Anbacher Seituna. .1^ V8. Donnerstag am H. Februar «jijK«. Die „Lacher 3'itun," erscheint. "'^!> «nahm der S.n,^ mw ^ ° ta e tagl^ n^ ^" '„„nt dc.« Vcila^n im Comptoir a,«"zjährig ., si.. halbjäbrig 5 ss. 30 lr. mi. K eulband im Comptoir qanz.ahr.g !i st lalb,abr^ . «- 3nr d'c Z'.'^llm^ ,»'H Haus ,mc> s^ilbjähriq 30 kr. mel.r ,,l entricht.». Mit der Voi, Porto- rc ga ,jähriq. nntcr Krenzbm.d nnb gedr.lcktcr Adrcss. N, ft l) "' '" h^ 7 st zo sr. In scva t. on «q ebi. l. r s..r cinc soalt.-. i fr., für ,wc»»al>qe 4 ^' ".r drnma ,qe ., kr. E M^ ^"^ ' 's 12 ^c. en losten ! ft. st.r ^ Via!. 50 s.-. f,.r 2 Ma! n». ^0 kr. fnr 1 Mal einschalt.», c^„ dVftn ^lu.hn-n ist nach den. ..Prov>,or>schcn G.,che ^o»> «.. Novcml'cr l. .'. f,n ^n,.lt>m,^sta».Pel" noch ,<> f>, f..r einc j.d.s„.aliqc ^».scl'altnnq hinzn zn rechnen. Mmtlicker Theil. Il^ei Bestätigung des Empfanges der Hierlands eingegangenen Unterstüftungsbeiträge für die durch Ueberschwemmung Verunglückten im Hcrzogthume Steiermark, hat mich der Herr Statthalter in GraN ersucht, den edlen Gebern seinen verbindlichsten Dank auszudrücken. Welchem Ersuchen ich durch die gegenwärtige Veröffentlichung entspreche. Laibach, am 2. Februar 1«ü2. Gustav Graf v. Chorinsky m. n., k. k. Statthalter. Se. k. k. apostol. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 17. December v. I., dem zum Patriarchen von Venedig ernannten Vischofe in Verona, Aurelio Mutti, als Ritter des Ordens der eiseruen Krone erster Classe, uud mit allerhöchstem Cabinels-schreiben vom 22. d. M. dem Rcichsrathe Fürst L)ugo, Altgraf zu EalM'Re i fcrsche id t-K ran theim die wirkliche geheime Rathswürde tarfrei zu verleihen geruht. Se. k. k. apostol. Majestät haben dem Grafen Philipp Gallaran-Scotti, uud dem Conte Pietro Vivaldi Pasqua di Casabianca in Mailand, die k. k. Kämmererswürde allergnädigst zu verleihen geruht- Ungeachtet mehrmals wiederholter Warimngen der Redaction des „Fremdenblattes" gegen die Aufnahme von unsilttlichen, vorlauten uud sonst unzu-kömmlichen Artikeln in ftine Spalten, hat dieselbe dennoch in ihrer Ausgabe von, 2!i. und 30. Jänner d. I. wider alle jene vorausgegangenen amtlichen Weisungen erneuert verstoße», iudem ste theils nut seltener Tactlosigkeit, theils in der offenbaren Absicht, das Publikum zu mystificiren, in dem ersteren Blatte zu Freiburg ein Denkmal dem Franziskanermönch Berthold Schwarz, anstatt dem Geschichtschreiber Rottek errichten läßt, in dem lchteren aber daö abgeschmackte Gerücht von Besetzung verschiedener Civilämter, so wie der Direction der k. k. Hofburgtheater durch hochgestellte Generale, die es sogar zu nennen sich nicht entblödet, in Umlauf bringt. Auf Grund der gegen ähnliche Unziemlichkeiten fruchtlos erlassenen Warnungen ist zu bestimmen befunden worden, das „Fremdcnblatt" von heute an bis einschließlich U>. Februar d. I. zu suspendiren und die k. k. Stadthauptmannschaft mit dem Vollzüge dieser Anordnung zu beauftragen. Wien, am 3t. Jänner 18li2. Vom k. k. Militärgouveruement. Verändernnften in der k. f. Armee. Veförderunge n. Hauptmaun Carl Bayer v. Waldkirch, des Inf.-Neg. Erzherzog Carl Ferdinand Nr. Kl, znm Major beim Inf.-Neg. Graf Strassoldo Nr. «1 — und Hanptmann Adalbert Herzl, dieses leNteren, zum Major bei ersterem Inf.-Reg. Nr. lii; Hauptmann Franz Gibel, vom 46. Inf.-Neg. Baron Iellacic, zum Major bei Herzog Nassau Infanterie. Nr. Ui, woselbst er zur Dienstleistung einrückt; daun Hauptmann Joseph Ritter v. Kriegs-Au, von Großfürst Constantin Inf. Nr. 1«, znm Major beim Inf.-Reg. Baron Iellacic Nr. 4«; Hauptmann Ignaz Freiherr Pidoll zu Qnintenbach, des Inf.-Reg. Baron Haynau Nr. i!7, zum Major bei Graf Hartmann Inf. Nr. !); Hauptmaun Anton v. ?tagy, des Kaiser Franz Joseph Iäger-Negiments, nnd Rittmeister Joseph Friedrich v. Stromfeld, des Dragoner-Regiments Fürst Windisch-Gräft Nr. 7, zu Majors in diesen ihren Regimentern; endlich, Hanptmann Michacl Freiherr v. ^'ütgendorf, vom 10., znm Major und Commandanten des 4. Feldjager-Vatail-lons, nnd Hauptmann Alerandec Hoffmann v. Donneroberg, des Geniestabes, zum Major ebendaselbst, mit der Bestimmung als Geniedirector in der Festung Königgräy. Erne n n u n g e n. Die zweiten Obersten: Franz Freiherr Martinich v. N^artinegg, des Kaiser Franz Joseph Jäger-Regiments ; Demeter v. Karajan, des Husaren-Regiments König v. Preußen Nr. 10, und Anton Frech. Dobr-zensky v. Dobrzenitz, des Uhlancn-Negiments Erzherzog Ferdinand Marimiliau Nr. 8, zu Commandanten dieser Regimenter. Nichtamtlicher Theil. Gonstitttirnug dl's fteoftnostiscb-n,ou-ttNllftischcn Vrvcittes für Krain. __l),-. lv. — Mit wahrhafter Freude begrüßen wir die Begründung eines Vereines, der es sich zur 'Aufgabe gemacht hat, die möglichst genaue geognostische und montanistische Kenntniß des an Naturmerkwür-digl-Viten so überreichen nnd rühmlichst bekannten Krain zu erreichen und zu verbreiten, nnd hierdurch auf bergmännische, technische nnd commercielle Unternehmungen , fördernd einzuwirken. Krain mit seinen Grotten und Höhlen, seinen Steinkohlen- und Erzlagern, seinen waldigen Höhen nnd mineralbaltigen Bergen bietet dem Freunde der Geognosie ein weites, reiches Feld, dcm sachverständigen Forscher ein fast noch jungfränllcheö Terrain für sein sicherlich vom reichen Erfolge gekröntes Wirken. Beseelt von dieser Idee, nnd den Wuusch lebendig in sich fühlend, in dieser Richtung für unsere schöne Heimat thätig zn seyn, trat schon im Mai des verflossenen Jahres ein provisorisches Comitt' znr Ve-gründnng eines geo.gnostisch-montanistlschen Vereines für Krain znsammen, welches die erforderlichen Vorarbeiten in Angriff nahm. Es wurden Etatnttn entworfen, Snbscriptionslisten für beitretende Mitglieder aufgelegt, und Verathungen über die zukünftige Thätigkeit des zu begründenden Vereines, über die Ter-rainsverhältnissc u. s. w. gepflogen. Am 3. Februar versammelte sich uun das prov. Comit«' nebst mehreren Mitgliedern im hiesigen Mn-seumssaale. Der einstimmige Wunsch aller Anwesenden war, den Verein zu constituiren und die Direction zu wählen. Das Vereins-Mitglied, Herr Magistratsrath Ambrosch, präsidirte bei der Versammlung nnd leitete die Berathungen. Zuerst wurde die Wahl des Protectors des Vereines vorgenommen, und ohne alle Debatte sprach sich die Versammlnng in>r nlmom>m für Ee. kaiserl. Hoheit den Durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Johann, den Förderer alles Guten nnd Schönen, ans. Es wmde beschlossen, S<'. kaiserl. Hoheit zu ersuchen, auch diesem Vereine als Protector die bekannte Theilnahme und den Schul) angedeihen zu lassen. Zum Director wnrde mit einer an Stimmen-einhelliqkeit gränzender Majorität gewählt der Hoch-wohlgeborne Herr Illfous Iois Freiherr von Edelstein, und zn Directions-Ansschüssen, sämmtlich mit überwiegender Majorität, die Herren: Johann V a n m q artner, Handelsmann. A m brosch, Magistratsrath. L o sch a n , k. k. Major, v. Kleinmayr, Buchhändler. !>>'. Kl nn, Handelskammer-Secretär. Koß, Stadt-Arzt. Zum Vereins - Secretär wurde ebenfalls i«r l,o Ambrosch bestellt, welcher das ihm übertragene Amt bereitwillig annahm. Nachdem nun dieser für Krain hochwichtige Verein constituirt ist, hängt es nur von der Vaterlandsliebe der Bewohner ab, daß der Verein wachse nnd blühe, daß er schöne Früchte seiner Thätigkeit zu. Tage fördere. Nur durch gemeinsames Wirken, dnrch geistige und finanzielle UntcrstüNung, dnrch zahlreichen Beitritt zu diesem Vereine wird es möglich, die großen Zwecke zn rcalisiren. Vor Allem wäre es zu wünschen, daß auch die außerhalb Krain lebenden Krainer die hei m ischen Institute unte r-st ü Yen würden, wovon wir jedoch, mit a/nngen ehrenhaften Ausnahmen, wenig Beweise haben, und doch ist die 5'iebe znr Heimat, die sich thatkräftig ausspricht, das stärkste Band, das uns an die Brüder des Vaterlandes, an den theuren Bodeu der Heimat kettet. Ferner wäre ein Anschluß des Triester-nnd G örz er-Gebietes in dieser Richtung hin (wie es ehedem ohnedies? der Fall war) höchst wün-schenswerth, und die Direction wird sicherlich nach Kräften sich bestreben, Alles aufzubieten, was die Interessen des Vereines und dcs Landes zu fördern vermag. Indem wir noch znr Kenntniß bringen, daß Subscriptions - Bögen zu Beitrittserklärungen und Exemplare der Statuten beim Herrn Secretär Freyer, im Redactions-Bureau der „Laibacher Zeitung" (Bnchhandluug von Kleinmayr << Bamberg) nnd bei sämmtlichen Ausschuß-Mitgliedern anfliegen, rufen wir im festen Vertrauen auf den stets bewährten Patriotismus der Krainer: „Möge dieser Verein, wie so Vieles Gute und Schöne, nicht an Theilnahmslosigkeit uud Lauheit ersterben, sondern wachsen, gedeihen uud herrliche Früchte tragen,'" Die Schrift dcs Grafen Fiquelmont. In der besprochenen Schrift des Herrn Grafen v. Fiqnclmont findet sich folgende beachtenswerthe Stelle über das Princip der Oeffentlichkeit in Wort nnd Schrift: „Anch wir dürfen stolz ftyn auf die Macht der menschlichen Fähigkeiten; bevor wir uns aber von dem Zanber eines Wortes hinreißen lassen, fühlen wir gleichwohl daS Bedürfniß, in denl Getriebe der Welt nach den Wirkungen der Ideen zu 122 forschen, für welche ein derlei Zauberwort den Ausdruck bilden soll. Diese Forschung hat uns nachgewiesen , daß die Oeffentlichkeit in dem Umfange, in welchem die Presse sie »erlangt und ausübt, niemals ein gntes Regierungs - Princip seyn kann. Denn die Oeffenclichkeit ist überhaupt kein Princip. In der natürlichen Ordnung der Dinge ist sie bloß die Folge vollendeter Thatsachen; geht sie der Vollendung voraus, so wird diese dadurch verzögert oder verunstalt tet, oder gar unmöglich gemacht. DaS heißt, alles was in der Natnr geschieht, geht unter dem tiefsten Geheimnisse, gleichsam als eine Art von Mysterium vor sich und wird nur in seinem Resultate sichtbar." „Wenn alle Gedanken sich sogleich in Worte kleiden müßten, so ware der gesellschaftliche Zustand unmöglich. Der Mensch hegt keinen einzigen nachhaltigen Gedanken, den er nicht geheim hielte, wenn er Resultate davon erwartet. Der Heerführer setzt große Massen in Bewegung, ohne Jemand in das Geheimniß seines Planes einzuweihen; dieser würde mißlingen, falls er bekannt würde. Der Chef eines Handlungshauses zieht bei seinen Speculationen Niemand in's Vertrauen, und seine Bücher werden dem Publikum erst am Tage seines Bankerottes vorgelegt. Es gibt kein Kunstgebilde, welches der Dichter oder Künstler anders als in der Stille des Studierzimmers entwerfen würde. Dort, in lautloser Zurückgezogenheit, bemächtigt sich das ihm vorschwebende Urbild seiner Seele, dort gewinnt es Gestalt und Entwickelung, dort verleiht die Phantasie ihm ihre glühendsten und ihre wahrsten Farben. Das Werk der Einsamkeit ist voll Reiz und Wahrheit; die Publicitat der ersten Idee würde ihm alle Frische rauben, es würde wachsam ohne Natnrell, denn wenn die Seele sich ihren Gedanken entschlüpfen läßt und ihn vorzeitig enthüllt, so tritt die Manier an die Stelle der Begeisternna.. Richt in den Salons macht nnd schreibt man tiefe Betrachtungen." „Innige Zuueigung und die Tugend bedecken sich gern mit einem Schleier. Es gibt nichts so Geheimes als die Gedanken des Herzens -, wenn die Welt die ersten Blicke der ersten Liebe sehen und verstehen würde, so würdeu diese die geheime Macht verlieren, welche zwei Weseu zugleich hinreißt und über zwei Leben entscheidet. Erzahlt die Freundschaft ihre traulichen Ergüsse? Liegt nicht ihr größter Reiz gerade in der Zurückgezogenheit? Die Nächstenliebe sucht im Geheimen die Hütte des Dürftigen auf, und die Linke weiß nicht was die Rechte gegeben hat. Das Geheime der Hilfe weckt die Erkenntlichkeit; diese fehlt dort, wo eine öffentliche Hand Sammelgelder vertheilt." „Wir wissen nicht, wie der Mensch dazu gekommen ist, so Vieles von der Oeffentlichkeit zu erwarten ; die gehofften Erfolge liegen nnr in seinen Gesetzen geschrieben. Glanbt er denn, außerhalb der Schöpfung zu stehen, meint er die sociale Ordnnng im Widersprüche mit den Gesetzen der Weltregierung regeln zn können? Wähnt er denn, daß die menschliche Gesellschaft nicht genng gut ginge, wenn sie ginge wie die Welt, uud denkt er ihr cine noch größere Laufbahn eröffnen nnd sie noch weiter führeu zn können? Was mich betrifft, der ich weniger hochfahrende Ansprüche mache und demüthigeren Geistes bin, so glaube ich nach Allem, was ich sehe, daß die Oeffentlichkeit dazn bestimmt sey, Resultate zu zeigen, niemals abcr sie zn erzengen. Znr Unzeit angewendet, macht sie Alles mißlingen. Daher sollte man die Oeffentlichkelt, als Regierungsmittel betrachtet, nur auf bereits geschehene Dinge anwenden, nicht aber auf das, was erst zn geschehen hat. Und nnn, nachdem eurem System zufolge die Staatsgewalt eine Delegation ist, so laßt euren Delegirten handeln; behaltet ench bloß das Recht vor, öffentlich Rechenschaft von ihm zu erlangen über den Gebrauch, wel-cheu er von ihr gemacht hat. Aber der Hauptgrund, warnm ihr Oeffentlichkeit verlangt, ist ein Mißtranen ans Grundsatz. Kann ein solcher Grundsatz jemals ein Mittel znm Regieren seyn? Ist er nicht im Gegentheil ein Hinderniß? Das Verlranen ist stets der erste Hebel alles dessen, was in der Welt gnt geht- Der Glaube dient der Religion als Grundlage, gleichwie das Vertrauen die Basis aller guten Beziehungen der Menschen unter sich bildet. Wacht da- her darüber, daß ener Vertrauen nichc mißbraucht werde, dieß genügt eureu Interessen und cnrem Rechte. Aber hetzt nicht jeden Morgen eine Legion von Schriftstellern gegen Diejenigen, welchen eü obliegt, euch iu regieren; die Sache ist nicht so leicht, helft ihnen lieber, nnd da es zur Eristenz emes Volkes uoth-wendig ist, daß es regiert werde, so ertragt euer Uebel iu Geduld uud macht die Sache uicht unmöglich. Unmöglich wird sie aber, wenn die periodische Presse fortfahrt, uubeschräutte Freiheit zu genießen, uud zwar dieß ans dem einfachen Grunde, weil die moralische Macht den Schriftstellern gehört, welche der Regiernng gerade nur so viel davon zukommen lassen, als ihnen eben beliebt, und wir haben es eben schon mehrmals erlebt, daß dieser Antheil sich auf Nichts reducirt hat. Die Staatsgewalt selbst kanu sich bereits fast nirgends mehr dieser neuen Art von Tyrannei entziehen." „Augenscheinlich ist es nicht die materielle Lage der Völker, welche das Mißbehagen vernrsacht, an welchem man die Gesellschaft leiden sieht. Die Un-rnhe, welche sie stürmisch bewegt, ist eine geistige Unruhe, veranlaßt durch Erörterungen über die con-stitutiveu Principien der Staaten. Denjenigen, welche diese Discussion hervorrufen, fehlt es hänfig an Aufrichtigkeit; sie rufeu dieselben vorsätzlich hervor, um Wirren herbeizuführen; es ist das eiue Waffe, de-reu sie sich zu Parteizweckeu und zuweilen, je nach ihrer Stelluug, auch zu politischen Zwecken bedienen wollen. Sie greifen den Sitz des Staatslebens selbst an, indem sie sein Princip und seine Organisation zerstören. Diese Menschen nehmen die Maske der Freiheit vor nnd kündigen sich den Nationen als Befreier au; damit ihre Mission rinen Zweck habe, pro-clamirte sie also alle Fürsten als Tyrannen, denen man Widerstand leisten müsse, uud ihre Negierungen als despotisch, daher man sie ändern müsse. Um zu diesem Resultate zn gelangen, werden Sophismen jeglicher Art gebraucht; die gefährlichste von allen besteht darin, daß man das Volk von seiner Regierung trennt und beide in einer Haltuug beständigen Mißtrauens und permanenter Feindseligkeit einander gegenüber stellt. Diese Tactik der Zerstörnng ist geschickt berechnet, denn das Volk, welches immer der stärkere Theil ist, muß zuletzt jede wie immer geartete Regierung stürzen. Das erwähnte Princip führt nnter allen, welche mail verkünden kann, am schnellsten zur Anarchie, weil es jede Regierung fattisch nnmöglich macht. Oesterreich Trieft, :',. Februar. In Folge der nenen Organisation des Seehafen- und Sanitätsdienstes traten unter andern mit dem l. Februar l. I. folgende Bestimmungen in Kraft. Schiffe mit i'l>!<'»!o lilxi-., werden m sämmtlichen, dem Handel eröffneten Eec-häfen der Monarchie (mit Änsnahme jener von Mi-litärcroatien) zur freieu Gememschaft; jeue mit i.»;»-t n»<»l<'iU<; mm lilx'i'll bestimmt. Die Schiffe, welche sich dort der Kontumaz oder der Beobachtung unterziehen wollen, müssen daher dnrch die Mündung bei Malamocco einlaufen. Schiffe der dritten Categorie, welche p»!<.!l« und keine dem Spurgo uuter-worfeue Waren an Bord haben, können nicht nnr in den Lazarethen, sondern anch in jenen Häfen zuge> lassen werden, woselbst sich Centralämter, Aemter oder Depntationen befinden. — Solche Schiffe werden mithin, anßer in den obenerwähnten Häfen, anch in Chioggia, Pirano, Novigno, Lussin piccolo, Fiu-me, Vnccari, Portor«', Zara, Spalato, Ragusa, Se-benico, Lesina, Lissa und Curzola zugelassen. Sämmtliche Schiffe, welche der Contumaz oder der Veobachtuug uuterliegen, habeu vom 4. Februar an, ansicr den gewöhnlichen Taren, nur die festgesetzte Coutumazgebühr zu entrichten. Mit demselben Tage hört die bioher bestandene Bezahluug der Gebühreu an die Lazarethbeamten nnd Aerzte auf. - - Es ist dafür gesorgt, daß dle sowohl mit !»!>!<>»! beträgt. Was das Mortalitätsverhältniß im erwähnten Ver-waltuugsjahre betrifft, so sind 31.70:; Personen daselbst gestorben, worunter I.'i in einem Alter von lM) Jahren und darüber; im Vergleiche mit dein I. 1849 zeigt sich eiu Weuiger von 992 Individuen. Im Vergleiche mit eben demselben vorhergehenden Verwaltungsjahre siud im I. I860, 2lilo gestorben, was im Ganzen einen entschiedenen Fortschritt der Poplllationsbewe-gnna bekundet. — Nach der letzten Conscription sind in Steiermark 20 Städte, 2.97l Individuen und einem Viehstaud^ "0" !lli«).828 Stücken. — Der steiev'sche Verein von Interessenten der mit der ersten österreichischen Spar-casse vereinigten allgemeinen VersorgnngSanstalt zur gegenseitigen Wahrung ihrer Rechte wurde von der betreffenden Behörde aufgelös't. " Wicu, 1. Februar. Man erinnert sich, daß die Angelegenheit der nns aus Italien znrückströmen-den Sechskrenzerstücke manche Besprechung hervorrief. Die Gründe, welche ts wünschenswert!) erscheinen lassen, daß größere Mengen derselben von ren Staatscassen angenommen werden, siud, wie wir vernehmen, nicht ohne Berücksichtigung geblieben. Das hohe Finanzministerinm hat nämlich mit dem Erlasse vom 111. v. M. gestattet, daß jene Organe, welche, ohne unmittelbar und ausschließend im Dienstt des Staates zu stehen, in den Fall kommen, directe und indirecte Steuern, oder andere ararische Zuflüsse im Namen der öffentlichen Verwaltnng einznheben, berechtigt seyen, bei den Abfuhren, die sie auf Rechnung der eingehobenen Gelder an die zu deren Annahme bestimmten Aerarialcassen leiben, einen aliquoten Theil des zu leistenden Betrages, und zwar: die Tabakverleger und Lottocollectanten höchstens bis zu zwei Zehntel, die übrigen Organe der bezeichneten Art hingegen höchstens bis zu einem Zchutel in Sil-bersechsern zu eutrichten. Uebrigens behält es dabei sein Bewenden, daß nur Münzscheine gegen Münz-scheine bei Staatscassen, in Beträgen über einen Gul» dcu, umgewechselt werden sollen. " Der nordischen Post steht eine raschere Beförderung auf ihrer Reise nach dem Südeu in Aussicht-Eine von Hambnrger Kaufleuten veranlaßte Petition wegen Herrichtung eines Nachtznges zwischen Ha'^ bürg uud Berliu soll von Seite des Hamburger Senats befürwortet, vom Handelsminister von der Heydt aber frenndlich anfgenommen worden sey"' Anch Oesterreichs Verbindung mit dem Norden sieh dadurch einer wüuschenswerthen Beschleunigung e>'t' gegen. * Innsbruck. Der vom katholischen Stam"l-verein für Tyrol uud Vorarlberg erlassene Vuft'N zur Gründung eines Schntzvereines für entlassen I 23 Sträflinge ist nicht erfolglos geblieben. Die zu die» sem Zwecke theils eingegangenen, und theils zugesicherten Beträge haben bereits die Summe von 2l2:; ss. 32 kr. R. W. erreicht, und sind ein neuer Beweis von dem Wohlthätigkeitssinne der biedern Ty-roler und Voralberger. " Lemberss. Die Gutsbesitzer und Gutspäckter des Ezortkower Kreises haben zum Andenken an die Anwesenheit Sr. k. k. apost. Majestät in diesem Kreise, auf die ihnen, für die zur Beförderung Sr. Majestät und a. h. Ihres Hofstaates beigestellten Pferde gebührende Vergütung Verzicht geleistet, und selbe dem Zaleszczyker Spitalfonde gewidmet, was zusammen die ansehnliche Summe von .'527 si. 24 kr. CM. ausmacht. * «pcsth. Seit einiger Zeit haben in den südlichen Theilen des Sanoker '.'.nd Samborer Kreises Viehdiebstähle so überHand genommen, die Klagen darüber sich so gehäuft, dasi das h. k. k. Landespräsidmm sich veranlaßt fand, Eigenthnmscertificate in jcnen Gegenden, wo dleser Unfug getrieben wird, einzuführen, namentlich in der Gegend von Lntowiska, Ba-ligrod, Bukowsko, Lisko und Ustrzyki dolne des Sanoker, dann in der Umgegend von Tnrka uud Lomna des Samborer Kreises. In Folge jener Verordnnng muß der Inhaber dort, wo er sein Vich-stück zur Weide übergibt, sich vor der betreffenden Ortsobrigkelt durch ein Eigenthumscertificat ausweisen, und der Uebcrnehmer des Viehes darf nnr das ortsämtlich anerkannte Viehstück znr Huthweide übernehmen. Die Ortsobrigkeit ist verpflichtet, und zwar unentgeltlich, über jedes einzelne Viehstück das genannte Protocol! zu führen, die Namen sowohl des Inhabers als des Uebernehmers zu verzeichnen, Certificate zn verificiren, und streng zn überwachen, dasi kein unangemeldetes Viehstück ans der Huthweide belassen werde. Im Uebertretungsfalle verfällt der Ucberueh-mer für jedes derlei Viehstück in eine Strafe von 2 ,fl. (5M. oder dreitägigen Arrest. " Hevmannstadt. Da in der jül^sten Zeit vorgekommen, daß Individuen durch Ausstreuung falscher Gerüchte und Verdächtigung der Regiernngs-maßregeln, Unruhe und Vesorgnisi in der Bevölkerung zu erregen snchen, so hat sich der k. k. Militärgouverneur von Siebenbürgen, Fürst von Schwarzenberg, veranlaßt gesehen, in Bezug auf die für die Dauer des Velageruugszustandes in Siebenbürgen bereits bestehenden Ansnahmsgesetze erläuternd nachzutragen und zn verordnen: Das kriegsrechtliche Ver> fahren findet Statt: Wenn Jemand gedruckte oder geschriebene Proclamalionei,, oder wie immer geartete Anleitungen in revolutionärer Absicht verbreitet oder zu verbreiten sucht. Wenn Jemand Briefe, gedruckte oder geschriebene Aufsähe politischen Inhalts einschmuggelt, oder derlei Briefe und Schriften befördert, wenn dieß auch nnr des Gewinnes wegen, oder in einer andern, jedoch nicht in der oben bezeichneten Absicht, Art und Weise geschieht. Wenn Jemand in seinem Hause oder in seiner Wohnung politisch compromitirte Personen beherbergt, oder denselben Unterstand gibt, ohne die vorschriftmäßige Anzeige bei der Obirgkeit zn machen. Anf gleiche Art wird behandelt, wer Wanderbücher, Reisepässe oder Passir-scheine mit einem Anderen vertauscht, herleiht, oder sich einer falschen oder frcmden derlei Urkunde bedient. Endlich wenn Jemand Waffen von was immer für einer Gattung einschmuggelt. I r a n k r e i ch. ^> Paris, 30. Jänner. Der neue Minister des Innern hat unterm gestrigen Datum folgendes Ruud-schreiben an die Präfecten gerichtet: „Herr Präfect,' Die Nachrichten, welche die Re-g'erung über die Art und Wcise, wie die Uutersu-chungen über die Unrnhen des verflossenen Monats gefuhrt werden, empfängt, lassen sie glauben, daß m em.gen Departement, der Eifer der BeHorden nicht hinreichend vou ihren Absichten durchdrnngen ist. Sie hält es deßhalb für nöthig, dieselben auf bestimmte Weise Ihnen kund zu thun. Als in Folge des 2. Decembers auf mehreren Puncten dcs Gebiets aufständische Bewegungen ausbrachen, mußte eiue schleu- nige und kräftige Repression die Sicherheit des Lau-des schützen und die Freiheit des allgemeinen Stimmrechtes sichern. Es war damals klug und weise, nicht nnr die Rebellionsversuche durch die Waffen zu unterdrücken, sondern auch durch Verhaftungen den verzweifelten Anstrengungen der besiegten Factionen zuvorzukommen. Heute, wo das gesammte Volk dem Neffen des Kaisers seine Gewalten gegeben und wo er mit seinen Händen eine mächtige Regieruug ge-schaffeu hat, deren rechtmäßige Autorität allcn Parteien Achtung und Gehorsam auferlegt, kanu nichts mehr verhindern, daß die großmüthigen Absichten des Staatsobcrhanptes schleunigst verwirklicht werden. Sie wissen, Herr Präfect! daß, wenn es unttr den December-Insurgeuten auch solche ruchlose und gefährliche Leute gibt, von denen man das Land säubern muß, so doch die andern meistens arme Handwerker oder Landbewohner sind, die nnr dnrch Schwäche oder Unwissenheit zum Aufruhr verleitet worden sind. Ist es nicht betrübend, zn denken, dasi arme Irregeführte, die nur Werkzeuge in den Händen der wirklichen Schuldigen waren, wie diese Letztern den Leiden einer so langen Haft ausgesetzt bleiben nnd daß jo viele ihrer Ernährer beraubte Familien in Elend und Thraueu seufzen? Dieser Zustand hat deu Priuz-Prä-sideuteu gerührt und er beauftragt mich dem zu Folge, Ihueu die uöthigeu Gewalteu zn übertragen, um auf der Stelle alle diejenigen nnter den Gefangenen, die Sie für lediglich verleitet halten nnd deren Freilassung keine Gefahr für die Gesellschaft haben kann, aus den Gefängnissen zu entlassen und ihren Familien wiederzugeben. Die Natur Ihrer Functionen, die Sie nlit den natürlichsten Qnellen der Untersuchung iu Berührung bringt, wird Ihnen, wte ich hoffe, gestatten, die bezeichnete Unterscheidung leicht zu bewerkstelligen. Ich benachrichtige Sie überdiesi, daß die Militär- und Justizbehörden, mit denen Sie sich hierüber zu benehmen haben, zur selben Zeit durch die Herren Minister des Krieges und der Justiz die Befehle des Prinz-Präsidenten empfangen werden. Was mich betrifft, Herr Prefect, so bin ich glücklich, IlMN diesen vertranens-vollen Anftrag ertheilen zu können. Ich hoffe, dasi Sie denselben mit der erforderlichen Klugheit und Einsicht ansführen werden. Empfangen Sie u. s. w. de Persigny." C5rol)l'ri!lllmirll nnd Irllttld «ondon, 28. Jänner. Alle Nachrichten aus Irland stimmen darin überein, daß die Lage der Dinge in den drei nördlichen Grafschaften sehr beunruhigend wird. Fünf Compagnien Soldaten haben Dublin verlassen, um sich nach dein Schauplätze der Unruhen zu begeben. Man hört, daß die Regierung energische Maßregeln eben getroffen, um die Bezirke zu züchtigen, welche sich durch agrarische Verbrechen hervorthun. Selbst die Frauen der Gutsbesitzer sind ihres Lebens nicht mchr sicher. Für die Grafschaft Monaghan ist eine Specialcommissiou in Thätigkeit um der Bandmännerverschwörung anf den Gruud zu kommen, und die Urheber der letzten Mordthaten aufzuspüren. Was diese Zustände 'um so bedauerlicher macht, ist die Thatsache, daß alle Güter im Werthe fallen, da sich das Capital ganz von dort zurückzieht nnd Niemand Lust hat, selbst zn spottwohlfeilen Preisen sich dort anzukanfen. Der Mar->qms v. Bach, der iu derselben Grafschaft Güter besitzt , hat allen Pächtern, die nicht im Stande waren, lhr Pachtgeld zn erschwingen, das Anerbieten gemacht, sie und ihre Familie, anf seine Kosten, nach Amerika zu bringen. Diese Pächter waren seit sechs Jahren nicht im Staude, ihren Pacht zu zahlen und so hält der Marquis es für vortheilhafter, dieselben auf seiue Kosten nach Amerika zu bringen, als dasi er anf seine Pachtgelder für immer Verzicht leiste. Das Parlament wird am 3. k. M. von Ihrer Majestät der Königin in Person eröffnet werden und man trifft Anstalten, um den neuen Westmin-sterpalast bei dieser Gelegenheit in seiner ganzen Pracht zu zeigen. Seit dem Beginn der vorigen Session sind in dem Personal des Unterhauses einige nicht unbedeutende Veränderungen eingetreten, ^ehn von den damaligen Mitgliedern sind gestorben, zehn andere haben die parlamentarische Laufbahn verlassen, noch einige sind zur Panswürde erhoben, oder durch den Tod ihrer Anverwandten zu Sitzen im Oberhause berufen worden. Im Ganzen sind seit den allgemeinen Wahlen im Jahre 1847 nicht weniger als hundert nene Mitglieder in das Unterhaus getreten. Die Verhandlungen im (!m,>-<»!" I^1>. <,!!<»- in der Angelegenheit des Herrn Salamous wurden hente fortgesetzt. Nach einem erschöpfenden Plaidoyer von Seiten ' Sir Fitzroy Kelly's, der den Angeklagten vertritt und den Beweis zu führen suchte, dasi die von der Gegenpartei angeführte» Gesetze nur gegen die Katholiken, nicht gegen die Juden gerichtet wären , erklärte der Oberrichter, da dcr Fall von großer Wichtigkeit sey, indem er, ohne von seinen religiösen Beziehungen zu reden, die Interessen einer bedeutenden Anzahl brittischer Unterthanen berühre, so müsse der Gerichtshof sich Zeit nehmen, ihn in reifliche Erwägung zu ziehen. Das Urtheil wnrde demnach ausgesetzt. Afrika. * Tripolis, 1'l. December. Iu der Verwal-timg dieseb Landes herrscht die größte Thätigkeit. Izzet Pascha, türkischer Gouverneur der Provinz, hat alle erforderlichen Maßregeln ergriffen, um den Tan-simat wahrhaft zur Ausführung zu bringen. Die Erhebung der Stenern ist neu geregelt worden, auch mehrere neue, bequeme Straßenzüge wurden angelegt. Handel uud Sicherheit haben derart zu Tripolis zugenommen, daß mehrere Hundert Familien bereits aus Tunis ausgewandert sind, um sich hier uuter den Schirm einer kräftigeren Negierung zu stellen. Zu Fezzan, dreißig Tagemärsche von Tripolis ist ein Infauterieregimeut aus Negern gebildet worden. Dieses ist ganz nach Art der türkischen Li-uientruppen montirt und emerercirt. Zahlreiche Araber sind hier aus Algerien eingetroffen. Einige begeben sich auf die Pilgerreise uach Mekka, andere gedenken sick hier danernd anzusiedeln und beschäftigen sich mit Handel und Wandel, wobei ihnen die Behörden willfährig an die Hand gehen. Neues und Neuestes. " Wien, 3. Februar. Bei der heute Früh vor-geuommeueu Ergäuzuugsverlosung der älteren Staatsschuld ist die Serie 3/52, mährisch-ständische Aerarial-Obligationen enthaltend, gezogen worden. Der Eapi-talsbetrag ist 1,460.849 ss. 29 kr. CM. — Der Auhaug zum allgemeinen österreichischen Zolltarife ist im Verlage der k. k. Hof- und Staats-druckerei eben erschienen. Er enthält das Verzeichuiß der zollfreien Waren, der Ganz- und Halbfabrikate, von denen der Centner nicht höher als mit 1^ st. belegt ist, jener, die bis lll» fl. und jener, welche darüber belegt sind; — feruer ein Verzeichuiß der Tarifsätze, die den aus verschiedenen Bestandtheile», uud Stoffen zusammengefegten Arbeiten entsprechen, — eine Reductionstabelle für Hohlmaße, eine solche für das Wiener Gewicht anf Zollgewicht und umgekehrt; endlich ein alphabetisches Warenverzeichnis; und cine Consignation sämmtlicher Zollämter. Telegraphische Depeschen. * Livorno, 2«. Jänner. Anton Bonaparte ist heute hier eingetroffen, er reiset uach Pisa und Florenz. — Turin, 30. Jan. Die Abgeordnetenkammer discntirt noch immer das Sicherheitsgesep. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat eineu Gesetzesvor-schlag gemacht, wonach von Turin eine Telegraphenlinie zum Anschlüsse an das lombardische Telegraphensystem gezogen werden soll. — Genua, 30. Jänner. Das democratische Journal „la Maga" ist wegen eines feindseligen Artikels gegen den Präsidenten der französischen Republik abermals mit Beschlag belegt worden. — Paris, 2. Februar. Die brittische Regierung hat hierher augezeigt, daß sie die Blokinmg des Golfs von Benin in Westafrika (eines Theils des Golfs von Guinea) angeordnet habe. Verleger: I«u. v. Kleinmayr uud Fedor Vamber«. Verantwortlicher Herausgeber: I„n. v. Kleinmayr. Telegraphischer Ou»rs«Pericht der Staatspapiere voin ^. Februar l852 Gtaatsschilldverschrtil'Mlssn, zu 5 p<5t. (in <5M.) lN <.'»/><» detto , ^ l/i .. „ 8^ !i/^ Staatsschulducrsch. v. Iahlc 1850 »lit Rückzahlung ., 4 ., . !>1 -V^ Dolchen mit Verlosung v. I. INN. fiir 500 ss. 1112 l/2 dctto dcttu' 18!w, „ 2'>0 „ :l0<» Wicn. Stadt- Banco - Obl. zn 2 1/2 ptC. (in CM.) 5« 1/2 NcucS Anlehm l85l ^Uter» ä......lN II/1« dctto Lil^ra 6.......1041/8 Obligationen der Stände u>'» l ! Oesterreich u»ter und ob der l zu 3 l'^^- l Enns , von Böhme», Mäh- l> „ 2 1/2 ., < reu, Schlesien, Steiermack, ^ „ 2 l/4 „ i^ ^ Kärnten, Kram, Gorz und l „ 2 „ l 4»l deSWien. Oberfammeramtes < 13/^ ' "^ Ä,i!,f-?lctie». vr. Stl'ck 1224 ft. in 6. M. Actien der Kaiser Ferdinands-NDrdl'al)» ,u 1000 ff. C. M.......>5.'i0 ft. in<5. M. Actitn der Wien-Gloqgnitzer'Giseubahu ^u 500 sl. (5. M/...... 705. st. in K. M. Acticn der österr. Donau lDampfschiffsahrt zu 500 st. C. M........7 st. i» 24 l/i st. Fusi, ^!nld.) «23 Vf. 2 Monat. Hambmg. für «00 Thaler Äanco, Nthl. 1«l li/4 2 Monat. Liuorno, für 3»0 Toscanisch.' Vire. Guld. 120 1/2 2 Monat. London, snr < Pfund Skrliüg, («„li'en l2-15 ^ Monal, Lyon, für 300 Franken, . . Guld. 145, ,V4 2 Monat. Mailand, für :l00 Oesterreich. i»ire, Guld. 12Z .'i/4 Bf, 2 Monat. Marseille, für IlU,» Frans.,!. . ^',lld. 145 3/4 2 Mom,t. Varis, für .'l<>0 Franle» . . K>u,d. l4»»Vf. 2 Monat. K. ,ss. Mnnz-Ducaten......2!> 3/4 pr. Cent. Agio. Fremden-Anzeige der hier slugekommeueu und Abgereisten. Den 30, Iä„ i, el' I852 Hi-. Mikeli, rllss. Vicecoüslll; — Hi', Dobül.', — l». Hl-. Eryliy , beide ?ldv»cate»; — Hr. La„-dalle,', Gittsbesißer, — l>, Hr. Schreitoo, Haildelsm, alle 5 vo,' Wie,, ii^ch Tn'est. — Hr. Küoach, Gutj-besitze^ vo„ ?lg>v)ln — H:-. V.'ciere, Bescher, — u. Hr. Hari»^, Hauobesltzer, beide von Txest »ach Wi^ü. — Hr. Scodeleari, Hände!v»,., rc>, Tnest ».ich G>, 31. Hr. Graf Deyiu, k. k, Feldmai schall-Lieutenant, »ach «gram. __ Hl. Welscher, Milnste.-rlalco!icipi,i, ». Wien. — Hr. Sigero, Dr. d. Medizin ; — Hr, 25elani, — H,-. Cattelli, — Hi'. Bre-k,l, sailniu Fainiüe, — Hi>. Ri^a, — Hr. Dranic;!, -- l», Hr. Modizri, alle 6 H.nidclsl., il. alle 7 oc>» Wien n. Triest, — Hr. Scane, — n. Hr. SeÜg!,,,^,!»,! beide Handelöl., n. be»de ron Trieft »ach Wic„. Z. löl. (,) ^ (^lne leichte Nippenpritschka im dcsttli Zustande, qanz frisch lackirt, viersitzig, gedeckt, mit einem Kul-scherbock für zwei Persolicli, ist aus freier Hand billigst zu verkaufen. Einsicht hieoon beliebe man bli Hrn Martin EberI, ^ackirermeister, Haus-Nr. 9, St. Peters - Vorstadt, zu nehmen. Z. 147. (2) In dem Hause N,'. tt7, C.'pllciner-Vorstadt, sind für künftigen Aeorgi 2 Wohnungen zu v^r-nnelhen, und zwar im ersten Block und zn edcncr Erde, jede mit H Zünmeiil, Küche, Bpc skam mr, KeUvr und Holzlcge, w^von letztere auch jü'r Gctro'd. Magazine oder sonstige Gcwerde gceigntt wären, Nah.re Auskunft ertheilt der Hauö-meistcr daselbst, odcr deliebe man sich an den Elgelithümer. in dcr Stadt Nr. 2l«. zu valvn»den. Auch ist aNdott der Garten zu uermiethen. Zchuärztlichc Allzeit > Nachdem ich d^m Wunscle mehrcnr ' hochgeschätzter Parteien nachbekommen lin, ! so nchme ich mir die Frechm anzuzeigen, ^ daß ich eine kurze Zeit im Gasthaust ) „zum goldenen Lowcri«, Zimnur 3iv. 3 vcn l) bis 12 Uhr Vormittag und von ^ 2 diö 4 Uhr Nachmittag d.handle. j B. 'Huth, Zahii'.rzl aus Wicn, Der Aufenthalt ist kurze Ze!t. Z. »56. (l) Anzeige für Damen. Einkauf alter Spitzen ist Ijaibach« Spitzm aus der alten Zeit, und zwar Ikrls^QtQl-, ^ttint'« st III'»- KilNt««', so wie auch Klost e r- und K i r chcll - Spit z e u, welden sowohl in gutem als schlechtem Zustande von einem Fremden, welcher sich nur dls Samstag I^l. Februar in Laibach aufhält, zu kaufen gesucht. Derselbe ist täglich von ft bis H l Uhr Vormittags und von 2 bis ll Uhr Nachmittags im Gasthofe zur Stadt Wien, Zimmer Nr. 8, zü sprechen. Auf Verlangen begibt man sich auch außer den angegebenen Stunden in die Wohnung. UlH^ Auswäl tM ! ! wollen derlei Spitzen, nebst genauester Preisangabe, an ihre Bevollmächtigten zur Vorzeigung hierher einsenden, und wird wiederholt darauf aufmerksam gemacht, daß der Einkauf Samstag den !4. Februar unabänderlich geschlossen wird. 3 1553. (3) A p] ^ fly Ä Ct Si» MufundigNUft eines nächst zu veröffentlichenden allgemeinen lateinisch-s/"-Vischeu, zugleich deutschen, französischen, ttalienisclM^md eventuell auch eines Univell'"^ oder Welt^AlphabeteS, nebst 'Anmerkungen über die slavische Orthographie und Schüs^ spräche, mit Beilage eines »«,»«^'3 »«^»„»Vorschlages des flovellischen ,<»' »»»»!»«»'A' Preis, sammt zwei lithographirten Tabellen in Fol. I si. 3tt kr. C. M. ^ '^^,,^el,el,ve>bcss.ltt> >>, ve.meli,t<'. Anfl^^' ist'" w-«- Adam's Verlags-Vnchhaudlnnss i„ Ulm cischie.ie., u.,d bei «»«»« v. «,,<.l,»«»^r ^ ^<.^N»r Ul»,«,.«r«- m «.»,k»«,, ^, haben: Das Buch der Liebe, oder die Kunst, durch Liebe glücklich ;u seyn und glücklich zn machen. Allen zärtlichen Jünglinge" und Mä'och.n, allen likbcndm Frauen und Männcln gewidmet. Zn'ei^', nnt ciüei,, Heiratliskl,techis,lllls vl'i'lnchrte Aüfla^c. Veliüpap. 8, bioch. 4.') l^i'. Inhalt: Capitel I. Allqcimin^ Blick a^if di^ Lil'be. !l, Sympathie dcr Liebe iin Mineral- ,»'l Psiai^einciche. III. Die Erzichu.'a. des Mädche„>^. IV, D>e Imn,frall V. Die E,ziel)l»,g des K<,al""' Vl. Der Jüngling. Xll. Der gesellige llm^,n^ tcr Geschlechter. Vlll, Der Ehestai'd. IX. VeiratY qeqe» Liebende, ein wa-oeiides Beispiel für Elter». X. Ileber syinpathetische Miccel zur Erwerbung ^c Licbe. XI. Heii-achvkatechismuZ. > ,, Obgleich diese jchöne »üd ele.^itt ausgestattete Gchiifc auch v°„ den OscheimnisseN Vtv V-ltve handelt, so ist fte doch i» einer Spiache geschriebe» , welche d.is Büchleni eb,» so gee,ss„ec für Illngfra'lc! lind Frauen als für M.nmer und Jünglinge macht, und Niemand wird es ohne Gcmch und ohne Nütze gekauft haben. Z. '32. (») Haus sammt Grundstücken ist zu verpachten. Ein geräumiges Haus Nr, ?.', zu Unter-schischka nächst Laibach, mit den d^zu gehörigen Nirthschaftsgebäuden, als: Stallungen, Kellern, Magazinen u. d. gl., an der Klagenfurter <^om'! merzial-Straße gelegen, gut geeignet für ma>^ (herlei eint>agl,che Wirthschaften, nebst dazu g^ hörigen Grundstücken, beiläufig 7lll Joch l». Flächenmaße, ist zu künftigen Gcorgi '^ "^ drei nacheinander folgende Jahre aus freier H" zi» verpachten. .^,7 Das Nähere erfahrt man im Hause da>e^> !Nr. ?."t zn Unterschischka.