LaibllchNMMtlmg. Nr. 84. Pranumcrationaprc,«: Im Lomptotr ganzj. fi. II, Hal?!, fl. 5.50. Filr die Zustellung ins Hau« halbj.Zotr. Mit der Post ganzj.si. 15, halbj.ft. 7.5«. Donuersmg, «5. April Iuserti onsgebilhr bis !0 gellen : lmal «o li., lm.8<»lr., 3»,. i sl., son!» Pr.Zeile 1>„. «lr., ^m.Nlr., 3m. lv lr. u. s. w. Inserlioniistcmpel jedesm.3U l». 1889. Nichtalntllcher Theil. Die gallischen Nesolulioncn. Wien, 13. April, Die Vchandlnng der Resolutionen des galizischcn Landtages im Abgcordnctcnhause des Reichsrathcs wird von einigen Vlättcrn uud Eor-respondenten als ciuc Haupt- uud Staatsactiou betrachtet, welche vou wcitgreifcuocn Folgen sein werde. Die Angelegenheit ist allerdings wichtig, bedenklich oder folgenschwer aber voraussichtlich nicht. Von polnischer Seite befolgt man die natürliche Taktik der Drohung mit passivem Widerstände, mit Rücktritt vom Reichsrathc u. s. w., wenn den Anforderungen der dcrmaligcn Majorität des Weinberger Landtages nicht entsprochen werde. Die Verhältnisse Galizicns, deö einzigen Bandes des ehemaligen polnischen Königreiches, in welchem das polnische Element, wie die polnische Sprache — Dank der Liberalität der österreichischen Verfassung und Regierung — Noch prädominirt, machen es der Polnisch-nationalen Par-lei znr Unmöglichkeit, mit den Rcchtsznständcn des Rei-chcs zu brechen, die ihr einen so weiten, berechtigten Spielraum eiuräumen. Da überdies die (numerische) -"lehrzahl der Bevölkerung Galizicns dem polnischen ^olksstammc nicht angehört, so werden die pailamenta-lischen Führer des Letzteren als gewiegte Politiker unzweifelhaft großen Anstand nehmen, die Sachen auf cinc solche Spitze zu treiben uud damit ihren alten Feinden w die Hände zu arbeiten. Sie werden zuletzt gern Abschlagszahlungen annehmen, in ihrem Geiste aber sich vorbehalten, bci günstiger Sachlage Weiteres zu fordern. Andererseits windig! die Regierung die moralische Un-^rstützuna, und selbst die parlamentarische, welche die Po-'tn dem Gesammtreiche und dec Verfassnng gewähren, °.lel zu sehr, als daß sie nlcht bestrebt sein sollte, ihre» ^lligen Wünschen zu entsprechen, insoweit dieselben nicht ^ Unerläßliche Einheit in der legislative und in ocr Ez-ccutioc antasten. Man wird somit aller Voraus-ucht nach über ein provisorisches Eomvroiniß zuletzt sich ^ugen. Innere wie äußere Motive weisen naturgemäß ^rauf hin, und eben deshalb bietet diese Angelegenheit lcmcn Grund zu Besorgnissen. , Daß endlich die Verhältnisse Galizicns mit denen "Ngarus entfernt nicht zu verglcicheu sind, bedarf kaum Nnhcreil Nachweises. Ungarn hat cinc viclhuudcrtjährigc ^'fassung, Galizien lediglich die des gegenwärtigen )M'zchnts. Die Bänder der St. Stcfthauskronc sind !" geeinigtes Ganzes, Galizicu ist nur der Äruchthcil '')ls zerfallenen Staates nnd seine nationale Existenz 5"° bedingt von dem Schutze und der Einigung mit "Österreich. 181. Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 13. April. H>. Auf der Ministcrbank: Ihre Excellenzen die Herren Elster Graf Taaffc, v. Plcncr,R. v. Hasner, ^ Potocki, Dr. Giskra, Dr. Herbst, Dr. "^stel, Dr. Verger. ,. Präsident Dr. v. Kaiscrfeld eröffnet die Siz-"9 uni 10 Uhr 50 Miuutcn. n«„ Das Protokoll der letzten Sitzuug wird verlesen und ^imigt. ^. ^mn Miuistcrinm des Innern ist cinc Zuschrift llllw? ^°^ "°" Ersatzmännern in die Delegation ciugc-stcrl ' bcsglcichcu ein Gesetzentwurf des Fiuanzmun-l,l,'""'s betreffend cinc Steuererleichterung bci Ncu- "' für die Stadt Stauiölau. ocil 3?^ ^„gelaufenen Petitionen werden den betreffen- ^bschüsscn zugewiesen. Uliter^l' ^'"llcnz der Herr Minister für Cultus uud III,, "M lcat einen Gesetzentwurf, betreffend die Rcgc-^rcllnn ^^"bschließling uud die Führuug der Geburts-, der « .^, und Sterbcrcgistcr bci Personen, welche keiner Nehür?,, ) anerkannten Rcligiousgcuosscuschafte» an-l Ic>,z ^,' °uf den Tisch des Hanscs. Ebenso Sc. Exccl-durch >,. ^"' Illstizministcr ciucu Gesctzcntwurf, wo-lvird. Wirkungskreis der Militärgerichte geregelt und znr Tagesordnung übergegangen. , ^oslverb,- ^^^ "^"' bic Besteuerung des Wein- uud ^ '^lUhlln, ^'?^ ^' Vorarlberg und im souvcräucn Für- ^lccyten,tcin gelangt zur ersten Lesung. > Nächster Gegenstand ist die zweite Lcsnng des Gesetzentwurfes über die Gruudstcucr. (Berichterstatter Baron Tinti verliest den Auöschußbcricht.) Der Antrag des Stcucrrcformausschusscs lautet: „DaS hohe Haus wolle dem vorgelegten Gesetzentwürfe seine Zustimmung ertheilen." Die Generaldebatte ist eröffnet. Gegen den Gesetzentwurf sind die Abgcorductcu Plaukeusteiucr, Grocholöki, Vancr nnd Dr. Noscr, für denselben Kaiser uud Mcudc cingc-trage». Abg. Plankcnstcincr erklärt, daß er nach sci-ncr reichlichen Erfahrung die Ansicht nicht theilen könne, als vermöchten Gruud und Vodcn noch einen größeren Slcncrdruck als gegenwärtig zu ertragen. Die Godcucnltnr fei cbcn erst jetzt in ihrer Ent-wickluug begriffen, uud ein Mehrgewicht der Steuerlast würde den Aufschwung dcrsclbeu iu gefährlicher Weise hemmen. Das Jahr 18li7, dessen ergiebige Erntcrcsultatc allerdings den Wirlhschaftsbcsitzcru vielfach aushalfcu, dürfe nicht als normgebend betrachte! werden; habe doch die Grnndstcucr jetzt schou das richtige Maß ülicrschrit-ten; man vergleiche die Verhältnisse, wie sie dicöfallö in Pmißcn bestehen. Auch dürfe nicht übersehen werden, daß Gruud und Bodcn vorzligswcise die Kosten der Selbst-ucrwaltuug tragcu, nnd daß dieser Umstand einer Citt lastung des Staatsctats gleichkomme. Die Wclihstcigcruug dcr Bodcnprodncte und Nca-lltätcu sei »ui,- cinc schcinbalc. Sind doch auch die Lohn fordnungcn, die Preise für die Gelälhschistc» n. dgl, ploporlional gestiegen. Ncdner si^t »och i)ie Eiklärnog bei, daß sich die Landwirthe kciucswcgs ansschlicßcn wollcu, zur Etlcichtcruug dcr Sta.ilsl^stcu da^ ihiigc beizutragen, sonder» mncihalb des gcgc,üvärtigcu Aus-»l^ßcs ihren Vc>pflichln„gcn redlich n^chlum»lcn wc^ den; allein gcgcn die Veisalität dcr Glundstcucr »ud di^' Äiöglichkeit, dicsclbc jederzeit bclicdig zil crhöhci,, unißle» sie aus nahclicgcndln Gruudcu Einsprache erheben. Abg. Kaiser (süi) wcndct sich gcgcu die Beden« lc» seiucs Voneducls. Eine sixc Stcucislliuiuc in daö Gesetz ciuzusctzcu sei Gcgci'sland ciucr kü»ftigcn ssmmiz-gcsctzgcb»!ic!. Die Vauabilitäl der Stc»elhöhc finde iu dein jemaligc» Bnd^t, daö ja unter Mitwirkung lci vc>fassuligi<,näß!gcu Körperschaften fcstgestcUt w».'l'dc, ein ausreichendes Eoriectiv. Ucdcrdies würde durch eiuc derartig apriolislischc fixe Sum ine das Slcucibcmilliglmgö-rccht afficiit. Ncil aber gegenwärtig die Stabilität nicht ausgesprochen wurde, sei deshalb noch gar nicht dic Variabilität stalimt. Man wolle cbcn kcin Präjudiz fü> dic Zukuuft schaffen. Das sei conslitutioucll uud zu billigcu. Die ganze Tendenz des Gesetzes sei aber nicht cinc Belastung, sondern cinc richtige Vcrthciluug dcr Lasten des Grund uud Bodens. (Schluß folgt.) ParlllllU'Ntmschcs. Wien, 12. April. (Nachtragscreditc für 1868.) Die Bndgct-comunfflon des Herrenhauses hat den Beschluß gefaßt, die ^Nachtragscreditc pro 18l^ ii, einer Höhe von 2,357,i>2<> ft. zn bewilligen. Das Abgeordnetenhaus hat uur clucu Betrag vou 2.280.526 < bewilligt, dic Regierung eine Summe von 2.507,526 fl. begehrt. (Wasserrccht.) Der Ansschnß, welcher vom Abgcordnetcnhausc zur Vorbcralhung der Regicruugö-vorläge betreffend die dcr Reichögchtzgcbnng vorbchal-tcncn Bcstunu.ungcn des Wasserrcchtcs, niedergesetzt war, hat cndllch seine Berathungen beendigt. Es wivd nun Sache dcr ^audtagc sein, innerhalb der vou der Reiche lcglolatlvc bcschlossencn Grundzüge durch Spczialaesetzc dle bc,lchcndcu Wasscrrcchls->)iormcu zu verbcsscru und zu vervollständigen. (Prämien für Maulbcerpflanzuu g cu.) Die bezügliche Regierungsvorlage hat die Berathung des uoltswirthschaftlichc» Auoschnsscs bereits passirt uud co wird dcrc» Annahme empfohlen. (Eisenbahn-Angelegenheiten.) Das Snb-comitt'' des volkswirthschafllichen Ausschusses für Eiseu-bahucu hat die Berathung über dcu Ausbau sämiut-lichcr ^iuicn dcr Franz-Iosefs-Bahn beendet uud ist bereits in die Berathung des Gesctzculwurfcs, betreffend die Vervollständigung des Eisenbahnnetzes der im Rcichs-rathc vertretenen Bänder, ciugcgaugcu. CrMifchlr fanXag. Agram, 10. April. Dcr Vorsitzende des Land« tages eröffnete die Sitzung um 11 Uhr. Abg. Znvic beantragt, daß alle iu Folge des im Monate December 1866 erschienenen allgemeinen Wehr-gcsctzcs asscntirtcn Rekruten von dcr Militä'rdicnslpflicht wieder befreit werden, nnd daß der Laudtaq die Annul-lirung dicscS Gesetzes beschließen wolle. Zu diesem Behufe wolle ciue Rcvräscutatiou an Sc. Majestät den König cutscudct werde». Dieser Antrag wurde einstilN' mig augcuommcu. Der Vorsitzende theilt nun dein Landtage die erfolgte Constituirnng dcr drei Comites (für die Organi-siruug der Muuicipicu, Hauc k bat schriftlich dcn Laudtag , zu Ehren der Sccuudizfeicr des Papstes dem morgigen Gottesdienste in dcr Domkirchc beiwohnen zn wollen. (Wurde znr Kenutuiß gcuonuneu.) Eiue Pctilion mit der Bitte um Erhöhung der Gehalte für Professoren des Pozcganer mid Fiumaner GNluuasiums wurde verlesen uud dcm Schulcomitö zu-gcwiescu. Hierauf wurdc cinc Vitlselnift dcr Agramcr Ge-wcrbolentc uni Abänderung nnd Verbesserung des Gc-sctzcS über die Gewerbeordnung verlesen und dein Pc-litionsausschnssc übcrgcbru. Ab.). Aulcr b'ea,'tr.int znfolac R.scriptcS vom 6. Februar 1869 die Wahl einer Deputation in dcn nngarischm RcichSlag. nm mit diesem betreffs Schaffung von Gesetze» üder aemciusaine Ai'gclcgenhciicn in Verhandlung zn treten. Dieser Autrag wurde mit Stimmenmehrheit angenommen und zur soglcichen Wahl dcr genannten Dc-pntaliou geschritten. MüllllMgcn Mschcn Italien un> Frankreich. Wien, 11. April. Daß zwischen Italien nnd Frankreich gewisse Abmachuugcn bestehen, welche für den Fall des Ablebens dcS gcgcnwärligeu Inhabers des Stuhles Pctri in Kraft zu trete» bestimmt sind, und daß dicfe Äbmachungcu wesentlich die Bedmgnugeu festsetze», unter welchen' nach dcm alsdann zn cffectuirendcn Uebcrgaug dcr Reste dcs weltlichen ÄesitzthumS des Papstes au die Krone Italien das Pliplilhum selbst in scincr ganzen geistlichen Machlrwllt'ommenhcit nnd umgeben von dem G!a»;c, der seiner Stellnng nnd Würde gcl'ührt, forteMirc» kön»te, wird als zweifellos be« trachtet. Dnß Ereignisse und Eombiuationcn vorgesehen sind, welche dcu Anlaß bieten könnten, den Inhalt jener Abmachungen noch bci Lebzeiten Pins IX. zu anti-eipircu, ist mindestens in hohem Grade wahrscheinlich. Daß endlich Ilalicn so reale Zugeständnisse nicht erlangt hat. ohne sich zn cbcn so realen Gegenleistungen zu vcr-pflichtcu, und daß speciell dicsc Gegenleistungen für einen 610 gegebenen Fall schwerer wiegen als die Vortheile, welche Frankreich aus einer noch so wohlwollenden bloßen Ncu-tralität zu schöpfen vermöchte, dürfte eine nicht unberechtigte Vermuthung sein. Ich glaube, Sie werden gut thun, diese Andeutungen selbst dann, oder vielleicht gerade dann im Auge zu behalten, wenn dieselben in Florenz oder in Paris ein energisches Dementi erfahren würden. Der italienische /nmWlan. Florenz, 11. April. In einer gestern stattgc-fundenen Versammlung der hier weilenden Mitglieder der Rechten hat der Finanzmiuistcr die Hauptumrissc seines Finanzplancs mitgetheilt, welche in gedrängter Zusammenstellung, nach Informationen dcr „Tr. Ztg." folgende wären: Das bereits in früheren Berichten genannte Consortium einheimischer und fremder Capitali-sten würde dem Finanzminiftcr ans dem Verkauf der Kirchengütcr 300 Millionen vorschießen. Diese Summe würde vom Finanzminisler zur Deckung des Deficits für den Zeitraum von 5 Iahreu verwendet werden nnd zwar in der Art, daß damit zuerst der Ueberschuß des Deficits pro 1809, welcher sich in Folge geringerer als der präliminirtcn Einnahmen höher stellt, als im vorjährigen Finanzberichte angenommen wurde, gedeckt, ferner das Deficit pro 1870 und nach dem Umfange desselben berechnet, jene der Jahre 1871, 72 und 73 beglichen würdcu. Da sich aber die Summe des Deficits für deu Zeitraum von 5 Jahren nicht ganz gcnan berechnen läßt, so würde der ans dem Erlöse der Kirchen-guter restirendc Ucberschnß zur Anlegnng eines Reserve-fonds verwendet werden, welcher es dem Finanzminister ermöglichen würde, für den Zeitraum der nächsten 5) Jahre daS Gleichgewicht im Staatshaushalte herzustclleu. Nun erklärt aber der Fiuauzministcr offen, daß selbst mit dieser Operation eine vollständige Herstellung des Gleichgewichts im Staatshaushalte uud eiu vollständiges Schwinden des Deficits auch über den Zcitranm von 5 Jahren so lange nicht zu hoffen sei, bis nicht die Ausgaben mit den Einnahmen in ein richtiges Verhältniß gebracht, beziehungsweise letztere nicht in sicherer Weise vermehrt würden, und der Finanzministcr hält daher einen neuen Appell an die Opfcrwilligkcit des Landes für unumgänglich nothwendig. Eine Vermehrung der bestehenden oder die Einführung einer neuen dirccten Steuer hält der Finanzminister für unstatthaft und es muß daher eine ncnc indircctc Abgabe gcsncht werden, welche, indem sie einerseits die Stcucrkraft nicht zn sehr erschöpft, andererseits die Eigenschaft haben müsse, nach Bedarf vermehrt oder vermindert zu werden. Eine solche Steuer glaubt der Finauzmiuistcr durch eine Modifüiruug dcr gegenwärtig bestehenden VcrzehruugS-steuer uud zwar in dcr Art zn erreichen, daß der Eom-mnnc sämmtliche übrigen Objecte dcr Vcrzchrungsstcuer überlassen werden nnd dcr Staat blos die Besteuerung geistiger Getränke, Wein, Bier und Spiritnoscn sich vorbehält. Diese Gctränkcstcucr würde nach den Berechnungen des FiuanzministcrS jährlich 40-50 Millionen abwerfen nnd somit ganz geeignet sein, die allfälligen Ausfälle des Bndgcts zn decken und das Deficit in dem Zeiträume von 5 Jahren gänzlich zn beseitigen, wobei noch dcr Vortheil bliebe, daß die Regierung ohne ein neues Stenergesctz zu schaffen, im Exccntivwege jährlich die Höhe dieser Steuer bestimmen nnd im Falle glücklicher finanzieller Combinationen dieselbe gänzlich entfallen lassen könne. Dieses in gedrängten Umrissen dcr Inhalt des ministeriellen Finanzplancs. Zur Deckung der Schnld des Staates an die Aank nnd Aufhebung deß ZwangScourses dcr Vauknotcn übergehend, verheimlicht dcr Fiuauzministcr seine Ucbcrzenguug nicht, daß die Beseitigung des Zwangscourses so laugc keinen sichern und praktischen Erfolg haben und dcr Werth dcr Notcn nicht auf fester Basis stehen könne, bis nicht das Deficit vollständig gcschwnndcn uud daS Gleichgewicht im Staatshaushalte hergestellt sei. Für diesen Fall würde der Finanzministcr ein im Innern anzubringendes und bloS die wohlhabenderen Classen treffendes Zwangsan-lchcn im Betrage von 400 Millionen vorschlagen, welches aber erst binnen 5 Jahren gedeckt und dessen erste Rate erst im Jahre 1871 cinbczahlt wcrdcu müsse. Da aber sowohl die Nationalbank als auch die Bank vou Neapel ältere Schuldtitcl ans dem Jahre 18(^6 besitzt und das plötzliche aus den Markt werfen dieser Schuldtitel den Werth derselben beeinträchtigen würde, so wird, um die Ucbcrschwcmmung des Marktes mit dicscn neuen Schuldlitclu zu vermcidcu, dcr Fiuanzministcr das Project adofttircn, wonach dcr Bank die Verwaltung des Staatsschatzes und der Bank von Neapel jene dcr Süd-Provinzen überlassen würde. Oesterreich. Wien, 13.April. (Se.Majestät der Kaiser) übersendete dnrch dcn Gesandten Baron Kübcck dem Könige vou Italien das Großkrcnz des StefansordcuS uud dem Kronprinzen Hnmbcrt das goldene Vließ, welches der König Victor Emanucl bereits besitzt. Prag, 11. April. (S e c n n d i zfc i er. Universität s - A d r e s s e. Mili tär - Vequarticrung an dcr Grenze.) Vermöge dcr Vorbereitungen, welche vom Clerus für deu heutigen Tag getroffen wur- den, hätte man glauben sollen, daß im katholischen Prag ein Fest außerordentlicher Art begangen werde» wird Wer wirklich solchen Glaubens war, fand sich in seine» Erwartungen sehr getäuscht; an keinem Gebäude, das besonderen katholischen Zwecken gewidmet ist, fand ina» irgend einen Festschmnck; die Kirche» waren trotz dcr angeordneten Feier nicht voller als an anderen Sonn» tage», und nur in dcr Hofcapcllc waren bei dem Gottesdienste die beiden Majestäten und dcr Hofstaat an-wcscnd. Wenn man noch erwähnt, daß MitlagS cine Festtafel bcim Em'diiwl-Erzlnschof nnd Abends ein Fest-souper in dcr katholische« Ressource stattgefunden, so ist dies aUes, was über die Sccuudizfeicr zu berichten wäre. Die ursprünglich für dcn hculigcu Tag beabsichtigte außerordentliche Sitzung des juridischen Docto-reu-Eollcginm^ wird erst Donnerstag Abends statlfil, dcn. Nach dcr Prager Zeitung wnrdc gcltena geinacht, daß am Tage dcr Sccundizfcier cine gegen die Uniocr-sitäts-Adressc protestirendc Versammlung einen doppcll feindlichen Eharatter haben würde, und der Doclorcu^ Dccan hat in Anlielracht dcsscn die gewünschte Sitzung um einige Tage später anberaumt. Die crfoldcrlichc Anffoldcrung, dieselbe abzuhalten, ist übrigens anch diesmal von Facnltäls Vertreter» beider Nationalilätc» gezeichnet, uud unter dcn unterfertigten Doctorcu bc-finden sich auch Dr. Grcgr, Eizck u. s. w. In dcr am 13, d. Vf. um 5 Uhr Nachmittags abzuhaltenden Plcnaivcrsammlnng des mcdiciuischen Doctorcn - Colle-ginins wird dcr mittlerweile eingelangte Beschluß des k. k. akademischen SeuatcS über die Ncsolntioue» des medicinischcn Doctorcn-Eollegiums vom 30. Mä,z l. I. mitgetheilt werden nnd zar Bcrathnng gelange». „Na» rodui Listy" wolle» wissen, daß vom Cardin»! - Erz< dischof, als Kanzler der Präger Universität, cinc Emm-tiation bezüglich des Conflictes zwischen dcn Doctoren< Eollcgicn und dem akadcmischsn Smale in Angelegen« heil dcr päpstlichen Adresse zu erwarten stehe. Ans Bohmisch-Stalitz wird uns mitgclhcilt, daß jüngst in dicfcr Stadt und dcu umliegenden Dörfern eine Commission erschienen, welche genaue Ei Hebungen darndcr angestellt, wie viel Militär in diesen, der preußischen Grenze uahclicgcuden Ortschaften untergebracht werden konnte. (N, Fr. Pr.) Iaroslau, 9. April. (Zu den Excessen.) Die Excesse, welche seit dcm 25. v. M, dic Sicherheit dcr hiesige» jüdischen Bevölkerung gcfahrdcn nud an die daukelstcu Zeilen des Mittclaltcrs crinucru, wolle» kein E»dc nehmen. Das Einschlagen uon Fenstern jüdischer Häuser und das Mißhandeln von Juden ist jetzt hier au dcr Tagesordnung, Dcr Telegraph hat Ihnen lie-rcitö von der am letzlvcrflosscnc» Sonntag, d. i. am 4. d., wiederholt staltgefnndeucn Indcuhctzc gemeldet. Dem energischen Einschreiten dcr hicsigcn Garnison ist es zu verdanken, daß an diesem Tage der Krawall schnell gedämpft wurde. Unsere Eommuualbchörde spielte bei diese» Excesse» eine für sie keineswegs schincichel-hafle Rolle. Während dcr Iudcnhctzcu am Ostcrinou-tag uud am 4. d. nämlich wurden nngcfähr 30 In-dioiducn vom Militär auf frischer That ertappt, arrc-tt'rt nnd au die Couuuuual- als Sichcrheitsbchördc eiugelicfcrt. Jedoch bald uach dcrcu Verhaftung wurden die auf frischer That ertappte», Exccdcutcn von der Eonunnnalbchördc ohne Verhör nnd ans bis jetzt un-»ckanutcu Gründen entlassen. WaS Wunder nu», daß oie Exccdentcu ihre Augriffe gegen die Juden fortsetzen? Was Wuudcr, daß sich die Aufciudungcn mit einer Hartnäckigkeit wiederholen, die die hicsigcn Juden mit dcr größten Äcsoraniß erfüllen muß? Es verdient hier noch die Thatsache Erwähnnng, daß nnscr Magistrat im vorigen Jahre knrz nach dcr Kundmachung dcr con-fcssioncllen Gesetze dnrch Trommclschlag cinc Vcroronuug publicncn ließ, wouach dcn hicsigcn jüdischen Kauflcu-teu die Sperrung ihrer ^äden an christlichen Feiertagen ;nr Pflicht gemacht wurde. Uusland. Nom, 12. April. (Secuudiz.) Die hier an-wescudcn Ocslcrrcichcr vcrspiccheu sich einen großen Erfolg von dcr Sccuudizfcier. Die iu kriegerischem Tone gehaltene Rede des Papstes wird hier viel bcsprocheu. Die gestrige Girandola, die 80.000 Scudi gekostet hat, war großartig. Heute fand iu dcr Iguazkirchc die Ver-lündignug dcs siebenjährigen Ablasses statt, dcr sämmt-llchc Ocsterrcichcr beiwohnten. Nachmittags wnrdc vor cincr nnübcrsehbarcn Zuschauermcngc cinc große Ncvuc über 10.000 Mann päpstlicher Truppen vou General Kanzler au dcr Villa Äorghesc abgehallcu. Die Corso-fahrt war prachtvoll, cbcuso dic Fahrt dcs heiligcu Va-tcrs uach dcr Agncscnlirchc, wo eiu Tedcum 'zur Cr-rinncrung an die Errettung des Papstes (bei dem im Jahre 1855 daselbst crfolgtcu Dcckcueinsturz des neben dcm VcrsammlungSzimmcr dcr Eardinüle befindlichen Saales) gcsnngcn wurde. Diesen Abend wird die Stadt festlich beleuchtet; iu allen Straßen herrscht ein ungeheures Gedränge oon Wagen uud Fußgäugcru. Auf ;wölf öffentlichen Plätzen sind Militärc'onccrtc. Dic Transparente prciscn zumeist die Kämpfe für die Uuab-hängigtcit dcr Kirchc nnd das Dogma dcr unbcflccklcn Empfäugniß. Paris, 13. April. (I ubiläu m N' apolconsl.) DaS „Journal Officiel" veröffentlicht ein Schreiben deö Kaisers an Nonhcr vom 12. April, betreffend die auf dcn 15. August fallende Feier des hundertjährigen Geburtstages Napoleon l. Das Schreiben fagt: Die beste Art, dieses National-Inbiläum zu feiern, ist die Verbreitung uou etwas mehr Wohlstand unter dcn einstigen Waffcngesährtcn des Kaisers. Man könnte die Depositen- nnd Eonsignationscasscn bcanftragen, den altcn Soldaten etwas Höhcrc lebenslängliche Pensionen ans-zuzahlen, indem man diesen Casscn den von dcr Kammer für cinc Reihe von Jahren gewährten Ercdit überläßt, dcr zur Dcckuug ihrcr Vorschüsse uothwcndig ist. Die Vlldgct-Bcstimmuugcn würden derart in keinerlei Weise abgeändert. Der Kaiser würde wünschen, daß vom nächsten 15. April angefangen, jcdcr Militär der Rcpnblik und des ersten Kaiserreiches eine jährliche Pension von 250 Francs erhalte. Dcr Kaiser hofft, der gesetzgebende Körper werde dicscn Vorschlag mit dcm Nationalgcfühlc anfuchmcn, dcr ihn in so hohcm Grade beseelt. Er wird, so schreibt dcr Kaiser, denken wie ich, daß es in cincr Epoche, in welcher man sich über dic Fortschritte dcs Skepticismus beklagt, gut sei, patriotische Ergebenheit zu belohnen und dieselbe dcn ncucn Generationen inS Gedächtniß zn rnfcn. Große historische Er-inncrnngcn erwecken, heißt dcn Glaudcu iu die Zukuuft l'clcbcu, dcm Andenken großer Männer hnldigen, heißt eine dcr cclatantcsten Kundgcbuugcn dcs göttlichen Willens erkennen. Madrid. (Das Begnadigungsrecht dcr Cortes.) Ueber die Vorgänge in den Eortes hält nns dcr Telegraph ans dem kaufenden. Er bringt dcs Interessanten nicht viel, aber die ansführlicheren brieflichen Nachrichten fügen diesem wcuigcn kaum etwas Mitthci-leuswcrthes hiuzu. In dcr Madrider Eorrespoudeuz des „Avcnir National" finden wir die Beschreibung cincr parlamentarischen Scene von glücklicher Wirkung, von welcher der Telegraph nur eine flüchtige Audcutung gegeben. Ein republikanischer Dcpntirtcr, Sanchez Mago, hatte dcn Kriegsminister gebeten, einen Soldaten zn begnadigen, dcr von cincm Kriegsgericht zum Tode vcrurtheilt worden war. Prim antwortete, es sei ihm das leider un-möglich, weil dieser Soldat vorsätzlicher- und hiuterlistigcr-wcisc einen Vorgesetzten ermordet habe; aber er fügte mit großem Tact hinzn, daß die souocräuen Cortes wie die Könige das Recht dcr Bcgnadignng besäßen. Eine Anzahl Abgeordneter brachte darauf sofort einen Antrag anf Begnadigung dcS Verurlheilten cin, nnd die Versammlung nahm denselben an, worauf Prim sagte: „In VoranSsicht dcs Votums dcr Cortes habe ich im voraus ein Telegramm abgefaßt, also lautcud: Dcr Kriegsminister an dcn Gcncral-Eapitän von Granada. Dic Cor-tcS, von ihrcr absoluten Sonvcränctät Gebrauch machend, haben es für gut befunden, dem Soldaten Caly-gada die Todesstrafe zn erlassen. Juan Prim." Enthusiastisches Bravo und die Beifallsrufe der Linken antworteten dem Grafen Rens, dem feine Haltung iu dieser Angelegenheit Vcrzcihnng für manche Dinge erwirken wird. Es war drei Uhr, um fünf Uhr folltc die Hinrichtung stattfinden. Um halb fünf Uhr las der Minister dcn Eortcs die Antwort des Gcncral-Capitäns vor, mit dcr Meldung, daß die Depesche rechtzeitig angekommen sei. Man wird dieser Entscheidung dcr Eortcs umsowcuigcr cinc principielle Acdcutuug absprechen tön-ucu, man muß darin nmsomchr einen Schritt zur Ab' schaffuug der Todesstrafe erkennen, als dcr begnadigte Verbrecher dcr Schonung wenig würdig war. Nssesuemgkeiten. — (FZM. Maroicic) hat den Truppen des Wiener Gcneralatcs seinen Amtsantritt mittelst folgende»! Geueralbefehlcs bekannt gegeben: „Mit allerh. Eutschli^ ßung vom 27. März d. I. zum coiumaudireude» Gencnu von Wien ernannt, trete ich mit heutigem Tage an ^ Spitze deö Gcneralatcs. Das huldvollste Merkmal des allcrh. Vertrauens ist mir mit dieser ehrenvollen Bcsti^ mimg zu Theil geworden. Die volle Kraft meines gci>^ gen WisscuS uud was Erfahrung uud Studieu mich lch^ ten, will ich wie bis jetzt auch weiterö verwcrthcu. Dc>" redlichen Willen soll ehrlich die That folgen. Gleich '"^ ncm verehrten Vorgänger wcrde ich mich mit warmer ^ic^ und Hingebung dein allerh. Dienste weihen. Sichtbar l! der frifchc Geist, dcr in dcr Armee lebt und wirkt; ^ Wmldcu dcr Katastrophe 1866, sie vernarben; dic H^ uliug ist wieder rlickgckehrt, die Armee fühlt sich gest^ Entrollen sich doch vor uuserem Blicke die glorreiche» Tha teu der Heere Oesterreichs auf dcn nahen Schlachtgcfil^ deö MarchfcldeS. Doch der Wille dcs einzelne» reicht »^ aus, ich wende mich daher au die Herrcu Geueralc ü" Commaudantc», c>» die Officicrscorvs und Militärbcawte und an dic Truppe» selbst mit dem Ersnchen, mich ""^ drücklichst zn unterstützen. Mit vollem Ernste und n'^. licher Energie müsse» wir arbcitcu, svll die Armec ju"ß Eoldale» ciuc wirklich imvuuireude Echutzmacht dcs Thl, »eö u»d dcs Staates sein. Mit Vertraue» zahle ich "' die Truppe» uud begrüße sie mit dem wärmste» Gefiiy ^ Wien, den 10. April 1869. Maroicic, Fcldzcugmcist" , — (Tabakbau in Vöhmc u.) Anf Grund ^ ^ vom Ackerbaumiuisterium herabgclaugteu Bewilligung ^^ dcu vou der palriolisch-ötunomis'che» Gesellschaft in ^"^ verschicdcnc Arte» Tabaksamenö au 15 Orte znr p" ^, weisen Anpflanzung anf je 800 O.-Klafter Fcldgrund ^.^ theilt. Das Ackcrbamniuisterimn hat außer den de 61! früher gespendeten Tabaksortcn noch sechs Proben amerikanischen Tabaks zum Anbau der Gesellschaft übermittelt. — (Zur Secundizfcier.) Samstag Abends sah man an mehreren Höhcpnnkten der Umgebnng von Graz zur Feier der Secundiz deö Papstes helle Frendenfener emporlodern, so z. V. in St. Martin, in St. Johann nnd Panl, in Algcrsdorf und ulehrercn anderen Orten. Die Anregung zu diesen Freudeufeueru ging, wie die „Tagespost"' bemerkt, znmcist von Mitgliedern geistlicher Orden aus. Anch nm Innsbruck glänzten zahlreiche Vergfcuer bis zu bedeutender Höhe hinauf, zogen sich dnrch das ganze Innthal hin und gewährten bei günstiger Witterung eiucu Prachtvollen Anblick. In der Gemeinde Aigcn bei Salzburg brannten auf den umliegenden Bergen bis zur Höhe von 4000 Fuß bei 50 Freudcufeucr, von denen sich viele zu dem Namcuznge Sr. Heiligkeit ,,?. IX/' vereinigten uud einen überraschenden Anblick boten. — (Ans Wicliczka.) Die Hauptarbeiten znr Auf-stcllung nnd Ingangsetzung der 250pferdeträftigen Maschine am Elisabeth-Schachte sind anfangs April vollendet und die Verbindnng der Pumpen mit der Dampfmaschine bewerkstelligt worden. Am 5. April wurde mit dem Betriebe der Pumpen begonnen. Am 6. April begann die Wasserhebung um 8 Uhr früh. Die Maschine arbeitete mit 1 '/2 bis 2 Hnb per Minute sehr ruhig uud gut; dennoch war durch die wiederholt vorgenommeucu Reparaturen der Uantschcndichtung bei den Lufwcutilen kein vollständiger Abschluß erzielt worden und es mußten endlich die Lnft-Venlile gänzlich beseitigt und die vorhandene kleine Oeff-nung im Kolbenrohr und Steigrohr durch einen hölzernen Epnnd verfchlossen werden. Nachdem die Maschine hierauf wieder in Gang gesetzt worden uud nun wieder A Stuudcu, also im ganzen 6 Stuudcn im Betriebe war, erfolgte ein Bruch des oberen Ventilkastcns beim unteren Drucksatze. Cine Reparatur des Bruches war nicht thunlich, es wurde daher um den schon vor längerer Zeit bestellten Rcserve-ventilkasten an das Eisenwerk Vlansw telcgraphirt, dieser auch gleich nach seiner Ankunft iu Wicliczka schon am Neu April eingebaut, bis zu welcher Zeit der gebrochene Ventil-kästen entfernt worden war. Am 10. konnte die Wasser-Hebung wieder beginnen. Neue stärkere Vcntilkäste» für beide Drücksätzc süid bestellt. Sonstige Störungen sind nicht Vorgefallen. Die Wasserzunahme vom 10. März bis 7ten April betrug im Dnrchschnitt 3*/,<, Zoll per 24 Stunden. Der Salzgcwinnungsbetricb war durch die ganze Zeit über ungestört. Im März wurden 106.791 Ctr. gewonnen uud 105.1(15 Ctr. au die Salzabnchmcr abgegeben, was der prä-limiuirten Iahresproductiou von 1,200.000 bis 1,300.000 Centner entspricht. — (Die Pferde des Ex-Curfürsten von Hessen.) Zur Ergänzung der Notiz über die Pferde des ^Curfürstcn voll Hessen entnehmen wir der „Prager Ztg." folgende Mitthcilnng: Bon dein Curfürstcu von Hessen Wurde bekauntlich vor etwa zwei Monaten dessen ^talliuei-"leister uach Kurhcssen entsendet, nm die in dessen Lcibgc-stiite Vcbcrbcck stehenden 38 Rcmontepferde, sämmtlich von Elster Race, nach Prag zu überführen, was aber dnrch "e inzwischen eingetretene Vcrmögenö-Confiscation gewaltsam verhindert wnrde. Die preußische Regierung hat jetzt "ese mit Beschlag belegten Pferde verkanfen lassen und fcmd die öffentliche Versteigerung derselben am 5. nnd 8. ^ M. in Vebcrbcck und Hauau statt, bei welcher der Kurvst durch eiueu ehemaligen kurhessischen Officicr vier der-'^beu (Isabellcn), sein Eigeuthun«, hat ankaufen lasse», wie ^r hören, bis zum dem Preise von 2700 Thalern das ^uck. Zwei dieser Pferde, Stulen, wurden an Ort und ^lelle gleich erschossen uud die beiden anderen, Ifabcllcn-AlWc,' ti-^fe,, ^,„ Donnerstag Abends mit der Böhmischen ^estbahn für den kurfürstlichen Marstall in Prag ein. ^ — (Deutsche N ordpolarex P ed it ion.) Dr. Hermann in Gotha erstattet untern, 1. April den ersten ^chcnschaftsbericht über die für die erste uud zweite deutsche >'dpchc>lM eingegangenen Beiträge. Dieselben ergaben ^her in runder Summe 30.000 Thaler, wofür die bel-l,s"^Me beiuahe schuldcufrei acquirirt sind. Zn deckelt w^ben noch etwa 33.000 T. Die erste Abtheilung des ^"chttisscs weist 12 813 T. von fürstlichen Personen und gerungen nach (Ee. Majestät der Kaiser und Könlg ^> fl. Cilbcr, Fürst Ioh. Ad. Echwarzcnbcrg 100 T., H "z August von Sachscn-Eobnrg 100 fl. Nh., Fürst Rlch. ^^ernich 5() Th); die zweite führt die Beiträge von Cor-.""Uonen :c anf (Wien: Akademie der Wisscnschafleu ^ ^-' Gcmeinderath 300 fl., geographische Gesellschaft e,K/00 si-, zoolog. botan. Gesellschaft 23 fl^); die dritte ^ .? die PrivatsanlNllnngen (Krakali 36 T., Vtarburg P,/^ Trieft 100 T Wien 164 T.). Obcrwulcuaut 27' ^kauut durch die wcrthvollcn Resultate uud mtcr-Ti,.''" Schilderungen seiner hänfigen Ersteigungen der Nlit " ^lpeu, wird, wie die „Schützen-Zeitnng" meldet, 3i^""'höchster Bcwilliguug an der zweiten deutschen ^^larexpcdition theilnehnien nnd werden ihm zu seiner Nlinist " "'^ ^""e" Bcobachtuugcn vom k. k. Kricgs-llenum die erforderlichen Instrumente mitgegeben werden. sche,7^.^ebcr <.^ neue Verbindung z w i-^, "gland und Frankreich) schreibt man: "ellinm ^ ^"^" Projectc einer Ueberbrückuug nud Tun-lvoch^^u, des Canals schm, so lange hin und her erörtert auch w.,.' ' steint ein drittes, jüngeres nnd allerdings wvllen ^! kostspieliges Project sich'ehcr verwirklichen zn ^"soneu ^ """' ^lscnbahu-Dampffähre, welche ganze ^ladcn " l ^üterzüge, ohne ein Ansstcigen, respective ' "^thig zu machen, von Frankreich nach England befördern foll. Die für dieses Unternehmen, „International Communication," zu erbauenden Fähren werden 450 Fnß in der Länge, 57 Fuß in der Tiefe und 85 Fuß in der Breite messen und, durch D-nnpfmafchiueu von 1500 Pferdekraft getrieben, den Weg zwifchen der französischen und englischen Küste in einer Stunde zurücklegen, während die Dimensionen den Einfluß der Wellen fast gänzlich pa-ralysiren. Die Eisenbahnwaggons werden durch hydraulische Maschiuen auf die Fähre und wieder vou derselben weggebracht. Um von Ebbe und Fluch, Wind oder See unabhängig zu sciu, soll auf beiden Seiten ein Hafen augelegt werden. Der englische Hafen wird Dover sein, während an der französischen Küste eine Stelle zwischen Eap Grisncz uud Boulogne in Aussicht genommen ist. Das Ganze soll in weniger als drei Jahren vollendet sein uud 2,000.000 Pfd. Et. tosten. — (Ein Schatz im Meere.) Noch ist das pro-jcctirtc Unternehmen zur Hebuug der im vorigen Jahrhunderte vcrsnnkencn spanischen Goldgalleonen in der Bucht von Vigo nicht ausgeführt, uud scholl hört mau von einem anderen ähnlichen, das sich indessen einer sicheren Grundlage erfreuen foll. Am 7. October 1799 scheiterte nämlich „La Lntinc," welche Gclduntcrstützung für die Organisten in Holland, bcdcnteudc Sendungen für Hamburger Bankhäuser uud die Kronjuwelcn des Prinzen von Oranicn an Bord hatte, an einer Sandbank bei der holländischen Insel Ter-schMng in dem Zuyder-Eee. Schon früher sind zweimal große Beträge, im Gauzen 220.000 Pfd. St., aus dein Wrake zu Tage gefördert worden, und da die Rippen noch fest sind, glaubt man noch etwa eine Million heben zu tön nen. Es ist dies indessen kein speculatives Acticnuntcrueh-mcu; die große kaufmännische Gemeinschaft der „Lloyds" in London, als Vertreter der Nachkommen der dnrch den Untergang des Schiffes Vcnachtheiligten, wollen das eng« lische Parlament um seine Erlaubuiß zur Hebung der Schätze bitten. — (Statistik für Franen.) Ein Eröfns an Zeit hat kürzlich bcrechuet, wie viel Stiche zum Nähen eines Hemdes nöthig sind. Znm Kragen vier Reihen steppen gleich 3000 Stich, die Enden abnähen 500, Knopfloch nnd Kuopfanuähcu 150, deu Kragcu aus Hemd annähen 20-l, die Manchctten steppen 1228,' Endcuabuäheu 68, Knopflöcher 4«, an die Aermel näheu 840, Schnlterblatt nähen 3348, Bruststücke säumen 393, Aermel nähen 2532, Keile und Aermcl einsetzen 3050, Cänme nähen 948, lauge Nähte 1526, Rand säumen 1104; im gauzcu gehören zu einem Hemde 20.649 Stiche, welche — mit zehu Silber-grofchcn bezahlt werden! Mancher Kanonenfchnß lostet 5 bis 15 Thl., auch mehr. — (Graut.) Der Präsident der nordamcrikauischcu Freistaaten General Grant zählt gegenwärtig 47 Jahre. Er wurde am 27. April 1822 in Point Pleasant, Ohio, geboren, trat am 1. Inli 1839 in die Kriegsschule in West-Point und gradnirte am 30. Juni 1840, worauf cr ciue kurze Zeit in der regulären Armee diculc uud sich dann in das bürgerliche Leben zurückzog. Bein: Ausbruch der Rebellion lebte cr in Illinois nnd bot dem damaligen Gouverneur dieses Staates, dem jetzigen Senator ^jatcs, feine Dienste an; diefer theilte ihn als Adjutanten feinem Stabc zu uud betraute ihn mit der Organisation der Freiwilligen-Regimenter. Diese Stelle sagte ihm jedoch auf die Dauer nicht zu, fondern cr verlangte, in activen Dienst zu tretcu, worauf cr das Com-maudo des erhielt, mit welchem er an dem Feldzug iu Missouri thciluahm. In tnrzer Zeit durchlief cr nun die verschiedenen Rangstufen vom Vrigadc-Geueral, General Major und General-Lieuteuaut uud wurde endlich dnrch ein spezielles Cvugreß-gesctz zum General mit dem Oberbefehl über sämmtliche, Truppeu der Ver. Staaten ernannt. Ill dieser Stellung schlug er die zahlreichen Schlachten von Fort Douclson bis Richmond, uud vou allen Seiten wurde ihm die Anerleu-nung gezollt, daß cr der Soldat sei, dessen Energie lind Talent die Rebellion niedergeworfen und die Union gerettet habe. -Locale s. — (Aus dem Laudcsansschnsse.) In der letzten Sitzung wnrde beschlossen, die Stiftplätze für diejenigen auszuschrcibeu, welche den Eurs in der Cchnee-dergcr Iorstbauschule uiacheu wollen. Dieselbe wird am 1. October eröffnet. Lehrsprachc wird die slovenische sein. Solcher Sttftplätzc, durch welche die Ctiftliugc mit allem, auch nut Lehrmittel», uur Kleidung ausgenommen, versorgt werden, glbt es 8. Aufgenommen' werden Söhne dürftiger traull,chcr Eltern, welche mit gutem Erfolge die Untcr-realschule oder doch einige Jahre'derselben, oder mindestens die Volksschule Zurückgelegt haben. Bittschriften bis Ende Mai an den Landcsausschuß. Iu dersclbcu Sitzung ertheilte der Laudcsausschuß auch seiue Zustimmung zu einem dem Laud-tagc vorzulegenden Gesetze znm Schlitze der nützlichen Vögcl nnd znr Vertilgung von Raupen uud Maitäferu. — (Land wirthschaft! ich es.) Herr Ritter von Gutmannsthal hat foeben einen neuen Beweis seiner regen Theilnahme an dem Wohle unseres Landmanns geliefert, indem er eine kurze praktische Anleitung zum Sei-dcubau, in slovenischcr Sprache, mit sehr instruktiven Illustrationen erscheinen ließ, welche jedem sich um diescu, immer mehr in Aufuahmc kommenden Erwcrbszwcig In-tercfsirendcn empfohlen zu werden verdient, und bei Herrn Lerchcr um den die allgemeinste Ausbreitung ermöglichenden Preis von 10 kr. per Stück zu haben ist. — (Dieb st a h l.) Dem Mehlhäudlcr Ioh. Schimec von Lustthal wurde in der Nacht vom 12. auf den 13. d. M. aus seinem in der Stadt Nr. 281 befindlichen versperrten Magazine ohne Verletzung des Schlosses mittelst Nachschlüssels eine Barschaft von ungefähr 600 fl. in Banknoten, darnnter eine Banknote von 50 fl. und zwei Banknoten ü 100 fl., die in einer lmvcrsperrtcn Truhe verwahrt waren, dnrch nnbe-tannten Thäter entwendet. — (Naturschau.) Der Frühling mit seiner Vltt-thenpracht ist nach den kalten Märzstürmen als Sieger ins Laud eiugczogen; die Höhen uud Ebenen sind mit buntfarbigen Blumen überfchüttct, die Wiesen kleiden sich in das saftigste Grün, auch alls dcu Bcrgcu steheu die ersten grünen Baumstandartcli aufgepflanzt. ' Nach dem Abschlüsse des kalten und frostigen März erfolgte im April eine rafchc Wärmczunahme. Die mittlere Tagestcmperatnr erhebt sich fchon seit einer Woche um mehrere Grade über dem Normalmittel, uud so eilt auch die Pflauzeuentwick' lung lliit riesigen Schritten vorwärts. In voller Blüthe stehen die Weiß-, Schwarz- nud Pyramidenpappel, der spitzblättrigc Ahorn, die Feldrüster, der Lärcheubaum im lichtgrüueu Schmucke sciuer frischen Nadelbiischc, die meisten Wcidcuarlcn zeigen entfaltete Kätzchen. Unter den Obstbänmcn blühen bereits: Pfirsich, Weichsel, Kirsche, die ersten Birnenblülhcn öffnen sich, schon lcnchtcn dic weißen Büsche des Schlehdorns (lnunig «pmonl), die Stachelbeere und die rothe Johannisbeere (Ribisl) stehen in Vlüthcnfülle. Schneeglöckchen und Frühlingsfafran sind vom Schauplätze abgetreten, der prächtige Huudözahu (I'^vUn'oiiium donlg ounik), eine Zierde unserer Wälder, geht zur Neige. Die Morastwiesen sind mit Schachtnlpcn (i^'idiUai'iü, MiL^riä) übersäet, ihr papierncs Rauschen im leichten Luftzug paßt zum düster färbigcu Charakter der Pflauze. Au den sonnigen Wald-säumcu der nahen Kalkbergc trägt die schönste uuter den Frühlingsblumen, das vergißmeinnichtartige Frühlings-augc (()mpiiii1oä68 vm'ua), ein prachtvolles Azurblau zur Schau, mit dem das herrliche Himmelblau des Früh-lingscuzians ((Fontümu, venm) wetteifert. Aus der großen Anzahl der blühenden Pflanzen führen wir uur einige an: Die toUtirschcnähnliche Skopoline (Zoo^oNnli uti'o-poises), die gcmeiuc Haselwurz (^,8ui'um 6iU'0M«um), das Sand - Gänsekraut (Xi^di« iu^iio««,), die Kuhblume (OaMuMlouti'is), das Wiesen-, das rauhhaarige und das dreiblättrige Schaumkraut (O'm'dilmiiw pvktsusis, Im'kuw, ti'it'olm), die gemeine Echuppwurz (iHtin'ak«. 8(MuulN'in,), der Acker-Steinsame (I.Mo^puvnnml in--voii8li), der Löwenzahn l/Iui'ux^nm Mciluäo), die Gundelrebe (6i6oIi0M3, 1l0ä«ru06um), der Gamander-Ehrenpreis (Vownicu, Oli^ma,0cli')'5!), die gemeine nnd großblü-thige Sternmicre (NtMlN'ill, meäia, 8t. Iwlosteum), daS Siuugrüu (Viin'ü, min«,-), der Sauerklee(Oxuli^^otwollll), die Wiesentüchenschelle (^m'mcnc pmt^iiki«), die gemeine nnd Dichter-Narzisse lMn'0i88U81'80U»Ioimi'0^«i^, 1^. ps»«ticu8), die zipresseuartige nnd die mandclblättrige Wolfsmilch (Mplwr-dm t^'l>iu-i88j über findet morgen eine dringende Verhandlunss statt. — Der Antrag auf Errichtuug einet» ^andtagögebäudeS wurde zum Beschlusse c»hoben. Berlin, 13. April. (N. sr. Pr.) Die „Börsen-Ztg." meldet, daß die spanische Anleihe mit ciucr Gruppe deutscher und Pariser Häuser abgeschlossen wurde. Rom, 13. April. Der Papst erhielt zahlreiche Beglnckwünschuiigslclcgrammc von Bischöfen uud Klöstern. Der Nuulius iu Mad,id übersandte die Glückwünsche der Ehcfs der spanischen Regierung. ______ Florenz, 13. April. Die Herzoge von Sachsen» Meinlngen und Vachseu <- Altcuburg verliehen dein Könige und dem Kronplinzcu Hninbctt daS Gloßtrcuz des Sachsen-Eruestinischeu Hauöordcn?. Paris, 13. April. (Sitzung des gesetzgebenden Körpers. Fortsetzung der Kricgsbudgctdcballe.) In Erwiderung einer Einwendung Garnicr-Pag^s sagt Marschall Nicl: Der Effcctiustand der Armee im Frieden wird niemals 40(1 MO Manu übcischleitcn; die zu halbjährigem Dienste Einberufene,i werden fosort nach der Inspection entlassen werden. DaS Amcnoemcnt, welches die Aufhebung der ünscrlichcu Garde uud eine Reducliou des Effcctivstaxdcs um 200.000 Manu ver> laugt, wird verworfen. Earuot entwickelt das zweite Amcudcmcnt, welches verlangt, daß die durch die Re-ducirung deS Effectivstandcs erzicllcn E>sparnisfc zur Bclbcsscrung der ^chrergchalte verwendet werden. Nicl bcharrt auf der Nolhwcudigtcit, die kaiserliche Garde als Elitecoips aufrecht zu cihalteu. Paris, 13. April. Der „Eonslitulionncl" veröffentlicht ein Schreiben Peisigny's uom 13. d.M. wcl> chcö die Gerüchlc über ^iinistcrcombiuationcn, welche er angerathen hätte oder an welchen er bclheiligt wäre, bementi« t. Paris, 14. April. Der gesetzgebende Körper verwarf die Amendemcnts zum Kriegsbudget bezüglich der Aufhcbuug der Kaiscrgardc und Reduction dcö Effectiu« standes um zweihunderltauscnd Niann. Brüssel, 13. April. Der Zustaud der Küise> rin Charlotte hat sich seit mehreren Tagen erheblich verschlimmert. Die angckündialc Reise der Kaiserin nach der Schweiz wird demnach nicht stattfinden. Brüssel, 13. April. (N. fr. Pr.) Die Albcits-cinstcllungen in Seraing sind auf dem Punkte, beendigt zu werden. Die Arbeiten sollen wieder beginnen. Die Truppen kehren morgen nach Lüttich znrück. Madrid, 13. April. Ein Decrct hcbl das Verbot der Einfuhr phalMürentifchcr E>zcuguisse auf. Verboten bleiben nur diejenigen Erzeugnisse, deren Formel nicht veröffentlicht wurde oder deren Zusammensetzung unbelaunt ist. Telegraphische Wechselcourse vom 14, April. 5perc. Metallic,»«« 62.15. - 5perc. M.lalliqucs mit Mai- und Novembcr-Ziuscn 62.15. — 5verc,Natioual-Aulchcu70.40. — I860cr Staalsaulcheu 1<»2. — Oaulaclien 728. — Credilaclicu 291.30. — London 124. — Silber 122.25. — K. l. Ducaten 5.84 Kandel und Golliswirthschastliches. Vtiudviehplcht u,,d Milchwirthschaft i„ Oesterreich. Nach den neuesten statistischen Angaben beträgt in dcu wandern diesseits der k'eilha der Riudcrstaud: Kühe 3,927.107 Stück, Jungvieh bis zu drei Jahren 2,590.577. Ochsen 1,428.145, Stiere 67.239, zusammen 8,013.368 Stiick. Der jährliche Milch, ertrag ist 71,565.000 uicderostcrreichische Eimer. Eiuc Kuh gibt demnach durchschuittlich jährlich 729 Maß Milch. Eiuc Mast Milch zu 4 lr. berechnet, lvirft eiuc Kuh 2!) fl, 56 tr. au jährliche», Milchertraguissc ab uud rcpräscutirt die gesammte jährliche Milch prodnctc ciucu Werth vu» 114'/, Mill. Ouldeu. Die Schweiz uud Baicr» erportirtc» eine diel größere Me»gc der Milchpro ducte als die gauze österreichische Monarchie, uud das mei-steus durch Oesterreich selbst. Diese Erscheinung hat das Aclei-baumiuisterium veranlaßt, die ^audwirthschaftSgescllschaftcu uud Vereine zu einer gutachtlichen Aeußerung über dcu Staub d portkostr», insbesondere durch die erorbita»teu Eiseubahntarife; so z. B. kostet der Transport eines Zentners Butter vou Wien nach Trieft I ft. 5 tr. Keiu Wunder, wcuu dabei die österreichische Milchwirthschaft uud Viehzucht nicht zum Auffchwuuge gelangen tauu. Das italienische Kirchcllgutergeschäft. Die Unter-handlnnge», welche iu Paris wcge» des ital. Kircheugiltergcschäfts seit geraumer Zeit geführt wurde», hnbcu wie die „Tr Ztg." berichtet, schließlich doch zu ciuem Resultate gcfilhrt. Wie mau uäm-lich oou gutuutcrrichtcter Seite erfährt, ist die Auglobaut im Vereine mit der Ereditaustalt uud der Pariser 8m',il!l6 z;«,,«,'»!« der Ersteh r dcö großartigen Geschäfts, Die Rückkehr des Viceprasi-dnllru der Auglolianl, Hcrru Carl v. Mayer, aus Paris, wo derselbe dcu lebhaftesten Autheil au deu schwierigen Vcrhaudluugell genomme», dürste uuumchr iu Kürze erfolgen. ilaibach, 14 April Auf den, heutige» Marllc smd cr-schieuru: 5 Wage» mit Getreide, 5 Wagcu mit He» uud Stroh (Hcu 72 Ctr, 45 Pfd., Stroh 43 Ctr. 17 Pfd.), 20 Wagen uud 3 Schiffe (21 Klafter) »lit Holz. Durchschiiitts-Preise. Mlt.» Mgz.- Mlt.- Mgz7' fl.lr.fi. li. fl. lr. ft. ll. Weizcu pr. Mcheu 4 40 4 i>4' Butter Pr. Pfuud - 48 — — Korn „ 2 90 3 20 Eier pr. Stück — i^—— Gerste „ 2 50 2 80 Mllch pr. Maß —il) - Hafer ,. 190 2— Rindfleisch pr, Psd, -21— — Halbfrucht „ —>- 3 32 Kalbfleisch „ —22------- Heiden „ 2 50 3 10 Schweinefleisch,, .-20 — — Hirse „ 2 50 2 75 Schöpsenfleisch „ —15—- Kulurutz „ —— 290 Hähudel pr. Stiicl — 30—!- Erdäpfel „ if.o_— Taubeu „ —,15—l— Liuseu „ 3-------^— Heu pr. Zcutucr -80------- ^rbscu „ 3 20—!— Stroh „ —70------^ Fisolen „ 4 20—^ Holz, hart., pr,Klft. ->— 7 50 Sllidöschmal; Pfd. -52------- — weiches, „ — — 5^50 Nchwciueschmalz „ — 44-------^ Wein, rother, pr. ! Speck, frisch, „—28-------, Eimer------8 — — geräuchert „ —42------- — weißer ,.-------10 — Rudolfswerth, 12. April. Die DmchschnittS-Preise stellten sich auf dem heutigeu Marlte, wie folgt: st. lr. ft. l lr7 Weizen per Mehcn 5 ! — ^ Butter pr. Pfuud . — 50 Koru „ — — Eier pr. Stück . . — ^ N Gerste „ 2 80 Milch pr, Maß . — 10 Hafer „ 2 - Rindfleisch pr. Pfd. - ! 20 Halbfrucht „ 4 40 Kalbfleisch „ — 24 Heidcu „ 3 ! 20 Schweinefleisch „ ^ I ^ Hirse „ 2 56! Schöpsenfleisch „ — !-^ Kukurutz „ 2 70, Hahubel pr. Stllck — 30 Erdäpfel „ 1 «0 Taubcu „ — 20 hinsei! „ 4 80 Heu pr. Ceutuer . 1 «0 Erbsen „ 4 80 Stroh „ . .1 — Fisolen „ 4! 48, Holz, hartes, pr. Klft. 6 — Riudoschmal; pr. Pfd. — 45^! — weiches, „ — — Schweiurschiualz „ — 45 Wein, rother, pr, Eimer 5 >— Speck, frisch, „ — — — weißer ., 4 ^ ^- Speck, geräuchert, Pfd. — 3li!l 3lngekom»uene Fremde. Am 13. April. Htadt Wien. Die Herrcu: Per,; und Hciölu, Kaufleute, vott u°» Wie», -- Schmidt, aus Unterkraiu. ^ Raab, Haudclsm., von Klagnifnrt. — Weiß, von Mosel. Stinr, von Tauben-brim». — Allager uud Spitzer, vou Udiue. - Graf Thun,, vou Nadmanuödorf. — Kuuert, Kaufn,., vou Vrüuu. - Fra» Michic, Pliuate, vou Füuftirchen. Stoje, Köchin, vo" Mliilaiid, Elefant. Die Herreu: Pollal, vou Neumarltl. — Ritter vo» Gutmauusthal, von Tricst. — Nolli, Privatier, von Obcl" laibach. — Müller, Besitzer, aus Iuucrlrai». -. Gruden »nd Frau Sclcuz, vou Idria. — Frau Schigou, vou Präwald. Ateleorologische Nool^achtull^ll iil Lmlilich. 6 li.Mg. 329,1!,' -l- «4 ! wiudNill hälbMcr'j ^ l4 2 „ N. ! 327.i,8 !-j-l8ä > windstill halbheitcr 0.oo 10 .. Ab. ! 32?,^ ^ -j-11,« ! O. schwach sternenhell Nachts heiter. Vormittag duustcrfülltc Atmosvhärc. Naal' mittag Haufeuwolle». Heißer, sounia/r Tag. Der Boden st^, »usgclrockuet. Das TagcSmittcl der Wärme -<- 122°, um ^'^ ilbcr dein Normale. Verautwortllchcr Äedacteur: Ignaz v. K^se i « m'a P r. L!l^»'l>nl»t»«'i«'k^ 2U«en, )3. April. Das Ausgebol war an dcr heutigen Börse vorherrschend uud Fonds uud Actieu folgte» daher einer weichmdeu Teudcuz, während Devisen nud Galllte« Hil»^l.liUrzM)l. lanm verändert schlössen. Geld flüssig. Allgemeine Staatsschuld. Für 100 fl. Gcld Waare Einheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: iu Notcu vcrzinöl. Mai-November 62.40 62.60 „ „ Februar-August 62.40 0^.50 „ Silber „ Iäuucr-Iuli . 70.60 70.70 „ Aprll-Octobcr. 70.40 70.50 In östcrr. Währ. . . zu 5pCt. 59.25 59.50 detto v. I. 1860 . . 5 „ 6"1.- «4.20 detto nlckzahlbar (?) . 5 „ 98.75 99.-detto „ tt). 5 „ 97.75 98- Silber-Aul. 1864 (r.St.) 5 „ 77.25 77.7^> „ 1865 (FrcS.) 5 „ 80.50 81-^ Metalliques . . .zu4'/, pCt. 5220 N N 70 189.90 E>Ud.-nordd.Ver.-B.200 „ „ 167.— 167.25 Gelb Waare Si!d.St.-,l.-ven.u.z.-i.E.200fl. ö. W. oder 500 Fr. ... 234.- - 234 50 Glll.Kllrl-l,'ud.-B. z.200fl.CM. 217 75 218.- - Vöhm. Westbahn zu 200 fl. . 192 50 !93.— Orst.Don..Dampssch-Gcs «^ 574.— 576.— Oesterreich. i,'loyb in Triest Z I 318.- 320.— Wicu,Dampfm.-Actg. . ' . —.— 315.— Pester Kettenbrücke .... 685.- 690.— Anglo-Austria-Baut zu 200 st. 320.— 321.— Weinberg Czeruolvltzrr Actieu . 18 >.50 186.— Vcrsichcr.-Oescllschaft Douau . 252 - 255. - Pfandbriefe (für 100 fl.) Natioual- l baut auf ^ verlosbar zu 5°/. 100 50 100.80 C. M. j Natloulllb.llufö.W.vcrloSb.5,, 95.80 96- Uug.Bod.-Crcd.-Aust. zu 57, „ 92.25 92.50 Allg. öst. Bodeu-Ercdit.i'lustalt verlosbar zu 5°/„ iu Silber 109.2.'. 109 75 dlo.iu33I.rückz.zu5pCt.iuä.W. 92.75 93,- Uose (pr. Stitck.) Crcd.-A.f.H,u.G.z.100fl.A Fraulfurt a.M.100 fl. detto 104.— l0^ Hlllnblirg, für 100 Mart Vaulo 92 - ^7^ London für 10 Pf. Sterling . 124 65 lA«.' Paris für 100 Francs . . . 49.55 ^"' (Tours der Geldforten Geld W°a" K. Münz-Ducateu . 5 fl. 8? lr. 5 st. A , Napoleoilsd'or . . 9 „ 95 „ 9 „ -'" ^ Ruff. Imperials . - „ — „ ^ " ^, ^ Vereiusthaler . . 1 „ 84 „ 1 " ^^ Silber . . ,22 „ 75 „ 123 „ ^ --------- n Pl<< Kraiuische Gruildeutlastnug« - ObligaNonen, vatuotirun«: 86,50 Geld, 90 Waare