LmbacherMMtlmg. Nr. 2. Pränumelationeprei«: Im Comptoir ganz!. N. 11. !>.>!'->,. N. 5.50. Sür dicZuNellung üi« H"^ h,Ibl.5olr. Mitb^^Dftunlizl.ft.l^. ha'bl.fl. ?-«<>. Montag, i. Iäullcr Insert! onSgcbühr bivlu feilen: lmal «0 lr., üm.8«lr., 3m. > fl.;!ouft pr.Zeile lm. <>lr.^U!.8tr., 3m. lU lr. il. s. w. Inscilion«stemvcl jedesm. »n l». 186». Alntlichcr Theil. Se. f. nud t. Apostolische Majestät haben auf Grund cincs vou dcin Reichskanzler, Minister des kaiserlichen Hauses und des Acußcrn, erstatteten allernnterthänigstcn Vortrageil mit Allerhöchster Entschließung vom 22. December v. I. dem Titular - Hofsecrctär der Abtheilung für Zifferwescn uud translatorische Arbeiten im gemeinsamen Minislcrinm dcs Acußcrn Karl Hacker eine bei jencr Section sl)stcmisirte Hofsecrctärsstellc allergnädigst zu verleihen geruht. Sc. k. uud k. Apostolische Majestät haben auf Grnud eines von dem Reichskanzler, Minister des kaiserlichen Hauses und des Acußcrn, erstatteten allcrnnterlhänigsten Vortragcs mittelst Allerhöchster Entschließnug vom 24. December v. I. die Honorarlcgationöräthc Gustav Grafen Kalnoky und Ladislaus Grafcu Hoyos-Sprin-zcnstein zn wirklichen LcgationSräthcn allcrgnädigst zu ernennen geruht. Sc. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung von, 28. December v. I. den Bergrath uud Bcrgamtsvorstand in Idria Marcus Vincenz Lipold zum Vorstand der ncnorganisirten Berg-direction in Idria und den dirigircndcn Vcrgrath lind Vorstand des Obcrvcrwesamtcs zu Ncnbcrg Eduard Stockhcr zum Vorstande der neuorganisirten vereinig' ten Eiscuwerksdircctiou für Ncubcrg und Mariazcll, beide mit deu im provisorischen neucu Status syslemisirtcn Genüssen und dem Titel uud Charakter von Oberbergräthen allergnndigsl zu ernennen geruht. Brestel m. ,>. Ihre 3)iajcstät die Kaiserin haben^ nachstehende Damen, nnd zwar: Theresc Gräfin Erdödy v. Monyorotcrck und MonoSzlo. geb. Gräfin Raczy >, ska , Irma Gräfili v. Taaffc, gel». Gnifiu Esafy v. Kercszlhszcgh und Adorjan, Helene Gräfin Estcrhazy - Gal autha. geb. Gräfin Ester hazy, Freiin v. Gala nth a, Marie Clementine Gräfin Potocla-Pilawa, geb. Fürstin San gnsto L nbartowicz. und Zeline Gräfin Bat thy any, geb. Gräfin Feste-tils v. Tolna zu Allerhöchstihren Palastdamcn allergnädigst zu ernen-nen geruht. _______ Der Minister dcs Innern hat den Ingenieur Joseph Fidler zuluOberiugenicnr und den Bauadjuncten Moriz Selch zum Ingenieur für den Staalsbaudicnst in Glieder-Oesterreich ernannt. __________ ?Im 1. Jänner 1809 wurden in der l. t. Hos- lind EtacUS-dnlM'N die Stücke l nnd ll dei> ReichSgesehblalteS ausssegcbrn "ud versendet. Da« I. Stücl enthält unter Nr. 1 das Gesetz Uoin 25>. December 1868 zur Einfilhrnna. einer Eoncnröordliuliq. Dntz II. Stint enlhält unter ^tr. 2 den Vertrag uom N. Juli I"«» zwischen Sr. tais. u»d tiw. Apostolischen Majestät einerseits und den, VmidcSratlie der schweizerischen Eidgenossenschaft cmdelvrseilö >>^r die Regnlirnnc, der Grenze zwischen Tirul und der Schweiz nächst dem Passe ^instermünz, (Geschlossen zn Wien am 14, Inli 1«C8 u»d von Sr. tais. nnd tun. Apostolischen Majestät ratificirt zu Ofen am 2'^. NuM'inber 1»^, wor-ndcr die AnöM'chsl'ing der beiderscitic;en Itatificationen a», 17. December 1868 in Bern erfolgt ist.) (Wr. Ztg. Nr. 1 vom 1. Jänner.) Nichtamtlicher Theil. Die parlamentarische Thätigkeit im A 1868. Die Wirksamkeit dcs Neichsrathes während des Jahres, das cbcn zu Ende giug, hat ihren letzten Ausdruck im NeichSacsctzblatt gefunden, und cS sci uns daher gestattet, an der Hand desselben die wichtigsten mttcr der verfassungsmäßigen Mitwirkung dcs RcichSrathcs l» diesem Jahre zu Stande gekommenen Gcsctzc hicr vorzuführen. Man erlangt hieraus ein Bild über das, was im verflossenen Jahre durch die gesetzgebenden Factorcn geleistet wurde. So manche erfreuliche, ja herzcrhcdcndc Schöpfnng befindet fich darunter. Wir sind, die Wahr-!)«it gebietet dies zu gestehen, um ciu gut Stück vorwärts ?/kommcu auf dcu verschiedenen Gebieten des Staatslcbcno. Aber vieles noch bleibt zu thuu übrig, ehe wir sclbstgenügsa.n die Hände in den Schooß legen dürfen. Noch stehen wir am Beginn dcö großcn Rcor-ganisationsproccsscs, der alle Zweige der staatlichen Funktionen umfaßt, und in dem wir zurückblicken ans die Strecke, die wir bisher zurückgelegt habcu, fühlen wir uur um fo dringender das Bedürfniß, das Tempo zu beschleunige», welches bei Durchführung dcs großen Werkes, dessen Programm in deu StaatSgruildgcsctzcu euthaltcn ist, bisher eingehalten wurde. Nir haben uus jedoch bei der nachstehenden Aufzählung nicht blos auf die Anführung jcucr Gcfetzc beschränkt, welche sich als Ausfluß- und Vollzugsnormen der iu den Staatsgrundgeseyen enthaltenen Grundsätze darstellen, sondern haben auch dic Gcsctzc, die außerhalb dieses Nahmens stehen, wenn nur deren Inhalt uus von größcrem Interesse erschien, erwähnen zu sollen geglaubt. Die wichtigeren Gesetze des Jahres 18«i3 sind demnach: Das Gesetz vom !4. Jänner, betreffend die Unterstützung vou Vrody aus Staatsmitteln; das Gesetz vom 29. Februar in Betreff der Kosten für öffentliche Findcl-anstaltcn; daS Gesetz vom 3. März, betreffend dic AnS-dchuung der Bewilligung von Stcucrfreijahrcn bei Ncu-bauteu auf alle Orte; das Gcsctz von dcmsclbcu Datum betreffs der Gcbührcu- uud Stcmpclfrcihcit bei Arron-dirnng von Gruudstückeu; das Gcsctz vom 19. März, womit eiu NothstaudS-Darlehcn an Galizicn bewilligt wurde; das Gcsctz uom ,5. Mai zur Ncgelung des Verfahrens bei dcu Eiocöablcgungcn vor Gericht (Vereinfachung dcr Eidesleistung nnd Abschaffung dcs besonderen Iudcneidcs); das Gcsctz vom -1. Mai, wodurch die executive Schnldhaft aufgchoucn wurde; das Gcsctz vom 12, Mai, iu Bctreff dcr Auslagen für Schüblingc; das Gesetz vom W. Mai, in welchem die Reorganisation dcr politischen Verwaltung mit Zugrundelegung dcs Prinzipes durchgeführt wurde, das au dcr Spitze dcs Gesetzes stcht und lalltet: „Dic politische Verwaltung ist in allcn Instanzen von der Rcchtspstcgc gttcnnt zu führen;" daö Gcfetz vom 2l. Mai, betrcffcud die Dis-ciplinarbchaudlling richtcrlichcr Vclimlcn, woinit im Einklang mit der iil den Staats,,ruudgcsctzcn gewährleisteten Unabhänglgkcit dcö Nichtcrstandcs dcr willkürlichen Versetzung dcr Nichtci' auf audcrc Ttcllcu oder in dcn iltuhc-stand cin Nicgcl vorgcschobcu wurde; dic Gcsctzc vom ö;). Mai, und zwar das Ehcgcsctz. durch welches dic geistliche Gerichtsbarkeit iu Ehesachen dcr Katholikcu anf-gchobcu und dic Noth-Civilchc ciugcführt wurde, ferner daö Gcsctz übcr daö Verhältniß dcr Schule zur Kirchc, womit der Staat sich daS Nccht dcr oberstcu Leitung und Aufsicht über das gcsammtc Ui,tcrrichts< und Er-zichungöwcscu wahrt, endlich das Gcsctz zur Ncgclung der iutcrcoufcssionellcn Verhältnisse dcr Staatsbürger, insbesondere mit Beziehung auf das Ncligionslickcimlniß dcr Kinder aus Mischchcu, bezüglich dcS Ucbertritts von einer Confession zur audcni :c. Von dcmsclbcu Datum ist auch das Gcsctz, mit welchem die Gehalte dcr bci dcn Gerichtshöfen crster In^ stanz angestellten Gcrichtsadjnnctcn anfgcbcsscrt wurdcu; vom 10. Iuui daS Gcsctz übcr dic Gcb^hrung und Con-trolc dcr Staatsschuld; uom l. Juni die Coin'cssioiü-rnng dcr österreichischen, vom Z. Juni jene dcr böhmi-schcu Nordwcstbahu; vom N. Iliui das Ocsctz übcr dic Organ »strung dcr selbständigen. BczirlSacrichtc ; vom 12. das Gcsctz übcr dic Aufhebung dcS StaatSrathcS; vom 13. daö Gcsctz übcr dic Bewilligung zur Errichtung uud zur Verschuldung von Fidcicommissen (dcr landcsfürstlichcn Gcnchüiiauua wurdc darin dic Zu>tim-mung allcr drci gcsctzgcl'cudcn ssactorcu substituirt); uom 14. daS Gesetz, betreffend die gäuzlichc Aushebung dcS WuchervcrbotcS; vom 17. dic Concessionirung dcr St. Michacl-Lcobcucr Bahn; vom 20. dic Cunvcrtirlmg dcr Staatsschuld, verbunden mit dcr Erhöhuug dcr Gebühr vou Lottcricgcwiuustti! uud dcr Veräußerung von uubc' weglichcm StaatScigcnthum; vom 27. Juni das Ocsctz, womit die Beschränkung der Erbfolge iu Aaucrugütcrn aufgehoben wurde; vom 29. Juni das Gcsctz iilicr dic Durchfühiuug von eventuellen unmittelbaren Wahlen in das Abgeordnetenhaus, vom selben Datum das Gcsctz übcr dic ucuc Orgauisiruug der Handels- uud Gcwcrbc-lammcrn, uud daS Gcsctz, betrcffcud dic Hintauhaltuug dcr Niudcrpcst; vom W. Iuui das Gcsctz, womit das Ministerium ermächtigt wurde, die Statuten dcr Nationalbaut in dcm Siuuc abzuändern, daß dcr Geschäftskreis dcrsclbcn erweitert wcrdc. Außerdem crflosscu daö Ocsctz vom (>. Juli, mit wclchciu ciuc ucuc Aduocalcnorduuua, (Frcigcbuug dcr Advocatur) erlassen wurdc; daS Gcsctz vom 8. Juli. betreffend die Aenderuug dcr BranlUwcinbcstcucrnng; daS Gesetz vom 9. Juli, betreffend die Conccssionirung der Eiscubahu von ^aibach uach TarviS; daö Gcsctz vom 22. Juli, betreffs der Nuhcgchaltc dcr Minister; daS Gcsctz vom 15i. October, wodurch mehrere Bestimm,,,,' gcu dcs PrcsigcsctzcS in liberalem Sinnc abgeändert wur-dcn; daö Gcsctz vom 13. November, betreffend die Ne-ducirung dcö BaukfondcS, endlich das Wchrgcfctz vom 5>. December. In beiden Häufcrn übereinstimmend erledigt sind und dcr kaiserlichen Sanction harren: das Ausuahms gcsctz, das Gcsctz übcr die Eheschließung zwischen Ange hörigen vcrschicdcucr christlicher Confessioucn und daS Gcsctz übcr dic Vornähme von Vcrsöhuungsvcrsnchen vor gerichtlichen Ehescheidungen. (Deb.) Das eigentliche Wehrgesch. Der prenßischc Schulmeister hat dcn österreichischen bci Königgrätz geschlagen — hicß es seit dcm Kriegö-jahre 18l'»l>, uud mit Beschämung mußte man sich's in Oesterreich gcstchcn, daß dcm wirtlich so sei, und die optimistischesten Berichte übcr dic vorzüglichen Leistungen dcr Volksschulen vcrmochtcu nicht dcn seither oon allen VatcrlandSfrcundcn mit aller Energie gehegten Wunsch zn uutcrdrückcu, daß etwas ordentliches und durchgreifendes znr Hebung nuscrcs VolkSfchulwcsens geschehe. Dcr Entwurf dcs VolksschulgcsctzcS, dcr uns nun iu scincm Wortlaut vorliegt nnd dessen Vorlage in dcr Rcichsvertrctung in nächster Zeit erfolgen soll, birgt, wir sagen dies mit aufrichtiger Freude, die Erfüllung dieses Wunsches iu sich. Es wird wohl im einzelnen noch manches zu ändern und zu arrondiren sein; aber im großen Ganzen ist der Entwurf so beschaffen, daß er in dcn Freunden dcs Fortschrittes uud der Auflläruug die bcstcn Hoffnungen erwecken darf. Die Realifirung dcs Vollöschulgcsctzcs wird, man darf dics ohuc Selbst-übcrhcbuug bchauptcu, schon in wenigen Jahren den österreichischen Schulmeister so ausgerüstet haben, daß cr cin zweites Köuiggrätz nicht wird fürchten müssen, und Oesterreich rcchnct dcShalb daraus, daß sciue Volksvertretung uud sciuc Regierung mit dcrsclbcn, ja mit uoch größerer Hiugebuug und Opfcrwilligkcit an die Voti-ruug diescö eigentlichen WchrgcsctzcS gchcn werden, welche sic bci dcr Berathung über daS Wchrgesctz an dcn Tag lcgtcn. Deun ohuc daS VolkSschulgesctz hat doch das Gcfctz über dic Wchrkrast ciueu schr beschränkten Werth, und dic Bereicherung dcr Arscuaic dcr Volksbildung wird sicherlich uns Fcindc um so sicherer vom Leibe haltcu, da dcr größte Thcil dcrsclbcn unsere Freunde werden müssen. Die Ncvrodncirnng dcs sehr umfangreichen Schriftstückes unterlassen wir für vorderhand, denn erstens hat dcr Entwnrf noch nicht cinmal alle Stadien dcr Vor-bcrathnng durchlaufen, und dann findet sich in demselben cinc Füllc von unwesentlichen Dctailbcstimmungcu, wclchc dcu Ncberblick übcr dnö Ganze nur stören. WaS die äußere Eintheilnng anbelangt, so zerfällt dcr Entwurf iu zwci Hauplabthciluugcn, von denen dcr erste die öf-fcnllichcn'Schulen, der zweite dic Piiuatschulcn bchan' dclt. Die crstc Hauptalilhciluna uiufaßt sieben Unter abthcilunacn .- Z w c ck u u d E inri ch tungderSch n l c. (sllliicuiciuc Volksschule nnd Vürgcrschulc.) — Schulbesuch. — Lehrerbildung uud Bcfähiguug zum Lchramlc. — Fortbildung der Lehrer. — Rechtsverhältnisse der Lehrer. — Er-richtuug dcr Schulen. — Aufwand dcsVolkö-schulwcscns und Bcstrcituug desselben. Hiczu kommen noch die Schlußbcstimmnngcn. Im Ganzen umfaßt dcr Gesetzentwurf 78 Paragraphen. Ehe wir uns in cinc cingchcudc Besprechung dcr Einzclbcstimmungcn dcs Gcsctzculwurfcs ciulasscn -wir wcrdcn das Uuscrc beitragen, nm Sinn nnd Verständniß für dic Bedeutung und Tragweite dieses Gesetzes in dcn weitesten Kreisen zn erwecken nud zu vcrbrcitcu - wollcu wir zuvörderst die drei wichtigsten Haupt-gruudsätze kennzeichnen, auf denen dcr Entwurf beruht, uud vou dencu mau sagen darf, daß sic in der That die Postulalc dcr vorgeschrittensten Schulmänner befriedigen. Es sind dics: die Oberaufsicht dcS Staates übcr die Schulen; dcr Schulzwang, und die Uncnt gcl tli chkci t d cs U utcrr i ch tcs. Es ist merkwürdig, daß gcgcn jcdcn dcr d:ci Grundsätze von den Rcactionärcn allcr Länder im Namen dcr uou ihucu stcts malträtirtcu Freiheit agitirt uud protc-stirt wird. Die Reaction verlangt die Unabhängigkeit l0 der Schule vom Staate, die sogenannte Schul frei he it, und sic perhorrcscirt das System dcr Uncntgcltlichtcit dcS Unterrichtes, an dessen Stelle sie besten Falles den Armcnuutcrricht gesetzt wisse:, will. Wie man sieht, bedient sich die rcaelionärc Terminologie sehr schön klin-gender Worte. Unabhängiglcit nnd Freiheit, begriffe, die ihr sonst zuwider sind, werden ihr plötzlich geläufig, und cS wäre nicht uninteressant, auf Grund historischer Forschung zu cruircu, wie cs gclommen ist, daß sich die Reaction gerade auf diesem Gebiete Ausdrücke zu cigcu gemacht, die ihr sonst ein Gräucl dünken. Die eigenthümlichen Verhältnisse nnscrcS Vaterlandes dringen cö mil sich, daß die erwähnten Principien nicht in «ollster Reinheit zur Geltung gebracht werde» können. Die Eifersüchtelei der Rationalen und Autono-misten steckt dem blechte des Staates die Oberaufsicht über die Schulen zu führen, engere Grenzen, als es anderwärts dcr Fall sein würde; der strengen Durchführung des Schulzwanges stellen sich Hindernisse entgegen, deren Bcscitignng nicht in der Macht der Menschen liegt. Es gibt leider bei uns Bänder uud ^ündcr-slrcckcn, iu denen es nicht menschenmöglich ist, der In-gend die Vortheile und Scgliungcn des Schulunterrichtes in wünscheuswcrthcn, Maße angcdcihen zu lassen, und die eigentliche, wahre nnd echte Unentgelllichkeil des Unterrichtes wird erst dann möglich sein, wenn die politischen Verhältnisse in Europa eine Gestaltung gewinnen, welche es den Völkern ermöglicht, die Millionen und Millionen für Rüsluugen nutzbarer zu verwenden, den Zwecke» der Volksbildung zuznsührcn. Wir müssen jedoch, wollen wir nicht ungerecht sein, sagen, daß der Verfasser des Eutwnrfcs sich möglichst nahe an die Grundsätze gehalten, die im kurzcu zu charatterisircu wir hcnle vorhaben. In Actreff des O bcr a ufs i cht sr echtes des Staates über die Schule gehen die Ansichten der vorgeschrittenen Palteicn verhältnismäßig am wciteslcn auseinander. Es g bl nicht wenige sehr liberale, schr ans' getlärtc Manner, welche mißtrauisch anf dieses Recht des Staates blicken, weil sie darin den Keim zu bureau-kratischer Bevormundung des Schulwesens sehen. Ganz so unrecht haben sie damit uicht; aber es hieße das itind mit dein Bade ausschütten, wollte man um dessen« willen den Staat eines sehr wichtigcu Rechtes berauben, weil bei dessen Ausübung Unzukömmlichkeiten möglich sind. Eine weise Gesetzgebung wird burcaukratischcn Gelüsten einen kräftigen Riegel vorzuschieben wissen, ohne dem Staate zu nehmen, was des Staates ist. Die Oberaufsicht über das Schulwesen gehört aber na-tnrgcmäß dem Staate, denn er hat cm Interesse daran, Staatsbürger heranzubilden, die über Zweck nnd Auf« gabc des Staates klare Begriffe haben, uud er darf es uicht dulden, daß Herz nnd Sinn der Iugeud vergiftet werdcu durch Grundsätze, welche sich mit dem Staatswcscn nicht vertragen. Wir begrüßen es deshalb als einen sehr bcachteuswcrlhcii Fortschritt, daß unter die ^ehrgcgenständc au der Volksschule anch Geschichte und Geographie mit besonderer Rücksicht anf das Vaterland und dcsfen Verfassung aufgenommen wurde. Man wird nicht zu bcslreitcn wagen, daß mm, nicht ohne Schaden für die Entwicklung unferer Verfassung die Jugend ohne iieuntniß unserer verfassungsmäßigen Zn-stände lassen darf. Aber ganz gewiß würde dies unterlassen werden, wcnu der Staat sich nicht um die Schule lümmern wollte, wie cr dies lhnn müßte, wcun eö nach dem Herzen der Rückschrilller ginge. Ueber dm Sch u lzwa na. dürfen wir kaum ein Wort verlieren. ES leuchtet jedem Vernünftigen ein, daß das, was die Reaction Schulfreiheit nennt, nur darin besteht, daß cs von dein Belieben dcr Eltern ab» hängen soll, ihre Kinder in die Schule zu schicken odcr vom Schulbesuch ndzuhalten, nur darauf hinausläuft, daS Volt in seiner Unwissenheit zu erhalle». Dic Reaction fürchtet die Vc'llsaufllärnn^ nud weiß warum sie sie fürchtet. Darnm ist ihr alles recht, was daS Eindringen der Bildung iu's Volk vcrhindett, darum er hltzt sie sich für die schädliche Freiheit, wo dcr Zwang wohllhälig >st. Wir haben bereits darauf anfmerksam gemacht, daß in Bctreff dcS Schnlzwang^S Ausnahmen bezüglich einiger Länder statnirt wndcn müßteu. Unter Un cnt geltlichkcit des UnlcrrichtcS versteht man cigcullich, d^b niemand, wcdcr der Arme uoch dcr Reiche Schulgeld zahlt, so daß dcr Aufwnud für die Schulcu durchweg aus öffentlichen Mltcln bc-strillen wird. Doch >st cs klar, daß die Finanzverhäll-nissc Oesterreichs cS uicht gestatten von der Beihilfe abzusehen, welche durch die Erhebung von Schulgeldern erzielt wild. Es muß gci.ügcn, daß den Unbemittelte» dcr unentgeltliche Schulbesuch gestattet ist, ohne doß sich ein i^and au dem andern, ciuc Gemeinde an der andern rcgressireu könnte. Wie dicS bei den eigentlichen ArmenauSgabcu dcr Fall ist. (N. Fr. Frddl.) Vricchisch-lnrkisckcr Nonsticl. Zur Entstchnngsgeschichtc des EonferenzvorschlageS theilt der Berliner Eurrcspondcnt der ..Times" mit, Frankreich habe zuerst den Gedanken einer Versammlung von Vertretern dcr Schutzmächtc Griechenlands angeregt. In Erwiderung dieses Vorschlages habe Rußlaud, unterstützt van Preuße», beantragt, die Eonferenz auf die sämmtlichen Staaten auszudehnen, wclche den Pa- riser Vertrag vou 1856 unterzeichnet hätten. Gleichzeitig sei von Seiten des englischen EabinclS angcrathcn worden, die beiden streitenden Staaten möchten veranlaßt werden, sich für einen Zcitranm von drei Wochen der Feindseligkeiten zu enthalten, damit nicht dcr Krieg selbst die Wirksamkeit der Verhandlungen beeinträchtige. Darauf hin fchlng Rnßland vor, den Waffenstillstand anf die Dauer dcr Eonfcrcuz zu verlängern nnd Frankreich, England nnd Prcnßcn erklärten sich damit einverstanden, doch wünschte Frankreich ausdrücklich, vor dem Zusammentreten dcr Confcrcnz das Programm derselben klar uud bestimmt abgcgrcuzt vorgelegt zu fchcn und England ertheilte seine Eiuwilligung nnr in unbestimmter Weise, Die „France" und die „Patrie" wiederholen: 1. daß die, Eoufercnz in der ersten Hälfte des Jänner in Paiis zusammentritt; 2. daß sie sich lediglich auf eine Prüfnng der in dem türkischen Ultimatum vom 10. December formnlirtcn Puntte beschränkt; c). daß sic in allen wclcutlichcn Stücken diese Punkte ratificiren, in einigen andern amcndircn wird und 4. daß ein Vertreter Griechenlands an ihr mit consultativer Stimme lhcilnchmcn wird. Die „France" glaubt vermuthen zu dürfen, daß die Eonferenz vor dein 20. Jänner ihre Arbeiten beschlossen haben wird. Mau meldet, daß die Beziehungen zwischen dcr Türkei und Griechenland sich inzwischen einigermaßen gebessert haben. Als Beleg dafür weiß die „Patric" folgendes zu melden: „Als die „Enosis" ihre letzte Fahrt nach Kreta machte, führte sie von dort zwei hervorragende Ehcfs des Anfstandö zurück, wclche nach Athen kamen, uni Verstärkung zu verlangen und die Abfahrt derselben zu beschleunigen. Unterwegs erfuhren diese Abgcsandtcu in Syra die Existenz des türkischen Ultimatums. Sie verließen die „EnosiS" uud begaben sich an Hord dcö österreichischen Paletboots „Persia", welches am 17. von Syra abging, nach dem PiränS. In Athen hatten sie sodann eine Unterredung mit einem der bcdentendslen Mitglieder des Eabiuets, und diese Persönlichkeit eröffnete ihnen, wie cs heißt, daß man an der Zutnust uicht verzweifeln solle und daß dereinst die gerechte Sache trinmphircn werde, aber daß sie für jetzt die Waffen niederlegen, vou dcr Amnestie Gebrauch machen und bessere Zeilen abwarten sollten. Die beiden Abgesandten tonnten sich dnrch den Angenschnn überzeugen, daß es Griechenland nunmehr uumöglich sei, den Aufstaud noch weiter zu uuterstützeu, nnd sie wandten sich an eine befreundete Macht, um durch ihre Vermittlung freies Geleit nach Kreta zu erwirken." Paris, 31. Dcccmbcr. Die „France" meldet: Die Türkei ist dcr Eoiisercnz bc «'getreten. Man versichert, das „Journal officicl" (so heißt jetzt dcr„Mo-nlttur") werde morgen den bevorstehenden Zusammentritt dcr Eoufcrcnz unkundige». Paris, 2. Jänner. Von authentischer Seite vcr-lautct, daß die Eonfercuz für dcu '.1. d. M. zufammcn-berufen ist. Die NenjahrSrede des Kaisers gilt allgemein als überaus friedlich. St. Petersburg, 2^i. December. Dcr „B.-H." wird geschrieben: Als Beweis freundschaftlicher Beziehungen zwischen Rußlaud und Italien wird hier die Erthcilung eines der höchsten russischen Orden au den Grafen Mcnabrea, Minister-Präsidenten des ital. Eabincts, aufgefaßt. Unter dcu gegenwärtigen politifchcu Verhältnissen dürfte diese Auffassuug nicht unbegründet sein. Weil man hier in dem EonfUct zwischen dcr Türkei nnd Griechenland eine schlau angelegte Intrigue erblickt, die nicht sowohl Griechenland als Rußlaud gilt, so gibt man sich der Hosfnuug Yin, daß die Bczichuugcn Rußlands und Preußens die Probe bestehen werden. Da Rnßland Griechenland nicht im Stiche lassen wird, aber den Krieg durchaus vermcidcu will, so ist Preußens Unterstützung von hohem Werth. Man hosft ferner, es werde unserer Diplomatie gelingen, einen Vortheil für Griechenland anS dem Handel zu ziehen. Eonst antinopcl, l. Jänner. Es ist nicht mehr zweifelhaft, daß die Pforte die Eonfcrcnz mit den bc-lanntcn fünf Punkten des Ultimatums als Grundlage annehme. Die öffentliche Meinung in NuszlM. Unter dieser Ucbcrschrift bespricht die „Frame" zwei Altilel russischer Blatte,, des „Golus" nnd dcr „Eorr. Ruffe" , über dcu griechisch-türkischen Eonflict. Vor allem falle in dicfcn Arlileln die Sorglichleit auf, mit dcr man in denselben nach den gehrimcn Ursachen dcö Eonfiictcs zu snchcu bemüht sci. Beide Blätter kämen ^ll demselben Schlüsse, daß nämlich Oesterreich die Ver< antwolllichkeit für die jetzt die Ruhe Europe's bedrohenden Zwifchcnfällc zu tragen habe. Seltsamer Weise schreibt die „Eorr. Russe" Oesterreich allein die Absicht zu, di? orieutalischc Frage wachrufen zu wollen, wäh-rcnd dcr „Golos" zu verslehn, gcbc, daß Oesterreich Hand in Hand mit Preußen gehe, um im Orient ciue Diversion anläßlich der schwierigen, an den Ufern des Rheins aufgeworfenen Fragen zn schaffen. An Bcwci' fen für dic Rlchtiglcit ihrer Behauptungen hätten cs jedoch beide Blältcr vollständig fehlcn lasscu. Allerdings sei Oesterreich llüglich nnr mit seiner Reorganisation im Inucrn beschäftigt, lvaS aber in keiner Weise anf das Vorhandensein der ausdeuteten Eombinalioi'en schlickn lasse. Allerdings habe Herrn o. Veusl den mropäischcu Mächten im RollMchc die Gefahre» signuli« slit, von denen die Tmkci in Folge der rcuolntiouäcn Agitation i» den Donau-Fürstcnlhumern und in Gri> chenland bedroht sei; hierin könne man jedoch cinzi.i u"d allein uur die Eig^bnisse ernster Veobachluug ni,d die Voraussicht cineö praktischcn Gastes, nicht aber iigcndcine Intrigue zur Provocirnng cincr Eomplication >m Orlcnt erblicken. Man b^nchc uicht so nmt z» ssehcn, »„, den Ur-,ptnng der die Türkei flirtmahiend bcdruhcndcn Gefah-rcn zn crmitleln. Dlc chrg,i;!gcn Gelüstc RumäüicxS unter oem M,n,ster,um Bratiaüu licß n sich weocr ih'.cr '.1ia!ur, uoch ih,cm Ziele nach irgendwie verkennen. Die chliltlicheu Äeuölteluug:» dcr Tinkei seien m:r u, langc aufgestachelt woldcu, als daß mau heule plötzlich iu Wien den Impuls zu ciner Revolte ge^cn den Slilt.u, suchen könulc. M.u, msisse sich iu R.ißland dcr Einflüsse und Hebel wohl bewußt sein, von oeucu die Griechen angetrieben werden, wcnn sie von dcr Wiederherstellung eines byzantinischen Reiches oder Von ihrer Aulo nomie in einer weit ausgedehnten Conföderalion dcr Rumänen, Serben, Bulgaren :e. träumen. Die Geschichte aber und der gesunde Menschenverstand legten Piotcst ein gegr» den Gedanken, daß Oesterreich ein Interesse daran haben könnte, jene bekannten Bestrebungen irgendwie" zu crunithigcn und zu nähren. „Die thörichten Bcsttcbuiigcil iu Athen lind Än-karest sind die wiitliche U-sache dcr periodisch auftauchenden Eomplicalioncn; man lnancht leine andere zu n,innen. In der Verdächliguug Oesterreichs dmch die russische Prcsse licgt jcdoch cin Symptom dcr öffentlichen Meinung, daS nicht übcrsehen weiden darf." Dc>s schon seit einiger Zeil in Rußland sich ^c« gcn die östcreichische Politik kuudgcbüüde feindselige Gefühl trete bei dicsclu Anlasse wieder in den Vordergrund. Es liege nm Tage, daß im Siimc ciner alten, dem AuSslcrben keineswegs nahe gerückten Tradition jeder Vorgang im Orient die vcrschicdenenartigen poli< tischen An>chauuu,,ei> der Mächte m,f diesem Gebiclc in helles ^icht slclle. Aller Wahrscheinlichkeit nach merdc dic« auch l>ci der Eonfereuz der Fall sein nud dem Ai > l,kcl des „Golos" dürfte daher offenbar die Absicht zu Grunde gelegen haben, zu crmiltcln, welche Allianzgrnppi-rangen deuil aus dcr Behandluua dcr vorlie^eudeu Frage bcroorychen kö!>„tcn. Ihm scheine cs offenbar nm cin Einvernehmen Frankreichs mit Rußland zn thun zn sein nnd all.rdiuas stünden Frankreich nnd RMand in den allgemeine,, Fragen „icht s» entfernt von einander, als man häufig annehme. „Im Orient hat jcdocl, ihre traditionelle Politik selten übereingestimmt. Anf welchem Wege kann nun diese Meinungsverschiedenheit beseitigt nnd geregt weiden? In dieser Rücksicht mögen ul,S noch einige Zweiscl gestattet sein, die dcr „Gollis" nicht beseitigt. Was uns anbelangt , so „landen wir, daß daö beste Mittel, um zn einem Vciständuiß und zn einer unsäglich münschcnswcrthen Beschwichtigung rcS Eunfli.tcö zn gelangen, darin licgt, daß man ohne vorgefaßte Mci»nn>, n,i di^- Eouferenz geht, nur den Wunsch umbringt, cii, loyales nnd wirksames Arran. gcment nnd mi! demselben eine Freiheit des Handelns zli finden, i» ^ immer dic Starke cincr ehrlichen Po-lüit gelcgcn ist." Oesterreich. Tvien , 1. Jänner. (Grenzrcg nl iru ngs-v c r t r a g.) Die hentigc „Wiener Zcitnug" veröffent» licht den Vertrag vom 14. Inli d. I. zwischen Oesterreich und dcr Schweiz über die Rcgulirnng dcr Grenze zwischen Tirol und dcr Schweiz nächst dcm Passe Finstcrmünz. — (Ucber dic Expedition prenßischer Kanonen nach Rumänien) schreibt dcr Krakauer Correspondent der «Presse": „Freitag. d. i. den ersten Wcihnachtötag, kam ein ungeheurer Vastzug aus Preußen nach Szc;akowa. Säinintliche Waggons warcn theils uiit Stroh, theils aber mit sogenannter Thecrlcinwand gedeckt uud als Ackcrbaumaschincu nnd Wcrkzcugc de-clarirt. Einem dcr Beamten fiel die große Menge dieser „Maschinen", sowie ocrcu äußerst vorsichtige Verpackung anf; er meldete seine Bedenken dcm Vorgcstzlcn uud in dessen Auftrage begann er die vermeintlichen Maschinen ein wenig zn rcuidircu; was cr entdeckte, ist Ihnen bekannt. Es waren nicht weniger als achtzig gezogene preußische Kanonen; die vorläufige Route derselben war Ezcruovitz, von wo aus sic weiter expedirt werden sollten — nach Rumänien. Die Kanonen warcu in Stroh, dic Gestelle in Vcinwand gehüllt. Die Aahnverwallnng in Szczakowa, welche die Scuduug als falsche Declaration aufzuhalten berechtigt war, machte hicvon dcr hiesigen Polizci-Dircclion die Anzeige, nnd alsbald spielte dcr Telegraph zwischen Wien, Szezatova und Kralau. Aus Wicu kam jcdoch höheren Orts die Weisung, man möge die Kanonen nngehindcrt passircu lassen, da Oesterreich die Wasfcndnrchfuhr durch sein ^ändcrgcbict nicht untersagt habe. So passirtcn die 80 Kauouen den Weg über Krakan, Leniberg „„d Czernowitz nach Rumänien." 11 Fiume, 31. December. (Zur Union mit Ungarn.) Der kgl. Commissar „Csch löste die Con-liregation auf; die künftige wird auf Grund der croati-schen Gesetze znsammcnlicrufen; Giacich's Antrag, dieses solle kcin Pracedcnz, Croaticn günstig, abgeben, wurde enthusiastisch angenommen. Unter Matkooich's und Ciot-ta's Präsidium trat eine Vürgcrvcrcinigung zusammen; dieselbe beschloß, mit nngarischcr Trenc für Fiumancr Gut und Recht einzustehen._________________^ Uusl'and. Paris, 1. Iänncr. (Neuj ah rö c mp fa"g) Nach Privatnachrichten sagte der Kaiser heute beim Empfange dcs diplomatischen Corps in den ^nlerlen: „Ich empfange mit Bergungen Ihre Olückwünlchc nud constalire mit Vergnügen den Gcist der Vcr,ol)nllchlett, der die verschiedenen Mächte beseelt, und dcr die Schwierigkeiten zn cdncn gestaltet, die immer auftauchen. Zch hoffe, oaö Jahr 18l^ werde wie 1808 die Besorgn^c zerstreuen und dm für die ciuil'sirtcn Völker so nothwendigen Frieden befestigen können." — 1. Jänner. Erneuungen für dlc mobile Nationalgardc.) DaS „Journal osficicll" veröffentlicht kaiserliche Dccrctc vom 31. December, mittelst welcher 4tt Oataillous-Chcfs für d,e mobile Nationalgarde in den Departements und 149 Haupt« leutc für die mobile Nalionalgardc des Seine.Departements ernannt werden. (Auch ein NeujahrSgruß!) Floren,;, 1. Jänner. (Neu jähr 3 cm pf ang.) Der itönig empfing heute eine Deputation des Parlaments mi? dcr Staatmvnrdcnträgcr, dankte denselben für ihre Glückwünsche nud sagte: Die gegenwärtige Sachlage ist eine ruhige; sollte sie sich aber verdüstern, sa wurde die Stütze, welche die Armee gewährt, stcls die solideste Gewähr für die Interessen Italiens bilden, Madrid, 1. Jänner. (A u fstand i n M alaga.) Die „Gazetta di Madrid" sagt, daß ans Malaga keine Nachrichten vorliegen. Die „Correspondenzia" schreibt: Depeschen auS Malaga von gestern Abends melden, daß eine Commission der Provinzial - Deputation sich zum General Caballeros begeben habe, um mit demselben zu confcrircu. Der General hat, nachdem seine erste Proclamation fruchtlos gcblicbcu ist, eine zweite erlassen, worin er den Aclagcruugsznstaud vcrküudct uud die Con-suln der frcmdeu Mächte von seiner Absicht, die Insnr-gentcn an^ngrcif^n, in Kenntniß fetzt. Die Freiwilligen treffen Vorbereitungen zum Widcrstaude, indem sie sich, 7W an der Zahl, im Quartier Trinity befeftigeu. General Caballero griff gcstcru, von Kriegsschiffen uud dem Militär-Gouverneur Pauia unterstützt, die Insurgenten Malaga's an, welche im Quartier Trinidad verschanzt waren. Die Insurgenten wurden vollkommen geschlagen und erlitten beträchtliche Verluste. Die Truppcu Pavia'ö hatten vier Todte. Bukarest, 31. December. (In der Kammer) stellte der Dcputirtc Stolojauu cine Interpellation an die Regierung, warum dieselbe den Gesetzentwurf bezüglich des Wahlgesetzes auS dem Scuat zurückgczogcu habe, wodurch die Constitutiou verletzt wurde. Der Minister-Präsident lmvcist, daß der fragliche Cntwnrf nicht zurückgezogen , souderu vom Seuatc nicht angenommen wurde. Man wolle das Ministerium stürzcu und suche deshalb nach Vorwändcn. Die Regicrnng wurde von den Dcputirtcn der nnabhängiqcn Fraktion vertheidigt. Dic Kammer erklärte sich durch die Mittheilungen des Ministers befriedigt. - 1. Jänner. (In d cr Dcpu t irt enka mmc r< sitznng) intcrpellirt Karp wegen der jüugst gehaltenen Panslauistischcn Ncdc Hratiano's. Der Ministerpräsident lehnt die Ncgicrnugsvcrnnlwortlichkcit für Ncdcu eines Anrgcrs in einer Versammlung ali. Die Verfassung garautirc das Vcrscrmmlnngörccht. Vratiano erklärt, er haue nur als einfacher Bürger gesprochen. Hierauf geht die Kammer zur Tagesordnung über. ______________ Hagesnemgkeüen. — (Herr Ministerialrath Dr. v. Scherzer) reiste am 2. Jänner von Wien ab, um sich der ostasiati-schen Efpcdition anzuschließen. Die Verstorbenen des Jahres »8«». Der blasse Sensenmann mit der Hivve-, welcher eben das lehte Jahr selbst zu den Todten gewoife» . hglt zwai in jedem Jahre eine reichliche Ernte und rafft ebenso auch alljährlich sehr viele bedeutende und hervorragende Männer mit hin. Aber wie schon im Lause des Iahretz hervorgehoben wurde, hatte es der unbarmherzige Schnitter diesmal mit besonderem Eifer aus geschichtlich bedeutende Männer abgesehen. Halten wir demnach einr Nachschau! Im letzten Jahre starben am Z. Januar Dr. Moritz Hauptmann in Leipzig, einer der bedeutendsten Musitgclehlten und Contrapunktislen unserer Zeit: am 13. Januar der große französische Sprachforscher Le Hin am 23. Iamiar zn London der berühmte Darsteller Shakspeare'scher Rollen, Charles Kcan: am 21. Januar iu Düsseldorf der Landschaftsmaler Alexander Michelis: am 27. Januar starb in Linz einer der gröhlen deutschen Schriftsteller, ein öster» rcichischer Poet vom reinsten Wasser, Adalbert Stifter: am 19. Februar überraschte im Theater die bekannte Schrift' stellerinn Julie Vurow der Tod i am 25. Tage desselben Monats verschied Sophie Schröder, die große Tragödin (wann wird die Bühne ihresgleichen wieder sehen?)- am felbcn Tage verschico in Wien der bedeutende Arzt Dr. Türct: am letzten Tage des Februar starb König Ludwlg l. von Vaicrn, ein Mann, der um die schönen Künste Verdienste erwarb, welche in der Künsllerwelt ihm ehrenvolles Nachgcdcnlen sichern; am 2. des Monats März starb lr, Wien der Schriftsteller Andreas Schumacher: im April ward Wien durch den Verlust des Alchitelten Van der Nn'U aus oas bclrllbenDste überrascht: Maischali Narvaez starb am 23. desselben Monats; am 27. verschied Hanns Gasser in einem Pester Kranteuhause: am 2. Mai starb in Rom Graf Erivelli, von dem man gehofft halte, er würde oas Cou< cordat überleben: aber Rom erwies sich stllrlcr als seiue angeblichen Aestrcbungen iu jenem Sinne; am 5. Mai starb zu Wien der berühmte Schauspieler Heinrich Moritz: am 10. Mai starb in England Lord Brougham, ein Wjähngcr Mann und eine parlamentarische Größe Britanniens: am 15. Mai starb in Rom der vielgenannte Caldinal d'Andrea, oem die Betehrung zum Papste viel übler bekommen, als der Absall von ihm; am 10. Mai entriß der Tod den Kinder-Arzt Dr. Stiebel in Frankfurt, einen sehr bedeutenden Fachmann in der Kinderheilkunde. Und nun zieht Bruder Hein seinen Kreis sehr enge um die Stadt Wien. Wir verlieren Mühlfeld am 23. Mai, einen Man,,, den jeder kannte: am 29. Mai Franz Pfeiffer, einen der größten Gelehrten unserer Zeit. Am 10. Juni erlag Mördeihünden Fürst Michael von Secbien. Tags darauf verstarben Graf Eugen Ezerniu und Baulünsller Siccarosburg, der Freund uno Kuostgenosse Van der Null's. Am 15. Juli starb Dr. Gustav F. Waagen, Vorstand der Gemälde-Galerie zu Berlin. Am 28. Juli verschied der Wiener Musiler Ludwig Morelly, für die Wiener mindestens zur Signatur der Zeit gehöiig, und am nüchstcn Tage Vilmar, der deutsche Litelar-Historikel von entschiedenem Verdienste, doch unveidienstlicher Glsinnung. Im August starb am vierten Tage der Romanschceiber Aloens-leben, dem hunderttauscnde Leserinnen ihre danloaie Erinnerung weihen mögen: am achten Tage Hannibal Fischer, Vertrüoler der deutscheu Flotte: am 10. August Mch Addah IsakS-Men ten „nicht berühmt, doch sehr bekannt," und die wir nur dcr Vollständigkeit willen mitcrwäbnen dürfen. Am 24. August slalb del Schriftsteller Freiherr vou Ungern-Stern« berg in Mecklenburg-Strelil;, dcr bekannte deutsche Lexilo» graph Prof.ssor Adler in Newyorl. Am 25. August sargte dcr Tod Charlotte Birch'Pfeiffer ein, die glücklichste Büd-uendichterin, die es je gab, fruchtbar wie SophoNes: ihr Tod hat die Kritik mehr gerührt, als je eines ihrer Slücke. Am 27. August starben der brittische Journalist eisten Ranges Higgins und der i» der musikalischen Welt betanntc Schnydcr vou Nartensce. Am 29. August verschied Professor Schänbein, Entdecker des Ozon, Erfinder der Schicß-banmvollc :c. In Amerika starb im August Thaddäus Stevens. Im Sept'inber starb am 21. Felvheir Graf Gyulai, am 27. Gras Walewsli. I», October starb der deutsche Dramatiker Robert Griepcnlerl. am 25. der berühmte Maler Professor Eouard Hilocbrandt. Im November starb am 8. Friedrich Fülsler. ein Mann von bedeutenden litelau-fchen Verdiensten, Theodor KötNer's Waffengenosse, am II. starb der Leiter des Siecle in Palis, Havin. Am 13. November verhauchte Rossini seinen lchlen Lebenöathem, und am selben Tage verschied in Weimar Aonaventura Genelli, einer der größten deutschen Künstler. Am l5. schlicht James Rothschild seine Rechnung mit dem irdischcu Leben ab, «elchem er Milliarden zurücklaßt, vergänglichere Werte als die von Rossini! Am 21. November vernahm Wien die Traueikunde, daß der wohlthätige Bürgermeister Zeliula dem Leben entrissen wurde, am 29. November verschied Verryer, ein Mann von großen Gaben des Geistes, einer der glotzten Nechtsredner unserer Zeit. Im December starb Professor Martins und — am 17. Dezember PH. Nclcker, der Nesior der deutsche» Philologen, ein Manu von un» schätzbaren Verdiensten um die Altcrthumskunde. Doch haben wir nur die hervorragendsten und bekanntesten der Verstoß denen des vorigen Jahres aufzählen können, sonst würde für die VollsiHndigtelt °cc Naum fehlen. „Vorwärts «bei Gräber", sagt Golde, als sein Sohn starb. Auch den Aus» fall an Größen muß bie Zukunft ersetzen! Locales. — Herr Sectionsrath Friedrich Elsner vom l. l. Finanzministerium, verweilte verflossene Woche in Laivach, um die Arbeiten der Neambulirungsorgane zu inspiciien, welche dem Vernehmen nach in 2 Jahren zu Ende geführt werden dürften. — (In der Predigt am Sy lo e st e r a b e nd in der evangelischen Kirche,) welche von einer zahlreichen Menge Andächtiger besucht war und worin der Ordner einen Rückblick auf die fünf Gedenktafeln des mensch« l-chen Lebens: den Seelenfrieden, das hänsliche Glück, die Frcunschaft, das staatsbürgerliche und lircherigenosscnschaft« liche Verhältniß des Menschen warf, gedachte er auch mit Danl der österreichischen Volksvertretung, die, geleitet vo» dem Grundsatze des gleichen Rechtes füi alle, im verflos-senen Jahre sich für die vollste Durchführung der confessio-nellen Freiheit ausgesprochen hat. -- (Im Proceß Trautmann), über welchen wir seinerzeit berichteten, ist das Urtheil des Landesgerich-tcö Laibach, womit Caroline Traulmann zu zwei Jahren schweren Keilers verurtheilt wuide, vom obersten Gerichts« Hofe über die außerordentliche Verufung der Angeklagten bestätigt wocden. — (Kammermusik.) Wir erlauben uns, unse« Leser auf die von drei tüchtigen Musikern ausgehende Subsciiplionscinladung aufmerksam zu machen, welche uns den Genuß classischer, von erprobten Fachkräften aulgefllhrter Musik ermöglichen soll. Wir können nur wünschen, bah dieses Unternlhmen von dem besten Erfolge begleitet werde. — (Ein neuer Handelszweig.) Es ist schon lauge her, daß die männlichen Zöpfe — die sichtbaren nämlich, der Eulturscheere gefallen sind, und nun droht den wirtlichen weiblichen ein ähnliches Schicksal durch die erfinde« rische Industrie der Gegenwart. Soeben ist ein Fremdling hier eingetroffen, der zu äußerst günstigen Bedingungen Frauenhaare aller Farben requicirt, um ste als Ervortarlilel sür die amerikanischen Damen zu versenden. Im Lande der republikanischen Gleichheit, aus welchem die neuesten Nach» lichten eine bedenkliche Degeneration der angelsächsischen Race melden, droht auch der Uebel größtes — die Kahllöpsigleit einen Umfang zu gewinnen, der rasche Abhilfe erfordert, Da nun die Indianer nicht geneigt sind, Haare zu lassen, das wollige Negerhaar ader nicht salonfähig ist, so muß Europa's frischer jungfräulicher Haaiboben seine reiche Ernte zur Aufforstung amerikanischer Sloppelflächen spenden. Diese Ausbeutung des Haaiübclflufses soll sich auf die ganze österreichisch « ungarische Monarchie erstrecken, und es soll dem Director des hiesigen Dienstmanninslilutcs ein sehr vellol-tender Antrag gemacht worden sein, für den Fall, daß er seine Kräfte diesem so coulanlen uud exportfähigen Artikel widmen wollte. — (Der Central« usschuß der Landwirt b-sch aft-G e s cllschast) bat in seiner letzten Sitzung die Normen entworfen, nach welchen im Monate Mai die Horn-viehprämien - Verlbeilung und nach ersolgtem Anlaufe die Zuchtstiere den Gemeinden oder einzelnen Landwirthen zum Behufe der Hebung der Viehzucht in Kcain überlassen werden. Der Entwurf dieser Statuten ist dem h. Ackerbaumi-niftenum zur Genehmigung vorgelegt worden. Damit auch die kleinern Grundbesitzer das Rind der Mürzthaler«, Ma. riaboser-, MöMhaler» und Pinzgauer-Nace kennen lernen, beabsichtiget der Ausschuß eine B.lehrung über das Ertelieur dieser Racen, womöglich mit Abbildungen, in Druck zu legen und im Lande zu vertheilen. — (Die Geueral'Versammlung der hiesigen Cilalnica) fand am 2b. December v. I. unter lebhafter Nelheiligung von Seite der Vereinsmitglieder statt. Zum Vorstande wurde mit Acclamation wieder Herr Dr. I. Äleiweis, zum Eassier Herr Kail Coajir, endlich in den Autzfchuh die Herren Dr. Karl Vleiweis, Kaufmann Anton Ieiill und Abvocatulsconcipient Emil Gultman neugewählt. — (Auszeichnung.) Unfer geschätzter Landsmann Herr Dr. Arnold Lus chin. Adjunct im Archive des Joan» neums in Graz, wurde zum Ehrenmitgliede der Berliner numismatischen Gesellschaft ernannt. — (Die Eröffnung dcr ersten Volksküche in Graz) hat vorgestern unter den günstigsten Auspizien stattgefunden. Den Küchendienst und die Verabreichung der Speisen, welche Geschäfte täglich von andern Mitgliedern aus jenem edlen Frauentreise besorgt werden, der sich opferwillig zur werlthätigeu Unterstützung des jungen Unternehmens bereit erklärt hat, versahen am Eröffnungstage unter ander« Frau Baronin Lattermann und Gräfin Meran. Es wäre zu wünschen, daß der edelmüthige Gedanke des hiesigen conslitulionellen Vereins, dieses Werk thätiger Humanität auch in Laibach in's Leben zu rufen, bald zur Ausführung gelangen und bei der hochherzigen Frauenwelt Laihach'6 gleich opferwillige Betheiligung finden würde, auf welche es bei diesem Unternehme« hauptsächlich ankommt. Oeffentlicher Dank. Der Direcriun oeS Elisalicth-Kinderspitalö in Laibach sind iin Verlaufe deö Jahres 18«« m'bst den bereits veröffentlichten nuch folgende milde Spenden in Geld zngelainmcn: Durch P. T. Hrn. Rcgimentsarzt Dr. Bock: si. kr. Von Fran Aütouia UVN Aermcmu........ 5 — „ dcr Schntzdllinc Fran C, v. Gintowt.....5 __ Durch die Schlchdamc Frau Maria Schenk: Von Sr. Hochwürdcu Hrn. Domprobst Anton K°h , . 3 — " " „ „ Twmdcchant I. Pogatar . 1 — " " ,' „ Domherrn u. Hilmayr . . I 20 " « „ „ Doinhnrn P, Urh ... 1 — „ „ „ „ NeligionöprofefforI. Gnejzda 1 — „ Frau Iosefine Ziakowöki......... 2 — „ „ Caroline Köhler.......... 1 — „ „ Klcmcnö............ 1 — „ Nnschal............ 1 — „ „ Maria Schenk.......... 8 — Durch dic Schutzdame Frau Amalia Pirler: Von einer lluaMcinntcn........... 2 10 „ Herrn Schober............ 1 — „ Frau Kabalesch, Mi'lllncrin........ 1 — Direct dcr Direction übergebe»: Von Frau Maria Odrcsa..........lg __ „ „ Vlaria Pfeffcrer..........io __ „ „ Ämalia Nünagl.......... 10 __ „ „ Anna Tamdornino........ . 10 — Von dcr Schntzdamc Frau Ictti Milusch dcn Grün« dnngS-Beilrag von 25 — „ /, „ „ Vilina....... 10 — ,' „ „ » Ioscfiue Plantz .... 10 — « „ « Fräulein Cäcilie Rutcr .... 5 — ,. „ ,. Frau Hedwig Eiscl..... 5 - „ cinrul llngeuailutcu .......... 10 — Summa: 139 30 Für diese namhafte Spenden wird hiemit dcr gebührende herzlichste Daul abgestattet mit dcr Bitte, auch im künftigen Jahre 12 1869 diescö wohlthätige Institut, in welchem im verflossenen Iahrc 1tttt8 wieder <^ Kinder verpflegt wurden, gütigst Iräftig uiüer-stlltzcu zu wollen. Laibach, am 31. December 1568. Direction dcö Elisabclh-Kinderspitals Dr. Kovatsch. Im Laufe del' Fastenzeit werden drei Kammcr-musik-Productioncn stattfinden, ^Clavier« und Sticich' Trio's, Quartette, Quintette etc., uutermischt mit Gcsaugs' vorttägen,) in wclchcu gedirgeuc Weile von Spohr, Schubert, Mendelssohn, u. N. zur Ausführuüg gebracht werden. Der Subscriptions Bogcn wird von h'Ute bis incl. 15. d. Vlts., mich welcher Zeit die Subscription geschlossen wird, in der Buch- nnd Musi-kalicu-Har.dluug dcr Hünen Jg. v. Kleinmayr uno Fedor Bmnbcrg aufticacu. Dc^ Subscriptious-Bclraa für sämmtliche drci Pioductioncn ist: für cine Person 1 fl. 5»() k>. nnd für Familicn-Kaltcn, giltig für drci Personen 3 fl. ö. W. Dic Beträge werden crst nach Schluß der Subjcriptil'n cinnehobcn. Joseph Zöhrcr, Gustav M oraucc, Carl Zupfte. Eill^esendrt. Die Presse berichtet über die großartige Dampf-Malz-extra c t b ra uerei nud M a! z - O e s u u d h e i t ö . C!) o c o -ladrn - Fabrit deil Hoslirfel anten I o h aNll >> off (l5en-tral-Depot i» Wie», .»crri!lg Nr. !l), nach A schreibung der großartigen Hoff'scheu Ltablissementö znr Hcr^ stcllung des Malzertracteö u. s w , dessen Erzeugnisse die fürstlichen Tafeln aller Bänder zieren nnd der lvan.cnd n Gesundheit eine anilgezeichiute Sllltz,- vielen: folgendes: „Ne^en dieser neu-errichteten Ma>;mi!hle erhebt sich eine mit allen technische!! Erfin-düngen der Neuzeit an"geri!stete. sehr sauber und Inxnriot! au«-gcstülletc Mal^Cliocoladeu^FabrÜ, die durch eine große Dampf-ninschinc in Vltrieb gesetzt, die wohlthuenden Dämpfe der an-grenzenden Mlzcrlract-Bränerei anfnimmt. Äniigcsnchtrster Ea-rao, feinster Zucler, vorzüglichste Äialz- „nd Heiltrcintcr-Ertra^te werdeu i;u einer iln-hlerwogene», silr Heilzwecke gcnuu berechne-ten nnd geprliflen Coinposiiiou gebracht, und wahrend die H c> f f fche iUialzgesnnoheuo^Chocolade alle italienischen, französischen und englischen Ehoeoladen cin Feinhnt n»d Annchmlichleit im Geschmack übertrifft (ganz in dnselben Weise, wie daö Hoff'sche Mnlzertract die englischen Biere - Porter, Ale, bei weitem überflügelt hat, wlil rö nicht blo<< viel schmackhafter, fonder» eiu Oe-lränl ist), so ist sie in der ihr von lanseiiden von Aerzten zugestandenen heilenden Wirksamkeit ganz nnerrcichl'ar, Herr Dr, Ne-lllton in Paris empfahl Br. tais, Hohrit dem Prinzen Pierre Napoleon Vonaparte den Gebranch der stärkenden Ho s f'scheu Malzsabricale. Die Krantenheilanstalten und Militeirluzarlthe in Pari« haben sie als wirksamste Diätmiltcl in allgemeinen Gebranch g nominen. Auch am t. l. Hose zu Wien ist die star-lendc Kraft nud der liebliche Geschmack der gedachten Malzrr-zluguissc wohl liekanut. Seine Excellenz FML, F rci h crr v. G ab le „ z, G o u u e ril eli r:c., crflärte, er h abc s i ch pe rs ü nl i ch von der außerordentlichen Heilwirkung der Haff 'schen M a l z f abr i c ate überzeugt, Ebenso rühmten die preußischen minister, Ihre Excellenzen C>>raf u Bismarck, Herr v^u der He.,dt, den ausgezeichneten sanilärischen Werth derselben. Eine ganze Rcihc von Fiirsteu, Prinzen und Prinzessi-neu beehren deu osl preiögelrünleü Fubricanten mit ihrer dauernden hohen Kundschaft. Wenn wir unter solchen Umständen nnö ilbe>- die Bedeutsamkeit des gedachten Etablissements eingehend mitsprechen, so geschieht cs, weil all ö, waö das Interesse dci> indnstrirllen Curo-pc>'s rege macht, von uns nicht unberührt b eiben darf. Da^ Hoff'sche Vtalzertract, (von der l. l. Feldspitalcr-Direc-tion des !>. Armeecorps während des Krieges als vorzüglichstes Nährmittel der erlranüen, hinsälligen Coldnteu anerkannt »nd in cincm officielle» Aerichtc sür ons ausgezeichnetste Nadrungsmütel erklärt) ist vicltanscnofältig gegen chronische» Hnsten mit erfreulichstem Erfolge angewendet worden. Dlt von Aerzten als bester Ersatz dcS (in manchen Kranlheilen verbotenen) Caffce's ansgc-sprocheue Malzgesnudhc!l«-^hol.olnde wird ron vielen Fiirsle» üuf'S Höchste bevorzugt, ist ciu ^ielilingsgetränt des tönigl. pren-ßifcheu Hofes und nicht minder am hiesige» kaiserlichen Hofe beliebt. — Der Käufer achte auf den Namcnszug Johann Hoff. da zu viele Nachahmer sind. — Preise: ciuc Probeflasche Malz-extract iu Wien 5>(! lr. (»> Flaschen Z si., von 1^ nb frei in's Hau«); 1 Pfnnd Mülzgesnndheits'Chocolade Nr. 1 : 2 sl. 40 lr, Nr. 2: 1 fl. 60. (Vri 5> Pfnnd ',, Pfnnd Rabatt) :c. Neueste Post. Wien, 2. Jänner. Die Türkei soll den Beschluß, die Griechen auszuweisen, auf Frankreichs Vermittlung zurückgenommen haben. Wien, 2. Jänner. Staatsrath Baron Hock ist heute Mittags an der Hcrzlahmung gestorben. Agram, 2. Jänner. Der Cardinal Haulik ist bedenklich erkrankt. Pest, 2. December. (Deb.) Dcr minlslericllc Estilap" meldet, dcr Hof weide am 25. Jänner ein-l'rchen, um die letzten Tage des Faschings hier zu verbringen._________ Telegraphische Wechselkurse vom ii, Iiiimer. . . bperc. Metallique« 5V.60. — 5vcrc. MtalliqucS mit Mai- und November-^insm 60 60.- Staatsanleheu Nl,8l,. - Vanlaclie» 677. — Ereditamm ^50.60, -London 11U85. — Silber NU.75. — K. t Ducatm 5.66^. Mndel und Volkswirtschaftliches. (kreditlose. Am Z. d. M wnrden nachstehende I? Serien grzogcn: Nr. 4i)? 5i1>) 9^ 118(i 1^^ 17^j 175)0 1798 2295) 2^47 2579 202 !l5>23 35>70 nnd 4067. Auö die-fcn Serien fiel dcr Hanpllr ffcr mit 200.0<»0 fl. auf Serie i!02 !0 ., Ab. > 830 .!,-. ! — 04 ! NW. schw. sternenhell 6 U. Mg. 530,l -^ 2.« NW. sch>u. heiter 0.0" 10 „ Ab. 330,^» — 0.5 ^ NW. schw. heiler ^ Deu 2.! Reif, Vormittags Aufheiterung, später dichte Bewölkung. Nachmittags gelockerte Wolkendecke, späier gan; h,'itcr. Abendroth. Den 3, : Starter Rc,f, Ruhige Lnft, dünner Wol-tcnschleicr. Der Echncc in dcr Edcnc gan,; anfgetbanl, Strafen lolhig, Abendrolh. Alle Anzeichen der wieder cnc Ouerhand gc-winucnden Sciruccalstroinnng Wolleuzug ans SW. Nachts heiter. Da« Tageomiitel dcr Wärme vorgestern >-0'9", »n, 3 2", gestern 0", nm 2-3° ttdcr de», Normale. DicüstcrreichischcVMsmrthschustimA 18li8. Dic „Dcbattc" schrcilit: „Dic größtc Firiidc, wclchc micö Maolicö Vrlist zu crfnllcii vcrnwg, ist cc, unlcr cilicili Bolkc mit allfstcigeildcr Krast zll lcbcii; dclin daö >st doch das höchstc und nnzclstmliiU'c (Äliick dcö Mcnschcn, wtlui n-, vcrtranclio auf dai> Wcrdciidc, mit HofsiMl'l) al,f da«? Hnlilostige blickci, lain,." Damit er dicS aber im Stande sci, muß cr init voller Bcn,l,i-gllilg uuf die Vcrgcmgc>,hcil dliclen nud sich s^N'N lüil-ncn daß, odschon ihn vnl Vcrdoideücö nnd Alisicidc». dca limgilit, doch riugsnm einc Fiillc lclicnilkmstigcl Ül'. schcinungcn sich zci^c, nnd d^' dlis Ab«clclitc üur dc» Äudcn dnngc, i» wclchcm dic »cnc Saat W»rzcln schlügt, n»d anö dcm nnzähligc jlingc Kcimc bcssercr Zustäüdc hcivorspricßcn. Iu dicscr gli,cklichci, i!a^c dcfilidcn wir nnö hcnlc, wcnn wir auf dic vollöwiilhschafllichc Cnl' Wicklung Oesterreichs in dcm clien aligclaufcncii Iahrc zurnckl)liclcl'. Nir schcn da, daß, wenn auch noch mau-chcs Bclaltctc nnd Uuhalllnuc wcgzuiäumcn ist, duch uut^r dcm wohllhncudcn Einflüsse dcr uubccns,t.u Äc-wcguug dcö Ocmclnwcscnö tüchtige Ardcit, cifrige Nüi> rigteit, auödanerndc Strebsamkcit und geistvolle Einsicht und gcistoollc Einsicht nnd Clkcuntniß auf allcn Gc lmlcn dcr Erzcuguug uud dc^ Bcrkclirs an dcr 3)cr-mchlung dcö Nationlllwohlstandci« und dci- Hcbuiiss der Staatsmacht milgcwirit n»d rineLagc gcschch'cn h^beu, welche unticdingt alö cin Funschlitt gcgcn frühcrc Tage bezeichnet werden muß. Nicht die Znsammcurcchuung der Tauschwclthc dcr einzelucu Bestandtheile des Volfiwermögcus li>bt cil,eu richtigen Maßstab für den Reichthum cincr Nailon, sondern d»e behagliche, menschenwürdige ^age auch der niederen Classen, welche überall die groß.) Mehrzahl dcl Bevölkerung bilden; fcrncr riu großer Nlifwand iu der Befriedigung fcinerci,- Ocdülft'issc bei dcn wohlhalicudcrcu Classen, die Zuuuhmc werlhoollcl' Gebäude uud bleibender Oodenmrbcsseruugcn, der Vcrkchrümiltcl nnd die Verbreitung dcr litcrarischcn nud artistischen Bildung über immer wcitcrc Kreise. Prüft man von diesem Standpnnktc aus dic volkö-wirthschaftlichcn Ergebnisse des Jahres 180«, so zeigt sich, daß eine deutlich hcrvortrctcudc Zuahmc des ?ta-tionalrcichthnnls stattgefuudcn. Denn während in der Zcit von 1862 bis I860 die jährliche Zahl dcr Trauungen stetig abgenommen hatte, was einen Bcwciö dafür liefert daß die Möglichkeit, zur Gründung cincS cigcucu Haushaltes die Mittel zu fiudcn, sich verringert hattc. hat das Jahr 1808, cbcn so wie das voraugcgangeuc, ciuc Zunahme der Eheschließungen anfzuweiscn. Es erklärt sich dics auch leicht, denn scit dcm Winter I860 auf 67 hat die nationale Arbeit niemals dauernd geruht, ja die Arbeitskräfte des Volkes fanden so reichliche Ver-wenduug, daß an ihnen wiederholt sogar empfindlicher Mangel eintrat, wie dies namentlich zur Zcit dec Ernte iu Ungarn dcr Fall war, und bei dcn verschiedenen Eiseubclhubautcn noch in dem letzten Monat vorgekommen ist. Da die Ernte auch in diesem Jahre eine gute lvar, uud das Ausland, trotzdem die meisten europäischen ^?taatcu von einer eigentlichen Mißernte verschont geblieben smd, dcuuoch mauchc Abgänge zu dcckeu hatte, so war auch dkscs Jahr der Export vou Nohftroducten uoch recht cmschenlich nnd die Grundbesitzer hatten noch immer befriedigende Einnahmen. Diese sowohl, als auch die rcichcu Eiülüuftc des Borjahres wurdcu zum großcu Theil auf die Eutlastuug von drückenden Schulden und auf dic bessere Justruirung dcr Oekonomicn verwendet. Die gute Ernte hat auch günstig anf die Preise der ^cbcnsmittcl gewirkt, so daß sich dicsc in cin ziemlich richtiges Verhältniß zn dcn Arbeitslöhnen gestellt halim. Dadurch wurde auch die Juinistric in die günstige Lage versetzt, ihre erhöhte Thätigkeit auch in diesem Jahre fortdauern zu sehen. Da auch das sonst in Oesterreich so fruchtbare Capital sich zn jeder nur halbwegs vernünftigen Anlage bcrcit zcigtc, so ergab sich auch eine proportionale Wohlfcilheit der Fabrikate, durch welche dcr rasche Absatz der Manufacte bcgüusligt wurde. In eiuzclucu Branchen, wie z. B. bei dcn Naogcwcrkschaften. war dic Nachfrage so groß, daß sie gar nicht befriedigt werden konnte. Es geht ans diesen Thatsachen hervor, daß das von der Natur so reich gesegnete Oesterreich uichts bedürfte, als die Befreiung seiner bis in die ucueslc Zcit arbuudcncn geistigen uud matcricllcu Kräfte, um ciucn Aufschwnug zu uchmcn, welcher die Jahrhunderte langen Versäumnisse in kurzer Zcit gut zu machcu im Stande sein wird, wenn nur dic ruhige und friedliche Enlwicklnng durch keine iuucren Unrnhen nnd leine trie» gcr>schcn Ereignisse gestört wird. Auch der auswärtige Handelsverkehr Oesterreichs zeigte die erfreuliche That' sachc, daß bereits in dcm erstcu Halbjahre, in welchem noch in den meisten der übrigen Staaten Europa's die Stockung des Verkehrs fortdanertc, bei uns in Folge dcr oben erwähnten, günstig einwirkenden Verhältnisse der Umsatz eine fortschreitende Steigerung anfzuweiscn hatte. Bis in die ncnchc Zcit war das Silberagio immer zuerst maßgebend bci jedem wie immer gearteten Mschäftc mit dein Auslande. Dies war jedoch in dm dcidcn letzten Jahren in viel geringerem Maße dcr Fall, fondcrn es waren vielmehr die erhöhte Kauffähigkeit im Inlandc uud die anerkannte Qualität unserer Exportartikel die bcidcu Hauptinsachcil des Aufschwungs im internationalen Handelsverkehr. Gleichen Schritt mit der erhöhten Thätinkeit auf allcn nln'ilM Gebieten der Pioduclion hielt auch die Regsamkeit auf dcm Felde des Eisciibahl'baues. Da sich aller Oi'tcu immer deutlicher herausgestellt halle, daß dic Landwirthschaft, dic Industrie nud dcr Handel sehr leicht auf cinc bedeutend höhere Stufe gebracht wcrdcn löimtcn, so bemächtigte sich dcr Nntcrnchnnmgs' gcist dcr dcm Eiscubalmban güustigcu Situation rasch und cs wurde im verflossenen I.ihre uicht uur das Schimenuctz des Staates durch den Ausbau bereits in Allgiisf gcnolN!nen:r ^micu verdichtet, sondern auch dcr Glnud zn mehreren Eiscilsttaßcn «clcgl, welche schon iu dcr uächstcn Znkanft bestimmt sein dürftcn, einerseits mit Nalurpioductcii gescgucte Länder dem Verkehre z» erschlich-!,, und audereiscits dic Haiipthandclöplätzc dcö Staalcs mit dci, Hauvlmmt'ien dcs Welthandel? in ciuc dircclcrc Verbindung zu bringen. Da wir auf dic Verhältnisse des Gcldmarltcö bei cincr andc-rcn Gclegcühcit einen Ni'ickblick werfen wollen, sa bc< scheiden wir uns diesmal damit, zu erwähnen, dnß für alle dicsc Unternchimmgeu nicht nnr das Anstand bereitwillig bedeutende Capitalien nach Oesterreich abgegeben hat, sondern daß anch das Inland capitalkläftig genug war, um den größeren Thcil der ncncu Bahupapicrc selber aufzunehmen. Das rege, bisher ungewohnte wirthschaftlichc Leben fand cinc thatkräftige Theilnahme auch bei dcr Ncgic« rung uud Volksvertretung. Und wcnn auch auf dcm Gcbietc dcr voltswirthschaftlichen Ncformcn uoch große Aufgabcu zu lösen nud wichtige Umgestaltungen dnrch-znführcn sind, so läßt sich doch nicht in Abrede stellen, daß im letzten Jahre viel für die Bcscitignug jcucr Schrantcn geschehen ist, welche die Entwicklung unserer Vollswirthschaft so schr beengt haben. Nach unserer Ansicht erfüllt aber die Staatsgewalt ihre ökonomische Mis. siou am besten, wcnn sie sich so wenig als möglich in das Wirtschaftsleben einmischt uud dcr Freiheit deöscl-bcu so viel als thuulich Vorschub leistet. In ökonomischen Dingen ist uud bleibt das Volk selbst dcr Haupt-factor. Und deshalb besteht die erfreulichste Crschciuung, welche bci dem Rückblicke auf das Jahr 1808 sich zeigt, dic Thatsache, daß die kurzsichtige Selbstsucht, die Lässigkeit uud Bcschräukthcit nicht mehr so ansschließlich wie früher in dcu Corporationcn nnd in der öffentlichen Meinung das Wort fiihrcu, sondcru daß dic falschen ükouomischcu Ansichten immer gesünderen Anschauuugcu weichen. Und das ist es vornehmlich, was uns den Mnth gibt, trotz aller uugünstigcu Verhältnisse, die da noch obwalten, getrost nnd vertrauensvoll in die Zntlinft zn blicken und das neue Jahr mit zuversichtlicher Er» wartuug wcitcreu Fortschrittes zu begrüßen. Verantwortlicher Redacteur: Ignaz v. Kleinmalzr. 13 ^ÜNt'!Vnl»«!»'»i4i4 Wien, 31. December. Die Vörsc war sehr günstig dispouirt und nahm alle Papiere bedeutend hüher auf, während Dcuiscu uud Valuteu matter offcrirt schlössen. Geld ^"^llVlNM. ziemlich flüssig. Geschäft nicht unerheblich. Veffcntliche Tchulv. ^. oeö Staates (für 100 fi.) Geld Waare In o. W. zu 5pCt. für 100 si. 55.90 56.— delta v. 1.1866 .... 60.70 «0.80 dctlo rückzahlbar (?) . . . 96.50 96.75 detto „ (i) . . . 95.— 95.25 Siüier-Anlcheu vou 1864 . . 70.50 71.— Silberaul. 1865 (FrcS.) rüctzahlb. iu37I. zu5pCt. für100fl. 73.50 74.— 3lllt.-Unl.milI^nl,-Coup.zu5^ 64.50 64,60 .. ,, „ Apr.-Coup. „ 5 „ 64.20 64,30 Mctalliques . . . . „5 ^ 59 __ 59.1s, detto mit Mai-Coup. „ 5 „ 59.70 59.80 detto.....„4,. 52 75 53 - Mit Verlos, v. 1.1339 . . . 184.25 184.75 " « „ „ 1854 . , . 86.50 87. - „ „ „ I860 zu 500fi. 92.70 92.80 ,, „ „ 1860 „ 100 .. 98.— 98.50 „ «„„ 1864 „100 „ 113.6011370 Lomo-Neutmsch, ,u 42 l<, -u'l. 23,50 23.75 Domlliucu 5prlc, i» Silber IN,— 111.50 K der Krouläuder (für W0 fl.) Gr.-Eutl.-Oblin. "iiederöstcrreich . zn 57« 87.75 88 25 Olirröslcrreich . „ 5 „ 89.— 89,50 Salzburg .... „ 5 „ 87.— 88. - , Geld Waare Böhmen .... zu5°/u 91.75 92.50 Mähren .... „ 5 „ 89.- 89.50 Schlrsicu .... „ 5 „ 88.50 89.— Steiermarl ... „ 5 „ 88.— 89.— Uugaru.....„ 5 „ 77.50 78.- Temeser-Banat . . „ 5 „ 77,— 77.50 Ernaticuuud Slavoniru „ 5 „ 78l»0 79.— Galizieu .... ,. 5 ,. 68.- 68.25 Siebenbürgen ... ,, 5 „ 72.75 73.25 Bukoviiia .... „ 5 „ 67.50 68.50 Una m d. V.-C. 1867 „ 5 „ 77.- 77.50 Tem.B.m,°.P.-E.1«67„ 5 „ 76.25 76.75 Actien (Pr. Stück), Nationalbanl...... 673,— 674 — Kaiser FerdiuaudS-Nordbahn zu 1000 fl. CM. . . . , 1975.—1980 — Credit-Anstalt 511 200 fl. ö. W. 246.— 246,10 N.ö.ESconl.-G?s.zl'500fl.ö.W. 655— 658.— Stlltsciscnb.-Gcs. zu 200 fi.EM, oder 500 Fr...... 306.30 306.50 Kais. Elis. Bahu zu 200 ^ EM. 17550 174.- Süd.-uordd,Ver.-V.200 „ ., 150.75 151.— Süd.St.-, l.-vcn, u, z,-,.E. 200 si. ü. W. oder 500 Fr. . . . 204.75 205 — Geld Waare Gal.Karl-Lud.-Ä. z.200fl.TM. 213,25 213.50 Bohm. Wcsibuhii zu 200 si. . 160. - 160.50 Ocst,Dou,-Dampfsch,-Ges.^H 538,— 539,- Oesterreich. i,'loyd iu Tnest Z «2» 255.— 256.— Wim.Danipsm.-Actg, . ' . 330.— 335.— Pchcr Htettcubrültc .... 530,— 540.— Auglo - Austria- Vaiil zu 200 si, 203 50 204.— ttcmberg Ezeruowitzer Acticu . 174.— 175. - Vcrsichrr.-Gcsellschaft Donau . 250,- 254.— Pfandbriefe (für 100 fl.) National- 1 baut auf > vcrlosbar zu 5"/. !»« — 98,20 Äiatiolinlb.aufd.W.verlosb.5„ 93.40 93,50 Uua. Bod..Crcd.-Aust. zu 5'/, « 91.75 92.— Allq clst, Bodeu-Crcdit-Austall »erlosbar zu 57. m Silber 106.- 106 50 dto.iu33I.rüÄz.zu5pCt.iuö.W. 88.— 88.25 Lose (pr. Stilä.) Crcd-A.f.H,u.G.z.100fl. Vcrciuöthulcr . . 1 „ 76'„ 1 „ 77 „ Silber . . 117 „ — „ 11? „ 25 « Kraiuischc GruudcuÜaNuugö-Obligatioueu, Pri, uatuotlruua,: 86.50 Geld. 90 Waar?