EINZELPREIS: wochentiCs 10 Rpt Samfttag-Konntag 15 Rpl woroutger Leitung Amtllehds Organ dot verleg und üenrlftleituhg: Marburg a. d. üfau, Nt. 6» Pefhfü!; 33^7, 25-68, 25-69. — Ab 18 Uhr (6 Uhr abenüfi) Ist dife S&hrlttleituitg tiur auf Ferüfut 28-67 erreichbar. — Unverlangte Zu8chrlft«ft WeWeti hicht rückgösähdt — e) AntfagiA ROekßöho bällegefi. t^oatscheckkonto Wien Nr. 64.608. Steirischen Helmatbundot fireeheint wöchentlich sechsmal als Mor^enecilung (mit Ausnahtiife der Sonn- n. Feiertage); i^eeugsp^eis (itti vofdus eählbaf) monatUcn RM 2.io einschl. Zustelt-gebühf'; bfei Llefetühg litl Streitbähd «uzüßlieh Horto; bei Abholen in der Ge-schShssttlle RM 2.-=-. — Antfei&en- und Bciugsbesteliungen in der Verwaltung, 9tr. 203 TttarDura a. 6. lOrou, Aimoiog. 19. Kttoufl i04i Si. 3af)r0ang Der Geheimbefehl eines Sewfetgenerals »Hinter cl«n kümptondAii SchUtien sind tehwdri» Matchin»ngew«hr* auftuitttlldn und all« nUchienden tu «rschlettm« Zeichen der Auflösung Nyr mit lMU«aiai«n Miitoln laut tliii w«it«r«r b6lMh«wihr>H i ..rtwiitfo , ^rwgssoniriseiniiefte« m der nröilen ^etzung flnrlcn soP, Die USA konnten die- nu .!! ^ ^ ,1 MUiMKH« des Buk sUdllch von Nlkol». .cn Vor diln,. umso Icichlrr einleiten aK -.i»J wlflisaltlcitt Feuer belem. Ein 'men Hnbei nn Oft utid Stelle die Möz- chert Truppen erleiden laufend schwere sowjetisches Schnellboot wurde dnfch lirhkpif trfitTnhnh iJf ,i. u i? sarnmen. In erfolgreichen Kämpfen, bO' Verluste. 8o wurde ein Tran^^norter der Vfittfrafidr if»trrt(tati «h > i t r» ?> d.Mn .ich die oSiflegcnheit der deut-, gerade «m Karvwtaduiwn ^2 Ic^ h. . ' schM W.Hen über die »chweren «owjeti- troffen, Er JerHrt »oforl In Brand. ' 1 Sd mIa. txploslon "lil l«"«""! Seite 2 >Marburger Zettuns:« 19. August 194f ' NuiTiTner 203 Das Ozeannianifest liat also auch in (dieser Hinsicht seinen Zweck, über tlie Schwäche der Plutokratien und über die vorhandenen Hausstreitigkeiten die Welt hinwegzutäuschen, nicht erreicht. Im Gegenteil, es hat Gelegenheit gegeben, einen lieferen Einblick in die Karten der jüdischen Hochfinanz zu tun. Die Verärgerung über diesen »dummen Streich«« Roo-sevelts und Ciuirchilis ist bereits in England und in den USA so groß, daß z. B. die »Daily Mail« selbst das Manifest ad absurdum führt, indem sie schreibt, nicht ci€r Nazismus allein müsse vernichtet werden, wie das Manifest vorschlägt, sondern Deutschland, ganz gleich ob es nationalsozialistisch oder konservativ oder sozialistiscli ist. Also selbst in linglan l J^iehf man ein, daß der Versuch, mit .>chv\indclhaften Karten zu spielen voM. kommen vergebens ist. Deutlicher kann der ganze Illusionsschwindel der Roose. velt'schen l:rklärung nicht enthüllt werden. Wie gesagt: Nicht nur wir, sondern {uich die neulrale und sogar die feindliche F'respe nuiß feststellen, daß die beiden '^[roßen Schauspieler Roosevelt und Cliur-i'hül bei ihrem Gastspiel auf dem Ozean i'incn völligen Durchfall erlilten haben. Auf einer kleinen Provinzschmiere müß. fen derartige Sclinu'^pieier über Nacht verschwinden. Die Plutokraten g!aul">en jedoch. auf der politischen Weltbüluie weiter Theater spielen zu können und ihr verpatztes Stück durch eine »Moskauer lüininge« verbessern zu können. Die Pleite ist aber so vollständig, daß se'bst der ge_ schickteste Regi'sseiir nicht mehr rettend eingreifen könnte. Was von diesem Oze-iintheafer wirklich übrig b'eibt, ist die harte Prosa, daß /wischen Kngland und der UdSSR ein Tan/ielien um die Hilfe-hrocken aus dem Weißen Hause begonnen hat, iingeaclitct des Umstan''es, daß diese Gaben ja ohnehin nur Geschäfte mit Shvlock bedeulcn ... Anklage gegen den Despotismus Stalins Offener Brief des ehemaligen Sofioter Sow|etgetandten Ratkolnlkow Sofia, 18. August »Jeder politische Schritt Stalins ist gleichbedeutend mit Lüge und Betrug; Stalin betreibt eine Politik ohne Ethik, regiert ohne Ehrlichkeit, und sein Regime ist ohne Liebe zu Menschen.« Diese beachtliche Feststellung ist einem offenen Brief entnommen, den der ehemalige Sowjetgesandte in Sofia, Raskolni-kow, nach seinem Austritt aus dem Sowjetdienst an Stalin gerichtet hatte, und der jetzt von der bulgarischen Presse veröffentlicht wird. Dieser Brief, der eine leidenschaftliche Anklageschrift gegen den bolschewistischen Despoten Stalin ist, verdient um so größere Beachtung, als er von einem alten und überzeugten Bolschewiken, einem Bewunderer Lenins und seiner Revolution, geschrieben wurde. Der Stalinsche »Sozialismus« habe, wie es in dem Brief weiter heißt, mit dem wirklichen Sozialismus so viel gemeinsam wie die persönliche Diktatur Stalins mit dem Begriff der Diktatur des Proletariats. Stalin habe alles getan, um das sowjetische Regierungsproblem ebenso wie den Sozialismus in Verruf zu bringen. Die wachsende Unzufriedenheit des Volkes Smolenskerelen um NIkolajew LONDONER GEISTERSENDUNG NACH DREISSIGSTÜNDIGEM LEUGNEN VielsrfipR Angriff'tat^pheii der deolschcn laftwafie B c r Ii Ti. IS. August. Die deutsche Luftwaffe setzte ihre v?elscltken Angriffsoper.ntlonen im Osten In der Nacht zum 18. August mit Kutem Frfolg fort. Einige Fhurplät/.e der Sowjets wurden mit zahlreichen Bomben belegt. Hierbei wurden Flngzeiiehallen zum Einsturz p:ebracht und mehrere Flurzeuge am Boden zerstört. Auf einer Eisenbahnlinie wurde ein Transportzug zum Entgleisen! Kehricht. Bei einem Störangriff auf Moskau entstanden einige Brände im Südteil der Stadt. Auf dem Dniepr wurden ein Kanonen-hoot imd zwei kle'nere Schiffe der Bt>l-schewlsten ve-senkt. Im finnischen Meerbusen wurde ein sowjetisches Handelsschiff von etwa lO.OOfl hrt d'Tch Bombentreffp-r schwer beschädigt. Ein entst«nndener Feuerherd hreitete sich rasch aus nnd nach lenj Fau' f ncn Krieg an: s'e sitiicf^ -n mi' liren MO*'* wähl OS n der Oegcnii he um, bis eine deutsche Ku^el ihnen das Hamiwcrk legi. Von Kriegsberichter Bernd Poleß ^ Fußbreit um Fulibreit wird erobert I Diese Wochen am Feinil sind ein neuer ,Ruhm für unsere Infanterie. Fußbreit um FuRbrcH haben unsere Soldaten die^-en j Abschnitt iler gewaltigen Front erobert, iMit unendl'chen Mühen arbeitete der Troß 'sich ihnen nach. Die Fahrer haben tolle Leistungen vollbracht. Trotzdem mußte ein Stück trockenes Brot oft die Nahrung des ganzen Tages sein; die Feldflaschen waren leer, aber den Feind ließen wir n'clit los. Bei diesem todverachlenden Einsatz gab es schmerzliche Verluste und mancher frische Hügel stellt als Wc.n;-marke der Straßen, die dns Regiment sich 'Uirch Sumpf und Sand bahnen mußte Sieg und Zukunft sind unser! Als ich im Abenddunkcl den Sammelplatz der Gefangenen verließ, dieser bunten Horde aus allerlei Rassen, abgerissen und übelriechenil, saßen unsere Jungen*^ am Rande der Fe'der. Wohl waren sie müde, und wohl zeigten die Gesichter und Uniformen die Spuren dieser Woche. Aber der letzte Sclie-n des verglühenden Tages erhellte (jesichter, die in Kämpfen einantler brüderlich ähnlich geworden schirnen. Was sie aber so ähnlich macht, ist der Glaube einer erwachten Nation; er niacht d'p Augen hell und die Herfen bereit, zur Hingabe his zum Tod. Sie verbürgt den Sieg und die Zukunft. Deutsche Waffentaten Sowjelsche Aufklärungsgruppe vernichtet Gescheiterte ErkunduiiKSvorstÖBc über den Dnjepr u r 1 i n . IS. Aus'ii-^l. Die von den deutschen Iruppeii über den unteren Dnjepr xeworfenen Bnlsciie->Usten versuchten an einzelnen Stellon, FrkundungsvorstöUe Ut)cr den f luU /u unternehmen. Alle AnKriffsversnchc wurden von den deutschen Einheiten vereitelt. Audi am 17. Au«:ust setzte eine s'.)\v-jetisciic Aufklärumtsgruppe in Stärke v*)ste11e eingesetzt war, ilie Leitung des deutschen Artillcriefeuers trotz der in bedenkliche Nähe krunmenden Bolschewistcn und de heftigen sowjetischen Artilleriebeschusses Obwohl der Gefreite erst seit wenigen Monafeil Soldat war, lenkte er mit großem Geschick das Feuer seiner Batterie Durch seinen unerschrAVashinglon gentreten. Post« das Programm zwischen Roosevelt und Churchill als Ausdehnung der Monroe- Doktrin auf die ganze Welt. Fortan müßten die englisclisprechenden Länder in 'der Welt für Ruhe und Ordnung sor-genl Andere Kommentatoren wissen zu berichten, Roosevelt habe, als er in der gemeinsamen Erklärung von einem »dauernden System der allgemeinen Sicherheit« sprach, die Stellung beider Hemisphären unter d'e Polizeiaufsicht Ent^land-. und der USA vorgeschwebt. Dazu, so sagen diese Kommentatoren, sollten offenbar die drei Millionen USA-Soldaten verwendet werden, die fetzt- größtenteils zweieinhalb jähre »notfalls natürlicli länger« — be? den Fahnen gehalten würden. Größere Offenheit über itie wahren Ziele, die Roosevelt und Cluircliill bei Verlautbarung ihrer Programmpunkte beherrschten, kann man nicht verlangen .Alle Völker der Welt unter der Polizeiaufsicht einer Clic]ue, die repräsentiert wird durch den Freimaurer Roosevelt und ilen plutokralischen Hasardeur Cliurch H. der bereits das britische limpire m di" Hände der Wallstreet gespielt hat. Und nun erhebt [uda den Weitherrschaftsan sprncli! Wenn d'e Milcrialseiuhi-qe»' ^!ord'^merikas tvcht ;<''s'-cirhcn, il'inn so' 'en Millionen innrer .\merik"iner ivar schieren. Alle Mittel bedenkenloser Agi tatioii werden eingesetzt, um das Volk Uniliehrunii der Bepriife Bern. IS. August. Die britische Zeitung '>!^cvm)lds News« schreibt in einem »Die Botschaft an .Moskau« betitelten Artikel. Roosevelt und Churchill seien die f-'Ohrun.ü: der ^weltweiten, volkstüinl'chen Front der reieu V(")ll\cr« die ^^icli nach der Freiheit seliiiteii Sie alle seien «feierlicli verpflichtet« den Na "'onals ^zialismiis und mit ihm die wirt^.:liaftliche Armut und oziale 1'nsiv.iicr!icit. welche die Tyran-lei stark werden licHcn. zu vernichten Die deutschen Soldaten, die den wirt-cli'iitlichen \?ifsch\^'um: neutschlands 1 verbreiteten Aufruf bekannt geworden, in dem der französische Verrätcrgeneral Cartoux den traiizösi-schcn Streitkräften in der Levante mitgeteilt hatte, dall er sie unter sein Kommando nehme. Die franzIVsistiie Re.i;ie-luiig macht darauf aufmerksam, dall i'iir Grund der Waifcnstill^tandskonvention ledcni französischen Soldaten in Syrien die .Möglichkeit gelassen wurde, sich nach Frankreich repatriieren zu lassen. Entgegen diesen Abmaclmn;.icn werde nunmehr ein Druck auf die französischen Soldaten ausgeübt, um sie den Streitkräften General de Gaulles anzuschließen. Eiiiilaiid Iiat seine \'crträ5ie noch nie gehalten. Fs niaclit jetzt »natürlich < aach bei seinen früheren Hundesjicnosscn keine Ausnahme. Auch ein Roosevell-Rekord Höchstes Stencraufkonimen in der Geschichte der USA W a s Ii i n g 10 n . IS. August. Bei den Verhandlungen des Finanz-ausschusses des Senats über die von der RooseN elt-Regierung angeforderten drei-einliaib iWilliarden Dollar zusätzlicher Steuern für das neue Haushaltsjahr erklärte Bundessteucrkoinmissar Helvering, dalt während des am 30. Juni abgelaufenen Haushaltsjahres 7.3 Milliarden Dollar Bnndessteuern eingezogen wurden. Dies sei das höchste Steueraufkommen in der Geschichte der USA. Das nordamerikanisclic Volk mul.! also die Kriegshetze Roosevclts teuer bc/ah-Icn. Nicht luiinteressant sind da \'er-glcichsziffcrn. Im Hau>ha1tjahr P,U9;-ti) betrug nämlicli das Steueraufkommen in den USA 5.3 (Milliarden Dollar. Im Weltkrieg wurde der höchste Jahresstcuer-betrag mit .^.4 Milliarden Dollar erreicht. Die Bevölkerung der L'SA zahlt demnach lieiitc bereits um fast ein Drittel mehr Steuern als zu einer Zeit, da Nordamerika tatsäclilicli im Kric.!.i:e stand. Nicht übersehen werden darf ferner. dalJ in dem Stcucraufkonunen für das abgelaufene liaushaltjalir X'crbrauchsstcuern eine sehr wcsentliclie Rolle spielen. Das lieil.U. daf^ der überwiegende Teil der Steucrjielder der .Ma>se der arbeitenden r5cv(ilkeruiig aus der Tasche sjezogen wird. Zehn Millionen Plund in den Rachen des Bolschewismus Churcliill zahlt aus USA gepumptes Blutgeld Newyork. IS. August. Wie United Prell meldet, wurde in London die Unterzeichnung eines Kreditabkommens zwischen England und den Sowjets amtlich bekanntgegeben, l.s sieht neben Materiallieferungen an die Bol.schewisten eine Anleilie von zehn Millionen Pfund Sterling bei 3 v. H. Zinsen mit einer Frist von fiint Jahren \ or. Das Abkommen sagt die Gewährung weiterer Kredite zu, wenn die /elni Millionen aufgebraucht sind. Der »New York Daily Minor« veröffentlicht diese Meldung zusammen mit einem Wa^hingtoncr Bericht über Pläne zur Gewällrumr weiterer zehn .Milliarden Dollar für Zwcckc der Fnclandtiilfe, Das Blatt bringt die Mciduilireii unter der Obcrsclirift: Doppeltes Spiel Wechsel in derleiliino desdeulscnen Ansland-Instituis Stuttgart. IS, August Zum neuen l.eiter dos deutschen \us-!and-liistituts in Stuttgart ist Dr. !lcr-nuinn Rüdijicr berufen worden. Dr l^üd^-ger. der während der letzten be^!;n Jahre im Feld- und l^rsatzlieer als ll.v.ipt-iiuuin nktivon ^\ilitärdic^st geleistet bat. war bisher schon stellvcrireteiidcr Leiter des Instituts Der bisherige Leiter de^- Deutschen \usland-lnstiluts. Direktor Dr Csaki. übernininit den wissen-^chait'ichen \usbau und die Intcnsivie-■uu.ü: der ■\nslandskuiidc namentlich in ''•ahmen der Arhe'tsy:eni'Mnschaf' Tü? ' nslandskunde an ilen \viirltein*ij!"gi-:hen Ii chsclinlcn sow'c J'e Neiiplnnung les ausland>kundliclicn iMuseunisw c-scns. Serte 4 »Marburger ZeftuTiK« 19. Augrust 1941 Nimmicr 203 Timoschenkos blutiger Aufstieg Der scchundvicrzißjührigc I.ügcninar-schall von Sinolcnsk stammt aus einer iir^prünKlich reichcn Baucrnfamilic aus I'urnianka in Bcssarabicn. Er beendete je-Joch nicht einmal ilie F.'ementarschulc, sondern warf die Bücher weg und wurde — Stalijunge. Bei F-ieginn des Weltkrieges wurde er deshalb in ein Reiterregiment gesteckt. Disziplin war nicht seine Sache. .Als ein Offizier ihn tadelte, stürzte er sich auf ihn tmd erstach ihn. Er kam vor das Kriegsgericht und wurde zu mehreren Jahren Kerker verurteilt. Die Revolution von 1017 befreite den Sträfling. Simeon Konstantinowitsch Ti-niüschcnko hafte keine Ahnung vom Konmumismus, aber da er von den Bolschewiken befreit worden war, hielt er sich zu ihnen. Man machte ihn ohne viel Federlesen zum Major und schickte ihn .m das Schwarze Meer, um die weiße Ar-niee zu bekämpfen. Timoschenko war gänzlich ungebildet, er lernte erst spä-, ter Le.sen und Schreiben, aber für eine i sowjetische Kavallerieschwadron war er der rechte Mann. Tür u ußte seine Solda- i ten in Furcht zu halten. Einen der pollti- i sehen Kommissare brachte er mit eigener, Hand um, weil er sich seiner Anordnung • widersetzte. In Zaritzyn fiel er Stalin auf, ! der ihn zum Oberst machte und ihm seine persönliche Freundschaft schenkte. So wurde Timoschenko schon mit 35 Jahren Divisionsgcneral. lOer furchtbaren »Rei-"iSungsaktioiK v(jn Stalin entging er als dessen persönlicher Freund. In zehn relativ ruhigen Jahren machte Timosclieirko allerhand Studien, auch im Ausland. Die militärische Kraft des deutschen Heeres ini'ponicrte ilwii unigeheuer. Aber er wußte auch die Clelegenhoit zum Aufstieg weiter gut zu mutzen. Als 1037 der Oeneral Jaki erschossen wurde, wurde er zum Vizekoinmandanten der Militär-zonc Kiew ernannt; als am Ende des gleichen Jahres General Kaschiriii einem Genickschuß verfiel, wurde er Kommandant der Militärzone Nord-Kaukasus und im Jahre 193H nach der Erschießung des Generals Dubowoy Kam.nia.idant der Zone Charkow, so daß nian im Sowjetheer zu sagen pflegte: »Welcher Oeneral muß in diesem Jahr erschossen werden, damit Timoschenko befördert wird? Als KommaiKlant der Zone Kiew besetzte Timoschenko 1030 Polen. Man erinnert sich, welches blutige Gemetzel sofort in der Bevölikerung angerichtet wurde. Als im Winter 1030 die Generale Meresclvkow und Stern im finnischen Kriege scheiterten, übernahm Anfang Februar Timoscheniko den Befehl über Ka-relien. Sein Nanic wurd^ dadurch in der SO'Wjctunio.i berühmt, mehr als der des Trunkcnboldes Woroschilovv. Als Kriegsniinister führte Timoschen^ko sofort einen Verdienststern aus Gold, Platin und Brillanten für sicli und die anderen Marschälle ein. Er reorganisierte das Heer — die politischen Kom.missare wurden abgesetzt, bakl aber, wenn auch mit geänderten Machtibefußnissen, wieder eimgesetzt. Eine scharfe Disziplin setzte ein; sogar die Formel des Sowjet-E des wurde geändert. Sein Hamptinteresse galt jetzt der Vorbereitung des Krieges mit Deutschlan-d. Er wurde einer der Haupt-yertreter der sowjetischen Angriffs- u^nd Überfallstaktik. Welche tSellung er nach ihrem blutigen Fehlschlag noch in Stalins Gunst •einnimmt, läßt sich natürlich nicht sagen. Jedenfalls hat Marschall Timoschenko bei den Erschießungen der Ge neräle seine Rechnung gefunden. Er ist auf diesem blutigen Wege zu immer höherer Macht gelangt. VOLK und KULTUR Festspielserenaden in Salzburg Obwohl das Fests>pielhaus mit den Opernaufführungen unbestritten im Mit-telpun'kt der Salzburger Sommerveran-staltungen steht, verlockt die Stadt, ihre Landschaft und ihre Geschichte dazu, künstlerische Darbietungen auch untor dem freien Himmel dieses gesegneten Landes auszuwerten. Musik scheint diesn Landschaft gezeugt zu haben. Deshalb drängte schon früh die Kunst hinaus aus Palästen und Schlossern und suchte die Nähe der ihr verwandten Natur. Im Park von Hellbrun steht noch heute jenes imposante Steintheater, das durch Auswaschungen der Salzach und vorsichtig nachhelfender Menschenhand den heroischen Opern des Barock einen stilvollen in den Felsen gehöhlten Schauplatz gab. Eine Tafel versichert, daß hier am 31. August 1617 die erste Opernaufführung auf deutschem Boden stattfand. Auch im Garten des Schlosses Mirabcll zeugt ein Heokentheater im Stil des 18. Jahrhunderts mit tief in den Boden eingel^assenen Orchestergraben von früheren Freilichtaufführungen. Nicht geringere Anregung bot insbesondere der konzertanten Musik die Architektur der Salzburger Paläste und Bürgerhäuser. Sie war der ideale Rahmen für die Serenadeniimsik des 18. Jahrhu.nddrts. An diese Tradition knüpfen die gegenwärtigen Festspiele an, die neun Serenaden im Hofe der Residenz vorwiegend dem Schaffen Mozarts widmen. Die Zeit schien um 165 Jahro zurückgedreht zu sein, als hier dir Haffner-Serenade — gespielt vom Mozarteum-Orchester unter Willem van Hoogstraten — mit ihrer glitzernden Galanterie, ihrer zarten Empfindung und vertraulichen Ansprache einer Salzburger Schönen aufklang. So mag damals am 21. Juli 1776 die Stimmung gewesen sein, als der zwanzigjährige Mozart diese achtsätzige Hochzeit^komiposi-tion am Polterabend der BUrgermeister-tochter Elisabeth Haffner aufführen ließ und vielleicht selbst im Andante und Menuett mit der selbständig geführten, zärtlich kosenden und dann virtuos aufrauschenden Solo-Violine (die jetzt Kuit Schäffer spielte) seinen Glückwunsch darbrachte. Indessen vertieft sich der verlöschende Abendhinimel in das samtene Nacht^blau, auf dem die Sterne funkeln. Die hohen toskanischen Pilaster des Residenzhofes werfen Schatte.T unter dem Licht, das vO'm Orchester her an die Kapitelle strahlt. Der MonumentalibPunnen mit dem kämipfenden Herkules tritt in die schützende Tiese des Portikus zurück, und wemi die Mufiik leise klingt — wie an einem .Mozartabend des Mozarteum-Quar-tetts — dann dringt Uber die Vorderfront des Residenzgebäudes wie ein Perpetuum mobile das sanfte Plätschern jenes Brunnens herein, der draußen auf dem Domplatz au wasserspeienden Roßen und dem Munde ei.ies Trltonen die sprudelnde Flut von Schale zu Schale fallen läßt. In seinem traulichen Rauschen verslnikt die Zeit, und die Italienische Renaissance der architektonischen Formen, die Grazie mozartscher Rokoko-Serenaden oder Quartette, und die Stimmung der feldgrauen Teilnehmer dieser abendlichen Feierstunden klingen zusammen im zauberhaften Erlebnis Salzburger Festspielserenaden. Johannes Jacotoi. „Ein Schandfleck, teutsch zu denken?" Ein Brief des jungen Mozart Tausende und Tausende deutscher Menschen strömen in diesen Tagen in das Festspielhaus, in das Mozarteum Salzburgs und lauschen in staunender Bewunderung dem Schaffen des Sonnenkindes der Musikgeschichte: Wolfgang Amadeus Mozart. Berauscht von den Zaubertönen seiner Opern, denken wenige an die schweren Kämpfe, die der frühvollendete Jüngling durchkämpfen mußte, bevor er die deutsche Oper in Wien und schließlich in der ganzen Welt durchsetzen konnte. Während Italien und Frankreich schon im 17. Jahrhundert ihre nationale Oper besaßen, war um die Mitte des 18. Jahrhunderts eine deutsche nationale Oper noch in weiter Sicht. Die musikalische Schaubühne Deutschlands an den Höfen und in den Städten stand unter Alleinherrschaft der italienischen Oper. Die Aussichten für eine deutsche Oper waren jämmerlich. Lassen wir den betrübten jungen Mozart aus einem Brief an seinen Freund Professor Anton von Klein sprechen: »... Nachrichten, die zukünftige teut-sche Singbühne betreffend, kann ich dermalen noch keine geben, da es zur Zeit noch sehr stille hergeht,.. Nach den bereits gemachten Anstalten, sucht man In der Tat mehr die teutsche Oper gänzlich zu stürzen, als ihr wieder emporzuhelfen und sie zu erhalten. Meine Schwägerin Inge nur allein darf" zum teutschen Singspiele. Die Cavalieri, Adamberger, Tey-ber, lauter Teutsche, worauf Teutschland stolz sein darf, müssen beim italienischen Theater bleiben, müssen gegen ihre eigenen Landsloute kämpfen! Die teutschen Sänger und Sängerinnen sind leicht zu zählen. Und sollte es wirklich so gute als die benannten, ja auch noch bessere geben, so scheint mir die hiesige Theater-dlrektlon zu ökonomisch und zu wenig patriotisch zu denken, um mit schwerem Geld fremde kommen zu lassen, die sie hier im Orte besser, wenigstens gleich gut und umsonst hat. Wäre nur ein einziger Patriot mit am Brette, es sollte ein anderes Gesicht bekommen! Da würde viel-, leicht das so schön aufkeimende Theater zur Blüte gedeihen! Wäre es ein Schandfleck für Teutschland, wenn wir Teutsche einmal mit Ernst anfingen, teutsch zu denken, teutsch zu handeln, teutsch zu reden und gar teutsch zu singen?... Hans Haring Die Winterkonzerte des stei-« rischen Landesorchesters Außer den regelmäßigen Konizerte.i in den steirischen Kreisstädten anläßlich der Musiktage wird das steirische Landesorchester mehrere Konzerte geben. Neben den vier Orchestertcomzerten werden in Graz wie im vergaingencn Winter wiederum zwei Chorkonzerte gemeinsam mit dem Chor der Mtifiikhoohsch'ifie und der Landes-musikschufle stattfinden. Das erste im November bringt Werke von Reger, Brahms und Pfitzner, .darunter die Grazer Erstaufführung des Regcr'schen Chorwenkes »Der Einsiedler« und Hans Pfitzners Chorphanrtasie »Das diuntkle Reich*. Für das zweite Karzert im März 1942 ist Joseiph Haydns »Schöpfung« vorgesehen. Als Solisten sind außer führenden Gra-« zer Kräften eine Reihe bedeutsamer deutscher Künstler verpflichtet worden, die zum Teil z-uim ersten Male in Ora® aiiftre-ten. An zeitgenössischen Werken kommen zur Aufführung Kurt Hessenbergs »Kleine Suite«, Kar! Hoellers Cenibaioko'nzert und Lieder für Alt und Orchester. Besonderes Interess'e dürfte die Orazcr Erstaufführung von J. S. Bachs »Kunst der Fuge« in der InstrumentieruThg und Ergänizun-g von Kar! Hermann Pillney finden. Oleiser. Ein seltener Grflberfund Im Zuge dt:r seit mehreren Jahren statt-* findenden Grabungen in Linz a. d. Donau wurde auf einem germanischen BegrÄb-nisplatz der bisher wertvollste funid go macht. Man legte das Grab eines germa--nischen Kriegers frei, in dem man wert-« volle kulturgeschichtliche Funde machte. Der Krieger ist in einem 210 om lamgen und 90 cm breiten San^e beigesetzt und liegt in der Ost-Westrichiung auf dem Rücken. Zu seiner Rechten liegt die Spatha, das 90,5 cm lange eiserne Langschwert, an dem noch Spuren einer höl-Zwirnen Scheide haften. Das genmanische! Kurzschwert liegt auif der liniken Seite des Kriegers, ist besonders wuchtig und hat aHein ei.neti Griff von 21 om Länge, die Klinge ist 5 cm breit. Zur Linken liegt der mächtilge Holzschild, Der Gürte! ist reich verziert. Als einziger Bronizefund gilt eine kleine Gürtelschnalle. Besonders wertvoll aber ist ein silberner Gegenstand, auf dem in primiitiver Ausführung ein Mann und eine Frau dargestellt sind, wahrscheinlich ein Fruchtbarkcits-Amu* lett. Verlanget Uberall dl« ..MARBURGHt ZEITUNO" Die schwarzen Pferde Roman von Tar|ei Vetaat (74. Fortsetzung) Anibros hört zu. Warm loht es hinter ilen Worten, hinter den einfältigsten Liedern — es ist ihm, wie wenn ein Vogel vorübcrflögi.' oder wie das Geklingel der Schlitten, die im weichen Schnee an seiner Tür vorübergleiten. Lciv singt nicht mit. lir weiß, wie elend sich der Vater fühlt, wenn er sich so zusammenkauert. Kclil wird in diesem Augenblick auch stutzig. »Sollen wir lieber still sein, Ambros?« yNcin, sing nur, Ketil, solange du singen kannst! Dann hörst du so auf.« >Üu sitzest da, als ob du Schmerzen hättest«, sagt Ketil. >'Kümmcre dich nicht darum, Ketil, sing nur!« sagt er laut, um seiner Qual mit reinem Laut Luft zu machen. Ketil zögert. )^Sing!« F.s klingt wie ein Peitschenschlag. Ketil tut, um was er gebeten ward. Er sing, singt das schlichte Lied eines jungen Burschen: »Liv Lisle, komm zu mir, muß doch erzählen dir, wie lieb du bist! Ktmnie ich liMbon dich, wie würd' ich freuen niichl Sag mir doch balde ja, Herzliebchen du!« Die drei Burschen haben jeder sein ßild vor Augen. Leiv sieht Frida, die Liebe, Süße. Olav und Ketil sehen auch jemand, ganz geheim und verstohlen. Und Anihros? »Sing!« sagt er laut. Ketil fährt fort, und als er fertig ist, sitzt Ambros ganz still und nickt, ruht aus, es ist für dieses Mal überstanden. Draußen im Flur klingen Schritte, die Treppe hinauf. Kjell und Frida sind gekommen. Gleich darauf steht Frida im Laden und fragt, ob Olav noch nicht fertig sei. Das Abendessen drüben sei fertig. »Sie kommt nur her, um sich Leiv anzuschauen«, sagt Ketil und macht einen Schmollmund. — »f;r baut sich jetzt ein Nest, weißt du das, Frida? Komm her, riech einmal an ihm! Er »dampft blos so von lauter Fichtenholz und Nordwind.« Der Stachel ist nur schlecht verhohlen. Ambros rafft sich auf und begibt sich nach oben. Ketil bekoninU noch einen Blick, der ungefähr sagt: jetzt bist du besser still, Junge! Bei den ersten Frühlingsstürmen muß Olav sich um einen neuen Gehilfen umsehen, Ambrns kann nicht mehr. Einige Wochen noch steht er in halber Benommenheit hinter dem Ladentisch, will nicht nachgeben, und damit hält er sich auf-.wht. Sie bittet» ihn, doch Vernunft anzunehmen. Halvnr Flaa prescht herein und sagt es ihm mit gmb-ehrlichen Worten. Prager saj;! dasselbe, wenn er kommt und seine Ware absetzt. Aas kommt aus Da-lakvam und hält in Förnes Nachschau, in Wirklichkeit aber zu dem Zweck, um Ambros seine Meinung zu sagen: »Wenn du noch durchkommen willst, dann heißt es achtgeben.« »Mein Lieber, von mir ist nicht mehr viel übrig. Wie hast du Förnes instand gefunden?« »Wir warten nur darauf, daß du wieder auf den Hof zurückkomst«, sagt Aas. »Raff dich auf und denk lieber an das, statt daß du dich hier erschöpfst und halb umbringst, und mach vor allem Schluß hier im Laden!« »Ist es mir nicht gegönt, für uns zu sorgen, solange es eben geht —?« »Schöne Worte!« nickt Aas. — »Hast du dir die Pferde jetzt einmal angesehen? Die erwarten dich auch.« »Ja, was war den das für ein Einfall?« sagt Ambros plötzlich gutgelaunt. »Alle zulassen _.« Aas sagt: »Über das Geschäft freuen wir uns unten in Dalakvam heute noch.« Amibros fragt unsicher, voller Besorgnis, die er nicht zeigen will: »Werden die immer dableiben?« »Ja«, nickt Aas. Da schluckt Ambros schnell ein »Danke!«, das sich vordrängen will. So geht es noch ein paar Tage in verbissenem Trotz weiter, dann bricht er zusammen, so, daß von Wollen oder Nichtwollen keine Rede mehr sein kann. Er liegt im Oberstock des Kaufmanns-ladens von Nornes. Hat I.isle um sich, fragt sie nicht, warum sie dio» und das tut. Er weiß, sie tut es aus Mitleid. Kjell ist tagelang fort. Und ebenso Leiv. Leiv kommt sipät abends von def Arbeit und hat sein Essen mit. Draßen ist Schneematsch. Mitunter stürmt es, daß das Haus bebt. Regelt wäscht die Scheiben. Dann wieder eine Böe mit großen, nassen Schneeflocken. Da und dort sieht man einen Fleck bloße Erde. Ambros hat sich dicht am Fenster eingerichtet und kann von hier aus einen Hügel und ein Stück Wald sehen, ohne die leiseste Bewegung machen zu müssen. Die Wipfel der Bäume sind lebendig, der Wind weiß gleichsam nicht, was er sich alles an Unsinn ausdenken soll. Der Tau frißt Flecken in den Hang wie ein Pferd am Pflock. Ambros merkt es sich am Abend; jetzt ist er da, frühmorgens ist er dort. Dann verliert er die Geduld und reißt den Pflock heraus. Ambros hat Zeit genug, um sich solche Vergleiche auszudenken. Wenn Schlafenszeit ist, rennt Kjell vorbei und hinein in seine Kammer. Und da bist du, Lisle! Diesen Gedanken kann man den ganzen über ßanz still bei sich tragen: da bist du, Lisle! Lisle schreibt einen Brief. Es taut jetzt an allen Ecken und Enden, die Nässe tropft und singt. Da schreibt Lisle an Viv, sie soll kommen. »Dein Vater ist so krankj daß er es wahrscheinlich nicht mehr lange machen wird.« Durch die Türen dringt der Geruch von Ackercrdc, es gibt keinen besseren au# der Welt. NutraneF 303 .F »Marljurger Mkangn 19. Xusrusf IWf Sdtc 5 AUS STADT UND LAND uiiiiiiiiinniiitiiiiiiiiiiiiiiiHiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiutiHiiiiiiiiiiiiiiHiiDiiiiiiimiuiiuiiiuJHiiuuMuiimiiHiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiniiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii^ Der neue Weg 3um Cel)rer Charakterliche und körperliche Eij^enschaften entscheklen, nicht trockenes Schulwesen K«in* Angst vor R«gontag«n! Ferienwetter ist immer Glückssache. Manche haben den Sommerurlaub schon hinter sich, für andere fängt er erst an. Dann pflegt man herumzurätseln: Habe ich üluck, wird die Sonne scheinen _ oder habe ich Pech und Regen? Dabei muß einmal grundsätzlich festgestellt werden, daß die Ferienerholung nicht ausschließlich vom Sonnenschein abhängig ist. Gewiß pflegt Sonne die Erholung zu unterstützen. Wer zwei Stunden lang im Liegestuhl in der Sonne gelegen hat oder sich im heißen Sande am Meer brauen läßt, fühlt sich sofort derartig »durch-5onnt«j sieht dazu noch im Spiegel die erfreuliche Bräunung der Haut, daß er vergnügt vielleicht schon nach zwei Tagen eine fabelhafte »Erholung« feststellt. Diese rasche Bräunung durch die Sonne ist aber natürlich nur eme oberflächliche Tünche und hat mit dem eigentlichen Er-Jiolungsprozeß, der Entspannung und I^Jeukräftigung des gesamten Organismus nichts zu tun. Dieser aber geht an trüben Tagen, la sogar bei Wind und Regen ganz genau so vor sich wie bei schönem IWetter. Ganz sicher hat schon mancher .von uns die Erfahrung gemacht, daß ihm einmal die Ferien vollkommen verregneten und er trotzdem ausgeruht und frisch und munter wieder helmkam, viclleichl rieht so braun wie in anderen Jahren, auf alle Fälle aber mit blanken Augen und frischerer Gesichtsfarbe. Darum sollen uns auch kühle, regnerische Ferientage, die etwa kommen könn-Sert, nkht schrecken. Es gibt sogar viele Ärzte, die feuchte Regenluft namentlich gegen allerlei Hals- und Rachenerkrankungen als bestes Heilmittel empfehlen. Die von Feuchtigkeit durchsetzte Luft wirkt bei der Atmung ähnlich wie das Inhalieren — wobei es allerdings dann wertvoll ist, daß man möglichst allein einen solchen Regenspaziergang macht, ^daß ruhig gleichmäßig dabei geatmet ^ird. Auf alle Fälle wollen wir uns in den Ferien, auch wenn einmal unfreundliche Regentage kommen» nicht davon abhalten lassen, täglich soviel wie möglich im Freien zu sein. Man könnte garnichts Ver-](ehrtercs tun, als sich etwa an solchen iTagen stundenlang in Lokale zu setzen, .■womöglich noch in überfüllte und verräucherte Lokale. Nein — wer Urlaub hat, muß diese Tage, die ja gezählt sind, bes> ser anwenden, und da heißt es eben bei jedem Wetter ausgehen. Richtig angezogen, wird das auch Immer möglich sein, wenn es nicht geradezu in Wolkenbrüchen gießt. Tage, die von morgens bis abends verregnet sind, sind zum Glück sehr selten, fast immer kommen zwischendurch Stunden, in denen man gut ausgehen kann, und dann sollten wir die Zeit benutzen, um uns den frischen Wind der Berge oder des Meeres um die Nase wehen zu lassen. Gerade die kalte, frische Luft wirkt noch weit mehr kräftigend für idie Lungen und den gesamten Organismus als die wärmsten Sonnentage. Vom Musterschüler früherer Art sind die Jungen' und die Mädel weit entfernt, die heute für den Erzieherberuf ausgelesen werden. Es ist nicht entscheidend, wie viel an angelerntem Wissen sich der Schüler erworben hat, ob Geschichtezahlen oder Gramatikregeln beherrscht werden, entscheidend ist viel mehr, daß der Schüler charakterlich wertvoll und körperlich Kut durchgebildet und seine allgemeine Bildungsfähigkeit erkennbar ist. Der nach nationalsozialistischen Grundsätzen geformte Erzieher muß in erster Linie Kamerad unter jungen Kameraden sein, lebensfroh und einsatzbereit und die Notwendigkeiten des völkischen Lebens nicht nur verstehen, sondern sie mit seinem Willen und Herzen mitzulösen versuchen. Nur durch und in der Gemeinschaft kann der junge Mensch zur Ausbildung dieser Fähigkeiten gebracht werden. Daher ist einerseits die Auslese für die Lehrerbildungsanstalt (LBA), wie auch die fünfjährige Erziehung in dieser Anstalt auf diese Grundsätze aufgebaut. Im Gegensatz zur früheren Form der Aufnahmsprüfung, die sich In einigen Stunden in einem Schulzimmer abspielte und bei deren Durchführung eine gründliche und vielseitige Überprüfung des Bewerbers vollkommen unmöglich war, oft sogar Zufälle entschieden, wird der Schüler nunmehr in einem zehntägigen Lager ausgelesen. Erstmalig wurden die Jungen und Mädchen der Untersteiermark im August in die Ausleselager einberufen, die Knaben ins Bergheim am Bachern und die Mädchen nach Stattenberg. Nach Kameradschaften zusammengefaßt, bildeten sie zusammengehörige Gruppen, die beim Sport, beim Geländekampf, beim Singen, Musizieren und Feiern sowie auch bei den leistungsmäßigen Überprüfungen gemeinsam an- traten. Schon nach einigen Tagen konnten die zur Führung Begabten und auch leistungsmäßig Geeigneten festgestellt werden. Die ständige Beschäftigung und Beobachtung in diesen zehn gemeinsamen Lagertagen machte es den Prüfern, die zugleich Kameradschaftsführer waren, möglich, auch die Verschlossensten und ursprünglich Verschüchterten klar und gerecht zu beurteilen, denn in dieser Zeit konnte keiner, gewollt oder ungewollt, sein Wesen verbergen. Die Tage brachten in gut abgestimmtem Wechsel schriftliche und mündliche Prüfungsarbeiten, Marschübungen, sportliche Wettkämpfe, Singen und Sprechen, heitere und besinnliche Heimabende. Verständnisvolle Rücksichtnahme war gerade in diespm lahre bei den Leistungen aus deutscher Sprache notwendig. Erfreulich war die Feststellung, d«iß in dieser kurzen Zeit bedeutende sprachliche Fortschritte von einzelnen gemacht wurden. Schwieriger und nur bei dieser Art der Auslese möglich war die Beurteilung jener Schüler, die schon in den verschiedenen Jahrgängen der ehemaligen jugoslawischen Lehrerbildungsanstalt waren. Die aus diesen vielseitigen Beobachtungen gemachten Erfahrungen ergaben das Gesamturteil, das die Aufnahme oder die Ablehnung bestimmte. Die Aufnahme der zukünftigen Lehramtskandidaten erfolgte beim feierlichen Schlußappell. Eine gewaltige Neuerung bedeutet die Einrichtung, daß sämtliche Schüler ausnahmslos in dem der Anstalt angeschlossenen Kanieradschaftsheim untergebracht wurden. Typenzüchtende Gemeinschaftserziehung wird die charakterlichen, körperlichen und geistigen Anlagen und Fähigkeiten zur gesteigerter Entfaltung bringen und den Erzieher heranbilden, der in der Ganzheit seiner Persönlichkeit zur Führung der Jugend berufen sein wird. Volktwohlfahrtsarbeit im Kreise Rann Seit 1, August sind in den Ortsgrupi>en Lichtenwald, AHendiorf und Reichenstein Erntekindergärten im Betrieb, die täglich durchschnittlich von 50—60 Kindern bcsucht werden. Die Kindergärten der beklen ersten Ortsgruip'pen werden nach verschiedenen Umhauten als Dauerkindergärten weitergeführt, wogegen in Reichenstem für di? Kinder der Gefolgschaft des der Trifailer Kohlengesellschaft gehörenden Kohlenbergwerkes ein Werksklndergarten errichtet wird. In Zusammenarbeit mit dem Gesund-heitsOimt In Raim wurde nun auch die erste Mütterberatung abgehalten, hei der sich überaus zahlreiche Mütter mit ihren Kleinen einfanden. Kielne Chroniic m. Todosfall. Im Marburger Krajilcen-haus starb am 18, d. der 49-jährigo Bergmann i, R. Franz M a rin z. ni. SlohersteUuitg des KräKeb^arfs für befi'Ooders wichtige Aufgaben. Auf Grund einer Verordnung des Chefs der ZivU-verwaltung in der Untersteiermark (Ver-ordnungs- und Amtsblatt Nr, 37 vom 15, d.) können vöm zustandigen Arbeitsamt tür Aufgaben von besonderer staatspolitischer Bedeutung Bewohner des steirischen Unterlandes für begrenzte Zeit zur Dienstleistung verpflichtet werden. Näheres ist der diesbezüglichen Verordnung zu entnehmen. nr. Schutz der Bezeichnungf und Symbole des Steirischen Heimat^ndes. Der Chef der Zivilverwaltung in d-er Unter-Steiermark gab eine Verordnung über den Schutz der Bezeichnung und Symbole des OfoBe AufreffunK im Dort: aic MjläidsiUäiä skii da! BDM-Midel erzählen vom Emteelnsitz im UnttrUmd ' Ach, 50 Minuten hatte der Zug noch Verspätung und wir waren doch schon alle neugierig, wie es wohl in unserem zugeteilten Einsatzorte aussehen mag. — Na, endlich rollte er heran und wir konnten den Bahnhof Cllli verlassen. Schon sah man 25 Mädel erwartungsvoll aus den Waggonfenstern blicken und siehe da, nach kurzer Fahrt waren wir schon in St, Georgen a. d. Südbahn angelangt. Wirklich, da standen sie ja schon alle, die Bauern und ihre Führer und sahen uns neugierig an, ein wenig scheu rückten sie zur Seite. Das Begrüßungslied, das wir aber gleich anstimmen, brach den Bann. Männer vom Steirischen Heimatbund brachten uns nun in das Lager. Erst konnten wir es kaum glauben, daß das schöne Gebäude, das nun vor uns lag, unser Heim werden sollte. Doch es war so und wir hielten gleich feierlich Einzug. Nein, das hatten wir nicht erwartet, daß überall, wo wir auch hinschauen, Blumen blühen und es wie in einem kleinen Paradies aussah. Herrgott, war das fein! Bald war unser Nest fertig eingerichtet und voll Freude betrachteten wir es nun. Und abends fanden wir uns noch unter Her sehö»pn Uindc im Garten und bespra- chen all die Dinge, die nun vor uns lagen. Dann wurden alle ganz stille_wir reichten uns fest die Hand, denn wir wußten um die Aufgabe, die uns hier gestellt wurde. Ein Gedanke an unseren Führer macht alles leicht! Das erste Mal im Dorf Der Morgen graute und der erste Arbeitstag stand also vor uns. Kein Wunder, wenn man trotz guter warmer Betten doch flott in die Kleider schlüpfte und frisch und munter zum ersten Morgenappell antrat. Wenn ein Fremder das Straßenbild beobachtet hätte, hätte er sich bestimmt über das Heraneilen so vieler Bauern am frühen Morgen gewundert. Ja, sie kamen in Scharen, um uns abzuholen. Bald war die Einteilung vorbei und fort gings, entweder an Seite der Bauern oder gar »hoch zu Roß« — es war ein buntes Bild. Im Dorfe wurde es ja schon am Vortage laut, daß die »deutschen Mädchen« gekommen sind. Es durfte uns daher auch nicht wundern, wenn Alt und Jung, Groß und Klein auf den Beinen war; wir marschierten, unsere Lieder singend, durch das Dorf. Fenster und Türen öffneten sich, ja, und zuletzt marschierten sie hinter uns her. Das alles hat sich bis heute noch nicht geändert, im Gegenteil. Kamen wir abends von der Arbeit heim, erwartete uns schon die Dorfjugend vor dem Lager und wir wurden gleich gute Freunde. War es nun bei Spiel und Sport, bei Lied und Tanz, immer waren sie um uns und das war doch so schön. Sonntag im Dorf Die Glocken des Kirchturmes verkündeten, daß heute Ruhetag sei. Für uns aber galt dies nicht. Heute wollen wir erst recht den ganzen Tag unter den Dorfbewohnern sein. So fanden wir uns zur Morgenfeier ein. Das war für die Leute etwas Neues und Ungewohntes — nach einigem Zögern kamen sie aber trotzdem mit. Die Schuljugend war mit uns angetreten. Hell erklangen unsere Lieder und Sprüche und eine Geige sang feierlich: »Deutschland, heiliges Wort...« Alles war still geworden und mit leuchtenden Augen grüßten sie die Fahne, die nun aufgezogen wurde und im Morgenwinde flatterte. Die Feier war zu Ende, nun aber wollten doch die Kinder wieder etwas von uns haben. So ging's gleich auf »unsere Wiese«» hinaus, ein Kreis folgte dem anderen, alles spielte und sang mit. Die Erwachsenen bildetendas »Publikum«, Abends wurde noch ein Dorfabend veranstaltet. Also wieder etwas nie Dagewesenes. In großen Mengen kamen die Leute auf uns zu, mit Applaus empfingen sie uns. Unser Dorfabend stellte eine Reise durch die Steiermark dar. Gespannt verfolgte sie Groß und Klein. Als wir den »Regenschirm« von Peter Rosegger spielten, da wurde der Platz immer kleiner, alles drängte heran, um ja alles zu sehen und zu hören. Die Krone jedoch bildete dann noch das Spiel der »Stadt-, Steirischen Heimatbundes heraus, die im Verordnung«- und Amtsblatt Nr. 36 vom 12. d. erschienen ist. Die Bezeichnungen, die der Steirisohe Heimafbund für seine Amtsträger, seimcn Aufbau, seine Einrichtungen un-d Symbololite sich heute klunnachen, wieviel nn-iiiitze Arbeit und unnötiger Zeitautwand den Zustellern durch mangelhafte An-scliritten auf den Postsendungen er-Milchst und welches Mal.< von Anstrengungen ein oft vergebliches Treppensteigen und Nachfragen in den weitläufigen Miethäuscrn bei Belastung mit schweren Zustelltaschen erfordert. Übrigens werden dadurch auch die einwandfrei be-aiischrifteten Sendungen des Zustellgangs Ncrzügert. Wenn die durch Nachlässigkeit vieler F\istbci]utzcr hervorgerufenen Miljsiaiide weiterhin zunehmen, konnte sich die Post gezwungen sehen, alle Sendungen mit unzureichenden Anschriften an die Absender zur Vervoll-stündigiing der Anschriften zuriickzuge-beii. Es muli ferner gefordert werden, daü Mieter und Untermieter ilire Wo'lnumg durch 'I ürschilder kennzeichnen, wodurch die Arbeit der Briefzusteller wesentlich erleid» tert und die Zustellungen beschleunigt werden. m. Unfiille. In den heutigen Vormittagsstunden wurde in Marburg ('I'egetthoff-^tralie) der J8-jährigc Heinrich (irazej aus Zelhiitz von einem Auto zu Boden gescliicUdert, wobei er schwere Verletzungen ani Kopfe davontrug. — in Maria-Rast erlitt der 67-jährigc Schmiedemei-ster Franz 1 oplak bei der Arbeit einen Schlaganfall. — Beide wurden ins Marburger Krankenhaus überführt. m. (iefadter Fahrradmarder. In Pül.^-tiitzliofen versuchte kürzlich der Landarbeiter .loscf Stich aus Pungerzen ein Pahrrad zu verkaufen. Der Mann hatte 7H sehr ins Herz geschlossen. Nein, nicht nur das Dorf, sondern das ganze Unterland. Und es macht uns stolz und glücklich, daß wir es waren, die herunter kommen durften, um den Menschen hier das Deutschtum zu verkörpern. Erna Kcfer Anekdote F^in Soldat Friedrichs des Großen hatte in einer Kapelle einem Muttergottesbild i'inen goldenen Pantoffel gestohlen und diesen veräußert. Die Saehi' wurde entdeckt, mi'ti die Geistlichkeit wandte sich .'in den König. Dieser ließ den betreffenden SfMdaten daraufhin sofort festnehmen. In seiner Not verfaßte der Missetäter rill Bittr^esu'Ch an den Köniij^. Darin behauptete er, es sei ein Wunder ^escheh^en: Hr habe der Jungfrau Maria seiner Ange-liörigen Not geklagt, und daraufhin habe ?lwn da« Bild den Schuh geschenkt. Friedrich mochte sich freuen, mit der (jcistiichkeit einen kleinen Scherz treiben zu können. Fr legte also den Oottesniän-nern den Sachverhalt dar und bat sie um ihre Stellungniahme, ob ein derartiges Wuntier möglich sei. Notgedrun.Rcn gaben die Befragten flicseraturcn im Gefolge. Man hat bei der letzten Katastrophe festgestellt, daß das Thermometer innerhalb einer Stunde auf 40 Grad über Null anstieg. Bei dieser Gelegenheit zeigte sich in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires eine Naturerscheinung, die gelegentlich aucli bei uns in Euro.pa auftritt und die die Mensclien als »Bhitregen« zu bezeichnen pflecren. Es fiel während der Nacht ein rötliclier Regen vom HimmeK der, nachdem die Nässe auf den Stralkn verdunstet war, eine ziegelrote Staubschicht zurückließ. Ebenso wie es roten Regen, sogenannt Blutregen, gibt, findet man gelegentlich auch anders gefärbten Regen, wie z. B. Sohwefelregen. Diese Naturerscheinung hängt damit zusanunen, daß der Regen auf Sehlem Wege von den W^olken zur Erde die Luft sozusagen auswäscht. Er nimmt dadurch alle mögliclien festen Bestandteile der Luft in sich auf, wie z. B. Stau'b und Ruß. Stawb wird mit den Passatwinden ständig über die gesamte Erde getragen, in größeren Städten; in-dustrieiiebieten usw. spielt der Rußgehalt der Luft eine beträchtliche Rolle. Neben diesen Bestandteilen aber enthält die Luft auch oft Pollen und Mikroorganismen, die dem Wassen, also auch dem Regentropfen eine Eärbung geben. Sind rötliche Organismen in der Luft enthalten, so fällt der Regen eben als rötlicher »Blutregen« zur Erde, eine Erscheinung, die bei primitiven Völkern immer Angst und Schrecken erregt hat. In Zusammenhang damit läßt sioh erwähnen, daß es auch schon gelegentlich Elsclie oder andere kleine Wasserbewohner geregnet hat. Das ist dann der Eall, wenn eine Wasserhose diese Tiere aus ihrem Gewässer hochgerissen und oft weite Strecken über Land mit sich getragen hat, ehe sie irgendwo wieder zur Erde fallen. a. Zwei Opfer eines Lustmörders. In einem Erlengcbüsch in - der Nähe von R'Ohrbeck in Kreis Arnswalde- wurde eine 16-jährige ungarische Landarbeiterin und ein 80-jähriger alter Mann aus Rohrbeck ermordet aufgefunden. Nach den bisherigen Feststellungen sind die beiden einem* Lustmörder zum Oipfer gefallen. Das 16-iährige Mädchen hatte auf einem Stoppelfeld Gänse gehütet. Sie ist dann offenbar von dem Täter in das Gcbüsch jieschlenpt worden^ wo der Täter anscheinend von dem Greis überrascht wurde. Man fand das Mädchen mit durchschnittenem Halse und den Greis mit einem Messerstich im Genick auf. Als Mörder kommt ein Mann in Frage, der sich bettelnd in der Gegend herumgetrieben hat. Pfuminer »Marh^rc^er lo An^ucit 1041 Sflte 7 Die dentsshe Lohnsteuer in der lliitersteiermark Von Reglet ungsiat Dr. Walter Kogler Nach d^r Zweilten Verordnung üJxt die Hinführunß slcuerrochllichpr Vorschriflcii in der I nlerslcicrmark vom 11. Juli l!)ll (Vcrordnungs- und Amishialt dt*s (Mu^l's d<^r Zivllvcrwailung in der rnlcrsh>liM-mark N'r. ill) sind ab 1. Juli lf>ll an Slollc diT bisherigen VorsehrifU'ii fiber die SKiiern auf den Arbeilslohn die roichsreelillicluMi Vorsehrillen üIht (Umi Sleuerabzug vom Arl)eilsk)l»i (Lolwisleui-r) anzuwenden. Diese Verordnung iindel keine Anwen-edarf beiner besonderen Begründung, daß das VertrauIwerden mit diesen (iesetzen, Verordnungen usw. eine gewisse Zeit in Anspruch iitmnU. Die Finanzämter in der Untersteiermark und in den lH\setztpn (lebielen Kärntens und Krains hal>en deshall>«ein Merkblatt für die deutsche Lohnsteuer aufgelegt, das die grundlegenden Uesiinmiiujgen di's fleutschen I.ohnsteueri'echts enthält. Ks erleichtert in Verbindung mit anderen schriftlichen Anweisungen an die .\rbeil-gel)er di« .\neignung der notweniligen Sachkenntnis und ist ein Behelf zur richtigen Einbehaltung und Abführung assungsvennögen der untersteirischen ArlHMlgel>er und verständnisvolles Eingehen der Finanzämter auf iH'grinidete Schwierigkeiten während der t'l>ergangszoit wl^rdeii zweifellos die rasche klaglose Durchführung des f.ohn-sleuerabzugs «nvährleisteti. Veröffentlichungen in der Presse des Unterlands werden aulkrdem wichtige Kinzelfragi'U iMMiandeln find .S41 zur Vertiefung der Sachkenntni.s von Arbeilgeber und Arbeitnehmer beitragen. Dia vordringlichsUn Auffgaber der Arbaitgeber a) Atilp|{iin|« der I^ohnkonlpn. Jeder Ar-beitgelHM' hat .s{)forl die r.ohnkonten fürl alle Arlieilnehmer der Belriebsläle an-' zulegeji. Betriebslätte im Sinn der Lohn-1 steuerdurchführungsl)estinimungen lOltS) isl i der Betrieb oder Teil des Betriebes des ArlM'itgelH'rs, in dem ilie Berechnung des .\rl)eilsIohns und der f-ohnsleuer vorgenommen wird. I Jedes Lohnkonto muß fortlaufend diei' Eintragungen des laufenden Arbeitslohns | vom I.ohnzahhingszeitraiun an enthalten,, 5 c- achten, ob dem .^rbcilnehmer Kinderermäßigung zusieht oder ol> er verheiratet isl. Kinderermäßigung wird inslM'sondere für leibliche (eheliche oder unehelielie) Xac'h-kommen gewährt, ilie das 20. I.el)ensjahr noch nicht vollendet habv'ii und zum Iliius-halt des Arbeitnehmers gehören. Der Arbeitgeber l)erücksiehtigt diese Personen, soweit <'r sie aus eigeiu-r .\nschauuny kennt oder soweit sie ihm durch ciiue amtliche Bescheinigung nachgewiesen werden. Dil' für andere, ndnderjährige Personen oder volljährige Personen zusleheiule Kinrmäßigung isl vom .Xrbeilgeber erst daim zu berücksichtigen, weini dei' .\rbeilneluner eine entsprechende schrifl-liclui Anordnung d<>s Wohnsitzfinanzamls vorlegt. .Vuf laufende Bezüge isl die f.ohnslcuer-labelle für monatliche, wöchentliche, tägliche odjcr für vierstündliche f^ohnzalilung anzuwertden, Je naclulem ob der .\rbeils-lohn monatlich, wöchentlieli, lä;,'lich oder vierslüiullich ausgezahlt wird (bei f.obn-zahlungen für nicht mehr als 1 Arbeiis-slunden gilt die r.ohnsleuerlai>elle für vierstündliche Lohnzahlung, ih'1 f.ohn-zahlung für niehi' als vier .\rbeilstunden die r,er z. B. für drei uninillelbar aufeinanderfolgende 'Jage . Wird «'in ArU-ilnehmer für zehn un-miltellnu' aufeinanderlolgi'iide Tagi' entlohnt, so belrägt die Lohnsleui'r das Xeunl'ache di'i' auf den errechneten Tagrs-lohn enilallenden Steuer (die volle ,\rbeils-woche isl zu ü, nicht zu 7 ArlK-iistageu zu rechnen!). Beispiel: Der v1 ILM, tler errechnete Tagi'slohn datu-r .">1 : |) = G B>1 Die gesamle Lohnsteuer beträgt n,,017== L.Vi RM. WinI ein .\rlH'ilnehin<'r füi* \ierzehn unmittelbar aufeinanilerfolgende Tage (zwei volle Arbeitswochen) enllohnt, so beträgt die f-ohnsleuer das Zweifaclie der auf (jen ern'chnelen Wochenlohn entfallenden Steuer. Beispiel: Ein verheirateter .Vrbeitnehmer, (fem Kinderermäßigung für eine Perst)n zusieht, verdient in vierzehn un-mitlelbar aufeinandt'rfolgenden Tagi'U 70 B.M. Der errechnele Wochcnlohn iH'lrägl 7t) ; 2 — .T) U.M. Die gesamte r.ohnsleuer belrägt daher 2 ' 0.12 = 0.81 B.M. Vor .\nwendung der f.ohnsleuerlabelle ist der steuerpriiclilige Arl)eitslohn 1. wenn er 20 H.M niclil üln^rsleigt, auf den nächsten durch 10 teilbaren Beichspl'ennigbetrag nach unten, 2. wenn er 20 ILM, aber nicht 10() BM ül)ers|4'igl, auf ehalten. T.ohnzahlungen sind auch Vorschuß- oder Abschlagszahlungen auf erst fällig werdenden Arbeitslohn. (L .\bführua)( der Lohmleircr. .XrlK'ilg'# ber, die am 1. Juli 1911 oder In-i der siiäteren Eröffnung des Betriebs mehr als fünf Arbeilneluner besehäftigt hal>en, niüs-si'n die einliehaltene Lolinsteuer für [.ohu-zahhnigen des abgelaufenen Kalendermonals späleslens am zehnten Tag nach Ablauf des Kah'ndermonals (also erstmalig s[)ä-teslens am 10. .Vugust 1911) an das l'inanz-amt der Belriel>stälte al)füliren. .\lle übrigen .\rbeilnehmer führen die Lohnsteuer späleslens am zehnten Tag nach .Xblauf des Kalendi'rvierLeljahrs falsoersl-malig s[)älestens am 10. Oktober 1911) ab. Die eInlH>haltene Lohnsteuer isl al>iM*anch schon dann abzuführen, wenn sie für alle .Vrbeitnehmer der Betriebslätte mehr als 1(K) BM iK'trägt. e) Eliiri'iehunif der LohnMlouer-Annifl-diing. Ji'der Arbeitgeber niuli — gleichgültig. ob er l.ohnslcuer einbehallen hat odei' nicht — bei der Kasse des I^'inanz-amts, das für die Belriebstälte zuständig isl, T.ohnsteuer-Anmeldungen einreichen. Hierzu sind ausschließlieh die amilichen Vordrucke zu verwenden, die ilen Arlwit-gi'hern wegen technischer Scliwierigkeilen erst in diesi-n Tagen zugehen, l'ür die .\n-meldungsfrist gelten sinngi-mäß die.selben Bestinnnungen wie für die .Vbführungsfrist. Die durch die verspätete Zuslellung Ein neues Baumass Der (icncralbauinspcktor für die Rcichs-hauptstadt, Prof. Speer, hatte im Juli 1938 Prof. Ernst Ncufert den Auftrag gegeben, Orundsätze für eine weitgehende Typisierung und Normung der Wohnung und ihrer EinzeHeile sowie der Baustoffe aufzustellen. Über das Ergebnis dieses Auftrages macht jetzt Prof, E. Ncufert in der Zeitschrift »Der soziale Wohnungsbau« die ersten Mitteilungen. Prof. Ncufert stellt darin ein neues Baumaß auf, dqs »Oktameter-Systenn«. Er verwirft für die Zwecke der Bauwirtschaft die Zehnteilung des Meters und spricht sich für die Achtteilung aus. Er kommt zu diesem System von dem Versuch der Normung des Ziegelsteins. Der heutige Ziegelstein hat ein Format von 25 cm Länge, 12 cm Breite und 6,5 cni Höhe. Zu diesen Maßen ist eine Fuge von 1 cm Dicke hinzuzurechnen, sodaß sich eine wirkliche Stcinlänge von 26 cm und Steinbreite von 13 cm ergibt. Von diesen Maßen ist man auch im Jahr 1869 ausgegangen, als die Form des Ziegelsteines festgelegt wurde, denn Länge plus Fuge sind 10 preuß. Zoll gleich 26 cm und Breite plus Fuge sind 5 pr. Zoll gleich 13 ein. Der Ausgang vom pr. Zoll hat da/u geführt, daß erst nach einer Mauerlänge von 13 m die gleichen .Maße wie bei Beginn wiederkehren. Prof. Ncufert macht nun den Vorschlag, ein Oroßdeutsches Ziegelforniat von 24X11,5 cm Länge und Breite zu schaffen, das einschließlich der Fuge von 1 cm ein Orundinaß von 25X12,5 cm ergibt. Die Steinhöhe von 6,5 wird beibehalten. Jetzt kehren schon nach einer Mauerlänge von 1 ni die gleichen Maße wieder. Ausgehend von diesem Maß macht Prof. Neufert weitere Vorschläge für Ziegel und füf Hohlsteine. Eine Umstellung auf die neuen Maße kann von heute auf morgen erfolgen, da das Mundstück der Ziegelpressen jederzeit auswechselbar ist. Das Ziegelmaß von 12,5 cm für Steinlänge plus Fuge ist iuk achtteiligen Oktameter-System die Grunalage der Normung aller übrigen Bau und Raummaße, bis zu den Maßen für die Möbel. Das Oktametersystem ist schon in großem Umfang beim General-I bauinspektor erprobt worden. Neben Zeitersparnis, zwangsloser Normengenauigkeit, Fehlerfreiheit in der Bemessung kann in der Grundrißplanung durch die ein-1 heitliche Maßeinheit eine einfache Formeneinheit erreicht werden. Für die Bau-I ausführung gestattet das Oktameter-j System die Benutzung einer Bauleere, mit I der jedes Maß vom Polier sofort nachzuprüfen ist. Der Reichsernährungsminister, der Beauftragte für den Vierjahres-plan, führemde Architekten, Zweige der Bauindustrie und viele andere Stellen haben sich für die Einführung des Okta-meter-Systcms ausgesprochen. Die 'uttersamenerzeugung steigt! Dank der Aufklärungsarbeit und Förderungsmaßnahmen des Reichsnährstandes gehen die ostinärkischen Bauern immer mehr dazu über, die für ihren Betrieb benötigten Futtersamenmengen selbst zu erzeugen. Namentlich im Donauland hat die Futtersamenerzeugung einen sehr bedeutenden Aufschwung genommen. Gewonnen wird vorwiegend Rot- und Weiß-klee, Luzerne, Esparsette, wozu noch die verschiedenen Futtergräser kommen. Die Bildung einer ».Arbeitsgemeinschaft für Futtersaatbau« in Wein hat zur Steigerung der Futtersamenerzeugung sehr viel beigetragen. Ähnliche Feststellungen lassen sich auch aus den Landesbauernschaften Südmark und Alpcnland melden. In Untersteiermark und Oberkrain bauen die Bauern heute schon möglichst viel Futterpflanzen für die Samengewinnung I an, weil auch diese Gebiete so bald wie möglich sich mit Futtersaaten sclbstvcr-) sorgen wollen. Während früher östcrrcich (große Mengen Futtersämercicn aller ,\r! aus dem Ausland einführte, ist zu erwarten, daß sich die Ostmark bald mit den ' wichtigsten Futtersamensorten selbstversorgen kann. X Leistungsfähige Geflügel Wirtschaft In Kroatien. Wie fast überall im ehemali-I gen Jugoslawien ist die Geflügelwirtschaft auch in Kroatien sehr gut entwickelt, I wenngleich sie noch manche Verbesserungen vertragen könnte. Die kroatische Regierung bemüht sich, vor allem die I Qualität des Geflügels noch zu stcigerr. I und bereitet zu diesem Zweck vcrschie-I dcne Maßnahmen vor. Eine kroatische Spezialität sind die Truthühner, die vor dem Krieg hauptsächlich nach England gingen, jährlich etwa 3 Millionen kg. Von großer Bedeutung ist auch die Eier-, Federn- und Schlachtgcflügelausfuhr, die in normalen Jahren beim jetzigen Stand der Geflügelzucht wertmäßig etwa 1 Milliarde Kuna einbringen dürfte. (Ivcrsen, Zander-M.) Existiert die Stalin-Linie? (ienosse, was ist das? Pst! Nicht so laut: Sie transportieren doch die Stalin-l.inie heimlich nach dem Ural, damit die Deutschen sie hinterher nicht wieder der ausländischen Presse zeigen können. S>eiterr (SdPe Verßlpk'h. „Meine Uhr ist ein Waisenkind." „Wieso ■?" „Sie wurde mir gestohlen und wirH jetzt von fremden Leuten aufgezogen." Sarhvereln sye* macht, Möbius?" „Versilbert." „Und das Silber ?" „Vermöbelt." Klugheit. „Das Kind von Adrian Pfeifensticl soll ja so klug sein — mil sechs Monaten sagt es schon Papa." „Es isl noch klüger. Es sagt Papa zu seinem Sozius." .Autlers Baby. Bekannter: „Wie, Sic nehmen Ihr Baby schon im Auto mit?" Auller: „Ja — nicht wahr... merkwürdiger I''all: Kleines hat noch gar keine Zähne m)d frißt schon Kilometer.' Anzpigr. . Wu* bitten, darauf zu achten^ daß nur l'"luschen von Bei.senden gekaiifl wenlen, die auf dem Bauche unser Etikett mit Siegel Iragt^n ... Leidrmd. „Wie heißt die leidende I-orm vom ,ich küs.sc', Helene?" „Ich werde geküßt 1" „Richtig 1 Warum schüHolst du den Kopf^ Dora? Ist das etwa nicht richtig?" „Nein, die leidende Eorm ist doch, ,ich werde nicht ßeküßl'l" Seite 8 »Marburger Zeitung« 19. August 1941 Nummer 203 Kleiner Anzeigar ledes Wort kostet 10 Rpt ia» lettgcdruckte Won 21t Rot Dif Wor(i)re*s eilt bis 'u Ifi Buchttahta le Won. ^ilfPrefbülii tKcnnwori) 3S IbI Stellfnep*ueh#B 2.^ iisciirsnl(ni Tnutz. Alarburg. 5786-3 Pfirsiche, Ringio, Äpfel und Birnen werden gekauft, ilutei 'S Adler«. 573 t-3 Vor Kin>Intelligent 13« an die Verwaltung der »Marburger Zeitung«, A^arbiirg d. I>raut Madgnsse fi. 5tS22 Die Firmen Sektkellerei BouvJcr A Cottip. und Wciiip;dtshc3it?, Clotar Bouvicr, Wcinkcllcrcicn iil Oherrailkcrabury. halten ihre Hetriehe wegen Beorlaubuno der Gefolgscliait vom 17.—25. August 1941 gcschlosse.n. 5853 fniBToW HgjLL BURG'KIMO Speisczlmmertlsch mit Sesseln zu kaufen gesucht. Zuschriften erbeten unter »Preiswert« an die Verw. 5S.S(>3 Gut erhaltenes Herrenfahrrad 7.U kaufen gesucht. Hermann liiifer, A^arbiirjf, Tepeftluiff-8tralU' II. 5885-3 absdlitter Füchmanr, findet sofort dauernd« Stellung Offerte nnter »»Ver' läßHch'* Alk die Ver-5B63 waltung^ deft Blattea Eisenhändler sowie Kontoristin werden sofort aufgenommen. Offerte an Filiale 0. Rakusciv Marburg, Tegetthoffstraßc 70. 5881-8 Kaiifhaiis Jäkob Lah, AdoH-Hitler-Platz Nr. 2, nimriit einen Angestellteil oder Verkäuferin sowie einen Oeschäfts-diener per sofort auf. 5S84-fi Mädchen mit Kochkcnntrtlsscil wirtl mit I. September aufgenommen. Anzufragen Kdriit-ncrstraße 13, A\arburg. 5861-S Die Firma DKW-Auto gegen sofortige Dezaliliing zu kaufen gesucht l'rnnz Strahovnik, l-riedan. 5S7M-.'( iu vukauftH Personenauto, vicrsitzigt Limousine, sechsfach bereift, gegen Kassa sofort verkäuflich. Angebote nn Hans Swen-schegg, l^adkersburg, Flektro-w erk. Tel. Nr. 26. 5851-4 Maler- u. Anstreicher-Gcschält im vollen Betriebe ist günstig zu verkaufen. Antr. unter jSchriftenmalcrei« an die Verwaltung. 3758-4 Schlafzimmer, einhettig, andc-|i re alte AV'ibel preiswert j.w verkaufen. Adr. Verw. 5889-4 Ford-Auto V. 8, gebrauclil, 3f).(K)() km gefahren, in bestem Zustande, verkaufe oiler tausche gegen kleineren Wajien. am liebsten f(ir UKW-Wagen. Franz Strahtjvnik, Friednii. 5877-4 .^dres'5e 5874-4 Doltschek & Marini Marburg halten ihren Betrieb wegen Gefolgschaftfi-üflaubs vorti 18. VIII. Ms 30, VIII. 194t geschlossen. 5872 leder Uhterstntrsr linst die MarHuroer zeitonui 'ernrul 22-i' Herz geht vor Ankor Gustav f'röhllch, Viktoria v. BalläskO, Wlnrtle Markus, Giisti Wolf und Milde v. StoU Für J(ii;enUliche nicht rugelassenl Kulturfilm! Neueste deutsche . Woclienscjiaut ^ VortUhrüngen: Heute lü, Karten Von 10 — 12 IS.3G und 21 und ob 15 Uhi Üht eSPLANADE Cerhnit 25-'it STUKA.» Karl I^ittcr-Fllui der Ufa KulturfilmI Neueste deutsche Woclienschaül Jugendliche zugelassenI lOSCF SCHREI Mode- und Matiufakturwarengeschäft« bleibt votu IS. bis 24. August wegen Oefölgscheftburlaubs geschlossen. 5875 Rädio zu vcrkaiilen. Verw. (irol^er Schrelblisch mit harter Platte, auch als PudI verwendbar, zu verkaufen. Anzufragen MaRschneidcrei, Te-j' Cettluiffstraße 20, 5W70-11 Ab'.;eführter Dcutsch-Kurz-haarriide (Hcrbstziiclitsuchf 2. Preis) zu verkaufen. Aus-. künfte bei Zaff, A\arbtirp-Po-herscli. 58