VINZELFURt wodMBlift tt Ipl laMUff-Sonnteg IS tpl Amtliches Organ des Vsritf und Schriftleltunt: Marburg t. d. Drau, Bidgasse Nr. 6. fernruf: 25-67, 25^ 25-09. Ab 18.30 Uhr Ut die Schriftleitunt nur auf Fernruf Nr. 28-b7 erreichbar. — Unverlanjfte Zuschriften werden nicht rflckgesandt. — Bei Aiifrac6B Ist das Rückporto betzulecen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.606 A«* S t e i r i s c h t b u n d e s Erscheint wöchentlich sechst^ ^ ^^^^eitung (mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage). Bezugspreis (im vA ^^(^Ibar) monatlich 2.10 einschl. Postgebühr; bei Lieferune im Streifban^^ügl. Porto; bei Abholen in der Geschäftsstelle RM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 zuzügl. 36 Rpf. Zustellgebühr 7tf.20 !>Rar6uro-2>rau, Srritao, 29. Januar 1943 63. Sa^rgang Alle Kräfte für den Endsieg AMen dvuttchm l«b«i»> und Sitgatwillens — Das dcuischo Volk erfülU seine VArpflichtung gegenüber seinen heidenhatten Kämpfern hen, sowie die zur Wehrmacht, zur Polizei und zum Relchaarbeitidienst Ginberufenen, 5. Männer und Frauen, die hauptberuflich aelbstHndi^ im Gesundheitswesen tätl^ sind, 6. Schüler und Schülerinnen, die eine 6t* fentllche oder unerkannte private allgemeinbildende Schule (Mittel- oder hOhere schule) besuchen, 7. Geistliche, 8. Anatalti^fleglinge, die erwerbsunfähig sind, 9. Aualänder (Jedoch nicht Staatenlose). Von der Meldung befreit sind werdende Mütter sowie Frauen mit einem noch nicht achulpflichtigen Kind oder mindestens zwei Kindern unter 14 Jahren, die im ^meinsa-men Haushalt leben. Zur Meldung werden diejenigen Personen nicht aufgerufen, die bereits auf Grund der Verordnung Uber den Einsatz zusätzlicher Arbeitskräfte für die ErnährunR;38iche''ung des deutschen Volkes vom 7. März 1942 erfaßt sind. Es wird durch nähere Prüfung: festgestellt werden, wieweit die gemeldeten zu Aufgaben der Reichsverteidlgung herangezogen werden können. Die Arbeit'ämter werden durch bewäiirte, für die^e Aufgabe besonders geschulte Fachkräfte in jedem Ein-zelfall sorgfältig prüfen, ob und inwieweit die gemeldeten unter BerücksichtlgunR; ihrer persönlichen Verhältnisse, insbesondere ihrer bisherigen Bindungen für den Krieffsclnsa^z verfügbar sind Bei Frauen erstreckt sich diese Prüfung besonders darauf, wieweit sie durch ihre Pflichten a^s Hausfrau und Mutter,in Anspruch genommen sind. Hierfür pte-hen den Arbeitsämtern bewährte Frauen au3 der sozialen Frauenarbeit beratend zur Solle. Bei den meldepflichtigen selbständigen Berufstätigen werden die Arbeltsämter ebpn-falls sorgfältig prüfen, wieweit diese durch ihre Ijlsherige Berufstätigkeit bereits für kriegswichtige oder lebenswichtige Aufgaben Im Interesse der Zivilbevölkerung voll eingesetzt sind. Zur Beurteilung dieser Frage werden die Arbeitsämter in Zweifelfällen sich der sachkundigen Beratung durch Vertreter der einschlägigen Wirtschaftszweige bedienen. Die von den Arbeitsämtern fUr elnsatz-ftlhlg befundenen Kräfte werden von ihnen nur im Umfange eingesetzt werden, in dem ein dringender Bedarf für Aufgaben der Reichsverteidigung anerkannt wird. FUr die Reihenfolge, in der die Gemeldeten eingesetzt werden, sind ihre Eignung und ihre Fäh'g-kelten für bestimmte Aufgaben und dis Art Ihrer bisherigen Bindungen bestimmend Danach kommt eine Ehefrau mit einem Kind Über seclia Jahre bei gleicher benifllcher Elpfnvmg im allgemeinen erst dann für den I Arbeitseinsatz In Bctracht, wenn ein)?atzfä-I hlfe kinderlose Ehefrauen überhaupt nicht ' mehr vorhEüiden sind. Die Arbeitsämter werden die für arbelta-elnsatzfählg befundenen «gemeldeten Kräfte noch eingehender Arbeltsberatunr* einsetzen. Hierbei haben die Gemeldeten Geleerenhe't. persönliche Wllnyiche Über die Art ihres E'n-satzes vorzubringen. Für die Vorbere'tun? dlp?er Arbeitsberatung können daher die Mcldepflichtigon bereits auf dem Formblatt erklären, für welche Beschäftigung sie sich besonders befähigt haltpn «nd zur VerfUffun? steMetj. B^recl>t'gt(*n WU|iflcl>jpn soll .lowe't als möglich f^echnung getratren werden. Die Mpirieofiichtlgen haben sich zu melden. sobald sie von dem für ihren Wohnort zustiLe Nouveau Journal« vergleicht diesen Heldenkampf mit dem legendären Opfer der Griechen in den Thermopylen. Mehr denn je müsse man gerade jetzt an das Ziel dieses Krieges, die Vernichtung des Bolschewismus denken,' so wie es Deutschland tue. Es gebe kein Opfer, das Deutschland nicht zu bringen bereit wäre, um noch schwerere Opfer zu ver. hindern. Diese Entschlossenheit sei fest im deutschen Volke verankert. »De Dag« schreibt, der größte Kampf aller Zeiten entwickle sich weiter zu giganti. sehen Ausmaßen. An der Ostfront liege ohne Zweifel der Schwerpunkt des Titanenkamp, fes der im September 1939 durch die englischen und französischen Machthaber, von den Amerikanern aufgehetzt, vcrantwortungs. los entfesselt wurde. Im Osten werde heute über das Schicksal Europas und damit über die höchsten Formen der Zivilisation und die teuersten moralischett Werte endEfflitifj ent. schieden. Japans Position garantiert den Endsieg Eindrucltsvoll* Kundgabung der G«schto*s«nh*it und d*t Sleg«twiM«n» ~ Sitiung d«i |apanlsch«n Relehstagas — Ol* Antpraehan Toloi und lani« Tokio, 28. Jdnurtf Dift erste Sitzung de* japanischen Relchs-tacjps in diesem Jahre, auf der Ministrrprä-sidonf Tojo und Außenminister Tani wichtige Erklärungen abgaben, gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung der Geschlossenheit und des Siegeswillens des japanischen Volkes und seiner Regierung. In seiner großen Rede gab Ministerpräsident Tojo einen ausführlichen Überblick über die militärische und politische Lage. Er sprach gleichzeitig auch über die neuen Maßnahmen auf dem Gebiete der Wirtschaft und Verwaltung, die dazu beitragen sollen, den Endsieg in diesem gewaltiger Ringen sicherzustellen, In den besetzten Gebieten sei man heute dabei, so führte Tojo u. a. aus, die strategisrhe Lage immer weiter und mächtiger auszubauen. Man könne sagen, daß diese Position sowohl für Offensive als aurh für Devensive bereits gesichert sei. Die Rohstoffe, die im Verlaule des ersten Kriegsjah. res in die Hände Japans fielen, ermöglichten es, den Krieg erfolgreich weiterzuführen, Nachdem der Premierminister die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Japan einerseits und Mandschukuo, Nationalchina und Thailand andrerseits gewürdigt hatte, wandte er sich den Vorgängen in Europa zu. Hier sehe man Deutschland, Italien und die übrigen Verbündeten, die in engstem Zusammenwirken mit Japan allenthalben ihre die Welt In Erstaunen setzende Kaotpfstärke demonstrierten und alle Schwierigkeiten über Eine Handvoll Helden 31 von 28 Sowjetpanzern blieben auf der Strecke Unüberwindlicher Opfermut unserer Stalingradkämpfer Berlin, 28. Januar Aus den Kämpfen von Stalingrad erstrahlt täglich heller über den deutschen Soldaten die Gloriole unsterblichen Heldentums. Wo-chenlange Entbehrungen und Kämpfe von beispielloser Härte haben ihre Gesichter ge-zeichnet. Ihr Blick verrät Entschlossenheit bis zum Letzten, und eiserner Wille preßt ihre Lippen zusammen. Das sind die Helden von Stalingrad, an deren todesmutiger Abwehr die bolschewistischen Divisionen seit Wochen verbluten. Immer wieder wirft der Feind frische Kräfte in den Kampf und stürmt mit crdrückendcr t)berniacht. Westlich von Stniingrnd standen in diesen Tagen einige wenige deutsche Grenadiere mit einem FlakgeschiilT:. das sie mühsam durch die tiefverschneite Steppe an den Bahndamm wcstlich der Stadl geschafft hatten. DieRaii. penketten von 28 feindlichen Panzern, die unter ihrer weißen Tarnfarbe im Weiß der endlosen Stellen verschwinden, mahlen klirrend durch den Schnee. Jet;;t überschütten sie die Grenadiere mit ihrem glühenden Feuer, hagel. Der Feind ist an Zahl und Waffen stärke weit überlegen und will die Handvoll deutscher Soldaten mit diesem Massenaufgebot überrennen und zermalmen. In festem Vertrauen auf ihre Waffen lassen die Grenadiere die brüllenden Ungetüme bis auf nach-ste Entfernung herankommen. Mit eiserner Ruhe richtet der Flakkanonier sein Geschütz gegipn den anrennenden Feind. Granate um Granate schlägt aufheulend in die stählernen Wände. Pfeifend zerreißen die Geschosse die angreifenden Kolosse. Auf wenige Meter zerfetzen sie Panzer um Panzer. 15 Angreifer liegen vernichtet auf dem Kampffeld, als die letzte Granate verschossen ist. Die wenigen Grenadiere, zum letzten ent. schlössen, nehmen nun als Einzelkämpferdas heroische Ringen von Mann gegen Panzer auf. Das Wissen um den Sinn dieses Kampfes verleiht ihnen übermenschliche Kraft. Sie greifen zu ihren Handgranaten und Minen. Die Panzer mahlen sich durch den Schnee immer näher heran. Im Hagel der peitschenden Geschosse springen unsere Grenadiere die stählerirn P.'mzerlciber an. Vergeblich versuchet die Bol.scHewisten. ihre Angreifer at'znncl'ren. Von Minen zerrissen, bleiben serhb weitere Panzer auf dem Schlachtfelde liegen Der. Feind packt das Grauen vor die-sen Mr nnern, die nicht Panzer und Granaten, nicht Toa und Teufel fürchten. Eiligst versucht der Feind, mit seinen rest. wänden. Die Freundschaft zwischen den verbündeten Nationen des Dreierpaktes nehm« von Jdhr zu Jahr an Herzlichkeit zu. Ministerpräsident T<^jo beschäftigte sich dann eingehend mit den beselzttuj Südge.bie-ten. Dem indischen Volk und seinen Führern möchte er bei dieser Gelegenheit noch einmal die vollste Sympathie Japans für »einen Fredheitskampf ausdrücken. Japan sei jederzeit bereit und gewillt, dem indischen Volk jede nur mögliche Hilfe zukommen zu lassen. Gegenüber Australien sei Japans Haltung die gleiche wie bezüglich Tschungkings, Auch hier sei es unvermeidlich, Australien solange weitere Schläge beizubringen, bis die Australier aus ihren Illusionen erwachten. Premierminister Tojo wandte sich sodann japanischen Problemen zu. Um diesen Krieg zu gewinnen, so führte er weiter aus, müßten alle Kräfte der Heimat mobilisiert werden, damit die Bedürfnisse der Wehrmacht jederzeit voll erfüllt werden könnten. Alle Maßnahmen müßten auf das eine Ziel konzentriert werden. ' Tojo betonte anschließend, es könne keinen Zweifel am Ausgang dieses Krieges geben. Bis dieses Ziel aber erreicht sei, könne liehen Panzern zu entkommen. Von 28 Stahl- j selbstverständlich mit weiteren Unbequemkolossen liegen 21 zerschossen, zerschlagen üchkeiten und Einschränkungen gerechnel und a'.<£»rchrannt auf dem blutdurchtränkten ; werde.n. Um de.n großen Aufgaben gerecht zu Kamp^fcld. werden, denen Japan in diesem schicksal- Wieder Ist ein Angriff abgeschlagen. So; haften Augenblick gegenübertrete, habe die kämpfen itiisere ffelden von Stalingrad, ^üe | Regierung dem Reichstag das neue Budget - .....................entsprechende Vorlagen unterbreitet und ersuche den Reichstag um schnellstmögliche Zustimmung. Außenminister Tani stellte In einem Rückblick über die Ereignisse des vergangenen Jahres zu Beginn seiner Rede fest, daß m l dem Eintritt Japans in den Krieg auch den iibrigen Völkern Ostasiens Gelegenheit gr-neben wurde, sich von der jahrelangen Unterdrückung durch England und djp Vereininten Staaten zu befreien. Es sei.daher aurh verständlich, daß Mandschukuo, China unfi Thailand dem japanischen Kaiserreich sofort mit Kriegsbeginn sowohl in materieller ah auch in geistiger Hinsicht weitgehende Unterstützung zukommen ließen. Inzwischen habe sich Japan eine Position geschatfen, die seinen sicheren Endsieg garantiere. Was Europa anbelange, so hätten die glänzenden militärischen Erfolge Japans bei den Achsenmächten lebhaftes Echo gefunden. Dio letzten militärischen Ereignisse In Nordafrika zeigten, daß die deutschen und italienischen Streitkräfte schnell und wirkungsvoll Maßnahmen ergriffen und damit der neu entstandenen Lage Rechnung trugen. Der Minister erwähnte dann, daß die meisten zentral- und südamerikanischen Staaten bereits dem Druck der USA zum Opfer gefallen seien. Im starken Gegensatz dazu bewahre Argentinien welter seine Neutralitäf. Während Japan aufmerksam die Veränderungen in der Weltlage beobachte, sei di«! japanische Regierung bemüht, die Zusammenarbeit sowohl mit den Ländern Großost-asiens als auch mit seinen Verbündeten in Europa weiter zu verstärken. Japans Zusammenarbeit mit Deutschland und Italien auf militärischem, politischem, kulturellem und all den änderen Gebieten sei eng und fesl, so daß alle Versuche der Gegenseite, zwischen den Staaten des Dreierpaktes Zwietracht TU säen, lächerlich wirkten. Das rirh-tungweisende neue Wirtschaftsabkomm'H spiegelte den Geist des Dreierpaktes auf wirt schaftlichem Gebiet wider. täglich und stündlich neuen, unvergänglichen Ruhm an ihre Fahnen heften. Die Hölle von Blnl and Bisen Ganze SowJetdlvisioDen im Ringen bei Stalingrad aufgerieben Der Kampf um Stalingrad lordert von den Botsche^#S^en schwerste Blutopfer. In wo-chrnlangem Ringrn riehen die tapferen deutschen Soldaten ganze Sowjetdivisionrn auf. Immer wieder mußten die Bolschewisten frische Kräfte heranführen, die im Feuer der deutschen Watfen auf dem Schlachtfeld verbluteten. Die schwedische Zeitung „Dagsposten" veröffentlichte am 23. Januar den Bericht eines britischen Offiziers, der als Beobachter an der Front von Stalingrad Augenzeuge des gigantischen Ringens war. Der britische Offizier zollt den heldenmütigen deutschen Verteidigern und ihrer beispielhaften Tapferkeit höchste Anerkennung. Er betont, daß das Maß an Todesmut und Zähigkeit, das die deutschen Soldaten dort seil Wochcn zeigen, alles Vorstellbare übersteigt. Das sei auch der Grund für die ungeheuren Blutopfer der Bolschewisten, die nach Schätzung eines bei Stalingrad kämpfenden Sowjetobersten allein In diesem Raum über 300 000 Mann verloren haben. Ganze Sowjetdivisionen seien in dieser Hölle von Blut und Eisen versunken. Die Bolschewisten müßten jetzt wertvolle Armeen opfern, die ihnen an anderen Stellen für spätere Operationen fehlen werden. Diese nüchternen Feststellungen des britischen Stabsoffiziers bestätigen, daß die Bolschewisten allein bei Stalingrad ein Mehrfaches an Soldaten verloren haben, als sie an deutschen Verbänden einschließen konnten. Die Helden von Stalingrad binden in den härtesten Kämpfen mehrere Sowjetarmeen und trotzen einer erdrückenden Ubermacht. Durch ihre beispiellose Tapferkeit haben sie die Flut der anrennenden bolschewistischen Massen seit Wochen aufgehalten und fordern vom Feind unersetzliche Blutopfer. Keine Versöhnung erzielt Meinungsverschiedenheiten zwischen Giraud und De Gaulle halten an — Weigerung zur Zusammeriarbeit Stockholm, 28. .lanuar Zu den Besprechungen in Casablanca meldet der Nachrichtendienst von Algier amtlich^ es habe lediglich ein erstes Zusatnmen-treffen zwischen Giraud und De Gaulle unter vier Augen stattgefunden. Die BesprechunRcn würden aber fortgesetzt werden. Dann folgt kurz das Eingeständnis» daß zum Auftakt dei Besprechungen »Meinungsverschiedenheiten zwischen Giraud und De Gaulle aufgetreten seien«. »Man erwarte jedoch deren Beseitigung« heißt es trostvoll weiter. Giraud und De Gaulle hätten sich jedoch herbeigelas.sen, sich nach ihren Aussprachen mit Roosevclt und Churchill und den militärischen Chef? roch einmal zusammenzusetzen. Der diplomatische Korrespondent Reuters schreibt zu der Begegnung Giraud—De Gaulle u. a. wörtlich: »Auch die politischen PrMarburger Zeitung« 29. Januar 1943 SeUe 3 k-BooU Moäm See B«i WIndstSrk« 11 Im Ausguck — Atlantik, wie Ihn keiner kennt Wer kennt das Meer Im Winter? Nur eine lUeine Schar unter den vielen Millionen Deutschen: genau genommen die Seefanrer allein, denn seibat die zahlreichen Badegäste, die daa Meer Im Sommer kennen lernten, können sich ihre See bei Ei« und Schnee kaum vorstellen. Das war vor dem Kriege so, und hat jetzt besondere Bedeutung bei der Frage: Wo bleiben die Sondermeldungen, warum hört man plötzlich so wenig von der Atlantikfront? Wetter, Winter? Wieso denn, Im November herrschten doch auch Stürme, und die Dampfer wurden zu Dutzenden versenkt? Den Stürmen haben sich Inzwischen Eis und Schnee hinzugesellt — die größten Hindernisse der Nordatlantikfahrt, beim Gegner wie bei uns! Begleiten wir eüimal ein U-Boot auf Feindfahrt, kreuz und quer auf den Verbindungslinien zwischen USA, England und den Sowjet«. Sturm und Kälte peitschen gegen das Boot Wochenlang Windstärke 9, 10, 11. Ein Seegang bei dem es unwahrscheinlich ist, dalä feindliche Geleltzüge und Einzelfahrer überhaupt unterwegs sind. Trotzdem: unsere UoBoote sind draußen, sie wachen, sie suchen, so weit ihre Sicht im Winter reicht. Zwölf Meilen (22 km) weit sehen die Ausguckposten auf der Brücke eines U-Bootes im Sommer bei ruhiger See. Die Herbst-fltürme, die das U-Boot wie einen Korken bald auf die Wellenberge, bald In die Täler des aufgewühlten Atlantik werfen, erschwerten das Suchen schon beträchtlich. Inzwischen schreiben wir Januar. Sturm und Kälte haben sich gegen die Menschen und ihre Boote verschworen. Das über Oberdeck und Brücke hlnwegdonnemde Wasser läßt Eis zurück, dickes, glitzerndes Eis, das auch vor lebenswichtigen Teilen des U-Boo-tea nicht halt macht. An den Netzabweisem, die gleichzeitig Antenne sind, hängt ein Eiszapfen neben dem anderen, und selbst am Gummizeug der Brückeriwache bilden sich Eisklumpen, die zusammen mit den bizarren Eis- und Salzgebilden an den Augenbrauen und am Bart die Sicht mehr und mehr behindern. Die Finger sind länget steif, mechanisch halten sie das Fernglas in Augenhöhe. Es gUt, die Kimm nach Mastspitzen oder Rauchfahnen abzusuchen, unermüdlich. Wum-patsch! Ein Brecher poltert gegen die Turmwand, kommt über die Brückenverkleidung, läßt die vier Männer auf der Brücke in Sekundenschnelle bis zur Brust im eisigen Wasaer stehen, pentscht Ihnen die Spritzer ins Gesicht, und reißt sie hin und her. Wären diese Männer nicht mit handbreiten Gurten und schweren Karabinerhaken am Boot festgeschnallt, weiß Gott, «ie würden keine zwei Minuten auf der Brücke sein. Fortgerissen von der grauschwarzen See, hineingeschleudert in die Weite des Atlantik... Vier Stunden auf der BirUcke über 200 mal wiederholt sich dieser Kampf ■wischen Mensch und Meer im Verlaufe einer Wache. 240 Minuten lang muß der Wachoffizier mit seinen drei Männern oben Auaschau halten, standhalten, sich festhalten. In den Stiefeln schwappt das Wasser und im Gesicht hängt das Eis. Die Geschütze am Oberdeck, die Brückenverklel-dung, sowie der enge Raum, auf dem die Seeleute ihre vier Stimden hindurch unbeweglich ausharren, sind unter der Eiskruste kaum noch zu erkennen. Da jagt eine Schneeböe heran, dicke Flok-ken wirbeln um das Boot, haften an den vereisten Augenbrauen, an Bart und Fingern, bis die nächsten Spritzer die überkommenden See sie wieder wegspülen und dafür mit Hilfe des schneidenden, pfeifenden WIndea eine neue Eisschicht hinzufügen. Rasch wird es dunkel, durch das Schneegstöber noch früher als sonst an diesen kurzen Wintertagen auf dem Atlantik. Unheimlich dröhnt der nächtliche Sturm. Selbst das Jumpen und Krängen (Vorwärts, und Seltwärtanetgem des Bootes bla zu 45 Grad ist nlchi mehr meju", wie oft und wie weit Vorschiff und Achterschiff noch au« dem Waaser ragen. Wenn das Boot taucht; ein bißchen Ruhe Festhalten! schreit der Steuerbord-Ausguck und duckt sich vor einem l^ranrollen-den weißen Gischtkannm. Er ist wie auf einer Achterbahn, bloß nicht so trocken, nicht so fröhlich, nicht so sicher, und statt zwei oder drei Minuten vier lange Stunden rauf, runter, rauf, runter! Vier Stunden auf der Brücke, dann acht Stunden Im Inneren des U-Bootes, wo es nach öl, Gummizeug, Schmierfett, schwitzenden Menschen und Essen riecht Nach diesen acht Stunden »Ruhe« im wild schaukelnden Boot heißt es wieder für vier Stunden auf die Brücke, und so weiter, wochenlang, den ganzen Januar hinduroh und den ganzen Februar. Ganz selten, und dann nur für ein paar Stunden wird getaucht. Wie wohltuend ist in solchen Augenblicken die Stille der Tiefe und ein Schlaf ohne Schütteln. Doch unsere U-Boote durchqueren den Atlantik, um feindliche Schilfe zu linden, und da man über Wasser immer weiter sieht, müssen sie trotz Eis imd Schnee im Sturm oben bleiben. Ja, der Winter auf See ist anders als manche Landratte vermutet: er ist härter als die kältesten Tage an Land, denn bei der Kälte bleibt die Nässe und der am schwersten zu ertragende Seegang! Stilles Heldentum ist es, was unsere Bootsmänner in diesen Wintermonaten draußen auf dem Nordatlantik leisten, denn jetzt sind sie doppelt im Angriff, gegen die Naturgewalten und gegen die femdlichen Dampfer, an die sie auch im Winter rangehen und versenken, wo immer sie welche finden. Kriegsberichter Karl Weiß, PK — -.-Tu «u sehen, nur noch zu fühlen. Keiner weiß gtahl mächtiger Traversen im Nordlicht. B. Torpediert! Weltbild Eine gewaltige Stichflamme schießt zum Him-mel, dicke Rauchschwaden hüllen das Schiff ein, und wenige Minuten später brennt dasMeer. Wieder hat ein USA-Tanker sein Grab gefunden PK-Krieubberichtcr Tuurei: (PDZ/Scli) Harte Arbelt — harte Kämpfe über und über mit Eis bedeckt, sind die Boote nach stürmischer Fahrt in den Stützpunkt eingelaufen, und nun begrüßen sich die Kameraden von Boot zu Brot und beglückwünschen sich zu dem erfolgreich beendeten Einsatz Männer im Nordlicht \fa Edmund MttUer In den von Sonne und Wind gebräunten Gesichtern strahlen die hellen Augen. Erwartung, Freude spiegelt sich darin, vergessen sind die furchtbaren Anstrengungen der letzten Tage. Die Bretteln werden abgeschnallt. Mit entsicherten Waffen, in Deckung der Gebüsche arbeiten sie sich vor. Sprung um Sprung, Schritt für Schritt. Da peitschten Schüsse auf» Ein paar dürre Ästchen fallen vom Gebüsch, feiner Schnee rieselt ihnen nach. Auf dem Damm taucht eme Pelzmütze auf, hinter ihr noch eine. Lutz preßt die Lippen zusammen, daß sie wie ein schmaler Strich in dem harten Gesicht stehen. Langsam, mit kalter, sicherer Überlegung krümmt sich der Finger am Abzug. Die Maschinenpistole bellt kurz auf. Zwei Feuerstöße spritzen aus der Mündung und mit hochgewoifenen Armen brechen die beiden Sowjets zusammen. In wenigen Sätzen sind die Männer auf dem Bahndamm, nehmen blitzschnell Sicherung, Aber der Damm ist leer. Nur die abgeschossenen Bolschewiken liegen dort. Dann geht's an die Arbeit. Fieberhaft arbeiten Jupp und Hannes an den Steinquadern des ersten Pfeilers. Ein leises Zittern summt bei jedem Hammerschlag durch die Traversen. Schweißperlen stehen auf den Stirnen der Arbeitenden. Jeder Griff, jeder Schlag sitzt. Muß sitzen! ... Lutz liegt langausgcstreckt zwischen den Schienen, die sich schnurgetade bis ins Endlose hinziehen. Griffbereit quer vor sich die Maschinenpistole. Er preßt das Glas an die Augen, späht nach allen Selten. Immer wieder richtet er den Blick aufs andere Ufer, wo weit in der Feme ein kleiner, dunkler Punkt aufgetaucht ist und langsam größer wird. »Jupp, fertig?« schreit er, sucht mit heißen Augen die zwei Männer am Pfeiler. Die braunen Gesichter glänzen vor Schweiß. »Noch nicht«, keucht Jupp und preßt den Bohrer von Neuem In den tiefer und tiefer werdenden Sprengkanal. Schüsse bellen auf. Lutz hört das Schwirren der Geschosse, sieht, wie der Schnee um ihn herum aufspritzt. Dazwischen davS hellere Geknall der Karabiner. Im Augenblick hat Lutz Hamer die Lasre erkannt. Die Bolsche-wisten wollten den kleinen Stoßtnipp in Sicherheit wiegen, um ihn dann urplöt7llch aus dem Hinterhalt niederzumachen. Doch mit sicheren, wohlgezielten Feuerstößen bringt sie Lutz zum Schweigen. Dann ist es still ring.sum. Lutz blutet. Er spürt, wie es ihm feucht am Arm beriinter-rieaelt. Aber er beißt die Zähne zusammen. — Oben in den Teleg-raphendrähten fl'eßt ein leises Summen dahin. Gleichmäßig. Nervenaufreibend. Immer näher kommt der dunkle Punkt und wird größer. Langsam schiebt sich der Zug den Schienenstrang entlang. Über dem Weiß der Steppe hängen schwarze Rauchwolken ... Panzerzug D-17 ... eben der Panzerzug, wegen dem die Männer tief Ina Feindealand eingedrungen sind. Panzer- Zwei Tage srlnd nun »chon vergangen, seitdem die Männer die Hütte am See verlassen haben. Durch dichten Urwald, über verschneite Sümpfe und endlose vereiste Seeflächen waren aie gezogen. Stundenlanges anstrengendes Schilaufen, Vorarbeiten in unübersichtlichem Gelände und die tausend Gefahren der nordischen Wildnis liegen hinter Ihnen. Aber jetzt sind sie endlich soweit! Schon vor dem Morgengrauen gleiten die Märmer wie weiße Schneefüchse hinaus in die tiefverschneite, endlose Steppe. Immer weiter zurück bleibt der Wald. In dichtem Net)el verschwindet der Horizont und ein mattgrünes Leuchten liegt über der Steppe. Nordlicht.., In langer Reihe jagten die Männer ostwärts. Der Schnee stäubt unter den Bretteln, fast schnurgerade frißt sich die Spur ins endlose Weiß. Vorwärts! Stunde um Stunde stürmen die Leute des Stoßtrupps dahin, ohne Aufenthalt. Da, endlich! In der Feme zieht sich ein hauchdünner Streifen quer durch das gleißende Weiß. Aus rauhen Kehlen ringt sich ein Jauchzen, mit neuer, ungestümer Kraft jagen die Märuier Dlctl's vorwärts. Und dann sind sie am Ziel. Von windschiefen, knorrigen Telegraphenmasten mit tiefhängenden Drähten begleitet, dehnt sich vom Norden her der Bahndamm In großen Bogen spannt sich die lange, klobige Brücke über den Strom. Grün schimmert der kalte V • PA-Krieesbcrichtcr Vater 1M3Z-Scli Heimkehr von Feindfahrt Das beschädigte Boot, das in seinen Stützpunkt an der Atlantikküste zurückkehrt, legt Zeugnis ab von den harten Kümplen unserer Unterseeboote zug D-17, dem Stoßtrupp Harner um jeden Preis die Überfahrt über den Strom verwehren muß! Lutz spürt ein leises Zittern in dem Stahlband des Gleises, wenn er den Arm darauflegt. Je näher der Stahlkoloß heranrollt, um So kühler, ruhiger wird Lutz. Vorsichtig schiebt er sich den Damm hinunter. Aber da kommt Jupp schon zwischen niedrigen! Gesträuch dahergelaufen. Hinter ihm her der lans:e Hannes. Ihre Gesichter strahlen. Kein Wort braucht gesagt zu werden. Alle drei laufen hinter verschneitem Gebüsch am Ufer entlang. Ganz flach Hegen sie dann am Bo -M'' -i i'' * '• M'-V, ' ,V - "KiiÄ PK.KritKsbcrichiLT rrcckmann (Sch) (All) Fertig zum Stoßlrupp im hohen Norden Alle Vorbercitunnen sind (jctrciflcn Nur einige Nahkamplmittel werden noch im Gräben vorgeschoben, um im Bedarfsfall sofort zur Stelle zu seia SeTfe 4 »Wartitifgw ZHfwg« 29 Jamar 1043 Ntimmw 29 VaCfi und Jiultut 200 Künstler malten BIficher Aus Anlaß des 200jährigen Geburtstages des Feldniarschalls von Blücher veranlaßte der Oberbürgermeister der Seestadt Rostock die Herausgabe eines Bildniskatalogs, der zunächst dem Wunsche entsprach, die in Blüchers Geburtsort vorhandenen Bildnisse des Marschalls zu erfassen und zu ordnen. Der verzeichnete Bestand wurde dann ergänzt und erweitert durch einige auswärtige Leihgaben aur» Museen und Privatbesitz und durch zeitgeschichtliche Dokumente, Bücher i:nd Bilder, sodaB ein ziemlich lückenloses Bild des „Porträts" Blüchers zustande kam. Unter den „Szenen" sind „Der Rheinübergang bei Kaub" und „Blücher auf dem Sterbebette" (beide von unbekannten Meistern) am veibreitesten. Die Medaillen und Plaketten entstanden vielfach nach der Rauchschen Büste, die das einzige plastische Bildnis Blüchers nach dem Leben ist. Das Rostocker Denkmal mit Goethes berühmtgewordener Inschrift schuf Johann Gottfried Schadow, das Breslauer Christian Daniel Rauch, von dem auch das Berliner Denkmal stammt. Der Rostocker Katalog, der die Grundlage künftiger Forschungen sein wird, umfaßt nicht weniger als 313 Nummern. Das Verzeichnis der Maler, Zeichner und Stecher enthält genau 200 Namen, ein Beweis für die ungewöhnliche Anregung, die Blüchers Name lind Taten den Künstlern zu geben vermochten. Dr. Walther Eggert »Via Mala« im Marburger Stadttheater Erstaufführung eines volkstümlichen Dramas von John Knittel Der Deutsch-Schweizer John Knittel ist seit langem in Europa und besonders in Deutschland kein Unbekannter mehr. Neben seinen erfolgreichen Romanen "war es besonders das sowohl als Roman wie auch als Drama erschienene Werk „Via Mala", das ihn bekannt werden ließ. Die Problematik dieses Stückes verstand er, In dramatisch packende Form zu bringen. Düstere Schatten des Naturalismus spielen darüber hin, und wenn auch inzwischen das Hauptproblem durch die neue deutsche Rechtsprechung für uns gesetzlich zugunsten eines gesunden menschlichen Empfindens gelöst wurde, so ist das Drama doch in einer so ungemein fesselnden Sprache geschrieben, daß Ihm immer der Erfolg sicher sein wird. Via Mala, der „böse Weg", führt durch die wilden Schluchten des Hinterrheins im Schweizer Kanton Graubünden. Hier im Jeff lebt die Familie Lauretz, Niclaus, Hanna und Sylvia mit ihrer Mutter. Der Vater, ein wüster Trunkenbold und Schürzenjäger, ist eines Tages spurlos verschwunden. Die Familie atmet wie von einem Alp befreit auf, aber die Leute glauben nicht an dieses Verschwinden und stellen Nachforschungen an. Doch geklärt wird der Fall erst, als dem Untersuchungsrichter Andreas von Richenau durch Zufall die Akten über den Fall Lauretz In die Hände fallen. Eine heiße Liebe verbindet ihn mit Sylvia, die er inzwischen geheiratet hat. Trotzdem gelingt es ihm nicht, ihr Egon Kornauth — ein Künstlerieben Gespräch mit dem bekannten Komponisten und Begleiter unvergeßlicher Solistenabende Dr. e. w., Graz, Januar Egon Kornauth, der im vorigen Jahr seinen fünfzigsten Geburtstag und seine Ernennung zum Professor an der Wiener Hochschule für Musik feiern konnte, ist dem Marburger kunstfreudigen Publikum durchaus kein Fremder. Dreimal war er hier an eindrucksvollen Konzertabenden als mitgestaltender Künstler vor eine Zuhörergemeinde getreten, deren Gunst und schließlich stürmischen Beifall er bald errungen hatte. Wenn man heute im Musikleben der Alpen- und DonntKjaue den Namen von Dr. Egon Kornauth hauptsächlich als Klavierbegleiter auf Kon/.ertprogrammen liest, so tritt damit doch nur ein Teil seiner Künstierschaft in den Vordergrund. Egon Kornauth ist Musiker mit Leib und Seele, darum ist er auch immer als ausübender Künstler mit dem Konzertleben verbunden, obwohl er sich als Komponist über das Podium des Solisten-Konzertsaales emporhebt. Egon Kornauth wurde Wiener fsoin Geburtsort ist Olmütz, seiner Abstammung nach ist er also Mähre), sein Leben, das mit jedem Herzschlag der Musik ergeben ist, erhielt in Wien die schöpferischen Impulse und künstlerische Prägung. Mit fünfzehn Jahren schon trat Egon Kor-naulh in seiner Vaterstadt als Organist, als Pianist und als Violoncellist im Symphonieorchester auf. In Wien studierte er dann Musikwissenschaft und promovierte zum Doktor phil. Jahre ernster Arbeit als Solokorrepetitor der Hofoper und als Theorielehrer am musikhistorischen Institut der Wiener Universität ließen in Egon Kornauth die Saat der ersten jugendlichen Impressionen reifen. Doch die bitteren Jahre der Nachkriegszelt und der eingeborene Wandertrieb führten ihn 1910 auf lange Uberseereisen. Schon 1910 war er in Nordamerika gewesen, nun aber werden die großen Fahrten Lebensinhalt, Kornauth bringt deutsche Musik als Kammermusiker und Interpret eigener Kompositionen in fast alle Kontinente. Der erste Aufenthalt auf den Sunda-Inseln wird zu einer längeren Station seines Lebens. Er ist Or-rhcsterleiter in Medan auf Sumatra und lernt auf vielen Fahrten die InsuHnde kennen. Mit seinem „Wiener-Trio" (auch „Komauth-Trio" genannt) war er der Mittler bester deutscher Kammermusik für eine nack europäischer Musik ausgehungerte Schicht von Menschen in den Tropen, denen er Sendbote unseres Geistes ward. Egon Kornauth ka^n entzückende Anekdoten aus seinem Leben in Ostindien erzählen — mit Forscherdrang zog es ihn ins Innere zu den Botokuden imd Kannibalen, die späteren Jahre zwischen 1928 und 1936 führten in großen Tourneen auch nach Südamerika und Skandinavien, er lernte die Länder und Menschen mit dem guten Blick und dem Interesse des weltoffenen Mannes kennen — doch seine Musik, die Kraft der Gestaltung neuer musikalischer Werte, ward ihm erst wieder in seiner Heimat geschenkt; In Wien, im Rahmen unserer Landschaft, unter unserem Himmel inmitten all des Unaussprechlichen, das uns In seiner Gesamtheit „Heimat" bedeutet, entstanden wieder neue Kompositionen, hauptsächlich Kammermusik und Orchesterwerke. Dirigenten wie Tutein, Dr. Karl Böhm und vor allem Kabasta führten seine Werke auf und seine Lieder, diese tiefempfundenen, wahrhaft erlebten kleinen Bekenntnisse eigenen Seelenreichtums, sie haben an vielen Orten andächtige Gemeinden gefunden. Nun ist Dr. Egon Kornauth in den letzten Jahren oft zu uns in die Steiermark gekommen — als Begleiter und als Komponist, so daß wir ihn wohl gern zu den unseren zählen möchten. Doch sein Wirken an der Wiener Musikhochschule nimmt fast seine ganze Arbeitszeit in Anspruch. Und immer, wenn er wiederkommt, ist er uns mehr als der ,,Musterbegleiter": Als Künstler vollendeten Formats gibt er jedem Abend ein besonderes Gepräge, ist Persönlichkeit und Charakter. Wenn wir ihn also im Frühjahr im Anschluß an eine Italienreise mit der bekannten Lied-gestalterin Gertrude Pitzinqer wiedersehen werden, ist für uns aus dem gefeierten Künstler auch ein herzlich geliebter Freund geworden. das Geheimnis zu entlocken. Erst nach einer dramatischen Auseinandersetzung gestehen die Geschwister, daß sis das Treiben ihres Vaters nicht mehr ertragen konnten und ihn ermordet haben. In Andreas kämpfen seine Ansichten alt Untersuchungsrichter mit seinen ethischen menschlichen Gefühlen. Nach schwerem Ringen wird der Kampf gegen die kalten Paftgraphen und für ein verständnisvolles gesundes Empfinden entschieden. Er nimmt die Last der Tat auf sich und spricht die Geschwister durch eine Verschollenheitserklärung vom Gesetz los. Johannes Ferigo gab dem Untersuchungsrichter Andreas von Richenau eine ansprechende dramatische Gestaltung und verlieh ihm alle Züge eines geraden aufrechten Menschen. In einer gut abgestimmten Skala des Ausdrucks und der Sprache verstand er es, alle Gefühlsregungen dramatisch zum Ausdruck zu bringen. Besonders gut gelang ihm die Gestaltung des Andreas im Zwiespalt der Gefühle. Gloria Meinold spielte in der Sylvia ein zartes, Äußerst sensibles Geschi^f, dem die Kämpfe zwischen der mit jeder Faser ihres Herzens liebenden Frau und der treuen Schwester den Stempel eines tiefinneren Unglücklichseins aufprägen. In zahlreichen Ausbrüchen konnte sie ihr schauspielerisches Temperament beweisen, in den ruhigeren Szenen hatte sie gut« und echte Momente. Eine außerordentlich starke Leistung war die Hanna Edith Friedls. Scwohl im Ausdruck wie auch im glänzenden Einsatz ihrer kraftvollen sprachlichen Mittel gab sie einen tiefen Eindruck. Ihre herbe Hanna war echt in jeder Bewegung, in jedem Wort. Richard Nagy wußte seinem Niclaus alle Sympathien zu sichern, so daß das Publikum In ihm nie den Mörder, sondern den aus Notwehr handelnden gequälten Menschen sah. Eine tehr eindrucksvolle Gestaltung gab auch Mila Besken mit ihrer Mutter Lauretz, die in Ihren Wahnsinnsszenen alle zutiefst ergriff. Edith öhrlein war als Frau von Richenau eine vornehme alte Dame, der man ihre Herzensgüte und -klugheit ohne weiteres glaubte. Josef Hellmar hätte seinem Gerichtspräsidenten etwas mehr Farbe verleihen dürfen. Vera Sa-retz war ein aufgewecktes Dienstmädchen, Karl Ledinek ein altersgebeugter Aktuar. Oberspielleiter Richard Nagy wußte alle dramatischen Effekte und Feinheiten aus dem Stück herauszuholen und stellte eine gut abgerundete Aufführung auf die Bühne. Das Bühnenbild Gottlieb Ussars paßte sich den Erfordernissen des Dramas gut an. Berthold Dietz gebührt der Dank für die technische Leitung. Reicher Beifall und Blumenspenden dankten allen Mitwirkenden für Ihre schöne Leistung. Gretel Stühler •f Oberdomraer Aassteflanff für fle Rtthr-mark. In Linz wurde eine Schau eröffnet, die für die Austausch-Ausstellung in Hagen bestimmt ist. Die 50 Arbeiten vertreten alle namhaften Maler Oberdonaus, darunter Leo Adler, Wilhelm Dachauer, Johann Hazod, Alfred Kubin, Hans PoUack und der kürzlich mit dem Qaukulturpreis ausgezeichnete Freskenmaler Rudolf Steinbichler. + Karl Franz Leppa 50 Jahre ilt Am 28. Januar wurde der Dichter und Vorkätnpfer um die Befreiung des Sudetenlandes Karl Franz Leppa SO Jahre alt. Er wurde als Sohn eines Lehrers in Budweis geboren. Sein Schaffen steht im Zeichen des Volkstums-kam(ifes, der seine Lyrik (»An deutschen Oräbernt u. a.) und seine Anthologien (»Ringendes Volkstum«) beseelt. Als Erzähler pflegte Leppa in Novelle und Roman die Innerlich begründete Menschen- und Land-.schaftszeichnung. !BticA Kacfi Sädastett 0. Ungarns Einstellung zur NatioDalltäten- frage. "Oer ungarische Minister Bela Lukacs, h'^lt eine bemerkenswerte Rede über die Nationalitätenfrage in Ungarn. Die Nationalitätenpolitik vor dem ersten Weltkrieg und die Agitation der Nachbarvölker, so betonte er, haben zu einem Frieden geführt, der ungerecht war. weil er die Minderheiten in den Nachfolgestaaten nicht genügend schütze. Ungarn müsse daher heute einen neuen Weg zu einer verständnisvollen Nationalitätenpolitik einschlagen. « . , 0. Rumänische Scl^leber und Spekulanten verhaftet. Wie aus Bukarest gemeldet wird, wurden im Kaffee »Elite, gelegentlich einer durchgeführten Razzia 30 Schieber und Spekulanten festgenommen, die hier eine schwarze Börse err^htet 0. Steigerung der bulgarischen StewiKonien. fOrderung. Da die bisherige bulgarische Steinkohlenförderung den Bedarf der Industrie und Haushalte nicht mehr befriedigt, will man weitere Vorkommen erschließen. Schon ttn Mai soll mit der neuen Förderung, die die bisherige um 30 v. H. übersteigt, begonnen wer- *^^0. 42 000 km im Dienste der Versehrtenbetreuung. Der Lazarettzug, den das Bulgarische Rote Kreuz mit Ärzten und Pflegepersonal den deutschen Soldaten an der Ostfront zur Verfügung gestellt hatte, kehrte die^ Tage nach Sofia zurück. Der Zug, der 42 000 Kilometer im Dienst der Versehrtenbetreuung zurückgelegt hat, wird nach kurzer Überholung wieder an die Front gehen. iiiiiiiniiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiniiniiiiiiiiiiiiiiininimiii niiiiiiini Eine Schallplolte v^rd versteigert Grazer Künstler sangen zuguil tten des Kriegs-Wlnterhllfswerks dr. w. Graz, 26. Januar Es hat wohl immer besonderen Reiz, dar Herstellung einer vielbegehrten Ware bei^-wohnen, sei es nun in Mutters Küche b^ia Kuchenbacken oder in einer Werkstätte bei der Erzeugung eines Präzisionsapparate«. Weit größer aber ist der Anreiz, wenn es sich um Tätigkeiten in der Künstler- und Ku-llssenwelt handelt, wie es z. B. auch beim „Schneiden" einer neuen Schallplatte der Fall ist. Wenn dann mit dem Vergnügen noch ein guter Zweck verbunden ist, dann läßt man sich die Sache gerne etwas kosten. So war es auch am Sonntagabend Im Heim der Kameradschaft der Stelrischen Künstler und Kimstfreunde in Graz, an dem Mitglieder der Grazer Städtischen Bühnen zugunsten des Krlegs-Winterhilfswerkes sangen und sprachen. Dem Kreis der angeregt lauschenden Zuhörer war als Höhepunkt der Veranstaltung der Genuß geboten, der Aufnahme einer richtigen Schallplatte beizuwohnen und diese Platte sogleich nach dem „Schnm auch durch den Lautsprecher zu hören. Bevor aber Anny Ruschowsky, Maria Relnlnger, Joachim Stein und Rudolf Großmann vor das Mikrophon traten, wurde die SchallplaMe, et)-wohl sie ja eigentlich noch gar nicht existierte, versteigert. Alsbald wurden nach dem „amerikanischen" (sprich; geldraffenden) Versteigerungssystem, das auf wenige Mark aus der «inzelnen Geldbörsj zieht, mit Ausdauer aber schließli^ doch ganz schön© Summen zusammenrafft, /Ja Mark ersteigert. Dann erst erklang das große Quartett aus dem letzten Akt der Oper „Ri-goletto" und alle, auch weiterhin freudigen Anwesenden waren von der Leistung und dem interessanten Vorgang der Plattenaufnahme gleich begeistert. So war dieser Abend ein erneuter Beweis für die Bereitwilligkeit der stelrischen Künstler, sich in den Dienst der Sache des deutschen Volkes zu stellen und anderseits auch dafür, wia gebefreudig unsere Volksgenossen sind, wenn es ums Krieqs-Winterhilfswerk geht. lüemt l Roman von P, \ FimpN OFISI PR die TUM (aUm Urheber-Recbtschutz; Drei Oueilen-Verlaj, Kflnleshrllck (29, Fortsetzung) „Gehört das zu Ihrem Geständnis?" fragt er kalt. „Ich habe kein Geständnis abzulegen, ich erlaubte mir bereits, das zu erwähnen! Aber Ich will Ihnen nun den Grund nennen, weshalb ich so plötzlich meinen Dienst aufgab und d'iflurch unter Verdacht geriet. Ich muß nllcrdinqs — Familiendinge dabei erwähnen, Herr Assessor!" Droste betrachtet nachdenklich das verkniffen über die klappernden Schreibmaschi-ncntasten gebeugte Gesicht des Protokollanten. Dr. Ambergs Züge sind von kalkiger Blässe übergössen. Sekundenlang ist lautloses Schweigen im Raum, dann beginnt die Schreibmaschine am Fensler erneut zu klappern, „Sprechen Siel" sagt Dr. Amberg mit heiserer Stimme. „Gewiß! Ich bin über fünf Jahre In den Diensten der Hapng gewesen, darf also annehmen, daß man mit mir zufrieden war. Es ist richtig, was man mir vorgehalten hat, daß ich ursprünglich nicht die Absicht hatte, in Mamburg abzumustern — ja, ich beabsich-ligte nicht einmal, meinen Landurlaub auszunutzen, überhaupt wollte ich so wenig als möglich von Bord gehen ... denn ich hatte keine Sehnsucht danach, ich habe hier nichts verloren." Droste hat seine ruhige Überlegung wiedergefunden. er spricht nat einer Gelaßsen- heit, als befinde er sich in einer anregenden Gesellschaft und plaudere über das Schicksal eines fremden Menschen, das Interesse verdient. „Mein Entschluß änderte sich aus folgenden Gründen: Am Tage vor der Heimkehr war Ich im Hafen von Bergen unabsichtlich Zeuge einer Unterhaltung zwischen zwei Reisenden aus meiner Heimat... aus Dresden. Ich war jahrelang im Ausland In allen möglichen Gegenden der Welt herumgereist, und da, als sich die beiden eben von meiner Heimat unterhielten, bekam ich plötzlich — Verzeihung, wenn ich sentimental werden muß! — ein Gefühl, das man wohl mit Heimweh bezeichnet. Aber es war nicht das allein. Ich habe hier in Dresden unter besonderen Familienverhältnissen ... zu leiden gehabt, ich bin mit meiner Familie..." Droste lächelt höflich, „— mit meiner Fiimilie nicht im besten Einvernehmen, und auch meine Ehe war nicht glücklich — aus meinem Verschulden natürlich, nun, meine Frau hat unter unserem gemeinsamen Irrtum nicht allzu lange zu leiden gehabt, ich bin Witwer, und mein Kind ..." Droste streicht sich Ober die Stirn und starrt sekundenlang schweigend zu Boden. .....meinem Kind", spricht er mit erzwungener Ruhe welter, ,.hatte ich bei meinen Pflegeeltern eine Heimat geschaffen. Ich selbst... nun, mein Versuch, dem Jungen wieder eine Mutter zu geben, mißglückte mir wie manches andere auch... ich liel^ also alles hinter mir und suchte draußen, was mir die Heimat verweifierte. Aber mit einem Male war da eine Stimme... eine ferne Stimme..." Droste schließt grübelnd die Augen, dann richtet er sich, in die Gegenwart zurückkehrend, auf, er versucht, Sachlichkeit In seine belegt klingende Stimme zu zwingen. „Ich weiß nicht, ob ich mich verständlich ausdrücke, Herr... Assessor?" Die beiden Mnäner mustern sich schweigend. Endlich nickt Dr. Amberg gezwungen. „Fahren Sie In Ihrer Schilderung fort", sagt er zurückhaltend. Der Untersuchungsgefangene Droste streicht »ich über das seit Tagen nicht rasierte Kinn, das bläulich vom Bartwuchs schimmert. „Was Schnur . . . Verzeihung, Max Schnur-maUns heimliches Abrücken von Bord betrifft, so Ist das ohne mein Wissen und gegen meinen Willen geschehen — wenn ich eine Ahnung von dem Vorhaben des Jungen gehabt hätte, so wäre es Ehrenpflicht für mich gewesen, das durch Meldung an Bord zu verhindern. Leider bin ich erst in Dresden auf Schnurmanns Anwesenheit gestoßen. Ich habe dem Jungen sofort schwere Vorwürfe gemacht und ihm angekündigt, daß er am nächsten Tage ohne Gnade heimexpediert würde. Das wäre auch geschehen, wenn ich nicht durch meine Verhaftung daran gehindert worden wäre ... Schnur ... Max Schnurmann ist unschuldig, Herr Assessor... lassen Sie das Kind heim ..." Droste atmet schwer unter einem harten Entschluß, der höchste Selbstüberwindung verlangt. „Lassen Sie das Kind heim..." wiederholt er geguält, ,,lch... bitte Sie darum." Sein Trotz Ist gebrochen jvon der harten Notwendigkeit, Schnurpels Treue mit Treue zu vergelten, durch Opferung seines Stolzes. Nie hat ein seelischer Kampf Droste innerlich so aufgewühlt wie diese Minute, da ar sich vor dem einzigen Menschen demütigen muß, dem er die ganze Schroffheit und Erbitterung, die in all den Jahren in ihm aufgespeichert wurde, ins Gesicht schreien möchte... und den er nun doch bitten muß... dessen Macht er sich zu beugen hat „Lassen Sie das Kind frei", sagt er nochmals mit tonloser Stimme. Vomübergenelgt, gebeugt unter untragbaren Lasten, sitzt Droste, seine Überlegenheit und gelassene Ruhe sind verweht — aber seltsam, Dr. Amberg, den er doch so schwer gereizt hat, empfindet keine Genugtuung über den seelischen Zusammenbruch des Gegners. Er legt die Hand gegen die Stirn und schließt die Augen. „Ich habe über Aufrechterhaltung oder Aufhebung der Haft nicht zu entscheiden, ich habe nur den Tatbestand zu überprüfen und meiner vorgesetzten Behörde Bericht zu erstatten .. Droste nickt, von Scham zerfressen. Recht so, denkt er selbstquälerisch, recht so, was bittest du ihn auch... nun hast du die verdiente Abfuhr... Mühsam sucht er die flatternden Gedanken zu ordnen, die Haltung zurückzugewinnen. Und da ist die leidenschaftliche Stimme des Assessors wieder. „Was unterhielten Sie eigentlich für Beziehungen zu dem jungen Menschen? In den Akten finden sich immer wieder Hinwelse vernommener Zeugen, die erklären, daß sich Schnurmann und Sie mit einer bei dem Altersunterschied auffallenden Freundschaft aneinander angeschlossen hätten." Droste lächelt bitter. „Das werde Ich Ihnen allerdings schwerer verständlich machen können, als das Vorhergesagte — aber gleichviel, Ich will es versuchen. Ich muß da wieder — auf Famillen-dinge zu sprechen kommen, Herr Assessori" Der Assessor Dr Amberg betrachtet unbewegt die korrekte Schreibmasrhinenkur-sivschrift eines Vernehmungsprotokolls la den Akten Droste. Nummer 20 »Mifbtfffcr ZelhJiif« 29. jamiar 1043 5ertf 5 .Aus Stadt und £afid SealesM Iroh. was ttr besciiwilni... Man sollte tnnehmen, ei hibe lich Inxwl-sehen herutriKctprochen, daB Deutichland im vierten Kriegsjahr steht. Doch einljc Unter-tteirer scheinen diese Tatsache noch nicht voll erfaßt und In sich verarbeitet sn haben. Sonst könnte es wohl kaum vorkomtnen, daB E. B. beim Käseeinkauf dauernd wieder Soii-derwünsche vorgebracht und bestimmte Sorten wie Quargeln einfach nicht gekauft werden, daß man auf dem Markt eine unerkllr-llche Antipathie gegen Weißrüben hat und so vieles andere mehr. Es gibt diese Waren In relchMchcn Mengen« folglich müssen sie schlecht sein, meinen manche Leute. Ob sie lemals eine nähere Bekanntschaft z. B. mit besagten WelBrüben gemacht haben, spielt ]a keine Rolle. Logik bleibt Logik. Wir wollen damit nicht bestreiten, daß es, erlesenere Qemüsesorten als Weißrüben und pikantere Käsearten als Quargeln gibt. Aber »hoam mer jo Kriegt und wollen wir doch froh sein, daß Im Gegensatz zum vierten Kriegsiahr des Weltkrieges die Zuteilungen recht reichlich bemessen sind. Für Sonderwünsche ist da kein Platt. Außerdem Hand aufs Herz: Was haben Sie eigentlich gegen Quargeln und Weißrüben? Wollen Sie nicht doch einmal versuchen, mit ihnen Freundschaft zu schließen, ehe Sie sie ablehnen? Sie werden sehen, daß Quargeln und Weißrüben nun wirklich kein Grund sind, mit der Weltgeschichte und dem Wirt-schaftsamt zu schmollen. Es gibt so viele neue und gute Rezepte, nach denen diese beiden verfehmten Speisen auf so verschiedene Arten zubereitet werden können, daß nach ein paar Versuchen alle Abneigung geschwunden sein wird. Nehmen wir es doch mit Humor und machen wir aus allem das Beste, wie lener Wirt, der seine Qäste mit humorvollem Lächeln aufforderte, sich mit den Qegebonheiten der Zelt zu befreunden. Er legte auf alle Tische einen Zettel mit den Worten: Genieße froh, was dir beschieden; entbehre gern, was du nicht hast Du lebst im Krieg und nicht im Frieden — bedenke das, verehrter Qastl Ber&hinfe Ifalisnisdie filsie In MB'biiro Konzert aal zwei KlavlarM Widder steht den zahlreichan Marburger Musikfreunden ein erlesener Kunstaenuß bevor: Das berühmt«, in seinem italianiachen Vaterlande vielgefeierte Pianistenehepaar Rio und Gregoria Nardl wird auf seiner Deutschlandfahrt euch untere Stadt besuchen und hier Mittwoch, den 3. Februar, um 20 Uhr, Vm Saale des Stelrlschen Heimatbundea ain Konzert auf zwei Klavieren absolvieren. Auf dem Programm stehen Werke vpn Mozart, Schumann, Brahms, Clementl, Infante und Chopin. Auf das entzückende Rondo des letztgenannten Komponisten darf man sich diesmal ganz besonders freuen, gilt doch Rio Nardi heute als einer der besten ChoplA-interpreten Europas. Eintrittskarten im Vorverkauf in der Verkaufsdienatitelle des Amtes Volkbildung zum Preise von RM 2 bis RM 4 erbältlich. m. Hohes Alter erreicht Am 20. Januar starb in Wiesenbach bei Mureck Frau Agnes Hainzmann im Alter von 91 Jahren. Daß Sia eine gute deutsche Frau war, bewies sie dadurch, daß sia trotz ihres hoben Alters als eine der ersten dem Deutsch-Schwäbischen Kulturbund beitrat. Weiter starben in Wiesenbach Josef Zver Im Alter von 79 Jahren. Auch er erfreute sich allgemeinar Beliebtheit. Kognak mit drei Sternen Von Hans Rlebau Es Ist mit der MOpclichkeit zu rechnen, dal der Leser — sobald er die folgende Geschichte zur Kenntnis genommen haben wird —- eine Handbewegung zu seinem imaginären Bart vornimmt, um dann mit lauter Stimme zu erklären: Uralt! Der Leser irrt jedoch. Diese Oeschichte Ist nicht alt. Sie ist funkelnagelneu, hat sich Im November 1942 zugetragen, Ich haba sie beinahe selbst miterlebt und es werden nocii viele tausend Menschen geboren werden, die einmal bekennen dürfen, daß auch sie diese Geschichte erlebten. Denn das Leben wiederholt sich, es wiederholt seine Schick'^aie so gut wie sein Lächeln, seinen Spott, seinen Witz und — seine Pointen. Herr Konrad Stork war. als er aich anschickte. nach Wien zu fahren, mit Erfah-runeren dieser Art ganz und gar nicht belastet Er pfiff ein munteres Lied. Öffnete die Schrelbtischschublad» und nahm die sorgsam gehütete Flasche drelsternigen Kognak heraus (die Vetter Franz 1940 aus Frankreich mitgebracht hatte), um mit ihr nach Wien zu fahren und sie mit eben diesem Vetter Franz zu vertilgen, den er dort ii treffen hoffte, »Da wird er Augen machenI« sagte er zu seiner Frau. Frau Stork lächelte. »Und das um so mehr, als ich ihm geschrieben habe, wir hätten ihn längst getrunken, den Kognak.« Herr Stork nahm den Koffer, packte ein was einzupacken war, schüttelte alles noch einmal heraus, packte von neuem, tat noch die eiserne Zigarrenreserve hinzu, und eine halbe Stunde sp.lter saß er im D-Zug nach Wien. Fr lehnte sich gegen das Polster, Nene Betriebsküche der H Vofbtldllclie rüraerge tflr das Ganz abgesehen davon, daß die Reichsbahn von ihrer Gefolgschaft auch im Unterland von Tag zu Tag höhere Leistungen verlangen muß. hat sie hier in wesentlich kurzer Zeit auf dem Gebiete der Fürsorge Großes geleistet Der gewesene jugoslawische Staat hat auf sozialem Gebiet für die Eisenbahner sehr wenig geleistet Was nach der Befreiung des Unterlandes vorhanden "«var, waren zum Teil klägliche Reste aus der alten österreichischen Monarchie. Nebst vielen anderen Einrichtungen, die in eineinhalb Jahren trotz der krlegsbedinjten Verhältnisse durchgeführt wurden, wie zum Beispiel der notwendige Umbau vieler Dienststellen zu würdigen Aufenthaltsräumen ('er Gefolgschaft richtet die Reichsbahn vor allem Ihre größte Aufmerksamkeit auf das leibliche Wohl und den gesundheitlichen Zustand Ihrer zugbegleitenden Gefolgschaft Auch viele Übernachtungsmöglichkeiten wurden geschaffen. Allein an Betriebsküchen konnten im Unterland bisher sieben errichtet werden. Hier erhalten die Eisenbahner Mm ganz geringes Entgelt gutes warmes Essen und können sich In den Ruhepausen in den schönen, hellen Aufenthaltsräumen vor Ihrer anstrengenden Tätigkeit erholen oder auch in den mit sauberen Betten ausgestatteten Zimmern der Ruhe hingeben, um dan.» mit frischen Kräften den Dienst wieder aufnehmen zu können, der von ihnen oft dei* Ansporn allar vorhandenen Kräfte verlangt Dtt Batrlebstmt Cilli übergab am Dien» tag, den 26. Januar, dem Reichsbahnkama radschaftswerk bereiti die vierte DetHebs-küche. Aus dietem Gründe fand am Ort der Übergabe in Lichtenwald eine Feier statt, a:^ der Vertreter der Direktion, des Betriebsam tes und eine ttattliche Reihe von Qefulg-schaftsmitglledem teilnahmen. Im Namen dcf Betriebsleiters eröffnete Ingenieur Treo die Küche, vorauf Relchsbahnoberrat Dr. Mülle das Wort 2ii llnierea Ausführungen ergriff. Dai VUkskonirawrk im Rreis Mailnro-Laal Der am 26, JlanuAr atattgafundene grefia Dienstappall das Krelaaa Marbur0-Land stand unter dam Zeleheo dar varmahrtln Aufgaben, aber auch daa erhöhten Arbsitieinlatzei. Pg. Schenk dankte dan Kraiaachulungsrednaru für ihra Mitaiteit und gab weitere fUchtliiiien bekannt. Pg. Täufer stellte In übaraua an* •chaulichar Waiaa die Ziala das Volkalrol* turwerkaa haraua und xeigta den Ortagrup-penführern, wie und wo sie troti des Krieges und troti der aprlchllchen Schwiarigkaitan daa Volkakulturwark in das kleinste Dorf tragen konnten. Es wird sich überall die Möglichkeit bieten, durch die Pflege der Sing-, Musik- und Spielscharen zurüclczufin-deo zum alten Brauchtum und mit Hilfe der Laienbühnen sowohl die politischen ala auch die kulturellen Aufgaben des Steirischen Hel-matbundes zu fördern. Pg. Knauer brachte im Rahmen eines Lichtbildervortrages die Schönheit des untersteirischen Dorfes, unterlieD ober auch nicht auf die die Harmonie störenden Auswüchse hinzuweisen, die noch da und dort auszumerzen sind. Pg. Nitzsche sprach über landwirtschaitliche Berufsschulen und über die Auswahl landwirtschaftlicher Schulbetriebe. Der Kreisdienstappell fand seinen Abschluß mit der richtunggebenden Rede des Kreisführers Doboczky. Die Bevölkerung des Kreises bewies bei der Gaustraßensammlung für das WHW mit dem vorläufigen Ergebnis von RM 140 OOO ihre politische Reife und stattete so ihren Dank ab für die Säuberung des Bachern von den Banditen und legte Zeugnis ab von ihrer treuen opferbereiten Haltung, die von zweitweillgen RückachlÄgen nicht be- schlief, verbrachte ein paar Minuten in) Halb Wachsein, und dann plötzlich wu e ihm bewußt daß da gegenüber 'emand saß, der dort vorher noch nicht gesessen hatte. Stork öffnete die Augen und sah einen älteren Herrn. Der ältere Herr Öffnete seinen Koffer, blickte ein wenig seltsam zu Stork hinüber, und dann warf er etwas Längliches hinein. Wenig später verließ er das Abteil. Nanu? dachte Stork und fühlt#, wie sein Herz zu klopfen anfing, hier stimmt etwas nicht Das Längliche — war das nicht eine Flasche ? Er stpnd auf. sah ipi Koffer nach und er-chrak bis Ins Mark: Der Kognak, den er zu Hause eingepackt hatte, war weg. Eine halbe Minute überlegte er. Er warf einen Blick auf die Notbremse, versuchte, sich den Schaffner und seine Muskelkräfte vorzustellen, erinnerte sich, daß es eine Schaffnerin war, die die Karten kontrolliert hatte, ein blondes, zartes Ding, und dann biß er die Zähne zu^^ammen. »Selbsthilfe«, flüsterte er, »Selbsthilfe Ist besser als jeder Alarml« Ein Griff, und er hatte den Koffer des älteren Herrn geöffnet Ein zweiter Griff — er hielt die Kognakflasche mit den drei Sternen In der Hand, Schnell legte er sie in seinen eigenen Koffer zurück, und als kurz darauf der ältere Herr wieder Im Abtei! erschien, hatte Stork für den Rest dei Fahrt genug damit zu hin, darüber nachzudenken warum sich wohl Taschendiebe und Cisenbahmiarder in der Maske pensionierter Konsistorialräte an Ihr schwieriges Werk begebea Am nächsten Abend schon war er wieder zu Hause und erzählte, wie der Franz sich gefreut und wie sie, mit einigen Kameraden zusammen, den Kognak langsam und mit Bedacht ausgetrunken hatten. leiclisiialin In Lichtenwald tatareode Personal In Unterland Er sprach über die vermehrte Fürsorge und die Wohlfahrtseinrichtungen, die die Reich» bahn besonders jetzt der Gefolgschaft ange-(leihen läßt damit sie mit den stets noch wachsenden Erfordernissen der Eisenbahntransporte Schritt halten kann. Er erzählte unter anderem das gewaltiee Netz von Betriebsküchen im Direktionsbereich aut da* nach kaum drei Jahren aufgestellt werden konnte und stellte dem fahrenden Personal im Unterland jede nur mögliche Erlelchte rung in sozialer Hinsicht In Aussicht In diesem Zusammenhang sprach er den zuständi een politischen Stellen und den Verwaltungs-ämtern, in erster Linie dem Landrat in Rann, seinen und der Reichsbahn Dank für die vor bildliche Unterstützung und Hilfe bei der Errichtung der Betriebsküche in Lichtenwald aus. In Vertretung des Landrats wünschte der • Ortsgnippenführer und Bürgermeister von Llchtenwr»ld der Küche vollen Frfo'g. Tm Namen des Reichsbahnkameradschaftswerke» Obernahm Inspektor Meier die Betriebsküche In seine Obhut An dem darauf folgenden Essen beteiligten sich in kameradschaftliche* Welse alle Abwesenden. Die Betriebsküche der Reichsbahn Ist ein Musterbeispiel einer im Kriege geschaffener sozialen Einrichtung. Eine große Küche, geräumige, gute Keller, zwei geschmackvoll eingerichtete Eß- beziehungsweise Aufent-haltsräume, sechs eingerichtete Schlafräume. Wasch-, Bade- und andere sanitäre Anlagea das alles welit die Betriebsküche in Lichten' wald auf. Hier sollen sich die Eisenbahne' nach ihren harten, anstrengenden und kaltev Fahrten, bei gutem Essen und in wohlige» Wirme wie zu Hause fühlen. In allernächster Zelt werden auch die Be trlebskOchen in Brückl und Steinbruck fertiggestellt und ihrer Bestimmung übergeben womit das Betriebiamt Cilli auf seinem Ge biet sechs Betriebsküchen haben wird. H. C. •infiufit WOTdan kann. Zn fordern, fflhrta der KreisfOhrer fort, h&tta niemand, außer der Prontl BnielicrfagaRg is MahrtRliera Mittwoch, den 20. Januar, hieltan die Er. zieher der Bexlrke Wlndiscngrax und Mah. renberg in Mahrenberg eine Arbeitstagung ab, die von Kreisschulrat Pg. Rudolf Schnei, der geleitet wurde. Zuerst wurde des im Em. aats gefallenen Kameraden Emmerich Warn, prechtaamer gedacht. Der Vormittag begann mit einer Lehrprobe von Lehrerin Maria HirtI aus Mahrenbe» »Die Sage vom steirischen ^rzberg« als Th^ma für einen Aufsatz. Ihr folgte ein Kurzreferat über den »Aufsatzun. terricht« von Lehrerin Herta Schwaiger aus Wlndischgräz. Die sich anschließende rege Auaaprache zeigte, wie interessiert alle /.n. wesenden an diesem Teil der Tagesordnung waren. Den Abschluß des Vormittages biU dete ein mit großem Fleiß zusammengetra. gener, erachöplender Bericht der Lehrerin iertrude Schlaffer aus Hohenmauthen über die >Einzelnen Fragen des Schreibunterrichtes«. An ihn achloß sich eine Aussprache an. Nach dem gemeinaamen Mittagessen wur. den die Schulleiter und ihre Stellvertreter mit der neuen Amtsführung des Lehrers durch Bezirksoberlehrer H. Katzenberger aus Mah. renberg bekannt gemacht; seine Ausführun. gen klärten manche schulorganisatorische Frage. taffdier SelOif/ Ou Itanntt te» ^ ^ m ruhtgt fein, hinter OIr fteht Am ^ eine Heimat^ Me Mdi niemals * .linSttdilafTen»Ire, »Hat er die Flasche wieder erkannt?« fragte Frau Stoik. »Auf den ersten Blick«, nickte Stork, und dann erst erinnerte er sich des Diebstahls. »Die Welt Ist schlecht«, erzählte er, »denk dir nur. ein Mann, der aussah wie ein Kon-sistorialrat a, D., hat mir den Kognak im D-Zug gestohlen. Ich aber habe ihn mir zurückgeholt, aus seinem Koffer, ohne Bahnpolizei, ohne Verhaftung, ganz still und unauffällig. Was sagst du dazu?« Frau Stork stieß einen langen, zitternden Seufzer aus. Dann sagte sie dazu: »Die Welt ist noch viel schlechter. Konrad. Den Kognak hast du hier neben dern Schreibtisch stehen lassenl« Stumm« Flötitt«n Es war kein schöner Platz, den man mi' zu der Operettenaufführung verkauft hatte, ein Mittelplatz der vordersten Reihe, gerade vor dem Orchester. Es bestand aus zehi» Mann, der Dirigent tanzte gerade vor meiner Nase herum. Schon während man die Ouvertüre spielt fällt mir auf. wie der Dirigent verzweifelt mit dem Taktstock herumfuchtelt Da stimm' doch was nicht, denke Ich, und sehe genaue' hin. Der Dirigent winkt immer wieder den beiden Flötisten links, er schneidet Grimas sen, fletscht die Zähne, schüttelt wild die Haare, will durchaus den beiden etwas kla' machen. Die beiden sitzen feierlich auf ihrep Plätzen und ihre Backen sind aufgeblasew wie Hefesemmeln. Aber wie ich nun genat; aufpasse, da fällt mir doch auf, es ist keiy Flötenton m der Musik zu vernehmen. Die beiden Flötisten sind stumm! Jetzt verstehe Ich den Kapellmeister. Ich hätte die beiden garnicht vermißt niir ge- Lieder der Bewegung Du Sturmsoldaten Jung and alt Ihr Sturmscldaten jung und alt, nehmt die Waffen in die Hand, f:denn der Feind, der haust ganz fürchterlich im deutschen Vaterland.;} War einst ein junger Stunnsoldat Ja dazu ward er bestimmt f:daß er sein Weib, sein Kind verlassen mußt', verlassen mußt' geschwind.;} Alte Weiber heulen fürchterlich, junge Mädels noch viel mehr. I:So leb denn wohl, du allerliebster Schatz, wir sehn uns nimmermehr.:) Hundertzehn Patronen umgeschnallt, «charf geladen daa Gewehr, (;und dann die Handgranate In der Faust, Bolschewiki, nun kommt herl:] Wenn der Sturmsoldat ins Feuer geht, ei, dann hat er frohen Mut, l:und wenn die Fahne vor uns weht, dann geht's nochmal so gut;| Als tapfre Landsknecht' ziehen wir mit Hitler in den Kampf, [lentweder siegen oder sterben wir den Tod fürs Vaterland.:) iiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiininininniimiiiiiniiiiiiiiiinniimiii MIfgliedsappell der NSilP Für alle Mitglieder der NSDAP Marburg-Stadt und -Land, die sich derzeit In Marburg befinden, gleichgültig in welcher Ortsgruppe sie geführt werden, findet heute, Freitag, den 29. Januar, im Heimatbundsaal ein Mitgliedsappell mit Beginn um 19 Uhr 30 tsatt. Es spricht der Bundesführer des Steirischen Hei-xnatbundes. Zum Einlaß ist die Blnladung, falls sie nicht erhalten wurde, das Mitgliedsbuch der NSDAP, bzw. die Mitglied^arte, vorzuweisen. m. Den Bund fürs Leben schlössen gettera beim Standesamt in Marburg die bekannte „Lindenwirtin" Albine Planinz mit Herrn Vik' tor Holzmann, beide aus Marburg. m. Todesfälle. In Marburg starben; In der Heugasse 7 die 78Jährige Private Maria Stauder, der 12jährige Volksschüler Gottfried Bre-gant aus Kogels 41, die TCjährige Eisenbahnersgattin Maria Nabergoj aus der Winde-nauerstraße 5, die 28jäbrige Strafaufsehers-gattin Franziska Mlinaritsch aus der Pober-scherstraße 20, die 65 Jahre alte Eisenbahnersgattin Elisabeth Wrabitsch aus der Lem-bacherstraße 12, der 6jährlge Max Maiche-nitsch aus Lembach 139, der 46jährige Ober-truppföhrer Hubert Belli aus Münster, dessen Leichnam nach Aschendorf bei Münster überführt wird, und der Betriebsführer der Seidenfabrik „Atama", Kommerzialrat Pg. Eugen Bujatti. m. Museiun der Stadt Marbarg. Die Archäologische und volkskundliche Abteilung des Museums der Stadt Marburg ist am Sonntag, den 31. Januar 1943, von 15 bis 17 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Sonst Ist das Museum (Brandisgasse 2, Eingang gegenüber dem Kino Esplanade) jeden Sonntag von 10 bis 12 Uhr und Jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr offen. Geschlossene Gruppen (Schulen, Heer usw.) können das Museum der Stadt Marburg an der Drau nach Voranmeldung an allen anderen Tagen besichtigen. m. Von den untarsteirischen Lichtspielhäusern. Wie uns von den Direktionen der Marburger und übrigen untersteirischen Lichtspielhäuser mitgeteilt wird, finden am kommenden Sonntag nachmittags und abends keine Filmvorstellungen für die öffejitlichkeit statt, vielmehr gelangen seitens des Steirischen Heimatbundes Sonderfilravorführungen zur Durchführung. Am Freitag, Samstag, Montag und den übrigen Tagen sind die Lichtspielhäuser wie üblich geöffnet nügte der Krach, den die andern machten. Aber jetzt hatte Ich meinen Spaß daran, wie die beiden sich so umsonst abarbeiteten. Da hat einer, denke ich, die Flöten verstopft Na, das wird einen schönen Krach geben, wenn der Übeltäter gefunden wird. In der Pause mache ich mir ein bißchen hinter der Kulisse zu schaffen, ich kannte da eine Garderobenfrau und einen Kulissenschieber, wissen Sie, und was meinen Sie, was sich da herausstellt? Der eine Flötist hat eine Erkältung und hat einen Ersatzmann geschickt der kann garnicht flöten. Aber der Flötist sagte Ihm, das sei gamlcht so wichtig, es sei ja noch der zweite Flötist da, und er solle einfach so tun, als bliese er. er solle nur nachmachen was der andere vormache, nur um Gottes willen nicht wirklich In die Flöte blasen. Eine Flöte reiche für die Besetzung völlig aus. Also war der Ersatzmann ganz tröstlich an seinen Orchesterplatz gegangen. Der andere Flötist wollte an diesem Abend dringend seine Braut besuchen und hatte den gleichen Einfall, schickte ebenfalls einen Freund zur Vertretung, der vom Flöteblasen keine Ahnung hatte. Nun, die Operette fing an und ging zu Ende und im ganzen Publikum hat kein Mensch gemerkt daß die Flötisten stuinm waren! Ellen Aram Reglebe«prechun g Regiaseur: »Ich würde es für gut halten, wenn im zweiten Akt die Hauptfigur dea Stückes erachossen wird statt maji ihn vergiftet!« Autor: »Warum meinen Sie daoi?« Regiiweur: »Damit die Zuschauer durch den Knall wieder aufwachen!« Seite ^ »Marburger Zeltungc 29. Januar 1043 NBmmer 29 Von der „Maische" zum „Zweschbernen' Einblick in eine häusliche Schnapsbrennerei j PV ein biblisches Alter — dai „Korn". Im Westen und Norden des Reiches jst bekannt. Der edle Rebensaft soll schon befaßt man sich hauptsSchlich mit dem Bren- weiland auf der Arche Noe getrunken wor den sein ... Wesentlich jüngeren Datums ist das ebenso am ganzen Erdenrund verbreitete alkoholische Genußmittel — der Branntwein. Ja, wie kamen denn die guten Leute eigentlich darauf, daß man aus Früchten, Korn und Reis, aus Wein und Kartoffel jenes „Feuerwasser" brennen kann, das so beiß durch die Adern rinnt, Gutes, aber auch Böses stiften kann? Die Entdeckung des Schnapses — das Wort kommt aus dem Niederhochdeutschen, „snaps" hieß „Schluck" — ist ein Zufall. Die Alchemisten haben nämlich bei ihrer Suche nach dem ,,Stein der Weispn", jenem Wundermittel, mit dem man Eisen zu Gold machen kann, nicht nur das edle Porzellan entdeckt, sondern auch den Branntweinl Und zwar war es Marcus Graecus, der im achten Jahrhundert aus Wein durch Erhitzung und Abkühlung den Weinbrand gewann. Er ist also der Vater aller Schnapsbrennerf Das alkoholische Destillat, das der Wein gab, wurde allerdings zuerst nur als Heilmittel gebraucht, ward aber rasch zum Genußmittel. Im 14. Jahrhundert wurde der Branntwein in Italien bereits als Handelsartikel geführt und kam dann über die Alpen nach Deutschland, wo er im 15. Jahrhundert schon allgemein bekannt war und hauptsächlich aus Kornfrüchten und Kartoffeln erzeugt wurde. In erster Linie waren es die Klöster, die sich mit dam Schnapsbrennen befaßten und nach wohlbehüteten Rezepten ganz hervorragende Qualitäten herausbrachten, die noch heute jeden Kenner beim Nennen des Namens irgend eines „Klostergeheininisses" mit der Zunge schnalzen läßt. 1750 wird zu Monsheim in der Pfalz bereits die erste offizielle Kartoffelbrennerei erwähnt. Von da an bekam die Schnapserzeugung eine ausschlaggebende wirtschaftliche Bedeutung, hauptsächlich die Brennspirituserzeugung und die Verwertung des Branntweines zu industriellen Zwecken, die ja auch heute, besonders im Krieg, von besonderer Wichtigkeit ist. Der Staat begann sich zu interessieren: die Branntweinsteuer läßt sich bis in das Mittelalter hinein verfolgen. Schon frühzeitig erkannte man die Notwendigkeit einer richtigen Verbrauchslenkung des Branntweines. In skrupellose Hände gelegt, konnte der Branntwein Verheerungen anrichten, die denen des Opiums in nichts nachstanden. Es sei nur an die verbrecherischen Methoden der Amerikaner hingewiesen, die sich durch „Geechenke" von „Feuerwasser" die India ner gefügig machten, um sie, durch den Alkoholgenuß willenlos gemacht, restlos zu ver nichten und auszubeuten. Auch beim Skia venfang bediente man sich mit Vorliebe des Schnapses, und daß die Anwerbungen zur französischen Fremdenlegion und Milizen anderer Länder hauptsächlich unter dem Einfluß von Branntwein gelangen, ist ja hinlänglich bekannt. Interessant ist die Tatsache, daß auch hier der Jude seit altersher sich des Schnapses als Handlanger für die Zermürbung des Ariers bediente. Nach dem Umbruch in der Ostmark konnte man beispielsweise feststellen, daß neunzig Prozent der Schnapsbudiken in Wien in jüdischen — meist polnischen — Händen lafgenl Die hervorragende Bedeutung des Alkohols in der Medizin ist ja ebenfalls bekannt, Medizin und Pharmazie ohne Alkohol ist undenkbar — wollen wir des ungeheuer gestiegenen Bedarfs für Heilzwecke und auch für die Industrie besonders jetzt gedenken, wenn wir auf das gewohnte „Stamperl" verzichten müssenl nen von Kornfrüchten. Branntwein kann man ja so ziemlich aus allen Naturprodukten erzeugen, aus Reis, Palmen, Kakteen, sogar aus — Holz, woraus allerc^ings der gefährliche Methylalkohol entsteht, ein Gift, dessen Genuß Erblindung nach sich zieht. Wir wenden uns aber den heimatlichen Genüssen zu und da ist es im Unterland, überhaupt im Südosten Europas vor allem einmal der Sliwowitz, der hoch geschätzt wird, der „Zweschbeme", wie er im Volks-mund heißt, weil er aus Zwetschgen gemacht wird. Dann aber wird vorzüglich bei uns noch der „Obstbranntwein" aus dem Preßrückstand der Äpfel und Birnen und der „Tresterschnaps" aus dem der Trauben gebrannt. Sehr verbreitet ist auch der „Kriecherlschnaps", der aus dieser pflaumenähnlichen Frucht gewonnen wird. Unlängst hatten wir Gelegenheit, auf einen Besitz in der Nähe Marburg« dem Brennen beizuwohnen. Ahnlich wie beim Traubenpressen ist in der Zeit des Schnapsbrennens Herr — in unserem Falle Herrini — und Gesinde mit Yoller Kraft dabei, die „Ernte" heimzubringen. Im Vorhaus ist der Kessel dem sie bei gleichmäßiger Hitze zum Sie den gebracht wird. Von dem Kupferkessel läuft eine Röhre durch einen Behälter, der mit Schnee oder Eis gefüllt ist. Die Alkohol dämpfe destillieren durch die Abkühlung und bereits naok ungefähr zwanzig Minuten verkündet ete gluksendes Plätschern, daß der fertige Branntwein in dünnem Strahl in das dem Röhrenende unterstellte Gefäß läuft. Die ser sogenannte „warme" Schnaps, wie ei fälschlich bezeichnet wird, weil er ja gar nicht warm ist, dieses frische Destillat soll besonders stark und gefährlich in seiner Wirkung seinl Geht die Alkoholergiebigkeit der Maische zu Ende, zeigt sich das durch das Auslaufen des sogenannten „Lutters", eines bitteren, alkoholarmen Rückstandes. Das fertige Produkt ist der „einfach" gebrannte Schnaps, der einen ungefähren Alkoholgrad von 45 von Hundert hat. Brennt man dieses Destillat nochmals, erhält man den „doppelt" gebrannten Schnaps, der bis zu 70 Alkoholgrade aufweist — also schon ein ganz gefährliches „Feuerwasser", Den scharfen Alkoholgrad versuchte man oft durch sogenannte „Brannt weinschärfen" vorzutäuschen, durch pfefferähnliche Gewürze, die das minder alkohol- Wir wollen uns nun aber der Schnapsgewinnung in der Heimat zuwenden. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der bei unseren Bauern, Landwirten und Besitzern eifrig „gebrannt" wird. ,.Andere Städte, andere Schnäpse" so kann man hier das geflügelte Wort „Andere Städtchen, andere MädAen" umwandeln. Der Hanjburger liebt seinen „Köm", seinen Kümmel und der Friese seinen Aufnahmen: Steffen-Liclltbild, Qr&z m« wird In te Kewel gefftUt auf^ettellt, hellrot tchimmert sein blanker Kupferbauch. Buchenholzduft durchzieht den Raum — der Kessel in dem die „Maische" kocht, wird ausschließlich nur mit Buchenholz geheizt. Würde man mit anderem Holz, oder gar mit Kohle heizen, so würde das der Qualität des Schnapses beträchtlich schaden. Grundmaterie ist die „Maische", Sie ist das zerkleinerte, zerstampfte, oder gepreßte Obst, das, luftdicht abgeschlossen, ein Monat lang abgären muß. Dann erst ist sie zum Brennen reif. Die gut vergorene Maische kann aber auch jahrelang in den Fässern aufbewahrt und dann erst dem Brennen zugeführt werden. Die Maische wird nun — wie wir im Bilde sehen — in den Kupferkessel eingefüllt, in reiche Getränk im Geschmack brennend machten. Viel gäbe es noch über die Kunst des Schnapsbrennens zu erzählen, von den köstlichen „Angesetzten", bei denen durch Auslaugen von Früchten und Kräutern mit reinen Alkohol und durch Zuckerzusatz Jene verlockend bunten Getränke entstehen, die in den Schaufenstern das Auge des Kenners locken. Wir begnügen uns aber mit der Feststellung beim Besuch unserer Schnapsbrennerei, daß der untersteirische Weinbrand, der aus unserem Hügelwein gewonnen und uns kredenzt wurde, in nichts dem berühmten „Cognac" aus der französischen Stadt gleichen Namens nachsteht, der einst Weltruf hattel Hans Auer Der Weg zm nneii Bawralimi aach in nyMnd Die Arbeit der AbteilunK »Bauerntain und Landdienst« in der Deutschen Jugend Das edle Endprodukt, der köstliche ,Breiuiabl', wird In Korbflaichen ebgeliUlt Auch tllssc Junge Dame hilft wacker mit. Der Kessel wlxd lusammenfleaeUt und angeheizt Den Forderungen der Zeit und der Zukunft unseres Volkes wird in allen Organisationen und Fomiationen innerhalb des deutschen Machtbereiches Rechnung getragen. Alles dient dem einen Ziel und auch der Weg der kleinsten Gruppe führt auf die Straße des gemeinsamen Zieles und das Streben jeder einzelnen Interessengemeinschaft ist es nur, möglichst weit der anderen und somit dem gemeinsamen Ziel entgegen zu kommen. Auf der breiten Grundlage des Bauerntums, des zerstreuten Familienlebens, in der natürlichsten Lebensform entscheidet sich grundlegend die Geschichte aller Völker. Es ist nicht damit getan, zu wissen, daß ohne Bauerntum das Volk stirbt, sondern es hat jeder mitzuarbeiten an der Festigung des Bauerntums. Die Stadt und besonders die Industrie saugten spielend Bauernblut auf. Bestimmt, es nützt uns schon viel, ja es nützt vielleicht schon grundlegend, wenn heute Kinder aus Beamten- und verschiedensten sogenannten höheren Kreisen den Neubauernschein erwerben, sich der Erde verschreiben, Bauern werden. Diese Pioniere sind die erste Brücke zum künftigen deutschen Bauernvolk, sie verkörpern die Anschauung des Nationalsozialismus, aber sie können nur Wegbereiter des breiten Bauerntums sein, der Bauernsöhne und Töcliter, iie nun nicht mehr in die Stadt 'ziehen werden, sondern zum Neubauernhof, zum Siedlertum, zum Leben auf dem Lande. Wenn z. B. unter schwierigsten Verhältnissen der Sohn eines Arztes «iurch den Landdienst der Hitlerjugend iind einer weiteren fachlichen Ausbildung, Landwirt wird, der Sohn eines Offiziers durch J'e harte Schule der Waffen-ff und einer 'ani'wirt-schaftliclien Fachausbildung, den Bauernschein erwirbt, so muß es auch möglich sein, die Landjugend selbst dem Lande zu erhal- ten. Da setzt unsere Aufgabe ein. Wir werden unserer Landjugend endlich bieten können, was schon ihre Väter verdient hätten. Lehrlingstreffen und Lehrgänge werden durchgeführt. Heute darf kein Junge, kein Vater und keine Mutter mehr kommen und sagen: warum sollen wir auf dem Lande die Letzten bleiben, denn des Bauern Sorgen sind unsere Sorgen geworden und bei allen Dienststellen hat das Bauerntum den ihm gebührenden Platz, Die Frage des untersteirischen Bauerntums ist im Grunde so wie die in den übrigen Teilen des Reiches, nur um vieles schwieriger zu lösen. Trotzdem ist der Apparat geschaffen, der die Frage lösen wird. Unter Einsatz aller Mittel und Kräfte und sonstiger verfügbaren Führungsorgane wird die politische und fachliche Ausrichtung der Landbevölkerung vorgetragen. Überall ist die Führung der Jugend eingeschaltet. Sie ist bäuerlich gesinnt, weil sie doppelt notwendig ist bei den teilweise unnatürlichen bäuerlichen Zuständen in der Untersteiermark. m. Auch Sachsenfeld hat eine Laienspielbühne. In kürzester Zeit gelang es auch der Ortsgruppe Sachsenfeld eine Laienspielbühne aufzustellen, die ihr erstes Auftreten schon mit Erfolg hinter sich hat. Die Aufführung fand am letzten Freitag vor dem ausverkauften Sachsenfelder Kinosaal statt. Die unter der Leitung des Kameraden Schafschetzky stehende Spielgruppe verdient für die klaglose Wiedergabe des Lustspiels „Familie Hannemann" vollste Anerkennung. Der heitere Inhalt des Stückes trug seinerseits viel dazu bei, die begeisterten Zuschauer gut zu unterhalten. Für die nächste Zukunft verspricht die Sachsenfelder Spielgruppe noch viel unterhaltende Stunden. AnaslasliK-firfili-Sdiale ii Ram Am Montag, den 8. Februar, wird in Rann die Anastasius-Grün-Schuie, 'Oberschule für Jungen, eröffnet. Mit ^eser Schule ist dem großen Sohn der Untersteiermark ein besonderes Denkmal gesetzt. Die Aufnahmeprüfungen für diese Anstalt kommen für alle Klassen in der Zeit vom 2. bii 5. Februar zur Durchführung. Mit der Anstalt ist ein Schülerheim verbunden,, das allen notwendigen Ansprüchen genügt. Mit dieser Bildunijsstätte ist eine weitere Lücke innerhalb der Höheren Schulen des Unterlandes geschlossen und wir sind gewiß, daß die Eröffnung dieser Anstalt dankbar begrüßt wird. m. Unterit^rische ftevftlktmngsbewegong. In Lipje bei Bad Neuhaus verstarb die Landwirtstochter Maria Petek. — In Anderburg verstarben in den letzten Tagen die 73 Jahre alte Maria Fermeutz geborene Jasbetz aus Hruschowetz, der 82iährige Johann Schmid aus Tschemolitza und der 43 Jahre alte Paul Sageischek aus Ogoreutz. m. Ehrvergessene erhl^t vier Jahre Zuchthaus. Die 28j&hrige Josefa Schmitsberger aus Admont unterhielt, ^obgleich sie sich der verbrecherischen Handlungsweise bewuBt war, mit einem Kriegsgefangenen ein Verhältnis, das nicht ohne Folgen blieb. Die Schmitsberger hat durch ihr schamloses Verhalten die deutsche Frauenehre, das gesunde Volksempfinden und die Treuepflicht schwer verletzt Vom Sondergericht Leoben wurde die Ehrvergessene zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. m. Der Kreis Mureck berichtet Die Bevölkerung des Kreises Mureck hat für das Kriegs-WHW mit einer Landwirtschaftsspende von RM 52 908 und einem vorläufigen Ergebnis in der Gaustraftensammlung von RM 64 234, gegenüber RM 2t 134 im Vorjahr, d. i. durch eine Steigerung von 206%, mit einer Kopfquote von RM 2,54 und pro Haushalt, ihre Einsatzbereitschaft sichtbar unter Beweis gestellt. Gleichfalls kann der Kreis mit einem vorbildlichen sozialen Leistungsbericht für das Jahr 1942 aufwarten. — Bei dem am 22. Januar in Anwesenheit des Kreisleiters stattgefundenen Mitgliederappell der Ortsgruppe Mureck behandelte Kreis-schulungsredner Lukan in seinem auf das historische Geschehen der letzten Jahrhunderte aufgebauten Vortrag dAs Thema ,,Der Schicksalskampf im Osten". — Am 25. Januar w^urde der Oberleutnant in einer Lftr. Feldeinheit Erwin Kosteinschek mit Frl. Jutta Oswald, Kaufmannstochter, im Standesamte Mureck durch Bürgermeister Loidolt getraut. — Der Gefreite Alois Ottenbacher aus Ober-rakitsch wurde an der Ostfront für tapferes Verhalten vor dem Feinde mit dem EK II ausgezeichnet. Der brcnnUessel wird auseinauileiy;.itommen und für die neue Füllung vorbereitet. Aus der Mündung steigt noch eine .Schnapsfahns' Nmm^ 29 »MäiWfger Zelfung« TP. Januar 1943 5eftc 7 U*d«r dar B«w«gung Als dl« goldne Abendsonne Ale die goldne At>e]3dsonne MDdte ihren letzfoo Seih ein, letzten Schein, zog ein Regiment von Hitler in ein keines Städtdien ein, — — ein. Treiirfg klangen ibre Lieder durch die kleine, (:etille Stadt,:) [:denn sie trugen ja zu Grabe einen HitlersJcamerad'.:] Trotzig wehten ihre Fahnen, als sie srnk-tcn |;ihn ins Grab,:] I:und sie schwuren ew'ge Rac^ für den Hitlerskamerad'.:] Du bist nicht umsonst gefallen, schwuren »e es [:lbzn aufs neu:). Dreimal krachten dann die Salvent er blieb Adolf Hitler treu.:] Und der Mutter in der Feme sandten sie den [:!etzten Gruß,:] (:daß ihr Sohn mit Stolz gefallenr durch das Herz traf ihn der Schuß.:] Als die goldne Morgensonne sandte ihren f:ersten Schein,:) (:7og ein Regiment von Hitler weiter in den Kampf hiisein.:] iwiunNiiniiimumiinaiiHnnuiiiyniiiiniiiiiiinHHiinniiiiiiiiiu^^ Von flHdt dn Scbnens 1. Vortrag. :%Erbe ^nd.V^rptlichtunß« (Eine Anleitung zünt Betrachten von historischen Werken der bildenden Kunst) am 1. Februar. 2. V6rb«g >Schöf>!erische Gegenwart« (Ein. führung in die Betrachtung von Werken der Kunst unserer Zeit) am 3. rebruar. Im ersten Vortrag werden Meisterwerke der Deutschen Kunst ans der Vergangenheit gezeigt; dabei soll versucht werden, die großen Wandlungen (Romantik Gotik und Renaissance) aufzuweisen. Doch spricht das Meisterwerk, wenn man ohne Scheu an die Betrachtung herangeht, auch ohne historische Voraussetzungen zum Betrachter. Und gerade jene Scheu soll' durch den Vortrag genommen Verden. Im zweiten Vortrag werden die gleichen Grundsätze angewandt, um Kunstwerke der Gegenwart zu betrachten. Die Arbeiten sind fast ausnahmslos den Ausstellungen im Haus der Deutschen Kunst entnommen, über des. scn Geschichte und dessen Aufgaben bei die-per Gelegenheit gleichfalls t^richtet werden soll. Voraussetzung jeder wirklichen Kunst, betrac.htung ist die Bemühung des Auges um Farbe und Form, und die Bemühung des Verstandes um den Inhalt eines Kunstwerkes. Allerdings sprechen Kunstwerke der Vergangenheit, da die Vorstellungswelt ihrer Schöpfer der un.'^eren nicht gleich Ist, eine deutlichere Sprache, wenn man gewisse historische Zusammenhänge kennt, während ein Kunstwerk aus unserer Zeit und aus unserem Volkstum die gleiche geistige Sprache spricht, wie wir selber. m. CUII berichlet Die Kreisführung Cilli vcrdnslallet am Sonntagvormittag im Deutschen Hause eine Feierstunde. Es spricht Be-teichsleiter und Kreisführer Dorfmeister. Am Norhmittag findet im Festsaal der Grafel ein fpslliches Konzert statt. Beginn um 17 Uhr. Auch in allen Ortsgruppen des Steirischen Heimatbundes werden Feierstunden abgehalten. m. Vom Oberfinanzpräsidium Graz. Im Bereich des Oberfinanzpräsidenten Graz wurden ernannt; Zum Oberregierungsrat Regierimgs-rat Dr. Josef Kraulandj zu Regierungsräten die Regierungsassessoren Dr. Eduard Rop-posch und Dr. Raimund Winter und der Steu-eramtmann Eberhard Kohl> zum Steueramt-mann der Obersteuerinspektor Richard Kirch-nerj zu Obersteuerinspektoren die Steuerinspektoren Adolf Andreis, Stefan Bartol-mann, Erirh Dziarnowski, Dr. Leopold Grandel, Walter Köhler, Albin Kummer, Hans Ludwig, Hans Meinekc, Matthias RcscJi, Rudolf Sivka, Julius Hxoraann und der Umsiedler Walter Samidej zu Steuerinspektoren die auBerplanmäßigen Steuerinspektoren Viktor Baloch, Rudolf Bohne, Heinz Heim, Josef Hirschraugl, Franz Huber, Wilbelra Lampe, Heinrich Mandl, Friedrich Polaschek, Franz Oberweger, Georg Radeschnig, Karl Riedl, Karl Schellander und die Steuersekretäre Johann Gassor und Alois Schneider» zu Ober-steuersekretären die Steuersekretäre Stefan Deqischer und Bisa Ljtschan. m. Nachrichten aus Sachsenfeld. Das Gastspiel der Brüder Fratellini war auch in Sachsenfeld Gin großer Erfolg. Als Gäste der Orts-gruppe wohnten auch die verwundeten Soldaten aus dem Reservelazarett Neu-Cilli der Veranstaltung bei. — Die Gaustraßensamm-Inng ergab in der Ortsgruppe SacAsenfeld die erstmalig erreichte Summe in Höhe von 8600 Reichsmark. — Anläßlich des letzten Großappells in der Ortsgruppe sprach Schulungsredner Kamerad Scäiafschetzy in einem mit großer Aufmerksamkeit aufgenommenen Vortrdg über die geographische, wirtschaftliche und auch rassische Zusammensetzung der Untersteiennark Can dmirtscÖQlt Frotlsicherer Obstbau Die Erfahrunsen der harten Winter werden ausgewertet — Aulbau leistmissstarker deutscher Obstkulturen In den strengen Wintern 1928/29, 1939/40 nnd in den darauffolgenden zwei Wintern sind unsere Obstbaumbestände durch Frost und auch durch Wildschaden gewaltig verringert worden. Leider sind auch die Frost-und Wildschäden in den Baumschulen sehr groß. Dazu kommt weiterhin ein großer Mii-ge] an Obstunterlagen und an Arbeitskräften in den Baumschulen. Diese großen Lücken können frühestens im Laufe von acht bis zwölf Jahren einigermaßen wieder ausgeglichen werden. Darüber hinaus ist ja aber noch eine Ausweitung der Obstkulturen not wendig, um den steigenden Obsthunger der Bevölkerung decken zu können. Hoch- nnd Halbstämme bevorzugt Kostspielige Expftriinente, welche die f-r-zeugungskostcn zu sehr erhöhen, müssen auf alle Fälle vermieden werden. Die Obstliau-betriebe müssen organisatorisch wie betriebs wirtschaftlich so einfach und so krisenfest wie möglich gestaltet werden. Reine Obstbaubetriebe, sogenannte Edelobstbaubetriebe. vorwiegend Niederstamnikulturen, bieten im allgemeinen eine zu unsichere Existenzgrundlage und fallen leicht Katastrophen, wie dem Frostwinter 1939/40, zum Opfer. Demgegenüber bietet der erwerbs- und ncbencrwerbs-niäßigc Obstbau auf landwirtschaftlicher Grundlage mit vorwiegenden Hoch- und HaJb-Stammkulturen, bei richtiger Eingliederung, eine verhältni.smäßig sichere Existenzgrundlage. Auch in Zukunft werden die Hauptobstmassen in ]i)eutschland von Hoch- und Halbstämmen geerntet werden. Damit soll nicht gesagt sein, daß nicht unter gewissen Voraussetzungen auöh reine Erwerbsobstbaubetriebe lohnend sein können. Voraussetzung hierfür aber sind günstige Standortsverhältnisse, gute Faclikenntnisse und Erfahrungen, genügend Betriebskapital und genügende Vielseitigkeit in den Kulturen wie z. B. Baumobst, Beerenobst usw. Dazu konnnt für die meisten Obstarten noch eine wild sichere UmzJ^unung, Besonders muß eine bessere Anpassung des Obstbaues an die natürlichen biologischen und klimatischen Verhältnisse der einzelnen Landschaft erfoV-gen, um Katastrophen im Obstbau,, wie 1939/40, zukünftig nach Möglichkeit zu vermeiden und zu regelmäßigeren Obsternten zu gelangen. • Die Abhäm^gkeit vom Klima Erwähnen möchte ich hier noch, daß frost-gefälirdete Gebiete und Lagen im Obstbau stets vermieden werden sollen, daß aber die Erfahrung immer wieder gezeigt hat, daß der Obstbau auch in Gebieten mit rauherem Großklima nicht nur für die Selbstversorgun« dieser Gebiete im Kriege von großer Wichtigkeit ist. sondern auch große Bedeutung für die allgemeine Marktversorgung ecwinnen kann. Der Obstbau in höheren Lagen bringt zudem eine Verlängerung der Ohstsaison und eine bessere Reifefolge beim Obst für die Marktbelieferung mit sich. Das gilt besonders für das Beerenobst, das in den Höhplagen noch recht gut gedeiht und regelmäßijie Ernten liefert. Eines ist aber zu beachten, jr rauher das Großklima, desto wichtiger ist die Auswahl geschützter Standorte mit günstigem Kleinklima, sowie die Anpassunt: der Obstarten und -sorten an den engeren Standort. In rauheren Gebieten und frostgefährdeten Lagen mit starken Temperaturextrenien müssen zukünftig diejenigen Sorten, die sich als besonders frosthart erwiesen haben, stär ker in den Vordergrund treten. Wenn die Er-faliruiigen mit den einzelnen als frosthart geltenden Sorten trotzdem auseinandergehen, so liegt dies daran, daß die an sich erblich bedingte rrostwiderstandsfählgkcit oder Frostenipfindlichkelt einer Sorte mehr oder weniger stark abgeschwächt oder verstärkt werden kann durch die Unterlage, den Boden, den Standort, die Düngung, die Jahreswitterung und durch alle Faktoren, die den Ernährungszustand des einzelnen Baumes beeinflussen. Wir haben imnierliin eine gan/,»^ Reihe sehr frostwiderstandsfähiger Apfc'-sörten. und dazu gehören *aucli nianchc Lokalsorten. Nur noch frostharte Stammbtidner Soweit frostempfindlichere Tafelsortcii noch in frostgefährdeten Gebieten gepflanzt werden sollen, werden diese zweckmäßig nur auf frostharte Stammbildnersorten ver edelt. da in strengen Wintern die stärksten Temperaturschwankungen und- damit die Hauptfros'tschäden in den bodennahen Schichten auftreten. Veredeln wir die frostenipfind-licheren Sorten in Kronenhöhe auf liartc Stannnblidnerarten. dann werden sie, wie die Erfahrung der letzten Frostwinter gezeigt hat. doch nicht so leicht vom Wintertrost vernichtet. Zukünftig wird man nur besonders frostharte Stammbildnersorten in den Baumschulen verwenden und sie in größeren Mengen heranziehen, um darauf nicht nur die sclileclit wüchsigen, sondern auch die frostetnpfindli-clien Sorten aufzuveredeln. Die vermelirtc, Verwendung von frostharten Stammbildnern beim Kernobst hat noch einen weiteren Vorteil. Wir wissen, daß die Säumlingsunterlagen einen sehr verschiedenen Einflnß auf die auf-veredelten Sorten ausüben, auch auf den Er-trag. (Ein weiterer Aufsatz, der auf die Erfuhrungen mit den einzelnen Obstsorten eingeht. folgt.) H. Plock, Gartenbauoberinspektor, Marburg m. Kinder nicht ohne Aufsicht lassen. Die Kinder des Fabrikarbeiters Pachitsch aus Roßwein spielten in der Wohnung in der Nähe des Herdes. Dem eini^rigen Josef spritzte die Kaffeebrühe unglücklicherweise ins Gesicht, wobei er erhebliche Brandwunden erlitt. — Das 4jährige Grundbesitzers-söhnchen Alois Tement aus Raßdorf bei St. Johann fiel und erlitt schwere Kopfverletzun-gpn, — Der 15jährige Schüler der Lehrer-bildungsanstalt, Ferdinand Nowosel aus der Mellingerstraße, kam beim Turnen zu Fall. Die Folge waren schwere Rücken Verletzungen. _ Die 29jährige Gnindbesitzerstochter Maria Lorbek aus Lendorf bei Marburg stürzte und zog sich Beulen am Kopfe zu. Sämtliche Verunglückten suchten Hilfe im Mar-burger Krankenhaus. Liebhaberei Gottfried Schadow, der reprä.«ientative deutsche Bildhauer in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts, war von einer urwüchsigen berlinischen Witzigkeit. Einst kam ein kunstbegeisterter Leutnant zu ihm, der >so aus Liebhaberei«, wie er sagte malen lernen wollte, und legte ihm emige Probemalereien zur Begutachtung und even-tuellen Ermunterung vor. »Nee, nw« sagte da Schadow, nachdem er sich die Talentpro. ben angesehen hatte, »bleiben Se lieber bei Ihrem Mädchen U_ Anch Witwe Bolte gibt euch Kunde* VergeSt nicht die Verdunklungsstunde. Verdunkle von 18—6 Uhr Spoet und Ijumm BannsdilweitkSmple desBannesRann Kürzlich fanden in Rann die Bannscliiwett-käinpfe statt. Am Vormittag wurde der Geländelauf mit KK-Schießen für die DJ und eine Mannschaft für die Pimpfe durchgeführt. Am Nachmittag fand der Abfahrtslauf statt. Beim Geländelauf mit KK-Schießen sieKte die erste Mannschaft der Gefolgschaft Rann. Beim Mannschaftslauf der Pimpfe siegte da.s Fähnlein Rann vor dem Fähnlein Lichtenwald. Die Ergebnisse vom Abfahrtslauf: Jungvolk: 1. Krauland llelmuth, l-ähnlein Rann. 2. Kuz-jand Konrad, Fähnlein Rann. 3. Miclielitsch Richard und Erwin Petschauer, beide Fähnlein Rann. Deutsche Jugend: I. Kplar Karl, Gefolgschaft Reichenstein, 2. Petsche Ernst, Gefolgschaft Brückl. 3. Arko Gisclcher. Gefolgschaft Rann. Die ersten Baniischiwettkämpfc des Bannes Rann wurden mit einer kur-^en Siegcrvcr-kündigimg beendet. Der Bann Rann wird zu den Gebietsmeisterschaften in Schladming eine kleine Schar von Schiläufern stellen und wird alles versuchen, ehrenhaft abzuschneiden. Wir hör«n im Rundfunlc Freltig. 29. JiBuar RcichkPTosniniiii: J4: V rrkpausenlcnnrert. !>> h'» tJSJO; VnlifÄtiiu.sik des Rhrin-Mam Haues. (5.30— KammcrmuMk iBeedioveo. trudelt. 1h—I6..V1; Konrrn-niusik. 16.3(U~I7: UnterhaituiiKsmusik. Wehrv TTiachtvortrac: Unsere Luftvaftc. frontbr- rlchtc. 2rj.t&—21: Neue Musik für Klasorchester. 2\—ii Nfue UntcrbaltungMiiusik. Deuiftchland»>cndi'r: iO.IS - JI: »Vnm rv i'.; 1 )ciji''vhi n«; IJic Führe des f^ciche» (W. turlvi äuelrr, K.ihjiviü, Theodor Loos, W. Qujdflirc). Jl—Ji; MiiviKalisth'f SpieKci der /,c\X. Sender Alpen: ^.13—7; Bescliwinjtcr Mnrccn, 17 HO bis »r>ic kliiiKcndc Bruckc«. filrnniUMk. b * 19.45: Das kleine Kon/urt. : Die deutsche ElshockeymCisterscbaft wird wiederum eine Verlängerung erfahren. Nach-dem das Vorschlußrundenspiel zwischen Rot. Weiß Berlin und dem Mannheimer FiRC auf den 13. Februar gelegt wurde, wird die End-runde zwischen dem Sieger dieses Spieles und dem SC Rießerscc am 20. Februar im Berliner Sportpalast ausgetragen . Aus aUu lOdt Unverbesserliciie Verbrecher haben ihr leben verwirkt 1 Auf einer Großkundgebunn der Gauleitunq Wien der NSDAP für die Rrchtswahrer unrl Politischen Leiter sprach dm Montagabend im Großen KonzerthäiissdHl RrirhsjusMz.ini-Tiister Dr. Thiorark über wirbtiqo Fiaqp.n der ndtionalsozialislischen Recbtspfiege. Er wi^s einleitend darauf hiu, daß ihm der FuiiTpr mitten im Kriege den Befahl zum Aufbau einer btdrkon nationalsozialistischen Rechtspflege gegeben und ihm weitgehende Vollmachten erleiil halie. Stark und nationalsozialistisch solle von nun an die Rccbls-pflege sein. Dies setze aber die Mitarbeit des ganzen Volkes, besonders die Mitarbeit allrr zur Volksfiihrung berufenen Kräfte voraus. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Rechts-wdhrern und Poliiisrhen Leitern sei dadurch unerläßlich geworden. Dio deutsche Rechtspflege verbürge die Aufrechterbaltung der inneren Front. Daher müsse die Gesfftrgp-bung des Krieges hart sein. Dieso Härte werde rücksichtslos alle Kriegsverbrecher treffen und sich in besondorom, Maße gegen die asozialen Elemente wenden. Die Gesundung unseres Volkes verlange die rücksichtslose Vernichtung und Ausmerzung der unverbesserlichen Verbrecher. Heute kennzeichne der totale Krieg, dessen PflicJitrn und Aufgaben sich niemand, auch nicht die Rec.htspflegp, entziehen könne, das Antlit/-der Heimdt. Auch die Rerhtspfleqe kenne nur euie Pflicht, nämlich sich noch ^fdrke^ einzusetzen für den Sieg. a. Im Schneckentempo . , . Die Schnecke entwickelt vo allen Tieren die geringste Schnelligkeit In der Vorwärtsbewegung, nämlich nur 0,0015 m in einer Sekunde. Wollte eine Schnecke den Äquator umwandern, so würde sie hierfür 8-18 Jahre brauchen. a. Die »eiiwankende Pagode. Ein imge-klärtes Geheimnis ist mit der Kyaitlteyo-Pagode in Burma verbunden. Sic ruht auf einem mächtigen Stein, der auf der Unterseite rund ist und auf einem anderen {großen Stein balanciert Bei starkem Wind«; schwankt die Pagode fühlbar hin und her, aber sie ist sonderbarerweise noeh nlenial'? unigCvStürzt. Die Eingeborenen glauben, daß ein Haar Budhas den schweren Pag^odenstcin auf seinem Platze hält. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiininniiiinniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii : Tag des deutschen Rudersports 1^43. Ruderer und Kanusportler bestreiten diesmal den »Tas: des deutschen Rudersports« gemeinsam, und 7Avar am 11. April. Mittelpunkt der Feierstutule wird wahrscheinlich ffsscn sein. ; L^ie ungarische Eishockey-Nattonalmann-schatt bestreitet in den Tagen vnm 31. Ja. ntiar bis zum 4. Februar Spiele in Zürich. Chur und Arnsa und trifft dabei auf Ausv^ahl-mannschaften der Schwc/r. Auf dem Rück, wege treten die Ungarn in narmisch.Partej'. kirchen gegen den deutschen Meister SC Rießersee, an. : Bei den Schikämpfen In Cortina d'Am-pezzo wurde Colo Sieger in der Kombind-tionswertung vor Chieroni, der den Torlauf gewann. ; Die Eishockcy-Bercichsmeisterschdit soll am kommenden Sonntag mit den Spielen Post SC—Wiener AC und RSG Wien—Brünnor UV auf Wiener Boden begonnen werden. Die Schlußspiele sind für den 6.-'7. Februar nach Klagenfurt angesetzt, wobei das Teilnahme-recht den beiden siegreichen Mcinnschaften des Wiener Ausscheidungsturniers sowie dem Klagenfurter AC und der Wiener ECJ zugestanden wurde. Keorganisation des Schweizer Sports. Fine Kommission des Schweirerischen Lan-desverbandes für Leibesühnngen hat im Zuge der Modernisierung der Statuten eine neue Satzung der Dachorganisation der schweize rischen Turn- und Sportverbände ausgear. beitet, die dem zeifgeniRen Sportbetrieb an-gepaßt wurde. Das neue Sfatitf soll im Laufe dieses Jahres in Kraft treten. vor ]k|ldmgm.6rq>pe,Qribtintffi'^S^ Kleine verbünd^ Wir suchen für leitende Angestellte ab sofort untr ObcrbürKcrni^iRter der Stadt MarburR^Üria RfkKkningsaiiit A Bekanntmachung Auf ADSfhfutt Nf. 5 de» HauAhtltMuüwMMii für dan Madfcphipt iMrirhuri; wird in der Zeit vom 1. 2. 1043 bis 15. 2. eine ^auel'''^'atttiüRO'abe Von I k|^ prf) Pftfion lufae-rufrn. Hit Aii-scah« nti dfm OemüWkldnvfrtfilcr, nei urlchcm der Vcr^nfßimßshcrechtijjlc In die KiirtdtnHÄte elflv gctraK^n Int. AtisrtÄlimswClst können Jiiich dicjenifjcn KauHeute Saiior kraut auf d^n Man^llAlti^aiJAW^if) iusRehcn. die zwar nicht als (Irniiisc'klrinvcitriliT #'injffRclifllte< wiifricfl. aber Sauerkraut fin;:»'iaffrrt Ivihfn. Her Ahsclinitt Nr. 5 de« tlaimh«ll5auSwe!R<^Fi IM ÄbiU wrtd rlrm KrnrthrunÄwimt, Abt. B, MaftMlfÄ-Ätadt' K^rnÄlnckgasn« 2 timh erful^jtrr Aii!*p:Mbc fii Kontfnll^wpk-Irn e'hriirrichrn. Auf Ah^fhoJtt Nr. ä des IIfliinhaltf*MWfiwriRr'S wtrdfn 1 k? KAhl (vJrr Kraut und .1 kß Kiibrn jd^fc^ntftn Dif AtiRßühr dies#':*» nemÜRfr» rrfolgt jednch Icdißlicli hfi dettl 7ustrinni(;fn fr^rnilsfkleinvrrlrilrr. Pf! der AuPß.ibr lÄt der Abschnitt Nr. t> tlfi^ Usushatts-alJÄ\^ pisr« ah/iitr^nneti, (irolU'^rhrauchcr dir nicht im Hffhftt für die Winlcncr. ^rrpunt b^l'^Jcrt wurden, können weh hfci dem F-rnlIirunj»Ä. «mt. Aht. ß, Alarburu-J^tadt. einen Bexu^Mhetit heseliaffcn. der jedocli nur für die Belieferung von '/» Rühen und ^ sofi-^tigern Ciemüse au!*pestelit wird. 2ftl.W Der Leiter des ErnÄlininR^amteÄ. l. A.: Nietzsche. DER OBERBDRGEftMEISTER DER STADT MARBURG/DRAU Liegenschaftsamt A. Z. d20/4-43 Marburg/Drau. den 25. Jailuar 1943. Bekanntmachung Im Jahr« 1042 sind verschieden® Grundstücke (Gärten, Felder Wiesen), die Eigentum der Stadt Marburg/Drau sind, an private Pächter dem Gemüseanbau zugeführt wordan. trh fordere sämtliche vorjährigen PSchtar, die die Absicht haben, die gepachteten Anbauflächen auch Im Jahra 1943 weiter zu behalten, auf, Bich beim Städt. Liegenscbaftsamt, ^'f.^rburq/Drau, Schmiderergasse Nr. 27 a, Baracke Nt. II, bis ?um 31. Januar 1943 einzufinden. Dasselbe betrifft auch ciip Pächter jener Liegenschaften, welche im Jahre 1942 von rie.m Beauftragten des Reichskommissars für die Festigung Deutschen Volkstums der Stadt Marburg/Drau aingewleaen worden sind., Andernfalli wird das Städt. Ltegentchaftiamt fiafh freiem Ermessen über die nicht angeforderten Parzellen weiter verfügen. 269'k I, A.: O. KoUttig, Stadtoberinapektor. Der Chef der Zivilvarwaltuag in dar UatarsUlaraiark Oer Deiuftraft« für die Zivilrcchtsofleee — Diinststalle (InrkftKl Bekanntmachung der Entmflndlgung Mit Beschluß der gef. DIenfttstelle vom 18. Dez. 1942, Geschäftsrahl L 14'42-7, wurde Johann Ticherne, geboren im 14, 6, 1884 in Obrem bei Öottschee (Italien), früher wohnhaft in Munkendorf 17, Lindkreis Rann, derteit im AI-tefsheim Osterhofen bei Passau, wegen Geisteskrankheit voll entmündigt. Zum Kurator wurde Herr Erwin Petsche, Gast. Wirt in Ourkfcld 21, bestellt. 279.k Dar Chat dar ZlvUvtrwaltuttp !■ dar UBlerstaltranark rHr Batttfiracta für dl« Zivitracat«Dfle . BamauMr, den ^0. Jatiutr: TOnCA, Muaikdrama In drei Akten von Oiaoonno Puoclnl. Preise 1. Beginn 20 Uhr, Knde 13 Uhr. R>e jer Inzeiaer itdti wart iMtat m VttlUaaaFHCh« t R^l 4{i ■ " »ft 16 Briefwaetirtl tetiiedroOttt Wbft ttttf for der^' tiihtl ttnttrtthr anl Heirat ll 1^1 la« ai tor iti« IbriHt Wörtanteliea 10 ßftt du (ttttt«l itaa fKnaabmenchial' Aiti Tat« vat friehelaa« am W Wr Wfejii» taittedraeaia Wert Rai Rm Hche Vorstellung erwünscht in der Direktion der Lehrer bildungsanstatt in Marburg. Landwehrkaserne, Eingang Li>nawehrgaiäe, Heimg^äu-de. ä5-k'6 MlneUdit' HBfakrlt^fflr Bi* heliung u. t^fltje der Dienst* gebäude. In Betracht kom* men nur jgeiunde, kfiftigt Personen. Peraönllehe Vor. Stellung erwünscht in der Direktion der Lehrerbildungsanstalt in Marburg, Land» wehrkaserne, Eingang Land wehrgasse, Heimgebftude. ä44.k.6 Kttchengehiifitinen werden sofort aufgenommen. Lohn 1 . H rif. Ver. "-gung und Unterkunft frei. Kersön-liche Vorstellung erwünscht in der Direktion der Lehrer-bildiin£![SRnFtalt in Marburg« Landwehrkaaerne, Eingang l.andwehrgasse, Heimg^äu-de. 243.k-6 Nettes, volk^dcutschea MId* chen rv Kindern geeucht Anträge unter *Arztf «n die Verwaltung. 4fjO-6 Lehrjtinj^ wird atifgeiiom. men ht] W. Woschlticgq und Sfthn, Leder, Röhhäule, Kun. waren. F.in^el. und Oroftver« kauf In Marburg. Kärntner-Straße 13. Fern ruf 2895. 572-6 ;)ie Lehrerinnenbildungsan-stalt Marburg, Sciiönerer-Straße 4, sucht für Sofort od. Anfang Februar *wet Ahwn scherinnen und zwei Aufräu. merinnen. Wohnung und Ver. ptlegung im Hause. 573-6 2tt WCMiiifAMi Schlafkotlegln ab sofort ge. sucht. Anfragen bei Maresch, Herrengasse 15, Marburg. 591.7 iüicCMI Suche dringend möbl, oder leeres Zimmer. Schneiderei Schager Marburg, Tegett-hoffstraäe 12. 592.8 Wohnunffstaasch! Tausche schöne, billige 2.Zimmerwoh-nung (Kabinett, Küche, Ba. dezimmer) gegen eine I.Zimmerwohnung im 5. Stock des Hutterblockes. Anschrift in der Verwaltung. 593.9 hUiäi M IfulMtB Verloren wurde im Espiana. de-Kino 1 weißer Handiehiih. Der Finder wird gebettn, denselben bei der Kinokisee gegen Belohnung abiu|ebin. Ladcfliandsohtfh in Theiän verlören. Gegen Belohnung abzugeben btim Pförtner der »Textac. 695.13 ArmOiftduhr gefunden. Der Besitzer kinn sie bei tu. schützky, Bahngasie Nf. 6/1, 12.30—(4 Uhr abholen. 596.13 kusdUidiiiss Tausche Rundfunkempfänger, 220 Volt, far Bätterieempfln* ger oder Nähmaichine. Bra. tett, Qutendorf 7, Thesen bei Marburg. 8^7*14 AhnenpaB • Atisl Familienforschu^ „ Oraz, Orieskal6(J, Ruf 6705. 12838*14 iaffOSSiS ft . inititut, MttClihiM- tnd HorniMpliiacl Mod^iahMi Aflgirit Tschtpt, Marburg, Tappeinerplatz 9, hat von Ffäu Tischler, Pe. getthoffstraße, die Pllwema-schine Übernommen u. über* nimmt alle PiiMearbelten, 680.14 )edar Untarsfelrer liest di« „Marburgar Zaitung"! Danksagung Allen Freunden und Bekannten, die meiner Het>en Tochter, Frau btetanle MIkflltieh. die letzte Anteil, nähme und durch Blumen- und Kranzspenden ihr Mitgefühl bewiesen, sage ich auf diesem Wege meinen innigsten Dank. Besonders danke ich dem Bür germeister Marburg.fJrau Dr. Engelhart, und der (jefolgschaft des Wirtscliaftsamtes für die ehrende Kranzspende. • Marburg-Drau, den 28 Januar « Maria orovitich« SUna-LICHTSPIELl ileutl 16. 1830. 21 Uhr_rernruf 2210 Die Dlockiidisle Ehe der Welt ein Ett-Filan «Ut Maria AadatgaaL Wolf Albacli-Retiy, Hans Moser, Lao Slaaak und Haai Thlmlfl. Für Jugandliehe nicht zugelaaianl KULTURFILM.SONDEtVORBTItLUNOEN; Sonntag vormittag 10 Uhr, Montag. Dienstag Und Mluwocb 13.45 Ohrt 8«hniu