EINZELPREIS: wochentags 10 Rpk Samstag-Sonntag 15 Rpt SRoniutger »tiiung Am11 i ch•s Organ des Verlag und Schriftleltung: Marburg a. d. Drau, Badgassc Nr. C, Fcrnnit: 25-07, 26-68, 25-69. — Ab 18 Ohf (ö Uhr abend») ist die Schriftleitung nur auf Fernrut Nr. 28-67 erreichbar. — Unvcrlanete Zuschriften werden nicht rilckgesandt. — Bei Anfrasren Rückporto beilegen. Postscheckkonto Wien Nr. 54.608. Steirlschen Heimatbundes tirschcint wöchentlich sechsmal als Morcenzeitung (mit Ausnahme der Sonn- u. l'eiertage). Bczugsp-eis (im voraus zahlbar) monatlich RM 2.10 einschl. Zustellgebühr; bei Lieferung im Streifband zuzüglich Torto; bei Abholen in der (}e-schaftsstelle RM 2.—. — Anzeigen- und Bczugsbestellungen In der Verwaltung. 7tr. IAO Harburg a. b. 2>rau, 3>ieii(itag, 5. Sluoun 1941 Si. SaOroans Jm JUssd osiutäds SimoSmsk: VendchliDg der eingescUossenen FeindkräHe Für die Sowjets lebenswichtige Eisenbahnverbindungen In der Ukraine abgeschnitten Angriffe unserer Luftwaffe Omgmn Moskau, Grostbrllannlon und den Siieikanal Aua dem F ührerhauptquarticf, 4, August Du Oberkommando der WehmiAcht gibt bekannt: Auf dtm UinfaSMingsflÜgel In der Ukraine haben sclinelle deutsche und ungarische Verbände lebenswichtige Eisenbahnverbindungen des Feines abgeschnitten. Die Masse der ostwArts Smolensk eingeschlossenen Kräfte der Sowjet-Wehrmacht ist nnrnnehr vernichtet. Der Rest steht vor der Auflösung. Kanmfflugzcuge bonit)ardierten in der letzten Nacht Versorgungs- und Rü-stungsbetriebe in Moskau und einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt Im Quelleebict dar Düna. im Kampf gegen Großbritannien richteten sich wirksame Tagesangriffe der Luftwaffe gegm Eisenbalmanlagen an der SOdostküste Englands. Bei den Faroer-Inaeln wurde ein Frachter von 1200 brt versenkt In der letzten Nacht belegten Kampfffli^zeuge milltflrisclie Anlagen in verschieoenen Hafenstftdten an der schottischen und englischen Ostküste, u. a. in Hull, mit Bomben schweren Kalibers. Große Brttnde entstanden. im Mittelmeer erzielten deutsche und italienische Sturzkampfflugzeuge am 2. August nordwestlich Marsa JVIatruk Bombenvolltreffer auf zwei britischen Zerstörern. Weitere Luftangriffe richteten sich gegen Lagerhäuser und Flakstellungen des Feindes t)ei Tobruk. In Luftkämpfen wurden vier britische Jäger abgeschossen. Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der vergangenen Nacht militärische Anlagen am Suez-Kanal an. Der Feind warf in der Nacht zum 4. Außiist eine gcrinßc Zahl von SprenR-und Brandbomben in Nordwest- und Westdeutschland. Es entstanden weder iTiilitärische noch wchrwirtschaftlichc Schäden. Nachtjäger und Flakartillerie Bchossen drei der angreifenden britischen Flugzeuge ab. ^ . m mz' w 850km KüIn'LiHnunnifi^f Lemberg ßertitttFrdnkfytiiHii Oäess» ^Schcrl, ZnnJer-M.) ,.600 Kilometer in sechs Voclieii" Französisches Blatt in Schanghai würdigt den Kampf Deutschlands im Osten S c h a n g h a i, 4. August Während die englische und nordamcri-kanische Lügenpropaganda unermüdlich behauptet, daß die deutsche Offensive im bolschewistischen Widerstand erstickt sei, gibt das französische »Journal de Schanghai« unter Darlegung der Tatsachen des bisherigen Verlaufs des Ostkrieges ein anschauliches Bild von der wirklichen Lage. Dabei betont das Blatt vor allem, man solle nicht vergessen, daß die deutschen Heere im sowjetischen Raum mit 600 Kilometer Marschleistung In sechs Wochen mehr erreicht hätten als im letzten Krieg in drei Jahren. An der Stalin-Linie führten jetzt, so schließt das »Journal de Schanghai«, deutsche Truppen wichtige Schlägc gegen eine starke Alauer von Menschen und Material, wobei die Panzerkolonnen die Aufgabe des Sturmbocks in alten Zeiten übernommen hätten. Wenn die Mauer zu zerbröckeln anfange, werde die Schlacht wieder ein neues Bild zeigen. Der gesicherte „Balkon" Indochina im Schutz der japanischen Waffen Von Dr. Herbert Hörhager »Frankreichs asiatischeii Balkon« hat man oft in Südostasien die reiche Kolonie ßeiiannt. Indochina war allerdings ein sehr großer Balkoii, den Frankreich seinem mächtigen Kolonial» elcii im 19. Jahrhundert angebaut hat. Cr war sogar noch ein weniges grülier als das Mutterland selbst. Itnmer wieder wurde prophezeit, daß dieser mächtige Ausleger am andere^ Ende der Welt bei den ersten Stürmen aus dem Bau des ImperiunKs herausbrechen würde. Ks sind jedoch viele Stürme über ihn liinwe^Kcbraust und er hält immer noch. Die größten Gefahren aber entstanden 'iir die wertvolle Kolonie erst in allei-jüngster Zeit, als t'rankrcicli von Deutschland auf den Schlachtfeldern Westcuroi)as besiegt worden war. Frankreich hatte damit aufgehört, Weltmacht zu sein. Das Mutterland war nicht mehr in der Lage, seine weitentfernten asiatischen Besitzungen im gleichen Malle zu schüt/eji, wie die in unmittelbarer Reichweite gelegenen afrikanischen. Frankreich tat also, was die Stunde gebot und verbündete sicli nun mit dem starken Japan. NiT>pons Truppen landeten in den Häfen nnd stellten Indochina unter den sicheren Schutz ihrer Waffen. fn letzter Minute wurde damit die Kolonie dem gierigen Zugriff der sprungbereit stehenden angelsäclisischcti Mächte entzogen. England will Japan wirtscliaftlicli blok-kieren. Der asiatische Partner des Drei Japans Einkreisung Tokio sieht don ongliscti-nordamorikanischen Machentciiaften mit rulilgor Entsclilossonhoit ins Auge Die räumliche Ausdelinunx des (>peratk>nsgebiotes im Osten T ok i o, 4. August In einer längeren Betrachtung über die Einkreisungspläne Englands und der USA ;egenüber Japan gibt »Tokio Asahi Ichimbun« der Meinung Ausdruck, daß es zwischen diesen be^n Ländern und Japan keine Möglichkeit mehr für eine diplomatische Verständigung gebe. Je weiter Japan in seinen Bemühungen zur Schaffung einer Neuordnung in Ostasien gehe, desto stärker werde die englisch-nordamerikanischc Opposition, da bekle Länder nach wie vor an der Aufrechterhaltung der alten Wcltordnung festhielten. Es gebe hier auch keine Basis, auf der sich Japan, England und die USA treffen könnten. Wie Roosevelts ölembargo zeige, seien die Vereinigten Staaten entschlossen, ihre feindselige Haltung gegenüber Japan immer mehr zu verstärken. England, die USA und Tschungking hätten sich bereits in einem antijapanischen Block zusammengefunden und versuchten nunmehr auch die Sowjetunion in diese Allianz einzuspannen. In der letzten Zeit versuchten England und die USA ihre Einkreisung gegen Japan zu Lande und zu Wasser immer wei- mächtepaktes soll ausgehungert werden. Das aber geht nicht ohne Indochina. Japan hatte mit der französischen Kolonie in diesem Früh einen HandeKvcrtrag geschlossen, nach wcIchem es praktis^^h deren gesamten Erzcuguni;>übcrscliuH abnimmt. Vor allem die überaus iciclicn Rciscrntcn sollen Nippons Versorguugs-luge aulbesbcrn. Aber auch die japanische Industrie hat für Kohle. Zink, Zinn. Chrom und Phosphate aus Indochina beste Verwendun;:. Nachdem die Anrainer-Staaten des pazifischen O/.cans mehr und mehr durch den angelsächsischen Druck gezwungen werden sollen, die Ausfuhr nach Ja.piin zu sncrren. gewannen die Lieferungm aus Indochina erhöhte Bedeutung. Man verstellt also die Frbillcrung der Maciil-habcr in London und Washington über den günstigen Handelsvertrag der französischen Kolonie mit dem gehaßten Verbündeten Deutschlands. Die Wirt-schattsverha:iJlungen Japans • mit Nie-derländisch-lndien, das in unmittelbarer Schußweite ' r britischen Kanonen liegt, konnten von den Angelsachsen erfolgreich torpediert werden. Aber in London ^ah man klar und deutlich: Japan kann wirtschaftlich nicht auf die Knie ge-zwimgen werden, solange Indochina liefert. Also beschloß man, Indochina zu besetzen. CiTV)ß wäre der Frfolg gewesen, wenn das Attentat auf das Besitztum des früheren Verbündeten gelungen wäre. Von Indochina aus hätte England emen Drnc!< auf das benachbarte Thailand ausüben können, dem durch die Urwälder West-Siams und Malayas nur schwer beizukommen ist. Wenn die Rcislieferungen aus diesen beiden größten (Jberschußlän-dern der Erde aufgehört hätten, dann hätten Millionen Menschen In Japan und ^ I ^11 »' d II LI I I ^4 bereitet und könne daher in ruhiger Ent- j China Hunger leiden müssen. Der Über- chlossenheit der Zukunft entgegensehen. Dabei sei sich das japanische Volk gleichzeitig darüber im klaren, daß all diese hindernden Schwierigkeiten nur durch Kampf beseitigt und damit zugleich auch der China-Konflikt beendet werden könnte. Auf Grund von in Hanoi vorliegenden Inlorniationen weist der dortige Vertreter von »Jomiwiri Schimbun« ebenfalls auf die praktischen und systematischen Vorbereitungen Englands und vor allem der Vereinigten Staaten zur beschleunigten offensiven Einkreisung Japans hin. China sei, so schreibt das Blatt, hierbei als erste Offensivbasis gegen Japan gedacht. Das englisch-nordamerikanische Programm sehe neben der Einbeziehung Tschungkings und Moskaus In die antijapanische Front den Bau zahlreicher Flugplätze im südwestlichen China, die Entsendung von Flugzeugen sowie britischer, nordamerikanischer und Sowjet-Piloten und den beschleunigten Bau fall auf Saigon hätte sich also gelohnt. Dern aber ist Jap-an zuvorgekommen. Es sali die Gefahr, wie auch die Regierung im fernen Vicliy sich ihrer bewulli wurde. Frankreichs Regierungschef Harlan kennt seine Engländer; er weiß, daß sie ein einmal besetztes bfdochina, das so schön zur Abrundung ihres südostasiatischen Besitzes passen würde, nie wieder herausgeben würden. Das Verteidigungsbündnis mit Japan entspricht also einem gemeinsamen Interesse. ^ Durch die stillen freundlichen Straßen Saigons, das mit seinen Boulevard-Cafes und seinem altmodischen kleinen Theater so sehr einer südfran/ösisclien l^rovinzstadt ähnelt, dröhnen jetzt die Marschtritte der japanischen Bataillone. Sie bewachen hier den Hauplausfuhrha-fen für den kostbaren Reis aus den reichen Feldern des Mekongdeltas. Frank-leich hat seinen asiatischen Besitz gegenüber dem näher gelegenen afrikani-hen immer etwas vernachlässigt. Jetzt einer Eisenbahnlinie aus Sibirien nach ............. ........................ dem Süden vor. Der Bau eines größeret» rber wird man mit einem siark^ Aiis-Flughafens in der britisch-indischen Pro- Uni\ der Verkehrslinien besonders nach -....... -...................-..... ^'«"2 Bengalen durch die USA zeige. Thailand hinüber rechnen dürfen. Doch ter auszudehnen, doch ist Japan auf du'1 gleichzeitig militärische Vorbereitungen | haben die Franzosen auch bisher schon schlimmste Entwicklung der Dinge vor- I für Indien und den nahen Osten. I für die Verkchrsentwicklung manches ge tan. £ine Eisenbaihn, die »TraosiiKk>chi-flabahnt verbindet öm Re^ierungsstt« Kiux>i südwärts der Küste'entlang mit Saigon, und eine andere führt von Ha-noi oordwestlich nach Südchina hinein, nach Jünnan, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Aber trotzdem sind in dem gebirgigen, mit UrwaW bedeckten Land die Verkehrswege noch ziemlich spärlich. Der durch den Wirtschaftsvertrag mit Jaipan geschaffene Anreiz zur höchsten Ausnutzung der, natürlichen Sdiätze des Landes wird aber sicherlich schnelle Abhilfe schaffen. Dem vereinten Bemphen der französi-seilen und japanischen Behörden wird es ferner sjcheriich leicht gelingen, den von Englaad geschürten revolutionären Umtrieben unter der anna-mitischen Eingeibo-rcnenbevöFkerunii das Handwerk zu legen. Londons Bündnis mit dem Bolschewismus hat hier den ständigen Unruhen neue Auftriebe gegeben, da der Kommunismus sich in Südostasien von jeher des annamitischen Nationalismus bediente. Lenin selbst hatte für diese Taktik die Richtlinien ausgearbeitet. I>er Annamitische Nationalismus war daher — allgemein gesprochen — gleichbedeutend mit Bolschewismus. In früheren Jahren war das geistige Verschwörerzentrum der Driitten Internationale das in Slidchina gelegene Kanton. Als aber die Jaoaner die Stadt am Perlfluß einnahmen, haben die Verschwörer Unterschluipf in dem nahen britischen Hongkong gefunden, von wo aus sie ihre verderbltehe Tätigkeit fortsetzten. Allen diesen dunklen Plänen aber, die die Briten von Hongkong und SinKapur a^ vorbereiteten, ist durch den französisch-japanischen Vertrag ein Riegel vor-Keschoben. Der gefährdete »asiatische Balkon« hat durch den Militärvertra« nw-t Japan eine Stütze erfahren, die ihm emen neuen Halt, innerhalb des französischen Imperiums zu geben verspricht. firossbaoten tiir unsere Rriegsmarine Vorbedl ngungsn für den Sl#g In der Atlantik-Schlacht — Reichsminister Dr. Todt übergibt dem Befehlshaber der U-Boöte die fertiggestellten Grossbauten Bomben auf Tobrnh Englisches I500-Tonnen-Unter8eeboot »Cachalot« von einem Torpedoboot geranmit und versenkt R o m, 4. August Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag hat folgenden Wortlauf: Das Hauptquartier der Wehrmacht gibt bekannt: Der Flottenstützpunkt Malta ist erneut von Verbänden unserer Luftwaffe bombardiert worden. t Einige feindliche Flugzeuge haben die Flughäfen von Catania und Reggio di Calabria mit MG-Feuer belegt. Es gab einige Verwundete und leichte Schäden. In Nordafrika erhebliche Tätigkeit von vorgeschobenen Posten an der Tobruk-Front. Eine feindliche motorisierte Gruppe, die versuchte, sich unseren Stellungen zu nähern, wurde durch Artilleriefeuer zersprengt. Es wurden einige Gefangene gemacht. Englische Flugzeuge warfen auf Orte in der Cyrenaika und in Tripolitanien Bomben und Splitterbomben ab, die drei Tote und etwa zehn Verwundete zur Folge hatten. Flugverbände der Achse haben befestigte Stellungen, Bodenabwehrstellungen, Lager und Kais von Tobruk bombardiert und Brände hervorgerufen. Sie erzielten weiter Volltreffer auf die Bahnanlagen von Marsa Matruk und auf feindliche SchHfe nordwestlich von Marsa Matruk, wobei zwei Zerstörer getroffen wurden. Die gleichen Verbände haben vier englische Jagdflugzeuge brennend zum Absturz gebracht. Eines unserer im Atlantik operierenden Unterseeboote ist nicht zu seinem Stützpunkt zurückgekehrt. Das englische U ■ Boot »Cachalot« (1500 Tonnen) wurde von einem Torpedoboot unter dem Befdhl des Leutnants zur See LR. l>ino Rusica gerammt und In zwei Te4te auseinandergerissen. 91 JMw der Besatzung wurden gerettet und gefangengenommen. In Ostafrika sind einige Abteilungen unserer Truppen im Abschnitt von Gon-dar kühn in die vorgeschobenen feindlichen Stellungen eingedrungen, wo sie Waffen erbeuteten und dem Gegner Verluste zufügten. Wie die „Caclwlot" versenict wurde R o m, 4. August Zur Versenkung des großen britischen Unterseebootes »Cachalot« erfährt man, daß das feindliche U-Boot überrascht wurde, als es zum Aufladen seiner Sammler auftauchte. Es hißte die weiße Flagge, das Torpedoboot konnte iedoch nicht mehr stoppen und schnitt das englische U-Boot In zwei Teile. Die feindliche Besatzung wurde im Rettungsboot aufge-nommer und in der Cyrenaika an Land gebracht. Während die deutsche Heere im Osten gegen die Sowjetunion zuim entscheidenden Vernichtiunigissohlag ausholen, während ganz Euro(pa diesen Katmpf um die Kuliliur des Abendlandes mit jubelnder Begeisterung verfolgt, haben deutsche Frontarbeiter an der franizösischcn Westküste in stiller PflicthterfülJung die Vorbe-dimgungen für den siegreichen Ausgang der »Schlacht im Atlantik« geschaffen. In einer unglaublich kurzen Zelt von wenigen Monaten gelang es deutschen Technikern und Frontarbeitern, die größten Marinestützpunkte zu errichten, die jemals gebaut wurden. . Der Führer der Organisaition Todt hat Von OT-Krieg»jerichter Dr. Reich von Rohrwig Kaum war der Krieg gegen Fran'kreich Der Gedankengang seiner kurzen Anbeendet, da wurde den Arbeitern der Gr- spräche besagte ganisation Todt eine neue Aufgabe ge- stellt, ES galt eine Oeschützanlage zu erbauen, die, abgesehen von ihrer Offensivwirkung auch jedem feindlichen Angriff, sei es von der Luft oder vom Wass€r her, gewachsen sein mußte, j Auch diese Aufgabe lösten die Männer der Organisation Todt in genau so vorbildlicher Weise, wie sie die Aufgabe des Westwallbaues gelöst haben. Noch waren aber diese Bauten nicht gan'z been^det, da erging an die Orga^nisation Todt. der Ruf der Kriegsmarine, IPrcssc-HoffniiMm-M.) Ker Führer empfing Korvettenkapitän Schütze Dem erfolRreiciicii U-Boot-Kunimaiuliiiitcn w urdo vom FültriT im Iniiirtrliniiplquarticr das ihn» anläBlicii der Vurscnkung von über 200. (KK) hrt feindlichen I landeisschitfaraiimt-s verliehene fc'ichrnlauh zum Ritterkreuz des Kiscrnen Kreitzcff ubcrrciclit Ma- die Zusammenarbeit von Frontarbeiter und Fonttechnikcr niil den treffenden Woten ehara'ktcrisiert, daß das Denken und Rechnen des Ingenitur>. zu jkcinen sichtbaren Erfolgen führen würde, wenn nicht der Arbeiter der Faust diese Gcdan'kcn in die Tat umsetzten i Schwierinfkeiten zu rechnen haben wurden, würde. An keinem Beispiel kann man diu-j Allein die langen An-Fahrtsslrecken für den innige Zusainiiienanbeit von Geist um! ; Nachschub des Baumaterials, das zum Faust klarer erkennen, als bei diesen j Großteil aus der Heimat herbei^eschaff; Großbauten der Organisation Todt. Hier werden mußte, bildeten ein Problem für im Feindesland arbeiten die deutschen j auch hier gelani,' es, alle Pro- Menschen imter viel schwierigeren Ver- , hi^-nic in überraschend kurzer Xeit zu lö-hältnissen, als in der Heimat, hier ist einer ^en, auf den anderen angewiesen und hier ent-1 „ RpJrhe des ganzen deutschen Volkes, die es diesen Männern entgegenbringt, konnte hier durch die Arbeit in die Tat umgesetzt werden. I Durch die gute Kameradschaft und die I wirkungsvolle Förderung, die uns die , Kriegsmarine entgegengebracht hat, wurde uns die Arbeit erleichtert. Es ist lein alter Brauch" beim Bauen, daß der j Baumeister dem Bauherrn bei Fertigstel-' lung den Plan übergibt, nach dem gcar-I beitet wurde und damit die Versiicherung, I daß hier richtig gebaut wurde. ' Der Bau hier ist ein Werk des Füh-, rers. Seine Durchführung erfolgte nach Seinen eisten Plänen. Ich freue I mich, am heutigen Tage eine Orlgi-1 nalskizze des Führers über diesen Bau überreichen zu können. Ganz Deutschland und die Welt weiß, was die Organisation Todt leistet und in welcher Zeit sie es schafft. Das sind , l^cistuH'gen ieinniarligen Formats. Kurze Unlernehimungcn und Icurzc Liegezeiten ^n sicherer Hut erhöhen die Wirkung des 1 Erfolges gegen Englaud in der Schlacht im Atlantik. Nach diesen Worten des Reichsininisfcjrs Dr. Todt übernahm der Befehlshaber der U-Boole die Bauten in die Obhut der i Kriegsmarine und dankte den Frontarbeitern für die göleisteto Arbeit. Und nun näherte sich unter dem Jubel der Tau-sende ein von siegicicher Feindfahrt zurückgekehrtes Ü-Boot der Baustelle. Langsam schwenikto es in ilen Hafen und fuhr unter den Klängen des EngUindliedes ein. Weithin hört man die Lieder der Nation von Frontariljeitcrn und Matrosen gesungen, weithin über den Atlantik, auf dessen Wellen einst die Endschlacht gegen den britischen Erbfeind ausgetragen werden wird. Technikern eine seltene Kameradschaft, die man nur mit der Kameradschaft der Frontsoldaten vergleichen kann. waffe im Rahmen einer schlichten Feier Stützpunkte übcrgel>en- konnte. ü!' Zerstörte Scliieus@» im Englische Lfigennilirchen fiber Iran Die englische Propaganda ist schon seit Tagen eifrig bemüht, Einzelheiten über angebliche deutsche . unterirdische Machenschaften im Iran zu erfinden und /AI verbreiten. Wie in anderen Stellen der Welt, so soll Vis auch im Iran, und speziell in Teheran, eine Fünfte l<(>lonne geben, ständig bereit, einen Staatsstreich gegen die iranische Regierunig zur Durchführung zu bringen. Nach anderer Version haben diese »gefährlichen deutschen AUFSCHLUSSREICHE AUSSAGEN GEFANGENER BOLSCHEWISTEN ÜBER DEN NÖRDLICHEN FRONTABSCHNITT Helsinki, 4. August i ments zwei Soldaten erschossen habe, Dio Zeltunir »lJusi Suonii« veröffcnt-' weil sie behauptet hiitten, die bolsdie-j Elemente« gar den Au'ftrag, anderweitige l'cht einen Bericht von der finnischen wistische Armee würde in diesem Krieg i Unruhen zu stiften mit dem Endzweck, em 6. ronT Hierbe unterliegen. I neues Groß-Armenien zu schaffen, das auf faniene nu ^«^"tscl.en Luit- Kosten türkischen und persischen Gebie- Aussige e nes aus Sorokki, angrifie auf den Stalin-Kanal lierichtet tes gebildet werden solle. Nur haben die Aus. ai.e ein ^ i k ^ - | vveherer Gefangener, dall iKi einem i Verbreiter dieses Propagandamrärchens am Weil.len Meer wiedergegeben, der er zählte, dali dort ein Fraiienbatainoii »zur inneren Sicher heit« aufgestellt wurde. Jede Frau habe bl) Pa ! Angriff mit Sturzhombern vier grolloKa-j die Tatsache vergessen, daß ausgerechnet I n£{schleusen schwer zerstört worden i die Armenier alles andere als in soinder-, seien. Sofo-iit nach der Bombardierung] lieh engen Beziehuingen zu Deutschland seien 3S.tMM) Gefangene aus den üeläng-' gestanden haben. nissen zu Kanalarbelten mobilisiert wor-. Man hat fich in London nun nicht tronen und ein Gewehr erhalten. Nach' den. um in Tag- und Nachtarbeit die. etwa darauf beschrämkt, lediglich durch der Arbeitszeit würden Übungen abk^e- Schleusen wieder auszuJbessern. halten, Kewölinlich zwei Stunden am, nie bulscliewistische Armee hat liof- 'Fage. Ein Versäumen dieser Stunden würde besonders schwer bestraft. Am 20. Juni sei, wie der Gefangene weiter berichtet, den Frontsoldaten der Ixilschewistisclieii Armee ein Befehl verlesen worden, nach dem der ßefehlshaher einer Truppe ohno Verfahren einen Soldaten erschienen diiife. fentlicli in dem Kampf um WeiBmeer-Karelien besonders in den letzten Taffcn aulierordentlicli srolie Verluste erlitten. Ein (iefauKener gibt einen Reweis dafür in einem VerhcVr, in dem er erzählt, dal! sein KcRiment bereits dreimal stark auf-irefüllt werden rnulite. Propaganda das Märchen von subversiven U'intrieben deutscher Elemente und von dauernder Infiltrieruntg des Landes durch X deutsche Touristen« verbreiten zu lassen. Uni dieser Aktion mehr Gewicht zu geben, hat sogar die englische Regierung in Teheran warniende Vorstellungen er-h'.vben, wobei der Erwartung Ausdruck fTttgcben wurde, daß die iranische Regierung sofort die erforderlichen Maßnah- I 'Auf dem rechten, nördlichen Flügel der ■ bo!r"h«wls(lschcn Armee seien grolle, iiicn ge;j;en deutsche Staatsiangehörige er . Meptren »Zivilisten«, tiämllch Gefanpe^.c' {.^re'fen werde. Auf eine Anfrage im engli-Unter der Truppe habe es oft Zwischen-' ans Konzcntr?itionslagerri tuid nefänjMils-! silieii Untortknus ließ der britische Außenfälle Kegcben, die die Offiziere oder Koni-1 *•€!», elnKCse^/t. Man sehe sie In den v()r-| minister Eden erkennen, daß diese Aktion niissare ohne genauere Unteriu'c'iung le-1 f'ersten Mnlen. Den Ocfaniienon unii' im engsten FJnvernehmen mit der Sowjet-diglich durch Ersch'cl'en beendf len. AN 7n/nni'«:rr'TeUerti wcrc^c '^eraj^t dn'l sie iin'on erfolgt sei. Beispiel erziihltc ein airJrrcr (icfnnjrc-: winden, wenn slo sich an der! Die iranische ^r!^\^•ort tiT di S'Mnassive ner, daß der Kommandeiir ein?s Reßi-'Tr'nt brnuchbnr zeigten. protpagaftdlstlsche und diplomatische In- lerveiiiiuii v\ar lieutlicli. Sie brachte zum i Ausdruck,, dnß die Unlieber dieser »Gerüchte- die Organisationen des Lamd-es, die jode ille;^Mle Betätiginig von Ausländem iiniiiögljcli nvaiclic, offenbar nicht kannlion. Vor allein ist bei dieser ganzen Angelegenheit der Hifer bemerkenswert, mit dem hritischerseits bewußt falsche Be-"hauptungen über die T.'itigkeit der — iibrigens wenig zahlreichen — deutschen 'StaalsagelUirigen im Iran verbreitet werden. r)ieb;er Ilifer ist in der Tat vcrdtichtig, U'iiiso mehr, als das hritisch-rus«ische Biintdnis dazu ilen Hintcrgrun'd bildet. Insofern gewinnt diese britische Aktion, wenn sie sich zunächst aucli nur In Worten ausdrückt, 'lire Bedeutung un'd sie verdient daher .'i'lle Aufmcrksamt: Manchester« wurde im Mittelnieer durch die italienische Luftwaffe sciiwer getroffen. japans Gegenmassnaiimen T o k i o, 3. August. Neuseeland und die Südafrikanische Tnioii wurden, wie die Nachrichten-.igentur Domei meldet, auf die Liste der Länder gesetzt, deren Guthaben in Japan blockiert sind. Diese Liste umfaßt demnach bisher die Vereinigten Staaten und ileren Besitzungen einschließlich der IMiilippinen, ferner linglanil, Nordirland, Indien, Birma, Hongkong, Britisch-Malaya, Kanada, Australien. Neuseeland, I'.iitisch-Borneo, Südafrika und Nieder-lündisch-lndien. Der neue A\inister tür llaiulel und \\\-dustrie Vizeadmiral Sakonji gab eine lir-kl/irung ab, wobei er betonte, daß |apnn '11 it äußerster Wai'lisanikeit tlle weiteren Schritte jener auslandischen A\ächle, die jcl/t den wirtschaftlichen Druck gegen Japan eingeleitet haben, verfolge. Hoosevell moliillsier! aul den Philippinen M an i 1 a. X August Wie United Prcü lucldct. wurden zehn philippinische Keservc-i^ogiineiiter zu Uea hyalinen gcrufcii. m lioffninnn, l i-llni:nin, Heckensehiitzcn sowjetische Straße, die v^oii Minsk über diese IjaiTdibrüoke nach Ak)skau führt, f.isl j zur Hälfte in iler Hand der deutschen , Truppen. Pausenlos roHten die Nach-1 -chubkolonnen für die weit vorgeworfenen Panzerkorps über die .^sphaltbahnen. Die ganze Aufmerksamkeit in Moskau konzentrierte sich nun offensichtlich auf ilie Stadt Smoiensk, wo sie vorgcwori'enc deutsche Panzerkrätte in der Stadt selbst schwerer Gegenangriffe zu erwehren hatten, während noch westlich davon (üe beiderseitige Infanterie um die Stralie n ich Moskau rtimg. hiimer neue schwerc Waffen, Panzer und Artillerie, wurden von Moskau her in Richtung auf Smoiensk vorgeführt. Sogar das schwierige Manöver des Munitionsahwurlfs mit Fallschirmen wurde von den Bolsehewistne verschiedentlich durchgeführt, um die auf der Landbrucke abgeschlossenen Verbände zum weiteren Durchhalten zu befähigen. Die Sowjetniachthaber wußten genau, daß es in diesen Tagen bei Smoiensk ums (janze ging. Inzwischen aber hatte die deutsche Führung eine große Umfassungsoperation, die den Namen Smoiensk in die Kriegsgeschichte eingehen lassen wird, di'r Vollendung entgegengeführt. Abgeschirmt durch weit ostwärts vorgedrungene Panzer- und motorisierte Truppen und in engster Zu-^aitinienart)eit mit ihnen hatten deutsche Infanterie-Korps, ähnlich wie um Biaiystok, kämpfend und marschierend den Smolensker Kessel gebildet und geschlossen. Wir haben in diesen Stunden noch keinen genauen überblick darüber, wie groß In diesem ehernen Ring die sowjetischen Truppenniassen sind, deren Vernichtu-ng der Wehrmachtbericht soeben meldet. Vber es ist sicher, daß es sich um namhafte Teile der Sowjet-Armee handelt, die die foindliche Führung zur Wiedergewinnung ties Schlüsselpiuiktes Smoiensk und damit zur Rettung der Landbrücke zwischen Düna und Dnjepr ins Gefecht geworfen hatte. Nach der Durchbrechung der Stalin-Linie lag hier die wichtigste strategische Position des Feindes. Er hat sie mit äußerster Zähigkeit verteidigt und immer wieder verzweifelte Ausbruchsversuche nach allen Seiten unternommen. die an die deutschen Truppen die höchsten Anforderungen stellten. Iis ist keine Frage, daß die Sowjets sich auch weiterhin auf dem Wege nach Moskau zum Kampfe stellen werden. Aber das Truppenmaterial, das ihnen zur Verfügung steht, wird zusehends schlechter, weil die blutigen und durch Gefan- gennahme entstandenen Ricsenverlustr immer mehr durch Unausgebildetc aufgefüllt werden müssen. Die EinkesselungsschLacht von Smoiensk war eine militärische Operation, die an entscheidender Stelle, unter dem Einsatz aller Kräfte der Truppe und der Führung gewaltige Erfolge brachte. Und doch war sie nur ein Teflausschnltt aus dem beispiellos weit gespannten kämpferischen Panorama dieses Ostfeldzuges. Was der deutsche Soldat in diesen Tagen wieder geleistet hat _ im blutigen Ringen mit unmenschlichen roten Bestien und auf täglichen weiten Umfassungsmärschen — wird die Heldenlieder künftiger Generaticmen erfüllen. Der deutsche Soldat steht in einem Kampf von äußerster Härte; darüber darf man sich bei aller Größe der Erfolge keinen Täuschungen hingeben. Seine Tage sind angefüllt von einem kriegerischen Geschehen, das nur mit gesunden Nerven und letzter Hingabe aller körperlichen und seelischen Kräfte durchzustehen ist. Der Kriegsschauplatz ist nüchtern, schmutzig, poesielos, und der Feind, der unseren Truppen gegenübersteht, von einer Brutalität und Verbissenheit, die keinerlei menschliche Gefühle aufkommen läßt. Es ist der Krieg in seiner furchtbarsten Urform. Die Art aber, wie der deutsche Soldat auch diesen Krieg besteht, wie die Führung in weltpolitisch einmaligen Operationen die unerhörte Weite des Kriegsschauplatzes überspannt und ilen Gegner der endgültigen Vernichtinv.,' zutreibt, das ist sicherlich das gewaltigste Heldendrama, das die Kricj^pge-schichte bisher aufzuweisen hat. In breiter Front znm Schwarzen Meer INFANTERIE STÖSST IN DIE UKRAINE VOR Von Kriegsberichter Gerhard Maaß .\ n tl e r S ü d o s t f r o n t, 4. Au^. PK. .\u[ den staubigen Straßen der Ukraine niarsehiert unermiidlicli die ewige deutsche Infanterie weiter ins Land hinein. Noch wehrt sich der Bolschewist an einigen wenigen Stellen verzweifelt. So spürt er besonders an den Rändern der Durchbruchsstellen den deutschen Druck und antwortet mit heftigem Artillcrie-leuer und mit Infanterievorstößen. Aber wohin soll er zuerst schießen? Vor ihm stehen rumänische Divisionen, in seinen Rücken sind schon deutsche Infanteristen gekommen. Auch hier wurden eingekreiste Sowjetverbände vernichtet Wieder einmal erweist sich die deutsche Heerführung operativ der bolschewi- onjjtse asuthia ^andaL m ainan faracgl-TnsBlrt OBtBSt, inh-diim plan—> Hä6e»«Tmmfn m m ffilanenr iNiärE mmt SAftAWA innanDre -T BORN «dD Järr Südostasien '.\'e!thild-ülifr>f (M.) stischen überlegen. So werden auch hier die eingekesselten bolschewistischen Truppenteile', die den Zusammenhang mit ihrer Führung verloren haben, in kürzen harten Schlägen zusammengehaurn Zwischen Dnjestr und Bog An der breiten Front jedoch, mii der die deutschen und rumänischen Divisionen weit ausholend in das Land vorstoßen und sich im weiten Flügel zum Schwarzen Meer bewegen, gibt es kaum Widerstand, Vorausabteilungen stoßen kilometerweit vor den vordersten eigenen Linien in das hügelige Gelände zwischen Dnjestr und Bug vor. Kleine Wickr-standsnester des Feindes werden im Handumdrehen erledigt. Fast ohne Feindwiderstand geht es immer weiter, immer wieder unermüdlich vorwärts. Deutsche Infanteristen Die Hauptlast dieses Vormärsche? liegt wieder auf den Schultern der deutschen Infanterie. Sie beweist erneut ihre Stärke und Durchschlagskraft, ihre Festigkeit und Ausdauer. Endlos ziehen sich die Marschkolonnen auf dem Straßen der Ukraine, endlos die Staubwolken, die unter den Schritten der deutschen Marschstiefel aufgewirbelt werden. Das geringe Gepäck, das der moderne Infanterist hat. ist auf Bauernwagen verpackt und wird hinter den Kompanien hergeführt. Allein ihre Waffen tragen sie noch, sorgfältig gepflegt: die Gewehre, die Maschinenpistolen, die MG, die Panzerbüchsen. Die Träger einer neuen Welt Unter der glühenden Sonne dieser fast südlichen Landschaft sirKl die Gesichter unserer Soldaten braun geworden. Ihre blonden Schöpfe blitzen dardber hell aui. und ihre blauen Augen, die glänzende-! Augen einer sieghaften Jugend, sind lebendig wie immer auf den Vormarschstraßen in allen Feldzügen dieses Krieges. Wenn auch die Füße vom dreißigsten Kilometer an sehmerzen um! die Kehle ausgedörrt ist von der Hitze des Tages, so schauen sie dennoch auf die Gesichter d:r Ukrainer, denen sie begegnen, schauen kritischen Auges auf die Dörfer und Felder, Aus dem befreiten Lachen der Ukrainer, aus der heizllchen Aufnahme bei diesem gastfreundlichen Volke spüren die deutschen Infanteristen, daß der deutsche Soldat hier als Befreier kommt. Uivd neue Kraft schöpfen sie aus dem Bewußtsein, Träger eirrer neuen Welt zu sein, über der die Fahnen eines großen i Joiitschland und eines freien Eurofi^i wehen. VOLK und KULTUR Die Wehrmacht lei den Salzbnrger FeslspMen 20.(X>() Plätze für bewährte Soldaten — F allschirmjägcr von Kreta unter den Gästen Die St^lzburger Festspiele, die am 2. August begonnen liaben, stehen in diesem Kriegsjahr im Zeichen des Dankes an die deutsche Wehrmacht, Sechzehn Opernaufführiinget» von Mozarts »Zauber-fl()teHochwald«-Landschaft unter Naturschutz. Jene Landschaft, in der sich vor wenigen Jahren an der »Drei-länderecke« drei Staaten begegneten, wurde jetzt unter Naturschutz gestellt. Es handel sich um den Dreisesselberg mit Hochstein, das Steinerne Meer, den Plök-kenstein und den Plöckensteinersee an der Grenze zwischen Bayern, Oberdonau und Böhmen. Die Freun-dk: der deutschen Literatur werden sich Uber diese Maßnahmen besonders freuen, weil hier das einzigartige Waldland geschützt wird, in dem Adalbert Stifter geträumt hat und in dem sein berühmter Roman »Hochwald« entstand. Es handelt sich um eine einmalige deutsche Waldlandschaft von naturhaftcr Schönheit und Urtberührtheit, in der der Wald noch weit Über tausend Meter hinausreicht. H- 200 Jahre Würzburger Residenz. Der Würzburger Residenzbau, Balthasar Neumanns berühmteste Schöpfung, kann in diesen Tagen auf ein 200-jahriges Bestehen zurückblicken. Im Mai 1720 wurde der Grundstein des Schlosses gelegt. 1741 wurde der Ehrenhof fertig und der Rohbau der Residenz mit Ausnahme des Nordovals vollendet. Erst 1746, im To- desjahr des Bauherrn Friedrich Karl von Schönborn, wurde der Rohbau vollendet, und nach einer längeren Zwischenzeit erhielt er unter Karl Philippe von Greifen* clau auch im Innern seine großartige Ausgestaltung. + Bayreuther Pei!»t»pielkünstlor konzertieren für das Deutsche Rote Kreuz. Den einen Npiclfrcien Tag stellten sich Orchester. Chor, einlüc liervorraKende Solisten und die Dirigenten der Bayreuther Bühnenfcstspiele für ein Konzert zur Verfüßunjr. tla^» im diciitbesetzten Festspielhaus zu>;unstcn des Deutschen Roten Kreuzes stattfand. Als EhreuRäste waren zahlreiche verwundete Soldaten eingeladen, die Kcmeinsain mit namhaften Vertretern von Partei, Wehrmacht, Staat und Stadt und den Bayreutliw Bürgern einen Abend erlesenster KunS^ darbictung erlebten. Das Konzert enthielt ausschließlich Werke von Richard Waffner. -1 Neues Theater in Budweis. Das aJtak und Liebe«. Auch die Operette hat eine l>em€iiikenswerte Spielfolige vorgesehen. Die Oper wird gastweis'e vom Landestheater Limz gestellt. DJe Au-fgabe des neuen Theaters in Budweis wird dathi bestehen, auch die größ'oren Städte jenes Teiles des Protektorates zu bcÄpielen, didf dem Oaiu Obendonaiu ziurcchnen. (WeUbild-Wucenborc-M.) Etn BÜddoküment für die sowletlscheo Angrlffspläne segen GrofideoteoMand In der Qefechtstaschc eines sowjetischen Ma« jors, der im mittleren Kampfabschnitt in die Hände unserer Truppen fiel, wurde diese Zeichnung mit handschriftlichen russischen Anmerkungen gefunden. Bei seiner Vernehmung sagte der Offizier aus, daB er schon vor vielen Wochen die deutschen Verkehrszeichen auf einem Kursus habe aufzeichnen und ihre Bedeutung habe lernen müssen Die schwarzen Pferde Roman von Tar|ei Vesaat (hd, Fortsetzung) Dann kommen die Pferde. Leiv und Ketil haben bis heute Fuhrdienst getan, aber nun sollen die Pferde verkauft werden. Sie werden in den Hof geführt und angebunden. Ambros weiß es und ist kaum mehr zu iialten. Halvor nimmt sich noch ein paar Mann zuhilfc, um Ambros festzuhalten, wenn er ausbrechen will. Die Pferde stehen in Reih und Glied und betrachten erstaunt die Vorgänge. Die vier echten Fornespferde und dann die zwei, die l^ei der Feldarbeit verwendet wurden. Sie scheinen zu verstehen, was voi sich geht, es ist keine Haltung in ihnen. Der Hammer beginnt sie hin und her /u schieben. Leiv steht bei ihnen, auch Ki'lil und Falte, sie streicheln und trösten sie, aber mit unsicherer Hand. Siibb sieht sich nach Ambros un», nein, LT ist nirgends, sie sind verlassen. Die zwei Fremden kommen zuerst an die Reihe, sie sind nicht so lange hier gewesen, daß es weh tut. Es haben sich viele Perdeliebhaber eingefunden, denen der Sinn nach den Trabern steht. • Bietet auf Sankcrib!« Tief bergab ist es mit Sankcrib gegangen, ie(/t ist er Handelsware. Er ist noch ••niiKr am Zaun angebimdcn. iUücn tritt auch hier als Käufer auf, bietet scharf, die Pferdefachleute murmeln und mustern ihn; was will dieser Rechtsverdreher mit einem Pferde? Aber sie kommen nicht mit. Klirr für Moen, »Bietet auf Sularl« Wieder dasselbe; nach heißem Kampf geht Moen durchs Ziel. — »Wer bietet auf Sabb?« Jetzt schweigt Moei) bis zur Entscheidung, dann greift er zu. Die Fachleute murmeln halblaut. »Wozu brauchst du Pferde, Moen, um dich ganz offen zu fragen?« »Das müßtest du dir doch denken können, oder darf ich kein Pferd haben, wenn ich Förnes bewirtschaften soll?« »Bietet um Kane, Leute!« Der sanfte Kanc dreht sich um, wie er seinen Namen hört. Die Kaufpumme schwillt. Dieses letzte Pferd soll Moen nicht bekommen. Kanc blickt sich nach den Freunden um. Leiv ist da, aber er ist heute irgendwie anders, Peine Arme hängen, und wo ist KjeJI? denkt Kane; er hätte diese kleinen Hände spüren mögen. Jetzt ist Kane schon so teuer, teurer als im gewöhnlichen Handel, trotzdem steigen die Angebote noch immer. Moen läßt nicht locker, aber die andern beginnen unsicher zu werden, er könnte ja ausspringen, dann standen sie mit Kane da und hatten sich verspekuliert. Kane hält mit den Gefährten, wie es sich gehört. Als Käufer notieren dieselben wie bei Förnes* Aas, Moen, Brankestad. Moen heißt Leiv und die Svelnsonsöhne die Pferde in den Stall stellen, selbst eilt er zu Ainbroä. Ambros liegt mit dem Kopf auf der Tischplatte und Halvor hält neben ihm Wacht. »Ambros, aufl Jetzt gehören die Pferde auch uns!« Ambros hebt leise den Kopf. »Soo? Kaufst du jetzt auch noch Frau und Kind?« Moen wird rot vor Zorn. »Soll das der Dank sein?« »Kommst du den Dank einheimsen?« Halvor Flaa wirft Moen einen Blick zu, der ihm sagen soll; du siehst doch, in was für einer Verfassung er ist. »Wir haben uns gedacht«, sagt Moen, »daß die Pferde doch lieber auf Förnes lileiben sollten, wo sie zu Hause sind.« Ambros richtet sich jäh auf und streckt eine todmüde Hand aus: »Ihr seid auch gut. Da unten in eurem sündigen Dalakvam.« I ! Im Hof klirrte der Hammer längst wieder über anderen Dingen. Es ist ein gro- I ßcs Haus gewesen. Nur mit Mühe und , Not werden sie heute fertig. Morgen kommt dann die Einrichtung von Nornes an die Reihe. Inger bringt Lisle etwas zum Essen hinauf. »Willst du nichts haben?« »Nein.« Wie ein Vogel bei einem geplünderten Nest sitzt sie auf dem Wäscheboden. »Was soll denn aus uns jetzt werden?« fragt Inger. . »Weiß nichts.« »Hat er nie darübei ßcj>pfüchen?« Lisle schüttelt bloß den KopL »Er weiß es selbst nicht.« Draußen ist Lärmen und Rufen. »Und Kjell —• ?« In^er weiß nichts zu erwidern. »Er wird wohl in Nornes sein?« »Ja, ich habe ihn hier nirgends gesehen.« »Ich muß nach Nornes!« fährt Lislft auf. Inger sagt mit etwas Mühe: »Du weißt_ja, es tut ihm am besten, wenn er dich nicht sieht —.« »Ja, aber, Hergott, Inger —« sagt die Mutter gequält, »was soll ich denn tun! Sag doch!« »Weiß es nicht!« Lisle geht, sie betritt den Hof, duckt iich vor der Menschenmenge und dem Lärm; nein, dann geht sie mitten hindurch. Und won sie geht, bildet sich ein« breite Gasse und kein Ton wird laut. * Es stellt sich heraus, daß Henrik Nornes Aufkäufer bei der Versteigerung gehabt hatte, sie haben haufenweise Hausrat und Gerätschaften gekauft. Das soll nicht auf seinen Hof geschafft werden. Er macht sich mit einem Ruck fertig. Die Leute fragen ihn, ob er es selbst bewirtschaften will. »Jawohl!« sagt er glücklich. Er schafft sich Pferd und Vieh an. Sveinson wird auf Fömes übersiedeln und den Hof für die neuen Besitzer selbständig führen. . Ambros will es nicht ü-bernehmen. Aas konitnt von Dalakvani herauf und dringt in /unbros; AUS STADT UND LAND DiiinmiiitinfHiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiimRiHimMiiHinmtiHiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiHiiiiiiiiittittiMiiiiMiiiiHiiiuuiNNiUHiiiiiiiiiiHimiuiHiiiiiiniiinniiiiintiniiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiniiiinitiiiiiiiiiiiiiiiH Cillier Wehrkämpfe begeistern Tausende Schöne Leistan^en bei dea ersten Wehrkämpfea der Wehrmanaschaft Standarte ,,CÜli-West" Im Steiriechen Heimatbund — Massenbesuch »Das sind keine Männer, die keinen Willen hatoen, keinen Tatcn-HMJt und kein VoUks-gefuiW.« (Friedrich IvUdwifl; Jahn). Aüs vor wenigen Jaivren die scJKJ^jferi-schen Ideen einer neuen Zeit im deutschen VoW«: sich zu reißen begannen, als e« nach dem lörfigen, öden Winter der Kiwcbtschiaft anflnig, iini deuts^*hein VoUcsherzen zu j?rli-ncn und /u t^proßcn in ne4ier, nie ßeahn-ter Trich-kraft, da hatte ein Dcutschcr begeisterten Herzions aufgerufen: »Groß, unbeschreiblich groß ist diese Zeitl Von wenigen wird sie becrMfen . . .« Und in jener Zeit, da das dcutsctc Vol'k sich wieder ajuf die In ihm scbl'Unimerniden Kräfte besann, stieg auch die Erkenntnis auf, daß der deutsche Mensch von gestern seelisch, geistig und körperlich in ernsten Augenblicort und Leibeserziehung nur dann, wenn sie nicht zur Sensation, nicht zur Arbeit und nicht zur Pflicht wer-dein; mir dann, wen-n sie unserem beben Mut, Freude und Kraft gebeir; wenn »ic Lebenstoeiahung und LeibensgefUhl erhöhen — nur dann, wenn sie froh und gesund machen, wenn durch sie tüchtigj Menschen herangebiWet werben, die tiberall im l^btin ihren Platx ausfüllen. Sport und Leibesübung sollen anregen, welter-iiustrebkterlich gefestifite und Willensstärke Mensch, tkr politisch bewußt sich als Glied des Volkes und ais tragendes Ele-inc.nt des St^aiates fühlt«, (v. Tschamnier-Osten). In der Erkenntnis, daß die bloße i'^bung nicht an sich politische Krziehnng uikI Personlichkeitsschulung ist, muß d.is Hauptaugenmerk gerichtet sein auf eine Einrichtung, die in ihrer Gliedepung un«/ ihrem Wesen nach die Erziehung zum nationalso«zialistischen Deutschen gcwähr-leisteai kann. Uni hieflir in der befreiten Untorsteiermark eine Arbeitsbasis zu schaffen, wunde als Gliederung des Stef-rischen HeiiTMtt)undes die Wehrm«ann-schaft aufgestellt. Sie hat die Aufgabe, die Männer im Alter von 18 bh 50 Jahren, 'die sich zur Mitarbeit bereit ierklärt ha'ben, zu erfassen und politisch auszurichten. Aus der Wehnmannschaft, diesem Kraftborn völkischer Erziehung und natlr>naler Leben«l)ejahung, sollen später die politischen Kämipfer für das Deutschtum l-er-vorjjehen. Die besten Männer der Wehr-niannschaft werden sipäter einmal das Braunhemd des Führers als SA.. SS., NSKK. und NSFK. anziehen dürfen. Wf>hl ist auch hier das Prinzip der Freiwilligkeit maßgebend, aber es Ist die Freiwi-lligkeit als soldatische Tugerul, die dem Bewußtsein von der Notwendigkeit des Einsatzes zum Aufbau de deutschon Staates auf völkischer Orundilage entspringt. Der Geist, der diese staatsver-sandte Organisation durchweht, ist derselbe, der jlie SA. duchglüht, ist derselbe, dv'r die großen politischen Maßnahmen durchzieht. Unter den Einrichtungen, die dcv Stiaat für die Erziehung des deutschen Mannes in der Untersteiermark getroffen h;it, soll die Wehnmannschaft des Stclri-si'lien Hennatbundes ihr^n besonidonMi Platz einnenmen. Sie trägt die organisalo-nschcn des neuen Staates ebenso, w ie sie den Geist des neuen Deutschland zur (iruivila^e ihrer Art>eit hat — genau so wie die S.A. und die HJ., wie das Heer nul die Schule. Die W'ehrmannschaftsarbeit im Kegen-xN.irtiQcn Ab-chnitt bescliränUt sich a«»!' eine Horntibildiiii'i tit'S 1'ntcrfiihrcrverban-iies. Uni cini-n Ob 'rlvlick Ivber die In verhältnismäßig kurzer Zelt geleisteic Arbeit zu geben, führte die Standarte »Cilli-West« am vengangenen Sonntag einen Wettkampf der Sturmbanne I und 11 durch, der "einen außerordentlich starken Besuch aufwies. Einrgek'itet wurden die Wettkäinple durch eine soWatiisch kurze Morßonfeicr im »Deutischen Hause^<:, Sturmbannführer Zdralek zeichnete in packenden Worten den wundenbaren Wandel der Zeit. Er ließ die harten Kämpfe der SA. gegen die Rote Front lebendig werden und erinnerte in knappen Sätzen an Horst Wessel, den Führer des Sturmes 5 der Rorliner SA. und Verfasser des nationalsozialistischen RevoJutionsliedes, der auf Befehl Moskau? von den roten Henkern ermordet wurde. Dem deutsdien Vate-rlande und dem Führer galt das begeistert aufRenominene »Sieg Heil« des Redners. Punikt 9 Uhr war der Beginn der Wehr-kä4njp'fe angesetzt und sie begannen auch Punikt 9 Uhr mit einwj eindrucksvollen Aufmarsch der in den Wettstreit marschierenden Stunnbanaie. Der Musikzug der Wehmvannschatt-Standarte und eine Gruppe SA.-Männer bildeten die Spitze des langen Zuges. Ein strahlender ik)m-mierhimmel wölbte sich Uber dem mächtigen Rund des Sportiptelzes beim »Felsen-keller« mit seineim Fahnei^eflattcr, seiner festlich geschmückten Trrbüne und dem trutzigen Genrtbuer der alten Burgruine drüberhin, alles in frischfro-h saftgrüner Umrandung. Eine unabsehbare Men-schen-menge drängte sich Kmpf an Kopf, als Sturmtbannführer Zd rale k mach einer feierlichen Flaggt?nparade »4<)2 Mann zum Wehrkämpfe angetreten« meldete und den Stiirmführern befahl, das Konrni'a'ndo Uber ihre Stüriiic zu übernehmen. Jeder Sturm stellte zwei Mannscha'ftcn, bestehend aus zehn Mann und einem Führer. Der Führer des Slurnves führte die erste Mannschaft, sein Std'lvertreter die zweite, standen also pnaktisch säiuitliclie Unterführer der Stürme im WetU(ampf. Insgesamt waren 23 Mannschaften z^um Wettkanipfe angetreten, der eintMi Ausschnitt aus der großen Arbeit eines Wehrmannffchafts-Führers bot. Der Wettkampf selibst war ak> Vorführung vor allj-m für die Sturmführer des übrigen StandaTten'gebietes gedacht, die teilweisie von weither gdkormmen waren, um zu sehen, wie ein Stunm- oder Tru|>p-fiVhrer mit seinen Männern zu arbeiten hat. Nuin die Wettkänwpfe selbst: Aiin besten hätte der Zuschauer getan, sich auf eino Drehöcheiibe zu stallen, um alles zu sehen. Die WetDkampfondnunjs; war in folgende fünf Stationen aufgegliedert: 1. eine Schar Wohrmänner wird deni nächsth<)horen gemeldet und von diesem gemustert, (Wertung: Anzug, Haltung der Mannschaft, Austreten des Afennschaftsführers.) Die Aufgaben der Bürgermeister Zweite Arbeitstagung Dieser Tage fand In Cilli die zweite Arbeitstagung der Amtsbürgermeister des Landkreises CiHl twiter dem Vorsitz des Politischen Kommissars, Gauamtslcitcr Pg. Anton Dorfmeister statt. Der Politische Kommissar gab den Anwesenden einen Überblick über die derzeitige politische Lage im Landkreis Cilli. Ferner gab er den Bürgermeistern Weisungen für ihre Arbeit und betonte hiebe» die Notwendigkeit einer kameradschaftlichen Zusanimenarbeit zwischen allen Dienststellen, insbesondere al>er auch zwischen den Bürgermeistern, den Ortsgruppenführern des Steirischen Heimatbundes und den Gendarnierieposten-führern. Abschließend gab er aen Bürgermeistern bekannt, daß er mit seinen Mitarbeitern nunmehr regelmäßig monatlich am I. u. 3. Donnerstag in St. Marein, am 2. in Schönstein urul am 4. Donnerstag in Praßberg im jeweiligen (iemeinde-anit in der Zeit von 9 bis 13 Uhr einen Amtstag abhalten wird. Er forderte die Bürgermeister auf, diese Anordnug in geeigneter Form in ihrer Gemeinde zu verlautbaren. Regierungsrat Dr. Ernst Hocke teilte uen Bürgermeistern einige Erlässe des Chefs der Zivilverwaltnng in der Untersteiermark mit, nahm zu den Anträgen betreffend die Änderung von Ortsnamen Stellung, berichtete über die Tätigkeit der Dienststellen (Amtsgerichte) des Beauftragten für die Durchführung rechtssichernder Maßnahmen und' verwies darauf, daß bis zur Übernahme der Justizverwaltung in der Untersteierniark folgende Sachgebiete, und zwar die Bestellung von Vormündern und Kuratoren, Inventuraufnahmen In Verlaßangelegenheiten. Ausstellung von Grundbuchs-, Handels. und Strafregisterauszügen, Beglaubigungen von Urkunden und Unterschrif. >ten, Erteilung der Grundbuchseinsicht und die Abfassung von derartigen Auszügen von den staatlichen Dienststellen (Amtsgerichte) gehandhabt werden. Weiters sprach er über das Verfahren bei Ausstellung von Ehefähigkeitszeug-nissen für ehemalige jugoslawische Staatsbürger, die sich im Altreich aufhalten, und betonte, daß eine Ausstellung der Ehefähigkcitszcugnisse bis zur Klärung der Staatsangehörigkeit der Unter-steirer nicht durchgeführt wird, daß sich diese vielmehr an ihr zuständiges Standesamt mit dem Antrag auf Befreiung von der Beibringung des Ehefähigke'ts/cug-nissos zu wenden hanen. .Abschließend besprach er das Verfahren bei Kriegsschäden und teilte mit. daß die Bestimmungon rter Rckanntmaclumg über die Feststellung von Kriegsschä''en auch auf Kriegschüden au'^gecUMint wer. de.n, die bei solchcn Personen eingetrc- des Landkreises Cilli ten sind, die die vorläufige Mitgliedskarte des Steirischen Heimatbundes besitzen. Regierungsoberinspektor S c h m i d hielt ein ausführliches Referat über das Fürsorgewesen, erläuterte eingehend die gesetzlichen Bestimmungen, die derzeit Un Altreich bzw. In uer Ostmark gelten. Ferner besprach er die Grundbegriffe des Fürsorgewesens, erläuterte den Begriff Hilfsbedürftigkeit an Hand zahlreicher Beispiele und besprach schließlich das Unterstützungsverfahren. Abschließend erläuterte er die vom Chef der Zivilverwallung in der Untersteiermark erlassene .Anordnung, betreffend die Regelung der vorläufigen allgemeinen Fürsorgemaß-nahmen in der Untersteiermark. Anschließcmd daran fand eine Wechselrede statt, in welcher er zu den noch bestehenden Unklarheiten Stellung nahm. Regierungsinspektor Karl L e h n c r t sprach über die Organisation und den Aufbau der Standesämter und gab V.r. läuterungen zur Verordnung über den Religionsaustritt. Kreisbauernführer Bauer hielt ein ausführliclres Referat über die Organisation und den Aufbau des Reichsnährstandes und betonte, d.^R die bisherigen Lei. stungen nur als Vorarbeiten zu betrachten sind und daß noch ein gewaltiger Aufbau der Land, und Viehwirtschaft in> Kreise Cilli erfolgen muß. Im weiteren Verlauf seiner Rede stellte er fest, daß auf dem Sektor Land- und Viehwirtschaft noch eine Reihe von Maßnahmen zu tref. fen ist, damit das fruchtbare Land wiederum wie seinerzeit imstande ist, seine Bewohner zu ernähren und darüber hinaus noch Zuschußgebiet wird, namentlich für Ob^t. und Weinbau. Abschließend spraih er über die Notwendigkeit der Besserung der Wohnverhältnisse der Landbevölkerung und über den .Aufbau der bäuerlichen Jugendorganisation. Der Leiter der .Außendienststelle Cilli des Beaufragten des Reichskommissars für dif Festigung Deut.schen VolkstunT^ Pg. Karl Kojzar sprach über den Wirkungskreis und die Aufgaben seiner Dienststelle, erläuterte eingehend die dritte Verordnung Uber die Festigung Deutsrhen Volkstums in der Untersteiermark und betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit der Mitarbeit der Bürirermeister sowie der nendnrmerie-posten. Abschließend forderte der Politische Kommissar die Bürgermeister nochmals auf, die Dienststelle für die Festigung Deutsrhen Volkstums (D. D. V.) bei Durchführung ihrer Arbeit weitgehendst zu unterst(it/en iinf< beschloß die zweite Rürg'"'rmriHtertap,nng mit einem dreifachen Sieg HciK- auf unseren Führer. 2. Der Schartührer tühri mit seinen Wchr-männern eine Reiht von Leibesübunge i durch und entwickelt ihren Aufbau. (Wer-tumig: F'ähigikeit des Mannschaftführer.v, Leii^siübun|;en pdacunäßig aufzubauen.) 3. Ausschmtt aus der Ausbildung einer Schar von Wehnmännern, sf>genanTiter Excrzierdionst. (WertuiKg: Aui^ildungs-stamd und Haltung der .Männer, .Auftreten und Konmmandosprache des Flührers.) 4. Eine Schar von Weiinmännem überwindet Hindernisse (Kriechhindernisse, Hürden und Fuhrwerke) und wirft zum Abschluß Handgranaten in ein vongobJiches Grabenstück. (Wertung: Die Zert des letzten Mannes und die Zahl der Treffer im Grabenstück.) 5, Eine Schar Wohnmänner marschiert und singt. (Wertung: Haltung der Mannschaft, Gesang.) At^hließend wurden noch Bew-cig^iings- und Wett-kamipfspicle gezeigt, wie sie jeder Mann-schaftsführcr ohne Hilfsmittel und »Geräte« mit seinen Männern durchführen kann. Alles in aileuii: es lag eme groß«: Freudigkeit im Tun dieser Wehrniärrner. Sie gimgen gleich mutig dran, drauf und drein; fronwn, tapfer und faustifest. Wohl begonnen ist gcworwien! Stantdartenführcr Wolf und Sturmibannfiührcr Z d r a 1 ek, unter d'j'ren Leitung diese Arft>eit vollbracht wurde, uiwl ihr Mitarbeiterstab müssen sich schon damit begnügen, d«ß wir ihre Leistung nur staunend' bewundern konnten. Der wahre Dank hat nicht viel Worte, er scuht iiian .A.usdruok aus dem Herzen heraus zu geben und das Gesch'tän'k so hinzunehmen, wie es im tiefsten Sinne gemeint ist . . . Um II Uhr waren die A/Uiimscliaften zur Siegerehrung angetreten. Es sprach zu ihnen S.A.-Brigadcführer Ohrt. Zum ersten Male, so bctd das Mittel, um eine Gemeinschaft der Männer zu bilden, aus der die Gemeinschaft der gesamten Manivschaft des deutsclwii Volkes herauswachsen soll. Nach einem Hinweis iiuf Friedrich Ludwig Jahn, den Begründer des deutschen Volksturncns, unterstrich der Redner seine große Freude über den vielversprechenden .Anfang im Wehrmannschaftsleben der Standarte Cilli und schloß mit den Worten: iVbcht so weiter wie bisher! Die beste Mannschaft war die des Mannschaftsiführer Edo P a i d a s c h aus dt-m Sturme 3 der Ortsgruppe Laisberg. Der Sturm >, Laisberg Stadt« (AUnn-schaftsführer Gustav Hönigniaiin) belegte den zweiten Platz vor »Schloliberg Un (Mwntschaiftsführer lo^ef Hriberniik), der dm dritten Platz besetzte. Die weiteren Ergebnisse lauten: 4. »UTis-^berg Wests« (Mf. Konrad Mayer); 5. »Forstwald 2urger 3eitung„ ist ab 17 Uhr nur aul Fern ruf Nummer 2867 erreichbar! Ltirxischaft scWioßlich seinen tiefsten Segen findet. Nicht, was Äußerlich sichtbar ist, macht allein Wes«n der Wehrmannschaft aus. Ihr »unterir.discher Strom* fließt in Stadt und Land in vielen, vielen hundert i'Jl>ungsjtmKltn ieib€:^ertüchtigtcr Männer. Was er austeilt, Ist iieue deutsche Volkskraft, dfo sieh umisetzt in Schaffenskraft der Werkenden, fn Wchrkaimpf der Kämpfenden un4 in Lebenskraft und Lebensfreude de« ganzen'Volkes. Helfried Patz. Ladislaus Waliands letzter ' W«g \m I. August fand in Gonobitz unter zahlreicher Beteiligung der "Ortsbevölkerung die Beisetzung des Amtsbürger-meisters Walland statt. Der Männer-gesangverein Gonobitz sang vor dem Trauerhause den Chor »Das tfeue deutsche Herz«; worauf .Kamerad August R a-d i t s c h' eine Abschicdsrede hielt. Der Redner beschrieb den Lebenslauf des Veistorbenen und Hob besonders seine stramme deutsche Oesinnung sowie seinen unerscY^ptterlichcn Glauben an Führer und Qroßdentschland henor. .An dem Begräbnis beteiligten sich außer einem Ehrengeleite der Wehrmacht der Politische 'Komhiissar Pg. Schröder ur»d Dr. H a s I e r, ferner die Vertreter des Einsatzes der NSDAP, der gewesene Politische Kommissar Pg. Eberharth, der Kreisleitcr des Steirischen Heimatbundes aus Trifail, die Bürgermeister der Umgebungsgemeinden, die Formationen des Steirischen Heimatbundes, eine Jägerabordnung, die Freiwillige Feuerwehr, die Schuljugend und viele andere von nah und fern. Am offenen Grabe sang der Männergesangverein das Lied »Nichts^ kann uns rauben«, worauf Pg. Erich Gebauer aus Windisch-Feistritz einen tiefempfundenen Nachruf hielt. Mit der Fahnensenkung und dem Absitigen des guten Kameraden schloß die Trauerfeier. Eröffnung des Kindergartens in Oberradicersburg Abseits von der lärnKmden Hauptstraße, von einer Hambuchenhecke eingeschlossen, liegt ^ wie ein kleines .Märchenschloß das ideale Heim, in dem die VoHcswohlfahrt des Steirischen Heimatbundes den ersten Kindergarten in der Qroßgemeindc Oberradkcrsburg geschaffen hat. Zur feierlichen Eröffnung am 1. d. erschien der Kreisführer des Steirischen Heimatbundes Dipl. Ing. Ne-m e 11 mit mehreren Amtsträgeni und Mitarbeitern der Kfcisführung. Vor den anwesenden Vertretern der Behörden und Ämter, den Amlsträgern des Steirischen Heimatbu.iides, den vielen Müttern und vor allem df r jylückstrahlenden Jugend erklärte, nach evner Begrüßung durch Ortsgruppenführer Clotar Bou-v i e r der Kreisanrtsträger der Volkswohlfahrt in emer richtunggebenden Pestrede den Kindergarten für eröffnet. Der Kreisführer d-rückte seine Freude über da^ schmücke Heim und die er-folffcekröntc zähe Arbeit in feurigen Worten aub, woraaf der Bürgermeister N'on Oberradkersburg Pg. Macher im I Namen der Bevölkerung und vor allem j der glücklichen Mütter der Kreisführung I urtd allen am Werke mitarbeitenden Hel-1 fern den innigsten Dank aussprach. Die Feier wurde verschönert durch die Dar-1 bietungen einer Spielgruppe der HJ aus Radkersiburg und besonders durch Lieder, Sprüche und Reigen der Schuljugend. Mit dem Dachsteinlicd wurde die Feier beschlossen. Nach der BesichtiRuiig der sauber und nett ausgestatteten Räume des Kindergartens wurden die vielen Kinder im Garten von der Volkswohlfahrt und den Frauen reichlich bewirtet. Eine besondere ÜberraschunK bildete das Handpup-ucntlieatcr. Lachende, glückstrahlende Kinderaugen waren der schönste Dank für alle aufgewandten Mühen! Erster Appell.derKreisführung Trifai' ^ Am 31. Juli fand dei erste Appell der Krcisführung Trifall des Steirischen Heimatbundes statt. Der Leiter des Füh-rungsamtes I konnte dem Kreisführer 68 Männer melden, die in ihren Ortsgruppen die Führung der Untersteirer im Kreis Trifail übernehmen sollen. Der Leiter des Führungsamtes II in der Bundesführung, Pg. Trcml, entwarf ein Bild über den Schicksalskampf des deutschen Volkes gegen seine Feinde: Kommunismus, Plutokratie und Judentum. Die beiden dringendsten Aufgaben, die der Steirische Heimatbund vor allem zu erfüllen hat, sind die Schulung aller Volksgenossen mit den Grundlagen, auf denen das Deutsche Reich aufgebaut ist und die Notwendigkeit, den Untersteirern das große Geschehen, in dem wir heule stehen, begreiflich zu machen. Kreisführer Eberharth gab anschließend der künftigen Führerschaft eine klare Ausrichtung, in der er betonte, daß zur Menschenführung die Besten gerade gut genug sind. Mit dem dreifachen »Sieg-Heil« auf unseren Führer wurde der erste Kreisappell geschlossen. Ein sauberer „Seelsorger*' In St. Peter am Kammeisberg wurde der 51 Jahre alte rk. Pfarrer Josef Radi wegen Unzucht widei die Natur verhaftet. , Pfarrer Radi, der dieses Verbrechen an seinem Wirtschafter beging, dem er immer und immer wieder nachstellte und ihn unter Ausnutzung seiner Stellung als Dienstgeber in ein Abhängigkeitsverhältnis zu bringen verstand, hat, wie in diesem Zusammenhang bekannt wird, bereits in früheren Jahren und während seiner Studienzeit ähnliche und andere schmutzige und strafbare Handlungen begangen. Außerdem hat Pfarrer Radi vom Jahre 1929 bis 1934 unter der falschen Angabe, daß er das Geld bei der Sparkasse einzahle, was nicht der Fall war, seinein Wirtschafter den Lohn vorenthalten und diesen erst auf Drängen des Wirtschafters und nach dessen Kündigung nachträglich und teilweise in Raten abgeführt. m. Arbeitstagung in Cilli. Sonntag, den 3. August fand in Cilli eine Arbeitstagung der Leiterinnen des Amtes Frauen der Kreisführung des Steirischen Heimatbun-(Jes statt. Zur Arbeitstagung waren 130 Amtsträgerinnen erschienen, die über die Aufgaben ihrer Arbeitsgebiete eingehend unterrichtet wurden. Kreisführer Dorf-ni e i s t e r hielt einen weltanschaulichen Vortrag, in dem er besonders den Kampf um die Neugestaltung Europas eingehend erläuterte. m. Todesfall. Im Marburger Spital starb gestern der 24-jährige gewesene Wachmann Viktor Tscheleschesch-nlg. m. Das erste Volkskonzert in Marburg. Einem unliebsamen Versehen zufolge ist bei der Reinschrift der Besprechnug des I. Volkskonzertes folgender Absatz übersehen worden: Einen künstlerischen Höhepunkt bildete Nikolo Paganinis 2. Sonate für Violine mit Klavierbegleitung. Taras • P o 1 j a n e t z, dessen hervorragendes Können wier schon wiederholt zu würdigen Gelegenheit hatten, spielte sie mit leidenschaftlichem Empfinden, das sich im Schlußteil in zündendes Feuer verwancielte. Eine der Vollendung nahe Technik gab seinem Ton fühlbare Beseeltheit und' ließ ihn die Akrobatik, auf der Paganini seine Werke aufgebaut hat, spielend meistern. Die im zartesten Pia. nissimo staccatierten Terzen und das perlende Pizzikato mit. der linken Hand waren geradezu verblüffend. — Dt. Eduard Butschar m. Dem Vergessen entrissen. Im Maschi, nensaal des städtischen Wasserwerkes war an einer der Wände eine große Marmortafel angebracht, die die kurze Inschrift trug, daß G'iescs Wasserwerk zur Amtszeit des Bürgermeister« Alexander Nagy in den Jahren 1900-1902 errichtet worden sei. Die Marmortafe! muß^tc auf Geheiß der neuen Machthaber im Jahr« 1918 verschwinden und wurde von deutschen Bediensteten des Wasserwerks auf Geheiß des nunmehr verstorbenen städtischen Baudirektors Ing. Adolf Bäumel auf dem Dachboden verwahrt, und zwar un^ ter der still ausgesprochenen Motivierung, man könne nicht wissen, ob man sie nicht einst noch wieder brauchen werde... Nach dem Umbruch erinnerte sich der technische Leiter des Wasserwerks Dabringer an diese fast schon vergessene Marmortafel und brachte sie wieder auf ihren alten Ehrenplatz. Die schwarze Marmortafel, cWen gotische Lettern ihren Goldglanz nicht im gerlng-slen eingebüßt haben, gibt jedem in den Maschinensaal Eintretenden Kunde davon, daß deutscher Gemeinsinn die Frage der Wasserversorgung Marburgs um die Jahrhundertwende in vorbildlicher We'se gelöst hat. m. Wichtig für Waldbesitzer und Holz-händkr. Der Politische Kommissar der Stadt Marburg macht alle Waldbesitzer und Holzhändler in Marburg in einem im Anzeigenteil der heutigen »Marburger Zeitung« veröffentlichten Aufruf erneut auf gewisse Anordnungen des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteieruiark aufmerksam. Danach haben alle Waldbesitzer jede Holzschlägerung bei der Forst-dicnststelle des Politischen Kommissars m Marburg, Ferdinandstraße 5, anzumelden und um die Erteilung der Schlä-gcrungsbewilligung anzusuchen. Kaufab-schUissr oder sonstige Rechtsgeschäfte über Rund-, Schnitt- und Bieiinhoiz sowie Gerbrinde sind nur dann gültig, wenn der Erwerber dem Verkäufer hol .Abschluß des Rechtsgeschäftes einen nach Menge und Sorte entsprechenden Bezugschein übergibt. Dieser Bezugschein ersetzt abci nicht die für die Durchführung von Schlägerungen vorgeschriebene Schl.'lge-rungsbewilligung. in W«rkskonz©rt in der Fabrik ilcr Stickstoff werke in Rast. Qas Amt Vnlk-bildung im Steirischen Heiniathund veranstaltete in den Raster Stickstoff werken ein Werkskonzert. Dieses Wcrk>,-kon/ert, das vom üaumusikzuRc N'r XXXVI des Rclchsarbcitsdicnstcs aufgeführt wurde, besuchte auch der Bun-desführer mit seinen Mitarbeitern anschließend an die Eröffnung des Kindergartens. Die ffcsanite Gefolgschaft der Sticks'toffwerke und die zahlreichen Mir-glieder der Ortsgruppe waren zui'i Werkskonzert erschienen. m. Orchester und Männerchor in PraB-berg gegründet. Im Rahmen der Ortr^-gruppe Praßberg des'Steirischen Heimatbundes ist ein Männergesangschor gegründet worden, dessen Proben fleißi^^ besucht werden. Weiter wurde ein Streichorchester ins Leben gerufen, das demnächst vor die Öffentlichkeit iretep wird. m Wirtsdiaftiiche Besprechung ir PraBberg. Kürzlich fand in Pratiber-r erae wirtschaftliche Besprechung statt, an der der Stabsführer des Emälirun«:s-anites des Landkreises Cilli Dr. M c r z-nich, die Beamten des Ernährinigsam-tes, ferner sämtliche Bürgermeister. Ortsbauemführer, Amtsträgcr des Steirischen Heimatbundes und die mit der Lebensmittelbewirtschaftunc Beschäfti-r-ten teilgenommen haben. Nach der F.r-fa^ung der Bevölikeruntgsanzahl und der Anzahl der Selbstversorger wurde die Versorgungsfrage erörtert. Die Frajrcn der Mehlkarten und der Hausschlaclitnn-gen wurden gründ'Iich erläutert. Die Besprechung verlief unter lebhafter Anteil-nahtne aller Anwesenden. m. StraBenunfall in Marburg. Bei einem Verkehrsunglück, das sich gestern auf der Pettauerstraße ereignete, erlitt die 17-jährige, in der Mozarstraße fi wohnhafte Friseurin Maria 0 s e t Kopfverletzungen und Hautabschürfungen. Sie Dr. Thalmann »34$ bis 2e« ÄuguMi verreist. B^d ab 9. August bis auf weiteres — wenipstciis durch 3 Wochen — pc-öffnet. Täglicher Pauschalpreis RM 7J50 — . alles inbegriffen: Pension, Arzt. Bäder, Taxen. Kiffvcfwaltung :>345 Bad Radeln. mmmm m. is Anekdiote von E r i t Nolle Auch sroße Leute haben dann und wann Langeweile, gnd wenn nichts anderes zur Hand ist, lassen sie einen Geringeren konrmen und spiegeln sich in ihm; dann merktn sie erst, wie groß sie selbst sind. Zu newissen Zei'ten standen dafür Hofnarren bereit, später fanden sich andere — wie auch früher —, und was sie sagten, war manchmal das Dümmste nicht. Deshalb wohl ging der Weltbeherrschcr Alexander zum Diogenes und seiner Tonne, uTid an ihn dachte vielleicht der erste Napoleon bei nachfolgender Gelegenheit, wie er sich ja den (iriechenkärnig in manchen Dingen zum Vorbild genommen hat. Als der Korse von Paris au^ zu seinen Truppen eilte, um mit ihnen nach Rußland zu ziehen, hielt er eines Mittags in einer kleinen westfälischen Stadt Rast, daselbst das Essen einzunehmen, das durch Vorreiter bestellt worden war: Fünf Gänge mit einer süßen Nachspeise, wie es einem solchen Manne zusteht. Aber das Mahl währte nicht solange wie die Instandsetzung eines Schadens am Reisewaeen, und da der BürKermeister an der Tafel teilgenommen hatte, fragte 'hn der Kaiser, ob keine Merkwürdigkeit in der Stiit >«l. die Ihm kQTir«n könne. Denn er dachte die zahlreichen Romane, die er mitzunehmen pflegte, für Zeiten aufzuheben, da ihm nichts anderes' zur Unterhaltung bliebe. Der Bürgermei-! ster überlegte, und da die Stadt außer der alten Kirche und dem Bcinhause nichts an Oebäulichkcitun besaß, das einen Kaiser zur Hesichtigun« hätte verlocken können, sagte er, er wüßte nichts als einen uralten Bürger von über hundert Jahren, der im Orte lebe — vielleicht wünsche die Majestät mit dem zu sprechen. Da nun kaum mehr Leute auf Fürstenthrone kommen, als es Hundertjährige gibt, nahm dies der Kaiser für eine königliche Unterhaltung. Der Alte wurde geholt und war zittrig auf den Beinen, aber noch hell bei Verstand. Er mußte sich dem Imrperator gegenübersetzen, ein Dolmetscher war auch da und nun be-gaim ein Gespräch, das wohl wert ist, aufsezeichnet zu werden, wenn es auch nicht zu den geistreichsten gehört. j »Wie kommt es, daß Ihr so alt gewor-, den seid?« fragte der Korse. I »Ich habe nach jedem Essen enien Wacholder getrunken«, antwortete der Greis. »Was muß nach Eurer Meinung der Mensch besitzen, um glücklich zu sein?« »Eine Frau, die nicht schimpft, aber gut kocht, täglich Arbeit, und am Abend Frieden.« »W^elchen Wunsch habt Ihr. den Ihr fnch t!iCht trfQlltn * >'lch möchte noch einmal JO Jahre alt sein und immer einen Taler in der Tasche haben.« Der Kaiser, der verschiedentlich lachte und wohl den Schalk in den Augen des Alten gewahrte, wollte jetzt auf dessen Art eingehen und ließ fragen: »So möchtet Ihr nicht Kaiser der Franzosen sein?« »Nein, das nicht.« >^Und warum nicht?« Der Alte wollte nicht mit der Antwort heraus, das merkte man, doch der Kaiser ließ ihm sagen, er solle frei sprechen, was er meine, gleich, was es sei. Da säurte der weißhaarige Mann: »Einmal, weil ich nicht Französisch kann und somit meine eijiencn Landsleute nicht verstünde, wenn ich ihr Kaiser würde; sodann, weil ich eben keinen Franzosen leiden mag, denn sie sind alle zu wi-pK pig, und zum dritten und letzten, weil dort Kaiser sein ein unsicheres Geschäft ist. denn den vorigen auf dem Thron haben sie ja in seiner eigenen Stadt Paris geköpft, wie ich gehört habe — oder wißt Ihr anderes darüber, weil fhr doch dorther kommt?« Und obwohl der Alle dem Kaiser alle Fragen beantwortet hatte, wartete er vergeblich, denn der Kaiser stand auf, als ihm das übersetzt worden war, und gniK durch die Tür, ohne das Gnadengc-schenk. das er sonst zu geben nie unterließ. Und was sagte der Alte, als nun nach dtw Zn^imm^nbrueh dl# rrethtlt^krl^w kamen, die Napoleon nach Elba und spater noch weiter hinaus brachten? »Ich habe es ihm prophezeit — aber die jungen Leute können ja nicht liöreti.- Kopfrechnen schwach! Der große Mathematiker Richard Dc-dekind in Braunschweig, einer der ersten Forscher seiner Zeit, saß in der Straßenbahn und fuhr zum Bahnhof. Als der Schaffner kam, griff Dedekind in die Tasche und bezahlte den Fahrschein. Der Schafhier zählte das Geld nach und meinte dann höflich: »Es fehlen füni Pfennige!« »Ausgeschlossen«, bemerkte der Prote.ssor und wollte es nicht glauben. Da hielt ihm der Schaffner die flache Hand unter die Nase und Dedekind nmßte feststellen, daß es wirklich mi.-15 Pfennige waren. Er entschuldigte sich und zahlte den Rest nach. Der Schaffner zudkte die Achseln und brummte iin Weitergehen vor sich hin: »KopfrecluKi' sehr schwach!« Die Frage nach dem Autor Ich saß in »Romeo und Julia«. Es war eine Fcstvorstellung. Zum Schluß ver_ neigte sich der Spielleiter. Die Zuschauer applaudierten begeistert. Auch das junge Mädchen neben mir. Dann aber, ihr Programm. Handschuhe und Tasche zusammenpackend, fragte sie mich: »War d ' der Autor?« Verlang«! Überall dl« „MARBURGER ZEITUNG" y wurde ins Marburger Krankenhaus überführt. m. Ausgeforschter Kuhdieb. Wie wir bereits berichteten, wurde kürzlich aus dem Stall des Realitätenfeesitzers W e i n-g e r I in Pößnitz eine Zuchtkuh im Werte von 600 RM gestohlen. Der Marburger Gendarmerie ist es gelungen, den Täter in der Person des Josef M e n h a r t aus Tresternitz auszuforschen und die Kuh sicherzustellen. Menhart trieb die Kuh in der Diebstahl&nacht nach Tresternitz, wo er sie in einem unbenutzten Stall versteckte. Er wollte am 3. d. heiraten und hätte dazu Geld gebraucht. Dieses wollte er sich durch Verkauf der gestohlenen Kuh verschaffen. Anstatt Hochzeit zu halten, muß nun Menhart im Marburger Kreisgerichtsgefängnls über seine Tat nachdenken. Bei der Ausforschung des Kuhdiebes haben sich besonders die Hilfspolizisten Glaser und Kotzbeck verdient gemacht. WIRTSCHAFT SPORT Sport und Rundfunk »Der Sport im deutschen Rundhink« von Dr. WiltlbakI Drescher (Konrad Triltsch-Veriag, Würzburü) Das Institut für Leiibesübungen der Universität Leipzig hat in seiher Schriftenreihe »Körperliche Rrziehun;: und Sport« eine Abhandlmii: über den Sport im deutschen Rundfunk herausgegeben, in der die Leistungen des Rundfunks zur VerbreitunK und Ausübung des Sports eingehend besprochen werden. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Programmgestaltung des Sportfunks sowie dem Sportvoirtrag im Rundfunk gewidmet. Interessantes statistisches Material i|ber die Übertragung der wichtigsten Sportarten, Funkberichte und Schallplat-tenseiidungen bieten einen umfassenden Einblick in den Anteil, den der Rundfunk am deutschen Siportleben nimmt. Otto Koschitz Meisterschaften der ostm^rkischen Schwimmer Im Zeichen großartiger Erfolge der auswärtigen Teiinehmer standen die Be-reichsmcisterschaften im Schwimmcii im Witncr Kongreßbad. Besonders der Kla-genfurfcf AC schnitt scho'ii' am' ersten Kampftag hervorragend ab. Die Kärntner verfügin mit dem jungen Helmut Rauber zurzeit über den schnellsten Krauler der Ostmark. Dur FAC-Mann holte sich eingangs die 400 m in 5:22.8, und gewann auch die 200 m in 2:27.8. Überdies stellte der KAC mit seiner Neuerwerbung Cerer in der Lagenstaffel mit 5:20.4 den neuen MeistiT und erwies sich aüch in den Rennen für Vereii^ ohne Winterbad überlegen. Zwei Meisterschaften fielen auch an den SC Innsbruck, der durch Karl Dibiasi das Turmspringen der Männer und mit Hanni Zimmermann, Anni Petrowitsch und Grete Ittlinger die Kraulstaffel der Frauen gewann. Wiener Erfolge gab es durch die deutsche Kraulmeisterin Hannelore Thaller über 400 m in 6:05.4, durch Lilo Seibakl (Danubia) über 200 m Brust mit 3:16.4, sowie durch Alma Pascher im Kunstspringen. EWASC holte sich außerdem mit Brenner, J. Depaoli, Smrcka und Funker Tremmel die 4 X 200 m-Bruststaf-fei. Es ist bemerkenswert, daß in nahezu, allen Bewerben die Vorjahreszeiten unterboten wurden. :I5 Ringe über dem Weltrekord. Beim Prüfungsschießen in Karlsruhe erzielte der deutsche Weltmeister Walter Gehmann mit dem Armeegewehr mit 545 Ringen 15 Ringe über den bestehenden Weltrekord des Finnen Elo. Gehmann schoß in den drc' Ansehlagsartqn liegend, knieend 177 und stehend 177 Ringe. d€8 Qrazer Sturm über Villach. Der dritte Kampf der Fußballmeister von Steiermark und Kärnten um den Aufstieg in die Bereichsliga schloß mit einem überzeugenden Sieg des Grazer Sturm, der mit 5 : 0 (2 : 0) den Vil-lacher Sportverein förmlich überrannte. : Turnmei&terschaften der Bereiche. In einer Reihe weiterer Bereiche wurden die Meisterschaften im deutschen Zwölfkampf der Männer und im Achtkampf der Frauen veranstaltet und damit weitere Teiinehmer für die am 6. und 7. September in Ulm bevorstehenden Titelkämpfe ermittelt. : Admira schlägt Rapid im Tschammer-Pokal. In Wien gab es am vorigen Sonntag wieder ein großes Fußballereignis. Im Kampfe um den Tschammer-Pokal besiegte Admira die hochfavorisierte Mannschaft von Rapid mit 5 : 3. In München errang Austria einen 5 : 2-Sieg über München 1860. Europäische Vereir^helilschung des gewerblichen Rechtsschutzes In der Zeitschrift »Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht^.-; (Mai/Juni 1941) j ist von Dr, von Knierieni, VorsitzenLliT' dieser Arbeits.gemeiiischaft und di-s Ausschusses für das Kecht des geistigen Sdiaf-fens in der Akademie für deiitsclies Hecht, ein Aufsatz erschienen, der über die cn,eueren Fachkreise hinaus allgemeines Interesse boan^pruchen dürfte. Der Airf.atii behandelt die euroipäische Vercinheilli-chunig lies Patent-, Wettbewerbs- iiml Urheberrechts. Auf diesem Gebiet be.staiKl auf Grund internationaler Verträge schon immer eine enge Zusainineniarbcit /.wischen allen Kulturval'kern. Dennoch w.ircii die Verhältnisse bei Beginn des Krieg'^ naimentlich aUf dem Gebiet iles Utrechts noch derart, daß etwa .'^0 verschiedene Patentsysteme in Europa galten, die viel überflüssige Arbeit und eine Fülle von Un-zuträglicbkeiten verursachten. Iiis sind deshalb schon vor dem Krl^'ge auch von außerdeutscher Seite manche X'cHies-serunigen vorgeschlagen wonlen, die jedoch nicht zu einem greilbaren Erfolg führten. Der Verfasser weist darauf hin, daß eine ein:zigartige und nie wiederkehrende Gelegenheit verpaßt würde, wollte man nicht nach Beendigung dieses Krieges hier Wandel schaffen. Die Anregungen gehen u. a. dahin, daß das Deutsche Relchspatenlr'unt in Zu'kiinft als europäische Behörde die Vorprüfung für den ganzen europäischen Raum vornehmen soll, daß aber die Einzelstaiaten jeweils für ihr Staatsgebiet wie bisher das Patent erteilen. Damit würde erreicht sein, daß die mit der Durchführung der Vorprüfung in den einzelnen euopäischen Lämlern bisher venliunid'ene Arbeit in Zukunft auf ein Mindestmaß beschränkt'sein würde. Die Verwirklichung dieses Vorschlages würde nach der Ansicht des Verfassers zur Vor- aussetzung haben, daß jeder der in Frage kommenden Staaten für sein .Territorium i'a". gloiche Patentgcset<: erlass^en würde. Uii. -'I'^-sprechung im Vepwal,;ur.gssfreit so! eu. Ei'nrelstaütcn verbleiben, WD b'ii Vereinlieitlichun'g der sprec.iunr: über die ausgesprochen pntent-rechtlichen Fragen eine zentrale letzte Instanz vorgesehen werden soll. Aui dem Gebiet des üebrauclvsmuster-scluitzes geht der Verfasser davon aus, daß tler GfbrauclisinüsterEchutz zwar In Deutschhn'd in ggoßem Umfange benutzt werde, jedoch außeriialb Dcutsclil;!n.ds nur in wenigen anderen Ländern der. Welt bestehe. Die Enlscheiclung. übtrr die zukünftige Helia.ndlung des Gebrauchsmusterschutzes sollte njan nach Ansic^it des Verfassers weitgehend von den Wünschen der interessierten Kreise in den verschiedenen Ländern abhäiiigig machen. Bezüglicli des Wettbewerbs- und Wa-rorrzeichenrechts bemerkt der Verfasser, daß auf diesen Gebieten bereits eine ziemlich vveilgeliende Vereinheitlichung bestehe. Es frage sich, ob man nach Beendigung des Krieges die Madrider Union ausbauen oder eine neue europäische Ujiion gründen solle, jedenfalls sei es erstrebenswert, daß die Bestimmungen der Londoner Fassung der Pariser Verbands-übercmkunft mit etwaigen Abänderungen für eine so-lche Union mal^gebend sein sollten. Beim Urheberrecht handelt es sich nach Ansicht des Verfassers vielfach um Kultur-fragen, ilie mehr vcilkisc'' alis wirtschaftlich bedingt sind, daß auf diesem Gebiet die Vereinheitlichung nicht so ausschlaggebend ziu sein brauche, wie dies zum Beispie! auf dem Gebiet des Patentrechts der Fall sei. Butter auf IVIargarinemarken? Es hat sich her.uK-'gesteHt, daß die Vorschriften über die .\l^gabe von fiiittei-und Margarinemarken in di ii Gaststätten, Pensionen ut>w. häuf'g unrichtig gehaml-habt werden. Der Reich^ernährungsjulni-ster weist deslial'b die Wirlschaftsgrunpe Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe nochmals auf diese Vorschriften hin. Danach berechtigen die MaPgarine-Klein-abschmtte der Fettikarte für Normalvcr-braucher nur zum Bezüge vo-n Margarine ^)der Speiseöl, nicht aber zum Bezüge von Butter. Von dieser Regel gibt es nur für die Gaststätten und ähnlichen liinrichtun-gen eine Ausnalwne. Im Gasthaus kann nämlich der Verbraucher a-uf diese Margarine-Kleinabschnitte Butter ü'ls Streichfett beziehen, er kann sich also beispielsweise zum Frühstück 20 g Butter auf seine A^pgarinemarken bestellen. Dagegen ist es unzulässig, auf diese KleinabS'Chnitte Speisen abzug'eben, die mit Butter zubereitet wurden. Es muß auch ausdrücklich darauf hingewiesen werden, daß auf Reise- und Gasttitättenmarken für Ma^rga-rine in jedem Falle nur Margarine oder Speiseöl abgegeben werden darf. Auf diese Marken gibt es a'lso auch im Gasthaus keine Butter als Streichfett! LAndwirtschaftslehre für Berufsjäger Bei einer Tagung der Kreisgefolgschaftswarte des Reichsnährstandes wurde die Frage aufgeworfen, ob es nicht zweckmäßig wäre, daß der Anwärter für die Berufsjägerlaufbahn bis zum zulässigen Alter für den Eintritt in die Jägerlehre ein oder zwei Landcienstjahre milmaclven sollte Dieser Frage isj eine grundsätzliche Berechtigung nicht abzusprechen. Da der Jäger als Liebhaber und Beobachter der Natur an sich schon mit der Landwirtschaft bis zu einem gewissen Grad verbanden ist, wird' ihm eine kurze Land-wirtschaftslehre gewiß eine Bereicherung vseines Wissens bieten. Der einigermaßen auch für die Landwirtschaft ausgerichtete Jäger wird in vielen l'ällcn ein Bimle_ gli(^ zwischen der Landwirtschaft und der Jagd' sein; er wird ermessen können, wie die Belange der Jag i Ejirer wurde Deutschlands erst-.'s Gewilterversuchsfeld in Betrieb genommen. An zahlreichen Bef>4.iachtungsstellen wurden kurze Stahlstäbe angebracht, die durch lilitzscliläge magnetisiert werden. Je stärker der r Himmelsstroni'-r ist, desto stärker wird die Magnetisierung. I^urcli Registrierung der Magnetisierung kann die Stärke und Häufigkeit der Einschläge mit großer Genauigkeit festgestellt werden. Auf Grtind der Beobachtungsergebnisse wollen die Blitzforscher ermitteln, warum es a'n dieser oder jener Stelle so häufig einschlägt. Die Ergebnisse dieser Foischerarbcit sind von ur(")ßtcr Bedeutung, besteht doch die Möglichkeit, daß man die neuen Erkcnnti.iisse beim Bau von Bjitzschutzanlagen verwerten kann und dadurcli die Zahl der Einschläge verringert. a. Im Rausch einen Säugling erworben. Die schwedii?chen Polizeibehörden sind .seit Woclien mit einer sonderbaren At-fäie beschäftigt. Es handelt sich um die Auffindung der Mutter eines — Säiigling.>% der sich gegenwärtig bei dem Ehepaar Wanströ in Upsala bcfimlet. Der Mann hatte nach einer durchzechten Nacht den Säugling von einer Frau, die ihm auf dvr Straße das Kind zum Kaufe angeboten hatte, regelrecht für 600 Kronen erworben. um seiner Frau ein >4ieschenk?: heimzubringen. Daheim angekommen, legte er das sonderbare >;Paket; auf den Tisch tind begab sich zur Ruhe, um seine" Rausch ausznschliifen. Als das »Paket :^n: frühen Morgen zu schreien begann, konnte sich der Alann zunächst an nichts erinnern, lü'st nach und nach entsann er sieh der Becebenheiten der vergansifenen Nacht. Kr eilte schnurstracks zur Polizei, (Iriih ist es bisher trotz aller Penii]lv»rnL^'jn der Behörden nicht treUingen, die AVitf.'^'' des Säuglings ausfindig zu machen. . a. Der selt.samc LelKnsweg einer, Taschenuhr. In dem kleinen ("»rt lleeK^n b i Huiiim in Westfalen bekam iliesir Tai^e ein gewisser Siminendinger von einem ileutschen Soldaten vom östlichen Kriegsschauplatz einen Brief, in dem dieser ihm mitteilte, daß einem bolschewistischen Soldaten bei der Gefangennahme eine Tn-schenuhr mit dem gravierten Namen 'S. abgenommen worden sei; die Vernlufung läge nahe, daß die Uhr von S. stammt. Der Briefschrcibcr hatte recht. Der - alte Herr Simmendinger, früher in .\hlen wohnhaft, war Inhaber eines Uhrwaren-geschäftes. .An der Nummer der Uhr ließ sich das Datuiji des Kaufes leicht fesl-stellen. Sie war in der Zeit vor dem Weltkriege erworben worden, wahrscheinlich von einem .Ahlener Soldaten, der später in russische Gefangenschaft geriet oder gefallen ist., S. will versuchen, cUmi N.i-luen des Käufers in alten Gcschäftsbü-chcrn festzustellvn. a. Von Bienen zu Tixle gestochen, l.in Bauer aus der Nähe" von Kempten. (Allgäu) wurde von einem Bienenschwarm angefallen. Die zahllosen Bienenstiche bewirkten in kurzer Zeit' seinen Totl. a. Aus einer Gletscherspalte tot getwr-gen. Ein Bergsteiger aus Neu-Ulm (Donau) stürzte beim Aufstieg auf den 0.1-perer in den Tuxer .\lpen in eitie Gletscherspalte. Er wurde nach mehrstiiiKÜ-gc-, harter Bergungsarbeit 25 Meter tief aus der Gletscherspalte mit einem schweren Schädelbruch tot geborgen. Der Bei:g-stciger hatte den Aufstieg als Alleingänger unternommen. a. Kind lief in die Mähmaschine. Das dreijährige Kind eines Bauern in der Nähe von Leibifing (Niederbayern) war mit aufs Fehl genommen worden. Das Kind geriet in den Streifen eines Kornfeldes, das im Augenblick von der Mähmaschine abgemäht wurde. Es wurile von deo scharfen Messern der Maschine ert.il't und an beiden Füßen so schwer verlet daß es bald nach dem Unfall starb. a. Durch scheuende Pferde vor den Zuj; geworfen. An einem Bahnübergang bei Bolanderhof (P{;ilz) gingen zwei an eine /Mähmaschine gespannte Pferde durch, ilir ilurch einen herannahenden Zug scheu geworden waren. Dabei wurde der Lciike-vom Sitz auf das Bahngleis geschleudert, immittelbar vor den .daherbrairsenden Zug, der über den Unglücklichen hinu t^p-ging und ihn lötete. SeRe 8 >Marburger Zeitoog« 5. August 1Ö41 Nummer 189 Meiner flnzeiger Jedes Wort kostet 10 Rpf, das fettxednickte Wort 2i) Rol. Der Wortprels eilt bis zu 15 Buchstaben 1e Wort. ZIfferfrebDhr (Kennwort) 35 _ Rpf. bei StellenKesuchen 25 Rpf. rür ZusendtinE *on Kennwortbriefcn werden 50 Rpf Porto berechnet. Anzeicen-AnnahmtacbluS; Am Tage vor Erscheinen um 16 Uhr. »Kleine An-«lient werden nur cecee Vorelnsendonj des BeTa-delloK an die Verw. 5375-3 Tüchtiger Tapezierergehilfe wird sofort aufgenommen. Tscherin Anton jun., Kärntnerstraße 8. 5347-8 Personenauto in gutem Zustand, tadellose Bereifung, gegen Barkassa zu kaufen gesucht. Antr. unter »Dringend« an die Verw. 5376-3 Friseurgehilfe wird sofort gesucht. »Rapid«, Mellingerstra-ßc 1. 5352-8 fuudB * fafltigte Hubertusmantel Sonntag, 3. August, 21 Uhr, auf der Straße Pivola—Marburg (Hauptbahnhot) verloren. Abzugeben gegen gute Belohnung im Fundbüro der Polizei, Domplatz 18. 5343-9 Holzbaracken in Cilli, als Bienenhäuser oder Werkzeugkammern verwendbar, in verschiedenen Größen zu verkaufen. Adr. Verw. 5284-4 Speisezimmer, Ottomane, Bü-irouhr, Vorzimmerwand mit Spiegel usw. in Cilli zu verkaufen. Adr. Verw. 5290-4 Am 13. VI. 1941 (Juni) habe ich in Grohelno oder im Zuge 2131/515, Strecke Grobelno— Steinbrück in der II. Klasse eine Füllfeder verloren, die für mich ein kostbares Andenken an meinen Vater ist. Der ehrliche Finder wird gebeten, die Füllfeder geeen einen Finderlohn von 5 RM mir zurückzustellen. Die Füllfeder ist grün. Oun£ar, Fahrdienstleiter, Grobelno. 5359-9 Klavierharmonika, neu, 120 Bässe, 4 Register, Luxusarbeit, Künstlerinstniment, verkaufe imd nehme ev. gut erhaltenes Motorrad, 250 ccm oder mehr, in Rechnung. Anträge unter »Hohner« an die Verw. 5.360-4 Herrenfahrrad, gut erhalten, zu verkaufen. Adr. Verw. 5362-4 Kindersportwagen, gut erhalten, zu verkaufen. Pobersch, Huttersiedlung 5. 5.353-4 Margarete! Brief zu spät erhalten. Bitte um anderen Treffpunkt! Kennwort »Espla-nade-Herr mit Handschuhen«! 5326-10 Zimmer mit sep. Hingang zu vermieten. Adr. Vcnv. 5339-5 Groöcs, sep. Zimmer, wirklich schön möbliert, mit Badezimmerbenützung, Park- u. Bahnhofnähe, wird nur an ruhigen Herrn vermietet. Antr. unter >VÜlenwohnung« an die Verwaltung. 5334-5 Profeukmist, 36 Jahre alt, fesch, mit nachweisbar tadellosem Vorleben, guter Verdiener, mit kompl. Wohnungseinrichtung, wünscht fesches Fräulein von 25 bis 35 Jahren wegen Mangels an Zeit durcii die Zeitung zwecks baldiger Heirat kennen zu lernen. Wünsche nur solches Fräulein kennenzulernen, das Wert legt auf Eigenheim und sehr große Naturfreundin wäre für Berge u. Wälder, das aber auch einige Jahre als Köchin oder Kinderfräulein in Stelle war oder ist. Lichtbild auf jeden Fall erwünscht. Zuschriften erbeten unter »Lebenskameradin« an die Verw. 5348-10 Suche sofort Zimmer, sep. Hingang, ev. mit Kost. Park-nähe erwünscht. Zuschriften unter »Ingenieur« an die Verwaltung, 5337-6 6374 >^er Politische Kommissar des Landkreiser; Marburg (Drau) /I; Sla—A9/1 Am Dormerstag, den 7. August 1941 findet m Windischgraz ein AMTSTAG für die Gemeinden: Mißling l'amefsch Podgorjc Raßwald St. Martin bei Windischgraz Windischgraz «statt. Zeit: 9—12 Uhr: Ort: AtJßcndienststelle. Marburg, den 4. August 1941.' THscher. Belcanntmcichuiig 1 Bitte meine werten Kunden, die hier zur Re-parahir erliegenden Qegenfttlnde rechtzeitig abzuholen, weil ich VOM 12. BIS 31. AUGUST 1041 mein üeachäft und Werkstfitte wegen Gefolg-schaftsurlaub» geschlosien halte. 5.^49 RADIO STARREL» Sophi«nplatz 6. ÜMIi Sl Bekanntmachung! Hiermit bitte ich alle werten Kunden, die auf Grund erfolgter Bestellungen bereitgestellte Ware rechtzeitig abholen zu lassen, da das Büro sowie die Verkaufsstelle vom 10. bis 25. August ItWl wegen Gefolgschaftsurlaubs geschlossen bleiben. Der kommissarischc Wirtschafter der Firma f)363 Josef Raumann, St. Egydl, W. B. 6374 ffirtt VwfOlMIM« MUMIlHf MifMiM Mmnmf dweiy ffscftnlf. OMfr. Umr UNlweHe Mmrburw—ffBHkmmBmfw Cfa.J im Aiitwat HEUTE BURG-KINO ,1 BlelnstigenVagabunden Für Jugendliche nicht zugelassen , KuHurNim WocAanscfiaif Vorführungen: Heute 16, 18 30 und 21 Uhr Karten von 10—12 und ab 13 Uhr ESPIANAPE fcrnnit Bßatßs SlÜteritindii? Für Jugendliche unter i4 Jahren nicht zugelassen , Kvltarfllifl • neueste deilulie Wotnenuhau ■B S am Freiwillige feucrwelir der Siadt Marburg a. d. Drau 5J54 D0ut$the yolktanaehörlg»! Meldet Euth als frelwlilltfc Mitglieder! iknmeildungen tägllth von 18 bis 19 Uhr. HommlBBmrltthmr WhiWhrmrs Johann Möller. Achtung I Bekleidung für Damen und Herren, elegante Ausarbeitung, tadtllose Paßform! Ms empfiehlt sich die Maßschneiderei 5329 TOPLAK, SchillerstraBc 12 Mitten aus der Erfüllung seiner Aufgaben wurde unser Kamerad Ladislaus Walfand Bürgermeister in Oonobitz abberufen. Sein l-linsatz Ist die Voraussetzung weiterer Aufbauarbeit. So wird sein Kampf für Volk, Führer und Reich unsterblicii werden. Marburg, den 4. August 1941. Der Politische Kommissar für den Landkreis Marburg (Drau) Töscher 5378 !ll!ll!illl!l|l"|iili"ii'fiiii|||||ii 3f0fr Unttrfleirer litft Mr i^arDurgtr ???ltuiia! Aufruf! Jona Schokoladen- u. UJoffelfabriN IH KOTSCH ist ULfegen öefolgschaftsurlaubes uom 4. bis 11. f^ugust gesctilossen. üaußtschrüUclLer AdIod <^rt«liack, Stellverlrelender Haußtscliriftleiter Ud» Katp«r — Druck der „Marburfler Dnickef«!' An alle Waldbesitzer und Holzhändler in Marburg. Laut Verfügung des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteiermark im Verordnungsblatt vom lü. Juni 1941, Nr, 20, haben alle Waldbesitzer jede Holz-schlägcrung bei der Forstdienststelle des Politischen Kommissars, Marburg, Fer-ilinandstraße 5, anzumelden und um Erteilung der Schiagerungsbcwilligung anzusuchen. Weiters hat die Verordnung des Chefs der Zivilverwaltuiig in der Untersteier-inark vom 12. Mai 1941 (Verordnungs- und Amtsblatt»Nr. 16 vom 22. Mai 1941) verfügt, daß Kaufabschlüsse oder sonstige Rechtsgeschäfte über Rund-, Schnitt-und Brennholz sowie Gerbrinde nur dann gültig sind, wenn der Mrwoibcr dem Verkäufer bei Abschluß des Rechtsgcschäftes einen nach Menge und Sorte entsprechenden Bciugschein übergibt, der im Forst- und Holzwirtschaftsamt in Marburg, Gerichtshofgasse 14, ausgestellt wird. • Dieser Bezugschein ersetzt nicht die für die Durchführung von Schlägerun-gen vorgeschriebene Schlägerungsbewilllgung. Es ist vielmehr unbedingt notwendig. daß der Holzverkäufer (Waldbesitzer) vor dem Abschluß eines Holzverkaufs um die Schlägerungsbewilligung beim Forstamte ansucht und ilen Bescheid abwartet. Verstöße gegen diese Anordnung haben strengste Bestrafung sowohl des Holzkäufers sowie auch des Holzverkäufers zw Folge. Marburg a. d. Drau, den 4. August 1041. Der Politische Kommissar der Stadt Marburg a. d. Drau 53()5 gez. Knaus