p»Mß« «,üv»isn..le' :eet,»k^»j. O«»«MlHtt«ng (I»I«fo»» mwrurdHN »70». VstWslwng u Vuekct«uetl«kvi (7«!. in»«,usl». di«. 2024» ^«rlbor. .lufeiL«^« ul. 4 I>H«nu,kflpt» M»nl«n at«!»» — ^»r»g«a k^öekpoilo d«l!«g«n Mribor ll » Ä-Ä üM" XI »Ir. 2l2 l>I>tk»oek" Ä«n IS. S«pi«md«r 1S34 u ^doniwmsntH /^nHkm« t» kchOrihO». .«etiö«»» Ilt. 4 5fe-velt begann. DaS erklärt nmnc^ ln seinen '^cgierungshandlunyen, erklärt vor allem k^ie außerordentlich ivettreichenden Bollmachten, die ihm vom Kviigreß erteilt mur-t>en und die ilM zum fast unumschränkten HerrsckM über die amerikanische Wirtschaft machten. Bielleicht wurde sich der llebergang zu den neuen wirtschaftlichen Ideen, die ^^oosovelt vertrat, in einer weniger gefährdeten Zeit allnrählicher und mehr im Zuge t'nor planmäßig gelfövderten Evolutwn voll zogen haben. So zwang ihn die Not der Stunde zu revolutionärem Handeln. Rloo^e» hat auch vorher kein .^hl daraus ge-daß ihm das Gemeinwohl M»e? der Niitsslcht mlf den Nutzen des Einzelnen stehe. hat das noch jüngst in einer seiner Reden zur Reäitfertigung seiner ÄSirtschafts-pi'litik so au^^gedrilktt: „Der „New Deal" unser Polk, Arm uwd Reich, Han»dar. ix'lter und Kopsar>i>eiter, m eine sriiwill'ge Mtberaufflalkni der Unruhen ln Otfttmlch? Sensationeller Versuch einer Befteiunss Rintelens / Neue Sabotageakte / Panikstimmung in Wien B u d a p e st, l7. septeulber. Die hiefiO»« Vliitter berichte» in senj,,. tianler A»f«achtzmg aus viea, daß man dort einen neuen verwegenen Ersuch zur Befreiuuß des im Jnquifitenspital unter, gebrachten Dr. R i u t e l e n miternom» men habe. Im gleichen Sp tal liegt auch sein Freund General V a g n e r. dee jiir den Fa> d«» Gelingen« des Putsches als tAmuinder Kriegsminister anserseheu »ar Das Spital ist van eine« vierfache« Xnk' da« umftelt, die beide« Patienten stehen außerdem noch unter besonderer Ve»a. chung der Detektive. Die öeute, die au der Befreiung «iutelens i«teresskert »are«, gruben einen unterirdisch«, Gang aus dem Hammerrand-Hotel iu die Florina-«pffe, und z«ar unter drei H«uset« hin-durch. Für diese« Vosreiungsversuch wußte uur der Hoteldirokto« und seine Frau, «»es »ar fiir die Flucht schon vorbereitet. In der letzte« Zett erhielt die Vlizei jedoch Witterung, sie li^ bie K^le der Umgeb«us absuchm und ßies^ dabei aus den unterirdischen Gang. Nu« mu>^ die «achpOfte« ueedaPPelt, so dich sede Miig. lichteit eitler Flnck< vereitelt erscheiuil^ Wien, 18. September. Heute um halb 2 Uhr nacht« »urde die Lichtversorgung Wiens durch Vernichtung des Haupttabels an einer Stele ausftr-halb der Stabt unterbrochen, vs handelt sich zweifellos um einen politischen Sa» botageakt. Die Gtadt war durch zwei Stunde« hi«durch ^vollkommen in Fi», siernis gehtilt; die nächtlich arbeitenden Fabriksbetriebe mußten insolge Strom« Unterbrechung ihre Arbeit einstelle«. Da gleichzeitig i« ei«em ru««el der «ing» bahn eine HiNenmaschine gesunden wur. de, glaubt mau, das^ es sich um die erste« Anzeichen eines Wiederaufslockerns der Unruhen handeU. In der VevSlkerung herrs«^ daritbkr Payisittmmung. In Krei sen der Linken wird liaraus hingewiesen, daß die Anhänger des Regimes diese Sabotageakte selbst bnrchgesiihrt hätten, um mit der Forderung nach Srhiihung der Exekutivkontingente in ^ns leichter durch dringen zu kdunen. Wien, 18. September. In den letzten Tagei» wurden in der Um-gobung Wiens 4(X) Marxisten verhaftet und im Schnellverfahren mit Haftstrafen bis zu 7 Monaten aburteilt. In Wl^llersdorf wurden mehrere huiÄ»erl Bauern, die bei der gegen den Landbuni?» gerichteten Aktion verhaftet wurden, au' „Ernt^urlaub" geschickt, nach dessen Mlaus sie wieder inö Konzentrationslager gebcachi werden. Furchwares Blutbad auf der Südchinabadn Raub- und Mordüberfall der Tschungusen auf einen Personen, zug / Im Kampfe 14 Passagiere und 24 Räuber getötet / 15 Schwerverletzte Mu ? d e n. 18. September Auf der Südchinabah« wurde zwischen de« Stationen Tunghua und Shangheng ein Personenzug von den rStibeiischen Tfchung«sen zum Entgleisen gebracht. Die Räuber sielen sodann iibe» den Zug her, um die ?^ssagiere und die Post z» berauben. ES entspann sich ein surchtbarer Kampf, der sich umso dramatischer gestaltete, als die Räuber in grosftr Uebermacht waren. Es gelang beu Räubern ichließli«^ in die Waggons einzudringen mid ei« förmliches Blutbab auzurichte«. Die Räu- ber matakrierteu die Passagiere, schnitten ten ihn«« Ohre«, Fi«ger und Hände des Schmuckes halber ab. 14 Persouen, darun. ter drei Japamr, wurden aus der Stelle getiitet. Die gahl der Schwerverletzten de-zissert sich quf IS. Während des erbitterten Kampses, den sich die Räuber und das Vachpersonal des Zuges lieserteu, wurden 24 lychungusen durch Schüsse getiket. Die Räuber verzeichnen aus ihrer Seite itber 4Ä Schwerverletzte. Bald daraus trafen Ml litärassistenze» aus Sonderziigen ein, doch hatten die Räuber inzwischen schon das Veite gesucht. Um die Aufnahme der Sowjets Varthous Dialektik. — Die Pariser ttommp-tare. Genf. 18. September. In der politischen Koinmission des Völler bun'des erklärte B a r t h o u in Beantwortung der Rede Mottas, Frankreich sei bedingungslos für d«n BAkerbundpakt. Barthou dankte Motta ftir die Feststellun!^, daß aus die Schiveiz kein Druck ausgeübt lvorden sei. Rußland 'verde seine Verpslichtnnlien einhalten, die es mit dem Eintritt in den kerbund übernehme. Es geschehe zuln ersten Male, daß Rußland eine solch? Erklärung abgebe. T^r Völkerbund halte sich an den Artikel l, der bestimmt, daß der ^-Lund eine Weltorganisation sei Es bestehe durchaus nicht der Wunsch, sich in die inneren Angele« genheiten Rußla,»ds einzumengim. Bezüglich der Bvfürchtungen Iaspars und Mottas in der Frage der Ane^ennung der zaristischen Borkriegsschulden erklärte Barthon, das; jeizt darüber nicht l^erhandelt 'verden könne. In Rußland haibe sich seit Lenins Tod :iielcs ge« ändert, dies be»^se Rußlands Willen, in den Völkerbund aufgenoqnmen zu werden. P a r i s, 18. September. Die Mütter begrüszen die Rede ottas in der politischen Zwminissioi, des TMker-bundes, aiber auch die Gegenarguinente Varthous seien einer besonderen Taktik -'ntjprun gen. Die von der Schiveiz versochtenc doktrinäre These habe aen miis-seil. Trotz alldenl sei der tiefe E'Nl^ruck oer i)tede Mottas unbestreitbar gros; ge'.ve'cn. Das .K ch o d e P a r i s" ist mit der Rede Barthous unzufrieden. Bi'iand habe die alte diplomatische Schule zum Siege ii^führt. die jetzt Venf beherrsche. Aehnlich schreiben auch „Oeuvre" und der „Figaro". N eape l, 18. September. Ganz Jtalieil erwartet die (^ebiirt eines Thronerben. Die Königin von Belgien und die Königin von Italien betreuen die Kron^ Prinzessin in ihrer schweren Stunde. Vor dem Königspalast iir Neapel staut sich eine große Menschenmenge; in den .Kirchen werden Bittgottesdienste siir eine gliictliche Niederkunft abgehalten. Zü ri ch, 1A. Septenlber. Devisen: Paris 30.20ki?<>, London lii.lv, Newnorl W2.6SS, Mailand Berlin l22.M, Prag 13.74, Wien 57.20. Liubljana 18. September. D e n i-s e n. Berlin Z354.0.j—Zürich 1108.36—1118.85, London lst7.tt4—169.24, Newyork 3326.3!?-!;!i54.59. Paris SS5.07, Prag 141.12—141.98, Triest 290.90 _Z93L0, österr. Schilling (Prloatclearin S.öb—S.65. (Äemeinschcht freier Bürger zusammen» schweißen, die Schulter an Schulter für das allgemeine Wohl rümpfen.* An program-matischen Reden und Kundgebungen läßt der Amerikaner sich das gern gefallen. Jeder deutet sich das, „wie ich es auffasse". Die «Aeschüftsprospekte uiU> die ReNamen ame-rifanischer Uivternehmungen triefen gevaide-zu voi, altruistischen Phrasen, und doch steht dah-inter nichts weiter als das nackte Be-winnstreben und der Wunsch, das Rennen vor dem Konkurrenten zu machen Roosevelt aber nahm seive These ernst. U,rd nun kaanen, gestiützt auf die dem Prä-sidenden erteilten außerordentlichen Boll» utachten, ^ne scharfen Eingriffe in die wirtschafitliche FreiM der Unternehmungen. Sein e^tes Kel war die «Srhichung der allgemeinen Aauftvosetzung der Arbeitszeit und gleichzeitiger Lolnlnormierung, !'v«-schneidung der s«ien Konkurrenz durch allgemeinverbindliche Vorschriften über Preis-kaltulation und Wettbewerb. Was ihm vorschwebte, war eine Planvoll von oben gesteuerte Wirtschaft, die jedem das Seine gab. Der Anlaus war erfolgversprechend. Schon stiinmungSmäßig wirtte sich die Erkenntnis, daß ein energischer Mlle am M:rke war. belebend aus. ^^n^folge der Arbeitszeitverkürzung gctb es Neu einstell ungen. Die Gesamt» kauftraft hoH sich. Das kam auch den -Farmern zugute, deren Ei^vkommen von 10 auf 5 Milliarden Doilar zurückgegangen nxir imd dos fich nun lvieder auf etlva 6;^ Milliarden hob. Aber Koiosevelt begnügte sich lvicht mit dem Unidau der Nmeren '^^>irs-scha^tsorganisation, sondern er leUere gleiil^-zeitig seine betmnliten iZMhrungserperilnen' te ein, die zwar zunächst auch stinmiierond wirkten, dann aber doch die nrit den iii^rigen Maß,»ahmen erzielten Erfolge zum Teil ^öie-der aufzehrten Und Run ist inz^vis^^n der Rückschlag gekommen. Schon der Inni brachte einen scharfen Pvotduktionsrückg.TNg, nach den VerNffentl-ichungen dos MrtschaftHmini-steriums siM Gesamteinkomnvn ivic-der, die Preise, vor allem für Leben.?niittel. steigen aiber, so daß dte Lei»<'ns?^'sten des Lohmmpfüilgers sich beträchtlich ertzicht ha< .Maribmcer Zeitung^ Zeummer St2. Mittwoch, d«n 19. Septemkter 1SA4. den. Die sinkende Kaitstvast der Jndustrie-bevöUerung macht sich mm auch in den Far» Mlergebieten wieder bemerkbar. Die Zahl der Arbeitslosen steigt und dazu kommt, dah die Staatsschulden, nicht zuletzt infolge des iveitau'>holenden ArbeitsbeschaffungSpro-grammcs des Präsidenten, wachsen und mit Ende August mit über 27 Milliarden Dollar einen neuen Höchstft«nd erreicht ^ben. Die heftigen ArbeitstSmpfe, die sich zurzeit IN den Bereinigten Staaten abspielen, sind ^er Ausdruck der allgenieinen Enttäuschung, die von politischen Agitatoren geschickt sür ihre besonderen Zwecke auSgenuht wurde. Aber diese Enttäuschung formt nun auch die Krönten flir den beginnenden AaMampf. Am rdneten des ^^iepräsentantenhauses und ein Drittel der Senatoren neu zu wählen. Deutlich ist zu erkennen, daß sich nicht mehr die alten beiden Parteien, Demotraten nnd Mpubli« taner, gcgelMberstehen, sondern datz. mitten durch deren Linien hindurch, sich »-ine neue Gruppierung vollzieht, die auf der einen Seite die Anhänger der Mo>scvclts'l>!?n Wirt schastspolitik janimelt, während .ius der anderen Seite sich alle diejenigen zusammenfinden, die >die von Rooseivelt unter 'der Partie des dem Individualnutzen voranzustellenden (Gemeinwohls angetasteten Eigentumsrechte und persönlichen Freiheiten unter Berufung aus die yscvclks vielfach anfechtbare Farmen gefunden haben mag. die «aber ll. «wlnov in Senf Genf, 17. September. Me in hiesigen journalistischen Greisen behauptet wird, ist L i t v i n o v bereits in den Abendstunden in t^nf eingetragen. Lit« vinov n>ahrt strengstes Inkognito. In seiner Begleitung befinden sich seine intimsten ou« tzenpolitische Mitarbeiter Stein und o. i e n b e r g. Mihajwv ttitgelafien Auf Jnterventian Jtalieus? I st a n b u l, 17. September. Die türkischen Behörden haben den Führer der mazedonischen Revolutionäre, Ivan M i h a i l o v, plötzlich isreigelassen. Mihaj-lav war abends <^st seiner Freunde in Pe-»^a. Er soll erklärt l)al^n, da^ er noch Italien und dann nach Frankreich reisen qverde. Von einer Auslieferung an Bulgarien ist jetzt scheiirbar keim Rede. Wie der Korrespon^nt der Agence Havas in Erfahrullg gebracht haben will, soll Italien füi^ Mihajlov interveniert haben. Es seien alle Formalitäten erledigt worden, die ihm die Ausreise aui? der Türkei erleichtern »^Verden. Vitler spricht vor 700.0V0 deutschen Bauern. B e r l i n, 17. St^ptember. Äm Bückeberg ^wird am Z0. September IN großer Staatsakt in der Form des Ern-edankfestes abgehalten ^Verden. Der Führev und Kanzler Eitler- wird bei dieser -legenhelt vor 7lX).<1tIl1 deutsche» spü chen. Mottas plalboyer Die Rußland-Debatte in Genf / Mit 38 gegen 3 Stimme» anfgenommen / Die Schweiz, Portugal imd Holland stimmen dagegen Genf, 17. September. In der heute nachmittags stattgefundenen Plenarsitzung der Politischen Kommiffion des Völkerbundes stand die Aufnahme der Sowjetunion in den Völkerbund als einziger Gegenstand der Verhandlung zur De-!^tt«. Als erster Redner erhob sich der portugiesische Delegierte D a m a t a, der die Erklärung abgab, daß die Aufnahlne Sowjetrußlands sowohl der portugiesischen In^ nenpolitik als auch dem Völkerbundstatut widerspreche. Portugal könne nicht einsehen inwieweit die Aufnahme SowjetrußlandZ der Friedensgarantie und Sicherheit dienen solle. Mit dem Eintritt der Sowietunion werde die kommunistische Propaganda unterstützt, deren Ziel die Vernichtung der Grundsätze sei, auf denen die meisten Staaten aufgebaut find. Der schweizerische Bundesrat M o t t a holte sodann zu einer'groß angelegten Rede aus, die einen starken Eindruck ^rvorrief. Motta erklärte zunächst, der Standpunkt des schweizerischen Bundesrates in der Frage der Aufnahme Sowjetrußlands stehe im Widerspruch zu der großen Mehrheit der Völ-kerbundversainnllung. Die Schweiz habe von allem Anfang an die Universalität des Völkerbundes verteidigt und dem russischen Volke immer eine I)crzliche Freundschaft erhal-teil, nienials aber habe'sie das gegenwärtige Regime de iure anerkennell wollen. Die Schweiz sei sest entschlosseil, bei diesem Stand Punkt zu verharren. Daraufhin unterzog Motta die ibolfchewistischen Theorien über Religion, Moral, Gesellschaft, Politik und Handel einer vernichtenden Kritik, indenl er i>arauf hinwies, daft der ikoinmunismus sein Geltungsbedürfnis in der ganzen Welt nicht aufgegeben habe, ein sichtbares Zeichen, das den Bolschewismus mit den unabhängig not-wendigell, von der ganzen Welt anerkannten Grundsätzen des Verkehrs von Staat zu Staat in Widerspruch bringe. Das Ziel des Kommunismus sei die soziale W clt re -v o l u t i o n. Wollte der Kommunismus diesem Ziele entsagen, dann würde er sich selbst aufgeben, bleibe er ihm jedoch treu, dann sei er der Feind aller, da er alle be-drohe. Auf die Schweiz sei diesbezüglich kem Druck ausgeführt worden, er fühle sich veranlaßt. dies zu betonen, damit jedes Mißverständnis aus dem Wege gerätimt werde. Bei allen patriotisch und national fühleilden Schweizern herrsche jetzt das Empfinden vor, daß der Völkerbund ein Gefahrenspiel treibe, wenn er versuche, Feuer und W a s-s e r zusammenzubringen. Die Würfel seien indessen gefallen. „Wir haben lieber die Rolle des .Hüters und des Warners übernom men, woibei wir hoffen, daß sich unser Mißtrauen in .Hinkunft als übertrieben herausstellen möge. Wir hoffen auf die Unterstützung der anderen Staaten, wenn wir einmal verhindern müßten, daß Genf zu»n Herd einer zersetzenden Propaganda werden sollte. Wir begnügen uns vorerst damit, daß die Sowjetunion nicht einstimmig in den Völkerbund aufgenommen wird." Der belgische Delegierte Außennlinister Iaspar erklärte, daß sich die belgische Delegation der Abstimmung enthalten werde. Den gleichen Standpunkt meldete auch der argentinische Delegierte (5 a il t i l l o a>l. der auch darauf hinwies, wie schlecht die Bolschewiken den argentinischen Gesandten zur Zeit der Revolution behandelt hätten. Der holländische Delegierte erklärte, g e g e n die Aufnahnle Sowjetrußlands in den Völkerbund zu stinlinen. Bei der darauf folgenden Abstiinmung wurde die Sowietunion lnit W gegen Stinl nlen aufgenoinmen. Sieben Delegierten enthielten sich für ihre Staaten der Abstim- NlUNg. G e n f, 17. September. In der heutigen Völkerbundversainmlung teilte der Präsident S a n d l er deil Wunsch des Rates lnit, der Sowjetunion einen ständigen Ratssitz zu sichern, wenn die Aufnahme in der Politischen Kommission erfolgen sollte. Die Wiederwahl Chinas in den für die sich Ellgland einsetzte, wurde non dem von Frankreich geführten Staaten-block vereitelt. Bon 52 abgegebenen Stimmen erhielt China nur 21. Stzanien erhielt hin« gegen 44 Stiminen und gilt als wiedergewählt. Neu gewählt wurde in den Rat die Türkei mit 48 von 51 Stimmen, was als Erfolg Frankreichs und der Staaten der Kleinen Entente und des Balkanpaktes hingestellt wurde. Zum Mitglied des Rates erscheint demnach der türkische Außenminister Tewfik Ruschdy Be»i gewählt. Außer Spanien erhielt auch Chile einen standigen RatS-sitz. Der Sowjetdelegierte wird demnach in der kommenden FrühjahrZtagung nicht daS Präsidium des Rates innehaben. Die Wahl der Türkei wird demnach als stille .Konzes^ sion an. Deutschland gewertet, da man in Berlin Litvinov als Präsidenten des Rates während des Saar-Pebiszit6s als Provokation empfinden müßte, und zwar umso mehr, als Litvinov Bolschewik und außerdem auch Jude ist. Aus diesem Grunde wurde die .Kandidatur Tewfik Ruschdi Beys auch von England unterstützt. Londo n, 17. September. Da die Aufnahme Sowjetrußlands in den Völkerbund so wie vollzogen ist, benützen zahlreiche englisch« Blätter diese Gelegenheit zu scharfen Angriffen gegen Moskau. Am vehementesten ist die „M o r lf i n g P o st", die unter dem Titel „Organisierte .Heuchelei" betont, daß die Aufnahme Sowjetrußlands in deil Völkerbund im Widerspruch stünde zum Bölkerbundpakt. Das Blatt richtet an den Minister des Aeußeren Simon die Frage, ob er fick) wohl auch die Versicherung habe geben lassell, daß Moskau seine Propaganda gegen die Interessen des britischen Imperiums einstellen werde. M o s k a u, i7. September. Bemerkenswert sür die Verschämtheit, mit der Moskau in den Völkerbund eintritt, ist die Tatsache, daß die russische Bevölkerung die Kunde vom Äntritt in den Genfer Völkerbund erst am gestrigen Tage offiziell erfahren durfte. Die Sowjeregierung vers)«im-lichte diesen Schritt bis zum letzten Augenblick, da es den russischen Bauern und Arbeitern letzt sehr schwer beizubringen sein wird, daß die roten Diktatoren in den .Kreis jener „kapitalistischer Staaten" eingetreten sind, deren Genfer Bund sie als Versammlung der „proletarischen Ausbeuter und als Zentrum der antiproletarischen und antirussischen Politik" hingestellt hatten. Die amtliche „I z v e st j a" windet sich auf alle erdenklichen Arten und möchte nun den Beweis liefern, wie „notwendig" dieser Schritt gewesen sei. das Dofilee der ausgerückten Formationsn entgegen. Diese h^burgisch-Monarchist, sche Kundgebung, die von der österreich'.sch^n Regierung mit Nachdruck unterstrichen wnr-de, ist in Gens nicht unbemerkt qsbliel-en Es hat sich hiebei ^rausgestellt, daß d'.e österreichische Regierung etn Doppelspiel treiibt. Bundeskanzler Dr. Schufchnigg hatte zu gleicher Zeit dem französi-schen 'Außenm'.' nister Barthou erklärt, daß die österreichisch:! Regierung entschiedener Gegner der Rückkehr der.Habsburger sei. und daß sie die genwärtige Ordnung in Oesterrech zu ver-teidigen wissen werde. In französischen Tele« gationskreisen ist darauf hingewiesen, wor. den, daß sol6?e Manifestationen nur geeiP net seien, die auf Ersuchen Dr. Schuschn'gg-non Barthou geplanten Verhandlungen i)be? die Sicherstellung der österreichischen Unali hängigfeit fortzusetzen. Es handelt sich hiebt', um die persönliche Fühlungnahme zwischci Barthou und Mussolini im Oktober, --i. Mne wmmunWfche Derfchwvmng In Bulgarien S o f i a, 17. September. Wie aus Iambol berichtet wird, wurde non der Polizei in Botev bei Janrbsl eine geheime kommundstische Verschwörung aufgedeckt. Die Polizei nahm ^ussuchungen vor und verhaftete 5N Personen, darunter zahlreiche .Hochschüler. In einem Walde ne benan fand ntan ein regelrechtes Magazin' für kommunistische Flugschriften. S o f i a, 17. September. Eine kommunistische Verschwörung wurde von den Behörden in RuSöu? aufgedeckt. Es wurden 24 Verhaftungen vorgenom-nleii. Die Recherchen iverden fortgesetzt. Wie in bürgerlichen .Kreifen versichert wird, habe die kmnmunistifche subversive .Hetze seit der Anerkennung Moskaus durch die Regierung Mmon lGeorgiov nachgerade zugenommen. Barthou aber Sesterrelch» Llnaufrlchtiglelt verärgert Die monarchistischen Kundgebung?« in Ei-' s "i^^t und das Echo in franzitfischen Re» gierungskreise». G e ll f, 17. September. Am Äoimtag fanid in Eiseniftadt eine gro« s^e legitimistische K-undgebung statt, in deren '^^erlause Erzherzog Eugen fÄr ..Otto von Oesterreich" die EhrenbÄvgerurkunden von .Ä burgenländischen Gemeinden entg-gen nahinl. Der Erzherzog naihm mlch die cffi» z'^llen Mnh^uTdgen der Bkhür^ jwvi-c Dte Wadlm in Schwedm S t I, ck h o l m, 17. September^ In Schweden haben gestern die Wahlen .Vaudsthing staitgesttnden. Wie den vor-läusigen Ergebnissen zu entnehmen ist, ha ben die Konservativen 275 (bisher W) Man date erhalten. Die landwirtschaftliche Partei erhielt 217 (bisher 187), die Volkspartei 11/ sbisher die sozialdemokratische Partei 503 (bisher 469), die sozialistische Partei 15 und die kommunistische Partei 9 (bisher (»1 Mandate. Manöver der «oten Armee W a r s ch a u, 17. September. Die Herbstlnanöver der Roten Armee sin!^ nach Berichten der polnischen Presse beendet worden. Sie fanden diesmal in Weißru^ land statt. Kriegskommifsär Wo r oschi l o w soll bei dieser Gelegenheit eine An spräche gehalten haben, in der er sich über den Stand der sowsetrufsischen Wehrma6)t sehr befriedigend äußerte. Der leitende Kom missar der weißrussischen Republik hatte in seiner Begrüßung für Woroschilow versichert. Sowjet-Weißrußland, welches an der Grenz-' der verhaßten kapitalistischen Welt liege, wer de alles tun, um die Wehrkraft des Rätereiches zu stärken. «ongreß der mongoNfchen Mlrften Das Verhältnis zu Japan, China und Mond schvkuo. Schanghai, 17. September. In der kommenden Woche beginnt in Tschende, der .Hauptstadt der Provinz Jeho^, ein.Kongreß der Fürsten der inneren un^ der äusseren Mongolei statt. An diesem Kongreß werden auch der Bruder des .Kai fers von 'Mandschukuo und zahlreiche Ber treter des japanischen .Heeres und der Mar' ne teilnehmen. Der Kongreß soll nach chinc sischen Pressemeldungen dazu dienen, da Verhältnis der Moncvlei zu Clhina und Ja pan einerseits unH zlU Mandschukuo andev seits zu klären. Das Endergebnis im Svwvo Itundflug Warschau, 17. September. Im Eurl>pa-Rundflug stellt sich daö Enii« ergetznis w.e folgt dar: B a j a n (Pole! 18W, PlonczinSky (Pole) IZs^j Punkte. Seidemann (Rutscher) 1K4l>. AnlbruS ((:SiR) 1822 Punkte, Osterkamp (Deutscher) 1810 Punkte. Die letzten beiden Plätze besetzten .Hubrich (Deutschland) mit 17:?8 und Fralr:ois (Italien) mit 1561 Punk ten. Die größte Geschwindigkeit beim Höchst geschwinidtAkeitÄl^ettbewerb erzielte O st o kam P auf einenr Messerschmitt-Flugzeug mit 291 Stundenkilometer. Der Siezer Ba jan wurde in Warschau bei seiner Landung von den hunderttausend Zuschauern begci-stert begrüßt. Der Poli^G edgov und der Italiener Sanc in mußten in d.'v N'Zlzr' von Warschau notlanden. Riitselhaster Brand einer französische« lerne. C h a m b e r r y. 17. September. Die Agence .Havas berichtet: Die Käsern»' ^ des 7. Alpenjägerregiinentes ist heute nachts ^ durch einen Brand zerstört worden. Die Ur-' jache des Brand.es .':sten vorläu. fig die Missiomn, die ihre HUme, Asl)Ie, Speisehäuser, Krankenhäuser und S-lichen-l-aMrette zur Verfiigung stellen, naturge-mäh aber nur immer Einzelne unter den viei^en Tausenden erfassen können. E^nes «der schversten .Hemmnisse bildet die Anffassung Martbore? ,^wng- Nummer 212. ^";n Krankenhaus der sranzö'sischcn 7tadt Sens ^rmrde vor kur^zem >n später ''Il>endstundc eine junge Krau mtt einer jäM^eren Schädelverlctzung eingeliefert, sie n'ilrde von einem Autoinobilisten gefahren, der erklärte, die Veruttglilcktc auf d^r Etrasie l^i!funden zu haben. Er ^volle nur noch seinvn '.''>agen versorgen und dann !ns ^^railken-hmls konimen, um weitere Aussagen zn nia-chl?il.' Wenige Minuten nach ?er 'Einliefe-illn.g starb die Zrau. Ihr angeblicher Rtt--ler lies; slch jedoch nicht wieder sehen. Den-noch ergaben die polizeilichen Ermittlungen, das; die Frau aus eiilcm Auto s^eworfen nwrden ^var. Es hanidelte sich uin Marianne Pri'lnet, die Insassin eines öffentlichen .Hau» seS in Marseille war und nach Paris verbracht werden sollte. Wahrscheinlich hat sie sich aus der Fahrt gegen ihre Zwangsverbrin sillug nach Paris gesträubt. Am Schluß einer heftigen Auseinandersehung wurde sie cili'^ denl Wagen geworfen, wobei sie die töd-ichen Verletzungen erlitt. Die Verbrecher haben es sich dann aber l^berlegt und ha^n dielt sich NM lnnen russischen Emigranten, der jic>i selbst l^libert nennt, in Wirklichkeit je-doöi Markus GoldmamMvitsch heis^t. Tro^ siiilu Abkunft und akademischer Bildung ist fr Hilf die abschüssige Bahn geraten und lebt jekt von Mädchenhandelsgeschäften. ES ist noch nicht gelungen, seiner habhaft zu iver-den. Doch ftnd die Grenzbehörden auf ihn ansttierksanl gemacht worden. Anch werden die ?>ach!sorschungon in der Pariser und Mar seiller Unterwelt fortgesetzt. Dieser eigenartige Zwischenfall zc:gt wieder einmal, daß der Mädcheny.indel, meiln lillch im Dunkel, inmier noch ^steht. ANer-iiings ist er in Europa in, großen und gan-zl'll ausgerottet, so daß nur noch gelegentl.ch vereinzelte Fälle vorko-inmen. ^gcgen sind s'ie ^^ustände im Orient geradezu furchtbar. (5in eigenartiges Zusammentreffen hat es lieiügt, daß gleichzeitig mit dem Verbrechen in Zens der Bericht der 2. Kviniinlssion des ^internationalen Komitees fiir den Schutz von ^Nndern unld Jugendlichen erschienen ist, daö seinen Sitz In Genf s>at und mit dem '^^ölkerbund in Berbilldung'steht. Bon 1924 bi.^ 19zl; hat die 1. Ztommis^ion die Lage in l.^llropa, vor allein im M'.ttellneer- und Bal-langebie-t sowie '.n Nord- und Mdamerika untersucht. Die 2. Kommission, deren Bericht ich! vorliegt, besteht aus einom mrdamer'.-lailischen Juristen, einem europäischen Ztmtsbeanlten und einer nordeuropä:serten Mädchen unendlich höher. Dahin gehören auch alle die Frauen, die als Kellnerinnen, Tänzerinnen, Sängerinnen ot^er. Mnn es sich um Japanerinnen handelt, als Geishas ins Ausland verkauft ivor-l'en stnd. Der Mittelpunkt des Mädchenhandels ist Schanghai. Von dem Namen dieser Stadt ist auch das Zeitwort abgeleitet, das den Mädchenhandel kennzeichnet. Im Jargon der Mädchenhändler heißt es kurz ilnd bündig, daß die ,.Ware" — „schanghait" wird. Unendlich groß ist die Zahl der jungen l5hinesinnen, die in der Regel voi, irgenid jemand im Ausland adoptiert werden, 'vas nichts anderes ist als der legale Name iür eine furchtbare Sklaverei. Geringer ist die der Mädchen ans Anam, Siam nnd Indien. Das schweifte Los aber hat die zahl reichen Russinnen betroffen, die nach C-Hina Aefl.sichtl't sind. Auch snr sie ist Schanghai die Z«itralc des Verderbens. Sie stellen das der Orientalen «m der Fnui ü.btthau^t. die in ihren Augen von vornherein ct^oas Minder^veitiges ist und höchstens eine Sache darstellt, mit ver man nach Belieben verfährt, sie also auch verlausen tann. Trotz aller eitropäischen Zivilisations-^ und Aufklärungsarbeit durch die Missioilare hat sich ,»och nicht allzuiviel an diesen An>6)auungen geändert. Es darf auch ckcht vergessen werden, daß innerhalb der orientalischen Franen welt selbst eine starke Jn-dislenz gegen ihr ^chilk^l vorhaiv^n ist. Es bleibt also noch unendliche Arbeit zu tun. Die Kommission beabsichtigt, in nächster Zeit in Europa weitere Aufklärung ü>l'er den Mädckienhandel im Orient zu verbreiten. Bor allem soll der Böl-kerbund versuche,,, durch zn>ingende internationale Vereinbarungen aus die Regierungen des Orients dahin zu dringen, daß diese scheußliche Form ino-derner Sklaverei auch in ihren Ländern ein Ende nin^mt Eln klndllches Llnlversatgenle Wunderkinder und ihre Schicksale Die amerikanischen Psychologen der Uni- l Pie berühmtesten frühzeitigen Nenies der versität in CHi^ago befassen sich altgenblick- ^ Welt »varen Leonardo da Vinci, Leibniz und lich mit der eingehenden Untersuchung eines Goethe. Bei allen dreien zeigten sich schon Wunderkindes, das bereits die Ansmerksam keit der gesamten Vöeuen Welt auf sich gezo. gen hat. Der kleine Giovanni Zelenna, der jetzt sieben Jahre alt ist. zeichnet sich von den Wunderki,?dern, die i.m Laufe der Jahrhun^ derte von sich reden machten, durch die aufsehenerregende Tatfache aus, daß er nicht etwa eine besondere Begabung für irgendein bestimnites Gebiet zeigt, sondern n>irklich als ein junges Universalgenie angesprochen '^'erden muß. Bisher hatte es sich stets gezeigt, daß Wunderkinder entweder eine ausgesprochen künstlerische oder eine rein wissenschaftliche Bostaibung hatten. Sie erwieseil sich als Sprachgenies oder als besondere Reche,rkünst ler oder sie »varen jugendliche Virtuosen auf einem M,rstkinstrument. Der junge Menna ^dagegen besitzt die außergewöhnliche Eigenschaft, für alle möglichen Gebiete gleicher» weise eine starke Befähigung zu beweis;nl^ Die Mutter des Knaben berichtet, dasz er schon im ziartesten Alter eine außergewöhnliche Auisfafsungsgabe beiviesen habe, cr öe» hielt schlechthin alles, was er eininal hörte oder sah. S-cl^n vor dem Beginn der Schulzeit ivar das Kind fähig) spielend die schwierigsten Rechenaufgaben zu bewältigen sowie mehrere Sprachen zu beherrschen. Diese letzte Eigenschaft dürfte sich besonders auf dem unsteten Wa,dderrc'ben der Eltern entwickelt haben. Der Vater des jungen Genies, ein Ingenieur, ivurde in die verschiedensten Länder der Welt verschlagen. Uevsr seinem Schicksal waltete ein eigenartiger Unstern. Immer wieder verlorner seine Arbeit, und iinmer wieder zog er' weiter.„m ir-gendwo eine feste Lebensarbeit zit finden. Aber stets haben ganz elgenarti.^e Anglück'^ fälle nnd Zufälle die ErMnng dieses Wunsches verhindert. Auf diese W^ise durch die halbe Welt getrieben, ^hm der kleine Giovanni bereits in den ersten Jüqenidsahren die Sprachen der verschiedenen Läntler in sich auf. Bierjährig sprach er bereits fließend Russisch, Englisch, Deutsch, Italienisch nnd sogar Chinesisch. Zu diesen sprachlichen und rechnerischen Begabungen kam zum Neber-fluß noch die künstlerische. Auch hier erwies sich, daß das Kind niM nur für ein besonderes Instrument befähigt ,var, sondern init derselben Leichtigkeit mehrere Instrumente zu handhaben, ja i?eradzu n,eisterhaft zu be-her^chen wußte. ?^r bedeutende Unterschied, der den klei??en Italiener von früheren Wun derkindern auszeichnet, liegt aber nicht nnr im Positiven, sondern auch im Negativen, Denn 'r>ährelvd er aus der einen Seite die außerordentlich vielseitige Begabung z^zigt, so fehlt auf der anderen Seite jede selbstschöpferische Gabe. Giovgnni gleicht einem sehr fein konstruierten Apparat, der alles, was in seinen Seh- und Hörbereich kommt, systematisch ausnimmt, um es jederzeit ge-nan iviedergeben zu können, er ist aber inerk würdigerweise nicht in der Lage, sich zun, Beispiel kompositorisch zu betätigen. ?^e bedeutendsten amerikanischen Psychologen sind zurzeit mit der Aufgabe beschäftigt, das Rät sel des neuen Wu,cherkinöes zu stlvdieren, das ganz neue Seiten friHzeitiger Geistes-enbwicklung geKeilgt hat. im frühesten Kindesalter die Merkmale der Genialität. Goethe sprach bereits mit neun Jahren neben seiner Muttersprache lateinisch lind französisch und ivar sogar i,n Grio6fi» schen bewandert. Nebenbei erlernte er da-n,als spielend auch die italienische Sprache, während er zuhörte, ivenn seine ältere Schive ster italienischen Unterricht nahm. Als Sie« benjähriger verfaßte er bereits Verse und Dialoge. Unter den musi?kalischen Wunderkindern dürfte Mozart das bekannteste ge.vesen s?in. Mit 4 Jahren komponierte der jugendliche Nslnstler bereits kleine Stncke. Mit i'ünf J^,h^ ren stand er anf dem Konzertpodium. Äfjäh rig imponierte Mozart bereits seine eche Oper. Auch Beethoven begann bereits i,n vierten Jahre .^lavier zu spielen nnd verfaßte mit Iv Jahren eine Kantate. Schubert nahm mit 11 Jahren als Geiger an einem Klavierkonzert teil, und Mendelssohn trat mit neun Jahren i^ffentlich auf und schrieb mit 11 Jahren seine erste Komposition. Auch Schumann begann noch nicht sieoenjähriz zu komponieren. Daneben läßt sich die Reihe der musikalischen Wunderkinder noch weiter fort setzen: Eherubini, Weber, Rossini, Chopin und viele a,vdere waren ^rühmte Wunderkinder ihrer Zeit. Auch unter den Malern sind Wunderkinder durchaus nicht selten gewesen. Rafsael pflegte scherzhaft von sich zu sagen, da^j er schon in der SLiege zu zeichnen begonnen habe. Tatsache ist. daß die meisten berühinten Mailer bereits im.Eindesalter mit einer gewissen Meisterschaft den Stift zu fuhren ivuß ten. Tizian ,nalte bereits mit 2 Jahren sein erstes MadoNnenbibd. Bon Michel Au^lo, Mnrillo und Tintoretto ^vivd rrzählt, daß sie von ihren Eltern verprügelt worden seien, ,veil sie die Wände ihres Elternhauses mit Kreidezeichnlmgen bedeckten. Murillo erzählt in seinen Tagebücher, daß es ihm bereits mit knapp zehn Jahren gelungen sei, sein erstes (^Zemälde zu verkaufen. Von jeher war die A,«ficht verbreitet, das; Wunderkinder kein hohes Alter erreichten. Tatsächlich sind auch »^lle bekannt ge^vor-den. in denen Mnder, die in den frühesten LebeirSjshren außerge,vöhnliche Fähigkeiten aufwiesen, früh starben. So wnrde 17zT1 in Lübeck ein Knabe namens Christian .Heljer-ken geboren,, der bereits dreijährig über erstaunlich« geographische und historische ^nnt ,risse verfügte und dabei in diesem Alter bereits fließend deutsch, französisch und lateinisch» geft>rochen haben soll. Das Kind starb, ehe es das vierte Lebensjahr vollendete. Auch ein anderes weltberühmtes Wunderkind, Mancalme aus Nimes erlitt ein trauriges Schicksal. Z^sährig übersetzte Manoalme bereits das Buch des altrömischen .Historikers Cornelius Nepos, mit 13 Jahren erhielt er den Doktorgrad. Knrz darauf n^uvde der Knabe irrsinnig und starb. AehnÜrl^? F.'ille haben sich wiederholt zugetragen. Dennoch darf man die traurigen Schicksale einiger Wunderkinder nicht -verallgeineinern. Denn ihnen gegenÄiber steht die riesige Zahl der Wissenschafter und Mnstler. die bereits c>lS Kinder die Mfmerksamekeit der Welt auf Vollv» 8ie joax bleiben? l)»l»n 5i« rezel- iitÄliss - innren! sich zogen nnd dennoch bi'> in^^ hohe Alter hinein «in Leben voller (^'sundhoit und rei-clxr - '"n?lsraft fiihrten. Fevdinand E r k e n. Et« Mbrecher als vollzel-inftniNeur In Sarpathorußland lacht ina^, ycrzl'ch über einen tollen Streich, den sich '.iii geriebener Gauner in dein Städtchen Sevlju^' leistete. Mehrere Tage lang ivareu im Oue ^^iacht für Nacht schlvere Einbrüche Verl:!)!: ^Vörden, und trotz aller Fahndungen der Polizei gelang es nicht, der Täter habhast tverden. Die Einbrüi^ ließen in der Art ihrer Ausführung auf reiche Sachkenntnisse der Täter schließen. Die intensiven Bemiih-ungen der Kriniinalbeaulten hatten endlich Erfolg und ergaben eine geradezn sensationelle Aufklärung. Im Ratl)aus des Städt-chens hatte sich vor Tagen ein eleganter .Herr gemeldet, der sich als ein Polizeiinstrukteuc Vorivoj Orabek auswies. Er inachte d<,n Bürgermeister den Vorschlag, einen Jnstruk-tlon'^kursns ülber neuzeitliche Poli^eiinetho-dei, vor den Polizeibeainten des Städtchens halten zu dürfen. Da der Freinde Emv^eh-tung^chreiben ai,derer Behörden vorioies. die überaus günstig lauteten, nahin der B-ürgermeister den Vorschlag an und verpflichtete .Herrn Borivoj Orabek. legen ein Honorar von 100 Ke Pro T>ag den Polizei.-beanlten von Sevljns seine Weicheit znieil tverden zu lassen. Die unerklärlichen brnche, durch die buchstäblich eine Au-^plün-derung der Bevölkerung erfolgte, tv'^ren Anlaß, daß Ulan den uier'fwürdig'en Freniden näher unter die Lnpe nahni. Uiid > al'ei -nach te man die überraschende Entdeckung, daß Herr Orabek von Haus aus überhaupt nicht Polizeimann^ sondern ei,, gesiichter Eiilb'.e-cher war. Während er tagsüber seine wirklich ausgezeichneten Vorträge hielt, die tiefer Fachkenntnis zeugten, benustte er die Nacht, um den Polizeibeainten gleich praktisch das Material an interessanten Fällen zu liefern,- an dem sie lernen sollten. Biel-leicht hat . der gute Jnstruktion^^unterricht dazu beigetragen, daß es gelang,, dein Täter wirklich auf die Spur zu kommen ... ösl Vei'llguunksstöi'unLeti, verstimmunL^en. Scxibrcnneii. Uebel-Iceiten. Kopfsckimerxen, ^^^erv enrci^un-een scitsM krük nüelitern ein Olas na-türliLlies » k'5«nZ!».so8ek«-öitterxvA88er sennell okkenen I^eib. j?ute Vercic^uuii^ uncl «^erek^elte« fZIutkieizj^uf. VerLU-cke in äen mecji^ini^Ll^en l_si,jver8jtütti xliniken er«^Aben. cialZ ^lknlwliker. äko an ^aj?enkatArrki litten, ciurci, nlt-oevvÄlii'te ilire I^lZIust in kurzer Z^eit ^ieclei'suncjen. Irrsinnige Welt Millionen Menschen verhungern Gebens« mittel werden vernichtet.' JrHnnige Welt! '^i.^iiren> Mill'oneu Menfchen hungern und ,ncht wissei,, woher sie ihr tägliches Brot bekonunen, n^-^rden zur gleichen Zeit nngehenre Leben'inittel vernichtet. Wirklich, eiile derartige „Wirtsclxlfts Politik", ein solcher beispielloser Vahn^vi;; verdienen nur die Bezeichnnng: Jrrfininge Ä8ett! Wie anders soll man es sonst neinken. wenn in allen Ländern der Erde ungezählte ivtenschen freiwillig in den Tod fliehen, weil sie keinen Wsg aus ihrer eirtsei^l'.chen ')^ot tnehr wissen, während auf der anderen Seite kostjbarfte Schätze der Fäulnis anheimfallen, ins Meer geworfen oder einfach verbrannt iverden. Diese Tatsache ist uns längst bekannt, d'xj, bisher fehlte uns der Ueberblick über den ganzen Irrsinn. Die Ausnurkungen dieie-' Wahnsinns wurden jetzt erstmalig 'znsa>nin.''l fassend errechnet. Das „.Hilfskomitee zur Lin derung der Weltnot" stellte für das vergaii. stene Jahr 1033 eii^? Statistik zusaninien die mit ihr'en trockenen Zahlen eine wrcl'.-bare AnÄage ebdeutet. So halZen sich ai«' der ganzen Welt in dihsem Jahre i.20lNl!ii .Mcmiborer Zeiwng" Ä?. Mttwoch, ^ lS. T^temver 1W4. Menfshen t»as ^^sben gent>mm«n aus Ap.gst. vor Hunger zu sterben. Diese gv»tze Zahl n>irt> Men« schcn itavt^n an Hunger. Niund sind es als? 3MX1.(AX) ".Ul'ellschlcn. di<; als Öpser em^r ,/^i^irtscl).fLv ^isenidahivwagenladungen l^rtrside, ^ !4.0M Ä^lggons Reis, W7.(M 5acl Kaffee. Kilogrannn Zucker, 1,iüV.(X)0 Ki-logramm Frischfleisch und 1^0.000 Zentner ^konfervensleisch dem Pevderben prci-^gege-lien. i'.'lutzevden, ivurden noch ^23.>inlnlcl an^ schloß. Dem Schauturnen ging ein imposanter Umzug voran. p. Mrenzenlvse Roheit. Zwischen dem Äu.^ zügler Änton Stelse k und d<^^'n Besitzer O. lam es in letzter Zeit wiederholt zu Zwistigkeiten, wobei der AuSzüi^lährigc Besitzer Alois Z o-r e c erhängt ini .^ieller seines .Hauses ausge-sunden. ?vaniiliäre Unstimmigkeiten sollen den Mann in den Tod getrieben haben. p. Im Tontino wird Mittwoch und Donnerstag, den und d. der Lnstspiel-schlager „Die große Liebl? des jungen Prinzen" mit Willy Fritsch und Paul Hörbiger ausgeführt. > , > ! > > > > Sedmktt der Antituberkulosen-Liga! DI«n<«aa. dm 1». September Marworer Gchlltzen bei den StaatSmelMchaftm Erfteuliche Erfolge unserer Vertreter / Prof. Cestnik Erster im Kleinkai iblr hieben / Frau Bukmaniü wiever Staatsmeisterin Auch Heuer gestalteten sich die vom 9. bis 15. d. in Beograd ausgetragenen staatlichen Schießmeisterschaften zu einem bedeutsamen Treffen der besten Schützen Jugoslawiens. Den Mariborer Schützen kam diesmal eine doppelt wichtige Roll^ zu, da sie nicht nur ihr eigenes, sondern das gesamte schießfport-likh« Prestige Sloiveniens zu wahren hatten. Die Equippe setzte sich aus Oberstleutnant Baijo S t a n i S i ö, Prof. Pero C e st n i k, Buchbindermeister Robert Buk m a n i e, Büchsenmacher Du»an H i n i i; und Hoch-, schüler Tone M a j c r zusammen. Außerdent vertraten Maribors Schützengemeinde n»>ch die Damen Marie B u ? nl a n i öl>, 1^. Ivan Markoviü (öuprisa) '.M .'t. Blagoje Iociö (Beograd) 4. Neuianja Markovi«! (Kra-guievae) s>. Prof. Cestnil (Muribor) ^'3, tj. Bora Markoviä (Vel. Betkerek) 897, 10. Tone Majer (Maribor) s1. Robert Bukmani6 (Maribor) 87:i, l.'t. Dr. Biktor Görög (Osijek) 872. 2. G r il p p e (M Schüsse aus drei Stellungen und Schnellschießen): 1. Mjat eeperkovie (^liudnik) 1?. Oberstleutnant Bajo Stani^i6 (Maribor) ^13!, Boja Markoviv (Kragusevae) 128, 1. Dr. Äbenik (Zagreb) 426. d. Dragan Popovie (Zagreb) 42l) usw. Allgemeine Beftfcheibe: 1. Grup P e (1 liegende und zwei kniende Serien): 1. Hauptmann S^ivota Mitroviö (Kraguievac) 257, 6. Prof. Cestnik (Maribor) 2-t9, l1. Tone Maser (Maribor) 241, 12. Dr. Göri^g (Osijek) 249. 2. G r u p p e (2 liegende und 1 kni-.'nde Serie): l. Aler Blajie (Kragujegac) 247, 2. Du^an .<)iniö (Maribor» 24ti, Oberstleutnant Bajo Stani!>ie. lMnribor) 244, 6. Ndbert Bukmanil^ tMaribor) 210, 11. Dr. '^ibenik (Zagreb) 222. .«leintali^rfchietzen: ji? e r r e u (tio Schüs se aus drei Stellungen): 1. Prof. Eestnik lMariborj 5,11, 2. Ioci^' (Bcograd'ji'-sU, .'Z. Ivan Markoviä (('uprija) 489, 4. Dragutin Milovanovi«'. (Ärogujevac) 488 Nobert Bukmanic (Maribor) 188. — D a in e n (29 Schüsse liegend, stelzend): !. Marie Buk-ttiani«' (Maribor» 2l9, Nadmila ^l^adoSek (Beogradj l97, .i. (.^rete Ku^er (M'aribor) !97. t. Dragii-a .iet tungsstation mit angeschlossenem Schlafraum für die ':>ka6itmache eingerichtet wurde. D'.e Tragt^ahrpn erwiesen sich recht bald als un^ zureichend, weshalb kurz daraus der erste Iin Dienste der Nächstetiliebe kann die ou^-oj'serungsvolle Nettungsabteilung der Frei willigen F^euerwehr in Maribor liereits aus eine 2Yjährige unermüdliche Tätigkeit .-urück blicken. In ^dieser Zeitspanne erwarb «ich s^iese uneigennützig wirkende Institution unver-gangUche Verdienste nicht nur für di<- Bevölkerung der Draust^adt, sondern auch der engeren und weiteren Umgebung. Die Änsänge der Sanmriterarl'eit waren in Maribor recht bescheiden. Bor der Grün^ dung der ^>iettung?abtejlung besorqt^n die erste 5^ilfe bei UnsäNen die Wachleute, die Verunglückte nnt fahrbaren Tragbahren !ns 5lrankenhaus überführtlNi. Am :i. Mai IWS schloß sich tnin eine Gruppe von agilen und von Idealen durch-dmilgenen Mitglfedern der FreiwiNigen Feuerivehr unter Führung des Kommandanten N a c e k, 'oes städtischen Sanitätsrates Dr. Nr bac ze k nird des Schriftführers des Feuerwehrvereines L e y-r e r zusammen und erörterte die Frage, wie nach den: ^viirster anderer größerer Städte auch im Schöße der Mariborer Vehr eiire besondere RettuirgSabteiluug ins Leben gerufen werden könnte, ^n der Oe-sselttlich-keit und ^bei der Stadtgeuieinde fand d'.eser Plan allgenleincs Verständnis. So k-onnte l-ald darauf mit Hilfe für die 3ache verdienter Männer au die Gründung der liettun.';.' abteilung geschritten werden. Die R^ttung^^Hteilung beschasilc sich zu- clietwngSmagen mit Pferdebespannung an. geschafft würde. Äald wurde auch die Umgebung der Wohltat der neuen Institur-on teilhaftig; der Betrieb wuet>S ^-zsct? und e'n Wagen genügte beiwettem nicht '.nehr. weZ. halb noch ein Rettung-^^wagen anzeschastt werden mußte. Im Laufe der Zeit wurden die Pferdegespanne i'mmer mehr durch Automob ! lc verdrängt. So mußte auch die Rettungsabtei lung daran denken, den Rettungsbetrieb auf Motorfahrzeuge umzustellen. Das erste Ret-tungsaudo, das noch ietzt verivenoet wird, wurde im Jahre 1V!5 angeschafft. Der Wagen machte in der Ariegszeit eine harte Prüfung durch, die er ehrenvoll bsstand. Dem: bis zum Jahre 1919 wurden mit d'.?-leul Wagetl nicht weniger als 199.923 ver. ivundete oder kranke Militär- und Zi>vilver. sonen üiberführt. Das Auto war so sehr bsan. sprucht, daß es nlach dein Umsturz generalrepariert »Verden nlußte. Inn Jahre 1921 wurde eine Sammelaktion zur An.schaffun>^ e'.nes zweiten Rttungsaut-os eingeleitet, und auch hier votierte die Stadtgemeinde eine Summe von 2ü.9tX> Dinar für di.?s?n Zweck. Vier Jahre später wurde ein drittes Auto bestellt. Alle drei Wagen sind jedoch veralteter ?konstrukt'.on und sind wegen der latigjähri^ gen Benützung nicht mehr imstande, den Krairken und Verwundeten jene Beguentlich keit zu bieten, die man gegenwärtig von snl-ct^ei, Fahrzeugen verlangt. Im Laufe der Jahre wur«den die Motorfahrzeuge derart vervollkommnet, daß sich die Rettungsabte^ lung gezwungen sieht, an die Modernlsierun-, der Retlungsautos zu denken, ^^u diesem Zweck wurde der Beschlust gesaßt, ein neue.. e t t u n g s a u t o anzuschaffen, ^as nacti seiner .^^onstrukti-on und Äusführnng das ev« ste in Slowenien sein wird, Die Organisation steht mit einer Weltfirma, ^ie die beste", bequemst^fn und modernsten Wa^en erzeugt, berets in Verhandlungen. Di« Anschasfuniz des neuen Wagens ist jedoct) mit großen goben veOunden, die die ^»iettungsabteilun«^ aus eigenen Mitteln nicht liestreiten kann. Teshalb Hot der Berein, der Mk-gen seiner auso»pferung?'volln Tätigkeit alle Achtung ver diten, eine S a Nl m e l a k t i o n eingslei« tet und ist damit zu rechnen, daß dies^ einen vollen Erfolg zeitigen wird. Die aufopferungsvolle Tätigkeit und die menschensreunidlichen Bestrebungen unserer agilen Samariter verdiene:: es. daß die Bc völkeruirg die Rettung^bteilung durch eigc-ne 'ltlufopferung tatkräftigst unterstützt un> die Durchführung des gefaf^ten Planes ei möglicht. In Verfolg der eingeleiteten Al' tion wird Sonntag, den 7. Oktober in alli'n Räumen des Wehrdepots in der 5^oro.'ka cc sda ein großes H' e r b -st - V o l k e st mst Tanz veranstaltet, dessen Besuch siclzerlich mchts zu wilnschen übrig lassen wird. m. Ans dem RotanotSdienfte. Zum Notar in Ptuj wurde der bisherige Notar in mozi .^)err Dr. Kranz I v a n Z; e k ernaniu^ Der Notar in Rogatec .^)err Viktor Skra» Den Segner niebergefchofsen Blutiger Burschenstreit bei Gornja Radgona / In Notwehr zum Gewehr gegriffen Vor einigen Tag«: hat sich in 5knnova bei '-'ornja Nadgonkl ein blutiger Zwischenfall ^^ugetragen. Mehrere angeheiterte Burschen entschlossen sich, als sie tto>m Trunk genug hatte,,, der Besiherstochter Tonöka Slek <> v e c ihren Besuch abzustatten. An der Spille der Gesellschaft schritt^ der Besitzers^s'^hn Franz a r l o aus Brengo-vZ. Als .Äarlo '",r denl Hause des Bruders des Mädchens und noch zweier Männer arrsichtig wuroe, begailn er die Burschen, die sich bis dahin ruhig verliallen hatten, nrit Straßensteinen zu l^'tverfen. Slekovee traf hiebn ein Stein a»n Lll>pfe und verletzte ihn zientlich erg. Zun: Teil aus Angst, zun: Teil au6i, lui: einem weiteren Zusmnmenstoß aus den: We-oe zu gehen, lief Sleko^vec dal^on und begali >'ch auf den .^ieuboden. Dg er süichtete, daj^ nachsetzen werHe, l'etvajsnLte er sich mit einem Iagdgen^ir. Kaum war Slelovec in der Tentie cricii'c-n?:r, siel üi'arlo mit einem os'enen Messer in der Hand suchtelitd ü>!?er Zlclov>'c her. T e jer schrie ihn: nnt dem vorgehaltenen Gewehr „Halt!" zu, d-och künnuerte sich der Bursche nicht da^uin. sondern versuchte dem Gegner das (^wehr zu eutreißei:. In dieseui Augenblick legte Slekot>cc an und drückte ab. In den Unterleib getroffen, wich ?sarlo ei' nige Schritte zurück und versuchte .;n cn».fl):n ttien, do6) bra6i er balid darauf zuiammeu^ slekove: verjagte dann auch die übrigen Burschen aus donl Hof, wobei der Besitzer:" söhn Josef S i m o n i ö einen schweren jt olbenhiob am Äopfe abbeiani. Äarlo» Zustand ist sehr ernst Die ^rst.' le.stcte ihm Dr. Ä e i x I aus Tvojica. Mittwoch, ^en 19. 1934. ,'^«iiuisg''' Numcker 21S. Altweibersommer Es ist ein trüber Tag. Nach all txr Tonnenfreudigkeit dieses Sommers haben sich Wald und Wiese in den leichten Schleier «i-n«s frühen Herbsttages gehüÜt. Feuchtigkeit steigt aus dem Boden, der nach Erde und Laub und Pilzen duftet. Und auf einmal seh en wir dort zwischen den kleinen Tannen, die wie Heinzelmännckicn neboneinander aufgereiht sind, die zarten Fäden dc6 Altweiöer sommers hängen. Herüber und hinüber ziehen sich, von ungefähr ilber Land geweht, bis sie hier an den spitzen Nadeln der Bäume hängen blieben. Nun flattern sie im .Herbst-wind, der über die Wiese kommt, er spielt mit dem leichten Gespinst, hebt eS hoch und nimmt cs mit. So segeln sie durch die Lust, rastlos und unstät, ein Bild der Menschen-seele, die hin- und s)ergetrieben wird von Wunsch und Sehnsu6)t. Altweibersommer! Er bringt die erste wehmütige Stimmung auf seinen hauchzart«« Fäden mit. Wir spi'lren es, wenn sich ein solches Schleierfetzchcn gegen unser Gesicht legt: der Somnler neigt sich zu Ende, und jeder Tag, der noch einmal durchleuchtet, ist von einer giitigen Sonne, bedeutet ein Geschenk. Am Morgen f6)cint es, als hingen in den Fäden des AltU'eibersommerS zahllose Tränen, die Abschiedstränen des Sommers. Und dann geschieht das Wunder. Biel-leicht bricht endlich doch die Sonne dur6) den Nebel des frühherbstlichen Tages. Bielleicht gehen wir einmal mit offeneil Augen durch s>l?n Wald — danil sehen wir die unfaßbare Schönheit, die sich an einem solchen Ta--gl? bietet. Unter den Strahlen der Herbstson-ne leuchten die Millionen Tropfen, die in den l^espinsten des Altweibersommers hängen. Wenn wir noch eben glaubten, hier die Tränen des scheidenden Sonlniers zu sehen, so spüren wir jetzt nur das Funkeln von lausend Diamanten, di^; in die Seide des Herbstes eingewebt sind. Wie ein gliherndes l^e-schmeide legt sich nun dies zart»' Gewek'e über Baum und Strauch, ein leuchtender Scheide-grüß des Sommers, ein Geschenk der Schon heit, das uns alle Sc!^wermut aus dem Herzen ninlmt. Wenn wir auch den, Abstieg des SmnmerS folgen, so wissen wir doch, daß gerade der Herbst alle Schi^nheiten einer farbenpräch^ tigen Natur für uns aufgespart hat und daß die Tage, die nun konnnen, noch eine Fülle von spätsounnerlicher Schönheit nrit sich brin gen werden. _>_ MMIWWI^WWIWWWWIMWWWWM bar wurde nach Ormo? versetzt. An seiner Stelle wurde der Notariatskandidat Herr P o n e b ti e k aus Ptlii zum Notar in Rogatec ernannt. m Aus dem Polizeidiettste. ?^er Polizeiagent des Grenzkommissariats in Maribor Herr 2ivota G a v r i l o n i hat dieser Tage in ^^emun die Polizeiprüfung mit vor» züglichem Erfolg abgelegt. m. Aus dem Gteuerdienfte. Dir Bean,teu des Mariborer Steueramtes Leopold H a-l e r und Martin Ferenoak wurden zu .^ontrolloren der hiesigen Steucrverwaltung ernannt. m. Das ^nselbad bleibt noch weiterhin ge«>ffnet. Die letzten schönen Sonunertage veranlaßten die Leitung des Inselbades, die zunächst für deit 17. d. vorgesehene Schließung des Bades um einige Tage hinauszuschieben. Das Insolbad bleibt somit noch einige Tage geöffnet. Schwimmlustigen steht dos mittlere Bassin zur Berfügung. m vinen interessanten Bortrag hält k^ui-Menden Freitag der bekannte Zagrober ^'vc^ur i^ist .Herr .^arl P eha rc nn Saal der „^^adru^.N'tt gospodarsla banka". ^r iv^rd über die heurige große Teutsäiland-Fahrt der jugl>slawischen Journalisten mit dem ^Riesenflugzeug „Generalfcldniarscsiasr von Hindenburg" sprechen. 7s> herrliche Lichtbilder wevdell diesen beachtenÄverten und hoch interessanten Vortrag begleiten. in. Das Blockabonnement eignet sich besonders sür jene Thcaterbesucl^er, die sich nich! an bestimmte Abonnemcnttagc und Vor stellllngeu binden lassen wollen. Der Blocl-abonnent entri6itet seine Gebühr ebenfalls in sieben aufeinanderfolgenden Monats raten, n. zw. bis zuin 5. eines jeden Monats und ist berencnid, zur Stelle und »nußten die traurige Tatsache seststellen, daß es sich um ihre To-^^^ter handelt. Das Mäd6>en nlusite unter den ÄärlMer Abendzug ge>^en 21 Uhr gesprungen seiil, da man um diese ^^eit eine Frauengestalt auf dmn Bahndamm bemerkt hat!e. Die Leiä^e wurde ill die Totenkammer ülierführt. Wie aus P t u j berichtet nnrd, hat in der Nacht vmn Samstag zunl Soilnlag ein nächtlicher Passant auf der Draubrilcke ge» seheu, wie eine weibliche Person sich übe!.' das Geländer schwang uild dann in deil Fln teil der Dran versank. Die Na6)fors6)ungen haben ergebell, das; es sich uin die 21 jährige aus Nova Eerkev gel'ürtige Handelsange-stellte Minna M a r <1 i 6 handelt. Aus Briefen, die sie hinterließ und die von Lie-beskunllner zeugten, lonnte der Schluß gezogen werden, das? die Schreilierin ihrenl Leben ein Ende gemacht hat. Aus den Briefen geht l)ernor, daß sie von ihrem Liebhaber. der jttzt eine andere geheiratet hatte, v.^rstoßeil wurde. Auch in dit'sein Falle mar jedoch bei il?r Anzeichen von Schwernult. es ltngli'stliche Liebe, die ein jnuliss Mäd-Da Dragica gestern abend'^ ilicht ilach Hause chenleben knictte. an einem Sonn^ oder Feiertag besucht, er ist sonnt n>eder a,t das Ztijck noch an den Tag der Borstellung gebunden. Nur an den sogenannten '.'l lißerabonnements - Borstel-lnngen gelten die Blocks nicht, do6) kommt dies nur selten vor. '.'tnineldungen für die Abonneuients nnd die Blorkabonnemeuts u>erden nur no6i bis Samstag, den 22. d. an der Dlieaterlasse entgegengenonnnen. Es eulpfiehlt iil1>, die Anmeliduug ehebaldigst vorzunehnien, da für die Borstellungen der kommenden Theotersaison lebhaftes Antreffe ivahrzunehmeil ist. ni. Theaterballett. Alle Donien, die sich zum Beitritt zum Theateroaltett gen^eldet hab<'tl, «ber altch solche, die diese Absicht haben, die Annieldung jedoch bi'^lier noch nicht vorgenoinmen haben, N'erden ersucht, zu der Mittwoch, den 1!». d. um !7 Uhr im Thea-tersaal statjindenden ersten Zusammenkunft und Probe zu erscheinen. nl. Grenzverkehr im August. Im Lailfe des August sind an der Nordgrenze nach Jugoslawien 20.t>81 Personen eingereist und zwar über Maribor 1?).7l5>, 8t. !^lj Emul'ek Dravograd Prevalje Nadgona HodoS 41 und Lendava 87. .Hievon waren 2017 Jugoslawen, W25» Oester rei6ier, 7s>7'.> Tschechoslowaken, 4Iii Deutsckie usw. Jugoslawien verlassen haben in derselben Zeit ls».s»1<^ Personen. Im Transitverkehr passierten im August 1^930 Personen unsere Stadt. m. Erben werden gesucht. In Frementel ^Australien» ist vor nicht langer Zeit der jährige Jugoslawe Franz K r nr p o t i n gestorben. Da .««rmpotie ein größeres Vermö-gen hinterließ, mi)gen fich Berwandtc' an das Auswanderer Z^ommissariat in Zagreb, Palnlotil"eva nliea wenden. m. Wetterbericht vom 18. Septeniber 8 Uhr: Feuchtigkeitsnlesser: 8; Barometerstand: 74l: Temperatur: -s- 17; Windricki-tung: NW: Bewi^lkung: teilweise; Niederschlag: 0. * Die öffentliche Versteigerung dos Inventars der Mnö-ge dieselbe bei Herrn Juriö im Warenhaus Macull abholen. 20!^) Aus Stlft c. Der llmgebnngs Gemeinberat hielt am Freitag abends im Beratungsziinlner ani Breg unter den, Borsitze des BiirgermeisterS Vinko .Ä' n k o v e c ein^ Sitzung ab. aus deren Verlauf ioir einzelne Punkte herausgrei fen wollen. So wurde GN. Dr. Laznik Mitglied des DiszipIinargcrichll'S der Geineinde-angestellten. Zu seinen» Stellvertreter niurde GN. Goriöan ernannt. Die Herren Bürger^ nieister ^iikovee und <^ohar wurden zu Mitgliederll des Lehrlingsheiin-Ailsschusses gewählt. In den Berwaltiliig-^ausschuß der Büigerschnle in ll Bürgerschule in Eelje für das Schullahr lbeisteuere. Der gleichi« Betrag lnüsse auch in den nächsten Kosteirvoransckilag anfgenoniinen werden. iZu dieser Forderilng soll in der nächsten Sitzun,^ Stellung geuoinmen werden). Ferner wird die Umgebungsgeineinde unserer Stadtgemeinde für die Wasserbespren gung der Straßen in ihrein Bereiche lährlich 12.i'M Dinar zahlen. c „Wo bleiben die beiden ^ernsprechzel. len?" Unter dieser Arischrist brachten wir in llni^'Dontino. Nur zwei Tage der wun-!>erschöne Sprech- nnd Gesangfilm „Ein Lied geht >« die Zgelt" mit deni weltberüh^mtel' Tenor Josef S ch m i d t. Ab Donnerstall die Premiere des graildiosen historischen Sprechfilms „Douaumont — Verdun" in deutscher Sprack)«. Dieses sensationelle Meisterwerk zeigt in originalen Aufl^ahmen die bitteren Kämpfe im Jahre 191« vor Ver^ dun und das Massengrab der 45(>.lX)s) .Helden, die dort vereint und versöhnt ihren ewigen Schlaf schlummern. Als Ergänzung die große Sensatinir „Boer ... Earnera", der Boxlampf ulki die Weltnlefiterschaft im Film! - - » Burg-Tonkino. Bis einscksiießlich Dienstag das Monuineiitaliverk „Im Zeichen des Kreuzes". Da alle Borstellitngen sehr gut besucht sind, wird gebeten, die Karten iin Bor-verkaisf zu besorgen. Am Mittwoch beginnt der neueste .Herinann Thiniig-Filni „Mei, ner Mann — was nun?" Ein ausgczei6?neter lnstig<'r Filinschlager in dein.Herinann Thi.-lnig. Ida Wüst, .Hertha Thiele, Fritz Kam« Pers und Theo Liengen die .Hauptrollen spielen. In Borbereitung einer der schönsten Filme, der je gemacht wnrde „Heinrich der Achte und seine sechs Frauen". unserer Numiner vo,n d. eine Notiz, die sich init dem Mangpl an Fernsprechzellen am Postaint in Ecls<' l>cfaßt. Zu dieser Angelegenheit »vird uns von gut unterrichteter stelle mitgeteilt: Die Terrnin-Telegrapihen-und Telephonsektion in Maribur ließ bereits vor einein Jahr z»vei neue moderne Fernsprechzellen für das Postaint in Eelje her-stellei». Die beiden ^'^ellen liefinden sich nun schon lange iln dortigen Magaziil und liät-ten bereits vor Beginil der vorjährigen Ho;' fenkau^pagne zur Aufstellung «gelangen können. Die .'»tr>stel? hiefür wäreil nicht hock? die Kredite sür diese Ausgaben hätte dls Post und Telegraphei^direktion ill Lfttbljmm längst uilschlvcr sindeil können, wenn even^ !uelle weniger erforderliche Au^'gaben nur ein kleiil wenig eingeschränkt würden. e. Die kaufmännische »Fortbildungsschule in Eelje wird zn Beginn d< r nä6)sten Woche die Nachpriifili7gen für da>^ abgelaufene Schuljahr abhcriten. Die schristlii-sic'il Prüiun geil finden am Montag, den 2l. Sevtenlber, die mündlichen hiilgegeil Dienstag, den Se>pte>ilber statt. An beiden Tagen lieginilen die Prii'sungen um l^-i Uhr. Alle näheren Ailgaben sind am schnmrzen Brett ^ersichtlich. Soniltag, den Septslnber wird in der ^chnle mit Beginn uin 10 Uhr eine Erösf" llnllgc'seicr abgehalten norden. f Die Ausstellung für Musik auf der Messe in Ljubljana faild viel Beachtung niid Anf^ nlerksainkeit. Auch Eeljo war dabei vertreten. Die Saininluirg der Geigen, die der Direkt tor an der Musikschule unserer Glasbena Änternatlonale RlngkSinpfe Auch Belie kann der Schwarzen Äliaske nichts antun / Czaja überwältigt Fischer / Gromov bestürmt vergeblich.Homann Die Schwarze Maske behauptet si6) ilach wie vor. Selbst Belie dem all^ öhaliccn eingeräumt ivuvdell, konnte ihr nichts antun, man liatte vielinehr den Anschein, daß Beliö ilur mit knapper Not der Niederlage entronnen war. Beliö ließ sich zuviel aus schöne Paraden ein, während die Maske nnr auf dell Endeffel't eingestellt war. Nach drei Ruilden entschied der Schiedsrichter den .Äainpf als untenschic^den. Iu eiilein zeitn^eise recht ausrcgeiideli, alier deillloch durchllx'gs seheilswcrten Kampf besiegte E zaj a deil iüdisln Schlußkatnps rückteil sich r o in o v ilnd H oma n n zll Leibe. Der Nüsse begann iniederuni recht ungestüin, währenid der Rutsche mit blitzi'chnellen Aktionen Gromov aus dem Konzept zu bringen trachtete. ES ging zulveilen wiBer recht bunt zu, sodas; si das Haus bald lnitgerijsen fül^lte. Zur Entscheidung kam e«? aber nicht, da der !^lampf infolge Poli^^istilnde vorzeitig ab-geliroci)en werden mußte. Dell Kampf nlit der inystenösen M a s-k e nimlnt iiun heute, Dicil'>!ag, Alexander G r o ni o v, Nußlands Großlneister auf, sodaß nlan hoffen darf, daß llun endlich die« ses Geheilnllis gelüftet wird. >Hernach treffen Ezaja (Ungarin) uild BeliL (Bul garien) aufeinander uild zum Schluß geht der Entscheidungtainps zwischen Fischer sTsct>echoslowafei') ilN'd M a r k o v i f?»" goslawien) ill Szelle. Nach vielen Jahren begegnen zwei Freull de einander wieder. „Du warst doch ilnmer ein so großer Streber," sagle der eine, „ist dir etwas izon deiiien ehrgeizigen Plänen in Erfüllung gegangen?" —. „Oh ja," erwiderte der andere, der lnittlerweile eine große Familie NM sich geschart hatte, „ich habo inir immer gelvünfcht, lange .^>o^en zu tragen, und jetzt trage ich lneine Hosen wirklich läu^ ger als alle meine gekannten." „Maridorer Zeitung" Nummer N?. Mittwoch, den lS. September IS34 Matica, Herr Karlo S a n c i n. auf Grund eines langjährigen gründlichen theoretischen und praktischen Studiums, baute, fand besonderes Interesse. Die erstaunliche sachmSn-Nische Artigkeit im Geigenbau holte sich Herr Sancin beim bekannten Grazer Geigenbauer A. M. Palfner. Aber auch der vom Herrn Sancin erfundene (in Deutschland und Jugoslawien Patentierte) Kinnhalter für Geige und Viola fand viel Bewunderung. Dieser Kinnhalter ermöglicht ein leichteres und sicheres Spielen bei technisch fortgeschrittenen Geigern. c. Drei Glocken und Sonnenschein. Don« nerstag abeiüts, g«gen 7 Uhr, staute sich vor dem .^upteingang zur Marienkirche eine Menschenmenge, die zusah, wie mehrere Arbeiter die mit Mumen gefchmücltsn drei Glocken unter vielen Mühen und AiNren-guiMn von den Lastkraftwagen herunter in das Äircheninnere brachten. Von dort wurden die (Nocken in den kleinen Hos hinter die Kirche gerollt, wo sie im Laufe des Freitag an der Außenseite des Mrchturmes mittels eines Flaschenzuges hochgezogen und in den Mockenstuhl geschafft wurden. Und wah. renid so die neuen Glo«Zen den Weg zur Höhe nahmen, zerteUten sich langsam all« Wolken Qm Himmel und go^n dn Sonne den Weg frei, der Sonne, die nun schon seit Tagen sich nicht mehr blicken ließ . . . c. Zerstörung und Aufhanwille. Noch sieht man allenthalben am Besitztum des Herrn Erwin Potriöekin Li^e die großen Ber heerungen der Sturmnacht zum 27. August, deren Windungetüm eine ganze Scheune niederlegte, Bäume entwurzelte oder sie wie Streichhölzer knickte und Ziegel von den Dächern riß. Aber während Sturm und Wetter dies und jenes niederrißen, baute Herr Pe-triSek einen neuen großen Saal auf, mlt festem Gebälk und kernigen Holzfäulen Inmitten des Raumes, eine schlichte, helle, große und gemütliche Stube zum Trinken, TanM und Fröhlichsein. Wenn man überhaupt sagen darf, daß beim Petriöek draußen etwas gefehlt hat, so war es so ein geräumiger, anheimelnder Saal, in dem a l l e Platz haben, in dem alle beieinander sein könne,^. wenn es frohe Fest« zu feiern gibt — trotz Sturm und Wetter und Zei^törung ringsum. Und wir müssen feststellen: Hinsichtlich des geselligen Lebens in unserer Stadt und hinsichtlich der Förderung des Fremdenverkehrs hier bei uns wurde mit diesem Gaal-bau wieder ein Schritt weiter getan. Am kom Menden Sonntag findet eine feierliche Eröffnung des Saales statt. Wer wird da nicht mit dabei sein wollen? c. Schwerer Sturz auf der Htraße. Der 63 Iahve alte Auszügler Jgnaz AliSan aus Ärclin bei Bojnrk trieb eine Kuh sanntalauf. ivärtS auf den Markt. Auf der Staatsstra^ nÄchst Petvovöe kam ihm ein Mdfahrer entgegen. Der Radfahrer fuhr gegsn die Kilh, di« Kuh scheute und riß d^ alten Bwnn zu Boden Ahöan schlug so unglücklich auif, daß er einen Beinbruch, zGlreiche Hautaibschür-fungen und Prellungen erlitt. Der Retwngs dienst brachte tien Schioerverlctzten in das Zdrankenhaus Celje. ' " c. Große Beruntreumige« w Celje. In der Eisengroßhandlung D. R a k u s ch in Celje werden zur Zeit große Veruntreuungen aufgedeckt, die schon seit längerer Zeit von mehreren Angestellten der Firma begangen wurden. Allerlei Wavengegenstände sind gestohlen und anderortS weiterverkauft worden. Die Polizei hat bereits mehrere Ber Haftungen durchgeführt. Die Untersuchungen laufen fort. Es ist zu erwarten, daß noch eine Rei^ neuer Enthüllungen gemacht werden. Der Schaden, den das Unternehmen erleidet, ist noch nicht klargestellt; jedenfalls aber dürfte er sehr groß sein. c. Sechs Einbrecher verscheucht. In der Nacht zum Sonnabend wurde in das Geschäft des Herrn R e d n a k in Teharje bei Celize von sechs bisher unbekannten Tätern eingebrochen. Sie hatten den eisernen Rollbalken gewaltsam gehoben und auch schon mit einem Glasschneider das Fenster der In« nentüre eingeschnitten, als zufällig ein Arbeiter auf seinem Wege zur Fabrik vorbeikam. Die Einbrecher bekamen es mit der Angst zu tun und verschwanden unverrich-teter Dinge im Dunkel der Nacht. c. Warum den« gleich tSt«n? Der Hotelier Herr Bernardiin Celje schoß am Donnerstag nachmittag in unserem Stadt-par? «inen schönen Fischreiher ab, der sich m den Park verflogen und auf einem Kasta-«ieUhaum n^ergzelaßen jMk. 5P0«7 Die Gruppenkämpfe um die jugoslawische Fußballmeisterschaft vor dem Abschluß / Drei Staatsmeister ausgeschieden Viert« Gruppe. Die Gruppenlämpfe um die jugoslawische Fußballmeisterschaft nähern sich ihrem Abschluß. In der dritten und vierten Gruppe sind die Spiele bereits am vergangenen Sonntag beendet worden, aber auch in den übrigen Gruppen beginnt sich die Situation zu klären. Nachstehend die Tabelle der ^n-zelmn Gruppen: Erste Gruppe. «50 B. S. K. Jugoslavilja 7 4 Vojvodina 7 2 Drei Stern 7 2 Eisenb. Beökerek 7 1 Gradjanski BASK Radniöki Sparta Skoplje Slavija fS) Hajduk (S) SaSk Split Zweite Gruppe. 8 ö o 3 1 l 0 0 Dritte Gruppe. SSL 1 3 l 2 2 1 A 6 12 3 !8:5 27:S 16:15 11:17 6:32 18:19 21:8 9:1V 10:11 S:1S 10:17 25:6 8:9 5:16 10 10 k 5 3 10 7 5 2 0 8 7 5 4 Slavisa sv) Concordia KrajiSnik Hajdu? (O) 6 4 1 I 6 3 2 1 6 I 2 6 0 3 3 12:12 25:7 15:1.? 3:23 Primorje HaSk Jlirija Gradjanski 10:6 11:8 4:7 0:4 Fiinfte Gruppe. 4 3 10 5 3 11 4 10 3 3 0 0 3 Somit scheiden die früheren jugoslawischen Fußballmeister „C o n c o r d i a" sowie „H a 1 du k" und „G r a d j a n S k i" aus. Allerdings haben die beiden letztgenannten noch die Möglichkeit durch ein Qualifikationsspiel die Beteiligung an den Finale--kämpfen zu erreichen, aber immerhin werden die zwei ftärkften Vereine Jlchoslawiens bei den heurigen Ligakämpfen fehlen. An ihre Stelle treten „S l a v i j a" aus Ostjek und „S l a v i j a" aus Sarajevo, die beide mit katastrophalen Niederlagen von 9:0 und 14:0 von den ausgeschiedenen Meistern abgefertigt worden sind. Abfchluv ver lugoflaMschen Tmnlsmelfterfchoft Montag lmchmittags wurde in Zagreb das mit größter Spawing ev-vartete Endspiel der Herreneinzelmersterschast zu Ende geführt. Puneec siegte diesmal überlegten gegen P a l a d a mit tt:Z, 6:0, 0:3. Palada zeigte imr zu Beginn seine Klasse, dann überließ er völlig PunLee die Initiative, um erst gegen Schluß, wo es ttber schon zu spät war, einige Äenidende Aktionen .zu zeigen. PunLee forcierte dagegen ein gleichmäßiges Spiel und »var seinem Gegner an Sicherheit, taktifchsm Gefühl und Härte der Schläge tveit überlegen. Zum Albschluß wurde auch das gemischte Doppelspiel gebracht. Das Finale bestritten Frau G o st i 8 a - Pu n-tze c und Fvau W ü r t h - B o d i ö k a. Nach erbittertem Kampf sicherte sich PunLec mit Frau GoistiSa auch noch diesen Sieg. 8:6 »var daS Ergebnis dieses dranmtischen Kampfes. Zum Schluß des Turniers wurde ein ExhiibitonAsPiel ldurchgeKhrt, daZ die Meiisterinnen von Oesterreich und Jugoslawien Frl. K r a u s und Frl. Kovaö «ilö Gegnerinnen sah. Frl. Kraus lzewann den ersten Satz mit 6:4, nvrauf das Spiel abge-bvochetl »vuvde. : GA. Rapid. Heute, Dienstag, um 20 Uhr Hauptausschußsitzung. .Die Herren werden gebeten, vollzählig zu erscheinen. : „Rapid".Althetren! Achtung! Folgend-„Ra»pid"-Altherrenspic?ler. lverden aufgefordert am Mittwoch, den. 19. IM 20 Uhr im Hotel Zamorc zu erscheinen, wo eine wichtige Besprechung über dix nächsten Alther-renspiele abgehalten wird. Alfi Podließnig, Oeröe. Schell, Kurzmann, Titsch, Amon, Barbaisch, Peteln, Schein, Pernät Emil, Kasper, Soukup, Hvaletz, Baumgartner und alle jene Spieler, die die Absicht haben bei den A. H. mitzutun, mögen erscheinen. : Regelmäßige Fecht- und Gymnaftikitdun- gen eröffnet nunmehr wieder der agilp Ma-rlborer Maidemlsche Fechtklub, u. zw. fnrdeu die Fechtaibenlde feden DierrStag u. Donnerstag von 18 bis A2 Uhr und die gymnastischen Uebungen jeden Wttwoch und Freitag zwischen IS und 20 Uhr statt. Das Training wird auch Heuer in der geräumigen Turnhalle der Mädchenb-lirgetschule in der Can-karjeva ulioa (Eingang durch den Hnf von der Razlagova ulica) abgehalten. Neuanmeldungen werden an den Train lngsciibenden entgegengenommen. : Weltmeister Pola in Wien geschlagen. Auf der Stadionbahn in Wien wurde vor 8000 Zusehern die größte radsportliche Veranstaltung des Jahres durchgesührt. Das Meeting wurde durch den Start des Weltmeisters Pola (Italien) Mld des Schweizer Meisters Werner Wägelin an Interesse erhöht. Jnl großen FliegerpreiS k-innte sich di"-Jdaliener Kola ni^t durKsetzeA. Die Erg^eb- nisse in diesem Rennen waren: 1. Wägelin (Schweiz) 12 Punkte; 2. Dusika (Oesterreich) 10 Punkte; 3. Kocöurek (Oesterreich) 9 Pun?^ te; 4. Benedetto Pola (Italien) 7 Punkte. Im Steherrennen über 10 .er de lmch vierstündiger Mlier die AuSschiih' sitzung. ik. Das Rettungsauto unserer Freiluillig Feuerwehr, welches bekaniltlich vor kurzeni feierlich eingeweiht wurde, trat am 17. d. zum ersten Mal in Aktion. Mit demselbei, nluszte nämlich der Besitzer Paul S pegel vulgo Slivnikar aus Brezen bei Vitanje, welcl)er tagsvorher auf dem steinigen Terrain.vor seiner Behausung ausgeglitten war und sich beim Falle am Kopf und am Halse lebcnSgi)-fährlich verletzt hatte, über Anordnung des Banalarztes .Herrn Dr. Silan in das Spital nach Celje überführt iverden. ik. Der Vieh, und Warenmarkt, welcher am 14. d. in unserem Marttorte aligi'halten ^vurde. ^var sehr schwach besticht. Der Vieh-auftrieb mittelmäßig, die KaivUust gering. Das gleiche Bild zeigte auch der '>?rcinl -markt. Aus Dltanje if. Bom Schuldienste. Versetzt wurden Wer eigenes. Ansuchen der Lehrer Viktor Porenta von Vitanje an die Volksschule in Resn'lk bei Zreöe, dann der Lchrer Juhann Zagaten von Sv. Jernej an die Volksschule in Rakovec bei Vitanje un!d schließlich die Lehrerin Leopoldine Rot von Vitanje an die Volksschule ii^ Telöe, Schulbezirk KrAko. ik. Aus der Gemelndestude. Die hiesige Grotzgemeindevertretung hielt unter dsnl Borsitz des Gemeindevorstehers Marko A' r a j n c am 14. d. eine Ausschußsitzung ab. Nach Geidehmigung deS zur Verlesung gebrachten Protokolls der letzten Sitzung schritt der Ausschuß vorerst zur Erörteruirg des Gemein'destatuts, wel<^S nach längerer Debatte zur einstimmigen Annah'ne gelangte. Demnach gelangen di« Stellen eiknes Gemeindesekretärs und Arbeitsführers, eines Hilssbeamten, eines Zustellers sowie eines Wachmannes für die Ätiarktgemeinde zur Ausschreibung i^w. zur provisorischen Besetzung. Dem Ansuchen einiger Antragsteller der früheren Ortsgemeinde Ljubn'.ca lvegen Umstellung jenes Teiles der Gemeindestrasze. der wiederholten Wassereinbrüchen ausgesetzt erscheint, wird nach kommissioneUer Fest stellung der Ursachen an Ort und Stelle nicht stzattgegeben. ^m Rel'i^gionslehrer an der Volksschule in Ssoma-rje wird sür die Erteilung des Religionsunterrichtes eine ^»temil-neration von 400 Dinar jährlich beivilligt. Die auf den Ortsfriedhof filhrende Gemeinde strahe soll, da die Mängel fionrmissionell festgestellt erscheinen, durch entsprechende Kana-lii'ierunq repariert, ebeliiso soll ^ber '.Nlch der durch das ÄiMvetgMet Mxey'oe,. t Radis Mittwoch, 18. September. Ljudljana 12.15 Schallplatten. 13 schall^ platten. 18 Alpiner Vortrag. I8.:;0 ^ain-Ulevmll'sik. 19.30 Vortrag. 20 Gesangsvor-tvag. ^ 20.35 Rundfunkorchester. 21.20 Slo »venisches Vokalquintett. 22 Berichte. Leichte Musik. — Beograd 11 Schallplatten. 12.(t!:> Konzert 1.6 Frauenstunde. 16.30 l^^izet-Kon-zert. 17 Vortrag, 18.30 Französisch. I!» ÄchaUplatten. 19.30 Vortrag. 20 Äus Ljub^ ljana. 22 Nachrichten. .22.15 ttonzertüber' tragung aus einem Restaurant. 22.Tanz, lnusik auf Schallplatten. — Wien 14.10 berühmte Künstler. 17.05 Ouerlchnitt durch das Musikschaffen der Gegenwart. 10 T'v» Carlos. Opernübertragung. — Brünn Ili. li» Ein heiteres NachmittagHpicknick. 19.10 Volkslieder sür Chorgesang. * — Budapest 17.35 M'onzert. 19.25 Vo-kalkonzert. 22.0.'» Streichquartett. — Bukarest 18 Üenzert. 20 Konzert auf Avei Klavieren. 21.15) ^^ellokon-zert. — Deutschlandsender 18.20 ^annne'.-musik. 20.30 Konzert. — Leipzig 17.10 DreS dener .<^^arsenquartett. 21 Ab^^ndmuslk. Mailand 17.10 ^aninn'rniusik. 1^).30 ^»n-zert. — München IkZ Bnnter Nachnlittng. Ä2..20 Weltlic!)e Ehonnusik. — Prag 10.50 Der salsche Ton, .^)örspiel. 21.05 Orchester. — Rom 20.05 Giordmlo-Abend. I^?r'.sch-n!n- sisalische Skizze. _ Sto«?hoim 20 Anfonie- kon.^rt. — Straßbnrg 20.30 Szenen auo „Der Geizige". 32.15 Konzert. — Stuttgart 16 Konzert. 19 Bla'Zniusik. — Toulouse 10.45 Operettenliieder. 22 Opernari 'n. 23.1.'» Lieder. Warschau 16 Der ''.'lbschie-d, musi-kalische Repurta^e. 21 Ehopin-Konzert. Volalkonzert. Wi^' und ?^umyr „Borgen Sie mir zehn Dinar, ich zahl-sie Ihnen morgen zuriick. Das Wc'rt eines Ehrenmannes wird Ihnen st.'nüstcn?" —„Ja, bringen Sie mir erst den Ehren-nrann s)er." Alles in Ordnung. „So, nun wäre in Ordnung, die Kinder sind bei der Gros;--mama, der Papagei bei Tante Kalvine, Fin bleibt drei Wochen im Tierschutzverein und das Radio hat Onkel Emil. Nun köllnen wir wegfahren!" — „Sag, Schatz, wozu sollen wir jetzt noch verreisen? Denk nur, welche Ruhe und Erholung das jetzt zu Hause se''' könnte." O Ehelicher Dialog. Sie: „Und du wiklsl .uein Ma!ni jcin?" Er: „)ch niöchte es j.^on nicht me^, aber ich mutz." Mttwoch, den IS. September 7 „Mariborer Zeitung" Rummer 212. Wirtschaftliche Die SetteidemärNe vorhanden. Preise: Altmais Parität Indfi-ja getrocknet promp!, Parität Indji. ja 7!?, per September Schlepp Donau un) Thcik 8», per Oktober 87—88 Dinar pr^ Meterzentner. In A m c r i t a mir^ dcr Maiscrtraq auf 1485 Millionen VujhelS qcjchäht liegen 233V Millionen Im Borjahre und einen Durchschnitt non :.'M» Millionen in den letzten fünf Iahren. Die ^mte iicrschlechterio sich somit um volle ä?!''/«. AuZ A r g e n-tinicn werden grosse Berschissungcn gc. meldet, dlxl) erlitten die Preiie einiger-maki'n Eintiufse. Der enropäis6il' MarN nimmt vorläufig geringere Mengen auf. Die Lage auf dem M e h lmarkt hat sich etwas gebessert. 7,ni Inland e herycht gute Nachfrage für alle Torten oor. Das "Angebot ist geringer, da sich die Mühlen in größovenl Maße eideckcn, l^esonde?'? mit Weizen. Die Mehlpreise zogen iin all-gemeinen nni ü Dinar Pro Meterzentn<'r an. Futtermehl wird für österreichische »Rechnung aufgenommen. Es notieren Weizen-me-hle BaLka Dl>pp<'lnuller 18^. ??ul-ler 180, Banater Schlepp Dheifi und Äeg 195) L^isaf 3l<>—syrmis6,e l8<> -185» Dinar. Ä' l e i e liegt fost, da au'^ den: Auslani^e ausgiebige '.'Nachfrage herrscht. Wegensendun gen notieren ."D, 'Schlepp 85, sevknsche W0—löO Dinar pro Meterzentner ge^ handelt. sich ungefähr auf der vorwöchigen .tz»öbe, während mindere Ware kis zu 6 und Mhe bis zu Groschen pro Kilo nachl/ieften. Hiw X Die tommenden Hslzkvnserenzen. Wie bereits unlängst erwähnt, findet vom 25. bis 27. Oktober in Wien eine .'»Konferenz der am Holzexport interessierten Staaten statt, um die Ausfuhrquote für das nächste Jahr fest^zusetzen. Die diesjährige Quote wurde bekanntli6> in der voriährigen Konferenz in Berlin ausgearbeitet. Nach diesem Zusammentritt tritt das Wiener Internationale o l z k o m i t e e zu seiner .^>rbftsitzung zusammen, um einige interne Angelegenheiten zu besprechen. In diesen« .Komitee sind Oesterrci6>, die T.schechoslowa-kei, Rumänien, Polen und Jugoslawien oer^ treten. ÄnfangS Oktober findet in T r i e st eine .Konferenz statt, an der Vertreter I t a-lienS und Jugoslawiens teilnehmen, unl einen für beide Staaten annehmbaren Ausweg aus der gegenwärtigen Situation zu finden. Es handelt sich liier unl italienische Zugeständnisse an Jugoslawien in der Frage der o l z p r ä s e r e n z e n, wie sie Oesterreich gewährt werden. Nach ri^mischen Meldungen ist damit zu rechnen, daß die Besprechungen diesmal von Erfolge begleitet sein inenden. X Dumping gegen Dumping. Dem j a- panischen Dumping ist in le^ter Zeit ein gefährlicher.Konkurrent im eigenen Lan de eruiachsen. Es ist dies der gefährli6?>ste Fe'nd des Landes der ausgehenden Sonne, u f; l a n d, das seht Roheisen zu Schleuderpreisen im Fernen Osten und selbst in Japan absetzt, zu Preisen, denen auch die sapanischen Werke nicht nahekommen kön« nen. Das russis6>e Roheisendumping macht sich alicl) in e 1 g i e n unangenel>ln bemerkbar, da die Tonne dort zn 225»__25^ Belga abgesetzt wird, »vährend die heimischen Werke hiefür Preise zwischen 310 und 315, Belga fordern. Vettere GSe „Was lehren uns die Vienen?" fragte der ^^'ehrer, nachdem er das Leben dieser wichtigen und nützlichen Tierchen erläuiert hatte. ^ - „Wie wir die Menschen stechen können," antwortete Fritz. Hoheit wird eixaminiert. „Wollen, ^loheit, uns giltigst einen Ozean nennen?" Der Prinz siyiveigt. „Ausgezeichnet, .^ohei!, der Stille O-^ean." Die Abenteuer des „sarften polignac Ehalencon" Glück und Ende des Hochstaplers Karl Rottmair Rundschau Auf dem jugoslawischen Welze n m a r l t herrscht gegennckrtig sest^ Tendenz vor. Wegen der im Gange befindlichen Maisernte und der übrigen Feldarbeiten sind die Weizenzufuhren etnms schwächer. Infolge der größeren Nachfrage, vor allem seitens der Mühlen, zogen die ^Preise im allgemeinen um 2 bis 3 Änar pro Meterzentner an. Die Priv. Exportgesellschaft kauft fortwährend prompte und Oktoberware zu unveränderten Preisen an. Preise: Umgebung Novi Sad III—112, Umgebung Sombor 100—110. Mittel-« und Oberbaöka 113—114., Theik Waggonsendung 120, Schlepp 120 121, Ober!^nater 110—111, syrmischer 100—110, Umgebung Zid 108— 100, slawonischer 110—112 Dinar pro Meterzentner franko Verladestation. Auf den Auslandsmärkten herrscht schon zlvei Woßere Dimensionen an" nimmt. Mf dem M a i s nl Zl5» l002.262) und für andere Schulden 88.887 l^0.824) Franken an die schweizerischen s^läubiger noch nicht slüßig gemach'. ?lu-ßerde'M sind bei der !^l?«tiona^ans in Veo-grad an Schweitzer F^orderungen angemeldet, aber noch nicht einbezahlt 162.187 <.>,l85.b30) für Warenlieferungen und für andere l^sc^fte 1>26.313 (i32.«KO) Franken. Numnier der letzten ausbezahlten Bor-derauS der Warenschulden 13.880 s13.211). Der Preisindex im August. Mitteilungen der ??«tionalibank belief sich der Preisindex im Großhandel iin vergangenen Monat August auf ttl.I, wenn die Durch-ichnittspreise des Jahres 102» mit 100 angenommen lverden, gegenüber 6.5 (W., 40.3), bei tierischen Produkten -'1.0 (5>2, mineralischen Produkten "'^.1 (82.8, 74.0) und Jndustrie'produkten (KK.3. fi8.5). Der Index sür Export-waren bel^ief sich auf ü6.6 (57.3, 55.3) und für Importwareil «uf 68 (70.2, 73.1). Die Preise sind demnach im Bornionat gegenüber denen des Mon^raf Kref; von Ä'ressenstein vorstellte. Durch sein vornehmes Austreten hatte er e-s bald dahin gebra6>t, daß man ihm Achtung entgegenbrachte, um so mehr, als er sich dazu herabließ, in einen: bekannten Ro-senhernler Betrieb eine Bolontärstelle einzunehmen. Der junge „Graf", ein Leutnant a. D., wie er angab, hatte bald in der Gefellschaft Eingang gefunden. Er war ein guter Reiter, ein beachteilslverter Tennisspieler, ein sicherer Golfer. Er sprach fließend französisch und englisch. Er hatte gute Manieren^ und immer (^eld. Mit jungen Leuten der Roseuheimcr Cjescllsä)aft fand er fich in geselligen Zirkeln zusamnlen. Und diefen Freun den zeigte er eines Tages auf einer Photographie das Wiesbadener Stammschloß seines Geschlechtes. Das hätte der sunge „Graf" nun nick)t tun sollen. Denn einer seiner Freunde kannte dieses „Stammschloß", das nichts anderes war, als das Wies^dener Parkho^el. Diese (Entdeckung erschütterte das Vertrauen zu dem jungen „Grafen". Man setzte in seine gräflic!^ Abstammung ber«h-- gegen zogen Stiere unl 3—5 (droschen und Beinlvieh bis zn 5 Groschen pro Mo gegenüber der Vorwoche an. tigte Zweifel, wenn auch Kressensteins Freun de von einer Pudlizierung ihrer Entdeckunz vorerst absahen. So gelan.g es den, jungen .'Hochstapler noch, sich an ein Mädchen aus Rosenheim heranzumachen. Die Verlobung stand unmittelbar bevor. Da wollte der Vater der zukünftigen Braut doch noch ganz sicher gehen, erkundigte sich und nlußte erfahren, daß es —aar keinen „Grafen von Kressenstein" gab. Das war dein „Grafen" nun gar nicht recht, daß sich jetzt die Polizei seiner annahm daß ihm der stolze Name eines „Grafen von Kressenstein" genonnnell wurde, daß er als Knrl ?^iedrich Rottmair aus Augsburg idelitifiziert und schließlich.sogar noch inS Gefängnis gesteckt wurde. Als Rottnmir aus den Gesängnianiauern von Roseichernk kam, tvar es natürlich niit dem weiteren Aufenthalt in der Innstad! nichts ttiehr. Das Gastspiel :var zu Ende. Rottmair ging von Rosenheim fort. Sein Nanle tauchte aber in den nächsten Jahren immer wieder in den Gerichtsakten auf, nicht weniger als sieb^hnnial. Dann wurde es etwas ruhiger im ihn, bis eines Tages „Wrst Dr. Polignac (Äh^encon und Wil-denthur" auftauchte, der in Wirklichkeit niemand anderer als Mrl Friedrich Rottnlair war. In den besten Hotels des RHeinüandes lebte er auf Pump. Im rechten Augenblick, wenn die iSlachc mit der Rechnung akut wur- de, oerschwand er mit seinem Ä^ompli^en, den er sich nun beigelegt hatte, immer wieder. Mitten in der diesjährigen Saison trat er in Baden-Baden auf, diesmal in Begleitung „Ihrer Durchlaucht, der F^irstin Po-lignac-^alencon." In einem der ersten Hotels bestellte er seiner Stellung als Diplomat, als der er sich nun aufspielte, würdige Gemächer, benahm sich sonst aber sehr unauffällig und manierlich. Und dann kam wieder die Rechnung. Einige hundert Mark wies sie auf. Die konnte der „Fürst" nun nicht bezahlen. Allein — er wu^e Rat^ Er wies seinen — natürlich gefälschten — Paß vor, ließ ihn vom .^otel-direktor rasch „prüfen" und bemerkte, daß er am ersten Tage des nächsten Monats sein Gehalt bekommen und dann die .Kleinigkeit" begleichen »verde. Der „Fürst" r^r-schn>and dann aber plötzlich mit seiner „Gattin" aus dem Hotel. Aber dann ließ si6i Rottniair von s^einer Frechheit, mit der er seine übrigen Betrügereien durchgeführt hatte, aufs Eis führen. Eines Tages kehrte er nach lBaden-Baden zilrnck und ersuchte den .'<>oteldirektor um ein Darlehen von „nur" 5M Mark. Inzwischen waren iedo die Schwindeleien des „.Fürsten" in rheinischen Landen dem Direktor zu Ohren gekommen. Der Direktor gab, vorsichtigt geworden — zu verstehen, daß er sich lwtürlich freue, dem „Für sten" unter die dnrchlauchtigsten Arme zu greifen zu dürfen. Allerdings stünde die Sunlme erst morgen zur Verfügung, da augenblicklich nicht ntehr soviel in der .Äasse se'. Ilizwischen war die Kriminalpolizei benachrichtigt worden, ein Beamter folgte unauffällig dem Boten und konnte auf einer Bank iui Park von Baden-Bad<'n den „Fürsten", der allerdings ettvas überrascht war, dingfest machen. Rottmair sah, daß Widerstand hier vergebens war. Er folgte dein Kriminalbeamten, ans6)einend willig, bis wenige Schritte vor die Wache, vor der er dem Ream ten einen Stoß versetzte und dann auf und davon ging. Durch eine nachtdunkle, einsame Straße ging die Flucht. Der Beamte, der Rottmair nachjagte, rief dem Flüchtling zu, daß er halten solle. Andernfalls werde er schießen. Rottmair künrmerte sich nicht darum. Ein Schuß peitschte dann Plötzlich durch die Nacht. Rottmair sank zu Boden und bald daraus war das Leben eines großen Aben teurers zu Ende. E< gibt »wet Arten von Woffer Hier soll nicht etwa die Rede sein von kaltem oder warmem, reinem oder ichmutz'-j^m Ausser, sondern von einer Entdeckung, die unlängst ank ^Nasser gemacht wurdp. Im allgeinieinen wissen wir. daß „hartes Wasier-kalkhaltig und Regenmasser „weich" oder kalkfrei ist. l^nz reines Wasier trifft man in der Natur nicht an, daS reinste fließt uns noch im ^^gen zu. Das gewi'hnliche Wasser ist, wie bekannt, am dichtesten bei 4 Gnüd, gefriert bei 0 und siedet unter 7M mm Luftdruck bei 100 Grad E. »^un ist es den Amerikanern durch sortgesetzte elektrische Zersetzung des Wassers, moGei es sich ja in seine Bes^ndteil<» aufliest, gelungen, das gewöhnliche Wasser auszuscheiden und allmählich schwereres zu ^lewin» nen. Da>s „neue" ?!lasser stellt sozusagen einen anderen Typ des s^instigen dar und untersck)e:>det sich auch von ihnt in pht>sik>ali. scher und chemischer Beziehung. ES ist um 12?» schwerer a!S d^ro^e Ein-fachheit in der Zusainmensetzung der nerschie-deiten Stosfe; schon der grie6)ische Philosoph Thales unt 600 v. Ehr. lehrte, daß daS Erste, nioraus alles entst^ind, nnd das Letzte, in das es sich auslöst, das Wasser sei, welches er sich als konkretes Wesen gedacht hat. Heute -verhält es sich aber damit ganz anders. Den einfachsten Aufbau zeigt '^Lasserst.zsf m'.t ss,« nein Atoulgeivicht 1 als leichtester aller bekannten Stoffe (das Atemgewi6)t zeigt an. tmcvielnral so fchiver das Atenr L'nes ^^>rund elementeS ist als das Atonr des Wasserstoffs). Jedoch beweisen schon d'.e Isol>'>pc (vom griechischen Wort „Ort") als verschieden schwere Arten ein und desselben Elements, ohl«: sich jedoch iil anderen chemischen Eigenschaften zu unterscheiden, daß es mit der Einfachheit M Ende ist. Den Wasserstoff sieht man daher, wie vorhin erklärt, mcht mehr als Stosf an, sondern mU einmalmal als „Äappelf^tigen". Kleiner /Emsiger /^k,ff»g«N i»>k «tmj » vß»«? In vkWsw msf^on del^ulegon, ä» ansonsten «Ilo /^«tmlnlvtrMion niokt w cjsf lj«s So>v0n»okt« «I esi«itxjvn. >DßOchAAAAAAAAGchA ß ivSZMQAFSslSMS» -»G^WV^GGGGGGGGGGU vfsued« «kln»««! ZOVV 0?a»r Lö^sen inoostlicke t'ür ^wsvll Lsn2e Verptls-eun«. l^'nter »VskLiekeruiie« »n äie Verv. 10565 «GGGGGGG^svVGGGGGVV» »teuerkroj, 5ckün selesön, mit xroüem, sekün LepiieLtem ^2»rten. in A/^sr!bc>r «» verk»uisn. XntrÄ-xe unter »ViUs« an clie Verv. _1l>S89 _ (ZrolZer vaupl>tZt im Zentrum von Kursks SvdotL. Lirka -tvv Ollsäratklatter. >virä unter llom Werte ver^kukt. Qssix-net tiir Inäustrie, (ZezedAt, (jeverde oäer ru privat? velc Kon. ^niraeen unter »tZr^äi. IjZte« SN propaLAnäs ä. ä., ?s«reb, ^elaeiäev tre 5. 9S3S Vsrkaute kleines Nsus in ?o-breSje. ?rei8 Z8.vl)0 Oln. Nv» pytkek IS.voo vin. ^6r. Ver» vsltun«. 1i)?75 ^ekrere Vlilsa. kl. Musor. via 16—36000». »ovie Ans-, UvsctiSktskÄuser. Lesit^unsen »uell IN I?aten^sd!u.^L vermit» telt »I^apilli-öüro. (^'asposlcs ul. 28. 10576 eil ^^VGVGWW^UWVGWGE^^ I Ksuie 8p»rk»»seild«sl, lV!e5t. iw oder öanovinslr«^ llranilni-e» vin 100.M0. Olterte unter »Qelä« an äie Verv. 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Verv. 1058Z lZouvvnuuit«. slovealsek und deutseli, >vird i^u ^svei kleinen Volk88el»ülern in !?loveviön auteenommen. >Välirvnd de; 8cliulbe8uelle8 Hilf« im tiaus kalt. XatrS«e unter »prims-rekerenr«! »n die Vorv>^. 10674 .lunee vo«Ileaek>», Äs koedt, wird Le8uclit. VroioriiLova 26/Il. 10573 dlette», reinlleiie» HG-täcken ß. »II«», vvlclie8 Lut koeben kann, elirliel» und kloiLi« ist. mit liinseren ?euUn1sseo, vi od aufgenommen bei .IslllN, Vr. I?08inova uiles 12. Vorzusteilvn von 10—12 vkr. 10582 Xlnäei'li'itulel». lsdliatt uack perkekt ia der deutscliea und sloveniseken Sprael^e. »u vier lSÄri^em Kind tür den Vor-mittae lesuelit. Vorzustellen :5visetlen 13—l4 l.?lir Xavar» na RotovZ. 10581 ^R6eli«i liir all«. KInderlie-dend, «esund. elirUeli. ilel-vvc uad la allen l^I-,u,arbeiten versiert, deutsede und kr«^-tisebe Lprackkenntnisse. vlid sotort auklrsnommen ^neelio-te: vrausinLer, 2asreb, l?e-trinska 28a. 10585 ««law ru »ein« ?r»u mackte »^ittinLauer 8pls«el«, irisel» einUelanrt und dilllsst ru balzen bei k'erd. Oroiner. I^ari-dor» (Zo8p05ka ul. 2 10.^ 2 /lwwer «»ä Kllciis und ein inöbUertes Ammer ?u vermie ten. Hausmeisterin vird uut-Lenommvn. KopaliZka 28. 10567 w »t lltM Ü Mm W»"! »I Zek«»«!»« unel «I« »»«»»n icSr?»e» d«I UN»?«« p«rsoi»«n. Sekvactivn und Älteren Personen emptek-len vir vilrmstens. den Körper ' mit dem »^^o^-prSparat. -u massieren, u. abends vor dem Seblakeneeben und in der frütl vor dem ^uksteben. Abends naeb der Linreilzuns vird lknen der Lsn^e Körper Isieitt sein. Sie verden einen tteien Scbiat iiaden. >ve1clier stSrkt und krÄkti«t. In der l'rUb bleiben Sie naeb der I^asssee nocn kur^e ?eit im vett. Selm ^ulsteben Verden Ilire (Zlieder relenkix. da8 Qebvn ieiekt. der Körner vie neuseboren sein. Sie Verden neue friscke. Heiterkeit und !^eben8kratt emptlnden. ist iiberall erbältliÄ» un^ ^stet die k'lascbe Hin 14. . Ke«. v. vr. lSl 17/32. >0538 0»« ««iiovwIÄ» «nM» »re ««««II«!« V......l»»^»t»t« künrliol» 6«o 80I» «»«»» uojisLeu«? r«iok«a v«im lot«rvi«i^ «rlclSrts »«i kr»F«la» v»n»m ^ana miek »rvänlts? loi» vsr 8t»««t^i»ti« im vüro «ems» Vstsrs. lol» konnte nur keioe t^ukVQ lGiItK» vi» >1l div »vderea <^nsr ö»k>ao^t»o^D^, Tb«? !oli vweadAt» imioer 8or^l»It »l»k «»«« l»»t wir i«!vi»ckeil d»M O» m«« vm»d»rvollar ?e!n>t Bssr, durel» deo iel» ibm LU«r»t lel» v«rvGode immer ?vkklc>ii »m ?»A» v»i««v und »ur ^»el»t rl>»»ka?bi^e. L» «t «»»t»ek v«rolüttei»d, volvli «a.^^«urs V«rbe»»«ruog de» »l« ii» aur loli verde «ia« »ad«« Lr«»« tk«lbr»uol»«o.« Vi» V»»»»«, Lr»«» 'I'otr^lov Hautuslirunii Otivevül «ad 8«lme. Di«»« lA«»t»adtEil» drinAea tist in m»d 1^vr«in!j^k»>it«a, die vo« ^»«»k «id 8»iks sie «rr«vi»t vsrdsa. Mtvss«, «rveiiert» ?c>r»a i»d »1l» »»dsr« vei'iolivivd«! rssol». Die ll»ut vird i»rt und kl»r. 2ur Lntkenntag von ?»Itsa 8i« di« rosktsMz« (?r»m» ?ok»li>l» »öioeel« llautoslumQA, dis erstsunlicliO Lr» kii»d»»n< d»« prok. Vr. 8tei»lrHl v»n der Visver 11«lvrrsi4ä< »nsvr Komml» 10587 unverkeiratet, der tecluüsLllen kranebe, »esuelit. Soiclie die Praxis in l^akrracibl-anclia baden, verden bevor^uxt. Offerte an publi-Lltss d. d.» ?a«reb. Ilicg 9. unter I^r. 38542 l?om»n von ^»n» I-Ilrtkammvr 4S vpMveK.prcnisscnv?? vv^cn „Sieh mal an!" spottet« Alice. „Du verstehst es gar nicht schlecht, aus deiner Romantik Vorteile zu schlagen. Wenn dir die Frau gefällt, dann ^st du zlvei Fliegen im Netz. Im anderen Falle kannst du deine Hände in Unschuld waschen und auf die blaue Insel zurückkehren." Wendrich lachte etwas verlegen, wuhte aber im Augenblick keine Antwort. Auch Frau Alice verfiel in Schweigen. Hie schien dem Musikstück zu lauschen, das eben vorgetragen wurde, in Wirklichkeit aber beschäftigten sich ihre Gedanken mit ^ jener anderen Frau, der sie nun weichen mußte. Es war so schwer, tapfer zu sein und endgültig alles beiseite zu tun, waS man an geheimen Wünschen in sich aufbewahrt hatte. Die Stunde kam unauf^tsam näher, da sie den Freund verlor, den geliebten Mann. Sie trug selbst die Schuld. Warum hatte sie ihn ihr Inneres nicht geofsenbart? Nun war es vorbei! Ihr blieb die Einsamkeit — und die Arbeit. Als Wendrich sich zu ihr wandte, hatte sie sich bereits wieder in der Gewalt. „Man sollte am hellen Tage keine so melancholische Stücke spielen!" scherzte sie. „Melancholisch? — Das war doch ein Potpourri aus der ,Dollarprinzefsin'!" Er lachte mit dem ganzen Gesicht. Alice zuckte ergeben die Schultern. „Da siehst du wieder: Was Musik betrifft, ist meln Fall hoffnungslos!" Dann rief Frau Krüger an. Ein gewisser (>err Hildebrand sei eben gekommen und er-»varte ihn. Mice wollte gegen den vorzeitigen Aufbruch Einspruch erheben, aber Wendrickz war ve«l.)^cz 08 /n e l 81 r k. I 8« nicht mehr zu halten. Als er die Wohnung verlassen hatte, trug Alice den eben ausgebrühten Tee in die Küche zurück. Sie Hatto keine Lust mehr, etwas zu sich zu nehmen. Bei WendrichS Eintritt stand HanS tzil-debrand vonl Schreibtisch auf, an dem er gesessen und in einem Buch geblättert hatte. „Menschenskind, Hildebrand!" rief Wend» rich und streckte ihm die Hand entgegen. „Das ist eine Ueberraschung! Seien Sie willkommen!" .Hildebrand lacht«.. „Da Sie morgen in Urlaub gehen — ich möchte nicht bis zu Ihrer Rückkehr warten, um meinen ehrlich verdienten Lohn in Empfang zu nehmen." „In der Tat, Sie verstehen Ihr Fach, daS muß Ihnen der Neid lassen. — Also Frau Prenner ist tatsächlich in Berlin, Woher wissen Sie das eigentlich so bestimmt?" „AuS bester Quelle! Liese hat es mir gesagt." „Liese?" staunte Wendrich. „Wer ist daS nun wieder?" Hildebrand tat verlegen. „Ja, das ist auch so eine romantische Geschichte. Aber es ist jetzt nicht der Augenblick, Ihnen davon zu erzählen." Wendrich hatte inzwischen eine Flasche Wein und zwei Gläser aus dem Seitenfach des Schreibtisches zum Vorschein gebracht. „Ein kleiner Borschuß auf den Sekt!" Hildebrand sah nachdenklich zu, wie Wend^ rich die Gläser füllte. „Dia also — junger Mann, was nun?" zitierte er. „Ganz einfach!" erwiderte Wendrich. „Ich wüßte meinen ersten Urlaubstag nicht besser anzuwenden, als ein wenig in der Kursür-stenstraßc herumzuspionieren." Hildebrand tat gekräukt. „Aha, ich sehe schon, daß ich nun ausgeschaltet werde! Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, er kann gehen." „Aber den Wein dürfen Sie vorher noch austrinken!" — Und am andern Tag suchte Wendrich die Pension Flora auf. Seine Gefühle hatten gewisse Aehnlichkeit mit denen eines Primaners, der dem ersten Stelldichein zueilt. Um keinen Preis wird er das holde GeheininiS verraten, das ihn mit ihr verband. Er war klug genug, sich zu gestehen, daß man so leichten Kaufes die Liebe dieser Frau nicht würde gewinnen können. Älbst wenn sie, noch vom Banne der traurigen Erlebnisse besangen, vielleicht einem Zwang eingebildeter Pflicht gehorchend, dem Werbenden sich ergab, hätte er solch raschen und mühelosen Sieges nicht froh werden können. Auch Liebe muß ersiegt sein, wenn sie beglücken soll! — Er fand die Penision und zog m't einer mertwÄrdigen fahrigen Erregtheit die Klingel. Fvau Mttich tvarf einen rasch abschätzenden Blick aus ihn, bevor sie ihn einließ und nach seinen Wünschen fragte. Wendrich sah sich mißtrauisch w dem die^ lenähnlichen i!^orraum »m, dessen schäbig-vorilehme Einrichtung . vo-n erschreckender 'Ätiilo>sigkeit zeugte. Er hatte sich bereits untcrwegs einen Vorlvand zurechtgelegt „Ihre ^^nsion st mir empsvlhlen worden", log er. ..Ein Gi.'. schättssreulid, der auf einige Wochen nach Berlin tonrmt, bat mich, ihm eine Unterkunft zu besorgen. Ich möchte mich aber, bevor ich meinen Freund an Sie meisc, gerne mit eigenen Augen überzeugen, daß ich Ihre Pension mit gutem Gowisszn empfehlen darf." Frau Mttich geriet in ei-nige BerlSiien-heit. „Bitte sehr!" sagte sie schnippisch. „Wollel^ der Herr vielleicht ein '^!mlner ansehen?" „Ich bitte darum — ivenn .'S Ihnen ne sy^lhe macht!" !Mndrich iniu krampshaft, wie er ohne Aufschen jeinenl Ziel näherkommen tonnte. „Was wohnen denn so im allqeii'eiuen für Leute bei Ihnen?" holte cr vorsichtig aus. „Meine Pension ist hoclianständig!" geriet Frau Wittich in Eifer. Sie »varf dem Besucher einen vorwurfsvollen Blick ^u, cilL habe er diese Tatsache in ^iveisel .lezogen. Man tvar inzwischen in ein zurzeit ilnbc-wohntes ^'^inlmer getreten. Frali Wittich die Markise hoch und begann die Bor^üg^ des Raumes in deil hellsten Farben ide!" fuhr sie halblaut sort. Frij^ Wendrich fühlte eine jiihe 'ltöte 'ein Gesicht iiberziehen. Eine einzil>e Dame'^ ^^as konnte nur Jennn sein! (Fortsetzunsi solgt.) d^ I^vd>IltivQ Druvit lisr nbor>It> tiilrsriii» in ^>rlbok« Zuudc« ^ L«id« ia kür des lIer»u»Aol»«r uvd ävo OZtuclt ver»otvorlliel»t