Nr. 118. Dinstag am 23. Mai 1885. »l, ?«,5«<5„ n.!.'.««" „sckeint mit Ausnahme der ^EW^. Instrtlonsgebllhr fili eine G°nn°ud.Spaltenzeik »it „laichn Zeitung" schein. m , ^MWW^. ober dm Raum derselben, ist filr Imalige Ein,ch°l- «A» « ss «?^ mit HrruMnd im Comptoir M^IMA^Wk Z° d^ Gebühren ist noch der Insertion«. T.emptl «^«4 iy tt ^nl'kl 6 fl Fllr die Zustellung in'S p" ^ ^' ^"^ ""^ jedesmalige Einschaltung hinzu zu W'^d ^aM 00 tr. mehr z° entrichten. Mtl ^WWUIWWM "^""' ^""' ^'' " Zeilen losten 1 fl. 90 lr. Ämtlicher Theil. 3e. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 15. Mai d. I. den Kruäc-dolcr Archimaudritcu uud Administrator der Karl-slädtcr Diözese Luciau Nicolaeuic znm griechisch-orientalischen Bischof in Karlstadt, dczichnngSwcisc PlaSty, allcrgnädigst zn ernennen gcrnht. Nichtamtlicher Theil. Laibach, 22. Mai. Die Nachricht, daß der engere Reichsrath hencr nicht mehr einberufcu werden soll, und daß nach Schluß der Session dcS GcsammtrcichsrathS die Land» tage berufen würden, wird von kompetenter Seite dcmcntirt. Wir haben ihr von vorn herein leinen Glauben geschenkt, denn in der Thronrede heißt es wortlich: „Es ist Meine Absicht, sobald die Beendigung Ihrer Aufgaben dcn Schluß dieser Sitzungsperiode herbeigeführt haben wird, den engeren Rcichs-rath in seine Wirksamkeit treten zu lassen." Anffal-lend ist, daß der Bcrliucr „Krcuzzcituug" ebenfalls der Wegfall dcö engeren Rcichsraths berichtet wird. Es läßt das vcrmntlicn, daß der Ursprung dcr Nachricht auf rcallioinnc Quellen zuiiickziiflihrcn ist. Zwischen Ocstcricich imd Prcnßcn herrscht wieder einige Spannung, Preußen stcllt nämlich, nnchdcni cS auf die Annexion verzichtet hat, in Bezug anf Schlei. wig'Holstcin noch immer Forderungen, wclchc Ocstcr-reich nicht gewähren kann nnd will, da cs dieselben alö einc Vernichtung dcr Sclbstständigkcit der Her-zogthümcr betrachtet; auch dic Wahlgcsctzfragc gibt zu neuen Differenzen Anlaß, Herr v. Bismarck hat dem öslcrr. Gesandten in Berlin erklärt, eine Umgchuug der Stände von 185)4 halte er für unmöglich, ebenso wenig könne Prcußcu die Verpflichtung übcrnchmcu, nur gemeinsam mit Oesterreich auf Grund eines im Voraus fcstzustellcudcu Programms mit dcn Stauden zu verhandeln. Preußen werde sich nicht abhalten lasscn, über seine Forderungen mit dcr Vertretung dcr Hcrzogthümer sich zu verständigen. DaS klingt so, als sei man in Berlin der Nachgiebigkeit der Stände gewiß, und doch ist wahrlich keine Aussicht vorhanden, daß man seinen Willen durchsetzt. Die bereits gebrachte Mittheilung, daß die Verhandlungen Vcgczzi's in Stockung gerathen seien, wird durch das Telegramm, daß Graf Ncval die Vcr-Handlungen fortsetzen werde, bestätigt. Graf Ncual, ein eifriger Gegner dcr Eauour'schcu Politik, wird nämlich anf durchaus veränderter Basis verhandeln, so daß die Ncgozialioucn einen ganz anderen Charakter erhalten uud als neue zn betrachten sind. Die neuesten New «Yorker Berichte melden, daß Präsident Johnson cincn ersten Schritt gethan hat, um Frankreich imd England daran zu criuncru, daß die Koufodcrirtcu aufzuhören haben, von diesen Mächten als Kricgfuhrcudc augcschcn zu werden. Französische uud cuglischc Schiffe werden in den Häscn dcr Union uicht mchr gcduldct, bis die Abcrkeuuuug dcr dcn Kon» födcrirtcn zucrkauutcu Eigenschaft einer kriegführende», Macht seitens dcr iiabiuctc dcr Tuilcricu uud von Saiut James erfolgt sciu wird. Es liegt auf dcr b""d, daß KouMc zur Scc mmmchr schr leicht cut-slcheu können, namentlich wcun die wcgcu dieser Au-Nklcgcuhcit neulich von Palmcrstou uud Rüssel im Parlamente abgegebenen frivolen Erklärungen bekannt geworden sein wcrdcu. Dic Ncw.'))orkcr Telegramme vom N. bestall-N"' auch, daß allenthalben in der Union Bureaux für dlc Emigration nach Mexiko crösfnct wcrdcu. Dic Auswanderung über dcn Rio Grande wild voraus-jlchtlich bluucn kurzer Zcit iu Massm erfolgen. WaS das für Frankreich zu bcdcutcn hat, bedarf keiner Er< klärung. Dic Nachrichten ans Mexiko versprechen höchst interessant zn werden. Auf außcrordeutlichem Wege soll in Frankfurt die Nachricht cingctroffeu sein, Jefferson Davis sei gefangen worden. Wc„n er sich, wie dic letzten Nachrichten besagten, wirtlich erst in Zortvillc (Snd-Ea-rolina) befand, so war vorauszuschcu, daß die Ncitcr Stoucmau's ihu erreichen würden, bevor er über dcu Mississippi setzen tonnutc. 66. Sitzung dcs AligMnctenlMscg vom 20. Mai. Auf der Ministerbanl: Mcnsdorff, Schmcrliug, Lasscr, Plcuer, Hciu, Burger, Frank, Scttiouöchcf v. Kalchbcrg, SettiouHchcf v. Hock, Scktiousrath im Haudclslniuistcrium v. Parniculicr. Nach Vorlesung dcs Protokolls und Milthcilnug dcr Einlaufe wird zur Fortsetzung dcr Dcbaltc über dcn östcrrcichisch-prcnßischcn Handelsvertrag geschritten. Abg. Herbst ergreift das Wort zu ciucr that-sächlichcu Berichtiguug der gestern von dem Regie-ruugSucrtretcr augcführtcu Ziffern dcS Exports Ocstcr-rcichs nach dem Zollverein an Fcldfrüchlcu, welche mit dcu ossizicllci!^ AllSwcifc» dcr lcHtcn Jahre scit 1^60 »ich! l'il'l.'l'c!!!slill!!!>cii solle». Scllion^chcf Ficihrrl- v. Hock bcnicrkt, cr habc dic bcl,cffc„dcn Ziffern nicht scll'st zusannuenciestcllt, soudciu dicsc Zusauimciiftcllung von einem Beamlcii machen lasscu. Die Anführungen Herbst's überzeugen ihn nicht, er werde jedenfalls noch im Laufe der Sitzuug iu der Lage sein, darüber die verläßlichsten Anfklärnngcn zu gcbcu uud die Ziffern richtig zn stellen. Abg. Giskra betont eingangs seiner Rede die Wichtigkeit dcr Verhandlung, welche cr weit über die Verhandlnug dcö Budgets stellt. Wenige politische Augclcgcnhc'ilcn hättcu diese Tragweite. Er habe dcu Muth gcgcu dcu Vertrag zn sprechen auf dic Gefahr hiu, zu jcucu Egoistcu gezählt zu wcrdcu, welche im eigenen Interesse gegen dcn Vertrag sprechen. Nicht wcil einzelne Iudnstlicn, hcißcn sie Eisen odcr Glas, nntcr dem Vertrage leiden können, sondern wcil er dcn ganzen wirlhschaftlichcn Organismus dcö Staate« gefährdet sieht, spreche er für die Verwerfung des Vertrages. Wäre die Frage eiuc politische odcr eiuc Frage des Fortschrittes, dcmn wäre nicht jeuc Zcr-splittcruug dcr Opposition eingetreten, wie sic sich kundgibt. Die ganze Frage sei unr einc Intercsscn-frage uud iu fciucn Ansläufern die Frage dcr gc-sanimteu Stülltsiutcrcsscu, dcr Wohlfahrt, der Gc-sittung. Dcr Vertrag sei die Inauguriruug ciucS neuen wirtschaftlichen SystciuS nnd präjndizire dem Tarife. Wenn es auch freistehe, anderen Staaten gegenüber Diffcrenzialzöllc aufzustellen, so habe doch ciu Rcgicrnngövcrtrctcr im Ansschussc crklärt, daß die Regierung gesonnen sei, die Sätze dcS Vertrages auch anf andere Staaten ausdehnen zu wollcu. Redner bespricht die prinzipielle Scitc der Frage, ob Schutz, zoll, ob Frcihaudcl. Zur Sluudc habe gar lein Staat dic Grundsätze des Freihandels vollkommen bei sich cingcführt. Audcrc Staatcu habcn crst. wcun dic heimische Industrie so stark war, daß sie uicht nothwcudig halte, in dcr Defensive zu bleiben, son> dcrn iu dic Offcusivc übergehen konnte, ihre Schranken fallen lasscn. Nnr dic Wohlfahrt cincS Landes schaffe Kraft uud ProdnkliouSfähiglcit, Ziuilisatiou und Humauität. Abcr Staatcu rein agrilolcr Natur erreichen dicsc Ziclc nicht. Die Agrikultur wisse cS. um wie viel ihre Ergebnisse im Wcrthc gcstiegcu, scit die Industrie fortgeschritten. Er weist auf Zuckerrübe. Oelsaat, Schafwolle :e. hin, welche im ^audc vcr» arbeitet werden. England habe dic Patcntslcucr, welche dcn cinzclucll IudustrieUcli zu schützen im Stande ist, Frankreich habe fur gewisse Industrien Prohibition. Preußen habc durch Prohibitionen sich eine Industrie geschaffen, indem cS dem Beispiele Englands uud Fraulrcichö folgt. Redner vergleicht die Industrie mit dem Kinde, das man schützen muß, crst dcr Maun kann dem Kampfe dcs Lebens preisgegeben werden, wer das hilfslofc Kind preisgibt, dcn ziehe das Gesetz zur Rechenschaft. In eine Betrachtung der Schaffwoll-indnstric übergehend, welche namentlich in dcr Stadt florirc, die cr vertrete (Bravo), sagt Redner, sie habe dort jene Vollkommenheit erreicht, die cs ihr möglich macht, mit dcr ganzcu Well zu lonkurrirm. Sie erstarkte durch dcn Schutz, dcu ihr das Agio gewährte, so das; sie heute wirklich dcn Schutzzoll nicht bedarf; ein ähnliches Verhältniß herrsche bei der Zuckciindustric, wclchc auch mit der gauzen Wclt werde tonlurrircn töuucu, wenn man sie nicht vorzeitig ruiuirt. Audcrerscits sei die Scivcuindustric durch ciu falsches Zollsystem zu Grunde gerichtet worden. Scit I8l)3 habe sich die Zahl dcr Fabriken, dcr Arbeiter und der Löhne dieser Industriezweige bcdeutcud verringert. Dieß zcigc, daß bei solchen Fragen Priuzipicn nicht entscheiden können. DaS kleine Mähren liefere nach Deckung seiner Vermal-tungslostcn ciucn Uebel schuß von 13 Millionen an dcn Staat, c6 bcdlilfe, cS brauche leine Zuschüsse zu feme»» Grnlidcnllastlmgofond, vielmehr ist dieser ein mehrfacher Gläubiger dcö StaaleS. DaS ist ein Bündchen, wo die Industrie blüht, hingegen sind die reinen Agrilnlturländer meist passiv, cr mache ihnen keinen Vorwurf daraus, sondern lonstatire dic Thatsache. Er verwahre sich dagegen, jür einen Hoch-schntzzöllncr gehalten zu werden, verlange abcr, daß die Industrie jcncu Schutz erhalte, dcr zn ihrer Existenz uolhwcudig ist. Auch er ist von dcr Nothwendigkeit ciucr Zollrcform überzeugt, aber deßhalb müsse mau die Verhandlung dcS Vertrages nicht überstürzen. Die Ratifikatiouöfrist wcrdc jedenfalls ab-laufcu und verlängert werden müssen. Der Abg. Michaelis in Berlin warte mit dcr Vorlage seines Berichtes über dcn Vertrag, bis das österreichische Abgeordnetenhaus sich ausgesprochen, uud wie cr aus Berliner offiziellen Berichten entnehme, wcrdc dort auch in, Laufe dcr nächstcu Wochc der Vertrag nicht unf die Tagesordnung des Abgeordnetenhauses kommen. Redner wendet sich gegen Jene, wclchc sagen, man müssc die große Menge von Konsumenten gegen das kleine Häuflein von Produzenten schützen nnd frägt, ob cS besser sei, daß Jemand, der drei Baumwoll-hcmdcn jährlich laufe, 18 lr. erspare und daß dagegen die Baumwollindustric zn Grunde gerichtet werde, wclchc so große Summcu dem Staate zahlt und eine so große Zahl von Arbeitern beschäftigt. AchnlicheS führt Rcdncr von deren Industriezweigen un und fragt, wcr dcuu positiv sagc, dicscr odrr jcncr Satz dcö Vertrages wcrdc dicsc odcr jcuc Konsequenz habcn? Bci uiclcn minder wichtigen Fragcn habe man Enqueten zusammcnbcrnfcn, um grüudlich die bctref-fcndcn Fragcn zu erörtern, nur als es sich um eine wirthschaftlichc Umwälzung handelte, war man gegen die Vernehmung von Sachverständigen. Gcgcn die Auöführnngcn dcs RcgicrungövcrtrclcrS polemisircnd, sagt Rcdncr, dic von ihm crwähutc Herabsetzung dcS ZollcS für Wein von 0 Thaler auf 4 sei keine Begünstigung, da erfahrcue Wcinproduzcutcn versichern, 4 Thaler sci für sie ebensogut Prohibition wie C» Thaler. In dcr weiteren Kritik dcs Vertrages stimmt Redner in sciucu Ansichlcu mit dcncn des Dr. Herbst vollkommen übcrciu. namcullich waö die Grenzvcr« kchrcrlcichtcruugrn betrifft, cr wissc dem NegicrnngS-vcrlrctcr übrigens Dank dafür, daß er die Ansicht Hcrbst'S, die Grcuzvcrkehrerlcichtcrung stehe mit dcm Vertrag in lcincm Kausalnexus, bestätigte. Sie würden fortbestehen, wenn auch der Vcrtrag uicht zu Stande kommt. In breiter Ausführung sucht Redner den 473 Beweis zu führen, daß daS Nppreturverfahren dem Staate keine Vortheile, sondern vielmehr eine Menge Nachtheile bringe und wesentlich die Zollkassen beschädige. Das Apprcturverfahren sei nichts, als eine legale Form für den Schmuggel. — Was das Zoll-cartel betrifft, liest Redner eine Aeußerung des Baron Hock in der „Ocstcrrcichischen Revue" vor, wo dieser selbst sagt, dcr ausgebildete RcchtSsinn der Staaten verlange und bringe es mit sich, daß Staaten, welche auch leine Zollcinigung anzustreben im Sinne haben, solche Zollcartelle abschließen. Den Artilel XXV hält Redner für bedeutungslos und für einen Köder, um den Vertrag in dem Abgcordnetenhause dnrchzubringcn. Redner sieht in Folge der Annahme dcs Vertrages nur Ruinen von Fabriken und leere StcucrlassM. Abg. Pummercr: Eeit dem Fcbruarvcrtrag vom Jahre 185Z habe die Industrie einen bedcu-tcndcu Aufschwung genommen, das zeige, daß daS Verlassen dcs Schutzzollsystems auf die Industrie keinen so nachthciligen Einfluß genommen haben müsse, als man glauben machen will, vielmehr sehe man, daß dics anf die Industrie wohlthätig und belebend wirkte. Man schc sich nur ein wenig in Wien um und betrachte die Neubauten dcr Industriellen, man werde da Häuser von Metall, Eisen, Zucker, Zündhölzcl, Glas u. s. w. finden. (Große Heitertcit.) DaS spreche aber nicht für den Nnin dcr Industrie. An der Hand statistischer Daten weist Redner nach, daß seit 1853 der Export in allen Erzeugnissen bedeutend zugcnom-men hat. Im Jahre 1863 habe der Export den Import bereits um 149 Millionen überstiegen. Nur dci Kolonialwaaren, Südfrüchten, Tabat, Thieren, fette Oelc, Arzneien, Garnen :c. habe dcr Import den Ex?ort lim beiläufig 78 Millionen übertroffcn. Daraus zeige sich, daß nur bei Rohstoffen uud Halb» fabrilatcn dcr Import größer sei als dcr Export, er könne dahcr die Besorgnisse dcr Industrie nicht theilen, da dic Erfahrung überdies gelehrt hat, daß bei jeder Zolländcrung die Angst und das Lamento überlaut werde. Es freue ihn, daß ein Kollcga, ein Industrieller, gestern die Industrie mit einem jungen Manne ver-glichen hatte, daß ein Industrieller selbst das Wort ergriff, um dcr ewigen Selbstoertleinerung unserer Industrie entgegenzutreten. Er stimme für den Ver-trag, weil in demselben ein entschiedener Fortschritt gegenüber dem Februaruertrage ist und weil dadurch den Gelüsten nach höheren Schutzzöllen für immer ein Ricgcl vorgeschoben werde. (Bravo! — Schluß der Debatte wird angetragen und angenommen.) Dic Sitzung wird zum Behufe dcr Wahl von Gencralrcducrn unterbrochen. (Als Redner waren noch eingeschrieben. Gegen den Vertiag: Tomau, Bcrgcr, Ingram, Steffens, Äachofcn, Riese-Stallburg, Fru« schancr, Mendc, Rygcr; für den Vertrag: Eugen KinSly, Rcchbauer, Brinz, Mühlfcld, Paulratz, Hanisch.) Als Gcncralrcdner wurden gewählt gegen den Vertrag Abg. Rygcr, für denselben Abg. Eugen KinSly. Abg. Ryger bekennt sich im Prinzipe als Freihändler, benutzt dic Gelegenheit zu einer theoretischen Alihmidlung über Schutzzoll, Freihandel, Finanzzoll:c. und frägt, ob der vorgelegte ZolltarifSeutwurf und der Vertrag zu unseren Kapitals« und Steuervcrhält-inssen passc? Bei der großen Unklarheit dcr Sache lönnc Niemand mit Bestimmtheit ein Votum abgeben, nnd wer für den Vertrag stimmt, gebe der Regierung damit cin Vertrauensvotum. Er habe von seinem Standpunkt daS vollste Vertrauen znr Regierung, aber Ziffcrsachcn lönncn nicht leicht Sache deS Ver-trauens scin, da sei die Arithmetik maßgebend. Redner weist darauf hin, daß die Einberufung der lranSlei» lhanischcn Landtage bevorstehe, man sollte diese ab-warten, bevor man überhaupt au eine Zollreform gehe. Den großen Export während der letzten Jahre findet Redner allein in dem hohen Agio begründet und fürchtet, mit dem Schwinden desselben auch den Ruin dcs Exports. Die Vortheile, lvclche der Vertrag den Kosumcutcu bictcu soll, fei nicht klar geworden, und auch deßhalb sei es bedenklich ohue wcitcrs dcn Vertrag auzunchmcn. Die politische Seile dcr Frage beleuchtend, nennt Ncdncr den Vertrag einen Judas-pfennig von Scitc Preußens; er ziehe die Politik dcr frcicn Hand V2r. Oesterreich sei groß gcung, um ciu s-lbstständigcs Zollsystem festzuhalten und selbst seinen Zolltarif festzusetzen. Er befürwortet die Annahme bcS Antrags Wintcrstcin. Sektionschcf Frciherr v. H o ck ergreift das Wort, nm Aufklärungen über dic von Herbst Anfangs der Sitzung gemachte Äcrichtignng zu geben. Die Differenz zwischen seinen Angaben und denen dcS Abg. Herbst rühre dahcr, daß er seine Angaben über den Import in dcn Zollverein dem Ausweise dcS Zoll« vereins cutuommen habe, während Dr. Herbst seine Zisser dcm österreichischen Ausweise entnahm. Daß diese nicht vollkommen stimmen sei selbstverständlich; -r sci übrigens bereit, diese authentischen Ausweise auf dcn Tisch des Hauses niederzulegen. Er benutze iibrigcus die Gelegenheit, um dem Hause mitzutheilen, daß, da die Debatte ihm gegenüber eine schr person« lichc Wendung genommen, cr dcn Finanzministcr er. sucht habe, dic Vertretung des Vertrags weiter zu führen. WaS die persönlichen Angriffe betrifft, so wolle er sich eines Vergleiches bedienen. Zu cincm Gelehrten, dcr in seinen Studien vertieft war, kam Jemand, dcr für Arme sammelte. Der Gelehrte gab ihm eine Ohrfeige. „Das ist für mich", sagte der Sammler, „was ist für meine Armen?" — Dcr Sammler bin ich, der Arme ist Oesterreich und scinc Wohlfahrt. Präsident: Es ist von Sr. Exzellenz angegeben worden, daß die persönlichen Angriffe denselben veranlassen, das Wort nicht weiter zu nehmen. Ich kann das nur lebhaft bedauern uud bedauere ebenso, daß ich endlich das Schweigen brechen uud die Erklärung auf das Bestimmteste abgebe« muß, daß die Art, in welcher so häufig die Verhandlung cinen per» sönlichen Charakter annimmt, wenn sie sich auch dem direkten Ordnungsruf entzieht, höchst bedauerlich ist, und die Wirtuug für die Verhandlungen dcS hohcn Hauses nach allen Seiten hin gewiß leine günstige sein kann, daß ich nun auf daS Entschiedenste denn Wunsch auSspreche, mau möchte sich strenge an die Sache und ferne von den Personen halten. (Bravo, sehr gut!) Abg. Eugen KinSly (Generalrcdner für die Annahme) bemerkt, die Aufgabe des Abgeordneten tonne nicht darin bestehen, cin partikulares Interesse zu vertreten, er bemerke dieß gegenüber den Wählern. Der Abgeordnete vertrete nnr Reichsintcressen, nur von diesem Standpunkte dürfe scin Volum fallcu. (Bravo!) Es handle sich gegenwärtig nicht um In< dustrielle und Grundbesitzer als Gegensatz, es handle sich nur um dcn Gegensatz zwischen protegirtcr und nicht protcgirter Produktion. Dcn Beweis dafür finde man darin, daß auch Grundbesitzer auf Scite dcs höhcrcu Schutzes stehen. Das Verhältniß zwischen protcgirtcr uno nicht protegillcr Produttion sci nichts als daS Verhältniß dcr Verzchrungsstcuer. Darin bestehe wesentlich dcr Schutz. Die Produttiou bestehe in dcr Erhöhung dcs Preises der betreffenden Artikel. Er wollc nicht sagcn, man solle dcr Industrie dcn mäßigen Schutz, reu sie genießt, heute auf eiumal cnlzichcn, davon sci abcr auch in dem Vertrage nicht dic Nedc. Dieser sci nur dic Aufrcchthaltung des gcgcu-wärligeu Zustandes, uud er müsse dcm Ncdncr widersprechen, dcr in dcmsclbcn eiuc Wcndnng gcschcn hat, eine Wendung licgc vielmehr in dcr Nichtan-nähme, denn es sci Icdcm tlar, daß mit dcr Ablehnung dcs Vertrages auch die Erhöhung des Zolle« gegeben sci. (Schr richtig!) Man dcnlc sich nun die Folgen davon auf die uliprotegirtc Prudultion, und da müsse er betonen, wcnn man dcr GesammtreichS« rath scin wollc, müsse man auch die Interessen Derjenigen vertreten, die nicht anwcscnd sind. (Sehr richtig !) Man sagte, ivir löimen dcn Tarif autonom vcr» fassen, das wäre nur möglich, wen» dic gauze Wclt Freihändler uud uur wir im Zustande dcr chiucsischcn Maucr wärcn; dic Anto»omic könnte selbstverständlich auch dann nur im Abtragen dcr chinesischen Maucr bestehen. So abcr müssen wir Verträge schließen, weil die ganze Wclt nns noch Zollnachlüssc zu bictcn hat. Dcr Berichterstatter dcr Minorität sagte, man dürfe jetzt nichts ändern, weil die Industrie daruiederlicgt. DaS sci wohl wahr, abcr dieselben Verhältnisse wirken auch auf die ganzc unprolegirte Produktion, nnd da dicfcr Thcil der Produtlion dcr unendlich größere ist, scheine ihm daS Argument auch nicht stichhältig. (Sehr gut!) Daß die Industrie den ihr gewährten Schntz vclmchrcn will, sei in dcr Natur des Menschen begründet. Gut ist gut, aber bcsscr ist besser. (Heiterkeit.) Aber wenn die erste Aufregung vorüber sein werde, werde sich zeigen, daß dcr Streit zwischen den Parteien wohl lein so hitziger sei als zwischen den Auwältei'. (Heitcrlcit, sehr gut!) Man habe dcr Ncgicrung dcn Vorwnrf gemacht, daß sic alle Freiheiten vcrwcigcre, nur die Handels» frcihcit wollc sic geben. Wcnn die Bevölkerung sich für alle Freiheiten für reif hält, warum sie sich gcradc nicht für befähigt hall frci zu verkaufen, frci zu schmic< dcn, frci zu wcbcn. (Hcitcrlcit.) Man habc daranf hingewiesen, daß England im vorigen Jahre mit <^(1 Millionen passiv geblieben sci, trotzdem sci dcm dortigen Finanzministcr dcr, wcnn auch erfreuliche Ncchnungöschlcr unterlaufen, dic Stcucrn, welche direkt das Nachscu des Wohlstandes bcwciscn um 38 Mill, zu uicdrig auzuschlagcn. (Schr gut!) Man hat Amc» rika angeführt, wclchcS Schutzzölle habc, dort betragen abcr dic Zöllc nach dcin lctzcn Answcis '„ dcs gesammtcn Einlommcns uud cin Zoll, dcr so hoch sci, scl cbcn kcin Schutzzoll mehr, soudcrn ciu Fluanzzoll. Was dcn Vertrag selbst anbelangt, so habc man gänzlich unterlassen zu bcwciscn, wclchcS dic Vortheile dcr Ablehnung sind, (Sehr gut!) mit Ausnahme cincS Abgeordneten auS Stcicrmarl, welcher sagte, die Folge werde ciuc Erhöhung dcr Zöllc scin. Darin licgc allerdings die Wendung und Umkehr, wclchc die Gcg« ncr wünschen. (Heiterkeit.) Anf daS politische Gcbict übergehend bcmcrkt Ncdncr, cS stchc fcst, daß für Oesterreich die Sympathien Deutschlands - cr, dcr Slavc, sage es (Heiterkeit) vom höchsten Werthe sind. Dicse Sympathien würden wir nns abcr namentlich in Süddeutsch-land verscherzen, wcnn wir auch dicscS letzte Pförtlein dcn Süddeutschen vor dcr Nase zuschlagen. Er be-mcrle da, daß daS Haus dic Politik dcr Regierung Deutschland gegenüber uicht entsprechend gefunden habc uud daß ciu ungeheuerer Unterschied darin liege, ob bloß die Regierung oder dic Volksvertretung cS ist, wclchcs dieses Geschäft macht. (Schr gut!) Wenn auch unscr Verhältniß zn Preußen nicht das einer voll-ständigen Harmonic ist, so licgc doch lcin Grund vor, cs noch schlechter zu machcu, das würde abcr darin licgcn, wcnn man dcn Vertrag ablehnt. Die Entwickelung des volkswirtschaftlichen Lebens würde unS übrigens auch iu Prcußcu Sympalhicu verschaffe», welche mit der Zcit das Verhältniß bcsscrn können. Er halte die Annahme für cincn Schritt auf die rich-tige Bahn. Redner verliest hierauf ciuc Stelle aus einem Berichte der Wiener Handelskammer über das Appre-turöverfahren, in welchem gesagt wird, erst scit dem Fedruaruertrag seien unsere Diuckfabrilcn aufgeblüht uud hiilteu sich vervollkommnet. Auch dcr Konsum hätte sich scit dcr Zeit vermehrt und auf daS Ansuchen hinter dem Februarvertrag, dcr das AppretnrSverfah» rcn gestattet, zurückzugehen, sci nicht motivirt. (Hört!) Dcr Vertrag enthalte noch mehrere Vortheile. Er verweise anf die Glasindustrie, diese ist in Oesterreich sehr bedeutend, nnd wenn der Vertrag nicht angcnom. inen wird, so werde dcr Zoll auf fciuc Glaswaaren, wclchc cin Hauptartikel unseres Exportes sind, um 5>0 pEt. erhöht werden. An dicscr Industrie zeige sich, wie einc Industrie die andere unterstützt, wenn ihncn die frcic Bcwcgung gestattet ist. (Sehr gut!) So habe im Jahre 18«^ die Ausfuhr an Gluowaaren nahczu die Hälfte dcr gcsammtcn Banmwollc bczahll, dic nuscrc Iuousttic ueraibcitct hat. Er löuuc nur damit schließen, daß cr die Annahme deS Vertrages auf das Wärmste cmpfchlc. (Beifall.) (Schluß folgt.) Uusland. Köln, 19. Mai. Dic „Köln. Ztg." vcsijff"'t-licht cine Analyse dcr Herrn v. Bismarck ilbcmichtcn Denkschrift deS Erbprinzen v. Augustenliurg. D" Denkschrift datirt vom :il. Milrz. Dic prcllßischcn Forderungen, insoweit sic dic Errlchlnng von yiendS-bürg als Bundcsfcstuug, Tcriitorial'Abtrclungcn lällgS dcs Nord'Ostsce-Kanals und dcn Beitritt zum Zoll-vcrcin betreffen, wcrdcn für annehmbar, dic Forderungen in Bctrcsf dcr Verschmelzung von Post« und Tclcgraphcuwcscn wcrdcn für unannehmbar erklärt. DaS Vand sci hinsichtlich der Truppcnucrlc^mg außer-halb dcs ^andcS uud dcS dcm Könige von Preußen zn leistenden Fahneneides unversöhnlich; indeß sci unter Umständen das Prinzip dcr von Prcußcn mit Ko-bnrg abgeschlossenen Militär - Konvention immcrhi» auch auf die Herzogthümcr anwendbar. Dic Vcr< schmclzung dcr maritimen Kräfte betrachte dcr Hrr< zog als für bcidc Theile nutzbringend. Bezüglich dcs Zollvereins und Verkehrswesens sci cinc finanzielle Bcnachthciligung dcr Hcrzogthümcr abzuwehren, dit Kriegskosten zu ermäßigen. Die definitive Ordnnna dcr Frage der Herzogthümcr durch die RcgicrnngS' Uebernahme seitens deS Erbprinzen sci sclbstvcrständ' lichc Grundbedingung, denn lcinc ^andcsvcrtrctnng wcrbc das Provisorinm iu dcr ncnen Phase ancrkcn« ncn. Schließlich bcdaucrt die Denkschrift die fehlende Einigkeit der Großmächte; dcr Erbprinz wolle übri» gcnö die Interessen Preußens aufrichtig garaulircn. Nach Berichten auS Turin herrscht in Italic« cine uugchcuere Regsamkeit bei allen Parteien. Dcr Gesundheitszustand des Königs, sowie jcncr dcs Krön« priuzcn soll zu Besorgnissen Anlaß gcbcn. Paris, 18. Mai. Die bcschlcnnigtc Rücklchl dcs Kaiscrö aus Algicr hat uicht so schr iu der st' zialcn Krise ihren Grund, die durch dic ArbcitsciN' stcllungcn der verschiedensten Gcwcrbc hervorgcruft" wild, als iu dcn Nachrichten, die ans Mexiko her' über kommen, letztere sind zwar noch nicht ihre»" vollen Inhalte nach bekannt, abcr was darübcr ver' lautet, reicht hin, .:m zn alarmircn. Wic cs heiß«, ist bcrcits ein StaatSrath mit wichtige,! Dcprschc" des MarschallS Bazainc an dcn Kaiser nach Ora>i al'ge-gangen, und iu dcm Kriegsministerium '""^" /„s,, bcrcituugcn getroffen, nm größere Truppe"""!'"' """1 Amerika abgehen lassen zu können. Au« «°n»°... 15, M°i. ,^«i« »«" ^ Nem-s,,,,« »,,5 auf Richmond selbst zmucksuhlt. AM hicr anf außergewöhnliche We d Nach ch7cin die Washingtoner Behörden Men EvideVz für die KompliM von Icsftr o« Davis uud Konsorten erlangt, und cS scl beabstchllgt, auf dic Einfaugung dieser Häupter dcS AnfstandcS 473 eiucn Preis zn setze», wie cs gegenüber dm« Mörder Booth geschehen war. Dic heule angelangten weiteren Mittheilungen aus Amerika enthalten min mancherlei überraschende EntlMnugcn. Ans den bisher angestellten 'Nachfor» schungcu hat sich, wie der gcwohulich gnt informirte „Washington Republican" sagt, klar ergcbcu, nnd dcr uolll^mmcuc Beweis dafür wird in dem offiziellen Bericht geliefert werden, dasi die Vootli'schc Vcr-schwörung allerdings ihrc Verzweigungen nach Montreal mid nach der Hauptstadt von Virginien hin halle. Dcr ursprüngliche Plan scheint dcr einer Entführung des Präsidenten mid der anderen hervorragenden Mitglieder dcr R^icrung gewesen zn sein; für dcn Noth. fall war jctwch auch damals schon die Ermordung festgesetzt. Lincoln, dcr damalige Vizepräsident Ham» lin, General Graut, dcr Sprecher des Repräscutan-tenhauscs n. s. w. n. s. w., waren Me zur Abfcm-gnug oder Hinschlachtnng nuscrschcu. Dic Vcrschwörcr waren dabei mit einer umfassenden Klugheit und zugleich mit ciucr Teufelei zn Wcrlc gegangen, wie man sie sonst nnr in Schanderromaucn geschildert findet. So unglanblich cs scheint, so ist cö, den öden erwähnten Angaben zufolge, doch vollkommen wahr, daß in dcr Stadt Washington selbst bereits ein Haus aufgefunden wurde, in dessen K'cllcrräumcn man ein förmliches Gefängniß, mit dickstem Mauer-werl, eingerichtet fand — cm Gefängniß, in welchem auch Ketten, Handschellen, lurz alle Erforder. nissc ciucs Kerlers nicht fehlen. Dicscr nutcrirdische, noch dazu minirte Raum, der jcdcn Augenblick in die Lnft gcsprcugt werden louulc, war allen Anzeichen nach dazn bestimmt, im Falle dcr Noth die heimlich übcrfallcncn, gewedelten nnd weggeführten NegicrungS-Mitglieder zu beherbergen, bis zn dcm Augenblick, wo man sie „nach dcm Süden hinunter" schaffen lonnc! Die Eigenthümern, des Hauses ist eine gewisse Mrs. Grccuc. . . . Und man vermuthet, daß cS in Washington noch mchr solcher Häuser gcbc! . . . Dahin war die Chcualcrie der Sklavenhalter« Partei gekommen, daß sie heimliche Verließe für ihrc politischen Gegner hatte errichten lassen. Die grauenvoll dramatische Artistil, mit welcher dieß Komplot in allen seinen Einzelheiten angelegt war, ergibt sich unter Anderem aus dcm jetzt erwiesenen Umstand, daß etwa eine Viertelstunde vor der Hinschlachtung Lincoln's cine Stimme im Theater gehört wurde, dic mit vernehmlichem Tone sagte: „Neun Uhr fimfuudvierzig Miuntcn!" Dieß Wort wurdc wcitergctragcu, nnd eö entstand eiuc Bewe.. nuna. „Nc»n Uhr fiiüfzig Minulcu.'" saglc eine Stimme bald uachhcr, m,d wicdcr guin das Wort weiter. Wcnigc Angcndlicle darauf eitönte cin Schllß — der Mörder sprang anf die Buhne, schwang das Messer nntcr dcm Ruf: „8ie ^MM- tzrcunii«!" und verschwand hinter dcn Coulissen. . . . Festgestellt ist jetzt auch, daß dic Coulissen, durch welche Booth zum AuSgaug gelangte, wo er scin Pferd bcslicg, an jenem Mcnde so arrangirt waren, daß er leicht hinauseilen konnte, während sonst auf jeuer Seile die Bühnenwändc so ineinander verschoben sind, daß sie laum einen Durchgang gestatten. Fünfzehn Miunten nach dcr Mordthat im Ford'» schcn Theater fand mau alle Tclcgraphendrähtc um Washington durchschnitten! Ein einziger, nur der Regierung zur Beifügung stehender geheimer Draht blieb unversehrt, mit Hilfe dieses konnte die Nachricht nach dcn Forts in dcr Nähe von Washington telegraphirt werden. Mit einem Worte, die Vorbereitungen waren so lomplct, als sie nnr scin konnten. Auch wäre Booth selbst ohne Zweifel nach dcm Sü. dcn entkommen, wenn er nicht durch Zufall sich mit dem Sporn in die vor dcr Präsideutcn-Loge hängende Unionsftaggc, in daS Symbol der Freiheit, verwickelt und durch den Sturz dcn Fuß verletzt hätte, was ihn auf dcr Flucht zum Anhalten zwang. Bukarest, 19. Mai. Ein Bericht des Finanz-minislcrS an dcn Ministcrtouseil stellt das Deficit für das vergangene Jahr mit 28 Millionen, für daS lan-fendc Jahr mit 21 Millionen heraus. Mal- und ProvinM-Nachrichlcn. Laibach, 23. Mai. Die Vorbereitungen für dic am 30. d. M. hier stallfiudcudc Fahncuwcihc des Regiments von Gcrstucr Nr. 8 sind dcrcilö im Gange; dic Feierlichkeit findet auf dcm Platzc vor dcr St. Pctcrs-Kaserne Statt. 177 dielen Lcscrll dürfte dic Mitthciluug interessant ^,"''. daß dic ruhmreiche Geschichte dcö Regiments . '" die Zcitcu dcS dreißigjährigen Krieges zurück, "lcht, indem cs mit Kaiser Fcrdiuands ,Il. Gcuch-Nl'guug vom 30. März 1630 nach Wallcustcins Wci-lllng vom Grafen Heinrich von Holk errichtet wurde ""d llutcr diesem im WallcnsteiuS Hcerc die blutigen ^o'beru jenes Krieges sich errang. Schiller, der in ttmcm „Wallcnstcins Lager" zwci Jäger dcs Hol!'- schcn Regiments auflrctcn läßt, legt ihnen Worte in den Mund, welche den damaligen Geist des tapferen Regimentes bezeichnen. Und dcr Geist dcr Tapferkeit ist stets derselbe geblieben. ^ Die Gemälde - Ausstellung in dcn Casino-Lolalitätcn wird, wie uns mitgetheilt wird, um mehrere ans Graz nachgeschickte Bilder vermehrt wer-den. Gestern haben ungefähr 60 Personen die AuS-stcllung besucht. — Die nächsten Sonntag stattfindende Sänger-fahrt dcs Männerchors dcr philharm. Gesellschaft dürfte eine recht interessante werden. Abfahrt und Rückkehr geschehen mit dem gemischten Zngc; mclc Mitglieder des Vereins haben schon ihre Betheiligung zugesagt, so daß es ciuc ziemlich große Gcsclljchaft von Herren und Damen sein wird, die in Littai und auf dcm lomantisch gelegenen Wagcnsberg einen Tag sommers, ifchc genießen wird. s. .'^ ,3" Mä'imcrgcsaugsucrein in Gotischer vcr-an taltct Dounerslng dcn 20 d M. eine Süngcrfahrt auf dcu Ortcucggcr Bcrg; Vcwcis dafür, wie rasch und gcdcchlich der ncugcgründete Verein sich cnt. wickelt hat. — Aus Heiligen blut, 20. Mai, wird gc< schrieben: Vor ciuigcn Tagen wurde im Großglockncr For,tc von einem Iä^cr ein junger Manu in ciucm wahrhaft dejammeruswcrlhcn Zustande aufgefunden. Derselbe war ciu Tunrist Namens August Bcttin, Sohn cines Hofrathcs in Berlin, welcher vor un-gcführ acht Tagen den Großalockucr ohne Führer be-stclgcn wollte. In der Nähe ciuer Holzhaucrhnttc stürzte er von einem Felsen herab, brach sich den rcch. ten Fuv nud blieb, nach seiner Aussage, bis gegen Abend vcnuuuugslos liegen worauf er sich uutcr un-säglichcn Schmerzen in die erwähnte Hüttc schleppte. Dort brachte dcr jnngc Manu, durch Schnee vor dem Verdursten gesichert, oh„c die gcringstc Nahrung volle sechs ^agc zu, nnd war bereits dcm Tode nahe, als cr durch einen glücklichen Zufall vou dcm crwähu. ten Jäger gefunden und auf dcsfcu Veranlassung hier nach Heiligenblut übertragen wnrde. Freitag ist dessen Vater auf telegraphischem Wege auS Berlin dahin gerufen worden, an sciucm Aufkommen wird jedoch gezweifelt. ' (Theater.) Die gestrige Aufführung dcS Find-eiscn ichcn Stückes ,.Pku, und Zufall" hat die Erwar. tungcn des Publikums unbefriedigt gelassen; einmal, well daS Stück sich alö lein bcsoudcrs intcressantes zcigtc, iu welchem liur cilizclnc Szenen durch eine ziemlich gntl.- Darstellung wiillel,; dan„ weil Flülilci» Wallmcycr in cincr «ai zu »„licdciitcndcu Nolle ucschusligt war »nid auch diese wca.cn Unwohlsein nicht n'tt del ihl- eincnen Vcruc acoen lonntc. Dennoch zncktc hie nud da cin ironi,chcr oder frivoler Älitz durch, dcr auch sogleich zündete uud das Publikum in dic größte Heiterkeit versetzte. Dic Mitwirkenden gaben sich allc Mühe, ihrc Rollen zufriedenstellend durchzuführen und daS Stück zn rcttcn, waö anch anerkannt wnrdc. — Hculc ist lcinc Vorstcllnng -morgcn kommt cudlich „die leichte Person" zur Auf» führuug, und da dicß dic Partic ist, in welcher Fräulein Gallmeycr ihr ganzes origincllcs Talent zn entfallen weiß, in welcher sie die größten Triumphe gefeiert hat, so versprechen wir uns einen fchr amü« santen Abend. Wiener mchllchtcu. Wien. 22. Mai. Sc. Majestät der Kaiser habe», dcr unter Aller-höchstlhrem Protektorate stehenden ungarischen Aladem c der Wissenschaften einen Beitrag r?on f7n c ' aufend Gulden aus der Allerhöchsten Privat. ka,sc zu Hauden des Präsidenten Grafen Emil Desscwffy erfolgen zu lasscu geruht. — Se. Maj. dcr Kaifcr Ferdinand haben zn dem beabsichtigten VcrgrößcruugSbau des Mu eum. gebäudcs zu Inusbruck einen Beitrag von 2000 fl zn widmen geruht. ' ' - Seit den letzten Siegcsuachrichtcn dcr UniouS-truppcn hat sich d,c Zahl dcr Reisenden nnd Aus-wandcrcr aus Europa nach New-York nnd andern uordamcrlkamschcn Hascuplätzcn in nngcwöhnlichcr Wc.se vcrmchrt. Aus Hamburg, Brcmeu, Havre/ Liverpool nnd Plymouth siud Briefe uud Tclcgrammi cmgclangt, daß aUe Plätze auf deu Dampfbootcu auf Wochcn hinaus bestellt siud und leine Passagiere für die regelmäßigen Fahrten, besonders auf den billigeren Plätze», aufgeuommcu wcrdcu tönucu. In Hamburg und Bremen werdcu Ertrafahrtcu einign' Dampfer arrangirt, um dcn Nachfragen zu entsprechen. Die Segelschiffe siud in ähnlichem Maße in Anspruch ge> nommcn. Auch Oesterreich liefert ein sehr starkes Kontingent zu diesen transatlantischen Ucbcrsicdluugcu, und bcmcrlcnSwerthcr Wcisc befinden sich darunter viele israelitische Familien. Neueste Nachrichten und Telegramme. Original - Telegramm. Wien, V3. Mai. Das Herrenhaus beginnt Mittwoch mit der Bndssetberathunss pro »SttÄ. stach einer Pariser Depesche aus Mo< stassanem vom H«. d. M. kehrt der Kaiser am «2. d. M. nach Alssier znrucf. Das Gerücht von einem Attentate ist gänzlich unbegründet. Dresden, 21. Mai. (W. CH.) Die Mittel-staatcn verhandeln mit Oesterreich übcr dcn ncnen am Gnndc zu stellenden Antrag. Im Falle dcr Zustim-mnug Oesterreichs wird cr nnmittclbar nach Pfingsten in außerordentlicher Bundcssitzuug eingebracht. Verlin, 21. Mai. (W. (5H.) Preußische Ant-wort geht nächster Tage ab. Sie konstatirt die Bereitwilligkeit zur gedeihlichen Lösung dcr Hcrzoglhümc» Frage, bcharrt aber auf dcr Fordcrnng, sclbstständig mit dcn Ständen zu verhandeln. Florenz, 20. Mai. (W. CH.) Ratazzi wurde heute vom Könige Viktor Emanurl empfangen. Sein Eintritt in daS Kabinet wird als gewiß betrachtet. Stella nnd i^anza haben ihrc Demission eingereicht. Gcrüchtwcisc spricht man von nahe bevorstehenden Vcrhandluugcu zwischen Italien und Oesterreich. Paris, 21, Mai. (W. CH.) Dcr zwischen Rom und Italien projektirtc Vertrag besteht aus 2 Theilen uud 3 Puutlcn. Ersterer bespricht in 6 Punkten kirchliche Fragen, zweiter haudclt von dcr September-Konvention. Ueber letzteren schweben noch Unterhandlungen. Sollten sie keiueu Erfolg haben, so ist hier Ministcrwechscl wahrscheinlich. Paris, 21. Mai. (W. (5h.) Gerüchte über cin gegen dcn Kaiser in Oran gerichtetes Attentat wurden in Depeschen an alle Gesandtschaften als gänzlich unbcgrüudct bezeichnet. Paris, 21. Mai. Dcr „Nbend-Moniteur" nud die „Patrie" sprechen gegen die durch die letzten ameri' lanischcn Nachrichten vcraulaßtcu Besorgnisse. Die Regierung wcrdc nicht zugebcn, daß die Abenteurer cin untcr französischem Schutze stehendes Land angreifen. Die erregten Befürchtungen werden zweifellos durch die Intervention ciucö neuen französischen Vertrages in Washington zerstreut werden. Dcr Kaiser befindet sich wohl. Man kündigt seine Rück» reise nach Toulon für daS Ende dcS Monats an. Paris, 21. Mai. (N. Fr. Pr.) Die Patric schreib!.- Die kaiserliche Regierung wird niemals gc< stolen, daß ein von dcr Fahne Frankreichs geschütztes Land (Mexiko) angegriffen wird. Dcr Admiral Didclot wird sich nach Amerika begeben nnd dic Un. tcrnehmungcn dcr Nachfolger Walker's verhindern. Brüssel, 20. Mai. (W. CH.) Dcr König lei-dct an dcr Hcrzcrweitcrnng. Demnächst findet hier cin Familicnralh Statt, dcm dic Mitglieder der Familien Orleans nnd Cobnrg beiwohnen wcrdcn Vrüffel, 20. Mai. Der Antrag dcS Abgeo'rd. netcn Orts, dcn Kriegsminister Chazal nnd dessen Mitangeklagte dcm Kassationshofe zu übcrweiscn nnd die Diskussion dcs GcsctzcS vorulbchaltcn, wurdc durch die Vorfrage mit 47 gegen 38 Stimmen crlediat Vrüssel, 2l. Mai. (N. Fr. Pr.) Pariser Be. richte mcldcn: Das Gerücht, dcr Kaiser von Mexiko wäre dnrch zwei Dolchstiche verwundet worden, wird alö durchaus unwahrscheinlich bezeichnet. Die Kaise. rin bezeichnete die Ncdc dcS Prinzen Napoleon als cin Unglück für die Dynastie. Die Minister verlang. -ten, daß die Ncde im Monitcur desavonirt werde. Die Kaiserin wagte cs nicht, dies zn veranlassen' Einige Regimenter gehen znr Verstärkung der Armee nach Mexiko ab. New-York, II. Mai. In deu Uuionsstaalcn wcrdcn allenthalben Bureaux zur Emigration nach Mexiko eröffnet. ^ Markt- und VlschWbmchl. fl, 1,80; H», Pf,,,,,, ,, ^ Kalbfleisch ,,«' Ech«m,°fki,ch tr, 20! Sch°p, „fleisch l'l.,^^.' fi, 1,50, Str°h !r, N5- hol, l,«!,« ^« "«.^" fi, 5,10, dt,t° weiche«, fl, »S.'N ",/>°!"r 454 Telegraphische Effekten- und Wechsel-Knrse an der k. t. öffentlichen Börse in Wien. Den 22, Mai. 5"/» Mttalliques 7^>.«5 1860-er Anleih, 92.65 5"/, viac.-'-'lnleh. 75 9Ü Eilb«r . . . 107,— Vanlaltie» . 801 — London . . 109 30 Kreditaltien . 183.— Hl. l. Dulaten ö,I8 fremden-Hnzeige »om 20. uud 21. Mai. Ttadt Wien. Die Herrcn: Gloff. Dr. der Medizin; Ncdi. Ag,nt, »md Polact von Wien. — Susewind, Kaufmann, vl'i, iii»»z, — Arcari. GutSdtsihci, von «Aloz. — Fcrcher. s. l. Forst'Aeamtt, von Idria. — Natschitsch, infulilter ?Ibt und l. f. Marml-Supenpl', vo» Tricst. — W^nik,. Forst» mcist.r von Tch»lül't!g, — iDbrcsa, Realitäten» bcsiher, von Zlrlnih. - - Glodotfchuig, Handels, nianl!, von Eisner». Flirstiiieil von Starheniberg und vrn Auelö» ptrg von Wien. Elephant. Dic H>rlüi: l!c,, itaufmaim, von Vninn — Conütiil'trg von Czasathuru — Faccini. Honidler, von Ubin,. — Zilzer und Löwy. Kausll'ult; Koditef, (^oinniissionär. ,mb Hold. vo» Wie» — Grünwald, Kauimann, von Sechs« l)aus. - Suchva von Badm, — Stern, Nein. liändlcr. von ?Igra>», — Weloglavey. Handels» »,ai,!l, von NadltrSburg. — Abeles, Fabrikant, von liteichenail. Frau Schmidt von Wien. Wilder Mann. Die H,rren: Baron Vall, GutSbesihel. nnd L,i<1'Ncr, K.nifmanll. von Traz, (1005-1) Nr. 1820. Kuratorsbestellung. Vom f. k. Vezirlöamte Gotlschee. als Gericht, wild hienM bekannt gemacht, daß Johann Priniosch. Augzügl,r und qclvtsencrHansirer uon Kölschen Nr. 21 vom k. k. Kreissserichte Neustadt! mit Verordnung uom 7. Mar^ 1865. Z. 277, fur illsionig. lind be^iehenllich für wahn> oder blödsinnig erklärt wurde, nnd dap dcniselbcn Mathias Sturm von Kölschen als Kurator bcigegeden worden ist. ss. t. Bezirksamt Gotischer, als Ge> rielit. am 13. März 18L5. sÜMs^is Nr^ 2647. Grckutive Feilbietung. Von dem k. k. Vezirkilamle Goltschee. als Gericht, wird hiemit bekannt gemacht^ Eö sei über das Ansuchen des Ma> ihiaö Iancsä, uon Globcl, durch Heirn Dr. Nenedikter uon Gotlschee. grgc» Helena Tomc^ uon Padua wsgcn. an5 r>rm Vtr^lrichc uom 12. Aufist 1862, Z, 45):;6. schnlri^r 90 fi. 96 kr. ö. W, .'. 5. >'. in die erckulive öffentliche Ver« sieia/i-nns! der. der i^eptent gedöli^en, im Grundl'ucl'e dcr Herrschaft Gottschee >ul, 'l'lnn. 24, Fol, 3851 vorkommenden Rca> liiät im grrichllich erhobenen Schäßn»^« l^crtde von 500 ft. öst. W. gewilli^el. und zur Vernähme drrstlden die Ter< mmc ^»r crcknliven Feilbietnnzstagsaz> zung auf den 6. Inni. 6. Juli und 8. August 1865. jrdcSüial Vormittag um 9 Uhr. lm Amtüsike mit dem Andange bestimmt worden", daß die feil^iliictende Realität nur l>ci rer lebten Fnl^ielun^ auch un-ter dkm Schäßungöiucrthc an den Meist-dietcnrcn luntangr^ebrn werde. Das SchähungSprotokoll. dcr Grund« buä"?ertlakl und die ^ilationödedingnissc köni'cn bei diesem Gerichte in den gewöhn» lichen Amtöstnndcn eingesehen werden. K. k. Bezirksamt Gotlschce. als Ge> richt, am N. April 1865. (990-3) Nr. 6946, Dritte erckutive Feilbictung. Pom k. k. st, d. Bezirksgerichte in ^ii> dach wird im Nackliange zlim di,^ seitissln Edikte vom 31. Jänner l. I,, Nr. 1704. kund gemacht, daß an, 31, Mail, I.. ') Mr ^lül), hiergericht« zur drillen Hcillmtllng dcr. dem Mathias Lencel ^cdörigen Nralitälcn qeschritlen werde. l'a,li ricklliä» erhobenen SchaynngSwertlir vo„ 680 ft. öst. W. gewllllget. und uir Vornahme derselben die erckntiucn Feil. bletullgs'Tligsaßnngfli auf den 29. Mai. 30. Juni und 31. Juli 1865. jedesmal Vormittags um 9 Mr. in dieser Gcrichlökanzlei mit dem An bange bestimmt worden, dab die seilen-bietende Realität nur bei der leßlen Feilbielluig auck unter dem Sckahnngs' wcrlbe an den Mcistbietenren hinning,. geben werde. Das SchäßlillgSprotokoll, dcr Griuw-buchsertralt und die l.'izltatlonsl>ediügnisse könnti, bei diesem Gerichte in den gewöhn» lichen Amtsstllnden ciugcsel'cn werden. K. k, Bezirksamt Mottling, als Gc« richt, am 6. März 1865. (989—3) Nr. 6938. Dritte erckutive Feilbietimg. Vom k. k. stäot. dclcg. Vezilksgerichle Laibach, wird im Nachhange zum diebseiligen Eoille ddlo. 24, Jänner l. I., Nr. 1193. knnd gemacht: Es werde be, dem Umstände, als zu der mit dem Vc> scheide vom 29. Maiz d. I,. Z. 5220. angeorrnetln zweiten Feilbietnng in der Erekutionssache des Michael Lenec gegen Franz Sir>c ^c!». 99 ft, 26 kr. kein Kauflustiger erschienen ist, zn der dritten auf den 29, Mai l. I. angeordneten Nlalfeilbielung geschritten werden. ^aibach am 30. April 1865. (962-3) Nr. 1611. Zweite erckutive Feilbietung. Im Nachhange zum dießamtlM" Eo,kte vom 9. F,r>ll>ar d. I., Z. 4^. wird belllnnt gegeben, daß, nachüenl M erste» ercsuliven Feilbielunq der. deli< Josef Märn vo» G^berielle gehörige» Nealiläten Url'.-Nr. 352 nnd 666 l"l Herrschaft NassenfuL kein Kanftustiger er> schienen ist, am 7. Inni d. I.. Vormittags 9 Uhr. zur zweite» Feilbie« liillg hieramls geschritten wird. K. k. Vezirksami NaffenfuL, als Gericht, am 6. Mai 1865. (1016) H,l die verehelichen Mitglieder der pyilham. Gesellschaft. <<)cr Männerchor nntcruimmt Sonntag den 28. d. Mts. eine Sängerfahrt nach Littai, St. Martin und WagcnSbcrg, nnd ladct dic ?. 1?. Mitglieder cin, daran Theil zn nchmcn. Abgefahren wird nm 6 Uhr Früh vom Bahnhöfe, die Nnckkehr erfolgt um 8'/. Uhr Abends. Gemeinschaftliches Mittagmahl um 2 Uhr Mittags; wer am Lchtcrn Theil nchmcn will, wird crsncht, dicsz bis Freitag Vormittags 11 Uhr in dcr Vnchhcmdlnug der Jg. v. Mcininciyr ^' Fcd. Vambcrg zn erklären. A . .^^,<.. ___. <' '' ^ Die Gefertigte bcchrt sich dem ?. UV Publikum dic ergebene AnMe M T zll machen, daß sic da« Gasthaus dcö Hcrrn Schwutcl vii-l-k-v^ dcin .>< M Coliseum iwenwmmcn, den dndci befindlichen Garte» frcmidlich hclssc' ^3 ^ richtet, und für vorzügliche Weiuc, sowie gute Küche und aufmcrlsamc H ^ Äcdicnnng bcslcns gesorgt hat, nm sich dcö zahlrcichcn Znsftnichcs, A ^ dcr ihr in Ioscföthal zn Theil wnrdc, anch hicr zn crfrcncn. ^ ^ Achtungsvoll D ß (1015—1) 1'«»«,'<^z» UIn^,'. D daS in jeder Fainilie mit kleinen Kindern, besonders auf den, i.'ande. wo Arzt und Apotheke entfernt, wlgen der ^' fahllichen Halsbräune u"d reö Keuchhustens volrälhig gehalleu werden sollte. in seine! hinlänglich bekannten vorlrlffl'chen Eigenschaft gegen veralteten Husten, langjährisse Heiserkeit, Ver« schleiMUNg, Keuchhusten, Halsbräune, Katarrhe und (5wtjiinduna.en des Kehlkopfes und der Luft' röhre, acuten u»d chronische» Vrust- und Luugeu'Katarrh, Bluthusten, Asthma lc. ^n nur — dem Erfinder und alleinigen Fabrikanten keSselben. erzeugt, ist echt zu haben in Oiiginalftascheu zu « s!, ^6 ^ und 2 fi. 5O kr. in >.ullZ»o», l^i R^« O^» ^MR^RI^Ü^l» VlH'^ Vei auöirärllgcn Vestellnüg,!! ist eine Emballage Gebühr uo» 10 kr. für jede einzelne Flasche zu n'll>chlc,!.> -------^»>^>,»>^>»^------- U Herrn Friedrich Nehm in Ansbach. ! E,idc«glfntig!cr bczcngc hinnnt, daß > Nachdem ich mich, so wie mmis ssvatt« ^""ft"ttm ^''Im^'^'""' '4 den Breslauer weisie.. Vvnst. ^ „^,,, ^,it von cino.n HB"' gequält sahZ Vielen ödenden, selbst mir. hat der ! ^Vrup deö Henu <^. ^. ^K'. ^,»)«.^ ^^^ ., ^.^. ^^^„ ^cij W>»)<-»-'> 5,»>«r'schc weiße Nrust-2yr«p aus ! «>" dcr Apolhelc deö Hcrm Auton Pas- ! ' " " ^n^»t,'.> ,wn Ocn"> Ihrem Verlag proste Li«0cru„a, selbst > pcrger zum St. Laloator m Nac>b gcgm « schm welsieu Brust«Hyr„p <> vou.. » gänzliche Hellung ,lieso!!d^l)ci >>«- ! hartuäckiae» .«atarrh, auhaltendc» ! Oroßlopff iu Ncustadt c,. d. Aisch; '") "' sten, >.>als- und Br«»!tbc,chwerdrn s, .. . ^ ,, ^^. -> r ,. ».^..rcl, nicht gewährt. Das! e« s° ist. werden S,c c„t- ! H"'tc» >"ld Vuugenverschlc.m.lna , >mc meme Frau crh.elteu dadnrc,) ' '^ uclimen auö deu vielcu Bestcllmigm, dic ich »«it vorzüglichem Erfolac ansse- ^ ^„^ Orleichterung l>e« .<"'Nr»^ Iiei Ihnen michlc. Dcr Syrup sseuicsjt hirr wen0et habe, uud uach Gebrauch ein,- <. „ <, .,^,liaes 2^crschwil, uud m dcr "mgcsseud all^meiuc« Aufsehe.« ^ ^,s^ „,^„, Gesundheit voll- '"'""" """ "" , ' lc daher deuselbe» und Vertraue». Wollcu S,e uutcr uienur ! < . ^. »^ > >. . -^. , de» desselben; cmpl"'^ ^ Unterschrift ähnlich ^cidtudeullufdeu1?«»)«>>'' i tommc» yergrstellt »ourde, dal>er »ch ! .,,.,.», ., <,»« voller Urberzcul,!iuli. scheu weiße», Brust-Tyrup auf.uecham - denselben Iedevma»», der mit der. ! allen.v'lsesuchend,» «.^ ^^.„.^,, macheu, so biu ich iu jeder Hinsicht qauz > gleichen Nebel,, behaftet ist, mit der Zteustadt a. o. ^'" «H2ü'i:?bV^ M!.'"»^ ""'"" -l"""'^ "'"''''7""....."" '""^ N. N. Haben Sie l»ic Oüle, mir aber, > Vischof zu Casaruprl u>,d Groszftrobst Topfcrmrisler. > nml« 2 hallic ^laschcu zu schillcu. , de? Naalier Dom^apiteli?. ^^^____________ ..U Hiczu ein halber Bogen Amts- und Ilitelliacilzblatt.