PrSuumerattons - Preise: Für Laibach: »anzjShrig . . « fl. 40 tr. HalbjShrig . . 4 „ 20 „ «terteljShrig . 3 10 „ Monatlich ... — „ 70 „ Mit b er Post Ganzjährig 12 fl. Halbjährig............... 6 „ «ierteljiihrig 3 , Laibacher Redaktion: Bahnhofgaffe Nr. 15. 88r Zustellung in- Hau« etertelj. 25 fr., mono«. 9 kr. Einzelne Nummern 6 fr. TJ agblatl. Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manustriple nicht zuiückgesentet._ Gxprditions- * Jnjerate»-Vurea«: Kongreßplatz Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. v. Kleinmayr & geb. Bamberg.) JnsertionS-rets«: Für die einspaltige Petitzeile ä 4 tr., bei wiederholter © ' schaltung ä 3 tr. Anzeigen biS 5 Zeilen 20 fr. Bei größeren Inseraten ntäfi öfterer Einschaltung tntsr * chender Rabatt. Kür complicierten Satz besondere Berglitung. Nr. 129. Freitag, 8. Zum 1877. — Morgen: Primus und Felician. 10. Jahrgang. In zwölfter Stunde! (Allen LanblagLwählern gewidmet) VI. Wir haben bisher die unheilvolle Wirksamkeit btt nationalen Majorität des Landiages und des LandetauLschuffes als Verwalter des LandeSvermö-gens beleuchtet. Heule wollen wir ihr Thun und Lassen als gesetzlicher Vogt und Schutzherr, als überwachendes Organ der Gemeinden näher ins Auge fassen. Gab dort das Parleiintereffe bic Richtschnur on die Hand, so war die« nicht minder auch hier drr Soll; äußerte sich dasselbe dort mehr durch positives Handeln, so sicherte eS sich hier seinen Erfolg schon blos durch Indolenz und Unterlassungen. Wie laut auch im ganzen Lande die Klage darüber ertönte, daß die Gemeinden in ihrem weit-aus größten Theile die ihnen gesetzlich zugewiesene Aufgabe nicht erfüllen, und in ihrem der maligen Organismus zu lösen häufig gar nicht Imstande find — so vermochten doch alle bkfe Klagen es nicht, die LandlagSmajorität zu bestimmen, ernstlich und in wirksamer Weise etwas zur Abhilfe vorzukehren. Die Majorität war sich bewußt, daß sie ihre Wahlerfolge keineswegs dem Vertrauen der Wähler, sondern lediglich dem Umstande zu danken habe, daß Gemeinden und Gemeindevertretungen am Lande nach ihrer damaligen Einrichtung sich zu willen, losen AbstimmungSorganen des klerikal-nationalen Einflusses mißbrauchen ließcn; somit war und blieb rs die Aufgabe und daS Streben dieser Majorität, diesen Stand der Dinge zu erhalten, um sich auch die Folge einen Rückhalt zu sichern. Zum Schrine allerdings und wol auch über Andringen der Regierung hatle man ein Gesetz über die Zusammenlegung kleinerer in sogenannte Hauptgemein« den zustande gebracht, allein ungeachtet dasselbe bereits im Jahre 1869 die allerhöchste Sariction erhielt, ist es bis zur Stunde noch nicht durchgeführt und dauert die alle verderbliche Gemeindewirthschaft noch immer am Lande fort. Die Rechenschaftsberichte erschöpfen fich in Variationen über bie Gründe dieses Versäumnisses, aber des Pudels Kern wird wol nur darin zu suchen sein, daß die nationale Landtagsmajorität besorgt, in den größeren Körperschaften der Hauptgemeinden jenen Einfluß zu verlieren, mit dem sie die kleineren unbedingt beherrscht. Hatte hie und da in den Städten ein Gemeinwesen sich ermannt, um den uuerträglichen Druck und die sich überall als gleich schädlich erweisenden klerikal-nationalen Einflüsse von sich abzuschütteln, so konnte es gewiß sein, in allen seinen Angelegen, heften, in denen es an die Zustimmung des Landtage« oder i-andeSauSschuffe« gebunden war, Hinder. nisten und Einstreuungen ohne Ende und einer Willkür zu begegnen, die von maßloser Gehässigkeit und der anwiderndsten Parteilichkeit Zeugnis gibt. Die Gemeindevertretungen von Rudolfswerth, Stein und ganz vorzüglich jene der Landeshauptstadt Laibach können einige Proben dieser Art beglückender Hoheit der LandlagSmajorität aufweisen. Während die Stadtgemeinde von Laibach zeitgemäße Reformen in ihrem provisorischen Gemeinde-statute beantragte, ging das Streben der Landtagsmajorität dahin, auch in der Landeshauptstadt das verfassungstreue und intelligente Element um seinen berechtigten Einfluß zu bringen, und beantragte Aenderungen, die darauf abzielten, im III. und vorzüglich im I. Wahlkörper durch Einschiebung nationaler Gesinnungsgenossen das Uebrrgewicht zu gewinnen und für die Beamten einen eigenen Wahlkörper zu bilden, um den fich sofort, weil er nicht mehr den Ausschlag geben konnte, auch niemand mehr zu kümmern brauche. Aber auch auf diesen geänderten Entwurf wartet die Gemeinde noch jetzt bereits seit fünf Jahren. In welcher geradezu feindseligen Art die Majorität in der Angelegenheit der SpitalverpflegSkosten den berechtigten Wünschen der Gemeinde Laibach entgegen trat, haben wir bereits in einem frühem Abschnitte erwähnt. Hier sei nur noch zweier Thatsachen gedacht, welche augenfällig beweisen, wie die nationale Ma» jorilät aus Gehässigkeit unb Prinzipienlosigkeit keinen Anstand nahm, auch das materielle Wohl der ersten Gemeinde im Lande zu schädigen, nur um sein Müthchen an ihr und ihrer verfassungstreuen Vertretung zu kühlen. Im Jahre 1871 beabsichtigte die Gemeinde zur Regelung ihre» Haushalte», bann insbesondere für Schulzwecke, für bessere Sanitätspflege der Stadt und für andere unbestritten im Interesse der Stadtgemeinde liegende größere Ausgaben ein Lotterie-Anlehen von 1.000,000 fl. auszunehmen, und erbat fich zu diesem Ende die gesetzlich vorgeschrie-bene Genehmigung des Landtages. Mit diesem An« lehen wären theilweise auch jene Verpflichtungen und Schulden eingelöst worden, welche die frühere nationale Gemeindevertretung hinterlassen hatte, und wären die Mittel für dringende Auslagen beschafft worden, ohne die Steuerträger mit erhöhten Um- JeuMon. Die Erbin von Thorncombe. dioman nach dem Englischen, frei bearbeitet von Hermine Franfenstein. (Fortsetzung.) ft* sagte er in tiefem, befehlendem Tone, ich an Mrs. Ryan wendend, „ich kann nicht glau. daß dieses Mädchen meinem Blute entstammt. Vater war ein Edelmann, edel in der wahr-Jlcn Bedeutung de« Wortes; ihre Mutter war eine von Geburt und Erziehung. Und solche Eltern Mtrn ein solches Kind haben?* Und er deutete mit Finger auf Lolette. „Ich weigere mich, es zu »lauben!" „Mylord," sagte Dalyell hastig, „Ihre Einendung ,st Ihrer unwürdig." ' .Ich schwöre, daß sie Blanche Berwyn ist!" ri{f Mrs. Ryan. .^Jch schwöre es!»' , „Schwüre scheinen leicht von ihren Lippen zu vrnmen," sagte der Graf. „Schwören Sie, so viel Sie wollen — aber schwören Sie, wenn Sie können — mit dem heiligsten Eide, daß diese« Mädchen das Kind von George Berwyn und deffen Gattin ist. Beschwören Sie da»?" „Ja, Mylord." Mr«. Ryan sprach heiser mit gesenkten Blicken. „Sie schwören," schrie Dalyell, „bei Ihren Hoffnungen auf ein JenseilS, daß dieses Mädchen Blanche Berwyn ist?" Die Frau zögerte, zitterte noch heftiger und antwortete dann in leisem erschrecktem Tone: „Ja, ja; so ist'S." „Genug," sagte der Graf. „Ich will heute nicht entscheiden. Ich habe weiter nichts zu sagen; morgen früh will ich meinen Advokaten schicken." Mrs. Ryan stieß einen Schrei aus und trat ans Fenster. Es schien fast, als hätte sie die Ab. sicht, zu entfliehen. „Mylord," entgegnete Dalyell, „können Sie nicht jetzt gleich entscheiden? Das Mädchen ist ohne Zweifel Ihre Enkelin. Lord Thorncombe wandte sich plötzlich an MrS. Ryan. „Wo ist da« andere Mädchen?" fragte er. „Welches andere Mädchen?" entgegnete sie verwirrt. „Sic brachten zwei au« Australien mit. Da ist eine. Wo ist die andere?" „Ich habe sie fortgegeben, Mylord. Sie war nicht Blanche Berwyn, sie war Eartwright« Kind?" „Das kann fein," erklärte der Graf, »aber ich werde dieses Mädchen nicht eher als meine Enkelin anerkennen, als bis ich die beiden Mädchen beisammen gesehen habe. Nicht eher! Nicht eher! Ich will Himmel und Erde in Bewegung setzen, um jenes andere Kind zu finden. Und dann werde ich zwischen ihnen entscheiden. Vorher aber will ich mich selbst überzeugen-" Er schritt auf Lolette zu, ergriff sie fest beim Arme und schlug den weiten A-rmel bis zur Achsel zurück. Da« Gesicht des Grasen erhellte sich vor Freude und Erleichterung, als er den Arm betrachtet hatte. (Fortsetzung folgt.) lagen zu belasten. Aber eben dieser Zweck sollte vereitelt werden, damit sodann unsere nationalen Patrioten eine sehr wirksame Handhabe gewonnen hätten, die Gemeinde-Insassen gegen ihre Vertretung zu hetzen und auszureizen, um bei einer Neuwahl die verlorene Stellung im Gemeinderathe wieder zu erlangen. Mit 8, sage acht Zeilen, wurde vom Finanzausschüsse die Ablehnung dieser Lebensfrage der Ge» meinde au« einem ganz nebensächlichen Vorwande beim Landtage beantragt und diese Ablehnung selbst, verständlich auch von der nationalen Majorität beschlossen. Als dann im Jahre 1872 die Gemeinde diesen Gegenstand nochmals zur Sprache brachte, hat sich zwar der Landtag bemüssigt gefühlt, seine Zustimmung zu ertheilen, allein nun waren infolge der bekannten allgemeinen Geld- und GeschästSkrisen die geeigneten und derlei Operationen günstigen Zeit« Verhältnisse so wesentlich verändert, daß es oon diesem ganzen Plane sein Abkommen haben mußte. Während der Landtag und Landesausschuß — zunächst not aus Rücksicht für die Autonomie der Gemeinden — deren Anträge auf Veräußerung von Bestandtheilen des StammguteS oft bei der seich-testen Begründung solcher Anträge ausnahmslos bewilligte, wurde diese Bewilligung btt Gemeindevertretung von Laibach versagt, obwol ebenso wirth-schastliche Gründe, als auch die Nothwendigkeit, die von der vorigen Gemeindevertretung hinterlassenen Stiu'.bcn zu bezahlen, dieser Veräußerung das Wort redeien und der Landesausschuß selbst die Vorlage mit dem Anträge aus Bewilligung beim Landtage einbrackte. Bei dieser Landtagsdebatte aber traten abermals Erscheinungen zutage, die eben nur dort möglich sind, wo die Willkür alle Scham und allen Anstand abgestreift hat. Drei Beisitzer des LandeS-aurschusseS bekämpften im Landtage mit aller Entschiedenheit diese Vorlage, obwol sie derselben im LandeSauSschuffe zugestimmt hatten. Auf diese auffallende Inkonsequenz aufmerksam gemacht, erklärten zwei von ihnen — nebenbei gesagt, zwei Ehrenbürger der Stadt Laibach — daß ihre Zustimmung im LandesauSschusse nur mit einem Mental-Votbehalle (!) eriheitt worden sei, während der dritte bei der einschlägigen Berathung des Land^ausschusies gar nicht gegenwärtig gewesen sein wollte! E« galt eben öffentlich der Welt zu zeigen, wie man im Bewußtsein seines numerischen Utbtr-gewichte» einer Gemeindevertretung, die sich nicht zum Schleppträger der nationalen Partei erniedrigen will, unter allen Umständen durch Chicanen den Brodkorb höher hängen müsse und wolle. Wer die einschlägigen Landtagsverhandlungen liest und dabei jenen hohlen Phrasen über die gebotene Sparsamkeit und bessere Wirthschast begegnet, deren Adresse wahrlich mit weit mehr Fug und Recht an die Verschwendung und die Mißwirtschaft der nationalen Landtagsmajorität zu richten gewesen wäre, den erfaßt unwillkürlich sittlicher Ekel über solches Parteitreibe». So also verstand die nationale LandtagSrnajorität ihren Beruf in einem der wichtigsten Zweige der dem Landtage vom Gesetze zugewiesenen Wirksamkeit. Mochte der Steuerträger aus dem Lande unter dem gänzlichen Mangel der Handhabung der Orts- und Gemeindepolizei noch so vielen Schaden an seinem Eigenthume, an seiner Gesundheit, an seiner persön-lichen Sicherheit leiden: das alles war von keiner Erheblichkeit und wurde nicht beachtet, woferne die betreffende Gemeindevertretung nur bei Wahlen der nationalen Ordre unbedingt folgeleistete. Unter dieser Bedingung konnten Gemeindevertretungen unbeanstandet auch weit über die gesetzliche Function», bauet ihres Amtes walten, Jahre la»ge ohne Präliminarien, ohne Rechnung, ohne Gemeinbesitzung sich ihrer stillen Daseins erfreuen; niemand kümmerte sich um bettet Kleinigkeiten. Dafür aber war bie Gemeindevertretung bet LanbeShauptstabt Laibach btt ungezogene Prügelknabe, dem man bei jedem Anlässe die vorsorgliche Hand der Bevormundung und Cutatel recht drückend fühlen taffen wollte, weil er eben in seiner Unbolmäßigkeit nicht zu den nationalen Göttern und Halbgöttern hat schwören wollen. Bei solchen Verhältnissen kann eS nicht befremden, daß der Segen und bas Glück ber autonomen Verwaltung hier gerabe in bas Wiberspiel umschlug, unb baß gar viele, bie gleich uns bet Autonomie seinerzeit bankbat ein Freubenfeuer an-zündeten, es heute, nach zehnjähriger nationaler Herrschaft im Lanbe, als ihren Trost betrachten, baß nach ber LanbeSorbnung bie einschneidendsten Beschlüsse unb bie LanbeSgesctzgelmng an bie parteilose Überprüfung ber Regierungsgewalt unb an die fürsorgliche Sanction der Krone gebunden sind, wodurch wenigstens noch größerer Schade vermieden wurde. Vom Kriegsschauplätze. Der Kaiser von Rußland ist am 5. d. mit dem Großfürsten Thronfolger unb Großfürsten SergiuS um 9 Uhr 40 Minuten abenbs in Jassy eingetroffen unb würbe von allen Militär- unb Zivilbehörben empfangen. Der Zar verweilte bi» 11 Uhr 10 Minuten auf bem Bahnhofe unb setzte bann seine Reife nach Bukarest fort. Dierussische Armee bereitet sich zum Donau« Utbergange vor. Die türkischen Behörben im Donau« Vilajet richten sich bereit» auf ben russischen Einmarsch ein; sie haben von bem Generalissimus Abdul Kerim Pascha Weisungen erhalten, bie Staats-kaffen unb Gefangenen in bie Festungen Wibbin unb Varna zu schicken unb nach bem Überschreiten ber Donau durch dir Russen nach Rumelien abzugehen, um sich der Regierung in Konstantinopel zur Verfügung zu stellen. Die von Gaito aufgebrochenen Truppen Su-leiman Paschas haben sich nach einem erbitterten Kampfe gegen 6000 Montenegriner, welche deroutiert wurden und beträchtliche Verluste erlitten, mehrerer montenegrinischer Stellungen, namentlich der bedeutenden Befestigungen um KristakiL, bemächtigt. Das Gros der rumänischen Armee nimmt von Katasat bi» zur Timotmäntmng, einzelne Corp» in Turn - Severin, Aufstellung. Das eigentliche Bombardement von Widdin wird erst stattfinden, wenn die Offenstvaction mit dem Donau-Uebergange begonnen haben wird. Politische Rundschau. Laibach, 8. Juni. Inland. Derga 1 izische Landtag soll Ende Juli auf kurze Zeit einberufen werden. Das österreichische Abgeordneten haudürfte so lange vertagt werden, bi» die Berichte de« Steuer-ReformauSschusseS diesem Hause vorliegen und die Subcomite'S für die Bank- und Zuckersteuer. Vortagen ihre Arbeiten so weit beendigt haben, daß dieselben im Plenum de» Ausgleichs-Ausschüsse» zur Berathung kommen; ferner, daß bei Wiederbeginn ber Sitzungen anfangs September sogleich die Steuergesetze aus bie TageSorbnung gestellt werden können. Graf A n d r a s s y hat für bie nächsten Tage So ms sich, Bitte unb mehrere hervorragende Mitglieder bet ungarischen Regnicolar-Deputation zu sich geloben, um ihnen intime Mittheilungen über bie Orient Politik bet Monarchie zu machen. Die ungarische Regierung bringt baraus, daß ber Ausgleich noch im Laufe bes Sommers und die neue Bank schon im August zustande komme. Der ungarische Ministerpräsident Tis za, der in den jüngsten Tagen in dieser Angelegenheit eine Audienz bei Sr. Majestät bem Kaiser hatte, wird wahrscheinlich gegen Ende der Woche nochmals nach Wien kommen, um auf da» cisleithanische Kabinett und durch dieses auf das Parlament zu wirken. Der „Pester Lloyd" sagt, e« sei keine Hoffnung vorhanden, eine Reduction des ungarischen Beitrag« zu den gemeinsamen Auslagen durchzusetzen; man müsse in den gegenwärtigen kritischen Zeitläuften auch mit Vorurtheilen rechnen, welche in Oesterreich gegen Ungarn vorherrschen. Im allgemeinen werde der status quo, bei bet Steuerrestilution ber status quo amäliorä bie Grunbtage bilden, aus welcher ich beibe Theile begegnen könnten. „Ellenöt" meint: „Wenn e« auch eine Fühlung zwischen Englanb unb Rußlanb gäbe, beten Resultat die Lokalisierung bes Krieges sei« bürste, so bestehe boch keine Vereinbarung, ba Eng-tanb sich oollstänbig freie Hanb behalte. Oester» reich habe gar keinen Axtheil an ben Verhanb-tungen genommen, eS beabsichtige nicht baS Geringste, was feine Actionsfreiheit beeinträchtigen könnte." Ausland. Da» französische Ministerium ist noch unentschlossen betreffs ber Kammerauflösung. Die Legitimsten verlangen zwei Portefeuilles für ihre Stimmen. Dieser Schachet ist jedoch noch nicht abgeschloffen. Geien ba» Ministerium Brogtie auftretend, schreibt die „Union:" „Wir verlangen nicht von ber Regierung be» Mar sch all«, baß sie un» direkt bat)in führe, wohin wir gern gehen möchten. Aber man will uns bahin führen, wohin wir nicht gehen wollen, man gesteht e« un« ganz offen ein. Unter biesen Umstänben ist ber Wiber» tanb eine Pflicht. Auf bem Boben ber Wahlen wollen wir mit unb für ben Marschall kämpfen, aber a»f bem Boben ber Kammerauflösung müsse» wir bem Ministerium Bebingungen stellen. Wenn ba« gegenwärtige Kabinett in seinem Eigensinn verharrt unb unsere gerechten Fotberungen zurückweist, wirb es nichts weiter als ein Verta^ungsministeriu« gewesen sein, ein Auflösungsministerium wirb an einen Platz treten unb bie Initiative be« Marschalls wirb ba« offene unb ehrliche Einvernehmen bet conservativen Kräfte wieberherstellen." Die Sknpschtina wird ausnahmsweise in Ktagujevac abgehalten werden. Zwischen Rumänen unb Russen herrscht Disharmonie. Den Rumänen ist jeder Offensiv-schritt vonseite bes Oberkommanbo'» untersagt worben, weshalb große Unzufriebenheit herrscht. Der „Pester Lloyd" metbet sogar, bie rumänische Land« wehr solle nach Hause geschickt werben. Dem „EUenör" wirb aus Bukarest folgende Aeußetung de» Groß' fürsten Nikolaus mitgetheilt: „Weder Bismarck noch Derby werden unsere Armee zurückhatten, in Kon-stantinopel einzuziehen. Sowie die Deutschen in Paris, werden wir bei einem Thor hinein, bei de» ändern hinausziehen." Bulgarien soll, wie die „Franks. Ztg." au» London erfährt, eine autonome Verwaltung erhalten, Rumänien vollständig unabhängig werden. Sonstige Aenderungen in Europa werden von Rußland nicht verlangt; Serbien soll im status quo bleiben, sich auch nicht am Kriege betheiligen; auch Griechenland solle nicht ermuntert werden; hi«' gegen forbert Rußlanb bie Abtretung Armenien* bi» Erzerum, letztere» exclusive.___________________^ Zur Tagesgeschichte. — Folgen nativ na lerDemonstratione" Die Prager Statthalterei hat die Stadtvertretungen vo» Laun, Wamberg und Przelautsch wegen p»"' slavistischer Kundgebungen ausgelöst. Aehnliche Amlshai»' lungen stehen noch bevor. — Selbstmorde. Der Postconcipist Stirer Äraz stürzte sich, vom Wahnsinn erfaßt, in der Hofgaffe ###l dritten Stockwerke auf die Straße. Er fiel auf eine e'e Straße passierende Köchin. Der Unglückliche blieb f°fort tobt; die Köchin ist lebensgefährlich verletzt. — Bei der W Wesenheit de» Zaren in Jassy drang ein polnischer 8a' pitän bis zu ihm vor und entleibte sich vor des Augen. — Den Helden zur Ehre. Der Wiener •*' meinderath wird dem Bemeinderathe in Tustozza eine tragsleistung von 1000 Francs zur Errichtung eine« Qff® riumS — BeinhLuses — für die im Jahre 1866 „ stozza gefallenen Krieger beider Staaten (Oesterreich" un Italiener) widmen. — u II glücksfall. Bei der FrohnleichnamSprozession zu Schärding in Oberösterreich wurde durch den Schall der Trompeten und Pauken, durch daS Pöllerschießen ein Pferd fr legen eure Willkürherrschaft, euer unwirthschastliches Gebaren, eure Seiltänzerkünfte in politischer Arena zu den Todteu. Eure Partei will abermals in der Landtagsstube da« große Wort führen? «ine Partei, die na* den unS ziffermäßig vorliegenden BebarnngSausweisen in aller Form Rechtens Loncurs angesagt, die das Land fttain und seine Steuerträger an den Rand deS volkswinhschaftlichtn Ruins geführt hat? Tretet ab, ihr Helden aus dem nationalen Lager I Ihr habt alles Vertrauen auf tute uns fälschlich «ngetülimten geistigen Fähigkeiten; ihr habt den (Klauben «uf eure unfehlbare, erfolgreiche Vertretung der Landes- und Volksinteresien, die Aussicht aus bessere Zustände in unserem Lande gänzlich verwirkt; ihr habt die Hoffnung, die das Land Ärain und seine Wählerschaft in euch gefetzt, bitter getäufcht; ihr habt das Land und feine Bewohner in der abgelaufenen Periide über ;die Bebür belastet; ihr habt, lagen wir cs offen heraus, den volkswirihschaftlichen Verfall b(9 Landes Krain und seiner Steuerträger absichtlich herbei-äesiihtt. j(,t eon an eure nationalen Verfüh- rungskltnste tu den schönsten Formen entfalten, mögen eure nationalen Größen, die sich in der Landtagsstilbe fo klein äugten, mit den schönsten, rosigsten Programmen auftreten, "unseren Wahlkreisen werden eure Fundamenlalartikel heute e*nen Glauben mehr finden. Das Volk in Krain läßt sich tmmal, höchsten- zweimal, aber nicht öfter täuschen. Die Kunden der Täuschung, welche die National-Klerikalen im ^>"de arrangiert, werden dem Lande und seinen Bewohnern ''»er zu stehen kommen. Es wird Sache der liberalen Zähler unseres Bezirkes sein, bei der bevorstehenden Land« lagSwahl geeignetere Lapacitäten anfzustellen. DaS gebrannte *'nd fürchtet das Feuer. "(DerKcieg und die slovenischenBlät-*et) «Elovenski Narod" brachte bisher neun Artikel über e »militärische Macht des türkischen Reiches", deren Inhalt f!nerseits sich aus die diesbezüglichen Ausführungen deS d utschen Schriftstellers Hellwald stützen, andererseits aber allerlei nationalen Schrullen gespickt sind. Der letzte Artikel ist den Bulgaren gewidmet; in demselben heißt es: ->Denn die Rufsen die Donau überschritten haben werden, "men sie in kein denselben feindlich, sondern freundlich gesinntes Land, die Bulgaren werden die Russen als ihre Befreier (I ?) und Freunde (!?) empfangen, die Bulgaren kennen den nationalen Geist und werden den Rufsen al6 Führer über den Balkan dienen." «Narod" sieht in seiner hochgradigen nationalen Begeisterung die kulturverbreitenden Slavenbefreier von der Newa bereits vor den Thoren Slo-veniens I — „Narod" meint: „daß es für die Südflaven durchaus nicht schädlich wäre, wenn sich daS Gerücht von der Proklamation des Fürsten Nikola von Montenegro zum Regenten beider serbischer Fürstenthümer bestätigen würde; die Bereinigung dieser beiden Fürstenthümer mit Altferbien steht nach beendigtem Kriege zu erwarten " AQah»„9Zato6", du bist groß, wir loben und preisen deinen Profetischen Geist! — Der russische Korrespondent des „Narod- meldet von Aufforderungen an die russische Bevölkerung, mit England Handelsverbindungen nicht einzugehen. Derselbe Korrespondent fordert unter einem auch die Südslaven auf, ein Gleiches zu thun, denn: „daS Slaventhum muß einig fein 1" Wir sehen, daß „Narod" und seine Gesellen auch aus volkswirthschaftlichem Gebiete debütieren wollen. Die Gründung der flovenifchen Universität steht diesemnach in nicht weiter Ferne und die Gründer und Leiter der verkrachten nationalen Bank „Slovenija" werden ohne Zweifel die Lehrkanzel der Nationalökonomie (VolkSwirthschaft) in Beschlag nehmen! — (Deutschland zittert!) „Slov. Narod", die Wirren in Frankreich besprechend, sagt: „Nach dir neuen Organisation der französischen Armee wird Frankreich die Riesenzahl von 2.423,164 Mann (wie genau!) ins Feld stellen können, es ist noch nicht alles fix und fertig; dagegen ist Deutschland gerüstet, zittert jedoch aus Furcht, von Frankreich überholt zu werden, sobald letzteres Zeit gewinnt. Die in Frankreich jetzt herrschenden inneren Wirren sind zu bedauern nicht nur im allgemeinen, sondern auch in unferem (flavifchem) Interesse." - „Slov. Nar." liebt ti, Über in fremden Reichen und Ländern herrschende Wirren und Mißstände Klage zu führen und die flavifchen Interessen bedroht zu sehen; jedoch beklagenswerte Ereignisse und Thatsachen, die im eigenen Mutter- und Heimatlande zum Nachtheil deS Landes und seiner Bewohner in der letzten Landtagssession sich vollzogen haben, nimmt daS sonst scharfsichtige Auge des „Narod" nicht wahr. — (Fotografie.) Michael Polacco aus Paris hat auf dem »(bitte der Fotografie einen ganj neuen Weg betreten, feint Bilder zeichnen sich im Vergleich mit andtrtn durch auffalltndt Aehnlichkeit und Schärfe aus. Polacco arbeitet derzeit im Atelier deS hiesigen Fotografen Herrn Pogorelz und ist in Gruppenbildern vorzüglich. Wie wir vernehmen, wird Herr Polacco in fämmtliche« hiesigen öffentlichen und Privat-Lehranstalten Gruppen aufnehmen. DaS im Institute Rehn bereits aufgenommene Gruppenbild ist übettajchend gut und feilt ausgefallen. — (Hausierhandel.) Die Regierung wird jetzt ernstlich an die Regelung deS Haufierwesens Hand anlegen müssen. Der Abg. Göllerich theilte dem betreffenden Ausschuß des österreichischen VolkshanseS eine kurze Ucber-sicht der nunmehr vollständig eingelangten Gutachten der politischen Behörden sowie der Handelskammern der verschiedenen Grönländer mit. Hienach haben sich nur vier politische Behörden für die Beschränkung, darunter die böhmische Statthalterei, eventuell für die vollkommene Aufhebung deS HaufierhandelS, neun Länderstellen dagegen zwar im allgemeinen gegen die Beschränkung, unter diesen haben sich jedoch wieder mehrere für eine höhere Besteuerung deS Hausiergewerbes ausgesprochen. Von den Handelskammern erklärten fich 13 für und ebenfoviele gegen die Beschränkung. Im Verlaufe der AuSfchußdebatte sprach fich auch der Abg. D e s ch m a n n dahin aus, daß an der Hand des gegenwärtigen Gesetzes die Vorschläge wegen Abänderung desselben, wenn auch nur prinzipiell, in die vom Ausschuss« zu beantragende Resolution speziell aufzunehmen wären, weil sie sich von einer fo allgemein gehaltenen Resolution, wie der Berichterstatter dieselbe beantragt, keine Wirkung versprechen. Der Abg. D c s ch nt a tt n wies noch ferner darauf hin, daß der vom Referenten beantragte Passus wegen der höheren Besteuerung des Hausierhandels vorerst weitere statistische Erhebungen bedinge, da es möglich wäre, daß eine höhere Besteuerung des Hausierhandels einer Aufhebung desselben gleichkomme und es in diesem Falle richtiger wäre, die Aushebung direkt auSzusprechen. Mit Rück- cht auf die vorliegenden Gutachten und der in den vor» liegenden Petitionen «iedergelegten Beschwerden und Wünsche beantragte nunmehr 6er Berichterstatter Göllerich folgende Resolution: „Dir Regierung wird aufgefordert, daS Hausierpatent vom 4. September 1852 einer Revision zu unterziehen und sohin einen Gesetzentwurf zur Regelung des Hausierhandel- mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Handels- und VerkehrSverhältniffe und zum Belmfe ein« solchen Besteuerung des Haufierhandels, welche geeignet ist, denselben jeder die fioncurrenz des Kleingeschäftes beeinträchtigenden Begünstigung zu entkleiden, zur verfassungsmäßigen Behandlung einzubringm, wobei auch die Eventualität einer Beschränkung des Haufierhandels aus einzelne Inländer in Erwägung zu ziehen wäre." — (Aichmeisters-Bestallung.) Der oberste Gerichtshof fällte in einem speziellen Falle die prinzipielle Entscheidung, daß die „Bestallung" oder Remuneration eines k. k. AichmeisterS von der Execution nicht ausgenommen ist, weil eine „Bestallung" dem Gehalte eines Staatsbeamten nicht gleichzustellen sei und dir gesetzlichen Bestimmungen, wonach die Dienstbezüge von der Execution befreit find, alS Ausnahmsgefetze umsomehr fitenge auszulegen feien, als die Ausdehnungen der diesfälligen Ausnahmsbestimmungen durch befondme Gesetze festgestellt wurden. — (Aus den Nachbarländern.) Unter dem Protektorate der Damenwelt wird in Klagenfurt in einem öffentlichen Lokale (Bazar) mit dem Verkaufe von im böhmischen Erzgebirge erzeugten Spitzen zu den billigsten Preisen begonnen werden, um hiedurch einigermaßen der im Erzgebirge herrschenden Noth abzuhelfen. — In Villach wurde der Raubmörder Lavalar von der Gendarmerie aufgegriffen. — In Kärnten sind infolge des Viehexportes nach Elfaß die Viehpreise bedeutend gestiegen. — DaS Bettler-unwefen stellt im genannten Nachbarlande wieder in Blüte. — Den rechtzeitigen und geeigneten Vtrsügungtn des StadtphyfikateS in »lagenfurt ist eS gelungen, die Weiterverbreitung der in Klagenfurt abgebrochenen DiphtheritiS zu verhindern. — Die im Jaunthale erscheinenden slooenischen Winckelblättchen strengen sich nicht wenig an, um den im dortigen Thale domicilierenden, geistig gefunden Köpfen die Narrenkappe aufzufetzen, d. b. den Pan» flaviSmus zu predigen. Die „Blätter auS Kärnten" bezeichnen diesen versuch alS „Wahnwitz." Der Kärntner will um jeden Preis Kärntner bleiben, er sehnt fich weder nach den Fleischtöpfen Glovtnitns noch nach den Actien der Der-fragten nationalen Bank „Slonenija;" der Kärntner pflegt seine Simpathien für Otsttrrtidh, tt ködert dtn Österreichi-fchen Doppelaar und fühlt keine Sehnsucht nach dem rusfi. schen Bären. — InLilli findet am 9. d. eine Versamm-lung des dortigen Versaffungsvereines statt Auf der Tagesordnung stehen Borträge: „Utbtr die allgemeine Nothlage" und „lieber Gemeinde-Angelegenheiten." Wie wir aus einer uns vorliegenden Korrespondenz entnehmen, ist die Zuhörer-schast schon heute ans das erste politische Debüt des ehemaligen Gesangskomikers und derzeitigen Herausgebers eineS Salonblattes, des „Sill. Anzeiger," sehr' gespannt. Unser Korrespondent rälh ah, lange Reden zu Hallen, sonst könnte der dortige kaum wiedererwachte BerfaffimgSverein wieder in einen mehrjährigen Schlaf verfallen. Die Bewohner Tilli's brauchen fich daS Evangelium „von der Verfassung und Verfassungstreue" nicht erst eintrichtern zu lassen, sie haben bisher bei allen Anlässen, Wahlen u. f. w. ihre cor« recte politische Gesinnung bewährt. Der Korrespondent bemerkt schließlich, in Laibach bestehen andere Verhältnisse, dort habe die VersassungSpartei mit der nationalen Gegnerschaft einen heißen Kamps zu führen. — (Sommer- und Badesaison.) Im heimatlichen Veldes, namentlich im Louisenbad, wurde die Saison eröffnet. Auch im nachbarlichen Kärnten beginnt der Zuzug der Sommerfrischler und Badegäste. Die Villen am Wörther Sach, Maria-Wörth, Sekira und Velden sind für die Saison bereits bestellt. — (Ans dem nachbarlichen t i I ( i.) Die Volksschule in Cilli feiert am 9. d. M. daS hundertjährige Bründungsfest. — Da« Konzert der Brazer Opernsängerin Fräulein Sichtenegger fiel am 2. d. glänzend auS; die genannte Sängerin besitzt, nach Bericht der „Sill. Zig ", eine sSvne, umfangreiche, metallrein klingende Stimme. Der Harsensirtuose Herr Skerle zeigte seine Meisterschaft auf seinem Instrumente, dessen Werth mit 2000 fl. taxiert wird. — (Landschastliches Theater.) Frau Mathes-Röckel gab den ungeachtet der eingetretenen Sommerschwüle allezeit treugebliebenen Theaterfreunden gestern neuerlich Gelegenheit, ihre eminenten (Eigenschaften im schönsten Lichte wahrzunehmen. In nicht weniger als drei Piecen trat der werthe Gast vor uns, als „die Frau" im Lustspiele „Für nervöse Frauen," als „Emma" im Lustspiele „Im Schlase" nnd als „Louise" in der Poffe „Eine vollkommene Frau." In allen drei Bagatellen glänzte Frau Mathes-Röckel durch elegantes, freundliche«, simpathisches Auftreten, gekrönt durch wohlklingendes Organ und ausdrucksvollen Bortrag. Die der vorzüglichen Schauspielerin zutheil gewordenen Beifalls-bezeugungen bildeten eine endlose Kette. Den^weiten Preis erwarb sich Herr van Hell an der Seite der genannten Künstlerin. Herr P a n s a schuf mit feinem „Rentier Löon" im Lustspiele „Erlauben Sie, gnädige Frau" eine auf unserer Bühne selten vorkommende brillante Leistung, das mittelgut besuchte Haus spendete hiesür großen Beifall. Frau Breit besitzt Bühnengewandtheit, Frische, Leben; diese drei göttlichen Tugenden mögen jedoch in bescheidenen Grenzen und im minder erregten Tone gehalten werden. Heute bleibt die Bühne geschloffen. Wie wir vernehmen, sollen die nächsten Theaterabende Novitäten bringen: „Prinzessin Georges," „Frommont junior und Riesler senior," „Die Neuvermählten" und „Ein Teufel."__________________________________ scheinlich heute stattfinden. Mehrere verwundete Montenegriner, in Risano angekommen, werden nach Cattaro gebracht. Petersburg, 7. Juni. Die befestigte Stellung von Karakilissa wurde gefechtlos besetzt, die türkischen Truppen zogen sich zurück. Bor Kars wurden zwei russische Lager gebildet; die Vorbereitungen zum Angriffe auf Kars werden getroffen. | Fracht- und (Eügntbritfc § mit Bahnstempel stets vorräthig bei I. v. «Htcinmayr & <£. Bamberg Witterung. Laibach, 8. 3uni. Außer einigen Hausenwolken ganz heiter, die Hitze anhaltend, sehr schwacher SSO. Wärme: morgen» 7 Uhr + 18-1°, nachmittags 2 Uhr -j- 26 4° C. (1876 + 25 6»; 1875 -s- 25-8° C.) Barometer im Fallen, 740-25 mm. Das gestrige Tagermittel der Wärme + 2V7°, um 3 7" über rem Normale. """ Angekommene Fremde am 8. Juni. Hotel Stadt Wien. Littmann und Luser, Wien. — Wes» kampf, Affecuranzinspector, und Liebewerth, Graz. — Larisch, Jägerndors. — Liechtenstein, Raab. — v. Goslett, trastnik. — Ander!« und Tauber, Jdria. — Plesche und tampfl, Gottschee. — Utbaniii, Thurn. — Rlaniii, Stein. — fflulit, Seffana. Hotel Elefant. Ribano, Obweger und Bransche, Wien. — Dr. Jeulo und Znidarsit, Jdria. — Mally und Gattin, Neumarktl. — Pesty, Ungarn. — Rothschild, Äanischa. — Braune, Gottschce. Mohren. Walter, Wiirzberg. — Hlavka, Unterkrain. — Severiuo, Paris. Hotel Europa. Secoudo, Hrastnik. — Moraldi, Triest. — Schiftner, St. Ruprecht. — Engel, Graz. Bairischer Hof. itauiii, Lack — Pattai, Eapodistria. — Benigher, Triest.__________________________________________ Verstorbene. Den 7. Juni. Josef Albin Köchler, Wirths Kind, 3 Mon. 12 Tage, Schulallee Nr. 10, Eonvulsionen Johann Hafner, Postpacker, 71 I., Burgstallgaffe Nr. 37, Altersschwäche. — Joses ©über, Steinmetz, 58 I,, Zivil spital, Brustwaffersucht. Gedenktafel über die am 11. Juni 1877 stattfindenden Lici> tationen. 3. Feilb., Cvelbar'sche Real., Hrovaski brod, BG. Gurk feld. — 2. Feilb., Hauptmanu'fche Real., Zawerstnik, BG. Littai. — 2. Feilb., Jauka'sche Real., Groß-Kostreiuez, BG. Littai. - 2. Feilb., Mikolic'sche Real., Preska, «G. Littai. — 2. Feilb., Barkel'sche Real., Gotische, BG. Littai. - — 2. Feilb., Rauber'sche Real., Rudolsswerth, KG. Rudolfs-eeith. — 2. Feilb., v. Pilbach'sche Real., Kauders, BG. Littai. — 3. Feilb., Polley'sche Real., Seffana, LG. Laibach. — 2. Feilb, Boben'sche Fahrnisse, Rudolsswerth, fl®. Ru-dotfswer'h. — 1. Feilb., Sajoviz'sche Forderungen, Gorenje, BG. Kraiuburg. Telegramme. Zara, 7. Juni. Aus besonderer Quelle. Die Schlacht im Dugapasse sollen die Montenegriner mit großen Verlusten verloren haben. Der Entsatz und die Verproviantierung von Niksiö werden wahr- in Laibach. Man biete dem Glücke die Hand! 375,000 R.-Mark oder 818,750 fl. Hauptgewinn im günstigen falle bietet die aller-neueste gronie Geld - Verlosung, welche von der holten Regierung genehmigt und garantiert ist. Die vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes ist derart, dass im Laufe von wenigen Monaten durch 7 Verlosungen 48,000 Gewinne zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sich Haupt-| treffer von eventuell It.-M. 395,000 oder Gulden 918,950 8. W., speziell aber: Gewinn ä Gewinn ä Gewinn ä Gewinn ä Gewinn 4 Gewinn ä Gewinn i> M. Gewinne a M. Gewinn ä M. Gewinne ä M. 8 Gewinne a M. M. 250,000, M. 125,000, M. 60,000, 60,000, 50.000, 40.000, 36.000, 30.000, 25.000, 20.000, 15,000, M. M. 1 Gew. ä M. 12,000, 19 Gew. it M. 10,000, 3 Gew. ö M. hOOO, 20 Gew. a M. 6000, 3 Gew. i M. 5000, 53 Gew. a M. 4000, 200 Gew. ä M. 2400, ' 410 Gew. i. M. 1200, 621 Gew. ii M. 500, 700 Gew. a M. 250, 22,650 Gew. a M. 138 etc. etc. Die nächste erste Gewinnziehung dieser grossen vom Staate garantierten Geldverlosung ist amtlich festgestellt und findet schon am 13. und 14. Juni d. 1. statt, und kostet hierzu 1 ganzes Original-Los nur Mark 6 oder fl. 3 50, 1 halbes • - »3 - - l-75, V/a . —90. 1 viertel » » Alle Aufträge werden sofort gegen Einsendung, Posteinzahlung oder Nachnahme des Betrages mit der grössten Sorgfalt ausgeführt, und erhält jedermann von uns die mit dem Staatswappen versehenen Original-Lose selbst in die Hände. Den Bestellungen werden die erforderlichen amt-| liehen Pläne gratis beigefügt, und nach jeder Ziehung I senden wir unseren Interessenten unaufgefordert amt-| liehe Listen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets prompt | unter Staatsgarantie und kann durch direkte Zusen-i düngen oder auf Verlangen der Interessenten durch unsere Verbindungen an allen grösseren Plätzen Oester-| reichs veranlasst werden. Unsere Collecte war stets vom Glücke begünstigt, I und hatte sich dieselbe unter vielen anderen bedeutenden Gewinnen oftmals der ersten Haupttreffer zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten direkt | ausbezahlt wurden. Voraussichtlich kann bei einem solchen auf der | solidesten Basis gegründeten Unternehmen überall auf eine sehr rege Betheiligung mit Bestimmtheit gerechnet werden; man beliebe daher schon der nahen Ziehung halber alle Aufträge baldigst \ direkt zu richten an (258) 6—6 Kaufmann & Simon, | Bank- und Wccliselgeschäft in Hamburg, Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationen, Eisen-bahnactien und Anlehenslose. | P. 8. Wir danken hierdurch für das uns seither geschenkte Vertrauen, und indem wir bei Beginn der neuen Verlosung zur Betheiligung einladen, werden wir uns auch fernerhin bestreben, durch stets prompte und reelle Bedienung die volle Zufriedenheit unserer geehrten Interessenten zu erlangen. D. O. Hauptgewinn ev. 375,000 Mkt Gitta«*. Die Gewinne garant. d. Staat. Erste Ziehung: 18. u 14. Juni. Einladung zur ltetheiligung an den Gewinn-Chancen der vom Staate Hamburg garantierten grossen Geld - Lotterie, in welcher über 7 Millionen 470,000 Mark sicher gewonnen werden müssen. Die Gewinne dieser vorteilhaften Geld-Lotterie, welche plangemäss nur 79,500 Lose enthält , sind folgende: nämlich 1 Gewinn event. 375,000 Mark, speciell Mark 230,000, 125,000, 80,000, «0,000, 50,000, 40,000, 30,000, 4 mal 30,000 und 23,000, 4 mal 20,000, 28 mal 15,000, 12,000 und 10,000, 23 mal 8000 und 0000, 50 mal 5000 und 4000, 200 mal 2500, 2400 und 2000, 415 mal 1500, 1200 und 1000, 1358 mal 500, 300 und 250, 25001 mal 200, 130, 138, 124 und 120, 14839 mal 94, 07, 55, 50, 40 und 20 Mark, und kommen solche in wenigen Monaten in 7 Abtheilungen zur sichern Entscheidung. Die erste Gewinn-Ziehung ist amtlich auf den 13. lind 14. Juni d. .1. festgestellt, und kostet hierzu das ganze Original-Los nur 3 fl. 40 kr. das halbe dto. nur 1 fl. 70 kr. das viertel dto. nur — fl. 85 kr. und werden diese vom Staate garantierten Origlnal-WiOSe (keine verbotenen Promessen) gegen frankierte Einsendung des JBe-trages oder gegen Postvorschuss selbst nach den entferntesten Gegenden von mir versandt. (208) 6—6 Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-Lose auch den mit dem Staatswappen versehenen Originalplan gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort die amtliche Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt. Die Auszahlung und Versendung der Gewinngelder erfolgt von mir direkt an die Interessenten prompt und unter etrengeter Verschwiegenheit. Jede Bestellung kann man einfach auf eine Posteliizahlimgskarte machen. Ulan wende sieh daher mit den Aufträgen vertrauensvoll an Samuel Heckscker sen., Banquier und Wechsel-Comptoir in Hamburg Wiener Börse vom 6. Juni. Staatsfonds. «ett> Speij. Rente, öft.Pap. 6C 45 dto. dto. ölt. in 6itt>. 66— «-B»bn . *8-— eR. Nordweftbahn . 87-85 Siebenbürger ....': 58 — SlaalSbahu 164-50 Actien. auglo-Bauk . . . Kreditanstalt . . . Depositenbank. . , $ecomtJte«Hnfta(t franco - Lank . . Handelsbank. . . »tationatbanl . . Oest. «ankaeselll. Union - Bank . . . «erkehrwank. . . illsöld-Bahn . . Rarl Üudwigbahn »aif. Llis.-Babn Rai(. Fr. 3ofef«6 EtaatSbahn . . . küdbahn............ . 6» 10 69' .141-40 141-.184 — 125 . 635 - 645 777— 779- 46'— 46' 77.- 77 96— 08' 808 60 209 139-60 140 118 — 118 884-86 884 78'- 78 Lose. Kredit» Lose . Rudols« - Lose Weohs. (3Mon.) Äng-durg 100 Mark Franks. 100 Mari . . oamburg. , London 10 Pfd. Sterl. Pari« 100 Franc» . . Münzen. Rail. Münz-Dllcaten 80-Nranc»ftnck . . . . Deutsche R-ichSbank. Silber . . . 168 76 13 25 60 96 185 40 60'— 6'99 1005 61-75 111 — 163 86 13 60 6110 1*6-6« 50 1° 10-66 6V80 111 Telegrafischer Kursbericht am 8. Juni. Papier-Rente 60.95. — Silber-Rente 66 30. Gold- Rente 72'50 — 1860er StaatS-Anlehen 110-40. — »an^ octien 776. — Kreritactien -143 40. — London 125-20. Silber 110-80. - K. k. Münzdukaten 5 96. - 20-Franc» Ätiicke 10 02. - 100 Reichsmark 6150. ^ Druck «cn Jg. v. Kleinwavr & Fed. Bamberg. Verleger: Dttomar Bamberg. Für die SReiaction verantwortlich: Franz Müller.