Lmbacher Zeitung. .^« «K». Montass am K. Inli «GK« ltrsiizbaiic, i»> (5,)!!>,'to!> ganzjährig 12 !^.. !»a I !'ja !> i >q 's .v.i!l>1 inw !> ^i < l> j >i!»i i .^ :t<» »>.,»,!,!>, s,m,chlc,l. Mil i»sr 'llost l'ortl" jr,i z,a!i,j<.lnig. u»t.'v Klmchcm!' u»!' ^^„ckln- «lmcs,.^ l.» >!.. !»c,l t',a hri q 7 ,1. /.<» lr. - I» ,.> a t < on sqei'il l> i mi- sins Kitten««!, c'fter l'n, Ann,» fterssll',,!. si,s ,.„' ^.!i di.snl O.l'iilnm ist »ach oci» „provisorische» («cschl vl'i» >0 s,,r .nis.riu'»ssta»!pl!" »l'ch 10 lr. sm- cinr j^s.'üi.ili^ <>!»scha!<»„m-cx. Peusiou > r u n g. Major Peter v. Duka, des Infauterie-Negimeuts l^raf Nugeut ')tr. lll». Bei der am 1. d. Vl. in Folge des allerhöchste» Patentes vom 21. März 181K vorgenommenen 2l». (6lj. Ergänzungs-) Verlosung der alteren Staatsschuld ist die Serie Nr. Allll gezogen worden. Diese Serie enthält mährisch-ständ. Aerar.-Obli-station«:, u. z. <» ft. verkauft. Oesterreich Trieft, 2. Juli. Aus Venedig meldet man, daß seit zehn Jahren nicht in emem Monate so viele Schiffe langer Fahrr (8A) dort einliefen wie im Juni. Die meisten trngen die englische oder die griechische Flagge, ungefehr 40 waren mit Getreide aus den Hafen des schwarzen Meeres und der Donau beladen. - In den letzten drei Nächten wurden in V e-nedig ^ der Theilnahme an revolutionären Clubbs verdächtige Personen verhaftet, und nach dem Gc^ fängnisse von St. Severo gebracht. Aehnliche Verhaftungen haben anch in mehreren anderen Städten des lombardisch-venetianischen Königreichs, wie in Mailand, Mantua u. s. w. Statt gefuuden. Es ist im höchsten Grade zn bedauern und gar nicht zu verantworten, das; Vil'lr durch die Erfahrung noch immer nickt klug geworden siud, und sich wie ihre Familien in's Unglück stürzen. Ihre Versuche finden jedoch im Allgemeinen nicht nur keinen Wiederhall, sondern gerechten Tadel. Wien, 1. Inli. Se. Majestät der Kaiser hat gestattet, daß, um das Bedürfniß für den Finanz-dienst zn decken, Individuen, welche schon längere 3eit im Finanzdienste stehen und Fähigkeit für den Conceptsdienst haben, auf die Dauer von drei Jahren mit theilweiser ode» gänzlicher Nachsicht derStn-dien zu deu theoretischen Staatsprüfungen zugelassen werden dürfen. Diese haben jedoch nnr für den Finanzdienst in Ungarn und Nebenlänoer allein Giltigkett. — Das h. Handelsministerium wird die sämmtlichen Berichte aller von seiner Seite znr Londoner Industrieausstellung abgesendeten Berichterstatter auf Staatskosten durch den Druck veröffentlichen. — - In der Umgegend Wiens beginnt die Ernte der Feldfrüchte in der nächsten Woche Die Saaten stehen so vortrefflich und üppig, daß die Ernte jedenfalls eine im hohen Grade gesegnete genannt wer^ den muß. Der fürstlich serbische Sectionsrath und Chef des polizeilich-ökonomischen Departements, Herr Ni-colich, welcher im Anftrage seiner Negiernng Oesterreich bereifet, um die verschiedene» Straf- und Ar-beitsanstalteu und Agricultur - Institute kennen zu lernen, und sich seit einigen Tagen hier befindet, hat die Besichtigung der Wiener Institute begonnen, gleichzeitig aber anch einige geschickte Kunstarbeiter für serbische Dienste gewonnen. Der serbische Minister der Aufklärung, Herr Ilio Garasani, wird nächstens Wien besnchen. — Nach amtlichen Berichten aus Hamburg ist die Auswandernng von Oesterreichern über den dortigen Hafen fortwährend im Zunehmen. Es wird dabei bemerkt, daß die Auswanderung heuer den Charakter einer kaufmännischen Speculation angenommen habe, der eine nicht uubetrachtliche Zahl Oesterrei-chcr, angelockt durch Vorspiegelungen gewinnsüchtiger Agenten, anheimfiel. Einen Beleg dazu geben einige in Hainburg eingetroffenc Familien aus Böhmen, die, unkundig der deutschen Sprache und aller Snl' sistenzmittel entblößt, in dem Wahne die Heimat verlle-sien, als ob ihnen bei Gratisbeförderung nach Amerika gleich eine gesicherte Stellung augewieseu werden könnte. Bis Mitte Mai sind aus Oesterreich über Hamburg ausgewandert: 1-'U> Personen, darnw ter !»/» ans Böhmen, 9 aus Ungarn. Wien. 2. Juli. Der zweite Abschnitt der Reise Er. Majestät des Kaisers ist beendet, und es trifft der Mouarch heute wieder in Ofen ein. Der Erfolg dieses zweiten Ausfluges hat, wie alle Berichte übereinstimmend melden, jede Erwartung übertroffen; ein Versnch, die Freude des Volkes, den Monarchen z« sehen, schildern zu wollen, wäre vergebens, und es rührten die Zeichen der tiefen ^iebe und Anhänglichkeit, welche sich allenthalben kundgaben, den Monarchen tief. Einen erfreulichen Beweis deb Vertrauens, welches Se. Maj. der Kaiser iu seine Völker scht, dürfte besonders die Thatsache abgeben, daß der Monarch auf d?r Neise weder von Gensd'armen noch Garden begleitet ist, uud der Zutritt dem Volke in allen Gegenden, durch welche die Reise ging, frei gestattet war. Im kaiserlichen Gefolge befinden sich, außer Sr. k. k. H. Hrn. Erzh. Albrecht. Hr. FM^. Gras v. Grünne, 4 Flügrladjutanten, 4Ordonuan;offi» eiere, eiu ^ibkaimnerdieuer, und 2 Leibjäger. Jedem Officier wnrde außerdem noch ein Reisediener beige-geben. Der gegenwärtige Anfmlhalt Sr. Majestät in Ofen wird drei Tage währen, und geht sodann die allerhöchste Reise mit Eisenbahn nach Wachen, sodann nach Schemnip, Kremnil;, Neutra, Nenhäusel nnd am 11. Inli wieder nach Ofen zurück. - Heute Morgens sind die Herren Minister des Krieges und der Finanzen mit dem Dampfboote nach Pesth-Osen abgereist. Herr Hofrath von Hurter hat seine Thätig, keit als Reichshistoriograoh bereits begonnen. — Das h. Finanzministerium hat für Ungarn abermals die Errichtung mehrerer neuen Steuerämter genehmigt. Wegen Besehung der Dienstesstellen ist so eben der Concurs ausgeschrieben worden. — Das k. k. Müuzamt hat berettS Muster der küuftig auszuprägende» neuen Silberzwanziger augefertigt, um sie Sr. Majestät dem Kaiser vorzulegen. Sobald die allerhöchste Entscheidung erfiießt, wird die Kundmachung über künftig» Prägung der Eilber-münzen erscheinen. - Die Bergbeamten nnd die Häuerschaft der ungarischen Bergstädte, die Se. Majestät der .Kaiser am 8. d. M. mit einem Besuche beglücken wird/ beabsichtigen ein glänzendes bergmännisches Fest znr Feier der Anwesenheit ihreS Monarchen zu veranstalten, wozu die nöthigen Vorbereitungen bereits getroffen sind. — Die neue Apothekerordnung kommt im Monat September mit Benützung der verschiedenen Gre-mialgutachten zur Schlußberathuug, und wird, wie man vernimmt, mit Neujahr in Wirksamkeit treten. - Nach Berichten aus Libasson hat Se. k. l. H. Hr. Erzh. Marimilian am 22. v. M. die Rückreise angetreten. Se. k. k. Hoheit wurde von Ihrer Majestät der Königin und den königlichen Familiengliedern mit größter Auszeichnung behandelt, und sind Ihm zu Ehren wiederholt Hosseste veraustallet wordeu. Die öffentlichen wissenschaftlichen Anstalten besnchte Se. k. k. Hoheit an der Seite des königlichen GemalS. Im Klause der nächsten Woche dürfte de> hohe Reisende wieder in Trieft eintreffen. 638 Auf Veranlassung des k. k. Miuisteriums für Landescultur und Bergwesen werden am ss. und 10. d. M. auf der erzberzoglichen Herrschaft Ungarisch-')lltenburg Versuche mit den beiden in England angekauften Getreide - Mähemaschinell vorgenommen werden. Nähere Auskünfte über Ort und Stunde erhalt man in der Directionskanzlei der k. k. Lehranstalt zu Ungarisch - Altenburg. Ein k. k. österreichischer Officier hat eine Dampf-Rajolmaschine erfunden. Diese Grabe-Maschine soN die Anwendung der Spatencultur im Großen gestatten, und zwar soll diese Arbeit bedeutend billiger kommen, als mittelst des gewöhnlichen Pstü-gens. Das Directorium des Leipziger Nationalver-eines gibt bekannt, daß die Herstellungskosten einer Maschine, je nach ihrer Größe, 1000 bis 200U fl-betragen, daß man aber damit täglich 3 Strich Feldes 12 Fuß tief graben könne, mit einem Aufwaude von 15 «Ztr. Steinkohlen. — Wie man vernimmt, ist von Seite der großbritannischen Regierung die Abhaltung eines europäischen Kongresses in London beantragt worden, auf welchem Bestimmungen wegen gleichmäßiger Behandlung der fortwährend an ihrem Werthe einbüßenden GeldmnnM berathen uud festgesetzt werden sollen. - Der k. schwedische Professor, Hr. v. Nord-ström, ist hier augekommen, um im Auftrage seiner Regiernng die österreichischen Unterrichtsanstalten zu besuchen und die Vortheile des österreichischen Unterrichtswesens zur Nutzanwendung iu Schweden kennen zu lernen. ' Die Nachrichten aus deu österreichischen Badeorten lauten übereinstimmend dahin, daß in diesem Jahre überall eine außerordentliche Frequenz der Gäste sich bemerkbar macht. Das reizende Ischl im Salz-kammcrgltte Oberösterreich's wimmelt namentlich, wie auch sonst, von norddeutschen Gästen, die zum größten Theile sich in anerkennender uud freundlicher Weise über österreichische Znstände äußern, und das Meiste voll den Antipathien, die angeblich zwischen dem Norden und Süden Dentschland's obwalten, für künstlich erregt, und durch die Macht der wahren, reellen Verhältnisse nicht gerechtfertigt ansehen. " In einem Augenblicke, wo Brasilien eben an die Umgestaltung seiner Zollgesetzgebung schreitet, scheint es nm so mehr von Interesse, die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Handels- und Verkehrsbe-ziehungen Oesterreich's mit lenem transatlantischen Staate hinzulenken, als dieselben sich nicht bloß an sich bedeutend, sondern m erfreulicher Steigerung begriffen darstellen. In den Jahren 184.'l, 184tt, 1847. 1«49, 1«I>0 uud 18!i1 betrug der Import aus Brasilien folgende Warenwerthe in Gulden. 7,799.942, 9,0tr., l.^',0 1000 (>tr., und im vorigen noch ein Mal so vicl, nämlich 2000 Ctr. Auch was deu SchifffahrtSvcr-kehr betrifft, gewährt Brasilien der österreichischen Schissfahrt mehr Beschäftigung als jedes andere Land dec westlichen Halbkugel. Ocsterreichische Schiffe ver-sahen nämlich deu Verkehr mit Brasilien fast ganz allein. * Die „Agramer Ztg." meldet in Nr- «47. daß die Auswanderungen der bosnischen Bewohner uach den österr. Staaten noch fortwährend Statt finden. Bis jetzt seien dieselb«« schon etwa 3000 Köpfe stark herübergetreten; die leutseligsten Vorstelluugen der Gränzbehörden seien nicht vermögend, sie zum Rück: tritte zu bewegen; iu der Miwärgrauze hätten Alle unmöglich untergebracht werden können; man habe sie deßhalb nach dem Provmziale von Vroatien und Slavonien, zum Theile sogar nach der Woiwodschaft abschicken müssen. Ein neues, täglich ersckeinendes Blatt, politischen Inhalts, »lüpsx'a« bcliselt, erscheint vom 1. Juli d. I. ab zu Mailand. Es ist dcm Vernehmen nach bestimmt, die eingegangenen Blätter: »l/!«!lN!!» die ständische Einwilligung, so »veic sie erforderlich, zu ertheilen; >>) dic Regic-rung um Mittheilung der mit den Nachbarstaaten getroffenen Conventionen zu ersuchen, zur Berathung. Sie fanden die Billigung erster Kammer; in zweiter Kammer wurde dagegen dcr Gegenstand. da am Ende der Debatte das Haus nicht mehr in beschlußfähiger Zahl versammelt war. vom Präsidio bis zur nächsten Sitzung vertagt. Kassel, 24. Iuui. Ueber deu Fluchtversuch dcs hier im Kastell mhaftirten v. Loßberg, welcher wegen Theilnahme an dem Aufstand in Baden vom Kriegsgerichte zum Tode verurtheilt ist, berichtet die „Fr. Postztg.": Damen iu der Nachbarschaft hatten sich für den Inhaftirten interessirt und sich die Erlaubniß zu erwirken gewußt, dem Gefangenen Speisen zuzutragen. Bei dieser Gelegenheit hatten sie eiu Briefcheu, in welchem der gauze Plan zur Flucht entworfen war, in eme Zwiebel gesteckt, während eine Feile unter dem Salat verborgen lag, womit Loß, berg die eisernen Stäbe seines Gefängnisses dnrchsä-gen sollte. So weit war die Sache gelungen. und Lrsiberg hatte sich an die Durchfeilung der eisernen Stäbe begeben, als er m dieser Beschäftigung von einem wachthabenden Jäger beobachtet wurde, welcher die Sache anzeigte und dadurch den Plan vereitelte. Gera, 27. Juni. Vorgestern hat sich der Landtag auf den Wunsch Sr. Durchlaucht des reglerenden Fürsten selbst bis zum nächsten Herbste vertagt, da eiue zweite Vertagung Seiten des Landcsherrn staats-gruudgesetzlich uicht möglich war. Iohannesberss, 30. Juni. Aus einem von hier nach Wien gelangten eigenhändigen Schreiben Sr. Eminenz des Hrn. Cardinal-Fürstbischofs Frei' Herrn v. Diepenbrock vom heutigen Tage erscheu wir mit hoher Freude, daß sich der Gesundheitszustand Er. Eminenz erheblich gebessert hat. Schwel.; Vern, 25i. Iuui. Die Aufhebung des Grütli-vereins im Canton Bern bildet noch immer den Gegenstand des Tagesgesprächs. Der Verein zählt i» der Schweiz zwischen 2000 und 3000 Mitglieder nnd steht in genauer Verbiudung mit der Section in Paris, der einzigen, welche dieser Verein im Ans-land hat. In allen Kantonen, wo sich Sectionen befinden, nehmen außer den, Handwerkerstande auch einstußreiche Männer aus andern Ständen Theil au dieser Vel-einignnq. Durch den Aushel'ungsbeschluß des Regierungsraths werden allein im Canton Bern 9 Sectionen unterdrückt. Z t a l i e n. Nom, 22. Juni. Se. Heiliqteit der Papst hat neuerdings einen Act der Gnade geübt und den zu öffentlicher Arl'ctt und Zuchthaus Verurtheilten sechs Mouate au ihrer Gefängnißstrase nachgelassen. Nicht theilhaftig werden der Wirkung dieses Gnadenactes: die wegen groben Betruges, Diebstahl, Fälschung lind 5ochvcrrath Verhaftete!,, ferner die vom Kriegs-a/nckt 'Z'enn'ts'eilteu. Livorno. 24. ^»i>i. Dcr „ ^»dependaucc Nel-qe" wird vo» lner ^eineldet, dlif: die bekannteAnge-Isarubeit des Engländers Matber definitiv am 19. in Folge der zwischen dem englischen Gesandten Sir H. Bnlwer und der toscanischeu Negierung gepflogenen Verhandlungen beigelegt worden sey; Sir H. Bulwer habe eine Note der toscanischen Regierung erhalten, in welcher principiell anerkannt sein sott, daß derlei Angelegenheiten künftighin vor das Forum der Civilbehörden zn weisen sein würden; Se. königl. Hoheit der l'iroßherzog habe sich für besondere Fälle das Recht des Einschreitens vorbehalten, und sich bedauernd über das Vorgefallene geäußert; von der vielbesprochenen Geldentschädignng sei keine Rede mehr gewesen. Anders berichtet das „Journal des Debats" über die definitive Schlichtung dieser Angelegenheit. Es meldet aus London: Die Mather'scke Frage ist im Sinne der von Lord Malmesbury gestellten Bedingungen geschlichtet worden, Die toscanische Regierung nimmt demnach die Verantwortlichkeit für die auf ihl'eln l'^bitte, von wcm immer ansgehenden Handlungen mis sich; si? bedauert das Vorgefallene, ;al)lt die geforderte Eittsfs'üdlgllliq. imd gibt, mit einem Worte, der englischen Regierung Genugthuung. Demnach werden die englisck-toscanischeu Beziehungen uach wie vor aufreckt erhalten, mid Sir H. Bulwer, dem man diese Lösung verdankt, in Florenz bleiben. Fran k r e i ch. Paris, 2Ü. Iuui. Man glanbte, daß daS Pro-tocoll der leyten Shuug des gesetzgebenden Körpers nicht veröffentlicht werden würde, »veil es doch heute, nach geschlossener Session, nicht mehr angenommen werden konnte. In Voraussicht dieses Falles ließ der Kammerpräsident gestern Abend vor dem Sitzungs-schlnsse das Protocol! verlesen, und so wurde es denn gedruckt und heute »vie gewöhnlich vertheilt. Außer den ministeriellen uud regierungsfreuud-lichen Blattern, welche die Botschaft des Prinzen an den gesetzgebenden Körper mit vielem Lobe besprechen, übergeht die Pariser Presse dlejes Actenstnck mit Stillschweigen. OIO Allen Buchhandlungen ist untersagt worden, die ?ede des Henn v. Montalembert zu debitiren. Der Staalsrath wird in dieser Woche noch drei 3ihungen halten; er eiuwicrelt eine austerordeutliche lhätigkeit. Er hat sich betreffs der Dotationen mit em legislativen Körper geeinigt. Dies; wäre nicht geschehen, wenn nicht Louis Napoleon durch den Ttaatsminister Casabianca die Erklärung abgeben ieß, daß er möglichst einen Conflict mit dem legis-ativen Körper vermieden zu sehen wünsche, und so vurde denn das Amendement des legislativen Kör->ers genehmigt. Mehrere Abgeordnete der Grubeuarbeiter des ?oirethaleS sind hier in Begleitung des Advocate» Avril von St. Etienne eingetroffen, um ihre Be-jchwerden beim Prinz-Präsideuten vorzubringen, der ^»e jedoch persönlich nicht empfing, sondern an die Minister verweisen liesi. Louis ?tapoleon wird nächsten Donnerstag seine Residenz nach St. Cloud verlegen. Einem Gerüchte zufolge hatte Vieyra seine Entlassung als Oberst nnd Chef des Generalstabes der Nationalgarde gegeben. Mehrere Schullehrer hatten gemeinschaftliche Petitionen an den Präsidenten wegen des ncnen Unter-richtsgesepes gerichtet. Es ist ihnen darauf zum Bescheid geworden, daß Collectivpetitionen förmlich untersagt worden sind. Einer Anzeige des k. k. Oieneralconsulates in Paris zu Folge, wird die nächste französische Gewerbe-Ausstellung nicht im Jahre Ml!!, sondern erst im Jahre 1854 Statt finden. In Frankreich werden die Gewerbe-Ausstellungen systematisch jedes fünfte Jahr abgehalten; da mm die leyte 184!> Statt gefunden hat, so fällt die nächste auf das Jahr !8.'i4. Uebrigens hat es seine Nichtigkeit, daß, wenn nicht außerordentliche Ereignisse oder unvorhergesehene Hindernisse eintreten, die nächste französische Industrie-Ausstellung den Charakter einer Welt-Industrie-Ausstellung haben soll, indem der Prinz-Präsident diese seine Lieblingsidee zu verwirklichen entschlossen ist, obgleich die französischen Handelskammern im I. 1848, als das Project zuerst von der provischen Regierung angeregt wurde, beinahe einstimmig sich dagegen ausgesprochen haben. S p a n i e n. Das Journal „la Espana" vom 22. Inni meldet: Nach den jüngsten Vorfällen in Catalaynd sandten einige der angesehensten Einwohner dieser Stadt eine Adresse an Ihre Majestät die Königin, um zu Gunsten der vor das Kriegsgericht Gestellten die uuerschöpfliche königliche Milde anzuflehen. Ihre Majestät erlies:, Gebrauch von der königlichen Prärogative machend, sämmtlichen Beinzichtigten im Vorhinein die Todesstrafe, sofern sie dazu verurtheilt werden sollten, selbst dem Bandenchef Francisco Harra, der sich auf flüchtigem Fuß befindet. Nnßlan >. In Moskau wird im Mai des Jahres 18.'!3 eine Industrie-Ausstellung Statt finden. A m e r i k a. New.Aork, 16. Juni. Wer die meiste Aussicht hat, iu den nächsten vier Jahren über den größten Staat der neuen Welt zn herrschen, — wenn man die Präsioeutur eine Herrschaft nennen kaun — ,st noch immer eine schwebende Frage. Die Demo-crateu. scheint es, sind einig, und die Ernennung des Generals P^ce als Präsidenturs-und des ehrenw. NllfuS Klng als Vicepräsidentnrs-Candidate» finden in allen demokratischen ^gern einstimmigen Beifall. Dagegen schwanken die Whigs, deren Nationalcon-vent ln Baltimore tagt, noch immer zwischen Webster. Fillmore und General Scott, oder eigentlich zwischen Webster und Scott; da Fillmore dem Convent schriftlich seinen Entschluß anzeigen will, .-u Gunsten des Staatssecräters zurückzutreten. Auch FM-more's Freunde haben mit großer Majorität dafür gestimmt, falls mit Fillmore nicht durchzudringen wäre, zu Webster überzugehen. Dann hätte die Nation ver-"Mhllch zwischen Pearce und Webster zu wählen. Nenes und Neuestes. Telegraphische Depescke des k. k. Militär-und Civil-Gvuvernements für Ungarn an das k. k. Ministerinni des Innern in Wien. Ofen, 1. Juli. Am 29. Juni gegen 12 Uhr Mittags langten Se. k. k. apostol. Majestät an der Plattenseedammbrücke an und wurdeu vom Vorstaude des Zalader ComitatS ehrfurchtsvollst empfangen. Im Graf Festetits'schen Schlosse wurde Se. Majestät von allen Würdenträgern gehuldigt; hierauf war Diuer. Um :l Uhr bestiege« Se. Maj. das prächtig decorirte Dampfschiff und landeten nach einer fünfstündigen Fahrt im besten Wohlsein nnter einem großen Jubel in Füred. Nach der Vorstellung der Geistlichkeit, des AdelS und der Beamten huldigten auch 70 Ortsrichter Sr. Majestät. Abeuds Theater uud Factel-zug, leyterer vom Adel veranstaltet. Den lw. Juni Früh .'i Uhr Abfahrt Sr. Majestät vou Füred bei eiuer zahlreich versammelten Volksmenge unter Begleitung von Vanderien. Bei der allerhöchsten Ankunft in Wcszprim ein überaus herzlicher Empfaug und Huldigung durch den Bischof im Namen Aller, hierauf im Dome heil. Segen, danu Vorstellungen. Bei der Besichtigung des Comitatshauses durch Ec. Maj. wurde vielen Iuhaftirten der Rest ihrer Strafe aller-gnädigst nachgesehen. Nach einer Stunde Aufenthalt Fortseftnng der Reise nach Raab. Hier ein besonders feierlicher Empfang, hierauf heil. Segen im Dome und sodann Vorstellung aller Behörden „nd Ertheilung von Audieuzen. Mehrere Sträflinge wurden auch hier entlassen. Abends Illumination, die eine der brillantesten während der allerhöchsten Bereifung war. Telegraphische Depesche des k. k. Milttär- uud Civil-Gouvernements für Ungarn an das k. k. Ministerium des Innern in Wien. Ofen, 2. Iul. Am 1. Juli gen Acclamationen unterbrochene Rede, worin er seinen guten katholischen Glauben betheuert, übrigens die Nützlichkeit uud Nothwendigkeit des Geseftes dar> zuthun suchte. Der Abg. Menabrea, Führer der Rechten, spricht sich für Verwerfung aus. — Turin, 30. Juni. Die Ehegeschdebatte wird immer lebhafter. Die Abgeordneten Mamelli und Vivra biziehen sich auf mehrere von der römischen Kirche für verwerflich erklärte Lehrsäfte des Professors Nuyp, in Betreff der Ehe, was Anlaß zu großem Tumulte gibt. Revel erklärt, er wolle das theologische Feld nicht betreten; er finde die Vorlage uud die Discussiou des Geseftes voreilig, denn es mache eine befriedigende Uebereinkunft mit Rom ge-radezn uumöglich. Hierüber steigt der Tumult auf das Höchste. Buoncampagni widerlegt Revel's Behauptung; dieser replicirt. Nach mehrfachem Hin-und Herreden wird die Debatte morgen fortzusehen beschlossen. — London, 1. Juli. Die Königin hat das Parlament vertagt. In der Thronrede spricht Ihre Maj. die Versicherung freundschaftlicher Beziehungen zwischen den fremden Mächten und England auS-Die Beileguug der dänischen nnd ägyptischen Frage, so wie die Einnahme Nanguns wird erwähnt. Die Königin verkündet ihre Zufriedenheit über die Annahme der Milizbill, sie beabsichtige, das Parlament unverzüglich aufzulösen, und hoffe, baS neue Parlament werde die protestantischen Institutionen und mit ihnen deren natürliche Folgen: die bürgerlichen und religiösen Freiheiten, aufrecht erhalten. Verleger. I„„. v. Kleinmayr und Fedor Vamber,^ AlHauH;ur Im!iac!)erOeitun^ Telegraphiscker Oours - Vericht der Staatspapiere vom 3. Juli «852, Tt.iatsschuldverschrtibunsttn zu 5 M. (in GM.) W Nj/lt» detto ., ^l/^l „ „ 87 5/8 detto .. ^ „ „ 79 i/8 detto „ 5 ., .. 59 Darlebe» mit Perlosimg v. I. <«!i9 , siir ii50 il. 1 Vank-Actien, vr. Stillt l36ll fi. >» <5. M. ?lttit>l dcr Kaiser Ferdinands-vtordbcchu zu t0tt« st. C. M....... 2t15, ft. !„(5. M. Actic» der Wien Gloggnißcr-Eisenbahn zn 500 st. C. M. .... 783 M fi. in 6. M. Actien der öftcrr. Donau-Damvfschiffsahrt ^!, 5NU ft. C. M.....- ?>« st. », («». M. Wechsel-^ouls vom 3. Juli «652. '.'linsttlda»,, sür l«0 Thaler Elirlant, Nthl. l64 3/4 Vs, Munat, Augsburg, sür lUtt Gnlde» («nr., («uld. < > l< -V8 lift', äranssurt a.M., (sür «20 st. südd. Vrr- ei»S-Währ. !>»2^ 1/2 st. Fnst, G»ld.) l l 7 ',/i< :'. Mliliat. Haixburq. sür 10ft Thaler Aano,'. Ntbl, l?."> Pf. « Monat. ^nd.n . fnr l Pfund Sterli», Gulden ^ UH^' ^ ^^^t. Mailand, sin 300 Oesterreich, bire, Guld. 11« l/4 2 Mmi^.t. Marseille, siir M> Franke,!, . G»ld. l40Ns, 2 Monat. ^aris. ff» .M>Franfc„ . . Wuld. l W Bs. 2 Monat. Oold- und Sill'er-(«o»rse von, 3. ^iili 1852. Brief. Geld. Kais. Miiilz-Dil.aten Agio . , . , 26 l/l detto Rand - dtc '...... 2.', 3/4 Napoleonsd'or's „ . . . . — ^28 Souvcraiilsd'or'S » - - - — l6.3^< Ruß. IuN'crial ...... ^ 9.4« Fricdrichsd'or's „ . . . . — 9..',« Engl. Sovcrainqs „ .... — ll.4« Sill'cragio . . „ .... - 1>^ l/^i F. 8»9. (I) ' Dritte vermehrte Ausiage. Bei Hgn. U. Rleinmazn ^c ^sev Vamberg. Buchhändler in Laibach, ist zu haben- Bau-Rechnungstafeln zum Gebrauche bei Berechnung der Baukostcn-Ueberschlaqe, gcrechiut ron I Zol! bis l<)<>0 K!^'ter (5lirlent.-F!ä-che,,'und Körpermaß, und allch für die verschieden,.',, Bau-Materialien für dcn Einheitspreis von I Kreuzer bis <><> Gulden, von Doll Vaul Vosencr. t, f. Krcisingnucur. Lericon-4to. Maschinen-Velinpapier, Matz i84l; in farbigem Umschlage 3U kr. (Z. M. 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Preisilcr, Adalbert, alphabccische>) Handbuch des allgemeine, österreichischen Zoll - Tarifs für die Ein-, Aus- und Durchfuhr, uebst den da;u gehörigen Reductions- und Ueb^rsichtötabellen, dauu allen nachträglichen Verordnungen zu>u schnellen Nachschlagen der im Handelsverkehre vorkommenden Gegenstände nach dem amtlichen Warenverzeichnisse Prag IN52. l si. l2 kr. Nealis, das edle Billardspiel. Wien «852. 6 kr. Revolution in Tirol l848. Innsbrllck l852 1 fi. 12 kr. Richter, l)r. C., Goldgrnbe fur Prediger und Katecheten. !. Band. Wien 1852. 2 ss. Röbbeleu, A. H,, die >vi6)liqsteu Moniente der Diätetik für daZ «nittlere ll»d höhere Lebensalter. 2 Theile, ^ipzig 1852. 2 fi. 2» kr. Roß, Ludw., Reisen nach Kos, Halikarnassos, Rho dos und der Insel Cypern. V^it Lithographien und Holzschnitten. Hall l652. 2 fi. :'.l rr. Range, Ben». , die Dcstillirr'uiNl practisch ai'gl'N'c'n det. Wien 1852. l fi. 20 kr. Nublak, 3luq., des Wildmcisters Kind. Historischer Roman. 2 Baude. Leipzig 1852. 3 fi. .'j-. C., »ber das ^nde des Silber-Agios. Ein finanzwissemchaftlichei Versuch. Winl l852. 32 kr. Schmidt, M., Fräulein Rothe und ihre Zöglinge. Ein Buch für Mütter, Erzieherinnen und für die weibliche Jugend. Leipzig 1852. l fi. 48 kr. Schulfreund, der suddeutsche, ein Lese. und U».-tt'riichlvbuch fiir unlere Elassen der Volksschulen. ^Von einem katholischen Geistlichen. Freiburg. l5kr. Schuster, G. H. , Lehr- und Handbuch der militärischen Stylistlk, umfassend den militärischen'Brief-, Geschäfte »nd Lehrstyl :c. 4. Auflage. Wien ,852. Sn cri iv!), !),-. C. , die Heilquellen in, Gasteiner chale. Salzburg »852. l fi. .'!0 kr. Späth, Charlotte. Maria Werner, die mutt?rlose Illngfrau in ihrcu. Lebe«, und ihrer Haushaltung. 2. Auftage. Stuttgart »852. 2 fi. 24 kr. Springer, l)>-. A. H. , kunsthistorische Briefe. Die bildenden Künste ,„ ihrer iveltgeschichtlichen Enl- Wicklung, l. Liefg. u. Prännnierarion, letztes. Prag «»52. 2 fi. .'»2 kr. Vogel, Iol), N., Blume», Romanzen, Lieder und Sprüche. Wien «852. l fi. (5ircus beim (5oliscnm uon Vlnanuel Neranek, ^ H taglich große Vorstellung mit r>er, ^MWWM»«>l» andertem Programm, / s^ Anfang 7 llhr Abends. Z. 757. (5) Freitag und Samstag am erfolgen unwidcrruflich dit.' beidcn 3cparat'Zichungell dcr großcll Realitäten- und Geld-Lotterie, deren reiner Ertrag zum Theile dcr NttdetzKy - Stiftung und dem allgemeinen Wiener Armen VersargUNgsfonde zufließt, so wie auch die Haupt- und Schluss-Ziehung. Diese große Verlosung enthalt die ungewöhnlich namhafte Anzahl von 32.500 Treffcn', imd ist init dcr ssroß«'» Sinning ^on cm»'!' hlilbf» d, >, Gulden i^^^D.^^^ Wien, Währ, in barem Geld? aosstestattet. Von allen diesen Gewinusten sind in der Vor ziehung n«r »<>«« Treffer im Vetrage von «K.«<»« fi. W. W. gewonnen worden, es sind dnher an obigen « Tagen noch »R.H«« Treffer in der Ge sammtsnmme von 4VK «««Gulden, z« gewinnen. Wien, im Inni »GH«. O. M. Perissiitti, > k. k. priv. Großhändler. In Laibach sind Lose zu baben bei Hrn. Ioh.Vv. Wutscher, so wie in mehreren andern soliden Handlungen.