2025 Amtsblatt Mr Laibacher Zeitung Nr. 28l. Freitag den 9. December 1870. Ausschließende Privilegien. DaS l. l, Haildcloiuiili^crilim uud das lllüigl, »ügarischc Ministerium filr Lalldwirlhschas!, Indusüie »»id Handcl hadc» llbcr Eiiischrriim dcS H. I. Giffard lind dl« Karl Schau aus Gnmd drr nb^filhrte» Niitclsiichiing und dcr clnszchollru techui^ icheil Gütachttu daö drm Älsfaüdcr ssricdmaiiu uulerm 30. Mär; 'UhriUr Pliuilrgiiim c,»f die ElfiutU!,c> von Dampspumpcn uud '^ssclspcisepumpl!,. insnfcllir ^,> Gcgcustaud desscldru m der all-^meincn Gruudid.c mil dem Glgenstaxde dcs Privilegiums drö H- I. tt'issard vom 13. Juli ltt50 auf die Erfindung einer I>,-1ttlil!i,g:!jjyl,ich!!l!!ci <»m Speism dcr Dampsllsssl uud in zweiter ^»«' auch „ill d^n Genista»«?» der (siffnrd'scheu Vrundidce "> sich schlichende» Privillgieu des Karl Echcm vom Ift April ^^5 auf die Erfindung ciurr eige»lhl!mlichc>i Dnmpsslrahlpumpe. Und vom ^o ^cliriiar 1867 c.uf di: Eifiudnng eiü'r elementare!! Dampsstrahlpumpe, genannt „Kesselspeiser," identisch ist, in Gc> WÜßheit de» § 8!> I. „, <:o deö Privilegicu-OrselzeS und in Hin->lchl der tiuhcrru Form dc« Apparates uud der Audriüczung ciueö ^lchnlicilKhahnchen« wcgcu illiaiissels dcr Ncuheil iu Gemähheit ^^ 8 29, 1, ü, !>!> dl? Pril'illgicu-Gesches annullill, dagegm lulirde diese« Privilegium als Verlicssrrungs-Plivilegiuln in nach-sleheiidlu Püullcn aufrecht erhallen, als.- !>) hinsichtlich d,-t> Vl'l fahrms durch Wiederholung der Wasser-zl'flüssr ciue dissere Wirkung uud Eoudruiatiou d>>S Dampistrah-les vor dem (indc d,.< CondrusiUiousrohreS Iifsv^rzubriugcu; l>) die Hcislrlluug dieser wiederholtru Wlisscr^uftllssc durch ble Cinschaltuuss einer oder luehrerer Dilsen, dir sossruaunteii Äwischeiiroh e zwischl'u dem Dampf- uud dem sogeuaüilten Lou-dcnsatiouerohle, oder durch Eiülwhruug uou i.'Üchnu iu das (lon. beosaliou^rolir uuch vor Bcqii,» dl'a sogcuauutru Trop-plaiu.-^aumc« ,u deweilstellilnu. uud <^ die lzonds„sl,,io,l milüuler »och durch eiür besondere ovale ^uerschliilleform sämmllicher Dilsm zu sleissrrn. Was mit biiu Geislchc uellaulbart »oird, daß vorllehcndr "lUschridung im Piioilegieu-Nsyistcr eingetragen worden ist. .. Wien, am 8. October l»70. (485) " ........ ' "Nr79'083 Kundmachung. Die k. l. Landcsrcqicnlnq für Krain hat dem Edmund Terpin die Pcwilliqunq cithcilt, den kaiserlichen Adler im Schilde »nd Siegel und die Bezeichnung „k. k. privilcqirte mechanische Papier, sabnk in Nivitz bcr Natschach" in der Firma zu führen. ^ Laibach, am 2. December 1870. K. k. Lnndesrrgicrung für ßrain. "(408^3) Nr. 8895" Kundmachung brtrrff«.nd die A«fnal„„e von Maschinisten 2. blasse i„ Sr. Mnjeftat Kricasmaril,?. In Er. Majestät Kriegsmarine werden Maschinisten 3. blasse mit dem Gehalte jährlicher 1000 fl. „l^d dcm competcntcn Ouartiergelde dc« zlehunqswcisc Schiffskustgclde unter nachfolgenden Bedingungen aufgenommen: ^ das nicht überschrittene 30. Lebensjahr; ") eine robuste, für den Maschincndicnst zur See . sseeigncte Körpcrbeschaffenhcit; ^ bie legal nachzuweisende, mindestens durch zwei ^ahre stattgehabte erfolgreiche praktische Ber-Sendung in den verschiedenen, beim Maschi» Ncnbaue vorkouimcndcn Handwerken, insbeson» bere der Maschincnschlosserci, Dreherei und Gießerei; ^ ewe mindestens durch ein Jahr stattgehabte "folgreiche Verwendung im Maschinendienste beim Eisenbahnbetriebe oder an Bord von yv 3luß- oder See-Dampfschiffen; ^ dle befriedigend abgelegte Prüfung über War-^ ^ung und Führung von Dampfmaschinen; ^ die vollständige Kenntniß der deutschen Sprache k "nd genügende Fertigkeit im Construltions-s "nd technischen Zeichnen. Hal, ^"nrber u,n die Aufnahme als Maschinist Min^ "" schriftliches Gesuch an das Neichskriegs-sel^ 7""" Marincscction) zu richten und dem-'^" beizuschließen: ^ "en Tauf- oder Geburtsschein; ! ^ "n "ilitiir-ärztliches Zeugniß über die körben . ^^Tauglichkeit zmn Sce^ und Kriegsdienste; j, oven erwähnten Prüfungs- und Verwelk "UNgszeugnisse; s) einen schriftlichen Aufsatz, sowie einige Zeichnungen, aus welchen deren Fertigkeit im deutschen Concepte und im Zeichnen entnommen werden kann; l) die Zustimmung des Vaters oder Vormundes zum Eintritte in die Kriegsmarine im Falle der Unmündigkeit, und endlich x) ein von der zuständigen politischen Behörde ausgestelltes Zeugniß über das tadellose Vorleben. Die Aufnahme erfolgt nur als proviforifch und hat der Aspirant vorerst innerhalb einer Probezeit von zum mindestens einem Jahre Beweise seiner Fachkeuntnisse und praktischen Verwendbar keit im Maschincndienste abzulegen. Entspricht derselbe den diesfalis an ihn zu stellenden Anforderungen, so erfolgt nach abgelegter Probezeit dessen Ernennung zum wirklichen Maschinisten dritter Classe (Marinebeamte der X. Diätcnclasse), von welcher Zeit an der Betreffende in den Genuß der Vortheile tritt, an welchen alle wirklichen Marine-bcamtcn rücksichtlich der Aufprüche auf Pension, Verfolgung u. s. w. Theil nehmen. Die Staatsbürgerschaft dcr österrcichifchun-garischcn Monarchie wird im Falle dcr definitiven Aufnahme in Sr. Majestät Kriegsmarine obligatorisch. Wien, im November 1870. Vom k. k. Neichs Kri.stsmiuisterium. (Marine-Section.) Von dcr k. k. A'andcorcgierung. Laibach, am 23. November 1870. ("«") Kundmachung ^^- Bei diesem k. t. LandcZgcrichte ist die Stelle des GrunooucMhrcrs bei dcm stäot.-dclcg. Bezirksgerichte nut dcm Gehalte jährlicher 800 fl. ln Erlcdigilng gekommen. Bewerber um diefe Stelle haben ihre Gesuche im vorgeschriebenen Wege bis 15. December 1870 ' diesem Präsidium zu überreichen. Klagcnfmt, 30. November 1870. Vom Präsidium des k. k. Landeogerichtes. Die k. k. Obcrstaatsanwaltschaft zu Graz hat mit Verordnung vom 1. December 1870, Z. 1 «28, zur Sichcrstellung über nachbcuannte vcrfchicdene Erfordernisse pro 1871 für die k. k. Strafanstalt am Castclle zu Laibach eine neuerliche Offcrt-Ver» Handlung angeordnet, welche Montag den 12. December l. I. stattfindet. Bedarf: 800 Zentner Steinkohlen, 70 „ weiche Holzkohlen, 62 Pfund 32lo'thigc Stearinterzen, 12 „ gezogene Unschlittterzen, 120 „ Ecife, 1350 „ Wafchpulver, 200 Stück Besen aus Reisstroh, 150 „ „ „ Birken, 300 „ Haarkämme nach Muster, 400 „ Eßlöffel, hölzerne, 100 „ Schmierbürsten, 40 „ Bodcnreiber aus Reisstroh, 12 „ Borstenabstauber nach Muster, 40 „ Wischer, 120 Pfund Schuhschmier, 14 „ Kicnruß, 50 „ Echmicr zu Wägen, 400 Zentner Noggenstroh, 80 Stück Nachttöpfe, von innen und c ußen glasirt, ordinäre, 12 „ Lcibstuhltöpfe, ordinäre, 100 Klafter Stricke für Wäschetrocknen, 60 „ „ „ Wasserwägen, 24 „ Gurten „ 18 Schachteln Zündhölzer mit je 10« 1 Packeln, 30 Strähne, Zwirn weiß, 40 „ „ ungebleicht, 10 Packete Gattjenbänder ^ 20 Stücke, 18000 Stück Schuhnägel, 5000 „ Absatznägcl. Vorbenannte Artikel sind nicht auf Einmal, sondern von Zeit zu Zeit nach Anweisung der Verwaltung abzuliefern. Die bezüglichen Offerte müssen an dem besagten Tage vor 10 Uhr versiegelt einlangen, ordnungsmäßig gestempelt (50 kr.) mit dem Va-dium von 10"/,,, sowie mit der Erklärung des Offcrenten verschen sein, daß er sich den Beding-niffen ohne Vorbehalt unterziehe. Die Offerte sind an die k. k. Strafhausoer» waltung am Castell in Laibach zu adrcssiren, und es hat der Name des Offcrcnten, der Geldbetrag als Vadium und der Gegenstand, für welchen das Offert bestimmt ist, auf selbem verzeichnet zu scin, eben so muß im Offerte selbst der Anbot sowohl mit Ziffern als mit Buchstaben angegeben sein. Die näheren Licferungsbedingnisse über jede einzelne Post können bei der t. k. Stmshaus Verwaltung am Castell, allwo auch die Offertverhandlung abgehalten weiden wird, eingesehen werden. Laibach, am 5. December 1870. K. k. S'lsl»fl)l,uo-Verwallung. (474—2) Nr. 11572. Edictal-Vorladung. Nachstehende, hicramts in Vorschrcibung stehende GcwevboKarteien unbekannten Aufenthaltes werden mit Bezug aus den hohen Steuerdirections-Erlaß vom 20.Iuli1856, Z.5156, hiermit aufgefordert, binnen 14 Tagen, von der letzten Einschaltung dieser Kundmachung an, um so gewisser hicramts sich zu melden unb den auswärtigen Stcuerrückstand zu berichtigen, als man im widrigen ^allc die Löschung ihrer Gewerbe von Alutswcgcn veranlassen würde. Andreas Vokauschck, Schuster, Art. - N . 088, pro I«»!9 tt fl, <)!.; kr., 1570 <; fl. <)! tr. Josef Lausch, Pcrsonenfahrt, Art.-Nr. 3:il9, pro 1S05 17 fl. 04 lr., 1809 17 fl. 04 kr., 1870 17 fl. 64 kr. Franz Souvan, Schuster, Art,.Nr. 2"7l, pro 1808 4 fl. ^ kr., IN«'.'.) ; kr. Agnes Karner, Kleinträmcrin, Art.-Nr 2714, pro 1809 0 fl. 0i z tr., 1870 0 fl. 01.^ lr. Stadtmagistrat Laibach, am 22. November 1870. (486^ Nr. 4643. Edictal-Vorladung. l Von der l. k. Bezirkshauptmannschaft Gottschee werden nachstehende Gewerbsparteien aufgefordert, ihre Erwerbssteuerrückstände bei dem betreffenden Steueramte binnen 14 Tagen so gewiß zu bezahlen, als widrigens ihre Gewerbe von Amtswegen gelöscht werden: beim k. k. Ttrueramte Goktschee. Jakob Chlumsly, Feilhauer, Steuergcmeinde GottsHee Art.'Nr. ^05, pr. 23 fl. 39'/, lr. beim k. k. Steueramte Grvßlasckitz: Franz Wclzebach. Schmied, Stcucrgemcinde (^roßla. schitz Art.-Nr. 80. pr. 4 fl. 79 lr. Josef Pcrjatcl, Holzhändler, Stellcraemeinde Hoflern Art.-Nr. 51, pr. 2 fl. 39'/, ^. Gottfchee, am 5. December 1870. O. k. Dezirkohauptmannschaft.