Nr.?. Samstag, 10. Jänner 1891. litt. Jahrgang. MibacherOMnm. ^"<l», hnlbj«hl!a st, ?-?,,. Im Tompt l> l r : ^ Die «Uaibacher Zeitung» erscheillt täglich mit »usnahme d«r H»I!» und lfelertaze. Die Udmlulftratio, N^n »" "< halblähri« st, 5 5<>. ,>ü«, die Zustellung il<» Hau» ganzjährig fs ,.-Insert«on«lltdÜ? : ssü^ V befindet stch Tungrelsplatz «, die «tdottlou «ahnh,fgaNe »4. Vprcchftundell der «ebactlon »l!«llch von ^ "' 3nsl,«te l,!« z« 4 Hetten »f> l> , giöfiere ver ^e!!e « lr : bü! «fteren W!!>>)erlio!u»»en per Zeile » l», ^ 10 Kl« <» Ulir vormitt»»,« — Unfrankierte Miefe werden nicht »n»e>wmmen und Manuscrlpte nicht zurllllgestellt. Amtlicher Hheil. ^^ Se. k. ul,d k. Apostollsche Majestät haben mit. ^^"^chster Entschließung vom 1. Jänner d. I. dem Nn" A" Professor des römischen Rechtes an der! oid^l- '" Graz Dr. August Tewes und dem! hH'chni Professor der Zoologie au derselben Uni»! g^"l Dr. Ludwig von Graff den Orden der eisernen diasi "'"" Classe mit Nachsicht der Taxen allergnä- ^ "" zu verleihen geruht. AllerA' ^ und f. Apostolische Majestät haben mit HjMster Entschließung vom 6. Jänner d. I. den H>lml ^H '"' Justizministerium Franz Ritter Piaa ^"" Aichenwehrzum Präsidenten des! llttM ^berlandesgerichtts allergnädigst zu ernennen ^ Schönborn m. p. dfz ^ " Ministerpräsident als Leiter des Ministeriums "«Nn " ^ dm Ingenieur Iostf Ritter vunTdl«! Fti^/! sum Oberingemeur und den Bau.Udjuucten ^uditn? ^ mfahrer zum Ingenieur für den Staats» >?^^^ln Kärnten ernannt. Nichtamtlicher Weil. Groß-Wien. ^. Wien, 7. Jänner. Mß,^'^ Bevölkerung Wiens Hal qesteo, in einer ^^len"A ^^" einfachen, aber eindrucksvollen und Mi^ Kundgebungen ihrer Herzensfreude Ausdruck »lib j^ "ber die Vereinigung der Vororte mit Wien Ach A" ehrfurchtsvollen Dank abgestattet Seiner! Fotdss' ^"' ^iscr "ls dem Anreger und mächtigsten z lNllg ill», »." zweiten, größeren Stadterweiterung Man '» gf^z^ ^n innern Wert ähnlicher Vollstundgebungen !^k Q,^ ^ls nur möglich denken — weder nüch» Ncltide sf'^? noch hämische Scheelsucht werden im« ^ bee,,. .' ^'^ Vedeutung der gestrigen Demonstration llllfft, d>, ^^'^"' ^^ gewinnt diese Bedeutung vor °U« dllu ^ ^" Umstand, dass sie durchaus freiwillig. Mlai,^ ^lmen Empfinden der Bevölkerung heraus whlenez „ ?' ^s war nichts Gemachtes, nichts Ac-"nd wer ^ "ichts Gezwungenes in dieser Manifestation. , Me c> /^" "och zweifeln mochte, den musste die ttllde ^""lichkit. die geradezu übersprudelnde Fest< ^ kut ' ^^ Bankett im Musikvereinssaal zu^ °^ll^ c' eines anderen belehren. Die große Hul- Feuilleton. Ich Anf Krücken. ^agon« / ^"'^> gerade bequem in die Ecke meines V"una Mt und die Thüre zugemacht, in der s'Mch"' "Uem bleiben zu können, als die letztere ^" härte- U^"et wurde und ich eiue Stimme Vtlich^F^ °^)t. Herr. wir sind hier an ein« h i ^ nde' ^-"b der Tritt ist ziemlich hoch.. U't'ch. ick ^, ^""lnl antwortete: «Sei unbesorgt, ^lltn.» "i ""tde mich schon an dem Handgriffe fest, ti^ bedeÄ "stielt ein Haupt, mit einem runden hi>' welche ". ^? H"'de. die sich an den Leder-!ck^". lranmll, l?ew" leiten des Fensters nieder 3>" KörV°lt festklammerten und langsam einen E^'tt kin H/"^°gen. dessen Füße auf dem ,""! fes<... m ^"'^ verursachten, als wenn ein gestoßn wird, N^°bm hatt. f.?^"" leinen Rumpf in den Waggon dem lose herniederhän- h n?" ersch,'...^lchwarze Außenende eines hölzernen ^'' den7R""'e Armr beladen mit riner An bestimmte, hat wieder einmal gezeigt, wie tief im Herzen dieser Bevölkerung das dynastische Gefühl wurzelt, mit welch richtigem Blicke und bankbarer An» erkennung sie das Wohlwollen würdigt, welches der ^Monarch seiner Hauptstadt heute wie ehevor entgegen-! bringt. Aber darin allein erschöpft sich nicht der Gehalt der Kundgebung. Was an derselben besonders ^freundlich anmuthst, das ist jener Geist der Hoffmmgs» freudigkeit, der wieder angeregten Thattraft und i Schaffenslust, der in jeder einzelnen der auSgespro« chenen Reden hervortrat. Es klang wie ein lauter Protest gegen alle die alten Krähwinkeleien, an denen l dieses Gemeinwesen leidet, gegen Zaghaftigkeit und That» losigkeit, gegen Apathie und Indolenz, gegen die Selbst» Verkleinerung und Srlbstherabsetzunq, welche sich zur Aschenbrödülrolle verurtheilt und die Hände in den Schoß legt. um für das — Jammern und Klagen Muße zu gewinnen. Zu jenen Factoren, denen die Vereinigung Wiens ! mit den Vororten zu danken ist. gehört au hervor« fragender Stelle die Regierung, und ihrer ist gestern! auch in gebürender Weise gedacht worden. D^ Bürger-! meister von Wien rühmte besonders da« Wohlwollen, welches Olaf Taaffe in der ganzen Angelegenheit für die Reichilhauptstadt an den Tag gelegt, und die mehr als pflichteifrige, geradezu von begeisterter Hingebung an eine große Sache getragene Vertretung, welche die Action im Landtage von Niederösterreich durch den Statthalter Grafen Kielmannsegg erfuhr — und die Versammlung nahm beide Andeutungen mit einer Wärme und Herzlichkeit auf, die allseits bemerkt wurde, i Dass sie so besonders bemerkt wurde, sollte eigentlich befremden. Gibt es denn etwas Natürlicheres, als , dass ei:, Th^il der gestrigen Dailkesklmda/buugen auf >die Regierung entfiel? War es demi nicht die Regie->rung, welche die Initiative des Kuisers so rasch ver» wirklichte? War es nicht die Regierung, welche die Verzehrungssteuer-Reform vorschlug, durch die der Staat zur Entlastung der Wiener Bevölkerung beträchtliche materielle Opfer auf sich nimmt? War es nicht die Regierung, deren mächtigem Einflüsse die schnelle Er» ledigung der Vorlagen zu danken ist? So selbstver« stäudlich aber und durch die einfachsten Regeln des politischen Nnftandes geborn diese Danksagung an die Regierung war, wurde dieselbe gleichwohl bemerkt. Man wusste nämlich, dass die Theilnehmer an dem Feste bei diesem Acte der Anerkennung sich über ihre j sonstige politische Stellung gegenüber dem Cabinet !Taaff'n au. der sich wohl an Einzelnes, aber deutsch'liberalen Partei nicht immer verstanden, das« es vielmehr eine Zeit gegeben hat, wo bei dieser Partei alle besseren Erwägungen durch blinde oppositionelle Gehässigkeit beiseite gedrängt wurden. Vor sieben Jahren sollte der 200. Gedenktag der glücklichen Abwehr der Türtenbelagerung festlich begangen werden. Wenn je eine, so verdiente diese ge-schichtliche Erinnerung, in würdiger, ja in pompöser Art gefeiert zu werden, denn die Rettung Wiens vor dem Eiuzug der Türken war lein glückliches locales Ereignis, da« war die Errettung der abendländischen Christenheit vor d«r Ueberflutuug durch orientalische Aarbarbei, das war eine historische That ersten Ranges. Diesen Tag würdig zu feiern, war nicht bloß ein Gebot geschichtlicher Gerechtigkeit, sondern eines klugen Localpatriotismus, denn hier war die Gelegenheit, um Europa wieder einmal eindringlich in Erinnerung zu rufen, dass Wien Jahrhunderte hindurch die erste Schuhfeste der westlichen Cultur gebildet hat und zum guten Theile noch heute ein Vor- und Bollwerk euro« päischer Gesittung ist. Daran hätte damals das gesammte civilisierte Europa gemahnt werden können — geschehen ist es nicht. Und warum? Weil einige stramm oppositionelle Wiener Parteigrößen die Ansicht durchzusetzen verstan. den, Wien dürfe unter diesem Ministerium sich nicht freuen. So unterblieb eine würdige Gedenkfeier für 1683, und Wien war um einen ausgewachsenen poli» tischen Scandal reicher. Nicht lange nachher lasen wir mit großem Neide den Bericht über ein Lordmayors-Bankett in London. Der conservative Lordmayor sprach den üblichen Toast auf den anwesenden liberalen Premier Gladstone. Er zählte die Verdienste auf. welche Glad« stone sich erworben, meinte, dass er als Oberhaupt der Großstadt London weitere Gesichtspunkte im Auge behalten müsse, als die bloße politische Parteistellung, und erklärte deshalb, er erhebe mit Vergnügen -unter voller Wahrung seiner sonstigen oppositionellen Stellung gegen Gladstone — sein Glas auf den Premier. Die Größe, Freiheit und Noblesse, die in diesen Worte» hervortrat, beschämte uns damals aufs tiefste. Seither scheint glücklicherweise eine Wendung zum Bessern eingetreten zu sein. Man hat auch hier ein-sehen gelernt, dass man ein guter Oppositioneller sein und doch, ohne seiner Gesinnungstüchtigkeit etwas zu vergeben, einer Regierung für ein unzweifelhaftes Ver« dienst danken kann. Das ist ein unverkennbares Au» zachen einer sich durchdringenden freieren und weiteren Auffassung in öffentlichen Dingen, einer Emancipation von dem engen Horizonte kleinstädtischer Kannegießerei. nicht au alles erinnert. Unsere Augen, denen dieses Sichanstarren peinlich wurde, wendeten sich von einander ab; aber nach wenigen Secundeu, augezogen durch die unbewusste Willenskraft und voll von einem suchenden Verlangen, begegneten sie sich wieder und ich sagte: «Kommen Sie, mein Herr; anstatt dass wir uns noch eine Stunde lang verstohlen anblicken, wollen wir lieber zusammen versuchen herauszubekommen, wo und wann wir uns kennen gelernt haben.» Mein Nachbar antwortete freundlich: «Da haben Sie recht, mein Herr!» Ich nannte meinen Namen: «Henri Bonclair, Magistratsbeamter.» Er zögerte einige Augenblicke, dann sagte er mit jenem Ausdruck in Auge und Stimme, der ein gespanntes Denken verräth: «O ja, jetzt erinnere ich mich, ich bin Ihnen früher einmal bei Poincel» begegnet, vor dem Kriege, twr nunmehr zwanzig Jahren.» — «Richtig, mein Herr ... So! ... So! ... Dann sind Sie der Lieutenant Revaliere?» -^ «Ja, ich war Capita» Reoaliere. bis ich meine Beine verlor ... alle beide zu gleicher Zeit durch eine vor-beifliegende Kugel getrosten.» Und wlr sahen em-ander aufs neue an, jetzt, wo jeder wusste, wer der andere war. . c^., « Ich erinnerte nnch nun deutlich eines schlanken, frischen, juugen Mannes, der den Cotillon mit einem Feuer leitete und von einer Ausgelassenheit und Lebendigkeit war, die ihm, glaube ich. den Beinamen «Wirbelwind» eingetragen hatte. Aber hinter diesem Laibacher Zeitung Nr. 7. 50 ! 10. Jänner 1891. Di.'sctz Anzeichen begrüßen wir heizlich. Es zeigt, wie der Geist beschaffen sein soll, durch welchen Wien zu einem Oroß»Wien im wahren Sinne des Wortes werden wird. Politische Ueberficht. (Der T'roter Landtag) trat vorgestern z>l einer kurzen Nachsession zusammen, deren Inhalt durch die Schulfrage und das welschtirolische Auto-nomie-Project ausgefüllt wird. Das Schicksal dieses letzteren Antrages ist bereits im Allsschusse besiegelt worden, welcher über denselben zur Tagesordnung übergegangen ist, nachdem die Südtiroler Abgeordneten die von den Liberalen angebotenen Vermittlungsvorschläge als ungenügend zurückgewiesen hatten. Demgemäß wird das Project auch im Plenum deö Landtages fallen, was, wie man annimmt, den Austritt der Südtnoler zur Folge haben werde. (Zur Rekrutierung 1891.) Das Reichsgesehblatt veröffentlicht das Gesetz, betreffend die Aus» hrbung der zur Erhaltung des Heeres und der Landwehr erforderlichen Rekrutencontingente für das Jahr 1891, wonach zur Erhaltung des Heeres, der Kriegsmarine und Landwehr auf die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder folgende Trupftencon-lin^ente entfallen: 60.383 Mann für das Heer und die Kriegsmarine und 10.000 für die Landwehr, nebst den gesetzmäßig für letztere von Tirol und Vorarlberg zu stellenden Rekruten und der Ersatzreseroe. (Aus Böhmen.) Wie bekannt, haben sich die Iungczechen schon diesertage beeilt, ihren Candidate« für da« erledigte Landtagsmandat in den Chotieborz-Huberner Landgemeinden namhaft zu machen. Nunmehr veröffentlichen auch die altczechischen Blätter eine von Dr. Rieger namens der altczechischen Vertrauensmänner gefertigte Kundgebung, in welcher der Landwirt Johann Danek in Vislupitz für die am 13. d. M. stattfindende Landtagswahl als Eandidat empfohlen wird. (Das neue statistische Amt.) Vorgestern wurden im Handelsministerium die Beamten des neuen statistischen Bureaus, und zwar 21 an der Zahl, be« eidigt. Diese Beamten wurden theils dem Finanz-, theils dem Handelsministerium entnommen, und wurde gleichzeitig eine Anzahl von Hilfsbeamten engagiert. Mit der speciellen Leitung dieses Amtes soll ein höherer Functional- des Wiener Hauplzollamtes betraut werden, dessen Ernennung bevorstehend ist. (Der niederösterreichische Landtag) war vorgestern versammelt, um das Landes Nrmengesetz in Verhandlung zu nehmen. Der Zweck dieser Vorlage, eine bessere Armenpflege, soll durch die Einführung neuer Steuern erreicht und insbesondere auch die Wiener Börse mit einem jährlichen Pauschalbetrage von 200,000 fl. zur Steuerleistung herangezogen werden. — Unterm Gestrigen wird uns aus Wien telegraphiert: Heute wurde die Generaldebatte über das Armen-Gesetz geschlossen. Der Statthalter erklärte, die Regierung stche dem Gesetze sympathisch gegenüber, allein es seien zahlreiche Widersprüche mit dem Reichsgesetze vorhanden. B»>züqlich des Einhebungsmodus der mit 200.000 fl. sestgewlwn Armensteuer der Wiener Börse behält sich die Rrgieiung die Entscheidung vor, da die diesbezüglichen Verhandlungen der Crntralstellen wegen Kürze d?r Zeit noch nicht abgeschlossen sind. (In Ungarn) rüsten sich die Regieruug wie die liberale Partei für das große Wert der Ve» waltungsreform, und es ist Aussicht vorhanden, dass Bilde, das ich deutlich vor mir sah, schwebte etwas Unbestimmtes, eine Geschichte, die ich gekannt, abrr wieder vergessen hatte, eine von den Geschichten, denen man einen Augenblick wohlwollend seine Aufmerksamkeit schenkt, aber die in unserem Geiste nur einen fast unmerkbaren Eindruck hinterlassen. Es war so eine Art Liebesgeschichte. Ich fand auf dem Boden meiner Gedanken wohl einen Widerklang, von früher, aber weiters nichts, einen Widerklang der zu vergleichen ist mit dem Geruch des Wildes auf dem Felde, dem die Nase des Hundes nachspürt. Allmählich aber wurden die Umrisse deutlicher, und vor meinen Augen stand das Bild eines jungen Mädchens. Und dann schoss mir mit einemmale ihr Name wieder in den Sinn: Mademoiselle de Mandat. Ja, nun erinnerte ich mich an alles. Es war in der That eine Liebesgeschichte, aber ziemlich alltäglich. Das junge Mädchen hatte diesen jungen Mann lieb. und mau sprach allgemein von der bevorstehenden Hochzeit. Er selber schien auch sehr verliebt und glücklich. Ich sah nach dem Netz. worin die Pakete, dle der Bediente meines Reisegefährten dorthin gelegt hatte, hin- und herschaukelten bei den Bewegungen, d,e der Zug machte, und ich hörte wieder den Bedienten sagen: «So. Herr, das ist alles. Es sind im ganzen funs: die Bonbon«, die Puppe, die Trommel, das Gewehr und die Üehsrvastete.» , Und in einem Augenblicke hatte meine Phantasie «ul ,iÜ?" ^"""" °"«ardacht. Der Roman glich auf em haar Men den..,, die ich gelchn halte. nnd die eine oder andere der Vorlagen noch zu Beginn des! Februar im Abgeordnetenhause eingebracht wird. Das Fnndament der Reform wird die staatliche Organisierung der Mllnicipien bilden. Es gilt vor allem, diesen Gesetzentwurf völlig festzustellen, weshalb auch die Ausarbeitung der Vorlagen, betreffend die Verstaatlichung der Feldgendarmerie, sowie des Veterinärwesens, einen Aufschub erfahren musste. Sehr bald wird auch die Regierung den Gesetzentwurf für die Organisierung der Verwaltungsgerichtkbarkkit einbringen, innerhalb deren auch eine die Finanzverwaltung ergänzende Gerichtsbarkeit Raum finden wird. (Eine Verletzung des Völkerrechtes.) Lant Melduugen aus Constantinoftel herrscht auf der hohe.« Pforte entschiedene Bestürzung, da man bei Gelegenheit der Lutzki-Affnre die Entdeckung machte, dass augenblicklich zahlreiche hohe Functionäre im russischen Solde stehen und dass über 500 Spione in allerlei Verkleidungen von der Türkei aus nach Russ« land berichten. Es sollen ferner an 160 russische Ingenieure mit dem Studium des Bosporus und seiner Fortificationen beschäftigt sein. Kjurd Pascha soll mit Verbannung bestraft werden, weil er Lutzki für zweihundert türkische Pfund förmlich verkaufte. Fürst Nakeschidze, gegen welchen die Russen gleichfalls Anschlagsgelüste haben, wird türkischerseiti sorgfältig bewacht, damit, nicht auch er entführt werde. (Aus Serbien.) Das Organ der serbischen Fortschrittspartei, «Videlo», kritisiert die auswärtige Politik der radicalen Partei und macht ihr das Sym« pachisiereu mit dem Panslavismus zum Vorwurfe. Derselbe sei. politisch genommen, entweder ein Unsinn oder eine wissentliche Lüge, weil er er weder in staatlicher noch in nationaler Beziehung irgend ein Gebilde oder Ganzes vor Augen haben könne. Wenn es jemals ein einheitliches slavisches Voll gegeben hat, so könn? das« selbe infolge der heutigen culturellen, coufessionellen und politischen Verschiedenheiten nicht mehr reconstruiert werden. Das Betonen von Sympathien zwischen den einzelnen slavischen Völkern habe keinen politischen Sinn und Wert. da in der Politik nur Interessen und keine Sympathien — die ja ohnehin fortwährend wechseln — entscheiden. (Zur irischen Frage.) Die Verhandlungen zwischen O'Brien und Parnell in Voulogne«sur°Mer erreichten v^rgest^rn ihr Ende. Wie verlautet, wurde ein Abkommen getroffen, demzufolge Parnell einwilligte, für unbestimmte Zeit die politische Thätigkeit einzustellen, vorausgesetzt, dass O'Brien oder Dillon anstatt Mac Carthy's zum Vorsitzenden der Irenpaitei gewählt wird. Schon am 15. d. M. soll in London die Plenarsitzung der Partei stattfinden und zur Wahl des neuen Führers geschritten werden. Gladstone's Zustimmung zu dem neuen Arrangement soll nachgesucht werden. (Russland und der Vatican.) Wie man der «Pol. Eorr.» aus Rom meldet, sind die Unterhand" lungen zwischen dem Vatican und der russischen Re» gierung aus dem Stillstande, in welchen sie vor einiger Zeit geriethen, noch immer nicht herausgetreten. In diplomatischen Kreisen verlautet, dass der französische Botschafter beim Heiligen Stuhle. Graf Lefebvre de BeHaine, seit seiner kürzlich erfolgten Rücktchr vom Urlaube eifrig bemüht sei. eine Verständigung zwischen den beiden Parteien herbeizuführen oder doch zum mindesten den völligen Abbruch der Verhandlungen zu verhüten. worin ein junges Mädchen oder ein junger Mann die geliebte Person heiratet, nach dem einen oder anderen leiblichen oder finanziellen Unglück. Ebenso hatte auch dieser Osficier, der in dem Kriege verstümmelt war, nach dem Feldzuge das junge Mädchen, welches seinem Gelübde treu geblieben war, geheiratet. Ich fand das schön, aber alltäglich, wie man jede Aufopferung in einem Buch? oder in einem Theaterstücke alltäglich findet. Es scheint uns immer so. wenn wir von einem derartigen Zuge von Orohmuth hören oder lesen, dass wir uns unter denselben Umständen ebenfalls aufgeopfert haben würden. Aber am nächsten Tage verliert man seine gute Lannr. wenn ein unglücklicher Freund von uns etwas Geld a/liehen haben will. Und mit einemmale kam mir ein anderer Gedanke, der viel weniger poetisch nnd viel realistischer war. Vielleicht hatte er sich schon vor dem Kriege mit ihr trauen lassen, ehe das grässliche Unglück ihn traf. und sie hatte, bekümmert, aber willig, den Mann versorgen und unterstützen müssen, drn Mann. dcr frisch und stark dahin zog und nun als Krüppel zurückkehrte, verurtheilt zu eitlem NiclMluin. zu machtloser Wuth. War er glücklich oder litt rr darunter? Mich überkam eine anfangs gering?, dann wachsende und endlich unbezw'mgliche Nmgierde, seine Geschichte kennen zu lernen, in der Hauptsache wenig, ens. so dass ich das, was er mir nicht mittheilen wollte, zu errathen imstande war. Ich sprach ihn etwas zögernd an. Wir hatten ein paar mchlssag ndu' Worte gewechselt nnd ich dachte, die (Belgien.) Bei den verschiedenen Neujah^ empfangen hat der König der Belgier ziemlich "l angedeutet, dass er der Erweiterung des StimmreA nicht abgeneigt sein würde. Aus diesen Aeußerung schöpften die belgischen Arbeitergruppen den Mnth.)' an den König wegen Einführung des allgemein Stimmrechtes zu wenden. Sie bereiten die Entsend^ einer Abordnung an dm König vor, um ihm b Wunsch der Nation nach Einführung des allgemein Stimmrechtes kundzuthun. (Im Canton Tessin) sind bezüglich^ Ttimmberechtigung für die Verfassungsrathswahlen «' nächsten Sonntag von konservativer Seite vieles Schwierigkeiten erhoben worden, worauf der AlUi^ rath beschloss, die Regierung von Tessin einzula^ streng nach Recht und Gesetz vorzugehen. Der Wnbl rath behält sich auch vor, die Recurse selbst zu e"' scheiden und eventuell die Wahlen zu cassicren. (Nordamerika.) Der Großmeister der ZM der Arbeit. Powderly. ladet die industriellen Genoff schuften 5er nordamerikanischen Union für das komm^ Frühjahr nach Washington zu einer Conferenz ^' die Reform der nationalen Industrie ein. (Auö Deutsch.Ostafrika.) Die Erwäg'l"« wegen Auswahl eines für den Sitz des Gouvernewe^ in Ostafrika geeigneten Orts haben zur Wahl ^ Dar.es-Salaam geführt. Mit der Herstellnag ^ Regierungsbauten in Dar - es - Salaam ist begoi"" worden. (Aufstand in Buenos-Uyres.)DiePal''! «Agence Havas» meldet aus Buenos.Nyres: Hi" ^ gelangten Nachrichten zufolge ist in Chile eine ^ lution ausgebrochen. Da die Mittheilungen nicht ^ einstimmen, ist es vorläufig unmöglich, präcise Mt<" zu geben. __^^____ ____„,^^" Tagesnemgleiteu. Se. Majestät der Kaiser haben, wie.^ «Troppauer Zeitung, mittheilt, der Gemeinde ssA zum Schulball 300 fl. und der Feuerwehr in ^ browitz 50 fl. zu spenden geruht. — (Das Koch'sche Heilverfahren)? der Berliner medicinischen Gesellschaft hielt Vir°>^ einen Vortrag über die Wirkungsweise des Kock^ Mittels. Seine Anschauungen stimmen nicht mit dl Kochs überein. Die Ansicht Kochs, dessen Mittel z< die tuberculosen Gewebe, sei möglich, aber nicht ert0<^ Virchow hat echte Tuberkel in vielen Fällen unters aber nach der Injection leine Veränderung wahlg^ men. Bei gewissen Fällen sei durch die Injection ^ Verschleppung der Vacillen zu coxstatieren ^?<^ daher, verlangt Virchow, die Injection nur bei "^< Kranken vornehmen, bei welchen vorauszusehen ist, ,^l sie Kraft genug haben werde», die durch das ^, veränderten Massen auszuhusten. Virchow warm ,st, schieden davor, Patienten, deren Krästezustand geri"s zu impfen. ^>> — (Ein Findling.) Im Karlsbader^ schcn Pfarrsftrengel wurde diesertage ein Kind s ^ dessen Herkunft in gänzliches Dunkel gehüllt ist, ^< kinderloses Ehepaar war zu diesem «Findling» ^,,« seltsame Weise gekommen. Dasselbe hatte in einer O ^ ein Inserat gelesen, in welchem ein neugeborene ^ discrete Geburt behufs Adoption angeboten wurde- ^ sich das Ehepaar schon lange mit der Absicht tru^, Kind anzunehmen, so wendete es sich an die a"g^< Augen auf die Pakete in dem Netzwerk geheftet: ^ drei Kinder; die Bonbons sind für seine F""' ^ Puppe für sein Töchterchen, die Trommel un ^ Gewehr für seine Buben und die Pastete !" selber. ^ ^ Plötzlich frug ich ihn: «Haben Sie Kinder,^ Herr?» worauf er ausweichend antwortete. JA.j ^ verlegen, als ob ich eine große UngeschickllH ^: gangen hätte, und fuhr fort: «Verzeihen ^'A" als ich Ihren Diener von den Spielsachen reden ^ dachte ich es. Man hört so etwas, ohne dai» ^,< hinhorcht, und unwillkürlich macht man sich """/ Gedanken » ,:„ e> der Frau eine fremde Frauensperson, welche das Kind "'t dem Bemerken übergab, dass es noch nicht getauft ^ "nd sich sodann schleunigst wieder entfernte. Als der "llnn nach Hause kam, fand er zu seiner größten Ueber-°schung das Kind vor, das zu holen er eine vergebliche ""ise unternommen hatte. H. 7" (Eine dreitausendjährige Flöte.) ^kl einer in Egypten veranstalteten Ausgrabung hat ein ^"r Flinders Petrie in einem Frauengrabe eine Mtische Doppelflöte gefunden. Kürzlich hat nun ein unsller in London vor einem geladenen Publicum "lhrere Stücke auf diesem Instrumente gespielt, dessen ^." auf nicht weniger als dreitaufend Jahre geschäht ">rd. Per Ton dieser Flöte gleicht nicht dem unserer fernen Flöte, sondern nähert sich demjenigen des in fallen unter dem Namen «Zampogna» bekannten In- lunlentes. Auf der anderen Seite machte man die in- "essante Wahrnehmung, das« die verschiedenen Noten. t"tn ^ Töne der Flöte entfprechen, mit denen der °"rnen europäischen Tonleiter identisch sind. woraus °" schließen dürfte, dass unser musikalisches System den "" Egyptern bekannt war. H "-(Eine Vartabnahme während der ^lhanblung.) Ein Individuum Namens Leopold ^lenthal wurde vor dem Wiener Landesgerichte wegen llell^^' ^en er vor zwei Jahren begangen hatte, an« hei» ' ^""kr der Zeugen erkannte ihn mit Bestimmt« h ' Der Angeklagte erschien nämlich mit einem Voll- ll' aber der Vetrüger hatte nur einen Schnurrbart «. ^Ien. Auf Unordnung des Präsidenten wurde nun die Handlung für kurze Ieit unterbrochen und dem An» uzten in einem Nebenzimmer der Vollbart abgenom- ^". ^lls dann Ehrenthal in den Oerichtssaal zurücklehrte, h, .t er „on allen Zeugen als der Verüber des incri- , "/"ten Betruges erkannt. Da« Strafurtheil gegen ihn "" auf drei Monate Kerkers. 'Xl5^ ^^ gefüllte Stock.) Dem Parifer ^ ^ Siicle» wird aus Rom gemeldet: Die Königin» ein« '" *"" Spanien hat dem Papste zu Neujahr einen tz^en Spazierstock überreichen lassen. Der spanische ^'chaster übergab denselben dem Papste mit der Bitte, kin. °"l llützen zu wollen. Kaum halle Leo XIII. ^ band auf den silbernen Stocktnopf gestützt, als ein "'" von Goldstücken daraus zu seinen Füßen niedersiel, tz^.,^- (Eine Frau in Flammen.) Die junge ^ien ^ Rechtsconsulenten Dr. Emanuel Hacek in ^ ^"unglückte vorgestern in grässlicher Weise. Die ^lbtn ^"^ "^^" ^em ^^"' "^ Plötzlich ein aus dem-^" ^rausspringender Funke ihr Kleid in Vrand setzte, httbfl. "krnswerte Frau, aus deren Hilferufe Nachbarn klslick» " ""b mit Teppichen die Flammen des Kleides ^getn^' ^^^ schwere Brandwunden und liegt jetzt im "einen Krankenhause hoffnungslos darnieder, ^rin^ (Verhaftung einer Schrift st el-^llet! ^l Triester «Piccolo» meldet, die Schriften« ^" ?lassai habe den Artikel, welcher zu ihrer (von ^tbrj.s 2 ^meldeten) Verhaftung Anlass gab, als Pri-ilbri«.^ ^" '^"n Bräutigam gerichtet. Derselbe, welcher ihr ^ "ur die Beschreibung Triests enthalte, sei ohne ^°celz veröffentlicht worden. Die Dame werde ohne ^ausgewiesen werden. hoi.h?" (^rand.) Aus Genua wirb gemeldet: Eine welcher sich 2000 Ballen Baumwolle be- tvelch^" "«es Mannes, der eine Sache vertheidigt, verlor^ bereits vmi vornherein als verloren kennt, ^entliH ^Hklz ""^ Seck' die er aber noch für die M Meinung gewinnen will: sltcll, he c>l unrecht, mein Herr, den Namen der 'ch g^ lileurnel nach dem mrinen zu nennen. Als hülte jH "^ Feldzuge zurückkehrte, ohne Veine. da Meine 3' """' ^"^ lew" Fall zugegeben, dafs ^ilgijH^ nrau geworden wäre. War das denn "atz njch. '"enn man heiratet, mein Herr. so thut man 3? ieden' ^ ""^ Samariterthat auszuüben, fondern ' °"ne zu ?^' ^^ Stunde, jede Minute mit dem ?' wie U ^^! und wenn der Mann ein Krüppel 'M zu '^' verurtheilt man sich durch die Heirat mit gleise un^c."^"» das nur der Tod endigt. O, ich ^lmütbia.c. "andere jede Selbstaufopferung, jedes ^n. Dp H'"^ben. aber alles muss seine Grenzen s.> Zukunsi '3 "c^"'^ nicht, wie eine Frau ihre ?l. ulle?!' ^ be sich doch auch als glücklich vor-. . l' nur ,^ Z"uden und alle ihre Träume opfern ^'. dem ss.A .Bewunderung zu erwecken. Wenn ich .. ">'e und? " "'einer Kammer meine hölzernen feilen sl)"^ brücken erklingen höre. dann bin ich ^? "eine« K"d ""b verzweifelt, dass ich am m«' das« n,an ^dienten ermorden möchte. Und finden Ehalten ^'"" """ 3rau verlangen kann, etwas >"'? Un'd^ ,"°" Wber nicht imstande ist zu er-Wn ist^'d denken Sie denn. dass ein solcher Stumpf 2 Was sollte ich sagen? Ich faud. dass fanden, gerieth in Vrand. Der Schade übersteigt eine halbe Million Lire. Ein Wächter ist verfchwunden. Die Auffindung eines glimmenden Dochtes fcheint auf Brand» legung hinzudeuten. — (Unglück in einem Bergwerke.) Aus Newyork berichtet man: Als eine Anzahl Arbeiter in die Bergwerte von Utioa bei San Andreas in Californien in die Tiefe hinabführen, riss das Seil des Fahrstuhles, der mit den Insassen 450 Fuß in die Tiefe hinabstürzte; eilf Bergleute wurden getödtet.s — (23.000 Oka Heufchrecken - Eier) wurden von Anfang November bis Mitte December in der Umgebung von Smyrna gesammelt; das wären beiläufig 29.500 Kilogramm. — (Ein 8 «Ik in a do iu»u.) Ein amerikanisches Blatt spricht von dem Reichlhume eines seiner «Industriellen», einem 8sli miläs mau, und thut dabei die unantastbare Aeußerung: «Er wurde ohne einen Pfennig in der Tasche geboren.» Johann Orth. Nachdem es leider nicht länger bezweifelt werben kann, dass Johann Orth mit seinem Schiffe «Santa Margherila» und dessen Mannschaft bei der Umschiffung Südamerika's in einem Seesturme den Untergang gefunden, fucht die allgemeine Theilnahme für das Schicksal des unglücklichen Mannes womöglich bestimmten und sicheren Ausschluss darüber zu erlangen, wo, wann und unter welchen Umständen die Katastrophe erfolgt ist, deren Opfer Johann Orth mit den Seinen geworden. Einen Veitrag zur Lösung diefer Fragen bietet ein Schreiben, das der Director der deutschen Scewarte in Hamburg, Gcheimrath Dr. Neumayer, an den Director des hydrographischen Amtes in Pola, Herrn Robert Müller, gerichtet hat. Geheimrath Neumayer, der persönlich von dem lebhaftesten Interesse für Johann Orlh erfüllt ist, den er während dessen Aufenthaltes in Ham« burg schätzen lernte, erklärte zunächst, dass das Resultat seiner Nachforfchungen in den Büchern der vom Cap Horn nach Hamburg heimlehrenden Schiffen ein durchaus negatives war und dafs er keinerlei Nachricht über die «Santa Margherita» erlangen konnte. Dagegen fendete er dem Director Müller eine in drei Listen zusammengestellte Uebersicht der Witterungsvorgänge in der Um» gebung des Cap Horn ron Mitte Juli bis Ende August vorigen Jahres, woraus hervorgeht, dass in der That die Lage eines um diese Zeit vom La Plata um das Eaft Horn nach der Westlüste Südamerika's fahrenden Segelschiffes von mannigfachen Gefahren begleitet war. Geheimrath Neumayer spricht seine Meinung dahin aus, «dass die größte Gefahr für ein Iuschadenlommen des Schiffes wohl zur Zeit der Umseglung des Cap Desire (48 Grad südlicher Breite und 66 Grad west, licher Länge) vorgelegen haben mag, da am 20, Juli, also sieben Tage, nachdem die «Santa Margherita» den La Plata verlassen, ein orkanartiger Sturm aus Oft und Ostsüdost mit außerordentlich schweren Böen in jener Gegend wüthete. Es kann daher dem Schiffe ein Unfall schwerster Art zugestoßen sein, und wäre es immerhin möglich, dass Spuren des Schiffes und der Mannschaft südlich von der bezeichneten Stelle an der Küste von Patagonien zu finden wären. Es müsste sonach darnach getrachtet werden, durch Entsenden eines geeigneten Schiffes Aufklärung über das Schicksal Johann Orths zu erhalten.» Auf Grund der vom Geheimrathe Neumayer zu-fammengestellten Wettertabellen wird dem genannten Blatte er recht hatte. Konnte ich sie wohl tadeln, sie ver-achten, ihr selbst unrecht geben? Nein. Und doch? Diese Lösung, so vollkommen nach der Regel, nach der gerechten Forderung, nach der Wahrscheinlichkeit, konnte mein dichterisches Verlangen nicht befriedigen. Die ver» krüppelttn Beine des Helden verdienten ein schöneres Opfer, und ich war missmuthig, dass es nicht gebracht wurden war. Plötzlich frug ich ihn: «Hat Frau de Fleluml Kinder?» — «Ja, ein Mädchen und zwei Jungen. Für sie bringe ich das Spielzeug mit. Sie und ihr Mann sind stets freundlich zu mir gewesen.» Der Zug näherte sich St. Germain, fuhr in die Halle ein uud stand still. Ich wollte ihm gerade mmien Alm anbieten, um ihm beim Aussteigen behilflich zu sein, als sich zwei Hände durch die geöffnete Thür nach ihm ausstreckten. «Guten Tag. mein lieber Rerialiöre.» — «Guten Tag, Fleurnel.» Hinter dem Manue stand eine noch schöne junge Frau, lächelnd und freudig bewegt, und winkte ihm mit der Hand ein Willkommen zu. Ein kleines Mädchen an ihrer Seite hüpfte vor Freude hin und her, und zwei Knaben fahen mit großen Augen nach der Trommel und dem Gewehr, die aus dem Netz in die Hand ihres Vaters über» gierigen. Als der Invalide auf dem Perron stand, mn-halsten ihn alle Kinder herzlich wie einen zärtlich ge» liebten Onkel, die junge Frau begrüßte ihn vertraulich wie einen Freund, und dann machte man sich auf den Weg Vuy de M a u pa s s a » t. von einem Seemanne geschrieben: An der Ostküste von Patagonien herrschten vom 20. bis 26. Juli zwischen den Breite-Parallelen vom 45. bis mindestens 50. Grad südlicher Breite schwere östliche Stürme, und es ist gar kein Zweifel, dass die «Santa Margherita» in diese ungefähr 360 Meilen breite Sturmzone gerathen war. Gelang es dem Schiffe vor Beginn des Sturmes, also während der Zeit vom 14. bis 19. Juli, einen aus' reichenden Seeraum zu gewinnen, da« heißt, auf einige hundert Meilen von der Küste zu gelangen, so hätte, eine gute Führung vorausgesetzt, die Sturmzone keine Gefahr mit sich gebracht. Gefahrvoll, wenn nicht verhängnisvoll mufste sich aber die Lage des Schiffes gestalten, wenn dasselbe zu nahe unter der Küste (auf etwa 40 bis 60 Meilen) vom Sturme überrascht wurde; in einem solchen Falle dürfte es selbst einem vorzüglichen Segler kaum gelingen, sich während einer sechstägigen Sturmperiode unter dem An« dränge einer hohen See von der Küste freizusegeln, umso-weniger einem Schiffe, wie die «Santa Margherita», welche nur Nallastladung hatte. Während derselben Zeit herrschten südlich von der Staaten-Insel vorwiegend Winde aus nördlichen bis westlichen Richtungen, die mit Beginn des Monats August in Stürme aus westlichen Richtungen übergiengen. Im Westen vom Eap Horn stellten sich die letzt-genannten Stürme bereits am 25. Juli ein und wüteten nach einer kurzen Unterbrechung mit besonderer Heftigkeit in der gelt vom 4, bis 9. August. Die Schiffe meldeten schwere See in der Gegend des Cap Horn und sahen sich gezwungen, beizulegen, War daher die «Santa Mar-gherita» der Sturmperiode an der patagonischen Küste glücklich entgangen, so gerieth das Schiff nun in das Sturmgebiet des Tap Horn. Wie immer das Schicksal der Heimgesuchten sich auch gestaltet haben mochte, so viel steht fest, dafs das Schiff die ungünstigsten Verhältnisse bei der vorgehabten Segelfahrt um das Lap Horn angetroffen hatte. Local- und Provinzial-Nachrichteu. — (Personalnachrichten.) Aus Wien wird uns telegraphisch gemeldet: Seine Majestät der Kaiser verlieh dem Seclionschef im Unterrichtsministerium Alois Ritter von He r man n aus Anlass der von ihm erbetenen Versetzung in den Ruhestand das Comthurkreuz des Franz« Joseph-Ordens mit dem Sterne; weiters dem Hofrathe und Kanzlei-Director des Abgeordnetenhauses Dr. Heinrich Blumenstock als Ritter des Ordens der eisernen Krone dritter Classe in Gemäßheit der Ordensstatuten den Ritter« stand mit dem Prädicate «Halban». Ernannt wurden: Ministerialrath Dr. Eduard Rittner zum Sectionschef im Unterrichtsministerium und den Sectionsrath Doctor -Alfons Heine fetter zum Ministerialrath im Unterrichtsministerium. Dem Ministerialrathe im Unterrichts-ministelium Dr. Benno Ritter von David wurde der Titel und Charakter eines Sectionschefs, dem Sections« rathe Dr. Karl Lind der Titel und Charakter eines Ministerialraches verliehen. — (Von der Wasserleitung.) Von der Betriebsleitung des städtischen Wasserwerkes erhalten wir solgende Zuschrift: Infolge eines Defectes an den Pumpen musste gestern nachts der Wasserzufluss in die Stadt abgesperrt werben. Diejenigen Hausbesitzer, deren Wasser-leitungsanlagen mehr dem Froste ausgesetzt sind, werden aufgefordert, ihre Rohrleitungen entleeren zu lassen, und sind diesbezüglich auch den Installateuren die nölhigen Weisungen ertheilt worden. Da bestimmt anzuhoffen ist, dass der Betrieb heute nachts oder spätestens morgen früh wird wieder aufgenommen" werden können, sind die Nuslauspiften sehr mähig offen zu lassen, damit einerseits beim wieder geöffneten Zufluss aus der Hauptleitung die Luft entweichen kann, anderseits Ueberschwemmungen der unbewachten Wohnräume vermieden werden, welche durch das vollkommene Offenlassen der Auslaufpipen hervorgerufen werden könnten. Bei diefer Gelegenheit wird ersucht, das unnöthige Laufenlassen des Wassers nachts zu vermeiden, weil auf diese Art die jeweiligen Vorräthe im Reservoir rasch aufgebraucht werden, so dass schon kurze Betriebsstörungen zum Einstellen des Wasserzuflusses nöthigen, was leicht vermieden werden könnte, wenn der Wasserverbrauch nachts demjenigen am Tage nicht voll kommen gleich wäre. — (Philharmonische Gesellschaft.) Ueber das vorgestrige Concert der philharmonischen Gesellschaft schreibt uns ein Freund unseres Blattes: Das Concert wurde mit der Ouvertüre eröffnet, welche Reinecke zum Singspiele «Der vierjährige Posten» geschrieben hat. Wenn dieselbe auch keineswegs auf großen musikalischen Wert Anspruch erheben kann. so ist die Composition dieses liebenswürdigen Musilers so stimmungsvoll, dass sie den angenehmste, Eindruck macht. Der Kammersänger Cavallere Felice Mancio rechtfertigte seinen bekannten Ruf als einer der besten Liedersänger feiner Zeit im vollsten Maße,- er weiß seine Stimme wirkungsvoll, aber immer edel zur Geltung zu bringen, dies ist wohl nur möglich, wenn man so feines musikalisches Verständnis und Können mit der vollkommensten Beherrschung der Stimme und der Kunst, sie zu g.biauchen. vereinigt besitzt. So singt i!aibachcr Zeitung Nr. 7. 52 lO. Jänner 1891. Mancio die temperamentvollen Stellen und zarten Schnör« keln in Liedern italienischer Meister ebenso schön und tadellos, wie er ergreisend Schuberts «Doppelgänger» interpretierte. Wir konnten nur bedauern, dass der geschätzte Gast dem stürmischen Beifalle des Publicums nicht nachgab und noch ein Lied sang. Herr Karl Lasner, dem Concert-Publicum der Kammermusitabende bestens bekannt, hat mit dem Vortrage des Goltermann'schen ^.-moü-Concertes für Cello dic Zuhörer zu lebhaftestem Veifalle hingerissen und sich als ein echter Künstler erwiesen, der die zur Seele sprechende Stärle seines Instrumentes vorzüglich meistert. Die technischen Schwierigkeiten von Passagen löste er mühelos, und die berühmt? Eantilene dieses Concertes hat er — es fehlt uns ein brssner Ausdruck — rührend schön auf dem Cello gesungen. Wir lönnen nur Wünschen und hoffen, Herrn Lasner recht bald wieder auf dem Podium begrüßen und uns an seiner Kunst ers,euen zu können. Die zweite Abtheilung des Concertes füllte Engelbergs «Italienisches Liederspiel» aus. Ursprünglich für Soli, gemischten Chor und Clavier geschrieben, hat sich Herr Musildirector Zöhrerder großen Mühe unterzogen, es für Orchester zu instrumentieren. Er hat diese Aufgabe in glänzender Weise gelöst; nur ein echter Musiker von feinstem Gefühle hört aus einem Klavierstücke so viele Details und Nuancen heraus und versteht, diesen durch so originelle Verwendung von Instrumenten Ausdruck zu geben. Leider sind alle diese Vorzüge, welche dieses Arrangement den besten derartigen Arbeiten zur Seite stellt, wenig oder gar nicht zur Geltung gekommen wegen häusiger Schwanlungen und Unklarheiten de« Orchesters. Desto erfreulicher waren die Leistungen der Solisten, des Fräuleins Valentin und der Herren Mancio, Kosler und Nebenfllhrer sowie des gemischten Chores, welcher durch Mitglieder der Sängerrunde des Laibacher deutschen Turnvereines verstärkt war. — (Localbahn Lai bach-Stein.) Mit Bezug auf ein vielfach verbreitetes Gerücht inbetreff der Er» öffuung der Localbahn Laibach «Stein wird uns mitgetheilt: Die Ur^che, toarum die Vahn bis heute noch nicht eröffnet wurde, ist lediglich in dem Umstände ge-lcgcn, dass die betriebsführende Staatsbahn in Ansehung des Winterbetriebes und der Unmöglichkeit, die Bahn unter der Schneedecke zu collaudieren, die definitive Uebernahme des Ober- und Unterbaues nach der Schneeschmelze vertagen musste und statt der vertragsmäßigen fixen Belriebslvstenvergütung von 45 Prorent der Nrutto-Ein« nahmen in der Zwischenzeit die Selbstlostenverrechnung forderte. Ueber die näheren Modalitäten dieser Verrechnung schweben dermalen noch die Verhandlungen zwischen allen betheiligten Factoren, doch sind dieselben bereits so weit vorgeschritten, dass die diesbezüglichen schriftlichen Vereinbarungen in den nächsten Tagen abgeschlossen sein dilrften, worauf die Staatsbahnen sofort den Vetrieb auf« nehmen werden. — (Laibacher deutscher Turnverein.) In Anwesenheit von 9? Mitgliedern hielt der Laibacher deutsche Turnverein gestern in der Casino»Glashalle seine diesjährige Hauptversammlung ab. Aus dem verlesenen Jahresberichte war zu entnehmen, dass das abgelaufene 27. Vereinsjahr als ein in jeder Mise günstiges be» znchnet werden kann. Die Mitglicderzahl erhöhte sich auf 338, während sich das Vereinsvermögen um 441 fl. 25 kr. vermehrte. In turnerischer Beziehung leistete der Verein — der drittgrößte des südösterreichischen Turn« gaues — Hervorragendes: es turnten in 423 Turnstunden 3072 Turner in 6 Riegen. Die seit fünf Jahren be« stehende Sängerrunde des Vereine» zählt gegenwärtig 36 Mitglieder, und erfreuen sich die vom Turnvereine veranstalteten Unterhaltungen steigender Beliebtheit. Von der angeregten Abhaltung des nächsten Gaulurn« tages in Laibach wurde abgesehen, hingegen aus Antrag Dr. Binders beschlossen, es möge vom Turnrathe ein V rband sämmtlicher deutsche Vereine Üaibachs zum Zwecke gemeinsamen Vorgehens in Vereinsangelegenheiten angestrebt werden. Dem abtretenden Turnrathe wurde für seine erfolgreiche Thätigkeit die Anerkennung der Verfammlung ausgesprochen, insbesondere dem Turuwarte Meisseh und den Vorturnern, dem Sangwarle Ranth für seine aufopfernde Mühewaltung, dem Säckel« u,'d Schristwarte Dzimski für seine musterhafte Geschäftsführung und schlichlich mit einem donnernden «Gut Heil!» dem für die Förderung des Turnvereines rastlos thätigen Sprechwartstellvertreter Dr. Binder. Desgleichen drückte die Versammlung der Direction der krainischen Sparcasse sowie der Casino»Direction für deren werkthätige Unterstützung des Turnvereines einhellig durch Erheben von den Sitzen wohlverdienten Dank aus. Der „eu gewählte Turnrath besteht aus solgenden Herren: Arthur Mahr, Dr. Binder. Dzimsli, Uhl, Pamaslo. Röger, Meifsetz. Reih, Ranth. Somnitz und E. Achtschin. Mit der Aufforderung des Sprechwartes, es mögen sämmtliche Mitglieder durch strammes Zusammenwirken das Gedeihen des Vereines fördern, fchlofs die Ver-Sammlung. V- ä. N. — (Line Frau verbrannt.) Gin Görzer Blatt meldet cimn schrecklichen Unglücksfall, der sich in tt.m "^'" t>". Eine Inwohnerin dieser Ortschaft N,< 5 '," ^'"W""""' in welchem ihr Mann krank zu Bette lag. cm F u^ckr« aus. Während si. nun im Zimmer ihren Verrichtungen nachgieng, kam sie dem Feuer zu nahe; ihre Kleider fiengen Feuer und der Oatte, der. von der Krankhcit geschwächt, das Bett nicht verlassen konnte, mussle mit ansehen, wie seine unglückliche Frau in den Flammen den Tod fand, ehe von draußen Rettung kommen tonnte. — (Volkszählung in Agram.) Das vorläu« fige Resultat der Volkszählung in Ag am ist folgendes: Die Stadt Agram hat 2l13 Häuser und insgesammt 39.430 Einwohner, darunter 37.369 Civil' und 2061 Militärpersonen. Der Zuwachs im Vergleiche mit der Volkszählung vom Jahre 1880 beträgt 9550 Seele». — (Vom Eissport.) Nach soebei' eingelangten Berichten hat Herr Frey seine Kunstreise nunmehr angetreten, und ist Aussicht vorhanden, diesen eminenten Künstler auf dem Eise in 8 bis 10 Tagen hier auftreten zu sehen, wovon wir alle Freunde des edlen Eissportes verständigen. — (Defraudation.) Einer Agramer Depesch? zufolge ist Stationschef Raimund Tschöpft a>, der Sissek-Doberliner Linie unlängst nach Veruntreuung von Amtsgetdern in der Höhe von 800 fl., die er verspielte, verschwunden, stellte sich aber gestern der Agramer Polizei, von welcher der Defraudant dem competenten Pe-trinjaer Gerichtshöfe abgeliefert wurde. — (Die Laib acher Citalnica) veranstaltet in Laufe des CarnevalS zwei größere Unterhaltungen, und zwar am 24. Jänner ein Tanztränzcheu und am I.Februar den traditionellen Vodnik - Ball. Die Musik besorgt die hiesige Militär-Musikkapelle, — (Ermäßigung des Bankzinsfußes.) Der Generalrath der österreichisch-ungarischen Bank hat in seiner vorgestrigen Sitzung mit der Giltigkeit vom 9. Jänner l. I. den Zinsfuß für den Wechsel»Escompte mit 4'/, Procent, den Zinsfuß für Darlehen auf Staats« renten und Bankpfandbriefe mit 5 Procent, jenen für Darlehen auf andere Wertpapiere mit 5'/« Procent festgesetzt. — (Verkehrsstörungen.) Der Schnee bereitet dem Verkehre allenthalben nicht geringe Calami» täten. Die Eisenbahnverbindung mit Fiume und Trieft ist unterbrochen, da die Bahnstrecke über den Karst noch immer unfahrbar ist. Die diesige Postverwaltung ließ infolge dessen die Triester Briespost durch den Fiater Aoi auf der Reichsstraße nach Trieft befördern. Die Züge der Staatsbahn und der Wiener Linie der Südbahn langen mit mehrstündiger Verspätung hier ein. — (Cine Bergbahn in Kärnten.) Dem Realitätenbesiher und Spediteur Eajetan Schnabl-egger in Tarvis ist vom Handelsministerium die Concession zur Vornahme von Vorarbeiten für den Bau einer normalspurigen Nahn von Tarvis nach Raibl ertheilt worden. Bekanntlich ift Raibl eine stark besuchte Sommerfrische und Touristenstation, die projektierte Bahn wäre daher für die Touristik von Bedeutung. — (Slovenisches Theater.) Im Saale der hiesigen Eitalnica gelangt morgen das Winterseld'sche Lustspiel «Xllliotlli pi8ar» zur Aufführung. Am 18. d.M. geht die beliebte Operette «Der Zigeunerbaron» in Scene. — (Aus Trieft) wird unterm Gestrigen telegraphisch gemeldet: Der Schneesturm dauert fort, Trieft bietet das ungewohnte Bild einer nordifchen Hafenstadt. Gestern wurden alle Theater-Vorstellungen abgesagt. Die öffentlichen Locale blieben verödet. Die Tramway musste gestern den Verkehr einstellen. Derselbe wurde heute noch nicht aufgenommen. — (Zur Prager Laudes-Ausstellung) werde», wie wir Prager Blättern entnehmen, aus Laibach und Agram Sonderzüge dahin veranstaltet, und man hofft auf einen starken Zuzug aus dem Süden. — (Zur Störung der Wasserleitung.) Wie wir soeben erfahren, wird heute nachmittag« bereits die Störung bei der Wasserleitung behoben sein. Neueste Post. Original'Telegramme der «Laibacher Zeitung». Wie», 9. Jänner. Wie die Blätter melden. b> schloss die Arbeiterpartei, auch heuer den 1. Mai als Arbeiter-feiettag zu begehen und vormittags Versammlungen zu Gunsten des achtstündigen Arbeitstages und drs allgemeinen Wahlrechtes abzuhalten und nachmittags einen Ausflug in den Prater zu unternehmen. Das Programm betont den gänzlich friedlichen Charakter der Demo,,-stratiun. Trieft, 9. Jänner. Der Schneesturm am Karst dauert fort. Das Zugpersonal der aus Wien kommenden Züge kann sich nicht erinnern, seit vieleu Jahren ein solches Unwetter erlebt zu haben. D(,r gestern von hier abgegang ne Eilzug musste bei Adels-be,g stehen bleiben. Die italienische Linie ist bisher frei. allch die Staatsbahnzügr si„d fahrplanmäßig ab-gegangen. Auf der Linie St. Peter Fiume ist der Ver« lehr ganz eingestellt. Aus Venedig und Mailand werden starke Schneefälle bei anormaler Kälte gemeldet. Fiumc, 9. Iäunrr. Die Stadt ist gänzlich eingeschneit. Auf der Karlstädter Bahnlinie ist dcr Verkehr wegen fußhohe», Schnces eingestellt; auch der Localver» kehr ilt Mert. Krutliu, 9. Iämur. Zwei der Geh^imbündel^ drina/nd',' verdächtige UuivrrsitätLhörer wurden ^deß Strafgerichte eingeliefert, Paris, 9. Jänner. Wie verlautet, ist in da« diel-jährig/ Reiseproqramm des Präsidenten der Rrpllblil Herrn Carrot, eine Reise nach Algier aufgenomuttl' an welche sich vielleicht auch nu Nesilch von Tunii knüpfen wird. Madrid, 9. Jänner. In ganz Spanien herrsch! groß«! Kält>,'; an der Küst? wüth''t »»in heftiger Sturn> In Valencia haben mehrere Sch ffe Havarien erlitte»! andere Schiffilmfälle werden brfinchtrt. In Gramidü hat gestern ein starkes Erdbeben stattgefunden. Nom, 9. Jänner. Hellte früh stürzten zwri O^ wölbe eines im Bau befindlichen kleinen Privatha»sei in der Nähe des Parkes am Qilirinal ein. Vun dc» Trümmern wurden diei Arbeiter in das Sout^rrai» mitgerissen. Zwei derselben wurden leicht verletzt h'l< vorgezogen, einer verschüttet, TX'r König erschien tt»" verweilt auf der Ungliicksstätte. Ncwyorl, 9, Iänmr. Der Stamm der Shlisl»om's soll eine Stadt der Indianer, Mosenice. — DriW k. und t. Linienschiffs-Fähnrich, Pola. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Venceslau, Graz. — Tichy, Masseur, Radegund. Hotel Baierischer Hof. Windifch, Viehhändler. Voze». ^" Dinache», Nassenfuß. — Deuner, Maler, Lothen. — Paniz^ Nrcscia. — Pienber. Veldes. Verstorbeue. Den «. Jänner. Johann Cunder, Conducteurs^Tohi', 16 Tage, Reffclstraße 27, Fraisen. Im Svitale: Den 7. Iänner. Valentin Logar, Arbeiter, 49 I>, Vauchsellentzünduna.. Den 8. Iänner. Apollonia Vucar, Arlieiter^Gattil', 40 I.. BauchfelltrebS. Meteorologische BcobcichtulMll iu Laibach. ?U.Mg 7306 —64, O. schwach bewölkt ""^^i s. 2 . N. ^ 728 9 i -3-2^ O. schwach Schnee ^ 9 . Ab.; 730 6 , -4-8 ^ O. schwach Schnee .^" Trübe, abwechselnd Schnee. — Das Tagesimttel d' z Temperatur —48, um 22 unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic. »1» Heilquelle seit Nunänrten van ^.iliron liovvkiirt in alien Krankheiten cler H,tt»lNUll^>- un Danksagung. W ^ ^D Allen Freunden und Bekannten sowie der löbl. M W freiwilligen Feuerwehr sprechen die Unterzeichneten W , « sür die liebeuolle Theilnahme, für die schönen Kranze W ^W spenden und für das lehte Gtleilc beim Leichen- W >» begängniffe ihres unuergefslichcu Gatten und Vaters, W ^> des Herrn W M l. t. Aichmeistcrs W ^ hiemit den wärmsten Danl aus. W W Die trauernden Hinterbliebenen. > M Laibach, 10. Jänner 1891. W ____goftotfjet Bettung 91r> 7, 53 ll) c>«nne«. 1NN1 Course an der Wiener Börse vom 8. Banner 1891. Nach dem officiellen Coursblatte. Geld Ware StaatL-tjnlehen. 5"/., ciüheitlichc «cute in Noten N0«c !»«-«<» 2' berrente....... .,«75 ^.<,v i»^er 4«/„ C,aat«losc. 25» fl. i^u ü<> 1!!0 ü" i»> cr ü°/„ » nanzr 5,^ fl, ^77., 1,^5 ^"«' » Fünstcl luu ss. 14Ü25 -- i»"er Etantölose . . ,uu fl. 17» . 1785N 5°/« Dom.'Mbl. il l2U fl. . . 143'^. !44'- ^ Oest, Guldrente, steuerfrei . l07"?ü 1U7 9ü ^e>lerr, Notenrente, » . 103-75 i«!l!>.'> <«nran,,^ Ioi^p,) .',al,ü i» Silber , 1I5,'7ü 117 - ^"arlw-^r Balü, in Silber , K,4 5», 105 l,0 ^>jal,>st>,l,!il„! !i fl, CM, , 287 — !lW — ° ° Llnz Pudwnö 2(«> fl, ö. W. 81!!'— 223'— "" Tlll^ Tirul N>0 sl. Ü, W. Ä09- 211- «»lal'cüMh!, für liu« Mllrl . IW-^ 10U — "0, für !>!,<> M^-i ,^>/ ,!<,.., i,zj.7„ >'l">>z Iusrp!) Bahn Em, 1»«4 . «ü 50 975U "orariberucr Uahu Eniiss. 18»4 95-. 96 — ^'.'? 3°>brc»te 4"/„ . , . . 1»30.'> 103 25 ^" M'errente d"/„ . . . 1W'N5 1MU5. °l°, E!s«.»l>,^l i^stgWS 114- 114-40 !,,,, ^)" cnmnl. Etiicke »7— l!,iat,U, I, l»7!> 1,1-25. 111-5U d," ^"»zrln'MAl,,, Ol'Kwfi, !w«u --- - ^«M, ^,» ^1,^^ ^ ^ 135-25 1!i5?ü Thri«.«,"° . " "' sl. ü, W, ! 135-25, IÜ5-75 Gelb Ware Glundentl.'Gbligalionen (für 100 si. LM.). 5"/n aalizischc...... 1N,?ü« 104 5l> 5"/„ inährische...... 1<19'50 —'— 5"/u irrain »»b Küste»land . . —'— —'— 5"/« niederüsterrcichische . . . 109 — lw — 5"/„ stelrische......-------------'- 5"/„ kroatische u»d slavonische . 104— 104-50 5"/„ siebendürnische .... inu-50 —'— 5"/„ Temescr Annat .... ins — 110 — 5"/„ liiinarischr...... 89 30 90-— Andere üffentl. Hnlehen. Dunaii-Rca. Luse 5"/„ u>o si. . 121— 122 — dtu. Aüll'll,s 1«7» . . 105-50 1W-5!» A>ttl'l,!>!i der Elabl Gürz . . I11-— —-— VlMcl»,'» d, ^lad!^>'»,ri»dl'Wien 104i!5 105vi5i Pläm, Aul. d. Tladtaem. Wien 146-^5 14L75 Wrscnliaü-'AnIchl'!! uerlos. 5«/„ »8— 9!) — Pfandbriefe (für 100 st). Bobcncr. alla. üst. 4"/» G. . . 113'—I14-— b!u. dto. 4>/,//„ . . . 10050 101-50 btu. dto. 4"/„ . . . 97-!0 97!)« bto. Präm.-Schuldvcrschr. »"/<, 108-50 1"» ^ Oest. Hypotlielenba»! K'j. 50"/^ 100-50 —- - Oest. uiig. Vanl uerl, 4>/,"/„ - 101-2« lNl«<» beltU » 4"/„ . . 9U-70 IU0I0 detto 50jähr. ' 4",/,, . , 9970 10010 VriolitälL-Wliaatillnen (für 100 st,), Ferdinands Hiorbba!),, lim. i«8« 9980 100L0 Galizische Karl Lnbwia. - Bahn E»l, 1««1 300 st. E, 4>/,"/„ , ! U9-50 100^^ Gelb Ware Oesterr. Norbwestbahn . . . 105-5 > 10Ü-5» Staatsbahn....... — — — — Sübbahn il 3"/„..... 150-50 —- ^ 5«/„..... 117-50 --— Una-gallz. Nahn..... 100 50 10150 Diverse Lose (per Stttcl). Lrebitlose >»<> st...... l»a-50ll«2 — LI0N1 Luse !!' fl...... ül'25^ 5525 '»"/,, Dona» Dainpssch, 100 fl. , 125'- ! 127 — i!aidacher Präin. AiNch, 20 si. --'— — — Ofener Lose 4<» fl..... 55»— 5« — Palfst, iiuse N> fl...... 5375 5475 Rut!,e>! Kreuz, üst, Gcs.v., 10 fl, 1««0 i!!->» Rndulpl, Luse 10 st..... 1» — 195» Lnlm Luse l<> st...... «w'25 ch «räl> Lose 20 st. . . 4»'— 4U-— Gew. 3ch. d, !l"/„ Präni. Lchuld verschr. dcrAube»crebiia,istalt 27— 29 — Zank-Hctien (per Llüct). Ansslu üst. Aa»I 200 fl. !> — Cldt, Anst, f. Hand. ii. G, Il!0fl. 307- 30? 50 Crebitbaul, Allg, mia , 200 fl, , >35925 35950 Deposilenbaul, «Ilg., 200 fi. . !i9it-7ü 20025 E«umpte Ges., Ädrüst., 500 fl. ,»>0« — N15 — Giro-u. Cassniv., Wiener 2U0ss. 215—j216-— Oothelenb.öst. 20»fl. 25"/„lk. «9-. ?«- . lnderlianl, »st. 200 st. G, . . 218 40 21«-W l'strrr. nng. Äanl «00 st, . . 997-— 1000 lionbanl 200 st..... 242'- 242-50 rrlchrsbüül, Alla., 140 . . 157 — 157-50 Actien uun Transport» Unternehmungen. (per Stück). >brecht°Nahn 20a fl. Silber . 84 i5 85-25 lfölb ssi»,»«!!. Äal,» 20U fi. S, 20175 80250 üli>». Norblial,!! 150 fl. . . 204' - 205 — » Wesldahn 200 fl. , , . ^35 — 327 — nschtiehrader Eis. 500 st. CM. 11!)7 1203 dtu ^llt. n.) 200 fl. . 47Ü-— ^«0 — »na» . Dampsichifffahrt -- Ges., vestrrr. 500 st, 6M. . . , 20 2810 al, Cnr! Lndw, Ä. 200 st.llM, 20850 209 — nil>, Czerxuw, Iassy Eise»' bahn 0!>ll lisch, 200 st, S. . , 2,1050 2!!«-5<> !)yb,üst.!!N!i,Trieft500sl,CM, 350 — 355 — l-sterr. Nurdwrstl,. 200 fl.Silb, 217 — 217'50 dtu, (lil, >! ) 200 fl. S. . . 222'- . L22-50 raq Dil^r Eisenb, l50fl. Silb. »«— 87 — laatn 200 ft. Silber 24<>-50 24?-'ldwli» 2l'0 fl. Sillier . , . 183 25 12375 üb 3iordd,Verl> V.20Nfl,CM. 177 «5 17?-5>--amway-Oes,Mr.,i70fl. 0. W. 220'— L23 -» neue Wr., PrioritHtö- Actie» 100 fl......96'- 97-50 1«. a.aliz,Eise»b. 200 fl. Silber 196-75 197 — Gelb Ware Ung. Norbostbah» 20« st. Silber 197- 197-50 U»g.Wcstl).(»laal> Vrnz)200fl.S. 1W75 is?-»ü Industrie-Actitn (p,r Stück). Nauges., «llg. vest., 100 fl. . — - — — Egydier «tisei,- und S»ahl— »Hlbemühl» Papiers, u. V><». 45 — 4«-- Uiesinafr Vrauerei 100 fl. . , 90'— »«-«> Montan Hesrll,, üsterr..alpine 9l8b 9235 Praacr (tise» Inb Gcs. 2W fi. 877 —378 — Ealgo Tarj. 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Z. 1377. über Maria Lec von Podkraj auf Grund des ärztlichen Gutachtens ob Wahnsinnes im Sinne des § 273 a. b. G. B. die Curatel zu ve» hängen befunden und sei derselben deren Ehegatte Johann Cec von Podlraj zum Eurator bestellt worden. K. l. Bezirksgericht Notschach. am 16. October 1890. ______________ ^)^Ü2 5t?l0.016. 10.171. Ns-nanim äe<1iöem ^m.I.l. lve 20lN6MU l^t«s»nu .lulmn(;u »M6NUH6 86 nillOln na öin, t6r »6 mu vr0ö^0 0ä-luki ^. 9210 in 9505 ÜL 1890. C kr. okrajno «oäizök v ^iklNki, äne 4. äßcnmdrk 1890.