , .Poldi.Hiilte'', liegelguhstahl» ss,.A,»G. 200 fl. ... 532 — 538 — Prager Elfen. Ind.» Gef, Vm. 1905, 200 fl...... 27?» — 2780 — Rima.Mnrann. Salgo.Tarjan« Vilenw, ION fl..... 580-25 581 25 Salssu.Tarj Steinlohlen 1U« fl, 615 — »19 — ,,Sch!üg!mnI,l",Papierf..200fl, 34g'— »52 — „Schodnica", sl,.G. f. Petrol.. Ind., 5«N Kr..... 6',I— 655 — „Sleurermühl", Papierfabrik uud 3>','G...... 47t— 480 — Trifailer Knhlen>v..G, 70 fl. , 281-?5 28« 7d Tüll. Tabalregic.Oes, 2n0 Fr per Kalse . —'— —-— betto per Ultimo 434 — 4»« — Waffenf,.Ges., österr,, in Wien. 100 fl........ b«b— 569 — Waggon'Leihanstalt, allgem., in Pest, 4N„ Kr..... —'— —-— Wr. Vangesellsch^st 100 fl. . . 159'— t«2 — Wienerberger Ziegelf..?llt,.Ges. 810'— 815— Devisen. Kurze Sichten und Scheck». Amsterdam ,....... l»»60 !8S'O» Drntsche P'äyc...... "? "2> 117,2' London ...... 240 32' 24« 57» Italienische Aaukpläve - - . »5-ü» 95 65 Pari«......... S5 3?> 9550 Zürich nnd Vasel..... 95'40 Sb 50 Valuten. Dukaten ....... n-g-, 1,4a ^0 ssrankeu-Stllcke..... 18 11^ 19-14» ^».Mark-Stücke...... 2848 28'5g deutsche MeichLbanluoten . . 11? 5» 11775 Italienische Banknoten . . . !)5'5» 95-70 Xubel Noten..... »5» 253" IEiaa.. -ujo-a. -v-eris«.-«.* w ^i 1¥M SlWtf^v* i Privat - Depots (Safe - Deposits) I von K»nl«ü, l'luiiUI»rlt>fVn, I*rlorllJMen Aktien, i •» • ^L>« ±W-».»«^y *¦_'-¦. ,1 «,__ _,^_ ._,- _ , * «,_t„, I &5 Los-Versicherung. 1.uHmm»i, Spiniltcic-iM*'. ' Varziniuog von Bareinlagen Im Konto-Korrent- und auf fllro-Konto, |