AilmcherMMmg. A. 85. Prän«mtlation»prli«i Im «omplin gonzj. s>> ll, yalbi, fi, ü»!,. ffllr die Zustellung in« Haue h'Ubi. 5« lr. Mit dcr Post «anzj, ft, 15, halbj, ? ft(>. Dinstag, 15. April. Inseilionegtbill: Für lleinc Inseiate bi« ,» < seilen !<5 lr.. größere per Zeile « ll.; bei öfteren Wicdcrholunssrn per Zeile 3 ll. 1879. Amtlicher Theil. besetz vom 9. März R879, N. ^.?«".^"'^ Bestimmungen des Landesaesehes u°m auffich?"" ^7<> . April l«7!t jll. G. Vl. ^l uckeii^ ^eqclnnn dcr Errichtn»«, der Erhaltung und des und dr«l <» " ussclillichcn Äollsschulen im Herzossthnme ttrain, zur i«»' , "°"^seheij vom N). April «87^ <^. (^.Vl. Yir.:i2) ie» D»«.!'^ ^" ^cchtdverhältnlssc des llchrcrstandeö an """",ei, ^oltoschlile» des Herzogthums «rain nbge ändert und ergänzt werde»; wirlsam siir das hcrzo^hliill ttrai», (Fortsetzung.) II. Abschnitt. °" iede^^^ Feststellung der Zahl der Lehrstellen selben ? i k' Wme die Bestiminnngcn, welche der-den, 9 >'. ^ ^ und 13 des Volksschulgcsctzcs vom ^ l,^9 (N.G. Bl. Nr. 62) zn. stellt" .^"üctsichtignnc; der für die einzelnen Lehr-schulr^ nteu Dleustta'tegoricu entscheidet der Landes -übrr d ^"^ ^llwernehiil'ung des Bezirksschulrates vier ^l^^^ung weiblicher Lehrkräfte in den unteren schulen ^"lm b"' Knaben- oder gemischten Volks- üssenil,^' ^^ Erledigung einer Lehrstelle an einer dein N?^ ?°ltssch»le zeigt der Ortsschulrath sofort dei^^Ulsichulmthc an, welcher ohne Verzug für prodljurische Besetzung Sorge zu tragen hat. Nicht?u?w ?" diesem Behufe disponible Lehrkräfte eiiiklaU, Zugmlg, !" full die vaeaute Lehrstelle an ^ssiae, ^^^ulcn durch eine Lehrkraft einer mchr-gtn Scknl ^"^ anshilfsweife versehen, an mehrklafsi-selben K^ ^"' durch das übrige Lchrpcrsonale der- ^cyule besorgt werden. Rnq ^ ^/hrpcrsonale hat sich jeder solchen Anord- 2 ^ Äczlrksschnlrathes zu fügen. Mat,v ^ definitive Äesetznng der Lehrstellen . u„ Vlfentlichm Eoncurswege. Ye^ .dlewu Ende hat der Bezirksschulrath für ?'eselbe l?/e Lehrstelle unter Bezeichnung der für der dllmi^ ' ""^" Dicnstkategorie und mit Angabe llchen L„ ^rbuudeuen Bezüge den Concurs iln amt-beteu ,.^ ^ "^^ u"b in einem oder mehreren an-Miilini"? dem Ermessen des Gezirtsschulrathcs zn ^"tlich'.. ,!', llamcntlich fachmännifcheu Organen der ^/^l P^ss,. ausznschreiben. Feuilleton. "^ra ohn auf dunklen Wegen. Noma« von Ed. Wngncr. (F»rtschu,ln.) ^«dl, ^ . 2«. Kapitel. ^ -"iarkham sichert sich einen An, Verbündeten. 3"' 'hre'V^" ^iorgcn erschien Lady Wolga, ganz N ^chtr» !'""^'b"l, ini FrillMctszimmcr, g"ade dj, Ät w>>^"'., u"l die Brieftasche, welche soeben ^, "sche m.l' 'brcs Inhalts zn entleeren. Sie schloß ü,> b>:i,,' "l ">ld schüttelte den Inhalt aus. Es trl, '"^l.:., f„ >'" sänuuNiche Gäste Briefe darunter bts' Orsf, W si, s^bst. die sie znrucklegtc zur spä-^i s / A^'ss)V " der Bibliolhet. Der letzte Brief, ""»ftcl' «!!< "lories, war für Alexa; er trug den t^chnft 3^3" ^trachtete einen Augenblick die ^s ^" Ä.i s .?"'^' mit Auslneltsamleil und reichte ;, strckt/ ' ^"^"' welche ihn ungeöffnet in die ^lt«,W Näh" ^' l)""e sie scharf beobachtet; sie Zrettud l "" stc h^^,l „nd s^h mit erheu-'"u!t ^> ^)lelt! . ^" "Ntwmi ^'! ?brem Vater, Miß Strange?" ^l^Nviß? " .te blähend. VlHn h,'^^ echc Brief, scitden« Sie die Heimat ^e s" ? si>,d ,'s,. ^6 wuudcrt »uich, daß fie nicht un-^ "^n di.. ^ äu lesen. Alle lesen ihre Briefe. " Ihngen anch lefen." „Ich ziehe es vor, ihn in meinem Zimmer zn lefen", erwiderte Alcxa mit Würde. Lady Markham lächelte. .Sie will ihn nick/, im Beifein anderer öffnen", dachte sie. „Eö ist sicher etwas nicht in Ordnung mit dem Mädchen nnd ihrem Vater. Ich fange an, chre ganze Geschichte zn bezweifeln, obwol das Mädchen so unschuldig anssicht." Nach dem Frühstück eilte Alrxa auf ihr Zimmer uud öffnete den Brief. Er war von ihrem Vater und aus ihrer alten Heimat datiert. Ihr Vater schrieb, daß er in dem Hanse eims Wcingärtücrs anf feinem Grundstück wohne und daß er mi't einem grn-chischsN ^anslnanit wegen Verlaufs des Grnndstückö zn einem annehmbaren Preise in Unterhandlnng stehe. „Unfere alte Heimat ist mir unerträglich gc-worden, feitdem du nichl mchr hlcr bist," schrieb rr. „Ich entbehre dich übcrall ulld bereue, daß ich dich uach England reisen ließ. Ich kann die Befürchtung nicht verbannen, daß dein Plan uns großes Unheil bringen wird. Nnd wenn ich an dich dentV, so jung und'unschnldig. so nnbetamtt mit der Welt, dann ist es mir, als müsse ich von binnen gewesen sein, daß ich dich von mir gehen ließ. Wenn dn bei Empfang dieses Briefes uuch leinen Schritt vorwärts gekommen, wenn sich dir noch keine Anssicht auf eine Lösung deiner Aufgabe nösfnet hat. bitte ich dich uud befehle dir, sogleich zn nur znrnckznichicn. Aber wenn du deinem Ziele näher kommst, dann bleibe uud führe deiue heilige Mission zn Ende mit deines Vaters Segen nnd seinen beständigen Gebeten. In dich nnd die Vorsehung, der ich noch immer vertraue, habe ich Inbetreff dieser Kategorien ist für die Concurs-ausfchreibung in drr Regel die vvi'l Landesschulrathe vorgenommene Feststelln,,g (H 22) maßgebend. Ansnahmrn hievon ' werden Fall für Fall vom Landesschnllath',' bewilliget. H ^l>. In der iliegel ist ocr Termin Zur Einreichung der Gefnche auf einen Monat vom Tage der ttnndmachuug im amtlichen Landrsblattc festzusetzen. In Dringlichkeitsfällcn kann derselbe jedoch anf 14 Tage verkürzt weiden. Die Vewerbnngsgefuche sind be, dem belreffenden Vezirksfchulrathe von noch nichl angestellten unmittelbar, von bereits angestellten Lehrindividnen im Wege ihres vorgesetzten Bezirksschulrates einzubringen, welcher sein Gutachten beizufügen hat. tz 2n. Der Einfluß der Schulgemeinde anf die Aesetznng der Lehrstellen wird du^y den Ortsfchul-rath, jener des Landes durch die Vertreter des Landes-ausschnfses im Landesschulrathe ausgeübt. tz 27. Der Bezirtsschnlrath, welcher die Eoncnrs« ausfchreibung vorgenommen hat, sammelt die einlangenden Bewerbungsgchlchc und vcifaßt nach Ablauf der Eonenrsfiist die Eomvelenlenlabelle, in welcher sämmtliche Bewerber aufzuführen und nach ihrer Würdigkeit und Eignung für dcn zn befetzenden Posten zu reihen find. Die Competentenlabclle hat folgende Rubriken zu enthalten: li) Name, Alter und Geburtsort des Bewerbers; b) Lehrbcfähigung, Sprache uud foustigc Kenntnisse desselben, c) dessen bisherige Dienstleistung; ä) Gutachteu des vorgesetzten ^ezirtsfchulrathes. Dieses Gutachten hat sich übcr die Fählgtciteu, die Verwendung und über das dienstliche uud außerdienstliche Verhallen des Bewerbers auszusprecheu. tz 28. Elue Ausfertigung der Eompetenlentabelle hat der Beznksfchulrath dem Ortsschulrathe der bc^ treffenden Schnle mit der Aufforderung unlzntheilen, einen Vorfchlag übcr die Verleihnng der Stelle zu erstatten, welcher bei genügender Anzahl von Bewerbern sich nicht auf weuiger als drei Bewerber bcfchränten darf, writers allfälligc Einwendungen gegen die Ernennung der übrigen Bewerber binnen acht Tagen bekannt zu geben. Nach Ablauf diefcr Frist hat der Bezirksschulrath die Eompetentenlabelle mit allen Gesuchen nnd deren Beilagen dein Laudesschulrathe vorzulegen und sich hiebci übcr die vom OrtSschulrathe erhubeucn Einwen-düngen zu äußern. meine einzige Hoffnung gesetzt. Wenn ich mein Grundstück verkaufe, werde ich mir eine andere Zufluchtsstätte iu den Bergen auffucheu. Ich habe seit deiner Antnnft in England noch nichts weiter von dir gehört. Mein Bote geht an jedem Tage, an dcm das Post-dampffchiff ankommt, nach Athen Adressiere deine Briefe an mich wie bisher, und ich werde sie erhalten, wo ich auch bin. Sei auf driller Hut, meiu Kind, und bedeute, wie viel von deiner Vorsicht und Ver schwiegcuheit abhängt. Dn wirst dich erinnern, daß, als ich ans dem Quai am Pyräus stand, mich zwei Engländer amcoeten, die ich für Touristen hielt. Gestern traf ich einen dieser Engländer bei den Ruinen unserer Villa. Er fragte die alle Aminka aus, welche uutcr den Trümmern nach gcfchmolzenem Silber suchte. Als ich kam, redete cr mich an und erkundigte sich nach Spirioion, welcher, uebeubn bemerkt, ails dem Gefängnis entsprungen nnd wieder der Schrecken des Landes und besonders der Reisenden ist. Ich bran> wortete die Fragen des Fremden, bot ihm aber lew Bewirthuug an, nnd er ging wieder. Die alte Amml. sagte mir, daß er sich sehr angelegentlich nach «'i! erkundigt habe. Es mag nur Einbildung sein, d,e »mch ,n j^dein Reisenden einen Spion cbllcken lnftl, m'0 in diesem besuuoers riuen Menschen, den 'ch "'"^ mnß; aber ich sehe mich doch veranlaßt, jetzt mehr a!S ' "Ui^ek'l^^^ ^lafsnnge,. welche eine hoffnungsvollere Stim.m.ng "'' '« « M ' ab Alexa erkannte doch. wie seh'' "r Vater ste entbehrte nud wie nnerträqlich ihm das Allemsem war. Sie las den Änef noch einmal, dann zündete ste eine Wachskerze an, hielt den Brief über die Flamme und verbrannte ihn zu Asche. H 2i). Die Ernennung de3 Lehrpersonales erfolgt durch den Landesschulrath, welcher hicbei weder durch die Reihenfolge der Bewerber in der Eompetenten-tabelle noch an den Vorschlag des Ortsschnlrathes, noch durch die von letzterm gegen einzelne Bewerber erhobenen Einwendungen gebnnden ist. Die Gründe der Nichtbcrücksichtigung des Vorschlages oder der Einwendungen sind dem Örtsschulrathe bekannt zu geben. § 30. Bei der Anstellnng des Lehrpersouales an Patrunatsfchulen kommt dem Patrone die Präfentation, dem Landesfchulrathc die Bestätigung zu. Zu diesem Behufe übergibt der Bezirtsfchulrath die Eompctcntentllbelle mit allen Gesuchen und Beilagen nnd mit dcn allfälligen Einwenduugen des Orts-schnlrathes dem Patrone, welcher den ihm geeigm! scheinenden Bewerber auszuwählen uud bei sonstigem Erlöschen des Präscntationsrechtes für den gegebenen Fall binnen 14 Tagen unter Vorlage aller Acten den, Landesschnlrathe zu benennen hat. Dieser kann von der Präsentation nur aus den im § 50, Alinea 4 des Voltsschulgcsstzcs vom 14. Mai I«^ (R. G. Bl. Nr. 02) angegebenen Gründen ab weichen, uud gehl in solchem Falle ohne weitere Vernehmung des Patrones mit der Ernennung vor. 8^1. Der Ernannte tritt mit den, ersten des auf deu Autritt der chm verliehenen Lehrstelle folgenden Monates in den Genuß der mit derselben verbundenen Bezüge. Vor der Einführung in den Schuldienst, welche dem Obmanne des Ortsfchulrathes zusteht, ist dem Ernannten vom Bezirtsschulrathe der vorgeschriebene Diensteid abzunehmen. War der Ernannte bereits im Lehramte angestellt, so findet feine neuerliche Beeidigung nnr bei Erlau guug eiuer ueucu Dicnsttategorie statt. tz 32. Wenn sich nm die Lehrstelle kein Bewerber meldet uoer für dieselbe kein Bewerber als geeignet befuudcn wird, beauftragt der Lanoeischulrath den Bczirtsschulrath mit der provisorischen Besetzung der betreffenden Lehrstelle. H 33. Mit ocr definitiven Anstellnng eines Oberlehrers (Oberlehrerin), eines Lehrers (Lehrerin) oder eines mit dem Lchrbefühigungszeugnisse versehenen Untcrlehrers (Unterlehrerin) ist der Anspruch auf die mit ocr Lehrstelle verbundenen Bezüge, sowie auf Dienstallerszulagen, dann auf die gesetzlichen Rlchs und Verfmgnugbgenüsfc verbunden. Definitiv 'angestellte Lehrer können nur üb-r eigeues Ansuchen, aus wichtigen Dlenstetrucksichte,, oder infolge eines Discipliuarertenntlnfjes vom Landes- 724 schulrathe an eine andere Schule verseht werden. Die Versetzung aus Dienstesrücksichten darf auf keine minder dotiert Lehrstelle erfolgen. (Schluß folgt.) Am 11. April 1879 wurden in der k. k. Hof- und Staats- drmkerei in Nim zu der italienischen, böhmischen, polnischen, vutlicnischcn, sluvenischcn, kroatischen nnd romanischen Ausgabe .>»S Jahrganges 1878 de<- Rmchsgesctzblattes das Titelblatt und >m'i Nicpcrtoricn ausgegeben und versendet. Das erste Rcpcrtorinm enthält ein chronologisches und das zweite ein alphabetisches Verzeichnis der in den I^V Stiiclen des Hahres 1878 kundgemachten Gesetze und Verordnungen. („Wr. Ztg." Nr. «4 vom 11. April 1379.) Nichtamtlicher Theil. Laibach, 13. April. In der Nacht des 31. März d.I. ist die Ortschaft Dragoweinsdorf, im Bezirke Tscher-nembl, welche 17 Hausnummern und bei 170 Seelen zählt, mit 52 Gebäuden, dann den diese umgebenden werthvollen Obstgärten, sammt Einrichtungsstücken, Haus- und Wirthschaftsgeräthschaften, Kleidung, Wäsche, Üebensmitteln, einigen Viehstücken und einer Barschaft von 1550 Gnlden bis auf ein einziges Haus ein Naub der Flammen geworden. Der Gefammtfchaden wird, ungerechnet die Beschädigungen der Obstgärten, auf 20,000 fl. veranschlagt. Der Herr k. k. Landespräsident hat sich in Anbetracht des großen dadurch verursachten Schadens, welcher für die Betroffenen um fo empfindlicher ist, als niemand assecuriert war, bestimmt gefunden, eine Sammluug milder Beiträge im ganzen Kronlande zugunsten der Befchüdigten zu veranstalten. Her Nachlaß des gegenwärtigen Reichsrathes. Die Lebensdauer des Abgeordnetenhauses in seiner jetzigen Zusammensetzung zählt nnr mehr nach Wochen. Zwar ist es noch keineswegs authentisch, daß die Wahlen für den neuen Reichsrath schon un Monate Juni stattfinden werden, wie ein Wiener Blatt zu berichten wußte; es kann aber nichtsdestoweniger für ziemlich sicher gelten, daß die Thätigkeit der gegenwärtigen Neichsvertretung sich kaum über den Monat Mai yinaus erstrecken wird, nachdem man es seit jeher thunUchst vermieden hat, die parlamentarische Session bis in die heißen Sommermonate hluau»znziehen. Im günstigsten Falle würde somit dem gegenwärtigen Abgeordnetenhause noch eine Existenzfrist von höchstens sechs bis acht Wochen gegönnt sem, ein Zeitraum, der mit Rücksicht auf die lange Functionsperiode der parlamentarischen Körperschaften m Oesterreich kaum mehr sonderlich ins Gewicht füllt, obschon es mitunter nicht unwichtige Angelegenheiten stud, die noch in dieser kurzen Spanne Zeit ihre endgiltige Erledigung finden follcn. Begreiflicherweise wäre es, trotz dieser kurzen ^rlst, welche dem Parlamente in seiner gegeüwärtigeii Zusammensetzung für feine Berathungen noch beschiedcn ist, unbedingt verfrüht, heute schon die Geschichte des ersten direkt gewählten Reichsrathes in Oesterreich schreiben, oder auch nnr all' das aufzahlen zu wollen, was er während seiner eben zu Ende gehenden sechsjährigen Functionsdaucr geleistet oder auch unterlassen Sie hielt die Kerze noch in der Hand, als nach flüchtigem Klopfen und ohne auf den Ruf: „Herein!" gewartet zu haben, Lady Marlham eintrat. Ihre kalten, mißtrauischen Augen gewahrten die Erregung des Mädchens, und sie vermuthete sofort, welches Schicksal der Brief erfahren hatte. „Ich bitte um Entschuldigung, Miß Strange," sagte sie, „wegen meines uneeremoniellen Eintritts; aber ich war so besorgt um Sie, daß Sie sich so einsam fühlen möchten, und dann wollte ich mich auch erkundigen, ob Ihr Vater wohl ist und ob Sie gute Nachrichten erhalten haben. Wie, Sie haben Ihren Brief verbrannt?" Alexa crröthete leicht. Sie setzte den Leuchter auf den Tisch, auf welchem noch die Asche als Ueberrest des Briefes lag. „Wollen Sie sich setzen, Lady Markham?" sagte sie kalt. „Ich danke. Nur Theilnahme trieb mich zu Ihnen. Haben Sie gute Nachrichten erhalten?" und sie sah Alexa forschend an. „Mein Vater war ganz wohl, als er den Brief schrieb." „Wie verschieden sind doch die Menschen. Ich hielt die Briefe sehr in Ehren, die mein Vater mir nach dem Pensionat schickte. Ich versichere Sie, ich habe sie noch alle, mit einem rothen Band zusammengebunden. Ich würde lieber alles entbehren, als die lieben Andenken an die Vergangenheit zerstören. Es mag sein, daß ich etwas sentimental bin, Miß Strange. Junge Mädchen in den jetzige» Tagen vernichten ihres Vaters Briefe gleich, nachdem sie sie flüchtig gelesen haben, wie es scheint. Es hat fast den Anschein, als ob Sie sich fürchteten, den Brief zu behalten." (Fortsetzung folgt.) >hat. Mit Rücksicht auf den Umstand jedoch, daß nach dem bei uns bestehenden parlamentarischen Usus alle bis zum endgiltigen Schlüsse einer Session nicht definitiv erledigten Gegenstände als von der Tagesordnung abgesetzt, beziehungsweise als nicht mehr vorhanden zu bett^itlN sind, unterzieht sich das „Prager Abendblatt" der Aufgabe, in Kürze jener drei hochwichtigen Reformwerke zn gedenken, welche leider dem gleichen Schicksale entgegengehen, trotzdem sie von der öffentlichen Meinnng mit wahrer Genugthuung begrüßt und vom Parlamente felber als dringlich erkannt wurden. Es sind dies die Steuerreform, die neue Zivil-prozeßorduung und das neue Strafgesetz. Keine von diesen drei umfangreichen legislatorischen Vorlagen — schreibt das genannte Blatt — hat mehr Aussicht, vom gegenwärtigen Reichsrathe erledigt zu werden, und wenn man auch mit Recht hoffen darf, daß die auf die Feststellung dieser voluminösen Elaborate verwendete Mühe und Zeit nicht vergebens gewesen sein werde, weil ohne Zweifel der neu gewählte Reichs-rath das vorhandene werthvulle Materiale angemessen zu würdigen und zu benutzen wifsen wird, so bleibt es doch tief bedauerlich, daß gerade diese so hochwichtigen Reformwerke unerledigt ins Archiv wandern müssen, um im besten Falle nur mehr als Basis für neue Gesetzvorlagen dieser Art zu dienen. Besonders zu beklagen ist das Nichtznstandckom-men der Steuerreform, nnd zwar nicht blos vom fiscalischen, sondern weit mehr noch vom allgemein wirtschaftlichen und moralischen Standpunkte. Allenthalben wurde über den Steuerdruck und über die ungerechte Verthcilung der Staatslasten geklagt und ebenso allgemein dem Wunsche nach einer Aenderung dieses Zustandes Ausdruck gegeben. Trotzdem aber die Regierung im Laufe des letzteu Jahrzehnts wiederholt den Versuch gemacht hat, eine entsprechende Reform anznbcchnen, ist es bisher nicht gelungen, dieselbe auch durchzuführen. Und doch ist eine gründliche Aenderung unseres Steuerweseus unaufschiebbar, wenn endlich dic Klagen ülicr Steuerdruck und ungleichförmige Belastung aufhören sollen. Der Grund- nnd Rcalitätenbcsitzer, der kleine Gewerbsmann, der mit festen Bezügen Angestellte, dann die zur öffentlichen Rechnnngslegung bestimmten Institute sind thatsächlich überbürdet, wogegen gerade die am meisten leistungsfähigen Elemente, das mobile Kapital und das eigentliche Rententhum verhältnismäßig wenig zu deu Staatslasten beitragen. Verträgt es sich aber mit dem Grundsatze der socialm Gerechtigkeit und der öffentlichen Moral, einen solchen Zustand noch länger fortbestehen zn lassen? Gewiß nicht, und darum wird es auch eine der ersten Aufgaben des ueu gewählten Reichsrathes sein müssen, die Steuerreform wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Was nun die Reform der Zivilprozeß - Ord > nuilg betrifft, fo herrscht übcr die Nothwendigkeit derselben in den Kreisen der Bevöllernng kein Meinungsunterschied. Trotz der namentlich seit dem Amtsantritte des gegenwärtigen Iustizministers, zahlreich eingeführten Erleichterungen nnd partiellen Reformen auf dem Gebiete der Ziuilrechtspflege — wlr nennen in dieser Beziehung namentlich das Bagatcll- nnd Mahnverfahren — hören die Klagen über den schleppenden Gang und dic Kostspieligkeit von Zivilpruzefsen nicht anf. Nun hat der Minister schon vor längerer Zeit den Entwurf einer lü'nen Prozeßordnung vor-getegt, der, auf dem Gnmdsatze der Mnidlichleit und Oeffentlichkeit fnßend, sich in der öffentlichen Meinung einer günstigen Anfnahme zu erfreuen hatte. Man lobte namentlich dm freiheitliche Geist, welcher denselben dnrchwehle nnd das in allen Bestnnlnnngen des Entwurfes sich kundgebende Bestreben anf Erleichterung, Vereinfachnng und Verwohlfeilnng der Rechtsprechung. Leider verhinderten die ungewöhnlich lange Dauer der ungarischen Ausgleichsverhandlnngen, dann der Zolldebatten und der ünf die Occupation bezüglichen Discnssionen die rechtzeitige Erledigung dcr Vorlage, so daß kaum elwas anderes übrig ble>lien wird, als dieselbe vorläufig als bloßes Hilfsmatelial für den neu gewählten Reichsrath zu reservieren. Das gleiche Schicksal trifft den umfangreichen nnd mit großem Anfwande von Fleiß und juridischem Wisfen zusammengestellten Entwurf des uenen Strafgesetzes. Derselbe bildet blos die nothwendige Ergänzung des bereits zur Durchführung gelangten, gleichfalls auf dem Prinzipe der Mündlichkeit nnd Oeffentlichkeit basierenden neuen Strafprozesses und ist, wie die meisten Vorlagen des Dr. Glaser, sowol in juridischen als in nichtjuridischen Kreisen sehr beifällig aufgenommen worden. Hoffentlich wird der neu gewählte Reichsrath auch mit dieser Erbschaft seines Vorgängers nicht minder rücksichtsvoll verfahren wie mit den beiden anderen bereits erwähnten parlamentarischen Nachlässen, so daß eigentlich nur die Form der Behandlung, keineswegs aber auch das Wesen der Sache eine erhebliche Aenderung zu erwarten haben. Vorgänge in Frankreich. In Frankreich bieten die anf den 20. d. M. angesetzten Stichwahlen in Paris und Bordeaux zu lebhafter Discussion Veranlassung. Obwol die änßerste Linke auf Betreiben Elemeneeau's und Lockroy's beschlossen hat, sich jeder Einmischung bei der Wahl in Bordeaux zu enthalten, liegt doch die Möglichkeit der Wahl Blanqui's sehr nahe. Zwei republikanische Kandidaten haben sich zugunsten Alanqui's zurückgezogen, so daß dieser nur dem Gambettisten Lavertujon aliw gegenübersteht. Die Stichwahl im achten Pariser Ano-oissement wird allem Anscheine nach zum VorM des rcactionären Kandidaten ausfallen. Zwar smo "' beiden Republikaner Eoignet und Desmarest M» getreten, indent sie die Wähler cinlnden, ihre StnnM' auf den Republikaner Elamageran zu übertragen; ao die Gegner haben ihrerfeits nicht gezögert, biescm ^ spiele zu folgen. Da im letzten Wahlgange der F0i^ partist Godelle die meisten Stimmen erhielt, zeigt Orleanist Dalligny in einem Schreiben an, daß er 1"^ vom Wahltampfe zurückziehe, und das orleaM -Dieselbe Aufforderung richtet der Klericale Ouidtt " seine Wähler. Von den Journalen hat der „Soleil" mit der VertheidiW« der Kandidatur Godelle's den Anfang gemacht. ^ Bonapartisten sind selbstverständlich hierüber seyr freut. „Wlr erhalteu", fchreibt der „Pays", ..""! ^ Pfand der Versöhnung zwischen der lnonarchM!^ orleanistischen Partei und uns, welches vlellelyl dieser Zeit vielfältiger Wahlen binnen kurzem I Früchte tragen kann. Unfere höflichen Gegner w uns gelegentlich ebenso finden, wie sie sich "'I ^eü, zeigt haben, d. h. bereit, das gegebene Wort zu Y ^ uud geueigt, die allgemeinen Interessen unserer ^ äu stellen." ^ .yer Der Iustizminister und Großsiegelbewahrer "^ gibt einen neuen Beweis dafür, daß er mit der calen Propaganda den Kampf ernst aufzunehM' ^, denkt. Wie der „Rappel" mittheilt, sollen au !^ Befehl 22 Pfarrer, welche von der Kanzel hewvHe die Ferry'schen Gesetzentwürfe geeifert nnd sich ) ^ Ausfälle gegen die Regierung erlanbt haben uno ^ deren Predigten die Maires amtliche Protokolle ^ nahmen, wegen Anfreizung znm Hasse ""b il" ,,g achtung gegen die Regierung und wegen ^ ,^M der Bürger gegen einander vor die Zuchtpo^zeH^eil gestellt werden. Die Regieruug soll auch fest A MB' sem, jeden Beamten abzusetzen, der eme der ^ ^dc-gegen die neuen Unten ichtSgcsetze unterschreiben ^^ Gegen einen Gerichtspräsidenten, der sich "i pol Falle befindet, wurde das DisciplinarverfaYw dem Eafsatiunshofe eingeleitet. ______.--"" Der Nihilismus in Rußland. ^ In Rußland zeigt sich das Nihilistenunwese"^ geachtet der energischen Repressivmaßregeln " ^fje'l' giernng eher im Wachsen als im Abnehmen " ^c^ Der Direktor der Kanzlei der Stadthauptma' >^ in St. Petersburg und dessen Gehilfe haben, v" ^c geheimen Revolntionseumttc aufgefordert, ^. hiel^ Aemter verzichtet, infolge defsen nnt der ^"""^d del Aemter der wirtliche Staatsralh TurtschanwoN "^el-gewesene Chartower Vizegonvcrneur Staatsralh ^ tnchin vorläufig betraut wurden. Kaum tra ^,,^ am 27. u. M. ihre Stellen an, als sie scholl am ^ folgenden Tage mehrere anonyme Briefe crlM ^llö beide Beamte mit dein sichersten Todc bedroh ^sse" sie ihre Aemter weiter anöüben sollten. I"!"^, ^, reichten anch diese beiden ihre Entlassung ^ " jedoch nucht nicht angenommen ist. Die o"1 ^istt"' den letzten Tagen in Ehartow verhafteten ^"^.^, Studenten und Studentinnen betrügt, wie de'" ^„igcl tersbnrger „Golos" geschrieben wird, '"^^^ ss als 1040 Personen, die in zwei ^efanglu ^^. zwar dem Nowobelgoroder und dem Nowouo ", M Schlosse interniert 'sind. Von diesen ^yai" ^M bereits mehrere nach den östlichen P""NM " ^ ^ verbannt worden. Der neu ernannte ^l)" stet "' neralgonverneur, Generaladjutaut Mintlultz, ' ^ M eiserner Strenge seines Amtes. Wie wenig "" M. regeln die Nihilisten einschüchtern, beweist ' ^ O.^ onng der „St. Petersburger Zeitung" """ ^ete^",, Unweit der Kasan'schen Kathedrale m St- ^ ^" wurde ein Mann in einer Blutlache gef""^kaNlU' lhm lag ein blutiger Dolch. Der Hals des "' ^ o, war fast ganz durchschnitten. Auch fand " B M^ Leiche einen Zettel, anf welchem folgende? ^hre "^ Tinte geschrieben war: „Iwan Sabego, -^,^ hl^ Hörer der medico-chirnrgischen Madeline, ^^ soc für seinen Verrath mit dem Tode bestraf revolutionäre Executivcomitc."______^------ Der Staatsstreich des Khedive- , Der Vizekönig von EgYPten sp^ "^ Ot^ indem es cs unternommen hat, sich dm'ch " <, ^a , streich uon der lästigen Enratel ^llglan^ .^ett, ^,, reichs zu befreien. Er kann es mcht v" f^B ,l feiner früheren, das Land rni.litteMn '^ OM,,, Schrantenlosigkeit durch dic beiden WestM"^ ,,t o , gesteckt wurden, daß er die durch ul'lauU ' ^Y/'"^ erworbenen ungeheueren Realitäten h"a"^NeNaF Daß hiednrch feinem tief 3'" F, geholfen und dasselbe durch geregelte sp« '^,de" ^ Verwaltung zu neuer Wohlfahrt gebraa) M ^ vermag Ismail Pafcha für seme l"'A,lNe" schränlung nicht zu entschädigen. ^" ^ 725 M d?z M s,ch ^f Abschüttelung des Protecto-«lferlmt ^ "°^""b Frankreich gemeinschaftlich ihm dll!chF,^n. Den ersten Schritt hie u machte er in ssa. ° N'"sMsch, welcher am 18. Februar d. I. NeM.u, ^"t'and nnd dessen geheilner Arranqeur und ltnqla n^ .. ^"' Dadurch war es ihm gelungen, den !«e,, F^.^'l und nach dessen Intentionen vor-A°tn ^ N"präsidenten Nubar Pascha zu be-"ichs '„.,? Neclamationen Englands und Frank-des ^. ^'^M""big über die Absichten und Ziele scheinbar w- ^ ^"""' "öthigten ihn damals, Mueu ^,,^.."' "ickgänqiq zu machen, was er be-^ ^,,N?',? lnncni ältesten Sohne Tewfik Pascha büß daz ^V^"lm übertrng, erklärte er nicht nur, W Wm.f.'"/"9"st v. I. über Andringen Englands '^ÄM ^>'" Angriff genominene Reformwerk ^Mte a,ck ?"9U'lllng zu bleiben hat", sondern Km UN, ""^ den zwei europäischen Mitgliedern llindtt) ,^ ^""'^' bem Finanzuiinister Wilson (6ng-NVärez ^ '" ^"lister der öffentlichen Arbeiten, ein, Der s^l^'Me), einen ausgedehnteren Einfluß HuMänl,..« Khedive beschwur zwar mit diesen l°Wbreck 5'!" .^" Stllrn«, der damals über ihn N'.iwe„?" Drohte. In einer Note, welche die Regie-Müttia k s "k"^ U"b England am 8. v. M. dem ^Ude ali, <^ '^^ Oeneraltonsulu überreichen ließen, ^utilnft °,7'l "'^"" hat, daß er nur auf persönliches ill bleibe . - ^l)cdive längrr Mitglied des Kabinets ^>w .^"^"l würde. Enre Hoheit werden be-^NMi. ^ ernste Verantloorllichteit Sie init der u»t> loic »,.^'s, ^^" ""'!.'» Anordnungen übernahmen Ml loü^"' Folgen wäre», denen Sie sich aus-Miar^ ,'c^"" Sie nicht vermöchten, deren voll-w Ecl»^ . ^"^""g sicherzustellen, nnd wenn später-g!ttiin/^Ug "ten gegen die Maßnahiueu der Re-^>> sM <. " "^" bie öffentliche Ruhe gestört ^ «liedi», ^ Bedeutung dieser Verwarilung konnte im untlaien sein. Der „Ob-">er Uz?" u)»i dieselbe überdies noch in sehr Prä-Mwn,^ ä" Gemüthe, indem er sagte: „Die einzige l b des A ^^^ biese Warnung finden kann, ist, ^°>n ^ «^ Suuveiänetät für die Zukunft von ^ «"? falten abhängt; Se. Hoheit dürfte ^' bob ? s ?!^"' Mahunng wohl kaun, verkennen." ""st c>/n'../ jedoch dieses Avis entweder nicht sehr lHe>,?!!'Nrn oder glaubt demselben mit Erfolg ^ bew^ ""'' da er auf feiue Zusicherungcu gänz-Wtecty^ 3° durch seine neueste» Maßnahmen das Mein ^.l I^landt und Frankreichs offen abzu« R stützen )"^' ^b er hiebei auf freniden Rückhalt !^er^,^" lv'nneu vermeint, oder ob er ganz aus Mch ^, '"we und auf eigene Gefahr feinen Staats-A,,. ^ ,,.?"U"en, läßt sich hellte noch nicht sicher. ?^r a»s^'^ M aber schon jetzt, daß er seine Stellung ^izs^^dtt hat. England und Frankreich werden L^hcdi 's! "llesanfbieten, n,n den Platz, den ihnen ss'lson , ,1 ss"ig macht, zu behanpten. Die Minister welche der Khedive brüst vor i^ ^„^8 'H. !^^ indeul er ein nur anil Eingeborueu Je EMM. M'sw'iuin ernannte, protestieren gegen M»g ilÄ K u?'d ertlärcn, daß sie nur mit Ermäch-.?>, töi ,. ^Nerungeu vou ihreu Posten zurück-^^chtc ?s ?"scu Protest hat aber Ismail Pascha l" Iehdrl.^M" und England wie Frankreich kühn >f, d,5 M"h hingeworfen. Er spekuliert offenbar ?"M^./ durch Frankreichs Rivalität England von s^>l. dii^^^u gegcu EgYPtrn werde abgehalten ^VsisH^Ne stch Mr verrechnet haben, da anch die ?Hndtt ^'glerullg unmöglich semen Gewaltstreich 3>. lreichz ^"uelmieu kann, weil dadurch das Ansehen '''nZiedid^"^""" schwer beeinträchtigt würde, a, 'llich E,,,/^"l unstreitig sehr viel gewagt und na-MM^gland "" """- sehr empfindlichen Stelle N ^ kw 7 mnß daher' mvarteu, daß die eug-^''do^^ m dieser Angelegenhelt sehr ent- Oassesnenisskeiten. ^"«!m schw ^'") D" am 10. b. M. in Wien ^lch-'cherr!?,^'"u ^"drn verschiedene hervorragende dMs ' der S ,'^ Dichter Carl Vcck war ein geburner i» 3>"Htcn 7,,^" ^»e3 Kauflnannes in Bnja. dcr „ach »t^?e>l lvidn.""^'^"l in Pest sich dcr Medizin de?'A ^oiien wullte, dieses Studium jedoch aus ^°in ^kschizft..""^ M'schwächlc Gcsmldhcit aufgab, um ^?"ll ion is,"'^lei"cs Vaters zu folgen. Seine d°N >"schcn 'n^.^ ""ch wenigen Ni.uateu wieder lt°llKlos ft,e^ "0"'g "ach Leipzig, studierte ^ ^e La,ss r 'b begann alleu Erllstes in die fchrist-^3? Cch^lM einzutreten. In Leipzig lernte er Veis^ ri,ll^ Us""cl)ter. Ottilie, tenncu. die ihn nach 5°ge ^" 3rai ^"rlcbtc er im Umgänge mit dies« Ah ^'d z)iH. ^ ""d deren beiden Sühnen angenehme ^e 183? - " ^ksänge „Der fahrende Poet." Liug er nach Hanlburg, luo er mit Glchlow Bekanntschaft machte, der sein Talent als viel-Verheißcnd bezeichnete, und schrieb, als er nach Leipzig zurücktehrte, seinen „Saul" uud „Ianlo, der Roßhirt." Er zog hierauf nach Pcst, ging aber schon 1843 nach Wien, wo er mit Lcnau viel verkehrte und zu jener oft geschildertcu Dichter- und Schriftstellergesellschaft ge-hürte, die in: „Silbernen Kaffeehaus" in der Plankengasse ihren Stammsitz hatte. 1844 finden wir ihn wieder in Berlin, wo er seine „Gesammelten Gedichte" herausgab, die bei ihrem Erscheinen confisciert, auf Befehl des Königs aber wieder freigegeben wurden. Er kam dort auch in die Gesellschaft von Alex. Humboldt, Schelling, Bökh, Varuhagcn u. a., die ihn vielfach auszeichneten. Auf eincr Reise durch die Schweiz trat er mit HeNvcgh und Freiligrath in Berührung. Im I. 184^ redigierte er in Wien das Feuilleton des „Lluyd" und gab damal« auch das Gedicht: „Au den Kaiser Franz Josef" heraus, in dem er um Amnestie für seine Landsleute bat. Er verheiratete sich damals mit Fräulein Julie Mühlmann, einer Nichte des Berliner Chemikers Nose, die ihm lcidcr nach sech^ Monaten starl'. Erst vor wenigen Iahreu entschloß er sich aufs neue. eine Gattin heimzuführen, die ihm denn auch seine letzten Lcben5tage zu erleichtern übernommen hatte. Er lebte seit den fünf' ziger Jahren mit wenigen Unterbrechungen fast immer in Wien. beschäftigte sich sogar eine Zeitlang mit poli, tischer Literatur, die ihm jedoch mit seiner blumenreichen Sprache nnd lebhaften Phantasie wenig zusagte. In dein letzten Dccennium erschienen uon ihm: „Aus der Heimat," Gesänge ans dem ungarischen Kriege; ..Iulins« Lieder". „iVllU^r äoluio^r', eine Erzählung; „Iadwiga". „Täubchen im Nest", „Epistel an den Zaren" (1«66), „Oesterreich in zwölfter Stunde". „Still und bewegt" (1870). Beck, am 1. Mai 1^17 geboren, stand im 62. Jahre. Er hat sich meist hart durch das Leben gelälllpst »nd trug daher auch im Umgänge eine gewisse inelancholischc Stimmung und ein reserviertes Wesen zur Schau. Die heimische Dichtkunst wird dem Dahingeschiedenen einen hervorragendeil Platz unter ihren besten Namen bewahren. — (Mai-Avancement.) Ueber das in der österreichischen Armee mit 1. Mai d. I. bevorstehende Avancement glaubt die militärische Zeitung „Die Vedette" folgendes mittheilen zn können: „Nach unfcren Nachrichten steht dcr Armee ein großes Mai-Avancement anläßlich dcr Jubelfeier Ihrer Majestäten bevor. Nicht allein in der Spitze des Heeres werden einige (?) Feld-zcugmcister zu Feldmarschälleu avancieren, sondern auch das übrige Avancement ill dcu Generals-, Stabs» und Subaltcrn-Offizicrschargeu soll infolge dcr durch dcn bosuisch'hcrzegowinischcn Krieg verursachten Abgänge ein ziemlich bcdentcndes werden. Es werden befördert im Gcneralstadscorps: die Obcrstlicutcnante und Majore mit dem Rang 1876, Hauptleute von 1671 und 1872 (Stabsoffiziersrang von 1874. OsfizicrSrang 1859 bis 1866); in der Infanterie: Obcrstlicutcnante von 1876. Majore von^ 1874. Hauptleute von 1866 (Stabs, offizicrsrang von 187l>, Offiziersrang von 1848 bis 1854); Kavallerie: Obcrstlicntencmte von 1876. Ma-jore von 1876, Rittmeister von I860 (Stabsoffiziers-rang von 1872 und 1873, Offizicrsrang von 1856 bis 1859); Artillerie: Oberstlieutenant«! von 1876. Majore von 1875, Hauptleutc von 1866 (Stabsoffiziersrang von 1873. Offizicrsrang von 1849 bis 1854); Genie-Waffe: Oberstlicuteuautc von l876. Majore von 1876. Hanptleutc von 1666 (Stabsufsizicrsrang von 1871. Offizicrsrang von 1849 bis l854). Auch der Armee-stand soll diesmal besser als zuvor in» Avancement bedacht werden." __ (Das Urtheil im Warnsdorfer Prozesse.) Am 10. d.M. wurde in Böhmisch-Leipa nach mehrwöchcntlicher. höchst anstrengender Verhandlung >n dem sensationellen Prozesse der Warnsdorfer Escompte-gesellschaft das Urtheil gefällt. Auf Grund des Ge-schworncnverditteS wurden die Verwaltungsräthe Richter. Licbisch. Kobbc. Dürfcl. Hanisch. Thiele. Bürger und Stulle vom Vergehen der fahrlässigen Krida. Vinccnz Seidl vom Verbrechen des Betruges uud Georg Pros-sinagg vom Verbrechen der Mitschuld am Betrüge freigesprochen, dagegen Vinccnz Seidl uud Projsinagg wegen des Vergehens der fahrlässigen Krida zu je einem Monate einfachen Arrestes, verschärft mit zwei Fasttagen, und zum Ersatze der Prozcßkosten vcrurtheilt. fokales. — (Sammlungen für Dra guloeinsdorf.) In Anbetracht des vcrnichtcnden Nrandunglückes, von dem die nnaMlichcn Bewohner der Ortschaft Drago-weiilsdors im Gcrichtsbezirlc Tschcrnembl in dcr Nacht vom 31. März ans dcn 1. April d. I. betroffen wnrden, hat sich dcr Herr Lcmdcspräsident veranlaßt gefunden, eine Sammlung milder Beiträge zu ihrcu Gunsten im ganzen Kronlande Kram auszuschreiben. Die Nothlagc der bedanernswerthcn Dorfbewohner ist eine wahrhaft tief ergreifende, da bis auf cin einziges Haus die ganze ans 5^ Gebäuden bestehende Ortschaft nebst dem gc-sammten Inventar an Wirthschaftsgcräthen, Mobiliarc, Wäsche und Kleidungsstücken cin Raub der Flammen wurde, uud — um das Unglück voll zu machen — leider kein einziger der Betroffenen feuerversichert war. Rasche Hilfe thut hier noth, und wir siud überzeugt, dieselbe wird sich bei dem anerkannten Wohlthätigleit»-siune unserer Laudsleute auch finden. —'(Gem ein deraihs Wahlen.) Mit heutigem Tage beginnen die Ergänzungswahlen für den Laibacher Gemeiuderath, uud zwar wählt heute vormittags der dritte, morgen vormittags der zweite und Donnerstag vormittags der erste Wahllörper, Als Kandidaten wurden in den Probewahlversammlungen der versassungs-treuen Wählerschaft bekanntlich nachstehende Herren aufgestellt: für deu dritten Wahllurpcr: Schlossermeister Albin Achtschin, Vuchbruckcreioesitzer Ottomar Bamberg und Möbclhändler Johann Mathian; für den zweiten Wühltörper: OberlandeSgerichtsrath Franz Ritter von Garibolbi, Sanitättrath Dr. Friedrich Keesbacher und Privatier Carl Leslovic; für den ersten WalMrper: Hllndlnngsgesellschafter Josef Luckmcmn. Advokat Dr. Robert v. Schrey, Advokat Dr. Josef Suppan und Advokat Dr. Franz Suppantschitsch. — (Ost erwett er.) Das Wetter in den abgelaufenen Feiertagen war in Laibach ein ziemlich trübseliges und keineswegs geeignet, uns das Osterfest auch zugleich als ein Auferstrhnngssest der Natur erscheinen zu lassen, wenngleich uns der Himmel, trotzdem er säst ununterbrochen cin grämliches Gesicht zeigte und die Sonne nur hie uud da aus wenige Augenblicke zum Durchbruche kommen ließ, andererseits wenigsten» vor jenem anhaltenden Regenwetter bewahrte, daß die zahlreichen Gräbcrbesucher in dcn vorangegangenen Tagen zu ihrem Ungemach erproben mußten. Auch die üblichen Auferstehungsprozessioncn konnten sich Dant der schon am Charsamstage theilweise eingetreteneu Aufheiterung entwickeln und gingen daher in allen Kirchen ohne Störung vor sich. Die sonst um Ostern in der Regel üblichen Ausflüge und Landpartien dürften heuer allerdings zum größten Theil unterblieben sein. — (Verhandlung vor demVerwaltungs» gcrichtshofe.) Morgen vormittags findet vor dem k. k. Verwaltungsgcrichtshofe in Wien die öffentliche mündliche Vcrhandlnng über die von der Gemeinde Littai gegen die trainische Landesregierung wegen der Gcmeindezuständigleit des Franz Dagarin erhobene Klage statt. — ( Festvorbereitnngen in Wippach.) Zur Feier der silbernen Hochzeit Ihrer Majestäten wurde kürzlich in Wippach über Anregung des l. l. Notars Dr. Vok in einer besonders von Beamten zahlreich be-suchtcn Versammlung unter dem Vorsitze des Gerichts-adjnnctcn Dr. Poznit die Einleitung eincr allgemeinen Subscription zur Gründung eines ArmenspitalK beschlossen und mit dcr Durchführung dieser beifällig aufgenommenen Idee cin Comite, bestehend aus den Herren Dietrich. Mayer, Moze und Vidergar. betraut. Außerdem hat die Gemeinde aus gleichem Anlasse eine allgemeine Beleuchtung angeordnet. Die Lehrerschaft veranstaltet cin besonderes Fest für Schulkinder, bei wel. chrm auch 'die Betheiligung des großen Publikum» in Aussicht genommen ist. Die Gemeinden dcr Umgebung treffen Vorkehrungen für eine Hühenbelcuchtung. — (Ziehung der Siechenhauslotterie.) Heute um 10 Uhr vormittags beginnt im landschaftlichen Redoutensaalc in Anwesenheit eines Regiernngs« tommissärs die Ziehung dcr Effektenlotterie zugunsten des Laibachcr Siechen- und Mädche,lwa>senhc,ufes. Die Nummern werden von vier Knaben des hiesigen Knabenasyls gezogen. Die Ziehung ist eine öffentliche, und steht der Zutritt zu derselben jedermann gegen ein zum Vortheile des Lotterie-Unternehmens festgesetztes Entrce oder Lösung einiger Lose frei. — (Circu» Sidoli.) Die am Ostersonntag stattgcfnndene Abendvorstellung im Circus Sidoli spielte sich vor nahezu ansvcrtcmftem Circns ab, namentlich die ersten Reihen waren so dicht besetzt, daß später Gekommene nur uothdürftig noch Platz fanden, was jedenfalls für den lebhaften Anklang spricht, dessen sich die Leistungen der Gesellschaft hier andauernd erfreuen. Das Programm der Vorstellungen ist ziemlich abwechs-lungsvoll und so zusammengestellt, daß jeden Abend wenigstens einige neue Pieccn oder Varianten vorgeführt werden, so daß sich auch ein öfterer Besuch des Circus lohnt, der infolge dessen auch schon ein ziemlich zahlreiche» Stammpublikum zählt. Besonderen Beifall fanden in der vorgestrigen Vorstellung außer einigen bekannteren Piccen die Pruductioncn zu Pferde sowie das Tellerwcrfen des indischen Jongleurs und da» wirtlich meisterhaft durchgeführte Spiel nut den sieben Filzhüten. — Heutc abends findet die Benesizvorftcllung dcr Kunst- und Schulreiterin Frl. Sirena Sidoli statt. — (Festzug von Laibach nach Wien.) Anläßlich dcr am 24., 25. und 26. d. M. in Wien stattfindenden Festlichkeiten verkehrt Mittwoch den 23. d. M-cin vom bekannten Nciscbureau Schröckl verunstalteter Separatfsstzug von Laibach nach Wien. Derselbe verläßt Laibach am Mittwoch um I Uhr 7 Minuten »ach""^ tags und trifft Dounerstüg um 6 Uhr früh in W,en ein. Die Preise sind selbstverständlich wesentl'ch ". mäßigt und betragen für die Hin- »nd Rückfahrt U- Maye 18 fl., III. Klasse 12 ft. D.e Rückfahrt ,«",. mnerh b 14 Tagen mit jedem beliebigen Postzuge angetreten werden, auch genießen die Theilnehmer an d'e em Fes -zuge beim Besuche der Wiener Preisermäßigungen, zu welchem Äehnfe jedem eine Legitimation ausgefolgt wird. 726 — (Katholischer Verein.) Die diesjährige ordentliche Generalversammlung des katholischen Vereins für Kram findet Donnerstag den l7. d. M. un5"7 Uhr adends in den Vereinslotalitäten in Laibach statt. — ( Witterungs - Telegrafendicnst.) Auf ähnliche Weise wie im Vorjahre wird auch heuer auf Veranlassung des Ackerbauministeriums vom 10. d. M. bis Ende Oktober der Witterungs - Telegrascndienst für Landwirthe besorgt werden. Dem Ackerbauministerium siud lnehrfache, auf Abänderungen und weitere Begünstigungen abzielende Wünsche bekannt geworden. Bei einer aus diesem Anlasse im Ackerbauministerium ab« gehaltenen tommissionellen Berathung wurde die Mehr zahl derselben theils als minder gerechtfertigt, theils als unausführbar befunden, dagegen einem, und zwar dem wesentlichsten Wunsche insofern Rechnung getragen, als die meteorologische Centralanstalt sich bereit erklärte, alles aufzubieten, ulll es zu ermöglichen, daß die Abonnenten die Witterungsdefteschen früher erhalten als im Vorjahre. Im übrigen bleibt es bei den im Jahre 187tt festgesetzten, bekanntgegebenen Bestimmungen. Alle Abonnements, die direkten wie die indirekten, sollen von nun an zur Vereinfachung des Dienstes unmittelbar der meteorologischen Centralanstalt in Döbling angezeigt werden, welche die Abunuentenlisten unter genauer Allgabe der Adressen und der den Abonnenten nächsten Telegrafen-stationeu dem Handelsministerinm zu dem Zwecke vorlegen wird, damit dasselbe den Telcgrafendirectionen entsprechende Aufträge ertheilen künue. Das Ackerbau-ministerium gewärtigt am Schlüsse der Saijon vonseite der Interessenten, insbesondere aber vonseite der land-wirthschaftlichen Gesellschaften und der Lokaldeuter ein» gehende Berichte über den Erfolg der Institution im Jahre 1879. Eingesendet. Nir empfehlen der geehrten Damenwelt, welche Eleganz mit Sparsamkeit verbinden will, sich den soeben erschienenen illustrierten Katalog der „Grands Magasins du Prin» tcmps" in Paris kommen zu lassen. Dieser Katalog enthält ein Verzeichnis über alle Geschäfts» Operationen dieser Magazine in Seidenstoffen, Woll-warcn. Phantasie» Artikeln , Kattnnstuffen. Weiß« waren, Ausstattungen und Wictelzeug für Säuglinge, Regenschirmen und Sonnenschirme n ?c, sowie Gravüren aller Neuheiten in Damen» und Kinder« Toiletten Dic Grands Magasins du Printcmps versenden auf Verlangen Muster oder Katalog an jedermann gratis und franco. Die Versendung der Waren erfolgt portofrei, wenn die Bestellung mindestens 12 fl. ü. W. ausmacht. Man beliebe alle Briefe an Herrn Iulcö Ialuzot, Grand» Magllsins du Printemps in Paris, zu richten. Ueuefte Post. (Origiual'Telegramme der „Laib.Zeitung.") Petersburg, 14. April. Während des heutigen Morgenspaziergangcs des Kaisers feuerte eiu anständig gekleideter Mann in Uniformmütze mit Cowrde vier Revolverschüsse auf den Kaiser ab, welcher jedoch nicht verletzt wurde. Der Attentäter wurde von Passanten und Schutzmännern ergriffen; er feuerte noch einen Schuß ab und verwundete eine Pnson leicht an der Wange. Der Attentäter wurde verhaftet, die Untersuchung hat begonnen. Petersburg bereitet große Ovationen für den Kaiser vor, welcher vollkommen wohl und unverletzt ist. Prag, 12. April. Mitte Mai findet hier eine Konferenz von czechischen Abgeordneten und Partei-münnern vehufi Berathungen der Vorbereitungen für die bevorstehenden Neichsrathswahlen statt. Pest, 12. April. Lant Ausweis des Amtsblattes sind beim Ministerium des Innern an Spenden für die Szegediner Ueberschwemmten <58,785 fl. eingelaufen, darunter 37,000 fl. von der Stadt Preßbnrg gesammelt, 3000 fl. von der österreichischen Kreditanstalt und 15,000 fl. von Jakob Landau in Berlin. Insgesammt beträgt die Summe der beim Ministerium des Innern eingelaufenen Spenden 1.121,280 fl. Berlin, l2. April. (N. fr. Pr.) Bezüglich der gemischten Occupation verlautet von informierter Seite, daß die Pforte im wesentlichen auf dem Standpunkte ihres neulichen Circulars verharre. Dasselbe stimmt der einjährigen Mandatsverlängerung der ostrumelischen Kommission zu und beantragt die Besetzung von Bur-gas und des Landstrichs von Ichtiman durch türtische Truppen. Im Balkan will die Pforte nur successive, je nach Nothwendigkeit und erst nach Beendigung der Arbeitcu der Grenzkommission, von ihrem Garnisons-recht Gebrauch machen. Bezüglich der Verhandlungen über diesen neuen Modus liegt noch kein Beschluß vor, doch heißt e», daß Oesterreich und England gemeinsam und nicht ohne vorheriges Einverständnis mit der Pforte vorgehen wollen. Paris, 12. April. Waddington theilte im Ministerrache mit, daß in der Matatongaffaire die Schlich-tnng bevorstehend sei. Frankreich zieht die acht Manu zurück, die auf der Insel landeten. Frankreich uud England werden die Ansprüche respektieren und freundschaftlich Prüfen. — In der egyptischen Frage wurde ein gemeinsames Vorgehen «lit England beschlossen. — Der Direktor des „Figaro", Villemessant, ist gestorben. Lissabon, l 2. April. Die Königin von Portugal ist ernstlich erkrankt. London, 12. April. Anläßlich der Nachricht von dem Schreiben, welches der Sultan an den Marquis Salisbury gerichtet, sprechen sich die „Times" gegen jede llebereilung aus. Die Schwierigkeit, bemerkt das Blatt, würde durch die Substituierung Halims auf die bloße Initiative der Pforte hill nicht gehoben. Der Khedive dürfte sich dem widersetzen, und es sei keine Streitmacht disponibel, um die Unterwerfung desselben zu erzwingen. Die Absetzung des Khedive involviere eine große Verantwortlichkeit; England werde indeß nicht davor zurückschrecken, wenn die Sicherheit der Straße nach Indien eine solche Maßregel nothwendig machen sollte. London, 12. April. Die „Times" erfahren, der Sultan habe an den Marquis of Salisbury eiu Telegramm gerichtet, in welchem er die Vorgänge in Egypten entschieden mißbilligt und sich erbietet, Is« mail Pascha durch Widerrufung des Fermans vom Jahre 1866 abzusetzen und Halim Pascha als seinen Nachfolger an Bord eines türkischen Kriegsschiffe nach Alexandrien zu senden. Dieser Vorschlag werde hente den Gegenstand der Berathung seitens der Kabinette von London und Paris bilden. — Der Szegedin-fond ist auf 10,550 Pfd. St. angewachsen. Kandel und Wolkswirtljschastliches. Laibach, 12, April. Auf dem heutigen Marlte sind erschic» lien: A Massen mit Getreide, 2 Wagen mit Heu und Stroh, !2 Wagen und 1 Schiff mit Holz (10 Kubitmelcr). Dnrchschni > ts - Preisc. Mtl.- Mq,,.; 'Ml,- M^" fl,,li, fi7'lr, fl,!l'^ sl, lr. Weizen pr.Hcllolit, 6^71 8j41Äutter pr. Kilo . iil) -j Korn „ 4>:ü) 5!- Mcr pr. Stiict . , - 1! — — Gerste „ 4>23 4^47 Milch pr. Liter .—> 8->- Hnfcr „ 2 93 :'. 30 Rindfleisch pr. Kilo -54 ^ Hallisrucht „ — »^->tall,fleisch „ — 56-- Heiden „ 4^,!» 4 47!HchN'cincflcisch „ —50 - — Hirse „ 4 39 4 37 Schöpsenfleisch ,, — 34------- Kuturutz „ 4!4l) 4!^5 vähndcl pr. Slück—60 — Erdäpfel 100 Kilo 2^5 —! Tauben „ — 20 - Linsen pr. Hettolit. 7^.(1-------Heu 100 Kilo (all) 1^78 Erbsen „ 8----------Htroh „ . 1 52 Fisolen „ 7 50 — - Holz, hart., pr, vier Rindsschmalz Kilo - 94 Q.-Mctcr — 7 50 Schweineschmalz „ - 66 — - weiches, „ — 5 — Speck, frisch „ — 50------Wein. roth,. 100 Lit.-------20 — — geräuchert „ — litt------— weißer „ - - 16 — Wien. 12. April, 2'/, Uhr nachmittags. tMuh^ streditactien 247 40. 1860er Lose 118 50. 1864 »r Uose U.5' österreichische Rente in Papier 65 27. S'iatSbahn "° ' Nordbahn 217-50. 20-Franlenstücke 9 33'/,. «nssar «r °' ^ 230-10. österreichisch? ssraneobank —'—. österreichisch? MU 104 00. Lombarden 67 75, Unionbant 74 50. Lloyboctlen «"' türtische Lose 20 25. Comnmnal.Anlehen 110'-. EgF"«' Ooldrcnte 77 50. ungarische Goldrcnte 89 20. Sehr M^___^. ^leteorologische - ^ N Z: L U ,E ......7it.Mg. 724 99^4^5 2 N^N.^chwach^'bewöltt 20« 12. 2 ., N. 723 20 -j-10 8 NW. schwach bewö « «stegen 9 ., Ab. 719 10 -4» i) 3 NW. schwach__bewüllt^—^ 7U.Mg. 71887"^87'NW7schwach! beioöllt ibO 13. 2 „ N. 721 81 4-13 0 SW. heftig!tl)eil>o. he", Mg^ 9 ,. Ab. 725 66 4. 9 2 W. schluach ^theilw. hett. ^^^ 7U.Mg, 729-30 4-10 1 SW. schwach bcwöM 5'0s 14. 2 „ N. 729 57 4-13 5 SW. mäßig bewött M" 9 ., Ab. 729 46 -^-10 0 SW. schwach bewölkt Hen 12. tagsüber trübe, abends Regen; grelle ^m^ der Stadt bei untergehender Sonne. Den 13. vormittag, ^ nachmittags thcilweise Anfhciterung. Sonnenschein, w"l° ^,„c 14. triibe, windig; nachts Regen. Das Tagesmittel oel . ^ am 12. -l- 8 4», am l3. 4- 10 3° und ain 14. -l-/^/M zichungswcisc um 0 7" unter, um 1'2° und 21 "" Normale. ^_^—^ Verantwortlicher Redacteur: Ottomar NambH^, ., --------------______ > Danksagung. M Während des langen Schmerzenslngers »lns"" ^ nun in Gott ruhenden theuern Schwester D Uloista Möar «°b. chrundnel, ^ Vürgerswitwe, W und beini Tode derselben empfingen wir so zahl^^ ^ tröstende Zeichen herzlicher Antheilnahme, dap ^ » ^ nns verpflichtet fühlen, htrfür, fo wie auch >'^,^c D ^ vielen schönen Kranzspenden nnd für das M^,^c W « Lcichrngrfolgc allen betreffenden auf diesem ^» » ^ nnscren innigsten Dant abzustatten. > M Laibach, 15. April 1879. R > Die trauernden Geschäft"' ^ M Tief betrübt geben die Unterzeichnelel, NH^ ^ von dem Hinscheiden ihres innigstgcliebten "" ^ beziehungsweise Schwiegervaters, des Herrn > Frau) Krenner, D Realittttenbesihers in Äischoflact, W welcher nach lurzem Unwohlsein heute «>» ^,„ ^ lnorgens nach Empfang der Sterbesatramc'' M Alter von 82 Jahren sanft verschied. ^ H, W Die Beerdigung findet hier am 14. AP"' ^ um il Uhr nachmittags stall. W Um stilles Äeilcid wird gebeten. W Vischoflack a,n I.'l, April 187!>. ^^ W Josef Kremier, Max Krenuer, Alois A" j^ W als Söhne. Maric Edle von Garzaroll', "' ^ls W Ieras, Äinthilde Ttadler, Julie Krenne'' ^ » Töchter Math. Iera^. Instus Edler v."arz^^ W Geor^ Btadlcr, als Schwiegersöhne. El'se "> .lb. W neb. Maierschiitz, Amalic Wittwe Krenner. ,^^ « W «echt, Marie Wittwe Krenner, gcb ^.^chtcr W M Emma Kremier, geb. Tteßlall, als Schwicgcn^^^ 33l)!,'^N^'l.'l(!)!. Wien, 12. April. (1 Uhr.) Bei durchaus sehr fester Tendenz und theilwcisc erhöhten Kursen war und blieb das Geschäft der Feiertage wegen beschra'"" Veld Wai« Papierrente........6525 6535 «llberrente........65 75 6535 Voldrente.........7750 7760 Lose, 1854........11425 11475 „ I860........11825 11875 » 1860 (zu 100 fl.) . . . 12750 128- » 1864........152 50 153 - Ung. Prämlen.Nnl.....96 50 s? - Kredit'L..........16450 165 — «udolfs.L.........17- 1750 Prttmienanl. der Stadt Wien 110- 110 25 DonaN'Regulicrungs'Lose . . 107' - 107 25 Domänen - Psandbriese . . . 14359 144.., Oesterr, Schatzschcin? 1381 rück» zahlbar.........100 — 100 25 Oestcrr. Schatzscheine 1882 rüct« zahlbar.........100— 100 2.'. Ungarische Goldrente .... 89 10 89 25 lliiqarische Eisenbahn-Anleihe . 105 ?b 106 -Ungarische Eisenbahn-Anlelhe, CumulatwstüÄe......^0540 105 70 Ungarische Schaßanw. vom I- 1^74..........1^010 12025 «nlehen der Stadtgemeinde Mion i„ N «. ..... 99 - 99 25 «eld ware OrundentlaftungK Dbllgatisuen Böhmen.........102- 103 — Niederösterrelch......10450 105 — Oalizien.........8810 88-50 Siebenbürqen.......78 7850 Lemeser Nana«.....7925 7" 75 Ungarn..........»4-" 8450 Uctien vsu Vanlen mungen. «elb Wore Alföld.Bahn .......124 124 50 Donau.Dampfschiff..Gcsellschaft 578- 579 . Elilabetb.Westbabn.....176 50 176 ?5 V«Ib war« Ferdinands'Nordbahn . . 2170—2175 — Franz.Ioseph.Äahn .... 137— 18750 Halizische Karl. Ludwig« Nahn 233 50 234 Kaschau-Oderberger «ahn . . 107-- 107 25 Lembcrg'Czcrnowil)er Äahn . 123— 128 50 Lloyb . Gesellschaft.....664— 6«6 Oefterr. Nordwestbah» . . . 120 50 121 - Rudolfs Staatsbahn I. E>» . - ' nö2i» "..,5s Südbahn » 3°/......' .'"'' Napoleonsd'or 9 ^ »""" Deutsche Reichs« . 5? " ^ < Noten .... 57 . b5 « ^ ,^ Silbergulden . . 100 ^ " Krainische ,.^ b's ' («eld 91 50, W"" , ,g5^ Kredit 247 10 biS 24730. AW Nachtrag: Um 1 Uhr 15 Minuten notieren: Papierrente 65 25 bis «5 30. Silberrente «5 75 bis 65 85. Ooldrente 7? 50 bis 77 6 1«5 25. U«>nd«>n 117 25 bis 11?'4b. Nllpoleons ß-üö»/, bis 9 24'/,. Silber 1s0— bis 10«-.