m »» Mttwoch den 18. Mrz 1874. XIII. ?^ahrga«g Vi« ^Marbarger Settung- erscheint jeden Sonntag, Mittwoch und Freitag. Preise für Marburg: ganzjährig 6 ft..halbiährik 8 fl., vierteljährig 1 si.bv rr; für Zustellung ins Haut monatlich ^9 kr. --- mit Postversenduug: ganzjährig 8 fl., halt>jährig 4 fl., vierteijährlg Z fl. Znsertionsgebühr 6 tr. pr. Zeile. Wt nropäische Lagt Fragt. IV. Kirche oder Schule? Gutlfe» und Ghi bell inen vertrugen sich aus dem Boden der Geschichte ganz vortrefflich neben einander, wenn sie fich auch lm gegebenen Naume in die Haare geriethen. Ebenso haben Bismarck nvd veckx lange Zeit neben einander gelebt, zuerst ohne etwas von einander zu wistm, sodann um sich gar sür verwandte Seelen zu halten, und erst juleKt in ein Duell verivickelt zu werden, noch desien Ausgang di« beiderseitigen Kompetenzen »ermeintlich fest abgegrenzt werden sollen. Schwieriger wird cS schon, daS verbindende „Und'' anzuwenden, tvenn die „Macht deS Prinzips" auf die Bühne tritt. Die Macht eineS le-deasvollen, zukuostSreichen Prinzips verlacht im Herzeosgrunde dos „Plinzip der Macht- und denkt nimmer dran, wii ihm ein Kompromiß zu schließen. D>e Macht des juagen christlichen Priu« z^s war schon itn Ansang die Herrin über die Macht der.rümischen Casaren; Luther an der Kirchthüre zu Wittinbeig war schon im Boraus Herr «ber die Macht Karl's V. und L«o'S X.; Mirabeau, drr die Soldaten auS d«r National» Versammlung zu Versailles wkgredete, war bereits Herr d»s Absolutismus und der Dynastie. Anders verhält sich nur die Sache, wenn das streitende Priuzip ein abgelebtes, wenn es ein umgehendes Gespenst ist, w,lcheS sich nur dadurch sliae Wandersreiheit rettkt, daß daS gegenüberstehende Prinzip die nackte und brutale Gewalt ist. Hier fristet fich daS dem Untergange Geweihte seine Existenz nur noch tümmellich I durch die Unreife oes GegensaßeS, und so ist die Möglichkeit gegeben, daß zwei sich ausschließende Dinge, der lebendige Widerspruch, zu gleicher Zeil im Lichte deS DaseinS ejsisttreu. Der Gegensatz bedarf aiso noch einer Verschärfung, um ihn heillos, d. h. für die Metisch-heit heilsam zu machen. Wie ist das möglich? Einfach so, daß das rohe, unerzogene Prinzip der Gewalt — ia die Schule geschickt wird. Kommt eS mit guten ZtUgNissen aus dieser Anstalt heraus, so bäumt sich plötzlich die^empfangene Lehre, der Geist der Schule, gegen daS Gegenüber, uad dieses heißt dann nicht mchr Guelfe, Beckx oder übermächtiges Prinzip, sondduttg von Seiten des lzriligen Geistes; aber diese Opposition hat um so größere Arbeit, findet um so hartnäckigeren Widerstand, a'.s sie iich auS d,r uisprünglichln Einh'it von Kirche und Schule ioSzuii.'inden hat, elS die Ti^adltion sich ihr m>l dem A'-Ipruch aus historisches Recht ividclictzt und als d eje Tradition die mcisttt'. regierenden Häuplei^ Veuillet»». Die Favidtr-Wayt». Bon H. Schmid. (Fortsetzung.) „Mußt sie halt doppelt nehmen, lveon Dir die Zeit zu lang wird — oder arbeit' waS — es giebt genug zu thun; wenn Du Dich um die Rätherei annehmen willst, hast Du drei Wochen vollauf zu schaffen . . ^Das ging' mir gerad ab!" entgegnete Stasi und warf die Lippen aus. „Ich soll wohl die HauSuählerin eksparen helfen? Soll Dir den Pudel machen und die Arbeit thun, die Dir zu schlicht ist?- „Na, na", fiel der Bauer ein, um d^m Zanke vorzubeugen, den er schon auflodern sah. „Weiß auch nit, waS Dir einfallt. Schwester, daß das Madl Hersitzen und nähen soll wie eine Nähterin, die auf der Stöhr ist! Thu', waS Du magst,' Madl, und wenn Du Weillang hast, nachher schicken wir in'S Dorf uvd lassen di, Nachbarn ia'n Heimgarten kommen". „Damit sie mich wieder ausrichten", ries Stasi zornig, „und mich ia den Mäulern herum- tragen? Das wär' mir schon zu dumm, Baler, ich müßt' ihnen in die Augea fahren, Einem wie dem Andern!" „Nachher kannst waS lesen", sagte der Vater begütigend. „Giebt ja allerhand schöne Bücher; da ist die große biblijche Geschichi', oder die sieben schlafenden Jungfrauen, oder der Schatz in der nnsichtdar'a Höhl'n loza, und wenn Du ein ander'S lesen lvillst, kannst es beim Schullehrer haben oder beim Psarrer. Dabei kannst mir auch einen Gefallen thun, weil ich doch wegen dem dummen Reißen im Fuß stillsitzen nnd Dir Ge» sellschast leisten muß. Du liej'st vor und ich hör' zu, dann haben wir alle Zwe» 'waS davon l" Etasi schlug ein spöttisches, unwilliges Gelächter auf, brach ai)er mitten drinnen ab uvd griff nach ihrem kranken Fuß. als hätte sie dort plötzlich tr teder Schmerz empfunden. Schweigend nahm sie einige Löffel Suppe, siützle dann die Ellenbogen auf den Tiich und verbarg das Gesicht iN den Händen. In dieser Stellnng verblieb sie, bis die Chehalten, die zum Frühstück in die Stube kamen, dieselbe wiedeic Verlassen hatten. Wohl riesen und nickten sie der Tochter deS Hauses ihr Grüßgott zu; aber sie wunderten sich Nicht) daß sie keine Erwiderung fanden, sie waren eS Nicht anders gewöhnt. AlS, daS Gebet gesprochen und die Stube wieder leer lvar, erhob sich Stasi und langte, sich mühsam vorbeugend, nach dem FenstcrsimS, wo die t^roße HauSbibel lag. „WaS willst denn?" fragte der Vattr, der sich eilfertig erhob, „^leib' doch lilber sitzen und sag'S, wenn Du was willst! Ich hels' T'ic ja gern und trag' Dir'S herbei l" ,Du willst mir helfenlachte Stasi, aber diesmal klang ihr Lachem fröhlich und frei. „Du brauchst ja selber einen Helfer! O meiii Vater wir sind ein schön'S Paar L ui'! Äch hal)' aber schon, was ich gewollt Hab' — daS Buch Hab' ich mir geholt und will Dir ivaS vorlesen drauS". „Bor—?" sagte der Bauer, der nicht wehr herauölirachte vor Bcrwunderung uiid Bctrübnlß; denn Mit jedem Zeichen geänderten SiNneS Meg auch seine Bcsl)rgnik lvegen ihrer Gejuiidlieil wicder in ihm ans. Sie halte daS Buch ergriffen und darin zu blättern be^ounkn. „Was soll ich denn ltsen?" sagte sif. „Aha! Da liegt die Najenbrill'u; das wird wohl ein Meiksel seit», wo der Vater zuletzt stehengeblieben ist". Ohne weiter nachzusehen, begann ste zu lesen; es war die Geschichte der Vasthi, der stolzea Königin, und von ihrer Verstoßung durch König AizaSver. Etasi l^S die ersten Lätze mit wohlklingender Stimme, doch in dem geschraubten, singenden Ton^, den man i-, den Landschuleu häufig als unerläßliche Brigade eineS schönen Vortrages sindel; aber bald schien ihr daS Lesen gtsavgen hält. So will der maßgebmdt Staatsmann an der SpiKc deS dtulschkn ReichrS zwar keinen ultramontanen Unterricht, aber doch jeden» soll» einen „religiösen", welcher die „Kennt-üö der vorzüglichsten HeilSwahrhnten" dem Kinde beibringt und et nicht ohne „Sündmbewußtsein" aus dtr Schult entläßt. Der Staat beruht auSschlitßlich auf sittlicher Ban<, denn da» Recht selbst ist in seinem titifttU Wesen ein ethischer Begriff. Die Schule aber al» Turnanftalt deS KölptrS und deS GcistkS ist ebenfalls nichts Anderes, c,ls ein sittliches Institut i aus ihr sollen die Staatsbürger hervor» gfhen. Die Schule ist daher deS Staates, insofern sich d-r Staat richtig auffaßt, oder, — um jedem Mißverständniß vorzubeugen, als ob ivir unter dem Staate einen Leviäthaa verstättden, — die Schule ist rein bürgtrlicher Natur, sie ist Zl»st,tut der zivilen Gemeinden, de» Kreises, dcr Provinz und der gemeinsawtn Geschqebung. Eist so getvinllt das zweideulige Wort: „Trennung der Kirche vom Staate" seinen wtihren Sinn; es heißt Sonderung alles Dogmatlschcn vom Sittlichen» Sonderung der Kirche von der Schule und Herstellung deS Begriffs der humanen Gymnastik des Leibe» wie der Seele zu bürgerlichen oder weltlichen Zwecken. „Kirche oder Schule" will demnach nicht sogen: der Staat soll die Kirchen schließen odcr abschaffen, sie in Schulen verwandeln — da» wäre ein historisch mi^glicher Prozeß in der Sei:; — n'chl, der Staat soll die Prieitcr verfolgen UÄd vertreiben; der Staat soll, mit drakonischen Sesejjen bis au die Zähne bewaffnet, Märtyrer bilden und die Gerichte mit „unredlichen Pro-zeffe«- belasten, unter denen die bürgerliche Rechtsprechung zu leiden hat; — sondern d,r Staat soll den Unterer,cht aus rein sittlicher BasiA — iirkenntniß. 'vie W'll'nsbildung — ortlanisiren, das Dogmatische in Gnaden aber absolut entlassen und jede offizielle Betheiligung der Geist-licht» beim Schulunterricht aller Grade ein- si»r ollemal beseitigen. Alle Uebergänge sivd schwer, manche praktische Maßregel ergibt sich vorkommenden FalleS aus den bestimmten Verhältniffen und Zuständen; die Hauptsache aber bleibt das Plinzip, und erst vom Tage an, wo die ersten prinzipieUen Pfähl, eingerammt werden, können lvir dos Ende des unseligen Wirrtvarr» berechnen. Äor allen Dingen muß sich da« Prinzip der Macht betehren und ganz zum Prinzip der Sittlichkeit und des Rkchtcs werden. Preußen z. B. muß nothgedrungen s.ine protestantische EpiSkopalkirche sammt dem „Ovkr. Pen Bischos-Könik", den „Oberkirchenruth" nicht »icht mehr zu behagcn, und allZi e» dazu kain, daß die stolze Bastdi wirklich izerstoffen iv^rden sollte, brach sie plötzlich ab, klappte das Buch z»! und rief: „SS geht nit Bater — eS greift mir die Augen an. Ich m^g auch die alten Geschichten nit lesen, die ich schon huuoertmal in der Schul' gehört Hab'". „So l^ß Dir ein andtl'S Lesen kommen l" sagte eifrig der Bauer. „Schick' zum Tchullehrer hinüber, der Hot allerhand Bücher l Schick' um den boarischen Hiesel! Weibt, daß ist ein Wild-schiitz' getvestn, der die Kugeln in seinem Hut «ufg'fangen dat, dkr niemals einen Punkten fehlt und die Cithern so gut gichlag'n hat ivie gar kein Anderer". Za Stasi'S Gedanken mochte eine nahelie, gevde Aehnlichltit auftai^chen; denn sie unter, brach den Vater ab'velzrend und rief: „Vo» einem solchen G'selleu will ich auch nix wissen _ ich werd' lchon sehen, daß n»r der Herr Pfarrer was zu lesen gibt, wenn ich waS will — derweil aber will ich der Mahm ihre Näthcrei hirsucheu". „Kreujbirnbaum und Hollerstaut^'n l sagte der Bauer, in welchem augenblicklich die Bejorj^-niß vom Vergnügen überivältigt wurde. „Deandl Wie red'st Du daher? Du b.st ja aus einmal Völlig ein andre» Leut' worden . . . waS ist mit Dir aus der Alm passirt 7 3ch hab'S schon ost zu Vergtffev, aufgeben, ehe es wider den römischen Primat und die Einflüsse der neuesten katholischen Dogmen Mit Erfolg zu Felde ziehen kann. Preußen darf durch den Mund seiner leitenden Staatsmänner nicht ferner von „Unserm Glauben" als einem zu „schützenden" reden; eS mnß endlich seine Kraft und sein „heidenmäßiges^' Geld aus das Aschenbrödel» die Volksschule, verivcnden und den groben Moltk.'schn: Generalstab gegen die Unwissenheit opcririn lassen, die auch im «Staate der Intelligenz" zehnmal größer ist, als man sich vorstellt. Der berühmte „Schulmeister" von Kö-niggrätz muß die Erlaubniß bekommen, selbst erst etwas lernen zu dürs^n, waS ihm bisher versagt war. Ganz andere Regulative sind ersordeilich, um da» Minimum zu bestimm'N, welches jeder Seminarist leisten muß, um zum Jugendunterricht zugelassen zu iverden; und dann das Minimum, ohne welches kein Schüler entlassen werden darf. Der elementare, ollernothwendigste Wissensstoff hat sich feit einem Menschenalter derart gehaust, daß hier eine Bestimmung bald und nnbedingt eintreten muß, damit daS folgende Geschlecht schon mit der Muttermilch einen andern Menschen zu sich nimmt. Der hentige Staat, sagen wir also, hat zu wählen zwischen Kirche und Schule; rr kann sie nicht beide im und am Herzen tragen. Hier he ßl es: El>twed.r — Od-r! Altr Geschichte des Gages Die Wiener Studenten sind Heuer nicht zum Grabe der Märzgefallenen gewallt! Der brausenden, begeisteiteu Jugend dcS Jahre» 1848 fehlten die rathgebenden Männer — den erfahrenen rathwissenden Männern fehlt j^tzt die lernbegierige ideale Jugend! Auch daS Jahr 1874 hat seine Gefallenen. Die Kardinäle, Trzbischöfe und B i s ch öfe O est e r r e i ch s, die auf Rom'» Befthl im Palaste deS Kardinals Rauscher sich versammelt, um den Feldzug gegen d,n Staat Vorzuberathen — die Kardinäle, Erzbischöfe und Bilchöfe OcsterrelchS, welche auf Weisung Rom'S den Papst zur Einmischung in die GtsrK^ebuug aufgerufen, um den Kaiser, dcr nach verfassnngS^ mäßigem Brauch und Recht ül»er den Parteien stehen soll, in die Parteikämpfe hineinzuziehen... diese Kardinäle, Erzbischöfe und B'schöfe hatte der Minister deö Aeußern auf den 14. März zur Tafel geladen. Dir Gajllichkcit deS Grasen An» drassy und die Stellung nnes veranlivorllich'" RathgeberS der Krone sind unter den jetzigen gehölt, es gibt allerhind Zaulietei und Hczerei droben — hat Dir «ver ivaS nng^thaii Bist vielleicht aus eine Jrrtvurz'n treicu?" So srenndlich Silisi's Angesicht eben dem Alten zu»rlächelt, ebenso grtinmig lunkelte es ihm plötzlich aus ihren Augen entgegen; sie warf die Näharbeit, die sie an sich gezogen ha.'te, mitten IN die Stnbe, d.ch die K"äntl hernnislogen uns die Scheere .m FußbiZden ilecken blieb, und eilte dann, so gut eS Mit ihrem beschädigten Fuß anging, in die Kammer. Der Bater ivollte ihr nach; aber er holte sie erst ein, alS sie schon hinter sich die Tllüre zuschlug und klirielld den Riegel vorschob; un^ so ost er auch an ver Tt>ür pobte, so freundlich er auch bat, doch lvieder htrauSznkommen, es erfolgte keine Antlvort; daS bloße Wort „Zrrivurz'n" h,tte an ein verivandteS Wort eri.inert und den alten Sturm im Ge-Mlllhe des Mädchens ln aller Hkstigkeit aufge-loühlt. Sich bede«,klich hinter den Ohren krauenv, hinkte der Alte zurück u»»d brummte: „Da kennt sich bald Nitmznd meljr aus jetzt möcht' ich schon bald glauben, daS Madel ist nit krank, sondern hat den bösen Feind in sich". Tage vergingen so und reihten sich unter ähnlichen Anftrillen zu Wochen. Sie glichen einander, helle» Wetter wechselte mit Stürmen, nur mit dem Unterschiede, daß letztere immer mehr an Heftigkeit abnahmen. Berhältniffen politisch unvereinbar. Die „KircheN' fürsten" blieben jedoch auch an diesem Tage unversöhnliche Parteigegncr und erschienen zur Tasel nicht l Die na t i o n a ll i b e rate u Mitglieder des deutschen Reichstages bezeichnen in der Militärsrage es nun als die Aufgabe der Regierung, jene geringste Zahl stehender Truppen zu nennen, welche zur Schlagser-tigkeit des HeereS und zur Ausbildung der Rekruten unbedingt nothn?endig sei. Dadurch verlassen diese Volksvertreter ihre naturgemäße Stellung, binden stch selbst die Hände und erheben die Vollziehungsbehörde zur etUscheidenden Macht. Bermif^te Nachrichten. sDie Mucker in den Bereinigten Staaten von Nordamerika.) Diese Frommen beabsichtigen, in die Bundesverfassung eine Bestimmung einzuschmuggeln, in welcher „ein höchstes Wesen und eine Kirche anerkannt iverdkn soll". Eine solche Petitton wurde vom Repräsentantenhause dem Iustizkomite überwiesen, welches da» Gesuch mit der Ausführung abgelehnt bat, schon die Vorväter der heutigen Generation hätten sih über folgenden Grundsatz geeinigt: Dieses Land, zu dessen Regierung wir den Grundstein legen, soll die Heimat der Unterdrückten aller Völker der Erde, gleichviel, ob christlich oder heidnisch, sein. 3n voller Würdigung der Gefahren, in welche d.r Bund zwischen Staat und Kirche so viele Völker der ganzen Welt verwickelte, halte man dai»er eS für unrathsam, irgend etwa» in die Verfassung oder Regierungsakte auszu, nehmen, was als eine Beziehung zu irgend einem religiösen Glauben oder GrundsaK aufgefaßt werden könnte. Dieserhalb, b.schloß las Komite, könne eine geseßgeberische Aktion iM Sinne dcr Bittsteller nicht platzgreisen. (Die deutschen A n s ie d l e r in R u ß-land.) In Folge der allgemeinen Wehrpflicht, welche tn Rußlaad eingesührt worden, steht eine Masseuauswanderung der deutschen Kolonisten nach Rumänien bevor. (Fortbildungsschulen auf dem Land e.) Der fünfte „Kongreß deutscher Lind-wirthe" hat erklärt: die Errichtung von Fortbildungsschulen für die männliche Jugend (init Un-teirichlSzioang) auch auf dem Lande zur Besest » sjung und Erweiterung deS in der Volksschule Gelernten ist ein staatliches und volkSwirlhschast» ^ licheS vcdürsniß. (Zur Geschichte u n s e r e r S t e u e r-erhöhungen.) Im Jahre 1863 ergaben die Die Heilung des virrenkien Fußts schritt o.'bci langsam aber sicher sort, und nach nicht sehr langer Zeit wanderte Stall wieder im Hause und vor demselben hin und her, als ob nichts vorgesallkN wäre. Wer sie sah, tiemerkte kaum eine Bcräuderung an ihr; nur die HanSgenoffen steckten die Köpse zusammen und lvunderten sich, daß sie, während sie sonst so rasch gegangen, als ob ilzr der Bodcu unter den Füßen brennte, nun so bedächtig und wie nachdenklich einhergetie, und daß sie, die ost den ganzen Tag ihre Stimme h.itte erschallen lassen, jetzt oft Stundenlang den Mund Nicht aiislhat zu eiNtM armseligen Wörtchen, duß sie imuterwährend „um'S Kennen" an der Frische ihrer Farbe verlor. Dabli war sie förmlich lkutschtu geworden; ivenn eS nicht ganz und gar unvcrmeidlich war, bekam Niemand von den Nachbara oder Vorübergehenden sie zu Gesicht, nnd galt es, Sonntags zur Kirche zu gehen, so hatte sie immer etue oder die andere Ausflucht, um sich davon loszumachen; sie vermochte noch Nicht, den Leuten zu begegnen; sie wollte die Orte nicht sehen, tie sie an die Stunden erinnerten, die für ihr ganzes Llben von so ernsten Folgen geti^ordett. (Foriskßmlg folgt.) unmittelbaren (direkten) Steuern O«sterreichs 74 Millionen, 1872 90 Millionen; du mittelbar?« (indirekten) stiegen von 164 Millionen im Jahre 1368 aus 212 Millionrn im Jahre 1872. (Die Cholera in W i e n.) Die „Wiener medizinische Wochenschrist" berichtet: „Da» Gespenst der Cholera scheint aus dem Weichbilde Wien< noch nicht verschwunden zu sein, eS tauch! Vereinzelt und in mild?? Form, hie und da, namentlich im Bezirke HernalS wieder auf. Aus HernalS wurde im lillgemeineu Kronkenhause gestern ein Kranker mit dkn unzweifelhaften Symptomen der Vrechruhr auffltnommen. soll sich aber bereit! aus dem Wejie der Brssetung befinden. ES mag darauö erhellen, wie wünschenswerth rs wäre, wenn jme Maßregeln, welche auS Anlaß der Choleragesahr zur B^rbesserung der sanitüren Berhällnisse der Stadt Wien und drr Gororte in Anwendung gebracht wurden, noch serner in Wirksamkeit geblieben waren". Marburger Berichte. (Vom Poslamte.) Die Ginnahmen deS Postamtes zu Marburg beliefen sich im verflossenen Jahre an Gesammtporto und grnnko-gebühren aus 62.793 fl. 17 kr. — um 6354 fl. Mthr als im Jahre 1672. Zur Aufgabe und Vestellung gelangten 902.400 Vriefe, 160.680 Pocktte und Gkldslndungen, 94.260 portofreie Briese und 14.240 portofreie Sendungen. An Nachnahmen wurden eingezahlt 47.377 fl. 47 kr., an Geldanweisungen 432.306 fl. 53 kr.; an Nachnahmen wurden ausgezahlt 76.835 fl. 83 kr., an Gkldanwkisungen 594.274 sl. 41 kr. (S a u e r b r u n n.) In Sauerbrunn und in der Nähe dieses Kurortes besitzt N. JohanuS eine Villa, mehrere BaupläKe, vier Sauerquellen und eine Fi»llanstal>. Der rühmlichst bekannte Wiener Bauvirektor Alfred Kumwald ist nun wegen Ankaufs dieser Besitzungen in Unterhandlung getreteten; er beabsichtigt, im Verein mit einigen Genosien zu Sauerbrunn — eiu großartiges Gebäude sür Badgäste aufzuführen, eine Kurouftalt zu errichten uvd sür einen vermehrten Absatz der Quellen zu sorgen. (Sitzung deS GemeinderatheS v om 16. März.) Der Bürgermeister, Herr Dr. M. Reiser, beantwortit die Jnterptllatron, welche Herr Max Baron Rast ln der lktzten Sitzung gestellt. Der Bürgermeister erklärt, daß er die Gepflogenheit habe, sälnmtliche Gischäftsstücke bei der Erledigung selbst zu unterzeichnen ; sei er verhindert, so thue dies der Vice-Bürgermtister. Nur in einzelnen brsonders dringlichtn Fällen sei der Amtsleiter ermächtigt, die Crltdigung zn untcr-sertigen. Diese Ausnahmen liegen aber im Interesse deS Publikums. Bei solchen Vorgängen werde stets die Genehmigung de« Bürgermeisters nachträglich eingeholt. Von diesem Staudpunkte ausgehend, habe auch der AmtSleiter die Crlkdi-gung in der Angelegenheit, betreffend daS Bc-gräbnlß der Frau von Gasteiger unlcrzeichne!. um der Patte» die Möglichkeit zu bieten, sogleich ihre Disposilionen trefscn zu touaen. AuS sani-tatSpolizeilichen Rücksichten erscheine diese Dringlichkeit gerechtfertigt. Herr Ferdinand Baron Rast erstatt«t Berich! über eine Frage deS AlMenwesenS. Die betreffende Instruktion sei angenommen ivorden und folge daraus nun. daß sie auch vollzogen werde» müsse. Am 1. April sollen die Artnenväter ihre Wirksamkeit beginnen, eS müsse also 0ie Wahl statifinden. Bezüglich der inneren Stadt habe Herr Friedrich Leyrer erklärt, Armenvater bleiben zu wollen; für die Grazervorstadt nnd Melling werde Herr Viertelvorfteher Gilg, sür die KLrnt-nervorstadt der Viertclvorsteher Herr F. Schmiedl, sür St. Magdalena der Viertelvorfteher Herr Dom. Girftmayr vorgeschlagen. Der Bürgermeister Herr Dr. M. Reiser meint, daß St. Magdalena sür einen Armen« Vater zu groß und daS eS noihwcndig sei, noch lintn zweiten sür diese Vorstadt zu wählen. Herr Max Baron Rast stellt einen Ar,trag ii» diesem Sinne und soll die Franz-Josephstraße die Grenze bilden ; sür den westlicheri Theil schlage er Herrn Greiner vor. Die Sektion schließt sich diesem Antrage an und wild derselbe zum Beschluß erhoben. Der Stadtschuliath ersucht, für die Schulmädchen einen Spielplatz anzuweisen — zur leiblichen und geistigen Erholung und Ersrischung; ein Platz beim Stadtparke würde sich besonders empfehlen. Der Berichterstatter Herr Ferdinand Baron Rast b'danert, wetzen der finanziellen Verhältnisse auf diesen Wunsch nicht eingehen zu können; vorläufig möge Ver Rasenplatz vor dem Friedhofe zu diesem Zwecke bestimmt werden. Herr Dr. Lorber äußert sein Bedenken wegen der Nähe deS Friedhofes ; einstweilen müsje man sich aber mit diesem Platze begnügen. Herr Marco begreift nur nicht, daß Niemand sich an den Exerzierplatz erinnere; einstweilen gebe eS keinen besseren Spielplatz als diesen; die Sol» daten exerzieren während der Schulstunden. Herr Baron Rast entgegnet, daß dieser Platz Nicht Eigevtlznm der Gemeinde sei; gegen die Benützung desselben olS Spielplatz habe er nichts einzulveridkn. Herr Moreo versichert, dcr sragliche Platz !ei Eigenthum d^r Gemeinde; dieS sü vom Akrar selbst anerkannt worden, denn die Gemeinde habe mit demselben eiaeu Vertrag abgschlossen. Der Herr Bürgermeister bestät gt dieS; der Vcrlrag liege vor und sei der Platz dem Aerar auf zweiUtidzwanzig Jahrr zum Exerzieren der Soldaten überlassen worden. Herr Max Baron Rast erklärt, in der nächsten Sitzung seine Behauptung durch amtliche Urkunden zil beiveiscn. Herr Andreas Nagy findet den Platz vor dem Friedhose ganz geeignet; sür die kleinere'' Mdcven l^tnüge derselbe, tie gröberen können stch im Hause herumiummeln, tvo ihre Gegenivart nothwendig sei. Herr Direktor Gutscher spricht gegen den Antrag deS Herrn Marco; aus dem Exerzierplatz tummeln sich die Knaben; wenn auch die Mädchen dort spielen, dann gebe eS Unzukömmlichkeiten und Streitigkciten. Knaben und Mädchen sollen abgesondert ihre Spielplätze haben und befürworte er del^Antras; der Sektion. Diesem Antrag wird beiglstimmt und soll der Stadtschulratlz in Kenntniß gesetzt werden, daß der Platz vor dem Friedhof als Spielplatz sür Schulmädcheu zur Versügung stehe. (Schluß solgt) sS ch a tt b ü h n e.) Die erste Aufführuiig zum Vorlheile d^S Schauspielers Herrn Ludivig Deutsch hat nn^zeachtet der allgemeinen Bel ebtheit desselben einen sehr ungünstigen pekuniären Erfolg gehabt, waS die Direktion bestimmte, dem Ge« nannten e>n ziveites Ber'efize (nächsten Samstag) zu bewilligen. Zur Aufführung gelangt: „Anna Dunzillger". (F r e i lv i l l i g e Feuerwehr.) Sonntag dttl 22. März Vormittag II Uhr finde! im Spritzenlokal die feierliche Angelobung der Feuer» iv,hr statt. Das Gelöbniß wir!) dem I.^ürgermc,stkr Herrn Tr. M. Reiser geleistet. Bei dieser Gele» genheit sollen auch sämmtliche Geräthe der Feuerwehr zur Schau gestellt werden. (Beschickung des A r b e i ter t a g e s.) Die allt^emtine Arbetterversommlung. welche am Sonntag 9 Ulzr Vormittag in der ^Grüd" stattfand, hat einsttmmig beschlossen, den österreichischen Arbeitertag in Baden bei Wien (5. n. 6. April) zu beschicke». Franz WieStholer wurde als Ab^;?' ort'neter, Joseph Gleißl als erster, Gregor Kaulschitich als zrveiter Ersatzmann gewählt. Letzte Post. Das Abgeordnetenhaus hat die Bc» rathung der Äorlage Über die Besteuerung des Pfründen- und Klostervermögens begonnen. Die Neubildung deS ungarischen Mini steriumS ist noch nicht gelungen. Der Abgang im StaatShauShaltItalienS wird 1874 auf 128 Millionen Franken sich belaufen. Napoleon in Ehiselhurst er?lSrt, daß er sich der Entscheidung Frankreichs durch eine Volksabstimmung unterwerfe. Aufruf. Aus Anlaß der Betheiligung sämmtlicher Krieger mit der Krie^Smedaille ivurde für die hier domizilirende Garnison ein Jubelsest abgehalten. Um nun sür die nicht Aktiven, bereits im PensionS-, Urlauber-. Reserve- und Landwehrstande sowie itt der Jnvaiidenversorgung sich besindlichen Krieger ein gleiches Fest zu veranslalten. hat sich ein Komite gebildet, welches die Ausgabe übernimmt, den beabsichtigten Zweck zu versolgen. In Anbetracht, daß wir sür Kaiser und Vaterland seil dem Zahre 1848 Gesahren, Gefechte und Schlach!en mitgemacht, hoffen wir auf allgemeine Theilnohme. Um die erforderlichen Ausgaben zu decken, ersteht an Jene, welche sich hiebei zu betheiligen wünschen, das Ersuchen, längstens innerhalb sechs Wochen bei dem gefertigten Komite zu subskribiren und tvird der Beitrag für diePerfon auf 50 kr. festgesetzt. In der Voraussetzung der Betheiligung sämmtlicher hier und Umgebung s^ch befindlichen Kriet^Skollegen. beabsichtiget das gefertigte Komite das etwa sich ergebende Reineiträgniß den in Marburg domizilirenden bedürftigen Witwen und Waisen der in den Feldzügen vom Jahre 1848 bis 1866 Gefallenen zuzuwenden. Die Eintrittskarten werden den Subskribenten nach Al'lans der sechs Wochen zugestellt. Das geferügte Komite wird keine Mühe scheuen, allen Theilnehmern eioen recht vergnügten Äerztkches Gutachten ^ über die Vorzüglichkcit deS Anatherin Mund-^ Wassers gegen alle Mund- u. Zahnkrankhciten.l ! Ich bezeuge, daß ich seit einiaen Jahren daS^ ^natherin-Mundwssser des k. k. Hofzahn^j ,ar)tes vr. atls Wien mtt dem> größten Erfolge gegen scorbutisch-rlieumatische Mundübel, kranllhaftes Zahnfleisch, sowie ^gcgen Zahnschmer) gebrauchte, und noch grgenwiirtig allerorts ordinire, da ich von^ dessen heilsamer Wirkung vielfach in meiner^ Praxis illierzeugt bin. (22 Groß MikloS. Vf. fsttor m. p. ^ Zu haben in: I^lardurx iv öaveslar i's dsi Herrn ^arisliilk,! dsi llerru A^oriö und ill l'auotnQkvQ« lillnstdauälunx; (Zi 11i: dsi Lrispsr uuä in L»um-Kkvdg voutaok-1.»Qä«bsr«: I^. Nütler, (Zloioksribsi'K: baed, ; Vonodit^: 0. ^Isisokor, lisi I^rst^K'g ^vv., Iiuttsu - berx: !<>. ?ss8ik»k, ^potbslckr; Alurselc: Ltoinbsr?, ^potdslisr; ? sttau: L.ttsitksmmsr: ttauksrstiurx: l!'. unci ^sit-iuZor; Ukuu: .s. LodviäsrsotiitLct»; üoditsvli: Xrivxsr,; Lsuordruua: ; 3 taill -: V-Iilnoascdslc, Il'vistri tzi: .1. Vivuss, >Viv ä. (Z^ra?: XalixkritLLk; >?Viriä. I^kuasdsrx: VassuIigedZ ^potkstcs; Laltsr, Ein junger Mann, dcr mehrere Jahre sowohl in der Tuchbranche, als auch in Brauereien und in einer Fabrik ä!h. Oele als Buchhalter nnd Korrefpon-dent thätig war und beste Referenzen aufzuweisen hat, sucht baldigst Stellung. (204 Tag zu bei Uten, und wird dasselbe auch bestrebt sein, für die Drkorirntig deS FestplatzeS «nd deS erforderlichen SaaleS zc. zc. bestens Sorge zu tragen. Marburg am 10. März 1874. DaS Komite: H. I. Heinrich, NotariatSbeamler, Obmann. -t- eidt tiskdotrüdtoa llsrrsv» »llsn V«rv»ll6tsl» vvä LvIcanQtoli <1is trauri^s von 6oill ttiv8odöi6«a ikrs8 illnixst^vlisdiva Okttsn, äs» Lsrra VuokbiQäor», vsletior vaod Icurrvm I^s!6sll am 17. 6. um 4 Ildr in veiasm 57. I^odong^kdrs vorsokisäsQ i8t. Die irüi»<:ds RüUs 6o8 tkouorsn Oakinxssedieäsvsv virä Oonnerstag^ äon 19. ä. bl. um b.IIKr I^aclunittllx im Ltvrdskauss, Horren^asas Xr. 101, ksierliokst sioxsss^nöt uvd sväalln 2ur evigsLll Ralis bogtattot. Das lioil. Rsczuiom virü k'rsitaz^ 6sl» 2l). um 10 litir in äsr Domlciiedo ^vlsssn. 5rleäs «oivsr ^svlio! Ill»rkurx »m 17. Mrs 1874. >l. »t. IivicUsnilukbiltlrunx«» u. Lssrckixuvxi-^vitalt. ?. ?. Gründer llvd NrSlider Mleich Theilnehmn des Warvurger Theater- «nd Gafino-Wereines werden hiemit zu der am s«. März I8S4 Vbends 7 Nh» i« «afino SP-is-saal- sta tfindeiiden eingeladen Im Falle bei der Bersamttilung am 20. März nicht die erforderliche Zahl stimmberechtigter Mitglieder erscheinen sollte, findet die beschlußfähige General-Bersammlung am 27. März 1874 statt. Tages-Ordnung: 1. Der Jahresbericht pro 1873. 2. Prüfling der Rechnungen und Richtigstellung der Gründer- und Theilnehmer-Verzeichniffe. Z. Reuwahl des Gesainmt-Comit6S. 4. Bestimmung der Jahresbeiträge der Mitglieder, der Verlosung von 24 Stück Antheilscheinen und 5 Schuldscheinen der Theater-Beleuchtuugs-Anleihe Zl 20 fl. 5. Freie Anträge der Mitglieder. Dr. Duchatsch, Vorstand. Joh. Schmidtrer, Schristsührer. (242 I-Zivä^üÄiLckaüs-IilSiSelüiiöii II. ilssrMö: -GörtlriuMSGlHli»«!» von pomollvt in ?a«8, vstrSlÄv» ^r»«in»I»i«a»Gl»li»Si» vsT» joknstan unä Zamuvlson, ? 7!c? ^Kivt»vI»ii»itlKKvi», MZxvSl»ti^I»vI»S HlHRlkIvi» L!k/7n ^arbsTtT'eiööTz, ^a7ici-^ÄdvIKSVlKNSläls» ItHAlcKArntArvlVl«!', ^ii»vrlIl»lRi»vI»S ItrSRkikIkVl^sAz^Si» ^7' A ?mci ss^assLT'öLtT'l'eö / ^a?^tA^ö/56»'n ocie?' I,att67! TiLT^encköaT', ?tvrÄVl»»ARv», Z?tSrÄv»IIvH»rvvI»Si»» LZuIUvatQrvi», VSüxv, I>r»ti»»xO-^vrIl2vU»xV^GllSi'd»URx«rätI»v e^e e^c. ^'ST'ljeTl AT'ösSST'S ^7! ?^7^S67'6?^ ^aö7^^'^67l e?'56AA/6 s^ets vsT^MiAs ?oi6.' I^svOii»Ql»IRv, VAHApLArO««!»» VainptnAHUl»!«», V»il»pL»«ixvi», D»i»pL^Uii»pviR s. ^c)M/?t6S/67iS ?mc? c?67'67i cil^T'c/t eiA67!6 ötWAst öessT'At. HoeliaetituvAsvoll (241 vA8 lung deS Ant. Hör« vath zu St. Georgen in W. B. (243 Offe«er Brief «« Hm» Alt» H«i«igg, hier. Obwohl Sie in Ihrer Tewideruna auf mein Eingesandt in der „Marburger Zeitung" erklärt haben, mir auf diesem, wie eS scheint Ihnen doch etwa» zu dornichten Wege der Oeffentlichkeit nicht mehr begegnen zu wollen, so kann ich doch dem Drange nicht widerstehen, Ihnen über Ihre Rechtfertiaungsversuche noch einige erläuternde Worte zu sagen, nicht um Sie nochmal» zu einer Ent« aegnung herauszufordern, fondern lediglich dem ?. 1'. Publikum Gelegenheit zu bieten, sich da» richtige UrtheU über diese Affaire zu fällen. Sie machen vor Allem geltend, daß Sie fich beim Kaufvertrag»'Abschluffe die bi» 1. November V..I. über» nommenen Vermittlungen bi» zur gänzlichen Uu»traaung vorbehalten haben. Wenn ich die» auch nicht in Aorede stelle, so werde» Sie doch ebensowenig leugnen können, daß Sie fich mir gegenüber und selbst auch vor Zeugen auf Ihr Ehrenwort erklärt haben, hier in Marbura nin ähnliches Geschäft mehr betreiben zu wollen, wa» ich auch in der besten Meinung über die Heilighaltung de» Worte» eines Ehrenmannes aufnahm, und somit eine die»fälli>e kontraktliche Bestimmuiw für überflüßig hielt. Wie Sie die» Wort halten, bewei»t Ihre mehrgenannte ^neueste fortschrittliche Unternehmung-. Oder wol-len Sie etwa wirklich der Welt weiß machen, daß man bloS zur Abwicklung einiger Realitäten VerkaufSaufträae eine» eigenen „industriellen" Au»tunft» Ca mptoir» bedürfe, und daß Ihre Absichtev wirklich so harmloser Xatur seien, wenn Sie darin so weit gehen, um eine eigene lande», behördliche Komeffion zu gedachtem Endzwecke einzuschreiten, nachdem Sie kur» vorher die für Ihre inneaehadte und mir verkaufte Privat-Agentie lautende Konzesston zu meinen Gunsten bedingung»lo» zurückgelegt haben? Wer ist e» also, der Sie verläumdet und verdächtigt, ich, oder nicht vielmehr Ihre eigene unberechtigte Handlung»»eise7 Ferner wollen Sie in Bezug auf den Ablösung»-prei» der Geschäfte den ziffermaßigen Jachwei» liefern, wie wohlfeil ich dieselben von Ihnen überkommen hätte. Bon Ihrem Geficht»punfte au» mag die» allerding» ganz richtig sein, da Sie wahrscheinlich viel mehr al» Sie bekamen, gebraucht hätten, und stch auch auf viel mehr seit lange Rechnung machten; allem Sie scheinen nicht zu bedenken, daß der Begriff von billig und theuer an nnd für fich doch immer sehr relativ sei, und die richtige Beur-theilung dieser Krage von mehrerlei eingreifenden, hier jedoch unmöglich näher zu erörternden Faktoren abhänge. Ueberdie» scheinen Sie von ersterer Ansicht so durch-drungen zu sein, daß Sie fich dadurch vielleicht gar einigermaßen für berechtigt halten, mir ein Konkurrenzgeschäft in Ihrem „industriellea AuSkunftS-Comptoir", welche» Sie jedenfalls noch viel weniger al» da» meinige kostet, entgegenzusetzen. Und trotz Alldem will die nimmer ruhende böse Fama bereits von Ihrem angeblichen Plaue Kenntniß er-halten haben, daß Sie Ihre kaum erst zu Stande gebrachte neue Schöpfung nun wieder gerne verkäuflich an Mann bringen möchten. Gottte fich die» wirklich bestätigen, woran ich jedoch vorläufig retrospektiv zu zweifeln allen Grund habe, so wünsche ich Ihnen ebenfalls recht viel Glück dazu, wie Sie mir dies wünschen, und find Sie übrigen» dessen überzeugt, daß ich stets weit davon entfernt sein werde, Sie irgend-wie angreifen zu wollen, wenn Sie mir Ihrerseits in meinen ehrlich erworbenen Rechten nicht nahe treten werden. 244) «. «adltk. Warnung. Ich qhgbe mich bemüfsiget gesehen, meinem Ehegatten Herrn Franz Leser er die Verwaltung meines Vermögens gerichtlich zu kündigen. Ich warne daher Jedermann, mit demselben auf mein Vermögen Bezug nehmende Veschäste ein-zugehen. St. Leonhard W. B., 14. März 1874. 239) ^»tvnßa Warnuttg. Es wird ersucht, auf meinen Namen Niemandem etwas zu borgen, weil ich nicht Zahler bin. (241) MppVi». Lebende Fische. 2—3 Pfd. Karpfen und Hechte sind während der Fastenzeit jeden Freitag am Hauptplatze zum Verkaufe. (190 abgepreßt in Tcigform oder getrocknet in Stücken kaufen zu den höchsten Preisen VaxSninaiAN« SeI^It»vK ^ Wien, 4. Bez., Resselgasie. (61 vseckutwortliche Redaktion, Druck und Verlag von Cdnard Zanjchitz i» Marb»rg. S. «. Gt. ».