OMcher Nr. 248. ^r,nn,j. fi. 15, halbj. fi. ? 5U. Samstag, 28. Oktober. ll!ieb«fholnn ?n pl. Zeil« 3 tt. 18?« Mit K November beginnt ein neues Abonnement auf die I..^Pränllmerations'Preis beträgt fiir die ^t v^ ^ ^ ^^^^ November: ^'-M unter Schleifen.....1 st. 25 kr. Im tt ^ /''s Haus zugestellt . . . 1 „ - , ^ Comptoir abgeholt......— .. 92 .. A" die Zeit v, 1. November bis Ende Dezember: ^" Post unter Schleifen.....2 st. 50 lr. Im «° "^ "'^ H"us zustellt . . . 2 „ - .. ^^"nfttoir abgeholt......1 .. 84 .. Amtlicher Tbeil. All-7^ ^' ""b k. Apostolische Majestät haben mit "ruiOlMr E„is^lz^„^ vo„, ^). Ottobci ^, I. dcn °n,l)cvrn Friedrich Edlen v. Prcmcrstcin, dcn qseudomherrn Dr. Lconhard Klofutar. dcn Director N ^"ats-Realschulr in ^aibach, Schulralh Dr. Johann m ,,^l. nnd dcn Oberlehrer an der erste» städtischen "schule daselbst, Andreas Praprot » if, zu Mit- secköi!!! > ^^ Trainer ttandcöschulrathes für die nächste I..-,.!. ^ Functionsperiodc allergnädigst zu ernennen '' ""' Stremayr m. p. Ulle^^' ^ und k. Apostolische Majestät haben mit N Entschließung vom 19. Oltober d. I. den Thenll""^ Wstcnttn der lembrvgcr technischen Akadenlie t».s «,^ Marynial zum außerordentlichen Professor cr>,f'^ '^''""baueS an dieser Anstalt allergnädigst zu "'"", geruht. ^^ Stremayr m. p. y.., Sc. l. und t. Apostolische Majestät habrn mit ."llcrhüchstcr Entschließung vum 20. Oktober d. I. dcm !u dcn bleibenden Ruhestand versetzten THNrlMcr in, ^'Meinsamen ?^inanzmii>isl.lium Franz Rnzi^la in Anerkennung seiner vieljährigcn, treuen und eifrigen Dienstleistung das silberne Verdiensttreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. Se. t. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. Oktober d. I. dem Aezirlsgerichtsoiener in Villach Vartholomims Peter-neli aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand, in Anerkennung seiner vicljährigen pflichttreuen Dienst-"lstung, das silberne Verdiensttreuz allergnädigst zu ver» lecheu geruht. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 27. Oltober. Wir begegnen in ungarischen Blättern, welche sich das österreichische Budget zum Vorwürfe genommen haben, einer auffallenden Gereiztheit. Die Rabulist!!, deren man sich dort befleißt, um dcn Staatsvoranschlag der diesseitigen Rcichshälftc im ganzen wie in dcn einzelnen Positionen zu entstellen, die illoyalen Schlüsse, welche man drüben aus der Steuerreform-Vorlage der österreichischen Regierung zieht — all das bedeutet nichts, als das Bestreben, durch das Gcpolter über die Schäden des Nachbars die Aufmerksamkeit von der eigenen Misere abzulenken und den Maßstab für die richtige Beurtheilung der Finanzlage zu fälschen. Die Ungeheuerlichkeiten, zu welchen man sich in Pest versteigt, um die dies» seitigen Finanzen möglichst schwarz zu malen, könnten ihre Entschuldiguug, so schreibt die „Prcsse", nur in dcm Mangel an Sachkenntnis finden, wenn nicht die Absicht gar so deutlich hervorträte. So gipfelt die krause Rechenkunst des „Pcstcr Lloyo" in dcm Gcgcnhalte der absolutcu Ziffer des österreichischen und des ungarischen Deficits. Als ob beide, bei der Verschiedenheit des Total-Buogcls, commcnsurabcl wären; alö ob, bei der Verschiedenheit des Gebarungsdicnstes, eine Analogie zwischen dcn beiden Budgets bestände. Wir brauchen nur darauf zu verweisen, mit welcher Regelmäßigkeit der Erfolg die Ansätze der österreichischen Präliminarc rechtfertigte, ja wie sich derselbe stets günstiger herausstellte, während das ungarische Präliminare sich stets — um den mildesten Allsdruck zu gebrauchen — als zu optimistisch erwies und der Optimismus in dcn Ansätzen nachgerade zum Cardinalfchlcr des ungarischen Budgets geworden ist, Dc>, Vorwurf dcs Schuldcüinachcns tomi n wir ge-! rade von ungarisch'.r Seite am leichtesten ertrage:-,. Wie entstand das österreichische, wie das ungarische Deficit? Wie und was hat Oesterreich seit dem Dualismus in. uesliert; in welcher Weise ist Ungar» von der ^ooyay schen Eisendahn.Anllihe an in seinen Investitionen vor< acaangen? Wir wollen den Vergleich nicht durchführen, lieat es doch nicht in unserer Absicht, den wirtschaftlichen Went, eines Compaciscenlen herabzusetzen, mit dem wir soeben einen ncucn staatlichen Verband cinaeben sollen. Der Credit Ungar»« lst uns wcrlh. Die Solidarität der Interessen, die beide ReichslMftc., bindet läßt es uns nicht gleichgiltla erscheinen, wie unser Reichs' genösse nuf dem Wellmartle taxiert wird. Da wir aber auch auf unsern Credit etwas hallen, wollen wir es uns nicht gefallen lassen, wenn man ihn ungarischerscits vcr> unglimpft und die Finanzen unseres Staates compro-mittiert. Es bedarf lemer Ehrenrettung der österrelchifchen Finanzen seit dem Jahre 1867. Was wir wirthschaftlich geleistet, liegt klar vor aller Welt Augen. Wir Havels Ordnung in unseren Staatshaushalt gebracht, nahezu 300 Millionen Gulden für Schuldentilgung, Investltu. reu, Eisenbahn.Subventionen und andere productive Anlagen ausgegeben und — von 121 Millionen abgesehen, die aus außerordentlichen Einnahmen beschafft wurden — aus den laufenden Einnahmen bestrilten, während gleichzeitig die Bedürfnisse des ordentlichen Staatshaushaltes, namentlich durch Erhöhung des Unterrichts- und Iustizbudgels, sowie durch die GehallSregullerung, um 63 Perzenl gestiegen sind. Gleichwol waren wir in der Lage, als sich die Folgen der Krise immer schwerex fühlbar machten, eine staaishilftiche Action umfassendstes Art ins Werk zu setzen, Vorjchußlassen zu dotieren und einer Reihe von Eisenbahn.Unternehmungen ausgiebige Unterstützung zuzuwenden, Dabei sind, ausgenommen die Anleihe für Eifmbahnzwecke, Renten nur anstelle bereits getilgter Schuldenlapilalien hinausgegeben worden. Dies alles geschah — unsere ungarischen Collegen wer» den dies schon zugeben — ohne Rücklicht darauf, daß wir im Jahre 1877 vor einem neuen Ausgleiche mit Ungarn stehen werden. Auch den Weg, für eine Steigerung der ordentlichen Einnahmen zu sorgen, haben wir nlcht, wie der „Pester Lloyd" vorgibt, erst jetzt betreten. Schon vor zwei Jahre,', im März 1874, wurde die Steuer« reform eingebracht und die neue Porlage des Varon Pretis fußt auf dieser. Daß sie den Ungarn nicht gefall!, ist leicht begreiflich. Eine Steuerreform, welche die niederen Klaffen entlastet und die begüterten heranzieht, lann den eigenthümlichen Parteiverhaltnifsen, dem avitischen Geschmacke der Tüclenbrüder nicht behagen, was uns aber trotzdem nicht hindern wird, diese Steuerreform durchzuführen. Das gesunde wirthschaflUche Prinzip, da« ihr innewohnt, ist die deste Gewähr fkr eine fernere ge« deihliche Entwicklung der österreichischen Staalsftnanzen. Zur Orientlage. Die Vcrmittlunnsaction der Mächte ist in diesem Angcnlilicke vollständig ine Stocken gerathen oder, rich, tiacr gesagt, eingestellt. Es finden zwischen den Eablnetten keinerlei Verhandlungen znm Zwecke der Vereinbarung irgend eines neuen gemrinsamrn Schrittes in itonstanti» novel, noch auch zur Aufstellung eines neuen Programmes statt. In den letzten Tagcn wurden wol einige schwache Versuche gcmacht, um cincn Mittelweg zwischen den For» dcrmlgcn Rußlands uud dcn Ancrbietungen der Pforte zu finden. Diese Versuche hatten aber leinen Erfolg. Gegenüber den verschiedenen Behauptungen über angebliche Verhandlungen zwischen England und Rußland, welche ein unmittelbares Einvernehmen zwischen diesen beiden Mächten herbeiführen sollen, lann versichert werden, daß recllc derartige Verhandlungen nicht stattgefunden haben. Alles in dieser Beziehung beschränkt sich auf Ver Teufels-Capitän.* Roman vo» I. Sttinmann. (Fortsetzung.) . Die Banditen, von Ben Joel geführt, verfügten ' ^ zwei Stunden nach Mitternacht nach dem Hotel des unk """ Amoral,. Ihr Anführer läutete am Thor e"° !°l"dl eingelassen. Erst nach einer Stunde erschien «uf s! ^ b" Mitte der Bewaffneten, die ungeduldig Na« . Nückiehr gewartet hatten. Ein hochgewachsener! Ben cv '? °i"n schwarzen Mantel gehüllt, begleitete ihn. ^ Nan^ ^"6 einen schweren Geldsack, welcher die den Er ba ." ^"sftrochene Summe in Goldstücken enthielt, lhtllt , gelben im Hotel schon in neun Theile ge-««wiesen,« "^erreichte jedem der Strolche dcn ihm zu-Thlll «,, '" sich selbst aber behielt er den größten ' Es ,s/" »eschthtl,. sagte er zu ihnen: 5" 'hün k , im Mantel, der l"twärt« s^ Kampfes abgewartet hatte. Oh" ^.^^ ,„f ^„ ,h ge.ehen zu werden, guckte r w^, ^^ deren Kugeln °ber .h Z l '^.^ ^ ^ Nti«m"m. U «wungenem Degen bis an da. ^ho? de NeÄ «U »der die Schurken schienen Wzel 1970 die dem englischen Botschafter Lord Loftus ertheilte Weisung, sich nach der Krim zu begeben, um dort in jedem gegebenen Momente mit dem Fürsten Gortschaloff in Verkehr zu treten. Die Sachlage ist demnach dahin zu resümieren, daß Rußland und die Türkei sich gegenwärtig allein und ohne Vermittler in einer Art von tüte-H-tüte überlassen sind. Der Weltfriede hängt demnach von dieser unmittelbaren Gegenstellung und von der nächsten Zusammenkunft des Sultans mit dem General Ignatieff ab. Der Friede kann noch erhalten werden, wenn die Türkei allen Forderungen Rußlands nachgibt. Man glaubt hier — wie man von wohlunterrichteter Seite der „Pol. Corr." aus Paris vom 23. o. M. schreibt, — daß die Pforte in ihren Concessionen so weit als möglich gehen werde. Sie wird in der Waffew stillstanos-Frage leine Schwierigkeiten machen; sie wird wahrscheinlich eine Conferenz ohne ihre Betheiligung an derselben annehmen, wenn die Conferenz in Konstantinopel stattfinden soll; sie wird vielleicht bis zur Annahme des ihre Reformverpflichtungen sicherstellenden internationalen Protokolls gehen. Wenn aber Rußland darauf beharrt, eine Occupation als Garantie der Durchführung der Reformen zu verlangen, so wird die Pforte sich diesem Verlangen und der russischen Occupation mit Waffengewalt widersetzen. Man glaubt hier mit Sicherheit, den Thtil zu kennen, welchen England erwählt hat. Sowie die Russen in Bulgarien einrücken, soll England entschlossen sein, den Bosporus, die Dardanellen und wahrscheinlich auch Port.Said mit seinen Flotten zu occupieren. Man ist in unseren officiellen Kreisen überzeugt, daß dieser Entschluß Englands feststeht. Es wird alles aufbieten, um zu verhindern, daß Konstantinopel in die Hände der Russen falle; es wird alleS übrige aufgeben. In unseren politischen Kreisen, welche dic Sachlage kennen, betrachtet man den Anmarsch der Russen gegen die Donau als unausweichlich und unmittelbar bevorstehend, worauf die englische Antwort mit der Besetzung Konstantinvpcls erfolgen wird. Daß ein solcher Verlauf auch noch Oesterreich und Italien in die diesbezügliche Situation mitverwickeln werde, wird hier als kaum aus-bleiblich erachtet. Es würden demnach vier Mächte in die orientalische Frage sich hineingezogen finden, — nur Deutschland und Frankreich werden, eines dem andern gegenüber, unthätig verbleiben. In dieser Sachlage erübrigt nach der Ueberzeugung unsercr compctmten politischen Kreise nichts anderes, als daß Frankreich sich vollständig der orientalischen Frage ferne halte, jedweder Verpflichtung aus dem Wege gehe, sich auf sich selbst zurückziehe und einzig und allein übe, seine eigene Sicherheit wache. Aus Bosnien und der Herzegowina. Ueber die von uns gestern gebrachte Nachricht einer Verletzung der österreichischen Grenze durch türkische Truppen schrtibt man der „Pol. Corr." ans Ragusa vom 25. d.: «Gestern morgens fand eine Grenzverletzung bei dem Dorfe Solmje durch die Türken statt, welche bei diesem Anlasse Vieh im Werthe von 800 fl. wegtrieben. Heute ist eine Gerichlscommission nach Stravce abgegangen, um die gestrige Grenzverletzung zu constatieren und den Schaden zu erheben. Wic verlautet, sollen starke türtische Truppenabtheilungen auch bei Ragusa-vecchia eingebrochen, bis zur Ortschaft Stravce vorgedrungen sein und österreichische Unterthanen verwundet haben. In der Herzegowina soll der Insurgenttnftthrer Soöica einen bedeutenden türkischen TransPoet nächst Piva abgefangen haben. Wie glaubwürdig verlautet, wird Mulhtar Pascha ir. seinen Positionen von den Montenegrinern von Bonjan« brdo aus beschossen. Infolge der Zerstörung der V rücke von Granicarevo soll die Verbindung Mulhtars mit Tre» binje wieder unterbrochen fein. Die türkische Festung Nilsit ist gleichfalls der Capitulation nahe, wenn nicht eine baldige Entsetzung erfolgt. AuS Bosnien i,t heute die bestimmte Meldung eingelangt, daß der Insurgentenführer DeSpotovit die türkische Stadt Petrovac eingenommen hat. Politische Uebersicht. Laibach, 27. Oktober. Im österreichischen Nbgeoronetenhause sorgt man eifrigst dafür, daß die Verhandlungen der beiden Allsschüsse, denen das Hauptmaterial der parlamentarischen Campagne dieses Jahres zur Vorbcralhung zuge» wiesen ist, mit Raschhcit ihre Arbeiten durchführen können. Sowol der Budget» als auch der Steuerreform-Ausschuß sind jetzt täglich versammelt, und dürften in ersterem bereits in der nächsten Woche die ersten Referate über den Staatsooranschlag erstattet werden. Der Steuerreform-Ausschuß, der gestern mit seiner meritori-schen Thätigkeit begonnen hat, setzt heute die Special-Debatte über den Gesetzentwurf betreffend die Personal« Einkommensteuer fort. Treten leine Zwischenfälle ein — die in Aussicht stehende Debatte über die Orient' frage wird kaum mehr als eine Sitzung des Nbgeoro« netcnhauses i» Anspruch nehmen, — dann kann auf eine frühzeitige Erledigung des Budgets und der mit dem« selben im Counexe befindlichen Steuerreform.Oesetze sicher gerechnet werden. Im ungarischen Handelsministerium wurden, wie der „Kelet Neue" erfährt, die Veralhunaen über die Revision des Handels- und Gewerbelammer'Gesetzes wieder aufgenommen, und läßt sich erwarten, daß die Reorganisation der Kammer» auf nooellcnischem Wege noch im Lauf' dieser reichstäalichen Session durchgeführt werden wird. Dabei wird die budapester Handelskammer eine von den übrigen Kammern abweichende Organisation erhalten. Das heute ausgegebene Militär.Verordnungsblatt enthält das November.U van cement. Dasselbe beginnt mit der Beförderung zweier Sühne des Kaisers von Ruhland, der Großfürsten Sergius Alexandrowitsch und Paul Alcxandrowitsch. Der erste wurde zum Hauptmann, der zweite zum Oberlieutenant ernannt. Hervorzuheben ist auch die Geförderung des k. und l. Oeneralccnsuls in Belgrad, Nikolaus Fürsten Wrede, zum Obersten, „mit vorläufiger Belassung auf seinem Dienftposten."— Aus dem Avancement gehen zwei Feld-zeugmeister, ein General der Caoallerie, 7 Feldmarschall-LieutenantS, 21 Generalmajore, 63 Oberste, 89 Oberstlieutenants, 129 Majore, 210 Hauptleute erster Klasse, 237 Hauptl-ute zweiter Klasse, 221 Oberlieutenants und 281 Lieutenants hervor. Deutschlands Oesterreich freundliche Polilil, welche wir schon zu constatieren Gelegenheit gehabt, findet eine Bestätigung in einem Artikel der „Nationalzcitun^" über die Waffenstillstands-Frage. Genanntes Blatt schreibt: „Gegenüber den mehr als leichtfertigen Behauptungen, daß Deutschland im einseitigen Verfolg einer russenfreund, lichen Politik sich von Oesterreich-Ungarn zu isolieren uchr, darf daran erinnert werden, daß die deutsche 3tt< gierung in dieser Frage nicht den russischen Vorschlagt« beigetreten, sondern lediglich an der von dm sechs Machten feierlich anhenommelien Proposition festhielt, welche dahm ging, der Pforte zunächst dic Annahme eines vier- bis echswöchentliche!, Waffenstillstandes zu empfehlen. Uebel den türkischen Gegenvorschlag einer sechsmonatlichen Waffenruhe beobachtete die deutsche Regierung einfach Stillschweigen und folgte damit der Tradition, welche ihr ihre Stellung in dem Drel.Kaiser-Vündnisse vor' zeichnet: möglichst zu sancliol,ieren, worüber Oesterreich nnd Rußland einig, sich aber zurückzuhalten, so lange ein Einverständnis zwischen den bei der orientalischen Verwicklung zunächst betheiligten Mächten noch nicht erzielt ist. Die Urwahlen in Preußen lassen — wie dcin „Pester Lloyd" auS Berlin geschrieben wird — voraussehen, daß die Zusammensetzung der preußischen Kammer leine wesentliche Veränderung erfahren dürfte. In Frankreich beschäftigte sich der Ministerrath am 24. d. M. ebenfalls mit der orientalischen Frage. Das Resultat desselben wird wol in folgender Bemerkung des „Moniteur" niedergelegt sein: «Es wird versichert, d»e Pforte erschlaffe in ihren bisherigen Einwendungen u»d sei geneigt, den früheren Forderungen der Cabinettc «a^ zugeben, als deren neues Organ jetzt General Ignaliesl auftritt. Seit seiner Rücklehr nach Konstantinopel M sich Ignalieff höchst versöhnlich, und wenn der hel't'^ Schritt der letzte dieser Art ist, den die Lage aMMt, so muß zugestanden werden, daß derselbe bis jetzt alles ausschloß, was bei der Pforte Verdacht erregen und ^e ^age mit äußeren Empfindlichkeiten beschweren löm»^ BemerlenSwerlh ist an dieser Aeußcr,mg, daß IgM''" gewissermaßen als der Mandatar Europa's hingestellt lv'^' Zwischen England und Frankreich ist, wie au London gemeldet wird, ein Abkommen dahin aellM worden, daß der Suezlanal im Fall eines Krieges v"' beiden Mächten mit gleicher Truppenmasse zu besche" ist, um seine Neutralität und eine offene Schiffahrt A sichern. Es würden vermuthlich beide Endpunkte best» werden und jedes Land würde berechtigt sein, eineglelO Anzahl Truppen oder Schiffe dahin zu entsenden, w" das andere. Bezüglich der orientalischen Frage ist die Situation die nemliche geblieben, wie wir sie zu "^' ginn der Woche gclennzeichnet haben. Die Krisis h" vorläufig wieder den acuten Eharallcr verloren; die V^ lundlungen zwischen Ignatieff und t»er otlomanische" "^ glerung über die bekannten drei Puilltc dauern fort. D'l Waffenstillstandsfrage ist soviel wie erledigt zu bclrachlc"' Die Mächte wirken in diesem Stadium nur in s^ secundärer Weise mit. Was Oesterreich anbelangt, l° lesen wir in wiener und pester Blättern, daß unser a"^" wärtiges Amt sich ganz von den Interessen der ^"^.z leiten lasse. DaS ist doch wol selbstverständlich und lp c immer gewesen. Soll die Phrase aber mehr vcdwten aw den Wortlaut, so entbehrt sie allen Hinlergrundes. ^ dem Empfange des Generals Ignatieff durch den Sulla Abdul Hamid beschloß dieser die Unterredung »"^ >, den russischen Botschafter einlud, am SamSlaa zur ^ vat.Audienz zu erscheinen. Ignalieff nahm die Einlad'^ unterthänigst an. In konstantmopler wohlunterrichlc^ Kreisen herrscht die Ansicht vor, der Sultan habc d^> diese Frist der Armee Z-it gewähren wollen, ihre S'" gegen Serbien zu vervoUstimoigen. ..^, Die rumänische Kammer ist zu einer auß' ordentlichen Session einberufen worden. Wahrsche"' wird sie die Mittel für den bevorstehenden Spajie^" nach Bulgarien zu bewilligen haben. ^_______ ^5Z zu haben. Er erreichte leinen und lehrte nach wenigen Minuten auf den Platz zurück, wo er scin Pferd gelassen und wo der Mann im Mantel noch immer in der Nifche eines Hauses verborgen war. „Sie sind verschwunden, die feigen Wichte," murmelte er, als er sich allein befand. „Man wird sie zu schlecht bezahlt haben." ,„ 2r pfiff sein Pferd herbei, das in der Nähe ge-bUeben war. DaS edle Thier, an diesen Ruf gewöhnt, veugte stmen Kopf dicht an seinen Herrn, als wenn es leme Verwundung bellagen wollte, und ließ ein lautes Gewicher tzdrcn. k.-m.,"^.?^ uür noch einmal," murmelte die verhüllte Gestalt. „Er muh mit der Hülle im Bunde stehen." .« .?"5 ?.°" ^°"?"' d" jetzt niemanden mehr zu be< kämpfen hatte, untersuchte seinen schmerverwundeten Arm, von dem das Blut herabstrümte, und zog ein Taschentuch aus se.nem Wams hervor, um denselben zu verbinden. Zu dlesem Zwecke lieh er sich auf den Boden nieder, um es gemächlicher thun zu lonnen. Der Mann im Mantel - Graf Berlrand von Lemliran - hatte, waS der R.tter that, aus seinem Wir ^3"^.? ^ "»^ ahrwn^ow. Capitän, r«ffle einen am Ufer de Seine senden schweren Stein auf, sprang von hinten auf Ltienne zu und zerschmetter e ihm mit dieser «mprovi. sierten Waffe den Kopf. Ein dumpfer La»t — dann lag der Gefürchtet« lautlos am Boden. „Er ist todt," murmelte Bertrand, „endlich bin ich am Ziele." Sich über den Erschlagenen hinbeugend, durchwühlte er dessen Kleider und fand, was er suchte: das Buch Ben Joels, das Testament seines Vaters und die Schrift, die ihm sein Gegner den Abend vorher dictiert hatte. Er steckte diese Beweise von Manuels gerechten Ansprüchen zu sich, hob den leblosen Körper auf, schleppte ihn an das Ufer der Seine und stürzte ihn in den Fluß. Dann eilte er der Straße zu, wo fein Hotel lag, in der festen Ueberzeugung, daß er jetzt für immer vor Manuel gesichert sei. Die Leichname des Ben Joel und zweier seiner Kameraden blieben auf dem Platze zurück. Das Pferd des Ritters aber war, als es seinen Herrn fallen sah, seinem Stalle in dem Gasthofc des Meisters Gonin zugelaufen. Es dauerte nicht lange, so war es heller Tag. Eine Abtheilung der pariser Scharwache, welche in der ersten Morgenstunde die Runde machte, schritt von der Seite des Pont'Neuf daher und fand die auf dem Boden liegenden Leichname der Banditen. Ungefähr um dieselbe Zeit schritten Castillan und Marotte, vertraulich mit einander plaudernd, durch das Thor de Nesle und näherten sich der Gruppe der Soldaten und der Bürger, die sich um die Leichen gebildet yatte. Während man letztere hinwcgtrug, blickte der Se-crelar, der Ben Joel erkannt hatte, nach allen Seiten umher um das Terrain zu untersuchen. «, l'« 5 ?°el getüdtet," sagte er zu Marotte. „Was mag das bedeuten? Der Boden ist zerstampft und blutig. Es muß hier ein Kampf stattgefunden haben. ^ Herr hat seine Wohnung heute in früher Stunde "' lassen. Sollte ihm ein Unglück widerfahren fein? Keyl wir zu Meister Oonin zurück." ^- Er hatte kaum diese Worte gesprochen, ^s Genannte athemlos auf beide zulief. . „e, „Herr Castillan," rief er mit zitternder 6^'^ „lch war focben im Stall, um nach meinen Ps" ihrcs fchen. Denken Sie, was ich da finde: das Pf".^ P Herrn, ganz mit Schweiß und Blut bedeckt. ^ «opst es allein zurückgekommen, denn ich habe oben a"9" und leine Antwort erhalten." Castillan wurde tootenblaß. ^j, ..So ist mein Herr todt, ermordet von v"" ^l schen Händen!" rief er schmerzlich. ..Frankreich ha^,,.. seiner grüßten Dichter, seinen tapfersten Ritttr """ j„ Während Castillan, Marotte und Meister G ^, sich ihrem Schmerze um den geliebten Verlornen ^, ließen und mit einander zu Rathe gingen, wie ^,, Leiche aufzufinden sei, genoß Graf Bcrtrand von .^, bran in seinem Hotel seinen Triumph, ohne oai) ^, sein Gewissen einen Vorwurf machte. Er du"yl'' ^ gleich das Testament seines Vaters, und als ^ überzeugt, daß es, würde dasselbe bekannt, ly ^, derben würde, so warf er alle dem Ermorde«» nommenen Papiere ins Feuer. .^ ^, „Jetzt ist nichts mehr zu fürchten "mur"e ^ „jetzt kann mir Anna von Faventines kein ^^ rauben." (Fortsetzung folgt.) 1971 Vagesnemgkeiten. Graf Prolesch -f«. „. Anton Graf Prolesch v. Osten, k. l. Feldzeug-me.,ter geheimer Rath und Mitglied des Herrenhauses «es o>terreichischen Reichsrathes, gewesener k. und l. Bot. Mter lc., ist vorgestern zu Wien im 81. Jahre semes lMen, und verdienstreichen Uebens gestorben. — Der "er,torbeue wurde am 10. Dezember 1795 zu Graz 8 . oren «l« der Sohn des steierischen Gutsbesitzers Max> ""lan Protcsch. O^ zeigte, wie Wurzbachs biografthi-3, «. ^'^" berichtet, schon in der Kindheit ungcwühn-M Anlagen, besuchte das Gymnasium und die Uni-unMt in Graz, trat mit 18 Jahren als Fähnrich in v« l. i. Ar„^ und machte die Feldzüge von 1813 bis , ^ "nt, in welchen er sich wiederholt durch Umsicht "'"Entschlossenheit auszeichnete. Nach dem Frieden von dea l? ^ lunge Offizier nach Mainz in die Kanzlei «e« ^Herzogs Karl, welcher damals Gouverneur dieser UMMg war, bald darauf als Lehrer in die Cadetten-^"^"ach Olmütz. 1818 wurde er Adjutant des Feld-1«,0 ^ Fürsten zu Schwarzcnberg, was, nach dem "^ erfolgten Tode dieses Feldherrn, ihn veranlaßte, i >e erste größere Schrift herauszugeben: „Denkwürdig-,. en aus dem «eben des Feldinarschalls Fürsten Karl zu ^>chwarzenberg. Wien, 1822." Der 30jährlgc Offizier wurde mit dem Picetünig "leyenm Ali von Egypten bekannt und erregte dadurch " Aufmerksamkeit der Leiter der österreichische« Politik, " Mge dessen er selbst alsbald mit Auszeichnung die "plonwische Laufbahn betrat. Schon 1834 wurde ^"M. der inzwischen in den Nitterftand mit dem .^""cate„v, Osten" erhoben worden und in der Armee U. Oberstlieutenant vorgerückt war, bevollmächtigter "lister am griechischen Hofe. 1845 wurde er in den "relyerrnstand erhoben, 1848 zum Feldmarschall-Lieutc. s"t "nannt und 1849 als Gesandter nach Berlin ent- dilll 's ^"^ "urde er geheimer Rath und 1853 Präsi. ^Mandter '" Frankfurt, von welchem Posten er Ende "^während des Krim-Krieges als l. k. Internuntius 1^2 chantinopel ging. Dort verweilte cr, bis er hohfn' ?^ 3rldzeugmeister und in den Grafenstand cr- Echri»> ^ active Laufbahn beschloß. Seine zahlreichen gcri, ' ""b Aufsätze, welche ihin in der Literatur kein ^iis?^^ Ansehen verschaften, als er sich durch sein Ivit> ?! ^"^ ^'" ^^^ ^ Diplomatie erwarb, können schon 1^. '"^ aufzählen. Der Verstorbene hatte sich bnii ^ "^ Irene, gcb. Kiefewetter von Wiesen- u,n, vermalt, welche ihm vor vier Jahren zu Graz « vlerMichriger glücklicher Ehe im Tode voranging. ^"« dieser Ehe gingen drei Sühnc und eine Tochter Alvür, von welchen der älteste Sohn, Graf 'Anton prokesch v. Osten, t. l. Majur, und die Tochter Irene vermalt mit dem t. l. Lcgalionsrath Freiherr» v. »tcye/ den Baler überleben. Der jüngste Sohn war schon früh gestorben und der zweite, Karl, starb am 6. Februar 1664 als l. l. Oberlicutenant den Heldentod bei Ocvcrscc in Schleswig-Holstein. Ueber die letzten Lebenstage des Grafen Prolesch erfahrt o,e „Wiener Abendpost" folgendes: Der Graf ^ "! den ersten Tagen des laufenden Monates nach Wien, wo er im Matschalcrhofe abstieg, um be-rühmte Aerzte eines Steinleidens wegen zu consultieren. Das hohe Alter des Patienten ließ eine Operation als unthuulich erscheinen. Nach vierzehntägigem Aufenthalte in "5len war der Graf genöthigt, das Bett zu hüten, welches er nicht mehr lebend verlassen sollte. Mit der Verschlimmerung des Leidens trat ein rapides Schwinden der Kräfte ein, und Dinstag nachts erkannten die ihn behandelnden Aerzte, daß leine Hoffnung auf Genesung vorhanden sei. Gestern morgens wurden dem Kranken die ?. Sterbesacramentc gereicht und bald darauf verfiel er w Bewußtlosigkeit, die bis zu seinem Tode anhielt. Der ^>ohn, Major Anton Graf Prolefch v. Osten, wich in ^" letzten Tagen nicht von dem Krankenlager seines "nters und drückte ihm, als er den letzten Seufzer aus-»eNoßen, die lebensmüden Augen zu. Die Leiche wird, "sMan uns mittheilt, in der Hofpfarrlirche zu St. Au-°"^l" eingesegnet werden. Die Leichenfeier soll Samstag ^chmittags stattfinden. ^ _^ Se. k. und l. Apostolische Majestill werde» Montag, bcn - "Itobcr d. I., j„ Men Audienzen zu ertheilt»! geruhen. H' ,1" ( P « rs 0 naInachrichten.) Se. Eic. der l. und t. A l,'b ^ laislrlichm Hause« um de« Acußern Graf Julius Dit m°^ ^ "^ ^' ^' "°" Budapest in Wien angekommen. Etc ^"^ der „Süddeutschen Presse", daß die Familie Sr. di«Sch»? ^"''^" ^"f" I. Andrassy "ber München in 'n 2-,?.^ ^""^ sci, ist unrichtig, da die Familie Sr. Crcellenz ^«edls weilt. und ^i/? ° """ tnts. Enthllllung.) Da« Osfizierscorps zlndenltn °°^" "°" ^^ ^°iestllt Krieg«riarme haben zum bk'land B°"m5"" unvergeßlichen Marine.Obercommandanten, H°upliiie«^ f lllM ^"' "°'ler Max von Mexico, im ^""ng auf Nn" ^°" ^ ° l ° "n Monument errichtet, dessen Ent-^ ^ llallfind. "^^^ Anordnung velanntlich am 29. Oltober " 6- Professor" ""^' ^" Monument ist nach einem von dem ^'"l'ch Riller"v ^" ^'' ^'M" Hochschule zu Wien, Herrn ""b »m P«t^ h m ^^' ^"ferteu Entwurf« ausgeführt worden ^" 3«'er dcr Embl!n"'"^"°"^ ^" ^'' P"''"^ »"igestellt. ^ "uncz dc« Monumentes werden sämmtliche Truppen der Garnison zu Pola, sowie die Vemannungen der im Hafen anwesenden l. l. Kriegsschiffe au«rUckcn, fern:r die l. l. Kriegsschiffe die Flaga.ena.nla sllhiru, und wird vom Hafenwach-schiffe liei der Enthüllung der Tcschutzsalut von 21 SchUssen ge-leistet werden. -^ (Fllnfzigjllhrige« P r i e st er. I ub i läu m.) Den 28. d. M. begeht dcr Haiiptpfarrcr von St. Antonio nuovo, Monsignor Anton Hr 0 vuti », sliu 50jllhrigr» Priesterjublläum. Dcr in allen Kreisen dcr Bruiillerung mit Recht hochgeachtete Seelsorger Hal, wie die „Triester Zeitung" vernimmt, — nie ein Freund von rauschenden Frstlichleilen — den Veschluß gefaßt, die feltene Feier ausschließlich auf die lirchlichr Function zu be-schiä'nlcn. E« wird demnach am 28 d.. vormitlags 10 Uhr, in der St. NntoniuSlirche ein solennes Hochamt stattfinden, welche» der greise Iulnlar celebrieren und bei welchem — da der Vischof Monsignor Dr. Dobrila auf einer Visitationsrcise abwesend ist — der Domprobst Monfignor Dr. Schneider al« Ärchioialon asfi» stieren wird. Der wllrdige Jubilar hat anläßlich der Secnnbiz-fcier dem VUrgermrister Dr. v N„g?li 200 st zur Vrrlheilung an die Sllldtarmrn und dem Gemeinbevorstand scineS Geburtsorte« Oplschina 100 si, zur Vcrlheilung an seine bedürftigen LandS-leule Nbergeben. — (Seherin neuschule.) In Zürich hat der Buchhändler und Buchdrucker Herr C. Schmidt eine Frauendrnserei gegrllndet. Die Bewerberinnen müssen die Secundarschule durchgemacht und wenigstens die deutsche Grammatil und Literatur grllndlich inne haben; Sprachlenntmsse im Französischen und Englischen sind erwünscht, jedoch nicht nöthig. Während des ersten halben IahreS werden sie unentgeltlich angelernt, während des folgenden Halb-jahres wird ein Wochcnlohn von 6 Francs bezahlt und nach Ablauf des ersten Jahres tritt die Bezahlung nach demVerhältnis der geleisteten Arbeit nach einem bestimmten Sah ein. Die Ve. werbermnen müssen sich ans drei Jahre fest verpflichten, nach deren Ablauf sie entweder bei Schmidt bleiben oder sich einen andern Platz suchen können. fokales. Aus dem Sanitätsberichte des laibacher Stadt-PMlates für den Monat September 1876 entnehmen wir folgende Daten: I. M eteoroloyisches: Luftdruck: Monat« Mittel 734-68 mm.; Maximum 742 12mm. am 2!ten d. M. um 7 Uhr; Minimum 723-73 mm. am 8. d. um 2 Uhr. Lufttemperatur: Monatmittel -j- 14 5" 0.; Maximum -l- 23-3 0. am 6. d. M. um 2 Uhr; Minimum -5- 6 8" 0. am 9. d. M. um 7 Uhr. Dunstdruck: Monatmittel 10 4 mm.; Maximum 15 0 mm. am 7. d. M. um 2 Uhr; Minimum 7 4 iniu. am i) d. M. um 7 Uhr. Feuchtigkeit: Monatmittel 84 8«/^; Minimum 5tt-0"/u am 17. d. M. um 2 Uhr. Bewölkung: Monatmlttel 7 4"/« (> Regimcuis. Zu Hauptlruten zweiter Klasse die Ober« lieutenant«: Josef Staff a de« 46. Infanterie. Regiment,, Beono Puteatiy, Andrea« Slivnil und Moriz Müller Edler von Müllenau, alle de« 17. Insanterie - Reziment». Zu O berlientenant « die üieutenants: Simon « ddob. batti, Victor Udvarnoly de Ki« Iüla, Karl Edler v. Tasch des 46. Infanterie-Regiment« und Emil v. Raizner de« 7. Iägerbalaillone, Zu Lieutenant« die Tadelten: Albert Melzer des 59. Infanlerle.Rcgimeuls, Andrea« Schent. Raimund v. Fllldun»,, Alois Viber des 17. Insanlerie-Regimen««, Adalbert Herzmann be« 28. Infanterie-Regiment», Belisar Sufflay de« 19 Feldjäll,er-»,taillous, Victor Schrey v. Redel werth de« 5. Dragoncr.Regimeut«. Ferner in der Artillerie zu H ° u p l l e u t e n erster Klasse die Hauplleute zweiter «lnsse: Eduard Pichler be« 12. »rlillerie.Regiment«, Bernhard S w ° b o b a de« 7. Nrlillerie.Rtgimente. «arl KU-per und Karl Belerhin de« 12. Artillerie. Regiments. Zu Oberlieutenant« die Lieutenants: Ferdinand Oppitz Ernst Freiherr v. Haynau uub Franz üio o lel. Zu Lieu-tenant« die «ladctten: Joses Toms« de« 12. ArliÜnit-Nt°> mmts und Karl Tolloo de« 11. Festung«artillerie.Vat°ill«n«. In der Reserve wurde ernannt zum Lieutenant der Ladet-Alfred Podb ° j be« 12. Artillene-Regimenl«. In der l. l' Kriegsmarine wurden ernannt zu Lini« nsch i s s,l ie ute-u ° nts zweiter Kla, sedi, Linienschiff«stlhnriche: Ferdinand Gebhard und Hugo Pog°t,chn,gg; ,«m Linien-schlsf«fähnrich der Seecadet erster illasse Aloi« Praprot« nil. Ferner wurde ernannt zum Militärpfarrer der Mililtlrcurat: Nikolaus Zyh slli den MililHr.Setlso^ebezir, zu Zara. — < Feuerwehr.) Als unterstützende Mitglieder der l»i. bacher «reiwilligenFeuerwehr habe« den I»hre«del»a« pro 1876 geleistet die Herren: Fal« »«<"!. ^« MÜHIeisen Arthur und Mauser Franz mit je b st. dürste, da. w.e wir vernehmen. ,we. versch.ebene «andtdatmliften für die..euiuwliblenbe Direction colportiert werden, tin, lebhafte werben. 1972 lDi» am 25. b. M. abgehaltene Sitzung des Vereins der Aerzte in Krain) war von 11 Mitglie» dern und einem Vaste besucht. Obmann Dr. Schiffrer theilte zuerst mit, daß Dr. Ienlo in Wien und Dr. Perto in Delsberg dem Vereine al« Mitglieder beigetreten sind; hierauf trug Schriftführer Dr. Valenta die Einlaufe und sonstige in« terue Vereinigenden vor, darunter die hohenorts bewilligte Aenderung des Willbriefe« der Löschner'schen Stiftung, wornach in Hinkunft die Gesuche direct beim Vereine einzureichen sind, und nun wurde zur Tagesordnung geschritten. Prof. Valenta erstattete al« Delegierter den Bericht über den zweiten iifter» reichifchen Nrztt«Bereinstag unb betonte als den wesentlichsten und wichtigsten seiner Veschlüfse die Nildung eine« aus Delegierten aller Kronliinder bestehendm, seinen Sitz in Wien habenden permanent»« Lcntralcomil6s, dcm die Dmchfllhrnug aller Neschlilffe einerseits nnd die Vorbereitung der Tagesordnung des drit« ten östeireichischen Aerzte, 3», ein» mal auch 4 Fälle auf «in HauS lnmcn. Die Pfleger erkrankten; zwli Geistliche, die zu den Kranken gingen, starben, so daß die Propagierung der Krankheit auf ein Haar gleich der des Typhus war; er glaubt jetzt fest daran, was übrigens nicht seine Erfindung ist, sondern von Autoritäten angegeben wird, daß es eine Gattung Pneumonie gibt, dir ein Eontagium im Luftlreise des Kranken erzeugt. Daß eö nicht etwa Typhusfälle mit metastati« schen Pneumonieu waren, beweist der schnelle Heilungsprozeß, meist binnen 12 bis 14 Tagen. Nn der Debatte betheiligten sich insbesondere Dr. Kappler, welcher aus eigener Erfahrung Wutschcrs Ansicht bestätigte. Dr. Fur erinnerte au diesbezügliche gleiche Mittheilungen von Dr. Gauster während seiner bezirleärztlichen Thätigkeit; ebenso stimmte Dr. Arlo bei. — Prof. Valenta demonstrierte nach Vorausschickung der betreffenden Geburts« geschichte d«e Leiche eines Kindes, welches cr nach vorangegangener Perforation mittelst de« Kraniollaste entwickelt hatte; es handelte sich hier um eine allgemeine Neckenenge bei sehr großem Kinde, letztere« wog 3200 Gramm. Die Mutter befindet sich ganz wohl. Wegen vorgerückter Zeit wurde Prof. Valenta's Vortrag Über habituelle Hydrocephalo-Meningocele vertagt. — (Bubenstück.) Gestern wurde abermals durch unbe-lannten Thäter die Gassentafel am Mahr'schen Hause „Kaiser Iosefsplah" herabgerissen. Neueste Post. (Original-Telegramm der „Laib. Zeitung.") Wien, 27. Oktober. In der heutigen Abgeordnetenhaussitzung beantwortete die Regierung die Interpellationen in der Orientfrage: Die Politil der Monarchie sei vor allem auf Erhaltung des Friedens gerichtet, wo- durch das Streben nach Erwerbung eines fremden Gebietes von selbst ausgeschlossen ist; die Friedensbestre-bungen müssen aber eine naturgemäße Begrenzung in der Pflicht finden, die Sicherheit und die Interessen der Monarchie unter allen Umständen energisch zu wahren. Der Minister des Aeußern könne nicht Politik nach Volksstämmen machen, sondern müsse ausschließlich die Interessen der Gesammtmonarchie im Auge behalten. Die Regierung werde auch fernerhin die schon vom Beginne der Orientwirren an verfolgten zwei Ziele: Wahrung des Friedens Europa's und die Verbesserung des Loses der Christe nauf der Balkan-Halbinsel, mit entschiedener Con-sequenz festhalten. ^________ Die „Pol. Corr." erhält aus Berlin vom 24. d. ein Schreiben, welches, nachdem es erwähnt, daß der deutsche Botschafter in Petersburg nach Livadia abgereist ist, sich in eine Be uchtung der politischen Situation einläßt. Besagte Eorresponoenz betont, daß das deutsche Reich, da eS gar lein oirectes Interesse im Orient hat, auch lein Stück der europäischen oder asiatischen Türlei begehrt, in erster Linie berufen ist, vermittelnd zwischen Oesterreich'Ungarn, Rußland und England zu wirken, und constatiert weiters, daß gerade bezüglich des Orients eine Menge stereotyper Redewendungen über allerlei Interessen im Schwünge seien, namentlich bezüglich der Entwicklung der Verkehrswege. Im weitern Verlaufe führt der Correspondent für die in Deutschland herrschende Auffassung über die politische Bedeutung der Mündungen großer Ströme die Mündungen der Memel, der Weichsel und des Rheines als Beispiel an. Die Deutschen würden sicherlich, so sagt die Correspondenz, denjenigen nicht für ernsthaft nehmen, der etwa behaupten wollte, daß, weil die Memel oder Weichsel einen großen Theil russischen Gebietes durchströmen, sie auch bis zur Mündung russisch sein müssen, ebenso wie sicherlich ganz Europa in Aufregung gerathen würde, wollte irgend ein deutscher Chauvinist erklären, daß, weil der Rhein seiner größten Ausdehnung nach deutscher Strom ist, Deutschland auch Anspruch auf die Rheinmündungen, d. h. auf Niederland zu erheben habe. Mit diesen Argumenten will die Correspondenz über die als „Phrase" hingestellte Behauptung, daß die Donau der Lebensstrom Oesterreichs sei, hinwegkommen und sagt, daß die Schiffahrt und alle an die Ufcrbeschaffen-hciten eines großen Stromes zu stellenden Anforderungen weit leichter zu befriedigen seien, wenn die Ufer sich in den Händen wirklich lebensfähiger Kulturstaaten befinden, als wenn sie mindestens auf der einen Seite weite Gebiete abgrenzen, welche, jeder wirtlichen Kulturentwicklung verschlossen, immer von neuem den Schauplatz blutiger Kämpfe, unaufhörlicher Empörungen und greuelvoller Gewaltthaten bilden. Dic Correspondenz glaubt welter, daß die in Pest gehegte Besorgnis, daß Rußland sich im Laufe der Ereignisse wieder den Donamnündungen nähern könne, selbst im Falle der Bewahrheitung ohne ernstliche Be» grünoung sei, da sich die jetzigen internationalen Vereinbarungen leicht erweitern und vervollständigen ließen, da es ja doch auf die Dauer schwer möglich sein würde, Rußland von der Mündung der Donau, wie von der freien Verbindung mit dem Mittelländischen Meere abzuhalten. Weder Oesterreich, noch Rußland, noch England können, so schreibt die Correspondenz, die Gebiete der heutigen Türkei je einmal für sich allein beanspruchen; um so leichter sollte es sein, daß diese Nationen sich über die Machtsphäre verständigen, welche jede von ihnen in Zukunft beanspruchen muß, nicht um gewisser Ideen, sondern um realer, praktischer Fragen willen. Wie die Verhältnisse in Konstantinopel liegen, können von einem Tage zum andern Ereignisse eintreten, welche Europa nicht unvorbereitet, die Verständigung unter den Mächten nicht unfertig finden dürfen, und — auch nicht nn-I fertig finden werden! Eingesendet. Ich danke hiemit innigst für die mich höchst auszeichnende, am 21. d. M. mir dnrch eine Deputation vonjeite der geehrten Bevölkerung der Stadt Idria überreichte und prachtvoll ausgestattete Vertrauensadresse mit der Versicherung, daß ich in dle>eM Beweise der Liebe und des Vertrauens die vollste Genugthuung für die erlittenen Unbilden erblicke und gesonnen bin, unter lelner Vedingung Idria zu verlassen, Dr. Ludwig Jenko. l. l. Bergphysicus. Telegraphischer Wechselcours vom 27. Oltober. Papier - Rente 6195. — Silber - Rente 65 80. — 166"« Staats-Nnlehen 107 75. — Vanl-Actien 820—. - <5redit-Acl,cN 146-10. — London 124 35, — Silber 1( 6 15' - K. l. Miluz-Du/ taten 5 94'/.. - Napoleonsd'or 994'/. — 10« Reichsmark 61 1"- Wien, 27. Oktober. 2 Ut»r nachmittag«. (Schlllhc°ms'.> Hrebitactien 146-20, 1860er Lose 108—, 1«64cr Lose I^s^' österreichische Rente in Papier 6190. Staatsbahn 264 50. Ml°' bahn, 172—, 20lstslcle 9 94'/., ungarische «lrcditactltN 109'—, üfterreichische ffrancobant —-—. österreichische Anglobon 70-50, Lombarden 7475. Uuioubank 5025, austro-°rw>t»l«lche Vanl —'—, Lloybactltn 300—, anstro-ottomanischr Vanl ^' türkische Lose 13 — , Communal - Nnlehen 92 50. «MtM 8750. Verflaut. Verstorbene. Den 20. Oltober. Nloisia Ientl, Vezirlswundarztens« Tochter, 32 I., Deutsche «Lasse Nr. 9, llungentuberculose. - Anton Slawil Edler v. Nurdenbusch, t. l. Oberstlieutenant in Pension, 60 I., St. Floriansgafse 87, Erschöpfung der Kräfte. - ElisMY Znidarsiö, Taglöhnerin, 62 I,, Livilspital, Lungenödem. „ Den 21. Oltober. Maria Kralj, Näherin, 28 I., 2lv'^ spital, Nervenlähmung. — Anna Kainz, AmtsdlenerS-Kilid, d«' Monate und 4 Tage, Tirnauer Lende Nr. 8, Atrophie. — F"U Nod6, Holzhändler und Nealitätenbescher, 46 I., Friedhosfi"^ Nr. 4, Abzehrung. Den 23. Oltober. Nosa Lauriö. gwangsarbeitsh«^ «ufseherslind, 7 Wochen, Polana-Damm Nr. 48, Darmla»«""' — Alois «orsit, Uhrmachers.Kind, 1'/. I., St. Florians^ Nr. 23, Fraisen. — Katharina Schiwiz, TüpfergesellenS'it""'' 11 Mon., Hühnerdorf Nr. 48, Uuszehrung. .« Den 24, Oltober. Matthäus Vricelj, Inwohner, 72 125 5175 «trl«hl«d2ul .......7950 80b0 Wiener Vanlverein.....53— 54 - klctte» »«» Tr«nb»,rt-Unter»e»-«»n,e». «M.«°hn... '" ^"' VbUNVn^^^^^^^^^ Z^'"" «erdiu»ud«.,iordb,hn '. '. ' 1720^1^'" »«Id war« < Galizische Karl-Lndwlg.Nahn . 200-— 200 50 > Kaschau-Oderberger Bahn . . —-— —»-Lemberg:Ezeruowilzer Bahn . 114 50 115 — Lloyd.Oesellsch........295— —>- Oefterr. Nordwestbahu .... 12050 121-— «nd°lf«.V,hn ....... 100 — 101 — Staatsbahn........«64 — 265 — Südbahn.........7450 75'— Theiß-Vahn........— — — — Ungar.-gllliz. Verbindungsbahn -»'-> ^-'— Ungarische «ordoftbahn . . . 90 75 9175 Ungarische Oftbahn.....25 — 26 — Wiener Tramway-Tesellsch. . 98 50 93'— Pl«nd»riese. «lla. »ft. Vod«'^ Ung. Oftaahn.......^'^" Devisen. ^.75 Auf deutsche Plätze..... 60'60 ^ London, turze Sicht..... i^ .40 1^ London, lange Sicht .... lA?» ^.h5 Paris.......... "^" «elysorten. .. »eld ^"gß lr Dnlaten----------b ft.94 lr. b st-^.^ slapoleonsd'or . . 9 „ V6'/,^ " " Deutsche Reichs- 6, « 25 - banlu»ttn - - - "^»b - ,U ^ ^ , Silbergulden. . 106^90 - 107 - ««wisch« «rundeut^ «t««tr«». Um 1 Uhr 30 Minuten notmen: lnru« °.,^ °„ bi-vb. Silberrente 6550 dis 65-80. Credit 14510 bis 145-30. Anglo 69 75 b.s "-. «°n°on ^"" Y°P°l«u» v-9b'°hi« 9-97 Silber 106 85 bis 10?" .