Anbacher Zeitung. .N HV Mittwoch am ««. Mär; R83« Dl, „^ibachcr Zcitnnq" erschelot, '»it Ailsnahme dcr Sonn- und Fciertaqe, täqlich. und foftet »a-nmt dl>n «.i^»» . 'scha>t,.»q :t kr. fin' zw.im.kge ^ lr. ,ur drcun.!,g. 5 sr. C. M,? Inserate bis ,2 3.ilen soft / l ft sü"^m!'!' '" n,.e ^'.ltm<,il, oocr ben »,.„„. derselben, i.r in. Zu di.ftn Mcl'ubrc» ist ,,.ch d.m ..Pv^.'.ft'r,,chen Gc,ehe v.m l». Nove.nl'er l. I. fi.r Iuftrti.nsNämvel" ,wch U) sr '^.? ^"' ""^ " ^- ^r l Mal einzuschalten ^_______ _____^ ^^ ,„ ^.........,______________________^____ _____ ' ^ ^'""'^^ ' l»,a).nt!ing lünjli ^!i rcchneii. Amtlicber Theil. E d i c t der k. k. Grundcntlastungs-Landes-Commission für das Herzogthum Krain, betreffend die Nach- wcisung der Mictygriinde. Machdem das hohe k. k. Minstcrium des Innern im Einverständnisse mit den hohen k. k. Ministerien der Justiz und der Finanzen mittelst Erlasses vom 2. August l85l, Z. 14788, ausgesprochen hat, daß den gewesenen Dominien für die in Gemäßheit des §. »2 dcr hohen Ministerial-Verordnung vom 12. September Z84tt m das freie Eigenthum dcr Besitzer übergegangenen Miethgründe eine Kaufrechtsentschädigung gebühre, so werden sämmtliche Bezugsberechtigte hiemit aufgefordert, die bei ihren Gutskörpern vorkommenden Micthgründe binnen dcr Frist von drei Monaten, vom Tage dcr Kundmachung dieses Edictes an gerechnet, um so gewisser zur Anmeldung zu bringen, widri-gcnß sie sich die eventuellen nachtheiligen Folgen der nicht rechtzeitigen Anmeldung selbst beizu-messcn hätten. Diese Anmeldungen sind genau nach dem unter Einem hinausgegcbcnen Unterrichte, welchen die Berechtigten bei den k. k. Grundent-lastungs - Districts - Commissionen und Steuerämtern unentgeltlich beheben können, einzurichten und bei der k. k. Grundentlastungs-Landcs-Com-Mission in Lalbach zu überreichen. Die Grundsätze übcr die Größe der Entschädigung und deren Ermittlung werden nach Heralilangung dcr zu gcwärligcndcn hohen Mi-nisterialweisung nachträglich kund gegeben werden. Laibach, am I«. Februar 1852. Won der k. k. Grundentlastungs-Landes-Commission für Krain. Der Präsident: Or. Carl Ullepitsch m. p. Der Inspector: vl-. Anton Schö'ppl m. n. K u n d m a ch u n g. In Befolgung des vom hohen k. k. Ministerium des Innern erlassenen Auftrages und des hohen k. k. Statthalterei-Ei lasses vom 8. Jänner d.I., Z. ^78,48, werden alle der Laibacher Stadtgemeinde nicht zuständigen, in den Jahren 1831, 1830, 1829 und 1828 gebornen, hier wohnhaften Militärpflichtigen aufgefordert, sich zuverlässig binnen acht Tagen, vom Tage der Veröffentlichung dieser Kundmachung, bei diesem Magistrate mit Vorweisung ihrer Wanderbüchcr und sonstigen Ausweise, zum Zwecke dcr im Laufe sich befindlichen Militärstellung, mit der Warnung zu melden, daß Diejenigen, welche die vorgeschriebene Meldung binnen acht Tagen unterlassen, als Paßlose behandelt und auf Rechnung des Stellungs - Bezirkes, wo sie ergriffen wurden, zum Militär abgestellt werden würden. Vom Magistrate Laibach den 6. März 1862. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 23. Februar l. I., den bisherigen außerordentlichen Professor der Philosophie an der Olmicher Universität, Dr. Robert Zimmerman,,, zum ordentlichen Professor der Philosophie an dcr Prager Universität, und den provisorischen Director des Gymnasiums zu Czernowitz, Dr. Joseph Nah-lowsky, zum ordentlichen Professor der Philosophie an der Universität zu Olmich allergnadigst zu ernennen geruht. l Das k. k. Finanzministerium hat eine im Bereiche dcr ungarischen Finanz-Landesdirection erledigte Finanz - Bezirkscommissärsstclle dritter Classe dem dortländigen Finanzconcipisten Joseph Schwarczer verliehen. Das k. k. Handelsministerium hat die von der Handels- und Gewerbekammer iu Prag für das Jahr 1852 vorgenommeneu Wahlen des Kaufmannes I. B. Niedl zu ihrem Präsidenten, und des BaumwoUl spiimereibcsiyers Franz Richter zum Vicepräsidenten genehmiget. Nichtamtlicher Theil. Slavische Rundschau * Der „(5zas" meldet: Wir erfahren aus glaubwürdiger Quelle, das? dcr im verflossenen Monate verstorbene Hr. Gnalbert Pawlikowoki, Gntsbeswcr von Medyka in Galizn-n, ftine berühmte und schr zahlreiche Sammlung von sehr seltenen Büchern, Medaillen, Knpferstichen mid polnischen Bildern, eine Sammlnng, welche, ihrem inneren Inhalte und Werthe nach, als die einzige in ganz Polen dasteht — der Iagellonischen Universität in Krakau testamentarisch verschrieben habe. Dcr „(5zas" meldet Nachstehendes über den Fortschritt der polnischen Sprache in dem preußischen Antheile von Schlesien. Um die polnische Sprache unter dem ^andvolke immer mehr zu verbreiten, hat man in Wotczyn (Konstadt) ein Schullehrer-Semi> narium eröffnet, um Lehrer für die Elementarschulen 'n den polnischen protestantischen Gemeiuden Oberschlesiens heranzubilden. Iu diesem Zwecke hat auch der Pastor Fiedler in Mittelwalde eine Ueberschung des Cathechiömus des Past. Pansius für die evangelischen Gemeinden vcrfasil, und bei Korn in Bres-lau herausgegeben. Was die polnischen Zeitschriften in Öberschlesien anbelangt, so haben dieselben gänzlich zu erscheinen aufgehört; damit bemüht sich aber die Mission der I'l'. Jesuiten, an deren Epiye der l>. Carl Antonievicz steht, in ihren Predigten, welche stets m polnischer Sprache gehalten werden, das Volk zu einem tugendhaften und rechtschaffenen Leben aufzumuntern. Zu Ostern soll diese Mission "ach Breslau kommen, um auch in dieser Stadt das Wort Gottes zu predigen. Laiback, !1. März. Die hohe k. k. Statthalterei hat die Vorlesungen aus der Obstbaumzucht für die Herren Theologen IV. Jahrganges und im Präparauden-Curse eingeführt, uud den bekannten Botaniker und diplomirten Kunst-und botanischen Gärtner, Herrn Andreas Fleisch, manu, für diese Vortrage bestimmt. Es ware wün-schenswcrch, daß in der Folge auch an der Realschule dlese Vortrage gehalten werden möchten. Oesterreich ^ Wien, 7. März. Wie wir vernehmen, ist das h. Handelsministerium mit einem Gesetzesentwurfe zur Regelung der Verhältnisse zwischen Lohnwebern und Webereiunternehmern beschäftiget und wird derselbe den betreffenden Handelskammern zur Begutachtung vorgelegt werden. — Aus Wien wird gemeldet, daß Se. Maj. der Kaiser die Fortsettung der Eisenbahnba-uten im lombardlsch-venetianischen Königreiche nach den bereilS vor längerer Zeit entworfenen Banplänen geneh« migt hat. * Einem umfassenden Ausweise über die dienstliche Wirksamkeit der k. k. Gensd'armerie in der ge-sammten Monarchie entnehmen wir folgende Daten: Es wurden von derselben in Fällen von Betrug und Diebstahl 8188, bei Brandlegungen 29, bei Schwärzungen und sonstigen Gefallsübertretungen 489, bei Ruhestörungen, Nacht- und TagSelcessen u. d. gl. m. 6533, wegen Hazardspielen 984 Individuen verhastet. Ferner wurden von ihr aufgegriffen: 15.989 verdächtige und paßlose Subjecte, 14« entwichene Sträflinge, 843 Vesiner verbotener Waffen, 45 Selbstverstümmler, 607 Deserteure, 223 steckbrieflich Verfolgte, 5 Spione und Falschwerber, 666 Recruti-rmiasssüchtling«', 1817 Jagd-, Forst- und Fischerei-rcchlsverlclM, 4tt/>7 Uebertretcr politischer Masiregeln, 624 lmbefugte Hausirer, endlich 31!) Räliber und I.il) Mörder. Aufgesunden wurden von ihr und entsprechend besorgt 302 Leichen und 10il Verwundete; die Zahl dcr durch dieselbe vorgenommenen Hausdurchsuchungen betrug 4522, Fälle von Feuersbrünsten und Ueberschwemmnngcn, wobei sie thätig einschritt, kamen !»13 vor. Wenn wir hinzufügen, daß dieser Ausweis nur die Monate November, December 185l und Jänner 1852 umfasit, so ergibt sich aus der Fülle der obigen Ziffern selbstsprechend der deutlichste Beweis für die immer allgemeiner zur Anerkennung gelangende, hohe practische Nichlichkeit des Instituts, welches schnell geschaffen und vortrefflich organisirt in so kurzer Zeit sich den Ruhm erworben hat, eine der vrrläsilichsten Stützen dcr Sicherheit und der öffentlichen Ordnung im Staate zu bilden. ' Zur Hintanhaltnng von Briefschwarzungen von Seite der Eisenbahnbediensteten, worüber einige Klagen vorgekommen sind, ist eine genaue Ueberwachnng der ämtlichen (5orresponde«zen der Eisenbahnämter durch die Commissäre dcr Generalinspcction für die Communicationsanstalten angeordnet worden. * Se. Maj. der Kaiser v. Rußland hat den Officieren, welche an der lchten Elpedition des Fürsten v. Karjatynski im Kaukasus Theil genommen haben, verschiedene Orden verliehen. Daß der Kampf blutiger gewesen seyu mußte, als die „nordische Biene" ihn beschrieb, dürfte daraus erhellen, daß in derselben Major Daloki und mehrere andere Oberofficiere gefallen sind. Venedig, 3. März. Die Hoffnnngen, welche die beiden Aerzte deS Marschalls Marmont, Prof. Namias und 1>r. Friedländer, gester» Morgens für die Erhaltung seines Lebens nährten, zeigten sich bald trügerisch. Gegen Mittag traten die Symptome der Gehirncongestion wieder in den Vordergrund, die edlen Organe versagten ,hre„ Dienst, und „ach einem Kampfe, der die ganze Nacht währte, verschied er «m v Uhr Vormittags, nachdem er eine Stunde fruyer 244 sich im Zimmer herumführt! licß. Sein Sterbebett umstanden mit thränenden Augen der Abb«' der Herzogin von Berry, der Pfarrer des Kirchensprengels wo er wohnte, sein Haushofmeister Mons. Barbier, I>r. ^riedländer, die Gräfin Esterhazy imd die Gräfin Stürmer. Sein Tod hat hier große Sensation erregt. Wahrend seiner kurzen Krankheit war das Hotel belagert von Menschen, die den höheren Standen angehören, nnd Nachrichten über sein Befinde» einholten. Se- Majestät der Kaiser, der Großfürst und die Großfürsten, der Erzherzog Marimilian ließen Erkundigungen einziehen. Sein Körper wird nach einer neuen Methode, die er schriftlich binterlassen, einbal-samirt, um spater seinem Wunsche gemafi nach Frank-reick transportirt zu werden. Vorläufig wird hier in acht Tagen das Leicheubegangniß mit allen militari: schen Ehrenbezeugungen, wie es der Kaiser befohlen, Statt finden. Se. Majestät der Kaiser überreichte vor der Abreise von Venedig dem Statthalter Herrn Rtttcr v. Toggenburg das Großkreuz deS Ordens der eisernen Krone. Dem Delegat zn Verona, Herrn v. Iordis, wurde das Ritterkreuz der eisernen Krone verliehen- (Tr. Z.) Deut s ch l n n d. Berlin, 4. März. In den Ortschaften der Provinz Sachsen, welche von dem Marsche der österreichischen Truppen berührt werden, ist auf Anordnung der dießseitigen'Behörden Vorkehr für die Verpflegung der Truppen bis zum 20. März hin getroffen worden. In Betreff des Modns der Verpflegung ist bestimme, daß dieselbe in gleicher Weise wie die der königlichen Truppen Statt zn finden habe. Ueber die Auszahlung der Verpflegnngsgelder sind die Verpflichteten a»f eine dießfällige später zu erlassende Bekanntmachung verwiesen worden. Italien. Turin. Die Thronrede des Königs von Sardinien lautet: „Herren Senatoren nnd Herren De-putirte' Die Session ron 186 l bat längere Anstrengung als gewöhnlich gekostet. Ihre Ausdauer hat dieselbe überwunden. Die Folgen davon sind nicht minder vortheilhaft für den Staat als ehrenhaft für das Parlament gewesen. Der Staatshaushalt, die Grundbedingung der repräsentativen Regierungsform, ist zum ersten Male festgestellt, die Vertchrs-Hreiheit durch das Gesel; bestätigt und durch Verträge befestiget worden. Das vermehrte Einkommen, die befestigte Sicherheit liefern den Beweis, daß Ihre Thätigkeit den Erfordernissen des Staates nnd meiner Erwartung würdig entsprochen haben. Die neue Session wird unter solchen Vorbedeutungen gleichfalls eines fruchtbringenden Erfolges nicht ermangeln. Zwischen meiner Regierung und den fremden Staaten bestehen mnmterbrochen die freundschaftlichsten Beziehungen. Meine Miuister werden Ihnen Verträge mit der Schweiz nnd mit Frankreich vorlegen. Die Reglernng jeuer großen Nation stellt sich mit uns auf den Boden jener öconomischen Grnndsäye, welche die Bande der Freundschafs zwischen Staaten fcster knüpfen, indem sie das Mittel darbiecen, einander gegenseitig wohl zu thun. Sie werden Ihnen überdieß wichtige Gesetzvorlagen '" Bezug auf Anordnungen in der (5enlrallemmg, im Lehrfache und anderen für die mnere Verwaltung wichtigen Angelegenheiten machen. Durch diese Gesene, so wie durch ihre übrigen Handlungen, glanbl meme Regierung nach und nach jene Reformen bewerkstelligen zu können, die, weit entfernt, die Autoruät zu schwächen, sie vielmehr erhalten und kräftigen, indem sie den Grund zn jeder wahren Besserung legen, ^ie wird es sich überdies; zur PNicht machen, in der ,chweren Aufgabe, uusere Finanzen wiederherzustellen, wettcr vorzugehen und daher Ihre Mitwirkung in Anspruch nehmen. In den schwierigsten Lagen hat der Geist der Willfährigkeit und der Aufopferung, der meinem Volke eigen ist, nie gefehlt. Die Erfahrnngen der Vergangenheit geben uns Bürgschaft für die Zukunft. Ich sehe ihr mit vollem Vertrauen entgegen. Es ist Pflicht jeder Regierung, dem bürgerlichen Stande der Familien Richtung und Gewähr Zu verleihen. Das Gesetz, welches zu diesem Behufe Ihnen vorgelegt werden wird, wiewohl rein bürger- lichen Charakters, ist doch in enger Verbindung mit den religiösen n:,d sittlichen Interesse!!, deren Schnn Ihrem Gewissen anheimgegeben ist Befall). Der alte Glaube unserer Vättr, welcher Pie-moitt genügende Kraft verleiht, so gefahrvolle Proben zu bestehen, möge Ihren Sinn leiten, auf daß dieses ehrwürdige Erbcheil unangetastet bleibe. Da-hm streben d>e mit dem römischen Hofe eingeleiteten Unterhandlungen. Wir hegen das Vertrauen, durch Aufrichtigkeit und Ehrerbietung die Rechte des Staates mit den wahren Interessen der Religion und der Kirche vereinbaren zn können. Herren Senatoren nnd Deoutirte,' Indem wir an die vergangenen Schicksale des Staates znrück-denken und sie mit den gegenwärtigen vergleichen, müssen wir Alle im Herzen tiefe Dankbarkeit gegen dle Vorsehung empfinden, die so offenbar unsere Werke gesegnet hat. Vollständig ist das Vertrauen zwischen Völkern nnd Fürsten; eben so fest ist jenes, was wir von der Tapferkeit und Treue des Heeres hegen (lebhafter Beifall.) Eine feste Eintracht verbindet die Staatsgewalten unter einander, und Ihnen gebührt das Lob, bei ernsten Anlässen vor Allein das öffentliche Wohl in's Auge gefaßt zn haben. Ergeben den Institutionen, die mein erlauchter Vater heute vor vier Jahren einführte, wollen wir auf der begonnenen Bahn mit gegenseitiger Trene fortfahren, auf Ihren ungezwungenen nnd wirksamen Beistand, wie meinen loyalen festen Willen vertrauend (lang anhaltender, lebhafter Beifall.) Portugal. Die Depucirtenkammer hat sich für die Incom-patibilität der Beamten ausgesprochen. Alle Depu-tirten, welche zugleich Beamten sind, müssen ans der Kammer treten, oder ihre Stellen niederlegen. Großbritannien und Irland London. 3. März. Benjamin D'Israeli. die interessanteste Persönlichkeit des gegenwärtigen englischen Ministeriums, ist im December 180.'» geboren und Sohn des Verfassers von „Oiriokilii'« <>t' l.il> l-alm'e". Im Alter von 18 Jahren besuchte er Deutschland nud veröffentlichte furz darauf sein erstes Werk: „Pivian Grey". Im Jahre 182« bereiste er Italien und Griechenland und war in Albanien gerade znr Zeit des dortigen Bürgerkrieges. Im Winter von 1829-30 lebte er in (5onstantinopel nnd seyte im Frühjahr seine Reise durch Syrien, Aegyp-ten und Nubien fort. Bei seiner Ankunft nach England, im I. 183l, fand er sein H.imatland mitten in den Stürmen der Reformagitation. Begierig, einen Sift im Parlamente zn bekommen, von einein lebhaften Hasse gegen die zu jener Zeit regierenden Whigs beseelt, dabei nicht unliberal in seinen Grundprincipien, beschloß D'Israeli, sich nach dem Geist der Zeit zn richten, und trat gegen die Whigs für den Burgflecken von shipping Wycombe als — Na-dicaler anf, sprach für geheime Abstimmung nnd für kürzere Parlamente. Aber die Nadicalen trauten ihm nicht recht, obwohl er der Partei durch Joseph Hn-me empfohlen worden war, und ließen ihn zwei Mal durchfallen. Er wandte sich wieder der Literatur zn, veröffentlichte in 1833 einen Roman „Contarini Flemming" und ein Jahr daranf seine „Vimlioillilin <»s lll<> lj,i!l>!> <''l. März. Gestern wurde auf dem Stadthause das Resultat der Pariser Wahlen vom 29. Februar verkündigt. Die Gesammlzahl der ei»« geschriebenen Wähler bttrng 337.743 , davon haben 227.7Ü7 gestimmt nnd 9l.772 sich der Abstimmung enthalten; für die Negierung haben 133./Ü3, für die Apposition 89.732 gestimmt. Das Wahlresnltat von ganz Frankreich ist bekannt. Bloß sieben Kandidaten gehören der Opposition. In neun Wahlbezirken mnst eine nene. Wahl vorgenommen werden, da die Kandidaten nicht d^ genügende Stimmenzahl erlangt haben. Indien mnß man 60 bis 70 Gewählte nicht als unbedingt ergeben für die Negierung halten, da diese auch solch« Kandidaten empfohlen hat, dle ohne ihre UnterstülMig anch gewählt worden wären. Das „Journal des Del'ato" bespricht die Ge« vilchte «on einer Intervention in der Schweiz und meil'.t, daß die Flüchtlinge der Regierung keine ernsten Besorgnisse einflößen können; wenn also, was nicht zn glauben, eine Intervention doch Statt st»^" sollte, so wäre der Zweck, die Schweiz zur Abände-rung der Verfassung zu nöthigen. London, .i. März. Die Andienz, welche Lord Derby vor dein leNten Lever bei der Königin hatte, soll volle zwei Stunden gedauert, und die Besprechung zwischen Ihrer Majestät und dem Premier ausschließlich die Agitation der Anti-Korngesel)-i!l'ga zum Gegenstand gehabt haben. Die „Preuß. 3tg." bringt die Nachricht, daß die Einladungen zu den Zollvereinsverhandlungen in diesen Tagen ergehen werden. Der Zweck dieser Verhandlungen sey nicht die Herbeiführnng eines neuen Vereins mit neuen Einrichtungen und GeseNen, sondern nur die Fortsennng und Erweiternng des bestehenden Vereins. Es sind dieß Verhandlnngen über die anderweite FortseNnng des Zollvereins unter dem Hinzutritt neuer Mitglieder, welcher bevorsteht. Erst wenn der näher liegende Zweck verwirklicht sey, könne man zn Verhandlungen zwischen dem nen gegründe« ten Zollverein nnd Oesterreich übergehen. Auf dcr Eisenbahn von (5alais hat dnrch den Znsammenstoß zweier Züge ein Unglücksfall stattgefunden. Eine Dame starb in Folge dessen, und mehrcre Reisende wurden verwundet- In den Departements haben sich viele Wähler der Abstimmung enthalten. Im Süden hat mehr als die Hälfte der Wähler gar nicht mitgestimmt. In vielen bedeutenden Städten enthielten sich "/, der Wähler der Abstimmnng. In Nantes konnte keine definitive Wahl Statt finden. Im Gard- nud Herault-Departement konnte ebenfalls keine definitive Wahl Statt finden. Ans Afrika sind betrübeude 'Nachrichten eingegangen. Die Expeditionscolouie, welche t5abylien durchzog, mußte sich in Unordnnng zurückziehen, und verlor über 1.'!0 Maun. welche dnrch Kälte zn Grunde gingen. Tele g raphische Depe sch e n. Paris, 'i. März. ^ Rent. 10«, ^' 3"/« Rent. 69. «0. Die Kammern werden am ^-März eröffnet werden. - PariS. 6. März. Die Eröffnung des ge-sepgebeunen Korpers sott am 2Y. d. erfolgen. 25l3 An die Mitglieder dcs Forstuereins der österreichischen Alpcnlnnder. 38ir glaubten unseren geehrten Lesern das nachstehende Programm zu der in unserem Verlage erscheinenden forstlichen Zeitschrift: „Mitthei-lunge« des Morstvereiues der osterr. Tllpeuländer nicht vorenthalten zu sollen, weil auS demselben beachtenswcrthe Momente unserer so sehr im Argen liegenden forstlichen Zustände hervorgehen, und der Stand des Forstwirthes gegenüber der Wohlfahrt des Gcnlem-wcsens, in zwar nicht neuer, jedoch m treffender Weise dargestellt erscheint. Der Anstoß, der uon den, in Salzburg bei Gelegenheit der XIV, Versammlung deulscher "and- und Forstwirche gegenwärtig gewesenen Forstwirthen der österreichischen Hochgebirgölan-der — zur Bildung eines Forstvereins im Bereiche derselben gegeben wurde ^- und der nach seiner vorläufigen (5onstituirung aus seiner Mitte ausgegangene Aufruf zum Beitritte zu diesem Vereine _I_ si? haben ihren Wiederhatt gefunden in dm österreichischen Alpenländern. Allüberall, wo das bescheidene Blatt Hin-gedrungen, ist der Geist der Association mitgezogen und hat seinen Platz gefunden in den Herzen der Jünger Sylvans und ihrer Freunde. Das Bedürfniß, sich zu engem Bunde zusammenzuthun, um die in unseren Forsten beruhenden großen Anliegen, der natürlichen Oekonomie, der Slaats-und Volkswirthschaft zu wahren, sie den Zwecken der Gesammtheit, ohne ihren Fortbestand zu gefährden, nach geläuterten Grundsätzen, wie sie die Wissenschaft zu Tage gefördert, dienstbar zu erhalten — ihren Eigenthümern ihr unverkürztes Recht wahren zu helfen, für selbes die öffentliche Meinung zu gewinnen — ihren Pflegern die ihnen gebührende Stellung und seit Langem vorenthaltene Anerkennung in der bürgerlichen Gesellschaft zu erstreben — die Wissenschaft weiter zu bilden, und endlich: uns durch gegenseitige Mittheilung zu belehren und zu unterrichten '--dieses Bedürfniß wird allenthalben lebhaft gefühlt, und hat sich in zahlreichen Zuschriften'an die Geschäftsführung des Forstvereins der österreichischen Alpenländer ausgesprochen. Das Werk, zu welchem am Ufer der Salza, im bergumkränz-tm Iuvavia, wo, wie der Dichter singt: ,>cin Stück Himmel hier auf Erden, und die Felsen reden von den Thaten seiner Männer" — von einem Vereine für ihren Beruf begeisterter Män-ncr des Forstes, der erste Grund qelegt wurde — dieses Werk darf nun, im Hinblick auf diese erfreuliche Theilnahme, als fest begründet angesehen werden. Eben diese erfreuliche Erscheinung macht es nothwendig, daß die interimistische Geschäftsführung einen lebhafteren Verkehr zwischen ihr und den Mitgliedern des Forstvereins der österreichischen Alpcnländer — insbesondere während derselbe in seiner Organisirung begriffen, anbahne und unterhalte, damit Sie von den Voreinleitungen zur ersten allgemeinen Versammlung des Forstvereins der österreichischen 'Alpenländer Kenntniß erlangen, und die zur Verhandlung bestimmten Gegenstände vorläufigen Besprechungen unterziehen können. Einen solchen Verkehr in der Form eines Briefwechsels zu unterhalten, möchte die Kräfte des Geschäftsführers des Vereins übersteigen, und könnte in keinem Falle in so ausgedehntem Maße Platz greifen, als es die gegenwärtige Mit-gliederzahl desselben nothwendig macht. Die Geschäftsführung des Forstvereins der österreichischen Alpenländer glaubte daher das beste Auskunftsmittel darin zu fmden: indem sie sich entschloß, mittelst eines periodisch erscheinenden Blattes unter dem, dem Zwecke desselben entsprechenden Titel: »Mittheilungen des Forst Vereins der österreichischen Alpen land er", unter vorliegender Form diesen ""'kehr zu unterhalten. Bei dem gegenwärtigen Stande der Bachen ^i^/k genügen, wcnn diese Mittheilungen 5 "cai ul jedem Monate ausgegeben werden. In der Folge, wenn dieses Unternehmen der Geschäftsführung bei den verehrten Mitgliedern des Vereins Beifall und geneigte Unterstützung durch forstliterärische Beitrage findet, könnte cb dahin ausgedehnt worden, daß diese „Mitthei-l u n g e n" als Wochenschrift erscheinen, wodurch einem vielfältig von Fachgenossen geäußerten Wunsche Rechnung getragen werden könnte. Die Gründung eines Vereinsorgans wurde bei Constituirung des Forstvercins dcr österreichischen Alpenländer am 4. September v. I. zu Salzburg ausgesprochen. Wir antizipircn also die Ausführung dieses Beschlusses, es seinerzeit der allgemeinen Versammlung des Forstvercins der österreichischen Alpenländcr anheimstellend, dießfallige maßgebende Bestimmungen zu treffen, hoffend, daß unser stilles, geräuschloses Bemühen den Zwecken desselben, soviel in unseren Kräften, förderlich zu sein, sich des Beifalles der l'. 'I'. Herren Vereinsmitglieder und Fachgenossen des österreichischen Hochgebirges erfreuen werde. - Bevor wir uns zur Herausgabe dieser »Mittheilungen" entschlossen, dachten wir irgend eine schon bestehende Zeitschrift zu denselben zu benutzen; allein es stellten sich dein bald viele Bedenken entgegen, die zum Theile im Kostenpunkte, zum Theile in dem, erst in langen Zeiträumen erfolgenden Erscheinen der meisten forstlichen Zeitschriften ihre Begründuiig fanden. Auch wcue es gewiß nicht thunlich, in einem anderen Blatte so viel Raum zu gewinnen, als zur ungehinderten Besprechung dcr Ver-einsangclegenheiten erforderlich wäre; und dann fragte es sich weiter: ob cine fremde Redaction die selbststa'ndige Besprechung in der von uns beliebten Form und Tendenz wohl zuließe? Die-scs führt auf den Punkt: uns über die von uns einzuhaltende Tendenz, Art und Weise dieses Blattes näher auszusprechen. Wir in Oesterreich's Hochlanden haben es nicht, wie jeder von uns weiß, mit so subtilen und minutiösen Vergleichungs - Versuchen, Zuwachs- und Ertrags - Berechnungen zu thun, worin sich die Forstwirthe anderer Länder ganz nach Herzenslust ergeben können; auch inacht uns vorläufig die Größe der Leseholznuhung und der Vogeltritt noch nicht so viel Sorgen, daß wir uns in die feinen Unterscheidungen einlassen müßten.- was alles darunter zu subsummiren? — Uns macht cs gegenwärtig vielmehr noch vor allem die größte Sorge: die Grundlage der Forstwirthschaft zu gewinnen, um das Feld unserer Thätigkeit nach unserer besten Einsicht, und nach den durch die Wissenschaft zu Tag? geförderten Wahrheiten ungehindert bebauen zu können. - Man sollte glauben, daß über die Berechtigung hierzu gar keine Frage entstehen könne, da wir als Administratoren unserer Forste sie so gut, als es uns unsere Wissenschaft lehrt, bewirthschaften können. Dieses ist nun leider nicht der Fall. D^s Wissen, die Einsicht, was zu einer zweckmäßigen Wirthschaftseinrichtung, zur Pflege und Cultur unserer Forste gehört, ist zum größten theile unter den Forstwirthen des Hochgebirges vorhanden; allein der Grund, daß wir unser Forstwesen beim besten Willen nicht so geordnet finden, wie es unsere Fachgenossen in anderen Kronländcrn Oesterreichs geordnet haben, ist nicht m uns-zu suchen, er liegt außerhalb der Sphäre des Forstwirtheö. Der Forstwirt.) im Allgemeinen kann nur dann semen Beruf vollkommen erfüllen, wcnn sem Wirken in der öffentlichen Meinung auch seme Stütze sindet, und seine Anstalten und Einrichtungen als solche erkannt und geachtet werden, die dem Wohle des Gemeinwesens förderlich sind; daher, wenn auch persönliche Einschränkungen durch sie bedingt erscheinen, immer noch das öffentliche Gewissen in denselben jene höhere Vorsorge ehrt, die es in den Anstalten der rttentlich'en Sicherheit und Ruhe so sehr zu schätzen weiß; wenn daher Vergehen gegen diese Anstalten und Einrichtungen gleich anderen Uebertrctungen durch die öffentliche Meinung verurtheilt werden. Wlr glauben eben — um den allgemein. sten Ausdruck auf unsere forstlichen Zustande anzuwenden — daß in dem Sittlichkettögcsetze aller Nationen die vorzüglichste Bürgschaft aller Sicherheit und Ordnung zu finden ist; und wenn daher gemeinschädliche Handlungen außer dem Einflüsse des Sittlichkeitsgesetzes liegen, so fehlt diese Garantie, und alle Repressiv- und Präventivmaßi egeln gegen solche Handlungen vermögen nicht, sie zu unterdrücken. Wir Forstwirthe des österreichischen Hochgebirges erfreuen uns nicht dieser Garantie in unseren Anstalten. Bei aller Achtung, die man unseren Personen schuldig zu sein glaubt, erblickt die Menge in uns fast allgemein den angreifenden Theil; wir stehen also in Betreff der öffentlichen Meinung in einem ganz verkehrten Verhältnisse, wie unsere Fachgenossen anderer Länder. -..... Jede nothwendige Beschränkung im Bezüge der forstlichen Nutzungen der Eingeforstctcn oder aller Jener, die sich was immer für ein Gebrauchsrecht in den Wäldern mit Recht oder Unrecht anmaßen, wird oft, wir möchten sagen: allgemein, wie ein Eingriff in heilig verbriefte Rechte angesehen; man ist selbst hie und da so weit gegangen, die Producte des Waldes als freiliegendes, allen Menschen zugängliches Gut anzusehen, das Niemanden etwas kosten solle, als: die Hand darnach auszustrecken; — wahrend man die Bestreitung der öffentlichen Lasten, nämlich: Steuern, Regie u. s. w., als eine Schuldigkeit vom Eigenthümer der Wälder fordert!! — In diesem Belange sehen wir es als eine unserer Hauptaufgaben an: dieser verkehrten Anschauungsweise mit aller Schärfe einer überzeugenden Dialectik entgegenzutreten, damit auch den Forsten des Hochgebirges das gleiche Recht, wie anderen Culturländern werde, damit die, in Bezug auf ihre Benutzung herrschenden communistischen Ansichten dem öffentlichen Rechtsgefühle, wie sich dessen unsere Wie« sen und Aecker erfreuen, weichen. Die als (5onsequenz des Gesetzes vom 7. September IXl« bevorstehende entgeltliche Aufhebung der Holzungs- und Weiderechte, so wie der bestehenden Servitutsrechte der vormaligen Unterthanen auf dem Waldlande ihrer gewesenen Grundobrigkeitcn, läßt in dieser Hinsicht einen großen Fortschritt der öffentlichen Meinung — zu Gunsten der Forste hoffen; und es wird die Zeit der endlichen Durchführung dieses Gesetzes, die, wenn nicht alle Anzeichen trügen — doch unmöglich mehr in weite Ferne gerückt sem kann, eine neue /)!(>'.'5 en:!, >l)!,l>!!5 gemacht haben; denn ihre Mitwirkung zu Vereinszweckcn fand ihren Anfang und ihr Ende in dcr regelmäßigen Abfuhr der jährlichen Beitragsquote. Ein solcher Verein sott und darf dcr Forst-vcrcin der österreichischen Alpenländer nicht wer-den. Es muß ein frisches, rcgcs Leben durch alle seine Adern pulsircn; alle Glieder müssen den hohen Beruf desselben richtig erfassen und ihm nach Kräften zu entsprechen suchen. Indem Sie sich zu Mitgliedern desselben angcre ht haben, haben Sie es zugleich als Ehrenpflicht übernommen, dic Anliegen des Verejns in allen Richtungen zu fördern. Jede Idce, wenn sie fruchtbringend werden soll, muß durch viele Canä'le in's Volk dringen; so lange wir sie für uns behalten, P ^ eben ein todtes Capital, das Niemanden Früchte trägt In gleicher Weise verhält cs' sich mit Ihrer besseren Ueberzeugung, wie cs mu unsern Wäldern zu halten wäre, um sie zu Nutz und Frommen des Volkes und der Länder, auf die sich ihr Einfluß erstreckt, zu conservucn, sie ihrer naturgemäßen Bewirthschaftung zu erhalten. Wir haben uns in Jammer und Klagen erschöpft in unserm mündlichen und schriftlichen Verkehr, darüber, wie es nicht seyn soll. Sprechen wir unsere Ueberzeugungen öffentlich aus, geben wir Mittel an die Hand, wie es zu ändern, belehren wir, wie es nach unserer Ueberzeugung besser gemacht werdx'n könnte; ^ und, ich bin überzeugt, manches Won fällt auf fruchtbaren Boden, faßt Wurzeln, und wird Früchte tragen, die uns Allen, vorzüglich aber den Forsten, zu Gute kommen werden. Das Mittel dazu liegt klar vor unü. In diesen Landern, welche zum Bereich des Forstvereins der österr. Alpenländer gehören, besteht kein Blatt, welches speciell forstliche Interessen vertreten würde, obgleich der Raum, den unsere Forste einnehmen, reichlich ^ der Ge-sammtfläche dieser Lander einnimmt, und die Wichtigkeit der Bewaldung der Berge weit größer ist, als jene der Ebenen — obgleich auch diese zur Erhaltung ihrer Annehmlichkeit und Wohnlichkeit ein angemessenes Bcwaloungsvcr-hältniß ebenfalls nicht entbehren können. — Wenn wir nun ein Organ in der Presse besitzen, mittelst welchem wir die klare 'Anschauung dessen, was unseren Wäldern und überhaupt dem Forstwesen des Hochgebirges noth thut, Jedermann zugänglich machen, so wird das, was als vrobehälriq befunden wurd>-, nicht verloren gehen, sondern wird, wenn auch allmälig, zum Besseren führen. Doch ist es nothwendig, daß wir unser »Pfund" nicht vergraben, sondern damit wuchern, damit aus dcr Idee auch die ,That werde. Man wirft uns österreichischen Forstwirthen mit Grund vor, daß wir gar so unmit-theilsam sind, wo es sich um's Schreiben handelt, während eine Masse gediegenes Wissen unter uns zu finden, wenn sich Jemand die Mühe nimmt, zu uns zu kommen, um sich über den Stand des österreichischen Forstwesens zu unterrichten. Unsere deutschen Nachbarn hätten flugs ein Dutzend Hefte mit halb so inlcressaw ten Vorkommnissen gefüllt, wie sie unsere mannigfaltigen Verhältnisse, unter dem'n wir wirthschaften, uns bringen, von uns als gewöhnliche Erscheinungen aufgenommen, und der Vergessenheit überlassen bleiben. Und wahrlich, sie thun recht daran! Daraus erklärt sich ihre größere Beweglichkeit, die Anhäufung einer Menge feststehender Thatsachen zum Gebrauche bei vorkommenden Fällen, während mit uns all' das, was wir gedacht und für gut befunden, verloien geht. — Das sollte nicht so sevn, und darf nicht so bleiben; wir müssen das, was wir in unserm schönen Berufe der Natur in ihrer ge-hciu:nißvollcn Werkstätte ablauschen, unsere gemachten Erfahrungen nicht allein für uns behalten, wir müssen cs zum Besten Aller auch zu verwenden verstehen, wenn wir unserer Ehrenpflicht nachkommen wollen. Zeichnen wic daher alles auf, was des Aufzeichnens nur halbwegs wcrth erscheint; geordnet und gesammelt führen solche Aufzeichnungen, so geringfügig sie scheinen, oft zu überraschenden Resultaten. Die »Mittheilungen des Forstvereins der österr. Alpen land er" zunächst den Zwecken desselben gewidmet, möchten ganz unzweifelhaft jenes Organ seyn, durch welches diese Aufzeichnungen zum Gcmcingute Aller gemacht werden können; suchen Vie sie oft zu benutzen. Wenn wir die Rechen der bisherigen Mit-glicderzahl durchblicken, die den Forstvcrein der österreichischen Alpenländcr bilden, so bewegt uns innige Freude darüber, daß wir die forstliche Intelligenz aller Kronländer, die zum Bereich desselben gehören, so zahlreich in demselben vertreten finden; — und wenn wir daher in unserer schlichten Weise, ohne alle Umschweife Ihnen zurufen: Jeder trage nach Kräften bei, daß das Werk, zu dem in Salzburg dcr Anstoß gegeben wurde, zum Segen des österreichischen Hochgebirges werde, so glauben wir nur Ihren Gedanken auszusprcchen, und dürfen hoffen, daß die Liebe zu unserem Vorhaben in unseren Reihen nie erkalten werde, denn sic wurzelt in Volkes- und Landcswohl! Ueber das Oeconomicum dieses Unternehmens glauben wir nur Weniges sagen zu sollen: es ist, wie alle l'. 1'. Herren'Mitglieder des Forstverc-im; der österreichischen Alpenländer wissen, keine Finanzspeculation, weder an Seite der Redaction, noch der Herren Verleger. Es beruht lediglich auf dem Vertrauen, "daß die !'. '1. Herren Mitglieder des Forstvereines der österreichischen Alpenländcr, beziehungsweise die erste allgemeine Äersammlnng, die Kosten der Auflage dieser Mittheilungen', die gegenwärtig auf «00 Exemplare bestimmt wurde, aus Vcr? einsmitteln bewilliget. Um diese Mittel aufzu-bringen, möchte der ganz unmaßgebliche Antrag dcr gefertigten Geschäftsführung ' dahin lauten: daß eö den Herren Mitgliedern des Forstvcr-eins dcr österreichischen Alpenländer gefällig seyn möchte, ?< l^i^., des Vereinsbcitragcs für das laufende ltt5,2ger Jahr je 2 st. an'die gefertigte Geschäftsführung einzusenden , welche mit diesen Beiträgen be'tens hauszuhalten beflissen seyn würde, bis die erste allgcm. Versammlung zur Führung des Oeconomicums des Vereins die geeigneten Organe bestellt haben wird. - - Wir geben uns der angenehmen Hoffnung hin, den Wünschen dcr lVl'. Herren Mitglieder des Forstvereins der österreichischen 'Alpenländer/ indem wir diese ^Mittheilungen" als Vcr-cinsorqan begründeten, alle Rechnung aclrage" zu haben. Veldes, am I. März ,85?. Aus vorstehendem Programm der »Mittheilungen des Forstvcreines der österr. Alpenländer" ist zu ersehen, daß der Inhalt der ersten Nummern zunächst für die Mitgliedel des Vereines bestimmt ist, daß durch dic Vc^ össentlichung viele nöthigen Verständnisse zur ersten Versammlung der Mitglieder des ss"'/?-vercincs im Juni l. I. herbeigeführt ""^« und Statutencntwürfe u. s. w. zur KemM^ der Mitglieder gelangen; jedoch sind diese Mutheilungen nicht ausschließlich für den SereM in's Leben gerufen wordcn, es können auch Exemplare an Nichtvcrcinsmitglieder abgegeben werden. Die ausgesprochene Tendenz derselben zeigt an, welch' großer Verbreitung sie werth und fähig sind, und die schriftstellerischen Kräfte, welche dem Vereine zu Gebote stehen, werden Bürge seyn, daß Vorzügliches geliefert werden kann, und Jedermann, der sich um Forstwirts schaft und Nationalwohlfahrt kümmert, wird das Erscheinen dieser Blatter freudig begrüßen, die nun vorzüglich nach der ersten allgemeinen Versammlung dcr Mitglieder des Forstvcreincs ihre wissenschaftliche Richtung verfolgen und ihr Interesse steigern werden. (56 ist demnach auf die „Mittheilungen des Forstvercines der östcrr. Alpenländer" eine Pränumeration eröffnet wordcn: Die .» ^...... 95 1/2 detto I.itt«i.-» Z ..... 10« Vans.Actm,, vr. Stück 1244 fi. lu (5. M. Actien dcr Kaiser Ferdinands-Nordt'ah» zu 1000 fl. «. M....... 1535 «. m!5. M. Actien der Wien.Oloqqnitzer-Eifcnbahn ju 500 fl. ss. M. .... «82 1/2 st. in C. M. «ctien der l'sterr. Donau-Damvfschifffab^t ,,« 5,00 ss. (5. M...... <>«K >1. in (>, M, Wc^sel-^om's vo,u 9. März i«52 Umfttlwu,. für <0N Thaler(5»r>aüt,Rlhl. <7^ 1/4 Mmlüt. Uuasburg, ftr . 124 1/3 liso »,anff»rt «.M,, ( f>>r .20 ft. sl>c>d. Vrr« ,i„s-Währ. ,,d.) 123 1/4 2 Monat. Gnma, >l>r 300 »cue Pi.mont. Lire, O,i!d, 14U 1/2 2 Monat. Hamburg, sl'^ NW Thaler Banco, Nih!. »83 >i Ml,'i,al. londt,!', snr 1 ^fu»d Tkrlina,, Gulde» 12-23 3 M^nat Mailand, für 300 Ocsin'mo?. i'ire, Gilld. 124 3/8 2 Mon,t Murstille, siir 300 Franfe». . ^'uld, 14? Bf. 2 Monat, ^ari,'. s»r :«!a Frai,t.» . . Gnid. 1471/4 Vf. 2 V^oal. Aularrst für l c«ulreu . . . para 222 (^. .51 T. Sicht. Eonslantinoptl, für l Ouldcn . vara 368 31 T. Sicht. K. K, Münz-Ducaten..... 31 pr. Ccnt. Nc,i^>, Gold- und Silber-Course vo>» 8. März 1852. Aries. Wsld Kais. Münz-Ducatcn?lgw .... .. 305/8 ktto Nand- dto „ . . . . — 801/4 Napi'lccmsb'or'6 „ . . . . — 9.49 Souvcrainöd'or'S „ .... — 17.-12 FritdrichSd'or'S „ .... — 10.18 Ruß. Imperial „ . . . . — jy^y Gnal. Sovtrainz« ...... __, 1224 Silberagio ....... __ 24 Getrcid - Durch schuitts - Preise in Laibach am 6. M^rz 1852. M a r f l p r c i , c. . Ein Wicilcr Mcizc!, Weiden . . .z fi. 2!^ ki. — — Kukurutz . . ^ „ .^. „' -» — Halbj'llchl . 3 „ 36 ,> Zorn ... I » 44 , " Huse . . . ^ „ 2« . _________________" ' ' » —' » Fremden'Hn.teige der hicr Angefoulm^ueu ,,nd Abgereist». Dei, 27, Februar ,652. Hr. Necarte, - Hr. N.ie, - H,. Tre.es, -und Hr. Roseiibeig, alle 4 Handelslel-te, voi, Wien ...ch Trieft -. Hr. Isdahl, » Hr. Ioffclati, -m,d Hr. Marallgoin, alle :^ Handelsleute, v?l, Trieft »ach Wir». Dei, 2il. Hr. (^taiti<>, Etaatsbuchhaltcr, ron ^'", liach Zam. -Hr. P.ciö, Fabnks - Director, .,-U!,d Hr. Cirigovil), H,n,delsmam,, beide von Wien li^ch Trieft. —Hr. Nas-. Barda, Großhändler, von Wicn nach Verona. — H^. Ratsch, Glasfablikant, - Hr, Ce-»an, - Hr. ^idler, — Hr. B.wluzi, .- und Hr, ^acer^t., alle 4 Handelsleute, .,. alle 5 von Wien nach ^r.est. ^ H,. Graf Fcfteti,^ P-ivatier; -Hr. Graf Albert,, Possidente; -^ Fr.'Schnitzer, Hof.- rachswitwe; — H>. Panciera, — und Hr. Wcm-schenk, beide Hand»!5leute, alle 5 yon Trieft »i^ch Wien. — Fr.v^Morcll», Private; — Hr. Tellini, — und Hr. Lasaroulch, beide Hal,delsle»ts, alle 3 ron Oörz nach Wien. 6. 32g. sl) Ein Monatzimmer, vollkommen eingerichtet, ist mit I. April d. I. yier im deutschen Hause zu verqeben. Das Nähere hierüber ertheilt der Commenda-Verwaller P r ^ g l. Laidach am 9. März l852. Anjeig e. In Udmath bei saibach ist ein neu gebautes Haus auS freier Hand zu verkaufen. Dassclde 'st mit Ziegel gedeckt, enthält einen gewölbten Keller, 4 Zimmer und einen Dreschboden, dann eine '/^ Hübe nebst dazu gehöriqemAcker an der Straße, wo auch sehr vorlheilhaft Magazine lrbaul wcrden können. Der Kaufpreis wird billig gi. Z.i., Nr. 57», I«. M«r, I«5.,) ^'t 0en lastzugen werden keme Pa,.