Nr. 289. fl ,,, h»lbj. fl. » b0. Für ^l« Äuft ill« H,n« boldi. l'< t?. M!t i>«l Poft .,°n,j. ft. >z, halbj. ft. 7'««. Montag, 18. Dezember. >1, l»' t!» n « , e» « » ,: F», N«i>« InT, 187«. Amtlicher Theil. 3e. l. und !. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom II.Dezemb« d. I. dem Schiffbau-Ingenieur in der Reserve Joseph Schalle r in Wien, in Anerkennung seines ersprießlichen und un» eigennützigen Wirkens als Dressierter dcö österreichischen Auöstellungscomite bei der brüsseler Ausstellung für Saniläts- und Rettungswesen, das goldene Verdienst« lreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen geruht. Der Iustizminister hat den Bezirksgerichtsadjnncten Anton Schubert in Murau und Joseph Brunar in Tarvis die angcsuchte Versetzung, dem ersteren nach St. Veit. dem letzteren nach Villach, bewilligt. Der Iustizminister hat den, Vezirlsgerichtsadjunctcn Gustav Gstirner die angesuchte Versetzung von Wildon nach Deutsch'Landsberg bewilligt. Der Iustizministcr hat den Bezirksgericht^adjuncten in Rotlenmann Dr. Alfred Demuth v. Hantes-burg auf sein Ansuchen zum Gerichtsadjunclen bei dem Preisgerichte in Leobeu ernannt. Nichtamtlicher Theil. Österreichischer NeichSrath. 21V. Sitzung >e» Abgeordnetenhauses. Wien, 14. Dezember. Dcr F i n an z m l n i st e r legt einen Gesetz« entwarf, betreffend die Aufhebung des Zollausschlusse« don Brodh, vor. Der mit Hrohbri ta nu icn abgeschlossene Han-d«l«v«rlra9. sowie der mit dem jsurstenthum ^iech-tenstciü abgeschlossen: Vertrag werde» dem vollswirth. schasllichel', respective dem Äudgelauss^usse zuuewiese,,. Ee> wird sodann zur Fortsetzung der Out» aet« dcballe geschritten. An der Reche ist Kapitel IX, Titel 16 (Speci^l'Lthranstallen). Hiebei ergreifen das Wort Dr. Vareuther. Neumayer, dcr sich gegen dlc Aushebung der chirurgischen Lehranstalt in Salzburg llussprichl. ferner Dr. Roser. Derselbe beantragt eine Nesoluiion. die auf Vermehrung der Taubstummen-Anstalten hinzielt. Dr. Hoffer wünscht diese Resolution auch auf die Blindenanstalten ausgedehnt. Abg. Dechant v. Pflügl und Dr. seil sprechen ebenfalls gegen die Aufhebung der chirurgischen Lehr» anstatt in Salzburg. Unterrichtsminister Dr. Stremayr gibt Auf» klärungen über die Art und Verwendung der Subvention an der PorgeS'schen Handelsschule i« Wien. Bezüglich der Errichtung der Institute für Taubstumme und Blinde erklärt der Minister, daß die Regierung schon seit langem sich mit dem Gegenstand beschäftige und der Ansicht sei, daß die Initiative hiezu auf Grund der Schulgesetze von den Landlagen auszugehen habe. In Bezug auf die Aufhebung dcr chirurgischen Lehranstalt in Salzburg bemerkt der Minister, daß die Aufhebung nur in Ausführung eines unter einer früheren Regierung gefaßten principiellen Beschlusses geschehe und in anderen Städten auch bereits durchgeführt sei. Nachdem noch der Special- und (Aencral-Atrichl-erstatter gesprochen, wird Kap. lX. Titel 16 (Special-öehrlllistalten) mil 475,200 ft. dm Anträgen oe« Aus-ichusseS gemäß, mit Abstrich der mil 5000 fl. bean, tragten Subvention an die Porges'sche Vehrailstalt, an» genommen. Bei der hierauf folgenden Debatte über Titel 17 (Volksschulen) ergreift Abg. Deschmann das Wort. Derselbe halt es für eine Aufgabe des Staates, die grellen Unterschiede in den einzelnen Kronlanoern hinsichtlich der Volksbildung da'mcch zu regeln, daß aus Staatsmitteln dort Hilfe geleistet werde, wo die Gemein» dcn und das Land den gestellten Anforderungen bezüglich des Unterrichtes nachzukommen nicht imstande sind. In dem vom Rednrr vertretenen Lande (ltrain) participieren die Verbrechen gegen die körperliche Sicherheit und dcr öffentlichen Gcwaltlhätiglei: in erschreckenden Maße an der Gejannmzahl der Verbrechen. Diesem Uebclslande könne rmr durch eine entsprechende Hebung des VollSschulwesenS begegnet werden. Während die von der Negierun» fiir Tirol beanspruchten Beträge vom Blldaet-Auoschllsfc accepllert wurden, muhten die für die Länder Krain, Oörz, Islrien und Dalmatien beantragten Summen einen Abstrich erfahren. Diese Abstriche, welche nur die slavischen Bänder treffen, lönnlcn Anlaß zu Mißdeutungen geben. Redner ltM daher den Antrag, daß ij 7 lauten solle: ..Zur Hebung des Vollsschulwe-sens: Tirol 28,000 fl., Krain 10,000 ft., Oörz 8000 st., Istrien 8000 ft. und Dalmatien 18,000 ft." Der Antrag bedarf, da er die Posuionel, der Negic-rungSvorlage aufnimmt, keiner Unterstützung. Abg. Dechant von Pflügt verlangt, daß die fttt- lich-religiöse Erziehung der Jugend in den Volksschulen wieder der Kirche zurückgegeben werbe. Abg. Dittes unterstützt den Antrag Deschmann und wünscht eine gleichmäßige Suboentionierung aller Volksschulen aus Staatsmitteln. Nachdem Schluß der Debatte angenommen, spricht a!S Generalredner Dr. Schaffer für den »n-trag des Abg. Deschmann, resp. die Regierungsantrliye, ssegen die Ausschußanträge. Dr. Schaffer bemerkt, daß bereits von anderer Seite hervorgehoben wurde, dech gerade die Voltsschule hinsichtlich deS Abstriches in hervorragender Weise betheiligt sei. So lange der Staat Inhaber des Schulpatronats war, hatte er zur Erhaltung der Schule beizutragen, wovon er nunmehr em hoben worden sei. Dadurch, daß der Vau der Lehrer-Bildungsanstalt in Laib ach auf jahrelang verschoben worden, seien ohnehin Ersparnisse für da« Reich erzielt worden. Redner glaubt, daß Kr a in keine minderen Ansprüche habe als Tirol, welches einen so bedeutenden Betrag unverkürzt erhalte, um so mehr, als Kr »in ln deu letzteren Jahren mit öffentlichen V«uten nicht besonders bedacht worden fei. Redner befürwortet deshalb den vom Abg. Deschmann gestellten Antrag. Abg. Kowalski (Gencralreoner für die Ausschußanträge) betlagt die mangelhafte Ausbildung der Lehr» amtscandidaten in der ruthenifchen Sprache. Specialberichterstatter Dr. Eduard Vueß tadelt den Umstand, daß für alle Provinzen Oesterreichs — trotz deren verschiedener Kulturstufe — seitens der Lehrer dicsclbt Lchrbefühiguna verlangt werde, betont dagegen die Nothwendigkeit des k.l. Normalschul°Vücherverschleißes, da die nichtdeutschen Schulen ohne denselben gar leine Schulbücher hätten. Für die bildende Kunst sei in Oesterreich in den letzten Jahren geradezu Nußerordent» liches geleistet worden. Redner empfiehlt schließlich die Annahme des Ausschußantragcs. Desgleichen plaidiert Oeneralberichterftatter Wolfrum für unveränderte Annahme der letzteren. Bei der Abstimmung wird Titel 17 nach dem Antrage des Ausschusses allgenommen, der Antrag oes Abg. Deschmann hingegen abgelehnt. Zu Titel 18 und 19 betonen die Abgeordneten Dr. Dürrnberger und Freiherr v. Handel die Untcrstützungsbedürftigkeit des Museums in Linz. Die Debatte wird geschlossen und die bei Titel 18 und 19 vom Budget-Ausschussc eingestellten Veträae werden unverändert genehmigt. Hiemit ist das Erfordernis des Ministeriums für Cultus und Unterricht erledigt. Feuilleton. Vas österreichische Postwesen im letzten Decenllium Mb—lUit). Die aesammte Postoerwaltung der im Neichsralhe vertrmnen'»iche und Länder st^ b « zum Ja re 1872 unter neun Postdireclionen. im Jahre 18?^ wurde bestanden 84 ürärische Postämter «^" ^" "A Postamter und Expeditionen, ^ P°^ stationcn und 77 Poststalionen («clai«). Die Anzahl er ärarischen Postämter hat sich demnach fast verdop. pelt wäh?n° die der nichlürarischen Postämter fast auf da« Dreist stieg. Ein Rückschritt ist nur m den Po . relais u verzeichnen, weil dieser Zweig der Post-anstalten nicht mehr so nothwendig erscheint. Entsprechend den immer größeren an die Postanstalten gemachten An-forderungen (wir entnehmen die>e Daten dem neuesten Hefte ^^1"^ °uch die Postcur e von Iatzr zu Jahr so daß sie s ch wahrend de« Decennium« fast oero.erfachtcn. Auch die Privat-Mtssagerien. von denen die »roßte Anzahl in Tirol und Vorarlberg vorkommt, wuchsen von 6 auf 1 blraslünoer sowie das Küstenland — Trieft sammt Ge< bltt ausgenommen — weisen thtllS wegen ihrer natür- lichen Lage, theils zufolge der geringeren Zahl von Siädten und von schrelblundigen Bewohnern den geringsten Postoerlehr nach. Infolge der beträchtlichen Zunahme an Post. anstalteu und Postcmsen vermehrten sich auch die Be> tritvsmitltl und Betrievelriifle. Im Jahre 1875 zählte man 1278 ürärische Postwagen, 4742 nichiäransche Post« wagen, 3153 Postillone, 7638 Pferde. Es fand auch in dieser Richtung während des Decennium« ewe Ver< dopplung statt. Die Postoerbinoungen auf Eisenbahnen und Wasserstraßen nahmen ebenfalls zu. Im Jahre 1866 gab eS 35 Züge zur Beförderung der Briefpost und 164 Züge zur Beförderung der Brief» und stayrpost; im Jahre 1875 war die Zahl der ersteren auf 228, die der letzteren auf 534 gestiegen. Welchen riesigen Aufschwung der Briefverlehr während eines Decenniums gewonnen hat, mögen nach» stehende Ziffern ersichtlich machen. E« wurden einfache Briefe und Briefe mit Warenprobe« beförocrt: I»l,r Pri«°tcolitsp. »mtl. Co^lp. Zusammen 1866 72.708,049 13.382.542 86.090.59l 1867 86544,263 15.187,263 101.731.526 1868 92.192.976 16 363.772 108.556.748 1869 100.929,224 14.818.142 115.747,366 1870 113.939.387 15.407.914 129.347.301 1871 129,461.725 16.446,225 145.907.950 1872 154.842,172 20.096,531 174.938.703 1873 202.617.864 24.891.102 227.508,966 1874 181.461,943 24 246.288 205.708.231 1875 174.853.938 26.254.907 201.108.845 Vergleicht man die Privatcorresponoenz mit dcr Bevölkerung, so kommen im Jahre 1860 auf einen Bewohner 3 7 Briefe, im Jahre 1875 auf einen Be-wohner 8 2 Briefe. Im Jahre 1869 wurden die Correspondenz-larten eingeführt, im Jahre 1870 wurden bereits 10 083,400 Stück, im Jahre 1875 aber 21.428 331 Stück befördert. ' An Kreuzbaudsendungen und Zeitungen wurden befördert: Iuhr »rluzbllüd-Sendung'U Znlungen '866..... 3.878,784 28403W7 6b7..... 5.508,858 31.167305 ^b8..... 5.690.427 38.765 676 6A..... 7.996,037 38.892 837 1870..... 8.968,401 45.395 444 ^A.....10.858.901 bi.78(^09 A..... 14.687,737 55.758 688 s?6..... ,7.839.134 60.321530 ^5..... 18.635,633 58.276 908 ^^..... 19.793.522 58.85^720 Eine Verordnung des l. k. Handelsministeriums welche ungemem freudig begrüßt wurde, ist iene vom 2. April 1870 betreffs der Einführung der Post-anweifungslarten. ' An solchen Karten wurden nemlich: Jahr t'l'gezuhlt Utl„, 1^?...... W7,704 27.938,070 'A......1.611,316 54.971.740 °;;......2.2,0,649 101.007,820 v"...... 2.W4.941 125.496.030 ^/4......3.026.732 149.439,128 lU"......3.259.413 160.690,497 Iuhr ulisl^zohlt Vetrag ^70......1.082.905 28.114,990 3^l ...... 1.773.814 71.037.4bO 1872 ...... 2.468,990 100.198890 !873......2.930.364 124.634 610 1674......3.275,593 149.376 06l) 1875......3.518,714 160.559 032 (Schluß l,l«t.) 3356 Das Haus schreitet zur Bedeckung. Titel 1 bi« 11! werden ohne Debatte nach den Ausschußanträgen angenommen. Schluß der Sitzung 4 Uhr 30 Minuten. Nächste Sitzung morgen. 339. Gitznng des Abgeordnetenhauses. Wien, 15. Dezember. Nach Erledigung des Einlaufe« wird zur Fort-setzung der Budgetdebatte geschritten. An die Reihe kommt, da der Finanzminifter verhindert ist im Hause zu erscheinen, der Voranschlag de« Handel« mini« fieri ums. Abg. Schaup kritisiert die Eisenbahnpolitik der Regierung, verlaugt eine Erhöhung der Garantiesummen und sieht die Hauptursache der begangenen Fehler in dem Gebaren oeö Rathgebers des Ministers, des Herrn von Nürdling. Abg. Baron Wal ters lirchen beantragt für die Fachschulen eine Erhöhung des ausgeworfenen Betrages von 190,000 auf 195,000 fi. Abg. Neuwirth kritisiert in abfälliger Weise den rumänischen Handelsvertrag. Abg. Sttudl erllürt, gegen den für Herrn von Nllrdling ausgeworfenen Gehalt zu stimmen. Abg. I«vary wendet sich gegen die hohen Tarif» sätze für Frachten und Werlhsendungen. Damit man wisse, wie die wiener Handelskammer denke, so betont Redner den Wunsch derselben, daß gerade das gegenwär' tig? Ministerium die AuSgleichSverhandlungen zu Ende führen solle. Nachdem mehrere Redner gesprochen und namentlich Dr. Herbst als Obmann des Budget.Nusschusses sich in längerer Rede gegen die pauschalmäßigen Voranschläge ausgesprochen hat, nimmt der Handelsminister Ritter v. Ehlumecly das Wort, um einige thatsächliche Bemerkungen zu berichtigen. Was die Sanierung der Bahnen betrifft, so habe die Regierung mit aller nöthigen Vorsicht sowol garantierte als ungarantierte Bahnen berück» sichtigt. Der Minister glaubt, daß der Zeitpunkt gekommen sei, um garantierte Bahnen vom Staate zu übernehmen und von» Staate betreiben zu lassen. Auf die dem Postwesen gemachten Vorwürfe über» gehend, erklärt Handelsminister Ritter v. Ehlumecly, daß er Hoffnung habe, den bezüglich Ermäßigung der Frachtsätze ausgesprochenen Wünschen bald Rechnung tragen zu können. Desgleichen sei die Besserung unserer gegenwärtigen Gewerbcverhältnisse nur eine Frage der Zeit; auch der Lagerhaus-Gesetzgebung werde die Re» gierung ihr Augenmerk zuwenden. Specialberichterstatter Gompcrz betont die Bedeutung der Gewerbeschulen und wendet sich gegen die gestrigen Ausführungen des Abg. Dr. Dittes. Er weist auf die große Bedeutung deS österreichischen Museums für Kunst und Industrie hin, und schreibt beinahe ausschließlich das Blühen der Kunstindustrie in Oesterreich diesem Institute und seiner Direction zu. Redner bittet schließlich dringend, den Anträgen des Budget,Ausschusses in vollem Umfange gerecht zu werden. Freiherr v. Kübeck erklärt, als Berichterstatter deS Budget-Ausschusses, die Anträge desselben empfehlen zu müssen. Nachdem noch der Generalberichterstatter Wolfrum sich gegen die Ausführungen des Abg. Ncuwirth gewendet und sämmtliche Anträge des Budget-Ausschusses vertheidigt hat, wird zur Abstimmung geschritten. Abg. Dr. Bareuther zieht den »on ihm gestellten Antrag zurück. — Bei der Abstimmung werden die Antrüge der Abgeordneten Dr. Kronawetter, Freiherr v. Walterslirchen, Freiherr o. Zschock und Freiherr von Wittmann abgelehnt und hierauf die in Kapitel 27, Titel 1 big 3 eingestellten Beträge conform o:m Aus-schußantrage genehmigt. Zu Titel 5 und 6, „VetriebsauSlagen," sind als Redner eingetragen: die Abgeordneten Dr. Roser, Ozar-liewicz und Pfeifer. Abg. Dr. Roser beantragt folgende Resolution: «Das hohe Haus wolle beschließen, die kaiserliche Staatsregierung wird aufgefordert, zu erwägen, ob es aus Sparsamleitsrüctsichten nicht geboten erscheine, die Agenden der Postdirection für Niederösterreich an die Postoircc-tion von Wien und Umgebung zu übertragen." Der Antrag wird hinreichend unterstützt. Abg. Ozartiewicz bespricht in längerer Rede daS Post. und Telegraphenw:sen. Da« Deficit auf diesem Gebiete müsse eine Verbesserung der Einrichtung veranlassen. Redn« fordert schließlich die Regierung auf, den betreffenden Organismus zugunsten der Bevölkerung einzurichten. Abg. Pfeifer weift darauf hin. daß felbst von Parteien, welche ihre Briefe abholen, ZustellungSgebühren abgefordert werden, und stellt an den Handelsmlnister die Frage, wodurch die Einführung dieser Poststeuer motiviert erscheine und ob die Regierung nicht geneigt sei, diese Angelegenheit zu regeln? Bei der hierauf erfolgenden Abstimmung werden Titel 5 und 6 conform dem AuSschuhanlraae genehmigt. Bei Kapitel 32, Titel 1 bi« 4 der Bedeckung wer-den die vom Budget'AuSschusse eingestellten Beträge un-verändert genehmigt. Ebenso werden die zum Kapitel ..Cemralleitung" sowie zum Kapitel „Aichdlenst" g«. stellten Resolutionen angenommen. ! Der Präsident bemerkt, daß bei den noch zu er« ledigenden Kapiteln vierundfünfziz Redner eingetragen sind, so daß er sich genüihi^t sehcn dürfte, um das Budget noch vor den Feiertagen zu erledigen. Abendsitzungen abzuhalten. Schluß der Sitzung 5 Uhr. Nächste Sitzung morgen Samstag, den 16. December. Der österreichisch-englische Handelsvertrag. Der Entwurf eines neuen Handelsvertrages zwischen Oesterreich-Ungarn und dem Königreiche Großbritannien wurde seitens der Regierung in einer der letzten Sitzungen des Abgeordnetenhauses mit einem umfassenden Motivenberichte zur Berathung vorgelegt. Dem für die handelspolitischen Verhältnisse unserer Monarchie hochwichtigen Vertragsentwurfe entnehmen wir die folgenden wesentlichen Nestimmungen: Der Vertrag soll am 1. Jänner 1877 in Kraft treten und bis zum 31. Dezember desselben Jahres in Wirksamkeit bleiben. Die beiderseitigen Staatsangehörigen sollen in den beiden Vertragsstaaten während der Dauer des gegenwärtigen Vertrages in Beziehung auf den Aufenthalt und den Betrieb deS Handel« und der Gewerbe die nemlichen Rechte genießen und leinen höheren oder anderen Abgaben unterworfen werden, als die Angehörigen deS in dieser Beziehung am meisten begünstig, ten dritten Landes. Die Boden- und Gewerbserzeugnisse, sowie alle Waren österreichisch-ungarischer Provenienz überhaupt, welche in die Gebiete und Besitzungen, einschließlich der Colonien und auswärtigen Besitzungen Ihrer britischen Majestät, und die Boden- und Gewerbs» erzeugnisse, sowie alle Waren britischer Provenienz überhaupt, welche in die österreichisch «ungarische Monarchie eingeführt werden, sollen daselbst, sie mögen zum Verbrauche, zur Lagerung, zur Wiederausfuhr oder zur Durch, fuhr bestimmt sein, während der Dauer dieses Vertrages der nemlichen Behandlung unterliegen und insbesondere keinen höheren oder anderen Abgaben unterworfen werden, ali die Erzeugnisse und Waren des in diesen Beziehungen am meisten begünstigten dritten Landes. Bei der Ausfuhr nach den Gebieten und Besitzungen, einschließlich der Colonien und auswärtigen Besitzungen Ihrer briti schen Majestät, sollen in der österreichisch-ungarischen Monarchie und bei der Ausfuhr nach der österreichisch-ungarischen Monarchie sollen in den Gebieten und Be« sitzungen, einschließlich der Colonien und auswärtigen Besitzungen Ihrer britischen Majestät Ausgangs-Abgaben von leinen anderen Waren und mit keinen» höheren oder anderen Betrage erhoben werden, als bei der Ausfuhr nach dem in dieser Beziehung am meisten begünstigten dritten Lande. Die beiden vertragschließenden Theile sichern sich desgleichen auch bezüglich der Warendurchfuhr durch das Gebiet des einen von und nach dem Gebiete des anderen Theiles die Behandlung auf dem Fuße deS am meisten begünstigten dritten Landes zu. Jede Ermäßigung in dem Tarife der Einfuhr- und Ausfuhr-Ausgaben, sowie jede Begünstigung oder Befreiung, welche einer der vertragschließenden Theile den Unterthanen und dem Handel einer dritten Macht zugesteht, wird gleichzeitig und ohne Bedingung dem andern zu-theil werden. Die vorstehenden Bestimmungen über die gegen-seitige Behandlung auf dcm Fuße deS am meisten begünstigten dritten Landes werden leine Anwendung finden: 1. Auf jene besonderen althergebrachten Vorrechte, welche den türkischen Unterthanen für den türkischen Handel in Oesterreich. Ungarn zukommen; 2. auf jene Begün. stigungen, welche vonseite der österreichisch. ungarischen Monarchie lediglich zur Erleichterung de« Greiizvertehrs den Nachbarländern gegenwärtig zugestanden sind oder in Zukunft zugestanden weide» könnten, sowie auf jene Zollermäßlgungen und Zollbefreiungen, welche in der genannten Monarchie nur für gewisse Grenzen oder für die Bewohner gewisser Districte Gellung huben; 3. auf die einem der beiden vertragschließenden Theile durch eine fchon abgeschlossene o>»er etwa lünftighm abzuschließende Zolleinigung auferlegten Verbindlichleiten. Keiner der beiden vertragschließenden Theile wird ein Einfuhr-, Ausfuhr, oder Durchfuhrverbot gegen d»n anderen in Kraft setzen, welches unter den gleichen Umständen nicht auch auf das in dieser Beziehung am meisten begünstigte dritte 5iand anwendbar wäre. Die Angehörigen eine« der beiden hohen vertragschließenden Theile werden in den Gebieten des anderen hinsichtlich des ElgenlhumsrechteS an Handels- und Fabrilsmarlen und anderen Bezeich, nungen der Waren oder deren Verpackung, sowie an Mustern und Modellen für Industrie.Erzeugnisse den. selben Schutz wie die Inländer genießen. Die Unter-thanen ihrer britischen Majestät werden aber in Oesterreich. Ungarn daS ausschließliche Eigentumsrecht an einer Marke oder andern Bezeichnung, an einem Muster oder Modell nur dann beanspruchen können, wenn sie je zwei Efemplare davon bei der HandelSlammer zu Wien uno zu Pest hinterlegt haben. Politische Uebersicht. Laibach, 17. Dezember. In einer vorgestern vormittag« abgehaltenen Sitzung de« Steuerrefllrm.AuSschusse« theilte Finanzmlnister Frei-Herr von Preti« mit, daß dle Regierung den vster- reichlschen Reich«rath bei Beainn der Weihnacht«' ferien nicht vertagen werde. Demgemäß wird also nur die übliche Unterbrechung an den Verhandlungen des Abgeordnetenhauses, die diesmal mindesten« bi« Mille Jänner 1877 dauern dürfle, wahrscheinlich vom 20. d. an eintreten. Infolge der Mittheilung de« Finanzmini» sters beschloß der Steuerreform-NuSschuß, sich nicht in Permanenz zu erklären. DaS ungarische Abgeordnetenhaus nahm das Budget mit 214 gegen 106 stimmen als Grundlage der Specialdebatle an; in der Specialdebatte wurde das Budget unverändert angenommen. Das neue französische Ministerium begegnet sowol bei dem linken Centrum wie bei der repulilila« nischen Linken einer recht guten Aufnahme. Dagegen ist die äußerste Linke, wie nicht anders zu erwarten, übcr das Verbleiben deS Generals Berthaut sehr ergrimmt und entschlossen, denselben bei der ersten Gelegenheit wea.cn seiner Stellung zu den militärischen Ehren bei den Be« gräbnissen der Legionäre zu interpellieren. Jules Simon hat sich bereits in dem Hotel des Ministeriums des Innern installiert. Marlel erklärte sich, zur Annahme des Justizministeriums bereit, neben welchem er auch, wie Dufaure, das Ministerium deS Eultus führen wird. In London beabsichtigt man nach Weihnachten ein Meeting abzuhalten als Kundgebung gegen die Na-tionalconferenz. Das Meeting soll dem Vertrauen auf die Mission Salisbury's Ausdruck geben und jede Einmischung in die Action de« Ministeriums mißbilligen. Die friedlicheren Dispositionen Rußlands haben kürzlich in einer Aeußerung de« Ezaren Ausdruck gefunden. Die ..Agence Russe" meldet nemlich au« Peters« bürg vom l3. Dezember: „Kaiser Nlefander sagte bei dem Empfange einer Deputation von Petersburger Kaufleuten, welche eine Summe von 25,000 Rubeln für die Verwundeten überbrachte: , Ich hoffe, daß wir den Krieg werden vermeiden können." Das neue Incompatibilitätsgesetz, welches die ita« lienische Regierung der Kammer vorgelegt hat, ent< hält einige neue Bestimmungen. So sollen künftig die Stabsoffiziere, mit Ausnahme der Generale, nicht mchv wählbar sein, ebenso wenig die Eoncessionäre, Eubcon-cessionäre, Directoren und Verwaltungsrüthe aller indu» striellen Unternehmungen, welche eine Garantie oder Unterstützung vonseite des Staates genießen; die Anzahl der Beamten in der Kammer, die bis jetzt ein Fünftel sämmtlicher Abgeordneten betragen dürfte, wird auf ein Zehntel herabgesetzt — die Minister und oic Gencralsecretäre mit eingeschlossen. Jeder Beamte, drr Abgeordneter ist und während der Session befördrrt wird, muß sofort sein Mandat niederlegen. Nichtwählbar sollen desgleichen die Mitglieder des obersten Gerichts Hofes sein. In der griechischen Kammer bestand Kom>m< duros auf seinen Vorlagen, betreffend die Rüstung maßregeln, willigte aber ein, daß diese Vorlagen sowie das Staatsbudget nach drm Wunsche der Opposition tinlr Eommission zur Prüfung überwiesen werden. Die Kammer nahm diesen Antrag mit 101 gegen 57 Stimmen der Partei Deliaeorai« an. Die Parteien Zaimi?, Trilupls uno Dclijanniö stimmlen mit dem Ministerium. Die Krise ist damit beseitigt. In Bukarest trug man sich diesertage mit dem Gerüchte, die Regierung wolle mit Rücksicht auf den ganz und gar darniederliegenden Handel und auf die arge Stockung aller Geschäfte ein Moratorium auf unbestimmte Zelt verhängen. Diesem entgegen versichert die „Pol. Eorr.", daß in einer Privatconfcrenz der Mil-glieder der „national-liberalen" Partei dem Führer dieser Partei, Ministerpräsidenten und Finanzminifter Joan Braliano, ein solcher Vorschlag allerdings gemalt worden ist, daß jedoch Vraliano denselben einfach zutii<5 gewiesen. Der serbische Abgesandte Marinovli ist in Pett^' bürg sehr freundlich empfangen worden. Der Czar ^ klärte ihm, den berechtigten Forderungen Serbiens lvtldc Rußlands Scuutz nicht fehle». Die Arbeiten der Präliminar-Eonferenz nehwe", wie aus Kon st an tin opel gemeldet wird, einen raschen und befriedigenden Verlauf. Dic Bevollmächtigten ft^st sollen versichern, daß die Conferenzarbciten auf gute"' Wege seien. Wie verlautet, sei die Pforte bereit, " Waffenstillstand für nehrerc Wochen zu verlängern- ^ Die nordamerilanische Union besitzt ^„^, den jüngsten Meldungen zwei Präsidenten. ^ Präsi, traten von Indiana haben zur Erörterung ^ iOhio) dentenfrage die SlaatSconventlon nach T)«"" einberufen. «nterilo vom Dem Newport Harald« 28 November gemeldet, daß in der ar ,^ ^ vergorenen Schlacht am Ili. November" «__s^' ^. ^ Todte und Verwundete hatten, n^"" ^ ^'° Dl°z nur 1400 Mann vergor. Geruch" ^ ""au et, ^ Lerbo's Kriegsminister erschossen "« ,°' "' ? 5"M dieser Nachricht wird jedoch^e"'^" Zweifelt. Oagesneuigkeiten. -lUnfülle auf t»tn »ftcrrcichischen ««sen-bahn-« lm «rfttn Semester 1876.) Dem von der SUdbllhng'ltUlchaft namen» der ständigen Lommisslon fllr d°« Uniall«westn «uf Ufillltichilch" Eisenbahnen «rftatlelln lumulallv- 2337 l»pl>°lt fill daS ?rste Semester 1876 Uber die Thätigkeit ber lommlsfion, be,>°ß in Velesevec m der Nacht vom 11. auf den 12 d. M. um 12'/, Uhr ein ziemlich starleS Erdbeben in der Richtung von Sudwest gegen Nordost stattfand, welche« 6 bi« 8 Secunden an« b°uerte, so daß ftarle Gebäude zitterten und die Leute au« dem schlafe geweckt wurden, »uch die umliegenden Dörfer verspürten 'He diese Erdbewegung. — (Verein der Secierten und ber Ent» Haupt eten.l Unter dem drastlschen Titel: ..^„ooi.lwn 6o, di„6liu6« ol ,d verlange, baß mein Leichnam untersucht lverbe, damit die Auffindung der organischen Fehler oder erbliche» Kali/bellen, zu welcher di? Autopsie führen lünnte, die Möglich» ht biete, der Entwicklung dieser Fehler und Krankheiten bei »einen Abkömmlingen vorzubeugen. Ueberdie« wünsche ich. baß ' «"in Körper der W.sfenjchllst diene, und vermache daher meinen ^>ch«a« besonder« mein Gehirn und meinen Schädel, dem «llhropologischen Laboratorium, wo er w der passend ersche.nen. ö'n Weise verwendet werden wild, ohne daß e« irgend jemandem lUfieh«. die Au.fNhrung dieser «lauseln, ""che der Nu.druck "eine« freien Willen« sind. hint°n„.h°lten." Als Gründer haben «"«tr andern berühmten Aerzten un, Gelehrlen gezeichnet: ^r. ^rtillon (der erste anthropologische Statistiker Frankreich«), der "lchä.logedeM.rlillet, Dr. Topiuard. Dr. «ouderau. Dr. 'ollineau und zahlreiche andere wissenschaftliche Lapac'lälen. - (Hinlich.uug.) Im Newgate-Oefängni. »u London ^nd °m li. d. M. eine Hinrichtung durch den Strang statt^ der Delinquent war ein au.gedienter Soldat «amen. Lharle V'Donnell. 57 I°hre °,t, der im trunleuen Z^ande s"ne Frau '" barbarischer Weise umgebracht h°l«e und wegen ^ «er^ «.n. vom londoner Schwurgerichte zum Tode verur.h.U. m r en >«°r Der Umstand, daß er in Indien °m Sonnenstich gel.tten "Nb mehrer« Jahre seine«Lebe»« in einem Irrenhaus zugebracht. ">°r "ugen chein. ch nicht mächtig genug, um seine «egnad.gung httbeizu^!«.. «r starb sehr gefaßtMlb scheinbar ohne Todesqual. fokales. 5nz dem Sanitätsberichte des latbacher Stadt-phyftlates für den Monat Oltober 1876 tntnehmen wir folgende Daten: I.MeteoroloaischeS: Luftdruck: Monat-Mel 737-16 mm.; Maximum °m 3. d. M ftüh ^ Uhr 744 46 mm.; Minimum am 1. d. Vt. 7 Uhr ^ Lufttemperatur: Monatmittel ^-113° 0 ; Maxi. 3"m am 13 d. M. um 2 Uhr mitlag« -l- 22 0° 0.; Minimum am 31. d. M. abends um 7 Uhr ^- 2'2° 0. Dunstdruck: Monatmitlel 8 7 mm.; Maximum ^ 8. d. M. um 2 Uhr 134 mm.; Minimum am 31sten ^'Vl. um 9 Uhr 4 8 mm. Feuchtialelt: Monatmlltel 86'1"/<,; Minimum ^ 11. d. M. um 2 Uhr 50"/o. , Vewollung: Monatmlttel 61"/« (im Verhältnissl ^-10); wollenlose Tage 1b, thlilweise bewüllle 3, ganz "tlvilllle 13. . Nitderschlilge 6mal; Maximum innerhalb 24 Gtun, " °m 20. d. M. 15.00 mm; Summa derselben 88-00 mm. Vorherrschende Winde O. 26mal, SO. und SW. je I3mal; Windstille 30mal beobachtet. Das Tagesmitltl der Wurme war 18mal über, 13mal unter dem Normale; am meisten 40° über und 5 4" unter dem Normale, und zwar am 11. 13. d M. 4 0" über, am 3. d. M. 5'4« unter demselben. Mor-genroth war Imal, Abendrolh 5mal; Morgennebel 10mal, dichter Nebel abends am 7. und 8. d. M., Reif am 3. d. M. beobachtet. II. Morbilität: Dieselbe war mäßig, sowie im Vormonate. Der Kranlhellscharakter war der entzündliche katarrhalische der Athmung«. und Verdauungs-organe. Von zymotischen Krankheiten gelangten am häu-figsten Typhoide und Diphlherltl«, letztere häufiger al« in den Vormonaten, zur Behandlung; vereinzelt auch Scharlach. Verschlimmerungen der Tuberculose kamen seltener al« sonst zu dieser Jahreszeit vor. III. Mortalität: Dieselbe war noch ge« ringer al« in den Bormonaten. <5s starben 62 Personen (gegen 74 im Vormonate September d. I. und gegen 72 Personen im Monate Oltober 1875). Von denen waren 31 männlichen und 31 weiblichen Geschlechtes; 39 Erwachsene und 23 Kinder, daher die beiden Geschlechter gleichmäßig, die Erwachsenen jedoch entschieden überwiegend an der Mortalität participierten. Das Alter betreffend, wurden: Todtgeboren......2 starben im 1. Lebensjahre . . 13 vom 2. bis 20. Lebensjahre . 11 .. 20. ..30.....5 .. 30. , 40......4 .. 40. „ 50.....5 .. 50. .. 60......11 , 60. .. 70......6 .. 70. „ 80. ..... 3 „ 80. .. 90. .... ^0^ Summe . 62 Die Todesursache in Rückficht auf daS Alter betreffend, wurden: Todtgeboren 2. Es starben: Im 1. Lebensjahre 13 Kinder, und zwar: Atrophie 5; an Schwäche 2; an Kinnbacken, lrampf, Fraisen, Pyämle, Darmlatarrh, Diphthcriti« und infolge absichtlicher Tödtung je 1 Kind. Vom 2. bis 20. Iah« 11 Personen, und zwar: an Diphtherilis 3, an Pyämie, Typhus, Herzbeutel-Wassersucht, Zehrfieber, Scharwchbräune, Fraisen, organi« jchem Herzfehler und sterbend übcrbracht je 1 Person. Vom 20. bis 60. Jahre 25 Personen, und zwar: an Tuberculose 5, an zufällig erlittenen Verletzungen, organischem Herzfehler, Nervenliihmuna und Pyämie je 2 Persone,,, an Gelentscaries, Enteritis, Tchlagfluß, Gebclrmlltterlreb«, Oehirnödem, Lungenödem, Erschöpfung, Darmtuberculose. Lungenblutsturz, Hyorämie, Leber-entarlung und sterbend überbracht je 1 Person. Ueber 60 Jahre alt starben 11 Personen, und zwar: an Marasmus 5, an Wassersucht, Lungcnemphysem, Brustwassersucht, Lungenentzündung, Lungenödem und Lungenlähmung je 1 Person. Häufigste Todesursachen: Atrophie, Marasmus und Tuberculose jc 5mal, d. i. 3'0 Perz., Diphtheritis 4mal, d. i. 6 5 Prrz. aller Verstorbenen, TyphuS, Scharlach tt. kamen je Imal als Todesursache vor. Der Oert lichte it nach starben im Eivilspitale 21 Personen, im städtischen ArmenversorgungShause 1 Pfründnerin, im l. l. «Ltrafhause am Caslellbcrge 1 Strafliug, im l. l. InquisitlonShause 1 Inquisit, im Zwangsarbcitshause 1 Zwängling, in der Stadt und den Vorstädten 37 Personen. Diese letzteren vertheilen sich auf die einzelnen Stadttheile, wie folgt: Innere Stadt 10, Peter«straße 5, Polana 3, Kapuzineroorstadt 6, Gradischa 5, Kralau und Tirnau 4, Karlstäolervorstlldt und Hühnerdorf 4, Mosrgrund 0. (Schluß folgt) — (Militärische Inspicieru n g.) Se Vrcellenz ber Herr Felbmarschllll'kieutenanl Freiherr oon Magdeburg und der Herr Artillerie-Director Oberst Edler v. Vetter au» Graz befinden sich berzlil behus« Inspicierung in Laib ach. — (Uebersetzung.) Der Iustizminisler hat den Notar Friedrich Formacher Edlen v. l? ilie » berg aus sein tln» suchen von Rudolfewerlh nach Drachenburg überseht. — (Statuten.Genehmigung.) Der Minister de« Innern hat die neuen Statuten der l. l. Priv. SüdbahngeseUschafl, welche an die Stelle der unterm 20. Juni 1862 bestätigten Statuten treten, aus Grund Allerhöchster Ermächtigung genehmigt. — (Wahl der La sino » Dire cti o n.) Vei der ge. stern nachmittag« um 3 Uhr vorgenommenen Ergilnzung«w»hl der Lasinooerein«'Dircction »urden die ausgeschiedenen sieben Direction«mitglieber: Präsident ber Advocatenlammer Dr. Franz Suppanlschitsch, Hilfsämterdirector A. Logcr, Reolitä. tenbesiher A, Malilsch, Handelsmann Emerich Mayer, Sla°t«anwalt«.Subftllut Lrnfi MUHleisen, Vejiil«h°upt, mann Dr. Nilter v. Vestenell und O. vamberg wieder» gewählt. Zu Rechnungsrevibenten wurden die Herren Max llren» ner und Joses Pre«n,z gewählt. — Nnträge seilen« ber Direction oder der Mitglieder logen nicht vor, baher bie Tage«» orbnung oer Veneralversammlui'g mit dem Wahlacte erschöpft war. — (Soiröe.) Da« gestrige «benbconcert der Regiment«-lnptllt im Vla « s »lon bei Lafino-Restanration w« nur mäßig btfucht. ' — llldvocatentag.) Di? händige Deputation be» lster-reichischen Ndvocatentage« hat die kanhe»hllnplft»dt Or»l «l» Ort für die nächste Plenarversammlnng im Jahre 1877 ge»«hlt und die« dem Nusschusse der dortigen Advocalenlammer mit dem Ersuchen mitgetheilt, bezüglich be« Zeitpunkte« für die Plenarver-sammlung einen Vorschlag erstatten zu wollen. — (Subscription auf bir Voldrente.) Auf die bekanntlich wehr al» dreifach überzeichnete österreichische V o l b» renttN'Nnleihe per 40 Millionen Gulden »urben bei ber lrainischen E»comptegesellschaft in kaibach im ganzen 140,000 Gulden gezeichnet. — (Güterverkehr w Uhrend der Weihnachtsfeier t a g e.) Um alle, bei einem großen Verlehre leicht mva-lichen Verfillße in der Zustellung der voraussichtlich sehr zahl« ! reichen Weihnacht«sendungen hintanjuhalten, hatdle Gü db » hn « gesellschaft ihre Expedite beauftragt, d»r««f zu dringen, daß die zur Ausgabe gelangenden Eilgüter mit einer deutlich gelchrie» denen und gut befestigten «dress« be« Empfänger» versehen werden und dil «dressen der zugehörigen Frachtbriefe nicht nur den Namen, sondern auch die Vezeichnung der Wohnung (Vtraße und Hausnummer) be« Empfänger« entHallen, «a» die Versender be» achten wollen. — (Deserteur.) Der Zugssührer ber l. k. VllnitNt»ab,hei-lung Nr. 8 in Laibach Martin Dobre ist am 24. v. M. abends au» dem hiesigen Varuison«lpitale entwichen. Derselbe»« mit ztasernarreft belegt und hat ein Tparlassebuch, welche» sein Eigenthum ist und auf 5 fi. Einlage lautete, auf 1800 ft. gefälscht. Er ist von Nltlacl, Vezirt Krainbnrg gebürtig, 25 Jahre alt, ledig, von Profession Kammacher, hat dunkelbraune Haare, bra«« Nugen, spitzige« Kinn, längliche« Gesicht; hat dermalen im Gesicht« einige Hautabschürfungen, welche in Heilung begriffen find, spricht deutsch, slovenisch und etwa« it«lieniscl>, ist 1 65 M. groß unb war mit «rarischer Viontur bekleidet. Im Vetretung«falle ist « an die Sanität«ablheilung in i!aibach einzuliefern. — (Steckbrieflich verfolgt werden:) I«k»b Kerzil au« St. Michael, Gemeinde Oblal, Vezirl kaa«. zuletzt al« Teichgräber beim Saveburchftiche beschäftigt, 30 Jahre alt, wegen verbrecherischen Diebftahl«. (lkrei«gericht 3ludolf«werth.j — Johann ilr » « ar oon Podberdo in ltrain, circa 40 Jahre «l», Uhrmacher, wegen DiebstahKverdachte«. (Vezirl«gericht Egg.) — Josef Stemberger von Gabiie, Vezirl Castelnuovo, »egn» »erbrechen« de« Diebftahl». (vtlirl«gerichl Laa«.) — Fran, Vöre« aus Gac«, 26 Jahre alt, Eiseubahn-Dinrnift, anch Lithograph, ist am 16. v. M. nach Verübung eine« T»iebst°hle« von 9457 fl. zum Schaben der l l. priv. üsterr. Staalseisenbahn« Gesellschaft flüchtig geworden. Für die Zuftandebringnng be» Thäler» und de« grvßeren Theile« der gestohlenen Geldfn«»« wirb eine Belohnung von 250 si. zugesichert. (Oberstadthanpl-m»»nhr d»rch ,«hl. reichen Vesuch und rauschenden Veifull seine rUckhalt«lose «n» crlennung zollte, ein gute« »ndenlen bewahren und da« leider nur kurze Gastspiel recht bald wieder erneuern. Im übrigen war die Aufführung oon ^Kabale und Liebe" für Laibach eine Muftervorfiellung, «lbfiesehen davon, daß wir, durch französische Delicatessen nach und nach der ein» fachen Hau«niann»tost deutscher Klusslcilät entwöhnt, doch immer M't Freuden nach dieser greifen, wenn sie un« wenigsten» in halbwez« genießbarer Zubereitung vorgesetzt wird, und abgesehen davon, daß b>e Schillrr'schen Dramen fast durchweg«, namentlich sc> we'l sie der sogenannten „Bturm» und Diangperiode" de» Dichter» angehören, da» «Vi« auf seine Unbeholfenhcit in «er Vewegung stet« al« eine schätzen«werlhe Kraft anerkannten, leistete al« „Wurm" VorzUgliche«, edenso Fr. Schubert al« „Lady Milford". wäh, «end Herr Unger al« „Präsident v. Walter" und Herr «ie. ger al« «Hofmaischllll v. Kalb" sich selbst übertrafen. Auch in den „ßeenhilnden" am Eam«lag theilte sich Herr ßrihsche al« Stotteret «Richard von ilerbrianb" mit Frau Lewin«ly in den Löwenantheil de« Nbend«. Von den anderen beschäftigten Damen und Herren, welche durchau« mit Vicherheit eintrat:» und an richtiger Stelle verwendet waren, «wäh»en »ir Hern Wallncr, der un« al« „Tristan" eine keistung darbot, die von dem jugendlichen Mimen, wenn er sich durch laute« Memorieren mehr Sicherheit in der Rede angeeignet haben »lld, immer einige» erwarten läßt, umso eher, je früher da« stürmische Auftreten, da« nur selten gerechtfertigt ist — etwa« ruhigeren Vewegungen plahgemacht hat. Für die heutige Veneficevolftellung unserer lieben«würdigen und um die Operette so hoch verdienten Directrice h»ffen wir auf ein dicht besetzte« Hau«. Fur die Veneficiantin stehen — wie wir hilren — die schmelchelhaftesten Ueberraschungen in Aussicht. Hus dem Schwurgerichtssaale. «ludolfswerth. 14. Dezember. «m 9. b. M. hatte sich der Realilätenbesitzer und Gaftwirth Johann DVornil von Muntendorf wegen Verbrechen« des Vetruges vor dem Schwurgerichte in Rudolf«werth zu verant» Worten. Die Hanplverhandlung fand unter dem Vorsitze de« kan» desgerichtörathe« Dr. Voj « la statt und wurde erst gegen 1 Uhr nach Mitternacht beendet. Die Anklage wurde vom Staatsanwaltssubstituten Dr. Galls vertreten, «ls Vertheidiger fungierte Dr. n. Wurzbach. Der Anklage entnehmen wir folgenden Sachverhalt: Im Jahre 1869 war Margaretha Gtrulelj beim Johann Dvornit al« Kellnerin bedienftet und scheint den Männern nicht abhold gewesen zu sein. Schon im Frühjahre entwickelte sich zwi> schen dem Dlenstherrn und der Kellnerin ein zärtliche« Vtlhälll ni«, welche« wiederholt zu traulichen Koseftunden führte. Diese waren in der Zeit seit 25. Juni bi« 22. Oktober 1869 sehr häu» fig und fanden insbesondere auch im Laufe des Monate« Juli 1869 statt, al« sich die Frau be« Dvornit in einem Bade aufhielt. In der zweiten Hälfte deS Monate« Juli machte Margaietha Strulelj die Wahrnehmung, daß sie in gesegneten Umständen sei, und theilie dies« Wahrnehmung dem Dvornit mit, welcher dadurch zwar nicht angenehm überrascht wurde, aber doch da« Verhalln»« noch fortsetzte, bi« Margaretha Strulelj gegen Cnde des Jahre« 1869 au« seinem Dienste trat und sich nach Laibach begab, um bort ihre Entbindung abzuwarten. — Von Laibach au» schickte dieselbe mehrere Vnef« an den Dvornil, in welchen sie denselben nm Unterstützung anging. Ebenso erhielt sie auf ihre vriefe Nnt> Vollschreiben, welche jedoch nicht von Dvornil, sondern von dessen Schreiber Franz Ljubi geschrieben waren. Endlich traf im Mo, nate Februar 1870 unter der Adresse der Margaretha Strulelj ein beim Poftamte Llgram aufgegebener und mit 30 st. beschwer» ter anonymer Geldbrief, m.d im nächstfolgenden Monate wieder ein solcher mit ebenfalls 30 st. ein. Am 21. »pril 1870 erfolgte die Entbindung der Margaretha Strulelj. Sie gebar Zwillinge, einen Knaben und ein Mädchen, welche unter gllichzeinger Entrichtung der Nufnahmetare per 105 ft, in dem laibacher Findelhause untergebracht wurden. Der Knabe starb in wenigen Wochen darauf, da« Mädchen aber wurde auf Kosten der Finbclanstalt in die Pflege auss Land gegeben und ist noch gegenwärtig am leben. Auch nach ihrer Entbindung schrieb Margaretha Slrulelj dem Dvornil Vnefe, in welchen sie Gelbunterftützungen verlangte; da aber solche nicht geleistet wurden, strengte sie gegen ihn die Vater» schaftsllage an. Der die«fällige Prozeß auf Nnerlennung der Vaterschaft und Leistung der Alimentationslosten wurde beim l. l. Vezirlsgerichte Gurlfeld durchgeführt, und da» darüber erflossene Urtheil vom 22. August 1875 durch den dem Geklagten aufgetragenen Haupteid de« Inhaltes: „Ee sei nicht wahr, daß er in der Periode vom 25. Juni bi« 22. Oktober 1869 und insbesondere im Laufe des Monate« Juli 1869 der Margarelha Strulelj geschlechtlich beigewohnt habe, und nicht wahr, daß er der Marga-retha Strulelj über deren Aufforderung zur theilweifen Deckung der mit der bevorstehenden Geburt verbundenen Auslagen den Vetrag per 60 fl. al« Vorhilft, und zwar im Monate Februar 1670 den Vetrag per 30 fi, und im nächstfolgenden Monate März 1870 ebenfall« 30 fl. einschickte," — bedingt. Johann Dvornil hatte diesen Eid rechtzeitig angetreten und am 21. Jänner 1876 auch wirklich abgelegt, worauf Margarelha Strulelj gegen »hn die Vetrugsanzeige erstattete. Die darüber eingeleitete Voruntersuchung förderte so gewichtige Ver« dacht«umstände zutage, daß sich die l. l. Staatsanwaltschaft veranlaßt fühlte, gegen Johann Dvornil die Anllage wegen Ver-brechen« dei Vetruge« im Schadenbeträge von mehr als 300 fi. zu erheben. Der Angeklagte leugnete hartnäckig, daß er der Margarelya Strulelj in der fraglichen M geschichtlich beigewohnt habe. ebenso stellte er in Abrede, derselben die oberwähnten zwe, Geld» br,efe zugeschickt zu haben; dagegen suchte er nachzuweisen, bah die Kellnerin Slrulelj in feinem Dienste Li«be«verhäl!n>fse mit verschiedenen Männern unterhalten und ihr einmal ein Mühl» lnecht geschlechtlich beigewohnt habe. Dieser letztere Umstand wurde allerdings von mehreren Zeugen bestätiget und auch von der Gtrulelj selbst zugegeben. «Nein diese sagte eidlich au«, daß ihr Dvornil einige Zelt später, nemlich in der Periode seit 25. Juni bi« 22. Oltober 1869 und insbesondere im Monate Juli I66U häufig geschlechtlich beigewohnt habe, und durch dic Aussagen der Zeugen Felix Pichler und Fran, üjubi, sowie durch die «riefe des lehtern wurde constatiert, daß Margaretha Stiulelj vor und nach ihrer Entbindung den Dvornil brieflich um Geldunlerftützungen anging, und daß dieser auch erllärte. er werde nach Laibach gehen und ihr Geld geben. — Dlese Veweismomente wurden überdies vorzüglich durch da« Gutachten der Sachverständig?« im Schrift» fache unterstützt, welche sich mit Veftimmthcit dahin au«Iprachen. daß die Schrift der der Margarelha Stiulelj zugeschickten zwei Geldbriefe von der Hand de« Johann Dvornit henühre. Den Geschwornen wurde vom Gerichtshöfe eine auf da« Ver« brechen de« Vetruges im Schadenbeträge von mehr al« 3N0 fl. gerichtete Hauptfrage und eine Evenlualsrage rückfichtlich de« Schadenbeträge« unter 300 ft. gestellt. Nach dem Plaidoyer de« öffentlichen Ankläger« Dr. Gall«, welcher die Bejahung der Hauptfrage beantragte, versuchte der Vertheidiger Dr. U. Wurzbach, vom civilrechtlichen Stand« punlle au«gehend, nachzuweisen, daß die Vatcrschaflsllage gegen seinen Clienten von gesetzlich nicht berechtigten Klägern angestrengt wurde und daß durch die Ablegung de« Eide« oouscite be« An» geklagten niemandem ein Schade zugefügt worden sei. Dr. Galls folgte in seiner Erwiderung dem Vertheidiger auf da« civilrcchlliche Gebiet uud bekämpfte »n eingehender, mit Erfolg »tgleiteter Rede »i« Rechtsanschauuilgen desselben. Nach lurzer Berathung der Geschworenen wurde durch den Obmann Dr. Josef Ri'ter ». S ° vinscheg der Wahrspruch ver« lllndet, welcher auf Vejahung der Hauptfrage lautete. Auf Grund diefe« Wahrspruche« wurde Johann Dvornil des Verbrechen« de« vetruge« durch Ablegung eine» falschen Eide« nach tzß 197 und 199 lit . St. G. sch u l d i g :r. lannt und nach §z 204 «nd 203 St. G. zu z w e ij äh r i g e m. mit einem Fasten in jedem Monate verschärsten Kerler verurtheilt. Neueste Post. Pest, 16. Dezember. (N. Wr. Tgbl.) Die Conferenz. Arbeiten nehmen nach übereinstimmenden Nachrichten guten Fortgang. Die Friedensbedingungen bieten leine Schwierig» leiten, die Gebietserweiterung Montenegro's wird auch von Oesterreich befürwortet, doch wird die Zutheilung eines Hafens oder freier Echiffahrt auf dem See von Stutari von Oesterreich abgelehnt. In der nächsten Sitzung kommt Vosnien, die Herzegowina und Vulgarien zur Sprache. Kralau, 16. Dezember. Nach einem konstant!» nopcler Berichte des „EM" werden die Eonferenzen in drei Acten sich abspielen. Gegenwärtig finden selbst für die Repräsentanten der Mächte geheime Unterhandlungen zwischen Salisbury und Ignatieff statt, welche ein Project ausarbeiten; hierauf folgt die Conferenz mit den übrigen Repräsentanten, in welcher dieses Project berathen werde« soll; endlich wird die Berathung unter Hinzuziehung Savfet und Edhem Paschas behufs der Lösung der fraglichen Angelegenheit welter gepflogen. Bukarest, 15. Dezember. Da Rumänien neutral verbleiben will, wird Rußland blos von den Eisen, bahnen Gebrauch machen, jtdoch lein Territorium besetzen; es verpflichtet sich aber die Donaulinle gegen die Türlei zu vertheidigen. Belgrad, 15. Dezember. Marlnovii ist von seiner Mission aus Rußland zurückgekehrt, und zwar, wie man sagt, ohne ein Ntsultat erzielt zu haben. Athen, 15. Dezember. („Trlester Zeitung.") Nam. hafte Geldbeträge werden von den Griechen in der Türlci zu Rüstungszwecken hieh:r geschickt. In jeder Griechen» gemeinde de« ottomanischen Reiche« besteht ei» Vcreln, Vyllogo« genannt, welcher mit Athen in Verbindung ist. Telegraphischer Vechselcours vom 16. Dezember. Papier . Ren»e 59 70. — Silber - Rente 66—. — I860« Vtaat«-Anlehen 109 2b. — Vanl-Actien 814 —. - M fl. 508.521; Staatsnoten fl. 4.436.469, Abnahme fl. 270.»^ ««compte fl. 130.638.557. Abnahme ft. 1.485.938; D°rleyl" fl. 27.811.100. Abnahmt fl. 81.600. Lalbach, 16, Dezember. Auf dem heutigen Markte find erschienen: 3 Wagen mit Getreide. 2 Wagen mit Heu und Tll°" 24 Wagen und 2 Schifte mit Holz (18 Kubikmeter). Durchschnitt«» Preise.______^. „.ill, st.!»«. > st.il^^ Weizen pr.Hrltolit. 10 24 10 98 j Vutter pr. Kilogr. ^ 80 ^ Korn „ 6 60 6 83 Eier pr. Stuck — 3 - Gerste „ 5 20 5 70 Milch pr. Liter " I" Hafer „ 3 75 4 37 Rindfleisch Pr.Klgr. - ^ " ^ Halbfrucht „ ------7 40 Kalbfleisch „ ^ „ ^ Heiden „ 6 40 693 Schweinefleisch „ -^ b2-^ ' Hirse „ 5 36 570 Schöpsenfleisch „ ^27^ Kulurut) „ 6 50 6 82 Hähndel pr. Stuck — 3" - ErdäpfeliOOKilogr. 4 10------ Tauben „ ^- " i!insen Hektoliter 13---------- Heu(neu)100Kilog. 3 b-^ Erbsen . 12---------- Stroh „ 3b- Fisolen „ 8---------- Holz. hart., pr. vier ^ Rindeschmalz Klgr. - 94 - - Q.-Meter - ^ ° A Schweineschmalz.. - 82-------— welche«, „ — - ^,^ Speck, frisch „ - 64------- Wein.r°th..100Lit. - - 24, - geräuchert „ —75-----! —weißer. „ ------^. Lottozichungen vom 16. Dezember. Linz: 3Ü 43 53 81 37. _________Trieft: 6 68 58 48 56. ____^ Theater. Heule: Zum Vortheile der Opern- und Operettensängerin 3»^ Fritzscht- Wagner. Madame Herzog oder: «^ Verschwörung zu Montefiascone. Komische O?1. n, 3 «cten von «llbert Millaud, deutsch von Iuliu« Hopp. ^ von I. Offenbach. Meteorologische Veovachtungen in ^aibach^. 7Ü7M«. 735.,« ^8.^3lW7^chw°ch^bewllltt' ! ^^, 16. 2 « N. 73».« ^. 7.» O. schwach bewilllt ^.' ^ 9.. «b. 782.« ^. 6,« SV. schwach bewölkt < "^ , 7U.Mg. 791.,« > 4.« SO. fchwach bewölkt - i 17. 2 „ N. 781.« -»- 4., SO. schwache bewölkt «?'" ' 9 „Ab. 731». »-3., SO. schwach! bewölkt "« Den 16. vormittag« leicht bewölkt; nachmittag« trübe, dilM abend« Regen. Den 17. nacht« Regen; tazMer unfreuntM rcgnerisch. Da« vorgestrige Iage«m Danksagung. > W stllr die herzliche Theilnah-ne während der 5"^' W W heil uud die zahlreiche Veiheilissiiug beim Leicht' W M begängnisse unsere« unvergeßlichen Verstorbenen, H"" W I Cart Tambornino, ! W spricht ihren tiefgefühlten Dank au« D D die trauernde Familie. > Nnrs^nli^i^t k»le«, 15. Dezember. (1 Uhr.) Die Vörse empfing d,e Nachr,cht von der so namhaften Ueberzeichnung der Goldrente mit der Vefriediauna, welche diese« i^s""" z <^^VH.s^,^v^».l^z. «regen geeignet ist. Nichtsdestoweniger war die Coursentwicklung leine gllnstige und blieb da« Geschäft limitiert, da nicht« aeschah. um der Taaesweculalion eine »«» " zn^geben, welche sie erwartet haben mochte. » ,-» , » i»' ^^^--M^ Velb wa« Ueirnar.) «"»te ^.....^,.^ ^.^ «l«' i3«........86«-- 265- » ^........10b— 10b 50 - ,3^ ,«.« ^.....ll'li 75 109 2b Un,. P"mien.iwl.-. ! : ' '^^ ««bit'L..........,6V— 168 50 »tudolf««L. . '--... ,«b0 187b VrlimitNllulehen der Stadt Wien V4 _ 9450 DanaucRegulienmge^ost . . 1^7^ ^.^ »omänen-Pfandbriefe . . . . 139 __ ,^^ oesterreichische Schahscheine. . 97.^ „770 Ung. <5,!endntiNl»nl.....98— 99^ Ung. Gchahbon« vom I. 1874 9, - 9z _ »nllhen d. Etadtgememdc Wien w v. ».........N2ki 9,7b «r»nd«ntlaftun«»-vblisati<»en. Mhmen..........100^' -'- «iederofterreich.......10>>'75 101 Lb »«Uzien. . .......8»'?" bs2u ««« »ua« Siebenbürgen.......7175 7250 Temeser Vanat.......7l - 72 — Ungarn..........88-50 84 - Nette« »«» V«»le». »«U> W>« «nglo.Vfterr. Vaul..... 70 ?b 7l — «rebltllnftalt........ 184 50 184 75 lieditanfiall. nngar..... 10175 102 — Escompteaufialt...... 66?»— «7b — iNmionalbanl....... 814 — 81b — Oeslerr. V«mtgesellsch«ft . . . —— — — Unlonbaul ........ 4675 472b «erftbr«»'»»! ....... 76— 77- Wiener Vanlvernn.....------ — - >etle» »«» tr«»»>«rt-N»ter»eh- m»»»styj, , B^,, IW50 »21 — «ell» V«, Galizische K<,rl«Lnbwig.«ahu . 199 - 19925 Kaschau-Oderberger Bahn . . 84 - 8450 Lenibera-Ejlrnowiheir Vahn . 110 50 111- Lloyd-Elsellsch. .... 809 - 8l1— Oetttrr. «oroweftbahn .... 117 — 11? b0 Rndols«-Vahn.......101-— 102 — Slllat«t>llhu........2k>9 b0 260 - Slldbllhn.........7635 7859 theiß-Nalm........16b 167— Ungar.-galiz. Verbindungsbahn 7250 7850 Ungnrische ^lordoftvahn . . . 865v) 87 — Ungaiischt Oftbahu.....80— 30 b0 Wiener Tramway.Gesellsch. . - — —- Vf«»dbriel«. «llg.öß.V°dtncredilanft.(i.V°lb) l06b0 107 — « » ^ (i.V.-V.) 8l0 Sb7b Prwritilte». «lifabelh-V. I. Em.....91 75 »2- Herd.-Nordb. in Silber . . . 10b «5 ,<6b0 Franz-Iofeph.Vahn . . . Vl 2b »1 b0 g950 10l)'— «al. «°rl.?ndwig-V.. 1. «m- «8 8»'2b Oeflerr Mordweft.Vahn H440 H5?0 GiebenbUrger Vahn . - 154 50 155' Vtaatsbahn 1. «lm. . - ' ' 116- 11650 Vildvahn ä 8«/. . . - ' . 927b 93-b',. . - ' . . -- - ^ Slidbahn. Von« '.'.. 5660 57'^ Nng. Ostöahn ' ' Vevtse». ».,^, .... bi 55 6l6b «luf deutsche PA»' ^ ,^.^^ ^^^ Bonbon, lanse «^".....^^9 b0'Lß Pari« . - ' «el>,«rte». 3,,ullche «eich«« Silbergulben. . 118.«b ^118.0s) - Kra»nilche Vrundtntl»stun