Nr. 4. P l ä n i! in er a t i o n < Pl ei 0 : Im Lomptoir n>i»zi. st. Il, hall'1. sl, 5,'5>U, Für dic ^ustclliu,« ins Hcu>« halbl, 50 lr. Mil bcr Post g.inzj, fi. »5, halbj. st. 7'5U. Donnerstag, 5. Jänner. I,! scllionsgcl' l! l : fflil lleine Inserate bie zu < Zeilen ii5> lr., größere per Zeile « lr,; t>ei öfteren Wiederholungen per Zeile 3 li. 1882. zM" Des h. Feiertages wegen erscheint die nächste Nummer Samstag, den 7. Jänner. AilMher Theil «.« Se k. ,lud k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Hofbnch-druckere» - Besitzer w Linz, Victor Drouot, als Ritter des Ordens der eisernen Krone dritter Klasse in Gemäßheit der Ordensstalnten den Rittelstand aller, gnädigst zu verleihen geruht. Der Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums des Innern hat den Bezirkscommissär Anton Vnkuvic" zum Beznlshauptmauu in Dalmatien ernannt. Der Minister für Cultus und Unterricht hat den Oberlehrer Josef Pich in Monfalcone zum Bezirks' Schulluspectur für die Volksschulen mit italicmfcher Unterrichtssprache im Bezirke Gradiska ernannt. Erkenntnis. Das I. l. Landcs^encht nls Slrafnericht in Prag ha< auf Antrag der t. k, Staatsanwallschafl init dem Eilenntnisse voin 12. Dezember 1881, Z :l(i114, die Weiterocrdrrilnnn der in Londun erscheinenden Keilschrift „Freiheit" Nr. 42 vunr 15ten Ollolicr 1881 wegen der Ärlitel „Neuowtionäre i1ienllniilnnge!!. London" nach 8 5:l, und UA St. (Ä., dann nach den ^ ^2 und ^>05 St. G., endlich wegen des Artilcls „Äns Schlesien" nach 8 302 St. G. ucrbutcii. Nichtalntlicher Theil. Ihre Majcstät die Kaiserin und Königin haben dem Präsidenten der Wiener k. k. Polizcioirec-tiun zur Betheillliig jener Ullterstützungswerber aus dem Wiener Polizeuayou, dereil m letzterer Zeit eingelangte Unterstützungsgesuche auf Allerhöchsten Ae-sehl von dem Secretariate Ihrer Majestät demselben zur eigeucn Würdigung und Erledigung überlassen worden sind, die Summe von 000 si. aus AUerhöchstlhrer Privatkasse übergeben zu lasseu geruht. Zur Lage. Ein Wiener Correspondent des „Hon" schildert den tiefen Eindruck, den die kaiserliche Stiftung, durch welche das Andeuten an die RingtheaterKatastrophe verewigt werden soll, auf die Bevölkerung gemacht hat. Das Gemüth der Bevölkerung richte sich an der hochherzigen That des Monarchen, an seinem erhabenen Beispiele auf. Die großeu Acte kaiserlicher Humanität, die Gewissenhaftigkeit, mit welcher der Herrscher die zum Schuhe des Volkes getroffenen Sicherheilsmaßregeln persönlich geprüft hat, bestärken die Bewohner Wiens in der Anhänglichkeit an das Regentenhaus. Wie die meisten übrigen Wiener Blätter, so wid-met auch die „Neue freie Preffe" dem abgelaufenen Jahre eine längere Rückschau, in welcher die während dieser Zeit auf dem Gebiete der äußeren und imicrrn Politik vorgefallenen Ereignisse einer kritischen Besprechung nnterzogen werden. Welcher Art diese Besprechung beziiglich der inneren Fragen ist, das bedarf wohl nach den Antecedent««» des genannten Blattes keiner Erörterung. Doch wollen wir zur Eha-raklerisierung des ganzen Artikels folgenden Satz hervor» heben: „Der Einfluss der Völker auf die Bestimmung ihrer Schicksale ist arg zusammengeschrumpft; er ist nicht viel größer bei den Parteien, welche das Ministerium unterstützen, als bei jenen, welche der Regierung Widerstand leisten." — Das schreibt heute mit der größten Unbefangenheit dasselbe Blatt, welches das ganze Jahr über nicht müde wurde, das Ministerium als ein willenloses Weikzeng des antononiistischen Execntiv Comites hinznstcllcu nnd demselben „Preisgebung der wichtigsten Staatsinteressen" zugunsten der Rechten zum Vurwnrfe zn machen. Nicht minder charakteristisch ist dieökono m ischc Rücksicht, welche die „Neue freie Preffe" den, abgrlaufeuru Jahre widmet. Auch da waltet, wie leicht begreiflich, die Tendenz vor, die Situation in möglichst ungünstigem Lichte darzustellen und nament. lich die Thätigkeit der Negierung einer abfälligen Kritik zu unterziehen. Es ergeht aber dem genannten Blatte dabei wie welland Bileam. der da auszog, die Gegner zu verfluchen, statt dessen aber sich demüssigl fand, sie zu segnen. Im Eingänge ihres Artikels jam-mert nämlich die „N. fr. P." iioer die angeblich un-günstige Riickwirkllng der inneren Politik auf das wirtfchaftlichc Leben und fchrcibt: „Der wirtschaftliche Fortschritt leidet unter dem Streite, welcher jetzt so viele Nationen aufwühlt, es fehlt die Sicherheit, es fehlt das feste Verlraueu in die Zukunft. Auch Oesterreich entbehrt der innern Ruhe, das öffentliche Int^ esse ist ausgefüllt durch deu schrosfeu Gegensatz der Parteien, die dunklen Mächte, welche dem parlamen-tanschcn Systeme feindlich sind, streben nach der Herrschaft, die mühsam errungenen Früchte der Verfassung müssen mit aller Kraft vertheidigt werden, jede Refmm stockt, die Finanzsrage ist ungelöst". Im Weilern Vcrlanfe des Artikels aber fällt'der oppositionelle Prophet ans feiner Rolle nnd schreibt nnter anderem: „Es ist eine der erfreulichsten Erscheinungen des ganzen abgelaufenen Jahres, dass sich trotz ungünstiger Umstände unter der Einwirkung einer ganz besondern Conjunctur der österreichische und der ungarische Staatscredit gefestigt und gebessert haben. Seit zwei Jahren ist die gemeinsame Papierrente um acht Procent, die österreichische Goldrente um dreizehn Procent, die ungarische fechsprocentige Goldrente um fast vierundzwanzig Procent gestiegen. . . . Die Reihenfolge, welche Oesterreich vermöge seines Eredites unter den europäischen Staaten einnimmt, hat sich seit drei Jahren insofern verbessert, als Ru'sland, welches sich früher an vierter Stelle befand, nunmehr hinter Oesterreich zurücktritt. Ist es nicht geradezu wunderbar, dass Oesterreich mit seinem chronischen Deficite und seiner entwerteten Valnta sich genau des^iben Credites erfreu^ welchen Italien mit seinem Ucberfchuffe von fünfzig Millionen Lire und feinen geregelten Geld-verhältnissen genießt?" Nun bemüht sich allerdings die „Neue freie Presse", diese Erscheinungen als bloße Folgen der stattgesundenen Umwälzung auf dem Kapitalsmarlte hinzustellen nnd eine absolute Verbesserung der staats-wirtschaftlichen Verhältnisse zu leugnen. Nichtsdestoweniger muss sie auch im weiteren Verlaufe ihrer Auseinandersetzung die namhafte Besserung der allgemein wirtschaftlichen Verhältnisse constatirren, indem sie schreibt: „Die Ziffern, welche die Bewegung der Lebensmitlelpreise veranfchaulichen, zeigen, dass die Kansllllft der Löhne gewachsen ist uud dass die Arbeiter für die gleiche Mühe und Anstrengung mehr verzehren oder mehr ersparen können. Höher jedoch als diesen Umstand schätzen wir die Thatsache, dass dle Arbeitsgelegenheit sich überhaupt vermehrt hat. . . . In dieser Richtung ist ein wesentlicher Umschwung zu verzeichnen, die Zahl der Beschäftigungslosen, der unfreiwillig müßigen Hände ist weit geringer geworden, die Sicherheit des Erwerbes ist gefestigt. Es lst dies eines der erfreulichsten Symptome dieses Jahres. Kaum jemals ist eine Nachricht von Arbeiterentlassungen auf« getaucht, und wie sehr hier die Interessen übereinstimmen, beweist die gleichzeitige Stabilität des Ka» pitals. Im Laufe der letzten zwölf Monate ist kaum ein einziges Falliment zu verzeichnen gewesen, keine einzige österreichische Bankanstalt hat größere Veiluste aus Iusolvenzen zu verzeichnen, und so konsolidiert sich der wirtschaftliche Bau. lös ist das schönste Moment, welches am Schlüsse diefer Periode zu verzeichnen >st, dass sie wirtschaftliche Festig nng gebracht hat, auch für die Urschichten der Bevölkerung, für jene Armen und Elenden, deren ganzes Kapital oft nur d»e körperliche Kraft ist. Die Elemente, welche den wachsenden Wohlstand des Landes kennzeichnen, sind überhaupt in der Entwicklung des Voijahres zu erker.nen." — Natürlich zieht die „Neue freie Presse" hleraus Jemlleton. Schillers „Räuber" im k. k. Hosopcrnthcater. Im k. t. Hofopern theater wurde am 2. d. von den Schauspielern des Hofburgtheaters aufgeführt: „Die Räuber", Trauerspiel in fünf Acten von Schiller. Man weih, dafs infolge des Umbaues einiger Räume des Burgtheaters die Vorstellungen ans dieser Husbühne sin einige Zeit sistiert wurden, nnd dass die Hosschauspieler wöchentlich einige Vorstellungen in dem großen Opernhause geben. „Antigone" und „Preciösa" hörte man schon im verflossenen Jahre, wo die strenge Scheidung von Oper nnd Schauspiel aufgehoben wurde, in dem Raume, welcher für das Musikdrama bestimmt wurde, und von dem Erbauer, den Bedingungen der großen Oper entsprechend, berechnet worden war. Für den großen Strom prosiliert man bei der Regulierung ein weiteres Bett als für einen kleineren Fluss; ein lNußes Opernhaus wird nur dnrch die Flnt wogender Schallwellen gefüllt. Verliert sich in dein Riesenraume schon das stille, anmulhige Gerinne der Spieloper, Wie erst das recitierende Drama. Nnr die Massen» scenen großer Schauspiele können da zur Geltung kommen.' Je stärker diese aber hervortreten, desto stiller und farbloser werden dnrch den Contrast die intimeren Zwiegespräche. Das Ohr, an brausenden Stnrm gewöhnt kann nichl so rasch umsatteln, um den lelchteu Hauch' des liebefäusrlnden Mundes w,e vou selbst aufzusaugen und klar zu vernehmen. Auch die Sprecher verlieren die Kunst: die ganze Reihe von Abstufungen des Tones zu bringen, weil sie, um verständlich zn werde», nnr Stark in Stnrk Vottragen dürfen. Man baut deshalb Schauspielhäuser und Opernräume, der Bestimmung derfelben enisprechend, kleiner oder größer. Gilt dieser selbstverständliche Grundsatz im allgemeinen so sehr, dass man nie davon abgehen sollte, wenn man Knnstleistungen bieten will, so' ist indess,'N eme Ansuahme, wie sie die Ereignisse geboten, auch in ausliahmsweiser Art zu betrachten. Es bleibt da nur zu erwägen : ob die Anstrengungen der Sprecher bei den außerordentlichen Vorstellungen nicht schädigend auf das Orgau der Künstler wirken. Dem Riesen« opcrnhanse ist keine Sftrechstimme gewachsen, wenn sie drei Stunden hindurch das Aeußeiste geben muss. Es war vor.nlszusehen, dass die Masseujcenen der „Räuber" ein mehr malerisches Bild geben, dass sie stärkere Wirknng üben werden. Indessen eine so lpoße Ränberbnude. wir sie in der Oper die böhmischen Wälder wahrhaft nnsicher machte, erschien denn doch unglaublich. Ein solches Aufgebot verursacht, ehe es in Action versetzt wird, schon wenn es rnht, so viel Geränsch, düss der Einzel spreche, nicht leicht verständlich wird. Dazu führte gestern da5 Bemühen, pittoresk zn sein, der Sport des „nach der N^tnr" Arrangieren«, zn einer allzn starken Verschwendung von Pnlver im Gefechte, fo dajs die «Räuber" fast zum Spectakelstücke wurden. Ein „Zuviel" war auch die Äeiziehung des Thierreiches, (^uvi'i» Hunde. Spiegelberg führte einen gefleckten Bernhardiner an der Leine, und andere zlchme Fang- nnd Bluthuude belebten die Scene und den Raum hinter der Scene fo sehr, dafs fie Karl Moor störend in das Concept fielen durch Gebell, welches nicht in ihrer Rolle lag. Wir aber missen nngern ein Wort Schillers, nnb selbst der lieblichste Laut des Hundes des Aubry — gedenkt Goethes! — kann uns dafür nicht entschädigen. Die Hunde machten Wirkung, sie erweckten Heiterkeit, das ist aber, so viel wir wissen, nicht die Absicht Schillers gewesen, als dieser die „Ränber" schrieb. Davon riihrt der Name „Stnrm und Drang" nicht her. ^ ^ . . Stellte man sich nicht auf diesen Standpunkt, fo konnte die Aufführung der „Ränber" die Schaulust lebhaft befriedigen. Um das neue Schauspiel: „Die Ränber in der Op''r" zn sehen, halte sich ein außerordentlich zahlreiche« Publicum eingefunden, das mit nroßem Vlü-g»l'laen sah und hörte, die Hauptdarsteller lebhaft applaudierte und nach den Acten wiederholt rief: Herrn Kraftel in erster Reihe, dann die Herren Lewinski, Robert u. s. w. Als „Kosinski" trat Herr Devrient, das neuengagierte Mitglied des Burgtheaters, anf. Er ist der langgesuchte zweite jugendliche Liebhaber, gefällig in Erscheinung uud Sprechweise; er ist über nur im Elvil-processe, nichl >ü»er im Eriminalprocesse an seinem Platze. (Wiener Abtndpost.) Laibacher Zeitung Nr. 4 30 5. Ianmr 1883. nicht die allein logische, sondern die geradezu entgegengesetzte Consequenz, indem sie aus dem zufälligen Umstände, dass Wiens materielle Lage sich nicht in glei-chem Grade gebessert hat wie jene der Gesainmlmon-archie, politisches Kapital gegen die Regierung zu schlagen sucht. Das kann und wird jedoch niemanden über die wahre Sachlage, dass nämlich Oesterreichs ökonomische Verhältnisse in fortschreitender erfreulicher Besserung begriffen sind, täuschen. Aus den Neujahrsbetrachtungen der anderen Blätter seien heute folgende Stellen citiert: Der „Sonn- und Feiertags-Courier" schreibt: «Das Ministerium Taaffe hat durch keine seiuer Actionen einen begründeten Anlass zu der Behauptung gegeben, dass es den österreichischen Staat auf neue, der berechtigten Stellung des Deutschthums widersprechende Grundlagen stellen wolle. Wenn es die verfassungsmäßige Gleichberechtigung der Nationalitäten achtet, so muss es deshalb nicht ungerecht gegen die Deutschen vorgehen." — Das „Prag er Abendblatt" schließt einen längeren Artikel mit folgenden zeitgemäßen Worten: „Nicht wenige parlamentarische Vorgänge, vor allem die Verweigerung des Budgets, sind höchst beklagenswerte Kundgebungen jener Leidenschaft, welche selbst die Lebensfragen des Staates den Interessen der Partei hintangesetzt. Aber trotzdem halten wir an der Ueberzeugung fest, dass endlich die nüchterne Erwägung dessen, was noththut, platzgreifen, dass die Loyalität, der Patriotismus unserer Volts« Vertreter über alle Vorurtheile und Bedenken schließlich obsiegen und das Parlament sodann den Boden bilden werde, auf welchem die fruchtbringende Entfaltung jener Kräfte erfolgt, die vor allem berufen sind, für das Interesse der Gesammtheit zu wirken. Oesterreichs Völker sehnen sich nach Beendigung des die besten Kräfte lahmlegenden nationalen Parteikampfes und nach gedeihlicher Fortentwicklung ihres geistigen und materiellen Wohles. Möge das kommende Jahr in dieser Veziehuug eine Wendung zum Besseren bringen. Dies ist unser aufrichtiger Wunsch und — getrost sprechen wir es aus — der Wunsch von Millionen unserer Mitbürger!" Vom Neichsrathe. Im Herrenhause des Reichsrathrs haben am 3. d. M. die Mitglieder des Subcomites der Uuter-richtscommission abermals eine mehrstündige Br-rathung über den Gesetzentwurf, betreffend die Regelung der Rechtsverhältnisse und die Studienordnnng an der Prager Universität, abgehalten. Die Verhandlungen sind jedoch noch nicht vollständig zum Abschlüsse gelangt; das Subcomitc wird am Donnerstag (5. d.) wieder eine Sitzung abhalten. Der Iustizausschuss des Abgeordnetenhauses hat am 20. v. M. den Bericht über dcu Gesetzentwurf, betreffend die Erlassuug strafrechtlicher Bestimmungen gegen die Vereitlung von Zwangsvollstreckungen, vorgelegt. Bekanntlich stellte sich bei der Berathung und Beschlussfassung über die Gesetzentwürfe, betreffend die Anfechtung von Rechtshandlungen zahlungsunfähiger Schuldner und die Abänderung einiger Äcstiininunacn der Concursordnung zum Schuhe der Gläubiger gegen benachtheiligende Handlungen der Schuldner, die Nothwendigkeit heraus, ein eigenes Gesetz zu schaffen, durch welches strafrechtliche Bestimmungen erlassen werden, die geeignet erscheinen, die betreffenden Lücken des Strafgesetzes zu ergänzen und eine Cumulierung der Normen des Civilrechtes mit strafrechtlichen Bestimmungen zu vermeiden. Der neue Strafgeschentwurf, welchen die Regierung vorgelegt, hat zwar im tz 298 diesfalls Vorsorge getroffen, allein der Iustizausschuss hält es für dringend nothwendig, noch vor Beendi' gung der Strafgesetzreform eine Novelle zu schaffen, welche die bestehenden Uebelstände sofort beseitigen soll. Als strafbare Handlungen, gegen welche die Novelle gerichtet fein soll, hat der Ausschuss bezeichnet: das Veräußern, Beschädigen, Zerstören und Wertlosmachen von beweglichen oder unbeweglichen Sachen, das Beiseiteschaffen von Vermögensstücken uud das Erdichten von Schulden oder Rechtsgeschäfte» unter den Voraussetzungen: «,) dass die Handlung von dem Schuldner in einem Zeitpunkte vorgenommen wurde, wo derselbe sich bewusst war, dass ihm eiue Zwangsvollstreckung drohe; k) dass der Schuldner in der Absicht handelte, dadurch die Befriedigung des Gläubigers zu vereiteln, und <:) dafs die Handlung die Folge hatte, dass die Befriedigung des Gläubigers in der That vereitelt worden ist. Dem entsprechend empfiehlt der Iustizausschuss die Annahme des fol-genden Gesetzentwurfes: „H 1. Wer bei einer ihm drohenden Zwangsvollstreckung die Befriedigung des Gläubigers dadurch vereitelt, dafs er iu der darauf gerichteten Absicht bewegliche oder unbewegliche Sachen veräußert, beschädigt, zerstört oder sonst wertlos macht, Vermögens-stücke bei Seile schafft, Schulden oder Rechtsgeschäfte erdichtet, begeht, wenn sich darin nicht eine schwerer verpönte Handlung darstellt, ein Vergehen und ist mit Arrest von einem Monate bis zu einem Jahre, bei erschwerenden Umständen mit strengem Arreste von sechs Monaten bis zu zwei Iahreu zu bestrafen. Die Bestrafung der Mitschuldigen und Thcilnehmer richtet sich nach den Bestimmungen des Strafgesetzes vom 27. Mai'1852. Die Bestimmung des zweiten Absatzes des H 183 des Strafgesetzes tritt außer Kraft. § 2. Vorstehende Äestimmnng findet auf solche Handlungen, welche vor der Wirksamkeit dieses Gesetzes vorgenommen wurden, nur insoweit Anwendung, als diejelbcn nach den bisherigen Gesetzen einer strengeren Behandlung uuterliegen würden." Vom Ausland. In den deutschen Blättern ist fort und fort von Verhandlungen, welche die Reichsregierung mit dem Papste und dem Cardinal-Staatssecretär in Rom führen lasse, und von den zu erwartenden kirchen-politischen Vorlagen die Rede; an authentischen Mittheilungen hürüber fehlt es aber nach wie vor. Ueber die genannten Vorlagen wird man indes bald ins Klare kommen, denn die Eröffnung des preußischen Landtages, dem sie gemacht werden sollen, steht bevor, und die sogenannten discrelionären Gewalten, welche das Juli»Gesetz der Regierung für die Herstellung ge- ordneter Zustände in den einzelnen Diöcesen gab, sind mit Ablauf des vorigen Jahres erloschen. Dass die Regierung bestrebt ist, jedes Entgegenkommen der kirchlichen Behörden in concilianter Weise zu erwidern, hat soeben wieder die Aufhebung der sogenannten Sperrgesetze in der zum Präger Sprengel gehörigen Grafschaft Glatz gezeigt, wie das gleiche schon vorher in den Diöceseu Trier, Fulda und Breslau der Fall gewesen ist. — In den zwölf preußischen Diö ^ cesen stellen sich die Zustände gegenwärtig, nach der „National-Zeilung", wic folgt: Die drei Diöcesen Culm, Ermeland und Hildesheim sind im Besitze ihre, alten, langjährigen Bischöfe. Die durch den Tod er ledigten Bisthümer Fnlda und Trier sind durch dir Berufung der Herren Dr. Kopp und Kornm als Bischöfe neu besetzt worden, so dass diese fünf Diöcesen von Bischöfen verwaltet werden. In den Diöcesen Breslau, Osnabrück und Paderborn fungieren die drei Aisthumsverweser, die Herren Gleich, Dr. Höting und Dr. Drobe. Infolge Urtheilsspruches des Gerichtshofes für kirchliche Angelegenheiten sind die Diöcesen Köln, Posen-Gnesen, Limburg und Münster unbesetzt, so dass im ganzen in Preußen sieben Bischöfe fehlen. Im Quirinalpalaste zu Rom fand beim Jahreswechsel der übliche große Empfang statt. Am Vorabende des Nenjahrstages fuhr in einer langen Wagenreihe zuerst das beim königl. Hofe beglaubigte diplo-malische Corps vor, u:n Ihren Majestäten die Glückwünsche zum ncncn Jahre darzubringen. Auch die Damen der Botschafter, Gesandten und Geschäftsträger waren bei dem Empfange anwesend. Am Neujahrstage selbst wurden zuerst die Ritter deS Annunciaten-Ordcns, dann die Präsidenten und Deputationen beider Kammern, die Minister, die Präsidenten und Deputationen des Staatsrathes, des CasMonshofes, des Rech-nungshofes, des obersten Militärgerichtes, die in Rom anwesenden Generale und Stabsofficicre, der Präfcct und der Präfecturrath, der Provinzmlansschuss, dann eine Deputation der Universität sowie des Gemeinde» rathes von Rom empfangen. Der König hat sich bei diesem Anlasse, wie man erfährt, gegenüber den Kam» merdepulationen warm für die Orsjanisalioiisvorlagen des Kriegsministers Fcrrero ausgesprochen, welche, wic bekannt, eine namhafte Vermehrung des Effectiv« standeö der Armee bezwecken. — Die „Opinione" hebt in ihrer Iahresrückschau über die Lage Italiens das „freudige, von der ganzen Nation mit Beifall begrüßte Ereignis" der Reife des italienischen Königs» Paares nach Wien hervor uud gedenkt ehrend des verstorbenen Ministeis Baron Haymerle, dessen Tod in Italien nicht weniger beklagt worden sei als im Hei-matlande. Ueber das französische Budget schreibt das „Journal des Dcbats": „Das Cabinet ist m diesem Augenblicke damit beschäftigt, das Budget für 1883 vorznbcreiten, welches einige Tage nach der Eröffnung der Session ans den Tisch des Abgeordnetenhauses wi>d ciclrgt werden müssen. Die seit der Bewilligung des Budgets von 1882 beschlossenen neuen Iahres-ausgabcu belanfcn sich allein auf 5>5i Millionen. Hiezu kommen noch die neuen Crediterfordernisse der Minister für ihre Departements, welche sich alljährlich einstellen, fast immer gerechtfertigt sind und niemals ganz ab« Der Ball im „Hotel Continental." Paris, 31. Dezember. „Bitte, genügen Sie nicht einer bloßen Reporterpflicht, sehen Sie unser Fest mit kritischen Wiener Augen an und geben Sie die empfmia/iil'it Eindrücke ohne Schönfärberei wieder." So sprach ein Freund d^r Pariser Prefse, als ich gestern abends musternd und beobachtend durch die wnten, prachtvollen Säle des „Hotel Continental" schritt, in denen, bestrahlt von Tausenden von Gasflammen und elektrischen Feuerkugeln, eine glänzende, zahlreiche Gesellschaft auf und nieder wogte. Ein Ballfest zum Besten der Hmterdliebenen der Verunglückten des Ringtheaters und der Schiffbrüchigen im Departement La Manche, veranstaltet von der Pariser Presse! Es ist selbstverständlich, dass Tausende von Menschen zusammenströmten, um sich zum Besten der Unglücklichen zu vergnügen. Das Programm des Abends sprach von einem glänzenden Concert, einem Ball und einem Buffet. In der That wurde es eiu prachtvolles Fest, wie nur eine Weltstadt, gleich Paris, es zu bieten vermag. Die Räume des „Hotel Continental" an sich verdienen rühmende Erwähnung. Weite, geschlossene Couloirs, in denen die Garderoben untergebracht sind, begrenzen eine Flucht von Sälen, deren Ausstattung geradezu blendend wirkt. Unmittelbar aus den Sälen führen Treppen in die obere Etage, in der sich ebenfalls Prunkgemächer befinden. Nün denke man sich alle diese mit Pflanzen decorierten Säle belebt von eleganten Frauen in Blumenschmuck, von schwarzbcfrackten und von Herren in bunten Uniformen, durchrauscht von den Klängen herrlicher Musik. . . Das Concert nahm um 11 Uhr abends seinen Anfang und währte bis 2 Uhr nachts. Mit j«mer GeHuld, welche die Franzosen bei so lange dauernden Ausführuugen entwickeln, harrten Hunderte in dem großen Concertsaale des Stockes ans, während Tausende in den Ballsälen aus und ab wanderten. Das Concertprogramm bot eine Fülle beliebter Nummern. Man ist in Frankreich weniger dafür eingenommen, bei solchen Gelegenheiten seriöse Musik zu hören als bei uns, und huldigt jener Art von einschmeichelnden Melodien, die heiteres Behagen schaffen. Den meisten Erfolg errangen Faure und Madame Carvalho, Mademoiselle Thcrcsa, deren Name auf einem Programm schon hinreicht, um das Pnblicum heiter zu stimmen, erntete reichen Beifall, welcher auch den Minuten der Täuschung nicht fehlte, die Professor Hermann in ge« wohnter eleganter Weise auszufüllen verstand. Bei allen Festen wendet sich die Aufmerksamkeit der Damenwelt zu, welche durch ihre Toilette dem Abende das Cachet verleiht. Unter den Bewohnerinnen von Paris fallen die Angehörigen der englischen und amerikanischen Colonien durch ihre Schönheit uud ihren Luxus auf. Die Moosroseu eines Ballfestes, die in deut-schen Landen wie eiu lieblicher Kranz den Ballsaal schmücken: die jungen Mädchen, fehlen beinahe vollständig, nl'd damit ist anch das lebhafte Animo zum Tanze und zu anspruchsloser Conversation nicht vor« Handen. ES fehlt die siegende Naivetät, und nur die selbstbewusste Grazie der Pariser Frauenwelt lässt diesen Mangel noch fühlbarer hervortreten. Unter den Toiletten nahmen die stilisierten Roben den ersten Rang ein, besonders die Gemcs „Munlespan", „Stuart" und „Pompadour". Eine schlanke Brünette in einer weißen Atlasrobe „Stuart", die reich mit weißen Wachsperlen gestickt war, fesselte aller Bicke. Nicht weniger Aufmerksamkeit erregte eine Montespan-Nobe aus weißem Voloul-tlilli^, mit goldenen Schnü« reu gerafft. Nächst diesen Kleidern sielen n. a. ein? Toilette aus maisgelbem Atlas mit violetter Sammt« schleppe, eine solche aus perlgrauem Atlas mit grüner Schleppe, eine Robe aus rubinrothem Sammt und Golobrucat ins Auge. Die Anzahl der weißen und schwarzen Kleider war bedeutend. Höchst vornehm sahen hingegen in ihrer gefälli« qen Enlfachheit die on lnour ausgeschuittenen Leibchen, mit duftigen Spitzeu garniert, aus. Die verschiedensten Blumen schmückten das Haar und die Brust, von der linken Achsel bis zur Taille zulaufend. Hand« Bouquets gewahrte ich beinahe gar nicht. Zu deu schwarzen Kleidern fielen die lanaen schwarzen Handschuhe als sehr elegant auf. Weiße Handschuhe waren selten verwendet. In dem farbigen Gemälde der Frauenwelt gewahrte man viele Toiletten in den so« genannten „falschen Tönen", jenen Farben, die sich nicht mit Worten, sondern nur mit dem Pinsel wiedergeben lassen. Die Patronessen des Balles, Madame Adam an der Spitze, waren beinahe vollzählig erschienen und hielten in einem der Säle mit vergnüaten Gesichtern Cercle. Der Erfolg krönt ihr Werk. ' Das Hcrrencomitt trug ein Abzeichen, das den österreichischen Adler zeigte. Das Buffet war reichhaltig und geschmackvoll arrangiert, Champagner uud Erfrischun' gen waren in Hülle und Fülle vorhanden. Noch um halb 4 Uhr morgens zeigten sich die Ballsäle überaus belebt, ohne dass man dem Tanz gehuldigt hätte. Die Einnahme soll A1.000 Francs betragen. Graf Beust beehrte das Fest längere Zeit mit seiner Gegenwart und unterhielt sich m bekannter liebenswürdiger Weise mit mehreren anwesenden Oesterreichcrn. Das groß« milchige Frankreich hat die heitere Gastfreundschaft Wiens m den schönen Congresstagen nicht vergessen, uud die Presse von Paris darf auf ihre Erfolge zu. gnnsten der Hinterbliebenen der Opfer der Wiener Katastrophe mit Befriedigung zurückschauen, ('l. «. (Wr. allg. Ztg.) Laibacher Zeltung Nr. 4 «1 5. Jänner 1882. gelehnt werden können. Im Budget von 1883 scheint diese Zunahme der Ausgaben beträchtliche Proportionen erreichen zu sollen, und, wie man hört, wird der Unterrichtsminister allein nicht weniger als zwanzig Millionen verlangen, von denen zehn für die Aufbesserung der Schullehrel-Besoldungen bestimmt sind. Nimmt man an, dass die neuen Forderungen nahezu 100 Millionen betragen werden, und rechnet man noch die 55 Millionen hinzu, welche die Kammer nicht mehr wird verweigern können, so ergibt sich ein Minimum von 150 Millionen, die Kosten der tunesischen Expedition nicht miteingerechnet. Dasselbe bezieht sich größtentheils auf Ausgaben, die im ordentlichen Budget hätten figurieren sollen, da sie im Augenblicke der Budgetberathung leicht vorherzusehen waren. Unter solchen Umständen ist es ein Glück, dass die Einnahmen die Voranschläge um 200 Millionen über-steigen, mit denen das Geschäftsjahr im besten Falle ohne Deficit wird abgeschlossen werden können. Man begreift daher sehr wohl, dass eine Lage, welche unmöglich als eine normale bezeichnet werden kann, dem Fiuanzminister Sorgen bereitet." Aus Algier telegraphiert der Befehlshaber des 19. Armeecorps unter den, 30. Dezember: „Eine De-pesche des Obersten Jacob, der den Posten von Gafsa befehligt, meldet, dass 150 Duars der Hamemas, an 2300 Zelte stark, unterwegs sind, um sich in Gafsa zu unterwerfen. Aller Wahrscheinlichkeil nach werden die übrigen Fractionen der Hamemas bald ein gleiches thun. Wenn dieser Fall einträte, so wäre der Auf-staud in jener Richtung so gut als bezwungen und die Zahl der Rebellen nur noch eine ganz geringfügige. In der Provinz Oran hat der General Delebecque seine Operationen gegen Süden hin beendigt, die Ne« bellen m das Innere des marokkanischen Gebietes ge° trieben und seine Colonnen in ihre Lager zurückgeführt. Auf den Hochebenen schneit es." Für England bilden nach wie vor die Zustände in Irland den Gegenstand ernster Sorgen. Vorläufig ist nicht die mindeste Aussicht auf Herstel-lung der Ordnung in Irland vorhanden. Die Pro» vinz Munster ist gänzlich unterwühlt; Nenle wird dort leine gezahlt, und die Agrarverbrechen sind binnen Jahresfrist trotz Zwangs« und Landbill auf das Dop« pelte gestiegen. Der Abfall von der Verschwörung wird als Hochverrath von der Vehme heimgesucht; zahlreiche Verbrechen bleiben unentoeckt, weil die An» geber fehlen. In der Provinz Eonnaught steht es um kein Haar besser. Nur Ulster ist wegen der prote. stautisch-englischen Bevölkerung verhältnismäßig ruhig. Der unheilvolle und unhaltbare Zustand der Insel spiegelt sich vielleicht am besten in der Bildung eines „Vereines zur Wahrung der Eigenthumsrechte in Irland" ab, an dessen Spitze der Lordmajor von London steht. Das Feuer der Landbilldebatte hat bereits auch in Schottland gezündet. HagesneuigkeitM. — (Hof- und Personalnachrichten.) Se. Majestät der Kaiser. Ihre k. und l. Hoheiten die durchlaucht. Herren Erzherzoge Johann, Albrecht. Wilhelm und Rainer geruhten der Vorstellung im k. k. Hofoperntheater am 8. d. M. beizuwohnen. — Wie aus Karlsruhe berichtet wird, ist die Abreise Sr. lön. Hoheit des Großherzogs, der sich noch in rcconvalescen-tem Zustande in Baden-Baden befindet und in den Nc. gierungögeschäften durch den Erbgrohherzog vertreten wird. nach dem Süden etwa uuf den 5. Jänner in Aus» ficht genommen. Als Ziel der Neise ist Cannes inS Auge gefasst. Obwohl die Besserung deS Großherzogs stetig fortschreitet, mhmen die Kräfte doch nur sehr langsam zu. Die Grohherzugin verlässt ihren Gemahl auch während seiner Reconvalescenz nicht. Den Aerzten, welche den Großherzog während seiner schweren Krankheit behandelten, sino Auszeichnungen zutheil geworden. — Aus Coburg wird unter dem 31. Dezember gemeldet: Se. Hoheit der Prinz Ferdinand von Sachsen-Coburg-Gotha, welcher mit seiner Mutter, der verwit« weteu Frau Herzogin August, zu den Weihnachtsfeier-tagen von Wien hier eingetroffen war. ist heftig erkrankt. — Im Befinden des an einer Lungenentzündung er-lrantten commandierenden Generals von Böhmen. FZM. Freiherrn v. LitzelHöfen, ist. wie aus Prag gemeldet wird, am 2. d. M. eine leichte Besserung eingetreten. — (Arlberg. Bah n.) Infolge der Concurreuz-Ausschreibung für die Vergebung der Hochbauten in der Theilstrecke Inn3brnck-(Wilten.)Landeck sind sieben Offerte eingelangt, welche zum Theile nur Line bestimmte Hoch« baustrccke. zum Theile beide aus der EoncurrenMns-schreibnng ersichtlichen Strecken in Verbindung mit Alter-"ativanboten für die einzelneu Strecken zum Gegenstande hatten. Die Offerte enthielten größtcntheils bedeutende Adgebote von der ausgeschriebenen Kostensumme, welchen jedoch auch ein Aufgebot von 175 pCt. gegen-über stand. Die Prüfung und Begutachtung der Offerte erfolgte durch eine Ministerialcommission, auf deren Berichterstattung hin der Handelsminister unterm 3 lsten Dezember 1881 die Entscheidung traf. Die ausgeschriebenen Arbeiten wurden danach der Vauunternehmung Brüder Redlich und Berger zugeschlagen, welche für beide Hochbaustrecken mit einem Abgebote vou je 137 pllt. offerierten, was einer Ersparnis an der ausgeschriebenen Baukostensumme von 87,515 fl. gleichkommt Durch diese Vergebung ist die Ausführung des Hochbaues in Eine Hand gelegt und, nachdem die Unternehmer Redlich und Äerger zugleich den Unter« und Oberbau in den mit der zweiten Hochbaustrecke zusammenfallenden Baulosen 4 bis 10 erstanden haben, ist auch in dem weitaus größten Theile der Strecke InnSbruck.(Wilten.)Landecl das gesummte Vaugeschä'ft in Einer Unternehmung vereinigt. Ein weiterer Vortheil erwuchs der Staatsverwaltung aus der vorstehenden Vergebung ferner dadurch, dass die Ersteher der Hochbauarbeiten sich nicht nur bezüglich der gegenständlichen Hochbauten, sondern auch bezüglich der Unter» und Obcrbauarbeiten in den Bau-losen 4 bis 10 zu einer einmonatlichen Vautermins-abkürzung verpflichteten. — (Telephonische Concerte in Wien.) Von Herrn Hofball - Musildirector Eduard Strauß erhält das „Fremdenblatt" folgende interessante Zuschrift: „Ich beehre mich. Ihnen mitzutheilen, dass ich gestern (Montag) mit meiner Musikkapelle den Versuch einer orchestralen Production durch telephonische Leitung machte, und dass dieser Versnch glänzend und überraschend ausfiel. Benützt wurden vier Mikrophon« Ader-schen Systems. Telephoog waren acht in einem von dem Productionsorte der Musilkapclle im selben Hause etwas entfernten Locale aufgestellt, welche Entfernung jedoch durch Kabellegung auf vier deutsche Meilen künstlich verlängert war. Die Klangwirkung der ganzen Musikkapelle war eine überraschende; die Blasinstru-mente dominieren wohl hiebei, und klingt selbst ein Streichorchester wie eine Militär.Harmoniemusik. Unverändert bewahren aber ihre Klangwirkung und ihren Charakter die Flöte und Clarinette. Die Harfe allein klingt fast wie ein Clavier, die kleine Trommel fchrill. wie sie w uuturu nicht fo straff gespannt werden kann. Gesang behält seine volle Klangwirkung, Da nun der gestrige Versuch mir bewies, dass dem Pu-blicum weiteres Interessantes in dieser schönsten Erfin-bnng unseres Jahrhunderts, im Telephon eben, geboten werden kann, so werde ich demnächst dem Publicum solche telephonische Concertprobuctionen vorführen." — (Muttermord und Selbstmord.) In Kronstadt hat. wie die „Ung. Post" meldet, der geisteskranke Archivar des Kronstadtcr Comitates. Ludwig Weber, seine Mutter und bann sich selbst erschossen. — (Vom Trapez gestürzt.) Die bekannte Gymnastikerin Miss Leona Dare debütierte vor einigen Tagen im Brüsseler Eden»Theater. Sie hatte kaum ihre Trapezübunge,, begonnen. als sie das Gleichgewicht verlor und stürzte. Ein Schrei des Entsetzens gieng dnrch den Saal. Alle Welt hielt die Künstlerin, die sich leineS RettungsnetzeS bedient hatte und von einer Höhe von 12 Metern gestürzt war. für verloren. Der Regisseur, das Dienstpersonale sowie mehrere Aerzte eilten sofort zur Hilfeleistung herbei. Glücklicherweise war Leona Dare nur ohnmächtig; sie kam bald zum Be« wusstsein, konnte sich selbst erheben und das aufgeregte Publicum perfünlich beruhigen. Selbstverständlich konnte sie ihre Production nicht fortsetzen. —^ (Goethes Mutter über einen Theater b r a n d.) Ueber einen Theaterbrand, der das Frankfurter Theater vor nun fast 100 Jahren zu zerstören drohte, aber noch glücklich gelöscht wurde, gibt es einen Brief der „Frau Rath" Goethe an ihren Weimaraner Correspondenten Fritz v. Stein, dessen Reproduction zu jetziger Zeit wohl passend erscheint. „Den 16. April — schreibt Goethes Mutter — wäre bald der ganzen Stadt Lust und Freude in Trauer und Wehklagen verwandelt worden. Nach Mitternacht brach in dem neuen prächtigen Schauspielhause Feuer aus. und wäre die Hilfe rine Viertelstunde später g/lmnmen, so wäre alles verloren. Der Director hat c,ll''S eingebüßt — nichts als sein und feiner sechs Kinder Leben davongebracht... In solchen Fällen, da ehre mir Gott die Frankfurter, sogleich wurden drei Collecten eröffnet, eine vom Adel. eine von den Kaufleuten, eine von den Freimaurern, die hübsches Geld zusammenbrachten — auch kriegten seine Kinder so viel Geräthe. Kleider,c.. das» es eine Lust war. Da daS Unglück das Theater verschont hatte, so wurde gleich drei Tage nachher wieder gespielt, und zwar „Der teutsche Hausvater", worin Director Groß. mann den Maler ganz vortrefflich spielte. Ehe es an« gieng, hob sich der Vorhang in die Höhe. und er erschien in seinem halbverbrannten Frack, verbundenen Kopf und Häilden, woran er fehr beschädigt war, und hielt eine Rede — seine sechs Kinder standen in arm» seligrm Anzüge um ihn herum und weinten alle so, dass man hätte von Holz und Stein sein müssen, wenn man nicht mitgewcint hätte, auch blirb lein Auge trocken, und um ihm Muth zu machen und ihn zu überzeugen, dass das Pnblicum ihm seine Uxvorsichtiglcit verziehen habe. wurde ihm Bravo! gerusen und zugellatscht." Locales. — Seine Majestät der Kaiser haben den im vorigen Jahre durch eine Feuersbrunst verunglückten Insassen der Gemeinde Zirklach im politischen Bezirke Krainburg eine Unterstützung von 400 fl. aus Allerhöchsten Privatmitteln allergnädigft zu spenden geruht. — (Zur Feuersicherheit in unserem Theater.) Am 21. v. M. hat die vom Herrn k. l. Landespräsidentrn angeordnete commissionelle Berathung über die zur Fruersicherheit im hiesigen landschaftlichen Theater zu treffenden Vorkehrungen stattgefunden, und es hat infolge dieser Berathnng der Herr l. l, Landes» Präsident unterm 30. v. M, an den Landesausschuss eine Zuschrift gerichtet, in welcher der Landschaft als der verantwortlichen Besitzerin unseres Theaters die von der Commission als unbedingt und dringlich anerkannten Herstellungen warm ans Herz gelegt wurden. Als unbedingt nothwendig und dringlich wurden nämlich bei jener commissionellen Berathung am 21 v. M. nachstehende Herstellungen erkannt: 1.) Die Anbringung neuer, dicht umschließender Drahtnetze an drei Gasflammen in der Garderobe; 2) die Anbringung einer Gasflamme für den Theaterfriseur; 3.) die Anbringung von Noth-(Sicher< heits-)Oellampen. Dieselben sind auf den Treppen ni'd Gängen in zur Beleuchtung genügender Anzahl und an den Ausgängen mit rothgefärlitem Glase anzubringen. Ebenso sind an der Innenseite des Parterre-Ausganges zwei rothe Oellampen und desgleichen je zwei Sicherheitslampen auf Bühne und Schnürboden anzubringen. Ferner sind zwei am Gurt zu befestigende Sicherheitslampcn zum Gebrauche der Theater-Feuerwache anzuschaffen. An alleil Ausgängen des Theaters ist die Bezeichnung „Aus gang" in beiden Landessprachen groß und derart anzubringen, dass sie dnrch das von den rothen Oellampen ausgehende Licht deutlich hervortritt. Endlich sind auch an anderen Stellen der Gänge Weiser zu den Nusgängen mit der Brzeich» nung „Ansgang" in beiden Landessprachen anzubringen 4) Herstellung eines Orchesterausganges durch Auebrechen des am Ende des Orchesterganges befindlichen Fensters zu einer Thüröffnung. (Bis zur Fertigstellung dieser Arbeit wäre die Anordnung zu treffen, dass an der Ausgangtzthüre des Steinkohlcndepots der Schlüssel immer inwendig stecke.) 5.) Einrichtung zur Ermöglichung einer schleunigen Rettung auS dem Parterre in nachstehender Weise: Die drei Thore, welche aus dem Foyer deS Theaters in das Freie führen, dann die äußere Parterrethüre in das Foyer sind derart zu construieren. dass sie sich bei allfälligcr Gefahr leicht und schnell (mittelst eines einzigen Druckes und Stoßes) öffnen lassen Am inneren Parterre.Ausgange sind Thürflügel anzubringen, welche während der Vorstellungen nach innen an die Wand gelegt werden können, und ist dieser Ausaang während der Vorstellungen bloß durch einen Vorhang zu verschließen. <),) Herstellung zweiflügeliger Thüren an den Aus» gangen, welche von den Gallerien auf die Treppen führen. Die Thürflügel sino fo zu construieren, dass sie sich an die Wand drücken. 7) Anbringung von Stiegenhaltern auch auf der zweiten Seite der Gallerietreppen. 8.) Einrichtung, dass das Fenster, welches sich ober dem angestückten Nachtheile der Bühne befindet, nur mit einem einfachen, von innen und außen leicht zu öffnenden Sperrhalen verschlossen sei. damit im Falle eines Feuerausbruches dem Rauche und ausgeströmten Gase sofort ein Abzug geöffnet werden lönne. Alle llusgrzahltrn Vutkehrungen und Herstellungen sind von allen Theilnehmern an der oberwähnten Ve-rathung vom 21. v, M. übereinstimmend als mit geringem Arbeilsaufwande, unbedeutenden Kosten ohne Störung der Theatervorstellungen ausführbar anerkannt worden, und eö hat. wie constatirrt werden kann, der löbl. Landeöauöschuss die einleitenden Schritte zu mehreren der obgedachten Vortehrungsn schon aus eigener Initiative getroffen. Im Hinblicke auf das erschütternde Ereignis, wel. ches sich jüngst in Wien abgespielt hat. dürfte aber auch >>l Ausführung der besprochene,, dringlichen Vorkehrungen eine nicht gerechtfeltiale Verzögerung nicht eintreten, uno es erscheint außerdem die Fertigstellung der gegenständliche» Elnrichtungel, um so dringender, als dieselben theilweise die Goraussetzung zu einem zu erlassen» den feuerpolizeilichen Regulativ für die Vorstellungen im hiesigen Theater bilden, über dessen wesentlichr Punkte gleichfalls die Commission vom 21. v. M. berathen und sich geeinigt hat. Sobald die fraglichen Herstellungen beendet sein werden, soll die unverzügliche Publicierung des Regulativs erfolgen. Außer den mehrbesprochenen dringlichen und daher sofort auszuführenden Vorkehrungen zur Feuerficherheit im hiesigen Theater hat die Commission vom 21 v M. zu diesem Behufe noch wei» Laibacher Zeitung Nr. 4 32 5. Jänner 1882. tere Maßnahmen für nothwendig erkannt, deren Ausführung jedoch nicht so dringlicher Natur ist, dass sie eine Störung im Gange der Vorstellungen — welche bei fofortiger Inangriffnahme der diesfälligen Arbeiten eintreten müsste — rechtfertigen würde. Es erscheint daher ein Aufschub dieser Arbeiten bis nach Schluss der laufenden Theatersaison zulässig, jedoch werden die« selben bis zum Beginne der Theatersaison 1882/83 jedenfalls beendet sein müssen. Diese Vorkehrungen sind: 1.) Herstellung eines mindestens 20 Hektoliter fassenden Wasserreservoirs ober dem Bühnenraume mit Leitung und Wechsel; 2.) Herstellung von Ausgängen für Bühne und Garderoben, und zwar eines Ausganges in der Herren« und eines in der Damen«Garderobe. welche beiden Aus-giinge auf einen an der Außenseite des Theater» anzubringenden eisernen Gang mit fliegenden Treppen münden follen; 3.) die feuersichere Adaptierung der Garderoben und ihrer Verbindungstreppen ; 4.) die Anbringung eines Apparates zum Abschlüsse deS Bühnenraumes bei allfälligem Feuerausbruche, Drahtcourtine. Ueber die Construction, welche dieser Apparat erhalten soll, sowie über den Ort. an welchem er anzu« bringen sein wird, konnte die Commission vom 21. v. M. auf Grund der vorgelegenen Erhebungen nicht schlüssig werden. Es wird daher in dieser Richtung am Schlüsse der laufenden Theatersaison ein nochmaliger commission neller Localaugenschein veranlasst werden, bei welchem auch Erhebungen über weitere bei der Localcommission vom 15. v. M. und bei der Berathung vom 2l. v. M. in Absicht auf die Verminderung der Feuersgefahr im Theater gestellte, aber noch nicht zur Schlussfassung reife Anträge zu pflegen sein werden. Diese Anträge lauten auf: 1.) Trennung der Gasleitung für Bühne und Schnürboden einerseits und für Zuschauerraum und Gänge anderseits; 2.) Herstellung von Schloten zum Abzüge des Rauches und ausgeströmten Gases bei Eintreten eines Brandes; 3.) Versetz ung der Gallerie-Ausgänge von der Front an die Seiten des Theatergebäudes; 4.) Einrichtung derLogen « thüren zum Verschieben (sog. Schiebethüren); 5.) Herstellung directer Ausgänge für die Logen des 1. und 2. Ranges (II. und III. Stock) durch einen Zubau an das Theatergebäude; 6.) Ausführung der den Dachboden vom Schnürboden scheidenden Feuermauer bis zum Dache hinauf. — (Der Ausschuss der ^italnica) hat sich constituiert und den Herui Dr. Karl Blei-weis Ritter v. Trstenisli zum Präsidenten, den Herrn Dr. Zupanec zum Präsidenten-Stellvertreter gewählt; zum Secretär wurde — nachdem Herr Josef Pfeifer die durch sechs Jahre bekleidete Stelle niedergelegt — Herr Krec gewählt. Für das BleiweiS -Denkmal wurde ein Beitrag von 100 st. votiert. — In das Denkmalcomiti: wurden die Herren Dr. Iu-panec, Dr. Papez und Dr. Taviar gewählt — Das Programm dieser Saison bestimmt die Abende vom 14. und 28. Jänner (mit Tanz), 4. Februar Festball, 18. Februar (Sängerabend) als CarnevalSuuterhaltungen. — (Vom „ Cerlveni Glasbenik"), Organ des hiesigen Cäcilien'Vereins. ist die erste Nummer des V. Jahrganges erschienen. Den textlichen Theil des Blattes redigiert der hochw. Herr Katechet Johann Gnjezda, den musikalischen der Herr Dlimchurdirecwr Anton F 0 r st e r. Dem Inhalte dieses Blattes entnehmen wir. dass seit 1868 die hiesige Domkirche 304 lateinische Messen, Motetten u, dgl. im Repertoire ausweist. Freunde der Kirchenmusik dürften die Namen der Compusitcure gewiss interessieren; wir führen einige an: Autonelli Abundio, Aiblinger, Allegri, Baini, Benz, Bröer, Brosig, Vasciolini, llordans. Ett, Fajgelj, Ant. Förster, Ioh. Förster, Führer, Iac. Gallus, Gänsbacher. Greith, Hahn. Hasler. Haydn. Horäl, Hribar. Ielen, Kaim. Kempter. Krejci, Leitner, Liszt, Martini, Menegali. Mettenleiter. Mozart. Nedvüd, Oberhoffer. Obersteiner. Olivieri. Pale-strina, Pitoni, Preyer. Ramftis, Scarlatti, Schaller, Schenk. Schöpf. Skuhersky, Stehle. Uhl. Vesselak. Via. dana, Vittoria, Witt, Iangl u. s. w. Am stärksten ver-treten erscheinen: Dr. Franz Witt mit 59, Ant. Förster mit 55, Schaller mit 18 Compositioneu. Der Franciscaner« chor führte nebst mehreren Motetten 34 Messen auf. Um auf den „Eerlveni Glasbenil" zurückzukommen, sei erwähnt, das« die vier früheren Jahrgänge nebst vielem reichhaltigen Lesestosse 111 Compositionen in den Musik« beilagen geliefert haben, darunter zwei lat. Messen, ein Requiem, ein Tedeum u. dgl. (66 lateinisch. 45 slovenisch) von einheimisch«« und fremden Componisten; von den einheimischen sind vertreten: D. Fajgelj in 8. A. Förster in 38, N. Hribar in ?. A. Leban in 2. A. Nedvöd in 2, H, Sattner in 4 Nummern, die übrigen in 1 Nummer. — (Landschaftliches Theater.) Die ge-strige Benefizvorstellung unserer beliebten Sängerin und Schauspielerin Frau Rosine Wallhof als „Donna Olympia" in der reizenden Operette „Donna Iuan it a " fiel prächtig aus. die Benefizicmtin wurde sowohl bei ihrem Erscheinen als auch im Verlaufe der Vorstellung und am Schlüsse derselben mit lebhaftem Neifalle ausgezeichnet, auch erhielt Frau Wallhof ein großes Camelienboua^uet vom Orchester aus hinaufgereicht. Sie excellierte gestern wieder sowie in den beiden ersten „Iuanita".Aufführungen als „spanische Tänzerin", welche Leistung zu einer der besten dieser vieluerwendbaren Kraft zählt. Von den übrigen Mitwirkenden: Fräulein v. Wagner (Iuanita), Dir. Mondheim (Pomponio), Frl. Nanek (Petrita). Herrn Linori (Oberst) und Herrn Erl (Gaston) ist ebenfalls das Beste zu sagen, alles in allem ist „Donna Iuanita" die am prä? cisesten gehende, sorgfältigst studierte Operette der heurigen Saison, sie wird noch manch volles Haus machen. Auch die gestrige Reprise war sehr gut besucht, — Heute geht „Ein neuer Monte Christo", Charakterbild von Friedrich Kaiser, zum erstenmale nach vieljähriger Pause wieder in Scene. -i- — (Slove nische Theatervorstellung.) Freitag, den 6. d. M., wird im landschaftlichen Theater der dramatische Verein Mosenthals Schauspiel „Der Sonn Wendhof" in 5 Acten, ins Slovenische übersetzt von I. Ogrinec, zur Aufführung bringen. — („ Eisenbahn« Courier") Soeben erschien der 29. Jahrgang des „ Eisenbahn-Cou-rier" im Verlage von I. Weniger. Wien, I., Postgasse Nr. 1. der durch sein 28jähriges Bestehen die Verwendbarkeit wohl schon zur Genüge bewiesen hat. und der ein verlässlicher Führer und Begleiter ist, sowohl auf der Eifenbahn als auch bei Dampfschiffahrten. Derselbe bringt die Original-Fahrpläne sämmtlicher österreichisch-ungarischen Eisenbahnen und Dampfschiffahrten fowie deren Anschlüsse nach dem Auslande unverkürzt und gleichlautend, wie solche von den P. T. Eisenbahn-ulld Dampfschifsahrts-Verwaltungen eingesendet werden. Ueberdies enthält das ..Coursbuch" auch alle Daten, welche dem reisenden Publicmn wünschenswert erscheinen, in der verlässlichsten und richtigsten Ausfühning. 1. Ausweis über die aroszmüthigeu Gescheute und Beiträge fiir dc» Herz-Iesu-Kirchenbauverein in Uaibach bis Ende September 1881. (Fortsetzung) Durch Herrn Iohaun Dovii: Maria Sitar 1 st. uud Maria Match 40 tr.. beide bis Ende des Jahres 1881 ; Iuhanu Smole uud Maria Kos je 20 lr,. Auna uud Francisca Kpeu» dav 2? tr,, Martiu Kralj !<0 tc.. Maria Ja« 25 lr,. Autou uud Barbara Aasclj 40 tr., Frauz Iajec 15 lr,. Joses Pupc'i 30 lr.; biö Eudc des Jahres 1881: Maria Ladiha, Maria Putm'ar. Maria Muhic. Iosefa Sajz. Ursula Michit. Anna Nosmau, Leopold Vobuar, je 40 tr,, Anton Drcuit uud Agucs Krcvs je AU lr. uud Johann Doviö 1 sl,: Ursula Kulcxc 1 sl, Ursula Iarc 45 lr., Agiles Zajc 1^3 tr., Auua Muhic mit ihre» ttiudern 50 lr,, Agues Slat uud Iohaun Erjaucc je 20 lr., Margarctha Progar 1(1 tr,, ciuc Ungeuauutc 23 lr. — Durch den hochw. Hcrru Ccmomcus Zamcjic: Agues VariZ lMu-monw) 100 fl., Francisca Vidic, Helena uud Mariauua Iuucn,, Fraucisca uud Iohauua Vizjat. Maria Kupilar uud Maria Stalcc aus Trieft je 1 fl. — Durch Henu Äarthol. Märn: Fnmilic Lcmczar 20 fl. Iohauua Gustcrsic 30 fl,, Agues In-vauc-ic 2 fl.. Ferdnit B. 3 fl, N. N. 2 fl. !« tr., N. O. 1 fl.. Alma Klcsuik 3 fl.. Frau Andrcto 1 fl.. Fröhlich Wohlgeborcu, 10 fl.. weorg Nappo 2 sl.. N. N. 25 fl. M. A. 50 sl, Aulon .Koolar 5 fl,, Iuhaun Oustersii, Iohauu Icnlo, Michael Mli» uar uud Dr. Greczorec jc 1 fl.; Johann (5mneli, ssraueu Ursll» liueriuuen uud Maria jtomar je 5 fl,, H. Äuhixc u»d M^> nari«,', Dechant, jc 10 sl., Jakob Klopii; dcr zweite Treffer mit llU,<»«»<» fl, auf S. 422 Nr. 45; der dritte Treffer mit 16,:: uud S 10«.'l Nr 84; jc 1000 sl. gcwauucu S. 107? Nr. 8, S. I7i)li Nr 4« S. 17W Nr. !>7 uud S. WN2 Nr. 44 ; uud rudlich acwanncn ie 400 fl,: S. 20 Nr. U8, S. 2N! Nr. 41! und Nr. 45. S. 401 Nr. 5» nud Nr. 7«, S, 422 Nr. W, S. 755 Nr. Ill 1? ii8 und Nr. 4ü, T. 1077 Nr. 07, S. 1270 Nr. A8 und Nr. 50. S. 1457 Nr. :l8 und Nr. 55. S, 170t! Nr. 8 und Nr W. S. 2125 Nr. 14, S. 212« Nr. 10 20 nnd Nr. 3!), S. 2«24 Nr. 10 uud Nr 25. S. 2li!j2 Nr. 2« uud Nr. 97. S. 2?li5 Nr. 48 «0 ll? 78 und Nr. 7!>. T. A120 Nr. 11 35 88 und Nr. <1li und S. 4104 Nr. IU und Nr. 8A, Auf alle übrigen in den gezogenen 19 Serien cnt» haltenen und hier uicht besonders aufgeführten 1851 Gewinst» nummern fällt der acringslc Gewinn von je 200 fl. Wiener Priimicnfcheinc. Äci der am 2. d. M. in Nien vorgcuummcncn Vcrloiiuig deü PramicnaulchcuS dcr Stadt Wicn Uom Jahre 1874 wurdeu nachstehende Selien aezuaen uud zwar S. 3U 151ii 1U2N 1«44 1!114 22«? 2512 25^7 25W 2707 2!)0? uud S. 2!>!>4. Alls dicscu vorstchcndcu 12 Serien ficl dcr Haupttrcff/r mit 200,000 fl. aus S. 1<) fl. auf S. All Nr. 78; ferner gewannen je 1000 s>. S. 1U2« Nr, 81 . S. 1U44 Nr. 15. S 22 Nr 2 nnd Nr 47 S. 1'zoaeucü 12 Serien enlhallcnen uud hlcr »>cht bcsouders alifgesührtcu Gcwiusluummeru fällt dcr geringste Gcwiliu von je 130 fl. liaibach, 4. Jänner. Ans dem heutigen Markte sind erschienen: 4 Wagen mit Oetreidc. 2 Wagen mit Heu uud Stroh und 14 Wagen mit holz. ___________D urchschnitts.Preist. Ml«, Ms,,, Hlll,. Hl«,.. Weizen pr. deltoli«. 9 10 10 5l!Autler pr. Kilo . ^8Ü ^' K"rn ^ (j ,8 « uijMr pr. Stücl . . - 21 - ferste ^ 4 71 5^i:l!Milch pr. Liter . - 8------ §>a c/ „ 3 41 :l?:l Rindfleisch pr.ldilo -56-- halbsrncht „ ..,- 7 :iol«alb fleisch —52- hsldcn „ 4 8? 5 80 Schweinefleisch ., —48___ V'rse ^ 4 71 5^74! Schöpsenfleisch ., - :w — ltuturuz „ 6 40 6 !i4 Hnhudcl pr. Stuck —40 . Erdäpfel 100 Kilo 2 6«------i Tallbeu _ i« Liilseu pr, Hestollt. 8 —------tzeu 100 Kilo . . 2 68 Erbsen „ 8----------Stroh „ . . 1 ^6____ Fisolen „ 8 50-------Holz. hart., pr. vier Riudsschmalz Kilo — 94------ Q.'Meter___7 — Schweineschmalz,. —82------ - weiches, ^ .. 459 Speck, frisch „ - 68-------Wein, roth., 100M.____2^ ^. — geräuchert „ — 72-------— Weiher , ____18 — Theater. heute (ungerader Tag): Dcr neue M 0 u t c > C hrist 0 Origiual.llharalterbild mit Gcsaug in ^j Vlcten voll Friedrich Kaiser. " Morgen: ^»O»uj 2 l. Ixroilnz v 5. (lo^^jil,. po.Iovsm, Meteorologische Beobachtungen in Laibäch. z .l « >z '- n V " "« °Zt !^ » 3° "LZ ?U Mg 734 19 > 38 W. schwach ^Reaen'" ^^ 4' 2" A ^«I ^.60 U. chwach bVNt ,5"0 9 , Ab. 735 94 ^. 5 2 U. schwach bewölkt ^«^"' Morgenroth, tagsüber trübc. rcguerisch. Nas Tagesmittel der Temperatur -<- 5 0°. u,n 7 8' über dem Normale. Verantwortlicher Ulcdacleur: jl)^,n,gl ValNberg.