EINZELPREIS: worhenlaffs Ii Rpf Sam^lag-Soiintag Ii Rpf Worburger ßntung Amtliches Organ des Steirischen Heimatbundes «2® or'j«»^ ä. Üriu, btdgane Nf. 0, femnit; 2ö-ö/ trschcint wöchentlicn «chsmai als Morgenieitung (mit Ausnahme der bonn- u. "" i!l ' • ' Schnttleitung nur aut hernrul Feiertage) Beiugsp'eis (im voraus zahlbar) monatlich KM llO emschl. ZustelU Nr. errtichnar. — Ufivtrlangtt icutchriften wardtn nicht rllckgesandt. — gebühr, bei Lieferung im Streifband zuzüglich Porto; bei Abholen in der Ue- Be' Anfragtn ROckporto bciltgen. •- PostKlieckkonto Wien Nr. 54 608 schiftsstelle RM 2-— — Anzeigen- und bezugsbestellungen in der Verwaltung. _01tor6uro o. &. 2)rou, TRontao, 12.3anner 1042 82.3at)rgan0 Absolute Seeherrschaft Japans Dar gewaltige Operationsraum zw'sclien Ameriica und indiscliem Ozean unter Japanisclier Konirolle Weltomspannende AchsensMgie Di« •lrat«glKh«n Veraum*ttMngM d«r PaiHlk«rfelg« dar Japaner Endgilltlga Niaderlag« biglandfl und salnar HHftvölkar auciar Zwalfel Tokio, 11. Jänner. Die Ergelmiste dtt trsttn Kriegsmonats im Pazifik fassen miiitarlsciie Kreise iit Toliio dahingeiitnd ztisammeni daß Japan nach der Zerschlagung der anglo-ainerikanischen Seestreitkräfte im gewaltigen Operaiionsraum zwischen Amerika und dem Indischen Ozean nicht nur die absolute Seeherrschaft errang, sondern i uch gleichieiiig die Zugänge zum Pazifik über Hawaii und Singapur kontrolliert. Das bedeute, daß weder die USA noch England für absehbare Zeit in der Lage .seien, mit neuen Kräften im Pazilik aktiv zu werden oder die von Japan diktierte Entwicklung aufzuhauen* Bild der AullOsnim ^ Tokio, 11. Jänner Wie zur Einnahme von Kuala Lumpur, der wichtigsten Stadt im Sultanat Seian-gor, verlautet, besetzten die Japaner am Freitagabend einen vier Kilometer südwestlich der Stadt gelegenen Flugplatz. In den frühen Morgenstunden des Sonn- Diese Entscheidung wurde, so betonen | Gestützt auf die neuen unerschöpflichen abend wurde dann der Hauptangriff ge-miiitirischc Kreise, durch die weltiim-1 Versorgungsräume werde, so wird ab- ^ m j ^pa^nend■ Achsenstrategie möglich ge- schließend betont, Japan s^ark genug macht, die dem Gegner eine Kräftegrup-; sein, mit einer überlegenen kampferprob-picrung aufzwang, die wesentliche Ver- ten Flotte seine strategischen Zonen aui K:hiebung«n nicht mehr gestattet. So mehrere Tausend Seemeilen ansiudchnen. konnte Japan am 8. Dezember mit weit! überlegenen Kräften zum Frontalangriff mit Deckung im Rücken und auf den I lügeln antreten. Fintscheidend für den Verlauf der Ope-r.itionen bleibe der kühne Entschluß des spanischen Oberkommandos, Hawaii, den | wichtigsten Stützpunkt der USA als >iürksten Gegner im Pazifik, in direktem Schanghai, 10. Jänner. Angriff lahmzulegen und sich nicht aufi Nach hter eingetroffeMii Borichten hat nrategische Sicherungen zu beschränken.!®'®^ Kessmte malaiische Front in 1 ntscheidend sei ferner gewesen, daß UieJ groDen Hexenkessel aufgelöst, In l'SA in vollkommener Verkennung der zahHose Elnzelgefechte utul Hand gen den Südteil der Stadt eröffnet, mit deren Fall nun ein strategisch äußerst wichtiges Hindernis auf dem Weg nach Singapur beseitigt ist. Die Engländer ziehen sich in Richtung Malakka zurück. iiniHHniniiiiiiiiiiiiiitiiiftttiiiiiiitiimiiHiiiiiiitiiiiitiiiniiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiitniiiiiiiiiiiimiiniiiMitiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiii Hexenkessel Malaya Neue Landungen — Singapur spricht von „äusserst schweren" Kämpfen Kuantan, durch die die britischen Stellungen Im Rücken bedroht werden. esetzten auch Kuala Kuhn, einen militärischen Flnirnlatz. der ungefähr 60 Kilometer nördlich von Kuala Lumpur liegt. S)f? aro(e ^anb'ung Die Welt ist in einer dauernden Wandlung. Manchmal vollzieht sich der Übergang zu neuen Formen fast unmerklich, es ist ein allmähliches Wachsen und Reifen wie bei der Frucht, die sich vom Sommer zum Herbst entwickelt; dann wieder kann es sein, daß über Nacht der Wintei mit Sturm und Kälte seinen Einzug hält und der Landschaft ein völlig verändertes Aussehen gibt, wie umgekehrt im Frühjahr die Gewalt des Frostes von einem Tag zum andern gebrochen sein kann und die Erde sich wieder zu neuem Leben wandelt. Immer aber Haben die einzelnen Zeiten des Jahres nicht einen spielerischen Ablauf, sondern jede hat im Gang der Natur ihre Aufgabe zu erfüllen. Auch der Mensch macht seine natürlichen Wandlungen durch. Der Greis ist etwas anderes als der Jüngling, die Frau etwas anderes als das Kind, docii jedes Alter hat seine eigenen Interessen und seine besonderen Aufgaben. Sie sind ihm vom Schöpfer gestellt und müssen zu ihrer Zeit gelöst werden. Der Dienst mit der Waffe ist Sache des Mannes unJ nicht des Greises, Ergründung der letzten Daseinsfragen dagegen gehört wieder mehr dem reiferen Alter als der Jugendzeit. Dasselbe Gesetz gilt im Völkerleben. Auch die Völker haben ihre Aufgaben, die ihnen die Zeit stellt. Das deutsche Volk hat sich schon an vielen versucht im Lauf seiner langen Geschichte, es hat sich um denkerische Probleme gemüht, es ist der Glaubensfrage auf den Grund gegangen, es hat der Nati'r ihre Gedanken abgelauscht, und jede Epoche hat ihre Spuren im deutschen Leben zurückgelassen und ihren Ertrag an die Kommenden weitergegeben. Auch unsere Zeit hat ihre Aufgabe zu lösen, die ihr unausweichlich gestellt ist, und diese heißt: dem Menschen wieder seinen W^ert geben gegenüber der seelenlosen Materie und ihn wieder organisch eingliedern in das Leben, ihn zu seinen natürlichen Grundlagen zurückführen und ihn damit wieder in Einklang mit sich selbst bringen. Das ist der Auftrag des 20. Jahrhunderts an uns. Scheinbar ein einfacher Auftrag, und doch umschließt er die Kämpfe der Gegenwart und der Kontinente, Neue Aufgaben erfordern neue Mittel und neue — Menschen. Mit der Haltung des 19. Jahrhunderts läßt sich die Frage des zwanzigsten nicht lösen. Daher die große Wandlung, die unsere Tage beherrscht. Was unserer Zeit das Gepräge gibt, ist die Tatsache, daß sich nicht bloß die Verhältnisse ändern, sondern auch der Mensch. Wenn der Mensch sich ändert, so heißt das nicht, daß er von Grund auf ein anderer wird und daß an die Stelle seines bisherigen Wesenskernes ein völlig verschiedener tritt. Es kann sich njir darum handeln, daß der Stoff, den jedes menschliche Leben darbietet, in e'ne andere Form gebracht, daß den Möglichkeiten, die im Menschen schlummern, eine neue Richtung gegeben wird. Große Männer haben Immer in dieser Weise gestaltend und wegwei-I send in die Menschheit eingegriffen; an unserer Zeit, an nnspren» Ge«!chlechl, an tinserem Volk voUxieht der Führer die ' große Wandlung. Er ist es, der dem deut- Seite 2 »Martmrjer ZeHimj« 12. Jäimer 1942 Ntmimer 12 sehen Menschen die neue Form und die neue Richtung i^ibl. Auch der Bolschewismus hat es unternommen, den Menschen umzubauen. Wieweit und in welcher Form ihm das gelungen ist, wissen unsere Kämpfer der Ostfront. Aber er wandte sich an die niedersten und primitivsten Instinkte, denn diese genügen vollauf, um das Ziel des Bolschewismus zu erkämpfen. Der Bolschewismus gleicht so einem Manne, der ein Grundstück mit den verschiedensten Obstbäumen erbte und der dann die veredelten Kronen abwarf, um nur die wilden Seitentriebe aufzuziehen, die vom Wurzelstock aufschössen, weil es ihm nicht darauf ankommt, Obst der verschiedensten Art und Feinheit zu erhalten. Fr will nur Bäume haben, die ihm Holz liefern; das Wesentliche, die Frucht, deretwegen der Stamm da ist und dem das Holz zu dienen hat, spielt bei ihm keine Rolle. Def Führer ging bei der Neugestaltung des deutschen Schicksals von den natürlichen Grundlagen aus. Aber der Mensch besteht ja nicht nur aus Leiblich-Trieb-haftem, vsondern auch aus Geistig-Seelischem. Und hier, am Charakterlichen, am Seelischen, am Rassischen knüpfte Adolf Hitler an, er wandte sich an die Ehre, an den Freiheitssinn, an die Vaterlandsliebe, an den Idealismus, an den Glauben. So machte er uns Deutsche wieder zu Deutschen, wozu uns Gott geschaffen. Wir lernten wieder, die Welt mit unseren Augen zu sehen und nach unserem Gesetz zu messen, und wir erkannten nach Jahren der Schwäche wieder unsere Art und unsere Kraft. Ungeheuer weit spannt sich der Bogen dieses neuen Erlebens, von der sittlichen Vertiefung der Arbeit bis zu der neuen Wertung der Mutter, von dem Ringen um eine wahre Gemeinschaft bis zu (ier Schaffung neuen Raumes für unser Volk. Neun Jahre der großen Wandlung haben wir hinter uns. Sie hat in mehr als sechs Friedensjahren bereits reiche Früchte getragen, sie wird nun im Krieg von der Vorsehung auf ihre Echtheit und Kraft geprüft. Hier wie dort war und ist i'ine gigantische Anspannung nötig, um rille die Aufgaben zu lösen, die der Auftrag der Zeit stellte, aber der letzte Erfolg würde vielleicht doch versagt bleiben, wenn der Führer nicht in klarer Erkenntnis schrtpfungsmäßigen Wollens auf die nntürlichen Grundipgen, auf Art und Charakter des deutschen Menschen zurückgegriffen und sie zu Mitgestaltern des Reiches gemacht hätte. Deshalb wird es bestehen. Wilhelm Feldner 36 firad Kälte nnd zehnfache Übermacht Der (toutsch* Soldat melMwt aiich d«n Winter Ribbenirop wieder in Berlin Berlin, 11. Jänner. Der Reichsinliiister des Auswärtigen von Ribbentrop ist am Sonnabend abend von Budapest koiiiinend hi Berlin eingetroffen, wo er am Bahnhof Friedrich-straße vom ungarischen Geschäftsträger Dr. Hoffmann begrülU wurde. Heldentod eines Rilterlcreazlragors Berlin, 11. Jänner. An der Front vor Moskau fand im Kampf gegen den Bolschewismus der Ritterkreuzträger Oberleutnant Plinzner, Komp.inieführer in einem Panzerregiment, beim Durchbruch durch eine Bunkerlinie den Heldentod. Ein reiches Soldatenleben, das erfüllt war von kühnem Draufgängertum und tapferer Einsatzbereitschaft, hat damit seinen Abschluß gefunden. An der Spitze seiner Panzerkompanie kämpfte sich Oberleutnant Plinzner, ohne Unterstützung und völlig auf sich und seine Panzerschützen angewiesen, durch einen mit •zahl reichen Bunkern stark befestigten Wald hindurch, um die Verbindung mit einer von den Sowjets vorübergehend eingeschlossenen Kompanie herzustellen. Seiner Tapferkeit und seinem Angriifs-mut ist es zu verdanken, daß die von starker bolschewistischer Übermacht umringten deutschen Infanteristen rechtzeitig entsetzt wurden. Kühn und entschlossen nahm er den Kampf mit dem weit überlegenen Gegner auf, um seinen Kameraden Hilfe zu bringen. Sein Sterben ist ein Symbol wahrhaft deutscher Kameradschaft. In den Herzen seiner l^anzerschützen lebt er als leuchtendes Vorbild für immer weiter. Initheld Berlin. 11. Jänner. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Reichsmarschall Cjöring. das Ritterkreuz des füsenien Kreuzes an Leutnant Lukesch, Flugzeugführer in einem Kampf-seschwader. Leutnant Diether Lukescli, am 15. Juli li^lS in Hadersdorf-Weidlingen bei Wien K'eboren. «eliört zu den tapfersten und erfolKreichsten Flugzeugführern seines ücjicjiwudürv. In den hartcji Wintcrk.^rapfeji an der Ostfront, in denen dir grau&amc Kälte >md die Tag für Ta^ anrennenden Sowjet-Iruppen dir feindlichen 'Faktoren darstellen, wii-d voll imseren Truppen und hier vor allem wieder von der deutschen Infanterie themicnschliches gcleisteL Der deutsche Soldat, der in sechs Monaten küluien und unaufhaltsamen VorwSrts-stümiens sich als Meister der Offensive zeigte, offejibart in diesen Tagen der Ab-wehrscljlachlen des Winters sein unverrückbares S tehverni ögen! Im Osten,., In die kalte Stille der Wintemacht kamen unversehens die Geräusche des Kampfes. Das war, als mit polternder Hast die Tür zur niederen Bauernstube aufgerissen wurde und jemand durch die Dampfwolke, die beim Vermischen der kalten Luft mit der Stubenwärme aufwallte, <Üe •Worte rief: „Alarm! Sic kommen!" Die Vier, die in der Stube waren, griffen zu den Waffen, Sie brauchten nur zuzufassen, denn die Gewehre lagen bereit. Seit drei Tagen mußte man ja damit rechnen, daß jemand riefe; Sie sind da! Seit torgeslem nämlich sammelten die Bol-schewisten ihre Kräfte zum Angriff. Späh-Irupjjermittlungen und Gefangenenaussagen hatten diese Gewißheit erbracht und deji Befehl zu höchster .Marmbereitschaft erwirkt. Als die Männer vor die Türe traten, waren sie schon im Kampfe. Das unheimliche Zischen der Infanteriegesehosse, von denen man vorerst nicht wissen konnte^ woher sie kamen, ließ sie hinter den Strohhaufen an der Hauswand in Deckung springen. Den jungen Fvldwehel litt es freilich nicht lange hinter dem Stroh. Er müsse zum Kompaniechef, flüsterte er den andereJi zu. Sobald die deutschon und die sowjetischen Maschinengewehre, die sich am Dorf, rand zankten, für eine kurze Weile schwiegen, sprangen der l'eldwebel und ein Gefreiter atif. Die beiden anderen blieben hinler dem Strohhaufen liegen. Der Feld-welwl M'olte es so, denn die Straße nach der Dorfmitle zu mußte gesichert bleiben. In der mondhellen Schneenacht, durch deix?ji Bäronfrost die Sterne mit kalter V«n Krlrfri>erfcbl«r Abs Schmalfufi Pracht, glitzerten, bekam alles im Dorf einen unheimlich erregenden Mantel. Die Strohhütten, die sic^J tagüber willig unter dem Sclmeedach duckten, schienen jetzt unter dieser Last zu ersticken. Da es Nacht waj% kräuselte kein Rauch aus den Kaminen, der sich sonst so eilfertig in die Höhe wirbeln ließ. Sollte der Schnee ein I-eichentiu'h sein und das fahle Mondlicht dem Verdämmern des Lebens gleichen? Aber da waren die Beiden hinter dem Streß, waren der Feldwebel und der Gefreite, da waivn auch die vielen anderen noch, die nicht ans Sterben, sondern an den Kampf dachten! Mit solcher Verbissenheit taten sie es, daß sie die Kälte nicht fühlten, die sie mit harter Gewalt anpacikte . Als der Feldwebel zum KompaniefQhrer kam, erhielt er einen Auftrag, der ein Wagnis und zugleich ein Vertrauensbeweis war. Mit dreißig Mann sollte er die Bol-schewisten zurückschlagen, von denen er vorerst nicht wußte, wie groß ihre zahlenmäßige Überlegenheit war. Der Feldwebel schickte sofort den Gefreiten als Melder zu den Gruppenführern des zweiten Zuges, der ihm anvertraut wurde, als vor einigen Tagen der Leutnant fiel. Kurz danach waren sie schon auf dem Weg, die Dreißig. Vom marschierte der Feldwebel. Er wählte den Pfad zur nahen Mühle. Von dort her, meinte er, werde der Hauptstoß des Feindes kommen. — Zunächst konnten sie im Schatten der letzten Häuser, die vor dem hellen Licht des Mondes standen« noch aufrecht gehen. Aber dann mußten sie im Schnee weiterkriechen. Wie ein Knurren war es, wenn sich der trockene Sclmee unter dem Druck der Stiefel-solilen oder der rutschenden Knie zusammenschob. Hundert oder vielleicht auch zweihundert Meter seitwärts schössen deutsche und feindliche Maschinengewehre. Plötzlich hüpften in langer Kette die Funken der Leuchtspurmunilion über die Köpfe der Dreißig hinweg. Es war ein schönes Bild. Al>er die schönen Bilder im Kriege sind auch die grausamsten. Die lustigen Funken sprangen aus einem sowjetischen Maschinengewehr. In jedem Funken saß der Tod. Sic wußten es, sahen es auch, als sie sich umwandten Zwei Häuser, in deren Strohdächer die Feuerschlange gefahren war, standen in Flammen. Noch ahnte der Feind, der tatsächlich auf dem Mühlenhügel saß, nichts vom deutschen Gegenstoß, imd der Zugführer wollte ihn nicht wrzeitig gewahr werden lassen. Sein Plan war, dem Bolschewisten-haufen in die Flanke zu kommen. Aber der Mond oder die Stille im Raum verriet dieses Vorhaben. Hatte im fahlen Schein eine der Waffen geblitzt, hatte es durch unge-schichte Handhabimg verdächtig geklirrt? Es gab keine Zeit zum Überlegen mehi*„ Denn unvermittelt brandete ein vielfältiges „Urrrah" aus dem schneeigen Bereich, und viele, viel mehr als dreißig erdbraun«-Gestalten rückten ins Zwielicht Nun schössen die deutschen Soldaten. Vier, fünf der Anstürmenden sanken hinüber. Als die, die nach ihnen kamen, es sohen, stutzten sie. Da sprang den Feldwebel auf und rief} Schießt, schießt, was das Zeug hält, und hinterher 1 Es waren nur noch neunundzwanzig, die dem Zugführer folgten. Einer blieb liegen, weil er den Befehl nicht mehr hörte. Aus seiner Stime tropfte warmes Blut Aber bald wurde es kalt, wie der Körper des Gefallenen auch. Am Tage darauf gab der Kompaniechef dem Feldwebel die Hand. Die Neunundzwanzig und der Eine, der nicht mehr weiterstürmen konnte, hatten dreihunderl, Bolschewisten in die Flucht geschlagen. Dreiundfünfzig von denen w^n jedoch nicht mehr weit gekommen. Stumm und steif lagen sie im Scluiec, als der nem; Tag dämmerte, Achtiehn Sowjetarmisten traten den Marsch in die Gefangenschaft an. Der Hauptmann sagte nicht viel zvm\ Feldwebel und zu den Männern des »weiten Zuges. Nur das sagte er, und alle wußten, daß es mehr als eine Anerkennung war: Fabelhaft htdil; Ihr das gemacht. Und die Männer entsannen sich, daß sie bei 36 Grad Kälte den Angriff des überlegenen Feindes abschlugen. Nur dessen entsannen sie sich. Daß sie, manchesmal zuvor schon, mehr als eine menschliche Durchschnittsleistung voll brachten, als sie die zehnfache übermachL und den russischen Winter bezwangen, daran dachten sie nicht (PK) Britische Hain bomlNinliert Vom S. bis 9. Iiinn«r 112 SowjetflugMug« abgctehoiMii Führerhauptquartier, IL Jänner. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im mittleren und nördlichen Abschnitt der Ostfront fügten die deutschen Truppen dem Gegner liei der Abwehr zahlreicher, teilweise mit zusammengelaßten Kräften und mit PanzerunterstÜtziing geführter Angriffe am gestrigen Tage besonders hohe Verluste an Menschen und Material zu. Die Luftwaffe bombardierte Hafenanlagen in Feodosla sowie an der Ostküste des Schwarzen Meeres und griff an den übrigen Abschnitten der Ostfront erfolgreich in den Erdkampf ein. In der Nacht zum II. Jänner wurden kriegswichtige Ha^enanlagen auf der britischen Insel mit Bomben belegt. In Nordafrika dauert der Druck deo Feindes auf die Stellungen bei Solh'm an. Im Gebiet von Agedabla lebhafte Späh-trupptätlgkeit. Deutsche Sturzkampf- und KampIfliegerverbSnde griffen Trupf)eii-ansammlungen des Feindes im Raum von Agebadia sowie britische Flugplätze in der Mannarica wirksam an. In Luft-kämpfen wurden vier felndHche Flifg-zeuge abgeschossen. Die Luitangrilfe auf Flugplätze der Insel Malta wurden bei Tag uiid Nacht mit guter Wirkung fortgesetzt. Britische Bomber griffen In der Nacht zum 11. Jänner Orte Im norddeutschen Küstentreblet an. Die Bevölkerung hatte einige Verluste an Toten und Verletzten, sechs der angreifenden Bomber worden 0b?eschossen. In der Zelt vom 3. bis 9. Jänner verlor die sowMlscIie Luftwaffe 112 Flugzeuge. Davon wnrden 83 In Luftkämpfen und 12 durch Flakartll'erle abgeschossen, der Pest am Boden zerstört. Während der gleichen Zelt gingen an der Ostfront 16 eigene Flugzeuge verloren. Sowlfilisclie Scliillsverlaste Führerhauiptquartier, 10. Jänner. Das Oberkommando der ^^'ehrmacht gibt bekannt: Auf der Krim und im südlichen Ah-sclinitt der Ostfront nur geringe Kanipf-tätigkeit. Kampf- und StuTzkampfflug-zeuge versenkten im Seegebiet von Sewastopol und Feodosia einen Transporter von 4lM}0 brt und bescliädigten zwei größere Handelsschiffe sowie einen leichten Kreuzer durch Bombenwurf. Vor der Ostküste des Schwarzcn Meeres wurde ein \\eiteres Handelsschiff in Brand gewer f'Ji' Im n.ittleren und einem Teil des ;-«nrd-l'chtn Frontabschnittes !..;lten die schwe-ron Ahwehrkämjife in unverminderter Stärke an. in Nordafrika verstärkte der Feind sein Artilleriefeuer und seine Luftangriffe im Rfum von Sollum. Im Gebiet v)n A^e-dabia beiderseitige Snähtrupptätigkcit. F)ie Angriffe auf Flugplätze der Insel Malta wurden erfolgreich fortgesetzt. Bei Versuchen britischer Bomber, die französische Küste anzugreifen, wurden vier feindliche Bomber abgeschossen. NaclifasIvin'WocIieii... Die britische Admiralität gibt erst letzt den Verlust des modernen Kreuzers »Galatea« zu Berlin. 10. Jänner. Die britische Admiralität gibt mit einer Verspätung von fast vier Wochen bekannt. daß der Kreuzer »Galatea« von ehiem U-Bnot torpediert und versenkt wurde. Fs handelt sich um den Kreuzer, der nach dem OKW-Bericht vom 16. Dezember 1041 durch das U-Boot des Kapitänleutnants Pau'ssen vor Alexandria versenkt wurde. Der britische Kreuzer war nach gewaltigen E.xplosionen in der Mitte durchgebrochen und innerhalb we-nige.T Minuten gesunken. Die Briten verloren mit diesem Schiff wieder einen der sehr wertvollen Kreuzer, die sie für den Schutz von Geleitzügen bcM>niers dringend braucheiL Die »Galatea« verfügte bei einer Wasserverdrängung von 5270 Tomieii über die hohe Geschwindigkeit von über SJ Seemeilen und die starke Bewaffnung von 15.2-Zenthneter-Geschützen, vier 10,2 - Zentimeter - Fliegerabwehrkawmen. zehn leichteren Fliegerabwehrwaffen, sechs Torpedorohren und einem Flugzeug. Die Fahrtstrecke oiine Brennstolf-ergänzung beträgt bei dieser Kreuzergattung 12.000 Seemeilen oder rund 22.000 KikMneter. Von den sieben Einheiten, die dieser bestgelegenen neuen englischen Kreuzerklasse aus den Jahren 1934—1936 gehören, verloren die Briten bisher zwei Einheiten. und zwar die »Sydney«, die vwt dem Hilfskreuzer »Kormoran« im Artilleriegefecht vernichtet wurde, und die »Galatea«. Siegesbevasstes Ongarn Bekenntnis zur neuen Ordnung und europäischen Solidarität Budapest, 11. Jänner. In großer Aufmachung und ausführh-chen Leitartikeln würdigen die Budapester Zeitungen im Anschluß an die Rückreise des Reichsaußenniinisters nach Deutschland die Bedeutung des Aufenthaltes Ribbentrops in Ungarn und der hier mit den ungarischen Staatsmännern geführten Besprechungen. Eingehend wird hierbei nicht nur noch einmal der Ablauf des Besuches m Erinnerung gerufen, sondern es werden vor allem im Rückblick auf die Ansiprachen des Reichsaußenministers sowie des ungarischen Ministerpräsidenten von Bardossy die deutsch-ungarische Freundschaft und Waffenbrüderschaft gefeiert. Übereinstimmend kommt in den Kommentaren der Presse das Siegesbewußtsein des ungarischen Volkes und das Bekenntnis Ungarns zur neuen Ordnung und europii-ichen Solidarität zum Ausdruck. Druck und Verlar: Marbarser VerlnRi- «nd Druckerei-Oe«. m. b H — VcrlaRKleitune: Tro« Bnumjrartner: haiiptschriftleiter: Anlon Qtrsch^ck (verreist). — Stell vertretender Haupiscliriltleltcr- Udo Kasoer. •>. Alle ir _________Marburg a. d. Dtm. BsdKayitc 6.___ Zur Zeit für Anreisen die Prelxlivte Nr. I vom 1. Juni IQ'U Kliitli;. Au%fjl1 der Lleieruni de« Rlatlen bei iullierer Gewalt oder Betrieb^ntAriinR elhl keinen Ansonicb aul RQckstblunK de« BviucsceldM. .Pommer 12 »■MarÜur^er Zeiftmc« T?. TJuner 1042 Seite 3 • • Uber S6 Millionen Spenden liir die Osllront R^kordvrg^bnlt dor Sammlung von Pelz-, Woll- und Wintersachen für unsere Soldaten Einmaliges Doicument der unlösbaren Verbundenheit von Front und Heimat ' B e r I i n, M. Jänner | Die vom Führer befohlene Sammlung 1 von pelz-, WoH- und Wiiiter»achen fürj die Front hat am Sonntag abend ihr Ende | gefunden. In 16 Tagen hat das ganze; deutsche Volk, haben über zwei MÜlio-1 nen freiwillige deutsche Helfer, mehr alsj 40.000 Sammelstellen und 24<000 Nähstuben der Partei für die Soldaten an derl Ostfront e'ne Leistung vollbracht, die in 1 der ganzen Welt kein Beispiel W undj auf die das deutsche Volk stolz sein' kann. | Das bis Sonnabend, den 10. Jänner | .mittags vorliegende vorläufige Ergebnis! weist bereits eine Gesamtstückzahl von' 56325.930 auf. Darunter befinden sich 2,958.155 Stück Pelze, Pelzwesten und andere Pelzt)ekle{dungsstücke, 1,978.188 Stück Hemden, 1371.748 Stück Unterhosen, 4,948.766 Stück Unterjacken, Pullover und Wotlwcsten, 5,986.337 S^ück Schals, 650.841 Stücke Muffs, 1,212.126 Stück Brust' und Lungenschützer, 1,878.124 Stück Leibbinden, 7,781.711 Paar Strümpfe und Socken. 104.841 Paar Pelzstiefel und Überschuhe, 170.214 Paar Skistiefel, 1,174.748 Paar Skier, 3,138.505 Stück Kopfschützer, 3,854 064 Paar Handschuhe, 6,818.350 Paar Pulswärmer, 1,499.629 Paar Knieschützer, 2,451.545 Paar Ohrenschützer, 6,362.923 Stück Kleidungsstücke verschiedener Art, 1,485.115 Stück Woll- und Pelzdecken. 3056 Waggons mit Woll- und Wintersachen für die Front konnten in Marsch gesetzt oder bereits zur Ausslaltung zahlreicher Truppenleile benntzt werden. Damit hat das deusche Volk erneut unter Beweis gestellt, daß Front und Heimat unlösbar verbunden sind und der eine für 1 den anderen niiS: all seinen Kräften einzii-! stehen bereit ist. Das deutsche Volk hat i den Satz wahrgemacht, mit dem der Fiih- j rer am 20. Dezember seinen Aufruf für die Sammlung von Pelz-, Woli- und Wintersachen für die Front schloß; »Der Soldat der Ostfront aber wird i auch daraus ersehen, dofi die detitsche i Volksgemeinschaft, für die er Uämpfl, im' nationalsozialistischen Deutschland kein' leerer Begriff ist.« ! Im Aufrage des Führers läßt Reichs-; minister Dr. Goebbels allen Spendern und [ 1 Helfern Dank und Anerkenniing zum Aus-1 I druck bringen. Das deutsche Volk in der | Heimat hat wieder einmal gezeigt, daß es' bemüht ist, sich durch seine Leistungen ^ 1 der Front würdig zu erweisen. 1 Sßonlaner Einsatz der Deutschen im Ausland Ub*r '(t94W0 WollMchsn als verDtufigas Gssamtwgsbnit der au*landsd«ut(;h«n Gruppen Europas 'Berlin, 10. Jänner. • Kaum war im Reich der Aufruf zur Wollsanimlmig für unsere Soldaten an der Ostfront beliannt geworden, hatten sich auch sclion die Ausländsdeutschen m den Gruppen der Auslandsorganisation dem Appell des Führers angeschlossen. Die GrölJe des I^rgebnls$es,dieser begei-terten Sammeltätigkeit in aller Welt ist ein eixidrucksvolles Zeugnis für die Haltung der Deutsclien im Ausland, die den Lebenskampf der Heimat auch als ihr Schicksal empfinden und an ihrem Platz für den Sieg schaffen und arbeiten. Noch ehe aus der Heimat eine Anregung gegeben werden konnte, waren bereits Sammlungen abgeschlossen, di-c zum Teil ein überwältigendes Ergebnis gezeigt haben. Aus der Fülle der JVleldungen. die aus allen europäischen Ländern noch 'jetzt ununterbrochen eintreffen, seien hier nur die wichtigsten verzeicimct: Dio Landesgruppe der AO in Belgien meldef oin Sammelergebnis von 20.W1 Stücken, darunter 7800 Paar Socken und Strümpfe, ,2600 Wollwesten und Pullover, 1600 Kopfscliützer, 1150 Paar Woll-handschuhe, 1945 Schals,. 9H0 gefütterte Lederhandschuhe. Die Ortsgruppe Belgrad der AO sani-nielte bei einer Kopfzahl von nur 900 Reichsdeutschen der dortigen Kolonie insgesamt 9113 Stücke, darunter 2802 Paar Socken und Strümpfe, 1167 Schals, 778 Wolljacken, Unterjacken und Pullover, 60 Pelzwesten, 110 Wolldecken. 344 Paar gefütterte Lederhandschuhe. i i Von der Landesgruppe in Dänemark gingen 7135 StüQk ein, u. a. 156^) Paar 5k>cken und Strümpfe, 840 Wollwesten und Pullover. 450 Wolldecken, 608 F'aar Winterhandschuhe, 897 Schals, ferner Pelzwesten, Pelzdecken. Skistiefel usw. Der Kreis der AO in.der Slowakei, wo tmsere Volksgenossen fast ausnahmslos in wirtschaftlich sehr engen Verhältnissen leben, hat mit einer Gesamtzahl von 8973 Stücken ebenfalls ein ausgezeichnetes Sammelergebnis. 1359 Paar Handschuhe. 1515 Paar Socken und Strümpfe. 450 Pelzwesten. 654 wollene Unterhosen und viele andere warme Sachen gehören zu dieser Sammlung. Die Landcsgrui>ne in Bulgarien sammelte u. a. 1652 F^aar Socken, und Strümpfe 297 Paar gefütterte Lederhandschuhe. 583 Pelzwesten. 671 Wollwestcn und Pullover, ferner Pelze komplette! Skianzüge, wollene Leibbinden usw. mit einem Gesamtergebnis von 5415 Stücken. I Die Landesgruppe in Ungarn meldet j ein vorläufiges Ergebnis von 880 Paar' Socken und Strümpfen, 670 \^'ollwesten.; Unterjacken und Pullover, 200 Pelzwe-j sten, 520 Paar schwere W'Interliand-1 schuhe und 450 Schals mit einem Ge-i siuntergebnis von 5077 Stiiclicn. , Die Kreisleitung der AO m Finnland.' die seit Begiini des Ostfeldzuges in der Betreuung unserer Soldaten schon ganz tiervorragendes geleistet hat. meldete als erste (iliederuiig der AO ein Sainmc!-ergchni.s von ISf')2 Stücken; darunter sind 275 wollene Westen, 156 Paar \\''inter-lianJschulio. 381 Schals, ferner Polzstic-iel, Wolldecken, Pelzmützen, l'elle usw. Vom Kreis in Kroatien, wo iniserc Volksgenossen ebenfalls fa.st ausnahmslos In recht bedrängten wirtschaftlichen Verhältnissen leben, ging eine .Meldunj; von 4065 Stücken ein, darunter \\'oll-und Pelzmützen, Skiinützen und Skianzüge. Wolldecken, wollene Unterwäsche us\\. Das vorläufige Sannnelergelynis der Landesgruppe in Frankreich weist eine (iesamtzahl von ,W6 Stücken auf. Der Landeskreis in Norwegen meldet als vorläufiges Ergebnis eine SanniiUing von 1151 Stücken, darunter Pelzjacken, Pel/wesien. konn^lette Skiaiisrüstinigeu und Felle. Die Landesgruppe der AO in Portugal brachte 882 Stücke zusainnien, wobei /M berücksichtigen ist, dalJ im südüclieu Klima die Beschaffung von Wintersachen besondere Schwierigkeiten bereitete'.' Als vorläufifies Gesatntergebnis in d^-r Wollsamnilung der auslaiidsdeutsclien Gruppen in Europa kiinneii wir die stolze Zahl von 69.202 Stücken verzeichnen. Wieder einmal hat das Auslandsdeut>ch-tum mit schlagender Deutlichkeit den Wc-\\eis erbracht, dal.i es spontan aus sich heraus die Sorgen des deutschen \'olkcs zu seinen eigenen macht und dort steht, wciiiii es gehört: hinter unseren l'ülirer und seine Bewegung. Unsere tapferen Soldaten an der (istfront werden es tiiich den Ansland^deutsclien zu danken wissen. wenn ihnen die vielen Wintersachen aus aller Herren Länder in die llaiid kommen, und sie sollen daran denken, daß jedes einzelne Stück von den besten Wünschen eines neutscheii irgendwo in der Welt begleitet ist. von dem Willen zum Sieg. I Staat konstituierte Partei ist? Lrwä^'en, , daß im Falle einer NlederlaRe des Rei-! rhes Stniin an der Wiecieraulrichtunii i Eur^^pas mitarbeiten -wird, heißt, sieh mit 1 triigerischen Hoffnungen schmeicheln und ; andere ködern. Oer B Si.iiul^ für l'inanzen zusammen, iler nelien einer Reihe anderer Prägen dem f'iesetzent-wnrf über die Vereinigung iler albanischen Streitkräfte mit den entsi'>rrehenden italieni-seilen Wehrmachtteilen seine Ziistininumg gab. Direktor ^es australischen Inforniationswo-sens plötzlich zurückgetreten. Der erst kür.' lieh ernannte Direktor für Informatioiisw esen in Atistrnlien 1 !mcs hat piritzllch einer A\el. diing .Tiis Sydney znln|j,'e sein Rücktrittsge-siich eingereicht. Als (Irimd wird Unznfrie-denheit mit der KoiUrnlle durch das znst.Hn-dige Ministerium sowie mit der politischen l.inie angegeben. Die l.!SA.Gesandtschaftswache in Peking gefangen gesetzt. Die ans 1,^7 amerlkatiischen .Matrosen bestehende Botsehaftswache der USA-Hofschaft in Peking wurde, wie • Popolo di Roma« aus Tientsin meldet, in den Ka sernen von Tientsin gefangen gesetzt. Französisches Schiff anf der Fahrt nacii Nordafrlka vermißt. Seit l-reitag abend wird ein französisches Schiff, das sich auf der Fahrt von Marseille nacii Nordafrika befand und Freitag abend SOS-Rufe ansgesandt hatte, vermißt Ks handelt sich um den Frachtdampfer •^Inmieges«'. 24. I. 1Q42 Volks0enos$eii! 23. I. 1Q42 Wunschkonzert ZU Gunsten des Kriegs^WHW Heimatbundsaal-Marburg Mmranataltw: Marburgmr MMnnmrgmaanaveraln - Lmiiung: Pro/. Harmann frlath 3IPS 4 »Martiiircer Zeitimgc 1?. Jäniter 1943 Nummer 12 VOLK und KULTUR kann aiich zur Ausführung bedeutsamer | Werke Zuschüsse leisten oder Kunstwerke erwerben. Schließlich können auch Preise bestimmt werden zur Ermöß-tichung großer figürlicher Bildvorhaben, llfpllr All# llAIIAll die die Eignung des Künstlers für Wand- LyilK aill nOll^ri maiereien, Mosaiken usw. erweisen Das Gesicht der Kyrit^ unseres Volkes Strophen Bodo Schütts und vieler ande- 'können. — Bei der I hat sich in den letzten Jahren, bewegt rer Dichter, die Soldaten wurden, und Hn«i vnn vom gewailigt'n ücschehen der Zeil, un- manches unbekannten Soldaten, den der, • p^ip.ipn „„h Kii'n«;tspmm-' ineiklich verwandelt. Wohl hat das dem- Krieg zum Dichter machte, wird diese ctYnf Mnmhprtr KttniiT«*tnße' sehe Gedicht als unmittelbarster Aus- neue! in vielen Zügen vergeistigte Form "hp« druck der seelischen Inhalte eines Volkes des Gedichts offenbar. Sie ist In der ge- » en o. ein zu bedeutendes Krbc zu verwalten, waltigen Kraftaufspannung des Krieges als daß es von heute auf morgen eine gehärtete Weltanschauungsdichtung, die vollkommen neue Form hervorbringen in ihren Ansätzen allerdings auch schon konnte. Aber der große Verwindlcr vor dem gegenwärtigen Kriege bestand. Krieg, der das Denken vergangener Ge- r)enn angesichfs des großen inneren Aufschlechter und ihre Einstellung zu den bruchs, der sich wie im ganzen Volke bensjahres in Würdigung seiner großen Dingen der Welt zum Einsturz brachte, auch in der lyrischen Dichtung vollzieht, Verdienste um die deutsche Musik die hat auch die Lyrik zur Klinderiii des see- heißt es nicht nur gerecht zu sein gegen- Goethe-Metiaille für Kunst und Wissen-lischen Aufbruchs der Nation gcmacht. y^er den großen Meistern der deutschen Schaft verliehen. So ist die Haltung dieser Lyrik nicht j y^ik von Walther von der Vogelweide -t- Paracelsus-Ausstellung in Graz. Die jilh aufflammende Begeisterung, sie ist gtef^^ George, sondern auch ge-1 Gedächtnisausstellung für den großen von einem heimlich glühenden Feuer, genüber den Bahnbrechern des neuen' Arzt, Naturforscher und Philosoph Au- dem soldatischen Geist, der das große deutschen Nationalgefühls und des Glau- relius Theophrastus Bombastus von Ho- 4- Die Goethe-Medaille für Professor Graener. Der Führer hat dem Komponisten Professor Dr. h. c. Paul Graener in Berlin aus Anlaß der Vollendung seines 70. Le- hnefiSResch.hen als hei ige Missinn der europäischen curopäisdien Kultur deutet, RepräRt. 'q nas KrieRSBcdichtl als so ches, wie es g q Kolbenheyer MCh in den Jahren 1014 bis 918 o t noch josef Weinheber seien neben ande in realistischen Bildern und hmdrucken ^ ^ ,,,. .. äußerte, gibt es heute kaum mehr. Das äußere Erleben des gewaltigen Entschei- der nationa sozialist sehen B dungskampfes festzuhalten, erlüllt der nur moderne Prosaist dieses Krieges, der dp? geheil'gtc Erbe des deutschen GeMann der IVoprigandakompanie, in teil- ^'^hts, sondern auch der machtvole Anweise künstlerischer Gestaltgebung so «nserer Zeit; der Sturmwind einer überzeugend, daß der Lyrik eine andere, neuen Ordnung, die einmal die Zukunft ihr weit gemäßere Aufgabe vorbehalten Europas bestimmt und auch Sprache, blieb: die ethisch-sittliche Haltung des Form und innerer Haltung der gegen-deutschen Menschen, des deutschen Sol- wärtigen lyrischen Dichtung das Ge-dalen im besonderen, als Spiege'bild präge erhabener Einfachheit und geisti-völkischcn Wesens und völkischer' Sehn- ßer Größe gibt, wie sie sich in den Taten sucht zu gestalten. In den Gedichten Ger- großen Männer unseres Jahrhunderts hard Schumanns, Herybert Menzds, praktische Wirklichkeit ausspricht. Baumanns, in den hymnischen | Heinz Rusch. Hans Der Florentiner Maggio Musicale 1942 henheim, genannt Paracelsus, die vom Pa-racelsus-Museum für Geschichte und Heilkunst in Stuttgart in mustergültiger ^_______________ ________ ______ Weise veranstaltet wurde, wird nun auch ^ ren hier ebenso genannt wie die jungen Graz Ende Januar bis März gezeigt. f Grazer Kuns'.preis. Um dem steiri-schen Kunstleben neue Impulse zu geben, hat der Grazer Oberbürgermeister Dr. Kaspar einen Preis gestiftet, der sich »Kunstpreis der Stadt der Volkserhebung« nennt und mit 1000.—■, 600.— und 400,— Reichsmark verliehen wird. Träger des Preises können nur Steirer oder Wahi-steirer sein. Er kann Architekten, Bildhauern, Dichtern, Komponisten und Malern zu erkannt werden. Die Verteilung erfolgt im Dezember jedes Jahres, erstmalig 1942. -f Der Maler Wilhelm Wolilgemuth gestorben. In Rom starb im Alter von 72 Jahren der deutsche Maler Wilhelm Wohlgemuth, der sich seit Jahren in Rom niedergelassen hatte. Wohlgemuth war noch in letzter Zelt als Illustrator hervorgetreten und hatte u. a. die Gedichte des römischen Dichters Trilussa illustriert. 4- Höhepunkt spanischer Mozart-Feiern. Unter den Mozart-Gedenkfeiern, die auch im Auslande sich noch über die ganze laufende Spielzeit erstrecken, be- Albrecbl-DOrer-SliflDno Zur Wiederkehr des Todestages Al- Das Programm des diesjährigen Mag-! am 6. April wird die Kiü Musicale, der repräsentativen Mai- I^eutsche Albrecht-Dürer-Stlftung zum Feslspiele in Florenz, Ist in seinen we- vierzehntenina e aiisgerichtet A,, hervor- - ragend begabte, nicht über 40 Jahre alte Maier und Graphiker können zur Förderung ihrer künstlerischen Entwicklung scnflichen künstlerischen lireign ssen festgelegt. Biisonis »Dr. Faustvc eröffnete als italienische Erstaufführung am 21. ^ ^ April die Reihe der offiziellen Veranstal- Stipendien gewährt werden. Die Stiftung tungen. Anschließend fo'gen Rossin's y'Barbier von Sevilla« in der Originalfassung, [Jcethovcns »Fidelio<< und »Der Rosenkavalier« von Richard Strauß. Man darf hoffen, daß auch namhafte deutsche Kräfte an diesen Aufführungen mitwirken werden. der Tag, an dem das Deutsche Ausland-Die weiteren, ausschließlich von Ita- Institut in Stuttgart gegründet wurde. Es licnern getragenen Opernvcranstaltungen nahm die Arbeit in der völkischen Not bringen Verciis '»Macht des Schicksals«-, ticr letzten Wcltkriegsjahre und der Mozarts »Don Giovannic, Bellinis »Nacht- Nachkriegszeit auf, begleitete mit seiner wandlerin« und in der Bearbeitung von 'ratlgkeit den schweren Behauptungs-Lnigi Dallaplccola •>nie Heimkehr des ^ ita,npf der deutschen Volksgruppen und Odysseusft. von Monteverdi. At-^ Ur-, konnte in den Jahren nach der Macht-aufführung ist Massimo Bontcmpcllis übernähme an dem Glück der Befreiung ^AschcnbrödeU vr)rgesehen. | teilnehmen, das den deutschen Volksge-Im Rahmen der großen Sinfonie-Kon- nossen im Westen, Osten und Südosten zerte kommen u.a. Rossinis Messe (zur Europas durch die Tat des Führers zuteil Wiederkehr seines 150. Geburtstages), wurde. In den Sammlungen und Archiven-eine Messe vf»n Guerrini für Marconi, in den Veröffentlichungen und Ausstel-Rcethovcns »Missa Solcmnis« und Neunte hingen des Deutschen-Ausland-Instiluts Sinfonie zu Gehör. | bietet sich ein getreues und überaus cin- ift'TTiiiii' 25 Jahre Deutsches Ausland-Institut Erfolgreiche Arbeit im Dienst der Erhaltung deutschen Volkstums Am 10. Jänner jährte sich zum 25. Male prägsames Bild der so wechselvollen Ge- schichte der Volkstumsarbeit und des Volkstumskampfes vor allem auch dieser letzten 25 Jahre dar. Da der Tag der 25. Wiederkehr der Gründung des Deutschen Ausland-lnsM-tutü in die Zeit des größten Schicksals-kanipfes der deutschen Nation fällt, wird von einer festlichen Veranstaltung abgesehen. Neue Aufgaben, Arbelten von großer Dringlichkeit stellen bei dem erheblich eingeschränkten Mitarbeiterkreis starke Anforderungen an das Institut. So wird auch darauf verzichtet, einen Arbeitsbericht vorzulegen, v^ie er aus diesem Anlaß sonst wohl erschienen wäre. deutete für Spanien einen künstlerischen Höhepunkt das Konzert des Madrider Nationalorchesters unter Josi Maria Franco im spanischen Natlonalseder. Das Symphoniekonzert wurde durch einen Vortrag des Unterstaatssekretärs für nationale Erziehung eingeleitet. + Deutschland-Gastspiel e'nes Florentiner Opernensembles. Im Rahmen des deutsch-italienischen Kulturaustausches wird ein Ensemble der Königlichen Oper in Florenz vom 15. I. bis 20. 2. in verschiedenen deutschen Städten mit der Oper »Das Aschenbrödel« von Rossini gastieren. Die Gesamtleitung hat Generalintendant Labroca, es dirigiert Maestro Mario Rossi. BUtk MM& Suiastek o. PJgMiM Helm dor deulschMi Volks* ftrupp^ in Karlstadt. Die Deutschen in Kurlstadt erhalten demnächst ihr eigenes Heim, in dem auch die neue deutsche Volksschule sowie die Dienst- und Gescll-schaflsräume der Volksgruppe sowie der Hcichsdeulschen Kolonie untergebracht sein werden. Allmonatlich findet in Karl-Stadt auch ein gemeinstmer Helmabend der Volks- und Reichsdeutschen statt. o. Volksdeutsehe SerMcos spondcten für dio Soldatra an der Ostfront. Auch dio Volksdeutschen in Belgrad und im Banat betciligtcji sich tatkraftig an der Woll-samniUin^ für die deutsche Wehrrnacht, Nach den bLsher vorliegenden Teilmel-dungen wurden von den Banater Schwaben vor allem Pelzmäntel und warme Socken in ülxTraschend hoher Zahl gespendet o. Ilebpr lOO.OM'RM fflr „Front und Heimat". Die Spenden von ,,Front und Heimat", die täglich beim Soldatensender Belgrad einlaufen, haben bereits die Summe von 100.000 RM überschrftten. Zusammen mit den zahlreichen Sachspenden werden alle diese Gaben für die Betreuung verwundeter deutscher Soldaten verwendet. o. KroatlAche Organlsatfon mr Betreu* ung aller Schaffenden. Im kroatischen Kor-tK)rationsininistcrium werden nunmehr Vorbereitungen getroffen, um nach dem Muster von „Kraft durch Freude" rino allo Arbeiter und Angestellten des Lan-* des umfassende Organisation za schaffen« o. Krriehtung einer StMdeaortfiininGloii der öffentlichen Aniestellten Kroatlcni Das kroatische Amtsblatt veröffentlich eia Gesetz über die Errichtung der Standes-organisation der öffentlichäj Angestellten Kroatiens. Es ist dies der erste der vorgesehenen Ustascha-Standesverbände, der seine »'setzliche Reaelung fand. Seine Auf« gäbe wsteht in der politischea, wirtschaftlichen und fachlichen Betreuung der Angestellteiischaft, für wclcbc die Mit« gliedschalt verbindlich ist. o. Ein VoHrBdenfseher mit der Leitung des rumfinlsehen MIIIIAnnuslkwesent betraut. Der Banater Volksdeutsche Kapellmeister im Majorsrang, Josef Klein, der l>is}H>r als Kapellmeister des Hermanur* Städter Infanterieregiments tätig war, wurde mit der lx>ilung des gesamtca Mi« lilärniusikwesens der rumänischen Armee Itelraut o. Internationale Bftdenrftzung in dsr Slowakpi. Die diesjährige Dlrektionssitzuna (ies Internationalen üäderverbandcs soll i''nde Februar oder Anfang Mflrz in der Slowakei stattfinden. EinladuniMm tu die-SIT Konfcivnz sind an DcutschUuid, Frank-rvich, die Schweiz, Italien, rngam, das Protektorat, Kroatien und Rumänien ergangen. —MW— fimmm ^iiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinitiiiiiiiiiiiiiiiiij 1 DIE GELBEN PERLEN! 1 EIN ABENTEUERLICHER ROMAN | UIIIIIIHIHIIIIII VON HANS RABL llllllllllllllllllS CooyrUlil by Verlag Knurr & tllrth. MQnchea 19-tO (5i Fortsetzung) »Meine Schwester«, schloß er, »wird sich ganz besonders freuen. Ich glaube, es ist bald ein Jahr her, daß das arme Kind zum letztenmal eine weilk l'rau gc.sehen hat.« l'hcasant sali, wie Jan sich verfärbte, aU das Won »Schwcster« fiel, (ieschickt fesselte sie Mikes Aufmerksamkeit mit I'ragen: VVie eine weilie l'rau hier lebe, ob man sich nicht vor den Hraunen fürchten müsse, wann und warum Mike und seine Schwester hlerliergekonnnen seien? Wahrend Mike das Milrchen von der aussichtsreichen Tabakpflanzung erzahlte. nelang es Jan, sich wieder zu fassen. Dieser Bursche schien die l^'rech-heit zu haben. Betic als seine Schwester aiis/,u'.:ebeir. wie mußteti sie das arme .Mädchen vrequiilt haben, daß sie das Soiel mitmachte? Sie sollten es büßen oder, bei Gott, er wollte wahrhaftig Cla-rcnce Hryant heißen! Als Brodie erschien, war die Stini-mung schon nahezu ircutidschafilich; nur ein sehr scharfer Beobachter hätte bemerken können, daß keine der beiden Parteien von ncf.in^ciiheit frei war. In nrodies Gefol^je schleppten ein paar Dajaker einen Tisch, Stühle, Gläser, einen Siplion. Und Brodio selbst trug liebevoll, wie einen Säugling, eine Flasche Whisky ini Arm. Mikes Augen glänzten entzückt; es war nicht der übliche, in Fernosi verbreitete schottische Black aTid White, den, seihst wenn er echt war — meist war er's nicht — nur Anfänger für den besten Whisky der Welt erklären konnten; es war — beim heiligen Patrick! — richtiger Jameson-\Vhisky aus Dublin. Als Mike mit andächtig zum Himmel aufgeschlagenen Augen das erste Glas trank — obgleich .sein Gastwirt Engländer war, kamite er doch die richtige Mischung, dreiviertel Whisky und einen Schuß Soda —, war er überzeugt davon, unter guten Menschen zu weilen. Seit Brodie an Deck war, gaben Phea-sant und Jan ihren Anteil am Gespräch fast ganz auf. Jan war alles andere als ein Schauspieler und fühlte sich kaum imstande, auf die Dauer eineni Menschen freundlich zu begegnen, den er verabscheute, haßte, verachtete. Phea-sant dagegen stützte nachdenklich den schönen Kn,pf in die Hand und versuchte, Mikes .Maske zu durchdringen; für einen Schuft verstellte er sieh so gut. daß die Frau ohne d'e handgrcifÜche Tatsache von Beties l'ntführime: und (i efangen-schaft die Biederkeit ohne weiteres für echt gehalten hHtte. vPa S'e das da trinken«, sagte Mike. ♦ nehme Ich an, Sie kennen Irlan/?« Dcii Whisky«, lachte Brodie '•den Porter und den Speck besser als das Land.« vNie dagewesen?« »Nur kurz und flüchtig. Zu flüchtig leider.« Mike blickte scharf auf. Irgend etwas in Brodies Stimme erinnerte ihn an die schlimmsten Tage seines Lebens. Er versuchte, in dem Gesicht de.s Engländers ein anderes wiederzufinden — neunzehn Jahre waren so verdammt lang, veränderten so sehr; doch Stimmen blieben. »Waren Sie«, fragte er möglichst harmlos, »je in Killaloe?« vKillaloe —?« dehnte Brodie, als besinne er sich. In die Augen des Iren trat ein sonderbarer Ausdruck. »Erinnern Sie sich der Shannon-Falls bei Parteeti?« fragte er heiser, »Das ist doch«, gab Brodie ruliig zurück, »der Wasserfall, den die Deutschen vor zehn Jahren zu dem großen Kraftwerk ausgebaut haben, nicht wahr?« »Stimmt, stimmt. Sie kennen sich aus. Aber das meine ich nicht.« Er sprang auf, daß Sehl Stuhl über die Planken an d'e Reling fuhr. »Vielleicht«, schrie er, »können Sie mir satren. HaiPptmann Brodie, was aus meinem Vater geworden ist und aus meiner Schwester?« Auch Brodie stand. In seiner Hand glänzte der schwarze Stahl e'ner kleinen Pistole. »Lassen Sie stecken, OTiwyer«. sagte er, und Mike zog mit einem schweren« fast schluchzenden Atemzug die Hand aus der Tasche, »lassen Sie das Ding lieber stecken.« Er schien das entsetzte Gesicht Phea-sants, das betroffene Jans nicht zu bemerken, ging lanngsam, ohne Mike aus den Augen zu lassen, um den Tisch herum, bis beide aus seinem Schußfeld waren, setzte sich bequem auf die Kante. »Übrigens weiß ich wahrhaftig nicht, was aus den beiden geworden ist. Das müssen Sie meinen Sergeant fragen, wenn Sie ihn gelegentlich In der Hölle treffen. Er wird schon das Richtige mit ihnen angefangen haben.« Pheasant rang sich hoch. »Deacon«, keuchte sie, »was bedeutet das? Der Fall von Parteen — Vater und Schwester dieses Menschen — was heißt das, Deacon?« »Hat er Ihnen seine Heldentaten nicht erzählt?« höhnte O'Dwyer. »Unbegreiflich — er hat ja so mutig gegen Wehrlose Krieg geführt!« »Wenn Sie«, empörte sich Pheasant, »die Deutschon in Flandern Wehrlose nennen ^« »Die meine Ich gewiß nicht«, wehrte O'Dwyer ab. »Damals hatte er sich das Vlctorla-Kreuz verdient, und mit knarvp zwanzig Jahren war er Hauntmann. Das ist mir freilich erzählt worden und nicht einmal von Ihm selbst! Aber dann ist er entlassen worden, wie so viele andere — was rs-den Sie also von Kriegführen, Manuj?« Ninrnncr 12 »Marhurjter 7e!tmi?c P TUmrer 1942 Seite 3 AUS STADT UND LAND Ich ed*r Wir...? Eine zcitfemiBe Ektrachtung Der letzte Tag der Sammlung für im-sere Soldaten im Osten ist vorflber und Kulturelle Arbelt Im Kreis CIIII über 30.000 Menschen lernen deutsch Die Teihiehmerzahl an den deutschen nun bietet sich Gelegenheit, hi Ruhe Oe- Sprachkursen im Kreis CtjU ist in der Wissenserforschung zu betreiben. Bild- letzten Zeit erheblich gestiegen und hat lieh gesprochen — einmal in der eigenen von Tag zu Tag eine wehere Steigerung Nase — siatt, wie beliebt, in fremder —| zu verzeichnen. In den beiden letzten zu bohren. Haben wir uns hn abgelau- Monaten November und^ Dezember v. J. fenen Jahr — vor allem aber dem letzten hat sich die Zahl der Sprachkurse verAufruf des Führers gegenüber wirklich doppelt Dasselbe kami auch von der so verhalten, daß wir vor seinen Augen i Teilnehmerzahl festgestellt werden, bestehen können? Am 1. November 1941 betrug die Zahl Der Zeitpunkt, diiese Frage an uns, der Kurse 409 mit insgesamt 17.000 Teilselbst zu richten, ist günstig wie noch nehmern. Am 31. Dezember 1940 jedoch nie, denn wir haben Weihnacht in Ruhe wurden schon 719 Sprachkurse mit 30.035 tmd warmen Räumen verbracht und dazu vielleicht in einer dieser Mußestunden »Das Reiche gelesen, in dem uns Dr. Goebbels hi verdammt verständlicher Form klargelegt hat, was wir unter »Opfere zu verstehen haben... Wir wissen, daß jn aHen Gauen mit f ifer gesammelt wttrde, daß das deutsche Volk wie Immer sehie selbstverständliche Verpflichtung der Front gegenüber erfü'lt hat und das Ergebnis der Sammlung vor den Augen der ganzen Welt wird bestehen können. Darüber wollen wir uns freuen un4 berechtigt stolz sein. Gerade deshalb können wir es uns auch leisten, auf gewisse Erscheinungen mit dem Finger zu zeigen, die darnach an-geiar. sind, den Ruf und die Ehre der Heimatfront zu schädijcen. Teilnehmern gezählt, ehie Zahl, die für einen einzigen Kreis als gewaltig angesehen werden kann. Abgesehen davon muß noch mit einem erheblichen Zuwachs der Teilnehmerzahl gerechnet werden. Auch in den Betrieben des Kreises Cilli ist die Zahl der Kurse gestiegen und betrug am letzten Jahrestag 41 Kurse mit' die OleichberechtigunK 1549 Teilnehmern. | kelt als deutscher Staatsansrehftriffer brin- Dem geschlossenen Einsatz des Amtes kann. Graz oder Cilli nicht mög 'ch. Auch an das Wappen (Lindwuim und umgekehrter Anker) der Herren von Pe'tau, d e übrigens schon 1438 ausstarben, konn'e man nicht anknüpfen, daß c ese n'cht I selbständig waren, sondern nur Salzliur-I ger Ministerialen. Aber der Stad patron I Sankt Georg, den d'e mittelalterl'che Kunst als wehrhaften Rittersmann dar-^ stel't, führte ein Wappen in Schild und Voikbildung, der Wehrmannschaft und Banner, und zwar ein rotes Kreuz im sil-der Jugend sind ohne Zweifel das bernen Feld Reinliot von Dorn beschreibt gewaltige Ergebnis und der Auf- 1230: »Mit seinem lichten Bnnner Schwung des deutschen Sprachunter- blank, curch das ein rotes Kreuze ß'nff«. richtcs zuzuschreiben, andererseits den pjescn alten Georgschild, der ühr^ens zustandigen Stellen der Kreisführung im OrUnenberKer Wappenhuch von mit dem Kreisfiihrcr an der Spitze, die 14^3 Ka'ser Fried''ich IV. in ununterbrochener Aufklärungsarbeit ,46« gegründeten sowie in vielen ande-über die einzelnen Ortsgruppen die breite Georgsorden erscheint, ühern'ninit Masse der Bevölkerung der Sache nSher Stadtwappen. zu bringen wissen und größtes Augen-1 Beisp'e' dieses Wappens merk auf die Erfassung Unterbn|i- rotes Kreuz im silbernen Feld) dürfte ^ng der sich zum Besuch der Sprach- wenn es s'ch hier nicht um eine kurse meldenden Untersteirer lenken, nachträctiiche Restaur-erung handelt, in diesem Zusammenhang kanTi der hcimat- yjnem Schlußstein im Presbylerium der treue Untersteirer nicht unerwähnt blei- stadtpfarrkirche finden. Das meines Wls-ben, der in größerem Maße die älteste datierte Wappen d eser Form Notwendigkeit des Erlernens der deut- ^ jer Jahreszahl 1551, schon Sprache^einsieht und weiß, daß Ihm ^er früher im Museum war und gelegent-nur ^e Kenntnis der deutschen Sprache |j^j^ Renovierung des Drau'urmes dort Gleichberechtigung und Vollwertig- e'ngemauet wor<;en ist. Er stamm< sicher Vom Pettauer Stadtwappen »Mit seinem lichten Banner blank, durch das ein rotes Kreuze ging...« Wer Pettau einmal an einem großen Festtag in der Zeit vor dem Weitkrieg besucht hat,, wird vielleicht bemerkt haben, mit we'chem Stolz .die Stadt ihre grün- Weil die Heimat in diesem Ringen bis- rot-go?dene Stadtfahne mit dem Staather und auch in Zukunft ihrer Pflicht wappen im Brustsch'ld de® kaiserlichen nachkommt tmd die Hw gestellten Auf- Adlers gezeigt hat. Nun, dieses Pettauer gabm erffllH, hat sie auch ein Recht, auf Stadtwappen, das rote Kreuz mit dem Je Finger zu kk^en, die aus Eigennutz, goldenen Stern im grünen Feld, erweist Dummhjsrt od^ Gemeinheit den blanken' sich als unhaltbar, oa es nicht echt ist. Schild dieser Front zu bekleckern bereit Es ist überdies auch gar nicht so alt, wie , « „ , , I glaubt, denn es ist eine freie Schöp- Wie im großen K^g. so gibt es auch, fung aus den letzten Jahrzehnten des 19. heute eine beachtliche Zahl von Zeltge-, Jahrhunderts. nossen, denen der Krieg ein höheres Ein- Die Städte hatten In der B'ütezeit des kommen bringt uiid den Verhältnissen, Wappenwesens im Mittelalter noch keine zufolge die Möglichkeit bietet, sich man-, Wappen aus den unterschiedlich bemal-cbes XU beschaffen, was MlllKmen von ten R tterschilden entwicke't. Erst fieißigen imd braven Voiksgenossen ver- im 15. Jahrhundert haben ole Städte all-sa^ bleibt. ^ , mählich Ihre Wappen erhalten. Dabei ^ sicli wäre diese Tatsache, die zeit- übernahmen Reichs-oder landesfürstMche bedmgt »t. nicht tragisch zu nehmen, Städte meist die Wappen ihrer Gebiets- wenn diese Kreise die Verpfitohtung in sich fühlen, entsprechend dem Plus Ihres Einkommens — auch ein Phis au Leistung zn tragen, Zugegeben, daß es manchen harten | »ondem Kampf mit dem »hmeren Schweinehund« darauf. braucht, tmi eben eirworbene Skier oder neue Skischuhe iina warme graue oder braune Ledermantel nun plötzlich abzuliefern! — Wir wollen nicht päpstlicher als der Papst sehi und wissen, daß es . . ^ , . nicht leicht Ist, Immer das »Wir — vor, braucht wissen! dem Icti« zu setzen. Wenn wir aber An-1 Einen »Einsatz« In zentralgeheizten Spruch erheben woflen, Nutznießer der Büroräumen, mH freien Nachmittagen, Gemehischaftsleistung unseres Volkes zu anständigen Privatwohnuiigen und noch sein, dann müssen wir auch immer und anderen schönen Dingen gibt es nicht, gerade in solchen Fällen zu dieser Ge- »Ehisatz«, das will heißen «Einsatz des melnschaft stehen. ' Lebens für Volk und Reich«, gibt es nur Der Kamerad Im Osten« er braucht an der Front! von einem der abKcIragencn Stadttore, etwa vom Ungartor oder vom Speck^or. Da auch der Drauturm im T-uge der Neubefestigung Pettaus 1549 oder in den folgenden Jahren erbaut wo-den ist, ist die kleine Geschicli*sfälsctninp, d'e mm mit der Wiederverwencung des Steines an herren, andere Städte setzten das Bild anderer Stelle bcg'ng, zu verantworten. Ihrer Stadtbefestigung, etwa das Stadt- Das bis zum Rande reichende üeorgs-tor, in oas Wappen, bekrönt oft vom kreuz taucht dann als Stadtwappen auch Stadtheiligen. So Übernahm die ste'rische auf dem Orlband des 1555 angefert gten Landeshauptstadt den steirischen Pan- Stadtrichferschwcrtes und 15t>7 im ste ri-ther, Cilli das Wappen der Grafen von sehen Wappenbuch cics Zacharias Cilli, während Marburg ein Stadttor mit Bartsch auf. Im 17, und IS, Jahrhundert zwei Türmen in Sch'ld und Sffegel führte, finden wir es häufig. So auf verschiede-Wenn Pettau schon im ältesten erhal'enen nen Rurgfriedste'nen seit 1680, auf den Stadtsiegel vom Jahre 1283 cen Drachcn- Pettauer Bur^friedbere tungsmtinzen von töter Georg zeigt, so ist d'eses Bild ei- Ifi73 bis 1760 und auf der Standarte der gentlich noch nicht al« Stadtwappen zu 176O neu organisierten Pettauer Bürgerwerten. Es ist nur der Schutzheilige der garde. Da Pettau seit 1622 lancectürstli-Stadt, der Patron der Stadtpfarrkirche, che Kammerstafif ist, erscheint hier das Aber sein Bild ist noch der Ausgangs- Georgskreuz als Brustschi'd des kaiserll-punkt für Ciie Entwicklung des Stadt- chen Ad'ers. Das letzte Mnl findet s'ch Wappens. ' dieses Wappen auf der Faluie der Pct- Pettau war um jene Zeit noch im Be- tauer Nationalgarde vom Jah'e 1848 und sitz der Salzburger Erzb'schöfe. Da die auf einigen älteren. leider undatierten e'nzelnen Erzbischöfe wechselnde Wap- Amt"ssiegeln der Stadt (jetzt im Museum), pen führten, war hier ein Anknüpfen an | Ferdinand Ra sp 1858 sein Buch das Wappen des Gebietsherrn, wie bei Pettau herausgab, brachte er als 1 Titelv'gnette das Stadtwappen, aber diese vielleicht doch nicht zur Gänze abgelieferten Dinge nicht nur dringender, er hat vor allem Anspruch Einzig und altein steht ef Im »Einsatz« vor Leningrad. Moskau oder sonstwo im Osten. Wir wollen das Wort »Einsatz« 90 wenig, wie das Wort »Opfer« mtß- Daran v^-ollen wir alle m diesen ersten ""in? "imhJ''"' sen zu gehören und gleich nachsehen, ob rhr'onrhon Je- wir Tiirhf Tiif'illit' iitmcff* Rrtittl fluf cincr R den chrsllicncn (jifiMi)Cn Hütte in Aufbewahrung gegeben haben, ""d glücklich gesiegt habe. Das ein paar Skischuhe stehen oder ein schö-/'^" christlichen ner warmer Ledermantel hängen geblie- go.dene Stern erinnere an otn ben ist Wir möchten doch reinen Gewissens'^'® i"«-«'"h ^tpr^n^nl in das Jahr der größten Entscheidimg h fß on blicken können und den Kameraden von Stadtwappen. Ich vermute daß der Ostfront einmal die Hände drücken., hercmspielte. Es scheint nän.i.th, ohne dabei rot werden zu müssen. D.O. I daß man das als Trennun-jszeiihen bei Die ioM'ik Eva EralMtffilinmg Im Marbnrgar Stadt« theatw Dai unter der bewährten Leitung von Dr. Oskar y. Xylander stehende Stel-rlsche Landestheater hat unserer Theatergemeinde in dieser Spielzeit schon einige Überaua genußreiche Schauspielabende dargeboten. Insbesondere In »Christine von Schwedenc und »Trieschüblc lernte unser Publikum in den Mitgliedern der {genannten Bohnengemeinschaft Darstel-er und Darstellerinnen von erlesenen Qualitäten kennen. Die Erwartungen, die daher an die Aufführung der unverwüstlichen »Oold'nen Eva« geknüpft worden waren, sind auf das angenehmste und weit Obertroffen worden. Das Werk, das bereits In der Spielzeit 1916-1917 unter der Direktion Gustav Siege über die Bretter ging, zählt mit Recht zu den besten Perlen des deutschen klassizistischen Lustspiels und paßt nls dramatisierte Ehrung des Handwerks auch so recht In unsere Gegenwart hinein. Die beiden Dichter Franz v, Schönthan und Franz Koppel-Ellfeld haben damit ein Werk geschaffen, das in den Spielplänen deutscher Bühnen immer wieder auftat'chen wird, weil es — abtresehen vom köstlich-h"-morvollen Stoff aus der Zeit der Augs burger Kaisertage — den Darstellern ermöglicht, Rollen von einprägsamster Wirkung zu gestalten. Die Aufführung am vorigen Freitag war für das gut besuchte Haus eine Offenbarung des historischen Lustspiels. Die Zuschauer lauschten im Banne der ergötzlichen Handlung den geschliffenen Versdialogen und spendeten den Darstellern, die sich durch brillantes Ensemblespiel wie auch durch die schöpferische Durchdringung der Einzelrollen auszeichneten, immer wieder verdienten Beifall. Margot W i s 1 i C e n y spielte die reiche Augsburger Ooldschmiedmeisterln Eva mit entzückenden Mischungen der Gefühle, die sich aus der reichen Skala zwischen Charme, Naivität, Eifersucht und weiblicher Logik ergaben. An der Echtheit dieser Eva, die in einem urkomischen Ablauf der Dinge aus ihren Adelsträumen gerüttelt wird, um letzten Endes Ihren Goldschmiedgesellen Peter als den geeignetsten Mann ihres Herzen zu finden, war nicht zu zweifeln. Es war ein starker Beitrag zum Gelingen der Aufführung. Prächtig in Spiel, Gebärde, Sprache und Ausrfruck waren Hans Starckmann als Ritter Hans v. Schwetzingen und Oskar v. Xylander In der Rolle des Grafen Zeck. Die »Lobenskunst« de«; Ritters V. Schwetzingen wurde von Hms Starckmann mit der sorglos-unbekü^imer-ten Philosophie eines verkrachten Edelmannes aus Wallenstelns Troß verkörpert. Den Grafen v. Zeck "pielte 0«kar v. Xylander so meisterhaft, dnß er «einem Ritter von der trauriger Gestalt, Irgendwie an Cervantes gemahnend, den Nimbus eines Don Quichote zu geben verstand. Oermaine Rumovi bot als liebestolle Matrone und Wirtschafterin Barbara eine Leistung, die sich sehen ließ. Den verliebten Goldschmiedgesellsn Peter spielte Wilhelm Huber-Wald-h e r r. Sein Spiel war sicher, überzeugend und trug den Stempel menschlicher Wärme. Besonders im dritten Akt entfaltete er stinimungsgemäß die Kraft des darstellerischen Ausdrucks. Ein schelmischer Lausbub, mit allen Salben spätgotischer Lehrjungenerkenntnisse geschmiert, war Erna K I a m 1 n g in der Rolle des Priedel. Ein Wildfang, der so recht in die tollen Herzensverwicklungen hereingeschneit kam. In den restlichen Rollen trugen Helga Loos (Magd Ursel), Harry Schür-mann (Altgesell Christoph) und Liselotte H o f f m a n n (Gräfin Agnes) zum Gelingen der Aufführung bei. Hans Starckmanns Regie gab der Aufführung hinreißenden Schwung und Tempo. Guten Eindruck machten die Bühnenbilder, für die Kurt Winkels verantwortlich zeichnet. Es war ein ergötzlicher Abend, der in den Zuschauern noch lange nachklingen wird. Friedrich Golob Verlanget Uberali die MaruurgeiZeltung Roger wird ßnergiscii Von Hans florst Brachvogel Roger hatte alles, was ein Mann braucht, um zufrieden zu sein; eine Frau, die er liebte, ein Haus, das ihm gehörte, und einen Beruf, der ihn ausfüllte, Aber er war todunglücklich. Er bildete sich ein. ihm fehle jede hnergie. Häufig, sagte er zu Frau Marion, habe er sich vorgenommen, ein neues Lehen zu beginnen, und es sei immer mililun-gen. Also schleppte Frau Marion ihn eines Tages zu Gerd. Gerd war Arzt und außerdem Rogers Freund. Kr untersuchte ihn gründlich und stellte fest, dall er vollkommen gesund war. »Aber«, sagte Roger, »ich bin nicht energisch. Zum Beispiel wollte ich mir das Rauchen abgewöhnen und konnte es nicht. Ich habe dreimal begonnen, Spanisch zu Jemen, und bin hi den Anfängen steckengeblieben. Ich habe mir mehrmals vorgenommen, jeden Morgen um sechs aus dem Btet unter die kalte l)usche zu springen, tat es aber nur einmal und nie wieder.« »Das Ist ernst«, meinte Gerd besorgt »Da hilft nur eine Luftveränderung und Langeweile. Du mutit verreisen, möglichst lange.« Am nJichsten Morgen fuhr er ab. Er fuhr zwölf D-Zug-Stunden weit, stieg am Abend In einem kleinen Kurort aus, bezog ein Zimmer Im Bahnhotshotel. Am Seite 6 kMarfeurger Zeitimg« 12. JSnii«r 1942 Nummer 12 Bei^lnn und Kntie der Siegeluiiischrifi verwendete Sternchen irrtümlich ins Wappen h nein^ezogcn hat. Ein heute im Museum verwahrtes Amtssiegei der Stadt deutet jedenfa'ls darauf hin Raisp is; der i'inzißc Zeuße für dieses Wappen, das sich übrigens gar nicht durchsetzte. A's das Pettauer Inval'denhaus im September aufgelöst wurde und d'e Pe^t-tauer Bürgerschaft den scheidenden Invaliden auf der alten Schießstätte ein Abschiedsbankctt gab, war der Saal, wie t'in im Museum erhaltener St-ch zeigt, mit dem alten Stadtwappen ohne Stern geschmückt. Etwa ein Dutzend Jahre später taucht das letzte Wappen, das rote Kreuz mit dem go'denen S'ern im grünen Feld, auf. Wie und w\inn es zu dieser Änderung ist gleichfalls unbekannt. Wenn es niit amtlicher Genehmigung geschah, kiinnten Nachforschungen im Arch'v des Wiener Innenministeriums Aufklärung bi ngcn. Das grüne Feld ist sicherlich in Anlehnung nn das grüne Feld des s*ei-r'^'chen I.andüSwappens entstanden. ScirießTch bildete man nach den drei Farben dieses letzten Stadwappens die Stadtfahne. Es wird allerding behaup et, daß auch hier ein Zufall mitspielte. Da Pettau immer gut aeutsch war, war cler Verbrauch an schwarz-rot-goldenen Fahnen in der Zeit vor dem Weltkrieg groß. Ais nun e nmal der schwarze Fahnenstoff .'ujsg'ng, soll ein findiger Kaufmann den reichlicher vorhandenen grünen Fahnen-^toff als Ersatz angeboten haben. Ob das sfmmt, weiß ich nicht. Jedenfalls ist das Pettauer Stadtwappen, wie es die letzte Oenerafon kennt, reichlich jung. Gewiß war es für das Auge recht gefällig und vor alU'm einmalig, während das Georgswa'^-pen mehrfach vorkommt. Dafür aber ist das rote Kreuz im silbcnen Feld eine«? der iiiteslen und chrwürd gsten Wappen überhaupt. F,l wa^^ des al'en Deutschen Reiches Sturmfahne, von der Wolfram von Eschenbach schon 1215 in seinem WiTe-halm sihgt: ^M't rechte so! des riches van das kriuce tragen«. Prof. Dr. Balduin Saria Angestellten den Kursen für Kurzschrift, deutsche Rechtschrei-bung, Maschin-schreiben, Verwaltunsrsdienst, Buchhaltung usw. große Aufmerksamkeit zuwenden, zumal diese Grundlagen ein Vorwärtskommen im Beruf erleichtern Cr-freul'chen Zuspruch fanden bisher auch die Kurse '»Kochen der Neuzeit« und »Servieren«. Die Freizeitgestaltung kann von Juli 1941 bis Jänner 1942 große Zahlen des Erfolges aufweisen. Bei 95 Veranstaltungen, Theaterabenden. Puppenspiel. Konzerten und anderen öffentlichen Veran- staltungen wurden 31.938 Besucher gezählt. In diesen Zahlen sind die Veranstaltungen der Filmstelle des Steiri-schen Heimatbundes auf dem Lande noch nicht eingerechnet. Wie dankbar die Bevölkerung für alle Darbietungen kultureller Art ist, beweist die wachsende Teilnahme die mancherorts sogar in Ungeduld ob des oft etwas längeren Zuwarlens ausartet. Zusammenfassend muß jedoch gesagt werden, daß die vom Amt Volkbildung im Kreis Cilli im letzten halben Jahr geleistete Arbeit eine vorbildliche war. Der sfeirische Robinson — eil Cillier MerkwOidine Beirebe.ihe ten des Jo»ef MQller aut Cilli Torfrag^wefcn und VoIhsUlcherelen Vom Juli 1941 bis 1. Jänner 1942 ver-jwistaltcte das Amt Volkbildung des Stei-risclien Heimatbundes im Kreis Cilli 12 Vorträge, die sich infolge ihres hochwertigen Inhalts eines steigenden Interesses erfreuen. Den Vortragsabenden wohnten rimd 4649 Besucher bei. Das Volksbüchereiweseti ist augen-hlickücli im Aufbau begriffen. Es gelan-k'oii im Kreis Cilli nach einem schon festgelegten Plan Volksbüchereien zur Aufstellung, die für die erste Zeit cien Ansprüchen der Bevölkerung gewachsen sein werden. Auf die Auswahl der Bücher und Werke wird größte Aufmerksamkeit gelegt. Bürofserziehnngsworh onil Freizeif-geslaUnnq In 20 Kursen des Berufserzlehungs-werkcs im Kreis Cilli konnten bisher 566 Teilnehmer erfalU werden.- Es ist begreiflich. daß besonders die kaufmännischen Im Jahre 1793 erschien in Frankfurt am Main und Leipzig ein sehr seltenes Büchlein: »Der steirische Robinson, oder Reisen und besondere merkwürdige Begeben-^ heiten des Josef Müller an der brasiliani-^ sehen Küste von Amerika« von einem un-.^ bekannten Verfasser. Josef Müller, der steirische Robinson, war ein Cillier. In seiner Einleitung sagt der ungenannte Verfasser, daß er aus Münster In Westfalen geschäftehalber nach Steiermark kam und sich ein paar Tage in Cilli aufhalten mußte. Hier erzählte ihm sein Gastwirt von den großen, seltsamen Rei-I sen, die sein Großvater gemacht hab? und die ihresgleichen suchen. Dem Geschäfts-j manne aus Wes+fa'en gelan-r es, das Reisetagebiich des Großvaters käuflich zu erwerben. In seine Heimat zurückgekehrt, j brachte er es unter dem vorhin genannten Titel heraus. | Wieviel daran ist Wahrheit, wieviel ^ Dichtung? Eines jedenfalls steht fest: ein Andreas Müller hat im Jahre 1726 als' Burgschrsiber in Cilli gelebt. Auch d'e. Schreibweise des Buches ist ausgesprochen cillierisch, insonderheit was den Ge-, brauch des Reflexivums anbetrifft, des rückbezüglichen Zeitwortes. (Der Cillier sagt nicht: »Gehen wir baden«, sondern: »Geh'n wir sich baden«?). >>Der Vater unseres Robinson, Wenzel Müller«, so heißt es im Geschichtsbuch der Stadt Cilli von Andreas Gubo, »soll Schulmeister in Cilli gewesen sein und »mußte seine täglichen Bissen Brot den ' Kindern vom Rücken herunterhauen«. Vom Adel und für höhere Wissenschaften bestimmt, hatte er durch leichtsinnigen Lebenswandel sein Schicksal verdient. Der Leichtsinn ging auf den Sohn über, um den sich der Vater sehr wenig beklim-merte. Als Aufwärter im Schlosse — vielleicht bei den Grafen Thurn-Vallsassina — gewöhnte er sich an einen flotten Lebenswandel, dann kam er zu einem Revierjäger in die Lehre und erhielt als Neunzehnjähriger den Hirschfänger. Da keine Fcrstknechtstelle frei war, blieb er im Schlosse. Wegen eines zarten Verhältnisses mit der Haushälterin des Pfarrers wurde der Schulmeister und Mesner gezwungen, den Sohn in die Fremde zu schicken, sonst wäre er um den Dienst gekommen. Allerdings zeitgemäß. So ist aus dem »Waldbruder« ein »Wallbruder« geworden. (Andreas Gubo: »Geschichte der Stadt Cilli«, Seite 325). Die nächsten Lebensstationen unseres Josef Müller waren Tirol, München und Holland, wo er sich für die ostindische Handelskompagnie anwerben ließ. Als Leibdiener und Schiffsschreiber des Kapitäns ging's dann um das Kap der Guten Hoffnung nach Batavia auf Java, fünf Jahre später vom Kap der Guten Hoffnung landeinwärts zu den Hottentotten, herrach nach Marseille und Paris. Bald aber »fing sich^ das Abenteurerleben von neuem an. Auf Löwenfang in Afrika gab's heiße Kämpfe mit Negern und wilden Tieren. Dabei durchquerte Müller diesen Erdteil von Norden nach Süden, was noch keiner vor ihm getan. Hernach verschlug es ihn nach Holländisch-Surinam in Südamerika. Auf dieser einsamen Insel an Brasiliens Küste blieb Müller zurück. Hier trat nun Müller mit den Schwarzen, wie der Italiener zu sagen liebt, in buoni termini — in gemütlichen Verkehr. Bald gewann er auch die Liebe der schönen Jiatoah, der Tochter eines Stammeshäuptlings, die er zum Christentum bekehrte und zur Frau nehmen wollte.. Doch diese Tage, die ein einziger schöner Traum waren, »endigten sich« rasch. Eines Tages var Jiatoah spurlos verschwunden. Da brach auch Müller seine Zelte ab und fuhr nach Brest. Dieser französische Kriegshafen wurde ihm aber auch zum Hafen einer kriegerischen Ehe. In Paris mußte er einen Zweikamplf bestehen. Das Ergebnis? Seine »bessere« Ehehälfte war mit dem Sieger und dem Gelde durchgegangen. Da tauchte plötzlich Jiatoah auf, die der Sieger im Duell den Negern, die sie entführt,, abgekauft und nun wegen der schönen Luise verlassen hatte. Ende gut, alles gut. Auch seine Schätze erlangte er bald wieder und fuhr damit nach Steiermark, In der Nähe von Graz hat .Müller ein Landgut erstanden und ließ sich dort nieder. Seinen beiden verarmten Brüdern aber kaufte er je eine Gastwirtschaft, wo er sich öfter zu einer untersteirischen Weinprobe einfand. Helfried Pat?. Wettbild WttiterHches Stintmungsbild mum nächsten Morgen wollte er weiterfahren, aber er war müde. Ich kann mich, ilachle er. auch hier langweilen. Er blieb. Er blieb mehrere Wochen, ging jeden Tag ein paar Stunden spazieren, aß kmt, schlief viel, las wenig und langweilte sicii sehr. Er langweilte sich mit großer (lüwissenhaitigkeit und beobachtete sich genau, ob seine Energie wuchs, ob überhaupt welche vorhanden war. Er zweifelte daran. Allerdings hatte er manchmal den Wunsch, mit Marion zusammen zu sein. Doch das war keine Energie. Auch schien ihre Sehnsucht nach ihm nicht der seinen zu entsprechen. Sie schrieb Ansichtskarten, daß es ihr gut gehe, daß sie viel mit (ierd zusanmien sei. und gewöhnlich hatte auch Gerd Grüße hinzugefügt. Nett von ihm. daß er sich um Marion kümmert, dachte Roger. Aber dann kam ein Brief ohne Unterschrift und Absender. und in dem Brief stand, daß es nicht gut sei, wenn man seine Erau zu lange allein lasse. Roger zerknüllte den Bogen und warf ihn in den Papierkorb. Marion war über jeden Zweifel erhaben. Dann begann er fieberhaft im Papierkorb zu wühlen. Mit einemmal durchschaute er die Lage: (jerd hatte ihn auf Reisen geschickt, um... Er stürzte sich auf den Fahrplan, blätterte, saß eine halbe Stunde später im Zug. kam vor Mitternacht zu Hause an. Marion war nickt Roger nahm eine Taxi und fuhr zu Gerd. Er läutete Sturm. Das Mädchen kam zur Haustür. Sie wollte ihn nicht hineinlassen, weil keine Sprechstunden mehr seien. »Ich möchte Gerd persönlich sprechen!« ?>Herr Doktor will keinen Besuch empfangen«, sagte das Mädchen und wollte die Tür schließen. »Lassen Sie mich ein!« schrie Roger uid warf sich gegen die Tür. Sie sprang auf, das Mädchen taumelte zur Seite, Roger stürmte die Treppen hinauf, drang in die Wohnung ein. In der^ Diele hingen Marions Mantel und Hut. Schäumend vor Wut stieß Roger auf Gerd. Gerd kam aus einem Zimmer, schloß die Tür hinter sich, stellte sich davor.^ »Laß mich durch!« brüllte Roger. Er wollte Gerd zur Seite sch'eben. Aber Gerd hielt stand. Er drückte Roger einen Briefumschlag in die Hand. Er sah ganz so aus. als wenn er eine Rechnung enthielte. »Du willst«, sagte Roger heiser vor Wut, »auch noch Honorar?« Gerd schüttelte den Kopf. »Das kommt vielleicht später«, erklärte er grinsend. »Du kannst nicht leui^nen. daß du inzwischen verdammt energisch geworden bist, sobald es darauf ankommt.« • »Weg da!« sagte Roger. »Wo ist Marion?« ^'S:e spielt Schach mit meiner Mutter«, üerd. »Und sie wartet auf dich.« Er gab den Weg frei, »Der anonyme Brief stammt von ihr, der Briefumschlag in deiner Hand enthält den Durchschlag.« ___ j^riterr ßdfe Tisphjjfisprfich Munkc ist zu einer Abondgosollschaft geladen. Er führt seiiK» Damn zu Tisch.' Die L'nlerhallung fällt ihm sehr schwor. Er schwitzt und stoltert; „Lind dann —t und dann — auf das Thema Emahi'ung zurüeUkoinmend: ich esse für mein I.ol>rn gerne Zwiehfln". j „Oh, das macht nichts," antwortete seine Tischdanic, ..ich i)hi orkAltol und hnlx^ sehr den SclmuptVn." Dir Spprisfkarte „Was darf ich bringen," fragte die Kellnerin in einem Münchoner Bräu, „ich habe NienMiragoul, Kalbshini, .Schwcins-füße..." „.Sie müssen nicht immer daran denken," meinte der Gast. „Ich rum Beispiel habe Hheumalisnius, Ziehen im Bücken, Kopfweh und im Augenblick Hunger. Also lassen Sic Ihre Loiden l>eiseilc und brüi-gen Sic mir einmal Erbssuppe." Die Liobtv^crkliirung „Geliebte, ich biete dir ein Heim und ein Herz! Es ist wenig, ist weiß es, aber was willst du mehr?" „Herr wäre wundervoll. Aber es müßte Kalbshrrr. sp'n, d«s ich nimlich für me^n Lel>eii gv;rul" Kleine ChroniR Ol, Todesfälle. In Marburg sind gestorben: Die 70-iährige Reichsbahnmalersgattin Marie Eiger aus Oberrotwein 87, die 55-jährige Arbrltersgatthi Marie Nowak, wohnhaft in der Pettauerstraße 70, m der Wielandgasse 6 der gewesene 87-jährige Winzer Matthias Pototschnik, in der Bubakgasse 18, hochbetagt im Alter von 84 Jahren, der Hausmeister Franz Strauß und am Meilingberg 5 der 7t-jährige Winzer Georg Politsch. — In Dombüchl starb im hohen Alter von 90 Jahren der dort im Ruhestande lebende Oberlehrer Johann Richterschitsch. — In Weitenstein ist das Mitglied deir Wehr-mamischaft des Stejrischen Heimatbundes Franz Piki verschieden. m. Vofn Hauptzollamt. Das HauptzoU-amt Marburg a. d, Drau erläßt eine Bekanntmachung, derzufolge Tabakwarenhändler (Haupt- und Subverleger usw.) sowie Händler mit vollständig vergälltem Branntwein (Brennspiritus) der Steuer-aufsiclÄ unterliegen. Wir verweisen auf die diesbezügliche Anzeige in unserem heutigen Blatte. m. Milchbewlrtschaftung In Pettati. Der Pol. Kommissar des Landkreises Pettan erläßt eine Anordnung, die sich auf eine geregelte Verteilung der Milch Im Landkreis Pettau bezieht. Die näheren Einzelheiten darüber sind /in der betreffenden Anordnung im heutigen Anzeigemeil unseres Blattes ersichtlich. m. BeyölkerunKSbewegunK in CIHl Beim Standesamt In Cllli wt^rden in der letzten Woche zwei Trauungen, acht Geburten und elf Todesfälle verzeiclinet. Getraut wurden: Stanislaus Stoschir mit Milcna Speglitsch, beide aus Cilli, imd Alois Amlcr, Cilli, mit Alma Sdolschek aus Tüchem. Gestorben sind: Stefanie Supanz, Bartholomäus Breschnik und Johann ^helesnik, alle aus Cilli, Maria Mairat aus Peilenstein, Franz Saloschnik aus Hagau, Jasef Kokol aus Tüffer, Lud-tnilla Drbne aus Lachonnio bei Tüffer, Maria Dreflak aus RohitschrSauerbrunn, Franz Fiederschek aus Irje bei Rohilsch-Sauerbrunn, Franz Bretschko aus St. Oswald bei Poniffl und Josefa Staut aus Rietz im Sanntal.. m. Tägliche oder befristete Vogellüt-terunx? Seit deirij plötzlichen Tode des stadtbekannten »Vogelvatcrs«, der die Vogelwelt Im Stadtpark täglich und zur bestimmte» Stunde betreute, ging man — wahrscheinlich um sich die tägliche Arbeit und Zeit zu ersparen — zur befri-steteti d. h. auf mehrere Tage berechneten Anfüllung der Futterhäuschen über. Die Erfahrung lehrt aber, daß — namentlich in außergewöhnlicher Winterszeit — die tägliche Betreuung den Vorzug hat. In der letzten Zeit wollte es der zufaJl, daß in den Tagen, an denen die Tiere ihr Futter auch außerhalb der Futterhäuschen finden konnten, auch die Häuschen voll waren, kurz darauf jedoch, als eine Ersatznahrung ausgeschlossen war, waren auch die Futterhäuschen — leer. Die ausgehimgerten Vöglein umschwirrten ;^dringlich die einzehien Besucher des in dieser Zeit meist' verlassenen Stadtparkes. Zumindest, in der ^it der größten Not sollte man wieder zur ursprünglichen täglichen Fütterung zurückkehren. m. Freitod ^us Verzweiflung. In Weitenstein bei Cilli beging der bekannte Großgrundbesitzer Franz Pickl wegen einer unheilbaren Krankheit Selbstmord durch Erschießen. Der Verstorbene stand im 43. Lebensiahre imd stammte aus Pragwald im Sanntal. m. Ein Kuter Fang, Mehrere Männeo", die aus Rieg bei Gottschee in der Gemeinde Arch bei Ourkfeld angesiedelt wurden, machten dieser Tage einen außergewöhnlich guten Fang, der fast einzigartig dasteht. In dunkler Nacht schlichen sich viele verwegene Gestalten durch den Ort und mfchten s'ch an eluigea von den Umsiedlern mitgebracb« Ntfmmer t? »Marfiursrer Zettimj?« Tünner !94? ?eHe 7 ten Pferden zu schaffen. Ihr Tun wurde jedoch sofort bemerkt; die Qottscheer faßten einen raschen Entschluß und schon waren zwölf Pferdediebe in ihrer Hand, die dem sicheren Gewahrsam übergeben wurden. m. Unter die Pferde s^raieti. In der Nähe des Bahnhofes In Rann ist die 82-jährige Qottscheerin Josefa Kikel aus IJenfeld unglücklicherweise unter zwei I^ierde geraten und erlitt so schwere Be-| Schädigungen, daß sie in hoffnungslosem i Zustande ins Krankenhaus gebracht wer-' den mußte. m. Gewaltverbrecher hingeriditet. Die justiz-Pressesteile in Wien teilt mit: Am^ (S. Jäimer ist der 19^3 in Schaueregg' (Steiermark) geborene Johann Schützen-hüfer hingerichtet >Ä^orden* .den das Son-dergencht in Wien zum Tode verurteilt hat. Schützenhöfer hat ein drei Jahre altes Mädchen, an dem er sich vergan-i^en hatte, zu töten versucht, um die Aufdeckung seines Verbrechens zu veir-liindem. TURNEN und SPORT Deutschland — Schweiz 1:4 Ein Sieg des Schweizer >Ni«-Sturms — 8000 Zuschauer in München WIRTSCHAFT X Indexziffer der GroflhmidelitprelNC im MonalsdurchsehniU' Dv>xeml>er Itll. r)iß Indexziffer der Großhandelspreise im Reich stellt sich für eIveranstaltung. Die Vienna gab dem Fk>ridsdorfer AC emleitend mit 7:2 (4:1) das Nachsehen. .Anschließend war der Wiener Sportklub über den deutschen Meister Rapid mit 4:2 (2:0) erfolgreich Dieser $ieg kam nicht einmal überraschend, denn Rapid war schwach in der Abwehr. Austria ist dadurch an der Spitze mit 16 Punkten weiter unbedroht. Vienna folgt mit 16 vor Rapid mit 15 und Wacker mit 14 Punkten. ItarllHi Mosilek bdcIi Oifmiirli-M isterin Die junge deutsche Kunstläuferin Martha Musilek holte sich erwartungsgemäß am Sonntag in Klagenfurt auch die Meisterschaft der Ostmark. Sie war ihren vier Gegnerinnen weit überlegen und übertraf in der Pflicht Irmgard Höllthaler um 20 Punkte, Sie lief dann noch eine bestechende Kür mit allein erdenklichen Schwierigkeiten und wurde unangefochten Siegerin vor Grete Veit und Inge Solar. Klein« Sportnadiritiiten : Wiener Tischtennissieg über Luxemburg. Der Tischtenniskampf zwischen Luxemburg und Wien ergab einen hohen 6:0-Sieg der Wiener-Mannschaft, die durchwegs vom LV Wien gestellt wurde. : Ein Basketballturnier wurde am Sonntag in Gera durchgeführt. Die Mannschaft der ff Posen wurde nach Gewinn aller Spiele Turniersieger. : Frankfurts Boxer bestritten am Sonntag in Wien den Rückkampf. Nach der 7:9-NiederIage gab es diesmal ein Unentschieden von 7:7. : Weltmeister Dalquist siegte. In der Umgebung der schwedischen Stadt Oestersund fand ein 18-Kilometer-Lang-lauf statt, bei dem sich Weltmeister Dalquist als der Beste erwies und in 1:13.45 durchs Ziel ging. : Neuordnunx im internationalen Frauenturnen. Nach den turnerischen Wettkämpfen der Frauen auf den Olympischen fielen 1936 in Berlin fehlte die emheltliche Grundlage, sodaß es zu Entscheidungen kam, die den tatsächlichen Leistungen in keiner Weise gerecht wurden. In gemeinsamer Zusammenarbeit wollen nun Deutschland und Ungarn dem mternationalen Frauenturnen neue Wege weisen. Dieses Ziel soll dadurch erreicht werden, daß einmal praktisch und theoretisch festgestellt und erarbeitet wird, was künftighin im internationalen Frauenturnen im Wettkampf betrieben und wie zum anderen die Wertung gestaltet werden soll. Diesem Zweck wird ein deutsch-ungarsches Treffen im Frauenturnen Im Monat Februar in Budapest dienen, das im Mai in Deutschland wiederholt wird. Dem Treffen auf dem deutschen Boden schließt steh efne Lagerwoche an, : Vierzehn Turner zur engeren Wahl. In Breslau wird am 8. Februar die Vorrunde der Gruppe V der Bereichsmannschaftskämpfe der Männer im Turnen ausgetragen, bei der der Sportbereich Ostmark mit den Vertretungen von Sachsen, Bayern, Oberschlesien und Niederschlesien in Wettbewerb steht. Zur Ermittlung der besten, unserem Bereich zur Verfügung stehenden Turner, wurde für Samstag, 10. Jänner, nach St. Pölten ein Aus-scheidungsbewerb angesetzt, für den nachstehende vierzehn Turner Einladungen zur Teilnahme erhalten haben: Walter Rabenstein, Osk? Jahren eine Feldpostkarte fjbrrsandt wurde, die er am ir>. Jujii lOtft als damaliger Welt-kricgssoldat in Rußland an seine Aiipphö-rigiMi nach Hanse fjerlehlol hatlv. Win aus einem boilicßenden Begleiihrii'f Ihm' 1 vorging, w'urde diese Feldjxistkarte iKt dem jetzigen Ostfeldziig von deutschen Soldaten in einem t'insamcn Seliupj>en aufgefunden und unter der damaligfti Anschrift zum Versand g<'l)raelil, so da Ii sie nach 25 Jahren wiedin* ihren einstigen .\b.sender erreichte. a. An Wollsachpn vergriffen — zum Tode vcnirlüilt und hiii{;i>richir|. Aus Ber^ lin wird l>erichlel: Am 30. Di*zetnl)er versuchte der^ niehrfaeh vorlwslrafte Volks^ Schädling Karl Sachs in verbrecherischer Absicht Wollsachcn aus der Sammlung für unsere Soldaten in seinen Hosit/ zu l)rin-gen. Sclion am 3. Jänner 1912 wurde vom Sondergericht Kassel die Anklage erholx'ii und am 7. Jänner auf Grund der Verordnung des Führers zum Schulze der Sammlung wn Wintersaeheu für dieFi oiiL der Verbrecher zum Tode verurteilt. Das Todesurteil wurde am Morgen des 10. Jänner vollstreckt. — Der am 2S, Februar 1880 in Friedrichstal gelvorene KarP. Sachs hatte sich In Fulda als Beaul'lrügler* der Sammlung von Wintersachen für di:; Front ausgegeben und auf diese Weis^i Wollsachen für sich crschwindelt, um sit^ weilerzuverkaufon. »"Jchnell unrl hart hat das Sereits in Slraßkirehen zu sein. Alle drei wurden vi»n d^Mu herankommenden Schnellzug erlaßt und tötet. Niemand war Zeuge dieses grüß-liehen Unfalles. Erst später fand ein Bahnt)eamter die stark verstümmelten. Leicheji. 1 a. Pech eines Taschendiebes. Besonder*'.«^ Pech halle ein Mailänder Taschendiebl Er halle gerade auf dem Ilauptbahnhof einem älteren Herrn die Brieftasche enl-WCTdet. Das ging im (^dränge wie der Blitz, Nun saß er in cim'm kleinen Caf»'? und untersuchte die Tasche gi'ündlich auf ihren Inhalt, zählle die BatiknoU^n, sichtet.' die Papiere. Dabei bemerkte er gai-I nicht, daß sich ein anderer Gast an .^en Ti.sch gesetzt hatte. „Eine sch6no Tasche", sagte der Fremde b<'wundernd, •j^^hört sie Ihnen?" „Nein," versetzte der Dieb etwas unruhig, „ich habe sie gefunden!" „Gefunden —' soso. Na, das mul.i erst mal bewiesen werden, Freundchen", sagte jetzt der Neuhinzugekonimene scharf. „Die Tasche gehört nämlich mir, und Sie haben sie mir vor einer halbcai Stunde auf dem Bahnhof gestohlen. Also her^ damit oder wir gehen zusammen zur Polizei!" Der Taschendieb warf darauf die. Brieflasche seinem Gegenülxr mitten ins Gesicht und stürzte in wilder Flucht aus dem Lokal. Der rechtmäßige Besitzen der Tasche freute sich, daß er so rasch wieder zu seinem Eigentum gekommen war uml ließ den Spitzbubeoi für diesmal laufen- /(lOSIUM wuC£iekkm Seite 6 »Marburftr ZeHitng« U. Jflmicr \9it Nurnnrar 12 AAAAAAAAAA Stadtih«atei Marburg an dar Otau Heote, Moatajf den 12 j&nner, 20 Uhr Ring II des Amtes für VolkbDdung,' Madame Butterfly '>per in 3 Akten von Qiacomo Pnccini Kein KartcflverkMf. Morgfen, DMutay, den 13, Jänner, 20 Uhi Gastspiel des Stetrlichen Landesttieatm Die gold'ne Eva laiütsptcl in 3 Akten von F« v. Schöntlian und Kopppl-Ellffild 2f« UNNI i'VllffVffffffllffffffVIMff wwwww ffflffl KaofhaaslosJarllBz Marburg a. Drao^ Herrengasse 18 hat seine Verkaufsräume wegen Wargjbes^^ vom 12. bis 17. Jänner 1942 getchlotiM 2u BEKANNTMACHUNG Es unterliefen der Steuer aufsieht 1 a) h) Tabakwarenhändler (Haupt- und Subverlej^er und Tabak'Trafikanten einschließlich Tabak-Haustrafikanten), Händler mit vollständige versfälltem Branntwein (Brennspiritus), D cse Personen haben auf Grund des § 121 der Durchführunsfsbestimmun^en zum Tabaksteuergesetz in der Fassung vom 6. Apni 1939 (Reichsministetial-blatt S. 895) bezw. des § 91 der Branntweinverwer-tung-so)dnun$; (Ausführungsbestimmunffen zum Gesetz über das Branntweinmonopol vom 8. April 1922) ihren Betrieb bei dem zuatändigen Zollamt anzumelden. Anmeldevordrucke halten die Zollämter vorrätig. Als letzten Termin lür die Anmeldungen setze ich den 31. Januar 1942 fest, Zuwiderhandlungen werden geahndet. Hanptzol^amt Marbnrg/Dran gez. Bacil für leidead« Beine der Fremo, die vie «teheo ua«' ffeliM xrtgaiideieii Preislagea. t^eratuB^seleHen ZUM INDIANil. Orai. HarrMgaM« M aeben Ceie Herrenhot, GUMMIHOP, Orai. tpafgaita 4 oebeo Laeirt' Mmnc FRAUINHIIL, Ofai. Albrachtgaita 9 Ver «Rflea St« Meivker^e Meiner iRzeiier J«dM Wert KMtef M Rpl de* fettiedreekt» Wen |c 9pt Otr Wortprele cillbli n II Sechitifeee n Wort fKteevort) K _ . 9of bei $lenenffe«gcbCR tf KM. rif Za«tB4«af troo lenawortkrlelee werdto SO Rot Porte ktretMit AnttitM-AMeheHtcMe«' 4a Ttf« vo# CmtoleM e« M Ukr tKle^ Ae-«•Itco« werdte tof mee ▼oreliitednff tfec Bttraxt» Utcii 1« tflnlccB t^lrfmarkeii) nteeiMinine« Mledettfebfllit iBr efii« inetiif 4nielt* VM 1 • iu ¥§9lu^§f§§$ Eine Hobelbank zu verkaufen. Anzufragen Wefkstättenstraße Nr. 24'n, Rottmann. 2704 Kuh. frisch gckllbert zu ver. kaufen, dortselbst Haut mit etwas Orund zu verpachten. Ottendorf 37. P, Schleinitz bei Marburg. 277-4 inlulfli Mdbliertet Zlnaier eventuell mit Kost, Nähe Bahnhof fe-sucht Dirr. Betriebsleiter, Molkerei. Teeetthoffstraße. 193-6 Dringend gesucht mdbliertas Zimmer mit Familienanschluß und Pension für älteren Beamten In Nähe Tegetthoff-platz. 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Wie sich zwei junge Menschen kennen und lieben lernen, wie »Icn ihr Schicksal in den sechs ge-schehnisreicheti Taeen des Heimaturlaubes ent. scheidet das ist der Inhalt dieses Hlms PUr jugendliche unter 14 jähren nicht zugelassen! Kultarfflml Neueste deutsche Wochenschau! &' Kiilttirlilm.Sondervoralellaflgen: .Montag, Ulenstag and MHtwoch 18.45 Uhr* Ein Lenl-RMenstahl-FIlm der »D C O C T O« Das blaue Licht Leni Riefeostahl MatthiM Wiemann Pflr jugendliche zugelassen! Neueste deutKhe Wochenachaal Aaeh Ober Mittag Kartenvorverkauf eSPLANADE ceronit 25-2V Heute 16. 18*30.31 Uh. Die BAVARIA zeigt: Käthe Dorsch HOde KHÜil • • in HeiMiy Porten KOMODIANTEN Nach dem Roman »Phllinee von Oly Boeheim Glttck und Kamj^f einer einmaligen Frau und Künstlerin. Lieoe und Schicksi^l eines Mädchens der Komödiantenweltl Staatspolitisch, kOnstlerisch und kulturell besonders wertvoll. Neueste Uf«lon.WochMMhM Nr. 991 Jugendliche unter 14 Jahren nicht »ugelassen. Bin Ziisi;liiKiMiHfs bewährten System MSchauer" wird demnächst V eröffnet. Anmeldunfen werden entgegengenommen am Adolf-Hltler-Platx 4/1. 270 Jeder Unterslelrer liest die nMarburger Zeitung!" Höherer reichsdeutscher Po-' lizeiheamter sucht in Cilli gut möbliertes Zimmer in guter Wohnlage. Angebote an die Geschäftsstelle der »Marburger Zeitungc unter »Polizei«. 274^ Der Politische Kommissar dea Landkreises PettM Emfihmngsamt Abt A. Anordnung 272 AcHtuiig Wir geben allen Kleinhändlern, die sich mit dem Wiederve)kauf von Brennspiritus (Denat. Spirit.) belassen wollen, bekannt, daß sie beim zuständigen Zollamt eine Bescheinigung über die Anmeldung des Handeis mit Branntwein (Brennspiritus) einholen müssen und ist diese uns, als einzige Großverteiler für Brennspiritus, zwecks Registrierung vorzulegen. 276 LeopoM Gwael 6. m. b. H. Marburg a O., KärninmrstrmaMm 16 Bahnbeamter sucht leicht heizbares Kabinett, Nähe Hauptbahnhof. Anträge an Zeilinger. Hauptbahnhof, Sonderdezernat. 278-6 Elegant möbliertcs Zwei'Bett' Zimmer mit Bad, im Stadt* fliebiet Marburg zu mietern gesucht. Unter „Dringend 2* Ii an die Verwaltung. Unsvr lieber Vater, Schwiegervater und üroti. vater, Herr SicMerschilsch jobanR OlMrlehrer i. R. ist heute nach kurzem Leiden im 90, Lebensjahre verschieden. Seine Beisetzung findet am Montag, den 12 jlinncT 10-42 um 16 Uhr am Umgebungsfneilliote in Cilli statt, Hornbüchl, Cilli, Zagreb, am 9. Jänner 1942. In tiefer Trauer: Familien RIchterschitsch, Sarlfch Achtung. Am Mittwoch, 7. I. 1942 zwischen 12 Uhr und 14; Uhr ißt auf dem Wege Ctlh—! Windischfeistritz ein Merce-' des-Reserverad verloren ge-gangen. Gegen Belohnung bei der Mot. Gendarmerie Cilli abzugeben. 273-9 Unser lieber Kamerad Um in der Milchausgabe in der Stadt Pettau eine geregelte Verteilung herbeizuführen, liegt ab sofort in den nachstehenden MUchabgabestetlen ebie KtmaiiUttci{|un0 Zum Heimgange unserer lieben Mutter, Frau Tlieresle llonko wurden uns so viele Beweise aufrichtiger Teil nähme entgegengebracht, daß wir nicht imstande sind, jedem einzelnen zu danken. Wir sprechen unseren herzlichen Dank aus allen jenen, die un sere gute Mutter auf ihrem letzten Wege beplei teten und Herrn Pfarrer Baron für die zu Herren gehenden Trostworte am offenen Orabe. Wi« danken dem behandelnden Arzte Dr Iwanschck besondert aber Herrn Dr. Pichler, der uns tn schwerster Stunde liebevoll beigestanden ist. Dank sei auch gesagt der Musikkapelle der Re'chs bahn und den Spendern der vielen schönen Kranz- und Blumenspenden. Marburg, den 10. jänner 194^ 1'82 Familieft Donko und Rath.