Faitmcher H Zeitung. Nr. 28«. st, ll. d«lbj. si. vzo, n«l .!« .^usteaun!, m» Han« d»lti, ?>ebefh»lu»s«n pl./-,«,>!, ^ r. l^,?«. Amtlicher Tbcil. 3s. l. ulld l. Apostolische Majestät haben alls Grund eincs vom Minster dcS lais. Hauscs und dcs ^leußeril erstatteten allerunterthänigstcn Vortrage« mil Allerhöchster Entschließung vom 1. November d I. dcn bti dem l. und l. Generalconsulale in Venedig in Ver» Wmdung stehenden, mit den, Titel und Eharaller eines Konsuls belleidcten Viceconsul Genedict Row zum wirl« uchen l. und l, Consul für Eorl und Queenstown aller» gnädigst zu ernennen geruht. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung von, 13. November d, I. dem "itrr derPläsidiallanzlei im Äckerbalnninisterium, Kanzlei» Official Wilhelm Urbanel. in Anerlenining seiner vor« züglichcn Dienstleistung den Titel und Charakter eims H'lfsämtcr'Directionsadjunctcn mit Nachsicht der Taxcn alllrgnädigst zu verleihen geruht. Mannsfeld m. p. Te. l. und t. Apostolisch« Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 12. November d. I. dem Güterinspecior und Archivar deS hradschiner adeligen Damensliftcs Franz Prolop in Anert>,m»^ seines ditljllhrigcn verdienstlichen Wirkens da« goldene Verdienst "luz mit der Krone allcrgnüdigst zu vei ^il'en geruht. Se. l. und l. Apostolische Majestät haben mit ^ltch2Hstsr Entschließung von» '.). November d. I. dcn, pensionierten Oelonomatsocrwallcc der Finanz »Landes« dlrettic,^ j„ Im^hruck. Joseph Pranll, in Anertcn. ^m>i seiner vieljährigcn, lreucn und ersprießlichen Dienst» lllstuüg das goldene Berdlenstlreuz allcrgnädigst zu ver, l"htn geruht. Nichtamtlicher Mil. Die agrarijchcll Reformen. v. Der Zusammenhang aller bereits erwähnten agra> ^chtn Rr'sorlncn ist leider noch vielfach ganz »nbc» ^fftn. ^^ ^^^ nirgends an Wünschen nnd Anträgen ^ aNlarischc deformen; je nachdem den Antragstellern j°^ ihren unmittelbaren Erfahrungen bald dieser, bald 1 "l Ucbslstand als der wichtigere erscheint, wünscht '"" bald ein E^proprialionsg^setz sür Wald-Enclaven °°" ein Gesetz Nber Feldwege; bald ein Gesetz, wr^ches "ch »i„s Verlegung der Grundstücke, aber nur zur Her» !^""N von Weg» und Wasseranlagen zwangsweise zu> ^sen s^)ll; ein Gswa»»'Rcgu!ieru»g5gs>lh, ein Gtsetz ^l Bejtitigung der Gemenglage bei landwirlhs^hasllich suhlen Grundstücken; wieder andere wünschen ein t'lh zur Theilung gemeinschaftlicher Hnlweiden. wieder eines zur Regelung der Nachbarschaftswaldungen, ein anderes zur Regelung der Gemeindegründe oder zur Ablösung regulierter Scroiluten, allenfalls auch nur der Slreurechte. Kaum erkannt und noch weniger gewürdigt ist dir Erfahrung, die man in anderen wandern und die wir bei der Gesetzgebung nber die Scrvilutc«.Ablösung zum Theile selbst gemacht haben, daß jcdr Einjchränlung des großen Gebiete« der Auseinandersetzungen, insbesondere durch die Trennung d?r großen Ausgaben, welche dir Gesetzgebung ans diesem Gebiete bei uns noch zu lösen Hal, in verschiedene gesonderte Gesetze mit gesonderter Durchführung der Sachr selbst große,, Nachtheil bringt, eine zweckmäßige Organisation für die Durchführung erschwert, die Kosten in außerordcnNichcr Weise vrr. größert »nd in vielen Gemeinden eine die Kultur wahr» haft fördernde Ausführung, das zweckmäßige Zusammen» fasftn dcr Rcforlncn verhindert; endlich daß sich die G»ieha.cbu»a durch ein Vorgehen mit halben und daher nnwirlsamen Gesetzen »nd Maßregeln selbst dir Wcge verschließt, ans welche» allem die Lösung der großen Kulturansgaben gefunden werden kann. Unter solchen Umständen und weil die Regierung die schwcrt Vcranlworllichleit für das vestchen und Forlwuchern dcr Ucbelstände auf agrarischen, Gebiete nicht weiter auf sich lasten lassen lann, werden seit Jahren im Ackerbauministerium umsasslnde Vorarblilen und Studien in» und außerhalb dcr Länder Oesterreichs gspflogcn. um die Einleitung und Durchführung der agrarische,, Rcformrn zu bewirten. Eine solche Studie, betitelt: „Die Regelung dcr Orundeigcnthumbverhält. nissc", liegt nun heute vor. Dieselbe entstammt der Feder des t. l. Minislrrialrathes im «ckerbauministerium. Karl Peyrcr, eincs auf diese», Gebiete auö ' ! n Fachmannes, und ist — wie wir l"sm,d»rs i n müssen - das Ergebnis ^ ^l»gen und Studien über agrarische ^-., , .yischen unc, deutschen Ländeln, wozu dem Autor frühere Eludien« reisen, leine amtlichen Arbeite» u»d die Unlersluhung des Ackervaumimsleriums leiche Gtlegenheil „nd die nothwendigen Mittel geboten haben. Jedermann, drr sich um agrarische Reformen inter» cssicrt. wird das in Rrde stehende Wcrl eine w,Ulon,< ,Ns„e Handhabe srii, und reichliche Belehrung biete» u»d ihn, Zugleich beweisen, wir berechtigt ur.d vollglltig mit Rücksicht ans unsere agrarische» Zustände der Borwurf auch heule ist und fein mug, welchen emfl Nirbuhr übcr die Hleichgilli^leit dev Gelehrten gegr» oao Große und Bcdrnlendc in den socialen und agrarischen Verhält mssen a»iMspi'ochcn hat^_________^_____(Gr. Ztg,) zicslcrlclchljchcr ^cichsralh. 2W. Sitzunst des Äbgeoldnetenhauses. W> c», I?. Nolicmbs.',, Gci Begil'n der Ehun« erheb, sich dcr Piäsi^tni, um gelegentlich dce> nächslcrlugc tintlc,e»de.n Namenesestee Ihrer Majestät der Kaiserin den Gefühlen ehr. furchtsvollfter Loyalität und Liebe Ausdruck zu geben. Redner erbittet sich die Erlaubnis, bei, Ausdruck dieser Gesühle auf den Stufen de« Allerhöchsten Thrones niederzulegen. Das Hau« hört die Rebe des Präsidenten stehend an und begleitet da« Ende derselben mit lautem Veifalle und Bravorufen. Abg. Dr. Gis lr» überreicht eine Petition mehrerer Ktadl» und Landgemeinden in Dalmatien bezüglich der Vorgänge bei den dortigen Wahlen. Es seht hierauf Graf Hohenwart seine »m Schlüsse der ktztm Sitzung unterbrochene Rede gegen oen «nltllg Göllcrich über Reform der politifchen Ver« wallung fort. Rebner bedauert die Unoollftänoigteit der Verfassung und führt auS, bah leine der gesetzgebenden Körperschaften Oesterreichs die Verechlig»«> habe, die Frage dcr politischen Blrwallun§ereformj0«A-ständig zu lösen. Abg. Zallinsli sprlchl ge«en die Eommissü« und staatsanwalllichtli Funcllonüre, welche dem Bolle in Oalizien unsympathisch seien Durch die Aueführung der Ausichußanlra^e würde fich nur die Unterdrückung des ruthel'ischen Elementes durch da« polnische ergeben. Abg. Dr. Plener wendet fich gegen die Au«füh» rutigen des Grasen Hohenwart, betont, daß durch die TchmÜllrung der aulonomcn Berwaltung leinesweg» die verfassungsmäßigen Prinzipien geschädigt seien. Ul» oiS Voll die autonome Berwallui'g in die Hunde genommen, sei auch der Gegensatz zwischen Boll und Stallt geschwunden, da das Voll lein feindselige« Prinzip mehr sich gegenübertrelen sieht. Redner bclampst den Wunsch des Glasen Hohenwarl, bah die Stallhalter den Landtagen verantwortlich sein sollen, und spricht für die Uu«-jchllhantrüge. Abg. Peez erblickt in dem nicht genug entwickelten Vertrauen der Veooilcrunll in die freihelllichen Huflande dir Hauplursache der Mündel der Verwaltung. Abg. o. Grochol»li ist gegen tic In^crenz der politischen Vchorden in die Gemeinde.«ulonomic und hüll es für schädlich, noch neue politische Vehorden zu schaffe», wic die Ausichußantrage, bezwecken. Graf Mieroszowsli fiehl nur in der Ver-größerung dcr Gemeinden durch Zusammenlegung meh. rerer kleinerer Gemeinden die Moglichlril gegeben, die Grmcindf'Autononiie richt g durchzuführen. Redner spricht gegen die Ausschlißantragc. Abg. Wälder! hält eine Reform der ; Verwaltung für nothwendig, die Antrüge dcs U^,^l,,^v aber nicht für geeignet, u.n diese Oesferung heroe,zu. führen. Redner beantragt, die Regirrung auf< Vorlagen einzubringen, welche geeignet sind, die Uebrlslandc zu beselligen. Dir Dcballe wird hierauf abgebrochen (es find noch neun Redner eingetragen), und es gelangt eine Interpellation des Abg. Pro m be r und Ge>wssen an den <^emüetun. Literarischc Briefe, ii. Lb <»^ ^^ ^"l "^"^ Thatsache mehr, daß talentvolle ^l'lcr und Dramatiler, nachdem sie sich mevr oder bew glücklich auf den ersten Feldern ihres Schaffen« 2 7^, haben, endlich in die Glrömlmg des ,nodcr!>e» s^^isles ^rathen u»d i:i die Zimfl der Romai'ichriji» blv? ""^lltn. Wir haben dicse Wandlung bei Paul ^'e, bei Rudolf Gollschall. Robc>l Hammcrlil'g gc> ^n. und neuitbin^e sehc» wir sic bei Felix Dah», y""l einem vielbändigen historische,, Romane: „Ein ol, ?Vf.um Rom", heroorlrill. Fcli« ^j" 'l)" über alle andeien DiHlunM>-«ln ^l. Milttlmähigen geboten wird, dah es aus "ln dt, » "urgebiete mehr MaculalU7 gtbl, als auf "°«ane«. Allein de«halb darf man nl^t die ganze Gatlung verwerfen, e« M unter den Roman. schlifisttUerl viele bede»le»de D'chter — ich nenne nur Hly'l, Goiischull, Spie>ha^i>. Flcitaa — t>ic dc» Ro» M2» z»r Kunslsoim cryobcn. H^t also der Rom»» se.i„e «crcchligui'g als Ku"slso>m. dann wai es von Fe>ix D.'t,» aewiß lt»n Fehljchlltl. daß er tincn Roma». ge schufen; denn wer. mo^lc it fray",, wäre unler dcn lcbcnden Schriflslelltln Deu'jchlands gecig»clcr, die all» kutsche Vc qanl,enhslt in chltr uanzen gewalligen Giö^e vor u„,e lisl'.n M^underte de« Mll-lelalters, die Helt>t,'l.impfe unjcier deutschen Voi. oäler zu schildern, Welche andere Fo.m hlli:e aber Dahn zu sei»e» Schilderung wühlen löi'l'''', ais o Roma» ? Wir haben l« sch^n „e»Iich bei Oele^nb:»! der vl,prlchui!g oo» Ludrvica Hclelicli' lullulb/slori^m Romane h-vor^eho bln, baß nur der Roman oa, G^bül ,,,, aus dem dcr Dich'er solche großen Bilder lxllullen lann. Und nun zum e,!,,,ai>a.e ^wahnlc» Wnle stlbil! Dahn trill mil demselben >n d,e Ne,l,e ul.seicr erst«,, ^-.t. qel'.össiichtn Rc.»»ll"jchlijtsleucl u'd übeiragl ,d um Haupllsiünlie luich oll bl'lch^lhcnd? f »t'thal't'l'.l'g sti„.« Slofsll. HU» Roinal,. oie Sch0pf»„g von !cch,lhn ^ahse" arbeu^oollc,. Sä.affc.,<>^ js, z,„ K»",f'wcll crstcn Ral,«e«. Dab", Wlll ei llolll un« f«»e Gemälde einer der gioliarli^llli Ztilepochen der voller- Wanderung. Er erzählt un« im Gewände de« Romane« c,e» allmäligen Niedergang des Ollgolhenreicht« in ^lalicn, jener Helrsa.<.ft, die ein löwcnlühner Fürst millen ln emer sremoen Kultulwcll cillchle! hat. Der Zciliaum, in dem wir uns b^we^e«'. die zeilliche E»!sers,ung d^r el»zemen Erelgnisse zn v.llchlcicr:,. ^ch lann mich hier ces b^ch anlie» Raume« halber uli:.i0^l>ch in eine Etilllllllclljiel, n^ oer euizclnen, mit w.b.,er Meislersch fl >je!«,ll>t ten Pc'sonln t'„la' prügnaill unl, doch poeilsch, oc«, ^ ^ 7!d doch llar und flt> von uUe nahe an d>s !vta-i'ir,e'le Hera», »cnn mu» ljuloc Senen ' «noer t?üht von drei bl« oitl W r e» uoler ei'l! ">. öoll »ch au» dem S^nensllchlhllu, e«> zeln« ae ^uewuhl »st schwielia. E« »ei nur lurz erwülint. buh dil Scene zwiiche" W'l'ch'« und Raulhuunbi«», wie l>er Vn ""l> K>l,d zu oe,uchc > lcmml. an lra»l'a"t,t'l" ülchhell ihre»- n ü>ch!. u»d dah der Dch" "., 8°l'zel, berau. . ^» ^u^bcr ,e«»er Pmsi- uu»u'l,lei!et b„l über den ech lbtiunze,' von «t^ll»s«r« ""o K m»la« junaer L'ebe. li« liße sich noch de, m°m«t n Ell^'Ibcite'^ wellen; da» Guxzt «bll N'!U °lf O^"^e ^i^ss ^ n,: > U..lere be^«lstcrunu«alme H il ^Üle e« nichl veriüu»en. 2132 Cultusminifter betreffs der Besetzung der Stellen am' Metropolitancapitel zu Olmütz zur Verlesung. Die nächste Sitzung findet Dinstag den 21. d. statt. Tie russischen Rüstungen. In polnischen und schlesischen Blättern enthaltene Nachrichten lassen ersehen, daß die durch die Gortscha« loss'sche Note angekündigte? Mobilisierung eine« Theiles der russischen Armee sich nicht auf die Truppen der Militärbezirke von Kiew, Odessa und Charkow beschränkt, sondern sich auch auf jene Truppen ausdehnt, welche sich im ehemaligen Congreß.Polcn befinden. Wenigstens wird auS Lemberg telegraphisch gemeldet, dah auch das in jenem Landesthcil stehende zweite ArmeecorpS mobilisiert wird, und eine Meldung der „Breslauer Zei» tnng" aus Myslowitz lautet dahin, daß bereits in der Nacht vom 14. d. in den benachbarten russisch'polmschen Grenzorten die telegraphische Mobilisierungs Ordre ein. traf und die Reservisten infolge dessen aus ihren Betten geholt wurden. Die zur Bildung der Südarmee bestimmten Militärdistricte von Kiew, Odessa und Charkow zählen zwölf Infanterie» Divisionen unter den Generalen Krapovetzly, Baron Firls, sller, Vanowsly, Richter, Dragomiroff, Zchostal, Korff, Ichilder.Schulder, Radetzly, Weljaminoff uno Mark- vier Cavalleriedivisionen unler den Generalen Talischoff, Mansei, Baron Gerschau, Ka lag:orgi; zwei Schützenbrigaden, zwölf Fuß« und vier reitende Nrlilleriebrigaoen. Da jede Infanteriedivision «m Kriege aus zwei Infanleriebriaaden zu zwei Infan-terieregimentern mit je vier Bataillonen, aus einem Ko-salen-Reilerreglmente und aus einer Fuß Artilleriebrigade, das heißt aus sechzehn Bataillonen Infanterie, sechs Sotnien Rcilertosalen und sechs Batterien Fuß Artille-rie besteht, so zählt die Division an Combattanten 15,757 Bajonette, 917 Säbel oder Piken und 48 Ge» schütze, und der gesammle Perpfle^sstand einer Division beträgt 20,745 Mann, 3864 Pferde und Fuhrwerke. — Die Caoallcriedivision zählt zwei Cavalleriebriqaden und zwei reilcnde Oallerien, und zwar Hai jede Brigade ein Uhlanen» und zwei Dragoner« oder Hutzarenregimenler. Da jedes Caoallcricregiment vier Escadronen hat, so ist der S:and desselben 616 streitbare Reiter, so daß die Ca-valleriedivision 24 Escadronen mit 3696 streitbaren Reitern zählt. Dcr streitbare Stand eines jeden der mobilisierten Armeekorps würde ohne Kie dem Armeecommando direct untergeordneten Cavalleriedivifionen und reitenden Artillerie« brigaden 31,434 Infanteristen, 1834 Kosaken und 96 Geschütze betragen. Die gesammte Südarmee würde — die Ca^allerie und reitende Artillerie zu 15,784 Rei> lern mit 48 Geschützen und die 6688 Schützen mit eingerechnet — 195,292 Bajonette, 26,788 Säbel und Piken und 624 Geschütze zahlen. Was die Ausrüstung betrifft, so sind die Schützen ausschließlich mit dem amerikanischen Berdon« gcwchre (Tragweite 1500 Schrille und Kernschuß 425 Schrille), die Infanteriedivisionen theilweise mit Berdon-, theilweise mit umgestalieten iirnla-Geweijren versehen. Der Carle Hinterlader wird nur noch von den Truppen im Kaukasus und in Asicn geführt. Die Offiziere, Feld» wcbcl und Spielleut: führen Revolver. Von der Cavallerie haben die Dragoner einen Säbel (Schajchka), der an einem Riemen über die Schulter getragen wird, und ein kurzes Infanterie-Gewehr mit Bajonett; die Uhlanen und Hußaren Säbel, ferner das erste Glied Piken und Revolver, das zweite Glied Karabiner, die Offiziere Revolver. sich an einem echten Dichterwerk wieder einmal zu erfreuen, dessen Autor neben dem Kranze des Lyrikern und des Dramatiker« nun auch den des Romanschrchstellers errungen hat. Wenige Monate nach dem eben besprochenen Werke erschien von demstlb:n Verfasser im gleichen Perlage ein episches Gedicht in zwölf Gesängen: „Die Nma« lungen." DicseS Gedicht dielet, wie schon der Titel besagt, eine poetische Geschichte der j^ stgothenlönige aus dem Heroengcjchlechle der Amalung n oder, wie sie in der Ge'Hlchte ^cnaimt werden, der Amaler. Di> Sprache, wie überhaupt die ganze Behandlung des Gedichtes, ist des wahrhaft großartigen Stoffe« vollkommen würdig. Der Dichter hat den Nibelungenvers für sein Gedicht gewählt, jedoch ohne die Suophcuablheilmig. Wir müssen die Idee als eine überaus glückliche bezeichnen, denn der Nibelungenver« allein in seinem majeMisch.heroischen Gangt und doch zugleich s» kindlich.anheimelnd schönen Klänge ist für ein so durch und durch deutsch ge< fühltes und gedachtes Gedicht, wie eben Dahns „Ama. lungen," angemessen. Der griechische Herameter, der bisher für das Epos sett Goethe s „Herman und Dorothea" gebräuchlich war, er steht weit zurück hinter dem Nibe. lungenoerse, dem heroischen Verse der Deutschen. Wir können dieses Werk, an dem — nebenbei b«. merkt - eine hämische Kritik von gewisser Teile, jedoch mit vollstem Unrechte, viel zu mä eln hatte, unsern Lesern «°rm anempfehlen, da wir fest überzeugt sind. sie werden es ebensowenig unbefriedigt« wie DahnS h.-ftvrischen Roman au« den Handln lege. ^. - Die Artillerie hat durchwegs gezogene Hinter-! lader, und zwar die Vier» und Neunpfündcr theils ans Vronze, theils aus Gußstahl, die Dreipfüudrv auü Bronze, endlich auch Mitrailleuscn. Die Kosaken endlich führen lange Piken, Tscherlesscnsäbel und Karabiner. Die Mobilisierung bedingt die Einberufung der Urlauber und deren Absendung zu den Truppentheilen, sowie die Auf« stellung je eincs Ersatz« un> eines Rcscrocbatailluns (Escadron) für jedes Regiment, Bei den Hindernissen, welche Entfernung und Jahreszeit bereiten, kann recht gut ein Monat vergehen, ehe die Südarmee am Pruth concentriert ist. Aus Moskau wird polnischen Blättern gemeldet, daß entlang der russisch.rumänischen Grenze jetzt die Tel:« grapheie Hände gefallen. Doch nicht nur die Serben allein, sondern auch zahlreiche russische Freiwillige verlassen die Fahnen; ich hatte persönlich Gelegenheil, einige dieser letzteren über den Mangel an genügender Bekleidung Klagen zu hören. Die Reibungen zwischen russische,- und serbischen Offizieren hören trotz aller gegcntheiligcn officicllen Bcv sicherungen nicht auf. Aus verläßlicher Quelle erfahre icb, daß Oberst Horoatovit mit eigener Hand einen russischen Offizier, welcher ihm den Gehorsam vcrsagtr, nieder-gcmacht hat. Zahlreiche russische Offiziere verlassen bereits dic serbische Armee. Da «nan diese enttäuschten und un. zufriedenen Gäste in dcr Hauptstadt fürchtet, so werden in dicscn Tagen 98 derselben von Dcligrad direct nach Semendrill dirigiert und dortselbst sofort eingcjchlfft, damit sie nicht nach Belgrad lommen. Jeder derselben erhält zur Bestreitung der Rückreiscloslen 10 Tulatcn, und herrscht aroßc Erbitterung über dieses geringe Pan schale. Das Elend unter den Flüchtlingen, welche die von den Türken besetzten District« geräumt haben, soll qrcnzcnlos sein. Diese Leute sind grüßtentheils ohne Obdach und gchcn buchstäblich dem Verhungern entgegen. Uuf seiner letzten Reise nach Paracin ist Fürst Milan von jenen dieser Leute, welche längs der Hauptsttaßc campio rcn, mit stürmischen Rufen nack Brod verfolgt worden. Sc. Durchlaucht soll von seinem jüngsten Ausflüge die traurigsten Eindrücke zurückgebracht habcn. — I„ den Staatskassen schont vollständige Ebbe cingttvctcn zu sein. In dcn letzten Tagen ist der Beschluß gesüßt wurden, ebenso wie bti den Beamten nunmehr auch bei den Ossi-zieren die Gchaltc auf das Mafimum von 10 Dukaten monatlich herabzusetzen. Fürst Milan war jedoch so vor-sichtig, seine Dotation für das laufende Jahr bereits ill!t.i-cir»2nc!o zu entnehmen. Während dcr Abwesenheit des Generals Tschcruajeff wird Oberst Horuatovit das Cum. mando der Morava.Arme? führen. Politischc Uebersicht. ^'ülback, 19. Navcmber. Se. Majestät der Kaiser trafen vorgestern in Pest nn und beehrten im Laufe des Vormittags den er lranlw,, aber fast vollkommen hergestellten Grafen An. drassv, in Ofen mit einem Besuch und fuhren von dort in Begleitung des Adjutanten nach Pest. In Angelegenheit der Betheiligung Deutsch-land« an d«r rllchfteu pariser Weltau«stlllung leleara. phiett man der „Pol. Corr." unterm 19. d. aus Versailles: „Nach zuverlässigsten Quellen verlaute!, dah der demsche Botschafter Fürst Hohenlohe nicht in der Lage ist, eine Betheiligung Deutschlands an dcr pariser Aus» stellung von 1878 in Aussicht zu stellen." Die schon vor längerer Heit aufgelauchle Annahme, daß sich im gegenwärtigen französischen Cabinet demnächst Veränderungen vollziehen könnten, wird durch eine Meldung dcr „Ir.döpcndance belge" bestätigt. Wie ncmlich diesem Blatte aus Pari« geschrieben wird, be» schäftigt man sich in den parlamentarischen Kreisen von Versailles seil einiger Zeit sehr angelegentlich mit dem eventuellen Rückcritle Dufaure's, welcher bekanntlich nicht nur Conseilsprüsident und Graßsiegelbewllh>cr, sondern auch Cullusminister ist. Die letztere Stellung soll es übriqens hauptsächlich sein, welche Dufaure bestimmt, noch auszuharien, da er das Eultusbudget vertheidigen will. Als Nachfolger Dufaure's im Präsidium des Mi' nisterralhes wird vielfach Jules Gimon genannt. Der Wahlsieg der Fortschrittspartei in Italien bestätigt sich durchaus. Auch bei den engeren Wahlen gingen 113 Eandidalen derselben und nur 27 der so» genannten „gemäßigten" Partei hervor. — Am 16. d. wurde in Rom zwischen dem Minister des Ntußern und dem rumänischen Agenten cine provisorische Erklärung für die Hanoelsbeziehungen zwischen Italien und Nu-mänien >ii>lerzei^nel. Diese Erklärung wird zu einem späleren Zeilpunlte durch einen endgilligen Vertrag cr» setzt werde». Iu der bcl gi schen Kammer schlug der Premier Malou am 16. November die Einsetzung einer parlamentarischen Commission vor, um eine Reform des Wahl» gesttzcS zu erwägen. — Wie aus Brüssel gemrld't wird, ,< laufen dazelbst englische Agenten aroße Massen o»n Früchten, constlvieilen Gemüsen, Buller und Eiern in ganz ungewühnliHer Weise auf. Die rumänische Kammer hat einstimmig den Commissionsentwurf zur Thronadressc angenommen »mt» dem Kriegsminister einen Credit von 400,000 Lei zur Erhallung des Observationscorps an der Donau und der Reserven bis zum Monate Dezember bewilligt. Die allgemeine Situation gestaltet sich nill einem Schlage wieder äußerst düster. Kaiser Alexander sagte bei der Truppenrevue vom I<>. d. zu den ihn uN<" gebenden Generalen und Offizieren: „Meine Hcrren! Wünschen wir dem Oberstcummandierenden besten Er« folg!" Es scheint in der Thal ,licht« mehr als ein Appell an die Waffen übrig, wenn die Hrgänzm'aen authentisch sind. welche der „Nord" zu t,c„ Oavanlit' Forderungen Rußland« brm^t. Danach besteht dcr Czat auf der Occupation Bulgariens zur Durchfichruna, dll allgemeinen Entwaffnung unter denfelben BebinMicB wie sie bei dem Aufstande im Libanon statt h.«!<" Darein wird die Pforle nimmer willigen, wllb.rschcll'l>H aber auch England nicht; die Hoffnungen a»f den F"^ den, die sich auf dem Fallenlassen dieser Forderung seitens Rußland« knüpften, sind somit wesentlich " geschwächt. . Die Krieg brüst un gen nehmen gegenwärtig", Aufmerksamkeit bereits viel mehr in Anspruch, als ^ Problematische Confcrenz. Lmit Nachrichte:, dcr polnis^ Blätter wcvde.i in Rußland drei Armeen forl"'^ eine, in der Höhe von 120,000 Mann, zum Ein"'"'^ in Bulgarien und zur Blockierung oc>n türkischen Dc"»a>'' s'slmigln; eine zweite, von A40.000 Mann, z»r Aul' s<»llung entlang der östevreichischsn Grenze; eine dr'^» ul'ter Commando deb Gcnerals Loris. sür dir as'°"^, Türkei. - Wie polnische Blätter serners melden, w"^ das Budget-Präliminave d.-s russischen KriegsministsN»"' für das Jahr 1877 um sievzia Millionen Rubel ^ höht. Weiter wurden ,im 5>00,000 France Amlml<"'5 Materialien angeschafft. ^ Nicht minder hastig rüstet bekanntlich E"gla>'^ wo nun auch die Mobilmaänma der Armee vorl'w wird, nachdem bereits eine stolze Armada auf ^" ,«,ll schcn Gewässern schwimmt und „naufhmlich "«'U ^ wird. Es heißt, dnft dl> in Giliraltav und ^al^.' ^,z „irrten Truppen dazu bestimmt srien, Äthl», dc" "^'„r und Nauplia zu bssctzcn, um Griechenland dadur") Neutralität zu zwingrn. . t>er Nach dcm „Pchrr Lloyd" steht eine 6^""leulra Pforte licvor, in welchen, Augenblicke sic h.^-Mel. ! lisierung dcs Schwarzen Meeres als erlöste" h^spre Dasselbe Blatt sagt, die russischen Norden'»^'. ^ ^c chcnd: Darüber sei leine Täuschung mehr '".« ^,^l russischrn Fricdcnsfordrrungsn bedeuten den ^^', ' , aus solchen Bcvhällnisscn sci die frirdliche Vcrstill'd>^.' " ^ der Eonfcrcnz auSgrschlosstn, wofern N»s;lal'd ^, Rückzug antritt ang.fichts dcö Uebcrglwichtls ^ ^^ scroalivcn Mächte und anacsichls dcr l"cw»''^ .^^ das conservative Europa fest entschlossen <"' , ^isch^ und die Ehre dcr civilisicrtcn Welt vor "w""' Brutalität und Barbarei zu schützen. «n^sidentt"- Eine definitive Entscheidung Ubcr die ^ru, .^,, wähl in dcn Vereiniaten S taate n ist Ml u ^^. Tanen iu erwarten. So weit ersichtlich, uai ..i hs„, ma ität für d.n denwkratischen Candidaten cH^^ aber die Waliln'änner.Majorltät ist alle," c"l^ und noch nicht festgestellt. 8133 Hagesneuisskeilen. - (Der Machsolger « n t ° nel l is.) Der Papst »lNlli!!!,, den apostolischen Pronunliu« in Madrid. Monsignore 5>°vnnnl Simeon,, zum Slll»t«s,crelär u»b Prllsecten der pllpy, l'chei, Polllstt. Der kardinal Simeon« ist der Sahn wohlhabender ältern «u» Pagliano in dec suburbicarifchen Diilzefe Paleftrina. 2c wurde im Juli 1816 geboren, machte seine geistlichen und lulibischsn Studien in Rom und empfing die Priesterweihe im Jahre 1840. In mehleren Secletariaten zeichnete er sich in l°lzlr Zl,l so au«, daß er noch von Gregor XVI. dm Titel de» Molistgnore °l« Kämmerer de« Papste« erhielt. Piu« IX. berief ihn in die Lllllgiegaüon der Propaganda al« Official und bejllr« bklle ihn sehr bald zum lonjulator derselben Longregalion, Kurz blliauf übernahm er ,ugleich den Dienst a!« Secrelär der Spe-cialcongregalion fllr die or,ent°l,fchen «>t,n. Im Jahre 1874 wUlbe er, nachdem er zum Erzbifchofe von llaleedonien besürder. worden war, zum apostolischen Nuntius in Madrid ernannt, während de» vaticanifchen lilumenüchen Loncil« lelflete er Dienste »«Noiar de« Loncil«. «m 15, März 1875 behielt ihn der Papst >n l>«llu und am 17. September desselben Jahre« veröffentlichte er dessen Ernennung zum Lardiuai, wo er, zugleich zum Pro-nunlin« tlnannt. m seiner Mission m Spanien verblieb. Mil der Nlgitrnng Don Nlfonfo'« beland er sich in häufigen Differenzen, s» doh einigemal wenig fehlte, »hn zur Nbrelfe von Madrid zu beweg.,,. Er ,st ein wissenschaftlich gebildeter, fehr fähiger Mann und h»t „ltlen Anstand in femer Lifcheinulig. — (Tine derllhmle Woche, j Da« „N. Wr. Tgbl." schreib« am 15. d : Eine Dichlerwoche, die Woche Schiller«, ifi Nun abgeschlossen, und an sie reiht sich eine Serie von wichtigen Tagen, die wol von der allgemeiiitn O sselillichleil nicht gefeiert, gleichwol aber in diesem oder jeliem Kreife nicht Übersehen wer» den bUlflen. Heult vor 89 Jahren, am 15. November 1787, starb Gluck, del Lomponift be« „Olpheu»," der beiden „Iphigenien" und der „i rmida;" setn Trab befindet sich in Matzlein»dorf. 2m I«j. 3io»ember vor ^8 Jahren starb der unvergeßliche Franz Schubert; de: hat seine Ruh» aus dem währmgel Orl«frildh°l, »ine Spanne weit von Veethooen. gefunden, und om 21. November l8l>8 »hol Rossini den letzten Nlhcmzug; die l'hl?» Refte dee Schüpser« de« «Barbier«" und be« „Tell" sind in dei Erde bee Here i!<,ch»is« von Pari« gebeltel. Nm 17. Novembr 1810 Waid b" arme Dr. »mbro« geboren, den sie vor noch nicht einem b"btn Jahre zu Grabe trugen. Damit nun nicht immer nur von T°d,l„ erzählt werde, se, auch zweier bebender elwähnt. Der eine elblia,. um ,8, November 1829 da« richt der Welt; e« ist die« Al'toi! Rubinstein, und der andere that am 20. November vor 71 Jahren den l'ft'N schritt in« i,'ebcn, e« war die» — ssidelio, (Gin weiblicher Vllrgermeist er.) Der pester Vilr. griMsijle, Herr Kammermayer hat aus Dellas l„ Staate lefas) von dem dort wohnenden Udvocatrn Iuhn Eood und dem dortigen Vitr^erm isler „striloleiu Vreta Katlalitz" ein Schreiben erhallen, m welchem er ersucht wmd-, zu eruieren, ob die Vroßnoittlr deS Kräulem Viela Kailalih — Nnna Karlalih noch am ^'eben ist. n^adem selbe in V». dapest gewohnt haben soll, Wenn benannte Frau noch am ^ben H. ^ möge h.rr «ammermayer deren Adresse mittheilen, sollte ^' °ber fl'estmben sein. so mö«e er Nachricht geben, ob dieselbe "" vermögen hinterlassen hat, und wenn ja, ob aus der «er- ^lsen»chafl e,n Nnlheil an Fräulein Vrela entfällt, und wa« sllr drille letztere zn thun habe. um in den Vesih d ' «.) Wilner »lätler Weiden^ dah die Mutter Lmico Flalicescon,'« «m Wege be» iia-l>en!la.s„ «lonsulal,« die Millheilung nach Wien gelange» l,eh. ^°ö st, be,til sei, ibr «anze« erfpari.« Vermdgen im v,trage vo« ^.l»(X) z,,^ h„ Wüw, de« ,lmort.ele>! Vrilfirüssei« V«ga z»<> ^MlNfn z« lassen, wmn im Fall, der Velurthiililüg ihre? uü» lllucll,>, »o„ h,m ssinerzeil sehr viel gesprochen wnrde» ist, sogor ^^ ^lll,!schl!mmf!f, doß e> ga7 „ichl efisiiere, der au« dem bs«>sch» lranzüstfch.,, Ks,s^t btiUHMI, D'chler de« noch bstUlimtelen: «Wa« llauch, do,t in dem Vufch herum?" wild zeyt von d,m ..Reich»' ^zoger," wenn auch mchl al« verlorelier, fo doch al» davon» stlaussne, Mann »»»a/laiüe!, I« Nr 264 dr« ..R,icl,»an,e, a/," ^'ld uliilr m'hr,»en Mefciuisten und ^andwehonäünc,!,, welche °h»e ililnubn!» au«gew2Ndell sind, vom Kre!»gei,ch< ,» Slolp,' l ^Utch ilfs,nll,che volladung oetfolg«: bei ilandwehrmnnn Wühelm ! ^"kob Xloschle an» Schiinwalde. geboren a», 24, Ilinnei 1847! -^ (Die Gräber der Oesterreicher ,n Schle«.^ ""»'Holstein) w«ren auch hsuer zu »Ueiseelen, w>e man ^ ^"^ Hamburg schre,bl. wieder geschmltell Hamburger ^«rger > ""^ Turner und Studenten von Kiel Übernahmen o„se Lhien. ! dll'cht. »u, ,y.„ ^li,bh»°chl. — ( Iap «, nes, sche Seide.) Der „G»»lt!a di Ven,,ia" '^d au« Tofei ,» Japan unter tem 18. Seplember gesch,,ebe„. ^° d't Nachfrage nach Se.be euorm sel uud der Pre,s sur ^en ^"" berei«« »uf 10ft<». fn^ den V«ll«n Sndengfspiust sogar ^^^Piafttl gestiegen sei. von emem «orrathe von 18.000 ^. ^" !",n 14.000 bereit« verlauft; auch eeldeliiaupeiieiel feien 'lt ^"^' ""^ ""lden mit 2 Dollar« 80 Kent« d>« ii Dollar« i^ ^"°n bezahl,, Vi« zum 17 Septembe, feien aber erst ldese» ^"t°ns mit «auptneier in Jolohama „ngetlofsen ge» fokales. Huszilg aus dem Prolokolle über d,e ordentliche Sitzung des l. l. «andesschulrsthe« für Krain in ^aibach am 2. Ncivcmber d. I., unter dem Vorsitze des Herrn l. l. ^andesprasidenlen Votzuslav Riller v. Wldmann, in Anwesenheit von sieben Mitgliedern. Der Vorsitzende eröffnet die Vlhuny, beqrüßt den nel,conslltuicrten ^andcsschulrath am Beginne der neuen slchsjahrissen ssunctionspcriode und spricht die hoff"una und del, Wunsch aus, daß diese Funcliotisperiode durch das eifriye Zusammenwirken aller Schulbehbroen und ^ehrlrüfte eine Periode ruhigen Walten« der Schulgesehe l,nd fortschrlitendlr Onlwicklung unserer Ochuleinrichtun. qen werde. , ^aibach, Rudolfswerih und Ootlschee und der Obtirealschule in Laibach werden erledigt. Der IahresgchaU des Lehrers il, Rob wird vom Schuljahre 1877/8 an oon 45,0 fi. auf 500 ft. — der des Vehrcrs in Hoildcrjchiz vom Schuljahre 1876/7 oon 40v) ft. auf 450 ft. e^hoh.'. Die Hreierunq einer zweiten Lehrstelle an der Bolls, schale in St. Marein wird aenehmial und l-er Jahres« gehall deS zweiten ^ch.ers vom Schuljahre 1876/7 an mll 500 fl. festgestellt. Die Ocjuch: zweier verstüilleii Ortsschulrüthe um El höhung der Iahresgehalte der dortigen Lehrer werdet« abgewiesen. Das Gesuch einer Lehrerswitwe um eine Onaden» ^abe wirt» wegen manffllhaster Inslruieruna dem bczüg-llchcn Bc^rlsschulralht zur iö^anzung zugeferligt. Strafmilderungsgejuche werden erledigt. — ( U e b e l s e tz un g.) Der litular'Oberstlieulenant Nngnfi Psi Nerer dc« Ruhestunde« wurde in den »ich, activen Slant» tu« lrain'fchcn i!anbwehl. SchUhrnbülllillll»« ^ a « l u ch Nr, 25 Ubeisehl. — (V c m c i » d ewllhI.) Ve, der °m 2i<. Qliob,,- d. I. stattgehabten Ncuwahl de« Gemeiodtoolsscuide« der Ort«gemei„de M i! ii l e n d o r I im politisch?» lljeziile Slein wurden Anton H a g a r uu« Oodii zum chemeinbevotsteher, Jalob Sil , r vvu Ieranovo und Varlhelmll P e r n r oon Vodil ,u <3emeind,lilth,n aewähll — (<3 em ei,. d c b u dge») Das Vudgel der Stadt» gemtilibc Laibach pro 1877 sowie der Voranschlag de« in der laibacher städtischen Verwaltung stehenden allgemeinen lai. bacher Stift ung«fondee liegen oun, 16, bi« 30. b. M im hiesigs» Mall.,stral«efped,!e zu iedelmaul!« ltinficht o»s. — (Privilegium) Hrlrn Fianz Purlaudl, Well» meifter bei der l. l. priv, «ronprmz »iudolfbahn zu «mstetlen in Nitderosterreich, wurde auf eine Vorrichtung fur gefahllose« Tin» «1,0 Nueluppeln der Eisendllhi'Iahlzcuge, lllc die Dauir Lilie« Jahre?, vom l. l. HanbelOmimsleüUM >m Einvernehmen mit dem lüiügl'ch ungcilifchen Miniftetiu» fltt Lanowillhlchaj,, InduNlle und Handel ein ullsschl'cheude« Pr,v,lcg,um erthclll. — (Die l aibacher Iurnschulen.) Die Turnrllume unserer Elabl sind in diesem Iahte um die turuschule brsWall», herrfchen itnaben.Institute« veimehr! worden. Dem Knaben-turnen dienen bei un« gegenwallig drei Sille und eine Hall,, lie Turnhalle der t. l. Obtriealschult. der lrainischen Sparlosse ge-hüiig. ein Turnsaal in ber neuen »nabenfchule am Zo,«'fchen G,l>ben. e,n anderer ,m i',c,°'gebllude (fllr die Voll«fchu,e. do« Gymnasium und die ^ehieibi!dn"g«°nst°"^ und die r^rl, lurn-schule ,st eben die ,n b,esem M°n°'l erüfsnete. im neuen Iüstilut«. «Müde de« Herrn Woldherr. D>e "mere 2>nr>chtun« d.lf.l vier Nll»me we.cht wesentlich v°" «"Nder «b. Die «...b'n'chu» am Z.'s sch.n Vraben h»t ,w°r einen p.üch. S° sind». iP, die Ve.ilthein dei Turnhalle der'l. l. Oberlealfchule so c°"stlu,erl. dc.h die Halle in einigen Minuten vollftändi, «e»t,nml we'de» l°n„. I„ g!„chli Weise ,st die T'Nl'schule im Waldberl'sche" I « st i l u l tingerich,,«, D'e Rsclsilnlen sil.d oersctüebbor. d,e «leltesNang.n und t'eilern löonen mit leichter Muhe berbu»«ebobe» weibcn. Der Turxlaol in b,esem Institute ist ,um g!lichj"n bewllhrler mufterg!lt,g'l storm au« dem auch >» Ve^ug l>uj Erbauung von lurngeltUhen ,n weiteren «lc>!en relaxnten he,m,schen Llablisse. i ment von Tvnnie« heroorgegangen. Wir »reuen un«. bei Abuser Hsl,q,lihsit lolistatielen cm «mjss, der den Van der neuen Schule durch ,»n Gescheut von 300 fi, au« «lllelhochftseintl Prl,»tl°sse m huldvollster 5Ve,fe sbr» derle, ein begelfterle» dreimalige« „Iivio." Nn der Feier hallen sich auhet fllmmllichen Kchuüindern auch d«e vollzählige Ve-melndtreprüsenlanz, die Orl«ichu!iälhe sowie der gröhle Theil der dortigen Veobllerung betheiligl. - lö«r Schillerseiei.) Anläßlich der »» 10. d. M. in Wien ftattgesundenen seierlichen «tnthüll chiller-Dent» mals l,ef alS ftchtlicher lveweis der allgen,' inahms, di-man differ Feier liberall, wo die deutsche ^»unge tlmgt, ei^ brachte, eiue schwele Menge «jegluckwUnschungsschreiben u,^ ^..«. gramme aus allei Herren Länder e,n Unler anderen tias auch emes ans Ochloß Thu in am Hardl ein. da« von der Witwe «nastasiu« Grlln« und deren jilsssndlichsm Gl'blil' au«gmg und von den Fefttbeilnehmern besonb^ ivurbe. Dasselbe lautete: „Der heutige» eihei.»____ ,, .... ..... gla,a O r> gen,, Frl. Haft und Frl. T, man off, die wir i« Uaufe der nllchften lage in i'a > b a ch lennen zu lei lien Gelegenheit huben werbe«, concertieren heule abend« um 7 Uhr im lasin». Saale zu Klagenfurl. Da« Programm de« soncerte« u»s«ß« ? Instrrmeulalpieceu von UubmNem. U»fj. Joachim, Schuber», r,<>zt und i'eonhnrb und V Vocalplecen vo« Händel, Vach. Veethoocn, Schubert und Chopin. (Gastspiel) Frl. Mathilde S i n g e r. elfte i'ieh. haberili vom Larlthealer ,n Wien, gasierie dlesertage an mehreren »dellden an der llagenfuilei VUHne. Diefelbe erz„lte ,„ ollen Nollen, in«l'ssol!d^r« °l« „Audrea." einen ganz llubergewvhlilichsl! L.fo'g. und fpticht sich dir dortige Krltil geradezu begeistert nber d,e Leistungen der genannten ltUnftler,« au« Dieselbe versprach be, ihrem Abschied,, in der zweiten Saifonhälsts womöglich abermal» einen Gaftlolleli-Cyllut! in Klageufult zu veranstalten, und wäre e« ,n diesem Falle vielleicht nicht ganz unmvglich. Fil Singei auch zu einem lleinen «bstecher an unser, Vutme zu veranlassen Wir erlauben un« daher, unsere geschätzte Direction hierauf auf. merlsam zu macden. da wir Überzeugt find, daß bei v o i z l! g, lichei Veschuüg auch d«« heuer etwa» stiesmUlterlich behandelte dramatische Geme an unserer »llhne einige recht gute «lbende zu erzielen imstande wäre. - (We, nbauschule.) Der nllchft, Hospitanlencur« fllr «ellerwiithscha ft an ber «leinbaufedule ,n Marburg b,. ginnt am I I. Dezember und dauert b,» I«. b,«s,lben Monate«. - (Offizier«. Spar- und Vorschuh. Verein.) Ueber »„regung be» «eich»lrieg,ministeiium«. da« den Truppen nmlelst eigenen <5ircu!»re« die (irrichlung von Ojfiziere.Spar. nnb Vorschuh-Vereioen an, Herz legte. ,st auch ,n r » , b » ch die Vil. bung „nee solchen im Werte. Der H°up,,weck dies,« nothw-ndia^, und sehr nützlichen Institut,, soll ber se.n. unbem.ttelten Offt-z,eren ,„ Fällen »ugelibücllichei No'.hla,? durch llemer, ober glößere Darlehen gegen b,ll,ge ver^nsnng nn<„f,uhs^ > ,e «lrme ,u greifen, unt namenülä, jllugeie und Ulierfad ->i d°o°r ,u bewahiel,. durch einel, »»überlegten Schnll,n d>, ' fpeculut'oneslichtiger »«cherer zu ge.alhen. D»h «n ber 0»m.. dung solcher Beleine fämmtlich, O,fi,ier, lh,!lnehm,n. fi,hl wol »über allcm Zweifel und e« v,ipfi,ch„, sich jede» Vl!>,!',d durch e,ne monatliche Elnlage, deren G,dh, dem „gener, srmefien arib-img'ftell! bleibt, einen veilr»«. ft melden Kleinere vorfHNss, lbniitli den Mitglieder« jeder,,,» in ber Höh, »,« Vin>«g'. «apilal«, gloher, ftdoch erst n«^ ...... ' "^ nng«,äh!gl,il u„b m,t Hilfe von zw„ Gutf, l»l>m G,. sammllapüal foll jener Tb"!, wrich" >"^l ""j Ab!»cbl!ss, t»,i. wrndel Vlrd, zum lln?a»se »«m »>" Osw'nxfie,! boiierlen S»»»l«. papieren benUtzl »erden. Di, Gelder und W,llhp»p,ei, »erden von einer felbft gewshllen ,in Sl»b«offi«>el ist. welch' l,tz!,lem ein Varvorrath zum Z»e«l« ' einer momentane« Hilfeleistung zugewiesen werbev l«»n. 2134 — (Erfordernisder krai nischen Mittelschulen.) In der am 17. d. M. abgehaltenen Sitzung de« Budget-Ausschusses des Abgeordnetenhauses referierte der Abgeordnete Professor Sueß über da« Erfordernis der ässerreichischen Mittelschulen und beantragte hiebei, für die Mi t t e l sch u le n inKrai » den Vetrag per 79,800 st. als ordentliche« Lrforberni« in da« Vudget per 1877 einzustellen, w:lcher »ntrag vom Nndget.Nueschusse auch angenommen wurde, »l« Erfordernis für die ilbrigen iisterreichi' schen ltrouländer wurden eingestellt: Für Oesterreich unter der Enn« 276.000 ft., fur Oesterreich ob der Enn« 63.500 f!.. für Salzbnrg 26.700st.. für Tirol 96,000 fl., filr Vorarlberg 28.800 st,, für Ettiermarl 110,000 st., für Kilrntln 38.900 st., ftr Krain 79.800 st., für Trust 27.000 st., für Oarz 27.400 fl„ fllr Istrien 39.600 fl., für Dalm^ticn 83.400 st., für Nähmen 595.000 st., ftlr Mähren 845.000 fl,, für Schlesien 104.000 ft,, fllr Galiziei, 470,000 fl.. für »ralau 68.000 fl.. für die Vulowina 42,100 fl. — (Die Weißenfeller-Seen.) Die gestern abends hier «ingetroffene Nummer 47 der „Neuen illustrierten Zeitung" bringt eine von I. I. Kirchner nact> der Naiur gezeichnete und rech! hübsch ausgeführte Stizze der Neißenfels«r»Seen in Oberlrain mit einem begleitenden stimmungsvollen Oedichle von Frau Luife Peßiat. — In der gleichen Nummer findet sich auct> unter dem Titel „Iliya" eine Erinnerung aus der Herzego« wiua aus der Feder unseres Landömannes Nmand Varon Schwel» ger»Lerchenfeld nebst Illustration. — l,.D a « neut Iah r.") «uch P K. Rosegger . der gemtlthreiche steierische vollsdichter, der sich «m Loufe weniger Jahre auf autodidaltischem Wege vom unbedeutei-den Menschen zum beliebten Voll«« und Naturdichter emporgeschwungen hat und dessen Schilderungen au« dem deutschen, speciell steierischen Gebilgevolle nahezu unübertroffen dastehen, ist unter die Kaien» dermacher gegangen. Sein Kalender pro 187? nennt sich „Das neue Iaht" und ist m euiem 182 Seiten stallen, mit nette» Holzschnitten geschmückten Vuchelchcn bei Gustau Hecken aft in Pre^burg erschienen. Nl« Titeiblid bringt derselbe ein Partial unsecc« gesinnungstüchtigen Präsidenten de« Abgeordnetenhauses, Dr. Rechbauer, und im Context neb»! vielen anderen Illustrativ» nen ein ganz vorzüglich gelungene« Vild unsere« unvergeßlichen lrainischen Landsmann-Dichter« Nnaftasiu« Tiltn. Wir heben die« speciell hervor, da wir un« nicht erinnern, unter den vielen Nachbildungen Grün« einen Holzschnitt gesehen zu haben, der so, wie dieser, mit der treuefien Poitriltähnlichlelt Zugleich die sorgfältigste technische Ausführung verbindet. Daß Rosegger auch für einen sehr ansprechenden belletristischen Inhalt seine« Kalender« bestens gesorgt Hal, biauchen wir bei dem anerlannten Geschmacke, den dieser reichbegabte Dichter in allen seinen so einfach klingenden und dabei doch stets zum Herzen sprechenden Publicationen ver» räth, wol nicht erst ausdrücklich zu erwähnen. Vemerlen wollen wir nur, daß sich in demselben auch zwei stimmungsvolle Ge« dichte von Robert Hummerling und Schröder eingestreut vorfinden. Der übrige Theil de« Teste« stammt fa't ausschließlich au« der Feder Rosegger« selbst. Angesicht« des billigen Preises von 60 lr. darf derselbe daher sehr reichhaltig genannt werden. — (,Neue illustrierte Z ei tun g ") Nr. 47 dringt nachstehende Illustrationen: Fr,el»rich EhriNoph Schlosser. — Cardinal Nntonelli. — Die Weißenftlser'Seen. Nach der Natur gezeichnet von I. I. Kirchner. — L»nonicuö Veith. — Der Bajonettangriff bei Djunis. Nach der Sliz,e uns?re« Specialartiften. — Die Elisabeth-Krippe in Wien. Nach der Natur gezeichnet von I W. Frey. — Pariser Fluren au« dem 18. Iahrhundelt. — I l i tz a. ^ Nach einer Original« slizj« von Schweiger-Lerchenfeld. — Partie au« Hall« ftadt. Federzeichnung von I. I. Kirchner. — Tefte: Da« Schlosserjubilllnm — Der serbisch türtifche Krieg. — Johann Emanuel Veilh. — Iliha. Eine Erinnerung an di, Herzegowina. Von Schweiger-Lerchenfeld. — Prinzessin Rothhaar. Novelle von Maf o. Schlegel. — Die Weißenfelser»Seen. Bon Luise Peßial. — Die Elisabeth»Krippe in Wien. f Lardinal Nntorelli. — Uiadelig. — Roman von V. M. Kapri. lForlsltzung.) — Kleine Chronik. — Rösselsprung. — Schach. — Coirespondcnztasten. — („ Heima t.") Die foeben erschlenene Nummer 8 des illu» filierten Fami'icnblatte« „DieHeimat" enthält: Die nur einmal lieben Roman von Moriz Iülai. Nutorifierte Uebertragung an« dem Ungarischen von N. D. (Fortsetzung ) — Ballade aus Helgoland. Gedicht an« dem Vähmischen de« Jan Neruda. Pon Vuftav Dürft. (Illustration von Ernst Peßler.) - Im rillhselhaf. ten Haust. Novelle von Ernst vonVibra. (Fortsetzung.) — Karl V. und seine Bildnisse. Von Albert Ilg. — Au« den Knabeujahren eine« höhnischen Dynasten. Von Freiherrn von Helfert. V. Fauler Friede. — Briefe an die „Heimat " Aus Bukarest. Von Paul d'Abreft. — »u« aller Well. - Vlieflaften. «llltlle Pos. (Original-Telegramme der „Laib. Zeitung.") Nsgnfa, 19. November. Die erste Sitzung der Demarcaiwns'Eommissare fand heute statt. Petersburg, 19. November. Heute fand die Ve. lanntgabe einer Emission von hundert Millionen Rubel Baulbillcts zum Course von 92 statt. Vulareft, 19. November. Der Deputation, welche die Adresse der Kammer überreichte, antwortete der Fürst, so schlimm die Situation sei, glaube er dennoch, daß Rumänien dieselbe durch Einigkeit und gestützt auf die Garantiemächte überwinden und die Rechte und Integrität deS Landes bewahren werde. Pest, 18. November. (N. fr. Pr.) Wie dem ..Pester Lloyd' aus Konstantinopel gemeldet wird, hat der Sultan den Botschafter der Pforte in Wien angewiesen, dem Kaiser Franz Joseph seinen speciellen Danl auszudrücken für die ertheilte Bewilligung, die Häfen von Klel und Ragusa zur Einschiffung von verwundeten und kranken Soldaten benutzen zu dürfen. Pest, I«. November (Presse) Nach einer wiener Mcldung des „Pester ^loyo" gedenkt die Regierung da« Pferde,Uusfuhroerbllt erst nach dem thatsächlichen Au«, bruche des Krieges zu erlassen. Dieser Maßregel würden gleichzeitig noch andere, durch die strenge Neutralität un» serer Monarchie voigezeichnelen Schrille folgen. Die Hriedenshoffnungcn seien in Wien verschwindend gering und max behauptet sogar, daß die Eonferenz nach der ersten Sitzung zu Ende sein werde. Deshalb werden auch die Mächte die Absenoung eines zweiten Vertreters unterlassen. Berlin. 18. November. (N. fr. Pr.) In unter, richteten Kreisen gilt die Betheiligung Deutschlands an der pariser Ausstellung al« aufgigeben. AchlMch wird der „Nalional'Zeitung" aus Paris berichtet und hinzugefügt, Hurst Hohenlohe habe die Vertagung der Äusftel. lung bis zum Jahre 1880 vorgeschlagen, ftrankreich habe dies abgelehnt, womit die Sache für Deulschland erledigt sei. Paris, 18. November. (N. fr. Pr.) Gerücht-weise verlautet, daß mit Rücksicht auf die allgemeinen europäischen Verhältnisse die Verschiebung der Ausstel-lung bis zum Jahre 1879 in Vorschlag gebracht wer« den soll. Belgrad. 18. November. (Presse.) Ueber den Zustand der au« dem Süden in daS Innere Serbiens geflohene» Bevölkerung treffen die traurigsten Nachrichten ein, den Flüchtlingen in den Bezirken voi' Raschanj und Ja« godina gebricht eS an Obdach, Kleidung und jeglicher Nahrung. Die hiesigen Wohlthätigkeit« EomilsS sammeln Beträge zugunsten der Hilftosen. Konstantinopel, 18. November. (Presse.) Heute wird ein Ministerrath abgehalten, in welchem endgiltig über die Annahme des Conferenzoorschlages entschieden werden soll. Wie es heißt, sttht die Annahme des Vor» schlage« außer Zweifel. (Die Mittheilung des „Diritlo" von der bereits erfolgten Annahme der Vorschlüge war mithin verfrüht. Die Red.) Calcutta, 18. November. Im Südoslen von Bengalen kamen durch einen furchtbaren Wirbelswrm, welcher in den letzten Tagen dc« Oktober wüthete, 12 0,000 Menschen ums ^eben. Die Regierung traf Anstalten, um der schwer heimgesuchten Bevölkerung zu helfen. __________ Telegraphischer Wechselconrs vom 18. November Papier - Rente 60 55. - Silbcr - Rente «5 40. ^ 1860er Slaats-Nnlthen l07 50 — Banl-Actien 816 . CredilcAciien 138 50, — London 126 75 — Silber ill 5 '. ^ K. l. Mit»,-Du-laten6 1I. Napoleon«d'or 10 14 - l »eichemart 62 40 Wlen, 18 November. 2 Uyr nachmittag«. (Gchlußcour»,.) tredilaclien 13850, 1860er Lose 10775, 18«4er Lose 13075, österreichisch, Rente m Papier 60 60. Slaal«bahn 258 --, Nord, bahn 173 50. 20»Franle«stütle 1016, nngarilche «lreditaciien 104 7b, üflerreichische Francobanl — —, österreichische Nnglobanl 66 75, Lombarden 78 25. Uuionbanl 48—, »>lftr«:on,!l!«lischs Vonl — —, Lloydacmu 28I -, austro-oltomanische Van! - . türkische i?°sc II—. «ommunal, «nleben 9350. «zyptisch, 105—. Ruhiger. Nachburfe: 20.Franlenftücke 10 05'/,. Handel und Wolkswirthschastlickes. Wocl,enau«wei« der Ilationalbank. Derselbe weist im Verhältnisse »,u dem der Vorwoche folgende Veränderungen au«: Vanlnottn-Umlaus ft. 3W 800.140. «bnahme fl. 3 670.700; Giro-Einlagen fl. 310,736, Abnahme fl. 140.705; einzulüfendl Vanlanweisnngen und andere fällige Passiva fl. 1.700,368, Abnahme fl. !»74.4N5; Metallschah fl. 136.591.518. Hlmahme fl. — ; in Metall ,ahll»are Wechsel fl. 11.989.660. «bnahmt fl. 30.526; Staa!«!,oten fl. 1.777,721, Zunahme fl. 445,484; 2«c°mple fl. 145.293,815. Nbnahmc ft. 2.974.490; Darlehen fl. 28.440.200. Abnahme fl. 797.300. Verstorbene. Den 9. November. Anna »zer, Inwohnerin, 56 I.. Hivilspital, Marasmus, stranz Pogainil, Lehramtskandidat, 24 I. und Ludwic, Pissyecz. «rbeiter, 24 I., «livilipital, Lun» gentuberculose. Den 10. November. Maria Ierii. »rbeiterin, 40 I., llivilspital, Lungenödem - ssranz Leval, Scdlossermelster, 38 I., Stadt, SHlossergafse Nr. 259, Lungenfchwindfucbt. - Paula Mayer, Handlungsbuchhalters-Kind, U'/< I,, Gtadt, «athhan«« Play Nr. 20. sllarlach. Den II. November. Anton v. Lang, l l. Majorö«3ohn, 4',, I.. Franzislanergassc Nr. 13. Nachenbräune. Den I 2. November, Fran^ lav. Mauser, Privatier. 49 I., ssranz.Iosesftraße Nr 7, lHrjH'öpfllng der Klüfte - Mari« Nez,c, Frljeurslmo, 6V. I., Stadt, «alhhausplah Nr 3. Fraisen. — «nna äopailS, Arbellerö-liind, 5 I.. Clviljpllal. Wasserliebs. — Varbara illemeniii, Magistratöbeamtens' und Hausbesitzers» gattin, 64 I., Stadt, st. F>orlal>Sgasse Nr. 29, Lungtlilähmung, — sse!,cita Mayr. Handlungsbucbballers-Kind, >'/, I., Gtadt, Nalhhausplah Nr. 20. Schar'lachbräune. Den 13, November. Josef Roth Ritter v. Rothenbolft, l, l, hosrath. l>9 I.. Maric,.Thereslastraße Nr. 1, Darmlähmung. Gertraud Caferin, Arbeiterin, 21 I., iiivilspital, Eilerunsssfieder. Den 14. November. Thomas Weber, Arbeiter,' 42 I., Livilspllal, Lunqentuberculose. Den I 5. Novem ber. Matthäus Doliner, «rbeiterS.ilind. 1 I, 2 Mon., «tlisabeth^inrerspital. DurHfall. — »nna Iapel, Inwohnerin, 56 I., «livilfpltal, Gehilnerweichnnq. ^ Helena »ern, itaischlerin. 54 I, Clvilspital, Lungenempbysem, Den 16. November. Josef Vld,c. Gtiliimeifiers.Kilid, 6 Wochen. Nömerstraße Nr. 19, Lungenentzündung. Leopold Erzar. Schneiders.»ind, 7 Tage. Polanaflraße Nr. 27, Scbarlalb. - Iosefine Hager«berger, IngenieursTochter, 9 I., unter der Trantjche Nr. 2. Nachenbräune. Den I 7, November. Iofef Vorjii. Uhrmacherslind, 3 I. 8 Mon,, Floriansgafse Nr. 23, Wasserlopf, Anton «al,s i»' Hj e r s ch w ü r u n g ^ u M o n l e f« a « co n e. Kom,sche Oper >n 3 Aclen von Albert Millaud. deutsch oo» Iuliu» Hopp. Musil von Iaque« Offcnbach. Metearolosti 4« 3iW. schwach bewölll ^ 75Mg 739 l, ^4, NW schwach bewölli" 19. 2 » N. 737 7. -j- 6 ^ NW. schwach bewölll 0M 9, »b 735.,, j 5«, NW. fchwach bewüllt Den 18. und 19. d. M, trübe, lein Sonneublick. Da» ""-gestrige Tage«m>«ltl der Wllrm, j 5,2'. da» gestrige > b^> beziehungsweise um 19' und 2'4' Über dem Normale. «erantwortlicb'r Medacteur: Ot»om»r Vamber« ^l>ss^N^rl»^t Wien, 17. November. (1 Uhr.) Die «tlrse war durch die eingelangten politischen Nachrichten verstimmt. Line fpätcr eintretende Neine Erholn«« war nicht durchg"'! ^-^sv»lv<.».!^l. genug, nm die gestrigen Course zu refiituieren. Devisen und Valuten verfolgten eine mäßig steigende Tendenz. M«i» ) « (.....6l> 45 60 55 ffebrn«.) «en" ^.....^ 45 ^^ ??"U""^"' l ' -' «'- "" »l°le. ;»»;........253 - 254 - " <^........103 50 104 , 1860 (Fünftel) . . . ' ^.^ Z^.^ - ^ u ' « ;.....^^"7^ l3i - Ung. Priimlen.Nul...... e<-^:?dbriefe .... 140— !4',5<1 Qesi >3chatzschtme. . 97 40 «7 «y UN« >,-«'«' - - 9625 W50 Ung^ Echatzbon« v°m I. I«74 94— 94 00 »nlehen d. Stadtgemeinde W'M u» V. V......... ^" — ^ ^" Grundenllaftungs-rbligationen. «ohmen..........100.- -'^ Meltlüfttrreich . . . 10050 1"1'50 <3alil«n » lv»i« »nglo.ilflerr. Vanl.....67 - 67-^5 Credilanstllll........139 139 10 lrebitanftalt, nngar. .... 10b 1'5 .5 E«compteanstall......665— 670- N«l,ml»lbant.......K24 — 826 — Oesterr. Vanlgesellschaft ... 152 — 153 — Umonbaul ........49-. 4i»2b «er!?hl«l> v^?l> V»l. «arl.Lndwiq'V.. 1 Vm. 9920 ^^ Oeyerr N«rdme«-Vahn 89^' ?«hy SiebenbUrger «ahn . . ^' ^.^ «laatsbahn 1. «lm...... i54bN >' ^""/"" ' 5^ '. '. . . ' ' 'K 9«^ Sildbahn, Von« ....'. 7^ Ung. oftöahn....... 5 -6 5" Devisen. «uf beutfcht M«yt..... 6, 1b 6l ^0 London, lurze Sicht..... 1" ?0 ^" London, lange Sich. .... I«6'« 1«^« Pari«.......... 4»»" ' «e,»,«rte». Vcld wa« Dukaten . . . . 6fl » ll. 6 ft. ^. lr. Nap°le«n«o'or . X'» 6 ^ «0^ "'»' Deutsche Neich«' ^„ bänlnaten . .61,8b «' - A " Si«>ergulden . 1^9.70 ,'9 . «0 . »rainische Trundentl»ft!,n«»-0bli<,«tian,t Privatnotittung : Geld 90 -, Ware — ^» «««tr«, : Um 1 Uhr 30 Minuten notieren : Reute 60-60 b.« 6070. Tilden,«« 6480 bi» 65 - «redit 1393« l>i« 129 50. «nglo 6770 vie 67 b0. London I2i> 8b bi, 1»« >". «apol««n« 1006 bi< 10-07. «ilb« 10s 2b bi« 10950.