Nr. 273. Montag, 29. November 1909. 128. Jahrgang. Mbacher Zeitung V«sn»«er<,t<»n»pre<»: M« Posivtrsenbunz: zanzjlldr!« lw l(, halbjährig l» «, Im »mlor: «anzjidrlg »X. halbjHbrrlchs!nl »ilssüch, m: die «edaMo» Vll!o«<öNrah, Nl. «l. Tpiechftunden der Nedaltion von « bi» l« Ul« ^ vormittag». Unfranlierle Vriese welben nichi nngenommen. Manuskripte nichi zurückge'lellt. l«leh»h«n°«r. >«r «ed«NW« »2. Amtlicher Geil. Den 2tl. November 1909 wurde in der l. l. Hos« und Ltaats» druckerei das I^XXI. Stück der italienischen und kroatischen und da« I.XXIII. und I.XXI V. Stück der kroatischen Nusgabe de« Reichsgesetzblattes des Jahrganges I90i> ausgegeben und versendet. Nach beul AmlSblatte zur «Wiener Heilung« vom 9 ^Nr. !i71) wurde die Meitcrvrrbrcitung folczeudlr Preherzeugnisse verboten: Mehrere Ansichtskarten. Nr. 316 «II Uiorilalc, cli Veno^i».. l)lu«llett» 6i Venvlei»,» ddto. Ib. November 1909. " Broschüre: «1l Irentiu«» von Maria Perini>Tomasi, aus- gegeben in Vu««2j», 19(19. Nr. i!59 «1/^1w ^8<,» vom 15.. I«. November 1909. Nr. 1164 «8llMl>»t»tnc>8t, vom 18. November 1W9. Nr. 47 «Vinoi»r»ll»ll,6 I.i»t>» vom 20. November 1909. Nr. 13 «?o?.llrkv 2« Lt8l6 v1»»U» vom Ib. Nov. 1909. Nr. 46 «Deutsch°böhmischei Nollsanzeiger» vom 19. No» vember 1909. Nr. 1b »rokrokov^ ^fovin)' segkMo »ovorov/ell0llu» vom 20. November 1909. Die in Lemberg gedruckte Flugschrift: «liolol1/> i koie- Nr. 47 «5louik>s. vom 21. November 1909. MchtamMcher Heil. Der Handelsverkehr zwischen der Türkei und Österreich-Ungarn. Nach einem Berichte aus Salonichi bcgilinen dic dortigen Handclolreise sich mit der Frage der weiteren Ausgestaltung des Handelsverkehrs mit Österreich'Ungarn ernster zu befassen. Zu diesem erhöhten Interesse haben die Wahrnehmungen, welche die türkische Reisegesellschaft während des Aufenthaltes in Österreich-Ungarn auf verschiedenen Gebieten der Industrie gemacht hat, wesentlich beigetragen. In den Erörterungen dieses Gegenstandes werden gewisse Mängel des Handelsverkehrs zwi- schen den beiden Staaten hervorgehoben, deren Beseitigung viel zur Hebung der 'Ausfuhr nach der Türkei beitragen könnte. In erster Linie handelt es sich um die Schaffung direkter Tarife, sogcnann-tcr Lcvantetarife, damit sich die Besteller oder die Lieferanten von Waren, wo immer sich ihr Wohnort befindet, sofort klar sein tonnten, mit welchem Frachtsätze sie zu rechnen haben. Ein zweiter wict> tiger Punkt betrifft die Schaffung rascherer und billigerer Verbindungen. Der Verkehr über Trieft nach Mazedonien ist immer noch zu langsam und zu tcucr, wobei die Zwischenspesen eine große Rolle spielen, da jede Sendung durch Vermittlung von Speditionsfirmen gehen muß. Die Bahnverbindung mit Österreich-Ungarn sollte, wie man betont, eine Abkürzung erfahren. Die Fahridauer von Salonichi nach Wien und umgekehrt könnte leicht um zwei Stunden abgekürzt werden. Die österreichische ungarischen Fabrikanten müßten sich endlich entschliefen, öfter reisen zu lassen und solche Reisende auszusenden, die für das orientalische Geschäft befähigt sind, das heißt, es müssen Leute gewählt werden, die den Eigentümlichkeiten der türkischen Kundschaft Rechnung tragen können. Auch für Rcllamc-zweäe müsse man mehr ausgeben als bisher. Die Zahl der österreichischen Geschäftshäuser, die auf das Levantegcschäft besonders eingerichtet sind, ist recht groß und diese sollten keine Mühe scheuen und die bestehende günstige Stimmung ausnützen. Man beabsichtigt türlischerscits, Leute nach den verschiedenen Industrie - Etablissements in Österreich-Ungarn zu senden, damit sic die Fabrikation genau kennen lernen und sich an die Handhabung der betreffenden Erzeugnisse gewöhnen. Der Geschäftsverkehr mit der Provinz ist noch einer außerordentlichen Steigerung fähig: einiae ruhige Jahre bei Stabilisierung der Verhältnisse werden die Auf-nahmsfähigkeit der mazedonischen und albanischen Provinzen in helles Licht rücken. Die serbische Anleihe. Die wichtigsten Punkte der von der serbischen .Regierung der TluMina unterbreiteten Gesetzvorlage über die neue ^vrozentige Staatsanleihe für den Bau von Eisenbahnen und für die Vollendung der Heeresausrüstung sind die folgenden: Der Emissionslurs wird mit tt?'/-: bemessen; hievon werden 5 Prozent für die Emission in Abzug gebracht, und zwar 2 Prozent für Stempel-, 2 Prozent für Emissionslostcn und 1 Prozent für Iouissancc. Da für die Kotierung in Berlin nur 1 Prozent entrichtet wird, ist die Berliner Handelsgesellschaft befugt, das zweite Prozent der Stcmpclgcbührcn für eventuelle Mehrkosten der Emission der auf sie entfallenden I!7,500.000 Dinars aufzubrauchen. Der der serbischen Regierung netto zufallende Betrag von ungefähr 121,000.000 Dinars wird in folgen-der Weise ausgeteilt 5<:,000.000 für Eisenbahn-bauten, 44,000.000 für Kriegsmaterial, 10,000.000 für inländische ieventuell auch ausländische) Hecres-bcschafsungen, 0,5)00.000 für Ersatz des Eisenbahnfonds der Anleihe von 1900, der nebst :i,5)00.000 Kassenvormcrlungen von der serbischen Regierung für Heereslieferungen entnommen worden war, 1,500.000 zur Verfügung der Monopolverwaltung, 1,200.000 zur Verfügung der Eisenbahndirettion und der Post- und Telcgraphcnvcrwaltung und >')50.000 für die Errichtung einer agronomischen Abteilung der serbischen Universität. Der Rest der Anleihe, der etwa 500.000 bis 700.000 Dinars beträgt, wird als Beitrag für den Bau-des neuen Stupütinagebäudes verwendet. Der Staatsrat hebt in seinem Gutachten über die Gesetzvorlage hervor, daß die einzige ungünstige Erscheinung, der gegenüber der Anleihe vom Jahre l!i0U um mehrere Prozente geringere Emis-sionslurs, die Folge der Verhältnisse sei, unter welchen die Anleihe abgeschlossen wurde. Der Tiaalsrat empfiehlt dcr Slupülina, die Anlcihevorlage an- LeuUlewn. Martyrium. Stizzc von HridlX Wc>stov^i>!'ct' (Hmudina,). „Nun gut. Ihre Zeugnisse gefallen mir. ich werde Sie engagieren. Noch eins! Sie wohnen bei Ihren Eltern?" «Nein, ich wohne mit meinem Bruder zusammen." Ihr schmales Gesicht wurde noch einen Schein blasser. „Was ist Ihr Bruder?" „Er ist leider erwerbsunfähig. Bei einem Tchiffsunglück zog er sich eine starke Erkältung zu. Jetzt ist er gänzlich gelähmt." „So, so... und wann können Sie antreten, Fräulein Werder?" „Jederzeit. Wenn Sie wünschen, bereits mol> «en/ „Ja, das wäre mir sehr lieb. Also dann auf norgen." Sie neigte ein lvenig das blonde Haupt und verließ das Zimmer. Die jungen Leute im Bureau sahen ihr neugierig nach. Also das war dic neue Buchhalterin? Ein hübsches Mädel, allerdings etwas eisig. Na, das würde sich schon geben. Sie trat auf die Straße hinaus. Es war ein trüber, regnerischer Winterabend. Das Licht der Laternen und Schaufenster spiegelte sich zitternd auf dem nassen, glänzenden Etraße'npflaster. Hastig eilten die Leute an ihr vorüber, mit hochgcrafftcn Röcken und aufgeschlagenen Mantelkragen. In das eintönige Klatschen der Regentropfen mischte sich das schrille Geklingel der überfüllten Straßenbahnwagen. Else Werder eilte durch die menschenleeren Elratzen. Trotz der Schnelligkeit hatte ihr Gang etwas schleppendes und selbst der rosige Hauch, den die kalte Winterluft auf ihre Wangen wckte, vermochte den Ausdruck namenloser Aogespanniheit und Müdigkeit nicht hinwegzutäuschen. Endlich, in einer engen Vorstadtstraßc trat sie in ein düsteres Haus. Die schmale Treppe war schlechl erleuchtet und knarrte und ächzte bei jedem Schritt. An einer der Türen im vierten Stock war eine Karte angebracht: R. Werder. Sie schloß auf und trat ein. „Bist du es, Else?" fragte eine ungeduldige Männerstimme. „Ja, Rudi. Wart' cincn Augenblick, ich komme gleich zu dir. Ich will nur eben meinen nassen Mantel ablegen." Sie trat in das einfach, aber wohnlich ausgestattete Zimmer. In einem Krankenstuhl lag ein blasser, junger Mann. Sie ging rasch aus ihn zu und strich leise über den schmalen dunklen Kopf. „Hat es lange gedauert, Liebster? Hast du schon auf mich gewartet? — Denk' dir, wie schön, ich habe die Stellung erhalten! Das Gehalt ist anfangs zwar bescheiden, aber wir werden schon auskommen!" Ihre Augen lächelten zuversichtlich auf ihn herab. „Dn hast doch gesagt, daß du verheiratet bist?" fragte er statt jeder Antwort hart. „Ja... gewiß." „Ein junges Mädchen ist im Gcfchäft oft vielen Unannehmlichkeiten ausgesetzt. Eine Frau wagt so leicht niemand zu belästigen." Sie stand auf und machte sich am Ofen zu schaffen. Um ihren Mund lag wieder der müde, herbe Zug. Immer und immer das alle Lied! Wo sie sich auch vorgestellt hatte, das Engagement war stets daran gescheitert, daß sie verheiratet war. — War diese kleine Lüge nun ein Unrecht? Der bittere Ernst des Lebens zwang sic- ja dazu! „Gestatten Sie, Fräulein Werder!" Der Prokurist der Firma Erlau u. Ko. half ihr zuvorkommend beim Anlegen der Jacke. „Danke. Herr Bilight!" „Wir haben ja so ziemlich denselben Weg, ich werde mir erlauben, Sie zu begleiten — voraus« gesetzt, daß es Ihnen nicht unangenehm ist." „O nein, es ist nur nicht unangenehm," antwortete sie tonlos. Ihre Gestalt war in dem letzten Jahre über^ schlank geworden, tiefe Schatten lagen um ihre Augen. Ihre Hände spielten nervös mit den Handschuhen. „Sie sollten sich mal auf ein paar Wochen Ruhe gönnen, Fräulein Werder. Ich werde mit unserem Ehef sprechen. Es ist doch sicher einzurichten," sagte der Prokurist. „O danke, Sie sind sehr liebenswürdig. Aber ich fühle mich wirklich ganz wohl. Ich könnte meinen Bruder auch nicht allein laffcn." »Ist Ihr Bruder eigentlich den ganzen Tag über allein? Hat er leine Verwandte, keine Freunde, die sich um ihn lümmern?" „Nein, wir haben keine Verwandten, wir sind überhaupt ganz fremd hier. Eine Nachbarin sieht von Zeit zu Zeit mal bei uns nach dem Rechten." „Dürfte ich nicht einmal Sonntags bei Ihnen vorsprechen?" „Nein, 0 nein", bat sie mit angstvoller Stimme. Ihr Blick hatte etwas Unsicheres, Unstetes. Sie tat ihm so leid. Er hatte schon immer das Gefühl ge» habt, als gäbe es einen wunden Punkt in ihrem Leben. Und wie gern hätte er ihr geholfen. Er hatte sie während des einen Jahres, da er sie kannte so lieb gewonnen, das hübsche, stolze Mädchen mit dem vergrämten Zug um den kleinen Mund Als sie am anderen Tage nach Hause tan., schlug ihr ein betäubender Blumenduft slUa.ea.cn. Laivacher Zeitung Nr. 273_____________________________________2470________________________ 29. November 1909. zunehmen. Der Gesetzentwurf wurde dem Finanzausschüsse zur Berichterstattung überwiesen. Politische Ueberkcht. Laib ach. 27. November. Abgeordneter Dr. Steinwender macht in einer vom „Neuen Niencr Tagblatt" veröffentlichten Besprechung des Budgetprovisoriums den Vorschlag, es mögen, wie dies in England geschieht, dein Voranschläge Bestimmungen zur Deckung des Defizits „angeheftet" werden. Es könnte verfügt werden, auf welche Weise wenigstens ein Teil des voraussichtlichen Defizits hereinzubringen ist. Diese Verfügungen hätten einen provisorischen Charakter, würden einer endgültigen Regelung nicht vorgreifen und könnten in wenige kurze Absätze zusammengefaßt »ein. Die „Reichspost" erfährt von einem der maßgebendsten Führer der Nationalitätenpartei in Budapest, das; die Nachrichten über angebliche Vorschläge Iusths an die Nationalitäten Ungarns verfrüht seien. Allerdings mache sich in den An» schaumigen der Nationalitäten Ungarns ein gewisses Schwanken bcmcrklich und es wäre sehr an der Zeit, wenn mall Mittel und Wege suchen würde, um die traditionelle Politik der Kaisertreue in Ungarn nicht Schiffbruch leiden zu lassen. Die „Neue Freie Presse" erklärt mit Bezug auf den Besuch des Königs Ferdinand von Bulgarien in Belgrad, man werde ihn in Österreich-Ungarn gewiß gleichmütig beurteilen. König Ferdinand sei ein nüchterner Rechner, ein Praktiker der Politik und es sei nicht zu besorgen, daß er des hohen Wertes der Freundschaft Österreich-Ungarns für Bulgarien vergäße. Bulgarien weiß, wie wertvoll die Unterstützung Österreich-Ungarns ist und diese Erwägungen werden auch weiterhin die Triebfeder der bulgarischen Politik sein. König Ferdinand liebt jetzt, wie die rasch improvisierten Ausflüge nach Serbien zeigen, eine Politik der Pikanteric, allein diese Neigung vergeht und die großen, leitenden Interessen bleiben. Der großen Anzahl der in Serbien bestehenden Tagesblätter werden sich, wie aus Belgrad berichtet wird. vom nächsten Monat an drei neue zugesellen. Zwei derselben, „Novo Vreme" und „Depe^a", werden von Aktiengesellschaften gegründet — eine in der serbischen Journalistik neue Erscheinung — während das Blatt „Slovcnski Jug" nach einjähriger Unterbrechung sein Erscheinen als Wochenblatt wieder fortsetzen wird. „Novo Vreme", das vom früheren Prcßleitcr V. Savi^ geleitet wird, strebt als ein großangelegtes Zcitungsunternchmen an, das führende Organ der serbischen Presse zu werden. „Depeüa" will sich eine völlig unabhängige Kritik der Politischen Vorkommnisse zum Ziel setzen. „Slo-venski Jug" wird wie früher die Idee der südslavischen Gemeinschaft vertreten. Vor einigen Tagen begann das Erscheinen des vom früheren Kriegs- minister, Obersten d. N. Vasi^, herausgegebenen Tagblattes „Mo6 Naroda". Dein Gerücht, wonach Cl Kilogramm entspräche also eine Körperlänge von !7l) Zentimetern. Bei 70 Pro» zcnt der Männer hat sich diese Methode als zuverlässig erwiesen, bei 27 Prozent hat sie wenigstens eine an» nähernde Nichtigkeit ergeben. — sDie Diebe und der Nauchrcdner.j Wie ma» auf eine originelle Art Diebe sicher fangen kann, ohne den Polizeiapparat in Bewegung ^u setzen, das lehrte eine Verhandlung vor dem Stetlmer Schöffengericht, über die der „Frankfurter Zeitung" von dort wie folgt berichte» wird: Dem Hansbesitzer F. in Podejuch war im September wiederholt Obst aus seinem Garten gc-stöhlen worden. Als er eines Nachts nach Hause kam, hörte er, wie die Wipfel der Väume in seinem Garten raschelten, obwohl es windstill war. Er ahnte sofort Obstdiebe und ging deshalb um das Haus herum nach seinem Garten. Wirklich bemerkte er auch drei Gcstal« ten, die eifrig bemüht waren, große Säcke mit dem feinsten Obst zu füllen. Der Vestohlnic ist in seiner Nachbarschaft als Bauchredner bekannt, und diese Kunst kam ihm jetzt zustaltcn. Er schrie den Dieben träftiq zu: „Halt! Keiner rührt sich von der Stelle!" und dann mit veränderter Stimme, als sei es eine andere Person: „Karret, hol man de Dogge achter rup!" Da» zwischen markierte er das Knurren eines Hundes. Da bekamen es die Diebe, drei Personen, mit der Angst zu tun, ließen ihre Säcke fallen und versprachen, nicht auszureißen. Der Bauchredner ging nun auf sie zu, drehte sich vorher aber noch einmal um, rief nach der Straße hin: „Herr Sergeant, bleiben Sie an der Ecke stehen!" nno ließ diesen auch antworten, so das; cs den Anschein hatte, als ob das ganze Hans umstellt sei. Auf diese Weise gelang es dem schlauen Bauchredner, die Diebe mit nach der Straße zu nehmen und ßc dann mit Hilfe zweier zufällig daherkommender Soldaten aus die Polizeiwache zu führen. — jßine beim Umzug „wiedergefundene" Inscl.j Ein unterhaltender Vorfall wird zur Zeit in Paris auf Kosten der Kolonialverwaltung viel belacht. DaZ französische Kolonialminislerium hält seinen Auszug aus dem Gebäude oes Louvre, wo seine Gegenwart längst als Gefährdung der kostbaren Sammlungen be» trachtet worden war. Vei der Übersiedlung des gewal» tigen Aktenmalerials wurden interessante Vlusgrabun-gen und Entdeckungen gemacht. Unter anderem wurde eine ganze Kolonie wieder aufgefunden. Es handelt sich mu dic winzige Insel Clippcrion unweit vom Isthmus von Panama, die Frankreich im Jahre 1888 okkupiert hatte, ohne sich im übrigen weiter oarum zu lümmern, bis vor kurzem Merilo das Eiland für sich in Besitz nahm. Frankreich konnte in dem entstehenden diplo» malischen Streit seine Rechte nicht hinreichend dulu» mentarisch belegen, so daß die Insel verloren schien. Nun hat man bei den Umzugsarbeiten das kostbare Attenfaszilel, das Frankreichs Vorrechte unwidrrleglich dartul, entdeckt. „Noch ein Umzug und unser Kolonial, reich verdoppelt sich!" meinte ein Schall im Ministerium bei dieser überraschenden Entdeckung. Der frühere Im Wohnzimmer stand ein großer Korb mit den herrlichsten Rosen gefüllt, die gerade jetzt zur Winterszeit fehr teuer waren und eine beträchtliche Summe gekostet haben mochten. Der Kranke lag mit geschlossenen Augen auf feinem Lager und öffnete sie erst, als Else ihn leise auf die Stirn küßte. ^ „Von wem sind die Rosen?" Seine Stimme klang heiser vor Aufregung. „Ich weiß es nicht, Rudi!" „Aha, du weißt es nicht? Kennst du vielleicht einen gewissen Herrn Bilight? Von dem sind sie. Und er läßt den Herrn ,Vruder' auch herzlich grüßen!" Die Stimme des Kranken zitterte vor Erregtheit. Else taumelte zurück. Aus ihrem Gesicht war alle Farbe gewichen. „Belogen hast du mich! Verleugnet hast du mich! Aber natürlich, als Fräulein kann man ja viel besser Eroberungen machen, wie als verheiratete Frau! Das soll dir aber nicht gelingen — ich werde..." Seine Stimme brach. Er fiel kraftlos in die Kiffen zurück. Sein Atem ging röchelnd. „Rudi!" ein verzweifelter Schrei gellte durch das Zimmer. Sie warf sich über ihn, besprengte sein Gesicht mit Wasser. — Umsonst, langsam erkaltete seine geliebte Hand in ihrer zitternden Rechten. Und als sich die Nacht niedcrsenkte, da streute sie die duftenden Rosen über sein Lager. Und so wk sie dci iym, bis das fahle Dämmerlicht des A°I"^ durch die Scheiben brach. Sie hatte die Le«. N ^."'^ harrte mit müden Augen ins ^en^a^H lie liebte, Zirkuöleute. Roman von Karl Muu««ann. Einzige autorisierte Übersetzung. (61. Fortsetzung.) lNachbrull <«ibo!tn.) 1 3. K a p i t e l. In Krakau war großes Rennen. Alles, was sich für den Pferdesport interessierte, war auf den Beinen. Vor dem „Fliegenden Zirkus" hielt der elegante, mit vier feurigen Rappen bespannte Landauer der Fürstin Ratefsti. Der Nagen, der bei dem herrlichen Sommcrwctter niedergeschlagen war, war ganz mit hellrotem Atlas gepolstert. Kutscher und Diener ttugen zur Feier des Tages ihre neueste havannafarbige Livree mit blanken goldenen Knöpfen. Überall an dem Wagen war ein Flor von weißen und hellroten Nelken angebracht. Auch die Peitsche des Kutschers war mit einem Sträußchen dieser Blumen geschmückt. Eine neugierige staunende Menge hatte sich vor dem Eingang angesammelt, als die Fürstin Ratefski den „Fliegenden Zirkus" verließ und in ihrem Wagen Platz nahm. Sie trug eine kostbare Toilette von hellblauem, mit echten Brüsseler Spitzen besetzten Crepe de Chine. Den schlanken Hals umgab eine Schlange von Brillanten mit einem Saphir in der Mitte und ein kostbares breites Perlenhalsband mit aus Diamanten und seltenen Saphiren bestehender . . ^iese extravagante Toilettenpracht halb bedeckend umhüllte ein durchsichtiger Mantel von weißem Chiffon mit Brüsseler und alten italienischen Spitzen leicht die Schultern der Fürstin. Der ganze Mantel war mit echten Hermelin- schwänzen reich besetzt. Die Kopfbedeckung bestand aus einem echten, mit hellroten Rosen garnierten, italienischen Strohhut, auf dem ein mächtiger Paradiesvogel seine Flügel ausbreitete. Das elegante Kostüm wurde von einem Sonnenschirm von weißem Chiffon, einem Strauß weißer und rofa Nelken und Handschuhen und Stiefeln von champagncrfarbigem Stoff vollendet. Der kleine Neger, der über die Pracht seiner Herrscherin sehr stolz zu sein schien, brachte unter den Füßen der Fürstin ein Kissen von rotem Atlas an. Ein zweites schob er ihr hinter den Rücken. Beide Kisien trugen die in blaugrüner Seide mit goldener Krone gestickten Initialen „D. R." Im „Fliegenden Zirkus" hattc diese Pracht-cntfaltung selbstredend großes Aufsehen erweckt, und die Artisten standen, als die Fürstin abfuhr, Kopf an Kopf im Restaurant. Ter Geschäftsführer Schwarz war besonders lebhaft und begeistert. „Welche Reklame!" rief er aus. „Wie dies den jungen Wichtigtuer dort drüben ärgern wird. Nicht währ, Herr Leutnant?" Die letzten Worte waren an das Murmeltier gerichtet, der ganz still dagestanden und voller Bewunderung die Fürstin angeschaut hatte. „Das ist schon möglich," entgegnete das Murmeltier. „Ich bin aber nicht schadenfroh." „Nein, wenigstens ihm gegenüber nicht. Das Segeln unter zwei Flaggen hat jetzt aber keinen Zweck mehr. Mit ihm ist es nun einmal aus. Er ist geschlagen für alle Zeiten, und das habe ich besorgt. Was sagen Sie jetzt?" „Was ich sage?" fragte das Murmeltier. Ihm lvar diese Unterhaltung unangenehm. Denn er merkte, dass einige umherstchende Artisten bereits aufmerksam geworden waren. lCchlnß solqt.j Laibachcr Zeitung Nr. 273 2471 _____________29. November 1909. Kulonialminister Millies Lacruix, dem jede Äußerung über den kuriosen Fall peinlich erscheint, weigerte sich, sich darüber ausfragen zu lassen. — doner Heiratsvermittluilgsbureaur. gibt ein interessalller Aussah einer englischen Wochenschrift; eine Anzahl sol» ä)cr Hriratsinstitule unterhält regelmäßig eine Arinee tüchtiger und verschwiegener Detektivs, die sich nur da-mit beschäftigen, die Lebensweise, die Lebenelansprüche, Gewohnheiten und Verhältnisse von Innggesellen melho. bisch zu beobachten, um dann den Betreffenden, selbst, verständlich gegen angemessene Entschädigung, die passende Lebensgefährtin zuzuführen. Diese Bureaur, die in ihrem Betriebe durchaus ernst zu nehmen sind, haben bestimmte Taxen. So muß der Junggeselle für die Belanntfchaft mit einer Dame, die über 1000 l< Rente verfügt, 21 K bezahlen. Je nach der Hohe der Rente steiql die Gebühr für Vermittlung der Bekannt, schast. Pel 8000 X Rente beträgt die Gebühr 44 K, bei 4a wohl nicht gerade seltenen Männer, die Freud und Leid der Ehe schon einmal vorübergehend durchkosteten, ',um Galten wählt, soll sie die schönen zwei Millionen verlieren. - Recht unmoderne Lebensanschauungen scheint diese Großmama gehabt zu haben! — Mne tompliziertc Tprachej ist das in Wales gesprochene kellische Idiom. Ein englischer Journalist berichtete jüngst dies kleine Zwiegespräch mit einer Schäferin: Schönes Kind, wem gehören deine Schafe? GoroMvy (sadvaladz. - Wo wohnt dein Herr? — ^n Trergeisrgwylltion. - Wo liegt denn das? — Nei Llancrchlimeddimondo. Der Weg führt über Llanfair-mathafarneithas und (5hnrel Caebraichycain, oder über Llanaelhaiarn. Dort wohnt mein Bruder, der Mesner der Pfarrei Llansairpwllgwv,ngl)ll. — Was Wunder, l^aß schon Julian der Apostat diese altehrwürdige Sprache ein „Rabengelrächz" genannt hat! — lFortsetzunq folqt.j Im gegenwärtig lausenden Roman der „Verlmer Hausfrau" findet sich folgende hübsche Stelle: Gitta sah verträumt vor sich hin. Sie Iah im Geiste ihren Verlobten vor sich, wie er sich zu lh? niederbeugte und sie so sehnsuchtsvoll mit den großen dunklen Augen ansah. Sie hörte seine zärtlichen, liebe» vollen Worte wieder nnd suhlte sich von seinem Arm umschlungen. So heiß nnd durstig hatten seine Lippen die ihren gesucht. Wie Feuer war es durch ihre Adern hedrunssen, mid willenlos hatte sie an seinem Herzen geruht.' als er sagte: ^Fortsetzung folgt.) LolaI- und Provinzial-Nachrichten. Die Hygiene der Städte. (Fortsetzung.) Anstrich, Für die Helligkeit eincS Raumes ist auch der Anstrich von Bedeutung. Die Decke wird am besten in ihrer ganzen Fläche ln einer hellen Farbe ssehalten, damit das Licht nach unten möglichst gleich, mäßig und vollständig reflektiert wird; für die Wände sind qraugelbcFarben vorteilhaft, die auch für die Dauer dem Auge nicht nachteilig sind und eine angenehme Helligkeit des ganzen Raumes verursachen. In den Wohnungen der Wohlhabenden wird häufig der Licht, rinsall durch sckMcre lichtundurchlässigc Vorhänqe der» c>rt eingeschränkt, daß im größten Teile des Baumes nur ein Halbdunlel herrscht. Solche Zimmer sind zum Arbeiten und als Kinoerzimmer nicht verwendbar. In früheren Zeilen hat man Wert daraus gelegt, dah durch den Anstrich der Wände die Durchlässigkeit der Mauern für die Luft nicht leide, da man von der Vorstellung ausging, dah diese „natürliche Ventilation" von großer Bedeutung wäre. Hcntc wissen wir, daß dies nicht der Fall ist, und es wird daher bei der Wahl des Anstriches dieses Moment unberücksichtigt ge> lasfen. Daß die verwendeten Farben keine gesnndyeits. schädlichen Stoffe n gewisses Minimum <10nv') sinken, die Wände sollen mit einem hellen, haltbaren Anstrich verschen sein. Eine Speisekammer mit einem direkt ins Freie führenden Fenster soll in oer Nähe der Küche liegen. Ungünstig ist eine nur indirekte Nelich-lung nnd Entlüstnng der Küche, nach dem Stiegen» hause oder dem Korridor, was schon vorher hervor, gehobeil wurde. Nei ungenügendem Lichtzutrilt leidet die gerade in der Küche nutwendige Reinlichkeit und bei mangelhafter Ventilation verbreitet fich der Speisen» dunst im Stiegenhause nnd in den Gängen. Nei Minderbemittelten oder bei schlechter Anlage wird die Küche häusig auch als Cchlafslälte namentlich für die Dienstboten benützt, was auf das entschiedenste HU verurteilen ist. Nesser als das Ausstelle» eines Nettes >n der Küche selbst ist die Abtrennung eines Raumes in der Weise, daß das Dienslbotenzimmer, dessen Kn. bilinhalt mindestens 15 Kubikmeter betragen soll, von dei Küche durch eine höchstens zwei Meter hohe Wand oder Malier abgegrenzt wird. Die übrigbleibende Aff» nung gewährleistet erfahrungsgemäß einen ausreichen, den Luftaustausch. Befindet sich die Küche ans der Hofseite, so ist es zweckmäßig, in unmittelbarem Anschlüsse einen Ballon, sogenannten Wirtschaftsbalkon, herzustellen, auf welchem Reinigungsarbeilen vorgenommen werden lönnen. A bort e. In mehrfacher Hinficht höchst wünschen^ wert ist die Anlage eines eigenen Abortes bei jeder einzelnen Wohnung. Diese Forderung muß außer aus hygienischen auch aus Sittlichkeitsgrnnden erhoben wer» den. keinesfalls follen aber mehr alo zwei Parteien aus einen Abort angewiesen werden. Dieser muh bei einer Mindestbreite von 90 Zentimetern einen Wasser-undurchlässigen Buden und zur ausreichenden Enllüs-lung ein unmittelbar ins Freie mündendes Fenster lx sitzen. Reinlichleitsgründe sprecheil dasüi, daß außer dem Sitzspiegel eine Pifsoirmuschel angebracht werde und daß im Abort ein Waschbecken mit einem Aus» laushahn zur Einrichtung komme. Beträgt die Dicke der Wand, die den Abort von den angrenzenden Räumen trennt, weniger als >5 Zentimeter, so haben die seitlichen Wandungen an der Innenseile entweder einen ^lfarbenalistrich oder einen Zemenwerpntz zu erhalten. Unstatthaft ist der direkte Zugang zu den Aborten von Kuchen oder Zimmelii aus und das Durchführen der Abfallrohre durch Wohn. räume, Küchen, Speise» und dergl. Von Nebenräumen, die zu einer Wohnung ge-hören, find noch die Unterkünfte für das Gesinde, das Vorzimmer, die Speisekammer, die Garderoben und das Bad zu besprechen. Gesindezimmer. Was das Gesindezimmer anlangt, so soll der Lustkubus nicht unter ein gewisses Minimum l,I5 Kubikmeter) pro Person finlen und es muß außer einer Heizvorrichlung ein unmillelbar ins Freie führendes Fenster besitzen, i'iber die Unterbringung des Dienstboten in der Küche wnrde vorher gesprochen. V orz > m m e r. Ein geräumiges Vorzimmer trägt sehr zur Reinhaltung der ganzen Wohnung bei, da da-durch Gelegenheit gegeben ist, nasse Kleidungsstücke ab» zulegen und die Zimmer nur mit trockenen Kleidern und reinen Schuhen zu betreten. Bei zweckmäßiger Einteilung verhindert das Vorzimmer den nnmitlel. baren Übertritt des Küchendunstes in die Wohnräume' es kann auch zum Aufstellen voll Schränken dienen, wodurch in den Zimmern ein freier Raum gewonnen wird. Besteht zwifchen Stiegenhaus und Vorzimmer leine Trennung uud wird der dadurch gewonnene grö» ßerc Innenrcnmi des Hauses im künstlerischen Sinne ausgestaltet, so entsteht die sogenannte Diele, die zum Empfang der Besuche und znm Aufenthalt der Familie während gewisser Tagesstunden dienen kann. In Miets-kasernen bilden die Korridore gewöhnlich nur den Zu. gang zu den einzelnen Wohnungen. Ihre Breite darf ein gewisses Mindestmaß nicht unterschreiten; sie wird in einzelnen Nauordnungen vorgeschrieben. Soll mög. lichst billig gebaut werden, so wird der Korridor >n Gestalt eines offenen Ganges an die Hofseite gelegt, von welchem man in die einzelnen Wohnungen ge-langt. Die Küche befindet sich dann gewöhnlich hoffeilig, die Wohnzimmer straßenseitig, die Aborte an den Enden des Ganges. Trotz des Vorteiles, daß diese offenen Gänge während der lvarmen Jahreszeit cincn Ausenthalt im Freien ermöglichen, muß diese Bauweise als hygie. nisch mindenverlia. bezeichnet werden, da der Licht, einfall in die nach den, Hose gelegenen Räume durch den darüber befindlichen Gang beschränkt wird und die häusig vorgenommene Einglasung der Gänge den Lust. Wechsel der Küchen behindert. Garderoben. AIs solche bezeichnet man kleine, gewöhnlich fensterlose, meist vom Vorzimmer aus zu-'gängliche Räume, die zur Aufbewahrung von Klei» dungsstücken und Hausrat dienen. ^Fortsetzung folgt.) Ällslovenischer Arbeitcrtass. Im großen Sa^le des Hotels „Union" fand gestern vormittags der vierte, ansehnlich besuchte all sloven ische Albeilertag stall, aus dcffen Tagesordnung sich die Re organisation der slovenischen christlichsuzialen Arbeiter-schasl zu einem allgemeinen Gewerlschaslsvrrbande und im Anschlüsse hieran verschiedene mit großen» Beifall ausgenommene Referate befanden. Herr Moj 5 kerc, der die Versammlung eröff' nete, begrüßte die Anwesenden und brachte das Präst dium in Vorschlag, in das u. a. dir .Herren Dr. Krel und Dr. Zajec berufen wurden. Herr Dr. Zajec eiörterte die Ziele des Arbeitertages, namentlich die Nedentung einer allflovenischen Arbeiterorganisation; er begrüßte die kroatischen Delegierten, Weilers die Ver> lrlavischen Gewerkschostsverbandes, zu dem Herr Abg. Dr. Krek die Initiative gegeben. Dieser Verband werde u. a. dafür sorgen, dah keine slovenische Arbeitskraft in der Fremde verloren gehe, und werde überhaupt die größte bisher geschaffene nationale Ab-Weltorganisation darstellen. Herr T r a v e n als Sekretär des christlichsozialen Arbeiterverbandes referierte über die Gründung von Arbeiterfeltionen im Rahmen der Bildungsvcreine, die notwendig seien infolge der Vorstöße der Sozialdemo, lraten sonne infolge der stets wachsenden Anzahl von ncuen industriellen Unternehmungen. Die Sektionen hätten die Ausgabe, ihre Mitglieder über aktuelle Fra» gen zu belehren, weswegen die Gründung von instrul» tiven Kursen sowie die Veranstaltung von Vorträgen, die Verbreitung von Arbeiterzuschrislen sowie d,e Po> pularisierung der Idee des südslavischen Gewerkschaft-Verbandes lind die Evidenzhaltnng der ausgewanderten Arbeiter erforderlich wäre. Herr G o st i n 6 a r behandelte das Thema „Arbeiterschaft und Politik", wobei er unter Hinweis auf den Umstand, daß im Jahre 1902 in Krain 28.069 Unternehmungen mit 53.320 Bediensteten gezählt wur. den und daß bei den letzten Reichsratswnhl'en dir öfter. reichischen Sozialdemolraten 1,400.029 Stimmen aus ihre Kandidaten vereinigten, sür die politische Organi-salion der christllchsozialen Arbeiterschaft eintrat.' Herr Podlcsn , l sprach über dir Arbeiterschaft und deren Fachblätler. Die Absichten der ..Na,;a Mor" seien nicht in der erhofften Weise verwirlliclu wurden, weil die Arbeiterschaft dieser Zeitschrift nicht das er-forderliche Interesse entgegenbringe. Nun soll eine um-fassende Agitation sür das genannte Organ eingeleitet werden; auch die Herausgabe von Broschüren sei ins Auge zu fassen. — Des weiteren legte Herr Podlesnil die Bedeutung einer Arbeilersparlasse dar, in der die Wlxhenersparnisse der Arbeiterschaft hinterlegt würden. Herr Dr. Z aiec erörterte den sanilären Schuh del Arbeiterschaft, wobei er zunächst die sanitären Vor-lehrungen in München statistisch beleuchtete und dann die soziale Versicherung in Oslerreicl>Ungarn in den Rahmen seil,es Berichtes zog. Der mittlerweile erschienene Obmann der Allslove» Nischen Vollspartei, Herr Dr. K u st r r^ i 5 , begrüßte den Arbeiterlag im Namen dieser Partei, die mit Stolz ans ihre Arbeiterbataillone blicke. Die Arbeiterschaft bleibe ein gleichberechtigter Faktor in der Allsloveni' schen Voltsparlei; deren Vertreter im Reichsrate, Herr Gostitn'ar, sei einer der pflichteifrigsten Abgeordnelcn. Die beabsichtigte Organisation der Arbeit fr, der beste Schutz gegen die Übermacht des Kapitales; je zentral,'-sicrter sie sein werden, desto größer werden auch deren Erfolge sein. Hierauf besprach .Herr Dr. Zaj e c in Fortsetzung feines Referates die Krankenversicherung, bezw. die Mitwirkung der Krankenkassen und der Ärzte an dieser Versicherung. Erstere hätten auch eine bedeutende Ab. wehrarbeit zu verrichten, weswegen eine genane und gewissenhafte Handhabung der bezüglichen Nestimmun. gen unbedingt notwendig sei. Redner verwies auf die diesfälligen Bestrebungen in Deutschland, wo für die tranken Arbeiter zahlreiche .Heilanstalten errichtet würden, erörterte die Unfall- und die Invalid,lätsversi« chernng, ebenfalls unter Hinweis auf die Einrichtungen ,m Deutschen Reiche, und behandelte sodann die Vlit-wnlung der Ärzte, die mit der Invalidität im engsten Zusammenhange stehe. In allen solchen Fragen werde auch dem südslavischen Gewertschaflsverbande ein qe> wichtiges Wort zukommen. Herr Dr. Poga <- nil referierte über den Rechts» schütz, den der Verband seinen Mitgliedern unentgeltlich werde angedeihen lassen. Dieser Schutz beziehe sich in erster Reihe aus die Rrchtsbrlehrung sowie aus die Bei» stellung von Rechtsanwcillen. Hcrr Direktor Remec setzte die Ziele des füd» slavischen Fachverbandes auseinander. Der Grohtapita» lismus und die Organisationen anderer Stände be» drückten den Arbriterstand, der mangels an materiellen Mitteln aus nahezu alle geistigen Genüsse verzichten müsse. Es sei also ein fester Znsammenschluh der Arbeiterschaft zwecks Nchrrung deren materieller und S^2 ,^'Ur r.„^'^ NI5 Umbacher Zeitung Nr. 275 2472________________________________29. Novemver 1UW. dienst der Arbeiterschaft rebeln uno bei Arbeitslosigkeit oder in Zeiten der Not Üilterstützungeli gewähren so. wie ihr Rechtsschutz angcdeihcn lassen. .^>err Prof. D c r m a st i j a als Verbandskassier berichtete über die materiellen Leistungen des Gewerk-schaftsvcrbandes gegenüber seinen Mitgliedern. Hieher gehöre zunächst die Gewährung von Krankenunter, stichungen ll. Klasse 50 li, II. 75, III. 1 X, IV. 1 lv 50 l,, X'. blasse 2 lv täglich) in der Dauer von sieben Wochen, von Unterstützungen bei eventueller Arbcits-losigkeit in der Höhe und in der Dauer der Kranken-Unterstützungen, beim Wechsel des Domizils sowie bet Todesfällen. Herr Krhne als Schriftführer des Gewert-schaftsverbandes besprach die Stellung des südslavischcn Iachverbandes zu den Fachvcreincn. Solche ^achvereine, die leine Lebenskraft besitzen, sollten sich auflösen, andere, die auch für sich allein kräftig sind, wie der der hies. Tabakfabriksarbeitcr, müßten in einen engeren ssontatt mit dem Verbände treten und zu diesem Zwecke alljährlich einen bestimmten Netrag entrichten, wofür ihnen Rechtsschutz sowie im Halle eines Ausstaudcs Unterstützungen zuteil würden. Nachdem Generalsekretär Herr Toma^ic- über die innere Einrichtung des Gewerkschaslsverbandes ein-gehend berichtet hatte, brachte Herr Dr. Zajcc vier Begrüßungstelegramme zur Verlesuug. Hierauf wurden die' Antrage, betreffend die Statuten des südslavischen Gcwerkschäftsverbandes, ohne Debatte angenommen und in das Exekutivkomitee nachstehende Mitglieder gewählt: Vinko Zabukovec, Ivan Gostiix-ar, Leopold Puhar, Franz kos, Ursula Kremöar, ^ranziska Mejm-, Alois Tatar, Iosefine Er2,en, Anton Ieriha, Frailziska No. vinc, Ivanka Kocmur und Ivanka Brate. Virilisten find Josef Goflin^ar als Redakteur der „Na^a Mo<"" und Michael MoPlerc als Redakteur des „Glasnik". Nachdl-m noch Herr Kr cyclic» die Versanlmlung namens der christlichsozialen Arbeiterschaft in Agram begrüßt und dem Verbände das beste Gedeihen gewünscht hatte, forderte Herr Prof. Dr. K r c t die Teil^ nehmer zn reger Agitation auf und lieh seiner Vefrio digung darüber Ausdruck, das; sich auch schon die junge Intelligenz in den Ncihen der Arbeiterschaft heimisch fühle. Diese sei bis vor kurzem anf ihre eigene Kraft angewiesen gewesen' sie habe als erste die Aufgaben der Demokratisierung und die Bedeutung der Organ», sation begriffen. Heute finde sie ihren Rückhalt an der qroßen Volkspartei und in den Reihen der jungen Intelligenz. Im Verbände werde das slovenische und das kroatische Proletariat organisiert werden müssen' hiezu gehörten aber auch die Kleinbauern und die Klein» gewerbetreibenden auf dem Lande. Nur durch dieses Proletariat töunc das gerettet werden, was das süd» slavische Volt genannt werde. Wie die Nationen, so müßten anch die Einzelnen, oie Stände gleichberechtigt sein; den Arbeiterföhnen müßten also gleiche Rechte wie anderen Ständen gesichert werden. Die Versammlung fand sohin nach zwölf Uhr ihr Ende. Zahlreiche Teilnehmer hatten sich indes, da die Verhandlungen in völlig ungeheiztem Saale staltfanden, schon vor deren Schlus; entfernt. — Nachmittags wur» den in den Lokalitäten des christlichsozialen Verbandes Delailfragen, betreffend den neuen Verband, erörtert-abends fand im großen Saale des Hotels „Union" eine gesellige Zusammenkunft der Arbeiterschaft statt. — lPcrsonalnachricht.) Tcr Herr Lanoespräsidenl Theodor Freiherr von Schwarz ist samt Hrau Gc-mahlin von Wien nach Laibach zurückgekehrt. — »Motes Äreuz.) Dem Landes» und ^rauen.Hilfs-bcrcine vom Roten Kreuze für Krain ist von einem Unbekannten eine Silberrente.Obligatiou per l00 l5 für Vereinszwecke gespendet worden. Dem unbekannten Spender sei für seine hochherzige Widmung der aller" wärmste Dank ausgesprochen. * ^Postalisches.) Ausgeschrieben ist die Postex.pe. dicntenslclle in Kropp !ll-nin»I?" von H. Huuben, dessen Einstudierung an die Darsteller nicht "geringe Anforderungen gestellt hatte. Die Darsteller August Ielo <"- nik und Ivan P e l e r l i n legten darin einen über das gewöhnliche Maß des Dileltantenhaften hin-ausgehenden Schwung an den Tag. — lLaibacher Eislaufberein.) Wir erhalten nach. stehende Zeilen: Infolge der überraschend hereingebru-chcncn Kälte ist zu erwarten, daß heuer früher als in anderen Jahren mit dem Schlittschuhlaufen begonnen werden wird. Auf dem Eislausplatze hinler der Tabak-sabrik bildete sich bereits eine spiegelnde Eisdecke, die während der mondhellen Nächte sichtbar wäcW und schon in wenigen Tagen tragfähig sein dürfte. Die im verflossenen Sommer durchgeführte bedeuteude Ver-große rung des Platzes' und die Eiusührung der Wasserleitung wird freudig begrüßt, denn nun kann allen, auch den verwöhntesten Ansprüchen genügt werden. Den freunden des schönen Sports sei auch mitgeteilt, daß für die heurige Saison die Veranstaltung mehrerer Konzerte und unter günstigen Umständen ein Eisfest vorgesehen sind. Jahreskarten sind zum Preise von 8 X für die Persou in der Buchhandlung vo» Jg. v. Kleinmayr H: ssed. Bambcrg erhältlich. — iNesitzwechscl.) Die kallenbrunner Holzsarbe»-fabrik samt Wasserkraft ist durch Kalif in den Besitz der Aktiengesellschaft „Leykam-Iusefslal" übergegangen und soll zn einem großen ^abriksunternehmen um-gebaut werden. <;. — sDer Winter) beginnt mit all seiner Strenge zu walten. Die öffentlichen Marmor.Denkmäler Lai-bachs haben bereits die üblichen Winterkleider in ^orm von hölzernen Schutzvorrichtungen erhalten, um vor Wintenmbill geschützt zu fein. Die Hausbesitzer be-eilen sich, ihre Dächer, die im vorigen Winter von Glatteis stark gelitten hatten, instand zu setzen und so beträchtlichem Schaden vorzubeugen. Die Arbeiten in dieser Richtung schreiten rüstig fort, da sie vom schön-slen, wenn auch kalten Wetter begünstigt werden. I«>—. * bis zu 70 Jahren erreichten 44, von über 70 Zähren 50 Personen. An Tuberkulose starben 33, an Lungenentzundug II, cm Diphtheritis ,5, an Scharlach 13, an Typhus 2, an Ruhr 2, durch zufällige tödliche Ve,chadigung 3 und durch Selbstmord 1 Person- alle übrigen an verschiedenen sonstigen Krankheiten. Ein Mord oder Totschlag ereignete sich nicht —,-. — iTobeöfall.) In Lahovöe in Oberkrain ist an, 26. d. M. der Pfarrer des Ruhestandes Herr Rudolf Gregory im Alter von 42 Jahren gestorben. Das Leichenbegängnis fand heute vormittags statt. er heurige Sauerlrautczportj gestallet sich sehr lebhaft insbesondere in Laibach uno in St. Martin an der Save. Die Produzenten der dortigen Kraul, genossenschast liefern die Ware teilweise auch nach Lai-bach, aber die Mehrzahl der Abnehmer bilden aus-wärtige Hinnen. Unser Laibacher Sauerkraut genießt im Auslande einen vorzüglichen Ruf: daher' ist es begreiflich, daß alljährlich im Herbste Hunderte von Sauerkraulfäßchen in die verschiedenen Orte verschickt werden. Das heurige Krautjahr lieferte eiue sehr gute Ware. ic. " i^inc durstige Gesellschaft.) I» der Grüneil Gnlbe nächst Udmal hielten sich die Taglöhner Joses Kobald, Lorenz Dermota nnd ^ranz Arher mit der Hrau des letzteren eine gemeinsame Wohnung. Alle sind stark dem Branntweinlrunke ergeben. Als jüngst ,hre Taschen eine unheimliche Leere auswiesen, kamen K°obald und Arher auf die Idee, eine lelchtgläubige Verläufe-rin in einem Spezereiwarenladen in Udmat zu prellen und ihr verschiedene Sachen zu entlol.en. Sie nahmen mehrere Tage hindurch auf deu Namen eines Maschinen, führers aus der Grünen Grube Spiritus, Kaffee, Brot und Speck uud entliehen endlich behnfs Ankaufes von Zigarren einen Geldbetrag von 10- lv, su daß der Gesamlschadeu 39 X 64 I, ausmachte. Endlich kam der Betrug an den Tag, woranf Kobald und die Gattin des Arher in ihrer Wohnung durch die Gendarmerie von Moste verhaftet wurden- die anderen halten sich ge> flüchtet. Kobald und Dermota sino schon unzähligemale wegen Betruges und Diebstahles abgestraft. Die Ver-hafteten wurden den» Gerichte eingeliefert. " s(5in gewalttätiger Vagant.j Der wegen seiner Gewalttätigkeit allgemein gesürchlete 35jährige Vagant Anton Kregar aus Dobruuje wurde zu Beginn dieses Monates wegen Exzedierens auf der Unterlrainrr Straße verhaftet. Er widersetzte sich der Gerhaftung, hub einen großen Stein von der Straße auf und be» drohte damit den Sicherheitswachmann; auch vcrsetzle er ihm mehrere ^austslöße in die Brust. Diesertage stand nun Kregar vor den Gerichtsschranken und erhielt einen sechsmonatlichen verschärften Kerler zngesprochen. In Hradetzkyoorf und in der Umgebung atmete man form» lich auf, als die Kunde von diesem Urteile dort eintraf. " slfin Feinschmecker) stahl vorgestern nachts aus dem Eislasleil eines Gasthauses einen geputzten Indianer. In der vorigen Woche halle sich dc>r Dieb dortselbst eine volle Zweiliter-Weinflasche geholt. " lAbgiingigj ist ^eit Wochen der schwachsinnige 30jährige Taglöhner ^ranz Novakovi^ aus Huln'a, Gemeinde .Hl. Kreuz bei Landstraß. Er ist mittelgroß, trägt einen braunen Schnurrbart und ist braun gelle,-del. An beiden ^üßen sind ihm die Zehen abgeschnitten, * lVcrloren.j Ein Geldtäschchen mit 8 l<. * lGefunben.) Ein Geldtäschchen mit einem llei-neren Geldbeträge. - lMctterbciicht.j Das Gebiet des höchsten Luft» druckes hat stch nach Osterreich verlagert. Auher im Norden herrscht in der ganzen Monarchie schönes, hei» tcres Wetter mit Morgennebeln. Im Nordweslcn Europas ist ein neues Baromclerminimum aufgetaucht. Laibachcr Zeitung Nr. 273. 2478 29. November 1»W. Von einer weiteren Bewegimqsrichtunq hänqt der Ver» lauf der kommenden WiUerniist ab. ^aibacl) halte den ganzen Samslaq starten, lallen Nebel. Gestern nach. mittags löste sich dieser fiir knr,',e Zeit aus. Die Bäume und Telephu»drahte erscheinen infulqe der rcich. lichen Neisbildunq wie mit frischein Schnee überdeckt. Heute ist die Stadt wieder in dichten Nebel qehüllt. Die, Temperatur hielt sich die qanze Zeit sehr lies. Den tiefsten Stand erreichte sie gestern früh mit —9,l» Grad Celsius. Heule um 7 Uhr 15 Minuten zeigte da6 Thermometer im freien — 8,<». Der ^nfldruct'ist seit gestern in langsamem Sinken begriffen. In ganz Ober-train ist das Weller heiter und bei hellem Sonnen-schein verhältnismäßig warm. Das herrschende Weller dürfte in der nächsten Zeit noch anhalten. Nebelbildung mit Temperaturzunahme. Theater, Kunst und Literatur. — l2lovenischcs Theater.) Vorgestern wurde nach längerer Pause Olst'nbachs reizende phantastische Oper ^Hoffmanns Erzählungen" ansgesührt. Die Vorstellung -war gut vorbereitet und konnte daher ans freundliche Aufnähme rechnen. Um die Hauptrollen machten sich neben Fräulein Lvova, die als Olympia nnd Antonia eine anmutige Leistung bol und durch eine große Blumenlyra geehrt wurde, Herr Hiala als Hoffmann, Herr Palo 5ka als (5opelius, Daperlulto und Mira» colo, Hrau Nurdgartova und Herr Nuk 5 el ver» dient. Herr ssiala traf vorzüglich den lyrisch-schwär. mcrischen Z^a. des Dichters' Herr Palix'ta verband musilalisch.sicheren Vortrag mit lebhafter Svielweise; Frau Nordgartuva vermochte die lAiulietta in brillan-te,n Kostüme verführerisch zu gestalten und brachte namentlich die berühmte Varcarola schön znr Geltung' Herr Nuk^ek endlich betäligle sich als sehr verwendbarer Schauspieler und als Sänger von kräftiger, sympathischer Htinimr. Sonst sind noch ^ränlein Per 5 ljeva nnd Herr Povh^ zu nennen. Das Orchester zeigte sich seiner Aufgabe gewachsen. — Das Theater war sehr gut besucht. —>'— Geschäftozeituny. - l^sfcrtausschreilnln.q.l ^ant einer im „Offer» oawrc Triesliuo" vom ^7.' d. M. enthaltenen Kund-machung gelangt für den Amtsbczirt der k. l. Staats-bahndirektion Trieft für die Dauer der Jahre 1910 und 19! 1 die Äonfellioniernng der Uniformen zur Ausschreibung. Offerte lPreisverzeichnifse) werden bis längstens l5). Dezember 19<»9, 12 Uhr mittags beim Einreichungsprolokolle der l. k. Slaalsbahndiresliou Trieft entgegengenommen. Vedingnisse und sonstige Behelfe können bei der genannten k. k. Ctaatsbahn» direltion, Abteilnng ll, eingesehen, behoben oder gegen Einsenoung des Porto bezogen werden. Telegramme d leht. Die Verlebten sind ins Krankenhaus gebracht worden. Der Materialschaden ist bedentend. Eine strenge Untersuchung wurde eingeleitet. Aus dem Sobranjr. H«phia, 26. November. Meldung der Agenee t<1I<1graphlque Bulgare.) Das Sobranje beendete gestern ^ abends die Debatte über die Prolokolle, wodnrcl) nun- l mehr die Unabhängigleitssrage endgültig liquidiert ist.' Der Abschluß der Debatte gab Gelegenheit zu einer spontanen Danlcslundgebung für Nußland. Nach einer Ncde des Handelsministers Ljap^'v, der mit einem warmen Appell zugunsten guter Beziehungen mit der Türkei schloß, und nachdem der Ministerpräsident ge° wisse diplomatische Doknmente verlesen hatte, die neuer, "ings feststellen, daß die Unabhängigleilserllärnng aus-schließlich ein Werk der Exekutivgewalt war, wurde das türlisch-bulgarische Protokoll mit seinen Anhängen p^i- nlnllliilntn'ix'lil votiert. Sodann gelangte das russisch-bulgarische Protokoll zur Verlesung, das über Antrag des Führers der Opposition Todorov ohne De-balle p^'l- ucl>lilinut.l<)l!<^n und untet den Rufen: „Es lebe Nußland!" angenommen wurde. Ein Attentat in Paris. Paris, 28. November. Ein eingeborener Algerier feuerte mehrere Nevolverschüsse gegen den General Verand, Kommandanten des Seiuedcvartements, ab. Der General ist schwer verletzt. Der Attentäter wurde verhaftet. Das Attentat war wahrscheinlich dem Kriegs» minister zugedacht, der dem General Verand ähnlich -lieht. ' l Daö Ende des Kriea.es in Marokko. Madrid, 28. November. Der Ministerrat hat beschlossen, mit Rücksicht auf die Besetzung von Allaten unverzüglich technische Kommissionen nach Melilla zu entsenden mit dein Auftrage, die Puntle für die provi> sorischen Befestigungen zu bestimmen. Weiters beschloß dei Minifterral, die Vorbereitungen für die .Heim-befördernng der Truppen zu treffen. Die Pest. Neirut, 28. November. Hier wurde ein Pestfall festgestellt. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Verstorbene. Am 27. November. Alfred Schwingshall, Kupfer» schmied, 33 I., Vahnhofgaffe 28. Im Zivilsftitale: Nm 25. November. Johann Boltar, Arbeiter, 43 I. Nm 86. November. Matija ttraöna, Greisler, 73 I. Lottozichungen am 27. November 1909. Graz: 54 61 33 42 38 Wien: till 17 20 6 27 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehohe 306 2 m. Mitll. Lusldrucl 736 0 mn.. «7 2U. N. 740 4 -3 «l SSO. schwa< Nese?^" ^^' 9 U. Ab. 741 3 -b ?j NW. schwach ! . 7U. F. !7414 -7» windstill 28. 2U.N. ,7410 -3 8 SSO-schwach neblig «0 9U. Ab. ,739 8 -7 2 . , . j 2li.j 7 Ü. F. ! 738 3 l -7 - b SW. schwach j Nebel i 0' 0 Pas Tagesmtttel der Temperatur vom Samstag beträgt -5'2°, Normale I'I", vom Sonntag -6 3°, Normale 0 9°. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte (Ntglüllbet von brr Strain, Epnvlasic 1«97), (Ort: Gebäude der t. l. StaatS-Oberrcalschule., i^agr: Nördl. Vreite ^6' 0!V; Östl. Länge von Greenwich 1-t" 31' Neben» erichtc: Nm 20. November gegen 19 Uhr» 30 Minuten rin Stoh m Tivoli (Rom). — Am 21, No> vember gegen 8 Uhr 45 Minuten Fernbebenaufzeichnung in Quarto und Milet. Vodeuunruhc: Schwach, zunehmend. P Naznanilo. A RavnaUilJHtvi kinoniatografov «Ideal» in «Patlie» uljudno naznanjata, da se bodo vršile predstare, poèenši V èetrtek dne 2. decembra, vsak Èetrtek in aoboto od 3. do 6. popoldne b poaebnim podudnim in zabavnim sporedom zq mladino. Ker bosta imoli podjetji a to uvedbo veèje izdatke, se nadejata, da bo si. ob-èinstvo to vpoStevalo tor z obilnim obiskom izkazovalo svojo naklonjenost. Z odliènim apoštovanjem ravnateljstvi kinematografov 3-1 „Ideal* in „Pathe". Landestheater in Laibach. 27. Vorstellung, Ungerader Tag. Heute Montag den 2». November WM" Zum crftcnmalr: "WW StaatSanwalt Alexander Schauspiel in vier Alten von Karl Schüler. Anfang halb 8 Uhr, Ende 10 Uhr Hinweis. Unserer heutigen Nummer iGejamtauflage, liegt ein Prospelt über Wanghofer, Hanvjalob, V. v. Scheffel, Karl Gtieler lc. bc, und wolle man sich der beygegebenen ^estelllarte bedienen. Leohners Weihnaohtskatalog. In dem soeben erschienenen, von der k. u. k. Hof- uucJ UniverBitäts-Buchhandlung It. Lcchner (Wilh. Müller), Wien, I., Graben 31, herausgegebenen Weihnachtskatalog für 1909 wird der wiederholt ausgesprochenen Behauptung, Bücher Beien die dauerhaftesten und dankbarsten Geschenke, neuerlich sinniger Ausdruck verliehen in den vom Redakteur der «Wiener literariBchen Mitteilungen», Leopold Hörmann, verfaßten Versen : Kauft Bücher! Bücher, sie schmücken und zieren dein Zimmer, Traulich umkoBt dich ihr goldiger Schimmer, Bücher sind Freunde, die täuschen dich nimmer Bücher, sie stillen dein Suchen und Fragen, Bücher, sie wissen in einsamen Tagen Trost ins verlassene Herz dir zu tragen. Wie in den vergangenen Jahren, wird in dem Katalog auch heuer wieder in einer übersichtlich geordneten litera-ri sehen Rundschau: «Empfehlenswertes für den Weihnachtstisch» auf alle bemerkenswerten Neuheiten des Büchermarktes hingewiesen und es wurden dabei nicht bloß Prachtwerke, Gesamtausgaben, Gedichtsammlungen, Romane, No veil on ^sondern auch wissenschaftliche Werke, die Memoirenliteratur, Bü eher über Reisen, Touristik, Sport u. b. w. berück sichtigt. Mit besonderer Sorgfalt wurden natürlich wieder die Jugendschri f ten behandelt. Neben diesen neuen Erscheinungen findet der Leser aber auch alle hervorragenden Worke älteren DaturriB, von denen eineeine auch in den prächtigen Einbänden der von der Firma mit Geschmack besorgten Salonbi bliothek erhältlich sind, in deutscher, frauzüsi scher ub > VroKzh geben allrn Vrrwandts», ssreundrn und D l Vllanntcn die tiefbetrübenbe Nachricht vou dem D ! Plötzlichen Hinscheiden ihres Vruderi». Schwagers > l uud OnlelS, des Herrn > Alfred Schwingshakl ! Kupferschmiedes und Hansbesitzers I ! welcher heute den 27. November um 6 Uhr früh » in seinem 33. Lebensjahre plötzlich verschieben ist. ! l Das Leichenbegängnis findet Montag, den > l ü!^. November um l hause Nahllhofgasse Nr. 28 a«i auf den Friedhos > ! zum Heil. Kreuz statt. D ! Die heil. Seelcllmefse wird in der Pfarrkirche ^ l zu St. Peter gelesen werben. » ! Um stilles Beileid wird gebeten. (4109) > I Laibach, am 27. November Iljlly. > Für die vielen Beweise herzlicher und wohltuender Anteilnahme an dem Verluste unseres teuren Gatten, Vaterü und Schwiegervaters, des Herrn Miktor Mecher Rentner und Gutsbesitzer bitten den tiefstgefühlten Dank entgegenzunehmen die trauernd Hinterbliebenen. Laibacher Zeitung Rr. 271. 2474 ___________________________29. November I90V> Kurse an der Wiener Korse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 27. November !9tt9. Die notieren Kurse verftehcn stch m Kronemvähruna Die Äiotieruna sämtticher «ttien »och ke» ,.Divers«, L^se" versteh» sich per »ttill. Velb Ware Allgemeine Staatsschuld. KinHettliche Rente: »», tonnn, steuerfrei, Kronen (Via!-«ov.) per KaNc . . 9ft 1b Vd 3d detto (Iänn.-Iuli) per «lass» 9b - «b 2« 4 V/, ü. W. «oten (Febr. «u«.) p« »affc......9»8b 99tl> » »», 5. «. Silber s«pril Okt.) per »ass« . . , . . . s« - 99 2" igSOei Otaat«lose b«0 fi. 4°/« :«^> - «73 -I»«o« ,. ,»x> fl. 4°/»2S5zc»7l bc> l»«4er ,, 100 fl. . . ,26' 332- 1»»4er .. «ft. . .,22-32^— Donl. «fanbor, k 122 fl. b«/, 28» - 29l, - «taatsschn« d. i. «eichs» rate vertretenen König» reiche und Länder. Ale«. Voldrente fteuerfr., V old per »äffe .... 4°/, 1i? - ,17 zo Ofterr. «e»te in Kronen», stfr., per »äffe.....<', sl> ib 9b zz oetto per Ultimo . , .4»/, 9b ib 9b 3l> Öst, Investition», ««nle, stfr./ Kr. per »ass« . . 3'/,°/, 80 2b 8H 45 »»l»n»«hn.z»««t,lchnl«. »«lchnibun«»». «tlifaoeth-Vahn i, G.. fteuerfr.. zu lO.aao fi.....4»/« — - —'- »franz Iosep!>«llhn iu Silber !>w. 3t,) , . , . b'/<'/lelb»n«t» >lb>«ß»»»«lt» Gisrnbahn.Akiw, «liiabeth.«. 200 fl. »W. b»/.°/. von 400 Kr.....4e»7H4b4?« derto vinzVudwei» 200 fl. ». «. 3. b'/^/n .... 428 — 480-. d«tt« Salzb«r„-Tirol 200 fl, S. W. G. 5"/, ... .420-422-«»rnn«»I°Vahn 2,ld «a« D«» Zt«a«t ,»» )«hlml, iU>«. »»»«»»» GisenlahN'PrioriM»' Gbllg»N»uen. «bhm. Wtstbahn, Gm, 18»b, 400, 200« u. 10.000 »r. 4»/» 9b— 93iorbbahi> Em. 1888 97 1b 98 lö betto Frnnz Io!eph-Ä00 fl. S. 5",» '<>»-»>' »04 «0 detto 40« u. «X» ^-r. »'/»"/« 80 10 8? l<" Vorarlberaer «ahn Gm. l8»4 (bw. Et.) Tilb. 4"/„ . . ftb'sb 96 üb Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/« nng. «oldrente per Kasse . Il»-lo li» 20 4°/„ detto per Ultimo ni»':«>'3'3(, 4°/, ungar. Rents in kronen- wälzr. ftfr. per Kasse . . 9U 50 »2-70 4°,, dettu pcr Ultimo 9ü 5« 9L ?u b>,"/^ detto per Kasse »li-30 8ü bn Ungar. Pramien.Nn:. i» 1<« f>. «l4- 2l«-beNo i» b0 fl 2l3 b«^l? 20 Theik«t«.-L«!e 4«/, . . . .Iö4-!ea-4«/« ungai. Orunbentl.-llblia. 93 22 94 2« 4°/„ lroat. u. lla». «>ro«n«l.-0bl, 94- 9b- «ndere öffentliche Anlehen. Vo«,>, Lande«-Nnl. (biv.) 4«/o 9« 9»^4b «o«n Herren Eiseub. -Lande«- «nlehen ^t»v,^ 4>/,«/„ . . »U3<,l00-»0 5"/o Honau-Ncg.-Anlcllie 1878 10«-- - - Wirner lljerlrhre-Anl. . . 4"/» 94'ß< 9l> 80 betto 1U00 4°/, 94 80 9' 8N «nlehen bei stobt Wien . . ivi-ii, <> ^ »z dctto (L. oder »,) l8'4 120 - 121 — bett! (18S4).....93'l!l' 94'2c bttto (Va«) v. I. 18V» . vb-45 9«-4( detto ltleltr.) v. I. isoo 9e t><> 97' ' betll, (Inv.-«l.)t>.I.1S0» 9« 3d 97-Ä,, Vörsebau-Anlchen verlosb. 4«/„ 9« 2b 97'!il Nu -- — -delto per Ultimo .. 5'/» 1011 b 101 «i Vulg. Staat»-Hypothekar Änl. 1892......««/« 121 b«122 4l «eU> ««e Vulg. Vtaat» - Volbanleth« 1907 f. 100 k^. 4>/,«/n 92 4V »? 40 Pfandbriefe usw. «odentr.,°llg.eft. i,b0I.vl.4»/n 9b-- ««- Vöbm, Hupolhelenb. v^cl. 4°/^ 9? - »?-«b gentval-V°b,-»N'd.-Pl.. östtrr., «I. verl.....4'/,°,« ioe-Äb l«3 i!b bett» «ü I. veil. , . .4°/^ 9« ?b 97-7b Krrd..Inst..üfteil.. f.Verl.-Unt. u. össentl. Aid, »at. >.4°/o ^» ?b 94>7b Üandeib. d. «ü». Valizien und Lrbom. 5?>, I. ruil,;. 4°/« 94 - «b'- Mähr. Hvpothelenb. verl. 4°/^ »S3b 9' 22 N.-östcrr. Lands«-Hup.-Unft.4°', W'L5 9?->e, detto inN, 2°„Pr. verl. »l/,"/« 87 b0 88-b« dtt:°«,.SchulbIch.uerl.3>/,°/<> 87'bo 88-d« detto verl......4°/» 9«- - 9?-- Ofierl, unaar. Vanl b0 Jahre v!>tl. 4°/„ ü, W.....9«'30 9?'N<1 dctto 4"/„ «r......9»'4 500 ssl. (p« Ol.) . . . «75'7b i!7? 71 Sübbahn ^ L°/, ,00 sl. T, °. » Ii»'t0 l2l>-4i Diverse Lose. ,tr,w,li«, »»ft. ,— »8« - b" „ Donau «egul.-Lofe 100 fl »?8'b0 284-bl Eerb. Prü«.-«nl.p l00Fl.2«/, 99 l,n IOb'5« A»»nii»»ltch« ^»s«. VubHp.-Nllfilila (Dmnbau) b fl. «4 bc 28-b». Kreditlose 100 fl...... 029-- b3!>'- Clary-Lose 4N fl. KM. . , . !?»-- lt»9' Ofener Lose 40 fl......—'- --'- Palffh-Lose ^u fl. KM. . . . «32— --- Roten Kreuz, 0ft. «es. V. Il) sl. K3'?b «7 ?l Noten Nicuz, «na. Ges. v. b sl. 3« bl> 40 b«, Nudnlf-Lese to sl......»8>- 74- Snlm Lose 4v sl. i>M- . , , 27s'bO 2l>0 bl Türl. 223 dl «selb War« Wiener Komm. Lose v. I. 1874 b41 — bk.1 - Gen.-Sck. d. S«/« Prüm. Vchulb d,»°b,nrr.-«ntt, Gm, 1»«« 97" 1U<- «ktten. U«n»»»rl»Pnlt»»lh»lln«»». «ussiß-Ttplldel Elsenb. 500 II. Llb5- - 21S.V Nblimische «ordbahn 1b« fl, . --— - — Nuschtiehraber Eisb, 500 sl, !»M U«« bettu lüt. Il) 200 sl. p«r Ull, 944- 9b4 --Don«» - Lampsschifsahrt«. Gcs., ,., l, l. pr!v., 500 sl, NM, ,n<8-- 10b4-- Lul-Bodenbacher G. Ä. «0 «?, b««-— b9c>- FerblnandsNordb. 1000 fl, »M, 53«o>- b«9<,--Naschau-Oberberaer Eisenbahn 200 fl, S....... 3«>2 90 3S3-90 Lemb. - Lzein - Iaüy b«1- "loht,, ßft., Trieft, bOV fl., KM. b«9'bO b43- «dfterr, Nordweftbahn 200 sl, S. — — — — detlo M, «)2fl, S. P. UK. -- —.- 'Lrag-Durer Elsenb, lOOfl.abgst, »27-— 228 b0 Htaalseisenb, L00 fl, 3, per Ult. 74? 2b ?4« 2k. Llidbahii ^00 II. Silber per Ult. I2l>>- 126' -Sübnoibdeutschc Verbindungsb. 20U fl. ltÄ»...... - - —-. Transport Ges,, inlern,. N.-G. 200 «L........ 9Ü 1,b — Ungar. Weftbahn (»taab-Vraz) 200 fl. «ö....... 404 7b 40b 7b Vl. Lolalb.«ttle,!-Ge<. 2«0f1. «23- 2b«'. vanle». «nglo-Österr. Nanl, 1«0fl. . 31l — 2«2' Vanlverlill, Uirner per Kasse — - detto per Ultimo b»9 7t> b40 7b Vobcnlr.-Anft. »st.. 300 Kr. , 1148'- ,,b3' Zentr,.İd.-»rfdbl, öft,. 200 sl. b?4' - b?a--«rüditanftali sin Haildel unb Gewerbe, 3li0 »r., per Nafse ««?»<> «««-»V detto per Ultimo ««9 2e> »?.»«^ Nleditbanl. ung. allg., 200 sl, 7?« ?b 77? 7li Lepostttnbanl, all«,.. 200sl. , 4«l'- 4«»-E«ll»npte - GeseNschaft, nieder- «fieri., 400 Kr..... «U — «4l Z0 Viil,- u. Kaffenoerein, Wiener. liou!l........ 4«»' 4«b- Hypotheleubanl, öst. »00«r. b°/, «<4'- 31b---öänberbanl, bfterr,, 200 fl., p« »°N«...... _--_., delto per Ultimo 49b ?b 49«?.'. „Merlur". «echselsrllb.-«llr!tn. Vestllschaft, 2 fl. . . . «W^' «!i1 — Qsterr >unaar. Banl t400 «kr l??»—1783-— «,'d > Ware- Unwnbanl »00 fl. , , . . b79 40 b«0 40 Unlonbanl, böhmische lO« fl. . 24« ba 249'« Vel-lehlsbanl. allg. »«fl.. , »4« 25 !«»li, JuiUftlil'VnltlneliMNnz». «llüstesellsch,, all», «>!,, 100 sl. 904 - 2«? — Vrüzer Kohlenbei!,b,-VtI. loa fl. ?b« . ?cv — Gisenbahnl^rlehrs-Nnftalt, lift., 100 sl........ 4b7 - 4« . Elsenbahnw-Leiha.erst«, loosl, 207— 20» — ..«lbemübl". Paplerf, u. «.-». 100 fl........ i«9«> ülN-h^ «lellr. Mes. alla, »fterr., 200fl. 4V0-- 4«' — .. ^>— 0 Kr. . . ,120 l12«.' liieswaer Brauerei 10« ft, . . «0i- «o» — Mcntan-Wes, bft. alpine <00 fl. 73« b« 732 b«i ..Poldi-Hütle". Tleeelgußftahl- F,-«,-«. 200 fl......>««'- »oseo PraqerGisen-InduftrleVlsellsch. » 2........ 2S42' «bl »» ^- »»»-— .,Nchl0nlmNhl". Papltrf.,!i00sl. 3Oft»- ,s» -„Schodnica". N. «. f. Petrol.- Industrie, 500 Kr. . . . b» - 5^4- - ..Vtcdrrrin!ll,l".Papielf.u.«.«. 44U - 44«- Trlsaller Kohlenw-«, 70 N. . ««- 303« Turf. Tabarreaie-Ges. 200 ssr. per Kasse..... — - — — betto per Ultimo , , . »7» — <»?5 - Waffenf.-Ges. ßsterr. 100 sl. . «88— «i»? H0 Wr. Naugsscllschaft, 100 fl. . . ,7y— ,>?-. Winierberge ^irgels-AN-Gel. ?w> . ?«N'.- Devise». st«,» Zlchln, »n» Ich»ck». «mfterdam....... 1»8»^19U7l> Leulsche NanlMhe . , , . ,17-80 li«>- Italienische ÄanlMtz« , . . 9b'ls 9bl»b ^oilbon........ 24097 »41-2? Vari«......... »b»? 9b'»e: Tt. P»ter«bul«...... 254 l»o 25b i>a Zürich und «asel..... 9b-«' »b'77 Valuten. Dulale» , ..... 1131 n-l!« 20-ssranlen 3tll«te..... 19,3 19«? 20-Warl-Stülte...... 2»-b» 2» b? Deutsche Neichsbaotnot«, . . 11? ?b I«/'9b Italienische «anknoten ... 9bOK 95'2ü Nubel-ilioten....... «'54»» üb« Ein- und Verkauf von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien« Losen etc., Devisen und Valuten. __________UoS'VersIcherung._________ i JF. CX Mayer p Bank* und WechHlergesch&ft Privat-Depots (Safe-Deposlts) unter eigtnem Versohlua der Partei. Tirz}«ni| TM BtriiifafM ;¦ l«it»-lHTHt h4 mI Hrt-lMtt.