MMNpMaiNvcotovM Tl. Mirgmg EnelieiDt wöchentlich MClMmtl (mit Aumabme der Feiertage). Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruciierei Tel. 25-67, 25-68 und 25-69. Maribor, Kopalilica aüca 8. Manusicriptc werden nicht retourniert. Anfragen Raekporto beilegen. IVv. 291 Samstag, den 24. Oazeri^bef 1751 Inseraten- und Ahonrenienls-Annahino m Maril)or, Koj)aUska ulica 6 CVerwallung,. Üeriigspreise; Abholen monallicti 23 Din. zustellen 2IDin. durch die Post monnlUch 23 Hin, für das Anstand monatlich Ltö Din. EiDzelnumtner 1.50 und 2 Dln. Prmls Dln 1*50 potuioitr Beitnna rnrnrnrnimmmmmmmmmmmmmm ^onotied .1(rteo^5tel' formulteruna —ff— In der letzten Zeit wurden im internationalen Zeitungswald Nachrichten verbreitet, die von einer »Schwenkung Japans« in den Fragen seiner Kriegsziele zu berichten wüßten.' In einer dieser Nachrichten hieß es u. a., daß Japan nunmehr bereit sei, auch mit Tschiatigkal-scheH zu verhandeln, der nur einen »kttr-zeren Urlaub« antreten würde, um dann wieder an die Spitze der Kuomintang-Zentralregierung zu treten. In diesem Zusammenhange wurde auch Japans Finanzlage als ungünstig und für die Fortführung des Krieges als ungeeignet bezeichnet. Die Spannung, die zwischen Sowjetrußland und Japan im Zusammenhange mit dem ungünstigen Stand der Verhandlungen über die Fischereikonvention herrscht, wurde ebenfalls ausgenützt, um die Situation..Japans in, einem ungünsti-. gen Lichfe darzustellen. Die japanische Regierung hat nun allen diesen Gerüchten durch hochbedeutende Erklärungen aus dem Munde des Ministerpräsidenten Fürsten K o n 0 y e ein Ende bereitet. Ministerpräsident Fürst Konoye erklärte am 22. d. M. folgendes: »Die japi-nIsche Regierung ist, wie schon in früheren Erklärungen ausdrücklich gesagt, entschlossen, die militärischen Operationen mit dem Ziel der völligen Beseitigung der japanfeindlichen Kuomintang-Regierung durchzuführen. Gleichzeitig will Japan fortschreiten im Aufbau einer Neuordnung in Ostasien. Ein Teil der Erneuerung gebt Über alle Teile Chinas und die Begeisterung fUr einen Neuaufbau steigt stündlich. Die japanische Regierung macht nun im folgenden die Grundzüge ihrer Politik zur Wiederherstellung der Beziehungen bekannt, damit ihre Absichten im In- und Ausland richtig verstanden werden. J a-pan, China und Mandschukuo werden vereinigt werden in dem gemeinsamen Ziel, eine Neuordnung in Asien durchzuführen, die nachbarliche Freundschaft zu verwirklichen, gemeinsam gegen den Kommunismus zu verteidigen und wirtschaftlich zusammenzuart)eiten. Daher ist es notwendig, daß China vor allem alle veralteten Vorurteile und besonders die gegen Japan und Mand-sciiukuo gerichtete Einstellung aufgibt. Japan wünscht ganz offen, daß China aus freien SfUclten die diplomatischen Beziehungen mit Mandschuko aufnimmt. Da ein kommunistischer Einfluß in Ostasien nicht geduldet werden kann, so hält Japan es für eine wichtige Voraussetzung der chinesisch-japanischen Beziehungen, daß ein Antikominternpakt zwischen China und Japan In Übereinstimmung mit dem japanisch-deutsch-italienischen Pakt zustande-lesonder8 für das Sanktionsproblem, wobei es sich herausstellte, daß ein Teil der Delegierten für eine sehr scharfe Formu* Herung eingetreten war, während ein Teil wiederum auf die Notwendigkeit eines sogenannten goldenen Mittelweges verwies. 2)00 ungarIfcDr 3u&engefe6 BEKANNTGABE DES INHALTES DURCH DEN JUSTIZMINISTER. Budapest, 23. Dezember. Der Entwurf des neuen Judengesetzes wurde gestern abends vom Justizminister bekannt-gegetien. Die einzelnen Bestimmungen des Gesetzes besagen, daß die Juden in Hinkunft aus dem öffentlichen Let)en Ungarns ausgeschlossen werden. Die Juden dürfen keine öffentlichen Stellen lieklei-den, weder Im Staats- oder autonomen Verwaltungsdienst, noch bei Theater, Presse und Film. Der Numerus clausus wird teils neue eingeführt, teils der bisherige Prozentsatz bedeutend herabgesetzt. Auch Im Wirtschaftsleben dürfen führende Posten von Juden nicht bekleidet werden. Die Bestimmungen des Judengesetzes müssen bis I. Jfinner 1942 vollkommen durchgeführt erscheinen. 3ran& im 3nbaH&endom P a r i s, 23. Dez. Im Invalidendom brach |es|cm abends am Dachstuhl ein Brand aui, der eret nach mehntündiger Arbeit aller Feuerwehren tokallslert werden konnte. Die Feuerwehren hatten mit großen Schwierigkelten zu kftmpfen, da wegen der großen Kälte die meisten Rohr leitungen einfroren. Schließlich konnte der Brand gegen Mittemacht aus 15 Strahlrohren gepackt werden. Der Sachschaden Ist sehr groß, da besonders das Lösch wasser die unteren Geschosse beschädigt hat. Der Invalidendom stammt aus der Zelt I-Udwlgs XIV., der das Gebäude für krlegs verletzte und kranke Offiziere errichten Ifieß. Später wurde der eigentliche Dom hinzugebaut, in dem 1840 die Ueberreste Napoleons I. beigesetzt wurden. Der Invalidendom ist eines der tiekanntcsten Bauwerke von Paris. Dr. Göbbels erkrankt. B e r 1 i n, 23. Dez. Reichsminister Dr. G ö b b e 1 s ist an einer Darmgrippe erkrankt und muß das Bett hüten. Deshalb wird er heute abends am Mikrophon von einem anderen Parteiiührer vertreten werden. Die Weihnachtsrede wird von allen deutschen Sendern übertragen werden. Natkmalspanisches Dementi. B u r g o s, 23. Dezember. Von nationalspanischer Regierungsseite werden die im Ausland verbreiteten Nachrichten über angebliche Meutereien in San Sebastian und Segovia als jeglicher Grundlage entbehrend bezeichnet. Es wird ferner erklärt, daß sich ein'Dementi dieser Nachrichten von selbst erübrige, da die in Burgos akkreditierten diplomatischen Agenten selbst Zeugen fUr die Tatsache seien, daß im nationalspanischen Heere solche angebliche Meutereien nicht vorgekommen sind. Deutsch-tschechischer Studenteaustauach. Berlin, 23. Dez. Im Zuge des innerstaatlichen Umbaues der Tschecho-Slo-wakei ist auch eine Reorganisation der tschechischen Studentenschaft erfolgt. Die tschechische akademische Jugendführung teilt mit, daß sie mit Genugtuung ein neues Verhältnis zu den deutschen Studenten feststellen könne. So ist nun auch Wiederaufnahme des Studentenaustausches zwischen Deutschland und der neuen Tsche-cho-Slowakei geplant. Ein Adolf Hitler-Platz in der Slowakei. P r e ß b u r g, 23. Dezember. In Deutsch-Proben in der Slowakei wurde der bisherige Ring-Platz in :>Adolf Hitler-Platz« umbenannt. Die Umtaufe nahm der Landtagsabgeordnete S t e i n h ü b e I, einer der Führer der deutschen Volksgruppe in der Slowakei, vor. ;lei feierte gestern abend zuisammen mit dem Führer und Reichskanzler Hitler das Weihnachtsfest, wobei jeder Tcil-' nehmer bis zum letzten Arbeiter ein grosses Paket Nahrungsmittel und ein Bild Hitlers erhielt. Anwesend waren auch der ; Schöpfer des Bauwerkes Architekt Prof. jSpaar, die Vertreter von Partei und Staat usw. Adolf Hitler hilt im Laufe des Abends eine Rede, in der er über die Bedeutung der Arbeit und vor allem des Baues ■fli neuen Deutschland sprach. Am Abend ! essen beteiligte sich auch der Reichs-'ci tdrcn etan^Dunnen / Bor einer großen OiDlomatifcAen caitioii 3tolien0 P a r j s, 23. Dez. Die italienisclie Re-j^iening hat gestern der französischen Re gienuig durch den Botschafter F r a n-cois-Poncet mitgeteilt, daß sie den am 7. Jänner 1935 zwischen den Ministerpräsidenten L a V a 1 und M u 8 s o I i n i abgeschlossenen Vertrag nkht mehr anerkennt. Die italienische Regierung überläßt es der französischen Regierung, die Initiative zur Regelung der französisch-italienischen Verhandlungen /u ergreifen. Italien behalt sich jedoch dafi Recht vor, neue Vorschläge bezüglich der Durchführung des Art. 13 des Londoner Vertrages vom April 1915 zu stellen. (In diesem Vertrag ist das Versprechen Frankreichs an Italien bezüglich Abtretung von Kolonien enthalten.) In französischen politischen und diplomatischen Kreisen hat diese amtliche Mit teilung Italiens ungeheure Ueberraachung ausgelöst. Es wird nicht verhehlt, daß die Beziehungen zwischen Italien und Frankreich eine starke Verschärfung erfahren haben, gleichzeitig aber auch die gesamte internationale Lage. Umso größere Wichtigkeit wird daher der bevorstehenden Korsika- und Tunis-Reise des Ministerpräsidenten Daladier entgegengebracht. Zweifelsohne will Daladier, der in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident auch Kriegsminister ist, durch diese seine Reise noch mehr die &klärung unterstreichen, die Außenminister Bonnet In der Kammer abgegeben hatte, als er erklärte, daß Frankreich nicht einen Fußbreit französischen Kolonialbodens an Italien abtreten werde. In Pariser Kreisen herrscht die Auffassung vor, daß sich Italien, wie aus der amtlichen römischen Erklärung hervorgeht, für die Aufrollung der Tunis- und der Djibouti-Frage mit allen ihren Konsequenzen ent8chk>s8en habe. Es ist noch nicht klar, welchen Standpunkt die französische Regierung eirniehmen wird, doch wurden gestern gelegentliche Zusammenkünfte zwischen dem Außenminister B o n n e t und dem englischen Botschaf ter Sir Eric P h i p p s registriert. Wie verlautet, sollen diese Besprechungen dem Problem der gemeinsamen Verteidigung der französisch-englischen Mittehneerin-ieressen gedient haben. In gewissen Krei sen glaubt man allerdings, daß es sich italienlscherseits lediglich um ehi dipk>-matlsches Manöver handelt, mit welchem von Frankreich und England neue Kons zesskmen zugunsten des Generals Fran-co erpreßt werden sollen. Die Lage Fran-cos soll sich nach diesen Mitteilungen in den letzten Tagen außerordentlich verschlechtert hat>en. P a r i b, 2. Dez. Im Zusammenhange mit der italienischen Kündigung des La-val-Mussalini-Vertragcs vom 7. Jänner Stern abends von maßgeblicher Seite er- tern abends von maßgeblicher Seite erklärt, daß der genannte Vertrag sowohl in Rom als auch in Paris ratifiziert worden sei. Nur die Ratifikationsurkunden seien njcht ausgetauscht worden. Die fran zösische Regierung erblickt nirgends einen Grund, über diesem Abkommen hinwegzuschreiten, mit dem alle Streitfragen zwischen Frankreich und Italien gelöst wurden. Mit diesem Vertrag wurde auch die Frage der tunesischen Italiener gelöst, femer die Frage einer Grenzkorrektur zwischen Somali und Eryträa. Schließlich wurde durch diiesen Vertrag auch dte Frage der Zusammenarbeit Frankreichs und Italiens bezüglich der Bahn Verwaltung Djibouti—Addis Abeba gelöst, P a r i s, 23. Dezember. In Paris herrscht die Ansicht vor, daß Italien mit dem Moment des Besuches der englischen Staatsmänner ein großes diplomatisches Spiel beginnen werde. In Paris sind jedoch die Meinungen über die Italien gegenüber einzuschlagende Taktik alles eher als ein heitlich. Flandln ist der Meinung, daß Frankreich in der Spanien-Frage seine Haltung derjenigen Italiens angleichen müsse, da alle anderen Probleme zwischen Italien und Frankreich im Kompromißwege gelöst werden könnten. Flandin hält es für notwendig, daß Chamberlain bei der bevorstehenden Konferenz mit Mussolini die Einberufung einer Viermächtekonferenz nach dem Münchner Vorbild zwecks Lösung aller Mittelmeerfragen anregen müßte. Als weitere Maßnahme in der Richtung der Regelung der Mittelmeer fragen schlägt Flandin die Neutralisie-rung des Mittelmeeres vor. Die römlschc »T r i b u n a« stimmt Flandins Vorschlägen zwar zu, hält jedoch die Neutralisie-rung als ein Mittel zur Beschränkung der Italienischen militärischen Stärke. Italien, meint das Blatt, könne einen solchen Vor schlag nicht annehmen. Rom, 23. Dezember. (Avala.) Die Agenzia Stefani berichtet: Das offiziöse Organ »II Gionale d'ltalia« bringt einen Leitartikel, in dem es heißt, daß die kampflustige Stimmung in der französischen Presse Italien nicht hindern könne, seine Rechte und Forderungen zu verteidigen. Diese Kampfstimmung schade nur Frankreich u. sie sei keineswegs geeignet, jene Atmosphäre zu schaffen, in, der die Bereinigung der schwebenden Probleme möglich sei. Nur in einer friedlichen Atmosphäre sei die Bereinigung der italienisch- französischen Fragen ein Ding der Möglichkeit. 3luD a i l y Expreß« weiß zu berichten, daß man in politischen Kreisen mit Bestimmtheit damii rechnet, daß der ehemalige Außenminister Eden in das Kabinett Chamber- onuftolfni« grofte iTlcOe in un(r(f1it öun( £fttM|ono L j u b 1 j a n a, 23. Dezember. (Avala) Auf seiner Rückreise aus Budapest nach Rom ist getern der italienische Außenminister Graf C i a n o Uber jugoslawisches Staatsgebiet gereist Graf Ciano traf mit dem Zuge aus Kotoriba um 17.20 Uhr in Ljubijana ein. Auf dem Bahnhof begrüßte den Miinister der Ba-nus des Draubanats Dr. M. N a t l a-£ e n. Der Banus stieg in den Salonwagen des Ministers ein und unterhielt sich einige Minuten mit dem Minister, den er herziehst begrüßte. Um 17.30 Uhr setzte Graf Ciano die Reise fort Um 18.30 Uhr verließ er den jugoslawischen Boden. 3apan fordert $ona« lottd für — ©liina Die Antwort auf die englischen und amerikanischen Kreditoperatkynen zugunsten Tschlangkalscheks. Tokio, 23. Dezember. Als Antwort auf die englischen und amerikanischen Kreditoperationen zugunsten Chinas bzw. des Regimes Tschlangkalscheks setzte mit gestrigem Tage in der japanischen Presse eine Kampagne ein, die nichts weniger als die Rückgabe der .englischen Kronkolonie an China fordert Die japanischen Blätter schreiben, England habe sich Hongkongs in einer für China bedrängnisreichen Zeit bemächtigt. Es sei nun der Zeitpunkt gekommen, Hongkong an China rückzuerstatten. Die japanische Presse richtet in diesem Zusammenhange scharfe Angriffe an die Adresse Englands und Amerikas im Zusammenhange mit den Kreditoperationen zugunsten Tschlangkalscheks und betont, Japan wer de seine Pläne trotz der Hilfe durchsetzen, die den chinesischen Widerstand gegen Tokio zu festigen hätte. ^^amstäg, d€n 24. Oecember 1938. iMari])ot«ir ZeHnnf« MMmr Slowaftfthe forDerung Prag, 23. Dezember. Der »tow«Uiche Wirtschaftsminisler Turfiansky forderte in einer gestern gehaltenen Rund' funkrede die Durchführung einer Volksab Stimmung in den Gebieten, die durcti den Belvedere-Schiedsspruch an Ungarn abgetreten wurden. Infolge des Wiener Schiedsspruches seien 600.000 Slowaken unter ungarische Herrschaft gestellt wor den, wahrend der Trianoner Vertrag nur 7 Prozent der ungarischen Bev<)lkerung der einstigen Tschechoslowakei einverleibt habe. Die Slowaken In Ungarn seien heute aller Rechte beraußt* Die Unzufriedenheit in dem von Ungarn besetztem Qe bie< wachse von Tag zu Tag immer mehr. UngariSiChe Terroristenbanden trell)en in Oberungarn ihr Unwesen., Vor drei Monaten habe Ungarn die Sympathien Europas genossen. Nun mOge dieses Europa die slowakische Forderung nach einem Plebiszit unterstützen. Nur ein solches Ple biszit unter internationaler Kontrolle könn te den Frieden garantleren, den die OroB-mächte in MQnchen vor Augen hatten. Der neue Gesandte Prags in Rom. P r a gf 23. Dezember. Zum Nachfol« ger Dr. Chvaikovsky auf dem Oesand-tenposten der Tschechoslowakei in Rom wurde Dr. Vlastlmil C e r m a k ernannt, der nach der Gründung der Tsche choslowakei der erste Gesandte des neuen Staates in Bukarest gewesen war. Dr. CefiTiaJt war in - ckipiomatischen Missionen in Budapest und längere Zeit auch in Tirana tätig. Tokio droht Moskau mit Abimich der Beziehungen. T o k i o, 23. Dez. »Kokumin Shinbun« bringt die sensationelle Meldung, daß die japanische Regierung entschrlossen sei, ihren Botschafter in Moskau abzuberufen, falls die Sowjetregierung in der Frage der japanischen Fischereirechte keine günstige Antwort geben werde. Entfernung vom Überfallenen Postamt wurde bereits ein Kraftwagen gefunden, den die Riuber auf ihrer Flucht benQtzt hatten. Sarajevo, 22. Dezember. Im Dorfe Meline spielte sich ein blutiges Liebesdrama ab. Der junge Waldarbeiter Cvetko Martinoviö hatte sich vor fünf Jahren In ein Mädchen namens Ada Lukirri gln&rO(De fn rinrr UNBEKANNTE TÄTER IM POSTAMT UND IN DER FLEISCHHAUEREI ROBIC IN LIMBUS. — MISSQLÜCKTER EINBRUCH IN SELNICA. ler weit mitgeschleift. Er blieb mit zahlreichen KnochenbrOchen und schweren inneren Verletzungen tot liegen. Raffinierter Gattenmord. seh. P a r i s, 22. Dezember. In der vergangenen Nacht hat die 30jährige Yvonne B u r e a u in Angere ihren 35-jährlgen Gatten Francois aus eifersüchtigen Motiven durch einen Gewehrschuß in den Nacken getötet. Dabei ging die Frau 'mit besonderem Raffinement zu Werke. Um nämlich einen Selbstmord vorzutäuschen, hatte sie an dem Abzug der Waft'e eine Schnur befestigt, deren eines Ende sie dem Toten in die Hand drückte. Die Mörderin hat bereits ein volles Geständnis abgelegt. Ihre sechs Kinder im .Alter von 10 Jahren bis zu 9 Monaten wurden der ordentlichen Fürsor Re anvertraut. SCHWIERIGE RETTUNG EINES ERKRANKTEN LEUCHTTURMWÄCHTERS Der Wärter eines englischen Leuchtturms war schwer erkrankt, konnte aber wegen des heftigen Seegangs nicht ins Boot gebracht und an Land ins Krankenhaus befördert werden. Nach mehrtägigen Versuchen gelang es endlich, den erkrankten Leuchtturmwärter an einer Stahltrosse mit einer Rettungsboje vom Leuchtturm in ein Rettungsboot zu bringen, so daB er wohlbehalten an Land eintraf und der ärztlichen Pflege zugeführt werden konnte. Unser Bild zeigt, wie der kranke Leuchtturmwärter vom Leuchtturm Ins Boot gebracht wird. * Frauen, die mehrere Schwangerschaften überstanden haben, können dadurch daß sie täglich früh nüchtern ein halbes Glas natürliches »Franz-Josefcc-Bitterwas-ser trinken, leichte Darmentlehrung und geregelte Mapcentätigkeit erreichen. Das Franz-Josef-Wasser ist alterprobt, wärm-stens anempfohlen und überall erhältlich. Peg. S. br. 30.474/35. Eine Bäuerin erschlägt einen Wolf. sch. Bukarest, 21. Dez. In der Ge (Heinde Darmenesti, unweit von Targo-vistc, spielte sich zwischen zwei Frauen imd einem Wolf ein furchtbarer Kampf auf Leben und Tod ab. Ein Wolf drang nachts in den Hof der Witwe Johanna junca ein und versuchte in den Schafstall zu gelangen. Die Bäuerin wurde wach, ergriff kurz entschlossen einen derben Knüttel und eilte in Begleitung ihrer Toch ter, die eine Stallampe hielt, in den Hof. Der Wolf stürzte sich sofort auf beide Frauen. Die Bäuerin versetzte dem hun-j^rigen Raubtier einen so wuchtigen Hieb über den Schädel, daß der Wol betäubt zu Boden sank. Nun hieb die Bäuerin so lange auf das Tier ein, bis es verendete. Famoser Schluß. >>Wic gefällt Ihnen das Tanzpaar?« >Gut.« ^Und Frau Zuchas dort drüben?« »Gleichfalls gut.« •»Und der dicke Torgler, der dort an der Säule lehnt?« äNq, hören Sie, bei Ihnen ist ja geradezu ein Ding der Unmöglichkeit, in eine fichtijie Unterhaltung zu kommenk Augenscheinlich dieselben Täter statte-den in der vergangenen Nacht in Limbus dem dortigen Postamt sowie der Fleischhauerei des Gastwirtes R o b i c unerwünschte Besuche ab. * Wie die sofort €*ingeleitete Untersuchung bisher ergab, * Schmuck? Dann vom Uhrmacher und Juwelier M. Ugerjev sin, Maribor, Gospo-spa ul. 15. Verkauf auch auf Teilzahlung* waren die Täter gewaltsajn in die Räume des Posta m t e s eingedrungen, doch fanden sie nur einen geringen Bar-betrag vor. Einen wesentlich größeren iSchaden richteten sie in der Fleischhaue-Tei R o b i c an, wo sie größere Mengen Fleisch mit sich gehen ließen. Offenbar diesellie Bande tauchte in der 3>fe defd^fifltffperre am eaniMag Das Handelsg.remium in Ma-ritK>r teilt mit; Am Samstag, den 24. d. können die Spezerei- und Gemischtwarengeschäfte sowie die Kleinverschleiße bis 19 (7 Uhr abends) geöffnet sein. Alle übrigen Geschäfte sind um 17 (5 Uhr nachmittags) zu sperren. Für die Delikatessengeschäfte gilt die übliche Geschäftszeit. An diesem Tage (24. Dezember) gibt es keine Mittagspause. Betrug mit dem Totetischeln. Vor dem Kreisgericht in Maribor hatte sich der 51jährige ehemalige Buchhalter Josef Vrabl aus GruSova wegen Betruges und Betrugversuches zu verantworten. Der Mann machte im heurigen Früh jähr in der Gefängniszelle die Bekanntschaft des Mariborer Altwarenhändlers ♦ Hübsche Westen, PuUower, Wollstrümpfe und Socken — das billigste Weihnachtsgeschenk bei F. KramarSiC, Gosposka 13. Franz S a m u h, der dort ebenfalls eine Strafe abbüßte. Wieder auf freiem Fuß, faßten die beiden den Plan, auf billige Weise zu Geld zu kommen. Saniuh hatte seinerzeit seine Mutter bei zwei Versicherungsanstalten versichert. Nun stellten die beiden zwei falsche Totenscheine aus und versahen sie mit gefälschten Stempelaufdrücken. Die Totenscheine, die das Ableben der Frau Samuh bestätigen sollten, wurden den Versicherungsanstalten vorgelegt. In einem Falle wurde tatsächlich die Sterbesumme ausbezahlt, die andere Unternehmung wandte sich jedoch vorsichtshalber an das Pfarrhaus in RuSe, wobei der Schwindel aufkam. Samuh ver übte bald darauf Selbstmord. Vrabl suchte bei der Verhandlung die Schuld auf seinen ehemaligen Komplizen abzuwälzen. * Den Arbeitgeber wiederholt bestohlen. Vor den Mariborer Gerichtsschranken erschienen fünf Winzer aus St. Ilj, die beim Besitzer und Bäckermeister Franz J u r g c c beschäftigt waren und diesen um bedeutende Summen erleichtert hatten. Es sind dies lauter Verwandte und Familienangehörige, u. zw, der 26jährige J o h a n n 2 u n k 0 V i C, der 30jährigc Franz Pavalec, der 31 jährige Ludwig 2 u n k 0 V i c, der 40jährige Anton R.u.m.p.f und die 27jährige Maria Pavalec. Johann 2unkovlö, der Hauptschuldige, wußte sich im Vorjahr vom Keller seines Dienstgebers Nachschlüssel zu verschaffen und war seitdem wiederholt ungebetener Gast in den Vorratsräu-inen, aus denen er große Mengen Wein, Branntwein, Aepfel und Mais entwendete. Er sperrte wiederholt auch die Ge-schäftsiade auf und entnahm ihV Barbe- vergangenen Nacht auch in S e I n i c a a. Dr. auf und versuchte in das dortige Gemeindeamt einzubrechen, doch mußte sie unvernichteter Dinge abziehen. Die Täter hatten eine Leiter herbeigeschleppt und wollten auf diese Weise ins Haus gelangen, doch wurden sie recht zeltig verscheucht. Von den Einbrüchen wurde sofort auch * Das Vornehme Geschenk vom Uhrmacher und Juvelier M. Ilger-jev sin, Marlbor, Gosposka ul. 15. Verkauf auch auf Teilzahlunsf. 6573 die Mariborer Kriminalpolizei in Kennt-mis gesetzt, die den Daktyloskop und den Polizeihund an den Tatort entsandte. träge, die Jurgec auf etwa 17.000 Dinar schätzt. Auch verschiedene andere Besitzer wurden auf ähnliche Weise um größere Summen geschädigt. Die Mitangeklagten leisteten ZunkoviC Hilfe, sie verneinten jedoch jede Schuld. Äunkoviö selbst will nur 300 Liter Wein entwendet haben und sonst nichts. Die Verhandlung dauert zur Stunde noch an. m. Promoviert wurde heute an der Universität Zagreb Frl. Zlatica H r i b a r, Tochter des Senators Ivan Hribar in Ljubljana, zum Doktor der Medizin. Wir gratulieren! m. Evangelisches. Am ersten Weili-nachtstag wird der Festgottesdienst um 10 Uhr vormittags in der geheizten Christuskirche stattfinden. Anschließend um 11 Uhr wird das hl. Abendmahl gespendet werden. — Am zweiten Weihnachtstag wird der Gottesdienst entfallen. — In der Pfarramtskanzlei sind Protestanten-kalender für das Jahr 1039 zu haben. in. Fahrpreisermißlgung für die Mastermessen. Für den Besuch der 19. Internationalen Mustermesse in Ljubijana, die vom 3. bis 12. Juni abgehalten wird * Fesche Pyjamas, Hemden, Krawatten, Woll- und Seidenschals — das Weihnachtsgeschenk für den Herrn bei F. Kra-mar§i£, Gosposka 13. und deren Protektorat auch diesmal S. M. König Peter übernommen hat, hat die Bahnverwaltung die übliche 50%ige Fahrpreisermäßigung gewährt, die für die Zeit vom 31. Mai bis 17. Juni gilt Dieselbe Erleichterung genießen die Besucher der Herbstmesse, die vom 2. bis 11. September abgehalten wird, und zwar vom 28, August bis 16. September. ni. Todesfälle. Gestorben sind der 62-jährige Gendarmerie-Wachtmeister i. R. Anton P i r i c h, der 73-jährige Privatier Josef B r a <5 k 0 und die 29-jährigc Erzieherin Anna P r o s n i k. R. i. p.! m. Das sozialpolitische Amt der Stadtgemeinde wünscht einige seiner Schutzbefohlenen als Lehrlinge mit ganzer Verpflegung unterzubringen. In Betracht kom men das Metall- und das Bäckergewerbe sowie das Gastwesen, Interessenten wollen sich an das erwähnte Amt persönlich oder telephonisch (Nr. 2754) wenden, m. jäher Tod. Auf der Fahrt von 5t. Ilj nach Maribor wurde heute vormittags der Lokomotivführer Max K r e p e k von plötzlichem Unwohlsein befallen. Ehe Ihm Hilf geleistet werden konnte, war er dem Schlaganfall erlegen. Krepek stand Im 46. Lebensjahr. m. Drago Sijanec am DirigentenpuLt Der vielgenannte Dirigent des Ljublja-naer Rundfunksender Prof. Drago ä I j a-nec wird sich am 11. Jänner im Rahmen des großen symphonischen Konzertes der »Glasbcna Matica« auch dem hiesigen Srritag. {im 23. Otstmücr Musikpublikum vorstellen. Prof. öijanec wirkte eine Reihe von Jahren im Auslande und ist als begabter Musiker weit über die Grenzen unserer engeren Heimat hinaus bekannt, sodaß man seinem Mariborer Erstauftritt mit ungeteiltem Interesse entgegensieht. * m. Visumzwang zwischen jugoslawten und der Tschecho-SlowakeL Das tschechoslowakische Konsulat in Ljubijana teilt mit, daß im Verkehr zwischen der Tschecho-Slowakei und Jugoslawien dor Visumzwang, der vor einigen Jahren abgeschafft worden war, wieder eingeführt worden ist. Das Visum wird un e n t g e 11-lich erteilt. Für Slowenien Ist für dio Visumerteilung das Konsulat ra Ljubijana zuständig. Für die Diplomaten- und für besondere Reisepässe sind Sichtvermerke nicht erforderlich. * Eine Uhr? Vom Fachgeschäft jev Sin, iMaribor, Gosposka «1. 15, Verkauf auch auf Teilzahlung? ß573 ni. In Ljubijana vcrschied die Forstrat^-witwe Frau Karla S c h a u t a, geb v. Riz-zetti, Im hohen Alter von 77 Jahren. — Friede Ihrer Aschef m. Die Fleischgeschifte bleiben am Christtage geschlossen, während die an< Stefanitag vormittags bis 10 Uhr geöffnet sein werden. m. Mehr Waggons wurden von der Bahndirektion wegen der Weihnachtsr feiertage in Slowenien beigestellt. Dk Garnituren aller personenführenden Züg^ wurden verstärkt. m. Auf den Postanweisungen ist, wie die Postdir^ktion mitteilt, der Dinarbetrag der überwiesenen Summe auch* in Worten auszuschreiben, der Parabetrag jedoch nur In Ziffern auszufüllen oder die betreffende Stelle mit einem deutlich sieht baren Strich zu verseheit. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Postämter angewiesen sind, die nicht vorschriftsmäßig ausgefüllten Postanweisungen abzulehnen. * Ab Weihnachtsgeiclienk das anerkannt schönste Kunstporzellan, Bleikristalle, Keramik billigst bei Zlata BrlSnik, Slovenska 11. m. Morgen ist Weihnachten! »Morgen, Kinder, wird's was geben, morgen werden wir uns freu'n!« Dieses Lied soll eigentlich nur an einem Tag des Jahres gesungen werden, und zwar am 23. Dezember. Die Jugend kann das so lange ♦ Tischgamituren, weiß und färbig, hübsche Wäscheflanelle, warme Flanelldecken — das passende Weihnachtsgeschenk. F. KramarSi^i, Gosposka 13. m. Fingierter Ueberfall. Wie seinerzeit berichtet, wurde am 17. d. der 16-jährige Bäckerlehrling Johann K r a m b e r-g e r aus Sv. Rupert in den Slow. Büheln mit einer schweren Bauchverletzung verheißene Fest kaum noch erwarten. Des Hoffens und Harrens fast müde, brennt in den jungen Herzen eigentlich schon der strahlende Lichterbaum. Eine gewisse Unruhe ist Uber die kindlichen Gemüter gekommen. Diese Unruhe wird noch verstärkt durch das unheimliche Ha sten und Treiben in und außer dem Hause, das von Tag zu Tag »toller« geworden ist. Nur gut, daß nun das längst ersehnte Fest herankommt. Selbst die Erwachsenen sind schon total erschöpft-, sie wünschen die Feiertage schon der Ruhe wegen herl)€i. Wer soll denn das aushalten?! Und die Kinder, sie wissen wahrhaftig kein anderes Thema weiter als das: Morgen Ist Weihnachten! Das fällt nun schon auf die Nerven. Noch abends, nachdem die Jungen und Mädchen zu Bett gebracht sind, plappern die MUndchen von dem, was kommen soll. Mit fröhlichen Christgedanken schlafen sie ein. Wie heißt es doch? »Am Tag vor dem heiligen Abend, da liegen die Kinder im Traum , . .« Samsti«, 6m 24. Dezember 1938, 5 tnA *iunD0F6r 2cnin9'^ ÜMMMT Mw Ins Krankenhaus überführt [kr Bursche gab damals an, daß er von einem Unbekannten Uberfallen worden sei. Nun gestand er, nachdem sich sein Zustand wieder get^ssert hatte, daß er sich die Geschichte mit dem Ueberfall erdacht habe,'um nicht für den Schaden, den er bei einem Radsturz angerichtet hatte, aufkom men zu müssen. m. Der groBe Sofcotball in Maribor Ist bereits Tradition geworden. Auch im kommenden Fasching wird der Ball veranstaltet werden, u. zw. zu Ehren Ihrer Majestät Königin Maria Samstag, den 14. Jänner im Unionsaal, worauf dio Öffentlichkeit schon jetzt aufmerksam gemacht wird. Diu iMSsendste Weflniachtsgesdienk Briefpapier In schönsten Kassetten und Blocks in reicher Atiswahl bei ZIata BrlS-nik, Slovenska 11. ' m. Uotcrbrechufii; der Stromllefemflgl Das Kraftwerk Faia wird am Montag, den 26. d, zwischen 8 und 8J0 Uhr fUr das Stadtgebiet und die Umgebung die Lieferung des elektrischen Stromes unterbrechen. Die Leitung ist als unter Strom befindlich anzusehen. m. Irrtinniger aliraiert PoHzei. Bei der Polizei erschien gestern ein Arbeiter, der, völlig verwirrt, Angaben über die geplan te Ermordung verschiedener Persönlichkeiten gab. Man konnte sich bald Uberzeugen, daß man es mit einem Irrsinnigen zu tun habe. Der Mann wurde ins Krankenhaus geschafft. Iii: Zwölf Hühner gestohlen. Aus dem Hühnerstall wurden in der vergangenen Nacht dem in Studenci wohnhaften Maurer Alois LJubec 12 Hühner entwendet. m.< Risch gelöscht Gegen 5 Uhr morgens begann heute in KoSaki im Hause des Besitzers Alois ZimSek infolge eines Nur noch heute. Freitag werden In der Venndtmif der »Marlbo-rer Zeitung« (KopaUilca alica 6) sowohl die großen als auch die klefaien Anzeigen für die morgen, Samstag, den 24. d. zur üblichen Stande erscheinende verstärkte Weihnachtsniimmer des Blattes bi Empfang genommen. Später einlan* gende Aufträge können aus technischen Gründen leider nicht berücksichtigt werden. An die P. T. Inserenten ergeht deshalb das höfliche Ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß die Weihnachtsinserate rechtzeitig übergeben werden. DIE VERWALTUNG DER ^MARIBORER ZEITUNG. NIINIl A NIIIOLO die erpuoMe und praisverte Harmoiilka schadhaften Kamins der Fußboden zu brennen. Die rasch herbeigeeilte Maribo-rer Feuerwehr konnte die Gefahr rasch bannen.' Der Schaden beträgt mehrere Tausend Dinar. ni. Billig nach Amerika. Das größte Ereignis allr Zeiten wird die Newyorker .Weltausstellung 1939 darstellen. Audi der Mariborer »Putnik« plant eine Son-dlerfahrt nach Newyork, die unter außergewöhnlich günstigen Umständen vor sich gehen wird. Näheres im »Putnik«-Reisebtiro. lu. Wer will seinen Neujahrswunsch iiiurch die Spalten unserer Zeitung zuni Altsdruck bringen? Er erspart sich damit viel Arbeit und vergißt keinen! Aufträge (flieser Art nimmt die Geschäftsstelle unseres Blattes schon jetzt entgegen. =>> Schönster Christbaumschmuck und Wüihnachtskartcn zu billigsten Preissn bei Zlata BriSnik, Slovenska 11. 1287S . m. $|)enden. FUr die arme Invaliden-iauiilie spendete »Ungenannt« 50 Dinar und zwei Pakete mit Wäsche und Lebens »nittein. Herzlichen Dank! * Am schönsten verbringen Sie den Weihnachtsabend in der »Vellka kavamaa. in. Festnahme eines Raubmörders. Wie scliori seinerzeit berichtet, wurde am 30. November in TrziS der 52jährige Schuhmacher Sixtus R i b i e ermordet aufgefunden. Der Verdacht fiel auf den 23jäh-rigen Franz Mimik, der wegen Dleb-slaiiis bereits vorbestraft erscheint und der sich am Lande als Aquisiteur der höheren Haushaltungsschule in Ljubljana .iusgab. Talsächlich wurden von leichtgläubigen Personen Anzahlungen an ihn geleistet. Mimik wurde jetzt in Celje fest-{»ienommen und nach Ljubljana überfülirt. Er gestand bereits, den Raubmord in TrziC begangen zu haben. Wie man nachträglich erfährt, versucli-tc Mimik unlängst auch in Mari bor mehrere Mädchen für den Besuch von Kursen zu gewinnen, die die Krek-Haus-lialtungsschule organisieren soll, und erhielt von ihnen Anzahlungen. * Weihnachtsgeschenke kaufen Sic bitte auch im (leschäfte Sreöko P i c h 1 e r, (iosposka 5. 13012 Heller Kopfl Praktischer Sinnl Utscrieren bringt Gewinn! p. Todesfall. Im KaroUnenhof bei Ptuj ist im hohen Alter von 82 Jahren Frau Therese Kauworski gestorben. Friede ihrer Asche! Der schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileid! p. Ausbau des Stromnetzes. Die Elektrizitätsgenossenschaft ist eifrig bemüht, auch die Umgebung mit elektrischem Licht zu versorgen. Kürzlich wurden Po-breije und Sv. Vid in das Stromnetz einbezogen, dann folgte Hajdina und jetzt Triec und Podlehnik. Gegenwäi'tig weist das Leitungsnetz eine Gesamtlänge von 16 Kilometer auf. Im nächsten Jahr sollen auch Podvinci und Sv. Marko elektrisches Licht erhalten. p. Rinder- und Schweinemarkt. Auf den Rindermarkt in Ptuj wurden Dienstag 42 Ochsen, 15 Jungochsen, 7 Stiere, 45 Kühe 1 Kalb und 35 Pferde aufgetrieben, wovon 55 Stück verkauft wurden. Es notierten: Ochsen 2.50—4.25, Jungochscn 3—3.75, Stiere 3.80—4, Kühe 2—4.75 und Kälber 3—5 Dinar pro Kilo Lebendgewicht, Pfer de 600—3500 Dinar pro Stück. — Am Schweinemarkt waren Mittwoch nur 34 Stück vorhanden, wovon 25 abgesetzt werden konnten. 6—12 Wochen alte Jung Schweine kosteten 60—120 Dinar pro Stück, Mastschweine 8—8.50 und Zuchtschweine 6.50—7,25 Dinar pro Kilo Lebendgewicht. Aus Cäie c. Geldinstihite geschlossen. Am Samstag^ den 24. Dezember bleiben auch i.i Celje sämtliche Geldinstitute ganztägig geschlossen, worauf wir besonders unsere Kaufleute aufmerksam machen. c. Kinderweihnacht im Stadttheater. Die Jugendabteilung der \>Adriawacht« an der staatlichen Knaben- und Mädchenbürgerschule wird am 26. Dezember (Stefanitag) Im hiesigen Stadttheater das Weihnachts- spiel mit Gesang tPeterchens letzte Träume« von Paul Golia aufführen. Beginn um 16 Uhr. Es wirken über zwanzig Kinder mit. Die Spielleitung liegt in den Händen des Fachlehrers Josef TomaiiC. c. Evangelischer Weihnachtsgottesdienst Am ersten Weihnachtsfeiertag, den 25. Dezember, findet der Weihnachtsfestgottesdienst um 10 Uhr In der Christüs-kirche statt. In Anschluß daran wird das Hl. Abendmahl gespendet. c. Eduard Interberger, der blinde Organist und Tondichter In Celje, wünscht allen seine verehrten Gönnern, Freunden und Bekannten ein gesegnetes Weih-nachts- und Neujahrsfest c. Aus dem Mrchendlenst. Pfarrer und Dechanatsverwalter Alfons P o z a r in Reöica an der Sann wurde zum päpstlichen Geheim-Kämmerer ernannt Mon-slgnore Alfons Pozar ist ein Bruder des Staatsanwaltes Dr. Pozar in Celje. c. Zunehmende Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen in Celje nimmt ständig zu. Bis heute haben sich bei der Arbeitsbörse 715 Arbeitsuchende gemeldet, 603 Männer und 112 Frauen. Gesucht aber werden bloß 60 Arbeitskräfte, und zwar 40 Weber für die Textilindustrie in Karlovac, 6 Köchinnen, 5 Mägde, 2 Bedienerinnen, 1 Knecht 1 Schneider und ein Kellner. c. Der Ladenschluß am Christatiend. Die Vereinigung der Kaufleute in Ceije gibt bekannt, daß am 24. Dezember (Christabend) alle für den Kundenverkehr offenem Geschäftsräumlichkeiten (Laden) im gesamten Kleinhandel um 17 Uhr (5 Uhr nachmittags) zu schließen sind, ausgenommen die Feinkosthandlungen, die bis 19 Uhr (7 Uhr abends) offen bleiben dürfen. c. Das leidige Glatteis. In den letzten Tagen häufen sich die verschiedenen Metdungen über Bein- und Armbrüche infolge Glatteises. Gestern stürzte die Kellnersgattin Maria Slapnik und erlitt einen Bruch des linken Unterschenkels. Auch heule stürzte der stellenlose Bergwerker Michael PodbreSnik auf Glatteis und erlitt einen Oberarmbruch. Sie wurden ins Krankenhaus eingeliefert — Obwohl seit Tagen Glatteisgefahr besteht, kann man beobachten, daß fast nirgends aufgestreut worden ist c. Von den Berg- und Skihütten. Die »Cetjska koöa« auf dem Dost die Hütte auf der Mozirska planina, die Hütte auf der Mrzlica und das Piskemik-Helm Im Logartal sind den ganzen Winter über voll bewirtschaftet. Für das Kocbek-Heim und die Frischauf-Hütte sind Schlüsseln beim Verwalter in LuCe erhältlich. c. Kino Union. Heute, Freitag, zum letztenmal »Der Sieger« mit Warner Baxter und Mima Loy, Der Film zeigt uns den guten, edlen Freund des Menschen — das Pferd. Am Christabend blerbt das Kino geschlossen. c. Kino MetropoL Heute, Freitag, zum letztenmal »Der Patriot« mit Harry Baur als russischer Zar. Am Heiligen Abend bleibt das Kino geschlossen. Dmnkmn SIm bei Ihren Weihnochtseinkaufen auch an I TOflf OÜMFff Dehkatessengeschäft, Glavni trg 17 « A m I litf ■ m MVA M für die Hausfrau die viel Freude machen: Spsistt* und KafffMsiariiitur«!! ChlNoiic für BmHtm u. L^lbwllicli« NaiicItacliM', Taschefitflch^r Textllana Bfidefeldl Gesucht werden einige tüchtige, erfahrene Webstuhlmeister für Bfößerc Buntweberei (Baumwolle). Nur Bewerber mit lansJährjKer Praxis und cenauen Fachkenntnissen wol len die Offerten richten an d. Vcrw. unter »Wcbstuhlinei- ster«. 13SQit WiDiwtiiiWjiinliRiiii" das schönste und billigste erhältlich Suchhanillong üclieidbacli Gosposka ulica 28 REPERTOIRE. Freitag, 23. Dezember: Oeschloeeen. Samstag, 24. Dezember: Geschlossen. Sonntag, 25. Dezember um 15 Uhr: »Das LandetrafienHedc. Ermäßigte Preise, um 20 Uhr: »Alles zum Scherz«. Außerhalb des Abonnements. Uraufführung. Montag, 26. Dezember um 15 Uhr: »Boc' caccio«. Ermäßigte Preise. Um 20 Uhr: »Alles zum Scherz«. Zdü-XIlMI Burg-Tonkino. Heute, Freitag, zum letzten Mal »Der tapfere Hauptmann« mit Carl Ludwig Diehl und LH Dagover. — Samstag Norma. — Sonntag Premiere des besten Lustspielschlagers der Saison »13 Stühle« mit Heinz Rühniann und Hans Moser in den Hauptrollen. Esplanade-Tonkfaio. Zum letzten Mal heute, Freitag, der letzte Richard Tauber-Film »Bajazzo« nach der berühmten Oper, — Samstag bleibt das Kino geschlossen. — Sonntag Erstaufführung des großen Gesellschaftsfilmes »Abenteuer eines jun« gen Herrn In Polen« mit Gustav Fröhlich und Olga Tschechova. Unlon-Tonklno. Heute, Freitag, zum letzenmal der französische Meisterfilni »Joshivara« mit Michiko Meinl. — Samstag Norma. — Sonntag folgt der köstilchc Abenteurerfiim »Der lustige Bandit«. TonUno PobreSje. Am 24., 25. und 26. d. M. geht der Filmschlager »Im siebenten Himmel« (Apachenleben in der Pari«rer Unterwelt« über die Leinwand. Bis Freitag, den 23. d. versehen dfc Mohren-Apotheke (Mag. Pharm. Mavcr) in der Gosposka uL 12, Tel. 28-12, und die Schutzengel-Apotheke (Mag. Pharm. Vaupot) in der Aleksandrova ccsta 33, Tel. 22-13, den Nachtdienst. Samstag, 24. Dezember. Ljilbijana, 12 Weihnachtsmtjsik. 17 Kinderstunde. 17.30 Rezitationen. 18 RO. 19 PI. 19.30 Der Schriftsteller F. K. Fin/-gar hält die Weihnachtsansprache an die Hörer. 20 Heiliger Abend (mit Solisteii-einlagen). — Beograd, 18 Weihnachtskantate von Matz (aus Zagreb), 19.30 Nationalvortrag: Weihnachtsbräuche in Jugoslawien. 20 Weihnachtsfeier. — Prag, 18 Konzert. 19.10 Bunte Musik. 20.10 RO. — Sofia, 19 Mandolinenkonzert. 19.30 Vokalkonzert 20.50 Konzert — Paris, f8 Sinfoniekonzei^. 19.40 PI. 21.30 Weih« nachtslieder. — London, 19.30 Konzert. 20 Weihnachtsfeier. — Straßtmrg, 21.13 Weihnachtsfeier. — Beromünster, 19 Jugendstunde. 20 Konzert. — Rom, 19.30 Blasmusik. 21 Weihnachtsfeier. — Mailand, 19.30 Konzert 21 Männerchor. - -Budapest, 18 Opcmmusik. 19 Glockeii-geläute und Orgelkonzert 20 RO. — Berlin, 18.10 Weihnachtsfeier. 19 Die Jugend singt. 20.20 Sinfoniekonzert. — Wien, 12 Konzert 15 Kinderstunde. 16 Unterhaltungsmusik. 18.10 Weihnachtsfeier. 19 Die Jugend singt. 21 Glockengeläute. 22 Konzert. — Leipzig, 18—20 Bunte Musik. 20.20 Sinfoniekonzert. — München, 18 Männerchor. 19 Festkonzert. 21 Glok-kengeläute. 22 Weihnachtsfeier. Gasrohrbruch fordert drei Todesopfer. Berlin, 22. Dezember. In Chemnitz ereignete sich ein folgenschwerer Gasrohrbruch, der drei Todesopfer forderte. Die behördliche Untersuchung ergab, daß die außerhalb des Hauses gelegene Hauptgasleitung vermutlich Infolge des Kälteeinbruches schadhaft geworden war, so daß das Gas ausströmte und in eine im Erdgeschoß befindliche Wohnung ein drang, wobei ein Ehepaar und dessen 19-jähriger Sohn den Tod fanden, während vier weitere Hausbewohner unter schweren Vergiftunftserscheinungen ins Krankenhaus eingeliefert werden mußten. »Maribwer Zeitung« hkimmer 101. 6 Samstag, den 24. Dezember 1^. iH/klsäutUÜäii fffifrrfiffllrftti 3ugoflatDif(ID(r OSrinmorft Die Weinvorräte Jugoslawiens waren >chon zu Beginn dieses Herbstes fast voll sländi^ erscliöpft. Mit dem Anfang der Lesezeit gab es beim Landeshandel nur noch recht kleine Mengen, die bis zur Ausbildung des Neuweins knapp ausreichen sollten. Selbst die größeren Erreu-gungsgebiete waren bis zu einem gewissen Rest ausverkauft. Die Altvorrlte konnten somit den Lesemarkt keinesfalls belasten. Dazu kam noch, daß di« Preislage überall zu einer Höhe angestiegen war, wie sie im Lande schon seit einem Jahrzehnt nicht mehr verzeichnet wurde. Mit der Lese entstand daher eine neue La ge, die mit der vorausgegangenen ZtH keinerlei Verbindung mehr hatte. Die Restvorräte an Altweinen waren so gering geworden, daß nicht einmal die sehr guten Aussichten auf den neuen Ertrag die ständig steigende Preislage des Altvorrats mehr beeinflussen konnten. Die Erwartungen des Landeshandels, wonach der Landespreis mit der Herein^ bringung der neuen Ernte beträchtlich zu riickgehen sollte, sind nur zum Teil in Erfüllung gegangen. Der Neuwein ist bloß um et\va 25 v. H, billiger gewesen als der Altwein, und auch das nur vorübergehend. Mittlerweile hat der Preis des Neuweins schon wieder angezogen, sodaß mancherorts der Preisunterschied kaum noch ins Gewicht fällt. Demzufolge ist auch die Neuweinspreislage dieses Herbstes die höchste seit einem Jahrzehnt. Der heurige gesamte Landesertrag Jugoslawiens wird auf etwa 3,5 Millionen geschätzt. Er ist also um 1 Million Hektoliter größer als der des Vorjahres. Auch der heurige Ertrag kann nur als besserer Durchschnittsertrag bezeichnet werden, weil die Höchsterträge Jugoslawiens 4. Millionen Hektoliter übersteigen. Besonders reiche Fechsungen gab es in Dalmatien und der Herzegowina in der 2upa und NiSer Gegend. In Slowenien, Kroatien-Slawonien, Syrmien, im SUdba-nat, in der Krajina usw., war das Lese-ergebnis mittelmäßig in bestenfalls gut-mittelmäßig. Einen ausgesprochen schwa chen Ertrag hat nicht ein einziges Wefn-gebiet im Lande gehabt. Die reichen Landesemten von 4 Millionen Hektoliter und darüber haben im Hinblick auf ihre Verwertungsmöglichket-ten große Schwierigkeiten bereitet. In diesem Wirtschaftsjahr •— nachdem die Landesweinkrise in der Hauptsache schon als überwunden erscheint — »ieht es mit der Verwertungsmöglichkeit einer stärkeren Durchschnittsernte schon günstiger aus. Diese Erwartung stützt sich auf die Verbesserung der allgemeinen Wirtschaftslage, die einen umfangreichen Verbrauch zuläßt, und auf den Umstand, daß ein Großteil der schwächeren Weine zu Weinbrand verarbeitet werden wird. Die heurige Pflaumenernte war so schwach, daß nur sehr wenig Pflaumenbrand her-L^L'Stellt werden wird, wobei dieser Mangel nahezu .'uiF:-(^'''l'eßlinh durch d'c Herstellung von Weinbrand wettgemacht W'erden dürfte. Die Weinbranderzeugung in Vr§ac, Negotin, Ni5 usw. hat bisher schon einen Umfang angenommen wie noch niemals vorher. Dabei erzielt der Weinbrand einen sehr guten Preis, der zugleich als Stützung des Welnpreises dient. In den Erzeugungsgebieten, die billigere Weine besitzen, werden in diesem Wirtschaftsjahr voraussichtlich 50 bis 75 V. H. der GesamtfechDivja koia, Ljubljana, Ve-lesejem« ist nur einwandfreie Ware recht zeitig einzusenden. berliner 5(nnftbrief Von unserem Dr. Fa.-Mitarbeiter. Berlin, 18. Dezember, in der Philharmonie errang HansKnappertsbusch der geniale Wiener Dirigent, mit dem 4. Abonnements-Konzert des Philharmonischen Orchesters einen vollen Erfolg. Das Programm enthielt ein geschlossenes Beethoven-Konzert mit der Egmont-Ouver-türe, dem Violinkonzert und der Eroica. Knappertsbuschs Dirigierkunst beizuwohnen, ist immer ein auserlesener Oenuß. Man bewundert das klare Gleichmaß seiner Taktik, die trotz ihres dezenten Charakters die Philharmoniker, wie es' bei dieser Künstlerschar auch selbstverständlich ist, wunderbar zusammenhält. Die Eroka, diese Heldenshifonie Beethovens, erntete wie schon so oft, auch hier wieder wahrhaft begeisterten Beifall. Mit sichtlichem Wohlgefallen wurde auch das Violinkonzert, von Konzertmeister Erich Röhn meisterhaft wiedergegeben, aufgenommen. Die Staatsoper brachte »P e e r G y n t«, eine Neuschöpfung Werner Egk's, als Uraufführung heraus. Die Oper ist eigens für die Staatsoper geschrieben worden u. ist auch Heinz Tietgen gewidmet. Weraer Egk hat einen anderen Peer Qynt entstehen lassen, der allerdings mit dem alten Ibseri'schen große. Aehnlichkeit hat. Man kann wohl sagen, daß der Geist des Ibsen'schen Stückes geblieben ist, daß aber die Probleme des ganzen Geschehens wesentlich plastischer herausgestellt und ihr eigentlicher Gehalt eine weit mehr sinnfällige Deutung erfahren hat. Mathieu Ahlersmeyer sang den Peer mit seinem schönen Bariton und Käthe Heidersbach gab der Solveig echte glaubensstarke Züge. Ousiav Rö<Ün als ^ »Alte« und Eise Tegethoff als seine rothaarige Tochter sol len außerdem noch genannt werden. Mit den Vertretern der übrigen Partien und den vorzüglich einstudierten Tänzen, bei denen die Solotänzerin Manon Ehrfuhr besonderen Beifall fand, hatte das Werk mit den wundervollen Bühnenbildern Paul Sträters unter Wolf Völker als Spielleiter einen unbestreitbaren Erfolg. Inzwischen ist auch das Schiller-theatet in Artwesenheit des Führers, des Berliner Gauleiters Reichsministers Dr. Goebbels und des Berliner Stadtpräsidenten Dr. Lippert neu eröffnet worden. Man hat das Theater vollständig umgebaut. Ehi ganz neuer Saal, der Im Gegensatz zu früher trotz seiner Einfachheit festlich wirkt. Die Eröffnungsvorstellung ■ war selbstverständlich dem Andenken Schillers gewidmet. Professor Hermann Diener und sein Collegium musicum leiteten mit der »Mielodia Germanica« von Stamitz, die ausgezeichnet vorgetragen wurde, die Feierein; Heinrich George, der Intendant, sprach darauf den Prolog zu Wallensteln. sodann erstand eine Auffühprung von Schillers Trauerspiel »Kabale und Liebe«, die unvergeßlich sein wird. Der Inhalt ist zu bekannt, als daß es noch einer eingehenden Darstellung bedürfe. Der jugendliche Ferdinand, von Raimund Schocher dargestellt, in seiner heftigen Anklage gegen die Gesellschaftsordnung der damaligen Zeit, köstlich in Spiel u< Stimme; Heinrich George selbst als Musikus Miller, liberal und aufopfernd als Vater, brav und zuverlässig als Untertan und gleichzeitig auch aufbrausender Ankläger, und Paul Wegener, der schurkische Präsident V. Walther, spielen die tragenden Rollen. Man Ist gebannt vom Spiel We-geners, dieses Teufels In Menschengestalt und erschüttert von der »Luise« Gisela Uhlens, die dieser Kabale zum Opfer fällt. Umrahmt von Karl Meixner als Wurm, »Else Petersen als Lady Mllford, Emst Legal als Hofmarschall v. Kalb, Ilse Fürstenberg als Millerin wurde .d,ic Aufführung mit ihren ausgezeichneten Bühnenbildern Josef Fenneckers ein wahr haft festliches und künstlerisches Erlebnis. faKBeHattt h. Schellfisch auf englische Art. (Bereitungsdauer 1 Stunde. Menge für 6 Per sollen.) 2 Kilo Schellfisch werden sauber zurechtgemacht, gesalzen, gekocht und von Haut und Gräten befreit. Dann rührt man aus 5 Deka Butter und 6 Deka Mehl eine weiße Einbrenn, gibt 7^ Liter sauren Rahm, Salz, Pfeffer, den Saft einer haltten Zitrone, 10—12 Tropfen Maggi's Würze und einen Teelöffel Senf «dazu. In diese Sauce legt man die Fischstücke, läßt sie etwas darin durchziehen, aber nicht kochen und serviert mit Salzkartof^ fein oder Reis, h. Paprika-Seefisch. In 8 Deka Fett läßt man 3 Deka Mehl und 20 Deka fein gehackte Zwiebeln gleichzeitig goldgelb rösten, gibt dann einen Kafeelöffel Essig hinein, gießt mit Wasser auf, worauf man das Ganze 20 Minuten lang zugedeckt dünsten läßt.v Inzwischen entgrätet man 1 Kilo Kabeljau, schneidet ihn in Schnitzel, salzt sie und läßt sie V4 Stunde im Saft ziehen. Zuletzt verbessert man die Speise mit etwas Maggl*s Würze und serviert dazu Salzkartoffeln' oder Nok-kerln. h. ZMIer-(Sellerie-)Salat.' Sellerie läßt man iri Salzwasser weich kochen, schält ihn noch warm und schneidet Ihn in dün he Spalten. Diese begießt man dann mit tsslg und Oel, gibt nach Geschmack etwas Pfeffer, eventuell Zucker Obenauf u. beträufelt den fertigeii Salat zum Schluß noch mit etwas Maggi's Würze. Hm! Sohn des Einbrechers: »Und was willst du mal werden. Jungchen?« »Ich trete in Vaters Fingerabdrücke!« »Du Albert, die von nebenan lassen um ein bißchen kohlensaures Natron bitten — sie hätten Schweinebraten zum Abend gehabt.« »Wird wohl nicht wahr sein; die wollen bloß renommieren 1 Sag* doch, wir hätten unseres selber verbraucht; wir hätten so 'ne fette Gans gehabt!« Sie ja doch nicht mehr voi4< Sniiislag, den 24. Dezember 1938. 7 :.Mariburer Zeitung«^ Nummer 21*1. Jlus der Sporitveli etart in öie aMidtnaifoii Uleichzeitig mit dem neuen Jahr nimmt auch die neue Wintersportsaison ihren Anfang. Als erste dieswinterliche Sport« Veranstaltung bringt die Wintersportsek-tion des SSK. Maribor am 1. Jflnner 1939 in Ribnica, dem Hauptquartier unserer Langläufer, einen Propagandalauf über 10 Kilometer zur Durchführung. Start und Ziel befinden sich vor dem Klubheim des SSK. Maribor in Ribnica (Gasthof Osrajnik), wo für die Unterbringung aller Teilnehmer bestens vor gesorgt ist. Eingeladen sind alte verifizierten und auch noch nicht verifizierten Rennläufer. Die Strecke wird im Umkreis von Ribnica ausgesteckt werden. Damit die Veranstaltung ihren propagandistischen Zweck voll erfüllt, möge kein zünftiger Skifreund vom Start in die neue Sai son fernbleiben. Am Vorabend (Silvester) findet im obgenannt. Klubheini eine fröhliche Sportlerzusammenkunft statt, zu der desgleichen alle Freunde des weißen Sports herzlichst eingeladen sind. OrafoNondle 0era<|>te um ISuiKec Dk Pariser Presse veröffentlicht die gewiß sensationelle Nachricht, daß sich der jugoslawische Tennismeister Franz Punäec mit dem Gedanken trage, zum Profcbsionalismus überzutreten. Seine letz ten Spiele als Amateur soll er gegenwärtig in Südamerika bestreiten. Gleichzeitig stellen die Blätter fest, welchen unersetz baren Verlust hledurch der jugoslawische und damit der gesamte Tennissport erleiden würde. Jugoslawien würde mit dem Ausscheiden Pun^ec' seinen Platz im internationalen Tennisport einbüssen, da es gerade Pundec war, der Jugoslawiens Far ben in den letzten Jahren von Sieg zu Sieg führte. An Punöec, der einer armen Familie in Cakovec entstammt, sind bisher schon mehrere verlockende Angebote gerichtet worden, doch wies er bisher alle ab. Nun soll Amerika seinen Teil dazu beigetragen liaben, wo man Ihm eine größere Summe — man spricht von mehr als einer Million Dinar —■ angeboten habe. In Zagreb weiß man allerdings noch nichts von einem Uebertritt PuniSec' und es bleibt abzuwarten, bis Punöec, der gerade jetzt seinen dritten südamerikanischen Meistertitel crbobert hat, zu diesen sensationellen Gerüchten selbst Stellung nimmt. Fortaetxung des Winter-Cup. Die Spiele um den jugoslawischen Winter-Cup werden am Sonntag fortgesetzt. In Novisad treffen ich »Vojvodinas« und der Kragujevacer »Radniöki«, während in Osijek das Rückspiel zwischen der :^Slavija4: und der Suboticaer »Badka« jihm liegen noch der Fußballer O'Brien ausgetragen wird. Eine neue Sportzeitang wird unter dem Namen »Sport Kurir« in Zagreb am 24. d. erscheinen. Die Ausgabe erfolgt zweimal wöchentlich. BoxBchttle in Zagreb. Der Zagreber »Gradjanski« hat eine Boxschule eingerichtet, die vom ehemaligen Champion VInko J a k a S a geleitet wird. In der Zagreber Untcrverbandsmei-sterschaft führt gegenwärtig »Ferraria« mit 11 Punkten vor »Concordia«, »Zet« und »Zeljeznidar«, die es bisher zu je 9 Itttflkten gebracht haben. : Eine Sektkwi Zagreb des Jugoslawischen Touring-Clubs wurde cHicser Tage gegründet. : Zwei neue Sfiningschanzen wurden in Rakovnik bei Ljubijana fertiggestellt. Die größere läßt Sprünge bis zu 30 Meter zu, während die zweite für Anfänger bestimmt ist. : Zagreber Eishockeyspieler streiken. Die Zagreber Mannschaften haben ihre Teilnahme an den am 25. und 26. d. in Ljubijana stattfindenden Eishockey-Staats meisterschaften plötzlich abgesagt. ; »Ferencvaros« schlägt »Bata« 7:0. Der ungarische Fußballmeister »Ferenc-varosv;, der erst am Sonntag in Zagreb seitens des HA5K eine peinliche 1:5-Nie-dcrlage einstecken mußte, errang gestern in Borovo gegen den SK. Bata einen Bom bensieg von 7:0 (3:0). : Auch in Helsinki deutsche Olympia-Jolle, Zu einem wichtigen Beschluß ist es bei der Sitzung des finnischen Organisationskomitees für die Olympischen Segel-wettbewerbe gekommen. Die vom Welt-seglerverband vorgeschlagenen Klassen wurden für 1940 anerkannt und gleichzeitig die deutsche Olympiajolle von 1936 von Kiel bestätigt. : Kein außerordentlicher Kongreß der FIS. Der Präsident der FIS gibt bekannt, daß die verschiedenen Wünsche auf Abhaltung eines außerordentlichen Skikongresses gelegentlich der Weltmeisterschaf tcn in Zakopanc einer reellen Grundlage entbehren. : Donald Budge — Amerikas beater Sportler. Vor kurzem wurde auf Grund einer Umfrage der beste Sportler der Vereinij?ten Staaten festgestellt. Ebenso wie im Vorjahre wurde auch diesmal wie der der Tennis-Weltmeister Donald Budge auf Grund seiner Erfolge im vergangenen Sommer von der Volkesstimme auserwählt. Mit 122 Punkten führt er in der Liste vor dem dreifachen Boxweltmeister Henry Armstrong, dem 107 Punk te zuerkannt wurden. Joe Louis kommt mit 9 Punkten erst an achter Stelle, vor der Leichtathletiker Cunningham, die beiden Golfspieler Ouldhal und Snead sowie mehrere Helden des Baseballs. Dr. Vlad. Travner; 2>er tDicl^tigfie ononM niefttroearannt Der Zjntralbahnhof in Utrecht, der wichtigste Eisenbahnknotenpunkt der Niederlande, ist durch ein Großfeuer, das in der Nacht zum Sonntag ausbrach, fast völlig zerstört v/orden. Bei der herrschenden Kält'^ (gefror das Wasser, das die Feuerwehr spritzte, fast unmittelbar, dadurch wurden die Löscharbeiten verhindert. Unser Bild zeigt den Bahnhof nach der Brandnacht. QSBeiAnacAten Unter den vielen christlichen Festtagen sind wohl Weihnachten die schönsten, innigsten und sinnvollsten; sie sind ja der Erinnncrung an die Geburt des Erlösers, der der leidenden Menschheit Frieden, Liebe und Eintracht brachte, geweiht. Dazu fallen sit; noch in die strenge Winterzeit, wo sich jeder am wohlsten zu Hause bei seinen Angehörigen fühlt. So sind Weihnachten schon seit Jahrhunderten zugleich ein hohes kirchliches und Familienfest. — Seine Anfänge reichen in das graue Altertum. Schon die alten Germanen feierten zur Zeit der Wintersonnwen-de das Julfest zu Ehren des Sonnengottes Fro, dessen Sinnbild das Rad (jol) war. Damals hielten die Götter während der zwölf heiligen Nächte ihre feierlichen Um Züge. Deshalb ruhte aller Streit und deshalb versammelten sich die Sippen zu frohen Festmählern, wo ein mit Grün gezierter Eber aufgetragen wurde. In ähnlicher Weise feierten den Sieg der Sonne über finstere Mächte des Winters auch andere Heiden, besonders die Anbeter des unbesiegten Mithras (dies natalis invicti) und die Römer (Saturnalien). Viele dieser uralten Sitten sind ins Christentum übergegangen und sind teilweise bis heute erhalten. Bezeichnend ist vor allem die Weihnachtszeit, die genau mit den alten Sonnenfesten zusammenfällt. An welchem Tage Christus geboren wurde, wissen wir nicht. Doch er ist das Licht der Welt und der Bezwinger der dunklen Gewalten. Deshalb feiern wir seinen Geburtstag zugleich mit dem Tage tier siegenden Sonne. Andere behaupten wieder, daß nach prophetischen Äußerungen und mystischen Berechnungen Maria im Frühjahre (am 25. März) empfangen hat, so daß bis zu der Geburt Christi (25. Dez.) gerade neun Monate verstrichen sind. Die morgenländische Kirche feierte ursprünglich den Geburtstag des Erlösers zugleich mit dem Feste seines Erscheinens (Epi-phania) am 6. Jänner. Im Abendlande wurde der 25. Dezember als Weihnachts-tag im Jahre 354 festgestellt. Dieser Tag wurde nach der Überwindung der Arianer von der ganzen Kirche angenommen, besonders weil ihn Kaiser justian auch für das Morgenland ausdrücklich anordnete. Das Fest des hl. Stefanus (26. Dez.) kommt schon in den ersten Jahrhunderten der Kirche vor und galt später als zweiter Weihnachtstag. Auf einem Konzil in Mainz wurden sogar vier Weihnachtstage angeordnet. Sie wurden jedoch bald auf drei reduziert bis nach Preußens Vorgang (1773) auch der dritte Feiertag — St. Johannes d. T. — überall aufgehoben wurde. Nur die orthodoxe Kirche feiert Weihnachten noch immer drei Tage lang. — Die Weihnachszeit oder der Weih nachtszyklus dauert jedoch vom ersten Adventsonntage bis zum Dreikönigstage. Das Hauptfest wird schon seit Jahrhunderten durch Vorfasten und Vigilie eingeleitet. Ursprünglich dauerten die gottesdienstlichen Versammlungen die ganze heilige Nacht. Später wurde die feierliche Cristmette um Mitternacht gelesen, während das zweite Amt um 5 Uhr früh, das dritte aber um 9 Uhr abgehalten wurde. Diese Sitte hat sicli im Wesentlichen bis heute erhalten. Zur Erhöhung der Feier ist jedem Priester gestattet am Christtago drei Messen zu lesen, ein Recht, das ursprünglich nur dem Papste zustand. Im Mittelalter waren Weihnachts-spiele besonders in Deutschland, Frank reich und England sehr verbreitet und beliebt. Sie entstanden aus kirchlichen Zeremonien und wurden meist in c^en Kirchen aufgeführt. Sie behandelten die Verkündigung des Messias durch Propheten, die Vermählung Josefs mit Maria, die Geburt Christi, die Anbetung der Hirten und der drei heiligen Könige, die Beschneidung Christi im Tempel, den betlehemi- stisch. Kindesmord, die Flucht nach Ä^yp ten u. b. w. Häutig wurden frei er^unck-ne Episoden mit ein geflochten. Im Zusammenhange mit diesen Spielen, die sich bis zur ^formation erhielten, entstanden auch zahlreiche Weih-nachtslieder. Ursprüngl. bestanden sie aus Einzel- oder Wechseigfesängen, seit dem 17, Jahrhurnlerte kamen dazu verschiedene Kantaten und Weihnachtsoratorien. Die Weihnachtslieder gehören zu den schönsten Schöpfungen der Tonkunst, wie uns namentlich das berühmte Lied »Stille Nacht, heilige Nacht< beweist. Den Weihnachtspielen hat auch die schöne Sitte der Weihnacht s-krippe ihr Entstehen zu verdanken. Sie verbreitet« sich namentlich in der katholischen Kirche, als der hl. Franz von Asissi 1223 mit seinen Ordensbrüdern im Walde von Greccio seine Krippenfei-er veranstaltete. Später wurde die Krippenkunst bsonders in Italien, in Tirol, in Bayern und bei uns gepflegt. Die berühmteste Krippensammlung bewahrt dtts Deutsche Museum in München. . Sehr verbreitet ist heute auch der Christ bäum. Schon alte isländische Volkssagen berichten uns von einer heiligen Eberesche, die in der Julnacht auf allen Zweigen voller Lichter strahlt. Die Heimat des heutigen Christbaumes ist jedoch Elsaß, worüber schon Sebastian Brandt in seinen >Narrenschiffe< (1494) berichtet. Von hier aus verbreitete sicli die Sitte trotz vieler kirchlicher und polizeilicher Verbote in fast allen katholischen und protestantischen Ländern. In unserer Heimat besteht sie seit etwa Mitte des vorigen Jahrhundertis. Damit verbunden ist auch die Sitte des gegenseitigen Beschenkens. In vielen Orten sind auch besondere W e i h n a c ht s s p e i s e n üblich wit z. B. Christwecken, Christstollen, Klötzen-brot u. ij. w. .Andere Weihnachtssitten ^ii beschreiben, wäre jedoch zu umfairg-reich. Immerhin beweisen schon dieso Zeilen, wiif innig wir alle mit der heiligen Weihnachtszeit verbunden sind. aUhiudiüu b. Oesterreich. Landschair und Baukunst. Von Kurt Hielscher. 240 ganz^iti-ge Bilder. Mit einem Vorwort de» Verfassers und einer Karte. Verlag F. A. Brockhaus, Leipzig. Preis Leinen Mark 6.80, — .^Landschaft und Baukunst«; lautet der Untertitel dieses neuen Bildbu-ches, aber es ist mehr als bloß Landschaft und Baukunt Oesterreichs darin, es isi die Seele der .Natur und Kunst Oesterreichs. Mit unendlicher Zärtlichkeit und Behutsamkeit ist sie darin gerade so weit enthüllt, als es das Feingefühl des Künstlers gestattet. Denn der wirkliche Kürn^i-ler wird nicht alles mit rauher Deutlichkeit herausstellen, sondern er wird wie den Menschen so den Dingen ihr letztes Geheimnis nicht wegziehen. Wie groß dro Künstlerschaft Hielschers ist, ist gerade daran abzunehmen, daß bei ihm das Lichtbild niemals eine »unerbittliche':, Urkunde der Wirklichkeit wird, sondern daK es allem seinen zarten Schleier läßt; daß es nicht bloß dadurch beglückt, was es zeigt, sondern dadurch erregt und spannt was es uns vorenthält und btoß a4wen läßt. LABORA- TORlUn Das neugierige Lieschen. (Zeichnung H. WiW«e>. Samstag, den 24. DezemW 1038. »Mariborer Zeitung« Nummer 291. Besichtigen Sie unsere damit Sie sich überzeugen, was wir in modernen bringen. Qualitativ erstklaisig mit Garantie, zu angemessenen Preisen in Teilzahlungen Möbelhaus E.ZELENKA Ul. 10. Okt. 5 Schanleister Möbelban JQmiet Ameigec Ifefstüiedeitu Sparcinlagebucb im Betrage von Din 100—200.000, evcnt. auch in itleineren Beträgen zu kaufen scsucht. Antrflse unter »Mestna hranilnica« an die Verw. 12697 Chouchsi OttomaM aller Arten, garantiert billigst bei »übnova«. Fr. Novak, JurJSi-C»va 6._ 12899 Kürblskernöl« stets frisch u. Kut, empfiehlt Kürbiskernöl-fabrik Maribor« Taborska uli ca 7. 12988 Wo erhalten Sie für die Pei-crtage die besten und billigsten Weine? Bei S e n i c a in der Tattenbachova ulica. Dort erhalten Sie schon von einem Liter aufwärts erst> klassigen Mosler und roteu liurgunder zu 8 Dinar pro Liter. Auch andere Sortenweine über die Straße um 2 Dinar pro Liter billiger. Kommen und Überzeugen Sie sich!____13061 Parkettwachs, Creme und Schuhfett übertreffen fremde Erzeugnisse. Wir gebrauchen sie, um zu sparen und nützen uns selbst. 12622 Hausgemachte WeitanacliU- kckse^ offener Zwieback, Qiiseihupie. Potitzen und anderes Gebäck für die Feiertage kaufen Sie am besten iti der Bäckerei CebokJi« (ilavni trg 9. I270I Wisien Sie schoo. daß Sie den btrtei W«lii doch nur im PreSem-Kener. la der Oo sposka ulica bekommen. Oer 12894 J(avalier' kauft BonboanicrMi und Chokoladt * SpeitaMtH— nur beim Javalir Gosposka ulica Nr* 28 dasthans »Triila?« (Voller). Am Weihnacbts- und Stefani-tai Konzert! Wochentags wird guter Wein mit 8 Din pro Liter ausgeschenkt. 13031 BAUERNKLETZENBROT bekommen Sie ab heute im Backhaus Robaus Nachf. Ra-kuia. KoroSka c. 24. 12612 Echies Schweiler Kletfen-brot« nach Bedarf auch Versand, 1 kg 14 Dinar. Pekarna Scherbaum. 12M7 Karfiol, Salat. Täglich frische Sendung bIHifrt bei Ma* gatln »Export«. Koni2ija, Ko-lodvortka 1. IdOO Radio-Apptrat »Standard«. 54*1 gOnstig zu verkaufen. Trubarjeva 2* Lokal. 13996 Gelegenheitskauf: Poto-Pllio-apparai 6X9. Fran£{$kanska 21-11, linkt. 12995 Ein schönes Weihnachtsgeschenk; Viollae, 143 Jahre alt billig zu verkaufen. VojaSniS-ka ul, 11. 12993 Fohlen-MaBtel. schwarz, neu. um 600 Dinar zu verkaufen. Anzufrp'-e*' ?'is Qefllligkeit Putzerei Nedogg, Oosposka ulica 3B. 12906 Alter* ersIfclaeslRer Wela von 5 Liter aufwIrts * 7 Dinar. Sturm, Po£ehova, bei der Zie gelfabrik._13060 WInterIpfel (bobovec) zu verkaufen. Vrtna ulica 8. No. va vas. 13013 jln iMNiMlIl DretehamerwoboaBg mit allem Zubehör In neuem Qe-bflude sofort zu vergeben. Adr. Verwaliung. 12744 VontUglicher aiter und neuer Wein per Liter 8 und 9 Dinar (versteuert) für die Feiertage zu haben bei I. OtrBli& Mellskl lirlb. 13104 2 Zimmer und Kfictie zu v..r-mleten. Antr. unter »Villa« an die Verw. 13062 fttUkt MUk Seche Haasmelster* kinderlos. Schriftliche Anträge unter •Hausmeister« an die Verw. _13025 Stjcl'cn r*"' ''i v- jähriger Pra^sis für Bauin-wollweberei, versiert in allen einKhIäglgen Arbeiten. Zuschriften unter »Webmeister 39« an die Verw 13058 Passende Wclheachts-yMchsakc empflsklt V. ^rms, ii^arlbcr n Tel. '2207 1155; Denksequna Am Sonntag und Stefanltag tlaus-Brelnwilrtte. Angenehme Feiertage und ein glückliches Neues Jahr wünscht allen Olsten Gasthaus Bariö, Tezno. 13042 d« tum der Weihntchlimar.n «iols &«ln DItM CUben slammtn aber aucA von Ivan Kovahls Marlber Slovaneka If Koroika 10 s ^ z aai la. Qeblris-Esctaeabolz, gikciilt, dunkel gebelft aad ImprMiatert, sowie sMmtllche Sklartlkel In groBer Auswahl billigst bei IL Temef, Dravograd Wladarverkiiler Ea groe- Pr«lia. 13059 Allen, die durcii Blumen- und ICranzependen sowie durch die Beteiligung am Leichenbegängnisse das Angedenken an unserer unvergeßlichen, lieben, guten Mutter, bzw. Großmutter und Tante, Frau ! Theres'«. Pauilc *' Hausbesitzerin und' Oastwlrtht ehrten und unser Leid zu mildem suchten, sprechen wir auf dieeem Wege unseren tiefgefülilte-sten Dank aus. Besonderen Dank auch dem Herrn Primarius Dr. Lutman für die aufopfernde und gewissenhafte Behandlung der Verewigten. Innigsten Dank nuch der hochwflrdigen Geistlichkeit der Dom- und Stadtpfarre, dte unsere liebe Tote luf letzten Ruhe geleitet hat. Welters gilt unser Dank dem Gesangverein der Postangestellten und der BMckergchilfen für die rührenden Trauerchöru. Die Dahingeschiedene möge in teuerem Gedenken bewahrt bleiben. Maribor, Graz Ptuj, am 21. Dezember 1938. Die Heftrancmda Tochter Agnes und Enkel WEmNACHTEN kommen! Der idealste Geschenkartikel ein Heiinkinoll ♦ SchmaUilinprolektoieiit 8 und 16 mm, mit Hand-und Motorantrieb in allen Pt^eislagen: UnverblndUche Votffihrungaii i_' Bbenso auch schöne Oeschenkkassetten. Blei-kryatatllen aller Art, Zersliuber-Oamlturaii und auch einzeln. Reichste Auswahl in Puderdosen 1 Weiiinaclitsiiactilass T 11 Ivan PeÖar, Fbto*Kino*Kotmetik» Oosposka ulica 11 tuMtts Uin ju Aufttikt « Roman von Hanns Pelnholi '".Ü »So^K, sagt der Kommissar dann, »tvun muß ich Sie aber doch bitten, einmal mit mir zu kommen. Bekommen Sie keinen neuen Schreck, es handelt sich wirklich nur um eine Formsache. Aber ich möchte noch einmal mit Ihrem Bruder zusammen in Ihrer Gegenwart sprechen. Entschul-diiicn Sie mich vorerst einen Augenblick . . .« lir geht auf den Flur hinaus und sieht sich nach einer Fernsprechzelle um. Ein paar Minuten muß er warten, bis die Zelle frei ist. Dann dreht er an der Num-nicrnscheibe. Helle Sumintöne klingen an sein Ohr. Die Leitung Ist frei. Jellin wartet. Sein Gesicht nimmt einen j^cspanntcn .'\usdruck an. Es erfolgt keine .Antwort. lir i?ängr an und vergewissert sich, ob er auch die richtige Nummer gewählt hat. Aber hier steht es in seinem Notizbuch groß und deutlich: Michael Holten t)4.285. Iir schlägt das Fernsprechbuch auf und vergleicht die Nummer. Sie M'niint. Kopfschütteliii.I versucht er noch ein-liU'.l, eine Verbindunij herzustellen. Wieder ertönen die hellen Summtöne des FrL'izcichens, und wieder meidet sich nie-i""nd. Da hängt er nachdenklich den Hörer ;tn. Sein Blick geht durch die Tür, die zum Speisesaal führt. Da sitzen Karin liiid Jürgen. Er kann deutlich sehen, daß sich Freude und Hoffnung auf ihren Ge-sichlern wiederspiegelt. Wird er nun gezwungen sein, ihnen eine neue, und diesmal furchtbare Rntf'ischung zu berei- ten? Hat er sich in Michael Holten so sehr getäuscht, er, der ihn eben noch verteidigt und entschuldigt hat? Der Kommissar Jellin hat manchmal Augenblicke, wo er mit seinem Beruf höchst unzufrieden ist. Ein solcher Augenblick ist jetzt gekommen. Er nimmt noch einmal den Hörer und läßt sich mit dem Polizeipräsidium verbinden. »Hallo«, ruft er in den Apparat, »ist Hruhn noch nicht zurück? Nein? Aber er liat von unterwegs aus angerufen, daß er gleich kommt — — so, na, ich werde wohl in längstens einer Viertelstunde da sein . . .« Er geht langsam in den' Speisesaal zurück. Karin und Jürgen' sehen ihm erwartungsvoll entgegen. »Können wir gehen?« fragt Jürgen eifrig. »Sie verstehen, daß mir jetzt, wo ich allezusammenhänge kenne, unendlich viel daran Hegt, meinen Bruder zu sprechen.« jellin wagt es kaum, Jürgen anzusehen. »Es Ist leider etwas dazwischengekom men«, sagt er, »Ich bat Ihren Brucier, sich mir aur Verfügung zu halt:n — aber in seinem Hause meldet sich niemand . . .« lüißtn blickt nach Worten bc- troiffn auf Karin. Aber das Mädchen Karin schüttelt den Koi*f. »Ks meldet sich niemand/, wiederholt sie fragend, »das gibt es ni'iht. Wenn schon der Gärtner, der ja schwerhörig ist, und meist draußen Im Garten arbcit(!t, den Fernsprecher nicht hört, dann hOrt ihn aber bestimmt das Hausmädchen. Und wenn sich in dem ganzen Hause niemand meldet, dann ist etwas geschehen . . .« Sie sagt es mit solcher Gewißheit, daß Jellin davon mitgerissen wird. »Kommen Sie«, fordert er sie auf, »wir fahren sofort einmal hin .. .« • • ♦ Das Haus ist mit frischen Ziegeln bedeckt. Aus dem niedrigen Schornstein steigt leichter Rauch auf. Aus einem Zimmer klingt das leise Weinen eines Kindes. Zwischendurch hört man beruhigende Laute, die offenbar von einer alten Frau herrühren. Langsam hört das Weinen des Kindes auf. Die Bauersleute scheinen draußen auf dem Felde zu sein. Nur die Altbäuerin ist da, ein zahnloses, altes Weib mit einer seitsam gebogenen Nase. Sie sieht wahrhaftig aus wie eine alte Hexe, denkt der Kriminalsekretär Bruhn, als er den Hof betritt. Im Hoftor dreht er sich noch einmal um. Nur wenige hundert Meter weiter fließt ein Nebenarm der Elbe vorbei, und dort, hinter den lieh ten Büschen, liegt' auch das Dorf Brunshagen, zu dem diesef Hof gehört. Die Alte ist auf die Schivelle des Hauses getreten und sieht dem Fremden miß trauisch entgegen. Als er dic}it vor ihr steht, dreht sie sich um und will Im Haus verschwinden. »Ich will zu Ihnen liebe Frau«, ruft er ihr nach. Sie macht wieder Kehrt. »Der Bauer ist mit seiner Frau auf dem Felde«, sagt sie und glaubt offenbar, die Unterredung ist zu Ende. »Schadet nichts«, sagt Bruhn darauf, »ich möchte mich gern einmal mit Ihnen unterhalten.« Sie macht keine Miene, ihn zum Näher treten aufzufordern. »Ich kaufe aber nichts«, sagt sie nur, um allem vorzubeugen. Bruhn beruhigt sie. »Ich will auch nichts verkaufen«, vei-sichert er, »ich möchte Sie nur einiges fragen.« Ihr Blick ist noch immer voller Mm-trauen. »Was soll das wohl sein?« Um ihren Mund legt sich ein grämliches Lachen. »Was kann Ihnen eine alte Frau wohl erzählen?« Bruhn merkt schon, daß es nicht leicht sein wird, mit der Alten fertig zu werden. »Hier ist doch einmal vor Jahren ein Unglück auf der Elbe passiert«, beginnt er. »Es passiert viel auf der Elbe«, gibi die Alte zur Antwort. Bruhn spürt, wie eine langsame Verzweiflung in im aufsteigt. »Aber an das Unglück, das ich meine, werden Sie sich sicherlich erinnern«, sagt er mit Lammsgeduld, »ein junges Mädchen fuhr vom jenseitigen Ufer mit einem leichten Boot über die Elbe. Kurz bevor das Boot hier anlegte, schlug es um. Das junge Mädchen ertrank, und die Leiche wurde von einem jungen Mann geborgen, der vom jenseitigen Ufer aus das Unglück beobachtet hatte und nachgeschwommen war. ..« »Das soll wohl sein«, meint die Alte darauf. »Können Sie sich denn gar nicht darauf besinnen?« dringt Bruhn in sie. Die Alte kichert leise. »Natürlich«, sagt sie, »das ist doch die Geschichte, wo sie alle sagten, es sei ein Unglück geschehen . . .« »War es denn kein Unglück?« forschte Bruhn weiter. »Ein Unglück? Wie man's nimmt, Herr. Ich habe so verschiedenes gesehen. Aber ich habe der Polizei nichts gesagt, Sie hätten a zu mir kommen können, wenn sie etwas wissen wollten!« (Fortsetzung folgt.) Chcli'cdalilcur uud tüi" die Reduktion veraniworlilch; UDO KASPF.R. — I^ruck drr „Mat'ihorskB tiskarna*' In Maribor. — Für den Herausgeber uud dwi UrucU veraatworlUob Direktor STANKO D£T£LA. ^ Dcidu wobubaft in Maribor.