Schriftleitung, Verwailung und 'ßuchdrtfckerei Telephon 25-67, 25-68, 25-6U Marburg a. d. Drau, Badgasse Nr. 6 ■ Anzeigen und Abonnements-Annahme in der Verwwtnig ■ Bd Anfragen Rü-ckporto beilegen !*'r8cheint wochetitlich sechsmal (mit Ausrmhine der loiertaje) Bezugspreis: Abholen monatlich Din 40.—, hei Zustellung Din ll— Einzelnummer Din 2.—. Unverlangte Zuschriften werden nitht zurückgesandt Otr. 08 orturttw «Seitunit !31l:ar&ura a. ö. 2>rau Sreitag, 2. ^TRai i94i 8i. 3a0rgaii0 Sreitag, 2. TRai i94i Der Peloponnet sründlich setäubert Fatlschinii|8ger bOTlion die grossen jonischen Inseln Kephallenia und Zante DentschellilaifeiernlU)erall Der nationale Feiertag des d^tschen Volkes in aller Welt fekrtich be$[)angen. BerMn, 2. Mai. In allen Teilen der Welt begingen diy Deutschen den Tag der nationalen Art>cit und bekundeten in gemeinsamen Feiern ihre unlösbare Verbundenheit m-ii ihrem dei:':chcn Vaterland'e, Die Reichs- und Volksdeutschen Belgrads kamen zu einer großen Kund-ßebung in der alten deutschen Stfdt S e m 1 i n zusammen. Rings um einen der Hauptplätze, in dessen Mitte der Maibaum stand, wehten die Hatenkreuzfahnen. Sie grüßten auch von allen deutschen Häusern und Fahrzeugen, die außerdem mit Grün und Flieder bc^kränzt waren. Zahlreiche Feldgraue hatten sich gleichfalls eingefunden. Im JVlittelipunkt der Fei^r stand eine mitreißende Rede des Landesgruppen-leitcrs der NSDAP Generalkonsul N e u-hausen, der den Freiheitkampf der Deutschen diesseits und jensüits der Grenzen für die Zukunft Großdeutschland unter Führung Adolf Hitlers darstellte. Der Kreislciter des Schwäbisch-deutschen Kulturbundes Christian Bruck er und der Reichsleiter Dr. Kutschera dankten dem Ftihrer aus übervollem Herzen für die Befreiung und gelobten unbedingte Einsatzbereitschaft und Treue zu Führer und Volk. An der Feier der Bukarester reichsdeutschcn Kolonie nahmen auch zahlreiche Mitglieder dor deutschen Hee-resmission in Rumänien teil und ein Musikkorps der Hecresmission beteiligte sich an der Ausgestaltung der Feier. Die reichsdeutsche Kolonie in B i: d a-p e s t beging den nationalen Feiertag unter der Führung des Landesgruppenleiters t s p Donnerstag abends im festlich geschmückten Saal der Pester Redoute. Die Festrede hielt Griuamtsleiter der AO der NSDAP S c h ni i d t-D e c k e r. Die Volksdeutschen der Slowakei feierten ebenso wie die slowakische Bevölkerung den 1. Mai als Tag der nationalen A-beit in großen Festkundgebungen in Preß bürg und zahlreichen anderen Orten, wo Volksdeutsche wohnen. Bei o'er Preßburgtjr Veranstaltung, an der 20.000 Volksdeutsche teilnahmen, hielt Reichshauptamtsleiter Claus Selzner die Festrede. Er würdigte das Werk des Führers, der das deutsche Volk zu einer durch keinen sozialen Hader entzweiten unzertrennlichen Schicksals- und Leistungsgemeinschaft zusammengeschweißt habe, die in den Feiern des 1. Mai ihren symbolischen Ausdruck findet. Volks-gruppenführer Karmas in legte in seiner Ansprache erneut ein Bekenntnis der Volksgruppe zur unerschütterlichen Treue gegenüber dem Führer und dem Reich ab. Min'"tcrpräsidcnt Dr. T u k a würdigte in einer Rundfunkansprache die soziale H'jdeuiung der Neuordnung Europas, wobei er u. a. betonte, es sei eine historische No! '• Tigkeit gewesen, daß sich in Adolf Mitlor er Mann fand, der dank der Groß? seines Geistes eine gerechte Be-der Arbeit schuf und damit die Zivilisation vor ein'er Katastrophe bewahrte. Wieder 90.000 BRT versenkt Deutsch« Hand«ltttör«r im Indischen Oiean N c w y 0 r k, 2. Mai. In hietAgen Schttfihrtskreiseii verlautet, daß in der letzten Zeit acht Schiffe von deutschen Zerstörern im Indischen Ozean versenkt worden seien. Wie Associated Press hierzu meldet, handelt es steh bei diesen versenkten Schiffen, die in der Mehrzahl Lebensmittel für England an Bord hatten, um folgende Dampfer: »City of Baifdad«, 7506 BRT., »Kii^r City« 4744 BRT., »Scientist«, 6199 BRT., »Benarty«, 5800 BRT., »Atheikjng«, 9557 BRT., »KemmenÄe«, 7769 BRT., der frühere französische Passagierdampfer »Commissaire Ramel«, 10.061 BRT. und der jugoslawische Frachter 7>DufmitorIiI an (iröß<^ als an Zahl nicht ilncspleiclien hat. Von 12() .lahren wurden b4 Jahre, also mehr als tlie Hälfte, in Kriegen zu-jicbracht.'' Diese Erkenntnis eines innnerliin iiij«:h \on Engländern anerkannten Historikers vird bestätigt durch das unIreivUlige journalistische Bekenntnis der Londoner Zeitung „LAcning Standard", die am 2". .luli 1930 schrieb: „CJroübi itannicns Herrschaft und Schul/ hat nirgends Glück gebracht. Die britische l lap^e hat nirgends zu eincin neuen und besseren Leihen getuhrl! Rechtlosigkeit, Schande und Erniedrigung sind ihre lirgleifer gewesen.'' I ür r.ngland ist ebcMi der Krieg von ieher ein mit \iel Gewinn l>eiriehenes jHanclMerk gewesen ieder aus/uprc'-sen und zu kncchten. „Sie ln)ile[> olienhar'', \\ie der cnglischc SchriftstcMler II. ('». \\<>lls in seinem buch „Die neue eluudnung" sehreibt, „auf irgendeine noch unbekannte Weise Deutschland /u l;ihmen, un) dann in Huhe und (.einütlic hkeit ssieder /u ihren (iollpliit/en und I is( lie-reigewässern zurück/ukehren, und um nach einer guten Mahl/eit am Kamin >sciter träumend zu sitzen*'. Darum geht es in diesen» leichifeiiig >on der plutokratischen Hetzen liqne he rauii)i!schMorenen Krieg auch ntcht etwa um den sozialen Kortschriil oder die großen Güter der .Mensc hheit, \ichis liegt ihnen lerner, als mit dem zurzeit aus Koniunkturgründen proklamierten Soziidismns Ernst zu machen. Auch dies hat Wells klar erkannt: „Die lU^gie-rung des britischen Imperiums hat sich als die reaktionärsie aller Regierungen erwiesen. Das Imperitnn kaini keinen Fünfjahresplan tiuf die l>eine bringcMi. r,s In^müht sich nur, die eigeni' utiaus-bleihliche Auflösung aufzuschieben und Meiter in altbewährter AV'eise zu leben, und dic^ses ImixTiinn vird wohl ant h so weiter leben ,bis es nichts mehr zu .ergeben hal>en wird'*. Auf kosten der großen Massen des \'olkes Mird auch dieser Krieg \on der Seite 2. »Marburger ZeHungc 2. Mai 1941. Nummer 98 Käin Nachlassen des Luftkrieges SrfoIgKicffr iiruMc()e £ufiangritie gegen (Sn0iian5, auf TRollo un6 in Otor&afrita britischen Plutokratic gefüiirt, iuid das l.icnd in den Sluins A\ird nach diesem Krioif, >»enn es nach diMi Piulokr.itrn jjinpe .genau so wenig geändert werden, \uc es nach dem Weltkrieg beseitigt ^vurdc. \Vie es in Walirheit mit den Rechtcn des englischen Arbeiters in diesem ungcblich so „urdemokrati-schen" Plutokralenslaat aussieht, schreibt der Engländer W. Lewis in seinem liuch „Der mysteriöse John Bull": „Ein englischer Arbeiter ist wirtschaftlich ohne liechte, er ist Gesetzen unterworfen, die nur dem Namen nach die gleicheli für den Mann und den Gentleman sind, und vie ein Aussätziger aus jeder „besseren" Ciesellschaft ausgeschlossen. Der Gentleman ist ein „Freier". Wer nicht ein Gentleman ist, ist nicht besser als ein Sklave." Es kann angesichts dieser allen plu-lokratisclien Phrasen hohnsprechenden, menschenunwürdigen Zustände nicht weiter wundernehmen, wenn die Skla-venluiltcrmethoden der Londoner Börsianer auch wesentlich mit dazu beigetragen haben, das religiös-kirchliche I^ben in England völlig zu verflachen und jeden geistig-kulturellen Fortschritt rück-sidilslos zu unterbinden. Wie es mit den sogenannten religiösen Gefühlen der englischen Oberschicht aussieht, enthüllt der englische Dichter John Kuskin in seinem Werk „Of Kings Treasors": „Unser nationaler Wunsch und unsere Absicht ist nur, atigcnelini unterhalten zu werden. Unsere nationale Religion licsteht in der Ausführung von kirchlichen Zeremonien, in dem Predigen >on cinscliläfemden Wahrheiten oder Un-^vahrheiten, damit die Masse ruhig weiter arbeitet und wir uns amüsieren können." Die verhängnisvolle Verfilzung des Engländertums mit dem Judaismus hat wesentlich mit zu dieser Entwicklung beigetragen. Die Juden machen ihrerseits daraus gar kein Hehl, und man erhält lediglich die Bestätigung eines schon seit Jahrhunderten mit eiserner Energie l)etricbenen Prozesses, wenn der jüdische Kcvisionistenführer Jabotinskiin der in jiddischer Sprache erscheinenden Zeitung „Forwärts" unter dem Datum \on 19. Juli 1939 scJirieb: „Wir haben den Engländern ihr Buch, die Bibel, (besetze und Wissenschaft gegeben. Wir haben unser Blut in ihre Adern einfließen lassen, und mehr als ein grofJer .Mann ist daraus geboren worden." Deshalb hat auch das Judentum in diesem Kriege Englands Sache zu seiner eigenen gemacJit, wie der Rabbi Dr. Silver j^äßUcli der letzten verunglückten iVmerikatournee Duff Gx)pers erklärte, indem er feststellte: „Hier spriclit Englands Herz. Israel steht zu England in diesem Kriege wie im letzten". Die englisch-jüdische Verbrüderung iiat aucli dem Puritanertum seine heuchlerischen und brutalen Züge gegel)en, und es ist nur eine natürliche Folge dieser „Goldallianz", daß von der sterilen englischen Frömmelei keine befruchtenden r.inflüsse auf das geistige l^ben ausströmen konnten. Religion ist für den \saschechtcn Puritaner nur zweckmäßig, soweit die Ziele und Interessen der City dadurch gewahrt werden, und auch jeder geistige l'ortschritt hat nur dem Schurhertrieb der Cityleute zu dienen. Wie es angesichts einer solchen Knebelei des kulturellen l«bens mit den Errungenschaften des Geistes im britischen Empire aussieht, ist Ix^kannt. Houston St. Chainlx^rlain stellt«' mit Nachdruck fest: „Man wird in seinem (dem englischen) ungeheuren Kolonialreich nicht einen einzigen Funken geistigen Lel)eas auffinden können, alles nur Viehhalter, Sklavenhalter, Warenaufstapler, Berg-wcrksausbe.uter, inid aller Orten nur Willkür und Brutalität." Das ist das wahre Gesicht jener ImuchdüniHMi Oberschicht, die sich anmaßt, für die Freiheit» die Zivilisation und Kultur nicht nur Europas, sondern der Menschheit zu kämpfen. Die verbre-(herische Anmaßung der plutokratischen Kaste Mird angesichts dieser vernichtenden englisdien und jüdischen Selbstbekenntnisse und Eingeständnisse allzu offenbar, und sie Ix'stätigt einmal mehr, daß unser Kampf gegen diesen alten St()rcnfried der europäischen Neuordnung geradezu eine iieilige Vrr- pflicliMmg gegeniib:' iIiMi ^ (ilk'^'Mi 1 i pas ibi. Ür. Wilhelm CuyiKMs Berlin, 2. Mai. Das Oberkoiiimando der Weliriiiacht gab gestern bekannt: In Griechenland setzten Verbände des deutschen Heeres die Säuberung des südlichen Peloponnes von versprengten Teilen der britischen, griechischen und serbischen Truppen fort. Bei Angriffen auf die Suda-Bucht auf Kreta beschädigte die deutsche Luftwaffe einen großen Tanker und zwei große Handelsschiffe durch Bombentreffer schwer. In Nordafrika führte Späh- und Stoßtrupptätigkeit der deutschen und italienischen Truppen zu Örtlichen Erfolgen. Deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge versenkten im Hafen von To-bruk ein Handelsschiff von 5000 BRT und erzielten in den Befestigungsanlagen um Tobruk sowie bei Fort Palastrion schwere Zerstörungen und ausgedehnte Brände. Aufklärungsflugzeuge bekämpften eine Funkstation, Feldbefestigungen sowie An- sanunlungen von Kraftfahrzeugen und Panzerwagen mit guter Wirkung. In der letzten Nacht griffen deutsche Kampf- und Sturzkampfflugzeuge den Hafen von La Valetta auf Malta sowie den Flugplatz Venezia erneut mit gutem Erfolg an. Am Morgen des 1. Mai wurden in Luftkämpfen über der Insel drei Jagdflugzeuge vom Muster Hurricane abgeschossen. Ein Unterseeboot unter Führung des Kapitänleutnants Heßler meldet die Versenkung eines Dampfers von 7000 BRT. Damit hat dieses Unterseeboot auf seiner Jetzigen Unternehmung bereits 42.650 BRT feindlichen Handelsschiffsraumes versenkt. Erfolgreiche Angriffe der deutschen Luftwaffe richteten sich gegen Hafenanlagen an der Süd- und Ostküste Englands. Flugzeuge der bewaffneten Aufklärung beschädlr^ten im Seegebiet um Großbritannien ein größeres Handelsschiff Schwer. In der Nacht zum 1. Mai versenkte die Luftwaffe vor der schotti- schen Ostküste einen Frachter von 1000 BRT und beschädigte zwei weitere Frachter sowie einen Zerstörer so schwer, daß mit ihrem Verlust zu rechnen ist. Der Feind warf in der letzten Nacht mit schwächeren Kräften an verschiedenen Stellen Norddeutschlands und in Außenbezirken der Reichsliauptstadt Sprenj^-und Brandbomben. Militärischer odt-v wehrwirtschaftlicher Schaden entstand nicht. Einige Zivilpersonen wurden getötet oder verletzt. Oberleutnant M ü n c h e b e r g er ran er bei Luftki'mpfen über der Insel Malta seinen 30. und 40 Luftsieg. Deutsche Fernkampfbatterien feuerten sieben Stunden lang N e w Y o r k 2. Mai. Nach einer Londoner FitnkmeldunfT hi. ben die deutschen Fernkampfbatterien an der französischen Küste -üe britische Kü. ste am Dienstag sieben Stunden lang mit Granaten belegt. Es habe sich um d.is bisher schwerste und ausgedehnte;;! f Bombardement gehandelt. Santa Manra in italienischen Besitz BRITISCHE SCHIFFSEINHEITEN SCHWER GETROFFEN — NEUER ERFOLG BEI SOLLUM Rom, 2. Mai. Der italienische Wehrniachtbericht von Donnerstag hat folgenden Wortlaut: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Ein Verband der Luftwaffe und Abteilungen Fallschirmjäger haben unter dem Schutz von Bomber_ und jagdverbänden gestern die Inseln von K e p h a 11 c n i a und Z a n t e besetzt. Heute Morgen sind Infanterieabteilungen von Albanien her nuf der Insel Santa Maura gelandet. Italienische und Kampfflugzeuge des deutschen Fliegerkorps haben ihre Ver, nichtungsangriffe gegen den Stützpunkt von La Valetta fortgesetzt. Es ent_ standen sehr große Zerstörungen und Brände. Im Aegäischen Meer haben unsere Torpedoboote einen stark geschützten feindlichen Geleitzug angegriffen. Ein Kreuzer und ein Zerstörer erhielten Torpedotreffer. Trotz der heftigen Ge- genwirkung der Artillerie der feindlichen Begleiteinheiten kehrten unsere Torpedo, boote unbeschädigt zu ihren Stützpunkten zurück. Es gelang einem unserer Aufklä. rungsflugzcuge, das den Geleitzug ausgemacht hatte, und das von fünf englischen Flugzeugen angegriffen worden war, zwei Engländer abzuschießen und darauf unversehrt an den eigenen Stützpunkt zurückzukehren. In Nordafrika haben italienische und deutsche Aufklärungsabteilungen östlich von Sollum feindliche Streitkräfte in die Flucht geschlagen und Panzerfahrzeuge zerstört. Verbände der italienischen und deutschen Luftwaffe haben von neuem in rollendem Angriff die Stellungen und den l-lafen von Tobruk angegriffen. In 0 s taf r i k a dauern die Kämpfe in den verschiedenen Abschnitten und mit besonderer Heftigkeit im Abschnitt von Aladschi an. In Assab sank ein feindlicher Hilfskreu_ zer durch Auflaufen auf eine Mine. Judenflucht aus Palästina INDIEN UND DIE VEREINIGTEN STAATEN ALS REISEZIELE. — ENGLAND PLANT ZWANGSREKRUTIERUNGEN IN PALÄSTINA S ni y r n a, 2. Mai. Wie aus Jerusalem gemeldet wird, planen die britischen Militärbehörden Zwangsrekrutierungcii unter der jüdischen Einwoluierschaft Palästinas, da die Aufrufe zum freiwilligen Dienst In der britischen Nahost-Armee ohne den gewünschten Erfolg geblieben sind. Außerdem erwägt man, unter der arabischen Bevölkerung PalästinasZwangsrekrutierungen zum Arbeitsdienst hinter der britischen Front vorzubereiten, Beirut, 2. Mai. Aus Palästina laufen Meldungen ein, wonach Abreisevorbereitungen zahlreicher wohlhabender Juden in vollem Gange sind. Ähnliche Berichte liegen aus Ägypten vor. Die Juden trachten danach, Indien zu erreichen. R 0 ni, 2. Mai. Die Zahl der flüchtenden Palästina-Juden nimmt immer mehr zu. So meldet Agenzia Stefani aus Beirut, daß das dortige amerikanische Konsulat von Palästi-na-Juden belagert werde, die ein Visum für die Einreise nach den Vereinigten Staaten verlangen, da sämtliche im Besitz eines USA-Passes befindlichen Juden unter dorn Eindruck der deutschen Siege auf dem Balkan eilig die Flucht ergriffen, ohne sich weiter um das Schicksal ihrer Rassegenossen zu «kümmern, die keinen Paß haben. Der erFte, der das Einreise-vistMii verlangt !inhr, "^rj der ObTiahbint' von Palästina, Herzog, ein peisönlicher Freund Roosevelts. Das ajrerikanische Generalkonsulat habe die amerikanische Regierung um die Entsendung der für den Transport so vieler Leute notwendigen Schiffe gebeten. Natürlich hätten die einflußreichen jüdischen Kreise in den USA sofort einen Schritt in Washington unternommen, damit die Regierung für den möglichst raschen Abtransport der Palästina-Juden nach den Vereinigten Staaten sorge. Die Stimmung dieser Juden ergebe sich schon aus der Tatsache, daß sie Ihren Besitz und ihre Habseligkeiten um jeden Preis verschleudern. Bezeichnend sei dabei, daß sie auch ihre Pfundbestände unter dem Preis losschlügen. TteglerunadtoecIDfri in Keinp Rede von ciuer Forlsctziinfi des Krieges Bukarest, 2. Mai Einer vom Athener Rundfunk durch-gogebcnen Meldung zufolge, hat sich General Zolakoglu enlschlosscii, im Einvernehmen mit den Generalen der griechischen Armee eine neue Regierung zu bilden. Der neue Mmister-prüsident stellt in einem Aufruf fest, daß nach dem Falle Athens, der Flucht der Engländer und des Königs von einer Forlsetzimg des Krieges kerne Bede mehr sein könne. Das gfiechi-sr-he Volk niüssc die Tiilsuchen so neiiinc'iij wie sie iu Wirklichkeit smd. Die neue Hegicnnig slülzo sich muI" den Willen des griechi.schen Volki*». Die neue Regierung sei gewillt, dem unglücklichen Volk und Land die Sicherheit zu schenken. (Sdurd^iHtf 3)ant an (S^ried^en-lanö Einbeziehung in die Hungerblockade S10 c k h 0 1 m, 2. Mai. Reuter meldet: Das Handelsamt und das Blockadeministerium geben bekannt, daß Griechenland mit Ausnahme der In-5el Kreta als ein vom Feinde besetzies Gebiet betrachtet wird, auf das die Qe, setze hinsichtlich des Handels mit dem Feinde und der Blockade Anwendung fin_ den. Seulfd^lanf» ^or6il6 für &ie Ein Bolivianer über die Erfolge des Nationalsozialismus L a P a z 2. Ma Der bolivianische Arzt Bübao R i o j a , der nach einem fünfjährigen Aufenthalt in Deutschland als Generalkonsul in Hamburg in seine Heimat zurückgekehrt ist, berichtet in dem Abendblatt »La Noche« ausführlich über die Eindrücke, die er im neuen Deutschland gewonnen hat. Seine begeisterte Schilderung des sozialen und Wirtschaftslebens in Deutschland g pfelt in der Feststellung, die nationalsoziali.^ti. sehe Regierung habe Deutschland ,n wenigen Jahren an die erste Stelle in der Welt gerückt. Alle aufstrebenden Natio. nen sollten im nationalsozialis^ sehen Deutschen Reiche ein Vorbild für das aus. sen- und innenpolitische Entwicklung sehen. S)er erfte ®efanM; Kroatien« in 3$erilin Berlin, 2. Mai. Der zum kroatischen Gesandten in Berlin ernannte Dr. Branko B e n z o n ist gestern in Begleitung der Mitglieder der künftigen neuen kroatischen Gesandtschaft in der Reichshauptstadt eingetroL fen. Im Namen des Rcichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop wurde der Ge. sandte auf dem Bahnhof Friedrichstraße in Vertretung des Chefs des Protokolls von Legationsrat Peter Pirkham begrüßt. »Das Mittetmeer ist für die britische Flotte zur Hölle geworden« Rom, 1. Mai. »Das M i 11 e I m e e r ist für die britische Flotte zur Hölle geworden«, überschreitot das Mittagsblatt des )i>Giornale d'Italia« seine Meldungen über die Kampftätigkeit der Achsenmächte im Mittelmeerraum. Ein Alipdruck habe sich über die britischen Inseln gelegt, deren Zeitungen die lebhafte Besorgnis durchblicken ließen, die sich Tag für Tag der öffentlichen Meinung Großbritanniens mehr bemächtig«». Ntimmer 9R >MarlHirger Zeitung« 2. Mai 1^1. Seite 3. Der 1. Mai in der Untersteiermark Freudises Beicenntnis zu Führer und VoSIc Ewig deutsches Land Wie üroßdeutichlaiid atn 1. Mai in allen seinen Gauen den nationalen Feiertag des deutschen Volkes, das deutsche Fest der Arbeit, feierte, so stand auch die ganze befreite UnteTstcierniark im Zeiciien der gesclimückten Maibätmie, dieser frolicn Zeiciien deutscher Arbeit und deutschen Schaffens. Zum ersten Male war der 1, Mai in unserem Unterland nicht ein Tag des Hasses und des Klassenkampfes, vielmehr ein Festtag der arbeitenden und schaffenden Gemeinschaft aller Untersteirer ohne Unterschied des Berufes, der Stellung und Herkunft. In der Arbeit liegt der höchste Adel des Menschen — so will es die vom deutschen Nati'onalsozialism'us her^ aufgefülrrte neue Zeit. Der Natiooialsozia-lisnuis hat erstmalig einen Staat errichtet, der grundsätzlich alle gesellschaftlichen Vorurteile beseitigt. In diesem Staat soll jede Stelle von dem daftlr fälligsten Sohn des Volkes besetzt sein. Denn Leistung und Können allein entscheiden. Den tiefen Sinn des 1. Mai hat auch die Bevölkerung der Untersteiermark verstanden. Auoh diejenigen, denen In der Zeit der Schmach das Wissen um die großen Symbole und Leistungen des Nationalsozialismus erschwert oder gar unmöglich gemacht wurde, fühlten es gestern wachen Sinnes, daß der Festtag der Arbeit nun auch ihr großer Tag ist, den ihnen niemand auf dieser Welt mehr nehmen kann. Und alle, die gestern ihre Arbeitsplätze verließen, um den Tag der Arbeit festlich zu begehen, wußten, daß sie diese stolze Ehrung der Arbeit und des arbeitenden Menschen nur dem Führer zu verdanken haben, der die Worte geprägt hat »Ehret die Arbeit und achtet den Arbeiter!« Gauleiter Uiberreither in Clili Festlicher Einiug Das weißgraue Straßenband führt uns durch fahnen- und giriandengeschmücktc Dörfer an ungezählten Maibäumen und schlanken Obelisken, den Trägern grüßender Spruchbänder, vorüber, der festlich gerüsteten Sannstadt Cilll entgegen. Voin Mund zu Mund hatte es sich herumgesprochen: Gauleiter Uiberreither werde am Tag der deutschen Arbeit die Stadt Cilli besuchen. Allerorts regsames Treiben am frühen Morgen, grüßende Menschen auf Straßen imd Plätzen geleiten den Gauleiter auf seiner Fahrt, Hatte sich schon am Vortage die Cillier Bevölkerung zur Rüstung des Maibau-nics in Scharen vereint, so bot der Kaiser-Josef-Platz am Festmorgen selbst ein .farbenfrohes Bild. Wehrmaoht, Polizei und volkdeutsche Wehrmannschaft, Jugend und Singscharen, Frauenschaft und Gefolgschaft der Betriebe erwarteten den Gauleiter. Das Geviert des Platzes hielt die Cillier Bevölkerung dichtauf besetzt. Fenster und Dächer, Gesims irnd Gebälk hatte sich die Jugend erobert, um zum ersten Male den Vertreter des Führers zu hören. Pünktltoh neun Uhr trifft Gauleiter Uiberreither in Begleitung des Politischen Kommissars von Cilli, Pg. Dorfmeister, ein. Faiifarenstölle und Weihcsprüche leiten die Feierstunde ein. Der Gauleiter spricht Meine deutschen Volksgenossen! Stel-rer! Landsleute! Als ich heute nach längerer Zeit wieder in diesen schönen Teil unseres Unterlandes kam und als ich diese Stadt Cilli, die wohl eine unserer schönsten Städte ist, betrat, da sind wieder jene Gedanken in mir wach geworden, die ich ungefähr vor vierzehn Tagen hatte, als ich Marburger Boden im Auftrag des Führers betreten habe. Es Ist ein ungeheures Glücksgefühl, zu wissen, daß dieses uralte deutsche Land nunmehr für alle Zeiten deutsch geworden ist. Es ist ein Gefühl der Schande weg, das wir alle zu tragen hatten in diesen letzten dreiundzwanzig Jahren. Schande deshalb, weil wir immer selbst ja an unserem Unglück nicht ganz schuldlos waren. Ich habe mich — vornehmlich seit der :^eit, da ich vom Führer auf den Posten des Chefs des Landes berufen worden hin —, zutiefst geschämt darüber. daß der erste Landeshauptmann der Steiermark nach dem Weltkrieg so schmählich das Unterland im Stich gelassen hat, als es nur ein wenig Mut bedurft hätte, um die Dinge zu wenden. Ich bin aber auch zutiefst darüber beglüo'kt gewesen, daß ich als der letzte Landeshauptmann der Steiermark das gutma-chen durfte, was der erste damals verdorben hat. Es ist damit das Gefühl weg, das wir ständig hatten, wenn wir diese blutende Grenze betrachtet halben. Nun ist dieses Land wieder deutsch und wird auch ewig deutsch sein; aus ist es mit diesen lächerlichert Versuchen, ein uraltes deutsches Kulturland mit Zwangsmaßnahmen slowenisch zu machen. Wir aber wollen mit ganzem Herzen an den denken und dem danken, der allein die Voraussetzungen für diese große historische Befreiungstat geschaffen hat, das ist der Führer. Meine Volksgenossen, Sie wissen, daß, wenn wir des Führers gedenken, wir es nur so tun können, daß wir uns bemühen wollen, mit allen Kräften des Geistes, des Körpers und der Seele zu arbeiten, um ihm ein kleines Stück seiner riesenhaften Arbeit abzunehmen. Wir sind hier zusanmiengekommen, meine Volksgenossen, um erstmalig in diesem Land den nationalen Feiertag des deutschen Volkes zu begelien. ErsLmalig in diesem Land. Und tausendmal nach uns werden die Kinder, die Kindeskinder und deren Nachkommen in diesem deutschen Land das Fest der nationalen Arbeit feiern. Was ist aber der Inhalt dieses Festes? Wir erinnern uns an eine Zeit, da war der L Mai der Tag, an dem die schaffenden Volksgenossen unseres Reichcs, denen niemals ihr Recht geworden ist, zusammengekommen und haben diesen ersten Frühlingstag dazu benützt, daraus eine Demonstration des Klassenhasses zu machen. Als dann der Führer nach seinem großen, gigantischen Kampf nicht nur um die IVlacht — das war nur eine Fülgeerscheinung —, sondern um die Seele des deutschen Menschen sich an die Spitze des Reiches ge-i stellt hatte, da hat der Führer den Taj? des Klassenhasses zum Festtag der Arbeit geraucht. jUnd das entspricht, meine Volksgenossen, zutiefst unserer nationalsozialistischen Anschauung von Arbeit. Es gibt internationale Mächte, die seit Jahrhunderten, ja seit Jahrtausenden, uns eine asiatische Vorslcllun.g von Arbeit zu übermitteln getrachtet haben, die uns weismachen wollten, daß Arbelt ein Fluch ist, daß Arbeit eine Strafe ist. Diese Lehren, meine Volksgenossen, stehen im geraden Gegensatz zu unserer germanischen Vorstellung von Arbeit. Unser ZieB ist der Sieg Wir sehen in der Arbeit keinen Fluch, wir sehen in der Arbeit auch nicht nur die Möglichkeit, uns das Leben zu erhalten, wir sehen in der Arbeit viel, viel mehr. Für uns Ist Arbeit Lebenserfüllung. Wir wissen, daß der Herrgott dem schaf. fenden Menschen einen Funken seiner Schöpferkraft aufleuchten läßt. Für uns wäre das Leben ohne Arbeit sinnlos. Und wir haben unter langer Arbeitslosigkeit gelitten, nicht nur deshalb, weil sie zur Verelendung gefüJirt hat, sondern vor allem deshalb, well Arbeitslosigkeit etwas Sinnloses ist, weil der Mensch, der nicht schaffen kann, vorbeigeht an dem Sinn seines Lebens, well er vorbeigeht an der Lebenserfüllung. Für uns Deutsche sind Arbeit und Leistung und der Erfolg der Leishmg das höchste Lebcnsglück, das wir uns vorstellen können. Es ist daher verständlich, daß wir das Fest der Arbeit feiern an ei'nem Tag, an dem sich die Natur wieder anschickt, mit neuer Kraft und mit neuem Blühen der Zukunft entgegenzuschreiten. Das ist für uns gleichbedeutend: Frühling. Arbeit, Planen, Schaffen. Und am Ende dieses Schaffens, da muß die große deu^sctie Ernte steihen. Noch niemals hat Deutschland mit soviel Berechtigung das Fest der Arbeit gefeiert wie heuer. Noch niemals ist Deutschland mit seinem deutschen Volk einer so wundervollen Zukunft entgegengeschritten wie das heuer der Fall Ist. Wir haben unsere Feinde in den vergangenen eineinhalb Jahren geschlagen, wo sie getroffen werden konnten. Wir haben unserem Volk damit eine Lebensmöglichkeit für künftige Jahrtausende geschaffen, wie sie ein Volk nie vor uns hatte. Wir wissen aber auch, daß die Erfolge, die unerhörten Siege, die unsere Wehrmacht erstritten hat. nur möglich gewesen sind, weil diesen gigantischen Schlachten ein inierhörtes Arbeiten vorausgegangen ist, weil das größte Cie-meinschaftswerk der Geschichte uns in die Lage versetzte, die W^affen zu schmieden aus dem Nichts heraus, uns die Nahrung z^ schaffen aus dem kargen Boden, den man uns noch gelassen hat. Aber noch ist der Krieg nicht zu Ende. Wir wollen ja auch, daß noch unsere Generation das, was ausgekämpft werden muß auf dieser Welt, ausficht, wir wollen das nicht denen überlassen, die nach uns kcmmcn. Die werden dann andere Aufgaben haben. Wir wissen, daß dieser Krieg die Auseinandersetzung zweier Welten ist, die Auseinandersetzung zwlsclien der Arbeit und dem Gold, zwischen dem sozialistischen Wollen eines jungen Volkes und dem kapitalistischen Traclitcu eines zum Sterben verurteilten Volkes, einer zum Sterben verurteilten W^elt. Wir wissen, dal.1 dieser Kanipf ein Kampf auf Leben oder Tod Ist. Denn wenn es den anderen Völkern gelingen würde, uns in die Knie zu zwingen wie im Jahre 1018, dann würde dies enden mit einer restlosen Vernichtung des deutschen Volkes. Wir wissen aber, daß eine solche Stunde niemals kommt, wir wissen, daß wir diesen Krieg mit dem größten Sieg aller Zeiten beenden werden. Wir wissen auch, daß das nur möglich ist, wenn das ganze \'oIk wie in den letzten sieben, achfe und zehn Jahren zusammenhält wie ein eiserner Block, wenn jeder an seinem Platz, auf den er befohlen ist. eisern arbeitet und schafft. Meine Volksgenossen! In diesem Land hier liat unsere tapfere Wehrmacht mit ihrem scharfen Schwert in zwölf Tagen zunichte gemacht, was man zuvor durch Jahrzehnte widernatürlich aufzurichten versuchte. Das Land, das die Wehrmacht uns zurückerobert hat, dieses Land soll nun deutsch sein. Hetzer und Störenfriede dulden wir n'cht. Die Menschen hier, diese braven Steirer, die seit Jahrhunderten mit den deutschen Volksgenossen Schulter an Schulter gearbeitet und gekämpft haben, diese Menschen haben sich ja auch immer gesehnt nach einem deutschen Ordnungsstaat, sie haben sicli auch in den letzten 2.^ Jahren immer danach gesehnt, wieder weg-zukonunen von der slawischen Herrschaft. Und nach dem Krieg, wenn wir das Schwert aus der Hand legen, werden wir mit aller Kraft unsere große Revolution, die wir auf unsere roten Fahnen geschrieben haben, die große sozialistische Revolution durchführen, mit dem ganzetn Fanatismus, dessen wir fällig sind. Wir werden es zuwege bringen, daß mitten In einer vershikenden Welt der größte Sozialstaat der Erde entsteht. Und genau so wiu die Staaten, die um die Jahrhmidcrtwende niclit völkisch ku denken imstande gewesen sind, daran inzwischen zugrunde gingen, genau so werden an der Wende unseres Jahrhunderts jene Staaten zugrunde gegangen sein, die nicht imstande sind, sozialistisch zu denken, d. h. allen Menschen die b'rüchte ihrer Arbeit auch wirklich zukommen zu la^.^en. Leistungen allein ontscheidend Wir sind weit davon entrernt, einer öden Gleichmacherei zu iiuldlKen, denn wir sind der Überzeugung, dal.» die Leistungen der einzelnen Mensclien grundverschieden sind. Aber wir sind aucli der Überzeugung, dal.; es notwendig ist, daß man allen Menschen den Weg nach aufwärts offen läßt und den W'eg öffnet, wo er noch nicht offen ist. Fs ist notv.en-dig, daß aus jeder L'uniilie der Rcic!l^-minister und der Reichsmarschall stammen kann, allerdings nur dann, wenn die Leistung vorhanden ist. Die Leistniv^ allein ist der Gradmesser dafür, wer befiehlt und wem bciülilcn wird. Wir hier, wir haben nicht die Absicht, reich zu werden, meine Volksgenossen. Uni Reichtum kümmern wir uns nicht. Im Gegenteil, es wird unser Stolz sein, genau so arm von der Bühne des Lebens wieder abzutreten, wie wir sie bestiegen haben. Wir wollen einmal Kinder iiaben, die uns nicht danach fragen: »Vater, was hinterläßt du uns denn?« Wir wollen Kinder haben, die un.s fragen: ^A'ater. wo bist du denn ?;ewesen, als das Vaterland In Nci war, wo bist du gestanden, als der Führer gerufen hat, wo bist du denn gewesen, als der große Krieg entbrannte?« — Wohl uns, wenn wir dann unseren Kindern sagen werden: »Mein Kind, damals liabeii wir gekämpft, damals sind wir in den Kerkern gesessen, damals haben wir die Fahne der Revolution hochgehalten und haben die Revolution erzwungen, damals haben wir in den großen Kriegen den Feldzug in Norwegen mitgemacht, im Westen, im Südosten. Damals haben wir gekämpft und sind dabei nicht reich geworden: mein Kind, ich hinterlasse dir keinen Reichtum...« Denn daim wird diesem Kind sagen: ^»Gott sei Dank, daß ich einen Vater habe, zu dem ich aufblicken kann.« Wie steht dann aber der andere da. der auf die hange Frage des Kindes antwortet: »Mein Kind, ich habe damals keine Zeit gehabt, ich nuiRte damals verdienen. ich mußte zuschauen, dal' mir meine Fixistenz nicht ruiniert w'rd, ich konnte mich nicht einsetzen in diesem Kampf Ich habe dir -dafür ein Haus hinterlassen. habe dir diese Güter hinterlassen. ich habe dir Fabriken hinterlassen.« Dem wird dieses Kind der Zukunft sagen: »Mein Vater, h'ittest du mir nichts hinterlassen, wurdest du mir keine Reichtümer vererben können, dami würde ich einen Vater haben, zu dem ich aufblicken kann.« Kampf und Arbeit Es ist unsere heilige Überzeugung, daß die Grundlage unserer Weltanschauung das Hhitanstellen des eigenen Nutzens hinter das große Gemein wohl, daß mir das zum Sieg führt. Wir sind der Überzeugung, daß ein Mensch, der an meinem Leben vorbeigeht, der nicht kämpferisch und arbeitend seinem Volke dient, um Ende seines Lebens von niemand losgesprochen werden kann. Denn einzig und allein entscheidend Ist. was der .Menscii im Leben gescluiffen hat. nicht für sich, sondern für sein Volk. Nach diesen Leitgedanken, die ja alle vom Seite 4. »Mafburger 2. Mar 1941. Nummer 98 Führer stammen, werden wir kännpfen und arbeiten, nicht nur in diesem Land, sondern im ganzen großen Deutschen Reich, von den Meeren des Nordens an-Refangen bis weit südlich der Save. Und es wird ein Land entstehen, ein lichtes, deutsches, sozialistisches Land. .Meine Volksgenossen, wenn wir also heute zum erstenmal in diesem heiligen deutschen Land das Fest der deutschen Arbeit feiern, so kann es nur enden mit dem Schwur, mit dem heiligen, ehrlichen Schwur, ims vorzunehmen, die ganze Kraft, die uns innewohnt, ei'nzuset;zeti im Dienste unseres Volkes. Damit diesem großen deutschen Frühling, in dem wir augenblicklich stehen, nach dem Ackern und Säen und nach all unserer Arbeit auch die große deutsche Rmte komme! Füiirerehrung und Hymnen beschHeUen die überwältigende Kundgebung, Jubelnder Empfang im untersteirischen Industriegebiet Nach dem Besuche von Römerbad und Tü f f e r begab sich Gauleiter U i b e r r e i t h e r in die Industriebezirke um Hrastnigg und Trifail, um den dortigen Glasbläsern und Bergarbeitern den Gruß des Führers zu überbringen und ihnen den wahren Sinn und Begriff vom'Wert der Arbeit zu erschließen. In Hrastnigg Felsgründe und Täler engen und öffnen sich, Schlotte und Hüttenbetriebe überall. Die Werkskapelle der Glasbläser von Hrastnigg, die Volksdeutsche Jugend und die gesamte Bevölkerung grüßt den Gauleiter als Sendboten der großen deutschen Volks- und Arbeitsgemeinschaft. Noch stellt hier und dort verhalten und schüchtern ein Arbeiter. Marxismus und volksfremdc Ideologie haben ihn entnervt, zum Geschöpf des ausbeutenden Massenwahns entwertet. Erstaunt und überrascht blickt er in eine neue Welt, die seinen Wert als arbeitendes Glied der Wcrkgemeinschaft bejaht und erneuert und seine bange Sehnsucht, wohl durch Jahrzehnte hindurch genährt, zu erfüllen gewillt ist. Und immer wieder ringsum jubelnde Grüße, frische stei-rische Volkslieder, Blumenspenden imd Hochrufe! Der Gauleiter bei den Trifailer Bergarbeitern Weiter geht die Fahrt. Trifail, der Mittelpunkt hochwertiger Braunkohlen-Gewinnung wird erreicht. Auch hier ein beispiellos begeisterter Empfang. Bergknappen in ihren schmuck gewirkten Uniformen und Tausende von Arbeitern und schaffender Frauen erwarten den Gauleiter. Was sich hier an freudigem F>griffenscin und Dankbarkeit abspielt, übertrifft wohl alle Erwartungen. In tm- absehbarem Zuge folgt die Menge dem Gauleiter auf seinem Weg zimi Werksaal. Übervoll harrt der festlich gerichtete Raum seiner Ankunft. Noch draußen stehen die Menschen dichtgereiht und hören durch Lautsprecher übermittelt die Grußworte des Bürgermeisters. Nicht endenwollender Jubel aber stürmt dem Gauleiter entgegen, der spontan das Wort ergreift. »Meine Kameraden der Arbeit«, mit diesen Grußworten und als solche reißt er die Hörer an sich. Das Bild vom Recht der Arbeit rollt in knappen, lapidaren Sätzen vor uns ab, vom Kampf der Arbeit gegen die Mächte des Goldes und des Gewinns. Nicht zufällig habe ihn heute der Weg zu ihnen, den Bergarbeitern, geführt. Der Tag der Arbeit wolle ja gerade ihnen Ziel und Richtung weisen, sich als dienende Glieder der allumfassenden deutschen Arbeitsgemeinschaft einzuordnen. Er werde ihnen ihre Würde als arbeitende Menschen wiedererringen und eine gesicherte Lebensgrundlage schaffen helfen. Heil- und Hochrufe in unablässiger Folge und die Führerehrung mit den Nationalhymnen vereinen sich mit den jubelnden Zustimmungskundgebungen der versammelten Arbeiter. Sättel und Pässe führen uns ins Sanntal zurück. Cilli umgibt uns wieder. Die Volksdeutschen Amtswalter erwarten den Gauleiter. Gauleiter Uiberreither dankte ihnen für ihren tapferen Einsatz und gab ihnen die Richtung für ihre zukünftige Arbeit bekannt. Ein fröhlicher Nachmittag im Kreise der Jugend beschlofi den denkwürdigen ersten Feiertag der Arbeit im deutschen Cilli. Im dentschen Marburg Jugend holt den Maibaum ein Am Vorabend des 1. Mai wrde in Marburg wie im ganzen Unterland der iestJich geschmückte Maibaum aufgerichtet. In Marburg selbst wurde der Baum von der Jugend an der Stadtgrenze eingeholt und in festlichem Zug, Musik voran, zimi Sophien-Platz gefaliren. Mit strahlenden Augen marschierten die Jungen und Mädel, und jede Kolonne setzte ihren EJirgeiz drem, die anderen mit ihren Liedern zu übertönen. Bunte Bänder flatterten vom Baum, dazu das Weiß und Rot der Dirndlkleider — ein farbenfrohes, lebendiges Bild, eine einzige Symphonie der Freude. Den Baum begleiteten Mädchen mit dein holzgeschnitzten Zeichen des Handwerks, die hernach nebst einem großen Hakenkreuz den Maibaum zieren sollen. Inzwischen hatten sich auf dem Platz zahlreiche Zuschauer eingefunden. Unter den Klängen des SA^Musrkzuges und von stürmi^ Schern Beifall begrüßt traf der Maibaum ein. Während er aufgerichtet wurde, gab es Mtfsik und fröhliche Lieder. In den Darbietungen teilten sich der SA^Musik-zug, eine Marburger Kapeile, der Marburger Männergesangverein und die Hitlerjugend. Vor allem die BDM-Mädel aus Judenburg ernteten mit ihren Liedeni und Jodlern begeisterten BeHaJl. Schließhch faßte Dr. Butschar die vielen Voilksge-nossen, jung und alt, zu edner großen Singgemeinschaft zusammen. Plötzlich bricht jubelnder Beifall los: Der Maibaum stellt. Stolz ragt er an die dreißig Meter in die Höiie. Sein farbenfroher Schmuck ist ein Bekenntnis zum Leben und die Zeichen des Handwerks versinn-, bildlichen die Achtung des Deutschen \x>r jedweder Arbeit. Die Feier auf dem Sopliienpiatz Schon in den frühen Morgenstunden des 1. Mai erschalten Lieder und Märsche in den Straßen Marburgs. An diesem Wecken nahmen teil Musik- und Spielmannszüge und ein Musiikkorps der Wehrmacht. Und wieder sang die Hitlerjugend ihre frischen Weisen. Bald darauf begann der Auimarsch der Mannschaften und Formationen, sowie der Jugend auf dem So5>hi«nplatz. Festliche Fanfaren des Jungvolkes leiteten die Feierstunde em. Freudig erfclang sodann aus jun«:en Kehlen das Lied »Ein junges Volk steht auf«. Der Spruch »Nim ist die Arbeit wieder Segen« und der Kanon »Wir Werkleute all« bUdeten die weitere würdige Umrahmimg der Kundgebung, zu der sich auch Regierungspräsident Eh*. M ü M e r - H a c c i« s, der Standortälteste Major Goetz und Pg. Steindl sowie zahlreiche Gäs4e eingefunden hatten. In seiner Rede führte Pg. Tr-e^l aus, daß im ganzen Unterland am heutigen Tage die Maibäume stehen, geschmückt mit dem Hakenkreuz imd den Symbolen der Arbeit. Sie seien hier tatsächlich zu einem Symbol des neuen Lebens geworden, das nach jahrzehntelanger Schmach eingezogen i«t. »Jedes Jahr«, fuhr Pg. Treml fort, »soll der Maibaum, der heute zum ersten Mal hier steht, von unserer Arbeit und von unserer Treue Zeugnis ablegen.« Die zahlreichen Versammelten brachen dann in stümiisclie Heilruie auf den Führer £e&te ^tacOrid^ten: Keine Ausstellt auf ein Enticommen ENGLISCHER BERICHT ÜBER DEN AUSGANG DER LETZTEN GEFECHTE IN GRIECHENLAND NACHHUTS. Newyork, 2, Mai. Wie United Press aus London berichtet, setzten schwächere Kräfte britischer, austrati^ctier und neuseeländischer Truppen Ihre Nachhutgefechte In Griechenland fort, um die Einschiffung der britischen Hauptarmee aus Griechenland zu decken. Britische Kreise gaben zu, daß für diese Nachhut nur geringe Aussicht auf ein Entkommen bestehe. Obgleich genaue Nachrichten über die Operationen nicht vorhanden sind, werde befürchtet, daß die Einschiffung groBe Verluste an Menschen und Material erfordere. Es sei anzunehmen, daß die britischen Streitkräfte ihr gesamtes schweres Material einbüßen werden. ScMlnuner als Dunblrchen! HETZLÜGEN DES BRITISCHEN LUFTFAHRTMINISTERS HATTEN BEINE KURZE Berlin, 2. Mai. in dem verkrampften Bemühen der verantwortUcfaen britischen Kriegstreiber, die furchtbare KMastroiphe des englischen Expeditionsheeres In Griechenland in seinem verheerenden Ausmaße dem Volk zu unterschlagen, ergeht man sich ienseits des Kanals hi den tollsten Behauptungen über riesige deutsche Verluste, bei denen Ausdrücke wie »wahre Leichenberge« schon zum Alltäglichen gehören. Die neueste Variation dieser Lügenhetze und Giltmanscherei lieferte der britische Luftfahrtsminister Sir Ar-chibakl Sinclair. Auf einem Frühstück der Englisch-hoHändischen Gesellschaft erklärte der OberhäuptUng der RAF: In Griechenland hat die deutsche Armee die rauheste Behandlung erlitten, die sie iemals erlitten hat, und zwar von Streitkräften, die mir einen Bruchteil der deutschen Truppen ausmachten. Trotz dieser »rauhen Behandlung« errangen die deutschen Truppen Erfolg auf Erfolg, jagten sie die Briten vor sich her und vertrieben England auch vom letzten Zipfel des europäischen Kontinents. Wir verzichten darauf, Sir Archibald Sinclair zu widerlegen. Das tut in sehr eindeutiger Weise schon der Londoiner Nach'ric'htendienst, der dem Korrespon- aus, als der Redner die Marbur-g so ehrende Mitteilung verktmdete; »Der Führer hat über Antrag der Stadtgemeinde die Genehmiguiig erteilt, daß der Hauptplatz dieser Stadt den Namea »Adolf-Hitler-Ptatz« tragen darf. Dies soll gerade heute, am Tag der nationalen Arbeit, Ausdruck dessen sein, was uns alle bewegt. Ein Ausdruck der Freude, daß dieses Land von nun an ewig deutscli bleiben wird.« Pg. Treml hob im weiteren Verlauf seiner Rede hervor, daß wir unseren Dank und unsere Treue dem Führer nur durch rastlose Arbeit zum Ausdruck bringen können. Jahrzehnte hindurch sei der 1. Mai zum Tag des Hasses und des Kampfes gemacht worden. »Wir haben mit diesen Begriffen restlos gebrochen. Für uns ist ATbeit keime Schande, sondern das Heiligste trad Höchste, ^e ist uns Verpflichtung zu äußerster Leistung. Sie ist für uns Eteutsche der Inbegriff unseres Seins und Lebens überhaupt!« In eindrucksvollen Worten legte der Redner däe Oründe dar, die das deutsche Volk zu seiner heutigen Madit und inneren Stärke geführt hateL Sie Hegen in der Kraft der Ocnreinscbaft, die nicht darnach fraigt was der etoeine ist, sondern darnach, olb er setee Aibeit leistet, die er atrf seinem Plaitz zu leisten hat. Ob er nun am PfJug oder am Schraubstock steht, olb er studiert hat oder nicht, ist gleichgültig. Die unselige Kluft, die hier einmal von verhetzten Menschen aufgerissen wurde, ist von uns überbrückt worden dnrcii die Aufrichtung der Gcmetosobajt aHer Schaffenden. »Diese Gemeinschaft'«, rief Pg. Treml, »umschlieBt die Arbeiter der Faust und der Sti'rne und der ärmste Winzer, der seine Arbeit auf dem Platz leistet, auf den er gestulit ist. ist uns genau so lieb denten Edward W a r d s das Wort erteilt. Wards sagt in seinem Bericht Über die kopflose Flucht der Briten aus Griechenland u. a.: »Die deutschen Stukas wirkten wie ein Alpdruck auf uns. Dauernd bombardierten sie aHe Landeplätze, und die britischen Truppen waren deshalb gezwungen, vom flachen Strande aus in die Boote zu waten.« Auch die Newyorker Presse liefert einen aufschlußreidien Kommentar zu Sir Archibald Sinclairs Behauptungen. In Großaufmachung veröffentlicht sie einen ersten Augetizeugesflbericht über die britische Flucht vom Kontinent. »New York World Telegram« überschreibt seinen Bericht: »Schlimmer als Dünkirchen!« Die United-Press-Korrespon-denten Richard Mac Milan und Henry Gore 11, die die Flucht der britischen Truppen mitgemacht haben, zitieren englische SoWaten. die auch schon Dünkir-chen erlebten. Diese Soldaten erklären: »Es war schlimmer als in Dünkirchen. Die Bombardierung bei DUnklrchen war nichts hn Vergleich zu dem, was wir im Griechenland-Feldzug eriebteo.« Das dürfte selbst für Sir Archibald Sinclairs Bedarf ausreichend sein. wde der Direktor und der Doktor. EWese versdiworeoe Gemeinschaft zu pflegen, ist unsere höchste und heiligste Aufgabe. Wenn mm im Raihnien des Steirischen Hejmatbuödeis aufgerufen wird zum Bekenntnis zu Führer und Reich, und alle die erfaßt werden, die sich freiwilHg und mit heißem Herzen zu Adolf Hitler und Deutschland bekennen, dami soll auch im Heimatbund diese Gemeinschaft geschmiedet werden. Das Band, das heute das ganze deutsche Volk umschlingt, soll nun auch um die Untersteirer geschlungen werden. Heute über ein Jahr werden wir RcchenschafJ: geben über das, was an gemeinsamer Arbeit geschaffen wurde. Es wird ein stolzer Bericht der Leistung in der Untersteiermark sein.« Hier richtete der Redner einen Appell an die Jugend, dieses Bekenntnis zur Gemeinschaft als heilige Verpflichtung zu betracäitein, denn jeder ist soviel wert, wie er leistet. Das sei unser oberster Leitspruch. England, das seine Schaffenden naoli den Gesetzen einer kapitalistischen Wirtschaftsordnung ausbeutet, haßt uitts, weil unser Wirken und Sorgen dem Sohaffenden gilt, weil wir der Welt das Beispiel geben. Nach der siegreichen Beendigung dieses Krieges, in dem die Gemeinschaft fester zusammensteht als ie zuvor, werde das große Sozial reich aufgebaut werden, das uns vorschwebt. Unter diesem Maibaum«, so schloß Pg. Treml seine Ausführungen, »wollen wir ein Versiprechen und ein Bekenntnis ablegen zur Arbeit und zur schaffendcTi Gemeinschaft, immer das Vortrfid des Führers im Auge, der der erste Arbeiter der Nation ist. Deüi Dank qti ihn wollen wir zusammenfassen durch gemeinschaftliches Zusammenschließen und durch rastlose Arbeit. Am heutigen Tag der nationalen Arbeit sei das unser Gelöbnis! Nummer 9R Seite 5 AUS STADT UND LAND nHimiiiiiiiiiiiiiiiiiinuiiiiiiHiiiiiiiiuiiiiiuiiiiiiHiiiiiiNHiiiiiiuiiiHmiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimmiiiiniiiuiiiHiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiinimiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuHiHiiimiiiHiuiiiiiii 3ereit »um im ilnttrlanö Laienlehrcriimen für die Ufltersleier-mark 32 bewährte BDM-Führcrinnexi aus (der Steiermark nahmen vom 15. bis 30. April an einem Kurs für Laien-iehrcrinncji auf der Obergauschule teil und werden in der nächsten Zeit in Untersteiermark eingesetzt. Den Höhepunkt während des Lelirganges bildete dci* Besuch des Führers in Graz, denn die Kursteil nehmerinnen hatten das große Glück, unter den Mädeln zu sein, die eioeiahalb Stunden den Führer ganz in der Nähe sehen und sogar mit ihm sprechen konnten. Er selbst hatte ihnen ihre ^roße Auigabe im Südosten vor Augen gestellt, und nun kann die Arbeit noch so schwierig werden, die Worte des Führers bleiben imvergeßiich und geben Kraft zum Durchhalten. Der Kurs vermittelte den Mädeln fachliche und praktische Ausbildung; so gab Frau Prof. Dabrowska von der Lehrerinnenbildungsanstalt methodische Anleitungen über den gemischtsprachigen Unterricht imd die Schulführer in selbst vermittelte ihnen die nötigen Grundbegriffe des Unterrichtens. Einfaches l^ichnen, Werkarbeit, Sport imd sehr viel Kinderspiele sind für die erste Zeit unerläßlich. Auch für kulturelle Arbeit „Sinken und Erzählen war im La^erplan ejn breiter Raum vorgesehen., denn die Laienlehrerin muß mit ihrem Wirken über die Schule hinaus das. ganze Dorf und seine Umgebung erfassen. Frau Prof. Uhlirz hielt zwei Vorträge, uüd zwar gab sie einen ge-geschichtlichen und geographischen Ueberblick über den Südosten und stellte in einem zweiten Referat die Balkanoffcnsive des Weltkrieges der heutigen gegenüber. Ortsgruppenleiter Fr an kl aus Marburg umriß die Auf gaben der Untersleier im gesamtdeutschen Raum. So wurde diesen Fülirerinnen in ge-le 3ufi&anmeifitrf(fiaft In der steirischen Fußballmeisterschaft siegten gestern die Grazer Reichsibahner gegen Donawitz mit 2:0, der SK. Kapfen-berg gegen Wacker (Graz) mit 8:1, Sturm (Graz) gegen RB. Knittelfeld mit 2:0, GAK g-egen Rosenthal mit 4:2, Leibnitz gegen Gösting mit 7:2 und Alpine Zellweg gegen Pohnsdorf mit 4:1, während das Spiel zwischen Grazer SC. und LSV. Zeltweg 3:3 unentschieden blieb. :: Wieder P(in|($üa^c der deutschen Leibesübunf^en. Die im vergangenen Jahre zum ersten Mal mit großem Erfolg veranstalteten PfingsKage der deulschen Leibesübungen werden diesmal am 1. und 2. Juni wiederholt. Die in Sladt und Land durchzuführenden Veranstaltungen werden wieder volkstümlichen Charakter tragen und den Vereinen des NSRL die Möglicn-kcit bieten zu einer großen und würdevollen Werbung für die Sache der Leibes Übung. *, nie Sommcrkanipfspielc der HJ werden in der Zeit vom 25. bis 31. August wieder in Breslau verauslal-Ict. Schauplatz der deutschen Jugcnd-meislerschaften in der Leichtathletik, im Fußball, Handball, Hockey, im Schwimmen, Tennis, Rollschuhlaufen. Kleinkaliberschießen sowie im Bahn-^nnd Straßenradrennen wird zum z>vei-j len Male hintereinander das Hermann I Goring Sportfeld sein. Neben dei* In- ternationalen Sportwoche, die von der Stadt Breslau anläßlich ihrer 700-Jahr-feier im Monat August durchgeführt wird, sind nun die Sommerkampf-spiele der HJ als ein weiterer, weit Über die Grenzen des schlcsischen Sports hinausragender Höbepunkt gesetzt worden* : Ein Radrennen Wien—Graz—Wien tindet am 24. und 25. Mai um den Scmperilpreis statt. Es werden 20 Ehrenpreise gegeben. Anmeldung bis 17. Mai an die Alix^nländische Rad-fahrervereinigung, Graz, Paulustor-gasse 1. : Josef Pcrisch, einer der erfolgreichsten Abfahrtsläufer Bayerns, erlitt am Olymp den Heldentod. Perlsch gewann u. a. im Jahre 1938 das Drei-seilbahnrcnnen in Sestriere. : Kölhlin weiterhin TUclanwärler. Der Berufsverband deutscher Faustkämpfer gibt bekannt, daß Jiach dem äußerst knappen Ergebnis des Aus-scheidungskamjjfes gj^en Neusei und Kölhlin, den Walter Neusei nach Punkten gewann, beide Boxer weiter-hm als Anwärter auf den deulschen Meistertitel im Schwergewicht gellen. Das Vorrecht zu einem Tilelkompf innerhalb einer zu begrenzenden Zeit hat Walter Neusel, falls Lazek aber seinen Titel freiwillig gegen Kölblin verteidigen will, ^o hat Kölblin im Siegesfalle in erster Linie Neu- .,sel anzutreten. Björn Bor{< zweimal übertroffen. Der schwedische Schwimmsport verfugt neben Björn Borg und Peer Olof Olsson noch über einen zweiten sehr schnellen Krauler, der Borg jetzt in der Rekordliste über 100 Yards und 100 Meter ablöste. Olsson stellte mit 52.9 über 100 Yards und 58,1 über 100 Meier zwei neue schwedische Rekorde auf, die bisher Borg mit 54.2 bzw, 58.6 Sekunden innehatte. Die dänische Weltrekordschwim-mcrin RagniiUd Hveger verfehlte zwar über 400 Meter Kraul ihren eigenen Weltrekord im Alleingang mit 5:06,1 um genau sechs Sekunden, dafür gewann sie das lOO-Meter-Kraulschwim-men in 1:09.0 gegen Gimdel Soi'der-berg (1:10.9) und siegte über 100 Meter Glücken in 1:23^5 übcrlegeji gegen die Schwedin' Kerstin, die 1:28.2 benötigte, : Einen Weltrekord Im llochsprun^ stellte in Kalifornien der Anucrikaner Steers mit 2.10 Meter auf. : Vor dem Handballkampf gegen Uu-garn. In den nächsten Ta^en setzen die deutschen Vorbereitungen für den neunben Handballänderkampf gegen Ungarn^ der am 11. Mai in Mannheim stattfinden wird, voll ein. 21 Spieler wurden zu einem Gemeinschaftstrai-ning zusammengezogen. <: Deutsche Billardmeisterschaft. In Leipzig wurden die Kämpfe um die deutsche Billardmeislerschait im Zwei-ball-Cadrc zu Ende geführt. Der Wiener Reicher, der deutsche Meister im Fünfkampf, hoIti3 sich aus diesen Titel ungeschl^en und besiegte im Endkampf Joahim (Berlin) mit 400 : 308. Der Titelverteidiger Rudolph (Essend gelangte hinter Wagner (Nürnberg) und Schwarzer (Wien) erst auf den fünften Platz. : Kcglerländerkampf Deutsellland— Schweden. Die Keglermannschafton von Deutschland und Schweden stan* den sich in Stockholm in ihrem zehn* len Ländcrkamnf gegenüber. Die Gast* ceber feierten in der Jubiläumsverau* staltimg bereits ihren siebenten Sieg und gewannen G271 gegen 5970 Holz Die Deulschen scheiterten in der Hauptsache an der iluien ungewohn« ten Balii;, die einen für sie zu glatten Anlauf hatte. Bester Einzelkeglcr war der Schwede Carlsson mit 863 Holz vor seinem Landsmami Edlund (842) und dem Hamburger Haus Riedel^ der mit 821 sehr gut abschnitt. Sehr gut war auch Paul Plechaty (Berlin), der gleichfalls über die 800-Grenzc kam. Beide Mannschaften sind nach HeU singfors abgereist, wo si eunit Finn* land einen Länderkampf l>estreiten. £efet un6 torrbreftet öfe „Horiiiirirr jtitiiii"! Seite 6 »MaTtturger ZeHungc 2. Mai 1941. pwiF—I. ----- Nummer 98 Bestialitäten der Serben ftroatrn an Xanfd gefeffelt un& »u Xode oefd^leift / Sraucn unb ItinOrr birditd^ trmorött PK. Erst jetzt nach Abschluß der Kamplhancllungen in Serbien,, wo die Zeit j^ckommen ist, sich tiefer und einj^cliGiiilcr mit den Dingen zu be-schäfLigcii, als das in den schnellen Stunden des Vormarsches möglich war. ilii.igm Ereignisse ans Tageslicht, die zur Ciironik dieses Feld-ziiges jrehörcn. Bezeichnenderweise liüufen sich ncl)eii den Berichten über iinverglcichiiciie Ruhmestaten deutscher Sokhilcii auch Meldungen, die orschrc.-!:'nd offenbaren, welches Mordneslndel uns manchmal gegen-ülKTslaiid. Alle iiislicrige Naclirichtcn über serbische Hcslialitälen allerdings werden ühcrlrolTcn durch die Aussagen, die diM* nngosehcne Krnatcnführer Advo-kal Dr. Oranitscli aus Dcrvcnta der kroatiscIuMi Regierung zu Protokollge-jirchcn hat. Darnach spielten sich zwischen den bosnischen Slüdlcn Djakovo und Modrilsrh Akte serbischer Grausamkeiten ab, wie sie viehischer nicht von l'olterkneclUen des Mittelalters liätlen bc«:;anfj;en werden können. Die lievölktM'uufj; von Djakovo strömte an jenem rnhcilslage aus ihren Hausern, alle atmeten befreil auf, denn die Massen des serl)isehen Milllürs waren ab-gezo^^^en, hasteten in wilder Flucht gc-f;en die Save In Richtung Dervcnta, \ielii lau,'^e mehr konnte es dauern, imd die Spitze der deutschen Trupj^en mußte siehthar werden, Hunderte von Augenpaaren starrten gebannt die Straße entlang, warteten ouf den cr-selinlen Augenblick.. .Da! Tatsftchlich dort seiu'iiien sie schon zu kommen, Du mußt mir deine Hand geben, ich möchte das nicht noch einmal durchmachen.« Man fand nichts mehr von dem Moorgräber, Der Schlamm hatte ihn hineingc, zogen, wie schon so viele vor ihm. Das junge »Weib hatte zwar ein Qe-sicht, 80 blaß wie der Schleh, wenn er im Mai am Wegrand steht; aber im übrigen war sie ruhig und gefaßt. — Nun hatte der kleine Peter seinen Vater wieder, von dem er im Leben so wenig gehabt hatte. lauben, denn vorerst fliegen wir über heimatliches Gelände, wo keine Feindberührung zu erwarten ist. Nach vielen Feindflügen komme ich endlich wieder einmal dazu, das fliegerische Erlebnis nicht ganz zu vergessen, denn im Laufe des Luftkrieges gegen England ist die Sprache der Kriegsberichte rauh und hart geworden. Sie schämt sich fast die Schönheit des Fluges zu schildern. Tat und Erfolg stehen ja mit Recht im Vordergrund. Ich glaube, daß die Besatzung jetzt lächeln würde, wenn sie wüßte, was ich gerade niederschreibe. Sie hat ja auch etwas anderes zu tun, als die schmale Mondsichel am tiefblauen Abendhimmel und das seltsame Rot der untergegangenen Sonne zu bewundern. Die Kameraden denken wohl an Cardiff. Schulter an Schulter erscheinen Beobach" ter und Flugzeugführer vof mir. Sie bleiben wortlos, alle starren in die düstere Dunstschicht, der unsere He 111 entgegen fliegt. Wird das Ziel heute nacht gut zu erkennen sein? Der schmale Mondstreifen ist mittlerwelle hinter einem gräßlichen Grau verschwunden. Wir fliegen stur Kurs, nur einmal summt der Beobachter ein kleines Lied . . . Nun prüft er die Uhrzeit und wirft mir einen kurzen Blick zu. Ich weiß sofort, nun muß ich meinen Schreibblock wegstecken, den wir nähern uns dem feindlichen Nachtjagdgebiet. Ich kriecne zwischen den Bomibenschächten nach hinten zu den Maschinengewehren, nachdem ich das Atemgerät über die Nase gebuntTen habe. Der Feuerzauber ist vorbei, denn wir haben die Küste des Festlandes wieder überflogen. Ich habe meinen Schreibblock wieder hervorgekramt, nachdem ich mir vorher an der Heizanlage die Finger e(twa aufgewärmt habe. Flak und Nachtjäger liegen weit hinter uns. Vor uns liegt Cardiff, in dessen Hafen und Industrieanlagen im Augenblick Brände lodern und schwelen. Als wir gleichzeitig mit anderen Kampfflugzeugen unseres Verbandes über dem Ziel erschienen, gaben uns allerdings nun die Scheinwerfer und Flakartillerie einen Anhaltspunkt. Vorsichtig hatten wir unseren Zielraum angeflogen und Serie Brandbomben gelandet, deren lichterloher Schein uns bald verriet, daß wir »zu Hause waren. Dicht neben uns warf eine »Frau Fandor sorgt für alles,« tröstete Johanna, als sie sich an der Hütte verab. schiedeten. »Und der junge Herr tut bc_ stimmt auch für Sie, was er kann,« setzte sie hinzu. »Ja,« sagte Joachim, nahm einen-Fünfzigmarkschein aus der Tasche und reichte ihn ihr. Es ist nur für die ersten Tage, damit Sie Geld im Hause haben, .'\lles andere findet sich dann schon —« Frau Fandor begriff nicht mehr, wo Joachim blieb. Sie begriff auch nicht, wo Johanna sein könnte. Klothilde und Karl von Hölscher mußten wieder abfahren, ohne die beiden gesehen zn haben. »Mein Gott,« sagte sie, als Joachim im Flur seinen Stock in die Ecke stellte, »da bist du ja endlich! War Jolianna auch bei dir? Ja? — Gott sei Dank! Ich dachte schon, es wäre ilir etwas zugestoßen. Wo ist sie denn?« »Sie wechselt nur noch ihre Schuhe, Mutter, sie war etwas zu weit ins Moor gekommen.« Frau Fandor sah erst jetzt, daß sein Gesicht ins Gelbe spielte. »Bist du denn auch hineingeraten?« fragte sie erschrok_ ken. »Bis an den Hals^ Mutter!« »Gerechter Gott! — Wie könnt ihr auch so leichtsinnig sein! Das Hänsli kennt doch den Weg, hab ich gemeint. Aber so ist das schon — ihr jungen Leute lauft immer so dahin, als ob überall Asphaltstraßen wären. Da achtet man da auf nichts mehr. — Na, die Hauptsache ist, daß ihr wieder da seid! Ich habe auf der Veranda decken lassen, es ist noch so schön warm draußen.« »Ja, Mutter.« Johanna bekam, als sie bald darauf erschien, dieselben ^Vorwürfe. Wenn man übers Moor gehe, müsse man achtsam sein und seine Gedanken beisanuiicn lia-ben. Nicht blindlings darauflosrennen. Nummer 98 »MartMifger zemmgß^ 2^ Mai IM. Seifc 7 andere He III ihren Segen ab. Noch in der Kurve zu einem neuen Anflug fliegend, sehen wir, wi« sich die Brände rasend schnell vergrößerten, die einzelnen Brandbomben gleißten bei jeder neuen Entzündung. Zwischen den Salven der wütenden Abwehr schlängelten wir uns regelrecht noch zweimal zu dem erkannten Ziel durch, um die Bombenschächte zu leeren. Beijii Abflug sprühte es rings um uns. Wir kamen durch und sahen noch lange den roten Schein über der Insel. Vernichtung und Tod am Ufer des Bristol-Kanals. Rechts und links von unseren Kurs sahen wir andere Häfen der englischen Südküste im Bomlbenhagel der deutschen Luftwaffe. Die ganze Küste Englands tobte eine toille Abwehr, die zwischen den GroßibrärKien wütend das Bild einer höllischen Nacht steigerte. Aufruhr in eng- lischen Häfen, über die drehend die Schatten deutscher Kampfflugzeuge hiji-wegglerten. Bald überflogen wir noch einen englischen Nachtflughafen, dessen Lichter gedänipft zu uns heraufle im ffiedlkihen Wettstreit der Arbeit verkündet, denen der Führer die Auszeichnung »Nationalsozialistischer Muster, betrieb« verliehen hat. Beteiligung wie noch nie! Schon allein die Tatsache, daß in einem mit unerhörter Wucht geführten Kriege ein friedlicher Sozialwettstreit der Betriebe durchgeführt werden konnte, ist ein Beleg dafür. Ein weiterer Beleg ist die Tatsache, daß sich diesmal die bisher überhaupt größte Zahl von Betrieben daran beteiligte. Nahmen am ersten Lei. stungskampf erst 80.000 Betriebe teil, am zweiten 164.000, am dritten 272.000, so sind es diesmal 290.322 Betriebe gewesen. Endlich zeigt aber auch die Zahl der Betriebe, die diesmal mit der goldenen Fahne des Musterbetriebes ausgezeichnet werden konnten, daß die deutschen Betriebsführer sich im Kriege verstärkt für das soziale Wohl ihre Gefolgschaften und die Pflege der Betriebsgemeinschaft ein. gesetzt und dabei musterhafte Leistungen vollbracht haben. Während 1937 am 1. Mai 30 Betriebe zu Musterbetrieben er. nannt wurden, 1938 73, 1939 99 und 1940 98, sind es diesmal 119, womit die Zahl der deutschen Musterbetriebe auf 419 an. steigt. Unternehmen, die als Rüstungsbetriebe angesprochen werden können, vereinigen die größte Zahl von Auszeichnungen auf sich. Auf die Rüstungsbetriebe der Eisen, und Metallindustrie, des Maschinen-, Apparate und Fahrzeugbaus, des Flugzeug- baus, der chemischen und Elektroindustrie entfallen zusammen ein volles Drittel aller neuen Musterbetriebe. Musterbetrieb kamt nur werden, wer wirklich musterhafte Leistungen vollbracht hat. Betriebe, die diesen höchsten sozialen Ehrentitel noch nicht zu erringen vermochten, aber ihre Gefolgschaften hervorragend betreut haben, werden mit dem Gaitdiplom für hervorragende Leistungen oder einem Leistungsabzeichen ausgezeich net. Diesmal erhalten etwa 2000 Betriebe das Gaudiplom, womit die Zahl der Gau-diplombetriebe auf über 7400 ansteigt. 660 weiteren Betrieben ist im Verlaufe des vierten Leistungskampfes ein Leistungsabzeichen verliehen worden, und zwar erhielten 81 das Leistungsabzeichen für vorbildliche Berufserziehung, 20 das für Kraft durch Freude, 10 für Heimstätten und Wohnungen und 75 für Volksgesundheit. Dazu kommen 474 vorbildliche Kleinbetriebe. Die Gesamtzahl aHcr Lei. stungsabzeichen ist damit auf 3583 ange. wachsen. Darunter befinden sich 1840 vorbildliche Kleinbetriebe. Drei neue Pioniere der Arbeit Gleichzeitig mit der Auszeichnung der Musterbetriebe wurden drei neue »Pioniere der Arbeit« ernannt, und zwar Betriebsführer Professor Dr. Messer. Schmidt, Reichspostminister Dr. O hne s o r g e und Reichsleiter für die Presse Max A m a n n. Der soziale Ehrentitel »Pionier der Arbeit« ist erstmals am 1. Mai des Vorjahres vom Führer an den Betriebsführer des NS-Musterbetriebes Friedrich Krupp AG., Krupp von Bohlen und Halbach, anläßlich seines 70. Geburtstages verliehen worden. Die Verleihung findet jetzt jeweils am l. Mai im Rahmen einer Reichsarbejtskammtrtagung statt. Mit dem Titel werden Männer ausgezeichnet, die in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht vorbildliche und höchste Leistungen vollbracht haben. hörigen unterschieden. Die ersteren sind Arier und Bejaher der kroatischen Freiheitsbewegung, zu den letzteren zählen alle übrigen Bewohner des Landes einschließlich der Juden. Der zweite Teil des Gesetzes bestimmt, wer Jude ist, wobei fast dieselben Bestimmungen angewendet werden wie im Nümbei;ger Gesetz. Besondere Bestimmungen gelten ferner für die Zigeuner. Mischehen können nur mit Zustimmung der Staatsführung geschlossen werden. Der außereheliche Verkehr zwischen Ariern und Nichtariern ist verboten. Juden dürfen Hausgehilfinen unter 45 Jahren nicht beschäftigen. Sie dürfen auch nicht die nationalen Flaggen hissen. Alle Personen, die seit November 1913 ihre Namen geändert hal>en, mUssen jhren alten Namen wieder annehmen. Die Säu. berung im Ärzte, und Advokatenstatus ist demnächst zu erwarten. finden keinen Glauben mehr beim indischen Volk. Eine starke Opposition die geforderten Kriegsleistungen macht sich wieder geltend. Die brutalen Unter-drüokungsmethoden führten zu Demonstrationen in den meisten großen indischen Städten. Mit Blut und Terror gellt die englische Polizei vereint mit TrujJpenkontlngenten gegen die Inder vor. Und jetzt folgt die Einführung der Prügelstrafe als wahrhaft »demokratische« Maßnahme. Ein neues Kapitel in der an Blut und Tränen so reichen Geschichte Indiens unter englischer Herrschaft. S>a0 3u&engefe6 in UroaNen Die wichtigsten Bestimmungen des Ge. setzes, das dem Vorbild der deutschen Rassengesetze angefaßt ist A g r a m , 2. Mai. Das kroatische Judengesetz, das ganz nach dem Vorbild der deutschen Rassengesetzgebung aufgebaut ist, wur. de am Mittwoch vom Staatsführer. Dr. Ante Pawelitsch unterzeichnet. Im ersten Teile des Gesetzes wird streng zwischen Staatsbürgern und Staatsange- An die Aufgeber von Anxeiaen I Die Vciwuhung behält sich Abänderungen des Anzeigentextes, soweit sie aut Grund der bestehenden Vorschriften nötig sind, vor, ohne daß der Anzeigen-Aufgeber hievon immer verständigt werden kann. niF ^T,R^VAI »liNG DER „MARBURGER ZETTIHMG" Blutiger Terror in Indien London greift zu brutaler Untenlrückung Kabul, 2. Mai. Rücksichtslos will London die Opposition der indischen Bevölkerung gegen die hohen Tribute für den englischen Krieg in Blut ersäiufen. In allen indischen Städten geht die englische Polizei zusammen mit britischen TrU(Pi>enkontinig€nten brutal mit 4er Schußwaffe gegen die demonstrierenden Inder vor. So wird jetzt aus Ahmed ab ad bekannt, daß dort bei den Zusammenstößen am 18. April und an den folgenden Tagen 55 Inder erschossen und 300 verwundet wurd^. Es entstanden im Verlauf der Schießereien so viele Feuersbrünste, daß aais dem 'allerdings erst nach dem Krieg« — falls das Land den Londoner Forderungen getreulich nachltomme. Doch der einmal Betrogene ließ sich diesmal nicht so leicht übertölpeln. Englands Versprechungen Serbische Heckenschützen unschädlich gemacht Eiui gefährlicher serbischer Heckenschütze in Mazedonien, der berüchtigte Bandenführer Milo S t a n k o v, wurde festgenommen und mit seiner Bande erschossen. Stankov und seine Mitschuldigen halben viele Morde auf dem Gewissen. Lindbergh aus dem Reservekorps der Luftwaffe ausgetreten. Newyork, 2. Mai, Der amerikanische Flieger Lindbergh richtete ein Schreiben an Präsident Roosevelt und teilte ihm seinen Austritt aus dem Reservekorps der Luftwaffe mit, Lindbergh erklärte, er habe diesen Beschluß auf Grund einer persönlich beleidigenden Bemerkung Roosevelts gefaßt. 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Apnl 1941 und wurde ihrem Wunsche gfemäß nach Graz überführt. 2142 Der Chef der ZlvHverwaltun^g in der Untersteiermark hat für die zur Sicherung der Versorgung durch den Politischen Kommissar von Marburg Stadt und die Firma Josef Jeglitsch in Kranichsfeld erfolgenden Aufkäufe von Kartoffeln nachstehende Erzeugerabgabepreise festgesetzt: Schneeflocken je 100 kg ..... 170 Dinar Alle anderen Sorten je 100 kg . , , , 150 Dinar Hierzu darf der Großhandel die tatsächlichen Frachtkosten und eine Großhandelsspanne von 15 Dinar je lOO kig berechnen. Der Verbraucherhöcbstpreis wird für Schneeflocken mit 2.20 Dinar und für alle anderen Sorten mit 2._Dinar je kg festgesetzt. Diese Preise gelten auch bei anderen Auf- und Verkäufen von Kartoffeln in der üntersteiermark als Höchstpreise. 2157 I DEUTSCHE SPRACH. U. I^ECHTSCHREIB-KURSE, STENOGRAPHIE UND MASCHiN- SCHREIBKURSE an der Handelsschule M. Kowatsch» Marburg, Obere Herrengasse 14. Einschreibungen täglich. Beginn sofort. Die bereits eingeschriebenen Schüler mögen den neuen Stundenplan abholen. 2139 Schmerzerfüllt geben die Unterzeichneten allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß ihre innigstge-liebte, unvergeßliche Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Frau litlc lalllll. Ri IMflKH Postuflterbeamtenswitwe am 30. April 1941 um 13.30 Uhr nach kurzem Leiden und versehen mit den Tröstungen der hl. Religion, im 67. Lebensjahre gottergeben verschieden ist. Das Leichenbegängnis der unvergeßlichen Dahingeschiedenen findet Freitag, den 2. Mai 1941 um 16.30 Uhr, von der Leichenhalle des städt. Friedhofes in Pobersch aus statt. Die hl. Seelenmesse wird am Samstag, dem 3. Mai 1941 um 8.^^0 Uhr in der Franziskanerkirche gelesen werden. Marburg, 30. April 1941. 2i3ft Karl Hoschitz, Schwiegersohn, Steffi Hoschitz geb. Lahovi«^, Tochter, Burschi, Enkel. BURG-KUl^O Eine köstliche Bauernkomödie, ein Prachtstück volkstümlichen Humors! HiKhzelisnachi Ein Ufa-Film mit Hell FInkenzeller, Oeraldiri':' Katt, Rudolf Carl, Theodor Danegger, Hans Fidesser, Georg Vogelsang, Maly Delschalt. Drehbuch: Richard Billinger und Werner "ph-nius nach der Komödie »Der Stier geht los« von Otto C. A. zur Nedden. — Musik: Werner Bochmann. Herstellungsgruppe; Georg Witt. — Sniel-leitung: Carl Boese. Vorführungen täglich um 16.30, 18.45, 21 Uhr, An Sonn- u. Feiertagen erste Vorstellung 14.15 Kartenvorverkauf von 10—12 Uhr und eine Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung. — Femruf 22-19. Während des Kulturfilms und der Wochenschau ist jede Störung zu vermeiden. Zuspätkommende werden nunmehr während der Lichtpausen zum Eintritt zugelassen. Eine halbe Stunde vor Beginn jeder Vorstellung ist der Vorverkauf von Eintrittskarten nicht gestattet. ESPLANADK Iis« Werner Carl Raddatz ktmuUmaeti Ein eine Alliance-Film der Ufa mit Heinz Goedecke ♦ Joachim Brennecke ♦ Ida Wüst ♦ Hedwig Bleibtreu ♦ H. H. Schauftiii Hans A. Schlettow ♦ Malte Jaeger + Walter Ladengast ♦ A. Florath ♦ Elise Aulinger Wilhelm Althaus •und im »W unschkonzert« Marika Rökk * Heinz Rühmann * Paul Hör-biger * Hans Brausewetter ♦ Joseph Sieber Weiß-FerdI * Wilhelm Strienz * Albert Bräu und das Philharmonische Orchester, Berlin. Drehbuch: Felix Lützendorf und n.'.uarJ von Borsody. Neukomposition und musikwi-hsche Leitung; Werner Bochmann. Herstellungsleitung: E. Pfitzner. Spielleitung: Eduard v, Borsody. Wochenschau Kulturfilm Vorführungen täglich um 16.30, 18.45, 21 Uhr. An Sonn- u. Feiertagen erste Vorstellung 14,1.^ Kartenvorverkauf vnn lO—12 Uhr und eiiK' Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung. - -Fernruf 25-29. tiS ESI P la KundiiMchung •Auf Grund der mir vom Chef der Zivilverwaltung in der Unterstelermark erteilten Frmächtlcrung ordne ich an; 1.) Allen Zivilpersonen in Marburg a. d. Drau ist es verboten, in der Zeit von 0 Uhr 30 Min. bis 5 Uhr die öffentlichen Plätze, Straßen, Gassen und Wege zu bcnlitzen. 2.) Zivilpersonen, welche aus Berufs- oder anderen zwingenden Gründen einer Aui^nahme von diesem Verbote bedürfen, haben um die Ausstellung eines bezüglichen Bewilligungsscheines unter Angabe dieser Gründe bei der Polizeidirektion in Marburg a. d. Drau, Domplatz Nr. 1, anzusuchen. 3.) Zivilpersonen, welche in der Zelt von 0 Uhr 30 Min. bis 5 Uhr ohne Be-wi!ligunn;sschein der Polizeldirektlon angetroffen wefd^n, werden der Strafe zugeführt. Es wird neuerlich in Erinnerung gebracht, daß sämtliche Öffentlichen Lokale (Gast- und Kaffeehäuser, Bars usw.) im Stadtgebiet Marburg den Öetrieb um 24 Ulir 7.U sperren haben und daß Uebertretungen werden. Marburg a. d. Drau, den 30. April 1941. 2144 dieser Anordnungen bestraft Der Polttische Kommissar der Stadt Marburg a. d. Drau Knaas. Bekanntmachung Betr.: Arbeitsruhe und LolitizahUingspfUcht am nationalen Feiertag des deutschen Volkes 1. Mai 1941. 1. Am 1. Mal 1941 ruhte, wie bekannt, in sämtlichen Betrieben der Untersteiermark die Arbeit, ausgenommen hievon waren Betriebe, die mit kriegswichtigen Arbeiten beschäftigt sind. 2. Der für diesen Tag zustehende Arbeitslohn ist trotz der Arbeitsruhe zu bezahlen. In Betrieben, in denen infolge Ihrer Kriegswichtigkeit gearbeitet werden mußte, erhalten die Gefolgschaftsmitglieder zu ihrem normalen Stundenlohn einen Fei^rtagsruschlag von 100®/«. Der Leiter des Arbeitspolitischen Amtes 2145 Dr. Sturm e. h. Fährmtbilder Original Fotos und Farbdn^ekc aus dem Verlag nat. soz. Bilder H. Holfmann, Müncnen in allen Größen und Preislagen vorrätig. H. Kmrbüutx, Marburg Herrengasse 3 - Telephon 26-42 —————————«Tri11 II 1111111 II II I Hauptachriftleiter Anton Gmchsek, StcHvertretend^ Haiiptscfcriftleitcr Udo — Druck der ..M^rbiirgcr Druckcrci"