At. 1iß. Dienstag, 24. Mai 1898. Jahrgang 117. Macher Zeitung. ^Alig s "°"sp«is: Mit Post ueisen dung: ganzMnn fl. 15, halbjährig fl. ?-50. Im Comptoir: '"k In!?//, ^lblährlg fl. 5-50. Für die Mstelluiig ins Hmi« aaüziährig sl. l. — Insertionöaedür: Zur lils zu 4 Zeilen 25 lr., größere per Zeile 6 tr,; bei öfteren Wiederholungen per Zeile 3 lr. Die »Laib. Ztg.» erscheint täglich, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage. Die Administration befindet sich Congressplah Nr. A, die Medactio» Varmherzigergasse Nr. 15, Sprechstunden der Redaction von » bis 11 Uhr vor» mittllgö, Unfralllierte Briefe weiden nicht angenommen, Manuscripte nicht ziirückgestellt. Amtlicher Theil. ^rgnädn/' ""^ ^' ^"Mische Majestät geruhten blllsse^^ncch'ne des Landwehr-Oberintendanten erster ^ ""bolf Wallner, Intendanzchef beim Land-iliuhestX" " " ^len, auf sein Anfuchen in den ^llerl,^ k' und k. Apostolische Majestät haben mit ^taV3 Entschließung vom 17. Mai d. I. den llich I.s ^"^"' Leopold Fuchsin Ober-Hollabrunn 'hrei h^."" Kirchner in Feldsberg in Anerkennung ^ll Dienl!? -'6k"' Pftichtgetreuen und zufriedenstellen-t>W ,,. '""swng das silberne Verdienstkreuz allergnä-"' su ^leihen geruht^_______ ^lller^ k- und k. Apostolische Majestät haben mit doin 9^" Entschließung vom 12. Mai d. I. dem ^sehen?^ des Herzogthumes Krain beschlossenen tc>ten i< ?^e. betreffend die Einhcbung von Gcmeindc-^Mio.. ?s Landeshauptstadt Laibach, die Allerhöchste auergnädigst zu ertheilen geruht. ^tthi)3 '' ""b k. Apostolische Majestät haben mit "" dem A ^"^schlichung vom 19. Mai d. I. den ^hes hell'^ ""o Charakter eines Oberlandesgerichts' iUln Bi ?^" Staatsanwalt Josef Pajk in Laibach ^ Land?' ""en bes Laibacher Landcsgerichtes und ^M z^"Vnchtsrath Dr. Emanucl Eminger in ^ ernenn erlandesgerichtsrathe in Graz allergnädigst »men geruht. ^llerhüH? / und k. Apostolische Majestät haben mit ^NeraH" Entschließung vom 19. Mai d. I. den ^hofe?"cn am Obersten Gerichts- und Cassa- ^ Oberl^' Adalbert Gertscher zum Präsidenten "eniien a, "??^'richtes in Zara allcrgnädlgst zu er- U l"l)t. __________ Ruberm. p. ^lleihH k. u^i, k. Apostolische Majestät haben mit vom 19. Mai d. I. dem ^anz 5 ^ Obersten Gerichts- und Cassationshofes ^ns att?^^ taxfrei das Ritterkreuz des Leopold->^^^rgnadiast l„ verleihen geruht. Der Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums des Innern hat den Polizei-Concipisten der Wiener Polizei-Directiou Heinrich Vrix zum Vezirks-In-spector in der Wiener Sicherheitswache ernannt. Am 1. Juni d. I. um 10 Uhr vormittags wird unter Intervenierung der Staatsschulden-Control-Com-misston des Reichsrathes in dem für Verlofungen bestimmten Saale im Vanco-Gebäude (Siugerstraßc Nr. 17) die 130. Verlosung der Serien- und Gewinnnummern des Prä'mien-Anlehens vom Jahre 1864, dann die 18. Verlosung der Schuldverschreibungen dei vom Staate zur Selbstzahlung übernommenen 4proc. Triester Lagerhaus-Anleihe vom Jahre 1889 vorgenommen werden. Von der k. k. Direction der Staatsschuld. Den 21. Mai 1898 wurde ill der f. l. Hof- Ulld Staats« druckerei das XXV. Stück der rumänischen Ausgabe des Reichs-geschblaltcs ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Der spanisch-amerikanische Krieg. Aus Petersburg wird geschrieben: Das russische Publicum verfolgt mit mehr als gewöhnlicher Spannung den Verlauf des spanisch-amerikanischen Krieges. Seine lebhafte und volle Sympathie bleibt nach wie vor den Spaniern, deren Tapferkeit und patriotifche Selbstverleugnung es bewundert, während es sich mit dem Vorgehen der Amerikaner nicht befreunden kann. In der Preffe findet jedoch diefes Missfallcn nur schwachen Ausdruck, da man sich vorstchtigerwcise vor Augen hält, dass Nussland stets die freundschaftlichsten Beziehungen zu den Vereinigten Staaten unterhalten hat, und niemand denkt daran, dieses Verhältnis zu Gunsten Spaniens zu ändern, mit welchem die Russen kein nationales Interesse verknüpft. Nur eine Frage, welche durch den Verlauf dieses Krieges aufgeworfen wurde, beschäftigt die öffentliche Meinung Russlands etwas lebhafter, uud zwar die anscheinende Absicht der Amerikaner, sich der Philippinen gänzlich zu bemächtigen oder diese Inselgruppe eventuell den Engländern zu überlassen. Russland würde nur mit großem Missvergnügen, ja selbst mit Unruhe seine ostasiatische Politik durch eine Vergrößerung der englischen Macht im Stillen Ocean oder durch die Festsetzung der Amerikaner in jenen Gegenden beeinträchtigt sehen. Die hervorragendsten Blätter erörtern sehr lebhaft diese Frage und kommen zu dem Schlüsse, dass Russland eine Besitzergreifung der Philippinen durch welchen Staat immer nicht dulden könne, es sei denn, dass ihm ebenfalls eine dieser Inseln abgetreten würde. Man glaubt, dass Russlaud in dieser Angelegenheit auf die Unterstützung Iapmls zählen könnte, für welches die Festsetzung der Amerikaner im Stillen Ocean gleichfalls eine große politische und commerzielle Gefahr bedeuten würde. Diese letztere Erwägung trägt selbstverständlich dazu bei, den Wert der Convention, welche zwischen Russland und Japan bezüglich Koreas abgeschlossen wurde, in den Augen der russischen öffentlichen Meinung zu erhöhen. Alle Welt in Petersburg ist in hohem Grade davon befriedigt, dafs die Aufrechterhaltung der guten Beziehungen zwischen Rufsland lmd Japan verbürgt ist, ohne dass der Unabhängigkeit Koreas durch den letztgenannten Staat irgendwie Gefahr droht, was in Anbetracht der Nachbarschaft der rnffifchen Besitzungen und der großen nationalen Interessen, welche dort durch die Schaffung der sibirischen Eisenbahn in Betracht kommen, ferner mit Rücksicht auf die Erwerbung von Port Arthur und Talicnwan, sowie anf die in Aussicht genommene Bahn durch die Mandschurei für Russland von ungeheurer Wichtigkeit ist. Alles in allem genommen, verlieren angesichts der russisch-japanischen Convention die beunruhigenden Gerüchte, welche über eine mögliche anglo-japanische Allianz gegen Russlaud im Umlaufe waren, alle Wahrscheinlichkeit; dieses Uebereinkommen sichert die völlige Unverletzbarkeit des directen Seeweges, welcher die russischen Besitzungen im äußersten Osten mit seinen neuesten Erwerbuugen auf der Halb-insel Liaotung verbindet, begünstigt die Entwickelung der politischen und wirtschaftlichen Interessen Russlands in diesem Gebiete und ebnet selbst das Terrain für eine besondere Verständigung zwischen Russland und Japan für den Fall, dass die Vereinigten Staaten Feuilleton. l8°^ ^rgesseue Ecke der Inlischcn Alpen. be?d?,!Ä^"s- "lba Hintner in der Section «Kram. ""Ma und österreichischen Alpenvereins. ^ ^ war'Ä^ dichter - Horaz, wenn ich nicht ,. ,U priiatp. <^"' für die Schreibenden die Mah-Uagt p' wählet, wie es die Kraft euch Ul bloh'd " " "- Vorwurf!. Dieses Wort gilt aber ^n. die i "BruderFeder,sondern noch viel mehr ""'en, v'" öffentlicher Versammlung das Wort ^ Wenn n"lrn. "''s Franen. U stnrleli u c?/'" Greine, wo sonst nur Angehörige ??rsch d^Zechtes ^ W^ ergreifen, die mit ttVunGa..sn. "^'^ lehrreiche Einblicke in ihre l^en/einn's .""b die Wissenschaft ihrer Wahl N si/ ,,."'""! eme Frau als weißer Nabe einstiegt, so ir^ 'hrer ^'^".^"rtragsstosf wählen, der im Ve- b^" sein p"'°"llchen Erfahrung liegt; sie mnss zu- sck'sEt^"" ^ ihr gelingt, die Hörer auf ein '? Lebens Zen "^ dem beengenden Luftkreise städti-! ^ ."ue Nel I ^"""setzen in die freie Welt der Höhen 2 "esem S. "frischender Alpenluft hier einzufangcn. s.'°UNg des np s ^ ich mich, der freundlichen Ein- ^ lasse« V" Sectionsausschusses folgend, bereit ^tt ^iisi I ^"che des Alpenvereines meine N° ^rwart?,, ^.'"l ^n heutigen Abend zu leihen! "N ?/t ,nein «^ "/M' geehrte Anwesende, dass ich Versuche anf einen stolzen ^flihre od,,. ^l'pfel unfercr krainischen Alpcn- U^eit 'dps «'""s Vergeszinnen, die durch classische b t . 2 fesseln !""" das kunstverständige Auge des Hrer A^? " ^^ halsbrecherische Umheimlich- "lmrze und Kletterstellen das Herz des Seilklimmers höher schlagen machen. Jene Tage, da fast jeder Schritt in der Nachbarschaft des Triglav eine Erforschung bedeutete, da ein halbes Dutzend wag-muthiger Felskletterer Gipfel um Gipfel eroberte, sind vorüber; es gibt im eigentlichen Stocke des Triglav keine unbekannte Erhebung mehr, der auch uur mittlere Bedeutung zukäme. Damit soll jedoch durchaus nicht gesagt sein, dass sich auch einem so bekannten und so viel beschriebenen Gebiete nicht noch manche schöne Einzelheit abgewinnen lässt und den Bergfahrer, der abfeits von der'Heercsstraße zieht, nicht noch schöne und würdige Aufgaben erwarten. Reizvolle Verggestalten stellen sich dem Alpenfahrer, der vom Osten her in die Iulischcu Alpen einbricht, schon an der Einfallspforte des Gebietes entgegen. Der weit ausgestreckte, letzte Nordostarm der Iulischen Alpen, der sich beim Kleinen Triglav vom Gipfelwall der Haufttkette ablöst und.in der Bergreihe Vogu, Cesar, Virncr und Ci kelln an südöstlich, und von der Scharte Vratica an nordöstlich zum Wurzener Savethal hinausläuft, gehört vom To sec an noch zu den scl-teust besuchte» Gebieten unserer Alpen. Neben den ton-angebenden Hochgipfeln des Triglav, Razor, Prisang, Suhiplaz, Stciuer, Kanjavec, Cmir, der Njovina u. a. vermag dieser Zug mit seiner verhältnismäßig zahmen Gipselbildung nicht zn rechter Geltung zu kommen, und der große Strom von Nei enden, der sich alljährlich von Mojstrana, Veldes und der Wochein dem Könige der südmärkischen Berge zuwendet, ahnt nichts von den verborgenen Schönheiten, die dem einsamen Wanderer auf diefen bescheidenen Berggipfeln enthüllt werden. Aber es gibt auch Bergfahrer — glücklicherweise könnte ich sagen — welche nach einem Rundblick von beherrschendem Gipset eine Aus- und Umschau von bescheideneren Vorbergen nicht verschmähen, ja ein' reines Gebirgsrundbild mit positiven Höhenwinkeln, wie es Aussichtswarten zweiten und dritten Ranges gewähren, unter Umständen malerischer uud harmonischer finden als den erdrückenden Reichthum von Schaustücken, den die schneegepanzerten Hochzinnen mit ihren Tiefenwinkeln vor dem trunkenen, vergebens nach Stützpunkten ausspähenden Auge ergießen. Anch die Berge, die unbeachtet bei Seite stehen, bergen nicht selten entzückende Vorzüge, gleich geistvollen Büchern in schmucklosen Einbänden. Auf diefe mauerartige Vergflante, die, nach Nordost streichend, vom Tosec bis zur Klecica reicht, und die rechtsseitige Umrahmung des Krmathales bildet, will ich heute, geehrte Damm und Herren. Ihre Aufmerksamkeit lenken. Es würde mir zu nicht geringer Befriedigung gereichen, ja meine Freude über den heutigen Abend vollmachen, wenn es mir gelänge, die Geringschätzung, mit der man die genannte Ver'g-gruppe behandelt, zu beseitigen und diesem entlegenen Winkel meiner krainischen Alpenheimat neue Freunde zuzuführen. Dr. Julius Kugy, der beste Kenner und feinsinnigste Schildercr unserer Iulischen Alpen, thut in seiner meisterhaften Schilderung des Gebietes in der Zeitschrift des deutschen und österreichischen Alpenvereines (Jahrg. 1894, S. 396) und ebenso im Sammelwerke «Die Erschließung der Ostalpen» (dritter Band, S. 579) unsern Gebirgstheil mit ein paar mageren Sätzen ab. «Ich kann diese selten genannten, zum Theil touristisch noch unersticgenen Spitzen denjenigen anempfehlen, die gerne abseits vom ausgetretenen Modepfade ihre eigenen, einsamen Pfade sucheu.» Mit dicfeu Worten empfiehlt er diese vernachlässigten Stiefkinder der Touristik dem Wohlwollen jener seltenen Sonderlinge uud alpiuen Fein» schmecker, die auch das unberühmt Schöne ins Herz schließen uud das «Glück im Winkel» zu suchen und zu finden wisjen. Laibacher Zeitung Nr. 116. 938 24. Mai 1898. uud England sich anschicken sollten, die Interessen dieser beiden Staaten zu bedrohen und sich der Philippinen ganz allein zu bemächtigen. Das «Journal de St. Petersbourg» bespricht den spanisch-amerikanischen Krieg und sagt: Wir haben seit dem Beginne des Krieges darauf aufmerksam gemacht, dass ein beträchtlicher Theil der öffentlichen Meinung in den Vereinigten Staaten sich über die Größe der Schwierigkeiten, denen man begegnen würde, Rechenschaft gab. Die Masse der Bevölkerung hatte geglaubt, dass dieser Krieg leichter sein werde. Man stellt gegenwärtig fest, dass die Hindernisse, auf welche die mit einem Landungsversuche beauftragten amerikanischen Schiffe vor Cuba stoßen, die Wirkung gehabt haben, dass diejenigen in Amerika, welche nicht Anhänger der Kriegserklärung waren, neuerdings ihre Stimme erheben. Bei Besprechung der vom Marquis of Salisbury inbetreff der Rede Chamberlains gegebenen Erklärung sagt das «Journal de St. Petersbourg», die Blätter constatieren, dass die Rede Salisburys die ganze Verschiedenheit zwischen den Anschauungen des Premierministers und denjenigen Chamberlains darlege. Das Journal schließt, es verstehe sich von selbst, dass Salisbury niemals über den Ton gesprochen hätte, den Chamberlain angeschlagen hatte, wenn beide geglaubt hätten, dem liberalen Ministerium die Verantwortlichkeit für gewisse Thatsachen aufbürden zu sollen, was eine Polemik zwischen der conservative» und liberalen Presse veranlasst. Der Geist der Mäßigung in der Rede Salisburys war von den Verirrungen in der Ausdrucksweise Chamberlains weit entfernt, wenn man nur jene anführt, welche die französischen Journale hervorhoben und die England selbst berühren. Die Madrider Journale erblicken in dem Umstände, dass das Packetboot «Montferrat» dreimal die Blockade von Cuba durchbrochen habe, einen Beweis, dass die Blockade keine effective sei. — Admiral Ga-mara wird nach einer Besprechung mit dem Marineminister nach Cadix zurückkehren, um daselbst den Befehl über die Reserve-Escadre zu übernehmen, die mit versiegelten Ordres auslaufen wird. Die Spanier sind entschlossen, für den Fall, dass die Amerikaner das Kabel bei Cuba zerschneiden sollten, zu Repressalien zu greifen und ihrerseits das Kabel bei Ccüveston, welches die Verbinduug mit den Kabeln des Stillen Oceans herstellt, zu zerstören. Eine Depesche des Generals Blanco besagt, dass die amerikanischen Schiffe vor dem Hafen der Stadt Vuentalama mit der spanischen Flagge erschienen, um die Besatzung zu täuschen. Diese aber erkannte den Feind auf der Stelle. I» den Provinzen Havanna und Matanzas wurden die Rebellendanden geschlagen. Mehrere Rebellen fanden den Tod. Ueber den Aufenthaltsort der spanischen Flotte coursieren einander widersprechende Nachrichten. Die Regierung beobachtet Zurückhaltung. — Für die nächste Zukunft erwartet mau eine für Spanien sehr günstige Nachricht. — Die Course an der Börse steigen. Mehrere amerikanische Schisse sind in der Bucht von Havanna erschienen, halten sich jedoch in großer Entfernung vom Hafen. Zwei feindliche Schiffe beschossen gestern den Hasen von Buentalama, ohne irgendwelchen Schaden anzurichten. Politische Ueberficht. Laibach, 23. Mai. Die Pl enar-Sitzungen beider Delegationen werden fast die ganze Woche in Anspruch nehmen. Der Schluss der Delegatious - Session dürfte nach übereinstimmenden Zeitungsmeldungen Freitag er> folgen. Das ungarische Abgeordnetenhaus setzte am 21. d. M. die Specialdebatte über den Gesetzentwurf, betreffend die wirtschaftlichen und gewerblichen Credit' genossenschastcn, bei ß 48 fort. Die Debatte gedieh bis zu § 74. Der § 66 wurde behufs Umarbeitung an den Iustizausschuss zurückgeleitet. Die Fortsetzung der Debatte wurde auf heute vertagt. Der «Pol. Corr.» zufolge verlieh Se. Majestät Kaiser Franz Josef dem deutfchen Kronprinzen das Großkreuz des Stefan-Ordens. Der Berliner Botschafter v. Szögyeny ist beauftragt, die Ordens-Insignien und im Zusammenhange damit ein Handschreiben Sr. Majestät an den deutschen Kaiser persönlich zu überreichen. Der deutsche «Neichs-Anzeiger» veröffentlicht eine Cabinetsordre, worin Kaiser Wilhelm allen an der Schaffung des bürgerlichen Gefetzbuches be« theiligten Beamten seinen Dank ausdrückt uud dein Staatssecretär des Reichsjustizamtes Dr. Nieber-ding den Kronen-Orden erster Classe mit Eichenlaub verleiht. Gestern fanden in Frankreich die Stichwahlen statt, welche infolge der unentschieden gebliebenen Abstimmungen am ersten Wahltage nothwendig geworden sind. Es wurden 179 Stichwahlen vorgenommen, bei welchen sich 60 gemäßigte Republikaner, 66 Radicale und 23 Socialisten sowie 7 Revisionisten und 5 Conservative gegenüberstanden. Nach einer der «P. C.» aus Christi ania zugeheuden Meldung hat die norwegische Regie« rung im Storthing eine Vorlage, betreffend die Bewilligung eines außerordentlichen Credites von» 16 Millionen Kronen für Rüstungszweckc eingebracht. Hievon sollen 9-2 Millionen für den Bau -.weier Panzerschiffe bestimmt sein. Wie es heißt, sino bereits die erforderlichen Vereinbarungen mit den »Armstrong works» getroffen worden, welche sich verpflichtet haben, beide Schisse eventuell uoch vor Ende dieses Jahres zn liefern. Die Waffenfabrik in Steyr dürfte mit der Lieferung von ungefähr 30.000 Gewehren, Cara-binern und Revolvern, beauftragt werden. Gegen zwei Millionen Kronen werden für Fcstuugsbauten verausgabt werden, 200.000 Kronen für Einrichtungen behufs schneller Mobilisierung der Torpedoboote. Die Annahme der Regierungsvorlage durch den Storthing sei als feststehend anzusehen. Nach einer aus St. Petersburg zugehenden Meldung sollen in nächster Zeit den russischen , Botschaften in Wien, Berlin, Paris und ! Washington Delegierte des Ackerbau-Ministeriums attachiert werden, deren Aufgabe es fein wird, die Entwickelung der landwirtschaftlichen Industrie sowie den Markt für Ackerbauproducte in den betreffenden , Ländern genau zu verfolgen und der russischen Negierung darüber regelmäßig Bericht zu erstatten. Nach einer aus Belgrad zugehenden Meldung wird dort ein Artikel der «Male Novine» über die leidenschaftlichen Agitationen der Radicate« in der jetzigen Wahlcampagne viel bemerkt, in weiH betont wird, dass, mögen auch die Wahlen wie linm ausfallen, unter gar keinen Umständen eine Parir tyrannei das Land wieder unterjochen werde. , Nach einer aus Salonichi zugehenden M^/ richt sind ungeachtet des kürzlich erlassenen kalseN^ Irades, durch den Acte derVlutrache aufs "W verboten werden, von den Arnauten in Unter-Alwi, in den letzten Wochen acht christliche Notabeln ' Kreise Alessio infolge von Blutfehden ennon worden. Der Vali von Scutari, Kiazim P"',A,„' habe den Befehl erhalten, die Schuldigen zu ernnm und sie uuter starker Escorte nach Constants bringen zu lassen. . A, Wie man aus Kairo meldet, swd "" ^. zichungen zwischeu dem Khedive Abbas ^^' ^. uud den Ministern seit einiger Zeit etwas M° ^,! man glaube aber nicht, dass es zu einer Cabmen kommen werde. ^ Aus Capstadt wird vom 21. d. M- ge""^ Die anlässlich des Zusammentrittes desParlam ' gehaltene Eröffnungsrede des Gouverneurs A^l> .' enthielt einen Hinweis auf den Erfolg der M", des Professors Dr. Koch bei der Bekämpfung Rinderpest. ^ch Die Chinesen werden heute unlNlttelv^ ^ der Abfahrt der Japaner Wei-Hai-We^ setzen. Morgen werden die Engländer an» ^ gehen. Die britische und die chinesische Flagge lv ^ nebeneinander gehisst werden, bis die ^uglano Baulichkeiten des Arsenals und die Forts übernon ^ haben werden. Alsdann wird die britische FlaWk M'c auf der Festung wehen. Drei englische Kneg^ liegen jetzt im Hafen von Wei-Hai-Wei. Tagesueuigleiten. ^ — (Truppen-Revue.) Man berich^. ^ Budapest vom 21. d. M.: Seine Majestät d" "« e» hielt heute eine Revue über die Truppen der v .^ Garnison ab. Die Truppe» begannen mn ^ . ^ die den Aufmarsch. Um 9 Uhr verkündeten Ho"«s'g"" B> Ankunft Seiner Majestät des Kaisers, bcgl"" ^g Seiner k. u. k. Hoheit dein durchlauchtigsten Hen" ^Muliüs Franz Ferdinand. DerKaiser nahn« die -V ^n, des Corpscommandanten Prinzen Lobkowitz ^,-worauf die Revue begann. Der Kaiser ließ " .^,l mentscoinmandanten zu sich berufen und drua ^.^ seine vollste Zufriedenheit aus. Hierauf ley" .^ ^ Majestät uuter großen Ovationen des PublicuMs Ofener Hofburg zurück. uttg^ ^ (Fünfzigjähriges Regies g.) jubiläum Seiner Majestät des ^ "^chis^ Wie man aus Sofia schreibt, hat die dortige /^ ^litt, ungarische Colonie durch ein fiinfzehngliedriges ^,, in welchen, alle Nationalitäten der Monarchie ^^ sind, unter dem Vorsitze des k. und k. diM' ,^e Agenten Freiherrn von Call beschlossen, eine Y"^^ Stiftung zur Erinnerung an das fünfzigjährige ^A ^ z" jubiläum Seiner Majestät des Kaisers und ^ ^ gründen. Den Grundstock dieser Stiftung wird "' ^ü gezeichnetes Capital von 4000 Francs bilven, ^, Zinsen alljährlich zur Betheilung armer ^n^^ reichisch-ungarischcr Nationalität Z)er Grauln voin Kolös. Roman von vrmanos Vandor. (21. Fortsetzung.) «Zufällig hörte ich Sie vorhiu singen, Fräulein. Sie haben keine hervorragend große, aber eine herrliche,! ich möchte sagen ,aparte< Stimme. Es ist etwas ^ Sirenenhaftes, Bethörendes in Ihrer Stimme. Man' könnte Sie als Nixe anftreten und eigens für Sie! componierte süße, verlockende Melodien singen lassen.! Ich habe mir im Geiste schon ein Bild gemacht. Ihr, Aeußeres passt auch vortrefflich dazu. Ihre langen blonden Haare und Ihr feines Gesicht .... Was meinen Sie?» «Sie wollten mich für die Bühne ausbilden lassen?- fragte Hilda, die in dem Fremden fofort den ^ weißhaarigen Herrn, der ihr vorhin Beifall geklatscht hatte, erkannte, mit klopfendem Herzen. «Für die Bühne? Hm, Sie meinen für die Oper? Nein, das ist eine riskante Sache. Erstens ist Ihre Stimme dazu nicht groß geuug; dann erfordert das eine langjährige Ausbildung und schließlich hängt der Erfolg noch von hundert Einzelnheiten ab. Ich reise nur mit Künstlern, die als Specialitäten groß sind!» «Für eine Tingel-Tangelbühne will er dich anwerben!» schrie Braun. «Nichts da! Hinaus! Meine Tochter wird weder Komödiantin noch Chansonnettc!» «Zuerst möchte ich wissen, wie das Fräulein selber darüber denkt», sagte der alte Herr gelassen. «Vielleicht zieht die juuge Dame doch die frische, «Meine Tochter hat gar nichts zu sagen!» rief Braun aufgebracht. «Ich bin ihr Vater! Mir hat sie mein schweres Geld gekostet! Sie hat für mich zn arbeiten, uud damit puultum!» «Das würde ihr, wcuu fie mir folgte, jedenfalls leichter als jetzt werden», entgegnete Mr. Wilson. «Sie scheinen, Verehrtester, keine rechte Vorstellung von den Specialitätenbühnen der Jetztzeit zu haben. Die Räume, iu dcucu meine Künstler auftreten, können sich, was Pracht anbelangt, mit jedem großen Theater messen. Und die Gagen — die Directoren bezahlen an die besten Capacitäten bis zu dreißigtausend Mart monatlich. Ich möchte wissen, welcher Sänger oder dramatische Künstler soviel Gage bezieht. Tausend Mark Monatsgagc würde ich dem Fräuleiu für den Anfang bereits zusichern. Später, je nachdem, wie sie sich als Zugkraft beweist, vielleicht das Doppelte und mehr noch!» Der alte Braun war während Mr. Wilsons Auseinandersetzung still und aufmerksam geworden. Aus seinen kleinen, grauen Augen blitzte die Geldgier. «Wenn Ihre Versprechungen ehrlich gemeint sind», sagte er hastig, «das heißt, wenn Sie mir eine contractliche Zusicherung geben, dass meine Tochter soviel verdienen wird, hätte ich am Ende nichts dagegen.» «Und Sie, Fräulein?» Hilda blickte prüfend in das scharf markierte, gelbliche Gesicht des alten Impresarios. Etwas in den Augen und den Zügen des Mannes flößte ihr Vcr-tranen ein. Und dann — was hätte sie nicht gethan, um den: unerträglichen Leben der Gegenwart ein Ende zu machen? «Ich nehme Ihr Anerbieten dankbar an> widerte sie leise. Oilso"' e «werde ich Sie einige Wochen aufs Land oor ^ See schicken, damit Ihre Farbe ein weM ' ^ Ihr Gesicht etwas runder wird. Sie U"/da^ gespannt und abgearbeitet aus. Ich gebe Iy einen Vorschuss von fünfhundert Mark.» ^M ' «Uud waun können wir uns reisefertig v fragte Braun. <^H. ^ Der Impresario zog die Augenbrauen y"" Ae «Ich denke, es handelt sich doch nur " Tochter!» sagte er gedehnt. . ;Ht a^, «Gott bewahre! Ich lasse mem Kmd "^i,! in die Welt auf so gefahrdrohende Pf"0e s^ ^ sagte Braun mit Pathos. «Wo sie hmaM, auch ich hin!» . ^«nen^ .Nun, was die Gefahr anbelangt, so " ^M das junge Mädchen getrost meinem vateN'^ .^gc überlassen», erwiderte Mr. Wilson, «^n " «B'''. Mädchen, die mit mir reisten, hat noch "' ^M, bruch gelitteu. Ich übernehme die Ve^ra " ^ ,cy- «Ganz egal! Wo Hilda abbleibt, bl^ ^tl" Nur unter der Bedingung uuterzeichne :cy ^ da!» beharrte der Alte. ! (Fortsetzung folgt.) l ^Laibacher Ieiwng Nr. 116. 939 24. Mai 1898. — (Die Mutter des Herrn Fin anz-"lnisters gestorben.) Frau Theresia Kaizl, die Gutter des Finanzministers Dr. Kaizl, ist am 21. d. M. "ln 5 Uhr früh in Karolinenthal gestorben. Das Leichenbegängnis fand gestern statt. . -^ (Mickiewicz - Feier.) In Lemberg ^nd am 22. d. M. bei prachtvollen! Wetter unter starker ^Heiligung der Bevölkerung die Mickiewicz - Feier statt, ^or dem beflaggten Rathhaufc hatten sich die Schul-mder, Mitglieder des Turnvereines «Sotol», sämmtliche Arbeitervereine, die akademischen Studenten-Verbindungen, Innungen, Zünfte, Genossenschaften und Corporations, ^ Lehrer der hiesigen Vildungsanstalten, Vertreter der Handelskammer, ferner der Advocaten- und der Notariats-ammer, die akademifchen Senate der Universität und der ^Nische« Hochschule, die Mitglieder des Gemeinderathes ""d des Landesausschusses sowie zahlreiche Schriftsteller, Journalisten und Künstler eingefunden. Alle Parteien Me Ausnahme nahmen an der Feier theil. Der Zug . "vcgte sich durch die festlich geschmückten Straßen nach em Ntarienplahe zur Grundsteinlegung des Mictiewicz-"enlniales. Ansprachen hielten Bürgermeister Dr. Mala-un?^' ^"^r Repräsentanten des Mickiewicz-Vercincs l>,^ ""hrerer anderer Vereine. Den Schluss der Feier "Me die Absingung einer Festcantate. Abends fand eine u "Vorstellung iln Nationaltheater und eine Illumination ' . . Auch in allen übrigen Städten Galizieus wurde die 3"er festlich begangen. , ^ (Vierfache Hinrichtung.) Aus Duis-Mo^' ^^'^ ^' "'to telegraphiert: Die wegen Er-5>? .""g des Bergmannes Schuln zun, Tode verurtheilten ^nlsarbeiter Theodor Graaf, Franz Sauter und Anton <>^lch fo^ie die wegen Anstiftuug zuin Morde zum f^ verurtheilte Witwe Karoline Schula wurden heute ein? ^ ^" Scharfrichter Reindeg enthauptet. — Von 2 n anderen Hinrichtung wird aus Marburg vom Na,k M- gemeldet: Heute um 6 Uhr früh wurde der ^uvtnürder Wratschko hingerichtet. Er starb reumüthig, ber ' ^m ""' lneisten schinerze ihn, dass er der erste sei, »n Marburg hingerichtet werde. Sein letztes Wort war "°30m. (mit Gott). gra», ^ Gladstone.) Ein «Local - Anzeiger» - Tele-^ "" aus London meldet: Herbert Gladstone theilte lvllnsck ""6 '"^ ^ass ^ ^ine Familie dein National-nicht ', Gladstone in der Westminstcrabtei beizusetzen, l^ine !^ !^e, da es eine Nationalangelegenheit sei. GlM "^"2keit bereite nur der Wunsch der Frau Vieü>^ ""^ "eben ihrem Gatten beerdigt zu werden, «in wf^ «lnöglicht es das Parlament, dass ihr dereinst Die N H " Westminster neben ihrem Gatten sicher ist. Vorb?'/blmg. wird erst in einigen Wochen der nöthigen friedl 5 "UM ^lber erfolgen. Die Leiche, die einen sehr ^ie 5?" Allsdruck zeigt, ruht im Bibliothekszimmer. Aadsj "UM sandte folgende Depesche an die Tochter liebe, w' ^^ betrübt wollen Beatrice und ich Ihrer "usdrii^ "' ""b Ihnen allen unsere tiefste Theilnahme Kation? V Referent Henry Gladstone bat, de>: In-iusehen '"'^s Vaters genläß, von Blumenspenden ab- '^eai^ ^^ Missernte in Nusslano.) Der ÄeMl.?"^bote. bringt Mittheilungen über die Lage der balwn ? ^ von Missernte betroffenen Gouvernements gorod 'l> W"^pol, T"la, Tambow, Kursk, Nischni-Nuw-Hunners ' Wnonesch, Pensa uud Njäsan. Nirgends sei sestgchpss/ 1 ^"' damit in Verbindung stehender Typhus ist. ^r? )"^"' ^^ Feldbestellung sei da, wo es nöthig spreche,? ^""se Verabfolgung von Korn aus den ent-ligleit d/" ^^aazinen gesichert. Wo eine partielle Dürf-eingetret """" Bevölkerung der Städte und Dörfer Wreuz. s! /"' ftnde die Hilfeleistung durch das «Rothe fern des?u' ^^phuserkraillungen feiell in sieben Dör-^^atoikr ^"^ernenients Woronesch und in der Stadt den. Pi« '. "" ^ouverneinent Stawropol festgestellt wor-^^ erforderlichen Mahnahmen wurdeu getroffen. Vocal- und Provinzial-Nachrichten. ^ ande s f ^e Bedeckung des Abganges bei,n l und ,«!'", sür das Jahr 189 8.) Seine ^'Uschliek,. ^e Majestät haben mit Allerhöchster ^"otaaesk "°" ^' ^" ^^ den Beschluss des "ehmigen « sb^äogthumes ^rain allergnädigst zu ge-^"^ezfo^ .^- wornach zur Deckung der Abgänge beim ceinber ° " der Zeit vom I.Mai bis 31. De-^liger «nf^, ""ll^hoben werden sollen: 1.) ein 40pro-und Obs2? 6 ^"^ Verzehrungssteuer von Wein, Wein-s.'" Verh^,""d Fleisch; 2.) selbständige Auflagen: ^ von "'gen 5w'.ss"^ von Liqueurcll und allen verfühtcn gei-^" hektol^ " ^"^ Unterschied der Gradhältigkeit übrigen n^ ^ fl- und von dem Verbrauche aller ^ l00theil"""'" ^"ltigen Flüssigkeiten nach Graden Aese «ud !.? Moholometers vom Hektolitergrad 30 kr. ^lebcntrel/ "^^^nten Auflagen werden nur bis zum !''^ wird d° "höhten Vrantweinstener einzuhcben ?^" Vrc,,.^"- ^"Hebung mit der Erhöhung der staat-politer v!^""^"" einzustellen fein; I>) von jedem ^"g!eit d7ä??^^" ^leres unabhängig von der Grad-"es,elben im ganzen Lande 1 st.; 3.) ein 30procentiger Zuschlag auf die volle Vorschreibung aller! directen Steuern mit Ausnahme der Personaleinkommen-Steuer. — (Postdienst.) Das k. t. Handelsmimsterinm hat den Postamtspraktikantcn Dr. Anton Schmidt von Ohegy in Graz zum k. k. Postconccptsprattitanten in Trieft ernannt. — (Personalnachricht.) Die Gemahlin Sr. Excellenz des Herrn Landespräsidenten Frau Baronin Olga Hein ist gestern nachts mit dem Schnellzuge der Südbahn aus Battaglia «ach Laibach zurückgekehrt. — (Ge me i nder a ths-Sitzung.) In der am 17. d. M. stattgefunoenen Sitzung des Gemeinde-rathes lunrden — wie wir den hiesigen Tagesblättern entnehmen — noch folgende Beschlüsse gefasst: Die vom Polizcicoinmifsär ausgearbeitete Omnibus-Ordnung wurde genehmigt. Der achtclassigen slovenischen Mädchenschule wird zur Begleichung rückständiger Rechnungen eine Remuneration von 200 fl. bewilligt. Der Nechnuugs-abschluss über die Dotation der höheren slovenischen Töchterschule wird genehmigt. Der Congregation der barmherzigen Schwestern wird der Preis für den Cubik-meter Wasser auf 8 kr. ermäßigt. Dem Hausbesitzer Franz Rozman wird ein 30proc. Nachlass der An-bohrungskosten der Wasserlcitungsröhrcn bewilligt. Die Ergänzung des Wasserleitungsnetzes vom Hause des Herrn Bahovc durch die neue Straße bis zur Spinuergasse wird genehmigt uud hiefür ein Credit von 1900 ft. bewilligt. Der Rechnungsabschluss der städtischen Wasserleitung für das Jahr 1897 mit dem Reingewinne von 8396 ft. wird genehmigt. Die Versicherung des städt. Elektricitätswerkes gegen Haftverpflichtung bei der Versicherungsanstalt tPhönix» wird beschlossen. Die Schlachttaxc für ein Pferd wird mit 1 fl. festgesetzt. Zur Regulierung des Pferdemarktes wird ein Credit von 1217 fl. 51 kr. bewilligt. Der Rechnuugsabschlltss des städt. Schlachthauses mit einem Reingewinne von 10.002 fl. wird genehmigt. Bezüglich des Anbotes des Herrn Hamann wegen Ankaufes ciucs städtischen Grundstückes in der Spitalgasse wird der Bürgermeister beauftragt, Unterhandlungen mit denl Offcrenten zu pflegen. Zum Zwecke der Regulierung des Hafnersteiges wird über Aubot des H. Simec ein demselben gehöriges Grundstück um 200 ft. augekauft. Behufs Regulierung der Vleiweis-Straße gegen die Staatsbahn wird zum Ankauf eiues Grundstückes und Adaptierung einer Eckmauer ein Credit von 400 fl. bewilligt. Da die Besitzer Ahlin und Farkas hinsichtlich der Abtretung von Grundstücken zur Eröffnung einer Verbindungsstraßc von der Karlstädterstraße ill die Brühl zn hohe Forderungen stellen, wird der Magistrat beauftragt, das Enteignnngs-vcrfahrcn einzuleiten. Das Gesuch der Frau Fanui Situh um Erhöhung des Kaufschlllings für ein der Stadtgemeinde zu Regulierungszwecken abgetretenes Gruudstück wird abgelehnt. Für ein vom Besitzer Anton Kacar zur Erwcitcruug der Petcrsstraße der Gemeinde abzutretendes Grundstück wird der Kaufschilling mit 15 ft. für den Quadratmeter festgesetzt. Ueber Ansuchen des Besitzers Ivan Tomcc wird der Einlösungsbetrag für ein von demselben der Gemeinde in der Stadtwaldstraße abzutretendes Grundstück auf 900 fl. erhöht. — (Verein der Postmeister und Post-expeditoren.) Die XVII. ordentliche Generalversammlung des Vereines der k. k. Postmeister und Postexftcditoren, verbunden mit der ersten Jahresversammlung von dessen Krankencassc, findet den 6. Juni d. I. um 10 Uhr vormittags in Görz im Saale des Hotels «zn den drei Kronen» statt. Die Verhandlungs-gegenständc derselben bilden u. a.: Der Rechenschaftsbericht über das verflossene Veremsjahr; der Cassa- und Revisorenbericht; der Bericht über den Stand der Kranken-casse, der Reorganisierung der Landpost, des Pensions-vcreincs, der Kaiser Franz Josef I. Iubilänmsstiftung; Wahlen von einem Ausschüsse in das Verwaltungscomitc der Krankencasse nnd von zwei Revisoren lc. Es ist eine zahlreiche Betheiligung zu erwarten, da den Theil-nchmern Ermäßigungen sowohl auf den Bahnen als auch auf den Dampfschiffen des östcrr. Lloyd in Ausficht gestellt worden sind. — (Vor trag über Spanien.) Herr I. St. Lacina-Martini, ein gebürtiger Tiroler llild vielgereister Ethuograph, zuletzt Lehrer an der Militärschule I)o 1a 'I'orrs 7 Oasrro zu Toledo ill Spauien, wird heute abends um 8 Uhr im hiesigen Casino (Glassalon) einen Vortrag über das gegenwärtig wegen des Krieges mit Nordamerika im Vordergründe des politischen Interesses stehende Spanien halten. Die «Münchener Neuesten Nachrichten» sprechen sich über die Vortragsweise sowie den interessanten Inhalt des von demselben Gebotenen sehr günstig aus. — (Krapina-Tü Plitz.) Man schreibt uns: Am 19. d. M. fand nnter den Klängen der vom Herrn Kapellmeister Philipp vorzüglich dirigierten Curmufik die officielle Eröffnung der Saison statt, begünstigt vom herrlichsten FruhliuaMctter, was auch nicht wenig dazu beitrng, dass fast fämmtlichc Curgästc sich im Parke ein-fanden, um den musterhaft vorgetragene» Piece» mit Andacht zu laufchen. Im Laufe des Nachmittags trafen zahlreiche auswärtige Gäste ein, um den Eröffnungstag unseres allgemein beliebten Curortes in würdiger Weise mitzufeiern. Am Abend vereinigte ein flottes Tanzkränzchen jung und alt in sehr animierter Stimmung. Der Ruf der außerordentlichen Heilkraft unserer Thermen sowie der vorzüglichen Einrichtungen der Curanstalt ver< breitet sich von Jahr zu Jahr; Beweis die stets steigende Ziffer der Frequenz, welche bis heute jene gegen das Vorjahr um 50 Parteien überragt. — (Von der Südbahn.) Anlässlich der Jubiläumsausstellung in Wien werden zu den Pfingstfeier« tagen Sonderfahrten mit bedeutend ermäßigten Preisen (bis zu 50 pCt. Nachlass) von sämmtlichen Linien der Südbahn nach Wien veranstaltet. Auf der Hauptlinie, und zwar von der Station Marburg aus, wird für diefen Zweck am 28. Mai ein besonderer Zug nach Wien eingeleitet werden. (Abfahrt von Marburg um 7 Uhr 30 Minuten abends, Ankunft in Wien am 29. Mai um 5 Uhr 30 Minuten Früh.) Von den Stationen der übrigen Strecken sind bestimmte, an den Sonderzug anschließende Züge zn benutzen. Von Laibach der Postzug Nr. 7 (ab 28. Mai um 2 Uhr 55 Minuten nachmittags). Preise II. Classe fl. 12 75, III. Classe fl. 8 50 für Hin-und Rückfahrt. Die ermäßigten Rückfahrkarten sind an den betreffenden Tagen bei den Stationen erhältlich und haben eine Giltigkeitsoauer von 14 Tagen. Die Benützung der Schuellzüge bei der Hiufahrt nach Wien ist nicht gestattet. Die Rückfahrt kann innerhalb der Giltig-teitsdauer der Karten mit den fahrplanmäßigen Post-, Personen-oder gemischten Zügen ausgeführt werdeu. Aus-nahmsweife wird die Benützung der Schnellzüge bei der Rückfahrt gegen Zulöfung von halben Schnellzugskarteu für die mit dem Schnellzuge zu befahrendc Strecke gestattet. Auf der Rückfahrt ist eine einmalige Fahrtunterbrechung, jedoch nur dann zulässig, wenn die Fahrt mit einem am nämlichen oder am nächstfolgenden Tage nach der Reise-Endstation abgehenden Zuge fortgesetzt wird. Für Kinder uon 4 bis 10 Jahren werden keine Ermäßigungen gewährt. Freigepäck wird nicht gewährt. Alle näheren Angaben sind den in sämmtlichen Stationen der Südbahn affichierten Kundmachungen zu entnehmen. Unter einem wird noch bemerkt, dass die ans Anlass des Kaiserjubiläums und V. österreichischen Bunoesschießens in Wien stattfindenden Sonderfahrten derart eingerichtet werden, dass die Ankunft des Sonderzuges in Wien nicht, wie ursprünglich Verlautbart, am 20. Juni d. I., sondern schon Samstag, den 25. Juni d. I., und zwar gegen 8 Uhr früh, erfolgen wird. Nähere Mittheilungen über diefe Sonderfahrt werden rechtzeitig veranlasst werden. — Pfingstmontag, den 30. Mai, verkehrt außerdem eiu Sonderzug Laibach-Adelsberg: Ab Laibach 9 Uhr 40 Minuten vormittags, an Adelsberg 12 Uhr 10 Minuten vormittags; ab Adelsberg 9 Uhr abends, an Laibach 11 Uhr 3 Minuten nachts. Die für keinen anderen Zug giltigen Fahrkarten kosten inclusive einer Grotten-Eintrittskarte: I. Classe fl. 4-50, II. Classe fl. 3'63, III. Classe fl. 2-76. Näheres auf den Placateu. — (Spitalbau in Gurkfeld.) Wie uns mitgetheilt wird, wurden über die Errichtung des von Frau Iosefine Hotschevar anlässlich des Regieruugs-Jubiläums Seiner Majestät des Kaisers gestifteten Spitales in Gurkfeld seitens der dortigen k. t. Bezirkshaupt-Mannschaft die erforderlichen Verhandlungen gepflogen und fand am 17.d. M. an Ort und Stelle der commifsionelle Localangcnschein statt, wobei die Stadtgemeinde die von der k. k. Üandcsrcgiernng bekanntgegebenen Vauvedingungen, »nit Ausnahme einiger, deren Einhaltung wesentliche Vermehrung der Kosten nach sich ziehen würde, angenommen hat- —r. * (Verschollen.) In der Nacht vom 15. auf den 16. d.M. hat sich die vor ungefähr vier Monaten irrsinnig gewordene, 54 Jahre alte, in Godic geboreue Auszüglcrsgattin Theresia Slebir von Stounik vom Hause entfernt und ist seither verschollen. Vermuthet wird, dass sich dieselbe selbst das Leben genommen hat, da sie sich in diesem Sinne öfters äußerte. Die von der Gemeinde-Vorstehung in Stounik am 17. d. M. angeordnete uud vou elf Männern durchgeführte Ausforschung der nächst-gelcgcnen Waldungen uud Ortschaften blieb erfolglos; auch die am 18. d. M. durch die Gendarmerie nach der-felben eingeleitete Nachforfchnng blieb ohne Erfolg. —r. — (Ucberfall.) Am 17. d. M. gegen 9 Uhr abends haben sieben Burschen aus Zadvor, Gemeiude Dobrunje, Bezirk Umgebung Laibach, den Kaischler Stefan Keber, dann die Inwohners - Sühne Johann und Franz Rojsek, Iohattn Hioan und Johann instar, alle aus Podnwlnlt, auf der Straße in Podmolnik, angeblich ohne Veranlassung, mit Schaufeln und Erdhauen bewaffnet, überfallen und mifshandelt. Franz Nojsck, Fabritsarbeiter in Iosefsthal, wurde am Kopfe fchwcr befchädigt; ferner erhielt Johann Nojset ober dem linken Auge auf der Stirn eine zwei Centimeter lange und Stefan Keber auf dem Kopfe eine einen Centimeter lange Nissquetschwuuoc durch Hiebe mit einer Schaufel. Zur selben Zeit wurde auch von einem Thäter beim Hause des Kaischlers Johann Lampelj in Podmulnik ein ungefähr ein halbes Kilogramm schwerer Stein dnrch das geschlossene Fenster in das ebenerdige Wohnzimmer geschleudert, wobei der Ztein knapp neben dem Bette, auf welchem Francisca Lampelj mit ihrer neun Jahre alten Tochter schlief, auf den Boden fiel, was mit einer großen Gefahr für die Schlafenden verbunden war, weil das Bett gerade gegen- Laibacher Zeitung Nr. 116. 940 24. Mai 1898. über dem Fenster sich befand. Gegen die beschuldigten Burschen werden die gerichtlichen Erhebungen gepflogen und werden die Thäter ihrer Strafe zugeführt. —I. — (Zum Nadfahrer-Huldigungsfest in Ischl.) Das Festcomite' theilt mit, dass die Vor-bereitungen zu den Festlichkeiten am 17. Juli in vollem Zuge sind. Vezüglich der Sichcrstcllung von Unterkünften wurde das möglichste aufgeboten, so dass das Festcomite' in der Lage ist, die eintreffenden Festtheilnehmer, welche sich rechtzeitig melden und Vorsorge für Unterkunft an-sprechen, gut und zu äußerst coulanten Preisen zu be-quartieren. Das Kriegsministerium, respective die com« petentm Corpscommanden haben die unentgeltliche Beistellung der vollständigen Negimentskapellen der Infanterie-Regimenter Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 und Freiherr v. Reicher Nr. 6« aus Wien sowie des Tiroler Kaiserjäger-Regiments Nr. 4 aus Linz bewilligt. Diese Kapellen treffen mit den Kapellmeistern und in Begleitung je eines Officiers am 1«. Juli in Ischl ein. Obzwar die officielle Abgabe von Logen- und Tribünenplützen noch nicht begonnen hat, ist ein Theil der Logen bereits vergeben sowie für die Tribünenplätze zahlreiche Ansuchen um Vormerkungen eingelangt sind. — (Weltausstellung 1 9 0 U in Paris.) Wie bereits gemeldet, sind vor acht Tagen nach wiederholten Betreibungen seitens des k. t. General-Commissa-riatcs endlich die Pläne und Profile für die auf der Esplanade des Invalides gelegenen Palais aus Paris eingetroffen. Nachdem hieraus die räumliche Disposition der hier unterzubringenden österreichischen Abtheilung der Gruppe XII (Wohnungsausstattungswesen) ersichtlich geworden ist, fanden über die Fragen der Installation und Raumanorduung innerhalb dieser Abtheilung in den letzten Tagen mehrfache Befprechungen der hier in Betracht kommenden Comite's und foustigen Factoren (Hofbaucomits für den Pruuksalon aus der Hofburg, Unterrichtsministerium für die Ausstellung der Fach- und Kunstgewerbe-schuleu, Specialcomite' für die kunstgewerbliche Collectiv-Ausstellung :c.) statt. Bei den Berathungeil des kunstgewerblichen Comite's (Obmann Lobmeyr) stellte sich heraus, dass trotz der hier vorgenommenen starten Reduction die Zahl der in Betracht kommenden Anmeldungen eine so große ist, dass das Gesammtausmaß ihrer, selbst start restringierten, billigen Raumansprüche den verfügbaren Raum bei weitem übersteigt. Der Herr Unterrichtsminister ist nun, diesem Umstände Rechnung tragend, den Wünschen unserer kunstgewerblichen Interessentenkreise in weitgehender Weise dadurch entgegengekommen, dass er nicht nur in die wesentliche Einschränkung der ursprünglichen, für die Fach- und KunstaMerbe-Schul-ausstellung in Aussicht genommenen Ausmaße willigte, sondern auch seine Zustimmung dazu ertheilte, dass eventuell die beiden ebenfalls in dieser Abtheilung projcc-tierten, von Fachschulen und Staatsgewerbeschulen auszuführenden Tiroler Interieurs (das Fürstenzimmer aus dem Schlosse Velthurns nnd das Capitelzimmcr aus Schloss Reiffeustein) aus diefer Abtheilung ausgeschieden und in einem Seperatbau, dem sogenannten «Eppaner Edelansitze» placiert werden. Durch eine solche Verfügung, welche auch den Wünschen der die Errichtung dieses Tiroler Hauses besorgenden Localcomitcs Innsbruck und Bozen entsprechen würde, wäre der in unserer kunstgewerblichen Abtheilung für die Zwecke der Unterrichtsverwaltung in Anspruch genommene Raum auf 200 iu-(d. i. also ein Zwölftel des gcsammten verfügbaren Raumes) reduciert und würde sich demnach die Ausstellung des Unterrichtsministeriums in der Gruppe XU auf die zwei Expositions in den Kunstgcwcrbeschulen in Wien und Prag und auf zwei weitere, von den Fachschulen herzustellende kleinere Interieurs beschränken. — (Wild a bschuss in Krain.) Zu unseren bezirksweise registrierten Daten geht nns nunmehr über den Wildabschuss im Jahre 1U9? folgende Landesübersicht zu: Es gelangten zum Abschüsse: 9 Stück Nothwild, 3521 Rehe, 245 Gemsen, 10.301 Hasen, 1 Kaninchen, 242 Stück Auerwild, 40 Stück Äirlwild, 1032 Stück Haselwild, 42 Schneehühner, 119 Steinhühner, 81 Fasanen, I960 Nebhühner, 1516 Wachteln, 9U1 Wald-und 012 Moosschnepfen, 21 Wildgänfe, 1386 Wildenten, 1 Bär, 949 Füchse, 348 Marder, 75 Iltisse, 43 Fischottern, 70 Wildkatzen, 193 Dachse, 23 Adler, 38 Uhu, 229 Eulen, 1421 Habichte, Fallen und Sperber. —o. *(Aus dem Polizeirapporte.) Vom 20.auf den 21. d. M. wurden sechs Verhaftungen vorgenommen, und zwar zwei wegen Uebertretung des Diebstahls, zwei wegen Vacierens, eine wegen Vettelns und eine wegen Excesses. — Vom 21. auf den 22. d. M. wurden sechs Verhaftungen vorgenommen, und zwar eine wegen Bettelns voll Haus zu Haus, drei wegen beschäftigungslosen Herumstrcifens in der Stadt und zwei wegen Trunkenheit und nächtlicher Ruhestörung. — Vom 22. ans den 23. d. M. wurden zwei Verhaftungen vorgenommen, und zwar eine wegen Verbrechens des Diebstahls und eine wegen Uebertretung des Diebstahls. —i'. — (Einbruchs-Diebstählc.) In der Nacht vom 12. auf den 13. d. M. drang ein unbekannter Dieb in die Fleischbailt der A malic Lavrencii in St. Peter in Iunertram. Gerichtsbezirt ÄdclSbcrg, ferner in das Ver-tau^«Mde des MMlMs Vicdka und Franz Krizaj in St. Peter, von wo er jedoch durch den Nachtwächter verscheucht wurde. Als der Nachtwächter Smerdel das Gewölbe überwachte, brach der Thäter inzwischen ill die un-gefähr 30 Schritte von demselben entfernte, ebenfalls dem Medica nnd KriHaj gehörige Kanzlei ein und stahl aus eütem darin befindlichen versperrten Schreibpultc, bei welchem der Deckel anscheinend mit einer Hacke aufgesprengt worden war, den Betrag per 66 fl. 83 kr., dann ein Damenmedaillon im Werte von 1 fl. 50 kr. Nach Angabe des Nachtwächters wurde sodann der Thäter wahrscheinlich auch hier verscheucht und ließ die bei der That benutzte Hacke in der Kanzlei zurück. Der Dieb öffnete in der Kanzlei mehrere unversperrte Läden, was den Anschein erweckte, dass er nach Geld suchte. Es war sehr finster, windig und regnerisch. Die Nachforschung wurde eingeleitet. —1. * (Großer Brand.) In der Ortschaft Pijava Gorica nächst St. Marein kam gestern in der Scheune des Bauers Skupica um 9 Uhr vormittags Feuer zum Ausbruche, dem 14 Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude sammt den darin befindlichen Vorräthen und der Kirchthurm sammt den Glocken zum Opfer fielen; das Dach der Kirche blieb vom Feuer verschont. Beim Brande gieng auch ein Schwein und Geflügel zugrunde. Die Feuerwehreu von Brunndorf und St. Marein erschienen rasch am Brandplatze, doch fanden sie bereits 12 Häuser in Flammen. Mit aufopfernder Anstrengung, wobei Wassermallgel die Löscharbeiten sehr erschwerte, gelang es, des Feuers Herr zu werden; um '/,3 Uhr nachmittags war der Brand gedämpft; denselben foll ein dreijähriges Kind verurfacht haben. — (Erdbebenwarte.) Wie der Erdbebenwarte aus Catania berichtet wird, ist diesertage Director John Milne aus Newport (England) zur Besichtigung der Erdbebenwarte dortselbst eingetroffen. John Milne ist der bedeutendste Erdbebenforscher und hat seinerzeit ill Japan den Erdbeben-Beobachtungsdienst eingerichtet. John Milne dürfte auch nach Laibach kommen und die hiesige Erdbebenwarte besichtigen. — (Telegraphen verkehr nach Central« Amerika.) Das Kabel Santa Lucia-Sain Vincent ist wieder hergestellt, daher werden Telegramme nach Barbados, Grenada, Trinidad und Demarara (Georgetown) normal-mäßig befördert. Merarisches. Die Schlacht von Santa Lucia. Ein Gedenlblatt zur fünfzigjährigen Jubelfeier der Feuertaufe ullseres Kriegsherrn. Nach authentischen Quellen den alten und jungen Soldaten erzählt von Ferdinand Heinzel, k. u. k. Oberst d. R., Director des t. t. Militär-Veteranen-Reichsbundes. Verlag voll Johann Wchofer in Mödling. Preis 20 kr. Der Reinertrag ist dein Waisenheim des genannten Veteranen - Reichsbundes gewidmet. — In schwungvoll-populärer Form wird hier die Schlacht geschildert, die eiuen Wendepunkt nach aufwärts für Oesterreichs Gcfchick bezeichnet. Eine kurze Darstellung der politischen Ereignisse leitet die kleine, aber gute und recht empfehlenswerte Schrift ein; ihr folgt eine Beschreibung des Kampffeldcs, dann die Schilderung der Schlacht felbst und die Haltung der Erzherzoge Frauz Josef, Albrecht und Wilhelm ill derselben. Der Schluss klingt in eine warm gefühlte, von Kaisertreue und Vaterlandsliebe durchgeistigte Huldigung aus. Alles in dieser Rubrik Besprochene kann durch die hiesige Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr ck Fed. Bamberg bezogen werden. Neueste Nachrichten. Delegationen. (Original-Telegramm.) Budapest, 23. Mai. Der heute vom Referenten Grafen Zedtwitz ausgearbeitete und zur Vertheilung gelangte Bericht über das Ordinarium und das Extra-OrdinarlUln fowie über mehrere Nachtragscredite der Kriegsmarine hebt lobend die Wirkfamkeit der k. u. k. Marinevenvaltung hervor, verweist auf die mehrfachen Zwecke der Mariue und empfiehlt schließlich den betreffenden Voranfchlag zur Annahme. Grubenbrand. (vilgwlll.Telegramm.) Dortmund, 22. Mai. In der Zeche «Zollern» bei Dortmund ist gestern ein großer Grubenbrand ausgebrochen. Derselbe entstaub nach einer Mittheilung der «Kölnischen Zeitung» dadurch, dass eiu offenes Licht iu der Äremslammer ein herabhängendes Hanf-seilstück ergriff. Die Belegschaft an der Uuglücksstelle betrug 216 Mann, vou denen 45 vermisst werden. Vis heute 9 Uhr vormittags wurdeu 30 Todte zutage gefördert. Vou der Rettungsmannschaft wurden zwölf Manu infolge bei den Nettungsarbeiten erlittener Verletzungen ins Krankellhaus gebracht. Nach Berichten der Grubenverwaltung ist das Äranounglück durch Fahrlässigkeit eines Arbeiters entstanden. Dortmund, 23. Mai. Bis 3 Uhr nachmittags waren auf der Zeche .Zoller» 42 Leichen geborgen. Das Begräbnis findet Mittwoch statt. Man vermuthet, dass noch zwei Leichen sich in der Grube befinden. Process Zola. (vrlglnal'Telegrammt). Versailles, 23. Mai. Die Verhandlung wird um 11 Uhr 45 Min. eröffnet. Unter den Anwesenden befinden sich die Mitglieder des Kriegsgerichtes, die als Civilpartei erschienen sind. Vertheidiger Lawn unterbreitet seine Beschlussanträge wegen Iucompctcnz des Versailler Geschwornengerichts, da das Delict l" Paris verübt wurde. Nach einer Replik des General-Procurators, welcher die Verwerfung der Antrage Laboris beantragt, zieht sich der Gerichtshof zur Berathung zurück. Der Gerichtshof verwirft die Beschlussantragc Laboris und erklärt sich für competent. Labori meloel die Appellation an deu Cassationshof bezüglich der Competenzfragc an. Der Gerichtshof zieht sich Z'" Berathung zurück. Nach Wiedereröffnung der Sitzung kritisiert Labori lebhaft das Gerichtswesen. ^" Präsident entzieht ihm das Wort und verliest sodann den Beschluss des Gerichtshofes, welcher den Proceß bis zur Entscheidung des Cassationshofes über c>c Kompetenzfrage vertagt. Die Sitzung wird hleraui gefchlosscn. Zwei oder drei Rufe: «Nieder mit Zola' wurden sofort unterdrückt. .. Als Zola nach Beendigung der Verhandlung «"' seinen Freunden im Automobilwagen davonsuy, stürzte eine große Volksmenge mit Hohurufen un Pfeifen ihm nach. Polizei und Gendarmerie drängle die Manifestanten zurück. Der Waggon, in welche sich der ehemalige Oberst Picard befand, wurde au, dem Verfailler Bahnhofe von einer ineist aus,M. nalisten und jüngeren Aovocaten bestehenden MNU umringt, die unaufhörlich «Nieder mit Picard-den Galgen mit dem Verräther!» rief. Ein Then Demonstranten stürmte den Waggon und stieß nM"» der ganzen Fahrt Hohn. und Drohrufe aus. Der spanisch-amerikanische Arieg. lOrlginalilelegramme.) > ,j Newyork, 23. Mai. Eine Depesche aus«»"'' Pierre berichtet, dass die Flotte des Admirals Ee/v im Begriffe stehe, in die Gewässer von MW""' zurückzukehren, um Kohlen einzunehmen. , ^- Washington, 22. Mai. Das Marineawl klärt das verbreitete Gerücht, wonach bei "^^^ St. Nicolaus (Haiti) eiu Kampf stattgefunden y"^ wobei 12 spanische Schisse zum Siuken gebracht den wären, als falsch. , zht Gibraltar, 23. Mai. Wie verlautet, ^« sich das in Cadix liegende Geschwader nach den nischen Gewässern. . «en- London, 23. Mai. Wie die «Times' aus ^ west melden, ist das Kabel zwischen Cienfuegos ^ Santiago de Cuba wieder ausgebessert, ^^i ^ Weise ist die directe Verbindung zwischen Europa Havanna wieder hergestellt. < . ^s Köln, 23. Mai. Die «Köln. Ztg.' "ew ^ Madrid: Die spanische Regierung wird he"^ ^ Zollfreiheit für die Einfuhr von Lebensmuts, klären. Wien, 24. Mai. (Orig.-Tel.) »Wiener Z" ""^ Seine Majestät der Kaiser sanctionierte oen ^ kraiuischen Landtage beschlossenen Gefetzentwur,, ^ treffend die Abänderung des § 1 der Mii" Wahlordnung für Laibach. ^mittags Prag, 23. Mai. (Orig.-Tel.) H"te »"M fand von der Karolinenthaler Kirche aus da» ^ ^es dcgängnis der Frau Therese Kaizl, der 3)"« -Herrn Finanzministers Dr. Kaizl, statt. Der ^ ^ feier wohnten bei: der Finanzminister Dr. Kaö^ Gemahlin, der Statthalter Graf Coudenhove "' ', ell Lemberg, 23. Mai. (Orig.-Tel.) Bei A ye Reichsraths-Erfatzwahl im Landgemeindenbezir e^" ^^ Czortlow wurde der Bezirksobmann Marjau-»"z zum Abgeordneten gewählt. , «„t, voü Paris, 23. Mai. (Orig.-Tel.) Bisher !"" ^ 180 Stichwahlen 177 Resultate bekannt. " ^ wurden: «6 liberale Progressisten und 3taU"^ - Ae Radicale, 38 Socialisten und 10 Monarchie"- .^ gemäßigten Republikaner und Ralluerten ° ^Ml-30 Sltze und gewinnen 14. Da sie beun "laf ^"c, Veamter, Gurlfeld. — Altfchul. Kfm., Prag. ^litr «>^,ll.'Adjunct, f. Gemahlin, Sarajevo. — Weber, ^^^rotnnn (Vöhnl.). - Vefel, Priester, Trnouo. ^ Verstorbene. ^ 3' ^arasm^s ^°"^" ^^'^ ^^"' 75 I., Vahnhos« t^,^ ^Vlll?ns'? "'' Karl Splichal, Steueranlts.Officials.Sohn,! ^ler, 2 ^"yL^afse 24, Fraifen. — Agnes Viduiar. Besitzers °^erin" ßg Hvarzdorf iii, Diphtheritis. — Äiaria Verhovc, iz. ^lN2, c,,^' Polauastraße 69, (üllreinomll 2L80pk»ßi. ü>,?"lse io ' Lt n i Iofef Paule, pens. Postamtsdiencr, 68 I., ^"tin' 5^pl'^»m2lHc>a. — Antonia Zarli, Schuh. Z^. "M z>^ ^,">, Sparcassestraße 2, ^«lroeareinoma. ^Mnstrake 1, "!: Rudolf Tejlal, Balinofficialssohn, 3»/, M., V°sse i n' 3raifen. - Johann sizel, Miffionär, 32 I., ll^ «ln, 2-j 1"Mntuberculofe. ^. h^ll i. Iofefa Oblllt, Arbeiterstochter, 2 M., v^orocephalus. z> On, i Im Civilfpitale. "'^ubtrculo^ "'' ^""""0 Uabnil. Arbeiterin, 37 I., '"!«. Mai. Andreas Wernig, Fialer, 33 I., Tuber- Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. .3 s-^ Z° _______ ^^^ ^ "2Ü^ N7 1732 "b 22-1 W. mäßsg^halb'bewöllt ^ ^Nb^732 0 1b 8 windstill theilw. bew. 24 j 7Ü.Mg.! 730-7 ,11-7 , NO. schwach j fast heiter > 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 17-3°, um 2 3° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianuschowsly Ritter von Wisfehrad. Die einzige Bitterquelle, der von der ärztlichen Jury die große Mllenniums'Medaille zuerkannt worden ist. Franz Josef-Bitterwasser ,st seit 20 Jahren als das Neste seiner Art anerkannt und «überall erhältlich». Direction in Budapest. (4S8U) ÜO- 19 8««5t080 - ^r»N -Vow snMillt in 100 ß meäio. kyiugtsn ^lala^a 5 ^ Lolnilto^e. ! Vollkommen lieläst. 0«,«t2ilol» ^«»obütit. bereitet uutsr äsr Controls 6e8 pll^ioloßigcllon luLliluto« 6er cliemiLcken l^»bri!l in I^Ioerlelcl. b Ltiielr 30 icr. vepüt: (931) 14 i'Hglioti rm2s6d.SQl1sr ?03tvsrsg.nät. üiiwieflerruflicJi letzte Melliiien! In der La tt er mann-Allee. Vom Sonntag den 15. Mai an Neu! Gastvorstellungen! Neu; Die gelehrtesten Hnnde der Welt! !Ohne Concurrenz Caro, der wirklich auf der Welt einzi]g existierende clavierspielende Pudel, welcher im Vereine mit 20 seiner Genossen, reizende Thierchen, seine Künste zeigen und die Bewunderung der Besucher im höchsten Grade erregen wird. Caro ist eine Glanznummer ersten Ranges, indem er unter anderem auch «Die letzte Rose» aus der Oper «Martha» und den «Choral» etc. auf seinem Ciavier spielt, was his jetzt einzig auf der Welt dasteht. Die letzteren Hündchen, welche man nach vieler Mühe und Ausdauer dahin gebracht hat, Schreiber, Leser und Rechner zu sein, so dass sie jede vom Publicum gestellte Rechnungsausgabe zu lösen vermögen, sind Farben- und Blumenkenner, Gymnastiker, tanzen Ballet und führen zusammen ein großartiges Potpourri auf. Mit einem Worte, die Thiere producieren sich in einer noch nie dagewesenen Weise. Zu dieser hochinteressanten Vorstellung erlaube ich min das geehrte Publicum, besonders Kunstkenner und Liebhaber von Hunden, ganz ergebenst einzuladen. Eintritt: Sperrsitz 60 kr. — I. Platz 40 kr. — II. Platz 30 kr. — III. Platz 15 kr. Militär ohne Chargen und Studenten zahlen auf den ersten drei Plätzen die Hälfte. Vorstellungen finden statt: die erste um 4 Uhr naohmittags, die zweite um 6 Uhr und die dritte um 8 Uhr abends. — Eine halbe Stunde vorher Cassa-Eröffnung. (1910) 8 Course an der Wiener Börse vom 23. Mai 1898. n«« dm, oMenen CourMane U"p/ ." «lvr '^"U »0180 102- ^"»» '---- ^ l4!)2ü1b0ü5 «1,,^ °- - . 92« «»« ix tz, ' ' » . . gghy lno^ ^blthh^ ''"b..«lctle«. »!^?'^bwt<, H ^j,ü<^. 252 7b 253 b« «eld Ware »«» «taaie z«r g«hl««« Übernommene Visenb.'Prl«»^ Okllgatlonen. «llsabethbahn «00 u. 3ooa «. 4«/, ab 10°/, ». Vt. . . . 1lü50li?3<> «lsabethbahn, 400 u. «000 Vl. »00 M, 4'/,....... 1206012, eo »ran».I°Itf.N,. «km, l»»4, 4»/, 9975 100 75 »«llzische Karl - «ubw!«. Vllhn, blvtijt Ltückt 4°/» .... 93 lü 100 1b V»ratlbtl«ei Nahn, «m, 1»»4, 4»/, (bi». Lt.) 2., f. 100 fl. »t. »»'»« 10» 30 Nn«. »olbrente 4»/« per Lass« 120 85 12,05 bto. b»,, per NlUmo .... 120 sü 121 05 dlo. Rente ln KrulieniuHhr., 4°/„ steuerfrei sürüU(iKru»e»Nom. 99 20 99 40 4°/„ bto. bt,. per Ultimo . . «9'20 9940 dt«,St.«,«l,V°ld1«0ll.,4>/,°/, 119^5 120 15 bto, dt», SNber 100 fl„ 4'/,°/» 100' 101 — bto, Otaat«.Obl«g. (Ung, 0stb.) ». I, 1«76, b°/,..... 120^25 121'2?> dto, 4>/,°/,Scha»lre8»l'«bl.°Ott. i<,0^3b n>l 35 tzt«. Pr««'«lnl. k 100 N, ». ». 15? — <5? ?0 bto dt°. k bO fl. ». ». 157 —l57?0 ^t!ß.Re«..«»le «°/, 10« fi. . 188 75 139 ?5 GnmdenU.'Obligationen (für 100 fl, ÜM.). «»/, ungarisch« (100 sl. l». ».) . «? 30 98 30 <»/, »«»»««llUtycn . 99 — 99 90 Veldl Ware ßs«n>brl»ft (für !«l st.). »«btr. all«,«st.lll»OI.»«l.^, 9870 9g«0 bto. PrüM'Schlbv, »°/„, l. Eck. 119 50 120 50 bto. bto. »«/,,11. HyP.^»nst. 4«/, 99 80 100 «0 vesting. Ban! vert. 4»/, . . 10» 20 >01 20 btu. blo, 50jHhl, ,, 4°/, . . 100 20 10120 bpllrcasst.l.ost.. «0I.5V,«/,»l. 10150 — - ßrlorität«'ybllsa««nsn (für 100 fl.). sserbinand«-N°rbbal,n -40 12?-— Ung,»««'.!,, Vahn..... 108-80 i09 »" «»/, Unterli«lntl V«h«» . . 99 50 100- «ngl»^)efl, Vanl «X> st. «s»/»G. 158 25 15925 Vaütuerei!,, Wiener, 100 fl. . 8?» 50 271-^0 «odcr.»Anst,.Oest.,200 fl,3.40°/» 4L — Unwnl'Oül 200 fl..... 29U50 29? 50 «erl«hi«b«nl, «llß., l« ft. i 17375 174 7b »«ld Ware Attten von Hronspo«« Wnternehmungm (per Etücl). NuMg-Tepl, Eisenb. 500 st. . 1640 1655 Vöhm, Norbbnhn 150 fl, . i 2L150 262 Ü0 «utchtiehraber Vif. 500 fl. «Vl. :?6b 1775 dto. dto, llit. M »00 fl. . 61?'— 61750 Douau - Dampfschiffahrt« - »es., Oefterr, 500 fl, «M. . . 475'-47L— D,!iVobel>bachlr-------->— Zndustrle«zrtt»n (per Vtü«t). Va„g«s,, llllg. «st., 100 sl. . . 1I3>8O 114 40 Igybier Visen» und Ltahl-Inb. w Wien 100 sl..... 85 50 86 50 E.__ 74z 5^ Ea>no-Iari. Vlelnlvhlen «0 fl. «17 — «23- — „Schi««!»«", P«PW<. «0N. 214 - 21U - ^b» 28'87, Itolienische V«ll»«tnl ... 442? 44'»7» P«Pi«H«»«l . . . l » ^ i'2?,5 1 ?»,, U8?i) 3^^'^ ,......^.^, ^8/98 U bas G'elu^^:^^ ^'bach ist ^ in N^ der krainischen Spar-H> ^isel V' gemeinschaftlich mit ^18. I Zrwatier in Laibach Rain d ?^blich°" ^Mm 1898 hinsichtlich ^'?in. Sn35 ^"e" Einlagebüchels 3i5"^V^' 252193 per ^edictez 5"^"tlgung des Amor-. indl^^°naten, " ^ln s" """""b hierauf Hieramts ""« gemeldet, noch solchen bei der train. Sparcasse vorgebracht hätte, für amortisiert erklärt werden würde. K. k. Landesgericht Laibach, Abth. III., am 9. Mai 1898. (1916) Opr. at. C. 104/98 Oklic. Zoper Franceta Fmka iz Geste št. 16, katerega bivališèe je neznano, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Velikih Lašièah po Matiji Hoèevarju, posestniku iz Velikih Lašiè, tožba zaradi 234 gld. Na podstavi tožbe za ustno sporno razpravo doloèuje se dan na 14. junija 1898, dopoldne ob 9. uri, pri tern sodiSèu. V obrambo pravic Franceta Finka se postavlja za skrbnika gospod Josip Smodej, c. kr. notar v VeJ. Lašièah. Ta skrbnik bo zastopal toženca v oznamenjeni pravni stvari na njegovo nevarnost in stroške, dokler se ta ali ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje druzega pooblasèenca. C. kr. okrajna sodnija v Velikih Lašièah, dne 9. maja 1898. Opr. St. C. IV. 221/98 C. IV. 222/98 (1922) 1. 1. Oklic. Zoper Marjano in Terezijo Subel, oziroma njunim dedièem in pravnim naslednikom, katerih bivališèe je ne- znano, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Ljubljani po tožniku Fran-cetu Podgoršeku iz Vevö hiš. št. 12 tožba zaradi pripoznanja zastaranja in izbrisa njenega tabularnega stavka pri zemljišèih vlož. št. 454 kat. obè. Kaselj. Na podstavi tožbe z dn6 5. raaja 1898 doloèa se narok na dan 14. junija 189 8, ob 9. uri dopoldne, pri tem sodiaèu. V obrambo pravic toženih se postavlja za skrbnika gospod Ivan Plev-nik iz Spodnjega Kašlja. Ta skrbnik bo zastopal tožene v oznamenjeni pravni stvari na nj.h nevarnost in stroške, dokler se sami ne oglasijo pri sodniji ali ne imenujejo drugega pooblaAèenca. C. kr. okrajna sodnija v Ljubljani, oddelek IV., dne 7. maja 1898,