H.M. Donnerstag, 29. August 1889. l08. Iahrgann, »"'Mhl!?'"?f"»'««« l »tit Voftv « »,«nbung : «anMl,« fi. 15, halbj«hl<« si. ?.«,. I», « o « p»° l,: °>» ,» < .^«u«n « s,.. ,,öß«e v«r «tile « ll.« b«i «ft»re., wlebltbl'lnn««« p«, g:ll: , t». Dl» „dalbach»« jjeitnn«" »lsch»«»t t«gl«ch ml» «n»»«bmt b« «onn» nnb yetelta»,, »le «»»lniftraN»« befindet fich Lonnreseplah », die «»action Vahnhofgasse »i. Sprechstunden der Redaction täallch von l« b!« 1« Uh« voimiltage, — Unf»»nN«»e«r<«<» »«be» nicht an««»»»»» and «a»»sc»lpl, »lcht,«««g,st«llt. Umtttcher Hheil. NerlMs""b Ministerial-Secretär im k. und k. ^h Gws,.^^. Hauses und des Aeußern Chri-^crrtären ^ c ^enbrnck s°wie den Leaations-""d Arn^ ^'^ ^"fen Clary-Aldringeu Mold d^ <^""' "°" Hämmerst ein.G es-slininitllch/« , s". ber eisernen Kroue dritter Classe, Zürich c>?s^'l", dem Honorar-Legations-Secretär ^sts AtN^" "°" bitter und dem Gesandt-das R^V ^!^^ ^"f"' Thurn - Valsassina Kanzleiratk.» V 5^ Franz.Ioseph-Ordens. ferner dem ^Mrem n,?^!"°"b Krön fuß das goldene Ver-Schenk ^« ,^ ^one und dem Kanzleidiener ^"heu geruht Verdienstkrellz allergnädigst zu ?"höchsw"^ k A^st^.^^ Majestät haben mit v°m 15. August d. I. den Ascher ^^"^ehörigen in Berlin Karl Hol- den Orden Aw', dann ? Butter Classe mit Nachsicht der » "zel Staatsangehörigen ^"z Mit der w ebendaselbst das goldene Verdieüst. «rone allerguädigst zu verleihen geruht. höchste' ^ k'. Apostolische Majestät haben mit " von, N,^ '?'^"'ll vom 23. Angust d. I. über ?'!"!lshofes "'?"'" des gcmeinsameu Obersten Rech-. ' diese», 2 ^" alleruuterthäniqsten Antrag die ^'^efsteNe 3"""^hofe "ledigte systemisierte Sec-^"ionschefz ^s?" dem Titel uud Charakter eines! V^rgi de ^eten Hofrathe Julius Szent-Ogling ' lm ^ ^lipolt und die hiedurch in ti^l und C^° "ene Hofta.hsstelle dem mit dem '^the Ian^.'?^ Hofrathes bekleideten Sec-geruh^ ^gnaz Fr^tsche allerguädigst zu verleihen ,^ k. und Entschließung gernhten .Haral er N''^ ^"'^t den mit dem Titel bekleideten Hof-von Säros^ mit dem Titel und Charakter von Hofsecretären bekleideten Rechnuugsräthe Karl Wolf und Dr. Joseph Zaoadil zu wirklichen Hofsecretären beim gemeiusamen Obersten Rechnungshöfe, den letzteren Lxlra «lalum, aliergnädigst zu ernennen und dem Rechnungkralhe Franz Pavlicek den Titel und Charakter eines Hofsecretärs huldvollst zu verleihen. Se. t. uud t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 24. Augnst d. I. dem Präsidenten des evangelischen Obcrkirchenrathes Nngs-bnrger und helvetischer Confession Dr. Rudolf Franz den Titel und Charakter eines Sectionschefs allcrgnä-digst zu verleihen gernht. Gautsch m. p. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 19. August d. I. dem Redacteur der «Prager Zeitung», Rcgierungsrathe Dr. Ednard Bruna, anlässlich der über seine Bitte erfolgten Versehung in den bleibenden Ruhestand in neuerlicher Anerkennung seiner vieljährigen verdienstvollen Thätigkeit den'Titel eines Hosrathcs taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 22. August d. I. dem Obcrpostdirector uud Vorstande der Post. und Telegraphen-Direction in Brunn Franz Ritter von Safatil-Pstrosz taxfrei den Titel nnd Charakter eines Hofrathcs allergnädigst zu verleihen geruht. Bacquehem m. p. Se. t. und k. Apostolische Majestät habm mit Allerhöchster Entschließung vom 14. August d. I. dem k. k. Obcrberqrathe uud Vorstande des chemisch'hüttcn-männischen Laboratoriums in Wien Adolf Patera anlässlich der von ihm erbetenen Versetzung in den bleibenden Ruhestand in Anerkennung seiner vieljähri-gen ersprießlichen Dienstleistung den Titel und Cha-raktcr eines Hofrathes mit Nachsicht der Taxe aller. gnädigst zu verleihen geruht. Falkenhaynm. p. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 23. August d. I. den ordentlichen Professor an' der technischen Hochschule m Graz Rupert Bock zum ordentlichen Professor der technischen Mechanik und Maschinenlehre in Wien allergnädigst zu ernennen geruht. Gautsch m. p. Der Iustizminister hat den Rathssecreta'rs'Adjunc-ten des k. k. Oberlandesgerichtes in Graz Theodor Hoffmann Ritter von Osten Hof zum Landesgerichtilrathe in Graz ernannt. __________ Der Iustizminister hat den im Justizministerium iu Verwendung stehenden Gerichtsadjuncten des Landes-gerichtes in Graz Dr. August Ritter von Pitreich zum Miuisterial-Vicesecretär im Justizministerium ernannt. __________ Der Iustizminister hat die Bezirksrichter Karl Mischih von Rottenmann nach Frohnleiten und Dr. Rudolf Kraus von Mautern nach Fürstenfeld versetzt. Heute wird das VIII. Stück des Landesgesetzblattes für das Hcrzogthum Krain ausgegeben und versendet. Dasselbe ent» hält unter: Nr. 17 das Gesetz vom 28, Juli 1389, betreffend die Herstellung und Erhaltung der öffentlichen nichtararischcn Straßen und Wcqe; Nr. 18 das Gesetz vom 28. Juli 1889, betreffend die Kategori« sierung der Landcsstraßen in Kram. Von der Redaction des Landesgesetzblattes für Kram. Laib ach am 29. August 1889. Nichtamtlicher Meil. Die Bezirks-Kranlencasse Laibach. Auf Grund des Gesetzes vom 30. März 1888. R. G. Bl. Nr. 33, betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter; des Erlasses des Ministeriums des Innern vom 14. Mai 1888, Z. 8351. betreffend die Ausarbeitung von Organisationsplänen für die Errichtung von Bezirks - Kranlencassen; der Kundmachung dieses Ministeriums vom 20. October 1888, R. G. Bl. Nr. 159, und des Organisationsplanes für die auf Grund des ß 12 des Krankenversicherungs-Gesetzes zu errichtenden Bezirks-Krankencassen, und in Anwendung der Bestimmungen des betreffenden Versicherung«« Gesetzes auf das Apothekerpersonal, wurde das Statut der Bezirks-Kranlencasse Laibach verfasst und von der k. k. Landesregierung für Krain mit ErlasS vom 25sten Februar 1889. Z. 817. genehmigt. Die benannte, unter Beaufsichtigung des Stadtmagistrates Laibach stehende Casse wurde nach den bestehenden Ministerialoerfügungen am 1. August b. I. activiert, uud befindet sich das betreffende Local im alten Kreisamtsgebäude in der Spitalgasse im rückwärtigen Tracte im ersten Stockwerke. Die Anzahl der Arbeitgeber erreicht nahezu die Höhe von 600, Feuilleton. Zeit und "^" ''"ä °d" lang. ^?z^""ihnen^'/^ eigentlich ll°r nichts, und dIe^' bezeichnende Ehre anthun will, sie als begV gerade d '«>, ^^ """' s" !""' Begriffe, H'"lst. Was ^?'^ "eil «" ^en nichts « Ew- " ^ """en lässt, ist für uns l^"^e"stH der Superlativ der Zeit. und über 'E>viH°" "anch/^U'ter.der Verstand der Men-"'ch, , lt. Mchaek^?? zu lntensiv über den Begriff ttnie """rlich ^"Zt hat, ist verrückt geworden. Ich ^'Nk'ei^rmzte V^ Ewigkeit, die immer dan-'^an .^e cinV^ '."'^ "wa jene Ungeduld-Ah w«^""e u5, ."""' der dem Kellucr klagt: ^3>n eine"'^^'^ """'en Nostbraten? ^ ? der K<,.,"e Ewigkeit daranf.'. oder die ^sen'^t H'^°u nach ihrer Köchin: «Die Derle' "'" 6""^" zum Ein- >tet ^V' eil^ NÄ^m kommen sehr oft vor. >e!> > neu?b^cherin auf den Schneider 5 e3e""f das ."l^5'd bringen soll. oder ein 2 '^ " Geldb,i'G°ldschiff ans Nürnberg., d. h. ""r ^, "'geroöh"5 "?'" Herm Papa. Wir haben ^'"H gesprächsweise m.t «Ewigkeiten-! '""' als wäre deren Vorralh un- erschöpflich, während es doch nnr eine einzige Ewig. keit gibt. . ^, ., . Die «Zeit. wird gewöhnlich als e,n Thell der Ewigkeit angenommen; man ist so Mschwelgcnd übereingekommen, die Ewigkeit als das Grenzenlose, dle Hrit als ein messbares Stück der Ewigkeit hmzuneh. men; daher sagt man auch .für Zeit und Ewig ett». Man kann es oft genng hören, dass einer ^agt: .Ich habe keine Zeit»; dass aber einer sagt: 'Ich habe keine Ewigkeit., dürfte noch selten vorgekommen ""' Während nnn Zeit und Raum in der Einzahl kaum deu Wert von Begriffen haben, sieht d,c Sache in der Mehrzahl gleich anders ans. «Men» und .Nänmc. verstehen wir weit leichter, wir yaveu oa etwas Concretes vor uns. dessen Dauer oder Äus« dehnung sich messen lässt. Eine Eigenthnmllchkelt un Sprachgebranche ist es. dass wir die Ze't, """' wir sie loben wollen, im Singular gebrauchen; man cmeri z. B. «die gnte alte Zeit.; sind wir mit etwas unzufrieden, dann muss der Plural herhalten, und man klagt über die «schlechten Zeiten». ^ _ .^ ^ . Unsere Anschauungen über Kurz oder Laug, Gro^ oder Klein wechseln wir je nach Bedarf, nach un erem subjective» Empfinden; das kommt daher, lven me Mehrzahl der Mensche,. Egoisten sind. d,e sich aver sofort beleidigt fühlen, wenn man sie als plche ve zeichnet. Kurz oder laug! Jeder misst da mit iem^r eigenen Elle; dem General sind z. V. drei Iah/e Dlenst. zeit zu kurz zur vollständigen militärischen AusvMmg des Mannes; dem Soldaten erscheinen sie wie eine kleine Ewigkeit. Hinsichtlich der Dauer des Schulbesuches schwärmen einige für neun Jahre und sehr viele mei-nen, es wären fünf, sechs Jahre ausreichend genug. Die Frau ist überzeugt, dass sich mit vierzehn Meter Stoff ein vollständiges Kleid herstellen lasse, die Schnei« denn betheuert, es werde sich unter sechzehn Meter nichts Ordentliches machen lassen. Wenn man aus seinem Ich heraussteigen nnd sich in die Situationen anderer Leute hineindenken kann, wird man es auch begreiflich finden, warum ihnen manches zu kurz oder zu lang. zu groß oder zu klein ist. Ein Urlaubsmonat mit fortlaufendem Gehalte ist gewiss nie als zu kurz beklagt worden, während derselbe Monat einer Frau, die mit dem fixen Wirtschaftsgelde haushalten und aushalten mnss, mitunter ermüdend lang vorkommen kann. Da meint eine Gnädige, wenn das Dienstmädchen jeden zweiten Sonntag den «Ausgang» hat und von 4 bis 8 Uhr ausbleiben kann. so wäre diese Zeit für Erholung lang genug; anders denkt natürlich das Mädchen, besonders wenn es Liebe im Herzen trägt und monatlich nur zweimal Gelegenheit hat, seine Gefühle dem Auserwählten darlegen zu können; für weibliche Dienstboten haben selbst die frömmsten Frauen die Bibel außer Geltung gesetzt, die da sagt: Sechs Tage sollst du arbeiten, am siebenten aber ruhen; der Köchin gegenüber gilt das profane Gesetz: «Dreizehn und einen halben Tag sollst du arbeiten und erst am vierzehnten durch 3 bis 4 Stunden dich erholen dür« zZatbacher Zeitung Nl. 197. 1678 29. AllgustM der Arbeitnehmer die Höhe von 2616 Versicherungspflichtigen. Herr Josef Ge'celj wurde znm Casse-und Rcchnungsführer ernannt nnd hat als solcher den vorgeschriebenen Eid am 8. d. M. bei der staatlichen Aufsichtsbehörde abgelegt. Nachdem die bezüglichen Cassebeiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber vor« schriftsgemäß jeden Monat im vorhinein an die Casse abzuführen sind, werden die einschlägigen Zahlnngs-listen den Arbeitgebern seit ein paar Tagen bereits zugestellt. In denselben sind die betreffenden Beiträge für jedes Mitglied sowie die Beiträge der Arbeitgeber ersichtlich. Um das segensreiche Institut in seiner Wirksamkeit nicht zu stören, ist zu erwarten, dass die Herren Arbeitgeber ihr Entgegenkommen der Casse nicht versagen und somit die vorgeschriebenen Beiträge umso-mehr ohne Verzug abführen werden, als die Versicherten mit dem Tage der Anmeldung in die Berechtigung zum Bezüge des Krankengeldes, der Medicamente und zur ärztlichen Hilfeleistung treten. Der ordnungsmäßige Geschäftsgang und die laufende Leistung an Krankengeldern erfordern es, dass die Anmeldungen der in Arbeit tretenden Versicherungspflichtigen rechtzeitig und statutengemäß nach drei Tagen vom Arbeitsantritte bei der Casse erfolgen. In der gleichen Frist müssen auch die Abmeldungen geschehen. Im Interesse der erkrankenden Casscmitglieder wurde der Stadtrayon der Vezirkscasse in vier Bezirke eingetheilt und für je einen Bezirk ein Doctor der gesammten Heilkunde be« stellt. Jeder Versicherte erhält eine auf feinen Namen lauteude Legitimationskarte, in welcher der für jenen Bezirk aufgestellte Arzt, in welchem sich der Versicherte befindet, benannt und dessen Wohnort ersichtlich gemacht ist. Im Erkrankungsfalle hat sich das Mitglied zur Ausstellung des Krankenscheines unter Beibringung der Legitimationskarte bei dem betreffenden Cassenarzte oder beim Casse- und Rechnungsführer zu melden. Kann dies wegen der Art der Krankheit nicht persönlich geschehen, so muss die Meldung durch dritte Personen erfolgen. Die Beiträge leistet der Versicherte jeden Monat mit Hinweglassung der Sonntage, somit nur für sechs Tage in der Woche, wohl bezieht er aber das Krankengeld für die volle Woche von sieben Tagen. Um irrigen Anschauungen zu begegnen, sei hier erwähnt, dass für die Krankencasse Laibach nicht der factische Lohnbezug zur Berechnung des Krankengeldes zu Grnnde gelegt ist, sondern die Arbeiter und Arbeiterinnen sind in fünf Kategorien eingetheilt, und zwar ist das Ausmaß für die erste Kategorie: «Jugendliche Arbeiter» (Praktikanten. Volontäre), die noch die Ausbildung genießen, somit einen geringen oder keinen Lohn beziehen, 40 kr.; für die zweite Kategorie: «Arbeiter» 80 kr.; für die dritte Kategorie: «Vorarbeiter» 1 st.; für die vierte Kategorie «Jugendliche Arbei« terin» 30 kr. und für die fünfte Kategorie: «Arbei« terill' 50 kr. festgesetzt. Von diesen fixierten Beträgen zahlen die Mitglieder 2 kr. und der Arbeitgeber den Beitrag mit 1 kr. vom Gulden. Das Krankengeld beträgt 60 Procent von dem in der betreffenden Kategorie festgestellten Betrage. Beispielsweise erhält ein Mitglied ans der dritten Kategorie pro Woche 4 fl. 20 kr. oder pro Tag 60 kr. an Krankengeld. Die Krankengelder werden gegen jedesmalige Beibringung des in Händen des Kranken befindlichen Krankenscheines bei der Casse jeden Samstag nachmittags von 2 bis 5 Uhr ausbezahlt. Statutengemäß ist der Kranke znm Veznge des Krankengeldes für eine Periode von 20 Wochen berechtigt. Wenn es die Krankheits- oder andere Umstände erheischen, wird der Kranke anf Kosten der Casse in das Krankenhans transportiert, wo derselbe ärztliche Behandlung und Verpflegung genießt. Wöchnerinnen sind zum Bezüge eiues Krankengeldes für die Dauer von vier Wochen berechtigt; diese Periode kann bei weiterer Erkrankung bis zum Maximum von 20 Wo» chen erweitert werden. An Beerdiguugskosten zahlt die Vezirks-Krankencasse das Zwanzigfache des in der betreffenden Kategorie fixierten Betrages. Beispielsweise ist für den Versicherten der dritten Kategorie 20 fl. an Beerdigungskosten, welche gegen Beibringung des Todtenscheines geleistet werden, fixiert. Paragraph 67 des Statutes lautet: Wer der ihm nach § 31 obliegenden Pflicht znr An- und Abmeldung oder der ihm nach § 61 obliegenden Anzeigepflicht gar nicht oder nicht rechtzeitig nachkommt, wird für jeden einzelnen Fall mit Gcld bis zu 10 st. uud im Nichteinbringuugsfalle mit Arrest bis zu zwei Tagen bestraft. § 62. Die dem Versicherten auf Grund des Versicherungsgesetzes zustehenden Forderungen können weder in Execution gezogen noch durch Sichermigs-maßregeln getroffen werden. Eine Ausnahme hievon besteht nur zu Gunsten der gegen deu Versicherten nach dem Gesetze bestehenden Forderungen zur Lcistuug des Unterhaltes. Im übrigen machen wir anf den Auszug aus dem Krankencasse - Statute, welcher au der Rückseite der Lcgitimationstarte abgedruckt erscheint, beziehungsweise auf jenen, welcher jedem Arbeitgeber zu» kommt, aufmerksam. In zweifelhaften Fällen werden in den festgesetzten Amtsstnndcn in der Casse Auftlärun» gen bereitwilligst ertheilt. Wir wünschen dem humanen Institute ein gedeihliches Wirken und das beste Einvernehmen zwischen dem Vorstande, den Versicherlen und Arbeitgebern, die Folgen davon können nur segensreich sein für die Betheiligten und die gute Sache. Schließlich erwähuen wir noch, dass der Vorstand die Amtsstuudeu für die Parteien nachstehend bestimmt hat: An Werktagen von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 2 bis 5 Uhr nachmittags. In dieser Zeit werden Zahlungen angenommen, An- uud Abmeldungen entgegengenommen uud Aufschlüsse in jeder Richtuug ertheilt. Zahlungslisten nnd Legitimationskarten werden ins Hans gegen Empfangsbestätigung zugestellt, Zahlungen nimmt der vcrcautio-nierte Casse- und Rechnunqsführer gegen juxtierte Empfangsbestätigungen im Casselocale entgegen Allfällige Berichtigungen in den ziffermäßigen Ansätzen in den Zahlungslisten, welche, seien es uurich-tige oder nicht rechtzeitige An- und Abmeldungen oder unrichtige Fixierungen der Arbeiterkategorien, werden durch Outschreibungen den betreffenden Arbeitgebern nur in den Zahlnngslisten im nächstfolgenden Monate vorgenommen, ebenso jede im Laufe eines Monates erfolgte An> nnd Abmeldung; in den zu Anfang des Monates zur Zustellnng gelangten Zahlungslisten können in demselben Monate bedingungslos keine Berichtigungen stattfinden. Politische Ueberficht. (Berufs- und Neserve-Officiere.) Das active Officierscorps sowie die Officiere der Reserve sind berufen, im Kriegsfalle als Glieder eines einheitlichen Ganzen die gleiche Aufgabe zu erfüllen und die gleichen Pflichten zu tragen. Der Contact dieser Gruppen ist daher schon im Frieden nicht mir ^ schenswert, sondern geradezu nothwendig, !^s„^ Berufs- uud Neserve-Officiere nicht im Ernstfälle ^ gegenüberstehen. In richtiger Erkenntnis ^>tt ^ wendigkeit hat sich, wie die «Reichswehr' Nlw) ^ das Ncichs-Kriegsministerinm veranlasst gesehen, m eines besonderen Erlasses die Truppen-ComMiw ' auf die Mittel aufmerksam zu machen, bura) . ein innigerer Contact zwischen Aerufs< und "V <^. Officieren zu erzielen wäre. Das Neichs.KnegsnM, rimn weist darauf hin, dass im Sinne der ^ Vorschriften, zweiter Theil, den Truppen-Commali das Recht zusteht. Reseroe-Officiercn unter ^^,, Bedingungen sowohl freiwillige active Dlensileii > von längerer Daner, als auch Theilnahme "" ^z deren kürzeren Uebnngen zu gestatten. Ferner ^ ^ Neichs-Kriegsministerium daranf hin, dass die ^r"^ Commandanten nicht allein der kriegstüchligel bildling der Rcserve-Officiere, sondern auch d"^ der Kameradschaft uud des Gemeingeistes cm bW ^ Augenimrt zu widmen haben. Um diesen A" ,^ B reichen, sollen die Truppen-Commandanten ^v^ rein dienstliche Anlässe benutzen, um die ^ l Officiere, soweit dies durch die Dislocations-" ",-nifse ermöglicht wird. an ihren Stammkörper y.^„ zuziehen, sondern sie sollen auch deu Reserve-^ ^, die Theilnahme an militärischen Gedenk- ^"" ,,gc,> tagen sowie sonstigen kameradschaftlichen VerelN'^z durch zwanglose Einladungen ermöglichen, ^g>teiü des Reichs-'Kriegsministcrinms schließt mit de" " ^ «Die Truppen-Commandanten werden daher ^ ^Ail Weise beitragen, dass die von Sr. k. und k. ap°H^ Majestät mit allen Ehren und Attributen der ^I' ,^,> Charge ausgezeichneten Neserve-Officiere «n ^ Kreisen in Berührung treten, in welchen 'y Ernstfalle ein wichtiger Platz eingeräumt ^' . ^ (Internationaler Saatenmarll.) ^ 27. August. Im Geschäfte herrschte auch ye" ^ denkbar größte Stille, uud nur für Gerste "^fl,lst seitens des Exportes doch eher etwas bessc" " ^< geltend, ohne dass es aber zu größeren Un'M „B men konnte, da Forderungen und Oegengev ^ i,i immer ziemlich weit differierten. Der "^ ^ „^ Weizen ist kaum der Rede wert. da "bery^ M wenige Consumenwl kleine Anschaffungen may ^,ch übrigen stockte das Geschäft aber fast gä"^' «e B in Terminen kamen mir vereinzelte AM"! ^,! Auf diesem Gebiete, wie auch in effective 2U" ^ el' die Preise anch heute keiue wesentliche 2!""^ ,^ fahren, uud es notierten bei Schluss des ^ ^ Herbstweizen 8 fl. 73 kr.. Frnhjahrsweizen ^ >^ M Herbsikorn 7 fl. 8 kr., Herbsthafer 6 st- " Mai-IuniMais 5 fl. 97 kr. .^, l/ (Parlamentarisches.) Nach ^^ ^ vorliegenden Meldung werden die LandtM^ M October zusammentreten. Der Termin ^.sA^ bernfliug des Neichsrathcs ist uoch nicht Abgeordnetenhaus wird nach seinem W^e^,,, se^ tritte zuuächst den von der Regierung b" .^ B tiggestellten Staatsvoranschlag für das Jahr gegennehmen. .lulae^. (Anctionshalle n.) Der mittelte das Handelsministerium den vethen'g ^ »e sterien einen bereits ausgearbeiteten Oeschci ^M„ treffend die Errichtung lind den Betrieb """ ^c< hallen. Nach der Prüfling wird ein^ M"M^^ fen.» Ist's da zu wundern, wenn die Küchenfee den Marktgang, das Kaufmaunsgewölbe und dergleichen Gelegenheiten benützt, in der Zwischenzeit Erholnngs-Viertelstunden herauszuschlagen? Gefühlvolle heiratslustige Herren möchte ich bei dieser Gelegenheit aufmerksam machen, dafs sie doch nicht gar so lange herumziehen sollen, bevor sie sich endlich deutlich aussprechen. Dieses stille Werben, dieses Herumschleichen, wie die Katze um den heißen Brei, taugt nichts, wenn das Mädchen einnAl eine entschiedene Werbung erwarten darf, dann erscheint demselben eine Woche so lang wie ein Monat, und dieses bräutigamliche Herumpaffen ist die ausgesprochenste Menschenquälerei. Euch, edle Fraueu, aber, die ihr Grund zn einer Auseinandersetzung mit dem auf Abwege geratheneu, schuldbewussten Gatten habt, lasst diesen nicht gar zu lange auf die Gardiuenpredigt warten, zu der er ver-nrtheilt ist; er weiß und fühlt es ja doch. dass die Atmosphäre schwül ist, dass etwas kommen wird. Lasst ihn nicht zu lange leiden; ein Tag ist da eine Unendlichkeit; lasst ihn Reu und Leid erwecken nnd dann seid wieder sonnenhell; kurz und gut. verzeiht rasch. Doppelt gibt. wer schnell gibt. und bei den sündhaften Männern werdet ihr ja doch nichts anderes thun können, als fort uud fort predigen und verzeihen; predigt übrigens nie zu lauge! Fünf Minuten Gardinen-predigt haben den äquivalenten Wert von drei Taaen Einzelhaft. Nachdruck verboten. Verschlungene Ifäöen. Noman aus dem Englischen von Hermine Frankenstein. (25. Fortsetzung.) 10. Capitel. Lynwood-Hall war festlich geschmückt. Aus alleu Fenstern hiengen Fahnen hernieder; die Eingangs« Pforte war mit Laub- nnd Blumengewinden umgeben; vor der Einfahrt in den Park war eine mächtige Triumphpforte errichtet; in den Gartenanlagen waren zahllose bunte Lampen aufgestellt; alle diese Dinge sollten Zeugnis geben von der großen uud allgemeiuen Freude, mit der die Heimkehr Sir Ralph Lynwoods und seiner jungen Gattin begrüßt wurde. Die Nachricht von der Verheiratung des Baronets hatte nicht wenig Gerede und Neug'er in der Grafschaft herausgefordert, und man war keineswegs geneigt, Lady Lynwood günstig zu beurtheilen. «Ein berechnendes, schlaues junges Frauenzim« mer, das Sir Ralph wegen seines Reichthums und Titels geheiratet hat,» sagten die Leute, gar weise die Köpfe schüttelnd, und dann sprachen sie in ge^ dämpftem Tone von Otto Lyuwood uud warcu neugierig, zu erfahren, wie er es wohl hinnehmen würde, sick so plötzlich von seiner Erbfolge ausgeschlossen zu sehen. Wenn er darüber empört wnr, so gelang es ihm wunderbar, nichts von seinen Gefühlen merken zu lassen; denn er war es. der alle diese Vurbereituugen zum feierlichen Empfang für seiuen Onkel angeordnet nnd vorbereitet hatte; er ließ die Glocken läuten, die Triumph- pforten errichten nnd war eigentlich die ^?k zen festlichen Veranstaltungen. . ^ tM^. «Natürlich war es gewissermaßen ^,,,a,id^, schling für mich.» erklärte er offen, weun ^V. Andeutung gegen ihn fallen ließ. dafs er nu.^ M rat seines Onkels unmöglich einverstanden ^. M^ «aber dennoch bin ich im ganzen nicht böse t>a ^ i Onkel ist einer der bestell Menschen von oe M war, so lange ich lebe. wie ein Vater « ^ i» > ich habe also wahrlich kein Recht, es 'V" H l"" gönnen, dass er glücklich ist. selbst wenn e» Kosten geschieht.» -^ H^ Diese Erklärung erhöhte die allgen"" sB, für Otto Lynwood gar schr, denn die ^M^, sich, dass er für die Art und Weise, " ^l""? / den Verlust seines Erbrechtes ertrug. ^^ had^V diene, indem auch der selbstloseste MensH .^eü ^K d^r Fassuug gebracht werden könnte, der > ^^ ficht anf eine Aaronie sammt einer 3^1 ^ 50000 Pfnnd plötzlich entsagen zu ""^ ^ d'^ Der Nachmittag war wunderschön, hM'^ benprächtigen Oartenanlagen machten ^^'s ,t> ^ nrnglanz einen berückeudeu Eindruck. ^iih^i^ hafteten anf all der Schönheit und P"^^ ^o^ die Arrangements musterte, als sähe er ^ znm erstenmal! verl'"?,"''' «Ein schönes Erbe — um es " ha" e" müssen,, murmelte er für sich, und s^M'" eigeuthümlichem Lächeln hinzu: «oder i ^ zu können.» >^r "^ Er hatte lange und eingehend darn"" 1679 29, August 15W. l«'weAn"'^'"'^" ^igierung der Vorlage zu- 'Taacsw^ ^'" Küstenlands.) Die Grazer NlAins ^'s. b"W folgende Tarlaren - Nachricht: dm N.s^f ""bertl wurde von der Curi>ckl "" '"^^ Bevölkerung des Küstenlandes ThalsMck.^'^'"^^ '?erdc. Vorstellungen zn machen. Kiislenlalche Galimberti in den leyten Tagen im "uttaas <>^^"H in Budapest.) Vorgestern vorbei d.sZ.?'' die Minister und Notabilitäten im Schach ^s.^°^.und gaben ihre Karten ab. Der er von Vlln? ^ Akademie der Wissenschaften, wo l°b°'M d^ V l'" p"si!'ch^r Sprache begrüßt wurde, ^ttzoas ^?"'".lm, worauf er iu Begleitung des lktheninsel ,?' ^!'^ Dampferfahrt nach 'der Marga- ^lckkehr d.« s. ^^ ^ e l m auf Reise n.) Mit der >s< die Aer,^ Ä^" Kaisers ans den Rcichslanden ^!chloss,n «> " 5>ommerreisen des Kaisers Wilhelm ll. ^""r b,^r ' !.?^ "°^ für den Herbst eiue große "Mllmilie in '^) ^^ ^" ^^luch der italienischen Kö- ^" ^Mnäs,s. , 'Ic "^ ""d dann die Reise nach Athen der kaiserlichen Schwester mit dem dem Prinzen von Sparta. ^"jcht im^ deutschen Kaisers in Athen weckt °" beMH „l ." große Aufmerksamkeit. Der S»l. ^ deut cl^n o^!"^ ^^ndere Mission zur Begrüßung ,, (Di^N,^ n^ When zn e^^^ "'^. Der a?^ '^^" °us Kreta) lanten " 'hm ^ Z neral-Gouverneur Schakir Pascha hat kochen la s,m?^'"« stehenden Truppen ununter- ^'"d Hm ^°""^" lass"', ohne dass dieselben ? w d r Pr?'de^°"0' begegnet wären. Apoko- "fnedenen Z"^"z ^tymo, der Hanptsitz der Uu< 3^uftüh^'^°h"e weiteres ergeben, nachdem 3"°^ G'wde zugesagt war. Ä ^ "ne an d „ ^/. ^""' zusammen nnd ent- Ve. welche b.?^""?," ^" "^eude Ergebenheits- Diener H,.°ald d« Unterschriften sämmtliche er- ^"sel .? ü .'"^ ^"ir Pascha hofft, dass er ^n werd", ^lter ^"t zur Ordnuug zurückgeführt ^dldatmlist? m!^ ° " 2 isten) veröffentlichen ihre V"kt"l Nahl"^,?""! "on General Aoulanger qe- Käficht d r L" s"" den bekannten Phrafen von ^''"versammlm,.^"^ ""^ Einberllfnng einer ? In d^Lis^-^ das allgemeine Stimm- der hervorragend-n b>tt H, ^^"chnet. I«, 5. Arrondissement '"bst. "Zement — Montmartre — Bonlauger w,?s lich^alle N^"^"') ^e Krise in Turin ist, nach.' tt K als vergeblich er- w l^pfer drrse b n <-. 3?""' ^'sbn'ch gelangt. Das d3.^" un ich"d'ab"".?7 °uf ihre Cassen zu liche??guncl h Zbe^a >"'^'" "klären musste, tk^^gen ^?"b" ist, da das Pnblicum betracht- ^r^^""t' di p" «^"' "ne ungeheure. Gin zwei- t e ^. kämpft 'wch ^ wUe ebenfalls ge. ''^Ü'Ulich 7i. "°ch 'lm Ihre Existenz. Die Krise der Bauspcculation, welche "Uo??^en'K^ ^ '"n w3e K Ä'l^' l'br wohl. dass es ganz k"e ihm Hn?^ ^'"l) Vorwürfe zu machen '°lls^''3escheh^e T?wfV"sse. sich s° zu stellen, « natürlich nnd er ?ch 3 e> Vri f ,.?°^en wäre. Demgemäß schrieb lpta/ zlMe bea i,f' - l"nen Onkel, worin er ihn und den Wnnsch ausern n verwandte so bald als möglich kennen ^u""7 berI^«7İ"b er in Wirklichkeit; denn 3^> .''""t welcher ^"^3" "fahren, wer die ^lz .k ^ trotz sZ" " dw Kampf werde kämpfen M'g soiu '>d °, d'r Nag 7 ""de" feine Waugin sogar blei-^ie,', ""e>, Oi i "nn durch die AUee herauffuhr ""3>v"" einer D«n^l^'luder. glückstrahlender ^"" n"" Kind au ' lchcn sah, die nicht nur fast k E s?.gleichlich ^h. °"dern von geradezn cngel° >'n d « " glänze,!.'?s,"''»'schüchtert ""d ängstlich ?^ ^^«^n T" Empfangsfeierlichkeiten; - sie ^ bleich "'"m sich ^..PeM. Ernmdnng nnd Auf- b ^ "us/a'n deu Wagen ^. schilt ^^inl>a m ^? helfend, woranf er ^'"e Ll '' währ", ""größter Herzlichkeit die '^" sH"'b " die Adrienne's ehrerbietig von beiden Banken in großem Maßstabe untelstllht und gefördert wnrde, bis die Situation unhaltbar geworden war. (Deutscher Katholikentag.) In der ersten öffentlichen Gencralversammluug spiach sich Wendt fiir die Nothwendigkeit eines weltlichen Besitzes des Papstes, resp ctiue für die Rückgabe des Kirchenstaates uud geg^n die Giordano - Brnno - Feier aus. Die Vcr-! sammlung beschloss eine Ergcbenheits - Adresse an den Papst. (König Milan) richtete an Nistic ein Schrei» ben, worin rr den Dank dafür ausspricht, dass es der Regentschaft nnd der Negiernng gelang, die Ex-Königin Natalie von Belgrad fernzuhaltm. Ihr Erscheinen daselbst — heißt es weiter in dem Schreiben — hätte die gtöhten politischen Unannehmlichkeiten verursacht. (Kaschmir.) Im englischen Oberhause erklärte Staatsjccretär Croß, England habe nicht die Absicht, Kaschmir zu auucctieren. Tagesneuigleiten. Se.Majestät der Kaiser haben, wie das nngarische Amtsblatt meldet, fiir die griechisch-katholische Kirche zn Boncznynes 200 st., für die griechisch-katholische Gcinmlde Iloucza-Novoszelicza 100 fl.. für die griechisch katholische Gemeinde Laski 200 fl.. für die griechisch kalholifche Gemeinde Q-Holyatin 100 fl.. für die griechischkathollsche Gemeinde Terje 100 fl., für die lvangelische Gemeinde Chisznyö 100 fl. zn spenden geruht. — (Ein Geschenk des Schach.) Erzherzog Karl Ludwig wurde nach dem Ausflüge auf den Kahlenberg vom Schach mit einem ähnlichen Bilde, wie es der Kaifer vom Schach besitzt, überrascht. Das Bildchen, ein wohlgelungenes Porträt des Schach, in Email ausgeführt, ist von einem ovalen Rahmen umgeben. Der Rahmen besteht aus drei Reihen Brillanten, welche in Silber derart gefasst sind, dass die größeren, ungefähr erbsengroßen Diamanten nach außen, die kleineren Brillanten das Bild innen umschließen; oberhalb desselben ist eine dreizackige Krone, gebildet aus in Gold gefassten Brillanten verschiedener Größe. Von den Zacken geht je eiue aus Brillanten gebildete Reiherfedcr aus. Unterhalb der Krone sind, den Rahmen zum Theile einschließend, zwei Lorbeerzweige angebracht, und zwei Lorbeerzweige schmücken auch unlen den Nahmen. Sämmtliche vier Lor» beerzweige bestehen gleichfalls aus in Gold gefasslen Brillanten. Zwischen den einzelnen Blätterbüschelchen sind kleine Goldkügelch?,, angebracht. Das Bild kann an einem himmelblauen Bande um den Hals getragen werden. — (Schneefälle in den Alpen.) Aus dem Alpengebiele zwischen dem Vodcnsee und der Enns wirb über tüchtige Schneesälle berichtet. Aus Brennerbad wird geschrieben, dass man sich dort in einer Winterlandschaft zu befinden glaube; aus Gastein wird gemeldet, dass es dort tüchtig geschneit hat; in gleicher Weise wird aus Hohenschwangau und aus Nanders berichtet, dass dort in den letzten Tagen viel Schnee gefallen ist. — (Conversion der Trifailer Prioritäten.) Die letzte Generalversammlung der Trifailer Kohlengemcrlschaft hat den Verwaltungsrath ermächtigt, die drci Emissionen der üproc. Goldprioritätenanleihe in eine 4proc. Anleihe zu convertiercn. Nun sind die Ner« Handlungen, welche zwischen der Trisailer Gewerkschaft und der Länderbank bezüglich der Durchführung dieser Operation gepflogen wurden, zum Abschlüsse gelangt, und die Conversion soll in der Zeit vom 5. bis 20. September durchgeführt werden. — (Weltausstellung 1692.) Man schreibt aus Newyorl: Zu der geplanten Weltausstellung im Jahre 1892 bewerben sich außer Newyork und Washington noch die allerdings mächtig aufstrebenden Städte Sanct Louis im Staate Missouri und Chicago in Illinois; damit aber auch hier das Lächerliche nicht fehlt, tritt selbst die verhältnismäßig lleine Stadt St. Josef ,n Missouri als Mitbewerberin auf. Nach der jetzigen Sach. läge der Diuge darf man indes wohl mit Bestimmtheit annehmen, dass Newyork den Sieg davontragen wird. Für diese Wcltansstellung hat Mayor Grand cmen Finanzausschnss von 2ll reichen M»»nern organchett. Ein.',,, von Mr. Jesse Seligman ausgearbeiteten Plane zufolge soll ein Capital von drei Millionen Dollars durch Emilsion von Actien ausgebracht werden. — (Pcrsonalnachrichten) Wie "an uns'mt-thcilt, hat Se. Excellenz der I.,stizmi»ister Graf Schön-born vorgestern einen mehnvöchentlichen Urlaub angetreten. — Se. Excellenz der Handclsminisler Marqms v. Nacquehem hat sich auf einige Tage nach Nbbazm begeben. -(Geschwefelte Pfirsiche.) Mit welchem Raffinement oft gegen die Gesundheit des Publlcums ge< sündigt wird, davon liefert folgender Fall ein Velsplel. Ein italienischer Groß-Obslhändler gerieth auf den Em-fall, um die von ihm auf den Markt in Wien zu spedierenden Pfirsiche möglichst vor dem Verderben zu schützen, sie mit Schwefel zn bestauben und dann in leichtes Papier zu hüllen. Die Organe des Marktcommissariates wurden daher vom Magistrate beauftragt, derartige Pfir» siche von, Verkehre ferne zu halten. — (Journalistisches.) Ein Comite', bestehend aus Wiener Fabrikanten, bildete einen Fond, um vom 1. October an ein neues Tagblalt christlich-socialer Ten-denz herauszugeben. An der Spitze des Ausschusses steht der Abg. Dr. Lueger. — (Wald brand.) In dem dem griechischen Kirchenfonds gehörigen großen Walde bei Pojana-Stampi ist ein Vrand ausgebrochen, welcher circa 300 Joch ergriffen hat und trotz dreitägiger anstrengender Thätigkeit nicht gelöscht werden konnte. Pas Feuer gefährdet die in der Nähe des Vrandortes gelegenen Häuser, insbesondere die erst vor kurzem erbaute prachtvolle Kirche. — (Ungarischer Mehlimport in Fiume und Trieft.) Im Monate Juli wurden nach Fiume 124.681 Metercentner, nach Trieft 12,543 Metercentuer ungarisches Mehl importiert. In den Monaten Jänner-Juli betrug der Import nach Fiume 778.122 Meter» rentner, nach Trieft 100.308 Metercentner, demnach insgesammt 878,430 Metercenlner, während in der gleichen Periode des Vorjahres nur 638.768 Melercentner zugeführt wurden. — (Infolge Explosion erblindet,)NusPrag wird telegraphisch gemeldet: In der Eisengießerei Nist-schitz wollten die Bergleute Kozel und Veverla Felsenblöcke sprengen; bei der Explosion einer Patrone drang das Pulver Veverla ins Gesicht, so dass er aus beiden Augen erblindete. Kozel wurden beide Füße abgerissen. — (Die siamesischen Prinzen.) Die Prinzen Say Sanitwangse und Moni Say von Siam haben Montag vormittags einer Schießprobe im k. l. Artillerie-Arsenale in Wien beigewohnt. Nachmittags besuchten die siamesischen Prinzen das naturhistorische Hofmuseum. Gestern früh reisten die Prinzen mit dem Courierzuge der Südbahn nach Trieft, von dort nach Fiume und Pola, dann wieder über Trieft nach Venedig. — (Plötzlicher Tod.) Wie aus Luttenberg geschrieben wird, ist am 23. d. M. der Grundbesitzer Alois Aantel^ aus Wißerian beim Schmied Alois Sa gran in Salova während des Pferdebeschlagens infolge übermäßigen Nrantweingenusfes plötzlich gestorben. — (Vom Theater.) Die Operette «Colombine» von Hans Baron Zois ist mit Fräulein Emma Seebold in der Titelrolle mit großem Erfolge in Nürnberg gegeben worden. Der vielgeprüfte Componist, welcher sich seinen weiteren Lebensunterhalt in Wien durch Erthei»-lung von Lcctionen im Clavierspiel, Correpetieren :c. zu erwerben gedenkt, arbeitet an einem Ballett «Die bezau« berte Rose». — (Zu guter Letzt.) In der Conbitorei. «Sie erwarten wohl jemanden, mein Fräulein?» — «Ja, meinen Mann!» — «Ich denke, Sie sind noch gar nicht verheiratet?» — «Eben d'rum.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Ei ne Erklärung des Landeshauptmannes Dr. Poklular.) Die gestrigen «Novice» bringen die nachfolgende Erklärung unseres Herrn Landeshauptmannes: «Nach einem in Laibach verbreiteten und im Correspondenzwege auch in auswärtige Blätter übergegangenen Gerüchte wäre das dynastische Gefühl in der Stadt Laibach und namentlich in hiesigen Officiers-lreisen schwer verletzt worden, und werde ich der Taktlosigkeit und der Fahrlässigkeit geziehen, weil ich nicht ben Auftrag gegeben, am Geburtstage des Kaisers die Fahne an der landschaftlichen Burg aufzuhissen. Auf Grund dieser Beschuldigung ergehen sich auswärtige Blätter nach alter Gewohnheit in Schmähungen gegen die Slovrnen im allgemeinen und gegen meine Person insbesondere. Diese Handlungsweise politischer Gegner, dieses Verdächtigen und Denuncieren der dem Kaiser treu ergebenen Bewohner des Landes Krain veranlasste mich, im Landesausschusse bei Beamten und Dienern, welche sich hier schon zu 10 bis 20 Jahren im Dienste befinden und denen die Gepflogenheit bezüglich des Aushängens der Fahnen wohl bekannt sein muss, genaue Erhebungen zu pflegen, und das Ergebnis dieser Erhebungen ist folgendes: 1.) Die f,roßen Fahnen für die landschaftliche Burg sind im April des Jahres 1879 anlässlich der silbernen Hochzeit des Kaisers angelaust worden (Z. 3382); 2) weder unter meinem unmittelbaren Vorgänger, dem Landeshauptmanne Grafen Thurn, noch unter dem früheren Landeshauptmanne Ritter von Kalte u egger wurden am Geburtstage des Kaisers an der landschaftlichen Burg je Fahnen ausgehängt. Da also die Art der Feier des Geburtstages des Kaisers durch das Aushängen von Fahnen beim Landes-ausschllsse niemals üblich war, weise ich, indem ich mich an diese Uebung halte, die Verdächtigungen bezüglich der Loyali-tät meiner Landsleute und bezüglich ihrer in Freud und Leid bewiesenen Treue zum Kaiser entschieden zurück. Die Beurtheilung der durch nichts begründeten Denunciation bezüglich meiner Person aber überlasse ich mit Beruhigung jenen höheren und niedereren Kreisen, welche mich und vaibacher Zeitung Nr. 197. 1680 29. Augnst 18^ meine Wirksamkeit schon eine lange Reihe von Jahren kennen.» — (Personalnachricht.) Der commandierende General Herr FZM. Freiherr v. Schönfeld wird heute abends in Klagenfurt eintreffen, sich zu den Truppenübungen im Lavantthal begeben und dann nach Laibach und Adelsberg zu den Manövern Weiterreisen. — (Städtische Sparcasse.) Die städtische Sparcasse in Laibach soll am 1. October d. I. ihre Thätigkeit beginnen. Nachdem vorgestern ill der öffentlichen Sitzung des Gemeinderathes an Stelle der Herren Michael Pakic, Dr. Andreas Cebasek und Dr. Zupanec die Herren Johann Vilhar, Ignaz Hitnil und Dr. Stare in den Verwaltungsausschuss der städtischen Sparcasse gewählt worden waren, erfolgte in der hierauf folgenden geheimen Sitzung die Besetzung der bciden ausgeschriebenen Beamtenposten, und zwar wurde der bisherige Secretär der Hainfelder Sparcasse, Herr August Endlicher, zum Cassier, Herr Anton Trstenjak zum Controlor ernannt. Die Genannten haben ihre Posten am 1. October anzutreten. — (Decorierung.) Aus Tö plitz in Unter-krain berichtet man uns: Unser Badeort begieng am 25. d. M. ein schönes Fest, die Decorierung des t. k. Finanzinspectors i. R. Herrn Johann Schauer mit dem Ritterkreuze des Franz - Josef - Ordens. Nachdem Herr Regierungsrath Ekel in dem aus diesem Anlasse festlich decorierten Saale des Curhauses in Gegenwart des Gemeindcvorstandes Kulavic, des Finanzwachcom-missärs Peinitsch und zahlreicher geladener Gäste die Verdienste, die sich Herr Schauer während seiner ^jährigen Dienstzeit insbesondere im Occupationsgebiete erworben, hervorgehoben und ein dreifaches Hoch auf Seine Majestät ausgebracht hatte, heftete er dem Gefeierten die kaiserliche Auszeichnung auf die Brust. Nachdem der De-corierte für die Allerhöchste Auszeichnung gedankt, begaben sich die Versammelten in die Kirche, allwo ein Freund des Decorierlen, Pfarrer Pusel aus Bosnien, ein Hochamt celebrierte. Um 1 Uhr fand eine Festtafel statt, wobei zahlreiche Toaste gesprochen wurden. Finanz-inspector Schauer ist noch ein rüstiger Herr; möge er die kaiserliche Auszeichnung noch lange tragen! — (Rindvieh schau in Veldes.) Die angekündigte Rindviehschau in Veldes wurde am 24. d. M. bei strömendem Regen, welcher erst gegen Mittag etwas nachließ, abgehalten, Trotzdem wurde eine verhältnismäßig bedeutende Unzahl von Thieren vorgeführt, welche mit geringen Ausnahmen der Möllthaler Rasse und deren Kreuzungen angehörten und einen großen Fortschritt in der oberkrainischen Rindviehzucht erkennen lassen. Im Nachstehenden lassen wir die Namen jener Viehzüchter, welche mit Prämien für gelungene Züchtungen bedacht worden sind, folgen. Prämien für Stiere erhielten: Johann Wucherer von Lees 40 st., Johann Sarl von Kuplenil 30 fl., Adolf Muhr von Veldes 80 st., Franz Legat von Lees 25 fl., Josef Mulej von Selo 25 fl.; Josef Slivnit von Veldes 20 fl,, Andreas Klinar von Gereuth 20 fl. und Andreas Poljanc von Recica 20 fl,, Prämien für Kalbinnen erhielten (die erste Prämie wurde dem Herrn Richard Schrey in Auritz zuerkannt, derselbe verzichtete jedoch auf dieselbe zu Gunsten eines bäuerlichen Züchters): Franz Legat von Lees 25 fl., Michael Noc von Iavornik 20 fl., Johann Mallner von Alcce 20 fl,, Thomas Preseren von Lees 15 fl und Florian Rikel von Unter-Görjach 10 fl,; Prämien für Kühe erhielten (die erste und die zweite Prämie wurde den Herren Johann Wucherer und Franz Legat in Lees zu. erkannt, dieselben verzichteten jedoch zu Gunsten ihrer Nachmänner): Richard Schrey von Auritz 30 fl,, Seba» stian Zvan von Unter-Görjach 25 fl., Johann Mallner von Helece 20 st., Michael Zoab von Iavornik 15 fl. und Josef Tonejc von Vellach 15 fl. Nicht unerwähnt dürfen wir lassen, dafs die Herren Johann Mallner, Hotelier in Veldes, Adolf Muhr, Gutsbesitzer in Veldes, und Richard Schrey, Gutsbesitzer in Auritzhof, die er« haltenen Prämien im Betrage pr. 100 st. der landwirtschaftlichen Filiale Veldes überließen, welchem Beispiele auch seinerseits Herr Franz Legat von Lees für die Radmannsdorfer Filiale folgte. Auf diese Weise kamen die betreffenden Filialen zu Geldbeträgen, welche die beste Verwendung für landwirtschaftliche Zwecke finden werden. Wenn auch der rührige Vorstand der landwirtschaftlichen Filiale Veldes, Herr Anton Hudovernik, infolge des Regens für seine großen Bemühungen nicht den rechten äußern Erfolg erzielen konnte, mufs die Prämiierung, welche auch der Präsident der ?. k. Landwirt« schafts-Gesellschaft Herr kais. Rath Johann Murnik mit seiner Gegenwart beehrte, als eine gelungene bezeichnet werden. Die erschienenen Landwirte hatten nicht nur Gelegenheit, Vergleiche unter den wirklich guten vor» geführten Thieren anzustellen, der Filialvorstand sorgte auch dafür, dafs die Mitglieder der Filiale mit dem Betriebe jener Mafchinen bekannt gemacht wurden, welche Eigenthum der Filiale sind. Die Käsereigenossenschaft «Selo» stellte bei dieser Gelegenheit ihre Käsereiproducle aus. welche allgemeine Anerkennung fanden. Zum Schlüsse rrwähnen wir noch. dass ein ungenannt sein wollender FuncUonär der landwirtschaftlichen Gesellschaft für den «auftnd emes Maschinenhauses für die Filiale Veldes den namhaften Betrag von 20 fl. spendete, desgleichen Herr Josef Bobisut, Director in Cilli, angenehm berührt durch das musterhaste Benehmen der bäuerlichen Landwirte, den Betrag von 3 fl. — (Zur Besetzung des Bisthnms La-vant) wird uns aus Graz telegraphisch berichtet: Für den durch das Ableben des Fürstbischofs Dr. Stepischnegg erledigten Bischofsstuhl der Lavanter Diözese sind. wie verlautet, vorgeschlagen worden: der infulierte Abt des Benedictinerstiftes St. Lamprecht, Othmar Murnik, der Fürstbischof von Laibach, Dr, Jakob Missia, und der Domherr Franz Kosar in Marburg. Abt Murnit ist ein gebürtiger Krainer. — (Wählerversammlungen.) Der Neichs-raths> und Landtagsabgeordnete Prof. Auklje wird demnächst in seinem Wahlbezirke mehrere Wählcrversamm-lungen einberufen, um über seine Thätigkeit im Reichsrathe sowohl als auch im trainischen Landtage Bericht zu erstatten. Die erste dieser Versammlungen findet am 2. September abends 6 Uhr in Nruners Gasthaus zu Rudolfswert statt. — (Ein bedauerlicher Unglücksfall) wird uns von der Nordostgrenze Krams berichlet. Der Landmann Suhar aus Limovce, Pfarre St. Golthardt, war am vergangenen Montag nach der Gewerkschaft Sagor mit Grubenholz gefahren. Suhar befindet sich in misslichen Verhältnissen und war genölhigt, ein paar fremde Ochsen in Zucht zu nehmen, welche er vor den Wagen gespannt hatte. Als er abends heimfuhr, traf er mit dem Eigenthümer der Ochsen zusammen. Dieser stellte den Suhar zur Rede. wie er sich unterstehen konnte, seine Ochsen, die er ihm nur zur Bewirtschaftung der Felder in Zucht gegeben habe, zu so beschwerlichen und anslren« genden Fuhren zu verwenden. Der Eigenthümer nahm dem Suhar die Ochsen weg, und dieser schleppte den leeren Wagen allein fort. Ungefähr ein Kilometer unter der Pfarrkirche ist die Straße etwas abschüssig, und hier fand man Dienstag früh den Suhar todt neben seinem leeren Wagen liegen. Die Deichsel des über die Gruben des Weges bergab holpernden Wagens versetzte dem arme« Manne einen so wuchtigen Schlag, dass er an der Stelle den Geist aufgab. — (Wanzen als Kündigungsgrund.) Eine Entscheidung, welche wegen der Natur des Klagegegenstandes weitere Kreise interessieren dürfte, hat dieser» tage der Oberste Gerichtshof gefällt. Ein Arzt in Wien klagte seinen Hausherrn aus Aufhebung des Mielvertra-ges und auf Rückzahlung des bereits für ein Quartal erlegten Zinses aus dem Grunde, weil die Wohnung von Wanzen inficiert sei. Der Oberste Gerichtshof entschied nun, dass das Begehren des Arztes vollkommen gerechtfertigt sei, dass er daher die Wohnung sofort ohne vorherige Kündigung verlassen nnd den bereits gezahlten Zins zurückverlangen könne, weil eine von Wanzen in-ficierte Wohnung zu dem ordentlichen Gebrauche untauglich sei. — (Lebensrettung.) Die k. k. Landesregierung hat dem Ignaz Ionle aus Gottschee für die am 13ten Juli d. I. mit eigener Lebensgefahr bewirkte Rettung des Knaben Rudolf Engele aus der Gefahr des Ertrinkens in der Rinnse die gesetzliche Lebensrettungs - Taglia im Betrage von 26 st. 25 kr. zuerkannt. — (Promenade-»Concert.) Heute nachmittags um 6 Uhr findet in der Eternally ein Promenade-Concert, ausgeführt von der Musikkapelle des 17. Infanterieregiments, mit folgendem Programm statt: 1,) «Hoch Oesterreichs Panier», Marsch von Ischpold; 2,) Ouvertüre zur Oper «Die Zauberflöte» von Mozart; 3.) «Pester Walzer» von Lanner; 4.) «Ein Abend im steierischen Hochgebirge», Phantasie von Czibulta; 5.) «Tausendschün», Polka sranyaise von Kafka; 6.) Des-demona's Gebet aus der Oper «Othello» von Verdi. — (Vergnügungsziige) verkehren anläfslich des Feiertages Maria Geburt am 7. September 3 Uhr 11 Minuten nachmittags nach Wien und Budapest, am 8. September 1 Uhr 17 Minuten nachmittags nach Fiume, Trieft und Venedig. — (Den Chr ist inen Hof bei Cilli,) früher Besitzung des aus dem Duelle mit v. Poglayen bekannten Imre Gyujto, hat ein Flibriksdirector in Kiev um 55.000 fl. käuflich an sich gebracht. Ueueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wicu, 28. August. Das «Fremdenblatt» ver-sichert bestimmtest, dass die verbreiteten tendenziösen Meldungen, wonach von österreichischen Officieren begleitete Kanonen von Wien nach Bulgarien gesandt wurden, vollkommen erdichtet sind. Kein österreichischer Osficier befindet sich in irgend einer bulgarischen Festung zur Uebcrwachulig der Befestigungsarbeiten, ebensowenig wird an ein eventuelles Commando der bulgarischen Armee dnrch österreichische Osficiere gedacht. — Gras Kälnoky begab sich hellte nach Ischl. Budapest, 28. August. Der Schach von Persien ist heute um 9'/< Uhr abends abgereist, nachdem er sich vom Erzherzog Josef sowie den auf dem Vahn-hose erschienenen Würdenträgern herzlichst verabschiedet hatte. Nachmittags besuchte der Schach den Erz "U Josef, wohnte mit demselben den Cavallene-UeM« bei ulld fuhr sodann zur Galavorstellung "' Circus. ^, „«„^ Paris. 28. Augnst. Vei dem im ci^ue^ abgehaltenen, von 5000 Personen besuchten M' griff der bonlangistische Deputierte Laguerre me^ giernng an nnd kritisierte das Urtheil des ^ gerichtshofss. worauf die Versammlung ""^ ^i, ordnung im Sinne Voulangcrs annahm. ^. ^j Circus umgebende Menge blwarf die P^ ^ Steinen, worauf die berittene Garde zahl"'?s^B> haftungm vornahm. — Ein Dccret dcs Prai ^ der Republik beranmt die Wahlen der Deputy" den 22. September an. n^nliB Vclgrad, 28. August. Die militärischen Uw> ^ sämmtlicher drei Anfgrbote sowie der Repu activen Armee haben im ganzen Lande begonu '«^ Alhcn, 28. Augnst. Nach hier vorliegend«' „ richten soll die Pforte den Abbruch der VerhaMH zwischen der Commission der Anfstädischen und ^ Pascha angeordnet haben. _________^ Corresponded der Redaction. Herrn K. in T.: Der erste Bericht lonnnt "°h ^l verspätet, den zweiten können wir Raummangels weu nur auszugsweise publicieren. . Wlkswirtschastl'iches, ^ Laillllch, 28. August. Nnf dem heutigen Marlte si" ^ch nen: 7 Wagen mit Getreide, 4 Wagen mit Heu 9 Wagen nnd 1 Schiff mit Holz. Durchschnitts.Prcise^^^^^-^ llilt^ Mg,,. Ntt^' N.,lr, N, ,!r, ^H-"'" Weizen pr. Hettolit 6 50 7^15 Nutter pr. Kilo - » ^ z.^ Korn » 5>33 5!25 Eier pr. Stück - - ^ 7^ Gerste . 4^33 5!— Milch pr. Liter. ' ^54^ Hafer » 2 83 3 > 5 Rindfleisch pr. Kuo ^ ^ ^ ^ Halbfrnch» .-------6 10 Kalbfleisch ' ^b^. Heiden » 4 83 6 20 Schweinefleisch ' ^ A ^ Hirse » 4 66 5— Schöpsenfleisch ' ^40^ Kuluruz » 4 66 5 IN Händrl pr. Stuck - ^ jg ^ Erdäpfel 100 Kilo 2 5-------Tauben ' ZB^ Linsen pr. Hektolit, 12-----------Heu pr. M.'wtr. . ^^ Erbsen » 13-----------Stroh » ' ' ^ Fisolen . 11-----------Holz, hartcS, pl> ^i,^ Rinbsschmalz Kilo - 86------- Klaft" ^h^ Schweineschmalz» — 70-------— weiche«, ' ^ -^A^ Speck, frisch, . - 54-------Wein, roth-MM- ^ g« — geräuchert » — 68-------— weißer. ' Angekommene Fremde. Am 27. August. stallf<< Hotel Stadt Wien. Steiner. Tanzer, Oberbaner, Stehr, Kuudela. Veyer s. sscau, ^th.,^ gieruugsrath. Wien. — Äaron Ncnpaner, U^ch'^ — Varon Neupauer. t. l. Vezirtshauptman", " ,^, berg. ^ Dl"> ^ Hotel Elefant. Maticevtt, Lieutenant, Pola- 9pc'«°^ Landesgerichtsrath. Prag. — Cebular, P'"""' Oclss^^ Dr, Hndovernil, Krainburg. — Nnerojo. Assew, ^,,„0' Lms.> Wittethnik. Steinbrück. — Wittechml,^ ^W^ Gattin; Hochringer, Epstein. Kaufleute. Wien- «M^iK' Neis.-nder, Prag. — Frailcisca GregoritscY^ " ^ Dcichelmayr s. Frau. Ried. — Luise Hafner, «" ^ herz. Gutsbesitzer. Marburg. „l^f. ^ wasthof ttaiscr von Oesterreich. Haras. Klage"' , dorf, Wirn. — Hüncl. f. l. Major. Pola. Wndil^>> Hotel Vairschcr Hof. Franz uud Josef Erlcr^^-^ Verstorbene. ^ Den 2 7. Nugust. Johann Kordeliö, Sch"y' ^. 3^/2 Monate, Schwarzdorf 51, Fraisen. ^^--^^ _______________ ^^7^Wa§^ Meteorologische VeobachtullsselllN^--^« ^TA.Mg. 74(715 3^ VlTsHwäU Atel . 28, 2 . N. 740 2 18 9 NO. schwach ^M , ^ 9. Ab. 7419 11-6 N. schwach ,^4/ Morgens Nebel, heiterer Tag. scbiw" " ^>N ^ / Tagesülittel der Wärme 13'3", um 4'2" >'"" ^F ^ Berichtigung. Das Tagesmittel de^„ ,,B 2?.Angnst soll heißen anstatt: 12 9", ""^ M"' ^ Normale, richtiger: 14-b", um il'1" unter °" _ ^ > Verantwortlicher Redacteur: 3- ^^^^ Eine Person, welche dnrch ein einfaches " ^, '>^iü, riger Taubheit nnd Ohrcngcräuschen ".ehem allc'^c!^ eine Beschreibung demselben in deutscher ^k^lsl"'^5^> gratis zu übersenden. Adresse: I. H- ^'"1" ^M>/ ltolingassc 4. ________^ ,^1 0ßMüßl!l.!l.6MlMl)8'3/ Maßstab 1:750lX). Preis per Vlatt 5""','/ , .^ cmf Leinwand gespannt »" «Mp 3g. ,,. klemmayr ',!'3««7l./ ^ ^ ^ ««,"°»- >^^^ »'«»ft. 129 25 129 75 «eld War»» Grl,lldclitl.-Ol!liglltionen (fill 100 si. CM.). 5"/n aaM'sche..... l0< ßs> 105 — ü'Vn mährische...... ill» 25 ill, 75 5"/n ttrain unb lllistenlaud . . —'—------- 5"/„ »ieberüsterreichischc . . . 1N8b!'liU5N 5«/„ steirische...... -'- - -'- 5"/„ lroatische unb slavonische , 105- 106 — 5"/„ stebenbilrglsche . , . . lN4'7'> lN5 IN ü"/„ Trmessr Vanllt .... lO4'?n 10ä 10 5"/„ ,»>n dto, N>:l!'!l,!' l«7« . . 107-75 IN» k» Unlewii der Slab! Our, . . llil — —-- Nnlsysn d, Ttabinemcinds Wien 1N5 ?h l(>!^bl! Prsm, V!»l, d. Swblnrm. Wlcn 148 70 l44 2k> Vürl^ül,»» Alilchrn verlu«, 5"/„ »ü?5 98 f»0 Pfandbriefe (inr l/,"/i>, . , IN« 5N 101 i» d»o. » 4"/n . . . 9«'?5 W llti dto. Pram. Ochulbucrschr. 3"/„ 1N8 75 10» lib Ors!, Hlipothrlcnbnül inj, l>n"/„ INI'— 1N2-— ocft'UNss, Van! vrrl, 4'/,"/° . 101 s.o 118 — betto » 4"/« . . ION'«, 101' - brtto 5<>jNhr. » 4°/n . . iny'bN ioi'- Prioritäts-Obligationen (,.il 10» si,). Ferdinand« Nordbahn Gm, 1N8N l^<» — KV) 50 Oalizischt Karl - U»dwig «ahn 9 75 4"/„ Donau-Dampfsch, inn fi, . ,»5 — izj« - Lllibachrr Präm, Änlrh. 80 fl. L3'7z 24 l»<> Osener «osr 40 fi..... 5ft 75, «„7^. Plllfsy Uosc 4N fi...... 80 Ü0 81 5l, Notlir» Kreuz, gst, «es, «., 10 fi, ig'40 1« 7<» «»dolph «use I!» ft..... z,,.kl> 21 L5 ElllM Lost 40 fi......gzz^ 63'" Lt.Gelliiiz-Lliss 40 fi. . . . «3° - 64 — Wllldstei» Luse 20 fl..... 4,.z5 4« ^,5 Nindlsch Grüh Lose 20 fi, . . 55.- 5«-Gew. Ech. d, »"/„ PrHm,-Schulb- versch b. Äobencreditanstalt , 17— in — Van! - Actien (per Etilcl), Anglll-Oeft, Ban! 200 fi. 60"V, «, l«U 7b 130 — Äanlverein, Wiener 100 fl.. . i«8üb 109 7ü VdiK-r.'Nnst. öst, 200 ss. S, 4N»/n i»» — ?»» - Crbt.Mnst, s. hand, n, . iWsl. »«5^0 305 »<' Credilbllnl, ÄNg. ii,l<,. 200 fl. . 318 bl> »17 bo Deposltenbllnl, Nllff, 200 fl. , i«5 — >»?'— «scnmpte «es.,Nbr«sl. 500 fi, , 55« — 5«a — Giro u. Lassriw,, Wlencr»- UVHm. Nordbahn 150 fl. . . . 238 l»0 ^4» üü » Westbllh» 200 fl. . . . 384b0 38k'- Vuschtiehradcr G«. 50« fl. «M. l0lb ini» dt°. (lit. L.) 200 fi. . 384 — 866 - Donau 5 Dampfschissfahri < Ges., Oesterr. 5NU fl. llM, . . . »7b-- »77- Drau-Vs. sA.-Db.-Z.) 200 fl. E. 186 50 197 b0 Dux Bodenb. Eis.^B. 200 ss. E.--------»- sserdinandö Norbb. lUW ss.CM, 21»« 2550 slal.Carl Ludw.^V. «NOfl. CM. 136 - 1W50 Lrmb. - Ezeriww. - Iassy ° Visen» bah» Gesellsch. 200 fi, S, , . 2z5'b0 L3L'—^ Ülo!,d,ös<,'UNg,,Irfl.«M. 38» - 400 - Oestcrr. «urdwrstb. 200 fi. Lilb. 183— 184 — dt°, (lit, U,) 200 fi, S. . 224 50 22» - Prag-Duxcr «tisenb. 150 ss. Silb. «t— 64 25, Rudolph Bahn 200 fl. Eilfter .---------------- Staatssisrübah» 200 fi. Ellber 225 50^2« -. Sudbahn 200 fi. Silber . . . lie 25 116-75 Liib «orbb.Vcrb.'«, 2N0N.EM. ,ß»-«5 17U «5 Tramway.Ges..Wr.,i7Ufl.ö. W. 288 8^ 22« 7ü » neue Wr., Prlorltät«° «ttien 100 fi...... 89 50 1«, 50 Ung.«z»llz. Eisenb. »00 fl. Silber 8975 18025 Ung. Noiboftbahn 200 ft. Silber 186—18« bo U»8,Wes.- Lieswger Vrauere! 100 fi. . . ,04 — ,nz — Montan-Gesell., österr.-alpine »4 - 84 40 Präger Eisen-Inb.-Ves. »no fi. 8«5 — 368 — Salao-Iarj. Lteinlohlen 80 fi. 341 — 8«! — «Vchlöglmühl», Papiers. 200 fi. 209 — ------- «Lteyrermühl»,Papiers.«.«..«. 1»2 — l8L bu liifailer «ohlenw.°Ves, 70 fl. , lie— II6«0 waffens.-«.,0eft. Pari«......... 47-1?» 4? «b Valuten. Dueaten........ 564 5 «S 20Flllnc«-VtÜllt..... S-4S 9 47, Deutsche Melch«b