Hummer 30. Petta«. im 27. Juli 1902. XIII. gnhrgtmg. PettauerZeitung. Erscheint jtfcen Sonntag. frei» für PettlM mit Zustellung in« Hau«: Monatlich «0 h, vierteljähng K 2.40, haldpbri« K 4JäO, ganzjährig K 9—, mit Sofhwiienbung im Inland«: Monatlich 8ö h vierteljährig K 2.Ö0, halbihrig K 5.—, ganzjährig K 9.60. — (finzdnt Rummern 20 h. Handschriften werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge find erwünscht und wolle» längsten« bi« Freitag jeder Woche eingesandt werden. Unsere Kaufmannschaft. Kein Ohr hört'«, kein Auge sieht'», wa« da in unserer Mitte vorgeht und doch geschieht sehr vieles. Oder schweigt man nach echter deutscher Sitte, sieht man so lange geduldig zu, bis der Becher ebe» überzugehen beginnen wird? Eine Schmach ist'«, wenn Geschäftsleute von Dorf zu Dorf wandern oder zu diesem Zwecke ihre Angestellten hinausschicke». um draußen die Bauern in ein Gasthau« einzuladen, für selbe ,u zahlen, um hiemit den sogenannten verab-scheuungSwürdigen Kundenfang unbehindert bettn-ben zu können. Der deutsche Kaufmann in seiner Ehrlichkeit. in seiner Biederkeit muß ein solche« Beginnen gewiß unter seiner Würde finden. Der Slovene mag hierüber andere Anschauungen haben. Bor nicht allzulanger Zeit ist in unserer freundlichen Draustadt ein Unternehmen in'« Leben gerufen worden, man weißja, wer dahinter steckt, welche« in unglaublicher Weise die Würde de« Laufmannstande« verletzt. Da wird jeden Sonntag hinausgefahren, e« «erden die Bomctb zusammengetrommelt und Zechen über 20 Gulden und noch darüber bezahlt. Bezeichnend hiesür ist der AuSspruch einer Bäuerin, die da sagte: „Weil der Herr Kausmann letzte« Sonntag nicht zu un« kommen konnte, hat er un» Geld geschickt und wir haben diesmal ohne ihn getrunken." Und worin ist der Grund zu suchen, daß solche Unternehmungen floriere«? — Der Deutsche ist zu gutmütig, er läßt sich eben alle« gefallen! Unser« deutschen Kaufleute un-terstützen in aufopferndster Weise alle Vereine, ihnen ist die Stadt Pettau heilig, heilig die sturmumbrauste Beste de« Deutschtum« und tß Der Strom. Sie weiß und fühlt, daß er sie auch noch bekommen wird! Die andern hat er ja schon alle! Au« der alte» Muhme wird er sich wohl nicht« machen. Und so recht gehört sie auch nicht zur Familie. Dir kommt auch nie zu ihm und schwemmt nicht einmal die Wäsche in seinem Wasser. Sie sürchtet ihn und die geheimnisvollen Reize, die er birgt, sind ihr fremd. Sie ist so alt die Muhme und hat alle« hinter sich! Da« Mädchen seufzt auf »nd nestelt am Mieder. E« drückt und ist ihr zu eng. Zu ihren Füßen läuft der Fluß dahin und durchquert träge und schwarzgrau da« Moor. E« ist, al« schnitte er ihr ein Gesicht! Sie sieht e« deutlich. So gierig, grausam und wohllüstig, al» hätte er den warmen jungen Mädchenleib schon umflossen. All die ihm dienstbaren Arme der alten, versun-kenen Weidenstrunke und Baumwurzeln, die sein Grund birgt, strecken und recken sich nach ihr. Und ein gute« Bett liegt da unten. So weich und lind ist'«. Faulige schwarze Erde und glat-te« Schilf, von Tang und Alge» durchzogen. Und wenn sie dann erst darauf läge, würde er sich über sie werfen, dann aber weiter fließen, rau- ist unglaublich und doch wahr, e« gibt fehr viele deutsche Frauen, welche gewiß ohne Wissen ihrer Mänuer genannte« Unternehmen unterstützen! E« gibt deutsche Frauen, welche Bedarf«-und Luxu«artikel einfach für unschön finden, wenn selbe in Pettau gekaust werden und nicht von wo anders kommen. Wäre denn da ein we-nig Begnügsamkeit im Jutereffe der deutschen Sacke nicht am Platze? Gewiß würde der Pettauer Kaufmann, wenn man ihm den Auftrag erteilen würd«. Gewünschte» rascher und billiger zur Stelle schaffen, al« e« der Kunde selbst möglich ist. Wenn wir eben alle fcand in Hand gehen würden, dann wäre e« nicht möglich, daß Un-teruehmungen genannter Sorte in« Leb«» ^r»sen werden könnten. Quousque Landern . . . Wie lanze noch wird man unfrre Geduld mißbrauchen, wie lange »ird der Schlaf de« Deutschen dauern? E» handelt sich um keine Kleinigkeiten, denn dabei ist Große» zu Verliere». Nicht die Gegenwart ist mit im Spiele, nein, hier handelt e» sich um die Zukunft, daß aber Pettau auch in der Zukunft deutsch bleiben wird und bleiben muß, dafür werden wir Pettauer stet« mit v»geister»ag kämpfen, aber «ach die de»tfchen Frauen and Mädchen solle» diesen Kampf erfaffen und treu an der Seite der Kämpfer stehen. DaK Allgemeine Krankenhaus und ba£ Tande§-StechenhauK in Venau. Ohne Zweifel trug unser wackerer Herr Bürgermeister O r n i g einem dringenden Be-dürfniffe de« Pettauer Bezirke« Rechnung, indem er im steiermärkifchen Landtage den Antrag zur schen und endlich am Gefalle donnern und auf-schäumen. Lustige Perlen würde er den kreischen» den Mähderinnen in« Gesicht spritzen, harmlo« neckend. Ein ganz anderer al« der kriechende, heimtückische Geselle au« dem öden Moorgrund mit seinem listigen Augenzwinkern und Lächeln. Die Weiden, die sein rechte« Ufer fäumen, leuchten purpurn im Sonnenschein, »nd gelb und blau flimmert e« streifig im Wasser auf. Da« sind die Büfche, die sich spiegeln und der lichtblaue Himmel mit hartgetönten Wolken-fetzen. De« Mädchen« Blick haftet an den ersten Leberblümchen, die blauviolett am Boden blühen und jede Hautpore ihre« Körper« will die war-men Sonnenstrahlen einsaugen. An der Wiesen-seite sind die Weidenruten voll silberner Kätz-chen. Sie greift darnach und ein Nein?« bleibt ihr zwischen den Fingern. Sie dreht da« Knösp-chen mechanisch hin und her und reibt e« an der Innenseite de« Arme». Wie zart und weich! Wie ein Kinderkörper, dem noch kein Lustzug angekommen. Ein zarte« neugeborene« Kind! Sie schauert zusammen, schüttelt da« bleiche Haupt und geht einige Schritte weiter da» Ufer hinauf. Da scheint da» Wasser im beckenartig er- Erweiterung dieser beiden Anstalten gestellt hatte. Am 22. d. M. nun begründete er diesen seinen Antrag im Landtage bei sehr gut besuchtem Hause, die Slovenen fehlten natürlich wieder, auch da« LandeSauSichußmitglied R o b i ö fehlte, obgleich diese Erweiterungen gewiß seiu Interesse wohl zuerst hätten wachrufen sollen. Der Herr Landtagsabgeordnete O r n i g bemerkte gletch eingehend» seiner Au«sührungen, er vertrete mit seinem Antrage nicht nur die Interessen der Stadt Pettau, sondern vielmehr die Interessen de« ganzen Lande«. Redner ver-weist dann darauf, daß seit zehn Jahren die Inanspruchnahme de« allgemeinen öffentlichen Kranken ha u'e« in Pettau eine derart steigende ist, daß da«selbe mit seinem gegenwärtigen Belagraum wohl noch vor zehn Jahre» den damaligen Ver-Hältnissen genügte, um den heutigen Anforderungen zu entsprechen. jedoch unbedingt einen Mehrbelagraum von mindesten« 30 Betten nötig hat und daß die fortschreitend« Verarmung der ländlichen Bevölkerung im Pettauer Bezirke auch eine statistisch leicht nachweisbare, stetig zunehmende Ziffer an Krankheitsfällen nachweist. Trotzdem der Belag-räum de« Hauptgebäude» der Anstalt bei dem dermaligen Normalstande durch Ausstellung von zehn Notbetten in Räumen, »»elche sich zu allem Möglichen, nur zu keinem Krankenzimmer eignen, auf über 80 Betten gebracht wurde, mußte selbst Schwerleidenden wegen Platzmangels die Auf-nähme versagt und in einigen Fällen sogar die Hilfe der Polizei in Anspruch genommen werden, um die Aufnahmesuchenden — so traurig eS auch klingen mag — mit Gewalt abzuweisen. Der Ausbau deS zweiten Stockwerke» auf das Haupt-gebäude de« Krankenhause» in Pettau. wodurch ein weiterer Belagraum von mindestens 40 Betten geschaffen würde, komme laut von fachmännischer Seite vorgelegten Kostenvoranschlage» nur auf weiterten Flußbett zu stehen, ruhig und glän-zend. Hier war e». wo im Herbst da» Haselge-büsch gestand«». Im Sommer blühten in großen Büscheln gelb« Lilien daneben. Später hatte sich Iahn dort in dem Gebüsch eine Hütte sür die Entenjagd gemacht, mit Strohdach und Wänden. Da war» geschützt und warm drin gewesen, lang noch, bi» in den Spätherbst. Und sie suhlte sich ja immer so einsam. Da schlüpfte sie dann dort hinein zu ihm. da« war ihre ganze Welt. Die Stare sammelten sich; wie schwarze Wolken v«r-dunkelten sie auf Augenblicke das Firmament und sielen dann in Kolonen geteilt lärmend in« Schilf ein. Iahn lachte, daß seine blanken Zähne schimmerten und sie küßte ihn. gerade aus einen der zuckenden Mundwinkel. Hoch oben zogen Kraniche in der Lust dahin nnd wo das Moor ttockener war. fand Iahn bei der Heimkehr glän-zend« Silberdisteln. Damit schmückten sie später die Entenhütte und steckten noch leuchtende, rote Essigbeeren und Hagebutten dazu. Enten hatte Iahn damals nie geschossen. Seine Flinte stand ruhig in die Ecke gelehnt. Er hielt sein Mädchen aus dem Schoß und küßte e». Sie sagten sich wenig, aber die verhältnismäßig geringe Summe von 21095 K zu stehen, Redner suhlt sich berufen, bei diesem Anlasse dem La»dcöau»ichufse ei» glänzende« Zeugni« für den vorgelegte» Plan de« Baue« eine« Allge-meinen Krankenhanfe« in Graz au«justelle», ver» wirft die Aufführung von Luxu«bauten für huma-nitäre Zwecke und ersuch« schließlich nachstehenden Aottag dem Finanzausschüsse zuzuweisen: .ES ist der Ausbau de« zweiten Stockwerke» aus da« Hauptgebäude de» allgemeinen öffentlichen «ranken-hanseS in Pettau unverzüglich in Angriff zu nehmen und zu dem veranschlagten Kostenauf-wände von 21095 K in Ausführung zu bringen." Diese Aussührunge» erntete» allgemeine Zustimmung und lebhasten Beifall. Hierauf ersuchte der Herr Bürgermeister O r » i g auch den nachstehenden Antrag dem Finanzausschüsse zuzuweisen: .Der Ausbau de« LandeS-Siechenhaufe« in Pettau sei. um dasselbe in den Stand zu setzen, den heutige» Anforderungen vollkommen entsprechen zu können, umgehend in Angriff zu nehmen und in der Weise auszuführen, daß a) auf die be-stehenden zwei Seitenflügeln des ersten Stockwerke« mit einem Kostenauswande von 30400 K, b) auf da« Hauptgebäude ein zweite« Stockwerk mit einem Kostenanfwande von 65000 K zum Aufbaue gelange". Beide Zuweisungöanträge wurde» ohne Debatte angen ommen. Aus Stadt und Laud. (Ernte des Tode«.) Am 24. d. M. starb im hiesigen allgemeine» Krankenhause die Haupt-mannSgatti» Frau Johanna Ferfchmann im 64. Lebensjahre. Die Verstorbene entstammte der angesehene» hiesigen Bürgersamilie Steudte und war die Mutter de« gewesenen verdienstvollen Obmanne« des Männergejaiigvereine«. Herr» Heinrich Großauer. Sie lebte ganz für ihren Weingarten in der KoloS. woselbst sie sich meist aushielt. Wegenihrer persönliche» Liebenswürdigkeit »vor sie überall beliebt, sie war mit ei»em Wort eine echte deutsch« Frau. Die Leiche wurde am 25. d. M. nach Klagensurt überführt, woselbst sie im Familiengrabe zur ewigen Ruhe bestattet wurde. — Am 25. d. M. fand da« Leichenbe-gängniS de« Fräuleins Helene Kollor, Schwägerin de« hiesigen Juwelier« Herrn Gspaltl, statt. Die Verstorbene war 29 Jahre alt. durch eine Reihe von Jahren als Erzieherin tätig. Sie erlag der Gehirntuberkuloje. an welcher sie durch die letzte» Jahre zu leiden hatte. — Am 25. d. M. ist da« Fräulein Justine Goriupp an Lungentuberkulose gestorben. Da» sie wußten da» Beste. — sie liebten sich! Gegen Abend wurde es schon kalt, aber keine» fühlte e«. Sie hielten sich zu heiß nnd fest umfangen. Wie der Mond aufgegangen, siel fein Licht hart und frostig i» die Hütte. Und morgen sollte Iahn fort! Ihr Iahn! Wen halte sie sonst auf der Welt? die alte Muhme und die zerfallene Käthe auf dem Moorgruud drüben! Also nicht«! Die Leutt im Dorfe verachten sie ja doch. War cö denn ihre Schuld, daß der Strom sie alle ver-fchlang! Erst den Bater, — sie sagten im Rausche. Dann die Mutter, aus dem Arm den kleinen Bruder. Bon den Gendarmen, die sie in« Gefängnis bringen sollte», war sie wegge-sprangen i» da« schwarze Wasser. Eine Diebin! Wie hungrig waren sie gewesen nach Va-ter« Tode! Der Strom hatte sie der Reihe nach alle behalten, keine» fand man mehr und da« ewige nasse Grab blieb ihnen. E» würde gewiß auch bald da» ihrige sein! Iahn war damals gegangen und hatte ge-sagt, daß er wiederkäme, wen» die Heide grüne. --Sie blickte aus da» moorige Land hinau». mit tief gesenktem Kopfe. Ein warmer, grünlicher Ton liegt schon duftig darüber. 'Wie Leichenbegängnis findet heute 5 Uhr nachmittag« vom Trauerhause in der Bürgergasfe statt. (Eine deräckjichtigullgswerte Leitrilts-Eiu- l«i«ng.) Der Verschönerung«, und Fremdenver-kehrS-Berein versendet soeben Einladungen zum Beitritt? zum Vereine; er verweist auf seine Tä-tigteit und die Erfolge derselben, die gtwiß der Unterstützung de« Bereine« durch den geringen Jahresbeitrag von 4 Kronen wert feien. — Run, unser Verschönerungsverein hat nicht nötig, allzubescheide» seiner Tätigkeit zu erwähne»; er kann im Gegenteil« seh. stolz auf seine Er-folge sein, denn wo in der nächsten Umgebung der Stadt ein hübsch angelegter, sauber erhaltener Spazierweg, eine schattige i.llee. ein Ruheplatz-chen, eine ihre nächste Umgebung zierende An-läge von üppigem Grün zu finden ist, da hat der Verschönerung«»»«» in stiller Tätigkeit gc-schaffei', der niemals vordringlich die Öffentlichkeit auf sein so schöne« »nd von den Einheimischen wohl gewürdigte«, von fremden Besuchern der Stadt und ihrer Umgebung aber stet« bewunderte« Wirken aufmerksam macht, sondern da« lie-ber dem Urteile anderer überläßt und fich da-mit begnügt, seine sreiwillig übernommenen Pflichten selbstlos und opferwillig zu erfüllen. Da« ein solcher Berein der weitgehendsten Un-terstützung im volle» Maße würdig sei. da« be-darf sicher keiner vielen Worte und so werden auch die BeitrsttSeinladunge» sicher vom besten Erfolge begleitet sei». (jtarnif.) Der Berein Südmark spendete der hiesigen Musikschule lOO Kronen, wofür besten« gedankt wird. (vsm Verschöorrvllgs-Vtrn».) In der Ge-neralverfammlung de« Pettauer Verschönerung«-und FremdenverkehrSvereine« wurde unter anderm auch der Beschluß gefaßt: Der Berein ist gerne erbötig, jedesmal, so oft e« sich al« notwendig erweiset, die Beleuchtung am Borplatze de« Schweizerhause« sowohl al« auch die de« Zu-gangSwege« beizustellen, sobald der Restaurateur e» verlangt. Dieser hingegen ist ohne besonderen Austrag de« Vereine» verpflichtet, die Beleuchtung zu besorge» und hat die Kosten derselbe» dem Bereine 3» verrechnen. E« wird sich daher em-pfehleu, >0 oft ganze Körperschaften oder größere Gesellschaften den Saal für ihre Zwecke in Benützung nehme», mit dem Restaurateur auch wegen der etwa notwendig werdenden Beleuch-tunq de« Zuga»g«wtge« ein Übereinkommen zu treffen. Die Kosten sind nicht höher al« die Selbstkosten de« Bereine«, doch kann dieser von dem vorstehenden Beschlusse schon deshalb nicht abgehen, weil im andern Falle die Beleuchtung, bezw. die einzelnen Laternen, wie da« leider so oft schon geschah, von boshaften Leuten zerfchla-gen werden, so daß trotz aller Zuvorkommenheit lange währt e« und die Heide grünt wirklich? Ob er dann auch kommt? Kein Wellch^n träufelt nnd trübt den Wasser-spiegel vor ihr. Run sieht sie sich. Sie schlägt die Hände vor« Geficht »nd schleicht weinend über den elastischen Boden der Hütte z».-- Die Heide grünt längst, die erste Erika ist schon längst verblüht; auch die älteste» hoben grüne Blätter »»d sehen aus wie seltsame Grei-sengestalten mit drolligen Perücken. — Die Sonne brennt heiß und betäubend steigt eS auf aus der Torferbe bei jedem Spatenstich. Wie sie vespern gehen will, erzählen eS fich die Arbeiter, — Iahn fei tot!! Sie jagen e« nicht laut, wispern zusammen und blicken scheu auf da« arme Mädchen, da« schwer-fällig die mächtige Schaufel trägt. Dann aber erzählen sie sich» laut und immer lauter im ganzen Dorf. Sie ist wie erstarrt, gebärdet sich wie eine Irrsinnige; endlich läust sie zum Psar-rer. Der weiß es auch, sogar durch ein Schreiben. Iahn ist tot! In Hamburg — nein in Bremen, — in einer Schenke. — einer Dirne wegen, — wer weiß nicht wa« neue«, andere«! Und alle sagen e« ihr einzeln und besonder«, wa« sie glauben, de« Vereine«, gerade im Augenblicke der Not-wendigkeit nicht mehr beleuchtet werden kann. E« ist denn doch unmöglich, so viele Laternen und was dazu gehört, im Vorrate zu holten, um die von böswilliger Hand zerstörten, sofort durch andere zu ersetzen. Wa« böswillige Hände dem Vereine für Schaden zufügen, mag dem P. T. Publikum au« der Tatsache klar werden, daß erst in allerjüugster Zeit wieder 14 Stück mehrjährige Obst- und 21 Stück Lindenbäume so vollständig abgerindet wnrden, daß sie eingehen. Der Verein hat daher in seiner Ausschuß-Sitzung den Beschluß wieder erneuert, daß eine Prämievou50Kro»en sür diese-nigen ausgeworfen wird, welche einen dieser elen-den Frevler zur Anzeige bringe», daß er der Bestrafung zugeführt werde» kaiin. E« ist schlimm genug, wenn in der nächsten Nabe der Stadt, um da« Eigentum vor de» boshaften Angriffen sittlich verkommener Individuen zu schützen. Prä-»tien auf deren Habhaftwerdung ausgesetzt wer-den müssen. E« ist da« umso bedauerlicher, al» der Verschönerung«verein für die Allgemeinheit wirkt und verlangen kann, daß diese sein Wir-ken unterstützt! Ein Wirken welche» niemand zum Nachteile sondern allen zum Vorteile gereicht, weil e» sich im öffentlichen Juteresse betätiget und sür die Allgemeinheit schafft, ohne Rücksicht daraus, ob Herr oder Knecht. Deutscher oder Slovene oder sonst jemand daran partizi-piert! Am Bedauerlichst-» ist e» freilich, daß sol-cher BandaliSmu«, der dem Berein« jährlich so namhaften Schaden zusagt. sich schamlos in nächster Rahe der Stadt breitmacht, ohne daß demselben Einhalt getan werden kann. (Gefälschte Vrllraiirn.» Am 13. Juli tag-teu in Leoben die dem Militär-Beteranenbunde sür Steiermark angehörigen Beteranenvereine. Ein geharnischter Beschluß gegen gefälschte, ge-pantschte Beteranen in Pettau verdient Er-wähnung. Bei un« fei ein windischer „Bete-ranenverein," so ging die Klage, der zwar mili-tärische Embleme trägt, aber trotzdem kein echter Beteranenverein ist. da ihm znmeist Mitglieder angehören, die gar nie gedient haben. Unsere wackeren Veteranen sind gewiß damit nicht ge-meint! Gegen da« unbefugte Tragen militärischer Abzeichen (Schützenschnüre, Granate u. s. w) wurde energisch Stellung genommen. Echte, wasch-echte Beteranen — gewiß ein schöner Anblick, aber gepantschte Beteranen . . . nun Höhere« gibt« schon »immer! Und trotzdem ist'« so. ja Petta» leistet Großartige«, wir habe» so eine schöne Mischung eine« Berine« aber er ist nicht mit dem Namen Beteranenverein zufrieden, nein, »och höher, noch stolzer, er heißt Kriegerverein. Daß nun die meisten dieser wackere» Krieger nicht nur keine» „EomiS," noch viel weniger den denken, vermuten und was sie an ihrer Stelle tun würden. Manche zucken auch blos die Ach-jeln. Wieder andere dehne» die Augenbrauen, sehen an ihr herunter und haben „sich gleich so wa« gedacht und daß noch etwas Schlimme« kommen müsse." * • $ Hinter der Heide sinkt blutrot vie Sonne und wie Streifen flüssigen Golde« durchzieht |e« die b lauvioletten Wolken. Ein Trupp Arbeiter au« dem Torssiich. Weiber nnd Kinder stehen jammernd am Fluß-ufer. Vom Dorfe her kommen sie mit Stangen, Netzen nnd Stricken. Wo Iahn« Hütte war und der Fluß sich so weit ausbuchtet, ist das Wasser tief, aber klar. Man kann weit hinuntersehen, seit die grü-neu Algen weggenommen sind, die sich wie ein Kranz darüber wölbte». Ein dunkller Körper liegt zwischen den Weidenstrunken. Kurze Windstöße kreiseln da» Wasser, da« gurgelnd an« Ufer schlägt. Die Leute stoßen sich an und »veisen kreidebleich hinunter. „Hört ihr. wie e« gluckt? Wie e« wispert und grollt? Nun hat er sie alle!" ftrirg gesehen hab,», da« macht nichts, dafür sind sie zu unserer unbeschreiblichen Freude recht stramm — windisch! Ist auch etwa«! Übrigen» sieht man selbe immer seltener, wie. xospoä Pmteriö, werden sie vielleicht ganz verschwinden? E« wäre jammerschad«. denn hie und da ge» noß man doch noch in unserer Stadt einen possierlichen Anblick, wenn so ein „ausgedienter" jchlotierbeiniger .Verteidiger" des Vaterland«», einer Ente gleich wohl — .bemugelt" die Stadt durchzog- (Pößaitz-Ktz»litr»»z.) Gestern den 26. d. M. langte ein Telegramm ein. in welchem mit-geteilt wird, daß die Regulierung de» Pößuitz. flußes vom Mojchgauze» bi» zur Mündung in bi« Trau b«will>gt und zum Gesetz« g«macht wurde. (Slov. Ääugerfeft) Am 7. September soll in unserer Stadt ein slovenische« Sängersest aller steirischen sloveaifch«» Gesangvereine stattfinden. Daß aber gerad« Pettau mit dem Besuche dieser Sangesbrüder beglückt werden muß! (Eisdlöckt.) Im städtische» Kühlhause werden E'Sblöcke p«r Block » 50 h vertauft. Jeder Block ist 14—15 Kilo schwer. Da» Ei» eignet sich vollkommen zum Genuffe, da e» au» reinem Triukwasfer erzeugt ist. Die Abgabe er-folgt täglich um 5 Uhr Nachmittag, in Au»-nahmSfälleu auch zu anderer Zeit. (Südmärkische volksbuchrrei Pettau.) Wie bekannt, würd« Ansang Februar die hiesige süd-märkisch« Volksbücherei eröffnet. In der kurzen Zeit de» Bestände«, nämlich in der Zeit vom 1. Februar bi» 30. Juni, wurde »ach dem er-schienenen Ausweise die Bücherei von 132 Besuchern benützt, welche zusammen 2252 Bände entlehnten. Hievcm kommen aus wissenschaftliche Werke 112, auf untrrhaltrnd« Lektüre 2140 Bänd«. Aus diesen Zahlen kann entnommmen werden, von welch großer Bedeutung die südinärkische Volksbücherei für die leselustigen Kreise unserer Stadt geworden ist und können wir den Besuch der Bücherei nur wärmsten» empfehlen. Ausleih-stunden, sind wir b«kannt, während der Sommer-monate jeden Samstag von 1—2 Uhr nachmittag« im Deutschen Bertinihause. Die monat-lich« Leihgebühr beträgt 10 Heller, für jeden entlrhntrn Band ist d«r Bktrag von 2 Hellern zu bkzahlen. Da» ausführlich« Bücherverzeichnis ist zum Preise von 10 Hellern erhältlich. Größere Büchersptiiden wurden bisher gemacht vom Herrn Joses Peer und Fräulein Marie Jakupitsch. Der Büch nene» PL>) und läßt Licht und Wärme auf den entblößte» oder nur ganz leicht mit einem dün> »en Tuch bedekten Körper wirken. Im Rotsalle läßt sich da« Sonnenbad auch in einem nach Süden gelegenen Zimmer nehme»: man streckt sich hier auf einer Matratze au» und läßt sich von der Sonne befcheinen. In alle» Fällen muß der Kopf vor den Sonnenstrahlen geschützt wer-den. Manche Ärzte verlangen nur für Kopf und Nacken Schutz, während da» Gesicht voll von den Strahlen getroffen werden soll. Da« dürfte aber für Personen mit empfindlichen Auge» und ebenso für solche mit zartem Teint wenig ange-nehm sein, da erstere leicht irgend eine Augen-affektion, letztere die den Schönheitssinn verletzen den Sommersprossen davontrüge», die zwar an sich unschädlich, aber durch keines der beliebten Mittel (Abreibungen mit pulverisiertem Sand. Waschungen mit Boraxieife u. f. w.) dauernd zu beseitigen sind. Die Daurr deS Sonnenbades beträgt Vi bi» 1 Stunde, je nachdem Schweißbildung eigetreten ist. Zur Bestärkung der Wirkung de» Sonnenbad«« werden manche Patienten m eine wollene Decke gehüllt, eh« sie sich der Sonne aussetzen. Nach jedem Sonnen-bade hat eine kühle Abwaschung, oder Übergie-ßung oder Bad zu folgen. Bei reichlicher Schweiß-bildung nimmt man ca. 2b Grad oder noch wärmere Temperaturgrade de« WafferS' Siegert beschreibt die Einrichtung de« Son-nendade« in etwa« anderer Weise. Er giebt fol-gcnde Anleitung: .Die Einrichtung eine« Son-»enbades ist in jedem Gärtchen möglich. Man errichtet etwa >/, Meter über dem Erdboden ein Podium von Brettern, 5 Meter breit und 7 Meter lang, trennt von dem eingeschlossenen Raum etwa 2 Meter i» der Länge durch eine hölzerne, mit einer Tür versehene Zwischen-wand ab und überdacht diesen Teil. Hier stehen Badeofen, Badewanne u. f. w. Im offene» Raume liegt eine Matratze mit Keilkiflen, so daß die Sonne voll dcrauf scheinen kann. Quer über da« Keilkissen wird zum Schutze de« Kopse« und der Augen eine bankähnliche Vorrichtung gesollt. Auf der Matratze breitet man eine groß«. n>ol^ lene D"ck« au» und wickelt den Kranken wie in eine trockene Ganzpackung. Der Verschluß am Halse und an den Füße» ist auf« sorgfältigste herzustellen, damit kein kalter Luftzug den sich nach und nach einstellenden Schweiß beeinträch-tigt. Hai der Badende etwa 10 Minuten in der Rückenlage zugebracht, so wendet er sich auf die rechte Seite, bleibt in dieser Lage etwa 5 Minuten, dreht sich dann auf den Bauch, nach etwa 5 bi» 10 Minuten aus die linke Seite und wälzt sich nach abermal« 5 Minuten wieder auf den Rücken, in welcher Lage er »och etwa 10 Mi-nuten verharrt, bi« der Schweiß reichlich fließt. Während dieser Zeit wird im überdachten Ne-benraum ein Vollbad von 24 bi« 27 Grad ("für kräftigere Personen die niedere, für schwächere die höhere Temperatur) hergerichtet, in da» nun der Badende gebracht und etwa 10 Minuten kräftig massiert wird. Nackend und naß begibt er sich hierauf in den offenen Raum, setzt sich für einige Minuten der Luft au« und steigt dann noch einmal kurze Zeit in da» mitt-lerweile durch Zugießen von Waffer um etwa 4 Grad abgekühlte Bad. Nachdem der Körper leicht abgetupft worden ist. bleibt man — den Kopf durch einen Strohhut geschützt und lang-sam auf- und abgehend, noch einige Zeit im un-bedeckten Ranm, bi» der Körper völlig trocken ist. Man kann auch so verfahren, daß man sich erst '/, Stunde unbekleidet von allen Seiten der Sonne au«setzt und dann etwa ebenso lange in die sonnendurchschienene Decke wickeln läßt. — Bon anderer Seite ist statt der Einhüllung in eine Wolldecke die Bedekung de« Körper» mit Laub empfohlen worden." Au« dem Gesagten ergibt sich, daß da« Sonnenbad eine sehr heilkräftige, aber auch etwa« anstrengende Prozedur ist. we«halb wir jedem, der einen Gebrauch davon mache» will, raten, vorher einen Arzt zu befragen. Da« viel Harm-losere Luftbad kann von jedem, außer stark Rer-vösen oder an Hautkrankheit leidenden genommen werden, während da« Sonnenbad nicht immer vertrage» wird. Angezeigt erscheint da« Sonnen-bad infolge seiner blutreiniqeiiden Wirkung bei allen chronischen Leiden, wie bei K a-tarrhen, Gicht, Rheumatismus. A st b m a, Nierenleiden. F e t t f u cht. Al« den Stoffwechsel anregende« Mittel findet e« bei Bleichsucht und B l u t a r m u t, bei Skrophulofe, Rhahiti« u. f. w. Verwendung humoristische Wochenschau. Wenn die anderen Völker vom deutschen Liede sprechen, so ersteht vor ihnen da« Bild der deutsche» Jungfrau, eines sinnig-sittigen Wesen mit märchenhaft blauen Augen, blonden Zöpfen und einem Herzen, da« tief und lauter ist, wie einer der Alpenseen. Wen» da« deutsche Lied er-schallt, so erinnert sich die Welt an den Eisen-schritt deutscher Männer, die treu im Leben, treu im Sterben sind. Da» deutsche Lied, in dem Weichheit und Kraft gepaart sind, ist der Ausdruck des natürlichen Adel« eine« freien Volke«. Im schönen Gra» wird e« tausendstimmig empor-klingen da« deutsche Lied. Sie werden singen und jubeln und jauchzen und überschwängliche Stun-den feiern — und da soll man „Lo« von Graz" rufen, nein, .Aus nach Graz" ist viel ge-scheiter. Aber, o weh. ich soll daheim bleiben! .Doch ein Trost i|t mir geblieben", ich darf mich nämlich ganz unbändig auch auf ein Sängerfest freuen, da« die Herren Slo-venen am 7. September in unserer liebe» Drau-stadt veranstalten. Meine Freude ist aber keiue unbegründete, haben doch Herr Dr. Brumen und Dr. Horvat versprochen, daß jeder ein Solo fingen wird. Die«-mal .fingen" die Bauer» nicht mit! Scheint halt wieder eine Nachahmung von der flovenischen Seite zu fein und ich gehe gleich über zur Sekte der Wiedertäufer. Zu diesen scheint nun aller-ding« ein hiesiger Wirt zu gehören, der sein Weib letzten Donnerstag mir einem Krügel Bier wiedergetauft hat. das er ihr über den Kopf goß. Ich trink' e« gewöhnlich au«! Doch alle« geht nach Graz. ich schreib' deshalb heute nichts mehr, denn soll ich allein in Pettau bleiben? Rein, just nicht! E« ist durch genaue Analysen und Beobachtun-gen ärztlicher Autoritäten festgestellt, daß da« altbewährte I«sts-Sitttr»«sser infolge seiner glücklichen Zusammen^tziing da« einzige angenehm zu nehmende saliniiche Abführmittel von nachhaltiger Wirkung .ist. Überall erhältlich. «HAilVUW Ufa Rohitscher „Styriaquelle M^ea.««»chwtjw und Krjtmpso, nnm Bricht sehe Nieren-Eutzündanp, , Rachen u KehIkopf-Katarrhe,i££l£-li!L Migei- nnd Darm-Katarrhe, Harnsaure Diathese, Uorxflglicht Zuckerharurnhr, b na.. — 5 — ** Unterlassen Sie nicht ▼▼MB MB SS MB MB MB MB MB MB 11 im eigenen Interesse Ihren ständigen Bedarf zu decken in ItrrtK- und Va»tHDil5chs (raffatteu, Sodui, iader-fluzigeu, Kiader-KW ki, Scbtnea.fiapeloiu, Barrt bütea. Jtrobblfea, Radfabrer-Sport-Kappeu, Aoll 5vtSttr. Gürtel«, fiaadicbahea, Mledera. 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TM «all ■ 9.—, aM ada,*al aad Artatt. paa---- ata«. DUBjmphonle Trompet« iafwtrkHck a» groaaarUgaalllaa laatrumeix J«d.r-maa.. M »aa,. M a» W daraa aataSckt toaa, Sekala aaa aafoc Ufaa. SeltMarteraaa aad «Maa Uadatn mH 8 Doppal-Ventilen I Doppdl-VdotUao Ta«farei-Cro«pm ou fctiujB Llamini»«. ^ (Mknla Blkr«. Maa«« ker amli»- l'ckxN etlana kanfi »iaatafia,rn ah»,»« |uaai>| unk ctor da «a*nr«atai| DENSOL (faaMaUch faaeiOtil) ladaa Ladar Maolit waaaaa-aakaaiaail kaltkar aad kMk laa faaataaldl, /, . tr Tob Tlalao MiUterbabtod* laprtist und «nptablan. MW «Maral «ad «akaka, aaarakl OkaHadw, M« «aklaa, dla ataaial damit Macartcbaa-wardaa la rarMtdsaadw Wate befnaal hahkar. daa 0*1 aofort T«a da klltlklaak |>a«UI waedaa. Uaaatbakrkak Kr Pfwda-Saaaklrr«, Waiaavardaaka «. altaa Laderia«,. t« kakra la riiwbta 4 I I.—, (Gafaa Elaaaadaa, «aa K 1.10 franco). Varknahma K l.dv. H Flaark K 2 50. d k'laacbaa I «.—. .11 Plaack I atat •Ml •Stet«*! Ibrterkataaa« Autom. Massenfänger. für Dattaa K 4.-. 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I«(« llkraa keftta (tu axrl«ia«nii>14rd PritaaltaakBart. ftak snauif rtaallrt aak cniraM, nk Irtkm aitr tfc ick« Ukr it« 9;lkrl«< Ichrmlich» •araaHr. Dir «c< htulr. welch« aa» kiel Xrtfaba am Cmiigkrdrl (Casa« »°lk«ra Btzt. kir MO K faftci, alcht m ««Irrtchcikr, ftak. «ka^aa Utzt kn SalC mich« atc kak •alMMtaki» kalkst. »*0Q »achd-»-I»a«c a«k ta. «WO «tlakui>„Ichrt»ea ima«»al» « Baaalni frtaUt«. chrra» akut Hrrrcii. akrr Taaca'tttzt cm Hcdcr-Kainal I ■ Hnttn unk Xaaica i mtaknontntlrcnkt Uki---—------- . - _ _ . ! «niaakt ,c,ca «achaatz.r obn k«rtzcrt,c ,clktwlcak«a, j o «*rlir3«ag „Ckr».««" HaMl (Schwach). Btitla «ach ker «chBrli fast« » k. »aßtanta l» k @l©|@l@l©»®l@l@l@l@l@l® großartig unerreichter Insecten Cödter Geschmackvolle, leioht ausftihrb«u*e Toi. letten, vornehmste# Modenblatt ^lrMXooe mit der Unterhaltungsbeilage „Im Boudoir" Jährlich 24 reich itlustrirte Hefte mit 4« farbigen Modebildern, aber 2800 Abfelldango, 24 Unterhaltungsbeilagen und 24 Schnltlmaiterboge«. 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Lieselotte folgte ihren Eltern klopfenden Serzen». Salb frente sie sich, halb fürchtete sie dieses Wiedersehen mit ihrem Mitreisenden. Ob er wohl von der Geschichte seiner Mutter etwa» verraten haben mochte ? Der Gedanke peinigte sie förmlich. BerenSberg» wohnten in der Friedrich Wilhelmstraße, nahe dem Tiergarten, in einem prachtvollen Sanse. Schon auf dem ersten Treppenplatz begegneten ihnen Mutter und Sohn. Die Begrüßung anf beiden Seiten war außerordent-lich herzlich. Die alte Dame wollte dnrchan» umkehren, aber Prerow« be-standen daranf. die .Serrschaften nicht stören zu wolle»". .Lieber begleiten wir euch, liebste Anna," meinte Frau von Prerow .Lieselotte und ich wollten später ohnehin zur Stadt!" .Aber dann kommt ihr ein ander-mal und nicht so feierlich zur Visiten-stunde, mit dem Sehn auf dem Kopf," lacht« Frau von BerenSberg, .das liebe Töchterchen muß ich doch einmal näher kennen lernen," und sie reichte der er-rötenden Lieselotte die eine Sand, wäh rend sie ihr mit der anderen liebevoll dir Wange» streichelte. .Deine Lieselotte ist Dir aber wie au« den Augen geschnitten. Mathilde — unsere ganze Jugendzeit wird mir durch sie wieder verkörpert." Herr von Prerow unterbrach diesen SrinneruugSstrom durch ein paar »er-abschiebende Worte, da er noch mehrere Bisite» zu machen hätte und feine Da-men ja in guter Begleit»»« wüßte. .Ich denke, wir gehen bei dem köit-lichen Frostwetter durch den Tiergarten," schlug Mama Prerow vor. Ma» war allgemein damit einver-standen, und es machte sich ganz von selbst, daßdieMüttervorangingen, wäh-rend zwei Schritt hinte her Lieselotte neben dem hingen Ofsizier wandelte. Ihre ganze kindliche Unbefangenheit war ihr hente abhanden gekommen. .Sind Sie mir böse, gnädiges Fräulein?" sagte er halblaut und bog sich dann etwa» zu ihr herunter. .Nein, böse nicht! Aber ich schäme mich so entsetzlich vor Ihnen! Was habe» Sie mir von mir gedacht — dainals —" .Daß Sie ein — entzückendes, kleines Mädel seien —sagte er impulsiv. .Aber, Herr von Beren»berg." fuhr sie entrüstet aus. .da» dürfen Sie mir doch nicht sagen — ich bin doch kein Kind mehr — fast achtzehn Jahre alt!' .Imponierende» Alter, gnädige» Fräulein!* lachte er »nein-geschiichtert. .Für ^trre Name«sn»terschlag«ng habe ich anch »och ein HÜHn-che» mit Ihnen zn pflücke»! Warn», «annten Sie sich mir gegen über Bärensprung — dazu war doch gar kein Grnnd vorhanden?' .Eigentlich wohl nicht! Aber mir kam so plötzlich anch die Lnst an. mich zn markiere» — wir haben nn» in dieser Beziehung also nicht» vorzuwerfen — Ära» vo» Werther«!' .Pst. nicht so laut! Wen« Ihre Mama da» erfährt, ich schämte mich ja tot vor ihr. Also — Sie hielte» mich wirklich nicht für verheiratet?' .Ganz »nd gar nicht! Keine» Augenblick war ich im Zweifel, mit wem ich e» zu thun hatte!' .Abu' Sie gingen doch so ans meine Ideen ein dichtete» mir eine ganze Familie an denHal«,' lachte sie harmlo». .Ja. mir machte es ein bißchen Spa», Sie so in die Enge zu treiben!' .Pfui, wie abscheulich von Ihnen!' schmollte sie. .Ja, warum banden Sie mir denn da» Märchen auf — ich war doch ganz nn* schuldig daran?' .Weil ich mich vor Jh-»en fürchtete, und al» ver-heiratete Frau glaubte ich, Ihnen mehr Respekt ein-flößen zn können!' .Da» ist Ihnen ja anch glänzend gelungen, gnädige» Fräulein!' Sie machte eine aller-liebste kleine Schmollmiene. .Wie kamen Sie nur aus den Namen Werthern?' .Ich war in arger Per-legenlieit. al» Sie zn wissen wünschten, wie ich hiebe — da niir in der Eile kein an-derer Name einsiel. al» der meiner besten Freundin, wählte ich diesen! Welch gräßlicher Znsall. daß Sie gerade einen Bekannten de» Namen» haben mußten, «nd daß derselbe identisch mit einem Lnkel meiner Pen-sionSsrenndin war!' .Ja! Und wie tückisch. daß besagter Herr auch noch zusällig uus nnterweg» über-raschen mußte. wir wir eine gknieinsame Karte an ih« losließen.' lachte Beren»-berg. .Ach! Erinnern Sie mich mir nicht a« diesen schreck- D«» Schloß in Fra«enfeld. «e»r lichsten Moment meine» Le ben»! Ich hätte ja in die Erde sinken mögen vor Scharn, als Sie mir mit Ihrem malitiösen Gesicht den fremden Herrn vorstellten." .Schnell genug ergriffen Sie anch da» Hasenpanier! Zu meinem größten t»,immer: den» ich fand unser reizende» Znsammensein so entzückend, daß ich meinem alten Freund ordentlich gram war. Sie können sich meine Freude vorstelle», als ich von dem braven Schaffner später das von Ihnen an Ihre Eltern gerichtete Tele-qramm zn lesen bekam »nd dad»rch erfuhr, wer meine reizende Reisegefährtin wäre!' .Da» war aber sehr u»recht vo» dem Schaffner!' .Ich hätte den Mann für seine Indiskretion umarme» möge«!' .Wa» ihn« vermutlich weniger angenehm gewesen wäre als das Trinkgeld, da» Sie ihm augenscheinlich verspräche» — pfui, mein Herr! Da« ist ja Bestech»»g eine» königliche» Beamten, daranf steht Strafe." .Verzeihung, Fräulein Lieselotte! Aber was thut man nicht alles, »m sich der Dame, dir man lie— !" Er konnte de» Satz nicht vollende», den» wie ei» gescheuchte» Reh eilte Lieselotte de» älteren Damen nach, die einen kleinen Borsprung erreicht hatte», »nd wich von nun ab nicht mehr der Mutter Seite, so daß er wohl oder übel hinterdrein stain.ü-, mußte. War er zn vorschnell gewesen? Hatte er sie ernstlich , zürnt? Gar z» gern hätte er ihr in die lieben Augen gesch,. um darin z« lesen, wie sie über ih« dachte, aber beharrlich »> bete sie da« Köpfchen nach der ander» Seite, wenn er sie ansp, Sie hatten nnterdesien da« Ende de« Tiergarten« errciu.t hatten mit Mühe nnd Rot sich durch da« Wagen- und Menscl gewühl de« Plaves vor dem Brandenburger Thor »ach te» „V „ den' gerettet, »nd Lieselotte war ganz ersiillt vo» all dem Schön was sie dort z» schauen bekam War da« ein Rennen nnd Ha>, > aus dein breite« Trottoir, unwillkürlich hängte sie sich, wie sucht ; an der Mntter Arm. .Wäre ich uur nicht so voreilig gewe, und hätte sie durch mein halbe« Gtftäudni« erschreckt, dann biitin sie sich jetzt wahrscheinlich vertrauensvoll an meine» Arm! -{ii dumm!' räsonnierte BerenSberg im stille«. Nur langsam ko««te» sie sich vorwärt« schieben in den, Menschen ström. der heute hier »melden Linden herrschte. Augenscheinlich erwaneie man ei« besondere» (Srrig nis, denn hier «nd da i„b man Schutzleute. die den Fahrweg frei hielten. Jliii den anfgefangenen Beiner kungen vorübergehender ei« nahmen sie, daß da« Kaiser paar, von feiner »äQlidu it Spazierfahrt zurückkehren!», erwartet wnrde. Lieselotte war in großer Erregnng und siehte ihre Mutter an, die« Ereign!» hier abzuwarten. Sir Hirne de» Monarchen noch nie wt sehen Bor .Kaffee ttrain ler', am UebergangderFrie? richstraße, staute sich die Menge — da — von kerne Hurrarufe», Hüteschwenke,, die da« Nahen der hvlie» Herrfchast verkündeten. Die Damen hatte» gerate ei»? Lücke gesaßt, durch t> sie bequem die Fahrstni' übersehen konnten; hier bli> den sie stehen. Da rollte aii>l schon die Equipage Hera», ein bransende« Hnrragesrlu i pflanzte sich weiter uud mei ter, und Lieselotte mit ihre!» patriotische» Herzen schrie " laut sie konnte mit. Der Wagen fuhr nicht allzu rasri' so daß sie die Gesichter de> Herrscherpaare» deutlich e> kennen konnte. Ja! Öln schien e» fast, al» ob ih, der Kaiser einen ganz l> sonderen Gruß gespendet aber sie behielt diese Walt; »tt)tH, »ilchbtr«.Zürich («il T»r» ) nehmung für sich, weil si. fürchtete, geneckt zu werde. War e« iluu die Erregnng jetzt oder vorher, vielleicht an. et««» Uebermüdung von dem viele» ungrivohuten «chauen. Lies« lotte sah etwa» angegriffen an», nnd die besorgte Mntter schl» darum vor. einen kleine» Abstecher bei .Kranzler' zu mache», wa allgemein srexdig aeceptiert wurde Ma» wählte ein kleine«, no, leer stehende« Tischchen in der Nähe de» Fenster» »nd bestelli Bouillon u»d Pastetchen Lieselotte zog indesien eine» Windbeni, mit Schlagsahne vor. Sie war aber so still, daß es den älteren Damen trotz gegei seitigen lebhasten Plaudern» anssiel. .Fehlt Dir etwa», Lieselotte?' frug Mama Prerow besorg .Ach »ei», Mama, mir ist ganz gut! Nur ein wenig ermüd» durch die vielen nenen Eindrücke, die ich in mir ansuehnien muß! ..Vorläufig scheinst Dn indesien mit dein meisten Jiiteresie Deine, Windbentel in Dir ansznnehmen,' meinte lächelnd Fran von Pre row. denn Lieselotte löffelte eifrig, ohne aufzublicken. .C! Dieser Windbeutel «lacht mir weniger Sorge!' sagte Liest lotte kurz mit Betvnnng »nd wars einen schnelle« Blick auf Bereue berg. der ihr gegenüber saß. H- 11!) .Aber Lieselotte, wa» fällt Dir denn ei»!' verwies sie Mama crow .Da» sieht ja ganz kriegerisch nn«!" meinte grau vo» Beren»-fl. .Hast Du Dir was zn schnlden kommen lassen. Tassilo? Dann bitte gleich 'mal ab!" Er erhob komisch flehend die Hände. .Gnädige« Aränlein! ver» zeihnng! Sie sehen, ich bin ganz zerknirscht!' Er machte eine solche ?lrme< siindermiene, da« Lieselotte lache» mußte. „Rnn, wenn Sie wirklich verspreche», artig sein zu wol-le», will ich Ihnen gnädig verzeihen!" Er reichte ihr über dem Tisch die -da,id. .Also grie-den, gräulei» Lieselotte!" Sie überließ sie ihm ein we-»ig zögernd, denn diese Unter, rediiiig im Beisein der Mntter war ihr unsagbar peinlich. Sie dankte ihrem Schicksal, daß dieselben wenigsten» nicht aus den Grund ihre» Pikiertsein» zurückkamen. grau von Prerow zog die Uhr nnd trieb zum Ausbruch, tete «och mehr nnd siel dem Bater um den Hal». Ihr Herzchen war von den widerstreitendsien Gefühlen bewegt. «o jung sie auch war, so konnte e» ihr doch nicht entgehen, da» BerenSberg sich ihr immer niehr näherte, »nd sie sühlte von Stunde z» Stnnde. trotzdem sie sich nach Mädcheiiart dagegen sträubte, wie die Liebe zn ihm im sieten Wachsen begriffen war. Und doch bangt- ihr vor dem nächste» Wiedersehen. «Schluß t»l,t.> s** 1»"- fr »f. Dr. A»«If Huifmaiil f. i»it 2«(l.) l-hol. Don (Id. Sibnttz». <>cilxllKi|i. m-' . k v j* V da ihr Matt» zu Hause pünktlich esien mußte. Mau trenute sich au der nächsten Straßenecke, wo Prerow» die liierdebahn benutzten, während Verenberg» »och Kommissionen zn wichen hatten.--------— ------- Der Weihnachtsabend war vorübergegangen »nd hatte Liese« li'tte all jene Herrlichkeiten beschert, die ein junge» Mädchenherz in Entzücke» versetzen kilnnen. sie war strahlend nnd reizend gewesen in ihrer kindlichen Zieude und hatte den Eltern nicht genug daukeu können. Die größte Ueberraschuug bereitete ihr aber ein Kistche», da» an ihn' Mreffe kurz vor »er Beschernng von einem Dienst-»iann abgegeben ivnrde. Unter den sterrlichstenRosen .'krsteckt lag ein kleiner, allerliebst icarbeiteter Ei> ienbahnwagen, der süße Fracht in Gestalt der schön« sten Konfitüren liarg. - Daneben ein Bneschen mit wlgknden Zeilen: .Der renige Sün-der bittet nmAb-wlutionnnd hofft. daß beifolgende kleine Gabe zur Erinnerung an i>a» gemeinsame lnibsche Reise« abentener gütig angrnommeuwer-den wird." .MuttchenIAch 'irhlwie reizend!" > ief Lieselotte freudestrahlend »ud zeigte de» El-tern erglühend die niedliche Bon-bonniere. Papa Prermv schüttelte denKops nnd meinte, die «beschichte finge nn, „brenzelich" >11 werden. Lieselotte errö- Znlin» Olroffc f. «» P. Wni t>. I starb In lotbot« am Sarbasee der Tichter Iutiu« «roise. »lm 26. «pril 182« in ikrsnrt geboren. studierte er riltln* 3a(ire in Holle die Sied»», enlwirfelt» aber gleich»»!»!« eine sinchtbare litterartich-ThStigkeit. Seine litterarische vedenlung erwarb sich «rosie in ber Hanpliache durch feine ttpeii. die er grtbtenteit« wälzend leine« «nsenthal» in München ichnf a* flnb geistreich anfqebante. sein empfundene u»b von einer edetn Weltanschauung gelragene Lichtungen, die anch in der Forin durch»»« voll-endet sind, «bei freilich, sie baden nicht* Pri-ketnbe«, nicht«, wa« »ach schar, sem «ewnr, schmeikt i sie sind nicht da«, wa» man modern nennt. Sie haben dakum auch keine Zeulalion gemacht, aber fie sind »rohdein ein wertvoller Peilrag zu unserer Nalioualtitteratur. «m anmutigsten ist da« Idtlll ,Lo« Mitdcheu von ilapri'. d.i« -u« dem Jahre 1857 stammt, und in dem sich die ga»,e Vegeisternug de« Tichter« siir Italien »nd besonder« fite die reizvolle Jniel llapri ossenbart Weiterhin sind .Farak «usa', .Die Sphinx der Ma. gier'. .?<« lkeyer« «richte.Ter graue Zelter' und besonder« .«undel vom Uü»ig«see' hervorznheben, wo die ganze Großartigkeit der «lpennatur dichterisch ersas» wird, von den «»Veiten und Romanen ist vor allem .Der getreue tfrtorl" ,n nennen. Seine Lebenlerinnerungen! .Ursachen »ud «ir-kungen', deren erster Va»d im Jahre 180« erschien. nnd deren zweiten zn volleuden ihn der Tod gehindert hat. gehbren z» den fesselndsten Selbstbiographien der »eneren Zeit, «achdem >li»« »rosie geraume Zeit ein litte-rarische» ü»a»derlede» geführt hatte »nd bet verschiedenen Zettschrislen »«d Tage«bläiter» thSIig gewesen war. wurde er !««!» zum (»eneralsekielitr der Teu Ische» Schiller Stistnng erwtihlt. welche« «mt er seitdem mit Treue »nd Gcwifleuhaitigke» verwaltet hatte. 2chi»Ü in Zrnnenfct» «ohl eine« der merkwürdigsten ?audenk-«üler der luitielalterlichen «aukunst besihi die Metropole de« »anton» Tbnr-ga». d.i» freundliche Fraueuseld. in ihrem Schloblnrm. Aelter al« die erste» b\|r< fc? Jm- > tV- ® ^ . 7 ■>%V v 'O '• <»<*> m 1* fAS -) »'->•/*- •t / p * " it' -'*> A <5 ' Beerensncher Nach dem ttzemüld« vo» ii öngl. tWit Text.» 1-jll fBs Ist der veglelte»? AnfSng« der Stadt, Ist dem» Enistehung da» Kleid der Sage gehüllt. Nach biiier verlieble sich «in Ritter vo» Seen oline Wissen de« Vater« seiner Ge-liebten in eine Grasrnlochtrr von K„bnrg Dem Zorn ihre» Vater«, dem da« L>ebe«verh>ll»ui« verrate» wurde, entfliehend, stellte sich die liebreizende Jung-Iran unter drn Schutz de» Abte» von Reichen«», mit bessen Hilf» sie skr sich n»d ihren Geliebten den festen Turm bauen ließ. Au» dieser Sage laßt sich dielleicht da» Stadlwavpen Frauenfelb» herleite», da» einen aufrechten roten Löwe», welcher von einer Frau an einer Kette gehalten wird, entfjfllt. Wahrscheinlicher klingt die Grü»bung»geschichte de» Turme», wie sie Nr, Pupikofer in seiner beschichte der Ztabt Frauenfelb darstellt, Räch dieser wöre der Turm auch von, Wbt von Reichena«, dessen Stift in Italien viele Lehen belaß, durch eine» Italienischen Baumeister nach Vorbild der dortigen nor»ia»»ischen Wacht» »iirme erbaut worden, nm hier eine Z»s>ncht»sti>I«e fdr seine Hörigen in Lichinge» zu besitzen Am Turme selber sindet sich weder »in» Iahre»zahl noch »in» Inschrift, noch »in sonstig»» Merkmal, au» drm man mit Sicherheit »ine» Schluß auf die Entstehung de« Turme« ziehen könnte. Der Bau erhebt sich aus einem Molass»s«is«n, etwa I» Meter über bem Flußbette der Murg, da» ganze Gelände bi« z» de» dunkeln Höhen de» Schwarzwild»« beherrschend, AI» der Thurgau noch Unterthanenland der Eidgenossen war, wurde da» Schloß vo« den Landvbgten bewohn», welch« Steuern unb Abgaben einzuziehen »nd Recht j» sprechen hat»«», Nachdem der Thurgau mit dem Untergang der alte» Eidg«»osi»»schaft (1798) selbstSndig geworden, ging da« Schloß in den tksitz de« Staate« über, heute ist e« Privateigentum. Prosrffor l>r. Aböls K»hniau>, der berühmte Mediziner, Ist am 28, Mai b. I in Heidelberg gestorben Um 22. Februar 1822 in Grab«» bei Karl», ruh« gebore», studiert» »r in Hrid»lb»rg, würd» 1848 babischer Militärarzt, wohnte dr» Feldzuge I» Holstein bet, praktizierte 1860—53 al« Arzt I» Sandern und setzte da»» sei»« Studie» zu Würzburg fort. Er habilitiert« sich 1855 I» Heidelberg, ging I85V al» Professor der innere» Medizin »nd Di« reklxr der »edizi»i>chen Kli»ik und Poliklinik nach Erlange», 18S3 »ach Frei-bürg unb 1876 noch Straßburg. Seit April I88V lebte er im Ruhestand z» Leidelberg. G»m»Infam mit seinem Freunde A. Tenner schrieb er »Unter« Inchungen über Ursprung und Wesen der fallsiichtartigen Zuckungen bei der Verblutung, lowie der Fallsucht überhaupt", die bi» Lehr» von der Spilepsie bedeutend förderten, Besondere Verdienste erwarb er sich durch die Einfüh-ru»g verschiedener mechanischer Vehandlung»methoden in di» innere Medizin. Außer zahlreich«» Axffötze» in Fachzeitschriften veröffentlichte er eine Reih« wertvoller Abhandlungen, Sein letzt»« I8S8 erschienene« Werk waren di» ,Iuge»deri»n»r»»>«» eine* all»» Arzt»«". Beere»fucher, Man sollt» gar nicht glaub»», wa» für ein bedeutender Handeltartikel in viele» Gegenden Deutschland« und Oesterreich«, namentlich i» der Nähe großer Stöbt» und Vad»ort», di» b»sch»id»» f(eine Waiderdb«er« ist. Zur Zeit der Srdbeerenreis» zieht alle«, wa« nur irgendwie von der Feld« arbeit abkomm»» kau», in»b«s»nd«r» Frau»» und Kinder, hinan« in drn Wald zum Krdbeerensammel». Mit Mundvorrat sür den lag versehen, brechen sie morgen» früh auf und kehren erst am Abend mit ihre» gefüllt«» Gefössen heim. Am Mark», in der Stadt, oder a» Hotel« und Konditoreien findet die aromatische, pröchtig schmeckende Waidfrucht reißenden Absatz, Der Verdienst der sammelnden Frauen und Kinder ist meist ein bescheidener, jedoch immer« hi» groß genug, um ihn znr Anschaffung vo» Kl«ibuug«flücken zu verwenden, Cl>»e E«dbeere»er»t» wöre» »st die armen Dorskinder hinsichtlich ihrer Sonn. tag«kleiber übel daran. St, Wn boohaflcr Farfier. Eonntag»föger: .Sehen Sie dort. Herr Förster, ei» Hase!' — Förster: ,Na ja. zum Kucknck! Dann erheben Sie ooch Ihre Flinte zur Verteidigung," Stimmt. A ,d» gieb» ei» Wort in der deutschen Sprache, da« strt» an«., — .E« thu» mir leid, mein Lieber, ich habe nur einen Thaler bei mir!» „Ra, bann gebe»« mir hal» be» eine»! dann bleiben Sie mir noch i Thaler schuldig!" Die Zahl 14 im Lebt» Ludwig XIV. Sine seltsame Rolle spielt, Zahl 14 im Leben Ludwig XIV, Von Frankreich, Al« der vierzehnte s>-, Namen« wurde er im Jahre 1043. fünf Jahre all, unter der Regen li.l de« Herzog» von Lrleo»«. »öuig, I + « + 4 + .1 14. «eburen w,„ er am 14. September. Obgleich ml» bem 14, Jahre majorrnn, übernahm erst im Jahr» Iflill, nach dem Tode Aazarin», wirklich die Regiernng. i fi + II + I = 14, Er regier»« 72 Jahre, ninllipliciert man 7 . 2 lir starb 77 Jahr« alt, ? + "-!♦. — Ludwig XIII., («In Vater, li nm 14. Mal 1043, I + fl -+- 4 + 3 = 14. Sein Großvater Heinrich starb am 14 Mal und er selbst starb im Jahr» 1715. Sine Zahl, de Quersumme wiederum di» Zahl 14 ergiebt! I + i + I | i = |». C. L ia a ~w~ -o- Die Seiienzlo, vei Zwerg- i> Priblrm Nr, 31. von itarl »atfir, Lluit^.nt Schwarz, Obstbau. Der verband bei Veredlungen ist abzulösen. der Hochstümm» in den vanmschule» werden «ingekürzt, Zpalierböumen führt man den Sommerfchnit» an«. W«»u man die Echluubröhre bei einem verblühte» Rind« anlegt, b,t n muß man dalselbe vorne hochstelle», sonst «»»welchen In der Regel nicht in Gas«. 9« gelangt nömlich da» Anfa»g«stück der Schiunbtöhre bei der Huri; lalen Lage de» Rinde» In die breiig» F»«t»rmafs» d»« «anst»« und bi« Schlu röhr« wird vrrstopf». Stell» man aber di» verblöhten Rinder vorn» hoch, da werd«» sich di» Wanstgaf» ob«» an d«r Einmündung de« Schlu»d»« aniamiiil und d>» G^>«e»tweichung wirb bann «in« recht stürmische »nd au»gi«big« werde, Verb«»»« sind steil prachtvoll aus Blumenbeeten, wenn nur «ine Fa,!-vorherrschend ist. E« giebt allerding« verschiedene Farben, di» aber durch -ondergevsianzt nie den Effekt hervorrufe», wie nur eine Farbe, Soll , , verbenenbee» schön sein, so müssen gleich zn Beginn de» Wach«»um« die Zweig» mit klein«» Holzhökch»» od»r mit au» Draht gebogenen Haken auf bi» Erd» ni»derg«hakt werden, verbenen lieben eine sandige »ahrhast» Erd». r»ich«n Sonnenschein und mäßige Feuchtigkeit. Pfia»z» man Ver-denen mit anderen Sommerbiume» auf Ra-bat»«n zusammen, so läßt man si« ausrecht wachsen. Bei starker Trockenheit gieß» man ml» bem Rohre an b«r Kann«, Die w»i»«r« Pflege erstreikt sich aus da« sofortige Ab. schneiden aller abgeblühten Blumen, da die Auldildung der kräftig angelegten Same» viel Nahrung In Anspruch »immt, bi» abrr bester zur Bildung »«»«r Blumen reserviert bleibt. Rich» minder si»d bi« verbenen al» Ei»fafl»ug z» Fuchsie», ober Gera»i«nb«e»e zu der»e»ben. In be» letzte» Jahre» wur-de» herrlich« varieiüte» gezüchtet. E» giebt geäugelte, gestrichelte unb ganz reine Far-b«». Mag »u» b«r Gartenfreund «I»« Fart« bevorzugen, welche er will, stet» wird aber ei» Beet, mit der Vtrbtn» Deflnnee bepflanz», pollaus befriedigen, weil d scharlachrot» Färb« wahr« F«»»rb««t« zur Z«it b»r voll»» Blüt» h«rdorbri», Si« blüh«» den ganze» Somm«r bi» zum November, II« Flach» vor i«ur smn mll n«ch«elie»den «uchftaden nu«,,»tüllen, dal> den wa^rechlen »eihen sielxn «Srier von fu: den Oeielitnunaen r,»liehen: l) Eine *o(lnrn I) »in lüdltanzifiidK« Tevariemeni, 1) tflne » »in der nördlichen tt„tlK>lH)ie, «I Hin ipo• £tont»mnnn. i, Hin sran,öiiich«r staaummm »Hn belaiichee Wenremnlei. 7» Um tialir»ijcher i rifee. Kind die Wilrtet richii,, gesunden. |o kennen die Buchstab-» In der drille« Weide, »ch . nach unlen gelesen. ein Mdntareirti, in der flln« l*ew seine Hauplftndl. — Die zu MemrnBvii «uchstaden lind: J A, J B, < E, l (l, i |. : « H, I II, 8 8, I V, I W, t Z, #. Klei «»sldlung folgt In nächster Nnmnier. L«g»griph. a» ist mll I» ei» ernster Ort Und dient mit <1 zum Westen; miedst du dnftir ei» * dem Wort, Tann wird'« tont JieenofltHen --Juliu« ilolit. Auslosung. G 0 T H A O R I O N T I K «; K II O C K K A N K K R Mitfrf. AI« 9i>«el ist » heMnnl. Wird e* mii K aennuiii. «In» setze A vorn». Zum ,>IU«che» ,»i>d «I »iinn. Juli,,» •><>Ict. Auslösungen an» voriger Nummer: Te« vilderriillel«! Tummdtil (trnfi sich selber, te« «lemonum«: »liehen. — te« Hituarnmm«: Hije», «ei,eil. Hineilen Hile tleitie «aeteMlien. . «erant^orlliche Aedaktwn von »r»st Pfeiffer, gedrne« und heraulzeged-"-»j« «r Ine» t Pfeiffer i» iuiltta