^Ok. Nr. 353. PiHnllMklal!on«piei«: Im 2ompt°»l ganzj. fl. 11, halbl- fi. b 50. Für b<« Zufitllung «n« Hou« halbj. 50 tr. Mi» ber Post ga«zj, fl, '5, h>ilbj. fl. ? .^, Montag, 5. November. Ins«rt»°n«gebll,: Y«» ll««n« Inseralt »l» ,n 4 »ieil^n z.i lr,. «lohe« p» Zelle 6 lr., bli öst««n w!«d>rb?lu«ze!l p«r Zctle 8 ll. 1883. Nichtamtlicher Theil. 3. Verzeichnis ^ber die beim k. k. Landespräsidium in Laibach ein« ^langten Spenden für die durch Feuersbrunst verunglückten Bewohner von Terboje. fl. lr. ^ ersten Verzeichnisse wurden ausgewiesen. 57 20 ^wmlung der Gemeindevorstehung von Altlag 2 — verr F^nz Vrulec, Pfarrer in Dolina . . 1 — ^nunlung in der Pfarrkirche in Dolina . 2 51 Hur Baron Gagern in Mokriz..... 1 ^ - Johann Hotschevar, Lehrer .... — 50 ^« Franz Dolinar........ — 50 ^ arramt Mottling, Sammlung..... 12 — Uatxpfarramt Rudolfswert, Sammlung . . 10 70 ^larramt Gojzd, Sammlung..... 1 40 . « Cirtle, ,...... 3 — "klr Josef Dralka, l. l. Vezirkshauptmann in Radmannsdorf....... 3 — « Gottfried Friedrich, k. t. Bezirkscommissär in Radmannsdorf...... l — « Lorenz Mar, k. l. Bezirkslichter in Radmannsdorf ......... 2 — « Franz Andolöet, k. k. Bezirksgerichts- Adjunct in Nadmannsdorf.... 1 — " Theodor Sittig, Civilgeometer in Radmannsdorf ......... 1 — ., Johann Ovin, Herrschaftsverwalter in Radmannsdorf....... 1 — « Valnlt.Zvagen, Lehrer in Radmannsdorf —50 ml. Nloisiü Bauer, Lehrerin « „ — 50 « Leopoldine Nozman, Lehrerin in Rab- ^ munnsdorf......... — 40 ^mramt Natschach, Sammlung .... 7 50 « Steinbüchel, Sammlung .... 23 — N " Karnervellach....... 5 40 "emeindeamt Steinbüchel...... - 22 — zusammen 160 11 Oppositionelle Budget'Studien. ^ In den jüngsten Tagen begegneten wir in den ^Mtionellen Provinzblättern unterschiedlichen Artikeln, ej^e jedoch ein und dieselbe Fabriksmarke tragen — g!>k Wohlbekannte Marke, die indessen leider nicht den c»Uck genießt, solide Ware zu garantieren. Das ist ^ ber Grund, warum wir es in der Regel unter- lassen, in Erörterungen über das einzugehen, was sie auf den publizistischen Markt schleudert. Diesmal jedoch müssen wir eine Ausnahme machen, weil es den Staatscredit gilt, dem die Organe der „Staatspartei Ml' ox06li6U0L" wieder einmal etwas am Zeuge zu sticken suchen. Nach ihren Darlegungen soll es nämlich unter dem jetzigen Regime um die Staalsfinanzen erschrecklich schlecht bestellt sein, ja es wild filr diese Behauptung sogar ein ziffermäßiger Beleg beigebracht. „Ende Dezember 1882 — wird da gesagt — betrug die all» gemeine Staatsschuld 2748 Millionen* Gulden, Ende Juni 1883 betrug sie 2773 Millionen Gulden, d. h. die allgemeine Staatsschuld ist in einem halben Jahre um 28.2 Millionen Gulden gestiegen. Die Schulden der Reichsraths'Länder betrugen Ende Dezember 1882: 482.8 Millionen Gulden, Ende Juni 1883 hingegen 500,1 Millionen Gulden, d. h. die Schulden der Reichsralhi-Üänder sind im verflossenen halben Jahre um 17,3 Millionen Gulden gestiegen. Mithin ergibt sich eine Gesammtzunahme der Staatsschulden um 45,5 Millionen Gulden innerhalb eines halben Jahres." An einer Stelle bemerkt der oppositionelle Artikel, «dass Zahlen nicht nur sprechen, sondern auch täuschen können". Es scheint, als hätte er mit den eben angeführten Zahlen auch sofort den Beweis der Rich« tigkeit dieses Satzes antreten wollen, und derselbe ist ihm in der That vollkommen gelungen. Die Sache verhält sich thatsächlich wie folgt: Die allgemeine Staatsschuld, auf ein 5°/<>iges Capital umgerechnet, betrug El'de Dezember 1882: 2744827 196 ft. 24 kr.. Ende Juni 1883: 2773089 378 fl. 30'/, kr., ist daher in dem betreffenden Halbjahre ziffermähig um 28262182 fl. 6'/« kr. angewachsen. Es ist jedoch unrichtig, aus diesen Zahlen den Schluss ziehen zu wollen, dass das frauliche Striken des Standes der allgemeinen Staatsschuld dem Staate eine desiniliue Mehrlast im Capitalsbetrage von 28,2 Millionen auf. erlegt habe. Um zu einem richtigen Verständnisse der obigen Ziffern zu gelangen, ist zu berücksichtigen, dass in dem Stande der allgemeinen Staatsschuld stets auch der jeweilige Stand der Partial-Hypothekar-Nnweisungen inbegriffen ist, einer Kategorie der schwebenden Schuld, deren Bewegung — in Wechselbeziehung mit dem Umlaufe der Staatsnoten — formell durch das Gesetz vom 24. Dezember 1867 § 5, materiell durch die jeweilige Situation des Geldmarktes bestimmt wird und * Offenbar ein Druckfehler, soll heißen 2744. sich der directen Einflussnahme der Regierung entzieht. Nimmt man nun in Betracht, dass der Stand der ParM-Hypothetar-Anweisungen Ende Dezember 1882 60505342 fl. 50 kr. und Ende Juni 1883 78 851642 Gulden 50 kr. betrug, daher in dem fraglichen Halbjahre — und zwar infolge der damaligen Zinssußver-Hältnisse — um 18 346 300 ft. gestiegen ist (wogegen der Stand der gemeinsamen schwebenden Schuld in gleichem Maße abgenommen hat), so reduciert sich die Ziffer der Vermehrung der allgemeinen Staatsschuld (ohne Partial Hypothekar-Anweisungen) auf kaum zehn Millionen Gulden. Wird ferner berücksichtigt, dass gemäß Artikel 5 des Finanzgesrtzes vom 16. April 1883 für die im Laufe dieses Jahres zur Rückzah. lung fällig werdenden Capitalien der allgemeinen Staatsfchuld Obligationen der allgemeinen Notenrente im Betrage von nahezu 15 Millionen Gulden und Obligationen der Silberrente im Betrage von rund 600 000 ft. ausgefertigt wurden, welche Rentenbeträge aber ihrer Natur nach nicht eine neue Schuld, fondern nur die Umwandlung alter Schulden bedeuten, berück« sichtigt man überdies, dass jene Rentenbelräge bisher gar nicht zur Begebung gekommen sind, sondern in den Staatscassen aufgehoben werden, wogegen der beiweitem größere Theil der in diesem Jahre zur Rückzahlung fälligen Capitalsbeträge aus den vorhandenen Cassebeständen bereits gedeckt worden ist, so zeigt sich, dass — von dem ftuctuierenden Elemente der Partial« Hypothekar-Anweisungen abgesehen — die allgemeine Staatsschuld zu Ende Juni 1883 thatsächlich sogar eine geringere Belastung des Staatshaushaltes reprä« sentierte, als zu Ende Dezember 1882. Was den Schuldenftand der im Reichsrathe ver< tretenen Königreiche und Länder anbelangt, so ist es allerdings richtig, dass zur Bedeckung des Abganges des laufenden Jahres in Gemäßheit des Finanzgesetzel vom 16. April 1883 17,3 Millionen 5proc. Noten« rente im ersten Semester d. I. zur Emission gelangt sind. Man darf aber den Umstand nicht außer Be« tracht lassen, dass in diesem Jahre außer 10 Millionen Gulden zu diversen Investitionszwecken und Unterstützungen der durch Elementarunfälle heimgefuchten Länder mehr als 22 Millionen für Eisenbahnbauten und 6 Millionen für Occupationsauslagen zur Verwendung gelangen. Das sind die Thatsachen. Sie lassen an Klarheit und Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Unkenntnis dieser Verhältnisse und Umstände können wir den Inspiratoren der eingangs erwähnten oppositionellen Artikel gewiss nicht vorwerfen. Es bleibt also nur der Beweis übrig, dass Feuilleton. Hart am Rande. Noman aus dem Thüringischen von F. Klinck. (19. Fortsetzung.) Nttsllk Vermögensverhältnisse seines künftigen Schwie« M 3!^ ^"k" Müller Brand kein Geheimnis, aber Niyt, ^iirde es nicht im Traum eingefallen sein, dass ^ .'eine Else um ihres Geldes willen begehren könnte, ^fr? ^ ^lik2 Tages um ein ganz armes Mädchen Plan' ^halv sollte nicht auch einmal ein armer bet ^ um ein reiches Mädchen freien, ohne dafs dabei Nillsg?^oftunkt überhaupt in Betracht gezogen werden Ez Weihnachten gieng vorüber, ein seliges Christfest, ^lltt s '" b" Herrenmühle gefeiert worden, und den, a )'bik nicht, dass ihm der Weihnachtsbaum in ^chtet^ ^^ des Schlosses jemals so hell ge-^illbl "^ der in dem traulichen Wohnzimmer der Hynn ^lse hatte sich glückselig an den geliebten ^iliu° ^'chmiegt, von dem sie eines Tages so böse gedacht. Noch ^ War seltsam, dass der verhängnisvolle Brief 'dich/"""" eine gewisse Rolle in ihren Gedanken ^"ler^ahr war für Kurt von Esslingen ein höchst ^ftvtb^^' ?""s Plötzlich wurde ihm eine bedeutende '" be« < sündigt, welche der verstorbene Baron erst >ni! ^«letzten Jahren aufgenommen hatte, und zwar °»e gt'^l" dreimonatlichen Fälligkeitstermin. Ob er Utde b°l5"""ne in verhältnismäßig fo kurzer Zeit ^ ^Haffen können, war mindestens problematisch, und die ganze Geschichte hatte unzweifelhaft für ihn ein Heer von Unannehmlichkeiten im Gefolge. W^nn er dem Müller, feinem künftigen Schwiegervater, davon sagte, so konnte die Sache mit leichter Mühe arrangiert werden, aber nicht einmal der Gedanke daran kam Kurt von Esslingen. Mit Noth und Mühe gelang es dem Baron, die Summe zusammenzubringen. Einen Moment hatte er in seiner großen Unruhe daran gedacht, ob die Hoch. zeit nicht beschleunigt werden könnte, aber er verwarf den Gedanken wieder — es dünkte ihn schmachvoll, Else's Namen nur mit dem Gedanken an Geld zusammenzubringen. Ein Wucherer hatte ihm das Geld geschafft, nur auf vierzehn Tage; aber Kurt zog diese Art und Weise dennoch vor, als seinen Schwiegervater uoi, dem wahren Stand der Verhältnisse in Kenntnis zu setzen. Anfangs April war die Hochzeit, und die klein? Dorfkirche prunkte in festlichem Schmuck. Aber auch der Himmel hatte ein Festtagslleid angelegt. Die Erde prangte im ersten Fnihlingsgrün und die Sonne küsste den Brautkranz uud tanzte auf Else's Scheitel. Ein schöneres Paar stand wohl noch nie vor dem Altar dieser kleinen Kirche, denn von der Schlossherrschaft war hier zuvor noch keiner getraut worden. Kuct von Esslingen war der erste. Else war wie eine Fürstin gekleidet, in lang-schleppendem Brautgewande von weißem Atlas, die Myrte im dunklen Haar, welches ein kostbarer Spitzenschleier verdeckte; an Hals und Armen sah man gelb-liche Perlenschnur« von großem Wert, den Familien-schmuck der Esslingen. Die Kirche war gedrängt voll von Menschen, alle im Sonntagsgewande. Nach der Trauung trat das junge Paar sofort seine Hochzeitsreise an, während Müller Brand in der Herrenmühle noch eine große Festlichkeit arrangiert hatte, an welcher jeder theil« nehmen konnte, wer wollte. Bereits vierzehn Tage nach der Hochzeit kehrte Kurt mit seiner jungen Frau nach der Rotenburg zurück. Else hätte noch gar gern ein Stück von der großen, schönen Welt mehr sehen mögen, aber der Baron legte eine furchtbare Unruhe und eine große Sehnsucht, heimzukehren, an den Tag. So hatte die junge Frau sich willig den Wünschen des geliebten Mannes gefügt, und bereits in den ersten Tages des Monate« Mai hielt das junge Paar auf der Rotenburg seinen Einzug. Die Welt ringsumher stand in üppigster Blüten. Pracht und das alte Schloss lag da, wie von einem Rosengarten umrahmt. Es war ein Mai, paradlestsch schön für zwei Liebende, die die Hand des Priesters verbunden fürs Leben. Else mochte etwas fühlen von der Seligkeit, die in dem Zauber emer solchen Um« Uebung lag. und dennoch — wie Schatten huschte e« vor ihr über den Wea, als sie den Fuß m d,e Roten, bürg sehte. Sie schalt sich selbst im stillen thöricht und furchtsam. Alles war Leben, Liebe und Seligkeit, was sollte imstande sein können, ihr Glück zu trüben, das ihrer an der Seite des geliebten Mannes wartete? Armes, vertrauendes, gläubiges Frauenherz! Die düsteren Schatten sollten bald Gestalt gewinnen und den Engel des Friedens und des Glückes bald. ach, gar so bald von der Stätte dieses neuen Heims vertreiben. (Fortsetzung solgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 253 2164 5. November 1883. es ihnen allerdings gelungen ist, mit Ziffern zu „täuschen". Glücklicherweise gelingt ihnen dies nur bei den ihnen blind ergebenen Provinzblättern und nicht auch auf dem europäischen Geldmarkte. Die „patriotische Absicht", welche solchem Spiele mit Zahlen zugrunde liegt, bleibt indessen immerhin bemerkenswert. Postsparkassen. Vom 6. November d. I. angefangen wird bei den österreichischen Postsparcassen ein neues Verfahren eingeführt, welches den Einlegern außerordentliche Vortheile bietet und einen seit Jahren vergeblich geäußerten Wunsch unserer Geschäftswelt in Erfüllung bringt. Es ist dies der schon vielfach ventilierte An« Weisungsverkehr in Form der Checks, wrl-chen das Postsparcassenamt in die Hand genommen hat und in wenigen Tagen, und zwar am 6. November, eröffnen wird. Die diesbezügliche Verordnung bestimmt, dass diejenigen Einleger der Postsvarcassen, welche ein den Betrag von 100 st. übersteigendes Guthaben in der Postsparkasse erliegen haben, auf ihr Verlangen ein Anweisungsbüchel mit 50 Stück Blanketten für Checks übermittelt erhalten. Diese Blankette sind durch Einsehung des an-zuweisenden Betrages in Ziffern und Buchstaben sowie des Datums und der Unterschrift auszufüllen. Eine interessante Neuerung an diesen Blanketten ist, dass dieselben mit vier Zifferreihen (Einer, Zehner, Hunderter, Tausender), jede Reihe die Ziffern 1 bis 9 enthaltend, versehen sind. Durch Abschneiden jener Ziffern der einzelnen Reihen, welche höher sind, als die zur Darstellung des anzuweisenden Betrages nothwendige Ziffer der einzelnen Reihe, ist eine Fälschung des angewiesenen Betrages auf dem Blankette ganz unmöglich gemacht. Der hiemit vom k. k. Postsparcassenamte eingeführte neue Anweisungsverkehr wird in unserer Geschäftswelt gewiss die lebhafteste Beachtung und Betheiligung finden, denn er ermöglicht es dem Einleger, ohne Kosten und doch mit Sicherheit, Raschheit und Bequemlichkeit Geldbeträge aus seinem Guthaben nach allen Richtungen zur Zahlung anweisen zu können. Hat z. B. ein Einleger eine Zahlung in Wien zu leisten, so füllt er das Nlanlett des Check-Büchels aus, lässt den angewiesenen Betrag beim nächsten Postamte in seinem Einlagebüchel abschreiben — wobei seine persönliche Gegenwart nicht erforderlich ist — und übergibt oder übersendet den Check derjenigen Person oder Firma, an welche er die Zahlung leisten will. Diese nun kann den angewiesenen Betrag beim k. k. Postsparcassenamte selbst beheben oder sie kann den Check als Zahlung an dritte Personen weiter begeben. Wer diesen Check innerhalb 14 Tagen beim Postsparcassenamte abgibt, erhält den angewiesenen Betrag sofort bei Sicht, denn der Check ist an den Inhaber zahlbar. Will aber der Aussteller des Checks, dass die Zahlung nicht in Wien, sondern bei irgend einem Postamle erfolgen soll, so setzt er auf die Rückseite desselben seine Unterschrift und die Adresse derjenigen Person oder Firma, an welche, sowie den Namen jenes Postamtes, bei welchem die Zahlung geleistet werden soll, und sendet den so ausgefüllten Check portofrei und recommandiert an das Post» sparcassenamt, welches den Betrag sofort bei dem betreffenden Postamte zur Zahlung anweist. Will ein Einleger vermeiden, jeden mit Check angewiesenen Betrag beim nächsten Postamte in seinem Einlagebüchel abschreiben zu lassen, so ist ihm auch dazu Gelegenheit geboten, und zwar in folgender Form: Er braucht nur sein Einlagebüchel gegen Depotschein beim Post-sparcassenamte zu deponieren, welches dann die Abschreibung des angewiesenen Betrages im Einlagebüchel jedesmal selbst besorgt. Auf Grund dieses Depotscheines können Nachlagen auf dns deponierte Einlagebüchel bei jedem Postamte bewerkstelligt werden. Wer sein Einlagebüchel deponiert, erhält über Verlangen auch mehrere Depotscheine, so dass Nachlagen auf ein und dasselbe Vüchel an verschiedenen Orten und durch verschiedene Personen zugleich ge-macht werden können. Das Postsparcassenamt sendet selbstverständlich über jede erfolgte Nachlage die bekannte, allerdings manchmal angefeindete. in diesem Falle aber doppelt nützliche Empfangsbestätigung des Amtes an die vom Einleger angegebene Adresse, also z. B. an eme Wiener Firma, die einen oder mehrere Reisende m der Pro-vinz Gelder eincassieren lässt. . Jeder dieser Reisenden erhalt einen Depotschein, auf Grund defsen er die einkassierten Gelder beun nächsten Postamte sofort einlegen kann. Diefes Checkverfahren ist ein sehr einfaches, ge-wifs jedermann, auch dem Privaten vollkommen verständliches und zugängliches. Es ist ein ganz außerordentlicher Fortschritt im Zahlungsverkehr und wird seine Rückwirkung auf die Geldbewegung des Staates und dez Ve5chäst2iebenL der Bevölkerung nicht verfehlen. «nr jene lleinen Sparer, welche nicht über größere Beträge zu verfügen in der Lage sind und ihre Einlagen in kürzeren Fristen zur Verfügung haben wollen, ist durch ein zweites Verfahren, welches vom Post« sparcassenamte am 16. November l. I. vorläufig bei circa 1400 Sammelstellen eingeführt wird, Vorsorge getroffen. Es ist dies das Verfahren der „Rückzahlungen in kurzem Wege". Durch dasselbe können bei allen hiezu bestimmen circa 1400 Sammelstellen (Zahlstellen), deren Anzahl, wie wir vernehmen, am 1. Dezember d. I. noch bedeutend vermehrt werden soll, gegen bloße Abgabe der Kündigung und der letzten Empfangsbestätigung oder der letzten Guthabensbestätigung und gegen Vorweisung des Einlagebilchels Beträge vorläufig bis 20 st. sofort behoben werden. Die Rückzahlung er-folgt unmittelbar an denjenigen, dessenUnter -schrift im Einlagebüchel aufgenommen worden ist. Die Empfangsbestätigungen für dieses Verfahren sind seit 16. September bereits im Umlaufe und geben die Bestätigung des Guthabens in Buch« staben. Nach jeder erfolgten Rückzahlung auf diesem kurzen Wege erhält der Einleger vom Postsparcassen-Amte postwendend eine Bestätigung über sein verbleibendes Guthaben (Guthabensbestätigung, Drucksorte Nr. 57 a), auf Grund welcher er von neuem eine Rückzahlung in kurzem Wege erlangen kann. Diefes Rückzahlungsverfahren in kurzem Wege wird jedenfalls den Postfparcaffen, trotz der schon so ungemein großen Anzahl von Einlegern, noch weitere neue Einleger zuführen. Zur Lage. Das Journal des Debats wirft in einem Wiener Briefe einen Rückblick auf die abgelaufene Landtagssession in Oesterreich und erörtert, dass die deutsch-liberale Partei in derselben zahlreiche schwere Fehler begangen und empfindliche Niederlagen erlitten habe. Das Blatt bespricht die Haltung der Deutsch-Liberalen der Wahlresormfrage gegenüber und weist darauf hin, dass durch diese Haltung das Vorgehen, welches die Linke seinerzeit im Reichsrathe derselben Frage gegenüber beobachtet habe, in allgemein verständlicher Weise illustriert werde. „Alle diese Manöver — so heißt es weiter — haben zu einer sehr natürlichen Consequenz geführt; sie haben der deutsch-liberalen Partei den letzten Rest jenes Prestige genommen, welches diese noch besessen. Ein tiefes Gefühl der Unzufriedenheit mit ihren Vertretern hat sich der deutschen Bevölkerung bemächtigt, und man ist allgemein überzeugt, dass bei den nächsten Neuwahlen in den Reichsrath die alten und die neuen Wähler von jener Partei, die sie so cavalierement behandelt, strenge Rechenschaft fordern werden." Das Blatt erinnert fodann an die Vorgänge im böhmischen Landtage, an die brüske Zurückweisung, welche die Einladung des Czechen-Clubs zur Bildung einer außerparlamentarischen Commission, welche in beiderseitigem Einvernehmen die in Böhmen streitigen nationalen Fragen prüfen und deren Lösung hätte anstreben sollen, seitens des deutsch-böhmischen Clubs gefunden habe, und macht weiter darauf aufmetksam, dass im mährischen Landtage jene beiden Gesetzentwürfe, welche nach der Absicht ihrer Urheber in den letzten Sitzun« gen der Session zu den stürmischesten Discussionen hätten Anlass geben sollen und deren Berathung unzweifelhaft die nationalen Gegensähe noch verschärft hätte, von der Tagesordnung abgesetzt wurden, ferner dafs im neugewählten Kramer Landtage trotz aller Anstrengungen einzelner extremer Parteimänner und publicistischer Organe Deutsche und Slovene» auf der ganzen Linie einträchtig vorgiengen und ihre Berathungen im besten Einvernehmen zu Ende führten. Das Blatt gelangt fodann zu folgender Conclusion: „Alle diese Niederlagen werden von den Parteiführern lebhaft empfunden. Die Opposition fühlt es, dass ihr der Boden unter den Füßen zu wanken beginnt, und sie sieht, dass sie vergeblich bestrebt ist, gegen das Recht anzukämpfen." Von den Delegationen. Wien, 2.November. Der Bericht des Budgetausfchufses der österreichischen Delegation über den Voranschlag des gemeinsamen Ministeriums des Aeußern sür das Jahr 1884 lautet im wesentlichen: Bei der aus Nnlass der Berathung des Voranschlages des gemeinsamen Ministeriums des Aeußern im Schoße des Ausschusses staltgefundenen Besprechung der allgemeinen politischen Lage hat Se. Excellenz der Herr Minister in bündiger und entschiedener Weise die Versicherung abgegeben, dass die Beziehungen der Monarchie zu allen Staaten, allen ohne Ausnahme, durch-aus freundschaftliche sind. Der Herr Minister hat die ungetrübte Fortdauer und weitere Kräftigung des innigen Verbandes zwischen unserer Monarchie und Deutschland bestätigt und diese erfreuliche Erklärung mit der Versicherung in Verbindung gebracht, dass dieses in eminentem Sinne auf Erhaltung des Friedens gestellte Bündnis nach keiner Richtung eine offensive Spitze bietet. In der Betonung dieser seiner Bedeutung von Seite unserer Regierung und in der Anerkennung und Würdigung eben dieser Bedeutung von Seite der übrigen Cabinette erblickt der Budgetausschuss eine weitere Gewähr für den ferneren Bestand jener voll-kommen befriedigenden freundschaftlichen Beziehungen, welche der Herr Minister rückstchtlich aller Mächte constatieren konnte. Und indem der Herr Minister uN diese Prämissen die Versicherung angeschlossen hat, es erscheine somit die Erhaltung des Friedens für längere Dauer gefichert, gewinnt diese ! Erklärung einen erhöhten Wert, welcher die Bedeu- ! tung von für den Zweck des Augenblicks gesprochenen ^ Worten überragt. Wenn nun in den auf Erhaltung ! des Friedens gerichteten Bestrebungen nicht nur die ! bisherige Thätigkeit des Ministeriums sich spiegelt, son- j dern auch der Zielpunkt derselben für die Zukunft er- ^ kannt werden darf, kann die laiferliche und königliche > gemeinfame Regiernng allerfeits vertrauensvollen Ent< gegenkommens und bereitwilliger Unterstützung sich versichert halten und Kraft fchöpfen in der Ueberzeugung, sich in Uebereinstimmung zu befinden mit den Wiln< schen und Zielen, mit den Bedürfnissen und Interessen aller Kreise der Bevölkerung. Unter dem Schutze des Friedens und der Gunst freundschaftlicher Beziehungen zu den Nachbarstaaten können die Verkehrsverhältnisse der Monarchie nach außen ungestörte Entwicklung nehmen; sie einer solchen zuzuführen, ihnen die Bahnen zu eröffnen und diese von Hindernissen zu befreien, muss darum gerade jetzl Gegenstand angelegentlicher Sorge sein. Hierauf führt der Bericht das Budget des W nisteriums des Aeußern an und votiert unverändelt das Erfordernis wie die Bedeckung mit einigen Rand-bemerlungen. ________ Der Marine.Ausschufs der ungarische" Delegation authenlicierte in einer heute mittags stalt^ gehabten Sitzung den vom Referenten Albert Ver/ zeviczy vorgelegten Bericht Über das Erfordern«» der Kriegsmarine. Der Bericht gelangt in der morgen stattfindenden Plenarsitzung zur Unterbreitung. Ül" 12 Uhr trat der Ausschuss für Aeußeres z^ Aulhenticierung des vom Referenten vorgelegten A^ richtes zusammen. Ueber den Aufstand in Port.au»Prince, der Hauptstadt der Neger- und Mulatten - Republik Hayti, liegt in Londoner Zeitungen ein vom MeN Oktober datierter Brief vor, dem wir Folgendes enl/ nehmen: „Die Ursache desselben war ein Versuch st>' tens der Behörden, einige junge Männer zu verhaften» welche als Gegner der Partei des Präsidenten SaA mon bekannt waren. Die Insurgenten griffen zunäch!' das Haus des Generals des Districtes an und schösse"! letzteren todt, nachdem seine Leibwache in die Flucl? > geschlagen worden. Sämmtliche Truppen zogen st^ alsdann auf den außerhalb der Stadt gelegenen Pala! des Präsidenten zurück. Die Aufständischen zogen n" dem Rufe „Es lebe die Revolution!" durch d> Straßen und feuerten auf alle, die sie für ihre Geglw ^ hielten. Gegen 3 Uhr nachmittags hatte Präside"', Salomon seine Truppen um seinen Palast herum co" , centriert und begann allmählich die Herrschaft M , die Stadt wieder zu erlangen. Binnen drei Stm'de" waren die Insurgenten zersprengt und snchten ^ Zuflucht aus den verschiedenen Consulaten. Um dm z Zeit lief das britifche Kriegsschiff „Fantome" in d" t Rhede ein. Ehe es Anker warf. steckten die Regierung' ! truppen die Stadt in verschiedenen Theilen in Bral' und begannen zu plündern. Mehrere Häuser in ^ -Nähe des britischen Consulates standen in Aal? i men, und der Consul war genöthigt, sein Archiv ', dem feuerfesten Erdgeschoß in Sicherheit zu bringe"' auch wurden 34 britische Seeleute und Seesoldatt' unter der Führung dreier Osficiere ans Gestade ^ sendet. Beinahe 100 Frauen und Kinder, einige "^ runter verwundet, hatten ein Asyl im Consulate s sucht. Am nächsten Morgen, als das Brennen, ^ ^ den und Plündern fortgesetzt wurde und keine h^ farbige Perfon ihres Lebens sicher war, command«^. der Befehlshaber des ..Fantome" einen Lieu"V und 12 Blaujacken zur Bewachung der Privatwohll^ des Consuls. Der aus dem Abschaum der BevölkeN"-, zusammengesetzte Pöbel und die Regierungstrup^ bedienten sich eines Feldgeschütze« zur Aufspreng" z der Thüren der Warenspeicher. Sie überluden ., Geschütz, worauf es barst, wodurch eine Menge ^j getödtet wurden. Die Warenspeicher wurden dann ., Kerosin besprengt und angezündet. Als am 23. ^, mittags die Regierung keinen Versuch machte, die i^, nung wiederherzustellen, ließen die Consuln dem -p ^ sidenten Salomon sagen, dass, falls der Emeute ^,, Einbruch der Nacht kein Ziel geseht werde, die Strap, durch die Galling-Kanonen der Kriegsschiffe aesa^g, und sein Palast bombardiert werden würde. Der ^, sidcnt ergriff daraufhin Maßregeln zur WiederY"'^ lung der Ordnung, und die Stadt wurde bald »v ruhig." __________ ^^..........„....._......, _..............^......_.^l Laibacher Zeitung Nr. 253 2165 5. November 1883. Tagesneuigkeiten. — (Hofnachricht.) Aus Wien. 2, November, wird gemeldet: Ihre l. und l. Hoheiten der durchlauch« We Kronprinz Erzherzog Rudolph und die durchlauchtigste Kronprinzessin Erzherzogin Stephanie tref« >kn, einem Berliner Telegramme zufolge, nächsten Sonnig zu mehrtägigem Aufenthalte in Berlin ein. Dienstag Nndet zu Ehren des durchlauchtigsten Kronprinzen Ru-bolph eine Parforce-Iagd im Grunewald statt. Se. k. und l» Hoheit wird voraussichtlich auch am 8. und 9. d. M. "N der Hofjagd in der sogenannten Schorfhaide theil-^ehmen, zu welcher, nach einer Meldung der „Kölnischen Peilung", auch Se. laiserl. Hoheit der Großfürst Wla-dinlir von Russland eintreffen soll. — (Delegations-Diner.) Letzten Mittwoch. °en 31. Oktober, hat im Palais des Ministeriums des "eußern das erste Delegations-Diner stattgefunden, an welchem außer dem Hausherrn Minister Grafen Käl-lloly nachstehende Persönlichkeiten theilgenommen haben: Mz.Kriegsminister Graf Bylandt-Rheidt. der Ministerpräsident Graf Taaffe. ungarischer Finanz-"ünister Graf Szäpäry. Präsident des obersten Nech. nungshofes von Toth. ferner aus der ungarischen De-Kation die Herren Delegierten Ludwig von Tisza, Pa-Aarch Angyelics, Baron Misle. Graf Nikolaus und Aela Banffy. Alex. HegedÜS. Baron Wodianer. Stefan ^akovszly, v. Prileszky, Josef v. Szlavy. Graf Anton herzen, Graf Nemes, Graf Heinrich Zichy, Baron ^2th. Baron Banhidy. Ferdinand Eber, Moriz Wahr« Mann. Szerb und Bohus; aus der österreichischen De-Mation: Fürst Czartoryski. Graf Hohenwart. Baron vlppoliti. v. Chlumecly. Graf Thun, Graf Dubsky. meiherr v. Engerth, Professor Sueß und Dr. Mattus. Meßlich die außerordentlichen Gesandten Baron Pafetti "Nd Baron Teschenberg. . — (Graf Franz Nadasdy -f-.) Am 1. b. M. '»» in Wien der ehemalige Iustizminister und sieben-"urgische Hofkanzler Graf Franz Nadasdy-Fogaras Worden. Graf Nadasdy. geboren 1. April 1801. war ^n Sohn des Grafen Michael NadaSdy, der bis 1848 Staats, und Conferenzminister war. Er trat schon ^iihzeitig in den Staatsdienst, wurde zuerst bei der königlichen Curie, dann bei der Septemviraltafel und in der Comitatsadministration, noch später in der ungarischen Statthalterei verwendet. Hierauf zum Ober-»tspan des Wieselburger Comitates und bald nachher Ulm Hofrath bei der ungarischen Hofkanzlel ernannt, wurde er 1838 zum Präsidenten des siebenbürgischen ^hesauriats erhoben. Diesen Posten bekleidete er bis ^47, in welchem Jahre er durch den Grafen Miko erseht wurde. 1848 resignierte er auch auf seine Ober« ^sftanswürde. 1851 wurde er aber von Sr. Majestät ?t der Einführung einer ordentlichen Gerichtspflege in ^'ebenbürgen betraut. Später wurde er Oberlandes« Uerichts.Priifident in Ungarn, stand dann eine Zeit lang ?^ der Spitze des Obersten Urbarialgerichtshofes und hernahm am 18. Mai 1857 das Portefeuille der Justiz. ," seinem Rücktritte aus dem Ministerium (20, Oktober ^60) wurde ihm daS Grohkreuz des Leoftold.Ordens fliehen. Gleichzeitig erfolgte seine Ernennung zum ^'"Präsidenten des verstärkten Reichs-^.t h e s. Am 4. Februar 1861 wurde er Präsident s l'tr Körperschaft, hatte aber nicht Gelegenheit, als ^cher wirklich thätig zu sein. denn schon am 26. Fe< sMr desselben Jahres trat der aus zwei Häusern be« "hende Reichsrath an die Stelle de« verstärkten Reichs« ^Hez und Graf Nadasdy wurde infolge dessen in "'sftonibilität verseht. Am 7. November 1861 trat er ^ siebenbürgischer Hoskanzler mit Ministerrang wieder ^ "ctivität. Er blieb in dieser Stellung bis zum 26sten Uni 1865, an welchem Tage er zugleich mit dem un-Elchen Hofkanzler Grafen Iichy aus dem Ministerium I8«b. I« der Iwlscheuzeit wurde er am 4. Oktober h "3 als lebenslängliches Mitglied in das Herrenhaus laufen. Er war überdies Mitglied der ungarischen U "2Uatentafel. feit 1824 Kämmerer, seit 1842 Geheimer H' seit 1865 Ritter des Goldenen Vließes. ,H —- (Ueber die Explosionen in London) g"lbt man unter dem 31. Oktober: Eine Reihe pl i^Ntnisvoller «nd alarmierender Cx-^ ?i^°nen ereignete sich gestern abends kurz nach A<ü auf der unterirdifchen Gürtelbahn ttsj ^l>litllii Vi8tt'iet Iill.i1vv^). Der Schauplatz der tzh ^ Explosion war ein Punkt zwifchen den Stationen tzA'ng Croß und Westminster Bridge. Die Gewalt der die ^°" war so groß. dass in beiden diesen Stationen, lernt .^ el" halbe englische Meile von einander ent-Uyh ^'egen. viele Fensterscheiben zerschmettert wurden ytoh'k Perronlampen erlöschten, wodurch die an sich b'Ht 5""lelheit in diesen unterirdischen Stationen in Per/ "l"sternis verwandelt wurde. Mehrere auf den herald? wartende Passagiere wurden von ihren Sitzen lichtA'^udert. I" dem Augenblicke, als die fürchter-bouie ^°"^°" ^°^" wurde, passierte ein von Mansion-ftelle '3.^^"" kommender Personenzug die Explosions« ^eich. .^ Gaslampen in den Waggons erlöschten fast Hani, H ""b unter den Passagieren entstand eine . wol,_ "«r Tunnel füllte sich mit schwarzen Staub-. wodurch die Verwirrung vergrößert wurde. Anfänglich glaubte man. dafs eine Gasexplosion statt« gefunden habe, aber da die Lampen fofort wieder angezündet werden konnten, wurde es augenscheinlich, dass der Explosion eine andere Ursache zugrunde liegen müsse. Nahnbeamte begannen, unterstützt von Polizisten, eine genaue Prüfung des Schienenstranges, welche ergab, dass die Schienen keine Beschädigung erlitten, dass aber die Telegraphendrähte zertrümmert worden, infolge dessen der Verkehr auf der ganzen Bahn eingestellt werden musste. Man vermuthet, dass irgend ein sofort entzündbarer Sprengstoff durch einen dcr auf dem Themfequai angebrachten Ventilatoren auf das Geleise geworfen wurde. Hätte der erwähnte Personenzug die Explosion verursacht, so Wäre eine entsetzliche Katastrophe entstanden, da der Zug mit Personen, welche sich nach der Fischerei.Ausstellung in South-Kensington begeben wollten, stark gefüllt war. Erst gegen 10 Uhr konnte der Passagier-verkehr wieder ausgenommen werden. Detectives untersuchten sorgfältig die mit der Explosion verknüpften Umstände, aber bis zur Stunde ist die Affaire in tiefes Dunkel gehüllt. Während die Untersuchung im Gange war, ereig« nete sich eine zweite ähnliche Explosion, etwa 50 Meter von der Praedstreet Station im hauptstädti-schen Bezirk Paddington. und zwar in demselben Augen» blicke, als ein nach der Edgware Road Station bestimmter Zug die ersterwähnte Station verließ. Die De. tonation war schrecklich und die Wirkung derselben aus den Zug sehr ernst. Sechs Waggons wurden arg beschädigt und die darin befindlichen Passagiere, etwa 30 bis 40 an der Zahl. trugen durch Holz. und Glassplitter mehr oder minder schwere Verletzungen davon. Glücklicherweise widerstand das Dach des Tunnels den Wirlungen der Explosion. Der Schienenstrang blieb unversehrt. In den in unmittelbarer Nachbarschaft der Station gelegenen Häusern machte sich die Explosion wie eine Erderschütterung fühlbar. Unweit deS Schauplatzes der Explosion sind angeblich Patronenhülsen aufgefunden worden, die. wenn sie mit Dynamit gefüllt gewesen, die Explosion leicht verursacht haben konnten. Ob man es hier wieder mit einem verruchten Anschlage der fenischen Dynamitbande zu thun hat, wird die weitere Untersuchung wohl feststellen. Bis jetzt hat es ganz den Anschein, alS ob eine verwegene und abscheuliche Ausschreitung gegen Person und Eigenthum verübt worden, und die meisten Morgenblälter geben dieser Vermuthung Ausdruck. Der angerichtete Eigenthumsschaden ist glücklicherweise geringfügig, und ein Verlust von Menschenleben ist ebenfalls nicht zu beklagen, allein im Hinblick darauf, dass in den Tunnels der unterirdischen Gürtelbahn stets vollbesetzte Züge hin« und herfahren, wäre eine entsetzliche Kata^ strophe nicht ausgeblieben, wenn die Dynamitpatronen sich unter der Wucht eines Zuges entladen hätten. Locales. Eine Dampf-Tramway Trieft-Wippach und Trieft-Cervignano. In den letzten Tagen waren in Trieft die Pläne und Kostenvoranschläge des vom Director der dortigen Tramway.Gesellschaft, Herrn Ingenieur L. PH. Schmidt, ausgearbeiteten Dampf-Tramway-Projectes zur öffentlichen Besichtigung ausgestellt, und ernteten dieselben allgemeinen Beifall, gleichwie man allgemein erkannte, dass das in Rede stehende Dampf-Tramway-Netz, wie es hier projectiert erscheint, sich von hervorragender volkswirtschaftlicher Bedeutung für die ganze Gegend gestalten wird. Die Trace soll nach den Plänen wie folgt geführt werden: Von der Statlonsanlage in der breiten Via del Torrente nächst der Casa Chiozza zur Piazza della Caserma in die neue Opcinastraße und längs der Thal-feite derselben nach Opilina. Vom Kasernplatze aus wird eine Abzweigung Wahrscheinlich durch die Via Geppa nach dem neuen Hafen, zur Riva und zum Südbahnhofe führen. Vom Obelisken in Opcina läuft die Bahn einerseits auf der Wiener Straße weiter nach Fernetich bis Sessana, andererseits auf der italienischen Straße nach Prosecco. Von der Ortschaft Prosecco aus verfolgt die Linie die Neichsstraße nach Santa Croce bis Nabresina; von hier aus nach Duino, San Giovanni, längs der Thermen von Monfalcone über Ronchi, Redipuglia, Fo< gliano nach Sagrado. Von Sagrado aus fährt die Bahn mit Benützung der Isonzobrücke zur Stadt Gradiska und längs der Spianata del Torrione gegenüber der Via Monte di Pietü. gegen Farra. Mainizza. Lucinigo und Podgora nach Görz. In Görz geht die Trace über die Isonzobrücke bei Podgora nach der Via del Ponte und Via Santa Chiara gegen das Centrum der Stadt in die Via del Giardino und längs des breiten Corso Francesco Giuseppe gegen die Straße von St. Peter. In Görz soll längs des erwähnten Corso bis zum Südbahnhofe Görz eine kurze Iweiglinie errichtet werden. Vom Hauptplatze in St. Peter führt die Trace nach Vucidraga. nach Prebacina. Dornberg. Roiz. Ba-tulja. Selo, Nebel, Cesta nach Haidenschaft.Sturje und endlich an den vorläufigen Endpunkt dieser Linie, nach Wippach. Von dieser Hauptlinie zweigt sich in Noncht eine Nebenlinie nach Cervignano ab, welche Papariano, Villa Vicentina nnd Scodovacca berührt. Die Gesammtlänge der Bahn beträgt von Trieft längs der Hauptlinie bis Görz......Kilom. 63,2000 Auf den Zweiglinien: Opkina-Sessana....... „ 7.2500 Ronchi-Cervignano...... „ 15.0200 Görz.Wippach...... „ 33.7465 Daher zusammen Kilom. 119.2165 Die Bahn, mit einer Spurweite von einem Meter, ist eingeleisig projectiert, und befinden sich an derselben an 21 Stationen Ausweichgeleise von je 100 Meter; mit den circa 0000 Meter Länge an einfachen Geleisen für Manipulationsgeleise wird die ganze Bahnanlage also eine Länge von 128.3 Kilometer haben. Was den Kostenvoranschlag anbelangt, so weifen die ausgestellte» Tabellen denselben mit Drei Millionen Gulden oder mit 25000 si. per Kilometer Bahn-länge aus. Was nun die Rentabilität anbelangt, so basiert sich dieselbe auf folgende Ziffern: Personenverkehr 1 262300Passagiere mit22 041500 Personen-Kilometer zum Durchschnittspreise von 2.1 Kreuzer per Kilometer 462 871 fl., Güterverkehr 2 850135 Tonnen'Kilometer mit einer Einnahme von 226 290 fl., daher Totaleinnahme 689 161 si. Für die zehnprocentige Verzinsung des Nctien« capitales sind 300000 fl., für die Bedeckung der Be-triebskosten 261 632 st. fträliminiert, es verbliebe mithin noch ein Ueberschuss gegen die präliminierten Einnah« men mit 127529 fl., wobei noch bemerkt werden muss, dass die Einnahmeziffern sehr niedrig gestellt worden sind. Aus diesen wenigen allgemeinen Daten, welchen wir vielleicht demnächst noch ausführlichere anschließen werden, ist allein schon z« entnehmen, dass die Schaffung des in Rede stehenden Dampftramway-Netzes nicht nur in volkswirtschaftlicher Beziehung, sondern auch für die eventuellen Actionäre reiche Früchte wird tragen. — (Philharmonische Gesellschaft.) In der Concert-Saison 1883/84 gelangen folgende größere musitalische Werke zur Aufführung: Ouvertüren für Orchester: Mendelssohn-Narlholoy: Zur „Fingals-höhle"; Rich. Wagner: Vorspiel zu den „Meistersingern"; Nob, Volkmann: Fest-Ouverture. — Symphonien: L. v, Beethoven: Pastoral-Symphonie; Fel. Mendelssohn: Symphonie ^,-äur. — Concerte mit Orchesterbegleitung: A. Molique: Concert für das Violon-cello; Moriz Moszlowski: Concert für die Violine; L. v. Beethoven: Concert für das Pianoforte. Ng-clur. — Von kleinen O rchester-Piöcen: I. Massenet: 3o6US8 Mwr68hu<33, Suite für Orchester; Rich. Wagner: Siegfried-Idyll. — Für Streich. Orchester: Adalbert Hrimaly: Serenade (Manuscript); Rich. Heuberger: Nachtmusik. — Für Chor. Soli und Orchester: N. Gade: Erlkönigs Tochter. Ballade; Ferd. Hiller: «Die Zerstörung Jerusalems", großes Oratorium. — Außerdem Salonstücke für Clavier. Violine. Gesang «. — Das erste Concert findet Sonntag, den 11. November b. I., im landschaftlichen Redoutensaale statt. — Anmeldungen zum Beitritte in der Handlung des Herrn Carl Ka-ringer (Rathhausplah). Einalige Aufnahmsgebür für Neueintretende 2 fl, Jahresbeitrag für eine Familie zu drei Personen 10 fl. (für jedes weitere Familienglied 1 fl.). Jahresbeitrag für Einzelne b fl. Auswärtige Mitglieder und die Herren Officiere der Garnison zahlen die Hälfte obiger Gebüren. — (Gemeindewahl.) Beider am 21. Oktober erfolgten Neuwahl des GemeindevorstandeS von Ahling, Bezirk Nadmannsdorf. wurden Anton Treun, Handelsmann von Sava. zum Gemeindevorsteher, Josef Klinar von Aßling und Paul Nazinger von Alpen aber zu Gemeinderäthen der Ortsgemeinde Ahling gewählt. — (Aus den Nachbarländern.) Die Kla-genfurter Zeitung" schreibt, indem sie von der Aus« schmückung der Gräber im neuen Friedhofe in Klagenfurt berichtet: An der nördlichen Mauer dieses Fried-Hofes liegt ein Grab. von einem Eifengitter umfangen. Die Schrift am Grabsteine hat der Regen hinweg-gewaschen, und schwer ist selbe zu lesen. Auf diesem Grabe brannte kein Kerzlein, nur ein schlichter Fichtenkranz lag auf demselben, bar jeder Blume, ledig jede» weiteren Schmuckes. Und fragst du, Leser, wer ,m Grabe modert, so wird man dir antworten: Da llegt der be-rühmte kärntnerische Landschaftsmaler Markus Pern- — (Landschaftliches Theater.) Die fchon fo oft gegebene komische Operette: Donna Iua-nita bewahrt noch immer ihre alte Anz,ehungskraft und lockte auch gestern wieder ein zahlreiches Publicum ins Theater. Die Vorstellung gieng frisch und flott von-statten; die Mitwirkenden, insbesondere die Träger der Hauptpartien, waren bestens bei Laune und nimmer müde. die abgebrauchten Späße durch neue zu ersetzen, waS seitens der Zuhörer durch reichlichen Beifall be-lohnt wurde. Die Fräulein Palme (Petrita) und Hermann (Dusaure) sowie Frau Podhorsky-Keller (Olympia) - welch' letztere jür ihre famos Laibacher Zeitnng Nr. 253_______ 216« 5. November 1883. ausgeführte Tanzscene extra ausgezeichnet wurde, — dann die Herren: Nomani (Alcade), Ander (Oberst) und Martini (Gaston Dufaure) theilten sich in den. selben; sie boten auch alle recht gute Leistungen, ins« besondere humorvoll führte Herr Nomani seine Partie durch. Am Samstag gab man die urwüchsige Posse: Eine mit Talent, welche ebenfalls sehr gefiel und da3 Haus bestens unterhielt, Frl, Hermann (Julie) und Herr Nomani (Lukag) gaben ihre Rollen sehr lebenswahr, dem Frl. v. Beck (Ida) lag diesmal ihre Nolle etwas ferne, Herr Pauli (Meergras) that in der Carricatur des Baron ein wenig zu viel. Sehr wir° kungsvoll stellte Frl. Gasser die Baronin dar. DaS Finale des zweiten Actes, dessen anheimelnde Musik im Vereine mit der küstlichen, ganz aus dem Wiener Leben gegriffenen Scene einen wahren Beifallssturm hervorrief, gieng besonders exact zusammen. — i— — (Ueberfahren.) In Ergänzung der dies' bezüglichen Notiz in unserer Samstagsnummer erfahren wir von berufener Seite, dass der Unfall durch vor dem Südbahnhofe zufällig scheu gewordene Pferde er« folgt ist und niemandem ein Verschulden zur Last fällt. — (Literatur.") Als Noah aus dem Kasten stieg....., da Pflanzte er bekanntlich den Weinstock süß. Herr Hngo H. Hitschmann, der bekannte Herausgeber der „Wiener landwirtschaftlichen Zeitung", die er im Vereine mit den Herren Dr. Josef Eckert, Adolf Lill und August Wohl zum landwirtschaftlichen Central-organ entwickelt, und der „Oesterreichischen Forst-Zei« tung", die unter Herrn Prof. Ernst Gustav Hempels Redaction fich rasch die Sympathie aller Furstmäuner und Iagdfreunde, der Holzhändler und Holzindustriellen erworben, hat die Herausgabe einer „Allgemeinen Wein-Zeitung" beschlossen. Dieses Blatt, von dem bekannten Oenologen Herrn Prof. Dr. Josef Berfch redigiert, wird eine große, wöchentlich erscheinende illustrierte Zeitschrift für Weinbau und Kellerwirtschaft, ein Journal für Welnconsumenten und ein internationales Wcinhandels-blatt werden und vom Neujahr 1884 an, in einer Probe-nummer aber fchon am 1. Dezember d. I. erfcheinen. * Nlles in dieser Rubrik Angezeigte ist zu beziehen durch die hiesige Buchhandlung Jg. v. ltleinmayr « Fed. Vamberg. Irw Abwehr! Die am 10. Oktober l. I. erschienene 19. Nummer der „Laibachcr Echulzcitung" brachte eine Recension, die meinen, im Jahresberichte der hiesigen l. l. Oberrcalschule veröffentlichten Aufsatz: „Die kramischcn Schulen und die Habsburger, ihre Vc» förderer", eincr gänzlich abfälligen Kritil unterzieht. Na ich das Bestreben des Herrn Recensenten durch die Zeilen recht klar und deutlich lesen konnte, so wollte ich mich zu einer Entgegnung nicht entschließen, allein das wiederholte Drängen meiner Freunde und geehrten Herren Collcgcn bestimmt mich schließlich doch dazu. „Ein kurzer Ueberblick schon belehrt uns", schreibt der Herr Recensent, „dass wir es hier nur mit einem dürftigen Auszüge aus den das Schulwesen betreffenden Stellen in Dimil/ „Geschichte Krams" zu thun haben." Ein hartes Urtheil! Allein noch härter ist der unmittelbar darauf folgende Zusah: „obwohl der Verfasser auch die von Dimitz benutzten Quelleu citiert". Damit beschuldigt mich der Herr Recensent geradezu eines literarischen Diebstahles, indem er behauptet, dass ich die von mir citierten Quellen gar nicht selbst eingesehen habe, son-dern die betreffenden Citate im blinden Vertrauen aus Dimitz dessen „Geschichte Krams" entnommen habe. Um nun den Beweis zu erbringen, wie ganz selbständig und vollkommen unabhängig von Dimitz ich vorgegangen bin, will ich eine Parallele zwischen meinen Citaten und jenen von Dimitz ziehen, und wähle nicht etwa diejenigen aus, die meiner Vertheidigung am dienlichsten wären, sondern in strenger Reihenfolge, wie sie in meinem Aufsatze erscheinen. Das erste Citat bezieht sich auf einen gewissen „5aeodu8 «oliolagtllmg I^idacoiM»", beide, Dimitz und ich, citieren die« selbe Quelle, ich jedoch mit dem Zusätze, dass man etwas Näheres über ihu nicht weiß, welcher Zusatz die Frucht meines vergeblichen Suchens nach eincr weiter» Notiz über diesen Mann ist. ^ Dies jedoch ist wenig entscheidend. Das zweite Citat beschäftigt sich mit dem Steiner Pfarrer „Otto der Stüppl". Dimitz belegt diese Stelle nicht, sondern sagt nur, dass es in einem Auszuge aus dem dortigen Archive so heisle. Ich hingegen citiere: Mittheil, d. hist. Ver. f. Kr., 1864 V. 94. Das dritte Citat beschäftigt sich mit dem Bürgermeister von Mcmmingcu, Uurlhard Zenan. der um 1407 durch sieben Jahre die Ncifnizer Schule besuchte. Dimitz citiert hicfür: Oololo »orlpwr. ier. doio. p. 245, ich hingegen: Mittheilungen 1864 ii. 94. Das vierte Citat hat den Pfarrer von St. Peter, hauaaenrcutler, zum Gegenstände. Dimitz entnahm diese Notiz aus Lichnowsky VIII. rox. 1782 !i. abgedruckt in den Mitthei. lunacn 1854 V 13, ich jedoch: XIun Diplom. Oarn.. Mitthei. lunaen 1855 i>. 24. Wie konnte ich also DimH plündern! Das fünfte Citat beschäftigt sich mit der Lcubacher Schule, die so erfreuliche Fortschritte machte dass nicht mehr genügten und der Stadtrath ,m Jahre 1534 be.m Bischöfe um Einräumung Palms zu Schulzweclen einkam; Dimitz ctticrt hiefur das Domcav.tel'. ärchiv Hier nun hätte ich mir, um dem Herrn Recensenten einen Gefallen zn thun, den Anschein geben können, als ob ich das Domcapitelarchiv selbst eingesehen hatte. Da lch mich icduch in dieser angenehmen Lage nicht befand, so citierte ich Dimitz, 11.302, und that es bei 63 Citaten nur noch zweimal. Um dcu geehrten Leser nicht zu ermüden, will ,ch hier abbrechen, verpflichte mich aber. dem Herrn Recensenten auch für den übrig gebliebenen Theil meiner historischen Sl,zze den Beweis zu liefern, dass ich bei ihrer Abfassung auf vollkommen eigenen Füßen stand. Man sieht aus meiner Beweisführung, wie leichtsinnig, ohne jede Vcrglcichung meines Aussatzes «lit Dimih. der Herr Recensent sein Urtheil, mit dem er mich eines litcrnrischen Dicbstahls beschuldigt, geschöpft hat. «l r.'^^' nenügte ihm jedoch nicht, sondern er wirft mir auch A ^ k^alcit in Bezug auf die Volksschule vor. indem la) mcht einmal dk hauptrpochen der Entwicklung derselben leune. Er schreibt: Kann mau . . . von einem Verständnis sprechen, wenn dem Verfasser, wie es scheint, nicht einmal die Hauptepochen bekannt sind, z. B. die Schulordnung vom 6len Dezember 1774". Aber wenige, nur sechs Zeilen tiefer liest man: „Die Errichtung der Laibacher Normalschule versetzt der Verfasser iu das I. 1774". Welcher Widerspruch! Ich sollte die Schulordnung vom 6. Dezember 1774 nicht kennen und datiere die Errichtung der Laibacher Normalschulc dennoch von diesem Jahre. Hätte man es nicht gedruckt vor sich, man würde es nicht für möglich halten. Dass aber die Laibacher Normalschille sofort eröffnet worden wäre, behauptete ich ja nirgends, denn schon vor der allgemeinen Schulorduung wurde Kumerdej nach Wien berufen, wo er sich nicht nnr an der Gründung der Laibacher Normalschulc bethciligte, sondern sich in Wien vorher noch praktisch ausbilden sollte. Zwischen der Errichtung und Eröffnung einer Schule besteht doch ein Unterschied. Hätte der Herr Recensent statt aller Verdächtigungen es lieber bedauert, dass die Skizze zu kurz gefasst sei, so wäre er meiner lebhaftesten Zustimmung sicher gewesen, denn niemandem war es wegen des mir in sehr beschränktem Maße zugewiesenen Raumes, da außerdem auch eine Abhandlung von Herrn Pro» fessor Ritter von Stauber ins Programm aufgenommen wurde, unangenehmer als mir. noch im letzten Augenblicke an meiner ursprünglich viel weitläufiger angelegten Abhandlung Strei» chungen vornehmen zu muffen. DaS gesammelte Material werde ich vielleicht gelegentlich verwerten, und falls es dem Herrn Recensenten beifallcn sollte, daran seine Kritil zu üben, so empfehle ich ihm eine größere Aufmerksamkeit, sonst könnte ihm etwas Achnliches passieren, wie gegenwärtig, wo er in einer Skizze, die, wie es in den zwei letzten Zeilen ausdrücklich heißt, nur bis zum Jahre 1848 reicht, das Reichs-Voltsschulgesetz vom 14. Mai 1869 vermisst. _______________________________Verljovec. Danksagung. Die gefertigte Vereinsleitung sieht sich angenehm ver-pflichtet, den wohlgeborncn Herren k. k. Stabsarzt Franz Stangl, k. k. Rcgimentsarzt Franz Häuser und dem k. l. Lieutenant Johann Babsel für die, den zur Blessierten» Transportcolonne Nr. 16 sich angemeldeten Vereinsmitgliedcrn als Professoren mit aufopfernder Liebe, freundlichem Entgegen« tommcn und mit besonderem Erfolge ertheilten Unterricht hiemit den tiefgefühlten, ergebensten Dank öffentlich auszusprcchen. Die Leitung des unter dem Allerhöchsten Protectorate Seiner l. und t. Apostolischen Majestät Franz Joseph I. steheuden allgem. lrain. Militär-Veteranenvereines. Laib ach am 2. November 1883. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib.Zeitung." Berlin, 4. November. Das österreichische Krön-Prinzenpaar ist um 9 Uhr 37 Min. abends hier eingetroffen und wurde aus dem Bahnhöfe vom Kaiser und den Prinzen des Königshauses (in österreichischer Uniform mit dem Stefansorden) empfangen und herz. lichst begrüßt. Der Kaiser fuhr mit dem Kronprinzen, Prinz Wilhelm mit der Kronprinzessin zum Schlosse; die Gäste wurden auf dem Wege von der zahlreichen Menge enthusiastisch begrüßt. ! Belgrad, 4. November. Der gestrige außerordentliche Ministerrath beschloss auf Grund der Verfassung, wegen der ernsten inneren Lage des Landes das Pressgesetz sowie das Gesetz inbetreff des VereinS- und Versammlungsrechtes zu suspendieren und in Presssachen die Präventivcensur einzuführen. Paris, 3. November. Der Minister des Neuhern Challemel'Lacour begibt sich morgen nach Cannes. Während seiner Abwesenheit wird der Ministerpräsident Jules Ferry interimistisch die Geschäfte des Ministeriums des Aeußern leiten. — In der nächsten Woche wird die Regierung in der Kammer einen Sup-plementarcredit für Tonkin beanspruchen. Der Credit wird nicht 10 Millionen Francs überschreiten. Das Gerücht, dass das Personal der chinesischen Gesandt schuft sich zur Abreise von Paris anschicke, wird dementiert. Plymouth, 3. November. Vorgestern abends fand im Canale eine Collision zwischen dem Dampfer „Nottingbill", welcher sich auf der Fahrt von London nach Newyork befand, um dem deutschen Schiffe „Eugenie", das auf der Fahrt von Iquique nach Not« terdam begriffen war, statt. Beide wurden beschädigt. Die „Eugenie" wurde mehrere Stunden vom „Notlingbill" bugsiert und hier eingeschleppt. St. Petersburg. 4. November. Oberst Kaulbars ist nach Bulgarien abgereist. - Das „Journal de St. Petersbourg" dementiert die Mittheilung des „Gaulois" von einem Toaste, den der Kaiser bei dem zu Ehren de2 Vice Admirals Iaurös gegebenen Abschiedsdiner in Gatschina ausgebracht hätte, und bemerkt, dass überhaupt kein Toast ausgebracht wurde; auch sei das Ausbringen von Toasten bei solchen Ge» legenheiten nicht üblich. Belgrad. 3. November. Zum Präsidenten des Standgerichtes im Zajrcarer Kreise, wo das Stand-recht proclamiert wurde, wurde der Cassationshof. richter Rajovi«! ernannt. Bukarest. 3. November. In der Kammer be-antwortete Ministerpräsident Bratiano die Interpellation mbetreff des Zwischenfalles im Vulcan-Pafse und sagte, die Bedeutung desselben sei vielfach übertrieben worden. Er glaube zwar, der Grenzposten, der zu diesem Zwischenfalle den Anlass gegeben habe. liege auf rumänischem Boden, es sei jedoch eine aus österrei-chisch.ungarischen und rumänischen Mitgliedern bestehende Commission mit der Prüfung dieser Angelegenheit betraut worden. — Die Kammer gieng hierauf ohne Abstimmung zur Tagesordnung über. ^ Handel und Volkswirtschaftliches. Verlosung. 18U0er Staatslose. Bei der am 2. d. M. vorgenommenen 47. Verlosung des bproc. Staatslotterie-Anlehens vom Jahre 1860 wurden aus de» verlosten Serien 610 686 1023 1331 148t 1622 1903 2125 2159 2691 2961 3024 3262 3415 3652 3721 3736 3981 3991 4032 4295 4359 4436 4544 4610 4876 5219 5385 5394 540? 5481 5500 5630 5636 5642 566? 5858 6098 6365 6550 6720 7516 7547 8152 8271 8356 8945 9066 9211 9346 9534 9629 9747 10104 1015? 10157 10223 10363 10475 10602 10997 10998 11502 11679 11792 11814 11879 12009 12017 12182 12299 12311 12471 12571 12590 12630 12824 12988 13009 13124 13643 13710 13739 13764 14143 14269 14688 14940 15111 15163 15298 15538 15614 I59?3 16010 16135 1628? 16413 16606 16867 16981 17002 1?M 17050 17225 17266 17886 18117 18161 18289 19287 1939? 19632 19912 13929 und 19976 nachstehende höhere Gewinne gezogen, und zwar fiel der Haupttreffer mit 3UU 000 fi. auf S. 9346 Nr. 15, der zweite Treffer mit 30 000 st. auf S. 1622 Nr. 13, der dritte Treffer mit 25 000 fi. auf S. 7516 Nr.20l je 10 000 fl. gewannen: S. 3991 Nr. 7 und S, 12299 Nr. M je 5000 ss. gewannen: S. 2159 Nr. 11, S. 4359 Nr. 20. S.5491 Nr. 7. S. 6098 Nr. 12. S. 9609 Nr. 19, S. 11792 Nr, 1s. S. 12571 Nr. 8. S. 13643 Nr. 5. S. 15163 Nr. 11. S. 16135 Nr, 11. S. 16413 Nr. 17. S. 17266 Nr. 1. G. 18117 Nr. 1b, S. 19287 Nr. 15 und S. 1939? Nr. 7. (Schluss folgt.) Laibach, 3. November. Auf dem heutigen Markte sind erschienen: 14 Wagen mit Getreide, 8 Wagen mit Heu und Stroh, 16 Wagen uud 4 Schiffe mit Holz (42 Cubilmeter). Durchschnitts«Preise. fl.,li. sl. lr. fi.jlr. ^H Weizen pr.heltolit. 7 96 8 91 Nutter pr. Kilo . — 85—!^ Korn . 4 87 5 93 Eier pr. Stück . . — 3------" Gerste „ 4 23 4 87 Milch pr. Liter . — 8 — ^ Hafer . 2 76 :i 18 Rindfleisch pr.Kilo — 60------ Halbfrucht ,-------«50, Kalbfleisch « — gh — — Heiden „ 4 8? 5 70 Schweinefleisch , —58------' Hirse . 5 20 5 40 Schöpsenfleisch „ —34—-^ Kukuruz „ 5^40 5^47 Hähndel ftr, Stuck —40 ^ Erdäpfel 100 Kilo 2,68-------Tauben „ ^. 17 - - Linfen pr, Heltolil. 8 50------Heu 100 Kilo . . 25^ Erbsen „ 8 50------Stroh „ . . 187 ^ Fisolen „ 9-----------Holz, harleS, pr. ^ Rindsschmlllz Kilo — 96------- Klafter 6 60 — ^ Schweineschmalz „ — 88-------— weiches, „ 4 40 -^ - Speck, frisch , — 70-------Wein, roth., lOOLit,-------24 - — geräuchert, —76-------—weißer . -------20-- Verstorbene. Den 4. N 0 vember. Ludwig Mazgon, Posamentierers-söhn. 3 Mon,, Rosengasfe Nr. 5, Fraisen. — Franz Remec, l. t. Telegraphen-Assistent. 32 I., Deutsche Gasse Nr. 7, AuS« zehrung. Im Spitale: Deu 31. Olt 0 ber. Alfons Mils. Bäckergeselle 37 I., Lungenentzündung. — Johann gbalnil. Arbeiter, 53 I-, Magenkrebs. _______ Theater. Heute (gerader Tag): Pagcnstreiche. Schwank in 5 Auf" zügen von A. v. Kohebue. Lottoziehnngen vom 3. November: Wien: 5 12 88 63 20. Graz: 2 69 28 85 8. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^. ' 1 N n ° ft C 7 u. Mg. 740.75 -l- 3.6 SW. schwach heiter 3. 2 „ N. 738.90 ^-11.8 NO. schwach heiter 0,00 9 „ Ab. 739.92 -j. 5.6 NO. schwach heiter ___^ 7U.Mg. 740.03 4. 1.0 windstill Nebel 27t, 4. 2 „ N. 737.77 4.II.5 NO. schwach heiter «s'^n 9 « Ab. 736.76 4. 7.0 windstill bewölkt " " Den 3. anhaltend heiter. Den 4. morgens Nebel, tagsüber heiter, abends zunehmende Vewöllung, Den 5. frnh morgens Regen. Das Tagesmittcl der Wärme an beiden Tagen -s- ">" und 4- 6,2°. beziehungsweise um 0.2" über und 0,2° m«'" dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: P. v. RadicS. Das Blut ist das Leben sagt der langjährige Lhcfhospitalarzt Dr. Med. Liebaut in stln^ für jedermann interessanten und lehrreichen Broschüre: „^ Negenerationscur", in welcher er auf das schlagendste den NaM weis führt, dass Scropheln. Tubercnlosc, Gicht und Nhcumauo mus. Epilepsie ?c, Vlutlranlhcitcn sind. welche nur durch "''' auf Regenerierung des tranken Vlutcs gerichtete Methode M ' dauerud und in kürzester Zeit beseitigt werden könne». .^ Durchlesen dieser hochinteressanten Broschüre, welche in La'v°" bei I. Gi 0 ntini. Buchhändler, ä 30 kr. erhältlich und a« welcher zugleich ersichtlich ist. dass eine große Anzahl von z ^ Theil mit sehr ernsten Leiden behastet gewesenen Personen v" Befolgung der ihnen durch diese Broschüre ertheilten V^« rungen und Rathschläge wieder in den Vollbesitz ihrer ^>"^^ hcit gekommen sind, sei einem jeden, der an der einen "der „ anderen dieser Krankheiten zu leiden hat, dringend emMY»^. MüelIl.Il.6mMMMl!il. Maßstab 1: 75.000. Preis per Blatt 50 kr., in Taschens""" auf Leinwand gespannt 80 lr. Jg. u. klemmayr H Fell. Kamliergs KlMlMlllM in Aaibach. ____2»«» Course an der Wiener börse vom 3. November 1883. ^ d.«»»,.,«».««»««il»«.» Heldware StaatsAnlehen. 3°leu«nlc.......78?ü ?8ül "»er«»>le.......79« 7,5l "««« 4°/« Sta«t«lose . «50 fi, 11« 50 1»ü -,^»t» 4»/» »<,,^ 500,18175 152 2! lÄ?" <°/° yü»ftel 1«, , 13 / 5°! 138 - I«. Staat«l«l« . . 100 , lß»«^c 16» — «^" « ' . . 5« , 167^0 1L5 - ">«o>»iente»sch«ine . pcrSt. »?— 3,— s/« Defi. Golbrente, fteunfrel . 98bll «s-ic "tfi««r. Notlnre»te, fttuerftei , 93 »U 93 4l ^Ug. «olbrent« ««/, . . . , iig'75 il» 8c » , 4«/, .... 8«-»5 b?-i« » vapierrente »"/„ . . . , 86-50 85 «l » «isenb.-Nnl. I2ofl. «.W.S. i,8 5o l»»-— » Oftbahn-Pllrritälen . . 91 10 »i?« » Vtaate.Obl. (llng. Oftb.) ng - — — » ^ , vom 1.1876 »«75 «7 »b »« Pr«mi«n»«nl. k loofi.ö.w. iiz,5 iiz?L ^^'»»lieg..«ose 4°/, 100 st. . . 10« 50 109-80 ^rnnbentl.. Obligationen (lüt 1hrlcht. .....104-K.L- ., ° nicdnoftcrrllchische. . . . I04-?e 105"?» 5« ° 'beröfterreichlsche .... 104 b«> 10» bo l»°3."nt« . . . »» — ic,o — 5°/, ungarische......inc, 2l 1W?0 «ndere öffentl. Nnlrhru. Di>nau««es,,.öose 5°/» loo fl, , 114 70 115 z« bto. Nullihc 1878, ftcunsrei . 108'ö» 103 bc »nlehln v. Stabtgcmeinbc Wien 10!« ?e 104 — Nnleycn b. Stabtgemeinb« Wien (SUbrr ober Void) ....------— — Pläm/,°/» 10t'— ic,o üO Oeft.'Ung. Vaul v«l. ü°/, . . 10070 101 — bto. , ^'/,'/». - b»'»o »s^b dt«. „ 4°/, . . 9« 7b 93 — Ung. allg.Vobtucitbit.Uctituges. in Pest in 34I.verI. 5'/,°/» . 101'— 105 - Priorität«. Obligationen (für 100 fi.). «lisabeth.Weftbahu 1. «mission 1« 75 103 — Ferdinands.Norbbahn in Vilb. 10i?ll 10l^ 50 ßran;-Ios>'s>«ahn.....10»'— Illzbo ^a>i,isch<: ilarl»Ludwig«Nahn Lm, i««i »uufl. S. 4>/,»/» - . 9e»e 98-75 Otflen. «»rbwtstbahn .... 10z iz icl <0 Elebenbürger......32 — 9il 30 Vtaattbahn 1. «tmisfton . . . 181 ?s> 182 2ü Gübbahn k »«/,......i37",b ll8L5 « ' « ^ ö°/,......„1^5 ^1 Lo Ung..ß»llz. »ah» . . . , 94,75 ,5-__ Diverse Uose (per Vtüose 4u fl...... 20-2K ,z.^ «othen Kreuz. ö«. <»«,. y. iy si. ^,y ^,.^ «Ubvlf-üosliOst......,g,,h z^,_ Sa1m»Lose «Ost. ... ^.^. s,2>— St..Genoi«.z>ose «0 fl. . . . ^ ^,,h ^,gu WalbNein-Lose »0 fi..... ^6 7k »7 25 Winbischgrätz.Lose ÄO st. . . z,.zg <^.^. »anl.Uctien (per StüH). «nglo-Oesserr. Ban! log fi. . . <«» <« ,<„.^ ««nl.«elellsch<.ft, Wicn« «ö N - - - -Vanlverein, Wiener, 100ss . . inzn^ iot — 3^."«^^^'^°°^^ "°^° «°° - «<" °o «Ibt '«Nfl. f. Hand U. G. ißo ft. 27».__ ,7sIl> Lrbt..«nft., «ll«. Nn«,. zoo ff. . ,7^ ,75,5^ Depositen^ »üg. »00 fi. . . . ,„i.__ zcl bc» !lb<«ahn 20U fl. «Vl. . . 2^4 — 22t-5< , ^!»z>Vudwe<« ^00 fl. ...-------— .> ,Klzv.>T>rol,lIi,(i,i8?»i!,>0fl,S. 188 5c ie8 ?: fferbinanbü'Norbb. 1000 fl. LVt. «t?i »4?» ffranz-Ioses.Vahn «00 fi. Silb i»3 ,5 19» ?< ssÜnfNlcheu.Varcser«ls.!»östachtr 200 fl. Silber . isi 75 1»L i l)rag'Duler Hisenb. i50fl. 3ilb. sn-— «t»^! «llbols« Vahn üOO fl. Silb« . i«9-?l 1/ll «< «lebenbürger «isenb. »00 fi. G. i«l 2li 1«1 7< St»°t«ci!cnb. M, »21 75 >2l — , lNr,< neue 1«U fi. . . — — »--— Irausport.Gesellschast 100 fl. . — — — — Turnau«ltralup 205 st. 6. W. . —'— —.— Nng,.ga!i», «isend. 200fl. VNb« 1ÜS-75 1^9-26 llng. Norboftbahn 200 ff. Gllber 1<7 — 147 l0 Ung,Westd.c«aab'Vra,)2«0fl.G, 18» «5 1S3?b Induftrie»Actien (per «tü«). «gybl unb «indberg, Vis«n« nnb Stllhl'Inv. ln Wien 100 fl. . — — — — «klsenbabnw.'Lelha, 1,80 fl. 40°/<> ion»li 1«?'— «Elbemühl", Papiers, u. V.»V. 6« eo »7 Kl» Monlan-Gesells. österr.»alp!ne . 6< b» 8475 Präger E,sen»Inb.»Ges. 200 fi. 20» — «0»-50 SaIgo»Tllil. «isenrasf. 10» fi. . 113 7b H4 ?6 Wassens..G,, Oeft. in N>. 10a fi, — - — — Irlfall« »ohlenw.-Oes. 100 ff. . — — >^.— Devifen. Deutsche Plätze......b8-9ü 29 il» London.........«ü 15 1« 40 Pari«.........t? «7^47 72, Petersburg.......—— — — Valuten. Ducaten........»71 »7» »O'ffranc».«tü