EINZELPREIS: Wochentag« 10 5«iii8ta£>Sofiali^ IS 1^ llloibiirgtr Heilung Amtliches Organ des Verlag und Schriftleltune: Marburg a. d. Ona, Bat^asse Nr. 0, Femnit: 29-67, 29^, 29-00. —> Ab 18 Uhr (6 Uhr abends) Ist die &hriftieititiig mr auf Femral Nr. 28^7 erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rOckgesandt — Bei Anfragen Rückporto beilegen, — Poetacheckkonto Wien Nr. 54.60S. Steirischen Heimatbundes Erscheint wöchentlich sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der üonn- n. Feiertage). Bezunprels (im voraus zahlbar) monatlich RM 2.10 elnschl Zustell« gebflhr; bei Lieftrung im Streifband zuzfl^ich Porto; bei Abholen in der Geschäftsstelle RM 2.—. Anzeigen' und Bezugsbestellungen in der Verwaltung. 9tr. 266 Jltorturo g. b. Prou, 22. OHcdtr 1941 81. ^Q^rgona Hüslangszeiilniin Slalino in dentsclier Hand Deutscii-italienisclier Verstoss Ins Hera des Donezbeckens — Das gesamte Baltikum vom Feind befreit Lebenslählg ohne Herz nnil Puls? Die sowjetische Rüstungsindustrie tödlich getroffen Dagö genommen Alto bahltch«n Inseln In unt^ram Aus dem Führerhauptquartier, 21. Oktober Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekanntt Daffö iet genommen. Damit sind alle baltischen Inseln in deutscher Hand und dsr gcaamte baltische Raum vom Feinde befreit. la vorbiklllchcr Zutammenarbeit mit Verbfinden der Kriegsmarine und der Luftwaffe war es einer Infanteriedivision de» deutschen Heeres bereits am 12. Oktober gelungen, auf der Südspitze der Insel überraschend zu landen. In zehntägigen hartnäckigen Einzelkämpfen wurde seitdem die Insel vom Feinde gesäubert. 3000 Gefangene fielen dabei in unsere Haad. Sechs Küstenbatterien würden zer stOit. Reste der feindlich^ Besatzung worden bei dem Versuch, über See zu entkommen, durch Einheiten der Kriegsmarine und der ILuftwaffe vernichtet. • ist die zweitgrößte der baltischen Inseln, sie umfaßt 060 (Quadratkilometer. Nördlich der !n«el Öse! gelegen, ist sie von dieser durch den Sölasund und vom Pestland durch den Moonsund pjetrennt. Dagö hat die Gestalt eines Vicreckea, dessen Ecken als Halbinseln und Vorge-birige ins Meer hineinragen. Die höchsten Erhebungen finden sich auf der westlichen Halbinsel Kcppo. Da» Übrige Land iÄt eben und niedrig, im Innern sumpfig. Die rund 17.000 Einwohner sind Deutsche und Esten. Haupterwerbszweige sind Viehzucht, Ackerbau, Fisch- und See-htindfang. Im "Weltkrieg wurde Dagö am 30. Okt^er 1917 von den Deutschen er-otoert. Im AliaHtlk wieder 38.200 brl versenkt Fütirerhauptquartier, 21. Ol^tobcr. Das Oberl(Ovnmaivdo der Wehrmacht ftfbt bofkannt: Dautsobe und italienische Verbände nahmen gestern das Gebiet um Staflm^ eioefi der wichtigsten Rüstungszentren Im Donozbecken, in Besitz. Stallno selbst wurde durch Qebiresittger genommen. Auf einem bedeutenden Industriewerk dieser Stadt weht die Relchskrlegsflaggc. Bei der Säuberung dos Schlachtfeldes ostwärts von Briansk fand der Oberhe-lelMaber der sowjetischen 50. Armee, Oenersl Petroff, MttgHed des Obersten Sowjets, mit m^reren Offizieren seines Stabes den Tod. Kampfflugzeuae bombardleirten wtoh-tige Anlagen in Moskau und Leningrad. Im Kampf gegen die britische Versor-gunssschitfahni versenkten Unterseeboote im Atlantik sieben feindliche Handelsschiffe jnlt zusammen 38.200 brt. Das xroBe britische Walfangmutterschiff »Svend Foyn« wurde durch Torpedotreffer schwer beschädigt. Kamirfflug-zieuge vernichteten nordostwärts tlull ein Handelsschiff von 10.000 brt. Ein weiteres grotie» Schiff wurde durch Bombentreffer beschädigt. In der letzten Nacht griff die Luftwalle den wichtigen Ver^^rgungshafen Uverpool sowie Häfen und kriegswichtige Einrichtungen an der englischen Ost-und SUdostküste an. Britische Bomlier warfen in der Nacht zum 21. Oittober Spreng- und Brandbomben auf mehrere Orte in Nordwest-und Westdeutschland. Die Zivilbevöllte-runc iiatte Verluste an Toien und Verletaton. Einiger Sachschaden wurde verursacht. Vier der angreifenden Flugzeuge wurden abgeschossen. Die englische Presse macht zwar keinen Hehl mehr daraus, daß sich »das deutsche Schwcrt immer sohneliler der soN^'jetischen Kehle nähert«, aber in ihrer vorzwcifeiten Ausscluiu nach einem Ret-tiin;;sanker stellt sie plötzlich die Behaii.p-tiiHiR auif, daß der VerUist der eiiroipäiscMen Kohlen- unxl firzbasis für die Sowjets nicht umbcdin'Rt lebensgefährlich sei, weil ja jenseits des Ural und i.i Asien noch riesenihafte Vorrilte an Rohstoffen vorhanden wären. Das ist eine von dvn Kraftpillen, die dorn englischen Volk von Zeit ziu Zeit verabfoli^t werden, um den rapid fortschreitenden Pessimismus mi't aller Gewalt /u strxppjn; man will jet^t auf eimma'l den Inselbriten einreden, der sowjetische Wirtischaiftskfirpcr kcinne aui'h ohne Herz anid ohne Puls a-m Leben bleiben. Die Sowjets habe.i die Sleinkohk'n-vnrräte in ihrem Machtbcreich mit 1700 Milliarden Tonnen o-der mit 21 l^ro/ent der vermuteten Weltvorräfe angegeben. Die Kohlen des Donezbeckens wurden dabei auf 00 Milliarden To^ninen geschätzt. Wenn man diese beiden Zahlen nach der Art 'der englischen Milchmädchenrechnung bc'hamdelt, dann erj^ibt sich, daß das Donezbecken nur fünl Prozent der ge-faniten sowjetischen Kohilenvorräte umfaßt. Der Trost hält aber nicht lan-ge an, denn von den übrigen 05 Prozi-nt sind volle 88 Prozent nur ^eoloßisch festgestellt; es handelt sich mn Kohlen*lager im asiatischen Tei-I der Sowjetunion; sie sind iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiittiiii Hso ond Tuka Im FOhrerhaupf cuartier Politisch# und militärische Besprechungen beim FUhrer Im Geiste herllicher Freundschaft Auswärtigen von Ribbentrop und der Ctief des Oberkommandos der Wehr- J f V Führerhauptquartier, 21. Oktüber, Auf Einladung des Führers weilten der slowakische Staatspräsident Dr. Tiso ! und der sk>wakische Ministerpräsident Dr. Tuka, bi deren Begleitung sich u. a. Innenminister Sano Mach und der Verteidigungsminister General Cartk)s sow ie der slowakische Gesandte in Berlin, Cor-nak, und der deutsche Gesandte In F^B-bürg. Ludin, befanden, zu einem Besuch im Führcrhauptquartler. Die politischen und militärischen Be-Spreehungen beim Führer verlielei/ Im Geiste der herzlichen Freundschaft zwischen den beiden Völkern und standen Im Zeichen der Waffenbrüderschaft, die durch den Kampf deutscher und slowa-kisclier Truppen gegen den gemeinsamen bolsohewistischcn Feind erneut Ihre Bewährung findet. An den Besprechungen nahmen der Reichsminister des macht Generalfeldmarschall Keitel teil. Während ihres Besuches folgten die slowakischen Staatsmänner einer Einladung des ReichsauBenministcrs von Ribbentrop. , Der Verteidigungsminister General Cartlos und der Oberbefehlshaber des slowakischen Heeres General Cunderlic hatten mit ihrer militärischen Begleitung Besprechungen mit dem Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Generalfeldmarschall Keitel und seinem Stabe. Anschließend fand ein Besuch beim Ot>er-belehlshaber des Heeres Generalfeldmarschall von Brauchitsch in seinem Hauptquartier statt. Zum Abschluß des Besuches waren die slowakischen Staatsmänner Gäste des Reichsmarschaus Göring in seinem Hauptquartier. Der Rem der Sowjetarmee vemiclitet Erlcenntnisse des INS-BerIchterstatters von Wiegand Karte: Archiv Nevyork, 21. Oktober. Aus Schanghai schreibt der IIVS-Berichterstatter von Wiegand erneut, Idali der Kern der Sowjetarniee vernlch-Itet sei. Trotzdem versuchten die Engländer, der Welt glauben zu machen, daß die Bolschewisten immer noch siegreich seien. Tatsache sei icdoch, daß die Bolschewisten während der drei Monate Krieg nicht eine einzige Schlacht gewonnen hätten. Wiegand ist der Ansicht, daß die Sow jetunion nicht in der Lage ist. eine neu« große Armee aufzustellen. größtenteils nicht einmal erforscht. Für die Zukunft, also für die nächsten Jaihr-hunJertc, haben sie unzweifelhaft eine pjroße I3edeutu;i'R, fair die Gegenwart abei haben sie keinen Wort. Das Donezbecken ist im euroipäischen Teil der Sowjetunion das einzige Revier von überragender Bedeutung. l^as Zentrum deir Anthrazitige-winnung i.st Schachty, gleichbedeiitende Borgwerksgebiete sind Bach-nvut und Ar-temiwsk, in Lugansk (Worosciiilowgrad) bcfinccken von Kertsch mit gewaltigen Reserven. Alle diese Gebieio sind vom sowjetischen Rüstungspotential abzuschreiben. Die zahlreichen Erzlager des Ural mit terlweise hochwertigen Reserven sind erst etwa zu einem Zehmtel erforscht. Der Urail hat keine moderne Eisenindustrio; die Metallurgie wird in jahrhundertealten kleinen Werken mit Holzbrenn-stoiff betrieben, die Entwi>cklung dieser Indajstrie ist durch den völligen Mangel an Koks-Steinkohlenarten sehr erschwert. Kohle und Erz gehören zusammen. Wer Eisen verhütten will, braucht Kohle, u id wer Kohle industriell verwerten will, nvuß einlz. Sie haben es das Herzstück ihrer europäischen Wirtschaft genannt. Wie wichtig dieses Gebiet für sie war, ergibt *ich bei der Betrachturiig des zweit'dn Kombinats der gleichen Art. Das Uralerz braucht Kohle, um im großen Stil verarbeitet zu werdei. Wo liegt die Kohle? Das nächste Becken ist das Kusnet^-Re-vier in Westsibiri'en; es liegt vod'le 2400 Kilometer weiter weg. Es ist also auf dem primitivem Bahnnetz der Sowjets ein wochenlanger Tramsport nötig, eihe Kohle und Eisen zusaintmenkommen können. B€i der Stahlh'e^stell'Urtg ist es mit Kohle und Elsen nidht getan. Man braucht dazu als unentlbehrlichen Bestandteil das Manganerz. Mehr ail« die Hälfte des Welt. hedarfs ain Mangan wurde in der Sowjetunion gefördert, und das reichste Manganlager Hegt in dem von um besetzten ukrainischen Erzgebiet von Nikopol. Die Sowjetunion ist unendlich reich an Naturschätzen. Soweit sie in der Form von Kohle, Eisen unrd Mantgam in diesem Krieg eine entscheidende Roll« spielen, verfügen die Sowjets nicht mehr darüber. Die Lager i>n Asien liegei weitab von Verkehr und Industrie; sie können aPso — fm Gegonsaiiz zu dein* törichten englischen Hoffnungen — nicht m geniögerwlem Ausmaß nytzibar gemacht werden. Die Schläge der deutschen Wehrmacht haben nicht niur die sowjetischen Armeen, sondern auch die sowjetische Rüstuni^Wirtschaft tödlich getroffen. Nrae Ritlerkmiztiliier Berlin, 21. Oktober. Der Führer und Oberste Befehlshaber ccr Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Göring, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Oberfeldwebel Beier, Flugzeugführer in einem Nacht-jagdgeschwader. Oberfeldwebel Wilhelm Beicr, am 18. 11. 1913 in Homberg geboren, hat in harten Luftkämpfen bisher 14 feindliche Flugzeuge abgeschossen. Durch seinen zähen Kampfwillen gelang es ihm in zwei aufeinanderfolgenden Nächten vier Flugzeuge abzuschießen; bei einem weiteren Nachtflug brachte er innerhalb dreißig Minuten drei Feindflugzeuge brennend zum Absturz, Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh ferner auf Vorschlag des Oberbefehlshabers des Heeres, Generalfeldmarschall von Brauchitsch, das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an ff-Obersturmführer Rentrop, Batterieführer in einer ff-Flakabteilung, Oberleutnant Hermann Wulf, Kompanieführer in einem Infanterieregiment, Oberleutnant Ryll, Kompanieführer in einem Panzerre-giment, Oberwachtmeister Gollbach, Zugführer und Führer von Voraus-Geschut-zen jn einem Artillerieregiment. Denfsche SeekriegHHiniig im RecM Das Urteil eines japanischen Admlrals Tokio, 21. Oktober. »Deutschland macht von seinem Recht als kriegführender Staat Gebrauch, wenn seine U-Boote im Atlantik zwölf Schiffe aus einem Geleitzug versenkt haben«, erklärte Admiral Suetsugu, der frühere Oberbefehlshaber der vereinigten japanischen Flotte, in einem Artikel in der Zeitung »Tokio Asahi Schimbun«. Selbst die vereinigten Flotten Großbritanniens und der Vereinigten Staaten würden nicht imstande sein, so erklärte der Admiral weiter, Deutschland zu blockieren, da Deutschland die Industrie und Wirtschaft ganz Europas hinter sich habe. Aomiral Suetsugu wies schließlich darauf hin, daß die Hilfeleistung der Vereinigten Staaten an Großbritannien die internationalen Gesetze verletze, sodaß Deutschland bei seinen Unternehmungen gegen die Oe-leitzüge im Recht sei. fiescbsn ist GescIiSIt Die Bolschewisten müssen die USA-Hilfe bar in Gold bezahlen W a s h in g ton, 21. Oktober. Wie hier bekannt wird, hat das Schatzamt der VereiniKten Staaten den der Sowjetunion einjceräumten Kredit von in.OOO.OOO auf 30,000.000 Dollar erhöht. Wann die bestellten Waren geliefert werden, wird vorsichtigerweise unerwähnt gelassen. Dafür wird aber betont, daß bar bezahlt werden muß, und xwar in Qold. Diese Informationen jjah das jüdisclie Mitiilied des Kabinetts Roose-velt, Finanzminister Morjjenthau. Man sieht: Geschäft ist Geschäft bei Mi. Mor-centhau. Der baltische Raum völlig gesäuiieil AbtchlicMmdar Sendsrbsricht Ober di« Opwatiencn Im nördlichen Abschnitt d*r OtHrent Ub«r SOO.OOO Gafangan«, 158t Pannr und 40er daß tiefliegende Bord der Stumuboote sprühen Brecher. 4.35 ertönen hinter uns die Abschüsse der Artillerie, laut heulend jagen über uns die Granaten hinweg und detonieren mit dumpfem Knall am Feindufer. Kurze Zeit darauf fliegen deutsche Jäger und Zerstörer dicht über das Wasser. In den Lärm der detonierenden* Granaten nvischt sich das hellere Krachen der Bomben. In leicht gebogener Flugbahn Siprühen die Leuchtspurgeschosse der Rieger-Ma-schinengewehre auf das feindliche Ufer, das im Ungewissen Morgengrauen auftaucht. Ein Zeichen kommt vom Fülirerboot. In rasender Fahrt schießen die Sturmboote vor und laufen zur Dwarslinie. Die letzten tausend Meter werden mit größter Fahrt, die aus den Motoren herauszuholen ist, durchfahren. Vom Führerboot steigt eme rote Leuchtkugel auf. Das Feindufer ist erreicht. Schon ist die Infanterie dabei, an Land zu springen, als auch der Feind erwacht. Im Führerboot sinkt ein Unteroffizier zusammen. Eine Feindkugel hat ihr Ziel gefunden. Aber schon hat die Infanterie einen kleinen Brückenkopf gebildet. Die Slurm-bwte wenden und bahnen sich durch einen Hagel von Geschossen ihren Weg zurück, zum Festland, um neue Kräfte heranzuholen, während die Infanterie einen harten Kan>pf mit den zäh sich verteidigenden Sowjets führt. SchncÜ sind die Boote emeut besetzt, und zum zweiten Male brechen die Sturmhoot-fahrer durch das feindliche Sperrfeuer. Die Bolscliewisten glauben, mit starkem Feuer aus allen Rohren und Waffen ein weiteres Übersetzen verhindern zu können. Sie haben sich getäuscht. Die Sturnibootfahrer, die ihre Feuertaufe teilweise am Oberrhein, zumeist aber auf sowjetischen Flüssen und Seen erhalten haben, stoßen unerschrocken durch die etwa 3000 Meter breite Sperrfeuerzone, Geschickt weichen sie einschlagenden CJranaten mit den wendigen Booten aus und bringen so neue Truppen auf die Insel. Schon sind die Boote wieder gewendet. Nochmals geht es zurück, und nochmals durchjagen die lioote die feindliche Sperrfeuerzone. Erst beim fünften Übersetzen hahcu die Infanteristen und deutsche Bomber den sowjetischen Widerstand gebrochen. Jetzt setzt ein reger Übersetzverkehr ein. Triefend vor Nässe, mit klammen Erkfcnfeöericht von ttoiiptmami TWeß und geschwollenen Händen, steifgfefroren und ausgepumpt, kaum mehr fähig, die Motoren zu halten, erfüllen die Sturmbootfahrer ihre Pflicht. Endlich ist es so weit, daß auch für sie eine kurze Pause von einer Stunde eingelegt werden kann. Fin warmes Mittagessen stärkt die Körper. Erneut leisten dann Mann und Motor, was sie nur zu leisten vermögen. Hier paart sich Tapferkeit und Ausdauer des deutschen Soldaten. Der Übergang auf die Insel ist geglückt. Zwei Tage danach stehen die Sturmbootfahrer an den sc^mrucklosen Gräbern ihrer Kameraden, die sie in kurländi-scher Erde zur Ruhe betten. Ernst sind die Gesichter, die dem Koinmandoführer unter den Stahlhelmen entgegenblicken. Auf dem Heimweg aber erklingt trotzig und stark das Lied der Sturmbootfahrer' Wir sind die Sturmbootfahrer. Wir greifen mutig an. Wir sind die erste Weile Und gehen drauf und dran. Die Faust an der Maschine, Den Blick frei gradeaus. So fahren wir zum Siege Mit lautem Sturmgebraus M der GraHUage des Dreierpaktes ,¥wt«idigung d*r Ehi« lapans um jadan Prait" — Rundfunk-antpracha das nauan Japanischan Aussanminitlart Tokio, 21. Oktober. Die VerteidiijnU'n.g der Ehre des japanischen Reiches um jeden Prei« forderte der japanische Außemnmister Togo m seiner ers-ten Rundfumkansprache am das japanische Voilk am Momtag. »Wir si»nd fest entschlossen«, so sajgte er, »uin«cr l.anJ ZU verteidigen, wemn Umstände eintreten, die uasere Existien-z bedrohen und die Ehre des japanischen Reiches in Fraise stellen. Jaipans Außempolitik will eia? starke Komi^lidierung und Einheit der politjischen, militärischen un^d alier and<^-ren Kreise zur ErfüMiutng der historischen Mission Jinpans. Auf der soli.len Basis der Gerecthtigkeit und voll Wirklichkeitssimi ist die japanische Außenpoilitik bestrebt, crie nationalen Ziele des japanischen Reiches zu erreichen und gleichzeitig für den Weltfrieden ziu arbeiten. Wenn Japan, so schloß der Außenminister, diese gerechte Politik ohne Zögern und Überstürzung verfolgt, wird es sicherlich die Schwierigkeiten ü^berwirnJen, die ietzt vor ihm liegen, und so dem Wej; für eine glKickliche Zukunft der Nation vorbereiten.« Za jedem Qpier bereit Mailand, 21. Oktober. Der frühere japan-ische hinenministor Adniiiral Nobuffnasa Suetsugu, einer der bellten Kwner der Proibleme des Pazifik und Befürworter der Politik des Drei-mächteipaWes innef der japanischen Kriegsmariirte, betont in einem Interview für »Poipolo d'ltalia«, -daß »das japanische Volk für die Erreichung vier Ziele des Drv'ierzaktes zu iedcni Opfer bereit ist.« Was die aiinerikanische Drohung einer Verdoppelung dier FUjitte anbelangt, so würde dies, wie der jatpanische Admiral weiter darlegt, nicht von entscheidendem Einfluß sein können. Die grundlegende Richtlinie bestehe in der Schaffung ausgedehnter Wirtschaftsgebiete und autar-kischer Zonen, die durch die Luftwaffe leicht kontrollierbar seien. Dies gelte sowohl für Europa als auch für Ostasien. Warnung an USA Tokio, 21. Oktober. »Einige der japanfeindlichen Länder sind über das neue Kabinett beunruhigt«, so sTchreibt »Tokio Nitschl Nitschi«, »und wir können ihre Besorgnis verstehen. Aber Japans Ansprüche sind klar umrissen durch die Lösung des China-Konfliktes und 'Jen Aufbau Osta^^iens auf der Grundlage des Dreierpaktes.« Japan werde, so schreibt das Blatt weiter, wie Außen minister Togo deutlich genug gesagt habe, diese nation^ilen Ziele mit allen Mitteln anstreben. Dies cnt^sipreche dem Charakter Togos, mit .Ausdauer und Zähigkeit seine Ziele zu verfolgen. Unter Hinweis auf diese Entscfnlossenheit Japans warnt das Blatt sodamn die USA vor den Versuchen Englands, den Krieg auf den Pazifik auszudehnen. ..Zwei Vttlker, ein Kriei" Lächerliche USA-Versuche, das deutsch-itaiiemsche Büitdnis zu erschüttern Rom, 21. Oktober Die dun>me Erklärung des amerikanischen Unter||aatssekretärs Long, daß Deutschland ntalien aufgefordert habe, eine Million Soldaten an die Ostfront zu schicken, um dann selbst zu einem Angriff auf Italien anzusetzen, ist zu durchsichtig, um selbst als Verdächtigung ernst genommen werden zu können. Agenzia Stefani bezeichnet die einfältige Machenschaft als den wiederholten lächerlichen Versuch, das stählerne deutsch-italienische Bündnis zu erschüttern. Die Formel >Zwei Völker, ein Kriegx sei den Demokratien ein Dorn im Auge. Die deutschen Heere im Osten wüßten ebenso wie die italienischen Truppen in Äthiopien, Albanien und Libyen, daß sie für den gemeinsamen Sieg Deutschlands und Italiens kämpften. In nnr vier Tagen Ober 100.080 brt versenkt Die Verniohtungsscbläge der U-Boot-Waffe eine bittere Püte für Churchill Berlin, il. Oktober. Innerhalb weniger Tage verzeichnete die deutsche Unterseelx)üt-W'affc den zweiten glänzenden Erfolg. Während am Woclienende die Versenkung von zehn feindlichen Schiffen von zusammen 60.000 brt, darunter drei Tankern, gemeldet werden koimte, vermerkte der Dienstag-Bericht des Oberkonmiandos der Wehrmacht neuerlich einen erfo!:^'-reichen Schlag der deutschen Untcrsee-lK)0te. Sieben feindliche Handelsschiffe mit insgesamt .V^.200 brt sind diesmal das Ergebnis. Dazu koniiut noch diC schwere Beschädigung des britisciien Walfangmutterschiffes »Svend Poynt« von 14.596 brt durch Torpedotreffer. Damit sind nach den Meldungen von nur vier Tagen wieder über lOO.DÜü brt feindlichen Handelsschifrsraumc:» allein durch unsere Unterseeboote ausgeschaltet worden. Verbrechen am eigenen Volk Eine warnende tschechische Stimme Prag, 2\. Oktober Im Leitartikel des Prager »Nedelni List« vom IS. d^ schreibt Karl Werner,' zu den letzten Ereignissen sehr bemerkenswert u. a.: ^>Einen tiefen Einblick in | den Hintergrund der letzten Ereignisse | bietet der Fall des Dr. iur. Boliumir ■ Kokta. der am L3. Oktober vom Standgericht in Prag zum Tode verurteilt worden ist. Der amtliche Bericht sagt, dali Bohumir Kokta, ehemaliger Ober-leutnant der tschecliisclien Armee in I'rag, leitender Funktionär einer tschechischen Widerstandsgruppe war, deren Ziel darin bestand, durch Sprengattentate Sabotageakte auszuführen, durch Brandstiftungen die Frntevorräte in grö-lierem Umfange zu vernichten. Das Ziel dieser Sabotageakte bestand darin, unter deir Bevölkerung Beunruliigimg unc Hunger hervorzurufen. Kokta ist aber nicht der erste Offizier der ehemaligen tschechischen Armee, der als leitender Funktionär eincT solchen (iruppe angesprochen wird. Wir wissen. dal.i viele der Verurteilten Offiziere waren. Au-^ den amtlichen Berichten, welche die Standgerichtsurteile begründen, gehl auch hervor, daß der Widerstand dieser Geheimorganisation in ungemein ernster Weise vorbereitet wurde. Es waren aber, so schreibt das tschechische Blatt, seltsame Strategen und seltsame Militär-sachverständige. wenn unsere ehemaligen (lenerale und Stabsoffiziere des ernsten (jlaubens waren, daH sie durch das Zerschneiden der Bremse eines Lastzuges die glorreiche deutsche \\'elirmacht zu Boden schlagen werden, hi Wirklichkeit konnten sie nur den Totschlag einiger schlichter tschechischer Arbeiter erzielen, die sich ehrlich durch gewissenhaften und genauen Vollzug ihres Dienstes bewähren, und nicht anders wäre es ausgefallen, wenn es ihnen gelungen wäre, eine Explosion in einer tschechischen Fabrik oder einem anderen Unternehmen hervorzurufen. Die Ernte anzünden zu wollen, welche der tschecliisclien Bevölkerung des Protektorats FrnährungsiiueHc ist, war das wulinsinnigste Verbrechen, das wir uns vorstellen können. Der Krieg hat seine Rechte. Das (irolideutsche Reich kämpft uni die Zukunft des deutschen Volkes für die nächsten tausend Jahre. Es setzt für dieses Ziel das Leben seiner besten Söhne ein. Es wird sicii doch seinen Sieg, de-r init dein Blut seiner tapferen deutschen Soldaten so teuer erkauft ist, nicht von einer Gruppe organisierter Attentäter des Protektorates entreißen lassen. Inmitten des Krieges muli es der kriegführende Staat verstehen, den Feind im Innern genau so zu vernichten wie den Feind von außen. Das sind Dinge, die jeder einfache Mensch begreift. Jedes Verständnis mangelt uns aber dafür, daß diese ehemaligen tschechischen Offiziere dies nicht begriffen haben, denen ja doch gerade diese Grundsätze eine Selbstverständilchkeit sein sollten. Es wäre Unsinn, diese Tatsache leugnen zu lassen. Sich vor ihr verbergen, wäre eiii \'erbrcchen an den Interessen des Volkes und iin seiner ganzen Zukunft. Wlf wiederholen es deshalb hnmer nnd immer wieder; Deutschland Jiat diesen Krieg bereits gewonnen. Darüber haben die letzten siegreichen Schlachten im Osten entschieden. Das. was im Sowjetverband noch zu leisten übrig Werbt, ist eher eine Reinigungsaktion denn ein Krieg. \'on wu und wie wollte dann noch England oder vielleicht auch die Vereinigten Staaten von Nordamerika angreifen?. f')as entzieht sich unserer Kenntnis. Die 1 atsache, daß Deutschland den Krieg gewonnen hat, bedeutet auch, dal» die Eingliederung Böhmens und Mährens in das (jroßdeutschc Reich ein dauernder und unabänderlicher Zustand ist. Das tschechische Blatt schließt: »Entweder werden wir als Volk so viel Lebenskraft und so viel einfachen Selbsterhaltungstrieb besitzen, um uns in die Neuordnung Europas aktiv einzuschalten. oder wir werden als Volk untergehen. Neben diesem Entweder-Oder gibt es keinen dritten Weg.« Ju. 88 verdenkt im Kinn'schen Meerbusen Geleltzu'^ einen schwerbeladenen )'K.-Mi>llcr-\\ cllhilU ) aus einem durch Zerstörer geschützten Frachter mit einem Volltreffer. / Seite 4 »Marburger Zeitungc 22. Oktober 1941 Nummer 26t VOLK und KULTUR wiHmiiiMimimiiiiiitiNimiiiiiiiiiiiiiiiitiiiHMiiiiimiiiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiMiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Bühne, Musik, Heimatkunst KlelM Rundscluiu in der Gauhauptstadt »Wie nun aber über dem Arbeiten meine Sachen überliaupt eben die Gestalt oder Manier annehoien, daß sie Mozartiscli sind, mid nicht in deir Manier eines andern, das wird halt eben so zuwehen. wie daß meine Nase eben so groB und iierausgebogen. dali sie Mozartisch und nicht wie bei andern Leuten geworden ist.« — Man denkt immer wieder daran, wenn man dieses Selbstbekenntnis Mozarts liest, wie instinktsicher der große Salzburger, dieser seiner »Mozar-tischen Nase« nachgegangen ist, wie er immer er selbst büeb. gerade in einem solchen Meisterwerkchen wie es »I>ie l:ntführung aus dem Serail« ist. In das Hewand eines märchenhaft anmutenden Bühncngeschchens gekleidet, lacht uns doch auf Schritt und Tritt die von Mozart selbst inszenierte Entführung der Braut Konstanzerl Weber aus dem »Auge (jottcs« in Wien entgegen. So erleben wir mit 'hm die naiv-sinnliche Lebensfreude der anhebenden Zopfzeit, und das türkische Kolorit in der Musik wirkt etwa wie ein türkischer Schal auf den Schultern einer schönen Frau der damaligen Zeit. Alles ist Wohllaut in dieser Oper; Mu-si'k und Ciesang strömen aus einem Quell und sogar die einfache Fabel wird be-/jehungsvoll zum menschlichen Symlwl. Was zu Zeiten Mozarts noch unbewußt empfunden wurde, heute sehen wir es klar und deutlich vor uns. Selim Pascha und Kunstanzc können kein Liebespaa-r sein, weil sie zwei heterogene Rassen und danilt zwei verschiedene Erlebnis-weiten darstellen. Mozart erkannte das mit dem Gefühl des echten (ienies. Und v;erade dies gibt dem Werk heute seine aktuelle Note. — Die Grazer Aufführung ist ganz und gar bedacht, die beiden Welten deutlich zu machen. I>ie orientalische Atmosphäre der Szene wird durch das eingestreute Kolorit der Kostüme von Konstanze und Belmonte. Blondchcn und Pedrillo inmier wieder unterbrochen, immer wieder treten so die beiden Welten in sinnfällige Erscheinung. Durch die l>relibühnc gewinnt das (ianze noch erhöhten Reiz. Hier haben Spielleiter Ernst Therwal und Bühnenbildner Hans Ha-niann Vorzügliches geleistet. Das Scliaii^spielhaus braclite ein italienisches Schauspiel »Der einsame .Mann« von (iherardo (iherardi heraus, das bereits seinen erfolgreichen Weg über die deutschen Bühnen angetreten hat. Eine reizvoll zurechtgemachte Lie-hesgeschiclite, die. gut gespielt, in Graz ihre volle Wirkung tat. Im ersten Symphoiiickonzert des, Städtischen Orchesters, das neben Re-; U'cr (Ballettsuite op. I3(i) und Anton! Bruckner (Vierte Symplionie) das Kon-! /ert für Violine und Orchester op. 2G\ :n g von Max Bruch brachte, erspielte' sich Konzertmeister Walter ScImcidcr-' han einen großen geigerischen Erfolg. 1 Technische Brillanz und überraschend schöne Tonentfaltung neben einer wohl-abgewogenen Dynamik drückten dem Spiel die Note auf. — Reger und Bruckner wurden, .ieder auf seine Art, durch Generalmusikdirektor Karl Fischer dem dankbaren Publikum zum vollen Erleben. Den Paracelsusfeiern des Reiches schloß sich Graz würdig durch einen Vortrag des Oberstabsarztes und Primarius Dr. Norbert Moro an. Oberstabsarzt Dr. Moro umriß mit lebendigen Strichen das Bild dieses großen deutschen Arztes und Forschers, auf dessen Hintergrund zugleich ein anschauliches Gemälde der Zeit, in der Paracelsus lebte, kämpfte und wirkte, entstand. Als erster wagte es Paracelsus. in der noch ganz dem Latein verschriebenen Epoche seine Vorlesung in deutscher Sprache zu halten, wofür er heftig angegriffen wu'rde. Als Arzt vertraute er allein der Natur. Seine »Erfahrung« holte er sich auf seinen vielen Wanderfahrten durch ganz Europa. Was ihm diente, »erfuhr« so Paracelsus im eigentlichsten Sinne des Wortes. Er war ein Deirtscher, auf den ein Nietzsches Wort paßt: »Wenn ihr nach Biographien verlangt, dann nicht nach jenen mit dem Refrain: ,Herr Soundso und seine Zeit', sondern nach solchen, auf deren Titelblatt es heißen müßte: .Ein Kämpfer gegen seine Zeit'.« Eine interessante Schau eigener Art eröffnete in den Ausstellungsräumen des »Joanneum« Dozent Dr. Georg Wolfbauer. »Alte Kreuzstichmuster« werden hier in vorzüglich vergrößerten Wiedergaben gezeigt. In Zusammenarbeit mit dem BDM-Werk Glaube und Schönheit des Obergaues Steiermark sowie dem Kunstgewerbemuseum wurden gegen tausend alte Kreuzstichmuster für ein neues steirisches Musterbuch zusammengetragen. aus alten Modelbüchem und liebevoll behüteten Familienbeständen. Diese voliks^kundlich wichtigen, in ihtrem Formenreichtum an den unversiegbaren Blick nach Südosten MacMvolle Knndgebniig des Oeulschtums in Bosnien Der am Sonntag in Sarajewo abgehaltene »Deutsche Tag« gestailtcte sich zu einer macht vollen Kundgebu«ng des bosnischen Doutschtunis sowie der kroatischdeutschen Freundschaft ü'berhaupt. Die Stadt, die mit deutschen uind kroatischen Fabnen festlich geschiniückt war, bereitete dem Volksgruppenführer Altgayer und den übrigen aus aMen Teilen Bosniens ein. tre-ffcnclen deutschen Gästen einen überaus her/ilichen Empfang. Au'f einer großen Kuindgebumg sowie auf Appellen der Anntsleiter und der deutschen Jugend siprach der Voliksgruppen-führer Über die Aufgaben des Deutsch-iu-ms in Kroatien und seine besondere Venpflichtimg, gemeinsam mit Jen Kroaten alle Feinde der neuen europäischen Ordnung zu bekämpfen. Volksgrupipenf'ührer Altigayer hatte während seines Aufenthaltes in Sarajewo auch eine Unterredung mit demi Sonider-beauftragten des Poglavnik für Bosnien, Minister Dr. Duimandzitisch. * o. Botschaft des Pos^lavnik an die Muselmanen. Der Poglavnik richtete an die Mus»bcrsrhreitung der Viehpreise oder wegen Schleichhan- dels zu Gefängnis oder hohen Geldstrafen verurteMt, o. Bisher 9439 jüdische Geschäfte liquidiert, Das Zentralwirtschaftsamt der Slowakei hat die Liqurdierung von weiteren 43 jüdischen Unternehmunigen verfügt, wodurch sich die Gesaimtza'hl der liqui-diertei;i jüdischen Unternehmungen auf 9439 erhöht. o. Feier des 20jfihrigen Bestandes der Lcvente. Die Feier des 2(>jährigen Bestehens der uagarischen Staatsjugend (Levente) wurde am Sonntag in Budapest im Beisein des Reichsverwesers v. Hort'hy und des Honvedniinisters Bartba festlich bogan/gen. Die Festre-de hielt der Bürgermeister der Stadt Budapest, Szendy. o. Einweihung eines Krankenhauses in Gegenwart des rumänischen Königs. König Michael von Rumänien un/d die KöniginnHitter wohnten der Einweihung eines vom König seMist gestifteten Kran-kenihauses in einer rumänischen Gemeinde bei. o. Ein neuer Kommissar für das serbische Flüchtling®we®€n, An Stelle des anitscnthobcnen Komanissars Popowitsch wurde Tomo Maximowitsch zum neuen außerordontlichen Ko'mniisssar für das serbische Flüchtlingswesen und das Uni-siedilerdezcrnat ernannt. o. Eine Meisterleistung des bulgarischen Eisenbahnbaues. Am Sonntag fand in feierlichem Rahmen die Fröffnun.i; der FJsen-bahnlinie Schumen—Karnobad statt, die die Eisenbahnlinie Sofia—Burgas und Sofia—Vlch will nich auf Wache, und die Frau .om Wärter kann ich auch nich sein.« »Eve!« rief er. »Nee, damit is es nischt, und wenn ich .lie Wahrheit sprechen soll, denn darf es auch nischt sein.« »Was red'st du, Eve«, sagte der Krümke munter, aber seine Augen gingen unruhig Uber Eves verschlossenes, ja ^[ewissermaßen abwesendes Gesicht. Sie hatte die Augen gesenkt, und ihre Arme hingen in fremder, trostloser Haltung zu Seiten des Rockes herunter. »Ich red', was wahr is, Wärter. Die Fischer sind ja nun r^us, und wenn sie den Malehn und den Blade bringen und den Leutnant — mit — seiner — —« Sie machte eine Bewegung, als «chlucke sie an emer zu groben Brotrinde. »Wenn sie sie bringe, denn is es, weil das Fräulein von Malchns gekommen is und hat den Wärter gerufen, — sonst — nee — '''h tnuc' nich mehr daxu, und nu geh' ich. Ich dank' donn auch noch für die Ehre, aber datnit is es nichts.« Der Wärter stand auf und tr.-it zu üt". Er ii"if;iF.te ihren Obcr;irin niil der H ind. Die '^Mntlcr seiner Aiccn waren rot. "^Eve wie soll ii'h vprsfolion \* n*; du von dem Boot sagst? — Hast du was versäumt? — Es ist wahr, das Fräulein von Brakel ist gekommen und hat Mitteilung gemacht, na und? Wieso hast du was versäumt?« »Ich taug' nich mehr dazu«, sagte Eve. Ihre Stimme war rauh. »Aus is es, einer weiß schon, was er sagt.« Langsam ließ der Krümke ihren Arm los und sah ihr noch immer mit den entzündeten Augen ins Gesicht. F-r schüttelte den Kopf und räusperte sich, fuhr dann plötzlich mit der Hand durch die Haare, die nun ein wenig verwirrt, einem Schöpfe gleich, nicht zu seinem vcrfal-teten Gesicht stimmen wollten. Er setzte zum Sprechen an, schwieg und brachte dann ungeschickt und hölzern heraus: »Wie is es mit dem Gernhaben? Dazu taug' ich denn wohl auch nich?« Die Eve schüttelte den Kopf. »Also du meinst, nein!« »Nein Wärter mein' ich n'ch, der tau-^t schon.« »Na denn«, sagte der Krümke und schnaufte ein wen'", a's vsenn er »*'nc Last von sich täte, die ihm die Br"st gedrückt. »Was brauchst du auch den I Turm zu bedienen als Wärterfrau. Mnn | hat es ia dazu Gott sei Dank. Ich stell'j ein Mfe der Zootiere Montag, den 20. Okiober sprach Dr. Karl Max Schneider. Direktor des Leipziger Zoo, im Rahmen des Amtes Volkbildunig im Steirischen Heimatbund über das »Tier-Baby«. Der Lichtbildervortrag fand im Lichtspielsaal des Stadttheaters statt, der bis auf den letzten Platz gefüllt war. Es waren viele Tierfreunde gekommen, um die Erzählungen Dr. Schneiders zu hö- Wanderung auf der alten Salitlratse Bilder vom Weg im Schatten des Orimming Wer im Sommer ins Get)irg€ auf Urlaub gehen will, der träumt von schaltigen Waldwegen, von Bergwanderungen oder vom Ausruhen auf sonnigen Almen. Wenn es aber dann wie im heurigen August Dauer-Serien von Regentagen gifct, so daß der WaldiboJen awch l5?i einem zufälligen Schönwetter von Wasser voll-gesog^m ist wie ein Badeschwamm, dann weiß man die Vorteile einer asphaltierten Landstraße zu schätzen. Und wenn dann solch eine Straße noch überdies durch ein so gesegnetes Gebiet führt wie die alte Salzstraße, -die zu Füßein des Grimmintg von Klauchau nach Aussee führt, dann entschädigt der Weg für manchen Ärger über die Bosheiten des Wettergottes, und mit wachsendem Interesse schreitet man an den vielfachen Bildern vorüber, diö das Lebein der Menschen an der »länderverknüpfenden Straße«, ihre Freuden und ihr Leid, ihre Artjeit und ihre Sorgen w'derspiegeln. Knapp, nachdem die Straße die Hochfläche von Klauchau erreicht hat, rauficht Oer klare Griminiingbach über das Welir eines kleinen Elektrizitätswerkes, das die Gegend schlerht u^nd recht mit Strr)m versorgt. Knapp hinter einem uralten Haus an der linken Shnßenscite, das schöne roma-n'sche Stilformen .und Spuren einer in dieser Gc^eml nicht seltenen Sgrafitto-Bemalung trägt, ragen zwischen üiber-wucherndem Grün die Trümmer eiier verheerenden Steinlawine hervor, die vor einigen Jahren von der Grimmlng-Nord-waiwi bis hart an die Straße herabgedonnert ist. Monatelang; erreicht im Winter kehn Sonnenstrahl die Häuser, die hier im Schatten des gewaltigen Grimming stehen. Mit seinen grandiosen Felsenmauern rechtfertigt er auch von dieser Seite seinen Ruf als schönster Berg der Steiermark. Auf der Gegenseite -eröffnet sich immer mehr ein überraschend schöner Ausblick au)f die bizarren Gipfel des Toten Gebirges und Uber diesem wunderschönen Panorama Übersieht man woh'l ein kleines Häufchen von Betontrümmern lim'ks der Straße, Reste eines Erinnerünigszeichens, da« man in der unseligen Systemzeit zum Gedenken an die Niederlage der Heim-wehrmä.n-ner errichtet hatte, cWe im Jull-Aufstand des Jahres 1934 hier in ein Feuergefecht mit den Nationalsozialisten gerieten. In vielen Witwlungetn schlängelt sich die Straße zwischem den freundlichen Häusern von Klauchau und überquert die elektrische Bahn, die den Verkehr des Aus-seerlandes nach Süden vermittelt, der sich einst au'f miühseliger Saumwegen durch die Grimmin-g-Enge ins Ennstel quälen mußte. Hinter der Ortschaft Furth ändert sich das Bild: Steile grüne Berglehnen treten rechts an die Straße, von denen aus l'Uft'iger Höhe (bi^s zu 1000 Meter!) Bauorn'höfe herab^^c hauen. Unsägliche Mühe kostet es, Lasten von dieser Berghöhe zu Tal zu bringen oder sie hinaui-zuschaffen. Die Fürsorge, die heute den Bergbauern zuteil wird, hat nun da und dort Seilba'hnen geschaffen, die die schwere Artjeit, be^ders die tägliche MHchlieferung, in wenigen Minuten erledigen. Eine kaum merkbare Bodenwelle auf dem Hochplateau bildet die Wasser-scheiide zwischen Emns und Traun. In vielfachen MäanderwirwluTigcn schlängelt sich ein Bach durch versumipfte Wiesen. Einsamer wird die Straße, um einzeln stehende aWe Baiuerahöfe werden beschauliche Rin-derherden, ditj sich wie wirkungsvoiie Stotffagen in die grüne Lanidscnaift einfügen. Ein unschein'barer weißer Pflock kennzeichnet die neue Grenze des Gaues Steiermark, diie nur das »Aiusseeiflandk, an dem all die Erzherzog-Johann-Erinaerungem hängen, dem Gau Oberdonau zuteilt. Als erste Ortschaft des Nachbangaues drängen sich die blumen-goschjmUckten Häiuser von Zäuchen an die Straße, ein mächtiger Meilenstein aus alten Zci'ten als »Station Nr. 22« kündet an, daß es noch eH Meiden bis St. Michael sind. Durch den weißen Anstrich des Stei. nes schim-mert w-n großes Hakenkreuz, eine Erinnerunig an die Zeit des illegftlen Kamip-fes. Zum Entsetzen der Obrigkeit war damals iin einer einzigen Sommer-naoht die ganze Straße von Stainach bis Aussehe mit riesigen Hakenkreuzen bemalt, eiii Beweis, wie le^bendig die Partei war, d'e Herr Schnschnigg immer wie^ter als abgetan und erledigt bezeichnete. ren, die dieser aus seiner ©roßen Praxis im Leipziger Zoo gesanunelt hatte. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Leiter des Amtes Volkbildung im Steirischen Heionatbund, Kamerad Fischbach, begann Dr. Schneider mit seinen Ausführungen, die von schönen Diapositiven begleitet waren. Ein großer Tierfreund sprach und gab in seinem Vortrag Antwort auf viele Fragen, die unsere Freunde der Tiere interessieren. Mit liebevollen Worten erklärte er das Entstehen des und seine weitere Entwicklung. An nanu von klaren Lichtbildern sprach er von der Kinderstube der Tierbaby und dem Leben der kleinen Tiere im Elternhaus. Der Vortragende erzählte die verschiedensten Eriebnisse mit Tieren aus seiner Praxis im Leipziger Zoo und man sah, mit wieviel Liebe und Sorgfalt diese kleinen Tiere dort großgezogen werden. Viel Freude sprach aus den Worten des Redners über die erzielten Erfolge, aber auch viel L^id über Verluste schöner Tiere dieses Tierkindergartens. Es waren Worte eines seltenen Tierfreundes, die zu uns siprachen und die zahlreichen Zuhörer im höchsten Maße interessierten und befriedigten. Dr. Karl Max Schneider wird seinen Lichtbildervortrag am 22. Oktober m Pettau, am 24. Oktober in Cilll und am 27. Oktober in Windischfeistritz wiederholen. VolkswoimaliilsarlKil Im Kreis iDlIeiherg I3er Aufbau der Dienststellen sowie der Hilfsstellen für Mutter und Kind ist in allen Ortsgruppen beendet. — Die Schulungen für das Kriegswinterhilfs-werk sind in den meisten Ortsgruppen abgeschlossen. Die höchsten Betreuungszahlen weisen noch immer die Ortsgruppen auf, in denen Winzer in größerer Anzahl vorhanden sind, wiewohl festgestellt werden kann, daß sich auch bei diesen bereits eine wirtscha 'le Stärkung bemerkbar macht. Im Kreisgebiet smd nunmehr 15 Kni-dergärten in Betrieb, in denen eine große Anzahl Kinder ausgespeist werden. Mit der Fertigstellung der noch hn Umbau stohenden sechs Kindergärten i^st die Zahl der für das Kreisgebiet ursprünglich geplanten 21 Kindergärten erreicht Der Zustrom zu den Mütterberatungen war in dem kinderreichen Kreisgebiet sehr groß. Es wurden in der letzten Zeit jedesmal 100-—110 Kinder vorgeführt. Um diese hohe Zahl zu verringern, wurde die Vorführung der Kinder durch Einberufungen geregelt. Seit der Einführung von Mütterberatungen werden die Kleinen nicht nur besser gepflegt und S4)eMscher Heiontbund <— Amt VolkbflkluiiK Theaterring II, Montag, den 27. d. M. »Der Vogelhändler«. Eintrittskarten gegen Vorweis der Mitgliedskarten in der Karten vorverkaufsstclile des Amtes Volkbildung, Tegetthoffstraße (Ecke Gerichtshofgasse). 808J Es ist ein frohes Wandern längs der blit7sautberen braumen Hoilzhäuser des Orte^;, von deren Fenster Nelken und große Begoflien herabwinken. D^a und dort mahnt aber ein verblaßtes »Marterl« an den jäihe.T Tod, der an der Straße eifi Menscheniletoen gefällt hat. An einem kleinen Haus berichtet eine Tafel mit naiver Malerei, daß »Simon .Punz, Zimmer-mannssohn in der Zäuchen, da er ein Tach machte, durch einen Fehltrid heruntergestürzt ist imd seinen Geist aufgeben hat am 3. Juni 1813«. Mitten aus einem arbeitsreichen Tag wurde die He^ lene Zusammenschneider, vu-lgo Pichlertochter, herausgerissen, die, wie ein Oe-däahtmisbi-ld an einem Baum erzählt, »mit siedendem Schmalz beim Kraf>fenibachen brenneivd gewonden ist und an dieser Stelle an]. Portiunkulatag 1867 zusammengestürzt ist.« Kaum sind die letzten Häuser von Zäuchen zurückgeblieben, taudht schon der spitze Kirchturm von Mitterndorf auf. Ein großes Plakat kdet zum Bestich des entzückenden Freibades eim, in dessen klarem Wasser sich die Berge und Wälder der Umgebung spiegeln. Auf einem kleinen Hügel steht die schmucke protestantische Holzkirche, reizend eingefügt in die liebliche Landschaft. Zwiischcn den grünen Hängen schwingt sich eine mächtige Sprungschanze herab, im Winter der Schauplatz großer Skiveranstaltungen des sporlfreudigen Mittern'dorf. Der Ort hafrto heuer wieder einen er-staimlich reichen Besuch vo'n Gästen aus der Ostmank und dem Norden des Reiche« ' i^Marh'ur^er Zeitung« 22. Oktob'er T94t Nummer 266 Steirische Heimatkunst in Brunndorf Die SIeirliclie Volksbühne war zu Gast Es waren keine Bcrüfsschauspielfr, die vor 33 Jahren in i3runndorf sich crslmalii:» in einem Werk von Rudolf Bemrcitcr dflm Publikum vorslelllen, sondern eine kleine Schar junger, spielfreiidiger, unter einander befreundeter Arbeiter und Studenten halle sich zusammengelan, um aus einem inneren Bedürfnis heraus Thca-"ler auf Veranlassung des Sieirischen Heimatbundes, Amt Volkbildung, in Brunndorf. „Annerl von Aussee", ein Volksstück mit Ciesang von Josef Rudolf Schwarz, dem Hausdichter und Charaklerspieler der Steirischon Volksbühne, Wurde zur Aufführung gebracht, .1'i Jahre war kein deutsches Theater iii Rrunndorf und ein Zufall will, dali lijin'adc Willibald Frankl lieimatkunst im Jjcsljen Sinne des Wortes damals und jetzt nach Brunndorf brachto, Sclbslverständlich war der große Thealer, sual voll mit Ix-geistertcn Menschen, die ungemein stürmisch und herzlich diese Volkssehauspieler aus Graz feierten, Weim wir heute nach dem Geheimnis lies Erfolges der Slelrischen Volksbühne fragen, so ist diese Frage leicht zu l>e-aniworlen: Volkstümlichkeit und Nalür-lichkeil. Diese Volksschauspieler verzichten, mit einem gewis.sen Eigensinn, auf alle Mätzchen, sie l>e.schrankeu sich auf ein Spezialgebiet. Sic markieren nicht mehr als was sie wirklich sind und fühleai. Was die Sleirischc Volksbühne uns bietet, ist in der Tat Heimalkunsl, Verkündig guiig eines überreichen Gefühlslelwns. Es ist deutsche, Iwden stand ige, erdwrbimdone Kunst. Die Zusammenstellnnff dii'ser Bühne ist eine überaus glückliche. Diese Menschen erzielen mit einfachsten Mitteln wimder bare dramatische Wirkungen. Also „Annerl von Aussee" wurde ge-Ijcben. Ein Volksslück, das alles beinhaltet, was das I^elwn uns bietet, Freude, Schincrz, Sonne und Schatten. Ilerrliehc Szenen mit heiterem und her so meisterlich verstand, zeichnen dieses Werk aus. An der Darstelhmg muß man seine helle Freude hieben. Die Trägerin der Titelrolle, Rudolfinc Frankl spielt uns kein Theater vor, sondern sie ist eben das „Annerl von Aussee", wie es der Dichter sah. Stolz im Handeln, schwärmerisch in der Liebe und immer treu, sich selbst und der Heimat. Wie bewunderung.swert spielt die 22 jährige komische „Alte" Rosl Pestebner ihre Rolle. Jede Bewegung, jeder. Blick beachtenswert. Jedes Wort hat Klang und Farbe. Der Verfasser Josef R. Schwarz spielt die tragende Männerrolle, Seine schauspielerische Leistung gleicht seinem dichterischen Können. Ein denkcffider Schauspieler, Das reife Liebespaar verkörpert Adele Frankl und Michl Z e 1-ncr, Adele Frankl spielt die Marelen, So stelle ich mir auch die Gelbhofbäuerin in Anzengrul>ers „Krcuzelschrciber" vor. — Wie traurig ist es doch um den Künstler bestellt, der sich, die Tu^nd der Kunst verleugnend, nach dem Geschmack des Publikums richtet, Die.se Volksschauspielerin verzichtet auf jede Kulissenreißerei und und äußeren leicht zu erhaschenden Erfolg. Sie spielt nicht nur die „Marelen", sie erlebt sie. Und dem ist gut so. Der schwere Held Michl Zeiner, der in ,,Glaube und Heimat" mit ganz aulJerortlenllicban Erfolg den jungen Rott spielt, stellt auch in „.\Tmerl von Aussec" seinen Mann. Er stellt einen erdverwaclisenen Menschen auf die Bühne. Herrisch und ti-olzdcm wieder gutmütig imd warm, wenn* er hört, dali ein blondes Büabl sein Nachkomme werden soll. Die Vorstellung leitete Willibald Frankl mit Umsicht. Was l'Yankl aus .seinen Leuten herausholt, ist immer wieder „Natürlichkeit", „Herzlichkeit", so daß man immer vergißt, in einem Thealer zu sitzem. — Es war ein ganz großer Erfolg. Nun hat Brunndorf wieder sein „Deut-sclies Theater". Wir leben in einer großen Zeit, wo un.ser Volk, unser ganzes Volk gegen tückischen Feind kämpft. LTnd so >^'ollen wir, die wir daheim geblieben sind, nril geistigen Waffen den Krieg führen. Aber auch da bedarf es eben auch des ganzen Volkes. Jeder einzelne muß seinen Teil übernehmen. Es ist dann selbstlose Begeisterung zum Großen und Schönen, zwei der starken Säulen, die die deutsche Einheit tragen. Franz Gerb. ernsten Worlgeplänkel, wie es Anzengru- reiner gchalien. ^sondern es zeict sich auch bereits eine allgemeine Besserung ihres Gesundhcitszustairdes. fiomliilz awMel... b'reitag. den 17. Oktober fand im Licht-spieisaal der Ortsgruppe Gonobitz des Stelrischen Heimatbundes die Aufführung ' des Volksstückes »Das Annerl von Aussee«, statt. Es spielte die Stcirische Volksbühne unter* der Leitung von Direktor Willibald Frankl. Die Bevölike-rung, welche zum Teil seit Jahrzehnten kein deutsches Volkstheater sehen konnte, hatte »roße Freude, als Plakate das. Erscheinen der ersten deutschen Volksbühne in Gonobitz verkündeten. Der Besuch war natürlich ein entsprechender. der Erfolg überaus groß. Am 16. Oktober fand eine Feierstunde im Scharraum des Jugendheimes in Gonobitz .«itatt. Der Standortführer der Deutschen Jugend des Steirischen Heimatbundes übergab den Jungen nach einer herzlichen Ansprache die Urkunde der, Bannmeisterschaft im Fußball von MarburÄ-Land. Der Stellvertreter des 0rtsj?ru'ppenführers sprach hierauf seinen Gllickwunsch zum guten Erfolg aus und spornte die jungen Kameraden zu weiteren Leistungen an. Mit einem Schlußlied endete die kleine Feierstunde. Von der Ortsbauemschaft wurden Er-fasSuncslisten über den Viehstand und über Weingärten aufgelegt und abgeschlossen Es wurde ein Rebschutzwart aufgestellt und der Lesetermin bestimmt. Derzeit werden Getreidelisten aufgelegt und Schulungen abgehalten. In Vorbereitung sind Erfassungslisten für Eier- und Milchprodukte. Zur Blutaufbes.serung des Viehstandes wurden zwei Stiere aus der Obersteiermark zugewieser. TOdllclies Ungllch im SIelnliruch Von herabstürzenden Gesteinsmassen verschüttet In Türkenberg bei Sauritsch ereignete sich ein schweres Unglück, das leider ein Menschenleben forderte. Dort war der Art)eiter Alois Leben aus Leonhard in einein Steinbruch mit Gesteinsbewegungen beschäftigt. Plötzlich lösten sich Gesteinsmassen ab und verschütteten den Unglücklichen. Nach schwerer Arbeit gelang es, ihn zu bergen und durch das Deutsche Rote Kreuz in Pettau in das dortige Krankenhaus zu überführen. Leider waren Lebens Verletzungen so schwer, daß er ihnen nach zwei Tagen erlag. Dieser Unglücksfall war der Anlaß für die erste Ausfahrt des neuen Dienstwägens des Deutschen Roten Kreuzes, das Pettau vor kurzem erhalten hatte. KarlolfelverweiNlung in GastsHIHeii Es besteht Veranlassung, erneut darauf hinzuweisen, daß aus Sparsamkeitsgründen auch Gaststätten und Gemeinschaits-küchen Kartoffeln im rohen Zustand nicht schälen dürfen. Damit ist jedoch nicht gesagt, daß die in der Schale gekochten Kairtoffeln unbedingt auch in der Schale als sogenannte »Pelikartoffeln« dem Gast vorgesetzt werden sollen. In den meisten Fällen wird es weit zweck- zu verzeichn'i,^n, die sich in dem schmucken Ort mit seiner abwechslungsreichen Uni-geburkg sehr wcxhigefühlt haben. Die^ schöne gotische Kirche auf dem kleinen Hügel inmitten deiä Ortes umschließt ein alter, läntgst au.fgelassiener • Friedhof, in dem sich ein bemcrkcniswerter Grabstein befindet. Es ist die Ruhestätie ein<;r Ärztedynastie, d^rcn Angehörige ^ sicher ein einizigarti'ger Fall — durch Jahrhunderte sich dem ärztlichen Beruf gewidmet haben. Hans starb 158.«5, Lore.iz 1635, Kajetan 1690, Adn.m 1735, Josef 1777, Fram 1818, Heinrich I. 1863 und auf ihn folgte Heinrich II. So haben al«o -die Angehörigen der einzigen Fa'milie Lobenstock durch drei Jahrunderte die Eimwohner eines Ortes ärztilich betraut." Die Hupe des .^uto-bus, der auf seiner Fahrt vogültige Planung der Ortsgruppcndienststellen aufgestellt, die Zellen und Blockeinteilung überprüft un»! die personellen Besetzungen diurchgeführt. Die Mitgliedskarten des Steirischen Heimatbundes werden im ganzen Kreis ab 26. Oktober ausgegeben. m. Laienlehrkräfte leiten hn Kreis Cilli KurzkochkurSe. In den Ortsgru/|>pen Neukirchen, Fraßlau und Packenstei^n begannen Montag, den 20. Oktober, Kurzkochkurse, die schon von Laienkräften di'r Ortsgruppen, die vo>m Amt Frauen in Ci^ü geschult wurden, geführt werden. Ins-cesanit nehmen 192 Frauen an d'esen Kursen teil. m. Fraßiau baut mehr Getreide sm. Her Anbau von Wintergetreide in der (ie-nieinde Fraßlau. Kreis Cilli. ist »m vollen ' Gange und dürfte im Laufe der kommenden Woche beendet sein. Durch die be- H«nioptott iit qutr.tlottiicK, Jl d h, Jttlwärti d«hnbo». Do» »H doi ^ AAUMtiL BMOndtr* on ditstnt prokttidMH SAn«llv«rbond. Er folgt j«d«r B*-w«Qonai#frti»»*d bthinoert nicM. trächtliche Reduzierung der Hopfenanbauflächen, die erfreulicherweise gerne und freiwillig durchgeführt wurde, konnten bedeutende Flächen für den Getreideanbau gewonnen werden. Außer dem vorhandenen eigenen Saatgut wurden auf Veranlassung des Bürgermeisters d-urch das Eniährungsamt und die Hauptgenossenschaft »Südmark« zusätzlich mehr als 15.000 Kilogtramm Saatgut, vorwiegend Weizen, Gerste und Korn, für den Herbstanbau zur Verfügung gestellt. ni. Wehrmannschaftswettkflmpfe In Bärental. Sonntag, den 19, Oktoiber trat der Stunnibaimn Bärenta], der die Stürme Win-dischlandiibcrg, Süßenheim, Pristowa, St. Peter im Bärcntal und Sibi'ka umfaßt, in Bärental zwn ersten Wettkampf an. Es kämpften Rieben Mannschaft'en. Die gezeigten Leistungen waren gxit. Die Kämpfe waren eine Vorbereitung für die am Sonntag, den 26. Oktober in Cilli stattfind-en-den Wettikänipfe "der Standarte Cilli-Ost. in. Große Erfolge der Haiidpuppen-bühne Rade*tock. Etliche Tausende von Krmdern und Erwachsenen im Kreis Ciili hatxjn die Vorstellunigen der bekannten Handpuppenbühne Radestoak besucht. Im Heim der Ortsgruppe Packenstoin wohnten einer Vorstellung 165 Schulkinder, einer anderen 210 Erwachsene bei. Zur Vonstcllung in Fraßlau waren je 300 Schuiliklnder md Erwachsene erschienen. Die Handpuppenbühne Radestock weilte auch in der Ortsgruppe Praßberg, Kreis Cilli, und gab zwei Vorstellimgen für Erwachsene und Kinder. Beide Vorstellungen vom »Rum'pelstilzchen« imd der »Teufelsschmiede« waren für Praü-berg ein großes Ereignis. Die Stücke waren glücklich gewählt und lösten wahre Begeisterungsstürme aus. Besonders der Kasperl erweckte großen Beifall. Es wurde viel gelacht. Beide Vorstellungen waren überaus gut besucht. Am Abend wairen Zuschauer ersciiieaeti. m. In Tüffer wird fleißig eingekocht und genäht. Das Amt Franen im Seiri-schen Heimatbund der Ortsgruppe Tüffer hat bisher über 200 kg Marmelade und Kompott für den^ Kindergarten eingekocht. Außerdem wird eifrig an der Herstellung von SäuglingswÄsche und gestrickten Kleidungsstücken für die Kleinen gearbeitet. In der Ortsgruppe herrscht reges Interesse für die Säuglingsund Kochkurse, die demnächst stattfinden werden. m. Die Strümpfe In der »Punktfrage«. Die- Reichskleiderkarte, die. in Kürze- auch in der Untersteiermark zur Ausgabe gelangt, wird unsere Strumpf-Wünsche nach jeder Seite hin befriedigen und es dürfte interessieren, einen Blick in die »Punktfrage« zu un. Für die Knaben und Mädchen werden die Strumpfkontrollabschnitte ^— ebenso wie die der Erwachsenen — erst nach und nach fällig. Dadurch wird erreicht, daß der Verkauf von Kinderstrümpfen über das ganze Jahr verteilt stattfindet. Knaben und Mädchen können hierbei alle Strümpfe zu der dafür vorgesehenen normalen Punktzahl kaufen, während Männer und Frauen für die beiden letzten Strumpf-paare die eineinhalbfache Punktzahl hingeben müssen. Die Punktbevorzugung der Kinder ist erfolgt, weil sie erfahrungsgemäß mehr Strümpfe zerreißen als Erwachsene, Für Männer und Knaben (bei letzteren, wenn sie Männergrößen nehmen), kosten Socken bis zu 80 Gramin 4 Punkte, über 80 Gramm 6 Punkte, die Strümpfe bis zu 100 Gramm 5 und über 100 Gramm 8 Punkte. m. Die gefährliche Zahnprothese. In Wlndischfeistritz verschluckte der 37-jährige Arbeiter Ladislaus Melischer im Schlaf seine Zahnprothese. Sie blieb Im Kehlkopf stecken. Nur die schnelle Überführung des nicht alltäglichen Patienten in die Halsklinik des Gaukrankenhauses in Graz, wo ihm der Frennlkörper entfernt wurde, rettete ih« vor dem .Erstik-kungstode. m. Pferdegeschirr gCttoMen. Dem Besitzer Valentin Schikowetz in Podlif»-wetz wurde aus dem iinversperrten Stall ein Pferdegeschirr, bestehend aus Kummet, Rückschlag mit Strängen und Leibkissen, im Werte von 100 Reichsmark entwendet. Nach dem Geschirrliebhaber fahndet die Oendafmerie. m. Fahrrtddlebstihl, Dem Schlossergehilfen Alfons Kämpfer aus Marburg wur^ in den Abendstunden vor . einem Gasthause in Leitersberg ein Fahrraxi, Marke >PropeIler«, Fabriknummer 7879, im Werte von 100 Reichsmark von bisher noch unbekanntem Täter gestohlen. m. Die Aktentasche gestohlen, das Rad gelassen. Dem Gemeindesekretär Ignaz Tschech aus St, Anton in W. B. kam vor einem Gasthause in Mutschen in der Gemeinde St. Margarethen a. d. Pößnitz die Aktentasche, die er am Fährrad hän** gen gelassen^ hatte» abhanden. In der Aktentäsche befand sich ein Sparkassenbuch der Kreissparkasse St. Leonhard, lautend auf die Gemeinde St. Anton-, mit einer Einlage von 190 Reichsmark, ferner befanden sich darin zwei Bescheinigungen, lautend auf zusammen 105 Reichsmark, eine Hacke und' verschiedene Schriftstücke. Der wirkliche Schaden beläuft sich auf 204 Reichsmark. Das Fahrrad, das der Besitzer vor dem Gasthaus gelassen hatte, blieb merkwürdigerweise unberührt. M- iei M -fioM kauft Kiffmann Otmar, Tesfetthoffdr. 11 FILM »Frau Luna«, ein Filmerlebnis füf Marburg. Am kommenden Freitag kommt im Esiplanade-Kino der große LustsipieWilnt Tobis »Frau Luna« zur Vorführung, der seit vielen Wochen den Großerfolg deut-i scher Lichtspielbühnen bildet. Im Mittelpunkt der Handlung, die uns Berlin um di^ Jahrhundertwende in humorvoller Form erleben läfft, steht einer der besten deutschen Lustspieldarsteller, Theo Lin-gcn, der die unschätzbare Gabe besitzt, Situationskomik zwanglos aus den Ereignissen wachsen zu lassen. So ist der ganze Komplex mit dem Tandem von einer herben, unverbrauchten Lustigkeit, die denn auch das Kino ni't schallendem Gelächter erfüllt. Sein großer Partner ist kein anderer als Paul Kemp. Der Film, der der Spitzenk'asse der deutschen Lustspielfilme zuzurechnen ist, wird bei den Marburger Kinobesuchern begeisterte Aufnahme finden und ihnen Stunden be-ireicnden Lachens bereiten. Numnifr 366 »Marburger Zeitung« 22, Oktober 1941 Seite WIRTSCHAFT I den Höhen-Welt-Rekord zu drückenr Er hatte bereits 4000 Meter erreicht, als die aiNNIIIIIIMIIiniMmmmMlinMMiaillimiHIM .......... flär^^sThwTnktersich^ ^1_____ fi ^ _ • -• neigte und abstürzte. Er überschluR sich Neue BankenstUtzpunkte in Europa Deutsche Qroibeukea orwcltorn das Netz ihrer Verbioduosea hn curopäiscben Raum Seit etniger Zeit sind die deutschen Großbanken eifrig bemüht, das Netz ihrer Verbindungen im europäischen Raum systematisch zu verdichten. Bei der Anicnüpfuns bankwirtschaftlicher Verbindungen mit Griechenland wurde die Fonn der Arbeitsgemeinschaft ohne Kapitalverflechtung gewählt, wodurch der paritätfische Charaikter der neuen Verbindungen eindeutig zum Ausdrude gebracht wurde. Gin derartiges Freundschaftsabkommen hat zunächst die Deutsche Bank mit der Banque Natkmal de Grece/der größten griechischen Dei>o-sitenbank, abgeschlossen, und in jüngster Zeit auch die Commerzbank mit der Banque Commerciale de Qrece. Einen Schritt weiter ging die Dresdner Etenk, die gemeinsam mit der Banque d'Athene eine neue Gesellschaft unter dem Namen Societe Financiere Greco-Atlemande gegründet hat, an deren Kapital von 35,000.000 Drachmen beide Banken je etwa zur Hälfte beteiligt smd. In Zukunft dürfte dem Bankplatz Athen auch insofeme eine größere Bedeutung zukommen, als sich hier die deutschen und italienischen Bankinteressen berühren. Es ist vorgesehen, die dritte griechische Großibank, die lonian Bank, die bisher ganz von London aus beherrscht wohl zwanzig Male, wobei er vollständige »Loopings« ausführte wie Zirkusakrobaten. In etwa 1000 Meter Höhe wurden die Kreise der Maschine lang-. . .. n ... samer, anscheinend Iconnte der Pilot den wurde, m die italienische Einflußsphäre. wieder beherrschen, und er lan- einsnroezienen. .... , dete dann auch in normaler Weise. Als AiKh in Psrjs erscheint das deutsche sich der Pilot beruhigt hatte, erklärte er, Bankwesen mit einer neuen Gründung, daß er von einem heftigen Wirbelwind Unter der Firma Aoro-Bank S. A. er- erfaßt worden sei und gegen seinen Wil-öffnete hier die Bank der Deutschen len die Schleifen ausgeführt habe...« Luftfahrt das e^te unter deutscher Lei-I a Aus Dummheit einem Franzosen zur,---------------- ....... ........... tung stehende Bankinstitut am Pariser Flucht verholten. Ein Fall, der ähnlich! nisstrafe von 10 Wochen davonkam. Platz. Ebenso haben auch die Berliner. _ Großbanken in den letzten Monaten die Fühlung mit dem Pariser Platz plan-mäiUg aufgenommen, doch hat man sich dabei bisher auf die Einrichtung von Vertretungen beschränkt. Vor ganz neuen kreditwirtschaftlichen Aufgaben steht das deutsche Bankwesen im Osten, wo das Kreditsystem von den leichtsinnigen Zeitgenossen und -genos-sinnen zur Warnung dienen sollte» wurde vor einem Düsseldorfer Amtsgericht verhandelt. Ein Id-Jähriger hatte sich aus Dummheit oder Leichtsinn dazu verleiten lassen, einen französischen Kriegsgefangenen, der mit ihm in dem gleichen Betriebe arbeitete, einen Stadtplan von Düsseldorf und eine Fahrkarte nach Aachen zu besorgen. Noch am gleichen Abend hatte dann der Franzose einen aUerding;s gescheiterten Fluchtversuch in Zivilkleidung unternommen. Der 19-Jährige hatte sich jetzt vor dem Strafrichter zu verantworten. Nur dem Umstand, daß er noch im jugendlichen Alter stand, hatte er es zu verdanken, daß er mit einer Gefäng- TURNEN und SPORT iiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiimiiiiiiiiuiiiiiiiiiiniiiiiHiianiiHiiiiMWilMiimnilHiinniniHiiHHHmiiniiiininimnnninnmmmiiniiinmm BÄK in Marburg „vr ««o .x.wu.vo oiwiM lav.i näcHstc Rundd der steirischew Fuß- Bolschewi'sten systematisch vernichtet' t»älljneister^haft brimgt wiederum fünf wurde. Hier ist ein grundlegender Neu- Kämpfe, von denen aufbau .des Banksystems und deir t?r?f griff auf die deutschen Großbanken er-lpA^ forderlich. Nachdem die Dresdner Bank f für diesen Zweck in Rica ein neues Bank- öani^Mtnn'SI'äft stoß™ dIT ??re1te instihit unter der Firma Handels- und' Sonntag (lie_Spo.tgcnn;inschaft Cilli Und sieben weiteren Plätzen Zweigstellen un terhalten wird, werden nunmehr auch die Commerzibank Niederlassungen in Riga und Reval und die Bank der Deutschen Arbeit emänien, Sipa-nien, Schwcxien, Schweiz, Slowakei, Türkei und Ungarn. Präsident der internationalen Forstzentraje, die i-hren ständigen Sitz in Berlin hat, ist Baron Klemens von Waldbott, Umgarn, Vizepräsident General-forsimeister Staatsesekretär Alpers. Auf dieser Tagung werden auch das Internationale Landwirtschaftinstitut in Rom (durch seinen Präsidienten, Exzellenz Acer-bo, und eine Anzahl wissenschaftlicher Zusammenschlüsse vertreten sei-n. Nach fachwissenschaftlichen und fachwirt-schafttichen Vorträgen finden m Bereich der badischen Landesiforstverwaltung als Ergänzung der Beratungen mehrere Orts-beskhtigungen zu bestimmten Spezialgebieten statt WirMMNnolinn X PaketdlciMt mit dem Oeaeralgouvenw-nent äfo 1. November 1. J. werden zwischen dem Qeneraigouvemement (mit Ausnahme des Distrikts -Galizien) und (tem übrigen Reichsgebiet (einschließlich Elsaß, Lothringen. Luxemburg und Protektorat) sowie innerhalb des Generalgouvernements ohne den Distrikt Galizien versiegelte Wertpakete bis 20 Kilo mit unbeschränkter Wertangabe sowie dringende Pakete für den allgemeinen Verkehr zugelassen. X Femgespriche mit dem Lemt>erger Ge* biet Der önentliche Fernsprechdienst zwischen dem Reich einschließlich Elsaß, Lothringen, Luxemburg und Protektorat einerseits und dem Gebiet um Lemberg anderseits wurde am 20. Oktober 1941 aufgenommen. X Belgrader Siemens seibstindig. Die Siemens-Niederlassung in Belgrad hat ihren Namen geändert und sich als selbständige Siemens Serbische Elektrizitäts-A. G. in das Handelsregister eintragen lassen. Das Aktienkapital belauft sich auf 3 Millionen Dinar. X Berliner Devisenkurse. Auf der Berliner Börse wurden am 20. d. nachstehende Devisenkurse verzeichnet: Belgien 39.96, Bulgarien 3.047, England 9.89, Frankreich 4.995, Griechenland 1.668, Holland 132.70, Italien 13.14, Kroatien 4.995, Schweiz 57.89, Serbien 4.995, Slowakei 8.591, Spanien 23.v56, Türkei 1.978, USA 2.498. AUS ALLER WELT a. Raubmord bei Rosenheim in Ober-baytrn. Am 19. Oktober mittag wurde der ledige 39 Jahre alte Kiesgrubenbe-sltzer und Kleingütler Ludwig Falk ermordet in seinem Anwesen an der Kol-bermoorerstraße in Bad Aibling aufgefunden. Nach den Feststellungen liegt Raubmord vor. Dringender Verdacht der Täterschaft richtet sich gegen den polnischen Landarbeiter Sigmund L a -gowski, geboren 5. 8. 1915 zu Wola Paczocecka. Lagowski war in Bad Aibling bedienstet und ist seit Sonntag flüchtig. a. Erster Sturzflug 1913. Der erste Sturzflug? Dafür sind die Pariser zuständig: »Paris, 25. November 1913. Der Flieger Rost unternahm den Versuch, Roscnthal. Ferner spielen am Sonntag Kaipfe.iberg—RH Graz, Grazer Sportklub —Leibnitz und LW Zeltiwe}?—Donawitz. * : Reger übung'^betrleb herrscht im stei-rischen Tisditcnnis.«port. In Graz, Donawitz, Kapfenbcrg, Zeltwcg und in den unterste!TischeTi Städten, vor allem in Cilli, stehen zahlreiche Mannschaften im Training, so daß man in diesem Winter mit einer regen Betciligumg an der Meisterschaft rechn-cn kann. Die Mannschaften aus dem Unteri^ind verfügten auch über ein beträchtliches Können, das bewies u. a. vor wenigen Wochen der klare 7:3-Sieg CHlis üfcer eine Grazer Auswahl. : K. o, gewann ErnSt Weiß seinen Pariser Kampf über den Berliner Kurt Dal-chow. Durch technischen k. o. kam bei der gleichen, im Rahmen der Wehrmacht-betreuung zur Ausrichtung gelangenden Veranstaltung Walter Neusei über Jakob Schönrath zum Erfolg. : Die deutschen Skimeisterschaften, die zunächst in Oberhof durchgeführt werden sollten, sind jetzt nach Altenberg verlegt worden, wo sie am 20., 21. und 22. Februar veranstaltet werden. V isi ,Vot£ehdei''? liest halfen votn deutsclien Erfitulergenie, in tausendeo üetneheii verschiedener GroHe seit Jahren praktisch bewahrt lit die ..VOLLENDET -SCHALTBUCHFÜHRUNG (Im; eiti/iqe, konkurrenzlose Durchschreibe-Buchfuhrunq. hi'i v/t:liher mit Norm.il■ Konleiihliitlern „SOLL UND HABEN" (l.ther BUCHUNG UND G E G E N B U C H U N G in riiuT Bin hiiiiqs Niedfrschnlt (j(!l)iicht wird Die dariiinh nur tit'i Volleiultit moghclu! Haii|itkoiiti-n Aiifqhedt'-runt) und UntcrliühiiH) eryitit t)»!i einfacitster Fuhning fjroIHe UbtMSK hthi hkeil und di'n Fürtlall der Fehlerquellen R »sehe lentiti' Frstnlluiuj von Tages- Monats- und J<»hrestiilan;en üit vun iinsi'ren bewahrten Fachleuten nach den Ptlichtkonteiuilanen und individuc'llen Bi'tricbs-(T forde missen eiiujerii lUefun Finanz-, Lager-, Betriebs-. Lohn- Ljnd Gehaltsbuchführungen fAnaren Betrieben mit veraltertcn Buchführungen nii lit nur ilii ilainit verbundenen erhöhten Personalkosten. sondern verluiriien eine dauernde Zeit- und Arbeits-Ersparnis vofi 30 bis 60" n Aiiskiinlte und Vorluhnmgen unverbindlich und kostenlos Vertr I e bsgese 11scha11 für „Vollendef-Schaltbuchfillirungs-Anlagen LAN6 & CO.. K. G., GRAZ. KtOSTERWIESGASSE Nr. J7 Ori^anlsationsbüro: GRAZ, KtoHerwtesgsite 17 : MeisterSchaltsbeginn iit Kirnten. Schofl die erste Rumle der mit einiger Vers.pätunig «starteten Fußballmeisterschaft des Sportgaues Kärnten brachtc unerwartete Ergefenissc. In Klagenfurt landete im Rivalcnkamp^ Ra^^id über den KAC einen 4:2 (2:1)-Sieg. In Villach mußte sich -der höher eingeschätzte VSV in seiner Begegmunig mit dem LSV Kla-genfurt zu eimer Purnkteteilung bequemen. Die Begegnung endete 2:2 (1:1). : Norwegens Fußballmeist^ wurde am Sonntag in Oslo ermittelt. Mit einem ganz knappen 1:0-Siege sicherte sich die Mannschaft von Odd über Oern den Titel eines Landesmeisters. : Baiers und Patisins Berufsläufer. In Verfolg der organisatorischen Ncuord-nunig im deutschen Eiskunstlauf haben Maxi und Ernst Baier sowie Ilse unJ Erich Pausin ihren Übertritt in den Berufsverband deutscher Eiskunstläufer vollzogen. Die Berliner unternehmen ihren ersten Start als Berufsläufer am 15. und 16. November in Wien, währen^J das Wiener Geschwisterpaar seine neue Wettkampfzeit am 8. und 9. November im Berlin^'f Sportpalast beginnt. : Hajduk Es^eg in der kroatischen Liga, .^m So'nntag wurde der achte Te'l-.neTrmef ar der kroatischen Fußballiga ermittelt. In Semlin trennten sich der dortige Deutsche Sportklub Viktoria und Hajduk Essegg 2:2 (1:1) unentschieden. Dajdurch hat sich Hajduk nach seinem 1:0-Sieg im Vorspiel den Aufstieg in die Liga erkämi>ft. FÜR DIE FRAU Was soll ich beute itoclien ? (Kochrezepte für vier Personen). * Frnilaf{: .M i 11 a : Saure MilchsuptW*, .\|.)feIkolat.schen; 3 dkg FcH. — Abend: Gemüsesupix-, .\plelkolal.schpn von Miliar mit Tee; 2 dkg Fett, Sam.Mag: .Mittag: Karotl^Misuppe, Ti. roltTgrösll mit Rohkost-Salat; .^0 dl<<; Fkiscli, 6 dkc Fett. — .\l>cnd: Back-blechkarloffoln mit Rotkraut; 2 dkg Fell. Somilag; Mittag: ELnmachsuppi^ mit Semmelwürfel, Faschiorfc SchnilÄoln mil Kartoffel- rot. Rüben- vSalat; 8 dkg Fell, 50 dkg Fleisch. — .\bcnd: Brölclvn mit Hefoaufstrfch, Apfclschalonle^: 2'dkg Fett. Piokrisleiiiprrieisch: 30 dka J'iindflci.sch, 7 dkf» Knochenmark, 1 kg Erdäpfel, 1 Zwiebel oder Porree, Vi kg Wurzclwork, Salz. — Ein gut schlioßcnder Kochtopf wird mit R'ingoschnittenem Rindermark lx?legl., darauf eine Lage würfelig geschniltenes Fleisch, eine Lage blättrig geschnittene rohe Erdäpfel, nudelig geschnittenes Wurzelwerk, feingehackle Zwiebel und SaU gegeben. Dann nochmals so eine Schichtung, ol>cnauf müssen Erdänfcl sein. Über Ganze gießt man zwei Schöpflöffel Suppe oder Getnüsesud und läßt es langsam gardünsten. .^pfplIcolatschMi: 10 dkg Mehl, 3 dl(g FetC 5 dkg Zuckers Salz, 2"j dkg (renix Zitronenschale, 1 Ei, */,—1 Milch. ~ Man stellt eineji abgekneteten Germteig der auf einem bemehlten Blech klein-fin^rdick ausgerollt wird. Der Teig wird zu Vierecken geradelt und mit ^n vor-^dünsteten Äpfeln Ivlegt. Die Ecken wer-den zusammengeschl^n, die Roiatscböi «nf einem befetteten Blech gehen gelassen lind bei ansteigender Hitze gebacken. Fülle: V* kg Reschnittene Äpfel, 10 dkg Zucker. Zimt. Rrdüpfelfleek: 1 kg Erdäpfel, t Ei. 3 Eßlöffel Mehl. 1 Zwiebel oder Porree, Petersilie. Salz, 3 dkg Fett. — Die geschähen Erdäpfel werden auf dem Gemüsehobel gerieben und mit geriebener Zwiebel. gewjogter Petersilie und allen übrigen Zutaten gut vermengt. Von dieser Masse le^t man mil einem Löffel Lail>cl>cn in heißes Fett, die man flach drückt und auf beiden Seiten t»ei nicht zu starkem Feuer braun bdckt. So wie Petersilie können auch alle übrigen Kräuter feingewiegl der Masse zugesetzt werden. — Die I.ajl)chen können auch auf einem gefettelen Bleeh mit etwas Fett tvtropft und untw einmaligem Umwenden im Rohr gebraten werden. Softe 8 »Marburger Zeftimg:« 22. Oktotoer 1941 mm Sladitliiiater Harbarg a.iL Irai Kleiner lozeiger Mittwoch, den 22. Oktober. 20 Uhr IDadame Buitcrfly Oper in 3 Akten von Qiacomo Puccinl 8050 Donnerstag, de« 23. Oktober, 20 Uhr Frühlinssluft Operette In 3 Akten von Joael Strauß Selbständige Verkäuferin für Milchgeschäff möglichst sofort gesucht. Molkerei Marburg, Tegetthoff-straße 51. 8044 Bratklaaalw SImmentaler »076 trächtige Kühe und Kalbinnen langen ein. Auskünfte: Agentur Jos. Leitner» Marburg, Schlachthof TRorourger 3cltuna Toussaint-Langenfcheidt M iHib« fnonid^. 9tatt)5nM ib SponlM nod; aovfiotnt'IanMn» t un6 arbeite Übt wt ObtMlrf 61t fo Icidrt « oHe a»le M« fd)on etlcmttn, idr «t tro^ mei' n<^ 3fti«t_!net!johe oin ■ net S5 3obte MjatH- 3d> Mnnte M< oind? Soulfalnt« CongtnfdiiBiöt cinioibctMii Sptod)' f«milnirfe 1 | K........ eit ouSd)0tibtia, Snbfl.« 3iniiburoaane (t* 3. 41) SStt l^abe bos Qinn SianttuTt «. m. (6.6.41) M tobe bM Oocmotld} buiA Belflaii «nb 0i«ntieidr mitgemadrt unb bin nun bei bet Befa^ungsttup« pe in B. So Qabe id? (belegenbeit, metaw SpuKbtenntnine piottiid? su 0cnf4clbt bot giünblldi bU .elni lenntntne aufi Qtln) niAa«!, gtanlfuct \\c mübelos unb totteten* Sptad}* unb enoeitert AngelteUtei, m. (17. 9. 40) .einmtotii fgefatibtt t, Ititfm. NaJj der Methode ToHSsairU-Lmtgtmthtidt bearbeitet, liegen für mUc teiebtigem SpfMhen vort Untarrlcbtsbritfi zum Studiim frsmdtr Sprachen durch Sclbstunterrielit fQr Anfiniar and fir FcrtiMchrittena, SchullehrbUohcr, framdsprachlloha Laktlra» WBrterbOcher In vanehlfldenitan Pralilagafi,RilaaiprachfQkrar, Konversa-tlonsbOchtr, BOcher fOr dia Hindaltkorraapaadanz a. a. m. Un1«t« Sptodjipetle Unb fn i«bi ••rlln«BthAnabarQ l94m W«n »Mt«i II B*t. da» lettxedrockt« Wort 30 Rpt Der Wortpreli eilt bl* tn IS Buchttabea I« Wort. winininniMinninnFnfliHiiinnHiffnni^^ eDf*'^be!'"s»enenaw » ttDi. rir KoMadnai voa Rennvortbrlefen werden SO Rol Porto berechnet Aiiietiei>Annahni«>tebhilr Am Täte vor CrMhelM* am II Ubr »Kloliia A«« •eigea« werde« nar eeie« VerelBicadonK des Betraitet (auch In cflltlsen Rrlffmarken) «otr^nommen MlRdMlrehOhr lltr eine flelne Anzette PM I • 2ii Wildkastanien Eicheln und Knoppern kauft wie alljährlich Alois Arbeiter, Marburf^, Draugasse 5. Tele-p|wn 2Q'23. _ _ 6724-/D.,Hen'eafe aae 15 sucht für das Gebiet Marburg und Cilli je einen INSPEKTOR mit festen Bezügen und Provisionen. Fachmann erwünscht, aber nicht unbedingt notwendig. Einschulung erfolgt auf Kosten der Gesellschaft. Zuschntten unter »Lebenslauf« an die Verw, 8073 BURG'KIHO Fernruf 22-19 Der Rifig'PBffl! A*h Aienä et«/ dtt Hiiät mit Magda Schnekler, Heinz e^elmann, Gunther Uders, Lotte Ranach, iSae von MaOendorf, AnNsrt Horath tmd die Solotin-zarin ilae Mendtner Pfir Jugendliche nkht zugelaasefil Kultnrfihnt Neueste deutsche Woehenschan! 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