LMllchtlWMtlMg. Nr. 274. Piäuuinerationeprei» : Im tzomplolr gai.zj, N. >l, hall'j. ss. 5.50. Für die ^ustcNunss inß Hnüi» halbj. 5» li. Mit der Post ganzj. ft. 15, haldj. fi. 7.5U. Donnerstag, 28. November Insettl onSgebühr bi« 10 Zeilen: ima>«»lr., l!m. «ülr., 3in. l st.; sonst Pl. Zeile Im. <>ll.,^!i,.«lr., 8m. 10 lr. u. s. w. Inselii^nestcliipcl jcd^tln. 3ü l,. 1867. Mit 1. December beginnt cin ncncS Abonnement auf die ,Faib acher Zeitung." Der P ran nmcr at i ons-Prcis beträgt für °le Zeit vom I. bis Ende December 180?: Im Comptoir offen.......— ft. 92 kr. >M Comptoir unter Convert . . . . 1 „ — „ Mr ^aibach ins ftans zngcstcllt . . . 1 „ — „ ^lt Post unter Schleifen.....1 „ 25 „ Aültlicher Theil. <5e. f. f. Apostolische Majestät haben mit Aller-^'chstcm Handschrcilicn vom 25. November d. I. zn üblichen nnd lebenslänglichen Mitgliedern des Hcrrcn-hlUiscs des Rcichsralhcs allcrgnädigst zn ernennen geruht, U"d zwar: ^. Zn erblichen Äi itgliedern: dcn Grafen Franz Falkcnhayn, den Fürsten Georg ^ ubuluirSki, drn Grafen Georg Thnrn. ll- Zn lebenslänglichen Mitgliedern: den Kämmerer Joseph Grafen Aneroperg, den geheime» Rath nnd Statthalter in Nicdcröstrr-"lch Gustav Grafen Chorin sky, den Kämmerer Otto Grafen Chotct, dcn geheimen Rath, Kämmerer und Obercercmo-'"cnmcistcr Johann Cgon Vandgrafcn Fürstenberg, dcn gchcimcn 9nUH, Kämmerer und ^andcshanpt' "'Mli, in Steiermart Karl Grafen Glcispach, den geheimen Rath, Fcldzcugmcister und Präsidenten dcs Militärappcllatiousgcrichtcs Heinrich Freiherr» von Handel, den gchcimcn Rath und Feldzeugmcistcr Franz Ritter von Hau ölab, dcu geheimen Rath, Kämmerer, Crstcn Obersthof-Uleistcr, Gcl'cralmajor Conslantin Fürsten Hohcnlohe» Schillingsfürst, dcn Großhändler Karl Klein, dcn Bcrgwcksbcsitzcr in ^coben Frailz Viayr Edlen v. Meluhof, dcn gchcinicn Rath, Fcldzcngmciftcr nnd Präsiden^ tm des Obersten Militärjnstizsenatcs Karl Frcihcrrn von Al c r t c n s, dcn Handclskamnlcrpräsidenten in Görz Hcktor bitter Ritter v. Zahony, den Hofrath nnd Professor Dr. Karl Rokitansky, den Großhändler Alexander Ritter v. Schocllcr, den gchcimcn Rath und Scnatsfträsidentcn dcs Obersten Gerichtshofes Dr. Ignaz Frcihcrrn von S z y m o n o v i c z, dcn Kämnicrer Hugo Grafen Traun, dcn geheimen Rath, Kämmerer nnd Obcrstjägcr- meistcr Rndolf Grafen Wrbna, den Bürgermeister von Wien, Dr. Andreas Ze- l i n k a. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Cutschlicßuug vom 21. November d. I. die Scctionsräthc Dr. ^udwia. Hochs m a nn nnd Franz Schercr zu Miuistcrialrüthcn, den Prof. Dr. Pincenz, Kl un znm Scctionsratyc nnd die Minislerialconcipi-i stc» Dr. Joseph Roman <' o rcnz nnd Karl Hnardt >.,. Harlcnthnrn zn Ministcrialsccrctürcn im Mini. stcrinm für Handel und Volkowirthschaft allcrgnädigst zn ernennen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller, höchsten: Handschreiben vom 21. November o. I. das Fräulein Johanna Lonyay von Nagy-Lonya nnd Vasaros-Namcny zur Chrcndamc des Brün^ ncr adeligen Damcnstiftcs Maria-Schul allcrgnädigst zu crncnncn geruht. Der Instizminislcr hat die erledigte Vcrwahrcrstcllc bei dcm Wiener Gcrichtsdcpositcnamtc dem Revisor daselbst Martin Mally verliehen. Nichtamtlicher TiM ^nibach, 27. November. Da? Abgeordnetenhaus nimmt heute seine Thätig, leit wieder anf, morgen hält ailch das Herrenhaus wieder cinc Sitzung. Nach Mitthcilnngc» von unterrichteter Seite würde der Rcichsrath in, Monate December nicht geschlossen, sondern blos vertagt werden nnd würden wahrend dicscr Vertagung, wesentlich zur Crlcdigung der ^andcsbndgcts, die Landtage zn cincr f n r zcnScs -sion einberufen wcrdcn. Ueber das Vorgehen, das der Reichskanzler in der Concordatsfragc zn beobachten gedenkt, finden wir im „Magyarorszag" folgende Andculnngcn: „Wenn wir gut nntcrrichtct find - sagt das genannte Blatt — so befinden sich Graf Thun nnd Con» sortcn in einer Tänschnng bezüglich der Absichten der Regierung. Baron Äcust wolllc das Znstandckomilien dcs Ausgleiches nicht bis znr Austragung dcr Religions' frage hinausschieben, denn dicfc lönntc vielleicht ctwas lange ans sich warten lassen. Die Regierung will nämlich, wenn möglich, die Modification dcs Concordats in Uebereinstimmung mit dcr Auric vornehmen. Baron Bcust ist entschlossen, im Obcrhanse energisch für die Schul- nnd Chegcsctze anfzutreteu; allein die Art dieses Auftretens müßte sich natürlich nach jener Antwort richten, die dcr heilige Stuhl auf die Wünsche dcs Grafen Cri< vclli, dcs neuen österreichischen Gesandten, ertheilen wird. Ein anderer wäre dcr einzuschlagende Weg, wenn dcr heilige Stuhl znr Revision des ConcordalcS gcneigt ist, nnd cin anderer, wcnn das Cardinalcollcgium wieder mit einem entschiedenen ,.>um i><<,^ «,- antworten solllc. Bezüglich dessen mnß Baron Bcnst vollständig im Klaren sein, bcvor er im Namcu dcr Regierung eine Crllärung ab» gibt, und darin sucht man anch dcn Grund, warum Sc. Exccllcnz im Untcrhausc über dicsc Aügclcgcnhcilen nichts gesprochen, so oft cr auch dazu herausgefordert wurdc. Cö handelt sich demnach nicht darnm, ob das Concordat modificirt werden wird oder nicht; nicht, ob das geschehen wird, was die Majorität dcs Unterhauses, oder das, was Thun nnd scinc Partei will; sondern darum, ob die Wünsche dcS Abgcordnctcnhanscs in Uebereinstimmung mit dcr Curic odcr ohnc, vielleicht gar gegen die Curie erfüllt wcrdcn." Das Zustandekommen dcr Conferenz scheint nach dcn ncncstcn Äcrichtcn entschieden zu sciu. Zlim Vcr sainmlnngsortc soll das gcwißcrmaßcn in der Mitte dcs katholischen Südens gclegcnc Müuchen gewählt wcrdrn, Währcnd dic Verhandlnngcn übcr die Confcrcnz gcpflogcn wcrdcn, naht dcr Zeitpunkt heran, in welchem das Ministerium Mcnabrca vor dic Kammer treten soll, »nd es stellt sich für dasselbe die Nothwendigkeit dar. ein lnslimmtcS Programm zu adoplircn, übcr welches wir bisher ciuc einzige Zcitnugsstinnuc verzeichnen lömmi. Der Florentiner Correspondent der „G. di Vcnczia" lnßt sich hierüber nämlich folgendermaßen vernehmen: „Das Ministerium wird oor die Kammcr init einen« bestimmten, patriotischen und nationalen Programm hin« trctcn: cs wird erklären, cs wollc, daß Rom die Hanpl< stadt Italiens wcrdc; sic soll cs al>cr nuf dem Wcgc drr Ueberzeugung und unter Zustimmung dcs gcsammten liberale.i Curopa, uichl abc,- durch cNcwcillthcitigleil lnid brutale GcN'iilt wcrdcu; darum wcrdc dic Regierung auf dcu Tisch dcs Hauses nllc aus dic römische Frage bezüglichen Documcnle niederlegen und das Parlament, ohnc BcrlraucnSvotcn zu verlangen odcr vorzeitig nnd provisorisch Crcditbcwilligungcn zu bcgchrcn, unbeirrt discutircn lassen. Dcr Finanzministcr wcrdc nllc ihm nöthige Zcit findcu, nm fcinc Finanzrcformpläue zu cut-wickclu und dic Znstimmnna dcr Kammer zu crwirkcu. Das Budget werde rechtzeitig zur Bolirung vorgelegt wcrdcn. Bchnfs dcr Deckung dcs Deficits sollc vornehmlich zur Kopf- und Mahlstcucr Znflucht genommen wcrdcn." Ein Austern-Capitel. . Hörcn wir die Naturforscher, so siud die Austern f,"l kopflosen Wcichtliicrcn beizllzählcn, und zwar bilden "-' cinc dcr scchs aristokratischen Familien dieses in Scha-^ wohnenden Mecrvolkcs, wclchc dcr Chre theilhaftig !'!'d, dem sperrn dcr Schöpfung als Spcisc dicncn zu ^rfcn. Wlc auderc adelige Gcscklcchtcr zcrfallcu sic iu ^rschicdenc Zweige nnd Ncbcnaslc, dic sich lhcils dnrch ?" Ort, an dcnl sie sich angesiedelt haben, theils dnrch M^icblingsfarbc, theils dnrch andere Cigcnschastcn nutcr-Mden. So nennt uian sie andcrS, je nachdem sic auf ^"l'cngnmo »der anf Sand odcr anf Schlammboden "f^tll, und fo ist dic spanische Anstcr in rothc Schalen ^ucidct, dic illyrischc in branncu Panzcr gehüllt und Mnrzlich uon Farbc aul Leibe, nnd die in Paris be» lli.a ^ ansscschcnc zeichnet sich durch eine grünc Fardc i, ^ währcnd ciu ins fcrnc Morgenland verschlagener, i, /"heu Nl'ccr ansässig gewordener Zweig dcr Familie acm dortigem "andcsgcbranch in allcn Farbcn des Nc> ^'wogeus pvnnkt. Die Bczichnngcn, nach denen die de,,'s"uo"ic das ihr so werthe Geschlecht eintheilt, lvcr- Mtcr erörtert wcrdcn. ist °bcre Wülste der Wohnung unserer Frcundln ^ "usgcbanchl, die untere Platt, bcidc wcrdcn gcöffl'tt Tlw^^losscii vermittelst eines starkcu ÄNuskcls, dcr dic kin ms Halses bcsscr zusammcnhält, wic manches bisw'>, ^")loß. Die Allßcuscitcn dcr Schalc lcnchtcn "lcn im Dnntcln wic mit cincm Schwcfclflämmcheu, was nach Auösagc des MicroskopS von drei Arten kleiner Thicrchcn herrührt, die fich anf ihr ihres Dafeinö frcncn. Die Auster athmet ähnlich wic dcr Fisch dnrch Kiemen, wclchc von dcm sogcnanntcn Mantel odcr Bart umgcbcn siud. ^ctztcrcr besteht aus zwci kappen, die mit kleinen häutigen Fibern ausgefüllt sind. wclchc, in dcr Form von Strahlen dcm Mnndc dcs Thicrcö zn-lanfcnd, letzterem zum Crfasscu liud Vcrzchrcu sciuer Nahrung dienen. Der Magen liegt nahe beim Muudc und gch't dnrch daS Hcrz hindurch, welches zwei ziemlich weit von cinaudcr culfcrnlc Kammern nnd einen nngc-mcin langsamen Pulsschlag hat. Dic Vcbcr ist klein, dic Galle vcrhältnißmäßig groß. Dic Kicmcn, wclchc dic ^nugc crsctzcn, bcfindcu sich iu dcm Äiantcl. Unglcich inanchcn andcrcn Schalthicrcn vermag die Anstcr sich nicht von dcr Stcllc zu bcwcgcn. Ihre einzige Bcwc-gnng ist die, daß sie ihr Gchäusc öffnet und schließt, um die Nahrung aufzunchmcu, die ihr dic Wcllcn zu« trcibcu, und die in kleinem Sccgcwürm nnd zartcn Nl!ccralgcn bcstcht. Dcr Schöpfer hat dcr Auster zwar kcinc Augcn vcrlichcn, wohl aber eine große Empfindlichkeit für dcn Wccbscl dcs ^ichtcs und darin die Fähigkeit, sich gegen !dic meisten drr viclcn Fciudc zu schützen, die ihr nach-stcllcn. Sobald dcr Schatten eines sich nähernden Bootes anf sie füllt, und chc noch ciu Drnck dcs crrcgtcu Was. sers sic crrcicht habcn kann, klappt sie ihrc Schalen zu was sic srcilich vor dcm Auslcriijäger so wcnig schützt, wie dic Mauipulatiou dcs verfolgten Straußen, sciucu Kopf vor dem Fcindc zu verstecken. Icnc Scnsitivität ist lcicht zu studircn im Sccwasscr-Aquarium, wo die Auster mit ihrcn schöncil Mantclfibcrn, die bci wcitcni zarter sind, als dic zartesten Spitzen am Hochzcitsklcidc ^cr Bnutt, stcls cin Gcgcnstand dcs Intrrcsscs aller Dic Auster ist ein hcrmaphroditischrs Thicr Deutsch cin Zwittcr. Ihrc Fonpfla„;l,!,g wird durch scllPcrzcngtc Cicr bewirkt, die sic in Gestalt cines arün-lichen, milchartigcu Saftes in fich trägt und im Mai und Juni aus fich entläßt. Betrachtet man diesen Sas durch daS Microskop, so zcigt sich, daß cr aus 'M^ loscn tlcincn, bcrcits mit Schalen verschcncu und luftia umherschwiimncudcii Auslcrnkindcrn bcstcht. Mcm ,,^ bcrcchuct, daß cin cinzigcs allcS Mnttcrthicr I 72^ WO dieser winzigen Ilingcn in sich trug, andere hatten weniaer wieder andcrc übcr drei Millionen. Ansgcbrütct wc,in man so sagcn darf, wcrdcn sie in dcn Kimicu Ansäe' stoßcn ans dcr Mutter, trcibcn sie, von ihrcn Schalen bcdcckt, so langc nmhcr, bis sie sich vcrmöae cincr e migcn Sl.bstanz an irgend cincn Gegenstand auf dem MccrcSbodcu fcslsctzcn, wo sic vcrblcibcn, bis dcr l^?I Änstcrnrcchcn oder cin anderer Störcfricd sie f,^/'? Dicse Il.ngcn sind sehr bald - . Cinigc nei n ^^^' vier Monalc nach ihrer Gcbnrt — i,", ^> ! ' '^^' zu crzcugc.l. Wenn die Anstcr die Gr^7 5i'^^"'^ schcn Thalers crrcicht hat, so ist ihrc S6m.. ^ ^i' sehr zart und fcin, nnd crst i.! ih m d.?tt .°^ ""'"" ^'ebcnsjahrc reift sie für die Tafel " vierten ./Sag, wic dic Auster ilire <^^.s dcr Narr im ..König ^ar " 5^5! Nlacht'. f.agt gcnügcndc Antwort. Wal/^« . ""^" ^""f kcine Schalc sagcn, wic alt lma , . « "'"" '"!r nach dcr fcnnilic ist' Eincm Mr. s.< "^.''^^licd d.r Austcrn-cifahrcn, ins Mull ^l.5. -' ""'. m» sc!>, Altcr z» schcn ilre >..,." ^"U"' hat, gleich dem Men-Ä r i)! "^- ^" ^"ckc../ Jeder/ dcr cinmal "U!ln in den pändcn gchabt hat, wild bcmcrkt 1864 Der „Corr. Ital." erfährt, daß die Regierung für das Kammcrpräsidium keinen officiellcn Candidatcn vor« schlagen lind der Kammcrwahl in keiner Weise vorgrci-fen wolle. Parlamentarisches. Wien, 24. November. (Tr. Ztg.) Das Herren« Hans dürfte scine nunmehr seit längerer Zeit unterliro. chencn Berathungen am 28. d. M. wieder aufnehmen. So viel aus den Commissionen dieses Hauses, über welche gewöhnlich ein dichter Schleier gebreitet ist, tranS-pirirtc, haben die noch ausstehenden Vcrfassungsgcsctze, so das Gesetz über die Grundrechte der Staatsbürger und das revidirtc Februarpatcnt, keine wesentlichen Aenderungen in denselben erfahren und dürften auch die etwa vorgcuommenen im Laufe der Plenaruerhandlungcn des Hauses selbst entfallen. Mau darf sich übrigens keiner Illusion hingeben, daß es etwa ein leichtes war, die Vcrfassuugsge'setze so intact aus den Commissionen dcS Herrenhauses herauszubringen, indem die in unsererPairS. kammcr noch stark prävalircndcn ccntralistischen Tendcn-zen mit den ultramoutanen Strebungcn iu cine Concur, rcnz traten, die den bezüglichen Gesetzen ein nichts we« nigcr als freundliches Schicksal zu bereiten drohte, wenn nicht der Herr Reichskanzler mit dem Vollgcwichte seiner Stellung für die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses eingetreten wäre. Darf man aus deu CommissiouSvcrhandlungcn auf den Verlauf der Plenarsitzungen selbst schließen, so stehcu sehr ernsthafte, eingehende Debatten zu gewärtigen, wie« wohl das Resultat, die Annahme der VerfassuugSgesetze, schou heute außer Zweifel fleht. Ohne scharfe Debatten aber wird cö, namentlich bci der Revision dcs Februar-patentes, nicht abgehen, jedoch wird die Opposition weniger von feudaler als von centralist!scher Seite ausgehen. Die Feudalen selbst beabsichtigen erst bei dem Gesetze über die Grundrechte der Staatsbürger gegen die Beschlüsse des Abgeordnetenhauses Sturm zu laufen, werden dies jedoch mehr ixn»- I' lummu,- cli-c,^ nu thun, indem fie sich eigentlich mit voller Kraft erst gegen die confessionellen Gesetze zu wenden beabsichtigen. Grundrechte, so argumentirt man in diesen Kreisen, sind ja doch nichts als principielle Phrasen; sie sind dies um, somehr, wenn die Spccialgcsctze, welche dem Principe Fleisch und Blut verleihen sollen, nicht vorhanden sind und nicht zn Stande kommen. Von diesem Standpunkte wird es anch erklärlich erscheinen, das; die clericale Partei bei den VcrfassungS- gcsctzcli gegen dic Regierung gar nicht oder nur sehr schwach Front machen wird, da auch sie den Ausgleich nicht sturen mochte, da sie dessen Bedeutnng nach Oben »no Unten wohl kennt. Deshalb fügt man sich auch, wenngleich mit süßsauerer Miene, den Grundrechten, da sie nun einmal einen intcgrirendcn Theil des Ausgleiches mit Ungarn bilden! Aus dein Angeführten dürfte fich der Zeitpunkt, in dem die Verfassungsgcsctze, das Delcga« ticnSgesctz eingeschlossen, von beiden Häuseru deS Reichs- rathcs votirt vorliegen werden, von selbst ergeben; es wird dies die Mitte oder vielleicht das Ende der zwei nächsten Wochen sein, ein Moment, der, wie man sieht, sehr nahe liegt. Mit dein Umstände jedoch, daß der politische Ansglcich mit Ungarn perfect sein wird, tritt auch die Nothwendigkeit der Bildung cineS par« lamentari schcn Mi ni steri nms weit urgentcr in den Vordergrund, ja dieselbe wird sogar schon aus for« mellcn Gründen unabweisbar. Nach dem tz 37 deS eben beschlossenen Delcgationsgesctzes tritt dieses Gesetz gleichzeitig mit den Verfassnngsgcsctzcn in Wirksamkeit. Hält mau mit dieser gesetzlichen Bestimmuug noch die vom Herrn Reichskanzler gemachte Zusage, sämmtliche VcrfassnngS» gesetze gleichzeitig der allerhöchsten Sanction zn unter' breiten, zusammen, so ist ein Zweifel darüber, daß die bezüglichen Gesetze in ihrer Gesammtheit an einem und und demselben Tage sanctionirt und in Wirksamkeit treten werden, nicht möglich. Nun bestimmt aber § 5 des DclcgationSgcsetzcs ganz einfach und klar: „Die Verwaltung der gemeinsamen Angelegenheiten wird dnrch ein gemeinsames verantwortliches Ministerium besorgt, welchem jedoch nicht gestattet ist, nebst den gemeinsamen Angelegenheiten auch die besoudcreu Regicrungsgcschäfte eines der beiden RcichStheile zu führen." Nach dieser höchst prägnanten Bcstimmuug besteht mithiu nach Sanctionirung deS DelcgationSgcsctzcS das cisleithanischc Ministerium anS dem Grafen Taaffe und Herru v. Hye. Weder der Herr Reichskanzler noch der ReichSfinanzministcr Freiherr v. Vccke sind nach diesem § 5) berechtigt, auf die fpecicllcu cislcithauischen Ncgie-ruugsgeschäfte eine nach dem MinistcrverantwortlichkeitS-gcsctzc dcfinirbarc Ingcrcnz zn üben. Bei aller Anerkennung, die wir der Arbeitskraft nnd dem Talente, sowie dem wahrhaft constitutioncllcn Streben der beiden für die ciölcithanischen Rcichstheilc dann erübrigenden Minister zu Theil werden lassen, glauben wir doch, daß cS ihrer Kraft zu viel zugcmuthct wäre, die gesummte Last der Rcgierungsgcschäfte hier allein zu tragen. Man sieht, die Frage der Bildnng des parlamentarischen Mi« nistcriums ist schon aus formellen Gründen näher gerückt, als die parlamentarischen Kreise selbst es glaubcu mögen. Oli nicht die materiellen Motive nnscrc parla-mentarischcn Führer noch lanler mahnen müssen, der Frage der Cabiuetsbildung doch eine eingehendere Erwägung zu widmen, branchen wir nicht näher zu erörtern. In solchen kritischen Situatiouen, glaubeu wir, ist es die Aufgalic regierungsfähiger, parlamentarischer Führer, im großen Stile zu arbeiteu, die Details werden und müssen sich bei vereintem energischen Streben beseitigen lassen. Oesterreich. Wien, 24. November. (Die Herrcnhaus-commission) änderte das Grundgesetz iu drei Punkten. Die Einberufung des Rcichsrathcs wurde anstatt im Jänner wo möglich in den Wintermonaten festgesetzt. Die Gesetzgebung für Realschulen nnd Techniken, ebenso die Grundbuchsgesctzgcbung wurde dem Neichsrathc vorbehalten. Referent ist nach Schmerlings Ablchuuug Graf Anton AuerSpcrg. Uelicr das Delegationsgcsetz rcfcrirt Miklosich. Pest, 25. November. (Sitzung der Deftu-tirtcntafel.) Außer Anton Csengcry refcrirte noch Karolyi über daS Staatsschuldengesctz und Pulszky über das Gesetz bezüglich des Handelsvertrages. Die Linke legte ein Separatvotum auf den Tisch des Hanfes nieder. Die drei Referate uud das Scparatuotum werden gedruckt uud kommen nächsten Montag zur Verhandlung. Graf Audrasfl) legte zwei Gesetzentwürfe bezüglich der Gleichberechtigung der Isracliten nnd der grnndbüchcr-lichen Eintragung der Canäle und Eisenbahnen vor. Beide Entwürfe sind den Scctionen znr Vorbcrathung zugewiesen. — 20. November. (Bezüglich des die Juden betreffenden Gesetzentwurfes) sagt „Naplo": Der Entwurf hat fast alle empfehlenden Eigen- haben, daß die Schale derselben ans ubcreiuandergcschich^ teteu Blättern von kalkiger Snbstanz zusammengesetzt ist. Jedes einzelne dieser Blätter bezeichnet daS Wachs« thum eiucs Jahres, und läßt sich durch Zählcu derselben mit ziemlicher Genauigkeit bestimmen, wie alt das Haus und dessen Bauherr und Insasse ist. Bis znr Zeit der Reise dcö Thieres ferner sind jene Blatter oder Schich-ten regelmäßig übcrciuandergclcgt, später werden sie nnre» gelmäßig. so daß die Schale plump und unschön aussieht. Nach der großen Dicke mancher Schalen zu urtheilen, ist daS Thier, wenn es ungestört bleibt, sähig, ein sehr hohes Alter zu erreichen, und man will fossile Austern gefuudcn haben, deren Gehänscwändc neun Zoll stark waren, uud deren Alter darnach auf mehr als hundert Jahre veranschlagt wnrde. Die junge Familie der Anster bleibt meist in der Nähe der Mutter, und dnrans erklären sich die gewalti-gen Anstcrnbänke, die man in c.llcn Meeren der gemäßigten und heißen Zone antrifft, und die bisweilen eine solche Höhe erreichen, daß Schiffe an ihnen scheitern. Bei Reading in Berkshire findet sich eine versteinerte Austern, colouie, die etwa zwei Fnß dick ist und eiuc Fläche von sechs englischen Ackern bedeckt. Weit ausgedehnter und höher sind die Vager fossiler Austern, welche an der Westküste Amenta's dnrch vulkanische Gewalten emporgehoben worden sind, und die bei einer Höhe von 60 bis 80 Fuß eine Länge von durchschnittlich sieben dent-schen Meilen, sowie eine Breite von einer viertel bis zu einer ganzen Meile haben. Aehnlichc Wunder zeigen die Gestade von Georgia, wo die Auster außer der Wohlthat, die sie dem Menschen durch ihr zartes uud wohl-schmeckendes Fleisch erweist, zugleich taufende menschlicher Wesen vor jenem Unglücke beschirmt, welches die Bewoh- ner der schleSwig'holsteinischen Westküste durch die mächtigen Haffdeiche von sich und ihren fetten Marschwciden fernhalten. Wie hier, so besteht auch dort der Boden bis auf weite Strecken landeinwärts aus schwammigem Alluvialschlamm, der außerordentlich frnchtdar ist, aber dem Angriffe heftiger Sturmfluten bei seiner weichen Be« schaffcnheit nnr geringen Widerstand entgegensetzt. In der That, dieses amerikanische Marschland ist so nachgiebig, daß man an vielen Stellen noch drei bis vier Meilen von der See einen eisernen Stab ohne Schwierigkeit zehn bis zwölf Fuß tief hineintreiben kann. Dazu kommt, daß dieser Landstrich von zahlreichen viclgewun-denen Bächen und Flüssen durchströmt wird, die sehr bald ihre Bette durch Abspülung der Ufcrränder crwci-tern und die ganze Gegend iu einen ungeheuerm Morast verwaudcln würden, falls die Auster nicht solchem Schade» entgegenarbeitete. Diese nämlich hat sich nicht nur wie ein colossaler Wasserbrecher zwischen das Meer und das Land gelagert, sondern besänmt anch die Mündungen der Flüsse und Bäche meilenweit landeinwärts noch und bis zur Höhe von zwölf bis füufzehn Fuß mit einer Maner von Millionen ihres Geschlechtes. Die unteren Schichten dieser Schntzwälle sind natürlich ohne Leben, da die hier liegenden Austern ihre Schalen nicht öffuen können. Die obersten dagegen gebrn den in diesen Strichen arbeitenden Negern mitunter Gelegenheit zu großartigen Schwelgcreien. Die Flut spült dieselben masscu-haft in das Gras und Gestrüpp des Strandes. Während der Ebbe aber eilt der schlaue Schwarze, dieses Gc-strüpp in Brand zu steckcu und dann findet er das weite Aschenfeld mit Tausenden gebratener Austern bedeckt. (Schluß lolg«,) schaftclch er ist lnrz, verständlich, entschieden, präcis M doch überraschend, denn die öffentliche Meinung erwlw let uicht die Iudcnemanciftation, sondern die GlcicM' lung der Confessionen. Dem kann noch abgeholfen wer-den. In demselben Sinne spricht sich Tisza im „H"» ans. Es soll im Gesetz einfach anSgcsprochcn wcrdc", daß die bürgerlichen uud politischeu Rechte vom Gln»' bcu uuabhängig sind. — „Magyar Orszag" ist nm dem Entwurf zufrieden nnd sagt, daß er binnen km;csltt ^ Zeit zum Gesetz erhoben wird. — Das Amtsblatt V>>< ! blicirt eine allerhöchste Entschließung, mittelst wclchtt Moriz Lndasi (GanS) der Herausgeber der „Debatte' zmn ScctionSrath cruaunt wird. Assram, 26. Nov. (Wahltumultc.) Gesten' faudcn große Wahltumulte in Vucovar statt. Der mW' uislischc Wahlausager wurde scrbischcrscils nächtlich iM" fallen und mit Steinen mißhandelt. Uusland. ^ Florenz, 25. November. (Garibaldi.- P l >' vatgütcr des Herzogs vou Mode na.) D>c amtliche Zeitung meldet: Garibaldi war in den lehtcü Tagen nnwohl, die Regierung hat die Professoren Z^ nctti und Ghinozzi abgesendet, um ihn zn besuchen. ^c Professoren erklärten,' daß das Befinden des Genera" in diesem Klima sich verschlimmert habe. In Folge die' scr Erklärungen hat der Ministcrrath beschlossen, daß Garibaldi nnucrwcilt nach Caprcra gebracht werde. " Die ..Opinione" versichert, daß die Fragen, betreffs die Privatgütcr des Herzogs von Modcna, demnächst geM sein werden. Nachdem ein Einvernehmen über mchnN Punkte besteht, wnrdc die provisorische Uebcrwcisnng dc> Güter an den Vertreter des Herzogs Franz V. M' , standen und demselben das hierauf bezügliche ministers Schreiben mitgetheilt. Paris, 23. November. (Vou der französ^ scheu Armee.) Nach dem Gelbbnch war der 2ff^' tivbcstand der französischen Armee am 1. October 1^'' folgender: Im Innern 358.769 Mann. in Algeria 05.253 Mann, zusammen 424.032 Mann. Davo>> gehen ab als beurlaubt 40.000, bleiben also 384M Mann. Die Reserve belänft sich auf 220.460 M«"' mithiu betrug die Gesammtstärke der französischen Arnice 650.498 Mann am I. October d. I. Die Rcmoi'tt' Commissiou hat im Jahre 1867 ungefähr 36.000 Pfe^ zum Theile im AuSlaudc angckanft. 19.000 Zligpft»'^ zwischen 4 und 10 Jahren siud einstweilen bei La»^ Wirthen untergebracht. Die Fabrication der EhasftP^' Gewehre wird sehr eifrig betrieben. Die Fabrik von ^ . Eticnnc ist jetzt so eingerichtet, daß sie jährlich 1Ä)M Stück der neucu Waffe licfcru kann; in Ehatcllcrailll' Fülle und Mützig wird unausgesetzt gearbeitet, anßerdc'» hat eine Finanzgescllschaft bcdentende Liefcrnngen lic»' Chassepots übernommen, die sic nnter der Controlc t>cl französischen Artillerie-Behörden in auswärtigen M' brikcn ausführen läßt. Die jetzigen Gewehre lassend trefflich in Hinterlader umwandeln uud geben cuiSgl' zeichnete Rcscrvcwaffcu ab. ^ Spanien. (Amnestie.) Aus Madrid "^ ' sichert man noch immcr, daß am NameuStage der K^ uigin eine fast allgemeine Amnestie erlassen werde; >un der General Prim und die herrvorragcndstcn Häüple der Progrcssisten nnd der demokratischen Partei win'^ davon ausgeschlossen sein. Inzwischen ist in diesen ^ yen eine aufrührerische Proclamation verbreitet word^' von welcher man glaubt, daß sie von reactionärcr S^ untergeschoben worden ist, um die Königin von alU" Gedanken an Amucstic und versöhnliche Schritte abz^ schrecken. Die Maßregeln gegen die auswärtige P''^ werden mit aller Strenge aufrecht crhaltcu. >, London, 23. November. (I m Untcrha u sc/ kündigte Sir T. Lloyd für nächsten Montag eine I"t^ Pcllation über die bei Herrn Odo Russell in Rom M gefuudenc Hausdurchsuchung an, um von Lord StlN>,lc den Thatbestand zu hörcn und zu erfahren, welche Sch^. dieser zu thun gedenke. — Mr. Baillc Eochranc nw interpellircn, ob cS wahr sei, daß im Jahre 1862 d dazumal iu Athen beglaubigte englische Gesandte ^' Elliot angewiesen war, der griechischen Regierung ^> zuthcilcu, daß England die Einverleibung von OpA und Thessalien in Griechenland, als ein Mittel M.,^. Haltung dcS Friedens im Oriente, gerne scheu will ' ob über diescu Gegenstand Actcnstücke vorhanden s^ und vorgelegt werden können. Den Rest der Sitz"^ füllte eine Discussion über die in Manchester verurtyc ten Fcnicr. Der Irländcr Magnirc gab dazu den ^ stoß, indem er ans Verschiebung dcS TodeSurthcils Hufs Rcuifiou der Proceßactcn drang. Mr. Hardy ^ gcgnete, er vcrhchlc sich uicht die peinliche Lage, '" ^ er und das Gesammtministcrinm mit ihm sich ^/!sich doch könne er dem, was Mr. Maguirc einen 6^!^ „, gebotenen Vorschlag nenne, lein Gehör geben, vh'^ „e gesetzlich zu verfahren. Ihm als Minister dcr ll H stehe nämlich nicht das Recht zu, den UrthcilM^ zweier Richter einem anderen Tribunal vorzulegen, ^ besagte Richter leinen Zweifel über die RechtmMg^ ihres eigenen Entscheides aussprachcn. DicS >^^ ihrer Seite nicht geschehen. Zudem habe Richt"' ^ ,, burn aus freiem Antriebe bei seiner Rückkehr von-^, chestcr sich bei allen Richtern über die von dcr D" "^ digung erhobenen Gcgcngrüudc Rath erholt, doch ^ 1865 UM, cm m'z'acr ^r Befragte.« gcgcn das gefällte Nm ... "^ ^"Nucndnng erhöbe». Dcmqemäß würde die cin 3 v ^" ^ccht nnd Pflicht verstoßen, wollte sie t l^. ^'! ^" Urtheils beantragen. - Mr. Gladstone Gel ^, ""^< der Meinung, daß dem Bnchstabcn des Wr sf!..^"'Ä^ ^^ Ncgicrnng nur anf Bcrlanqcn der urf/I . !.' ^^^"' bic ucnc Untersuchung anordnen b s 3w > '^"^' "' "^ ^l' ^"'bcr dic Meinung im m ?/'"^^ "'"^ hören. Nachdcn: auch dieser sich twa ' ^''- H^-dy's geäußert, wird Maamrc'S Andes f^"<^°^"' "^ ^"'^ Nayston, der Öberaufschcr 5,m. ^ ^ Vanshaltc^ erscheint vor den Schranken dcS A>? "'^ ucrlicöt die Antwort der Königin auf die de, , . """^ l^loß die Sitzung. — Dic Haltung "londoner Presse gleicht in dieser Frage der des "lucryaus^. sscin einziges Blatt längnct, daß das Mi- imlum auf dein positiven Standpunkte des Gesetzes >")c, doch meinen manche, daß die Krone uon ihrem "Maoigungsrcchtc Gebrauch machen sollte, während lass ' ^'" ^' l3"'"^ h"'""^ 5" ^^"' ^^ errathen ."Iikn, daß ihrer Ansicht nach eine Begnadigung im vor> uegenden ssallc nicht am rechten Platz sein würde. London, 25. November. (Parlament.) Im ^bcrhcmsc verspricht Graf Derby auf eine Interpellation Danville's dic Vorlage der weiteren Actcnstückc betreffs "uyssimens. — Im Untcrhansc kündigt Natkin die For- i «erung ciner weiteren Vorlage der Corrcspondenz über ^ Verhandlungen mit America an. Auf eine Intcr-^Uation Lloyds erwiedert Stanley, die päpstliche Po-^ti hnh^ nicht NusscllS Nohnnng, sondern den vcr-düchtigcu Palast, in dem Russell wohnte, durchsucht, lllif cinc Illlcrpcllation Powells verspricht Stanley die baldigste weitere Vorlcgnng der Acten detrcsft Kreta'S. )Uif ciuc Interpellation Rowlisons erwiedert Hunt, daö ^,^lsch-chi„csischc Briefporto werde anf drei Pence cr-M)t. Disraeli verlangt, zwei Millionen Pfnnd Kricgs-^sten für die abyssinische Expedition. DaS abyssinischc ^omit,' beginnt morgen seine Sitzungen. (Nstindisch-ckmesischr Ueberlandöpost) aus ^lngaporc 2:;.. .Hongkong 15. October. Die Ratifica-l'oncn des belgisch, inpcmcs'schc" Vertrages wurden am ^>. September in ?)cddo ansgcwcchsclt. Aus China ^N'd gclncldct, daß der berühmte große Canal, welcher schon scit dein Jahre 1857 immer wasserarmer wurde, "''n gänzlich unfahrbar geworden ist und höchstens Fahr-"/ugc t,o,i wenigen Zoll Tiefgang noch auf demselben >"U erhalten werden können. In Tschifu ist der ..Fin» ^" direct ans England angekommen, daS erste Schiff, Kelches diese Fahrt'zurücklegte. - Das Geschwader der "er. Staaten von Nordamerika ist nach Formosa abgefangen, UN, gemeinsam mit chinesischen Truppen unter General le Gcndrc, amcritan. Consnl in Amoy, die Bewohner jener Iuscl für die Nicdcrinctzlung der Hiann» schaft des amerikanischen Schiffes „Rover" zu züchtigen. ^ In Manila hat eine große Uclxrschwcmmnng inchr als 1O.(XD Eingcborncn daS ^cbcn gekostet. — Dem «Avvcnirc d'Egitto" wird aus Eairo geschrieben, daß ein Conflict zwischen dem dortigen preußischen Viccconsnl und der Polizcipräfcclur, zu dem die Flucht einer Frau aus dem Harcm cincö hohen Würdenträgers in daS HauS des Viccconsuls Anlaß gab, dnrch Vermittlung des Ministers der auöwärt. Angelegenheiten -"! i,>!i!>»> und der Reneralconsuln von Schweden nnd Preußen ausgeglichen worden ist. Die Frau wird nach Constantinopcl zurückgebracht, uon wo sie in ihre Heimat zurückkehren kann. "- Dasselbe Blatt vernimmt, ein hoher cgyptischcr Be» anitcr werde sich nächstens nach Venedig begeben, nm die Angelegenheit dcr Dampfschisffahrts-Vcrbindung mit jenem Hafen anf Rcchnnng der Privatucrwaltnng des Vicc-lönigs inö Reine zn bringen. sollen ein Gutachten abgegeben haben, dah Garibaldi's neueste Unternehmung nach den Gesetzen des Königreichs nicht ssraf-bar sei. Ueber das erste gerichtliche Verhör, da« Garibaldi in Varignano zu bestehen hatte, berichtet die „Gazclta del povolo": „Ein Richter erschien in Begleitung eincS Kanzel-lislcn und eines GcrichtsoicnerZ und stellte an Garibaldi die übliche Frage: „Ihr Name?" — „Mein Name?" erwiderte der General, „Diejenigen, von welchen Sie gesendet worden, lcnncn ihn." Nachdem er dies gcsagt halte, fuhr er fort zu schreiben, ohne sie weiter zu beachten. Der Richter und sein Schreiber flüsterten miteinander, warteten noch eine Wcilc und entfernten sich. — (Papiergeld in Norddeutschland.) Nach amtlicher Ermittlung gibt es im norddeutschen Bunde 38 Mill. 245.460 Thaler Papiergeld, worunter Preußen, das alte Land, mit 15,842.347 Thalern, das neue Land mit 2 Mill. 426.571 Thalern und Sachsen mit 12,000.000 Thalern. In Preußen kommen "/.^ Thalci Papiergeld auf den Kopf dcr Bevölkerung, in Sachsen 5 '/,„ Thaler, im ganzen nort» deutschen Bundesgebiete I ^/^ Thaler. — (Die abyssinische Expedition und die östcrrcichische n M a r i e r,' The r es i c n t h a I e r.) Als d as englische Kiiegsminislerium sich zuerst mit den Vorbereitungen sül die Expedition gegen Abyssinien beschäftigte, war eine dir Hauplschwierigtcitcn, zu entscheiden, mit welcher Geld-sorte die Armee vcischen weiden sollte. Das Kriegsministe-rium wuldc benachrichtigt, daß dic Abyssinicr nichts anderes im Vcrlchre nehmen würden, als österreichische Maricn.Thc- ! lesieN'Thaler von 1780. Der englische Minister des Auswärtigen schrieb in Folge dessen in alle Theile Europa's, um die nöthigen Maucn-TheresiciUhalcr von 1780 zu erhalten, ! wclchc m Adyssinicil dic Kupscrlnüpfe im Vcrtchr gänzlich ! verdrängt haben. Da jedoch der vorhandene Vorralh nicht > ausreichte, so wurden Unterhandlungen eingeleitet, in Folge ! dessen das Wiener l. t. Münzaml erklärte, dcch es bereit sei, ! wenn nöthig, wöchentlich 200.000 Marien-Theresienthaler ^ zu liefern. Indessen zeigte es sich später, daß die Herren ! Abyssmier nicht gar so unerbittlich sind u»d auch Sovereigns ' und Füns-Franlenstücke ganz ger»e anxehmcn — besonders wenn man sie ihnen schenkt oder wenn sie sie stehlen tonnen. — (Dem Vollzug des Todes urtheile gegen die Fenier) sah man in England nicht ohne Unruhe entgegen. Zahlreiche Petitionen zu Gunsten der Verurlhcilten sind in den letzten Tagen dem Minister des Innern übergeben wor« de», darunter ci»e mit 17.000 Unterschrii'ten bedeckte von Manchester. Auch im Unlerhause wurde das Ministerium aufgefordert, die Begnadigung hei der Königin zu befürworten. Uisprüuglich waren betannllich sünf Fenitr zum Tode verurlhlilt, zwei von ihnen wurden indtffen beanadigt, und zwar dcr eine Namens Maguire, wcil sich Zweifel an ! scincr Schuld herausstellte», der andcie Namens Shore aus biöher noch unbelaxnlln Ursachen. Die Regierung halle glohe Vorbereitungen getroffen, um den Ausbluch etwaiger Voltsuninhc» zu vclhindern „nd mia/fahr 8000 Mann ' SoldatlN aller WaffcngcUlmigc» in Manchester concenlrirt. Mail hcsmchtete nicht nur Btfreiungöucrsuche, sondern e« war a»ch da? Gerücht verbreitet, dah die Fcnicr velsuchen würden, ihre gesangenen Freunde, sallv sie sie nicht rcilin tonnten, zu crjchichen, um ihnen die Schmach drs Todes durch Hentcishaod zu ersparen. In Manchester waren, wie gcsagt, grohe Vorbereitungen für die Hinrichtung getroffen worden: der Staatssecretür des Innern Mr. Haroy hatte jedoch die Verfügung erlassen, rcch vor allcm Cioilbehöiben für den Vollzug des Gesetzes zu sorgen IMlen, und daß das Militär, wie es in den ^setzen Englands begründet ist, ' erst dann cinschrlilcn dürje, w, d^n Cioilbchörden ausdrüellich aufglfordelt würde. Uebrigens haben sich 1000 Bllrger von Manchester als Spccialconstabler linschworen lassen um über die Aufrechterhaltung der öfjen!lichn der Nukowiua wurde am 14 d. M. von dem Ortsvorsic er "n°r dortigen Gemeinde auf einer Treibjagd em r.esig r ^«r anf eine Entfernung von sech« Fusi durch e.ncn wo l-^zielten Schuf, aus ciuem cinsachen P"cu'l'°"0g " ^ "legt. Da- Raubthier wog 300 Pfund Wiener G wM ^ Länge bctrug 0 Fus, 7 Zoll, die Taheulünge 8 b>. ^ ^ und dercn Breite 0 Zoll. Da« Fell war "°"/' ^ 'elteneu Schwärze. Dieser Bar hatte im Laufe der.yclon-i"l 15 Hornviebstücle und ciuc Stute erschlagen. , - (Die Freilassung Garibald, ^) dl N e '" V°u nachs/en Tagen erfolgen' Dic italienischen Genahte Locales. ' ...... (Erledigte A uscu l t a nl e n st ell e n.) Im Sprcngcl des t. l. slciclm. türnt. lrain. ObcrlandcSgerichteö si,!d mehrcle Auscullantnislclie,! zu bcschen, und zwar: für ^ Slcielmart 1 adjulirlc und 0 unentgeltliche, für Krain ^4 adjulirte und 5 unentgeltliche. ! __ ,cv n Betreff der Verwerthung des ^(5 loateninhalteS) hat das hohe Ministerium lür Handel ' und Volt^willhschasl Nachstehendes an die hiesige Landwirth-! fchastsaeseUschast erlassen: „Die WMiglcil der Frage der Verwerthung des Cloale.nnhalles gröhcrer Siüdte nicht blos vom sanitären, sondern auch vom landwirlh.chasll.chen Sland-vuntte ist längst allgemein ancrtannl. Es handclt sich hlebci !abcr nicht blos darum, welche Vorrichtungen und Systeme ! die gccignctllcn scicn , einen landwirthschajllichc,,, verwcilh-harcu Dünger darzustellen, sondern c.uch dieser Waare e.uen Ab,al) bei den Landwiithcn zu sichern. Dcr gcch.lc Vellln wird hilmit auffordert, dcm Mimslerium sür Handcl und Volköwirlhlchast bis Ende November 1807 gefälligst zu be« richten, welche Anschauungen im Schoße dcr gcchrten Gesell, lchaft über diese Frage gehegt werden. Zugleich wolle anher mitg.lhcilt weide», welche Vorrichlungcn und Systeme zur Entfernung des Eloatcninhaltrs in den größeren Städten des Vcrcinc-bcreichcs biehcr angewendet werden und welche Hin-der.,isse cincr ralioncllcrcu Behandlung dilser Frage in dcn ein..l.en Orten cntgcgcnsl.hen. Wien, am 7. Scptcmbcc 1807. Für dcn Minister: WeiZ .... s,.-' - Wir werde» seincrznl da« l„lüalichc Rlfcrat mittheilen. _ (E i S bah » cröffu u n g.) Das andauenld taltc Wcllcr hat uns ben'itö das erste Wintewergnügen beschert. E« hat sich Eis von hinlänglicher Festigkeit gebildet, nm dic Kunst des Hrn, Jackson Haines ftraltisch ausüben zu löiinen. Mau darf leinen Anstand nchmm, „cmfs Eis" zu gelirn. wenn schon Damm sich dieses Vergnügm inachrn, und >vir lmin!>tt dahür dir Schlittschuh-Saison als eröffnet crlliii'en. — (Theater.) Mautner'S „Eglantine" wurde gestern, wie wir mit Bedauern melden müssen, bei schwach besuchtem Hause — mit dem grüßten Beifall aufgeführt. Das Stück zeichnet sich durch eine schwungvolle, wahrhaft ' poelifche Sprache, durch psychologisch lichtige und dabei effect-volle Zeichnung der Charaktere vor drn Gelegeuhntsstücken des Tages -orlheilhaft aus. Es behandelt einen ältlichen Stoff, wie Vauernfeld's „Aus der Gesellschaft", wir "möchten es aber diesem zwar geistreich entworfenen, aber eines tieferen Gehaltes, poetischer Weihe entbehrenden Grle-genheitsstücte weit vorziehen. Wir haben auch hier den Kampf ! zwischen „bürgerlich und aristokratisch," wir haben auch hier ^die alle Geschichte, die ewig neu, aber alles ist vcn einem Eigenen Hauch poetischen Lebens durchglüht, der den Hörer ! sympathisch ergreift. Die Darstellung war des Dichters wl!r-^dig. Frl. Arthur darf die Nolle dcr „Eglantine" ihre beste ! Leistung nennen. Sie entwickelte ein Feuer, eine Lebenswahrheil ,und Innigkeit der Auffassung, welche baS Publicum wieder, «holt zu stürmischem Beifall hinriß. Herr Kraft gab den Grafen Albert v. d. Lohe mit ricktia/r Auffassung diese« innerlich vulcanisch glühenden, äußerlich stolzcn und schroffen Charakters. Herr Roller als Thealerarzt Zelter wuhte tiefes Gemüth und wohlthuende Herzlichkeit in biise kleine Rolle zu legen. Herr Koritz führte die Intriguantenrolle des Grafen v. Roden mit vill Geschick durch. Die Herren Art ^ iMusilrescrent) und Kross lk (Thcaleragent) spicllen recht biao. Ueberhaupt griffen alle Kräfte mit Verständniß zusammen und gestaltete» die Aufführung zu einer vollkommen gerundeten und wirlfamen. Das Publicum folgte der Dichtuna mit dcr größten Spannung und Aufmerksamkeit und äußelte sich höchst befriedigt. Nur Eines müssen wir bedauern, daß ein so geringer Theil unseres Theaterpublicums sich für dac! > Schauspiel interessirt, welches, nach der gestrigen Aufführung i zu urtheilen, in dieser Saison so befriedigend beseht ist. i < — (Die fünf ReichsratliSlibgeordneten für Kürnten) Varon Herbert, Hofrath Ritter v. Tscha< buschnigg, Gabliel Iessermgg. Dr. Merllitsch und Josef La; ! haben unter den Reicksralhsmitgliedcru eine Collecle für die ! durch Feuer verunglückten Äcwohner Greifenburg« veranslal-tet, und wurde das Crgrbnih im Betrage von 274 fl. üiterr. Währ. durch H^rrn Josef Lax dem V.zirlsamte Greifcnburg zur Vertheilung übermittelt. — (Vleiburg, dcn 2 4. N ov emb c r.) Kaum bat man sich über das schreckliche Nrandunglüct Greifendes j,twa« beruhigt, so ist schon wieder von einem zwntcn, sasl ! eben so schrecklichen ,u hbren. Nahezu das ganze Dorf Traun« Idors an der Grenze drs Vezirlss Blnburc, ward gestern ! Morgens lin Naub der Flammen. Aeim vulqo Poidesch j blach um halb 5 Uhr Fluh das Feuer au« und legte die Wohn- und Wirlhschaslsgrbäude von I I Bauern in Asche. Vieh, Fourage, Getreide :c. alles wurde vom verhrerenden und alles verzehrenden Elemente vcrnichtlt, und nichls an. dercs als ihr nacktes Leben konnten dic Leute retten. Von allen cilf Abbrändlern waren nur drei asseculirt, (Klaaf. Z.j Juristische (Gesellschaft in vaibach. (Schluß.) 4. Herr Dr. v. Kalten egge r theilte mit einen von dem Vl'rlinömitgüede Hrrrn Landesqerichtsrathe Nrunncr eingesendeten , dem Protokolle beiliea/ndii, Cioilprvceß' l fall, betreffend die Frag,, oh die chlliche Abstammung eines ' Erbsprätendtntln nur durch den Trauschein oder auch ciuf andere Weife, wie z. B. duich dcn Tausschein, wmin der Name seiner Eltern und er selbst als deren ehelicher Sohn genannt ist, erwiesen wclden könne. Der vorliegende Fall wurde von dcr zweiten Instanz dahin, daß der Trau» schein allein den fraglictcn Beweis herstelle, vou der ersten und obersten Instanz aber im entgegengesetzten Sinne cnt» schieden. In dcr hictüber lingillilelen Debatte vertrat Doctor Schrey die Exlschcidung des oberste»! Gelichtöhoses mit d,m Aemeilen. das; Taufscheine nach d»>n brstrhinden Vorschriften als öffentliche UrtundlN über alle jene Thatsachen, worüber sie eigenS errichtet sind, vollen Beweis herüellen/ In der Verordnung vom 20. Februar 1784 sIoicfin, Gesetze B. Vl S. 574) ist nun ausdrücklich vorgeschrieben, daß auch die Ehrlichkeit oder Unehelichtnt dcr Gcbull in die Tausmaliil aufzunchm.n sei. Es miisse angenommen werden, daß die Conslaliruug der ehelichen Gcburt und die Namen rcr Ellel, im Taujschcine erst auf Grund cihobcner Gewißheit dieier Thaliachen gelchab. jedenfalls würbe gegenüber rinem solckcn Taujjchciuc dcm dic Ehclichlcit der Geburt ucgierendc» 31 ! dcr Gegenbcwcis obliegen, wclcher abcr im voilieaendp« ^., nicht erbracht wurde. »"grnden Falle Herr Dr. Ahacic ,^l,,i<>^ sindet di s^ -«»gegründet, da über die Thatsache der l5k, , ""^'"«"8 Acweis, sondern gcwißcrmasjen nur da« 3 ^""^r Bcwciscs gclicfert wurde, uno da d.i M„ , "'°^" "nes bäumen die Veiblinguug drr B l , ^ °°" Stamm-dann verzcichnctcn Att gesetzlich c.sordett we2"' ""'""" schaun bci ' daß T"u«^""'"' '" °bcrstgericht,iche.. ^ Vewriscs der ^/°"^""c nicht nur zum Zwecke des di Ä .P ^ ^°u,handlung errichtet we.den, sondern auch d«e Orage der C>iichkcit der Geburt Gegenstand dcr Co». ^ statuung M Tau!buche sci I860 Herr Dr. v. Lehmann erklärt die Beibringung eines strengen Vcweises über die Ghelichleit um so nothwendiger, als es sich um eine Vermögensübertragung handle. Heu Adjunct Hoceoar demerit!,', daß nirgends im Gesetze für einzelne Facta nur eine gewisse Beweisart, mithin auch nicht für die (5be nur der Beweis durch das TrauungZ-bucb, welckcs ja verloren gehen tünne, als ausschließlich zu» lässig erklärt werde. Herr Tr. v. Ka l t e n e g g e r erklärte sich für die Ve» weislrast des Taufscheines ttker die Frage der ehelichen Ab« stammung, da man sclvst dnn tz 80 b. G. V. nicht die Auslegung, daß hierüber nur der Trauschein der Eltern einen Beweis herstelle, geben könne, übrigens aber das fragliche Rechtsverbültnih der Ehe und ehelichen Abstammung zu einer Zeit enlstand, in wclcher baö bürgerliche Gesetzbuch noch nicht in Wntiamteit war, die Berufung auf den § 80 b. G. A. also jedenfalls nicht zutreffend wäre. 5). Herr OberamtZdirector Dr. Costa verlas die in dem zur Zeit der französischen Regierung in Kram verhandelten Cnminalprocesse gegen de.l sogenannten Grafen be Laval in Laidach crgangenen, diesem Protokolle zulicgenden U> theile nebst Entscheidungsgninden, u»d theilte einige nähere Momente über diese Cciminalverhandlung und die Brand» mcnlung de Laval's mit. 6. Ueber Antrag des Herrn Dr. Eupftan wurde die Ueberttagung der weiteren Velhandlungsgegcnstünde der Tagesordnung beschlossen und vom Herrn Präsidenten, wel» cher die baldige Elnbcrufung einer Verfammlung in Aussicht st.llle, die Eitzung geschlossen. Aus der Titzung des Gemeinderathes vom H7. Vtovember. Tcr Voisihende Herr Vicebürgermeisler Dr. Orel theilt mit, daß in dcr Magistratssitzung vom 16. November ein« bcllig beschlossen wurde, in Anbelracht der Verdienste, welcke sich die Herren Dr. Bleiweii, Michael Pregl u«d Ferdinand Schmidt durch ihr virliahriges Willen für landwttlhschaflliche Zwecke erworben haben, die Erlheilung des Eh r e n b ü rg e rre chl es an diefelben bn dem Ge» meinderalhe zu bcantragen. Der Oemeinderalh nimmt diesen Antrag einstimmig an. Herr GN. Horak ergreift den Anlaß, um ei»e Verminderung dcr Kosten bei Ausfertigung der Diplome, von 150—Z99 ft. aus 50 fl. für jede Urkunde zu beantragen. Dr. Costa spricht für die Ausfühmng in lithographischem Wege und erwähnt, di,ß die Ausfelligung wegen des Man« gels der nöthigen Kiaste in La'bach bisber so langsam war, daß noch 3 Divlome aus dem Jahre 1864 nicht vollendet sind. Herr Dr. E. H. Cost a stcUt 2 Interpolationen, und zwar: 1) wegen Herstellung der Aborte im Theater, und 2) wegen des vom M^gistratsvo»stände beliebten Vorganges bei dcr executive« Eintreibung der Sleuerruttslünde, inrem die glpfänd.ten Fährnisse sogleich auf das Nalhhaus trans» sciirt werdc». Ati der biehtiia.cn klaglosen Einzahlung txr Steuern wären solche drakonische Maßregln nicht nöthig. Der Herr Viclbürgcrmlisier m0ge sich diessalls näher infor- mnen und bei dem Magislratsleiter Schrille thun, damit solche Maßregeln, tie geeignet sind, Mißstimmung zu erregen, nicht vorgenommen werden. Herr Viccbücgcrmeistcr Dr. Orel demerit, dieß sei gistratsvorstand crfuchen, einen folchen Vorgang abzustellen. Herr GN. Horal bringt zur Sprache, daß Fälle vorgekommen sind. wo neu aufgenommene Bürger, weil sie die Taxe für das Bürgerrecht nicht zahlen konnten, aui> der Liste dcr Bülgcr gcslcichcn wurden. Er berncilt, man könne nirgends mehr sein Herz ausschütten, als im Gemcinderalhe, zieht dann gegen die „Laib. Ztg." los, welche seine Neden verdrehe, da sie belichtet habe, daß er über die Höhe der Steuern gcllagr, und — ergeht sich in Klagen über die Höhe der Steuern in Krain überhaupt und im Aushilsscassaverein insbesondere. Er beschwert sich diesfalls über die l. t. Finanz-direction und erwähnt, daß er bereits Abhilfe beim Abgeordnetenhaus« gesucht habe. Alles, ohne vom Vorsitzenden — wegen der Abschweifung vom Gegenstande der Debatte — zur Sache, oder — wegen der in die Debatte gezogenen Persönlichkeiten — zur Ordnung gerufen zu weiden. Herr Vicebürgermeister Dr. Orel hebt hervor, baß Herr Magistratsvorstand Pajt von der Regierung al» Com-missür aufgestellt und daher nur dieser und nicht dem Gc-meinderathe verantwortlich sei. Herr GR. Teschmann bespricht die cumulative« An« gaben des Cafsenslandsausweisls von der laufenden Woche i es sei nicht zu entnehmen, ob unter der im letzten Ausweise vorkommenden Summe von 1099 fl. auch die Ausgaben für Tivoli bcgiiffen seien. Herr Dr. Orel erläutert, daß dies nicht der Fall. Herr GN. Horat will, daß die größeren Ausgaben für Tivoli jedesmal der Beschlußfassung des Ge» meinderathes vorbehalten bleiben, worauf Herr Dr. Orel erwidert, daß diese Bemerkungen des Herrn Horal l.x,5l lVüiuin kommen. __________________(Schluß folgt.)____________________ ^öffentlicher Dank. Der Direction des Elisabeth - Kinderspitalö sind wieder folgende milde Spenden zugegange»: Durch die Schutzdame Fran Engelhilde KriSper: Bon ihr selbst gespendet........25 fl. — kr. von ihr bei andern Wohlthätern gesammelt . . 10 „ — „ Durch die Schuhdame Frau Maria Bocl: Von ciucr Unbekannten........ 2 „ - „ „ Frau Fanny Kottnit....... 2 „ — „ „ einer Unbetamücn........ 3 „ — „ ,. Frau Antouic u Bcrmann..... 2 „ — „ „ ,. E. u. Ginlowt....... 2 „ — „ „ C, u. Malfatli....... 2 „ — „ „ „ I. v. Kottowitz....... 2 ,. — „ Summe . . 50 fl. — kr. Vom letzten Ausweis.......414 fl. 90 kr. und zwei Vereinsthalcr. ______________ Zusammen . . 401 fl l»0 lr, und zwei Vrreinölhalcr. Direction des Elisabeth - Kindcrspi talö. Dr. Kovatsch. Neueste M. P e st, 26. November. Der ..Hon" meldet: Für heute Mittags wai, ein Ministerrath unter dem Vorsitze Sr. Majestät einberufen. Die „Noroo. Allg. Ztg." schreibt gegenüber den ofttiministischen C onferenznachrichten dcr „France": Italien stellte Porfragen über die Diskussionsgrundlagen, über den Conferenzort nnd darüber, ob die Confercnz einen berathenden oder beschließenden Charakter haben soll. ES verlangte ferner angeblich die Ränmung dcS Kirchenstaates vor dem Zusammentritt der Confcrcnz. Die römische Curie habe die Confercnz nur als eine berathende acceptirt. England und Rußland wünschen eine vorgängige Programmaufstellung. Bedingungslos accep» tirten nur Spanien und Hessen. Paris, 20. November. Der „Etcndard" bczeich« net die Garibaldi gegebene Erlaubniß, nach Caprcra zurückzukehren, als bcklagcnswcrth. — Dasselbe Journal bestätigt, daß dcr Beitritt aller Mächte zur Confercnz sicher sei. — Die „Epoque" versichert, die römische Legion werde auf 24.0(X) Mann gebracht werden Garibaldi ist heute auf dem „Esploratorc" nach Caprcra abgereist. Haag, 26. November. Das holländische Ministerium hat in Folge Verwerfung dcS Etats des Departements dcS Auswärtigen seine Demission gegeben. Brüssel, 26. November. ES ist unrichtig, daß die Regierung die Einladung zur Confcrenz angenommen habe; die Regierung hat dieselbe noch nicht beantwortet. Belgrad, 26. November. Die Rüstungen Ser» bicns nehme nseit einigen Tagen einen sehr ernsten Charakter an. Im Kricgsministcrium herrscht eine fieberhafte Thätigkeit. Namentlich wird die artilleristische Ausrüstung außerordentlich bcschlennigt. Dienste fremder Artillerie-officiere werden acceptirt. Morgen kommt der neue Mi» nistcrpräsident Ristii hier an. Telegraphische Wechselco,,rse vom 27. November. bprrc. Mctallique« 56.75. — l>perc. Metallique« mir Mai-, und 66.00. .. Vaul' aclien 660. — Lrcditactien 1^2.70.— 1860er SlaatScmlrhtn 83.50. Kilver 118,50. - London 121.30. — K. t, Ducaten 5.77'/,«. Keschästs-Zeitung. — Dic „Schlesiscl'c landwirtschaftliche Zeilmig" schreib! i» Bezug ans den gcgc»wärligeil Staub dcö Oietreidewcltliaxdc <>, daß derselbe zu den ernstesten Erwägnngen gerechten Anlaß lncltt nnd uns belehrt, wic wir nns auf cinc Zeit schnurcr Krise »nd ciueö großcll Gclreidelnangcl« für die nächste Zeit gefaßt halle» müssen. Schon längere Zeit lang blicll^ man in England, al^ dem Wcllstapclplatzc auch fiir dcn Prodnctenhandcl, mil einer c>c-wissen Aengstlichtcit auf Dcnlschland. da Lüszland in früh"" Jahren hauptsächlich uun den Häfen des liallischeu MerrcS al'hi!'^ Und gerade die uemsten Nachlichtcn von Dauzia. melden, daf; bll' Ernte in vielen Gegenden völlig misjrathcil »i'id wirtlich schö»^ Wcizeu weder sllr <Äcld »och für ljlitc Worte zn haben sci, jc> /« sei möglich, daß die prenszischcn Geschäftsleute in England s/lo!l die feinen Wcizcnqnalitälcn während des nächstsn Winters nnfta»-feu löniltcil. Holland und Belgien zeigten schon iu lchle:' Zs'l eine Prclssleigcrung und Ungarn hat bereits mehr als die Htil?lc feiner Ernten auf Lieferung verlaust, sich jedoch nicht sondcM wtgs» des Verlaufes des llcbcrrestes vceilt, sritdem die letztt» Berichte ans Westeuropa cinc so bedeutende Preisstcigernng melde». Iu dcil Verciiiigtcil Staaten von Viordamerila ist dcr Wcizeücl'N'ag lange nicht so glänzend anSgcsallcn, wie ,nan ihn im Juli d. 3> cnvartcu zu lönncu glanbtc, nnr dcr Mais verspricht reichlich z" weldcn. In Algier cndlich ist dic Mikcrntc uncudlich viel großtt lvie in Frantrcich nnd cS herrscht ein nugeinriürr Nothstand, ^° darf es denn nicht verwundern, das! iin Weltgetrcidehandcl jchl eine große Aufregung herrscht, und daß mau die schwimmcildc» Ladungen Getreide auf Lieferung mit lanm vorher gelanilter i!eb' haftigtcit zu steigeüden Preisen anftailst. und noch höhere Preise in Aussicht stellt. Mau begründet diese lchterc Ürwai'tnüs! "»l die erwiesene Thatsache, daß ganz allgemein und durchgängig d« altcu Vorräthe von früheren Jahren auf dcr ganzen Erde verzehr! sind, die diesjährige Weltcruts, als ein Ganzes ziislliiimcngcfa^' nicht dic Bcdürfnissc de« Consmns declt, geschweige Vorräthc f>>^ spätere Zcitrn zilrllclznlea.cn gestattct. Und dicsc Situation 8'^ nicht vom Wcizcil allein, so dasj ctwa die Substituirmig von a»' dcrcn Gelreidcartcü dic Gefahr zu verringern ermöglicht»', aliäj dcr Roggen, diese« Hauptproducl von Nordcnropa, ist dicHuia' wo möglich noch schlimmer mißrathc», als selbst dcr Weizen, u»b dic Maiücrntc, als höchster Ersatz, ist gleichfalls iu Tlmcrila doch nicht so reichlich ausgefallen, um diese Lcerc auszufüllen. A'u allen großen Producteumärlle», wic Antwcrpcn, 5töln, HamblNÜ» Mailand, Ncapcl u. s. w. wieg! cinc grofzc Festigkeit im Wcizc^ gcschäft vor, Ja selbst in Odessa fangen die Preise an, hoch 3" werden. Wic gvos; abcr die Speculation oder dic Noth ist, das beweist dcr Umstand, daß cinc beträchtliche Anzahl von ciscritt» Schrauben-Kohlendämpfen! von Eügand aus nach dem schwarze» und Azoffischen Mecrc jctzt untcrwcgs ist, um dort Getreide M Großbritannien zu laden, und alle irgcnd anfznbringcn mögliäic» Dan'pffahrzcuge im Norden von England sind f>lr diesen Hands! bereits iu Beschlag gcnommen worden. Laibach, ii'- Nou^nber, Auf dem hculigcu Marltc sind c>-schicucn.- 24 ?!>agen mit Getreide. 3 Wagrn mit Heu ond SN'"l> (Heu ^9 Etr 53 Pfd,, Stroh 13 <^tr. ^5 Pfd.), 40 Wagen n"» 7 Schiffe (3« Klafter) mit Holz. Dulchschnillö-Preisc. fl. lr, fl. li. st. lv. si. lr. Weizcn pr, Metzc» 6 40!— — Butter pr. Pfund 42 —-" Korn „ 3 90------- Eicr pr, Stück — 5il ^ Gerste „ 3 30------ Milch pr. Maß 10 -" Hafer „ 180------ Rindfleisch pr, Pso. 21—- Halbsruch!,, --------------- Kalbfleisch „ _ ^; — ^ Heiden „ 3 10------- Schwrinrflcisch „ 20 — -^ Hirsc „ 3 30------- Schöpsenfleisch „ , .. 12 — ^ Kukuruz „ —^----------- Hähndcl pl .>luct -30 — ^ Erdäpfel „ 150------- Tanbru „ __!ig ^-!-^ Linsen „ 4 50------- Hcu pr. Z >,'.°.rr —8'_' - !"^ Erbsen „ 4 50— Stroh " „ _ 70 —^ Fisolen „ 550 — — Holz,hart.,pr,Klst. - — 75s> Nindöschmalz Pfd. —^^ —'^__ ,. wcichcs, „ ____5 5» Schweineschmalz „ —'4.i — — Wein, rolhcr, pr. Spcck. frisch, „ — 30------- Eimer -------lii -- — geräuchert „ —40^-------^ — weißer „ — — 13-^ Theater. Hcnte Donnerstag: Va Traviata Oper in 4 Äctcn von Verdi. ^ <^3 ^« 8« , " ! «^ ^8s ^____^ Z3ß ßs i ! «'" l3Z3 > 6 u. Mß. 327.^4 . — 7.,, windstill lmter 27., 2 „ N. 327.^1 — 1., ^ windstill halbhriler 0,«o >10 .. Nl>. ^ 328,<8 ! — 4.4 ! windstill l hcilcr Kälte anhaltend. Nnhigc Lust. Hciterer Tag. Nachn,. dilüül Bcwöllung, gegen Abend znnchmend. Abendloth. Vtrllnlwortlicher Ncdartcur: Iauaü v. Klcinmaur ^^««^«lln^ll^f Wien, 26. Noucmbcr. Dic Börse war filr Fonds und Acticn, welche großteulheils hühcr aufgcnommeu wurden, gut oisponirt. Devisen und Valuten fielen nm 1 p^^' Wl>lll.Nl»lNU)l. Geld abondant. Geschäft mäs'ig. Veffentliche Tchuld. ^. dcs Staate« (für 100 fl) Geld Waare In o. W. zu 5pCl. für 100 fl 5^.70 53 80 In österr, Währung stcuerfrci 57 65 57.75 '', Stcucranl. in ö. W. v. I. 1864 zu 5püt. rückzahlbar . 88,75 89.— SUbcr-Anlrhcn von 1864 . . —.— 93.— Vilbcranl.1865 (Frcs,) rllclz.ihlb. in 37 Jahr. zu 5 pEt. 100 st. 79- 79.50 Nat.-Aul. mit Imi.-Eoup. zu 5°/^, 66.70 66 80 « „ „ Npr..0 Metalliquc« . . . . „ 5 „ 56.90 57. - detto mit Mai-Coup „ 5 „ 58 6,'> 58.75 detto.....„ 4j„ 5025 50.75 Mit Verlos, v. 1.1839 . . . 149... 149f»0 „ „ „ „ 1854 . . . 75.5<» 76.— „ „ ,. I860 zu 500 fi. 83.65 83 ?5 „ „ „ „ I860 „ VA) „ 92.— 92 25 „ " " " 1^4,' 100.. 78 30 78 40 Como-Rentensch. zu 42 l.. «usl. z, ?,> 22.^5 Domaincli 5perc, »n Silber 107,.. 197.25 « der Kronläuder (für 100 fl.) Gr.-lzutl.-Oblig. Niedlrüsterreich - l« 5°/« ^75 w Geld Waare Salzburg . . . . zu 5'/. 86.5>» 87.50 Böhmen .... „ 5 „ 89.- 90.- Mähren .... „ 5 „ 5?,— 88.— Schlesien .... „ b „ 87.— 88. Eteicrmarl ... « 5 „ 89.50 90.— Ungarn.....„ 5 „ 71.25 71.75 Tcmeser-Banat . . „ 5 „ 71.— 71.25 Ernaticn uud Slavonien „ 5 „ 71.50 72.50 Galizicu .... „ 5 „ 65.50 65.75 Siebenbürgen ... „ 5 „ 65.25 Ü5.75 Bukovina .... „ 5 „ 55.— 66.— Ung. m. d. V.-E. 1867 „ 5 „ 68.75 69.25 Tcm.B.m.d.V.-E. 1867 „ 5 „ 68.- 68.50 Actien (pr. Stllcl). Nationalbanl (ohne Dividende) 683.— «84.— K.Ferd.-Nordb.zu10H» 180.— 183.— Wieu.Dampfm.-Actg.500si.ü.W. 460.— 465.— Pcstcr Kettcnbrüllt .... 383.— 390.— Anglo-Anstria-Nanl zu 2O)fl. !0«50 107.— Lcmberger Eeruowitzer Actien . 168.50 169.— Pfandbriefe (für 100 ft.) National- ^ baut auf > verlosbar zu 5'/. 98-10 98.30 E. M. j Nationalb.aufö.W verlo«b.5„ 93.40 93,60 Ung. Bod.-Ered.-Nnst. zu 5'/, „ 89.70 89.90 Allg. ost. Voden-Eredit-Änstall verlosbar zu 5'/« in Tilber 1^4.— 105.-- Uose (pr. Stiicl.) Tred.-N.f.Hu.O.z.100ll.ö.W. 129.- 129.30 Don.-DmPfsch-G.z.100si.EM. 86.— 57.-. Stadtgtm. Ofen „ 40 „ ü. W. 24.- 24.50 Esterhazy ,. 40 „ CM. 106.— —.— Salm „ 40 „ „ . ^0 50 31,50 Pallffy ,. 40 „ „ . 24.50 25.- ' Geld Waa" Elary zu 40 ft. EM. 25 25 25.?» St. Gcnois „ 40 „ „ . 25.50 2''-?'' Windischgräh „ 20 „ „ . 19.- ^,^" Waldstein „ 20 „ „ . 19.5>0 2<>.^ Keglrvich „ 10 „ „ . 13.50 14. ^ Rudolf-Stiftung 10 „ „ . 12 25 12''" Wechsel. (3 Monate) Angsbnrg für 100 fl südd. W. 100.80 10!.^ Franlfnrta.M NX) fl. detto 101.-1^-^ Hamburg, filr 100 Mart Banlo 89,25 89.^ London für 10 Pf. Sterling . 121 20 121-A Paris fllr 100 Franks . . . 48.10 4s>" <5ourS der Geldsorten Oeld Waa" K. Müuz-Ducateu 5 fl. 74 lr. 5 fl. 75 "> Napolcousd'or . . 9 „ 70 „ 9 ,. 71 " Nuss. Imperial« . 9 „ 75 „ 10 ^ ^, " VcreinSthalcr . . 1 „ 79 „ 1 „ 79j" Silber . . 118 „ 75 „ 1l9 „ 50 " Krainische GrnndentlaNungs-Obligationen, ^^ l vatnottrung: 87.59 Geld, 88 Waare. ^