LmlmchcrWMtMlg. V»H* 43 f. ,,. hall.,, f,. 5..5.O. Für dit Zuftellun« ins Hau« ^l)llllk1'6ll1ll. 2^ »Vl'Ul'lllit' l si.; «onsl pf. .^ ,m. «ll., ^m.-,r.. Z s^ s ^. Ailltlichcr Theil. 3e. l. und l. Apostolische Majestät haben auf Grund eines vom Minister des kaiserlichen Hauses und des Aeußern erstatteten allerunlerlhänigsten VortragcS mit Allerhöchster Entschließung vom 13. Februar d. I. die honorar'^egationsrathe Ferdinand Ritter o. Marl« wort und Karl Grafen Zaluski zu ^egationsrälhen zweiter Kategorie und den Consul Dr. ^adislauS Hen» 8 el Müller v. Hcngeroär zum ^egalionssccretär zu ei nennen, dann dem Honolar-^alionssecretär G»^a v. Vernälh die Stelle eines besoldeten Attaches aller» gnädigst zu verleihen geruht. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben dem Ritt« Meister a. D. Ludwig Marian BoleslauS Dun in zu Smogorzew, Ritter v. Wasowicz. und dem Hauplmann im n. ö. ^andwehrbatalllon St. Polten Nr. A Victor Freiherrn v. T i n t i die l. f. Kämmercrs-würde allcrgnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Der Gesetzentwurf, betreffend die zeilweiseEinstelluna. derWirl» samleit der Geschw o rncng er ichte, lautet: „Mit Zustimmung der beiden Häuser des Reichs» rathes finde Ich zur Ergänzung des Artikels 11 des SlaatSgrundgesetzeS vom 21. December 1867, R. G. Bl. 144, über die richterliche Gewalt anzuordnen, wie folgt: § 1. Die Wirlfamleil der Schwurgerichte tan» hinsichtlich aller ihnen zugewiesenen strafbaren Hand« lungen oder einzelner Arten derselben zeitweilig für ein bestimmtes Gebiet eingestellt werden, wenn daselbst Verhältnisse obwalten, welche dies zur Sicherung einer un» Parteiischen und unabhängigen Rechtiprechung als nothwendig erscheinen lassen. Öic Einstellung erfolgt durch tine kaiserliche Verordnung unter Gegenzeichnung des Gesammlministeriums. Sie muß binnen Einem Jahre Wieder aufhören, sofcrne nicht ein Gesetz die Regierung ermächtigt, sie noch durch längere Zeit fortbestehen zu lassen. s 2. Sowohl die Einstellung der Wirtsamlcit der Gcschwornengerichle. als das Aufhören derselben ist durch das Re.chsgesetzlilalt kund zu machen. § 3. Die im H 1 erwäbnle Verfügung hat die «Ulrlung, haß hie Hauplvcihandlung wegen der den Ge« yenslano derselben bildenden strafbavin Handlungen und die Rechtsmittel gegcn die wegen derselben «cfäUlcn Ur» theile sich nach jenen Vo»schl>flcn »ichten, welche bezüg« lich der nicht vor die Gcjchworncngcrichle gehörigen Vcr» brechen gellen. Handelt es sich um ein mit der Todes-1 strafe oder mehr als fünfjähriger Kerlerstrafc bedrohte« Verbrechen, so findet die Hauptverhandlung vor sechs Richtern, von denen cinrr den Vorsitz führt, statt; bei Stimmengleichheit gibt die dem Angeklagten günstigere Ansicht den Aufschlag. ß 4. Auf Strafsachen, bezüglich welcher am Tage der Kundmachung der im ß 1 erwähnten kaiserlichen Verordnung die Hauplocrhandlung vor dem Gcschnior» ^ nengerichle bereits stattgefunden oder doch begonnen hat, findet die Bestimmung dcS § 3 nur infofcrne Anwcn» dung, als eine Wiederholung der Hiiuplvrlhandlung ein-, zutreten hat. Strasprocessc, in welchen am Tage, wo die Einstellung der GesHwoinengerichle aufhört, die Hauplverhandlung erster Instanz bereits stattgefunden oder doch begonnen hat, find auf die im § 3 bezeichnete Art zu Ende zu führen. § 5. Das gegenwärtige Gesetz tritt am Tage der Kundmachung in Wirksamkeit." In verfafsungsfi rundlichen Kreifen wird diese von der Regierung eingebrachte Voilage mit unbedingter Zu< stimmung aufgenommen. 'Die von oppositioneller Sttte gegen den Entwurf gerichteten Angriffe und erhobenen Bedenken erscheinen durchaus ungerechtfertigt, denn selbst in Böhmen, wo daS fragliche Gesetz zueist eine praktische Bedeutung erlangen dürfte, sind die Organe der Vcr< fassunflSparlti nichl unbefriedigt oder aufgeregt über dassclve. Zu bedauern ist cS, daß daS Erscheinen eines Einslclluügsgesctzcs nothwendig geworben ist; aber Trost mag es gewahren, daß man, wie ein Wiener Blatt ganz gut bemerkt, derzeit im srciestcn Staate der Welt, wo das Schwurgericht sich am urwüchsigsten entwickelt und zur voll«thüiulic!stcn Institution geworden ist, eben jctzt daran geht, ein ähnliches, das Princip durchbrechendes Gesetz für gewisse Ausnahmszu« stände »u schassen. In Nordamerika, wo die ^uly heiliger gehalten wird als irgendwo, wo selbst in oer Wildniß. wohin die Hand des Staates nicht reicht, oder so lange sie nichl hinreicht, die Ansiedler sich aus freien Stücken vereinigen, in einer srcigcwähllcn Jury sich eine Basis der Rechtssicherheit zu schaffcn, kann man "icht umhin, an eine Unterbrechung in der Wirlsamlcit dieses so populären Institutes zu denken, weil die Eol' ruption an gewissen Orten die Absicht des Gesetzes inS qcrade Gegentheil verkehrt und an die Stelle des Wissens und Gtwissens daS Ausmaß der Gestechung treten läßt. 6. Sitzung des Herrenhauses. Wien, 1!>. Februar. Präsident Se. Durchlaucht Fürst Karl Auers. perg eröffnet die Sitzung um I I Uhr 45> Min. Das Protokoll dcr letzten. Sitzung wird verlesen und gcnlhmigl. pandeSgerichlspräsibent Ritter v. ScharsHmiot nimmt die Wahl als Mitglied in den Slaatsgcrlchts» Hof an. Se. Durchlaucht dcr Herr Präsident Fürst Karl AuerSperg theilt mit, daß die StaalSoerlragScom« Mission zum Obmann Sc. Efccllrnz Grafen Rlchberg, zum Obmann.Stellvertreter den Grasen TrautlmannS-dorff gewählt habe. Se. Excellenz Graf EhorinSly überieicht eine Reihe von Petitionen, betreffend den Ba»l einer Eisenbahn von Paßau über Schürbina, nach Aussee mit dem Anschluß an die Rudolfobuhn. Diese Petitionen werden der politischen Commission zugewiesen. Hierauf berichtet Graf Hoyos für die Finanz-, commission über eine Petition dcr l» l. Beamten und Amlsdiencr in Prag um Bewilligung von Ouarlier-geldern und empfichlt dieselbe der hohen Regierung zur Würdigung. Nächster uud lehler Gegenstand der Tagesordnung ist die Nachwahl von zwei Mitgliedern in die Unter» richtscommission. Hosralh Dr. Neumann und Hofrath Rolilansly wurden gewühlt. Nächste Sitzung unbestimmt. Parlamentarisches. Wien, 19. Februar. Dem Berichte des Verfassungs-Ausschus-ses über dcn Gesetzentwurf betreffend eine Husahbe« stimmung zum § 1H dcS StaalsgiundgesetzeS über die Reichsverttctung vom 21. December 1867 entnehmen wir Folgendes: Der von der Regierung oorzclegle Gesetzentwurf hat den Zweck, Vorsorge zu treffen, damit nicht durch Mllndlllsniedcrltguna.cn oder durch Ausbleiben der von einem Landtage gewühlten Abgeordneten aus dem Reichsralhe die Vollzählißlelt gefährdet und das Recht der Bevölkerung in den einzelnen Wahlbezirken auf Vertretung im Reichsralhe verkürzt werben könne. Die Gesetzvorlage hat nur die Bestimmung, jene Vücke auszufüllen, welche die Erfahrungen der letzten Jahre wahimhmbar gemacht haben. Dem Kaiser ist nach H 7 deS eingangserwähnlen Vtaalsgrimdgcsctzcs vorbehalten, die Wahlen in dln Rcichsrath unmiliclbar durch die Gebiete, Slüdle und Köipcsschaftcu anzuordnen, wenn ausnahmsweise Verhältnisse eintreten, welche die Beschickung des Hauses der Abgeordneten durch einen Landtag nicht zum Vollzuge lommin lassen; in den Fällen daher, wenn ein Landtag die Abgeordneten in dcn Rcichsrath gar nicht, nicht aus allcn Oroppcn oder mcht giltig wählt, so wie wenn der «ewähltc Abgeordnete das Mandat nichl annimmt oder dasselbe vor dem Einlulle in den Reichs« rath zurücklegt und endlich, wenn er im Rcichsralhe Die illyrischcn Ccntsal-Eisenl'al)nen. (Fortsetzung.) ^ä 2. Die Linie von Eilli übcrVischof ^ lack und St. Vucia zurReichsgrenzc in der Richtung nach Udine. Diefe ist die zweite Hauptlinie dcS vorliegenden Projectes der illyrifchen Central Eisenbahnen, deren Rich. ^,"V?" ^'l "°5 West. wie bereits erwähnt wurde, ?«lmn «!"«""!?" b"t' die kürzeste Eisenbahn-i5ommuni< ^ch ^^ .talieu und nachZU^r'Q^^^Uiim^nn^ Mannsburg geführt, wo si« mit ^r von K acn?ur1 und Vrückl nach Vaibach.Karlsta°t und O^lin auf^n den, früher beschriebenen Nord-Süd.^inie de7proietti!!en Netzes zufammentrisst und an derselben in einem ciac-nen Gclcife bis St. Georgen fortgeht. In forta/setzler westlicher Richtung wird sodann die Trace nach Tratta Neführl. wo sie sich mit der ^aibach-Tarviscr Vinic der Kronprinz Rudolfvahn in deren gleichnamiger Station verbindet und nach Verlassen dersclbrn von Bischoflack im Thale des Zayelflusses üder Say'ach die Wasser, scheide nach Obcr^dlia passirl. um dann längs des ^liussilsss«, h,s Hl. Vuc,a. von hier aber am Ison^o» Nüsse bis Eapo,etlo und fchl'tßlich nach Ueberscyung einer localcn Wasserscheide an den nach Cioidalc laufenden Natizone zur österreichisch-italienischen Reichs-grenze zu gelangen. Die Vänac dieser l>inie von Cilli über Gischoflack und St. ^ueia bis zu dcr genannten RcichSgrcnzc beträgt 2li.„„ Meilen und wird mit dcr im Gebiete des Königreiches Italien gelegenen Z.,„ Meilen langen Er» gänzungsstrccke bis Udine. deren Ausführung von der dortigen Ncglcrung bereits zugestanden ist, 3^.^ Meilen haben. Es ist daher die projcctirte Bahn a/gen die von Cilli über paidach und Görz nach Udine gegenwärtig bestehende 38.^ Meilen lange Südbahnlinie um 7,« d. i. um nahezu 8 Meilen kürzer. Dabei hat die SiMahn die Wasserscheide dcr Iu-lischen Nlpcn am Karslgcbirgc in dcr Sechöhc von (>()3 Meter zu überfchrciten, während die i^inie dcS vorliegenden ProjectcS die Karsllcttc bei Idria in einer See» höhe von nur i^lls) Meter zu übc,sitzen hat, so daß also mit dem hier in Rcdc stehenden Projcele nebst einer Wegabkürzung von nahezu 8 Mc,lcn die ^astenbefördc» rung über eine um l> pEt. geringere Höhe zu bewirken wäre, durch welche zwei Facloren die Vcrfrachtungsloslei' auf der neuen Bahn um 2 Ge>ctzcs vom 14. Mai 1869 (Bezüge der Virectorcn und Hauptlchrer an staatlichen Lehrerbildungsanstalten). Die tz§ 6 uud 7 werden über Antrag dcs Rcfcicnten Dr. Schaup nahezu unverändert anqcnommcn, nach § 7 wird indessen als neuer H 8, und zwar ebenfalls in Folge eincs ANtrages deS Referenten der nachstehende Paragraph eingeschaltet: „In welchem Umfange den an Lehrerbildungsanstalten übertretenden Directoren und Lehrern öffentlicher Volksschulen die an diesen zugebrachte Dienstzeit zum Zwecke der in § 2 erwähnten Gehaltserhöhung anzurechnen sei, hat der Unterrichts-minister von Fall zu Fall bei der Ernennung zu bestimmen." (Angenommene) Die §§ 8 biö 10 werden unverändert, § 11 mit einer stylinischen Einschaltui'g angenommen. Zu § 12 (jetzt 13). welcher die Bestimmung, daß das Gcsetz mit dem Tage der Kundmachung in Wirksamkeit zn treten hat, so wie die VolUugsclausel enthält, beantragt Referent Dr. Schaup den Zusatz: ..welcher auch die im § 8 erwähnte Bestimmung hinsichtlich der schon jetzt angestellten Direcloren und Lehrer öffentlicher Voltsschulen und der vorbestandenen Lehrerbildungsanstalten zu treffen hat". (Wurde gleichfalls angenommen.) Bezüglich des Titels der Vorlage wird derselbe endgiltig tn folgender Fassung hergestellt: „Gesetz, durch welches die Bestimmungen des § 36 dcS Gesctzcs vom 14. Mai 1869 betreffend die Bezüge dcs Lehrpersonales an den staatlichen LchrviloungSan-stalten abgeändert und ergänzt wird." In der Cingangsformel werden endlich über Antrag des Abg. v. C^dit die Worte ..in theilweiser Abänderung und zur Ergänzung deS § 36 des Gesetzes vom 14. Mai 1869" gestrichen. In der siebenten Sitzung begann der Unlerrichts-ausschuß die Vorberathung des Gesetzentwurfes betreffend die Reorganisation des polytechnischen Institutes in Wien. Als Referent fungirt Abg. v Czedil, welcher zunächst den Antrag stellt, es sei der Titel diese« Gesetz-erüwurfcs dahin abzuändern, daß er zu lauteu habe: „Gesetz betr.ffcnd die Organisation dcr technischen Hoch schule in Wien", welchem Antrage der Ausschuß bellrltt. Nach lebhafter Spezialdebatte wlrd dcr letzte Absatz des § 2-in folgender Fassung zum Beschlusse erhoben: ..An der technischen Hochschule bestehen folgende Fachschulen: 2) für Straßen- und Wasserbau (Ingenieurschule); d) für Hochbau (Bauschule) ; c) für Maschinenbau (Maschinenbauschule); ä) für teckmsche Chemie (chemisch-technische Schule) Jene LehNsilm', welche in keine dieser Fachschulen Ungerecht sind, werden in einer allgemeinen Abtheilung vereinigt." § 3 wird gleichlautend der Regierungsvorlage qe nehmigl. Für § 4 beantragt Referent v. Czedik folgende Fassung: „Der Unterricht wird in den wissenschaftlichen Lehrfächern von ordentlichen und außerordentlichen Professoren, honorirtin Docenten und Prioaldoccntcn, in den Sprachfäch?lN und Kunstfertigkeiten von Lehrern ertheilt. Die Vorträge über allgemein bildende Fächer werden von Docenten oder von Proscssoreu anderer Lehranstalten abgehalten und sind dieselben besonders dafür zu honoriren. Zur Unterstützung der Profcssorcn können in jenen demonstrativen Lehrfächern, in welchcn eine praktische Untsrwl-,,i!ia ei Hörer stattfindet, Assistenten und Ad-joncsen br'tellt werden." Bei der über diesen Antrag staltfindenden Debatte erklärt sich der Regierungsvertreter Scctionsrath Iellinel mit dems?lb?n einverstanden, wenn der Regierung die Möglichkeit offen gelassen werde, für Ausnahmsfälle Professoren zu berufen. In diesem Sinne beantragt nun Abg. Dr. Dinstl, es möge im Absatz 2 nach den Worten: „die Vorträge über allgemein bildende Fächer werden" eingeschaltet werden: „in der Regel." Z 4 wird mit diesem Zusätze angenommen. § 5 lautet nach der Regierungsvorlage: „Privat-Oocenten werden für alle Lehrgegenstände zugelassen, welche die Zwecke der Anstalt» zu fördern geeignet sind. Für die Habilitation der Priuatdocenten gelten dieselben Bestimmungen wie an der Universität. Das Doctors-Diplom kann durch das Diplom über eine abgelegte strenge Prüfung der betreffenden Fachschule ersetzt werden." Für den zweiten Absatz beantragt Abg. Dr. von Piotrowsli folgende Fassung: ..Das Diplom über eine abgelegte strenge Prüfung (§ 24) der stressenden Fachschule wird hiebei dem Doclors-Diplome gleichgehalten." (Angenommen.) § 6 wird nach längerer Debatte conform der Re« gierungsvorlage, jedoch mit der Einschaltung zwischen dem ersten und zweiten Absätze genehmigt: „Die Bewerber um Adjunctenstellen müssen sich mit dcm Diplome der einschlägigen strengen Prüfung oder eines Doctorates ausweisen," Die 8s ? und 8 werden mit einigen stylistischen Abänderungen, der letztere insbesondere mit dcr Einschaltung angenommen: „Der abtre-tretende Rector ist erst nach Ablauf von zwei Jahren wieder wählbar." Politische Uebersicht. «aibach, 21. Februar. „Naplo" meldet, daß die Verhandlungen bezüglich des „großen ungarischen (5 > senb ah ng e s chäf. t e s" noch immer fortgesetzt werden aber bis jetzt noch zu keinem Resultate geführt haben. Am l9. d. conferir» ten die Vcrlrcler der betheiligten Geldinstitute mit den Ministern; gestern fanden specielle Conferenzen und Ge-sammlsitzmlg statt. In der am 19. d. zu Pest stattgefundenen Club' sitzung der Linken kam der Wahlgesetzentmurf zur allgemeinen Verhandlung. Der Club kann diesen Entwurf, welcher das Wahlrecht, anstatt eS auszudehnen, einschränkt und die bisher, besonders m Siebenbürgen bestehenden Anomalien aufrecht erhält, daher emen Rückschritt bedeutet, selbst im Allgemeinen nicht accepliren. Im Gegensatze macht der Club jenen Bcschlußantrag deS CenlralauSschusses, welcher von der Regierung die Vorlegung eines gleichzeitig mit dem Wahl^ls.tzc zu sanc-tionireüden Gesetzentwurfes über die Iocompatibililitt deS Ab^eordnetenmclndals fordert, zu dem semlgen. DaS' selbe wünscht dcr Club hinsichtlich der bei dcn Wahlen ooilomluenden Mißbrauche. In der am 19 d. zu Pest stallgefnndenen Unler-haussitzung hat Horn für eine selbständige Bant gesprochen; er betrachtet die ReguÜrung der Valuta als die unerläßliche Vorbedingung und entwickelt den hlan i»nu: Die schwebende Schuld möge bis auf 100 Mil» liuneu, welche in Ein« und Füiif'Guldennoten circulircn sollen, durch Aufnahme eines gemeinsamen Anlchens von 2öO Millionen gedeckt werden. Die Zinsen dieses Alile-henS würden im StaalShaushaUe durch das Schwinden dcS ÄgioS ersetzt wcrdtn. Bezüglich der 80 Mil» lionen Schuld meint Horn, daß, faKS dicsc ein Hinderniß gegen die Errichtung eines selbständigen Bankwesens wärr, UlM'N lieber dm entsprechenden Antheil um so eher übernehmen sollte, als die Nationalbanl für die Erlaubn,ß, in Ungarn Filialen halten zu dürfen, wohl noch länger das Geld belassen würde. Die „Pester Monlagsolättcr" berichten, daß die Verhandlungen der ungarischen Regierung mit den Kroaten — die National- und Unionpartei haben eine Art Fusion bewerkstelligt, — im besten Zuge sind und eS sci jetzt mit Bestimmtheit anzunehmen, daß, nachdem die Personalfrage geordnet erscheint, Graf Lo-nyay zum Ziele gelangen werde. Der „Observer" bringt am 19. d. folgende Mittheilung: Man berichtet uns, daß eine Londoner Clly-Firma von der österreichischen Inlervenlionsbanl in Wien ermächtigt wurde, dem Comit6 der Besitzer auswärtiger Papiere ein Arrangement bezüglich der griechischen Schuld vorzuschlagen. Man glaubt, daß daS vorgeschlagene Arrangement große ÄuSslcht auf Erfolg hat, da dasselbe mit dem Baue von griechischen Eisenbahnen in Verbindung gebracht wurde, für dessen Ausführung die Interocntionsbanl ein bedeutendes Consortium deutscher und französischer Bankiers repräsen-tirt. — Gegenwärtigen Anordnungen zufolge wird der englische Hof am 21. oder 22. d. M. von Osborne nach Schloß Windsor übersiedeln. Die Vorbereitungen zu der großen DanleSfeier am 27. d. sind in vollem Gange. Auch die „Schles. Ztg." tritt gegen die Opposition des preußischen Herrenhauses auf. Sie lügt, „daß das Herrenhaus sich dem Vollsbewußt-sein in einer Welse entfremdet habe, daß cS in demselben die Bedeutung eines maßgebenden Factors der Gesetzgebung nicht mchr behaupte. Da jedoch der Uebergang zum Einlammelsyslem ohne revolutionären Ein< griff nur unter der Zustimmung des Herrenhauses selbst oder auch einen für alle deutschen Staaten gellenden Act der Neichsgesctzqebung erfolgen konnte, wozu für den Augenblick wenig Hoffnung vorhanden sei, so bleibe nur der Gedanke an eine Reform dieser parlamentarischen Körperschaft". Im Vatican versucht eine Partei alles Mögliche, den Papst zur Abreise zu bestimmen. »ntentUi und Patrizz! bieten dagegen AlleS auf. um den Past zum Bleiben zu velmügen. Das in Rom vlelvcrbreitete Gerücht, „Italien werde evei.tuell, falls die Dinge in Spanien einen zu verzweiaen beantragt ist, so lann eS keinem Zw»ifel unterliegen, daß es auch dieser zweiten zu dem Pro-j'cle der lllylscnen Cemralbahnen gehörigen Hauptlinie von H,Ui üoer Blsctmlack und St. Luc«a nach Uoine bel ihrer nachgewiesenen G meinniltzigkeit und Nothwendigkeit an einer guten Rentabilität nicht mangeln wird. ^.ä 2. u.) Die Bahnuerzweigung von St. Vucia über Görz nach Trieft. Diese Verzweigung -der früher beschriebenen zweiten Hauptl'me wuroc in die Conception deS vorliegenden PiojecteS nicht aus Localrücksichlen. well dafür in der zwar längeren Strecke von Gürz nach Trieft die bestehende Iüob^hn ausreicht, sondern zu dem Zwecke aufgenommen, um dadurch die Veraabelung der ersten Haupmnie von ihren nördlichen Eiscnbahnanschlüssen in Klagenfurt und Brück!, welche mit den früher beschriebenen Linien nach Eroatien, Dalmatien und Fiume erfolg, auch nach Trieft in sclbstftändiger Weise zu bewerkstelligen. Der Zusammenhang dieser Bahnverzweigung für diesen spccicllcn Zweck wird in dem dritten Punkte dieses Abschnittes eingehender behandelt werden, und es soll daher an dieser Stelle nur dasjenige angeführt warden, was die Tracesührung dieses BahnzweigcS betrifft. Nachdem die Hauptbahn dcs Projcttes bei St. Lucia im Thale dcs Isoüzoflasses ang langt ist. und dieses, für oic Anlage emer Eisenbahn nach südlicher Richtung weder verlassen werden, noch auch solches bis Görz erwünscht sein lann, so wirb die projectirte Vahnoer« zweigung von St. Lucia in diesem Flußihale über Ca« nale blS Gürz gcfüurt. Von hier ab muß es sich bei einer rationellen Lösung der gestellten Aufgabe darum handeln, die Bahn. ohne Verlust der für dieselbe gewonnenen Tieflage nach Trie,t zu führen, damit die durch eine abermalige Ersteigung des Karstgebirges erstehende Verlheuerung des Bahntransportes vermieden werde. Es Mliß dieses unbedingt eingehalten werden, wenn die aus dcm Norden der Monarchie nach Trieft zu führende Eisenbahn mit dem Uebel einer sich wiederholenden Uebcrsctzung der getrennten Gebirgelämme der Jütischen A!pen nicht bebaftet werden soll, wobei die Transportkosten oerthcuert werden und durch die in einem solchen Falle unvermeidlichen Entwickelungen der Trace von einem GegiraStamme heran und auf den anderen hinauf auch die Länge derselben außerordentlich vermehrt wird. Solche Nachtheile darf die neue nach Trieft ziehende Eisenbahn nicht haben, wenn sie die für ihre Anlage immerhin erforderliche Anspruchnahme des Staatsschatzes rechtfertigen und überhaupt ihrem han< delSpolitischen Zwecke entsprechen soll. Dagegen lann der Umstand, daß die Trace des vorliegenden ProjrcteS zwischen Gürz und Trieft thcil-weise neben der bestehenden Südbahn zu liegen kommen wird, keinen gerechtfertigten Einwand bilden, weil es sich bei der Herstellung cines Communicationsmiltels von dcr Bedeutung einer zweiten Eisenbahn nach Trieft, welche eine selbständige aus dem Norden der Monarchie dahin führende Schienenstraße sein soll, um derlei Lo-calrückstchten nicht handeln kann. Diesen Grundsätzen gemäß ist die Fortsetzung der hier projeclirten Tra^e von Görz nach Trieft iu folgender Welse angeordnet worden. Von Görz wird dieselbe mit Abschneidung dcS Um» wegeS, welchen die Südbahn nach Sagrado macht, in daS sogenannte Valone nach Aabria und in demselben üder Bonnetti zur Kreuzung mit der nach Trie« laufenden Südb^hn gcfUhrt. welche Kreuzung mittelst Unter-iahrung des unweit Monfalcone gelegenen Südbahn-ViaduclcS erfolgt. Von hier «st die Trace über St. Giovanni, Duino und Sistiana immer seewärts der Südbahn bis zur Vereinigung mit derselben in der Station Grignano geleitet. Hier erreicht die projectirle Bahn, welche Görz mit dcr Höhenlage von 71., Meter über den Meere verläßt, die größte nach Tr,est zu Passirende Seehühe von nur 81., Meter, während die Südbahn in dieser Strecke die Wasserscheide in Nabresina mit 267,, Meter ans ihrer Strecke von Laibach aber den Karst bei Adelsberg mit 603 Meter Seehöhe zu Passiren hat. Solche Höhendifferenzen, welche bei der Lastenbcfür-derung auf der projectirlcn Eisenbahn in der beschriebenen Traccrichtung erspart werden können, sind wohl eine genügende Rechtfertigung des früher angeführten Grundsatzes, welcher bei diesem Elsenbahnprojecte als maßgebend aufgestellt wurde. Die Anlage der projectirten Trace bietet in der Strecke von Görz bis nach Sistiana keine Schwierig- 295 bedrohlichen Charakter annehmen sollten, daselbst inter-veniren", wird in offiziöser Wcisc mit dem Zusatz de-mentirt, daß auch in Speien Niemand daran gedacht habe, sich an Italien u>n eine völlig nnnütze Interocn-tion zu wenden. — Die socialdemokratischen Nrbc i terverc in e, die mehr oder minder ihr Feld-geschrci und Stichwort von dcr ..Internationale" er' hallen, haben in den letzten beiden Jahren in Spaniel! sehr bedeutende Ausdehnung genommen; aber es mass zu hoch gegriffen sein, wmn man ihnen mehr als hunderttausend Mitglieder zuschreibt. Die ,.N. Hr. Pr." mcldct: ..Freiherr Velho, dcr laiserl-ch russische Gencral Postdirector, welcher beauftragt war, mit der bclqischcn Neuerung einen vorläufigen Abtrag rücksichllich dcS T ra n s i l o ° P o st v c r ° lehrs llt,;u!chl, h », ist nebst scincm S^crctär, Hcrr» v. Poggcnpohl, von Osüsscl nach London abgereist, nachdem die betreffende Vereinbarung am 13. d. M im GanteN'M!"islesium unterzeichnet wurde. Die be-tlcffcuden Bevollmächtigten werden später auch Wien zu demselben Zwecke besuchen." . Haqesnmisskeilen. — (Der russische Kaiser in Lebensgefahr.) Wir lesen im russischen „Reqierungsboien" : „Um die zum Theile ungenauen Meldungen richtigzustellen, welche von russischen und fremdländischen Journalen Über die Gc-fahr gebracht werden, welche Sr. Majestät dem Kaiser Von Rußland bei einer Bärenjagd drohte, glauben wir den nachfolgenden genauen Bericht Über das besagte Ercigniß veröffentlichen zu sollen: Bei der am 4. Jänner d. I, vorgenommenen Treibjagd stürzte der von den Jägern in die Mine genommene Bär aus einem Dickicht gegen die Schützenlinie. Das Thier rannte mit solcher Schnelligkeit gegen den Kaiser, daß Sc. Majestät nur zwci Schüsse gegen dasselbe abfeuern konnte. Einer der beiden Schlisse traf den Bären in die linle Schuller, die Kugel drang durch und durch und lral an dcr rechten Seite des Thieres zwischen* der achten und neunlen Nippe wieder heraus. Der Bär stürzte, erhob sich avcr im Momente wieder und setzte seinen wüthenden Lauf nach vorwärts fort. Se. Ma, jestät der Kaiser hatte nicht mehr Zeit, ein anderes (Yc. wehr zu ergreifen, und trat kaltblütig einen Schritt links. Der Piqueur Nitonow benutzte diese Bewegung des Sou-verains, um sein Waidmesser dem Bären in die Brust zu stoßen. Gleichzeitig «ras der Uulerjäger Ivanow, welcher zur Rechten Sr. Majestät postirt war, den Bären mit einem Schuß in den Kopf. Der Schuß Ivanows und der Slich des PiqucurS erfolgten gleichzeitig und streckten den Bären todt zu den Füßen 3r. Majestät nieder." — (Das l. und l. ö st err. Handelsministerium) ha», wie die „Tr. Ztg." meldet, mehrere I>'-yenieur Abtheilungen nach Dalmalicn behufs der Eisen bahnlracirung abgesendet. Gleichzeitig wurden Vcrhandlun-gen mit dcr ungarischen Regierung wegen Anschlusses der dalmatinischen Eisenbahn mit dem croalischen Bahnnehe eingeleitet. — (Sc. Excellenz Graf Beust) ist, aus Oberilalien kommend, am 17. Februar in München eingetroffen und am 19. d. nach London weilcrgcreist. — (Bischof Stroßmayer) ist am 19. d. in. cognilo in Agram angekommen. Bei Mrazovic, dem Führer der Nationalen,' fand zu Ehren des Bischofs ein großes Diner statt. Abends reiste Stroßmayer nach Dia-lovar ab. -^ (Freun dfchaftl ich er Rath.) Aus Darmstadt wird erzählt: Fräulein G,, eine Künsilcriu, welche, obwohl sie an der hiesigen großh. Hoibühue uur eine kleine Gage bezieht, hier einen großen Luxus entfaltet und glän- zende Soireen gibt, auf welchen sich die ^«un6880 601-6« unferer Residenz versammelt, beklagte sich kürzlich bei einem durch seinen caustischen Humor bekannten Kollegen über allzuviel smdonpoiut. „Rathen Sie mir doch", sagte sie, „was kann ich denn thun, damit ich nicht so 'ick werde?' — „Leben Sie einmal ein halbes Jahr von Ihrer Gage", erwiederte trocken der Gefragte. Locales. Bericht über die vandcoausschuftsitzunss vom >N. A.druar. Der Zusammentritt der Enqucte-Commisslvn zur Berathung hinsichllich dcr Modification des gegenwärtigen GemeindegesetzcS wurde vom 23. auf den 24. Februar verlegt. Den von der l. l. Landesregierung zur Begutachtung mitgetheilten VerordnungSculwürfcn zu den Paragraphen 11 und 78 des vom lrainischcn Landiage im Jahre 1869 beschlossenen Wasserrechtsgesctzcs Über die Benützung, Leitung und Abwehr der Gewässer hat der Landesausschuß beigestimmt. Die Verordnung zum § 11 enthält Bestim» mungcn Über die Form der Staumaße (Haimstöckc) und über die bei deren Aufstellung zu beobachtenden Vorsichten; die Verordnung zum § 78 hat aber die Regelung der Einrichtung und Führung dcr Wasserbücher und Wasser» karten zum Gegenstände. Durch deu t. k. LandeSschulralh sind dem Landesaus, schusse vom Unterrichtsministerium im Entwürfe die Erlässe hinsichtlich der vorläufigen Rcgeluug der Normalschul. sondS-Beilräge von Verlasscnschafien und hinsichllich der einstweiligen Regelung einiger Rechtsverhältnisse dcr Volls-schullchrer b>S zur Austragung dieser Nngelegenhlilcn im uersafsungsrnäßigen Wege — zugekommen. Der Ministerial erlaß-Entwurf in Betreff der Normalschulfonds - Beiträge weicht von dem bezüglichen nicht sanclionirten Landlaqs-bcschlusse vom 4 October 1871 hauptsächlich hierin ab, daß nach demselben blos '/, pCt. von den Berlassenfchaf-lcn für den Normalschulfond einzuhebcn wäre; dcr wesentlichste Unterschied zwischen dem Ministcrialerlaß - Entwürfe und dem nicht s.incnolnrlcn Landlaqsbrschlusse vom 14ten October 1871 hinsichtlich dcr provisorischen Regelung eini» gcr Rechtverhältnisse dcr Vollsschullehrer besteht aber darin, daß im Ministcrialerlaß Entwürfe die Bestimmung aufge« nommcn ist. daß die Zahlung der Unterlehrer 7(1 Mt. deS Gehaltes der Lchier zu betragen halle, wähnnd im erwähnten Landlagsbeschlusse darüber uichlS festgesetzt ist. Dcr Landesausschuß erachtet das Unterrichtsministerium keineswegs sür berechtigt, nicht sanclionirle Landtagsbeschlüsse durch seine Erlässe zu ersetzen; da jedoch die Sache dringend ist und die eutworfcnen Ministerial-Erlässe dasselbe Ziel anstreben, wie die erwähnten Landlagsbcschlüsse, uämlich die Aufbesserung dcr Tchullchrergehalle und dle Vermehrung der N ormalschulsonds»Beiträge, so hat der Landcsausschuß l'cschlossen, den im Entwürfe mitgetheilten Mmisirrialerlässen seine Zustimmung zu ertheilen, wcun nach genauer Prüfung derselben außer dcr Compeicnzsrage lcin audcrer Verwcigcrungsgrund der Zustimmung entgegen, tritt, in der festen Zuversicht, daß auch dcr h. Landlag nicht dagegen sein wird. ! Auf dcn Landlagsbcschluß vom 14. October 1871 wegen Errichtung einer Obst- «ud Weinbauschule in Berlin wurde dem Landesausschusse vom Hcrrn Äckcrbauministcr geantwortet, daß siir die in Laibach beabsichtigte Errichtung emer niedern Aclcrbauschulc, sowie auch sür die in BerK-lin und Slap zu errichtenden Obst- und Weinbausckulcn noch teme Programme vorliegen und daß es zweiselhaft ist, ob geeignete einheimische Lehrkräfte für die gedachten Schulen vorhanden wären uud in welcher Wcisc die Kosten für die Errichtung und Erhaltung dieser Schulen aufge- leiten; aber auch von hier bis (Yriynano, wo die Bahn an den ziemlich stellen Lchncn des MeercsuserS seewärts neben der bestehenden süddatm anzulegen beantragt wird, finden sich leine größeren Schwierigkeiten, als dicsclbcn bei anderen Eisenbahnen, deren Bedeulnng eine solcke Anlage zu rechtfertigen vermag, ohne weitcrS acccplirl Werden. Fur die Fortsetzung von Olignano nach Trieft, woselbst die projectirle Gähn cinc von dcr Südbahn unabhängige eiqene Endstation zu erhalten hat, lann dicserhalb die neue Trace auf der Secscilc der Südbahn nicht weiter iortgrfülir, werden, sondern muß berascits derselben aus der Station Ar.anano au^l.,ufcn. .. ^''^Ä" Wrise m»ß sonach die projectirte Bahn dle Stadt Tr.es, or. den Gcrglchnen des Opk.na um. gehen. w°be. d.e Trace wegen der an d,ese Lehnen angebauten Slad.lhe.le entsprechend lzoch gehalten und daher von Or.gnano m.t emem kurzen Tunnel bei dem Fort Kress.ö nach R°,ano und von da mit ciucm längeren Tunnel zum Boschcltolhale geführt wurde. Nach Uebersctzung dieses Thales „ahe „nteihalb der daselbst befindlichen Virreria mit lincm ^5> H^ter hohen Viaducte wird fodann die Trace mil einem drMen Tun nel unter dem auf der folgenden ThaUel,,,- bcfi„dlichcn Steinbruche zur Ucbcrsetzung des Thalcs ,m Ehiadil,o-Nozzol, und schließlich nach Unterführung des Mrg. ructens von St. Giacomo zum Mccre bei der Schiffe werfte Tonello gebracht, zwischen welcher und der Erd« zunge von Servola die neue End» und Hascnstaliou dcr projtctirtln Bahn anzubringln beantragt ist. Mit einer Erweiterung dcS letzten Tun» ncls"') lann in demselben anck die Zufahrlslraße zu der ncucn Halcnstalion als Chaussee oder Pferdebahn angc» lca.« werden, welche längs dem No^zalba'chc über die Piazza deUa Äarriera vccchia in den Mittelpunkt der Zladt Tricsl geführt und dadurch dcr Umwcg auf der c,cgcnwärligcn Straße nach Scrvola erfpart werden lann, welches immerhin einen für dcn Tricslcr Enlrcpothandel bcrücksichligcnswcrlhcn localen Vortheil dcr fo projcclir-ten Eifcnbahnlrace bildet. Es sind nur die genannten vier Tunnels und ein mäßiger Viaduct, welche süs diese Trace erforderlich sind. die jedoch leine Schwierigkeiten verursachen und durch dcn besonderen Zwccl dicsrr in tine zweite Hascnstation nach Tricsl einlaufenden Eisenbahn mchr als gerechtfertigt erscheinen. Die Länge der so ploicmilci? Eisenbahn betragt von St. Lucia bis Gsrz ^.^, von Görz bis Triest 5>.^. daher zusammen von St. Lucia bis Tliest'Seroola 10.,, Meilen. Sie ist daher in dcr Strecke von Görz nach TrieN ,' si!r ?'ilss vo» ungrhlllncr Wichtigkeit. ^ bracht werden, und ob nicht die Entsendung eines Referenten, aus dem Ministerium nach Laibach in diefer Angelegenheit am Platze wäre, Da aber d,is Programm flir die niedere Ackcrbauschule in Laibach schon im November 1870 bel der Generalversammlung der krauliscken Land-wirthschastsgesellschaft beschlossen wurde, da ferner auch da« Programm für die Obst» und Weinbauschule in Slap, nach welchem auch die Schule in Berßlin einzurichten wäre, schon vor längerer Zeit festgestellt und auch vom Mini. slerium gebilligt wurde, und da auch mehrere ausgezeich» nele einheimische Lehrkräfte fiir die gedachten Schulen vorhanden sind, wurde beschlossen, die« dcm Herrn Ackerbau-minister mit dem Beifügen zur Kenntniß zu bringen, daß es wohl zweckentsprechend und sür den Gegenstand förderlich wäre, wenn das Ministerium seinen Referenten zu den bezüglichen Verhandlungen nach Lalbach entsenden wurde. AuS Anlaß mehrseitiger Wahrnehmungen, daß die Eonservirungsarbeiten auf den Concurrenzstraßen entweder gar nicht oder incht gehörig bewerkstelliget werben und daß die concurrenzpfl'chtigen Gemeinden den diesbezüglichen Weisungen dcr Straßcncomitüs rncht nachkommen, hat der Landcsausfchuß beschlossen, in dieser Richtung an alle Ge< meindevorstände ein Circulare zu erlassen. Der Beschluß deS Gemeindeausschusse« in Bründel bei Gurlseld wegen Einhebung eines Gemcindezuschlages aus die Grunds HauS- und Erwerbsteuer für das Jahr 1872, und zwar in den nach Eavenstein einsiepsarrlen Orlschaslen der Kalaftralgcmeinde Hubajnica mit 20 pCt., in der Ka-tastralgemcinde Bucla aber zu 15,'/, pCt. wurde genehmiget. Ferner wurde der Gemeinde Nasscnsnß sür das Jahr 1872 die Einhcbung der Gcmcindeumla^e auf die directen Steuern, und zwar in Nassensuß und OstlcHnrt mit 20 pCt. und in der Untergemeinde Lalnic mit 10 pCt., endlich der Gemeinde Groß»Dolina im ganzen Umfange die Emhe» bung einer 17perc. Gemeinde-Umlage auf die blieclen Steuern bewilligt. Nach Mittheilung der l. l. Landesregierung hat das vom lrainischcn Landtage am 30. September 1871 oo-tirtc Gesetz wegen Einschränkung der Ellheilung von Ehe-mcldzeltcln die Allerhöchste Sanction nicht erhalten. Die erste allgemeine VersicherungSbank (Forlssyiiuy., 4. Worin besteht die ebenerwähnle Control e ? k) In der ordentlichen Generalversammlung, welche jährlich in Laibach im Monate Mai stattfindet Jeder Aclionär hat das Recht an derselben lhellzunehrnen. § 14, 15 und 24 d. St. )^> In den alißl'll'idciülichln Gencralversammlungen, welche einberufen werden müssen, sobald 25 Äclwnär? »>« ,^5, langen, tz 16. I?l)cr Actionar hat das Recht, bei den Gc>nrcn"cr-sammlungcn gegeu vorläufige vierzrhntägige Anmeldung Anträge zu stcllm, deren Behandlung nicht zurückgcwie-scn werden dars. tz 17. Jedem Nclionär steht das Recht zu, innerhalb 14 Tagen vor der Generalversammlung Einsicht in die Bllanz^n der Anstalt zu nehmen § 10. c) In dem Pcrwallungsralhe. Derselbe besteht auS dem Präsidenten, dem Vicepräsidenlcn, 12 VerwallungSrälhen und 4 Ersatzmännern. § 26. Seine Wirksamkeit bezieht sich auf die stetige Aus» ficht über die GeschäflSgebahrung, Regulirunq der Thätigkeit der Direction und Eystemisirung der Geschäfte und Amlsbranchru, Ernennung und Entlassung der Oberbeamten. H 31. Er hält wenigstens monatlich eine Sitzung, welche auch stattfindet, sobald daS Präsidium e« für zweckmäßig erachtet. ^ 3'l. Der Präsident hat die Kasse uud die GeschäftSge-bahrung mit einem BcrwaltungSralhe mindestens viermal im Jahre zu rcvidircn. § 32. <1) In der Direction. Dieselbe besteht auS dem Präsidenten oder Bicepräsidenlen und 4 aus dem VerwalluuMathe erwählten Dir Elegant und Schwindler, er machte „in Wein" und uns „lachend," wofür er auch mit Beifall ausgezeichnet wurde, Frau Paul mann war als Blumen-Nettel köstlich, ganz !in ihrem Element. Frau Löcs (bei ihrem ersten Auftreten nach überstanden« Krankheit mit Applaus begrüßt) als Flora. Herr Traut als Rudolf und Frl. Kraget als Bertha, waren mit den in erster Linie genannten Dar» stellern bemüht, der gestrigen Vorstellung einen guten Er« folg ;u sichern. Wir bedauern im Interesse des Zweckes, wir bedauern mit Rücksicht auf das recht gute Kaiser'sche Stück den gestrigen schwachen Besuch des Hauses. — (Zur Moralitätsstatistil.) Nach Bericht der „Graz. Ztg." bringt ein Handbuchlein .der k. l. statistischen Centralcommission interessante Daten über das Verhältniß der Verbrecherzahl in den einzelnen Vä'ndern der öfterr. Monarchie im Jahre 1869. Sehr ungünstig ist das Verhältniß in Krain, wo auf 469 Menschen je ein Verurlheiller kam. Milde galien silr die Nothleidenden in Inner« und Unterkrain: Von Herrn Baron Codelli 25 st., von Herrn Josef Schaffer, Hausbesitzer, 25 fl. Eingesendet. An die Straßenobmänucr in Unterkrain! Es gibt ss/wisse BeürlS- respective Concnlrenzsiraßen, die den Eommercialstraszen bezllglich ihrer Herstellung in nichl» nach-stchen. »ud in, wahren Sinne auch ebenso a,nt erhalte» werden sollten, als die Eommercialslraßen. Dazu sind >c> oic Ucbcrwa-chungs-Organe da, — mid cs nmrdc deren Obsorge auch den Straszcnllbmcwnern überlassen. Allein waS thmi diese? Die meisien, mit einem Worte, ohne viel zn schwichen —- „gar nichts!" — VcweiS dessen ist die Bc;irls- respective Commercialstraße von Sittich iider Scisenbcrg bis Rudolf?werth in einer Strecke van circa 8 Meilen derart erbärmlich, das; man beim hellichten Tage mns!l!r,t und an manchen Stellen auS dem Wagen treten muß. um diesem Umsturz vorzubeugen und allenfalls die Gesnndheit ober das Leben zu retten. - Man spricht die Wah,heit. wenn man sagt, «« gibt Stcaß^nstrllcn in der i!äilgc von 3 bis 20 Klflr.. ja anch 50 «Nlr.. an welchen Strecken entweder lleine Teiche ooer sänihliesc Vertiefungen sich befinden nnd als Beschotterungen 4 bis 10 Pso schwere Zieme an der Straß'' daliegen, welche Strecken eben schlecht« sind als d'i erbärmlichste Gemeinde- oder Waldweg; ineluslinoere ist aber die Straße vo» Sagratz bis Mulanoa lx'i Sittich doch derart, daß man nur sagen laim: dies ist doch mehr a!3 erbärmlich! — Mnhin. wa seid Ihr Straßcn-<5llMll6i!? Besteht darin die Ei'illwng Euerer Pftichtcn und einspricht dies der Chre nnd den hohen Diäten? Seisenbcrg, am 18. Februar 1872. Neueste Post. Paris, 20. Februar Die „Ngence Havas" mel-det: Vriefe aus Rom behaupten, der Papü habe Sunn» tagS ein Circularschreibcn uiucr^ichnet, womit das ötu» mems ne Concil nach Malla oder Tirol eindtrufen werde. Der Papst soll auch abreisen. Telenraphiscker 5Mect,srlrl'„r« vom 21. Februar. 5pcrc. Metalliaue« «2.20, — 5perc Melallianes mit Mai, mio November-Zinsen 62.20. — liperc Nalional-N»lehen 70 80 - 1860er BtaalS-Nnlehsl! 103. — Vanl-Actien 849 - Lredtt, Actien 350.50. — pondo« 113 45. Zither 111,90. - K l Mlln,, Ducaten 5.41 — «apoleond'or 9,03'/.., Handel und Mkswilthschastliches, Vaioach, 2l. Februar. Anf dem heutige,! Martle sind erschienen: 5 Wagen mit <Äelrc,t>e, 7 Wageu mil Hen und Stroh (Heu 93 <5tr.. Stroh 35 Ctr.), 18 Wagen und 4 Schiffe <1? Klafter) Mil Holz. D urchschunls-Preist. ! Mtl.. »igz.. Ält.. »ih '. ll-^ft^. st. li. st. Weizen pr. Meyen 6 40 7 19 «utter pr. Psuud 44^ »oril-Saat „ 4 10 4 6>> Eier pr, Stuck — 2 .'_. Grrfte „ 3 30 3 «2 Milch pr. Maß 1<) ^ Hafer .. 2 -. 2 27 Rindfleisch pr. Psb. - 22 - - Vlllvfrucht „ -------557 Kalbfleisch „ .-zz« — — Helden „ 3 70 3 9b Schweinefleisch,, 27 ___ Hirse „ 3 ^> 4—« Schöpsenfleisch „ __16__ ttuturuh „ 4 20 4 86 Hähudel pr. ^litck — 4« ^ ^ Erüäpftl „ 2 30------- Tauben „ 15 __ __ i!in>eu ,. 620------- Heu pr. Eentner 1 50 !^. I Lrbseu „ 6 20— Stroh „ 1 40 _ __ Flsoleu „ 6 50!—— Holz. hart., pr.Klsl. __ — « «s itt.ndsschmalz Pfb, 55, . . welches. 22" - ? ?. Schweineschmalz,. -46—,.- W»in, rolh., Eimer ,4 . Specl, fnsch, „ .38- -weißer „____,3' — gercluchert „ —42— — Vtlidolf^werth, 19. Februar. Die Durchschnltts-Preis« stellten sich auf dem heutigen Marlte, wie folgt: Weizen per Mehcn 6 40 Vuttcr pr. Psnud . — - K°rn ,. 5 - Eier pr. SMct . . — 1' Gerste „ 4 50 Milch pr Maß . — 10 Hafer „ 2 10 Rindfleisch pr, Pso, — 24 Halbfrucht „ 5 85 Kalbfleisch „ — , 26 H"dcn „ 4 40 Schwcinesteisch „ — ! 24 Hl^ " ^ - Schöpsenfleisch „ — - Kulnnch „ 4 80 Hähndel pr. Stilcl - ^ 36 Erdäpfel „ 2 25 Tauben „ ' - > - ^"'s"l „ ^ — Heu pr, Leutner . — — Erbsen „ —! __! Stroh „ .--------- F'soltll „ 8^— Holz, hartes32", Klst, 6 — Nludtzschmalz pr. Pfd. — z 50 " — weiche«. „ — __ Schweineschmalz « - 50 , Wein, rother, pr, Eimer 9 , — Speck, frisch. — 3b,! — weißer „ jj > — Speck, geräuchert Pfd. — ! —^ ! Angekommene Fremde. . Am 20. Februar, ^/?'"' ^"°" ^"^'"' Weixelburg. - «rod, Inspector, Tr eft, - Berenger, Maschinrninspettor, W.eu, Prossinaqq Bahnarzt, C.ll,. - Mareäii, Kaplan, heil. Ocist. KroÄ, »«»«««KV»«',». Zwenlel, Kaufm.. Kirchcnwüld. ^ Dollen» Privat, Wippach. - Ostresy, Wien. - Zabel, Kanfm.. Wim — Pail, Kanfin,, W,en. - Orozer, Ingmieur, Nadmannödorf. »»l«»^«»«'»,«^ »,«,'. Stuvper, Kroatien. — Medib. Äaufm ^ladt Steyer. - Strimer. ztaffeesirder. 5««>,^«n. Lechal, Handeln,., lldine. — Dclandi, Handelsm. Udlne. ^ Theater. Heute: Znm ersten male: Die Allti-.Vanlippe, oder: «riea ____ de» Frauen Lustspiel in 5 Acten von Kneiscl. . -I Z^ ßZ . 3- !^s 6U Ma. 742^ - 0.'« SO, schwach --------------- ^10 "3b 7^>1-?- ^^ii trÜb« 0.« >10,. Ab. 74 z. 1., windstill trllde Anhaltend dicht bewölkt. Da« TaaeSmillel der Wärme -l- 0 9«, um l'.'j" llbcr dem Normale. verantwortlicher Redacteur: Ignaz u. K l e < n m a t, r. ^Nrl«»nl,^^»^f TUie», 20. Februar. Die Värse war entschieden qilnstigec Tcndeu; uud cultivirte Vanlpapiere, Vanloerein in erster Linie. Daneben weisen aber auch die Notirunaen der ^UlflUülllU)!. mcisteu Eiseubahn-Acticn ein Plu« aus, das in neuerdings voraelcgeneu starte» jtaufS-Ordrts seine Vcgrllnduug hat. " ch . . „ 5 ^ <<3 94 ^ Kiebenbürgen ... „ 5 , 7^ __ 77 _ ^iel«»».»!«»' ... » 5 » 9<)____91____ llngarn ... ,. 5 ,. 80-81. t. Andere öffentliche Änleheu Douaurrgnliruüge'losc zu 5 p Waar» Nlfüld-Fiumaner V»hn . . . 185.-- 185.50 Vührn. Westbahn.....2fi7.50 268 50 «larl-l'udwia-Bahn.....^6^-263 — Donau Dampjschifff. Gejellsch. . 636. - 63^. - Eli^abeld'WcNbahn.....247.50 248.— Llisabeth-Westbllhn (Linz-Vud- we'<»s ""^"fp» ... .21150212- Feil ,! . . ^275--^285 — «<"' ^^7, . 190.-. 191.— Krlln^ys^o.^obn . 20« 50 210 501 Le!nbera,-«,l....cIassl,er,Nll5n 164 - 165 . l Lloyd, «fterr. . ... .440.. 445 —^ Oefterr. Viordwestbahn . . . 221 - >22 - Rudolss-Bahn..... 175 25 175.75 Sieoeuollrger B«chn ... 19425 194.75 Staataliahn.......40^i ^ 404 — Sudbahn ........209 K0 2>„- SUb°u«rdd. Verbind. Vahn , . 185»,— 186 — Theiß-Bahn.....290 - 291.— Unaarischc Viorooslbahn . . 166 50 1»,?.— ! Ungarische Ostbahn . . , . 155.- 155,25 Tramwal,........243- 243 50 M'. VfanVbriefe (fltr 100 fl.) Allg. üft Vob^n-Hredlt-Änftal» Geld Waare verlosbar zn 5 p.N. 87 50 88.— National!», zu b p Waare «lis.-Weftb, in S. verz. (I. Emiss.) 94.- 94 50 HcidiuaudS-Norllb. in Sllb oerz. 10i< - 105 25 tranz-Ioseph«.«ihu . . . .102 75 103 -, 5.<5«l-^du.. B. i. «.u«z.?.?A 106 - 106 50 ^«-7-, i«<,sl»»«»»»«bn . . 102.25 l«2 50! Waare slebenb. Vahn in Gilber oerz. . 93.- 93 20 slaalsb. G. 3"/, « 5>sX)Fr „! Cm. 134 50 135 5,) s0 15.50 Wechsel (3 Mon.) Oeld Waar, Auasburg sllr 100 fl sUdd. W. 95 50 95 70 Fraulfurt a.M. 100 ft. detl. 95 60 95 75 Hamburg, fllr 100 Marl Banco 84 55 84 60 London, für 10 Pfund Sterling : 13.70 II3 80 Pari«, fUr 100 Francs . . , 44 25 44 5(1 H,, Waar, K. MUnz-Ducattt. . l» ft. 42 lr. b fl. 44 lr. Nllpolcansd'or . . 9 « 0?< „ 9 „ 03j ^ Preuß. «lafseuscheine 1 « 69j . 1 . 69j 5 sill,« 112 « — ^ 112 . 50 M Pc^inische GrundentlllNungs » Obligationen, Pri-