Lmbachn Zeitung. Nr. 188. Präniimerationspreis: Im Comvtoii qanzj. st. II, »»ildj. ss. 5.5l). Für die ZustcNunss in« Hau» halbj. 50 lr. Mit der Post ganzj. fl. 15, halbj. st. ?.5>«. Mittwoch, 31. August Inserlionsgebilhr bi« wZcilen: imaleolr., llm.W lr., Am. i st.;sonft pr. Zeile lm. l!lr., zim. »lr., 3m. IU li. u. s. w. Inftrtionsftcmpcl jebcsm. 3U lr. 187U. Mit 1. September blginnt ci» „im« Adounemlnl »uf die ,Faibacher Zeituilg." Der Prännmcrations-Prcis beträgt für die Zeit vom I. bis Ende September 1870: Im Comptoir offen.......__ ss «12 ^- Im Comptoir unter Convert . . . . l — Für Laibach ins Hans zugestellt . . . i " __ " Mit Post unter Schleifen . . i " ^^ " Aintlicher Theil. Der Minister für Cultus und unterricht hat eine yauptlchrcrstcllc an der t. k. Vchrcrbildnngsanslalt in ^M dem Lehrer der dortigen Ucbnngsschulc Peter 9 amp verliehen. ^erorduunft des Ministers für Cultus «no Unterricht vo,n 3tt. August < ^W^«, ^°mit eine Schul- und Uuterrichtsordnnng für die allgemeinen Volksschulen crlafscn wird. (Fortsetzung.) sck«..'^ '^^' ^'^ Aufgabe des erdkundliche,! (geografthi-die ^ . .^^'^lchcu Unterrichtes ist, einerseits durch tiasten ^'^^ vaterländischen Bodens und der wich-zur ^^^c Oesterreichs uud seiner Bewohner ^iebe an den ^s"" Mn Vaterlands sowie Anhänglichkeit seits durck^l ^<"^ ^" Dynastie zu erwecken, anderer-sichtskreis n, ^^'"""^ ^er Wcltkundc den geistigen Gc- Das ^ /""tcun lind das Herz zu veredeln, gliche ttVn'V >- erdkundlichen Unterrichtes ist: Ucbcr-phlisiscki!',, ,. ^ ^' ^" Heimat nnd des Vaterlandes nach Verhält ss" ^'^"'' ethnographischen und politischen und ^i ' Kenntniß des Wichtigsten über Europa verl'is^'« '^"' Erdthcilc mit Hervorhebung der Boden. a°, .. <>e; Verständniß der nahe liegenden Crschcinnn. U"l, die aus der Gestalt, Stellung nnd Bewegung der "oc hervorgehen. Den Ansgangspnnlt des Unterrichtes Mdet der allmälig unter den Angcn der Schüler sich lntwickclndc Plan des Wohnortes uud seiner Umgebung; Man schließt sich die allmäligc Einführung in das voll-'landige Verständniß der Karte. . Das Ziel des Geschichtsunterrichtes ist: Kenntniß er Geschichte des Wohnortes, der Heimat, des Vater. s"!°cs und des Wichtigsten aus der allgemeinen Ge-^lchtc, d. h. jener Partien, welche mit der Geschichte des atcrlllndes in naher Beziehung stehen oder für die ^' twicklung der Menschheit bedeutsam gcwordcu sind. biil^ ' auf den uutcrcn Stnfcn im Anschlnß an die ^csc ^ ^' ertheilte Unterricht wird auf den mittleren Stufen rick/'""'^ ^erbiuduug mit dem geographischen Uutcr-cief s /"'^ vorzugsweise iu biographischer Form weiter, ^eln- .' ^" .^" ^^"' Jahren des Unterrichtes hat der chrm^s ^^ ^ Wicdcrholllng, Znsamincnfassunss uud G,s', ?3ljche Aneinanderreihn,,« der .ftauptmomcntc des ^lnntcn Bedacht zu uchmcn. grun^?^ ^chlnssc werden die Schüler mit den Haupt- Mgcn der vaterländische,, Verfassung bekannt gemacht. Tonsiw ^"' Gesangsunterricht hat die Aufgabe, den dcr ^ ' ä" wecken, die ästhetische und Gcmüthsbildung kleben ^, ^" ^^"'" "nd das patriotische Gefühl zu "ach dp,, ^!. ^en ersten Schuljahren wird das Singen und dc« ^"' eingeübt; die Bildung der Stimme Auf ^./""ualischcn Gehörs ist vornehmlich zn erzielen. Grunds, v""' ^^'s"' 'st ^cr Gcsaugsuutcrricht auf ^tcr V°s^s> ? ^^tcnsystcms zu crthcilcu. Ciu Auzahl ^"odic m.s c'' ^ für die Schüler „ach Text uud ^dächtnis, - ^"' ^'^ ^"lgc Werth habcu, sollen dein "/uns emgcp,äs,t wcrdcu. 3^e, die '^. ?'^ "eibesübuugcn haben znnächst die Auf-M und ^ ^^"'lli der Jugend zu Kraft, Gewandt-s5f^uen V?^"- Ordnnngssinn, Mnth nnd Selbst-Mistes ,./ !"^er>, und die Frische des Körpers nnd . '"dünne., ^ ^^ ^^^" "' ^rdnungö- und ?°U)ündcn s,^ ""nspiclcn und, insofern Turngcräthc ?"ngcn ^' < "'^ ^en oberen Stufen anch in Gcräthc ° " "nch d.n ^bcsübuugen sind für Knaben und Mäd Ebenen N> 4sv!'"^ ^c Verschiedenheit des Geschlechtes de - ^ «1?^ ^lin Theile verschieden. Dutten ^ l ^ ^^ Aufuahu,c audcrcr als der vor^ "yrgegenständc in den Unterrichtsfreie der Volksschnle, wenn diese von der Ortsschulbehörde gewünscht wird, entscheidet die ^andcsschulbchördc. Ein bezüglicher Unterricht kann nur in außerordentlichen Schul-stuuden stattfinden. ß 62. Die einzelnen ^chrgcgcnständc dürfen nicht ohne Beziehung zn einander auftreten, sondern alle sind als cm einheitlicher Vildnngsstoff zu betrachten und mnpcn daher auch in wechselseitiger Beziehung zu ciw ander behandelt werden. ° / » ° Eine bcstimiutc 5'chrmcthodc wird für keinen ^ehr-gcgcnstand der Volksschule vorgeschrieben. Die Bezirks- und ^andcsschal-Inspcctorcn haben l jedoch darüber zn wachen, daß jedes Exftcrimcntiren mit > Methoden vernueden werde. Die Lehrer haben sich die von Wissenschaft nnd Praxis anerkannten und von der Vezirkslchrcrconfercnz angenommenen Methoden anzueignen. 8 l>3. In jeden, Bezirke hat die Vczirkslchrcrcon-fcrcnz von Zeit zn Zeit den ^chrplan innerhalb der ge-schlichen Normen nnd, sobald von der Landcsschulbchördc 9torinalpläuc bekannt gegeben sein werden, mit Beachtung derselben festzustellen nnd den der Voltsschule zugewiesenen Unterrichtsstoff auf die verschiedenen Classen nnd Abtheilungen zu vertheile,,, fticbci sind die verschiedenen Kategorien der Volksschulen" angemessen zn berück sichtigen. Die Beschlüsse smd der Bczirksschulbchördc zur Gcnehmignng vorznlcgcn. Die ^chrpläne für die zu den LehrerbildunaSanstal-tcn gehörigen Ucbungsschulcn sind von den Lehrkörpern dicser Anstalten festzustellen und der Landesschulbchörde zur Genehmignng vorzulegen. Die auf diese Weise für jede Classe oder Abtheilung festgestellten Anforderungen müssen von jedem ^ebrer er-jliUt werden und dieser blcibt für die Einhaltung deö Classen- udcr AblhcilunMeleS den Schulaufsichtsbehörden verantwortlich. Sowohl dic ^chrcrconsclcnzcn. als die Schulbehör-dcn haben sich gegenwärtig zu halten, daß die in den 85 5l bis W aufgeslcUlcn Vchr;iclc dermalen als die höchsten gelten, welche in der allaenicinen Vollsschnlc an-zustreben sind, dieselben daher im Sinne des tz ^ dcs Reichs-Vollsschulllesetzes namentlich in den zwei- und cinclassigcn schulen nach Vcdaif herabgesetzt werden können. § 64. Die Slundcnftlälic werden bei cimlasjiacn Schulen von dem Lehrer, bri mehrclassigen Schulen von der Lehrcreonferenz entworfen und der Bezirksschulbe-hörde (bei Ucbnnasschulcn der Lchrcrdildunasanslaltcn dcr LandcSschulbchöldc) zur Genehmigung vorgelegt. Die genehmigten Stundenpläne sollen in den betrch senden Schulzimmcrn ersichtlich sein. IX. Von den Prüfungen und Zeugnissen. § 05. Am Schlüsse eines jeden Schuliahre« können nach dem Ermessen dcr Orlsschulbchörde öffentliche Prü-fnngen abachallcn werden, Dicfc hauen lediglich den Zmcck. den Eltern Kenntniß von den Leistungen dcr Schule zu gewähren und in den weiteren Kreisen, der Schulac-mcmdc eine rege Theilnahme für da« Schulwesen zu kräftigen. Die Art und Weise so wie dic Zeit der Abhaltung dcr öffentlichen Prüfling hat die OttSschullichörd, mil dem Leiter dcr Schule zu besprechen und hierüber an die Geziltsschulbchürdc zu berichten, welche rechtzeitig den Tag und dcn Leiter der Prüfung bestimmt. An Sttllc dcr Schlnhprüfnngcn oder in Verbindung mit denselben lünncn auch Schulfcicrlichkcttc.l treten. § «0. Die Erthcilung von ^cussnisstn in dcn allgemeinen Vollöschulcn ist anf die w, IN. Abschnitte dieser Schul- und Untcrrichtsordnnny erwähnten Entlassungs-uud Abgangszeugnisse zn beschränken. Während dcr Dauer dcr Schulpflicht kann ein Schnlzcnaniß (Frcqucntations-zcugniß) nur auf bearni'.dclcs Anfuchcn der Eltern oder ihrer Stellvertreter miSgcfolgt werden; auf einem solchen Zcugnissc ist dcr Zwcck desselben ausdrücklich zu bezeichnen. Die Eltern oder ihrc Stellvertreter smd icdocl) vier Mal während dcs Schuljahres von dem sittlichen Betragen und dcn Fortschritten dcr Kinder durch schriftliche Mitthcilunacn in Kenntniß zu setzen (Schulnach- ^'e eines Mannes, der das Duell verwirft und doch gezn>u„gtn 1412 wird, seinen Gegner niederzuschießen. Es mußte leider geschehen. Noch vorgestern boten wir dem Commandanten von Straßburg an, er möge herauskommen oder einen Vertrauensmann senden, um sich zu überzeugen, daß sein Widerstand vergebens, und wir nur mit innerstem Schmerz uns dazu verstehen, auch nur einen Theil von Straßburg in Brand zu stecken. Der Commandant Uhrich erwiederte: Eine Besichtigung unserer Stellungen würde bereits als eine erste Möglichkeit angesehen werden, daß er die Festung übergeben könne. Er aber sei entschlossen (und nun kam die bekannte, zum theatralischen Effect zugespitzte Phrase) sich bis zum letzten Mann und bis zur letzten Patrone zu vertheidigen. Nun hieß es gestern Mittag — und die breite Rauchsäule gab Zeugniß, — daß Kehl aufs neue von den Franzosen in Brand geschossen. Wir verhielten uns ruhig bis zum hereinbrechenden Abend. Die Feuersäule von Kehl loderte breit und stets neu aufsteigend zum Himmel auf, und fort und fort wurden von der Festung aus Vrandkugeln nachgesendet. Jetzt begann das Feuer auf unserer Seite. Blitz auf Blitz, Schlag auf Schlag, es wurde kräftig erwiedert. Da — es zündete in der Citadelle! Die hereinbrechende Nacht zeigte jeden Feuerschein. Die Bomben stiegen auf und fielen nieder. Jetzt zündete es in der Stadt, nördlich vom Münster. Es mußte auf reichlichen Brennstoff gefallen sein, denn sofort loderte es hell auf. Von nun an — wer kann es beschreiben? — da und dort zündete es; wir sahen vier, fünf Brandstätten, zwei verbanden sich und bildeten eine breite, verheerende Esse. Der Wind zog von Westen her und fachte die Flammen immer höher an, sie züngelten weiter. Einer der Zuschauer zeigte dem andern: „Sieh, dort ragt hinter den Rauchwolken das Münster empor, so ehrwürdig, so still wie drohend aufgerichtet, wie mahnend gegen die Menschen, die die ungezügelten Flammen gegen einander senden. Wenn nur das Münster ungcschädigt bleibt, ging es von Munde zu Munde, und dazwischen sprach ein jeder die tiefe Herzbewegung aus, wie es denen drin in der Stadt zu Muthe sein müsse. Im Geiste versetzten wir uns zu denen, die in gewölbten Kellern wehklagend wachen, den Donner des Geschützes hören, nicht wissen, wo es brennt, vielleicht im Hause über ihnen. Und draußen in den Straßen muß man die Flammen gewähren lassen. Wer kann zu löschen versuchen, wo jeden Augenblick ein neues Geschoß auf ihn niederfallen kann? Wie viele rufen nach den Ihrigen; suchen sie und sind wie verirrt im Heimatsortc. Welch' ein Jammer, welch' ein Elend! Wenn man den Herzschlag der Menschen zusammendrängen könnte, er müßte noch lauter, noch schneller, noch gewaltiger pochen als der dumpfe Schall der Geschütze, die unausgesetzt abgebrannt werden, ans dem Dunkel aufblitzen, da — dort, mit dem Auge nicht mehr zu verfolgen, — Mitlernacht war vorüber, als wir unS endlich entschlossen, heimzukehren. Mr sahen ciuandcr wie in hellem Mondscheine. Die ssclder, die Weinberge waren beleuchtet, die weiße Kirche von Mundolsheim mit ihren weißen Grabsteinen. Plötzlich leuchtete es noch heller auf. Wir kehrten um. Jetzt, da wir die Flammen eine Zeillang nicht gesehen, erschienen sie uns breiter, gcwal-tiger und um sich fressend. Schwer war es, sich von dem schaurig großen Schauspiele zu trennen, und doch mußte es sein. Die Dorfbewohner, die uns begegneten, behaupteten genau zu wissen, welche Stadttheile von den Flammen verzehrt würden. Wir wollten ihnen gerne glauben, daß die Umgebungen des Münsters, vor allem dieses selbst ungeschädigt sei. Und doch hatte es uns einen Augenblick geschienen, als ob die Terrasse des Münsters, welche der wirksamste Obscrvationöpuntt des Feindes ist, in Brand gerathen sei; es war wohl nur Täuschung. Officierc, die uns begegneten, berichteten, daß bei dem hellen Feuerschein die Unsrigcn weitere Batterien bauen könnten, wie am hellen Tage; dabei sind sie von dem vollauf beschäftigten Feind ungestört. Auf unserem Wege leuchteten uns die Flammen. Der Him-mcl, leicht von Wolken überzogZn, leuchtete blutig roth. Man muß den Feuerschein weit über den Rhein, weit im Schwarzwalde gesehen haben. Wie viel tausend Herzen pochten in tiefster Bewegung in dieser Nacht. Diese Nacht ist mit entsetzlicher Flammenschrift eingeschrieben in die Geschichte. Manche unter uns wollten glauben, daß der Commandant Uhrich nun nachgeben, fernere Verwüstung vermeiden und die Thore öffnen würde. Leider habe ich Grund zu der Annahme, er werde sein Gloire-Spiel weiter treiben, mit Hinopferung von Gut nnd Blut Unschuldiger. Auf ihn allein fällt alle Schuld vor dem Weltgericht der Geschichte. Es wäre su'r uns Deutsche ein erhebender Moment geworden, wenn es unö vergönnt gewesen wäre, in die unversehrte Stadt einzuziehen, die uns am hellen Tage von Frankreich geraubt wurde. Das wär' eine wirkliche Restitution gewesen, gegenüber dem Mißbrauche, den man damals mit diesem Worte trieb. Jetzt müssen wir leider über Trümmer und Verwüstung in die Stadt einziehen, und vielleicht über noch größere Trümmer, als heute Nacht entstanden. Wir hoffen, daß die heilende Zeit nnd die Bruderliebe, die wir den Elsässern entgegenbringen, das Elend nach Möglichkeit tilgen wird. Immer wieder muß festgestellt werden, daß nicht wir das uns von Nechts-wea.cn Zngehörendc antasten, sondern daß es uns unmöglich gemacht wurde, unser Eigenthum ungcschädigt der Hand des Räubers zu entreißen. Krainischcr Landtag. 7. Sitzung. Laibach, W. August. Nach Verlesung des Protokolls der letzten Sitzung theilt der Vorsitzende, Dr. v. Wurzbach, die Einlaufe mit, und sodann verliest Herr Regierungsrath Noth die Erwiderung auf die gestern eingebrachte Inter vcllation von Dr. Poklukar uno Genossen in Betreff der Großlnpv-Gurtfeloer Straße. Nach derselben ist diese Straße bis auf eine kleine Strecke bereits vollendet und es sind alle Einleitungen getroffen, um dieselbe noch im Laufe des heurigen Herbstes dem Verkehre übergeben zu können. Es wird zur Tagesordnung übergegangen. Svetec als Berichterstatter verliest den Bericht der Adreßcommission und den (gestern mitgetheilten) Wort-lant der Adresse selbst, zuerst in slouenischcr, dann in deutscher Sprache nnd ferner die daran geknüpften Anträge des Adreßausschnsscs, welche lauten: 1. Es werde obige Adresse angenommen. 2. Der Landeshauptmann werde beauftragt, die sclbe im geeigneten Wege Sr. k. und t. apostolischen Majestät vorzulegen. 3. Im Sinne obiger Adresse sind die Abgeordneten in den Reichsrath zu wühlen. In der Generaldebatte ergreift zuerst das Wort der Landespräsident: Sie werden kaum von mir erwarten, meine Herren» daß ich es unternehme, Ihnen den Standpunkt der M-gierung gegenüber der heutigen Adresse darzulegen; den" er ist schon vollkommen klar gestellt in der VotM'. welche Se. Majestät unser allcrgnädigstc Herr und Ka'!" an den Landtag gerichtet hat. .. Ich werde es auch nicht unternehmen, dieser AdM den Spiegel der Verfassung, des Staatsgrundaesetzc» gegenüber zu halten, damit man ihren Inhalt, ihre M< stalt, wie sie eigentlich, wie sie von Gcsetzeswegen aM' sehen werden muß, erkenne. ^ Ich ergreife nur das Wort, um Sie an den ^' halt der kaiserlichen Botschaft, die ich in erster S'tM der heurigen Session zu übergeben die Ehre hatte, an »e ganzen Inhalt derselben zu erinnern. Würde ich den Prüfstein der Verfassung N" Adresse anlegen, so müßte ich zunächst jenen Stclie darin begegnen, worin diese Verfassung selbst "ls o , rcchtsgiltigen Grundlage entbehrend, als von der Ml, rität der Völker nicht anerkannt bezeichnet, und sie loM auf diesem Wege zu dem Schluß, die Wahl der M ordneten in den Neichsrath vorzunehmen, auöschlW behufs der Wahl in die Delegation und zur Berath^ der durch die Kricgscreignisfc bedingten finanziellen ^M regeln. Das ist cine Instruction an Ihre Abgeordnete"' und doch dürfen Reichsrathsabgeordncte nach 8 ^ « > Neichsverfassnng keine Instruction annehmen, und in be' Reichsrath, an den sie gesendet werden, gibt es leine ^ einer Instruction ausgestattete Abgeordnete. Die Verfassung, das Staatsgrnndgcsctz, meine Hell'' ist der Boden, auf dem wir stehen, ist daö Gcbäu^ dem wir wohnen; es ist gewiß durch ihr Wesens ausgeschlossen, daß sie auch in Cardinalpunkten ü^ cirt, umgeschaffen, daß Umstaltungcn und Verbcsscl^v. an dem Gebäude vorgenommen werden; aber dai^ kann nach seiner Natur und nach der Erfahr»^ ^ Verfassungen aller Zeiten und Länder nur im W^ , Gesetzes geändert werden und es geht nicht an, ?,, man auf dem Boden der Verfassung stehen bleibt, " „ Verfassung, kraft deren allein auch der Landtag ^1 und Beschlüsse faßte, doch zugleich von wesentlichen stimmungen derselben absehen, sie als nicht zu Rech' stehend annehmen zu wollen. .,i Ich kann also nicht weiter auf dem Boden Versassung den Schlußfolgerungen dcr Adresse nachg^ komme nur zurück zur kaiserlichen Botschaft, die i" Adresse ihre Bcantwortlmg finden soll. ^ Sc. Majestät der Kaiser erinnert dcn -'^ an die folgenschweren Ereignisse, deren Schauplatz Ou> geworden ist, er erinnert an die Folgen dieser ß^, wärtigen Ereignisse; denn diese Folgen werden in W < zer Schwere an Oesterreich herantreten, und diese.'^, ^ den Staat nicht in einem Zustande finden, wo ^^ » ncrcn Fragen nicht gelöst, die Schwierigkeiten b^M' > ren Lage nicht behoben, die darüber herrschend^ ^l ^ nnngsverschicdcnhcitcn nicht ausgeglichen, der " ^ unter den Völkern nicht hergestellt ist, wie lh" kaiserliche Wort hofft und verlangt. Msi> Der Kaiser erinnert Sie an den vom Hcl'^l! Krain vielfach bethätigten Patriotismus, und el> ^, Sie an eine glorreiche Geschichte, welche die Gc^ ^! tcit der höchsten Interessen des Reiches geheiligt F — und fordert Sie auf, in dcn Neichsrath zu ^ . Mul felon. Der „Vaulois" in Worth. Man erinnert sich, welch' komisch-pathetischen Bericht zwei Pariser Journalisten, Herr Cardon vom „Figaro" und Herr Chabrillart vom „Gaulois," über ihre Gefangennahme nach der Schlacht von Worth erstatteten. Nun finden wir in den „Grcnzboten" von deutscher Seite eine Darstellung des vielbesprochenen Vorfalls, für die — originell genug — als Grundlage jene Aufzeichnungen dienen, die sich bei den genannten Herren vorgefunden haben. Dem Vertreter des „Figaro" scheint der Humor für seine Notizen vergangen zu sein, als die ersten Kanonenschlägc aus preußischem Geschütz in Wörth erdröhnten ; wenigstens bricht an diesem Zeitpunkt seine Erzählung ab. Der „Gauloiö" bleibt noch standhaft auf dem Posten des Berichterstatters, als er wiederholt seinen Versteck wechseln mußte, um bald vor den preußischen, bald vor den französischen Feucrfchlünden Zuflucht zu suchen; umspielt von Kanonen, Milraillcuscn, Chassc-pots und Zündnadeln setzte er sein Tagebuch fort, bis nach 10 Uhr die Preußen des 5. Armcecorps einen erneuten Vorstoß der anfangs überlegenen französischen Streillräfte zurückwiesen und zwischen den Häuserreihen von Wörth festen Fuß faßten. Diese rühmliche Ausdauer unseres Galliers wird es rechtfertigen — sagt dcr deutsche Verfasser Paul Hassel — wenn wir seinen College» im Hintergrund lassen und nur seinen Namen auf das hier gegebene Genrebild übernehme». .... Es ist 5 Uhr Morgens (am ll, August) geworden. Die Zuanen rücken an. I>, den elsässischcn Dörfern, durch die wir passirten, sprach man von ihnen als von den „wilden Bestien," die der Nachkomme Bonaparte's gegen seine Feinde losgelassen hat. In dem französischen Lager aber sind sie die verwöhnten Schoßkinder von Officicren und Mannschaften, denn man hat nun einmal die Hoffnung dieses Fcldzuges auf sie gesetzt. Auch der kriegsschnaubende Schriftsteller, wie der „Gau-lois" bei der Morgenfrische des li. August noch einer ist, muß sich mit ihnen verhalten. Er tritt auö seiner „^.udl^d" auf die Straße und labt, so weit der Vor-rath des Einzelnen reicht, mit l^ul«, ixitil^ vorro» und Cigarren die Zuaven vom 2. Regiment und die Turcos. Dabei zeigt sich, daß die GcfühlSweisc des französischen Journalismus von der tyrtäischcn Furie der Schwarzen und Braunen deS gegenwärtigen Kaiserreiches nicht ullzu weit entfernt ist. Man hat bei diesen Herren ein Chiffreblatt gefunden, das die französische Presse, so weit sie den Lagern gefolgt ist, für die intimen Mittheilungen ihrer Scndlinge verabredet zu haben scheint. Die Depesche wird in Form eines Krankenbullctins gehalten. Für die Bezeichnung der Generäle und Corpsbcfchls-haber, wie für die der Ortschaften von Frankreich bis in das Herz unseres Vaterlandes sind französische Vornamen gewählt; die militärischen Bewegungen werden durch die einzelnen Stadien dcr Krankheit wiedergegeben. „I^ot.ru umi W1 <^ t«1 v^ un i»0,l miuux" Heißt z, V. in dieser nicht allzu tiefsinnigen Gcheimsprache: „011 iMU0N00 Ml (üiz^oilwnt ^5, s^.j^x 1>1'm Ml mimix." Die Preußen sind geschlagen, heißt: „WiVlmox «mi ," dic Preußen sind auf dem Rückzüge: „pr6vou6/ w tant,«," sie sind gänzlich ge> schlagen: „pnw'im/. «u m<> ^M gezogen. Daö rothe Kreuz in weißer Fahne g>^ ^ »^ schaft für den Schutz ihres kostbaren LcbcnS ^ im Hospital von Wörth, wo wir gegen ii Uhr °^ dO» vinisinllS des „Gaulois" wiederfinden. ".,^h!^ Schlimmste erwartet ihn noch. Die Preußen i ^ d^ geworden, daß ihre Gewehre nicht liunciche"' ^"' feindlichen Batterien in ihrer entfernten Sch"b^ ZW ihren überlegenen Positionen matt zu sc^"'.,. zivü^,, lcric deS fünften Corps fchicbt sich z"r YM Po^ die Colonncn dcr Infanterie und verthat " ,fc, °. in den Straßen von Wörth. Alle Comman^^,^ diese Vorgänge bezeichnen, werden dem ^j^^^ Banncnträgcr Napoleons vernehmbar: ^" srW". der tapfern l^cr: „Wir können hier nicht« ^,^ >"^ (K<)»« !is> jtt.nvlMtt ,'illll siM'l! lki). el li «f ill l. er aus seinem lauersamen Verstecke d" ) (ycscyH Höhe schnellt, die Anffahrt der p""^ „ich's^ Von seinen eigenen Landsleuten kommt ^' ^,. ^F zn Gesicht, er befindet sich inmitten d" ^ -^, "° »mmu0« 1iU6Ml)uiolll, '»s h.rautrctcu, die das Vaterland mcht ln unM)c!n. gelockerte'.:, verworrenen innern ^u-'landen finden sollen ! Und wenn diese Fragen zur Lösung Neiangcn, wem, dcr RcichSrath als die dnzn berufene «orpcrschaft sic in Behandlung nimmt, dann sollen Ihre ""geordneten sich entfernen, sie sollen nichl mitthun dür->c>', weil sie ein beschränktes Mandat, weil sie sür diese wichtigsten Aufgaben temc Scndnug erhalten haben? Meine Hcrrcn, gerade hier im Lande gibt es mch-^re solche offene Fragen und LandcSanliegcn, die ihrer ^slmg harren, Sie haben deren selbst in Ihrer Adresse aufgcM,, und haben in einer dcr letzten Sitzungen Mehrere dcrsclbcu ncucrdings lN Gesetzentwürfe aufgc-noiniiicu. dic somit auf verfassungsmäßigem Wege an ocn allerhöchsten Thron gelangen werden. l.ic Regierung hat diesen Vorlagen gegenüber sich msnml nickt ausgesprochen; ich möchte ndcr durchaus vermieden sehen, daß vielleicht Jemand hier im Hause dttscs Stillschweigen, diese passive Haltung al/ dcu Ausdruck vou Glcichgiltiglcit anschc, oder etwa einer ^'ßsünimung oder vorgefaßten Meinung über die Bc-^'tliüg und das Schicksal dieser Vorlagen zuschreibe. Aas wäre ein offenbarer Irrthnm; im Gegentheil, die "Mrilng wird alle diese Landcöanlicgcn neuerdings Kindlich nud unverdrossen prüfen und erwägen, sie wird ^l'so, wie sie cö bisher gethan, mit ihren Verfügungen «nd Beschlüssen den Wünschen und Beschlüssen des Lan» ^ entgegenkommen, soviel es in ihrer Machl steht, und e Grenze dieses Entgegenkommens nur dort finden, u entweder ciu schon bestehendes NcichSgcsctz sie voi' « c.chuct ha», oder wo die Erccutiugcwalt allein mit 55 „3^ .'"" Thatsachen rechnen kann. sich an diese ""' '"chl ;» falschen Schlüssen anließ ""kchne dies nur iu dcr Absicht, um diese Landcs-mcruua ?"'"^ "^ lolchc zu kennzeichnen, denen die Rc-Anf.ncrk.'nmi^ ^° kaiserliche Botschaft besagt, ihre rolle fass,,..>« ! "ud Thätigkeit zu widmen, deren vcr- eh' lw!"^!^ ^N'"" sie "ls ihre erste Aufgabe anzu-Kcil ^ "" Zusainincuhangc mit den Angelegen en l!l!' "'^ ^^>^"' des Reiches lönncn auch dicfc Flagen nilchlcdcn wcldcn; und daher läßt cS sich ja kaum dcnkcn, °atz Sie gerade von dieser Berathung, voi: dieser Bchaud- U"g. dcr Ihre wichtigsten Interessen und Wünsche bc-^rcffcndcn Gegenstände Ihre Vcrlrctcr ausschließen wollen. > Meine Hcrrcn! als Vertreter dcr Rcgicrung kann 'ch nur daS dringende, wohl begründete und wohl-U'cincnde Ersuchen au Sie slcllcn: bcant-l orten Sie die ^lserlichc Botschaft durch eine nnbcdingtc verfassungsmäßige Wahl in den Neichöralh, und grlicu Sic Ihrer kr in sciuc Schreibtafcl mit Schriftzügcn. die immer "lllichcr die zitternde Hand verrathen und scht dann, in neu, letzten Aufdämmern seines feuilletonistischcn SlylS ^'llzu: „0'68<, Io ^rolo^us, mi c>u6i uuuu a^istou«, «u e« ^mh,^ ^ ^-^ ^,^ ^^^^s^,/l Ci„ furchlbarcr Knall ! das einleitende Thema dieser kriegerische» symphonic; ^ Ngnalisirt den Beginn der Kanonade auf d,rsclbcu rislü / ^'^ vcruichtcndcn Läufe find in die Höhe ge- "'^t, gegen die Firste dcr Häuser, Schornslciuc stur-reib ?' "'^ "° bie Bliyc dcr Bomben einschlagen, d^ ' ne in dcr Ziegclbcdachnüg klaffende Lücken. In Ul»cr s?" Stockwerken des Hospitals darf man sich sollt» ' ^" ^msländcu nicht mchr sicher wähncu; allcm d^ V^ "'ll>t mit dem Geschäft zusammenhänge», daß ttwus > ^"u^M ^"'dollicrc der französischen Prcfsc ^dcri! f '" ^" ^'^ vorsichtigen Strategen in seinen digcu N^'^ ^^' ^l'^it die Mittel zu einem austän-Alicin x?^"^ und flüchtet sich in das Soulcrrai». zu wa„f ^' ^lttlrn dcr Wände, die bis in ihre Ticfcn Nugrl w ! l ^""'' ^'^" '^"' baß eine feindliche U"veilit « ! ^ ""verschämt scin könne, anch hicr scin Dcinc Stcllung ist zu scher' ^,, .^"''^ Dich, so spricht auö ihm sciu takli-Canlin "' .'^, Z'"" ^lück ist zwischeu Ofc» und ^""lMiat ?'^ ^"'"' Ablieben, dorthin sa,lüpst dcr ^'"fl, di' ^minlismus. Die letzte uub^zwungcnc ^"iscl,^^, '^"^' Phantasie geblieben, sammelt er zu dcm ""d dem s. "lllclch zwischen seinem gegenwärtigen Lose ^''Mcacl, ."^ cl)cmaligcu politischen Verbündeten, dcS ?" der ., """Ners von Flanlrcich, dcr im Augenblick ^ schw... ^^"' ^"f''l scincs ministcriellen Früh' ?.'" N' 2'' '"""' "Was gäbe ich drnm. wenn Olli-""t 9tesi' " "' H°ut Mc." Im Ueb.igcn harrt er "s"">ou der Dingc. die da kommen werden, (Schluß folg».) Adresse eine solche Form. daß Ihre Abgesandten ihr I Mandat als ein vctfassungsmäßiacs annehmen können. Als Mitglied dieses Landtages aber werde ich mich an dcr Wahl in den Rcichsralh der Allerhöchsten Aufforderung gemäß bctheiligen uud jene Abgeordneten und in dcr Zahl wühlen, als mir solche bclannt sind. von denen ich die Ueberzeugung habe, daß sie ihr Mandat als ein verfassungsmäßiges annehmen nnd sich daher an keine Instruction gebunden hallen werden. Dr. Ka lten eg g er gibt in einer im Tone tiefster Bewegung gehaltenen Rede. im Namen dcr Mino-rilät zuerst dem schmerzlichen Gefühle Ausdruck, daS dcr ganze Ton dcr Adresse i» dcr Minorität erregte. Dic Mittel nnd Wege, welche i» dcr Adresse angegeben werdc», um Fricdcu zu schaffen, sind solche, welche eine Verleugnung dcr Grundsätze diit>gcn Frage sc, nbcr eine solche Anwc»du»g gcgcn die NcchlSconlinuität nicht statthast. Er erinnert a» dic Äcschlüssc. welche in dicscr Session ir. Betreff dcr Abänderung dcö Ncichs-gesctzcS in dcr Findclhansfragc g^'aßl wordcn sind. (Hört! ans der Rechten.) Iu der Adrcssc sprechen jene > Nbgcordueten von ..bitteren," im Rclchsrathe gemachten ! „Erfahrungen, die es für zweckmäßig hielten, am Reichs, rathe bis kurz vor dessen Auflösung festzuhalten. Er er-innere gegenüber dcr Versuchung, die uns in der Adresse gestellt wird, dem Gesetze und dem Kaiser untreu zu werden, an das diesfällige Gelöbniß der Abgeordneten. Wir sollen die Wahl in einer Weise vornehmen, die der Verfassung widerstreitet, wodurch die Wirlsamkcit der Abgeordneten geschmälert wird, indem sie ei»e Instruction erhalten, und indem ein Vorbehalt ausgesprochen wird. Er könne die Stimme seines eigenen Gewissens, die Ueberzeugung dessen, was Recht ist, nicht unter-drücken und richte daher an alle Abgeordneten die Aufforderung, dicsc Frage drs öffentlichen Rechtes wohl zu erwägen. Eden, weil er das Rcchlsbcwußtscin für maß» gebend halte, wolle er nichl in die Betrachtung der Irrsale eingehen, welche dicseS Beginnen nach sich ziehen müsse. Auf welcher Grundlage will der Landtag wählen? Die Adresse sagt es, behufs uumittelbarer Wahl der Delegation, behufs Vernichtung und Absorption der rcichsräthlichcu Thätigkeit durch Erweiterung der land» täglichen AulouoN'ic. Auch dicsc Ziclc könne er, wenig» slcns in diesem Umfange, nicht gutheißen. Das Ve» dürfniß eines NeichsralhcS ist für Oesterreich so dringend, daß, wenn wir ihn nichl schon hätten, wir ihn schassen müßten. Was die Frage der Vereinigung der slovcnischen Nation betrifft, so beklage er es als eine wesentliche Ursache dcr staatsrechtlichen Wirren, daß das neue slaatcnbildendc und vernichtende Princip der Na» tionalilät aufgestellt wurde. Es dürfe die gleichberechtigte Individualität anderer Länder nicht angetastet werden. Lassen Sie uns sialt der Fahne der Nationalität die Fahne Oesterreichs hoch halten! Was die Betonung der verletzten Gefühle der la-tholischcn Bevölkerung betrifft, wobei auf die coufessio» ncllcn Gcsctze und auf das Concordat angespielt wird, so wisse cr nicht, ob es nicht zweckmäßiger gewesen wäre, dcn Dank dcs Landes für die Aufhebung des Concorda-tcs zu votircn (Bravo — Lärm.) Eine Thatsache sei e« wenigstens, daß es mit dcm Gesetze über die Gewissensfreiheit nicht vereinbar sei, cr weise auf Ungarn hin und frage, ob man das Concordat etwa für Kram allein hätte aufrecht erhalten sollcu? Wenn Sie die Neutralität nach Außen wahren wollen, so müssen Sie dieselbe anch nach Innen wahren. Dcr Staat kann teinc Privilegirtc, keine blos tolerirte Kirche statuircn Religiosität wird nicht gefördert, wenn sie der Staat nur in einer bestimmten Confession fördern will; der religiösen Ueberzeugung wird durch lein Gesetz Zwang angethan (Oho!), wenn sie nicht recht«, verletzend iu cinc andere Sphäre hinübergreift. Wenn daS katholische Gefühl verletzt scin soll dnrch Aufhebung vou Privilegien, durch Freimachung von einem unbercch tigtcn Einflüsse nach Außen, so verkennt die Adresse den allein richtigen Staudpuukt dcS Rechtsstaates. Die Mi^ »orltät will übrigens alle nationalen Ansprüche bcfriedi-gcu, insoweit sic nicht aggressiv gegen cin eigcnbercchtigtes Element im Lande gerichtet sind, dic beschlossenen Aenderungen in dcr Schnlc und in dcr LandtagSwahlordnung sind aber nach einseitigem nationalen Zuschnitt erfolgt, nut Vcrkcnnung der Gleichberechtigung darauf gerichtet, uus auch die Minorität im Landtage zu rauben; wer die Erfüllung dcr Wünsche dcS Landes auf dem in der Adrcssc angcgcbcncn Wege sucht, dcr arbeitet am Verfalle Oesterreichs. Er schloß: Wir (die Minorität) sehen von dcr Amcndirunn, dcr Adrcssc ab, da wir einerseits vou ihrer Ungesetzlichkeit überzeugt sind, audcrcrscits aber dic Ucbcrzcnguug hegen, daß dic verfassungsmäßige Antwort auf dic kaiscrlichcBotschaft in der verfassungsmäßigen Wahl besteht. Er stelle daher den Antrag: 1. Ueber dic Adrcssc zur Tagesordnung überzugehen, 2. die Wahl im Sinne der Vcrfassung ohne Beschrän» tnng anf ciu Mandat vorzunehmen. (Schluß fo,gl,) (Wir resumiren das Resultat für heute furz dahin, daß Dr. Kaltencggers Antrag von der Majorität ad-qclehut wurde, daß derselbe darauf in, Namen der Mino, rität crllärlc, daß sie sich der Wahl der Reichsralhsabge-ovduclcn cnlhallcn werdc; daß dic Majorität die Abgeordneten : Graf Marghcri, der dic Wahl als Mitglied der Minorität ablehnte; Murnik, Horat, Costa, Svetcc und Varbo in den Rcichsralh wählte, und der Landlag hierauf unter Hochrufen fur Se. Majestät geschlossen wurde.) Wqesneuigkeiten. - (Oesterreichische Aerzte auf dem Kriegs« schau platze.) Aus der „Medicinischen Wochenschrift" ist iu andere Vläller die folgende Notiz libergeganaen: „Offenbar nur bei gänzlicher Unlenntn'iß der zu Verlm 1869 gefaßten Veschllisse über Hilfeleistung von Aerzten neutraler Mächte uud unter gänzlicher Verlennuna dcr internationalen Wichtigkeit und Nützlichkeit dieser emi-nent humanitären Handlung hat das l. k. Ministerium deS Acußeru — wie wir eben zu unseren, tiefsten Bedauern vernehmen ~- es nicht sür opportun erklärt, dem Anlrage dcö ^cMknegsmmistcriumö beizustimmen. Mililärärzte nach Preußen und Frankreich zum Dienste iu den .^r egslaza-reihen dcn beiden eben aenanmen Mächte» zur 5-sposil'"' stellen zu lassen." 1414 Der „Correspondeuz Warrens" zufolge entbehrt diese Notiz gänzlich der thatsächlichen Begründung. Das Ministerium des Aeußern hat sich vielmehr beeilt, sobald ihm der erwähnte Antrag zugekommen war, jedem der beiden kriegführenden Theile zehn besonders im chirurgischen und Operationsfache erfahrene Militärärzte zur Verfügung zu stellen, ein Antrag, auf welchen bisher noch von keiner Seite eine Antwort erfolgt ist. Es mag Übrigens hier be-merlt werden, daß die oben erwähnten Berliner Beschlüsse nur dahin gingen, die Annahme eines Additionalartikels zur Genfer Convention vom Jahre 1864 anzuregen, nach welchem im Falle eines Krieges die neutralen Mächte verbunden sein sollten, den kriegführenden Theilen ihre entbehrlichen Militärärzte znr Verfügung zu stellen. Da dieser Additionalarlitel bis nun nicht vereinbart worden ist, besteht in dieser Beziehung keinerlei vertragsmäßige Verbindlichkeit und es fand sich die k. und k. Regierung nur aus Rücksichten der Humanität bewogen, den Verwundeten der lämpfenden Heere ärztliche Hilfe zuzuführen. — (Sterbe fall.) Am 26. d M. starb in Wien im 81. Lebensjahre der mit mehreren Medaillen ausgezeichnete Tiroler-Schützen-Veteran D. L. Brand, der 1809 als Oberlieutenant unter Andreas Hofers Obercommando in der Schlacht am Berg Isel sechs bairische Kanonen eroberte und 1848 in der ersten Wiener Tiroler-Compagnie an der Seite von Enkeln Andrä Hofers kämpfte. Er hin« terläßt eine Witwe und einen mit der großen silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichneten Sohn. — (Kleine Kriegschronik.) Der Belagerungstrain aus den Rheinfestungen ist vor Metz eingetroffen. In Luneville fielen den Preußen Hafervorräthe im Werthe von einer Million in die Hände. Nach einer Meldung des „Wanderer" soll in Straßburg ein geistliches Mädchenpensionat durch das Bombardement zerstört worden sein, wobei eilf Mädchen umgekommen sein sollen. H o c 5 l e 3, — (M ilitärveränderungen.) Im Stand der nicht activen Landwehr wurde Ottokar Klcrr zum Lieutenant ernannt; die k. k. Gerichtsadjuncten Lorenz Ulöar in Laibach und Ferdinand Mattauschek in Littai wurden als Oberlieutenant-Nuditore in die Reserve des Auditorial« eingetheilt. — (Mus italisch es.) Die für morgen Donnerstag den 1. September Abends halb 8 Uhr im landschaftlichen Theater angekündigte Aufführung der Hofopern- und Kammersängerin Frau Haagn (eine ehemalige Schülerin der berühmten Gräsin Rossi, frühere Henriette Tonntag) fcheint durch die Mannigfaltigkeit des Gebotenen einen animirlen Abend in Aussicht zu stellen, wenigstens sind die Berichte, welche uns über das Auftreten der Frau Haagn und der Schauspielerin Frl. Vroche vorliegeil, derart, daß man sich einen wahrhaften Kunstgenuß versprechen kann. — Eine Münchener Stimme läßt sich wie folgt über Frau Haagn hören: „Sie vereint in sich eine Stimme von Wohlklang, Kraft, Simpathie, mit einer ausgezeichneten Schule, die sic alle technischen Schwierigkeiten leicht überwinden läßt. ein Vorzug, welcher bei allen von ihr vorgetragenen Opern-Arien und Liedern dem Kenner entgegentritt. Die geschätzte Künstlerin trug mehrere Opern- und Bravour-Arien mit glänzender Fertigkeit und perlenden Kadenzen, sowie mehrere deutsche und verschiedene Volks^ lieder ganz originell und mit der größten Innigkeit, verbunden mit einer ganz ausgezeichneten Schule und umfangreichen schönen Stimme vor, wofür sie von dem anwesenden, sehr gewählten Auditorium nach jeder Nummer reichen Beifall erntete." — (Karten vom Kriegsschauplatze.) Im Verlage von Justus Perthes in Gotha erschien soeben im Maßstabe von 1: 200.000 eine Specialkarle der deutschen Grenze Frankreichs bis Paris. Die Genauigkeit, mit der diese Karle unter der Redaction Petermanns gearbeitet worden, empfiehlt dieselbe als eine der vorzüglichsten Kriegs-karten, der darauf abgedruckte Plan der Umgebungen von Paris wird, falls es zu einer Schlacht vor Paris kommen sollte, eine genaue Uebersicht derselben gestatten. Der von der gleichen Verlagshandlung herausgegebene Plan von Metz mit Umgebung bietet ein getreucö Bild der dortigen Befestigungen. Der Maßstab 1: zu 50.000 empfiehlt dieselbe als Detailkarte. — (Sch lußv er hand lung en beim k. k. Lan« desgerichte Laibach.) Am 'N. August. Varthelmä Bo^nar: Todtschlag; Barthelmä Pirc: schwere körperliche Beschädigung. — Am 1. September. Thomas Nepic und vier Genossen: Unzucht wider die Natur; Blas Venediciö: Diebstahl; Johann Skerl: Diebstahl. — Am 2. September. Dorothea Scholler: Diebstahl; Mathias Iankouiö: schwere körperliche Beschädigung; Franz Poder^aj: schwere körperliche Beschädigung. — (Im Curorte Krapina) waren bis 18. d. M. bereits 1852 Curgäste und audere Fremde eingetroffen. Ncncllr M. (Original'Telegramme der „Laibacher Zeitung.") Prass, ttt August. Die Absscordneten sind zur ttandtassssitzung fast vollzählig erschie nen. Die Declarauten erklärten, erschienen zu sein, um des Kaisers Votschaft zu vernehmen und eine Verständigung zu ermöglichen. V r ii n n, 3tt. August. Der Landtag nahm die Neichsrathswahleu vor. ttemberg, t August. Das .Hauptquartier Vtac Vtahous ist angeblich in Sedau, wo auch der Kaiser und der kaiserliche Prinz anwesend sind. Aus den Landtagen wird gemeldet: In Bre^ genz und Parenzo wurden dic Ncichsrathswahlcn vorgenommen. Der Member ger Adrcßentwuvf cnt^ hält keine Verwahrung bezüglich der Rcichsrathöwahlcn, betont dagegen stark die in der Resolution enthaltenen Wünsche. Auf gestern war die Adreßoebattc und die Reichsrathswahl festgesetzt. Prag, 2<.1. August. Der deutsche Abgeordneteuclub wählte in die Ausgleichscommission i Hasner, Herbst, Schmeykal, Banhcmö und Klier. Morgen finden die Verhandlungen statt. Karlsruhe. 2!1. August. (Presst.) Die amtliche „Karlsruher Ztg." berichtet vou einem Vermittlungsversuch des Sttaßburgcr Aischofö; derselbe verhandelte in Schiltigheim mit dem l'adischcu Obelstliculcuaut ^'es-czinsky, welcher im Namen dcö Gcucralö Werder zur (äonsercn; erschienen war. Man ciuigtc sich üdcr cincu ^4stündigcn Waffenstillstand, falls der Gouverneur vou Straßdurg binneu Stlmdcsfrist überhaupt uuttrhaudrlu zu wollen nkla'rc Drr Gouvcrucur wurde eingeladen h^auözukmüincu oder emeu Stellvertreter zu senden. Äci dcr Rückkehr wurde auf ^csczmsty, trotzdem cr dic 'pnr-lammtärefnhuü hielt, ein förmliche Rottcufcmr cvo'sfin't; die Parlamentärsfahnc wurde durchlöchert. Da dcr Ver-luittlungsucrsnch erfolglos war, wurde das Aombardc mcnt >uit Geschützen schwersten Kalibers fnrt^esctzt. Paris, 2l». ^'m;usl, Morgens. (Pr.) Ein Erlaß des General Trochn verordnet, daß alle Individuen, wclche den mit Frankreich im Kriege befindlichen Nationalitäten angehören, sich binnen drei Tagen aus dem Sciue-Departcmeut entfernen und entweder Frankreich verlassen oder sich in das Departement ^oire begeben müssen. Die Dawidcrhaudelnden werden den Kriegsgerichten übergeben werden. — Das Gesamml-Ergebniß der Zeichnungen auf das Aulchcn beträgt W7.307.000 Francs; es ist somit um den Äetray von 2,307.MO überzeichnet worden. — Eine Kundmachung der Muni-cival-Behöroc ladet die Bewohner von Paris ein, daß Jeder sich mit Nahrungsmitteln für die Äelagcrung vorsehe, und fordert auch alle Personen ans, welche nicht im Stande sind, dcm Feinde Widerstand zu leisten, Paris zu verlassen. Basel, 29. August. (N. Frdbl.) Flüchtlinge vou Straßburg berichten über ei» neues Bombardement, welches in dcr Nacht von Samstaq auf Sonntcic, stattfand. Der Münster wurde beschossen und stürzte zusammen nur der Thurm steht noch; das römische Kunstwerk tB Schwelgun wurde zerstört. Die ganze Domstraße ist lll einen Schutthaufen verwandelt. — Es circuliren h>^ Gerüchte über einen Sieg Gazaine'S. Brüssel, 28. August. (Pr.) Sämmtliche heu» cingclroffcucu Pariser Blätter bestätigen, dnß die llF weise Verlegung der Regierung nach Bourgcs oder 2M beabsichtigt sei, wohin zwei oder drei CavinclSmitglM zur Organisirung der weiteren Vertheidigung von M>s sich bcgrbcn sollen. — Die Bank und viele große EN blllmgescllschastcn suchen um die Erlaubuiß nach, >^ Sitz von Paris zu verlegen. Die „Indcpcndance" ^ fährt, daß RheimS in Verihcidiguugszustaud gesetzt w>l° und im Befcstigungsbercich gclcgeuc Häuser dcinoM werden sollen. Telegraphischer Wechselcours vom 89. August. ^,,, 5pcrc. Metalliaue« 56. -, — 5pcrc Me!allia»eö mit M und November-^inseu 5,6.-- , — 5pcrc, Naüonal-Äillchm 65> - 1860er Staats-Anlehcn 90.75. — Bankactieu 689 ^ 2"g Actieu 250.50. Lmidou 125,80. - Silber 124.50. -- °' Müuz-Ducatcu 5.98. Napolcond'ors 10.13. ^ Handel' und MlkswirUchastlW 5lrai,,l>!,l-a, 29. August. Auf dem hcnügcu Marltc s^ erschienen: 17^i Wage» mit Getreide, 2 Wagen mil H^'U " , Stroh, 4 Nagen mit Holz und 5 Wclgcu mit Zwiebeln. ! Durchschnitt s-Preise." ^^.' s5.' 'r. ^ ^5 Weizen pr. Mrtzen 5 95 Butter pr. Psnud , -^ ^' ^orli ,' 4 30 Grallpeu pr. Maß . ^ ^ Gerste „ 2 «0 Eier pr. Stiicl . . -' ,?, Hafer „ 2 w Milch pr. M»s, . ^ ,! Halbsruch« „ 4 50 N,udslrisch pr. Psd, " ', Hciom „ ^ — Kalbfleisch „ ^ ,^ Hirse „ 2 70 Schweinefleisch ,. - ^ ttlllmul,! ,. 3 90 Schöpsrnsleisch ,. - ^ Erdäpfel .. 1 «0 Hiilmdcl pr, Sl»^l -^ I, tinsel, ,. _ _ Taulieu „ Erdseu „ . ... Heu pr. Zrutmr . > ' Fisolen „ . — Stroh „ . 1 j N,»dk!ichmul., pr, Pfd. 50 Hol,;, horles, pr. .^ils! ^ ! Hchlueiueschuial,; „ - 42 - wachet«, „ ^ ^ Hpect, frisch, „ 37 Wei», rother, pl.C,,'ei^, Speck, ^eräucher!, Pfd, - — weißer „ " , «ll. M,^. 323ü.i >14? SW. schwach nroKH l,ew <<,» 30. 2 „ N. 324 <»5 4-12,« NO. schwach ga».; bew. ^ ,10.. M. 32<>?« ! 10,5. NO. schwach ' Nrncu Wechselnde Bewölliuic,, Nachmittags schwarzes Oewii^^ Nord, um l! Ubr Platzrcsseu, die gauze Nacht Älege». 2V,z' leuchten iu W. Das Tag'esmittel der Wärme -j-12 7", >»» uitter dem Normale. VerailNm'rlliclü'r Nsln,«!-»! : Iyiia^ v. Kleiu», ^l^^ Alleu Verwandten uud ssreuuden die Nachricht v»" dem uns mit dem tiefsten Schmerz crfllllcudeu H'."' scheiden uuscreS iuuigslgeüebteu Vaters, resp. Schw'c' gcruaterS uud (^roßuatcrö, des Hcrru Gustav Hrimann > Kauf!,!ai!»cij >>i laibach, welcher am 28. AmM, hull, i! Ul,r Abends, »ach langem ,md zulrtit schwerem l'eideu, il» Aller u°» '" Jahre» selig im Hcrru entschlafen ist. Drr Verblichene wird dem fromme» Aildeüle» ">'-Pfohlen. laibach, am 2!». August 1870. Die trauernden Hinterbliebenen. ! Mjenbmchl. ___________________________________________________________,_________^_^^__^_^____________ -._—^F H^ieu, 29. August. T>ic Oürsc war wenig beschäftigt, aber im Gauzeu und u.nneutlich gegen Schluß recht fest. Die Notirungru zum Schluß sind im große» DU^'' deueu vom Samstag gleich oder etwas höher. /U. Allgemeine Staatsschuld. ssUr 100 fl. Geld ^liiarp Einheitliche Staatsschuld zu 5 M.: in Noten verzinst. Mai-November 55,50 55.70 „ „ „ Februar-August 55,50 55.70 „ Silber „ Iiiuner-Iull . «460 64.75 .. „ „ Apnl-October. 64.75 64.90 Steilcraulchen rilclzahlbar (^) , —-.— . -.-. Lose v 1.1839 .... 227.-229.— „ « 1854 (4 "/„> ,u 250 fl. 80.— 81.-- „ « 1860 zu 500 si, . . 90.75 91.— „ 1860 zu 100 fl. . . 98.50 99.50 .. ,. 1864 zu 100 fl. . , 114.25 114.75 GtaatS-Domäneii'Pfaudbriefe zu 120 ft. o W. in Silber . . 120,— 120.50 ». GrmldeutlastllNssH-Qbliaationeu. Fttr 100 fl. Äeld Waare Böhmen . . > . zu5pEt —...... . ._ Oalizieu .... „ b „ 70.50 71/i0 Nieder-Oesterreich. . „ 5 « .— ^.__ Ober-Oesterreich . . „ 5 „ ... ....^_ Siebeubürgen ... „ 5 „ 73- 74.— Gleiermarl ... „ 5 » .— —. Ungarn .... « b « 7675 77.50 C1. Actien von Bankinstituten. ! Geld Waare Anglo-iisterr. Banl abgest. . . 220 50 221,-Anglo-ungar. Nanl .... 74.— 75.— Aautvcrcin.......187.— 188.— , Äoden:i5rcdltlllistlllt, .... —,— —.— i Crcditaustalt f, Handel u. Gew, . 250 25 250,50 ! Crcditanstlllt, allgcm. ungar. . . 72, ^ 74 — ! Escomple-Gcsellschaft, n, o. . . 830. 835,..... , Frauco-osterr. Nanl .... 93.20 93.75! Ocucralbaul.......67,50 68 50 Nationalbaul.......689,— 69» — Niederländische Paul ....—— —.— Vereiusbant.......88.— 89.- Vertehrsbant ....... 87.50 8850 Wiener Baill......67.— 68.— «». Actien von TrauSportuxtcvnel,, munften. Geld Waare Alfold-Fiumancr Bahn . , . 160.50 161.— Göhm. Westbahn.....234.-235-. Earl-Ludwig-Vahn.....237.50 2.18. - Donau-Dampfschiffs. Gesellsch. . 546,- 548. - Elisabeth-Wcstbahn.....208 50 209 - FerdinandS-Nordbahu , . . .1992-199.,,-! Fuufllrchcn-Barcser-Nahn , . 157.— 1s'8. -l Aauz.Iolepl,«,«ahn . . . .180.-180.50 Lemberss-Czern.^assyer-Nllhn . 191.— 193.— ,!?l°tid. iisterr........316,— 320 — ! OmnibnS........85. - 89. — ! iNlidolfö-Bahn......155.50 156.— ' Sicbcnbijrgcr Ällhu . , . .163—164.— ! Staattzbahu.......345.- 347.--. ' Slld^hn . ......192.25 192.75- Slid-nordb, Verbind. Bahn , . 164.50 16».— ! Theiß-Bahn.......215.— 217.- - , Tramway........168,— 168.50 ! «. Pfandbriefe (filr 100 fl,) 5 Mg. üst, Badeil-liredit Anstalt Geld Waare! uerlaubür zll 5 pCt. in Silber 105. - 105 50 dto.in33I.rljckz.zn5pCt,iu°.W. 87.50 88.50 Natioualv. nnf », W. vcrlosb. zn 5 pEt........l»5.50 96.50 Oest. Hypb. zu 5'/, pEt. rttclz. 1878 —. - —... ! Uilg. Vüd.-Cred.-Änsl. zn5'/, P' S. verz. (I. Cmiss.) 91 50------ FcrdlNllnoS-Nordb. in Silb, uerz. 102.25 102,75 F^nz-IosepbS-Vahtt .... 92.- - 92.25 ^.lisn i-Lud^.lli.i.S.ucrz.i.Am. 9». - 100 — Oefterr. »lordweftbahn .... 93.— 93 50 , , M'ld "^ Sicbcub. Vahu iu Silber vcrz. . ^'" ^ StaatSb. G. 3"/<, -i 5,00Fr. „!. En>. -^ 7^ H^ Sildb.G. 3'/..-. 500 Frc. „ . . N^o" Glldb.-Bous « «/, (1870-74) ^ ^., i> 500 Frc«......^^l).' g4.d Ung. Ostbahn......«"" «. Privatlose (per Slllct.) ^/ Ereditaustalt s. Handel u. Gew. ^/'^) j5'^ z« 100 sl. 0 W.....- l"'^ p Rudolf-Stiftung zn 10 ft. . - ^ ^' 2«echsel(3Mm,,) G^i H Augsburg filr 100 fl, sildd. W. 1^^ 1l'l>> Franlsurt a.M. 100 st. dcUo 1^'.. ^l> Hamburg, sllr 10» Marl Vülico ^'>5 I^ London, für 10 Pfuud Sterling ^"'^ ^ Pari«, sttr 10<1 ssraucS ... ^ (5.o,,rs ver (^eld^rt"« ^,,, ^kld . 5st,H , it. MOuz-Dncate, . 5 si. 96 >'- ^ „ lU ^ Napolcon<