^tt 272. Freitag, 27. November 1891. litt. Jahrgang. kaiwcher MMma. M^"!°u«».. . ^ .^.^ . » >, ^<> c,», «l»«^.»!.. f D<« «üaibacher Zeitung» «Ichelnl tilglich mlt «u«n»hme der Vonn< und gelertage, Di? »b«inlftl«tt« ^/' 5>"'",'f b°lblädr!« fl, ü5<>. ^, d« Zuftsllun« !n« H°"» ^^'<^ st.^.^-Inl«^^ ^ ?^l, '« Ul,v vormittayt - Unfr°..ki«te Vr«e,e »,rdtn «lcht »..genommen und Nanuicilpte nlch, zurFsgestellt. ^ Amtlicher Hheil. ^chs^ ^"^ ^ Apostolische Majestät haben mit '" h,?? Entschließung vom 20. November d.I. dem ten 3""^ Charakter eines Hofrathes aus ,N„l^gerichtspräsidenten in Bozen Dr. Josef "' all/^""^' taxfrei da« Ritterkreuz des Leopold« "gnadlssst zu verleihen geruht. «^ilchs. r!!^ t. Apostolische Majestät haben mit l,^ " Entschließ.,«« vom 14. November d. I. den zlle.."" °" der Wiener Universität Dr. Johann ^ W„l ?uherordenllichen Professor der oriental,. ^zli^U" an der Unive.fität in Graz allergnä-'^^nnen geruht. Gautsch m. p. ^ Achtamtlicher Weil. " Pleneriche Steuerresormvorlchlag. ^Itel,e,.^^nelknhaue hat in d. "^""eisung "" den Audgetausschuss '/"traa in. Eingehen in die Specialdebatte über H. l^p ^ 'ner beschlossen. Die Linke hat keinen 3 zu .'''".nderem Hochgefühle den Abstimmungs- Mte liv^^""- Eine so paradox zusammen- ^traa slorität wie jene, welche für den Plener- l>tclril^ ""le. hat wohl nicht allzu oft die ''5e,A Z°""e beschienen. Schulter an Schulter d'v? Liberalen votierten für den Antrag de« hen .. ."' ihre heftigsten Antaqonistn. d,e ^ ^"d mit diesen der größere Theil der ant». ^l G./^"" iowie die Deutsch-Nationalen, ob- °H Plaid 1?^. bl'ser letzteren eigentlich gegen den '!! 6 tn ^ h^tte. ^'nt^'!' parteitattische Motive sein. welche '^di^wr.tät zusammenhielten, und einer der ^e«>, ""lockigen Mehrheit, der Abgeordnete ^ die wölbst war es. welcher dem Antrage ^ Atva/'^ populärer Nebenwirkungen untel- ^ >tra° ""^ der merkwürdigsten Debatten, welche 'l?'el k„l?^"^ hat. Sie bietet das seltsame H^ntra /!" ^"l jener Abgeordneten, welche l'ü > .j.^mmmen zu wollen erklärten, an dem« ^i'^s wenige als freundliche Kritik übt. Ht« ^Urtheil als jenes, welches der Ab< 1 h«t. ..-^teinwender über den Antrag Plener ^! !"!leliii^ 'lch kaum denken. Derselbe sei dürftig de^'""en. diese sogar stören, und es sche.ne !',>z"5"'age ledigl.ch um populäre Neben- V<>'deln: das ist die Charakteristik, we che !« dez ^? "N Namen seiner Partei von dem !V' Nn? Ordneten der Tgerer Handelskammer Hen7l v'e »st es mit der Anwaltschaft der h< . den Antrag der Linken bestellt? Die !^!ich^"°b ihrer Versicherung, das« sie aus '?"3s>^'slich aus social.politischen Lr- d!>,^ /ür den Antrag entschieden, laum e.n belekt ^t. von welchen politischen Gefühlen Mss," "«den. Sie haben auch darüber kemen «"' d°ss sie in der Annahme des An> .lich n« .""^ eine Abschlagszahlung erbllcken. k'^° "^ Ermäßigun5n bei den Realsteuern ,,,^>füh^"', g" welchen Konsequenzen sonach ^hff^ dleses Antrages führen, welche un ^>"rd7""gkn. welche Unzufriedenheit derselbe >>z h,'Drüber kann sich wohl niemand emer >>r n?t?"'' U"d die Argumente, welche von ^:^" .'"'afen Hohenwart und IawoM z«ich"N.ms Treftin geführt wurden, lass« ^>^"'che,nen. warum die Clubs. '" dere« ''"« a^." Parteiführer das Wort ergriffen, ""Ahnende Haltung entschieden haben. In glänzender, von der Kraft der Ueberzeugung durchdrungener Rede hat Finan,minister Dr. Stembach die Stellung der Regierung gegenüber dem Antrage, Plener gekennzeichnet und begründet. Wer sich noch bisher von der gleißenden Hülle dls Antrages, von dem Scheine seiner angeblich social-politischen Berechti» aung blenden ließ. der musite wohl eines anderen be-lehrt werden, als Dr. Steinbach die Fülle von Wider« Wrüchen aufdeckte, welche der Antrag und seine Ten. denz in sich berge; als der Minister nachwies. w,e die Unbilliakeiten und die Unregelmäßigkeiten der ge< aenwärtigen Erwerbsteuer durch den Antrag Plener noch gesteigert würden; als er darlegte, wie die m ihrem Werte fragwürdige Abschlagszahlung die allgemeine Steuerreform nur zu stören und zu verzögern aeeignet wäre. .< ^ . Allein, damit ist die bedenkliche Tragweite des Antrages Plener nicht erschöpft, und es ist gewiss höchst sonderbar, dass die Partei, welche einerseits d,e Aufrechthaltung der Ordnung in unseren Staatsfmanzen auf ihre Fahne schreibt, welche die Berechtigung der im Interesse der Wehrkraft der Monarchie erhobenen Forderungen anerkennt, für eine Mahregel ftch einseht, die in ihle>, naturgemäßen Folgen °li die Wiederkehr des Deficites auf der Vlldflache er. scheinen lässt, eine Eventualität, die ihrerseits neue Steuererhöhungen nothwendig machen würde. Das «st der fehlerhafte Cirkel. in welchem stch ^ Plener sche Reformvorschlag bewegt. Man stelle demselben den Beschluss gegenüber, welchen der Vudgetausschuss mit großer Majorität gefasst hat und der dahm g,eng. dle Steuerreform als Ganzes in Angriff zu nehmen, und man wird sich billig darüber verwundern dürfen, wie eine stattliche Anzahl von Mitgliedern desselben Ausschüsse« sich nun für den Antrag Plener aussprechen Die Erund-Idee. welche diesem Antrage innewohnt, und die allgemeine Tendenz, welche er verfolgt, sind an sich gewiss sympathisch. Einer Erleichterung der Last n des «kleinen Mannes» würde stch kaum zemand wenn sie jetzt.ohne Gefahrdung der StaMfinanzen. ohne anderweitige Unbill durchgeführt werden könnte, oder Mnn anzunehmen ware^ dass die allaemeine Steuerreform in nächster gelt mcht m An-ariff genommen würde. Der Finanzm.nlster hat in ers rer Beziehung volle Klarheit geschaffen. er hat aber auch in letzterer Richtu.ig sich decid.ert ausgespro-cken Er hat nicht nur in der vorigen Sitzung die Einbringung der Reformvorlagen für die nächstm Mmmte neuerlich zugesagt, er hat nun dem Hause unter Vorweisung des Entwurfs d,e Mittheilung ge. macht, dass das Gesetz, betreffend die neue Erwerb, steutt bereits vollendet sei und m jedem Augenblick uorael'eat werden könne. Wenn dies bisher nicht geschehen, lo war hiefür sowohl der Beschluss des Audgetaus- ckmsses die Steuerreform einheitlich und als ein Ganzes durcbmführen. als auch insbesondere die Erwägung makaebend. dass die auch den Erwerbsteuerträllern zu a-währenden Nachlässe die Activierung der Personal-Lintommensteuer zur Vorbedingung haben, deren Mehrer. trag eben zu Ermäßigungen bei den übrigen Steuer, trägern verwendet werden soll. Dr. Steinbach hat hervorgehoben, dass der Ersatz für die bei einer Steuer zu gewährenden Nachlässe ,n der Steuer selbst gesucht und gefunden werden müsse und dies nur in der Weise geschehen könne, dass die Ermäßigungen bei den unteren Stufen in der stärkeren Heranziehung der kräftigersn Classen ihre Dcckung finden. Das ist ein Gebot der Gerechtigkeit, überdies aber ein kategorischer Imperativ, dem sich kein ernster Finanz, volitiker zu entziehen vermag. Uuser Staatshaushalt bewegt sich hart an der Grenze des Gleichgewichtes, während eine Verringerung der Ausgaben für abseh-bare Zeit laum zu erhoffen ist. Für neue Einnahms-cmellen, wie die Börsesteuer, inbetreff deren der Fmanz-minister die wichtige Erklärung abgab, dass er dieselbe billige und dass er diesbezüglich schon mit der ungari-schei, Regierung in Fühlung getnten sei. wird daher einerzeit, wenn die Beruhigung der Geldmärkte die Einführung derselben gestattet, eine dringend, re Vei« wendung sich ergeben, als zu Ermäßigungen, welche in ihrem provisorischen Charakter. in ihrer Einseitigkeit und durch die Verschärfung von derzeit bestehenden Unbilligkeiten nur die Quelle berechtigter Unzufrieden-heit werden müssten. Im Nachfolgenden veröffentlichen wir die Rede des Herrn Finanzministers Dr. Steinbach. Dieselbe lautet: «Hohes Haus! Es obliegt mir. in diefem hohen Hause in einer Angelegenheit das Wort zu ergreifen, welcher die Regierung größere Bedeutung beizumessen in der Lage ist, und zwar aus dem Grunde, weil der Initiativ'Antrag, der hier vorliegt, nach der Anficht der Regierung geeignet sein könnte, dem Vorhaben der Steuerreform, welches die Regierung hegt, zu präjubi-cieren und störend auf dasfelbe einzuwirken. Wenn ich mich. hohes Haus. auf diese Frage nun etwas näher einlasse, so erlaube ich mir zuerst daran zu erinnern, dass ich sofort, nachdem der verehrte Herr Bericht« erstatter seinen Antrag im Budgetausschusfe gestellt hatte, in der Lage war. mich dagegen auszusprechen. In den Vudget'Äuzschusssitzungen vom 8,, vom 12ten und vom 15. Juni 1891 wurden seitens der Regierung die gewichtigen Bedenken erörtert, welche gegen diesen Antrag bestehen. Als dann von Seite des hochverehrten Herrn Berichterstatters der Antrag gestellt wurde, dass der Bericht des Budgetausjchusses, welcher diesen Antrag betraf, auf die Tagesordnung des hohen Haufe« gestellt werde, habe ich mir erlaubt, in diefem hohen Hause zu erklären, «dass die Regierung beabsichtige, zu Beginn des nächsten Sessionsabschniltes mit Be« rücksichtiaung der Finanzlage, und abgesehen von dem Zustandekommen des großen Steuerreformwerles. auch ihrerseits mit Propositionen wegen Herabminderung der Steuerlast fürZden lleinenSteuertriiger hervorzutreten». Ich bin auf diese meine Erklärung in dem Budget. Expose!, das ich die ,'Ehre hatte, vor diesem hohen Hause zu halten, zurückgekommen, und ich habe an-aeführt, was zunächst die Veranlassung war. dafs die Regierung nicht fofort bei Wiederzusammentritt de» hohen Hauses mit ihrem Antrage hervortreten konnte. Es handelt sich hier um ein ausgedehntes Werk, und es war mittlerweile die Erkrankung des mit der Aus. arbeitung des Tarifes betrauten Beamten eingetreten. Dieses Hindernis ist behoben. Ich werde auf die Frage späterhin sofort zurückkommen. Freilich ist der Entwurf, welchen die Regierung die Absicht hatte, dem hohen Hause vorzulegen, nicht in dem Sinne ausgefallen, wie ihn der hochverehrte Herr Berichterstatter nach seiner Versicherung erwartet hat, und doch erlaube ich mir, in der Hinsicht gleich darauf aufmerksam zu machen, dass ich ja ausdrücklich hervorgehoben hatte, die Regierung werde genöthigt sein. ihre Vorschläge mit Berücksichtigung der Finanzlage zu machen. Nun bitte ich das hohe Haus, gütigst zu erwägen, was in der Zwischenzeit eingetreten ist und wie namentlich die gemeinsamen Auslagen für das Jahr 1692 sich gestaltet haben. Ich war in der That vor der Nothwendigkeit, geradezu mir die Ueberzeugung bilden zu müssen, dass es ganz unmöglich sei, in diesem Augenblicke dem Staate bedeutende Opfer zuzumuthen, ohne dass ihm dafür eine Entschädigung geboten wird. Ich kann mit Vergnügen darauf hinweisen, dafs diefer Standpunkt auch von dem hochverehrten Herrn Berichterstatter mindestens zum Theile eingenommen wird, denn auch er sucht nach Ersahobjecten, auch er kommt zu der Ueberzeugung, dass es nicht möglich sri. dem Staate, dem Staatsbudget in diesem Augenblicke große Opfer zuzumuthen. In dem Entwürfe, welcher seitens der Regierung in den Sommermonaten ausgearbeitet wurde und der derzeit — ich kann es ja sagen — fertig ist. hat sich aie Regierung, wie ich mir bereits anzudeuten erlaubt habe. für eine Contingentierung der Grwerbsteuer ent. schieden. Sie hatte dabei die Absicht, die Eontingen« tierungssumme in der Höhe der bisherigen Erwerb» steuer zuzüglich der ersten Classe der Einkommensteuer zu halten und verfolgte den Zweck, den Ersatz für den Ausfall bei der Herabsetzung der Steuerleistuna der geringeren Steuerträger in der betreffenden Steuer selbst zu finden was natürlich nicht anders möglich it Xniim^s 3-itmm Nr. 272. 2284 27. November lss^. Ueber diesen Punkt habe ich auch schon Anlass gehabt, zu wiederholtenmalen im hohen Hause und im Budgetausschusse, namentlich am 11. und 12. November dieses Jahres. Erklärungen abzugeben. Ich erlaube mir darauf aufmerksam zu machen, dass dieser Entwurf, wie ich bereits sagte, fertiggestellt ist. Es ist ein Werk, das sich freilich — dem gegenwärtig vorliegenden An« trage gegenüber — fast wie eine Ironie ausnimmt. denn es handelt sich um einen Gesetzentwurf, der nicht weniger als 108 Paragraph? umfasst, und um einen Erwerbsteuertarif, der den Umfang dieses Gesehentwurfes noch übertrifft. Die Regierung hat diese Gesehentwürfe dem hohen Hause noch nicht vorgelegt. Wenn ich gefraqt werde, was der Grund davon war, so kann ich offen sagen, der Grund davon lag in der Haltung des Vudget-ausschusses dieses hohen Hauses, denn derselbe hat, wie ja dem hohen Hause bekannt ist, beschlossen, dass die betreffenden Vorlagen, welche zur Reform der directen Steuern dienen sollen, vereinigt einzubringen seien, oder vielmehr, er hat eine auf das Gegentheil ge« richtete Resolution mit allen gegen zwei Stimmen ab« gelehnt. Von meiner Seite konnte gegen die Absicht, diese Steuervorlagen vereinigt zu behandeln, nicht viel eingewendet werden, ich muss vielmehr selbst zugestehen, dass es vom sachlichen Standpunkte aus vorzuziehen ist, wenn diese Steuervorlagen vereinigt behandelt werden, weil es nicht möglich ist, unter den dargestellten Um« ständen jene Nachlässt, welche auch den Erwerbsteuer« trilqern zugedacht werden, bereits jetzt in einer einzelnen Vorlage zu verwirklichen, weil die nothwendige Voraus« seyung für die volle Verwirklichung dieser Nachlässe die Einführung der Personal-Einkommensteuer ist, aus deren Erträgnisse eben diese fraglichen Nachlässe ge« währt werden sollen. Hier also liegt der Grund, warum dieser Entwurf dem hohen Hause derzeit noch nicht vorliegt; aber ich darf in der Hinsicht wohl an das Gerechtigkeit«- und Billigkeitsgrfühl des hohen Hauses appellieren. Es ist wohl ein tiefgehender Widerspruch zwischen dem Bestreben, einerseits alle Steuervorlagen zugleich zu be« handeln und dadurch mich zu veranlassen, den Eiwerb« steuerentwurf nicht vorzulegen, und anderseits dem Vorwurfe, dass der Entwurf nicht eingebracht werde. (Zli> stimmung rechts.) In dieser Hinsicht, hohes haus. habe ich lein anderes Recht, als an Ihr Billigkeilsgefühl zu appellieren. Nenn nun der Erwerbsteuerentwurf auch nur — ich möchte sagen — von außen betrachtet wird, so kommt man zu der Ueberzeugung, dass hier eine große Arbeit geleistet worden ist. und ich kann das von meinem Standpunkte bestätigen. Es waren in der That. namentlich bei der Herstellung des Tarifes, große und schwierige Arbeiten zu überwinden; das hohe Haus wird ja in der Lage sein, das zu würdigen. Wie ich mir erlaubt habe anzudeuten, hat in diesem Entwürfe die Regierung versucht, den Ausfall, der durch die Herabsetzung der Quoten der kleineren Steuerträger herbeigeführt wird, dadurch wettzumachen, dass die Steuersumme contingentiert wird. Ich muss ja con« ftatieren, dass von mancher Seite gegen die Eontingen« lierung Bedenken geäußert worden sind. Ich habe mir bereits neulich erlaubt, auf diese Bedenken zu reflec« tieren. Ich glaube nicht, dass bei näherer Betrachtung diese Bedenken als stichhältig sich erweisen werden. Aber es ist gewiss, dass heute nicht dieser Entwurf, sondern eben der Antrag des hochverehrten Herrn Bericht« erstatters vorliegt; und mit diesem habe ich mich nun zunächst zu beschäftigen. Ich habe bereits Gelegenheit ge-habt, hohes Haus, in der früher angeführten Sitzung des Vudgetausschusses zunächst vom finanztechnischen Standpunkte jene Gründe geltend zu machen, welche mir gegen diesen Antrag zu sprechen scheinen. Ich erlaube mir in der Hinsicht anzuführen, dass ich damals gesagt habe, durch die Art, wie hier die Erwerbsteuer-Erleichterung geboten werden soll, würden manche Mängel des jetzigen Erwerbsteuersystems noch gesteigert werden — der Uebergang der einzelnen Steuer« stufen würde sich noch crasser gestalten. In Wien beispielsweise wäre der niedrigste Steuersatz 5 fl. 25 kr.; derselbe wäre vom Zuschlage befreit. Die nächste Steuer« stufe würde hier 10 fl. 50 kr. im Ordinarium betragen, welche jedoch sammt den 70procentigen außerordent« lichen Zuschlage und sammt dem Einkommen steuer-Drittelzuschlage bis auf 23 st. 80 kr. anschwellen würde. Zwischen 5 fl. 25 kr. und 23 fl. 80 kr. wäre also keine Zwischenstufe! Und sollte dem betreffenden Eontribuenten mit Rücksicht auf das ermittelte Ge> werbe-Erlrägnis die Einkommensteuer höher als mit dem Drittel der Erwerbsteuer vorgeschrieben werden, so würde sich der Uebergang von den 5 st. 25 kr. noch crasser gestalten. Auch habe ich mir erlaubt darauf hinzuweisen, das« der Sah von 5 fl. 25 kr. in Wien etwas qanz andere« bedeutet, als in sonstigen Städten und Orten, wo dlesei Steuersatz eine gewisse höhere wirtschastliche be N.^^^^"' ^" W eben das Eigenthümliche si«^N ^''^"""'"exen, wie es die Steuergesetze sind. dass wenn m°n in einen Punkt einareift dad urcl, sogle.ch v.ele andere Punkt, url zwar nch 7mm 7w gerechter und billig?r Weise, berührt werden. Es sei insbesondere auch nicht zu vergessen, dass, wenn man der einen Kategorie von Steuerträgern hilft, man auf eine andere, nicht minder belastete Kategorie, nicht vergessen darf. In dem Berichte des Vudgetausschusses'ist auf diese Einwendungen doch wohl eigentlich nur gesagt, dass die Finanzverwaltung seit der Finanzmini-sterial-Verordnung vom 29. November 1852 ermächtigt sei, Mittelsä'tze eintreten zu lassen, welche dem nächsten Satze der niedrigeren Ortsclasse entsprechen, was auch gegenwärtig wieder platzgreifen könnte. Ich will nicht über die Frage der Gesetzlichkeit dieser Verordnung sprechen, welche schon zu wiederholten« malen angefochten worden ist — aber die Einführung von Mittelsähen würde mir sehr wenig helfen, denn entweder könnte ich bei der Einführung eines solchen Mittelsatzes die Steuerträger, die bisher 5 fl, 25 kr. bezahlen, hinaufsetzen, und das würde die Leute ja geradezu unqlücklich machen, oder ich könnte die Steuerträger, welche einen höheren Steuersah, etwa 10 fl. 50 kr., zahlen, herabsetzen, und dadurch würde der Ausfall noch größer werden. Die Einführung von Mittelsähen kann mir in dieser Beziehung in der That nicht helfen. Wenn nun die «anze Tendenz des Antrages des hochverehrten Herrn Berichterstatters ins Auge gefasst wird. so kann ich meine Ueberzeugung nicht verschweigen, dass dieser Antrag, wie auch von dem hochverehrten ersten Herrn Redner hervorgehoben worden ist. eigentlich mit den Tendenzen, welche in der Finanz-debatte bisher von Seite der Redner dieser Partei vor-gebracht worden sind, nicht in Uebereinstimmung steht. Denn in der That, wenn — und ich glaube mit Recht — der Ernst der Finanzlage von allen Seiten betont wird, wenn mit bestem Ärunde darauf hmgewiesen wird. wie viel Mühe es kostete, nur das Gleichgewicht im Staatshaushalte herzustellen, ist es denn jetzt der richtige Zeitpunkt, um mit Herabsehungen auf Kosten des Staates zu kommen? (Bravo! Bravo! rechts.) Wenn das Militär, wenn alle Verwaltungszweige fortwährend höhere Ansprüche stellen, kann man denn dann dem Staate größere Opfer zumuthen? Ja ich gestehe, von Seite des hochverehrten ersten Herrn Redners und seiner Partei verstehe ich diesen Vorgang. Ne> der Stellung, welche von Seite dieser verehrten Partei namentlich inbetreff der Militärauslagen eingehalten wird. ist das ganz erklärlich, aber ich glaube fast. dass die Tendenz des gestellten Antrages mit den Tendenzen der übrigen Parteien des hohen Hauses, die ja in dieser Frage eine vollständig verschiedene Stellung einnehmen, nicht übereinstimmt. (Zustimmung rechts) Dennoch, meine sehr verehrten Herren, und in dieser Beziehung muss ich den hochverehrten Herrn Berichterstatter ergänzen, so wichtig die finanziellen Gründe in der ganzen Frage sind, sie sind für mich nicht die Hauptsache gewesen; es ist eine große Reihe anderer Fragen, die für mich die entscheidenden sind, und in dieser Beziehung, hohes Haus. bitte ich noch um etwas Geduld, um meinen diesfälligen Gedanken« gang entwickeln zu können. Wie von allen Seiten betont wird, soll ja die Herabsetzung, um die es sich hier handelt, nur eine provisorische sein. Die Steuerreform soll durch diese Herabsetzungen durchaus nicht etwa hinausgeschoben, sondern vielmehr gefördert werden. Das hohe Haus möge es mir entschuldigen, wenn ich auf diese Aussicht leinen großen Glauben sehe. (Sehr richtig! rechts.) Wenn der Antrag angenommen wird, wenn diese Herab« schlingen verwirklicht werden, so glaube ich in denselben lein Förderungsmittel, sondern nur ein Hin« dernis der Steuerreform sehen zu müssen. (Zustimmung rechts.) Die Herabsetzung der Lasten der kleinsten Steuerträger, so wünschenswert sie ist und so nothwendig sie geschehen muss, ist der Hauptantrieb für die Durchführung der Steuerreform. (Sehr richtig!) Wäre dieser Druck einmal beseitigt, dann wäre unsere Steuerreform wahrscheinlich weit hinausgeschoben. Wenn ein Theil der Nachlässe, die aus der Steuerreform erhofft wer« den. im vorhinein gewährt wird, dann entfällt einer der Hauptgründe für die Steuerreform. Verhandlungen des Reichsrathes. -» Wien, 2b. November. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde die Specialoebatte über den Antrag Plener fort« geseht. Dr. Patt ai trat für die Schaffung einer Com« pensation bei der Annahme des Antrages Plener durch Erhöhung der Zuschläge bei den höheren Kategorien der Erwerbsteuerpflichtigen ein. Er stellte einen darauf be« züglichen Antrag. Vei der von ihm vorgeschlagenen Classe von 105 fl. fange schon die Großindustrie an, welche immerhin noch etwas auf sich nehmen lönne, um dadurch das Kleingewerbe zu entlasten. Der Redner appellierte an das Haus, eine Entlastung der Schwachen durch Nuftheilung der Lasten auf die Starten vorzunehmen. Dr. von Kraus erklärte sich mit den Principien des Antrages Plener einverstanden und stimmte auch dem ----------------------------------------------------------, ^M« Antrage Pattai zu. um die Durchführung "' AM' Plener sicherzustellen. Abg. DiPauli sagte- " ^Majl erleichterungen mögen die obersten Classen °e ^^ auslommen; deswegen werde er auch ! ^ei ^ Pattai stimmen. Per Redner verwahrte!""/ ^ ^el die Bezeichnung «clerical», sie sei conservat'^ ^^l>< verwies aus die leidenden kleinen GrunbbeM ^ neter Kaizl sprach namens der Iun«cM" ^Mi, Antrag Pattai. Derselbe beantragte lchl"M'' ^cs l" welcher den Wegfall des außerordentlichen ^"^ be< Erwerbsteuer bei den Fünsgüldenmännern m ^,^ züqlich der Nufrechlhaltung des Wahlrecht« ' ^siecle eine präcisere Fassung. Abg. Gessmann ^ ^„ gege-, Plener und Menger. Die Liberale" ^ ^l Antrag Paltai annehmen, sonst wäre der » „D, nur ein Agitationsmittel. Wer die Kleine" " ^ „A müsse die Großen heranziehen, ein Drittes g ^ Minister Dr. Steinbach "klärle. "i ^ge„. über dem Antrage Pattai nicht« "beres ^^"!! als was rr bereits gestern gesagt hab> ^^ «l"!^ wünsche, es möge der Ausschuss Zeit ft"^"'. Nl""""' Pattai näherzutreten, «bg. Pol zhoser "" gries"' czul sprachen für den Antrag P°t»o"" Nudgetüberschüsse und der Erträgnis ^ Einlommensteuer erfolgen müssen. „Mte, '"^ Berichterstatter Dr. von P""" "' siir ^ Bezeichnung «clericale Partei- l.ege ^ Verletzendes. Er bekämpfte den Antran ^ Zi ° allerdings in etwas geänderter Form, '^ ^„e!' minister angekündigt habe, welch" '.^ in< „ Heranziehung der mittleren Erwerbsteuei^ „B^ hatte, nämlich eine Steuererhöhung l" ^ung hF,<. Firmen nnd Fabriken. Nach Finanzminister sei der Antrag P°""' ^e de" " rungsvorlage anzusehen. Redner belang , und ersuchte um dessen Ablehnung. „widerte. ^ Finanzminister Dr. Stein bach ^gl'^, von Pattai ersucht worden, lhni ""''^ '„ auch ".W Wirkung seines Antrages zu sA"' w ^!eH hel Er wäre diesem Ersuchen nachgMMN' ^ Pf">c' welches Mitglied immer gestellt, we'l ^ ^ Regierung sei, alle Anträge '" /"^r "e V^ stützen, damit die Mgeorbneten ft°1 ^^,. ^ ,^, ihrer Anträge ein genaues V.ld mach" z^ .„ er, früher als RegierungscoMMMar. ,^ es fungiere, habe er es so getMn «n g) ^ Zukunft s° halten. (Lebhafter Be.fall «^ friedigung auf die m solcher Ge, jacher Mima Nr. 272. 2285__________________________________27. November 18NI. «ich, "M zurückzublicken, auf eine Majorität, welche Mck ^ Verwandtschaft der politischen und Wirt-^i^Iltle, sondern durch Beweggründe, die ohne-^ «nnt und deshalb nicht angedeutet zu werden bch 5 ^ für diestn einen Tag zusammengeführt >^>vi 3 ^°^ .^"" ber «populären Nebenwirlun» l>!^ ° ^- Steinwender das Ding nannte, darf auf !!^ "lne Rolle spielen in einem Staate, der nach ^!M ""slrengungen zu einer geordneten Finanz« ^ Klangt ist und sich dieselbe auch in der Zu« tlw»? berrenhause) widmete vorgestern Graf i,!n l,^'°'MH Schneider referierte über das Gesetz, be-^M ^ Errichtung von Nerztelammern. Hofrath ^r feuchtete eingehend die gesellschaftliche Stel-^ l,."^zte und die Aufgaben der Aerztekammern. hWlH."'"' s'nd. dem ganzen Stande einen großen M ^,,Mückhalt zu gewähren. Die Vorlage sei eme V^'Ul den ärztlichen Stand; er empfiehlt deren ?°A m.f ?^ Koczian besprach den großen Aerzte. ! Lhis,' °^ flachen Lande „nd bedauerte, dass man !Mt l^^jchulen aufgllasskn habe. Die jungen - Vel>k '^ einer längeren Spitalspraxis widmen. ^N ,7"wulf wurde sodann in zweiter und dritter Unenommen. ^ü lel,' 'irisches aus denDelegationen.) '^N?^'^" uns aus Wien: In der gestrigen Mz H.^ldgelausschusses der Reichsrathsdelegalwu ^lln« M'Kriegsminister Baron «auer betreffs °»ll>it^s^r Regimentssprache seitens der Off'ciere «°ti O^'Ulnmung der Veförderungüuorjchrift. wornach '«^/'"er in der Beförderung übergangen nnrd. ^ '^ l,,cht innerhalb dreier Jahre die Regiment«. > U,. ^'^ angeeignet hat. um der Mannschaft >^""?t ertheilen zu tonnen. Diese scharfe ^°t.n "b entsprechend gehandhabt. Betreffs der A«l^' Liderung nationaler Eigenthümlichkeiten 'liille d, "^" Leistungsfähigkeit der Trupprnlörper '^lMs -"lN'tter die diesbezüglichen Pflichten der Mche "andanten. Der Minister fei bereit, dies-M ^ "neuerle Anregungen ergehen zu lassen, ^"lchast .^ bezüglich des Nächtens für die >»l n> ""arte der Minister, die Einführung eines ^ Vliin ^"°blee für das ganze Heer würde über ^ d.-°"en jährlich losten. D'ese Summe musste Ms! "genoerer Forderungen zum Bedauern des Ht °uz dem Budget ausgeschieden werden. Der >>bil7^' d« ^jährige Präsenzdienst würde lX 2 ? bes Infanteristen bei der Truppe aus-My °°ch sollten die Resultate der diesbezüglich '.n >>s<«r " 9/lnachten Versuche abgewartet werden. Der ^lend^Nt die Frage betreffs Aufstellung eines ?>> he?* leit Jahren; Remontendepots werden. i^zik„ Nnanzielle Lage dies erlaubt, zuerst m .l^»^llt werden !^>n b?>"y über die Lage.) In Mr. i!?^ ^,^°rd Salisbury vorgestern abends «n « '" ^ ^^sonen besuchten Versammlung eme ^ttln^" " erklärte, die Regierung begünstige 0 V""s der Zahl der lleimn ländlichen Be> ^h^ °uf Kosten des Staates. Die Umbildung ö> r.c.^7. Uords würde die Gefahr einer Re-K leH.slch ziehen. Die Machtstellung Englands ^ » ch von dessen auswärtigen B'sihunge" ab. '^^Weben. wäre ein Zeichen der Schwache, ^on 5°"'"' zum Abfall ermuntern "ürde^ ? dtt .^der franzöfifchen Marine) W.e ^"ebl,d 3°l- ^r.- au« Paris schreibt, ist das V "a . " da« Jahr 1892 mit 214.330.000 ' ^"Magt. Außerdem will der Marmem.mster ^^illli^^cs filr den Bau neuer Sch>fft und ? der^ l"r die Schnellfeuergefchütze der Schlacht' 'X 3 "en Uuch die activ" Flotte soll vermehrt ^»kb?« des Mittelmeeres soll von 30 Sch.ff" '^h7°cht. das Nordgeschwader außer der vom l >rbi7"'"en "°ch um eine Division verstärkt !'t/tzi,7 3"ch eine R.felvedlvifion errichtet werden, h ^ ?."lprache des deutschen Ka.« ' > h ^erliner Blättern zufolge sagte .Kmser ,^lde^l der vorqestr.gen Recruten - Vereld.gu'.g: ^«^voraussichtlich nur im Frieden Gelegen-l>> ^^Euele Tapferl7it und Eue7en Muty zu be-^er,.^" geigen.. Die «Vossische Zeitung» gw H"^ .u? "lgendermaßen wieder: «Ihr werde « '7, '" Frieden Gelegenheit haben. E"« >^""n Muth zu bezeugen; vlelle.cht ^.lFer^^ ernste inucre Kämpfe bevor.» . '^°l. C7°thftand in Rufsland.) W.e mm H> k°?/ «us Petersburg meldet, hat der Zar in Bildung begriffenen Centta^ H" z8^?""stühung der vom Noth,lande tMM H'" . "m""« °"« dem kaiserlichen Apa.mg n ^»g ° . ^'trag von 50 M.lliouen R"bel zur «eNellt werde. (Die Vorgänge in Brasilien.) Peixaoto erließ ein Manifest, mit welchem die Gesetzmäßigst wieder hergestellt, die Auflösung des Eungresfes annul, liert und der Belagerungszustand aufgehoben wurde. Der Congress ist auf den 18. December einberufen. (OierS auf Reisen) Die Audienz des M" nisters Herrn von Giers beim Kaiser Wilhelm dauerte knapp eine halbe Stunde. Die Audienz halte einen rein privaten Charakter, da weder der Reichskanzler noch der Staatssekretär des Aeuheren derselben beiwohnten. (Serbien und die Pforte.) Nachdem d,e türkischen Behörden eine Passverordnung für serbische Reisende erlassen haben, wurde vom Minister des In. nern für in Serbien reisende türkische Unterthanen gleichfalls der Passzwang verfügt. (Aus China.) Ein Telegramm aus Pekmg meldet, im Bezirke Gehal der östlichen Mongolei fei ein durch geheime Gesellschaften genährter Aufstand ausgebrochen. ______________ Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Ngramer Zeitung, meldet, zur Reparatur der Pfarr« lirchen in Strosinci und Maria«Schnee in Llckopche je 100 fl, zu spenden geruht. — (Vom Hofe) In Schloss L'chtenegg ist in ben jilngsten Tagen in der Familie eine« Schlossbediensteten ein Fall von ilbeltragbarer Krankheit vorgekommen. Ob. alkich die Gefahr einer Weiteroerbreitung der Krankheit nicht bestand, sind Erzherzog 3r°n, Sa lv a tor und Erzherzogin Valerie, einem Wunsche der um das Wohl der Erzherzogin besorgten erlauchten Angehörigen Folge leistend, vorgestern nach Wien übersiedelt und haben m der Hosburg Aufenthalt genommen. Auf dem Bahnhöfe wurde das hohe Paar vom Kaiser empfangen und auf das herzlichste begrüßt. .. ^ « . — (Ein Eisenbahnunglück.) In Üosnow.c bei Iedrzejew, Bahnlinie Ivangorob-Losnowice. fand vorgestern infolge salscher Weichenstellung ein Zusammen, stoß zwischen einem Güterzuge und einem Personenzuge statt Mehrere Waggons des Gllt,rzuges ger.ethen m Brand. Zwei in einem Packwagen beftndllche Personen des qugspersonales vermochten nicht mehr ftch zu retten und verbrannten, zwei Passagiere u >b ein Bremser wurden durch den Zusammenstoß aetöotet. Von den übr.gen Rel> senden erlitten mehrere schwere Verletzungen und d.e meisten leichtere Contusionen. < . », . ^ — (Eine glückliche Ortschaft.) Au« dem Oclilthale in Kärnlen schreibt man der «Vauern-Zeitung»: In Kerschborf wohnen circa vierzig Besitzer. Veit acht fahren ist der verderbliche Schnaps au« dieser Ortschaft ausaeroltct; es bestehen dortselbst zwei solide Gasthäuser, in denen lein Schnaps, sondern nur Wein und guter Obstmost ausgeschenkt wird. Beide Gastgeber h°ben zu-wmmen nicht einmal 5 st. an ausstand.gen gechschuld n u "dern - die Ortsinsassen wirtschaften fett der Ze.t. "ss lein Schnaps mehr ausgeschalt wir v e besser wi früher, wo es vielfach vorgekommen lst. dass selbst di Weiber die Feldfrüchte verschleudert haben nur um Ichnlp, laufen zu können. Jetzt unterble. der°r^ und nirgends lebt man folider. als m dieser glücklichen ^cha^'lTod es urtheil.) ^ Grundbesitzer Martin Lab aus Georgendorf bei Pettau. welcher am 25. v. M. seinem Schwiegervater Stephan Oalamun auf dem O rckweae aufgelauert und ihn in Gegenwart emes anderen Mannes mit einer Hacke erschlagen hatte wurde vom Schwurgerichte Eilli zum Tode durch den Strang uerurtneilt Lah lebte mit seinen Schwiegereltern ,m Streite, weil diese wegen Zahlung eines Kaufschillingsrestes von 814 fl. klagbar gegen ihn ausgetreten waren, wodurch er in Gefahr kam, um Haus und Hof zu kommen. — (Der Bierexport nach Italien) ist einer telegraphisch eingelangten Meldung zufolge feiten« der italienischen Regierung von einer Mahregel betroffen worden welche einem Einfuhrsoerbote gleichkommt. Der Noll ist näm'ich Plötzlich um 6'60 Francs per Hektoliter «t,M worden, so dass sich nunmehr dle gesummten Zoll. aebüren jür jedeS nach Italien eingeführtes Hektoliter Vier auf 19 20 Francs stellen. Die österreichischen Vier« export.Firmen haben telegraphisch eine Vorstellung an den ftandtlsminister gerichtet. ^ _- (Die Erbschaft Üajan s ty's.) Gras Vla« dimir Lazansly lehnte die Erbschaft nach dem verstor. benen Grafen Leopold Lajan«ly wegen Ueberschuloung des Ullobialvermögens ab. Das Prager Lanbesgericht ernannte den Advocaten Iaburel zum Verlasseiischaftscurator. __^ (Oymnasiasten. Duelle.) Welch excessive Ausschreitungen die Duellmanie auszuweisen hat. wird wohl am crasseflen durch den Fall illustriert, welcher sich diesertagc in Neusohl ereignet hat. Wie gemeldet wird. baben sich dort vor einigen Tagen zwei Schüler der vierten Oymnasialclasfe wegen der vierzehnjährigen Tochter eines Professor« duelliert. — (Eine großartige Schenkung.) Der ehemalige französische Ootfchafter in Wien Graf Duchatel schenkte der Stadt Ionzac sein prachtvolles Schloss nebst einer Million Francs in Varem zur Gründung eines Greisenasyls für das Departement Charente Infirieure, woselbst er begütert ist. — (E in bruchsdiebftahl in eine Spar» casse.) Als des Embruchsdiebftahles in der Tarnopoler Sparcasse verdächtig wurden heute der Easfier Slowronsli, der Liquidator Drzemochowski und der Praktikant Eckhardt verhaftet. Local- und Prouinzial-Nachrichten. Die Mozart - Centennarfeier. * Am 5. December werden es 100 Jahre sein, dass der große, an universellem Genie unübertroffene Meister die müden Augen auf immer geschlossen. In bedeutungsvoller und geistreicher Weise hat der geniale Künstler Liszt anlässlich einer von ihm zur 100jährigen Geburtsfeier Mozarts im Jahre 1856 verfassten Fest-schrift das Angedenken des Meisters durch folgenden bedeutenden Ausspruch gefeiert: «Mozarts unendliche« Verdienst um die Kunst, welches alle übrigen zusammenfasst, besteht in ihrem Einpflanzen in das sociale Leben, so dass sie fortan als ein Element der geistigen Bildung die Kluft ausfüllte, welche die gelehrte von der naiven Musil trennte; es besteht in der innigen Verschmelzung und Vereinigung der Melodie, dieses instinctive« Nalur-erzeugnisses des musikalischen Vollsgeistes/ mit der Har» monie, dieser durch hundertjährige Arbeit unserer Meister ruhmvoll geschaffenen Wissenschaft.» Mozarts Tonschöpsungen haben die ungethMe, unbegrenzte Verehrung und Bewunderung der großen Nach» folger im Gebiete der Tonkunst besessen, und mit Staunen stehen wir heute vor dem reichen Schatze seines Erbes, das er uns aus dcm Gebiete der Oper, Orchester« und Kammermusik und der kirchlichen Composition hinterlassen hat. Von keines Componisten Lebenslause sind uns so zahl» reiche Einzelheiten, wie aus dem Mozarts belannt, der als Kind vergöttert, als Mann sosehr oerlannt wurde und dessen Name, in alle Schichten des Volles gedrungen, unvergänglich im reinen Glänze fortlebt. Zahlreiche Gedichte, eine ganze Literatur von Biographien, unter denen die erschöpsexdfte von Otto Iahn, schildern uns den Meister, der schon mit 4 Jahren im Llaoierconcert llexte, mil 5'/, Jahren im ssnabenchor mitwirkte, mit seiner 11jährigen Schwester Kunstreisen im Triumphzuge unternahm, am Wiener und anderen fürstlichen Höfen herzliche Ausnahme fand, mit 12 Jahren die erste Aufführung seiner solennen Messe dirigierte u. s. tv. Als Mozart starb, da wurde seine irdische Hülle einem Massengrabe übergeben, und als es der Nachwelt einfiel, sein Gedächtnis zu ehren, war jede Spur davon verweht. Die letzten unerquicklichen Ereignisse und die Leibeilsgeschichte des Mozart-Denlmal« in Wien, der Parteienlampf über die Wahl des Platzes und den Ent« wurf des Denlmals — sie stehen noch im frischen Ge> dächtnisse, während die letzte große Ceütennarseier in der Veburtsstadt Mozarts den erhebendsten Eindruck hinterlieh. Die philharmonische Gesellschaft i>i Laibach, die einen Haydn und Beethoven zu ihren Ehrenmitgliedern zählt, muss leider auf den Namen Mozarts verzichten, denn der unter denselben angeführte Wolfgang Nmadeus Mozart ist der am 26. Juli 1791 geborene Sohn des großen Vaters. Er gab, wie uns die Geschichte des Vereines erzählt, am 19. Juli 1821 unter Mitwirkung der philharmonischen Gesellschaft ein Concert in Laibach, woraus ihm das Ehrendiplom der Gesellschaft verliehen wurde. Mit besonderer Genugthuung verzeichnen wir. dass die Gesellschaft im Jahre 1836 zum Gesten des im Jahre 1641 von der Stadt Salzburg errichteten prächtigen Denlmals ein Concert veranstaltete und das Erträgnis von 150 st. sammt weiteren 100 fl., dem dritten Theile eines im Jahre 1821 zu Gunsten eines Denkmales für Haydn, Mozart und Beethoven gegebenen Concertes, dem betreffenden Fonde zuführte. Auch da? hundertjährige Erinnerungsfest an die Ge« burt Mozarts (27. Jänner 1856) feierte die Gesellschaft am 15. Februar desselben Jahres durch ein Concert, in welchem ausschließlich Tompositionen des Meisters ausgeführt wurden. Sowie man sich allerorten rüstet, um den Manen des großen Meisters die weihevollsten Opfer aus dem Altare der Kunst darzubringen, trifft auch unser Kunstverein, die philharmonische Gesellschaft, die un-fassendsten Vorbereitungen, um die Centennarfeier des Todestages Mozarts durch Wiedergabt von unvergänglichen Tonwerlen seines Schaffens in würdigster Weise zu begehen. __________ ^. — (Die Kaiferin in Egyp ten.) Aus Kairo wird dem «Vaterland» geschrieben: Am vorigen Samstag nachmittag« lam Kaiserin Elisabeth unerwartet in die Negercolonie Geziret der Mission in E?ntral'Afrila um da« große Gebäude der Missionäre, das hau« der Schwestern und die einfachen Wohnungen und Hütten der Neger in Augenschein zu nehmen. In der »war großen, aber höchst einfachen Kirche verrichtete die bob« Frau ein lurzes Gebet. " ^ ' (Deutsches Theater.) Im deichen Theater wurde gestern das Vauerndrama des genialen Giovanni Mho«« 3rttnng Wr. 272. 2286 27. Wcm^Ü^ Vergc,, des italienischen Vorkämpfers des Realismus, dem die Handlung zur Oper «Eavalleria rusticana» von Mascagni entnommen ist. ausgeführt. Wir werden seiner« zeit noch Gelegenheit haben. über dieses prächtige Stück zu sprechen, wenn im neuen Hause die vorgenannte Oper gegeben werden wird. Außerdem giengen zwei nichts« sagende Einacter in Scene. Das Haus war mäßig besucht. Leider sind wir jedoch bemüfsigt, uns mit dem geharnischten Ausrufe, den die Theaterdireclion aus dem gestrigen Theaterzettel für gut befand, an das ?. 1,'. Publi-cum von Laibach zu richten, etwas eingehender zu be» fassen. Es ist eine von uns wiederholt constatierte be« dauerliche Thatsache, dass der Besuch des Interims« theaters in der heurigen Saison ein schwacher ist, ob jedoch einzig und allein die Theilnahmslosigleit des Publicums daran Schuld trägt, muss doch dahingestellt bleiben. Der Thraterdirection mussten von ihrer Thätigkeit aus den früheren Saifonen her die hiesigen Verhältnisse sehr genau bekannt sein, und es war ihr jedenfalls nicht fremd, dass das Luft- und Schauspiel allein nicht zieht. Das Publicum richtet sich nicht nach dem Geschmacke und den Verhältnissen der Direction, sondern diese muss sich nach dem Geschmacke und den Verhältnissen des Publi» cums richten. War die Direction nicht in der Lage, die Operette und Gesangsposse — und letztere kann doch ein kehllopfleidender Komiler, der übrigens wieder ver» schwunden ist, allein nicht aufrecht erhalten — zu cultivie» ren, dann musste sie von allem Anbeginn auf das — wir betonen nochmals — von uns wiederholt bedauerte traurige Resultat ihres Unternehmens gefasst sein. Hiezu lommt noch der Umstand, dass die Theaterbesucher durch die zahlreichen, wenn auch primitiven Operetlenvorftellun' gen der vergangenen Saison verwöhnt sind, ein großer Theil in dem Interimstheater leine Bequemlichkeit findet, und andere zahlreiche Gründe, die den schlechten Besuch der Vorstellungen, wenn auch nicht gerechtfertigt, so doch erklärlich finden lassen. Der Ausspruch des deutschen Parteiführers über die Kunstleistungen der Inlerimsbühne vor zwei Jahren passt leider nicht ganz aus die heurige Saison, wie man aus unseren gewiss sehr milden Theaterberichten ersehen konnte. Nicht ganz zutreffend und wenig glücklich gewählt erscheinen uns die lehrreichen Thesen über den Theaterbesuch vom wirtschaftlichen Standpunkte aus. und «s muss überhaupt eine derartige Ansprache an das Publicum, als nicht gehörig, auf das entschiedenste zurück» gewiesen werden. Wir empfehlen jedoch dem P. T. Pu» blicum den fleißigen Theaterbesuch hauptsächlich mit Rück» sicht auf die prekäre Lage, der das an den gegebenen Verhält issen ganz schuldlose Darstellerpersonale im Gegen« falle ausgesetzt wäre. ^. — (Der llyrill« und Vleth od-Ve r ei n) versendet soeben seinen fünften Jahresbericht für das Jahr 1890, in welchem auch der Vericht über die am 24. Juli 1691 in Stein abgehaltene Hauptversammlung enthalten ist, in 9000 Exemplaren an die Ortsgruppen, welchen bei diefer Gelegenheit auch das sechste Heft der vom Vereine herausgegebenen Vollsbibliothel, enthaltend die Lieder Vodnils, übermittelt wurde. Ueber die Geldgebarung im Jahre 1690 haben wir bereits gelegentlich der Hauptverfammlung berichtet. Dem Berichte entnehmen wir, dass der Verein am Schlüsse des Jahres 1890 bereits 98 Ortsgruppen zählte und dass denselben 8217 Mitglieder angehörten, darunter 54 Protectoren mit 100 fl. Einzahlung, 600 Gründer mit dcr einmaligen Einzahlung von 10 fl. 4027 Iahres.Mitglifber mit dem Jahresbeiträge von 1 fl. und 3176 unterstützende Mitglieder. Die Ortsgruppen vertheilen sich: auf Krain 41, Steirrmarl 25, Kärnten 14, Küstenland und Istrien 18. Vom Vereine werden subventioniert 1 Kindergarten in Steiermark, 3 in Trieft. 2 bei Gärz; außerdem erhält der Verein die jetzt vierclassige Volksschule in Trieft und gewährt vielfache Unterstützungen an Büchern, Schul-requisites« tt. An der Spitze dcs Vereines steht bekanntlich Herr Professor Thomas Zupan. — (Der alte Schlofsthurm in Bischof-lack.) In der jüngsten Sitzung der Centralcommission für Kunst- und historische Denkmale gelangte ein Vericht der k. k. Landesregierung für Krain zur Verlesung, dass nach der von dem Ursulinerinnen-Eonvente in Bischoflack gemachten Mittheilung bezüglich der Abtragung des alten Schlossthurmes in Gischoflack bis nun ein definitiver E"t« schluss nicht gefasst, jedoch seitens der Klostervorstehung bemerkt wurde, dass das fragliche Object fernerhin dem Publicum nicht zugänglich sein wird, da es sich innerhalb der klösterlichen Clausur befindet. Die Centralcom« mission beschloss über Antrag des Referenten, die Bitte um Verhinderung der Abtragung des Thurmes als eines wichtigen Baudenkmales bei der lrainischen Landesregierung zu erneuern. Ob der Thurm innerhalb der Clllusur steht oder nicht, ist der Centralcommission von leiner Nrdmtung, da es sich nicht um eine Besichtigung des Innern desselben, wohl aber um die Erhaltung eines schon uon sern und weit über die klösterliche Clausur hinaus sichtbare» Naudexlmales handelt. ^ * / S <5 niurgerich « . Nerhandlu „ gen.) I„ °7rick.^' 5" '""""«den Montag beginnenden Schwur-g^chtzpet.ode Klangen beim hiesiaen , , Lande«, als schlage«, und Maria Sorset, Verbrechen des Kinds« mordes; am I.December: Anton Bejel, Verbrechen des Diebstahls, und Alois Groselj, Verbrechen der Brandlegung; am L.December: Alois Knafelc, Verbrechen des Todtschlages, und Maria Blatnil, Verbrechen des Mordes. Am 2. December wird die letzte diesjährige Schwurgerichtssession beendet. —r. — (Die ehemalige Zucker raffi n eri e) am Polanadamm, in welcher seit Jahren die hiesigen Landwehrtruppen bequartiert waren, soll nun vollständig umgebaut und als Zinshaus hergerichtet werden. Beim Umbaue soll insbesondere auf kleine Wohnungen (zwei Zimmer mit Küche und ein Zimmer mit Küche) Rücksicht genommen, das Gebäude also zu einer großen Zinslaserne umgestaltet werden, wo die ärmere Bevölkerung entsprechend billige Wohnungen wird erhalten können. Mit dem Umbau wird im nächsten Frühjahre begonnen. Eigen» thümer des Gebäudes ist bekanntlich Herr Dr. Pongratz. — (Brandstifter.) In Gabrrt bei Schönstem brach am 17. d. M. nachts in den Streuhütten der Besitzer Alornsek, Nlazinsel und Üuznic Feucr aus. Dem letztgenannten Besitzer wurde durch den umsichgreisenden Brand auch das Wirtschaftsgebäude sammt den Futter« Vorräthen in Asche gelegt. Zwei im brennenden Stalle schlafende Greisinnen konnten nur mit Mühe dem sicheren Tode entrissen werden. Der angeblich geistesgestörte Grundbesitzer Johann Orebensel gestand, diese Brände aus Zorn gelegt zu haben; er wurde dem Gerichte eingeliefert. — (Gemeindewahl in Radovica.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinbe Radovica im politischen Bezirke Tschernembl wurden ge» wählt, und zwar Johann Kramarit von Radovica zum Gemeindevorsteher, Marcus Gersic von Gojansdorf, Ma-thias Zugelj von Steindorf, Martin Rejel von Kraschen-berg und Marcus Petric von Boldrez" zu Gemeinberäthen. — (Localbahn Eilli«Wollan.) Der steier-märkische Landesausschuss hat das Handelsministerium ersucht zu genehmigen, dass die feierliche Eröffnung der Localbahn Cilli'Wöllan am 27 December l. I. stattfinde und am 28. December die Bahn dem allgemeinen Verkehre übergeben werde. — (Gewitter.) Nachdem es schon vorgestern abends geblitzt hatte, kam es gestern gegen halb 2 Uhr nachmittag« zu einem fast sommerlichen Gewitter mit Blitz und Donner und ausgiebigem Gussregen. — (Ernennung.) Der Iustizminister hat den Notariatscandidaten in Trieft Rudolf Stark zum Notar in Eanale ernannt. — (Sternschnuppen.) In der Nacht von heute auf morgen ist jener Sternschnuppenfall zu er» warten, der aus dem Sternbilbe der Andromeda aufleuchtet. — (Theaternachricht.) Heute findet im deutschen Theater leine Vorstellung statt. Da« Benefiz de« Herrn Thomas wurde bis auf weiteres verschoben. — (Ein österreichischer Deserteur.) Der österreichische Infanterist Franz Grill aus Graz ist nach zehntägigem Umherirren im Gebirge als Flüchtling in Verona eingetroffen. Neueste Post. Driginal-Telegramme der „Laibacher Zeitung". Wien, 26. November. Erzherzog Heinrich ist schwer ertrankt. Das ärztliche Bulletin constatiert die Zeichen einer beginnenden Lungenentzündung. Giaz, 26. November. Zur heutigen Landtagswahl im Brucker Landgemeinden «Bezirk erschienen von 122 Wahlmänneru 121. Der conservative Eandidat, Hlrurid-besiher Pirchegger, erhielt 68 Stimmen und erscheint somit gewählt. Bei der Landtagtwahl für die Städte und Mälkte des Wahlbezirkes Murau entfielen von 360 abgegebenen giltigen Stimmen auf Dr. Leopold Link in Graz 207, auf d?n Fabrils-Director Ezeipel in St. Lambrecht 153 Stimmen. Berlin, 26. November. Der russische Minister de« Neuheril uon Oiers ist gestern um 11 Uhr nachts mit dem Königsberger Zuge abgereist. — Nachmittags fand im alten städtischen Waisenhaus?, woselbst eine Fabrik zur Herstellung von wasserdichten Stoffen sich brsindet. eine starte Bmzin-Explosion statt, wobei zwei Arbeiter schwere Verletzungen erlitten. Der Schaden ist ein beträchtlicher. London, 26. November. Nach einem Telegramme der «Daily Chronicle» aus Shanghai erweisen sich die gemeldeten Ruhestörungen als überaus ernst. In der Mongolei und anderen Districted in der Nähe der Hauptstadt ist ein Aufstand ausgebrochen. Die Rebellen wurden durch mehrere Schwadronen Cavallrrie verstärkt und marschieren gegen Peking. Newyort, 26. November. Depeschen aus Rio de Janeiro melden, dass die Beziehungen zwischen der Armee und der Marine sich bennruhigend gestalten. Angekommene Fremde. Am 2k». November. Hotel Elefant. Bartha und Fischl, Kflle; Iwibel und Kugel. Reisende; Fraenlel, Wien. — Vett, Reis., und Haim. Trieft, — Wallovich, Inspector; Schwarz, Privatier, Graz. — gjalula. Privatier. Budapest, — W^zer, "'«''^ Mü>!, Kahn. Marburg. — ssuchs, Vabnbeamtcr, ill'U^' B Nvotheler. Stein. — Petrovich. Intendant, >^>z < M Schleier, l. und l, Hauptmann, Laibact!. -" ^ ^MM zirlscommissär. Adelsbcrg. - KoZar, P'«""' "„«, 0^ Hotel Stadt Wien. Haacle, Leipzig. - O"nem°. ^ N< Nahn. Odendall. Poppelbaum. Me.. WM', ^,.^As°7 gierungsconcipist. Loitsch. — Kotrc s. F"". A ,. PM. - Graf Auersperg. Thurn am Hardt. -- ?" ^ M'!. ssiume. — Grosat. Draubur?. - Gandoll' <' Ass., MuM°. - Seaalla. Reis.. Dornbirn. ^ " ^ M Vrrölau. - Zeller. Kfm.. München, - Tclf"' ^Mlhe" Hotel Slit>l,llhnl)of. Sever. Landstrast. ""7."', Schachs Ollsthof Kaiser von Oesterreich. ssajfar^AV--------- Verstorbene. ,.„ Ah^ Den 2 5. November. Anmlia VraMl" Tochter. 4 Mon., Rosengasse 5. Vrustbräunr. ^ter.4^' Den 26. November. Franz Dergl", « Kuhthal 11, Lungentuberkulose. Lungenentzündung. - Valentin Cvetlo. Inwoynei, entzilndung. KMbobnil,^' Den 2 5. November. Johann Sup°° 23 I.. Tuberculoses__________ ____^^^ WolkswirtschaMes. Gesterreichisch-ungarische B""^M^ Der am 26. November 1881 ausge^ene ^. M zeigt folgenden Stand der i>sterreichisch'U"«an^ ^t« Notenumlauf 448,984.000 fl. ( - ^,«^" 'i79.!MM > 246,941.000 fl. s- 359.000 fl.). PortefcuK i^gM!>< (- 12,452.000 ft.), Lombard 27.917.lW si. l Steuerfreie Vanlnotenreserve 10.70A.00l) ft.___^"^V^ " Meteorologische z W lz «... !--"'lk " 7UVM 730-7 ' 7-4 Q schwah! ^«M ^" 26. 2 . N. 730 3 10 4 NW. schwach ^„.he"" O 9.A. 731 1 ! 86 SW.schwachth" Zll, Tagsüber starte Regengüsse. Gewitter aus W.. fast eine Stunde °nh°" Le^" abends theilweise heiter. - Das TaaeSn,me> 8-«", um 6-3» über dem Normak^^—^-^ Verantwortlicher «^""«r: I- N"a^^«<^" Die i>? t. ^»"""^3 '? Laibacher Zeitung-, bn w ' ^ Abonnement mit diesem M"".^ ^" werden höflichst ersucht, d.e M« -numeration ,>^ItI5s^ )« "' ^l"'^ die Expedition ununterbrochen zn können. Geaen Katarrh© Hej6er der Athmungsorgat, bei Husten. **££>* keit und anderen Halsaffectionen w seits ^"#y A nr 8ich allei"mi^(xv^rilw»^,;d Derselbe übt eine mildlöscnd«^. die bc e,l5 beruhigende Wirkung aus, be|" F0eO,i$) i absonderung und ist in solchen (ltoJ^J erprobt. ^^^^^A ^ararar ^^^ erBChicn: ^ Bilder aus Krain, 'ßab, Im Gebiete der S^1",,,^ Schilderungen ™°J* IX«* w f, 2. 12 Bogen 8«, P«is ?*¦ °_ 1^^ lg. v. Kleinmayr & FeJ; ^J an,«I«,ich d<« Hwichnw,« "^,„„,"l, > M„!!>-r, >^zw, Lchw,c»n> u„» » MnriaSabnt^ <3!!^erZeitnng Nr. 272. 2287 ________________________ 27.zNovember l891. Course an der Wiener Börse vom 27. November 1891. 3^ dem o^ellen Voursblatte «»,., Gel» War, Knl^^^ule w Notm »<,-5N S0'?n Mttz»/«'°°>«l°It , 25N N, 138 7b 134 7 b N>' . ?N ^0» ss. 134-80 I8li - . ^»l„o!,"""ltel IN0 fi, 1.5 - 14» - '^Mbr i,,8,.»b0fi, 18,.-.'.<> 18, .. ^'N°U^' ""'erfrei K.7.7.) 108 - ^ei N«"l88. . »5 7b «6 75 . ^YN «miss, 1884 «8- 9350 02Ob 102 »ü ««lV ci,w".°^s. 11b 50 1,6 ü» "0-" ":.^ "''^^Hß.gW 135-1»«- «eld ware Vrundentl.'ybliaationen (für 100 fi. LM). ^ galizischc...... 104'— ,0425 ^/„ mHhrssche...... —'— — — K°/„ Krain »nb Küstenland. . — — — — 5"/„ nieberosteririchische . . . 109-50 Iio - 5°/^ steirische...... —'— —-— b°/n lroatische und slavonische . 104 S0 l0bü0 5°/n slebenbüraische .... —'— —- — 5"/„ lemese: Äanat .... —-— — — 5«/„ unyarilchc...... 8» b0 9« 5« Andere össenll. Anlehen Donau-Reg. Lose 5"/„ '«> fl, . l2l - 122 — bto, «»leihe 1878 . . IUi'50 105-7Ü Nnlehen der Stadt Gor, . . 111 — —'- «nletiei! d. Etadtaemcindr Wien 10» »5 104 «5 PräM'Anl, b. Siadtncm, Wien 149 50 15» lib borlenbllU'Nnlchcn verlos. ü"/„ 97 — 98- - Psandbrlese (für 100 fl.). Vobencr, all«, «st. ."/<, «. . . Ill» 50 118 5« dto. dto. 4»/,°/,. . . l«e— 100 70 bto, bto. 4°/« ... VS-L0 SU 7..' dto. Prüm-Lchuldverschr. 3°/« 10»-- 1s,Sb0 vest, Hypothrlenbanl ,<»j, 50°/<, 9850 »9 II, lDest.'Ung. «anl verl. 4'/,°/° . INC — 101 - detto » ."/<> . . »»'40 89-üs, detto 50jähr. » 4°/, . . SS 40 9« VN Psisritllt«'ybliglltionen (für 100 fl,). ifslbi»and«-N°rbbal,l! ltm. 1886 98 75 99 75 Vllli,ischt Karl'llubwiz-Vllhn »M. 1881 »00 fi. S. 4'/,°/° - Si! e» 99 80 Velb >w»le Oesterr. Norbwestbahn . . - ll.5 3<> l«L30 Staatsbahn.......-------l9s, ,l> Sübbahn k 8°/«.....14,x5 14^ <5> » k 5°/° , ll? 7b 11K-7Ü Un«..«aliz. Wahn.....1U" - lUI - Diverse Lost (per Etüll). «Irebitlole 1NN si...... '»»,.' "^'" «klart, llose 4« fl...... 51 4«/„ Dona» Dampfsch. 100 fl. , l2' 7- '23 Laibacher Prüm.-Vlnleh. 2U fi, «°^ 2150 Ofener Lose 40 ss..... "b" 52^0 PalfWLose 40 si...... bL- 58 b Rothen Kreuz, «st, Ges. v., 10 fi. " »« '« «' Nubolph Lose 10 fl..... " b" 80 bo SalmL°se 20 fi. . . "'75 ^2 <-> Vew.Lch,b,»°/«Präm.-Schulb- verschr.ber Vobtncrtditanftalt »^ " ü0 Dank "Ketten (per Stück). «NNl°'öst,Ba»l20Nfl,«0"/««. , !44'5N 145— Uaüturrei», Wiener, 100 fi. . 102 — 102 Ü0 Vbrr,-Anst, üst.. 20« fi. S. 40"/» 333' ^ »»4 — «lrdt.Mnst, f, Hllüd. u.V. 16Nfi. 2SU^N 870 — «Ireditbanl, «llg, ung., 800fi. . 809 t»<> 810 50 Deposilenbanl. «lll«., 800 fl. . l9? - 200 - E«con>pte-»el„ Nbr«sl,. 500«. 605 - «'" — Vlro°u.potheleiib,,öst. LN0fi,25°/n«. 72 - 73- LHnderbaul, üst. 200 fi, G. . . 18850 184^ - O?sierr,'75 2N!»'25 Vöhm. Ätordbnhn 150 si. . . i?' Dampfschifffahrt - Ves., Oesterr. 500 si, LVi, , , . 879-— 880— Drau-Vis. (B'Db.°Z.)200fi. S. 197.50 198- D>il°V°dr!il>,.Ei!,-V, 2s,N fl,E. —'- —— Ferbinauds-Norbb, 1000st, CM. 274t. 8755 Val. Larl-Lubw. A, 200 fi, CM, 802 50 804 Lemb,' «tzernow. - Iassy < Visen- bahn'Gesellsch. 800 fi. E. . . 232-75 83385 Llohb,«st.°ung.,Trieft50«fl.3 - - Tramwlly-«es.,Wi.,170fi.ö, W. 218--81V-» neur Wr., Priorttät»- »lctien 100 fi....... , - Ung'galiz.Vifenb. 800 fi. Silber 1»«-5(» ls?- Geld War« Ung. Nordostbahn 200 fl. Silber 1»5 75 I»l> 25 Ung.Westb,(Raab'Vraz)8Uvfi.L. 1«»20 19« 70 Industrie.Ac!ien (per Stück). Nauges., «lllg. Oest., 100 fi. - I0?-?ü !l'8 L5 «kgybicr Tiscn- und Stahl-Inb, in Wien 100 fl...... .->— —-.. Eisenbahnw-Lelha,, erste, 80 fl, 94— 95 b0 «Elbrmichl» Papiers, u, V,-V. .3 «5 4485 Liesinner Brauerei 100 fl, , . 84— »5 - Montan - Gesell, östrrr.-alpine 58 8« 58 70 Prager Eisen°Inb,-Ges, 200 fl, 347— 847 50 Talao-Tarj, Steinkohlen 80 ft. b5«- - 595 — «SMaelmühl.. Papiers. 200fl, —-- is5 — »Nteyieimühl»,Pllpiers.u.V.»V. 130 .. Itibbu Irifailer ftohlenw-Ges, 70 fl, , 163-.. i?0- Waffens-V ,Oest, in Wien I00fi, »92 — 3S6 — WaggonLeihanst,, Nllg. inPest «0 fl......... 8»-- 89 — wr. Vaugescllfchaft 100 fi. . . 77— 7« — WieneibeigerZiegel-Actlen-Vef. 885 50 8H<».50 Devisen. Deutsch« Plitz«...... 5? »2, b» 08. London........ II? »ü 11« 4 «7. 46 ?«, Valuten. Ducaten........ 5 »u b ll« 80-Franc«°Stücke . . . . ; Sb5 93« Deutsche Neichsbanknoten . . ü? SO 5? »7» Papier-Rubel...... l 14^ 1 id Italienisch« Vanlnvttn «0« L.) «-5« «.9« Umeiaellatt zur Mlacker Zeitung Rr. N2. Freitag den 27. November 1881. ^ är»zd6. ^!e p^o ^nlona I^kar^ (po M/^^>a (V6ll«(!k). t6r 8t» 86 ^ ^, ^- ^ 12. ur6 6o^I6n6 ^l 5t.4333. >!^ -/vchtnkra 1891. 1. (^z> 2^ ^'li2sM ix ttoäoviön , "'^ i^». 23.000. ^ 30^^ l^udl^m ^l)61^bo 1891, 5t6v. 6757. !^^ !. "'" " -lo-6su "6v. 18. , ^ j^ "» 86 16 j»ti P08wvil ^NWN ^,l^<"ptz5i «krbnillom. ^"bl^ni ^N6 13. nov. 1891. ltl^/, Nr. 23.630. ^ ^telsverhangnn«. ^>'wi"°dl.dkleg. Bezirksgerichte <^>^^ b^nnt gegeben, dass ^ »"it m?" Vrod. Vemeinde Ler-M 5 in 9''^lusil des k. t. Landes-^.' ^ 7^i" ^ ^m 19. September ^7 Ka.7, und dass z.m Curator k ^ftell ^I ^odennann, Besitzer in ""' ^. ^^N. Bezillsgcricht Lai-"ovanber 1891 (5073) 3—1 5t. 3610. Okiie. t2. kr. okru^no 806isö6 v 1?r6dn^6rn N»76bl^6in 6n6 7. nov6mbr2 1891. ________ (5136)^1 Zt. 22.644. ^anex Xalai- i?: liutll 5t. 1 ^6 proti N62N2N0 h6 biv^oöi ^ni 2a82r ix l>!anino6, oxiroma n^6nim nexnauo !c^6 biv^oöim pravnim nagleänikom, vioiil toiibo /arnai pripo^nan^a X28lar6lo8ti Kipot6ic»rnik tkrMtev pri vloi. 8t. 317 in 502 lcklt»8trLlln6 oböin6 8tuä6N6e, in 36 ^6 6»n 2» 8kr^8tlN0 raxpravo na Ib. aec6lndra 1891. l. 60I0ÄI in toitb» 66 PI-Ä68. 21. olllobra 1891, 8t6v. 22.644, loienckm kura-tor^m »6 »etum p08lavh6N6mu ^»N6xu 8mol6tu ix liot^ 2t. 10 vroöil». 0 Icr 2» M63to 66ls8- oki-a^no 80-Mö6 v ^ubl^ni 6n6^okt0br» 1891. (5137) 3^.^ 6l. 23.725. c: kr 2» M68t0 66l68. okr^no 80- Mö6'v i.iul)!^m 0bi^a, äa ^6 än6 3 marc^ 1891 v 3po6^.k ?.rm^k z'narej c^m^n .amrl, ^pu3t.v3. w- 8WM6N.. V k..6rem ^6 3ML ^N06tu I^s) <7s)Icl V0ÜI. ^. l(6r 86 N6 V6 X» Kl>2lisö6 ^ano6ta l^ai-mana. 86 l6-t6MU naroö«, äa 86 2^Ia8l t,6kom 6N68» I6la l,ri t6M «oäiööi in 36 i2rsö6 22 66- Ma K6l> bi 86 6ru82ö6 "2prav. lwl0l6 8 28l^njmj lz6Mi.N8kui-«. U^6.u carm.nu kur.w^m P0-^^^^kr /2 M68l0 ä6l68. olcraino 80- .i^6 V ^mdli.m 6N6 12.N0V.1891. Bekanntmachung. Dcn verstorbenen, rücksichllich abwe-. ^ ^<,l,.,laralijl,biaern der Realität m. 3'? und Johann Oute von Vnnol ^Amla V°rd1rber oon Tschöplach. wird ü" d sichtliche Relicitationsbescheid Z6582, zu ^den des Curators aä a.tum Stefan N.e «°n Tlcher.,embl zugestellt. K'l. Bezirksgericht Tichernembl. am 11. November 1891. (5132) 3—1 Zt. 23.722. 06 e. kr. 2» M68w 66l6z. okr2in68» 806izökl v ^ubliani 86 obMvi: V ixvrsilni 2»66vi ^0ii6la l(6dra proti xapuZöini ^nlona ^b6ri» v Li20-viku vrsila 86 do66 2 o6l0kom x 6n6 18. 86pt6mbr» 1891, 8t,. 19.572, 60V0-!i6na in na 6»n 5. 66C6mbra 1891. 1. 6opo16n6 ob 11. uri o6r6i6na 6ru8a ixvl-giln» 6ra2o» na 800 8l6. in 220 gl6. C6ni6nik N6pr6makliivik 26mliigö 2a-pugöin6 ^ntona ^l)6ria vioini 8t.. 125 in 126 K»ta8train6 0böin6 Lixovik. V I^iudliani 6n6 11. nov6mdra 1891. (4914) 3—1 Nr. 9251. Erinnerung an Urban Lenartschitsch. unbe« kannten Aufenthaltes, und feine unbekannte Rechtsnachfolger. Von dem k. t. Landesgerichte Laibach wird dem Urban Lenartschitsch. unbekannten Aufenthaltes, und seinen unbe« kannten Rechtsnachfolgern hiemit erinnert: Es habe wider dieselben bei diesem Gerichte Franz Lenartii von Moste (durch Dr Anton Ritter von Schöppl) die Klage 66 pi-268. 30. October 1891, H. 9251. wegen Anerkennung der Ersihung des Eigenthumsrechtes rücksichtlich der Realität Einlage Zahl 1000 der Latastral« gemeinde Tirnau«Vorstadt eingebracht, worüber die Tagsatzung zur Summar-Verhandlung auf den 11. Jänner 1892. vormittags 9 Uhr, Hiergerichts angeordnet worden ist. Da der Aufenthaltsort der Geklagten diesem Gerichte unbekannt und dieselben vielleicht aus den k. k. Erblanden ab« wesend sind, so hat man zu ihrer Ver« tietung und auf ihre Gefahr und Kosten den Herrn Dr. Karl Ahazhizh. Adoocat inLaibach, als Curator a6 »otum bestellt. Die Geklagten werden hievon zu dem Ende verständigt, damit sie allenfalls zu rechter Zeit selbst erscheinen oder sich einen andern Sachwalter bestellen und diesem Gerichte namhaft machen, überhaupt im ordnungsmäßigen Wege einfchreiten und die zu »hrer Vertheidigung erforderlichen Schritte einleiten können, widrigens diese Rechtssache mit dem aufgestellten Curator nach den Bestimmungen der Gerichts^ ordnmlg verhandelt werden, und die Geklagten, welchen es übrigens freisteht, ihre Rechtsbehelfe auch dem benannten Curator an die Hand zu geben, sich die aus einer Verabsänmung einstehenden Folgen selbst beizumessen haben werden. Laibach am 31. October 1891. (5138) 3—2 Nr. 10.547. Edict. Vom k. r. städt.. beleg. Bezirksgerichte in Laibach wird bekannt gemacht: Es sei Francisca Papez. Köchin zu Laibach. am 17. October 1890 ohne Hinterlassung eines Testamentes gestorben, und erscheint Johann Pav^z, Fassbinder von Laibach, nach dem Gesetze als deren Bruder erbsberufen. Da dem Gerichte der Aufenthaltsort des Johann Papez unbekannt ist, so wirb dieser aufgefordert, sich binnen einem Jahre von dem unten angesetzten Tage an bei diesem Gerichte zu melden und die Erbs» erklärung anzubringen, widrigenfalls die Verlassenschaft mit den sich meldenden Erben und dem für ihn aufgestellten Curator Johann Rozman von Podborit abgehandelt werden würde. K. k. städt. - beleg. Bezirksgericht Lai-bach, am 11. November 1891. (5157) 3—1 Nr. 1612. Kundmachung. Vom l. k. Kreisgerichte wird bekannt gemacht: Es sei über Ansuchen der Stadt, sparcasse in Vottschee zur Einbringung der Darlehensraten-Forderung derselben von 125 st. mit allem Anhange die zwangs« weise Versteigerung der dem August Luser von Rudolsswert gehörigen. zusammen auf 21.510 fl. geschätzten Grundbuchs» lörper Einl. ZZ. 101. 102. 104. 105. 106, 107. 108, 109, 111. 112. 113. 114. 115. 116, 117, 118 und 119 der Catastralgememde Rudolfsw«.'rt bewilligt und zur Vornahme derselben die Tagsatzungen auf den 2 2. Jänner und den 19. Februar 1892. jedesmal von 10 Uhr vormittags weiter bei diesem Gerichte bestimmt worden. Die Grundbuchskörper Einl. ZZ. 101 und 104 werden gemeinsam um die Summe ihres Schätzwertes, alle anderen Realitäten einzeln um ihren jeweiligen Schätzwert ausgerufen und feilgeboten werden. Bei der ersten Tagsatzung werden die Grundbuchskörper nur um oder über ihrem Schätzwert, bei der zweiten Tag-satzung aber auch unter demselben hintangegeben werden. Bemerkt wird. dass das Zubehör in die Schätzung nicht einbezogen worden ist. Die Licitationsbedingnisse. welche den üblichen Erlag des zeh'nprocentigen Va-diums von jedem einzelnen Ausruszprew anordnen, sowie das Schätzungzprowloll und der Grundbuchöextract können in der ""'^?/^Ww eingesehen werden. RlldolsKwrrt am 10. November 1891.