^281. Samstag, s». Drzcmbcr > »02. 121. Jahrgang. Aibllcher D Zeitung. >^ri° «» ^"lloisprelö: Mi! Pustvs» ssüdiiüg: ««„zjähng 3» li. lialbjährl« lb ll. Im llonlor: «»il^ '^^ Des h. Feiertages wegen erscheint die niichste Nummer Dienstag, den 9. Dezember. Nichtamtlicher Teil. ^lls delltsch-böbmilchc Ausgleichs Elaborat 5 ^ bclltschon Abgeordlleten ails Böhmen, welche ^ Zutschen Fortschrittspartei, der Teutschen Volk? sM ^' ^ kutschen Agrarierpartei, solvie dein Ver» ^^Nstreucl, Großgrundbesitz cmgehöreil, sind an° ^tti ^ ^^ schwierigen Lage im Parlamente zusam->v?i^^^^' ""^ soweit dies an ihnen liesst und s«.» ^rt, ? ^^)men betrifft, ein ernstes und ersprießliches änn ^ Hauses anbahnen zu helfm. Wer den ^ni^ '^^uipler der deutsch' böhnlischen l^rage inl ^ ^^. ^usnnunenhange aller TeUe desselben und ^.5^^ Tragweite aller dieser seit Dezennien schwe° ^ I" ^^gelegenheiten fill die nationale Stellung t^. ^'lschen in Böhmeil und im Reiche kennt, wird o^^'^chen in Böhmen nicht zumuten sönnen, eim'il ^Ä.^^losen Versuch zu niuchen, Williurlich herau> ^m/'^' ^''^' ^u'^'^' Komplexes zum Gegenstände von c>i,^,, ! /^ngen zu machen, um im besten ^alle eine ^arl^ ^^^ "^'^' ^l)rübergehende Besserung im ^""U'ltt zu erzielen. Da aber die Fortdauer des lvi^^'Uts aus dem Spiele steht und die größte»! i,,^ 5^lllichl'n (befahren drohen, wenn Regierung !y,,^^llament nick)t bald zur Abwehr derselben zu-^"enstehen, so haben die deutsch-böhmischeil Abge-^ ^ m Erwägllng gezogen, ob es möglich wäre. ^t,!?"^ '^"lie der deiltschböhnüschen fragen in "n d,^!- ^^'^^lg in Gruppen zu zerlegen, das; zuerst l"' die deutschböhmische,! ^'rcin ^^'" ^"" ^'" Gedanken ansgehen, das; ein c!,if sf'?^ Vorgang nur dann eine gewisse Aussicht ''lbs^, ,^l^ haben kann, wenn für jeden der einzelnen 'virku ^ Interesse und dadurch die tätige Mit- l'chtin. ""^ ^" "^'^' ^'^^ ^'^^ ^"^ ^"^' ^'" ^rdcn ^^^^unenstellung jeder Gruppe gefichnt ^"l/aV^ ^^ .^^^ Gruppen stellt sich die Ord-! ^»^^, ^Nl Gebiete der äußeren und inneren Amts- spräche, sowohl bei den staatliäM, als auch bei den autonomen Achördcn, dar. Eine wichtige VorauHarbeü ist bereits durch die nahezu gelungene Vereinbarung über den Gesehentwurf, betreffend die Sprache bei den autonomen Behörden in Böhmen, geleistet. Es bedarf aber noch anderer wichtiger Vorausarbeiten, ohne welche die Sprachenfrage in Böhmen überhaupt nicht gelöst werden kann. Tie beständige Niederholung allgemeiner staatsrechtliäM oder historisäier Argumente mus; der Prüfung des Bedürfnisses und der Schaffung gewisser administrativer Mabnahincn Platz machen. Wir erklären, dah erst durch nationale Abgre» zung der Bezirke, sowie durch die Herstellung der schon oft erörterten staatlichen und autonomen Krei^ver» waltung die H'löglichteit eröffnet wird, in den abg«.' grenzten Gebieten eine Ordnung der sprachlichen Ver^ bältnisse vorzunehmen, die dem Bedürfnisse und der Billigkeit entspricht. Tiefe Erwägung fällt mit dec jedenfalls schun oft erhobenen Forderung einer ein« greifenden Neform unferer staatlichen und autonomen Verwaltung zusammen. Die Abgrenzung, bezüglich welcher ausreichende Vorarbeiten vorliege,:, kann bei gutem Willen, und wenn der Gedanke derselben nichl übertrieben wird, keine wesentliche Verzögerung her verrufen. Wir halten daran fest, das; sie nötigenfalls bie zur Ortschaft herunter gehen soil. Tie Kreisve,--waltung muh staatlich und autonom sein. Es wäre zur Ei-richtung von Nreisregierungen zu schreiten deuen ein wesentlicher Teil der Kompetenz der Statt' halterei überlassen werden müf;t.e und welclie eine H?ittelinstanz zwischen Bezirlohauptmnnnschaften und Stanthalterei, beziehungsweise zwischen Bezirkshaupt-Mannschaften und Ministerien zu bilden hätten. Tie autonome Kreiovertretung wäre, unter Aufhebung der Bezirksvertretung nnd deren Sprengel, mit der >lreioregicrung zusammenfallend zu errichtn- und wären die Kreistage, sowie die Kreisausschüsse m^t einer Kompetenz auszustatten, die dem Landtage und dem Lnndesnusschusfe zu entnehmen wäre. ^nsbeson-dere sollen in diese Kompetenz das gesamte Vollsschul' Niesen, die Humaniiätsam'talten und gewisse andere soziale Einrichtungen fallen. Es ist zwischen den Kreibregierungen „nd den all. tonomen Kreisvertretnngen eine organische Verbin-dung insbesondere dadurch herzustellen, das; gewiss,- Angelegensten iu gemeisainni Sitzungen der Kt'reic' rate undKreisausschüsse erledigt luerden, wodurch dem bisherigen schädlichen Einflüsse der dualistischen Ver waltung abgeholfen norden könnte, Äuf diese Weife hätten wir lel>ensfähige VerwaUungblörper ^no Ä^ittelinstanzen, welche neues Leben in unsere weit locndige, zeitraubende, rüch'täntnae Penocätung brin» gen würden. Tie Reform würde beid^m Nationals täten im i^ande nnd diefem selbst in aleicheT Weise zugute kommen. Die Bildung diefcr Sprengel der Kreisregierungen hat infolgedessen nach der nati«.-nalen Abgrenzung zu erfolgen, damit national ge-mischte Ki-eise nwglichst unnotn'eildig werden. Wo dies jedoch unausweichlich ist, soll das Perbleiben eineö oder mehrerer sprachlich gemisä)ter Bezirke im Kieise demselben noch nicht den Charakter eines gemischt-sprachigen Kreises verleihen, lvenn nicht ein gewisser Prozentsah der anderssprachigen Minorität gegen-über der Gesnmtbeböllerung vorhanden ist. Iür die sprachlichen Bedürfnisse der nationalen Minoritäten in solchen einsprachigen .Kreisen soll durch die Schaf-fung von Abtnlungen bei den .Kreisbehörden, beziehungsweise Kreisausschüsscn gleichmäßig vorge« sorgt werden. Es wird keine Schwierigkeit bereiten, die Kreisgerichtssprengel ebenfalls nach diesen Grund' sähen abzugrenzen und einzurichten. Auch fassen rmr die Errichtung von Kreisregierungen für die poliw schen Verwaltungen nur als ersten Schritt und Vor-bild auf, um die Finanz- und Postverwaltung in der selben Weise zu organisieren und in weiterer ^olg^ alle Landesbehörden in Prag nach sprachlicl)en Terri-torien einzurichten, ein Verlangen, bei welchem die Teutschen in Böhmen nach wie vor beharren. Vei diesem Anlasse wiederholen wir unsere Forderung, das; die längst in Aussicht gestellte Errichtung von Be-triebsdireltionen der Staatsbahnen in deutschen Ge-bieten endlich erfolge. Tie Ordnung der Spraäiensrage bei den lnndes» fürstlichen Behörden besteht aus dem Problem d?r inneren und äus;eren Amtsspracl>e. Um jeder Mii^ dentung vorzubeugen, erklären die deutfchen Abgeordneten aus Böhmen, auch ails diesem Anlasse, dasj sie unverbrüchlich an der Forderung nach gesetzlicher Feststellung der deutsäM Sprache als Staats- oder Vermittlnngssprache beharren. Was insbesondere die sogenannte innere Amtssprache betrifft, so hänat sie Feuilleton. Die Stickerin von Mainz. l'vrlsche Erzählung von Hermann Hirschfelb. ftri^>? ^p"therbst des Jahres 1807 sah die alte viel- am Rhein, das „goldne I Ter? ""s!"lwlmter Erregling. "clite y,/^N'iche ivranzosenlaiser ^'apoleol. ^. b^ ü ^li^, '""lor seiner Verbündeten, der Fürsten ^lorin ""'^'- in Begleiwng seiner Geniahlin, der ^^?'^phme, dmr herrlichen deutsä^n Strom. ° diss ,, ^"^ N'"e Stadt, den mächtigen Eroberer ^r ^^ . "npfmigen, so tat e^ Äiainz, wo ein län« ^l zui!" ^"^ ^'" Herrscherpaares vorgesehen war, ^ >,"""" von früh bis spät durchströmte ei,: "l.'wn Treiben die Straßen und Plätze dcr j 5'lbrr v "'"^nonen ^^''^ ^entl./^' östlichen Töne drangen nur schwach in '^ ^schci^" ^"ue Strafe der Außenstadt, wo sich h ^lltt. >' ^"huung der Witlve Hellbach befand, n^e 5> ^"^' Kaufmanns, hatte die Matrone einst N?s ihcit?^ Neseheni aber Geschäftsunglück und ! ^cht , !^' ^"' braven Mann in ein frühes Grab ii ^ ',, no mittellos blieb die Witwe mit einem "^chll^ """ Tochter zurück. Beide waren wohl-^.,^riov"'b ^ erwachsen, ^lche Q,'. ^' Nebzehn ^ahre zählte, war eiile vor-3 sum !5"'" '"^ verdiente ein hübsches Stück ^ > ^ Nauvhulte, während der nur ein Iabr '" eben seine Lehrzeit in einem Kaufmanns hause beendete. Aber der junge Mann fühlte sich in seinem Berufe nicht glücklich, den er nur ergriffen hatte, um der geliebten Mutter nicht zu lange zur Lafl zu fallen. Talent und heis;e Neigung zogen den Sohn der Witwe zur Mallunst und die Wände des schlicht»,' Heims der ^amilie wiesen manche Proben seiner Begabung auf, freilich schülerhafte, aber durchaus nicht zu verwerfende Leistungeil. Tie Wolten der Sorgm, die sich in der Icht<>u Zeit zu zerteilen begonnen, hatten sich seit Monaten von nenem über diesem Heime verdichtet. Tie nnr zarte Gesundheit der lvrau Hellbach hatte sich betracht-lich verschlimmert. Der Arzt drängte nach Schonung und gewählter .^lost. nnd so drohten denn bei ihrer kleinen Einnahme der Familie dunkle Tage, während ringsum die Stadt von ^estesjnbel widerhallte. ^m kleinen Wohnzimmer saßen Mutter und Tochter beisammen, mit ihrer Handarbeit beschäftigt. Tie Morgenfonne fandte ihre Strahlen in das Stü.V chen und beleuchtete das feine Gesicht der Matrone, das nur allzusehr die Spuren körperlichen Leidens und des Grames verriet, lind auch ein fast wehmütiger Ausdruck lag in den feinen Zügen des jungen Mäl-clx'ns, das ab und zu einen besorgten Blick auf die Mutter warf. „5>osef bleibt aus", fagte die Witwe eben, „möchte doch der liebe Gott feinen Gang diesmal zu einem gesegneten machen!" „Wli- wünschte dies inniger als auch ich. M,tt?r!" stimmte Marie zu. „Ach, es ist ja nicht allein darum, das; uns Josef dnrch den Verlauf feines Bildes eine cben sehr nötige Beihilfe leisten kann. sondern auch <>r selber würde dadurch in seinem Streben ermutigt werden. Er ist so herzensgut, der Josef, und opfert seine geheimen Wünsche ohne Klage für unser Wohl'. „Tel' Ewige wird es ihm lohnen wie auch dir, mein geliebtes Kind, was ihr für eure Mutter tirt!" sagte ,^rau Hellbach in tiefer Bewegung. „Toch ich hör? unseren Lieben", unterbrach sie sich, „möchte er uns Gutes bringen!" Ach, daß es nicht Allzufreudiges war, das ließ sich aus dem Ausdrucke der Nieoergefchlagenheit in dem Antlitz des hübschen, schlankgewachsenen blonden Jünglings erkennen, als Josef Hellbach das Zimmer betrat. ..Ich wäre schon eher gekommen", nahm er, nach-dem er Mutter und Schwester herzlich begrüßt hatte, das Wort, „aber es gab im Gescliäfte viel zu tun. ss> das; ich erst jetzt Herrn Emmerich, den Bilderhändler, aufsuchen konnte, und dabei waren alle Gassen voller Menschen. Ter Kaiser Napoleon und die Kaiserin Ao< sine statten dem Kurfürsten auf seinem Tommersih-: einen ^rühbe'uch ab, und c>lleb drängt sich, die Maj?. stäten zu sehen." „lind du hast dir nicht die Zeit genommen? fragte Marie. „Tu hättest uns erzählen fönnen! Den Kaiser habe ich gesellen, mit seinen» (Gesichte wie a»5 Marmor gehauen, aber gar zu gern lernte ich Joseftne von Angesicht kennen: sie soll nicht schön sein, über ih?c Züge spiegeln, wie eo heißt, die Anmut und die.Her-zensgüte wieder, die der hohen ^rau eigen sein soll." „Aber man erzählt sich auch von itir, daß sie leü/.'-ten Sinnes und abergläubisch und verschwendmsu, sein soll und durch diefe Schwächen manchen harten Auftritt mit ihrem kaiserlichen Gatten verursacht", wandte Joses ein. „Ich hätte wohl die Auffahrt er- Lmbacher Zeitung Nr. 281. _______________________2330_________________________________________6. Dezember 1902^ mit der Frage der Staatssprache innig zusammen. Eine Lösung derselben durch eine allgemeine Formel härte ganz natürlich die Aufrollung der Frage der Staat5spraä)e zur Folge, die eine Angelegenheit ist, welä)e nicht in Böhmen erledigt werden kann, sondern ein wichtiges Postulat der ganzen Verwaltung in der diesseitigen Neichshälfte bedeutet und daher nickt allein in den Kreis von Verhandlungen zwischen den deutschen und czechischen Abgeordneten aus Böhmen fällt. Deswegen kann auch die Zulassung der czechischen Sprache in: innern: Dienste nur korrekt unt» strenge im Nahmen der durch die natürlichen Verhältnisse gegebenen Bedürfnisse gelöst werden. Die Fälle, in denen die czechische Sprache in dem rein czechischcn Territorium für den inneren Verkehr der Behörden aus Gründen der Vereinfachung des Geschäftsver-lehrcs zugelassen werden soll, müssen aufgezählt wer» den, ulld zwar sowohl rücksichtlich jener Kategorien von Amtshandlungen, bei welchen die czechische Amtc-spräche in Zukunft einzutreten hätte, als auch bezüglich der Behörden, bei welchen und zwifchen lvelchen diefe Platz zu greifen hätte. Zugleich wäre aber selbst verständlich auszusprechen, daß in allen anderen, als den ausdrücklich ausgenommenen Fällen die deutsch.' Sprack>e in ausschließlicher Geltung zu verbleiben habe. Was die äußere Amtssprache betrifft, so tonnt? man sich damit, da in ganz Böhmen Eingaben in beiden Landessprachen gemacht werden können, unte^ der Bedingung einverstanden ertlären, wenn dadurch die weitere Amtshandlung der einsprachigen Behörde m Bezug auf die Anwendung ihrer Amtssprache nicht beeinflußt wird. Im engsten Zusammenhange mit der angedeuteten Reform der Verwaltung steht die Be» amtenfrage, auf welche die deutschböhmische Bevölkerung, wie sich die Verhältnisse entwickelt haben, das größte Gewicht legt. Nach Durchführung der natio» nalen Abgrenzung wäre bei der Ernennung von Be« amten undDienern bei denGerichts», staatlichen Vehör« den und Aemtern innerhalb der abgegrenzten Gebiete der Grundsatz festzuhalten, daß nur solche Beamte und Diener ernannt werden können, welche sich bei de«. Volkszählung zu jener Umgangssprache bekannt haben, welche die Anitssprache des Gerichtes oder der Behörde ist, für die sie ernannt werden. In der Lan deshauptstadt Prag und den hiermit verbundenen Vororten, sowie in jenen Gebieten, welche nach der Durchführung der nationalen, Abgrenzung als ge-mifchtsprachig übrig bleiben und als solche gesetzlich erklärt werden, haben beide Landessprachen gleicl> Geltung und die für diese Gebiete zu ernennenden Ve> amten haben die Kenntnis beider Landessprachen in Wort und Schrift aufzuweifen. Das Erfordernis der Bekenntnis zu jener Umgangssprache, welche die Sprache des Amtes ist, hat auch für die Einstellung der Staatsbeamten in den anderen Vcrwaltungs zweigen, soweit sie in den einsprachigen Gebieten Vöh mens stattzufinden hat, zur Anwendung zu gelangen. Für feßhafte Minoritäten, innerhalb eines einspracht gen Gebietes ist bei Besetzung der Veamtenposten, bn den Gerichten und Behörden dieses Gebietes dafür Vorsorge zu treffen, daß bei jedem Gerichte und bei warten können, aber, weiß Gott, mir stand der Sinn wenig nach Glanz und Jubel." „Du kommst mit schlechter Botschaft, mein Sohn?" fragte Frau Hellbach sanft. „Mein armer Junge!" Josef hatte sich neben der Mutter niedergelassen und faßte die feine, magere Hand derselben. „Auf den Nat meines guten Massen - Zeichen« lehrers ging ich zu dem Bilderhändler Emmerich, um ihn: eine Arbeit, die ich mit Fleiß und voller Seek' geschaffen habe, vorzulegen und zum Kaufe anzubieten. Nie schlug mein Herz, als der bewährte Kenner mein Bild mit allen seinen Mängeln nicht verwarf, ja, mir sogar einen Erwerb in Aussicht stellte! Nichl für ihn selber, der nur gereifte Werke laufe, wohl aber für einen Kunstfreund, der, wenig bemittelt, gern hübsche Arbeiten von begabten Anfänger,: zu kaufm liebe. In vierzehn Tagen möge ich wieder vorspreclM Damit war ich von dem vielbeschäftigte:: Mann ein-lassen. In vierzehn Tagen", wiederholte Josef bedeut-sam, „und in acht Tagen ist die Miete fällig!" E:n beklemmendes schweigen herrschte für einig«' Augenblicke in dem kleinen Kreise. „Vertrauen wir auf Gott", sagte Frau Hellbach endlich, „er ist der beste Helfer in der Not! Wie ging es doch der gelähmten Witwe Nehwold in unfercr Nachbarschaft? Ohne ihr Wissen richtete der mensch,'-freundliche Arzt der alten Frau ein Bittgesuch an dle Kaiserin Iofefine, und fchon an: nächsten Tage brachte ein Hofherr überreiche Spende. Ach, wer doch auch zu der Majestät gelangen könnte!" kan: es wie ein lauter Gedanke schüchtern von den Lippen der Witwe. Das bübsäfe Gesicht Josefs ward von einer leichten Wolke beschattet. edcm Amte ein Beamter sich befinde, der auch der Sprache dieser Minorität in Wort und Schrift mächtig lst. Wo außer bei diesen vorerwähnten Behörden >chriftl:che Eingaben in der anderen Landessprache uortommen, welche nicht die Amtssprache ist, soll üurch ein Uebersetzungsbureuu bei der ^reisregierung, beziehungsweise bei den: Preisgerichte d:e MögliäMt 0er lveiteren amtlichen Behandlung dieser Eingäbet» geschaffen werden. Weitere Gründe zur unverzüglichen Lösung der deutsch°czechischen Frage in Böhmen haben die Mino-ritätsjchulen, die sprachliche Scheidung von Handel? und Gewerbetammern, die Wahlreform und endlich oie Kurien gebildet. Wie aber ohne Verwaltung-.^ reform die Losung der Sprachenfrage in Böhmen a>n billige und natürliche Weise nicht möglich ist, so ist auch eine Aenderung der Landtagswahlordnung ohne die gleichzeitige Neform der Kurien unmöglich uni) undurchführbar, weil zwischen beiden eine innige un» lösbare Verbindung besteht. Wir denken u:u5 daher in erster Neihe die Erlasjung eine» Neichsgesetzes üb,.'!' Errichtung von Kreisvertretungen in Böhmen, sowie die Fassung von Beschlüssen des böhmischen Land tages üder die nationale Abgrenzung und die Er« laisung eitles Landesgefetzcs betreffs Errichtung vo.: Kreisvertretungen. Das erste Gesetz hätte die KomPe-tcnz und den Organismus der Kreisregierungen z'.>. enthalten und in einem besondere:: Abschnitte dic. Sprachenfrage :m angedeutet«: Umfange zu regeln. Das Landesgesetz hätte die Kompetenz und Organisa lion der Kreisvertretungen, insbesondere auch ein«. Wahlordnung für die Kreistage auszuführen, m beiden Gesetzen das Junktim durch die Bestimmung herzustellen, daß beide Gesetze nur zur gleichen Zeit in Wirtiamteit treten. Wir wollen zum Schlüsse den Zweck dieser Auseinandersetzung hervorheben. Es han dclt sich darum, eine Verhandlungsbasis zu finde»:, bindende Abmachungen zu vereinbaren, eine politische Situation zu schaffei: für die endliche Lösung einer lange fällign: Aufgabe. Es handelt sich um den ersten Schritt zu einer neuen bleibenden Nechtsordnung, ausgebaut auf dem selbständigen Wirkungskreis der beiden Nationale täte,:, welche die freie Entwickelung beider nebenein ander ermöglicht. Wir wiederholen daher, daß es uns nicht darum zu tun sein tann, daß die eine oder die andere der Regierungsvorlagen im Hause der ersten Lesung unterzogen werde, sondern daß durch Einstel-lung des Kampfes auf der gangen Linie des deutsch-czechischen Sprachenstreites Naum werde für die Lebensfragen des Staates. Die Verhandlungen über die vorstehende:: Vorschläge haben aber dann Aussicht ouf Erfolg, wenn die bisherige Behinderung der par> lamcntarischen Tätigkeit eingestellt wird, wenn die Negirung so bald als möglich in: Parlamente jene große wirtschaftliche Vorlage macht, welche die größte Bedeutung für den Staat und alle produzierenden Klassen hat ulld wenn das Parlament diese Vorlage unverzüglich in Beratung zieht. „Liebe Mutter," bemerkte er, „die Frau Nehwold ist allein auf der Wett — du aber hast zwei große Kin< der, für die es eine Schande wäre, ihre Mutter fremde Hilfe erbitten zu lassen, selbst die einer ztaiserin. Kam: es nicht anders sein", fügte der junge Man,: hnizn, „so bitte ich meinen Prinzipal um einen kleine,: Vor-schluß, den ich ihn: abarbeiten kann. Ich weiß, der alte Hcrr will mir wohl. Ich war es, den er heute nachmittags mit einem Vertrauensgange von Wichtigkeit über Land beaufragte. Sorgt darum nicht, wenn ich später als sonst heimkomme!" „Du bist ein treuer Sohn, mein Josef", sagte die Witwe innig, „und geht es dir noch einmal recht woll', auf Erden, so denke, daß deine Mutter dich tausendfach gesegnet hat!" „Und deine Schwester den lieben Gott jederzcll für dich angefleht hat!" fügte Marie hinzu. „Ich wtti, aufrichtig sein, Josef", fuhr das junge Mädchen fort, „denn deine Aeußerung von vorhin über fremde Hilfe gibt mir zu denken. Mai: hat mir erzählt, daß die Kaiserin Iosefine zweimal in der Wc-clie ehrbare Frauen und Mädchen empfängt, die ein Atiliegen v^r» zubringen habe,: — ganz schlicht, ohne Hoffstaat und taiserlichen Prunk. Da dachte ich mir, wenn ich mir eil: Herz faßte und verfuchte, zu der Majestät zu ge< langen! Ich kann mich ja im Französischen verständlich machen und würde der hohen Frau von dir erzählen, den berufene Meister ermunterten, die Mallnnst zu er-lernen, und der seine reinsten Wünsche der Sohnes-treue opferte. Ich würde die Kaiserin bitten, bei ihrem hohen Ehehern:, der ja gvrn die Kunst beschützt, <".n chutes Wort einzulege::--------" Eine Bewegung des jungen Mannes unterbrach Maries Worte. (Fortsetzung folgt., Politische Ueberftcht. Laibach, 5. Dezember. Die „Zeit" unterscheidet zwischen berechtig' ter und mißbräuchlicher Obstruktion. Tie seinerzeitige Obstruktion der Deutschen se: ein be-rechtigter Alt der Notwehr gegen einen gefährlichen Angriff auf ihre nationale Existenz gewefen; die Ezechen hingegen wehren nicht eine Gefahr ab, wolle" nicht einen Nechtsbruch verhüten, so,U>ern etwas er> ringen, was sie auch ohne jegliche Obstruktion und ohne Schädigung des Parlaments haben können: di^ innere czechische Amtssprache. Der Mißbrauch de;> Minoritätsrechtes arbeite aber den: Absolutisms !>> die Hände. Wenn heute Stimmen laut werden, du' eine neuerliche Anwendung des H 14 als ein«: harin losen Akt der Notwehr des Staates angesehen wis<" wollen, so sei das zwar zu beklage::, aber wohl zu ver< stehet: aus der Lage, die der czechische Mißbrauch deo Minoritätsrechtes geschaffen habe. Darum mögen du: Ezechen jetzt, da ihnen die Deutschen neuerdings w durchaus diskutablen Vorschlägen die Hand golwtcn haben, wohl überlege,:, ob sie nicht diese Hand er-greifen und den Parlamentarismus intakt wssw oder nur mit scheinbarer Krastleistung sich aus d^u Justamentstandpunlt stelle:: und für den Absolut^ mus arbeite«: sollen. Dem italienischen Parlamente lst diesertage seitens der Negiorung der seit langen: ar>-gekündigte Gesetzentwurf unterbreitet worden, der unter dem Titel „Reform der FamilieN'Gejetzgebun« die Einführung der E h es ch ei d u ng in: KönigreM Italien vorschlägt. Die Vorlage besteht aus 2l Para« graphen, voi: denen die erste,: sechs die Gründe uw Modalitäten, die alberen die Folgen der Ehescl^'^ dullg behandeln. Zunächst wird bestimmt, düsj d^ Scheidung nur erfolgen kann, wenn eine durch Nichts' fpruch erfolgte Trennung vorangegangen ist, dew, Dauer bei kinderlosen Paare,: ein Jahr, sonst dre Jahre sein muß. Ursachen dieser Trennung lo'^' außer Ehebruch böswilliges Verlassen, körperliche Mißhandlung oder'schwere Ehrenträntung und ^'' urteilung einesGatlcn zu 20 oder mehr IahrenKert"'' lein. Tiessalls kann nur der unschuldige, nie " schuldige Teil die Trennung und Scheidung beo» tragen. Bei der Scheidung ist Vorsorge zu treffen, d^ sich in finanzieller Hinsicht der schuldige TeU »na auf dosten des unschuldigen bereichern kann. A!" Wiederverheiratung Geschiedener ist unzulässig- ^ Nechte der Kinder sind in einem besonderen Msch"^ streng gewahrt. Die geschiedene Ausländerin a^" ihre nriprüngliche Staatsangehörigkeit wieder. >> „ allgemeinen besteht, wie der Münchener „Allg. 0^-ans Nom geschrieben wird, andauernd eine sta . oppositionelle Strömung gegenüber den: a"'^ Ehescheidungsprojette, das auch in del: Nechen iiberalcn Mehrheit prinzipielle Gegner hat und ^ inenlliäi in: Senate auf starten Widerstand stov dürfte. ^ Die franzöfifche N e g i e r u n g hatte, Pariser Telegramme wiederholt berichteten, die sicht, die gegenwärtige SessionderK " u:nl e Samstag, den 6. d. M., zu schließe:: und sie ^> -^ lammenden Monate wieder fortzusetzen. In ^p" , ^ parlamentarischen Kreisen hält man es indes, ^ ,,^ gemeldet wird, für sehr zweifelhaft, daß die Negu'l diese Absicht wird ausführen können. . ^,i Von unterrichteter Seite wird aus KopewM^ geschrieben: Die Gerüchte, daß der russV!^. Großfürst - ThronfoIger Michae l ^„h r. androwitsch an einer Arustkrankheit le'de ^ daß sein Gesamtzustand zu Besorgnissen -'lnlW « ,^ sind durchaus unbegründet. Der Großfürst ^ ^ Kopenhagen eine Bronchitis überstanden, ^'"''^-jedoch die Krankheit irgendeine Nachwirkung ä ,d aelnssen lMW. DieAerzte, die denEä so rewitsch ""^,l,i< dieser Krankheit behandelte::, versichern, daß d>e ^, gen von der Bronchitis nicht affiziert wurden- ^ Konstitution des Großfürsten sei befriedigend, ^.^ sich rasch erholt und erfreue sich nunmehr wieder günstigen Gesundheitszustandes. <,ilttg^' Man berichtet aus Konstantinopel: Sen e ^< Zeit jchlagen dietürkischen Blätter """' ^ ^ ?,» kcnswert unfreundlichen Ton gegen Vulg ^ ^-an, indem fie ungünstige Nachrichten "b^ !."^ gb' stentiun veröffentlichen nnd die dortigen ^",! ^H il" fällig beurteilen. Unter anderem wnrde ^^^hc^ „Mcilumat" behauptet, daß die öffentliche <^'^ hec iil Bulgarien viel zu wünjchen übrig lasse, .^B-„Servet" beeilte fich, diese Mitteilung "'^"AhcN^ Auch die zunehmende AuÄnanderuna. ^"^i'le"' tnedancrir-ans den: Fürst.'ntuine wird zmn ^cN diese angeblichen Zustände zurückgeführt. ^^, v^ zu dieser Bewegung, wie in türkischen ^.^.1-1''^ lautet, die unter der bulgarischen ^"'dl^ W^ verbreiteten Gerüchte bei, daß in, nächsten ^.^ete" wegen Mazedonien kriegerisck>e Ereigniss werde,:. .__^aidach.r Zcltimq Nr. 281. 233l___________ 6. Dezember 1902. Tagcsucmgtcitell. '^ (E i n e Eheschließung im Üöwentäfi g ">"dert nicht nur einen besonderen Mut der Beteiligten, labern auch gewisse Eharaltercigellschaften. zumal es sich um "ne Schaustellung handelt. Der Fall spielte sich jüngst in ^«lvyoit ab. Ein Menageriebcsitzer hatte einen Preis von ^^ ^ fui dasjenige Paar aufgeschrieben, das sich ill einen« ^>lg, in dem sich mehrere der größten und in der Mur njHt >Dcit gediehcilen Lölven befanden, trauen lassen uide. Unter den zahlreichen Bewerbern war auch eine junge «utsch« Dame (Fräulein Therese Berg) und ein Däne (Herr vllnrich Hoin), die sich nach Deponierung dcr ausgesetzten ^lohnung zu dem Schritte entschlossen. Auch ein Geistlicher urde schließlich in der Person eines Dr. Hepburn gefunden. 'e Braut war während der Zeremonie recht lühl und gc-^' obwohl die Tiere hin und wieder furchtbar brüllten Nb Anstalten machten, sich auf die Eindringlinge zu stürzen. sei^ ^lüutigam war locniger gefahl und ee Andacht ohne Erregung zu Ende führte. Während der! ^ ttmonie lieh der im Käfig mitanwesende Löwenbändiger ei«' Endlich ^'" ^uge von den Tieren, Er war mit s..s, 'Mächtigen Peitsche bewaffnet und trug zudem zwci 5"°d«ne Revolver bei sich. ^ 7^ (Eine schreckliche Geschichte) wird von Itn . ^^ Furniinseln (zwischen Smyrna und Tamos ge^ ve's! ^'^^ gelassenen Bewohner nahmen in ihrer Ve'.-schl^l^ und Unwisscnheii ihre Zuflucht zu folgendem A^licheii titlet. Sie entnahmen den Wunden der Kranl . H -^ ^'^ iinpftcn die noch gesunden Personen damit, in bcr kiin!"'^' baß dadurch der Verbreitung dcr Blattern vorgc-c»> s?"^'. Natürlich ertränkten die Geimpften albbalb und 6s.^scineines Sterben war die Folge des unberufene-, Ato l ^'"griffs. Ueber tausend Personen sind bereit-^„s s "- Jetzt erst sah sich, nachdem ein heimlich von der M" /^^^Mer Einwohner in Smyrna die europäischen ,^!"oen benachrichtigt hatte, die türkische Verwaltung gc-la 6 ' ^>e Absperrung der Insel aufzuheben und den Kaima-kor» ^ezirlcs, einen armenischen Christen, zur Verant ^ "^g zu ziehen. >^ "7 (^i n gelungener Gaunerstreich.) Einen k'Nem ^'^ haben zwei Gaulier in Berlin ausgeführt: Vo< ^ ^Schaufenster in der Fricbrichstraßc gerieten, wie die in '^ ^ /l." erzählen, diesertagc zwei gut gekleidete Mannec Ü«lls ^ ^^^ schließlich stieß der eine den anderen so heftig ^ün/ Hloße Spiegelscheibe, daß sie klirrend zersprang, ^»r^'^ Täter schleunigst um die Ecle verschwand. ,^y .^tr andere von dem Geschäftsinhaber und seinen' ^ck,;?^ festgenommen und in den Laden geführt, um d-c b/'" Mit 180 Marl zu bezahlen. Der Fremde erklärte, schiif^ b"su augenblicklich nicht im stände wäre. Er sei Ge-'loseisender bon auswärts nnd besäße nur 00 Mark; ^llcit^!- ^"^ " zahlen, den Rest später einsenden. Damil dicl, " ^ ^" Geschäftsinhaber nicht einverstanden, fordert! ^tso ^" weisenden auf. ihm zur Feststellung seiner blese ^"^ ^'^ !^"^c zu folgen. Der junge Mann bat, ihm ke„ «, ^lmbc nicht anzutun, licl>er wolle er den Betrag au5 schäfi? , ^'del" decken, die er mit sich führe. Der Gc-besiüli " '""^ 'hm aber auf der Quittung ausdrücklich ^Ker^f' ^°^'^ " b"s Geld ausgegeben habe, In sichtlich Hol,s. ^^kPlng ^.,^,^^,^ f^, hierauf seiner Brieftasche einen K20N ll-Schein. gab ihn dem Geschädigten und erhielt sich,^,,^ und die gewünschte Quittung. Dann entfernte e: bliiwf, ,„ " ^°rten: «Dieses Geld wird Ihnen keinen Segen ^Nn s^ , " Wahrheit dieses Wortes leuchtete dem Kauf ^ ?!m-""' ^''" ^^ Tausenbmarl-Schein war falsch, b e t h ' ^ ' e M a r l T w a i n s e i n e r st e 6 H o n o r a r hl>t^/nr b ^ '"' Freundeskreise erzählt, wie er sein erstes Ho-^e att '^ ^' "^" lener Zeit", sagte er, „war ich zehn ^l elx» "'^ '" ^""" lirziehungsinstitute. dessen Leiter slteng ^" ^'" Typus der Sanftmut war. Ganz besonder« ^ Cck^l ^ ^" Eltern gegenüber, welche irgendeinen Teil °bti 25 ^rätschaften beschädigten: fünf Dollars Strafe '^ch!e l5' ^'^^" Körperteil, den ich nicht näl)er ^zeichnen '"n> ai,c ^"s Tages überkam mich der Einfall, meinen Na^ ^ ick " ^chulpulte zu verewigen. Eine Stunde daraus Ail qi>' ^^ kW zu meinem Aater, setze ihm in bewegten k" ^^""seSchmach auseinander, die anf seinen Namen t^il w''^' ^"^^ "'ll bie bewußte körperliche Züchtigung liinf ^^°c- Mein Batcr läßt sich erweichen, gibt mir di" ''^" auf "1^ ^ laufe zur Schule und--------lasse mir die ^l ne/.^ ^° ''"be ich mein erstes Geld verdient. Ab/r ^ ?3 "ck) meinen 5iops. im Gegenteile , . ," . °ldde, ^ ^ " ^ ch ' m Damen ' ^lcgelllub ) Die !"' die s^ ^"N> Ztg." erzählt: Auf Grund von Insera ?'^ bo,, m '"^'ch '" "ner Zeitschrist fanden, war eine ^itzi^ " "erlrelerinnen des schönen Geschlechtes zu einer '>H«nd '-'"""' in der. einem tiefgefühltcnBedürfnisse ent- "tde n " Gründung eines Damcn-Negclllubs beschlösse,, j ^flia Nervosität zu bekämpfen und um die Glieder M„ si^',lv" die .sUubgcnossinnen jedermann versicherten, ^btow s ^'l; nachmittags in einem an dcr Grenze von « he y-aclegenen ^olal die Kunst des Kegelschiebcns. Dii !> ^'"cm c« ""^ ^"'^ N"i bis zum letzten Montag. Da f,c> Ullb eins^?u " ^" beteiligten Damen ein. seiner Frau nn ^Un« ^'^ abzustatten. Er erlitt aber eine arge Ent^ U' als er die ..Bahn" unbesetzt fand. Der Damen Kegelklub war der Einladung eines im selben Lokal tagenden Herren-Kegelklubs gefolgt und hatte eine Fahrt nach Grünau unternommen. Das wurde rasch bekannt, und bei der Heimkehr fanden die Damen sehr zcrnigc Ehegatten vor, die dem .Ulublebcn ein schnelles Ende bereiteten, - (Das Telephon vor 275 Jahren.) In einem Werke Galileis, das die Vortrage des großen Astro-iioincn und Physitcrs über die Wellanschauungen des Plole-mäus und des Kopernilub enthält und zuerst im Jahre 162? erschienen ist. sindel sich eine Stelle, die den überraschenden Schluß zuläßt, daß cinc Vorstellung von der Möglichkeit lclcphonijchen Vcrlehrs und vielleicht sogar eine derartige Erfindung schon zu jcucr Zeit einmal aufgetaucht ist, Galilei legt nämlich folgende Worte in den Mund einer dcr Personen, die er im Gespräche über jcnc Weltanschauungen vorführt: „Ihr erinnert mich an einen Mann, der mir das Geheimnis verlaufen wollte, mit einer Person in einer Entfernung von zwei oder drei Meilen mittelst der Sympathie von zwei magnetischen Stäben zu sprechen. Als ich ihm sagte, baß ich d^s Geheimnis gern lausen würde, aber zuerst eine Probe machen möchte und daß es wohl genügend sein würbe, den Aersuch Zwischen den beiderseitigen Wohnungen anzustellen, antwor-tetc er mir. daß die Wirkung auf eine so geringe Entfernung kaum beobachtet werden lönntc. Daraufhin ließ ich ihn gehen mit den Worten, daß ich weder Lust noch Zeit hätte zu solchem Zwecke nach Kairo odcr Moskau zu fahren, aber bah ich gern bereit wäre, mit ihm von Venedig aus auf seine Art in Verbindung zu treten, wenn er selbst die ^icisc noch einer dieser beiden Städte unternehmen wolltc." Was aus jenem Manne mit seiner Erfindung geworden ist. weiß man nicht, noch wcnigcr, ob vielleicht in diesen Worten Galilei selbst eine seiner eigenen physikalischen Ideen geheimnisvoll hat niederlegen wollen. — (Ein E i s b erg we rt.) In Arizona gibt es seil lurzem ein Bergwerk, aus welchem Eis in großen Massen zutage gefördert wird. In diesem öden, wasserarmen und im Sommer unerträglich heißen Staate kennt man schon lange viele tiefe mit Eis gefüllte Schluchten. Die meisten sind aber so schwer zugänglich, daß sie für eine nutzbringende Ver-wcrlnng ihres Inhaltes nicht in Betracht lommen konnten, Eine dieser Eishöhlen jedoch liegt von dem Städtchen Flagstaff, welches eine Eisenbahnverbindung hat. nur zwanzig Kilometer entfernt, und dort isl das ersteEisbergwerl cntftan-den. Die Höhle, in loelcher bereits ein hundert Meter tiefer Schacht versenkt ist. soll regelrecht abgebaut werben, und ihre Eisvorräte sind so groß, daß man alle an bcr Eisenbahn gelegenen Ortschaften Arizonas dauernd mit Eis versehen zu können hofft. Bisher gab es in Arizona nur künstlich bereitetes Eis, welches für ärmere Leute unerschwinglich teuer ist, — (D < e reinste Stadt ber Welt) sollte Tolw. die Hauptstadt Japans, sein. denn sie besitzt nicht weniger als «00 öffentliche Bäder, in denen durchschnittlich 300.000 Personen täglich baden. Lolal' und Provinzial-Nachrichtm. — (Ordentliche Sitzung des irainischen Lanbesschulrateö vom 27. November.) Nach Eröffnung der Sitzung nnd Konstaticrung der Beschlußfähigkeit durch den Vorsitzenden, Seine Ex-zellenz den Herrn l. l. Landcspiäsibentcn Viktor Freihcrr:i von Hein. wurden in Erledigung der Tagesordnung zu Oberlehrern auf ihren jetzigen Dicnstposten ernannt die b?-fmitivcn Lehrer und interimistischen Leiter, und zwar an dcr vierklassigen Volksschule in Seisenberg Fr. K u t n a:, an der zweillassigen Voltsschule in Egg Jakob Stupar. an der dreillassigcn Volksschule in Iohannislal Vinzenj Berce und an bcr zweillassigen Volksschule in Trii^'e Franz Slulj. endlich zum Oberlehrer an der zweillassigen Volksschule in Oberfclb bei Wippach der definitive Lehrer an der Vollsschulc in Wippach und bisherige Leiter in Ober fcld bei Wippach Franz Punöuh. — Die provisorischen Lehrerinnen Franzisla Mar 1 inöiö in Nrbovo und Anna Tomc i» Oblat wurden zu definitiven Lehrerinnen ernann!. >i»d zwar die erstere unter vorläufiger Nelassung auf ihrem bisherigen Posten und die letztere für die Volksschule in Etopitsch. — Ueber eigenes Ansuchen wurde die Lehrerin Theresia Bole von dcr Volksschule in Arab« an jene in Oberfeld und der Lehrer Franz Neiniger von Gott-schee an die Volksschule in Suchen versetzt. Versetzt wurdc waiters in gleicher Eigenschaft der Oberlehrer an der Volks-smule in Möschnach Ignaz Rozmann an jene in Groß Podlog. — Der Lehrer an der Volksschule in Altenmarlt bei Laas. Kaspar G a s p a r i n. wurde über sein Ansuchen in d5N dauernden Nuhestanb versetzt. — Die einllassige Volls. schule in Kaltcnfelb wurde auf zwei Klassen, die vierllassig? Volksschule in Töplitz-Sagor auf fünf Klassen erweitert und an letzterer Schule eine der bestehenden Parallelabteilungen aufgelassen. Weilers wurde die Aenderung des Schulsprengels öelimlje. die sofortige Aktivierung dcr einllassigen VollZ. schnlc dortselbst und die Errichtung einer einklassigen Volksschule in Untergolo bewilligt, — Auf Grund des Inspek. tionbbcrichtcs des Landesschulinspeltors für die Mittelschulen wurde beschlossen, das Gesuch der Stabtgcmeinde Idria um Verleihung des Oeffentlichleits- und um Anerkennung beü Neziprozitätsrcchtes für die I. und II. Klasse der dortigen Kommunal-Unterrealschule zu befürworten. — Der Eiledi ciung wurden ferner zugeführt die Gesuche von Schülern txr' hicrlänbischen Mittelschulen um Stundung des Schulgeldes sowie die von der Direktion der l. l. Lehrer- und Lehrerinnen - Bildungscmstalt vorgelegten Gesuche um Schulgeldbefreiung zu Gunsten der Besucher des Kindergartens und der Ucbungsschule. — Beschlüsse wurden gefaßt in Betreff der Gewährung von Remunerationen für die Erteilung des landwirtschaftlichen Unterrichtes sowie de-j Unterrichtes in weiblichen Handarbeiten. Feiner über di.> Bcteilung einer Reihe von Volksschulen mit Subventionen für die Schulgarten und in Angelegenheit ein« Wegentschädl' gung anläßlich der Erteilung des Religionsunterrichtes. — In mehreren Lehrpersonen und Mittelschüler betreffende» Difziplinarfällen wurden die Entscheidungen getroffen. — Auf Grund des Inspeltionsberichtes über die Volksschule m Tscherncmbl wurde dem Leiter derselben, Franz ßetin», die Anerkennung ausgesprochen. - Schließlich wurden die Rekurse gegen die Klassifikation eines Vollsschiilers und jener einer Lehrerin gegen die Verweigerung eines Urlaubes bei Erledigung zugeführt, — (Ernennungen im S t e u e r d i e n st e.) DnS Präsidium der trainischen Finanzbilettion hat die Steuel amtsadjunlten Josef Vardjan zum Steueramtsloiiollor in der X. und Jakob Milauc zum Steueiamtsoffizial in der X. Rangsllasse im Hilfsdienste für den direkten Steuer-dienst, dann den Stcueramtspraltilanten Raimund Mlej nil und den l. und l. Vootsmannsmaat Torjxbomeister Sr. Majestät Schiff „Leopard" Matthäus habjanöi<-in der XI. Rangsllasse ernannt. — (Beistellung von Diphtheiieheil« serum für aim« Kranke imEpidemievei-fahren.) Hinsichtlich der Bestreitung bei Auslagen fül bei mittellosen Kranken angewendetes Diphtherieheilserum hat das l. l, Ministerium des Innern in einem speziellen Falle eröffnet, daß jene Grundsähe, welche im Falle ber Ein leitung des Epidemieverfahlens bezüglich bei Beistellung von Heilmitteln füi arme Krank zu beobachten sind. in analogen Fällen auch auf das Diphtheiieheilserum Anwendung zu finden haben. —«. — (Ehiung.) Wie uns das Gemeindeamt Zminec mitteilt, hat die dortige Gemeindevertretung in ih«r am 30. v. M. abgehaltenen Sitzung Heun Dl. Simon subic. Universitätsprofessor in Graz. zum Dante für dessen aufopfernde Unterstützung der schulbesuchenden Jugend aus bei Ortögemeindc Zminec einhellig zum Ehrenmitglied« bie<«i Gemeinde ernannt. — (Das alte Lyzealgeväube), in welchem so viele Tausende Schüler den Unterricht fast ein Jahrhundert genossen haben, wirb demnächst vom Erdboden verschwinden. Um ein Andenken an dieses histoiisct)e Gebäude zu bewahien. wurden vom hiesigen Photographen Herrn Davorin Rov-«el drei sehr gelungene Aufnahmen, und zwar die beiden Fronten vom Vodnilplatze und von der Schulall« und bei Hofraum, gemacht. Die Aufnahmen in Kabinettfo-rmat sind im Atelier'Rodöet, Bahnhofgasfe. erhältlich. — (Stimme aus bem Publilu m) Aus ärztlichen Kreisen erhalten wir nachstehende Zuschrift: Zufälliger weise begegnete ich biesertage einem Leichenzuge, an bem auch die Waisenknaben teilnahmen. Das Husten der Knabcn während des lauten Betens zeigte eine Verkühlung der Atmungsorgane an. welche gewiß durch das Einatmen ber kalten Luft wahrend des lauten Sprechens gesteigert wiiv. Wäre es daher nicht angezeigt, wenigstens in bei kalten Jahreszeit das Begleiten eines Leichenzuges von Seil« bei Kinder völlig abzustellen? Die Kleinen frieren, da sich ein Leichenzug nur langsam weiter bewegt und oft wegen un voryergesehener Äeilehrilhindernisse, z. Ä. bei einer Äahn-übcrsetzung, stehen bleiben muß. Das schnelle« Tempo beim gewöhnlichen Spazierengehen lann mit einem so langsanun Gange gar nicht verglichen werden. — (Krainische K u n ft we b e a n ft a l t.) Die von diefcm heimis>lM Injülule im zweiten S>to^f bei ehemali Virantscl)cn Hauses veranstaltete Weihnach^auöslcllung ihrer Erzeugnisse erfreut sich eines nachhaltig zahlreichen Besuches. Unter anderen beehrte Donnerstag auch Ihr: Exzellenz Va« ronin Olga Hein die Ausstellung mit ihl?m Besuche und sprach sich über die zur Ausstellung gebrachirn Arbeiten jehl lobend aus. Da die Preise der Gewebe v:rl»ä!lnismäßig sehr nieder gehalten sind, werden sie auch gerne zu Festgcschenten gekauft. Aber nicht nur hier finden die Arbeiten Beifall und Absatz, auch von aufwärts laufen Bestellungen ein, denen nachzukommen die Anstalt jetzt vollauf zu tun hat. Das bekannte erste Installationehaus für Nohnungseinrichtunge,! von Porioio H Fif in Wien läßt gegenwärtig nach eigener Zeichnung die Ueberzüge für 12 Fauteuils in der Anstalt weben. Die Probearbeiten dafür sind in der Ausstellung auch zu sehen und werden viel bewundert, — Der Aufgang zur Ausstellung befindet sich gegenüber dem Garten „Zur Sternwarte", und bildet das Stiegenhaus, durch das man in die im zweiten Stockwerke gelegenen Ausstellungsräume gelangt, mit seinen reichen Stuckornamenten schon an und für sich eine hier »oenig gekannte, ^merkenswerte Sehenswiiidig. leit. deren Besichtigung allein ven Weg dahin schon lohnt, umsomehr als der Eintritt frei ift. und gar l-in Kaufzwang ausgeübt wirb. — (Ga r n i sons ' Kr ä nz che n.) Wir erhallen folgende Mitteilung. Wie vielseits bereits belannt. werben seitens des Offizierskorps de? Garnison im nächsten Fasching 'Nvei .Kränzchen, und zwar am 14. Jänner im „Narodni Dom und am 17. Februar im Kasino, arrangiert. Das unter dem Ehrenpräsidium Seiner Exzellenz des Herrn l, und l, Feldmarschall - Leutnants von C y a v a n n e stehende Komitee besteht aus den Herren: Präses: Major Schmied des 27. Infanterieregiments, ferner vom 27, Negimenl: Hauptmann Schwarz, Oberleutnant Neid:, Leulnan» Horvat (Einladung); vom 17. Regiment: Hauptmann von Eolerus. Oberleutnant von Vavich (Einladung). Leutnant Dostoöil; vom 27 Landwehr-Infantelieregi-ment: Hauptmann Reinbl (Einladung). Oberleutnante Kubin und Schmied, Leutnant Hannusch (Vinl<" dung); vom Divisions - Artillerieregiment«: Hauptmann Stefan. Oberleutnant von Solol (Einladung». Leutnant Nemetschle; von den Mappielungs-Ableilungen: die Oberleutnante von Orel, N ° viat, l. Ot r n Y u.ib Kosinsty: von den Kommanden und Anstalten: Ritt-meister K o st e n z e r. Oberleutnant Wü^tefelb. Ober, arzt Dv Drahorab „nd Velpflegs-Alzessist S p c, l e l. Laibacker sseitunq Nr. 281. _____________________2332__________________________ _________6 Dezember '902.^ — (Personalnachricht.) Seine Majestät 2-r Kaiser hat dem Seltionsrate im Handelsministerium Dr. Eduard Urbantschitsch den Titel und Charakter eines Ministerialrates verliehen. ! — (Vom V ollsschuldienste.) Wie uns mitg^ teilt wird. erhielt Fräulein Irma Roth, die in der deutschen höheren Mädchenschule im Institute Huth-Hanß ihre Ausbildung genossen und im September an der hiesigen l. t. Leh-rerinnenbildungsanstalt die Maturitätsprüfung bestanden hatte, ihre Berufung als Lehrerin in Lolling bei St. Veit in Kärnten. — (Schlepp säbel für die Militär--A lade m i l e r.) In der i). Abteilung des Reichs-Kriegsministe-riums vesteht, wie die „Reichswehr" aus sicherer Quelle er- , fährt, die Absicht, den Charakter der Militär-Akademien als militärische Hochschule auch äußerlich zu kennzeichnen. So sollen vor illem die Akademiker statt dem Vajonnett: beziehungsweise Pioniersäbel, einen Schleppsäbel als Seitenwafz'e erbalten; auch soll für sie, analog wie in den Zivilhochschulen, die Anrede ..Herr" vorgesehen werben. Die Veröffentlichung dieser und noch anderer die Alademiezöglinge betreffende Neuerungen soll, wie es heiht, an dem Tage geschehen, an welchem das 150jährige Jubiläum der Theresianischen Militär-Akademie gefeiert wird, nämlich am 14. d. M. — (Vermächtnis.) Die am 11. November hier ver< storbene Frau Marie Malitsch, geb. Baronin Herbert, hat der Frauenortsgruppe des Deutschen Schuloereines in Laibach den Betrag von 400 i^ vermacht. — — (Christb au m fe ier der Feuerwehr.) Die Laibacher freiwillige Feuerwehr veranstaltet bekanntlich am Stephanstage im „Mestni Dom" unter Mitwirkung der Vcr-einstapelle ihre Christbaumfeier, deren Reinerträgnis dein Vereins-Kranten- und Invalidenfonde gewidmet ist. Die Chlistbaumgeschenle, welchc die wohltätigen Mitbürger der Feuerwehr spenden, wollen zur Vermeidung von Unzukömmlichkeiten im „Mestni Dom" oder den bevollmächtigten Vereinsmitgliedern übe^oen werden. — (Der N i to l o a b e n d), den gestern der hiesige Turnverein „Solol" veranstaltete, lockte wieder, wie alljährlich, eine grohe Anzahl von kleinen Leuten in den „Na-rodni Dom", die, von ihren Angehörigen wohl behütet, mit klopfendem Herzen der kommenden Dinge und Herrlichieiten harrten. Der Nilolo hielt auf der Bühne von erhabenem Sitzc aus an sie eine eindringliche Ansprache und begab sich sodann mit seinem Gefolge in den Saal, hier Geschenke, dort nu' Mahnungen austeilend. Inzwischen trieben auf der Bühne die Krampusse ihr lautes Spiel und riefen des öfteren schallende Heiterkeit hervor. Nach 10 Uhr verloren sich allmählich die kleinen Gäste; ein großer Teil des Publikums aber blieb noch längere Zeit beisammen und ergötzte sich an den Dar-bietungen der Laibacher Vereinslapelle, die fleißig aufspielt: und dafür auch gebührenden Beifall erhielt. * (Vom E i s l au fve re i n e.) Die Eisbahn unter Tivoli ist nun. vom Schnee gesäubert, wieder zur Freude de, zahlreichen Anhänger des Schlittschuhsportes eröffnet. Montag um 8 Uhr nachmittags findet ein Militärlonzert im Pavillon beim Eislaufplatze statt, das den größten Anwen finden dürfte. Mitgliedeitarten sind bei Herrn Mahr, Juden gasse. täglich, mit Ausnahme der Sonntage, erhältlich. — (Die Laibacher Vereinslapelle) lonzer liert heute in der „Narodna Kavarna". Anfang des Konzerns um 9 Uhr. Entree frei. — (Sanitäts-Wochenbericht.) In der Zeit »om 23. bis 29. November kamen in üaibach 25 Kinder zur Welt (34 63 A), darunter 1 Totgeburt, dagegen starben 21 Personen (28.09 A), und zwar an Tuberkulose 4, an Entzündung der Atmungsorgane 3, infolge Schlagflusses 2, an sonstigen Krankheiten 12 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 10 Ortsfremde (47:6 A) und 14 Per-sonen aus Anstalten (66'6 A>)> Infeltionserlrantungen wurden gemeldet: Scharlach 3. — (Schwurgerichts - Verhandlungen.) Gestein wurde der Auszüglei Jakob Dem^ar aus Ielii-ri Vrh, GerichtsbeziilIdria, wegenBrandlegung zu sechs Jahren schweren Keilers mit einem Fasttage allmonatlich sowie zu hartem Lager und Einzelhaft in dunkler Zelle am 11. November jeden Strafjahres verurteilt. — (DieBora.) Aus Trieft wirb unter dem gestrigen gemeldet: Seit heute nachts herrscht heftige Bora, welche sich ir den Frühstunden steigerte. Die Küstenschiffahrt ist unterbrochen, der elektrische Stromvertehr wurde in den Morgenstunden durch Reihen eines Telephonbrahtes unterbrochen. Beim Eingang in den Freihafen wurde ein eiserner Träger einer Bogenlampe umgeworfen. Im Freigebiete geriet durch die Funken einer Lokomotive ein Wagen mit einer Ladung von 100 Meterzentner Kohle in Brand und verbrannte bis auf die Eisenteile. Auch mehrere Aallen Jute- und Wachs-leinwandplachen, die vor dem Magazin lagen, verbrannten. Die Löscharbeiten wurden durch die Bora bedeutend erschwert. Der Schaden beträgt bei 4500 X. — (EinVallfestzuGunftendesösterrei-chischen Bühnenvereines) wird von den Solomitgliedern des hiesigen deutschen Bühnen-Ensembles im Fasching geplant. Dasselbe wird unter dem Patronate ber Frau Direktor Wolf stehen und daran werden sämtliche Solonnt-glieder mitwirken. Die Veranstaltung verspricht für den österreichischen Bühnenverein den besten Erfolg. — (Bluttat eines Wahnsinnigen.) Aus Drachenburg wird der „Tagespost" unter dem 4. d. M. ge. schrieben: Im benachbarten Peilenstein hat sich ein entsetzliche Unglücksfall zugetragen: Der Grundbesitzer Anton Grovel-schel, der seit Jahresfrist ob Wahnsinnes unter Kuratel sieht, hat heute früh seine Gattin mit einei Hacke erschlagen. wäh> rend die fünf unmündigen Kinder Zeugen der Untat waren. — (Duell.) Am verflossenen Sonntag wurde in Lemberg zwischen den Offiziers-Stellvertretern Paul Vcr-natoviö (einem Sohne des hiesigen Kaufmannes Hcrrn Bernatoviö) und Kamillo Tintara ein Duell ausgetragen, zu welchem ein Wortwechsel über die Nationalität des e^toien die Veranlassung gegeben hatte. Tintara wurde beim zweien Gange kampfunfähig gemacht. " (Ein Eisen bahnzug von Rindern auf» gehalten.) Gestern nachmittags wurde bei Gutenfelo der Personenzug von zwei Ochsen und zwei Kühen, welche auf dem Eisenbahngeleise daherliefen, aufgehalten. Dieje'.'.)»'.! wl'ren dem Viehtreiber Franz Peterlin aus Zdensla ^as dui^gc^angen. " (Ein Salto mortale vor der Assent, Kommission.) Gestern vormittags erschien vor der Assentlommijsion am Ambroöplatze zur Nachstellung ei,i zun» ger, fescher Mann und wurde auch a»entiert. Nach der Taug-lichteitsertlärung drehte sich der Mann um und schlug vor der Assenttonumssion zu deren großen Erheiterung ein Salt) mortale. Der junge Mann ist Akrobat in einem Zirkus in Italien. — (In einer Mühle verunglückt.) In der Nacht vom 3. auf den 4. d. M. gab sich der 80 Jahre alte Müller Franz Ambroxiö aus Luegg, Gerichtsbezirl Adtls-berg. die ganze Nacht hindurch in seiner Mühle zu tun. Gegen 7 Uhr früh wurde der alte Mann, zwischen zwei Walzen und dem Mühlsteine eingeklemmt, tot aufgefunden. Er dürfte an dem unteren Ende seines langen Wmicrrocke«. v.'n den Walzen erfaßt, zu Boden geschleudert, zwischen die Walken und den Mühlstein gedrückt worden sein uno auf di''< A.'eise den Tod gefunden haben. —1 " (Kirchendiebstah l.) In der Tirnauer K-rch: wurden heute nachts drei Opferstöcke erbrochen und ihrcs Inhaltes beraubt. " (Verhaftungen.) Die Polizei verhaftete gestcrn nachmittags die Tabatverläuferin M. Sch.< weil sie ihrer Dienstgcberin, der Trafilantin A. L., Geld veruntreut hatte. — Heute früh wurde ber Knecht Andreas Fink aus ^'.ala Ra<-na, bedienstet am Ambro^platze Nr. 7, verhaftet, weil ei einem Mitknechte einen Koffer mit Kleidern unb zwei silberne Taschenuhren entwendet hat. Finl wollte sich mit dcm Personenzuge nach Unterlrain begeben. * (Einbruch.) Heute nacht» wurde beim Kaufmann Matthäus Orehel in der Bahnhofgafse ein Einbruchsdiebstcchl verübt. Von den Tätern hat man bisher leine Spur. " (Abgängi g.) Der 15jährige Franz Kturm, Große Schiffergasse Nr. 13. ist seit 30. v. M. abgängig. — (Verloren) wurde gestern auf dem Wege von kiäla bis zum Marienplatz von einem Briefträger eine Brille. Der ehrliche Finder wird gebeten, dieselbe in der Administration unseres Blattes abzugeben. Gyeater, Aunst und Meratur. ' (De u t sch e B ü h ne.) Die gestrige Aufführung bcr Oper „Margarete" (Faust) von Gounod gestaltete sich sehr erfreulich; es war ihr ein sorgfältiges Vorstudium gew'.dmct worden und das Ergebnis war, daß die Oper ihre volle Schuldigkeit tat, da man auch ihr gegenüber die Schuldigkeit nicht versäumt hatte. Offen gestanden, war ein großer, vielleicht sogar der größere Teil des Publikums mit einem gewissen Mißtrauen erschienen, das sich aber rasch in freund' liches Wohlwollen auflöste, da man rasch die Ueberzeugung gcwann, daß die Vorstellung getrost ernst genommen werkn tonne. Das Publikum, stets einsichtsvoll, wo es ehrlichen. Streben und sichtlichem Fleiße gegenübersteht, geizte auch nicht mit seiner vollen Anerkennung gegenüber dem tüchtigen Kapellmeister S t a p s, ber niit sicherer Hand die Vorstellung leitete, dem braven Orchester, das von Konzeitprobe zu Theaterprobe und umgekehrt eilt, tagtäglich angestrengt b^ schäftigt ist und doch gewissenhaft und eifrig seine wichtige Aufgabe erfüllte, den Solisten, beren Leistungen mit ihren töhcrrn Aufgaben wuchsen, sowie bem durch tunstfreundliche Dilettanten verstärkten Chore. Die Oper machte einen erfrischenden und nachhaltigen Eindruck, der von günstigem Ein. flusse für die Zukunft sein kann, wenn auch die lommenbcn Darbietungen auf gleicher Höhe stehen werben. Das Haus war ausverkauft. — Wir werden der interessanten Vorstellung noch eine eingehende Besprechung widmen. .1. — (Aus ber deutschen Theaterlanzlei.) Morgen gelangt Ziehieis Operette „Die Landstreicher" mit den Damen W o l f - S e le h l y. W e i t - H u t t c r, Zin-senhofer, Reichenberg, v. Effner. Paul mann unb den Herren Lang, R o ch e l l, Lerchenfeld, Rcißner und Walzer in den Hauptpartien zur Auf' führung. Bei den Tänzen und Evolutionen ist nahezu da» gesamte Personale beschäftigt. — Das bereits gemeldete Gastspiel des Charalterlomilcrs Willi Thallei beginn! Dienstag, den 9. d. M. Der Künstler spielt an drei hinter-einanderfolgenden Tagen drei seiner Glanzrollen; es gelangen fegende Stücke zur Aufführung: „Die britte Eskadron". „Großmama" und „Der Verschwender". Der Vorverlauf hat bereits begonnen. " (Philharmonisches Konzert.) Heute findet die Generalprobe für das morgige Konzert statt, und es tiifsi zu derselben Herr Professor Richard He über ger aus Wien ein, der, wie bereits berichtet, sein Werk persönlich dirigieren wird. — (Tsch a 1. lowslns „P ique --Dam e.") Wie uns der Musitverlag D. Rahter in Leipzig mitteilt, soll laut Ve nachrichtigung der l. l. Direktion des l. l. Hofoperntheaters in Wien die Premiere der Oper „Pique-Dame" von Tschad lowsly, in deutscher Bearbeitung von Max Kalbeck, am 9. d. M. stattfinden. — (I^ubi^uuttki^vo!l.) Das Schluhheft dieser Monatsrevue, welche nun in ihren 23. Jahrgang tritt, hat nebst Gedichten von A. Aälerc, A. Gradnil unb I. Hacin folgenden Inhalt: Josef Kostanjevec: „Nacht' (Erzählung), Anbra Gavrilovi 5: Neue erzählende Literatur bei den Serben, Otto Z u p a n <1 i ö: „Aus dem Notizbuche Paul Kuzmas" (Skizze), Dr. Ivan 2mavc: Land' und Stadtlultur, Sophie Kveder: „Aus ruhigem Orte" (Skizze). Nilo Zupani«: Südslavische Romantik, Peter ömitel: I. E. Rjepin; Fr. Dolin^an: ,M^' (Skizze). Hieran schließen sich Berichte über Literatur. Ms", Theater, bildende Kunst lt. von A. Allere, Dr. Franz Zba « nil. Dr. Franz I l e « i 6. R. Pe ru 3 e l. Dr. Vladimir Foerster, Ios. P r o ch 5 z l a u. a. — Das Programm des Blattes bleibt auch unter der neuen Leitung un< verändert, doch kündigt dieselbe nur Originalarbeiten an uno will auch dem erzählenden Teile einen größeren Raum zuweisen. — („W ienerMod e"). Weihnachtsheft. Dem Zaubec des Christfestes vermag sich niemand zu entziehen. Licht"' glänz und Glockengeläute erfüllt groß und klein, arm «.'» reich. Auch die „Wiener Mode" ist auf Weihnachten gestimmt. Um den glitzernden Tannenbaum gruppieien sich Damen'" Festtoiletten und Kinder in hübschen Kleidchen. Außerbe" sind mehrere gefällige neue Blusenmobelle, Hüte, Mantel. Jacketts dargestellt und mit den nötigen Beschreibungen versehen. Großen Raum nehmen die Handarbeiten und die bt' »liebten kleinen Geschenlstücke ein, nach denen man vol otM ^ Feste immer verlangt. Im Unterhaltungsteilr des Hefte» finden wir eineWürdigung Björnstjcrne Björnsons zu se»^ 70. Geburtstage, eine liebliche Weihnachtsgeschichte von> Swiatlowsly „Anjutaü Puppe" und einen Artikel über „i Oilvici von Di. Franz Witt. Off"' torium Vlü-iwx lncnl von Anton Foeister. , , Montag, ben 8. Dezember (Maria EmpM' nis), Pontifilalamt um 10 Uhr: Instrumentalmessc ^l>»s" ili !lc1i«w l!» tu von Gottfried Preyer, Offertorium ^ >lul-iu von Dr. Franz Witt. Zn der Atadtpfarrkirch« St. Jakob. Sonntag, den 7. Dezember (zweiter Aboent' sonntag). um !) Uhi Hochamt: ^i««n 8e<,. (^""IlV ' (1-<1„i- von Ab, Kaini. Graduate Nx 8ic>n von Anton l?" ster, Offertorium I)c»u« lu <:l>nv«i-wuu von I. V. 2^' Die Gesänge sind vokal, und es wird während des >v° ^ amtes nicht Orgel gespielt. . ^ Montag, d'en 8. Dezember (das Fest ° unbefleckten Empfängnis ber seligsten Iungf.uu Vlar'a). >' 9 Uhr Hochamt: M«»«i in !ls>noi-«in K. Hl.Virs- 'N 6'w ' von Johannes Schweitzer, Grabuale Nl'nc,clict>l o« "">'"v Foerster. Offertorium ^Vv<> ^lul-i«, für Bariton mil 5)rg ' begleitung von I. Stoiser. Telegramme des k. K.Telegraphen-Korresp.-Zurellll^ Zur Berstiindigungsaktion. Wicn , ü. Dezember. Infolge eines ausgegebenen K""' muniqu5s hielt bie parlamentarische Kommission des ^" e,',ecl)enlll!bs vormittags eine mehrstündige Sitzung ab. s" ^ das Elaborat der Deutschen diskutiert würbe. Aus den '" ^ Konferenz vorgebrachten Anschauungen ging hervor, baß vorgelegten Grundzüge ber Deutschen iii der Majorität ^ annehmbar erscheinen. Die parlamentarische Kommiss"'"^, schloß in der nachmittags stattgefundenen gemeinsamen , sprechunc, mit den Vertretern des konservativen ^rohgl ^ bcsihes unb mit den böhmischen Agrariern, bie Ausarbe ^ eines gründlichen Elaborates zu beantragen, welches"' ^ sitive Grunblage zur Lösung ber zwischen den 6^" „ Deutschen in den Ländern der böhmischen Krone "" ^ Fiaaen enthalten soll. Die gemeinsame Konferenz ^^ treter des konservativen Gioßssrunbbcsitzes und der ^^ (,!echen beschloß in eingehende! Debatte eine pos^,A heü süi die Verhandlungen über den Komplex ber zwis^ Ae Czechen unb Deutschen strittigen Fragen vorzusaM"' ^ czechischen Agrarier unb die nationalen Sozialiste" lr,^ sich damit einverstanden, behielten sich jedoch eigene Er ^ gen über die deutschen Vorschläge zu fassen vor. D>e 5 ^^!, den beiden Gruppen gemeinsamneschlossene planing ^l bie Gruppen lehnen jede Verhandlung über die VorM -'^ deutschen Parteien ab. ba sie jebwede Anbahnunc, e""^^ einbarung auf bieser Grundlage als Dekadenz des 1'^" tlei" lichen, nationalen und politischen Bewußtseins der -" der böhmischen Bevölkerung in- Neichsrate ansehen- Gehaltsperre. „. Paris, 5. Dezember. Ministerpräsident 6""^/ hängte infolge Urteiles des Staatsratcs über den ^ ll^ von Vesan<>on sowie über die Bischofs von " .^ B"^ S<>ez die Gehaltssperre. Wahrscheinlich wird die g""^ M regel auch gegen andere Bischöfe verhängt werben- ^ldc schüfen von Montpellier, Autun. Valence unb V'^gjslat" bereits infolge eines früheren Beschlusses des «-> der Gehalt entzogen. ^ Wien, 5. Dezember. Die Blätter melden- ^",0^ bie Plenarsitzung bes Staatseiscnbahnrates st" ^s^ ohne Debatte den Antrag bes Komitees, bie V"!' ^ " ber Norbbahn. der Nordwcstbahn und der S""' fhii'^ Prinzip ohne bie Fixierung eines Termines ^^so" <, akzeptierte, ebenso nach kurzer Debatte, worw '^^cl^ Abgeordneter Walz die Nctriebsverhältnisse '" heZ'', einer scharfen Kritik unterzog, beschloß, den A»n ^ M mitees auf Verstaatlichung der Sübvahn beize' r«:.g richt zu empfehlen. Laibacher Zeitung Nr. 281. 2333 6 Dezember 1902. Ausweis über den Stand der Tierseuchen iu Krain fUl die i!ei< vom 28. November bi» 3. Dezember 1902. Vs herrscht: der «otlans bei Schweinen im Vezirle Littai in den dolfsweit in den Gemeinden St. MichaeLStopitsch ^ Geh.), treffen (1 weh). Erloschen: der Vchweinerotlauf im Vezille Laibach in der Menleinde St. Marein <1 weh); im Vezirle Radmannsdorf in der we» meinde Gürjach (1 Geh.); im Nezirle Rudolfswert in der Ge. meinde Haidowitz (1 Geh); dle Schweinepest im Vezirle Loitsch in der Vemeinde Alteu-lnarlt (1 Geh.). K. k. Landesregierung für Krai«. ^ Lalbach am 8. Dezember 1902. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. , Nm 4. Dezember. Reiner, Privat. Nillach. — Zilih. ' l Profsssor; Föhn. Kfm. Gürz. — ssriedler. Ingenieur; ^,"r, Ksm.. Lriest. — Oßoinjal, Privale; Neumann, ltsm., '"ume. ^ «lach. Direktor; Popper. Kfm.. Prag. — Narr. "'".München. — Mlelusch. lism., Unterlrain. — Flinck. "avrllsverlretrr. Oraz. — Endrih. Kfm.. Kl. Neuburg. — «'stnberst, Vraunhauser. ltflle.; Korngut. Verger, ssritsch. «ei. M. Wien. — Kalmar. Heinberaer. Rrisende, Vubapest. -Mlmanü, Reisender. Elbcrfclb. — Stern. Reisender. Leoben. — ^lyuil^ Reisender. Schotlwien. — Reitmeier. Reisender, Verlin. Hotel Elidbahnhof. » . Vom 3l). November bis 4. Dezember. Pogorelc, ^!°°t. Neisnih. — Caharija, Privat. Nabresina. — heim. ^'°at! Liebisch. Wohlmuth, Schwaz. ltamerick. Me.; garlo. hMr. Wj^ ^ Lahrrr. M.stih. »fite., «raz. — Murgiö t> m' 6°'"°l'or. — Purt. Kozenberg. Uflte.. Ngram. — Ialaz. <^«dollswert — Globoinit. Vefiher. Mütlling. Velstorbcne. lob» ^" ^ Dezember. Vladimir Mittermayer, Arbeiters» '"< l Tag. Vleiweiilstrahe 20. Urbeneschwäche. Im givilspitale: Üron?" ^ Dezember. Johann Vidrih. Schneider. 38 I., ?y 3 u" laetiv». — Nnaftasia Gäth. barmherzige Schwester, ^^' ««rui» incllleer., 'ltirombozi», >l».rL.8mu». Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ,____Eeehühe 30« i! m. Mittl. Luftdruck 736 0 nnn. b 8^?^b^l ^^3^.'mähig^5e»olrt ^^^^!^^^9^^2^> No^mähig^ ^Schnee________ '' ' <5- >?333j-l)9! SO. mähig ! bewölkt >1b »ilill.^ Tagesmittel der gestrigen Temperatur -28°. No, Verantworilichcr Nebatteur: Anton Funtel. Adventfreude für alt und jung. Das Neben Mu in farbigen Fichtbil'bern „aä, bckannlcn !Ncisterwerko,l mit begleitendem Cexte dargestellt in der 1kasinosGI«sl)»lle Wontag, 8. Dezember, halb 0 Mr abends. Zu zahlreichem Vesuche ladet herzlichst em äie evang. Xilchengemeinäe. EiutrittSlarten «0 Heller, sin «i»dcr 40 Heller, — Im «or-verlaufe in dcr evangel. Pfarrlanzlri ^Maria Iyer sien strahe Nr. 8) und in dcr Pspierhanb lnng Till l«ong,,h pwh). (4860) «^ ^^ ^> ^st^ ^si^ wf^ »»^ <«f^»«f>^^^> ..Etyrla quel le" als diätetisches und H^ilwasser doiumentiert am deutlichsten die „vergleilbrnde guphischc Darstellung der Rohitscher und Nallsbader Quellen", welche die Nrunnen-Verwaltung in Rohillch-Sauclbrunn an Interessenten lostenloi« verabfolgt. Vezugnahme aus dieses Vlalt erbeten. (4773) _________________________—^^— Kaum gibt es ein jo praktisches Festgeschent für junge Frauen, Bräute oder sür erwachsene Mädcheu, als das Kochbuch „Die Süddeutsche Küche" von Katharina Prato. Dasselbe hat, unbehindert durch den Wettlauf der zahlreiche« uuausgesetzt erscheiueuden neuen Kochbücher, stets deu ersten Rang behalten, so daß bereits eine Viertelmilliou Expl. im Gebrauch sind. Preis eleg. geb. X «-—, vorrätig in jeder Buchhaudluug. Man verlange ausdrücklich das Buch von Katharina Prato. 478l)«L Heller'sche Spielwerke. Unerkannt die voUlommensten drr Wrlt, sind stlielort eines der pafsendften und beliebtesten l^eftzzeschenle. lt4 wirb mit drns lben die Musil in die ganze Welt gelragen, uuf bah sie überall dir Freude der Glücklichen erhöhe, die Unqlücl. lichen tröste und allen Fer,lweilend<-n durch ihre Melodien «ruße au« der Hetmai sende In HoielS, «eftaura« tionen u. s. w rrssh.-n sie ein O-ch^st-r und «-rwrisn sich c>^ bssl's Zugmittel, bewnbers die antomatifchen N!' beim E-nwtlsen riile^ Oeidstück^s spielt», wodurch t>, in lurzer Zeit gedecl! wiid. Die Rpertoires sind mit großem Verftändni« zusammen. gestcRt und enthalten die beliebtesten Melodien auf dem Gebiete drr Opern., Operetten- und Tanzmusik, der Lieder und Choiöle. Der stabrilant wurde aus allen «usftrllungen mit erften Preisen auSge^eichntt, ist iiitferant aller europäijchen Ho> und gehen ihm jährlich Tausende von Nn?rlennung?jchreiven zu, NlS willlommene Ueberraschuny bietet die Fabril ihreü Abnehmern auf bevorstehende Weihnachten eine bedeutend«' VreiOermäbistnna, so dnß sich nun jedermann in den Vesitz eine« echt Heller'schen Verlel» setzen lann. Man wende sil, dir^ll nach Vern, selbst bei lleinrn Auslrägen. da die Fnblil leine Niederlagen hat, Reparutureli, auch solche von fremd?n Werlen. werden aufs besie besorgt. Äu, Wunsch werden teilzahlnngen bewilliget und illuftrierlr Preislisten franlo zugesandt, s457?) 2—2 Uiihler» Nntcr'Ttcnlbaulaftru und Vlichter» Nnler'VrückentaptN. W.nn je rmem Epielz'Nl, N2ch.,e!lihi»t wcrdl'n dars, baß es das llind ^u emstem Vlachdenlen nuhält u»b Auge und Hand gl'ichmäüig bildlt, io ist es sicher der Richttsschc Anler'Ttcinbaulnslcn und der als neue Ergänzung ringlsühlll - Nichters Nnlrr Vrllckrlllllsteil, denen die'e ^or^üge ^nzuerlennen si»b. Der «»l,l>ötnnbllulafter« und Nnler'Viüclen« lasten m,t ihren manm^sachen formen sind g^glnilder dem Holzbaulasten von rhl'^n, wirllich ein ne^es Spielzeug, und et bedarf nur einer einfachen Verachtung der jedem «often bei« gegebenen plachtoolle« Vorlagen, um sich selbst dies?« Url>.il ^u dilden. Es ist geradezu echaunüch, welch grohe und schöne Hoch« und Vlückenbauten schon mit einem verhältnismäßig tleinn Kasten ausgrfilhrt weidn, loni.en. lks darf daher allen Eltern, die noch im Zwriiel darüber sixd, was sie in d'esem Jahre ih^en «indern unter den Weihnacht^baum legen sollen, drr »nle,» Eleinbaulaften u,,d Anlel.Nrüll.nlaften als bestes und ge-diegenstes Geschsül rmpsotjlen werdrn. Um beim liinlaus lel"«' minderwertige Nachahmung zu erholen, merle man sich gelälligst. daß jeder echte Steinbaulasten und Viückeolasten mit d, Schichmarle ,.«„ler" versehen ,ft, (46 W M » Bartholomaus Vesel > ^ dann sür die zahlreiche Veteiligunq am ileichen« >» >« begiingnisse, den ergreisenden Grabgesang und die « schönen Nranzspenben bitten wir in erster Linie die Henrn Beamten und das Personale der Süd» >M bahn sowie alle übrigen unsern innigsten Danl ^ entgegenzunehmen. W Die trauernden Hinterbliebenen. W Kurse an der Wiener Börse vom 5. Dezember 1992. ««« ^m om»,««.« »u.««.. «. «°n«t«, »ur,. erstehen sich ^« " loo l, 4"/, 1K2,Ü !'Ü!l5 <.. " «"" l. . , ,4«,'-«l.2 - . '^Nb'^.."'l. . ,»4»--,°«- 1«l» «alt »,» <»««tt« »»r Z«hl»»> »b««o»»n« <« 4°/, ab ,0°/»......««" ,l« 4N »lll»?5 ssranz Iolel «.. »«. l»»4 (blv. Vl.) Sllb., 4°/»....." " »00 6b »aMa> »arl Lub»i«.««hn (vlu. k»> V «orarlberzer Vahn, «». ls«4 (dw. Vt) Sllb.«°/. . . . «U'lOObo zlaal»schuld b»r zlnd« d»» ungarischen Kran». 4»/« UN,, »olbltntr fttl «lllN« . l»0"'>l0^ b»°, «ent, lu Kl«men»«hr., sttuerfr,«. per <,aN, ... «90 ^'l" 4°/, bto. bto. d»«, p« Ultimo . I?«!» v»0b Un». Gl..»i1..«nl. »old tl») »l. - - "'^ bto, bto. Sttbti l«> N. . . »^ -'^ d«». kta»-b<> l»»-°<> bt,. bto, i«94). . . . »?- ««' dt, d»° <»»»»). - - - v»>» »"»» 4«/, Mnllner üanbe».«nlth«n . 97— « «0 Dsandbllls» »ll. «obll allgöft lnb03 v"l ^° "" «»"t. 0.st.un«.«°n.«"/M..er. ^^^^ ^»° bt° »olü'bl, v«l, 4°/, i«, 40 »n, 4V brasst ' °,n »», "« '« bo ,«,.5« destrrr «oldwtflb»»« . ^" "" ßü7b7h"''^v«,.I«nn..Iu,i ,.9 60 ««. s« Un°°«alil Nhn ' . ^ ' - '«"0,09- ,l«rs« t«s» (per stück). Ver»i»»llch« «»t«. ^«,b.n^b°,e^.N^!^ 4«/! DonlluDllMpf'sch. l00 sl. . ' -'— b«/» D°n»U'«t8ul.'iloft - - ««-^^»»- U»,er,»««ll«t t!,se. «udap,.«°llllc° (Dombau) b sl. «»» ,9 6b ^..«»tnoillloil « ll. - - ' '"-"^ «e»l Lok..... "'—l 77 - «ltlen. tzs«n>p»rl'zlnt»r. nehmnng«» »usslaTepl, Eüenb. 500 n, . . ,b»b' »z« «au» u, Vrtlill.« »,! für st«t»t. Vtroßsnb «n Wir» Ul. X , 3U0 - 3vH -bto, bto. dt». lit V . » — »l»!< — ««hm, Norbbahn l«» fl, . . »8« — »"» — Vuicht!,hrad« , 500 fl. »Vl. »4b»- <4?3 bto. dto, Mt. li)»00 »l »M. . . . «6 - »7» — Duz Vobsnbachel «,>«. 400 X »19 — 5»»--ffslblnaobs-stordbiOlX'slllVl. b45ü ^48b Lemb.. »^rnon,- IaNy- Eilenb.« «,l- 4^4 — Un,.Wrftl,.<»«llllb »raz>»uosl.s. 44l — 44z -witner «olalbahnen.Ntt.Vtl. . —-——-— ßank»n. »n«lo0rst,V»nl l»0 N, . . »«9 —«70 — Banlblrsiü, Menei. l»N0 sl. . 449 — 4«, - Vodtl,«nsl . Osst. »«v fl.b. . 9l»'—9»? — «rdl..«nll » Hand. u. «. l«) ss. — — . — dlo, blll, per Ultlmo . . 66« 7b e«? V» »rfdttbaxs, «lllg ung..9<>0!>. . ?»>« — ,«»- DlvoUtenbanl, NUg,, L(»0 sl. , 41« — 41» - mpll<»sl.. »ibrosl., 400 sl. 4« —4W- V »!, . . »8^- > Orfters,^inn!>54 ^!i,^ Unwndans ^l«) fl......5«7 — iH« Verlehl««««», «ll«., «40 »!, . zz, - ,^ j I«dnftrl,«Ant»l> »»h»un,,«. > «augtl . «ll« »«,. ,on fl. . . ,« — ,«, — ««Ybiei ltljen. und Vtahl.Ind. !n V!,n „«> „..... „z.^ ,^.. ti!snbal,„n>,.Ue. «« - <,» . ..Ellxmühl". P»p<«rf. u, «^». ,,s> ,«u - Lltstngri vlauerel »00 fl, . . »<.'. !,«> »,? . Vont»n-«,ftllsch.. 0ch.^«lpx> U, 1,1 b- >>> „3chl»g!müt,l", Papisri »(><> !l, «,", / > „S'svtfrm,", Papiers u, !ö G, !»49 , trisaller ^l>hl!-n»,<»,ieU ?<'sl. ,»«z . 1^ l»aff,ns,.« ,^ff> !l!Wi<>n,lO,,,« »o-ftrane^St««!,..... ,»,.5 ,«,< Deutlchf «,,ch«bllnln«te« . . ,»?«'' Ital!tn«cht «a«lnot,n . , "»<" «übel-«l>t,« , , . » ! ll% W.I.' l*f»»«»»rl»r*«, HrlorllAt*D. AkU«. ^^^^n Loi-Vemioherung. ii .iii Privat- Depot« (Saf^- D^ponit»«) ftrtliiMi »•» lif-£Wi|M In Cwti Cirfwt- ¦¦< us Clft-Ciwfi eaibacber Zeitung Nr. 281. 2334 6. Dumber 1902. (ßnöß'lk Die Beachtung dieses Korkbrand-Zeichens, eowie der rothen Adler-Etiquette wird als Schutz empfohlon gegen dio liäuiigon Fälschungen von 'ittoüi's Giess-üODior Imtim. Niederlage bei ckn Herren Hlokael Xaitner und Peter Launik in Laifcach. (4 8::i) i *i l\ I S „ •• i !«!sli|!ilfcisl » U» V W O lj XI) C «° MM ^?^c & ^ o E- - i^^ ^ Ills' N iff tB 1 ?CO a Tsl en -4i CO ^ s f ? i ""8 g O §. » Damen. • ÄXodeb.-u.t - ©aloa HEINRICH KENDA Laibach, Rathausplatz 17. M«in ncucH Dnin.Mi-Modchut-Journal für Herbat und Winier 10O2.19OB ist csdiiunen und wird »of Vorlan^«u gratU und franko verscliickt. (3'JßOiH-0 Reise nach dem Orient Am 7. Jänner wird die erste Gesellschaftsreise, arrangiert durch das Fahrkartenbureau in Budapest, angetreten. Anmeldungen aus Oesterreich werden gern ge* *:ehf!n. Prospekte werden gratis versendet. (47H6) 3—* M^^ Meilclge. "^MH Uoserer heutiq.-« Nllmmfr (Gcsamlau laqe) lie-gt ein Laaerlatalog der Vuchhandlung Jg. von Kleinmayr H Fed. Vambl-rg l„ Latbach bei >md empfehlen wir den-jlllicn d.'r we>tgchs„dften Durchsicht unserer Leser. (48")