LailmchcrWMtlmg. s^^, »7^^« Plänumeiationsprei«: I,n Lomptoir ganzj. ?»»sH» ^^ ^H. st- il, halbj. si. 5.50. Fiir dicZustcllunn nis Hau? -<^H^^ ^ > ^^4^ halbj.solr. Mit ber Post ganzj.si.15, halbj.fi. 7.50. Donnerstag, 29. November Insert lonsgtbUhl bis 10 Zeilen: imal «u lr., -H t^)^^5 2m.8»lr., 3m. l si.;so!!st Vr.Zcill>m.«lr., ^,,!.«lr., « ^«H UH «m. 10 lr. u. s. w. Iuscrtionsstcmpel jedesm. 30 tt. M^ ^ w^ Mit 1. December ! beginnt cm neues Abonnement anf die „Laidacher Icitung." Der Pränil m crati ons-Prcis beträgt fiir die Zeit vom l. bis Ende December 1866: Im Comptoir offen......— ft. 92 kr. Im Comptoir nntcr Convert ... 1 „ — „ Fiir Laibach ins Hans zngcstcllt . . 1 „ — „ Mit Post nntcr Kreuzband .... 1 „ 25 „ Änllsicher Theis. 3c. k. k. Apostolische Majestät haben folgendes Allerhöchste Handschreiben allcrgnädigst zn erlassen geruht: Lieber Graf Mcrcandin! Ich ernenne Sie znnl Präsidenten Meines durch Entschließung vom 21. d. M. ncn errichteten Obersten Rechnungshofes. Schönbrunn, 26. November 1866. Franz Joseph in. p. Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Novcmbcr d. I. dcn Giimnasialprofcssor Dr. Michael Klaich in Zara zum Schlilrathe für Dalmaticn nnd den provisorischen Di« rector der Unterrcalschnlc in Zara DcmctrinS Stip-cevic zum wirtlichen Director dieser Anstalt allel gnädigst zn ernennen geruht. Rm 27. Noucmbrr I860 wurde in bor l. l. Hof- und Staatödruclcrci in Wim das I.VN. Stilcl des Nnchögcsctzblatt^ aiiössrgclicii und uersündct. Daösclbc rnlhält nnlcr Nr, 140 die laisrrlichc Bnordnnn^ vom !^1. Nol.'l'nibrr 1>M'» über dic Rcssrlmiss de>? Slaat^rcchinnisst«- nnd ^ontrolsdicnstci< ln'i sämnillich^u Zn'l)icisu drr Civilvsiivaltnl,^ mit Äns-nahmc dcr pulitischrn und Inst!;''envattmig in Ungarn, Crontim, Slavonien nnd in Siclicndiirgen. ' (Wr. Ztg. Nr, i.'«8 v. 27. Novrmbcv.) Kulldmachnnst. Dnrch dieMandalsnicdcrlcgung dcS anS dem Wahl« lölper des großen Grundbesitzes gewählten Landtags, abgeordneten Herrn Aulon Frcihcrln von Codelli-^ahucn fcld tritt die Nothwendigkeit cincr Neuwahl >>l diesem Wahllörpcr ein. Nachdem mit der Kundmachung vom 16. November l. I., Z. 3238, bereits der 3. December 1800 als der Tag fcstgcsctzt wurde, an dcm in Folge dcs Austrittes dcs LaudtagSabgcordnctcn von Strahl die Wahl cmcö Abgeordneten aus dcm Wahltörpcr dcs großcu Grundbesitzes stattfindcu soll. so wird nunmehr zm allgemeinen Kenntniß gebracht, daß an dcm gedachten Tage die Wahl zwci c r Abgcordmtcn ans dcm Wahl« korpcr dcs großen OrnndbcsitzeS vorgenommen werden wird. Laibach, am 23. Novcmbcr 1866. K. k. LandeSpräsidium. Richlamllichtt Theil. Laibach, 29. November. Wir haben bereits gcstcrn ciuc Ionrnalstimmc über ^en Adrcßenlwurf dcs nicderöstcrrcichischcn Landtages Fracht. Inzwischen fand bereits die Debatte hierüber slatt, ill,cr dic wir nach cingelaufcuen telegraphischen Nachrichten vorläufig 9iachstchendcS uernchmeu: Üzedil spricht gegen den Dualismus und wünfcht in der Adresse ^s Verlangen nach Gcschwornengcrichten, Hebung der ^ollöschlilc nnd Aufhebung dcs Concordats ausgedrückt. Mcndc spricht gegen die Sistirnugspolilik. Kuranda be« ^»t, der Ausschluß Oesterreichs ans Deutschland dürfe ""lniiglich eine bleibende Thatsache werdcn. Fischer und hehrere Großgrundbcsitzcr beantragen die Zurückweisung bcr Adresse an dcn Ansschnß und die Abfassung ciucr "clicn Adresse, welche die Bitte enthalte, den AnSglcich '"U Ungarn zn beschleunigen und, falls die VerHand, umgen von einem Resultate oder rcfultallos blieben, Pfeils der Lcitha vcrfassnugSmäßigc Zustände ins "bcn treten zu lassen. . Ueber dcn Entwurf der Adresse finden wir noch weitere Zcilmigsstimmcn, welche wir hier folgen lassen. ">c ..Debatte" bcstreittt, unter Berufung anf Thatsachen, ulsbesondere dic in dem Entwnifc aufgestellte Behaup- !tung, daß seit Jahresfrist die Vcrständignng mit Ungarn > um kein Atom gefördert wordcn sei. Sic tadelt ferner, daß daS Actcustück bezüglich Ungarns sich mit cincr Anbahnung dcr Wicdcrhcrstclllmg constitnlioncller Einrichtungen zu begnügen scheine, während für dic Länder diesseits der Leitha die sofortige Wicdcrherstellnng dcS verfassungsmäßigen Znstandcs verlangt werde. Das „Wiener Journal" findet einen Widcrfprnch darin, daß der Entwurf nicht wagt, dcn Versuch zur Einigung mit Ungarn zn tadeln, gleichwohl abcr dic hicdnrch unerläßlich bedingte Sistirung der Verfassnug nicht für gerechtfertigt hält. Es sci ferner eben so unzulässig, die militärischen Mißerfolge auch nur lhcilweisc auf Rechnung dieser Sistirnng zn jctzcn, als wenn man die Schlachten von Custozza und Lissa zn Gunsten dcr Sistirung ansbcnten wollte. Im letzten dcntschcn Kriege habe ein Staat gesiegt, dessen Regierung sich seit Iah« rcn in Fehde mit dcr Volksvertretung befnnden habe und gegen den Willen dcr Bevöllcrnng in dcn Kampf eingetreten sei; üdcrhanpt gebe cS Beispiele, daß die frcicstcn Volker von unfreien Nationen besiegt wnrdcn. Dcn Werth cincS Parlaments, anch dcn moralischen im Falle von Noth und Gefahr, will das Blatt lcincS-wcgs verkennen, wünscht aber eine Verfassung, welche ohne Anwendung dcr Vcrwirlungslhcoric iuö Lcbcn gc< führt werden tönue. UcbrigcnS scheinen die Ansichten der Blätter über dic Endziele des Entwurfes noch nicht scstznstehcn. So ist beispielsweise die „Presse" dcr Ansicht, daß mit dcn Worten „Einberufung dcS Reichs» rathcs anf Grund dcr Verfassung" dcr weitcrc RcichS< rath gemeint sci, während die „N. Fr. P:." sagt, cS bedürfe lcincS N'achwcifcs, daß daS Actcnstüct in kciner Zeile sich mit dcm zu Aussee vereinbarten Programm in Widerspruch setze. Anch die „Morgcnpost" dcntct darauf hin, daß nicht alle Landtage bicöscitS dcr Leitha sich mit dcr Bitte um Einberufung dcS NcichSrathcS eilwclslalidcu erklären wndcu. Mit dcr Mission Vcgczzi'ö nach Rom und Wiederaufnahme der im uorigcn Iahrc abgebrochenen Unter« Handlungen scheint es noch seine gntcn Wcge zn haben. General Flcnry, von dcm dic Pariser Officiöscn vcr-sichcrn, daß er in Florenz nur mit dem Könige nud gar nicht mit den Ministern verkehre, scheint cS durchgesetzt zn haben, daß die italienische Rcgicrung Vcgczzi wicder entsendet, abcr dcr Past seine Bereitwilligkeit, auf ncnc Uutcrhandlnngcn cinzugchcn, noch nicht erklärt zn habcn. WaS nnn Flcury beliifft. so versichert L'Etendard, daß er fiir jetzt kcine Niission nach 9tom habe und bis Ende des Jahres, o, h. bis zur völligen Ausführung dcr Seplembcres krainischen Landtages am 23. November. Beginn nm halb 11 Uhr. Dcm Hanse präsidirt der Herr Landeshauptmann Dr. Karl v. Wnrzba ch. Seitens dcr Regierung anwesend: Sc. Excellenz dcr Herr Statthalter Eduard Freiherr v. Bach und der Herr LandeSralh Ioscf Roth. Der Herr Präsident theilt mit die ihm bei Bc< ginn dcr Sitzung übcrgcbcucn fünf Petitionen, als: ») Der Gcmcindc Kraiuburg wegcn Ertheilung dcS Unterrichtes in floucnischcr Sprache sowohl in dcn niederen als auch in dcn höheren Schulen; l>) dcS Ccutral-Eomil« der Pariser Ausstellung in Wien nm Unterstützung der Männer dcs Lehrfaches, namentlich dcr Lehrer dcr Rcal-, Handels- und tcch» Nischen Schulen dnrch Rcisestipcndicn, damit die-selben die Pariser Weltausstellung besuchen können; c) der Gemeinde Grafcnbrunn wegen Portofrcihcit dcr Amtscorrcspondcuz dcr Gcmcindcu; ) dcS Ansschusfcs dcs Untcrslützungsvcrcins dcr fthi^ losophischcn Facnllät an dcr Wiener Hochschule um Bcwilliguug cincr Unterstützung für die armen Studenten der philosophischen Facnllät. Wurden dem PctitionSauSschusse zugewiesen. Dcr Hcrr Präsident theilt mit die Anzeige dcS Landtagsabgcordneten Matthäus Golob über die Nieder« lcgnng das Mandats als LandtagSabgcordnctcr. Sohin tritt das Haus in die Tagcsordunng, auf welcher nachstehende Gcschä'ftsstücke stchcn: 1. Antrag dcS Landcsansschnsscs zur Errichtung eincS Landcswaiscnhanscs. Zur Erörterung dcr Frage wegcn Errichtung cincS Waisenhauses wurde cin Comit»!, bestehend anS dcn Vertretern dcr Stadlgcmcindc, dcS LaudcsausschusscS und dcr Landcsbchörde, iin vorigen Iahrc zusammengesetzt, welches am 24. Juni 1865 scine Wirksamkeit begann. Es wnrdc vom Comite im Vereine mit dem Gc-mcinderathc von dcr Errichtung vom Handstipcndicn für Pflegccltcrn der Waisenkinder abgesehen und die Errichtung eines eigenen Waiscuhauscs ausgesprochen und vom Gcmcindcrathc übereinstimmend mit dcm Beschlusse dcs Comites dcr Antrag befürwortet, daß die Waifcn-anstalt als Waifenanstalt für Krain behandelt und erklärt werde, daß diefclbc aus zwei nach dcm Geschlechte der Waisenkinder getrennten Abtheilungen bestehen nnd diese Anstalt in dcr Landeshauptstadt ihren Standort habcn solle. Das in dcr Verwaltung dcS Stadlmagistralcs befindliche Waiselwermögen besieht im Capitalsbctragc pr. 64.100 fl. im Obligationcnwerthc. Dcr CapitalSstaud dcs in dcr Staatsverwaltung befindlichen Waiscnfondes erreichte Ende Inli l. I. in Folge dcr Capitalisirnng und Fructificiruug dcr Ueber« schilssc dic ruude Summc vou 133.()()0 fl. l>) wovou auf das frcic, nnbclastcie Vermögen 77.965 ss., li) anf das gestiftete Vermögen abcr . . 55.035 fl. entfallen. Hiezn kommt noch dcr ans Anlaß der allerhöchsten Vcrmäluug Sr. k. k. apostolischen Majestät zur nach-wirkcudcu Unterstützung gut gesitteter und hilfsbedürftiger Waisen dcS Landes durch freiwillige Beiträge uud Fructificirui'g dcr Erträ^uissc gebildete Capilalicnstand vou 14.500 si., so wie weitcrS die St>stuug des Franz Mctello mit einem Eapitalsbclragc von 54.000 fl. Um dcn in dcr Vcrwallnng dcr Regierung befindlichen Wcnscnsond in die Hände zn bekommen, muß das zu gründende Wcisenhans als Landcsaustalt erklärt werden. Daß die Errichtung eines Waisenhauses cin drin« gcndcs Vcdürfniß dcr Zeit sei, bedarf keiner weiteren Begründung. Dadurch, daß dcr angesammelte Waiscufond dnrch eine lange Reihe von Jahren unbenutzt blieb, nnd daß in neuerer Zcit durch lctzlwillige Anordnungen und Stiftungen daS Gcsammtcapital zn eincr namhaften Summe herangewachsen ist, find nunmehr dic Mittel geboten, um au die Errichtung cincr Wohllhäligkeitöanstalt zu schreiten, welcher, wcnn sie einmal inö Leben gerufen wird, gcwiß auf mehreren Wcgcn ncnc Einnahmsqncllcn zufließen werden. Nachdem nun über daö Bedürfniß cincr Waiscnaustalt, sowie übcr dic Möglichkeit dcr Er« richtnng derselben kein Zweifel abwallcn kann, so wird nnr noch die Errichtung cincr LandeSanstalt für Kram befürwortet. ES wird dahcr beantragt; l>) Das zn gründende WaiscnhanS wird als eine Lan- dcsanstalt erklärt; ll) dcr LandcSansschuß wird beauftragt, dicscn Beschluß dcr l. k. Landcsbchördc behufs weiterer Amtshandlung zur Kenntniß zn bringen, und nntcr cincm nm die Ucbcrgabc des bisher in dcr Verwaltung dcr Landcsbchordc stehenden Waiscnfondcs in jene dcr Landceucrtrclnng nntcr Eiuräumnug dcS staat-licheu ObcralifsichtörcchtcS und gcgcn Aufrcchthal-tung dcr stiftbriefmäßigcn Verpflichtungen dcr ein-zclncn Stiftungen nnd der etwaigen stiftbricflichcn Präscntations- nnd Vcrlcihungörcchtc cinzuschrcitcn; c) dcr LandcsanSschuß wird beauftragt, Sr. k. l. apostol. Majestät cin allcruntcrthänigstcS Gesuch um aller-gnädigste Zuwcuduug ciucS Theiles dcS Ertrages cincr dcr nächsten StaatSwohlthäliglcitS-Loltcricn für daS zn gründende krainische Waisenhaus z» nntcrbrcitcn. — Wird angenommen. 2. Antrag des Landcsauöschusfcs über den Antrag dcS Abg. Gllllman wegen Errichtung einer niederen Ackcrbauschulc: :>) Die gemeinschaftliche Errichtung einer Ackcrbauschule für Krain, Ulltcrstcicrmark, Islricn und Görz nach dcm Muster dcr Großaucr niederen Ackcrbauschule wcrdc angestrebt; 1816 b) der LandcSausschuß wird beauftragt, diesfalls mit den bezüglichen LandcSauöschüsscu in Verhandlung zn treten und daS Ergebniß derselben dem nächsten Landtage zum Aehnfc weiterer Beschlußfassung mit-zutheilen. Abg. Ritter v. Gutmannsthal beantragt als mittlermeilige, der Landbevölkerung zu Gute tonnncndc Maßregel die Bestimmung von 1500 fl. jährlich für Stipendien, womit junge Leute in Kram, die sich der Landwirthschaft widmen, in den Stand gesetzt werden sollen, Ackcrbanschulcu außer Krain zu besuchen. Abg. Dcschmann mit einem ähnlicheü Antrage und Ausdehnung auf den Besuch von Forsllchranstaltcn. Abg. Suetcc beantragt die Zuweisung dieses Antrages des LandcsauSschnsscö an einen besonderen, aus dem Hause zu wählenden Ausschuß von 5 Mitgliedern zur genauern Erwägung und geeigneten Antragstcllnng, was angenommen, zugleich aber auch zur Wahl des Ausschusses geschritten wird, in welchen Herr Blciwcis, Deschmann, Ritter u, Gulmannsthal, v. Langer uud Svetec gcwählt wcrdeu. Abg. u. Langer beantragt wegen bereits vorgerückter Zeit den Schluß der Sitznng, waS angenommen wird. Der Herr Präsident verliest somit dic auf der .Tagesordnung dcr nächsten Sitznng vorkommenden Gc-schästsstücke: 1. Antrag des Laudcö-AuSschusses auf Erhöhung dcr Subvention für die Mcrtschclschendorf-Gurlfcldcr Straße; 2. Antrag dcö Laudes-AusschufscS ans Erhöhung deS Diurnnms für den Diurnistcu dcr Laudcöbuchhal' tung Raimund Schischkar pr. 80 lr. auf 1 fl. 3. Antrag dcS Laudcs-Ausschusscs auf Bcwilli« gung einer Snbvcntion von 1000 fl. ans dem Laubes-fonde den Gemeinden dcs Bezirkes Scnofclsch für die im Jahre 1807 zur Auszahlung gelangenden Kosten für Kunstbantcn an dcr Rekathalcr Straße. 4. Antrag des Landcöausschusscö: l>) Dic aus dem Landesfondc erfolgte Verausgabung von 13.889 fl. 86 kr. für die beim Banc dcs Grubcr'schcn Canals geleisteten Mehrarbeiten, sowie !») dic Verausgabung von 3921 si. 82'^ lr. für die Herstellung deS Schlenßcnwcrlcs im Laibachflusse werde nachträglich genehmigt. 5. Antrag des Landcsausschnsscs: n) Die Einführung dcr Gasbeleuchtung im laudschaft- lichen Theater mit cincm Kostenanfwandc von 2850 fl. 40 lr.; d) im Nedoutcnsaalc und in den Nebenlocalitäten mit einem Kostcnaufwande von 793 si. 57 lr. wird nachträglich genehmigt. 0. Das Gesetz, wirtsam für das Hcrzoathum Krain, wodurch die tz§ 13 nnd 15 der LandtagSwahlordnuug abgeändert werden. 7. Antrag des Landcsausschusscs bezüglich eines LandcSgcsctzcs für Krain betreffend dic Hnndcstcucr uud Hundeordnnng. 8. Antrag dcs Lanoesansschnsscs anf Beauflra gung desselben, dic scincrzcilige 3lcfundiruug dcr ans die Zeit vom 10. September bis Ende December I860 entfallenden Kostcn für die Verpflegung und Beglciluug der Schüblingc aus dem Landesfonde zu veranlassen, und die geeigneten Vcrsügungcu wegen dcr an die l. l. Bezirksämter zu leistenden Vorschüsse bezüglich aller bei denselben vorkommenden SchubauSlagcu u»o dcr hierüber zu legeuoeu Rechnungen zu treffen. 9. Rechnungsabschluß des lrainischcn Gruudcut-lastungsfondcs für das Jahr 1865. Schlnß dcr Sitznng 2 Uhr. — Nächste Sitznng Freitag den 30. November. Oesterreich. Wie», 26. November. Die „Wiener Abendpost" schreibt: Zn den Milthcilnngcn mehrerer hiesiger Zei< tungcn in Betreff eines „zurückgelegten Programms" dcS Hern Handclsministers Freiherr» von Wül l crS t or ff sind wir in der Lage, berichtigend zu bemerken, daß in dcr Frage dcr Anfhc bung der kirchlichen Feiertage nm so weniger cine Mci< nnngsdiffcrcnz oder auch nnr cin Meinungsaustausch zwischen dcn einzelnen Mitgliedern des Cabincts statt' gefunden haben tonnte, als diese Angelegenheit unter ihnen überhaupt nicht znr Sprache gekommen ist. Da< mit enifällt natürlich auch die weitere Mittheilung, daß sich dcr Hcrr Staatöminister mit den compclcntcn kirchlichen Behörden bezüglich dcr Frage inS Einvernehmen gesetzt halic oder setzen werde. Agram, 27. November. Die „Agr. Z." schreibt: Zur Zrinjskiseicr, welche mit dem gestrigen Tage ihren Abschluß fand, sind hier schr viele einheimische und auswärtige Gäste erschienen, unter denen dieSlo-venen am zahlreichsten vertreten waren. Die ersten und populärsten Männcr nnscrcr stammverwandten Nach-barn hallen wir das Vergnügen, in unscrcr Stadt zn begrüßen. Samstag kamcn, wic schun erwähnt wurde, Dr Bleiweis, Toman nnd Razlag hier an, und Sonn» tag,' nachdem bcrcitö dic ganze Stadt mit Nalionalfah-neu reichlich geschmückt war, langte dcr IuzuiSokol mit dem Hcrrn Dr. Eosta, Bürgermcistcr dcr Stadt Laibach, au dcr Spitze, gcgcn 9 Uhr an nnd wurde von uuserem Gesangövcreine Kolo und von cincr nngchcue» ren Menschenmenge freundlichst empfangen. Die Ankunft nnscrer slovcnischcn Brüder, ihre rege und herz« liche Theilnahme au dem Feste, das Eroaticn mehr als je zur Eintracht mahnt, bildet unstreitig einen historischen Moment, dessen Folgen sich gar nicht berechnen lassen. Die Anwesenheit der Slovcnen hat zur Stärknng einer Idee, die Oesterreich erhalten und die Stellung dcr Süb-slaven gewahrt wissen will, sehr viel beigttrau.cn, sic hat die Brüder einander näher gebracht, sie hat die Sitna» tion aufgeklärt, sic ist uns dcr Wegweiser für die nächste Zukunft und eine sichere Bürgschaft, daß die Idee, die dicfer Tage ihre thcilweisc Verwirklichung feierte, stark nnd mächtig in ihrem Ursprung, noch stärker nnd mäch« tigcr in ihrer weiteren EutwictVlnng nnd heilbringend in ihrer endlichen Vollendung sein wird. Nicht miuder wichtig war die Ankunft dcr Deputation dcr slowakischen Matica, der Hcrrcn Dr. Hurban und Zlota. Dic Worte, die wahrend dcs Tages bei verschiedenen Anlässen gc< sprochcn wurden, sie kamcn ans dcr Ticfc dcs Hcrzenö und fanden einen aufrichtigen, tausendfältigen Wieder« hall. Unsere slovalischcn Brüder priesen uns glücklich; sie beneiden uns um unser Los; dcr gütige Leser mögc sich dic Moral selbst entnehmen! Diese Nouembertagc deS Jahres 1866 werden der gcsammtcn südslavischen Nation unvergeßlich bleiben, sie sind cin Unterpfand cincS natürlichen Bandes, ein Vorbote besserer Tage! Zum Schlüsse glauben wir gar nicht erwähnen zn müs« sen, daß das Nationallhcater Samstags und Sonntags gauz überfüllt war und daß namentlich das vom LandcS-Musilinstilutc und dem Kolo veranstaltete Eonccrt cincn imposanten Eindrnck gemacht und unö klar dargelhan hat, wic viel man mit vcrcintcn Kräften zn leisten im Stande ist. Die Beleuchtung war allgemein und äußerst gläuzcud. Bis ticf in dcr Nacht dmchwogtc die schau-lustige Menge die prachtvoll geschmückten nnd im Flammenmeere prangenden Gassen dcr Stadt. Zn crwähncn haben wir noch, daß während der Banlctc viele Tele« gramme aus vcrschicdcncu Hauptstädten dcr Monarchic angelangt sind, wclchc mit Bcgcistcrnng begrüßt wnrdcn. Ausland. Frankfurt, 23. November. Gestern ist ein Rc-script dcS Finanzministcrs ans Berlin hier angelangt, welches aus der Stadt Frankfurt und den zu ihr nach jetziger Einthcilnna, gehörigen drei Ortschaften für die Zeit bis znm 1. October 1867 als Beitrag znm Militärbudget 260.000 Thaler und au sonstigcu Leistnu-gen 340.000 Thaler unlangt. — Prinz Friedrich von Augusten bürg war vor einigen Tagen zn Besnch bei dem Herzog Ernst von Eobnrg'Golha. Wic man nnn dcr „Köln. Ztg." aus Eobnrg schreibt, so habe sich der Prinz au dcu Herzog gewendet, um sich durch dessen Vermittlung dem Könige von Prcnßcn wieder zn nahen, und in Unter-Handlungen zu treten, um für eine bestimmte Apanage alle seine vermeintlichen Ansprüche auf diese Herzog, lhümcr vollständig und rcchtsgiltig an die Krone Prell-ßcn abzutreten. Ob man prcußischcrscits hierauf cingchcu wird, dürfte noch zweifelhaft sein, doch ist es leicht möglich, daß eS geschehen wird, um dadurch ein» für allemal allc ferneren Partcimanöucr zu ucruichtcn. Dcr Herzog von Eoburg hüt sich wesentlich mit in Folge lncscS Wunsches dcS Priuzcu Friedrich vou Coburg nach Lctzlingcn zu dcu Hosjagdcn dcs Königs von Prcu^ ßcn begeben, um dort vorläufige Untcrhandluugcn an« znknüpfeu. Wie mau sagt, soll der Kronprinz von Prcu< ßcn cs schr bcgünstigeu, daß dcr Priuz Friedrich für ciu stetes Iahresgchalt vou 100,00 Thalcru alle fciuc Ansprüche an Preußen abtrete. Hannover, 23. November. (Dcb.) Ueber das Schicksal, welches die preußische Regierung den Officie» ren dcr ehemaligen haimoucrischen Armee zn bereiten gedenkt, ist uoch uichtS bekannt geworden; diese Ossi. cicrc habcu aber durch dic Capitulation vo» Langcnsalza Rechte erworben, die ihncn selbst dann Vorthcilc gc» währen würden, wenn sich König Georg anch weiter noch weigern sollte, sie ihres Eides zu entbinden. Dcr zweite Pnnlt dieser Eapitulaliou bestimmt u. a., duß die Officiere der preußischen Vcrlualluug gegenüber dic Rechte bchaltcu, dic sie in der hannoverischen Armcc inne hatten. Was nun die entlassenen Soldaten betrifft, fo weigern sich dicfelbcn znm größten Theile, in dcn preußischen Rock gesteckt zn werden. Vor einigen Ta-gen mißhandelten dic Eouscribirtcu die Nckruliruugs-Beamten; heute siud cs die alten Soldaten, die rcvol-tiren. Soldaten von Langensalza, auS dem Maricn-burgcr Kreise, haben in Hidclsheim die preußischen Sol« daten provocirt, die aber glücklicher Weise nicht crwi« dcrtcn. Die Mitglieder dcr Rcvisions'Eommission wur-dcn beleidigt, die zn Hilfe gerufene Polizei verhaftete die Unrnhestiftcr; diese wnrdcn aber von ihren Kameraden befreit und man mnßtc Soldaten requirircu. In Alfcld wcigerttu sich die alten Soldaten, nach dem be» stimmten Vcrcinigungspunttc zu gehen, wenn ihncn nicht dic Reisekosten bezahlt würden. In Gronau wollten einige Bürger dcu haunoucrischeu Soldatcu das Absii,. gcu patriotischer Lieder uutcrsagcu uud es kam zu einem Handgemenge. — In Sprimgc faud ebenfalls cinc Emcutc statt, die uur durch daS Eiuschrcitcn dcr bc-waffnctcn Macht uutcldrückt werden konnte. Es sind gewiß bezeichnende Thatsachen, und cS wird laugc dauern, wenn eS überhanpt dazu lonlmt, bis sich die Hannoveraner an die neuen Verhältnisse gewöhnt haben wer« den. — Ein hier im Departement der Finanzen angestellter Beamter wurde verdächtig, geschriebene Aufrufe dcs geheimeu Eeutral'Comitci's für Hannover verbreitet zn haben. Es wurde verhaftet. Als er aber von den preußischen Polizisten durch die Straßen geführt wurdc, wußte cr sich durch die Flucht dcr Einkerkerung zu cnt-zichcu uud man ist auch seiner bis heute uoch nicht hab' haft geworden. Venedig, 23. November. Gestern ist hier eine Depesche dcö Baron Nicasoli an das hiesige M"-uicipium ciugctroffcn, worin dcr Ministerpräsident sich in dcn schärfsten Ansdrückcu gegcn dasselbe ausspuckt. Der Vorstand dcö Venezianer Mnnicipiums Graf Giu-stiniani hat nämlich die Adresse dcr zum Einzugö-fcste hier crschicueucu Deputationen aus Triest und Wälschtirol, die dcr König anzunchmcn sich bekannt« lich wcigcric, entgegengenommen nnd der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Wünsche dcr Isttianer nnd Süd-tiroler nach Vereinigung mit Italien bald in Erfüllung gchcn werden. Baron Ricafoli nennt dieses Vorgehe» eine imporlnne Agitation, ein Verkennen der internationalen Rücksichten, ciu leichtsinniges Heraufbeschwören von Zerwürfnissen mit einem Nachbarslaatc, mit welchem fr cuu dua chbarliche Beziehungen zu pflegen im Intcrcssc ItalienS llege, u. f. lv., und empfiehlt für dic Zukunft mehr Takt und Einsicht. Nach dcr „Pcrseveranza" bringt General Monte-bcllo demnächst nach Nom dcn Befehl, mit dem Ab-zugc der französischen Trnpftcn sofort zn bcginucu. Die „Iialic" hat Grund, zn glauben, daß die letzten Frau« zoscn am 10. December von Ron, abziehen werden. Nach dem „Diritto" wird dcr Heilige Vater sich am 4. December nach Eiuilavccchia begeben, nm die dorli' gen Hafen- nnd Eisenbahn-Arbeiten zu besichtigen. Dcr Florentiner Vorrespondcnz der Pariser „Liberi" versichert, daß die italienischen Truppen, welche znr Occupation dcs Kirchenstaates bestimmt sind, a>n 20. December ihren Einzug in Rom halten werden. Paris, 23. November. Der letzte Ministcrrath in Eompil'gnc berieth auch die Reise dcr Kaiserin n ach Ro m. Sämmtliche Minister ricthen der Kaiserin, welche ihr Vorhaben sehr lebhaft vertheidigte, dauon ab. Dcr Kaiser äußerte sich hierüber nicht. In Eompi«'gne glanbt mau mehr als je an die Reise. Dieses nicht mehr ganz unwahrscheinliche Erciguiß wirft auch noch ein Licht anf dic Sendung dcS Generals Flcnry, dcr jedenfalls nach Atom geht, nud dcr Kaiserin zur Seite stehen würde, wic cr sie nach Nancy begleitet hat. Die mögliche Anwesenheit der Kaiserin in Rom am Tage vor und nach dem Abzug dcr Franzosen, die selbstverständlich eine Ehrenwache zurücklassen würden, verstärkt die Gewißheit, cs wc,dc lcinc besondere Aufregung eintreten. Baron Ricasoli verbürgte sich nicht blos dafür, sondern auch für die Unterlassung eines Plebiscits, welches sich gegen die päpstliche Regierung für daS Königreich Italien anösprechcn würde. Aber irgend ctwaS wird sich wohl ereignen müssen. Zwei Fregatten in Tonlon haben dcn Auftrag erhalten, eine Ehrenwache vor Nizza zu beziehen. Wcr wird erwartet? Dic Kaiserin ElMlotlc, odcr die Königin von Prcußcn, odcr beide, lautet das Gerede. In Nlzza scheint man nichts davon zu wissen. Dcr Rcligiouelchrer am kaiserlichen Lyceum zu Nizza, Abb" Tlsscrant, erhielt vom Kaiser vou Rußland socbc» cincn Brillantring; aber cs verlautete bei dieser Gelegenheit uichtS über eineu Besuch dcr Kaiserin von Rußland. Einige Lyoner Fabricaulcn u»d Pariser Modistcn ver-breiten überall hin die Reclame: dic Kaiserin trage i>l Compi^gue nur schwere Seidenkleider, nnd sämmtlichl eingeladene Damen schleppen dieselben Stoffe hinter sich nach. Gewiß konnte die Kaiserin jcncr Industrie wenig' stcnö eine Gefälligkeit nicht vcrweigmi; aber sie h^l sich nicht bcmüssigt, Protcctionsmodcu für die cine lü'd gegcn die andcrc Industrie zu crfiudcu. Ill Lyon wciß man cs übrigens am besten, daß frommte Stoffe noch schlechter als je gehen. — Priuallmcfe aus Saigon erklären dic Abscnduug von sechs Insanteric-Eompagnic" nach Eochiuchiua im Augenblicke, wo die Transport' schiffe für Mexico uud Rom kaum genügen, so daß i'N Abzug ans Mexico eine nicht unbedenkliche Verzögernd eintritt. Beim letzten Ausstand in Eochinchina standc" die Mandarinen vor dcn Thorcn von Saigon, und stt beherrschten weithin daS flache Land. Nach dcr Nci^" ernte, im Iannar, soll der Aufstand wieder anSbrcche"-Theilweisc denkt man schon daran, die französische Occ"" pation auf deu tleiustcu Raum zu beschränken, um dtt Vcrlhcidiguug sicher zu sein. Die Ursachen deS Aus' standcs werden dem Eolonial-Militärsystem zugeschriebc", womit die Franzosen anf Madagascar verunglückten u«o in Algerien nicht vorwärts kommen. Dcr Zllsamlnc^ hang dcr fernen Expeditionen mit dem hintcrasiatischc Handel gehört zu dcn Gemeinplätzen, wobei uian W Phanlastischc Vorstellungen machcn kann, wcil man n>ch dabci zn dcnkcn braucht. Dcr chiuesische Kr>e" allein kostete Fraukrcich mehr als 100 Millionen 3^"^' Der Werth aller französischen Waaren, wclchc im Jay 1864 nach Ehina, Japan, Eochinchina bcfördcit wnroc , überstieg uicht 5 Milliouen Fraucs. Dcr Gesaium verbrauch hintcrasiatischcr Naarcn i>, Frankreich 1^^ 3,300.000 Francs im Jahre 185<1 auf 2,500."" 1817 Francs. Die Summe aller Schiffe, welche 1804 aus China, Cochinchina, Siam u. f. w. in Frankreich an-tamcn, beziffcit sich mit drei. Jedesmal, wenn vom Handelsverträge mit Japan die Ncdc ist, sagt man unS, er habe eine n n b crc ch en b arc Tragweite. Im Jahre 1864 verbrauchte F^mtteich fl!r 200 000 Francs japanische Waaren, nud seine Ausfuhr nach Japan betrug 100.000 Francs. Doch hat der hintcrasiatische Handel mit Europa bedeutenden Aufschwnug. geuommen; er muß also fast ausschließlich in den Händen der Engländer sein, von welchen die Franzosen z. V. die chinesische Seide beziehen. So erklärt man sich anch daö Geschäft der vom hiesigen EScompte« Comptoir in jenen Bändern errichteten Comptoirs; die betreffenden Operationen haben wohl meistens englische Beziehungen. Seltsam ist die Scheu der Pariser Vlätter, ihr Publicum mit solchen Thatsachen und Ziffern zu langweilen. — AuS einem der „N. Fr. Pr." zur Einsicht mitgetheilten Privatbriefe ans ein er m ezi ca n is ch cn Provinzialstadt vom 10. October ist zu ersehen, daß der österreichischen Legion, die zerstreut im Lande stationirt war, bereits am 5). October der Befehl zn-a.ing, sofort in der Marschrichtung nach Pucbla aufzu< brechen, zur Beschleunigung des Marsches hinreichend Vo>spann zu vequirirm und allcS Eigenthum des Corps mit sich zu nehmen. Die Kosten halte die französische Intendanz zu bestreiten. Man hatte also bereits Au-fangS October die am 22. eingetretene Eventualität ins Auge gefaßt._______________________________ ____ Hagesneuiffkeiten. — Ihre Majestät die Kaiseri u haben allergnNdigst geruht, der Effecten-Lotterie unter dem Protectorate des Grazer patriotischen Count«' zum Vestcn der Invaliden sowie der Witwen und Waisen der Gefallenen der stcicrmärlischeu Regimenter aus dcn Kämpfen des Jahres 1800 ein großes Oelgemä'lde: „Gebirgslandschaft von I. Naucb, 180L" in reichem Goldrahmcn, sowie einen echt chinesischen Schrank, mitgebracht von Herrn I. Zclebor von der ersten österreichi« schen Weltumseglung dcr Fregatte „Novara," als Gewinnst' gegenstände zu widmen. — Dic Wiener Zeitung" schreibt: Die von einem Wiener Vlalle gebrachte Notiz über eine zwischen Organen des Finanz- und des Kriegsministcnums wegen Neorga-nisirnng des Fin anzwach-I nslitutcö angeblich schwebende Verhandlung sind wir ermächtigt, als vollkommen aus dcr Lust gegriffen zu bezeichnen. — Aus Nord « Tirol schreibt man uns, dah dort vor dem unheimlichen asiatischen Gaste grohe Angst und Aesorgniß bcrrschc, weil dieser heimtückische Fciud nicht nur in Sterzing n»d St ein ach mchlere Ueberfülle gemacht und einige Opfsr dahingerafft, sondern auch schon in dcr Nahe der LcmdcZhanplsladl Innsbruck, im Dorfe Willen, zwei C'inbrüchc unternommen hat. (Die genannten drei Ort« schaften liegen an der im Van begriffenen Vrennerbahn,) Gebe der Himmel, daß wir bald die Nachricht bringen lönnen, auch von diesem gefährlichen Feinde seien die österreichischen Länder vollkommen befreit._____________________________ Locales. — Für je ein Exemplar der vom Fmanzdircctor von Felsenbrunn herausgegebencu statistischen „Tabellen über die birecten Steuern in Kram" haben für die beabsichtigte Invalidenstiftung gespendet, u. z. die Herren: Seine flllstbifchöfliche Gnaden Dr. Äaithulomäus Widmer 50 fl.: Se. Excellenz Johann Freiherr v. Echloihniga, wirtlicher Ge-heimrath, 5 fl.; Rudolf Freiherr v. Apsalttern, l. l. Major und HerrschastsbesilM, 5 fl. i Finanzrath ^?arl Hthern 5 fl.: Ludwig Ritter v. Gutmannsthal, Herrschastsbesitzer: 10 fl..-Karl Florian, Realitätenbesitzer in Krainburg, 2 fl. — Der Katharinaball, der gestern imEasino abgehalten wurde, lieferte den Veweis. dah man sich ohne Toilcltcnpracht auch ganz vortrefflich unterhalten kann, daß aber diese von dcr Eafinogesellschaft veranstaltete Abend« Unterhaltung jährlich mehr an Theilnahme unter den Mitgliedern verliert und am besten ganz eingehen sollte, — wenigstens würden die nicht unbedeutenden Kosten dcr Gc-sellschaftscasfe erspart werden. — Die Eger'sche Vuchdruckcrei hat die Herausgabe einer Handausgabe der Landesgeselle für Krain Wit deutschem und slovcnischcm Texte begonnen, welche, im Formale der äußerst handfamen Manz'scheu Gesetzausgabe, s>ch einer großen Beliebtheit erfreuen dürste, da hicdurch linem lange gefühlten Bedürfnisse abgeholfen wird. Ins« besondere empfiehlt sich das Unternehmen sür die Vorstände ^er Landgemeinden und jene Personen, die zu denselben in Verkehr treten. Das erste Bündchen, welches bereits com» Vlett ist, enthält das neue Gemeindegesetz und lostet nur 3U Kreuzer. — Im heutigen Amtsblatt werden 18 Stuben« Anstiftungen sür Krain er ausgeschrieben. Termin bis 20. December. Die Schisfrer v. Ecbifserslein'sche Alum» "atsti stung mit dem zweiten H an d slip en dium von 140 st. wird gleichfalls mit dem Termin bis Ende "ec ember ausgeschrieben. — Das Präsidium des k. t. O be rla n d e s g e» lichtes in Graz fordert im heutigen Amtsblatte die aus Aenezien übersiedelten l. k. Iustizdeamten aus, ihre " eisetosteur echnungen einzureichen. -l' Adclsberg, 27. November. Am hierortigen Fried« dose ruhen die sterblichen Reste des einstigen Kriegers und Dichters Johann Gustav Felling er, welcher am 3ten Jänner 1781 zu Peggau in Obersteiermarl geboren worden und im besten Vtannesalter an den Folgen im Kampfe erhaltener Wunden als l. t. Oberlicutenant und Conscriplionsrevisor zu Adelsberg den 27. November 1810 hingeschieden ist. Es ist also heute dcr fünfzigjährige Gedächtnihtag von seinem Hinscheiden. Sein Andenken ist hierorts noch nicht vergessen und seine Ruhestätte neuerdings mit einem Denksteine bezeichnet. Dieser Denkstein fand sich heute auch mit einem grünen, von Vlumen durchsetzten Kranze geschmückt; in der Friedhofscapelle wurde für des Verewigten Seelenruhe eine heilige Messe gelesen und an seiner Grab« stalte ein kirchliches Gebet verrichtet. Man fand es angemessen, in solcher Weise das Andenken des Dichters zu feiern, welcher unter seinen zahlreichen Gesängen auch eines dcr hierortigen merkwürdigen Grotte widmete, in ihrem Dunkel das Vild des finstern Grabes, an ihrem lichten AuZgcmge das Vild des glänzenden Tages der Ewigkeit fand. — Am vergangenen Sonntage wurde des Abends zu einem mildthätigen Zwecke, nämlich zur Anschaffung von Kleioungs. stücken für arme Schul linder, im Gebäude der hier« ortigen k. l. Hauptschule ein Tombolaspiel veranstaltet, das auch durch die Aufführung von Gesang, und Musikstücken belebt war. Der Zweck wurde über Erwartung gut er. reicht. Eine zahlreiche Menge füllte das schön ausgeschmückte große Schulzimmer und zum Theile auch die äußeren Räume: schone Gewinusle fanden sich vor, meistens von freigebigen Händen vorbereitet: besonders fühlte man sich durch den herrlichen vierstimmigen Gesang entzückt, den mehrere von nahe und feru zu dem edlen Zwecke herbeigeeilte Herren geistlichen StandeS ausführten, und am Inde zeigte sich ein namhafter Ertrag vou der in wohlwollender Absicht veran. stalteten Unterhaltung. Ans dcn Landtagen. Linz, 27. November. Die Berichte dcS Landesausschusses in Angelegenheiten der O r undlast c n« ablösuug und dcr Ackerba n schnlc werden dem Finanzcomit': zugewiesen. Die Organisirung dcr Landes, hilfsämtcr und die Erhöhnna. der Gehalte dcr Concepts» bcamtcn wird genehmigt. Lcmbera, 20. November. Abgeordneter Dictl beantragt eine Vermehrung der Voltsschuleu, Verliesse« rung der Stellung dcr Schnllehrcr nnd die Errichtnng von Lchrcrscminaricu. Zybliticwicz beantragt, wegen Ucbcr< nähme der Staatsgüter im Lande durch dcu Laudesfond im Pachlwcge, ein Anfuchcn an die Regierung zu stellen. Dic Regierungsvorlage wcgcn des Parochial« nnd Ban-rcscrvcfonds wird an die Administratiu-Commission nud dcr Antrag Smarzewsti's wcgcn freier Grundzcrstncke» lnna. an eine Specialcommission gewiesen. Sodann er« folgt die erste Lcslma dcS LcuideSlmdgetö; daS Deficit ist beträchtlich gestiegen, daher ein auf i5>Vz, Pt'occitt erhöhter Landcij<),) 4 i.'j Eier Pr. SNict —2j------- Gerste ,. -,- 3 9? Milch pr. Maß -10 — 'Vattr „ 180 18? Rindfleisch pr, Pfd. - l8------- VMnicht „ -l- 4 87 Kalbfleisch „ - Ü2 --. ^"dcn „ 3 20 3 33 Schweinefleisch,, ,. 22 —— H"se „ ^<'l) 3-^ Schöpsenfleisch „ — l^ —! — Kntnrntz „ -------4 3 Hähndcl pr. Slilck — 30 —>— Erdäpscl „ 170— Tauben „ ^,2____ Linsen „ 5 5.0 — — He» pr. Zentner 110____ (5rl)scn „ 5 40—' Stroh „ __ 70____ Fisolen „ tt.-------—, Holz,hart.,pr.Klft. -— 750 Nindi!schmalz Pfd. —50------- — weiches, „ — ._ 55,^ Schwriiieschnial; „ —40-------^ Wein, rother, pr. Speck, frisch, „—26-------^ Eimer — —. 14__ — geräuchert „ —35—!—. — weißer „ -..^15^ Nudolfswerth, 26. November. Die Durchschnitts-Preise stellten sich anf dem heutigen Marttc, wie folgt: Weizen pr. Vletzen 6 10 , Butter Pr. Pfund . — ^ 4« Korn „ 3 10 l Eier pr. Stnrl . . — 1', Gerste ,. 3 -^, Milch pr. Mah . — 10 Hafer „ 1 40 N,iidsteisch pr. Pfd. — 18 Halbfrncht ,. 4 40 Kalbfleisch „ — 24 Heiden „ !li 80 ^ Schweinefleisch „ — 20 Hirse „ 2 40 . Schöpsenfleisch „ —,16 Knlnnch „ 2 70 ^ Hähndcl pr. Stillt — 28 Erdäpfel „ 1 80 ! Tauben „ —! 20 linsen „ 4 ^0 Heu pr. Zentner . 2! 3>) Erbsen „ « 40 Stroh „ . 1^30 Fisolen „ 6 ! 40 j! Holz, hartes, pr. Klft. 6 , 20 RmdSjchinalz pr. Pfd. —! 45 ,^ — weiches, „ -. — Schweineschmalz „ — 40,! Wein, rother, pr. Eimer 0 — Speck, frisch, „ — 30, — weißer „ ü — Speck, geräuchert, Pfd. — z 35 i Theater. Heute Donnerstag den 29. November' Das „t Waldegg. Posse mit Gesang in 3 Acten von Hopp. Morgen Freitag den 3N. November: kucrecia Vorgia. ____________ Opcr in 3 Acten. _____^^ Z3Z Z3__________«" «"3 6 U. Mg7"324.I« — I.« iümdstill z Höhenncbel ^ 28. 2 „ N. i 325.42 - 1,4 windM ,Hohmnebel H 10., Ab. > 32,,...4 - 0.< ! windstill trilbc "°Ni'c Nach 8 Uhr Abeudö schwacher Schneeanflng. Veranlwortlichcr Redacteur: Ignaz v. Kleiuma ^ r.