WlmcherMMtung. H>, 1^7-« 1:rlltlon«plei»: ^im «iomptolr ganzj. ^l ! H > « ^' ^'<">- N. 5.5,». Für die^ustillunc, in- Haus * '*- ' -^- !).,lbj.,°i»Ir. Mll dürV?st»a!i^.»^.l:'>, >,>a!l,j. si. 7.5«. Frei t.lg,. 3U.Iuli Inlerti °ne,ie»ilhl dis ll? feilen: imal «o ll., -«^'^»^ Äm.dl>lr..«ul. in.:>««!» pr.^^ilen,!.«lr.,'.!u>. «N,, L^llH^D »m.iolr. u.i.w. Iuscrtioiiölliüüve! ie.'' ^u>..'l< l>. » V_^'V «^ 4 Mit I. August beginnt c!n neues Abonnement auf die ,Faidacher Zeitung." Der P rä n umcr a t i ous - Prei S beträgt für ^k Zeit vom l. August bis Ende December lttlw: ^ Comptoir offen.......4 ft. W kr. ^ll Comptoir unter Convert . . . . l> „ -- „ ''>u- i^aibach ins Haus .zugestellt . . . 5 „ — „ ^"it Post unter Schleifen'.....6 .. 25 „ Amtlicher Mil. . «^e. k. und k. Apostolische Majestät haben mit ^llerhöchstcr Cntschlicßnng vom 22. Juli d. I. den ^blagsabgeordnclen uud ^andeshaufttmannstellvertretcr ^'. Cduard von Grebmcr zum 'l/andcshauptulaun ^ gcsürstcten Grafschaft Tirol allcrgnädigst zu ernen-'^" Muht. Giskra n>. i). , Der Minister des Innern hat im Einvernehmen ^ dcn andercii bclhciligten Ministern anf Grund dcr ^Mlcncn Allerhöchsten Ermächtigung den Herren Karl Mtcn Iablonowsky, Herrenhauömitgliedc, Anton .?fcn Forgach. k. k. wirkl. geheimen Rath nnd Guts-,^cr. Dr, Cduard Kopp, Hof- und Gcrichtsadooca-^/'' Bertholt, Stabler, Rcalitätenbcsitzcr. Iaqucs ^°ns Söhne in Wien und C.F.Mayer, Chef ^ Firn,a A. M aycr et C o m p., die Errichtung ^l Acticngcsellschaft uiit dcr Firma „Volksbank" ^ dcili Sitzc in Wien bewilligt und deren Statnten t,^ ^lm 28. Juli 186!> »uurdr in der l. l. Hof- uud Staatö-deri ^' dns l.lV. Stttck dcö Neichsgüschlilattcö ailögegedcn und /°flbe ntthäll unter ' '^ dic Verorduimq des IiistizministcrilMis vom 24. Juni ^«9, betreffend die Zuweisung dcr Gemrindeu Eiernd M'd Nnidcck ;u dem Sprengel des Bezirksgerichtes Niloli<-^ll ,?,'"!! i" Mähren; ^^ dio Vnordnüllss dcö Justizministeriums vom 2. Juli ^'^, betreffend dic ^nivrisuiiss dcr Ätalttsscmeiude Deutsch-^ldau ;u deln Sprengel dcö Bezirksgerichtes Schöulicrg i» -"inhren. rcgcl nützlich uud wünschenswcrlh sei, wollen wir nicht bcstrciten; aber das nackte Utilitütsprincip wird doch wohl vom Liberalismus uicht empfohlen werden. Unsere Stärke bildet ja eben der Rechtsstaat und im Rechtsstaat darf man uicht ohne Weiteres etwas verfügen, weil es nützlich ist, sondern man muß auch Acht haben, daß Gesetz und Freiheit dabei uicht verletzt werden. Da es nnu ausgemacht ist, daß dic Regierung unmöglich auf eigene Faust die Klöster aufhcbeu oder revidireu lassen dürfe, da es ferner keinem Zweifel nntcrlicgt, daß dic Gesetzgebung clwas thnn müsse, um dcr lhcilwclscn Crcmtion dcr Klostcrgcscllschaftcn von den Staatsgcsctzeu wenigstens insoweit cm Cnde zu machen, daß wenigstens Ungeheuerlichkeiten, wie die soeben entdeckte, unmöglich werden, so ist der von dem Gemeinderath, respective von dcn Antragstellern vorgeschlagene Weg nustrcitig dcr praktischeste nnd sicherste. Cr schießt uicht über das Ziel hinaus und macht eS insbcsouderc nicht zur Nothwen- digkeit, kaum errungene Freiheilsrechtc zu beschränken; denn Ausnahmsgcsctze für die Klostcrbcwohncr in dcm Sinne zu schaffen, daß dieselben it, Betreff ihrcr Rechte schlechter daran wären, als die anderen Staatsbürger, wird wohl keinem Vibcralcn beifallcn. Der Antrag des Gemeindcrathcs - wir fetzen nämlich voraus, daß dcr Gemcindcralh ihn zu dcm sciniqen machen werde ist ganz gut vereinbar mit dcn Staatsgrnudgcsctzcn nnd unsere» anderen Errungenschaften anf dcm Gebiete der Frcihcits-Gesetzgebung. Es wird keine ausnahmsweise Strenge für die Klostcrbewohncr gefordert, aber auch jede ausnahmsweise Milde perhorrescirt. Das wichligsle Zlctcnstück, welches über die Kia« kauer Kloslcrgcschichlc vorlieat, ist eine Darlegung dcs Sachvcrhalis, welche die „Wr. Abcndp." wie folgt ucr«-^ffcntlicht: „Nachdem das l. k. La»deSa.cricht in Krakau in Kenntniß gesetzt wmdcn war. daß iu dem Kloster dcr bcufüßigcl'. Karmclitcrinncn in dcr Vorstadt Wcsola seit 20 Jahren ein Weib in dunllcr, schmutziger und übelriechender Zelle eingesperrt gehalten werde und daß sich diese Person iu Folge der Mißhandlung in ciucm än-ßerst beklasscuSioertlien Zustande bisiude, begab sich am 21, d. M. dcr vom LundcSgcrichlc cutscndclc Unters»-chnnxsrichter in das Kloster der Caimcliterinnen, wo er, iu Gegenwart dcs durch den bischöfliche!, Administrator der Krakauer Diörcse deliairtcu geistlichen Commissars , eine crstc Untersuchung vornahm und wirklich folgende Thatsachen eonstatirle: In einer im ersten Stocke des Kloslergcliäudes ucben dcu Aliortcn gelegenen Zelle, welche durch eine llciue, lculm cinigcs ^!icht einlassende Fcnsleröffming dürstig beleuchtet wird und in welcher kein Ofen und leine Gerä'the, am Estrich cinc in die benachbmle >ffnu»g vorgefunden wnrdc, traf die Commission ein „acktcs, abgezehrtes Wcib von beiläufig 60 Jahren mit knrz abgeschorenem grancn Haare, welches auf einem Haufci« uou bereits vcrfuullcm Stroh saß, bcim Herannahen dcr Herrcu wimmernd Folgsamkeit versprach und nnr um Essen bat. Von der Commission befragt, gab sic an, sic hciß? Barbara Utnyt nnd sei bcrcils seit vielen Iahreu iu dicscr Ccllc eingesperrt. Auf de»l Körper zeigleil sich Sftnrcu uou Mißhand» lungcn. Die darüber vcruonnucnc Vertreterin der Kloslcr-vorstchcrin, Thcrese, Kosiczkiewiez, rechtfertigte sich dahin, daß dieses unglückliche Geschöpf gcistceklant sei und tei' ncn Anzug vc>trage, iudcm es die Kleider bci dcn Wahn- MM'lun. Nur eine kleine Wunde. Humoristische Er;ähluil^. Zmeiler Theil. 6. Capitel. (Fortsetzung.) ^'" Bediente erschien. >F wünsche die Küch . . . ^"gcö hielt inne. ^'9c,W^" ^^ Madame Turnover, daß ich sie einen N) ^' sprechen wünsche. ^>ttr «.^""e Turnover erwartet Ihre Befehle, mciu ' °'"w°rtetc schncll der Diener. ^" '"ijge eintreten. der j,', "^ "n sclbcn Momente erschien Madame Turno-^ ihre?,?^"^"stüm. Obschon ihr Embonpoint seller d e 3 ^'"' Manieren ihr von einem strengen . 'var sio f. ^llMlng «cmcin hätten zn;iehcn tönncu. ^ln Auss l!In "'^^^"ung doch eine Frau von schr > q"of'. i' "' ^'"cicht gab ihr anch das Gefühl >'g^H 'Ulh.gcn Absicht iu diesen. Augenblicke cinc "h sci„ ., ° ' d'c ,lc gewöhnlich nicht besaß. Wie dem ? ^tulwnel'i/. >"'" '""a"' Gebieter war sie noch uic d^'ler vo 2 "'^eneu, seit den Zeiten wo er als h>°lieimm d3 N's^'" " "i"'t «crschmäht hatte, ^"d das ihre freigebige Setze« Sie sich/'^ Utte Sie. ^'b stehet' ^""°"" 'Ullchtc eine Verbeugung und Nun, so setzen Sie sich doch, meine Gute, wiederholte Georges mit einiger Ungeduld. Ich bitte Sie nm Verzcihnug, mein Herr, ich ziehe es vor z>.: stehen. Georges stand auf. Madame Turnover hustete, um sich die Stimme klar zu machen, drehte mit einer nervösen Bewegung an ihrer Schürze nnd begann: Ich war schr begierig, Sir Georges, Ihnen so bald als möglich zu autwortcu auf das, was Sie gestern Abend zu mir gesprochen haben. Ich habe reiflich darüber nachgedacht, wie Sie es mir befohlen haben, mein Herr, und indem ich Ihnen rcspcctvoll danke, wcrdc ich mich glücklich fchätzcn. . . Georges' Herz hörte auf zu schlagcu. Ihrc Köchiu zu bleiben. Was das Ihre Frau wcrdcu betrifft, so würdc ich es vorziehen, wcnu ich wicdcr heirate, in meiner cigencn Sphäre zn bleiben. Sie können Ihre Gefühle besser beurtheilen als ich, meine gute Barbara, sagte dcr Bewerber, bereit, ihr an den Hals zu fliegen. Aber, Sie dürfen sich nicht übereilen. Cs ist entschieden. Sir Gcorgcs, nnd ich bin schr froh, daß Sie so leicht darauf verzichten. Ich hatte Fnrcht. da ich Ihr Drängen fah, daß Sie sich fchr getäuscht fühlen würdcn, fügte die ehrliche Köchin hinzu. George ergriff die Hand der würdigeu Frau und war heuchlerisch gcnng, cinc resignirtc Miene anzunehmen, iudcm er ihr mit melancholischem kücheln antwortete, daß cs nicht seine erste Täuschnng sei, und daß er trachten werde, sie zu überwinden. Dann, fügte er nach einer angcmcfsenen Pause hinzn. daß er an diesem Tage zu Hause bleiben werde, und daß er zwci Freunde zum Dincr erwarte. Madame Turnover machte ihre Reverenz nnd schickte sich an, zu gehen, doch Plötzlich wandte sie sich um. und nach einem Augenblicke dcs Schweigens sagte sie: Alle Tage meines Vcbenö habe ich Gelegenheit, die letzten Worte zu segnen, die ans dem Munde T.'s hervorgegangen. Thccs? wiederholt Georges mechanisch. Cs waren die folgenden, fnhr Madam: Turnover sort. Cr war vollkommen unempfindlich nnd wir glanl> ten, daß cr nicht mehr sci, da öffnete cr Plötzlich ein Augc und zwinkerte zweimal; das sollte bedeuten: „ein Reizmittel!" Wir gaben cS ihm. Dann sagte er mit schwacher Stimme: „Die Fische lieben das sicdcndc Wasscr nicht." Wir glaubten, daß cr träume, cr fuhr adcr fort: „Einc zarte Frau würde nicht langc auf dem Grunde dcs arktifchcn Meeres leben." Nun glaubten wir, daß AUcö zn Ende sei, aber der arme, theure Mann machte noch cinc Anstrengung um hinzuzufügen: „Es gibt sociale Unterschiede. So lange sie bestehen, jo halte Dich daran, wenn sie nicht mchr sein werden, so lasse sie fallen. Lebewohl." Cs scheint, daß Ihr würdiger Gatte sehr viel von dcn Rcsnltatcn scincr Erfahrung, sür cinc spälc Stunde aufbewahrt hat, bemerkte Georges. Im gegenwärtigen Augenblicke fürchte ich abcr, daß mcin Ocist zu fchr von egoistischen Gedanken in Anspruch genommen ist, um sie nach ihrcm gerechten Werthe zu würdigen. Ich bin dicscn Morgcn einer drohenden Gefahr entronnen (und mehr als cincr, fügte cr in MW hinzu), nnd ich bin ungeduldig meiner Retterin zu danken. Hat Ihre Nichte fich hinlänglich erholt um cS mir zu erlauben? Madame Turnover dachlc, daß Esther vollauf Zeit gehabt habc, auszuruhen, uno sie crwidcrte demgemäß, daß sic sic hinunlcr schicken wolle. Und unu, sagte dcr junge Mann als cr sich endlich allein sah, habc ich langc genug dcn Thoren gemacht, daö muß anders wcrdcu. Mögcu Verstand und Rcd- 1278 sinnsanfällcn in Fetzen von sich reiße. Nach Angabc der Nonncn sott daö Fenster in dcr Zelle bis alls cinc lleilie Ocffüling deshalb vermauert wordcn sciu, wcil die Ubryt filler unzüchtige Aeußerungen laut wcrdcn lies;. Dcr UnlcrsnchnngSrichtcr übergab das unglückliche Weib der OdlM cincs Bcamtcn und vcrfügtc sich sogleich zum Bischof Galecti, welcher, vou diesem Vorfalle in Keuntliis; gcsetzt, sich allsobald a» Ort nnd Stelle begab, das Weib ankleiden und in eine wohn« liche Zclle bringen licß, den Kloslerfrancu alicr unter strengster Strafandrohung die sorgfältigste Wartung dcr Unglücklichen zur Pflicht machte. Dcr Bischof, von dicscr Unmcnschllchlcit empört, sisliltc alle religiösen Uelilmu.cn im Kloslcr und suSftcn-dirte li 8lici'i« den dortigen Kaplan niid B^ichlvatcr, Kalmclilcrpalcr Piciticwicz. Die unglückliche ^ionnc wurde vorgestern zur bcs-srtcn Pflegling und Wartung, und um sie dcn Handen dcr i^armclilcrinncn zu cnlzichcn, ins Spital übertragen. Die ^crichllichc U.ilcrsnchung wurde von dem Oberstaatsanwalt ^iialcp in dic s^cmd gciwmmcn und von diesem die so^lcich^ Weisung an dcn Slanlöanw^lt cr> lassen, die ciusprcchcnl'cn Beifügungen zu trcffen, um die bei dcr Thc>tbcstaudöcrhcbung uorgckommcncn Un-vollständigkciten zn janucn und oas Material für eine rasche und cifolgrciche Uulcisnchnng sichcrzustcllcu, wu-l>ei der Standpnütt fcstgchallcil wird, daß keinerlei wic immer gclUtctc E^cmlion von den Acstimmuna/u dcv Strasvrozcßordnnng platz^rcifen dürfe. Von Seite dcs Justizministeriums wurde der Bericht des Oberstaatsanwalts billigend zur Kcnncniß genommen und dcr Auftrag ertheilt, von drei zu drei Tagen Bericht zu erstatten; zugleich wnrdc an das Präsi-dium dcs ObcrlandcSgcrichtcs eine ')iotc gerichtet, worin un den Vorgang des Untersuchungsrichters in den ersten Stadien einige Bemerkungen dcS Befremdens geknüpft werden; endlich wurde die Erwartung ansgcsprochcn, daß mit aller Energie die rasche nnd streng gesetzliche Durchführung dcr Angelegenheit geschehe und hierüber periodisch hiehcr Bericht erstattet wcrdc, Von Seite dcr politischen Behörde wurde dein do» tigen Statlhaltcrciucrlrctcr telegraphisch dcr Auftrag ertheilt, sogleich die Einleitnng zn treffen, daß die Barbara Ubryk aus dem Kloster enlfcrnl und mit Rücksicht auf ihren Znstand anderweitig angcimsscn untergebracht werde; zugleich wurde er angewiesen, dnrch geeignete Nachforschungen von Seite der Polizeidircction über die näheren Umstände nnd Motive dieses schweren DclictS die Thätigkeit der Gerichte nach Kräften zn nnterstützcn. DaS energische Zusammenwirken dcr Behörden berechtigt zu dcr Erwartung, daß nichts unterbleiben werde, waS geeignet isl, dem Gesetze nach allen Seiten hin Achtung zn verschaffen." — Ueber die wcilcrn Ereignisse berichtet ein Corre< spondcnt dcr „Presse" unte"M 25>. Juli: Hcnte Nachmittags verständigte dcr Gerichtshof den Bischof Galccki, daß zwei Nonnen eingebogen werden müssen. Der Bischof beauftragte dcn Beichtvater dcS Klosters, er möge sich dem Auftrage des Gerichtes unterwerfen und die bezeichneten Nonnen ausliefern. Um Z Uhr erschien Polizei-Eommissär Paschma im Kloster der baarsüßigcn Earmcliterinncn nnd holte die Oberin des Klosters, Marie Wcnzyk. und die Ctellvcrtrclcrin der Oberin. Thercsc Kosciertiewicz, ab. Ihnen schloß sich freiwillig eine dritte Schwester an, welche sich erbot, bei dcr in diesem Momente tränten Oberin die Stelle einer Dienerin zu versehen. Dcr Sicherheit halbcr, um die Inquisitinncn vor dcr Wuth dcö Voltes zn schützen, wurde dem Wagen, welcher in schnellem Trab dahineilte, cinc starte Hußaren-Escortc bcigcgebcn. Trotz dcr Militärwache fielen einzelne Steine gegen dcn Wagen. Gleichzeitig, als die Nonnen die Schwelle des Strafhauscs überschritten hatten, wnrden einige vierzig junge ^cntc, die an dcn gestrigen Excessen thcilgcnom-men haben sollen, eingebracht nnd dem Strafgerichte übergeben. Diese Thatsache trug n-chr zur Beruhigung des Publicnms bei, als alle Vorsichtsmaßregeln seitens dcr Behörden, wiewohl auch diese sich als nöthig erwiesen. Um 12 Uhr Mittags fand beim Statthaltcrci-Dc-lcgalcu zur Feststellung dcr Sichcrheits-Maßrcgeln cinc Vcralhnng statt, an dcr die Vertreter dcr hiesigen Si-chcrhcitS-Bchördcn theilnahmen. Es wurde beschlossen, entsprechende Aufrufe an dnß Publicnm zu erlassen, Abends jedoch alle Klöster vom Militär zu besetzen, um cvcntnellcn Excessen a/'gcn die Nonncn und Mönche vor-znbcngcn. Die ganze Nacht hindurch bivouaauirtcu die Soldaten vor dcn Klöstern und starke Patrouillen durchkreuzten die Stadt, welche cincm Lager ähnlich war. Die Rnhc wnrd nirgends gestört. Das Jesuiten - Kloster besetzte cinc ganze Eompagnic Militär. Hcntc circulirt in der Stadt folgende Petition: „Än dcn hohcu Gemcinderath zu Handen des Prä-fidcntcn. In Erwägung, daß die Jesuiten als VcrdummungS-nud DcpravirungS Oncll allgemein anerkannt sind; in Erwägung, daß die gegenwärtige gereizte Stimmung unserer Stadt tranrigc Folgen nach sich ziehen könnte, dencn vorgebeugt wcrdei, mnß: ersuchen wir uuscrc gcchrtc Gcincindc-Ncpräscntation, einmal für allemal definitiv die Jesuiten und Earme« littcrinncn anS Krakau zil entfernen, wie cS Piag nnd Wien bcrcitS gethan haben." (Hier folgen die Unterschriften.) Krakan, 2l!. Juli. Znr Aufnahme der Personen-bcschrcibnng mußten sich gestern die beiden arretirtcn Earlnclitcriuncn vor dem Director dcr hiesigen Strafanstalt entschleiern. DaS interessanteste Ercigniß für heute ist die Entdeckung des Urhebers dcr crslcn anonymen Anzeige. Es ist dicS ein gewisser Herr Gonsicrowski, Eigenthümer cincs hicsigcn InformationS-Bnrcan»), dcr dcm Straf-gcrichte die Anzeige machte, cr sei dcr Schreiber jcneö anonymen Bricfcs gewesen, der dem Gerichte von dcm schancrlichcn Kloster^Geheimnisse Knnde verschaffte. )iach hier curfircndcn, ganz verbürgten Privatnach-richtcn verhält sich die Sache folgendermaßen: Pater Lcwkowiez, ein Carmclitcrmönch. der lange Zeit in dcm Earmclitcrinncn - Kloster das Amt cincs Beichtvaters führte, verließ vor einiger Zcit Kratan, begab sich nach Trzcbinia, woselbst cr cincs TagcS in berauschtem Zustande dcm dortigen Pfarrer, einem allen, ehrwürdigen Greise, daß Geheimniß entdeckte. Dieser verständigte hie-von seinen Eonsin Gonsicrowdli in Krafan, dcr dcm dortigen Gerichte und dem Justizministerium gleichzeitig die Anzeige machte. Denken Sie sich nun dic sonderbare Vcrtcltnng dcr Umstände! In dem Momente, wo dcr Schleier dcr lichleit mich erleuchten. Ich werde ihr die ganze Wahrheit sagen, und dann . . . Madame Turnover halte cinc Aufgabe auf sich genommcn, deren Schwierigkeit sie nicht geahnt hatte. Als sie zu ihrer Nichte zurückkehrte, fand fic dieselbe wach, von ihrer tlcincn Siesta bcrnhigt und erfrischt, daß sie reizender aussah als je. Sie weigerte sich aber entschieden hinab, zu gehen, eö wäre denn nm abzureisen; das erklärte sie ihrer Taute mit Entschiedenheit; von etwas andcrm könne nicht dic Nedc scin. Madame Turnover verlor endlich alle Geduld. Dn liist das widcrspänstigstc Geschöpf, das mir je vorgekommen ist rief sie anS. Du setzest Dein Leben auf's Spiel um das Scinigc zn retten... ich glaube sogar, daß Dn von ihm lräumst. . . Esther erbebte. Kind. Du liebst ihn; willst Du nicht hinunter gehen ? Wenn eS wahr ist was Sie sagen, Tante, sagte Esther mit flammenden Wangen, so sollten Sie, weniger als jeder Andere mich zwingen, vor ihm zn erscheinen. La, la, da sehe man einmal? Wer denkt dcnn daran Ihre königliche Hoheit zn zwingen? Und warum sollte ich, weniger als jeder Andere Dich nöthigen zn thun. was Dn im Grunde dcS HcrzenS wünschest? fragte die Köchin, mit deren Gcknld°es zn Ende war. Und mm höre wohl, waS ich Dir sagen werde. Wenn Du nicht gleich gehst um dcn Dank des Herrn in Empfang zu nehmen, wic ein vernünftiges Mädchen, fo werde ich an Deiner Stelle gehen, und dem Herrn gerade heraussagen, wie Du seinem Porträt den Hof gemacht hast. Nun? Tante. Tante! Ich hätte niemals geglaubt, daß Sie grausam scin könnten ... so ... so ... böse, rief Esther in Thränen ansbrechend. Grausam! böse! widcrholtc Madame Turnover cr-stannt, Warnm? was ist cS . . . Mich zu zwingen, — Sie die Sie glauben, ..... was Sie cbcn gesagt haben, — diesen Herrn nochmals zn sehen, dcn Sie hciratcn werden, zu seinem und Ihrem Unglück. Oh! oh! das ist dcr Grund? Wer hat dcnn gesagt, daß ich ihn heiraten werde? sagte dic Tante in verändertem Tone. Haben Sie seinen Antrag nicht angenommen? Wer hat Dir cinc solche Dummheit in dcn Kopf setzen können? sagte die Tante mit so unschuldiger Miene, daß Esther sie in stummer Verwunderung betrachtete. Konnte ich mich dcnn nicht ans Kosten derer da unten ein wcnig bclustigcu, ohnc deshalb dic Absicht zu haben, mich zum Narren herzugeben? Wer weiß? Vielleicht hatte ich Lust, Madame Mapcs eifersüchtig zn machen. Aber Scherz ist Scherz; der Herr hat dcn scinigcn gehabt, ich dcn mcinigen, wir sind gnitt. O! Tante! wic froh bin ich darüber, rief Esther ans. Wic wcisc habcn Sic gehandelt, wic klug und un-cigcunützig! Aber Kind. Kind, Du stehst da und schwazest und dcr Hcrr wartet. Ich will dnrchans, daß Du hinunter gehst" Ich heirate ihn nicht im entferntsten nnd ich habe es ihm auch gesagt, geh also, Nun. was treibt dcnn das Kind? fuhr Madame Turnover fort, roth vor Zorn und Aufregung. Die Zungc ging Dir doch recht geläufig vor seinem Porträt. . d,, Pater Lcwkowicz im Carmeli-tcr-Kloslcr zn Ezerua bci Krzenowice das Zeitliche gesegnet hat. Krakau, 27. Juli. (Pr.) Der gestern arreliitc Geistliche ist Earmclitcr-Prior zu Ezerua, Namens Il>' lian Kozubski, dcr vom Earmclitcr-General das Vcauf' sichlignngSrccht über die Barfnßlcr-Earmeliterinnen hatte nnd daher dcn Kloslcrunfua tcnncn mnßte. Krakan, 27. Juli. (N. W. Tgbl.) Pater ?cwt> wicz, ebenfalls Earmclitcrmönch zu Ezcrna. früher Vcicht^ ^ vater im Klostcr der Earmelitcrinncn, einer der wichtigsten Zeugen in diesem Processe, dcn man auch al^ dcu moralischen Urheber dcr ersten anonymen Anzci^ betrachtet, ist Samstag Nachts in Ezerna gestorben ui^ wnrde gestern begraben. Hcntc bcgab sich cinc gcricht' lichc Eommission nach Czcrna. um eine Revision dc? Klosters vorzunehmen und nöthigcnfalls die Leiche d^ PatcrS Lcwtowicz aufgraben nnd an derselben eine cz, richt!ichc Obduttion vornchmcn zn lassen. Die Untt> snchung hat seit Sountag an Energie gewonnen; d^, gestrige Perhör mit dcu arretirtcn Nonnen dauerte vitl' zehn Slnndcn. Laibach, 2'.). Juli. Dcr „Eonstitulionncl" enthält folgende officii^ Note: „Die Minister, die auf dem Ministerium dcs Innern zusammentreten, beschäftigen sich andauernd thä" tig mit dcr Redaction des S en a tu S - E on s u l ts> Wir sind zn der Angabe ermächtigt, daß dcr Geist, wel' chcr diese Redaction erfüllt, in sehr aufrichtiger Weise liberal ist. Die Principien dcr Botschaft werden dar'" cinc ausgedehnte und loyale Anwendung finden. D^ Herren Ehasscloup-Lanbat und Forrade sind in dichl Hinsicht vollständig einig. Wir glanbcn bekräftigen ,'" können, daß es in keiner Weise richtig ist, daß die O' nistcr dic motiuirtcu Tagesordnungen beiseite geschobl' hätten. Bis hcntc ist ihre Aufmerksamkeit noch nicht a»l dicscn Punkt gcrichtct gewesen." Das ..Public." wclch^ einen scharfen Artikel gegen das parlamentarische M>'! mcnt enthält, auf das man znnckzukommcn scheine, st^ in Abrede, daß sich im Scnat cine Oppositions - Pal"' bilden wolle, die gesonnen sci, dic Vorschläge dcr Oc»>' schaft zu bekämpfen und fo dcn liberalen Aufschwu»^ dcr Regierung anfznhaltcn. Seinen Nachrichten zufo<^ wolle dcr Scnat im Gegentheile den liberalen TcnM zcn dcr Regierung seine uneingeschränkteste Mitwirkt zu Theil werden lassen. „Man werde aber nicht h'"' dcrn können", fährt das Organ dcs Hcrrn Rouhcr fo^ „daß diejenigen Mitglieder dcr hohen Versammln»^ welche in dcn parlamentarischen Kämpfen vor drciß'9 Jahren eine hervorragende Rolle gespielt, sich aller d^ Entlänschnngcn erinnern würden, welche dcn Grundfl^ hciten dcs Landes vom Uebermaß des ParlamentarisB'' zugefügt seien." Der „Eunstitntionncl" glaubt versichern zu könn^ daß dic Abreise dcs V icck ö nigs von Egypten du^ eine Depesche ans Eairo hervorgerufen worden fei, »^ welcher seine Entfernung unter dcr Bevölkernng ci^ gcwisfc Agitation crzcngt habe. Dagegen wissc "^ noch nicht, ob dcr Vicclönig. chc er nach Alessan^' zurückkehre, einen Anssiug nach Eonstantinopcl zu n" chcn gedenke. Der „Eorr. Hauas" geht unterm 26, d. M. s^ gcndes Telegramm auö Madrid zu: „Die Verb!» lung cartistischer Agenten dauert fort. Ä?! kündigt einige neue insurrcctioncllc Bewegungen !^ welchc jedoch ohne ernstliche Bedeutung sein sollen. ^' carlistischc Verschwörung ist in Pampcluna entdeckt < dcn; das Zicl dcr Verschwörer war, sich dcr Cita^ dcr Stadt zu bemächtigen. Einer der EhcfS dcr ^ spiration ist gctödtct. cin anderer schwer vcrwi"^ wordcn. Großer Enthusiasmus herrscht unter den ^ ralcn von Pampcluna." « Dic letzten Nachrichten vom 27. d. M. lauten >^ beruhigend. Dic Banden in der Provinz la M<"^ sind in voller Auflösung begriffen. Die zahlreichste ^ selben, welche Sabariego anführte, ist jctzt ans 50^., rcducirt. Die Bewegung ist als vollkommcu mißl"^ ! ;u betrachten. ^^» Aus >cr mchörnthlichen Delegation. ^ Dcr Budgctausschuß der ReichSrathS - D ^^W gatiou setzte am 27. d. die Berathungen über dc" '^ dcs Ministeriums dcs Acußcrn fort. Die Sum^,^ 20.000 st. zu Rcstaurirungsarbeitcn im österrciai"^ Botschaftshotcl in Rom wurde bewilligt; fcr"^ Posten Disponibilitätsbcamte mit Rücksicht auf dc" ,„ stand, daß dic Gesandtschaft in Lübeck, Brcmc". Hs bürg und Mecklenburg aufgelassen wordcn ist, von 2l'^ auf 27.000 fl. erhöht. HfW Dr. Rechbauer beantragt hierauf dic "^l« gcnde Resolution: Dic Delegation wolle beschließ/^ Regierung wcrde aufgefordert, ehestens ein Oese^/^ Nartegcldcr und Pcnsionirungen bezüglich der '"^ßi^^ malischen Dienste angestellten zur Verfassung^ n^« Behandlung vorzulegen. Dieselbe wurde abgelch^ dem Graf Beust bemerkt hatte, daß eine so^ W 1279 l"3e schon im vorigen Jahre gemacht, aber nicht erledigt worden sei. Vci dem Posten „Consulate" beantragte Admiral "' Nüllerstorf Abstriche im Vclanfc von'11.000 fl., °Mm sollen die Gehalte der Confnln in Südamerika, ^ialtar. Snez erhöht werden. Die Abstriche wnrdcn ^lhl genehmigt, dagegen eine Resolution zum Bcschlnß ^oben, derzufolgc das Ministerium des Acußcrn aufzu-^ern sei, in der nächsten Session einen Consular-^lltus vorzulegen, bei welchem die Interessen der 5chiffahrt, des Handels und der Angehörigen der ^lelrcichisch-nngarischcn Monarchie berücksichtigt werden. Auch die in das Budget eingestellte Summe von A000 ft. für die Unterstützung von Flüchtlingen aus Montenegro wurde bewilligt. Oesterreich. Wien. (Finanzielles.) Das Finanzministerium ^t im Einvernehmen mit dein Rcichs-Finanzministcrinm l'ber die Bezahlung der Coupons und Zinscnquittungcn ^n Obligationen der einheitlichen Staatsschuld bei Cas-fen und Aemtern außerhalb Wiens einige Vcrfügnngen Strossen, von welchen wir hier das Wichtigste mittheile» : Die Anmeldung nnd Hinterlegung von noch nicht Nigcn Coupons kann auch schon 14 Tage vor ihrer Verfallszeit geschehen, wornnch, wenn sich kcin Anstand "gibt, die Rcalisirung am Fälligkeitstage stattfinden la>m. Ueber die zu consignircndcn oder (wenn deren we-^^cr nls zehn Stück sind) die mit dem Namen und Wohnort des Ucbcrrcichcrs zu bezeichnenden Coupons haben die betreffenden Casscn und Aemter den Parteien "Nllichc Rcccpissc zn erfolgen. Diese Rccepissc sind wohl iu verwahren, weil die Rcalisirung der znr Zahlnng eindeichten Effecten nnr gegen Vorweisung derselben erfolgn kann. Diese Reccftisse sind getrennt für die in No-lln und für die in klingender Münze verzinslichen, dann s"r die nicht länger als ein Jahr und für die länger als ^l Jahr fälligen Coupons auszustellen und stets von ^ei Beamten zu unterfertigen. Dieselben haben nur für bie Dauer von drei Monaten Giltigkcit. Gegen deren Alrückstcllung wird binnen vierzehn, respective dreißig ^agcn, wenn kcin Anstand obwaltet, die Zahluug gclci-^l> Im Falle von Anstanden und Bedenken haben sich ^ Parteien an die Direction der Staatsschuld zn wcu-°e,". In dem Erlasse folgen dann weiter für die Par-leicn die Verfügungen, welche einzuhalten sind, wenn lcllie erst uach drci Monaten vom Tage der Ausfertigung ^ Amtsrcccpisscs um die Vczahluug der hinterlegten Kupons sich melden, oder wenn ihnen die Reccvissc vcr-,^n gegangen sind oder dieselben wesentlich beschädigt ^"gebracht werden. In allen diesen Fällen hat sich die ^Nei an die Direction der Staatsschuld zu wcudcn. ^'csc letztere kann dann (bei dem Verluste oder der wo Etlichen Beschädigung des Rcccpisscs erst nach Ablauf °°" drei Aionatcn vom Tage seiner Ausfertigung) die I'Mräglichc Ncalisirnng der Coupons bewilligen, wenn gelben weder verjährt noch amortisirt sind und die Iden-'^t des ZahlungowcrbcrS mit dem Hinterleger der Con-^s oder die Rechtsnachfolge des Zahlungswcrbcrs mit ^'" Hinterleger dargcthan wird. Der Erlaß schlicht mit ^ Vorschriften über die Vorschrcibung der zur 9tcali-U"g übcrwicscncn Coupons. l. ^^ 28. Juli. (Conferenz deutscher Ai« ^bfc.) Eß ist nun bestimmt, daß an dcr Conferenz l,, ^cr Bischöfe, die in Fnlda abgehalten wird, auch .! österreichische Episkopat thciü'immt. Wie dic sf s '"Ztg." meldet, sind die Einladnngsfchrclbcn in ,,°M dcssm gleichzeitig von dem Bischof von Fulda )- von dem Fürstbischof von ^alzb^rg, Herrn von H^czy, ansgsganßcn. Der I. September i,t für den ^»in der Berathungen festgesetzt worden. ^ Prass, 28. Juli. >N. Fr. Pr.< (Verschiedenes.) i'm sl^"i ^isty" melden: Unlängst wnrdc eine ^tonnc l. Kloster der barmherzigen Schwestern in Carolincn-^ Wegen Verletzung des Keuschhcitsgclübdcs vou der Ut^ ^'whcrin zu einer Gcfnngnißslrafc ucrnrthcilt h.. "henttc sich im Klostcrgcfängniß. Vor 14 Tagen h b"s Bcgräbniß derselben stattgefunden. Nachträglich do l jedoch die Erhumirung und Obduction der deiche ^^enununcn, bei welcher sich herausstellte, daß die f>u,Ü^ ^^ ''" "'"'^" Äionatc der Schwangerschaft be-bcscks^ ^^' ^ ^^'^" ie"c Bürger in ^ieupata. welche Flosse» haben, den Juden wcgcu ihrer anti-czcchischcn zu m '!'""^ ^l den Landlagswahlcn keine Vlarttsländc »clei^ . ^"' ""^^ cmc gerichtliche Untersuchung cin-e.^!"' ^ Dem Vernehmen nach beabsichtigt die jung-sion i> ^"" cine Agitation zu Gunsten einer Rcvi. sewi m °^" ^llrmclitcrinncn-Klostcrs in Scene zu schri l, !" ^^^^'' "^chcr die Declaration mit unter-^an^'' "" "uf die Wiederwahl in den böhmischen '""dtag verzichtet. Uuslaud. ""öfwu.i^"'' '"' Juli. Das ..Dresdener Journal" die beka ,?, ' sächsische An two r td cp es ch c ans Grafen m'^" ^"hliuche vcröffcnllichtc Depesche des Dresden Dr t^c-c? ^"'cich'schcn Gesandten in ""lcr dem i« l°chstsche Minister von Friesen sch>cil>t ^°s°"dten in Ne» 71; Ullarieubad an den sächsischen 'n Wien, daß er die Depesche des Grafen Bcust vom 8. Juli zuerst ans dcr „Kölnischen Zeitnnq" keimen gelernt habe, suhlt sodann das bekannte Dementi des „Dresdener Iomnalo" weiter an« und versichert, daß ihm dcr Inhalt dcr vertraulichen österreichischen Depesche vom I. Mai durch die sächsische Gesandtschaft in London und Brüssel mitgetheilt wurde. Florenz, 27. Inli. (Dcr National rath in B c r n) hat die Beschlüsse dcö Bundcsrc>thS in Betreff der Ausweisung M'zzini's angenommen. Paris, 25>. Inli. (Bericht des Marsch alls Nicl an den Kaiser.) Das „Journal officicl" veröffentlicht einen sehr ausgcdehntcu Bericht des Marschalls Nicl an den Kaiser, datirt vom 19. d. M., in welchem sich der KricgSmiuister zunächst über die ungcmcinc Unzulänglichkeit dcr Zahl der Qfficicrc des GcncralstabcS beklagt. Die Organisation des Jahres 18 Percent auf die Medicin, 28 auf die Jurisprudenz, auf die Theologie 21, der Nest auf die philosophische Facnltät. — (Präger Ghetto.) Vclanutlich war sonst in Prag das Ghetto von der Christenstadt durch Drähte abgegrenzt. Wie die ..Präger Ztg." meldet, hat die k. k. Po-lizcidircction an den Prager Magistrat das Ansuchen gestellt, die Drähte, diese Ueberbleibsel mittelalterlicher Intoleranz, die sich noch an acht Punkten bis auf den hentigcn Tag erhalten haben, zn entfernen. Vmn deutschen Zournalistenllig. Wien. 2li. Juli. (O rig. - C 0 rr.) Dic fchöncn Tagc von Aranjucz-Wicn cilcn zu Ende. Dcr gestrige Tag, wo in dcn vielen jourualistischcn Kopsen viele Sinne zum Vorschein kamen, fand einen harmonischen Abschluß wenigstens für Ihm, Referenten nnd mehrere tunstfrcnnd-lichc Collegcn. Wir waren in dcm uns gastlich gcoff-nctcn Vnrgthcatcr. Wic mich diese Stätte echter Kunst immer so angeheimelt hat! Da saß ich vor mehr als 20 Jahren schon als schwärmerischer Bursche uud jetzt als Maun thant das schwer zu rührende Herz so leicht wieder ans nntcr dcm Zauber echter, wahrer, maßvoller Knnst. Das Burgthcatcr vertritt alle cdlcn Traditionen,, alles Gute dcr alten Zeit. Hier ist ein Publicum, das ins Theater kommt, nicht um selbst Comödic zn spielen mit sich und andern, sondern um ciu empfängliches Hcr; allen Eindrücken des Schönen, Guten uud Wahren zu üffncn. Zwar mcist dcr Theaterzettel ciuc lange Reihe von „Unpäßlichkeiten" und Bcnrlanbungcu auf, allein was da ist. genügt noch immcr bci wcitcm, lim cincn wahren unverfälschten Genuß, einen rechten Gottesdienst im Tempel der Kunst zu ermöglichen. Wir haben Herrn Sonn cut Hal, wir haben Frl. Bog na r. Beide entzückten unS gestern Abend in unseres Orillparzers herrlichen ..Esther," ersterer als König so majestätisch, strengen gewichtigen, ernst gcmüthvollcn Ausdrucks, letztere als „Esther," in dieser so schön daö langsame Äcmußt-wcrdcn und endliche Hervorbrechen der ersten Liebe malenden Gestalt. Es war ein weihevoller Eindrnct, auf dcn aber die Direction, wie um dcs Lebens Ernst und S ch crz zn paaren, die Blucttc.- „Ein Tiger" folgen ließ, in welcher die Herren Me ixn er und Schöne, beson- ders aber des ersteren unübertrefflicher Humor alle Schatten ernster Stimmung von dcn Etirncn dcr dcs Kunslrichtcramts gewohnten, dic Bänke dcs ersten Par-lcrrcs füllenden Journalisten verscheuchte. Das Haus war in Anbetracht dcr Jahreszeit gut besetzt nnd spendete öfters jene, in diesen Nänmcu selten so geräuschvollen Beifallsbczcugungcn. — Heute Vormittag schloß dcr Journalistcnlag scine Verhandlungen. Dr. Stolpc. Redacteur dcr Bcrlincr „Gcmcinoczcituug," hiclt cincn Vortrag übcr Altersversorgung dcr Staudcsgenosscn. Das Princip, das er aufstellte, nämlich: „Diese Frage könne nur im Zusammenhange mit dcr socialen Frage gelöst wcrdcn" (!) und dic ganzc Art der Behandlung dcö Stoffcs begegnete einer entschiedenen Mißbillignng in einem großen Theile dcr Vcrsammluug und cS konnte von dcm zwar sonst schr tüchtigen geistvollen, aber dem Präsidcntenamt nicht gewachsenen Dr. Klette nicht gehindert wcrdcn, daß dcr Vortrag durch große Unruhe dcr Versammlung gestört wurde. Als dcr' Ncducr endlich gccudct nnd scinc Anträge, allerdings in nicht schr lichtvoller Weise formnlirt hatlc, sprach Herr Lccchcr (^cin gcborncr Vorarlbcrgcr, hcllcr Kopf und guter Sprecher) gegm das von Dr. Stolpc aufgestellte Prin-cip: die Allcrsvcrsorgungsfragc dcr Journalisten könne nnr im Zusammenhange mit dcr großen socialen Frage gelöst werden; wäre dies dcr Fall, so müßte man ja fürchten, daß die Früchte wcder uns, noch selbst unsern Kindern uud Eukcln zu statten kämen, da dic sociale Frage wohl noch einige Jahrhunderte ungelöst bleiben werde. Herr Lercher erklärte weiter, in Oesterreich sei die Frage der Altersversorgung bereits durch cine Institution gelöst worden, welche bci bcschcidcucn Anfängcn durch ansdaucrndcs Wirkcn bcrcits bcachtcnswcrlhe Rc^ sultate erzielt habc. Es sei dies dcr Schriflstellcrvcrcin ..Concordia," dcr. 1858 entstanden, durch freiwillige Unterstütznngsbciträge gebildet und in dcm auf cincm durch die Gnade Sr. Majestät zu schr geringem Prcisc überlassenen Sladtcrweilcrungsgrundc anfgcführtcn eigenen Hause (Wcrdcrthorgassc) eincn Grundstock für eine künftige Pcnfionscassc gebildet habe. Dieses Haus, welches nicht ein bloßer Vergnügens-, sondern ein Utilitälsbau sei, lasse cinc Rente vou 10.000 ft. erwarten, aus welcher die Schriftsteller, welche einer Unterstützung be-düfcn, dieselbe in ausgiebigem Maße werden erhalten können. Schon jetzt erhalten solche in Krankheitsfällen unentgeltliche Spitalsucrftficgnng nach dcr I. Classe, auch in anderen Fällen Subventionen oder nach Umständen Vorschüsse. Bcrcits sind Ehrenpensionen gezahlt worden, auch bci Vcrurthcilung wegen Prcßvcrgchen und dnrch Cantionsbcstcllung bei dcr Untersuchung u. s. w. wirke dcr Schriststcllervcrcin. An dicscn möge mau sich daher anschließen, statt die Frage durch Vcrquickuug mit dcr socialen ^. d. M. 8 Uhr Nachmittags den Gästen in dcr splendidesten Wcisc im prächtigcn Cnr> salon bcrcitclc, bildctc cincn glänzenden Abschnitt dcS vierten deutschen Journalistentags. Außer dcn Journalisten selbst und vielen anderen Gästen waren die Acamtcn nnd die Ocmcindcräthc crschicncn nnd das Fest wurdc dnrch die Gegenwart dcr Rcichsminister FML. Kühn nnd Baron Beckc, dcs Ministers Dr. Gi S kra , Bürgermeister Dr. Fcldcr uud andcrcr hcrvorragcn-dcr Pcrsöulichkcitcu verherrlicht. Dic Rcihc dcr Toaste eröffnete Dr. Klctkc, indcm er auf die große heil-dringcndc Umwandlung hinwies, welche dic Vcrhältnisse Oesterreichs erfahren, uud schloß: „Ja, lncinc Hcrrcn! dic Humanität hat große Siege erfochten, die wir um so mehr anzncrtcnncn haben, als sie sich in dcr Stille vollzogen; der Anfhcbuug der körperlichen Leibeigenschaft ist endlich die Aufhebung der geistigen Leibeigenschaft gefolgt, und hicr, meine Hcrrcn. nrthcllt das Gericht dcs freien Bürgers übcr das frcie Wort. Und jenes Fürstcngcschlccht, daß diese scgcn- nnd heilbringende Institution ohne jede Gcwaltmaßrcgel voll-ziehen läßt, ist daS dcr glorreichen Habsbnrgcr. Ich ergreife das Glas uud bringc das Hoch auf dcu mäch» tigcn Beherrscher eines großen nnd mächtigen Reiches, nntcr dcm sich cinc solche Cul-turepochc vollzieht, ich bringc cin Hoch anf 1280 Seine Majestät den reg icrendcn Kaiser Fran z Joseph!' Die Wirkung dieses Toastes läs;t sich kaum beschreiben. Ein enthusiastischer Beifall dnrchziltcrtc den Saal und mcin verlangte stürmisch die Wiederholung der Volköhymne. Unsere deutschen Genossen waren nicht die letzten bei dieser einem Monarchen aus dem Hause Hcü'Sburg gebrachten Ovation. Den nächsten Toast brachte der Bürgermeister von Wien, Dr. Cajelan gelber aus. welchen ich yicr, sowie er mir im Original mitgetheilt wnrdc, folgen lasse: „Zum zwcitcninalc innerhalb weniger Tage wird mir dic Ehre, im Namen der Stadt Wicn jenen freund' lichen Gesiimnügen Auöorück zu gcdeü, die Wien feinen nicrthcn Gästen slc:i, s,crne nud herzlich cülgügeudringt. Mit Freude, u»d ich sage mit Stolz hießen wir die Veltrctcr der freien Presse aui< allen deutschen Gauen in unserm Wcichbilde willkommen." „Und muj; sick dll- Bürger Wiens nicht gehoben fühlen, daß seine Batcistadt, t?ic uieluerl^untc, ost bemitleidete, heule die gastliche Ställe ist, wo uuttr dcm Schi'inc einer freien Pcrfassang die Söhn? der freien Prcsse sich die Hand reiche», um sich über gemcinschaft' liche Iolcressen zu verständign und die Thalsuche unumstößlich fest stellen, daß politische Ereignisse niä)t zu reiben vermochten eaö Äa»t> der Genleiüschafl der großen deutschen Wissenschaft, deS dent» schen Wortes, der deutschen Prcssl.' und der deutschen Gcsinnun g." „Man nehme alle Frcihcilm, sa^te betanntlich cin gewieglcr britischer Staalcßt dic freie Presse, und diese wird sie alle wicdcr crob.ru. Wir, lnciuc Herren, wir wollen unsere Frcihcil, die uns die Presse mitcrriügrl! half. erhallen und forttniwickclit, ui,d deshalb halten wir hoch die frcic Presse! Denn sie ist Bildnerin de? Aollvc«, Trä^lin der Wissmschast und Kultur, Wacht"!!» d^^ üffcrilliämi Bebens, Vollstreckciiu der sich durch sie bahnbiechcndcn llll^cmci^eu Alcinung. Sie hat lcn edlen Geruf. Gegensätze zu llärc», ^^de». schuften zu versöhnen und uicht selten die Wunden zu heilen, die die Wncht dec« SchweNcS qcschlagcn." „Zwar schließt die f>eie Vewegnog nach dmi ^aufe menschlich^' Dinge den Mißbl>mch nicht an<<, wie kräf-ligc Vegetation auch Aufwüchsen Raum «ibt, abcr sa wunderbar ist die Macht dcr Freiheit, daß in il,r sclbst das wirksamste Üorreclm liegt. Die freie Presse drill ihre Entarlimi; selbst, wen» auch nur allinäl!g, aber desto gründlicher u»d Nüchhaltigcr." ,.M-t unfrichligcr ^ncitlnnung der großcu Summe des Guten, tmv sic gesch^ffeu, w "'„scheu wir der Frei-heit der Presse m,f ihren lichtn, abcr dornciwollcu Pfaden Gcdcihcu nud Fortentwicklung, wir wünscheu ihr lcgeuöreichci< Walten ale den unentbehrlich^! Factor dcö Fortschrittes, dcu wir entschieden wollen m,o ernstlich anstreben, uud so ergreife ich mein Glal«, um Sie einzuladen, cin Hock anzubringen der freien Presse!" „Die achlungsgcbictcude, lebenskräftige freie Presse Hoch!" Lebhafter, andauernder Beifall begleitete diese Worte. Den größten Triumph des Äbcuds feierte jedoch, abgesehen von der loyalen Begeisterung, womit der Toast auf den Kaiser ausgenommen wurde, der Minislcr Dr. Gis kra mit ciuer wahrhaft züüdcudcn, an seine grüßten parlamentarischen Triumphe erinnernden Rede. Wir brachten dieselbe so vollständig als möglich bereits am Donnerstag. Während der Tafel spielte die Capclle Strauß unter Leitung des Herrn Eduard Slrauß, u»d es erhielten die Walzcr: „An der schönen blauen Donau" einen demonslraiiucn Beifall, so daß diese« Stück öftcrö wie^ dcrholt werde» mußte. Nicht der lltzte der Genüsse war jedoch der vom ^a>lthcati.-r veranstaltete Festabend, wachen Director ?Ischer mit einem geistvollen, witzige Ta-a/Salispielungel, ci,lhaltc»dcu Prologe eröffnete und au welchem Frl. Gallmcyer als „gebildete Köchin" cz-ccl-lirt''. An dcr Semmeringfahrt hat Ihr Korrespondent nicht lhcil^cuommln. Alle deutschen Gäsle äußerten sich höchst befriedigt über den ihnen in Oesterreich ge-doteuc» Empfang, und ma» laül, behaupten, daß diese persönliche B^rühiuug sicher manche noch volhandenen Differenzen ausgleichen wird. Locales. — (Die Handelstammerwahlen) für die Gcwcrbcscction finden heute den .".(). I^li iui Nathhanssaale von i) bis 12 Uhr Vormittag statt, allwo die Wahlcom-niission die Wahlzcttcl der persönlich erscheinenden Gewerbetreibenden entgegennimmt. — (Die erste Maturitätsprüfung) an der hiesigen Obcrre^lschnle wurde bereits abgehalten. Von 14 Schülern der L. Classe halten sich 12 der Prüfung unterzogen, 5 davon haben dieselbe mit vorzüglichem, die übrigen 8 mit gutem Erfolge bestanden. Bon den Lehlgegen-ständen entfiel die Ncligionölehrc. — (Generalprobe) des Männcrchors der philharmonischen Gesellschaft für die Liedertafel findet heute Abeno um halb « Uhr statt. — (Die Liedertafel) des Männerchors der philharmonischen Gesellschaft findet nicht, wie gestern irrthümlich gemeldet, heute, sondern morgen Samstag statt. — (Znm Schauturnen,) welches am Sonntag Abend um V^ ^hr auf dein Eommcrturuplatzc des Vai-bachcr Turnvereines abgehalten wird, wurden gestern bereits dic (iinladungst'arteu au die Spitzen aller Behörden und Korporationen versendet. Außerdem sind alle Freunde uud Anhänger des Turuwcsens freundlichst eingeladen. — (Eine A ufll ä r u n g.) Ueber die von uns gebrachte Nachricht, daß friedliche Wallfahrer am Großkcihlcn-bergc mit Steinen und Holzscheiten tractirt worden sind, gibt die „Dauica" in ihrer letzten Nummer die Erklärung, es bcfäuden sich daselbst zwei Mecrhasen, die auch auf der Wiese weiden; es müsse nun dieselben irgend ein Knabe wahrgenommen nud nach denselben einen Stein oder einen Holzspahu geworfen haben, um sic zu betäubeu und sich zuzueignen. Die vorübergehenden Wallfahrer hätten aber den Anfall auf sich bezogen uud seien davongelaufen. „Danica" gibt noch den guten Nath, man hätte sich nur umzusehen brauchen, um die Hasen zu bemerken und einzusehen, das; die Flucht eitel war. — (Berfassungstag in Cilli.) Die Anmeldungen zur Theilnahme an der am 8. August in Cilli stattfindenden Versammlung der Berfassungsfreunde nehmen hier, wie das „Tagblatt" mittheilt, einen lebhaften Fortgang. Nach Berichten aus Eteiermark wird die Theilnahme eine außergewöhnlich zahlreiche werdeu, die besten Kräfte des Vaudcs werden vertreten scin und dürften demnach die Verhandlungen besonders anregend werden. Auf das Erscheine» der tramischen Vcrfassimasfreundc wird zuversichtlich gerechnet. Es wird darauf aufniertsam gemacht, daß dic Anmeldungen in der v. Klcinmciyr'schen Buchhandlung bis 1. August abzugeben sind, da späterhin die Erwirlung der Fahrlarteuermäßigung nichl mehr möglich sein dürfte. — (Zwei Aclcrbaustipcndic») für die land-wirthschaftlichc Mittelschule in Ncödliug nächst Wien, von Sr. Majestät dem Kaiser gestiftet, sind nun ausgeschrieben. Bewerber um dieselben müssen mindestens das 1 bor in Friedau. Das Programm ist nicht angegeben. — (Bei der Ä ü rg ermei stcrwahl in Marburg) am Montag ist dcr bisherige Bürgermeister Aan- calari einstimmig, der frühere Stellvertreter Stampfl mit 16 von 24 Stimmen wieder gewählt worden. Veide gehören der Berfassungspartci an. — Gestern Nachts und heute Morgens — berichtet die gestrige „Tr. Ztg." — fand man an mehreren Stellen geschriebene Zettel angeschlagen, auf denen die Worte standen: „Triester, Muth, Donnerstag Abends in Montuzza bei den Mönchen. Tod Allen!" Neueste Post. Wien, 29. Juli. Das Halbjahrserträgniß der Anglllbank-Actien beträgt circa 05 fl. Wien, 29. Juli. Der Budgetausschuß der Reichs rathsdclcgation beschloß, die Eiukommcnstcuer von der Lloydsubvcution nicht abzuziehen und genehmigte dieselbe' mit l.815.000 fl. Krakau, 27. Iuii. Heute Nachts wurde die Ruhe in der Stadt nirgends gestört. A gram, 2X. Juli. (Pr.) Der croatische Landtag setzt seine unterbrochenen Sitzungen am 4. SepteM' bcr fort. Sissck, 2!). Juli. (Tr. Ztg.) Hier bildete sich eine Gesellschaft znr Ausnützung der Grcnzwälder. N 0 m, 28. Juli. (Tr. Ztg.) Die Curie bereitet eine Antwort auf die Veust'schc Julidcpeschc vor. Coustautinopcl,'. 28. Juli. (Tr. Ztg.) Der Großvezier dcöavonirte dic Egyptcn feindlichen Artikel der „Turquie." Paris, 28. Juli. Die ..Palrie" sagt anläßlich der Rede des Grafen Beust in d?r Äudgetcommission der Delegation: Die Haltuua, Oesterreichs seit den» Jahre I860 war die würdigste und versöhnlichste. Frank' icich, England uud Italien lassen in dieser Beziehung Oesterreich volle Gerechtigkeit widerfahren. Wenn dit Beziehungen zu Preußen kalt sind, fo wird strenge Un< partcilichtcit bezeugen, daß nicht das österreichische Kai-serrcich der schMdtragende Theil ist. Bukarest, 28- Juli. Fürst Carl wird in del nächsten Zeit eine Reise nach der Krim zum Gesuch« des Czarcn antreten und sich sodann nach Wien nB Paris begeben. Telegraphische Wectiselcourse uom 29. Juli. !)pne. Mrtllllique« 6:z.«>. — f>pevc. Mtallique« mit Mai- u»d Noucmlicr-ZiiiseliNI.^-.^vl'rc, iitational-Aillehcn 72,80.— !8«. - Endilaciirn 31 lM — London l24,80. — Silber 1^1.75. — k. l Ducatru 5,l)3. Angekommene Fremde. Äm 2«. Illll. Stadt Wien. Dic Hcncn: Wiedcmanu uud Eckhardt, uo» Tricst. — Klailtschulg, Beamter, uou Stciu. — Huck, Kaufm,, und Vanun'ödorfcr, uou Wicu. — Fabiany, itaufm., vliu Leipzig. ^ Metzci>'r, Kniisiu., uuu Aiannhciin. Haimaun. Kaufm., vo« München. - Ololiocuit, vou Nminarltl. — Ratislig, Com-mis, UDii Klügeufurt. — Frau Lcwitschnig, Bcamteuögattili» Uüii Vischoflact. (flefant. Die Hcrrm: äagnr, vou Prcdzid, — i.'iiwmgcr, itauf,u,, uou Kauischll. -- u. Clariciui, Aicdiciurr, und Zarotli, vou Mr;. - Coruitz, Haudcl^m.; ^lolli, Kaufm , uud Dollcn:, Priucilirr, uuu Tricst. — Dollcnz, Privaticr, uou Wippach. ^ C'pftstciu, Privatier, vou Wieu. — Goranzini, Rentier, voll PNl!^. Vaierischer Hof. Die Herrin: Dcsruti, Agent, uud Widma>» Gcschäil««!ua!i!l, uon Tricsl. - Lulau, Vez.-Arzt, uou St. Veü-- Zaplotuil. Jurist, von Wieu. — Kavuer, Commis, uo» Graz d'll7iUtg. 3^^"->13.« windM heiter ! ^ ^9. 2 „ N. 327.3l -l-^4.,. NO.mäßin heiter 0.n0 i !().. M. 327..;.. l-17.» NO.s, schw. heiter Mor^-us iu Nord rtwaö ucbelig. Tllc,übcr heiter, die Alpe« wollcufrci. Großc Hitze. Aliclids Wetterleuchten in West. D«^ Tciq^tüuittel dcr Wärme .j- 1^-5". »^ 2«° itdrr dein Viormall' Veraulworllickrr »t, t,as,l>ui: IssiiaV n^ « l ?, u"n?ä^ r. ^ NnO'l^nlll^il'^t Wie», 25. Inli. Bei mäßigen Unisntz,' sprach sich ri»c sehr fcslc Stimmuuc, au^. Die Mehrzahl der Vaut- und Ciseubahu.Actil'n lichauplclc dic c;estris,eu SchlnßcoM'!/' Wl»^tNlll,N«/l. rinic^- nhohtl-u sie, uur wcui^e uerflaiiüi! sich. Änglo würden diö 3'.'6, Credit ^»5>, Franco in großm Poslcu uut IZ>5l», Handclöbaul !!»», Prater Eiscuiudustrie 3^' Ägrarbaul 73. Vaubaut 7"j,' Karl^'udwui 2^,1 ^haudelt, Baiiloereiu schließlich mit I«!) verlangt. Dac^m waren ciuigc Gattuugcu Eisrudahu-Actieu (darunter Staatöuahü bis 420) rl!tta.äng's Rente licidcr Gattungen blieu stalionnr z»r Notiz, ötaatSlose gänzlich ».'ernachlässigt. Einige gestern gestscgeue Priuritätcu gaben einen Theil ihrcö CourügcwiuneS wieder ab. Devisen und Valütt" verlhenerle» sich bei nicht sehr bedeutendem Umsätze nm ein Geringes.______________________ ______ ^T. Allgemeine Staat^schllld. Für 100 si. C'^d ili'aur!> Einheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: in Noten verzins!. Mai-Noucmder »i3,5'!) »!3,^5 „ ,. „ Fedruar-Auliust l;3.5i5» <',3.5> ...... Avril-Oc-iober' . 70.!''0 i>5il.— „ „ 1854 (4"/..) ,» 25>0 si. tt.'l.5>0 94.- „ 18«) ^n 5>00 st. . . l(.3.<»0 104.10 „ „ 18W zu 10!) sl, . . IW.25 10'i.50 .. „ 1« Ober-Oeslerreich . . ,.5 .. -".- -".- SicbeubNrgeu ... ,. 5 .. 7^- 7.'^' Gtelermatt ... „ ^> « -^^'' ^"' Ungarn......, 5 „ s Boden-Cn'ditmistalt ... 2!>1.— 294.— Kreditanstalt f. Handel u. Gew, . 305.— 305.20 Credilaustalt, allgem. nngar. . . 107 50 108.— C^eompte-Oesells'chast, u, ö. . . l'IK. - V22.— Franeo-österr. Banl .... 139 - 139.50 Gencralbant.......tt4. ^4.50 Nat,oualvclnl.......75». Actien von TvanSportuuternel,- »«unaen. Ocld Waare Alfüld-Fiuinauer Äah« . , . 181.— I«1.50 V^'hm. Wl'stbal,!'.....227. - 227,50 Earl-Vudwig-Bc>hu.....25ii.- 252.50 DonawDampfschifsf. Grscllsch. . <^33.— «35 — 6l!slllicth.Weslbahn.....I<^ft.50 189.-- ^erdiuaud Oeld Waare j DiuuiliuS (erste Emission). . . 274.— 27(5.— Wudolfs-Vahu......l76.50 177.- Sicbeubürsser Bahn .... 179.n0 180.— Slaalöbahii.......420.-. 421.- Slidbahu........274.80 275.- Silo uordd Vclbiud. Bah» . . 177.50 176.— Theisz^ahn.......272 - 272.50 Traiuway........!97.- ^>79.5,) «. Pfandbriefe (für 100 sl.) Ms' öst Vodcn-Lredit/?lnstal! Geld Waare verlasbar xn 5 pCt. in Silber 109.50 110 - dlu.iu33I.rilckz.zu5pCt.iuü.W. 91.00 81«0 National!) auf ü. W. oerloöb. zu 5 pCt........95.4« 95.70 Oest.^ypii ,u 5'/, PCt. rillt,. 1878 W.25 98.75 Uug. Bod.-Ered.-Aust. i" 5'/. PCt. 92.- 92.50 »'. Prioritätsobliaatione». i. 103 si. i). W. Geld Waare Elis..Wes!l>. iu S. ver,,. ('. El»iss.) 92.50 93 -Fcrdiuande^Nordb, in Silb. oerz. 108.— 108.50 Franz-Joseph«.Bahn .... 93.70 94.-G.Earl-Ludw.B.i.S.verz.I.Em. 102.50 103.— Geld Woall Oestcrr. Nordwestbahn .... 93.25 93-^ Sicbeub. Vcchn iu Silber uerz. . 92 50 92<'' StaalSb. G. 3"/..«5.00Fr. „l. Em. 141 50 l4ii l'" Südb.G.3'/.. ü500Frc. „ . . 121.- 1L1^" Sildb.-Gonö ^ Fraulfun a,M. 100 fl. dctto 103.90 1^-Hamburg, filr 100 Mart Banco 91.90 ^^ i!oudou, fi!r 10 Pfund Sterling 124 90 125H Paris, jiir 100 Francs . . . 49.75 ^ (5ours der Oeldsorte» Geld W