Laibacher z ^I ^ t i u n it i^° Dienstag den 20. Weinmonat. Inländische Nachrichten. Laibach, öen l 8. V3einm. Briefe aus Wien theilen uns die erfreuliche Nachricht wit, daß am 7. d. Nachmittag die Festung Belgrad sich an Hrn. F. M. Bar. 5. London mit Kapitulazion ergeben habe, lvohty WN ZOO. Kanonen, all? V?"ni:ion, sänuutliche Gerathschaften, und beträchtliche Lebensvorrathe nebst einer ansehnlichen Kriegeskassa, welche der allgememen Angabe nach llOOOOc>2. Piaster —m unsern Gelde 8250^00 Gulden — fassen soll, trobert haben. Der Herr General F. M. L. Klebeck, den der Oberstebefthls-haber der k. k. Armee Bar. v. Loudon an Se. Majestät als Kurrier wegen Belgrads Eroberung abgeschicket hat, ist am 12. d. frühe in Wien eingetrofm, und um 12. Uhr Mittags mit 4 Posioffizieren und 24. Postillionen eingeritten. — Am 18. d. wurde auf Anordnung unseres Fürsterzbischofes wegen dieser glücklichen Einnahme in «nsm« Domkirche gleich nach dem Hoch- amte das Her< Gott wir loben dich nnte" Abfeuenmg der Pöller abgesungen; uri^ unser Hr. Oberpostverwalter Edler v. Vi.^ scher hat uns die vom F. M. Laudon sl>i> rühmlich ausgeführte Eroberung Belgrads durch Einreittlmg eincs Postosfiziers und 12 Postillionen ftyerlich bekannt mache» lassen. Abends wurde m Ehren des F. M. Loudon, als krainerischen Mitstandes, i.das Landhaus, wo man das Portrait des Monarchen mit allen kaiserl. Insigni« en ausgezieret erblickte, und 2. das Rath« haus , wo das Porrait des gedachten Hrn. F. M. mit allen Milita'rzeichen geschmückt, ausgestellet war, und auch alle übrigen Häußer der Stadt qan; geschmackvoll be« leuchtet; durch alle Gaffen ließ sich, um der allgemeinen Freude einen größern Schwung zu geben, eine ganz wohl besetzte Türkische Musick hören. Gestern war disser Feyerlichkeit wegen im Theater tine musikalische Akademie, und heute wird 3te- ^ doute gcgcde.e. MA. N?i?n, den ia. Vl?ei«m. Des Kai-Hs Majkstät haben das Lustschloß zuHe-'tzendorf- dalassen, und sind ganz genessen zur allgemeinen Freude nach der hiesigen Hofburg zurückgekommen. Wegen dcs von dem F. M. Prinzen von Coburg, vereint mit dem Russischkai« serl. General Souwarowam 22. Herbstm. .über die Türkische Armee unter dem Kom-itwndo des GroßveZiers erfochtenen Sieges , wurde den 4. d. M. in der Pfarrkirche am Hofe das feyerliche Ambrosianische Lobgesang , und darauf von dem hiesigen Domdechant, Baron Waldstädten das Hochamt unter dreymahliger Abfeu-rung eines auf dem Hof aufgezogenen Gre-nadiersbataillons/ und der auf dem hiesigen Wallen aufgeführten Kanonen gehalten; die sämmtliche hier befindliche Generalität , ein Füsilier, ein Grenadierbatail-lon, ein Chevaux Legers Division des er» sten Karabinierregiments, die K. K. Leibgarden ,< Artilleristen, und die Offiziere des hiesigen Bürgerregiments, wohnten dieser Feierlichkeit bey. Den Chordienst versah die k. k. Hofmusik. — Mit jedem Augenblick erwarten wir den Kurrier mit der höchsierfreulichen Nachricht, daß Semendria mit Kapitulation Übergängen sey. — Der Monarch soll dem Hofjubilier den Auftrag gegeben haben, 2 Degen eilfertigst ' verfertigen zu lassen, die an Werth und Schönheit alle bisher verfertigte übertreffen sollen: einen davon wollen Se. Maj. dem F. M. Prinz von Koburg durch einen eigenen Kurrier zu Geschenck schicken, den andern aber dem Obersten Befehlshaber der k. k. Armee F. M. Bar. von Lau-don dem Eroberer Belgrads in höchst eigener Person übergeben. Der tapfere Karaiezay hat zur Belohnung das erledigte Chevaux Legers Riche-court erhalten. — Der F. Z. M. Graf v. Clairfait, die beyden F. M. L. Fürst v. Hohenlohe und Graf v. Browne haben den militärischen Maria Theresion Orden erhalten. Zugleich haben Höchstdieftlben der Frau Wittwe des verstorbenen Militarordens-Kommandeur, F. Z. M. Theodor Bar. v. Rouvroy, statt der gewöhnlichen Or-denspknsion die für die Wittwen der Großkreuze ausgemessene Pension, als wenn ihr sel. Gemahl wirklich in dieser Klasse gestorben wäre, wegen seiner ganz besonderen Verdienste, und in der Rücksicht, das er das Großkreuz gewiß erhalten haben würden , verliehen. Auch haben Se. Maj. zum Merkmas le Höchstdero Zufriedenheitt die Generalmajore Klebeck, und d'Alton zu Feldmar-schalllieutenantcn, die Obersten Marquis V. Manfredini, Horvath, Aufseß, Lichten-berg, Wernek, Lauer, d'Argenteau, und Kollowrath zu Generalmajoren , ferner die Oöevstsiollfj'nante Sml»s, uno Graven zu Odersien, die Majore Barthodeyskn, unb Pischel zu Oberstlieuttnante, und den Gre/ nadierhauptmanll Fürst Esterhazy, wie auch den Hauptmann Rousseau zum Majore ernannt. Der Feldmarschall Fürst Potemkin hat den Gardeoffi-.icr, Bar. v. London an dett hiesigen Russischkaiserl. Bothschafter am 26. Herbstm. als Kurrier mit der Nachricht abgefertiget, daß seine Avantgarde, unter den Befehlen dvs Generalllieutenants pursten von Anhalt < Bernburg , ein ;u Kau^ schau, unweit Bender gelagertes Korps vo" Türken angegriffen, und gan.lich gefHA gen habe. ' Der Befehlshaber des fettig chcn Trupps war Hassan Pascha von ^ Roßschweiftn, der im vorigen ^ahre <"» Gelaskier bey Rebaja Mohila kommman-'birte. Der Pascha mit stinen vornehmsten ! «Mieren, uud mchr als ico. Mann, sind zu Kriegsgefangenen, und 720. sind Nieder gemacht worden. Das ganze Lager, und 3 Kanonen fielen in die Hände der Sieger. Ebenbesagter Kurrier hat Bestattigung Kon dem Vortheile gebracht, welchen kurz vorher Fürst Nepnin bey Toback in Ves-sarabien über dem ehemaligen Großadmiral und nunmehrigen Seraskicr der Pforte , Gazzi Hassan Pascha erfochten hat. Derselbe wurde angegriffen, und dcrmas-sen geschlagen, daß er sem Lager, und mne Kanonen den Siegern überließ, und mit dem Ueberrcste seiner Truppen sich gegen Ismael geflüchtet hat. Semlin, den 2. "Weinm. Den 28. V. M. ist General Otto, welcher mit einem starken Detafchewent bis Widdin und "lssa eine Rekognoszirung vorgenommen, Mlt der Nachricht zurückgekommen , daß der Araskier Abdy Pascha wirklich mit 40000. Mann lm Anmarsch sey. Hierauf wurde sogleich ein Theil der Hauptarmee gegen Kr^zka zum Marsch in .Bereitschaft g.>5>^ UM den Feind zu empfangen. Ein starkes Belagerungskommando hatte bey Belgrad zu bleiben. Bey dieser Gelegenheit ließ der Herr F. M. London sämmtliche Generale zusammenkommen, und redete sie also an: „Freunde! hier ist der Plaz, wo wir siegen oder sterben müssen. Von hier weiche ich nicht. Ich habe den Auftrag Belgrad demFeinde abzunehmen. Ich werde meine äussersten Kräfte anwenden, um das vorgesetzte Iiel zu erreicht«. Allein ich verlange auch von andern, was ^nicht, und Schuldigkeit «st. Ich wün-^he, daß sich alle zum Sieg , oder T>d gesaßt machen, uud daß sie sich wohl vor- stessen möchten; daß niemand gebohren lft um nie zu sterben." Aarlstadt, den z. N)emm. Berichte aus Altgradiska melden, der G. M. Bar. V» Quasdonovich habe auf Ansuchen der im Berbirer Bezirke befindlichen Unterthanen wegen der dort herum streifen» den Räuberbanden die Verfügung getroffen , aus gesammten Dörfern bewaffnete Männer, denen jedoch einige Freikorpsisten zugesellt wurden / eine Strnfung vornehmen zu lassen, wobey ein Rauber erschossen , und die übrigen versprengt wurden. Die Bosmakcn hatten sich zuvor zu Ban-jaluka bey dem Bascha nachgefragt, ob sie in Gesellschaft der kaiserl. Freipartisien duft Unternehmung vornehmen dürften? Der Vascha belobte nicht nur allein dieserwegen den Hrn. General, sondern sprach den Voslnakcn noch ?u / daß sie ohne Scheu sich mit lmsern Frcul'orpslsten vereinigen, und den Raubern nachsetzen sollten, um diese böse Brüt auszurotten. Selbst ailch die Türken werden nun nächster Tagen einen allgemeinen Streifzug unternehmen. prchburg, dcn 2^. Hcrbsim. V'r ,??«t'5ien. V)icn, den lz. Nicinmonat. Gestern wurde au' allerhöchsten B'schl we-gcn dcr glücklichen Emnahv'? B?!c'rads dss feytrliche: Herr Gott nir loben dich, Mh zwar iu der Metropylitankirch? beI> L.r° Stephan abgesungen. Seine Majestät erschienen dabey in höchsteigener Person, und fuhren um ii. Uhr in größtem Pomp von der hochen hier befindlichen Generalität, Und dem gesammten Hofstaate begleitet dahin ; wobey sich auch die gesammte Kleri-sey und die Pfarren der Stade, und Vorstädte emfanden. Der Zulauf aller wonnetrunkenen Stande war gan; auiscrordent-lich: nebst den kaiserl. Kanonen wurden alch aus dem Bürg rlichen Zmghause 12. zwelfpfündige, ^.ftchszehenund i.^Opfün-dige Kanone, die Schlange genannt, anf die "Vä^e gebracht, und drenmal los^e-brennt, worauf das en?5lra6ä ausgerückte Grenadierbattaillon dreymal feuerte. Abends tvar bel> Hof Appartement. Se. Majestät haben um Ihre höchste Zufriedenheit über diese so tapfer als glücklich ausgeführte Einnahme Belgrads er» kennen zu geben folgende Beförderungen Vor-unehmen, und Gnadenbezeugungen zu «'theilen geruhet. I. Der Hr. F.M. Baron von London als Obersterbefehlshaber der kaiserl. königl. Armee erhielt „on dem Monarchen das Orbenskreuz eines Grvßn,cist<,?«! K-s militärischen Marien Theresien Ordens, bey dem der Stern selbst mit kostöare-sien Brillanten besetzt ist, und am Rock getragen wird. Es ist von ungemein hohen Werthe. Auch das Regiment, das jetzt das Glück genießt den Namen tieses ruhmvollen Helden zu führen, soll ihn auf ewige Westzeiten beybehalten. 3. Der Hr. G. F. M. L< Klebeck bekam von Sr. Majestät eine goldene mit Höchst-beroselben Portrait und mit prachtigen Brillanten ausgeschmückte Tabatiere zum Seschettcke. Sie wird auf 12000 ft» geschaßt. 3. Der Hr. F. M Gr. Pellegrini, und der Hr. F. Z. M. Prin; de Liegne wurden mit dem Großkreme des militari schen Marien Theresien Ordens beehret. 4. Haben Se. Majestät den Hrn. F. Z< M. Michael Gr v. Wallis bisherigelt Vice Hofkriegsprasidenten zum Feldmarschall ^u erheben, ihn als Hommandirell-den in Servien, und Kommandanten von Belgrad ;u ernennen, und bey der Armee des F. M Baron Von Houdoli an u^cllen geruhet s. Der Hr. F Z. M. Joseph Graf Kol-loredo, über d^sen Entfernung von Belgrad so viel falsches verbreitet wurde 5 ist von Sr. Maj. wegen feiner wesentlichen Dienste, die er bey dieser Belagerung geleistet hat, zum Feldmarschau, und künftigen Kommandireudcn in Königreich Böhmen befördert worden. 6. Der Hr. General von der Artillerie Graf v. Thurn, der sich bey dieser Belagerung auszeichnete, hat das durch detl Tod des unvergeßlichen F. Z. M. RoU-vroi erledigte ArMerieregiment erhalten-Der Hr. F. M. Prinz v. Sachsen - Koburz ist zum künftigen Kommandirenden itl Oesterreich, und Stadtkommandanten von Wien ernannt worden. Der G. M. Karaiczay ist wegen seiner ausgezeichneten Tapferkeit, und Einsicht zu F. M. L. befördert worden. Endlich haben Se. Maj. aus eigenem Antriebe die außerordentliche Kriegsbeysteuer für das 1790. Jahr zu erlassen geruhet; nur muß noch eingebracht werden, was für dieses Jahr ausständig ist. Wich "alle Dienstage nachmittag um 2. Uhr auf dem Platze l^ro. 135. indeß vonMinmayersche» Buchhandlung ausgegeben. Unterzeichnetet dermaliHer Inhaber bes voMnigen Iawmgshof ist entschlossen die Benutzung der zu diese, Eült achörigen Aecker dann des Mayerschaftsgebäudes , und der Getreitborpfen, im Ganzen oder auch Theilwejie durch mehrere an einander folgrude Jahre in Bestand zu verlas, sen: wenn nun Jemand biezu Lust hätte, der beliebe sich am 8. Oktober in dem Mayerschaftsgebäude dieses gedockten Iamnigshofes nächst St. kbri-stoph um die 9te Vormntagsstunde einzus'nden, allwo die Bcstandsbcding-niffe Jedermann zur Eiustckt werden vorgeleget, und mit den Bestandlu» siigen die dttssallia.cn Kontrakte abgeschlossen werden. Gregor Edler v. Födransperg. Beschreibung Der von dem bei dem Landgericht Oberfiadniz arrestirten in einem Wald mit schlechter Kameratschast entdeckten Michael Lammer angegebenen Diebsleute. ^Der Schuster Kasper ist em grosser, untersezter Mann von etlich 4c> I. hren, lichtbrauue Haare in eine Rolle gewunden. Hat ein länglich« tes glattes Attgestck't, lange gerade Nase, traget einen lichtblau tücheuen Kaputrock, gelb tüchenes Lcibl , schwarz lederne Hosen, weisse Strümpfe und Sttefel, und einen runden schwarzen Hur mit eincm gelben Porten. Nud einen Gambsbart. Sein Mensch Everl ist ein kleines nntcrseztes Veibsbild, bei 40 I. «lt, hat ein lauglichtes etwas eingefallenes mageres Angesicht, trägt ein' weiß , tmd geblümtes kattonnenes Nöckl , einen Hauszeigeucn Kütl,nis schwarz, blau, und weissen Strcissen, und ein blau gedrucktes Fürtuch und eiuen wienerischen Etrvhhut. Eie hat einen Binkl bei slch . den sie «uf den Buckl trägt. Der Böcken Scpl ist kurzer stockichter Statur etwa 24 Jahr alt, hat schwarze geschnitttue runde Haare, ein rundes volles Angesicht, kurz« Nwas aufgebogene Nasen , nagt einen tüchenen Rock vom Pfeffer und S"lz, gleiche Weste, gelb lederne Hosen, und Stiefel, einen runden grün, 5en rückwärts aufgestülpten Hut wn einem grün taftten Band, imd ei, "en Federbuschen auf Art des Militärs, und einen lakirten Stock in der s S"«.Mensch ist grosser Statur , hat ein rundes volles bleiches A«, sNlcht, trägt ein braun kottonenev Nockl, cin Leibl vo!l weis; und gelben ^cldcliarädl, ein braun hausjelgenen Kittl, ein weiß kottonenes gedrucktes VMtUch, c,n seidcues Halstuch, :,nd emen grauen Fijjhut auf dem K^)Ps' «a'bach dm 2ien Otwber 1789. " Beschreibung M Des wegen eines Diebstahls in Verhast genommenen, und aus dem- selben entwichenen Arrestanten Franz Rayko« Derselbe ist aus Lrse-an gebürtig, 18 Jahr alt, ledigen Standes, kleiner und schlanker Statur, hat ein weisses zartes und pockennarbigtes Gesickt , graue angenehme Au» gen, dunkelbraune lange in einem Zopf geflochtene. Haare, tragt einen blauen mit aschenfarbnen Natln unterfuttertcn Kaputrock, eine brauntücbe-ne Weste, und dergleichen Hosen, dann eine weiße mit sckwarzen Lamfell ausgeschlagene Müye, Konfederata genannt, spricht pohlnisch, und deutsch-die lezteve ist seine Muttersprache, indeme er von den deutschen Eltern herstammt, hat eine deutliche angenehme Stime, und ein deutsches Gram-maire zur Erlernung der pohlnischen, und lateinischen Sprache bey M. Beschreibung Des eines Diebstahls beschuldigten zwischen den 29« und zo. Iulh l. I. nm 1 llhr in der Nacht aus dem Tarnopolev Arreste entwichener» Iusko MätiszkiewieZ. Derselbe ist aus dtm Dorfe Krowinee Tarnopolev Kreises gebürtig, 24 Jahr alt, katholischer Religion, eines mittelmäßig untersczten Wuchses, hat ein rundes volles pokennarbigtes Angesicht, einen schwartn Bart, und dcrley Kopfhaare, eine dike Nase und graue Augen , trägt einen weißen start abgenützten Sierak, leinene Gathchosen, einen alten schwarzen Hut, gehet baarfüßjg, spricht pohlmsch und rußlsch; gedachter Flüchtling soll «uch ein baar hechrengraue Reithosen mit stahlen«,» Knöpfen, swie es tie Fuhrleute zu tragen pflegen, bei sich haben. Vom galiziscken Landesgub. Lemberg deli 5. August 17^9. Beschreibung des Michael Podlwlicz. Derselbe ist semer Profession ein Schmidt, eiues mittelmäßigen Wuchses, 30 Jahr alt, ein Wittwer mit 3 Kindern, trägt einen grünen Zu-pan, leinwandene V«inkleit'?r, und kalblederne Stiefeln, dersesb? wurde lle ^oinxlicitate lurti beschuldigst, und untersucht, und ist ohne den Ausgang der Untersuchung abzuwarten, den 9. Auguft l. I. aus dem Buskev Ma-Wratualarrest mittels Nnterarabens samt Cisen entwichen. Zloczow den 34 ten August 1789. Auf welche Uibellhäter jedermann genau zu invigiliren, und selbe in BeMttungsfaU dem nächsten Landgerichte sicher zu übergeben hat» llaibach den 26ten September 1789. BMmbunz. Zwener Mannspersonen, so des bei Herrn Pastorn zu Trebesing im ?and, gerichte Gmünd des 8tcn dies Monats Nachtszeit ausgeübten Diebstahls verdächtig smd. Beide geben sicb, da sie einige Tage zuvor bei Herrn Pastor waren, füv Kaufleute aus Linz in Oberösterrcich aus. Einer ist geoßer Statur, magern, schwarzbraunen Angesicht; hat braune Augen, und Augenlieder, die Haarewaren aufgerollt,tragt em braunes Kleid 'mit Quastl, rothe Weste, schwarz lederne Bnnkletder, elneu runden Hut mit g ldenen Schnürt, dann kurze Stifel, darunter er weiß. seidene Strümpfe anhatte, ist bei 42 Jahr alt. Der andere ist einer kurzen untersezten Statur, einen vollen blassen Angesichts, hat blaue Augen, uud blonde Haare , an Leib hatte er cm «inen Nok von der Hcchtenfarb , ordiuari Leibet, runden Hut, kurze Sti, fel, darunter weißseideue Strümpfe, sein Alter ist bei 22-24 Jahr, beide redel: gut deutsch. Uid sind die betrettenve Thater dem nächsten Gerichte zur Wetter« Amtshandlung einzuliefern. Laibach den 9. September 1789. Verzeichniß. Der Effekten , so dem Herrn Dreslcr Pastorn zu Tribesnig im 3and» girichte Gmünd Landes Oberkärntcn, und dessen Frau den F. August 1783 Nachtszeit gestohlen worden sind, bestehen nach derselben Angabe. Werth 1. In einem inwendig mit gelben Atlaß gefuttertcn auswendig fl. kr. mit Silber gestikten Beutl mit Gesperr , der auf einer Seite ^ einen Schafer , auf der andern eine Schäferin vorstellt, dann waren in Gold 5^ «— Der Werth des Beutls 3 Dukaten . ^3 3^ 2. In 8 Schnur guten Perl mu zwei weissen Bändern, und zwn ^ j Ohrengchang mit guten Perln. !l2O — 3. In einem Kehlband von Gold sammt den zwei goldenen Ohr. gehangen. ^ . .,. 143 «... 4. In bctlausig iOOo Vaslgranaten an ftincn Drat, eme Ma« , scke vorstellend, nüt einem goldenen Gehang n: F^gnr emes Drcyers, sammt 2 Ohrgchn^acn. c« ^ 5 ^ ^ 1^ 3Q — 5. Einen goldenen Neifting inwendig mit den Buchnadeu <. i^ 0-Nem 2 goldene Ring ftder mit Rubinen, und in der Mutc — 40. so l —---------— 7F. 57 1 — gestreiften Atlaß 1 — — — Grosdetonr In der Chatuille war besindlich 1 Brillant Ning in Futteral in der Mitte ein blauer3tew. » — — Nadl auf eine Halskrause zu tragen. I---------"it falschen Steinen beide in Pappier mit Baumwolle. 2 Leere Ning - Futteral. 1 Perspektiv in Futteral. 1 Roth lederne Brieftasche mit einem kleinen Schlüssel, worin ein Paß vo» der k. k. Armee in Wien ausgefertiget/ an Hrn. I«.kod Franz MaMyF ni, bis 72 fl. ungefähr in Sil-bergcld so aus Kronen, neuen Säulen und ord. Bayrisch. Thaler, etwas 2Oger und ?8ner Stücken bestanden und welch gesammtes Geld er in ei« ncm leinernen Säckl, das Gold aber in einem Papier besonders eingemach« tcr in diesem Säckl / und dieses Sakl in seinen lodenen Hemmetsack unter»» linken Arm gehabt hat,, vermuthlich beym Schlafen entwendet worden. » Beschreibung. Des wegen Dicbstahl z« Stamslau in Verhaft gewesene» und vor 2 7/2 Jahr aber von da entwichenen und nun hier wegen ausgeü len Raub eingezogenen, dann den 9ten Iunn 3. c. aus dem Krankenzimmer bei dem hiesigen Gefängniß entflohenen Arrestanten. V..si!ie Fedoroschin, gebürtig zu Uhrgnoko Srcdnn in Galizien bei 26 Jahr clt, verheurathet, hat eine mittelmässig schlanke Statur, gelb, lichte Haare, dcrles Schnauzbart und Augenbrauncn, ein rundes Angesicht und blau Augen, trägt einen schwarzbrauncn Schirak, blaue moldonische Hosen, eine lammsellene Mütze, ist barfuß, und hat geschwollene Füsse, ist ohne Eisen entwichen, redet russisch. Auf welchen Flüchtling jedermann genaue Acht zn tragen, und selben in Vetrettungsfall an das nächste Landgericht zu übergeben hat. kaibach den 19. September «789. Beschreibung. Hiefl N. Müllner beiläufig 32 Jahr alt, katholisch, ledig bei Wiet, Nng gebürtig, messet beiläufig 5 Schuh und 4 Zoll hat lichtbraune Haare, eines langlicht bleichen Angesichts ohns Kennzeichen, es gehn ihtn 2 Zahne oberhalb ab, redet bloß deutsch, tragt einen Müllncrblan Täckenen Rock, ein grün zeigenes Leibl, einen grünen Hosenträger, schwarz lederne Hosen, unten mit schwarzen Bandl zusammen gebunden, weinwollene Strümpfe Schuh mit gelben Schnallen, und einen abgetragenen Hut. Auf dlettu Tbäter hat also ledcrmann in Holgc hoher Gubcrn. Ver-, ,rdn. von lo. dieses genaue Acht zu tragen, und selbe im BetMtungssa!-le dem uächstell Landgerichte zu übergeben. ^ldach, den 19. Ecptembcr 1733.